^

Search Results for: Kritiker

Stonehenge: Eine „Landerampe für UFOs“? – Seltsame Aussagen von Kritikern der Prä-Astronautik

Teilen:
Stonehenge: Eine "Landerampe für UFOs"? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Stonehenge: Eine „Landerampe für UFOs“? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Bücher rund um Verschwörungstheorien und Fake-News boomen erneut seit einigen Jahren. Entweder als Widerlegung solche Theorien oder als Promoter derselben. In einem solchen Werk las ich jüngst auch einige seltsame Aussagen rund um Erich von Däniken und der Prä-Astronautik, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.


„Die Anhänger der Prä-Astronautik“

„Die Anhänger der Prä-Astronautik“ glauben oder verweisen auf so Einiges. Zumindest wenn es nach der TV-Serie „Ancient Aliens“ geht, in der immer wieder auf diese „Anhänger der Prä-Astronautik“ verwiesen wird. Sie scheinen schon ein lustiges Völkchen zu sein, diese „Anhänger der Prä-Astronautik“. Zumindest wenn man einige Folgen der US-Serie gesehen hat. Auf was diese alles verwiesen oder was sie glauben, ist fraglos erstaunlich.

Aber glauben sie auch, dass die Megalithanlage von Stonehenge einst als UFO-Landeplattform gebaut wurde? Namentlich: Glaubt das Erich von Däniken als bekanntester Vertreter der Ideen rund um Astronautengötter aus dem Kosmos? Denn genau das habe ich vor einigen Tagen in einem kritischen Buch zu Verschwörungstheorien und Fake-News gelesen. Erschienen 2020 unter dem Titel „Fake Facts“ der Autorinnen Katharina Nocun und Pia Lamberty. Ein durchaus interessantes Buch, auch wenn mich persönlich viele der geschilderten „Fake Facs“ der modernen Gesellschaft nicht interessierten.

Spannend waren hingegen die Ausflüge in die Welt der UFOs und UFO-Sekten bzw. einer solchen Sekte, wie es die Autorinnen nennen. Und später ging es dann im dem Werk auf relativ wenigen Seiten um Erich von Däniken und die Prä-Astronautik. Ziemlich allgemein und ohne Tiefe. Bis zu der Aussage: „sogar Stonehenge soll als Landerampe für UFOs gebaut worden sein“. Dies würde angeblich von Däniken behaupten und sei so im „Jungfrau Park“ in der Interlaken dargestellt. Jenem Park, in dem die Ideen der Astronautengötter bekanntlich in einer Art Freizeitpark dem breiten Publikum präsentiert werden.

Der „Götterschock“

Ich selber war mehrfach in dem Park, habe aber nichts dergleichen in Sachen Stonehenge sei eine „Landerampe für UFOs“ gesehen. Haben das wirklich irgendwo „die Anhänger der Prä-Astronautik“ behauptet? Oder eben von Dänikens selber? Habe ich es übersehen? Vorstellen kann ich es mir nicht. Auch die Quellenangaben in dem Buch an diesen Stellen – es sind nur zwei – geben diese Behauptung nicht her. Und es sind beides nur Online-Sekundärquellen.

Diesen scheint jedoch entnommen worden zu sein, dass von Däniken bei einem Vortrag „von einem drohenden ‚Götterschock‚ und massenhaften Selbstmord gewarnt“ habe, „sollten die Aliens Kontakt zu uns aufnehmen“. „Schließlich seinen wir darauf schlichtweg nicht vorbereitet.“ Genauso ist es auch! Nicht nur von Däniken behauptet das, sondern seit wenigen Jahren ist diese Behauptung salonfähig geworden. „Exo-Soziologie“ nennt man das neu-modisch.

Diverse Autoren, die allesamt nicht aus dem Bereich Prä-Astronautik oder UFOs kommen, haben darüber bereits geschrieben. Beispielsweise sind die Soziologen Michael Schetsche und Andreas Anton auf diesen Zug möglicher „Erstkontakte mit Aliens“ aufgesprungen und haben damit mediales Gehör gefunden. Vor allem auch zu der Frage, wie man sich auf einen Kontakt vorbereiten kann. Als jüngstes Beispiel ist sicher der Astronom Avi Loeb mit seinem Buch „Außerirdisch“ zu nennen, das ich Euch in diesem Video HIER vorgestellt habe. Loeb ist jener Astronom, der bei dem extrasolaren Objekt Oumuamua über eine außerirdische Technologie spekuliert. Auch ich selber als Autor des Phantastischen verweise in Bücher, Videos oder Online-Artikeln immer wieder auf solche mögliche Konsequenzen. Selbst von Seiten der Theologie und Kirche wird sich dahingehend längst Gedanken gemacht, was wäre wenn? …

In dem Buch „Fake Facts“ wiederum ist zu lesen, dass von Däniken mit diesen Gefahren eines Erstkontakt mit Außerirdischen eine „Drohkulisse“ aufbauen würde. Wovor „drohen“? Man sieht, dass es darauf ankommt, wer solche Bedenken eines Kontakts mit Aliens ausspricht. Bei Däniken sind es Drohungen – bei etablierten Wissenschaftlern fundierte Szenarien.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Podcast: Wenn sich Psychologen über Außerirdische, „Erick Däniken“ und Prä-Astronautik unterhalten …

Teilen:
Podcast: Wenn sich Psychologen über Außerirdische und Prä-Astronautik unterhalten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Podcast: Wenn sich Psychologen über Außerirdische und Prä-Astronautik unterhalten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Zu jedem Thema findet sich wahrscheinlich nirgendwo in den Weiten des Internet eine Podcast-Reihe. So auch zur „Psychologie“ bzw. eine Reihe, die drei entsprechende Mediziner betreiben. Ein Zufallsfund, da die drei Psychologen in ihrer aktuellen Folge sich dem Thema „Außerirdische“ angenommen haben. Natürlich aus Sicht der Psychologie. Kann das gut gehen? Hört selbst.


Außerirdische und andere Podcast

Podcasts sind beliebt und werden scheinbar auch immer beliebter. Zu allen möglichen und unmöglichen Themen finden sich online entsprechende Sendungen. Eine Form des Radio 2.0, in dem natürlich längst nicht nur über UFOs oder Grenzwissenschaft gesprochen wird. Grundsätzlich ist für jedes Interessengebiet etwas dabei. Da uns aber die Mystery Files und die Phänomene der Welt hier interessieren, stieß ich in zufällig auf einen Podcast zu dem Thema „Außerirdische“.

Online ging der Talk zum Thema Aliens und Leben im All am 26. November 2021 und er dauert rund 30 Minuten. Ein Podcast aus einer ganzen Reihe, die sich „Die Bamberger Psychokalypse“ nennt. Dies sei ein „Podcast zu wissenschaftlichen und methodischen Inhalten der Psychologie“, wie es die Selbstbeschreibung verrät. Wobei die Psychologie natürlich keine empirische Wissenschaft, sondern in weiten Teilen eine reine Interpretations-Medizin ist. Ähnlich wie die Theologie. Gerade deshalb, und aufgrund des sehr gut gewählten Namens „Psychokalypse“, macht der Podcast schon neugierig.

Teilnehmer sind der Psychologe Niklas Döbler vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre der Universität Bamberg sowie sein Universitäts-Kollege Dr. Marius Raab. Ebenfalls Psychologe. Verantwortlich für diese Podcast-Reihe ist Professor Dr. Claus-Christian Carbon. Er ist der Leiter des Institutes an der Bamberger Universität.

In diesem Podcast finden sich keine detaillierten Analysen von aktuellen Themen in Sachen Außerirdische. Auch das Thema UFO bzw. UAP wird nur in ein, zwei Sätzen angerissen. Kern ist, wie die Menschen das Thema intelligentes Leben im Kosmos interpretierten. Wie sie damit umgehen, was in unseren Köpfen angeblich dazu vorgeht und was TV und Kino uns dazu zeigen. Die Diskussion mag viele langweilen – gehört aber fraglos zum großen und ganzen Thema „Aliens“ dazu.

Und das es „sie“ irgendwo im Universum gibt, davon sind auch die Podcaster überzeugt.

UFOs und „ein Mann, der Däniken heißt“

Was der Podcast aber überaus deutlich zeigt, ist, dass die Teilnehmer überhaupt keine Ahnung von der Thematik haben, wie sie seit Jahrzehnten in einschlägigen Kreisen diskutiert wird. Über irgendwelche Entwicklungen zum Thema UAPs erfährt man nichts. Lediglich, dass UFO nicht gleich Alien ist, wie sie ganz richtig betonen. Etwas, das man nicht oft genug unterstreichen kann. Es wird jedoch praktisch nicht auf all die zahllosen Spekulationen über reale Außerirdische oder entsprechende Aussagen etc. eingegangen.

Offenbar sollte das auch nicht Sinn des Podcast sein. Obwohl gerade das aus „psychologischer Interpretations-Sicht“ sicher auch viele UFO-Freunde interessieren würde. Beliver ebenso wie Kritiker. Dennoch schneiden die drei Podcaster tatsächlich sogar die Prä-Astronautik an. Und zeigen dabei, dass sie von dem Thema nun wirklich nichts verstehen. So kommt ab etwa Minute 20:30 das Gespräch auf „einen Mann, der Däniken heißt.“ Den Vornamen kannte man nicht wirklich – man einigte sich schließlich auf „Erik Däniken“ statt richtigerweise Erich von Däniken.

Sichtlich schwer, sehr schwer, wird im Folgenden versucht die Idee der Prä-Astronautik zu beschreiben. Eine Aussage war, dass die Menschen „als Dank“ für die Hilfe der Astronautengötter „ihnen die Pyramiden gebaut“ haben.

Ich kenne nur diese eine Podcast-Folge und kann die Sendung nicht bei anderen Themen beurteilen. Denn es gibt diese Reihe bereits seit dem 11. Juni 2020. Bei der Durchsicht der zahlreichen Folgen war der Podcast „Außerirdische“ aber wohl der erste dieser Art zum Thema. „In den unendlichen Weiten des menschlichen Geistes verlieren“ wolle man sich laut Beschreibung der Serie. „Immer mit dabei sind die Leidenschaft für die Psychologie und ihre Anwendung“, so schreiben Döbler, Carbon und Raab.

Ob ihnen das beim Thema „Außerirdische“ gelungen ist, könnt Ihr selber HIER hören.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , <

Weltraumprogramm „Artemis“: Die NASA-Träume von einer Mondlandung der USA werden sich um Jahre verschieben

Teilen:
NASA-Träume von einer Mondlandung der USA werden sich um Jahre verschieben (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
NASA-Träume von einer Mondlandung der USA werden sich um Jahre verschieben (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Vor wenigen Jahren gab die USA bekannt, dass sie mit dem Weltraumprogramm „Artemis“ der NASA schon bald Menschen auf den Mond schicken werden. doch jetzt gab die US-Raumfahrtbehörde bekannt, dass sich die geplante Mondlandung voraussichtlich um einige Jahre verschieben werde. Grund sind technische Probleme.


Die Mondlandungen der NASA

Irgendwie war es zu erwarten, dass die NASA ihre ehrgeizigen Pläne einer bemannten Mondlandung mit dem Programm „Artemis“ nicht einhalten werden kann. Denn schon im Jahr 2024, so die optimistischen Planungen, sollten wieder Menschen auf dem Mond landen, worüber auf Mystery Files bereits berichtet wurde. Oder, um mit den Worten der zahlreichen NASA- und Mondlandung-Skeptiker zu sprechen, erstmals auf den Mond landen (s. a. Videos HIER).

Das Raumfahrtprogramm „Artimis“ steckte die Pläne für Reisen zum Mond auch zeitlich sehr hoch. Unter Ex-Präsident Donald Trump im März 2019 ins Leben gerufen, sollte unter anderem mit diesen Mondlandungen und Technologien die Vormachtstellung der USA im Weltraum gesichert bzw. ausgebaut werden. Doch Trump und die NASA hatten sich deutlich überschätzt, auch wenn eine internationale Zusammenarbeit angestrebt wurde.

Schon früh hatten Kritiker ernsthafte Zweifel daran, dass der Zeitplan von „Artimis“ und dem zugehörigen Raumschiff „Orion“ einzuhalten sei. Und diese Stimmen wurden seit 2019 immer lauter, da es bei zahlreichen großen und kleinen Details Probleme und Verzögerungen gibt. So versagte beispielsweise die geplante Mondrakete bei einem Test am 16. Januar 2021 auf dem Prüfstand vollständig, wie HIER berichtet.

Es fehlt aber auch an der Astrüstung der Astronauten. Erst am 10. August 2021 veröffentlichte der Rechnungshof des Büros des NASA-Generalsekretärs einen 41-seitigen Bericht (Report No. IG-21-025) über die „Entwicklung von Raumanzügen der nächsten Generation“.

Mondlandung derzeit „nicht machbar“

Demnach habe die Prüfung ergeben, dass nicht nur mehr als eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung neuer und erforderlicher Raumanzüge gesteckt werden. Ebenfalls stellte das „Office of Inspector General“ der NASA fest, dass „frühestens im April 2025“ die ersten zwei Raumanzüge fertig sein werden. Da sollten längst Astronauten auf dem Mond gewesen sein. Die Konsequenz ist in dem NASA-Papier damit eindeutig:

Angesichts dieser erwarteten Verzögerungen bei der Entwicklung von Raumanzügen ist eine Mondlandung Ende 2024, wie die NASA derzeit plant, nicht machbar.“

Es fehlen der Raumfahrtbehörde aber nicht nur die neuen Anzüge, sondern auch die Raketen. Die geplante Rakete „Space Launch System“ (SLS) ist aktuell noch nicht mal fertig und sicher erprobt. Helfen soll das private Unternehmen „SpaceX“ von Elon Musk, dass bereits im April einen entsprechenden Auftrag bekam. Sie sollen die Trägerkarte „Starship“ für die anvisierte Mondlandung entwickeln. Rund 3 Milliarden US-Dollar lässt sich das die NASA kosten.

Erste Tests, etwa das Auftanken der Rakete im Erdorbit, werden wohl nicht vor dem Frühjahr 2022 machbar sein, glaubt die NASA. Schließlich muss Mensch und Maschine vor einem Flug zum Mond erprobt und eingespielt werden. Man muss schlicht mit der neuen Technologie üben, um auch die Sicherheit der Raumfahrer nicht zu gefährden.

Vielleicht könnte so eine Landung auf dem Mond im oder ab dem Jahr 2026 realistisch sein, glaubt die Behörde in einem umfangreichen Bericht (Report No. IG-22-003) vom 15. November 2021. Warten wir mal ab.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

UFOs: US-Geheimdienst-Chefin will Außerirdische hinter UAPs nicht ausschließen – wie auch? (+ Videos)

Teilen:
UFOs: US-Geheimdienst-Chefin will Außerirdische hinter UAPs nicht ausschließen (wie auch?) (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs: US-Geheimdienst-Chefin will Außerirdische hinter UAPs nicht ausschließen (wie auch?) (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Und wieder macht das Thema UFOs bzw. UAPs in hohen Kreisen der US-Regierung die Runde. Diesmal äußerte sich US-Geheimdienst-Chefin Avril Haines bei einem Meeting dazu, bei dem es unter andere um Frage nach unserer Zukunft im Universum und Leben im All ging. Was sie sagte und was das für ein Meeting war, erfahrt Ihr hier.


UFOs sind real – und vielleicht außerirdisch

Die Liste all derer, die irgendwas sinnvolles oder auch sinnloses zum Thema UFOs sagen, wird immer länger. Dabei sind Prominente oder andere in der Öffentlichkeit stehende Personen nicht mal berücksichtigt. Wohl aber hochrangige Akademiker, Politiker, Wissenschaftler oder Regierungsangehörige. Vor allem in den USA und damit in englischsprachigen Medien ist das Thema UFOs und auch Außerirdische seit nunmehr 4 Jahren bekanntlich auch für den Mainstream wieder on vogue.

Dazu findet Ihr eine kleine Auswahl an YouTube-Videos von Mystery Files am Ende angefügt.

Doch die Liste all derer, die irgendein Statement zum Thema UFOs, UAPs oder sogar unbekannte Flugobjekte im Sinne eines Phänomens von Aliens hat einen Nachteil: Egal wie „hochkarätig“ die jeweilige Person ist oder mal war – handfeste Beweise legte niemand von ihnen vor! Einige, die zum Beispiel sagen, dass eine außerirdische Intelligenz hinter dem UFO-Phänomen steckt, taten dies beispielsweise aus persönlicher Überzeugung. Abseits ihres Amtes oder ihrer Funktion „glauben“ sie, dass es so ist.

Genau darauf stürzen sich die Kritiker der UFO-Szene. Sie unterstreichen es gerne und vielfach, vergessen aber eines. Bis vor einigen Jahren oder weniger Jahrzehnten war es undenkbar, das diese Personen sich positiv zum UFO-Phänomen äußerten. Positiv in dem Sinne, dass diese eingestehen, dass es ein unerklärliches Phänomen im Luftraum gibt. Oder sogar, dass sie irgendwas von Aliens aus dem Kosmos dahinter vermuten.

Wie etwa erst kürzlich der Chef der NASA Bill Nelson, wozu Ihr HIER ein (Mitglieder-)Video findet.

„Unsere Zukunft im Weltraum“

Das Thema scheint in vielen Ländern seinen „Pfui-Bah-Status“ nach und nach zu verlieren. Auch in der Presse, Politik, Wissenschaft und den Mainstreammedien. Wobei hier Deutschland sehr hinterherhinkt. Hierzulande würde wohl ein sogenannten Shitstorm losbrechen, wenn sich öffentliche Personen aus Wissenschaft oder Politik in dieser Art udn Weise äußern würden. Hier beschränken sich in Berlin Phänomene, die etwas mit dem Luftraum zu tun haben, eher auf das Kürzel BER statt UAP oder UFO.

Es gibt aber auch Ausnahmen.

Wie sieht also die Zukunft der (staatlichen) UFO-Forschung aus? Und die Zukunft der Raumfahrt und Erforschung des Universums an sich? Dazu lud am 10. November 2021 David Ignatius von der „Washington Post“ hochrangige Gäste zum angesehenen „Ingatius Forum“ in die „Washington National Cathedral“ ein. Unter dem Motto „Unsere Zukunft im Weltraum“ diskutiert dort knapp zweit Stunden (s. 1. Video unten):

  • Avril Haines, Direktor des Nationalen Geheimdienstes der USA
  • Jeff Bezos, Gründer von „Amazon“ und Gründer des privaten Raumfahrtunternehmens „Blue Origin“
  • Avi Loeb, Harvard-Astronom, der durch seine Thesen zu „Oumuamua“ berühmt wurde und mit dem „Galileo-Projekt“ nach UFOs suchen will (Video HIER)
  • Bill Nelson, NASA-Administrator, der sich kürzlich postive zum UFO-Phänomen äußerte (Video HIER)
  • David Wilkinson, Astrophysiker und Theologe der Durham University

Über die Hintergründige dieser Diskussionsrunde hieß es vom „Ingatius Forum“ :

Der Weltraum ist die neue Grenze für die Menschheit. Die NASA plant eine neue Generation der Erforschung, Wissenschaftler diskutieren die Möglichkeit außerirdischen Lebens und Militärplaner entwickeln Waffen für den Weltraumkrieg. Was bedeutet dieser ‚Space rush‘ – in einem Moment, in dem Privatpersonen Raumschiffe starten und der Direktor des Nationalen Geheimdienstes einen Bericht veröffentlicht hat, in dem nicht identifizierte Luftphänomene bewertet werden? Wenn wir zum Himmel blicken, was bedeutet die Möglichkeit des Lebens ‚da draußen‘ für unser religiöses Leben?

„Etwas, das vielleicht außerirdisch sein könnte?“

Die Teilnahme von Avril Haines als Direktorin des Geheimdienstes der USA scheint hier eher ungewöhnlich. Jedoch sollte man bedenken, dass sie natürlich auch bei der Erstellung des „UFO-Berichtes des Pentagon“ in diesem Sommer beteiligt war (Video HIER). Auch wenn er – wie erwartet – für viele sicherlich mehr als enttäuschend ausfiel, wie im 2. Mystery Files-Video unten direkt nach der Veröffentlichung berichtet wurde.

Auf diesen kommt auch David Ignatius zu sprechen. Er fast die kurze UFO-Akte des Pentagon von Haines und die darin enthalten Fakten kurz zusammen und fragte sie nach ihren persönlichen Ansichten. Und den Schlussfolgerungen, die aus diesen Untersuchungen bzw. Bericht hervorgehen, da immerhin von „ungewöhnlichen Flugeigenschaften“ der UFOs berichtet wurde und dutzende durch verschiedene Sensortechnologien erfasst wurden.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Haines unterstreicht in ihrer Antwort, dass klar sei, dass wir eben nicht alles verstehen. Deshalb sollte der Bericht darlegen, ob für die USA eine Bedrohung von diesem Phänomen ausgehen. Ob die nationale Sicherheit Amerikas in irgendeiner Art in Gefahr ist. Angesprochen auf die Kategorisierung „Andere“ in dem UFO-Bericht, sagte sie, dass von vornherein klar war, dass man nicht alle UFO-Sichtungen in Kategorien einordnen oder überhaupt verstehen kann.

Es fehle aber auch, so Haines weiter, an Datenmaterial bzw. bei den großen Mengen an Informationen, die mit Berücksichtigen finden müssen, die Analysemethoden verbessert werden. Die hauptsächliche Konzentration des US-Kongresses bei diesem Bericht fragen fragen der Flugsicherheit und mögliche Maßnahme zur Abwehr von Spionage. Dennoch stelle sich dabei aber auch „immer die Frage“: „Gibt es etwas anderes, das wir einfach nicht verstehen, etwas, das vielleicht außerirdisch sein könnte?“, so Haines.

Die Zukunft wird es zeigen …

Hier hackte Ignatius nochmal nach.

Er wollte wissen, was die USA unternehme, um dieses Phänomen zu ergründen. Oder wir vielleicht sogar „beobachtet“ werden. Heines führt daraufhin aus, dass beim Phänomen der UAPs eigentlich genauso vorhergegangen wird, wie immer. Daten sammeln, technische Aufzeichnungen diverser Sensoren auswerten oder auch den Kontext einer jeweiligen Sichtung analysieren. Immer aber mit der Frage verbunden, ob bisher unbekannte Dinge mit einer Sichtung im Zusammenhang stehen könnten. Dies sei ein Standard.

Dennoch bleiben vielfach Fragen, weshalb man stets sehr bemüht ist, alles zu identifizieren. Sie weiß nicht, ob wir beobachtet werden oder nicht. Diese frage sei weiterhin vollkommen offen. Möglicherweise muss man bei einigen gesichteten Phänomen letztlich passen, so dass hier die Wissenschaft bei der Identifizierung gefragt sei. Konkret nennt sie dabei Bill Nelson und die NASA. „Weitere Möglichkeiten“ bisher nicht zu identifizierende Sichtungen letztlich doch zu erklären könnte also die Zukunft der Forschung liefern.

Bei all dem vielen gesagten, wurde im Grunde nichts gesagt. Man weiß es schlicht nicht. Aber, und dies wird in Erinnerung bleiben, die Direktorin des US-Geheimdienstes kann nicht ausschließen, dass sich hinter einigen Begegnungen, Ortungen und Sichtungen von UFOs Außerirdische stecken. Genau das sollte uns zu denken geben! Wie sollte sie es aber auch verneinen können, wenn man eben nicht weiß, was es ist?

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 11. November 2021 auf Washington National Cathedral

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 26. Juni 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 11. November 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 26. Juli 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Mitglieder-Video vom 25. Oktober 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , <

Der seltsame Fall von „Zug Nr. 1702“ 1985: Ein UFO schleppte über eine Stunde lang einen 1.600 Tonnen schweren Güterzug: War es die Venus?

Teilen:
Der UFO-Vorfall von "Zug 1702" 1985: Ein unbekanntes Objekt schleppt über eine Stunde einen 1600 Tonnen schweren Güterzug! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der UFO-Vorfall von „Zug 1702“ 1985: Ein unbekanntes Objekt schleppt über eine Stunde einen 1600 Tonnen schweren Güterzug! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFO-Sichtungen haben die verschiedensten Auslöser. Eine natürliche Ursache für die Sichtung eines unbekannten Objektes am Himmel ist dabei der Planet Venus. Eine Erklärung, die in in der UFO-Forschung schon als der Klassiker angesehen werden kann. Doch 1985 ereignete sich in der damaligen Sowjetunion ein im Westen kaum bekannter UFO-Vorfall mit einem Güterzug, der mehr als eine Stunde dauerte. Hier spielte ein leuchtender „Ball“ regelrecht Katz und Maus mit einem Zug, der auf wundersame Weise von der „Kraft“ des Objektes sogar in seiner fahrt beeinflusst wurde. Später erklärten Mystery-Forscher diesen erstaunlichen UFO-Fall mit einer ungewöhnlichen Erscheinung der Venus. Kann das stimmen? Was damals unglaubliches geschehen ist, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Die Venus als UFO

„Das war kein UFO, das war die Venus.“ Diese skeptische Erklärung für gemeldete UFO-Sichtungen ist heute längst zu einem „running Gag“ innerhalb der UFO-Szene geworden. Denn die „Venus-Erklärung“ für beobachtete UFOs ist heute längst zu einer Art Synonym dafür geworden, dass Kritiker vermeintlich jedes UFO mit dem Planeten Venus erklären. Oder besser weg-erklären. Auch wenn es in der Tat UFO-Meldungen gibt, die durch den Planeten Venus gelöst werden können.

Doch ein UFO-Fall auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR aus dem Jahr 1985 klingt so gar nicht nach einer Verwechselung mit der Venus. Obwohl dieser im Westen fast unbekannt ist, wurde er damals in der Sowjetunion viel unter Phänomene-Forschern diskutiert. Einige sprachen von einem sensationellen und gut bezeugten Fall. Andere wiederum von einem Irrtum – eben ausgelöst durch die helle Venus am dunklen Himmel und einer ganz bestimmten Wetterlage.

Eine Erklärung, die angesichts dessen, was sich ereignet haben soll, überaus verwundert. Zumindest wenn man den damaligen Presseberichten, Zeugenaussagen und Publikationen dazu trauen darf. Erst später kamen russische UFO-Forscher zu dem Schluss, dass hier verschiedene natürliche Umstände zusammentrafen. Das Ereignis ging als „Rätsel von Zug Nr. 1702“ oder ähnlich in die Geschichte der sowjetischen UFO-Forschung ein.

Was aber war damals gesehenen?

Das UFO von Güterzug Nr. 1702

Alles begann am Abend des 17. Februar 1985 in der Region Karelien in der damaligen Sowjetunion. Die beiden Lokführer Sergei Orlov und Viktor Mironov steuerten ihren Güterzug Nr. 1702 der  „Oktjabrskaja-Eisenbahn“ mit insgesamt 70 (leeren) Waggons durch die Dunkelheit entlang einer gewöhnliche Strecke über Petrozavodsk und Suojarvi nach Kostomuksha. Plötzlich, gegen 20.35 Uhr, als der Zug Richtung Bahnhof Essoila bei Kilometer 456 fuhr, bemerkten die beiden Fahrer ein sonderbares Licht am Himmel.

Dieses Licht schien die Form einer Kugel zu haben, bewegten sich parallel zu ihrem Zug und sandte teilweise einen kegelförmigen, weißen Lichtstrahl auf die Erde. Sie schätzten die Entfernung auf rund 200 Meter. Der Ball selber habe bei der Beobachtung bis zu einem Meter Durchmesser gehabt. Nach anderen Aussagen sogar mehrere Meter. In einem offiziellen 15-seitigen Untersuchungsbericht bzw. Interview mit den Zeugen ist hingegen nur von 30 Zentimetern die Rede. Durchgeführt wurde eine solche Befragung etwa am 4. März 1985 von G. Sorokin, dem Sekretär des Vorstands des Journalistenverbandes der Karelischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik.

Nur kurz darauf flog die Lichtkugel über den Zug mit seinen beiden Lokomotiven hinweg und schien in nur 50 bis 100 Metern Entfernung vor dem Zug der beiden Zeugen zu landen. Zumindest sahen sie, wie sich das „Ding“ vor ihren Zug stellte, so dass sie direkt drauf zu fuhren. Um eine Kollision zu vermeiden stellte Orlov die Motoren ab und bremste seinen Güterzug. Doch das 1.559 Tonnen schwere Gespann verlangsamte nicht oder nicht wie gedacht. Wie durch eine „magische“ oder „unsichtbare“ Kraft schien der Zug nach vorne gezogen zu werden.

Der Zug nährte sich nun dem Bahnhof von Novye Peski, deren Stationswärterin Zoya Grigorievna Panshukova über Funk von den beiden Lokführern über das Ereignis informiert wurde. Da sie den Funkspruch nicht genau verstehen konnte, ging sie hinaus, um auf Zug 1702 zu warten. Zu ihrer Verwunderung sah auch sie eine seltsame Lichtkugel und ein Objekt „wie ein umgedrehtes Becken“, die vor dem Zug herzufliegen schienen.

Ein fliegender Lichtball

Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Zug mit etwa 60 Stundenkilometern. Panshukova hatte keine Ahnung, was da auf ihre Station zu gefahren kommt. Sie gefürchtet sogar, dass die leuchtende Kugel oder der strahlende Ball mit ihrer Station kollidieren würde! Soweit kam es jedoch nicht. Als Zug 1702 die Station erreichte, änderte das Objekt die Richtung und der Güterzug fuhr unbehelligt an ihrer Bahnstation vorbei.

Bereits vor der Durchfahrt am Bahnhof Novye Peski versuchte Orlov einen Test der Bremsen. Einen sogenannten Wintertest, da im Bahnhof eine Geschwindigkeitsbesenzug galt. Tatsächlich bremste der Zug – beschleunigt aber aus unbekannten Gründen wieder. Dafür machten die Bahnangestellten das unbekannte Flugobjekt verantwortlich.

Damit war diese unheimliche Begegnung von Sergei Orlov und Viktor Mironov aber noch nicht vorbei. Kurz danach flog der Lichtball wieder auf den Zug zu, der dabei seine Geschwindigkeit um rund 50 Prozent verringerte. Das geschah so ruckartig, dass die beiden Fahrer gegen die Windschutzscheibe ihrer Lok geschleudert und verschiedene Gegenstände in ihrer Kabine herumgeschleudert wurden.

Im Bahnhof von Zaszava hielten Orlov und Mironov. Dabei verschwand der „Ball“ hinter den Bäumen eines nahen Waldes. Am Zug selber stellten sich augenscheinlich keinerlei äußere Schäden fest. Allerdings erlitten die beiden Lokführer einen Schock. Zusammengenommen hat das gesamte Ereignis mit dem strahlenden Ball fast 80 Minuten gedauert und zog sich über rund 50 Kilometer Bahnstrecke hin. 300 Kilogramm Diesel wurden dabei eingespart, wie die späteren Untersuchungen ergaben.

Ein seltsamer Fall

Am Bahnhof Suojärvi I (146 km von Petrozavodsk) übergaben die Fahrer ihren Güterzug. Zuvor war das unheimliche Licht um ca. 21.45 Uhr langsam aus den Blicken der Lokführer verschwunden.

Das Ereignis löste verständlicherweise eine Welle von Untersuchungen aus. Vor allem auch deshalb, da der Fahrtenschreiber der Lok den zeitlichen Ablauf der Fahrt aufzeichnete und dokumentierte. Das rief nicht nur UFO-Forscher wie Aleksey Popov auf den Plan, sondern auch die offiziellen Stellen der UdSSR. Orlov und Mironov sprachen im Nachhinein immer von einem Ball oder einer Lichtkugel, die für das Ereignis verantwortlich sei. Eine anderes Objekt, wie es Panshukova erwähnte, sahen sie nicht. Vielleicht konnten sie es aus dem Inneren ihrer Lok auch nicht sehen.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Die Eisenbahner waren aber nicht allein. Denn schon zuvor wurde diese Erscheinung am Bahnhof Kutizhma beobachtet. Das Petrozavodsk-Phänomen war eine reale Beobachtung, da waren sich die Ermittler und offiziellen Stellen sicher. Ihre heute freigegeben Dokumente zeigen, dass sie nicht zweifelten, dass die Zeugen etwas erlebten und beobachteten.

Woher diese leuchtende Kugel kam oder was sie war, darüber wurde sehr schnell spekuliert. Selbst Kugelblitze wurden als Ursache vermutet, die aber wohl kaum über derart lange Zeiträume gesehen werden. Kugelblitz sind ein sehr kurzlebiges Phänomen. Sie erscheinen auch nicht mehrfach hintereinander an verschiedenen aber dennoch lokal sehr begrenzen Gebiet, wie es bei dieser Bahnfahrt des Phantastischen der Fall war.

Selbst das Programm SDI („Strategic Defense Initiative“) der USA kam ins Gespräch. Ein Weltraumverteidigungsprogramm unter den damaligen Präsidenten Ronald Reagan, das dieser 1983 ins Leben rief. Ein Abwehrschirm im All gegen Raketen der Sowjets. Und natürlich wurde über Außerirdische diskutiert, die aus unerfindlichen Gründen hier irgendwelche „Manöver“ oder Ähnliches durchführten. Auch von einer reinen ufologischen Legende wurde im Nachhinein gesprochen, die sich aus den vorhandenen Fakten entwickelte.

Nur die Venus?

Es gab in diesen Wochen dutzende UFO-Sichtungen in der Region. Der Fall von Zug Nummer 1702 ist nur einer aber mit Abstand der spektakulärste Vorfall. Sämtliche zur Verfügung stehenden Daten wurden im Nachhinein von den Untersuchungsbehörden und Forschern zur Klärung dieses Falles herangezogen. Etwa die Wetterdaten der meteorologischen Station in Petrosawodsk. Luftfeuchtigkeit, Bodentemperatur, Luftdruck, Lufttemperatur, Wasserdampf, Bewölkung, Wind, Niederschlag und vieles mehr flossen in die Untersuchungen ein. Und natürlich der Sternenhimmel zur fraglichen Zeit, der angeblich letztlich auch die Lösung brachte.

Verschiedene Mystery-Ermittler kamen zu dem Ergebnis, dass die Lokführer die Venus gesehen haben, die zu dieser Zeit ungewöhnlich hell am Himmel strahlte. So etwa verweist Konstantin Khazanovich in seiner Arbeit „UFOs: Außerirdische Schiffe oder Beobachterfehler?“ darauf, dass die meteorologischen Daten des Abend vom 17. Februar 1985 darauf hinweisen, dass die strahlende Venus in den Wolken und dem Dunst in der Atmosphäre sogenannte Halos verursachte. Leuchtende Ringe und Strahlen, die durch Lichtbrechungen entstehen. Diese strahlende oder glühende Erscheinung der Venus wurde von den Lokführern falsch gedeutet. Auch andere Zeugen im Januar und Februar 1985 hätten dieses mit UFOs verwechselt.

Auch die Richtungsänderungen des Objektes können so erklärt werden, vermuten die russischen UFO-Forscher Jahre nach dem UFO-Fall. Sie vermuten, dass der Streckenverlauf der Gleise und damit des Zuges 1702 dafür verantwortlich war. So erschien es den Fahrern, dass das Objekt am Himmel seine Position änderte oder zwischenzeitlich verschwand. Zum Beispiel wenn Bäume und/oder Höhenunterschiede ihnen die Sicht auf das „Venus-UFO“ nahmen.

„Massensichtungen“ der Venus

Die Ermittler vermuten nicht nur einfach einen ringförmigen Halo um die strahlende Venus in der Atmosphäre. Die damalige Wetterlage sei prädisponiert für die Bildung von „Kronen“ und „Lichtsäumen“ um oder an einem solchen Halo um den Himmelskörper im Zentrum. Dies hätten die Zeugen als Lichtstrahl wie von einem Scheinwerfer gedeutet. 

Sämtliche Bewegungen des UFOs relativ zum Gleis und zur Lokomotive der beiden Zeugen würden sich durch Winkelverschiebungen der Venus im Sichtfeld bei Kurvenfahrten erklären. So gab es beispielsweise vor dem Bahnhof Novye Peski eine leichte Linkskurve und daraufhin eine Rechtskurve. Dies ließ die Fahrer denken, dass sich der leuchtende Ball vor dem Bahnhof entfernt und danach wieder kam und sich sogar vor der Lokomotive positionierte.

In seiner Analyse kommt Khazanovich weiter zu dem Schluss, dass viele Menschen in der Region durch UFO-Berichte einige Jahre zuvor bereits für das Thema sensibilisiert waren. In den Jahren 1977 und 1978 erschienen in karelische Zeitungen Artikel über UFO-Beobachtungen. Was aber immerhin 7 bis 8 Jahre vor dem Fall um Zug Nummer 1702 war.

Er listet dazu eine ganze Reihe Meldungen der Monate Januar und Februar 1985 auf, die seiner Meinung nach auf die Venus zurückzuführen waren. Er spricht sogar von „Massensichtungen“. Die angeblich unerklärlichen Geschwindigkeitsänderungen des Zuges Nummer 1702, die die Fahrer mit dem Objekt am Himmel in Verbindung brachten, kann Khazanovich indes nicht erklären. Und warum der Güterzug 300 Kilogramm weniger Diesel für die Fahrt benötigte, erwähnt er nicht.

Auch wenn längst nicht alle Fragen um diesen äußerst ungewöhnlichen UFO-Fall geklärt sind, zeigt die Vergangenheit, das Halos oft als ungewöhnliche Erscheinungen angesehen wurden.  Vor allem in alten Chroniken und auf Flugblättern wurden solche Himmelszeichen oder Wunderzeichen immer wieder dokumentiert und meist religiös gedeutet. Auf meinem YouTube-Kanal „Mystery Files“ wurde das in zahlreichen Videos bereits diskutiert.

Ob aber außergewöhnliche Venus-Halos, vermischt mit einer falschen Beobachtung und einer medialen Sensibilisierung für das UFO-Thema Jahre zuvor, der Weisheit letzter Schluss sind?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , <

Eine fliegende UFO-Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln?

Teilen:
Eine fliegende Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln? (Bild: gemeinfrei)
Eine fliegende Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln? (Bild: gemeinfrei)

Weltweit berichtete im Herbst 1989 die Presse über einen spektakulären UFO-Fall in der damaligen UdSSR. Denn die Sowjets gaben offiziell bekannt, das in der Stadt Woronesch ein Kugel-UFO mit außerirdischen Riesen an Bord gelandet sei. Ein medialer Hype brach aus. Doch schon im Juni 1976 kam es zu einem ähnlichen Fall auf den Kanarischen Inseln. Hunderte Zeugen sahen seltsame Leuchterscheinungen und UFOs am Himmel über den Insel. Einige ein riesiges, durchsichtiges UFO landen, in dem sich zwei fremdartige Riesen befanden. Ein unglaubliche Geschichte, die viele Kritiken und Zweifel nach sich zog, wie Ihr es in diesem Blog-Artikel erfahrt.


UFO-Landung in Woronesch – und „Riesen aus dem All“

Im Herbst 1989 sorgte ein UFO-Bericht aus der damaligen Sowjetunion weltweit für spektakuläre Schlagzeilen. Von „Time“, über „Der Spiegel“ bis „Moscow News“ wurde darüber berichtet, nachdem die staatliche UdSSR-Nachrichtenagentur „TASS“ eine UFO-Landung in einem Park in Woronesch verbreitete. Demnach sei eine Kugel vom Himmel gekommen, aus der riesige Außerirdische stiegen, die sich zahlreichen Zeugen im Park zeigten. „Die Außerirdischen waren drei oder sogar vier Meter groß, aber mit sehr kleinen Köpfen“, hieß es etwa in den „AP News2 vom 9. Oktober 1989 in einem Beitrag von John Iams.

Russische Wissenschaftler übernahmen die Untersuchungen der UFO-Vorfälle mit den fremdartigen Riesen von den Sternen und waren sicher, dass hier ein reales Ereignis stattfand. Lt. Sergei A. Matveyev, ein UFO-Polizist aus Woronesch, betonte zum Beispiel, dass die Landung der Riesen am 27. September 1989 „keine optische Illusion“ war. Vielmehr sahen Zeugen, wie „ein pinkfarbendes Licht am Himmel schien“ worauf sie dann „eine Kugel von tief-roter Farbe mit einem Durchmesser von etwa 10 Metern“ landen sahen.

Daraufhin liefen zahlreiche weitere Personen zum Ort der Landung „und sie konnten deutlich eine Luke im unteren Teil des Balls und einen Hominiden in der Öffnung sehen“. So Esther B. Fein am 11. Oktober in einem Artikel in der „New York Times“, in der die russische Zeitung „Sovetskaya Kultura“ zitiert wurde. Panik brach aus, bis die Riesen vom Himmel wieder mit der leuchtenden Kugel davonflogen. Bei den Untersuchungen der Landestellen konnten die Ermittler angeblich auch Spuren sichern, wie aus der Sowjetunion gemeldet wurde.

Eine riesige, durchsichtige Kugel über den Kanaren

Medien weltweit nahmen in der Folge jede neue Information und Meldung aus der bereits zerfallenden UdSSR dazu auf. Der Blätterwald hatte seine Schlagzeilen und UFO-Kritiker sprachen direkt ohne jegliche Überprüfung von Unsinn und „verrückten Russen“.

Woronesch und die gesamten damaligen Vorfälle gingen in die Chroniken der UFOs und  UFO-Forschung ein. Für die einen als riesen Bluff und Unfug, für die anderen als reales Ereignis einer ausgesprochen sonderbaren UFO-Landung. Der Landung einer Kugel mit Riesen.

Ein UFO-Fall 13 Jahre vor Woronesch auf den Kanaren schaffte es nicht jedoch nicht in die globale Presse. Nur vereinzelt brachten zum Beispiel deutschsprachige Boulevardmedien wie „Bild am Sonntag“, „Blick“, „Krone“ oder „Bild“ Ende Juni 1976 Berichte über die sonderbare Geschichte. „Riesiges UFO gelandet! Hunderte von Touristen sahen es!“, titelte etwa die „Blick“ am 28. Juni 1976. Obwohl diese Begegnung der anderen Art eine ganze Reihe Parallelen zum Ereignis in Woronesch Jahre später zeigte. Und dabei auch mit verschiedenen Himmelserscheinungen der Antike und des Mittelalters vergleichbar ist, über die alte Chroniken und Dokumente immer wieder berichten.

Geschehen ist es am 22. Juni 1976 ab etwa 21:30 Uhr auf den Kanarischen Inseln und wurde Teil der UFO-Akten der spanischen Luftwaffe im Luftfahrtministerium in Madrid. Dokumentiert haben dieses verstörende wie umstrittene Ereignis vor allem Jesus Maria Sanchez und Gordon Creighton in ihren Beiträgen in der „Flying Saucers Review“ (vol. 23, Nr. 3, Oktober 1977) ein Jahr später.

Bis zu drei Meter große Außerirdische

Demnach war der Arzt Dr. Francisco-Julio Padron León in Begleitung von Santiago del Pino und Francisco Estévez abends mit dem Taxi unterwegs. Bis sie plötzlich eine rätselhafte, durchsichtige Kugel über den Boden schweben sahen, die sich nur 60 Meter (anderer Quellen sprechen von 15 bis 20 Metern – s. unten) von ihnen entfernt befand. Eine „perfekte Kugel, so perfekt, wie mit einem Kompass gezeichnet, mit einer sehr schönen grauen oder hellblauen Peripherie“, so die Zeugen.

León konnte seinen Augen nicht trauen, „aber es war Tatsache“, wie er berichtete. Im Inneren der gewaltigen Kugel selber wiederum befanden sich „zwei seltsame und riesige Wesen“ in rötlicher Kleidung. Das Objekt an sich war transparent, „perfekt sauber“ und „die Sterne am Himmel dahinter“ waren durch sie hindurch zu sehen. Es sah nicht metallisch aus, eher wie Glas oder eine Seifenblase, so die Zeugen 1976.

Im Durchmesser sei die Kugel groß „wie ein zweistöckiges Haus“ gewesen und im Inneren konnte man eine silberne Plattform mit „einigen Konsolen“ erkennen. Auf dieser standen die riesigen Humanoiden. Es waren keine „Ecken oder rechte Winkel“ an den Schalttafeln auszumachen, alles war rund (s. Interpretationen im Titelbild). „Wir waren über die enorme Größte der Wesen erstaunt: Bestimmt 2,80 oder 3 Meter“, so Dr. León, der weiter über ihr Aussehen berichtete:

Sie trugen schwarze ‚Taucherhelme‘ und ihre Kleidung, die sehr eng anliegend war, war von einem Rotton, den ich in meinem Leben noch nie gesehen habe. Ihre Hände schienen in großen, ebenfalls schwarzen Kegeln eingeschlossen zu sein. Ich konnte nirgendwo ein Zeichen von Fingern sehen. Die beiden Wesen standen einander gegenüber, bewegten ihre Hände und drehten die Hebel. Sie waren für uns im Profil. Was mich persönlich verblüffte, war die unverhältnismäßige Größe des hinteren Teils ihrer Köpfe.“

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Verschwunden ist das Objekt nicht minder rätselhaft. Plötzlich habe es gewaltig an Größe zugenommen, bis es den Durchmesser eines Hauses mit 20 Stockwerken hatte und mit einem schrillen Pfeifen in Richtung der Insel Teneriffa raste:

Ich bemerkte, dass etwas bläulicher Rauch aus dem durchscheinenden Zentralrohr in der Kugel kam, der den Umfang des inneren Teils der Kugel bedeckte und zu keiner Zeit austrat. Dann wuchs die Kugel und wuchs, bis sie so groß war wie ein 20-stöckiges Gebäude, aber die Plattform und das Team blieben gleich groß; Es erhob sich langsam und majestätisch, und ich glaube, ich hörte ein ganz leises Pfeifen.“

Auch mehrere Einwohner von Las Rosa und andernorts auf den Kanarischen Inseln beobachteten das unbekannte Objekt bzw. seltsame Lichterscheinungen zu dieser Zeit.

Ermittlungen des spanischen Militärs

Vor allem wird in diesem Zusammenhang immer wieder die Besatzung des Schiffes „Atrevida“ als Zeugen genannt. Eine Korvette der spanischen Marine, sie sich zum Zeitpunkt der Sichtung 5,5 Kilometer vor Punta Lantailla auf der Insel Fuerteventura befand. Die Soldaten sahen von dort aus ein unbekanntes Etwas am Himmel, dass in Richtung Gran Canaria und Teneriffa flog. Die Dauer der gesamten Sichtung wurde von verschiedenen Zeugen der Inseln mit bis zu 40 Minuten angegeben.

Zu Anfang vermutete die Besatzung der „Atrevida“, dass es sich um Landescheinwerfer eines Flugzeuges handelt. Zu ihrer Verblüffung zeigte das Bordradar aber keine entsprechende Maschine in der Nähe. Den Lichtschein des Objektes konnte indes von der Besatzung klar auf der Meeresoberfläche und dem nahen Land gesehen werden.

Dutzende – andere sprechen von hunderten – Zeugen sahen das Licht bzw. UFO. Eine sogenannte Massensichtung, zu der das Militär Spaniens im Juli 1994 einen 101-seitigen Untersuchungsbericht (Expediente: 760622) freigab, der zuvor der Geheimhaltung unterlag. Inklusive einer Zeugenskizze der Riesen in ihrem Kugel-UFO.

Grundsätzlich waren die enthaltenen Informationen über die Sichtung bereits seit langem bekannt. Auch wenn der UFO-Bericht zuvor geheim war. Doch der spanische UFO- und Mystery-Autor Juan José Benítez konnte diese Dokumente bereits kurz nach den Ereignissen einsehen und veröffentlichte dazu bereits 1977 sein Buch „OVNIS: Documentos Oficiales del Gobierno Español“.

Kein geringerer als General Carlos Castro Cavero war es, der Benítez diese Papiere im Oktober 1976 zeigte. Auch aus eigenem Interesse, da Cavero selber von UFOs überzeugt war. Und auch selber bereits ein UFO mit seiner Familie und weiteren Zeugen gesehen habe. „Ein glänzendes Objekt“, das über eine Stunde „bewegungslos ganz hoch am Himmel“ hing, so der General. Seine „Familie und alle Arbeiter der Farm“, die er in nordspanischen Provinz Saragossa betrieb, konnten das Objekt beobachten.

Die UFO-Akten Spaniens

Cavero sah in dem UFO-Autoren Benítez wohl einen Mitstreiter oder kompetenten Gesprächspartner zu diesen Themen. Immerhin hat Benítez schon damals über alles geschrieben, was auch nur den Hauch des Mysteriösen umgab. Nicht selten mit sehr fragwürdigen Spekulationen und Themen.

General Cavero wiederum handelte inoffiziell und unter dem Vorbehalt, dass J. J. Benítez seine Quelle, also den General, bei einer Publikation nicht nennt. Angeblich habe der Autor „rücksichtslos diese Informationen verwendet“, wie es ein Dokument vom Januar 1979 besagen soll. Immerhin war Cavero bis 1976 militärischer Kommandant des Luftbereichs der Kanarischen Inseln.

In einem Interview mit Benítez, das unter anderem in seinem Buch „100.000 Kilómetros tras los Ovnis“ (1978) zu finden ist, bekräftigte General Cavero, dass er an außerirdische UFOs glaube. Auch sei er sicher, dass wir regelmäßig von diesen Außerirdischen besucht werden. Eine offizielle Meinung oder Stellungnahme des spanischen Militärs ist das natürlich nicht.

Viele Spekulationen kursieren um den UFO-Fall vom 22. Juni 1976 über den Kanaren - Die Bilder links stammen aus dem offiziellen Bericht der spanischen Behörden. (Bilder: gemeinfrei)
Viele Spekulationen kursieren um den UFO-Fall vom 22. Juni 1976 über den Kanaren – Die Bilder links stammen aus dem offiziellen Bericht der spanischen Behörden. (Bilder: gemeinfrei)

Zweifel an der Realität der UFO-Sichtung über den Kanaren am 22. Juni 1976 hatten die Behörden grundsätzlich nicht. Mehr noch, denn sie waren nach ihren Untersuchungen der Ereignisse sicher, dass hier eine ungeklärte Sichtung stattgefunden haben muss. Die eigentlichen Aussagen, die riesige Kugel mit den ebenso riesigen Wesen an Bord, wurden aber in Zweifel gezogen. In dem Bericht des spanischen Militärs heißt es dazu:

Wir sollten energisch den sehr wahrscheinlichen Umstand berücksichtigen, dass beide Zeugen angesichts eines ungewöhnlichen Phänomens am Himmel erzählten, was ihr ‚Geist‘ sie sehen ließ und sich gegenseitig beeinflusste. Dieser Ermittlungsadjutant hat nicht den geringsten Zweifel an ihrer Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit. Sie erzählten, was sie zweifellos gesehen zu haben ‚glaubten‘.

Maßlos phantasiert?

Für die Behörden blieb der Fall „ungeklärt“ und das Objekt „unidentifiziert“. Von irgendwelchen Aliens aus dem All sprachen sie aber nicht. Und offensichtlich schenkte man den Zeugen der fliegenden, durchsichtigen Kugel mit ihren seltsamen „Piloten“ keinen Glauben. Sie haben demnach nur etwas (viel) dazu phantasiert, als sie das ominöse Licht über die Inseln fliegen sahen. Und das, obwohl der offizielle Militärbericht der Ereignisse schon zu Beginn festhält, dass die Kugel laut Zeugen 30 Meter Durchmesser hatte „und in einer Distanz von 15 bis 20 Metern“ beobachtet worden ist.

Beobachter in so geringer Entfernung zu einem derart großen Objekt werden wohl kaum einer Verwechselung unterlegen sein. Auch in der Dunkelheit oder Dämmerung nicht, da die Kugel leuchtete oder strahlte. Haben sie es nur erfunden und weiter gesponnen, da diesen Zeugen allen gleichzeitig ihre Fantasie einen Streich spielte? Eine maßlos übertriebene Sinnestäuschung?

Zahlreiche Erklärungen schlossen die Militärs damals aus. Etwa Asteroiden, Raketen oder Flugzeuge. Kritiker der spanischen UFO-Gruppe „Fundación Anomalía“ sahen das Jahre später anders. Sie erklärten diesen Fall und andere UFO-Sichtungen im Gebiet der Kanaren zum Beispiel im „European Journal of UFO und Abduktion Studies“ (September 1999) mit U-Boot-Raketenstarts vor der Küste der Inseln. Ebenfalls führten sie Starts vom Weltraumbahnhof Capa Canaveral in Florida in den USA als Erklärung an.

Verwechselungen mit Raketentests?

Im militärischen Untersuchungsbericht, in dem auch zahlreiche Zeugenaussagen, wie die hier zitierten, dokumentiert sind, finden sich Details, die aufhorchen lassen. Zumindest wenn man geneigt ist hinter den Erscheinungen Raketen zu vermuten. So heißt es von der Besatzung des Marineschiffes „Atrevida“ unter anderem:

„(Wir sahen) ein intensives gelblich-bläuliches Licht, das sich vom Ufer auf unsere Position zu bewegte. Zuerst dachten wir, es sei ein Flugzeug mit eingeschalteten Landescheinwerfern. Dann, als das Licht eine bestimmten Höhe (15-18 Grad) erreichte, wurde es stationär.

Das ursprüngliche Licht ging aus und der Lichtstrahl begann sich zu drehen. Das blieb etwa zwei Minuten lang so. Dann gab es einen intensiven großen Halo aus gelblichem und bläulichem Licht, der 40 Minuten lang in derselben Position blieb, obwohl das ursprüngliche Phänomen nicht mehr sichtbar war.

Zwei Minuten nach dem großen Halo teilte sich das Licht in zwei Teile, der kleinere Teil befand sich unten in der Mitte des leuchtenden Halos, wo eine blaue Wolke auftauchte und der Teil, aus dem der bläuliche Kern herauskam, verschwand. Der obere Teil begann sich schnell und ungleichmäßig nach oben zu winden und verschwand schließlich. Keine dieser Bewegungen beeinflusste in irgendeiner Weise den ursprünglichen kreisförmigen Halo, der die ganze Zeit unverändert blieb, sein Glühen beleuchtete Teile des Landes und des Ozeans, woraus wir schließen konnten, dass das Phänomen nicht weit von uns entfernt war.“

Genau diese Halos, Leuchterscheinungen um das UFO, deuten auf Raketen hin, so die Kritiker in ihrer Erklärung. Hierbei handelte es sich schlicht um die Abgase der Rakete, die im Licht der untergehenden Sonne in prächtigen Farben leuchteten. Hinzu kommen chemische Wechselwirkungen mit der Atmosphäre.

Fantasieerzählungen und Fehldeutungen?

Dass Raketen in der Tat äußerst ungewöhnliche Lichterscheinungen am Himmel hinterlassen können, wurde übrigens auch in den letzten Jahren mehrfach gesehen. Zum Beispiel durch seltsam leuchtende Spiralen und Formationen am Himmel, die von zahlreichen Menschen mit ihren Handy dokumentiert wurden. Etwa am 9. Dezember 2009 am Nachthimmel über Norwegen und Schweden, wo ein besonders bemerkenswertes „Exemplar“ erschien. Damals war die Ursache eine Interkontinentalrakete vom Typ SS-N-30 „Bulawa“, die vom russischen U-Boot „Dmitrij Donskoj“ abgefeuert wurde.

Ricardo Campo von der „Fundación Anomalía“ wiederum gab bekannt, dass verschiedene Militär- und Raketenexperten zur Klärung der Sichtungen um die Kanarischen Inseln beitrugen. Unter anderem Dr. Jonathan McDowell, einem Astrophysiker vom Havard-Smithsonian Center for Astrophysics. Freigegebene Dokumente der US-Navy über entsprechende Tests mit dem interkontinentalen Raketentyp „Poseidon“ würden zeitlich mit UFO-Sichtungen auf den Kanaren korrelieren. In einer Pressemitteilung vom 9. März 1999 führten sie dabei explizit auch einen Test am 22. Juni 1976 an.

Der ehemalige deutsche UFOlge Werner Walter, ein Skeptiker, der durch ausartende „Kritiken“ am UFO-Phänomen zweifelhafte Bekanntheit erlangte, teilte in einem Buch schon 1996 die Raketen-Deutung. Denn nicht erst die „Fundación Anomalía“ brachte diese Ursache als Erklärung ins Spiel. Schon in den Jahren davor wurde immer wieder die Meinung laut, dass hier lediglich abgefeuerte Raketen gesehen wurden. Die hunderten Zeugen, unter ihnen zahllose Sommerurlauber, konnte das Phänomen als Laien ganz einfach nicht korrekt zuordnen.

Und die Berichte von fliegenden Objekten? Allen voran die Story des transparenten Kugel-UFOs mit samt riesenhaften Insassen? Das seien, so die Skeptiker, entweder Irrtümer, falsche Beobachtungen oder nur Fantasieerzählungen gewesen. Also ganz ähnlich, wie schon vor über 30 Jahren der legendäre Fall Woronesch in der damaligen UdSSR interpretiert wurde …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , <

„Schlachten am Himmel“ und UFOs im Mittelalter – und zehntausende tote Soldaten durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel vor 2.200 Jahren

Teilen:
Schlachten am Himmel im Mittelalter - und zehntausende Tote durch "Pfeile und Blitze" vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Schlachten am Himmel im Mittelalter – und zehntausende Tote durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Mittelalterliche Drucke wie Flugblätter zeigen immer wieder seltsame Zeichen am Himmel, Wunder und rätselhafte Erscheinungen. Selbst von ganzen „Schlachten am Himmel“ wurde berichtet. Einige solcher Ereignisse sind heute Klassiker der UFO-Forschung, wenn nach „Unbekannten Flugobjekten“ in der Vergangenheit gefahndet wird. Skeptiker sehen hier nur theologische Warnungen und religiöse Propaganda. Doch eine derartige Himmelsschlacht vor gut 2.200 Jahren ist dabei besonders erschreckend! Und obwohl sie über 20.000 Tote gefordert haben soll, ist sie heute so gut wie unbekannt.


Himmelsschlachten und UFOs der Antike

Klassische Beispiele von mutmaßlichen „UFOs in der Vergangenheit“ sind vor allem zwei Flugblätter aus dem Mittelalter. Die „Himmelschlacht von Nürnberg“ vom 14. April 1561 ist dabei fraglos das bekannteste Flugblatt dieser Art.

Doch Berichte über Schlachten am Himmel oder ähnliches sind sehr zahlreich. Schon die alten römischen Chronisten berichten von derartigen Phänomenen. Und auch im Koran findet man diese. Mit Aufkommen des Buchdruckes wurden solche Erscheinungen aber weithin in der Bevölkerung bekannt. Zumal diese Drucke nicht nur entspreche Zeichen am Himmel in Worten wiedergaben, sondern vor allem auch in Bildern. So erreichte man die Bevölkerung, da in jenen Tagen die wenigstens einfachen Menschen lesen konnten. Ein Bild sagte damals schon mehr als 1.000 Worte.

In zahlreichen Blog-Artikel und vielen Videos auf meinem Mystery-Files-Kanal bei YouTube wurden solche Himmelszeichen bereits thematisiert. Die zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und längst nicht immer Schlachten am Himmel waren. Solche waren meistens die Ausnahme.

Moralische Lehren

Kritiker sehen beispielsweise in der „Himmelschlacht von Nürnberg“ von 1561 keinen Hinweis auf UFOs im Mittelalter. Eher „düstere Vorhersagen“, die dabei „nicht tatsächliche Ereignisse“ wiedergaben. Sie dienten dem Urheber vielmehr „zur Verbreitung seiner moralischen Lehren“. So etwa schrieb es schon 2010 der Autor Ulrich Magin in seiner Analyse „Ein UFO im Jahr 1561?“ (in: „Journal für UFO-Forschung“ Nr. 187, 1/2010). Magin weiter:

Die Mutterschiffe waren Kanonen, die Telemeterscheiben Kanonenkugeln, und das Geschehen wurde nicht überliefert, weil es interessant war, sondern weil es vor einem Krieg warnte.“

In derselben Tradition solcher vielfach überlieferten Himmelsschlachten stünde demnach auch ein anderes bekanntes Flugblatt. Es stammt von Samuel Apiarius und Samuel Coccius aus Basel in der Schweiz und zeige seltsame „Kugeln“, die am 7. August 1566 über der Stadt erschienen sind. Unter anderem erfährt der mittelalterliche Leser über das „Baseler Himmelsspektakel“:

Weiter, am 7. August, bei Sonnenaufgang und ein wenig davor, sind viele große schwarze Kugeln in der Luft gesehen worden, welche vor der Sonne mit großer Schnelle und Geschwindigkeit umherflogen und gegeneinander prallten, als ob sie einen Streit führten, wobei sie rot und feurig wurden, und daraufhin zerfielen erloschen.“ (Zentralbibliothek Zürich, PAS II 6/5, wiedergegeben in moderneren Deutsch)

Auch hier sehen Kritiker lediglich Warnungen im Sinne von Vorzeichen kommenden Unheils. Ganz im Zeichen der biblischen „apokalyptischen Reiter“ als Ankündigung des Endes aller Tage nach christlichen Lehren und Symbolen. Eine Himmelsschlacht zwischen den „guten“ und „bösen“ Heeren.

C. G. Jung und die UFOs

Interessanterweise hat auch Carl Gustav Jung, der legendäre Schweitzer Psychiater, sich diesen UFO-Phänomen gewidmet. In seinem UFO-Buch „Ein moderner Mythus“ zeigte er schon vor über 60 Jahren unter anderem das Flugblatt aus Nürnberg. Jung unterlässt bei diesem Beispiel antiker UFOs eine gesonderte, genauere Interpretation der Illustration und der geschilderten Himmelsphänomene. Vielmehr schreibt er lediglich:

Die dunkle Farbe der UFOs dürfte wohl daher rühren, dass sie gegen das Licht der aufgehenden Sonne gesehen wurden. Andere sind dagegen hell (und sogar feurig). Charakteristisch für die Ufos ist die Schnelle und willkürliche Unregelmäßigkeit der Bewegung.

Damit spielt er der „UFO-Interpretation“ dieses Dokumentes durchaus in die Hände. Bedenken sollte man aber, dass reale Phänomene am Himmel durchaus als Grundlage für die eine oder andere Interpretationen der damaligen Menschen dienten. Hinlängliche Beispiele dafür sind aus der Geschichte bekannt. Von ganz natürlichen Phänomen bis zu Erscheinungen, die sich nicht natürlich erklären lassen …

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Bei der Deutung im Sinne „apokalyptischer Warnungen“ oder einer Tradition des Glaubens an eine Endschlacht zwischen Gut und Böse, gibt es durchaus zutreffende Fälle. Etwa Beschreibungen, dass am Himmel „Ritter“ und ähnliches erschienen, die mit Waffen gegeneinander kämpften. Was der reale Auslöser solcher rätselhaften Himmelszeichen war, steht wieder auf einem anderen (Flug-) Blatt.

Himmelsschlachten und zehntausende Tote

Etwas überaus erstaunliches über eine solche Schlacht am Himmel lesen wir in der biblischen Schrift des 2. Buches der Makkabäer. Ein Buch, das heute zu den Aapokryphen Büchern des Alten Testament zählt und nicht mehr darin zu finden ist.

Dort lesen wir von einem „Vorzeichen“, als König Antiochus IV. um 169 vor Christus einen Feldzug gegen die Ägypter begann:

Da erschienen fast vierzig Tage lang über der ganzen Stadt Reiter, die durch die Lüfte jagten, in golddurchwirkten Gewändern; Lanzenträger rückten in Abteilungen zum Kampf aus, Schwerter zuckten. Reiterscharen ordneten sich zur Schlacht, Angriffe wurden gemacht, von beiden Seiten rannte man gegeneinander an, Schilde bewegten sich, Speere gab es in Menge, Wurfgeschosse flogen, goldener Waffenschmuck blitzte auf und man sah Rüstungen aller Art. Alle beteten deshalb, die Erscheinung möge etwas Gutes bedeuten.“ (2. Makk. 5,2-4)

Und an späterer Stelle erfahren wir weiter:

Als nun der Streit gewaltig geworden war, erschienen den Feinden vom Himmel her auf goldbezäumten Rossen fünf glänzende Reiter, von denen zwei sich an die Spitze der Juden stellten und zwei den Makkabäer in die Mitte nahmen und ihn mit ihren Waffen deckten und vor jeder Verwundung schützten, während sie Pfeile und Blitze gegen die Feinde schleuderten, wodurch diese geblendet und verwirrt wurden und in Unordnung gerieten.

So wurden von ihnen 20.500 Mann nebst 600 Reitern niedergehauen.“ (2. Makk. 10,29-31)

„Gott straft sein Volk“

Da das 2. Makkabäerbuch um 50 vor Christus entstanden sein soll, also in eine Zeit fällt, in der an ein Christentum und damit an christlich-theologischen Deutungen von „Himmelsschlachten“ nicht zu denken war, gelten diese Bibelverse als Urquelle dieser Kämpfe am Firmament. Was aber meint das 2. Makkabäerbuch mit diesem Ereignis, in dessen Verlauf angeblich vom Himmel kommende Pfeile und Blitze 20.500 Menschen töteten? Eine unglaubliche Anzahl, deren historische Korrektheit fragwürdig erscheint. Ein derart großes Heer, das nach diesem ungleichen Kampf zusammengenommen 21.100 Gefallenen zu beklagen hatte, ist sicher weit übertrieben.

Ich denke nicht, dass diese Phänomen unter König Antiochus IV. die auslösende Erzählung für all die späteren Schilderungen von Schlachten am Himmel war. Auch wenn früh- und spät-mittelalterliche Autoren und Akademiker diese biblischen Aussagen durchaus gekannt haben dürften. Als warnende Worte vor einer Abkehr vom Glauben, in dem „Gott sein Volk für seinen Abfall straft und sich ihm nach seiner Rückkehr zur Religion der Väter wieder zuwendet“. So formulierte es Klaus Bringmann von der Universität Frankfurt in seiner kritischen Untersuchung „Zur Kritik historischer Darstellung im Zweiten Makkabäerbuch“ (in: „Klio“, Bd. 96, Heft 2, Dezember 2014).

Mögliche reale Beobachtungen von Himmelserscheinungen wurden missverstanden und theologisch gedeutet und interpretiert. Natürliche, naturwissenschaftliche heute erklärbare Phänomene ebenso, wie „UFOs der  Vergangenheit“. Belegen lassen sich solchen Spekulationen ebenso wenig, wie die skeptischen Deutungen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , <

„James Webb Weltraumteleskop“: Diskriminierte der Namensgeber Homosexuelle? Die NASA will das Teleskop trotz Zweifel nicht umbenennen (+ Video)

Teilen:
Das „James Webb Weltraumteleskop“: Diskriminierte der Namensgeber Homosexuelle? Die NASA will das Teleskop nicht umbenennen (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)
Das „James Webb Weltraumteleskop“: Diskriminierte der Namensgeber Homosexuelle? Die NASA will das Teleskop nicht umbenennen (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)

Ende Oktober startet nach vielen Jahren Verzögerung das „James Webb Weltraumteleskop„. Wie berichtet, ein lang erwartetes Highlight für die zukünftige Astronomie und auch die Suche nach Leben im All. Doch längst ist eine Debatte über den Namensgeber im Gange. Denn dem bedeutenden NASA-Pionier James Edwin Webb (1906 – 1992) wird die Verfolgung von Homosexuellen im Bundesdienst der USA vorgeworfen. Auch eine Petition zur Umbenennung des Teleskop wurde gestartet. Doch die NASA lehnte dies nun nach einer Überprüfung ab. Nur halbherzig, wie Kritiker meinen.


Das „James Webb Weltraumteleskop“ und sein Namensgeber

Die Erwartungen an das neue „James Webb Weltraumteleskop“ (JWST) sind bei den Wissenschaftlern gewaltig. Nicht weniger wie die explodierten Kosten der Mission und auch die Hoffnungen, die die Weltraumforschung in dieses Gerät steckt. Ende Oktober soll es soweit sein, wie im Video unten berichtet, und die Mission kann nach Jahren der Verzögerung ins All geschossen werden.

Wer aber ist der Namensgeber des JWST und wer war dieser Mann?

Hier entschieden sich die Verantwortlichen für James Edwin Webb, der im März 1992 bereits verstarb. Er war ein Beamter der US-Regierung und vor allem von 1961 bis 1968 der zweite Administrator der NASA. Damit genau in jenen Jahren, in der die US-Weltraumbehörde unter Hochdruck an den „Apollo“-Missionen arbeitete, um letztlich 1969 die erste Mondlandung zu realisieren. Seine Leistungen innerhalb der NASA gelten seit her als unstrittig. Durch seine Kontakte in höchste Regierungskreise konnte er in Washington immer wieder Gelder für die NASA besorgen.

Doch Webb hatte auch eine dunkle Seite, wie viele Kritiker vorwerfen. Er sei maßgeblich an Verfolgungrn von Schwulen und Lesben beteiligt gewesen, die vor allem unter Senator Joseph McCarthy in den 1950er Jahren groteske Ausmaße annahmen. Man vermutete eine regelrechte Verschwörung von Homosexuellen, die sogar von Kommunisten angestachelt die Regierung und Gesellschaft unterwandern würden. Die sogenannte „McCarthy-Ära“ und die damalige Jagd nach diesen „subversiven Elementen“ war eine dunkle Zeit für alle Andersdenkenden, Kommunisten und vor allem auch Homosexuelle in den USA. Hunderte Personen wurden im Zuge dieser „Säuberungen“ aus dem Staatsdienst gefeuert.

NASA-Untersuchungen zur Person James Webb

Auch im Dienst der NASA hat Webb angebliche diese Jagd weiter betrieben. So der Vorwurf der Kritiker. Mitarbeiter der NASA, die in Verdacht standen, homosexuell zu sein, wurden entlassen.

Heute sind solche Vorgänge von staatlicher Willkür gegen Homosexuelle in den USA undenkbar. Doch sie geschahen, und Webb selber war aktiv daran beteiligt. Behaupten zumindest all jene Personen, die eine schon im Mai 2021 gestartete Petition unterzeichneten, die die Umbenennung des Teleskop forderte. Unter ihnen fanden sich auch zahlreiche Astronomen und andere Wissenschaftler.

Auf die zukünftig zu erwartenden Ergebnisse des JWST verzichten, möchten natürlich niemand von ihnen. Ein Boykott der Mission wäre damit sinnlos und unrealistisch. Die NASA indes leitete eine eigene Untersuchung der Vorwürfe gegen James Webb ein, deren Ergebnis sie jetzt bekannt gab. Demnach gäbe es keine Beweise, dass die Anschuldigungen gegen Webb zutreffend sind. Eine Namensänderung des Teleskops sei deshalb auch unnötig.

„Wir haben derzeit keine Beweise gefunden, die eine Änderung des Namens des James Webb Space Telescope rechtfertigen“, gab schon am 27. September Bill Nelson in seiner Funktion als NASA-Chef gegenüber „Nature“ bekannt. Und Brian Odom, Chef-Historiker der NASA, erklärte drei Tage später gegenüber „Nature“, dass er die Untersuchung damit als abgeschlossen ansehe. Ein entsprechender Untersuchungsbericht erschien jedoch nicht.

Für Kritiker sind das nur halbherzige und vor allem intransparente Aussagen und Untersuchungen. Ohne veröffentlichten Abschlussbericht, sei diese Entscheidung auch nicht nachprüfbar. Obwohl Odom beteuert, dass „die Untersuchung so gründlich wie möglich und sehr objektiv“ gewesen sei. Dokumente der NASA wurden gesichtet, Historiker befragt und Webbs Laufbahn bei anderen US-Regierungsbehörden untersucht. Unter anderem von einem externen Historiker.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Alle Papiere waren aber nicht einzusehen, so die NASA. Grund sei die Pandemie, so dass Dokumente, die nicht digitalisiert vorlagen, nicht ausgewertet werden konnten. Unter anderem waren die „National Archives“ in Washington und die „Harry S. Truman Presidential Library & Museum“ in Independence, Missouri, wegen „Corona“ geschlossen gewesen. So konnte nicht vor Ort recherchiert werden, heißt es seitens der NASA.

Falls es also zu Nachlässigkeiten bei der historischen Untersuchung gekommen sein sollte: „Corona“ ist schuld …

Kritische Forscher

Eine Reihe von Astronomen finden diese Aussagen der US-Weltraumbehörde lächerlich, halbherzig und beschämend. „Man weigert sich, sich der Geschichte zu stellen“, so beispielsweise Brian Nord, ein Astrophysiker des „Fermi National Accelerator Laboratory“ in Batavia, Illinois. Nord war einer der Forscher, die die Petition im Mai dieses Jahres ins Leben riefen. Die NASA weigere sich ganz einfach auf die kritische Stimmen anderer Forscher zu hören, ist er sich sicher.

Drei andere Wissenschaftlerinen der Petition schrieben daraufhin an „Nature“:

Bei all dem Gerede der Institution über Gleichberechtigung und Vielfalt scheint sie sich nicht sonderlich um die öffentliche Rechenschaftspflicht bei sensiblen Themen zu kümmern, die eine historisch marginalisierte Gruppe betroffen haben.“

Der Astronom Rolf Danner, der nicht nur am bekannten „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) der NASA tätigt ist, sondern auch Vorsitzender eines Ausschusses der „American Astronomical Society“, der sich für geschlechtliche Minderheiten in der Astronomie einsetzt, kommentierte zu James Webb:

Ich glaube nur nicht, dass ihn das mehr als 60 Jahre später zur richtigen Wahl für das wichtigste Wissenschaftsprojekt der NASA macht.

Peter Gao, Planetenforscher an der „Carnegie Institution for Science“ in Washington, sieht Webb ebenfalls kritisch:

„Webb hat seinen Job gemacht, im Guten wie im Schlechten, und wird in die Geschichte eingehen. Es ist nicht nötig, ihn weiter zu feiern, wenn man bedenkt, was während seiner Amtszeit passiert ist.“

Das „Just Wonderful Space Telescope“

Eine Lösung der Kontroverse ist nicht in Sicht. Das Teleskop wird Ende Oktober ziemlich sicher unter den Namen „James Webb“ in das Universum starten. Ungeachtet aller Bedenken. Wahrscheinlich wird es auch ein Streit unter den Wissenschaftlern selber bleiben, von dem die Öffentlichkeit wenig bis gar nichts erfährt. Schon beim legendären Teleskop „Hubble“ werden die wenigsten gewusst haben, woher das Gerät eigentlich seinen Namen hatte. Oder wer dieser Edwin Hubble eigentlich genau war.

„Spektrum der Wissenschaft“ schrieb über den Namensstreit in einem Beitrag am 4. Oktober:

Astronomen, die mit der Entscheidung der NASA nicht einverstanden sind, machen sich nun Gedanken über die Zukunft. Für viele ist ein Boykott des JWST auf Grund seiner transformativen Fähigkeiten keine Option.

Einige sprechen über Möglichkeiten, die Kontroverse anzuerkennen, während sie weiterhin mit JWST-Daten arbeiten, vielleicht indem sie Informationen über Webbs Verbindungen zu Anti-LGBT+-Aktionen in die Danksagungen von Veröffentlichungen aufnehmen. Andere könnten das Teleskop in ihrem Umgang mit ihm anders nennen. So twitterte Prescod-Weinstein am 30. September 2021: ‚Ich bin persönlich begeistert von dem Just Wonderful Space Telescope (JWST).‘

Warten wir mal ab, ob nach der Pandemie plötzlich neue Dokumente gefunden werden, und die NASA doch noch ihre Meinung ändert.

Video zum Thema

Video vom 28. April 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

VIDEO: Atlantis als Raumstation von Außerirdischen und das Altersparadoxon – Lars A. Fischinger im Gespräch mit dem Autoren Dieter Bremer

Teilen:
VIDEO: Atlantis als Raumstation von Außerirdischen und das Altersparadoxon - Lars A. Fischinger im Gespräch mit dem Autoren Dieter Bremer (Bilder: gemeinfrei & T. Moylan/Twitter / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Atlantis als Raumstation von Außerirdischen und das Altersparadoxon – Lars A. Fischinger im Gespräch mit dem Autoren Dieter Bremer (Bilder: gemeinfrei & T. Moylan/Twitter / Montage: Fischinger-Online)

Vor rund 2.400 Jahren schrieb der griechische Philosoph Platon von einem versunken Reich, das er Atlantis nannte. Ein Reich, dass in ferner Vergangenheit untergegangen sein soll. Seit dem faszinierenden diese Berichte unzählige Menschen, die auf der ganzen Welt dieses untergegangene Atlantis suchen. Bisher vergeblich. Für den Prä-Astronautiker Dieter Bremer ist der Grund klar: Atlantis war keine irdische Insel, die im Meer versank, sondern eine Raumstation antiker Astronauten aus dem All. Mehr dazu in diesem Video vom 9. August 2021.


Atlantis: Auf der Erde oder im All?

Atlantis war laut dem Griechen Platon eine Insel, die eines Tages im Meer versank. Diese Mythos ist weltbekannt, doch der Mystery-Forscher Dieter Bremer deutet diesen ganz anders. Er ist der Meinung, dass es eine Raumstation von Raumfahrern der Antike war, die einstmals auf die Erde stürzte.

Diese „Raumstation Atlantis“ war vor vielen Jahrtausenden nach den Interpretationen des Autors Dieter Bremer eine Art Generationenraumschiff. Außerirdische, die Götter der Vorzeit, umkreisten in dieser Raumstation in Form eines Rades die Erde. Folglich eine ringförmige Struktur am Himmel, wie man sie heute durch zum Teil Jahrzehnte alte Planungen für Raumstationen kennt.

Dieses Atlantis im Himmel ist heute fort. Denn es stürzte ab und schlug auf/in die Erde ein. Auslöser globaler Katastrophen biblischen Ausmaßes, von denen weltweit Mythen berichten. Die bekannte Sintflut war nur eine Folge dieser verheerenden Ereignisse.

Für dieses Szenario will Dieter Bremer rund um die Welt Hinweise, Spuren und eindeutige Belege gefunden haben, die er seit Jahren Büchern, Artikeln und Vorträgen immer wieder vorstellt. So entwickelte er daraus überaus komplexe Szenarien rund um die Astronautengötter und deren Raumstation Atlantis. Es sind Überlegungen, die auch viele Kritiker haben.

Darum fuhr ich für Euch selber einmal zu „Atlantis-Bremer„, um ihn persönlich in diesem Video vom 9. August 2021 einmal umfangreich zu Wort kommen zu lassen. Wobei auch hier längst nicht alles gesagt wurde oder gesagt werden konnte. Warum, erfahrt Ihr am Ende des Videos …

Bleibt neugierig …

Video vom 9. August 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <

VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 55: Eine UFO-Verschwörung bei der NASA und „die Stunde der Wahrheit“?

Teilen:
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 55: Eine UFO-Verschwörung bei der NASA und "die Stunde der Wahrheit" (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 55: Eine UFO-Verschwörung bei der NASA und „die Stunde der Wahrheit“ (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Sind die Astronauten der NASA bei ihren Mission im All und im Erdorbit UFOs begegnet und habe diese fotografiert? Und werden diese NASA-Fotos von Unbekannten  Flugobjekten vertuscht? Diese Vermutungen der UFO-Forschung sind so alt wie die US-Weltraumbehörde selbst. Tatsächlich aber tauchen bis heute immer wieder entsprechende Bilder aus dem All auf, die genau das belegen sollen. So wie in dieser Folge Nr. 55 der Grenzwissenschaft Classics Videos aus den 1990er Jahren.


UFOs und die NASA

Verschweigt die NASA Sichtungen von Unbekannten Flugobjekten im Erdorbit, die man heute UAPs nennt? Eine Frage, die nicht nur heute diskutiert wird, sondern bereiots vor Jahrzehnten für Spekulationen sorgte. Denn es sollen angeblich sensationelle Fotos von diesen Objekten existieren.

Eine Auswahl dieser mutmaßlichen UFO-Fotos der US-Weltraumbehörde NASA zeigte dieser kurze aber bei dem Thema zeitlose TV-Bericht. Die Sendung stammt vermutlich aus dem Jahr 1996 oder 1997 und ist damit Teil 55 meiner Serie der Grenzwissenschaft und Mystery-Classic Videos für Euch. Damals – und auch Jahre später – hat unter anderem die BILD einiger dieser NASA-Fotos groß in ihrer Zeitung gebracht. Als sensationelle Aufmacher und Beleg für eine Verschwörung der NASA und Aliens.

Kritiker sprachen schon damals von allen möglichen als Erklärung. Beispielsweise Weltraumschrott, wie etwa alte Raketenstufen. Ein frustrierter Ex-UFOloge aus Deutschland zog bei einigen dieser Bilder aus dem Orbit der Erde in seinen Veröffentlichungen sogar unpflegliche Vergleiche, was diese Fotos für UFO-Forscher wären …

Auch wenn Teil 55 meiner Mystery Files-Klassiker qualitativ nicht besonders ist, zeigt der Kurze Mitschnitt sehr schön die Begeisterung der damaligen Forscher. Sogar von der „Stunde der Wahrheit“, die nun angebrochen sei bzw. kommen muss, wurde gesprochen.

Gefunden habe das Video online auf dem YouTube-Kanal von SpaceTV. Nach einer leichten Bearbeitung möchte ich es Euch keinesfalls vorenthalten.

Bleibt neugierig …

Classic-Video Nr. 55 auf YouTube bei Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <