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Mythische Monster im Alten Testament: Werden in der Bibel von Gott geschaffene Dinosaurier erwähnt?

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Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)
Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)

In der Bibel findet der Leser eigentlich alles zu allem – man muss nur genau nachlesen und danach suchen. Das behaupten in der Hauptsache natürlich die Gläubigen, die in den beiden Testamenten der Bibel Antworten auf nahezu alle Belange des Lebens – und darüber hinaus – suchen. Jahrtausende der Interpretationen mit den unterschiedlichsten Strömungen hatte das zur Folge. Finden sich aber in der Bibel auch Dinosaurier beschrieben? Immerhin glauben Millionen Menschen der Schrift Wort für Wort, eingeschlossen der Schöpfungsgeschichte. Und da es Saurier gab, müssen sie von Gott geschaffen worden sein. So deren Argumente. Gibt es aber tatsächlich Belege oder Hinweise dafür in den Büchern der Bibel? Vielleicht, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Die Bibel: Märchen und Geschichte?

Als “Märchenbuch für Erwachsene” werden das Alte und Neue Testament der Bibel sehr gerne belächelt. Es wären Schriften, deren zahlreiche Bücher nichts weiter als Unwahrheiten und Märchen erzählen. Selbst von reiner Propaganda wird in diesem Zusammenhang gesprochen, die sich irgendwelche findigen Autoren ausdachten.

Dass das nicht stimmt, haben Bibelforscher und Archäologen schon sehr lange belegt! Die Schriften der Bibel enthalten historisch verbürgte Berichte und Erzählungen, die durch externe Quellen nachgewiesen sind. Ein Buch also, das historisch korrekt ist.

Ganz so einfach ist es denn dann doch wieder nicht. Denn neben realen Ereignissen, Daten und Personen beinhalten die biblischen Bücher unzählige nicht fassbare Aussagen, Behauptungen und Geschichten. Häufig entsprungen aus Mythologien anderer Völker im Nahen Osten, die von den Autoren der Bibel umgeschrieben und umgedichtet wurden. Man denke nur – als bestes Beispiel – an die Geschichte der Sintflut oder Legenden der Urzeit. Das Neue Testament macht da keine Ausnahme. Auch in den dortigen Büchern rund um die Figur Jesus Christus finden sich Wahrheit und Fiktion vermischt.

Zum Teil handelt es sich bei solchen Schilderungen der Bibel auch ganz einfach um (theologische) Erfindungen. Fake-News im Namen Gottes.

Das hören vor allem Bibelfundamentalisten und Kreationisten nicht gerne.

Die Bibel als Gottes wahres Wort

Im Gegensatz zu “normalen Gläubigen” aus Christentum und Judentum sind sie mit ihrem Glauben und Ansichten zur Bibel fundamental. Sie nehmen sie wortwörtlich. Alles geschah, wie es die Bibel erzählt, und sei damit Wahr und von Gott gegeben. Ausdrücklich schließt das die Schöpfung der Welt inklusive Gottes Erholungspause am siebten Tag mit ein. Somit sei alles gleichzeitig von Gott erschaffen worden. Mit nur wenigen Tagen Abstand bei seinem Werk, während er das Universum, die Erde, den Mond, die Tiere, den Menschen usw. “bildete”.

Nicht vor Urzeiten und Milliarden von Jahren soll das gewesen sein, so die Bibelfundamentalisten, sondern vor wenigen tausend Jahren. Vielleicht vor nicht mal 10.000 Jahren. “Die Erde ist jung!” lautet diese fundamentale Weltanschauung. Naturwissenschaftliche Datierungen sind Teufelswerk und falsch, sind diese Gläubigen überzeugt. Nichts als Blasphemie in den Augen all jener, die unbeirrbar an die biblischen Botschaften glauben.

Auch Fossilien von Sauriern sind für sie nicht Millionen Jahre alt, sondern erst wenige Jahrtausende. Gott habe diese Kreaturen genauso und gleichzeitig wie alle anderen Tiere des Planeten geschaffen. In der Sintflut kamen diese dann (fast?) alle um, weshalb wir heute ihre Überreste in aller Welt finden.

Möglicherweise auch nicht alle. Zum Beispiel gibt es, wie unter anderem in diesem Video HIER berichtet, in den USA angeblich authentische Nachbauten der Arche Noah, in denen auch Saurier in Käfigen zu sehen sind. Noah habe auch diese gerettet – zumindest teilweise. Kein Problem für das fundamentale Christentum. Wissenschaftler, die behaupteten, dass der Mensch fast 65 Millionen Jahre nach den Urzeit-Wesen die Bühne der Weltgeschichte betrat, verbreiten ihrer Meinung nach Irrlehren. Immerhin sei allein schon die Evolutionstheorie Gotteslästerung, falsch und  anti-christlich.

Das biblische Monster Behemoth

Nun ist es aber so, dass die fundamentalen Bibelextremisten für die Behauptung, dass Gott vor ein paar tausend Jahren auch die Saurier schuf, im “Buch der Bücher” auch nach vermeintlichen “Beweisen” dafür suchen. Es genügt ihnen nicht, anzuerkennen, dass es diese Kreaturen einstmals auf unserem Planeten gab. Sie müssen ja irgendwo hergekommen sein (also von Gott) und damit in der Bibel zu finden sein. Als unverfälscht wahres und einziges Geschichtsbuch von Gott wird dieser diese Information ihnen sicher nicht vorenthalten.

Da ist es wenig verwunderlich, dass die Bibelfundamentalisten längst auch fündig geworden sein wollen. Vielleicht sogar zu einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist. Was aber nichts mit Kryptozoologie zu tun hat, deren Forscher bekanntlich nach unbekannten oder angeblich bereits ausgestorben Tieren und Pflanzen suchen. Selbst nach einem bis heute noch existierenden Saurier, der sich in den Urwäldern Zentralafrikas herumtreiben soll, und der als Mokele-Mbembe bekannt ist (mehr dazu HIER).

Der angebliche Dinosaurier der Bibel heißt Behemoth. Ein Lebewesen, dass im Hebräischen der Bibel bəhēmôth genannt wird und als Pluralform des Wortes für “Tier” angesehen wird. Durch die Nutzung dieser Schreibweise soll dieses “Tier” oder “Raubtier” verdoppelt werden, was seine Stärke, Größe und Stellung betrifft. Damit wird es zu einem “Monster“, das auf dem Land lebte. Zu finden ist diese Kreatur an mehreren Stellen im Alten Testament. Zumindest das Wort im Sinne eines Tieres, das beispielsweise auf dem Felde grast (z. B. Ps 8,8 & Joel 22,2).

Schon hier kommt es zu ersten Problemen. Möchte man mehr über dieses Tier oder Monster erfahren, könnten vielleicht die gewöhnliche Hausbibel in einer “Einheitsübersetzung” oder andere vorhandene Ausgaben nicht weiterhelfen. Diverse Bibelausgaben nennen das Tier einfach “Nilpferd” oder interpretieren es als ein solches. Ein Nilpferd ist zwar überaus gefährlich aber alles andere als ein Dinosaurier oder ein vor vielen Millionen (oder einigen Tausend) von Jahren ausgestorbenes “Monster”.

Behemoth: Ein Dinosaurier?

Nicht alle Bibelleser und Bibeldeuter sehen in Behemoth ein “normales Tier”. In Wahrheit handelt es sich bei diesem Monster eben doch um einen Saurier, da das Buch Hiob eine genauere Beschreibung von diesem liefert. Dort heißt es, hier in der Übersetzung von Martin Luther:

Siehe da den Behemot, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. Siehe, welch eine Kraft ist in seinen Lenden und welch eine Stärke in den Muskeln seines Bauchs! Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten. Seine Knochen sind wie eherne Röhren, seine Gebeine wie eiserne Stäbe. Er ist das erste der Werke Gottes; der ihn gemacht hat, gab ihm sein Schwert.

Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort. Er liegt unter Lotosbüschen, im Rohr und im Schlamm verborgen. Lotosbüsche bedecken ihn mit Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn. Siehe, der Strom schwillt gewaltig an: er dünkt sich sicher, auch wenn ihm der Jordan ins Maul dringt. Kann man ihn fangen Auge in Auge und ihm einen Strick durch seine Nase ziehen?” (Hiob 40,15ff.)

“Sieh doch das Nilpferd …” geben die meisten “modernen” Bibel die fragliche Stelle heute leider wieder. Augenscheinlich kann das in keinem Fall zu der Beschreibung des Tieres passen. Vor allem ist der Schwanz wie eine Zeder am Auffälligsten. Eine Zeder ist ein Baum, der in der Antike weithin bekannt und geschätzt war. Vor allem die berühmten “Zendernwälder des Libanon” sind heute legendär. Dorthin reiste nicht nur der Held und König Gilgamesch laut dem Gilgamesch-Epos, sondern auch die Pharaonen importieren dieses Holz. Selbst König Salomon soll das wertvolle Holz zum Bau seines Tempels in Jerusalem genutzt haben.

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Jeder weiß, dass ein Nilpferd keinen Schwanz wie ein Baum hat. Ein Saurier aber sehr wohl, während ein Nilpferd einen “Stummelschwanz” hat. Gleichzeitig hatten Saurier auch stabile Beine wie “Stäbe”. Aber natürlich nicht aus “Eisen”, wie es das Buch Hiob schildert. Auch keine Knochen aus Bronze (“Seine Knochen sind Röhren aus Bronze”), wie es in einigen Übersetzungen zu lesen ist. Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Verwendungen des Wortes Behemoth außerhalb von Hiob immer ein reales Tier meinen. Darauf verwies schon 1976 G. S. Cansdale in seinem Buch “All the Animals of the Bible Lands”.

Ein reales Tier, ein Saurier?

“Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort”, heißt es bei Hiob in der Version von Luther. Statt “Tribut” findet sich in anderen Bibeln meist die Aussage, dass die Berge sein “Futter tragen”. Zugleich wird darin von “Tieren” und nicht von “wilden Tieren” gesprochen, die dort in oder an den Bergen “spielen”. Der Behemoth isst also dort, wo auch die anderen Tiere ihr Futter suchen oder sich friedlich aufhalten.

Irgendwie sehr unpassend für ein “Monster” oder eine wilde Bestie, wie es gedeute wird und auch in Apokyphen anklingt. Im äthiopischen Buch Henoch (ab 60,6) ist nämlich Behemoth ein wildes Ungeheuer, dass die Menschen strafen soll. Ebenso wie sein Gegenstück Leviathan als Meeresungeheuer, über das gleich noch zu sprechen sein wird.

Bibelfundamentalisten und jene, die überzeugt sind, dass die Erde jung ist, vermuten, dass Behemoth eine Art Sauropode war. Sicherlich mit die bekanntesten Urzeitwesen, die in der Tat gewaltige Schwänze und mächtige Beine hatten. Hier wird ein Iguanodon gerne ins Spiel gebracht, der zu den Iguanodontiae gehört. Iguanodons lebten vor rund 139 bis 113 Millionen Jahren auf der Erde und damit endlos lange vor den ersten Hominiden überhaupt. Was bekanntlich für Fundamentalisten keinerlei Problem darstellt. Letztlich soll Hiob das Wesen selber gesehen haben, nachdem der Herr ihn dies zeigte bzw. ihn darauf hinwies (Hiob 40,15f. & 40,19).

Es scheint sich demnach um ein real existierendes Tier gehandelt zu haben. Ausschließen, das hier eine “Vision” oder sogar Fiktion vorliegt, kann guten Gewissens eigentlich niemand, der kritisch an Bibeltexte herangeht. Zumal gerade das Buch Hiob für seine verborgenen und kryptischen Botschaften und Aussagen schon legendär ist.

Etwa acht Meter lang und aufgerichtet fünf Meter hoch waren ein Iguanodon, wobei es mehr als vier Tonnen auf die Waage bringen konnte. Sicher ein “Monster” (s. Titelbild) im weitesten Sinne des Wortes. Aber meint das Buch Hiob wirklich so ein Tier oder überhaupt einen gewaltigen Saurier? Auch wenn Fundamentalisten dies immer wieder annehmen, übersehen sie doch die Widersprüche im Text.

Die Bestie Leviathan

Das Fabelwesen Behemoth kann kein Saurier gewesen sein.

Schon gar nicht ein Riese wie ein Iguanodon oder irgendeine Art von Sauropoden, die noch weit größter werden konnten. Das Buch Hiob beschreibt eindeutig, dass sich das Tier unter Lotosbüschen legte und diese ihm Schatten spendeten. Es konnte sich im “Rohr”, also “Schilf”, am Fluss verstecken und “Bachweiden” umgaben das Tier dabei. Behemoth war demnach also ein mehr oder weniger kleines Tier und kein gewaltiger Saurier mit einem Schwanz wie ein Baum!

Was aber ist mit dem zweiten “Monster”, das bei Hiob mit dem Namen Leviathan umfangreich beschrieben ist (Hiob 40,16ff. & 41,1ff.)? Auch bei diese Kreatur wird versucht es mit einem Saurier oder vorzeitlichen Reptil zu erklären, dass Hiob ebenso real sah, wie andere. Den Beschreibungen nach war es ein sehr großes und fast schon riesiges Meereslebewesen, das sogar Feuer spuken konnte. Geradezu unbesiegbar verbreite es Angst und Schrecken. “Trifft man ihn mit dem Schwert, so richtet es nichts aus, auch nicht Spieß, Geschoss und Speer”, heißt es bei Hiob 41,18 über diese Bestie. Weiter lesen wir dort in der Luther-Version:

Aus seinem Rachen fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus. Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie von einem siedenden Kessel und Binsenfeuer. Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Rachen schlagen Flammen. (…)

Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Spreu. Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze. Unter seinem Bauch sind scharfe Spitzen; er fährt wie ein Dreschschlitten über den Schlamm. Er macht, dass die Tiefe brodelt wie ein Topf, und rührt das Meer um, wie man Salbe mischt. Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn; man denkt, die Flut sei Silberhaar. Auf Erden ist nicht seinesgleichen; er ist ein Geschöpf ohne Furcht. Er sieht allem ins Auge, was hoch ist; er ist König über alle Stolzen.” (Hiob 41, 11-13 & 41,20ff.)

“Sein Atem entzündet Kohlen” gibt zum Beispiel “Elberfelder Bibel” hier wieder. Ein feuerspeiender Drache, wie er in unzähligen Mythen und Geschichten Niederschlag gefunden hat. Im Fall des Leviathan besteht der große Unterschied darin, dass dieses Monster im Meer leben soll. Kein Tier, dass man mit der Angel einfach fangen kann, wie es Hiob 40,25 vermerkt.

Schlangenmonster der Meere

Leviathan findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Und mit jeder Beschreibung wird diese Kreatur seltsamer. So heißt es in den Psalmen über ihn bei Luther:

Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den du gemacht hast, damit zu spielen.” (Ps. 104,25f.)

Die Meere sind der Lebensraum des “ungeheuren Leviatan” oder des “Ungeheuers Leviatan”, wie es andere Bibelausgaben nennen. Während in einigen das Wesen schlicht als “Wal” wiedergeben wurde, was natürlich in keinster Weise den Beschreibungen entspricht. Ein Wal hat weder “scharfe Spitzen” am Bauch, noch kann er Feuer spuken. Riesig indes ist er zweifellos.

Schaut man noch genauer in die biblischen Texte, so wird dieser Leviathan immer bizarrer. Als sei die Eigenschaft des Feuerspeisens nicht bemerkenswert genug, so heißt es ab Pslam 74,13:

Du hast das Meer aufgewühlt durch deine Kraft, zerschmettert die Köpfe der Drachen über den Wassern. Du hast die Köpfe des Leviatan zerschlagen und ihn zum Fraß gegeben dem wilden Getier.”

“Die Köpfe des Leviata”? Hatte das Biest etwa mehr als nur einen Kopf? Auf welchen Saurier oder überhaupt irgendein Tier träfe das zu? Auf keines. Die Bibel wäre nicht die Bibel, wenn man solche Aussagen nicht noch steigern könnte. So geschehen im Buch Jesaja, in dem sich Leviathan als Seeschlange wiederfindet:

Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.” (Jesaja 27,1)

In der Übersetzung “Hoffnung für Alle” wurde dieser Vers noch deutlicher formuliert. Hier heißt es:

In dieser Zeit wird der Herr mit dem Leviatan abrechnen, diesem schnellen Ungeheuer, das sich windet wie eine Schlange. Gottes mächtiges, scharfes Schwert wird ihn treffen, diesen Meeresdrachen, und wird ihn töten.

Theologische Interpretationen und Bibelforscher sehen hier ein Sinnbild des Satans, des Teufels. Die “Schlange” als Symbol für das Böse und Gottes Widersacher. Gleichzeitig vermerken verschiedene Bibel-Lexika vor allem zu diesem Vers, dass hier auf “heidnische Mythologien” von Drachen und ähnlichen Monstern angespielt wird, gegen die außerbiblischen Götterfiguren kämpften. Da Mythen früherer Religionen an vielen Stellen des Alten Testaments nachweisbar sind – warum nicht auch hier?

Meeresleuchten …

Zumindest aber kann Leviathan keinesfalls als Saurier angesehen werden. Erst recht nicht mit einem Spinosaurus, der sogenannten “Dornenechse”, wie es versucht wurde. Dennoch wurde immer wieder der Versuch unternommen diese Kreatur mit einem echten Lebewesen von heute zu vergleichen oder es als real darzustellen. Die einfachste Deutung ist dabei die Annahme, dass es ein Krokodil sei. Was natürlich unsinnig ist, wie die Beschreibungen belegen.

Gerne zieht man auch den “Bombardier-Käfer” heran. Dieses kleine Tier ist in der Lage heißes Gas zur Verteidigung auf seine Fressfeinde zu sprühen. Damit soll untermauert werden, dass es “feurspukende Tiere” in Gottes Schöpfung sehr wohl gegeben haben könnte. Vielleicht taten sie dies durch einen Gasausstoß, wobei sich dieses Gas bei Kontakt mit Sauerstoff von selbst entzündete. Womit man wieder bei der Drachen-Mythologie wäre. In diesem Fall ein Drache als Seemonster.

Bibelgläubige führen hierbei ein weiteres Argument an. Sie verweisen auf den Fakt, dass es in der Natur tatsächlich leuchtende Tiere gibt. Solche Lebewesen tummeln sich interessanterweise vor allem in den Meeren der Erde, wo sie meistens in der Tiefsee zu finden sind. Die Aussage der Bibel, “Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn, man denkt, die Flut sei Silberhaar”, klingt in diesem Sinne durchaus sehr treffend. Solche Fische, die in den dunklen Tiefen der Ozeane ihr eigenes Licht erzeugen, sind aber relativ kleine Zeitgenossen. Keine “Monster” und keines dieser Tiere hat auch mehrere Köpfe oder spukt Feuer. Unter Wasser schon gar nicht.

Diese chemischen Prozesse nennt man im Allgemeinen “Biolumineszenz”. Fraglich, wie Menschen in biblischen Zeiten Kenntnis von solchen kleinen Tieren der Tiefsee gehabt haben sollen. Sie “leuchten” nur dort und niemand kann sie ohne U-Boote sehen. Und angeschwemmte tote Exemplare geben wohl kaum mehr Licht mehr ab. Leuchtende Algen und andere Fische bzw. Lebewesen wie die Einzeller “Pyrocystis lunula” könnten hier als Vorlage gedient haben. Deren Lichter kann man an der Oberfläche sehen. Von diesen zu einem Monster wie Leviathan ist es aberr noich ein sehr, sehr weiter Schritt.

So spannend diese Fabelwesen oder Monster auch sind, sie eignen sich nicht als Beleg, dass die Bibel von Sauriern spricht, die noch vor kurzen lebten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden” – und die dazu verbreiteten Fake-News von “RT deutsch” (+ Videos)

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Elon Musk: "Aliens bauten die Pyramiden" - und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden” – und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Kombinationen “Pyramiden” und “Aliens” oder “Außerirdische” sorgt immer wieder für Schlagzeilen in der Presse. Vor allem dann, wenn bekannte Persönlichkeiten sich dahingehend äußern. So auch kürzlich, als kein geringerer als Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter verbreiterte,  dass Aliens die Pyramiden gebaut hätten. Ein gefundenes Fressen für die Mainstreammedien, worauf auch Archäologen in Ägypten reagierten. Doch das war nicht sein einziger Twitter-Post in diesem Zusammenhang. Nur mit dem Unterschied, dass gewissen Medien seine weiteren Tweets vollkommen falsch wiedergaben – und damit Fake-News verbreiteten.


Elon Musk: “Aliens bauten die Pyramiden”

Elon Musk ist als Chef von Tesla und dem privaten Weltraumunternehmen SpaceX längst eine Legende. Millionen Menschen in aller Welt feiern den “Technologie-Vordenker” als Visionär und Wegbereiter neuer Technologien.

Kein Wunder also, dass Musk allein bei Twitter fast 40 Millionen Follower hat. Ein Mann mit international enormer Reichweite, dessen Tweets Millionen Menschen lesen. So auch seine Nachricht vom 31. Juli 2020, in dem er wie aus heiterem Himmel schrieb: “Aliens bauten die Pyramiden.” Das zog weltweit eine Vielzahl an Presseberichten und Meldungen nach sich. Vor allem aus dem Grund, da unzählige Menschen bei Twitter diese “Botschaft” von Musk nicht nur liketen und kommentierten, sondern auch weiter verbreiteten.

Mit Stand heute (17. August) hatte der Tweet zu Ägypten  rund 28.000 Kommentare, 556.000 “gefällt mir-Angaben” und wurde ca. 90.000-mal weiter geteilt. Auch für einen so bekannten Geschäftsmann wie Elon Musk ist das im Vergleich zu seinen anderen Tweets enorm!

So ließen auch Reaktionen aus Ägypten nicht lange auf sich warten. Archäologen wie Dr. Zahi Hawass und andere luden unter anderem ebenfalls bei Twitter Musk ein, dass er sich selber die Pyramiden und Gräber der Erbauer dort ansehen solle. In Statements aus dem Land der Pyramiden hieß es, das sehr wohl die Pharaonen die Pyramiden erbauten und keine Aliens hier am Werk waren.

Solche Aussagen aus Ägypten verhalfen dem Tweet von Musk sicher noch weit mehr Aufmerksamkeit. Auch in die deutschen Medien und “Promi-News” im Fernsehen schaffte er es so. Dann wurde es sehr schnell still um diesen Spuk von Musk.

Der “Twitter-Ausrutscher” von Musk bei “RT deutsch”

Elon Musk beließ es aber nicht bei diesem einen Tweet über die Pyramiden in Ägypten. Er setzte noch zwei weitere ab, die aber von den Medien geschlossen überlesen wurden. Auch bei Twitter selber weckten sie kein großes Interesse mehr, da sie kaum mehr jemand teilte, kommentierte oder mit einem “Like” versah. Knapp 1.000 bzw. 3.000 sogenannter Retweetes errichten diese. Verschwindet gering zum seiner Aussagen, dass Aliens für Pyramiden bauten (90.000-mal).

Diesen kleinen “Twitter-Ausrutscher” hat jetzt aber “RT deutsch” erneut zum Thema gemacht. Der deutsche Ableger des russischen Staatssenders “Russia Today”, der in der Vergangenheit immer wieder für Kritik sorgte. Hauptvorwürfe sind die angebliche Verbreitung von Fake-News und Auslandspropaganda für die russische Regierung um Wladimir Putin. Und Fake-News verbreitet der Sender auch tatsächlich in der entsprechenden Meldung “Trotz Elon Musks Alien-These: Kein Touristenstrom zu den Pyramiden in Ägypten” vom 17. August.

Eigentlich geht es darin – wie es die Überschrift unschwer erkennen lässt -, dass “dieses fantasiereiche Alleinstellungsmerkmal dem stagnierenden Tourismus vielleicht entgegen” kommen könnte. So könnte die Aussage von Musk also neue Touristen ins Land locken. Denn, so schreibt “RT deutsch”:

Eine Menge Retweets und Likes hat Elon Musks neuester kontroverser Tweet geerntet, in dem er die steile These teilt, Außerirdische hätten die berühmten Pyramiden in Gizeh gebaut. Die ägyptische Bevölkerung und Archäologen des Landes sind entsetzt.

Die eigentliche Meldung bei “RT deutsch” ist dabei aber ein knapp dreiminütiges Video, das der Sender einen Tag zuvor auf YouTube hochgeladen hat. Kern des Videos ist der Tourismus in Ägypten und das die Aussage von Musk ihn bis dato nicht ankurbelte.

Fake-News bei “RT deutsch”

Die Flauten im Tourismus beschränken sich bekanntlich vor allem durch Corona auf die ganze Welt, so dass das nicht weiter verwunderlich ist. Doch “RT deutsch” verbreitet in diesem sehr kurzen Video einige ganz erstaunliche Falschaussagen – Fake-News, die frei erfunden wurden! So etwa heißt es in dem Video schon zu Beginn über den besagten Tweet von Musk:

Hier verbreitet er seine Auffassung, dass die berühmten Pyramiden von Gizeh von Außerirdischen gebaut wurden. Ein möglicher Verdächtiger: Kein anderer als der ägyptische Pharao Ramses der Große.”

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Ramses der Große (Ramses II.) wird hier also als Alien und Pyramidenbauer dargestellt. Es wird sogar suggeriert, dass Musk selber ihn als “möglichen Verdächtigen” und damit auch Außerirdischen angesehen habe. Leider gelogen, denn das einzige was hier stimmt, ist, dass Ramses der Große in der Tat einer der berühmtesten Pharaonen überhaupt ist. Ganz nebenbei lebte Ramses II. über 1.000 Jahre nach dem Bau der Gizeh-Pyramiden in der 19. Dynastie. In einer Zeit, in der in Ägypten längst keine Pyramiden mehr gebaut wurden.

Vielleicht ein Irrtum von “RT deutsch”? Könnte man denken. Doch dann folgt eine Fake-News, deren exakten Inhalt sich “RT deutsch” schlicht ausdachte (oder ihn nicht gelesen hat):

Um seine Theorie zu untermauern, postete der Milliardenschwere Unternehmer nur Stunden später einen BBC-History-Artikel, der, wie er schreibt, eine vernünftige Zusammenfassung gibt, wie dies geschehen ist.”

Dieser Tweet zur BBC vom 1. August wird im Video gezeigt und er ist weiterhin bei Musk auf Twitter zu finden. Es ist dieser Artikel HIER von Dr. Joyce Tyldesley von 2012. Mehr als irreführen ist dabei allerdings die Falschaussage, das Musk damit seine Theorie mit dem Pyramidenbau durch Aliens “untermauern” wolle. Denn wer von den “RT deutsch”-Zuschauern sich die Mühe macht, den von Musk verlinkten BBC-Artikel anzusehen, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen.

Von “RT deutsch” übersehen?

In dem Artikel wird recht detailliert beschrieben wo die Menschen lebten, die die Pyramiden in Gizeh erbauten. Wer diese Menschen und Arbeiter waren, woher sie kamen und wie sie lebten. Der Artikel handelt schlicht und einfach von den Siedlungen der Pyramidenarbeiter und dem Heer von weiteren Arbeitern, wie Bäcker und Schlachter für die Versorgung der Bauarbeiter. Es heißt sogar explizit in dem Artikel:

Nach dem Vergleich von DNA-Proben aus den Knochen der Arbeiter mit Proben aus modernen Ägyptern hat Dr. Moamina Kamal von der Medizinischen Fakultät der Universität Kairo vorgeschlagen, dass die Pyramide von Cheops ein wirklich landesweites Projekt ist, bei dem Arbeiter aus ganz Ägypten nach Gizeh zogen. Sie hat keine Spur einer außerirdischen Rasse entdeckt, menschlich oder intergalaktisch, wie in einigen der einfallsreicheren ‘Pyramidentheorien’ vorgeschlagen.

Dieser BBC-Artikel bietet eine sinnvolle Zusammenfassung, wie es gemacht wurde“, schrieb Musk dazu. Kein Wort davon, dass dieser seine Alien-Thesen “untermauert”. Weder im Tweet und schon gar nicht im BBC-Artikel selber. Offensichtlich hat sich niemand bei “Russia Today” bequemt den Link von Musk anzusehen.

Gleiches gilt für einen Tweet, den er direkt nach seinem 1. “Alien-Tweet” zu den Pyramiden am 31. Juli postete. “Die Große Pyramide war 3.800 Jahre lang das höchste Bauwerk, das Menschen gebaut haben”, heißt es in diesem. Menschen.

Dabei verlinkt Musk auf den Eintrag zur Cheops-Pyramide bei der englischen Wikipedia. Dies Nachricht von Musk erwähnt “RT deutsch” erst gar nicht.

Offensichtlich versuchte Musk mit diesen zwei Tweets “zurückrudern”, nachdem er mit seiner “Aliens bauten die Pyramiden“-Nachricht ein derart große Lawine lostrat. Dass er bzw. die von ihm verlinkten Seiten von Menschen als Erbauer sprechen, hat “RT deutsch” bei der “Recherche” versehentlich “übersehen”. So wie auch “übersehen” wurde, dass weder Musk noch jemand anders den ein Jahrtausend nach dem Pyramidenbau lebenden Pharao Ramses II. als Alien oder Bauherren ansieht …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 26. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 12. März 2019 auf Fischinger-Online

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6. Okt. 2018 auf Fischinger-Online

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Jaden Smith: “Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!” – Was steckt dahinter?

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Jaden Smith: "Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!" - Was steckt dahinter? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Jaden Smith: “Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!” – Was steckt dahinter? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor einigen Jahren kam der Alien-Kino-Film “After Earth” mit Will Smith und seinem Sohn Jaden Smith in den Hauptrollen in die Kinos. In einem Promotion-Interview erzählte Jaden, dass er bei einem Besuch mit der Familie im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama auch über Aliens gesprochen habe. Angeblich sei Obama der Meinung, dass wir nicht allein im Universum sind. Dies wiederholte der junge Smith auch in einem auf dem Sender Sat 1 gezeigten Interview. Doch was steckt hinter diesen Aussagen? Konnte der Sohn des berühmten Schauspielers US-Präsident Obama derartige Enthüllungen entlocken? (aktualisierter Re-Post vom 6. Juni 2013)


Jaden Smith sprach mit Obama über Aliens?

In einem Interview mit dem “Wonderland Magazin” Mitte April 2013 erzählt Jaden Smith über seine Filmkarriere und den neuen Film “After Earth”. Ein Science-Fiction-Film, in dem er an der Seite seines Vaters Will Smith unter anderem gegen Aliens kämpft.

Jaden Smith findet Außerirdische nicht nur “wirklich cool”, sondern meint auch, dass es sie wirklich gibt. Im Weißen Haus habe er zu diesem Thema einmal sogar mit Präsident Barack Obama persönlich gesprochen. Obama hätte ihm dabei gesagt, dass er “weder bestätigen noch dementieren” kann, dass es Außerirdische gibt. Jaden Smith verstehe das so, dass es sie wirklich gibt:

Ich habe mit Präsident Obama über Außerirdische gesprochen. Er sagte, er könne die Existenz von Außerirdischen weder bestätigen noch leugnen, was bedeutet, dass sie real sind. Wenn die Leute denken, wir sind die einzigen Menschen, die in diesem Universum leben, stimmt etwas nicht mit ihnen.

Diese Aussage von Smith jr. wiederholte er auch sinngemäß in einem Interview mit dem TV-Sender SAT 1. Und natürlich passend zum Kinostart von “After Earth” in Deutschland. Aber wieso heißt “weder bestätigen noch dementieren”, dass Außerirdische deshalb real sind? Und was genau waren die Worte von Obama und was die von dem Kinohelden Jaden Smith? Da er angeblich selber von realen Aliens überzeugt und nach eignen Worten ein Fan ist, klingt das alles sehr nach Promotion für seinen Film.

Im am 6. Juni 2013 auf SAT 1 gezeigten Interview sagte Smith jr. auch, dass ihn die Frage nach Außerirdischen im Weißen Haus (fast) in Schwierigkeiten gebracht hätte. Leider ohne genau zu sagen, warum und wieso.

“weder bestätigen noch dementieren

Das Treffen der Familie Smith im Weißen Haus war schon Anfang 2012. Damals lief auch “Men in Black III” in den Kinos an – also ebenfalls ein Alien-Film. Schon einige Tage zuvor sagte Will Smith in einem Interview mit “Radio 1” der “BBC” (hier und hier, die Links sind inzwischen leider “tot”), dass sein Sohn Jaden am Abend vor dem Besuch im Weißen Haus Obama auf Aliens ansprechen wolle. Will hätte zwar abgeraten, weil die Alien-Frage “nicht cool” sei, aber der junge Smith habe es dennoch getan.

Will Smith schilderte im Interview weiter, dass sein Sohn Jaden zum Präsidenten ging und die Frage stellen wollte: “Entschuldigen Sie, Mr. Präsident…”. Doch da habe Obama ihn unterbrochen und gesagt:

Die Aliens, richtig? (…) Ok, ich kann die Existenz von Außerirdischen weder bestätigen noch dementieren, aber ich kann dir sagen, hätte es ein streng geheimes Treffen und eine Diskussion  darüber gegeben, wäre es in diesem Raum gewesen.”

Nicht mehr und nicht weniger also.

Aber die Frage nach Außerirdischen in Interviews mit den Darstellern oder Produzenten von Alien-Filmen ist eigentlich so oder so eine Standartfrage. Oder, dass diese sich ungefragt dahingehend einlassen. Jeder der Protagonisten dieser Filme hat dazu mit Sicherheit eine Meinung. Passend zum Film fällt diese naturgemäß wohl positiv aus. Irgendeine Anekdote zum Thema werden dabei die meisten Schauspieler im Repertoire haben. Das sieht man natürlich auch immer wieder in Interviews mit dem Kinohelden Will Smith.

Verschiedene Medien kommentierten damals diese Alien-Aussagen von Will Smith über seinen Sohn auch damit, dass er und Obama nicht nur die gleichen Ohren sondern auch den gleichen Humor haben. Immerhin war Will Smith damals überall im Gespräch, dass er in einem Film über Barack Obama eben Obama spielen solle.

Will Smith war sich in dem “BBC”-Interview übrigens auch sicher: “Lady Gaga ist ein Alien, sie kommt von einem anderen Planeten.”

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Lars A. Fischinger

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Bizarre Cargo-Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott, die USA zum “gelobten Land” und Seefahrer zu himmlischen Ahnen werden

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Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)
Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)

Die Menschheit hat in ihrer Geschichte zahllose Religionen, Kulte, Bewegungen und Sekten “erschaffen“. Und immer wieder entstanden aus der Begegnung zwischen “fortgeschrittenen Menschen” und “Primitiven” sogar seltsame Kulte, die man heute Cargo-Kulte nennt. Die Europäer, wie etwa die ersten Seefahrer auf ihren Fahrten, wurden dabei immer wieder für “Götter” oder “wiedergekehrte Ahnen” gehalten. Sogar noch im Zweiten Weltkrieg verehrten Insulaner im Pazifik die Technik der Amerikaner als “göttlich” oder “magisch” und vom Himmel gekommen. Zum Teil auch die Soldaten selbst. Auch Prinz Philip, der nun 99jährige Duke of Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II., wird in einem dieser Kulte “vergöttlicht”. Bizarre und zugleich faszinierende Kulte, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Zeitalter der Entdeckungen

Die heutige Welt wimmelt von Religionen, Kulten und Sekten. Es existieren nicht nur die vier großen Weltreligion Islam, Judentum, Hinduismus und Christentum, sondern unzählige große und kleine Religionen, Kulte und Glaubensvorstellungen neben diesen.

Vor Jahrhunderten war es nicht anders. Auch schon damals existierten auf Erden nicht zu zählende Kulte und Glaubensrichtungen und praktisch jedes Volk der Erde hat seine eigene und oftmals unabhängige Religion. Weltanschauungen, die sich teilweise regional in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelten. Götter, mythischen Helden, himmlische oder schlicht überirdische Wesen oder Ahnengeister, die lokal in unterschiedlichen Variationen verehrt wurden.

Im 15. Jahrhundert änderte sich das Bild der Welt schlagartig, als Christoph Kolumbus  eine schon sehr lange kursierende Idee endgültig beweisen wollte: Er plante Indien auf dem Seeweg zu erreichen, in dem er “verkehrt herum” in das Land der Gewürze und Reichtümer fuhr. Da die Erde rund sei, müsste man mit einem Schiff nur lange genug in Richtung Westen segeln und so würde man irgendwann die Küste Indiens erreichen.

Diese Vorstellung war fast richtig. So segelte Kolumbus mit drei Schiffen 33 Tage lang in Richtung Westen und betrat am 12. Oktober 1492 die Insel San Salvador; eine Insel der Bahamas-Gruppe in der Karibik. Er und seine Besatzung waren sicher, sie hätten Asien erreicht und den westlichen Seeweg nach Indien gefunden. Natürlich war diese Annahme falsch, wie heute jeder weiß. Kolumbus hatte den amerikanischen Kontinent (wieder) entdeckt. Damals ahnte niemand (heißt es zumindest!), dass zwischen Europa und Asien noch ein gewaltiger Doppelkontinent liegt.

Der Grundstein großartiger Entdeckungen und seltsamer Geschehnisse war gelegt.

“Göttliche” Seefahrer aus Europa

Kolumbus und seine Männer betraten San Salvador und trafen sogleich auf Eingeborene. Und diese waren alles andere als feindlich gesinnt. Der Sohn von Christoph Kolumbus hielt fest:

Wir bemerkten zwei oder drei Siedlungen, und das Volk der Eingeborenen rief uns an und dankte Gott. Einige brachten Wasser, andere brachten uns zu essen […] Wir verstanden, dass sie uns fragten, ob wir vom Himmel kämen.

Vom Himmel? In der Tat hielten die Ureinwohner von San Salvador die fremden, weißen und bärtigen Männer mit ihren riesigen Schiffen und in ihren seltsamen Kleidern für eine Art Götter. Für irgendwie “fremde Wesen” einer ebenso “fremden Welt”. Was im Grunde auch zutraf. Eine Tatsache, die sich rund 30 Jahre später in erschreckender Weise wiederholen sollte.

1519 landete Hernando Cortez mit elf Schiffen und einigen hundert Männern an der Ostküste Mexikos. Kein besiedeltes Land, denn dort existierte unter anderem das riesige Imperium der mächtigen Azteken, dessen ehemalige Hauptstadt Tenochtitlan heute Mexiko-City ist. Die Azteken glaubten an einen Gott mit dem Namen Quetzalcoatl, der, so ihre Überlieferungen, eines Tages wiederkehren würde.

Diesen Gott sahen die Azteken in dem fremdartigen Cortez, der mit mächtigen Schiffen und zahlreichen seltsamen Männern und Geräten über das Meer gekommen war. Ein Umstand, der bei der Eroberung des riesigen Azteken-Reiches sehr hilfreich war, denn Montezuma, König der Azteken, wagte es erst nicht Widerstand zu leisten und empfing freiwillig den Spanier in seiner Hauptstadt. In wieweit die eingeborenen Azteken allerdings tatsächlich Cortez und seine plündernden Spanier für “Götter” hielten, ist aber heute umstritten. Einige Historiker halten diese Aussagen für Propaganda bzw. Irrtümer der spanischen Chronisten.

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Solche Beispiele gibt es zahlreich aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Ureinwohner der erkundeten Länder und Inseln sahen sich plötzlich fremdartigen Menschen gegenüber, dessen Herkunft sie sich nicht erklären konnten. Auch beim Untergang der legendären Kultur auf der Osterinsel im Pazifik scheint dies eine große Rolle gespielt haben. Zumindest indirekt, wie in diesem Blog-Artikel HIER beschrieben (s. a. Video HIER)

So etwa auch der legendäre Entdecker Cook 1779 auf Hawaii. Als James Cook die Inseln erreichte, betrat ein hoher Würdenträger der Ureinwohner Cooks Schiff “Resolution” und schmückte den Entdecker mit einem roten Umhang. Der Indio sah in Cook den legendären Helden Rono, der einstmals Hawaii verließ und inzwischen dort als Gottheit verehrt wurde. Dennoch wurde Cook später von Insulanern erschlagen, als sie ihren Irrtum erkannten …

Technik-Religionen

Doch nicht nur im Zeitalter der Entdeckungen sahen “primitive Eingeborene” in den Europäern Götter oder himmlische Wesen. Auch in moderner Zeit gibt es Beispiele, dass isoliert lebende Ureinwohner fremde Menschen und ihre Technologien als göttlich und magisch verehrten. Es entwickelten sich darauf regelrechte Technik-Religionen, die man heute in der Völkerkunde zusammenfassend Cargo-Kulte (Cargo steht für “Ware”, “Güter”) nennt.

Im Zweiten Weltkrieg tobte im Pazifik der Krieg zwischen den USA und dem Kaiserreich Japan. Japan hatte umfassende Expansionspläne und eroberte eine Insel nach der anderen, wurde letztlich aber doch geschlagen.

So kam es, dass im Frühjahr 1945 die USA die Region Hollandia (Neuguinea) zu einer Militärbasis ausbaute und dort bis zu 40.000 Soldaten mit ihrem militärischen Material stationierte. Auch ein Flugplatz wurde errichtet und pausenlos starteten und landeten Flugzeuge. Die eingeboren Papuas sahen staunend und voller Unverständnis und Unkenntnis dem regen Treiben der Amerikaner auf ihrem Land zu. Später verteilten die Soldaten auch kleine Geschenke an die Eingeborenen, wie es auch die frühen Entdecker wie etwa Kolumbus taten.

Doch nun geschah hier und auf anderen Inseln Neu-Guineas etwas Erstaunliches. Die Eingeborenen begannen aus Holz und Stroh Flugzeuge nachzubauen, die sie auf nachempfundenen Startbahnen stellten (s. Titelbild li.). Sie bauten Hallen und Funkmasten aus Holz und sprachen in hölzerne Mikrophone. Immer in dem Glauben, die “donnernden Himmelsvögel”, die US-Flugzeuge, wieder zur Erde zu locken. Eben genau so, wie sie es bei den amerikanischen Streitkräften gesehen haben. Es war die Geburt einer Art Religion, die lediglich auf der Unwissenheit der Eingeborenen gegenüber der modernen Technik beruhte

Ein ganz erstaunlicher Cargo-Kult existiert auf der Insel Tanna im südlichen Pazifik. Sie gehört zu einer Inselgruppe mit Namen Vanatu, die aus 80 Inseln besteht. Dort beten die Eingeborenen zu einem Messias mit dem Namen “John Frum“.

Die USA: Das “gelobte Land”

Seit über 60 Jahren ist dieser Kult nun bekannt und gibt bis dato Rätsel auf. Die Bewohner glauben an ein göttliches Wesen mit dem Namen John Frum und setzten diesen aufgrund christlicher Einflüsse der lokalen Missionare inzwischen mit Jesus Christus gleich. Die Wiederkehr von John Frum wird sehnsüchtig erwartet.

1942 war es dann so weit.

Soldaten, Schiffe und Flugzeug der USA erreichten das Eiland und die Bewohner erhielten von den Amerikanern Geschenke. Doch die Ureinwohner wollten mehr, mehr Cargo. So kam es, dass sich ein Ureinwohner mit Namen Neloiag als Reinkarnation ausgab und angeblich Rat wusste. Es wurden primitive Landepisten für die Himmelsvögel, die Flugzeuge der USA, angelegt und so wollte man diese göttlichen Vögel wieder auf die Erde locken um mehr Cargo beziehungsweise Geschenke zu bekommen.

Dr. Friedrich Steinbauer, Autor des Buches “Melanesische Cargokulte” (1971), ist sicher, dass es sich bei dieser Gottheit John Frum um eine erfundene Person handelt. Der Theologe konnte auch in seiner als Buch veröffentlichten Doktorarbeit 185 ähnliche Kulte nachweisen. Andere Forscher sind sicher, dass dieser John eine reale Person war, die sich einst auf der Insel aufhielt.

Beispielsweise der Mystery-Forscher, und Autor Walter-Jörg Langbein, der vor Ort auf Tanna den Kult beobachtete. Er ist sicher, dass es sich in Wahrheit um einen US-Soldaten gehandelt hat. Am 15. Februar 2004 konnte Langbein selber vor Ort beobachten, wie die Anhänger des Kultes mit Holzgewehren militärisch aufmarschieren, salutieren und Flaggen hissen. Alles zu ehren des Messias John Frum. Ebenso schreiben sich die Kultanhänger die Buchstaben USA auf den Körper; das gelobte Land, aus dem John Frum einst kam (s. Titelbild re.).

Auf diesem Blog finden Ihr HIER einen ausführlichen Artikel von Langbein darüber.

Prinz Philip: Ein Gott!

Von einem eher neuen Cargo-Kult, ebenfalls auf der Insel Tanna, berichtete beispielsweise die BBC schon 2007. Prinz Philip, Duke von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem erstaunlichen Kult als eine Gottheit verehrt. Der Prinzgemahl, der am 10. Juni 2020 99 Jahre alt wurde, ist in seiner Heimat Großbritannien überaus beliebt. Doch so beliebt, wie in der “Prinz-Philip-Bewegung” von Teilen der Bevölkerung im Süden Tannas, dann doch nicht.

Die Anhänger des Kultes sehen in Prince Philip einen Berggeist der Insel und verehren Fotos des Prinzen. Chief Jack Naiva, Ältester des Stammes vom Dorf  Yaohnanen, berichtete der BBC, dass dieser Kult seit den sechziger Jahren existiert. Damals war die Insel noch Kolonialbesitz des britischen Königreiches. Eine Legende der Einwohner spricht von dem hellhäutigen Sohn eines lokalen Berggeistes, der laut Legende zur See fuhr, um auf diesem Wege eine angemessene Gemahlin zu finden.

Diese Legende wurde von den Kultanhängern der Insel mit dem Leben von Prinz Philip verwoben, der mit der englischen Monarchin tatsächlich eine mächtige Gemahlin hat. Ursprung dieses Cargo-Kultes um Prinz Philip könnte die “Religion” um John Frum sein, da er auch als Sohn von diesen angesehen wird.

Die rund 400 Gläubigen des Philip-Kultes erhielten im Jahre 1974 tatsächlich eine Bestätigung des Glaubens. Damals besuchte die britische Königin Elisabeth II. zusammen mit Prince Philip mit großem Pomp auf der königlichen Yacht “Britannia”die Insel. Die Gläubigen dachten, der hellhäutige Sohn des Berggeistes sei zurückgekommen um seine machtvolle Gemahlin zu präsentieren, die er nach langer Suche letztlich gefunden hatte.

Göttliche Geschenke aus Großbritannien

1978 wurde der Prinz von den dortigen Vertretern der britischen Regierung offiziell informiert, dass er nun ein “Gott” sei. Als Dank schickte Prinz Philip signierte Fotos und Geschenke. Später (1980 und 2000) folgten weitere Fotos des Prinzen für seine “Gläubigen”, auf denen er auch eine traditionelle Jagdwaffe seiner Anhänger hält. Diese hatten sie ihrem Gott zuvor geschickt. Selbst einige Vertreter des Kultes reisten später nach Großbritannien.

Im Jahr 2009 nahm sich auch der Fernsehen dieser Religion um den Prinzen an. So entstand die dreiteilige Dokumentation “Besuch aus der Südsee” auf dem Sender Arte, im Zuge dessen Stammesangehörige nach Großbritannien kamen. Fraglich, inwieweit hier noch ein echter Glaube, eine echte Religion mit dem Prinzen als Gott oder Messias, im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sein wird.

Die Zeitung “Der Westen” kommentierte  die Dokumentation und die “Prinz-Philip-Bewegung” am 3. Juni 2009 mit den Worten:

Obwohl die Kulturen an beiden Polen der Welt unterschiedlicher nicht sein können, gibt es ein verbindendes Element, das die Dokumentation wie ein roter Faden durchläuft: Der Häuptling möchte Prinz Philipp animieren, nach Tanna zurückzukehren. Denn auf dem Südsee-Atoll wird der Geist des Kronprinzen als Gott verehrt.

Wenn er seinen Dienst in England verrichtet hat, sollte er in seine Heimat am anderen Ende der Welt zurückkehren, glauben die Männer. Sie schaffen es tatsächlich, eine Audienz beim Prinzen zu bekommen.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor

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Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)
Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)

Was war der Grund für die gigantische Explosion 1908 in Tunguska in Sibirien? Dutzende Millionen Bäume auf einer Fläche von tausenden Quadratkilometern Taiga wurden zerstört, eine Schockwelle umrundete mehrmals den Planeten und selbst in Europa leuchtete der Himmel. Deutliche Belege für eine gewaltige Katastrophe. Erklärungen dafür reichen von Schwarzen Löchern und UFOs über die Explosion von Milliarden Mücken bis zu Asteroiden und Kometen. Ein Krater oder der Rest eines Asteroiden wurde jedoch nie gefunden. Russische Forscher wollen jetzt dem Rätsel von Tunguska in einer neuen Untersuchung ein Stück näher gekommen sein. Und glauben dabei eine Erklärung gefunden zu haben, wo der Tunguska-Asteroid geblieben ist.


Die Explosion von Tunguska 1908

Warum kam es am 30. Juni 1908 in der Taiga von Tunguska in Sibiriern zu einer verheerenden Explosion? Was war damals der Auslöser dafür, dass tausende Quadratkilometer Wald und dabei ca. 60 bis 80 Millionen Bäume zerstört wurden?

Einig sind sich die Wissenschaftler nach über 100 Jahren, dass es auf jeden Fall etwas Gewaltiges war! Noch in mehr als 500 Kilometer Entfernung sah man einen Feuerschein am Himmel. 65 Kilometer vom Ereignisort entfernt drückte die Stoßwelle Fenster einer Händlersiedlung ein. Und Seismographen auf der ganzen Welt registrierten eine Druckwelle, die mehrfach unseren Planeten umrundete. Die entstandene Staubwolke erleuchtete dabei den Himmel von Europa bis Nordamerika.

Was aber war der Auslöser für diese gigantische Explosion in den unendlichen Weiten Sibiriens?

Darüber zerbrechen sich Gegenrationen von Forschern sowie „Phantasten“ bereits den Kopf. Dank verschiedener Expeditionen des russischen Wissenschaftlers Leonid Kulik und der „Sowjetischen Akademie der Wissenschaften“ ab 1927 wissen wir rechte genau, welches Ausmaß die Explosion von Tunguska 1908 hatte. Es entstanden einzigartige Bilddokumente der Zerstörungen, die bis heute den Tunguska-Forschern bei ihren Arbeiten dienen.

Was Kulik jedoch nie fand, war ein Krater im Epizentrum der Vernichtung. Denn schon Kulik nahm damals an, dass hier ein Asteroid oder Komet auf die Erde prallte. Eine „Bombe aus dem All“, die noch immer als die wahrscheinlichste Erklärung für das Tunguska-Ereignis angesehen wird. Auch wenn trotz zahlloser Expeditionen der letzten Jahrzehnte an den Ort der Explosion ein solcher Krater noch immer nicht eindeutig belegt werden konnte.

Spekulationen um die Ursache

Deshalb kursieren die verschiedensten Thesen, was damals hier wirklich geschehen sein könnte:

  • Absturz und Explosion eines UFOs.
  • Der Impakt eines Kometen oder Asteroiden bzw. deren Explosion über dem Erdboden in der Erdatmosphäre.
  • Eine vulkanische Gasexplosion.
  • Die Explosion eines riesigen Mückenschwarms.
  • Ein Schwarzes Loch tat sich auf.
  • Die Detonation einer Atombombe, die im Geheimen entwickelt wurde.
  • Ein fehlgeschlagenes Experiment zur drahtlosen Energieübertragung, mit dem Nikola Tesla in Zusammenhang gebracht wird.
  • Die Kollision der Erde mit einem Objekt aus Antimaterie.
  • Alternativ: „Dunkle Materie“ oder „Dunkle Energie“.
  • Eine Methangasexplosion.

Trotz „phantastischer Erklärungen“ wurde und wir die These bevorzugt, dass ein Asteroid über der Taiga explodierte. Ein Geschoss, dass etwa 30 bis vielleicht sogar 80 Meter groß war und bei seinem Eintritt die Atmosphäre in 10 bis 15 Kilometern Höhe detonierte. Die dabei entstandenen Schockwelle traf dabei auch die Erdoberfläche und ließ Millionen Bäume umfallen und verwüstete die Taiga.

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Eine Annahme, die immer wieder mittels komplizierter Computersimulationen druchgerechnet wurde. Vor Ort in Sibirien suchen Forscher deshalb seit Jahrzehnten nach Resten dieses Asteroiden – wurden aber nur vereinzelt mehr oder weniger fündig.

Der große Fund von Resten der kosmischen Bombe ist bis heute ausgeblieben.

Nur ein “Streifschuss”?

Dr. Sergei Karpov vom Kirensky-Physik-Institut in Krasnojarsk und seine Kollegen glauben jetzt, dass sie der Lösung für das Phänomen von 1908 ein großes Stück näher gekommen sind. Nach ihren Studien war die Ursache ein Asteroid aus Eisen mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Metern und einem Gewicht von 3 Millionen Tonnen.

Im Gegensatz zur meist vertretenen These, dass ein Gesteinsbrocken aus dem All über Tunguska explodierte, geht Karpov jedoch davon aus, dass das Objekt nur die Erdatmosphäre „durchstreifte“. Er explodiere dabei nicht, wie bisher meist angekommen, sondern verließ die Erde wieder. Rund 3.000 Kilometer sei dieses Objekt mit annähernd 20 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre gerast. In einer Höhe von 10 bis 15 Kilometern, wobei er sich auf über 10.000 Grad erhitzte. Eine Detonation blieb aus, bis das Objekt die Atmosphäre wieder verließ und in den Weltraum entschwand.

Für ihre Simulationen nahmen sie verschiedenen Objekte als Grundlage. Asteroiden mit einer Größe von 50, 100 und 200 Metern und mit unterschiedlichen Zusammensetzungen.
Heraus kam eine Art „Streifschuss“. Damit war es „eher das Ergebnis eines vorbeiziehenden Weltraumkörpers und seiner Schockwelle als ein direkter Aufprall“, so die Forscher in ihrer Studie in den monatlichen Mitteilungen der angesehen „Royal Astronomical Society“.

Ihren Berechnungen nach, hätte das Objekt bei seinem rasanten Flug durch die Atmosphäre zum Teil 500.000 Tonnen Material pro Sekunde verdampft. Nun eine Sekunde flog er über das Epizentrum von Tunguska und erhitze den Wald dabei so stark, dass er nicht nur brannte, sondern regelrecht aufleuchtete. Grund sei, dass bei der Verdampfung des Eisenmaterials bei der Annäherung an die Erdoberfläche Hochtemperaturplasma entstand, dessen Leuchten weithin zu sehen war. Über tausende Kilometer, wie die Zeugen damals beschrieben.

Zurück ins All

Karpov glaubt auch, dass dieses Szenario auch erklären könnte, warum Tunguska nicht von winzigen Eisenkugeln bedeckt sei. Diese kleinen Kügelchen sind Indikatoren für die Explosion oder den Einschlag eines Asteroiden auf der Erde und weltweit nach entsprechenden Impakten im Erdreich nachweisbar. Bei der angenommenen Erwärmung und Geschwindigkeit hätten diese gar nicht erst bilden können, so die Forscher in ihrer Untersuchung:

Wir haben die Flugbahnmerkmale des Weltraums mit einem Durchmesser von 50 bis 200 Metern berechnet, und unsere Modelle zeigen, dass er nicht aus Gestein oder Eis bestehen kann, da solche Körper im Gegensatz zu Eisen aufgrund des kolossalen aerodynamischen Drucks schnell in der Atmosphäre auseinander fallen würde.

Das Fehlen von Eisentröpfchen um das Epizentrum erklärt sich durch die hohe Geschwindigkeit des Weltraumkörpers beim Durchgang durch die Erdatmosphäre – immer über 11,2 Kilometer pro Sekunde bei Oberflächentemperatur überschreitet mehrere tausend Grad Celsius.“

Der Nachweis stelle sich als überaus problematisch heraus, so das Forscherteam weiter. Denn das Material des Eisenmeteoriten, dass die Erdoberfläche erreichte, wäre nicht von rein irdischen Material zu unterscheiden:

Der dominierende Mechanismus des Massenverlusts bei diesen Temperaturen ist die Sublimation von Material in Form einzelner Atome, die sich auf der Erdoberfläche als Eisenoxide befinden, die sich nicht von denselben weit verbreiteten Eisenoxiden terrestrischen Ursprungs unterscheiden.

Ob diese neuen Modellrechnungen das Rätsel von Tunguska letztlich lösten, ist ungewiss. Geht es nach den Studien von Karpov und seinen Kollegen, existiert der Asteroid von Tunguska sogar noch im All. Auch wenn er die Hälfte seines Materials bei seinem „Streifschuss“ in der Erdatmosphäre verloren hat, entschwand er danach wieder in das All in eine Umlaufbahn um die Sonne.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft Classics, Folge #34: Die PSI-Spionage des Pentagon und die Akte X +++ Video +++

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #34: PSI-Spionage des Pentagon und die Akte X (Bilder: Google Earth & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #34: PSI-Spionage des Pentagon und die Akte X (Bilder: Google Earth & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Parapsychologie oder allgemein Paranormale Phänomene sind in den Augen vieler Menschen nichts als Humbug. Dazu zählt auch die Fernwahrnehmung (“Remote Viewing”), die für die meisten Kritiker nichts als Hellsehen ist, das obskure Seher, Medien, Wunderheiler oder Mentalisten praktizieren. Ein Gebiet der Esoterik und Parawissenschaft also. Vor Jahrzehnten sah das Pentagon mitten im Kalten Krieg die Sache aber etwas anders. So rief die CIA das geheime „Stargate Project“ Ende der 1970ger Jahre in Leben, bei dem „PSI-Spione“ mittels Fernwahrnehmung den Gegner UdSSR ausspionieren sollten. Ein Thema, das auch für die Medien von Interesse war, wie Ihr es in Teil #34 der „Grenzwissenschaft Classics“ aus dem Jahr 1997 seht.


Paranormale Phänomene im Pentagon

Paranormale Phänomene wie Fernwahrnehmung, die man auch Remote Viewing nennt, sind für viele Menschen nichts als Humbug. Irgendwas mit Hellsehen, das obskure Seher, Medien, Wunderheiler oder Mentalisten praktizieren.

Also nichts weiter als Parapsychologie, mit denen sich höchstens Esoteriker oder Grenzwissenschaftler beschäftigen. So die vielfache Kritik.

Doch schon vor Jahrzehnten sah es das Pentagon mitten im Kalten Krieg mit der UdSSR anders. Hier vermutete man eine Möglichkeit den Feind Sowjetunion durch übersinnliche Wahrnehmung entsprechend begabter Menschen auszuspionieren.

So rief die CIA das geheime „Stargate Project“ Ende der 1970ger Jahre in Leben. Für Geheimdienst und Militär sollten dabei „PSI-Spione“ mittels Fernwahrnehmung beim Gegner spionieren. So die heute unlängst freigegeben Akten zu diesem erstaunlichen Projekt der USA.

Das war 1997 auch ein Thema für die Medien, wie Ihr es in Teil #34 der „Grenzwissenschaft Classics“ seht.

Bleibt neugierig …

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Die UFO-Sichtung von NASA-Astronaut Donald Slayton: Was sah der US-Air Force-Testpilot 1951 am Himmel über den USA?

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Die UFO-Sichtung von NASA-Astronaut Donald Slayton 1951 (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die UFO-Sichtung von NASA-Astronaut Donald Slayton 1951 (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Dass nur “Spinner” oder “Wichtigtuer” UFOs am Himmel sehen, ist schon sehr lange widerlegt. Dieses Schein-Argument von Kritikern, Skeptikern und all jenen, die das Thema UFOs und UFO-Forschung sogar absichtlich diskreditieren wollen, liegt längst auf dem “Müllhaufen der UFO-Geschichte”. Und so ist auch längst bekannt, das militärische und zivile Piloten oder auch Astronauten unbekannte Objekte am Himmel gesehen haben. Dazu zählt auch die eher weniger bekannte UFO-Sichtung des NASA-Astronauten Deke Slavton (Donald Kent Slayton), die er als Testpilot einige Jahre vor seiner Zeit als Astronaut bei der NASA machte. Eine seltsame Erfahrung eines in der Öffentlichkeit recht unbekannten Raumfahrers. Obwohl Slaytonr im All Pionierarbeit leistete und zu den Helden der NASA zählt, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


Deke Slavto: der unbekannte Held

Donald Kent Slayton, meist schlicht “Deke” Slayton genannt, ist heute ein eher unbekannter Astronaut NASA. Er starb bereits 1993.

Doch wie alle NASA-Astronauten der ersten Stunde ist auch Deke Slavton vor seiner Karriere als Raumfahrer bereits seinen Weg bei der US-Air Force gegangen. Bereits im 2. Weltkrieg bewies er sich als Bomberpilot und wurde nach Kriegsende Testpilot, Fluglehrer und Luftfahrtingenieur bei “Boeing”. Durch seine Erfahrungen wurde auch die 1958 gegründete Raumfahrtbehörde NASA auf ihn aufmerksam. Sie wählte 110 Testpiloten im ganzen Land aus, die zukünftige Astronauten werden sollten.

Unter ihnen war Slayton, der alle Test und Prüfungen bestand und zur ersten Gruppe von Astronauten der NASA gehörte. Heute bekannt als die “Mercury Seven”, die der Welt am 9. April 1959 vorgestellt wurden. Sie sollten Amerika durch das legendäre Mercury”-Programm in das All bringen. Slayton wurde Spezialist der “Atlas”-Raketen des Programms. Er sollte mit dem Flug MR-6 der erste Amerikaner im All werden. Zweifellos hätte dies ihn bis heute zu einer Legende gemacht.

Da aber die UdSSR den USA mit sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin zuvor kam, wurde auch der erste amerikanische bekannte Flug ins All vorgezogen. So wurde der Astronaut und ehemalige Kampfpilot John Glenn der erste Amerikaner im Weltraum. Und es kam für Slayton noch schlimmer. Im März 1962 wurde er aufgrund von Herzproblemen von der NASA für fluguntauglich erklärt.

Slavon wurde bis auf weiteres eine “Schreibtisch-Astroanut” der NASA. Seinen Traum eines Flug im All gab er dabei jedoch nicht auf. Er trainierte um so härter, und schonte sein Herz, wo es nur ging. Es machte sich bezahlt, denn am 15. Juli 1975 startete er mit “Apollo-Sojus-Test-Projekt” (ASTP) mit einem Raumschiff des “Apollo“-Programm dich noch in den Orbit. Eine Mission, die heute legendär ist, da dabei das Raumschiff an die sowjetische Raumkapsel “Sojus 19” im All ankoppelte. Es war die erste Zusammenarbeit zwischen Ost und West im All überhaupt, bei dem Deke Slavton die Steuerung des Andock-Moduls übernahm.

Das UFO des Astronauten

Deke Slavton war nicht der erste Amerikaner im All. Er war nicht der erste Mann auf dem Mond. Und doch ist er in der Raumfahrtgeschichte und bei der NASA zweifellos eine Legende. Ein bodenständiger Mann im Dienst seines Landes Amerika. Eben so, wie man zumindest in den USA eigentlich alle Astronauten der NASA oder Kriegshelden sieht. Trotzdem hat auch diese Raumfahrtlegende nach eigenen Aussagen UFO-Erfahrungen gemacht.

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Jedoch nicht im Weltraum oder während seiner Zeit als Astronaut, sondern bereits 1951 als Testpilot. Ereignet habe sich diese Begegnung mit einem UFO in rund 10.000 Fuß Flughöhe von seinem Flugzeug aus. Am helllichten Tag bei etwa 480 Stundenkilometern von seinem P 51-Flugzeug aus. Auch bekannt auch als “Mustang”. Slavton erinnert sich:

Ich testete gerade in Minneapolis eine P 51, als ich das Objekt entdeckte. Es war an einem schönen, hellen und sonnigen Nachmittag in etwa 10.000 Fuß Flughöhe. Ich dachte zunächst an einen Flugdrachen, den jemand hat steigen lassen. Doch dann besann ich mich, dass ein Drache ja niemals in diese Höhen steigen würde.

Als ich dann näher kam, sah es aus wie ein grauer Wetterballon mit etwa 3 Fuß im Durchmesser. Aber sobald ich dicht hinter dem Ding war, sah es auch nicht mehr nach einem Wetterballon aus, sondern nach einer platten Untertasse.

Ich war mit etwa 300 Meilen pro Stunde unterwegs, doch das Ding flog einige Zeit vor mir her, bevor es beschleunigte und in einem Winkel von 45 Grad steil nach oben schoss und verschwand.

Eine der inzwischen zahlreichen UFO-Sichtungen von Piloten, Militärs oder Astronauten, über die immer wieder spekuliert wird. Allerdings nur auf den ersten Blick. Nach Slavton flog das Objekt zwar schneller als er selbst – also mehr als rund 50 Stundenkilometer -, war aber vergleichsweise winzig. Nur knapp 1 Meter (3 Fuß) im Durchmesser. Zumindest als er nach seiner Aussage es noch für einen “grauen Wetterballon” hielt.

Ob es eine Fehleinschätzung war, kann man kaum sagen. Zumindest sah es für ihn, als er näher an dem Objekt heran geflogen war, nach einer platten oder flachen Untertasse aus. Wie groß sie ihm dann erschien, bevor es beschleunigte und in den Himmel schoss, sagte er leider nicht. Und obwohl die UFO-Forschung durchaus Berichte von derart kleinen UFOs oder unbekannten Objekten kennt, werden wir wohl niemals erfahren, was der später NASA-Astronaut hier gesehen hat.

Zumindest Drohnen, wie siehe heute bekannt und in aller Munde sind, gab es 1951 noch nicht …

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