Suchergebnisse: Sex

Vatikan erlaubt Sex mit Kindern ab zwölf Jahren

Der Vatikanstaat hat in Europa das niedrigste Schutzalter für Kinder. Es liegt bei 12 Jahren, in Deutschland dagegen bei 14 und in der Schweiz bei 16. Das Schutzalter legt fest, wie alt ein Kind mindestens sein muss, damit Erwachsene und Jugendliche sexuelle Beziehungen mit ihm haben dürfen.

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Neandertaler: Ausgesext oder genetisch von selbst eingegangen?

Rekonstruktion eines Neandertalers (links 😉 ) (Ampssler)
Warum die Neandertaler ausgestorben sind, beschäftigt die Forschung weiterhin und kommt zu sehr unterschiedlichen Antworten

Viele Geschichten werden darüber erzählt, warum die engsten Verwandten des Menschen, die Neandertaler, ausgestorben sind. Zwar haben sich Menschen und Neandertaler vielleicht schon vor einer halben Million Jahren unabhängig voneinander entwickelt, aber sie haben vor 50.000 zumindest für eine kurze Zeit nebeneinander in Europa gelebt. 

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Stellungnahme der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) e.V.zu Rechtsextremismus und Antisemitismus als Bestandteil des UFO-Themas und der UFO-Szene

Nachdem der Deutsche Bundestag angekündigt hat, verstärkt gegen Antisemitismus vorzugehen, wurden Ende Januar die Ergebnisse eines von unabhängigen Experten erstellten Antisemitismusberichts im Bundestag vorgestellt. Im Bericht wird am Rande auch von “Ufologen” gesprochen:
 

Im Gegensatz zu den Print- und Fernsehmedien ist im Internet eine Flut von antisemitischen Texten zugänglich, es bedarf freilich einer besonderen Kenntnis, um sie ausfindig zu machen. Die deutsche Google-Suchmaschine bietet bei entsprechender Eingabe erst ab der vierten beziehungsweise fünften Seite Links zu einschlägigen Webseiten, viele Einträge sind zudem aus Rechtsgründen gesperrt. Die Einträge der ersten Google-Ergebnisseiten bieten eine Vielzahl von seriösen Plattformen, in denen etwa das antisemitische Machwerk ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘, des auf rechtsextremen, aber auch auf manchen Webseiten von Ufologen, Esoterikern und sektiererischen christlichen Gruppen sowie auf islamistischen Plattformen zu finden ist, als solches eingeordnet, erläutert und dechiffriert wird und Antisemitismus generell, aber auch die Leugnung des Holocaust, pädagogisch beziehungsweise wissenschaftlich aufgearbeitet wird.” (Antisemitismusbericht 17/7700, S. 106)

Die GEP möchte aus diesem Anlass auf Folgendes hinweisen: Die sogenannte “UFO-Szene” umfasst prinzipiell eine Vielzahl unterschiedlicher Strömungen. Dazu gehören generell alle Personen und Organisationen, die sich im öffentlich geführten kontroversen Diskurs über “Unidentifizierte Fliegende Objekte” (UFOs) regelmäßig durch Beiträge zu Wort melden. Neben seriöser, laienwissenschaftlicher UFO-Forschung sind das auch Vertreter esoterischer und religiöser Beschäftigungen mit “UFOs” (hier im Sinne von “außerirdischen Raumschiffen”).

Leider versuchen immer wieder Vertreter rechtsextremer Positionen (typischerweise in Bezug auf die so genannten “Reichsflugscheiben“ und “Neuschwabenland”), die oben beschriebene UFO-Szene für sich einzunehmen. Insgesamt nehmen antisemitisches und rechtsextremes Gedankengut in der UFO-Szene jedoch Randpositionen ein, denen es allerdings gelegentlich gelingt, die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf sich zu ziehen. Es besteht die Gefahr, dass die Bedeutung solchen Gedankengutes in der UFO-Szene z.B. durch die Passage im Antisemitismusbericht überschätzt wird.

Die GEP distanziert sich grundsätzlich entschieden von jeglichem extremistischem und antisemitischem Gedankengut. Wir bemühen uns, die seriöse und sachliche Beschäftigung mit dem UFO-Thema weiter voranzubringen, und extremistische Positionen und Theorien zurückzudrängen. Aufklärende Beiträge hierzu von GEP-Mitgliedern sind z.B. Ulrich Magins Artikel “Die Wurzeln des Flugscheibenmythos”, ein Interview mit Ingbert Jüdt, “Rechtsextreme Ausrichtung des Flugscheibenmythos” (beide gemeinsam mit weiteren Artikeln zum Thema auffindbar auf ufo-information.de) sowie ein zweiteiliger Online-Artikel unseres Vorstandsmitglieds André Kramer, “Jan van Helsing und die neue Rechte in der Grenzwissenschaft”, Teil 1 und Teil 2, auf der Webplattform Mysteria 3000.

Wir empfehlen allen am UFO-Thema interessierten Personen, sich zu rechtsextremen Standpunkten fundiert zu informieren, um die in solchen Publikationen verwendeten Argumente verstehen und sachlich dagegen angehen zu können. Nur auf diese Weise können antisemitische Einflussnahmen auf die Deutung des UFO-Phänomens in der UFO-Szene vermieden werden. Dieses Ziel wird die GEP auch in Zukunft mit Informationsangeboten unterstützen. (Quelle)


Siehe auch diesen BLOG-Beitrag:

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Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor

Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)
Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)

Was war der Grund für die gigantische Explosion 1908 in Tunguska in Sibirien? Dutzende Millionen Bäume auf einer Fläche von tausenden Quadratkilometern Taiga wurden zerstört, eine Schockwelle umrundete mehrmals den Planeten und selbst in Europa leuchtete der Himmel. Deutliche Belege für eine gewaltige Katastrophe. Erklärungen dafür reichen von Schwarzen Löchern und UFOs über die Explosion von Milliarden Mücken bis zu Asteroiden und Kometen. Ein Krater oder der Rest eines Asteroiden wurde jedoch nie gefunden. Russische Forscher wollen jetzt dem Rätsel von Tunguska in einer neuen Untersuchung ein Stück näher gekommen sein. Und glauben dabei eine Erklärung gefunden zu haben, wo der Tunguska-Asteroid geblieben ist.


Die Explosion von Tunguska 1908

Warum kam es am 30. Juni 1908 in der Taiga von Tunguska in Sibiriern zu einer verheerenden Explosion? Was war damals der Auslöser dafür, dass tausende Quadratkilometer Wald und dabei ca. 60 bis 80 Millionen Bäume zerstört wurden?

Einig sind sich die Wissenschaftler nach über 100 Jahren, dass es auf jeden Fall etwas Gewaltiges war! Noch in mehr als 500 Kilometer Entfernung sah man einen Feuerschein am Himmel. 65 Kilometer vom Ereignisort entfernt drückte die Stoßwelle Fenster einer Händlersiedlung ein. Und Seismographen auf der ganzen Welt registrierten eine Druckwelle, die mehrfach unseren Planeten umrundete. Die entstandene Staubwolke erleuchtete dabei den Himmel von Europa bis Nordamerika.

Was aber war der Auslöser für diese gigantische Explosion in den unendlichen Weiten Sibiriens?

Darüber zerbrechen sich Gegenrationen von Forschern sowie „Phantasten“ bereits den Kopf. Dank verschiedener Expeditionen des russischen Wissenschaftlers Leonid Kulik und der „Sowjetischen Akademie der Wissenschaften“ ab 1927 wissen wir rechte genau, welches Ausmaß die Explosion von Tunguska 1908 hatte. Es entstanden einzigartige Bilddokumente der Zerstörungen, die bis heute den Tunguska-Forschern bei ihren Arbeiten dienen.

Was Kulik jedoch nie fand, war ein Krater im Epizentrum der Vernichtung. Denn schon Kulik nahm damals an, dass hier ein Asteroid oder Komet auf die Erde prallte. Eine „Bombe aus dem All“, die noch immer als die wahrscheinlichste Erklärung für das Tunguska-Ereignis angesehen wird. Auch wenn trotz zahlloser Expeditionen der letzten Jahrzehnte an den Ort der Explosion ein solcher Krater noch immer nicht eindeutig belegt werden konnte.

Spekulationen um die Ursache

Deshalb kursieren die verschiedensten Thesen, was damals hier wirklich geschehen sein könnte:

  • Absturz und Explosion eines UFOs.
  • Der Impakt eines Kometen oder Asteroiden bzw. deren Explosion über dem Erdboden in der Erdatmosphäre.
  • Eine vulkanische Gasexplosion.
  • Die Explosion eines riesigen Mückenschwarms.
  • Ein Schwarzes Loch tat sich auf.
  • Die Detonation einer Atombombe, die im Geheimen entwickelt wurde.
  • Ein fehlgeschlagenes Experiment zur drahtlosen Energieübertragung, mit dem Nikola Tesla in Zusammenhang gebracht wird.
  • Die Kollision der Erde mit einem Objekt aus Antimaterie.
  • Alternativ: „Dunkle Materie“ oder „Dunkle Energie“.
  • Eine Methangasexplosion.

Trotz „phantastischer Erklärungen“ wurde und wir die These bevorzugt, dass ein Asteroid über der Taiga explodierte. Ein Geschoss, dass etwa 30 bis vielleicht sogar 80 Meter groß war und bei seinem Eintritt die Atmosphäre in 10 bis 15 Kilometern Höhe detonierte. Die dabei entstandenen Schockwelle traf dabei auch die Erdoberfläche und ließ Millionen Bäume umfallen und verwüstete die Taiga.

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Eine Annahme, die immer wieder mittels komplizierter Computersimulationen druchgerechnet wurde. Vor Ort in Sibirien suchen Forscher deshalb seit Jahrzehnten nach Resten dieses Asteroiden – wurden aber nur vereinzelt mehr oder weniger fündig.

Der große Fund von Resten der kosmischen Bombe ist bis heute ausgeblieben.

Nur ein “Streifschuss”?

Dr. Sergei Karpov vom Kirensky-Physik-Institut in Krasnojarsk und seine Kollegen glauben jetzt, dass sie der Lösung für das Phänomen von 1908 ein großes Stück näher gekommen sind. Nach ihren Studien war die Ursache ein Asteroid aus Eisen mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Metern und einem Gewicht von 3 Millionen Tonnen.

Im Gegensatz zur meist vertretenen These, dass ein Gesteinsbrocken aus dem All über Tunguska explodierte, geht Karpov jedoch davon aus, dass das Objekt nur die Erdatmosphäre „durchstreifte“. Er explodiere dabei nicht, wie bisher meist angekommen, sondern verließ die Erde wieder. Rund 3.000 Kilometer sei dieses Objekt mit annähernd 20 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre gerast. In einer Höhe von 10 bis 15 Kilometern, wobei er sich auf über 10.000 Grad erhitzte. Eine Detonation blieb aus, bis das Objekt die Atmosphäre wieder verließ und in den Weltraum entschwand.

Für ihre Simulationen nahmen sie verschiedenen Objekte als Grundlage. Asteroiden mit einer Größe von 50, 100 und 200 Metern und mit unterschiedlichen Zusammensetzungen.
Heraus kam eine Art „Streifschuss“. Damit war es „eher das Ergebnis eines vorbeiziehenden Weltraumkörpers und seiner Schockwelle als ein direkter Aufprall“, so die Forscher in ihrer Studie in den monatlichen Mitteilungen der angesehen „Royal Astronomical Society“.

Ihren Berechnungen nach, hätte das Objekt bei seinem rasanten Flug durch die Atmosphäre zum Teil 500.000 Tonnen Material pro Sekunde verdampft. Nun eine Sekunde flog er über das Epizentrum von Tunguska und erhitze den Wald dabei so stark, dass er nicht nur brannte, sondern regelrecht aufleuchtete. Grund sei, dass bei der Verdampfung des Eisenmaterials bei der Annäherung an die Erdoberfläche Hochtemperaturplasma entstand, dessen Leuchten weithin zu sehen war. Über tausende Kilometer, wie die Zeugen damals beschrieben.

Zurück ins All

Karpov glaubt auch, dass dieses Szenario auch erklären könnte, warum Tunguska nicht von winzigen Eisenkugeln bedeckt sei. Diese kleinen Kügelchen sind Indikatoren für die Explosion oder den Einschlag eines Asteroiden auf der Erde und weltweit nach entsprechenden Impakten im Erdreich nachweisbar. Bei der angenommenen Erwärmung und Geschwindigkeit hätten diese gar nicht erst bilden können, so die Forscher in ihrer Untersuchung:

Wir haben die Flugbahnmerkmale des Weltraums mit einem Durchmesser von 50 bis 200 Metern berechnet, und unsere Modelle zeigen, dass er nicht aus Gestein oder Eis bestehen kann, da solche Körper im Gegensatz zu Eisen aufgrund des kolossalen aerodynamischen Drucks schnell in der Atmosphäre auseinander fallen würde.

Das Fehlen von Eisentröpfchen um das Epizentrum erklärt sich durch die hohe Geschwindigkeit des Weltraumkörpers beim Durchgang durch die Erdatmosphäre – immer über 11,2 Kilometer pro Sekunde bei Oberflächentemperatur überschreitet mehrere tausend Grad Celsius.“

Der Nachweis stelle sich als überaus problematisch heraus, so das Forscherteam weiter. Denn das Material des Eisenmeteoriten, dass die Erdoberfläche erreichte, wäre nicht von rein irdischen Material zu unterscheiden:

Der dominierende Mechanismus des Massenverlusts bei diesen Temperaturen ist die Sublimation von Material in Form einzelner Atome, die sich auf der Erdoberfläche als Eisenoxide befinden, die sich nicht von denselben weit verbreiteten Eisenoxiden terrestrischen Ursprungs unterscheiden.

Ob diese neuen Modellrechnungen das Rätsel von Tunguska letztlich lösten, ist ungewiss. Geht es nach den Studien von Karpov und seinen Kollegen, existiert der Asteroid von Tunguska sogar noch im All. Auch wenn er die Hälfte seines Materials bei seinem „Streifschuss“ in der Erdatmosphäre verloren hat, entschwand er danach wieder in das All in eine Umlaufbahn um die Sonne.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Corona: Große Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (+ Videos)

Corona: Große Ausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Corona: Große Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Die 1999 auf dem “Mittelberg” nahe des Ortes Nebra in Sachsen-Anhalt gefundene “Himmelsscheibe von Nebra” gehört mit ihren mindestens 3.700 Jahren zu einem der bedeutendsten Funde der Archäologie. Nach dem das durch Raubgräber gefundene Artefakt 2002 in den Besitz der Landesarchäologie von Sachen-Anhalt in Halle überging, ist es Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, Debatten und Forschungen. Und auch Herzstück diverser Ausstellungen. Doch jetzt gab das “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt “bekannt, dass die geplante Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” für 2020 abgesagt wurde. Grund sei das Corona-Virus (COVID-19). Auch der weitere Verlauf einer Ausstellungsplanung in Kooperation mit dem Britischen Museum in London sei ungewiss. Alle Einzelheiten erfahrt Ihr hier.


Sonderausstellung zur “Himmelsscheibe von Nebra”

Am 20. November 2020 sollte feierlich die Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte”  im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) eröffnet werden. Geplant war sie bis zum 16. Mai 2021. Danach sollte die “Himmelsscheibe” im Britischen Museum in London ausgestellt werden, wie es bereits 2019 ausgehandelt wurde.

Als Gegenleistung sollten wertvolle Artefakte und Ausstellungsstücke des berühmten Londoner Museums nach Deutschland kommen und in Halle gezeigt werden. Zu der seit Jahren gelpanten Sonderausstellung heißt es vom “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie”:

Wir präsentieren die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre, in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst.

Neue Funde und Befunde aus Sachsen-Anhalt werden durch hochrangige Objekte von über 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland (wie zum Beispiel dem goldenen Cape von Mold oder dem Goldhut von Schifferstadt) ergänzt und in bewährt exklusiver Gestaltung in Szene gesetzt. Den roten Faden bildet die zeitliche Ordnung des archäologischen Kulturguts vom Ende der Steinzeit bis in die mittlere Bronzezeit, etwa 1.400 Jahre Menschheitsgeschichte.

Eine mehr als lohnende Ausstellung für alle an der Archäologie und der Geschichte unserer Vorfahren interessierten Menschen. Schwerpunkte sollen “das Ende der Steinzeit”, die “Himmelsscheibe” an sich sowie die Handesnetze und -Wege unserer damaligen Vorfahren sein. Ein Fernhandel von Zinn, Gold, Kupfer und Bernstein über tausende Kilometer, der von Skandinavien über Deutschland bis Mesopotamien und Ägypten reichte.

Damit einher ging der Austausch von Ideen, Weltanschauungen und religiösen oder spirituellen Vorstellungen, die sich zum Teil auch auf der “Himmelsscheibe von Nebra” niederschlugen.

Corona-Absage der “Himmelsscheiben-Ausstellung” für dieses Jahr

Daraus wird nun leider vorerst nichts, wie die Archäologen aus Halle mitteilten. Schuld ist auch hier das Corona-Virus, dass bereits die archäologische Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Halle an der “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” nahe Magdeburg behindert. Dem 115 Meter großen “Stonehenge von Deutschland”, wie in diesem Beitrag HIER Anfang April berichtet.

So sahen sich die Verantwortlichen dazu gezwungen die Sonderausstellung der “Himmelsscheibe” und anderer Funde in Halle auf das kommende Jahr zu verschieben. Sie soll nach den derzeitigen Plänen Ende Mai oder Anfang Juni 2021 eröffnet werden und bis zum Januar 2022 gehen. In einer Pressemitteilung vom 22. April hieß es zu dieser Entscheidung:

Angesichts der Tatsache, dass vielerorts Großveranstaltungen bis weit in den Herbst hinein abgesagt werden müssen, hat sich das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle in enger Abstimmung mit seinen Partnermuseen entschlossen, die große Landesausstellung zur Erforschung der Himmelsscheibe von Nebra zu verschieben.

Bei dem zu erwartenden starken öffentlichen Interesse an der Schau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, inwieweit die notwendigen Sicherheitsbestimmungen Einschränkungen für die Besucher erfordern würden.

Zudem erschwert der international wie national stark eingeschränkte Personen- und Warenverkehr derzeit auch die für eine Ausstellung nötige Logistik erheblich. Momentan ist die rechtzeitige Verfügbarkeit vieler herausragender Ausstellungsexponate nicht zu gewährleisten. Hier sind insbesondere die zahlreichen Leihgaben aus verschiedenen Museen des Vereinigten Königreiches, Italiens und Frankreichs zu nennen. Sie bieten einen umfassenden und einzigartigen Einblick in die Welt der Himmelsscheibe von Nebra vor über 3.600 Jahren – mit Fundstücken, die teilweise noch nie in Deutschland zu sehen waren.

Ein notwendiger Schritt, denn was nützt eine Sonderausstellung, bei der die Exponate nicht gezeigt werden können, oder die keiner besuchen kann?

Video-Auswahl zum Thema auf YouTube

Mehr Videos findet Ihr HIER auf meinem Video-Kanal. Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Video vom 28. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 23. Sep. 2019 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (+ Videos)

Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)
Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)

Archäologen der “Schulwissenschaft” und Autoren und Forscher aus dem Bereich der Prä-Astronautik, Atlantis oder “Pseudoarchäologie”, waren noch nie Freunde. Sie werden wohl auch keine mehr werden. Denn glaubt man einem gerade erschienenen Zeitungsartikel sind etablierte Archäologen “den Missbrauchs ihre Fachs” jetzt leid und “wehren sich” dagegen. Durch Bücher, Vorträge und in den Sozialen Netzwerken würden diese Fakten von Fiktionen trennen. Doch stimmt das überhaupt und wie sieht deren Verteidigung im Detail eigentlich aus? Ich habe für Euch den Artikel einmal genauer beleuchtet. Mit recht erstaunlichen Ergebnissen, wie Ihr hier lesen werdet.


Archäologie vs. “Pseudoarchäologie”

Dass die etablierte Archäologie, die “Schulwissenschaft“, und die Grenzwissenschaft wohl keine Freunde mehr werden, ist kein Geheimnis. Während Archäologen und Altertumsforscher in aller Welt versuchen die verschiedenen Kulturen und ihre Hinterlassenschaften zu finden und zu interpretieren, macht es sich die “Pseudoarchäologie” da leichter. Hier werden einfach Spuren der Vergangenheit genommen und fast schon nach Belieben interpretiert.

Ob Bauwerke, Artefakte oder sonstige Hinterlassenschaften der Vorzeit: Überall sieht die “Pseudoarchäologie” ungelöste Rätsel und Mysterien, die irgendwie das althergebrachte Weltbild der Schulwissenschaft infrage stellen. Oder sogar widerlegen sollen. Und vielfach wird dabei auf irgendwelche längst versunkenen Kulturen wie Atlantis verwiesen, die für die unterschiedlichen Rätsel der Menschheitsgeschichte verantwortlich sind. Vielleicht sogar Außerirdische, die vor Jahrtausenden als “Götter” auf der Erde waren, wie es die Prä-Astronautik sagt.

So oder so ähnlich sehen etablierten Archäologen die Grenzwissenschaft. Vor allem die Spekulationen rund um “Ancient Aliens” oder angeblich uralte – viel zu alte! – und deshalb von der Wissenschaft ignorierte Funde.

Deshalb sprechen etablierte Forscher hier von einer “Pseudoarchäologie”. Sie bestünde praktisch nur aus Spekulation, Phantasie, Irrtümern und vollkommen falschen “Beweisen”, die von deren Vertretern verbreitet werden. Für die anerkannte Archäologie sind sie deshalb ein Dorn im Auge ihrer eigenen Arbeiten und Forschungen. Meistens jedoch ignorieren sie diese grenzwissenschaftlichen Ideen. Und das seit Jahrzehnten.

Es gab in der Vergangenheit durchaus immer mal wieder “Stimmen der Vernunft” innerhalb der Mainstreamforschung. Sie erreichten jedoch nie die Massen, wie es populärwissenschaftliche Bücher mit derartigen Rätseln der Menschheit taten. Überlegungen zu Außerirdischen vor Jahrtausenden auf der Erde, die für viele ungelöste Phänomene der Geschichte verantwortlich sind, sind schlicht spannender …

Missbrauch der Archäologie

Darum sehen und sahen viele Archäologen, Historiker oder Geschichtswissenschaftler allgemein es auch als Zeitverschwendung sich mit Thesen um Raumfahrer der Antike zu beschäftigen. Was im Umkerhschluß wieder den Eindruck vermittelt, diese Forscher verheimlichen oder vertuschen die entsprechenden Mysterien oder Erkenntnisse. Bis auf unzählige kurze Statements entsprechender “Schulwissenschaftler” in Interviews, Fernsehsendungen oder TV-Dokumentationen machen sie sich scheinbar überaus rar.

Doch glauben wir einem in der “Neuen Zürcher Zeitung” am 6. März erschienen Artikel zum Thema, “wehren” sich immer mehr Wissenschaftler gegen die “Pseudoarchäologie”:

Heute wird jeder noch so simple Hügel zu einer geheimnisvollen Pyramide verklärt: Die Pseudoarchäologie boomt. Doch jetzt wehren sich Forscher gegen den Missbrauch ihres Fachs.

Eine sicherlich sehr übertreibe Aussage der Zeitung, da bis auf Ausnahmen aus dem Mainstream davon keine Rede sein kann! Vor allem nicht im Sinne von “geschlossen gegen die Pseudoarchäologie”. Auch in dem Beitrag der “NZZ” selber wird das deutlich. Darin werden als erstes Beispiel für diese Form der Grenzwissenschaft die “Bosnischen Pyramiden” (s. a. Video HIER & HIER) genannt.

“Die angeblichen Bauwerke sind natürliche Hügel aus Gestein, die zufällig eine recht geometrische Form haben”, so die NZZ. Und vor 34.000 Jahren gab es “keine Pyramiden und keinen Beton”. Dennoch gäbe es “jede Menge solcher pseudoarchäologischer Geschichten” und die etablierte Forschung fühle sich deshalb geradezu missbraucht:

Von diesem Missbrauch ihres Fachs haben Archäologen nun genug: In Büchern, sozialen Netzwerken oder Vorträgen fangen sie an, sich zu wehren.”

Wo und wie konkret sich Archäologen fortan verteidigen, verrät der Artikel nicht. Obwohl es geradezu nach einem Zusammenschluss, nach einer “geschossenen Front”, gegen die “Pseudoarchäologie” klingt.

Außerirdische vor Jahrtausenden

Weitere Beispiele in dem “NZZ”-Artikel für den Missbrauch der Archäologie sind auch Themen wie Atlantis, “die Lokalisierung der Bundeslade oder von Resten der Arche Noah”. Natürlich auch “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” und Pyramiden in Ägypten und in aller Welt. In Blogs, Vorträgen, Büchern und Vereinen werden solche “Zielsetzungen” intensiv verfolgt.

Vor allem durch die US-Doku-Serie “Ancient Aliens” werden diese Themen gefördert, wie die “NZZ” spekuliert. Aber auch durch die Sendereihe “Terra X” des ZDF, womit der Artikel zweifellos auf einige Folgen der Serie über Rätsel der Archäologie anspielt, die HIER sehr umfangreich diskutiert wurde. Mit dem klaren Fazit, dass diese Folgen von “Terra X” unter anderem alles andere als spekulativ waren.

Die Autorin des Artikels, Esther Widmann, hat demnach die fraglichen Folgen von “Terra X” nicht selber gesehen. Sie zitiert auch nur einen Satz aus der Pressebeschreibung des ZDF über “Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen” dazu. Hätte sie die entsprechenden Teile der Sendereihe aufmerksam selber gesehen, wüsste sie, dass darin “Pseudoarchäologie” mehr schlecht als recht wegkommt.

Natürlich wird konkret als Beispiel für diese Themen Erich von Däniken namentlich genannt. Den Widmann ebenso wenig gelesen hat, wie sie die “Terra X“-Sendungen gesehen zu haben scheint. Sonst würde sie mit Bezug auf Dänikens erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 nicht folgendes behaupten:

Prominentestes Beispiel ist wohl Erich von Däniken, sozusagen der Godfather of Pseudoarchaeology. 1968 veröffentlichte der Koch aus Zofingen erstmals seine Theorie, Angehörige einer technisch fortgeschritteneren Zivilisation hätten die Erde besucht und die Pyramiden in Ägypten errichtet.”

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Die Pyramiden – also von Außerirdischen erbaute! Eine Falschaussage, die seit Jahrzehnten kursiert und belegt, dass Widmann (wie so viele anderer “Kritiker”) nicht selber die entsprechenden Aussagen bzw. Bücher gelesen hat. Lediglich ungeprüfte Behauptungen der “Skeptiker” werden zum x-Male wiederholt. Wahren werden sie dadurch natürlich nicht. Das gilt auch für die ständig wiederholte Lüge, dass “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” gedient haben sollen (s. a. das 1. Video unten).

Ebenfalls ein Falschbehauptung, wie zum Beispiel HIER aufgezeigt.

Die Rätsel der Pyramiden

Natürlich kann oder darf man von Zeitungsjournalisten keine tiefen Recherchen zur Prä-Astronautik & Co. erwarten. Wie man sieht reichen falsche Behauptungen, die man wiederholen kann. Beim Thema Mysterien der Pyramiden heißt es in dem “NZZ”-Artikel aber sehr richtig:

Nur darum, weil zwei Dinge ähnlich aussehen, bedeutet das noch nicht, dass ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Pyramiden, die echten, aus Stein gebauten, zum Beispiel: Es gibt sie in Ägypten, und es gibt sie in Mittelamerika (und auch in Indonesien). Daraus abzuleiten, dass es die gleiche Gruppe war, die sie errichtet hat, missachtet jedoch alles andere, was über diese Gebäude bekannt ist – ihre Funktion (in Ägypten sind es Grabanlagen, in Mittelamerika Plattformen für kultische Handlungen), ihre Entstehungszeit (in Ägypten 3. Jahrtausend vor, in Amerika 1. Jahrtausend nach Christus).

Ein Kritikpunkt, der nicht nur von der etablierten Schulwissenschaft gerne angeführt wird. Auch innerhalb der Prä-Astronautik wird das kritisiert.

Der kritische Artikel bekannt als einen jener Archäologen, die begonnen haben, sich zu wehren, Dr. Stefan Baumann. Der “Ägyptologe an der Universität Trier, hat das bisher einzige deutschsprachige Buch zur Pseudoarchäologie herausgegeben”, wie es darin heißt. Auch das ist schlichtweg falsch. Es erschienen seit Ende der 1960ger Jahre zahlreiche deutschsprachige Bücher zur “Pseudoarchäologie”.

Allein in meinem Archiv befinden sich sicher über ein Dutzend entsprechende Publikationen. Geschrieben wurden sie aber fast ausschließlich nicht von Ägyptologen, wie Baumann einer ist. Sein Buch “Fakten und Fiktionen – Archäologie vs. Pseudowissenschaft” erschien 2018 und ist damit allerdings wohl das letzte Werk dieser Art auf dem Buchmarkt. Zuvor erschien beispielsweise 2008/9 das Buch “Pyramidengeheimnisse?” von Frank Dörnenburg, der sich darin jedoch auf die Rätsel des Alten Ägypten spezialisierte.

Und dieses Buch von Dörnenburg diente Baumann übrigens als eine der wichtigsten Quellen für seinen Buchbeitrag über “Mysterien und pseudowissenschaftlicher Mystifizierungen” in Ägypten. Dies zeigen seine Quellenangaben eindrücklich.

Fakten, Fakes und Fiktionen

Stefan Baumann ist Herausgeber von “Fakten und Fiktionen” sowie Autor von lediglich zwei Beiträgen in dem Sammelband. “NZZ” zitiert ihn mit den Worten:

Im Grunde geht es da um essenzielle Fragen: Wo kommen wir her? Und natürlich ist es auch die Lust am Mysteriösen, die die Leute fasziniert.”

Eine Aussage, die wohl die meisten Mystery-Interessierten sofort unterschreiben würden. Und eben der Grund warum solche Themen beim breiten Publikum besser ankommen als nüchterne Archäologie.

Baumann selber kam aus ähnlichen Gründen auf die Idee ein solches Buch herauszugeben, wie er in seinem Vorwort schreibt. Auf einem von ihm an der Universität Tübingen im Wintersemester 2015/2016 abgehaltenen Seminar mit dem Titel “‘Rätsel’ und ‘Mythen’ der (Vor-)Geschichte. Pseudoarchäologie vs. Wissenschaft”. “Eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der archäologisch-historisch interessierten Öffentlichkeit” solle durch diese Publikation geschlagen, so der Herausgeber.

Gelungen ist das mehr oder weniger gut. Da das Buch in dem renommierten Fachverlag “Philipp von Zabern” erschien, ist es überaus teuer. Für das breite Publikum damit alles andere als interessant. Inhaltlich enthält es eine mehr als große Vielzahl an unterschiedlichen Themen aus der “Pseudoarchäologie”. Sie reichen von Atlantis über die Nibiru-Lüge bis zu Einhörnern. Aufgemacht wie die unzähligen Mystery-Themen-Sammelbände, die vor allem in den 1990ger Jahren den Buchmarkt überschwemmten.

Wobei man diese nicht miteinander vergleichen darf und kann, was schon allein durch die umfassenden Quellenangaben in “Fakten und Fiktionen” offensichtlich ist. Teilweise werden darin dennoch Themen nur auf einer Seite von den verschiedenen Autoren abgehandelt, sehr gekürzt dargestellt und alles andere als umfassend erläutert. Vor allem die Ausführungen und “Widerlegungen” zum Thema Atlantis in dem Sammelband stehen in der Kritik der Leser. Autor ist hier Dr. Stephan W. E. Blum von “Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters” der Universität Tübingen.

Keine Gegenwehr!

Diese Erläuterungen zu dem meiner Meinung nach fraglos lesenswertem Buch von Baumann waren notwendig. Denn die Behauptung von “NZZ”, dass Archäologen inzwischen von dem “Missbrauch ihres Fachs” genug haben, und sich “wehren”, bezieht sich zu weiten Teilen offenbar genau auf diese Publikation. Inklusive des genannten Seminars von Baumann an der Universität Tübingen vor einigen Jahren.

Das ist mehr als mager. Mit der Gegenwehr in “Sozialen Netzwerken” ist es auch nicht viel besser. Hier bezieht sich die Autorin Widmann nur auf einen Tweet eines Archäologen zum Thema weltweite Ähnlichkeit von Pyramiden:

Und warum sich ihre Konstruktionsweise ähnelt, erklärt Archäologe David S. Anderson aus den USA sehr einprägsam in einem Tweet: Es gebe nur eine Art, ein großes Gebäude aus Stein ohne Stahlträger zu errichten. Dazu zeigt er beschriftete Fotos von gestuften Pyramiden: ‘Mexiko’, ‘Ägypten’, ‘Indonesien’ – und, auf einem Bild mit bunten, zur Pyramide gestapelten Bauklötzen, ‘Baby’“.

Sich wehren sieht ohne Frage anders aus!

Schon eher so, wie es der Archäologe und Historiker Mirko Gutjahr macht, der unter anderem zwei kritische Podcast zu solchen Themen betreibt. Ein Kritiker, der zur deutschen Skeptiker-Szene gehört und unter anderem in der Skeptiker-Organisation GWUP aktiv ist. Zu einem entsprechenden Skeptiker-Vortrag von ihm heißt es in der Ankündigung unter anderem:

Glühbirnen in der Antike? UFO-Landeplätze in Peru? Pyramiden auf dem Balkan? Glaubt man Autoren wie Erich von Däniken oder TV-Serien wie ‘Ancient Aliens’, dann verheimlichen uns die Archäologen die wichtigsten Funde der Menschheit. Denn die monumentalen Bauten der Vergangenheit stammen demnach nicht von den damaligen Menschen, sondern seien in Wirklichkeit von Außerirdischen oder Dimensionsreisenden errichtet. Da dies aber auf keinen Fall an die Öffentlichkeit kommen dürfe, würden vom Staat bezahlte Archäologen damit beauftragt, diese Funde wegzuschließen oder ganz zu beseitigen.

Solche und ähnliche Themen sind immer wieder Teil seiner interessanten Podcast.

Die Nazikeule muss her

In dem “NZZ”-Artikel holt Gutjahr sogleich die Nazikeule gegen die “Pseudoarchäologie” heraus. Zumindest heißt es in dem Artikel:

‘In meiner Wahrnehmung sind es auch nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen, die in der Pseudoarchäologie zunehmend gefährlich werden’, sagt der Archäologe Mirko Gutjahr. Hinter vielen pseudoarchäologischen Geschichten stecken seiner Ansicht nach sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive: ‘Den Bau der Pyramiden oder von Machu Picchu traut man nicht den indigenen Völkern vor Ort zu.’ Als wahre Erbauer müssen dann Außerirdische herhalten oder eine andere überlegene Gesellschaft.

Solche Ideen sind in rechtsextremen Kreisen populär, und das hat Tradition: Adolf Hitler sprach oft davon, die Griechen der klassischen Antike müssten Nachfahren der Germanen gewesen sein. Das Phänomen Pseudoarchäologie ist also keineswegs neu. Bleibt die Frage, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist.

Das “baune Todschlagagument” wird hier aus dem Hut und selbst Adolf Hitler muss hierzu herangezogen werden. Eine durchaus beliebte Masche von Seiten der Kritiker, um gegen die Prä-Astronautik oder ähnlich gelagerte Themen vorzugehen. Und natürlich ist das fast immer vollkommen absurd. Allerdings gab und gibt es diese Ansichten durchaus; auch schon Jahrhunderte vor dem Dritten Reich. Zum Beispiel bezüglich der Pyramiden in Ägypten, der Kultur der Maya in Mittelamerika oder auch Ruinenstätten in Afrika (wie etwa Zimbabwe).

Es suggeriert eindeutig, dass die Prä-Astronautik mit ihrer Idee der Lehrmeister und Götter aus dem All “sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive” beinhaltet. Da eben Wissen und Weisheit zu unseren Vorfahren sprichwörtlich vom Himmel kam. Wobei niemand etwas dafür kann, dass die alten Mythologien und Überlieferungen eben genau das zum Teil berichten. Sind diese also rassistisch? Haben die entsprechende Religionen deshalb “rassistische Motive”?

Sind nach dieser Lesart Missionare oder Aufbauhelfer und Förderprogramme der Industrienationen in der Dritten Welt rassistisch?

“Nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen” sind dabei meistens etwas anders. Sie besagen ja, dass ein bestimmtes Volk (der Erde) dieses Wissen zu den “Primitiven” brachte. Wie es in der Tat der wirre “Germanen-Kult” einiger Nationalsozialisten im Dritten Reich verbreitet (s. a. Artikel HIER).

Freunde werden die etablierten Archäologen und die “Pseudoarchäologie” nach einem solchen Artikel wohl nie mehr …

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Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt?

Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)
Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)

Dass die Katholische Kirche von vielen Seiten Kritik erfährt und auch angegriffen wird, ist seit vielen Jahren verstärkt zu sehen. Diese Angriffe und Kritiken kommen von vielen unterschiedlichen Seiten. Auch aus den eigenen Reihen der Gläubigen bzw. der Christen. Derzeit betrifft dies auch die aktuelle “Amazonas-Synode” im Vatikan, über die in medial meist nur zu Themen wie “Erneuerung der Kirche” usw. berichtet wird. Anders auf katholischen und christlichen Medienseiten und unter Gläubigen, die in diesem Zusammenhang von einem regelrechten Skandal sprechen. Grund sind zwei nackte Figuren von schwangeren Frauen aus Südamerika während der Synode, die im Vatikan geradezu angebetet und verehrt wurden. Von Schamanen und der Kirche selber. Für viele Gläubige hielt hier Heidentum, Götzendienst, Teufelszeug und Hokuspokus Einzug in den Vatikan. Sogar von einer “Täuschung des Vatikan” selbst wird gesprochen, wie Ihr es in diesem Beitrag lesen könnt.


Streitfall Katholische Kirche

Die Katholische Kirche steht seit Jahren unter Druck. Unter enormen Druck. Nicht nur deshalb, dass ihr die Mitglieder und Gläubigen (oder solche, die sich dafür halten) in Scharen davonlaufen. Auch und vor allem Skandale, über die Medien weltweit immer wieder berichten, belasten den Vatikan und das Papsttum schwer.

In den Mainstreammedien fallen hierbei mehr als oft die Stichworte “Reformen”, “Erneuerung” oder “Modernisierung”. Offenbar die Hauptinteressenten der Allgemeinheit. Hinter den Kulissen sieht das aber häufig ganz anders aus. Und zwar bei christlichen und katholischen Internetseiten, Nachrichtendiensten, Medienseiten und News-Portalen, von denen es weltweit erstaunlich viele gibt. So sollte es allerdings auch nicht verwundern, dass hier Fragen rund um die Kirche weit mehr ins Detail gehen, als es in den üblichen Nachrichtensendungen der Fall ist.

Liest man auch auf diesen Nachrichtenseiten und vor allem in den dortigen Diskussionen, wird der Streit und Zwiespalt unter den Christen oder Gläubigen noch weit deutlicher, als es es durch den Mainstream den Anschein hat. Denn hier werden auch die kleinsten und geradezu winzigsten Details der katholischen Kirche und des Vatikan debattiert und auch kritisiert. “Antichrist” ist hierbei ein durchaus gängiges Schlagwort. Gemeint ist damit nicht selten der Papst selber! Er sei dieser “Antichrist”.

Andere sprechen davon, dass der Antichrist oder Satan Einzug in die Katholische Kirche genommen hat. Wieder andere lehnen den Vatikan oder auch das Papsttum sowie die Institution Kirche mit allen Facetten ganz ab. Auch (oder gerade?) wenn sie sich selber als Christen sehen. Von allen Seiten hagelt es Kritiken und Streitereien unter den Anhängern des Jesus Christus dort. Auch “Verschwörungstheorien” kursieren unter den Christen, was man sonst eher aus dem Bereich der Grenzwissenschaft, UFOs und Mystery kennt.

Und diese christlichen oder katholischen Verschwörungstheorien unter den Christus-Anhängern müssen sich keinesfalls hinter den üblichen Verschwörungen verstecken.

Die “Antichrist-Verschwörung”

Eine der verbreiteten Annahmen ist dabei die Ansicht, dass der Antichrist die Katholische Kirche übernommen oder manipuliert habe. Der Vatikan sei “abgefallen” und der viel beschworene Heilige Geist habe sich unlängst in Wohlgefallen aufgelöst. Auch von einer Verschwörung gegen die Kirche selbst wird viel diskutiert. Meistens mit dem Grundtenor, dass sich “Mächtige” gegen sie verschworen haben. Ihr Ziel sei deren Zerstörung und die Mainstreammedien würden durch ihre Berichterstattung hierbei blind mitspielen.

Macht, Gier, Geld und Intrigen haben die Kirche zerfressen, heißt es vielfach. Das Konstrukt Katholische Kirche sei längst nichts weiter als ein Unternehmen, das Milliarden Gelder scheffelt. Für “wahre Christen” und “Gläubige”, denn so bezeichnen sich ausnahmslos alle der Kritiker aus den eigenen Reihen, habe das dem Satan und Antichristen das Einfallstor geöffnet. Und immer wieder sehen sich diese Menschen in unzähligen Details, Handlungen und Aussagen der Kirche und ihrer Vertreter in ihren Annahmen bestätigt.

Es ist ein überaus leidenschaftlich geführter Streit, von dem die breite Öffentlichkeit direkt nichts mitbekommt. Außer dann, wenn es um die besagten “großen Themen” geht, zu dem sich dieser oder jener Kirchenvertreter in einem TV-Interview äußert.

Die “Antichrist-Verschwörung”, wenn man sie so nennen mag, findet für viele kritische Gläubige immer wieder ihre Bestätigung. Bei der riesigen und vor allem komplexen Institution Kirche eigentlich kein Wunder. Und vor genau diesen hier kompakt zusammengefassten Hintergründen muss man das sehen, was momentan für heftigen Streit unter den Katholiken sorgt.

Der Papst als Götzendiener

Auslöser des Streites war eine Zeremonie Anfang Oktober in den Gärten des Vatikan, bei denen ein “heidnisches Ritual” von Schamanen aus Südamerika zu Beginn der aktuellen Amazonas-Synode veranstaltet wurde. In Anwesenheit von Papst Franziskus und anderen hohen Würdenträgern der Kirche.

Hierbei haben Tänzer bzw. Schamanen zwei Figuren von nackten Frauen in den Mittelpunkt gestellt, die beide offensichtlich schwanger sind (s. Titelbild). Abgehalten wurde die Zeremonie von der “Globalen Katholischen Klimabewegung” und dem Pan-Amazonischen Kirchlichen Netzwerk REPAM. Auch der Franziskaner-Orden war mit verantwortlich, wie es die “Catholic News Agency” am 5. Oktober berichtete.

Weiter heißt es unter anderem:

Bei einer Veranstaltung in den vatikanischen Gärten am gestrigen Freitag wurden Beobachtern zufolge Darstellungen geschnitzter schwangerer Frauen beschworen, Tänze abgehalten und ein symbolischer Baum gepflanzt.

Eine Gruppe von Menschen, darunter offenbar einheimische Amazonas-Bewohner in ritueller Schamanen-Kleidung, Europäer in ziviler Kleidung sowie ein Franziskanerbruder, knieten und verbeugten sich im Kreis um Darstellungen von zwei halbnackten schwangeren Frauen und anderen Gegenständen in Anwesenheit des Papstes und Mitgliedern der Kurie, inmitten der Vatikanischen Gärten in Rom.

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Die Teilnehmer sangen und hielten Händchen, während sie im Kreis um die Bilder tanzten, in einem Tanz, der dem ‘pago a la tierra’ ähnelt, einem traditionellen ‘Opfertanz für Mutter Erde’, der in einigen Teilen Südamerikas unter indigenen Völkern üblich ist.

Auf einer Decke wurden anschließend Obst, Kerzen und geschnitzte Darstellungen platziert, vor denen sich der Kreis der Menschen verbeugte. Dann näherte sich eine Frau in Indianer-Kleidung dem Papst: Sie überreichte ihm einen schwarzen Ring.

Am Ende dieser “heidnischen Zeremonie” segnete Papst Franziskus offensichtlich eine dieser Figuren, als diese von Schamaninnen mit Rasseln zu ihm gebracht wurde, wie es auf Videos der Presse zu sehen ist. Als sei diese Götzenverherung noch nicht genug für viele Gläubige, wurden später diese Götzen feierlich während einer kleinen Prozession in den Vatikan bzw. Petersdom getragen.

Hokuspokus und Heidentum im Vatikan

“Hokuspokus in den Vatikanischen Gärten: Leichtgläubiger Franziskus spielt mit”, titelte beispielsweise Gloiria.tv direkt nach der Zeremonie. Weiter schreibt die christliche News-Seite entsetzt dazu:

Franziskus nahm am 4. Oktober an einem peinlichen heidnischen Ritual in den vatikanischen Gärten teil. Um die Gläubigen zu täuschen, wurde die Veranstaltung als “Weihe der Amazonas-Synode an den Heiligen Franziskus” bezeichnet.

Der Hokuspokus begann mit einem Tanz um eine Decke, die auf den Rasen gelegt wurde und ‘Mutter Erde’ symbolisierte. In der Mitte der Decke befanden sich Statuen zweier nackter Frauen und eines Mannes mit einer Erektion.

Eine Schamanin mit Federn im Haar erhob ihre Hände für eine Art ‘Anrufung’, während sich sechzehn Konzelebranten hinknieten und vor der Decke verneigten.

Franziskus saß in der Nähe, umgeben von Kardinälen, Bischöfen und normalen Menschen. Er schloss die Augen, als ob er ‘betete’. Schließlich schüttelte die Schamanin eine Rassel, ging zu Franziskus hinauf und veräppelte ihn, indem sie einige Zaubersprüche über seine Hände sprach.

Viele Katholiken sind darüber entsetzt und machen im Internet ihrem Ärger Luft. Ein User bei Gloria.tv kommentiert beispielsweise zum Papst und dem Ereignis, dass “der Typ vor nichts halt macht”. Er sei nichts weiter als ein “Betrüger” und “Götzendiener” und es sei ein “Skandal” und “Gotteslästerung”. Aussagen, die in dieser und ähnlicher Form auf unzähligen katholischen Seiten dieser Tage zu finden sind.

Andere Gläubige sehen das gelassener, auch wenn hier das Heidentum mit einer Muttergöttin oder der Göttin der Erde im Vatikan verehrt worden sein soll. Daran änderte auch nichts, dass die beiden Frauenfiguren als Mutter Maria und Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, interpretiert wurden. Zumal eine Pressekonferenz am 16. Oktober zur Amazonas-Synode den heidnischen Skandal um den Papst nicht besser machte.

“Heiden im Tempel”

Pater Giacomo Costa, ein Sprecher der Amazonas-Synode des Vatikan, erklärte in dieser Pressekonferenz, dass die nackte Holzfigur “nicht die Jungfrau Maria” sei. “Es ist eine indigene Frau, die das Leben repräsentiert”, hieß es gegenüber der “Catholic News Agency” am 16. Oktober. Sie sei auch “weder heidnisch noch heilig”. Andere Vertreter wollten sich gar nicht zu den Figuren äußern. Sicher um nicht noch Öl in das Feuer der aufgeregten Gläubigen zu geben.

Paolo Ruffini, Vatikanpräfekt des Dikasteriums für Kommunikation, wiederum gab an, dass Gläubige meinen hier “das Böse zu sehen, wo es kein Böses gibt”. Vieles in der Geschichte habe nun mal Spielraum für “viel Interpretationen”, so Ruffini weiter.

Faule Ausreden, denken einige. “Vatikan täuscht Unwissenheit über die Pachamama-Statue vor”, hieß es dazu beispielsweise. Und die Seite “Tradition und Glaube” spricht im Zusammenhang mit der feierlichen Überführung der Götzen in den Vatikan sogar von “Heiden im Tempel”. Einige erschrockene Christen scheuen auch nicht davor diesen Hokuspokus um die Götzen im Vatikan mit dem legendären Goldenen Kalb aus dem Buch Exodus zu vergleichen. Jene Götze, die das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten anfertigte und anbetete, als ihr Führer Moses 40 Tage und Nächte auf dem Berg war, um von Gott die Zehn Gebote zu empfangen.

Geendet hat dieser Abfall von Gott im 2. Buch Moses mit tausenden von Gott getöteten Ungläubigen, der Zerstörung der ersten Tafeln mit den Zehn Geboten und weiteren drakonischen Strafen des Herrn.

“Teufelszeug”: Im Christentum Alltag

Bisher fehlt eine eindeutige und klare Stellungnahme aus Rom, was es mit diesen Figuren auf sich hatte. Wenn es nicht die Mutter Gottes sein soll, dann doch wohl die “Mutter Erde” und damit ein heidnisches Bildnis. Ein Dämon, eine Götze, und damit fehl am Platz beim Papst und im Vatikan an sich.

Andere Gläubige beschwichtigen die zum Teil mit harten Worten geführte Diskussion im Netz. Sie verweisen zum Beispiel auf dem Umstand, dass sich Papst und Schamaninnen bekreuzigten. Also ein klares Zeichen und Bekenntnis für das Christentum? Auch das sehen wieder andere als Show des vatikanischen Antichristen. Allerdings ist den Meldungen und Berichten auch klar zu entnehmen, dass der Papst wohl selber von diesem teuflischen “Götzendienst” zur Eröffnung der Amazonas-Synode überrascht gewesen schien. Zumindest änderte er direkt das Protokoll. Statt seine vorbereitete Rede oder Erklärung vorzutragen betete er das Vaterunser.

Auch das ist für viele Schäfchen des Christentums nur eine Ausrede oder “Flucht nach vorne”.

Es ist erstaunlich, wie genau Christen oder angebliche Christen jedes Zucken im Vatikan beobachten und so oder so auslegen. Man möchte nicht in der Haut irgendeines hohen Vertreters der Kurier oder sogar des Papst strecken. Dennoch muss man klar unterstreichen, dass hier offensichtliche Symbole des angeblichen “Heidentums” der südamerikanischen Ureinwohner Einzug in den Vatikan gehalten haben! Auch wenn die Figuren ganz einfach als Symbol des Lebens angesehen werden können. Das scheint vielen Menschen aber schon zu viel zu sein.

Wohl aber nur in der westlichen Welt.

In Südamerika und vielen anderen Teilen der Welt ist es schlicht und einfach religiöser Alltag, dass dort das Christentum mit “heidnischen” Ansichten, Elementen und Ritualen vermischt existiert. Zum Beispiel in Peru mit spirituellen Weltanschauungen aus der Zeit der Inka. Oder in Mexiko mit religiösen Ansichten der Azteken oder Maya. Genaugenomen müssten all jene Christen, die aktuell Heidentum und Teufelszeug schreien, den bei weitem größten Teil der weltweit Christen verteufeln.

Sinngemäß könnte man auch sagen: Der Unterschied zwischen einer Sekte und einer “anerkannten Religion” besteht nur in der Anzahl ihrer Mitglieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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