Außerirdische Legierungen? Meteore könnten Technologie von Aliens enthalten – so eine neue Studie (+ Video)

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Meteore könnten künstlich erschaffene Legierungen von Aliens enthalten - so eine neue Untersuchung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)
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Meteore könnten künstlich erschaffene Legierungen von Aliens enthalten – so eine neue Untersuchung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)

Wie kommen die Legierungen Heideit und Brezinait in auf der Erde gefundenen Meteoriten aus dem All? Denn es sind moderne Stoffe, die wir Menschen in Laboren erst seit wenigen Jahrzehnten künstlich herstellen können. Eine jetzt vorlegte Studie geht dieser Frage „offen und sogar provokativ“ nach. Und stellt dabei vor allem die Frage, ob diese Legierungen Technosignaturen sein könnten. Außerirdische Technologie, die von zerstörten Fahrzeugen wie Sonden oder Raumschiffen stammt.


Außerirdische Raumfahrzeuge

Dass Weltraumschott unserer Raumfahrt hin und wieder mal auf die Erde stürzt, ist allseits bekannt. Auch wenn er meistens in der Erdatmosphäre verglüht und nicht den Erboden erreicht. Was aber immer wieder auf die Erde fällt, sind Meteore. Asteroiden und andere außerirdische Brocken aus dem All, die heute längst begehrte Objekte der Forschung sind.

Solche Geschosse aus dem All regnen jeden Tag auf unseren Planeten. Mehre tausend Tonnen im Jahr an Staub und Meteoren aus dem Kosmos, so die Schätzungen. Doch stammen alle aus unserem Sonnensystem und sind rein natürliche Objekte? Oder gibt es auch Objekte unter ihnen, die keine natürlichen Eisen- oder Gesteins-Körper sind, sondern Technologien von Außerirdischen?

Mit Gewissheit kann das niemand sagen. Dennoch spekulierte bereits vor einigen Monaten der bekannte Professor Avi Loeb genau darüber. Denn ein 2014 in den Pazifik gestürztes Objekt aus dem All stellte sich als kein gewöhnlicher Asteroid des Sonnensystems heraus. Vielmehr wurde im April 2022 bestätigt, dass dieses Objekt von außerhalb des Sonnensystem zu uns kam. Somit handelt es sich um eine Art „interstellare Flaschenpost“.

Ähnlich wie der schon legendäre Besucher Oumuamua, der unser Sonnensystem 2017 durchzog. Und den Professor Loeb als außerirdische Technologie interpretierte, wie auf diesem Blog und dem Mystery Files-YouTube-Kanal vielfach berichtet. Folglich wäre Oumuamua ein künstliches Flugobjekt (oder der Rest davon), das irgendwann einmal von Aliens gestartet wurde.

Ähnliches vermutet Avi Loeb auch von dem Himmelskörper auf dem Grund des Pazifik, wie am 25. April 2022 in diesem Video HIER berichtet (s. unten). Loeb spielt mit dem Gedanken dieses Objekt aus dem Meer bergen zu lassen. Er wünscht sich Technologie von Außerirdischen zu finden – und „ein paar Knöpfe an einem funktionstüchtigen Gerät zu drücken“, dass von Aliens stammt, so Loeb enthusiastisch.

Außerirdische Legierungen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass von Außerirdischen geschaffene Objekte in der Vergangenheit bereits auf der Erde niedergegangen sind. Ebenso auf dem Mars oder dem Mond, wie beispielsweise in diesem Video HIER berichtet. Das kann gestern gewesen sein – oder vor einer Milliarde Jahren. Man muss diese außerirdischen Technologien beziehungsweise ihre Reste „nur“ finden.

Genau das könnte jetzt B. P. Embaid vom „Labor für Magnetismus“ an der Zentraluniversität von Venezuela gelungen sein. Zumindest wenn es nach seiner Studie über Legierungen in Meteoren geht, die er vorab auf arxiv.org veröffentlichte. Darin geht er dem „Rätsel der meteoritischen Minerale Heideit und Brezinait“ nach und spekuliert, ob diese Legierungen Technosignaturen sein könnten. Und demnach von Außerirdischen stammen.

Embaid schreibt einleitend zu seiner Studie dazu:

Diese Sulfide kommen auf der Erde nicht natürlich vor, und einige dieser Phasen wurden als Minerale in Meteoriten nachgewiesen (…) Andererseits könnte die Entstehung dieser meteoritischen Minerale einen kontrollierten und hochentwickelten Prozess erfordern, der in der Natur nicht leicht zu finden ist. Daher ist es wichtig, offen und sogar provokativ zu sein und die folgende Frage zu stellen: Handelt es sich bei diesen meteoritischen Mineralien um Proben extraterrestrischer Technosignaturen?

Der Gedanke liegt nahe, so Embaid in seiner Untersuchung. Denn Heideit und Brezinait sind moderne, künstliche Legierungen und so nicht auf der Erde zu finden. Warum aber finden sie sich dann in Meteoren? Hierzu hat er vor allem zwei Meteore im Blick, die 1852 in Indien („Bustee“ genannt – das Titelbild zeigt diesen) und 1980 im Jemen („Kaidun“ genannt) gefunden wurden. Doch auch andere gefundenen Objekte aus dem All enthalten diese Legierungen.

Technosignaturen in Meteoren?

Weiter heißt es in der Studie zu diesen „Supraleitern“:

Die oben erwähnten synthetisierten Sulfide kommen auf der Erde nicht natürlich vor und wurden erst Jahre später als Mineralien in Meteoriten entdeckt: FeTi2S4 wurde erstmals 1968 synthetisiert und dann 1974 als Mineral Heideite im Bustee-Meteoriten und 1995 im Kaidun-Meteoriten entdeckt. Die Grundstruktur Cr3S4 wurde erstmals 1957 synthetisiert und 1969 als Mineral Brezinait im Tucson-Meteoriten nachgewiesen.

Obwohl es natürlich möglich ist, dass es noch unverstandene Prozesse gibt, die zur Bildung dieser Minerale führen können, können wir auf dem kürzlich entstandenen Gebiet der möglichen neuen Interpretation einen Schritt voraus sein: Technosignaturen.“

Heideit und Brezinait sind von Menschen geschaffen und damit künstlich. Was haben sie dann in uralten Meteoren zu suchen, die Millionen oder Milliarden Jahre alt sind? Womöglich haben außerirdische Zivilisationen ebenso solche Legierungen geschaffen, diese in irgendeine Art Flugkörpern mit verbaut und so in das All gesandt, spekuliert Embaid.

Seiner Meinung nach könnte es sich hierbei um „zurückgelassene Technologie“ handeln. Überreste längst aufgegebener oder zerstörter Raumschiffe oder Sonden, die aus einer Vielzahl von Gründen herrenlos durch das Universum treiben. Diese mehr oder weniger zu Staub zermahlene Reste von außerirdischen Sonden oder anderen Fahrzeugen wären so im Laufe von kaum vorstellbaren Zeiträumen in Asteroiden eingebunden wurden. Und fanden so ihren Weg als Meteor auf unseren Planeten.

„Ausgediente Technologie“

Solche „ausgediente Technologie“ könnte aber durchaus bis in unser Sonnensystem gelangen, hier mit einem Asteroiden kollidieren und so entsprechendes Material an diesen abgeben. Damit wären diesen Legierungen der Außerirdischen für uns heute in diesen Himmelskörpern auffindbar, sobald zumindest Teile davon auf die Erde niedergehen und gefunden werden. Für den Mond oder den Mars gilt das ebenso.

Im Idealfall für all jene, die solche Alien-Technologien suchen (wie Loeb), erreicht sogar ein ganzes Stück Technik den Erdboden. Welche natürlichen Prozesse könnten für die Entstehung von Heideit und Brezinai als Erklärung dienen? Embaid sieht hier einen großen Forschungsbedarf und schreibt:

Wenn viele Versuche unternommen werden und diese Hypothese immer noch nicht widerlegt ist, dann können wir anfangen, uns über die Möglichkeit Gedanken zu machen, dass diese Mineralien durch industrielle Prozesse hergestellt wurden – mit anderen Worten, dass sie Technosignaturen sind.“

Die Studie von Embaid ist, wie so häufig, noch nicht wissenschaftlich abgesegnet („Peer-Review„-Verfahren) und damit eine Vorab-Studie. Dennoch klingen die Schlussfolgerungen überaus spannend. Auch wenn Embaid selber zugibt, dass man hierbei „offen und sogar provokativ“ sein muss. Was man aber gleichzeitig auch sein muss, ist optimistisch.

Es bedarf schon einer enormen Anzahl an Zufällen, dass in mehreren auf der Erde entdeckten Meteoren mutmaßliche Technosignaturen gefunden wurden. Stammen alle von einem einzigen, zerstörten außerirdischen Flugobjekt? Wie viele Millionen oder Milliarden Jahre lang trieben die Trümmer durch unser Sonnensystem, da nicht alle Meteore gleich alt sind? Warum stürzten sie auf unsere Erde, wo sie sogar entdeckt werden, und nicht auf dem Jupiter? Oder gibt auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems noch weit mehr Trümmerspuren?

Video zum Thema auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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