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Schreiben sensationelle Funde in Mexiko die Geschichte um: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? +++ Video +++

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VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt?
VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? (Bilder: Nature/C. F. Ardelean / Montage: Fischinger-Online)

Als die Europäer vor 1.000 Jahren (Wikinger) und 1492 (Christoph Kolumbus) Amerika entdeckten, waren sie dort nicht allein. Der gesamte Doppelkontinent war bereits besiedelt und überall trafen die Eroberer auf unterschiedliche Kulturen. Doch woher kamen diese Menschen und wann betraten deren Ahnen erstmals Amerika? Hier setzte sich die Vorstellung fest, dass die ersten Menschen während der letzten Eiszeit aus Sibirien über die Beringstraße und Alaska einwanderten. Irgendwann vor 13.000 oder vielleicht sogar 18.000 Jahren. Jüngst veröffentlichte Untersuchungen werfen diese Thesen über den Haufen. Demnach könnten schon vor 33.000 Jahren die ersten Menschen Amerika erreicht haben. Dafür sollen archäologische Funde sprechen, die in Mexiko ausgegraben wurde. Muss die Geschichte vollkommen neu geschrieben werden?


Amerika schon vor 33.000 Jahren besiedelt?

Wann betraten Menschen zum ersten Mal amerikanischen Boden? Wann wurde Amerika wie besiedelt?

Scheinbar einfache Fragen, die aber seit Jahrzehnten für hitzige Kontroversen und Diskussionen sorgen. Nachdem in den USA die sogenannten Clovis-Kultur 1937 entdeckt wurde, war für viele Archäologen klar: Clovis waren vor rund 13.000 Jahren die ersten Amerikaner. Eingewandert in der Eiszeit über die trockene Beringstraße, die heute Alaska von Russland bzw. Sibirien (Asien) trennt. Von dort zogen sie durch das heutige Kanada, die USA, Mittelamerika immer weiter in den Süden. Bis sie letztlich ganz im Süden von Südamerika Feuerland erreichten.

Nach weiteren Funden wurde deutlich, so ganz stimmen die Datierungen nicht. Beispielsweise durch Funde menschlicher Spuren in Südamerika, die an die 18.000 Jahre alt sind. Und vielleicht kamen die ersten Amerikaner sogar über den Seeweg. Oder es gab verschiedene Wellen von Siedlern …

Jetzt jedoch sorgen zwei in “Nature” veröffentlichte Studien für Aufsehen unter den Experten. Sie verlegen die Besiedlung Amerikas weit in die Vergangenheit.

Demnach wurden im Hochland von Mexiko in einer Höhle Spuren – Steinwerkzeuge – ausgegraben, die zum Teil bis auf ein Alter von über 33.000 Jahren datiert wurden!

Tausende dieser Hinterlassenschaften brachten die Archäologen ans Licht. Für sie ein Beleg, dass hier bereits rund 17.000 Jahre vor der Colvis-Kultur von Nordamerika Menschen lebten.
Eine schon jetzt umstrittene Studie, da sie direkt nach der Veröffentlichung erste Kritiker auf den Plan rief. Alles sei falsch gedeutet worden, so einige Stimmen!

Alle Details zu dieser spannenden Untersuchung und Ausgrabung erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 23. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai-Halbinsel im Heiligen Land? +++ Video +++

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VIDEO: Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai Halbinsel im Heiligen Land? (Bilder: Google Earth & Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai Halbinsel im Heiligen Land? (Bilder: Google Earth & Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verteilt im  Norden Europas stehen die sogenannten Wikingerburgen. Kreisanlagen bzw. Ringwälle, die sich vor allem in Dänemark und Schweden finden. bekannt sind vor allem die dänischen Anlagen Aggersborg und Trelleborg, die heute viele Besucher anziehen. Die heute vielfach romantisieren Wikinger waren Bauern, Plünderer, Entdecker, Piraten und Räuber zugleich und wurden sicher auch mit der Entdeckung Nordamerikas vor rund 1.000 Jahren zur Legende. Aber waren die Nordmänner auch im Heiligen Land im Norden der Halbinsel Siani? Denn dort findet sich nahe eines alten Handelszentrums der „Weihrauchstraße“ eine riesige Ringanlage, die in dieser Form eins zu eins nach einer Wikingerburg aus Dänemark aussieht. Eine überaus sonderbare mutmaßlich archäologischer Stätte, der in diesem YouTube-Video einmal auf den Grund gegangen werden soll.


Wikinger im Heiligen Land?

Im Norden Europas – vor allem in Dänemark – standen einst sogenannte Wikingerburgen. Besonders bekannt ist dabei Aggersborg und Trelleborg. Nach letzter Anlage ist ein ganzer Typ derartiger Ringwallanlagen in Dänemark und Schweden benannt.

Erbaut wurden diese Anlagen laut Archäologenmeinung von den Wikingern, wie es der Name unschwer erkennen lässt. Vor allem ab etwa 850 nach Christus und zum Teil auf älteren Heiligtümern der Germanen. Durchaus lassen sich aber solche und sehr ähnliche Ringwallanlagen bzw. „Wikingerburgen“ auch in anderen Teilen Europas finden. Kreisanlagen an sich sogar weltweit.

Die heute oft romantisch verklärten Wikinger aus Skandinavien waren einst mehr als eine Geisel für Europa. Neben Plünderungen, brutalen Überfällen, Piraterie und Raubzügen waren die meisten Nordmänner einfache Bauern. Und weltberühmte Entdecker und Händler, die bekanntlich vor 1.000 Jahren bereits Nordamerika entdeckten. Wie weit aber gingen ihre Fahrten, ihre Entdeckungen, ihr Handel und eventuell ihre Bautätigkeit?

Kamen sie vielleicht sogar bis in den Süden des heutigen Israel auf die Halbinsel Sinai?

Denn dort findet sich nahe einer alten Ruinenstätte eines einstigen Handelszentrums der „Weihrauchstraße“ eine riesige Ringanlage, die in dieser Form eins zu eins nach einer Wikingerburg aus Dänemark aussieht. Waren Wikinger die Bauherren, der so fehl am Platz erscheinenden Ringwallanlage auf der Sinai-Halbinsel? Oder ist sie lediglich modernen Ursprungs?

Eine überaus sonderbare mutmaßlich archäologischer Stätte, der in diesem YouTube-Video auf den Grund gegangen werden soll. Denn selbst die Ancient Aliens, die antiken Raumfahrer, wurden bereits mit den Wikingerburgen in Verbindung gebracht, wie Ihr hier erfahrt.

Die Koordinaten der Anlage in Israel für Google Earth sind: 30°52’53.57″N / 34°36’45.75″E

Bleibt neugierig …

Video vom 26. Juni 2020 auf Fischinger-Online

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Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor

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Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)
Russische Forscher stellen eine neue Erklärung für das Ereignis von Tunguska 1908 vor (Bild: gemeinfrei)

Was war der Grund für die gigantische Explosion 1908 in Tunguska in Sibirien? Dutzende Millionen Bäume auf einer Fläche von tausenden Quadratkilometern Taiga wurden zerstört, eine Schockwelle umrundete mehrmals den Planeten und selbst in Europa leuchtete der Himmel. Deutliche Belege für eine gewaltige Katastrophe. Erklärungen dafür reichen von Schwarzen Löchern und UFOs über die Explosion von Milliarden Mücken bis zu Asteroiden und Kometen. Ein Krater oder der Rest eines Asteroiden wurde jedoch nie gefunden. Russische Forscher wollen jetzt dem Rätsel von Tunguska in einer neuen Untersuchung ein Stück näher gekommen sein. Und glauben dabei eine Erklärung gefunden zu haben, wo der Tunguska-Asteroid geblieben ist.


Die Explosion von Tunguska 1908

Warum kam es am 30. Juni 1908 in der Taiga von Tunguska in Sibiriern zu einer verheerenden Explosion? Was war damals der Auslöser dafür, dass tausende Quadratkilometer Wald und dabei ca. 60 bis 80 Millionen Bäume zerstört wurden?

Einig sind sich die Wissenschaftler nach über 100 Jahren, dass es auf jeden Fall etwas Gewaltiges war! Noch in mehr als 500 Kilometer Entfernung sah man einen Feuerschein am Himmel. 65 Kilometer vom Ereignisort entfernt drückte die Stoßwelle Fenster einer Händlersiedlung ein. Und Seismographen auf der ganzen Welt registrierten eine Druckwelle, die mehrfach unseren Planeten umrundete. Die entstandene Staubwolke erleuchtete dabei den Himmel von Europa bis Nordamerika.

Was aber war der Auslöser für diese gigantische Explosion in den unendlichen Weiten Sibiriens?

Darüber zerbrechen sich Gegenrationen von Forschern sowie „Phantasten“ bereits den Kopf. Dank verschiedener Expeditionen des russischen Wissenschaftlers Leonid Kulik und der „Sowjetischen Akademie der Wissenschaften“ ab 1927 wissen wir rechte genau, welches Ausmaß die Explosion von Tunguska 1908 hatte. Es entstanden einzigartige Bilddokumente der Zerstörungen, die bis heute den Tunguska-Forschern bei ihren Arbeiten dienen.

Was Kulik jedoch nie fand, war ein Krater im Epizentrum der Vernichtung. Denn schon Kulik nahm damals an, dass hier ein Asteroid oder Komet auf die Erde prallte. Eine „Bombe aus dem All“, die noch immer als die wahrscheinlichste Erklärung für das Tunguska-Ereignis angesehen wird. Auch wenn trotz zahlloser Expeditionen der letzten Jahrzehnte an den Ort der Explosion ein solcher Krater noch immer nicht eindeutig belegt werden konnte.

Spekulationen um die Ursache

Deshalb kursieren die verschiedensten Thesen, was damals hier wirklich geschehen sein könnte:

  • Absturz und Explosion eines UFOs.
  • Der Impakt eines Kometen oder Asteroiden bzw. deren Explosion über dem Erdboden in der Erdatmosphäre.
  • Eine vulkanische Gasexplosion.
  • Die Explosion eines riesigen Mückenschwarms.
  • Ein Schwarzes Loch tat sich auf.
  • Die Detonation einer Atombombe, die im Geheimen entwickelt wurde.
  • Ein fehlgeschlagenes Experiment zur drahtlosen Energieübertragung, mit dem Nikola Tesla in Zusammenhang gebracht wird.
  • Die Kollision der Erde mit einem Objekt aus Antimaterie.
  • Alternativ: „Dunkle Materie“ oder „Dunkle Energie“.
  • Eine Methangasexplosion.

Trotz „phantastischer Erklärungen“ wurde und wir die These bevorzugt, dass ein Asteroid über der Taiga explodierte. Ein Geschoss, dass etwa 30 bis vielleicht sogar 80 Meter groß war und bei seinem Eintritt die Atmosphäre in 10 bis 15 Kilometern Höhe detonierte. Die dabei entstandenen Schockwelle traf dabei auch die Erdoberfläche und ließ Millionen Bäume umfallen und verwüstete die Taiga.

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Eine Annahme, die immer wieder mittels komplizierter Computersimulationen druchgerechnet wurde. Vor Ort in Sibirien suchen Forscher deshalb seit Jahrzehnten nach Resten dieses Asteroiden – wurden aber nur vereinzelt mehr oder weniger fündig.

Der große Fund von Resten der kosmischen Bombe ist bis heute ausgeblieben.

Nur ein “Streifschuss”?

Dr. Sergei Karpov vom Kirensky-Physik-Institut in Krasnojarsk und seine Kollegen glauben jetzt, dass sie der Lösung für das Phänomen von 1908 ein großes Stück näher gekommen sind. Nach ihren Studien war die Ursache ein Asteroid aus Eisen mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Metern und einem Gewicht von 3 Millionen Tonnen.

Im Gegensatz zur meist vertretenen These, dass ein Gesteinsbrocken aus dem All über Tunguska explodierte, geht Karpov jedoch davon aus, dass das Objekt nur die Erdatmosphäre „durchstreifte“. Er explodiere dabei nicht, wie bisher meist angekommen, sondern verließ die Erde wieder. Rund 3.000 Kilometer sei dieses Objekt mit annähernd 20 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre gerast. In einer Höhe von 10 bis 15 Kilometern, wobei er sich auf über 10.000 Grad erhitzte. Eine Detonation blieb aus, bis das Objekt die Atmosphäre wieder verließ und in den Weltraum entschwand.

Für ihre Simulationen nahmen sie verschiedenen Objekte als Grundlage. Asteroiden mit einer Größe von 50, 100 und 200 Metern und mit unterschiedlichen Zusammensetzungen.
Heraus kam eine Art „Streifschuss“. Damit war es „eher das Ergebnis eines vorbeiziehenden Weltraumkörpers und seiner Schockwelle als ein direkter Aufprall“, so die Forscher in ihrer Studie in den monatlichen Mitteilungen der angesehen „Royal Astronomical Society“.

Ihren Berechnungen nach, hätte das Objekt bei seinem rasanten Flug durch die Atmosphäre zum Teil 500.000 Tonnen Material pro Sekunde verdampft. Nun eine Sekunde flog er über das Epizentrum von Tunguska und erhitze den Wald dabei so stark, dass er nicht nur brannte, sondern regelrecht aufleuchtete. Grund sei, dass bei der Verdampfung des Eisenmaterials bei der Annäherung an die Erdoberfläche Hochtemperaturplasma entstand, dessen Leuchten weithin zu sehen war. Über tausende Kilometer, wie die Zeugen damals beschrieben.

Zurück ins All

Karpov glaubt auch, dass dieses Szenario auch erklären könnte, warum Tunguska nicht von winzigen Eisenkugeln bedeckt sei. Diese kleinen Kügelchen sind Indikatoren für die Explosion oder den Einschlag eines Asteroiden auf der Erde und weltweit nach entsprechenden Impakten im Erdreich nachweisbar. Bei der angenommenen Erwärmung und Geschwindigkeit hätten diese gar nicht erst bilden können, so die Forscher in ihrer Untersuchung:

Wir haben die Flugbahnmerkmale des Weltraums mit einem Durchmesser von 50 bis 200 Metern berechnet, und unsere Modelle zeigen, dass er nicht aus Gestein oder Eis bestehen kann, da solche Körper im Gegensatz zu Eisen aufgrund des kolossalen aerodynamischen Drucks schnell in der Atmosphäre auseinander fallen würde.

Das Fehlen von Eisentröpfchen um das Epizentrum erklärt sich durch die hohe Geschwindigkeit des Weltraumkörpers beim Durchgang durch die Erdatmosphäre – immer über 11,2 Kilometer pro Sekunde bei Oberflächentemperatur überschreitet mehrere tausend Grad Celsius.“

Der Nachweis stelle sich als überaus problematisch heraus, so das Forscherteam weiter. Denn das Material des Eisenmeteoriten, dass die Erdoberfläche erreichte, wäre nicht von rein irdischen Material zu unterscheiden:

Der dominierende Mechanismus des Massenverlusts bei diesen Temperaturen ist die Sublimation von Material in Form einzelner Atome, die sich auf der Erdoberfläche als Eisenoxide befinden, die sich nicht von denselben weit verbreiteten Eisenoxiden terrestrischen Ursprungs unterscheiden.

Ob diese neuen Modellrechnungen das Rätsel von Tunguska letztlich lösten, ist ungewiss. Geht es nach den Studien von Karpov und seinen Kollegen, existiert der Asteroid von Tunguska sogar noch im All. Auch wenn er die Hälfte seines Materials bei seinem „Streifschuss“ in der Erdatmosphäre verloren hat, entschwand er danach wieder in das All in eine Umlaufbahn um die Sonne.

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“Expedition Bigfoot” in den USA: Fand sie den “vielleicht besten Beweis überhaupt” für den Bigfoot? +++ Video +++

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VIDEO: Die "Expedition Bigfoot" in den USA - Fand sie den „vielleicht besten Beweis überhaupt“ für den Bigfoot? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die “Expedition Bigfoot” in den USA – Fand sie den „vielleicht besten Beweis überhaupt“ für den Bigfoot? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine Expedition den Wäldern von Oregon in den USA hatte angeblich Erfolg bei ihrer Jagd nach dem Bigfoot bzw. Sasquatch! Den Bigfoot-Jägern gelang es mit einem Filmteam mittels Infrarotaufnahmen ein “großes” und “affenartiges” Wesen aufzunehmen, dass “vielleicht beste Beweis überhaupt” für den Bigfoot sei. So zumindest nach Aussagen der beteiligten Experten. Doch was lief der Expedition da vor die Kamera? Alles über die Hintergründe der Expedition und der seltsamen Aufnahmen erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Die Jagd nach Bigfoot

Neues von der Jagd nach dem Bigfoot bzw. Sasquatch in Nordamerika! Jenes mysteriöse Wesen, das in den dichten Wäldern der USA und Kanada immer wieder gesehen wird (s. a. Videos HIER).

Eine Art Affenmensch, der in vielen Teilen der Welt “Verwandte” zu haben soll. Der Yeti in Asien ist dabei fraglos der bekannteste Vetter dieses Affenmenschen.

Jetzt wollen Forscher und ein TV-Team des “Travel Channel” während einer drei Woche dauernden Expedition in den “Urwäldern“ von Oregon im Westen der USA einen “Beweis” für die Existenz des Sasquatch gefilmt haben. Mit einer Wärmebildkamera.

Das gefilmte Wesen sei “groß”, “affenartig”, bewege sich wie ein großer Primat (aber auf zwei Beinen) und soll der “vielleicht beste Beweis überhaupt” für den Bigfoot sein. So die Primatenforscherin und Anthropologin Dr. Mireya Mayor.

Schauen wir uns die Hintergründe der Expedition in diesem Video auf YouTube einmal genauer an.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 17. Dez. 2019 auf Fischinger-Online

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Die 7 größten ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft und Mysterien der Welt

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Die 7 großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die 7 großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Anbeginn der Menschheit steckt die Welt um uns herum (und darüber hinaus) voll Geheimnisse und Phänomene. Dank der Naturwissenschaft und des technologischen Fortschritt konnten viele dieser Mysterien gelöst und erklärt werden. Neben dieser etablierten Wissenschaft existiert noch die Grenzwissenschaft. Eine fast ausnahmslos von Laien betriebene Forschung ohne feste und einheitliche Strukturen, Ansätze und Aufgaben. Ein spannendes Feld an der Grenzen der Wissenschaft, das sich mit zahlreichen ungelösten Rätseln der Welt beschäftigt. Die 7 größten ungelösten Geheimnisse der Grenzwissenschaft sollen in diesem Beitrag vorgestellt werden.


Geheimnisse der Grenzwissenschaft

Die Grenzwissenschaft und Mystery Files-Thematik ist ein im Ganzen ein mehr als nur zweischneidiges Schwert! Praktisch jeder Interessierte möchte etwas anders glauben. Viele nehmen Spekulationen als Tatsachen oder sprechen sogar von Beweisen oder Belegen für dieses und jenes. Andere wiederum haben zwar Interesse daran, sehen aber all die angeblichen „Fakten“ als Unsinn an. Wieder andere glauben beinahe jede „Enthüllung“, während die andere Seite erneut „ihr eigenes Süppchen kocht“.

Ein einheitlicher Konsens existiert nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass es „die“ Grenzwissenschaft eigentlich überhaupt nicht gibt. Es ist ein Sammelbegriff, unter dem sich zahllose Einzelbereiche vereinen. Sie reichen von UFO-Forschung und Astronauten der Antike, über Paranormale Phänomene wie zum Beispiel Spukerscheinungen oder Kontakt mit dem Jenseits, bis zur Suche nach Atlantis, „Verschwörungen“ oder Kryptozoologie. Themen, die dann wieder in weitere „Untergruppen“ unterteilt sind.

Tatsachen die belegen, dass die folgenden großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben (können). Ohne Zweifel gibt es wesentlich mehr, da man sicherlich unter jedem einzeln Punkt sieben weitere Unter-Rätsel nennen könnte.

Und doch sind sie da, die „verflixten Sieben“ – Alphabetisch:

1. Aliens und Außerirdische

Gibt es sie wirklich, die Aliens? Hiermit ist natürlich nicht allgemein Leben im All gemeint, sondern konkret Außerirdische, die hier auf unseren Planeten sind.

Viele Grenzwissenschaftler sind davon felsenfest überzeugt. Deren Spekulationen um die Anwesenheit von Aliens auf unseren Planeten sind wohl die umfangreichsten in der gesamten Welt der Rätsel der Menschheit. Eine Mehrheit darunter vermutet, dass wir tatsächlich von Fremden aus dem All besucht werden. Vielleicht schon seit Tausenden oder sogar Millionen von Jahren (s. unten)!

Damit einher geht oft die Idee, dass gewisse „Machteliten“ mit diesen Außerirdischen paktieren. Regierungen, Geheimdienste oder andere dunkle Institutionen arbeiten Hand in Hand mit diesen Aliens. All das werde nach diesen Überzeugungen vor der breiten Masse geheim gehalten.

Warum und seit wann eine andere Zivilisation aus dem All auf unseren Planeten sein soll, kann niemand sagen bzw. belegen. Auch nicht die Aussagen, dass verschiedene Spezies von den Sternen bei uns oder sogar mitten unter uns weilen. Bei diesen Fragen reichen die Spekulationen im wahrsten Sinne des Wortes bis in die Tiefen des Universums.

2. Astronautengötter

Einher mit dem Rätsel um Aliens und Außerirdische geht natürlich auch die Prä-Astronautik. Also die Idee, dass die Götter und überirdischen Wesen aus den Mythen und Überlieferungen unserer Ahnen in Wahrheit Außerirdische waren. Reale Individuen aus Fleisch und Blut, die rund um den Globus ihre Spuren hinterlassen haben.

Solche Spuren werden dabei nicht nur in alten Schriften und Mythologien gesucht. Auch sakrale Bauwerke und archäologische Hinterlassenschaften unserer Vorfahren werden teilweise mit diesen Astronautengöttern in Zusammenhang gebracht. Nicht unbedingt als Bauten und Relikte von diesen „Göttern“ direkt, sondern von Menschen zu deren Ehren.

Eine überaus umfangreiche Thematik innerhalb der Grenzwissenschaft, die seit rund zehn Jahren enorm an Beliebtheit zugenommen hat. Grund ist die US-Doku-Serie „Ancient Aliens“, wie kürzlich in diesem YouTube-Video HIER erneut berichtet.

Ob aber die Götter der Vorzeit tatsächlich ganz reale außerirdische Wesen waren, die zum Erstaunen unserer Ahnen vom Himmel kamen und die Erde betraten, weiß niemand.

3. Was und wo war Atlantis?

Seit Generationen Suchen Menschen das legendäre Inselreich Atlantis. Nach dem Griechen Platon war es ein mächtiges Reich außerhalb des Mittelmeeres, dass durch den Zorn der Götter vernichtet wurde. Ein versunkener Kontinent, den Atlantis-Sucher seit Jahrhunderten suchen. Ob Platon sich alles nur ausgedacht hat, wie Skeptiker oftmals argumentieren, weiß niemand. Ebenso wenig, ob der Philosoph durch ein reales Ereignis zu seiner Atlantis-Geschichte nur inspiriert wurde.

Gleichzeit ist aber auch unbekannt, ob das Reich Atlantis nicht doch existierte. Irgendwo auf der Erde, denn die Jäger dieser versunkenen Welt haben bereits dutzende Thesen zur Lokalisierung der versunkenen Welt präsentiert. Diese reichen buchstäblich rund um die Erde in alle Regionen des Planeten und sogar bis in den Weltraum oder auch anderen Planeten.

Die Suche nach Atlantis als eine untergegangene Mutterkultur der Zivilisation und Menschheit hat sich in den letzten Jahrzehnten aber gewandelt. Mehr und mehr Autoren und Forscher suchen nicht mehr nach einer geographisch eng begrenzten „Ur-Kultur“, sondern eher nach einer weltweit verbreiteten Zivilisation. Keine im Meer versunkene Insel, wie es Platon beschrieb.

4. Leben nach dem Tod

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Leben gibt, ist sicher das sensibelste Gebiet der Grenzwissenschaft. Eben deshalb, da alles Leben eines Tages sterben wird. Aber was geschieht dann mit dem individuellen Selbst, das sehr viele Menschen schlicht Seele nennen? Niemand weiß es – obwohl es jede Person auf diesen Planeten betreffen wird.

Darum machen sich Menschen über dieses grenzwissenschaftliche Thema Gedanken, auch wenn sie andere Mysterien der Welt überhaupt nicht interessieren.

An irgendeine Form eines Weiterlebens nach dem irdischen Ende glauben die meisten Menschen der Erde. Gleichgültig welche religiöse Erziehung sie dabei erfuhren. Eine reine Sache des Glaubens, die bisher vollkommen unbewiesen ist. Obwohl diese Frage auch Thema naturwissenschaftlicher und medizinischer Untersuchungen und Forschungen ist. Empirische Belege fanden bisher niemand.

In diesem Zusammenhang gehört durchaus auch die Welt des Paranormalen, wie umfangreich HIER aufgezeigt. Also die Erforschung von Phänomenen wie Spuk oder Geister, die für viele Menschen mit der Frage nach einem Leben nach dem Tod zusammenhängen.

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5. Riesen

Haben in einer fernen Vergangenheit Riesen existiert, ist eine wachsende Frage in der Grenzwissenschaft. Ich behaupte mal, dass dieses ungelöste Rätsel in den letzten 15 bis 20 Jahren enorm an Interesse gewonnen hat.

Losgelöst von irgendwelchen Kindergeschichten von (meist bösen) Riesen fahnden weltweit Mystery-Jäger nach diesen Titanen. Immerhin kennen die Völker auf der ganzen Erde in ihren Überlieferungen Geschichten über solche riesenhaften Titanen. Sehr häufig wird ihre einstige Existenz darin mit den „Göttern“ in Verbindung gebracht, da sie von ihnen abstammen oder geschaffen worden sein sollen. Wie auch die Menschheit geschaffen wurde.

Hat es solche Titanen aber wirklich gegeben, oder entstammt alles der Phantasie unserer Vorfahren in aller Welt? Vielleicht wurden damalige Menschen durch Funde von Knochen ausgestorbene Tiere aus der Vor- und Urzeit zu diesen Erzählungen über Riesen animiert, vermuten nicht wenige Skeptiker.

Das Riesen-Rätsel vergrößert sich auch dadurch, dass in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Presseberichte erschienen, dass Skelette von solchen Wesen bei Grabungen entdeckt wurden. Zum Beispiel in den USA, wo diese Überreste letztlich in diversen Museen und Instituten „verschwanden“ …

Auch diese Frage bleibt weiterhin vollkommen ungelöst, bis handfeste Belege vorzuzeigen sind. Auf meinem YouTube-Kanal HIER findet Ihr zu diesem Thema eine ganze Reihe Videos.

6. UFOs

Ein unendliches Rätsel der Welt ist ganz ohne Zweifel die Frage nach UFOs. Auch wenn niemand bezweifelt, dass das Phänomen „Unbekannte Flugobjekte“ existiert, wird bei keinem anderen Thema hitziger und leidenschaftlicher diskutiert, wie bei diesem.

Kritiker meinen, alle Meldungen von UFOs seien durch natürliche Phänomene, Irrtümer oder irdische Objekte zu erklären. Der Beobachter sah nur etwas für ihn Unbekanntes, was damit noch lange kein „exotisches Phänomen“ sei, heißt es. In der UFO-Forschung selber und unter UFO-Interessierten wird über das weltweite Phänomen stark gestritten. Einige sehen klar hinter UFOs die Präsenz von Außerirdischen oder Wesen aus anderen Dimensionen. Wenige vermuten sogar Zeitreisende dahinter, während ein paar wenige Menschen hier Dämonen und damit Abgesandte des Satan vermuten.

Befürworter des UFO-Phänomens als reales und exotisches oder nicht-irdisches Rätsel haben in Jahrzehnten unzählige „Beweise“ dafür vorgelegt. Sie reichen von Fotos und Videos, über einst geheime UFO-Akten, bis hin zu Aussagen von hohen Persönlichkeiten aus Politik und Militär.

Gerade bei Aussagen von Personen aus Geheimdiensten, Militär oder der Politik, die sich positiv zum UFO-Phänomen als exotisch oder sogar außerirdisch äußerten, horchen viele Interessierte auf. Fraglos sind deren Angaben und Behauptungen überaus spannend – nur lieferten sie in keinem Fall einen greifbaren Beweis. Auch Belege, dass UFO-Forschung auch von Regierungen im Geheimen durchgeführt wurde, beweisen nicht, dass hier Aliens am Himmel herum fliegen. Obwohl in inzwischen freigegeben UFO-Akten immer wieder in diese Richtung berichtet wurde.

Das Rätsel würde sich wohl erst dann eindeutig aufklären, wenn – wer auch immer – ein UFO präsentiert.

7. Unbekannte Wesen

Ähnlich hat es sich bei dem grenzwissenschaftlichen Gebiet der Kryptozoologie. Jene Forschung, die weltweit nach unbekannten und als ausgestorben geltenden Wesen sucht. Naturwissenschaftler wie Biologen und Zoologen sind hier ebenso aktiv, wie zahllose Laien-Forscher.

Anders als bei anderen Grenzwissenschaften kann die Kryptozoologie aber handfeste Beweise vorlegen. Immer wieder sind in der Vergangenheit unbekannte Tiere entdeckt worden, die der Wissenschaft zuvor fremd waren. Dabei reicht die Palette der Entdeckungen von Fischen aus der Urzeit bis zu großen Säugetieren.

Das Spektrum bei der Jagd nach unbekannten Tierarten schließt aber auch und vor allem einige Klassiker mit ein. Zum Beispiel weltweite Berichte über lebende „Affenmeschen“ wie Yeti, Bigfoot oder Alma sowie Monster der Tiefsee oder Nessie im Loch Ness und Kreaturen in anderen See (s. dazu Video HIER). Selbst die Bestie des Ziegensaugers, des Chupacabra, gehört durchaus hierzu. Ob Kreaturen wie der Bigfoot in Nordamerika existieren, ist bisher unbewiesen. Zwar existieren unzählige Zeugenaussagen und auch Fotos und Videos, aber einen Kadaver konnte bis dato niemand präsentieren.

Vielleicht nur noch nicht.

“Die” Grenzwissenschaft

Natürlich kann man über die sieben großen Mysterien „der“ Grenzwissenschaft herrlich streiten. Und so geschieht dies auch unter den einzelnen Vertretern und Interessierten innerhalb der entsprechenden Community.

Beispielsweise gibt es genügend Autoren und Forscher aus dem Bereich „Atlantis“, die mit Außerirdischen jeglicher Art nichts zu tun haben. Oder Kryptozoologen, die nichts mit der Frage nach Geistern und dem Leben nach dem Tod anfangen können. Nicht wenigen UFO-Interessierten ist der Teilbereich der UFO-Forschung, der sich mit UFO-Entführungen befasst, wiederum suspekt. Prä-Astronautik-Forscher wiederum interessiert meistens die Arbeit von Bigfoot-Jägern in Nordamerika nicht.

Diese sieben ungelösten Rätsel der grenzwissenschaftliche Themenwelt zeigt eines sehr deutlich: Auch wenn hier und dort die Übergänge fließen sind, gibt es nicht „die“ Grenzwissenschaft.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben gegen Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung +++ Artikel +++

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Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Geht es bei Verschwörungstheorien um den Mond, geht es fast ausschließlich um die Frage, ob 1969 die USA tatsächlich mit “Apollo 11” oder später auf dem Mond landeten. Daneben kursieren jedoch noch weit mehr “Verschwörungen” und Spekulationen rund um unseren Erdtrabanten. Diese reichen von geheimen Mond-Stationen und dortigen Alien-Basen bis zu verschwiegenen Raumfahrtprogrammen zum Mond. Über besonders sonderbare Aussagen in diese Richtung habe ich bereits 2010 in meinem Buch “Verbotene Geschichte” kurz berichtet. Nach diesen waren vor den Amerikanern bereits die Sowjets auf dem Mond, wo sie nicht nur auf außerirdische Basen gestoßen sein sollen. Denn das war nur der Anfang. Was in diesem Zusammenhang noch alles geschehen sein soll und was die genauen Hintergründe dieser Behauptungen im Detail sind, erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungen um den Mond

Vor genau 50 Jahren war die Welt im Mond- und Raumfahrtfieber.

Grund war natürlich die erste Mondlandung der NASA mit ihrer „Apollo 11“-Missionen 1969 sowie die zuvor erreichen Leistungen der USA und UdSSR in der Raumfahrt. Ob die Amerikaner wirklich auf dem Mond waren, bestreiten einige bis heute. Keiner der insgesamt 12 Astronauten der unterschiedlichen Missionen von „Apollo“, die offiziell den Mond betraten, war wirklich jemals dort. So ein durchaus weit verbreitete Annahme oder Verschwörungstheorie.

Doch andere Verschwörungstheorien gehen bei diesem Thema in eine vollkommen andere Richtung. Demnach seine die Amerikaner sehr wohl auf dem Mond gewesen und haben neben den offiziellen Landungen noch weitere geheime Landungen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird auch von Geheimbasen auf dem Mond (und sogar Mars) gesprochen, die dort errichtet wurden. Und das nicht nur von Menschen – auch Außerirdische sollen auf unserem Erdtrabanten geheime Basen und Stützpunkte haben. Vielleicht sogar mit uns Menschen zusammen, mit denen sie „geheime Weltraumprogramme“ und „Allianzen“ vereinbart haben.

Immerhin soll ja bereits die Besatzung von „Apollo 11“ 1969 mit UFOs auf oder am Mond konfrontiert worden sein.

Die Russen waren die ersten?

Auch kursieren Mutmaßungen und Gerüchte, dass vielleicht schon lange vor der Landung von „Apollo 11“ Menschen den Mond betraten. Nicht nur Amerikaner, sondern im Geheimen auch Kosmonauten der Sowjetunion. Obwohl nach der offiziellen Geschichtsschreibung nie ein Sowjetbürger den Mond betreten haben soll.

All diese und noch mehr Theorien und Spekulationen in Sachen Mondlandungen, Aliens und Raumfahrt kursieren in den Weiten des Internet. Sie scheinen dabei auch auf ein durchaus wachsendes Interesse zu stoßen.  Zumindest verbreiten sich entsprechende „Enthüllungen“ von angeblichen „Whistleblowern“ in der einschlägigen Community sowie auch dem Buchmarkt immer rasend schnell.

Doch solche „Verschwörungstheorien“ sind alles andere als neu und vor allem auch kein Kind der Internetzeitalters. Sie verbreiten sich nur wesentlich schneller wenn mal wieder ein „Informant auspackte“ oder jemand künstliche Strukturen auf dem Mond oder Mars auf Fotos von Raumsonden oder Robotern entdeckt haben will.

Viele dieser Behauptungen klingen einfach zu phantastisch, als das sie wahr sein könnten. Und handfeste Beweise fehlen dabei eigentlich immer völlig.

Geheime Mondlandung der Russen

Nicht anders bei einem angeblich wahrem Ereignis, das bereits vor knapp 45 Jahren von dem spanische Bestsellerautor, UFO-Forscher und Journalisten Juan José Benítez veröffentlicht wurde. Ein Autor von über 50 Büchern, der sich ab 1972 der UFO-Thematik zuwandte.

Bereits 1975 behauptete Benítez in seinem Buch „OVNIS: SOS a la Humanidad“ Unglaubliches. Er behauptete, dass einige Monate vor den USA mit „Apollo 11“ bereits zwei Russen dem Mond einen Besuch abgestattet hätten. In einer streng geheimer Mission, die schlussendlich vollkommen aus dem Ruder lief.

Benítez schrieb damals:

Was aber nun die Mondlandungen betrifft, so ist es bereits einige Monate vor der Landung der Nordamerikaner zwei sowjetischen Kosmonauten gelungen, auf der Erde abgewandten Seite unseres Mondes zu landen. Sie wählten diese Stelle, weil alle Observatorium der Erde – und natürlich auch die der Sowjetunion – ständig eine Vielzahl von Daten über seltsame Heiligkeiten auf dem Mond empfangen haben. Solche hellen Stellen waren schon seit Jahrhunderten aus der Oberfläche des Mondes beobachtet worden. Dies sei (…) einer der Hauptgründe für die Landung der sowjetischen Kosmonauten auf der Erde abgewandten Seite des Mondes gewesen.“

Diese nunmehr 45 Jahre alte Behauptung widerspricht allem, was die offizielle Geschichte der Raumfahrt lehrt. Und wirft gleich zu Beginn viele Fragen auf, die nicht nur eine erste Mondlandung durch die UdSSR betreffen. Vor allem auch der Ort der Landung der ersten Menschen auf dem Mond ist mehr als fraglich. Die Rückseite des Mondes ist bekanntlich immer von der Erde abgewandt, so dass wir sie nicht sehen. Wie können dann aber genau dort seit Jahrhunderten „seltsame Heiligkeiten“ von der Erde aus beobachtet worden sein? Gar nicht. Obwohl „solche hellen Stellen“ tatsächlich bekannt sind. Sie werden „Mondblitz“ oder „Moonblinks“ genannt und sorgen immer wieder für Spekulationen.

Offiziell sind es Einschläge und Explosionen von Meteoren. Das „NASA Marshall Space Flight Center“ hat beispielsweise in knapp zwei Jahren zwischen 2006 und Anfang 2008 insgesamt 102 dieser „Moonblinks“ registriert. Natürlich alle auf der der Erde zugewandten Seite des Mondes.

Ein Mond-Basis der Außerirdischen

Trotzdem behauptete Benítez, dass die Russen deshalb auf der Rückseite landeten. Wie es allerdings den Kosmonauten möglich gewesen sein soll, im Erd-Funkschatten auf der dunklen Seite des Mondes Kontakt mit der Erde halten zu können, darüber schweigt er sich aus (dazu gleich mehr).

Die dunkle Mondseite bietet sich geradezu dafür an, dass man über sie spekuliert und phantasiert. Was wirklich da ist, man aber niemals sehen kann, bietet viel Spielraum für Spekulationen. Zum Beispiel wäre hier der ideale Ort für Aliens, von dem aus sie die Erde und Menschheit im Verborgenen beobachten können. Natürlich nur so lange bis eine Mond-Sonde sie dort entdeckt. Oder die Russen – wie bei J. J. Benítez.

Nach seinen Aussagen waren die beiden Kosmonauten bei ihrer geheimen ersten Mondlandung allerdings nicht allein auf der dunklen Seite! Und „was sie dort sahen erfüllte sie mit Schrecken“, so Benítez weiter:

Einer der Kosmonauten entdeckte nämlich in der Nähe ihrer Landestelle so etwas wie Anlagen und Gebäude, die jedoch auf den ersten Blick verlassen schienen.

Dies (…) überraschte die Russen ungeheuer und machte ihnen schließlich auch Angst. Nachdem sie ihren sensationellen Fund zur Erde gemeldet hatten, beschlossen sie, sich den geheimnisvollen Anlagen zu nähren. Sie kamen näher und näher, bis einer von ihnen glaubte, Bewegungen inmitten dieser Gebäude wahrzunehmen.“

Eine Alien-Basis oder andere außerirdische und künstliche Dinge auf dem Mond ist – ob verlassen oder nicht – ist bis heute in der Grenzwissenschaft ein viel diskutiertes Thema. Die fremde Mond-Konstruktion war nach den weiteren Ausführungen von Benítez jedoch nicht von ihren außerirdischen Erbauern aufgegeben worden, sondern wurde zur Zeit der angeblichen Sowjet-Mondlandung nur nicht genutzt.

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Schüsse auf dem Mond

Es waren nur „Maschinen, eine Art Roboter, die zur Instandhaltung der zu dieser Zeit unbenutzten Anlage zurückgelassen worden waren“ anwesend. Und diese waren wohl mehr als angsteinflößend, denn „in seiner Panik schoss“ einer der Kosmonauten „auf eine sich dort bewegende Gestalt“. Was ein Fehler war:

Offensichtlich ist eines der Geschosse mit solcher Wucht auf den Schützen zurückgeprallt, dass dieser durch den Rückschuss getötet wurde.

Seinen Kollegen ergriff angesichts dieses Dramas eine derartige Panik, dass er nur noch an Flucht dachte und daran, auf schnellstem Wege zum Landemodul zurückzukehren, von wo aus er zu einer anderen russischen Raumfähre flog, die ebenfalls den Mond umkreiste. Mit seinem Kameraden kehrte er dann wohlbehalten zur Erde zurück.“

Nun wissen wir wenigstens, wie die Russen von der dunklen Seite des Mondes mit der Erde in Funkkontakt treten konnten. Schließlich war noch ein anderes russisches Raumfahrzeug in einem Orbit um den Mond. Praktisch als Relaisstation für den Funk. Vielleicht war es auch nur der dritte Kosmonaut, der während der Mondlandung in seinem Raumfahrzeug im All blieb. So wie bei den Missionen von „Apollo“, bei denen von den drei Mond-Astronauten einer immer im Raumschiff im Orbit des Mondes blieb, während zwei auf dem Mond landeten.

Falls nicht, hatte er zumindest ein riesen Glück, dass in der „anderen russischen Raumfähre“ offensichtlich nur ein Kosmonaut saß und dieser noch Platz für ihn hatte. Glücklicherweise waren miteinander kompatible Andocksysteme ebenso vorhanden wie genügend Treibstoff für das Zusatzgewicht des zweiten Mannes, Sauerstoff und Wasser …

Phantastischer können Verschwörungen oder Enthüllungen über Aliens auf den Mond und geheime Raumfahrtprogramme wohl nicht mehr werden. Möchte man meinen. Nicht so in Benítez Veröffentlichung von 1975, in der er auch über geheime Details der „Apollo“-Missionen der NASA berichtet. Nach seinen Aussagen wussten „auch die amerikanischen Astronauten von der Existenz dieser alten Anlagen“ auf unserem Erdtrabanten. „Auch wenn sie natürlich keine Ahnung von diesen Erbauern hatten“, so Benítez.

Atombomben gegen Alien-Basen

Für die Verantwortlichen bei der NASA oder allgemein der USA waren diese außerirdischen Konstruktionen auf dem Mond eine Gefahr. Zumindest war ein geheimes Ziel der Missionen die Vernichtung dieser Bauten der Außerirdischen auf dem Mond, und so …

„… wurden auf der Oberfläche unseres Mondes – von verschiedenen amerikanischen ‚Apollo-Kapseln‘ aus – zahlreiche kleinere Atombomben abgeworfen, nicht etwa nur zum Zweck der Prüfung möglicher Beeinflussung der Mondumlaufbahn, nein, die wirkliche Absicht der Amerikaner bestand darin, die besagten Anlagen, deren Standorte sie genau kannten, zu zerstören.“

Dass die USA vor den Mondlandungen gewusst haben soll, wo auf dem Mond (hier spricht er diesmal nicht von der Mondrückseite) derartige Anlagen von Außerirdischen stehen, ist sehr gut möglich. Unbekannte Raumsonden, Teleskope oder die ersten „Apollo“-Missionen hätten diese durchaus entdecken können.

Doch, dass die winzigen Raumkapseln, die während den Missionen mit einem Astronauten an Bord den Mond umrundeten, „zahlreiche kleine Atombomben“ inklusive Abwurfvorrichtungen mitgeführt haben sollen, ist ein Spekulation kaum zu überbieten.

Einmal vorausgesetzt es wäre so gewesen. Warum hat dann während der Mondlandungen keiner der unzähligen Astronomen und Hobbysternengucker die Atomexplosionen auf dem Mond gesehen? Sofern sie nicht alle auf der dunklen Seite abgeworfen sein sollen. „Moonblinks“ während die Astronauten am oder auf dem Mond sind, hätte kaum jemand während des damaligen Mondfiebers übersehen.

Unzählige Fragen stellen sich bei den Behauptungen von J. J. Benítez. Schon allein der Umstand, dass die Kosmonauten der ersten und geheimen Mondlandung bewaffnet ihre Reise antraten, klingt mehr als absurd. Immerhin sollen sie ja auch zufällig und überraschend auf diese Alien-Basis mit den „Robotern“ gestoßen sein. Hatten also zuvor keine Ahnung, dass dort potentielle Gefahren durch Außerirdische auf sie warten …

Benítez sieht selber ein, dass seine Berichte unglaubhafter kaum sein könnten. So schreibt er unter anderem:

Ich weiß, dass viele Leute empört sein werden über das, was hier berichtet wird – und andere werden sich darüber lustig machen.

(…)

Ich verfüge zwar nicht über Beweise für die Glaubhaftigkeit dieser Behauptungen, hätte solche aber gerne gehabt (…)“

Kontakt mit dem Universum

Als „professioneller Journalist“ (Benítez hat Journalismus an der Universität Navarra studiert) sei er nur von dem überzeugt, „was ich mit eigenen Augen gesehen habe“. Natürlich war er nicht mit auf dem Mond dabei, doch seine Quellen waren damals auch kein UFO-Akten, „Whistleblower“ oder Geheimdokumente. Er schöpfte seine Informationen aus ganz anderen Quellen, die zur damaligen Zeit durchaus beliebt waren: Alien-Kontakte.

Diese Kontakte mit Außerirdischen hatte Benítez nicht selber. Eine Gruppe mit Namen „Instituto Peruano de Relaciones Interplanetarias“ (IPRI) mit Sitz in Lima, Peru, habe diese Erfahrungen gemacht. Zum Teil, so Benítez, haben bis zu 40 Mitglieder des IPRI in Peru gleichzeitig zahlreiche UFOs am Himmel gesehen und Kontakt mit deren Insassen gehabt. Auch er selber sei bei seinen Recherchen zu den UFOs in Peru mit sieben weiteren Personen Zeuge dieser UFOs geworden. „Mit absoluter Bestimmtheit“ kann er sich nur für genau diese UFO-Begegnung „verantwortlich zeichnen“.

Medienberichte über die Mitglieder des „Peruanischen Instituts für Interplanetarische Beziehungen“ im Jahr 1974 haben den Autor nach Peru gelockt. Er wollte diesen Pressemeldungen nachgehen, dass das IPRI in den Anden Kontakt mit Außerirdischen habe. Enttäuscht wurde er bei seinen Recherchen vor Ort nicht, so Benítez, so dass daraufhin sein entsprechendes Buch entstand.

Angeblich haben die Mitglieder dieser Gruppe zu dieser Zeit „telepathischen Kontakt mit Wesen aus anderen Welten“ gehabt. Etwa 30 Mitglieder des IPRI haben ihm dann bei seinen Nachforschungen in Südamerika „nach und nach ihre wahrlich sensationellen Abenteuer“ erzählt. So kamen auch die hier wiedergegeben und fragwürdigen Behauptungen über geheime Raumfahrtmissionen der USA und UdSSR zustande. Die außerirdischen Wesen, mit denen das IPRI in telepathischen Kontakt gestanden haben will, haben diese den Menschen übermittelt.

Zweifellos ist das alles andere als eine seriöse Quelle!

Außerirdische “Meister”?

Einen faden Beigeschmack hat auch die Tatsache, dass diese Außerirdischen „Meister“ oder „Führer“ von den Mitgliedern des IPRI genannt wurden. „Sind es wirklich Forscher und glaubwürdige Leute“, fragt wohl nicht nur Benítez in seinem Buch. Immerhin habe damals diese am 31. Januar 1955 durch Carlos Paz García gegründete Gruppe über 200 Mitglieder gehabt. Hausfrauen, Astronomen, Beamte, Ärzte, Universitätsdozenten, Arbeiter – alles sei dort vertreten.

Für irgendeine Form der Seriosität spricht das erst mal nicht. Lediglich für eine UFO-Gruppe, wie es sie vor allem zur damaligen Zeit unzählige gab. Auch der angebliche Kontakt mit Außerirdische – physisch wie „telepathisch“ gehörte bei vielen dieser Gruppierungen quasi „zum guten Ton“ (detailliert dazu HIER). Das aber irgendwas von diesen Ereignissen tatsächlich auf dem Mond geschah, ist wohl reines Wunschdenken. Hier war eher die Phantasie der Vater der Gedanken.

Angenommen, dass Mitglieder des IPRI tatsächlich in Kontakt mit Aliens gestanden hätten – warum sollen diese Wesen derartige Phantastereien den Menschen mitteilen? Das hier genannte Beispiel der „Botschaften“ an IPRI-Mitglieder ist nur eines einer ganzen Palette von kuriosen Informationen. So finden sich beispielsweise in den vermeintlichen Alien-Nachrichten auch Prophezeiungen für die Erde, wie eine Katastrophe und eine Evakuierung der Menschen, die alle nicht eintrafen. Ebenfalls Behauptungen, dass beispielsweise verschiedene Monde des Jupiter Kolonien und Basen von Außerirdischen sind. Leben auf Mars und Venus existiert. Oder auch, dass die irdischen Kontaktpersonen ihre Informationen erst nach „Prüfungen“ an ganz bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten bekamen.

Hin und wieder erinnert die Form dieser Kontakte auch an Erfahrungen von Schamanen, Reisen in die Anderswelt oder sogar irgendwelche „Dimensionstore“. All dies wird von den angeblichen Außerirdischen mit einer Mission in Verbindung gebrachte, die sie „RAMA“ nannten. Ihr Ziel war nichts anders als die Rettung der Menschheit vor einer Katastrophe. Im Zuge des Bekannt werden dieser Botschaften und Kontakte „bildeten sich Gruppen in ganz Spanien, die darauf warteten, ausgewählt zu werden, um im Atomkrieg anderer Welten zu überleben“, so die Zeitung „El Correo

Auch wenn sich die UFO-Gruppe 1990 offiziell auflöste, wird sie von Sixto Paz Wells, dem Sohn des Gründers García, mehr oder weniger weitergeführt. Zumindest deren „Botschaften“, die auch einige Splittergruppen“ vertreten. Durchaus mit einem sehr neureligiösen Charakter, was man keinesfalls außer Acht lassen darf!

Die Aussage in der Vorbemerkung von Benítez, dass „jeder Leser seine eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen“ soll, ist eher eine Art Freibrief für den Autor.

Unsinn und Wahrheit

Etwas anders sah es der deutsche UFO-Forscher Dr. Johannes Fiebag. Auf seinen Rat hin veröffentlichte 1997 ein großer renommierter deutscher Verlag das Buch von Benítez in Deutschland. Immerhin, so Fiebag damals im Nachwort zur deutschen Ausgabe, sei J. J. Benítez einer „der bekanntesten spanischen UFO-Forscher überhaupt, „der selbst mit einer gesunden Portion Skepsis an diese Sache herangegangen ist“. Auch und obwohl viele der angeblichen „Alien-Botschaften“ darin von vornherein „unsinnig, unverständlich und unglaubwürdig“ wären. Andere wiederum längst widerlegt – etwa Prophezeiungen – und wieder andere „nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen“. Selbst die Namen diverser angeblicher Außerirdischer erscheinen ihm, als seien diese „geradewegs einem Superman-Comic entsprungen“.

Fiebag, der in den 1990er Jahren bis zu seinem Tode 1999 zu den bekanntesten UFO-Forschern und –Autoren im deutschen Sprachraum überhaupt zählte, sieht in den damaligen Kontakten in Peru dennoch eine verborgene Wahrheit. Er warnt zwar zu Recht vor schwarzen Scharfen unter den sogenannten Kontaktlern (s. UFO-Sekten), vermutet aber in den Ereignissen  und Kontakten von IPRI durchaus einen sehr realen Kern! Ganz bewusst habe hier eine außerirdische Intelligenz wahre Informationen gestreut, die mit absurden Behauptungen vermischt worden sein sollen.

Ordnung im UFO-Chaos

Warum diese Aliens das taten, ist für Fiebag deutlich. Es dient bis heute der Vorbereitung für einen Kontakt mit ihnen und zur Vermeidung eines „Kulturschock“ für die Menschheit. Nach Fiebags Thesen würden diese Außerirdischen seit unbekannten Zeiten überall auf der Erde Kontakte herstellen und diverse Informationen mitteilen. In den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und mit zum Teil erheblich abweichenden und widersprüchlichen Inhalten:

Blind den Botschaftsoberflächen zu glauben (wie es viele UFO-Spiritisten leider tun) ist daher genauso falsch, wie sie von vornherein ungeprüft und in Bausch und Bogen abzuschlagen. Das gesamte UFO-Phänomen ist ein Sammelsurium aus chaotisch überlagerten Inhalten, und es ist die Pflicht des ernsthaften Forschers, Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Zumindest sollte er versuchen, jene Inhalte zu isolieren, herauszulösen und letztlich natürlich auch zu interpretieren, die sich nach vorsichtiger und gründlicher Abwägung als durchaus sinnvoll erweisen könnten.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer die Frage, welcher „ernsthafte Forscher“ was und warum nach welcher „gründlichen Abwägung“ als „durchaus sinnvoll“ sieht …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das “Netzwerk für Kryptozoologie” sucht Forscher und Autoren für das “Jahrbuch für Kryptozoologie” 2019 – alle Infos hier

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Das "Jahrbuch für Kryptozoologie" 2019 sucht Forscher und Autoren
Das “Jahrbuch für Kryptozoologie” 2019 sucht Forscher und Autoren (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Das Forschungsgebiet der Kryptozoologie ist auch heute noch ein reizvolles Thema. Die Suche nach vermeintlich ausgestorbenen oder noch unbekannten Spezies und Tieren bietet dabei mehr als die klassischen “Monster” wie Yeti, Nessi und Bigfoot. Aus diesem Grund sucht das “Netzwerk für Kryptozoologie” (NfK) Forscher und Autoren aus diesem Bereich, die Artikel und Beiträge für ein “Jahrbuch für Kryptozoologie” verfassen. Es soll noch 2019 erscheinen. Alles Wissenswerte und die  Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kryptozoologie

Kryptozoologie ist und bleibt auf dem Gebiet der Grenzwissenschaft und Mystery Files ein spannendes Thema. Auch heute noch – nachdem schon über Jahrhunderte hinweg Naturwissenschaftler, Laien und auch Abenteurer auf der ganzen Welt nach unbekannten Tieren suchen. Denn die “Kryptozoologie” ist (vereinfacht gesagt) die Suche nach unbekannten oder als ausgestorben geltenden Tieren und Spezies.

Demnach ein Teil der Zoologie, der aber weit mehr zu bieten hat als die Klassiker Bigfoot, Nessie und Yeti. Das internationale “Netzwerk für Kryptozoologie” (NfK) schreibt über die Definition der Kryptozoologie unter anderem:

Sie ist die Lehre von verborgenen, legendär bekannten Tieren. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Zoologie und der Ethnologie. Die Zoologie bemüht sich, auf naturwissenschaftliche Weise herauszufinden, ob ein reales Tier hinter einer Legende, Sage oder Mythe steckt. Die Ethnologie forscht eher im Bereich der Entstehung, Tradierung und Evolution eines Mythos.

(…)

Die Kryptozoologie ist (…) kaum greifbar und noch schwerer einzuteilen. Eine eigene Wissenschaft ist sie nicht. Ein Biologe, der vor Ort, sei es im Urlaub oder auf einer Forschungsreise, nach unbekannten Tieren sucht, betreibt Kryptozoologie. Das kann auf dem Fischmarkt genauso passieren wie im Gespräch mit einem Bauern oder Jäger. Ein Ethnologe, der Sagen und Legenden über oder mit Tieren aufzeichnet, betreibt Kryptozoologie. Betreibt auch ein Bigfoot-Hunter, der sein Leben draußen in den Wäldern Oregons verbringt, noch Kryptozoologie? Betreibt ein Insektenforscher, der in Museumssammlungen nach unbekannten Arten sucht, Kryptozoologie?

Die Antwort ist einfach: jeder, der irgendwo ein unbekanntes Tier sucht, betreibt Kryptozoologie, egal wo und mit welchen Mitteln.”

“Jahrbuch für Kryptozoologie”

Diese Art der Forschung zwischen Wahrheit und Fiktion wird prinzipiell überall auf der Erde betrieben. Und das nicht nur von “Monster-Jägern”, die in US-Doku-Serien am Fernsehen mit allerlei aufwendigen Fallen Monster aller Art und Unart fangen wollen. Und übrigens auch nie gefangen haben.

“Auch im 21. Jahrhundert hat die Kryptozoologie nichts von ihrem Reiz verloren”,  schreibt das “Netzwerk für Kryptozoologie”, das im Herbst 2019 ein Jahrbuch zum Thema veröffentlichen will. Gerichtet an alle Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Kryptozoologie sowie verwandter Themen heißt es zu diesem Projekt:

Neben Enttäuschungen und Neubewertungen treten fortgeschrittene Erkenntnisse und neue Hoffnungen. In einer Welt, die sich im sogenannten Anthropozän wiederfindet und vor globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Artenschwund steht, fällt der Suche nach neuen Tierarten nicht nur eine naturkundliche Bedeutung zu. Im Spannungsfeld von Natur- und Humanwissenschaften stellen sich der Kryptozoologie nach wie vor zahlreiche alte und neue Fragen, denen in Feldforschung, Recherchen und Befragungen nachgegangen wird.

Das Jahrbuch für Kryptozoologie (JfK) – als Nachfolger des Kryptozoologie Reports – bietet eine Plattform für tiefführende Forschungsarbeit, Austausch und Bericht. Die Redaktion des JfK lädt daher alle zum Thema Kryptozoologie Forschenden ein, Beiträge einzureichen, die neben der Kryptozoologie im engeren Sinne auch anverwandte Themen der Tier- und Naturkunde berühren. Ebenso sind Zugänge aus kulturwissenschaftlicher Perspektive erwünscht.”

Dieses “Jahrbuch für Kryptozoologie” ist ein neuer Schritt des Netzwerkes. Bisher publizierte das NfK den “Kryptozoologie-Report”, der nun durch entsprechende Jahrbücher ersetzt werden soll. Deshalb ist “jeder, der sich mit Kryptozoologie befasst, herzlich eingeladen, sich zu beteiligen”, wie es in der Mitteilung heißt.

Detaillierte Informationen für alle interessierten Autorinnen und Autoren findet Ihr in der PDF HIER.

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Euer Jäger des Phantastischen

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Spuren im Schnee: Die indische Armee veröffentlicht “Beweise für den Yeti im Himalaya” (+ Videos)

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Spuren im Schnee: Die indische Armee veröffentlicht "Beweise" für den Yeti im Himalaya (Bilder: ADG PI / Indian Army/twitter)
Spuren im Schnee: Die indische Armee veröffentlicht “Beweise” für den Yeti im Himalaya (Bilder: ADG PI / Indian Army/twitter)

Hat die Armee von Indien wirklich “Beweise für den Yeti” im Gebirge des Himalaya entdeckt? Laut einem offiziellen Twitter-Post der Armee und indische Medien wurden bei einer Expedition bereits am 9. April 2019 diese Beweise in Form von Fußspuren im Schnee entdeckt. Diese riesigen Spuren seien nach Angaben der indischen Armee Beweise für die Existenz des legendären Schneemenschen Yeti im Himalaya. Mehr zu diesen Entdeckungen sowie Videos zum Thema von Grenzwissenschaft und Mystery Files in diesem Posting.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spuren des Yeti

Am 29. April twitterte die indische Armee, dass es ihnen bereits rund drei Wochen vorher gelungenen sei “mysteriöse Fußabdrücke des legendären Biest Yeti” zu fotografieren. In dem Tweet hieß es dazu wörtlich:

Zum ersten Mal hat ein Bergsteiger-Expeditionsteam der indischen Armee am 9. April 2019 in der Nähe des Basislagers Makalu mysteriöse Fußabdrücke des legendären Biest ‘Yeti’ von 81 mal 38 Zentimetern Größe entdeckt. Dieser schwer fassbare Schneemann wurde in der Vergangenheit bisher nur im Nationalpark Makalu-Barun gesehen.

Angesichts der Quelle dieses Tweet und der Fotos (s. Titelbild) eine sicherlich spannende Aussagen für alle Mystery-Jäger. Vor allem natürlich für all jene Menschen, die sich mit dem Thema Kryptozoologie beschäftigen. Also der Suche nach unbekannten oder als ausgestorben geltenden Tieren und Pflanzen. Aber auch für die ganz normale Netzgemeinde, die den Tweet der Indian Army bereits über 19.000-mal likete und fast 9.000-mal teilte.

Für einen Twitter-Beitrag des “Additional Directorate General of Public Information” der indischen Armee ist das enorm. Andere Tweets werden meist (mit Ausnahmen) nicht einmal 300-mal geteilt oder erreichen nur 1.000 bis 2.000 “gefällt mir”.

Auch die bisher über 2.000 Kommentaren bei Twitter sind weit über den Durchschnitt, da sonst keine 50 erreicht werden. Daran sieht man, dass das Interesse an den “Yeti-Beweisen” der indischen Armee im Internet auf reges Interesse stößt. Schnell sieht man aber auch, was die User von den Fotos der angeblichen Yeti-Fußspuren der Expedition halten: nichts. Die meisten Kommentare witzeln über die Bilder, überschütten die Army mit Ironie oder finden es schlicht und einfach lächerlich.

“Beweise für den Yeti”

Die Fotos vom Berg Makalu, der südöstlich des weltberühmte Mount Everest liegt, sind alles andere als Beweise für die Existenz des Schneemenschen alias Yeti. Auf den von der indischen Armee veröffentlichten Bilder ist nicht einmal zu erkennen, ob es sich um Abdrücke von Füßen handelnd. Irgendwelche Spuren im Schnee. Mehr nicht.

Zwar hat das indische Militär in seinem oben zitierten Tweet an keiner Stelle von “Yeti-Beweisen” gesprochen, aber das übernahmen dafür indischen Medien. Vor allem die Zeitung “The Times of India” in einem Artikel vom 30. April 20419, in dem sie von “fotografischen Beweisen” spricht. In diesem Bericht wird “die Armee” zu diesen Funden bzw. Fotos zitiert, ohne jedoch einen Namen zu nennen.

Nach der Zeitung habe “die Armee” gesagt, dass trotz des ablehnenden Spots gegenüber dieser Aufnahmen diese eine “Angelegenheit für Experten seien”, denen man diese “Fotos übergeben” habe. Eine “wissenschaftliche Auswertung” der aufnahmen solle durch diese (ebenfalls nicht genannten) Fachexperten vorgenommen, so die “The Times of India”. Weiter heißt es von der indischen Armee in dem Bericht zu den Yeti-Bildern:

Also hielten wir es für klug (an die Öffentlichkeit zu gehen), um das wissenschaftliche Temperament zu erregen und das Interesse wieder zu wecken.

Was also zeigen die Fotos aus der unwirklichen Region des 8.485 Meter hohen Berges Makalu zwischen Nepal und Tibet? Sie können entweder von gewitzten Angehörigen der Expedition selber stammen, von irgendwelchen Tieren oder vom Yeti. Beweiskraft haben sie in keinem Fall!

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Videos von Grenzwissenschaft und Mystery Files zum Thema Yeti, Bigfoot & Co.

YouTube-Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files vom 7. Juli 2014

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YouTube-Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files vom 27. Juli 2017

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“Panne” in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (+ Videos)

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Panne in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)
Panne in der Archäologie: Dieser angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)

Megalithanlagen wie Steinkreise, Dolmen, Menhire und andere monumentale Bauten aus der Urzeit der Menschheit ziehen viele Menschen in ihren Bann. Tonnenschwere Monolithen, die von Steinzeitmenschen zu noch immer rätselhaften Zwecken in vielen teilen der Welt errichtet wurden, wobei die sogenannten Megalithiker (Megalithkultur) in Europa besonders aktiv waren. Zum Beispiel auf den Britischen Inseln. Jetzt haben sich Archäologen bei einem Steinkreis in Schottland (kurzzeitig) in einen besonders groben “Schnitzer” erlaubt. Ein auf rund 3.000 Jahre geschätzter Steinkreis in Aberdeenshire stammt in Wahrheit aus den 1990ger Jahren und ist erst rund 20 – 25 Jahre alt! Wie es zu diesem archäologischen “Flop” kam, wie er aufgelöst wurde und warum man die Sache positiv sieht, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Megalithiker, Mythen und Monolithen

Im gesamten Gebiet von Nord-West-Europa finden sich Jahrtausende alte Spuren einer lange vergessenen Welt. Zum Teil gewaltige Steine, die vor tausenden von Jahren von uns vollkommen fremden Menschen errichtet wurden, und die Forscher wie Laien bis heute vor zahllose Rätsel stellen. Überall errichteten sie Steinkreise, Hünengräber, Dolme oder einfach nur einzeln aufgerichtete Riesen-Steine (Menhire).

Solche Bauten finden sich in vielen Teilen der Welt und ähneln sich dabei zum Teil sehr. Ein weiterer Grund, warum diese teilweise 5.000, 7.000 und mehr Jahre alten Bauwerke der Megalithkultur – wie sie in Europa genannt wird – bei Archäologen unzählige Frage aufwerfen. Schriftliche Hinterlassenschaften der Erbauer existieren nicht. Ein einheitliches Volk, das über Jahrtausende hinweg solche Monumente der Steinzeit schuf, gab es nicht.

Zu welchem Zweck?

Auch einen Sinn und Nutzen lässt sich bei unzähligen dieser Werke nicht oder nicht immer erkennen.

Vor allen in den weltweit zu findenden Steinkreisen sehen die Forscher aber einen Sinn und Zweck. Also genaue jene Bauten, die eben vor allem aus Europa bekannt sind. Hier lassen sich astronomische Bezüge und Beobachtungspunkte nachweisen, was darauf hinweist, dass sie zumindest irgendwas mit dem Himmel/Firmament/Sternen zu tun hatten. “Kultbauten”, wie es die Forschung lapidar sagt. Ohne aber den eigentlich Kult dahinter wirklich erklären oder verstehen zu können.

Hünengräber und Dome sind nachweislich in weiten Teilen Grabanlagen gewesen. In grauer Vorzeit fanden hier Bestattungen statt, die Archäologen immer wieder ausgegraben haben. Warum solche Anlagen aber von Schottland über ganz Europa und den Nahen Osten bis nach Fernost und sogar Nordamerika erbaut wurden, wissen sie nicht.

Hundetausende große und kleine Steinkreise erbauten die frühen Europäer in der Steinzeit. Von diesen ist heute nur noch ein Bruchteil wirklich erhalten geblieben. Jahrtausende der Landwirtschaft, der Landgewinnung, der wilden Natur und 2.000 Jahre Christentum haben eine Vielzahl solcher Steinzeit-Bauten vernichtet. So erging es sämtlichen Megalithanlagen in Europa und nicht nur Steinkreisen.

Steinkreise in Nord-Schottland

Trotzdem haben sich einige davon bis heute erhalten. So auch im rauen Schottland, wo noch immer dieses Erbe der Giganten zu finden ist. Selbst auf den kargen und von Wind und Wetter gepeitschten Orkney-Inseln im hohen Norden vor der Küste Schottlands sind sie zu entdecken. Auch hier haben Menschen vor über 5.000 Jahren Megalithanlagen errichtet und Steinkreise aus gewaltigen Steinen erbaut. Zum Beispiel den Steinkreis “Ring of Brodgar” (um 2700 v. Chr.) sowie noch ältere Bauten.

Unter der Bezeichnung “Das Herz des neoliothischen Orkney” wurden diese Monumente 1999 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Das zeigt eindrücklich, dass selbst die wilden und einsamen schottischen Orkney-Inseln von der europäischen Megalithkultur besiedelt oder beeinflusst war.

Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass auf dem Festland der Britischen Inseln unzählige uralte Megalithanlagen zu finden sind. Nicht nur das Touristenziel Stonehenge im Süden Großbritanniens. So finden Forscher auch immer wieder dort Spuren dieser “Kathedralen der Steinzeit”, die ihnen zuvor entgangen waren.

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Der Steinkreis von Aberdeenshire: Eine Fälschung

Vor diesen Hintergründen muss man das sehen, was aktuell aus dem Ort Leochel-Cushnie in Aberdeenshire im Nordosten von Schottland berichtet wird. Denn dort wurde ein Steinkreis aus der Steinzeit mal eben an die 3.000 Jahre jünger datiert, als es die Experten zuvor annahmen. In Wahrheit haben nicht die rätselhaften Megalithkultur diese Anlage geschaffen, sondern ein lokaler Landwirt in den 1990ger Jahren.

Ereignet hat sich das übrigens nicht weit von dem “Europäischem Nazca” in Schottland, wo mutmaßlich bisher unbekannte “Bodenzeichnungen” existieren, wie ich es in diesem Video HIER Anfang 2018 berichtet habe.

Laut “BBC” am 21. Januar 2018 hat Adam Welfare vom schottischen “Historic Environment” und des “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” den Steinkreis ursprünglich als “echt” und damit Jahrtausende alt angesehen:

Eine Untersuchung der Stätte in der Gemeinde Leochel-Cushnie ergab, dass die Steine etwa 20 Jahre alt waren. Ursprünglich wurde angenommen, dass dort ein Steinkreis liegt.

So die “BBC” weiter. Dass jetzt der Steinkreis aus der Steinzeit in die Moderne undatiert wurde, “löste bei den Fachleuten Begeisterung aus”, heißt es dazu. Bei den neueren Untersuchungen der Steinanlage habe sich schließlich der ehemalige Besitzer des Landes gemeldet, auf dem der Kreis liegt. Ein Landwirt gab an, dass er selber den Kreis aus Monolithen Mitte der 1990er Jahre aufgestellt habe.

Nicht Jahrtausende sondern Jahrzehnte alt

In der offiziellen Meldung des “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” hieß es dazu:

Was als ein neu identifizierter Steinkreis angesehen wurde, der Tausende von Jahren alt war, erwies sich nach weiteren Untersuchungen als nur wenige Jahrzehnte alte Nachbildung.

Die Archäologen waren anfangs sehr erfreut über die Aufnahme eines weiteren Steinkreises zu den vielen, die bereits in Aberdeenshire identifiziert wurden.

Bei weiteren Untersuchungen des Ortes in der Gemeinde Leochel-Cushnie stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um eine etwa 20-jährige Nachbildung handelt.”

Gemeldet hat diese vermeintlich archäologische Stätte der aktuelle Besitzer des Landes und der Farm. Ungewöhnlich sei dieser Steinkreis den herbeigeeilten Forschern aber direkt vorgekommen, wie sie schreiben:

Bei der Aufnahme wurden einige ungewöhnliche Merkmale festgestellt. Darunter der kleine Durchmesser, die verhältnismäßig kleinen Steine ​​und das Fehlen eines offensichtlichen zugehörigen Steinhaufens oder Bordsteins.

Zwischen liegenden Steinkreisen gibt es jedoch große Unterschiede, so dass das Auffinden solcher Unterschiede anfangs kein Grund zur Besorgnis war.

Steine an sich lassen sich bekanntlich nicht datieren. Und da Steinkreise in Schottland bis zu 4.500 Jahre alt sind, schätze man diesen Fund vorerst ebenso alt ein. Hätte der Landwirt sich nicht gemeldet,  was wäre dann wohl aus dem Steinkreis von Leochel-Cushnie geworden …?

Aus Rückschlägen lernen

“Archäologisches Wissen verbessert sich ständig und reagiert auf neue Informationen und Erkenntnisse”, so die Experten aus Schottland in ihrer Pressemitteilung. Die hier genannten “neuen Informationen” waren die Aussagen des Erbauers der Anlage. So sei dieser Vorgang ein “Beispiel für eine gründliche archäologische Forschung, die es erlaubt, die frühe Interpretation abzulehnen”.

In der Tat brachen die Archäologen weitere Untersuchungen des Steinkreises aufgrund der neuen Informationen aus erster Hand ab. Informationen, die ein Forscher bei uralten und damit “echten” Steinkreisen natürlich niemals hat.

Neil Ackerman vom “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” sieht die ganze Angelegenheit positiv. Immerhin haben hier die Wissenschaftler – nach der Mekldung des Farmers – herausgefunden, dass es eine Fälschung der Moderne ist. So sagt Ackerman:

Dass ein regionaler Monumenttyp so genau kopiert wird, zeigt das lokale Wissen, die Wertschätzung und die Auseinandersetzung mit der Archäologie der Region durch die lokale Gemeinschaft.

Darum hofft er, dass man sich an dem Fake-Steinkreis in seiner fantastischen Lage und Landschaft dennoch weiterhin erfreut. Auch wenn es für ihn enttäuschend sei, dass die Anlage erst 20 bis 25 Jahre alt ist.

Datierungen mittels Feuerzeug …

Wirklich “reingefallen” sind die Wissenschaftler bzw. Archäologen in Schottland auf diesen Steinkreis allerdings nicht. Sie bekamen die Meldung über die Steinsetzung und datierten sie auf 3.000 oder mehr Jahre. Doch nur aufgrund ihrer Erfahrung mit eben solchen Bauwerken und durch Augenschein. Immerhin ist Schottland voll von diesen Megalithbauten.

Erst die weiteren Nachforschungen zeigten, dass der Fund aus der Neuzeit stammt. Zum Glück meldetet sich der Bauer, so dass die Untersuchung abgebrochen werden konnte. Wie hätten die Archäologen den Steinkreis wohl datiert, wenn sie mit Grabungen begonnen hätten? Etwa durch irgendwelche Funde, die dort zutage gekommen wären? Beispielsweise mittels C14-Datierung von zufällig dort liegenden Holzkohleresten eines Feuer, dass vor vielen tausend Jahren dort einmal brannte? Oder durch ein verlorenes Feuerzeug?

Damit aber nicht in vielen Jahren andere Archäologen über diesen Steinkreis stolper und ihn erforschen wollen, wurde auch er registriert. Neil Ackerman dazu:

Diese Art von Denkmälern ist bekanntermaßen schwer zu datieren. Aus diesem Grund nehmen wir alle modernen Nachbildungen antiker Monumente in unsere Unterlagen auf, falls sie später falsch identifiziert werden.

Ein sicherlich sehr wohl überlegter Schritt für die Zukunft der Archäologie (s. a. YouTube-Video HIER). Man denke zum Beispiel auch an die (Osterinsel-)Megalithen von Orrius in Spanien aus dem YouTube-Video HIER. Oder an die “versunkene Megalithkultur von New York” aus diesem Video HIER

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YouTube-Video vom 23. Sep. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Oak Island, Kanadas legendäre Schatzinsel: Ein Insel-Besitzer hat seine Fundstücke online gestellt – die Hintergründe

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Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth / aus L. A. Fischinger "Historia Mystica" / Montage: Fischinger-Online)
Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth & L. A. Fischinger “Historia Mystica” 2009 / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an Schatzinseln, denkt man gleichzeitig an irgendwelche Piraten, die auf warmen Inseln irgendwo in der Karibik oder im Pazifik Truhen voller Gold und Edelsteine unter Palmen vergraben haben. Ganz anders als diese einsamen und “klassischen Schatzinseln” aus Film und Literatur ist es bei dem winzigen Eiland Oak Island. Diese Schatzinsel liegt im kalten Nord-Atlantik an der Ostküste Kanadas und ist alles andere als einsam und weit abgelegen. Und trotzdem suchen auf Oak Island seit Jahrhunderten Schatzsucher, Neugierige und ganze Bergungsgesellschaften nach einem mutmaßlichen Schatz. Zumindest nach einem dort verborgenen Geheimnis, von dem nicht mal klar ist, was und von wem dieses eigentlich stammt. Ein Landbesitzer der kleinen und geheimnisvollen Insel hat jetzt alle Fundstücke von seinem Grundstück dokumentiert und ins Netz gestellt. Für alle an dem Mythos von Oak Island Interessierte ein Glücksfall. Was es damit genau auf sich hat, die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Oak Island

Klein, kalt, öde und vollkommen unspektakulär. Nur eine Insel von insgesamt rund 350 weiteren Inseln in der Mahone Bay, die sich an der Ostküste von Nova Scotia, Kanada, befindet. Sie ist gerade einmal 1,3 Kilometer lang und rund 600 Meter breit udn liegt nur knapp 200 Meter vom Festland entfernt.

Mit diesen Worten könnte man die Insel Oak Island auf den ersten Blick treffend beschreiben. Wenn sie nicht schon vor Jahrhunderten zu einem Mythos geworden wäre, da seit 1795 dort nach einem Schatz oder einem vergrabenen Geheimnis gesucht wird. Eine Suche, an der seit dem tausende Menschen beteiligt waren, die unzählige Millionen Dollar kostete, mehre Todesopfer forderte, Bergungsfirmen in den Ruin stürzte und letztlich doch (fast) nichts brachte!

Auslöser des Mythos waren drei Freunde.

1795

Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughan erkundeten 1795 die Insel und stieße dabei auf eine Art von Senke im Boden. Irgendwie erschien sie den drei Männern künstlich angelegt, so als sei hier etwas vergraben worden. Ein Schatz! – so ihre erste Vermutung. Also begannen sie zu graben und stießen Meter für Meter weiter in das Innere von Oak Island vor. Sie waren sicher, dass sie einen von Menschenhand angelegten Schacht entdeckt haben, auf dessen Grund sich etwas Wertvolles verbergen müsse.

Gefunden haben die drei ersten Oak Island-Jäger keinen Schatz. Sie fanden keine unermesslichen Reichtümer oder irgendwas, das vor unbekannten Zeiten von unbekannten Menschen dort verborgen wurde. Sie gaben schließlich auf. Obwohl sie fest glaubten, dass sie hier ein Versteck gefunden haben.

Seit diesem Ereignis pilgerten unzählige Menschen auf die kleine Insel Oak Island. Es wurden Gesellschaften gegründet, Teams von Bergbauexperten zusammengestellte, Millionen Gelder besorgt, schwere Bohr- und Grabungsgeräte auf die Insel gebracht und Oak Island im Laufe der Jahre wortwörtlich durchlöchert. Am Ende sah die geschundene Insel aus wie ein Schweizer Käse und war in weiten Teilen vollkommen umgepflügt.

Schätze und Geheimnisse der Insel

Die Geschichte der Arbeiten und Suchen auf Oak Island ist seit 1795 zu einer unendliche Geschichte geworden. Ausnahmslos niemand der dort tätigen Schatzsucher und Gesellschaften hat je einen Schatz gefunden. Nicht die Spur eines wertvollen Versteckes brachte man nach über 220 Jahren ans Tageslicht. Was aber die emsigen Oak Island-Forscher immer wieder in den Jahrhunderten fanden waren Hinweise oder Indizien für ein dort verborgenes Geheimnis. Vielleicht eben sogar ein Schatz von enormen finanziellen Wert.

Immer wieder kamen Objekte oder angebliche Hinweise auf ein Versteck in der Landschaft oder Geologie der Insel hervor. Mal Objekte, die ganz real ausgegraben oder durch Bohrungen gefunden wurden, mal auch solche Spuren, die mittels Bodenradar und ähnlichen modernden Technologien aufgespürt wurden.

Dutzende Thesen, was hier in Wahrheit einst von wem auf Oak Island versteckt worden sein könnte, wurden in de letzten 200 Jahren vertreten. Quasi jeder Fund verleitet zu einer neuen Spekulation um das Mysterien der Insel. Fast jeder vermutet die angeblich existierenden geheimen Kammern udn Tunnel unter der Erde woanders. Andere glauben sogar alles sei nur Tarnung udn Ablenkung der Erbauer des Versteckes, da der wahre Schatz (oder was auch immer dort verborgen liegen mag) auf einer anderen Insel in diesem Gebiet liegt …

Thesen, Thesen, Thesen

Der Mythos von Oak Island fasziniert heute viele Menschen (mich eingeschlossen, z. B.  HIER & HIER). Irgendwer muss irgendwann hier irgendwas auf/in dieser winzigen Insel verborgen haben. Reichtümer finanzieller Art oder vielleicht sogar ein so brisantes Geheimnis, dass es dort für allezeit vor der Welt versteckt bleiben sein sollte.

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Ich selber habe in einige Veröffentlichungen, Büchern und Vorträgen immer mal wieder das Thema Oak Island aufgriffen und diskutiert. Unlängst ist es zu einer ganzen “Themen-Krake” herangewachsen, wenn man sich all die Spekulationen zu dieser Insel heute anschaut. Vermutungen, wer hier einst ein Versteckte anlegte oder was sich dort befinden könnte, sind zahllos:

  • Piraten der Karibik (vor allem Captain Kidd & Francis Drake)
  • Die Inka aus Peru
  • Außerirdische
  • Die Azteken aus Mexiko
  • Die Wikinger
  • Die Original-Manuskripte von Francis Bacon (Texte, die William Shakespeare zugeschrieben werden)
  • Die Tempelritter aus Europa
  • Britische Soldaten
  • Die Bundeslade aus dem Alten Testament
  • Der Heilige Gral
  • Der Schatz der Tempelritter / Templer
  • Ein Alien-Raumschiff
  • Lokale Indianerstämme (Micmac-Indianer)
  • Die Maya aus Mexiko
  • Die Phönizier aus dem Mittelmeerraum
  • Bewohner des versunkenen Atlantis
  • Irgendwelche Geheimbünde wie die Freimauer,  Illuminaten etc.
  • Die Manna-Maschine (ein Gerät, dass angeblich von Astronautengöttern den Hebräern beim biblisches Exodus übergeben wurde, und für diese bei ihrer Wanderung die Nahrung “Manna” produzierte . s. d. Video mit Erich von Däniken HIER)

Es wäre müßig die gesamte Geschichte von Oak Island an dieser Stelle darzulegen und zu diskutieren. Dafür ist sie zu umfangreich geworden. Wie auch die Spekulationen, was hier eigentlich versteckt ist. Und wann, von wem, warum und ob es überhaupt ein derartiges Geheimnis gibt. Denn in der Auflistung der Beispiele oben fehlt der Punkt, dass alles um Oak Island nur ein Märchen ist. Demnach seien alle “ungewöhnlichen Funde” entweder natürlichen Ursprungs, durch Stürme angeschwemmt und dann verschüttet worden, nur Zufall oder wurden irgendwann einmal von irgendeinem Besucher dort verloren.

Rick und Marty Lagina und Oak Island

Auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen aber die beiden Brüder Rick und Marty Lagia und ihr Team. Die beiden unermüdlichen Oak Island-Forscher sind seit Kindertagen von der Insel fasziniert und erwarben bereits im Jahr 2006 große Anteile von Oak Island. Seit dem suchen die wohlhabenden Geschäftsleute mit allen heute nur erdenklichen Mitteln und Techniken nach dem Geheimnis von Oak Island.

Ihre Begeisterung nahm ihren Anfang, als sie 1965 in “Reader’s Digest” erstmals von der Insel und dem dortigen Versteck “Mony-Pit” (“Geld-Loch”) lasen.

Bei ihren Forschungen werden die beiden nicht nur von Forscherkollegen und Expertenteams unterschiedlicher Richtungen begleitet, sondern auch von dem US-TV-Sender “History Channel”. Anfang Januar 2014 startete dieser die Doku-Reihe “The Curse of Oak Island” rund um die Laginas und ihren Arbeiten auf dem Eiland. Aktuell läuft die TV-Reihe in der 6. Staffel mit etwa 30 Folgen. In diesem Internet-Forum HIER wird das Thema und die TV-Reihe übrigens sehr aufmerksam verfolgt und umfangreich diskutiert (dort vor allem die Beiträge des Users “s..zwerg05” beachten).

The Curse of Oak Island”

The Curse of Oak Island” mit Rick und Marty Lagia & Co. ist eine typische Doku-Reihe der USA. Spektakulär aufgemacht, gespickt mit vermeintlich sensationelle Entdeckungen und auf Sensation gedrillt. Das kennt man nur zu gut von entsprechenden UFO-Dokumentationen aus Amerika. Doch streicht man diese unvermeidlichen US-Doku-Beigaben (schließlich will der Sender die Serie auch verkaufen) heraus, bleibt eine überaus spannende TV-Reihe zum Thema. Bedenken sollte man auch, dass die Brüder beträchtliche Summen ihres Privatvermögens für ihre Leidenschaft investierten.

Kritiker der Sendung übersehen das sehr gerne.

Sie übersehe auch, dass der “History Channel” erst Jahre nachdem die Lagias auf Oak Island Land und Grabungslizenzen erworben dazu kam. Die enormen Kosten der Arbeiten für Mensch, Material und Maschine sind in “The Curse of Oak Island” unübersehbar. Wenn (davon ist auszugehen) die Familienväter finanziell vom “History Channel” unterstützt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Immerhin besser, als wenn es eines Tages heißt “entschuldigt, liebe Familie, wird sind pleite. Alles Geld wurde für unseren Kindheitstraum in Oak Island versenkt” …

Und je mehr Finanzmittel, je mehr kann gesucht und geforscht werden und je mehr Ergebnisse können der rätselhaften Insel entlockt werden. Auch wenn diese Resultate eben vor allem für Mystery-Jäger und an den Rätseln der Welt Interessierte spannend sind.

Artefakte von Oak Island im Internet

Einer der seine ganz eigenen Ergebnisse bzw. Fund  jetzt ins Netz stellte ist Robert Young. Young ist ein Grundstücksbesitzer auf Oak Island, der 1996 eine Parzelle der Insel kaufte. Damals herrschte eine Art von kalten Krieg auf der Insel,  da die Haupteigentümer Fred Nolan und Dan Blankenship einen erbitterten Streit um die Insel führten. Begonnen hatte dieser bereits 1983, als Nolan Land auf der Insel kaufte. Unbemerkt von der damals auf der Insel aktiven “Triton-Allianz” von Dan Blankenship, der bereits seit Ende der 60ger Jahre auf der Insel wohnte.

Von diesem Fred Nolan erwarb Young das Grundstück “Lot 5”. Bis heute darf er nicht den 1965 erbauten Fahrdamm zum Festland benutzen und muss das Boot nehmen. Trotz dieser Streitigkeiten hat aber auch Young auf seinem Grundstück im Laufe der Jahre diverse Funde gemacht. Da sein Land für die Brüder Lagina und dem “History Channel” natürlich tabu sind, präsentiert Young seine Entdeckungen auf einem anderen Weg. Auf seiner Webseite OakIslandlotfive.com, die er nach seinem Grundstück benannt hat.

Durch die Streitigkeiten auf der Insel bleibt Young auch nicht viel anderes übrigen, wenn er seine gefundenen Objekte präsentieren will. Denn in der aktuellen TV-Reihe “The Curse of Oak Island” ist von Young niemals die Rede. So, als existiere er gar nicht …

Das ändert natürlich nichts daran, dass er seit 1996 auf seinem Grund und Boden auch diverse Funde machte. Wie die kanadische Tageszeitung “The Chronicle Herald” am 10. Januar 2018 über Robert Youngs Funde berichtete, haben diese ihn selber überrascht:

Ich war überrascht, wie viel ich wahrheitsgemäß gefunden habe. Ich dachte, ich würde verbogene Taschenmesser oder was auch immer finden, aber es war einfach wunderbar. Von Tag zu Tag wusste ich nie, was ich finden würde.

Lot 5

Ergebnis sind rund 100 Fotos verschiedenster Fundobjekte von seinem Grundstück “Lot 5”, die Ihr HIER online sehen könnt. Alle diese Objekte – von Münzen bis verbogenem Metall – sind von ihm, so betont er, ganz legal ausgegraben worden. Seit 1998 besaß er eine “Treasure Trove License” für seien Parzelle 5 der Behörden im nahen Halifax. Das ist eine Art offizielle Schatzsucherlizenz, die Young auch auf seiner Internetseite als Pdf vollständig online gestellt hat.

Für Fans des Mythos um Oak Island sind diese zahlreichen Artefakte von der Insel mehr als spannend. Immerhin ist seit Jahren die einzige wirkliche Quelle für Funde aller Art und Unart die US-TV-Serie des “History Channel”. So zitiert “The Chronicle Herald” ihn auch mit den Worten:

Ich bin eine Ein-Mann-Operation. Und als ich diese Arbeit machte, hatte ich nicht einmal einen Computer, um auf das Internet zuzugreifen, also musste ich in die Innenstadt zur Bibliothek gehen und alles über Cricket-Abzeichen oder was auch immer herausfinden. (…)

Ich betrachte diese Website immer als eine Art Geschenk für die Menschen in Nova Scotia. Ein Dankeschön, dass sie mich hier leben lassen und ich in den Laden gehen kann, ohne meine Tür und dergleichen verschließen zu müssen Im Grunde sag ich, ich war hier, das ist, was ich getan habe, und jetzt müssen sie herausfinden, was das alles bedeutet.

Eine kleines Stück Schatzinsel

Gefunden hat Young alle Objekte nach seinen Angaben ausschließlich auf seinem kleinen Stückchen Oak Island im Nord-Westen der Insel. Weit weg von all den Arbeiten, Grabungen, Tätigkeiten, Bohrungen usw. der Brüder Lagina und ihren Teams, die sich hauptsächlich 700 oder mehr Meter von seinem Grund und Boden abspielen. Denn dort befindet sich das “Haupt-Suchgebiet”, da in dieser Ecke der angeblich ursprüngliche Versteck lag, das 1795 entdeckt wurde. Auch wenn natürlich auf der gesamten Insel gesucht, geforscht und gegraben wird.

Auf diesem Screenshot der Insel von Google Earth habe ich das einmal grauer eingezeichnet (zur Großsicht anklicken):

Oak Island - Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Oak Island – Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young [Großansicht] (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Insgesamt ist Oak Island in 32 Lot unterteilt. Ganz unten rechts auf dem Google Earth-Bild findet sich Lot 32; ganz oben links Lot 1.

Die Lot 5-Funde

In “The Curse of Oak Island” des “History Channel” sind die Objekte von Young nicht zu sehen. Die genannten Unstimmigkeiten sind der Grund. Für Oak Island-Interessierte sind sie gerade deshalb interessant, da jede Neuigkeit wissbegierig aufgenommen wird. So hat auch die Lokalzeitung “The Chronicle Herald” vor wenigen Tagen die veröffentlichten Fotos der Lot 5-Funde Professor Jonathan Fowler von der Universität Saint Mary in Halifax gezeigt, und ihn um eine Stellungnahme gebeten:

“Ich würde sagen, auf den ersten Blick ist das Material, das wir hier betrachten, eine typische Kolonialzeit-Artefaktsammlung. Es gibt eine Reihe funktionaler Kategorien, von Küchengeräten, Bekleidungselementen und persönlichen Elementen. Es gibt dort einen Schlüssel, ich sehe ein oder zwei Fingerhüte, einen Kochtopf und einige Werkzeuge. Dies ist ziemlich normal. Nun, es gibt einige Dinge, die ein bisschen seltsam sind, zum Beispiel dieses Cricket-Abzeichen und solche Dinge Aber selbst das ist nicht untypisch (…) Es gibt Leute, die zurückkommen und dort Sachen fallen lassen.”

Professor Fowler ist weiter sicher, dass es “eine echte archäologische Geschichte zu Oak Island gibt, die sich von der abenteuerlicheren Erzählung der populären spekulativen Geschichte unterscheidet.” Aus diesem Grunde findet er die Online-Bildergalerie der Objekt “nützlich”.

Etwas wirklich Spektakuläres sucht der Betrachter unter diesen Artefakten vergeblich. Auch der Archäologie Dr. Jonathan Fowler sieht das so. Fowler selber ist von der Athropolischen Abteilung der Universität Saint Mary und unter anderem auf die Archäologie des Kolonialismus Nordamerikas spezialisiert. Damit sind Robert Young seine Fundstücke für einen Forscher wie ihn fraglos interessant aber alltägliche Artefakte. Zynische Oak Island-Skeptiker würden sie vielleicht sogar schlicht als Müll aus zwei Jahrhunderten bezeichnen …

Ein enttäuschter Oak Island-Besitzer?

Robert Young äußerte sich in dem Zeitungsartikel auch zu den aktuellen Vorgängen auf Oak Island rund um die Brüder Lagina. Er gehört nicht zu dessen Team und habe auch keine Einigung über die Nutzung des Fahrdamms zum Festland erzielen können, schreibt “The Chronicle Herald”. Mehr noch, Young glaubt, so heißt es weiter, “dass die beliebte Fernsehserie ‘Curse of Oak Island’ andere wie ihn und seine Funde zur Seite gestoßen haben könnte”.

Klingt hier Unmut angesichts des Erfolges der TV-Serie und der enormen zur Verfügung stehenden Mittel heraus? Meiner Meinung durchaus denkbar. Ebenso sagt Young selber, dass der seine Schatzsucherlizenz “Treasure Trove License” bereits im Jahr 2008 auslaufen lies. Er habe sie nicht verlängert, da die “damit verbundenen Bestimmungen dazu führen könnten, dass sein Eigentum als Special Place ausgewiesen” werden könnte. Aus diesem Grunde habe er sich zurückgezogen, da es ihm “das Risiko nicht wert” war.

Ferien auf Oak Island

Seine Parzelle nutze er nur noch als “Ferienobjekt” und Young sei “grundsätzlich zufrieden mit dieser Entscheidung“, die Lizenz nicht verlängert zu haben. Letztlich haben Rick und Marty Lagia mit ihren Arbeiten und der TV-Serie das ganze Thema Oak Island zerstört und missbraucht, meint Young:

Ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, was in den letzten Jahren dort vor sich gegangen ist. Ich denke, sie haben die Insel irgendwie missbraucht. Mein ganzes Thema ist es, es so original wie möglich zu halten.

Sehr gut möglich, dass Young es heute bereut, dass er zwei Jahre nach dem Landkauf der Lagina-Brüder hat seine eigene Lizenz auslaufen lassen. Jetzt gehört ihm nur ein kleines Waldgrundstück, mit dem er eigentlich nichts anfangen und das er nur mit einem Boot erreichen kann. Während andere mit LKWs, Kranwagen, Baggern, Bohrmaschinen und Kettenfahrzeugen über den Damm anreisen und auf Oak Island herumfahren und lärmen.

Vielleicht ein Teil des “Fluch von Oak Island, von denen einige Menschen sprechen. Aber vielleicht ist die Veröffentlichung seiner Artefakte von Lot 5 ja ein Anfang für ein Entgegenkommen …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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