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Neue Studie zum Rätsel der Osterinsel – Doch vielleicht brachte erst der Besuch der Europäer dort das Ende

Die Rätsel der Osterinsel: Brachten erst die Europäer das Ende der Kultur? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Die Rätsel der Osterinsel: Brachten erst die Europäer das Ende der Kultur? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Als im Jahre 1722 die Osterinsel Mitten im Pazifik durch niederländische Seefahrer entdeckt wurde, war dort die Welt scheinbar noch in Ordnung. Eine Welt, in der die Insulaner hunderte riesige Steinfiguren mit Namen Moai anfertigten, die inzwischen weltberühmt sind. Doch etwas dramatisches muss sich auf der “einsamsten Insel der Welt” ereignet haben, denn der Kult um die Moai wurde ebenso zerstört, wie die gesamte Inselwelt an sich. Wann und warum das geschah, ist schon lange ein Streitpunkt in der Forschung. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass Kult und Kultur auf der Osterinsel offenbar wesentlich länger existierten, als bisher angenommen wurde. Aber wann genau und warum ging diese mächtige Religion dort unter? Waren die Insulaner wirklich alleine an ihrem Untergang schuld? Vielleicht war der erste kurze Aufenthalt der Europäer (mit) die Ursache, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


Die Osterinsel

Die Osterinsel im Südosten des Pazifiks gehört sicherlich zu den berühmtesten Inseln der Welt. Sie braucht sich in ihrer Bekanntheit nicht hinter bekannten Inseln wie etwa Hawaii im Norden des riesigen Ozeans verstecken. Und doch ist die Osterinsel weitaus rätselhafter und bei den meisten Menschen nur aufgrund einer Eigenart bekannt: Den Moai. Riesige Menschenfiguren aus Stein, die zu hunderten auf der winzigen und einsamen Insel verteilt zu finden sind. Vermutlich waren es einst über 1.000 Exemplare und genau 887 Moai sind es noch heute.

Genau dieses Kolossalstatuen, von denen einige über 12 Tonnen wiegen, machten die Insel berühmt. Hier herrschte ein Kult um diese Moai, was allein ihre gewaltige Anzahl auf der nur rund 160 Quadratkilometer winzigen Insel belegt. Eine Massenanfertigung von seltsam aussehenden und starr blickenden Figuren hat hier einstmals stattgefunden. Und zählt man jene Moai-Figuren dazu, die die Ureinwohner in Größen von nur einigen Dutzend Zentimetern anfertigen, ging ihre Anzahl zweifellos in die Tausende.

Mit großer Mühe meißelten die früheren Einwohner der Insel ihre Figuren. Idole, die sie teilweise auf Plattformen stellten, die vor allem rund um die Küstenlinien der Insel errichtet wurden. Auf dieses Ahu genannten Plattformen bugsierten sie ihre fertigen Moai, die die Arbeiter zuvor in den Steinbrüchen der dortigen Vulkane aus dem Fels schlugen und zu ihren vorgesehenen Plätzen schafften.

Bis auf sieben (die „Sieben von Akivi“ – s. d. Artikel HIER) blickten die Moai alle in Richtung Inselinneres.

Und noch heute sieht man auf der gesamten Insel verteilt Moai stehen und liegen. Einige zerbrochen, anderen halb im Erdreich vergraben und wieder andere sogar noch unfertig in den Steinbrüchen. Irgendwann jedoch wurde der religiöse und zeremonielle Kult um diese Moai-Idole bedeutungslos. Scheinbar „von jetzt auf gleich“, was mehr ein eindrücklich die unfertigen Figuren in den Steinbrücken am Vulkan Rano Raraku belegen.

Was geschah auf der Osterinsel?

Was war hier einst geschehen?

Darüber streiten sich die Archäologen und Interessierten bis heute. Denn der „Moai-Kult“ auf der Osterinsel ist in vielerlei Hinsicht rätselhaft und einzigartig. Hierzu zählt auch die vollkommen isolierte Lage der Insel im Pazifischen Ozean. Luftlinie sind es zur Küste Südamerikas 3.833 Kilometer und die nächsten Nachbarn leben auf der Pitcain-Insel in 2.078 Kilometern Entfernung. Das ist dort, wo 1790 nach der legendären „Meuterer auf der Bounty“ die Flüchtigen ihr Versteck fanden. Zu den bekannten Inseln von Tahiti westlich der Osterinsel sind es 4.251 Kilometer.

Nicht ganz zu Unrecht hat die Osterinsel deshalb ihren Beinamen „einsamste Insel der Welt“. Einer der Gründe, warum die Polynesier aus dem Westen sie erst sehr spät besiedelten, wie es die Archäologie besagt. Auch wenn die durch Thor Heyerdahl angestoßene Diskussion um Siedler aus dem Osten – von Südamerika, Peru – noch immer im Gespräch ist.

Einzigartig und damit überaus seltsam erscheint die Osterinsel mit ihren einmaligen Kult auch deshalb, da das Eiland so gar nicht nach einer schönen Pazifikinsel aussieht. Kein „tropisches Paradies“, eher ein Steinklotz im Ozean ohne nennenswerte Bäume. Für viele Forscher waren die Ureinwohner selber der Grund, dass die Osterinsel nach und nach zu dem wurde, was sie heute ist. Sie haben durch exzessive Abholzung und Landwirtschaft ihre Umwelt zerstört. Der karge Boden der felsigen Vulkaninsel verlor dadurch auch seinen Halt. Wind und Regen trugen den einst fruchtbaren Boden ins Meer.

Spekulationen um einen winzige Insel

Solche Ereignisse führten eines Tages zur Revolution, zum Untergang der einmaligen Kultur der Insel. Die Moai wurde bedeutungslos, die Herrscherkaste verlor ihre Macht und das Volk lehnte sich auf. So die klassische Interpretation zum Untergang der Moai. Auch wenn eine in diesem Video HIER vorgestellte Studie besagt, dass die Moai errichtet wurden, um Süßwasserquellen anzuzeigen.

Spekulationen um die Kultur von Rapa Nui, wie die Insel bei den Ureinwohnern heißt, sowie die rätselhaften Moai an sich gibt es sehr viele. In der etablierten Archäologie ebenso, wie bei alternativen Historikern, Prä-Astronautikern, Esoterikern und Atlantis-Autoren. Dies zeigt sehr eindrücklich, welche Faszination die Osterinsel heute ausübt. Zum Beispiel wären da:

  • Hier landeten einst Außerirdische vor Jahrtausenden, die Moai sind ihre Abbilder bzw. Erinnerungen an sie.
  • Die Moai sind verstorbene Ahnen oder Herrscher. Damit also Ahnengeister.
  • Seefahrer aus Südamerika (Peru, Bolivien) brachten die Kultur auf die Insel.
  • Die Moai wurden als „Wegweiser“ zu Wasserquellen erbaut.
  • Nach einer unsäglichen Odyssee erreichten Seefahrer aus Polynesien die Osterinsel und entkamen so dem sicheren Tod auf dem Ozean. Von nun an verachteten sie das Meer geradezu, weshalb sie die Moai schufen und mit dem Rücken zum Ozean an den Küsten aufstellen.
  • Die Osterinsel ist die Spitze eines riesigen versunkenen Kontinents, der Mu genannt wird (s. a. Artikel HIER).
  • Die Ureinwohner haben mangels Bäume für Bauholz ihre tonnenschweren Statuen auf einer rutschigen Schicht aus Kartoffelbrei über die Insel gezogen. So wurde die Nahrung knapp – der Untergang des Kultes war nicht mehr aufzuhalten.
  • Um die Figuren zu transportieren … haben die Bewohner jeden einzelnen Baum gefällt.
  • Ratten und Mäuse haben die Samen der Bäume alle gefressen, so dass die Vegetation keine Chance auf Erholung hatte.

Ein hausgemachter Untergang?

Besiedelt wurde die Insel nach offizieller Lesart im 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus. Hier ist man sich nicht einig. Einig ist man sich aber, dass sich zwischen ca. 1000 und 1300 die eigentliche Zivilisation dort entwickelte, wie wir sie heute kennen. Auch der Raubbau nahm zu. Es folgten Kriege unter den Stämmen, Kannibalismus, ein extremer Rückgang der natürlichen Ressourcen wie Seevögel als Nahrungsquelle und ein vollkommener Zerfall der Gesellschaft.

Der Untergang war also hausgemacht, wovon die meisten Forscher ausgehen. Die Bewohner zerstörten das ökologische Gleichgewicht ihrer Heimat und waren durch ihre Isolation im Ozean letztlich machtlos. Andere Forscher sehen auch eine jahrelange Dürre oder Klimawandel als Ursache des Verfalls. Vielleicht auch eine Kombination aus all diesen Gründen. Auch der Bau neuer Moai und ihren Ahu-Plattformen  wurde letztlich eingestellt. Um das Jahr 1600, so die bisherigen Datierungen, war der Maoi-Kult Geschichte.

Was aber bisher so gut wie nicht beachtet wurde, ist der Einfluss der europäischen Entdecker auf die dortige Gesellschaft und Kultur.

Entdeckt wurde die Insel erst Ostersonntag 1722 durch den Niederländer Jakob Roggeveen, der ihr auch den heutigen Namen gab. Wobei wahrscheinlich bereits der Seeräuber Edward Davis 1687 die Insel von seinem Schiff aus sichtete. Betreten hatte er sie allerdings nicht, obwohl er glaubte, dass er den sagenumwobenen Südkontinent „Terra Australis“ entdeckt habe.

Könnte vielleicht dieser Besuch 1722 dem einsamen Volk der Osterinsel den Todesstoß versetzt haben? Durchaus möglich, wie sich aus einer jetzt im „Journal of Archaeological Science“ veröffentlichten Studie um Robert DiNapoli von der University of Oregon ableiten lässt.

Wann zerbrach die Kultur der Osterinsel?

DiNapoli und sein Team haben durch neue Analyse der bereits von der Insel bekannten C14-Datierungen und der physikalischen und geologischen Daten rund um die Ahu-Plattformen der Moai herausgefunden, dass dieser Kult weit länger praktiziert wurde, als bisher angenommen. „Wir nutzen diese Methode, um erstmals die Geschichte des Plattformbaus auf der Osterinsel zu rekonstruieren“, so Carl Lipo von der Binghamton University und Mitautor der Studie:

Wir haben herausgefunden, dass die Menschen schon kurz nach ihrer Ankunft auf der Insel mit dem Bau dieser Steinmonumente begannen. Dann führten sie diese Arbeiten bis in die Zeit hinein fort, als ab 1722 die ersten Europäer ankamen. Unsere Ergebnisse demonstrieren ein Fehlen jedes Belegs für einen Kollaps vor dem ersten Kontakt mit Europäern.“

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Anhand der Daten sind die Forscher sicher, dass auch noch nach der Ankunft der Europäer der Moai-Kult weiter praktiziert wurde. Es wurden weiterhin neue Figuren gebaut und neue Plattformen für sie errichtet. Deshalb ist DiNapoli überzeugt, „dass es keinen Kollaps der Monument-Konstruktion vor Ankunft der Europäer gab“ und widerspricht damit der gängigen Lehrmeinung. Es ließe sich keinerlei Beweis finden, dass um das Jahr 1600 die Gesellschaft und der Kult auf der Osterinsel zusammenbrachen, resümieren die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung.

Für viele Osterinsel-Forscher ist das alles andere als neu. Denn diese Tatsache lässt sich durchaus anhand der Aufzeichnungen der ersten europäischen Seefahrer nachvollziehen. Was bisher fehlte waren die wissenschaftlichen Belege für diese Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert. Die Zerstörungswut gegen die Statuen, ihre heiligen Plattformen und sicher auch gegen die dazugehörigen Priesterkaste, muss viel später einsetzt haben.

1722: Der Kult lebt

Carl Friedrich Behrens, ein Seefahrer, der 1722 bei der Entdeckung der Insel durch Roggeveen dabei war, notierte in seinen Erinnerungen “Der wohlversuchte Süd-Länder” damals:

“(…) die Leute hatten, dem Ansehen nach, keine Waffen, allein, wie ich merkte, so verließen sie sich in dem Fall auf ihre Götter oder Götzenbilder, welche allda in einer großen Menge am Strande aufgerichtet, vor welchen sie niederfielen und sie anbeteten.

Diese Götzen-Bilder waren alle aus Stein gehauen, und der Form nach, wie ein Mensch, mit langen Ohren, oben auf dem Haupt mit einer Krone gezieret, doch alles nach der Kunst gemacht, worüber wir uns nicht wenig verwunderten. Bey und um diesen Abgöttern herum waren in 20 bis 30 Schritt, lauter weiße Steine gelegt. Einen Theil dieser Leute, sahe ich für Pfaffen an, weilen sie die Götzen mehr verehrten, als die anderen, auch im Anbeten sich gegen selbige  viel devoter bezeigten.”

Offensichtlich wurden die Seefahrer unter Roggeveen bei der Entdeckung der Insel eindeutig Zeuge eines lebhaften Moai-Kultes. Von einem untergegangene Kult und den überall zerstörten Figuren und Stätten, ist hier keine Rede. Im Gegenteil.

Das sah nur wenige Jahre ganz anders aus. Nachdem am 15. November 1770 Don Felipe González im Auftrag von Manuel d’Amat i de Junyent, Gouverneur von Chile und Vizekönig von Peru, die Insel betrat, ließ dieser überall christliche Kreuze aufstellen. Er sollte im Auftrag der Krone Spaniens die Osterinsel in Besitz nehmen, denn der Konkurrent England wurde ihnen in Südamerika und im Pazifik zu stark.

González verschwand nach getaner Arbeit wieder und segelte weiter Richtung Feuerland. Zurück blieben die Zeichen der Annektierung der Insel durch Spanien. Womit die Einheimischer sicher so oder so nichts anfangen konnten.

1774: Das Ende war da

Einige Jahre später war auf der Osterinsel nichts mehr, wie es einst war. Zwischen dem 13. und 17. März 1774 hielt sich der legendäre Entdecker James Cook während seiner zweiten Seefahrtexpedition durch die Südsee auf der Insel auf. Und er war wenig begeistert von dem kleinen Eiland, wie er seinem Logbuch anvertraute:

Die See scheint wie von Fischen befreit, konnten wir doch nicht einen einzigen fangen, und es waren auch nur sehr wenige, welche wir bei den Eingeborenen entdeckten.

Keine Nation wird je für die Ehre kämpfen, die Osterinsel erforscht zu haben, zumal es kaum ein anderes Eiland im Meer gibt, welches weniger Erfrischungen bietet und Annehmlichkeiten für die Schifffahrt denn dieses.“

Der Naturforscher und Ethnologe Georg Forster, der Cook während dieser Reise begleitete, schrieb in „Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee“ unter anderem eindrücklich:

Fünfzig Schritte weiter fanden wir einen erhabenen Platz, dessen Oberfläche mit ebensolchen Steinen gepflastert war. In der Mitte dieses Platzes stand eine steinerne Säule aus einem Stück, die eine menschliche Figur, bis zu den Hüften abgebildet, vorstellen sollte und zwanzig Fuß hoch und fünf Fuß dick war.

Diese Figur war schlecht gearbeitet und bewies, dass die Bildhauerkunst hier noch in der ersten Kindheit war. Augen, Nase und Mund waren an dem plumpen Kopf kaum angedeutet, die Ohren nach der Landessitte ungeheuer lang und besser als das übrige gearbeitet. Den Hals fanden wir unförmig und kurz, Schultern und Arme nur wenig angedeutet. Auf dem Kopfe war ein sehr hoher zylindrischer Stein aufgerichtet, der über fünf Fuß in der Breite und Höhe hatte. Dieser Aufsatz, der dem Kopfputz einiger ägyptischer Gottheiten glich, bestand aus einer anderen, rötlichen Steinart. Kopf und Aufsatz machten die Hälfte der ganzen Säule aus, soweit sie über der Erde sichtbar war.

Wir bemerkten übrigens nicht, dass die Insulaner diesen Statuen Verehrung erwiesen.

Auf der Ostseite der Insel kamen wir zu einer Reihe von sieben Bildsäulen, wovon noch vier aufrecht standen, eine hatte aber schon die Mütze verloren. Sie standen auf einem Piedestal, und die Steine im Postament waren behauen und passten gut ineinander.“

Tod und Elend

1774, nur 52 Jahre nach der Entdeckung, waren Kult und Kultur der Osterinsel zerstört. Die Moai umgeworfen und teilweise zerbrochen, die Sockel vernichtet und die Insulaner erwiesen ihren einstigen Heiligtümern keine Verehrung mehr. Warum das so kam, wird sich wohl niemals mehr restlos klären lassen.

Nach den ersten Besuchen breiteten sich von den Europäern eingeschleppte Krankheiten auf der Insel aus, gegen die die Ureinwohner machtlos waren. Sklavenhändler aus Südamerika überfielen immer wieder die Insel und verschleppen die Bewohner. Leid, Tod und Elend breiten sich aus, so dass eines Tages nur noch knapp 110 bis 150 Menschen auf der Insel lebten. Heute sind es wieder fast 8.000. Hinzu kam die Plünderung und Zerstörung der Kulturgüter, wie die berühmten Schrifttafeln der Insulaner. Holztafeln, die mit der Schrift „Rongo-Rongo“ beschrieben waren, und die es nur dort gab. Heute sind fast alle zerstört – durch Missionare ebenso wie sicherlich durch „abgefallene“ Einheimische. Einige wenige sind nur noch erhalten.

Vielleicht hätten diese Holztafeln das Geheimnis über die Geschichte und den Untergang lüften können.

Doch wie konnte es soweit kommen?

Mehr als 1.500 Jahre lebten die Insulaner vollkommen isoliert und allein auf ihrem kleinen Stück Erde. Auch wenn es eine zweite Siedlungswelle aus Polynesien und möglicherweise aus Südamerika gegeben haben mag. Ihre Welt, ihr Universum, war ihre Insel, der endlose Ozean und der Himmel über ihren Köpfen mit den Sternen in der Nacht. Dann kam plötzlich der Entdecker Roggeeveen aus dem Nichts über das Meer zu ihnen. Aus einer vollkommen fremden Welt, von denen die Insulaner nie etwas hörten.

Mutmaßlich bestand Ihre gesamte Welt nur aus ihrer Insel, etwas anders gab es nicht im Kosmos. Außer die Ahnen und Götter.

Sturz der Moai-Priester

So schnell, wie die Niederländer 1722 kamen, verschwanden sie auch wieder. Die Bewohner waren wieder allein und verlangten mit Sicherheit Antworten von ihren Führen und geistigen Oberhäuptern. Konnten die Moai-Priester nicht mehr sagen oder sie im Voraus auf die Ankunft der Fremdlinge vorbereiten?

Konnten sie nicht. Auch nicht, als einige Jahre später Don Felipe González 1770 über das Meer kam und seltsame Kreuze in ihrer Welt verteilte. Als Zeichen der Inbesitznahme durch die spanische Krone. Einem Land auf der anderen Seite des Planeten, mit dem kein Insulaner wirklich irgendwas anfangen konnte. Schon gar nicht damit, dass ein anders unbekanntes Land, nämlich England, mit diesem Spanien in Konkurrenz stand. Und was sollen diese Kreuze eines ihnen fremden Gottes, die diese Weißen überall aufstellten?

Das Volk verlangte endlich Antworten von ihren allmächtigen Priestern oder Schamanen. Schließlich haben sie in tiefem Glauben und voller Leidenschaft jahrhundertelang für die Elite die Moai aus dem Felsen geschlagen, transportiert, aufgestellt und verehrt. Und dabei ganz nebenbei ihre Umwelt und Lebensgrundlagen mehr und mehr zerstört.

Ebenso erbrachte der Kult um den „Vogelmann“ keine Antworten. Ein religiöses Ritual, bei dem das erste Ei des Jahres der Seeschwalbe von der vorgelagerten „Vogelinsel“ in einem Wettbewerb geholt wurde. Die Teilnehmer schwammen hinüber, suchten das Ei, schwammen zurück und übergaben es ihrem Oberhaupt. Der Sieger wurde daraufhin für ein Jahr der „Vogelmann“ und Früherer, der seinem Stamm damit Ruhm und Ehre einbrachte.

Nur konnte auch dieser stolze Sieger als eine Art „Verkünder des Glaubens“ dem Volk nicht die Ankunft der Fremden erklären. Oder sie zumindest darauf vorbereiten. Sie brachte das “Fass zum Überlaufen” und die Gelegenheit, sich der nun lästigen Arbeit an den Moai im Steinbuch zu entledigen und sich gegen die Oberen aufzulehnen.

Ob es so oder so ähnlich war? Niemand weiß es. Denkbar ist es schon.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Anunnaki-Boom und die “schöne neue Welt der Prä-Astronautik”: Was ein Rezensent zu sagen hatte

Der Anunnaki-Boom (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)
Der Anunnaki-Boom (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)

Ohne Zweifel hat sich die Welt der Prä-Astronautik und die zugehörigen Veröffentlichungen in den letzten Jahren verändert. Die berühmten Aliens mit Namen “Anunnaki” halten mehr und mehr Einzug, obwohl sie bereits vor 40 Jahren in der Szene der Ancient Aliens durch den Autoren  Zecharia Sitchin geboren wurden. Lange Zeit schon verweise ich immer wieder – online wie offline – auf diese Problematik, sowie die Spinnereien aber auch Fakten hinter diesem Thema, wie sie vor allem im Netz kursieren. Doch inzwischen boomt eine neue Generation von Anunnaki-Buchautoren, was man durchaus sehr skeptisch sehen muss. Das tat auch ein Leser der Bücher des Autoren Michael Tellinger, einem dieser neuen Anunnaki-Autoren. Ich habe mir diese überaus umfangreiche und interessante Rezension als Prä-Astronautik-Autor einmal sehr genau angesehen. Was davon zu halten ist und wo die Probleme bei diesem Thema liegen, erfahrt Ihr hier. Aber auch ein ganz persönliches Eingeständnis von mir selber …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Götter aus dem All und Anunnaki

Vorab: Ich verzichte an dieser Stelle (erneut) darauf, meine zahlreichen Aussagen, Darstellungen und Fakten zum Thema zu rezensieren. Nicht nur, da diese viel zu umfangreich sind, sondern auch da diese in Artikeln, Büchern, Postings usw. nachlesen werden können. Beachtet dazu auch die Links in diesem Beitrag.

Zunächst einmal muss man sagen, dass überhaupt nichts dagegen einzuwenden ist, wenn Prä-Astronautik-Autoren sich mit den mesopotamischen Götterwesen Anunnaki befassen. Warum auch? Immerhin sind sie eindeutig ein fester Teil der Mythologie des Zweistromlandes im heutigen Irak und Iran. Somit gehören sie als mythische Kreaturen vom Himmel eindeutig zu der Idee Götter aus dem All.

Was im Internet aus den Anunnaki geworden ist, ist für mich als Jäger des Phantastischen oft traurig. Der US-Autor Zecharia Sitchin hat sie in seinem ersten Buch 1976 weithin in der Welt der Grenzwissenschat bekannt gemacht und zahlreiche weitere Bücher über diese geschrieben. Inzwischen ist jedoch im Netz wie auch offensichtlich in Büchern alles “Anunnaki”, was irgendwie mit den Astronautengöttern zu tun hat oder haben könnte.

Sie sind ein neues Pseudonym für Götter aus dem Kosmos geworden. Und offensichtlich zieht der Begriff auf einem Buchcover die Leser an.

Die neuen Anunnaki-Autoren

“Die Herrschaft der Anunnaki” hat inzwischen den Buchmarkt erobert. Zecharia Sitchin lebt leider nicht mehr und so treten andere Autoren in seine Fußspuren. Obwohl ich nicht müde werde immer wieder zu betonen, dass Sitchins Bücher spannende Werke sind – betone ich immer wieder den Unsinn darin und darum.

Kannte man vor Jahrtausenden schon alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: L. A. Fischinger/Archiv)
VIDEO: Kannten die Sumerer bereits vor 4.500 Jahre alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

Warum ist leicht erklärt: Die Mehrzahl der am Thema interessierten kennt diese Bücher mit all ihren zahllosen Aussagen und wilden Spekulationen von Sitchin nicht wirklich. Auch nicht die nicht zu zählenden Falschaussagen und Erfindungen von ihm in seinen Werken. Tatsächlich sind seine über ein Dutzend Bücher fast schon überfüllt mit Informationen, dass kaum ein Leser hier wirklich überall durchblicken kann.

Das ist mehr als verständlich und überaus nachvollziehbar, wenn man Sitchins Bücher einmal betrachtet. Unverständlich aber wird es, wenn die neue Generationen der Anunnaki-Autoren einfach nur blind alles von Sitchin in ihre Bücher kopiert. Teilweise – eigentlich meistens! – zeigen all diese neuen Anunnaki-Bücher auf dem Mark zusätzlich noch, dass hier das Grundthema der Anunnaki mit allerlei wilden und wirren Dingen der GreWi aufgepuscht wird. Sitchin seine Spekulationen und Falschbehauptungen werden nur als “Grundgerüst” eins zu ein übernommen.

Beispielsweise werden inzwischen Reptilien-Aliens (Reptiloide), Illuminaten oder auch die “Neue Weltordnung” (NWO) hinzugefügt. Zugegeben, bevor hier Vorwürfe an meiner Arbeit als Autor laut werden, auch ich habe in meinem ersten Buch 1996 viel von Sitchin gutgläubig übernommen. Das habe ich nie bestritten und sehe dies heute anders (HIER)! Doch ich tat es nie in der ergänzten Form, wie es die neuen Anunnaki-Autoren heute machen.

Einer dieser neuen Generation ist der Autor Michael Tellinger

Michael Tellinger und die Anunnaki

Tellinger ist Autor der beiden Bücher “Die Sklavenrasse der Götter” und “Die afrikanischen Tempel der Anunnaki”. Einmal ein überaus dickes Buch mit 600 Sieten und das andere eher ein dünner Bildband.

Im letzten genannten Buch beschreibt Tellinger Ruinenstätten und seltsame Steinbauten in Südafrika, die er mit zum Teil sehr beeindruckenden Fotos dokumentiert. Er selber stammt auch von dort, und sieht in “Die afrikanischen Tempel der Anunnaki” diese Ruinen als Hinterlassenschaften der Anunnaki von den Sternen. Immerhin glaubt Tellinger seinem Vorbild Sitchin, dass hier einst die Anunnaki Gold abgebaut haben. Mit menschlichen Sklaven, die diese Außerirdischen dafür schufen.

Dass dieser Goldabbau Unsinn ist, den Sitchin eindeutig selber erfunden hat, habe ich in diesem Beitrag HIER anhand von Sitchins eigenen Aussagen und Büchern belegt.

Trotzdem behauptet Tellinger hier seinen die Reste des Goldabbaus der Aliens zu finden. 10.000 oder sogar 100.000 Jahre seine diese Spuren alt, glaubt er. Belege hat er dafür keine.

In die “Die Sklavenrasse der Götter” schreibt Tellinger alles von Zecharia Sitchin ab. Zumindest was den Kern seines Buches betrifft, eben den Goldabbau, die Anunanki und die Schaffen des Menschen als Sklaven der Aliens für die Bergwerke etc. Dabei sollte man es schon als “gruselig” ansehen, dass er das Buch “Das verschollene Buch Enki” von Sitchin offenbar als Tatsache sieht. Tellinger vermutet darin eine genaue Übersetzung eines sumerischen Epos, obwohl es reine Phantasie ist. Nichtmal Sitchin als Autor hat je klar gesagt, dass es eine echte Übersetzung eines Epos wäre.

“Gestörter Verstand und Anunnaki in Afrika”

Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Die seltsame Welt des Michael Tellinger” – so nennt der Autor Leif Inselmann seine überaus umfangreiche Rezension der beiden Bücher von Tellinger. Ganze 25 Seiten umfasst diese Kritik, die Inselmann am 18. Juli 2018 auf seinem Blog online stellt.

Als einfache “Rezension” kann man aber den Text von Inselmann nicht bezeichnen, was schon allein der Umfang zeigt. Eher als eine Analyse, da sich darin allein 125 exakte Fußnoten als Quellenangaben finden.

Leif Inselmann ist, wie es mir dessen Blog verriet, selber Autor des Phantastischen, der mir bisher unbekannt war (glaube ich). Das allerdings aus einem einfachen Grund, da Inselmann Belletristik-Bücher schreibt. Also seine grenzwissenschaftlichen Ideen, Welten und Phantasien in Form von Erzählungen und Romanen veröffentlicht. Eben nicht wie andere Autoren …

Inselmann unterstreicht in seiner Kritik, dass Tellinger zu “kein Wissenschaftler” sei, wie es die Buchwerbung suggerieren soll. Das stimmt insoweit, dass von ihm keine anerkannten wissenschaftlichen Abhandlungen veröffentlicht wurden, die sich mit Sumerern/Anunnaki, Gentechnik & Co. befassen. Also ist Tellinger ein Laie, wie alle anderen Autoren der Prä-Astronautik eben auch. Ein Problem sehe ich darin erstmal nicht.

Schnell stellt auch Inselmann fest:

Die zentrale Quelle, auf die sich Tellinger indes beruft, ist leicht auszumachen: Zecharia Sitchin. Was dieser Autor schrieb, wird ohne weitere Überprüfung übernommen und bildet nicht nur das Fundament, sondern de facto fast den gesamten Korpus dessen, was Tellinger beschreibt und behauptet, gleichsam Grundlage und Ergebnis seiner Gedankengänge. Weite Teile von ‘Die Sklavenrasse der Götter’ lassen sich letztlich auf eine bloße Nacherzählung der Thesen Sitchins reduzieren.

Also genau das, was die meisten Anunnaki-Autoren der neuen Generation machen.

Was der Kritiker sagt

Was Leif Inselmann kritisiert, ist nicht nur die blinde und umfangreiche Übernahme von Sitchin bei Tellinger. Es ist auch die zum Teil offenkundige Unwissenheit des Autoren in “Die Sklavenrasse der Götter”. Zum Beispiel die Aussage eines “Evolutionsschritt von Schimpansen zum Menschen”, was natürlich absurd-falsch ist.

Damit kann man leben. Nicht leben kann man aber mit der Tatsache, dass Tellinger die Bibel als Quelle für Aussagen nennt, die darin gar nicht stehen. Wir Prä-Astronautiker – ich sage bewusst “wir” – nutzen die Bibel seit Jahrzehnten in dieser Hinsicht. Mit dem Unterschied aber, dass daraus zitiert wird usw. Tellinger aber trifft Aussagen, die angeblich im Alten Testament stehen. Zum Beispiel:

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Gemäß der Bibel müssen die ersten Menschen auf der Erde bereits über Eisewerkzeuge verfügt haben, denn Adam, Kain und Abel bestellten die Felder mit Eisenwerkzeugen.

Das ist mir bei Tellinger selber nicht aufgefallen und ich las es erstmal in der Kritik von Inselmann. Es mag eine Kleinigkeit sein, aber ist leider ganz nach Art und Weise von einigen Autoren. Nämlich eine falsche Aussage treffen, die ganz einfach überprüft werden kann, in der Hoffnung (und dem Wissen), dass diese niemand nachprüfen wird.

So auch bei der Bundeslade des Exodus im gleichnamigen Buch; bekannterweise eines meiner persönlichen Lieblingsthemen., So lesen wir bei Tellinger:

In der Bibel wird ständig darauf hingewiesen, dass die Lade niemals den Boden berührt und immer einige Zoll über dem Erdboden geschwebt habe. Ausgehend davon, dass sie aus Gold gefertigt war, lässt sich errechnen, dass die Lade ein Gewicht zwischen drei und vier Tonnen gehabt haben muss.

Glaubten die uralte Zivilisation der Sumerer wirklich an Außerirdische? (Bilder: gemeinfrei / LAF / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Glaubten die uralte Zivilisation der Sumerer wirklich an Außerirdische? (Bilder: gemeinfrei / LAF / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Auch hier stimmt – nichts!

Der Kritiker Inselmann geht in seinem Text recht umfangreich auch auf die Aussagen Tellingers ein, dass wir Menschen quasi ein “Gewalt-Gen” von den Anunnaki-Aliens bekommen haben. Gewalt sei wider der Natur, heißt es. Natürlich ist das falsch, wie Katzenfreude sehen müssen, wenn ihr Tier eine Maus oder einen Vogel gefangen hat und die Beute quasi “zu Tode spielt” …

“Die Anunnaki in Afrika”

Die detaillierten Kritiken des Leif Inselmann sollen hier nicht durchgegangen werden. Dafür gibt es seine Ausführungen online als PDF zu lesen.

Spannend wird es aber in Teil 3 seiner Veröffentlichung, da es darin um “die Anunnaki in Afrika geht”. Also um das zweite Buch von Michael Tellinger, das ich aufgrund des darin enthalten Fotomaterials durchaus empfehlen möchte. Kurz gesagt will der Autor darin beweisen, dass die Ruinen in Südafrika die von Sitchin vermuteten Anunnaki-Goldminen usw. sind.

Für diese Behauptung, dass hier von Jahrtausenden eine solche Zivilisation mit Bergbau existierte, gibt es keine Belege. Nichtmal Hinweise oder Indizien oder auch die kleinsten Funde der Archäologie. Hier trifft man aber auf die Behauptung, dass der südafrikanische Schamane Credo Mutwa “mit übersinnlichem Wahrnehmungsvermögen” mehr über die Aliens der Antike wissen. “Eine eindeutige Verbindung zum Sirius” müsse es geben, so Tellinger, da “Credo Mutwa vermutet, dass das Leben auf der Erde aus dem Sirius-Planetensystem stammt”.

Hier werden folglich übersinnliche “Quellen” als Beleg oder Indizien angeführt, wo andere Hinweise fehlen. Und das ist wiederum bezeichnend! Mythologien und Überlieferungen lassen sich als Übersetzung “greifen”, sofern sie nicht frei erfunden sind, und man kann damit im Sinne der Prä-Astronautik arbeiten. Übersinnliche Informationen eines Menschen aber nicht.

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Ein Quellen-Lückenfüller, der mit Sitchin und seinen Anunnaki wiederum nichts mehr zu tun hat. Seine Ancient Aliens kamen bekanntlich von einem Planeten Nibiru, der in unserem Sonnensystem existieren soll, wie er in all seinen Büchern behauptet hat. Dort haben sich dann die Aliens entwickelt und seinen dann eines Tages zur Erde gekommen, als der Mensch noch ein einfacher Vorzeitmensch war. Von Sirius war nie die Rede.

Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst?

Mir ist nicht bekannt, ob und in weit Leif Inselmann selber Grenzwissenschaftler ist. Ob er selber irgendwie an Astronautengötter, UFOs oder etwas in dieser Art glaubt. “Seit 2016 studiert er Antike Kulturen an der Georg-August-Universität Göttingen”, sagt seine Biografie unter seinen Büchern bei Amazon. Dennoch gibt es auch “Sachtexte” auf seinem Blog, sowie Informationen, dass er an der Buchreihe “Die Chroniken von Tilmun” mitwirkt.

Diese “Chroniken-Bücher” ist eine Science-Fiction-Buchreihe von Alexander Knörr. Knörr ist UFO-Forscher, Mystery-Jäger und Prä-Astraunautik-Autor und damit besteht eine Verbindung zwischen Inselmann und der Grenzwissenschaft in Sachbüchern. Da er aber, lapidar gesagt, Roman-Autor ist, kann man zu der Tellinger-Kritik von ihm nicht sagen, es sei eine Art Neid und Diskreditierung eines Mystery-Kollegen. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man Inselmanns Kritik liest.

Tatsächlich muss man dies unterstreichen. Wie überall gibt es auch in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files offensichtlich solches Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst. Der größte Humbug verkauft sich allerdings tatsächlich offline und online besser, als eher nüchterne Texte oder Themen. Vielen Laien, Kritiker, Nicht-Autoren und einfachen Lesern und Interessieren ist das ebenso klar. Als jahrzehntelanger Autor solchen Themen weiß ich das mehr als gut.

Erstaunen, Unverständnis und Ablehnung

Auf den Spuren der Anunnaki, Artikel in 2 Teilen (Bilder: Z. Sitchin / Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Anunnaki, Artikel in 2 Teilen (Bilder: Z. Sitchin / Fischinger-Online)

Tatsächlich, das möchte ich an dieser Stelle gerne zugeben, habe ich so manches mal bereut, dass mein letztes Buch mit dem Titel “Rebellion der Astronautenwächter – Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen” nicht (wie es eigentlich mit dem Verlag abgesprochenen war) einen etwas anderen Titel und ein anders Cover bekam. Immerhin geht es darin auch vielfach um die Anunnaki & Co.

Doch eben genau ohne von Sitchin abzuschreiben, wie es die neue Generation der Anunnaki-Autoren macht. Bewusst wurden andere Quellen ausgewählt und in hunderten Fußnoten klar benannt.

Mit “Anunnaki” auf dem Cover würde sich das Buch meiner Überzeugung nach noch besser verkaufen. Wer aber denkt, genau darum schreibe ich kritische Postings wie eben diesen hier, irrt erneut. Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst sind bei mir eher Erstaunen, Unverständnis und Ablehnung. Nicht wenige Bücher von mir (HIER, HIER, HIER, HIER & HIER) nennen und bekennen Fehler, Unfug und Irrtümer. Und das seit genau 19 Jahren. Auch von und bei mir selber. Freunde macht man sich damit nicht immer.

Interessanterweise habe dabei nicht nur ich persönlich seit einigen Jahren das Gefühl, dass meine Arbeit etc. absichtlich versucht wird “klein zu halten”. Im nähren udn privaten Umfeld aus der Welt der Phänomene spricht man hier schon mit einem ironischen Unterton von einem “Fluch”.

Eine überaus lange Story …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All

Wem gehört eigentlich unser Mond? Zum Teil mir, oder? (Bild: gemeinfrei)
Wem gehört eigentlich unser Mond? Zum Teil mir, Lars A. Fischinger, oder? (Bild: gemeinfrei)

Unser Mond begleitet die Erde nun schon Milliarden Jahre und es ist Jahrzehnte her, dass gerade mal ein Dutzend Menschen ihn betraten. Eigentlich ein öder, trockener und lebensfeindlicher Himmelskörper,  den wir gerade bei Vollmond prachtvoll am Himmel seinen Bahnen ziehen sehen. Kann dieser nächtliche Begleiter der Menschheit eigentlich irgendjemanden gehören? Oder irgendein anderer Himmelskörper? Angesichts der Tatsache, dass es Raumfahrt gibt, Menschen und Raumsonden ins All fliegen, irdische Nationen “Weltraumverträge”  unterzeichnet haben und es Grundstücke auf Mond & Co. scheinbar offiziell zu kaufen gibt, eine berechtigte Frage. Immerhin nenne auch ich selber umfangreiche Ländereien auf dem Mond mein Eigentum. Oder?  In diesem Artikel erfahrt Ihr alles über diese “Weltraumverträge”, die vermeintlichen Schlumpfwinkel darin und was das Grundbuchamt von San Francisco mit anderen Planeten zu tun hat.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wem gehört der Mond?

Jahrzehnte schon reist der Mensch in das nahe All und schickt Raketen und Satelliten in den Himmel. Längst ist das eine alltägliche Routine.

Das war aber nicht immer so!

Zu Beginn des Weltraumzeitalters wurden eine ganze Reihe internationale Vereinbarungen und Verträge unterzeichnet, die die Nutzung des Weltraums um seiner Himmelskörper regeln sollten. Der bekannteste ist hier sicher der “Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper”, den man allgemein als “Weltraumvertrag” bezeichnet.

Etwa 100 Staaten haben ihn 1967 unterzeichnet und für Deutschland gilt dieser Vertrag seit dem 10. Februar 1971. Jedoch kommen immer wieder neue Staaten hinzu, die diesen oder nachfolgende Verträge anerkennen. Etwa Nachzulesen auf der Internetseite des “Büro für Weltraumangelegenheiten” der Vereinten Nationen.

Am Titel des Vertrages erkennt man schon, was hier geregelt werden sollte: Vor allem die friedliche Nutzung des Alls und ebenso, dass keine Nation einen Himmelskörper wie etwa den Mond “besetzten” kann. Im damaligen “Kalten Krieg” eine durchaus angebrachte Vereinbarung der Nationen der Erde.

Des weiteren wurde in diesem “Weltraumvertrag” auch beschlossen, dass militärische Manöver oder sogar Militär-Raumbasen im All und Mond-Basen untersagt sind. Auch ist jeder Staat für Schäden haftbar, die von Objekten ausgehen, die vom jeweiligen Land in das All gebracht wurden. Stichwort: Weltraumschott.

Dazu gab es 1972 eine vertragliche Erweiterung. Das “Übereinkommen über die völkerrechtliche Haftung für Schäden durch Weltraumgegenstände”. Auch hier ist der Name Programm. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass beispielsweise ein ausgedienter Satellit bei seinem Absturz auf die Erde ein Haus zerstört, ist es nicht ausgeschlossen. Genau für solche – aber auch viele andere Fälle – wurde dieses Abkommen geschlossen.

Ergänzend zu diesen Regelwerken kam der 1984 unterzeichnete und ratifizierte “Mondvertrag”. Dazu schreibt Wikipedia zusammenfassend beispielsweise:

"Deep Space Gateway" nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)
“Deep Space Gateway” nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)

Sein Ziel ist es, sämtliche Eigentumsansprüche im Weltraum der internationalen Gemeinschaft – oder allen Menschen gleich – zur Verfügung zu stellen. Während der Weltraumvertrag dies bereits für die Regierungen geregelt hat, sieht der Mondvertrag dieses Ziel auch bei Unternehmen und Privatpersonen.

Niemand darf privilegiert werden durch persönlichen Besitz im All. Stattdessen sollen alle Menschen und Unternehmen die gleichen Möglichkeiten erhalten, die Ressourcen und wissenschaftlichen Möglichkeiten zu nutzen.

Damit wären also auch Firmen und einzelne Privatpersonen völkerrechtlich nicht in der Lage zum Beispiel Grundstücke auf dem Mond zu verkaufen. Denn solche Angebote gibt es bereits seit sehr vielen Jahren im Netz.

Grundstücke auf dem Mond

Ich selber habe spaßeshalber und der schönen “Besitzurkunden” wegen vor vielen Jahren zwei Grundstücke auf dem Mond gekauft (Stückreis: 79 DM). Gesehen oder betreten habe ich meine umfangreichen Ländereien auf unserem Erdtrabanten allerdings noch nie. Obwohl mir die Lage meines lunaren Grundbesitzes damals “urkundlich” mitgeteilt wurde, sah ich bisher von einer Überprüfung der Grundstücke ab.

Somit kann ich nicht sagen, ob da oben alles soweit in Ordnung ist. Ich weiß auch nicht, ob meine staubigen Ländereien nicht schon lange erneut verkauft wurden …

Lars A. Fischinger bzw. Grenzwissenschaft und Mystery Files ist also ein Großgrundbesitzer auf dem Mond? Die Antwort ist gar nicht so einfach, wie man denken könnten. Den “Mondvertrag” haben haben gerade mal rund 20 Staaten unterschrieben und ratifiziert, was fraglos mehr als dürftig ist. Er gilt damit grundsätzlich als gescheitert. Zumal die Unterzeichner-Staaten nicht einmal ein eigenes Weltraumprogramm haben. Von bemannten Missionen ganz zu schweigen.

"Neues" NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)
VIDEO: “Neues” NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)

Beispielsweise haben Länder diesen Vertrag anerkannt, die man wohl als letztes mit Raumfahrt oder sogar Mondflügen in Verbindung bringen würden. Etwa Marokko, Peru, Rumänien oder die Türkei. Es fehlen tatsächlich bei den Unterzeichnern alle raumfahrenden Nationen der Erde. Angefangen (damals!) von der Sowjetunion und den USA.

Und doch ist jedes Dokument, dass belegen soll, man haben Grundstücke und Land auf dem Mond (oder Mars, Venus etc.) gekauft, nur ein Stück Papier. Keine Nation, die den “Mondvertrag” oder den “Weltraumvertrag” unterzeichnet hat, wird diese Papiere anerkennen.

Hier aber kommen “schwammige” Gesetzte und Rechtsprechungen ins Spiel, aus denen eben ein derartigen Handel mit Weltraumgrundstücken geboren wurde. Wie kaum anders zu erwarten stammen sie aus den USA.

Wildwest im All!

Im Jahr 1848 führte die USA im Zuge des Goldtausches in Kalifornien das als Claim bekannte “Bergrecht” ein. Erst in Kalifornien, dann legalisierte es der der Kongress der USA im Jahr 1866. Die Regelung eines Claim im Wilden Westen besagt, dass sich jeder öffentliches Land abstecken kann, um dort nach Bodenschätzen zu suchen. Eine Regelung, die sicher aus vielen “Western” bekannt ist und bis heute gilt.

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Voraussetzung in den USA bei diesem Claimrecht ist, dass der an diesem Land Interessierte seinen Claim öffentlich bekannt gibt. Im Wilden Westen geschah dies zum Beispiel durch Aushänge. Legt niemand Widerspruch ein, gehört dieses öffentliche Land fortan der Person, die diesen Claim abgesteckt hatte. Auf Grundlage dieses alten Claimrecht der USA beanspruchte 1980 Dennis Hope Grundstücke im Weltall, die er beim Grundstücksamt in San Francisco einreichte.

Tatsächlich bekam Hope dort von einem Beamten den Zuspruch für diese außerirdischen Claims auf Mond, Mars, Venus etc. Fortan trieb er damit Handel und in den Medien wurde er für diese geniale Geschäftsidee nicht selten gefeiert. Auf den “Besitzurkunden”, die die Grundstückkäufer von ihm unterzeichnet  bekommen, wird genau auf diese Genehmigung aus San Francisco verwiesen. So verkauft Hope kosmische Ländereien unlängst weltweit über Franchise-Unternehmen.

Hat er dazu wirklich das Recht? Nein!

“Öffentliches Land” und Bergbau im All

Gleichgültig auf irgendeinem Mond im Sonnensystem, auf dem Mars oder auf unserem Mond vor der Haustür – nirgendwo gilt das Recht der USA. Das aber wäre Voraussetzung, dass hier eine Privatperson Claims beanspruchen kann. Zwar haben die USA den “Mondvertrag”, der eben verhindern soll, das Privatpersonen Grundstücke wie auf dem Mond beanspruchen, nicht unterschrieben, aber den vorherigen “Weltraumvertrag” von 1967.

In diesem heißt es bekanntlich klar und deutlich, dass kein Staat der Erde sich Grundstücke im Weltraum aneignen kann. Privatbesitz wie Grundstücke oder ein Claim wurzeln im Gebiet eines unabhängigen Staates. Ein Claim ist öffentliches Land, dass zu einem Staatsgebiet gehört. In diesem Fall den USA.

Durch das oben genannte Claimrecht kann nun dieses im Staatsbesitz befindliche Gebiet in den Besitzt einer Einzelperson übertragen werden. So, wie es das Amt in San Francisco im Fall der Weltraumgrundstücke des Dennis Hope tat.

Hier hätte die USA erst einmal das Recht haben müssen, Mondgrundstücke auf eine Privatperson zu überschreiben. Weder Mond noch sonst ein Himmelkörper sind Staatsgebiet der USA als Unterzeichner des “Weltraumvertrages” und können damit auf wem auch immer übertragen werden.

USA: Das Universum gehört uns! Die USA wollen die Hoheit über den Weltraum per Gesetz für sich beanspruchen … (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die USA wollen die Hoheit über den Weltraum per Gesetz für sich beanspruchen … (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein Problem, dass sich durchaus in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft auch beim Thema Rohstoffabbau im All wiederholen wird. Nicht wenige Menschen, Firmen aber auch die NASA träumen seit Jahrzehnten von Bergbau im All. Zum Beispiel auf Asteroiden. Gold, Platin, Nickel, Eisen, Kobalt und mehr können man wirtschaftlich auf Asteroiden gewinnen, so Raumfahrt-Enthusiasten. Vielleicht sogar auf dem Mond das auf unserem Planeten seltene Gas Helium-3, das für Kernreaktoren ein hervorragender Brennstoff ist.

Am 25. November 2015 hat der US-Kongress zumindest schon mal ein Gesetzt für den kommerziellen Wettbewerb im All verabschiedet. Ausdrücklich auch für den zukünftigen Bergbau im All, wie am 2. Dezember 2015 auf diesem Blog HIER berichtet.

Zweifellos allerdings hatte Dennis Hope mit seinem Weltraumländereien eine geniale Geschäftsidee. Völkerrechtlich gesehen auch nicht mehr. Dass Besitzer von Weltraumgrundstücken (wie ich) aber diese Käufe wirklich für verbindlich und vollkommen abgesichert halten, ist wohl eher unwahrscheinlich. Nette Ideen, mehr nicht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Superzivilisation um “Tabbys Stern” KIC 8462852 löst sich weiter in Staub auf: Neue Ergebnisse bei der Suche nach den Super-Aliens

Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)
Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)

2015 machte eine spektakuläre Neuigkeit aus der Astronomie die Runde: Wissenschaftler haben mit dem Weltraumteleskop “Kepler” um den 1480 Lichtjahre entfernten Stern KIC 8462852 (“Tabbys Stern”) möglicherweise Hinweise auf eine “außerirdische Superzivilisation” gefunden. Grund für diese Vermutung waren unerklärliche Lichtschwankungen der Sonne. Sie ließen darauf schließen, dass irgendwas oder irgendwer eine Megastruktur um “Tabbys Stern” legte. Existiert hier ein hochentwickelte Alien-Zivilisation, wurde spekuliert. Nachdem SETI-Untersuchungen des Sterns erfolglos blieben, präsentieren nun die Astronomen eine neue Erklärung für die ungewöhnlichen Messwerte des Sterns: Eine Scheibe oder Wolke aus winzigen Staubpartikeln. Aber ob diese zutrifft, wissen sie auch nicht genau. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alles rund um den seltsamen Stern und den neuen Ergebnissen zusammengefasst …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Super-Aliens um “Tabbys Stern”

Eine fantasierende Spekulation der Kosmologie machte 2015 in aller Welt Schlagzeilen in der Presse:

Kann es sein, dass um den 1480 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern KIC 8462852 eine uralte Zivilisation von Außerirdischen existiert? Und hat dieses Volk der “Super-Aliens” es technologisch soweit gebracht, dass sie in der Lage waren, um ihre gesamte Sonne eine künstliche Struktur zu schaffen? Ein Gebilde gigantischen Ausmaßes, dass von außerhalb deren Sonnensystems betrachtet ihre Sonne verdunkelt?

Genau diese Verdunkelungen bzw. Lichtschwankungen der fernen Sonne wurden vom Weltraumteleskop “Kepler” entdeckt. Sie waren aber nicht auf einen oder mehre Exoplaneten zurückzuführen und so kamen zahlreiche Spekulationen über die Ursache dieser ungewöhnlichen Messwerte aus.

Damals wurde vor allem in der Mainstream-Presse über eine Dyson-Sphäre” spekuliert, die dort von Außerirdischen errichtet worden sein könnte. Ein “Bauwerk” also, dass diese Aliens rund um ihre Sonne im All erschaffen haben. Eine Art Hohlkugel, die den Stern umgibt, mit der möglicherweise diese Wesen die Energie ihrer Sonne voll ausschöpfen können.

Ein solche “Dyson-Sphäre” war eine theoretische Überlegung des legendären Physikers und Mathematikers Freeman Dyson. Er schlug bereits am 3. Mai 1960 in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin “Science” vor, dass bei der Suche nach Außerirdischen auch nach genau derartigen Megastrukturen um andere Sonnen gesucht werden solle. Theoretisch ist die Errichtung eines für uns unglaublichen Projektes tatsächlich möglich.

Möglich aber nur für enorm fortschrittliche Gesellschaften irgendwo im All. Gäbe es um “Tabbys Stern” eine solche Sphäre, wäre es sie sogar uralt. Mindestens rd. 1500 Jahre, da das Licht dieses Stern so lange benötigt, bis wir es auf der Erde sehen können. Wir sehen also die Vergangenheit des Stern KIC 8462852 und deshalb wurde 2015 oftmals der Begriff “Superzivilisation” in diesem Zusammenhang verwandt.

Am 16. Oktober 2015 stellte ich dazu ein YouTube-Video online, in dem ich diese Überlegungen und die Hintergründe genauer erkläre. Das Video habe ich unten erneut eingebunden.

Die “Super-Zivilisation” der Aliens schwieg

Natürlich war dieser Sterne aufgrund seiner seltsamen Lichtschwankungen auch ein exzellenter Kandidat, um ihn von der Erde aus nach künstlichen Radiosignalen (SETI) abzusuchen.

Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren Kontakt mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Von Ende Oktober bis Ende November 2015 beobachteten deshalb das “Boquete Optical Seti” Observatorium (Panama) und das “Allen Telescope Array” in Kalifornien den rätselhaften Stern. Vergeblich – sie fanden und hörten nichts. Am 8. Dezember 2015 resümierten die Wissenschaftler Gerry Harp, Douglas Vakoch und Seth Shostak in ihrem Bericht ernüchternd, dass sie Suche vergeblich war.

Vakoch als SETI-Präsident schrieb darin:

Wir haben keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet.

Die Hypothese einer gewaltigen, von Außerirdischen geschaffenen Struktur bricht in sich zusammen”, so Douglas Vakoch resümierend. Der SETI-Astronom Seth Shostak zeigte sich ebenso enttäuscht:

Die Geschichte der Astronomie lehrt, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen.

Weitere Radioteleskop-Beobachtungen zwischen dem 8. Juli und 8. August 2017 durch zahlreiche Observatorien waren genauso erfolglos.

In einem Beitrag auf diesem Blog vom 27. Dezember 2015 zu den SETI-Untersuchungen des Stern KIC 8462852 blieb allerdings noch Hoffnung auf diese “Super-Aliens”: Vielleicht ist die Alien-Zivilisation längst untergegangen und wir können von ihnen heute gar nichts mehr empfangen. Nur noch ihre von “Kepler” gefundene gigantische Struktur um ihre Sonne zeugt von deren einstiger Existenz.

Neu veröffentlichte Untersuchungen zerschlagen scheinbar aber auch diese Spekulation.

Nichts als Staub um KIC 8462852?

Astronomen wären keine Astronomen, wenn sie nicht den Geheimnissen des Universums auf den Grund gehen würden. Davon hat der Kosmos bekanntlich nicht wenige und natürlich haben sie nur zum Teil mit der Suche nach Leben im All zu tun. So haben die Sternengucker auch bei KIC 8462852 ihre Untersuchungen und Theorien zur Ursache der Lichtschwankungen weitergeführt.

Doch nur weil die Suche nach außerirdischen Signalen mittels der Radioastronomie keinen Erfolg hatte, waren die Lichtschwankungen von KIC 8462852 damit noch nicht erklärt. Immerhin konnte das Teleskop “Kepler” Schwankungen von bis zu 22 Prozent in der Helligkeit des rätselhaften Sterns messen. Diese Schwankungen im Lichtspektrum eines Sterns sind enorm. Unser riesiger Planet Jupiter beispielsweise verdunkelt unsere eigene Sonne nur um rund 2 Prozent.

SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)
SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)

Was also geht hier in fast 1500 Lichtfahren Entfernung vor sich? Dazu legte Tabetha S. Boyajian von der Louisiana State University in Baton Rouge (USA) und ein Team von dutzenden weiteren Forschern am 3. Januar 2018 einen weiteren Untersuchungsbericht vor. Zu verdanken haben wir diese neuen Untersuchungen übrigens etwa 1700 Personen, die insgesamt über 100.000 US-Dollar dafür sammelten.

Spuren von Aliens fanden Boyajian und ihr Team nach eigenen Angaben nicht. Sie kommen in ihrer Veröffentlichung vielmehr zu dem Ergebnis, dass sehr feiner Staub die Sonne KIC 8462852 umkreist und für die ungewöhnlichen Lichtschwankungen verantwortlich sei. Winzige Partikel würden in einer Wolke, Scheibe oder wie eine Kugel die Sonne umgeben und das Licht von “Tabbys Stern” auf dem Weg zu uns schlucken.

Die angenommene Staubwolke unterscheidet sich in Aufbau und Art sehr von dem, was wir aus unserem Sonnensystem kennen. Wir haben beispielsweise den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder den Kuipergürtel weit draußen hinter Neptun. Hier kreisen gewaltige Asteroiden und  Kometen, die teilweise hunderte Kilometer groß sind. Solche Scheiben oder Wolken mit derartigen Brocken um einen Stern erwärmen sich durch die Sonneneinstrahlung minimal, was aber dennoch messbar wäre. Eine derartige Strahlung im Infrarotbereich wurde bei KIC 8462852 aber nicht gefunden.

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Also, so Tabetha Boyajian, müssen die “Tabbys Stern” umrundenden Partikel im Durchschnitt unter einem Tausendstel eines Millimeters winzig sein. Diese würden die unterschiedlichen Farben des Lichtspektrums, auch aufgrund ihrer individuellen chemischen Eigenschaften, verschieden stark absorbieren. Die Wissenschaftler gehen aufgrund ihrer Messungen und Berechnungen davon aus, dass diese Sonne von Staub umrundet wird, der 0,04 bis 1 Mikrometer klein sind.

Ein Staubkörnchen Hoffnung?

Von Staub im uns bekannten Sinne…kann man hier kaum mehr sprechen. So sind die “großen Brocken” um KIC 8462852 mit der Größe von einem Mikrometer in einer geläufigen Angabe umgerechnet nur 0,001 Millimeter groß. Die Astronomin und Astrophysikerin Boyajian dazu:

Die neuen Daten zeigen, dass verschiedene Lichtfarben mit unterschiedlicher Intensität blockiert werden. Was immer zwischen uns und dem Stern vorbeizieht, ist darum nicht undurchsichtig, wie man es von einem Planeten oder einer außerirdischen Megastruktur erwarten würde.

SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Aktuell berichten verschiedene Online-Medien über diese neuen Erkenntnisse zu der vermeintlichen “Super-Zivilisation”. Die meisten Veröffentlichungen schreiben, dass die Spekulationen um außerirdisches Leben um “Tabbys Stern” nun endgültig widerlegt seien. Keine uralten Aliens, die hier in den Weiten des Alls ihre Spuren hinterlassen haben.

Oder doch?

Tabetha Boyajian verweist darauf, dass “ein Planet oder einer außerirdischen Megastruktur” das Lichtspektrum vollständig blockieren würden. Das kennen wir von einer Sonnenfinsternis oder einem Venus-Tansit in unserem Sonnensystem, wenn der Mond bzw. die Venus das Licht der Sonne blockieren. Unsere Sonne wird ganz bzw. teilweise pechschwarz. Auf diese Art finden Astronomen auch Exoplaneten. Ziehen diese vor ihrem Stern her, verdunkeln sie diesen geringfügig, was wir messen können.

Und so bleibt eine winzige Hoffnung für Spekulationen für alle, die um KIC 8462852 etwas Künstliches vermuten wollen. Die viel zitierte “Dyson-Sphäre” muss kein vollständig geschlossenes Gebilde um eine Sonne sein, die nach außen keinerlei Licht lässt. Bei dem mysteriösen Stern wäre das so oder so nicht der Fall, da “nur” 22 Prozent seines Lichtes verschluckt werden. Folglich kommen immerhin bis zu 78 Prozent bei uns an. Da ist kein Platz für eine hermetisch geschlossene Megastruktur von Aliens.

Vielleicht, so eine staubige Hoffnung, ist die Erklärung einer Wolke oder Scheibe von winzigen Partikeln also falsch. Immerhin schreiben auch Boyajian und ihre wissenschaftliche Kollegen, dass ihre Erklärung noch nicht klar zu belegen sei. Wir können von uns aus diesen Staub nicht sehen. Ebenso ist es weiterhin unbekannt, in welcher Form bzw. Anordnung genau diese staubigen Partikel um “Tabbys Stern” kreisen.

Ein Staubkörnchen Hoffnung, dass hier doch etwas von Aliens durch “Kepler” gefunden wurde – und nicht nur kosmischer Staub.

Man sollte sich aber fragen, was wohl wahrscheinlicher ist.

Video zum Thema:

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Lars A. Fischinger

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Neue Ergebnisse zum sog. “Stonehenge im Bodensee”: 5.650 Jahre alt? “Die Geschichte geht auf jeden Fall weiter” (+ Video)

Taucher untersuchen einen Teil des "Stonehenge im Bodensee" - es bleibt weiterhin ein Rätsel (Bild: Amt für Archäologie/Thurgau)
Taucher untersuchen einen Teil des “Stonehenge im Bodensee” – es bleibt weiterhin ein Rätsel (Bild: Amt für Archäologie/Thurgau)

Bereits mehrfach habe ich über das sog. “Stonehenge im Bodensee” bzw. “Bodensee-Stonehenge” auf diesem Blog berichtet. Jenes sonderbaren und teilweise wie Perlen an einer Schnur aufgereihten “Hügel, die auf dem Grund des Bodensee bei Vermessungen entdeckt wurden. Nach fast einem Jahr haben jetzt die Archäologen um Hansjörg Brem vom Amt für Archäologie des Kantons Thurgau (Schweiz) weitere Forschungsergebnisse dieser Strukturen mitgeteilt. Unter anderem erste Datierungen der Funde am Ufer des Sees, die seit etwa drei Jahren für Rätselraten sorgen. Alle bisherigen Resultate der bis zu 5.650 Jahre alten Funde erfahrt Ihr hier.


Seltsame Hügel im Bodensee

Versunkene Kultur im Bodensee entdeckt?” fragte ich in einem YouTube-Video am 30. Oktober 2015 (s. unten).

Grund waren Funde von Hügeln auf dem Grund des Bodensee, die schnell von den Medien den Namen “Bodensee-Stonehenge” bekamen. Obwohl sie augenscheinlich keinerlei Ähnlichkeiten mit der Megalithanlage im Süden von England haben.

Am 10. März 2016 gab es einen ersten Zwischenbericht der Archäologen um Hansjörg Brem (Amt für Archäologie des Kantons Thurgau), den ich hier diskutierte. Denn ohne Zweifel sieht zumindest die Anordnung dieser sonderbaren Hügel im Bodensee (s. Bild unten) sehr nach einem Werk von Menschenhand aus.

Wann und von wem auch immer …

Unbekannte Kultur im Bodensee? Wer oder was schuf diese “Gebilde”? (Bild: Amt für Archäologie Thurgau)

Altersbestimmung des “Stonehenge am Bodensee”

Nach fast einem Jahr weiterer Untersuchungen der Gebilde auf dem Grunde von Deutschlands Süd-See teilte mir Hansjörg Brem am  6. Februar 2017 mit:

Gerne übersende ich Ihnen die Resultate der Holzaltersbestimmungen aus den ominösen Steinhügeln vor Uttwil und somit den neuesten Stand der Dinge.

Und weiter:

Im Frühjahr 2016 wurden von Tauchern zwischen den Steinen der Hügelschüttungen im Obersee auch zehn verschiedene Holzstücke geborgen. So weit ersichtlich handelt es sich nicht um Teile von Strukturen, sondern um Holz das später zwischen die Steine geriet oder allenfalls sogar mit den Steinen eingebracht worden ist. Die Fragestellung lautete deshalb: Wie alt sind die Hölzer und sind die geläufigen Verfahren für deren Datierung ausreichend?

Brem berichtete weiter, dass vier genommene Holzproben es “Bodensee-Stonehenge” mit der C14-Methode (Kohlenstoffdatierung) auf ihr Alter hin bestimmt werden wollten. “Die Jahrringchronologie erbrachte an den Abschnitten keine Resultate”, so Brem. Auch eine der C14-Proben “ergab ein fehlerhaftes Resultat”. Zwei Holz-Proben aus Esche und eine entnommene Probe aus Erle konnten hingegen von den Wissenschaften datiert werden.

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Hansjörg Brem dazu:

Die beiden Eschenstämmchen, bei denen bereits die Jahrringanalyse einen ähnlichen Wuchszeitraum vermuten lies, müssen demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen etwa 3650 und 3350 vor Christus geschlagen worden sein, also in der Jungsteinzeit. Das Erlenpfählchen dürfte dagegen aus dem 19. Jahrhundert nach Christus stammen. Ein datierender Zusammenhang zwischen den Hügel und den Hölzern ist damit nicht gegeben, da wie erwähnt, ein direkter konstruktiver Zusammenhang zwischen den Steinschüttungen und den Hölzern nicht festgestellt werden konnte.

Natürlich? Uralt? Künstlich? … das Rätsel bleibt!

“Ein datierender Zusammenhang zwischen den Hügel und den Hölzern ist damit nicht gegeben.” Das ist eine überaus wichtige Feststellung. Das heißt, dass bisher nicht mal genau klar ist, ob die datierten Proben, die immerhin bis zu 5.650 Jahre alt sind, überhaupt mit den Hügeln in Zusammenhang stehen! Ein Problem, das sicher auch vielen Mystery-Fans bekannt sein dürfte, da in der Grenzwissenschaft die Kohlenstoffdatierung C14 nicht selten bezweifelt wird. Und zwar genau aus diesem Grund.

Brem ist jedoch weiterhin guter Hoffnung. Auch sieht er die Überlegung, dass dieses “Bodensee-Stonehenge” von Menschen gemacht wurde, als die wahrscheinlichste an. So schrieb mir der Archäologe weiter:

Man kann nun verschiedene Hypothesen aufstellen, wichtig ist im Moment, dass verschiedene Zeitepochen nachgewiesen werden konnten und dass das Verfahren über organisches Material (also kohlenstoffhaltiges Material) zu einer Datierung zu gelangen, erfolgreich war.

Das nächste Ziel wird es sein, weitere Holzproben zu gewinnen und nach genauester Lokalisierung und Schichtbeobachtung erneut zu datieren. Im Moment ist auf jeden Fall das Rätsel um die Hügel – menschliche Bauwerke oder eine Laune der Natur – nicht gelöst, auch wenn die Hypothese ,Menschenwerk’ derzeit wohl die besseren Karten hat.

Was immer diese hügligen Gebilde auch waren und wozu sie einst wann dienten: “Die Geschichte geht auf jeden Fall weiter”, so Hansjörg Brem.

Video zum “Bodensee-Stonehenge” vom 30. Oktober 2015 auf Fischinger-Online bei YouTube:

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Das Ende der Welt: Die NASA ruft eine neue Abteilung ins Leben … um im schlimmsten Fall den Weltuntergang zu verhindern (Video)

Das Ende der Welt – So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Das Ende der Welt – So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Immer wieder wollen mehr oder weniger fragwürdige Quellen einen Weltuntergang oder ein Jüngstes Gericht kommen sehen. Sei es durch das “Ende” des Kalenders der Maya im Dezember 2012, durch das Kommen des angeblichen Planeten Nibiru oder – wie jüngst erst – im Zuge der Wiederkunft Jesus Christus im Zusammenhang mit dem “Blutmond“. Doch die Gefahr, dass die Menschheit eines Tages vorzeitig ihr jähes Ende finden wird, ist trotz der zahlreichen Spekulationen real gegeben: Durch Asteroiden. Das Fernsehen/Kino hat diese Gefahr in zahlreichen Spielfilmen und Dokumentationen immer wieder aufgriffen. Aber auch die NASA beschäftigt sich schon seit langem mit der Frage, wie man den Einschlages eines “kosmischen Killers” verhindern kann. Nun hat die US-Weltraumbehörde dazu neue Pläne vorgestellt.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Tod aus dem All

Vor etwa 3 Jahren, am, 15. Februar 2013, raste eine Bombe aus dem All mit fast 70.000 Km/h auf die Erde zu. In etwa 24 Kilometern Höhe über der Stadt Tscheljabinsk (Russland) explodierte der Meteor mit der Wucht von 30 Hiroshima Atombomben, verletzte dabei ca 1500 Menschen und beschädigte 7000 Häuser.

Glück gehabt!

Denn die Detonation des Objektes in gut zwei Dutzend Kilometer Höhe verhinderte Schlimmeres auf der Erde. Der Asteroid war 2013 nur etwa 600 Kilogramm schwer und damit ein recht kleiner Vertreter seiner Art. Nicht zu gleichen mit der kosmischen Bombe, die vor 65 Millionen Jahren in Zentralamerika einschlug und die Saurier vernichtetet. Dieses Geschoss aus dem All soll um die 10 Kilometer Durchmesser gehabt haben und ist ein wahrer kosmischer Killer. Ein echter Planeten-Killer, der auch der Menschheit das Ende hätte bringen können. Ein Weltuntergang.

Die Gefahr, dass Objekte aus dem Kosmos auf unseren Planeten einschlagen, ist jeden Tag gegeben. So gruselig es auch klingen mag, schon morgen kann ein Asteroid die Erde treffen und für Chaos und Zerstörung sorgen.

Nicht alle Bomben aus dem All bringen auch gleich den Weltuntergang

Kleine Gesteinsbrocken sind keine wirkliche Gefahr für unseren Planeten oder uns als Menschheit. Jeden Tag treffen diese die Erde und nur wenige dieser Himmelkörper schaffen es überhaupt bis zur Erdoberfläche. Doch Objekten mit genügend Masse und Geschwindigkeit gelingt es dann doch. entweder schlagen sie tatsächlich auf der Erde auf oder (wenn kleiner und instabiler) sie explodieren über der Erdoberfläche.

"Das Auge der Sahara" (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “Das Auge der Sahara” – Asteroiden-Krater oder von Menschen gemacht? (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)

Hier ist vor allem das Beispiel von Tunguska in Sibirien vom 30. Juni 1908 bekannt, bei dem tausend Quadratkilometer Waldfläche und 60 Millionen Bäume vernichtet wurden. Obwohl das Objekt nicht bis zur Erdoberfläche kam. Selbst 500 Kilometer vom Ereignis entfernt sah man den hellen Feuerschein der Detonation von Tunguska.

Was wäre geschehen, wenn das Objekt aufgeschlagen wäre? Was, wenn es über einer dicht besiedelten Stadt explodiert wäre? Nicht auszudenken …

Millionen Tote, unsägliche Verwüstung und der Zusammenbruch der (Welt-)Ordnung durch einen “kleinen” Asteroiden-Einschlag sind eine Sache. Das Ende der Welt eine ganz andere. Pauschal kann man sagen: Je größer die Bombe von den Sternen, je verehrender die Konsequenzen für die Menschheit. Von Klimaschwankungen, die auch Folge von große Vulkanausbrüchen sein können, bis zum Ende der Menschheit – alles ist denkbar.

Man muss nicht den Teufel an die Wand malen und gleich einen 10 Kilometer großen Planeten-Killer befürchten. Auch wesentlich kleinere Objekte können die gewohnte Zivilisation erheblich schädigen. Und das gilt es zu verhindern.

SOS Menschheit!

Was war das für ein Chaos, als auf Island 2010 der Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach. Ein Chaos, das aber dennoch eigentlich fast nur den Flugverkehr in Europa betraf. Nun stelle man sich vor, ein Asteroid von 50, 500 oder sogar 5000 Meter kollidiert mit unserem Planeten. Das könnte im schlimmsten Fall das Ende der Menschheit bedeuten.

Das wissen auch Astronomen in aller Welt. Niemand leugnet die reale aber dennoch recht geringe Gefahr von oben. Den Sauriern fiel vor 65 Millionen Jahren plötzlich der Himmel auf dem Kopf und brachte ihnen unabwendbar das Ende. Zumindest aber war der Impakt damals ein wichtiger Faktor bei ihrem Untergang. Die Echten der Urzeit konnten das nicht verhindern. Wir Menschen heute aber daraus. Und dazu gibt es schon seit Jahrzehnten immer wieder theoretische Überlegungen, wie diese Rettung in der Realität umgesetzt werden könnte (das ist ein anderes Thema).

Die NASA will nun mit einer eigenes dazu ins Leben gerufenen Abteilung derartige Gefahren aus dem All abwenden. Tunguska soll sich nicht unverhofft wiederholen. Das nun gegründete “Planetary Defense Coordination Office” (= PDCO) der Weltraumbehörde soll uns davor bewahren. Ein, wie ich finde, schon längst überfälliger Schritte.

Am 24. September 2015 soll mal wieder der Weltuntergang kommen! (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Am 24. September 2015 soll(te) mal wieder der Weltuntergang kommen! (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

Obwohl selbstverständlich die Chance gering ist, dass ein riesiger Planten-Killer die Menschheit bedroht, ist diese gegeben. Da aber selbst Geschosse von nur einigen Dutzend oder hundert Metern Größe eine unkalkulierbare Bedrohung sein können, sollen laut NASA im PDCO fortan alle Informatikion zu diesen Objekten zusammenlaufen.

Die NASA ist längst alarmiert

Untätig war die NASA bisher jedoch nicht, da die dortigen Wissenschaftler schon seit 1988 Asteroiden etc. beobachten und ihre Flugbahnen analysieren. Neu ist beim “Planetary Defense Coordination Office” vor allem, dass hier alle Informationen gebündelt gesammelt und untersucht werden. Gleichzeitaug auch, dass man sich bei der Entdeckung einer Bedrohung dort direkt Gedanken über die Gefahrenabwehr machen kann.

Als wären die Ideen zur Abwehr eines Asteroiden-Einschlages, die von sprengen bis an der Erde vorbei lenken reichen, nicht kompliziert genug, gibt es noch den Unsicherheitsfaktor “Zusammensetzung”. Die Beschaffenheit der einzelnen Kometen und Asteroiden in unserem Sonnensystem ist nicht einheitlich.

Ein geeignetes Mittel zu finden, wie die Menschheit einen potenzieller Killer von der Erde fernhalten kann, hängt auch mit der Materialzusammensetzung dieses zusammen. Wie porös ist das Objekt? Ist es ein Eisen-Asteroid oder ein Komet mit hohen Wasseranteil etc.? Unter anderem sind solche Fragen auch Teil verschiedener Weltraummissionen zu Kometen und Asteroiden gewesen bzw. werden Teil kommender Missionen der NASA.

Wie theoretisch eine Abwehr derartiger Himmelskörper aussehen könnte, hat die NASA Ende März 2015 in dieser Video-Animation gezeigt:

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Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt / +++ Artikel +++

Das UFO-Phänomen - Mindestens Jahrhunderte alt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
Das UFO-Phänomen: Mindestens Jahrhunderte alt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Die UFO-Gruppe “Magonia Exchange” um den Gründer Chris Aubeck ist überzeugt, dass das UFO-Phänomen Jahrhunderte alt ist. Nicht erst seit der legendären UFO-Sichtung von Kenneth Arnold 1947 und dem Roswell-UFO-Absturz im selben Jahr gibt es solche Schilderungen. Recherchen in Zeitungsarchiven aus aller Welt zeigen, dass praktisch zu allen Zeiten unerklärliche Erscheinungen am Himmel gesehen wurde, so die UFO-Forscher vor einigen Monaten in Madrid nach der der Auswertung derartigen Dokumente. Doch schon hinter dem Namen der UFO-Forschungsgruppe verbergen sich unglaubliche Geschichten der Vergangenheit … und das ist nur die Spitze des Eisbergs bei der Beschäftigung mit dem UFO-Phänomen .

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das moderne UFO-Phänomen ist mit Sicherheit im Jahre 1947 geboren worden. Allein schon der angebliche UFO-Absturz im Sommer 1947 in Roswell in den USA war ein Kernauslöser des heutigen UFO-Phänomens. Das ist für grenzwissenschaftliche Autoren und Forscher kein Geheimnis.

Das UFO-Phänomen: uralt?

Umstrittener hingegen ist die Tatsache, wie Berichte aus vergangenen Jahrhunderten zu bewerten sind, die von unbekannten Objekten am Himmel oder auch von seltsamen Wesen aus Anderswelten erzählen. Themen, die sich auch in meinen eigenen Büchern immer wieder aufgegriffen haben. Die UFO-Forscher der Gruppe “Magonia Exchange” gaben im Mai 2015 in Madrid (Spanien) bekannt, dass sie tausende Quellen aus der Vergangenheit nun systematisch nach derartigen Berichten untersucht haben. Der Grüner Chris Aubeck sagte in Madrid zu dem Quellenmaterial der Untersuchung:

Wir haben weltweit etwa 100 Mitglieder. Wir haben etwa 4000 Dokumente, Ausschnitte, Manuskripte aller Art und sogar einige sehr alte Bücher.”

Das Gruppenmitglied Theo Paijmans ergänzte, dass wir nur die “Spitze des Eisberges” sehen und das es UFO-Sichtungen “seit tausenden von Jahren gibt”. Von der Antike bis zum Beginn des heutigen UFO-Phänomen 1947 hätten die UFO-Forscher um Chris Aubeck systematisch Material nach mutmaßlichen UFO-Zeugnissen durchsucht.

Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Tatsächlich sind in der Prä-Astronautik und der UFO-Forschung solche Schilderungen der Vergangenheit immer wieder in der Diskussion. Beispielsweise habe ich auf dieser Webseite am 7. Juli 2014 einen interessanten “UFO-Bericht” eines Buddhismus-Meisters aus dem Jahr 1884 diskutiert. Aber auch das Thema der “Entführungen durch Außerirdische” ist mit Sicherheit uralt, wie es dieses Video auf YouTube zeigt und wie es zahlreiche Geschichten des Mittelalters nahelegen.

Die Grenzwissenschaft wirft dabei der etablierten Wissenschaft auch immer wieder vor, dass diese derartige Fakten in Sachen “Berichte über Unerklärliches am Himmel” ignoriert. “Märchen” sind eben Geschichten der Folklore und nicht mit den UFOs oder Aliens von heute zu vergleichen (hinter denen nach deren Meinung eh nichts Ungewöhnliches steckt), argumentiert die wissenschaftliche Community. Aber auch dieser Vorwurf an die bodenständigen Forscher ist nicht neu. Schon die Mystery-Legende Charles Fort hat dies in seinen Büchern über das Phantastische in der Welt vor rund 100 Jahren getan.

Charles Fort – der Wegbereiter der Grenzwissenschaft!

Fort, der meiner Meinung nach bis heute zu wenig Beachtung in der Grenzwissenschaft findet, war Zeit seines Lebens ein emsiger Rechercheur aus dem Bereich der Rätsel und Phänomene. Von Fischen, die vom Himmel regnen, bis zum UFO-Phänomen, wie man es eben heute nennt, spürte er unzählige Mystery-Fälle auf. Zehntausende Dokumente sichtete er und verfasste dazu Reihe Reihe von Büchern. Seine über 60.000 Notizen, die in der New Yorker “Public Library” aufbewahrt werden, sind eine einmalige Sammlung des Seltsamen.

"Bevor die UFOs kamen ..." (Bild: L.A. Fischinger)
Aliens & UFOs sind ein uraltes Phänomen: “Bevor die UFOs kamen …” (Bild: L.A. Fischinger)

Ein Beispiel: Ein dramatischer Fall eines unbekannten Objektes ereignete sich nach Fort seinen Recherchen am 12. November 1887 vor der Küste New Scotlands nahe Kap Race (Neufundland). Gegen Mitternacht an diesem Tag konnte die Besatzung des Schiffes „Le Sibérian“ eine riesige Kugel aus Feuer beobachten. Ein Meteor, könnte man meinen. Doch das leuchtende Objekte stürzte nicht ins Meer, sondern stieg aus dem Ozean herauf. In nur rund 16 Metern Höhe flog das “Objekt” auf das Schiff zu und verschwand dann in Richtung Südosten.

Die Zeugen betonten, dass das seltsame Objekt gegen die Windrichtung geflogen sei. Dieser Vorfall liegt weit über 100 Jahre zurück – er geschah in einer Zeit, als es keinerlei irdische Technologie gab, die hierfür verantwortlich gewesen sein könnte. Heute ist das Phänomen als USO bekannt, ein “Unidentified Submarine Object” (nicht identifizierte unterseeisches Objekt), und durchaus ein Teil des modernen UFO-Phänomen.

Fort war damit eine Art Vorgänger als Einzelkämpfer der UFO-Organisation “Magonia Exchange”. Was aber hat es eigentlich mit den Namen der UFO-Gruppe auf sich? Wer oder was ist “Magonia”?

Reisen nach Magonia

Hinter dem Begriff “Magonia” verbirgt sich ein Mystery-Krimi. Magonia war vor über 1000 Jahren eine Art “Luftreich” oder fremdartige Welt, in denen “Luftgeister” mit Namen Sylphen gewohnt haben. Diese Wesen der Lüfte sollen beispielsweise in der Regierungszeit des Frankenkönigs Pippin der Jüngere (714 bis 768 nach Christus), dem Vater von Karl dem Großen, in Frankreich ihr Unwesen getrieben haben. Ganze Menschenmassen hätten diese Sylphen in ihre Anderswelt verschleppt, wie es spätere Berichte dokumentiert haben. Sie kamen in seltsamen “Luftschiffen” herab, nahmen nach belieben arglose Bewohner der europäischen Städte mit nach Magonia und zeigten ihnen dort teilweise allerlei “Zauber”.

Cover von de Villars "Le Comte de Gabalis" (Bild: L.A. Fischinger)
Cover von de Villars “Le Comte de Gabalis” (Bild: L.A. Fischinger)

Im Jahr 1670 veröffentlichte der Geistliche Nicolas-Pierre-Henri de Montfaucon de Villars aus Frankreich ein Buch, in dem er auch diese Ereignisse um Magonia schilderte. Überspitzt gesagt, eine der ersten Veröffentlichungen zum UFO-Phänomen.

Abbé de Villars beschrieb in “Le comte de Gabalis, ou Entretiens sur les sciences secrètes” diese Sylphen des Himmels, „die sich allem Volk in der Luft“ zeigten, wie folgt:

Sie taten es mit Pracht; man sah diese Geschöpfe in menschlicher Gestalt in der Luft, bald in Schlachtordnung fortrückend oder unter Waffen stehend oder ruhend unter prächtigen, bald in Luftschiffen von bewunderungswürdiger Bauart, deren Segel nach dem Geheiß der Zeyphre schwollen.“

Montfaucon de Villars notierte weiter, dass sich die Menschen, die einst diese sonderbaren Phänomen sahen, nicht „über die Beschaffenheit dieses Schauspiels“ nachdachten. “Der Pöbel hielt es für Zauber“, so der Abbé. Karl der Große und Ludwig der Fromme erließen wegen dieser Sylphen des Himmels sogar Verordnungen, die es ihnen verboten, sich den Menschen in ihren Luftschiffen zu zeigen. Das klingt schon mehr als verwunderlich. Doch de Villars notierte in seinem Bericht zu den Geschehnissen sogar:

Um ihnen [dem Volk, L.A.F.] die üble Meinung, welche sie von ihrer unschuldigen Ausrüstung hegten, zu benehmen, entschlossen sie [die Sylphen, L.A.F.] sich, allenthalben Leute zu entführen, sie ihre schönen Weiber, ihren Staat, ihre Regierungsform sehen zu lassen und sie dann an verschiedenen Orten der Welt niederzusetzten. Sie führten diesen Vorsatz aus. Das Volk, das diese Leute herabsinken sah, lief allenthalben hinzu, hielt sie für Zauberer, die sich von ihren Gefährten trennten […]“

UFO-Sichtung 1884? (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
ARTIKEL: Auch der buddhistische Meister Hsu Yun sah 1884 UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Diese Schilderungen sind ohne Frage sehr erstaunlich. So sagt dieser doch nichts anders, dass fremde Wesen über die Städte Europas mit Luftschiffen geflogen kamen und Menschen  entführen. Diese Entführten wurden angeblich dann sogar “an verschiedenen Orten der Welt” wieder von den “Geistern” freigelassen. Das klingt nach einem vermeintlich “modernen” UFO-Phänomen.

So etwa erging es auch einer Frau und drei Männern, die in der südfranzösischen Stadt Lyon von den Sylphen abgesetzt wurden und dessen Erlebnis ebenfalls von dem Abbé de Villars nachträglich dokumentiert wurde. In Lyon, so der Bericht, seinen die vier Menschen nach ihrer Entführung „aus diesen Luftschiffen“ gestiegen, so dass sich „die ganze Stadt versammelte“ und die Fremden als böse Zauberer strafen wollte:

Die vier Schuldlosen rechtfertigten sich, sie wären aus dem Lande selbst, wären vor kurzem von seltsamen Leuten entführt worden, sie ihnen unerhörte Wunder gezeigt, und sie gebeten hätten, Nachricht davon zu erteilen.

Der aufgebrachte Mob wollte die vermeintlichen Zauberer auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Doch „Agobard, Bischof von Lyon, der als Mönch in dieser Stadt viel Ansehen erlangt hatte“, eilte herbei, um den Pöbel zu beruhigen. Er erklärte den Versammelten, dass die vier Menschen niemals die berichteten Dinge in Magonia gesehen haben können, und sie deshalb wohl ganz einfach Lügen erzählen:

Das Volk glaubte den Reden seines guten Vaters Agobard mehr als seinen eigenen Augen, beruhigte sich, setzte die vier Abgesandten der Sylphen wieder in Freiheit.

Diese Geschichte endete mit einem „blauen Auge“ für die unfreiwilligen Entführungsopfer – sie kamen frei. Heute, viele Jahrhunderte nach diesen Ereignissen, sind solche Erzählungen und Überlieferungen rund um die Erlebnisse in Magonia und den Luftschiffen der Sylphen besonders wertvoll. Belegen sie doch eindeutig, dass die Menschen auch in jeden Tagen entweder daran glaubten, von fremden Wesen „fremde Gegenden“ gezeigt bekommen zu haben, oder die Sylphen tatsächlich diverse Menschen nach Magonia brachten. Was immer dieses “Luftreich” auch war oder wie man es Interpretieren mag. Klare Bezüge, nennen wir sie mal so, zum viel verspotteten UFO-Phänomen haben solche Schilderungen dennoch.

Bis wann spricht man von Prä-Astronautik und ab wann von der UFO-Forschung? (Bild: L. A. Fischinger
VIDEO: Bis wann spricht man von Prä-Astronautik und ab wann von der UFO-Forschung? (Bild: L. A. Fischinger)

Erstaunlich ist es natürlich, dass auch heute UFO-Entführungsopfer bei ihren Erlebnissen recht ähnliche Szenarien durchlebten. Also verschiedene Zeugen ebenfalls „Länder“ oder Häuser der Fremden gesehen haben wollen. Und „unerhörte Wunder“, wie bei den vier Personen aus Frankreich, sind in der UFO-Entführungsforschung alltäglich.

Die vielfachen Geschichten über die angeblichen “Luftgeister” in ihren Luftfahrzeugen vor Jahrhunderten sind ohne Frage spannend. Damit finde ich, dass die UFO-Forscher von “Magonia Exchange” mit Blick auf ihre Recherchen in alten Quellenmaterial nach möglichen UFO- und Alien-Berichten ihren Namen hervorragend gewählt haben.

Magonia als “Mutter des UFO-Phänomen”?

Es kling schon sonderbar, was ich vor Jahren einmal während einer Diskussion zu Magonia vernahm. Als ich in einem Buch über derartige “UFO-Mysterien” der Vergangenheit schrieb, tauchte die Idee auf, dass Schilderungen über Magonia und den Sylphen als “Vorlage” für das “moderne” UFO-Phänomen gedient haben könnten.

Doch es ist meiner Meinung nach ein Fehler anzunehmen, die heutigen UFO-Zeugen und Menschen mit Erzählungen von UFO-Entführungen hätten den Bericht von Montfaucon de Villars aus dem Mittelalter gelesen. Oder auch andere Berichte über Magonia allgemein. Es ist unwahrscheinlich, dass diese sich bei ihren Erzählungen ihrer eigenen Erlebnisses an diesem Magonia-Sylphen-Schemata orientiert haben. Diese „Interpretation“ oder “Erklärung” einiger Aussagen bei UFO-Entführungsfällen bzw. einiger der darin enthaltenen Elemente ist sicherlich falsch. So einfach ist es beim UFO-Phänomen dann auch nicht.

Auch wenn der französische Astronom und UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée schon 1969 das Buch “Passport to Magonia: From Folklore to Flying Saucers” zu Magonia veröffentlichte. Ein UFO-Buch, dass im Laufe der Jahre immer wieder neu aufgelegt wurde (zuletzt im November 2014).

Sind UFO-Entführungs-Berichte nur "Sexfantasien"? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
ARTIKEL: UFO-Entführungen sind laut “ZDF” nur “sexuelles Wunschdenken” (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Würde jemand gelesen haben, dass es einst Magonia und die Sylphen gegeben haben soll, die in der oben wiedergegeben Art und Weise handelten, dann sollten wir erwarten, dass solche “Magonia-Elemente” deutlicher in den Aussagen vorkommen. Sie sind es aber nicht. Aber ganz auszuschliessen ist das nicht.

Verschiedentlich taucht jedoch UFO-Literatur auf dem Mark auf, die – das sei der Richtigkeit halber erwähnt – von dem Heimatplaneten, den Häusern, der Regierung, dem Sozialleben, der Geschichte und allen anderen Bereichen der Außerirdischen erzählt. Angeblich haben die Außerirdischen all dies den Menschen selber gezeigt oder mittels “medialer Botschaften” gesendet (= “Channeling”). Das ist meiner Meinung nach aber ein vollkommen eigenständiger Teil des UFO-Phänomen bzw. des Themas.

Wenn der große Manitu eine arglose Indianerin entführt …

Es gibt in der europäischen Folklore ungezählte sog. “Märchen” von fremden Wesen aus fremden Welten. Feen, Trolle, Gnome und Zwerge, die nicht nur Schabernack nach dem klassischen Märchenmotiv getrieben haben sollen. Nein, vielmehr haben derartige Geschichten zum Teil viele Parallelen zum UFO-Mythos von heute. Inklusive Entführungen, Begegnungen, einer anderen Welt mit Zauber (wie bei Magonia), paranormalen Phänomenen und mehr.

Ein Märchen, das jedoch nicht von der typischen „Anderswelt“ der europäischen Folklore berichtet, stammt von den Tschigeunegon-Indianer aus Nordamerika und wurde von mir an anderer Stelle bereits umfassender dargelegt. Es ist jedoch ein hervorragendes Beispiel zum Thema “UFOs sind ein uraltes Phänomen”.

Die Geschichte erzählt von einer Indianerin mit dem Namen Odschi Akwot Okwä, die als Kind sehr sonderbare Erlebnisse mit fremden Wesen aus dem Himmel hatte. Odschi Akwot Okwä selber erzählt in dieser Überlieferung, dass ihr als „Mädchen von 12 oder 15 Jahren“ etwas Unglaubliches widerfuhr:

In der sechsten Nacht hörte ich eine Stimme, die aus einer entfernten Hütte zu kommen schien und zu mir sagte: ,Armes Kind, du tust mir leid! Steht auf und folge mir!’ Ich tat wie mir geheißen wurde und fand einen silberglänzenden Weg vor mir, der mich weit hinaus in die Höhe führte. Zu meiner Rechten verbreitete der Neumond seinen blendenden Flammenschein, und zu meiner Linken stand die Sonne.“

Durch diesen „silberglänzenden Weg“ – fraglos eine Parallele zu vermeintlichen UFO-Kontakten und/oder Entführungen – gelangte das Mädchen zu einer „Öffnung des Himmels“. Also eine nicht irdische Gegend oder eine fremdartige Umgebung, in der sie auf seltsame Wesen traf. So etwa sah Odschi in dieser fremden Welt einen „kugelrunden Mann, dessen Kopf mit ,Hörner’ bewachsen“ und eine „Gestalt, deren Kopf mit Sonnenstrahlen umgeben und deren Brust mit dem merkwürdigsten Schmuck behängt war“. Diese Gestalten standen vor der „Öffnung des Himmels“ als schienen sie irgendwie auf sie zu warten.

Auf den Spuren der Anunnaki
ARTIKEL in 2 Teilen: Auf den Spuren der Anunnaki (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)

Wer und was diese fremden Personen waren, einer nannte sich „Oschowod-schigick oder der hellblaue Himmel“, ist natürlich unklar. Aber es ist seltsam, dass zum Beispiel Darstellungen aus dem Nahen Osten vermeintliche „Götter“ mit „Hörnern“ zeigen. Man denke da an die Götterwesen mit Namen Anunnaki. Eigentlich ist das sogar ein weltweites Attribut von göttlichen Wesen.

Doch weiter mit dem Erlebnis der jungen Odschi und dem möglichen Bezug zum UFO-Phänomen.

Als sich die Indianerin Odschi Akwot Okwä in der ihr unbekannten Gegend dieser “Götter” aufhielt, sagten diese ihr, dass sie nun „mit allerlei heiligen Gaben“ beschenkt werden würde. Doch erst dann, sobald sie eine “Prüfung” dieser Fremden bestanden habe. Auch hier ein uraltes Erdzählmotiv von Himmelsreisen, zu dem es aus dem biblischen Textumfeld mehr als nur eine Parallele gibt! Doch die angeblich “Prüfung” der jungen Indianerin war schon sehr komisch, denn es heißt zu dieser weiter:

„Gleich darauf vielen Tausende von leuchtenden nadelähnlichen Punkten auf mich, prallten aber wirkungslos an mir ab. Dies wiederholte sich abermals mit dem selben Resultat. Danach drangen von allen Seiten scharfe nägelartige Körper in mein Fleisch, aber ich verspürte nicht den geringsten Schmerz, und die Strahlen vielen zuletzt unschädlich zu meinen Füßen nieder.

,Gut, gut!’ rief da eine heilige Stimme. ,Du wirst lange Tage sehen und den Meister des Lebens zum ewigen Freund haben. Jetzt geh aber wieder in deine Hütte und nimm nahrhafte, stärkende Speisen zu dir. Ich habe einem meiner Geister befohlen, dich nach Hause zu bringen; darum setze dich getrost auf seinen Rücken.

Darauf wurde ich von einem großen, in der Luft schwimmenden Fisch zu meinem Wigwam zurückgebracht.“

Daheim in ihrem Lager angekommen, fielen Odschi nach ihrer Himmelsreise sonderbare Veränderungen an ihr auf, die die heutige UFO-Forschung durchaus als Folgen von UFO-Entführungen beschreiben würde. Ebenso aber auch Folgen, die in der Folklore Europas von Reisen in die Anderswelt der Feen & Co. erzählt werden. Der Indianerin zumindest ekelte es plötzlich „vor jeder Speise“ und als sie „einige dünne Bäume“ fällen wollte, fiel sie ohnmächtig in den Schnee. Odschi war vollkommen entkräftet…

„[…] es dauerte eine geraume Zeit, bis ich mich wieder in meine Hütte schleppen konnte. Da hatte ich dann mit allen Einzelheiten die selbe Vision wieder wie am Tag vorher […].“

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Auch das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt von einer Reise in das “All”! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Nach diesem erneuten Erlebnis der fremden Art erhielt die Indianerin wiederum Besuch. Diesmal von einer „runden Gestalt mit äußerst kleinen Händen und Füßen“, die „vom Himmel in meine Hütte geflogen“ kam und ihr die Fähigkeit versprach, zukünftige Ereignisse zu erkennen/sehen. Dann verschwand der himmlische Pummel „wieder in der Luft“ und Odschi war von nun an eine Seherin des Stammes. Eine Prophetin, wie wir sie aus dem biblischen Umfeld her nur zu gut kennen. Auch diese Seher und Propheten wurde von Gott und/oder Engeln berufen und in den Himmel der “Götter der Sterne” entrückt.

Ihre neue Gabe nutzte Odschi erstmals bei einer drohenden Hungersnot ihres Stammes, als sie die “Luftgeister” um Rat ersuchte, wo Jagdwild zu finden sei:

Darauf versammelte sich das ganze Volk; ich schlug meine Trommel, sang meine Medizingesänge und legte den Kopf auf die Erde. Da hörte ich denn bald, wie die Luftgeister herbeigeeilt kamen und die Hütte von oben bis unten schüttelten – das sicherste Zeichen, dass sie bereit waren, meine Fragen zu beantworten.

Ist diese 1871 von Karl Knortz in “Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas” veröffentlichte Sage nur Spinnerei einer indianischen Prophetin? Oder ist es eine Überlieferung à la Magonia und Sylphen, Gott/Engel und Himmelsfahrten, Feen und Anderswelt, dem UFO-Phänomen oder eben Außerirdische und UFOs, die sich nur in einem anderen Gewand zeigt …?

Von Nadeln und Geldmacherei

Nicht nur Odschi will in der fremden Welt erlebt haben, wie “scharfe nägelartige Körper in mein Fleisch” drangen. Auch heute werden UFO-Entführungsopfer angeblich von fremden Wesen mit allerlei „Nadeln“ gepiesackt. Im sehr umstrittenen und ebenso bekannten UFO-Fall von Betty Hill und ihrem Mann Barney Hill von 1961 wurde beispielsweise eine Nadel in den Bauch von Betty eingeführt. Sogar das US-Militär soll bei dieser UFO-Entführung der Hills irgendwie die Finger im Spiel gehabt haben, was auch andere Entführte immer mal wieder geschildert haben.

Für Kritiker Spinnerei oder psychische Probleme, wie das ganze Thema der UFO-Entführungen oder sogar das UFO-Phänomen selbst. Für das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” war es schon vor genau 50 Jahren nur Geldmache. Das Magazin berichtete in der Ausgabe 51/1966 vom 12. Dezember 1966, dass die Hills erst zwei Jahre nach ihrem Erlebnis mit dem Psychiater Benjamin Simon und dem Autoren und UFO-Forscher John G. Fuller zusammenarbeiteten. “Bisheriges Illustriertenhonorar für das Ehepaar Hill: 96 000 Mark”, so “Der Spiegel” vor rund 50 Jahren. Damit stufte das Magazin schon damals das UFO-Phänomen per se als eine Art “Geldmaschine” ein.

Fremde Welten die Betty Andreasson-Luca bei ihren UFO-Erlebnissen beschrieb
Fremde Welten, die Betty Andreasson-Luca bei ihren UFO-Erlebnissen sah. Zur Großansicht (Bild: B. Andreasson-Luca / G. Reichel Verlag / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Wollte auch Odschi oder die möglichen realen Personen, auf denen Märchen und Sagen beruhen könnten, nur Ruhm und Cash?

Beim umfassenden UFO-Entführungsfall der Betty Andreasson-Luca von 1967 war es ähnlich wie bei den Hills. Auch ihr wurde eine „Nadel“ in den Körper gestoßen, was sie bei den Untersuchungen des UFO-Forschers Raymond Flower unter Hypnose so schilderte:

Licht kommt aus den Wänden und […] Drähte, Nadeldrähte. Sie nahmen diese langen Silbernadeln – sie waren biegsam – und stachen eine in meine Nase hinauf, in meinen Kopf!“.

Das war sicher schmerzhaft, sollte man meinen. Doch wie die Indianerin oben keinen Schmerz durch die “Nadeln” vernahm, war es auch bei Andreasson-Luca angeblich sehr ähnlich:

„[…] sie berühren mich oben am Kopf, und nahmen ihn fort [den Schmerz, L.A.F.] – sie berührten meine Stirn.

Interessant an den umfangreichen Hypnose-Schilderungen im UFO-Fall Andreasson-Luca ist auch, dass sie von den fremden Wesen in einer anderen Welt quasi ganze Städte mit Aliens gezeigt bekam. Inklusive “Zauberdingen” wie bei den Sylphen und ihrer Anderswelt Magonia. Selbst an ein “seltsames Ding” am Himmel erinnerte sie sich; von ihr schlicht  “Vogelfisch” genannt.

Und an was erinnerte sich die indianische Seherin Odschi Akwot Okwä? An einen “großen, in der Luft schwimmenden Fisch”, von dem sie zu ihrem “Wigwam zurückgebracht“ wurde …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

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Die Illuminaten und ihr teuflischer “Monster”-Plan: Sie wollen die Weltherrschaft – durch Energy-Drinks. (Und warum der ungarische Wein von geflohenen Aliens stammt und auch “Veltins” dahinter steckt …)

Illuminaten wollen die Weltherrschaft durch Engergydrings. Doch auch in Ungarn stimmt was nicht ... (Bild: WikiCommons / gemeinfrei / L.A. Fischinger / YouTube-Sceenshot)
Illuminaten wollen die Weltherrschaft durch Engergydrinks. Doch auch in Ungarn stimmt was nicht … (Bild: WikiCommons / gemeinfrei / L.A. Fischinger / YouTube-Sceenshot)

Jeder, der sich mit der Grenzwissenschaft und vor allem Verschwörungen und angebliche Verschwörungen befasst, der kennt sie: Die Illuminaten! Angeblich geheime Machthaber hinter den Kulissen, die die Fäden der Welt in der Hand halten und praktisch überall dahinter stecken sollen. Vom 11. September bis zu Bemühungen die Weltbevölkerung zu dezimieren. Weniger Menschen – leichter herrschen. So lautete die Devise. Doch stecken die satanischen Illuminaten auch hinter dem Energy-Drink “Monster”, wie es im Netz kursiert? Und was haben der ungarische Wein, die Illuminaten und Außerirdische mit dem Pils “Veltins” zu tun? In welcher Verbindung stehen der Vatikan, das Geschlecht der Medici, der Planet Nibiru, die Sintflut und vieles mehr mit der Brauerei? Hier wird alles exklusiv aufgedeckt …

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich beteilige mich recht selten an (wilden) Verschwörungen und habe sie auch nicht oft auf diesen Seiten detailliert zum Thema. Gleichfalls betone ich in verschiedenen Videos auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren immer wieder, dass es ohne Zweifel Verschwörungen gibt. Ebenso, dass der Begriff “Verschwörungstheoretiker” unlängst zu einer “Schlagt-ihn-tot-Keule” geworden ist, um damit alle Behauptungen abseits der Mainstream Community ad absurdum führen zu wollen.

Fußball WM 2014, der Gaucho-Dance & "Gauchogate" - ein Skandal?
Fußball WM 2014 und die “Nazi-Keule” / Video (Bild: L. A. Fischinger / FreeClipArt)

Folgerichtig ist auch diese Bezeichnung schon lange eine Art zweite “Nazi-Keule” geworden, mit der gerne und schnell der Stempel “Pfui-Thema” aufgedrückt wird. Natürlich auch nicht immer zu unrecht! Jedoch sind einige Themen der Verschwörungstheorien wirklich mehr als nur bizarr. So auch die Idee, dass das beliebte Energy-Getränk “MONSTER” in Wahrheit ein Teufelszeug ist, von den Illuminaten verbreitet wurde und wird und dessen Existenz dazu dient, die Menschheit auszurotten/zu dezimieren. Aus diesem Grund soll in diesem Posting darauf genauer eingegangen werden…um anschließend ein wesentlich weitreichendere “Verschwörung” aufzudecken!

Im Energy-Drink “Monster” steckt nicht nur der Teufel!

Einige Videos im Internet (vor allem dieses hier, mit über 8,5 Millionen Klicks in nur sechs Monaten) vertreten die Meinung, dass “Monster” ein echtes Monster sei. Der Verzehr des Energie-Getränkes mache nicht nur dumm, sondern diene vor allem den teuflischen Illuminaten als eine Art Waffe um die Menschheit zu dezimieren. Eine wesentlich kleinere Bevölkerung der Erde lässt sich im Sinne einer “Neuen Weltordnung” (NWO – “New World Order”) eben leichter beherrschen, kontrollieren und vielleicht sogar versklaven.

Auf den Dosen von “Monster” stehe deshalb die Zahl des Teufels, des Antichristen oder schlicht des Satans: Die “666”. Für jeden erkennbar, heißt es. Aber die Zahl 666 steht dort in hebräischen Zeichen ausgeschrieben (s. Titelbild) und so erkennt der ahnungslose Konsument nicht, was er da in Wahrheit trinkt: Ein Illuminaten-Gebräu! Ein “Beleg” sei zum Beispiel auch der immer wieder auch in den Medien aufkeimende Streit um Gesundheitsgefahren dieser süßen Getränke.

Diese “Nummer des Biest 666” stammt aus der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament. Auch bekannt als “Apokalypse des Johannes” und sie ist aufgrund ihrer vielfach rätselhaften Aussagen schon deshalb eine Fundus für Interpretationen. So lesen wir in in den Versen 13,16-18 in der Einheitsübersetzung:

666 - die biblische Zahl des Teufels in hebräischen Zeichen (Bild: L.A. Fischinger)
666 – die biblische Zahl des Teufels in hebräischen Zeichen (Bild: L.A. Fischinger)

Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen. Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.”

 Das klingt schon kryptisch und auch ein wenig gruselig. Auch wenn die Exegese teilweise annimmt, dass sich die 666 auf den römischen Kaiser und Christenverfolger Nero (Claudius Caesar Augustus Germanicus) bezieht, so sehen andere Auslegungen den leibhaftigen Satan aus der Hölle dahinter. Wobei dieser Teufel, Satan, Antichrist oder Luzifer eigentlich vollkommen jemand anderes war. Die Aussage “kaufen oder verkaufen” passt doch eigentlich schön zu einem Produkt wie “Monster”, das ja verkauft werden soll. Nur im Kontext gelesen heißt es, dass nur diejenigen “kaufen oder verkaufen” können, die dieses Zeichen der 666 auf der “rechten Hand oder ihrer Stirn” tragen.

"MONSTER" und die angebliche 666 - Illuminaten wollen die Weltherrschaft (Bild: Sceenshot von YouTube)
“MONSTER” und die angebliche 666: Illuminaten wollen die Weltherrschaft (Bild: Sceenshot von YouTube)

Achtete also beim kommenden Einkauf bitte einmal darauf, ob die Käufer/innen von “Monster” das Zeichen des Tieres an der Hand oder Stirn auch tatsächlich tragen …

Da aber das Logo von “Monster” ohne Zweifel der hebräischen 666 sehr ähnelt, folgern eben nun einige, dass die Marke irgendwie mit dem Teufel und irgendwie so oder so den Illuminaten zu tun haben muss. Warum sonst sollen die Dosen des Getränkes mit der Zahl des Teufels verziert sein? Und die Illuminaten haben ja angeblich eh überall ihre Finger im Spiel. Blöd nur, dass der Plan erkannt und bekannt wurde, dass “Monster” Teil dieser Lebensmittel-Gifte des Bösen ist. Obwohl die Grafiker von “Monster” ihre 666-Teufel-Botschaft ja so “geschickt” verborgen haben, in dem sie diese einfach in hebräischen Zeichen auf die Dosen drucken. Die natürlich kein einziger “Illuminaten-Teufel-Jäger” kennt und erkennt. Wenn es denn überhaupt die 666 sein soll. Zum Markennamen “Monster” würde es schon passen, was durchaus auch die Marketing-Strategen bei “Monster” erkannt haben könnten. Aber:

Die 666 von “Monster” – ein “M” wie Monster!

Warum einfach wenn es auch schwer geht? Ist das boshafte Logo der Dosen nicht einfach nur ein langweiliges “M”  für “Monster”? Es sieht eindeutig auch nach einem “m” aus.

Ich habe mir mal am 23. April 2015 die Mühe und den Spaß gemacht, die Zentrale von “Monster” schriftlich um eine Stellungnahme zu bitten, ob diese “666-Enthüllung” etc. bei ihnen bekannt ist. Und wenn ja, was die Geschäftsführung davon hält, dass ihre dunklen Pläne aufgedeckt wurden. Die Antwort am 28. April war eindeutig:

Das ist nicht wahr und eine bösartige Lüge, die im Internet zirkuliert, dass unsere Monster Energy-Dinks irgendwie mit ,Satan’ in Verbind stehen. Im Laufe der Jahre fielen viele andere namhafte Unternehmen und Marken – einschließlich Starbucks Coffee, Disney Entertainment und Texaco oil – ähnlichen Versionen von gewundenen ,Teufel Theorien’ zum Opfer, die immer wieder zeigten, wie absurd sie sind. Die Theorien über Monster Energy sind völlig lächerlich.

In unserem M-Klauen-Logo sind keine hebräischen Buchstaben oder Zahlen enthalten. Das Logo wurde als stilisierter englische Buchstabe ,M’ konzipiert, um den ersten Buchstaben im ,Monster’-Markennamen zu repräsentieren. Das gezackte Design soll veranschaulichen, wie das M-Logo die Metalldose aufreißt.”

Na ja: Natürlich sind solche Statements der Firma für echte “Gläubige” so oder so gelogen. Für mich ist jedoch diese monsterhafte “Verschwörung” absoluter Humbug.

Die “Veltins-Alien-Ungarn-Wein-Connection”

Im September 2012 habe ich aus Spaß mal spontan der Marke “KABA” eine Geheimbotschaft in ihren Produkten “nachgewiesen” (die dort noch online ist). Eine Verschwörung um ihr Kakao-Produkt, die ich bei Facebook anhand dessen Verpackung “beweisen” konnte. Darin ging es um die Erschaffung der Menschheit aus Frühmenschen durch Ancient Aliens. Sogar “Micky Maus” und die Illuminaten waren inklusive. Natürlich auch das nur als Jux.

Aber: Kürzlich konnte ich eine weitere Verschwörung ebenso spontan “aufdecken”, die weitreichende Konsequenzen für uns alle haben wird. Auf einem Bierdeckel der Pils-Marke “Veltins” ist sie für alle zu sehen. Eine Connection von Ancient Aliens mit dem heutigen Land Ungarn, dem Teufel, dem Planeten Mars, den Anunnaki usw. Hinter allem steckt heute verborgen die Biermarke “Veltins”. Ebenso (natürlich!) die Freimaurer.

Betrachtet man sich das Logo (das Wappen) des Hopfengetränkes einmal ganz genau und zerlegt es in seine einzelne “Aussagen”, sollte folgendes auffallen: Da ist eine geheime Botschaft an die Kunden versteckt. Zweifellos und einwandfrei zu erkennen…wenn man nur die Augen öffnet.

Und zwar fand ich folgende “geheimen Hinweise, Bedeutungen, Botschaften und Zeichen” im “Veltins”-Logo, die hier lediglich als Fantasie-Beispiele zeigen sollen, wie leicht man überall etwas “Verborgenes” im Sinne von “Verschwörung” finden kann. Egal wie absurd es ist! Wer lange genug sucht und Fantasie hat, der findet ausnahmslos überall eine mysteriöse Botschaft.

Ich kann das Logo aufgrund des Copyright hier leider nicht zeigen, wie ich zumindest meine. Aber unter diesem Wikipedia-Link ist es sehr gut zu erkennen. Meine analysierten “Veltins-Geheim-Fakten” zeigen, dass im Wappen der Brauerei Codes zu finden sind, dass ...

  • … es einst einen bewohnten Planeten zwischen Mars und Jupiter gab, der “Tiamat” hieß.
  • … dessen Bewohner vor der Zerstörung ihres Planeten auf die Erde kamen.
  • … diese Außerirdischen auch den Mars betraten.
  • … der Planet Nibiru und die Außerirdischen mit Namen Anunnaki der Geschäftsführung von “Veltins” wohl bekannt sind.
  • … die Zerstörung dieses Planeten die irdische Sintflut auslöste.
  • … diese Ancient Aliens Wein und Bier zur Erde brachten.
  • … die Fremden wohl zuerst im Gebiet es heutigen Ungarn landeten.
  • … Noah nach der Sintflut eine weltberühmten ungarischen Wein trank.
  • … astronomisches Wissen zu diesem ehemaligen Planeten im Pils-Logo verborgen sind.
  • … der (heutige) “Teufel” als Schlange, Gott aber auch Symbol des Bösen im Wappen involviert ist.
  • … die Cheops-Pyramide und der “Fälscher der Cheops-Kartusche” Howard Vyse mit “Veltins” im Zusammenhang stehen.
  • … der Vatikan offenkundig dazu gehört.
  • … gewisse Päpste und Herrscher mit im Boot sitzen oder zumindest saßen.
  • … die angesehene “Royal Astronomical Society” und ein von dieser hoch ausgezeichneter Astronom die Finger im Spiel hatten.
  • … Geheimbünde wie Illuminaten und Freimaurer hinter dem Pils stecken.
  • … der 11. September 2001 (9/11) damit in Verbindung zu bringen ist.
  • … das “Veltins”-Produkt “V+” als Teil der manipulativen Verschwörung auf dem Markt kam.
  • … die Zahl des Teufels 666 auch hier schockiert!
  • … Göttermythen folglich zum Teil die Wahrheit sagen.
  • … die kosmischen Wesen in Ungarn ihre bis heute Spuren in der dortigen Sprache hinterließen.
  • … das angebliche Gründungsjahr und der Gründervater der Brauerei bereits Teil der Verschwörung ist.
  • … das Jahr der Sintflut bzw. Zerstörung des “Tiamat” auf jeder Pils-Flasche der Marke steht.
  • … der wohl berühmteste Wein der Welt nicht nur aus Ungarn kommt, sondern mit zur Verschwörung gehört.

… und vieles mehr ist dem Gersten-Unternehmen bekannt. Nur darf es natürlich niemand wissen …

Die erste Spur auf dem Weg zur Enthüllung ist unübersehbar: In dem Wappen sind die Farben rot, weiß und grün deutlicher Mittelpunkt des Gesamtbildes. Das ist die Nationalflagge des Landes Ungarn. Schon das ist seltsam, da “Veltins” laut Wikipedia ursprünglich aus Meschede-Grevenstein im Sauerland und somit nicht Ungarn in Südost-Europa kommt. Warum dann diese Flagge als offenkundiger Eye-Catcher im Zentrum des Logos? Das weckt Interesse nach mehr “Untersuchungen” …

“Veltins” will die Weltherrschaft: Die einzelnen “Enthüllungen” im Zusammenhang mit dem Logo der Marke:

  • In dem Wappen findet sich in der Farbe Grün der ungarischen Nationalflagge ein Stern. Ein deutlicher Hinweis auf den Kosmos, das All, die Sterne, den Himmel …
  • Der Stern stand schon in der frühen Keilschrift der ersten Zivilisationen als Zeichen für “Himmel”, “Oben”, “Gott” und als Zeichen des Gottes “An”. Das behaltet bitte im Hinterkopf.
  • Die Logo-Krone als Symbol des königlichen Ursprungs hat fünf “Zacken” bzw. “Blätter”, die aus fünf Punkten “wachsen”. Das bedeutet:
  • In Verbindung mit dem genannten Stern als Symbol für das All weist dies auf den 5. Planeten hin. Auch die “Punkte” sind hierbei ggf. in Wahrheit Planeten-Symbole. Aber sie deuten nicht auf den 5. Planeten von heute (das wäre Jupiter).
    Asteroidengürtel und der vernichtete Planet Tiamat (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / bearbeitet von L.A. Fischinger)
    Asteroidengürtel und der vernichtete Planet Tiamat [Zur Großansicht anklicken]. (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / bearbeitet von L.A. Fischinger)
  • Babylonische Mythologie sagt, dass das Königtum vom Himmel – von den “Göttern” – zu Erde kam.
  • Wie gerne spekuliert wird, gab es nämlich zwischen Mars und Jupiter (heute der Asteroidengürtel) einst einen Planeten mit dem Namen “Tiamat”. Das wäre dieser 5. Planet von der Sonne aus.
  • Die fünf “Zacken” der Krone sind Blätter. Blätter sind biologisches “Leben”/”Lebenssymbole”. Denn nach Spekulationen um diesen heute verschwundenen Planeten soll dieser einst bewohnt gewesen sein. Bis zu seiner Vernichtung. Das wussten also die Ungarn bzw. wusste/weiß “Veltins” …
  • Die außerirdischen Bewohner des zerstörten Planeten flohen vor ihrem Untergang auf die Erde.
  • Die Erde ist der 3. Planet von der Sonne. Und was sehen wird? In der Farbe Weiß der ungarischen Flagge im Wappen finden sich im Sinne eines Eye-Catchers drei Kelche. Drei Kelche = 3. Planet = Erde. Das ist wohl kaum ein Zufall.
  • Diese Kelche sehen aus wie Weinkelche und nicht wie Bierkelche oder Gläser. Seltsam für eine Brauerei. Sehr seltsam. Tatsächlich aber ist Wein aus Ungarn bekannt und wird dort viel angebaut. Und ungarisch heißt Wein “Bor”…mit drei Buchstaben! Genau wie das dortige Wort für Bier mit drei Buchstaben: “Sör”. Und “Sör” spricht man “Schör” aus – fünf Buchstaben = “Tiamat”

Aber diese Belege für ein Geheimwissen sind lange nicht alle, die “Veltins” versteckt hat:

  • Der Name “Veltins” hat sieben Buchstaben. Von außerhalb unseres Sonnensystems kommende Aliens sahen vor der Vernichtung von “Tiamat” die Erde als 7. Planeten: Neptun – Uranus – Saturn – Jupiter – “Tiamat” – Mars – Erde
  • Der Gründervater und Namensgeber war Clemens Veltins, dessen Vorname ebenso sieben Buchstaben hat. (Wir treffen gleich auf noch einen “Clemens”)
  • Die Logo-Krone zeigt wie ein Morsecode abwechselnd Punkte und Striche. Insgesamt sind es sieben, wobei bekanntlich die Zahl 7 seit jeher als “heilige” oder “mythische Zahl” gilt.
  • Ungarn ist nur die heutige und allgemeine Bezeichnung für das Land. Einst trug es die Bezeichnung “Magyeri”, was ebenfalls sieben Buchstaben hat. Erst später wandelte es sich in den auch bekannten Ländernamen “Magyar”.
  • Die Ungarn selber nennen ihr Land auch “Magyarország”, was grob in seinem Ursprung soviel wie “Menschen-Land” bedeutet (“Ungarn-Land”). Aber: wieso Menschen – wer sollte denn bitteschön sonst dort siedeln?
  • Die Aussage ist eindeutig: Alien-Wesen vom “Tiamat” landeten im heutigen Ungarn.
  • Aus Ungarn stammt der weltbekannte Edel-Süßwein “Tokajer”. Anzahl der Buchstaben sind auch hier sieben. Doch zu diesem Wein nachher mehr Enthüllungen.
  • “Magyarország” hat 12 Buchstaben. Das deutet frappierend auf enormes Astronomiewissen hin, da es inklusive Sonne, Mond und “Tiamat” auch den angeblichen von Außerirdischen bewohnten Planeten “Nibiru” geben soll. Das sind dann 12 Himmelskörper, die man aber mit dem bloßem Auge nicht alle sehen kann.
  • Direkt unter der Krone im Logo von “Veltins” ist eine weitere Botschaft der Götter. Dort findet sich eine Pyramide als Dreieck und links und rechts über dieser Elemente, die an die “Flügelsonne” der Ägypten und alten Völker aus Mesopotamien erinnern. Ein Symbol der Götter und in der Grenzwissenschaft unlängst auch für die Astronautengötter.
  • Auch auf dem Mars soll es Aliens gegeben haben (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)
    VIDEO: Auch auf dem Mars soll es Aliens gegeben haben. (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)

    Die Pyramidenspitze zeigt natürlich nach oben auf die Krone. Doch warum ist die Krone innen rot? Ein Hinweis auf den “Roten Planeten”, den Mars, auf dem es bekanntlich ebenfalls Pyramiden geben soll und der sogar nach einigen Autoren als Zwischenstation der Aliens auf dem Weg zu Erde diente?!

  • Auch der Stern im unteren grünen Feld der ungarischen Nationalflagge weist auf dem Mars als 4. Planeten von der Sonne, da dieser Stern von vier Punkten (= Planeten) umgeben ist.
  • Ganz unten im Wappen ist eindeutig ein Engel mit Flügeln zu sehen. Engel, Söhne Gottes, Wächter des Himmels…das sind keine anderen als die außerirdischen Götter von den Sternen.
  • Nehmen wir nur die nach oben offene hufeinsenförmige Umrandung des Wappens und blenden alle andere Elemente des Wappens aus – wir sehen Hörner. Hörner des Teufels geschmückt mit einer königlichen Krone. Gruselig.
  • In jedem Horn finden sich 13 Kreise oder Punkte. Die Unglückszahl!
  • Das obere gebogene Ende jedes der Hörner ähnelt jeweils einer Schlange mit Kopf. Die Schlange ist ebenfalls oft das Symbol des Bösen, des Satans oder einfach des Teufels.
  • Neun “Halbkreise” befinden sich jeweils links und rechts wellenförmig am Außenrand des Logos. Diese neun Halbkreise einer Seite plus die drei vollkommen rätselhaften Weinkelche im Inneren sind 11. Also 9/11 … der 11. September (20001).
  • Die Firma “Veltins” brachte passend im Attentat-Jahr 2001 ihr Pils-Mix-Getränk-Produkt “V+” auf dem Markt. Zielgruppe der Produktgruppe sind ganz klar die jungen Menschen, die auch so mit dem Geheimwissen in Berührung kommen.
  • “V+” bedeutet ja schlicht “Veltins plus Beimischung” wie etwa Cola. Aber es gibt auch die Beimischung “Energy”, was wohl Bände spricht …

Das alles klingt mehr als erstaunlich? Richtig. Denn diese Verschwörung konnte nicht ewig im Verborgenen bleiben. Doch es gibt noch mehr glasklare Fakten, die beweisen, dass die Marke “Veltins”, das Land Ungarn, der Vatikan, der ungarische Wein, die Ancient Aliens und der Teufel hinter allem stecken:

  • “Veltins” wirbt damit, dass es deren Pils seit dem Jahre 1824 durch Clemens Veltins gibt. Stimmt das? Kaum oder besser auch, denn rückwärts geschrieben ergibt dieses Jahr es die Zahl 4281. Und “4281 Pounds” ist ein erst 1985 entdeckter Hauptasteroid im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Damit also ein Rest des vernichteten Planeten “Tiamat”, den die böse Wissenschaft bis heute leugnet!
  • Die Entdeckung des “Tiamat”-Planeten-Stücks “4281 Pounds” im Jahr 1985 wurde mit Absicht in dieses Jahr datiert, wenn man auch hier den “Rückwerts-Code” nutzt:
  • 5891 – 4281 = 1610. 1610? In diesem Jahr wurde Gräfin Elisabeth Báthory verhaftet. Die weltberühmte “Blutgräfin” und Massermörderin von angeblich 650 Mädchen. Sie war Ungarin und wurde von König Mathias II. eingesperrt. Dem König von – Ungarn.
  • 1610 wurde der berühmte König Heinrich IV. von Frankreich ermordet. Die Regentschaft übernahm keine geringere als Maria de’ Medici aus dem mehr als nur mächtigen und legendären Herrschergeschlecht der Medici.
  • Aus dem Hause der Medici entstammen eine Reihe Päpste. Offenbar ist also auch der Vatikan involviert, was auch dieser Umstand beweist:
  • Medici-Papst und somit Maria-Verwandter Clemens VII. nahm zufällig nicht nur “Clemens” als Papstnamen an, sondern er annullierte auch eine Ehe von König Heinrich IV. Wen heiratete der Monarch dann? Richtig: Maria de’ Medici.
  • Marias Mutter war Erzherzogin Johanna von Österreich. Teil der damaligen Herrschergebiete um Österreich war unter anderem kein anderes Land als Ungarn.
  • 1610 entdeckte kein geringerer als Galileo Galilei die ersten vier Jupiter-Monde und damit seinen ersten astronomischen Beleg, dass die Erde nicht der Mittelpunkt von allem ist.
  • Seltsam auch: Im Geburtsjahr 1824 von “Veltins” hatte der in der Grenzwissenschaft sehr bekannte Richard William Howard Vyse das königlichen Ehrenamt des “High Sheriff” inne. Vyse ist kein anderer als jener Brite, der in der Cheops-Pyramide die Kartusche des Pharao gefälscht habe, nachdem er 1835 erstmals nach Ägypten ging. Auch das  spricht Bände.
  • “Zufällig” bekam 1824 auch der Astronom Johann Franz Encke die höchste Auszeichnung der “Royal Astronomical Society”. Einer seiner Forschungsschwerpunkte – Asteroiden.
  • Die große Flut (Bild: WikiCommons)
    Die große Flut, ausgelöst durch die Vernichtung des Planeten “Tiamat” – “Veltins” bestätigt sie! (Bild: WikiCommons)

    Purer “Zufall” ist wohl auch kaum der Umstand, dass die Erde (wohlwollend ausgelegt) 4281 vor Christus erschaffen worden sein soll. Oder, dass die Sintflut in dieser Epoche stattgefunden hat. Als Folge des Untergangs des bewohnten Planeten “Tiamat”?

  • Tiamat ist auch ein Name einer ursprünglichen babylonischen Göttin, dessen Name sich vom akkadischen Wort für “Meer”(als Salzwasser / tâmtum) herleitet. Also die “Tiamat”-Sintflut.
  • Der Stern im Logo, der auch für den Gott An stehen kann, ist hier auch ein Beleg. Ein Sohn von An war Ea/Enki, der der Herrscher des Süßwasserozeans war. Wieder: Wasser! Er gilt sogar als Schöpfer der Menschheit und warnte nach dem Epos des Gilgamesch dem Noah dieses Textes vor der kommenden Sintflut. Dieser baute daraufhin ein Arche.
  • Ganz nebenbei hatte die Göttin Tiamat auch einen Ehemann. Es war der Gott Abzu und dieser steht für die unterirdischen Südwasserozeane (Grundwasser). Die, so die Bibel, ebenfalls bei der Sintflut ausbrachen und das Land überschwemmten.
  • Noah baute laut Bibel nach der “Tiamat”-Sintflut Wein an und trank davon mehr als einen Kelch zu viel. Wein? “Tiamat” war zerstört, die Bewohner geflohen, drei (= Erde) Weinkelche innerhalb der ungarischen Flagge im Wappen, Noah betrank sich nach der Flut mit Wein und die deutliche Verbindung zum Weinland Ungarn – was wollt Ihr mehr an Beweisen?
  • Trank Noah den süßen Wein Tokajer aus Ungarn, der ursprünglich und heute aus den Tokajer-Gebirge stammt? Ja! Ungarisch heißt der edle Süßwein auch “Tokaji Aszú”. Aszú klingt nicht nur dem Süßwasserozean Abzu sehr ähnlich, sondern diese Weinbezeichnung bedeutet auf Deutsch schlicht “Tokajer Ausbruch“.
  • Natürlich wird auch “Veltins” aus Grundwasser gebraut.
  • Wein galt schon in den frühesten Kulturen als “göttlich” und diente bei Zeremonien und Opferungen. Bier auch, das schon die Sumerer kannten, und das Teil der “Bezahlung” der Arbeiter an den ägyptischen Pyramiden war.
  • An – der “Stern”/”Himmel” – hatte eine Frau mit Namen Ki (= Erde). Deren Sohn Ea/Enki war in den alten Texten auch der Chef der Anunnaki.
  • Im Wappen der Brauerei “Veltins” ist eindeutig ein Pentagram zu finden. Es schließt an seinen Eckpunkten den Kopf des “Engels”, die oberen Kreise im linken und rechten Horn des Teufels und – durch die waagrechte Linie zwischen dem ungarischen Grün und Weiß bestimmt – zwei weitere Punkte der satanischen Hörner ein. Und damit umspannt es klar die drei Weinkelche und den Stern als Symbol des Kosmos, der Sonne, des Himmels und des Gottes An.
  • Zwischen den Pentagram-Spitzen sind links und rechts nun einige Kreise durch die Linien/Spitzen getrennt. Erneut ein Hinweis auf die Cosmic Connection, da es im oberen Bereich sieben (Erde von außerhalb des Sonnensystems) und im unteren Bereich vier (der Mars von der Sonne) Kreise sind.
  • Die vier Kreise des Mars links und rechts, plus je zwei Punkte (für jede Seite des Logos) des Mars-Hinweises neben dem Stern sind jeweils links und rechts sechs. Da innerhalb des Pentagram neben dem Stern mit seinen vier Begleitern die drei Weinkelche fraglos deutlich betont werden (zur Erinnerung: Das Wort für Wein hat im Ungarischen wie das Wort für Bier drei Buchstaben) rechnen wir: dreimal die Zahl 6 = 666
  • Das Pentagram gilt auch als Zeichen der Freimaurer oder natürlich der Illuminaten. Als Beispiel sei nur kurz das Stichwort “George Washington” genannt. Freimaurer, erster Präsident der USA und Namensgeber der US-Hauptstadt.

Der Kreis schließt sich … 😉

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Ex-Ministerpräsident Bernhard Vogel: "Deutschland hat den 3. Weltkrieg verhindert"

Deutschland hat den 3. Weltkrieg verhindert. Das sagte der ehemalige  Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen Bernhard Vogel (CDU) in der ZDF-Sendung “Markus Lanz”. Doch nun machen “Gerüchte” die Runde, was der vielfach geehrte und ausgezeichnete  Ex-Politiker damit eigentlich genau meinte. Auf ein Wort dazu …

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen! 

Ich selber sehe sehr selten die Talkshow “Markus Lanz” auf ZDF. Doch heute bekam ich eine eMail, dass ich die Sendung vom 23. Januar 2014 von und mit dem Moderator Markus Lanz in der Mediathek des ZDF (hier) einmal ansehen soll.

In dieser Show war unter anderem Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel zu Gast. Vogel kam bei “Lanz” als erster zu Wort und sprach über seine Jahrzehnte der politischen Erfahrungen. Bei etwa Minute 19:50 lobt der 1932 geborene Politiker der CDU “was Deutsche in den letzten 50 Jahren” alles geschafft haben. In diesem Zusammenhang sagt Vogel auch, dass dank der Deutschen “der 3. Weltkrieg ist verhindert worden” sei.

Nun aber horchen hier einige auf – sie fragen, “wer” denn diesen Weltkrieg wollte. Na: niemand! Der Ost-West-Konflikt war real (auch wenn damals unlängst neuer Wind in der UdSSR wehte!). Doch dabei wird auch darauf verwiesen, dass die Deutschen ja eigentlich ein Volk von “Welteroberern” sind, da sie den 1. und 2. Weltkrieg begonnen haben. Ebenso, dass angeblich diese Katastrophen nur Deutschland “in die Schuhe geschoben” worden sein soll.

Ich finde, dass hier diese winzige Aussage von Bernhard Vogel im ZDF völlig überbewertet wird.

Im Zusammenhang sagte dieser bei “Lanz”:

Aber wir sollten den Jüngeren Mut machen, nämlich ihnen sagen: Schaut mal, was Deutsche in den letzten 50 Jahren geschafft haben. Und dann habt doch bitte Mut, die heutige Tagesordnung, die völlig anders aussieht, die auch wieder große Schwierigkeiten macht, aber wir haben das zerstörte Deutschland aufgebaut, wir haben 14 Millionen, zwar nicht ihre, aber eine neue Heimat, wir haben die Wiedervereinigung, der 3. Weltkrieg ist verhindert worden. Wenn ein Volk das fertig bringt, dann muß doch die heutige junge Generation den Mut haben, die Ärmel hochzukrempeln und mit den heutigen Problemen so fertig zu werden.

Damit ist doch offenkundig, was Vogel meinte!

Er meinte nichts weiter, dass die drohende Gefahr einer (atomaren?!) Auseinandersetzung zwischen Ost und West im Kalten Krieg und damit ein möglicher Weltkrieg dadurch verhindert wurde, dass die innerdeutsche Grenze/Mauer fiel. Die Folgen waren der Zusammenbruch des gesamten Ostblock und der Zerfall der UdSSR und damit das Ende des Kalten Krieges. Angefangen durch die “Republikflucht” von aufmüpfigen DDR-Bürgen in Ungarn und der Öffnung der ungarischen Grenze im Nordwesten zu Österreich (zum Beispiel).

Verschwörung? Nö.

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Artikel: Die Akte 2012 reloaded – was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen “Maya-Prophezeiungen” zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans und “Verschwörungstheoretikern” heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …

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