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Entdeckungen in 30 Metern Meerestiefe: Über 10.000 Jahre alte Ruinen und riesige Monolithen vor der Küste Maltas? (+ Videos)

Über 10.000 Jahre alte Ruinen in 30 Metern Tiere vor der Küste Maltas entdeckt? (Bilder: Screenshot YouTube/Th. Morawietz & gemeinfrei)
Über 10.000 Jahre alte Ruinen in 30 Metern Tiere vor der Küste Maltas entdeckt? (Bilder: Screenshot YouTube/Th. Morawietz & gemeinfrei)

Die kleine Mittelmeerinsel Malta (sowie die Nachbarinsel Gozo) sind für “alternative Forscher” und Mystery-Entdecker schon seit Jahrzehnten ein spannendes Betätigungsfeld. Überall auf der Insel finden sich uralte Megalithbauten, die auch nach offizieller Lehrmeinung zum Teil über 7.000 Jahre alt sind. Ebenso ist Malta für die rätselhaften “Curt Ruts” bekannt, die überall auf der Insel zu finden sind. Seltsame parallele Rillen im Gestein, die aussehen wie Eisenbahnschienen. Und teilweise laufen sie direkt ins Meer und auf dem Meeresboden weiter. Jetzt haben neue Nachforschungen und Tauchexpeditionen auf dem Meeresboden vor Malta weitere Hinweise auf versunkene archäologische Stätten ergeben. Offenbar bearbeitete riesige Monolithen und weitere “Cart Ruts” in bis zu über 30 Metern Meerestiefe. Spuren einer versunkenen Welt? Alles zu den ersten Ergebnissen erfahrt Ihr in diesem Beitrag und entsprechenden Videos.


Rätselhaftes Malta

Malta ist den meisten Menschen höchstens als Urlaubsinsel für entspannte Wochen ein Begriff. Etwa eine Millionen Touristen besuchen jährlich die Insel und ca. nochmal so viele Menschen kommen kurzzeitig mit einem Kreuzfahrtschiff hier an.

Weitläufige Sandstände sucht man hier vergeblich. Malta und die Nachbarinsel Gozo sind eher “Felsen im Mittelmeer”, weshalb sonnenhungrige Strandtouristen meist andere Ziele wählen. Und obwohl der Tourismus für Malta ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, übersehen die meisten Besucher die unzähligen Rätsel der keinen Insel.

Denn Malta und Gozo gehören trotz oder gerade aufgrund ihrer geringen Größe und Einzigartigkeit zu den großen Mysterien der Welt.

Überall auf den Insel stehen Tempel und Megalithanlagen aus der Steinzeit, die vor allem Grenzwissenschaftler faszinieren. Nicht nur aufgrund der hohen Anzahl derartiger Bauwerke dort, sondern auch aufgrund ihres gewaltigen Alters. Selbst die etablierte Archäologie datiert viele dieser Megalithanlagen auf ein Alter von rund 7.000 Jahren. Auch für Megalith-Tempel aus der Steinzeit ist das enorm. Dazu beeindrucken die dortigen archäologischen Stätten mit verbauten Megalithen, die bis zu einigen Dutzend Tonnen wiegen.

Auf meinem YouTube-Kanal findet Ihr HIER dazu einige entsprechende Videos.

Rätselhaft sind für viele Menschen auch die auf der gesamten Insel verteilten “Curt Ruts”. Parallel im Gestein verlaufene Rillen, die mal kerzengerade über den Boden verlaufen, um dann wieder elegante Kurven einzuschlagen. Selbst Spuren mit Abweichungen und Kreuzungen finden sich im Fels von Malta, weshalb man diese auch “Gleise” nennt. In der Tat haben sie oftmals eine fast schon genormte Spurbreite von über einem Meter und sehen an einigen Orten der Insel aus der Luft wie ein Güterbahnhof aus.

Ein Phänomen der Vorzeit, dass sich auch an anderen Orten der Welt in sehr ähnlicher Form findet, wie zum Beispiel in den Videos HIERHIER und HIER berichtet.

Spuren auf dem Meeresgrund

Seit Jahren vermuten immer wieder Autoren und Forscher, dass die archäologischen Rätsel von Malta und Gozo die Relikte einer versunkenen Hochkultur sein könnten. Auch das Stichwort “Atlantis” ist hierbei immer wieder im Gespräch, da die Insel fraglos Teil des Steinzeiträtsels sind.

Verwiesen wird dabei auch immer wieder auf die Tatsache, dass die “Gleise” von Malta und Gozo an einigen Küsten direkt ins Meer laufen. Hier enden sie allerdings nicht, sondern führen auf dem Meeresboden weiter in die Tiefe. Obwohl der Baumboom unzählige dieser Spuren längst zerstört hat, und diese auch an den Küsten oftmals einfach unter Beton verschwanden, findet man sie immer noch. Selbst mit bloßem Auge von einigen Steilküsten aus sind sie zu sehen, wenn man von dort ins Meer blickt.

Was ist hier wann versunken? – fragen deshalb viele Forscher. Was liegt auf den Grund des Meeres vor den Küsten der kleinen Inseln noch verborgen?

Schon vor Jahren hat hierzu der Autor und Malta-Forscher Hubert Zeitlmair verschiedene Entdeckungen und Berichte veröffentlicht. Zeitlmair, der sich in seinen Publikationen mit der Suche nach einer versunkenen Ur-Kultur befasst, ist sicher, dass Malta ein Zentrum von dieser war. Im Jahr 1999 gab er dazu die Entdeckung eines versunkenen Tempels auf dem Meeresboden vor Maltas Nordost-Küste bekannt, den er auf 12 bis 14.000 Jahren datierte. Nach weiteren Erkundungen der megalithischen Reste im Meer war sich Zeitlmair sicher, dass hier Menschen am Werk gewesen sein müssen.

Die gesamte Anlage muss nach seinen Überlegungen am Ende der letzten Eiszeit im Meer versunken sein, da deren höchste Erhebung heute rund 20 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Er taufte die Anlage “Gebel gol-Bahar” und verwies immer wieder darauf, dass die versunkene Megalithanlage den bekannten Tempeln auf Malta und Gozo ähnelt.

Das untergegangene Plateau, das Zeitlmair mit einer Größe von 900 x 500 Meter bestimmte, wäre folglich bei weitem der älteste Tempel der Mittelmeerinseln. Wenn nicht einer der ersten bekannten Bauten dieser Art der Menschheit überhaupt.

Modern oder uralt?

Gehör fand der Forscher bei den etablierten Archäologen ebenso wenig wie bei den Behörden. Trotz seiner Bemühungen um eine Zusammenarbeit bezweifelten sie den Fund vollständig. Genauer gesagt zweifelten sie an dem fraglos enormen Alter oder an der künstlichen Herstellungen der Monolithen an sich. Kritische Stimmen wandten ein, dass es vielleicht moderne Steine sind, die irgendwer irgendwann einmal illegal ins Meer gekippt habe. Andere Skeptiker meinten, dass es alles nur  Phantasie sei und Beweise fehlen.

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Professor Anthony Bonanno von der Universität Malta glaubte laut “Archaeology” vom 9. November 1999 auch nicht, dass man Maltas Tempel deshalb neu datieren müsse. Selbst wenn “Gebel gol-Bahar” auf dem Meeresgrund von Menschen gebaut sei:

Der archäologische Kurator der maltesischen Museumsabteilung, Ruben Grima, hat die Stätte besucht und war nicht überzeugt, dass die Steine auf dem Meeresboden tatsächlich ein Tempel sind, so der Archäologe Anthony Bonanno von der Universität von Malta. Bonanno selber steht dem Fund skeptisch gegenüber und bemerkte, dass Maltas Tempel nicht neu datiert werden müssen, auch wenn die Struktur untergegangen ist.

Eine etwas verwirrende Aussage von Bonanno nach diesem Bericht. Demnach sei eine Neubewertung der maltesischen Tempelanlagen nicht nötig, selbst wenn die Struktur im Meer von Menschen stammt? So könnte man es zumindest verstehen. Sofern der Fund rein natürlich ist, erübrigt sich selbstredend eine neue Datierung anderer archäologischer Stätten auf den Inseln. Stammt sie allerdings von unbekannten Menschen, sieht das etwas anders aus.

Ob aber deshalb die unzähligen Tempel und archäologischen Stätten auf Malta plötzlich wirklich alle falsch datiert wurden, ist nicht minder fraglich. Immerhin liegen Jahrtausende zwischen den Bauwerken auf den Inseln und dem mutmaßlichen Tempel “Gebel gol-Bahar” auf dem Meeresgrund. Lag die etablierte Archäologie bei ihren Forschungen wirklich bei allen Fundstätten derart daneben? Oder war die versunkene Anlage schlicht und einfach die erste ihrer Art auf Malta? Falls ja: Warum machte man tausende von Jahren Pause, bevor man weitere Tempel baute?

Neue Forschungen und Tauchgänge auf Malta

Der Streit über versunkene Stätten vor Malta (und durchaus auch anderswo) ist seit Jahren im Gange. Selbst Äußerungen sind unlängst laut geworden, die besagten, dass man diese Entdeckungen “unter den Teppich kehren” will …

Neue Tauchexpeditionen und Erkundungen sollen das Geheimnis um Maltas versunkene Welten weiter lüften. Ramon Zürcher kündigte bereits in einem Vortrag im August 2019 (Video des Vortrags findet Ihr HIER) an, das unter anderem er und Thorsten Morawietz auf Malta unter dem Meeresspiegel archäologischen Mysterien nachgehen wollen. Unter anderem durch Tauchgänge und mit einem eigens dafür angeschafften Tauchroboter.

Die ersten Ergebnisse wurden im Oktober 2019 auf dem Kongress der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) vorgestellt. Denn schon jetzt gibt es interessante Ergebnisse bzw. Aussagen, die Morawietz und Zürcher in ihrem Vortrag (s. unten) vorstellen konnten. Demnach fanden sie nicht nur weitere “Cart Cuts” auf dem Meeresboden, sondern auch Spuren von künstlichen Bearbeitungen an Monolithen im Meer:

Immer wieder konnten wir deutliche Spuren von künstlichen Bearbeitungen in Tiefe unter 30 Meter finden. Also ist die gesamte Anlage wohl deutlich älter als 10.000 Jahre.”

Besonderes Augenmerk richteten Zürcher und Morawietz in diesem Video unten auf einen riesigen Gesteinsblock, den sie als “gewaltigen rechtwinkligen Monolithen” bezeichnen. “Scharfe Kanten und überall rechte Winkel” finden sich auf diesem und anderen Steinen in der Umgebung. Der riesige “rechtwinklige Monolith” wiederum habe dazu “auf der Oberfläche überall rechtwinklige Muster eingekerbt” und sei ca. 20 Meter lang.

Ein 10.000 Jahre alter Tempel?

Wie man an den Aufnahmen der Tauchgänge sehen kann, ist der Megalith offenbar auch nicht mit dem Grundgestein verbunden. Zumindest augenscheinlich scheint dieser nachträglich an seinen Platz gekommen zu sein. Ob ihn jemand in der Neuzeit illegal ins Meer kippte – oder er seit 10.000 oder weit mehr Jahren dort liegt, verraten die Bilder natürlich nicht. Klar gegen einen modernen Baustein scheint aber das geschätzte Gewicht des Megalithen zu sein: Fast 2.000 Tonnen soll dieser Gigant wiegen!

In seinem Artikel “Der versunkene Tempel” schreibt Thorsten Morawietz auf seiner Seite dasversunkenekoenigreich.de zum Beispiel dazu:

Ist diese unterseeische Struktur tatsächlich künstlichen Ursprunges, so ist sie auf Gebieten erbaut, welche seit weit über 10.000 Jahren nach dem Ende der letzten Eiszeit unter dem Meeresfluten versunken ist, wäre also geradezu unglaublich alt und Zeugnis eines längst vergessenen Hochkultur auf Malta.”

Würde das stimmen, wäre dies einer der schwersten und auch ältesten Steinblöcke, die jemals von Menschen angefertigt wurden. In der Vergangenheit ebenso wie in der Neuzeit. Auch gäbe es auf Malta und Gozo nichts vergleichbares an den dort vorhandenen und restaurierten Tempelanlagen. Hier wiegen die schwersten Bausteine “nur” etwa 50 Tonnen. Dies ist sehr weit entfernt von den geschätzten fast 2.000 Tonnen.

Auf der Tagung der A.A.S. präsentierte Morawietz in seinem Vortrag aber auch eine erstaunliche Parallele zu Göbekli Tepe in Anatolien. Jene riesigen Ruinenstätte, die von der Archäologie auf ein Alter von fast 13.000 Jahren datiert und als Sensation der Archäologie gefeiert wird. Denn auch im Meer vor Malta fand sich ein scheinbar zerbrochener Monolith, der ursprünglich die Form eines “T” hatte.

Genauso wie die berühmten “T-Pfeiler” in den uralten Anlagen von Göbekli Tepe, wo es mehre hunderte von ihnen in dutzenden Kreisanlagen gibt. Auch wenn sie dort noch lange nicht alle ausgegraben wurden.

Damit bleiben vorerst die versunkenen Anlagen ein Fall für die Unterwasserarchäologie. es könnten Spuren eines “versunkenen Königreich” vor der Eiszeit sein, so Thorsten Morawietz. Anfang kommenden Jahres sollen die Forschungsergebnisse detailliert in dem Buch “Das versunkene Königreich” veröffentlicht werden. Auch weitere Tauchexpeditionen sind geplant. Etwa auf Sri Lanka.

YouTube-Videos zum Thema

Mehr Videos zum Thema Malta HIER auf Fischinger-Online bei YouTube.

Video vom Vortrag von Zürcher und Morawietz vom 26. Okt. 2019

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Video-Interview vom 26. Okt. 2019 mit Morawietz

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Axel Milberg: Wie der „Tatort“-Kommissar „Klaus Borowski“ als Schüler Erich von Däniken begegnete und plötzlich die Welt verstand

Axel Milberg: Wie der "Tatort"-Kommissar "Klaus Borowski" als Schüler Erich von Däniken begegnete - und mutmaßlich seinem ärgsten Kritiker (Bilder: ARD/NDR/Ch. Schroeder / Montage: Fischinger-Online)
Axel Milberg: Wie der “Tatort”-Kommissar “Klaus Borowski” als Schüler Erich von Däniken begegnete – und mutmaßlich seinem ärgsten Kritiker (Bilder: ARD/NDR/Ch. Schroeder/LAF / Montage: Fischinger-Online)

Viele Prominente wie Schauspieler, TV-Sternchen und Musiker haben inzwischen Bücher veröffentlicht. Sie werden gerne gekauft, so dass Publikumsverlage gerne auf diese Autoren zurückgreifen. So auch auf die Schauspieler der beliebten TV-Serie “Tatort”. Einer von diesen ist Axel Milberg, der im “Tatort” der ARD den Kommissar “Klaus Borowski” in Norddeutschland spielt. Tatsächlich ist Milberg in Kiel aufgewachsen, worüber er in seinem Buch “Düsternbook” schreibt. Und hier begegnete er als Schüler einst Erich von Däniken, der an Milbergs Gymnasium 1971 einen Vortrag hielt. Für Milberg ein einschneidendes Erlebnis seiner Jugend. Durchaus interessante Ausführungen des Schauspielers, in der sich jedoch offenbar sein Phantasie und “Erinnerung” mischen. Was und wie damals gesehen sein soll, und was der erste “Anti-Däniken-Autor” dieser Tage damit zu tun hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag!


Axel Milberg

Unlängst gehört es zum guten Ton, dass Prominente, Stars und Sternchen aus Fernsehen und Öffentlichkeit Bücher schreiben. Nicht wenige dieser Veröffentlichungen diverser „Promis“ und auch „Z-Promis“ werden dabei auch gekauft. Das wissen auch deutsche Schauspieler, wozu natürlich die verschiedenen Kommissare der beliebten Krimireihe „Tatort“ von ARD und ZDF zählen.

Einer von ihnen ist Axel Milberg, der im „Tatort“ den Kommissar „Klaus Borowski“ spielt. Er veröffentlichte 2019 sein Buch „Düsternbrook“, das wie zu erwarten ein Besteller in Deutschland wurde. Einen autobiographischen Roman über seine Kindheit und Jugend im Stadtteil Düsternbrook in Kiel. Eigentlich also kein Buch, das irgendwas mit Grenzwissenschaften und Mystery-Themen zu tun hat.

Könnte man meinen. Doch schon der Buchumschlag und die Werbetexte zeigen, dass es doch damit in Verbindung steht:

Als die populäre Theorie vom Wirken Außerirdischer die Stadt erreicht, scheint sie für Axel viele Merkwürdigkeiten zu erklären. Mit dem rätselhaften Verschwinden einiger Jungen wird die Heimat vollends unheimlich und der Wunsch auszubrechen übermächtig. (…)

Er folgt seinem heranwachsenden Helden, der die Welt mithilfe von Märchen, Mädchen, übersinnlichen Mächten und Erich von Däniken verstehen will (…).“

Wenn Erich von Däniken und Außerirdische schon in der Buchwerbung, auf dem Buchrücken und im Klappentext vorkommen, macht das einen Prä-Astronautiker neugierig. Immerhin kam nach Erscheinen des Buches in diversen Interviews mit Milberg auch darin immer wieder das Thema auf von Däniken.

Auch wenn natürlich der bei weitem größte Teil von „Düsternbrook“ nichts mit Aliens, Däniken & Co. zu tun hat, findet sich darin doch ein ganzes Kapitel zum Thema. In „Besuch aus der Schweiz“ schildert Milberg den für ihn denkwürdigen Tag des 6. September 1971, als Erich von Däniken in seinem damaligen Gymnasium einen Vortrag hielt. „Ein Schweizer Hochstapler, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden war“ habe die Aula des damaligen Schülers Milberg betreten.

Axel Milberg vs. Erich von Däniken

Seine Schulklasse sollte, so habe es der Lehrer ihnen damals gesagt, „ohne Vorurteile“ dem Vortrag von Erich von Däniken zuhören:

Hört euch das mal an, habt keine Vorurteile. Wir reden anschließend darüber, ob wahr oder falsch. Sammelt für beide Seiten Argumente, es ist wichtig, das ihr lernt, Lüge und Wahrheiten zu unterscheiden. Gute Unterhaltung wird es auf jeden Fall sein.“

Mit diesen Worten lauschten der junge Milberg und seine Mitschüler dem Däniken-Vortrag damals. Freundlich und in einer „gewinnenden Art“ trug von Däniken seinen Vortrag vor. „Wir trauten unseren Ohren nicht“, so Milberg weiter, und er zitiert im Folgenden Aussagen aus dem Vortrag. Eine Art Zusammenfassung der Idee der Prä-Astronautik.

Da dieser Vortrag 1971 stattgefunden hat, werden es wohl kaum mehr korrekte Wiedergaben der Worte von Däniken an der Schule sein. Zum Beispiel solche:

Es ist denkbar, dass vor vielen Jahrtausenden die Affen mit superintelligenten Astronautensperma gekreuzt und die misslungenen Fehlexemplare in einer Eiszeit beseitigt wurden.“

Egal ob Phantasie-Zitate des Autors Milberg in seinem Roman oder nicht, auf den folgenden Seiten geht genau diese mit ihm durch! Er schreibt, dass er damals von den Thesen des von Däniken überzeugt war. „Ich war überzeugt, dass dieser Gast aus der Schweiz recht hatte“, erinnert sich der „Tatort“-Kommissar weiter:

Gibt es nicht wirklich überall Spuren um uns, die von frühen Besuchern aus dem All erzählen? Die erklärten, was sonst unerklärlich wäre?

Alles hängt mit allem zusammen

Daraufhin habe Milberg damals alles hinterfragt und in Zusammenhang mit Außerirdischen und Verschwörungen gebrachte, behauptet er. Von „Geräuschen in der Nacht auf dem Dachboden“ bis zu den Hünengräbern, die in Norddeutschland bis heute recht häufig zu finde sind. Auch sein ständiges Nasenbluten habe etwas mit diesen Aliens zu tun, da in Büchern aus den USA von Sonden zu lesen war, die Außerirdische in Menschen implantieren.

„Alles hängt zusammen und alles macht plötzlich Sinn“, so Milberg in seinem Roman nach von Dänikens Besuch in Kiel. Und sogar er selbst könnte von diesen Fremden aus dem All ausgesucht worden sein, da diese „frische kleine Menschen“ benötigen. Auch das Autokennzeichen „KI“ von Kiel und die alte bzw. damalige Postleitzahl „23“ (West-2300) von Kiel stehen hiermit in Verbindung. KI sei „Künstliche Intelligenz“ und die Zahl 23 habe sowieso irgendwas mit den Illuminaten zu tun.

Also deutet alles auf einen frühen Besuch hin, Fremde aus dem All, in vorchristlicher Zeit. Kiel könnte einer dieser Orte sein, die für die Aliens eine große Rolle spielen.“

Natürlich darf man diese Aussagen und „Erinnerungen“ von Axel Milberg in seinem Roman nicht für bare Münze nehmen. Gut zu erkennen an seinen Erwähnungen von Künstlicher Intelligenz als „KI“, Alien-Implanten und den Illuminaten sowie der „23“. 1971 und in den Jahren danach waren dies längst keine bekannte Themen!

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Dass ihn als jungen Schüler Erich von Däniken mit seinem Vortrag, Ideen und Thesen faszinierte und begeisterte, kann man aber sehr wohl glauben. Das kennen sehr viele Fans und Leser des von Däniken von sich selber, die heute längst erwachsen und „vernünftig“ sind. Die einen finden es noch immer hoch spannend, die anderen haben diese „Jugendsünden“ längst begraben.

Der Däniken-Kritiker der ersten Stunde

Milberg schildert in seiner Autobiographie aber noch ein Detail im Zusammenhang mit Dänikens Vortrag an seinem Gymnasium. Denn nach diesem betrat ein Kritiker für einen zweiten Vortrag die Bühne, über den behauptet wird:

Danach betrat ein Abiturient die Bühne und nannte seinen Vortag ‚Erinnerungen an die Wahrheit‘. (…) Er machte sich lustig über den Scharlatan, der gut aussehende Mitschüler, er war bestimmt der Primus seiner Klasse.

Alle lachten nun über den Schweizer Gast, nur ich dachte, was für ein Wichtigtuer, dieser Primus, Glaubt, er ist klüger als Erich von Däniken.“

Da der junge Milberg durch seine Schule „zu Hause in der Antike“ war, war dieser Kritiker nur ein Schwätzer. Von Däniken habe Recht, nicht er. Ob es diesen Skeptiker aber wirklich 1971 dort in Kiel gab, wäre interessant. Denn der Titel des angeblichen Vortrages, „Erinnerungen an die Wahrheit“, erinnert frappierend an das erste „Anti-Däniken-Buch“.

Dieses erschien erstmals als Schreibmaschinen-Version 1969 in Berlin, wo es die „SLAN-Nachrichten“ als ihren Sonderband Nr. 2 weiter kopierten. Ab März 1971 brachte es das dann ein Verlag als kleines dünnes Taschenbuch mit dem Titel „Erinnerungen an die Wirklichkeit – Erich von Däniken und seine Quellen“ heraus. Autor des heute praktisch vergessenen Büchleins war Gerhard Gadow. Gedacht als „Ein Kommentar zum Däniken-Bestseller“, so der Untertitel der ersten Version von 1969. Allein im ersten Jahr nach Erscheinen des Taschenbuches 1971 haben sich davon über 50.000 Exemplare verkauft.

War dieser Gadow der Kritiker damals in Kiel?

“Erinnerungen an die Wirklichkeit”

In den 1970ger Jahren war Gadow aufgrund seiner „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ kein Unbekannter. Was auch daran liegen mag, dass er der erste Autor überhaupt war, der sich gegen den Boom von Erich von Däniken stellte. Deshalb berichteten auch die Medien und Zeitungen über Gadow und von Däniken selber ist er bis heute in Erinnerung. Ich selber hatte ihn vor wenigen Jahren auf ihn angesprochen …

Gerhard Gadow machte laut seinem Buch im Jahr 1970 Abitur und studierte bei erscheinen „gegenwärtig an der FU Berlin Rechtswissenschaft“. Also ein Student am Tag des Kieler Däniken-Vortrages 1971. „Der Primus seiner Klasse“, wie Milberg ihn in seinem Buch nennt, muss nicht zwangsläufig sein Mitschüler gewesen sein. Sonst hätte ihn Milberg auch sicher gekannt.

In solchen „vergangenen Zusammenhängen“ zu stöbern ist durchaus zeitaufwendig. Aber für Mystery-Jäger durchaus sehr spannend. Gerade wenn es um den Kritiker der ersten Stunde geht, was Gerhard Gadow zweifelsohne war. Und auch wenn Däniken selber aus verschiedenen Gründen nicht gut auf seine Veröffentlichung „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ zu sprechen ist, gibt es hier „verborgene Verbindungen“.

So nennt von Däniken ein Kapitel in seinem Buch „Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe“ von 2015. Dort heißt es über Gadow:

„(Er) studierte damals Jura an einer Berliner Hochschule. Wir trafen uns, und ich erfuhr, dass hinter dem Text wieder einmal ein Professor der Archäologie steckte. (…) Damals lud ich den Anti-Däniken-Autor Gerhard Gadow in die USA ein, und gemeinsam reisten wir für 20 Tage in den Vereinigen Staaten umher. Als zuverlässiger Begleiter betreute Gerhard die Technik bei meinen Vorträgen.“

Demnach wäre Gadow damals ein Ghostwriter eines Archäologie-Professors gewesen, der „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ so gar nicht schrieb. Oder nur im Auftrag.

Hat Milberg diese Marionette des „Professor der Archäologie“ in 1971 Kiel in der Aula seiner Schule gesehen? Wer aber war dieser angebliche Archäologe, der Gadow anstifte, beauftragte oder sogar benutzte?

Eigentlich faszinierend: Nach Jahrzehnten der Prä-Astronautik hat es unlängst intern so einige eigene Mysterien und Rätsel, die es zu lösen gilt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die “Goldflieger der Ancient Aliens” aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber – und warum? (+ Video)

Die "Goldflieger der Ancient Aliens" aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber? (Bilder: R. Habeck & Fischinger-Online)
Die “Goldflieger der Ancient Aliens” aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber? (Bilder: R. Habeck & Fischinger-Online)

Jeder an der Prä-Astronautik und an den Ideen der Astronautengötter Interessierte kennt die “Goldflieger aus Kolumbien“. Jene Goldobjekte, die aussehen wie Flugzeuge, und von dem ich ein Exemplar oder ein “Typ” auch als Anhänger in meinen Videos bei YouTube trage. Vor allem ist es als Zeichen oder Logo der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) bekannt. Auch im Logo von Fischinger-Online ist es zu finden. Doch was hat es “offiziell” und in der Prä-Astronautik mit diesen “Goldfliegern” auf sich, die seit vielen Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft bekannt sind? Und was schreibt Wikipedia als das Online-Lexikon schlechthin eigentlich über diese zum Teil fast 2.000 Jahre alten Fundstücke aus Südamerika?


Wikipedia und die Grenzwissenschaft

Über das Online-Lexikon Wikipedia kann man vortrefflich streiten. Vor alle auch in Bezug zu Themen rund um UFOs, Mystery Files, Grenzwissenschaft oder “Parawissenschaft”. Auf diesem Blog finden sich dazu auch eine ganze Reihe Beiträge und Postings, denn der ewige “Wiki-Streit” kennt kein Ende.

Immer wieder verweise ich allerdings auch darauf, dass ich Wikipedia für ganz eine hervorragende Erfindung und Quelle halte. An dieser Tatsache gibt es nichts zu rütteln und man kann sie nicht ernsthaft leugnen. Auch wenn es selbstverständlich Menschen gibt, die Wikipedia pauschal und komplett ablehnen. Ein großer Fehler, der lediglich von der mangelnden Bereitschaft herrührt, sich intensiver mit den dortigen Aussagen und vor allem Quellenangaben zu befassen!

Wikipedia muss man als Einstieg in eine Thematik verstehen. Die Quellenangaben der Fußnoten sowie er “verborgene” Diskussionsbereich zu den einzelnen Artikeln sind das A und O dort. Hierdurch kann man weit – sehr weit – tiefer in die jeweilige Materie einstiegen, wenn man es denn überhaupt will und diese Quellen denn auch beachtet. Wobei Quellenverweise seit Bestehen des Lexikons natürlich Streitthemen sind. Was für die einen nützliche Quellen sind, sind für andere unseriöse Verweise, die bei Wikipedia nichts zu suchen haben würden.

Darum lohnt sich eben ein Blick in die Diskussionen und auch die Bearbeitsungschronologie der individuellen Artikel dort.

Das löst natürlich nicht das Grundsätzliche Problem bei Wikipedia. Denn viele User sind ganz einfach zu faul nähre Quellen zu studieren, sich intensiver mit einem Gebiet oder einer Aussage auseinanderzusetzen. Es fehlt der Blick “hinter ein Thema”. Leider eben auch bei der Grenzwissenschaft mit all seinen Einzelthemen.

“Mal eben” bei Wikipedia nachlesen

Ein großes Problem ist es dann, wenn User nur beiläufig “mal eben” dort etwas nachlesen wollen.

Sie hörten mal von diesem oder jenem Mysterium oder Rätsel, suchen es daraufhin im Netz und landen bei einem entsprechenden Wikipedia-Beitrag. Schnell dort nachgelesen und man ist “informiert”. Grundsätzlich ist ein Lexikon ja genau dafür da. Es ist unrealistisch zu verlangen, dass sich jemand nach der Lexikon-Lektüre weiter und tiefer gehend informiert. Dies machen wohl nur wirklich Interessierte und dies gilt dabei fraglos für alle Themen. Nicht nur Mystery & Co.

Ärgerlich wird es für den Fan oder den wirklich auf mehr Informationen bedachten Leser, wenn Quellen zu Aussagen ganz fehlen. Ein Unding, dass bei diversen Behauptungen und Beiträgen zur Prä-Astronautik und Grenzwissenschaft vielfach vorgekommen ist oder noch vorkommt. Wikipedia hat sich aber in diesem Gebiet zum Teil sehr gebessert. Zum Teil aber auch nur in einer eher schwammigen und nichtssagenden Art und Weise. Man sollte das nicht ignorieren

Und diese hier zusammengefassten Probleme muss man im Hinterkopf behalten, wenn man sich das Thema “Goldflieger aus Kolumbien” bei Wikipedia anschaut.

Freunde des Phantastischen kennen eines dieser Objekte aus meinen YouTube-Videos und als Teil meines Logos. “Eines dieser Objekte” deshalb, da es zahlreiche verschiedene Ausführungen, Arten oder “Typen” dieser Goldflieger gibt. Das rechts im Titelbild zu diesem Beitrag eingefügte Objekt ist dabei zweifellos der Klassiker. Und es ist das Logo der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astrononautik und SETI” (A.A.S.).

A.A.S.-Mitglieder, Interessierte und natürlich Erich von Däniken selber tragen Repliken dieser Goldflieger seit Jahrzehnten als Anstecken oder Kettenanhänger. Vielen ist das bekannt, doch viele fragen zumindest mich doch immer wieder danach, “was es damit auf sich hat”.

Goldflieger und Prä-Astronautik

In der Archäologie sagt niemand zu den unterschiedlichen Arten dieser Goldstücke aus Südamerika “Goldflieger“. So heißen sie nur in der Grenzwissenschaft und eben der Prä-Astronautik. Weil sie eben zweifellos wie Flugzeuge aussehen. Egal welche “Bauart” man sich von diesen Goldfliegern ansieht: Flugzeugen ähneln sie alle. Deshalb stellen sich viele Prä-Astronautiker eben genau deshalb die Frage, ob es vielleicht solche darstellen sollten.

Das heißt, dass vor 1.500 bzw. fast 2.000 Jahren, denn so alt sind diese Grabbeigaben aus Gräbern in Kolumbien, Menschen solche Flugobjekte sahen und dann in Gold kopierten. Flugobjekte am Himmel, mit denen die Götter durch die Wolken oder über das Firmament flogen. Für den damaligen Menschen in Südamerika etwas, das sie nicht verstehen konnten. Es war göttlich oder himmlisch, weshalb man das Gesehene in Gold als kleine Kunstwerk kopierte. Denn Gold war als Metall der Götter oder Tränen, Blut oder Schweiß des Sonnengottes für solche Objekte gerade angemessen.

Die einzelnen Typen dieser Goldflieger sind dabei zum Teil recht klein. Einige nur um 2 Zentimeter lang, andere etwa 4,5 Zentimeter. Etwa der “klassische Flieger” vom Titelbild. Damit waren sie natürlich keine eins zu eins Kopien von echten Technologien, die die damaligen Menschen sahen. Sie sind auch alle keine technisch perfekten Kopien. Von maßstabsgerechten Repliken mit einem Anspruch auf Exaktheit kann keine Rede sein.

Zwar wird das – zumindest unterschwellig – hin und wieder behauptet, aber es entspricht nicht der Realität der vorhandenen Goldflieger-Flotte!

Prä-Astronautiker verwiesen auf drei einfache Fakten an diesen Objekten:

  • Sie sind alle (mehr oder weniger) aerodynamisch geformt.
  • Die “Schwanzflosse” bzw. “Heckflosse” ist senkrecht, und das habe kein Vogel oder Fisch.
  • An den Goldfliegern finden sich vier flache Flügel – zwei Große vorne, zwei Kleine hinten. Zum Teil in Form von Deltaflügel.

Goldflieger am Himmel

Hinzu kommt die Tatsache, dass Mitte der 1990er Jahre Nachbildungen dieser Goldflieger im Maßstab 1 : 16 mit Motoren versehen gebaut wurden und diese tatsächlich flogen (s. Titelbild). Realisiert wurde dies damals von Peter Belting und Algund Eenboom, die mehrfach ihre flugfähigen Modelle auf Tagungen oder im Rahmen von TV-Sendungen vorführten. Daraus entstand zusammen mit Peter Fiebag 2004 auch das Buch “Flugzeuge der Pharaonen“.

Viele Anhänger der Ancient Aliens-Idee waren und sind von diesen Versuchen bis heute begeistert. Zeigten sie doch ganz klar, dass diese Objekte tatsächlich fliegen konnten, sobald man sie mit einem Propellermotor versieht.

Bei Wikipedia werden diese Nachbauten erfreulich neutral mit Verweis auf das Buch “Flugzeuge der Pharaonen” auch erwähnt. Unter dem Punkt “Interpretation der Ingenieurwissenschaft” heißt es dort unter anderem:

Flugfähige Modelle bauten unter anderem Algund Eenboom und der Luftwaffenoffizier Peter Belting (Deutschland), weitere Untersuchungen fanden an der TU Bremen statt.

Kritiker winkten schon damals gelangweilt ab. Sie verwiesen darauf, dass alles, was nur mit einem Motor und Propeller ausgestattet wird, fliegen kann. Auch ein Rasenmäher, wie von den Kritikern dazu sehr gerne als Beispiel genannt wird.

Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat im Sommer 2019 erneut einen Nachbaut eines Goldfliegers präsentiert. “Geglückt ist das Projekt den ‘Aeroplane’-Konstrukteuren Erik Unger und Ramin Dalkouhi, beide Software-Entwickler aus der Steiermark”, so Habeck auf seiner Webseite. UFO-Forscher Mario Rank hat diesen Versuch in einem Video bei YouTube veröffentlicht.

Beim Jahresmeeting 2019 der oben genannten A.A.S. hat Habeck neben dem neuen Nachbau auch Ausschnitte aus dem Video präsentiert. Im Prinzip also wurden die Experimente der 1990ger Jahre damit erneut untermauert, dass das “Ding” eben tatsächlich fliegen kann. Aber ob diese Goldflieger deshalb auch tatsächlich religiös-vergöttlichte “Kopien” von Luftfahrzeugen der Götter im alten Kolumbien waren, belegt auch der neue Versuch nicht.

Goldflieger bei Wikipedia

Neben der wertneutral vorgestellten Interpretation der Goldstücke bei Wikipedia im Sinne der Prä-Astronautik, findet sich dort natürlich auch die “Interpretation der Natur- und Geisteswissenschaft”. Dort heißt es sehr knapp:

Es handelt sich um die Nachbildung flugfähiger Fische. Andererseits kann auch der Meerengel oder Engelshai in Frage kommen, der anatomisch einige Besonderheiten (z. B. die deltaförmigen Brustflossen) mit den Goldobjekten teilt.

“Fliegende Fische” (Exocoetidae) kennt sicher auch der biologische und zoologische Laie. Bei einem “Engelhai” (Squatina) oder “Meerengel” sieht es schon anders aus. Von diesen Tieren mit ihren extrem flachen Körper gibt es an die zwei Dutzend Arten, die an die bekannten Rochen erinnern. Hier verlinkt Wikipedia auch einen eigenen entsprechenden Eintrag zu “Engelhaien”, in dem sich auch zahlreiche Bilder und Abbildungen dieser Tierart im Commons-Bereich finden.

Ähnlichkeiten zwischen “Fliegenden Fischen” und “Engelhaien” mit den legendären Goldfliegern sind dabei nicht zu leugnen. Sollen also diese Goldobjekte eben solche Fische darstellen? Oder “fliegende Krokodile”, wie auch immer wieder angeführt wird? Vielleicht auch nur Mischwesen, die der Phantasie der frühen Kolumbianer entsprungen sind, wie von Seiten der Kritiker dann und wann auch angeführt wird?

Wikipedia führ hier unter anderem die Quelle “El Dorado. Das Gold der Fürstengräber” von 1994 an, in der vier diese Objekte als “Anhänger in Form von Mischwesen” bezeichnet werden. Artefakte, die sich im berühmten Goldmuseum (“Museo del Oro”) von Bogotá in Kolumbien befinden. Eine andere Quelle, der Katalog “The Gold of El Dorado” von 1978, wird ebenso benannt. In dieser werden sechs Objekte aus dem Museum in Bogotá mit den Worten “Anhänger, fischähnliche Formen. Besetzung Gold” vorgestellt. Herkunft sei die Kultur der Quimbaya aus der Region Qiundío in Kolumbien.

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In der Tat war die ab etwa dem 6. Jahrhundert vor Christus entstandene Quimbaya-Kultur für ihre Kunstfertigkeiten bei der Herstellung von Goldschmuck und anderen Objekten sehr bekannt. Viele ihrer Artefakte finden sich in den Museen der Welt. Darunter eben auch die Goldflieger, von denen man auch im “Überseemusem” Bremen, im “Humboldt Forum” des Berliner Schloss (dort aber im Archiv) und im “Metropolitan Museum of Art” in New York Exemplare bewundern kann.

Fliegende Fische und Mischwesen

Damit wären nach diesen Quellen aus Sicht der Archäologen die Goldflieger entweder schlicht “fischähnlich” oder “Mischwesen” (aus was auch immer). Ursprung seien die Goldschmiede der Quimbaya-Kultur.

Darauf haben schon Peter Fiebag, Algund Eenboom und Peter Belting vor rund 20 Jahren in ihrem Buch Flugzeuge der Pharaonen” sehr umfangreich hingewiesen. Die Autoren berichten darin auch von ihrem Besuch im “Überseemuseum” in Bremen 1996, wo neben vielen anderen Goldstücken auch die Goldflieger gerade neu ausgestellt wurden. Bis heute kann man sie dort bewundern.

Hier traf Eenboom auf die Museumsleiterin Dr. Viola König, der er die “moderne Interpretationen” der Goldflieger erklärte. Gleichfalls auch, dass Modelle davon angefertigt wurden.

König hatte aber keine wirklichen Informationen zu den “Fliegern” aus Kolumbien und ihre Bedeutung. Auf Seite 125 zitiert das Autorentrio sie mit den Worten:

Alle historischen Details finden Sie übrigens in dem Buch ‘El Dorado. Das Gold der Fürstengräber’. Mehr wissen wir nicht.

Also eben jene Quelle, die auch Wikipedia anführt, und in der diese Objekte als “Anhänger in Form von Mischwesen” gedeutet werden.

Eine wissenschaftliche oder archäologische Quelle ist das nicht. Es ist ein Katalog oder Museumsführer zu einer entsprechenden Ausstellung, die 1994 vom “Museums für Völkerkunde” in Berlin veröffentlicht wurde. Ab Seite 41 findet sich darin “Der Schatz der Quimbaya”, wozu diese Kunstwerke natürlich zählen. Eine Veröffentlichung in Buchform ist bei entsprechen Sonderausstellungen in Museen durchaus üblich. Man denke hier an die Ausstellungen zu Pharao Tutanchamun. Der Interessierte kann diese in den jeweiligen Shops der Museen kaufen.

Folglich ist die Interpretation als “Mischwesen” oder auch “fischähnlich” nicht in Stein gemeißelt. Es ist nicht mehr als eine Deutung, um diese Objekte irgendwie zu bezeichnen und zu katalogisieren. Wie so vieles in der Archäologie. Da die Goldflieger teilweise augenscheinlich Fischen wie dem “Engelhai” ähneln, kann man froh sein, dass sie nicht einfach nur als “Kultobjekte” geführt wurden. Mangels Alternativen wimmelt es in den Museen der Welt schon von diesen …

Dass die Handwerker der Quimbaya-Kultur vorzügliche Goldschmiede waren, belegen ihre Hinterlassenschaften sehr deutlich. Der Mythos von “El Dorado“, der legendären Stadt aus Gold irgendwo im Urwald von Südamerika, die verzweifelt von den goldgierigen Spaniern im 16. Jahrhundert gesucht wurde, fußt zumindest zum Teil in dieser Goldschmiedekunst der Quimbaya.

Die Religion der Fliegenden Fische

Aufgrund fehlender schriftlicher Zeugnisse aus erster Hand der südamerikanische Völker und Zivilisationen, herrscht Rätselraten bei vielen gefundenen “Kultobjekten”. Gleiches gilt für Funde in anderen Teile der Welt oder sogar aus der Steinzeit. Hier bedarf es der Interpretation der Archäologen und Wissenschaftler, was dieses oder jenes Objekt, Bild, Relief oder eine Statue bedeuten soll. Der Ermessensspielraum ist dabei zum Teil riesig.

Wen wundert es da, dass Archäologen auch vorgeworfen wird, sie saugen sich ihre Erklärungen, Deutungen und Identifizierungen “aus den Fingern”?

Die Quimbaya legten die Goldflieger zusammen mit anderen Gegenständen ihren Verstorbenen mit ins Grab. Natürlich nicht allen, sondern wohl eher Würdenträgern und hohen Persönlichkeiten der Gesellschaft. Eine “Gebrauchsanweisung”, was die jeweilige Beigabe aussagen oder bedeuten soll, fand sich nicht. Warum auch, wenn der Verstorbene so oder so weiß, was da in seinem Grab neben ihm liegt? In der Prä-Astronautik wird hier vielfach von einem Cargo-Kult gesprochen (mehr dazu HIER).

Es lässt sich sehr wohl vermuten, dass es etwas “Heiliges” war. In der Archäologie streitet dies auch niemand ab. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen waren diese Beigaben für den Toten und damit für das Jenseits oder das Leben nach dem Tod bestimmt, und damit nicht mehr “Teil dieser Welt”. Somit waren sie eineindeutig religiöser und göttlicher Natur bzw. Teil der Religion und der Verehrung.

Gold war für viele Kulturen Südamerikas göttlichen Ursprungs. Götter und Gold gehörten untrennbar zusammen. Es wird teilweise sogar vermutet, dass Gold überhaupt keinen materiellen Wert für diese Völker hatte. Erst die Spanier brachten diese Anschauung.

Viele Goldobjekte zeigen klar, dass hier Götter oder Ähnliches dargestellt wurde. Sie dienten Augenscheinlich der Verehrung und der Ehrfurcht vor den himmlischen und spirituellen Mächten. Dass die Goldflieger irgendwie einen anderen Zweck dienten, ist kaum denkbar! Wenn sie aber Fische darstellen sollen, gab es dann eine Religion oder einen Kult der “Fliegenden Fische”?

Oder symbolisierten sie genau diese Fische als Nahrung für das Jenseits, da der Verstorbene auf seine Leibspeise in den Sphären der Götter nicht verzichten wollte?

Ein Goldflieger im Windkanal

Wir werden nie eindeutig und belegbar erfahren, was diese Goldflieger wirklich darstellen sollten. So erstaunlich sie auch aussehen mögen.

Wikipedia weiß aber in dem dortigen Absatz über diese “Flugzeugmodelle” noch mehr zu berichten. Es ist dort zu lesen:

Untersuchungen im Windkanal am ‘Aeronautical Institute’, New York lassen nicht unbedingt auf Flugzeuge schließen, da ja neben den Vögeln auch Fische über einen aerodynamischen Aufbau verfügen (müssen), um sich optimal in ihrem Milieu bewegen zu können.

Zu diesen “Untersuchungen im Windkanal am ‘Aeronautical Institute'” in den USA findet sich keine direkte Quellenangabe. Es ist aber unter anderem im Backend von Wikipedia zu sehen, dass hier das Buch “Aussaat und Kosmos” von Erich von Däniken in einer Taschenbuchauflage aus dem Jahr 1990 wohl als Quelle diente. Und das ist eigentlich eine uralte Information.

Das besagte Buch ist einer der Däniken-Klassiker und war das dritte Buch von ihm. Erschienen ist es bereits 1972. Eines der umstrittensten (und spannendsten) Bücher von Erich von Däniken überhaupt, auf dessen Originalcover sich sogar schon ein Foto eines Goldfliegers befand.

“Ich habe drei prähistorische Modelle von Flugzeugtypen modernster Bauart gesehen”, schreibt von Däniken darin auf Seite 44. Unter anderem zeigte er damals zwei schlechte Fotos in schwarzweiß des “klassischen Goldfliegers” aus Bogotá, das “sich in keinen Fisch-Vogel-Kult einbauen” ließe, so von Däniken. “Es gab keinen.”

Weiter berichtet von Däniken, dass “Luftfahrtexperten” sich “das Ding angesehen” haben und schließlich “im Windkanal untersucht” hätten. “Sie halten es für ein Flugzeugmodell”, heißt es im Buch von 1972. Dazu zitiert von Däniken “Dr. Arthur Poyslee vom Aeronautical Institute, New York” auf S. 46:

Die Möglichkeit, daß der Gegenstand einen Fisch oder einen Vogel darstellen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Nicht nur, daß dieses goldene Modell tief im Landesinneren Columbiens gefunden wurde und der Künstler nie einen Meerfisch zu Gesicht bekommen hat, sondern auch, weil man sich Vögel mit derartig präzisen Tragflächen und senkrecht hochgestellten Spannflossen nicht vorstellen kann.”

Spätestens damit war eine “Legende” vor fast 50 Jahren geboren. Legende deshalb, da diese Aussage des Dr. Arthur Poyslee seit dem in viele entsprechenden Publikationen zu finden ist. Es ist bis dato aber offen, woher genau diese Aussage des Luftfahrtexperten stammt und ob es weitere Unterlagen oder Berichte zu diesem Versuch in New York gibt.

Allerdings floß diese Information mit dem Windkanal-Test in New York sowie die beiden in “Aussat und Kosmos” dazu veröffentlichten Fotos schon früher in die Prä-Astronautik ein. Zischen dem 2. Däniken-Buch “Zurück zu den Sternen” 1969, in dem die Goldflieger noch kein Thema waren,  und dem Buch “Aussaat und Kosmos” 1972 erschien die berühmte Dokumentation “Erinnerungen an die Zukunft”.

Dieser Kultfilm wurde 1969 von Harald Reindl produziert und kam am 26. April 1970 in die Kinos des damaligen Westdeutschland. Er basierte auf den ersten beiden Däniken-Büchern und im Kommentar hieß es 1970 dazu im Film:

Die kleine goldene Nachbildung eines Flugkörpers stammt aus Kolumbien. Mehr als 1.000 Jahre alt.

Sie wurde im Windkanal getestet. Ihre aerodynamischen Eigenschaften entsprechen denen eines modernen Flugzeuges.

Hier werden gegen Ende erstmals die Goldflieger kurz präsentiert und damit einer sehr weiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Der vergessene Windkanal-Test

Mag sein, dass irgendwann um 1970 ein Goldflieger in den USA im Windkanal getestet wurde. Das ist lange her.

Inzwischen gab es aber längst einen neuen Test, um die “Flugfähigkeit” von diesen Artefakten zu überprüfen. Und obwohl dieser 2009 in Deutschland stattgefunden hat, ist er offensichtlich vergessen worden. Auf jeden Fall findet dieses Experiment heute keine Beachtung, was vielleicht auch an der Art und dem Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen mag.

Diese war eine “Galileo”-Sondersendung mit dem Moderator Aiman Abdallah von Pro7, die am 8. August 2011 um 23 Uhr unter dem Titel “ProSieben Spezial: Leben Aliens längst unter uns?” ausgestrahlt wurde. Also einige Jahre nach dem Experiment.

Auf diese Sendung habe ich in diesem Beitrag HIER im September 2012 umfangreich verwiesen. Dort findet sich auch eine umfangreiche Stellungsnahme zu der Sendung von Erich von Däniken selber. Eine scharfe Kritik, da die Sendung manipulativ produziert worden sei, um ihn und seine Thesen “lächerlich zu machen”. “Die Verdreher der Sendung unterstellten mir Aussagen, die nie gefallen sind, und widerlegten anschließend die nie gemachten Aussagen”, so beispielsweise von Däniken nach der Ausstrahlung vor acht Jahren.

Leider ist die Sendung nicht mehr online auffindbar. Im oben verlinkten Posting war sie es damals noch auf der Plattform “MyVideo”.

In meiner persönlichen Erinnerung wurde damals ein Modell des “klassischen Goldfliegers” in einen Windkanal montiert und getestet. Weiter glaube ich, dass in den den folgenden Jahren Ausschnitte dieses Versuches in anderen Dokumentationen oder TV-Sendungen zum Thema gesehen zu haben. (Wer dazu mehr sagen kann, bitte Email an mich.)

Das Ergebnis 2009 war wie erwartet: Das Objekt hatte aerodynamische Eigenschaften und war damit durchaus stromlinienförmig. Fische sind das aber auch, da sie sich durch das Medium “Wasser” bewegen …

Der “moderne Fisch-Kult” der Prä-Astronautiker

Der ein oder andere zynische Kritiker mag einwenden, dass Prä-Astronautiker mit ihrem Goldflieger-Zeichen einen “modernen Fisch-Kult” betreiben. Tatsächlich kam das sinngemäß schon vor. Zum Beispiel in zwei, drei Kommentaren zu Videos auf meinem Kanal unter YouTube.com/FischingerOnline, da ich dort bekanntlich diesen Goldflieger trage.

Ob die besagten Objekte mit ihren unterschiedlichen Formen und “Typen” wirklich Fische darstellen sollten, ist nicht belegt. Natürlich ist auch unbewiesen, dass diese Fluggeräte der Götter aus dem All waren. Auch die Nachbauten dieser archäologischen Artefakte als flugfähige Modelle sind aus wissenschaftlicher Sicht natürlich kein Beweis für eine Hochtechnologie vor Jahrtausenden.

“Es war ein Sieg des des praktischen Verstandes über die akademischen Verurteile”, kommentierte Erich von Däniken beispielsweise diese Flugversuche in seinem Buch “Zeichen für den Ewigkeit” (1997). In der Tat könnte man, mit etwas guten Willen, diese Nachbauten mit experimenteller Archäologie vergleichen. Mit dem kleinen aber sehr feinen Unterschied, dass kein Archäologe annimmt, dass einstmals solche Geräte tatsächlich am Himmel flogen.

Und doch versinnbildlichen diese Goldflieger sicherlich wie kaum ein anders “Symbol” die Idee der Prä-Astronautik und gleichzeitig den “Konflikt” mit der etablierten Wissenschaft und Archäologie.

YouTube-Video zum Thema von Fischinger-Online

YouTube-Video vom 26. Nov. 2014 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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“50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”: Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort aktualisiert kostenlos erhältlich

"50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab": Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort kostenlos erhältlich (Bilder Archiv / PixaBay)
“50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”: Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort kostenlos erhältlich (Bilder Archiv / PixaBay)

Im Sommer 1947 soll nahe dem Ort Roswell in New Mexiko in den USA ein UFO abgestürzt sein. Samt außerirdischen Piloten, woraufhin Militär, Geheimdienste und Regierung der USA diesen unlängst weltberühmten UFO-Absturz von Roswell vertuscht haben sollen. Bis heute ein UFO-Fall, der in der UFO-Forschung und unter Interessierten immer wieder für neue Meldungen und Diskussionen sorgt. Viele vermuten hier bis heute ein große Verschwörung, zu der unzählige Bücher bereits erschienen. Eines davon war 1997 das Buch “50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab” von Uli Thieme. Eine Veröffentlichung, die in einer kleinen Auflage im Eigenverlag publiziert wurde, und damit eher einem kleinen Kreis von Lesern zugänglich war. Jetzt hat Thieme sein Buch überarbeitet und aktualisiert und bietet es jedem kostenlos im Internet an. Eine erweiterte Ausgabe soll in Buchform folgen. Hier erfahrt Ihr alle Einzelheiten über diese wenig bekannte Publikation, den Inhalt und die Hintergründe.


Der UFO-Absturz von Roswell 1947

Dass 1947 in Roswell ein UFO abgestürzt sein soll, ist heute – über 70 Jahre danach – längst auch außerhalb der UFO-Forschung und UFO-Gemeinde bekannt. Grund sind unzählige TV-Dokumentationen sowie entsprechende Sendungen und Berichte zum Thema am Fernsehen. Längst muss niemand mehr die einschlägige UFO-Literatur dazu lesen, um etwas über den Roswell-UFO-Fall zu erfahren.

In wenigen Sätzen lässt sich das sieben Jahrzehnte zurückliegende Thema nicht zusammenfassen. Es erschienen dazu im Laufe der Jahre zu viele Neuigkeiten, Enthüllungen, Vermutungen, Verschwörungstheorien, Falten und Aussagen in zahllosen Veröffentlichungen. Vereinfacht gesagt soll sich im Sommer 1947 in der Wüste von New Mexiko folgendes zugetragen haben:

Ein Farmer fand auf seinem Land seltsame Trümmerstücke von einem Absturz. Nachdem er dies meldetet gab das Militär in einer Pressemitteilung bekannt, dass man die Reste eines abgestürzten UFOs geboren haben. Eine Meldung, die im Radio und in Zeitungen verbreitet wurde, bevor die US-Army sie zurückziehen konnte. Später wurde erklärt, dass alles ein voreiliger Irrtum war, und in Wahrheit die abgestürzten Teile bei Roswell von einem Wetterballon stammten.

Während die Geschichte vom UFO-Absturz von Roswell in den folgenden Jahrzehnten ihren Lauf nahm, kamen immer neue Details hinzu. Vor allem durch immer mehr Augenzeugen und Aussagen von direkt oder indirekt beteiligten Personen. Zahlreiche Bücher erschienen, und vor allen in den 1990ger Jahren wurde das Thema intensiver als jemals zuvor diskutiert und publiziert. Ein Boom-Jahrzehnt rund um UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und entsprechender Literatur.

Aufgrund des öffentliches Drucks mit der Forderung nach Aufklärung und einem Ende der Geheimhaltung veröffentlichte 1994 die US-Air Force einen ersten Untersuchungsbericht zum Roswell-Fall. Dieser erschien aktualisiert 1995 unter dem Titel “The Roswell Report”, dem 1997 der Bericht “The Roswell Report – Case Closed” folgte. Damit war für die US-Regierung das Thema abgeschlossen: 1947 sei das Geheimprojekt MOGUL nahe Roswell abgestützt.

Eine Technik mit einem Ballon, mit der Atomtests der UdSSR in der Atmosphäre aufgespürt werden sollten.

Mythos Roswell und das UFO

Bis heute ist die offizielle Aussage der USA, dass hier kein UFO sondern nur ein geheimes Militärprojekt abstürzte, in UFO-Kreisen umstritten. Oder sie wird komplett als Desinformation abgelehnt. Das Thema bleibt weiterhin durchaus aktuell. Zumal im Laufe der Jahre immer wieder das ein oder andere rund um die Fall neu oder angeblich neu entdeckt wurde. Man denke hier an die “Roswell-Dias”, wie im Video HIER und den Beiträgen HIER und HIER diskutiert. Oder auch an den legendären Santilli-Film mit der “Autopsie eines Roswell-Aliens”, wie im Video HIER erst im Juli 2019 berichtet.

Nach Ansicht vieler Kritiker vor allem deshalb, da man diesen Mythos absichtlich am Leben halten will. Aus verschiedenen Gründen, wie sie meinen, wobei meist angeführt wird, dass man damit angeblich viel Geld verdienen kann. Eben durch den Verkauf von Büchern …

Im boomenden “UFO-Jahrzehnt” der 1990ger Jahre rissen sich Verlage um Bücher, die irgendwie mit UFO, Prä-Astronautik, Mysterien und Aliens zu tun haben. Die Leserschaft und das allgemeine Interesse war groß, worauf ich immer wieder verweise. Selbst die großen etablierten Verlage bzw. die sogenannten Publikumsverlage veröffentlichten ein entsprechendes Buch nach dem anderen. Oft und vor allem von neuen und unbekannten Autoren und teilweise mit den absurdesten Spekulationen, Behauptungen und Thesen.

Ein Boom wie damals ist heute in solchen Verlagshäusern undenkbar.

Worum sich Verlage und Leser vor zwei, drei Jahrzehnten aber überhaupt nicht rissen, waren kritische Veröffentlichungen zu solchen Themen. Solche Bücher oder Buchkonzepte blieben unveröffentlicht in den Schubladen der Autoren liegen und verstaubten. Und das betraf wohl auch den Autor Uli Thieme mit seinem sehr kritischen Roswell-Buch “50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”, worauf er es 1997 in Eigenherstellung drucken ließ. Moderne Verfahren, mit denen jeder ein Buch online drucken oder als eBook veröffentlichen kann, gab es damals so gut wie nicht.

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Kritiker des Kritikers Thieme sahen in dem Umstand, dass kein “seriöser Verlag” sein Buch veröffentlichte einen Beleg, dass der Inhalt damit wohl “nichts taugt”. Skeptische Bücher waren jedoch zu dieser Zeit für die Verlage ein zu hohes finanzielles Risiko.

Roswell-UFO: längst geklärt?

Der Autor Thieme hat seiner einstigen Arbeit nun einem Update unterzogen, wie die “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP) meldet. Die seit 1972 bestehende UFO-Forschungsorganisation schreibt dazu auf ihrer Webseite:

Im August 1997 veröffentlichte Uli Thieme zum 50. Jubiläum des sogenannten Roswell-Zwischenfalls im Sommer 1947 eine umfangreiche Dokumentation unter dem Titel ’50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab’. Nachdem die im Selbstverlag herausgegebene Auflage zuletzt 1999 gedruckt wurde, hat der Autor nun, 20 Jahre später, endlich eine erweiterte Ausgabe zur Veröffentlichung im Internet freigegeben.

(…) Dem Autor war es ein besonderes Anliegen sein Dokumentation nunmehr der breiten Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen.

Thieme habe deshalb eine “überarbeitete Fassung unter dem neuen Titel ‘Roswell, Sommer 1947 – Ein UFO-Mythos stürzt ab'” verfasst, die bei der GEP HIER als PDF kostenfrei heruntergeladen werden kann. “Eine gedruckte und erweiterte Fassung” des Buches wird, so die GEP weiter, in Kürze “als GEP-Sonderheft mit zusätzlichem Material” erscheinen.

Das Fazit nach den Untersuchungen und Recherchen von Uli Thieme hat sich dabei seit 1997 im Prinzip nicht geändert. Thieme schreibt in der jetzt veröffentlichten Version unter anderem:

Ein damals geheimer MOGUL-Ballonzug stürzt in der Einöde von New Mexico ab. Ein Rancher, der von Bekannten dazu animiert wird, daß er vielleicht eine „Fliegende Scheibe“ gefunden hätte, meldet den Fund dem Sheriff von Roswell. Noch bevor klar ist, um welche Trümmer es sich handelt, ruft ein übereifriger Pressesprecher voreilig die Medien an und meldet eine Sensation, die aber keine ist.

Wer trotzdem weiterhin daran glauben will, daß im Sommer 1947 zwischen Corona und Roswell ein außerirdisches Raumschiff samt Aliens abgestürzt ist, der kann dies natürlich gerne tun! Er sollte sich aber dessen bewußt sein, daß dieser Glaube mit der Realität nichts zu tun hat.

Auch der Autor fand es schade, daß seine Begeisterung für den Roswell-Zwischenfall Schritt für Schritt verloren ging, je mehr er die Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfte.

Ob das Thema des UFOs von Roswell damit zu den UFO-Akten gelegt wird, ist mehr als fraglich.  Denn schon damals – 1997 – wurde auch die kritische Veröffentlichung von Thieme in UFO-Kreisen wiederum selber kritisiert.

Inhaltsverzeichnis des Buches

Vorwort
Anmerkung

Der Anfang

  • Wie alles begann
  • Wann wurden die Trümmerteile gefunden?
  • Wer hat die Trümmerteile gefunden?
  • Wann meldete Mack Brazel den “Untertassen-Fund”?
  • Hat Mack Brazel die Trümmer mitgebracht ?
  • Die Presseerklärung der Militärs

Der Absturz

  • Gab es ein “Mysteriöses Objekt” am Himmel?
  • Gab es noch andere Absturzstellen?
  • Gab es außerirdische Leichen?
  • Das Trümmerfeld

Die Trümmer

Projekt MOGUL

  • Was war Projekt MOGUL?
  • Was hat MOGUL mit Roswell zu tun?
  • Vergleich der Roswell-Trümmer mit MOGUL
  • UFO oder Müll ?

Gerüchte

  • Geheimer Hangar?
  • Die Archäologen
  • Gab es ein Cover Up?
  • Repressalien oder Schwur ?Hausdurchsuchungen ?

Dokumente von 1947
Firsthand Zeugen
Firsthand Zeugen Projekt MOGUL
Scharlatane
Secondhand Zeugen

Update

  • Der Santilli-Alien-Hoax
  • Santilli-Alien: Absturzort Box Canyon ist ein Flop
  • Stammt die Stealth Technik vom Roswell UFO?

Schlußwort
Alien Invasion in und um Roswell
Literaturverzeichnis
Kontaktadressen

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken im Interview zu Gott, Jesus und die Bibel: “Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!”

Erich von Däniken im Interview: "Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!" (Bilder PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken/sagenhaftezeiten.com)
Erich von Däniken im Interview: “Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!” (Bilder PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken/sagenhaftezeiten.com)

Seit nunmehr einem halben Jahrhundert schreibt Erich von Däniken Bücher, gibt Interviews, hält Vorträge und ist in TV-Sendungen und -Dokus zu sehen. Zählen kann diese längst niemand mehr. Auch nicht seine Interviews der letzten 50 Jahre, die in Zeitungen, Magazinen, Fernsehen oder bei YouTube erschienen sind. Viele der darin enthalten Aussagen und Meinungen von Erich von Däniken kennen seine Leser, Fans und auch Kritiker. Entweder aus anderen Interviews, oder, da sie seine Bücher gelesen haben. Obwohl viele Interviews mit von Däniken meist recht kurz und allgemein sind, gibt es Ausnahmen. So ein Interview vom November 2013, in dem er sich zum Teil recht umfangreich und klar äußerte. Vor allem auch zum Thema Religion(en), Jesus Christus und Katholische Kirche. “Alles Mist”, so von Däniken. Warum er das so sieht, und was die „Erbsünde“ damit zu tun hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


Erich von Däniken

Erich von Däniken ist seit nunmehr 50 Jahren aktiv auf der Suche nach den Spuren der Astronautengötter. Über 40 Bücher erschienen bereits von ihm, Tausende Vorträge hat er in er in aller Welt gehalten und nicht mehr zu zählende Interviews gab er bereits. Auch auf Fischinger-Online sind diese immer wieder Thema. Zu Recht bezeichnet man von Däniken deshalb als Urgestein und auch Vater der Prä-Astronautik (s. a. HIER).

In den unzähligen Interviews mit von Däniken der letzten Jahrzehnte finden seine Fans und vor allem emsigen Leser immer wieder bekannte Aussagen. Bekannt aus seinen Büchern, Vorträgen und TV-Dokumentationen sowie aus der Doku-Serie „Ancient Aliens“ aus den USA. Auch wenn die meisten Interviews mit dem „Götter-Jäger“ meistens sehr kurz ausfallen.

Doch in einem durch Zufall gefundenen Interview vom November 2013 äußerte sich von Däniken zum Teil sehr umfangreich zu verschiedenen Themen. Vor allem auch zum Thema Religion, Jesus Christus und Katholische Kirche und ihre Lehren.

In dem Interview mit Jakob Buhre spricht von Däniken anfangs vor allem über seine Ansichten bzw. dem ewigen Streit zwischen diesen und der etablierten Wissenschaft. Ebenso über die unterschiedliche Art und Weise, wie in Europa im Vergleich zu anderen Teilen der Welt (etwa Südamerika oder den USA) seinen Ideen und der Prä-Astronautik begegnet wird. Zum Beispiel im „akademischen Betrieb“, wie es Buhne im Interview formuliert.

Interessante Aussagen und Erklärungen, die viele thematisch Interessierte kennen dürften. Auch von entsprechenden Beiträgen und Artikeln hier bei Fischinger-Online.

“Grauenhaftes Heidentum”

Spannend wird es in der zweiten Hälfte des Interviews, da sich hier von Däniken ungewohnt scharf und konkret zum Thema Kirche, Jesus Christus und die Lehren des Neuen Testamentes bzw. des Vatikan äußert. „Also, ich habe meinen christlichen Glauben längst verloren“, so von Däniken. Er sei durchaus gläubig an einen „Geist der Schöpfung“ hinter allem, was er in zahlreichen anderen Interviews bereits betonte, doch er möchte mit Religion „möglichst nichts“ zu tun haben. „Ich halte nichts davon“, so der Prä-Astronautiker.

Da verwundert es natürlich nicht, dass auch Kirchenbesuche für von Däniken nur hin und wieder eine gesellschaftliche Verpflichtung sind. „Ich gehe nur, wenn ich muss, bei einer Hochzeit oder einer Beerdigung“, womit von Däniken mit Sicherheit nicht allein ist. Denn, wie in diesem Beitrag HIER detailliert ausgeführt, besteht die katholische Kirche so oder so aus unzähligen Karteileichen. Menschen, die auf dem Papier Christen sind, und plötzlich zu Weihnachten in die Kirchen strömen – „da sich das so gehört“ …

Für Erich von Däniken kommen auch weihnachtliche Kirchgänge nicht in Frage:

Wenn ich christliche Weihnachtslieder höre, dann frage ich mich immer: ‚Wie können Menschen so einen Mist singen und so einen Mist glauben?‘“

Der Niedergang, wenn man es so bezeichnen möchte, der Katholischen Kirche in den Industrienationen belegt, dass von Dänikens Ansicht mehr und mehr Menschen teilen. Weiter sagt er dazu ungewohnt scharf für ein Interview:

Nach christlichem Denken soll Jesus gekommen sein, um uns Menschen zu erlösen. Aber von was zu erlösen? Von einer sogenannten Erbsünde. Was soll denn das sein?

Da gab es mal nach christlichem Denken etwas, das nennt man Gott. in seiner unendlichen Güte zwei Menschen geschaffen: Adam und Eva. Er hat sie in ein angebliches Paradies gesetzt, hat ihnen gesagt: ‚Ihr dürft alles machen, nur von diesem Apfel essen, dürft ihr nicht.‘ Prompt machen sie, was er in seiner Zeitlosigkeit sowieso vorher weiß. Jetzt ist er aber tödlich beleidigt, obschon er das auch selber inszeniert hat, jagt die beiden Stammeltern aus dem Paradies und belastet die ganze Nachkommenschaft, die nichts dafür kann, mit einer sogenannten Sünde.

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Nach Jahrtausenden schickt der allmächtige Gott dann seinen eigenen Sohn. Der wird Fleisch. Und was machen diese Trottel auf der Erde? Sie verstehen nicht, was er sagt, sie foltern ihn, sie töten ihn, sie nageln ihn ans Kreuz. Und jetzt ist Gott versöhnt.

Das ist der Grundgedanke: Das Opfer des Unschuldigen für die Sünden der Schuldigen – das ist ein grauenhaftes Heidentum. Wie kann man so einen Schmarren… an Weihnachten singen wir das: ‚Himmlische Heere, jauchzen dir Ehre…‘

Das ist nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann.“

Welche “Erbsünde”?

Kein Wunder, dass Erich von Däniken als bekannte und öffentliche Person aufgrund solcher Überzeugungen von tief religiösen Menschen wortwörtlich verteufelt wird (mehr dazu z.B. HIER & HIER). Immerhin gilt die angebliche „Erbsünde“ als ein Grunddogma der Katholischen Kirche. Dass die „Erbsünde“ aber frei erfunden ist, so nicht in der Legende von Adam und Eva und dem „Sündenfall“ vorkommt, habe ich an dieser Stelle bereits sehr detailliert aufgezeigt.

Erst der berühmte Kirchenvater Augustinus von Hippo (354 – 430 nach Christus) formulierte das Dogma der vererblichen Sünde. Die eigentliche Lehre von einer „Erbsünde“ wurde wiederum erst auf 5. Sitzung des Konzils von Trient (1545 – 1563) im Jahr 1546 zu einem amtlichen Glaubensgrundsatz der Kirche

Die Interpretationen von Augustinus gingen auch noch von einer falsch übersetzten Bibeltextstelle im Paulusbrief an die Römer aus (Röm. 5,12-21). Die hebräische Überlieferung des „Sündenfalls“ kennt weder Worte wie „Sünde“ oder „Sündhaftigkeit“ noch den „Sündenfall“ an sich.

Prof. Robin Lane Fox, ein herausragender Experte für die Schriften der Bibel, dessen geschichtliche Arbeiten mehrfach preisgekrönt wurden, beschreibt diese Tatsache in seinem Buch „Im Anfang war das Wort (1995) sehr deutlich. Auf Seite 30 heißt es bei Prof. Fox unter anderem dazu:

Augustinus’ Interpretation basierte auf einem Text, der fälschlicherweise lautet: ,Der Tod gelangte zu allen Menschen wegen Adam, durch den alle sündigten.’ Die Erbsünde wurde also in die Genesis hinein gelesen und dann infolge eines Übersetzungsfehlers mit dem Paulusbrief in Zusammenhang gebracht.“

Eine Kirche ohne Wert(e)?

Erich von Däniken lehnt die von der christlichen Kirche vermittelten Werte natürlich nicht rund weg ab. Immerhin seien durchaus „auch gute Werte dabei“, wie er es in dem Interview unterstreicht. Allerdings:

Aber der Glaube dahinter, der liebe Gott habe seinen Sohn geschickt, wir haben ihn abgeschlachtet, um uns zu erlösen: Das ist ein absolutes Heidentum. Das ist ein grauenhafter Gedanke.“

Solche Werte, etwa die klassischen Zehn Gebote der Alten Testament, „funktionieren auch ohne Jesus“, so von Däniken ganz richtig. „Seit Jahrtausenden haben wir Krach und Streit, vorwiegend auch um Religionen“, erzählt von Däniken weiter, „die hauen sich aus religiöser Rechthaberei und Rassismus gegenseitig die Schädel voll“. Deshalb ist er überzeugt, dass der Kontakt mit Außerirdischen oder sogar deren physische Ankunft zu einem neuen Denken der Menschheit als Ganzes führen würde.

Eine Ansicht, die ich seit nunmehr 30 Jahren ebenso teile. Wobei hinzugefügt werden muss, dass anfänglich fraglos ein Chaos in diesem „Denken“ herrschen wird. Auch und vor allem unter religiösen Menschen, gleich welcher Sekte, Religion oder Glaubensrichtung. Viele werden daraufhin Religionen plötzlich auch als „Unsinn“ betrachten. Sofern sie es nicht bereits heute tun, wie es vor allem bei naturwissenschaftlich interessierten und gebildeten Menschen zu sehen ist.

Und wegen dem Unsinn haben sich unsere Väter die Schädel eingeschlagen, Kriege geführt mit Millionen von Toten. Das ist bekloppt.“

Untergang der Religionen

So Erich von Däniken. Natürlich kann auch der Prä-Astronautiker nicht in die Köpfe der Menschen und ganzen Menschheit sehen. Fraglos gibt es in jeder Religion „seichte“ und „harte“ Gläubige. Zumindest unter jene Personen, die von sich selber sagen, dass die angeblich gläubig sind. Diese könnten sich mutmaßlich „anpassen“, wenn sie erkennen, dass religiöse Dogmen und Texte ihnen nur etwas vorgegaukelt haben.

Wobei von Däniken Themen wie Prä-Astronautik und Außerirdische im Islam eher als sinnlos ansieht:

Mit denen kannst du ja nicht reden. Über unsere Bibel kannst du debattieren, da kannst du streiten. Im arabischen Raum kannst du über den Koran oder Mohammed nicht streiten. Das ist sinnlos, komplett intolerant.“

Da niemand in die Zunft sehen kann, wird sich zeigen, wie die Menschheit als Ganzes und einzelne Gruppen, Religions-Strömungen und Personen reagieren werden. Es ist dennoch offensichtlich, dass „die“ Gesellschaft mehr und mehr kirchlichen Dogmen rund um die Bibel oder Jesus nicht mehr folgen kann oder will. Die deutlichen Worte und berechtigten Kritiken von Erich von Däniken in diesem nunmehr sechs Jahre alten Interview unterstreichen das.

Vielleicht ein willkommener Anlass selber einmal genauer diverse Lehren und Dogmen zu hinterfragen und in den biblischen Texten nachzulesen …

Interview von Fischinger-Online mit Erich von Däniken

YouTube-Video vom 21. November 2015 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Soziologe Prof. Didier Fassin: “Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten” und deren Kritik sollte man auch ernst nehmen

Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin: "Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten" (Bilder: PixaBay & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin: “Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten” (Bilder: PixaBay & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungstheorien haben – gefühlt – seit Jahren Hochkonjunktur. Gleichgültig von welcher Art sie sind und welche Aussagen sie im Einzelnen beinhalten. Im “Schlepptau” der offenbar wachsenden Beliebtheit von Verschwörungstheorien und Verschwöungstheoretikern haben aber auch jene Menschen Konjunktur, die sich mehr oder weniger wissenschaftlich damit befassen. Soziologen, Psychologen und Wissenschaftler aller Art äußern sich vermehrt zu diesem Thema. So auch kürzlich der Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin vom “Institute for Advanced Studies” in einem Interview. Doch dieses Interview sticht aus dem wohl bekannten Schema entsprechen Interviews und Berichte heraus. Warum erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Verschwörungstheorien für Jedermann

Heute kann wohl selbst der normale Medienkonsument ohne irgendeine Affinität zu Verschwörungstheorien nicht mehr leugnen, dass genau diese seit Jahren boomen. Regelrecht explodieren. Das Thema ist unlängst in der “bürgerlichen Mitte” angekommen.

Hauptgrund, der hierfür so gut wie immer angeführt wird, ist das Internet und die vernetzte Welt. Zurecht, da heute jeder und überall Zugang zu mehr Informationen hat, als es jemals zuvor in der Geschichte der Fall gewesen ist. Noch dazu ist man in Echtzeit live bei diversen großen und kleinen Ereignissen dabei. Und schaut mal auf die Internet-Gemeinde, dauert es höchstens wenige Stunden, bis online zu diesem oder jenem Ereignis eine Verschwörungstheorie ausgesprochen wird.

Hier ist der Übergang von ersten Zweifeln oder Fragen zum jeweiligen Ereignis bis zu einer “echten” Verschwörungstheorie nicht selten fließen. Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass vor allem Kritiker und Skeptiker sehr schnell zur Stelle sind jemanden als “Verschwörungstheoretiker” hinzustellen, wenn diese Person nur das eine oder andere hinterfragt. “Verschwörungstheoretiker” ist längst ein Kampfbegriff geworden, mit dem man sehr leicht jemanden diffamieren oder als unseriös abstempeln kann.

Auch wenn es unzählige bizarre, verrückte und absurden Verschwörungstheorien gibt, sind solche “Hinterfrager” eben nicht sofort allesamt Verschwörungsspinner!

In den letzten Jahren haben immer mehr Personen aus der sogenannten “etablierten Wissenschaft” Interviews zum Thema Verschwörungstheorien gegeben. Viele veröffentlichen Statements, Artikel oder Bücher und Laien organisieren sich gegen die Flut an solchen Thesen. Gegen entsprechende Verschwörungstheorien zu sein lohnt sich heute mehr denn je. Ein Blick auf dem Buchmarkt zeigt das sehr deutlich.

Verschwörungstheorien: Was ist Wahrheit?

Dabei kann (sollte) man von diesen Verschwörungstheorien lernen. Nicht nur, da sie auch Kern-Wahrheiten beinhalten können, sondern auch deshalb, da man deren Kritik ernst nehmen sollte.

Davon zumindest ist Prof. Didie Fassin in einem Interview vom 2. November 2019 überzeugt. Der Soziologe und Kulturanthropologe sieht wie viele andere auch den scheinbaren Boom solcher Theorien in der vernetzten Welt. Die Informationsflut sei der Grund, so Fassin:

Je mehr wir wissen, desto deutlicher wird, wie viel wir nicht verstehen. Die Stärke von Verschwörungstheorien liegt darin, dass sie diese Unsicherheit beseitigen, indem sie alles bis ins kleinste Detail erklären.

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Ob die letzte Aussage aber so richtig ist, ist fraglich.

Immerhin sind einzelne Verschwörungstheorien sehr oft ein gewaltiges und komplexes Konstrukt, das in unzählige Themenbereiche hineinreicht. Nicht selten sind dann auch noch solche Verschwörungs-Konstrukte mit anderen Verschwörungstheorien verwoben und verzahnt. Hinzu kommt die Tatsache, dass diverse Vertreter der ein oder anderen Verschwörungstheorie diese ganz individuell ausbauen, erweitern, revidieren oder mit weiteren Ideen kombinieren. Was dann wieder andere abändern oder erneut erweitern.

So kommt es, dass Verschwörungstheorien auch so etwas wie ein lebender Organismus sind. Sie unterliegen einer Evolution von Anpassung und Selektion. Die Stärkste überlebt auch hier. Deshalb kann man kaum annehmen, dass sie Unsicherheiten beseitigen und “alles bis ins kleinste Detail erklären”. Vielmehr verunsichern sie durch ihren Wandel und ihre Komplexität sicher viele Menschen.

Die “tiefe Wahrheit” dahinter

Prof. Fassin vertritt also im Grundsatz dieselbe Meinung zahlloser anderer Kritiker in seinem Interview. Jedoch mit dem Unterschied, dass er solchen Theorien auch etwas “Gutes” abgewinnen kann. Denn seiner Meinung nach “können sie eine tiefere Wahrheit enthalten”.

Ebenso sieht er Verschwörungstheorien auch als Kritik an dem Establishment:

Regierungen, Wissenschaftler und etablierte Medien galten lange als diejenigen, die verbindlich sagen, was in der Welt los ist. Nun werden sie nicht zuletzt durch Verschwörungstheorien stark angefochten. Ich will sie gewiss nicht verteidigen oder ihre oft diskriminatorische Dimension unterschlagen, aber es könnte gesund sein, die ihnen zugrunde liegende Kritik ernst zu nehmen, statt sie einfach in Gänze abzutun.”

Ein Blick in die üblichen Mainstreammedien zeigt, dass man dort weit davon entfernt ist, aus dieser Richtung kommende Kritiken ernstzunehmen. Vielmehr ignoriert man sie oder zieht sie ins Lächerliche. Bestes Beispiel ist natürlich aus dem Bereich Mystery Files und Grenzwissenschaft die UFO-Thematik. Bei der Vielzahl an einzelnen Verschwörungstheorien und ihren jeweiligen “Splitter-Theorien” wüssten die etablierten Medien aber nicht mal, wo sie anfangen sollen.

Der Klassiker der angeblich nicht stattgefundenen Mondladungen der USA ist so ziemlich das einzige  Thema, dass regelmäßig im Mainstream thematisiert wird. Verstärkt kam in den letzten Jahren aber auch das Thema Klimawandel hinzu.

Didie Fassin dazu weiter:

Wenn Verschwörungstheorien uns dazu bringen, hergebrachte Autoritäten zu hinterfragen, könnten sie zu einer Vertiefung von Demokratie beitragen. Zudem könnten sie unser Denken über die Welt bereichern, indem sie zu stark vereinfachende Ansichten über Wahrheit und Falschheit in Zweifel ziehen.”

Eine sicher mehr als optimistische Hoffnung. Sicher werden gerade in diversen Verschwörungstheorien “hergebrachte Autoritäten” hinterfragt, doch ob dies “zu einer Vertiefung von Demokratie” beiträgt, ist eher fraglich.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt?

Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)
Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)

Dass die Katholische Kirche von vielen Seiten Kritik erfährt und auch angegriffen wird, ist seit vielen Jahren verstärkt zu sehen. Diese Angriffe und Kritiken kommen von vielen unterschiedlichen Seiten. Auch aus den eigenen Reihen der Gläubigen bzw. der Christen. Derzeit betrifft dies auch die aktuelle “Amazonas-Synode” im Vatikan, über die in medial meist nur zu Themen wie “Erneuerung der Kirche” usw. berichtet wird. Anders auf katholischen und christlichen Medienseiten und unter Gläubigen, die in diesem Zusammenhang von einem regelrechten Skandal sprechen. Grund sind zwei nackte Figuren von schwangeren Frauen aus Südamerika während der Synode, die im Vatikan geradezu angebetet und verehrt wurden. Von Schamanen und der Kirche selber. Für viele Gläubige hielt hier Heidentum, Götzendienst, Teufelszeug und Hokuspokus Einzug in den Vatikan. Sogar von einer “Täuschung des Vatikan” selbst wird gesprochen, wie Ihr es in diesem Beitrag lesen könnt.


Streitfall Katholische Kirche

Die Katholische Kirche steht seit Jahren unter Druck. Unter enormen Druck. Nicht nur deshalb, dass ihr die Mitglieder und Gläubigen (oder solche, die sich dafür halten) in Scharen davonlaufen. Auch und vor allem Skandale, über die Medien weltweit immer wieder berichten, belasten den Vatikan und das Papsttum schwer.

In den Mainstreammedien fallen hierbei mehr als oft die Stichworte “Reformen”, “Erneuerung” oder “Modernisierung”. Offenbar die Hauptinteressenten der Allgemeinheit. Hinter den Kulissen sieht das aber häufig ganz anders aus. Und zwar bei christlichen und katholischen Internetseiten, Nachrichtendiensten, Medienseiten und News-Portalen, von denen es weltweit erstaunlich viele gibt. So sollte es allerdings auch nicht verwundern, dass hier Fragen rund um die Kirche weit mehr ins Detail gehen, als es in den üblichen Nachrichtensendungen der Fall ist.

Liest man auch auf diesen Nachrichtenseiten und vor allem in den dortigen Diskussionen, wird der Streit und Zwiespalt unter den Christen oder Gläubigen noch weit deutlicher, als es es durch den Mainstream den Anschein hat. Denn hier werden auch die kleinsten und geradezu winzigsten Details der katholischen Kirche und des Vatikan debattiert und auch kritisiert. “Antichrist” ist hierbei ein durchaus gängiges Schlagwort. Gemeint ist damit nicht selten der Papst selber! Er sei dieser “Antichrist”.

Andere sprechen davon, dass der Antichrist oder Satan Einzug in die Katholische Kirche genommen hat. Wieder andere lehnen den Vatikan oder auch das Papsttum sowie die Institution Kirche mit allen Facetten ganz ab. Auch (oder gerade?) wenn sie sich selber als Christen sehen. Von allen Seiten hagelt es Kritiken und Streitereien unter den Anhängern des Jesus Christus dort. Auch “Verschwörungstheorien” kursieren unter den Christen, was man sonst eher aus dem Bereich der Grenzwissenschaft, UFOs und Mystery kennt.

Und diese christlichen oder katholischen Verschwörungstheorien unter den Christus-Anhängern müssen sich keinesfalls hinter den üblichen Verschwörungen verstecken.

Die “Antichrist-Verschwörung”

Eine der verbreiteten Annahmen ist dabei die Ansicht, dass der Antichrist die Katholische Kirche übernommen oder manipuliert habe. Der Vatikan sei “abgefallen” und der viel beschworene Heilige Geist habe sich unlängst in Wohlgefallen aufgelöst. Auch von einer Verschwörung gegen die Kirche selbst wird viel diskutiert. Meistens mit dem Grundtenor, dass sich “Mächtige” gegen sie verschworen haben. Ihr Ziel sei deren Zerstörung und die Mainstreammedien würden durch ihre Berichterstattung hierbei blind mitspielen.

Macht, Gier, Geld und Intrigen haben die Kirche zerfressen, heißt es vielfach. Das Konstrukt Katholische Kirche sei längst nichts weiter als ein Unternehmen, das Milliarden Gelder scheffelt. Für “wahre Christen” und “Gläubige”, denn so bezeichnen sich ausnahmslos alle der Kritiker aus den eigenen Reihen, habe das dem Satan und Antichristen das Einfallstor geöffnet. Und immer wieder sehen sich diese Menschen in unzähligen Details, Handlungen und Aussagen der Kirche und ihrer Vertreter in ihren Annahmen bestätigt.

Es ist ein überaus leidenschaftlich geführter Streit, von dem die breite Öffentlichkeit direkt nichts mitbekommt. Außer dann, wenn es um die besagten “großen Themen” geht, zu dem sich dieser oder jener Kirchenvertreter in einem TV-Interview äußert.

Die “Antichrist-Verschwörung”, wenn man sie so nennen mag, findet für viele kritische Gläubige immer wieder ihre Bestätigung. Bei der riesigen und vor allem komplexen Institution Kirche eigentlich kein Wunder. Und vor genau diesen hier kompakt zusammengefassten Hintergründen muss man das sehen, was momentan für heftigen Streit unter den Katholiken sorgt.

Der Papst als Götzendiener

Auslöser des Streites war eine Zeremonie Anfang Oktober in den Gärten des Vatikan, bei denen ein “heidnisches Ritual” von Schamanen aus Südamerika zu Beginn der aktuellen Amazonas-Synode veranstaltet wurde. In Anwesenheit von Papst Franziskus und anderen hohen Würdenträgern der Kirche.

Hierbei haben Tänzer bzw. Schamanen zwei Figuren von nackten Frauen in den Mittelpunkt gestellt, die beide offensichtlich schwanger sind (s. Titelbild). Abgehalten wurde die Zeremonie von der “Globalen Katholischen Klimabewegung” und dem Pan-Amazonischen Kirchlichen Netzwerk REPAM. Auch der Franziskaner-Orden war mit verantwortlich, wie es die “Catholic News Agency” am 5. Oktober berichtete.

Weiter heißt es unter anderem:

Bei einer Veranstaltung in den vatikanischen Gärten am gestrigen Freitag wurden Beobachtern zufolge Darstellungen geschnitzter schwangerer Frauen beschworen, Tänze abgehalten und ein symbolischer Baum gepflanzt.

Eine Gruppe von Menschen, darunter offenbar einheimische Amazonas-Bewohner in ritueller Schamanen-Kleidung, Europäer in ziviler Kleidung sowie ein Franziskanerbruder, knieten und verbeugten sich im Kreis um Darstellungen von zwei halbnackten schwangeren Frauen und anderen Gegenständen in Anwesenheit des Papstes und Mitgliedern der Kurie, inmitten der Vatikanischen Gärten in Rom.

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Die Teilnehmer sangen und hielten Händchen, während sie im Kreis um die Bilder tanzten, in einem Tanz, der dem ‘pago a la tierra’ ähnelt, einem traditionellen ‘Opfertanz für Mutter Erde’, der in einigen Teilen Südamerikas unter indigenen Völkern üblich ist.

Auf einer Decke wurden anschließend Obst, Kerzen und geschnitzte Darstellungen platziert, vor denen sich der Kreis der Menschen verbeugte. Dann näherte sich eine Frau in Indianer-Kleidung dem Papst: Sie überreichte ihm einen schwarzen Ring.

Am Ende dieser “heidnischen Zeremonie” segnete Papst Franziskus offensichtlich eine dieser Figuren, als diese von Schamaninnen mit Rasseln zu ihm gebracht wurde, wie es auf Videos der Presse zu sehen ist. Als sei diese Götzenverherung noch nicht genug für viele Gläubige, wurden später diese Götzen feierlich während einer kleinen Prozession in den Vatikan bzw. Petersdom getragen.

Hokuspokus und Heidentum im Vatikan

“Hokuspokus in den Vatikanischen Gärten: Leichtgläubiger Franziskus spielt mit”, titelte beispielsweise Gloiria.tv direkt nach der Zeremonie. Weiter schreibt die christliche News-Seite entsetzt dazu:

Franziskus nahm am 4. Oktober an einem peinlichen heidnischen Ritual in den vatikanischen Gärten teil. Um die Gläubigen zu täuschen, wurde die Veranstaltung als “Weihe der Amazonas-Synode an den Heiligen Franziskus” bezeichnet.

Der Hokuspokus begann mit einem Tanz um eine Decke, die auf den Rasen gelegt wurde und ‘Mutter Erde’ symbolisierte. In der Mitte der Decke befanden sich Statuen zweier nackter Frauen und eines Mannes mit einer Erektion.

Eine Schamanin mit Federn im Haar erhob ihre Hände für eine Art ‘Anrufung’, während sich sechzehn Konzelebranten hinknieten und vor der Decke verneigten.

Franziskus saß in der Nähe, umgeben von Kardinälen, Bischöfen und normalen Menschen. Er schloss die Augen, als ob er ‘betete’. Schließlich schüttelte die Schamanin eine Rassel, ging zu Franziskus hinauf und veräppelte ihn, indem sie einige Zaubersprüche über seine Hände sprach.

Viele Katholiken sind darüber entsetzt und machen im Internet ihrem Ärger Luft. Ein User bei Gloria.tv kommentiert beispielsweise zum Papst und dem Ereignis, dass “der Typ vor nichts halt macht”. Er sei nichts weiter als ein “Betrüger” und “Götzendiener” und es sei ein “Skandal” und “Gotteslästerung”. Aussagen, die in dieser und ähnlicher Form auf unzähligen katholischen Seiten dieser Tage zu finden sind.

Andere Gläubige sehen das gelassener, auch wenn hier das Heidentum mit einer Muttergöttin oder der Göttin der Erde im Vatikan verehrt worden sein soll. Daran änderte auch nichts, dass die beiden Frauenfiguren als Mutter Maria und Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, interpretiert wurden. Zumal eine Pressekonferenz am 16. Oktober zur Amazonas-Synode den heidnischen Skandal um den Papst nicht besser machte.

“Heiden im Tempel”

Pater Giacomo Costa, ein Sprecher der Amazonas-Synode des Vatikan, erklärte in dieser Pressekonferenz, dass die nackte Holzfigur “nicht die Jungfrau Maria” sei. “Es ist eine indigene Frau, die das Leben repräsentiert”, hieß es gegenüber der “Catholic News Agency” am 16. Oktober. Sie sei auch “weder heidnisch noch heilig”. Andere Vertreter wollten sich gar nicht zu den Figuren äußern. Sicher um nicht noch Öl in das Feuer der aufgeregten Gläubigen zu geben.

Paolo Ruffini, Vatikanpräfekt des Dikasteriums für Kommunikation, wiederum gab an, dass Gläubige meinen hier “das Böse zu sehen, wo es kein Böses gibt”. Vieles in der Geschichte habe nun mal Spielraum für “viel Interpretationen”, so Ruffini weiter.

Faule Ausreden, denken einige. “Vatikan täuscht Unwissenheit über die Pachamama-Statue vor”, hieß es dazu beispielsweise. Und die Seite “Tradition und Glaube” spricht im Zusammenhang mit der feierlichen Überführung der Götzen in den Vatikan sogar von “Heiden im Tempel”. Einige erschrockene Christen scheuen auch nicht davor diesen Hokuspokus um die Götzen im Vatikan mit dem legendären Goldenen Kalb aus dem Buch Exodus zu vergleichen. Jene Götze, die das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten anfertigte und anbetete, als ihr Führer Moses 40 Tage und Nächte auf dem Berg war, um von Gott die Zehn Gebote zu empfangen.

Geendet hat dieser Abfall von Gott im 2. Buch Moses mit tausenden von Gott getöteten Ungläubigen, der Zerstörung der ersten Tafeln mit den Zehn Geboten und weiteren drakonischen Strafen des Herrn.

“Teufelszeug”: Im Christentum Alltag

Bisher fehlt eine eindeutige und klare Stellungnahme aus Rom, was es mit diesen Figuren auf sich hatte. Wenn es nicht die Mutter Gottes sein soll, dann doch wohl die “Mutter Erde” und damit ein heidnisches Bildnis. Ein Dämon, eine Götze, und damit fehl am Platz beim Papst und im Vatikan an sich.

Andere Gläubige beschwichtigen die zum Teil mit harten Worten geführte Diskussion im Netz. Sie verweisen zum Beispiel auf dem Umstand, dass sich Papst und Schamaninnen bekreuzigten. Also ein klares Zeichen und Bekenntnis für das Christentum? Auch das sehen wieder andere als Show des vatikanischen Antichristen. Allerdings ist den Meldungen und Berichten auch klar zu entnehmen, dass der Papst wohl selber von diesem teuflischen “Götzendienst” zur Eröffnung der Amazonas-Synode überrascht gewesen schien. Zumindest änderte er direkt das Protokoll. Statt seine vorbereitete Rede oder Erklärung vorzutragen betete er das Vaterunser.

Auch das ist für viele Schäfchen des Christentums nur eine Ausrede oder “Flucht nach vorne”.

Es ist erstaunlich, wie genau Christen oder angebliche Christen jedes Zucken im Vatikan beobachten und so oder so auslegen. Man möchte nicht in der Haut irgendeines hohen Vertreters der Kurier oder sogar des Papst strecken. Dennoch muss man klar unterstreichen, dass hier offensichtliche Symbole des angeblichen “Heidentums” der südamerikanischen Ureinwohner Einzug in den Vatikan gehalten haben! Auch wenn die Figuren ganz einfach als Symbol des Lebens angesehen werden können. Das scheint vielen Menschen aber schon zu viel zu sein.

Wohl aber nur in der westlichen Welt.

In Südamerika und vielen anderen Teilen der Welt ist es schlicht und einfach religiöser Alltag, dass dort das Christentum mit “heidnischen” Ansichten, Elementen und Ritualen vermischt existiert. Zum Beispiel in Peru mit spirituellen Weltanschauungen aus der Zeit der Inka. Oder in Mexiko mit religiösen Ansichten der Azteken oder Maya. Genaugenomen müssten all jene Christen, die aktuell Heidentum und Teufelszeug schreien, den bei weitem größten Teil der weltweit Christen verteufeln.

Sinngemäß könnte man auch sagen: Der Unterschied zwischen einer Sekte und einer “anerkannten Religion” besteht nur in der Anzahl ihrer Mitglieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini +++ Artikel +++

ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Überall auf der Welt suchen Menschen das versunkene Atlantis. Dabei reichen die Thesen zur Lokalisierung der mutmaßlichen Ur-Kultur von Südamerika über das Mittelmeer bis zum Himalaja und sogar in den Weltraum. Vor 50 Jahren kam eine weitere Überlegung zu Atlantis hinzu, als in der Karibik bei den Bahamas (Bimini) mutmaßlich künstliche Strukturen im Meer gefunden wurden, die von Atlantis oder einer Kolonie der Atlanter stammen sollen. Eine Entdeckung, die Jahre zuvor “prophezeit” wurde und der weitere Funde folgten. Für die Mehrheit der Geologen sind diese Gebilde auf dem Meeresboden natürlichen Ursprungs. Andere sehen hier Hinterlassenschaften von Menschenhand, deren Ursprung einige hundert bis Jahrtausende zurück liegen soll. Ein umstrittenes Thema, in dem sich Phantasie und Realität nur allzu oft zu mischen scheinen, wie Ihr es in diesem Artikel lesen könnt.


Atlantis in der Karibik

Rund um die Erde finden Archäologen, Abenteuer oder einfach ganz gewöhnliche Leute immer wieder Spuren aus längst vergessenen Tagen der Menschheit. Hinterlassenschaften unserer im Dunkeln der Vergangenheit verschwundenen Vorfahren. Es ist fast keine Region der Erde bekannt, in der nicht Hinweise auf die Entwicklung der Zivilisation zu finden sind. Und nicht wenige dieser Spuren auf frühe Gesellschaften und sogar Zivilisationen finden sich auch in den Gewässern der Weltmeere.

Ein Ort der Erde mit möglichen Spuren einer versunkenen Kultur ist bei all den interessanten Beispielen fast schon in Vergessenheit geraten: die heutigen Bahamas bzw. Bimini, das knapp über 80 Kilometer südöstlich von Miami im Atlantik liegt.

In der Grenzwissenschaft ist die Meeresregion um Bimini ein fester Begriff. Vor allem Autoren und Mystery-Jäger, die sich mit dem Thema Atlantis beschäftigen, kennen die Entdeckungen von Bimini praktisch auswendig. Aber auch jene Menschen, die vom so genannten Bermuda-Dreieck fasziniert sind, ist Bimini ein Begriff. Vor allem seit Charles Berlitz, Autor der Bestseller „Das Bermuda-Dreieck“ (1974) und „Spurlos“ (1977) , in seinen Büchern die Rätsel um die Bahamas weltweit bekannt machte.

Allein sein Weltbestseller „Das Bermuda-Dreieck“ verkaufte sich fast 15 Millionen mal in mehr als 20 Sprachen und führte auch in Deutschland die Bestsellerlisten an. Und obwohl es still um das „Bimin-Rätsel“ geworden ist, lohnt sich eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema. Was war also geschehen?

Atlantis: “Prophezeit” und gefunden?

Seit Jahrzehnten kursieren Gerüchte, das in den seichten Gewässern um die Bahamas in der Karibik künstliche Strukturen wie Tempel, Grundmauern von Gebäuden und Straßen verborgen liegen. Selbst Pyramiden sollen dort im Meer verborgen liegen, wie zum Beispiel HIER und HIER oder auch HIER berichtet. Sind all das Spuren einer versunkenen Kultur oder sogar Ur-Kultur?

Im Jahre 1968 nahmen diese Gerüchte erstmals konkrete Gestalt an. Jacques Mayol und andere entdeckten damals vor im Gebiet der Bahamas eine rechteckige Struktur auf dem Meeresgrund. Offensichtlich schien die Struktur von Menschen geschaffen worden zu sein, und so sorgte diese Entdeckung für Furore. Vor allem deshalb, da sie angeblich von einem “Seher” vorhergesagt worden sein soll.

In den USA lebte der Seher Edgar Cayce, der bis zu seinem Tode 1945 eine Vielzahl von „Prophezeiungen“ in einer Art Trance diktierte. Inhaltlich beziehen sich seine unzähligen Informationen vor allem auf das Thema Atlantis, Reinkarnation und Astrologie. In einer seiner so genannten „Readings“ in Trance am 2. Dezember 1933 sprach er davon, dass man Reste des sagenhaften Inselreichs Atlantis nahe Bimini im Meer finden wird. Sieben Jahre später wurde er konkreter, und gab an, dass 1968 oder 1969 die ersten Teile von Atlantis genau dort wieder entdeckt werden.

Und genau 1968 tauchten der mutmaßliche Tempel bzw. die Strukturen auf dem Meeresboden auf. Ein Zufall? Oder eine in Erfüllung gegangene Prophezeiung des  sogenannten „schlafenden Propheten“ Cayce?

Man muss hier aber kritisch bleiben. Denn wer waren die Entdecker eigentlich? Es waren zwei Piloten/Mitglieder der „Association for Research an Enlightenment Inc.“ (ARE). Die ARE wurde 1947 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Virginia Beach, USA –  und ist die Oberorganisation der „Edgar Cayce Zentren“, die sich in 25 Ländern der Erde finden. Damit steht diese Organisation dem „schlafenden Propheten“ Cayce natürlich sehr nahe. So mag man geneigt sein zu vermuten, dass genau deshalb die Entdeckung auf das vorhergesagte Jahr 1968 fiel. Also quasi um die Prophezeiung zu erfüllen.

Tauchausflüge zur “Bimini Straße”

Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass die Gewässer reich an interessanten Funden sind.

Manson Valentine war einer der Forscher der ersten Stunden. Der Meeresbiologe und Cayce-Anhänger entdeckte auf der großen Bahama-Bank eine Vielzahl von Plätzen auf dem Meeresgrund, an denen er (seiner Meinung nach) künstliche Konstruktionen identifizierte. Dreiecke, Rechtecke mit 100 Metern Kantenlänge, gerade Mauern und Gebilde und natürlich die berühmte „Straße von Bimini“ mit ihren rechteckigen großen Gesteinsblöcken.

Letztere wurde jedoch schon im Jahre 1957/59 durch den Unterwasserforscher Dimitri Rebikoff entdeckt. Er wurde von einheimischen Fischern auf die heute als „Bimini Straße“ bekannte Struktur aufmerksam gemacht, die sich in nur wenigen Metern Meerestiefe befindet. Erstaunlicherweise hat diese „Straße“ dabei bis heute eine Länge von rund 800 Metern.

Doch der Anfang war gemacht und die Neugier der Forscher und Taucher auf Bimini war geweckt.

So ist es nicht verwunderlich, dass in den Folgejahren die Entdeckungen vermeintlich menschlicher Spuren im Meer der Bahama-Bänke anstiegen. Auch Steinsäulen von 15 Metern Höhe, in dessen Umgebung seltsame „Zahnräder“ zutage gefördert wurden, machten die Runde. Das Hauptinteresse der zahlreichen Tauchexpeditionen galt jedoch bis auf den heutigen Tag den „Strassenpflastern“ im Schlick der Karibik.

Die in zwei Reihen angeordneten Wege bestehen aus Steinblöcken, die drei bis sogar sechs Meter Kantenlänge haben. Sie zeigen sich eben, glatt und sorgfältig wie von Menschenhand verlegt. Sie vermitteln jedem Taucher den deutlichen Eindruck, dass hier einstmals eine unbekannte und versunkene Kultur am Werk war. Denn heute ist die „Straße“ längst zu einem beliebten Ausflugsziel für Hobbytaucher geworden.

Nichts als versteinerter Strand?

Kritiker wenden bis heute ein, diese angeblichen Straßen seien nichts weiter als versteinerte Küstenlinien. Sie verweisen auf die Tatsache, dass an den heutigen Stränden der Inseln auf den Bahama-Bänken noch heute solche Formationen zu finden sind. Sie bestehen aus gepresstem und versteinertem Strandsand. Das ist Fakt, doch die am Strand trockenen Fußes zu sehenden Anordnungen sind wesentlich kleiner. Sie bestehen aus Blöcken, die um die einen Meter Kantenlänge haben. Verglichen mit jenen „Straßen“ auf dem Grund der See sind sie somit mehr als klein.

Doch unumstößliche Beweise, dass die „Bimini Straße“ von Menschen geschaffen wurde, fehlen weiterhin.

Die ersten Tauchexpeditionen, wie etwa jene durch Cayce-Anhänger Valentine zusammen mit dem legendären Apnoe-Taucher Jacques Mayol und Robert Angove, fanden aber auch „handliche“ Blöcke der „Bimini Road“. Doch auch wenn die Straßen natürlichen Ursprungs sind, geben andere Entdeckungen bis heute durchaus Rätsel auf. Beispielsweise kreisrunde Anordnungen von Steinen, die vor Andros im Meer liegen und gerne mit den steinzeitlichen Anlagen in England und Frankreich verglichen werden. Sollten auch sie natürlich entstanden sein?

Ganz besonders spannend wird es, wenn es um dort versunkene Pyramiden geht, die sogar mittels Sonar vermessen worden sein sollen. Darüber wurde aber bereits an anderen Stellen umfangreich berichtet.

Pyramiden im Meer?

Die erste Meldung von versunkenen Pyramiden ging im Jahr 1970 durch die Presse. Ein Ray Brown berichtete damals, dass er vor den Berry-Inseln eine Pyramide entdeckt habe, dessen Spitze nur 12 Meter unter dem Wasserspiegel liegt. Auch berichtete Brown von Ruinen, die von einem Sturm freigelegt wurden.

Sieben Jahre später nahmen die vermuteten Pyramiden im Meer Gestalt an (s. a. HIER). Auslöser war 1977 eine Fischfangexpedition eines Don Henry in den Gewässern der Cay Sal Bank, die exakt südlich der Florida Keys liegt. Also nahe der Bahamas.

Während die Expedition Echlotmessungen durchführte, zeichnete das Gerät in 200 Metern Tiefe eine klar erkennbare Pyramide auf. Das seltsame Objekt hat eine Höhe von rund 140 Metern und eine Kantenlänge von 150 Metern. Damit ist sie ohne weiteres mit der großen Pyramide von Gizeh zu vergleichen, die etwa 147 Meter hoch war und rund 120 Meter Kantenlänge besitzt. Mehrfach wurde die Stelle überfahren und immer zeigte das Sonar eindeutig eine sehr regelmäßige Erhebung in Form einer Pyramide auf dem Grund.

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Sollte es eine Laune der Natur sein, die zufällig auf dem sonst so ebenen Meeresboden liegt? Vielleicht ein Vulkankegel? Oder ist diese Entdeckung, die vor allem durch Charles Berlitz bekannt wurde, nur das, was wir heute Fake-News nennen? Man muss sich nämlich auch fragen, warum diese angebliche Pyramide nie wieder entdeckt und vor allem dokumentiert wurde. Zumal sie so dicht unter dem Meeresspiegel liegen soll.

Bimini verbirgt durchaus eine Flut an seltsamen Spuren. Einige Atlantis-Autoren sehen in all diese Entdeckungen Hinweise oder sogar Beweis für eine frühe Zivilisation. Vielleicht war Bimini vor 12.000 Jahren eine Art Kolonie der Kultur von Atlantis so argumentieren sie. Bekanntlich lagen bis zum Ende der Eiszeit nachweislich große Teile der Bahama-Bänke und der Umgebung trocken. Erst nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel und überflutete die heute Rätsel aufgebenden Strukturen. Um wie viel Meter sich der Meeresspiegel hob, ist aber unsicher. Meist spricht man von rund 100 bis 120 Metern.

Eine versunkene Kultur?

All das klärt nicht die Frage, ob es sich um künstliche Gebilde von Menschenhand handelt. Bis heute ist – erstaunlich genug! – für viele diese Frage nicht geklärt. Obwohl es seit 1971 zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch Taucher, Meeresbiologen, Archäologen und Geologen gab, die sich vor allem der „Straße von Bimini“ angenommen hatten. So wurde schon sehr früh von diesen Expeditionen erklärt, dass diese Struktur natürliche Gesteinsformationen sind. Eben versteinerter Strand, den man in der Geologie „Beachrock“, also „Strandstein“, nennt.

Unwidersprochen blieben diese natürlichen Erklärungen natürlich nicht. Verschiedene Autoren und Forscher bezweifelten, dass hier keine Menschen am Werk gewesen sind. Die „Straße“ oder der „Wall“ könnten vielleicht sogar die Reste eines Hafens sein, wie sie schon Rebikoff vor nunmehr 50 Jahren interpretierte.

Bei den zahlreichen Autoren, die sich schon früh mit den Rätseln der Karibik beschäftigt haben, ist vor allem auch Dr. David Zink zu nennen. Zink, der 1976 von der „International Explorer Society“ den Titel „Explorer of the Year“ bekam, legte dazu 1978 ein interessantes Buch vor. Darin berichtet er von seinen eigenen Forschungsexpeditionen in die karibische See und zu den Bimini-Funden, die er nicht als natürlich ansieht. Er ist der Überzeugung, dass die Mauern, Steinkreise, Straßen und Gebäudereste um Bimini künstlich sind und im Zusammenhang mit dem legendären Atlantis stehen müssen.

Zink führte detaillierte Forschungen unter Wasser durch und machte sich über Jahre hinweg auf immer neue Expeditionen. Bei seinen Untersuchungen bediente er sich auch angeblich hellsichtigen „Medien“, weshalb seine Ergebnisse von vielen Kritiker von vornherein als unglaubwürdig angesehen wurden und werden.

Zumindest erhoffte sich der Forscher von diesen „Sensitiven“, das sie mittels ihrer übersinnlichen Fähigkeiten mehr Informationen usw. über die Strukturen liefern. In der Tat, so zumindest Zink, lieferten diese Parapsychologen korrekte Informationen, die ihm bei seinen Forschungen vor Ort halfen.

Das alles hat die Diskussion nicht beendet. Auch wenn Zink und sein Team, zu dem teilweise auch einige andere Forscher der ersten Stunde angehörten, nach zehn Expeditionen angeblich bewiesen haben wollen, dass um Bimini eine versunkene Welt liegt. Zink schreibt beispielsweise von einem menschlichen Kopf aus Marmor, den er aus sechs Metern Tiefe bergen konnte. Auch dieser Fund ist leider kein Beweis, da er auch nur schwer als menschlicher Kopf zu erkennen ist.

“Strahlungen” von Atlantis?

David Zink war auch einer der ersten, die von „Strahlungen“ oder ähnlichem in den Gebiet berichteten. So etwa bei einer steinernen Säule auf dem Meeresgrund. Diese „Strahlungen“ waren auch von dem Seher Edgar Cayce beschrieben worden. Cayce erzählte diesbezüglich in seinen „Visionen“ von seltsamen Kristallen, die angeblich im Besitz der Bewohner von Atlantis waren. Diese „Kristalle“ wiederum seien eine Art Energiequelle gewesen, die den hohen Stand der atlantischen Zivilisation erst ermöglichte.

In Kreisen einiger Esoteriker und auch UFO-Autoren werden diese Ideen teilweise bis heute gerne übernommen. Auch die Spekulation kursiert, dass diese „Kristalle“ bis heute aktiv sind und für das Verschwinden von Mensch und Material im berüchtigten Bermuda-Dreieck verantwortlich sind. Man kann sich das etwa als hoch effizienten Generator vorstellen, der vom Meeresboden aus die Technik der Schiffe und Flugzeuge stört und sie so „verschwinden“ lässt.

Auch der Autor Pierre Carnac nahm sich bereits 1978 in einem Buch der Bimini-Funde an. Er behauptet in seinem Buch „Geschichte beginnt in Bimini“, dass die megalithischen Zeugnisse des frühen Europa ihren Ursprung in der Karibik haben. Nicht umgekehrt, wie von grenzwissenschaftlichen Autoren oder „alternativen Historikern“ vielfach vermute wird.

Diese gewaltigen Steinanlagen in Europa, die sich von Schottland bis Afrika und in den Nahen Osten erstrecken, wurden bereits sehr oft mit Atlantis (im Atlantik) in Verbindung gebracht. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass sich diese uralten Anlagen an den Küsten Europas konzentrieren und zum Teil 5.000 oder auch 8.000 Jahre alt sind (mehr HIER).

Carnac, dessen Name übrigens ein Pseudonym ist und von einer gewaltigen Steinanlage nahe dem Ort Carnac in der Bretagne abgeleitet wurde, behauptet, dass die Kunst mit diesen Megalithen in Europa zu hantieren aus dem Westen kam – aus der Karibik. Nachweislich finden sich auch im Nordosten Amerikas Steinsetzungen, so genannte Dolmen, die eigentlich als typisch für die Steinzeit Europas gelten. Die Frage nach einem Kontakt der beiden „Welten“ liegt daher durchaus nahe.

Dr. Zink wiederum greift in einem Buch auch das Thema Plejaden auf. Das 380 Lichtjahre entfernte Sternbild der Plejaden („Siebengestirn“) ist bei vielen Autoren etwas ganz besonderes. Sie sehen hier zum Beispiel die Heimat der außerirdischen Götter, die in der Vergangenheit vom Himmel kamen. Fraglos hat diese auffällige Sternkonstellation in der Mythologie unserer Vorfahren festen Bestand. Bis heute wird von UFO-Kontaktlern und ebenso von anderen Menschen behauptet, Aliens der Plejaden seien auf die Erde gekommen. Hier driften die meisten Autoren in wüste Spekulationen ab.

Bauten von chinesischen Seefahrern?

Die Bahamas wurden nach Altamerika-Forschern erst im 4. Jahrhundert nach Christus besiedelt. Folglich, so die Argumentation, können die Strukturen nicht Jahrtausende alt sein und von irgendeiner Ur-Kultur wie Atlantis stammen. Dies ist aber ein Zirkelschluss, da diese angeblich unbekannte versunkene Ur-Zivilisation eben unbekannt ist.

Der Autor und ehemaliger U-Boot-Kommandant der Royal Navy, Rowan Gavin Paton Menzies, sieht das Thema wiederum ganz anders. Er vermutet, dass diese Gebilde im Meer Spuren von Seefahrern aus China sind, die schon vor Kolumbus im Jahre 1421 dort waren. Der Kaiser Zhu Di (auch Yongle, 1360 bis 1424) habe diese Expedition befohlen und so entdeckten und kartographierten die chinesischen Seefahrer angeblich fast alle Teile der Welt.

Damit sind nach Ansicht Menzies die Bimini-Gebilde zwar künstlich, aber nur einige Jahrhunderte alt.

Die Seefahrer des Kaisers gab es unter dem Kommando des legendären Entdeckers Zheng Hes tatsächlich. Seine sogenannte „Schatzflotte“ befuhr weiterer Strecken der Ozeane und brachte beispielsweise aus Afrika Tiere mit nach China. Ob sie aber Amerika erreichte, ist ungewiss. Der Historiker Robert Finlay sah im „Journal of World History“ (Nr.2/2004) in dieser Idee eine reine Phantasie von Menzies. Zumal die Chinesen von Osten durch den Indischen Ozean an Afrika vorbei durch den Atlantik hätten segeln müssen, um die Karibik zu erreichen. Oder durch den gesamten Pazifik und dann entlang der Westküste Südamerikas, weiter an Feuerland vorbei (durch die 1520 entdeckte Magellanstraße) in den Atlantik und von dort in Richtung Norden bis Mittelamerika …

Ein endloser Streit …

Obwohl die Mehrzahl der Geologen schon lange überzeugt ist, dass hier in der Karibik keine versunkenen Bauten zu finden sind, reißt die Diskussion darüber nicht ab. Zum Beispiel 2005 als der Atlantis-Forscher Greg Little und der Unterwasser-Archäologe William M. Donato ihre Ergebnisse zu den Strukturen veröffentlichten. Sie verweisen in „Underwater Stone Formation at Bimini: Ancient Harbor Evidence“ darauf, dass frühere Forscher absichtlich irreführende Ergebnisse publiziert hätten.

Little und Donato bezogen in ihrer Arbeit auch jene Strukturen im Meer mit ein, die wahrscheinlich der Hurrikan „Wilma“ 2005 freilegte, und kommen so zu dem Schluss, dass diese von Menschen geschaffen wurden. Frühere Untersuchungen bezeichnen sie als „Bimini Hoax“ und werfen vor allem dem Archäologen Marshall McKusick und dem Geologen Eugene A. Shinn eine Falschdarstellung der Fakten vor. Denn vor allem Shinn war es, der schon in den 1970ger Jahren die These des versteinerten Strandes vertrat.

Wobei jedoch schon 1978 diese Erklärung der Steingebilde in der karibischen See von Shinn kritisiert wurde. Zum Beispiel von William R. Corliss in einem Beitrag in „Science Frontiers“ (Nr. 4 vom Juli 1978), wo er unter anderem zu der Erklärung schreibt:

Ein Geheimnis bleibt jedoch in diesem entlarvenden Artikel (von Shinn, Anm. LAF). Das ist die unbeantwortete Frage, wie die Bimini-Felsen 15 Fuß unter Wasser gelangten, wenn erhebliche Beweise darauf hindeuten, dass in den letzten 2.200 Jahren keine derartigen Veränderungen des Meeresspiegels stattgefunden haben.“

Diese frühe und „leichte Kritik“ ging eher unter. Zumal Corliss selber kein Geologe war, sondern Physiker. Vor allem aber war er Sachbuchautor von dutzenden Büchern, die sich vielfach auch mit der Welt des Paranormalen befassten.

All das ändert nichts an der Tatsache, dass das Bimini-Rätsel bis heute noch immer ungelöst ist. Zumindest für all jene, die die etablierten Deutungen ablehnen und in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Funde im dortigen Meer verweisen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut

Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man die faszinierende Inselwelt der Südsee mit ihren tausenden von Atollen und Inseln, denken viele Menschen an Sonne, Strände, wundervolles Meer und paradiesisches Leben. Die Welt Ozeaniens ist Projektionsfläche unzähliger Träume und Sehnsüchte. Und mitten in dieser endlosen Weite des Pazifik liegen die bekannten Fidschi-Inseln. Ein Paradies für viele Touristen, das aber eine sehr dunkle Vergangenheit hat. Zumindest nach einer Mythologie der Ureinwohner, in der überliefert wird, wie die Kunst des Bootsbau auf die Inseln kam. Ein Gott habe ihnen diese und andere Dinge gelehrt, bevor sich die Menschen gegen ihren Lehrmeister auflehnten und dieser letztlich die Sintflut kommen ließ! Eine phantastische Überlieferung mit erstaunlichen Parallelen zu anderen dieser Art, wie Ihr in diesem Artikel erfahren werdet.


Südseezauber und Sintflut

Unzählige Inseln und Atolle liegen im Pazifik verstreut. Große und zum Teil winzige Inseln, weshalb die Region im Südwesten des größten aller Ozeane auch „Ozeanien“ nennt. Ein riesiges Gebiet der Erde mit allein mehr als 7.500 (meist unbewohnten) Inseln, das rund 70 Millionen Quadratkilometer Fläche umfasst. Fast alles ist Meer, denn nur etwas über ein Siebzigstel davon ist tatsächlich auch Land.

Ein Region, wie geschaffen für Mythen und Mysterien aller Art. Man denke hier an die in der Grenzwissenschaft sehr bekannten „Cargo-Kulte“ der sogenannten Südsee. Zum Beispiel der Kult um den vermeintlichen Gott „John Frum“ aus dem mythischen Reich „USA“ auf der Insel Tanna, über den in diesem Blog-Artikel HIER sehr umfangreich berichtet wurde.

Rund 1.000 Kilometer östlich von Tanna mit dem seltsamen Kult liegt die Inselgruppe Fidschi. Ein Inselstaat mit 332 Inseln, der auch bei westlichen Touristen mit Fernweh und entsprechenden Geldbeutel beliebt ist, da von diesen nur 110 bewohnt sind. Was der Besucher zwischen Südseetraum, Palmen und Cocktails am Strand eher weniger erfahren dürfte, ist die unheimliche Vergangenheit des Inselparadieses. Hinterlassen in den Mythen der Ureinwohner des Inselstaates.

Ein Staat, der rund 3.500 Kilometer südöstlich der legendären und viel diskutierten Ruinenstätte Nan Madol liegt. Dem “Venedig der Südsee”, wie man diesen rätselhaften Ort auch nennt.

Auch die fidschianischen Bewohner überliefern Ereignisse aus der dunklen Vorzeit, die weltweit sehr ähnliche Parallelen hat. Denn auch hier gab es einen Streit mit himmlischen Mächten, der letztlich eine durch einen Gott geschickte Sintflut zur Folge hatte.

Der liebevolle Lehrmeister

Dort heißt es, dass einstmals eine friedliche Zeit herrschte und ein mächtiger Schlangengott über die Geschicke der Menschen wachte. „Auf dem Berge Kau-wandra steht der Tempel“ dieses Gottes mit Namen Dengei, heißt es in der Überlieferung. Alle Menschen hatte Respekt vor diesem Gott, und „sie lebten sehr einfach und bedürfnislos“. Jeder Stamm in seinem Gebiet und in Ehrfurcht vor dem Wohnsitz ihres Gottes:

In alten Zeiten fürchteten die Fidji-Leute den Ort und zollten ihm Verehrung, denn dort wohnte die Große Schlange, die von ihnen angebetet wurde.“

Eines Tages jedoch hatte die Gottheit „Mitleid mit ihnen“, da die Menschen nicht einmal Boote bauen konnten. Für Ozeanien, dessen Inseln durch Boote besiedelt wurden, und wo Wassergefährte aller Art Alltag sind, war das ein Unding!

Also suchte sich Dengei einen Stamm aus und lehrte ihnen den Bootsbau. Von weit her kamen fortan die Menschen, um diesem Stamm zu dienen und von ihnen zu lernen. Selbst Land auf dem Gottesberg bekamen sie von Dengei geschenkt, auf dem sie sich eine Stadt erbauten. Hin und wieder kam sogar der mächtige Gott persönlich dort vorbei, und es heißt über diese Besuche in der Mythologie:

Häufig erschien auch der Gott und unterhielt sich mit ihnen; er lehrte sie viele Dinge, so dass sie klüger wurden als die übrigen. Das war eine schöne Zeit; sie lebten in Frieden und Überfluss.“

Durch das Monopol über den Bootsbau und durch die „vielen Dinge“, die ihr Gott ihnen lehrte, wurde dieses Volk „im Laufe der Zeit stolz und hochmütig und gehorchten der Großen Schlange nicht“ mehr. Ihr Lehrmeister drückte aber ein Augen zu und „war nachsichtig, denn er hatte sie lieb“.

Vorerst, denn es kam, wie es kommen musste.

Aufstand gegen einen Gott

Der Schlangengott hatte in seinen Tempel auf dem Berg eine schwarze Taube als Gehilfen. Offenbar ebenfalls göttlichen Ursprungs denn sie wachte über ihren Herren und weckte ihn jeden Morgen. Schlief der Gott, wurde es Nacht. Drehte er sich um, gab es Erdbeben. Öffnete er wieder die Augen, brach der Morgen an. Dann hieß es auf Geheiß von Dengei für das Volk der Bootsbauer wieder an die Arbeit zu gehen.

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Genau das missfiel dem „Häuptling der Bootbauer Rokola und sein Bruder Kausam-baria“, da sie „stolz und faul“ geworden waren. Sie hasste die Taube in ihrer Funktion als Wecker ihres mächtigen Gottes und führten sich wie seine Sklaven. Schnell beschlossen die beiden Brüder daraufhin sich nachts zum Tempel ihres Lehrmeisters zu schleichen und den Vogel zu töten.

Und genau das taten sie.

Natürlich erkannte Dengei schnell, wer für diese schändliche Tat verantwortlich ist. Er schwor Rache, denn mit dem Zorn eines Gottes ist bekanntlich wahrlich nicht zu spaßen.

Die Brüder und ihr Stamm rüsteten sich nun für den Kampf. Sie bauten Verteidigungsanlagen und verhöhnten dabei fortwährend ihren Ex-Gott. „Baut euren Wall nur recht stark, führt ihn bis zum Himmel auf, ein Gott ist euer Feind“, spottete dieser zurück. Als die Menschen es letztlich sogar wagten, Dengei offen zum Kampf aufzufordern, machte er kurzen Prozess. Er ließ eine Sintflut kommen:

Jetzt kannte die Wut des Gottes keine Grenzen; er schleuderte seine Keule hoch in den Himmel hinein; die Wolken barsten, und eine unheimliche Regenflut ergoss sich über die Erde. Der Regen hielt viele, viele Tage an – es war kein Regen, wie er heute auf die Erde herab kommt, es goss in wahren Strömen –, auch das Meer stieg und überflutete das Land; o, es war ein schreckliches Schauspiel.

Höher und höher stiegen die Fluten – und endlich wurde auch der Kriegswall der Bootbauer samt der Stadt und allen Menschen fort gespült. Rokola und viele andere ertranken; doch eine große Menge – es sollen gegen zweitausend Menschen gewesen sein – trieb auf Bäumen, Flößen und Booten fort; sie schwammen auf den Wassern hier hin und dort hin; schließlich landeten sie, die einen hier und andere da, auf den Bergspitzen, die aus den Fluten herausragten; und bei den Menschen, die vor dem Wasser dorthin geflohen waren, bettelten sie um ihr Leben.

Als das Meer wieder zurücktrat, nahm man sie mit in die Täler der verschiedenen Königreiche hinab; dort wurden sie die Sklaven der Häuptlinge und bauen ihnen bis zum heutigen Tage die Boote.“

Die Sintflut als Strafe des Himmels

Trotz der Tragik – eine schöne Geschichte aus dem Reich der Mythen und Legende der Vorzeit. Könnte man fraglos denken. Wenn nicht die Tatsache wäre, dass im Prinzip dieselbe Kerngeschichte überall auf Erde erzählt wurde oder wird. In praktischer keiner Religion der Welt bzw. bei den dortigen Völkern, Religionen und Kulturen fehlt diese „mythische Erinnerung“. Bekannt heute natürlich vor allem aus dem Alten Testament und verwandter Schriften sowie Mythen aus Mesopotamien.

Menschen werden von Gott, Göttern oder himmlischen Wesen in Wissen, Fertigkeiten und „vielen Dingen“ unterwiesen, woraufhin sie sich von diesen abwenden. Sie werden eitel, boshaft, ignorant oder schlicht hochmütig. Daraufhin folgt ein Riss zwischen Menschen und Gott und den Götter und letztlich die Rache des Himmels. Meistens in Form einer Sintflut, die auch von anderen Katastrophen wie Feuersbrünste einhergehen kann.

Natürlich gibt es bei diesen im Kern identischen bis gleichen Elementen immer auch Überlebende des Zorns der Götter. Muss es ja auch geben, immerhin gibt es noch immer Menschen. Vielfach überleben diese in einem Boot, das auch mal, wie in einem Mythos aus Brasilien, ein ausgehöhlter Baum sein kann. Selbst die winzigsten Völkern der Erde wissen von einem solchen Ereignis.

Etwa die heute so gut wie ausgestorbenen Großen Andamanesen, die Ureinwohner der Andamanen im Indischen Ozean. Auch hier erwiesen sich die ersten Menschen gegenüber der Gottheit PuIuga als widerspenstig und ungehorsam:

Die Nachkommen des ersten Menschen erregten den Zorn Pulugas, des Schöpfers. Da schickte er eine große Flut, welche alles Lebende vernichtete. Mit Ausnahme zweier Männer und zweier Frauen, welche sich in einem Kanu befanden.

Als sie landeten, fanden sie alles vernichtet, doch Puluga erbarmte sich ihrer, er rief die Tiere wieder ins Leben.“

Viele Kritiker solcher weltweiten Parallelen über eine Flut oder die göttliche Strafe und Vernichtung einer (ersten) Menschheit sehen keine wirklichen Zusammenhänge unter ihnen. Sie argumentieren oftmals, dass die Kunde dieser Ereignisse durch Reisende verbreitet wurde. Dies erkläre auch die eindeutigen Parallelen solcher Überlieferungen in jedem Winkel des Planeten. Vielleicht, so heißt es weiter, wurden so auch lokal bereits vorhandene Mythologien über eine Flut oder ähnliches durch diese eingeschleppten Berichte kontaminiert.

Sind aber wirklich nur Abenteurer, Entdecker, Seefahrer, Missionare oder andere Europäer mit der Bibel in der Hand im 16. oder 17. Jahrhundert dafür verantwortlich?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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ANGEBOT: Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronautenwächter” inkl. gratis Überraschung & Versand

Zu jedem bestellten Buch: Phantastische Überraschungen kostenlos!

“Kommen Sie mit – und begleiten Sie mich auf eine unglaubliche Reise …”

„Engel“ waren keine Engel!

Es waren Kosmonauten aus dem All – Außerirdische, die vor Jahrtausenden gegen ihre Anführer rebellierten und zu uns auf die Erde kamen. Erst die berühmte Sintflut(en) vernichtete sie, ihre Nachfahren und die ersten Kulturen der Menschheit.

Unglaublich? Nichts anderes haben unsere Vorfahren uns weltweit überliefert.

Die detaillierte Betrachtung der Ursprungs-Quellen zeigt, dass solche Sagen und Mythen offenbar einen realen bzw. auffindbaren Kern haben. Anders als von allen Kritikern der „Raumfahrt im Altertum“-Idee immer behauptet wird. Alte Überlieferungen ergeben das schlüssige Bild einer Rebellion von Astronauten aus dem All, die weltweit Spuren hinterlassen hat. Spuren, die bis heute zum Teil Milliarden Menschen kennen, aber offenkundig missverstehen …

Aus dem Inhalt (detailliertes Inhaltsverzeichnis & Auszüge HIER):

  • Der Planet der Sünde
    Neues Prä-Astronautik-Buch: „Rebellion der Astronautenwächter“. Spuren der Ancient Aliens rund um die Erde – mehr Infos und Textauszüge [klick] hier
    Neues Prä-Astronautik-Buch: Mehr Infos und Textauszüge HIER
  • Die Pläne der Außerirdischen
  • Engel, Nephilim und die Anunnaki
  • Der Satan ist an allem schuld!
  • Eine versunkene erste Zivilisation
  • Besuch beim höchsten Astronautengott
  • Sex mit den Göttern
  • Sintflut(en) und die Arche Noah
  • Die Missionen des Henoch
  • “Gottes” Kontrollverlust
  • Atlantis und archäologische Spuren
  • Geheime Kammern in den Pyramiden
  • Riesen zwischen Mythen und Fakten

Die Fahndung nach diesen Hinweisen ist und war mühsam und stellte sich sehr oft als Sackgasse heraus. Aber trotz solcher Misserfolge sind diese Hinweise aber in den Überlieferungen auf dem gesamten Erdball zu finden. Teilweise so erstaunlich ähnlich, dass in „Rebellion der Astronautenwächter“ alle Aussagen durch rund 700 Fußnoten belegt wurden.

So liegt nun erstmals in der Prä-Astronautik ein Sachbuch vor, in dem Skeptiker wie Befürworter alle Hinweise auf Astronautengötter im Detail prüfen können!

+++ Auch als E-Book erhältlich. +++

Beachtet dazu auch dieses YouTube-Video von Lars A. Fischinger zum Buch:

YouTube-Video von Grenzwissenschaft & Mystery Files vom 24. Jan. 2015 zum Buch

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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