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Die „Himmelsscheibe von Nebra“ zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (+ Videos)

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Die Himmelsscheibe von Nebra zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (Bilder: gemeinfrei & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/J. Lipták / Montage: Fischinger-Online)
Die Himmelsscheibe von Nebra zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (Bilder: gemeinfrei & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/J. Lipták / Montage: Fischinger-Online)

Noch bis Mitte Juli 2022 befindet sich die „Himmelsscheibe von Nebra“ als Teil der Sonderausstellung „Die Welt von Stonehenge“ in Britischen Museum in London. Doch danach kommt sich noch nicht wieder heim nach halle in Sachsen-Anhalt. Ab Anfang August wird sie ein Highlight in einer niederländischen Sonderausstellung im „Drents Museum“ Assen.


Die „Himmelsscheibe von Nebra“ auf Reisen

Derzeit hat das „Landesmuseum für Vorgeschichte“ in Halle die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ nach Großbritannien verliehen. Wie HIER berichtet befindet sich das wertvolle Objekt sie im Britischen Museum in London als Teil der Sonderausstellung „The World of Stonehenge“. Am 17. Juli diesen Jahren endet dort die Ausstellung.

Doch nach Hause kommt der rund 3600 Jahre alt Fund aus Deutschland dann noch nicht wieder dauerhaft. Die Himmelsscheibe wird in der Folge an das „Drents Museum“ in Assen in den Niederladen verliehen werden. Dort startet am 6. August die Ausstellung „De Nebraschijf – De ontdekking van de hemel“ („Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels“), die bis zum 18. September 2022 ihre Tore öffnet.

Hier wird die Himmelsscheibe ebenso ein Highlight der Ausstellung sein, zu der das Museum schreibt:

Eines der absoluten Spitzenobjekte der europäischen Archäologie kommt in diesem Sommer nach Assen in der Niederlanden. (…) Das einzigartige archäologische Objekt stammt aus der Bronzezeit und wurde 2013 in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes eingetragen. Die Scheibe gehört zum Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt) und wird nur sehr selten ausgeliehen. In der Ausstellung ‚Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels‘ ist dieser außergewöhnliche Fund nun erstmals in den Niederlanden zu sehen.

Faszination Himmelsscheibe

Die Ausstellung ist gleichsam eine Reise von den Niederlanden nach Nebra, dem Fundort der Scheibe. Dabei machen die Besucher die Bekanntschaft mit Objekten und Bräuchen aus der Bronzezeit. Gemeinsam mit den Besuchern sucht die Schau nach einer Antwort auf die Frage, warum sich die Menschen schon seit Jahrtausenden für den Sternenhimmel interessieren.

So das „Drents Museum“ weiter. Dass die Scheibe in die Niederlande geht, „ist auch ein Dank für die tollen Objekte, welche die Niederländer für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt haben“, so der Landesarchäologe Dr. Harald Meller.

Genau das können seit März auch die Besucher des Landesmuseums in Halle. Und zwar  in Form eines Virtual Reality-Kunstprojektes (VR), bei dem man mittels VR-Brille eine virtuelle Zeitreise in die Vorgeschichte unternehmen kann. Wie HIER berichtet, sollen die Gäste auf eine „neue und überraschende, emotional ansprechende und eindrucksvolle Weise“ die Himmelsscheibe und ihre Welt erfahren, wie das Museum mitteilte.

Eine Ausstellung rund um „Die Welt der Himmelsscheibe“ ist übrigens unter anderem auch in Braunsbera in Sachsen-Anhalt in Vorbereitung. Und zwar vom ABORA-Team (zu dem auch ich gehöre) um den Experimentalarchäologen und „Schilfboot-Segler“ Dr. Dominique Görlitz. Nähers dazu wird folgen.

Video-Auswahl zum Thema

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Große Pläne in der UFO-Welt: Ein "London UFO-Museum" geplant

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Logo des geplanten Museums

Bisher ist vor allem das UFO-Museum in Roswell, New Mexiko, in den USA bekannt. Dort soll angeblich vor über 60 Jahren ein UFO abgestürzt sein. Die Regierung der USA habe dieses UFO und seine Insassen 1947 dort geborgen und vertuscht seit dem den Vorfall. Roswell ist inzwischen eine Art „Pilgerort“ der UFO-Interessierten geworden. Nun aber soll in London ein das Projekt „London UFO-Museum“ ins Leben gerufen werden.

Von Lars A. Fischinger

Auf der Webseite des Projektes sind die ersten Schritte des Museums wie folgt festgeleg:

Das London UFO Museum (LUFOM) wird in 2013 als Galerie eröffnet, bis es sein dauerhaftes Zuhause gefunden hat. Die Entwicklung des Museums wird in verschiedenen Stufen erfolgen:

Stufe 1 – Eine Galerie zeigt die Hauptthemen des Museums.

Stufe 2 – Eröffnung des Museums als Ausstellung.

Stufe 3 – Eine Wanderausstellung, die in Großbritannien starten wird und dann weiter durch ganz Europa reist.

Stufe 4 – Ein 3D-Web-Museum, das es Ihnen erlauben wird, die Themen des Museums online zu erleben – egal ob von zu Hause aus oder von jedem anderen Ort in dieser Galaxie.“


Weiter ist zu erfahren, dass das „London UFO Museum“ sich auch der Suche nach Leben im All allgemein widmen wird. Sprich, der „Exobiologie“. Ebenso allgemein diversen „Phänomenen“.

Das Team der Organisatoren besteht „aus Menschen mit gesundem Menschenverstand – Ingenieure, Kaufleute, Unternehmer, Manager und auch Künstler“ und hofft auf internationale Unterstützung dieses Vorhabens (hier).

Vor fast 15 Jahren habe auch ich mit Sponsoren aus Deutschland und der Türkei ein „Mystery-Museum“ in Sachsen mehr oder weniger ins Leben gerufen (heute in Istanbul – hier). Vielleicht erinnern sich einige meiner Leserinnen und Leser daran. Daher wünsche ich dem Projekt in London – was mit Sicherheit eine wesendliche bessere Lokation ist – viel Erfolg!

 Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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Vimanas im alten Indien: Fliegende Wagen der Götter am Himmel und im All – der ewige Streit um Außerirdische in Indiens Antike

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Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien - der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien – der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mystery-Forscher und Autoren der Prä-Astronautik durchforsten seit Jahrzehnten alte Texte und Schriften nach scheinbar modernen Inhalten. Vor allem auch nach Göttern des Himmels, die in fliegenden Wagen oder Geräten beschrieben werden. Solche Gefährte heißen in den alten heiligen Büchern Indiens nicht selten Vimana. Fluggeräte von fremden Wesen aus ebenso fremden Welten oder vom Himmel. Aber stimmt es, dass solche Flugwagen der indischen Götter, Helden und Dämonen nur reine Phantasie diverser Autoren sind, wie es Kritiker der Prä-Astronautik immer wieder sagen?


Vimanas im Alten Indien

Biblische und verwandte Texte aus alter Zeit berichten von zahlreichen „Himmelfahrten“ und überliefern derartige „Gotteserfahren“. Es sind Beschreibungen des fliegenden „Thronwagen Gottes“. Kein Wunder also, dass die Autoren der „Ancient Aliens“ sich schon vor 60 und mehr Jahren an biblische Schriften heranwagten, um diese „modern“ zu interpretieren.

Es bietet sich ja an, denn eine Bibel hat eigentlich jeder im Haus und auch die nicht-biblischen Texte sind leicht zu bekommen.

Aber in der modernen Prä-Astronautik sind heute auch die uralten Texte aus Indien nicht mehr wegzudenken. Quasi unter dem Ladentisch kursiert zum Beispiel eine 140-seitige Dokumentation über „Vimana in Ancient India“. Unter dem Ladentisch deshalb, da sie im Selbstverlag in winziger Auflage 1985 im indischen Kalkutta erschienen ist. Darin wird die Bezeichnung „Vimana“ aus den alten Schriften als Fluggeräte von außerirdischen Göttern identifiziert.

Autor dieser Zusammenfassung über diese Vimanas war Professor Dileep Kumar Kanjilal von der Universität Kalkutta. Seines Zeichens ein Kenner der altindischen Schriften des Sanskrit. Er übersetzte alte Texte ins moderne Englisch und beim Studium seiner Arbeit scheint es eigentlich keinen Zweifel mehr zu geben: „Die alten Götter Indiens flogen in Raumschiffen herum! Die Vimanas waren Fluggeräte von Außerirdischen!“

Kritiker spotten, wenn sie diese Arbeit überhaupt kennen, bis heute über den Inhalt dieser Broschüre. „Pure Phantasie“ schreien diese und sprechen Professor Kanjilal jegliche Qualifikation ab. Mehr noch, im Internet heißt es unter Skeptikern seit Jahren, dass diese Übersetzungen nur Erfindungen wären. Und zwar auf Wunsch von keinem geringeren als Erich von Däniken selber.

Skeptiker

So schrieb bereits vor mehr als 10 Jahren ein Skeptiker (den ich hier nicht namentlich nennen werde) in seinem Internetforum sogar folgendes:

Dieser Inder, der gute Kanjilal, hat für Erich von Däniken eine Wunschübersetzung angefertigt. Das hat Däniken (…) einem anderen Prä-Astronautik-Autor gestanden. Er hat ihm einfach mit einem mehrfachen Jahresgehalt vor der Nase rumgewedelt, darauf ist er eingeknickt.“

Beweise für diese Unterstellung gab es von Seiten des Kritikers damals nicht.

Was aber ist denn nun ein Vimana, das viele Prä-Astronautik-Autoren als Raumfahrtzeug oder Luftfahrzeug von Außerirdischen betrachten? Ein einschlägiges Sanskrit-Lexikon von 1999 unter dem Stichwort „Vimāna“ verrät es. Demnach ist es ein…

Fahrzeug der Götter, welches sich von selbst bewegen kann; ein Luftwagen; Tempel, Thron; Maß, Proportion; eine Person, die allen Stolz und Egoismus aufgegeben hat und zum Himmel aufsteigt.“

Tatsächlich sollten hier Grenzwissenschaftler aufhorchen. Götterfahrzeuge sind ja für für viele Mystery-Jäger Fahrzeuge von Außerirdischen. Und auch heute noch heißen Flugzeuge in Indien zum Teil „Vimana“. Ebenso Tempel oder Teile der Tempel, wie etwa die Spitze. Pauschal gibt es demnach nicht das oder die eine Vimana. Und Professor Kanjilal übersetzte in seiner „modernen Interpretation“ von 1985 Vimana schlicht mit „Raumschiff“.

Doch auch abseits von „vorbelasteter Literatur“ sind diese indischen Flugwagen der Götter aufzuspüren. Und dies nicht zu knapp.

Ein leuchtender Himmelswagen

Im Jahre 1824 veröffentlichte Professor Franz Bopp seine Arbeit „Ardschuna’s Reise zu Indra’s Himmel nebst drei anderen Episoden des Mahâ-Bhârata“ über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Der Text stammt aus dem berühmten, Jahrtausende alten Nationalepos Mahabharata.

Es handelt sich dabei um genau jenem Text, der auch angeblich das bereits HIER analysierte „Atombomben-Zitat“ enthält. Also Aussagen, die auf den Einsatz von Atombomben vor tausenden von Jahren hindeuten sollen.

Wir lesen bei Bopp Erstaunliches. So erfahren wir, dass der Held Ardschuna sich eines Tages wünschte, dass ein „Wagen“ (Vimana) kommen solle, was er daraufhin auch mit viel Tamtam tat:

Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. LAF) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr. (…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. LAF), glänzend so wie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der tapfere Krieger Ardschuna in den Himmel auf. Dort sollte er den Gott Indra treffen. Und es wird richtig spannend:

Als er nun dem Bezirk nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdewandelnden, sah Wagen, wunderschön’ er zu Tausenden. Dort scheint Sonne nicht, Mond nicht, dorten glänzet das Feuer nicht, Sondern in eigenem Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, Was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, Ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.“

Der biblische Abraham lässt grüßen – wie HIER dargelegt …

Mit einem Vimana zu den Sternen

Es heißt folglich, dass der mutige Held mit einem göttlichen, fliegen Wagen in den Himmel fuhr. Dort erreichte er einen für die Menschen der Erde („Erdenwandlern“) unsichtbaren Bereich. Wie bei Abraham heißt es auch hier, dass es dort kein Feuer gibt. Dunkel scheint es auch zu sein. Aber phantastisch – und wie wir heute wissen richtig – klingt die Aussage, dass Sterne, die von der Erde aus wie „Lampen“ erscheinen, in Wahrheit „große Körper“ sind, die von selber leuchten.

Professor Bobb hat diese Texte aus dem Sanskrit selber übersetzt. Kritiker sagen auch hier, der Herr Professor hat 1824 phantasiert. Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keinen Erich von Däniken gab, lohnt sich ein Blick in andere Übersetzungen.

Meine fast 5000 Seiten lange englische Übersetzung „The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa“ von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli verrät nach emsigen suchen, wo der Text steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt! Sehr kleine Unterschiede der Übersetzungen von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische, sind wie zu erwarten zu finden.

Die fliegenden Vimama-Himmelswagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind jedoch vorhanden. Phantasiert hat demnach Bobb vor 100 Jahren nicht!

„Die Wirklichkeit der Götter“

Der Autor Lutz Gentes hat seit 1977 bisher vier spannende Analysen und Interpretationen altindischer Berichte über Flugwagen und ganzen Schlachten am Himmel vorgelegt. Damals erschien eine erste Arbeit mit dem Titel „Zur Frage der Tatsachlichkeit von Kontakten zu Außerirdischen in Altertum und Vorzeit“ als Sonderband der UFO-Forschungsorganisation MUFON.

Eine neue, umfassende Analyse soll folgen, wie ich bereits vor Jahren von ihm erfuhr. Vor allem ist er sicher, dass es ganze Schlachten und Städte im oder am Himmel (Raumstationen?!) gab. Die Schriften der alten Inder sind voll damit und immer wieder reisten Helden in diese Himmelstädte. „Himmlische und großartige Hallen“ im Himmel, die „mit dem Glanz von Feuer“ erbaut waren, oder eine goldene „Stadt in der Luft“ mit Namen Hiranyapura (= „Stadt aus Gold“) überliefern die alten Inder, so Gentes.

Als Autor des Phantastischen legte er beispielsweise auch 1995 seine Arbeit „Der Krieg gegen Dwârakâ: Beschreibung eines Luftangriffs im altindischen Mahâbhârata und Bhâgavata-Purâna“ (Scientific Ancient Skies, Band 2, 1995) vor. Fand damit aber wohl aufgrund mangelnder Reichweite weniger Beachtung. Das änderte sich erst ein Jahr später mit seinem ersten Buch „Die Wirklichkeit der Götter“, in dem er sehr detailliert Flugwagen, Raumstationen und Luftschlachten aus den indischen Texten analysiert. Hier war der Untertitel des Buches Programm: „Raumfahrt im frühe Indien“.

Rund 15 Jahre nach seinem Buch „Die Wirklichkeit der Götter“ von 1996, entdeckten auch Kritiker das umfangreiche Werk. Und so kam schon Ende 2009 im Internet eine Diskussion um genau diese Arbeit auf. Eine Diskussion, in der sich zwei Monate lang hitzig Pro und Kontra ablöste. Um nicht zu sagen: eine explosive Debatte.

„Unhaltbarer Blödsinn“?

Man dürfe den Laien Gentes nicht ernst nehmen, er hat keine Kompetenz und hat sich alles aus den Fingern gesogen und fälsche mit Absicht, waren noch nette Bezeichnungen der Skeptiker. Der „Rädelführer“ unter den Skeptikern gab jedoch in dem damaligen Internetforum „Rätsel der Vergangenheit“ bereits früh zu:

Aber ich muss zugeben, dass ich das Gentes-Buch nicht gelesen habe und auch nicht vorhab, dies zu tun.“

Aha? Alle modernen Deutungen erkenne dieser Kritiker (auch ohne sie gelesen zu haben) direkt als „unter aller Sau“, „völlig bekloppte Versfälschungen“, „unhaltbarer Blödsinn“ und „abstrus“.

Der eifrigste Skeptiker brüstete sich sogar, dass Gentes schon mit „krimineller Dreistigkeit“ „völlig bekloppte Verfälschungen“ veröffentlicht habe. „Wenn ich mit Lutz Gentes fertig bin“, tönte ein Kritiker, „ist er so erledigt, wie man nur sein kann“. Und ein Vertreter der Pro-Seite sei nichts weiter als „aufgeblasener Dummschwätzer“.

Es dauerte nicht lange, und die Befürworter der Prä-Astronautik und der Skeptiker-Rädelsführer drifteten in ihren „Diskussionen“ in die Fäkalsprache ab. Natürlich wurde auch mit dem Staatsanwalt gedroht und nach rechtlichen Konsequenzen wurde gerufen. Beide Seiten warfen der anderen Seite Lug, Täuschung und Betrug vor. Forderungen wurden laut, einen Pro-Vertreter wegen „unzumutbaren Schwachsinn“ aus dem Forum zu werfen was mit einem „Penner“ beantwortet wurde …

Wurde das Thema von dem selbsternannten Experten der Kontra-Seite nun widerlegt? Gab es keine „fliegenden Wagen“ und Schlachten am Himmel im Mahabharata? Ein klares Nein. Nichts wurde entschieden und man trennte sich in Zorn und Feindschaft. „Blutige Nasen“ hätten sie sich geholt, so der Betreiber des Forums auf meine Nachfragen. Das einzige, wohin diese „Debatte“ damals führte, war die Eskalation!

Aber auch das zweitgrößte Epos Indiens, das Rāmayana (viertes Jahrhundert vor Christus), ist voll von Flugwagen der Götter. Der Text des Epos enthält zahlreiche Schilderungen von Schlachten und „fliegenden Wagen“. Eben den Vimanas.

Noch mehr Vimanas

So schildert das Buch etwa die Entführung der schönen Sita, was zahlreiche Kämpfe nach sich zog. In Kapitel 49 (drittes Buch, Aranya Kanda) heißt es, dass der Dämon Ravana mit einem Fluggerät die sanftmütige Sita in den Himmel verschleppte. Als er sie packte, „erschien augenblicklich Ravanas großer Wagen“ und er bestieg den von „schreienden Maultieren“ gezogenen Wagen. „Hoch mit ihr in die Luft“ ging die Reise, während Sita wie wild gegen ihren Entführer kämpfte.

Rāma wollte Sita unbedingt zurück und erfuhr von Kabandha, wie er das schaffen könne. Doch wie genau er ihm dies mitteilte, liest sich spannend:

Und dieser schöne Dämon (Kabandha, Anm. LAF) (…) stieg in die Luft, sitzend auf einem glänzenden Wagen, den Schwäne zogen, und mit seinem Glanz erleuchtete er die zehn Regionen. Am Himmel stehend sprach er zu Rama: (…)“ (drittes Buch, Aranya Kanda, Kapitel 72)

Das müssen sonderbare „Schwäne“ gewesen sein…

Auch in anderen Teilen des Buches wird beschrieben, wie Götter und Dämonen umherfliegen konnten. „Schnell wie Garuda flog er (Hanuman, Anm. LAF) hinweg über das Meer und bahnte sich seinen Weg durch die wolkengefüllte Luft“, heißt es in Kapitel 1 des fünften Buches (Sundara Kana) zum Beispiel. „Durchs Firmament“ soll er geflogen sein und dabei die Wolken wie der Wind zerstreut haben. Denn so ein göttlicher Flugwagen war…

ein unvergleichliches Meisterwerk, denn er vermochte durch den Himmel zu fliegen wie ein Leuchtfeuer im Kreis der Sonne, und strahlte unbeschreiblich“. (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

„Fliegende Wagen der Götter“

„Die fliegenden Wagen der Götter“ (Kapitel 8) waren zahlreich im Alten Indien. Ravana, Besitzer des Flugwagens, konnte ihn allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern. So sei er in der Lage gewesen, „schnell wie der Wind“ überall hinzukommen, wohin er wollte. Folgende Worte preisen diese Technologie der Götter:

Den Himmel vermochte er zu durchqueren, und er enthielt viele Kammern und unzählige seelenentzückende Kunstwerke. Fleckenlos wie der Herbstmond glich der Wagen einem Berg mit prächtigen Gipfeln.“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

Bei Tag und Nacht konnte das Luftfahrzeug fliegen. Und es hatte auch einen Namen: „fliegender Wagen Pushpaka“, eben „Pushpakavimana“. „Das Luftfahrzeug Pushpaka“, wie es das Sanskrit-Wörterbuch von Dr. Martin Mittwede sagt. Und ein Pushpaka ist auch ein „fliegender Palast“. Rāma, der Held des Rāmayana, „flog nach gewonnenem Kampf damit zurück in sein Königreich“.

Und Pushpaka waren wirklich Flugwagen, wenn uns die Texte des Rāmayana nicht belügen:

„(sie) begaben sich zum Pushpakawagen und bestiegen ihn. Und die Dämoninnen nahmen diesen fliegenden Wagen und flogen auf Ravans Befehl zu Sita in den Ashokahain“. (sechstes Buch, Yuddha Kanda, Kapitel 47)

An anderer Stelle, so könnte man es interpretieren, fliegt ein solcher Vimana auch durch das All. Es heißt:

Unermüdlich durchtauchte Hanuman diesen Raum, den Sonne und Sterne schmückten, und überflog den König der Planeten. (…) Durch den Himmelsraum wurde er getragen, dieser Sohn des Windes, und er zerteilte beständig die Wolkengruppen und segelte fort und fort, wobei er lautes, donnergleiches Gebrüll ausstieß (…)“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 57)

Waren die oft genannten Vimanas Indiens nur Phantasie der alten Schreiber? Demnach nur von Prä-Astronautik-Forschern und -Autoren falsch gedeutet und interpretiert? Wenn nicht: wer flog vor Jahrtausenden durch den Himmel; wer waren diese „Götter“ und „Dämonen“ in den Flugwagen?

Götterwagen vs. Phantasie

Das Ramayana besteht aus 24.000 Doppelversen und wurde zum Beispiel von Claudia Schmölders (teilweise) ins Deutsche übersetzt. „Auf eine Eindeutschung der Schreibweise wurde verzichtet“, bemerkte sie explizit zu ihrer Arbeit. Ebenso, dass sie der anerkannten Übersetzung „The Ramayana of Valmiki“ (3 Bände, London 1953 bis 1959) von Hari Prasad Shastri folgte.

Kommt und kam es den Übersetzern der alten Schriften Indiens nicht seltsam vor, dass dort die Götter in fliegenden und leuchtenden Wagen durch den Himmel reisten? Denn einfach und pauschal zu behaupten, dass ein Vimana in den alten indischen Büchern nichts mit fliegenden Fahrzeugen von Himmelswesen zu tun hat, ist offensichtlich nicht weit genug geblickt. Es lassen sich zweifellos solche Fluggeräte darin finden, die sogar außerhalb der Erde operiert haben sollen.

Die alles entschiedene Frage ist hier die, was daran einst eine physische Realität war. Eine immer wiederkehrende Frage in der gesamten Prä-Astronautik, die ohne handfeste Beweise weiterhin ohne Antwort bleiben wird.

Hierbei ist im Fall der indischen Vimanas besonders interessant, dass es angeblich so was wie „technische Rekonstruktionen“ dieser Fluggeräte gibt. Sie kursieren schon viele Jahrzehnte und sind online immer wieder zu finden. Ein Dr. Shivkar Bapuji Talpade aus Bombay soll sogar schon 1895 nach Anweisungen eines Pandit Subbaraya Shastry ein flugfähiges Gerät dieser Art nachgebaut haben.

Hierzu veröffentlichte das „Indian Institute of Science“ bereits  1974 die Untersuchung „A critical study of the work ‚Vymanika Shastra'“. Darin kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die kursierenden „Rekonstruktionen“ (angeblich von 1904) nicht in der Lage waren zu fliegen. Auch die genauen Textquellen dieser „Rekonstruktionen“ seien unauffindbar.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eintauchen in die virtuelle Realität und die Welt der „Himmelsscheibe von Nebra“ – und darüber hinaus (+ Videos)

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Eintauchen in die virtuelle Realität und die Welt der Himmelsscheibe von Nebra (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Eintauchen in die virtuelle Realität und die Welt der Himmelsscheibe von Nebra (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Seit dem 24. März können Besucher des „Landesmuseum für Vorgeschichte“ in Halle die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ in einer ganz neuen Dimension erfahren. Und zwar  erleben die Besucher mittels eines Virtual Reality-Kunstprojekt (VR) auf eine „neue und überraschende, emotional ansprechende und eindrucksvolle Weise“ die Himmelsscheibe, wie das Museum mitteilte. Eine virtuelle Zeitreise in die Vorgeschichte.


Virtuelle „Himmelsscheibe von Nebra“

Die 1999 entdeckte „Himmelsscheibe von Nebra“ ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten archäologischen Artefakte in Deutschland. Und längst ist sie eine Art nationales Heiligtum und ein Objekt intensiver Forschungen und Debatten.

Derzeit ist die Scheibe als Leihgabe im Britischen Museum in London. Dort ist sie Teil der Ausstellung „The World of Stonehenge“ (mehr HIER) und wurde bis zum Juli 2022 dorthin verliehen. Als Kernstück des Museums in Halle ist die Welt der Himmelsscheibe dort eines der wichtigsten Themen. Deshalb arbeiten die Verantwortlichen an immer neuen Konzepten, um den Besuchern diese Welt näher zu bringen.

Und so können seit dem 24. März Besucher des Museums jetzt mit einer Brille für Virtuelle Realität die Himmelsscheibe ganz neu erfahren und erleben. Es „konnte ein VR-Kunstprojekt umgesetzt werden, das mittels Virtual Reality ein Eintauchen in die Welt der Himmelsscheibe ermöglicht“, so das Museum in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es darin:

Mit Hilfe einer VR-Brille können Besucherinnen und Besucher eine etwa zehnminütige Kunstanimation genießen. Sie führt sie auf den Mittelberg bei Nebra, den Fundort der Himmelsscheibe, und lässt sie auf einem goldenen Sonnenschiff über den Horizont gleiten.

In dieser virtuellen, mit künstlerischen Mitteln in Szene gesetzten Welt können verschiedenste Orte bereist werden, die mit der Himmelsscheibe von Nebra verknüpft sind: die Herkunftsorte der Rohstoffe, aus denen dieser archäologische Jahrhundertfund einst gefertigt wurde, das Ringheiligtum Pömmelte mit seiner bronzezeitlichen Siedlung, das Sonnenobservatorium Goseck während der Wintersonnenwende und Stonehenge bei Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende. In der Museumswelt bislang einzigartig ist die Anzahl und Vielfalt der Szenen, durch die die Reise führt, und die damit einhergehende Komplexität der VR-Animation.

Sternenhimmel über der Weltenscheibe: 3D-Entwurf auf Grundlage des Konzeptes von Frederick Baker (Bild: Filmbäckerei Fasolt-Baker KG.)
Sternenhimmel über der Weltenscheibe: 3D-Entwurf auf Grundlage des Konzeptes von Frederick Baker (Bild: Filmbäckerei Fasolt-Baker KG.)

Ein prähistorisches Weltbild

Diese virtuelle Welt der Himmelsscheibe sei gewissermaßen ein „begehbares Kunstwerk“ des Künstlers Frederick Baker, so das Museum weiter. Baker ist zugleich Archäologe, der bereits in der Vergangenheit Virtual Reality dazu nutze, um Relikte der Vergangenheit erfahrbar zu machen.

„Das Landesmuseum für Vorgeschichte hat mit dieser Installation einmal mehr bewiesen, dass es ein Gespür für richtungsweisende Wissensvermittlung hat.“ So Rainer Robra, Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt. Und wer Virtual Reality mittels einer entsprechenden VR-Brille einmal ausprobierte, der weiß, dass diese auch für die Archäologie ungeahnte Möglichkeiten bietet. Davon ist auch das Museum überzeugt:

Die Kombination von moderner Technologie und künstlerischer Darstellung ermöglicht einen emotionalen Zugang zum prähistorischen Weltbild und macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass die Anlagen von Goseck, Pömmelte und Stonehenge ebenso wie die Himmelsscheibe von Nebra Bestandteile eines ganz Europa umspannenden Handels- und Symbolsystems waren.

Dabei steht nicht die Informationsvermittlung im Vordergrund, sondern der besondere audiovisuelle Zugang und das virtuelle Eintauchen in eine faszinierende vergangene und dennoch überraschend vernetzte Welt.

„Teletortation“ in 3D

Und Gunnar Schellenberger, Präsident des Landtags von Sachsen-Anhalt, fügte hinzu:

Die virtuelle Reise führt uns innerhalb eines Wimpernschlags vom Ursprung der Rohstoffe der Himmelsscheibe im Inneren eines Bergstollens bis in den Weltraum, von Stonehenge nach Pömmelte. Dies ist ebenso faszinierend wie die Tatsache, dass die Animation uns mit künstlerischen Mitteln vor Augen führt, wie überraschend nah uns Heutigen die Menschen der Bronzezeit sind.“

Die Welt der Himmelsscheibe als virtuelle Reise in einer 3D-Umgebung und mit einer 360-Grad-Rundumsicht. Fraglos ist das für alle Interessierten ein Highlight. Denn bekanntlich ist die Himmelsscheibe eben das was sie ist: eine Scheibe. Dennoch soll sie auf dieser flachen Ebene eine dreidimensionale Welt und Weltanschauung abbilden. Jahrtausendelang haben schon die Menschen der Steinzeit diese himmlischen Vorgänge beobachtet und in Megalithanlagen wie eben Stonehenge umgesetzt. Zumindest zum Teil.

Es war ein weit verzweigtes Netz der Vorzeit, das Besucher nun selber erfahren können, wie das Museum in Halle schreibt:

Zugleich lässt es Sie die Klänge der Sie umgebenden Welt hören. Einzelne Abschnitte auf Ihrer Reise legen Sie automatisch zurück. Andere Teile können Sie frei erkunden, indem Sie sich selbst im Raum bewegen. Um größere Strecken zurückzulegen, ist das ‚Teleportieren‘ über die Handsteuerung möglich. Mit dieser können Sie auch mit bestimmten Objekten in der virtuellen Welt interagieren.“

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 6. September 2020 auf Mystery Files

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Video vom 10. November 2019 auf Mystery Files

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Video vom 26. Februar 2019 auf Mystery Files

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Verdacht bestätigt: Bizarre Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus

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Verdacht bestätigt: Alte Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus (Bilder: Hiroshi Kinoshita / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Verdacht bestätigt: Alte Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus (Bilder: Hiroshi Kinoshita / Bearbeitung: Fischinger-Online)

In aller Welt finden sich bizarre Reliquien, Mumien und heilige Objekte, die eine „übernatürliche Herkunft“ haben sollen. Darunter sogar Mumien von angeblich echten Meerjungfrauen. Wesen mit einem menschlichen Oberkörper inklusive Armen und dem Unterleib eines Fisches mit Schwanzflosse. Jetzt haben Forscher in Japan genau eine solche Kreatur aus einem Kloster untersucht. Mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass hier jemand diese Mumie aus echten Tieren zusammen genäht hat.


Mumie einer Meerjungfrau in Japan?

Irgendwann zwischen 1736 und 1741 sollen Fischer nahe der Insel Shikoku vor Japan einen rätselhaften Fund gemacht haben: Eine Meerjungfrau ging ihnen ins Netz!

Das klingt sehr nach Seemannsgarn, da Legenden über Meerjungfrauen zu allen Zeiten auf allen Weltmeeren erzählt wurden. Sie gehörten ebenso zu den Bewohnern der Tiefe, wie allerlei Monster, tödliche Strudel und Seeungeheuer, die arglosen Seemännern das Fürchten lehrten. Anders jedoch in diesem Fall aus Japan, denn diese vermeintliche Meerjungfrau nahmen die Fischer mit nach Osaka und so sei sie letztlich in einem buddhistischen Tempel in Asakuchi gelandet.

Dort fristete die nur rund 30,5 Zentimeter kleine Meerjungfrau als Mumie ihr Dasein. Zusammen mit einem Schreiben auf Japanisch aus dem Jahre 1903. Dieses besagt, dass das Wesen von Fischern abgekauft wurde, die es für einen normalen Fisch hielten. Sie boten es auf dem Markt an und die Vorfahren des Absenders des Briefes wären so in den Besitz der Meerjungfrau gelangt. Als „Familienschatz“ haben diese das Wesen verwahrt.

Dann stieß Hiroshi Kinoshita von der „Okayama Folklore Society“ auf die seltsame Mumie in einem Buch über rätselhafte und mythischen Kreaturen. Tatsächlich ist diese Mumie (wie andere ihrer Art) schon lange bekannt. So etwa berichtete bereits 2003 BBC London darüber. Das Buch jedoch weckte das Interesse von Kinoshita und so fand er das Kuriosum tatsächlich vor Ort in einer Holzkiste in dem Tempel. Zusammen mit Forschern der „Kurashiki University of Science and the Arts“ ließ er daraufhin die seltsame Mumie der Meerjungfrau genauer untersuchen.

Dabei bestätigte sich das, was schon bereits nach den ersten Medienberichten über die Kreatur spekuliert wurde. Nämlich, dass die Meerjungfrau ein bizarrer Betrug ist. Hier hat jemand den Oberkörper eines kleinen Affen mit einem Fischschwanz zusammen genäht, das „Werk“ mumifiziert und so eine Meerjungfrau-Mumie vorgetäuscht. Mutmaßlich, so der an der Untersuchung beteiligte Paläontologe Takafumi Kato, habe der Schwindler noch menschliche Haare und Nägel hinzugefügt. Dies sollte seine Arbeit wohl echter erscheinen zu lassen.

Makabere Kuriositäten

Wie genau die Mumie aber letztendlich in den Tempel kam, wissen die Forscher auch nicht. Früher sei sie in einer Glasvitrine im Tempel ausgestellt gewesen, damit Besucher oder Pilger zu ihr beten konnten, so Konzen Kuida, der vorstehende Priester des Tempels. Man erhoffte sich von ihr Gesundheit und habe sie auch verehrt, um die die Pandemie zu linder, so Kuida laut einem Bericht in „Live Science“.

Dauerhaft und frei zugänglich ausgestellt werde sie aber schon 40 Jahre nicht mehr. Die Verantwortlichen hatten sie zum Schutz vor Verfall in einem feuerfesten Tresor gelagert.

Die CT-Scans fanden bereits am 2. Februar statt. Hierbei zeigte sich sehr schnell, dass die Mumie eine Fake ist. Doch auch DNA-Proben wurden genommen, deren Auswertung auf sich warten ließ. Im Laufe dieses Jahres wollen die Forscher um Hiroshi Kinoshita alle genauen Resultate veröffentlichen. Warum aber jemand eine solche makabere Mumie anfertigte, bleibt damit natürlich unklar.

Wahrscheinlich um sie an an Touristen zu verkaufen, so die Vermutungen. Oder auch um Pilger in das Kloster zu locken? Denn weltweit finden sich seltsame Mumien, kuriose Artefakte und „heilige Objekte“ in Kirchen, Tempeln und Klöstern. Unter ihnen auch weitere „Mumien von Meerungfrauen“. Vor 100, 200 Jahren waren solche gruseligen Kreaturen auch oft gezeigte Highlight von Kuriositäten-Ausstellungen. Gerne zog man mit ihnen auch durch das Land.

Doch vor allem Reliquien der Christenheit locken bis heute Millionen Pilger und brachten vor allem im Mittelalter Geld und Ansehen. Wissenschaftliche Untersuchungen der verehrten Objekte werden dabei so gut wie immer abgelehnt.

Warum wohl?

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Lars A. Fischinger

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DAS ist laut dem British Museum der wichtigste archäologische Kunstfund der Steinzeit der letzten 100 Jahre in Großbritannien

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DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)
DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)

Die britischen Inseln sind voller Hinterlassenschaften und Bauten aus der Steinzeit und späteren Epochen, die teilweise weltberühmt sind. Grund genug für eine bald eröffnenden Sonderausstellung des altehrwürdigen British Museum in London unter dem Motto „Die Welt von Stonehenge“. Ein archäologischer Fund sticht bei dieser Ausstellung heraus. Denn laut Museum ist er der wichtigste Fund steinzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre in Großbritannien. Was hat es mit diesem unscheinbaren „Faß“ auf sich?


„Die Welt von Stonehenge“

Neben der legendären Megalithstätte Stonehenge, sind die Ausstellungsräume des British Museum in London ein Pilgerort für Forscher und Interessiere aus aller Welt in Großbritannien. Zehntausende von Jahren Menschheitsgeschichte liegen dort. Zusammengesammelt in hunderten von Jahren archäologischer Forschung (und Plünderung) in der ganzen Welt. Ein Ort, von dem so mache spektakuläre Entdeckung und Erkenntnis ausging.

Und nicht wenige dieser unersetzlichen Artefakte dort sind von unschätzbaren Wert. Man denke hier an die Moai-Figur namens „Hoa Hakananai’a“ von der Osterinsel, die in ihrer Form einzigartig ist. Oder auch an die Tontafeln des Gilgamensch-Epos. Auf einer dieser Tafeln entdeckte man im 19. Jahrhundert im Museum die Vorlage der biblischen Sintflut-Geschichte. Ebenfalls finden sich hier authentische Artefakte aus dem Inneren der Cheops-Pyramide und die „Himmelsscheibe von Ninive“. Sie ist eine Tonscheibe aus Mesopotamien, auf der Astronomen vor Jahrtausenden ein Himmelsereignis in Keilschrift und in exakt eingeritzten Linien festhielten.

Selbst ein „Kristallschädel“ findet sich in dem Museum, auch wenn dessen Alter und Herkunft mehr als fragwürdig ist.

Eine endlose Liste historisch bedeutsamer Objekte ließe sich hier anführen. Es gibt somit in Großbritannien keinen geeigneteren Ort für eine Sonderausstellung, die die Welt von Stonehenge den Besuchern nahe bringen kann. Diese eröffnet am 17. Februar ihre Tore. Hierzu schreibt das Museum unter anderem:

Die menschliche Geschichte hinter den Steinen (von Stonehenge, Anm. LAF) offenbart sich in einer Vielzahl faszinierender Objekte. Dazu gehören Steinäxte aus den norditalienischen Alpen, atemberaubender Goldschmuck und erstaunliche Beispiele für frühe Metallarbeiten, darunter die Himmelsscheibe von Nebra – die älteste erhaltene Sternenkarte der Welt. Ein bemerkenswert gut erhaltener 4.000 Jahre alter Holzkreis, der als Seahenge bezeichnet wird, steht ebenfalls im Mittelpunkt der Ausstellung und wird zum ersten Mal als Leihgabe gezeigt.

All diese Objekte liefern wichtige Hinweise auf den Glauben, die Rituale und die komplexe Weltanschauung der Menschen der Jungsteinzeit und tragen dazu bei, ein lebendiges Bild vom Leben der frühesten Vorfahren Europas zu zeichnen.

Die „Burton-Agnes-Trommel“

Wie man unter anderem an der aus Deutschland stammenden „Himmelsscheibe von Nebra“ sieht, möchte das Museum einen weiten Bogen um die Welt von Stonehenge spannen. Nicht nur, da die Himmelsscheibe jünger als der Steinkreis in England ist und aus der Bronzezeit stammt. Denn die kulturellen Zusammenhänge liegen auf der Hand. Und diese ziehen sich über die gesamten britischen Inseln, fast ganz Europa bis in den Nahen Osten und Ägypten.

Da scheint es etwas erstaunlich, dass ein unscheinbare „Stein-Trommel“ von den Archäologen des British Museum als wichtigste Entdeckung vorzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre aus den Insel bezeichnet wird. Heute ist das Artefakt als „Burton-Agnes-Trommel“ bekannt (s. Titelbild).

Gefunden wurde das rund 5.000 Jahre alte Objekt 2015 auf einem Landgut in Burton Agnes in Ost-Yorkshire in einem Kindergrab. In diesem Grab der Steinzeit lagen drei unterschiedlich alte Kinder, von denen das älteste diese „Trommel“ (die keine Trommel im eigentlichen Sinne war) über den Kopf als Beigabe platziert bekam. Die Kinder wurden offenbar zeitgleich und in Umarmung untereinander bestattet.

Es war ein rührendes Bild, dass sich den Archäologen damals bot, und das Neil Wilkin als „zutiefst bewegend“ beschreibt. Wilkin ist der Kurator der Sonderausstellung, den „Barry & District News“ mit den Worten zitiert:

Dies ist eine wirklich bemerkenswerte Entdeckung und das wichtigste Stück prähistorischer Kunst, das in den letzten 100 Jahren in Großbritannien gefunden wurde. Die Entdeckung des Grabes von Burton Agnes ist sehr bewegend. Die Emotionen, die die neue Trommel zum Ausdruck bringt, sind kraftvoll und zeitlos, sie gehen über die Zeit von Stonehenge hinaus und spiegeln einen Moment der Tragödie und Verzweiflung wider, der auch nach 5.000 Jahren noch ungebrochen ist.

„Das bedeutendste Stück prähistorischer Kunst“

Solche zylindrischen oder trommelartigen Objekte wurden in der Vergangenheit erst dreimal entdeckt. Aber nie in einem so guten Zustand. Doch nie war den Forschern klar, was diese steinernen „Eimer“ überhaupt waren oder bedeuten. Sicher ist man sich nur, dass sie aus dem Zeitalter von Stonehenge stammen, da sie mit Verzierungen versehen sind, die damals weithin beliebt waren. Sie lassen sich bis nach Irland nachweisen.

Dazu führte Wilkin gegenüber der „BBC“ weiter aus:

Meiner Meinung nach ist die Trommel von Burton Agnes noch komplizierter geschnitzt und spiegelt die Verbindungen zwischen Gemeinschaften in Yorkshire, Stonehenge, Orkney und Irland wider. Die Analyse ihrer Schnitzereien wird dazu beitragen, die Symbolik und den Glauben der Zeit zu entschlüsseln, in der Stonehenge errichtet wurde.

Wozu diese Objekte dienten und was die Verzierungen bedeuten, bleibt dennoch reine Spekulation. Auch wenn eine Verbindung zu Stonehenge gezogen wird, hilft das nicht weiter. Es wird hierbei von „religiöser“ oder „symbolischer“ Bedeutung gesprochen, was deren Zweck allerdings nicht im Geringsten erklärt. Auch nicht, dass es ein Talisman für das Jenseits gewesen sein könnte. Warum dann aber nur eine solche „Trommel“ als Talisman bei drei Bestatteten?

Auffallen ist bei der „Burton-Agnes-Trommel“, das diese drei Löcher hat. Da sie in einem Grab mit drei Kindern lag, könnte man vermuten, dass ihre Seelen durch diese Öffnungen in die „Trommel“ eingehen und so für immer vereint sein sollen.

Ein Behältnis für die Seelen?

Eine reine Vermutung meinerseits. Dafür könnte allerdings sprechen, dass die drei verstorbenen Kindern in inniger Dreisamkeit beerdigt wurden. Ebenso, dass Megalithanlagen-Gräbern, die wir von den Britischen Inseln über ganz Europa bis in den Nahen Osten und den Kaukasus finden, angebliche „Seelenlöcher“ haben. Es sind runde Öffnungen in jeweils einem Megalith dieser Gräbern, aus denen die Seele der Verstorben hinein und hinaus gelangen konnte. So eine Deutung dieser runden Löcher. Zum Teil sind diese Öffnungen auch nach den Sonnenwenden ausgerichtet.

Reine Spekulationen …

Eine Radiokarbondatierung (C14) eines der Skelette von Burton Agnes ergab, dass die Beerdigung zwischen 3005 bis 2890 vor Christus stattfand. Nach Einschätzung der Archäologen des Museums ist auch die „Trommel“ so alt zu datieren. Obwohl das Artefakt in der Sonderausstellung im Schatten der Nebra-Scheibe oder der Anlage von Stonehenge als nationales Monument der Briten in der Grafschaft Wiltshire zu verblassen scheint, kann man die Begeisterung der Forscher nachvollziehen.

Es ist ein uraltes Kunstwerk und damit nicht mit einer Megalithanlage zu vergleichen. Gemeinsam ist ihnen, dass große Bauten ebenso Rätsel aufgeben, wie kleine Grabfunde aus dieser Epoche.

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Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithe? So sollen es Grundschüler in einem Experiment herausfinden

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Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithen? So sollen es Grundschüler herausfinden (Bilder: neolithiqueblog.wordpress.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithe? So sollen es Grundschüler herausfinden (Bilder: neolithiqueblog.wordpress.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wie haben es unsere Vorfahren der Steinzeit es geschafft, gewaltige Megalithe teilweise hunderte Kilometer weit zu transportieren? Üblicherweise werden hier Schlitten und Holzrollen angeführt, auf die diese tonnenschweren Steine gepackt wurden. Und genau das sollen Grundschulkinder in einem einfachen Experiment mit einem Buch, Band und Bleistiften selber testen. Zur Veranschaulichung der physikalischen Zusammenhänge, wie es eine Internetseite mit wissenschaftlichen Tipps für Lehrer und Eltern umfangreich vorstellt. Was ist davon zu halten und welche Hintergrundinformationen bekommen die Erzieher dabei mit auf den Weg?


Steinzeit und Wissenschaft in der Grundschule

Schulen sollen ein Hort des Wissens und des Lernens sein. Und zwar in möglichst vielen Bereichen des Lebens und darüber hinaus. Natürlich soll dort auch Geschichte vermittelt werden und damit auch das Zeitalter der Steinzeit.

Der ein oder andere mag sich an diese Zeiten und den Lernstoff in der Schule erinnern. Wie lange dies auch jeweils zurückliegen mag. Und so werden im Idealfall auch Grundschüler bereits an geschichtliche und naturwissenschaftliche Themen herangeführt. In einer mehr oder weniger kindgerechten und spielerischen Art und, so ist zu hoffen, pädagogisch wertvoll. Solche Themen waren vor rund vier Jahrzehnten zumindest in meinem Fall in einem sogenannten „Sachunterricht“ zusammengefasst.

Ein Sammelunterricht, der Chemie und Physik ebenso einschloss, wie Biologie, „Technik“ oder weitere Naturwissenschaften. Und natürlich berühren sich einzelnen Schulfächer bis heute. So auch zum Teil Physik und Geschichte.

Und um genau diese dreht sich ein Schulexperiment, dass auf der Internetseite science.lu vorgestellt wird. Auf dieser Seite dreht sich alles um „Wissenschaft für jeden“, was explizit auch Eltern und Lehrer mit einschließt. In einem eigenen Bereich der Seite werden deshalb diverse Experimente, Versuche und Themen für Grundschulkinder vorgestellt. Als „Ideen für naturwissenschaftlichen Unterricht in der Grundschule“ finden sich dort „Wissenschaftsangebote für Schule und Freizeit“. Für Gebiete wie Universum, Technik oder auch Natur.

Am 2. Februar wurde dort im Bereich „Technik-Geschichte“ ein „Technololgie-Apparat“ für Lehrer vorgestellt. Mit diesem sollen die Kleinen folgender Frage nachgehen: „Wie transportierten die Menschen in der Steinzeit schwere Lasten?“

Die Kinder sollen staunen

„Die SchülerInnen erforschen, wie schwere Gegenstände mithilfe von Rollen mit geringem Kraftaufwand bewegt werden können“, erfahren wir dort über die Zielsetzung des Versuches. Dabei fällt zuerst auf, dass die Beschreibungen inklusive den thematischen Hintergrundinformationen für die Lehrkräfte erstaunlich umfangreich erfolgen. Als Material für dieses Experiment brauchten die kleinen Forscher auch nicht viel. Eine etwa 1 Meter lange Schnur, ein schweres Buch, „etwa 10 runde Bleistifte oder Rundhölzer, die den gleichen Durchmesser haben“ und 30 Minuten Zeit.

Danach soll den kleinen, angehenden Steinzeit-Forschern das Thema des Versuches nahe gebracht werden. Vorgeschlagen wird dabei ein einleitender „Vortrag“ über dieses spezielle Steinzeiträtsel, zu dem wir unter anderem erfahren:

Zeige den SchülerInnen Bilder von Megalithen, die in der Jungsteinzeit, teilweise sogar vor der Erfindung des Rads, errichtet wurden. Aus welcher Zeit stammen diese Monumente? Aus welchen Gründen werden sie heute noch bestaunt?

Du kannst das Thema auch im Geschichtsunterricht vertiefen. (…)

Alle Steine auf den Bildern wurden über weite Strecken transportiert, bevor sie errichtet wurden. Die riesigen Megalithen aus Sandstein in Stonehenge stammen wohl aus West Woods (etwa 25 km von der Kultstätte entfernt), und die kleineren, aber dennoch tonnenschweren Steine stammen aus Steinbrüchen in Wales, etwa 200 km entfernt.

Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, auf welche Art und Weise diese Felsblöcke transportiert wurden. Man geht davon aus, dass der Land- und der Wasserweg genutzt wurden.

Können sich die SchülerInnen vorstellen, wie die Steinblöcke über den Landweg transportiert werden konnten? Die Menschen damals waren wohl kaum so stark wie Obelix! Welche Hilfsgeräte konnten benutzt werden?

Halte die Hypothesen an der Tafel fest. Die richtige Antwort zu finden ist hier nebensächlich. Es geht vielmehr darum Ideen zu entwickeln und herauszufinden, was die SchülerInnen bereits wissen.

Rätsel der Steinzeit

Auch wenn nicht zweifelsfrei geklärt ist, wie hier (und in den dortigen Hintergrundinformation für die Lehrer) korrekt betont wird, wie genau die Steinzeitmenschen das vor tausenden von Jahren schaffen, sollen es die Kleinen mit einem Buch versuchen. Das Experiment werde ihnen aufzeigen, „wie die Verwendung von Rollen den Energieaufwand verkleinert“. Sie sollen dafür nur die Schnur zusammenbinden, durch das Buch ziehen, dann das Buch auf die Beistifte legen und es ziehen. Nachdem sie zuvor versuchten das blank auf dem Tisch liegende Buch ohne Stifte darunter mit dem Band zu bewegen.

Ein einfaches Experiment, deren Sinn jedem Mystery-Interessierten und Archäologen sofort klar wird.

Denn seit Anbeginn der Archäologie ist die Vermutung, dass solche Megalithe mittels Rundhölzern über den Boden gezogen wurden, die gängige These. Dabei spielt es keine Rolle, ob solche tonnenschweren Steine schon vor rund 13.000 Jahren transportiert, behauen und aufgerichtet wurden, oder erst vor 2.000 Jahren. Die grundlegende Technik bliebt dabei immer prinzipiell gleich. So die gängige Lehrmeinung der Archäologie.

Keine Rolle spielt dabei übrigens auch nicht das Gewicht der zu transportierenden Megalithen. Ob 1 Tonne oder 1.000 Tonnen und mehr – Holzrollen und Schlitten sind das Mittel der archäologischen Wahl. Und zahlreiche Experimente haben mit (relativ leichten!) Steinen unlängst gezeigt, dass es auch in der Praxis funktioniert. Dennoch ist „bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, auf welche Art und Weise diese Felsblöcke transportiert wurden“. Immerhin besteht ein eben nicht gerade leichter Unterschied zwischen beispielsweise 2 oder 5 Tonnen im Experiment, und 100 und mehr Tonnen in der steinzeitlichen oder bronzezeitlichen Realität.

Das Kinderexperiment soll den „kleinen Megalithbauern“ in der Schule zeigen, wie unterschiedliche Reibungen, Widerstände und der Kraftaufwand zusammenhängen. In den Hintergrundinformationen für die Versuchsleiter werden die physikalischen Zusammenhänger deshalb nochmals weiter ausgeführt. Damit die Lehrer auch wissen, was sie da warum tun.

Neugierige Kinder

Wir wissen, dass heute in unserer Industriegesellschaft weiterhin diverse „Rollen-Techniken“ Alltag sind. Ob das exakt so in der Steinzeit war, weiß auch science.lu nicht zu sagen. Deshalb wird dort nochmals unterstrichen:

Noch immer ist nicht zweifelsfrei geklärt, welche Methode in der Jungsteinzeit angewandt wurde, um schwere Steinblöcke zu transportieren. Einige Theorien gehen davon aus, dass Steine, die mehrere Tonnen wogen, über Baumstämme, die parallel nebeneinander lagen, gezogen wurden. Da die Steine nicht unbedingt eine ebene Oberfläche hatten, wurden sie wahrscheinlich auf eine Plattform oder eine Art Schlitten gelegt, die/der dann mit Seilen über die Rundhölzer gezogen wurden.

Barney Harris, ein Student vom University College London (UCL), hat diese Schlitten-Theorie getestet und festgestellt, dass 20 Erwachsene ausreichen, um einen großen Stein zu bewegen, natürlich nur auf ebener Fläche. Es wurde auch versucht, den Transport großer Felsbrocken auf dem Wasserweg nachzustellen. Der erste Versuch ging allerdings schief und der Felsbrocken versank im Wasser. Erst in einem zweiten Versuch bei ruhiger See gelang es, den Stein auf einem historischen Boot zu transportieren.“

Selbst Ausflugsziele für die Schulklasse zu Megalithstätten werden vorgeschlagen. Quasi als live Anschauungsobjekte für die Kinder. Auch der Hinweis, dass weltweit solche Anlagen zu finden sind, wurde nicht vergessen.

Doch wie soll man als Interessierter oder Vertreter der „History Mystery“ dieses vorgeschlagene Experiment „bewerten“?

Vor allem dient es physikalischer Veranschaulichungen, wie man sieht. In Verbindung mit Steinzeiträtseln, um den Kindern das Thema quasi schmackhaft zu machen. Genau dazu soll entsprechendes Bildmaterial im Vorfeld des Versuches gezeigt werden. Ein gut durchdachtes, da sehr einfaches, Kinder-Experiment, finde ich. Kinder sind neugierig und nicht dumm. Wenn nur einigen von ihnen dabei auffällt, dass noch viele Rätsel der Vergangenheit heute auf uns warten – wachsen aus ihnen vielleicht keine Wissenschaftler heran. Egal ob „alternative“ oder „konservative“.

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VIDEO: Verblüffende Darstellungen aus Mesopotamien: Luftmatratzen vor 3.000 Jahren bei den Assyrern

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VIDEO: Verblüffende Darstellungen aus Mesopotamien: Luftmatratzen vor 3.000 Jahren bei den Assyrern? (Bild: British Museum / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Verblüffende Darstellungen aus Mesopotamien: Luftmatratzen vor 3.000 Jahren bei den Assyrern? (Bild: British Museum / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Der legendäre Assyrer-König Assurnasirpal II. hat vor fast 3.000 Jahren zahlreiche prachtvolle Reliefs hinterlassen. Heute stehen viele davon in Museen in aller Welt (teilweise als Kopien). Doch einige dieser kunstvollen Hinterlassenschaften aus Mesopotamien scheinen Taucher zu zeigen. Kann das sein? Oder sind es nicht viel mehr die ersten Luftmatratzen der Welt, die vor drei Jahrtausenden im heutigen Irak zum Einsatz kamen?


3.000 Jahre alte Schwimmhilfen aus dem Irak

Sommer, Sonne, Strand und See – und am Besten dazu eine Luftmatratze, um entspannt auf dem Wasser zu dösen. Doch Luftmatratzen gab es im Prinzip schon vor 3.000 Jahren im heutigen Irak (Mesopotamien). Zu sehen sind sie auf alten Relief-Darstellungen aus der legendären Stadt Nimrud.

Darauf sieht man scheinbar tauchende Menschen. Unter ihnen sieht man einen „Luftsack“, aus dem sie scheinbar mittels eines Schlauches atmen. Auch Fische sind auf diesen wundervollen Reliefs der Assyrer zu sehen, die ursprünglich vom Assyrer-König Assurnasirpal II. (etwa 883 – 859 vor Christus) stammen. Der weltberühmte Archäologe Sir Austen Henry Layard hat die Darstellungen 1846 ausgegraben und nach Großbritannien geschickt. Dort findet man sie heute im British Museum in London.

Diese Abbildungen verlocken tatsächlich dazu, hier antike Taucher vor fast 3.000 Jahren zu sehen. Es sollen laut Archäologenmeinung aber keine sein. Vielmehr sind diese schwimmenden Soldaten auf so was wie Vorläufern von Luftmatztaten zu sehen, die einen Fluss überqueren.

Schauen wir uns in diesem Mystery Files-Video vom 21. Juni 2021 diese einmal genauer an. Und ebenso ein paar andere Reliefs aus Nimrud, die heute für unzählige Spekulationen sorgen.

Bleibt neugierig …

Video vom 21. Juni 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: UFOs am Himmel? Überwachungsvideo aus Großbritannien sorgt für Furore – waren es Himmelslaternen?

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VIDEO: Unerklärliche Lichter am Himmel - Überwachungsvideo aus Großbritannien sorgt für Furore (Bild: YouTube-Screenshot / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Unerklärliche Lichter am Himmel – Überwachungsvideo aus Großbritannien sorgt für Furore (Bild: YouTube-Screenshot / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Internet ist voll von Videos und Filmchen, die UFOs zeigen. Meist sieht man nur langweilige Lichtpunkte am schwarzen Himmel, die praktisch überhaupt keine wirkliche Interpretation zulassen. Hinzu kommen die gefälschten UFO-Videos. Einer der Gründe, warum solche einzelnen Videos auf Mystery Files fast nie thematisiert werden. Aber ein aktuelles UFO-Filmchen aus Großbritannien soll hier eine Ausnahme sein. Warum sehr Ihr hier.


UFOs und Lichter am Himmel

Videos von Unbekannten Luftphänomen (UAPs), rätselhaften Lichtern am Himmel oder schlicht UFOs, gibt es wie die sprichwörtlichen Sterne am Himmel. Von diesen sind jedoch die allermeisten sind ganz einfach stinklangweilig! Irgendwelche Punkte oder Lichter auf schwarzem Grund, mehr sieht man oft nicht. Für die UFO-Forschung sind sie deshalb auch oftmals ohne Belang.

Bei einem Video aus Großbritannien, das derzeit die Runde macht, ist es etwas anders. Aus diesem Grund möchte ich Euch dieses hübsche UFO-Video ausnahmsweise auf Mystery Files einmal vorstellen. Denn sehr selten nehme ich speziellen UFO-Videos zum Thema. Es gibt derer aber auch zu viele …

Dieses Filmchen aus der Stadt Luton, nördlich von London in England, ist aber bei der Vielzahl ein vermeintlich mysteriösen Filmen und Aufnahmen erfrischend anders. Aufgenommen wurden hier angeblich rein zufällig drei Lichterscheinungen am dunklen Himmel. Von einer Türklingel mit Überwachungskamera am Haus von Matt Doughty. Deutlich sieht man in diesem Fall aber, dass die leuchtenden Pünktchen sich langsam in einer Art Formation durch das Bild bewegen, bis sie nach knapp einer Minute aus dem Fokus der Kamera fliegen oder schweben.

Was meint Ihr dazu? Waren es Himmelslaternen? Ein sehr, sehr langsames Flugzeug? Macht Euch selber ein Bild in diesem Video vom 17. November 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 17. November 2021 auf Mystery Files

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