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UFO-Forschung in Japan und die dortige Eröffnung eines „UFO-Forschungszentrum“ in Fukushima +++ Video +++

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VIDEO: UFO-Forschung in Japan udn die dortige Eröffnung eines "UFO-Forschungszentrums" in Fukushima (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: UFO-Forschung in Japan udn die dortige Eröffnung eines „UFO-Forschungszentrums“ in Fukushima (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Währen die ganze (UFO-)Welt auf die USA schaut und den „UFO-Bericht des Pentagon“ diskutiert und „kommentiert„, kam das Thema auch im fernen Japan wieder auf. Angefangen auf einer Pressekonferenz. Doch auch ein „UFO-Forschungszentrum“ wurde jetzt dort eröffnet, mit dem die Betreiber Großes vorhaben. Was im „Land der aufgehenden Sonne“ in Sachen UFOs aktuell und in den Jahren davor los war, erfahrt Ihr in diesem Video.


UFOs in Japan

Alle Welt schaut beim Thema UFO / UAP in die USA und auf den Bericht des Pentagon. Mal mehr und mal weniger korrekt. Zur Abwechslung schauen wir deshalb in diesem Video mal auf das Thema in Japan.

Denn auch in Japan kennst man selbstverständlich das Phänomen der unbekannten Objekte am Himmel (oder wo auch immer). Und so kam nur 3 Tage nach der Veröffentlichung des Papiers in den USA die Frage nach UFOs auch in Japan bei einer Pressekonferenz unter den Journalisten auf.

Nicht nur das, denn wie japanischen Medien ebenso berichten, ist Ende Juni in Fukushima auch ein UFO-Forschungsinstitut gegründet worden. Mit finanzieller Hilfe der Stadt. Auch das klingt spannend, weshalb in diesem Video auch auf dieses einmal genauer eingegangen werden soll. Denn die Hintergründe dieser Organisation sind zwar sehr interessant – aber wie sich das weiter entwickeln wird, ist fraglich.

Ebenso fraglich wie die verschiedenen Aussagen der japanischen Regierung zu UFOs, die in den letzten Jahren so gefallen sind. Mehr dazu in diesem Video vom 1. Juli 2021.

Übrigens wurde zeitnah mit dem Pentagon-UAP-Papier auch in Frankreich ein UFO-Forschungsbericht publiziert. Ein weit umfangreichere Bericht, über den Ihr ab morgen in diesem Video HIER mehr erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Juli 2021 auf Mystery Files

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Bedroht durch Grundwasser: Die riesige Grabanlage von Kaiser Nintoku in Japan soll wissenschaftlich untersucht werden

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Bedroht durch Grundwasser: Das Riesengrab von Kaiser Nintoku in Japans soll untersucht werden (recht zum Vergleich die Cheops-Pyramide) (Bilder: Google Earth)
Bedroht durch Grundwasser: Das Riesengrab von Kaiser Nintoku in Japans soll untersucht werden (rechts zum Vergleich die Cheops-Pyramide) (Bilder: Google Earth)

In Japan liegt die riesige Grabanlage des Kaisers Nintoku, die an ihrer schmalsten Seite noch fast dreimal so breit wie die Pyramide des Cheops in Gizeh in Ägypten ist. Eine gigantische Grab-„Pyramide“ von ca. 320.000 Quadratmetern Grundfläche, die aus der Luft an ein Schlüsselloch erinnern. Unzählige solcher Gräber gibt es in Japan, doch die des Kaiser Nintoku ist bei weitem die größte Anlage dieser Art, wie HIER und HIER bereits berichtet. Doch das Riesen-Grab von Osaka ist von Grundwasser bedroht, so dass es  jetzt erstmalige wissenschaftlich genau untersucht werden soll. Zumal das Grab und weitere Anlagen dieser Art in Japan als Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen werden sollen. Das hat nun auch die kaiserliche Familie in Japan eingesehen, denen das Grab des Herrscher Nitoku gehört.


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Kaiser Nintoku

Anhand des Titelbildes dieses Beitrags kann man die Dimensionen des kaiserlichen Grabes von Nintoku aus dem vierten Jahrhundert bereits erahnen. Rechts im Bild ist die Cheops-Pyramide zu sehen, die immerhin bereits eine Kantenlänge von rund 230 Meter hat. Unvergleichlich größer ist da das Grab von Kaiser Nintoku, über das Ihr alles in dem unten eingebundenen YouTube-Video von mir vom April 2017 erfahrt.

Über 160.000 solcher Grabhügel wurden bei einer Erfassung in Japan gezählt. Eine gewaltige Menge, von denen natürlich die meisten Gräber wesentlich keiner sind als das des Herrschers Nintoku. Immerhin hat es eine Länge von ca. 840 Metern und ist an seiner Basis 660 Meter breit. Zumindest wenn man es inklusive der äußeren Umrandung des umgebenen See mit Google Earth vermisst:

Das Riesengrab von Kaiser Nintoku (Bild: Google Earth)
Das Riesengrab von Kaiser Nintoku (Bild: Google Earth)

Ein gigantisches Monument, das Daisenryō-Kofun bzw. Daisen Kofun bekannt ist und in Sakai im Süden Japans liegt. Umgeben von zahlreichen (kleineren) Monumenten in dieser „Schlüsselloch-Bauart“.

Interessant ist bei diesem Riesen-Grab auch der Umstand, dass es nicht belegt ist, ob Nintoku eine historische Person war.  Vielleicht gehört er in das Reiche der Legenden um die mythischen Herrscher von Japan.

Die Kaiserfamilie lenkte ein

Wie andere Grabanlage um Sakai auch gehören diese der kaiserlichen Familie von Japan. Sind sind Familienbesitz, in denen ihre (direkten oder indirekten= Vorfahren ihre letzte Ruhe gefunden haben. Darum hat die kaiserliche Haushaltsagentur Japans jegliche Grabungen, Forschungen oder Untersuchungen der Grabstätten untersagt. Die Würde und der ewige Friede der dort begrabenen Ahnen gilt als Unantastbar.

Doch die kaiserlichen Besitzer und Verwalter mussten jetzt einlenken. Grundwasser hat inzwischen die gewaltige Grabalge von Kaiser Nintoku unterspült und teilweise sogar ausgehöhlt. Japanische Wissenschaftler verlangten deshalb von kaiserliche Haushaltsagentur genaue Untersuchungen der Anlage, die auch und vor allem dem Erhalt dienen sollen.

Hier hatten die kaiserlichen Inhaber und Nachfahren letztlich ein Einsehen. Sie erlaubten Experten vor Ort Untersuchungen der heiligen Grabstätte. Ausschlaggebendes Argument war, dass die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeiten dafür genutzt werden können, weitere Schäden und Zerstörungen abzuwenden. Zum Beispiel durch Baumaßnahmen, die die Grabanlage verstärken und gegen das Grundwasser absichern.

Am 16. Oktober 2018 schrieb „The Japan Times“ dazu:

Die Forderung nach einer gemeinsamen Untersuchung unter Akademikern und anderen wurde laut, da der Hügel durch das Wasser in den umgebenden Wassergräben allmählich erodiert. (…)

Die Agentur hat es als notwendig erachtet, mit lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, die sich seit langem für den Schutz des Kulturgutes einsetzen, sagte einer seiner Beamten.“

Auch wenn es ein „Grab der kaiserlichen Familie ist, wo Frieden und Heiligkeit bewahrt werden müssen“, geht hier doch der Schutz der beeindrucken Grabanlagen vor. So bleibt zu hoffen, dass eine weitere Zerstörung der Grabstätte verhindert werden kann.

 

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Die riesigen und uralten „Schlüsselloch-Gräber“ von Japan sollen UNESCO-Weltkulturerbe werden +++ plus YouTube-Video +++

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Die riesigen "Schlüsselloch-Grabanlagen" von Japan sollen Weltkulturerbe werden (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Die riesigen „Schlüsselloch-Grabanlagen“ von Japan sollen Weltkulturerbe werden (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Japan ist mir rund 160.000 Grabhügeln und Hügelgräbern geradezu übersät! Die gewaltigste dieser Grabanlagen mit einer Pyramide im Zentrum ist etwa 320.000 Quadratmeter riesig und an der schmalsten Seite noch ca. dreimal so breit wie die Cheops-Pyramide in Ägypten! Die Anlage in Form eines Schlüsselloch gehört Kaiser Nintoku und von dieser Art finden sich in Japan zahlreiche weitere. Spannende archäologische Stätten, über die ich in einem hier erneut eingefügten YouTube-Video im April 2017 bereits berichtete. Jetzt gibt es Neuigkeiten zu diesen gigantischen „Schlüsselloch-Gräbern“, die im Land der aufgehenden Sonne „Kofun“ genannt werden: Einige der uralten und riesigen Grabanlagen möchte die japanische Regierung (endlich) zum UNESCO-Weltkulturerbe erklären lassen. Mehr über diese gigantischen Gräber erfahrt Ihr in diesem Posting und Video.


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Schlüssel zum Jenseits

Denkt man an riesige Grabanlagen – denkt man an die Pyramiden in Ägypten. Dazu muss man kein „Kenner der Archäologie“ oder „Experte für Geschichte“ sein, da die ägyptischen Pyramiden wohl jedes Kind kennt.

Was aber kaum jemand kennt, sind die japanischen Riesengräber, die vom Grundriss her bzw. aus der Luft gesehen wie überdimensionale Schlüssellöcher aussehen. „Schlüssel zum Jenseits“ nannte ich auch ein YouTube-Video zu diesem Thema, in dem ich detailliert auf diese erstaunlichen Bauwerke eingehe. Diese „Schlüsselloch-Grabanlagen“ sind eine weltweite Besonderheit der japanischen Insel und ihrer Form und auch teilweise gigantischer Größe einzigartige Denkmäler.

Im Westen kennt kaum jemand diese erstaunlichen Gräber des alten Japan. Auch weiß kaum jemand, dass es Hügelgräber sowie eben diese „Schlüsselloch-Gräber“ in Japan zu hunderttausenden gibt. Zum Teil sind diese Monumente für das Jenseits über 1.700 Jahren alt. Die des Kaisers Nintoku (313 – 399) in der Stadt Sakai beeindruckt dabei besonders (s. a. Video unten).

"Schlüsselloch-Grab" von Kaiser Nintoku im Vergleich zur Cheops-Pyramide (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
„Schlüsselloch-Grab“ von Kaiser Nintoku im Vergleich zur Cheops-Pyramide [anklicken zur Großansicht] (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das wird deutlich, wenn man das „Schlüsselloch-Grab“ Kaisers Nintoku, grob mit „Google Earth“ vermisst. Heraus kommt dabei dieses bescheidene Ergebnis, das hier eingefügt wurde.

Kofun zum UNESCO-Weltkulturerbe erklären

Kaiser Nintoku Grabanlage ist die größte dieser Art, doch zahlreiche ebenfalls sehr große Grabstätten dieser Art befinden in unmittelbarer Umgehend seines „Schlüssel zum Jenseits“ in Sakai.  Dass diese fast kein Mensch aus dem Westen kennt und es auch kaum einen Touristen zu diesen Gräbern verschlagt, will die Regierung von Japan nun ändern.

Mit ihrer unverwechselbaren Form gehören diese Gräber einem der Wahrzeichen von Japans alter und teils mysteriöser Kultur  Trotzdem werden sie erst seit vergleichsweise wenigen Jahre wissenschaftlich erforscht. Das liegt auch daran, dass viele dieser „Schlüsselloch-Gräber“ Privatbesitz der japanischen Kaiserfamilie sind. Demnach Eigentum der dort verehrten Herrscherklasse. Die Gräber werden ebenso von der Bevölkerung als heilige Orte ihrer Vergangenheit angesehen.

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Neben dem Grab von Kaiser Nintoku sollen nach dem Willen der Japaner 48 weiter „Schlüssellöcher“ in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen werden. Alle Anlagen sind um die 1.500 Jahre alt und Japan wünscht, dass sie als Weltkulturerbe anerkannt und eingetragen werden.

Dieser Eintrag dient natürlich auch dem Schutz der Gräber. Die Anerkennung ist nicht „nur“ eine Art Förderung des Tourismus vor Ort an den verschiedenen „Schlüsselloch-Grabanlagen“. Dazu sind die Japaner so oder so zu stolz auf dieses geschichtliche Erbe in ihrem Land.

Im Herbst dieses Jahres soll Japans Antrag von der UNESCO geprüft werden. Dazu heißt es in der entsprechenden Meldung vom 19. Januar 2018:

Im September wird eine Delegation erwartet, die die Grabstätten besichtigen. Von ihrer Einschätzung hängt mit ab, ob das Unesco-Komitee dem Wunsch Japans nach einer Registrierung als Weltkulturerbe folgt. In Japan gibt es bereits 21 Welterbestätten.“

Sicher ist es der richtige Schritt der Japaner diese beeindruckenden Anlagen unter UNESCO-Schutz stellen zu lassen.

Denn wie beeindruckend diese „Schlüsselloch-Gräber“ sind, soll nochmal dieses Video von mir vom 25. April 2017 zeigen:

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Der Schlüssel zum Jenseits: Das kaum bekannte Riesengrab von Kaiser Nintoku in Japan +++YouTube-Video+++

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Die riesige Grabanlage des Kaiser Nintoku zählt zu den größten der Welt – und ist doch im Westen kaum bekannt (Bild: Google Earth / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die riesige Grabanlage des Kaiser Nintoku zählt zu den größten der Welt – und ist doch im Westen kaum bekannt (Bild: Google Earth / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Wusstet Ihr dass in Japan eine riesige Grabanlage steht, die noch an ihrer schmalsten Seite fast dreimal so breit wie die Pyramide des Cheops in Gizeh in Ägypten ist? Ein gigantisches Grab mit einer Pyramide, das eine Fläche von sage und schreibe 320.000 Quadratmetern bedeckt und hier im Westen nur wenigen Menschen bekannt ist. Japan selber ist überzogen mit über 160.000 Grabhügeln, doch das größte Grab von allen beeindruckt noch heute. In meinem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal stelle ich Euch dieses spannende Grab genauer vor.

 

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Die riesige Grabanlage des Kaiser Nintoku in Japan zählt zu den größten der Welt – und ich doch im Westen kaum bekannt. Doch dieses Grab mit der „Pyramide“ in der Mitte ist in Japan bei weitem aber kein Einzelfall.

Sehr viele ähnliche – aber wesentlich kleinere! – Grabbauten dieser Art stehen auf den japanischen Inseln. Und auch von den eigentlich vor allem aus Europa bekannten Hügelgräber (oder Hünengräber) wimmelt es um Land der aufgehenden Sonne. Über 160.000 solcher Grabhügel wurden bei einer Erfassung in Japan gezählt.

Mehr spannende Details aus der Archäologie im fernen Japan erfahrt Ihr in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal.

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Das Monument von Yonaguni: Interview mit einem Geologen zu „Japans Atlantis“ und seinen Untersuchungen vor Ort

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Das Monument von Yonaguni: Interview mit einem Geologen zu "Japans versunkenen Atlantis" (Bild: WikiCommons/Melkov CCO1.0)
Das Monument von Yonaguni: Interview mit einem Geologen zu „Japans versunkenen Atlantis“ (Bild: WikiCommons/Melkov / CCO 1.0)

Das sog. „Monument von Yonaguni“ auf dem Meeresboden vor der gleichnamigen japanischen Insel im Ostchinesischen Meer sorgt seit seiner Entdeckung 1985 durch den Taucher Kihachiro Aratake immer wieder für hitzige Debatten. Geologen, Archäologen und Grenzwissenschaftler streiten sich bis heute über die wahre Natur und Herkunft der in bis zu 30 Metern Tiefe liegenden Gesteinsformationen. Einige halten es für 100 Prozent natürlich und andere sehen hier sogar die Reste eines versunkenen Kontinentes wie etwa Mu. Im Zuge meiner Recherchen zu einem Buch habe ich mit einem Geologen gesprochen, der bei mehrfachen Tauchgängen vor Ort das „Japanische Atlantis“ selber untersuchte. Das bisher unveröffentlichte Interview stelle ich nun vollständig für alle Mystery-Interessierte hier online.


Das versunkene „Monument von Yonaguni“

Im März 2009 veröffentlichte ich mein Buch „Historia Mystica„. Im Rahmen meiner Arbeit und Recherchen zu diesem Buch beschloss ich schnell, auch das Thema „Monument von Yonaguni“ darin zu diskutieren. Eine angebliche Pyramide auf dem Meeresboden im Pazifik, um die schließlich in der Community der Mystery-Interessierten und „alternativen Historikern“ seit vielen hitzig gestritten wird.

Was mag es mit der „Pyramide vor Japans Küste“ auf sich haben? Ist die Struktur tatsächlich 10.000 oder mehr Jahre alt und von Menschen geschaffen, wie es viele behaupten? Versunkene Ruinen auf dem Meeresgrund? Oder ist es schlichtweg eine Laune der Natur? Interessanterweise gibt es heute – im Herbst 2015 (Update: März 2021) – noch immer keine verbindliche und allgemein akzeptierte Antwort auf diese Fragen.

Damals wurde ich bei meiner Arbeit auch auf den Geologen Wolf Wichmann aufmerksam, der zusammen mit „Spiegel TV“ in einer TV-Dokumentation über das „Japanische Atlantis“ arbeitete. Durch diese TV-Dokumentation wurde das Thema der mutmaßlichen Ruinen unter Wasser vor der Insel Yonaguni weithin in der Öffentlichkeit bekannt. Und sicher auch sehr schnell wieder vergessen.

Der Geologe und Wissenschaftsjournalist war bei meinen Recherchen und Nachfragen zu Yonaguni sehr entgegenkommend und lud mich als Autor des Phantastischen direkt auch zu sich nach Norddeutschland ein. Im Kontext dieser Recherchen entstand auch das folgende Interview. Wichmann selber hält die gesamte „Pyramide“ für eine natürliche Formation im Meer, schließt aber nicht grundlegend aus, „dass da vielleicht irgendwann einmal jemand dran geschabt hat“.

Wobei ich mich seit der Entdeckung der Struktur immer schon fragte, warum diese von vielen immer wieder als „Pyramide“ bezeichnet wird. Sie ist eindeutig keine Pyramide, nicht einmal annähernd sieht sie einer solche ähnlich. Das beweisen zweifelsfrei die inzwischen zahllosen Fotos der Formation und auch die Rekonstruktionen der Gesamtanlage.

Alles weitere erklärt der Geologe Wichmann in diesem Interview mit mir.

Interview mit Wolf Wichmann zu Yonaguni:

Lars A. Fischinger: Wann hörten Sie erstmals von den angeblich künstlichen Strukturen von Yonaguni?

Wolf Wichmann: Das war im Sommer 1999, als mich ein befreundeter TV-Produzent anrief und mich auf die Struktur vor Yonaguni aufmerksam machte. Er hatte vor einen Dokumentationsbeitrag für „Spiegel-TV/ ZDF“ zu drehen und wollte einen fachlichen Kommentar von Seiten der Archäologie und/ oder der Geologie …

LAF: Wie kam es dazu, dass Sie selber vor Ort im Südchinesischen Meer die Strukturen erkundeten?

WW: Das entwickelte sich eigentlich als eine logische Fortsetzung auf die zu Frage 1 gegebene Antwort. Besagter Produzent hatte mich selber neugierig gemacht. Er bot mir daraufhin an, die Produktion als Fachberater zu begleiten und die Struktur aus Sicht der Geologie zu bewerten. Das habe ich dann auch getan.

Meine anschließenden Kommentare provozierten einiges an Widerspruch. Dies führte schließlich zur Einladung eines britischen Autors, nun seinerseits ihn zu begleiten um mich im Laufe einer eigenen TV-Produktion für „Channel 4/ Learning Channel“ von der Richtigkeit seines Standpunktes überzeugen zu können – am besten vor laufender Kamera.

LAF: Was war Ihr erster Eindruck und woraus besteht die Struktur?

WW: Nachdem ich eingewilligt hatte, die deutsche Produktion als Fachberater zu unterstützen, begann ich mit den Recherchen im Internet. Die dort gezeigten Bilder waren außerordentlich beeindruckend und legten auf Anhieb den Schluss nahe, es handle sich um künstliche Strukturen, eben Ruinen oder Bauwerksreste.

Zu diesem Zeitpunkt war ich überzeugt davon, dass es sich bei den gezeigten Formen in der Tat um eine archäologische Sensation handeln könnte. Verwunderlich war nur, dass eine derartige Entdeckung, die ja schon 1985 gemacht und seither auch von Fachleuten begutachtet worden war, nicht schon in Europa und den USA Schlagzeilen gemacht hatte. In den Kommentaren im Internet wurden die Muster in Ausdehnung und Anlage mit den ägyptischen Pyramiden verglichen – das allein hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt (Anm. LAF: Die „Kernstruktur“ der „Unterwasserpyramide“ ist etwa 150 x 200 Meter aber nur ca. 25 Meter hoch.).

Mehr noch hat mich damals schon verwundert, dass selbst in archäologischen Fachpublikationen kein Kommentar zu den „Ruinen“ am Hiseki-Point zu finden war.

Zweifel am künstlichen Ursprung der Strukturen entstanden dann allerdings schon bei unserem ersten Schnorchelgang auf der Formation. Sie vertieften sich mit dem ersten richtigen Tauchgang.

Nachdem ich die Gesamtanlage der Formation auch unter Einbeziehung der Küste, des geologischen Gefüges und des geomorphologischen Formeninventars her beurteilen konnte, gab es an den grundsätzlich natürlichen Ursprung der Formen am Hiseki-Point aus meiner Sicht keinen Zweifel mehr.

LAF: Sie sehen in der fälschlich immer „Pyramide“ genannten Struktur eine natürliche Formation. Was veranlasste Sie als Experten zu diesem Ergebnis und schließen Sie menschliche Bearbeitungen aus?

WW: Dazu möchte ich auf einige Aussagen verweisen, die ich bereits zu anderen Gelegenheiten gemacht habe. Zum Beispiel hier oder auch hier (Anm. LAF: Der 2. Link funktioniert nicht mehr. Siehe jedoch alternativ bei YouTube beispielsweise HIER):

„Menschliche Aktivitäten zeigen sich vor allem in eindeutigen Spuren von Bearbeitung, in systematisch angelegten Straßen oder Kanälen oder überhaupt Dingen, die sich gegen die natürliche Vorgabe stellen, die aufgeschichtet oder nach einem deutlich erkennbaren System angelegt oder arrangiert worden sind. Auch wenn sie sich an die natürlichen Vorgaben anlehnen, so unterscheiden sie sich doch meist im Detail. Die Natur wird wohl kopiert und genutzt – aber doch den eigenen Bedürfnissen angepasst. Und die sind eben nicht genau gleich – daher gibt es eben auch nachweisbare Unterschiede oder wenigstens Abweichungen. Die Stufen, die an dem Monument gefunden werden, kann kein Mensch begehen. Mit einer Höhe zwischen einem und fünf Metern sind sie viel zu hoch. Das sind also keine begehbaren Treppen. Vielmehr entsprechen diese Stufen ganz genau der Abfolge der dortigen Sandsteinbänke und -schichten. Sie sind genau an den Schwachstellen heraus gebrochen. Auch die Löcher, die man dort findet und die menschlichen Ursprungs sein sollen, sind ganz eindeutig Strudellöcher, wie sie in schnell bewegtem Wasser entstehen. …“

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„… Ich schließe nicht aus, dass da vielleicht irgendwann einmal jemand dran geschabt hat. Das ist aber ein Unterschied. Wenn es zu der Zeit, als der Felsklotz noch an Land lag, Jäger-und-Sammler-Kulturen in der Gegend gab, dann kann es natürlich sein, dass mal ein Mensch diese exponierte Fläche als Aussichtspunkt oder Wachpunkt benutzt hat und vielleicht auch mal einige Steine abgebrochen hat. Aber selbst dafür müssten noch eindeutige Belege gefunden und von Facharchäologen entsprechend begutachtet und kommentiert werden. So etwas ist meines Wissens noch nicht passiert. …“

… Bitte entschuldigen Sie, dass ich hier auf andere Texte verweise, die Sie selbstverständlich nutzen können. Aber es ist schon sehr spät und ich muss noch einiges vorbereiten und morgen recht früh raus. Zu einem späteren Zeitpunkt gehe ich gern ausführlicher oder in einen persönliche Gespräch auf die Fragen ein.

LAF: Die doch recht exakten Winkel des Felsen werden immer wieder als Beweis für menschliche Arbeiten an diesem angeführt. Können solche auch natürlich entstehen?

WW: Ja, sicherlich. So bilden etwa die Schnittstellen von Sedimentschichten mit senkrecht hierzu verlaufenden Kuftsystemen oder Bruchstrukturen geradezu klassische Bedingungen für mehr oder weniger rechtwinklige Erosionsmuster bzw. Bruchstufen.

Auch innerhalb eines Felskörpers verlaufende unterschiedliche Kluftsysteme, die in einem Winkel zueinander stehen, führen bei der Verwitterung des Gesteinskörpers zu winkeligen Formen. Auch andere natürlich ablaufende Prozesse bilden charakteristische Winkelmuster, wie zum Beispiel die allseits bekannten säulig ausgebildeten Abkühlungsmuster im Basalt (= „Basaltsäulen“, „Säulenbasalt“). Beeindruckende Landschaftsformen, wie ausgeprägte Basaltwände auf Island oder der berühmte „Giants Causway“ in Nordirland, sind die besten Belege.

LAF: Wie alt schätzten Sie die Struktur bzw. seit wann liegt sie auf dem Meeresgrund?

WW: Es gibt zuverlässige Untersuchungen über die Schwankungen des Meeresspiegels in dieser Region. Demnach hat es dort im Zeitraum zwischen 10.000 und 8.000 Jahren vor heute mehrfach Meeresvorstöße und- rückzüge gegeben. Daraus kann man ersehen, dass die Felsen in der Zeit vor oder während des letzten Meeresspiegelanstiegs geformt worden sind – und noch werden. Denn die Prozesse, die die Formationen Unterwasser gebildet haben, laufen weiterhin in Bereich der Steilküste ab.

Die Einzelformen und damit auch die gesamte Formation sind typisch für Kliffbildungen an Felsküsten mit hoher Brandungs- und Strömungsenergie. Mit Hilfe der Radiokarbonmethode kann man das Alter der organisch gebildeten Kalküberzüge der Felsen bestimmen. Diese sind rein marinen Ursprungs – also erst nach Überflutung der Felsen durch das Meer entstanden.

LAF: Sollte an dem Monument von Yonaguni in Zukunft weiter geforscht werden?

WW: Die Formation gehört zu den eindrucksvollsten „Landschaften“, die ich bisher Unterwasser gesehen habe. dabei finde ich es vollkommen gleichgültig, ob von Menschenhand gemacht oder von der Natur geschaffen. Für Forscher, die den Ehrgeiz haben, das eine oder das andere zu beweisen, bietet Yonaguni eine vorzügliche Wirkungsstätte.

Nach meiner Ansicht stellt diese Küste in ihrer Gesamtheit wie auch in der Sammlung ihrer Einzelformen ein geradezu perfektes Lehrbuch zur Erforschung und dem Verständnis küstenbildender Erosionsprozesse sowohl über- wie auch Unterwasser dar. Also: ja.

Für die Erforschung Hiseki-Points unter dem Aspekt, des Nachweises ob die Struktur künstlich ist oder rein geologisch / geomorphologisch entstanden ist, dürfte es allerdings die Frage stellen, wer ein erweitertes Forschungsprojekt finanzieren würde.

Videos zum Thema

Video vom 25. April 2017 auf Mystery Files

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Video vom 23. April 2015 auf Mystery Files

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„Verbotene Archäologie“ in Japan: Erstaunliche megalithische Rätsel im Land der aufgehenden Sonne +++Video auf YouTube+++

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Japan hat noch viele Geheimnisse zu bieten (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)
Japan hat noch viele Geheimnisse zu bieten (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)

Weltweit finden sich überall monolithische Kuriosum oder sogar „Wunder“. Auf dem ganzen Planeten haben unsere Vorfahren uns heute sinnlos erscheinende Monolithen bearbeitet oder sogar gleich ganze Felsen. Diese „Verbotene Archäologie“ gehört zu einem festen Kern-Thema in der Grenzwissenschaft und ist immer wieder erstaunlich. So auch zum Beispiel in einer Region auf der Hauptinsel von Japan, über die es in diesem YouTube-Video geht.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor Jahrtausenden haben auch die Ahnen der Japaner Monolithen und Felsen bearbeitet, die heute nicht wirklich gedeutet werden sollen. Auch das ferne Japan mit seiner, für viele „westliche Menschen“ noch heute  fremdartigen Kultur, stellt keine Ausnahme dar, wenn es um archäologische Erstaunlichkeiten geht. Viele Prä-Astronautik-Fans kennen von Japan die sonderbaren Dogu-Figuren, die meine Titelbilder in der Mitte zeigen. Viele Mystery-Interessierte aber sicherlich auch das „Monument von Yonaguni“ im äußersten Süden Japans.

Doch auch das Gebiet um den Ort Asuka ist ein Beispiel für eine dieser Arten der „Verbotenen Archäologie“, wie es das folgende Video zeigt.

Mehr in meinem neuen Video. Sehr gerne könnt Ihr es liken, verlinken, teilen etc. Danke!

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Also, ran an die Tasten bei YouTube. Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.Wenn Ihr mögt, folgt mir doch auch bei Facebook und/oder Twitter. Ich freue mich, Euch, liebe Userinnen und User, auch dort begrüßen zu können.

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Japaner wollen Super-Aufzug ins Weltall bauen

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Keine Fantasterei: Eine japanische Baufirma will eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Aufzug bis zu 30 Menschen ins All befördert.
 Eine japanische Baufirma will womöglich einen tausende Kilometer langen Aufzug ins Weltall bauen. Die Firma Obayashi erklärte jetzt, sie könne möglicherweise schon in 40 Jahren eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Hochgeschwindigkeitsaufzug Menschen ins Weltall befördern würde. 
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Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (+ Videos)

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Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (Bilder: University of Western Australia )
Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (Bilder: University of Western Australia )

Das weite Land Saudi-Arabien, dort, wo sich der biblischen Berg Moses befindet, ist für die Archäologie im wahrsten Sinne des Wortes noch Wüste. Doch dies wandelt sich, da mehr und mehr Archäologen ihr Augenmerk auf die dortigen Hinterlassenschaften der Vergangenheit richten. Vor alle auf die hunderttausenden dort vorhandenen Bodenstrukturen, die über sehr weite Gebiete verstreut liegen. Bisher kaum erforschte, Jahrtausende alte Zeugen einer unbekannten Vergangenheit. Jetzt haben Archäologen dazu eine Untersuchung veröffentlicht. Darin sind die forscher sicher, dass diese Funde das „Verständnis der frühen Geschichte des Nahen Ostens tiefgreifend“ verändern werden.


Saudi-Arabien im Fokus der Archäologie

In den letzten Jahren rückten die riesigen Gebiete und Wüsten von Saudi-Arabien mehr und mehr in den Fokus der Archäologen. Grund dafür sind unter anderem unzählige Bodenstrukturen auf dem Wüstenboden, die in weiten Teilen selbst mittels Google Earth ausfindig zu machen sind.

Ihre Anzahl geht mindestens in die zehntausende, weshalb sie auch für Mystery-Jäger inzwischen von Interesse sind. Mehrfach wurde darüber hier bereits berichtet (s. a. Videos am Ende), da zum Teil bei diesen Bodenstrukturen Erinnerungen an die Nazca-Linien in Peru wach werden. Geoglyphen, deren Pacht, Umfang und Ausdehnung am besten aus der Luft zu bestaunen sind.

Nicht anders wie in Saudi-Arabien. Hier jedoch mit dem großen Unterschied, dass es meistens keine Kunstwerke, Pisten und Linien sind, die ihre Erbauer in die Wüste scharrten oder gruben. In Saudi-Arabien bestehen diese Steinkreise, Rechtecke, Dreiecke und Gebilde, die aussehen wie überdimensionierte Schlüssellöcher, aus aufgeschütteten Steinen und Geröll. Diese Bauart unterscheidet sich demnach sehr von jener in Nazca in Südamerika.

Was diese überall verteilt liegenden „Geoglyphen“ der saudischen Wüste einst waren, ist in vielen Fällen unklar. Es scheint, dass ihre Schöpfer diese für verschiedene Zwecke anlegten. Von mutmaßlichen Tiergehegen, „Kultplätzen“, Wasserspeicher und Grabanlagen, wurde hier in der Vergangenheit gesprochen. Angelegt wurden sie vor tausenden von Jahren. Und, wie im 1. Video unten berichtet, dieser „Brauch“ reicht offenbar bis in die Steinzeit vor 7.000 Jahren zurück.

Tausende Kilometer Wege, Gräber und Kultstätten

Zumindest für die Mehrzahl der auffälligen Bodendenkmäler wollen Archäologen um Dr. Matthew Dalton von der „School of Humanities“ der University of Western Australia jetzt eine Erklärung gefunden haben. So berichteten die Forscher in ihre jüngst veröffentlichten Studie in „The Holocene“, das sie „in weiten Teilen Nordwestarabiens“ zahllose Wege nachweisen konnten, die von Steinmonumenten gesäumt sind. „Es sich in der Mehrzahl um antike Gräber“, so die Forscher, von denen die meisten „in der Mitte bis Ende des dritten Jahrtausends vor Christus errichtet wurde“. In ihrer Studie schreiben die beteildigten Autoren um Dalton dazu weiter:

Tausende von Kilometern dieser zusammengesetzten Wege und Denkmäler, so genannter ‚Gräber-Alleen‘, lassen sich in der Landschaft nachverfolgen, vor allem in der Nähe von und zwischen den großen, ganzjährigen Wasserquellen. Da sie Routen menschlicher Bewegungen während dieser Zeit belegen, stellen diese Merkmale eine neue Quelle für die Rekonstruktion wichtiger Aspekte der antiken Mobilität und der sozialen und wirtschaftlichen Vernetzung dar.

Steinstrukturen in Saudi-Arabien - einige ähneln in der Form Schlüssellöchern (Bild: University of Western Australia)
Steinstrukturen in Saudi-Arabien – einige ähneln in der Form Schlüssellöchern (Bild: University of Western Australia)

Diese „Gräber-Alleen“ sind jene Steinstrukturen, die von oben aussehen wie klassische Schlüssellöcher. Eine Bauweise oder Grundstruktur, die sich interessanterweise in identischer Form zahlreich auch in Japan findet. Dort jedoch um ein vielfaches größer, wie in diesem Mystery Files-Video HIER 2017 berichtet. In Japan stellen diese „Schlüsselloch-Grabanlagen“ in ihrer Ausdehnung in einigen Fällen sogar die Cheops-Pyramide in Ägypten weit in den Schatten.

Bisher fast 18.000 Bodendenkmäler identifiziert

Im Gegensatz zu Japan handelt es sich bei den Anlagen in Saudi-Arabien nach den jüngsten Forschungen aber nicht um Bauten, die für sich alleine standen oder anlegt wurden. Ausgrabungen vor Ort, Luftbildarchäologie mit Hilfe von Hubschraubern und Satellitenbildern und Bodenuntersuchungen zeigten, dass hier eine weit ausgedehnte Kulturlandschaft bestand. Ein ganzes Netzwerk, dass ein neues Bild auf die dortigen Menschen vor rund 4.500 Jahre wirft.

„Bei dieser Untersuchung wurden etwa 164.600 vermutete archäologische Objekte identifiziert“, betont die Studie. Rund 17.300 bis 17.800 waren entsprechende Strukturen. 11.000 von ihnen standen direkt mit diesen „Alleen“ in Verbindung. Diese seien auf Luftbildern auch recht einfach zu finden, wie die Archäologen unterstreichen. Hier haben Menschen der Bronzezeit kunstvolle Anlagen geschaffen, die ein ganzes Netzwerk von Totenstätten, Wegen und Straßen umfasst. Die entdeckten „Alleen“ umfassen dabei ein gewaltiges Gebiet von 160.000 Quadratkilometern. Kerngebiet der Untersuchungen waren dabei die Bezirke AlUla und Khaybar.

Die „Schlüssellöcher“ selber vergleichen sie in ihrer Untersuchung weniger mit diesen, auch wenn die Ähnlichkeit nicht unerwähnt bleibt. „Hängende Gräber“ werden diese genannt, da die Form dieser Steingebilde Schmuckanhängern für Halsketten ähnelt.

Das Team um Matthew Dalton fand in diesen und anderen Gräbern und Kultplätzen unterschiedliche Bestattungen vor. Mal ganze Gruppen von Personen, mal nur einzelne Verstorbene. Andere Steinstrukturen sind nicht ganz eindeutig einzuordnen. Symbolische und kulturelle Zwecke werden vermutet. Vielleicht im Zusammenhang mit den Verstorben.

Ein unbekanntes Netzwerk vor 4.500 Jahren

Auch die Wege sind nicht immer eindeutig zu identifizieren, da es mindestens zwei Arten dieser Straße gab. Einige, nennen wir sie „Hauptstraßen“, führten offensichtlich von Oase zu Oase. Sie verbanden demnach Wasserstellen, an denen auch die „dichtesten Konzentrationen von Grabmonumenten“ zu finden sind. Die „Nebenstraßen“ scheinen vor allem zu Weiden geführt zu haben, auf denen während der Regenzeit das Vieh getrieben wurde.

Die University of Western Australia zitiert in einer Pressemitteilung zu den Forschungsergebnissen vom 14. Januar 2021 Dr. Dalton:



Sie zeigen, dass die vor 4.500 Jahren auf der arabischen Halbinsel lebenden Völker sozial und wirtschaftlich viel stärker miteinander verbunden waren, als wir bisher angenommen haben.

Die schiere Anzahl der bronzezeitlichen Gräber, die um sie herum gebaut wurden, deutet darauf hin, dass die Bevölkerung zu dieser Zeit bereits begonnen hatte, sich dauerhaft an diesen günstigen Standorten niederzulassen.“

Die Geschichte des Nahen Osten wird sich wandeln

Projektleiter Dr. Hugh Thomas von der „School of Humanities“ bezeichnete die archäologischen Ergebnisse in der Pressemitteilung als „Höhepunkt eines großartigen Jahres“:

Die archäologischen Funde aus diesen Regionen haben das Potenzial, unser Verständnis der frühen Geschichte des Nahen Ostens tiefgreifend zu verändern.“

In Zukunft werden sich sicherlich viele Archäologen und Historiker dieser Meinung anschließen. Zumal man bedenken muss, dass längst nicht alle dortigen Strukturen und Anlagen Wege, Gräber und Straßen waren. Viele bilden auch einfache Rechtecke, die scheinbar sinnlos nebeneinander liegen. Wie HIER berichtet, wurden in diesen „Gattern“ oder „Gehegen“ bereits Funde gemacht, die sogar rund 7.000 Jahre alt sind. Lange vor dem Netzwerk der Bronzezeit.

Ebenso finden sich in Saudi-Arabien schnurrgerade Linien, die für einige Mystery-Autoren eher an die Nazca-Linien als an Straße erinnern. Andere Bodenstrukturen oder –Denkmäler fallen in ihrer Gestaltung auch ganz aus der Reihe der „Schlüssellöcher“, Kreise, Vierecke und Hügel. Mehr dazu im 2. Video unten.

Die Forschung im Nahen Osten bleibt also überaus spannend.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 30. Januar 2021 auf Mystery Files

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Video vom 27. Dezember 2019

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Lars A. Fischinger

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Staunen in der Presse und im Netz – seit Jahren: Wurde in der Antarktis eine uralte Pyramide im ewigen Eis entdeckt? (+ Videos)

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Immer wieder Aufruhr in der Presse und im Netz: Riesige Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Immer wieder Aufruhr in der Presse und im Netz: Riesige Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

In diversen Medien und in der Netzgemeinde sorgt eine erstaunliche Entdeckung für großes Aufsehen. Und das seit Jahren immer wieder: Das durch die Erderwärmung auch in der Antarktis schwinde Eis habe eine oder mehre Pyramiden „freigelegt“, die auf eine uralte und vollkommen fremde Zivilisation am Südpol hindeuten. Diese Pyramiden in der Antarktis ähneln nicht nur jene berühmten Pyramiden in Gizeh in Ägypten, sondern sind dabei annähernd doppelt so breit. Nachdem auch das bekannte Nachrichtenmagazin „Focus“ online schon 2016 über diese Strukturen in der Antarktis berichtet hat, sorgen diese auch im deutschsprachigen Internet für Staunen – und auch Kopfschütteln. Eine Analyse der „Pyramiden in der Antarktis“ und einige spannende und verblüffende Hintergründe zu diesem Thema erfahrt Ihr in diesem aktualisierten Re-Post.


Pyramiden in der Antarktis

Pyramiden in den eisigen Weiten der unwirklichen Antarktis, kann das sein? Dass es auf unseren Planeten von Pyramiden nur so wimmelt, ist ein offenes Geheimnis. Selbst in China stehen mehr Pyramiden als in Ägypten, an das wohl jeder bei solchen Bauwerken als erstes denken muss.

Auch wenn Skeptiker unermüdlich davon sprechen, dass es „echte Pyramiden“ nur und ausschließlich in Ägypten gibt, faszinieren Pyramiden-Bauten schon immer die Menschen. Selbst wenn sie eben nicht perfekte geometrische Formen wie eben jene in Ägypten haben. Und sogar dann noch, wenn nicht mal annähernd eine eine Pyramidenform zu erkennen ist. So wie es vor allem die „Pyramide vor Japans Küste“ (Yonaguni-Monument) zeigt.

Nachdem seit einiger Zeit in unzähligen (vor allem englischen) Medien über die Entdeckung angeblicher Pyramiden in Antarktis berichtet wurde, hat auch „Focus online“ schon am 22. November 2016 das Thema aufgenommen. „Schneepyramiden in der Antarktis entdeckt – muss die Geschichte umgeschrieben werden?“, fragt das Magazin. Immerhin sollen „Wissenschaftler auf der ganzen Welt“ über diese Fund verblüfft sein, wie es dort noch immer zu lesen ist.

Eine verschwundene Zivilisation?

Die verschiedenen Berichte zu diesen Pyramiden fragen sich nun, ob hier einst Menschen lebten, die diese Monumente erbaut haben. Auch Außerirdisch, die Ancient Aliens der Prä-Astronautik, sind hierbei unlängst im Gespräch. Es gab sogar angebliche „Geheimnisträger“, die beispielsweise 2015 als ebenso angebliche „Whistleblower“ behaupteten, dass sie in der Antarktis UFO-Basen und Alien.-Raumschiffe gesehen haben wollen. Beweise wurde keine geliefert, wie HIER berichtet.

Ebenso wurden udn werden gerne Nazis und irgendwelche Geheimbasen im Sinne von Neuschwabenland & Co. damit in Zusammenhang gebracht.

Vielleicht existierte hier eine Zivilisation, als die Antarktis noch warm und bewohnbar war, so die Spekulationen weiter. Ein Volk, von wir heute nichts mehr wissen. „Focus online“ etwa zitiert dazu Dr. Vanessa Bowmann vom“British Antarctic Survey“ mit den Worten:

Vor 100 Millionen Jahren war die Antarktis mit üppigen Regenwäldern überdeckt, ähnlich denen, die es heute in Neuseeland gibt. Die Temperaturen konnten dort bis auf 20 Grad Celsius klettern. Dass der Klimawandel eine ernste Auswirkung auf die Umwelt hat, steht schon lange fest. Wenn sich diese Pyramiden allerdings als künstlich erweisen, verändert das die Geschichte, wie wir sie kennen.“

„Vor 100 Millionen Jahren“? Also dutzende von Millionen Jahren vor den ersten primitiven Menschen, habe demnach diese erste und unbekannte Menschheit existiert! Das würde selbstverständlich die bekannte Geschichte grundlegend verändern. Wenn denn diese Pyramide der Antarktis auch wirklich eine solche ist.

Ihr könnt Euch mittels Google Earth dieses „Gebilde“ unter den Koordinaten -79.977277 und dem Breitengrad -81.961749 selber einmal ansehen. Achtet dabei auch auf die alles andere als gleichmäßigen Kanten. Gut auch zu erkennen bei diesem Bild (anklicken zur Großansicht):

Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)
Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)

Antarktis = Atlantis?

Eine versunkene Kultur am Südpol? Das sind keine neuen Überlegungen.

Nicht wenige Autoren und Forscher, die sich der Suche nach Atlantis verschrieben haben, deuteten bereits unseren Südkontinent als dieses gesucht Reich der Vorzeit. Vor allem die Autoren Rand und Rose Flem-Ath haben diese Idee in ihrem Buch „Atlantis: Der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis“ 1996 weithin bekannt gemacht. Ihre Überlegungen haben später auch andere Autoren aufgriffen oder weiter ausgeführt.

Beispielsweise wurde eine plötzliche Verschiebung der Kontinente als Ganzes als Grund für das Ende der Kultur von Atlantis-Antaktis angeführt. Darum habe man auch alte Landkarten, die die Antarktis zeigen sollen, obwohl man sie damals noch gar nicht gekannt haben soll.

Die Ursache dafür könnte der gewaltige Eispanzer am Nordpol während der letzten Eiszeit gewesen sein. Durch das gigantische Gewicht des Eises und die Rotation der Erde habe dieser Eisschild die gesamte Erdkruste „ruckartig“ und plötzlich als Ganzes verschoben. So eine nicht selten herangezogene Deutung dieser vorzeitlichen Ereignisse.

Die Folgen waren Sintfluten, extreme Klimaveränderungen und letztlich, dass Atlantis zur Antarktis wurde. R. und R. Flem-Ath haben mit diesen Spekulationen vor Jahrzehnten durchaus viel Aufsehen erregt. Etwa zusammen mit dem bekannten Autoren Graham Hancock, die sich dabei beispielsweise auch auf die weltbekannte Landkarte des Piri Reis stützten.

Die Pyramiden sind längst bekannt!

Bei Facebook findet sich die Meldung zu diesen Pyramiden am Südpol in vielen Gruppen und auf vielen Seiten, die sich mit Mystery und Grenzwissenschaft befassen. Was auch nachvollziehbar ist, da in solchen Gruppen eben genau solche Themen zu finden sind. Dafür sind sie schließlich da. Auch ich selber wurde bei Facebook ab 2016 mehrfach auf diese Berichte hingewiesen. Denn das Thema kommt – wie fast alle Themen des Phantastischen, alle paar Monate oder Jahre erneut im Netz auf. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

Doch neu ist diese vermeintliche Sensation lange nicht. Nicht nur, dass sie bereits Monate vor „Focus“ und den britischen Medien hier und dort erschienen ist, sondern sogar schon Jahre davor. Inklusive den seit 2016 kursierenden Fotos und YouTube-Videos dazu.

Ein Video bei YouTube mit dem Titel „Ancient Pyramids found in Antarctica?“ stammt sogar schon vom 2. September 2012. Auch die „Sputnik News“ berichteten im Sommer 2013 darüber – und verhalfen so diesen angeblichen Pyramiden zu erster Bekanntheit. Denn längst wird nicht nur der Berg, den auch das Titelbild hier zeigt, als „Antarktis-Pyramide“ bezeichnet.

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Natürlich kann man mit „guten Willen“ hier eine Pyramide erkennen wollen. Etwa 450 mal 420 Meter groß ist dieser „Eisberg“ und nimmt somit mehr Fläche als die Cheops-Pyramide in Gizeh mit rund 230 Metern Seitenlänge ein. Und von der Form her sieht der Berg eben aus wie eine Pyramide, was unstrittig ist. Obwohl schon die Google Earth-Bilder zeigen, dass hier natürlicher Berg zu erkennen ist. Dazu gleich mehr.

Aber der gute Wille hilft eben nicht weiter bei der Jagd nach dem Phantastischen. Man denke dabei an die unzähligen Pyramiden im Meer und Alien-Basen, die angeblich schon mittels Google Earth gefunden wurden. Oder das angeblich in der Antarktis abgestürzte UFO, das sich rund 950 Kilometer von der vermeintlichen Pyramide entfernt befindet (s. 1. Video von 2015 unten). Und von solchen UFOs im ewigen Eis des Südpols gibt es mehr als nur eines, wie erst im Sommer 2021 HIER auf Mystery Files berichtet.

Entdeckung schon vor 60 Jahren

Fraglos lädt die pyramidenförmige Form des Berges in den eisigen Weiten der Antarktis zum Träumen und Spekulieren ein. Doch nur dann, wenn man sich von den Google Earth-Bildern oder auch Fotos von der Oberfläche von dem Berg blenden lässt. Denn die vermeintliche Pyramide ist schon seit vielen Jahrzehnten sehr gut bekannt und heißt „Lippert Peak„.

Es ist ein spitzer Berg, von dem wir nur bis zu 150 Meter über dem Eis sehen können. In Wahrheit ist dieser Gipfel sogar 1.330 Meter hoch und Teil des etwa 160 Kilometer langen Gebirges „Heritage Range“, das wahrscheinlich schon 1935 erstmals gesichtet wurde. Erst Jahre später, vor allem 1959 und 1962 bis 1964, wurde das Gebiet genauer kartiert und erkundet. Vor allem durch das berühmte „Antarctic Program“ der USA ab 1959. Zwischen 1961 und 1966 erfolgte anhand von Luftaufnahme der US-Navy die Kartierung des gesamten Gebirges durch die Geologische Gesellschaft der USA.

Dabei erfolgte auch die Kartierung der „Pyramide“, die 1966 den Namen „Lippert Peak“ bekam. Benannt nach dem Antarktis-Forscher George E. Lippert, der am „Antarctic Program“ 1965 vor Ort beteiligt war. Alles wenig mysteriös und ganz ohne Aliens oder versunkene Ur-Zivilisationen.

Mein Facebook– und Mystery-Kollege Alex Schlee hat mich 2016 während einer Diskussion zu diesem Thema auf ein sehr interessantes Video vom 15. März 2016 hingewiesen. Und zwar auf das YouTube-Video „Gibt es Pyramiden in der Antarktis?“ von ihm selber, dass Ihr auf seinem grenzwissenschaftlichen Kanal „MOHRsrclik“ findet. Schlee nimmt sich darin genau diesen „Pyramiden“ in der Antarktis an. Und das sehr aufschlussreich, wie Ihr im 3. Video unten sehen könnt.

Alien vs. Predator

Pyramiden in der Antarktis als Werk von Ancient Aliens, wie es zu diesen Strukturen auch spekuliert wird? Das hatten wir schon mal im Jahr 2004 in einer durchaus spannenderen Variante.

Damals kam im Internet ein sehr sonderbares Gerücht auf, das von der Entdeckung einer Pyramide im ewigen Eis unseres Südkontinentes sprach. Es war vor der Zeit von Facebook & Co. und so wurde die kurze Meldung vor allen in Diskussionsforen und per E-Mail verbreitet. Das spannende dabei war damals, dass es Fotos von dieser Pyramide bzw. aus deren Inneren gab. Es waren (trotz der mehr als schlechten Qualität der Bilder) darauf eindeutig künstliche Darstellungen zu erkennen, die aus dieser Pyramide stammen sollen. Einer unbekannten und damit rätselhaften Schrift nicht unähnlich.

Auch bei einem Kongress zur Prä-Astronautik wurde damals diese Internet-Meldung in einigen Pausengesprächen teils hitzig diskutiert. Doch, wenn ich mich recht erinnere, stieß diese „Top-News“ auf überaus große Skepsis.

Zurecht, wie sich herausstellte, da sie ein Fake war. Und zwar haben damals die Macher des Hollywood-Filmes „Alien vs. Predator“ dieses Gerücht absichtlich im Internet gestreut, um die Werbetrommel für ihren Science-Fiction-Film zu rühren. Denn die Entdeckung einer uralten Pyramide in der Antarktis ist in „Alien vs. Predator“ von 2004 der Kern oder Aufhänger, um den sich der Film aufbaut …

Dieser Beitrag erschien erstmals 2016 und wurde geringfügig erweitert/bearbeitet.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 1. Oktober 2015 auf Mystery Files

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Video vom 3. Juni 2015 auf Mystery Files

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Video vom 15. März 2016 auf Mystery Files

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Video vom 24. Juli 2021 auf Mystery Files

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Aus Respekt vor Corona-Opfern: „UFO-Tag“ in Indonesien abgesagt: Was aber steckt hinter diesem „Feiertag“ im fernen Asien?

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Aus Respekt vor Corona-Opfern: "UFO-Tag" in Indonesien abgesagt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Aus Respekt vor Corona-Opfern: „UFO-Tag“ in Indonesien abgesagt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an einen „UFO-Tag“ oder sogar „Welt-UFO-Tag“ als eine Art Feiertag im Sinne der Unbekannten Flugobjekten, denkt man mit Sicherheit direkt an die USA. Doch solche Veranstaltungstage gibt es nicht nicht nur dort. Weltweit findet man diese, auch wenn nicht alle am gleichen Datum stattfinden. So auch im asiatischen Inselstaat Indonesien, wo dieser jetzt aufgrund von „Corona“ ausgefallen ist. Doch dort steckt noch mehr hinter dem „indonesischen UFO-Tag“, als man es auf den ersten Blick vermutet. Was, das erfahrt Ihr hier.


Ein Tag in Zeichen der UFOs

Ein „UFO-Tag“ als „Feiertag“ für das UFO-Phänomen?! Vor allem Kritiker halten das nicht nur für absurd, sondern für vollkommenen Unsinn. Obwohl es in vielen Ländern der Erde solche „UFO-Tage“ für die Interessierten gibt, sind diese natürlich keine wirklichen Gedenktage. Denn daran denken sicher die meisten Menschen, wenn sie von einem „Feiertag“ lesen. Vielmehr sind es Tage, an denen sich Veranstaltungen rund um das Thema konzentrieren.

Tagungen, Kongresse, Vorträge und Ausstellungen sind der Kern solcher Tage. Je nach Land finden sie zu unterschiedlichen Tagen statt. Wie etwa in Japan, worüber kürzlich diese Video HIER bei Mystery Files auf YouTube online ging.

Das Bild solcher „UFO-Tage“ bestimmt hierzulande natürlich der „UFO-Tag“ in den USA. Wie könnte es auch anders sein? Dort gibt es grundsätzlich zwei solcher Tage – einmal der 24. Juni (UFO-Sichtung von Kennteh Arnold) und einmal der 2. Juli (UFO-Absturz von Roswell). Vor allem deutsche UFOlogen aus der kritischen Ecke sprechen hierbei von reinem Kitsch und Kommerz, da an diesen Tagen in den USA vorherrscht. Was bis zu einem gewissen Grad auch absolut zutreffend ist!

Andere Länder begehen oder feiern ihren „UFO-Tag“ weniger bunt und schrill, wie die Amerikaner. Etwa Indonesien. Ein Land, dass in Sachen UFO-Forschung oder UFOs an sich wohl die wenigstens „auf dem Schirm haben“. Auch dort gibt es diesen „Gedenktag“, der hier auf den 21. Juli fällt. Und jetzt aus Respekt von den Opfern der Corona-Pandemie in ihrem Land abgesagt bzw. verschoben wurde, wie es am 22. Juli in einer Pressemitteilung aus Yogyakarta hieß.

Dass in Indonesien das UFO-Phänomen oder allgemein Weltraum-Themen eher Nebensache sind, war der Grund dafür, dass der dortige Tag der UFOs ins Leben gerufen wurde. Allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen wie etwa in den USA, wo das Phänomen an sich oftmals gefeiert wird.

Ein „Indonesischer UFO-Tag“

In Indonesien wurde vor wenigen Jahren die „Indonesia Space Science Society „(ISSS) gegründet. Die erste Gesellschaft dort, die es sich zum Ziel gemacht hat, interdisziplinär Themen der Astronomie und des Weltalls für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weltraumforschung, SETI oder auch das UFO-Phänomen sind Teil davon. Aus Veranstaltungen, in Vorträgen und Publikationen wollen die Wissenschaftler wie Laien der ISSS die indonesische Bevölkerung für solche Themen begeistern.

Immerhin sei das Land in Sachen Astronomie rückständig, was die ISSS-Mitglieder durch ihr Engagement ändern wollen.

Selbst eine staatliche Weltraumforschungsbehörde namens LAPAN wurde dort bereits gegründet. Sie plant den Bau eines modernen Observatorium auf einem dortigen Archipel. Die ISSS will UFO-Fans, Laien und Astronomen als ein Treffpunkt miteinander verbinden. Deshalb finden auch alljährlich Treffen statt, „bei dem Informationen ausgetauscht und Ansichten und Entwicklungen in allen Bereichen ausgetauscht werden, in denen sie tätig sind“. So VenzhaChrist, der Direktor des ISSS.

Durch die Initiative des „Indonesia UFO Network“ (IUN) in Yogyakarta entstand daraus der indonesische „UFO-Tag“. Das IUN gründetet sich erst im Mai 2019 und konnte im Juli 2019 bereits landesweit Institute und Gemeinden zu einem Kongress zusammenbringen. Ein Jahr später entstand aus dem Tag der Veranstaltung der dortige „UFO-Day“ am 21. Juli. Der nun ausfallen musste. Dazu Venzha Christ in einer Pressemitteilung vom 22. Juli:

Dieses Mal wurde vereinbart, es abzuschaffen, um die steigende Zahl von Covid-19-Opfern in Indonesien zu respektieren und auch an der Unterstützung der laufenden Notfall-PPKM-Periode teilzunehmen.

Man wolle den Tag 2021 nicht ganz ausfallen lassen, so Christ. Im Dezember soll dieser mit dem geplanten Astronomie- und UFO-Kongress nachgeholt werden. Sofern es die Corona-Lage in Indonesien zulässt …

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