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Die “UFO-Akte des Bundestages” als Thema bei Tagesschau online: “Ein etwas lustloses, aus Wikipedia zusammengeklicktes Schülerreferat”

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Die UFO-Akte des Bundestages und die Tagesschau online (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Die UFO-Akte des Bundestages und die Tagesschau online (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Die “UFO-Akte des Deutschen Bundestages” war lange Zeit ein Streitfall für die Gerichte. Die Ausarbeitung des “Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” wollte Berlin partout nicht veröffentlichen. Man muss, so eines der Argumente, einen “Wissensvorsprung” vor dem gemeinen Bürger haben. Vor einigen Wochen sprach das Bundesverwaltungsgericht Leipzig jedoch ein Urteil gegen die Bundesregierung und ihre Geheimhaltung. Die Akte musste freigegeben werden. Nun hat auch die “Tagesschau” online zu diesem Themen einen Beitrag veröffentlicht und zeigt sich enttäuscht über den Inhalt …

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In einem Video auf meinem YouTube-Channel “Ancient Aliens & Mystery Files – aktuelles aus der Grenzwissenschaft & mehr” habe ich am 30. Juni über das Gerichtsurteil für die UFO-Forscher und gegen die Geheimhaltung der Regierung zu dieser UFO-Akte berichtet. Ebenso, dass wohl kaum “Sensationen” in diesem Dossier zu finden sein werden.

Tageschau.de schrieb dazu am 23. Juli 2015:

Wer nun sensationelle Erkenntnisse erwartet, wird – das kann man guten Gewissens prophezeien – enttäuscht werden: Kein deutsches Area 51, keine vertuschten UFO-Abstürze, keine Reptiloide an den Schaltstellen der Macht – die dürren zehn Seiten mit viel Weissraum wirken vielmehr wie ein etwas lustloses, aus Wikipedia zusammengeklicktes Schülerreferat.”

Und das stimmt, wenn man sich die UFO-Akte ansieht.

Die "UFO-Akte" des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Die “UFO-Akte” des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

“Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der UN-Resolution zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischer Lebensformen” klingt zwar nach einem hochtrabenden Titel des Dokumentes, aber ist in der Tat eher zusammen geschrieben. Inkl. Verweise auf wissenschaftliche Sendungen zu diesen Themen bei Fernsehsender des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Namentlich vor allem: “Alpha Centauri” mit Professor Harald Lesch.

Tatsächlich hat die Ausarbeitung mit dem Aktenzeichen “WD 8 – 3000 – 104/2009” vom 23. November 2009 für den Kenner der Materie absolut nichts an Neuigkeiten zu bieten. Die “Tagesschau” schrieb dazu:

Die Bundesregierung kann sich die Existenz außerirdischen Leben vorstellen, steht da. Aber: ,Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen’, heißt es wörtlich in der Studie.”

Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 - nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)
Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 – nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Auch diese Aussage, sowie alle derartige Aussagen am Ende (Seiten 8 & 9) der Ausarbeitung, sind nur in die Studie hinein kopiert. In meinem Buch “Verbotene Geschichte” hatte ich 2010 dieses (und andere) bereits umfassend dargelegt, da es sich um offizielle Anfragen an die Bundesregierung von 2008 und 2009 handelte. Ebenso zusammenfassend in diesem BLOG-Artikel.

Ohne Frage ist die Freigabe der “UFO-Akte des Bundestages” – und somit alle andere Arbeiten des “Wissenschaftlichen Dienstes” – ein großer Erfolg für die Informationsfreiheit in Deutschland. Warum aber die “Tagesschau” online gleich dazu schrieb, dass dies Papier “vielleicht (…) besser unter Verschluss geblieben” wäre, da ihr Inhalt “unterirdisch” sei, erschließt sich mir nicht …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Links zur Grenzwissenschaft

Interessantes zum Thema:

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205. Ausgabe des "Journals für UFO-Forschung" der GEP e.V. erschienen: "UFOs und anomalistische Themen in der Wikipedia"

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    Soeben ist die 205. Ausgabe des “Journals für UFO-Forschung” der GEP e.V. erschienen. Darin enthalten ist ein Artikel von Henriette Fiebig mit dem Titel “UFOs und anomalistische Themen in der Wikipedia – Ein Überblick zu Theorie und Praxis der Internet Enzyklopädie”. Die Autorin gibt hier einen Überblick über die Grundlagen und Prinzipien der bekannten Online-Enzyklopädie und erklärt letztlich am Beispiel des Eintrages zur GEP, wie es sich mit den sog. Relevanzkriterien verhält. Erfahren Sie, weshalb die GEP aktuell in der Wikipedia nicht zu finden ist, wie anomalistische Themen allgemein gesehen werden und weshalb die Autorin die Wikipedia als eine hervorragende Möglichkeit zur Aufklärung über das UFO-Phänomen ansieht

    Von T. A. Günter

    Außerdem in der ersten “jufof”-Ausgabe des Jahres 2013: Zwei sehr ausführliche UFO-Berichte und ein Interview mit dem Leiter der französischen GEIPAN. Rezensiert werden diesmal Bücher von Sebastian Bartoschek und Sylvia Lapp. Über Leserbriefe würden wir uns sehr freuen.


    JA! Das Thema “Mystery & Wikipedia” ist schon teilweise mehr als leidig, wir Ihr hier auf diesem BLOG in einem sehr umfangreichen Artikel lesen könnt:

     

      Links zum Thema:
      Zum Thema

        Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
        (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
        www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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        +++Artikel+++ Wikipedia, die Wiki-Autoren und die Grenzwissenschaft: Der ewige Streit um Meinungen, Wissen und Fakten

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        Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der "Systeme" (Bild: E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei / Archiv /Montage: L. A. Fischinger)
        Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der “Systeme” (Bild: E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei / Archiv /Montage: L. A. Fischinger)

        Das berühmte Internet-Lexikon Wikipedia ist immer wieder ein Streitfall. Auch und vor allem in der Grenzwissenschaft und dem Mystery-Bereich. Hinter den Kulissen des Online-Lexikons geht es dabei – natürlich anonym! – hitzig bis geradezu grotesk vor. Was gehört wie und warum in das Online-Lexikon oder eben doch nicht? Welche Informationen und Quellen sind “gut” und welche “nicht gut”? Ein aufschlussreicher Einblick aus Jahren der Wikipedia-Beobachtung und darüber hinaus.

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        Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

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        Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
        Irdische Gesetzte zum “Umgang” mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

        Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Leben im All

        Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

        Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

        Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

        Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

        Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

        Sorgen um die Menschheit

        Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

        Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

        Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

        Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

        Killerbakterien vom Mond

        Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

        Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

        Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

        Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

        “Kontamination der Biosphäre” unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

        Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff “Hornet”. Hier “sperrte” man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

        Die Erde ist (vorerst) sicher

        Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

        Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im “Albuquerque Journal” am 30. April 1971 dazu:

        Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

        Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

        Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die “Apollo 11”-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

        Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das “Extra-Terrestrial Exposure Law” in den “Code of Federal Regulations” (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

        Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

        Weltraumhygiene

        Für “irre Gesetzte” ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

        Das bekannte Beispiel ist sicher die “Weltraumhygiene”. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

        Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

        Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen “Viking” Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

        Erste Hygienevorschriften

        Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das “Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

        Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

        (Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

        Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde “Mars 3” der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten “Viking 1 & 2” der USA.

        Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

        In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass “die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung” handeln und “alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten” ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

        Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.”

        Weltraumethik

        Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”. Wobei man sich fragen muss, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

        Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

        Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.”

        Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

        Lippenbekenntnisse?

        Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen “eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen”, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

        Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.”

        Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

        Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

        Die Menschenwürde der Außerirdischen

        Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

        Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

        Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der “gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln”, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als “Metalaw” bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel “Space law and Metalaw – A Synoptic View” in “Harvard Law Record” Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

        Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien “des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit”:

        1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
        2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
        3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

        Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

        Zum Wohle der Außerirdischen

        Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

        Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von “Gut” und “Böse” auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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        Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für “uns” sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

        Dennoch wurde bereits 1960 das “Internationale Institut für Weltraumgesetz” (IISL) gegründet. Dieses “International Institute of Space Law” vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

        11 Regeln für alle Alien-Rassen

        Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung “Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw” und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

        1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
        2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
        3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
        4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
        5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
        6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
        7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
        8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
        9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
        10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
        11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

        Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen “Gesetzten” führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

        Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

        Interstellare Handesgesetze

        Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

        Zum Beispiel auch mit “der Theorie des interstellaren Handel”, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

        In seiner Studie “Die Theorie des Interstellaren Handel” geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es “eine sehr zeitaufwändige Investition”. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. “Ist diese Transaktion profitabel”, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

        Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es “Interspezies Transaktionen” von Waren und Kapital. Doch das alles sei “nicht so einfach”, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei “Star Trek”.

        Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

        Wenn ich einen Alien töte …

        Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht “gesetzlich gesehen” einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

        Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da “die Delikte ‘Mord’ und ‘Totschlag’ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen”, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

        Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.”

        So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung?

        Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine “Sache” nicht jemanden gehören?

        Alien-Invasion und die Folgekosten

        Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

        Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

        Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

        Weiter schrieb er:

        “In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

        Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.”

        Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

        Spekulationen und SETI

        Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

        Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum “nur” finden.

        Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

        Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

        Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

        Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens der Klimawandel zum Verhängnis? Das “Fermi-Paradoxon” und der Nicht-Kontakt

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        Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens Klimawandel und Umweltzerstörung zum Verhängnis? (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)
        Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens Klimawandel und Umweltzerstörung zum Verhängnis? (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)

        Wenn unsere Milchstraße und das Universum von außerirdischen Zivilisationen zumindest nach einigen Berechnungen nur so wimmelt: Wo sind diese dann alle? Warum finden wir sie scheinbar nicht und warum empfängt SETI kein Signal von Außerirdischen? Dazu gibt es einen ganzen Katalog von Erklärungsversuchen. Eine “neue” These zu diesem “Fermi-Paradoxon” genannten Umstand des Nicht-Kontaktes mit Aliens bringt jetzt ein Astrophysiker in Spiel: Klimawandel und Umweltzerstörung auf ihren Planeten würden die Entwicklung der Außerirdischen bremsen oder sogar stoppen. Wie genau das der US-Wissenschaftler meint, welche weiteren Faktoren eine außerirdische Zivilisation bedrohen und ob das als Erklärung des “Fermi-Paradoxon” ausreicht, lest Ihr in diesem Beitrag.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Zivilisationen im All

        Seit wenigen Jahrzehnten erst hat sich unter Astronomen und Weltraumforschern die Überzeugung durchgesetzt, dass es im Universum von Leben nur so wimmelt. Intelligentes Leben und außerirdische Zivilisationen ausdrücklich eingeschlossen.

        Eine Tatsache, die in der breiten Bevölkerung allerdings noch lange nicht angekommen ist. Außerirdische sind für viele Menschen mangels Bildung und Interesse in diesem Bereich weiterhin ein Thema für “Verrückte”, “Freaks” oder “Spinner”. Vor allem auch aufgrund der allgemeinen und falschen Auffassung, dass das Thema Außerirdische dasselbe wie das Thema UFOs ist. Daran hat das Fernsehen und Hollywood eine erhebliche Mitschuld.

        Allerdings haben auch all jene etablierten Wissenschaftler “schuld”, die von eben diesem Leben im All immer wieder sprechen. Seien es jetzt Mikroorganismen auf einem Mond oder dem Mars in unserem Sonnensystem, ferne und mutmaßliche bewohnbare Exoplaneten im All oder technologische Zivilisationen von Außerirdische: Nichts davon kann die Weltraumforschung bisher belegen.

        Noch nicht. Denn sicher sind sind eigentlich alle, dass es “Sie” da draußen geben muss. Wir müssen sie nur finden (oder sie uns).

        Aliens wie Sand am Meer – wo denn?

        Wie viele Planeten und Monde in unserer Galaxis oder im gesamten Universum Leben beherbergen, kann niemand auch nur annähernd seriös sagen. Nichteinmal grob schätzen kann man die Anzahl belebter Welten im All. Und das wird auch in fernster Zukunft aller Wahrscheinlich nach immer so bleiben. Wir kennen nicht alle Monde und Planeten im Kosmos, auf denen Leben entstanden sein könnte. Wir werden sie in der Unendlichkeit des Alls niemals alle kennen können. Gleichzeitig können wir auch nicht alle Kandidaten vor Ort untersuchen, um etwa Mikroben oder Alien-Fische nachzuweisen.

        Das Universum ist dafür ganz einfach zu groß.

        Bei außerirdischen Zivilisationen ist es zwar nicht ganz so aussichtslos, aber dennoch vergeblich. Doch auch hier sprechen Optimisten von “Aliens wie Sand am Meer” im gesamten Kosmos. Und viele seien eben intelligent und haben eine technologische Zivilisation einwickelt. Einige dieser Spezies sind auf dem Stand von uns Menschen – andere vielleicht Millionen Jahre weiter entwickelt.

        So nehmen gerne diverse Wissenschaftler die inzwischen schon sehr alte Drake-Gleichung aus den 1960er Jahren dafür vor. Eine Formel (mehr dazu auch HIER, HIER & HIER), mit der man theoretisch die Anzahl intelligenter Alien-Zivilisationen im All berechnen kann. Einige optimistische Ergebnisse dieser Berechnungen zeigen ein Universum, dass voller Zivilisationen ist.

        Aber warum finden wir diese doch angeblich so zahllosen Außerirdischen einfach nicht? Obwohl wir beispielsweise seit rund einem halben Jahrhundert mit Radioteleskopen Signale von ihnen suchen schweigt der Kosmos!

        Das “Fermi-Paradoxon”

        Ein quasi überall bevölkertes Weltall, ohne, dass wir auf der Erde das mitbekommen? Warum?

        Genau das fragte sich schon 1950 der berühmte Atomphysiker und Nobelpreisträger Enrico Fermi, nachdem zahlreiche Begriffe aus Wissenschaft und Forschung benannt sind. So auch das “Fermi-Paradoxon”, das eben genau das Problem des Nicht-Kontaktes mit anderen Zivilisationen beschriebt:

        Fermi ging davon aus, dass es intelligentes außerirdisches Leben gibt, das technisch hochentwickelte Zivilisationen über Millionen von Jahren aufrecht erhalten kann. In dieser Zeitspanne sollte es mittels interstellarer und intergalaktischer Raumfahrt möglich sein, ganze Galaxien zu kolonisieren – und der Wahrscheinlichkeit nach sollte dies bereits geschehen sein. Dass dennoch die Suche nach den Spuren von Außerirdischen bisher erfolglos blieb, erschien ihm paradox und als Hinweis darauf, entweder die Annahmen oder die Beobachtungen zu hinterfragen.

        Rund 70 Jahre ist dieses “Fermi-Paradoxon” nun bekannt und in der Diskussion. Und es ist und bleibt paradox. Obwohl selbstverständlich in der Astronomie und Alien-Forschung verschiedene Parameter angeführt wurden, warum wir bisher alleine bzw. noch nicht besucht worden sind. Man sollte aber dabei aber auch beachten, dass nicht nur keine Alien-Kollonisten zu uns kamen, sondern diese “Anderen” noch nicht mal irgendwas von sich hören ließen.

        Das Problem des Nicht-Kontaktes

        Beispiele:

        • Außerirdische betreiben ganz einfach keine oder räumlich nur sehr begrenze interstellare Raumfahrt. Aus technischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen – oder weil es für diese schlicht unnötig ist.
        • Alle außerirdischen Zivilisationen sind schon lange Vergangenheit. Es existieren keine mehr.
        • Die Menschheit ist vollkommen allein im All. Wir wären damit die erste “intelligente Spezies”.
        • Aliens leben von unserem Ort im Kosmos aus betrachtet alle zu weit weg. Sie haben uns als Ziel deshalb “nicht auf dem Schirm”.
        • Natürliche Katastrophen haben sie ausgelöscht.
        • Sie haben sich durch Kriege usw. selber ausgelöscht.
        • Die Planeten der Aliens haben eine derart starke Anziehungskraft (“Super-Erden”), dass sie keine Raumfahrt entwickelt haben. Kosten und Ressourcenverbrauch, um erstmal langsam mit Raumfahrt wie Satelliten usw. zu beginnen, sind viel zu hoch (s. a. Video HIER).
        • Alle außerirdischen Zivilisationen ignorieren uns Erdlinge aus mangelnden Interesse absichtlich.
        • Außerirdische haben uns noch gar nicht entdeckt, und wissen nichts von der Menschheit.
        • Sie waren schon längst hier.
        • Die “Anderen” sind schon längst hier.
        • Ab und zu kommen sie mal vorbei.
        • Außerirdische haben durch Weltraummüll eine “Barriere” um ihre Welt geschaffen, so dass sie auf ihrer Welt “gefangen” sind.
        • Alien-Zivilisationen wissen von uns, haben aber untereinander abgesprochen, dass sie uns in Ruhe lassen.
        • Wir erkennen sie gar nicht.
        • Keine außerirdische Zivilisation hat bisher den Sprung zu einer interstellaren Spezies geschafft.

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        Wo die Wissenschaft nicht weiter weiß, beginnen die Spekulationen und Thesen. Die genannten Erklärungsversuche des “Fermi-Paradoxon” zeigen dies sehr eindringlich. Obwohl vieles davon nach Science Fiction klingt, ist es das nicht. Science Fiction wird schließlich immer von der nüchternen Wissenschaft beeinflusst. Dann verpackten Hollywood, Autoren & Co. es für den Konsumenten.

        Science Fiction vs. Wissenschaft

        In der TV-Serie “Raumschiff Enterprise” existiert beispielsweise eine “Oberste Direktive”. Damit ist in der Serie nichts weiter als eine Nichteinmischungsabsprache der handelnden Spezies gegenüber “primitiven Zivilisationen” gemeint. Etwa wenn diese noch nicht die Technologie der interstellaren Raumfahrt erfunden haben, lässt man sie bei “Star Trek” in Ruhe.

        Vorstellbar, dass es so was im All wirklich gibt und wir deshalb vor dem “Fermi-Paradoxon” stehen. Genauso vorstellbar aber auch, dass sie schon vor zum Beispiel 14 Millionen Jahren hier waren. Oder uns in 10, 100 oder 10.000 Jahren erst entdeckten. Vielleicht sind alle Außerirdischen in der Galaxis bisher auch nur Steinzeitaliens oder Mikroben …

        Alles Thesen. Alles nicht belegbar. Und doch alles durchaus vorstellbar. Inklusive der mit Sicherheit unbeliebtesten Erklärung, dass wir ganz allein sind. Betrachtet man die Diskussionen um außerirdische Zivilisationen und des Problems, dass wir sie bisher einfach nicht finden, sind einige Hypothesen dabei sehr beliebt. Zumindest in den letzten Jahren. Obwohl auch diese nach irdischen Science Fiction klingen, muss es nicht überall so sein.

        Zum wäre da die Annahme, dass sie schon lange hier sind, hier waren oder immer mal wieder hier “vorbei schauen”. Verbunden wird dies gerne auch mit der Überlegung, dass sie sich ganz einfach nicht (direkt) einmischen wollen. Wir Menschen sind vielleicht auch sowas wie ein “komischer Zoo” im All: Hin und wieder interessant und unterhaltsam, letztlich aber doch bedeutungslos und langweilig (s. a. Interview mit Lars A. Fischinger HIER).

        Eine andere beliebte Idee ist, dass Außerirdische ganz einfach zu weit weg und die Distanzen zwischen den Sternen auch für sie zu gigantisch sind. Vor allem Kritiker der Prä-Astronautik oder auch der UFOs im Sinne von Alien-Fahrzeugen führen das oft an.

        Die dritte und überaus beliebte Erklärung des Nicht-Kontaktes ist, dass alle Alien-Zivilisationen inzwischen untergegangen sind. Wann genau ist dabei eher belanglos. Ob vor 1.000 Jahren die letzten Außerirdischen untergingen oder vor 5 Milliarden Jahren spielt dabei kein Rolle. Wir Menschen haben sie schicht und einfach zeitlich verpasst.

        Der “Große Filter”

        Theoretisch vorstellbar ist in der Unendlichkeit des Universums auch unendlich viel. Immerhin ist das All, soweit wir heute wissen, rund 14 Milliarden Jahre alt. Viel Zeit für viele Ereignisse und Dinge.

        Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen betrachte sehr häufig die Entwicklung von solchen Zivilisationen an sich kritisch. Allen voran ist hier der Physiker Stephen Hawking sicher zu nennen. Sie gehen in ihren Thesen davon aus, dass eine außerirdische Spezies sich technologisch bis zu einer Art Scheidepunkt kontinuierlich weiter entwickelt. Irgendwann steht die technologische und parallel laufende biologische Evolution dieser Zivilisationen jedoch an einer Schelle.

        Diese Entwicklungsschwelle gilt es zu überwinden, damit eine solche Spezies überhaupt weiter existieren kann. In der Diskussionen wird hier gerne das Risiko der Selbstvernichtung der Außerirdischen genannt. Durch Krieg, Atomaren Holocaust, Killerviren und zahlreiche andere (menschlich) denkbare Katastrophen. Natürlich auch durch verehrende Naturereignisse. Eine Spezies, die zwar einfache Raumfahrt betreibt, eben wie wir, kann beispielsweise einen Killer-Kometen oder riesigen Asteroiden auf Kollisionskurs nicht abwehren. Auch einem Gammestrahlenausbruch oder Supervulkanen wären diese Aliens schutzlos ausgeliefert.

        Erst nachdem eine Spezies technologische all diese Hürden meistern und überwinden kann, ist ihre Überleben sicher. Hausgemachte und natürliche Untergänge müssen überwunden oder überwindbar sein. Wie soll eine Spezies den Schritt in den Kosmos schaffen, wenn sie plötzlich von einem Atomkrieg oder Killer-Asteroiden in die Steinzeit zurückgeworfen wird?

        Vollkommen logische Überlegungen, die natürlich auch die Spezies Mensch betreffen.

        Auch wenn Kriege aller Art gerade von uns Menschen der Erde überaus gerne geführt werden, kann das bei Aliens durchaus auch so sein. Falls nicht, bleiben die überall im Weltraum vorhandenen natürlichen Gefahren. Forscher sprechen hier auch von einem “Großen Filter” in der Entwicklung von Zivilisationen. Einige Spezies überleben die Kinderkrankheiten ihrer Zivilisation und werden von kosmischen Ereignissen verschont, andere nicht.

        Klimawandel bei den Außerirdischen

        Haben Außerirdische sich nicht alle selber umgebracht oder in die Steinzeit zurück katapultiert und wurden auch von natürlichen Weltuntergängen verschont, steht ihnen das All offen. So die einhellige Meinung unter den Astronomen. Würde eine technologisch fortschrittliche Spezies dann von einem Kometen oder Asteroiden in ihrer Existenz bedroht, würden diese Aliens es verhindern können.

        Um so weiter der Fortschritt, um so mehr können sie sich wehren und dadurch immer weiter entwickeln. Eine Aufwärtsspirale, wenn man so will. Denken wir den Extremfall, dass deren Sonne untergeht und die Atmosphäre ihrer Welt deshalb verbrennt, finden diese Super-Aliens auch dafür eine Lösung.

        Der Astrophysiker Adam Frank ist mit seinem Buch “The Light of the Stars” vom Juni 2018 bisher einer der letzten Forscher, die das Thema des “Großen Filters” genauer betrachtet haben. Er führte den Klimawandel als einen weiteren Aspekt an, der allerdings keinesfalls neu ist. Frank beruft sich ausdrücklich auf vorherige Pioniere der Alien-Forschung wie etwa Frank Drake oder Carl Sagen.

        Populär brachte Frank vor allem den Klimawandel unserer Erde mit Blick au außerirdische Zivilisationen ins Spiel. Wie es sein Untertitel “Außerirdisch Welten und das Schicksal der Erde” schon verrät, zieht Frank eindeutige Verbindungen zur aktuellen Weltlage und potentiellen Alien-Welten. Denn auch ein Wandel das Klimas kann für die Entwicklung einer Zivilisation auf ihren Planeten ungeahnte und hinderliche Konsequenzen haben. Hier sei die Menschheit “kosmische Teenager”, so Frank.

        Verwundern sollte das nicht. Ein Klimawandel, gleich ob von Menschenhand, Alienhand oder natürlich, kann für eine planetar gebundene Zivilisation das Aus bedeuten. Zumindest wird es für die betroffene Spezies weit Wichtigeres geben als groß angelegte Raumfahrt. Durchaus eine Aussage, die man schon heute bei Raumfahrt-Kritikern auf diesem Planeten antrifft.

        Wer aber keine oder kaum Energien und Technologien in Raumfahrt & Co. investiert, wird im “Großen Filter” des Kosmos stecken bleiben. Ergebnis mit Blick auf das “Fermi-Paradoxon” wäre, dass diese Zivilisation vor uns verborgen bliebe. Zumindest bis diese vielleicht eines Tages ihren Klimawandel überwunden  oder sich nach einem Ende ihre “kosmischen Teenager-Zivilisation” neu entwickelt hat.

        Sind das wirklich Erklärungen?

        Jeder einzelne Punkt der Interpretationen des “Fermi-Paradoxon” ist nachvollziehbar und möglich. Und doch erklärt nicht einer davon das Problem des Nicht-Kontaktes und das Schweigen aus dem All wirklich zufriedenstellend.

        Auch hier kommt wieder die gewaltige Größe des Weltraum ins Spiel. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass alle angeblich so zahllosen außerirdischen Zivilisationen noch zu primitiv sind, sich vernichteten, uns nicht gefunden haben, die Erde ignorieren usw. Auch die Annahme, dass eine Kombination aus allen Punkten für das “Fermi-Paradoxon” verantwortlich ist, ist nicht unbedingt stichhaltig. Zumindest auf den ersten Blick.

        Bei Milliarden und Abermilliarden Planeten im All sind die allermeisten unbewohnbare und lebensfeindliche Welten. Planeten deren Klima, Sonnenorbit und zahllose andere damit verbundene Faktoren die Entwicklung einer Zivilisation vollkommen unmöglich machen. Selbst der größte Alien-Fan kann diese Tatsache nicht ignorieren. Zum Glück bleiben aber immer noch genug Welten über, auf denen das sehr wohl möglich war oder ist.

        Eine außerirdische Spezies um einen Stern in 10 Millionen oder sogar Milliarden Lichtjahren Entfernung ist für uns unfassbar. Allein den Stern dieser Aliens sehen wir so, wie er vor Millionen oder Milliarden Jahre einmal aussah. Da gab es diese Zivilisation vielleicht noch gar nicht bzw. nicht mehr. Wir haben aber auch Nachbarn im All, die nur einige dutzend oder ein paar hundert Lichtjahre von uns entfernt sind. Warum finden oder besser gesagt hören wir diese nicht?

        Da SETI mit Teleskopen seit nunmehr über 50 Jahren das All nach Alien-Signalen vergeblich absucht, kann das nur Folgendes beuten.

        Nachbarn im Kosmos und das “Fermi-Paradoxon”

        Eine technologische Spezies in unserer Nachbarschaft kann zeitlich und räumlich nicht passend existieren. Wir müssten ihre Signale mit unseren irdischen Radioteleskiepen längst entdeckt haben.

        Wären diese Aliens 100 Jahre von uns weg und haben zu dieser Zeit oder auch davor Signale von ihrer Welt in das All abgestrahlt, müssten wir sie längst empfangen haben. Auch unsere irdischen Signale sind bereits Jahrzehnte weit in das all vorgedrungen. Bei einer außerirdischen Zivilisation wäre das nicht anders. Längst hätten wir von diesen kosmischen Nachbarn etwas gehört. Haben wir aber nicht.

        Pessimisten und vor allem SETI-Kritiker argumentieren genau so. Demnach wären die Fremden im All einfach viel zu weit weg, als das wir sie finden. Im Prinzip würde das auch das “Fermi-Paradoxon” erklären. Allerdings nur bei oberflächlicher Betrachtung und damit letztlich auch wieder nicht.

        Aliens, die nur 100 Jahre von uns weg sind, können sehr wohl unabsichtlich Signale ausgesendet haben, die auch die Erde erreichten. Wir haben sie ganz einfach nicht gehört. Vielleicht da wir auf einer anderen Frequenz gesucht haben. Auch möglich, dass wir überhaupt nicht im passenden Augenblick in deren Richtung lauschten. Immerhin hat SETI dank der rasenden Entwicklung der Technologie heute die Möglichkeit Millionen Frequenzen automatisiert gleichzeitig abzuhören. Das war natürlich nicht immer so.

        Raum und Zeit

        Bedenken muss man auch Folgendes: Wenn diese Zivilisation bereits seit 1.000 Jahren keine Radiosignale etc. mehr aussendet, da sie vollkommen anderen Technologien entwickelt haben, hören wir sie auch nicht mehr. Sie könnten in 100 Jahren Entfernung leben – uns technologische aber soweit voraus sein, dass wir absolut nichts mehr von ihren hören. Und ein Alien-Signal, dass vor Jahrhunderten unsere Erde erreichte, konnte natürlich auch niemand empfangen.

        So kann es in der unmittelbaren Umgebung von uns zwar andere Zivilisationen geben, aber deren Technik können wir heute nicht mehr aufspüren. Existiert deren technologische Gesellschaft schon eine Millionen Jahre, da sie den “Großen Filter” lange überwunden haben, haben wir überhaupt keine Vorstellung mehr, was diese tun und was nicht. Es wäre vermessen anzunehmen, dass alle Alien-Nachbarn Radiosignale zeitlich und räumlich so sendeten, so dass wir sie in den letzten Jahrzehnten auch empfangen konnten.

        Und vielleicht sind sie ja schon lange hier und mischen sich nur nicht ein.

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        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht in die nächste Runde

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        Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
        Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

        Bekanntlich wimmelt es im Internet an skurrilen, verrückten, falschen aber auch beängstigen Behauptungen. Falschaussagen, Spekulationen, Lügen, Unwahrheiten, Halbwissen und Halbwahrheiten, die man heute schlicht Fake News nennt. Schon lange haben Internetriesen wie Google, YouTube und Facebook diesen Fake Infos den Kampf angesagt. Auf diesem Blog wurde das immer wieder thematisiert. Explizit haben sie dabei auch sogenannte  “Verschwörungstheorien” im Visier, die damit natürlich auch Themen aus dem Bereich Grenzwissenschaft betreffen könnten. Jetzt hat die Videoplattform YouTube bekanntgegeben, dass deren Kampf gegen solche Fake News und unliebsamen Verschwörungen in Videos ausgeweitet werden soll. In Zukunft sollen Verschwörungstheorie-Videos und “irreführende Inhalte” den Nutzern erst gar nicht mehr empfohlen werden. Zu ihrem eigenen Wohl, wie es heißt. Was genau YouTube plant, wie das System YouTube funktioniert und was wie auf der Videoplattform zukünftig gefiltert werden soll, erfahrt Ihr detailliert hier.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Das Fake News-Netz

        Nirgendwo sonst verbreiten sich News und Informationen schneller als über das Internet. Zugleich gibt es keinen “Ort” der Welt, an dem man mehr Neuigkeiten, Informationen, Quellenmaterial und Themen findet, wie im Netz. Doch gleichzeitig ist das Internet auch die größte Verbreitungsmaschine von Fake News und irreführenden bis halb-wahren Informationen und Behauptungen.

        Aufgrund dieser Tatsache wird schon lange versucht diesen Fake-Informationen einen Riegel vorzuschieben. Erst kürzlich hat beispielsweise der Messengerdienst “Whatsapp” die Funktion zur Weiterleitung von Nachrichten beschnitten. Statt wie bisher Nachrichten an x-beliebig viele Empfänger weiterzuleiten zu können, sind fortan nur noch maximal fünf Empfänger gleichzeitig möglich. “Whatsapp” möchte dadurch nach eigenem Bekunden die Verbreitung von Fake News beschränken.

        Genau das möchte auch Facebook schon länger, wie HIER berichtet (s. a. Videos unten). Und der Dienst “Whatsapp” gehört seit 2014 zur Facebook Inc. – und ist damit Teil des Internetriesen. Bei Facebook wird Meinung gemacht, verbreitet und auch gefälscht. Fake News und irreführende Halbwahrheiten sind damit Teil des Systems.

        Wie auch bei YouTube, das zum Giganten Google gehört. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Google und YouTube falschen Nachrichten und Verschwörungstheorien unlängst den Krieg erklärt haben. Mehrfach wurde auf Grenzwissenschaft und Mystery Files über diese Vorhaben berichtet (z. B. HIERHIER).

        Während einige innerhalb der Netzgemeinde von redlichen Bemühungen sprechen, rufe andere laut, dass das eine Zensur sei! Die großen Meinungsmacher und Informationsquellen im Internet würden ihre Monopole ausnutzen. Sie erheben sich zu einer Art Bestimmer, die festlegen, was wahr und wichtig und was unwahr und unwichtig für die Nutzer sei. Immerhin sind Milliarden Menschen trotz aller Kritiken an ihnen in Sozialen Netzwerken aktiv. Ein riesiges Potential um Meinung zu machen

        Zensur, Meinungslenkung und dummes Zeug

        Ganz Unrecht haben die Kritiker mit den Zensur-Vorwürfen nicht! Aber eine richtige Zensur wäre es erst dann, wenn die fraglichen Informationen ganz aus dem Netz entfernt werden würden. Noch ist das nicht der Fall. Mann kann bisher alles online finden, wenn man es denn sucht und wenn es einen interessiert.

        Problematisch ist es aber dann, wenn die Netzgemeinde quasi vorgeschrieben bekommt, was sie zu lesen oder sehen hat. Genau das ist aktuell bzw. seit einigen Jahren der Fall. Fake News sollen (und werden) gefiltert, teilweise sogar entfernt (etwa bei Facebook) oder nicht mehr in den Suchergebnissen bei Google angezeigt. Alternativ verschieb Google die in deren Augen unliebsamen Treffer auch ganz einfach  in der Trefferliste weit nach hinten. Eine “elegante Lösung”, da Studien über das Nutzerverhalten zeigen, dass der weitaus größter Teil der Suchmaschinennutzer nur die ersten drei Seiten mit Treffen wirklich beachtet.

        Dass wirkliche Fake News, unwahre Meldungen und Lügen-Nachrichten im Netz gibt, ist natürlich unstrittig. Ebenso unumstritten ist auch, dass nur eine aggressive und echte Zensur und Unterdrückung solcher Fake Informationen im Netz diese wirklich eindämmen kann. Ganz beseitigen wird man diese wohl nicht können. Ebenso wenig wie das ganze “dumme Zeuge”, das, salopp ausgedrückt, verbreitet wird.

        Von solch einer Zensur sind wir aber weit entfernt. Eher haben wir es mit einer Meinungslenkung zu tun, wenn Google, Facebook & Co. uns vorschreiben wollen, was “den Richtlinien” oder “der Wahrheit” entspricht. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass sicher die meisten Menschen derartige “News” als digitale Plage empfinden. Denn glauben kann man Meldungen im Internet schon lange nicht mehr. Sofern man das jemals konnte.

        YouTube is watching you

        YouTube als Gigant in Sachen Videos ist wohl die größte Fake-Schleuder des gesamten Internet. Ganz einfach aus dem Grund, dass diese Plattform ohne Anmeldung und Account frei zugänglich ist. Nicht etwa wie Facebook, deren Mitglieder sich vorher anmelden müssen. Ein weitere Grund ist, dass jeder (mit Account) alles als Video dort hochladen kann, was damit auch sehr schnell gefunden wird. Da YouTube zu Google gehört, werden die entsprechenden Videos so auch dort leicht gefunden.

        Zudem kann jeder Uploader sein Video mit Stichworten (“Tags” genannt) für eben die Internetsuche versehen. Auch entsprechende Video-Titel und -Beschreibungen liest der Algorithmus aus. Durch die Verzahnung von YouTube mit der Suchmaschine von Google brauch der Nutzer damit nicht mal mehr eine eigene Webseite, um seine Infos zu verbreiten. Internetseiten und Blogs muss ein User erstmals erstellen, programmieren, optimieren und im Raking bei Google gut platzieren können, um Gehört zu finden. Das ist oftmals alles andere als einfach.

        YouTube und im Anschluss die Google-Suche liefern das entsprechende Rüstzeug damit frei Haus. Schließlich möchte die Videoplattform, dass der Nutzer bei der Suche Videos nach seinen Interessengebiet findet und sich anschaut. Im Idealfall sind diese mit Werbung versehen (“Monetarisierung” genannt), die der Betrachter im noch idealeren Fall auch anklickt. Und das bringt ganz einfach bares Geld für Google/YouTube.

        Ihr schaut YouTube – YouTube schaut auf Euch:

        Der Algorithmus bei YouTube schlägt jedem Nutzer automatisch zahlreiche weitere Videos und auch ganze Kanäle vor. Basierend auf dem Videomaterial, dass er sich zuvor angesehen hat, sowie den eingegeben Suchbegriffen. YouTube “merkt” sich das ganz genau, und liefert so personenbezogene Vorschläge (und Werbung). Für die meisten User der Videoplattform hat das zweifellos große Vorteile und bietet guten Mehrwert. Immerhin kann man so weit mehr entdecken, als man vielleicht ursprünglich gesucht hat. Von Musikkünstlern über Tutorials bis Grenzwissenschaft.

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        Unliebsame Themen und Videos bei YouTube

        Video-Empfehlungen von und bei YouTube funktionieren allerdings etwas komplexer, als nur durch Stichworte, Filmtitel und Beschreibungen. Das System “scannt” auch die Beliebtheit von einzelnen Videos, um sie mittels des Algorithmus zu verarbeiten und ggf. zu empfehlen. Dabei kommt es nicht mal nur auf die Anzahl der Zugriffe der einzelnen Videos an, wie man denken könnte. Vor allem wird auch die Interaktion im Umfeld einzelner Filme ausgelesen. Das heißt, je mehr Daumen hoch oder runter und je mehr Kommentare in der Community, um so wahrscheinlicher ist es, dass YouTube ein Video empfiehlt.

        Als Fake- und Unsinn-Maschine hat YouTube aber einen Teil seiner Inhalte unlängst den Kampf angesagt. Automatische Empfehlungen sind eben letztlich automatisch und die inhaltliche Qualität oder sogar Wahrheit bleibt außen vor. Verschiedene Schritte hat YouTube in der Vergangenheit unternommen, um solche unliebsamen Inhalte zu verbannen. Zum Beispiel, dass Video-Macher ihre Filme nicht mehr automatisch mit Werbung der Google-Firma “AdSense” versehen können. So erzielen diese Videos und Kanäle auch keine keine Einnahmen.

        Eine andere Methode bei YouTube gegen unliebsame Inhalte ist, dass diese Videos gleich komplett gesperrt werden. “Verstoß gegen die Richtlinien” nennt sich das. Für viele in der Netzgemeinde ist das viel zu oft reine Willkür, weshalb sie eben von Zensur sprechen. Diesen Argwohn kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man sich bei YouTube umsieht:

        So finden sich dort beispielsweise offen fremdenfeindliche Videos, Musiktitel oder sogar Propagandafilme aus dem 3. Reich inklusive zugelassener “AdSense”-Werbung – während harmlose Videos auf die Bannliste kommen, wenn nur ein x-beliebiger US-Präsident in einem “unliebsamen Kontext” erwähnt wird. Etwa Osama bin Laden und Barack Obama oder George Bush sowie John F. Kennedy und CIA.

        Obwohl man Widerspruch einlegen oder auch eine manuelle Prüfung des Videos verlangen kann, stößt das vielen Usern sauer auf. Und hier ist der Übergang zu Verschwörungstheorien, Fake News, Falschbehauptungen, Lügen und Quatsch fließend!

        Das will YouTube ändern

        “Verschwörungstheorie” und “Fake News” sind heute Kampfbegriffe gegen alles und jedes, was nicht dem Mainstream entspricht. Fast schon niedlich hat die Trump-Regierung hier einst auch die Bezeichnung “alternative Fakten” eingeführt, wenn es um Meinungen gegen den Mainstream geht. Nur sollten Fakten eben auch Fakten sein, gleichgültig ob alternativ oder alternativlos.

        Um die Nutzer vor Desinformationen und Fakes zu schützen will YouTube entsprechende Videos auf die Ersatzbank verbannen. Videos, die Desinformationen, Falschbehauptungen, Verschwörungstheorien und Hoax verbreiten, werden fortan ganz einfach nicht mehr den Usern empfohlen. Damit sieht der YouTuber diese nicht mehr auf der Plattform, wenn er nicht explizit danach sucht. Ein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform muss dabei nicht mal vorliegen. Irreführende Inhalte reichen vollkommen. YouTube entscheidet fortan, was für die Nutzer schädlich ist!

        Von der Menge eher unbeachtet veröffentlichte YouTube am 25. Januar 2019 dazu selber eine Erklärung. Und war auf dem offiziellen YouTube-Blog, den es tatsächlich gibt. In dem entsprechenden Beitrag unter der Überschrift “Fortsetzung unserer Arbeit zur Verbesserung der Empfehlungen auf YouTube” heißt es unter anderem:

        Wir aktualisieren ständig unser Empfehlungssystem – wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten. (…)

        Wir ziehen jetzt Empfehlungen aus einem breiteren Themenspektrum ein – an jedem Tag werden allein auf der Homepage mehr als 200 Millionen Videos empfohlen. Allein im letzten Jahr haben wir Hunderte von Änderungen vorgenommen, um die Qualität der Empfehlungen für Nutzer auf YouTube zu verbessern. Wir werden diese Arbeit in diesem Jahr fortsetzen (…)”

        Man  wolle deshalb “Empfehlungen für grenzüberschreitende Inhalte” ebenso reduzieren wie Videos, die “auf schädliche Weise falsch informieren könnten”, schreibt YouTube weiter. Als Beispiel werden hier Videos genannt, die Pseudo-Heilmittel für schwere Erkrankungen versprechen, behaupten, dass die Erde eine Scheibe sei “oder offensichtliche falsche Aussagen über historische Ereignisse wie 9/11 machen”.

        Nutzer in Gefahr!

        Laut der Mitteilung von YouTube betrifft das nicht mal ein Prozent der dortigen Videos. Man sei sich aber sicher, dass “die Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos der YouTube-Community ein besseres Erlebnis bieten wird”.

        Wenn nicht mal ein Prozent aller Videos der Plattform betroffen sind, ist folgende Erklärung von YouTube nicht zu verstehen:

        Wir glauben, dass diese Veränderung ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung einer Plattform für freie Meinungsäußerung und der Wahrung unserer Verantwortung gegenüber den Nutzern schafft. Diese Änderung beruht auf einer Kombination aus maschinellem Lernen und realen Menschen. Wir arbeiten mit menschlichen Bewertern und Experten aus allen Teilen der USA zusammen, die helfen, die maschinellen Lernsysteme zu trainieren, um Empfehlungen zu generieren.

        Solche Mühen mit realen Video-Prüfern und “Experten” aus Fleisch und Blut, um ein “Gleichgewicht” herzustellen? Bringen diese Videos die Meinung der Nutzer derart durcheinander, dass die übrigen 99 Prozent der damit offensichtlich harmlosen Filme/Videos aus dem Gleichgewicht geraten? 99 Prozent Musik-Videos, Katzen-Filmchen, Tutorials und “Real News” sind durch ein Prozent Fake Infos also in Gefahr. Erstaunlich.

        Erstaunlich auch, wer diese Video-Prüfer und Experten sind, die YouTube zum Schutz der Zuschauer und der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” hin kontrollieren sollen:

        Diese Bewerter werden anhand öffentlicher Richtlinien geschult und liefern wichtige Informationen zur Qualität eines Videos. Dies ist eine allmähliche Änderung und betrifft zunächst nur die Empfehlungen einer sehr kleinen Reihe von Videos in den Vereinigten Staaten. Mit der Zeit, wenn unsere Systeme genauer werden, werden wir diese Änderung in mehr Ländern einführen.”

        Geschult durch “öffentliche Richtlinien” bedeutet nichts anders, als dass diese Menschen dem Mainstream folgen (müssen).

        YouTube will nur unser Bestes …

        Natürlich werden die Mainstreammeinung-Bewerter von YouTube unliebsame Videos nicht auf ihre wissenschaftliche Kompetenz hin abklopfen. Wie auch, da Videos mit unliebsamen Themen keine Quellenangaben beinhalten. Keine Videos enthalten Fußnoten, anhand derer die Experten diese oder jene Aussage überprüfen könnten. Offensichtliche Falschaussagen mögen leicht zu entlarven sein. Wie aber sieht es mit Grenzwissenschaft aller Art und auch Unart aus?

        Welcher Experte prüft solche Videos anhand welcher Qualifikation und Quellenmaterialien? Fordern diese menschlichen Bewerter vom Einsteller des jeweiligen Videos Kopien der genutzten Quellen und Informationen an, um dann im Sinne der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” zu entscheiden? Ist ein Video schon irreführend, wenn es Verschwörungstheorien über UFOs beinhaltet? Was genau ist dann in dem jeweiligen Video “irreführend” und warum? Ist die umstrittene Prä-Astronautik-Serie “Ancient Aliens” aus den USA nicht schon “irreführenden Inhalts”? Oder sind es die Videos HIER, die auf meinem Kanal unter dem deutlichen Titel “Grenzwissenschaft und Mystery Files” erscheinen?

        Die Videoplattform will nur das beste für die Zuschauer, wie es in der Erklärung zu lesen ist:

        Wie immer können Personen weiterhin auf alle Videos zugreifen, die unseren Community-Richtlinien entsprechen. Diese Videos können, falls relevant, in Empfehlungen für Channel-Abonnenten und in Suchergebnissen angezeigt werden. (…)

        Dies ist nur ein weiterer Schritt in einem fortlaufenden Prozess, aber es spiegelt unser Engagement und Verantwortungsbewusstsein wider, um die Empfehlungen auf YouTube zu verbessern.

        Folgerichtig kann YouTube es nicht verantworten, dass irreführende Inhalte vorgestellt werden. Nicht mal dann, wenn der Interessierte genau diese sehen möchte. “Falls relevant” würden sie empfohlen. Über relevant oder nicht entscheiden natürlich biologische Experten und digital angepasste Algorithmen.

        Was YouTube nicht sagte

        Interessant ist allerdings auch, was YouTube in seiner Erklärung nicht geschrieben hat. Es fehlt vollkommen der Hinweis, ob das Netzwerk jene Nutzer über die Verbannung eines Videos informiert, die dieses hochgeladen haben. Erfährt also jemand, der zum Beispiel selber ein Video über die flache Erde produziert und online gestellt hat, dass YouTube dieses zukünftig aus den Empfehlungen entfernt? Ich persönlich glaube nicht.

        Unerwähnt blieb auch, wie das Video-Netzwerk zukünftig mit thematisch entsprechenden Playlists verfahren wird. Jeder Nutzer mit einem Account und natürlich aktive Videomacher selber können diese Listen mit Videos erstellen (meine findet Ihr z. B. HIER). Sehr beliebt ist das verständlicherweise bei Musikvideos. Je nach entsprechenden Musikgeschmack kann man diese erstellen und natürlich auch als Ganzes abspielen.

        Das kann man aber auch mit Videos “irreführenden Inhaltes” machen. Dabei muss man diese nicht mal selber erstellt, geschnitten und hochgeladen haben. Ich selber besitze unter meinen Paylists eine mit dem Titel “Verschwörungen, UFO-Geheimhaltungen & Vertuschungen” mit augenblicklich 93 Videos von mir selber. Klingt der Name der Liste nicht schon nach “irreführenden Inhalten”? Wird diese Liste und all die anderen ähnlicher Art bei YouTube von einem Prüfer aus Fleisch und Blut jetzt überprüft? Reicht dabei ein einziges unliebsames Video innerhalb der Playlist, um diese vollständig aus den Empfehlungen zu verbannen?

        Wird der Ersteller der Liste über die Entscheidung der amerikanischen Bewerter informiert? Denn auch wenn die neuen Methoden erst auf die USA angewandt werden, wird es auch deutsche YouTuber betreffen.

        Und die Grenzwissenschaft an sich?

        Als intensiver YouTube-Nutzer mit eigenem Channel weiß ich aus teils sehr leidiger Erfahrung, was für einen Quatsch dort zu finden ist. Nicht nur in Sachen Verschwörungen, Esoterik, “Neue Weltbilder” etc. sondern zur Grenzwissenschaft überhaupt. Auch wenn Grenzwissenschaft per se keine Wissenschaft ist (mein Kanal ebenso wenig), strotzen gerade solche Videos von Fake News und Falschaussagen. In den meiste Fällen zum Glück unabsichtlich aufgrund von Unwissenheit und Verdrehungen.

        Eine Tatsache, die ich als überzeugter Prä-Astronautiker bekanntlich seit vielen Jahren in der Grenzwissenschaft intensiv kritisiere. Obwohl mich das vielfach unbeliebt macht, da man lieber glaubt statt prüft. Auf diesem Blog sowie meinem Video-Kanal gibt es dazu unzählige Beispiele, Artikel und Beiträge.

        Wenn ich oder irgendwer ein Video online stellt, dass behauptet, dass Außerirdische vor der Sintflut auf der Erde waren, Sex mit Menschenfrauen hatten, Kinder zeugten und damals Riesen lebten – was sagen die “anhand öffentlicher Richtlinien geschulten” YouTube-Video-Prüfer dazu?

        Schließlich ist unstrittig und damit keine Verschwörung oder irreführend, da diese Behauptungen uralten Schriften und Mythen zu entnehmen sind. Glasklar auch der Bibel. Und diese Aliens waren sogar Teil einer echten Verschwörung gegen ihren Anführer, den man pauschal als “Gott” ansieht. Auch das ist unbestreitbar, da es in den alten Texten steht. Nur der Terminus “Außerirdische” als Wesen aus dem All für jene himmlischen Gestalten, die dies taten, ist hinein gedeutet.

        Damit wäre das letztlich doch wieder…irreführend.

        Gegen solche “Pseudowissenschaft” wie dieses Beispiel geht Google übrigens bereits seit Jahren vor. Suchergebnisse, die in den Augen von Google Halbwissen enthalten und unwissenschaftlich sind, sollen in der Trefferliste nach hinten verschoben werden. Verschwörungstheorien inklusive, wie am 2. März 2015 in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.  Die Suchmaschine will wissenschaftliche Suchtreffer und die von ihr als “Wahrheit” angesehenen Ergebnisse im Rankig nach oben schieben. Der Suchende muss dann in der Trefferliste mehrere Seiten durchblättern, um diese bei Google zu finden …

        Retter des Verstandes

        Wo ist die Grenze, was zu den “weniger als ein Prozent der Inhalte auf YouTube”, die fortan der “Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos”, unterliegen werden? Diese Entscheidung wird dem Nutzer jetzt abgenommen. Dank YouTube und der Sorge um den Verstand seiner Konsumenten. Dass Menschen zumindest zum Teil selber denken können, ist dem Video-Giganten offensichtlich nicht genug.

        Wie gesehen entscheidet der Algorithmus bisher fast im Alleingang anhand des Nutzerverhaltens, was dem User als Videotipp vorgeschlagen wird. Beispielsweise finden sich im Abspann meiner eigenen Mystery-Videos dort teilweise solche automatischen Videotipps. Dort besteht die Möglichkeit dem Zuschauer automatisch anhand seiner sonst gesuchten und gesehenen Themen Videos vom System automatisiert empfehlen zu lassen. Für Kanal-Betreiber wie mich sehr nützlich, da so das Interesse des Zuschauers erreicht wird.

        Was aber schreibt die Plattform in ihrem Blog-Beitrag zu den Änderungen?

        “Wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten.”

        Irgendwelche prüfenden “Experten” und eine Software entscheiden demnach, was die Menschen wirklich sehen wollen. Nicht der Mensch und Konsument selber. Sie entscheiden auch, was andere Menschen als irreführende Aussagen ansehen könnten. Ähnlich wie man Kleinkindern das TV-Programm vorschreibt oder ihnen erklären muss, dass der gelbe Schnee kein Zitroneneis ist.

        Sicherlich wird jeder einzelne YouTube-Nutzer bereits Empfehlungen bekommen haben, über die er nur den Kopf schüttelte. Das ist bei Facebook, der Google-Suche oder auch bei Amazon Prime nicht anders. Was macht ein denkender Benutzer in diesem Fall? Er sieht es sich ganz einfach nicht an. Gleichzeitig wird sicher jeder bereits online einen Vorschlag bekommen haben, der ihn interessiert hat. Einen Tipp zu einem Themen, das dieser vielleicht so gar nicht kannte. Also sieht er sich ihn an.

        Zum Glück denkt ja jetzt YouTube für seine Kunden, damit sie nicht versehentlich etwas sehen, das sie gar nicht sehen wollten …

        Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit. Oder, als menschliche Empfehlung, in meiner YouTube-Community

        Videos zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

        YouTube-Video vom 23. Dez. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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        YouTube-Video vom 28. Nov. 2015 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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        YouTube-Video vom 29. Jan. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        SETI, die Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug unseriöser Forscher für den Mainstream! +++ YouTube-Video +++

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        VIDEO: SETI-Forschung, Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug für den Mainstream! (Bilder: ESO/Kornmesser & Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)
        VIDEO: SETI-Forschung, Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug für den Mainstream! (Bilder: ESO/Kornmesser & Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

        Seit nunmehr 59 Jahren gibt es SETI (= „Search for Extraterrestrial Intelligence“, also die „Suche nach extraterrestrischer Intelligenz“ bzw. die unterschiedlichsten SETI-Projekte. Sie alle suchen nach Signale von intelligenten Außerirdischen. Ein eigenständiger Zweig der Astronomie, mit dem sich zahlreiche Astronomen und Astrophysiker befassen. Quasi überall suche diese nach Hinweise auf Aliens. Auch bei dem Objekt Oumuamua, das 2017 entdeckt wurde und von außerhalb unseres Sonnensystems kam. Doch Mitte Januar bezeichnete eine Boulevardzeitung mal eben alle „Alien-Thesen“ um Oumuamua und die Suche nach Aliens mittels SETI als Humbug und Quatsch. Die Astronomen, die sich damit befassen, wären unseriös oder würden nur PR und Geld haben wollen oder seien schlicht „irre“ … Alle Details dazu und zu den unsäglichen Aussagen der Zeitung – erfahrt Ihr wie immer detailliert in diesem YouTube-Video.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Update zum Thema HIER.

        Zahlreiche Spekulationen um das zigarrenförmige Objekt Oumuamua machen seit seiner Entdeckung 2017 die Runde. Auch SETI-Astronomen haben ihn erforscht.

        Ist es von einer außerirdischen Intelligenz gekommen? Möglicherweise ein Raumschiff oder ein defekter Satellit von Aliens? Oder ein Sonnensegel, das einst eine interstellare Sonde von fremden Wesen aus den Tiefen des Alls antrieb?

        So zumindest spekulierte der Astrophysiker Abraham Loeb von der Harvard Universität in einer Veröffentlichung. Fraglos eine umstrittene These die Avi Loeb publizierte – so auch in den Augen einer Mainstream-Zeitung aus Österreich.

        Denn Mitte Januar bezeichnete diese Boulevardzeitung mal eben in einem Artikel alle „Alien-Thesen“ um Oumuamua und die Suche nach Aliens mittels SETI als Humbug und Quatsch. Und die Astronomen, die sich damit befassen, wären unseriös und Loeb selber würde nur PR und Geld (für sein Institut in Harvard) haben wollen. Vielleicht sei er auch schlicht ein “Profilneurotiker” ..

        Alle Details zu diesen Themen und den unsäglichen Aussagen der Zeitung – erfahrt Ihr wie immer detailliert in diesem Video bei YouTube.

        Bleibt neugierig …

        YouTube-Video vom 29. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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        Gerichtsstreit um die Entlassung einer Hochschul-Professorin: Aber was haben die Anunnaki und Harald Lesch damit zu tun?

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        Gerichtsstreit um die Entlassung einer Hochschul-Professorin: Aber was haben die Anunnaki und Harald Lesch damit zu tun? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
        Gerichtsstreit um die Entlassung einer Hochschul-Professorin: Aber was haben die Anunnaki und Harald Lesch damit zu tun? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

        Dass Themen aus den Gebieten Grenzwissenschaft und Mystery Files vielfach sehr umstritten sind, wissen die meisten Interessierten. Konflikte zwischen “Parawissenschaft” und der etablierten “Mainstream-Wissenschaft” sind geradezu vorprogrammiert. Das ist nichts Neues. Aber in der letzten Woche wurde in einigen Medien versucht die (private) Beschäftigung mit grenzwissenschaftlichen Themen einer Hochschul-Professorin negativ auszulegen. Grund war, dass das Düsseldorfer Landesarbeitsgericht die fristlose Kündigung von Prof. Karin Kaiser als unwirksam beurteilte. Zwischen den Zeilen der entsprechenden Medienberichte gelesen, stößt man aber dabei auf wirklich seltsame Vorwürfe gegen die Professorin, die den Bereich Grenzwissenschaft betreffen. Welche absurden Behauptungen das sind, was in der Presse zu lesen war, wie man versuchte Prof. Kaiser zu damit zu diskreditieren lest Ihr in diesem Beitrag.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Hochschule Niederrhein feuerte Professorin

        Unterschiedliche Medien haben vergangene Woche über die juristischen Sieg der Professorin Karin Kaiser der Hochschule Niederrhein berichtet. Ihre Entlassung sei ungerechtfertigt gewesen, urteilte das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf. Verschiedene Spekulationen wurden in der Presse laut, warum Kaiser von ihren Arbeitgeber entlassen wurde oder warum man sie “loswerden wollte”.

        Diese Spekulationen reichten von unentschuldigten Fehlen, über ihre Nähe zur Partei AfD bis zu “Diffamierung anderer Mitarbeiter” oder einem angeblich unerlaubten Nebenerwerb. Für das Gericht und zum Teil Prof. Kaiser selber unsinnige Behauptungen und teilweise auch Falschdarstellungen.

        Streitereien vor Arbeitsgerichten sind alltäglich und für einen Jäger des Phantastischen uninteressant.  Interessant aber wird es dann, wenn in der Presse Prä-Astronautik und andere Mystery Files-Themen in diesem Zusammenhang genannt werde. Scheinbar nur, um die Professorin zu diskreditieren, da sie selber entsprechende Postings in Sozialen Netzwerken online stellte.

        Der “ungewöhnliche” Prof. Harald Lesch

        Während sich die meisten Medienberichte über Karin Kaiser auf ihre politischen Aussagen bzw. Postings konzentrieren, sah es bei “Epoch Times” anders aus. In deren Bericht vom 24. Januar heißt es, dass sie “auf ihrem Fecebook-Accout ungewöhnliche Posts” verbreiten würde. Gemeint sind hier nicht ihre dortigen Urlaubsfotos, Katzenvideos oder eBay-Auktionen, sondern:

        So empfiehlt Kaiser Bücher des Astrophysikers Harald Lesch, der seit Jahr und Tag als öffentlich-rechtlicher Gewährsmann für die These von einer ,menschengemachten Erderwärmung’ gilt.

        Ich habe mir alle Facebook-Posts bis zurück zum September 2017 bei ihr angesehen. Buchtipps zu Lesch fand ich nicht.

        In der Tat finden sich bei Kaiser allerdings viele Postings zum Thema Klimawandel, Umweltschutz und Erderwärmung. Beispielsweise hat sie am 16. September 2018 einen Bericht von “National Geographic” geteilt, in dem es um Kampf gegen Plastik geht. Am 1. Oktober 2018 einen Link zum ZDF zu Professor Harald Lesch und seiner Sendung “Faszination Universum: Die Schwerkraft – Dirigentin der Welt”.

        Was ist daran ein “ungewöhnlicher Post”? Mehr Mainstream als das ZDF und Harald Lesch wohl kaum mehr geht.

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        “Epoch Times” wirft ihr im dortigen Artikel auch vor, dass sie sich mit “Turbo-Kapitalismus” befassen würde. Auch das zweifellos ein Mainstream-Thema. Zu diesem “globalen Kapitalismus” hat sie zum Beispiel eine Folge der (Mainstream) ZDF-Sendung “Aspekte” vom 18. November 2016 geteilt. Auch habe die Professorin “Bedenken hinsichtlich einer ‘Bevölkerungsexplosion'”, schreibt die “Epoch Times” vorwurfsvoll.

        “Epoch Times” vergaß allerdings zu erwähnen, das diese Bedenken einer irgendwann überbevölkerten Erde Wissenschaftler der ganzen Welt teilen. Inklusive der weltweit gefeierte und geachtete und kürzlich verstorbene Prof. Stephen Hawking 

        Von den Anunnaki und Zecharia Sitchin

        Nun ist es ist aber nicht nur so, dass vollkommen harmlose Posts zu “Mainstream-Professor Lesch” oder dem ZDF gegen Kaiser ausgelegt werden. Es wird – nicht ganz zu unrecht! – denn es in dem Artikel der “Epoch Times” noch kurioser. So heißt es in der “Epoch Times”:

        Dazu halte sie ‘eine umfassende (wissenschaftliche) Diskussion der auf den Übersetzungen von sumerischen Tontafeln basierenden Veröffentlichungen von Michael Tellinger ‚Sklavenrasse der Götter‘ und von Zecharia Sitchin‘ für dringend notwendig.”

        Das hat Prof. Kaiser sinngemäß tatsächlich geschrieben. Aber nicht auf Facebook, sondern am 8. Januar 2016 in einer handvoll Tweets auf Twitter. Zum Beispiel:

        Wenn die sumerischen Tontafeln richtig übersetzt worden sind, dann sind die Ursachen für die Religionskonflikte die Machtkämpfe der Anunnaki.

        Wann werden die Übersetzungen der alten sumerischen Tontafeln von Zecharia Sitchin endlich in breiter Öffentlichkeit diskutiert?

        Wie sieht es mit der Stabilität unserer Atmosphäre aus? Haben wir ähnliche Probleme wie die Anunnaki von sumerischen Tontafeln?

        Sind wir Menschen als Sklavenrasse von den außerirdischen Anunnaki geschaffen worden?

        Offensichtlich hat sie das Buch “Sklavenrasse der Götter” von Tellinger da gerade gelesen, schließlich verlinkt sie es auch. Ungeachtet der Tatsache, dass “Anunnaki” nicht sumerisch ist, dass Sitchin seinen von Aliens bewohnten Planeten Nibiru, zahllose Aussagen darüber und den Anunnaki-Goldabbau auf Erde nur erfunden hat (was viele Gläubige nicht hören wollen): Was haben solche privaten Tweets mit dem Verfahren vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf zu tun?

        Diskreditierung

        Der Versuch der Diskreditierung von Prof. Kaiser gehen in dem Artikel noch weiter. So schriebt die “Epos Times” zu Kaisers Interesse weiter:

        “Diesen zufolge sei die Menschheit ‘als neue Rasse durch Genveränderungen der auf der Erde lebenden Geschöpfe von den außerirdischen Anunnaki nach ihrem Ebenbilde, aber von geringerer Intelligenz’ geschaffen worden, um Gold auf der Erde abzubauen, was diese brauchten, um die Atmosphäre ihres Heimatplaneten Nibiru zu stabilisieren.

        Auch wenn suggeriert wird das sei ein Zitat von Kaiser, ist es offenbar keines. Es stammt aus Wikipedia (USA) zu Zecharia Sitchin und seinen Nibiru-Erfindungen. Und Michael Tellingers Buch ist dabei nur eines von immer zahlreicher werdenden Büchern zu den Anunnaki und Nibiru, die Sitchins Erfindungen einfach ungeprüft übernommen haben.

        Sich hierzu Gedanken machen und zu fragen, wann dies “endlich in breiter Öffentlichkeit diskutiert” wird, ist sicherlich nicht “ungewöhnlich”! Außer für die “Epoche Times”, natürlich. Immerhin bleibt die Tatsache (s. z. B. HIER, HIER, HIER & HIER), dass, wenn man Sitchins unbelegte Erfindungen und reinen Phantasien allesamt herausstreicht, dass …

        … himmlische Wesen mit Namen Anunnaki in babylonischen oder auch akkadischen Überlieferungen existieren.

        … der Mensch in einigen Mythen dieser Kulturen als “Diener” oder “Arbeiter” der Götter erschaffen wurde.

        … natürlich auch die Sumerer an Götter und Schöpfer aus dem Himmel glaubten.

        Ist es wirklich verwerflich, dass sich jemand für diese Themen interessiert und entsprechende Bücher liest? Wohl kaum. Das hier selbst versucht wurde den Vorzeige-Wissenschaftler Harald Lesch sowie das Mainstream-TV  in das Boot angeblich “ungewöhnlicher Post” zu holen, ist absurd. Nur ein Versuch, Prof. Kaiser als extrem verschroben darzustellen. Welchen internen Grund ihre Kündigung auch immer hatte.

        Was denkst DU über das Thema? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        Der Stern von Bethlehem: Ein UFO der Astronautengötter? Falsche Zitate und wirre “Kritik” im Mainstream

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        Der Stern von Bethlehem: ein UFO? Falscher Spott und wirre "Kritik" im Mainstream (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
        Der Stern von Bethlehem: ein UFO? Falscher Spott und wirre “Kritik” im Mainstream (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

        Forscher und Autoren der Prä-Astronautik, die die Idee verflogen, dass die “imaginären” Götter der Vergangenheit in Wahrheit Außerirdische waren, durchforsten bei ihrer Suche auch die Schriften der Vergangenheit. Auch und vor allem in diesen Überlieferungen und Texten finden sich unzählige Aussagen zu diesen göttlichen Wesen aus dem Himmel. So natürlich auch in der Bibel. Dabei wurde schon vor Jahrzehnten die These aufgestellt, dass der “Stern von Bethlehem” vielleicht ein Fahrzeug dieser “Götter” war. Ein UFO, dass die “drei Weisen aus dem Morgenland” den Weg wies, und über der “Krippe” mit dem Jesus-Kindlein zu sehen gewesen sein soll. Jetzt erschien allerdings eine “Kritik” an der Spekulation um das “Bethlehem-UFO” im Mainstream, dass einem fast die Worte fehlen. Wie Ihr hier lesen werdet, scheint hier die Presse vollkommen am Ziel vorbei geschrieben zu haben.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Jesus Christus und die Aliens

        Es ist alles andere als neu, dass Prä-Astronautiker in der Bibel nach Spuren von Astronautengöttern suchen und dabei meistens nur das Alte Testament im Blick haben. Das Neue Testament des Christentums mit den Erzählungen über Jesus Christus wird eher am Rande bei diesen Thesen gestreift.

        Dafür gibt es drei ganz einfache Gründe:

        Erstens handelt das Neue Testament vor allem von den Taten Jesus und der Welt um sein sein Wirken und ist damit weitaus Jünger als all die mythologischen Geschichten im Alten Testament. Und zweitens enthalten die Schriften des Neuen Testament auf den ersten Blick nicht so viele Hinweise auf mögliche Götter der Sterne.

        Vor allem aber gibt es einen dritten Grund. Viele Forscher scheuen davor Jesus Christus irgendwie mit diesen Aliens der Antike in Verbindung zu bringen. Die religiösen Gefühle von Milliarden Christen könnten dadurch mehr als nur ein wenig strapaziert werden. Das sieht man auch an der bekannten TV-Serie “Ancient Aliens”, die bis dato das Thema (und das Thema Marienerscheinungen) komplett ausgelassen hat, wie bereits HIER berichtet. Der amerikanische TV-Sender “History Channel” möchte auf keinen Fall die zahllosen Gläubigen und auch Fundamentalisten in den USA vor dem Kopf stoßen.

        Auch Erich von Däniken wurde (meines Wissens nach) bereits vor 50 Jahren mit diesen religiösen Bedenken konfrontiert als er sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichen wollte. Erst nach einer grundlegenden Überarbeitung seines Manuskriptes und der Entfernung der darin enthaltenen Jesus-Themen (u.a.) erschien das “entschärfte” Werk 1968. Dem damaligen ECON-Verlag war es schlicht “zu heiß”.

        Das UFO von Bethlehem

        Dennoch wurde das Thema “Jesus und Aliens” später in der Prä-Astronautik aufgegriffen. Wjatscheslaw Saizew aus der damaligen UdSSR war sicherlich mit seinem legendären Artikel “Wissenschaft oder Phantasie” in dem Magazin “Sputnik” 1968 (zu finden HIER) einer der ersten Mystery-Autoren. Vor allem aber nachdem das Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten” von Gerhard R. Steinhäuser 1973 erschien, wurde das “heiße Thema” populärer. “Die Religion aus der Retorte” war ein weiterer provokanter Untertitel von Steinhäusers Buch, dem thematisch einige Autoren im Laufe der Jahre folgten. Beispielsweise Walter Hain, Peter Krassa oder auch Gisela Ermel.

        Die These dahinter ist eigentlich vollkommen simpel, wenn man in die Bibel schaut. Die “Weihnachtsgeschichte” erzählt, dass Fremde bzw. Esoteriker aus dem Morgenland – über die in diesem Posting HIER umfangreich berichtet wurde – einem hellen Stern am Himmel folgten, bis sie den Geburtsort von Jesus Christus erreichten. Dieser Stern bzw. das UFO wies den Männern den Weg zu Jesus und blieb dann angeblich über seiner “Krippe” stehen. Hierhin mussten die “Weisen aus dem Morgenland” also ziehen, um das Baby zu finden.

        Und da Maria, die Mutter Jesus, von einem Engel aus dem Himmel die kommende Schwangerschaft und Geburt von Jesus verkündet wurde, könnten hier Außerirdische hinter stecken. Noch dazu, da das Neue Testament betont, dass nicht Joseph als Mann von Maria der leibliche Vater des Kindes war – sondern Gott.

        Klassische Überlieferungen, die jedes Kind heute kennt. Zumal in wenigen Tagen erneut die Weihnachtsfeiertage anbrechen. Allerdings auch Überlieferungen, die sich fraglos im Sinne der Prä-Astronautik deuten lassen. Auch wenn Astronomen schon seit sehr vielen Jahren den Stern von Bethlehem mit einer besonderen Planetenkonstellation oder anderen astronomischen Besonderheiten am Himmel zu erklären versuchen. Oder aber diese natürlicher Phänomene vor den Besuchern aus dem Morgenland herziehen bzw. ihnen den Weg zeigen können, steht auf einem anderen Blatt.

        Damit war zumindest in der Grenzwissenschaft die Spekulationen um ein UFO von Bethlehem geboren. Wie so vieles in der Prä-Astronautik eine reine Hypothese, die sie niemals beweisen lassen wird.

        Heute allerdings erschien auf der bekannten Internetseite “Telepolis” von “Heise online” eine “Kritik” an dieser Geschichte vom Bethlehem-UFO. Eine wirre Häme daran, die inhaltlich nicht nur vollkommen unleserlich ist. Sie ist auch noch falsch und mit Unwahrheiten “untermauert”!

        Lügenmärchen …

        In dem Artikel auf Telepolis vom 22. Dezember heißt es unter der Überschrift “Vom Himmel hoch direkt in die Krippe zu Bethlehem”, dass der Stern von Bethlehem nach einem UFO klingen würde. Auch im Petrus-Evangelium sei dieses UFO zu finden, wo “wiederum ein UFO am Himmel über dem Grab” Jesus stehen würde. Und weiter:

        Der Mythos hält sich, obwohl die frühen Redakteure des Neuen Testaments ja genau deswegen das Petrusevangelium rausgeschmissen haben dürften. Es roch ihnen wohl doch — schon damals — zu sehr nach einer Episode aus Star Treck.” (“Star Trek”, so wäre es korrekt, schreibt der Autor in seinem Artikel “Lügenmärchen mit Sci-Fi Einschlag” wirklich mit “ck”)

        “Kirk und Spock betreten — als Zeitreisende — eine Szenerie im Nahen Osten der ausgehenden Bronze-Ära”, so seine Häme an der Überlieferung im Petrus-Evangelium. “Das erschien den frühen Redakteuren des Christentums doch ein bisschen weit hergeholt”, heißt es auf “Telepolis” weiter, auch wenn der Text “als Augenzeugenbericht” in der Ich-Form niedergeschrieben wurde. Es sei, da wir das Buch nicht im Kanon der Bibel finden, “Pseudoepigraphisch” und damit “eine Lügengeschichte”.

        Natürlich ist es Unsinn und schlicht unwahr zu sagen, dass pseudepigraphische Texte “Lügengeschichten” sind. “Die Qualifizierung einer Schrift als ‘pseudepigraph’ sagt nichts über die inhaltliche oder literarische Qualität aus”, bringt es beispielsweise sogar Wikipedia auf dem Punkt. Vielmehr ist es so, dass Texte außerhalb der Bibel Schatz- und Fundgruben für die Bibelforschung sind. Dabei ist es auch gleichgültig, dass oftmals nicht jene Personen sie verfassten, die als Autor genannt sind. Auch die fünf Bücher Mose hat nicht Moses geschrieben. Und die stehen in der Bibel.

        Geburt und Tod Jesus: In der “Kritik” dasselbe

        In dem “kritischen Beitrag” zum Bethlehem-UFO geht es erstaunlicherweise nur um das Evangelium des Petrus. Aus dem wird auch zitiert. Bibelzitate zu “Weihnachtsgeschichte” fehlen ganz. Und der gesamte Rest des Artikels ist vollkommen belanglos, da er andere Themen behandelt (recht zusammenhangslos verfasst, übrigens).

        Doch es wird aus dem Petrus-Evangelium auch zitiert, um das “Bethlehem-UFO” ad absurdum zu führen:

        In der Nacht aber (…) erscholl eine laute Stimme im Himmel, und sie sahen die Himmel geöffnet und zwei Männer in einem großen Lichtglanz von dort herniedersteigen und sich dem Grabe nähern. Jener Stein, der vor den Eingang des Grabes gelegt war, geriet von selbst ins Rollen und wich zur Seite, und das Grab öffnete sich, und beide Jünglinge traten ein.” (Verse 35-37)

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        Diese Jünglinge sind jene angeblichen Engel des Herrn, die auch in der Bibel genannt werden. Einige Quellen nennen einen “jungen Mann” oder “Jüngling” und andere zwei, wie in diesem Posting HIER und diesem Artikel HIER auf diesem Blog umfangreich dargestellt. Jene, die der “Kritiker” als die Zeitreisenden “Kirk” und “Spock” aus “Raumschiff Enterprise” bezeichnet.

        Nur gibt es einen offensichtliches Problem bei dieser “Schmäh-Kritik”, da diese nichts mit dem Stern von Bethlehem zu tun hat. Eindeutig ließt man schließlich auch von dem Tod oder der Auferstehung Jesus in dem Petrus-Evangelium-Zitat, dass immerhin Telepolis selber anfügt. Was hat das mit der Geburt Jesus und dem besagten Stern zu tun? Richtig – nichts.

        Wenn man aber der These des Bethlehem-UFO oder “Jesus Christus – Erbe der Astronauten” (Steinhäuser) untermauert das von dem “Kritiker” angeführte Zitat mit den beiden Himmelswesen diese sogar noch. Eine “laute Stimme” ertönt, “zwei Männer in einem großen Lichtglanz” kommen aus dem sich geöffneten Himmel hernieder und rollen wie durch Zauberhand den Stein vom Grab Jesus beiseite …

        Bei all der oft genug gerechtfertigten Kritik an der Prä-Astronautik und den Thesen der Raumfahrt im Altertum ist dieser Beitrag von Telepolis ein Tiefpunkt. Wirr verfasste Häme, die mit einem vollkommen falschen Zitat “untermauert” wurde, dass eigentlich eher für die Idee der Ancient Aliens spricht …

        Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        “Tatort”-Star Miroclav Nemec ist jetzt als Mystery-Jäger mit einer Doku-Reihe am TV: Hintergründe in diesem Mystery-Review

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        Tatort-Star Miroclav Nemec jetzt als Mystery-Jäger mit eigener Doku-Reihe am TV (Bild: dmax.de)
        “Tatort”-Star Miroclav Nemec jetzt als Mystery-Jäger mit eigener Doku-Reihe am TV (Bild: dmax.de)

        Statt Mörder und Verbrecher im “Tatort” des Senders ARD jagt der Schauspieler Miroclav Nemec auf dem Sender DMAX aktuell ganz Anderem hinterher. Dort sieht man den beliebten “Tatort”-Star jetzt in der Sendereihe “Spurlos verschwunden”, in der er als Jäger des Phantastischen “ungelösten Mysterien” der Welt nachgeht. Wie kommt der TV-Kommissar zu diesem vollkommen anderen Fernsehformat, wie steht er dazu und welche Rätsel der Welt möchte der Sender DMAX in der Doku-Reihe genau lüften? All das udn die Hintergründe der TV-Reihe erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


        Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

        Mystery-Kommissar Miroclav Nemec

        TV-Reihen und Doku-Serien, die sich mit den Mysterien der Welt befassen, gibt es in Massen. Eine ganze Industrie des Phantastischen beliefert die TV-Zuschauer mit unzähligen Sendungen rund um die ungelösten Geheimnisse der Menschheit, die vor allem aus den USA in unsere Fernseher kommen. Von der Suche nach Riesen, Monstern, UFOs, Aliens und Ancient Aliens über die Rätsel Ägyptens und Atlantis bis zur Fahndung nach verborgenen Schätzen ist alle dabei.

        Ein schier längst gesättigter Markt, wie man denken könnte.

        Da mag es seltsam vorkommen, dass ein durch den “Tatort” der ARD bekannter Schauspieler wie Miroclav Nemec plötzlich auf dem doch eher kleinen TV-Sender DMAX mit eben einer solchen Doku-Serie startet. “Ungelöste Mysterien, die der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgeben”, so der Fernsehsender, will der Schauspieler in der Reihe “Spurlos verschwunden – Ungelöste Mysterien mit Miroslav Nemec” nachgehen. Dazu heißt es:

        Bei schwierigen Fällen läuft ‘Tatort’-Star Miroslav Nemec zu Hochform auf. Dann werden in der Krimiserie Spuren analysiert, Alibis überprüft und DNA-Abgleiche herangezogen. Um den Täter zu überführen, drehen die Kommissare jeden Stein um. Doch manche Rätsel der Menschheitsgeschichte lassen sich auch mit großem Aufwand und modernen Ermittlungsmethoden nur sehr schwer lösen.

        Wenn Schiffe, Flugzeuge, Menschen und sogar Orte wie vom Erdboden verschluckt sind, tappen erfahrene Experten bei der Aufklärung im Dunkeln.

        Warum verschwand der Malaysia-Airlines-Flug MH370 im März 2014 mit 227 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord plötzlich vom Radar? Wie lassen sich die Geheimnisse um das versunkene Inselreich Atlantis entschlüsseln und wo befand sich das sagenumwobene Goldland ‘Eldorado‘? In ‘Spurlos verschwunden’ präsentiert der renommierte Schauspieler ungelöste Mysterien, die der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgeben.

        Das klingt nicht nur nur nach einer “klassischen Doku-Reihe” zu den Rätseln der Welt, es ist auch eine.

        Gestartet ist die die Serie bereits am 30. November mit einer Folge, die sich mit dem Verschwinden des Fluges MH370 2014 befasst. Darüber habe ich in diesem Video und einem weiteren Video bereits auf meinem Grenzwissenschafts-YouTube-Kanal berichtet. Schaut man sich die auch online zu findende Folge um den Flug MH370 an, sieht man schnell, das hier die Machart der zahlreichen Dokumentationen der USA offensichtlich Pate standen.

        Nicht nur das.

        Made in USA

        Auch die Szenen und (englischen) Interviews und Statements stammen aus Übersee. Der deutsche Sprecher in Spurlos verschwunden” ist übrigens jene Stimme, die man aus der US-TV-Reihe “Ancient Aliens” rund um die Prä-Astronautik kennt. Miroclav Nemec übernimmt hierbei soviel wie ein Kommentator und Moderator in Zwischenszenen. Das kennt man aus vielen anderen TV-Formaten, die unter anderem auch DMAX selber im Programm hat.

        Letztlich ist das alles auch kein Wunder, denn die DMAX-Sendung wurde in den USA eingekauft und der Original-Moderator durch unseren “Tatort”-Ermittler ersetzt.

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        Eigentlich handelt es sich bei der Doku-Reihe nämlich um eine US-Serie des Senders Science Channel U.S., die dort erstmals am 28. August 2017 ausgestrahlt wurde. Eine Staffel mit 8 Folgen gibt es von dieser Serie, und der amerikanische Original-Sender ist der Medienmogul der Discovery Gruppe. Also genau einer jener Sender, von denen eine Vielzahl der in Deutschland zu sehenden Dokus stammt. Von UFOs bis zu Tieren.

        Im Original ist der Moderator Terry O`Quinn. Ein bekannter Schauspieler, der durch zahlreiche Spielfilme und Serien berühmt wurde. Auch durch Mystery-TV-Serien wie “Roswell”, “Lost”, “Falling Skies” oder “Akte X“. Seinen Platz nahm in Deutschland eben Mircolav Nemec ein. Mehr steckt grundsätzlich nicht hinter der Aussage, dass Nemec nun im deutschen Fernsehen den Mysterien der Menschheit auf den Grund geht.

        Vom “Tatort” zu Mystery

        Welche Themen, außer den oben in der Beschreibung genannten, die Doku-Reihe von DMAX noch aufgreifen wird, ist damit klar. Folgen zu UFOs, Aliens, Rätsel der Vergangenheit bzw. Archäologie und ähnliche Bereiche wird man aber leider nicht finden. “Spurlos verschwunden” konzentriert sich offenkundig auf genau das, was der Titel sagt: Themen von rätselhaften Verschwinden. Fraglos gehören die “verschwundene Insel Atlantis” ebenso dazu, wie der verschollene Flug MH370 oder auch das Bermuda-Dreieck.

        Auszusetzen gibt es daran nichts.

        Miroclav Nemec und der Sender DMAX rührten natürlich vor dem Start der Serie die Werbetrommel. So gab Nemec unter anderem dazu ein Interview, das Ende November in verschiedenen Medien erschien. In diesem erklärte Nemec, den man ja eigentlich nur aus dem “Tatort” kennt, auch, was für ihn “die Faszination an solchen Storys” ausmacht. Memec dazu am 30. November:

        Ich war schon als Kind von solchen Sachen fasziniert und bin hauptsächlich daran interessiert, sie aufzuklären. Der Mensch mag das Mystische, es regt die Fantasie an. Mir ist es daran gelegen, Dinge zu klären, damit ich weiß, was da passiert ist – zum Beispiel am Djatlow-Pass, ein Ereignis, das mich sehr beeindruckt hat.

        Und weiter:

        Ich glaube nicht daran, dass UFOs und Außerirdische gekommen sind. Es gibt ja immer sehr interessante Spekulationen, die ich schon von Erich von Däniken kenne, der die Theorie hatte, dass Außerirdische Bauwerke in Ägypten erschaffen haben.”

        Nemec sieht derartige Themen des Unfassbaren offenkundig sehr nüchtern. Er möchte mir seiner Show verschiedene Erklärungen oder Deutungen der Themen dem Zuschauer vorstellen. Beispielsweise, dass Atlantis nur ein Traum und damit Phantasie war. Oder auch, dass das legendäre Bermuda-Dreieck durch “Magnetfelder oder Schwefel, der aufsteigt”, zu erklären sei. Letzteres kann zumindest ich nicht nachvollziehen.

        Wir wissen – nichts!

        Nur weil irgendwelche Mysterien der Menschheit für uns heute nicht zu erklären sind, müssen sie nicht immer unerklärlich oder sogar übernatürlich sein. So die Meinung von Nemec zu seiner Sendung. Eine bodenständige Meinung, die ich so unterschreiben würde. Wie sicher die meisten Grenzwissenschaft und Mystery Files-Fans auch.

        Bei all diesen Dingen gibt es aber auch Menschen, die uns erzählen, dass etwas Übernatürliches passiert ist oder es Außerirdische gibt. Aber das heißt ja nur, dass wir nicht wissen, was im Kosmos passiert. Wenn man an Zeitlöcher und schwarze Löcher denkt, dann wissen wir, dass wir nichts wissen.

        So Nemec im Interview. Und da er seit Kindertagen “von solchen Sachen fasziniert” sei, ist auch die dieses TV-Format für ihn spannend. Zweifellos aber auch deshalb, da kein Schauspieler bis zum Sankt-Nimmleins-Tag beim “Tatort” bzw. der ARD und ZDF bleiben kann. Auch wenn es augenscheinlich grundsätzlich möglich ist …

        Auf die Frage, ob diese Doku-Reihe eine “gelungene Abwechslung” oder vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft für ihn sein könnte, antwortete Nenec:

        Ich fand das super, es hat mir gut gefallen. Wir hatten ein großartiges Team und es war eine inspirierende Arbeit. Ich habe etwas gelernt, denn ich habe mich mit Dingen beschäftigt, mit denen ich das sonst nicht so ausführlich tun würde – weil ich natürlich auch Hintergrundinformationen haben möchte. Die Arbeit war sehr angenehm und jetzt bin ich gespannt, wie das Ergebnis geworden ist.

        Das wird sich in der Tat zeigen. Denn “Spurlos verschwunden” ist eben nichts weiter als einer der ungezählten Doku-Importe aus Übersee. Da wird in Deutschland aber keinen Terry O`Quinn als Moderator haben, ist der Schauspieler Miroclav Nemec meiner Meinung eine gute Wahl. Oder welches TV-Gesicht sollte man sonst hier vor die Kamera stellen, ohne das die gesamte Sendung schon im Voraus zu einer Groteske wird?

        Was denkt Ihr – oder wen hättet Ihr lieber als Moderator auf DMAX gesehen? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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