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Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden” – und die dazu verbreiteten Fake-News von “RT deutsch” (+ Videos)

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Elon Musk: "Aliens bauten die Pyramiden" - und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden” – und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Kombinationen “Pyramiden” und “Aliens” oder “Außerirdische” sorgt immer wieder für Schlagzeilen in der Presse. Vor allem dann, wenn bekannte Persönlichkeiten sich dahingehend äußern. So auch kürzlich, als kein geringerer als Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter verbreiterte,  dass Aliens die Pyramiden gebaut hätten. Ein gefundenes Fressen für die Mainstreammedien, worauf auch Archäologen in Ägypten reagierten. Doch das war nicht sein einziger Twitter-Post in diesem Zusammenhang. Nur mit dem Unterschied, dass gewissen Medien seine weiteren Tweets vollkommen falsch wiedergaben – und damit Fake-News verbreiteten.


Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden”

Elon Musk ist als Chef von Tesla und dem privaten Weltraumunternehmen SpaceX längst eine Legende. Millionen Menschen in aller Welt feiern den “Technologie-Vordenker” als Visionär und Wegbereiter neuer Technologien.

Kein Wunder also, dass Musk allein bei Twitter fast 40 Millionen Follower hat. Ein Mann mit international enormer Reichweite, dessen Tweets Millionen Menschen lesen. So auch seine Nachricht vom 31. Juli 2020, in dem er wie aus heiterem Himmel schrieb: “Aliens bauten die Pyramiden.” Das zog weltweit eine Vielzahl an Presseberichten und Meldungen nach sich. Vor allem aus dem Grund, da unzählige Menschen bei Twitter diese “Botschaft” von Musk nicht nur liketen und kommentierten, sondern auch weiter verbreiteten.

Mit Stand heute (17. August) hatte der Tweet zu Ägypten  rund 28.000 Kommentare, 556.000 “gefällt mir-Angaben” und wurde ca. 90.000-mal weiter geteilt. Auch für einen so bekannten Geschäftsmann wie Elon Musk ist das im Vergleich zu seinen anderen Tweets enorm!

So ließen auch Reaktionen aus Ägypten nicht lange auf sich warten. Archäologen wie Dr. Zahi Hawass und andere luden unter anderem ebenfalls bei Twitter Musk ein, dass er sich selber die Pyramiden und Gräber der Erbauer dort ansehen solle. In Statements aus dem Land der Pyramiden hieß es, das sehr wohl die Pharaonen die Pyramiden erbauten und keine Aliens hier am Werk waren.

Solche Aussagen aus Ägypten verhalfen dem Tweet von Musk sicher noch weit mehr Aufmerksamkeit. Auch in die deutschen Medien und “Promi-News” im Fernsehen schaffte er es so. Dann wurde es sehr schnell still um diesen Spuk von Musk.

Der “Twitter-Ausrutscher” von Musk bei “RT deutsch”

Elon Musk beließ es aber nicht bei diesem einen Tweet über die Pyramiden in Ägypten. Er setzte noch zwei weitere ab, die aber von den Medien geschlossen überlesen wurden. Auch bei Twitter selber weckten sie kein großes Interesse mehr, da sie kaum mehr jemand teilte, kommentierte oder mit einem “Like” versah. Knapp 1.000 bzw. 3.000 sogenannter Retweetes errichten diese. Verschwindet gering zum seiner Aussagen, dass Aliens für Pyramiden bauten (90.000-mal).

Diesen kleinen “Twitter-Ausrutscher” hat jetzt aber “RT deutsch” erneut zum Thema gemacht. Der deutsche Ableger des russischen Staatssenders “Russia Today”, der in der Vergangenheit immer wieder für Kritik sorgte. Hauptvorwürfe sind die angebliche Verbreitung von Fake-News und Auslandspropaganda für die russische Regierung um Wladimir Putin. Und Fake-News verbreitet der Sender auch tatsächlich in der entsprechenden Meldung “Trotz Elon Musks Alien-These: Kein Touristenstrom zu den Pyramiden in Ägypten” vom 17. August.

Eigentlich geht es darin – wie es die Überschrift unschwer erkennen lässt -, dass “dieses fantasiereiche Alleinstellungsmerkmal dem stagnierenden Tourismus vielleicht entgegen” kommen könnte. So könnte die Aussage von Musk also neue Touristen ins Land locken. Denn, so schreibt “RT deutsch”:

Eine Menge Retweets und Likes hat Elon Musks neuester kontroverser Tweet geerntet, in dem er die steile These teilt, Außerirdische hätten die berühmten Pyramiden in Gizeh gebaut. Die ägyptische Bevölkerung und Archäologen des Landes sind entsetzt.

Die eigentliche Meldung bei “RT deutsch” ist dabei aber ein knapp dreiminütiges Video, das der Sender einen Tag zuvor auf YouTube hochgeladen hat. Kern des Videos ist der Tourismus in Ägypten und das die Aussage von Musk ihn bis dato nicht ankurbelte.

Fake-News bei “RT deutsch”

Die Flauten im Tourismus beschränken sich bekanntlich vor allem durch Corona auf die ganze Welt, so dass das nicht weiter verwunderlich ist. Doch “RT deutsch” verbreitet in diesem sehr kurzen Video einige ganz erstaunliche Falschaussagen – Fake-News, die frei erfunden wurden! So etwa heißt es in dem Video schon zu Beginn über den besagten Tweet von Musk:

Hier verbreitet er seine Auffassung, dass die berühmten Pyramiden von Gizeh von Außerirdischen gebaut wurden. Ein möglicher Verdächtiger: Kein anderer als der ägyptische Pharao Ramses der Große.”

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Ramses der Große (Ramses II.) wird hier also als Alien und Pyramidenbauer dargestellt. Es wird sogar suggeriert, dass Musk selber ihn als “möglichen Verdächtigen” und damit auch Außerirdischen angesehen habe. Leider gelogen, denn das einzige was hier stimmt, ist, dass Ramses der Große in der Tat einer der berühmtesten Pharaonen überhaupt ist. Ganz nebenbei lebte Ramses II. über 1.000 Jahre nach dem Bau der Gizeh-Pyramiden in der 19. Dynastie. In einer Zeit, in der in Ägypten längst keine Pyramiden mehr gebaut wurden.

Vielleicht ein Irrtum von “RT deutsch”? Könnte man denken. Doch dann folgt eine Fake-News, deren exakten Inhalt sich “RT deutsch” schlicht ausdachte (oder ihn nicht gelesen hat):

Um seine Theorie zu untermauern, postete der Milliardenschwere Unternehmer nur Stunden später einen BBC-History-Artikel, der, wie er schreibt, eine vernünftige Zusammenfassung gibt, wie dies geschehen ist.”

Dieser Tweet zur BBC vom 1. August wird im Video gezeigt und er ist weiterhin bei Musk auf Twitter zu finden. Es ist dieser Artikel HIER von Dr. Joyce Tyldesley von 2012. Mehr als irreführen ist dabei allerdings die Falschaussage, das Musk damit seine Theorie mit dem Pyramidenbau durch Aliens “untermauern” wolle. Denn wer von den “RT deutsch”-Zuschauern sich die Mühe macht, den von Musk verlinkten BBC-Artikel anzusehen, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen.

Von “RT deutsch” übersehen?

In dem Artikel wird recht detailliert beschrieben wo die Menschen lebten, die die Pyramiden in Gizeh erbauten. Wer diese Menschen und Arbeiter waren, woher sie kamen und wie sie lebten. Der Artikel handelt schlicht und einfach von den Siedlungen der Pyramidenarbeiter und dem Heer von weiteren Arbeitern, wie Bäcker und Schlachter für die Versorgung der Bauarbeiter. Es heißt sogar explizit in dem Artikel:

Nach dem Vergleich von DNA-Proben aus den Knochen der Arbeiter mit Proben aus modernen Ägyptern hat Dr. Moamina Kamal von der Medizinischen Fakultät der Universität Kairo vorgeschlagen, dass die Pyramide von Cheops ein wirklich landesweites Projekt ist, bei dem Arbeiter aus ganz Ägypten nach Gizeh zogen. Sie hat keine Spur einer außerirdischen Rasse entdeckt, menschlich oder intergalaktisch, wie in einigen der einfallsreicheren ‘Pyramidentheorien’ vorgeschlagen.

Dieser BBC-Artikel bietet eine sinnvolle Zusammenfassung, wie es gemacht wurde“, schrieb Musk dazu. Kein Wort davon, dass dieser seine Alien-Thesen “untermauert”. Weder im Tweet und schon gar nicht im BBC-Artikel selber. Offensichtlich hat sich niemand bei “Russia Today” bequemt den Link von Musk anzusehen.

Gleiches gilt für einen Tweet, den er direkt nach seinem 1. “Alien-Tweet” zu den Pyramiden am 31. Juli postete. “Die Große Pyramide war 3.800 Jahre lang das höchste Bauwerk, das Menschen gebaut haben”, heißt es in diesem. Menschen.

Dabei verlinkt Musk auf den Eintrag zur Cheops-Pyramide bei der englischen Wikipedia. Dies Nachricht von Musk erwähnt “RT deutsch” erst gar nicht.

Offensichtlich versuchte Musk mit diesen zwei Tweets “zurückrudern”, nachdem er mit seiner “Aliens bauten die Pyramiden“-Nachricht ein derart große Lawine lostrat. Dass er bzw. die von ihm verlinkten Seiten von Menschen als Erbauer sprechen, hat “RT deutsch” bei der “Recherche” versehentlich “übersehen”. So wie auch “übersehen” wurde, dass weder Musk noch jemand anders den ein Jahrtausend nach dem Pyramidenbau lebenden Pharao Ramses II. als Alien oder Bauherren ansieht …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 26. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 12. März 2019 auf Fischinger-Online

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6. Okt. 2018 auf Fischinger-Online

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Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den “Bosnischen Pyramiden” – denn die helfen laut ihrem Entdecker gegen Corona-Viren (+ Videos)

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Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den Bosnischen Pyramiden - denn die können Corona heilen (Bilder: gemeinfrei PixaBay & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den Bosnischen Pyramiden – denn die können Corona heilen (Bilder: gemeinfrei PixaBay & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Novak Djokovic ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Tennisspieler der Welt. Ein Star, der zahlreiche große Turniere für sich entscheiden konnte. Nachdem er vor geraumer Zeit weltweit negative Schlagzeilen durch wilde Partys bei einer Adria-Tour machte – bei den auf jeglichen “Corona-Schutz” verzichtet wurde, wodurch es zu zahlreiche Infektionen kam -, ist er nun zurück in den Medien. Wieder mit Negativschlagzeilen. Denn er besuchte die “Bosnischen Pyramiden” bei Visoko in Bosnien und Herzegowina, die nach ihrem Entdecker Sam Osmanagich ein “Gegenmittel” gegen das Corona-Virus sind.


Novak Djokovic und die “Bosnischen Pyramiden”

Novak Djokovic ist ein großer Name im Sport. Im Profitennis sind seine Leistungen und zahlreichen Siege (unter anderem 17-mal Grand-Slam-Gewinner) unbestritten und schon legendär.

Vor einiger Zeit machte der Sportstar aber weltweit durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Bei einer Tour durch die Adria, bei der auch andere Größten des Sport (Tennis) anwesend waren, kam es zu einer ganzen Reihe von Corona-Infektionen. Ohne Schutzmaßnahmen, die wir seit Monate alle nur zu gut kennen, haben die Sportler und ihre Gäste bei dieser Reise gefeiert, so dass sich letztlich auch Djokovic mit COVID-19 infizierte.

Ein Aufschrei ging durch die Medienlandschaft. “Unverantwortlich” sei diese Adria-Tour gewesen, da war sich die Presse einig. Letztlich musste die Reise sogar abgebrochen werden. Der Tennisstar ist nun jedoch wieder wohlauf und genesen ä- und erneut in den Schlagzeilen.

Wie verschiedene Zeitungen und vor allem die Boulevardmedien berichten, besuchte Novak Djokovic die “Bosnischen Pyramiden“. Jene Berge unweit des Ortes Visoko, die von ihrem Entdecker (oder Promoter) Dr. Sam Osmanagich als archäologische Sensation angesehen werden. Grenzwissenschaftlich interessiere kennen diese “Pyramiden von Bosnien” bereits seit vielen Jahren. Und auch auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal wurde immer mal wieder über sie berichtet.

Inzwischen sind sie ein Magnet für Touristen. Der Fremdenverkehr um die “Pyramiden” boomt wie die zuvor, wie Ihr im 1. Video unten erfahrt. Nun hat sich auch Tennisstar Djokovic offensichtlich diesem Touristenstrom angeschlossen und gleich auch Fotografen mitgebracht. Mit auf dem Programm stand auch ein Treffen mit Osmanagich persönlich, der auch Bilder davon bei Facebook veröffentlichte.

Die “Pyramiden von Bosnien” als “Heilmittel” gegen Corona

Novak Djokovic sein Besuch bei Osmanagich und dessen “Bosnischen Pyramiden” ist offensichtlich rein privater Natur. Zumal der Sportler selber aus der Region stammt, da er 1987 in Belgrad geboren wurde. Damals noch die Hauptstadt von Jugoslawien, heute von der Republik Serbien.

“Der beste Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic, besucht die Pyramiden in Visoko”, schrieb beispielsweise die “Sarajevo Times” am 13. Juli über diesen Besuch. Mit dabei seien seien Eltern und der Ausflug wäre bereits seit zwei Monaten geplant gewesen, so die Zeitung weiter. Worauf sich aber die Medien und die Boulevardpresse vor allem aktuelle stürzen, sind Aussagen von Osmanagich selber über die angebliche “Heilkraft” des Ortes.

Die Pyramiden und die dortigen Tunnel sollen “elektromagnetische, Ultraschall- und ionisierte Energien mit heilenden Eigenschaften haben”, wie es “Sarajevo Times” unter Berufung auf Osmanagich schreibt:

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Konzentration negativer Ionen, die die Atmosphäre von Bakterien und Viren befreien, im Tunnel signifikant höher ist als gewöhnlich, was die vorteilhafte Wirkung des Tunnels auf den menschlichen Körper erklärt.

Und Osmanagich wird mit den Worten zitiert:

Eine Heilkammer befindet sich 220 Meter vom Eingang zum unterirdischen Tunnellabyrinth Ravne entfernt. Menschen mit Problemen wie Asthma, Bluthochdruck, erhöhtem Zuckergehalt und ähnlichen Problemen können sie genau lösen, indem sie in dieser Heilkammer bleiben. Wenn wir den Tunnel betreten, hat unser Körper keine Feinde und unsere Zellen können in Ruhe arbeiten und unseren Körper ohne Störungen erneuern.

Damit nicht genug, denn Osmanagich behauptete in einem TV-Interview mit “FaceTV”, dass die “Pyramiden von Bosnien” ein “Heilmittel” gegen Corona sind.

Wir haben in Bosnien zwei Heilmittel gegen das Corona-Virus. Du (der TV-Moderator, Anm. LAF) sagst, das Virus habe keine Gegner. Das hat es aber. Der Fein des Virus sind negative Ionen.

 Sam Osmanagich: “Guru” und “Wunderheiler”?

Für verschiedene Zeitungsredakteure ist das Treffen von Osmanagich mit Djokovic damit ein gefundenes Fressen. Wie ein Blick in den Blätterwald zeigt, geht es nicht um die anderen Spekulationen des Osmanagisch um die Berge bei Visoko, sondern es wird sich auf diese “Heilungen” konzentriert. Auch wenn der Hinweis, dass Archäologen die “Pyramiden von Bosnien” als Unsinn ablehnen, nirgendwo fehlt.

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Sam Osmanagich sei ein“Guru” und “Wunderheiler”, so ist es den Berichten zu entnehmen. Fraglos klingt es auch mehr als fragwürdig, dass seien “Pyramiden” bzw. unterirdische “Heilkammer” solche Zauberkräfte besitzt. Zumal es mehr als unklar ist, was der “Guru” mit seinen “negativen Ionen” genau meint.

Ein Ion ist nichts weiter als ein Atom oder Molekül, dass entweder mehr oder weniger Elektronen hat, als im Normalzustand. Ionen mit ein oder mehr Elektronen zu wenig sind positiv geladen, während man bei zu vielen Elektronen von einer negativen Ladung spricht. Einfache Grundlagen der Physik aus der Schule. Warum aber Ionen mit zu vielen Elektronen Corona-Viren heilen oder besser gesagt unschädlich machen sollen, bleibt wohl das Geheimnis von Osmanagisch. Ein “Wunderheiler”, wie ihn die Presse bezeichnet, ist er damit meiner Meinung nach aber noch lange nicht.

“Ein Zufall, dass Djokovic den Ort nach seinem positiven Coronafall besucht”, fragt zum Beispiel die Zeitung “Blick” in diesem Zusammenhang. Immerhin ist den Meldungen zu entnehmen, dass der Tennisspieler bereits in der Vergangenheit “steile” oder “krude” Thesen verbreitet haben. Hierbei wird er vielfach mit dieser Aussage zitiert:

Ich kenne einige Leute, die durch energetische Transformationen, durch die Kraft von Gebeten, durch die Kraft von Dankbarkeit, das giftigste Essen oder vielleicht das giftigste Wasser in das Wasser mit der größten Heilkraft verwandelt haben, weil Wasser reagiert. Wissenschaftler haben bewiesen, dass die Moleküle im Wasser auf unsere Emotionen, auf das, was gesagt wurde, reagieren.

Fragelos eine Anspielung auf die “Heilkraft des Wassers“, wozu in den letzten Jahren immer wieder Bücher erschienen sind. Vor allem nach den Experimenten des “Alternativmediziner” Masuro Emoto aus Japan, der angeblich belegt haben will, dass Wasser “Gefühle” hat. Das sogenannte “belebte Wasser” ist hierbei ebenso in vielerlei Munde.

Wissenschaftlich anerkannt ist davon nichts. Vielmehr hat die Skeptiker-Gruppe “James Randi Educational Foundation” bereits 2003 eine Millionen Dollar Preisgeld für den wissenschaftlichen Nachweis für Emotos Behauptungen ausgeschrieben …

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 42: Mumien, Pharaonen und Pyramiden in Ägypten: Sehnsucht nach Unsterblichkeit +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 42: Mumien, Pharaonen und Pyramiden in Ägypten: Sehnsucht nach Unsterblichkeit (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 42: Mumien, Pharaonen und Pyramiden in Ägypten: Sehnsucht nach Unsterblichkeit (Bild: Fischinger-Online)

Die “Sehnsucht nach der Unsterblichkeit” trieb die Kultur des alten Ägypten vor Jahrtausende zu ungeahnte Blüten. Prachtvolle Gräber wiesen den Verstorbenen des Weg in das Jenseits. Beigesetzt als Mumien sollte so ihr Leben nach dem Tod sichergestellt sein. Aber auch Millionen von Tieren wurden als göttliche Sinnbilder auf Erden mumifiziert. In dieser Folge Nummer 42 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1999 geht es um diesen Totenkult im Reich der Pharaonen und Pyramiden. Eine Dokumentation die sich auf die Spuren von Mumien, Pharaonen und Pyramiden in Ägypten begibt.


Mumien, Pharaonen und Pyramiden: Jenseitskult im alten Ägypten

Das alte Ägypten – ein Land der Pharaonen, Pyramiden, mächtigen Monumente und der Mumien. Keine andere Kultur oder Zivilisation der Welt hat in der Antike den “Kult der Mumifizierung” und ihren Glauben an ein Jenseits – an ein Leben nach dem Tod – intensiver betrieben, als das Alte Ägypten.

Getrieben von der Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Millionen Menschen und allerlei Arten von Tieren, von Katzen und Krokodilen bis Affen und Vögel, wurden von den Priestern der Pharaonen mumifiziert. Vor allen natürliche ihre Könige, die Pharaonen. Sie galten nicht nur als Vertreter der Götter auf Erden, sondern teilweise auch als Götter selbst.

Ihre Mumien sind Sinnbild ihres Glaubens an ein Weiterleben nach dem Tod. Berühmtestes Beispiel solcher Mumien der Pharaonen sind zweifellos jene des Pharao Tutanchamun aus dem Tal der Könige unweit von Luxor. Auch auch jene des mächtigen Pharao Ramses.

Die Folge 42 meiner Klassik-Video-Reihe aus dem Jahr 1999 geht genau diesem Glauben der Alten Ägypten nach. Ihrer Sehnsucht nach einem Leben nach dem irdischen Dasein.

Damit Euch viel Spaß mit Teil 42 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos.

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Corona: Freiwillige Grabungen an den “Bosnischen Pyramiden” für die Saison 2020 noch fraglich (+ Videos)

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Corona: Freiwillige Grabungen an den "Bosnischen Pyramiden" für die Saison 2020 noch fraglich (+ Videos)
Corona: Die geplanten freiwillige Grabungen an den “Bosnischen Pyramiden” sind für 2020 noch offen (Bild: Die “Mondpyramide” / J. de Zordo)

Seit Monaten bestimmt das Corona-Virus (COVID-19) Wirtschaft, Medien und öffentliches Leben. Und so hat die Pandemie längst nahezu alle Bereiche der Gesellschaft erreicht und mehr oder weniger fest im Griff. Das gilt auch für archäologische Grabungen in Deutschland, wie jüngst auf diesem Blog berichtet. Aber auch die Ausgrabungen freiwilliger Helfer in der Saison 2020 an den “Bosnischen Pyramiden” nahe des Ortes Visoko in Bosnien und Herzegowina sind betroffen. Laut einer offiziellen Mitteilung der “Bosnische Pyramid of the Sun Foundation” sei vollkommen unklar, ob und wann die Freiwilligen an den “Pyramiden” dieses Jahr ihre Arbeit aufnehmen können. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Corona und die “Bosnischen Pyramiden”

Jedes Jahr kommen freiwillige Helfer zu den “Bosnischen Pyramiden” unweit von Visoko, um dort an Ausgrabungen rund um ihren Entdecker Dr. Sam Osmanagich (Sam Osmanagic) teilzunehmen. Die Freiwilligen graben dort jede Saison an, aus und um den “Pyramiden”, die nach Osmanagich eine archäologische Sensationen sein sollen, aber von der etablierten Archäologie abgelehnt werden.

Mehr dazu in den YouTube-Videos auf Fischinger-Online unten.

Doch Corona (COVID-19) hat natürlich auch Bosnien und Herzegowina und damit die “Pyramiden von Bosnien” erreicht. Damit sei vollkommen unklar, ob in diesem Sommer wie gewohnt dort Grabungen mit Freiwilligen aus aller Welt durchgeführt werden können, so die “Bosnische Pyramid of the Sun Foundation” in einer Bekanntmachung. Der “archäologische Park” um die dortigen Berge sei aber für Besucher Interessierte und Neugierige geöffnet.

Archäologischer Park bleibt geöffnet

In der Mitteilung hieß es am 20. Mai dazu an “alle, die 2020 freiwillig zu den bosnischen Pyramiden kommen wollten”:

Archäologischer Park: Die bosnische Pyramide der Sonne Foundation bedankt sich herzlich für Ihren Plan, an unserem Freiwilligenprogramm in Visoko teilzunehmen und bei unserer edlen Sache zu helfen.

Aufgrund der unglücklichen Ereignisse angeblicher Pandemien auf der ganzen Welt und ihrer Folgen bleiben die Grenzen vieler Länder geschlossen. Gleiches gilt für Bosnien-Herzegowina. Derzeit dürfen nur bosnische Staatsbürger in das Land einreisen, jedoch mit 14 Tagen Selbstisolation als obligatorisches Verfahren.

Das mögliche Datum für die Öffnung unserer Grenzen ist der 1. Juni, aber das Erfordernis einer zweiwöchigen Selbstisolation könnte weiterhin aktiv bleiben.

Daher können wir einigen von Ihnen, die sich fragen, ob im Jahr 2020 noch Freiwilligenarbeit geleistet wird, immer noch keine genauen Antworten und Anweisungen geben.

Wir werden Sie weiter informieren, sobald wir weitere Informationen haben, höchstwahrscheinlich Anfang Juni. Im Moment können wir mit Sicherheit sagen, dass die Freiwilligenarbeit in der ersten Junihälfte nicht aktiv sein wird. Planen Sie es also nicht.

Alle unsere archäologischen und touristischen Stätten (Ravne-Tunnel, Ravne 2-Park, Ravne 3- und Ravne 4-Tunnel, bosnische Sonnenpyramide, bosnische Mondpyramide und Tumulus) sind jeden Tag der Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet . Wir freuen uns, Sie als Besucher oder Gäste mit unseren Reiseleitern und deren Präsentationen begrüßen zu dürfen.

YouTube-Videos zum Thema auf Fischinger-Online

YouTube-Video vom 2. Feb. 2020 auf Fischinger-Online

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Die Bosnischen Pyramiden des Sam Osmanagich: Ein Magnet für Touristen +++ Video +++

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VIDEO: Die Bosnischen Pyramiden und der boomende Tourismus (Bilder: Google Earth / bosnianpyramid.com / Fischinger-Online)
VIDEO: Bosnische Pyramiden und der boomende Tourismus (Bilder: Google Earth / bosnianpyramid.com / Fischinger-Online)

Seit nun rund 15 Jahren kennt man die sogenannten “Bosnischen Pyramiden” nahe des Ortes Visoko in Bosnien und Herzegowina. Entdeckt hatte sie damals Dr. Sam Osmanagich (Sam Osmanagic), der seit dem alles daran setzt, die “Pyramiden von Bosnien” bekannt zu machen, zu vermarkten und zu erforschen. Zumindest nach seinen Aussagen. Trotz aller Kritik und heftigen Gegenwehr von Seiten der etablierten Archäologie um die Berge des Osmanagich ist es ihm in all den Jahren auch erfolgreich gelungen. Wie bereits berichtet boomt der Tourismus um die “Pyramiden” wie nie zuvor. Wie es dazu kam, und welchen Aufschwung die Region dank der “Pyramiden von Bosnien” erlebt, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


“Bosnische Pyramiden”

Vor nun mehr 15 Jahren entdeckte Dr. Sam Osmanagich (Sam Osmanagic) unweit des Ortes Visoko in Bosnien und Herzegowina die sogenannten “Pyramiden von Bosnien“. Seit dem streiten sich die Kritiker und Gläubige um die als “Bosnische Pyramiden” bekannten Berge und den Spekulationen dazu.

Auch und vor allem die etablierte Archäologie lehnt die Thesen um dortige “Sonnen-Pyramide” und angeblich andere Monumente ab. Schon damals, nachdem Sam Osmanagich die vermeintliche “Sensation” publik gemacht hat.

Doch gegen alle einstigen Erwartungen um die “Pyramidenmanie” hat sich das Thema “Bosnische Pyramiden” gehalten. Mehr noch, denn der Tourismus boomt dank der Entdeckungen rund um Visoko. Zur Freude der gesamten Bevölkerung!

Wie sich das Thema in den letzten Jahren entwickelt hat, erfahrt Ihr umfangreich in diesem Blog-Artikel HIER und in dem folgenden YouTube-Video.

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Die ewigen Rätsel der Pyramiden – (M)ein Doku-Highlight von 1988 +++ Video +++

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Unglaubliche Geschichten - Die ewigen Rätsel der Pyramiden (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Unglaubliche Geschichten – Die ewigen Rätsel der Pyramiden (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Beim Thema Rätsel der Archäologie stehen vor allem Pyramiden in aller Welt immer sehr hoch im Kurs. Allen voran natürlich die Cheops-Pyramide in Ägypten, über die schon seit Jahrhunderten spekuliert und gerätselt wird. Lange bevor es die Esoterik oder Grenzwissenschaft in der Form gab, wie wir sie heute kennen. Auch  die neue Folge der Grenzwissenschaft Classics Videos aus dem Jahr 1988 nimmt sich diesen ewigen Rätseln der Pyramiden an. Wobei ich diesen Teil Nr. 36 meiner Video-Reihe als eine Art persönliches Highlight bezeichnen möchte. Und sicher ist diese TV-Sendung vielen Mystery-Interessierten unbekannt und schon deshalb etwas besonders, wie Ihr hier sehen werdet.


Die Cheops-Pyramide und die ewigen Rätsel der Pyramiden

Themen aus dem Bereich Rätsel der Archäologie sind schon lange nicht mehr aus dem Bereich Grenzwissenschaft, Mystery und Prä-Astronautik (Ancient Aliens, wie man heute sagt) wegzudenken. Und hier steht quasi an der Spitze der Pyramide der ungelösten Rätsel der Archäologie die Cheops-Pyramide von Gizeh in Ägypten.

Eigentlich ist das schon seit Jahrhunderten so. Lange bevor es so was wie Grenzwissenschaft, Atlantis-Forschung oder Esoterik in der Form gab, wie wir sie heute kennen. Die Große Pyramide von Gizeh – eben die Pyramide des Cheops – wird dabei immer wieder gerne diskutiert und fast schon zu Tode analysiert. Spekulationen, Forschungen, Deutungen, “Lösungen” und “Erklärungen” kursieren seit langer Zeit.

So wie in dieser neuen Folge der Grenzwissenschaft Classics Videos. Diesen Teil Nr. 36 meiner Video-Reihe möchte ich dabei als eine Art persönliches Highlight bezeichnen!

Die Sendung stammt von 1988 (1990 in Deutsch) und war vor exakt 30 Jahren die erste ihrer Art, die ich als Teenager auf VHS für mein damals noch nicht existentes Archiv des Phantastischen aufgezeichnet habe … und meine dritte archivierte Doku zu den Rätseln der Welt überhaupt.

Und sicher ist diese Sendung/Serie vielen Interessierten vollkommen neu und schon deshalb etwas besonders. Auch wenn in drei Jahrzehnten die Videokassette unzählige Male abgespielt wurde, funktioniert sie noch. Deshalb wünsche ich Euch viel Spaß mit Folge Nr. #36 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos.

Bleibt neugierig …

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“Bosnische Pyramiden” von Visoko: Inzwischen boomt der Tourismus – Zur Freude der Bevölkerung (+ Videos)

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Die "Bosnischen Pyramiden" und die Touristen - hier "Sonnenpyramide" via Google Earth
Die “Bosnischen Pyramiden” – hier “Sonnenpyramide” via Google Earth: Ein Magnet für Touristen (Bild: Google Earth)

Vor 15 Jahren entdeckte Dr. Sam Osmanagich unweit des Ortes Visoko in Bosnien und Herzegowina die sogenannten “Pyramiden von Bosnien”. Seit dem streiten sich die Kritiker und Gläubige um die als “Bosnische Pyramiden” bekannten Berge und den Spekulationen dazu. Auch die etablierte Archäologie lehnt die Thesen um dortige “Sonnen-Pyramide” und angeblich andere Monumente ab. Schon damals, nachdem Osmanagich die vermeintliche “Sensation” publik gemacht hat. Doch gegen alle einstigen Erwartungen um die “Pyramidenmanie” hat sich das Thema “Bosnische Pyramiden” gehalten. Mehr noch, denn der Tourismus boomt dank der Entdeckungen rund um Visoko. Zur Freude der gesamten Bevölkerung! Wie sich das Thema in den letzten Jahren entwickelt hat, erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Pyramiden in Bosnien

Seit nunmehr rund 15 Jahren sind die “Pyramiden von Bosnien” in der Diskussion und ein Thema in der Grenzwissenschaft. Erbittert streiten sich hier das Lager der Befürworter und der Gegner der Spekulationen des Dr. Sam Osmanagich. Zum Teil soweit – vor allem in den Sozialen Netzwerken -, dass jedwede Kritik an den “Pyramiden” dort abgehend wird. Kritiker an den Thesen des Osmanagich über seine angeblichen Pyramiden sind sehr schnell “Nestbeschmutzer der Grenzwissenschaft”.

Nachdem Osmanagich mit der Behauptung an die Öffentlichkeit ging, dass nahe dem Ort Visoko uralte Pyramiden stehen, sind viele Jahre ins Land gegangen. Geändert hat sich an dem Thema seit dem nichts bis – sehr viel. Was sich vor allem nicht änderte, ist die sehr einhellige Meinung der etablierten Archäologie. Schon sehr früh, nachdem der “Pyramiden-Entdecker” dort anfing zu graben, haben Archäologen protestiert. Etwa in einem Protestschreiben im Juni 2006 an die UNESCO.

Bereits 2006 erschien auch in dem Fachmagazin “Science” (N. 5794) ein damals viel beachteter Artikel von John Bohannon zu diesem Thema. Darin sind sämtliche Kritiken an den Arbeiten von Osmanagich und an den “Pyramiden von Bosnien” zu finden, die noch heute angeführt werden. Auslöser für den Artikel war ein Treffen der führenden Experten aus allen Teilen des Landes, die am 9. Juni des Jahres über die Zukunft der Archäologie und Forschung dort.

Doch, wie es Bohannon beschreibt, die anwesenden Journalisten und TV-Teams aus aller Welt interessierten sich nur für das Thema “Bosnische Pyramiden“! Für Zilka Kujundzic-Vejzagic vom Museums für Vorgeschichtliche Archäologie und Organisatorin des Meetings, war das geradezu frustrierend. “Der Glaube an die Pyramiden ist zum Synonym für Patriotismus geworden”, so Kujundzic-Vejzagic damals.

Kritiker

Schon 2006 liefen die Kritiker gegen Sam Osmanagich Sturm.

Vor allem deshalb, da er kein Wissenschaftler sei, seine Ausgrabungen und Arbeiten alle unwissenschaftlich wären und er sich hier Pyramiden herbeiphantasiere. So zum Beispiel sind seine angeblichen gepflasterten Straßen rein geologisch zu erklären, wie es damals bereits der Geologe Stjepan Coric von der Universität Wien erklärte. Hierbei handele es sich um natürliche geologische Brüche eines 7 Millionen Jahre alten Seebettes, so die Geologie. Weltweit ist dieses Phänomen als “Brekzie” bekannt. Auch mit mehr oder weniger “rechtwinklingen” Bruchkanten, wie man sie an den “Pyramiden von Visoko” sieht.

Auch die von Osmanagich als “Beton” bezeichneten Funden, seien Geologisch zu erklären. Es handelte sich dabei um Sedimentgestein, die Konglomerat genannt werden. Gesteinsformationen, die Geologen auf der ganzen Welt finden und die sogar auf dem Mars durch den NASA-Rover “Curiosity” entdeckt wurden. In Süddeutschland kennt man dieses Gestein als Negelfluh und wird im Volksmund treffend “Hergottsbeton” genannt.

Bedenken haben Archäologen an den Arbeiten an den “Pyramiden” vor allem auch deshalb, da dabei echte archäologische Funde zerstört werden könnten. Aus dem Mittelalter, von den Römern und aus der Steinzeit, so die Kritiker. Johannes Müller beispielsweise, ein Archäologe der Universität Kiel, gräbt rund sieben Kilometer von den “Pyramiden” entfernt nahe der Stadt Okoliste. Hier liegen 7.000 Jahre alte Artefakte und bis zu 300 Häuser der steinzeitlichen Butmir-Kultur, von der bereits 1893 Keramik und Figuren gefunden wurden. Für Müller befindet sich dort eine der größten neolithischen Siedlung Europas.

Visoko und die Pyramiden

Welche Spuren an der sogenannten “Sonnen-Pyramide” von Visoko und den anderen angeblichen “Pyramiden” in der Umgebung liegen könnten, weiß so niemand. Und Osmanagich könnte genau solche Funde durch seine Pyramiden-Ideen zerstören, da hier ohne archäologische Kenntnisse gegraben würde. Enver Imamovic von der Universität Sarajevo, einst Direktor des Nationalmuseums, brachte es in “Science” vom 22. September 2006 auf den Punkt:

Dies ist das Äquivalent dazu, dass ich, ein Archäologe, Operationen in Krankenhäusern durchführen darf.

Osmanagich sehe bei seinen Arbeiten nur das, was er sehen will. Und das sind Pyramiden, so der Archäologe Müller. Kein Wunder also, dass er neben der “Sonnen-Pyramide” in der Umgebung noch weitere entdeckt haben will. Etwa die von “Mond-Pyramide”, wie Osmanagich sie taufte.

Anthony Harding von der Exeter University in Großbritannien und Präsident der “European Association of Archaeologists”, war sich 2006 sicher, dass die “Pyramidenmanie wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein” wird. Osmanagich habe, so schrieb John Bohannon schon damals in seinem Artikel, inzwischen “20.000 Dollar seines eigenen Geldes investiert, um Dutzende von Leuten einzustellen, darunter einen PR-Manager”.

Dies mag zutreffen, denn der “Pyramiden-Entdecker” kam als Bauunternehmer in Texas zu Wohlstand. Erst nach dem Balkankrieg kam er zurück und entdeckte dort im April 2005 die “Pyramiden”, die “schon vor dem Ende der letzten Eiszeit errichtet” wurde, wie er in einem Interview sagte.

Genau in jenen Tagen also, als Archäologen versuchten den wissenschaftlichen Betrieb des Landes wieder aufzunehmen. Und vor allem die historischen und archäologischen Stätten, Funde und Orte neu zu bewerten. Viele waren durch den Krieg zerstört, geplündert oder stark beschädigt worden. Bisher unentdeckte Pyramiden im eigenen Land, die bis zu 30.000 Jahre alt sein sollen (Osmanagich variiert in seinen Angaben zum Teil sehr stark) und als “Mutter aller Pyramiden” der Welt angesehen werden, kommen da gerade recht. Vor alle für die nationale Identität nach den Kriegsjahren und dem Zerfall der Nation und der Ordnung.

Der Tourismus boomt

Der Archäologe Harding irrte aber sehr, als er damals sagte, dass das Thema “nur von kurzer Dauer sein” würde. Denn 15 Jahre später sind die “Pyramiden von Bosnien” aktueller denn je. Mehr als eindrücklich zeigte das auch die TV-DokumentationBosnien im Pyramiden-Fieber – Ein Mythos spült Touristen ins Land” vom 6. Januar 2020 des Senders arte (HIER). Denn die angebliche archäologische Sensation bringt der Region Aufschwung und Wachstum. Anders, als in viele Region des Landes, die unter anderem mit Abwanderung zu kämpfen haben.

Die “Pyramiden” sind in Visoko längst zu einem “esoterischen Pilgerort” geworden. Der Tourismus boomt wie nie zuvor. Allein im Jahr 2019 haben über 50.000 Menschen den Ort besucht – mehr als Visoko Einwohner hat. Hunderte Neugierige laufen jeden Tag durch die ausgegrabenen unterirdischen Gänge, lauschen den Ausführungen von Osmanagich und lassen sich von entsprechenden Reiseleitern seine Welt erklären. Inklusive der Messung der “Lebensenergie” innerhalb der Stollen.

Dass diese unterirdischen Gänge zumindest zum Teil Minen waren, verschweigt Sam Osmanagich übrigens nicht, wie ihm oftmals vorgeworfen wird. Allerdings wird das angeblich so riesige Tunnelsystem von seinen Helfern quasi selber gegraben. Sie buddeln sich einfach immer weiter voran, schaffen so die Tunnel selbst, und Osmanagich behauptet dann, dass diese eben einst aufgefüllt wurden. Warum aber alle Tunnel vollständig verfüllt worden sein sollen – warum nicht einfach nur die Eingänge? – und warum Füllmaterial und umgebenes Erdreich identisch sind, das verrät niemand …

“Es geht um die wahre Geschichte unseres Planeten”, so Osmanagich in der TV-Doku. Und er ist sicher:

Wenn wir hier alle Vegetation und die Erde abtragen würden, dann würde die Pyramide zum Vorschein kommen.”

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Für ein solches gigantisches Vorhaben fehlen ihm natürlich die Mittel und die Helfer.

Obwohl im Jahre 2019 über 350 freiwillige Helfer bei seinen Grabungen geholfen haben. Zu wenig, um einen ganzen Berg anzutragen. Von staatlicher Seite würde er keine Unterstützung bekommen, heißt es in der Sendung. Auch sind keine Wissenschaftler wie Archäologen oder Geologen des Landes bei den Grabungen an den “Pyramiden” mit dabei. Denn “Wissenschaftler aus aller Welt sind längst übereingekommen, dass die doch eher ein Mythos sind”, so die Dokumentation.

Wenn aber kein etablierter Archäologe des Landes mitarbeiten will und kann, kann man eigentlich auch nicht verlangen, dass die Arbeiten nach wissenschaftlichen Maßstäben ausgeführt werden. Eben das, was seit 15 Jahren kritisiert wird. Archäologen, die einst selber vor Ort mitwirkten, sagten auch aus, dass sie eher nur Beiwerk waren. Die eigentlichen Arbeiten wurden von Laien “koordiniert”, die mal da und dann mal dort etwas graben ließen. Nicht ein einziger archäologischer Fund wurde dabei gemacht, so zumindest die Archäologin Silvana Cobanov nach ihren Arbeiten 2006 dort.

Zweifellos fürchten entsprechende Wissenschaftler unlängst um ihren Ruf, wenn sie sich ernsthaft dort an Grabungen beteiligen wollen.

Allerdings haben sich 2012 zwei britische Wissenschaftler dennoch die Mühe gemacht. Der Geologe Dougal Jerram und der Archäologe Henry J. Chapman waren vor Ort an den “Pyramiden” und konnten dabei keinerlei archäologische Funde , Objekte oder Sporen  ausfindig machen. Alles sei vollkommen natürlich zu erklären und sie konnten selber die “methodisch schlechte Praxis” vor Ort beobachten. Man würde dadurch “alle archäologischen Überreste, die dort sein könnten, wirksam zerstören”, wie Chapman und Jerram berichten.

“Mutter aller Pyramiden”

Laut der TV-Doku habe Osmanagich inzwischen “hunderttausende Dollar in seine Pyramiden-Theorie investiert”. Dazu zählt auch der Bau einer Art “Pyramiden-Park” unweit des Berges. Hier feiern die Besucher nicht nur Osmanagich selber, sondern hier entstand ein Ort für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Von Konzerten über Sonnenwendfeiern bis esoterischen Treffen. Und diese Gäste kommen inzwischen aus der ganzen Welt.

Osmanagich selber plant weiter mit dieser Besucheranlage zu expandieren. In 10 Jahren bereits würde es dort schon ganz anders aussehen, prophezeit er. Für den Tourismus ist das ein Segen, da in Visko selber seine Aktivitäten “sehr willkommen” sind. Vom Taxifahrer über die Reiseführer bis zum Hotelkoch profitieren allen von den Boom um die “Pyramiden”. Die “Zahl der Besucher steigt von Jahr zu Jahr”, so ein Einwohner in der Doku, der ein Restaurant dort betreibt. 2019 sei durch Osmanagich ein Rekordjahr gewesen.

Touristen lassen viel Geld in Visoko, was letztlich jedem Einwohner zu gut kommt. Zum Beispiel für eine Wanderung zum Gipfel der “Sonnen-Pyramide”, auf der sich die Ruinen einer mittelalterlichen Festung befinden befindet. Genau hier aber soll etwas überaus ungewöhnliches vor sich gehen, wie Ihr es auch in den Videos unten erfahrt. Eine Art “Energiestrahl” geht von der Spitze der “Pyramide” in den Himmel, der sich im “Bereich 28.000 Herz” bewege. Dieser “Strahl”, eine Art elektromagnetisches Feld, wird um so stärker, je höher über dem Berg gemessen werde.

Physikalisch ist das nicht zu erklären, denn mit zunehmender Entfernung zur Quelle sollte dieser “Energiestrahl” abnehmen (s. Video HIER, bzw. das 2. Video unten). Für Osmanagich und einige seiner Kollegen deutet das auf irgendeine Art Technologie hin, die sich unter der “Pyramide” befinden würde. Hier werden gerne Atlantis oder Astronautengötter der Vorzeit ins Spiel gebracht, die diese “Mutter aller Pyramiden” errichtet haben könnten.

Irreführende Aussagen

Ich selber als Jäger des Phantastischen habe schon nach der Entdeckung der “Pyramiden” damals immer gesagt, dass es nichts weiter als Berge sind. Auch wenn ich mich seit damals in dieser Hinsicht sehr unbeliebt gemacht habe. Schon allein ein Blick bei Google Earth beweist eindeutig, dass von “Pyramidenformen” überhaupt keine Rede sein kann. Lediglich die immer wieder gezeigte Ansicht der “Sonnen-Pyramide” von einer Seite hat eine dreieckige Grundform, die entfernt an Pyramiden erinnert. Wie bei so vielen anderer Bergen auf der Erde auch. Selbst in Deutschland.

Es wird sicher niemand annehmen, dass alle diese “pyramidenförmigen” Berge in Wahrheit uralte, versunkene Pyramiden sind?! Auch wenn das durchaus immer wieder vorkommt, zum Beispiel bei einem Berg in der Antarktis, wie in HIER berichtet. Oder bei einem Stein auf dem Planeten Mars, wie in diesem Beitrag HIER dargelegt.

Die TV-Doku von arte ist aber durchaus irreführend. Zwar wird immer wieder betont, dass die etablierte Forschung die Spekulation von Osmanagich ablehnt, aber es wird ein verzerrtes Bild vermittelt. So werden etwa Besucher bzw. Touristen gezeigt, die Osmanagich freudig für seine “Entdeckung” danken und fast schon huldigen. Nicht gezeigt oder vor die Kamera gestellt werden Besucher, die nichts von seiner Pyramiden-Idee halten.

Mit Sicherheit sind nicht wenige unter den zehntausenden Touristen aus reiner Neugier dort. Verbunden mit einem Urlaub in schöner Landschaft.

Nicht alle sind esoterische Pilger, wie es arte vermittelt. Auch in den Reihen der Mystery-Interessierten gibt es reichlich Kritiker an den Spekulationen von Osmanagich um die Berge von Visoko! Dass die lokale Bevölkerung angesichts des Tourismus-Boom kein schlechtes Wort über ihn verliert, sollte wiederum nicht verwundern. Vielen ist es auch im Grunde egal, warum diese kommen, wie es in der Doku unterstrichen wird. Hauptsache sie kommen.

Der Mann mit den Bergen

Wie viel Geld Osmanagich inzwischen investiert hat, ist natürlich unklar. Er selber spricht von mehreren 100.000 Dollar. Wobei es alles andere als verwerflich ist, dass er in den USA als Bauunternehmer zu Geld gekommen ist, was im Zusammenhang mit seiner Person immer wieder unterstrichen wird. Geld bekommt er auch durch seine Bücher und DVDs, die Besucher und durch Spenden.

Und ob er mit seinen Bergen noch reicher wird, kann auch der schärfste Kritiker nicht belegen!

Es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass er absolute Laien als ehrenamtliche Helfer vor Ort hat. Immerhin mehr als 350 im vergangenen Jahr. In der etablierten Archäologie wiederum ist das vollkommen normal. Hier graben nicht nur Experten und Archäologie-Studenten, sondern jeder kann sich bei solchen entsprechenden Projekten als Helfer bewerben. Auch aus vollkommen berufsfremden Berufen, die rein gar nichts mit Archäologie zu tun haben. Anfang der 1990ger Jahre zum Beispiel für Grabungen in der berühmten “Felsenstadt” Petra in Jordanien.

Mit dem großen Unterschied, dass die Teilnehmer an solchen “Grabungs-Camps” unter entsprechenden Anweisungen etablierter Archäologen arbeiten …

Videos zum Thema auf Fischinger-Online

YouTube-Video vom 12. März 2019 auf Fischinger-Online

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 28. Aug. 2015 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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