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Ein moderner Henoch? Mormonen-Religionsgründer Joseph Smith Jr. und seine Kontakte mit “Lichtwesen” und dem außerirdischen Engel Moroni

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Der moderne Henoch - Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der moderne Henoch – Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit tausenden von Jahren berichten Menschen, dass sie seltsame Erscheinungen hatten. Fremde Wesen vom Himmel oder aus anderen Sphären, die mal als Engel, mal als Feen, mal schlicht als Lichtwesen und mal auch gleich als Gott gedeutet werden. vielfach überbringen diese Fremden dabei auch Botschaften und erteilen den Auserwählten Aufträge. So wie bei Joseph Smith Jr., dem Gründer der Religion der Mormonen. Seine Erfahrungen und angeblichen Kontakte mit fremden Wesen sind auch für die Prä-Astronautik und UFO-Forschung überaus interessant, wie Ihr es in diesem Artikel erfahrt.


Der “moderne Henoch”

Ein guter Prä-Astronautiker schaut bei alten Überlieferungen und Texten aller Art immer zweimal hin. Mindestens. Denn nicht selten verbergen sich “zwischen den Zeilen” Hinweise darauf, dass hier “die Fremden” am Werk gewesen sein könnten. Spuren jener überirdischen Erscheinungen und Wesenheiten, die als antike Raumfahrer interpretiert werden. Ein faszinierendes Betätigungsfeld in den Tiefen uralter Mythologien und Aufzeichnungen , die dabei mal schnell viele tausend Jahre in die Vergangenheit reichen können.

Im Zusammenhang mit diesen Überlieferungen ist eine andere Geschichte durchaus sehr interessant. Vor allem deshalb, da sie sich in einem Punkt klar von den zahllosen Mythen der Vergangenheit um Götter, Himmelswesen, Lehrmeister aus dem All oder Engel unterscheidet. In diesem Fall kennen wir den Protagonisten. Wir wissen ganz genau, wer er war, wann er erlebte, was dieser zu Lebzeiten tat und auch, dass er seine angeblichen Kontakte mit fremden bzw. außerirdischen Wesen selber niederschrieb.

Die Rede ist natürlich von Joseph Smith Jr., dem Gründer der “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage” (Mormonen), der 1844 in den USA starb. Hierzulande wird ihn kaum jemand kennen, doch Millionen Menschen bekennen sich heute vor allem in den USA zum “Mormonentum”. Eine vom Christentum hergeleitete Religion, die auf angebliche Kontakte des Gründers Smith mit außerirdischen Wesen zurück geht. Für ihn waren es Engel, keine Aliens. Denn auch “Religionen”, UFO-Sekten, die konkret auf reale Kontakte mit uns überlegenden Aliens gründen, gibt es bis heute.

Joseph Smith und das “Buch Mormon”

Smith ist der unangefochtene Gründer der Mormonen, wie man die Glaubensrichtungen dieser Religionen zusammenfassen nennt. Er ist zugleich der Verfasser des “Buch Mormon”, die als Bibel dieser Religionsgemeinschaft gilt. Angeblich habe nicht Smith dieses Werk selber geschrieben, sondern nur übersetzt. In Wahrheit, so die Lehre dieser Kirche, sei das Werk auf rätselhaften “goldenen Platten” in einer unbekannten Schrift vor langer, langer Zeit geschrieben und versteckt worden. Erst Smith  konnte sie mit Hilfe himmlischer Wesen wiederfinden. Sie wollten, dass er sie übersetzt, wozu ihm entsprechende Instrumente zur Übersetzung ebenfalls von den Engeln überlassen wurden.

Das Titelbild dieses Beitrages zeigte dieser Übergabe durch einen Engel namens “Moroni”.

Auf diesen Goldplatten, deren Existenz Zeugen schriftlich in eidesstattlichen Erklärungen bestätigten, habe das “Buch Mormon” gestanden. Ein Werk mit fraglos faszinierenden Inhalten, dessen Kernaussagen auf der Bibel beruhen. Etwa, dass in Zeiten des Alten Testamentes Hebräer nach Amerika kamen. Oder auch, dass Jesus nach der Wiederauferstehung in Amerika war. Grund dafür, dass Smith diese Überlieferungen und Erzählungen übersetzten sollte, war laut Aussage der Fremden des Himmels die Wiederherstellung des wahren Christentums. So erschien 1830 das “Buch Mormon” und Smith gründete mit einigen Weggefährten seine Kirche.

Bis heute sind die Mormonen überaus aktiv wenn es darum geht wissenschaftlich Belege für deren Geschichte(n) zu finden. Ganze Armeen von eigenen Historikern forschen und publizieren hierzu wissenschaftlich mehr oder weniger plausible Untersuchungen, Studien und Erkenntnisse. Setzt man sich mit diesen Veröffentlichungen und Forschungen intensiv auseinander, ist man schnell angesichts dieser Hartnäckigkeit beeindruckt.

Wenige Forscher der Prä-Astronautik haben sich bisher mit Smith und den zahlreichen Schilderungen rund um ihn, seine angeblichen Kontakte und seine Kirche auseinandergesetzt. Meistens wurde sich dabei auf die “Hauptkontakte” des Smith  mit den angeblichen Gottesboten konzentriert. Andere Schriften von Smith und rund um die Kirche wurden dabei praktisch nie beachtet. Ebenso wenig wie der Inhalt der Mormonen-Bibel. Bis auf Auszüge, von denen ich auch einige 1998 in “Götter der Sterne” anführte.

Die “Vision” des Joseph Smith

Als “Hauptkontakt” gelten vor allem die Erscheinungen, bei denen Smith angeblich die Gegenstände und Goldplatten bekam. Die Grundlage des “Buch Mormon”. Dabei hatte er nach eigenen Bekunden bereits am 21. September 1823 eine Begegnung mit einer fremden Erscheinung, die bis heute bei den Mormonen hoch angesehen ist. Bei den Anhängern dieser Kirche heißt sie schlicht “Vision”. Sie sei das “Zeugnis” des Joseph Smith, dass heute dem “Buch Mormon” meistens voran gestellt ist.

Widerfahren sei ihm während eines “flehentlichem Gebet” demnach angeblich unter anderem:

Am Abend des … 21. Septembers (1823) … wandte ich mich in flehentlichen Gebet an Gott den Allmächtigen…

Während ich so im Begriff war, Gott anzurufen, bemerkte ich, wie in meinem Zimmer ein Licht erschien, das immer stärker wurde, bis der Raum schließlich heller war als am Mittag. Gleich darauf wurden an meinem Bett eine Gestalt sichtbar, und der Betreffende stand in der Luft, denn seine Füße berührten den Boden nicht.“

Er hatte ein loses Gewand von außergewöhnlicher Weiße an. Es war weißer als alles, was ich auf Erden je gesehen hatte; auch glaube ich nicht, dass irgendetwas Irdisches derart gemacht werden kann, dass es so überaus weiß und hell leuchtend erscheint. Seine Hände waren unbedeckt, auch seine Arme bis knapp über dem Handgelenk; ebenso waren seine Füße nackt und auch die Beine bis knapp über den Knöcheln. Sein Haupt und sein Hals waren auch nicht bedeckt. Ich konnte erkennen, dass er außer diesem Gewand keine andere Kleidung trug, denn es war offen, sodass ich seine Brust sehen konnte.

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht. Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sein ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich (…)”

Der Prophet Henoch

Eine schwebende Lichtgestalt von einem geradezu leuchtenden Weiß sahen auch zahllose andere Menschen erscheinen oder vom Himmel kommen. Juan Diego, der Seher der Marienerscheinungen von Guadalupe in Mexiko 1531 ebenso, wie auch die Kinder von Fatima in Portugal vor rund 100 Jahren. Alle diese Boten kamen, da sie oder Gott eine “Arbeit” oder “Aufgabe” für den jeweiligen Menschen hatten.

Bei Smith war es nicht anders. Seine Aufgabe bestand unter anderem in der “Schaffung” des “Buch Mormon”

Jahrtausende bevor Smith diese Erscheinung an seinem Bett sah, erging es einem anderen Auserwählten allerdings bereits sehr ähnlich. Und zwar dem biblischen Propheten Henoch, dessen Bücher in der Prä-Astronautik seit Jahren zitiert werden. Nur wurde dabei häufig die eigentliche Berufung des Henoch überlesen, worauf ich kürzlich in diesem Artikel HIER verwies. Gerade mit Blick auf Joseph Smith ist diese aber besonders spannend. So erfahren wir im Slawischen Buch Henoch dazu:

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Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt!” (1,1-9)

Die Parallelen zu der Geschichte vom Smith sind zu augenfällig, als dass sie bloß Zufall sein können.

Hat Smith abgeschrieben?

Hat Joseph Smith etwa bei Henoch abgeschrieben? Wollte er so seiner phantastischen Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen? Studierte er die Texte von Henoch aufmerksam und fand dabei, dass dies auch gut in seine Vita als Religionsgründer passen würde? Gedanken, die aufgrund der Ähnlichkeit durchaus sehr nahe liegen. Aber doch wohl eher unwahrscheinlich sind.

Heute kann jeder das Slawische Henochbuch zum Beispiel in deutscher Übersetzung kaufen. Die ersten Ausgaben erschienen 1900 und 1928 durch Emil Kautzsch und Paul Rießler. Ein paar Klicks bei einem Online-Buchhändler oder der Besuch einer entsprechenden Bibliothek reichen aus, und schnell hat man diese Schriften selber vorliegen. Anders war es in Tagen des des Smith.

Zu seinen Lebzeiten Anfang des 19. Jahrhundert war dieser Text in der westlichen (englischen) Welt noch unbekannt. Es gab zwar im 10. oder 11. Jahrhundert wahrscheinlich Übersetzungen aus dem griechischen Original ins Bulgarische, aber der Rest der Welt erfuhr erst Ende des 19. Jahrhunderts von diesem Henochbuch. So dokumentiert es Christfried Böttrich in seiner Untersuchung des Slawischen Buch Henoch, die 1995 in “Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit” (Bd. V, Lieferung 7: “Das slavische Henochbuch”, S. 800ff.) erschien.

Da lebte Joseph Smith schon nicht mehr und seine “Bibel” und sein “Zeugnis” erschienen bereits erstmals 1830. Es ist sehr fraglich, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass er Bulgarische Übersetzungen des “2. Henoch” hatte oder diese beschaffen konnte.

Wer aber waren dann dieses leuchtenden Wesen? Vielleicht gibt der weitere Verlauf der Ereignisse hierzu mehr Auskunft.

Riss in der Zeit?

Smith schreibt in seinem “Zeugnis” weiter:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer um ihn, der zu mir gesprochen hatte, sogleich zusammenzog, bis es im Raum wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; im Zimmer war es wieder so wie vorher, bevor das himmlische Licht sich gezeigt hatte.”

Und in seiner “Lebensgeschichte” beschreibt Smith das Wesen ergänzend mit folgenden Worten:

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht.” (1,32)

Noch zutiefst beeindruckt von diesem Besuch, “stand derselbe Himmelsbote wieder an meinem Bett”, schreibt Smith weiter. Danach sogar direkt noch ein drittes Mal. “Ohne die geringste Abweichung” habe der leuchtende Himmlische ihm dabei dreimal dieselbe Botschaft überbracht. Als seien die drei direkt hintereinander erfolgten Besuche nicht erstaunlich genug, notierte Smith im Anschluss folgende spannende Bemerkung über diese:

Aber kaum war der Himmelsbote zum dritten Male von mir aufgefahren, da krähte der Hahn, und ich wurde gewahr, dass es Tag wurde. Diese Besuche mussten somit die ganze Nacht gedauert haben.”

Was hier beschrieben ist, ist ein offensichtlicher Zeitverlust. Smith selber erkannte erst bei Tagesanbruch, dass plötzlich “die ganze Nacht” um war. Während der Kontaktaufnahme durch den Boten war ihm das nicht klar. Ihm fehlte Zeit – was in der UFO-Forschung ein überaus bekanntes Phänomen ist. Geprägt als “Missing Time”, als “Fehlende Zeit”, von der zahllose UFO-Zeugen sprechen. Nicht nur beim Thema UFO-Entführungen. Zugleich ist es auch ein sehr häufiges Motiv in der Welt der Sagen, Mythen und Märchen, in denen von Begegnungen mit Wesen aus der Anderswelt gesprochen wird. Etwa mit Feen, Zwergen oder anderen überirdischen Wesen.

Seltsame Nachwirkungen der Begegnung

In derartigen phantastischen Geschichten “verloren” Menschen auf unerklärliche Weise Zeit, nachdem diese solchen Erscheinungen begegnet sind. Oder sogar von ihnen entführt wurden. Auf diesem Blog und in einer Reihe von Büchern habe ich dazu in den letzten Jahrzehnten zahllose Beispiele veröffentlicht und diskutiert. Ein gemeinsames Merkmal dieser nur scheinbar unterschiedlichen Phänomene, Erfahrungen und Erscheinungen sind auch die Nachwirkungen. Sie reichen von “Verwirrtheit” bis “Schwäche”. Bei Smith war es nicht anders, nachdem er plötzlich den Hahn krähen hörte:

Kurz darauf erhob ich mich von meinem Bett und ging wie gewöhnlich an die notwendige Tagesarbeit; als ich aber zu arbeiten anfing, war ich derart erschöpft, dass ich zu nichts fähig war. Mein Vater, der mit mir zusammen arbeitete, bemerkte, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war, und schickte mich nach Hause. Ich machte mich auf und wollte zum Haus hingehen; als ich aber am Rande des Ackers, auf dem wir arbeiteten, den Zaun übersteigen wollte, verließen mich die Kräfte, und ich fiel hilflos zu Boden; eine Zeit lang war ich gänzlich bewusstlos.”

Jahrzehnte später erging es den Seher-Kinder von Fatima ebenso, als diese eine leuchtende Erscheinung hatten. Die “Jungfrau Maria”, wie bis heute geglaubt wird, die strahlend über den Boden schwebte, ohne ihn mit den Füßen zu berühren. Auch sie brachten vor Erschöpfung von ihrem “normalen Tagwerk” anschließend “kaum etwas zustande”, wie es der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée in seinem Buch “Dimensionen” vergleicht. Auch die indianische Seherin Odschi Wein Akwot Okwä, deren erstaunliche Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen ich zum Beispiele HIER bereits darlegte, erging es ebenso. Auch sie war vollkommen matt, schwach oder, wie man heute sagen würde, ausgelaugt.

Ob Henoch irgendetwas in diese Art erlebt haben soll, ist hingegen unbekannt. Bekannt sind hingegen solche Lichtwesen durchaus bei nordamerikanischen Indianern. “Diese Leuchtenden Wesen erschienen den Indianern bei geheimen Ritualen, die an hochgelegenen Stellen oder auf heiligen Bergen abgehalten wurden”, schreibt etwa Jacques Vallée. “Solche Visionssuchen sind bei allen Indianern Amerikas bekannt, auch wenn sie bei manchen Stämmen auf die Priester und Initianden beschränkt sind.”

“Das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit”

Ob Lichtwesen aus der spirituellen Welt der nordamerikanischen Indianer (und anderer Völker) oder eine außerirdische Intelligenz, Smith sah darin Boten des biblischen Gottes. Wobei das eine das andere eigentlich nicht ausschließt! Man muss sich fragen, wo eigentlich genau der Unterschied liegt oder liegen soll? Sicherlich im berühmten “Auge des Betrachters”. Was die Mormonen natürlich bei ihren Religionsgründer ebenso sehen.

Die bei den Mormonen als “erste Vision” verehrte Begegnung des Smith – dazu gleich mehr –  wird von dieser Kirche als welthistorisch angesehen. Über dieses wichtigste Ereignis im Leben des Kirchenvaters Smith schrieb etwa Sonntagszeitung “Church News” der Mormone in Salt Lake City am 7. April 1990 bescheiden:

Die erste Vision – nicht die Landung von Menschen auf dem Mond – ist das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit seit der Auferstehung Christi.

Mit Sicherheit sehen das Andersgläubige mitnichten so, wie es die Mormonen lehren. Auch wenn man Zweifel an Smith Geschichten hat, seine Berufung und Erscheinungen stehen auf gleicher Ebene, wie all jene, die man aus anderen Religionen kennt. Davon ist unter anderem auch Vallée überzeugt, wenn er schreibt:

Der Wendepunkt im Leben dieses Mannes, die Sichtung des seltsamen Lichts und der Kontakt mit einem Wesen im Licht, steht meiner Ansicht nach gleichrangig neben den Berichten, die wir in anderen Religionen und in anderen Ländern finden können.

Die “Verwandlung eines gewöhnlichen Bauernjungen (…) in den unangefochtenen Anführer vieler Menschen”, sei eine “ungewöhnliche Tatsache”, so Vallée, “die unsere Aufmerksamkeit verdient”. Ich als Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger sehe das genauso. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf diese “erste Vision” des Joseph Smith.

Die “erste Vision”

Offizielles Mormonen-Dogma dieser Erscheinung ist, dass Gott Vater und Jesus Christus an diesem Tage vom Himmel erschienen sind, da Smith an den Konfessionen zweifelte. Niedergelegt ist dieser anerkannte Bericht in der “Lebensgeschichte” von Smith in dem Buch “Die köstliche Perle“. Obwohl es verschiedene Darstellungen dieser Begegnung gibt, die zum Teil erheblich variieren. Auch von Smith selber sowie von verschiedenen Weggefährten. Die von den Mormonen anerkannte Version in Textform dieser Begegnung mit dem Unfassbaren stammt aus dem Jahr 1838.

Doch erst 1965 fand ein Student der Mormonen von der Brigham-Young-Universität in Provo in den “Church Archives” in Salt Lake City eine weitere Version der “Ersten Vision”. Das Dokument stammt aus dem Jahre 1832 und beinhaltet eine bis dato unveröffentlichte Fassung in der Handschrift von Smith. Sie wurde also von ihm persönlich verfasst und ist damit die bisher älteste Aussage über seine erste Begegnung mit himmlischen Mächten. Von den Historikern der Mormonen ist dieses Smith-Dokument als “echt” anerkannt.

In der fünfseitigen Handschrift findet sich keine Silbe davon, dass die Lehren der Kirchen “ein Gräuel” in Gottes Augen wären, wie es in anderen Versionen steht. Es heißt hier nur vorwurfsvoll, dass die Menschen sich nicht mehr als die Gebote Gottes halten. Grundsätzlich eine Aussage aller derartiger Erscheinungen christlicher bzw. biblischer Prägung, vom Alten Testament bis modernen Marienerscheinungen.

Des Weiteren berichtet Smith in dem Dokument nur von der Erscheinung von Jesus Christus. Kein Wort davon, das angeblich auch “Gott Vater” dabei war; also zwei “Personen” ihn kontaktierten. Diese gewaltige Diskrepanz verschweigen die Mormonen-Gläubigen jedoch nicht:

Die Mormonen bestätigen inzwischen die Tatsache, dass es mehrere inhaltlich nicht identische Schilderungen der ‚Ersten Vision‘ gibt, die J. Smith teils selbst verfasst, teils anderen diktiert habe. Sie erklären dies damit, dass er sein ‚Erlebnis‘ mehrfach und verschiedenen Adressaten mit unterschiedlichen Betonungen und anderen Schwerpunkten dargelegt habe.

So beispielsweise Hand Rech und Matthias Kleiminger im “Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen” (6. Auflage, 2006). Bezeichnend an den handschriftlichen Ausführungen von Smith ist, dass er selber aufgrund seiner Sünden an sich zweifelte. Deshalb habe er “die heiligen Schriften durchsucht” und festgestellt, dass die Menschheit “vom wahren und lebendigen Glauben abgefallen waren”.

“Eine Säule aus Licht”

Er selber – und nicht Gott und Jesus, wie in der offiziellen Version der Ereignisse dargelegt, beklagte also den Abfall vom “wahren Evangelium”. Ein im wahrsten Sinne des Wortes himmelweiter Unterschied. Auch wenn die “Erste Vision” nach Erscheinen ihn in dieser Ansicht beipflichtete. So widerfuhr Smith damals an diesem schicksalhaften Tag:

“(…) da kam eine Säule aus Licht über die Helligkeit der Sonne am Mittag von oben herab und ruhte auf mir, und ich war erfüllt vom Geist Gottes und der (Herr) öffnete den Himmel über mir und ich sah den Herrn und er sprach zu mir und sagte: Joseph (mein Sohn), deine Sünden sind dir vergeben. (…) ich bin der Herr der Herrlichkeit. Ich wurde für die Welt gekreuzigt, damit alle, die an meinen Namen glauben, ewiges Leben haben. (Siehe), die Welt liegt in Sünde und zu dieser Zeit und niemand tut Gutes, niemand, dem sie sich vom Evangelium abgewandt haben, und hält sich an (meine) Gebote (…).”

Die leuchtende Erscheinung gab sich als Jesus aus. Nicht namentlich, aber da sie “für die Welt gekreuzigt” worden sein soll, ist das deutlich. Wie genau dieses “Wesen” aus dem geöffneten Himmel kam, war Smith 1832, als er diesen Text niederschrieb, wohl nicht mehr ganz klar. Wie an der Handschrift zu erkennen ist, hatte er zuvor von “Feuer”, also eine Feuersäule, geschrieben. Das Wort strich er daraufhin durch und ersetzte es durch das Wort “Licht”.

Für die Mormonen ist das das alles kein Problem, da diese fünf Seiten handschriftlicher Text bei ihren eigenen Historikern natürlich Gegenstand der Forschung ist. Bei den Mormonen wird alles erforscht und analysiert, was irgendwie mit ihrem Glauben zu tun hat. So kann diese Gemeinschaft inzwischen auf eine ganz erstaunliche Fülle an entsprechenden Publikationen zu ihren entsprechenden Analysen blicken. So auch zu diesem Dokument.

Smith war nicht der erste – sagen die Mormonen

Dem “Institut for Religious Research” (IRR), einem Forschungsinstitut der Mormonen, entging dabei nicht, dass Joseph Smith längst nicht der erste war, der von solchen Begegnungen geschrieben hat. Unter dem Titel “Inventing Mormonism” erschien dazu von H. Michael Marquardt und Wesley P. Walters 1994 sogar eine entsprechende Veröffentlichung. “Traditionen und historische Aufzeichnungen” wurden darin untersucht und mit entsprechenden Beispielen aufgeführt.

So bemerkt auch das IRR in der Veröffentlichung “Changing First Vision Accounts – 1832 First Vision Account by Joseph Smith, Jr.” vom 26. Juli 2011:

“Viele Aspekte dieses Berichts entsprechen anderen visionären Berichten, die von jungen Männern veröffentlicht wurden, die aus Überzeugung der Sünden behaupteten, eine übernatürliche Begegnung mit Jesus Christus zu haben, in der ihnen Vergebung zugesichert wurde. Diese Berichte wurden in lokalen Nachrichtenquellen veröffentlicht und wären Joseph Smith zugänglich gewesen.”

Ein, wie ich finde, überaus beachtliches Eingeständnis der Mormonen-Kirche! Dazu schreibt der Mormonen-Historiker Dan Vogel in seiner Analyse “Early Mormon Documents” (Vol. 1, 1996) der frühsten Texte von Smith:

Es handelt sich also nicht nur um eine autobiografische Fassung, sondern um eine entschuldigende Einstellung, in der Smiths Referenzen als Führer der Kirche dargelegt werden. Die Geschichte (von Josephs Leben) enthält daher den frühesten Bericht über das, was als seine ‚erste Vision‘ bekannt ist, und die früheste Erwähnung von Priesterweihen des Engels.”

Somit hatte Smith nach eigenen Angaben nur Kontakt mit dem angeblichen Jesus. Dieser wurde später von dem himmlischen Boten Moroni abgelöst, dessen Erscheinungen grundsätzlich ähnlich lichtvoll und hell wie die “Erste Vision” verliefen.

Die Dogmatische “Erste Vision”

Keine Kirche ohne Dogma, festgelegte Glaubensbekenntnisse, grundlegende Lehren oder prinzipielle “Kernwahrheiten” deren Glauben. Die katholische Kirche hat neben der Bibel beispielsweise den “Katechismus der katholischen Kirche“. Und auch die Mormonen haben solche “Heiligen Schriften”, wie sie sie nennen, wozu auch das Werk “Die Köstliche Perle” gehört. Die darin in “Joseph Smith Lebensgeschichte” enthaltene Erzählung der “Erste Vision” gilt als Glaubensgrundsatz. Als wahres Dogma und damit Fundament dieser Religionsgemeinschaft.

Auch wenn verschiedene Versionen dieses Ereignisses bei den Mormonen bekannt sind – und von diesen auch in einer kaum überschaubaren Anzahl an Veröffentlichungen diskutiert werden. Anerkannt sind von dieser Kirche grundsätzlich (fast) alle. Variationen werden auf die unterschiedlichen Niederschriften zurückgeführt, die aber alle im Kern dasselbe besagen. So der Mormonen-Forscher Steven C. Harper in seiner Arbeit “Die erste Vision: Eine Schilderung anhand der Berichte von Joseph Smith” vom 27. April 2016. Demnach erlebte Smith etwas sehr Sonderbares:

Ich nahm aber alle Kraft zusammen und rief Gott an, er möge mich aus der Macht dieses Feindes befreien, der mich gepackt hatte; und gerade in dem Augenblick, als ich in Verzweiflung versinken und mich der Vernichtung preisgeben wollte – und nicht etwa einem eingebildeten Verderben, sondern der Macht eines wirklichen Wesens aus der Welt des Unsichtbaren, das eine so unglaubliche Macht hatte, wie ich sie nie zuvor bei irgendeinem Wesen verspürt hatte –, eben in diesem Augenblick höchster Angst sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herab kam, bis sie auf mich fiel.

Kaum war sie erschienen, da fand ich mich auch schon von dem Feind befreit, der mich gebunden gehalten hatte. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!” (1,16-17)

Die ist das unerschütterliche, offizielle Fundament der Gläubigen, das genau in dieser Form gelehrt wird. In der handschriftlichen Version aus dem Sommer 1832 von Smith selber, archiviert in den “The Church Historian’s Press: The Joseph Smith Papers” der Mormonen, erfahren wir:

Und der Herr hörte mein Rufen in der Wildnis, und als ich in meinem sechszehnten Lebensjahr zu ihm rief, kam eine Säule aus Licht herab, heller als die Mittagssonne, und ruhte auf mir; und ich wurde vom Geist Gottes erfüllt. Und der Herr öffnete mir die Himmel und ich sah den Herrn.

Sah Joseph Smith ein UFO?

Andere Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche nennen hier einen “Lichtbalken” der “langsam herab kam”, bis Smith dann die strahlenden Wesen “über mir in der Luft schweben” sah. Gedeutet werden von Smith seinen Anhängern alle Variationen der Lichtwesen als Gott und/oder Jesus Christus. Hollywood würde hier mit Sicherheit ein strahlendes UFO mit einem hellen Licht oder Lichtstahl sehen, in dem Aliens einem Zeugen erscheinen, um diesen Botschaften zu überbringen. Oder diesen zu entführen.

Film und Fernsehen haben das in den letzten Jahrzehnten auch in einem riesigen Ausmaß genauso dargestellt. Inspiriert durch die UFO-Forschung. Nicht etwa durch Smith und andere Propheten, Marienerscheinungen oder Erzählungen aus vermeintlichen “Märchen” mit dem Feenvolk. Smith selber konnte bei diesem Erlebnis mit irgendwelchen Außerirdischen in UFOs natürlich nichts anfangen. Das Thema lag zu seiner Zeit noch über 100 Jahre in der Zukunft. Wie anders sollte er also ein derartiges Phänomen interpretieren, das ihm genau dann erschien, als er im innigen Gebet zum biblischen Gott verbrachte?

Joseph Smith wurde durch diese fremden vom Himmel berufen. Nicht anders als all die zahllosen Propheten der Vergangenheit. Mit dem Unterschied, dass deren Lehren oder Schriften meistens von der Kirche als “Gotteswerk” anerkannt sind. Ich sehe da nun wirklich keinen Unterschied zu Smith. Gott oder Astronautengötter beriefen laut den Texten und Berichten aber (wahrscheinlich) nicht einfach so aus Spaß irgendwelche Menschen “zu Höherem”. Ausnahmslos allen wurde von den Himmlischen dabei eine Aufgabe gegeben, die sie fortan zu erfüllen haben. Die genaue Art dieser erteilten Aufgaben, Missionen oder für sie von dem Auserwählten zu erledigten Aufträge kann dabei vielfältiger nicht sein.

Aufgaben der Himmlischen

Angenommen, dass hinter Phänomenen der Erscheinungen von Engeln, Lichtwesen, Gott, Göttern, Aliens oder der Mutter Gottes tatsächlich eine außerirdische Intelligenz steckt, scheinen diese zu glauben, dass unsere Erde ein Planet von Verrückten ist. Das sage ich absichtlich überspitzt und voller Ironie, denn wer sich (wie ich) mit solchen “Wundern” intensiv auseinander gesetzte hat, stellt schnell die Sinnlosigkeit und vor allem Widersprüchlichkeit solcher “Aufgaben” fest.

Beispiele dafür würden Büchern füllen. So reichen die Aufträge, die übernatürliche Erscheinungen den von ihnen ausgesuchten Menschen erteilen, von “Baue mir genau hier eine Kapelle” über “warne die Menschheit vor der Apokalypse” bis “schreibe die Geheimnisse, die ich dir offenbare werde, in Büchern nieder und gibt sie der Nachwelt”. Hinzu kommen “Standard-Forderungen” wie, dass der Auserwählte die Menschen mahnend an den “rechten Weg des Glaubens” erinnern soll. Oder, dass er gleich eine ganze neue Religion etablieren müsse. Nicht erwähnt sind hier all die angeblichen UFO-Kontaktler, die plötzlich irgend eine Art “neue Physik” erfinden oder “Antigravitations-Warp-Triebwerke” und ähnliches konstruieren wollen …

Da habe ich es lieber mit den Befehlen der Fremden, dass die kontaktierten Propheten Bücher mit (angeblichen) Wissen und Weisheit für kommenden Generationen niederschreiben sollen. So wie es es unzählige Propheten der jüdisch-christlichen Schriften angeblich taten. So schrieb laut dem Apokryph “4. Buch Esdra” (12,38ff.) der Prophet Esdra 94 Bücher, nachdem er von himmlischen Wesen “Einsicht” und “Weisheit” verliehen bekam. Durch einen magischen Trank übrigens, den auch andere Propheten erwähnen. Ezechiel (Ez. 40,4) und Johannes (Off. 1,11 und Off. 1,19) hatten diese Mission ebenfalls. Und natürlich Henoch, wie es im Slawischen Henochbuch (22,11ff.) geschrieben steht. Mehr dazu erfahrt Ihr umfangreich HIER.

Hier ist zu erfahren, dass der “Höchste”, wie er genannt wird, dem Engel Bretil befahl, dass er im Himmel “die Bücher aus den Behältern” nehmen und Henoch diktieren soll. So tat es der himmlische Diener des “Höchsten” auch und Henoch schrieb alle Weisheiten und Dinge der Welt und des Universums nieder. “Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben”, heißt es dazu im zweiten Buch Henoch.

Die 360 Bücher des Henoch

Nach dieser gewaltigen Arbeitsleistung war der Oberste der Himmlischen überaus zufrieden mit dem Werk des Henoch. Sein Auftrag war erledigt. Und so heißt es in “2. Henoch” weiter:

Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…)

Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!” (33,3-6)

Die Worte des “Höchsten” besagen hier sogar deutlich, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Er soll auf die Erde herunter schauen, doch gleichzeitig auch erkennen, wer da mit ihm sprach. So als wolle “Gott” dem Erdling über seine wahre Identität aufklären. Nun bekam Henoch von diesem Himmelswesen einen Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten. Dabei wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte, an seine Kinder weitergeben:

Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.” (33,8-11)

Wir wissen natürlich nicht, ob es diese 360 Bücher mit Geheimwissen des Himmels jemals gab oder wo sie heute sind. Hier öffnet sich sehr viel Spielraum für weitreichende Spekulationen. Wir wissen aber, dass Joseph Smith von seinem himmlischen Wesen grundsätzlich einen identischen Befehl oder Auftrag bekam.

“Gottes” Auftrag für die letzten Tage

Nach den Lehren der Mormonen und der überlieferten Entstehungsgeschichte des “Buch Mormon” entstand das Werk ebenfalls mit “übernatürlichen” Mitteln. Abgesehen davon, dass es auf mysteriösen Goldplatten in einer fremden Sprache geschrieben gewesen sein soll, die Smith übersetzte. Dazu nutze er magische “Steine” und eine seltsame “Brille”, die es ihm erst ermöglicht haben sollen, diese fremdartige Schrift zu lesen und zu verstehen. Sie habe, so damaligen Zeugen, ähnlich wie Hieroglyphen ausgesehen.

Die “Berufung” des Smith in jener Nacht, als er sich am folgenden Tag nicht mehr auf den Beinen halten konnte, verlief durchaus ungewöhnlich. Der “Bote”, wie Smith ihn nennt, sei ihm dreimal nachts am Bett erschienen. Am Folgetag kam das Wesen sogar nochmal vom Himmel. Smith sagte über die nächtliche Begegnung unter anderem in seinem “Zeugnis”:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer begann, sich unmittelbar um die Person dessen, der zu mir gesprochen hatte, zusammenzuziehen, und das setzte sich fort, bis es im Zimmer wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; und im Zimmer war es wieder so wie zuvor, ehe das himmlische Licht sich gezeigt hatte.

Diese “Mitteilung” bestand darin, dass bald die Zeit kommen werde, in dem seine göttliche Mission beginnt. Fortan wurde er angeblich regelmäßig von dieser Erscheinung geschult. Er “empfing von ihm bei jeder Unterredung Anweisungen und Auskunft darüber, was der Herr vorhabe und wie und auf welche Weise sein Reich in den letzten Tagen zu leiten sei”, so behauptete Smith. “Gott habe sie bereitet, damit das Buch übersetzt werden könne”, so der Mormonen-Prophet in seiner “Lebensgeschichte” (1,35) über die Hilfsmittel zur Übersetzung der Tafeln.

Der Auserwählte durfte fortan “keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen”, so Smith weiter (“Lebensgeschichte”, 1,46). Nur die kommende Übergabe, Übersetzung und Verbreitung des “Buch Mormon” war fortan wichtig und bestimmend.

Machenschaften des Satan

Das “Buch Mormon” erschien im März  1830 in einer ersten, noch sehr kleinen Auflage. Finanziert durch einen Sponsor.Hierbei spielt die Person Oliver Cowdery eine entscheide Rolle. Ein Lehrer, der von den Platten in Smith seinem Besitz erfuhr, und der sich am 5. April 1829 erstmals bei Smith vorstelle. Schon am 7. April 1829 begannen Smith und Cowdery mit der Übersetzungsarbeit am “Buch Mormon”, wie es seine “Lebensgeschichte” (1,66f.) verrät. Smith übersetze, Cowders schrieb es nieder.

Ein gutes Team, wie es offenbar das Himmelswesen empfand. Denn angeblich kam schon am 15. Mai 1829 “ein Bote vom Himmel in einer Lichtwolke herab” und berief beide zu “Priestern”. Unter anderem durch eine Art neue Taufe, da sich der Bote als Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament den beiden Männern vorstellt (“Lebensgeschichte”, 1,68ff.). Das war auch dringend notwendig, denn Joseph Smith erlitt zuvor einen schweren Rückschlag bei seiner Schreibarbeit. Sein frühere Schreiber, der Unterstützer Martin Harris, nahm das in Arbeit befindliche Manuskript mit heim, wo er es seiner Frau zeigen wollte. Da habe der Text des Buches bereits 116 Seiten umfasst.

Harris Frau war mit dem religiösen Treiben ihres Mannes und Smith ganz und gar nicht einverstanden. So soll, wie in “Lehre und Bündnis”, Abschnitt 10, der Mormonen gelehrt wird, das Manuskript “verloren gegangen” sein. “Der Satan stachelt schlechte Menschen dazu auf, sich dem Werk des Herrn zu widersetzen”, wie es darin heißt, womit die Frau von Harris gemeint ist. Angeblich habe sie das Manuskript beseitigt.

Schlimmer noch, denn nach dieser satanischen Untat habe Smith die Gabe und den Verstand zur Übersetzung der rätselhaften Schriften verloren. Die Arbeit an der “neuen Bibel” musste vorerst ruhen. Da kam Cowdery zur rechten Zeit …

Übersetzung aus dem Nichts?

Am 7. April 1829 begann die Übersetzung des religiösen Bestsellers von Smith und seinem neuen Schreiber Oliver Cowdery. Im Juni 1829 waren sie damit fertig, tippten eine Kopie für die Druckerei und im März 1830 erschien das Werk in New York.

Das sind gerade mal rund zwei Monate. Angesichts des Umfanges und des Inhaltes des “Buch Mormon” ist das überaus beachtlich! Zumal man sich vor Augen führen muss, dass der Inhalt zumindest von der Story her ein sehr komplexes und in sich stimmiges Ganzes ergibt. Auch wenn historisch, archäologisch oder auch theologisch darin natürlich zahlreiche Aussagen zu finden sind, die nicht dem Strand der Wissenschaft entsprechen. Etwa, dass es zu biblischen Zeiten Pferde in Amerika gab oder diverse Orte bis heute unbekannt sind. Grundsätzlich aber geht die Geschichte auf – wenn man sie als “Roman” ansehen würde.

Natürlich haben sich die zahllosen Wissenschaftler bzw. Historiker der Mormonen bereits mehrfach auch Gedanken über die eigentliche Niederschrift ihrer Bibel durch Smith und Cowdery gemacht. Sie untersuchen, analysieren und erforschen ausnahmslos alles, was irgendwie mit ihrem Glauben und ihrem Prophet zu tun hat. So etwa in der Analyse “Timing the Translation of the Book of Mormon: ‘Days [and Hours] Never to Be Forgotten'” des Moronen-Forschers John W. Welch. Darin untersucht Welch bis ins Detail wann die beiden was schrieben. Wie viele Worte die einzelnen Bücher des “Buch Mormon” haben, welche Leistung hier zugrunde liegen muss und an welchen Tagen diese erfolgt sein könnten. Grundlage sind auch hier wieder die zahlreichen archivierten Dokumente dieser Kirche.

269.510 Wörter umfasst das Werk, so Welch, und sei am 30. Juni 1829 fertig gewesen. Da ungefähr wurde auch das Vorwort verfasst, wie seine Untersucht ergab. Ohne die wundersamen Gegenstände, die der Engel Moroni leihweise übergeben haben soll, seiner Meinung nach kaum vorstellbar.

Götter vs. Glauben

Religion ist eine Sache des Glaubens. Das will niemand leugnen. Und schaut man auf die Thesen und Spekulationen der Prä-Astronautik, die hinter Kulten und solchen Religionen das Wirken von Außerirdischen vermuten, ergeben sich zahlreiche Fragen und Probleme. Vor allem dann, wenn diese außerirdischen Intelligenzen scheinbar ganz bewusst und nach Plan derartige “Bewegungen” etablieren.

Wenn bei den Mormonen solche Kontakte stattfanden: Was wollten die Fremden damit erreichen? Welche Ziele mögen diese Götter des Alls damit verfolgen? Was bringt es diesen Außerirdischen, dass sie einigen Auserwählten Botschaften übermitteln, die sich in sehr vielen Fällen auch untereinander widersprechen? Und das seit tausenden von Jahren.

Diese Probleme sind Forschern aus dem Bereich UFOs und Prä-Astronautik nicht neu. Eine Lösung hat bisher niemand wirklich liefern können. Höchstens für jene mutmaßlichen Kontakte, die von den Zeugen selber als religiöse Erfahrung gedeutet wurden. Eine Art “Masterplan” vermuten die allermeisten Autoren hinter diesen vollkommen undurchdringlichen Verhaltensmustern der Fremden. Die Frage ist nur, wann und ob wir diesen erkennen werden.

Ob die Erlebnisse und Aussagen des Joseph Smith und seines Buches, die hier natürlich nicht alle dargelegt wurden, der Wahrheit entsprechen, wissen wir letztlich nicht definitiv zu sagen. Warum aber sollten sie nicht?

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Lars A. Fischinger

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (+ Videos)

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Alles, was die Propheten der Schriften innerhalb und außerhalb der Bibel mit himmlischen Wesen erlebten, waren nichts als Träume. Im besten Fall Visionen, da einige Überlieferungen diese selber so nennen. Für den Propheten Henoch und seine außerbiblischen Bücher gelte das damit natürlich ebenso. So sagen es viele Kritiker. Dabei besagt das weniger beachtete “2. Buch Henoch” das genaue Gegenteil – und betont sogar, dass es kein Traum war. Es sei real gewesen. Was wir dort erfahren, und in welchem Zusammenhang dies zu sehen ist, erfahrt Ihr hier.


Henoch und die Außerirdischen

Mit dem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” (2015) erschien die bisher umfangreichste Betrachtung, Analyse und auch Spekulation rund um den Propheten Henoch. Jener biblische Held der vorsintflutlichen Patriarchen, der laut Buch Genesis dem Herrn so treu ergeben und dienlich war, dass er von ihm vor seinem Tod in den Himmel geholt wurde. Er starb damit nicht auf der Erde. Ein Privileg, dass keiner der Patriarchen für sich beanspruchen konnte.

Da Henoch vor allem in der Prä-Astronautik aufgrund dieser biblische Behauptung seit jeher viel Beachtung findet, ist er immer wieder Thema. Vor allem aber deshalb, da es Legenden und außerbiblische Bücher gibt, die seinen Namen als Autor tragen. Spannende Erzählungen rund um “Wächter des Himmels”, Gottessöhne, von denen sich interessante Überlegungen über Astronauten der Antike ableiten lassen. Vor allem drei “Kern-Thesen” oder Aussagen, die deshalb im oben genannten Buch genau beleuchtet wurden.

In der Prä-Astronautik scheint die Meinung zu herrschen, dass diese Schriften mit Henochs Namen tatsächlich von ihm verfasst wurden. Ein absurder Gedanke. Nicht nur deshalb, da die ältesten bisher vorhandenen Texte dieser Bücher erst in christlicher Zeit entstanden. Vor allem aber, da die aus den Texten der Bibel abzulesende Lebenszeit des Propheten vor der Sintflut gewesen sein soll. Wann immer das auch genau gewesen sein mag – vielleicht vor 5.000, vielleicht vor 12.000 Jahren -, es ist kaum vorstellbar, dass aus dieser Zeit bis heute ganze Bücher enthalten sind. Auch ist der christliche Einfluss auf die erstaunlichen Aussagen dieser Überlieferungen unverkennbar!

Dennoch verweisen “die” Prä-Astronautiker gerne darauf, dass die Werke in der “Ich-Form” geschrieben wurden. Eigentlich nichts besonders, da wir sogar altjüdisches Schriftgut haben, sogenannte Apokryphen, in denen Adam und Eva selber berichten. Zum Beispiel Eva über die Ereignisse nach dem Tod ihres Gatten, als dieser mit einem göttlichen Fluggerät abgeholt wurde. Mehr dazu in diesem Video HIER.

Wer schrieb Henoch?

Verwiesen wird aber auch auf den Umstand, dass in den Henoch-Büchern gewisse Aussagen doppelt betont werden. Im Sinne von “Ich sah und schaute”, was die “Anhänger der Prä-Astronautik” sehr gut aus dem biblischen Buch des Propheten Ezechiel kennen.

Mit Sicherheit wurden die Geschichten über Henoch schon lange, sehr lange, vor der Niederschrift der heute vorhandenen Henoch-Bücher mündlich weitergegeben. Seine Abenteuer mit den außerirdischen Wächtern des Himmels usw. vor der Sintflut finden sich in Legenden und Mythen. Eines Tages wurden sie aufgeschrieben. Nicht anders als bei all den zahllosen anderen Büchern innerhalb und außerhalb der Bibel. Durchaus ein sehr großes Problem für all jene, die in solchen Überlieferungen die Spuren der Ancient Aliens suchen.

Was ist Fakt und was ist Fiktion um die Raumfahrer des Altertums in solchem Schriftgut? Niemand weiß es. Was man aber sicher weiß und was durch die alten Schriften bewiesen ist, ist der Umstand, dass von solchen Außerirdischen gesprochen wird. Zwar als Wesen Gottes, meinetwegen Engel, aber auch sie sind außerirdisch. Selbst wenn sie aus einer “metaphysischen Welt” oder eben dem “Himmel” stammen, wie es die Theologie sagt. Auch diese Welten sind außerirdisch.

Überlesen wird bei Henoch aber immer wieder eine Aussage, die ich in einigen Büchern bereits unterstrichen habe. So wie auch in dem ersten YouTube-Video unten von 2016. Denn während gerne hochgehalten wird, dass in den Henoch-Büchern betont wird, dass er “sah und schaute” oder ähnlich, und damit nicht irgendwie träumte, schloss “er” einen Traum selber aus. Er in Anführungszeichen. So, als wolle der Verfasser doppelt unterstreichen, dass diese Kontakte mit den Himmlischen real stattfanden. Und das tat der Autor so deutlich, dass es an der Aussage nichts zu deuten gibt.

Henoch und die Wächter

Was man über Henoch außerhalb seiner Bücher weiß, fasst dieser Artikel HIER zusammen. Sicherlich aber sind die Bücher mit seinen Namen die Hauptquelle von Erzählungen über ihn. Studiert man das 1. Buch Henoch (äthiopisches Buch Henoch), so wird dort über Henoch stolz notiert:

Vorher war Henoch verborgen worden, und niemand von den Menschenkinder wusste, wo er verborgen war (…) Was er tat, das tat er mit den Wächtern, und seine Tage verbrachte er mit den Heiligen.” (12,1-2)

Diese Aussage finden wir mehrfach auch in den anerkannten Texten der Bibel. Sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament. Er “ging seinen Weg mit dem Herrn ” (Sir. 44,16) heißt es dort. Und natürlich als die Hauptaussage von allem im Buch Genesis:

Nach der Geburt Metuschelach ging Henoch seinen Weg mit Gott noch dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter. Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre. Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.”(5,22-24)

Wie in “Rebellion der Astronautenwächter“aufgezeigt, verschwand Henoch im angeblich “perfekten” Alter von 365 Jahren (ein Sonnenjahr = 365 Tage) aber nicht für immer und ewig von der Erde. Hier ist der Beginn der umfangreichen Kontakte und damit verbundenen Missionen mit den Himmlischen (auch außerhalb der Erde) zu datieren.

Diese Berichte sind im 2. Buch Henoch zu finden. Es spielt damit eigentlich vor dem allseits bekannten äthiopischen Buch des Propheten. Dort lesen wir von einer rätselhaften Begegnung des Henoch mit Alter von “jungen” 365 Jahren:

Als ich 365 Jahre alt geworden war, war ich an einem Tag des zweiten Monats alleine zu Hause. Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.” (1,1-5)

Kein Traum

Nichts weiter als eine bizarrer Traum eines traurig eingeschlafenen, frommen Propheten, könnte man meinen. Schließlich heißt es ja, dass er einschlief. Also doch eine “Vision”? Nicht wenn man den Kontext beachtet. Zwar kennen Prä-Astronautik-Autoren wie Erich von Däniken die Aussagen über große Wesen, die Henoch nie zuvor auf diesem Planeten sah, und dennoch seinen Namen kannten – aber es heißt weiter:

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt.” (1,6-9)

Hier beginnt die Überlieferung über Henochs erste Kontakte mit Wächtern oder Engeln, durch die er die Geheimnisse des Himmels und der Erde erfahren haben will. Entstanden seine hierbei übrigens nicht weniger als 360 Bücher, die der Prophet von einem Himmlischen diktiert bekommen haben will. Henoch erwies sich als gelehriger und friedlicher Schüler der Himmelssöhne, so dass er später sogar mit der Aufgabe eines Botschafters der Fremden beauftragt wurde. Klar und deutlich wird bei all dem betont, dass es kein Traum war. Henoch “erwachte vom Schlaf”, stand erschrocken auf und begann eine Unterredung mit den Abgesandten des Himmels.

Kritiker wenden gerne ein, dass Propheten alles nur geträumt haben. Oder sie eben ein “Vision” hatten, da beispielsweise auch Ezechiel im Alten Testament bei seiner Begegnung mit dem “Raumschiff des Ezechiel” selber von einer “Vision” (je nach Übersetzung) spricht. Sofern überhaupt Kritiker hier reale Hintergründe zulassen, und nicht alles als Fiktion und Phantasie anlehnen.  Diese Verse beweisen, dass herausgestellt wurde, dass die Person wach war. Sie beweisen natürlich nicht, dass hier reale Außerirdische vom Himmel kamen und Kontakt aufnahmen.

Dies gilt auch für eine Art “modernen Henoch” und seine angeblichen Kontakte mit Himmelswesen. Diesen Religionsgründer sehen wir uns in einen späteren Artikel auf diesem Blog deshalb einmal genauer an.

Videos zum Thema

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5.000 Dollar Belohnung! UFO-Gruppe um den Guru Billy Meier vermisst Fotos von einer Außerirdischen mit ihrem UFO

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Eduard Albert Meier, besser bekannt als Billy Meier, aus der Schweiz ist bekannt als UFO-Kontaktler, der seit Jahrzehnten angeblich auch physischen Kontakt mit Aliens hat. Diese kommen von den Plejaden und hätte ihn – und zwar nur ihn – als Sprachrohr ihrer Botschaften auf der Erde ausgesucht. All die zahlreichen anderen Personen, die angeblich Kontakt mit Aliens hatten oder haben, sind für Meier und seine 1975 gegründete UFO-Sekte FIGU (“Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien”) Betrüger.


Billy Meier: Kontakt mit den Plejaden

Zahlreiche Bücher und hunderte sogenannten “Kontaktberichte” (auch: “Plejadisch-plejarische Kontaktberichte”) sind seit dem von Billy Meier erschienen. Botschaften der Aliens, die er meist Plejadier nennt und in deren Auftrag er zur Welt spricht. Damit nicht genug, denn Meier flog auch mehrfach mit den Raumschiffen seiner außerirdischen Freude mit durch das Universum und durch die Zeit. Als Auserwählter, der einst auf der Erde als Henoch, Mohammed oder auch Elija lebte, traf er bei einer dieser Reisen durch Raum und Zeit sogar Jesus Christus.

Wenig verwunderlich, dass Meier von Jesus angeblich bestätigt bekam, dass er ein Auserwählter und Prophet sei. Auch die vielen anderen UFO-Kontakler seien ohne Zweifel Schwindler und sogar “Sektierer aller Art”. Ausschließlich mit ihm haben die Plejadier Kontakt aufgenommen. So etwa heißt es von der FIGU selbst:

Außerdem sei festgestellt, dass ausnahmslos alle Behauptungen von Personen, mit Wesen von den Plejaden/Plejaren in irgendeinem Kontakt zu stehen, nicht der Wahrheit entsprechen.

Um seien nicht selten irrwitzigen Behauptungen, Thesen und Abenteuer mit seinen Außerirdischen zu untermauern, legte Meier im Laufe der Jahrzehnte nicht nur seine angeblichen “Kontaktberichte” vor. Er lieferte seinen Gläubigen auch zahllose Fotos, die er von den Raumschiffen der Plejaden-Menschen gemacht haben will. Selbst Bilder von seinen UFO-Zeitreisen und Reisen durch den Kosmos legte er vor.

Wie in meinem Buch “UFO-Sekten”, dass ich zusammen mit meinem Kollegen Roland M. Horn 1999 veröffentlichte, dargelegt, wird Meier und seine Sekte FIGU seit Jahrzehnten innerhalb der UFO-Forschung aufgrund solcher Lehren angegriffen. Kaum ein UFO-Forscher nimmt Billy Meier oder auch nur seine Fotoaufnahmen von UFOs in der Schweiz ernst. Auch wenn es durchaus bis heute Ausnahmen innerhalb der UFO-Szene gibt.

Neben den mehrheitlichen Kritikern und Skeptikern hat Meier aber weltweit auch Fans, die seine bizarren Aussagen glauben. Ein Beispiel seiner Behauptungen, die seine Anhänger für wahr nehmen, besagt, dass er unter den Pyramiden von Gizeh einen gigantischen UFO-Hangar gesehen habe. Ein Beispiel, dass ich immer gerne anführe, da es viele seiner Lehren in sich vereint. Verschwörungen, Reisen durch Raum und Zeit mit seinen Außerirdischen in deren UFOs oder auch Meiers “Geheimwissen” um die Wahre Weltgeschichte.

Ein UFO-Flughafen in einem riesigen Hangar unter der Erde von Gizeh ist aber nur eine Art Randnotiz in seinen unzähligen Abenteuer, die er mit den Aliens erlebt haben will. Bedeutender sind seine unzähligen Fotos, die er bei seinen Treffen mit den Plejadiern in der Schweiz gemacht haben will. Bilder sagen bekannt mehr als 1.000 Worte. Und es wenig wahrscheinlich, dass UFO-Fans oder auch UFO-Kritiker seine Bücher und vor allem seine hunderten “Kontaktberichte” mit den “Gesprächen” zwischen den Aliens und ihm gelesen haben. So liegt der Fokus rund um die UFO-Welt des Meier längst auf seine Fotos, die vor allem ab den 1970er Jahren veröffentlicht wurden.

Aufgrund der Qualität der Bilder, das heißt, dass man darauf eindeutig UFOs erkennt, weckten diese schon sehr früh das Interesse der UFO-Gemeinde. Was selbstverständlich nichts über deren Echtheit verrät. Dennoch kann man diese Aufnahmen kaum mit jenen “modernen” UFO-Bildern und -Filmen vergleichen, die heute vor allem im Internet veröffentlicht werden …

Verwunderlich ist es trotzdem, dass für einige wenige der Original-Bilder (nicht die Negative!) beim Auktionshaus Sotheby’s über 16.000 Dollar bezahlt wurden. Darüber habe ich auf diesem Blog HIER und HIER bereits berichtet.

“Semjase”, die Alien-Frau aus dem UFO

Billy Meier fotografierte nach seinen Lehren nicht nur UFOs am Himmel. Er dokumentierte auch deren Landespuren am Boden – etwas runde Abdrücke im Gras – und sogar die Aliens selber. Vor allem die Alien-Frauen “Asket” und “Semjase”, wie sie angebliche heißen. Letzte ist dabei besonders interessant. Nach ihr ist auch das “Semjase-Silver-Star-Center”, das Hauptquatier der UFO-Sekte FIGU, benannt worden.

Laut den Lehren der FIGU bzw. von Meier ist sie eine “Halb-Weisheitskönigin” von heute 374 Jahren und nahm am 28. Januar 1975 erstmals Kontakt mit Meier auf. Als Witwe, denn “ihr Ehemann auf einer Expedition wegen eines Steuerschadens mit seinem Raumschiff in eine Sonne gestürzt und ums Leben gekommen”. Das sei in diesem Jahr schon 244 Jahre her. Ihr “Arbeitsbereich” wäre Europa und es sei ihr untersagt mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen oder sich “in irgendwelche Belange einzumischen”. Außer natürlich mit Billy Meier.

Dann kam es zu einer ungewollten Unterbrechung des Kontaktes von Meier mit der außerirdischen Frau:

Am 15. Dezember 1977 hatte Semjase einen lebensgefährlichen Unfall im Semjase-Silver-Star-Center, worauf sie zur ärztlichen Behandlung und Genesung nach Erra gebracht wurde und am 20. Mai 1978 (107. Kontakt) wieder zurück zur Erde kam. Bis zum 26. März 1981 (144. Kontakt) hatte sie laufend Kontakte mit Billy.

“Offenbar hatte sie während dem Fallen den Knopf ihres Transmitters gedrückt”, so dass ihr im Universum der Außerirdischen ihr Leben gerettet werden konnte, hieß es dazu im 95. “Kontaktbericht” vom 17. Dezember 1977.

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Anfang Februar war dann der letzte Kontakt, den Billy Meier mit der Alien hatte. Einige Monate später erlitt sie einen “Gehirnkollaps” aufgrund ihres angeblichen Unfalles in der Schweiz bei Meier. Meier selber hatte aber noch weiter “offizielle” Kontakte mit anderen Abgesandten von den Plejaden. Zum Beispiel den wichtigen Kontakt-Alien “Ptaah”. So häuften sich hunderte “Kontaktberichte” an, bis 1995 “die Mission der Plejadier/Plejaren auf der Erde offiziell beendet” wurde. “Alle Stationen wurden eliminiert und die Örtlichkeiten in den Urzustand zurückverwandelt”, ist im 251. “Kontaktbericht” zu lesen.

Trotzdem bleibe man in Freundschaft verbunden, beteuert Meier. Auch mit seiner kosmischen Freundin “Semjase”, die ihn noch am 3. Februar 2004 zusammen mit der Alien-Frau “Asket” “überraschend in seinem Büro” besuchte. Bis zum Tode von Meier, so erfuhren es seine Anhänger 2007 in seinem 443. Bericht, bleiben die Plejadier aber mit ihrem Auserwählten “auf privater und freundschaftlicher Basis” in Kontakt.

Was, ganz nebenbei “zufällig” interessant ist, ist, das zahlreiche Kontakte oder wichtige Ereignisse jeweils am 3. Februar stattfanden. Das ist der Geburtstag von Billy Meier, der 1937 geboren wurde.

“Semjase” und ihr Raumschiff in der Schweiz

Wenn “Semjase” schon so früh Kontakt mit ihrem Freund Billy Meier aufnahm, hat sie dann nicht irgendwo “Spuren” hinterlassen? Seine Anhänger glauben das. Und zwar in Form von einem oder mehren Fotos, die Meier ja so zahlreich von den fliegenden Untertassen anfertigte. Auf diesen sei auch sie zu sehen, wie sie mit ihrem UFO, einem sogenannten “Beamship”, Billy Meier besuchte. Von diesem denkwürdigen Ereignis – “Semjase” mit dem UFO zusammen – sowie von der blonden Schönheit selbst existieren bis heute nur Gemälde (das Titelbild zeigt ein Beispiel).

1976 ereignete sich laut Aussagen von Meier und seine Gläubigen diese Begegnung. Dabei wurde ein Film mit 36 Fotos belichtet, die zum Beispiel die ankommenden UFOs in der Luft zeigen, wie sie über eine typische Schweitzer Landschaft mit Wiesen, Wäldern und Bergen schweben. Heute sind es Klassiker von Meier, die am 28. Juni 1976 bei seinem 59. Kontakt nahe Altmatt im Kanton Schwyz aufgenommen worden sein sollen. Unter anderem entstanden dabei einige Bilder der “Landespuren” der UFOs von “Semjase” und dem ebenfalls gelandeten Plejaden-Alien “Quetzal”. Auf einem steht Billy Meier selber in einer der “Landespuren” im Gras.

Solche Fotos sind nichtssagend und haben keinerlei Wert. Kreise im Gras einer Wiese kann jeder anlegen und dann als Spuren der Landebeine von UFOs verkaufen. Obwohl diese Abdrücke auf Wunsch von Meier von den Außerirdischen als “Beweis” absichtlich zurückgelassen wurden. Seine Gläubigen erfahren dazu im 59. “Kontaktbericht” vom 28. Juni 1976:

Billy: ‘Okay, aber noch eine Frage: Es wäre für uns sehr wertvoll, wenn wir einmal gute Spuren von euren Schiffen filmen und photographieren könnten. Wäre es nicht möglich, dass ihr die beiden Kähne ‘auf Grund setzt’ statt sie schweben zu lassen, so sich die Tellerabdrücke im Gras abzeichnen würden, die wir dann auf Filme bannen können?’

Eigentlich unnötig als “Beweis”, da Meier zu dieser Zeit auch mindestens ein Bild geschossen haben soll, auf dem er, “Semjase” und ihr “Strahlenschiff” im Hintergrund zu sehen wären. Gesehen hat dieses Foto nur bis heute niemand. Fast niemand, denn der Meier-Anhänger Michael Horn, Betreiber eines Blog über Meiers UFO-Lehren, veröffentlichte am 24. Oktober 2020 ein ganz erstaunliche Meldung. “5.000 Dollar Belohnung für vermisstes UFO-Foto von Billy Meier!”

Belohnung für UFO-Foto mit Alien-Frau

Damit ist das “Semjase-UFO-Bild” gemeint, dass angeblich in den USA im Fernsehen gezeigt wurde. Demnach existiert es, so Horn, wurde aber einst von unbekannte bei Meier gestohlen. Er schreibt:

Vor einigen Tagen erhielt Billy Meier einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sagte, er habe vor einiger Zeit im US-Fernsehen ein Foto von Billy Meier und Semjase gesehen, die vor einem Strahlenschiff standen. Obwohl er sich nicht an den Namen der Show oder des Dokumentarfilms erinnerte, wollte der Mann wissen, ob er eine Kopie des Fotos erhalten könnte, da Billy Meier bisher kein solches Foto veröffentlicht hat.

Meier sagte dem Mann, dass es ihm leid tut, dass er keine Kopie zur Verfügung stellen könne, da dieses und viele andere Fotos gestohlen wurden, bevor er die Gelegenheit hatte, sie zu veröffentlichen.

Sarkastisch könnte man hier einfach sagen “dumm gelaufen”. Ein derartiges Foto hätte zumindest weit mehr Beweiskraft, als irgendwelche Bilder von niedergedrücktem Gras auf einer Wiese in der Schweiz. Aus diesem Grund rief Horn in seinem Artikel zur Suche nach dem ominösen Bild auf und verspricht eine Belohnung von 5.000 Dollar für die Wiederbeschaffung. Bereitgestellt “von einem anonymen Unterstützer der Billy Meier-Kontakte”, wie es heißt. Meier-Anhänger Horn unterstreicht in seinem Aufruf weiter:

Eine Belohnung in Höhe von 5.000 US-Dollar wird an die Person vergeben, die ein oder mehrere seiner Fotos aus dem Jahr 1976, oder das Einzelbild, das Semjase, Billy Meier und Semjases Beamship (UFO) zeigt, an Billy Meier zurück gibt oder Informationen liefert, die zur Rückgabe führen.

Gegen die Person oder Personen, die an der sicheren Rückgabe der Fotos beteiligt sind, werden keinerlei rechtliche Anklagen erhoben. Die Fotos müssen in gutem Zustand sein, damit Billy Meier, Semjase und das Beamship (UFO) eindeutig identifiziert werden können.“

Aus sich der Gläubigen von Meier und seiner Anhängerschaft sind 5.000 Dollar mit Sicherheit nicht zu viel “Finderlohn” für ein derart bedeutendes Fotodokument. Persönlich bezweifle ich aufgrund meiner intensiven Beschäftigung mit dem “Fall Meier” schon seit über 20 Jahren, dass diese Aufnahme jemals existierte. Was aber sah dann der “unbekannte Mann” im US-Fernsehen? Hat es diesen Anruf bei Meier überhaupt wirklich gegeben? War der Mann nur der FIGU in der Schweiz namentlich unbekannt, oder ist damit “anonym” gemeint? Immerhin hat die FIGU schon vor Jahren aufgrund von Telefonterror und zahlloser anonymer Anrufe usw. ihren Telefonkontakt (verständlicherweise) stark eingeschränkt.

Wer weiß, was der Mann im amerikanischen Fernsehen gesehen hat. Vielleicht nur eines der vielen gemalten Bilder dieser angeblichen Alien-Begnung von Meier 1976, das im Rahmen einer der zahllosen UFO-TV-Dokumentationen gezeigt wurde. Oder doch das behauptete Diebesgut von Billy Meier?

Ich bin sehr gespannt wie und ob sich dieser Fall in der Welt des Meier und der FIGU mit seiner “Semjase” weiter entwickeln wird!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Studie: Außerirdische lassen sich Zeit bei der Besiedelung der Galaxis – Waren aber vielleicht schon hier +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Außerirdische lassen sich Zeit bei der Besiedelung der Galaxis - Waren aber vielleicht schon hier (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
VIDEO: Außerirdische lassen sich Zeit bei der Besiedelung der Galaxis – Waren aber vielleicht schon hier (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wenn unsere Galaxis oder der Kosmos an sich voller anderer Zivilisationen ist, wo sind dann alle diese Spezies? Eine Frage zum Thema Außerirdische, die sich Astronomen seit Jahrzehnten stellen. Immerhin zeigen einige Berechnungen, dass allein in unserer Milchstraße Milliarden bewohnbare Planeten existieren. Weshalb wir sie dann nicht überall im Kosmos finden, bezeichnen Wissenschaftler unter anderem als “Fermi-Paradoxon“. Eine neue Studie versucht dies nun mit neuen Ansätzen zu erklären. Zwar könnte die Galaxis und auch die Erde längst von diesen Außerirdischen besucht worden sein, doch nach den Autoren der Untersuchung lassen sich diese dabei sehr viel Zeit. Wo sind sie also? Was genau die Forscher vermuten, und warum auch diese Studie letztlich reine Spekulation ist, erkläre ich in diesem YouTube-Video.


Erneut wurde ein sehr interessante Studie zum Thema Außerirdische bzw. intelligentes Leben im All veröffentlicht.

Im „Astronomical Journal“ gehen Forscher um Jonathan Caroll-Nellenback der Frage nach, warum wir noch keine außerirdische technologische Zivilisation gefunden haben. Wenn es in der Galaxis so viele Zivilisationen gibt oder geben kann, müssten sie praktisch überall sein.

Das bekannte „Fermi-Paradoxon“ nach dem Physiker Enrico Fermi – mehr dazu auf meinem Blog HIER.

Nach dieser Veröffentlichung könnten allerdings die Außerirdischen schon lange hier gewesen sein. Vielleicht sogar die ganze Milchstraße bereits besucht haben. Und so stellen die Autoren der Studie dazu einige bemerkenswerte Spekulationen und Hypothesen auf, die allerdings viele weitere Fragen nach sich ziehen.

In diesem YouTube-Video auf Fischinger-Online erfahrt Ihr dazu alle Details zu diesen – sagen wir mal – eher „ungewöhnlich erscheinenden Lösungsansätzen“.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 14. Sep. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Netzfundstück der Polizei: Haftbefehl gegen eine verwirrte “Außerirdische” – Es ging um die Rettung der Erde!

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Netzfundstück: Haftbefehl gegen eine verwirrte "Außerirdische". Sie wollte nicht nur die Welt retten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfundstück: Haftbefehl gegen eine verwirrte “Außerirdische” in Lippstadt. Sie wollte nicht nur die Welt retten! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

“Die Polizei – dein Freund und Helfer”, ist ein Leitspruch, der sich ab 1926 durch eine Aussage des preußische Innenministers nach und nach im Volksmund etablierte. Das dachte sich wohl auch eine junge Frau in Lippstadt, als diese Polizeibeamte in ihrem Streifenwagen um Hilfe bat. Als Außerirdische sei sie in wichtiger Mission auf der Erde und müsste dringend von den Polizisten gefahren werden: Nach Berlin und Washington DC. Statt einer Beförderung folgte jedoch die Festnahme der “Außerirdischen”, wie Ihr es in diesem neuen Netzfundstück-Posting lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Außerirdische auf Erdenmission

Am 17. Mai 2014 kam es in Lippstadt im Kreis Soest (NRW) zu einer Begegnung der ungewöhnlichen Art: Eine junge Dame hielt sich für einen Alien und sei zur “Rettung der Erde” auf diesem Planeten.

Das ist erst mal im weitem Feld der Grenzwissenschaft und Mystery Files (leider) nicht ungewöhnlich. Nicht wenige Menschen halten sich für Außerirdische oder von Aliens Beauftragte, die auf unserem Planeten wichtige Aufgaben zu erledigen hätten. “Lichtarbeiter” oder Anhänger eines “intergalaktischen Kommandos” etc. nennen sich diese UFO-Fans.

In Lippstadt war es aber vor vier Jahren ein wenig anders, als eine vermeintliche “Außerirdische” Polizeibeamte um Hilfe bei ihrer Mission bat.

Es geht um die Rettung der Welt!

In der Pressemitteilung der Polizei Lippstadt vom 19. Mai 2014 heißt es dazu:

Gegen 04:30 Uhr wurde am Samstagmorgen ein Streifenwagen auf der Blumenstraße von einer jungen Frau angehalten. Sie klopfte an die Seitenscheibe und bat um Hilfe. Um das Anliegen vorzutragen stieg sie in das Fahrzeug, und bat die überraschten Polizeibeamten, sie zu einem Kongress nach Berlin zu fahren. Dort ginge es um die Rettung der Erde, für die sie sich einsetzen wollte, obwohl sie nicht von ‘hier’ sei.

Anschließend müsse sie dringend weiter zum Pentagon nach Washington.

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Da die Frau offensichtlich unter Drogeneinwirkung stand, wurde sie zur eigenen Sicherheit mit auf die Wache genommen. Bei der weiteren Überprüfung stellten die Polizeibeamten dann enttäuscht fest, dass es sich wohl doch nicht um eine reisende Außerirdische, sondern um eine 24-jährige Erdenbewohnerin aus Soest handelte, die mit Haftbefehl gesucht wurde.

Hier endete dann die Reise.

Das hatte sich die “Außerirdische” sicher anders vorgestellt …

Tatsächlich kommt es dann und wann durchaus vor, dass “Außerirdische” die Polizei benötigen, wie in der Reihe meiner Netzfundstücke auf diesem Blog mehrfach berichtet. So etwa hat sich 2014 in Augsburg ein Mann in seiner Wohnung mit “Aliens” geprügelt.  In Ravensburg wiederum griff die Polizei 2017  eine “psychisch verwirrte Frau” auf, die glaubte, dass sie von Außerirdischen verflogt wird.

Als drittes Beispiel ein “Alien-Fall” aus Los Angeles in den USA von 2015: Dort bunkerte ein Waffennarr 1.200 Schusswaffen und 2 Tonnen Munition. Er hielt sich für einen Alien-Mensch-Hybriden aus dem All, Geheimagenten von CIA und FBI sowie Retter der Welt …

Falls Ihr wisst, zu welchem “Kongress nach Berlin” die junge Dame eventuell wollte, könnt Ihr es mir gerne mitteilen!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Aliens”, “UFOs” und “Außerirdische” bei amazon.de:

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+++Artikel+++ Eine UFO-Landung und außerirdische “Wesen von an­deren Welten” schon 1661 in Tibet?

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Kam es - vor Zeuge - schon im Jahre 1661 zu einer UFO-Landung in Tibet? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Kam es – vor Zeuge – schon im Jahre 1661 zu einer UFO-Landung in Tibet? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Mystery-Forschung sucht in allen Jahrhunderten nach Spuren  mutmaßlicher Außerirdischer. Nicht nur Wesen der Folklore werden dabei bemüht, sondern auch Berichte von Historikern und Chronisten über rätselhafte Objekte am Himmel. Tatsächlich kam es bekanntlich auch im Mittelalter zu Sichtungen von unbekannten “Dingen” am Himmel und fremden Wesen. Doch die Geschichte einer solchen UFO-Sichtung aus dem Jahre 1661 ist dabei von ganz besonderem Interesse in der grenzwissenschaftlichen Literatur: Die UFO-Sichtung von Pater Albert d’Orville in Tibet, bei der er von einem tibetanischen Lama auch von “Wesen von an­deren Welten” erfahren haben soll. Wesen, die seit Jahrhunderten das All bereisen und den ersten Menschen Wissen und Weisheit brachten. Was genau hinter diesem frühen UFO-Bericht steckt und was wir daraus lernen können, erfahrt Ihr hier.

 

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(Posting vom 21. April 2012 nach einem Artikel von ca. 2006)

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Angeblich, so die Ansicht der modernen Medien, ist das Geburtsjahr von UFOs im Sinne von “fliegenden Untertassen” das Jahr 1947. Herkunft der UFO-Geschichten sein dabei die USA. 1947 war jedoch in der Tat ein besonderes Jahr für die UFOlogen, denn damals kam es zum legendären Zwischenfall in Roswell, USA, wo angeblich ein UFO abgestürzt ist und die Regierung das außerirdische Vehikel barg und versteckte. Bis heute.

Ebenso kam es im Jahre 1947 zu der UFO-Sichtung des Privatpiloten Kenneth Arnold aus den USA, der neun seltsame Objekte aus seinem Flugzeug beobachtete. Die Presse prägte damals den Begriff “fliegende Untertassen”.

UFOs sind uralt

In gewisser Hinsicht ist also der Mythos der fliegenden Unterassen tatsächlich erst rund 70 Jahre alt. Doch, dass das nicht so ist, haben UFO-Autoren unlängst belegt. Denn schon vor dem Wendejahr 1947 kam es in aller Welt zu Sichtungen von seltsamen Dingen am Himmel. Ausgehend von der Tatsache, dass die Erde mit etwa 4,5 Milliarden Jahren und unsere Zivilisation im Vergleich zum Alter anderer Sterne und dem gesamten Universum mit 13,7 Milliarden Jahren ausgesprochen jung sind – verlegen viele Autoren die Sichtungen von “UFOs” zum Teil sehr, sehr weit in die Vergangenheit.

Artikel von ca. 2006
VIDEO zum Thema: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

So ist es theoretisch durchaus möglich, dass schon vor Jahrtausenden außerirdische Zivilisationen existierten und diese auch unsere Erde besucht haben könnten.

Berühmt ist der Kollege Erich von Däniken, der vor Jahrzehnten damit begann die These zu verbreiten, dass die “Götter” Astronauten waren. Jahrtausende alte Mythen von Wesen des Himmels, so die Idee von Däniken und anderen, seien versteckte Hinweise auf die Anwesenheit von Aliens vor tausenden von Jahren. Ich selber teile diese Idee seit 1989.

Auch im Mittelalter wurde deshalb natürlich nach Spuren dieser mutmaßlichen Aliens gefahndet. Nicht nur die Wesen der Folklore wie Feen und Trolle & Co. wurden bemüht, sondern auch Berichte von Historikern und Chronisten über rätselhafte Objekte am Himmel. Tatsächlich kam es auch im Mittelalter und noch weiter in der Vergangenheit zu Sichtungen von unbekannten Dingen am Himmel. Oder zu Vorfällen, die man als eine UFO-Landung deuten könnte.

Bekannt ist hier vor allem auch in der “Mainstream-Grenzwissenschaft” das berühmte Flugblatt aus dem Jahre 1561 aus Nürnberg. Darin wird von “Rohren” und “Kugeln” berichtet, die über der Stadt am Himmel erschienen sind. Ebenso weit verbreitet ist das Himmelsphänomen, dass sich am Morgen des 7. August 1566 am Himmel über Basel abgespielt hat. An diesem Tag wurden “viele schwarze Kugeln in der Luft” gesehen, die sehr schnell über dem Himmel rasten …

Der UFO-Bericht von 1661

Eine angebliche Sichtung eines UFOs aus dem Jahre 1661 ist dabei von ganz besonderem Interesse in der grenzwissenschaftlichen Literatur und wird seit Jahrzehnten zitiert. Die UFO-Sichtung von Pater Albert d’Orville in Tibet.

UFO-Sichtungen schon 1884! Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
UFO-Sichtung schon 1884! Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Unterschiedliche Autoren der UFO-Forschung in Deutschland berichten in ihren Veröffentlichungen von einer sensationell erscheinenden UFO-Sichtung vor Jahrhunderten am Himmel über Tibet. Gelenkt werden diese Objekt von fremden Wesen aus dem All, und es komme auch immer wieder zu einer Art UFO-Landung dieser Fremden in Tibet, wie es dazu weiter heißt.

Angefangen mit dem Bestsellerautor Johannes von Buttlar, der erstmals 1986 in seinem Buch “Sie kommen von fremden Sternen” und dann noch in einigen weiteren Büchern diesen Vorfall zitiert, ist der sonderbare Bericht heute noch immer sehr verbreitet.

In dem UFO-Fall von 1661 heißt es, dass Pater Albert d’Orville sich in diesem Jahr auf eine Expedition oder Reise in Tibet befand und dabei eine sehr rätselhafte Begegnung erlebt hat. Diese wurde von ihm im November 1661 in sein Tagebuch niedergeschrieben, in dem es zu diesem Ereignis von ihm heißt:

November 1661. Meine Aufmerksamkeit wurde auf etwas gelenkt, das sich hoch oben am Himmel bewegte. Zuerst dachte ich es sei eine unbekannte Vogelart, die in diesem Land lebt, bis sich das Ding näherte und die Form eines doppelten chinesischen Hutes annahm, währen es leise drehend flog, als würde es von den unsichtbaren Flü­gel des Windes getragen. Es war sicher ein Wunder, Zauberei. Das Ding flog über der Stadt (Lhasa), und als ob es be­wundert werden wollte, flog es zwei Kreise, wurde dann von Nebel umgeben. Und sie sehr ich auch meine Augen angestrengt habe, es konnte nicht mehr länger gesehen werden.

Ich fragte mich schon, ob nicht die große Höhe, in der ich mich befand, mir einen üblen Streich gespielt hatte, als ich ganz in der Nähe einen Lama bemerkte und ihn fragte, ob er auch gesehen hätte. Nachdem er kopfnickend meine Frage bejahte, erwiderte er mir:

Mein Sohn, was du gesehen hast war keine Zauberei. Wesen von an­deren Welten befahren seit Jahrhunderten die Meere des Raumes und brachten den ersten Menschen, die die Erde bevölkerten, Erleuch­tung, sie verurteilten alle Gewalt und lehrten die Menschen, ein­ander zu lieben, obwohl diese Lehren wie ein Samenkorn sind, das auf Stein ausgesät wurde, und nicht keimen kann. Diese Wesen, die hellhäutig sind, werden von uns stets freundlich empfangen und landen oft in der Nähe unserer Klöster, wenn sie uns lehren und Dinge enthüllen, die verloren gegangen sind in den Jahrhunderten der Kataklysmen, die das Angesicht der Erde verändert haben.

Eine ohne Zweifel mehr als spannende Geschichte für die heutige UFO-Forschung! Zumal die Person des Albert d’Orville tatsächlich existierte und im besagten Jahr auch wirklich in Tibet gewesen ist. Aber ist sie deshalb auch wahr?

Die UFOs und “Wesen von an­deren Welten” des Albert d’Orville

VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Wahrscheinlich war es von Buttlar, der 1986 den Bericht im Deutschen Raum bekannt machte. In seinem genannten Buch gab er diese jedoch vor nunmehr genau 30 Jahren ohne Angabe einer Quelle wieder. Dennoch wurde die Geschichte über die Sichtungen des d’Orville und der angeblich von dem Lama erzählten Landungen von da an immer wieder zitiert.

Auch von dem einst in der Grenzwissenschaft sehr bekannten und aktiven Autoren Johannes von Buttlar in einigen seiner folgenden Büchern. Ich selber habe beispielsweise die UFO-Geschichte 1996 in meinem ersten Buch zitiert, sie allerdings Jahre später in einem anderen Buch revidiert.

Grund war eine sorgfältige Untersuchung der Geschichte des Soziologen und Mystery-Forschers Ingbert Jüdt, Universität Heidelberg, von der UFO-Forschungsgruppe DEGUFO e.V. Er machte sich 2005 auf die Spurensuche nach den Hintergründen des Tibet-UFOs von 1661 und kam letztlich zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die komplette Story der UFO-Landung etc. ist absichtlich gefälscht worden!

Jüdt kam bei seinen Recherchen der Quellen zu dem Schluss, dass die Geschichte über W. Raymond Drakes Buch “Gods and Spacemen throughout History” von 1977 in die deutsche UFO-Literatur kam. Über dieses Buch fand Jüdt daraufhin auch  die ursprüngliche Quelle. Es handelte sich um einen Artikel von Alberto Fenoglio, Italien, in dem Magazin “Clypeus” der bereits im Jahr 1966 erschienen ist.

In diesem Artikel wiederum werden Literaturquellen genannt, die nach den weiteren Recherchen überhaupt nicht existieren. Jüdt schrieb zu dieser nicht existierenden Quelle 2005:

Aufgrund dieser dreifachen Fehlanzeige hinsichtlich Titel, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort dürfen wir meines Erachtens ausschließen, dass das genannte Buch jemals existiert hat.”

Johann Wolfgang von Goethe - eine Deutsche Legende: Sah er als Teennager eine UFO-Landung? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Johann Wolfgang von Goethe – eine Deutsche Legende: Sah er als Teennager eine UFO-Landung? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl Albert d’Orville von 1621 bis 1662 wirklich lebte und auch tatsächlich in Tibet und Lhasa war, so ist ein Tagebuch von ihm bisher gänzlich unbekannt. Auch das grenzwissenschaftliche Magazin “Mysteries” (Nr. 1/2004) berichtete vor rund 12 Jahren , dass von dem Geistlichen keinerlei Aufzeichnungen erhalten geblieben seien. Und in Pater Johann Gruebers (der Reisebegleiter von d’Orville 1661) Berichten der Reise, “sucht man Hinweise auf das himmlische Spektakel vergeblich”.

Eine bewusste Fälschung!

Ingbert Jüdt resümiert in seiner Veröffentlichung “Das UFO des Albert d’Orville, die ungeprüfte Weitergabe einer Fälschung” in dem Magazin “DEGUFOFORUM” (Nr. 45) über die Story des Tibet-UFO:

Da der ursprüngliche Gewährsmann für unser Zitat, Alberto Fenoglio, uns nicht existierende Sekundärliteratur unter geschoben hat (…) sind wir meines Erachtens ermächtigt, den Vorwurf einer bewussten Fälschung zu erheben.”

Diese dreiste Geschichte zeigt deutlich, dass die Idee der Aliens vor Jahrhunderten und Jahrtausenden bis heute unbewiesen ist. Sie zeigt aber auch sehr gut, dass es noch viel Forschung bedarf, um einen möglichen Beweis dieser Astronautengötter wirklich zu erbringen. Und vor allem zeigt sie auch, dass es schon vor der Sintflut an Fakes, Betrügereien und Irrtümern zur Grenzwissenschat im Internet solche Schwindel gab. Immerhin stammt die Fälschung mindestens aus dem Jahre 1966., wo an ein Internet nicht zu denken war …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ UFOs, Außerirdische und UFO-Entführungen durch fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden!

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YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt ... und keine moderne Erfindung einer "Phantasten"! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

UFOs, Außerirdische, Entführungen durch Aliens – all das klingt zu modern, um auch wirklich wahr zu sein! Doch das Gegenteil ist der Fall: Diese Phänomene, Geschichten, Beobachtungen und Erlebnisse sind uralt. Schon im Mittelalter und sogar vor Jahrtausenden haben Menschen von Begegnungen mit fremden Wesen und Entführungen in andere Welten berichtet. Ob das wirklich alles nur Märchen, Mythen und Legenden ohne einen wahren Kern sind, dass erscheint fraglich. Das UFO-Phänomen gibt es quasi seit Anbeginn der Menschheit, nur hatte es immer andere Namen. Davon ist mein erneuter Gast Marie überzeugt, wie sie es für Euch in diesem neuen Video auf meinem YouTube-Channel zusammenfasst …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken pflegt immer zu sagen: “Es sind die Phantasten, die die Welt verändern. Nicht die Erbsenzähler!” Und da hat er mit Sicherheit recht.

Viele dieser Phantasten – häufig sogleich mit dem Wort “Spinner” tituliert! – interessieren sich auch für das weite Feld des UFO-Phänomen. Von Sichtungen unbekannter Objekte oder Erscheinungen über das Thema der UFO-Entführungen bis hin zu Begegnungen mit fremden Wesen, die meist als Außerirdische angesehen werden. Für Skeptiker oftmals moderner Humbug und Aberglaube, nicht mehr.

Dennoch erzählt die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden solche Geschichten. In vermeintlichen “Märchen und Sagen” des Mittelalters treffen wir ähnliche Schilderungen von fremden Kreaturen und Entführungen wie vor Jahrtausenden. Alles Spinnerei?

Mein Gast Marie-Luise Sievers hat in einem neuen Video diese Themen einmal zusammengefasst.

  • Das von ihr im Video genannte Märchen mit der Entführung des Jungen in den Bergen habe ich ergänzend am 25. Oktober HIER diskutiert.

Bleibt also neugierig!

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen +++

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Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

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Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

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War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (+++Plus YouTube-Video+++)

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"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als eBook erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Auch und eigentlich vor allem die “Götter der Sterne” machen nicht vor dem Fortschritt der modernen Technologie halt. Doch wie “modern” unsere Techniken von heute sind, das fragen sich Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher seit Jahrzehnten. So auch ich in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahr 1997. Damals mein zweites Sachbuch zu den Rätseln der Welt überhaupt und ein Klassiker der Thematik. Nun ist es dank des Reichel Verlages, der damals auch die Papierausgabe verlegt hat, genau 20 Jahre nach der 1. Ausgabe als E-Book erschienen. Im neuen Gewand aber noch immer auf den Spuren der Ancient Aliens des Alten Testamentes und paralleler Überlieferungen.

 

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beginnen wir mit einer Geschichte aus dem Leben eines Mystery-Autoren.

Astronautengötter sind ko(s)misch …

Bei der Arbeit an “Götter der Sterne” bastelte ich vor nun rund 20 Jahren mit Bildmaterial der NASA auch die Idee des Buchcovers. Bildmaterial übrigens, das ich dank meines gepflegten Archivs für das leicht veränderte und mir sehr gut gefallene E-Book-Cover dem Reichel Verlag natürlich zwei Jahrzehnte später umgehend erneut liefern konnte …

Auch den Titel und Untertitel des Buches überlegte ich mir, und faxte meinen entsprechenden Vorschlag voller Begeisterung zum Verlagshaus. Die Antwort auf meine brillant erdachte Titel-Idee kam via Telefonanruf von meiner Verlegerin Frau G. Reichel. Doch dieser Anruf verwirrte mich!

Ob ich sie mit dem Buchtitel auf den Arm nehmen wolle, fragte sie mich höflich aber bestimmt am Telefon. Keineswegs, entgegnete ich natürlich – denn als Jungautor der Prä-Astronautik war ich auf mein kommendes zweites Sachbuch und selbstverständlich auf meinen mühsam erdachten Buchtitel mehr als stolz. Wie konnte da der Verlag bzw. meine Verlegerin Frau Reichel nur behaupten, ich wolle sie angesichts meines sorgsam ausgearbeiteten Titelvorschlages verschaukeln wollen?!

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

In Anbetracht dieser “verlegerischen Ungeheuerlichkeit” mir gegenüber war der Groschen während des Telefonats jedoch schnell gefallen: Es hatte sich der Fehlerteufel in meinen Untertitel von “Götter der Sterne” eingeschlichen. Statt richtigerweise “Bibel, Mythen und kosmische Besucher” schlug ich dem Reichel Verlag in meiner schreibenden Unachtsamkeit den Untertitel “Bibel, Mythen und komische Besucher” vor. Der Fehlerteufel schien den fehlenden Buchstaben “s” in ein Paralleluniversum gesogen zu haben …

Ein kosmisch-komischer Irrtum, über den langjährige Weggefährten von mir und ich immer wieder gerne lachen. Sicher hat jeder Autor so seine Geschichten und Erfahrungen sammeln können, die auf Tagungen/Meetings immer wieder für Heiterkeit sorgen.

Doch nun zu den sogenannten “Göttern” – den “Götter der Sterne”

Auf diesen Internetseiten oder auch auf meinem Kanal bei YouTube nenne ich die Ancient Aliens, Astronautengötter, Lehrmeister des Himmels etc. immer mal wieder auch “Götter der Sterne”. Grund ist eben diese Buchveröffentlichung von 1997, zu der thematisch 2015 eine sehr detaillierte weitere Veröffentlichung erschien.

Das Thema des E-Book ist schnell umrissen: “Gott und seine Helfer waren Außerirdische!”

Eine Spekulation, die schon seit den ersten Jahren der Prä-Astronautik im Raume steht. Bis “Götter der Sterne” 1997 erschien standen diese Ideen jedoch zusammenhanglos und ohne den legendären “roten Faden” im weiten Feld der Astronautengötter-Überlegungen, was ich eben mit diesem Buch ändern wollte. “,Götter der Sterne’ – meine 2. Arbeit – ist überfällig gewesen”, schrieb ich genau deshalb damals. Und weiter:

Cover: "Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als E-Book 2016
Cover: “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book 2016

“Es behandelt in sehr detaillierter und analytischer Form das Alte Testament und viele andere Texte. Was ist der Sinn dieser Mythen? Viele Autoren der Grenzwissenschaft haben behauptet, die Bibel würde von Außerirdischen sprechen, aber keine lieferte hierzu eine detaillierte Arbeit. Ich denke, diese habe ich mir Götter der Sterne nun endlich vorgelegt!

 

Im Verlagstext liest sich das wie folgt:

Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als “Götter” zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailliert überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Bibeltexte, Mythen und entsprechende Überlieferungen sind zum Teil uralt. Deshalb ist auch der Inhalt des E-Book “zeitlos aktuell” bei der Jagt nach den Mysterien und Göttern der Vorzeit.

Einblick in die “Götter der Sterne“: Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prolog

Teil I Mythen der Schöpfung, Überlieferungen der Urzeit

Kapitel I Genesis: Das Buch der Ursprünge

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

I.1 Im Anfang war Etwas

I.2 Monotheismus oder Polytheismus in der Genesis?
I.3 Die Schöpfung der Himmel
I.4 „Lasset uns den Menschen machen…“ – die zweite Schöpfung
I.5 Adam und seine „Rippe“ Eva
I.6 Als der Mensch wie „Götter“ wurde
I.7 Die Vertreibung aus dem Garten der „Götter“
I.8 Lag das Paradies in Südmesopotamien?
I.9 Das himmlische Paradies und weitere Paradies-Schriften

Kapitel II Schöpfungsmythen anderer Völker

II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr
II.2 Der Mensch aus dem Himmel
II.3 Parallelen in globalen Schöpfungslegenden!
II.4 Adams Kinder und erste Frau
II.5 Himmlische Schwangerschaften – sonderbare Abstammungen
II.6 „Monster“ – genetische Fehlversuche?
II.7 Adam und Eva – Mythos oder Wahrheit?
II.8 Problematische Überlieferungen

Kapitel III Als die Sintflut kam

III.1 Zeit der himmlischen Sünde – Sex mit den Gottessöhnen
III.2 Der „Herr“ greift ein
III.3 Die Arche des Helden Noah – ein unmögliches Projekt
III.4 Sintflut in mesopotamischen Mythen – die Urquellen
III.5 Die Welt trocknet
III.6 Turmbau zu Babel – ein neuer Anfang, der „Gott“ missfällt

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die “Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Kapitel IV Die Abraham-Apokryphe

IV.1 Abraham der Normade
IV.2 Engelkontakte
IV.3 „…bis an der Feuerflammen Grenzen“
IV.4 Der Thron „Gottes“
IV.5 Abraham sah „Verborgenes“
IV.6 Die Erde aus dem All
IV.7 Weitere Offenbarungen „Gottes“

Kapitel V Vernichtender Zorn „Gottes“

V.1 Spione der Zerstörung
V.2 Himmlische Reize
V.3 Der Countdown der Zerstörung läuft
V.4 Atomare Vernichtung vor Jahrtausenden?
V.5 Hinweise moderner Waffen in anderen Quellen
V.6 Archäologische Indizien

Kapitel VI Mose, ein Mann Gottes

VI.1 Ein Kind namens Mose
VI.2 Mord und Flucht in die Wüste
VI.3 Moses Berufung am Brennenden Dornbusch
VI.4 Ein Pharao wird erpresst
VI.5 Der Auszug – die Israeliten plündern Ägypten
VI.6 Marsch der „Wunder“
VI.7 Sinai – wichtige Ereignisse am heiligen Berg
VI.8 Israels Rückfall zum Götzendienst

VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

VI.9 Die Lade Jahwes – eine bemerkenswerte Konstruktion
VI.10 Eigenschaften und Geschichte der Bundeslade

Teil II Propheten und himmlische Erscheinungen

Kapitel VII Die unverstandenen Worte Henochs

VII.1 Henoch – kein Prophet der Bibel
VII.2 Der Fall der Engel – wertvolle Ergänzungen zum Genesis!
VII.3 Diplomat zwischen Himmel und Erde
VII.4 Von Himmel zu Himmel zum „Herrn“
VII.5 Henoch starb nicht auf Erden

Kapitel VIII Elija, ein treuer Diener Jahwes

VIII.1 Elija, der wundersame Prophet ohne Vorleben
VIII.2 Ein Mann mit himmlischen Verbindungen
VIII.3 Flucht in Berge – Begegnung mit Jahwe
VIII.4 Der Mörder im Namen „Gottes“
VIII.5 Elijas Auftrag ist beendet – die Himmelfahrt
VIII.6 Abstecher zu anderen Himmelfahrtsberichten

Kapitel IX Der perfekte Berichterstatter: Ezechiel

IX.1 Historische Daten und ihre Probleme
IX.2 „Und ich sah, und siehe“ den Thronwagen Jahwes
IX.3 „Gott Gütiger“…?
IX.4 Ein Prophet mit Auftrag

Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Teil III Weitere Geschehnisse

III.1 Jesaja schaut den „Thronwagen Gottes“
III.2 Jakob, Hiob, Sacharja und Jeremia – alles Träumer?
III.3 Baruch, ein biblischer und apokrypher Prophet
III.4 Esdras himmlische Gesichte
III.5 Daniel, der visionierende Prophet
III.6 Politik des Todes
III.7 Johannes´ geheimnisvolle Offenbarungen
III.8 Fehlende Zeit

Teil IV Anhang

• Epilogische Schlußbetrachtung: Gott nur ein Wunschtraum?
• Nachwort von Dr. Johannes Fiebag
• Ein Dankeswort
• Quellen (Bibeln, allgemeine Quellen, Fachartikel und Zeitungen)
• Zeitschriften und Magazine zum Thema
• Bildnachweis (Abbildungen im Text und Bildteil)
• Namen- und Sachregister
• Biblisches Stellenregister
• Apokryphes Stellenregister
• Übriges Stellenregister (Koran, Gilgamesch-Epos, Sohar, Enuma Elisch und Mormon)

Alles weitere zum neuen E-Book plus YouTube-Video hier:

  • Produktform: E-Book
  • Auflage: 1. Auflage der EPUB Ausgabe
  • Seiten der gedruckten Ausgabe: 375
  • Verlag: Reichel Verlag
  • Erschienen: 23.02.2016
  • Format: 21,0 x 14,5 cm
  • ISBN-13: 978-3-946433-12-5
  • GTIN: 9783946433125

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt / +++ Artikel +++

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Das UFO-Phänomen - Mindestens Jahrhunderte alt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
Das UFO-Phänomen: Mindestens Jahrhunderte alt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Die UFO-Gruppe “Magonia Exchange” um den Gründer Chris Aubeck ist überzeugt, dass das UFO-Phänomen Jahrhunderte alt ist. Nicht erst seit der legendären UFO-Sichtung von Kenneth Arnold 1947 und dem Roswell-UFO-Absturz im selben Jahr gibt es solche Schilderungen. Recherchen in Zeitungsarchiven aus aller Welt zeigen, dass praktisch zu allen Zeiten unerklärliche Erscheinungen am Himmel gesehen wurde, so die UFO-Forscher vor einigen Monaten in Madrid nach der der Auswertung derartigen Dokumente. Doch schon hinter dem Namen der UFO-Forschungsgruppe verbergen sich unglaubliche Geschichten der Vergangenheit … und das ist nur die Spitze des Eisbergs bei der Beschäftigung mit dem UFO-Phänomen .

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das moderne UFO-Phänomen ist mit Sicherheit im Jahre 1947 geboren worden. Allein schon der angebliche UFO-Absturz im Sommer 1947 in Roswell in den USA war ein Kernauslöser des heutigen UFO-Phänomens. Das ist für grenzwissenschaftliche Autoren und Forscher kein Geheimnis.

Das UFO-Phänomen: uralt?

Umstrittener hingegen ist die Tatsache, wie Berichte aus vergangenen Jahrhunderten zu bewerten sind, die von unbekannten Objekten am Himmel oder auch von seltsamen Wesen aus Anderswelten erzählen. Themen, die sich auch in meinen eigenen Büchern immer wieder aufgegriffen haben. Die UFO-Forscher der Gruppe “Magonia Exchange” gaben im Mai 2015 in Madrid (Spanien) bekannt, dass sie tausende Quellen aus der Vergangenheit nun systematisch nach derartigen Berichten untersucht haben. Der Grüner Chris Aubeck sagte in Madrid zu dem Quellenmaterial der Untersuchung:

Wir haben weltweit etwa 100 Mitglieder. Wir haben etwa 4000 Dokumente, Ausschnitte, Manuskripte aller Art und sogar einige sehr alte Bücher.”

Das Gruppenmitglied Theo Paijmans ergänzte, dass wir nur die “Spitze des Eisberges” sehen und das es UFO-Sichtungen “seit tausenden von Jahren gibt”. Von der Antike bis zum Beginn des heutigen UFO-Phänomen 1947 hätten die UFO-Forscher um Chris Aubeck systematisch Material nach mutmaßlichen UFO-Zeugnissen durchsucht.

Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Tatsächlich sind in der Prä-Astronautik und der UFO-Forschung solche Schilderungen der Vergangenheit immer wieder in der Diskussion. Beispielsweise habe ich auf dieser Webseite am 7. Juli 2014 einen interessanten “UFO-Bericht” eines Buddhismus-Meisters aus dem Jahr 1884 diskutiert. Aber auch das Thema der “Entführungen durch Außerirdische” ist mit Sicherheit uralt, wie es dieses Video auf YouTube zeigt und wie es zahlreiche Geschichten des Mittelalters nahelegen.

Die Grenzwissenschaft wirft dabei der etablierten Wissenschaft auch immer wieder vor, dass diese derartige Fakten in Sachen “Berichte über Unerklärliches am Himmel” ignoriert. “Märchen” sind eben Geschichten der Folklore und nicht mit den UFOs oder Aliens von heute zu vergleichen (hinter denen nach deren Meinung eh nichts Ungewöhnliches steckt), argumentiert die wissenschaftliche Community. Aber auch dieser Vorwurf an die bodenständigen Forscher ist nicht neu. Schon die Mystery-Legende Charles Fort hat dies in seinen Büchern über das Phantastische in der Welt vor rund 100 Jahren getan.

Charles Fort – der Wegbereiter der Grenzwissenschaft!

Fort, der meiner Meinung nach bis heute zu wenig Beachtung in der Grenzwissenschaft findet, war Zeit seines Lebens ein emsiger Rechercheur aus dem Bereich der Rätsel und Phänomene. Von Fischen, die vom Himmel regnen, bis zum UFO-Phänomen, wie man es eben heute nennt, spürte er unzählige Mystery-Fälle auf. Zehntausende Dokumente sichtete er und verfasste dazu Reihe Reihe von Büchern. Seine über 60.000 Notizen, die in der New Yorker “Public Library” aufbewahrt werden, sind eine einmalige Sammlung des Seltsamen.

"Bevor die UFOs kamen ..." (Bild: L.A. Fischinger)
Aliens & UFOs sind ein uraltes Phänomen: “Bevor die UFOs kamen …” (Bild: L.A. Fischinger)

Ein Beispiel: Ein dramatischer Fall eines unbekannten Objektes ereignete sich nach Fort seinen Recherchen am 12. November 1887 vor der Küste New Scotlands nahe Kap Race (Neufundland). Gegen Mitternacht an diesem Tag konnte die Besatzung des Schiffes „Le Sibérian“ eine riesige Kugel aus Feuer beobachten. Ein Meteor, könnte man meinen. Doch das leuchtende Objekte stürzte nicht ins Meer, sondern stieg aus dem Ozean herauf. In nur rund 16 Metern Höhe flog das “Objekt” auf das Schiff zu und verschwand dann in Richtung Südosten.

Die Zeugen betonten, dass das seltsame Objekt gegen die Windrichtung geflogen sei. Dieser Vorfall liegt weit über 100 Jahre zurück – er geschah in einer Zeit, als es keinerlei irdische Technologie gab, die hierfür verantwortlich gewesen sein könnte. Heute ist das Phänomen als USO bekannt, ein “Unidentified Submarine Object” (nicht identifizierte unterseeisches Objekt), und durchaus ein Teil des modernen UFO-Phänomen.

Fort war damit eine Art Vorgänger als Einzelkämpfer der UFO-Organisation “Magonia Exchange”. Was aber hat es eigentlich mit den Namen der UFO-Gruppe auf sich? Wer oder was ist “Magonia”?

Reisen nach Magonia

Hinter dem Begriff “Magonia” verbirgt sich ein Mystery-Krimi. Magonia war vor über 1000 Jahren eine Art “Luftreich” oder fremdartige Welt, in denen “Luftgeister” mit Namen Sylphen gewohnt haben. Diese Wesen der Lüfte sollen beispielsweise in der Regierungszeit des Frankenkönigs Pippin der Jüngere (714 bis 768 nach Christus), dem Vater von Karl dem Großen, in Frankreich ihr Unwesen getrieben haben. Ganze Menschenmassen hätten diese Sylphen in ihre Anderswelt verschleppt, wie es spätere Berichte dokumentiert haben. Sie kamen in seltsamen “Luftschiffen” herab, nahmen nach belieben arglose Bewohner der europäischen Städte mit nach Magonia und zeigten ihnen dort teilweise allerlei “Zauber”.

Cover von de Villars "Le Comte de Gabalis" (Bild: L.A. Fischinger)
Cover von de Villars “Le Comte de Gabalis” (Bild: L.A. Fischinger)

Im Jahr 1670 veröffentlichte der Geistliche Nicolas-Pierre-Henri de Montfaucon de Villars aus Frankreich ein Buch, in dem er auch diese Ereignisse um Magonia schilderte. Überspitzt gesagt, eine der ersten Veröffentlichungen zum UFO-Phänomen.

Abbé de Villars beschrieb in “Le comte de Gabalis, ou Entretiens sur les sciences secrètes” diese Sylphen des Himmels, „die sich allem Volk in der Luft“ zeigten, wie folgt:

Sie taten es mit Pracht; man sah diese Geschöpfe in menschlicher Gestalt in der Luft, bald in Schlachtordnung fortrückend oder unter Waffen stehend oder ruhend unter prächtigen, bald in Luftschiffen von bewunderungswürdiger Bauart, deren Segel nach dem Geheiß der Zeyphre schwollen.“

Montfaucon de Villars notierte weiter, dass sich die Menschen, die einst diese sonderbaren Phänomen sahen, nicht „über die Beschaffenheit dieses Schauspiels“ nachdachten. “Der Pöbel hielt es für Zauber“, so der Abbé. Karl der Große und Ludwig der Fromme erließen wegen dieser Sylphen des Himmels sogar Verordnungen, die es ihnen verboten, sich den Menschen in ihren Luftschiffen zu zeigen. Das klingt schon mehr als verwunderlich. Doch de Villars notierte in seinem Bericht zu den Geschehnissen sogar:

Um ihnen [dem Volk, L.A.F.] die üble Meinung, welche sie von ihrer unschuldigen Ausrüstung hegten, zu benehmen, entschlossen sie [die Sylphen, L.A.F.] sich, allenthalben Leute zu entführen, sie ihre schönen Weiber, ihren Staat, ihre Regierungsform sehen zu lassen und sie dann an verschiedenen Orten der Welt niederzusetzten. Sie führten diesen Vorsatz aus. Das Volk, das diese Leute herabsinken sah, lief allenthalben hinzu, hielt sie für Zauberer, die sich von ihren Gefährten trennten […]“

UFO-Sichtung 1884? (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
ARTIKEL: Auch der buddhistische Meister Hsu Yun sah 1884 UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Diese Schilderungen sind ohne Frage sehr erstaunlich. So sagt dieser doch nichts anders, dass fremde Wesen über die Städte Europas mit Luftschiffen geflogen kamen und Menschen  entführen. Diese Entführten wurden angeblich dann sogar “an verschiedenen Orten der Welt” wieder von den “Geistern” freigelassen. Das klingt nach einem vermeintlich “modernen” UFO-Phänomen.

So etwa erging es auch einer Frau und drei Männern, die in der südfranzösischen Stadt Lyon von den Sylphen abgesetzt wurden und dessen Erlebnis ebenfalls von dem Abbé de Villars nachträglich dokumentiert wurde. In Lyon, so der Bericht, seinen die vier Menschen nach ihrer Entführung „aus diesen Luftschiffen“ gestiegen, so dass sich „die ganze Stadt versammelte“ und die Fremden als böse Zauberer strafen wollte:

Die vier Schuldlosen rechtfertigten sich, sie wären aus dem Lande selbst, wären vor kurzem von seltsamen Leuten entführt worden, sie ihnen unerhörte Wunder gezeigt, und sie gebeten hätten, Nachricht davon zu erteilen.

Der aufgebrachte Mob wollte die vermeintlichen Zauberer auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Doch „Agobard, Bischof von Lyon, der als Mönch in dieser Stadt viel Ansehen erlangt hatte“, eilte herbei, um den Pöbel zu beruhigen. Er erklärte den Versammelten, dass die vier Menschen niemals die berichteten Dinge in Magonia gesehen haben können, und sie deshalb wohl ganz einfach Lügen erzählen:

Das Volk glaubte den Reden seines guten Vaters Agobard mehr als seinen eigenen Augen, beruhigte sich, setzte die vier Abgesandten der Sylphen wieder in Freiheit.

Diese Geschichte endete mit einem „blauen Auge“ für die unfreiwilligen Entführungsopfer – sie kamen frei. Heute, viele Jahrhunderte nach diesen Ereignissen, sind solche Erzählungen und Überlieferungen rund um die Erlebnisse in Magonia und den Luftschiffen der Sylphen besonders wertvoll. Belegen sie doch eindeutig, dass die Menschen auch in jeden Tagen entweder daran glaubten, von fremden Wesen „fremde Gegenden“ gezeigt bekommen zu haben, oder die Sylphen tatsächlich diverse Menschen nach Magonia brachten. Was immer dieses “Luftreich” auch war oder wie man es Interpretieren mag. Klare Bezüge, nennen wir sie mal so, zum viel verspotteten UFO-Phänomen haben solche Schilderungen dennoch.

Bis wann spricht man von Prä-Astronautik und ab wann von der UFO-Forschung? (Bild: L. A. Fischinger
VIDEO: Bis wann spricht man von Prä-Astronautik und ab wann von der UFO-Forschung? (Bild: L. A. Fischinger)

Erstaunlich ist es natürlich, dass auch heute UFO-Entführungsopfer bei ihren Erlebnissen recht ähnliche Szenarien durchlebten. Also verschiedene Zeugen ebenfalls „Länder“ oder Häuser der Fremden gesehen haben wollen. Und „unerhörte Wunder“, wie bei den vier Personen aus Frankreich, sind in der UFO-Entführungsforschung alltäglich.

Die vielfachen Geschichten über die angeblichen “Luftgeister” in ihren Luftfahrzeugen vor Jahrhunderten sind ohne Frage spannend. Damit finde ich, dass die UFO-Forscher von “Magonia Exchange” mit Blick auf ihre Recherchen in alten Quellenmaterial nach möglichen UFO- und Alien-Berichten ihren Namen hervorragend gewählt haben.

Magonia als “Mutter des UFO-Phänomen”?

Es kling schon sonderbar, was ich vor Jahren einmal während einer Diskussion zu Magonia vernahm. Als ich in einem Buch über derartige “UFO-Mysterien” der Vergangenheit schrieb, tauchte die Idee auf, dass Schilderungen über Magonia und den Sylphen als “Vorlage” für das “moderne” UFO-Phänomen gedient haben könnten.

Doch es ist meiner Meinung nach ein Fehler anzunehmen, die heutigen UFO-Zeugen und Menschen mit Erzählungen von UFO-Entführungen hätten den Bericht von Montfaucon de Villars aus dem Mittelalter gelesen. Oder auch andere Berichte über Magonia allgemein. Es ist unwahrscheinlich, dass diese sich bei ihren Erzählungen ihrer eigenen Erlebnisses an diesem Magonia-Sylphen-Schemata orientiert haben. Diese „Interpretation“ oder “Erklärung” einiger Aussagen bei UFO-Entführungsfällen bzw. einiger der darin enthaltenen Elemente ist sicherlich falsch. So einfach ist es beim UFO-Phänomen dann auch nicht.

Auch wenn der französische Astronom und UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée schon 1969 das Buch “Passport to Magonia: From Folklore to Flying Saucers” zu Magonia veröffentlichte. Ein UFO-Buch, dass im Laufe der Jahre immer wieder neu aufgelegt wurde (zuletzt im November 2014).

Sind UFO-Entführungs-Berichte nur "Sexfantasien"? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
ARTIKEL: UFO-Entführungen sind laut “ZDF” nur “sexuelles Wunschdenken” (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Würde jemand gelesen haben, dass es einst Magonia und die Sylphen gegeben haben soll, die in der oben wiedergegeben Art und Weise handelten, dann sollten wir erwarten, dass solche “Magonia-Elemente” deutlicher in den Aussagen vorkommen. Sie sind es aber nicht. Aber ganz auszuschliessen ist das nicht.

Verschiedentlich taucht jedoch UFO-Literatur auf dem Mark auf, die – das sei der Richtigkeit halber erwähnt – von dem Heimatplaneten, den Häusern, der Regierung, dem Sozialleben, der Geschichte und allen anderen Bereichen der Außerirdischen erzählt. Angeblich haben die Außerirdischen all dies den Menschen selber gezeigt oder mittels “medialer Botschaften” gesendet (= “Channeling”). Das ist meiner Meinung nach aber ein vollkommen eigenständiger Teil des UFO-Phänomen bzw. des Themas.

Wenn der große Manitu eine arglose Indianerin entführt …

Es gibt in der europäischen Folklore ungezählte sog. “Märchen” von fremden Wesen aus fremden Welten. Feen, Trolle, Gnome und Zwerge, die nicht nur Schabernack nach dem klassischen Märchenmotiv getrieben haben sollen. Nein, vielmehr haben derartige Geschichten zum Teil viele Parallelen zum UFO-Mythos von heute. Inklusive Entführungen, Begegnungen, einer anderen Welt mit Zauber (wie bei Magonia), paranormalen Phänomenen und mehr.

Ein Märchen, das jedoch nicht von der typischen „Anderswelt“ der europäischen Folklore berichtet, stammt von den Tschigeunegon-Indianer aus Nordamerika und wurde von mir an anderer Stelle bereits umfassender dargelegt. Es ist jedoch ein hervorragendes Beispiel zum Thema “UFOs sind ein uraltes Phänomen”.

Die Geschichte erzählt von einer Indianerin mit dem Namen Odschi Akwot Okwä, die als Kind sehr sonderbare Erlebnisse mit fremden Wesen aus dem Himmel hatte. Odschi Akwot Okwä selber erzählt in dieser Überlieferung, dass ihr als „Mädchen von 12 oder 15 Jahren“ etwas Unglaubliches widerfuhr:

In der sechsten Nacht hörte ich eine Stimme, die aus einer entfernten Hütte zu kommen schien und zu mir sagte: ,Armes Kind, du tust mir leid! Steht auf und folge mir!’ Ich tat wie mir geheißen wurde und fand einen silberglänzenden Weg vor mir, der mich weit hinaus in die Höhe führte. Zu meiner Rechten verbreitete der Neumond seinen blendenden Flammenschein, und zu meiner Linken stand die Sonne.“

Durch diesen „silberglänzenden Weg“ – fraglos eine Parallele zu vermeintlichen UFO-Kontakten und/oder Entführungen – gelangte das Mädchen zu einer „Öffnung des Himmels“. Also eine nicht irdische Gegend oder eine fremdartige Umgebung, in der sie auf seltsame Wesen traf. So etwa sah Odschi in dieser fremden Welt einen „kugelrunden Mann, dessen Kopf mit ,Hörner’ bewachsen“ und eine „Gestalt, deren Kopf mit Sonnenstrahlen umgeben und deren Brust mit dem merkwürdigsten Schmuck behängt war“. Diese Gestalten standen vor der „Öffnung des Himmels“ als schienen sie irgendwie auf sie zu warten.

Auf den Spuren der Anunnaki
ARTIKEL in 2 Teilen: Auf den Spuren der Anunnaki (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)

Wer und was diese fremden Personen waren, einer nannte sich „Oschowod-schigick oder der hellblaue Himmel“, ist natürlich unklar. Aber es ist seltsam, dass zum Beispiel Darstellungen aus dem Nahen Osten vermeintliche „Götter“ mit „Hörnern“ zeigen. Man denke da an die Götterwesen mit Namen Anunnaki. Eigentlich ist das sogar ein weltweites Attribut von göttlichen Wesen.

Doch weiter mit dem Erlebnis der jungen Odschi und dem möglichen Bezug zum UFO-Phänomen.

Als sich die Indianerin Odschi Akwot Okwä in der ihr unbekannten Gegend dieser “Götter” aufhielt, sagten diese ihr, dass sie nun „mit allerlei heiligen Gaben“ beschenkt werden würde. Doch erst dann, sobald sie eine “Prüfung” dieser Fremden bestanden habe. Auch hier ein uraltes Erdzählmotiv von Himmelsreisen, zu dem es aus dem biblischen Textumfeld mehr als nur eine Parallele gibt! Doch die angeblich “Prüfung” der jungen Indianerin war schon sehr komisch, denn es heißt zu dieser weiter:

„Gleich darauf vielen Tausende von leuchtenden nadelähnlichen Punkten auf mich, prallten aber wirkungslos an mir ab. Dies wiederholte sich abermals mit dem selben Resultat. Danach drangen von allen Seiten scharfe nägelartige Körper in mein Fleisch, aber ich verspürte nicht den geringsten Schmerz, und die Strahlen vielen zuletzt unschädlich zu meinen Füßen nieder.

,Gut, gut!’ rief da eine heilige Stimme. ,Du wirst lange Tage sehen und den Meister des Lebens zum ewigen Freund haben. Jetzt geh aber wieder in deine Hütte und nimm nahrhafte, stärkende Speisen zu dir. Ich habe einem meiner Geister befohlen, dich nach Hause zu bringen; darum setze dich getrost auf seinen Rücken.

Darauf wurde ich von einem großen, in der Luft schwimmenden Fisch zu meinem Wigwam zurückgebracht.“

Daheim in ihrem Lager angekommen, fielen Odschi nach ihrer Himmelsreise sonderbare Veränderungen an ihr auf, die die heutige UFO-Forschung durchaus als Folgen von UFO-Entführungen beschreiben würde. Ebenso aber auch Folgen, die in der Folklore Europas von Reisen in die Anderswelt der Feen & Co. erzählt werden. Der Indianerin zumindest ekelte es plötzlich „vor jeder Speise“ und als sie „einige dünne Bäume“ fällen wollte, fiel sie ohnmächtig in den Schnee. Odschi war vollkommen entkräftet…

„[…] es dauerte eine geraume Zeit, bis ich mich wieder in meine Hütte schleppen konnte. Da hatte ich dann mit allen Einzelheiten die selbe Vision wieder wie am Tag vorher […].“

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Auch das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt von einer Reise in das “All”! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Nach diesem erneuten Erlebnis der fremden Art erhielt die Indianerin wiederum Besuch. Diesmal von einer „runden Gestalt mit äußerst kleinen Händen und Füßen“, die „vom Himmel in meine Hütte geflogen“ kam und ihr die Fähigkeit versprach, zukünftige Ereignisse zu erkennen/sehen. Dann verschwand der himmlische Pummel „wieder in der Luft“ und Odschi war von nun an eine Seherin des Stammes. Eine Prophetin, wie wir sie aus dem biblischen Umfeld her nur zu gut kennen. Auch diese Seher und Propheten wurde von Gott und/oder Engeln berufen und in den Himmel der “Götter der Sterne” entrückt.

Ihre neue Gabe nutzte Odschi erstmals bei einer drohenden Hungersnot ihres Stammes, als sie die “Luftgeister” um Rat ersuchte, wo Jagdwild zu finden sei:

Darauf versammelte sich das ganze Volk; ich schlug meine Trommel, sang meine Medizingesänge und legte den Kopf auf die Erde. Da hörte ich denn bald, wie die Luftgeister herbeigeeilt kamen und die Hütte von oben bis unten schüttelten – das sicherste Zeichen, dass sie bereit waren, meine Fragen zu beantworten.

Ist diese 1871 von Karl Knortz in “Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas” veröffentlichte Sage nur Spinnerei einer indianischen Prophetin? Oder ist es eine Überlieferung à la Magonia und Sylphen, Gott/Engel und Himmelsfahrten, Feen und Anderswelt, dem UFO-Phänomen oder eben Außerirdische und UFOs, die sich nur in einem anderen Gewand zeigt …?

Von Nadeln und Geldmacherei

Nicht nur Odschi will in der fremden Welt erlebt haben, wie “scharfe nägelartige Körper in mein Fleisch” drangen. Auch heute werden UFO-Entführungsopfer angeblich von fremden Wesen mit allerlei „Nadeln“ gepiesackt. Im sehr umstrittenen und ebenso bekannten UFO-Fall von Betty Hill und ihrem Mann Barney Hill von 1961 wurde beispielsweise eine Nadel in den Bauch von Betty eingeführt. Sogar das US-Militär soll bei dieser UFO-Entführung der Hills irgendwie die Finger im Spiel gehabt haben, was auch andere Entführte immer mal wieder geschildert haben.

Für Kritiker Spinnerei oder psychische Probleme, wie das ganze Thema der UFO-Entführungen oder sogar das UFO-Phänomen selbst. Für das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” war es schon vor genau 50 Jahren nur Geldmache. Das Magazin berichtete in der Ausgabe 51/1966 vom 12. Dezember 1966, dass die Hills erst zwei Jahre nach ihrem Erlebnis mit dem Psychiater Benjamin Simon und dem Autoren und UFO-Forscher John G. Fuller zusammenarbeiteten. “Bisheriges Illustriertenhonorar für das Ehepaar Hill: 96 000 Mark”, so “Der Spiegel” vor rund 50 Jahren. Damit stufte das Magazin schon damals das UFO-Phänomen per se als eine Art “Geldmaschine” ein.

Fremde Welten die Betty Andreasson-Luca bei ihren UFO-Erlebnissen beschrieb
Fremde Welten, die Betty Andreasson-Luca bei ihren UFO-Erlebnissen sah. Zur Großansicht (Bild: B. Andreasson-Luca / G. Reichel Verlag / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Wollte auch Odschi oder die möglichen realen Personen, auf denen Märchen und Sagen beruhen könnten, nur Ruhm und Cash?

Beim umfassenden UFO-Entführungsfall der Betty Andreasson-Luca von 1967 war es ähnlich wie bei den Hills. Auch ihr wurde eine „Nadel“ in den Körper gestoßen, was sie bei den Untersuchungen des UFO-Forschers Raymond Flower unter Hypnose so schilderte:

Licht kommt aus den Wänden und […] Drähte, Nadeldrähte. Sie nahmen diese langen Silbernadeln – sie waren biegsam – und stachen eine in meine Nase hinauf, in meinen Kopf!“.

Das war sicher schmerzhaft, sollte man meinen. Doch wie die Indianerin oben keinen Schmerz durch die “Nadeln” vernahm, war es auch bei Andreasson-Luca angeblich sehr ähnlich:

„[…] sie berühren mich oben am Kopf, und nahmen ihn fort [den Schmerz, L.A.F.] – sie berührten meine Stirn.

Interessant an den umfangreichen Hypnose-Schilderungen im UFO-Fall Andreasson-Luca ist auch, dass sie von den fremden Wesen in einer anderen Welt quasi ganze Städte mit Aliens gezeigt bekam. Inklusive “Zauberdingen” wie bei den Sylphen und ihrer Anderswelt Magonia. Selbst an ein “seltsames Ding” am Himmel erinnerte sie sich; von ihr schlicht  “Vogelfisch” genannt.

Und an was erinnerte sich die indianische Seherin Odschi Akwot Okwä? An einen “großen, in der Luft schwimmenden Fisch”, von dem sie zu ihrem “Wigwam zurückgebracht“ wurde …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

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