Die „Himmelsscheibe von Nebra“ zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (+ Videos)

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Die Himmelsscheibe von Nebra zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (Bilder: gemeinfrei & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/J. Lipták / Montage: Fischinger-Online)
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Die Himmelsscheibe von Nebra zieht weiter: von London kommt sie in die Niederlande (Bilder: gemeinfrei & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/J. Lipták / Montage: Fischinger-Online)

Noch bis Mitte Juli 2022 befindet sich die „Himmelsscheibe von Nebra“ als Teil der Sonderausstellung „Die Welt von Stonehenge“ in Britischen Museum in London. Doch danach kommt sich noch nicht wieder heim nach halle in Sachsen-Anhalt. Ab Anfang August wird sie ein Highlight in einer niederländischen Sonderausstellung im „Drents Museum“ Assen.


Die „Himmelsscheibe von Nebra“ auf Reisen

Derzeit hat das „Landesmuseum für Vorgeschichte“ in Halle die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ nach Großbritannien verliehen. Wie HIER berichtet befindet sich das wertvolle Objekt sie im Britischen Museum in London als Teil der Sonderausstellung „The World of Stonehenge“. Am 17. Juli diesen Jahren endet dort die Ausstellung.

Doch nach Hause kommt der rund 3600 Jahre alt Fund aus Deutschland dann noch nicht wieder dauerhaft. Die Himmelsscheibe wird in der Folge an das „Drents Museum“ in Assen in den Niederladen verliehen werden. Dort startet am 6. August die Ausstellung „De Nebraschijf – De ontdekking van de hemel“ („Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels“), die bis zum 18. September 2022 ihre Tore öffnet.

Hier wird die Himmelsscheibe ebenso ein Highlight der Ausstellung sein, zu der das Museum schreibt:

Eines der absoluten Spitzenobjekte der europäischen Archäologie kommt in diesem Sommer nach Assen in der Niederlanden. (…) Das einzigartige archäologische Objekt stammt aus der Bronzezeit und wurde 2013 in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes eingetragen. Die Scheibe gehört zum Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt) und wird nur sehr selten ausgeliehen. In der Ausstellung ‚Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels‘ ist dieser außergewöhnliche Fund nun erstmals in den Niederlanden zu sehen.

Faszination Himmelsscheibe

Die Ausstellung ist gleichsam eine Reise von den Niederlanden nach Nebra, dem Fundort der Scheibe. Dabei machen die Besucher die Bekanntschaft mit Objekten und Bräuchen aus der Bronzezeit. Gemeinsam mit den Besuchern sucht die Schau nach einer Antwort auf die Frage, warum sich die Menschen schon seit Jahrtausenden für den Sternenhimmel interessieren.

So das „Drents Museum“ weiter. Dass die Scheibe in die Niederlande geht, „ist auch ein Dank für die tollen Objekte, welche die Niederländer für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt haben“, so der Landesarchäologe Dr. Harald Meller.

Genau das können seit März auch die Besucher des Landesmuseums in Halle. Und zwar  in Form eines Virtual Reality-Kunstprojektes (VR), bei dem man mittels VR-Brille eine virtuelle Zeitreise in die Vorgeschichte unternehmen kann. Wie HIER berichtet, sollen die Gäste auf eine „neue und überraschende, emotional ansprechende und eindrucksvolle Weise“ die Himmelsscheibe und ihre Welt erfahren, wie das Museum mitteilte.

Eine Ausstellung rund um „Die Welt der Himmelsscheibe“ ist übrigens unter anderem auch in Braunsbera in Sachsen-Anhalt in Vorbereitung. Und zwar vom ABORA-Team (zu dem auch ich gehöre) um den Experimentalarchäologen und „Schilfboot-Segler“ Dr. Dominique Görlitz. Nähers dazu wird folgen.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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