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Seltsames künstliches “Ding” an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos und bitten um Hilfe

Seltsames künstliches "Ding" an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos (Bild: Lowcountry Marine Mammal Network)
Seltsames künstliches “Ding” an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos (Bild: Lowcountry Marine Mammal Network)

Rätselraten in den USA und den Sozialen Netzwerken: Am Strand von Seabrook Island im US-Bundesstaat South Carolina wurde vor einer Woche ein sonderbares “Etwas” angeschwemmt. Das “Ding” bestünde angeblich aus einem “unbekannten Metall”, wiegt um die 90 Kilogramm und wurde von der Meeresbiologin Lauren Rust im Wasser entdeckt. Vor knapp einer Woche fragte die Direktorin des “Lowcountry Marine Mammal Network” die Netzgemeinde um Rat, um was es sich bei diesem Objekt handeln könnte. Seit dem reißen die Diskussionen und Spekulationen um das “UFO-ähnliche” Strandgut nicht ab. Aber was mag das “Ding aus dem Meer” tatsächlich sein und warum besteht es angeblich aus “unbekannten Metall”?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Ding aus dem Meer

Lauren Rust, Direktorin des “Lowcountry Marine Mammal Network” (LMMM) in North Charleston in South Carolina, hat ihre Kernforschungen als Meeresbiologin des LMMM auf Wale, Delphine und andere Säuger der Meere gelegt. Und natürlich auch auf deren Schutz in den Gewässern vor der Ostküste der USA.

Als maritime Forscherin kennt sie quasi alle möglichen und vor allem unmöglichen Dinge, die tagtäglich an den Küsten und Ständen dieser Welt angeschwemmt werden. All den Müll und Schrott, der von unserer Zivilisation achtlos in die Meere und Ozeane des Planeten geschmissen wird, kommt auch immer wieder an  den Küsten der Erde an.

Was Rust jetzt aber vor ihrer Haustür gefunden hat, stellt sie und ihre Kollegen des LMMM vor ein Rätsel: Ein rundliches Etwas, das am 4. Oktober am Strand von Seabrook Island vom Atlantik angeschwemmt wurde. Auf der Webseite des LMMM heißt es knapp zu dem Foto des “Ding aus dem Meer” (s. Titelbild):

Weltraummaterial? Außerirdisches Raumschiff?

Mitarbeiter des LMMN sind am 4. Oktober auf dieses geheimnisvolle Objekt auf Seabrook Island gestoßen. Seitdem geht dieses Bild viral. Mit Kommentatoren, die alles vorschlagen – von einem außerirdischen Raumschiff bis hin zu Weltraummaterialien. Was denkst du, was das ist?

Dazu verweist das LMMM auf ihre Facebook-Seite mit dem Foto, auf der es ebenso heißt:

Seht Euch dieses geheimnisvolle Objekt an, das heute auf Seabrook Island angespült wurde! Was glaubst du, was es ist?

Daraufhin folgten bis jetzt fast 200 Kommentare dort. An die 300 mal wurde das Foto des seltsamen “Etwas” vom Strand bereits geteilt und verschiedene Medien haben das Thema bereits aufgegriffenen. Allen voran die die Zeitungen “The Post and Courier” und “Mail Online” am 8. Oktober. Darin heißt es nicht nur, dass das Objekt “UFO-ähnlich” aussehe, sondern auch die verantwortlichen Behörden von Charleston das seltsame Teil inzwischen abtransportiert hätten.

Angeblich, so die Meldungen, damit es genauer untersucht werden kann.

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Virale Spekulationen

Solche Funde bzw. Fotos gegen oftmals sehr schnell durch die Sozialen Netzwerke. Immer dann, wenn jemand ein sonderbares “Ding” findet und davon Fotos online stellt. Verbunden mit der Frage, was das sein könnte, kommentiert die Netzgemeinde mehr oder weniger ernsthaft den Fund. Bei dem Objekt von Seabrook Island – auf das mich mein Mystery-Kollege “Skallnir” aufmerksam machte – ist es ganz genauso.

So wundert es nicht, dass die Vorschläge an das LMMM, um was es sich bei dem 90 Kilogramm schweren Strandgut handeln könnte, in ungeahnte Höhe schießen. Weltraumschrott, Teil eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg, eine zerstörte Seeboje, etwas von Außerirdischen, irgendwas von einem Containerschiff, Stück einer Pipeline, Flugzeugteil, “der Schwimmring von einer Küstenboje” usw.

Nimmt man Aussagen von Lauren Rust, die “The Post and Courier” zu dem Fundstück von ihr zitiert, befeuern diese die Spekulationen noch weiter:

Da ist kein Metall drauf. Das Ganze besteht nur aus Schaumschichten. Es sieht auch nicht so aus, als wäre es so lange im Wasser. Man würde denken, wenn es (für eine lange Zeit) im Wasser wäre, wäre es in Seepocken und alle Arten von (Meeresleben) bedeckt.”

Joe Cronin von der Stadtverwaltung von Seabrook Island, betont, dass bisher kein Strandgut eine solche Aufmerksamkeit erregt habe, wie dieses. “Im Grunde ist es ein riesiger Schaumbocken”, so Cronin. “Wir werden wahrscheinlich auf die eine oder andere Weise keine Gewissheit haben.” Außer jemand kommt und sagt, dass es sein Eigentum wäre, so Cronin weiter.

Rust wiederum betonte, dass das Fundstück kein Gefahr sei:

Wir haben nichts in der Nähe gesehen (das Objekt), das anzeigen würde, dass irgendetwas unsicher ist.

“UFO-ähnlich”?

“Ein mysteriöses UFO-ähnliches Objekt” nannte am 8. Oktober “Mail Online” das Stück. Mit dieser Bezeichnung ist man heute sehr schnell. Man denke an das “UFO” aus Stein, dass in Russland gefunden wurde, worüber ich unter anderem in diesem Video HIER berichtete. Oder auch an DIESES vier Meter große “Stein-UFO” aus Russland.

Dennoch spekuliert “Mail Online”, dass “die wahrscheinlichste Erklärung” sei, dass es sich um “einen Teil einer Boje handelt”. Oder um einen Schwimmkörper einer Leitung eines Meers-Saugbaggers. Nicht von einem UFO also. Wenn dann eher ein UFO als ein “Unknown floating Object” – im Sinne eines “Unbekannten Schwimmenden Objekt”.

Unerwähnt bliebt in den Berichten auch nicht die Aussage einer Kathy Kinslow Maiy. Sie sagte, dass auf Kawiah Island zeitnah etwas sehr Ähnliches gefunden wurde:

Niemand konnte herausfinden, was es war. Wir dachten schließlich, dass es Teil einer Meeresboje gewesen sein muss.

Und eine Sandy Behrens ergänzte, dass sie “in St. Lucia etwas Ähnliches gesehen habe”.

Nur weil es rund, oval, scheibenartig oder rundlich ist, hat das Ding natürlich nicht sofort irgendwas mit “UFOs” zu tun. Auch nicht, da es angeblich aus “unbekannten Metall” bestehen soll.  Zum Beispiel schreibt das Portal HNA der “Hessische/Niedersächsische Allgemeine” in ihrem Beitrag zu dem Fund am 9. Oktober, dass er “aus unbekanntem Material” bestünde.

Das stimmt so aber nicht.

“Kein Metall” – “unbekanntes Material”

“Da ist kein Metall drauf. Das Ganze besteht nur aus Schaumschichten”, so die Worte von Lauren Rust. Als einen “Schaumbocken” bezeichnete es Joe Cronin. Ein Körper, der aus “Schaum” oder besser gesagt aufgeschäumten Material besteht, ist nun mal ohne Metall und erstmal ein unbekanntest Material. Rätselhaft ist dabei nichts, wie es viele Meldungen suggerieren.

Für eine Schwimmboje gleich welcher Art aber wohl zu erwarten. Allerdings haben diese meist eine Außenhaut aus Metall. Diese könnte jedoch durch eine Kollision mit einem Schiff abgefallen sein. Tatsächlich sieht die Beschädigung an der die Vorderseite im Bild so als, als habe sie Bekanntschaft mit dem Bug eines Schiffes gemacht.

Nicht zu vergessen ist auch die NASA: Cape Canaveral in Florida liegt keine 470 Kilometer Luftlinie südlich von Seabrook Island entfernt. Ebenso an der Ostküste der USA und damit am Atlantik. Das hat unter anderem den einfachen Grund, da die Raketen der NASA über dem offenen Atlantik in den Himmel geschickt werden. Bei einem Zwischenfall sollen so wenig Trümmerteile wie möglich auf das Festland stürzen.

Ich selber besitze Sommer 1996 einige Stücke eines missglückten Raketenstarts eines europäischen Satelliten, die zum Teil in den Sümpfen Floridas niedergingen. Auch sie bestehen aus “Schaumschichten” in einer Art “Wabenstruktur”, die wohl für jeden Laien schlicht und einfach seltsam aussehen …

Wobei es natürlich nicht immer gleich eine explodierte Rakete sein muss, die in Teilen zu Boden stürzt. In weitaus geringerem Umfang erzeugt jeder Start Müll und Trümmer. Meine persönliche Vermutung ist aber bei diesem “Ding aus dem Meer”: Der Rest einer Boje.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Netzfundstück: Die Steinscheiben von Baian-Kara-Ula und die Dropa: “Stammen Chinesen von Aliens ab?” +++ Artikel zu einem YouTube-Video +++

Netzfundstück: Video "Verbotene Archäologie: Dropa Steine - Stammen Chinesen von Aliens ab?" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfundstück: Video “Verbotene Archäologie: Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab?” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ob einstmals tatsächlich Außerirdische auf der Erde waren und von unsere Vorfahren für vermeintliche “Götter” gehalten wurden, dafür gibt es keine handfesten Beweise oder Belege. Was es aber gibt sind spannende Hinweise und Spekulationen für diese Idee. Ebenfalls gibt es im Bereich der Prä-Astronautik klassische Themen, die schon viele Jahrzehnte immer wieder diskutiert werden. Ein solches Thema sind die “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula” in China. In diesem Gebirge nahe Tibet seine angeblich vor 12.000 Jahren Aliens mit Namen “Dropa” abgestürzt, wovon eben diese Steinscheiben berichten sollen. Jetzt hat ein grenzwissenschaftlicher YouTube-Kanal genau dieses Thema erneut aufgenommen. Grund genug sich das Netzfundstück rund um die “Alien-Skelette der Dropa”, das entsprechende Video und das Thema an sich einmal etwas genauer anzusehen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Absturz vor 12.000 Jahren

Die Geschichte, dass vor 12.000 Jahren in China Außerirdische mit einem UFO in China abgestürzt sind, habe ich an anderen Stellen ausführlich dargelegt und Fakten von Fiktionen getrennt. Darum hier nur eine möglichst kurze Zusammenfassung:

Es heißt diesem Klassiker der Prä-Astronautik, dass 1938 eine archäologische Expedition in dem chinesischen Gebirge Baian-Kara-Ula (auch Bayan-Kara-Ula) eine mehr als mysteriöse Entdeckung machte. Der Archäologe Tschi Pu-tei und sein Team haben dabei Skelette gefunden, die nur maximal 130 Zentimeter groß waren und bei denen diese 716 “Steinteller” lagen.

Auf den “Tellern” aus Granit wiederum befanden sich seltsame Schriftzeichen, die schlussendlich übersetzt werden konnten. Diese Übersetzungen sollen von eben diesen Aliens mit Namen “Dropa” künden, die mit ihrem Raumfahrzeug im Baian-Kara-Ula abstürzten und so quasi auf der Erde gestrandet waren. Tschi Pu-tei und sein Kollege Professor Tsum Um-Nui sahen sich so einer Sensation gegenüber, die unsere gesamte Geschichtsschreibung auf den Kopf stellte!

Außerirdische, die vor 12.000 Jahren “mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herab glitten”, wie es angeblich auf den Steinschreiben unter anderem zu lesen war, im fernen China? Für die Prä-Astronautik eine mehr als spannende Geschichte, für die es bis heute keinen einzigen Beweis gibt. Mehrheitlich sehen Kritiker und Fans sie allerdings als Fake, Schwindel, Fälschung oder Witz an.

“Stammen Chinesen von Aliens ab?”

Die Story von den “Dropa” ist spannend, keine Frage. Aber nunmehr bereits Jahrzehnte ohne neue Hinweise oder Belege dann und wann in der Prä-Astronautik erneut zu finden. Vor allem natürlich bei den Kritikern und Skeptikern, die aber immer wieder die “Sachlage” falsch darstellen. Wie durch “Copy & Past” hat sich unlängst auch bei ihnen ein Wiederholungs-Fehler eingeschlichen, der permanent weitergegeben wird.

So auch in einem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-Aliens”, das am 1. Oktober 2018 hochgeladen wurde, und das ihr HIER online findet. Das Video “Verbotene Archäologie – Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab” stammt von einem YouTuber mit Namen “Eburd”, der seinen Kanal unter anderem mit folgenden Worten vorstellt:

Science-Fiction Filme handeln immer wieder um gleiche Themen. Das stört mich denn es gibt tausende interessante Stories die man super verfilmen könnte. Mein Ziel ist es, packende Videos zu machen über Science-Fiction Themen die im Kino selten oder nie gezeigt werden. Leider ist es notwendig dies zu erwähnen, aber einige Menschen scheinen nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können. Eburd ist ein Unterhaltungskanal bei dem es hauptsächlich um Zeitreisen geht. (…)

Natürlich gibt es auf Eburd neben Zeitreisen auch andere beliebte Science-Fiction Themen zu rätselhaften Phänomenen und Geheimnissen. Ich bediene mich dabei verschiedenster dramaturgischer und filmischer Elemente.”

In der Tat hat “Eburd” eine ganze Reihe entsprechender Videos online, die allerdings nur teilweise Prä-Astronautik über Mysterien der Vergangenheit behandeln. Hierbei werden Prä-Astronautik-Interessierte allerdings auch Themen finden, die mit Sicherheit viele nicht folgen können. Zum Beispiel, dass die Cheops-Pyramide 800.000 Jahr alt ist etc.

“Eburd” geht in seinem knapp über 20 Minuten gehenden Video zu den “Steinscheiben von Bayan-Kara-Ula” auf nahezu alle Aspekte des Themas an. Macht aber einige Aussagen, die grundsätzlich falsch sind und eigentlich eher einen neuen Teil-Mythos des Themas bilden.

Die außerirdischen “Dropa” und ihre Herkunft

YouTuber “Eburd” beginnt leider mit der unrichtigen Aussage, dass die Story aus dem Buch “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 stammt.

Darin habe David A. Gamon unter dem Pseudonym “David Agamon” die Geschichte in die Welt gesetzt. In dem Buch wird von einem Forscher mit Namen Dr. Karyl Robin-Evans erzählt, der einst von der “Dropa”-Geschichte erfahren habe und sich deshalb ab 1947 selber auf den Weg ins Baian-Kara-Ula nach China machte. Dr. Robin-Evans wollte vor Ort Nachforschungen über diese abgestürzten Aliens anstellen – und wurde er laut dem Buch von Agamon tatsächlich auch fündig.

Das Buch “Sungods in Exile” ist aber reine Fiktion, so “Eburd”. Und auch der vor rund 40 Jahren darin genannte Dr. Karyl Robin-Evans ist eine reine Phantasiefigur. Ihn hat es nie gegeben und damit auch all seine Forschungen, Ergebnisse, und Expeditionen nicht. David Agamons sein Buch ist reine Unterhaltung und kein Sachbuch, berichtet “Eburd” weiter, sei aber die Quelle der Geschichte des UFO-Absturzes vor und Aliens 12.000 Jahre in China in der Prä-Astronautik.

Leider stimmt das aber in keinster Weise!

“Sungods in Exile”

Praktisch kein einziger Autor der Ancient Aliens-Thematik nutze “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” als Quelle. Das Buch mit seinen unwahren Geschichten um die Forschungen des imaginären “Dr. Karyl Robin-Evans” aus dem Jahre 1978 machte damit die Story auch keineswegs in der GreWi-Szene bekannt. Das wäre auch gar nicht möglich, denn als das Buch erschien, waren die “Dropa” und ihr angeblich Crash vor 12.000 Jahren schon mehr als 15 Jahre bekannt und veröffentlicht.

“Eburd” fasst in seinem Video den Inhalt von “Sungods in Exile” zwar umfangreich zusammen, begeht aber eben den weit verbreiteten Fehler der Kritiker zu behaupten, dass das die Quelle der Story sei. Schon Erich von Däniken hat aber 1968 in seinem ersten Buch darüber geschrieben. Andere folgten, wobei hier an erster Stelle ganz klar der Wieder Autor Peter Krassa zu nennen ist.

Krassa veröffentlichte Beispielsweise schon 1973 das Buch “Als die Gelben Götter kamen” oder auch 1984 sein Buch “…und kamen auf feurigen Drachen“. Weitere Bücher zu China folgten im Laufe der Jahre von ihm. In diesen beiden genannten Büchern ging es unter anderem um verschiedene Prä-Astronautik-Themen, die eben vor allem im fernen China zu finden seinen. Natürlich auch die Steinteller der Dropa. So berichtet Krassa bereits 1973 von seinen Bemühungen im Mai 1972 vor Ort in China mehr über dieses Mysterium zu erfahren. Im März 1973 flog er deshalb sogar nach Moskau in die UdSSR, um sich mit der Prä-Astronautik-Legende Alexander Kasanzew zu treffen.

Quellen?

Kasanzew selber hegte gegenüber Peter Krassa damals selber Zweifel, dass sie von seinem Freund und Kollegen Wjatscheslaw Saizew (auch Vyacheslav Zaitsev) bereits 1968 in dem Magazin “Sputnik” veröffentlichte Geschichte authentisch sei. Und genau dieses Magazin “Sputnik” (Nr. 1/1968) mit dem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” war die erste Ur-Quelle der Geschichte, die Ihr vollständig HIER auf diesem Blog findet. Nicht das Fantasy-Buch “Sungods in Exile”, das zehn Jahre später in englisch erschien!

Spätere Nachforschungen durch den Kollegen Jörg Dendl erbrachten letztlich auch den “Urtext” des Berichtes ans Licht: Das Magazin “Das vegetarische Universum”. Von dem war zwar bekannt, dass hier in der Juli-Ausgabe 1962 über die “Dropa” & Co. in allen bekannten Details berichtet wurde, aber aufzufinden war diese Quelle im Original vorerst nicht. Auch Wjatscheslaw Saizew selber hat in seinem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” im Jahre 1968 “Das vegetarische Universum” namentlich genannt und zitiert.

Darüber hinaus erschien der Artikel von Saizew vor der deutschen Ausgabe von “Sputnik” 1967 in der englischen und auch französischen Ausgabe des Magazins (Nr. 1/1967, S. 106 – 119). Über die Magazine “Sputnik”, “Das vegetarische Universum”, “UFO-Nachrichten” (Juli 1964) sowie die belgische UFO-Zeitschrift “BUFOI” (4/1965) begann der Siegeszug der seltsamen Story.

Falsche Quellenangaben

Jene Leser, die in den 1960ger Jahren “Sputnik” in Deutsch oder auch Englisch lasen, kannten sicher die Geschichte. Selbst die Menschen, die in den USA russische Magazine lasen.

Denn trotz des Kalten Krieges gab es in Amerika russischsprachige Zeitungen. So etwa das russische Magazin “Current Digest of the Russian Press”, in der der UFO-Absturz vor 12.000 Jahren angeblich bereits in der Ausgabe des 30. März 1960 (vol. 12, Nr. 9., ab S. 24) zu finden war. Geschrieben von Valentin Isaakovich Rich und Mikhail Borisovy Chernenko. Der Artikel von Rich und Chernenko trug den Titel “Hypothesen, Annahmen und Vermutungen: Führt der Weg ins All?”

Da er aber 1960 erschien, müssen diese Übersetzungen da schon bekannt gewesen sein, sagen die Kritiker. Zumindest dann, wenn die Quellenangabe, wie sie beispielsweise in dem Buch “The Mammoth Book of Unexplained Phenomena” (2013) von Roy Bainton zu finden ist, zutreffend wäre.

Ist sie aber – nicht!

Die in dem Buch von Bainton oder auch in einem Artikel von 2011 auf der Kritiker-Seite “Bad Archaeology” genannte Veröffentlichung von Rich und Chernenko aus dem Jahre 1960 erwähnt die Baian-Kara-Ula-Story mit keiner Silbe. Das fand der Historiker Jörg Dendl heraus, als es ihm gelang, auch diese Publikation zu überprüfen. Dendl wies mich am 3. Oktober 2018 darauf hin, und schrieb unter anderem:

Die Artikel von 1960 haben ich alle vorliegen und habe sie auch übersetzen lassen, es fand sich keine Hinweis auf Baian Kara Ula. Behauptet wird das lediglich auf einer amerikanischen Website, ist aber Unsinn.”

Auch dieses Beispiel zeigt, wie mangelhaft die Quellenlage bei diesem Thema ist. Und leider auch, dass sie durch falsche oder fehlerhafte Behauptungen – wie sie eben in diesem Posting aufgezeigt werden sollen – mit Sicherheit nicht besser wird.

Die “Steinscheiben” und die “Dropa” werden weltberühmt!

Weltbekannt wurde das Thema erst durch das zweite Buch von Erich von Däniken, das 1969 unter dem Titel “Zurück zu den Sternen” erschien. Es wurde sofort ein internationaler Bestseller. In diesem Buch schildert von Däniken ausführlich die “Dropa”-Geschichte und führt als Quelle den Artikel von Wjatscheslaw Saizew aus “Sputnik” (Nr. 1/1968) an.

Ebenso schildert von Däniken seinen Besuch bei Alexander Kasanzew in Moskau, von dem er sich zu den angeblichen “Alien-Funden” von 1938 austauschte. Mehr erfahren konnte EvD aber nicht, wie Peter Krassa im März 1973 bei Kasanzew, der Krassa gegenüber auch sein Treffen mit von Däniken erwähnte. Nachdem dann von Däniken in seinem dritten Weltbesteller “Aussaat und Kosmos” 1972 seine Recherchen zum Baian-Kara-Ula-Thema in China und Taiwan schildert, war das Mysterium fest in der Prä-Astronautik etabliert.

Der Roman “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” war da noch Zukunftsmusik und ist damit als Quelle ganz einfach falsch.

Verwirrende Kritik

In dem Video des YouTubers “Eburd” sind diese Fakten aber nicht alle unerwähnt geblieben. So sagt er im Video zum Beispiel ab Minute 9:45 selber, dass schon 1962 “Das vegetarische Universum” diese Geschichte veröffentlichte. Auch von Däniken, Peter Krassa und Hartwig Hausdorf werden von ihm im Video genannt. Dass keiner der drei Autoren einst den Roman von David Agamons als Quelle nahm, bleibt leider in dem Video vollkommen unerwähnt.

Ab Minute 13:55 erwähnt “Ebuird” aber einen Umstand, den er ebenso unrichtig wiedergibt. Er sagt, dass von Däniken “mit Geologen” nachgewiesen habe, dass die Granit-Teller “einen hohen Gehalt an Kobalt und Metall haben” würden. Das hat EvD natürlich nie nachgewiesen und auch nie behauptet, dass er das nachgewiesen habe. Vielmehr ist das eine Aussage, die schon bei Saizew und den anderen ersten Quellen steht. Auch müsste von Däniken damit selber eine oder mehrere der angeblich 716 “Steinscheiben” aus dem Baian-Kara-Ula in den Händen gehalten haben. Zumindest Proben von diesem.

Wie aber in den ersten Büchern von Erich von Däniken (oder auch Peter Krassa) zu lesen ist, scheiterten ausnahmslos alle Versuche vor Ort echte Exemplare der angeblich 1938 gefunden Granit-Objekte zu finden. Wie kann dann überhaupt irgendein Mystery-Autor eine Untersuchung verlasst haben, wie es das Video auf YouTube sagt?

Analysen in von Dänikens Auftrag?

Woher die Behauptung von “Eburd” kommt, ist nicht ganz klar. Allerdings vermute ich einen Irrtum, da von Däniken 1972 in “Aussaat und Kosmos” auf Seite 101 schreibt:

Analysen von Geologen wiesen einen erheblichen Gehalt an Kobald und Metall nach (…).”

Eine Aussage aus dem Artikel von Wjatscheslaw Saizew von 1968, den EvD ja als Quelle im Anhang angeführt hat. Ebenso ist es damit natürlich eine Behauptung aus dem Vegetarier-Magazin von 1962, in dem es unter anderem hieß:

Man hat Gersteinspartikel von den Schrifttellern geschabt und zur Analyse mit einer Kohlestoffuhr nach Moskau geschickt. Dabei wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht: Die Rillenplatten sind stark kobald- und metallhaltig.

Beim ohnehin fragwürdigen Thema der “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula sollte man jede Aussage und Behauptung durchaus auf die berühmte Goldwaage legen. Irrtümer oder falsche Informationen dazu machen diesen Mythos nicht gerade salonfähiger! Das gilt auch und vor allem für die von den Kritikern immer weitere verbreitete Falschaussage, dass erst der Roman “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 die kosmischen “Dropa” und ihr Schicksal auf der Erde bekannt machte. Der Autor David Agamon nahm nur ein schon Jahre verbreitetes und bekanntes Thema der Grenzwissenschaft und Mystery Files, um daraus seine Story um die Phantasiefigur “Dr. Karyl Robin-Evans” zu schaffen.

Bekannt war das Buch von Agamon übrigens auch nicht in der Prä-Astronautik-Szene. Zumindest soweit ich es weiß.

Und die Fakten?

“Keinen einzigen physischen Beweis” habe man für den UFO-Absturz vor 12.000 Jahren in China, den angeblich gefunden Alien-Skeletten oder von den Scheiben vorliegen, resümiert YouTuber “Eburd” in seinem Video. Und damit hat er vollkommen recht.

Er zweifelt – wie die meisten Skeptiker – auch die Existent der beiden Hauptpersonen Tschi Pu-tei und Tsum Um-Nui an. Sie habe es seiner Meinung nach wohl niemals gegeben. In der Tat sind diese beiden Wissenschaftler udn Professoren ein Mythos. Sie kommen zwar schon in den ersten Berichten und allen folgenden Wiedergaben vor, aber nicht selten in unterschiedlicher Schreibweise. Das liegt nach meiner Überzeugung aber an den “hin-und-her-Übersetzungen” der Geschichte. Belgisch, Russisch, Deutsch, Englisch … und wieder zurück. Hinzu kommen angeblich noch Japanisch und natürlich Chinesisch.

Allerdings kann man pauschal nicht sagen, dass “Das vegetarische Universum” sich diese beiden Personen aus den Fingern gesogen hat.

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So ist es mir gelungen die Existenz eines chinesischen Archäologen und eines Geologen nachzuweisen, die in einer anderen seltsamen Geschichte aus China vorkommen. Auch diese wurde von “Das vegetarische Universum” im September 1961 verbreitet und sorgt seit Jahrzehnten für Spekulationen. Darin hieß es, dass in China ab 1959 “Rundpyramiden” am Dongting-See gefunden wurden, die angeblich 45.000 Jahre alt und einst über 300 Meter hoch gewesen sein sollen. Hier wird ein Archäologe mit Namen Professor Tschi Pen-lao (in leicht variierenden) Schreibeisen immer genannt. Dieser habe die Ruinen und die dort angeblich gemachten seltsamen Funde untersucht und erkundet etc.

Obwohl auch dieser Professor Tschi Pen-lao laut Kritiker ein Fantasieprojekte und damit die ganze Dongting-See-Geschichte erstunken und erlogen sein soll,  gab es diesen Mann. Ebenso den Geologen mit Namen Thuinli Lynn aus Taiwan, der später durch das Buch “Aussaat und Kosmos” von von Däniken in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht wurde. Wie ich es in meinem entsprechenden eBook “Rätsel um den Dongting-See” 2017 nachgewiesen habe, gab es beide Personen zur fraglichen Zeit in der entsprechenden Position tatsächlich (s. a. Video HIER).

Ergänzend dazu konnte Jörg Dendl belegen, dass schon drei Jahre bevor “Das vegetarische Universum” 1961 die Dongting-See-Geschichte mit den Pyramiden “erfunden” hat, diese bereits 1958 veröffentlicht wurde.

Zwei verschollene Forschungsberichte?

Was bedeutet das für “Eburd” und seinem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-UFO-Absturz” vor 12 Jahrtausenden? Grundsätzlich erstmal – nichts! Es zeigt aber, dass vielleicht doch eines Tages neue Fakten zu diesem Mysterium auftauchen könnten. Wer weiß, ob beispielsweise die in der Story handelnden chinesischen Forscher/Archäologen nicht doch lebten. Oder, ob nicht in einem verstaubtem Archiv in China, Japan oder der ehemaligen UdSSR die echten Quellen gefunden werden.

Denn was oftmals übersehen wird, ist folgende Behauptung von “Das vegetarische Universum”: “In ersten chinesischen Archäologie-Gutachten” seien die Skelette als “ausgestorbene Gebirgsaffenart” bezeichnet worden und “im Jahre 1940 ist der Archäologe Tschi Pu-tei für diese Theorie in ganz Asien verhöhnt worden”. Tschi Pu-tei habe sich dahingehend geäußert, dass die 716 “Rillenschriftplatten” erst von einer späteren Kultur in jene Höhle gelegte wurden, in der sich die Affen-Skelette befanden.

Ferner heißt es weiter, dass es über 10 Jahre dauerte, bis die Schriften auf den Scheiben übersetzt werden konnten. Der Inhalt der Übersetzung, eben die Überlieferung der Abgestürzten Aliens, sei aber so erstaunlich gewesen …

… dass die Akademie für Vorgeschichte in Peking den Bericht des Gelehrten Prof. Tsum Um-nui anfangs gar nicht veröffentlichen wollte. Dann tat sie es doch. Mit vier Kollegen kam Archäologe Tsum Um-nui überein (…).”

Folgerichtig muss es zwei Veröffentlichungen in China dazu geben geben haben. Eine aus dem Jahr 1940 von Tschi Pu-tei mit seiner These der Affen-Skelette, die ihm sogar angeblich “in ganz Asien” Hohn und Spott einbrachte. Und eine zweite Publikation der chinesischen “Akademie für Vorgeschichte”, die der Archäologe Tsum Um-nui “mit vier Kollegen” veröffentlicht habe.

Das geschah frühestens 1958, da es “über zwei Jahrzehnte” dauerte “bis Archäologen und Wissenschaftler alter Schriften und Hieroglyphen die Schriftrillen entziffern konnten”.

Verlacht “in ganz Asien”?

Und gibt es Spuren dieser Forschungsberichte? Nein. Zum Beispiel haben schon Erich von Däniken und Peter Krassa vor Ort in China nach diesen angeblich existierenden Veröffentlichungen gesucht. Doch sie waren und sind verschollen. Oder gingen im Chaos der kommunistischen Kulturrevolution schlicht verloren bzw. wurde wie so vieles damals zerstört. Auch das wurde schon vor Jahrzehnten nicht ganz unbegründet vermutet.

Oder ganz einfach: Sie hat es nie gegeben. Klar vor Augen halten sollte man sich nämlich auch, dass Tschi Pu-tei 1940 “in ganz Asien” wegen seiner Veröffentlichung verlacht worden sein soll. Wenn dem so gewesen sein soll, muss “ganz Asien” auch davon gewusst und gelesen haben. Zum Beispiel durch Artikel in chinesischen Zeitungen oder sogar durch entsprechende Berichte in anderen asiatischen Ländern. Wo aber sind diese Quellen, die Asien damals so amüsierten?

Man kann heute – sage und schreibe 80 Jahre nach den mutmaßlichen Erkundungen 1938 in der ominösen Gebirgshöhle! –  noch immer keine Fakten und Belege dazu vorlegen. An Bemühungen scheiterte es nicht, nur verliefen bisher alle im Sande. Das macht das Mysterium für einen Jäger des Phantastischen nicht minder spannend  … und wer weiß, eines Tages …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Falsch datiert und interpretiert: Archäologen identifizieren eine riesige Pyramide in China – und verdoppeln fast ihr Alter

Archäologen identifizieren eine riesige Pyramide in China - und verdoppeln ihr ursprünglich geschätztes Alter (Bild: Z. Sun & J. Shao)
Archäologen haben in China eine riesige Stufenpyramide identifiziert, die sie zuvor für einen Teil der chinesischen Mauer hielten – in Wahrheit ist das Bauwerk viel älter (Bild: Z. Sun & J. Shao)

Pyramiden in China sind in der westlichen Welt inzwischen lange bekannt. Wo zuvor noch Gerüchte und Spekulationen über chinesische Pyramiden kursierten, liegen heute viele Antworten dazu vor. Doch auch weiterhin sind die Pyramiden im Reich der Mitte von Geheimnissen und offene Fragen umweht, die Archäologen erst nach und nach ans Licht bringen. So auch bei aktuellen Ausgrabungen  unweit der nordchinesichen Stadt Shimao, wo Forscher jetzt eine 4.300 Jahre alte Stufenpyramide identifiziert haben. Über 40 Jahre lang haben Archäologen das Bauwerk falsch datiert und interpretiert, so dass sie jetzt von einer archäologischen Sensation sprechen. Warum, dass erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pyramiden in China

In Ägypten als “Land der Pyramiden” finden sich rund 100 solcher Monumente der Geschichte im ganzen Land verteilt. Uralte Steinbauten, die Ägyptologen ein Alter von fast 5.000 Jahren zuschreiben und die in der ganzen Welt bekannt sind.

China ist in Sachen Pyramiden aber eher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, denn dort stehen nicht weniger Pyramiden als im “Land der Pyramiden” am Nil. Die genaue Anzahl der chinesischen Pyramiden ist heute (noch) unbekannt, wobei einige jedoch davon sprechen, das er dort mehr solcher Bauten als in Ägypten geben könnte.

Geschichtlich, archäologisch und natürlich auch grenzwissenschaftlich interessierte Menschen kennen die Pyramiden von China durchaus. Sie unterscheiden sich allerdings von ihren ägyptischen Verwandten zum Teil gewaltig. Schon beim Baumaterial beginnt dieser Unterschied, da in China solche Monumente aus Erde, Geröll und Schutt errichtet wurden. Nicht wie in Ägypten aus massiven Steinblöcken. Chinesischen Pyramiden sind damit Erd-Pyramiden, die einst Herrscher und der Oberschicht als Grabanlagen dienten.

Pyramiden in China sind auch kleiner als Pyramiden in Ägypten oder auch Mittelamerika. Und sie sind zum größten Teil längst nicht so alt wie die steinernen Monumente am Nil.

All das nimmt den chinesischen Pyramiden aber nicht ihre Faszination und ihre Geheimnisse. Das zeigen die jüngst veröffentlichten Forschungen von chinesischen Wissenschaftlern der “Zhengzhou University”, des “Shaanxi Provincial Institute of Archaeology” (Xian) und dem “Department of Anthropology” (Los Angeles, USA).

Eine riesige Pyramide aus der Steinzeit

Die Forscher Li Jaang, Zhouyong Sun, Jing Shao und Min Li veröffentlichten am 22. August in dem Fachmagazin “Antiquity” (Vol. 92, Issue 364) die neuesten Ergebnisse ihrer Ausgrabungen bei der Stadt Shimao. Sie liegt rund 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Peking in der Provinz Shaanxi und wurde bereits 1976 entdeckt. Doch bisher immer falsch eingeschätzt, wie die Forscher in “Antiquity” berichten.

Bisher gingen die chinesischen Archäologen immer davon aus, dass die Ruinen und die Pyramide von Shimao einstmals Teil der weltberühmten chinesischen Mauer waren. Selbst nach Ausgrabungen im Jahr 2011 ging man von dieser Annahme aus. Baubeginn der großem Mauer von China war etwa vor 2.700 Jahren, wobei es “die Mauer” nicht gibt. Zahlreiche Herrscher haben über lange Zeitträume an der Mauer gearbeitet und immer wieder Teile und weitere Mauern hinzugefügt.

Shimao und die dortigen Ruinen galten als Teil dieser Bauten.

Jetzt revidieren die Wissenschaftler um Li Jaang diese Annahmen und Datierungen. Vielmehr handelt es ich hier um eine gewaltige Stufenpyramide mit 11 Plattformen, die bereits zum Ende der Steinzeit bzw. Anfang der Bronzezeit erbaut worden sein muss. Die neue Datierung spricht der Pyramide ein Alter von 4.300 Jahre zu, und macht sie damit mindestens 1.600 älter.

Auch die Größe der chinesischen Pyramide ist beeindruckend: Einst war sie stolze 70 Meter hoch und hatte eine Kantenlänge von einem halben Kilometer. Ein halbes Jahrtausend, von ca. 2.300 bis 1.800 vor Christus war sie sogar das Zentrum einer gewaltigen Metropole aus der Frühzeit Chinas. Rund vier Quadratkilometer habe dieses kulturelle Zentrum in der Blütezeit umfasst. Damit wäre sie eine der größten Städte der damaligen Welt gewesen.

Geschützt wurden dessen Bewohner von einer doppelten Stadtmauer.

Muss die Geschichte Chinas umgeschrieben werden?

Wie andere Pyramiden in China auch, so besteht auch die Pyramide von Shimao aus gestampfter Erde. Hier jedoch mit dem Unterschied, dass sie aus insgesamt 11 Stufen besteht, die ihre Erbauer vor Jahrtausenden mit steinernen Stützpfeilern befestigten. Vielleicht, so vermuten Li Jaang und sein Team, sei es Teil eines religiösen Zentrums gewesen.

Dafür sprechen nach Angaben der Forscher unzählige Darstellungen von Augen-Symbolen, Mensch-Tier-Wesen und mehr auf den Pfeilern der Pyramide. Gleichfalls haben sie eine Vielzahl von menschlichen Schädeln gefunden, die offenbar abgeschlagen wurden. Vielleicht sind sie die grausigen Spuren von Menschenopfern an, auf oder um die Pyramide von Shimao, vermuten Jaang und seine Co-Autoren.

Weiter glauben die Forscher anhand der Befunde, dass auf der Pyramide die Herrscherkasten des Ortes oder sogar der ganzen Region wohnten. Spuren von Bauten (Palästen) und anderen architektonischen Spuren seien Belege für diese Vermutung. Selbst Wasserreservoirs konnten auf der Stufenpyramide gefunden werden.

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Ungewöhnlich ist das nicht. Allerdings sind Pyramidenbauten, auf denen Herrscher oder Priesterkönige ihre Paläste errichteten, eher aus anderen Teilen der Welt bekannt. Etwa aus dem alten Peru oder auch von den Indianern der heutigen USA, die die sogenannte “Mississippi-Kultur” mit ihren pyramidenförmigen Bauten schufen. Solche süd- und nordamerikanische “Herrscher-Pyramiden” sind im Vergleich zu Shimao zum Teile jedoch wesentlich jünger. Vor allem jene der “Mississippi-Kultur”.

Obwohl die mysteriöse Stufenpyramide von Shimao heute eher ein trauriger Anblick ist, sorgen die Arbeiten von Jaang und seinem Team in Archäologen-Kreisen für Diskussionen. Vor allem natürlich in China selber, da die jüngsten Entdeckungen eine andere Entwicklungen des alten China vermuten lassen. Bis dato wurde das heutige Zentral-China als Ursprungsgebiet der chinesischen Kultur angesehen. Jetzt belegen die Arbeiten der Archäologen, dass bereits zu Beginn der Bronzezeit im Gebiet um Shimao eine komplexe wie auch große ausgedehnte Kultur existierte.

Diese Gesellschaft in Nordchina könnte nach Meinung der Forscher durchaus der Kern und Ausgangspunkt der chinesischen Zivilisation gewesen sein.

Auch die heute bekannten aufgeschütteten Pyramiden im Reich der Mitte sind allesamt wesentlich jünger als die Stufenpyramide vom Shimao. Beispielsweise die überaus zahlreichen Erdpyramide um die Stadt Xian, die vor allem auch in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files weithin sehr bekannt sind. Diese Monumente sind gerade mal um die 2.000 Jahr alt. Andere sogar nur knapp über 1.000 Jahre (Tang-Dynastie).

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Präsident Donald Trump bringt Richtlinie zur Einrichtung einer “Weltraum-Armee” auf dem Weg – doch was ist diese “Space Force”?

US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der US-Präsident Donald Trump plant große Schritte im All. Nicht nur auf dem Mond und Mars sollen zukünftig Amerikaner landen, sondern Trump will auch eine “Space Force” für die USA. Eine “Weltraum-Truppe” als eigenständigen Teil der US-Streitkräfte, die die Vormachtstellung der USA im All sichern soll. So jüngste Medienberichte nach bekannt werden von Trumps Plänen vor wenigen Tagen in Washington. Diese Pläne und Ideen sind allerdings nicht neu, auch nicht für und von Trump. Sie haben auch nichts mit einer Verteidigung gehen eine Alien-Invasion zu tun, wie es in einigen Meldungen heißt. Was genau Donald Trump für diesbezügliche Richtlinien verabschiedet hat und was es mit dieser “Space Force” wirklich auf sich hat, erkläre ich in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Krieg der Sterne gegen Aliens?

Zugegeben, wenn man von der Schaffung einer “Weltraum-Tuppe” oder “Weltraum-Armee” durch die USA hört, denken sicher viele sogleich an einen Schutz gegen Außerirdische. Alien-Invasoren, die uns und unseren Planten nichts Gutes wollen, und gegen die man sich militärisch im All verteidigen muss. Theoretisch denkbar, keine Frage. Doch sollte ein solche “UFO-Invasion” aus den Weiten des Kosmos kommen, wäre unsere Spezies mit Sicherheit so oder so haushoch unterlegen!

Was will also US-Präsident Donald Trump mit einer “Space Force”? Die “Stuttgarter Nachrichten” zum Beispiel am 18. Juni dazu:

Schlechte Zeiten für außerirdische Invasoren: US-Präsident Donald Trump dem Pentagon aufgegeben, unverzüglich mit der Schaffung einer Weltraumarmee zu beginnen.

Das hört sich an, als wolle die USA ganz im Sinne von “STAR WARS” imperiale Sturmtruppen im All stationieren. Dem ist aber nicht so.

Donald Trump und die “Space Force”

Bei einem Treffen am 18. Juni 2018 sagte Präsident Trump, dass die USA als sechsten Zweig der US-Armee diese “Space Force”ins Leben rufen solle. Vor allem soll die USA so im All wieder ihre einstige Größe und Vormachtstellung wieder erlangen, so Trump. Man will sich nicht von China, Russland oder irgendwelche anderen Länder ausbooten lassen, wenn es um die Präsenz im All gehe (s. a. HIER).

Trump dazu vor wenigen Tagen:

Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig. Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben.

ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Neu sind die derzeit durch die Medien laufenden Aussagen von Trump keineswegs. Schon im Mai 2018 (und in den Jahren davor) berichteten verschiedene Medien anlässlich des “National Defense Authorization Act”(s. a. PDF HIER) über dieses Thema. So zitierte etwa “CNN“:

Wir werden sehr groß im Weltraum werden, sowohl militärisch als auch aus anderen Gründen, und wir denken ernsthaft über eine Space Force nach. “Der Weltraum ist ein Kriegsgebiet, genau wie Land, Luft und Meer.”

Und der Abgeordnete Mike Rogers aus dem Weißen Haus in Washington jubelte damals auf Nachfragen gegenüber “CNN”:

Ich bin begeistert, dass die Idee des Space Corps im Weißen Haus Einzug hält. Der Kongressabgeordnete Jim Cooper und ich haben unermüdlich am Unterausschuss des Strategic Forces Committee des House Armed Services Committee gearbeitet, das seit über zwei Jahren ein Space Corps außerhalb der Air Force benötigt.

Aber was genau will die USA mit ihrer “Weltraum-Armee”?

Die “Weltraum-Armee” der USA

“CNN” zitierte am 18. Juni einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministerium mit den Worten:

Der Weltraum ist eine Kriegsgebiet, daher ist es wichtig, dass unser Militär in diesem Bereich seine Dominanz und seinen Wettbewerbsvorteil behält. Der gemeinsame Stab wird eng mit dem Büro des Verteidigungsministers, anderen Interessengruppen (des Verteidigungsministerium) und dem Kongress zusammenarbeiten, um die Leitlinien des Präsidenten umzusetzen.

Ein “Kriegsgebiet” im klassischen Sinn ist das All sicher nicht. Wohl aber ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, in dem in naher, ferner und weiter Zukunft wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen werden. Und darum geht es bei dieser “Space Force” der USA. Eben um Macht und Einfluss bei einer zukünftigen wirtschaftlichen Ausbeutung des All. Welcher Art und Weise das auch immer eines Tages Realität wird.

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Man darf als Weltmacht hier nicht Anschluss verlieren und müsse frühzeitig handeln, so die Grundaussage von Donald Trump seiner beschlossenen Richtlinie. So sagte auch Scott Pace vom Nationalen Weltraumrat der USA:

Wenn wir die Wirtschaft im Weltraum ausbauen wollen, müssen wir sicherstellen, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht.

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Dana White, Sprecherin des Pentagon, ergänze zu diesen beschlossenen Plänen, dass nun in Zusammenarbeit mit dem Kongress viele Beratungen, Beschlüsse und Debatten folgen werden. Immerhin ist es auch und vor allem eine Kostenfrage für die Amerikaner.

In dem Beschluss vom 18. Juni von Trump heißt es auch, dass die USA in Zukunft die Führungsrolle bei der Bereinigung und Vernichtung von Weltraumschrott übernehmen solle. Ein Thema, das in der Raumfahrt aufgrund des praktisch zugemüllten Erdorbit eine immer wichtigere Rolle spielt. Jedes kleine Teil Schrott im All aus Jahrzehnten der Raumfahrt ist eine Gefahr für Mensch und Maschine im All.

Und dass man mit Müllbeseitigung schon hier auf der Erde Milliarden verdienen kann, ist sicher niemanden neu.

Zusätzlich möchte die USA den wachsenden Flugverkehrs im Weltraum koordinieren oder bei dessen Regelung eine führende Rolle übernehmen. Auch das wäre in durchaus absehbarer Zukunft fraglos ein Geschäft für die Vereinigen Staaten. Bekanntlich streben nicht nur immer mehr Länder mit eigenen Raumfahrtprojekten in das All, sondern auch private Firmen und Organisationen. Eine Regelung auf Internationaler Ebene ist hier zwingend erforderlich!

Eigentlich aber gibt es solche Regelungen in Form von “Weltraumverträgen” bereits längst, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt.

Auf zum Mond und Mars!

Donald Trump festigte mit dem neuen Beschluss auch die Absicht der USA wieder bemannt zum Mond zu fliegen. Als weiteres Ziel werde ein bemannter Flug zum Mars angestrebt, so Trump weiter.

Solche Träume – vor allem der Flug des Menschen zum Mars – sind natürlich so alt wie die Raumfahrt selbst. Mindestens. Da aber hierzu erst noch neuen Technologien gebaut, entwickelt, verbessert und neu konstruiert werden müssen, ist das alles Zukunftsmusik. Irgendwann muss man aber hier konkret den Anfang machen, was diverse Zukunftsvisionen im All angeht, was die USA eben wollen. In der Theorie oder besser gesagt in “Absichtserklärungen”.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Überspitzt könnte man auch sagen mit “beschlossenen Wunschlisten” der US-Regierung. Gewaltige Geldmittel müsste die USA hierfür aufbringen. Von der Realisierung irgendwelcher Basen auf dem Mond ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang hebt Donald Trump aber auch den Konkurrenzkampf zwischen der NASA und privaten Weltraumfirmen wie “SpaceX” hervor. Trump:

Solange es eine amerikanische reiche Person ist, ist es gut, okay? Sie können uns schlagen. Wir sparen etwas Geld, und sie schlagen uns, und wir lassen uns das als unseren Verdienst anrechnen.

Abgesehen von diesen US-Taumzielen ist die “Space Force” also keine Armee im All, wie es einige Medienberichte zu suggerieren scheinen. “Flexibilität bei Startfenstern” von Raketen sowie “schnellere und genauere Informationen darüber, wo sie starten können”, seien auch und vor allem für private Raumfahrtunternehmen wichtig, so Scott Pace. Nicht nur um Weltraumschott auszuweichen. Auch deshalb, damit deren Satelliten “mehr Zeit haben, um Einnahmen-erzeugende Tätigkeiten nachzugehen, anstatt manövrieren zu müssen”.

Eine “Space Force”, die Weltraumschrott beseitigt und Raketenstarts koordiniert, um Kollisionen mit Space-Müll zu vermeiden, klingt natürlich nicht so spannend wie eine “US-Weltraum-Armee” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All

Wem gehört eigentlich unser Mond? Zum Teil mir, oder? (Bild: gemeinfrei)
Wem gehört eigentlich unser Mond? Zum Teil mir, Lars A. Fischinger, oder? (Bild: gemeinfrei)

Unser Mond begleitet die Erde nun schon Milliarden Jahre und es ist Jahrzehnte her, dass gerade mal ein Dutzend Menschen ihn betraten. Eigentlich ein öder, trockener und lebensfeindlicher Himmelskörper,  den wir gerade bei Vollmond prachtvoll am Himmel seinen Bahnen ziehen sehen. Kann dieser nächtliche Begleiter der Menschheit eigentlich irgendjemanden gehören? Oder irgendein anderer Himmelskörper? Angesichts der Tatsache, dass es Raumfahrt gibt, Menschen und Raumsonden ins All fliegen, irdische Nationen “Weltraumverträge”  unterzeichnet haben und es Grundstücke auf Mond & Co. scheinbar offiziell zu kaufen gibt, eine berechtigte Frage. Immerhin nenne auch ich selber umfangreiche Ländereien auf dem Mond mein Eigentum. Oder?  In diesem Artikel erfahrt Ihr alles über diese “Weltraumverträge”, die vermeintlichen Schlumpfwinkel darin und was das Grundbuchamt von San Francisco mit anderen Planeten zu tun hat.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wem gehört der Mond?

Jahrzehnte schon reist der Mensch in das nahe All und schickt Raketen und Satelliten in den Himmel. Längst ist das eine alltägliche Routine.

Das war aber nicht immer so!

Zu Beginn des Weltraumzeitalters wurden eine ganze Reihe internationale Vereinbarungen und Verträge unterzeichnet, die die Nutzung des Weltraums um seiner Himmelskörper regeln sollten. Der bekannteste ist hier sicher der “Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper”, den man allgemein als “Weltraumvertrag” bezeichnet.

Etwa 100 Staaten haben ihn 1967 unterzeichnet und für Deutschland gilt dieser Vertrag seit dem 10. Februar 1971. Jedoch kommen immer wieder neue Staaten hinzu, die diesen oder nachfolgende Verträge anerkennen. Etwa Nachzulesen auf der Internetseite des “Büro für Weltraumangelegenheiten” der Vereinten Nationen.

Am Titel des Vertrages erkennt man schon, was hier geregelt werden sollte: Vor allem die friedliche Nutzung des Alls und ebenso, dass keine Nation einen Himmelskörper wie etwa den Mond “besetzten” kann. Im damaligen “Kalten Krieg” eine durchaus angebrachte Vereinbarung der Nationen der Erde.

Des weiteren wurde in diesem “Weltraumvertrag” auch beschlossen, dass militärische Manöver oder sogar Militär-Raumbasen im All und Mond-Basen untersagt sind. Auch ist jeder Staat für Schäden haftbar, die von Objekten ausgehen, die vom jeweiligen Land in das All gebracht wurden. Stichwort: Weltraumschott.

Dazu gab es 1972 eine vertragliche Erweiterung. Das “Übereinkommen über die völkerrechtliche Haftung für Schäden durch Weltraumgegenstände”. Auch hier ist der Name Programm. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass beispielsweise ein ausgedienter Satellit bei seinem Absturz auf die Erde ein Haus zerstört, ist es nicht ausgeschlossen. Genau für solche – aber auch viele andere Fälle – wurde dieses Abkommen geschlossen.

Ergänzend zu diesen Regelwerken kam der 1984 unterzeichnete und ratifizierte “Mondvertrag”. Dazu schreibt Wikipedia zusammenfassend beispielsweise:

"Deep Space Gateway" nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)
“Deep Space Gateway” nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)

Sein Ziel ist es, sämtliche Eigentumsansprüche im Weltraum der internationalen Gemeinschaft – oder allen Menschen gleich – zur Verfügung zu stellen. Während der Weltraumvertrag dies bereits für die Regierungen geregelt hat, sieht der Mondvertrag dieses Ziel auch bei Unternehmen und Privatpersonen.

Niemand darf privilegiert werden durch persönlichen Besitz im All. Stattdessen sollen alle Menschen und Unternehmen die gleichen Möglichkeiten erhalten, die Ressourcen und wissenschaftlichen Möglichkeiten zu nutzen.

Damit wären also auch Firmen und einzelne Privatpersonen völkerrechtlich nicht in der Lage zum Beispiel Grundstücke auf dem Mond zu verkaufen. Denn solche Angebote gibt es bereits seit sehr vielen Jahren im Netz.

Grundstücke auf dem Mond

Ich selber habe spaßeshalber und der schönen “Besitzurkunden” wegen vor vielen Jahren zwei Grundstücke auf dem Mond gekauft (Stückreis: 79 DM). Gesehen oder betreten habe ich meine umfangreichen Ländereien auf unserem Erdtrabanten allerdings noch nie. Obwohl mir die Lage meines lunaren Grundbesitzes damals “urkundlich” mitgeteilt wurde, sah ich bisher von einer Überprüfung der Grundstücke ab.

Somit kann ich nicht sagen, ob da oben alles soweit in Ordnung ist. Ich weiß auch nicht, ob meine staubigen Ländereien nicht schon lange erneut verkauft wurden …

Lars A. Fischinger bzw. Grenzwissenschaft und Mystery Files ist also ein Großgrundbesitzer auf dem Mond? Die Antwort ist gar nicht so einfach, wie man denken könnten. Den “Mondvertrag” haben haben gerade mal rund 20 Staaten unterschrieben und ratifiziert, was fraglos mehr als dürftig ist. Er gilt damit grundsätzlich als gescheitert. Zumal die Unterzeichner-Staaten nicht einmal ein eigenes Weltraumprogramm haben. Von bemannten Missionen ganz zu schweigen.

"Neues" NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)
VIDEO: “Neues” NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)

Beispielsweise haben Länder diesen Vertrag anerkannt, die man wohl als letztes mit Raumfahrt oder sogar Mondflügen in Verbindung bringen würden. Etwa Marokko, Peru, Rumänien oder die Türkei. Es fehlen tatsächlich bei den Unterzeichnern alle raumfahrenden Nationen der Erde. Angefangen (damals!) von der Sowjetunion und den USA.

Und doch ist jedes Dokument, dass belegen soll, man haben Grundstücke und Land auf dem Mond (oder Mars, Venus etc.) gekauft, nur ein Stück Papier. Keine Nation, die den “Mondvertrag” oder den “Weltraumvertrag” unterzeichnet hat, wird diese Papiere anerkennen.

Hier aber kommen “schwammige” Gesetzte und Rechtsprechungen ins Spiel, aus denen eben ein derartigen Handel mit Weltraumgrundstücken geboren wurde. Wie kaum anders zu erwarten stammen sie aus den USA.

Wildwest im All!

Im Jahr 1848 führte die USA im Zuge des Goldtausches in Kalifornien das als Claim bekannte “Bergrecht” ein. Erst in Kalifornien, dann legalisierte es der der Kongress der USA im Jahr 1866. Die Regelung eines Claim im Wilden Westen besagt, dass sich jeder öffentliches Land abstecken kann, um dort nach Bodenschätzen zu suchen. Eine Regelung, die sicher aus vielen “Western” bekannt ist und bis heute gilt.

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Voraussetzung in den USA bei diesem Claimrecht ist, dass der an diesem Land Interessierte seinen Claim öffentlich bekannt gibt. Im Wilden Westen geschah dies zum Beispiel durch Aushänge. Legt niemand Widerspruch ein, gehört dieses öffentliche Land fortan der Person, die diesen Claim abgesteckt hatte. Auf Grundlage dieses alten Claimrecht der USA beanspruchte 1980 Dennis Hope Grundstücke im Weltall, die er beim Grundstücksamt in San Francisco einreichte.

Tatsächlich bekam Hope dort von einem Beamten den Zuspruch für diese außerirdischen Claims auf Mond, Mars, Venus etc. Fortan trieb er damit Handel und in den Medien wurde er für diese geniale Geschäftsidee nicht selten gefeiert. Auf den “Besitzurkunden”, die die Grundstückkäufer von ihm unterzeichnet  bekommen, wird genau auf diese Genehmigung aus San Francisco verwiesen. So verkauft Hope kosmische Ländereien unlängst weltweit über Franchise-Unternehmen.

Hat er dazu wirklich das Recht? Nein!

“Öffentliches Land” und Bergbau im All

Gleichgültig auf irgendeinem Mond im Sonnensystem, auf dem Mars oder auf unserem Mond vor der Haustür – nirgendwo gilt das Recht der USA. Das aber wäre Voraussetzung, dass hier eine Privatperson Claims beanspruchen kann. Zwar haben die USA den “Mondvertrag”, der eben verhindern soll, das Privatpersonen Grundstücke wie auf dem Mond beanspruchen, nicht unterschrieben, aber den vorherigen “Weltraumvertrag” von 1967.

In diesem heißt es bekanntlich klar und deutlich, dass kein Staat der Erde sich Grundstücke im Weltraum aneignen kann. Privatbesitz wie Grundstücke oder ein Claim wurzeln im Gebiet eines unabhängigen Staates. Ein Claim ist öffentliches Land, dass zu einem Staatsgebiet gehört. In diesem Fall den USA.

Durch das oben genannte Claimrecht kann nun dieses im Staatsbesitz befindliche Gebiet in den Besitzt einer Einzelperson übertragen werden. So, wie es das Amt in San Francisco im Fall der Weltraumgrundstücke des Dennis Hope tat.

Hier hätte die USA erst einmal das Recht haben müssen, Mondgrundstücke auf eine Privatperson zu überschreiben. Weder Mond noch sonst ein Himmelkörper sind Staatsgebiet der USA als Unterzeichner des “Weltraumvertrages” und können damit auf wem auch immer übertragen werden.

USA: Das Universum gehört uns! Die USA wollen die Hoheit über den Weltraum per Gesetz für sich beanspruchen … (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die USA wollen die Hoheit über den Weltraum per Gesetz für sich beanspruchen … (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein Problem, dass sich durchaus in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft auch beim Thema Rohstoffabbau im All wiederholen wird. Nicht wenige Menschen, Firmen aber auch die NASA träumen seit Jahrzehnten von Bergbau im All. Zum Beispiel auf Asteroiden. Gold, Platin, Nickel, Eisen, Kobalt und mehr können man wirtschaftlich auf Asteroiden gewinnen, so Raumfahrt-Enthusiasten. Vielleicht sogar auf dem Mond das auf unserem Planeten seltene Gas Helium-3, das für Kernreaktoren ein hervorragender Brennstoff ist.

Am 25. November 2015 hat der US-Kongress zumindest schon mal ein Gesetzt für den kommerziellen Wettbewerb im All verabschiedet. Ausdrücklich auch für den zukünftigen Bergbau im All, wie am 2. Dezember 2015 auf diesem Blog HIER berichtet.

Zweifellos allerdings hatte Dennis Hope mit seinem Weltraumländereien eine geniale Geschäftsidee. Völkerrechtlich gesehen auch nicht mehr. Dass Besitzer von Weltraumgrundstücken (wie ich) aber diese Käufe wirklich für verbindlich und vollkommen abgesichert halten, ist wohl eher unwahrscheinlich. Nette Ideen, mehr nicht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätselhaftes Höhlensystem in Rumänien entdeckt: Trafen sich hier Dinosaurier und Menschen?

Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)
Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)

Stellt ein “sensationeller Fund aus Rumänien die Geschichte auf dem Kopf”, wie es in einem Artikel in einem Magazin zur Prä-Astronautik vor rund 30 Jahren hieß? Damals berichtete der bekannte Phänomene-Jäger und Autor Peter Krassa von der rätselhaften Geschichte, das im Osten von Rumänien ein künstliches Tunnelsystem entdeckt wurde, das aus dem Zeitalter der Dinosaurier zu stammen schien. Nach der anerkannten Entwicklungsgeschichte des Menschen wäre das unmöglich und tatsächlich eine Sensation. Wie kam es zu dieser spektakulären Entdeckung und was genau könnten die Hintergründe sein? In bin der ganzen Sache in Rumänien einmal genauer nachgegangen. Die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

65 Millionen vor Christus

Es ist schon erstaunlich, was es in der Welt der Rätsel der Menschheit und der Grenzwissenschaft und Mystery Files alles für Fragen, Thesen und Themen gibt. Die Frage, ob Menschen und Dinosaurier sich einstmals real begegnet sind, gehört ohne Zweifel dazu. Zumal diese Annahme allem widerspricht, was fleißige Anthropologen und Evolutionsforscher über die Herkunft der Menschheit heute wissen.

Dennoch verweisen eine Vielzahl von Veröffentlichungen der Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten auf Funde, die Menschen oder sogar “Riesen” in den Zeiten der Urzeitechsen belegen sollen. Von versteinerten Fußspuren bis hin zu Funden in uralten geologischen Erdschichten, ist alles dabei. Selbst die Krim-Krise zwischen Russland und der Ukraine soll genau darin ihre Ursachen haben: Angeblich wurden auf der Halbinsel Krim Pyramiden aus dem Zeitalter der Dinosaurier vor Millionen von Jahren gefunden worden sein. Mehr dazu in diesem YouTube-Video von mir HIER.

Eigentlich kann das so jedoch alles nicht sein.

Die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sagt klipp und klar, dass der Einschlag eines Killer-Asteroiden im heutigen Mexiko vor rund 65 Millionen Jahren den Dinosauriern den Untergang brachte. Es war der letzte Todesstoß aus dem All für diese Urzeitmonster. Nach und nach verschwanden sie aufgrund der Folgen dieses Einschlages und wahrscheinlich anderer Faktoren. Das aber machte, so heißt es weiter, den Weg frei für Säugetiere auf diesem Planeten Erde und Millionen Jahren später betrat der Mensch die Bühne der Erdgeschichte.

Menschheit vs. Dinosaurier

Diese, als gesichert geltenden Aussagen der Wissenschaft, zweifeln immer wieder verschiedene Autoren der Mysterien der Welt an. Sie verweisen auf eben solche Funde, die dem Weltbild der Entstehung der Menschheit widersprechen sollen (s. auch YouTube-Video HIER).

Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)
ARTIKEL: Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)

Es stellen sich bei diesem fraglos spekulativen Thema eigentlich zwei einfache Fragen:

  1. Gab es eine “Menschheit” schon in den Zeitaltern der Dinosaurier?
  2. Gab es Dinosaurier noch in den Tagen der uns bekannten Kulturen und Völker (und gibt es solche “überlebende” Tiere vielleicht sogar noch heute)?

Ergänzen könnte man noch, dass die “anerkannten Datierungen” der Erdgeschichte vielleicht einfach falsch sind. Aber Saurier noch in historischer Zeit? Auch das wird gar nicht mal so selten diskutiert.

Nicht nur dahingehend, dass diese mutmaßlich noch existierenden Kreaturen als Vorlage für die weltweite “Drachen-Mythologie” Pate standen. Nein, auch, ob es vielleicht noch heute beispielsweise eine Art Urzeitechse in Zentralafrika gibt, die Mokele-Mbembe genannt wird (s. auch mein Buch HIER).

Unerwähnt darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht das “Ungeheuer von Loch Ness” in Schottland bleiben. Als das berühmteste Monster der Welt, ist “Nessie” immer wieder Gegenstand von Spekulationen und Untersuchungen. Hierbei ist die Hypothese beliebt, dass “Nessie” ein überlebender Saurier sein könnte. Eine Kreatur der Gattung Plesiosaurus, die eigentlich mit den Dinosauriern ausgestorben sein sollen.

Beweise, harte Fakten, unwiderlegbare Funde oder wissenschaftliche Belege gibt es für keinen der beiden Punkte oben. Und wenn, dann wurden diese nie verifizierbar untersucht und vor allem in der wissenschaftlichen Community anerkannt.

Interessant ist dabei, was vor Jahren aus dem Osten von Rumänien zu erfahren war: Dort wurden angeblich Spuren und Abbildungen einer vollkommen fremden Zivilisation entdeckt, die im Zeitalter der Sauer dort existiert haben soll. Ähnlich, wie es Abbildungen auf der ganzen Welt zeigen, auf denen seltsame “Monster” und Menschen in Koexistenz zu sehen sind.

Eine rätselhafte Metallplatte

„Es begann mit einem Anruf“, so der Mystery-Autor Peter Krassa 1991 in dem Magazin „Ancient Skies“ (Nr. 1/1991). Einem Anruf, in dem jemand Krassa eine mehr als ominöse Geschichte erzählt.

Der Anrufer bei Krassa war der Rumäne Eugen Tanvuia, der damals von einer sensationellen Entdeckung berichtete, die in seinem Heimatland gemacht wurde. Bauarbeiter, so Tanvuia weiter, fanden im Herbst 1990 bei Arbeiten im Zentrum der rumänischen Stadt Jassy (Iaşi) die Hinterlassenschaften einer fremden Kultur. Eine unbekannte Menschheit, die vor Millionen von Jahren hier existiert haben könnte!

Es war ein Zufallsfund. Die Arbeiter in Iaşi waren mit Tätigkeiten an einem Gebäudefundament beschäftigt, als sie unvermittelt einen künstlichen Eingang ins Erdinnere fanden. Eine runde Metallplatte von ca. drei Metern Durchmesser lag auf diesem Eingang und versperrte so vorerst den Zugang zu einem unterirdischen Höhlensystem.

Artikel: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen über Menschen und Saurier … (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: Fischinge-Online)

Geologen sollen daraufhin verständigt worden sein, die sich der Funde annahmen. Doch die Experten standen hier selber vor einem Rätsel. Auch die Legierung der riesigen Metallplatte sei ebenso ein Rätsel, wie dem Prä-Astronautik-Pionier Krassa berichtet wurde. Laut dem Anrufer Tanvuia machten daraufhin in Rumänien Gerüchte die Runde, dass diese Metallplatte “mit unserer derzeitigen Technologie nicht hergestellt werden kann”.

Die runde Deckplatte war aber nicht kahl oder ohne Schmuckwerk. Vielmehr trug sie 14 rundliche Ornamente als Verzierung, die irgendwie wie nicht von dieser Welt aussahen.

Im Zentrum von vier dieser Schmuckwerke fand sich jeweils ein Menschenabbild mit einem Schwanz und in scheinbar fremdartiger Kleidung. Zwei Ringe sind um diese Wesen angebracht, von denen der innere eine Schrift darstellen könnte.

Der äußere Ring wiederum “zeigt Darstellungen saurierähnlicher Monster” wie Tanvuia später in Wien Peter Krassa berichtete. Im Zentrum der ganzen Szenerie  befindet sich eine einzelne Darstellung eines Menschen, die wie ein Roboter aussieht, der einen Schwanz und nur drei Finger hat.

Und weiter:

Was auch bei den mit den Untersuchungen befassten rumänischen Wissenschaftlern die Frage aufwarf: Wurden auf den Reliefs humanoide Wesen einer unbekannten Menschenrasse entdeckt, die gleichzeitig mit den Sauriern lebten?

Irgendwie erinnert der Stil dieser metallenen Abdeckplatte an Maya- oder Azteken-Kunst aus Mittelamerika.

Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)
Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)

Unbekanntes Höhlensystem in Rumänien

Als die Arbeiter in Iaşi die schwere Metallplatte mit einem Kran endlich beiseite schaffen konnte, wurde es erst richtig spannend.

Unter dem „Deckel“ führte ein senkrechter und mit Steinen aus Granit verkleideter Schacht zehn Meter tief ins Erdinnere. Einige neugierige Geologen ließen sich herab und fanden sich an dessen Ende in einen drei Meter hohen, 4,8 Meter langen und 3,6 Meter breiten Raum wieder. Auch dieser Raum sei mit Granit verkleidet gewesen, der”wie glasiert” wirkte und ohne Fugen gearbeitet war.

Von dort aus entdecken die Forscher aber schnell, dass es noch weiter ging:

In einer Wand zeigte sich ein 2,4 Meter hoher und 1,6 Meter breiter Tunnel, durch den die Wissenschaftler bequem in einem Neigungswinkel von 30 Grad 450 Meter weiter in die Tiefe laufen konnten. So kamen sie letztlich in 90 Metern Tiefe an – und standen erneut in einem künstlichen Hohlraum. Es war eine Art “Brunnenraum”. Zumindest fanden die Geologen nach den Berichten von Eugen Tanvuia in dieser Kammer einen Granitblock in einer Wand, aus dem durch ein Loch Wasser in eine Vertiefung floss.

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Angeblich haben Fachleute im “Labor für Bakteriologie und Virologie” in Iaşi Proben dieses Wassers umfassend untersucht. Ergebnis: eine wahre Wunder- und Zauberquelle! Mit Krebs infizierte Versuchstiere waren nach drei Tagen geheilt, Viren und Bakterien ließen sich abtöten und irgendwie würde es damit gelingen “in den Zellen ein Immunsystem zu schaffen und gewisse Anomalien zu korrigieren”. Was immer das auch heißen mag …

Letztlich wurde das Tunnelsystem mit einer Betonplatte verschlossen, um dadurch Neugierige abzuhalten. Immerhin glaubte man schließlich ein Wundermittel gegen Krebs gefunden zu haben.

Erstaunlich. Seltsam. Kurios. – Was “man” da 1990 fand.

Archäologische Sensation in Rumänien?

Was mag hinter der schwammigen und überaus sonderbaren Story stecken, die Eugen Tanvuia da einst dem bekannten Autoren und Grenzwissenschaftler Peter Krassa erzählte? Hat er ihm vor rund 30 Jahren einen Bären aus den rumänischen Karpaten aufgebunden?

Tanvuia war selber Rumäne, lebte aber schon 17 Jahre in Wien, bevor er Peter Krassa diese Sache berichtete. Er war Ingenieur im Schiffbau bei der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien und kam darum auch hin und wieder in seine alte Heimat Rumänien. Auch Krassa lebte und arbeitete in Österreichs Hauptstadt.

Lebte … denn mein Kollege und Freund Peter Krassa starb leider am 11. Oktober 2005. Von ihm ist demnach nichts weiter zu erfahren. In seinem Artikel 1991 über diesen mutmaßlichen „Sensationsfund“ berichtete er noch, dass er weitere Ergebnisse zu den Vorkommnissen 1990 in Iaşi bekommen würde. Ob er diese jemals erhielt, ist fraglich.

Ernüchterung machte sich auch bei meiner Suche nach dem Informanten Tanvuia breit. Tatsächlich tauchte sein Name in einem älteren Telefonregister von Wien auf. Doch das Einwohnermeldeamt Wien teilte mir auf Anfrage mit, dass auch Tanvuia inzwischen verstorben sei. Es galt also vor Ort in Rumänien mehr über die scheinbar sensationelle Story zu erfahren.

Was stimmt? Was nicht?

Die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg ist der deutsche Partner der Alexandru-Ioan-Cuza Universität in Iaşi. Dort konnte mir Prof. h. c. Dr. Bernhard Schröder über Vermittlung des „International Office“ tatsächlich weiterhelfen und Kontakt nach Rumänien herstellen. Dr. Schröder hatte als Ehrensenator der Universität in Iaşi Kontakt mit Prof. Dr. Calina Gogalniceanu, die bei meiner umfangreichen Recherchen helfen konnte.

„Ruinen von sehr alten Gebäuden“

Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)
Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)

Ich schilderte den „verrückten Fall“ von 1990 in Rumänien und Prof. Gogalniceanu wusste bereits einige Tage später mehr. Es gäbe unter der Stadt tatsächlich sehr viele künstliche Tunnel, „die unterhalb der Stadt ein Netzwerk bildeten“. Auch wurden bei Arbeiten tatsächlich „Ruinen von sehr alten Gebäuden“ gefunden, die jedoch aus Geldmangel bisher in großen Teilen immer noch nicht ausgegraben wurden.

Die Tunnelanlagen, so war weiter zu erfahren, stammen wohl aus dem 16. Jahrhundert und einige dienten offenbar als Lager für Wein. Solche Bauwerke für Wein und andere Güter unter der Erde sind auch in Deutschland bekannt. Wobei bei anderen dieser “Erdställe” genannten Tunnelsystemen die Funktion und das Alter vollkommen unklar ist.

Die Iaşi-Tunnel sind auch schon lange bekannt. Nicht erst seit 1990, wie es der Bericht von Eugen Tanvuia vermuten lässt.

Zum Beispiel habe ein M. Radu Iacoban in den 1980ger Jahren bereits eine Dokumentation über die unterirdische Welt der Stadt gedreht. Was natürlich die Entdeckungen neuer Tunnel und Kammern explizit nicht ausschließt. Viele der bekannten Tunnel stehen voll Wasser aber “es gibt kein Wasser für eine Behandlung welcher Art auch immer” in diesen, war aus Rumänien zu erfahren. Lediglich schwefelhaltiges Wasser und entsprechender Schlamm, in dem im Sommer Rheuma-Patienten Linderung suchen, ist dort bekannt.

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Die Archäologin Stela aus Iaşi wurde von Prof. Gogalniceanu bei meinen weiteren Nachforschungen eingeschaltet, die zusammen mit dem Experten Emanuel Bruckner der Sache genauer nachging. In Rumänien begann das Rätselraten über den Bericht von 1991 und jene Skizze, die angeblich von diesem Fund stammt. Dr. Schröder meinte „die Sache erinnert mich an die Forschungen des wackeren Herrn Däniken vor einigen Jahrzehnten“.

Das war natürlich kein Wunder – stammte der Artikel doch von einem bekannten Prä-Astronautik-Autoren, der zurecht als ein Urgestein der Prä-Astronautik-Szene gilt.

Tunnel in ganz Rumänien, aber …

Nachdem ich zwischenzeitlich selber in Rumänien war, bekam ich die Resultate der dortigen Nachforschungen. So war unter anderem zu erfahren, dass unterirdische Tunnelsysteme in ganz Rumänien keine Seltenheit sind. Zum Beispiel sind sie auch in Transsylvanien zu finden, an das man beim Stichwort „Rumänien“ sicher schnell denkt. Auch sind uralte Hinterlassenschaften einer versunkenen Kultur in Teilen Rumäniens (und darüber hinaus auf dem Balkan) ebenso bekannt.

VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: gemeinfrei)
VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen 1555 in Rumänien! (Bild: gemeinfrei)

Was Unterwelten an sich angeht, so gibt es diese auf der ganzen Welt in großer Zahl und aus unterschiedlichen Epochen.

Heinrich und Ingrid Kusch haben zum Beispiel in ihrem Buch „Tore zur Unterwelt“ auch „das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit“ in Österreich dokumentiert. Ebenso gibt es eine gewaltige, fünf Stockwerke tiefe Unterwelt in Oppenheim bei Mainz. Das bekannte unterirdische Labyrinth dort stammt jedoch, wie mir Experten in Oppenheim erklärten, wohl aus dem frühen Mittelalter.

Zu diesen Erdställen ist in den letzten Jahren ein regelrechter “Mystery-Hype” ausgebrochen.

Wobei Tunnelsysteme aus „uralter Zeit“ schon etwas heikle werden können. Die Spuren der Kultur auf dem Balken etwa reichen bis vor den Bau der Pyramiden von Gizeh. Aber Tunnel oder unterirdische Lager aus dem Mittelalter oder solche aus „uralter Zeit“ sind immer noch eine ganze andere Kategorie, als solche aus den Tagen der Dinosaurier in der Kreidezeit.

“Nur Geschichten“?

Der Befund vor Ort in Rumänien viel dementsprechend ernüchternd aus – wie es aufgrund der schwammigen Quellenlage schon zu erwarten war. Es hieß unter anderem:

Sie (die Archäologin, Anm. L.A.F.) hat mich gebeten Ihnen zu sagen, dass sie Ihren Artikel gelesen und analysiert hat, und dass sie dazu sagen kann, dass die Informationen, die dort erwähnt sind, nicht real sind. Sie meint, dass es nach der Wende (d. h. nach Dezember 1989) mehrere solche Gerüchte (denn anders kann man sie nicht nennen) gab, aber die Situation ist nicht so wie sie in dem Artikel dargestellt ist. Frau Stela ist als Archäologin in Iaşi tätig, sie arbeitet seit mehreren Jahren auf diesem Gebiet und sie meint, dass der tiefste Aushub, den sie gesehen hat und wo sie auch bis vor kurzem dabei war, neun Meter tief war (…).

Bei einem Projekt, das zurzeit in der Stadtmitte gemacht wird und wo Frau Stela als Archäologin tätig ist, hat man bis zu 15 Meter Tiefe ausgehoben und dann hat man Lehm gefunden. Bei dieser Tiefe kann man Wasser finden. Es ist richtig, dass es ja Quellen mit heilendem Wasser gibt, aber kein solches allheilendes Wasser, wie es in dem Artikel erwähnt ist. Sie möchte auch erwähnen, dass es auch keinen solchen Tunnel gibt, genau dasselbe gilt auch für das Bild. (…)“

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Das Ganze sei „nicht real sondern nur Geschichten“.

Tatsächlich kam es nach der Öffnung des Ostblocks zu vermehrten Berichten über „sonderbare Begebenheiten“ im Osten Europas. Von UFO-Berichten bis eben solchen Funden und Geschichten.

Fake-News aus dem Ostblock

Sind hier also die real vorhandenen Tunnel mit den real vorhandenen Wasserquellen heilsamer Natur vermengt worden

Die Interpretation, dass das Tunnelsystem aus den Tagen der Dinosaurier stammen soll, war mir schon 1991 vollkommen schleierhaft. Sie wurzelte wohl allein in dem Umstand, dass „dinosaurierähnliche Monster“- und Menschen-Abbildungen gefunden worden sein sollen. Fotos davon kamen auch nie an die Öffentlichkeit, anhand deren man vielleicht hätte mehr zu diesen Saurier-Monstern sagen können. Nur die oben abgebildete Zeichnung.

Und: Wäre ein mindestens 65 Millionen Jahre altes Tunnelsystem heute überhaupt noch so intakt, wie es der Bericht vermuten lässt? Mit einem Einstieg knapp unter dem heutigen Bodenniveau und Gängen und Tunneln, die man bequem erkunden konnte?

Ich denke eher weniger, da die Geologie der Erde einem steten Wandel unterzogen ist. All diese Relikte wären sicher unlängst in Millionen von Jahren zerstört worden.

VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine Tatsache, die beispielsweise auch im Fall einer 800 Millionen(!) Jahre alten Mumie zum Zuge kommt, die angeblich in Sibirien entdeckt wurde. Auch hier haben sich offensichtlich Fakten und Fiktionen zu einem neuen “Mysterium” vermischt, wie ich es in diesem YouTube-Video erläutere.

Oder ganz anders, um ein wenig zu spekulieren:

Haben mich die Experten in Rumänien dreist angelogen? Verschweigt man das System inklusive des „Wunderwassers“ bewusst vor neugierigen Journalisten? Solche Spekulationen sind mir eigentlich zu glitschig. Die Wahrheit bei speziell diesen “Tunneln” in Rumänien scheint tatsächlich eine Vermengung von Fakten und Phantasie zu sein.

Ein Problem, dass die gesamte Spurensuche der Grenzwissenschaft udn Mystery Files durchzieht. Leider.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Juri Gagarin – eine Marionette der Russen? War der „Held der Sowjetunion“ 1961 tatsächlich der erste Mensch im All?

War Juri Gagarin 1961 wirklich der erste Mensch im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Juri Gagarin – ein Held der Raumfahrt. Aber war Juri Gagarin 1961 wirklich der erste Mensch im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1961 ging der Sowjetbürger Juri Gagarin in die Geschichtsbücher ein. Er war der erste Mensch, der mit einem Raumfahrzeug die Erde verlassen hatte und die Erde umkreiste. Ein “Held der Sowjetunion” war mit diesem ersten bemannten Flug in das All geboren. Doch bis heute halten sich Gerüchte, dass die UdSSR bereits vor Gagarin seinem sensationellen Raumfahrt-Erfolg Menschen in den Kosmos schoss. Gagarin wäre demnach nicht der erste Mensch im All gewesen. Wohl aber der erste Mensch, der seinen Raumflug überlebte, währen andere Kosmonauten vor ihm dabei starben. Das alles wurde in den Jahren des Kalten Krieges zwischen der USA und der UdSSR vertuscht und verschwiegen. Feiert die Raumfahrt damit den später auf “mysteriöse Weise” umgekommenen Juri Gagarin zu Unrecht als ersten Menschen im All?


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„Held der Sowjetunion“

Auch Jahrzehnte nach dem Wettrennen der USA und der UdSSR in das All kursieren noch zahlreiche Gerüchte und Spekulationen über die Anfänge der Raumfahrt.

Die frühe Geschichte der Raumfahrt bietet reichlich Stoff für Mutmaßungen. Was nicht weiter verwundert, waren doch im Kalten Krieg zwischen den USA und der UdSSR Erfolge im All scharfe Propagandawaffen. Beide Seiten wollten  die ersten Erfolge bei der Eroberung des Kosmos für sich verbuchen und somit der Welt ihre Überlegenheit präsentieren.

Lief aber damals alles wirklich so ab, wie es die Medien bis auf den heutigen Tag berichten? Seite Jahren macht ein seltsam erscheinendes Gerücht die Runde: Die Russen waren viel eher mit einem Menschen im All, als es die Geschichtsschreibung uns heute sagt.

Offiziell feierten die Russen im April 1961 ihren sensationellen Erfolg des ersten bemannten Raumfluges der Geschichte. Juri Alexejewitsch Gagarin (1934 bis 1968) reiste als erster Mensch ins Weltall und kam sicher wieder auf die Erde zurück. Die UdSSR hatte einen neuen „Held der Sowjetunion“ zu feiern.

Doch war der Held der UdSSR wirklich der erste Mensch im All – oder gingen sie für ihren Sieg im „Kampf der Systeme“ buchstäblich über Leichen?

Die siegreiche UdSSR

"Neues" NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)
VIDEO: “Neues” NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)

Der 4. Oktober 1957 war in Russland ein Tag des Triumpfes über die USA. Der erste Satellit der Welt, der „Sputnik 1“, wurde von der UdSSR in eine Erdumlaufbahn geschossen. Die USA befand sich im Schockzustand, da fortan russische Technologie piepend über ihre Köpfen hinweg flog. Bis heute nennen Raumfahrthistoriker diesen Erfolg des Ostens den „Sputnik-Schock“ für die Amerikaner.

Nur rund einen Monat später verzeichnete die russische Raumfahrt erneut einen technologischen Sieg. Und während es noch ein Jahr dauern sollte, bis in den USA die NASA gegründet wurde, bauten die Russen ihren Vorsprung weiter aus: Mit der berühmten Hündin „Laika“ schickten sie das erste Lebewesen gezielt ins All.

Ihren größten Sieg feierten die Russen am 12. April 1961, als der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch mit seiner Raumkapsel „Wostok 1“ die Erde in knapp über 100 Minuten einmal umrundete. Sicher landete er daraufhin wieder im Gebiet der Wolga bei dem Ort Saratow.

Der erste Mensch im All – ein Sowjetbürger! Ein Nationalheld. Die UdSSR hatte die USA beim Wettlauf in das All ausgebootet und Partei- und Regierungschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (1894 –1971) wusste diesen technologischen Erfolg propagandistisch auszuschlachten.

Sein Gegenpart, US-Präsident John F. Kennedy (1917–1963), zog sofort nach. Am 25. Mai 1961 verkündete er die Absicht der US-Regierung, noch vor Ablauf des Jahrzehnts eine bemannte Mondmission zu realisieren.

Soweit die scheinbar gesicherten historischen Fakten, die in jedem Schulbuch nachgelesen werden können.

Juri Gagarin – eine Marionette?

Doch Jahrzehnte nach den spektakulären Erfolgen der russischen Raumfahrttechnologie kamen Zweifel auf, dass Gagarin tatsächlich der erste Mensch im All gewesen ist. Zumindest natürlich der erste Mensch der Neuzeit, wenn für an die Prä-Astronautik denken.

War er nur der Erste, der dieses Abenteuer lebend überstand? Könnte es vielleicht sogar sein, dass er in Wahrheit nie auf eine Erdumlaufbahn geschickt wurde? Dass ihn die Partei- und Staatsführung der UdSSR der  Weltöffentlichkeit nur präsentierte, um von der Tatsache abzulenken, dass vorhergehende Weltraumunternehmungen tragisch gescheitert waren?

VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555! (Bild: gemeinfrei)

Der ungarische Autor István Nemere jedenfalls stellte diese Behauptung 1990 auf. Nemere wies auch darauf hin, dass es keinerlei Filmmaterial gibt, das den Start der „Wostok 1“-Rakete oder Gagarins Rückkehr zur Erde dokumentieren könnte. Gagarin sei nichts weiter als eine Propaganda-Marionette der Russen gewesen, so Nemere.

Das mutet in der Tat merkwürdig an. Ein historisch derart bedeutsames Ereignis sollte nicht in bewegten Bildern festgehalten worden sein? Und das von den Sowjets, die seit jeher Meister auf der Klaviatur der Eigenwerbung waren?

Heute können online verschiedene Filmaufnahmen der Gagarin-Mission von 1961 angesehen werden. Sollten sie alle Teil eines Fake der Russen während des Kalten Krieg sein?

Seltsam ist auch, dass die Wissenschaftler der Russen sich erst nach Tagen und einigen Verbesserungen auf die Flugdauer und die Bahndaten des Gagarin-Fluges einigen konnten. Und wieso starb der Pionier einige Jahre später auf (angeblich) nicht ganz zu erklärende Weise bei einem Flugzeugunglück? Die genauen Umstände seines Absturzes mit einer „MiG–15“ bei einem Übungsflug am 27. März 1968 sind bis heute nicht geklärt.

Mord! – rufen einige Verschwörungstheoretiker. Aber auch die sogenannten Mainstreammedien haben sich inzwischen mit den sonderbaren Todesumständen befasst. Die Erklärungen reichen von einem Flugfehler von Gagarin selber, über die Vermutung, er sei betrunken gewesen, bis zu der Aussage, dass er absichtlich abgeschossen wurde.

Wusste Gagarin zu viel, so dass man ihn beseitigen musste?

War Gagarin wirklich der erste Mensch im All?

Als Held der Sowjetunion hatte Juri Gagarin kühne Träume und Pläne. So sagte er nach seiner Mission auf einer Pressekonferenz in Moskau:

Das fliegen hat mir gefallen. Ich will noch zur Venus und zum Mars fliegen.“

Bis heute sind das mehr als ehrgeizige Ziele. Vom Mond sprach er seltsamerweise übrigens nicht …

Unheimlich und rätselhaft wurde es, als Gerüchte aufkamen, dass bereits vor Gagarin sowjetische Kosmonauten ins All geschickt wurden. Infrarotaufnahmen, die vor dem kritischen Datum, jenem 12. April 1961, von amerikanischen Spionageflugzeugen aus gemacht wurden, scheinen darauf hinzuweisen, dass das Erdreich an Stellen, an denen zuvor noch sowjetische Raketen gestanden hatten, verbrannt war.

Eine angebliche Ex-NASA-Mitarbeiterin erzählt in der Mystery-Radio-Tratschbude “Coast to Coast”, dass sie 1979 “Menschen auf dem Mars” gesehen habe (Bild: Carl Sagen am 26. 10. 1980 vor einem Modell des Viking-Landers / JPL / Bearbeitung L. A. Fischinger)
Angebliche Ex-NASA-Mitarbeiterin behauptet, dass sie 1979 “Menschen auf dem Mars” gesehen habe (Bild: Carl Sagen vor einem Modell des Viking-Landers / JPL / Bearbeitung L. A. Fischinger)

Wo waren diese Flugkörper geblieben? Waren sie ins All geschossen worden? Und wenn ja: Hatten sie Menschen an Bord?

Einem Gerücht zufolge kreist seit dem 11. Februar 1959 eine russische Raumkapsel mit der Leiche Serenty Schiborins durch den Orbit. 28 Minuten nach dem Start sollen Funker noch Signale des Kosmonauten aufgefangen haben. Dann verstummte der Kosmonaut und man hörte angeblich nie wieder etwas von ihm.

Das nächste menschliche Versuchskaninchen könnte Pjotr Dolgow gewesen sein, von dem es heißt, er habe am 11. Oktober 1960 auf Nimmerwiedersehen den Flug ins All angetreten. Chruschtschow persönlich soll ihn für diese Mission ausgewählt haben, behauptet István Nemere.

Ihm zufolge hatte Dolgow den Auftrag, von unterwegs aus eine Grußbotschaft an die Mitglieder der UNO zu richten. Doch dazu kam es nie. Auch dieser Kosmonaut schien spurlos in den Weiten des Kosmos verschwunden zu sein. Zwar soll es eine Zeitlang noch Funksprüche und sogar SOS-Signale gegeben haben, die möglicherweise von Dolgow stammten, doch er kam nie wieder auf die Erde zurück.

Zu einem ähnlichen Zwischenfall kam es angeblich am 2. Februar 1961, als in Turin von den Amateurfunkern Achille und Gian Battista Judica-Cordiglia Funksprüche eines Mannes, wahrscheinlich eines Russen, aufgefangen wurden. Dem Anschein nach von einem Menschen in höchster Not, worauf Erstickungsgeräusche schließen lassen. Dann brach der Kontakt mit dem mutmaßlichen Kosmonauten ab.

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War es ein russischer Kosmonaut, der in seiner Raumkapsel erstickte und dessen unglückliche Mission von der UdSSR verheimlicht wurde?

Die Aufnahmen wurden damals kontrovers diskutiert. Sogar als „gefälscht“ wurden sie angesehen, zum Beispiel von dem schwedischen Raumfahrtkenner Sven Grahn. (Auch in der Schweiz fing damals übrigens der Funkamateur Walter Kunz solche Funknachrichten aus dem All auf.)

Heute sind die Mitschnitte aus Italien für jedermann unter judicacordiglia.it zu finden. Ebenso wie der Funkkontakt mit einer Kosmonautin, die unbemerkt von der Öffentlichkeit nach Gagarin am 23. Mai 1961 mit ihrer Raumkapsel in der Erdatmosphäre verglüht sein soll.

Russen auf dem Mond?

1975 machte der spanische Schriftsteller und Journalist Juan José Benítez von sich reden, als er die Behauptung aufstellte, sogar schon einige Monate vor den Amerikanern hätten zwei Russen dem Mond einen Besuch abgestattet. In geheimer Mission wären sie auf der Rückseite unseres Trabanten gelandet, um seltsamen „Lichtsignalen“ („Moonblicks“ genannt) nachzugehen.

Hier könnte man spekulieren, dass Gagarin auf der oben genannten Pressekonferenz in Moskau deshalb nicht vom Mond sprach, da für unseren Trabanten bereits andere Kosmonauten vorgesehen waren. Darum wollte Gagarin „zur Venus und zum Mars fliegen“, wie er sagte.

Benítez behauptet aber noch weit mehr über diese verdeckte Mondmission der UdSSR:

Einer der Kosmonauten entdeckte (…) in der Nähe ihrer Landestelle so etwas wie Anlagen und Gebäude, die jedoch auf den ersten Blick verlassen schienen.“

VIDEO: Alien-Basis und/oder UFO auf dem Mond entdeckt? ( (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
VIDEO: Alien-Basis und/oder UFO auf dem Mond entdeckt? (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

Nachdem die beiden Männer der Bodenkontrolle von ihrer Beobachtung berichtet hätten, seien sie, so Benítez weiter, auf die scheinbar verlassene Alien-Basis zugegangen. Doch plötzlich nahmen sie dort eine Bewegung wahr. Scheinbar war die außerirdische Mond-Station doch nicht „aufgegeben“, wie zuvor angenommen.

So griff einer der Kosmonauten zur Waffe und schoss auf ein Lebewesen oder einen Roboter an dieser Mond-Alien-Basis. Das Geschoss prallte jedoch von seinem Ziel ab und der Kosmonaut kam dabei selbst ums Leben …

Da stellen sich zahllose Fragen.

War es damals überhaupt möglich, von der Rückseite des Mondes aus zur Erde zu funken? Ohne einen Mond-Satelliten der Sowjets, der die Funksignale weiter zur Erde leitet, funktioniert das nämlich nicht. Warum hätten die Kosmonauten eigentlich bewaffnet sein sollen? Und das sind nur die nächstliegenden Überlegungen bei dieser merkwürdigen Geschichte.

Was wusste der Westen?

Bereits am 14. Januar 1961 berichtete der angesehene britische „Observer” unter Berufung auf einen Paul Hickman vom „United States Armed Forces Industrial College Staff“ dass den USA der Name eines von zwei Kosmonauten bekannt sei, die vor Gagarin im All waren. Zwei Raumfahrern der Sowjetunion, die nie wieder auf der Erde zurück kamen und im Orbit starben.

Es gibt sogar einen ehemaligen Testpiloten, Helden der Sowjetunion und Kosmonauten, der bis zu seinem Tod 2010 behauptet: „Ich war vor Gagarin im All!“ Sein Name: Wladimir Sergejewitsch Iljuschin, hoch dekorierter Generalmajor, Rekordhalter und Jagdflieger des 2. Weltkriegs.

VIDEO & ARTIKEL: Der "Black Knight Satellit": Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA's Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL:Der Black Knight Satellit der Ancient Aliens und ein 1955 explodiertes UFO im Erdorbit: Die Fusion zweiter Mysterien zu einem (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Seinen Angaben zufolge startete er am 7. April 1961 (fünf Tage vor Gagarin) mit dem Raumschiff „Rossiya“, umrundete die Erde dreimal und landete dann wieder in China. Zwar schwer verletzt, aber er kam wenigstens zurück auf die Erde. Die Verletzungen von Iljuschin bei seinem Crash waren jedoch so schwer, dass er in er in China im Krankenhaus blieb. Offiziell wurde seine Abwesenheit mit einem Autounfall erklärt.

Fünfjährige Recherchen und Interviews mit Ilyuschin, die der TV-Produzent Dr. Elliott Haimoff für eine Dokumentation in der Reihe „Phenomenon – The Lost Archives“ durchführte, scheinen diese Behauptung zu bestätigen. Demnach wussten auch die USA davon.

Warum die Öffentlichkeit von diesen Pannen, sollten sie sich denn je ereignet haben, nichts erfuhr, lässt sich, glaube ich, leicht erklären. Raumfahrt war während des Kalten Krieges ein wichtiges Instrument der Weltpolitik. Und auf diesem Gebiet wäre in den Augen der Kontrahenten jede Schlappe einer ernst zu nehmenden Niederlage gleichgekommen.

Ist eine solche Geheimhaltung aber auch heute noch nötig? Wohl kaum. Wenn es vor Gagarin Menschen aus der UdSSR im All gab, liegen die Belege dafür sicher in den Archiv Russlands. Ganz zu schweigen von der behaupteten Mondlandung der Russen, von denen Juan José Benítez berichtete.

Vielleicht sind es nur Verschwörungstheorien. Die „Antworten“ auf entsprechende Anfragen, die ich 2010 an die NASA und dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) richtete, machen es auch nicht besser: Keine.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft

Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Zuversicht und Optimismus sind bei der Suche nach Außerirdischen und Leben im All auch in der Wissenschaft keine schlechten Voraussetzungen. Immerhin suchen Astronomen eigentlich schon seit Jahrhunderten Leben außerhalb der Erde und fanden es noch immer nicht. Doch die Forscher der NASA sind mehr als zuversichtlich, dass dieses Leben bald gefunden wird, wie sie es jüngst in einem offiziellen NASA-Bericht veröffentlichten. In 20 Jahren könnte es schon soweit sein, dass die US-Weltraumbehörde die Entdeckung von außerirdischen Leben verkünden kann. Angesicht der bereits schier endlos langen Suche nach diesen Aliens sind zwei Jahrzehnte tatsächlich mehr als als nur bald. Wie aber kommen die Wissenschaftler der NASA auf diese optimistische Einschätzung? Das erfahrt Ihr wie immer hier.

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Außerirdische in nur 20 Jahren

In 20 Jahren, so behauptet es zumindest das Geburtsdatum in meinem Ausweis, bin ich 63 Jahre alt. Werde ich also in meinen 60ger Jahren die Entdeckung von außerirdischem Leben feiern können? Richte ich mich nach dem “Zeitplan” der NASA für eine solche Entdeckung  – dann Ja!

Offensichtlich sind die Wissenschaftler der NASA Optimisten, die voller Zuversicht in die Zukunft ihrer Organisation und deren Forschung blicken. Immerhin hat die NASA am 15. November 2017 auf ihrer offiziellen Internetseite einen Beitrag und ein Video (s. unten) veröffentlicht, in dem erläutert wird, wann und wo Leben außerhalb der Erde zu finden sein wird bzw. könnte.

Carol Rasmussen vom ” NASA’s Earth Science News Team” schreibt darin einleitend:

Leben. Das ist die eine Sache, die bisher die Erde unter den Tausenden anderer Planeten, die wir entdeckt haben, einzigartig macht. Seit dem Herbst 1997 haben NASA-Satelliten kontinuierlich und weltweit das gesamte Pflanzenleben an der Oberfläche und in den Ozeanen beobachtet. (…) Die NASA berichtet  in Geschichten und Videos darüber, wie diese Sicht auf das Leben vom Weltraum aus das Wissen über unseren Heimatplaneten und die Suche nach Leben in anderen Welten fördert.

Die Astronomen, Biologen und Exobiologen der NASA sind also überzeugt, dass jahrzehntelange Beobachtungen der Biologie unseres Planeten Erkenntnisse darüber liefert, wie sich außerirdischen Leben entwickelt. Und damit haben sie natürlich Recht.

Lernen von der Erde

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Bekanntlich haben wir nur unseren Planeten und damit unsere irdische Biologie, um das Leben an sich zu erforschen und verstehen zu lernen. Damit haben wir auch nur unsere Biosphäre um die Rätsel des Lebens und die Mysterien seiner Entstehung zu ergründen. Wäre dem nicht so, und wir besäßen eine zweite Biologie zum Vergleich – dann hätten wir auch bereits Leben im All gefunden, das eben diese zwei Biologie sein würde …

Biologen und damit auch die Exobiologen, als jene Forscher, die sich mit außerirdischer Biologie befassen, haben durch unseren Heimatwelt in den vergangenen Jahrzehnten bereits weitreichende Kenntnisse über das Leben gewonnen. Kenntnisse, die zum Teil vor einigen Jahren noch nicht mal denkbar waren. Auch die Jahrzehnte der Raumfahrt, die sich stetig verbessernde Technologie sowie Sonden und Landefahrzeuge zu anderen Planeten und Asteroiden trugen natürlich nicht unerheblich zu diesem wachsenden Wissen bei.

Grundsätzlich und vereinfacht kann man sagen, dass sich Leben auch entwickelt/ansiedelt, sobald es geeignete Voraussetzen vorfindet. Ebenso wissen wir heute, dass das Leben weit mehr übersteht und aushalten kann, als es einst von Biologen gedacht wurde. Es existieren Organismen auf der Erde, die teilweise früher noch unbekannt waren, und die sich in den unwirklichsten Umgebungen putzmunter fühlen.

Diese irdischen Lebewesen werden Extremophile genannt und leben und vor allem überleben zum Beispiel in Säure, an radioaktiv Verstrahlten Orten, in weit über 100 Grad heißem Wasser unter enormen Druck, an Plätzen ohne Sauerstoff oder auch im Vakuum des Alls. Sie verspeisen Gestein, toxische Substanzen, Öl oder auch Giftgase und Methan am Meeresgrund. Hart gesottene Kleinstlebewesen, die so auch auf anderen Himmelskörpern existieren können. Auch in unserem eigenen Sonnensystem.

Leben im All

Die “Bausteine des Lebens” oder auch Wasser sind im gesamten Kosmos vorhanden. Nicht nur “zwischen den Sternen” in Wolken, sondern auch auf Asteroiden, Kometen oder fremden Planten. Und solche fremden Planeten haben Astronomen inzwischen auch zu tausenden außerhalb unseres eigenen Sonnensystems gefunden. Dass die NASA-Wissenschaftler angesichts dieser Erkenntnisse und Entdeckungen voller Zuversicht und Optimismus in die Zukunft der Weltraumforschung blicken, ist nachvollziehbar.

In 20 Jahren finden wir sie also, die Aliens? In dem NASA-Beitrag heißt es dazu:

Jeder Wissenschaftler, der an der Suche nach dem Leben beteiligt ist, ist überzeugt, dass es da draußen ist. Ihre Ansichten unterscheiden sich aber, wann wir es finden werden.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Zu diesen Wissenschaftlern gehört auch Tony del Gonio vom Goddard Institut für Weltraumforschung der NASA in New York City. Er ist einer der Co-Leiter der interdisziplinären Forschungs-Initiative “Nexus for Exoplanet System Science” (NExSS) der NASA, deren erklärtes Ziel nicht weniger als der Nachweis von Leben im All und bewohnbaren Exoplanten ist. Dazu heißt es auf der Website von NexSS:

Basierend auf unserem Verständnis unseres eigenen Sonnensystems und unseres bewohnbaren Planeten Erde, wollen die Forscher des Netzwerks herausfinden, wo bewohnbare Nischen am wahrscheinlichsten vorkommen und welche Planeten am wahrscheinlichsten bewohnbar sind.

Durch die Nutzung aktueller NASA-Einsätze in Forschung und Missionen wird NExSS die Entdeckung und Charakterisierung anderer potenziell Leben tragender Welten in der Galaxie beschleunigen, wobei ein system-wissenschaftlicher Ansatz verwendet wird.

Del Gonio ist dabei sicher, dass “das Leben in Formen und an Orten existieren kann, die so bizarr sind, dass sie sich von der Erde wesentlich unterscheiden könnten”. Und hier müssen die Forscher eben “von der Art von Leben ausgehen, das wir kenne”, so del Gonio in dem Beitrag auf der NASA-Webseite:

Bevor wir nach Leben suchen, versuchen wir herauszufinden, welche Arten von Planeten ein Klima haben können, das dem Leben förderlich ist. Wir verwenden die gleichen Klimamodelle, mit denen wir den Klimawandel des 21. Jahrhunderts auf der Erde entwarfen, um damit Simulationen von bestimmten bereits entdeckten und von hypothetischen Exoplaneten anzufertigen.

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Die Entdeckung eines solchen Exoplaneten, auf dem es Leben gibt und der vielleicht sogar die berühmte Erde 2.0 ist,  ist der Goldene Gral der Astronomie. Und del Gonio ist hier mehr als zuversichtlich, dass solches Leben bald gefunden wird, wie er sagt:

Ich denke, dass wir in 20 Jahren einen Kandidaten gefunden haben, der es ist. Aber meine Erfolgsbilanz bei der Vorhersage der Zukunft ist nicht so gut.

Am 7. April 2015 zitierte die „Los Angeles Times“ genau zu dieser Frage bereits die NASA-Chef-Wissenschaftlerin Ellen Stofan mit den optimistischen Worten:

Ich glaube, wir werden starke Hinweise auf Leben außerhalb der Erde im nächsten Jahrzehnt und den definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben. Wir wissen, wo wir schauen müssen, wie wissen wie wir schauen müssen und in den meisten Fällen haben wir die Technologie.

(…)

Wir sprechen nicht von kleinen grünen Männchen. Wir sprechen über kleine Mikroben.

Warum in die Ferne schweifen?

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupier-Mond “Europa” / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupiter-Mond “Europa” / NASA)

Ellen Stofan sprach 2015 gegenüber der „Los Angeles Times“ nicht von Zivilisationen im Kosmos, für die wir den “definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben” werden. Stofan sieht diesen ersten Nachweis in außerirdischen Bakterien irgendwo in unserem Sonnensystem.

Auch der Report der NASA schweift bei der Frage nach Leben im Universum nicht nur in die Ferne. Einfacher als der Nachweis von außerirdischen Leben auf irgendwelchen unendlich weit entfernten Exoplaneten sind Aliens eben tatsächlich vor unserer Haustür zu finden.

Bekanntlich gibt es in unserem eigenen Sonnensystem Monde und Planten, auf denen es theoretisch tatsächlich Leben geben kann, wie ich es zum Beispiel auch hier diskutierte. Diese Himmelskörper reichen von Monden wie Jupiters Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus bis hin zum Planeten Mars. Dazu heißt es von der NASA beispielsweise:

Während Missionen zu diesen Monden entwickelt werden, benutzen Wissenschaftler die Erde als Testumgebung. So wie Prototypen für die Mars-Rover der NASA ihre Probeläufe in irdischen Wüsten durchführen, testen Forscher sowohl ihre Hypothesen als auch Technologien auf unseren Ozeanen und in extremen Umgebungen.

Während außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem Jahrzehnte ausgeschlossen wurde, sieht das dank neuer Forschungsergebnisse heute ganz anders aus. So haben etwa NASA-Raumsonden wie “Cassini”, “Galileo” oder auch die legendäre “Voyager” den staunenden Wissenschaftlern gezeigt, dass es eben doch auf scheinbar “lebensfeindlichen” Himmelskörpern in unserem System Leben geben könnte.

Genau dieses Leben ist es, das wahrscheinlich am ehesten nachgewiesen werden wird. Vielleicht sogar in nicht mal 20 Jahren. Ein “Beweis” für Aliens auf Lichtjahre entfernten Exoplaneten wird immer einen “faden Beigeschmack” haben, da wir ein solches Exo-Leben weder vor Ort noch hier auf der Erde wiederholbar und “greifbar” untersuchen und sehen können. Dazu müssten wir überhaupt erst einen derartigen belebten Exoplaneten erreichen können und entsprechendes Material auch zur Erde bringen können …

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)

Es ist viel einfacher sich Proben von Leben aus untererem Sonnensystem zu beschaffen. Viel einfacher sogar. Wobei einfach nicht gleich einfach ist, wie es die Weltraumforschung natürlich weiß. Zum Beispiel durch die NASA-Missionen “Viking 1” und “Viking 2”, die Leben auf dem Mars finden sollten. Vor rund 40 Jahren, 1976, landeten diese beiden unbemannten Raumfahrzeuge der USA auf dem Mars und verhalfen der Mars-Forschung damit zu einem bahnbrechenden Erfolg.

Was wir brauchen, ist ein bisschen mehr Optimismus

Die beiden Wikinger auf dem Mars waren High-Tech-Labore ihrer Zeit, die unter anderem durch chemische und biologische Experimente prüfen sollten, ob im Boden des Roten Planten Leben existiert. Doch sie fanden nichts, die Resultate der Lander der Missionen waren unklar bzw. lieferten eben keinen klaren Beweis für Mars-Leben.

Und das zeigt eben, dass es gar nicht so einfach ist kleine Aliens auf dem Mars zu finden, wie es auf dem ersten Blick den Anschein haben mag. Die beiden Missionen von “Viking” sind 41 Jahr her und waren damit technologisch das Beste, was Mitte der 1970er Jahre der NASA zur Verfügung stand. Es folgten nach “Viking” bekanntlich zahlreiche weitere Lande-Missionen auf dem Mars, die ebenso nach Lebensspuren suchen sollten. (Zwei) Jahrzehnte technologischer Fortschritt, neue Missionen, neue Labore, bessere Ausrüstungen, fahrende Rover, genauere Messmethoden … all das brachte in zwei Jahrzehnten noch immer keinen Beweis für Marsianer.

Das ist durchaus erstaunlich und vielleicht gibt es sie ja tatsächlich nicht. Eventuell gab es dort vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren Leben, als unser Nachbarplanet feuchter und wärmer war und (flüssige) Meere und Flüsse seine Oberfläche bedeckten. Doch auch dieses untergegangene Mars-Leben ist de facto bisher nicht nachgewiesen worden.

Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)
Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)

In 20 Jahren, also gerade die halbe Zeitspanne von der ersten Landung auf dem Mars bis heute, sind optimistisch. Aber eben nur ein Schätzung. Aus der Luft gegriffen ist diese Vermutung der NASA bzw. deren Mitarbeiter natürlich nicht, da sie sich auch und vor allem an zukünftige Projekte und Missionen der Raumfahrt orientiert. Darunter solche, dass Bodenproben vom Mars zur Erde gebracht werden oder Raumsonden auf fernen Monden landen werden, auf denen es potentiell Leben geben könnte.

Das wollten allerdings schon die Mars-Wikinger 1976 …

Was genau auf den an anvisierten Lebens-Kandiaten in unserem Sonnensystem so alles keucht und fleucht (wenn überhaupt) ist natürlich pure Spekulation. Aber es werden primitive Organismen sein und kein intelligenten Aliens, die man tatsächlich nur auf fernen Exoplaneten entdecken wird. Vielleicht sogar eines Tages durch die Radioastronomen von SETI, die nicht minder zuversichtlich sind, dass sie eines nicht allzu fernen Tages ein Signal einer außerirdischen Intelligenz auf der Erde empfangen werden.

Auch SETI profitiert natürlich von der rasanten Entwicklung der Technologie. Etwa von Satelittenantennen oder Computern und deren Software zur Auswertung der Signal-Frequenzen, die vor Jahren noch undenkbar waren. Millionen Signale aus dem All können heute automatisiert und vor allem parallel von den SETI-Rechnern nach intelligenten Signal-Mustern von Außerirdischen abgesucht werden. Das war für die ersten SETI-Forscher ein Traum und so sind auch viele dieser “Alien-Sucher” voller Optimismus, dass bald ein Alien-Signal gefunden werden kann.

Nur glaubten das die SETI-Forscher auch schon vor Jahrzehnten …

Das NASA-Video zum Thema:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eine “schockierende Entdeckung”: Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte “ägyptische Pyramide” im Mini-Format

Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte "ägyptische Pyramide" im Mini-Format (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)
Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte “ägyptische Pyramide” im Mini-Format (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)

Das weltweite Vorkommen von Pyramiden aus zahlreichen Kulturen der Geschichte fasziniert schon lange die Forschung. Sowohl Grenzwissenschaft, “alternative Geschichtsschreibung” wie auch die etablierte Archäologie begeistern sich über solche Funde und Monumente, die sehr oft als Grabmale gedient haben. Seit Mitte März 2017 berichten vor allem englische Medien inzwischen verstärkt über den Fund einer neuen Pyramide, die in China gefunden wurde. Es sei eine “schockierende” Entdeckung, schreiben die einen. Während andere das Bauwerk schlicht als “strange” – also merkwürdig oder sonderbar – bezeichnen. Der Grund ist, dass diese rund 2.000 Jahre alte Pyramide in China jenen Bauten in Ägypten stark ähnelt. Was genau ist von der sehr interessanten Entdeckung der chinesischen Archäologen zu halten?

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Das auf dem ganzen Planeten Pyramiden stehen ist kein Geheimnis oder eine fixe Idee von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern, sondern eine Tatsache.

Tatsache ist dabei auch auch, dass quasi jeder Steinhaufen oder Erdhügel irgendwo aus der Welt sehr gerne sogleich “Pyramide” genannt wird. Auch solche, die dabei nicht mal auf dem zweiten oder dritten Blick einer Pyramiden auch nur entfernt ähneln. Wie beispielsweise das Felsgebilde von Yonaguni im Meer vor der Küste Japans.

Pyramiden in China – und die Kritiker

Pyramiden in China sind lange bekannt und es sind unzählige davon mehr oder weniger gut dokumentiert. Mehr chinesische Pyramiden als Pyramiden in Ägypten soll es sogar geben. Und obwohl man durchaus sehr skeptisch sein muss, was heute alles als “Pyramide” angesehen wird, sagen Kritiker immer wieder gerne, dass die Pyramiden in China keine Pyramiden sind.

Gerne werden sie einfach als Hügel aus gestampfter Erde oder Erdaufschüttungen bezeichnet. So, als wollen Skeptiker die Pyramiden in China als “minderwertig” oder sogar “Dreckhügel” disqualifizieren.

Es ist Tatsache, dass richtige “echte Pyramidenformen” aus Stein mit einer Spitze nur in Ägypten durch gewaltige Arbeitsleistungen erbaut wurden. Jedoch ist es auch ein Fakt, dass diese “geometrisch perfekten Pyramiden” von Ägypten im weltweiten Vergleich eine Ausnahme sind. Dieser Umstand schmälert aber nicht die Arbeitsleistung anderer Völker. Etwa die der späteren mittelamerikanischen Maya und Azteken oder eben auch die der Chinesen.

Die “ägyptische Pyramide” in China

Seit am 14. März 2017 die britische Boulevardzeitung “The Sun” über den Fund einer Pyramide in einer Grabanlage in China berichtet hat, folgten einige andere Medien auf dem Fuße. So schrieb “The Sun” ungewohnt sachlich zum Beispiel:

Ein seltsames pyramidenförmiges Grab wurde unter einer Baustelle im Zentrum von China ausgegraben. (…)

Chinesische Medien haben den Grab den Namen ,Pyramide von Zhengzhou’ gegeben. Aber es ist kein Konkurrent der Ägyptens Hauptartaktionen.”

Auch Zeitungen wie etwa “New York Post” einen Tag später bleiben bei ihren Berichten rechts sachlich. Ebenso die britische “Independent” am 17. März, die die Grabanlage bzw. die Pyramide darin nur “mysteriös” fand.

Anders sah es dann bei verschiedenen englischen YouTube-Videos aus. Sie sprachen teilweise bei dem Grab von einer “schockierenden Entdeckung”, da das Bauwerk ägyptischen Pyramiden so sehr ähneln würde.  Ohne Zweifel ähnelt sie vom Aussehen auch wirklich Pyramiden in Ägypten.

Jedoch ist das auch eigentlich fast schon alles.

Die Pyramide von Zhengzhou

Grundsätzlich hat die Berichterstattung eines gemeinsam: sie nennen auch die Fakten der “Pyramide von Zhengzhou”. Gefunden wurde die Grabanlage bei Bauarbeiten in Zhengzhou der Provinz Henan im östlichen China. Das Grab selber wird auf die Han Dynastie datiert, also zwischen ca. 202 vor bis 220 nach Christus und es ist damit gut 2.000 Jahre alt. Ägyptische Pyramiden sind mehr als doppelt so alt.

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Das Grab besteht aber nicht nur auf dieser winzigen Pyramide “im ägyptischen Baustil”, also aus Stein mit einer mehr oder weniger spitzen Spitze. Daneben liegt ein zylindrisches Bauwerk, das von der Form her an eine Art rundlichen Flugzeughangar erinnert. Das gesamte Grab selber wird mit einer Größe von etwa 30 Metern Länge und 11 Metern Breite angegebenen und sei in Ost-West-Richtung ausgerichtet.

Innerhalb dieser Grabanlage wiederum befindet sich die Pyramide im Stil des alten Ägypten und der längliche Nebenbau. Auf Bildern, die chinesische Medien am 11. März von diesen Ausgrabungen veröffentlichten, kann man das sehr schön sehen. Was man gleichfalls ebenso schön sehen kann, ist, wie mini diese “Pyramide von Zhengzhou” eigentlich ist.

Vielfach ist in der Presse oder in diversen Online-Videos und -Veröffentlichungen zu der Pyramide deren Größe aber gar nicht genannt. Sie ist nur rund 1,83 Meter (6 Fuß) hoch und damit schon eine Art Pyramide für den Vorgarten oder Weihnachtspyramide für die gute Stube. Wobei ich persönlich daran zweifel, dass diese überhaupt so hoch ist. Zumindest wenn man ihre Höhe auf diesem Bild mit dem Mann daneben vergleicht:

Die "schockierende Entdeckung" aus China: Mehr als nur mini (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)
Die “schockierende Entdeckung” aus China: Mehr als nur mini (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)

Ungewöhnlich ist die Pyramide aber vor allem auch dadurch, dass sie nicht all den anderen chinesischen Pyramiden ähnelt. Dieser Mini-Bau stand nicht, wie alle die anderen Pyramiden, über der Erde in der Landschaft herum. Sie ist zusammen mit dem kuppelförmigen Bauwerk daneben im Erdreich in einer Grabkammer unterirdische angelegt und dann als Teil der Gesamtanlage zugeschüttet worden. Und die “Pyramide von Zhengzhou” wurde eben auch nicht aus Erde gebaut, sondern ist aus Steinen gemauert worden.

Eine Reihe von Online-Texten zu dieser archäologischen Zufallsentdeckung verweisen auch auf die “Weiße Pyramide” in China. Jene Pyramide, die angeblich mindestens 300 Meter hoch sein soll und bisher nie gefunden wurde.

Auch wenn ich nicht glaube, dass diese riesige “Weiße Pyramide” in China existiert, so ist ein anderes Pyramiden-Rätsel aus dem Reich der Mitte mehr als spannend. Ein Mysterium, das schon vor Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft bzw. Prä-Astronautik für Diskussionen und Spekulationen sorgte, und zu dem ich jüngst in einem neuen E-Book neue Fakten vorstellte.

Auf meiner kommenden Mystery-Tagung am 10. Juni im Galileo-Park in Lennestadt erfahrt Ihr dazu mehr.

Mehr auch in diesem Video von mir auf meinem YouTube-Channel:

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Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens und UFOs beobachtet werden – gibt es eine solche “Top 3” tatsächlich?

Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das "WOW-Signal" von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das “WOW-Signal” von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Unsinn oder doch Realität? Eine Boulevard-Webseite zum Thema Stars, Klatsch und Sternchen präsentierte jüngst “die 3 stärksten Anzeichen, die die Existenz von Aliens und UFOs bestätigen”. Diese würden angeblich deutliche Anzeichen dafür sein, “dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”. Solche Top-Listen, die angeblich für Aliens, UFOs & Co. sprechen, sind immer wieder interessant. Sehen wir uns diese also einmal genauer an.

 

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Ich selber habe Ende November 2013 auf meinem YouTube-Kanal zwei Videos online gestellt, die jeweils eine Art “Top 5” darstellen. In einem Video fünf Punkte gegen die Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren – in dem anderen Video fünf Punkte, die für die Prä-Astronautik sprechen könnten.

Auch das Nachrichtenmagazin “Focus” hat im Mai 2013 die zehn besten UFO- und Alien-Fälle in einer “Top 10” aufgezählt. Diese habe ich umfangreich an dieser Stelle auf diesem Blog vorgestellt.

Die 3 besten Hinweise auf Aliens und UFOs

Das Online-Portal “neuestens” hat jüngst geschrieben:

Wir präsentieren dir die 3 stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden.

Und diese drei “starken Anzeichen” sind nach Ansicht dieses Klasch-und-Trasch-Magazins folgende:

  1. Das “WOW!-Signal” aus dem Jahre 1977
  2. Hinweise auf Ancient Aliens in alten Kulturen
  3. Ein UFO-Fall aus China im Jahr 1998
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)

Erstens: Das weltberühmte “WOW!”-Radiosignal, dass 1977 der Astrophysiker Jerry Ehman im Rahmen von SETI der NASA empfangen hat, kann alles möglich sein – vielleicht auch von Aliens. Doch, da es sich bisher auch nie wiederholte, weiß die Astronomie es bis heute nicht hundertprozentig, was es letztlich war.

Zweitens: Die Götter am Himmel, zu denen “neuestens” schreibt:

Schon die alten Inder beschrieben Fahrzeuge, mit denen sich Götter und Helden durch den Himmel bewegten. Genauso wie viele andere Kulturen überall auf der Welt zuvor. Selbst einige ägyptische Hieroglyphen deuten auf diese Ereignisse hin.”

Tatsächlich wurde zu allen Zeiten und bei allen Völkern  von Götter am Himmel und fliegenden “Fremden” berichtet. Immerhin ist das ja auch die eigentliche Grundlage der Prä-Astronautik und mein Fachgebiet als Grenzwissenschaftler. Aber ob diese Götter nun wirklich real und vor allem Außerirdische der Vorzeit waren, ist bis heute eine reine Spekulation.

Die genannten “ägyptische Hieroglyphen”, die auf diese Ancient Aliens hinweisen sollen, werden leider nicht erwähnt. Vielleicht waren ja die “technischen Hieroglyphen von Abydos” gemeint, über die ich hier detailliert berichtete.

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Drittens: Die genannte UFO-Sichtung in China aus dem Jahr 1998 mit den 140 Zeugen, ist hierbei durchaus interessant. Beispielsweise meldete die Nachrichtenagentur AFP am 14. November 1998 über diese UFO-Sichtung:

Ein angebliches UFO hat die Bevölkerung der südchinesischen Stadt Xiamen in Aufregung versetzt. Das merkwürdige Flugobjekt sei in der vergangenen Woche zweimal über der Stadt aufgetaucht, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua, der in der der offiziellen Parteizeitung ,People’s Daily’ (Samstagsausgabe) erschien. Augenzeugen berichteten demnach, der Flugkörper habe eine apfelähnliche Form und ziehe einen rot-gelben Flammenschweif hinter sich her.

Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter
Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter (Bild: L. A. Fischinger / NASA)

Erstmals war das UFO demnach am Dienstag für 20 Minuten am Himmel zu sehen. Erneut erschien es dann am Mittwoch. Dem Bericht zufolge konnte ein lokaler Fernsehsender das Objekt filmen. Experten hätten ausgeschlossen, dass es sich um einen Satelliten handele, der aus seinem Orbit gedriftet sei. Viele Bewohner Xiamens blickten nun ungeduldig zum Himmel, weil sie auf ein weiteres Auftauchen gespannt seien.

Ein durchaus spannender Fall aus dem fernen China. Auch aus dem Grund, da es viele Zeugen gab und das UFO schon einige Tage vorher am Himmel gesehen worden sein soll. Aber waren es deshalb auch echte Aliens in einem Flugobjekt?

Mit Sicherheit wird jeder einzelne, der sich für die Grenzwissenschat und vor allem für Aliens und UFOs interessiert, seine eigene “Top 3” der “stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”, haben. Doch es ist an solchen Mystery-Charts immer wieder sehr schön zu sehen, was der jeweilige Autor oder Redakteur sich für seinen UFO-Beitrag so als “Top” heraussucht.

Nach meiner Überzeug so oder so vollkommen wahllos. Das sieht man schon daran, dass das “WOW!”-Radiosignal von SETI nun wirklich nichts mit angeblichen Alien-UFOs oder Astronautengöttern hier auf der Erde zu tun hat …

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Lars A. Fischinger

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