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4.000 Kilometer weit importiert: 9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt

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9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt! (Bilder: Google Earth / J. M. O'Shea/Plos one)
9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt! (Bilder: Google Earth / J. M. O’Shea/Plos one)

Überraschende Funde im Lake Huron, einer der Großen Seen in Nordamerika. Unterwasserarchäologen fanden in dem See Artefakte von Steinwerkzeugen aus Obsidian, die vor 9.000 Jahren über eine Strecke von rund 4.000 Kilometern dorthin importiert worden sein müssen. Ein nordamerikanisches Handessnetz um 7.000 vor Christus, wie die Forscher jetzt in ihrer Untersuchung bekanntgaben.


Überraschende Funde im Lake Huron

Die Vergangenheit überrascht immer wieder. Und je mehr Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen sie erforschen, um so mehr Erstaunliches finden sie über unsere Vorfahrern heraus. Nicht selten helfe hierbei überraschende Funde. Wie jene, die jetzt Unterwasserarchäologen im Lake Huron entdeckten.

Ein Forscherteam verschiedener Institutionen entdeckte dort unter Wasser scheinbar unscheinbare Steinstücke, wie sie jetzt in ihren veröffentlichten Untersuchungsergebnissen berichten. Diese Funde stellten sich schnell als Obsidian heraus, einem vulkanischen Glas, das seit je her in der Geschichte rund um die Welt als überaus wertvoll angesehen wurde. Nach Ansicht der Archäologen gehören diese Stücke dort nicht hin, sondern sind aus Oregon im Westen der USA importiert worden.

Ashley Lemke, Assistenzprofessorin für Soziologie und Anthropologie an der University of Texas in Arlington, kommentierte diese Entdeckung mit den Worten:

In diesem Fall zeigen diese winzigen Obsidian-Artefakte soziale Verbindungen in ganz Nordamerika vor 9.000 Jahren. Die Artefakte, die unterhalb der Großen Seen gefunden wurden, stammen aus einer geologischen Quelle in Oregon, die 4.000 Kilometer entfernt liegt – was sie zu einer der längsten Entfernungen macht, die für Obsidian-Artefakte überall auf der Welt aufgezeichnet wurden.

Ein nordamerikanisches Handessnetz

Für die beteiligten Forscher ist das ein eindeutige Hinweis, dass es zu Ende der letzten Eiszeit bereits Handel über weite Strecken hinweg in Nordamerika Realität war.

Das sind sehr kleine Stücke, die sehr große Geschichten zu erzählen haben. Obsidian aus dem äußersten Westen der Vereinigten Staaten wird selten im Osten gefunden. Dieser Fund ist wirklich spannend, weil er zeigt, wie wichtig die Unterwasserarchäologie ist. Die Erhaltung alter Unterwasserstätten ist an Land beispiellos und diese Orte haben uns eine großartige Gelegenheit gegeben, mehr über frühere Völker zu erfahren.

So die Unterwasserarchäologin Lemke weiter. Diese Funde sind Teil einer umfangreichen Untersuchung der Beziehungen der nordamerikanischen Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit untereinander. Damals lagen die Stätten noch auf dem Trockenen, da der Wasserspiegel heute rund 30 Meter höher liegt. Auch Mauerreste und andere archäologische Spuren wurden bereist auf dem Grund der Großen Seen entdeckt.

Diese Funden beweisen jedoch erstmals einen Handeln mit anderen Volksgruppen, die 4.000 Kilometer weiter westlich siedelten und dort den Obsidian abbauten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ich wurde von einem Bigfoot entführt! Mehr als seltsame Berichte rund um den Sasquatch Nordamerikas +++ Artikel + YouTube-Video +++

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Wurden Menschen vom Bigfoot entführt? Seltsame Geschichten rund um den Sasquatch Nordamerikas (Bilder: Gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Angebliche Entführungen durch seltsame Kreaturen in UFOs kennt die Grenzwissenschaft und UFO-Forschung schon lange: Die UFO-Entführungen. Mysteriöse Wesen, die meist als Aliens angesehen  werden, und die Menschen scheinbar seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden entführen. Aber der angeblich existierende Bigfoot in Nordamerika, der Amerikanische Yeti – soll ebenso ein solcher Bösewicht sein. Auch dieses Wesen aus einer Art Mensch und Affe soll Menschen verschleppt haben. Zumindest behaupten das einige Menschen, denen das tatsächlich widerfahren sein soll. Entführungen durch einen Bigfoot – was soll man davon halten? Mehr dazu lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Alien-Entführungen einst und heute

UFO-Entführungen, bei denen angebliche Aliens Menschen in UFOs verschleppen, und Entführungen durch Bigfoots darf man pauschal erstmal nicht miteinander vergleichen.

Auch wenn Entführungen durch fremden Wesen in UFOs oder in die sogenannte Anderswelt in Märchen und Sagen grundsätzlich seit Jahrhunderten bezeugt sind, bleiben sie rätselhaft. Ob die Erzählungen der Folklore stimmen, dass Wesen wie Feen, Elfen oder Trolle Menschen an fremde und seltsame Orte entführt haben, weiß niemand. Ebenso kann niemand belegen, dass wirklich Aliens oder „Kleine Graue“ Menschen in UFOs entführen.

Entführungen durch außerirdische Kreaturen sind selbst in der UFO-Forschung ein Streitthema. Echte handfeste Beweise für diese UFO-Entführungen hat in all den Jahrzehnten der Forschung noch nie jemand der wissenschaftlichen Community physisch und überprüfbar vorgelegt. Allerdings ist man sich natürlich dahingehen einig, dass diese Aliens planmäßig und bewusst handeln, wenn sie Menschen verschleppen. Eben da sie als intelligente Außerirdische angesehen werden.

Sofern die jeweiligen UFO-Forscher natürlich das Phänomen der Entführungen überhaupt für real ansehen, muss man hier ergänzen.

Anders hat es sich bei Entführungen durch einen Bigfoot, was ja schon allein in der Natur der Sache an sich liegt. Diese Lebewesen gehören auch in den Bereich Kryptozoologie. Also in jene Forschung der Biologie, die nach bis unbekannten oder als ausgestorben geltenden Tieren und Pflanzen sucht. UFO-Entführungen gehören hier natürlich zum Bereich UFO-Forschung.

Affenmenschen wie Bigfoot, Alma, Yeti, Sasquatch oder wie sie in den verschiedenen Teilen der Welt auch immer genannt werden, sind keine intelligenten Wesen. Zumindest keine, wie es die UFO-Aliens sein sollen. Also entführen diese Affenmenschen keine Personen planmäßig und zu einem bestimmten Zweck. Erstaunlich ist aber schon allein die Tatsache, dass sie es nach einigen Geschichten machen sollen.

Das behaupten zumindest Menschen, die nach eigenen Angaben Opfer eines solchen Bigfoot wurden (Beachtet dazu auch meinen Vortrag „Bizarr“ vom Juli 2016 ab Minute 28:20 HIER bei YouTube).

Bigfoot-Entführung vor 100 Jahren?

Einer dieser Menschen, die mit eben einer solchen unfassbaren Geschichte einer Bigfoot-Entführung an die Öffentlichkeit traten, war der 1975 verstorbene Bauarbeiter Albert Ostman. Sicher bis heute das bekannteste Opfer.

Bereits im Jahre 1957 berichtete Ostman, dass er 1917 (oder nach anderen Angaben 1924) bei einem Urlaub in British Columbia (Kanada) nahe des Toba Inlet von einem Bigfoot entführt und zu seiner Sippe gebracht wurde. Ostman verbrachte seinen Urlaub damals damit, in diesem Gebiet nach Gold zu schürfen. Nach einer Weile jedoch bemerkte er, dass nachts aus seinem Lager Lebensmittel und Materialien verschwanden. Er schien nicht alleine in dieser einsamen Region zu sein.

Man könnte an einen diebischen Bären denken, doch eines nachts geschah dann nach Ostman das Unglaubliche:

An das Indianermärchen vom Sasquatch habe ich nicht geglaubt. Mitten im Schlaf wurde ich aufgerüttelt und ich versuchte gerade, nach meinem Dolch zu greifen, da riss mich ein Tier oder etwas Ähnliches gemeinsam mit meinem Schlafsack hoch und warf mich über die Schultern. Wir gingen durch wildes Berggebiet, bis das Ungeheuer mich fallen ließ.

Am nächsten Morgen umringte mich eine Schar von Zweibeinern, die wie eine Kreuzung aus Mensch und Gorilla aussahen. Sie waren am ganzen Körper behaarte, nur ihr Gesicht erschien haar- und bartlos. Sie hatten einen außerordentlich kräftigen Brustkorb und große Hände. Nach einigen Tagen Gefangenschaft konnte ich die Verwirrung ausnutzen, dass einer meine Schnupftabakdose verschluckte und daraufhin krank wurde, und verschwand.

Ostman schildert weiter, dass er auf dem Rückweg fünf Kilometer bis zur nächsten Siedlung benötigt habe.

In den Tagen bei der Familie der Bigfoots konnte er beobachten, dass die Tiere unter einem Felsvorsprung schliefen und sich mit Moos „zudeckten“. Außerdem will er erkannt haben, dass der „junge Bursche“ der Sippe zwischen 11 und 18 Jahre alt war, über zwei Meter maß und sicher schon 130 Kilogramm wog. Das Muttertier war weit größer und sicher 250 Kilogramm schwer.

Eine unglaubliche Geschichte, für die Ostman nicht die Spur eines Beweises vorlegen konnte. Auch wenn ihn Freunde, Bekannte, Bigfoot-Forscher und Journalisten, wie etwa John Green, der Ostman 12 Jahre kannte, als aufrichtigen und ehrlichen Menschen bezeichnen, so ist es doch nur eine Geschichte. Dass er eine eidesstattliche Erklärung über den Wahrheitsgehalt seines Erlebnisses abgegeben hatte, ändert daran nicht sehr viel.

Was soll man also davon halten?

Im heutigen Zeitalter der jedem bekannten Gentechnik würde ein Bigfoot-Entführungsopfer sich sicher die Taschen voller genetischem Material des Bigfoot stopfen. Vor allem dann, wenn er wie Ostman in seiner Story „einige Tage“ dort gefangen gehalten wurden.

Weitere Entführungen durch Bigfoots

Eine sonderbare Erfahrung dieser unheimlichen Art will aber auch eine 17 Jahre junge Indianerin gemacht haben. Ebenfalls in British Columbia. Bereits 50 Jahre vor Albert Ostman erzählte sie, dass ein Bigfoot sie verschleppte und zu seiner Sippe brachte. Viel bekannt ist über diese Indianerin allerdings nicht.

Ein dritter angeblicher Entführungsfalls, der erstaunlicher Weise ebenfalls wieder in British Columbia stattgefunden haben soll, mag hier noch zusammengefasst werden.

Im Jahr 1928 widerfuhr dem Indianer Muchalat Harry vom Stamm der Nootka etwas Seltsames: Er lebte damals als Trapper nahe den Wäldern um Vancouver Island als ihn eines Tages ein Affenmensch nur in seiner Unterwäsche aus dem Lager verschleppte. Nach einem mehrere Kilometer langen Marsch fand sich Harry dann in einer Gruppe von 20 Bigfoot wieder, die ihn alle neugierig beäugten.

Nachdem die Tiere später das Interesse an dem Indianer verloren hatten, konnte Harry wieder fliehen. Rund 20 Kilometer schlug er sich zurück zu seinem Trapperlager, von dem er nochmals fast 70 Kilometer mit dem Boot zurück in die Zivilisation benötigte. Vollkommen entkräftet, aufgelöst und von den Strapazen gezeichnet, schilderte er seinen Freunden, was er erlebt haben will.

Niemand konnte ihn jedoch dazu bewegen, nochmals zurück zu seinem Lager zu fahren um seine Habseligkeiten wiederzuholen, die er bei seiner Flucht einfach liegen lies.

Ohne Frage: Es sind sehr seltsame Geschichten aus dem Bereich der Kryptozoologie, die wir glauben können oder auch nicht. Beweise gibt es nicht; kein Stück Fell, kein Bigfoot-Kot oder Ähnliches. Auch die zahlreichen Bigfoot-Forscher von heute sehen derartige Schilderungen sehr skeptisch. Vor allem natürlich jene umfangreichen Erzählungen von Albert Ostman.

Der US-Skeptiker Joe Nickell vom „Skeptical Inquirer“ meinte beispielsweise in der Ausgabe 1/2007, dass Ostman sein angebliches Erlebnis wohl „eher das Ergebnis der Vorstellungskraft als der Erinnerung“ sei. Vor allem natürlich auch deshalb, da er erst 30 Jahre später damit quasi an die Öffentlichkeit ging.

YouTube-Video zum Thema vom 7. August 2015 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Inschrift in Kanada gibt Rätsel auf: Waren Kelten aus Europa 1000 Jahre vor den Wikingern in Nordamerika?

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"Keltenkreuz": Erreichten die Kelten in Nordamerika? (Bild: L. A. Fischinger)
„Keltenkreuz“: Erreichten schon die Kelten in Nordamerika? (Bild: L. A. Fischinger)

Besuchten europäische Kelten als erste Menschen der „Alten Welt“ Amerika? Der Kanadier Robert Burcher glaubt, dass Europäer über 1000 Jahre vor den Wikingern in Nordamerika den neuen Kontinent betraten. Eine Inschrift in Neufundland (Nordost-Kanada) deutet nach Burcher jedenfalls auf Entdecker aus dem legendären Königreich Tartessos hin. Der angeblich authentische Fund in Nordamerika weckt jedoch Zweifel in der Fachwelt.

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Watson Brake Rätsel um älteste Erdhügelanlage in Nordamerika

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Von Gisela Ermel aus Q’Phaze, Nr. 18, Kassel 2010

Reca Bamberg Jones wuchs auf in Louisiana, wo sie schon früh von zwei, drei Erdhügeln im nahen Wald erfuhr, die den Bewohnern der Region nahe Monroe bekannt waren als Beispiele für künstliche Mounds. Mehrmals besuchte sie die Örtlichkeit und begann, sich für die Vergangenheit ihrer Heimat zu interessieren. Als dann Anfang der 1980er Jahre Holzfäller anfingen, den Platz zu säubern und Bäume zu fällen, war auch Reca Jones immer wieder vor Ort, um nach „ihren Mound“ zu schauen.

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VIDEO: Riesen der Antike: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich über sie? (re-Upload/Neuschnitt)

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VIDEO: Riesen in der Vergangenheit: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Riesen in der Vergangenheit: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In unserer Vergangenheit gab es Riesen! Titanen oder Giganten der Vorzeit, von denen heute weltweit Legenden und Mythologien erzählen. Die aber auch handfeste Spuren hinterlassen haben sollen. Meist in Form von Knochen oder ganzen Skeletten, die es einst sogar nicht selten in die Presse schafften. Viele sind überzeugt, dass es diese Kreaturen gab. Aber war es auch der ehemalige US-Präsident Abraham Lincoln? Denn er machte 1848 während einer Rede in diesem Zusammenhang einige merkwürdige Aussagen. Welche das waren, und warum sie in verschiedene Richtungen gedeutet werden können, erfahrt Ihr in diesem Video vom Sommer 2015.


Riesen, die Titanen der Vorzeit

Weltweit kursieren Mythen über ein Geschlecht von Riesen der Vorzeit, die einstmals auf dieser Welt lebten. Glauben wir diversen Berichten und vor allem Legenden, wurden auch immer wieder ihre Überreste entdeckt. Was die etablierte Wissenschaft vehement abstreitet.

Praktisch alle Völker der Erde kennen Geschichten und Überlieferungen von Riesen, Titanen oder Giganten, die einst auf Erden existierte haben sollen. Sogar handfeste Spuren dieser Giganten der Vergangenheit sollen laut diversen Presseberichten immer wieder gefunden worden sei. Meistens bestanden diese aus Knochen in Gräbern, die beispielsweise im 19. Jahrhundert in Nordamerika entdeckt wurden.

Deshalb gehört das Thema „Giants“ fest zu den großen Rätseln der Welt und der Mysterien der Vergangenheit. Und dies ist einer der Gründe, warum auf dem Mystery Files-Kanal bereits in einer Reihe Videos dieser Mythos Thema war. Ebenso in Beiträgen auf diesem Blog sowie sehr umfangreich in dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“. (mehr dazu HIER). Denn die Frage nach solchen Titanen vor der Sintflut (und durchaus auch danach noch!) ist überaus spannend.

Wusste Abraham Lincoln die Wahrheit?

Kann es aber tatsächlich sein, dass schon 1848 der spätere US-Präsident Abraham Lincoln etwas über diese Giganten der Vorzeit wusste und dies öffentlich auch sagte?

Abraham Lincoln war von 1861 bis zu seiner Ermordung im April 1865 in Washington D.C. der 16. Präsident der USA. Doch Jahre zuvor hielt er bei den Niagarafällen eine Rede, in denen er eine sehr seltsame Aussage machte. Lincoln sprach in dieser von „Riesen“ bzw. „Giants“, die einst Nordamerika bewohnten und deren Gräber man in Mounds (künstlich Erdhügel) noch immer finden könne.

Wusste Abraham Lincoln mehr über die Giganten der Antike? Oder ist sein Zitat missverstanden und aus dem Zusammenhang gerissen worden? Alles dazu in diesem Video vom 19. Juli 2015, das ich Euch an dieser Stelle als re-Upload mit einem neuen Schnitt online stelle. Auch wenn die damalige Bildqualität zu wünschen übrig lässt.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. Juli 2015 auf Mystery Files

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VIDEO: Rätselhafter Fund 1872 in den USA: Der „Mystery-Stone“ vom Winnipesaukee See – modern oder uralt?

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VIDEO: Rätselhafter Fund 1872 in den USA: Der "Mystery-Stone" vom Winnipesaukee See - modern oder uralt? (Bilder: Fischinger-Online & New Hampshire Historical Society / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Rätselhafter Fund 1872 in den USA: Der „Mystery-Stone“ vom Winnipesaukee See – modern oder uralt? (Bilder: Fischinger-Online & New Hampshire Historical Society / Montage: Fischinger-Online)

Immer wieder tauchen Funde auf, die Laien wie Archäologen Rätsel aufgeben. Diese passen irgendwie so gar nicht an jenem Ort oder in jene Zeit, von wo sie stammen (sollen). So wie ein sonderbares „Stein-Ei“, dass durch Zufall 1872 in den USA am See Winnipesaukee ausgegraben wurde und heute im Museum steht. Es wurde als „Mystery Stone“ bekannt und seither streite sich die Geister, ob es von den Indianern stammt oder doch modern ist. Ebenso darüber, was es überhaupt bedeuten soll. Ein wirklich interessantes Objekt, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 1. Juni 2021 erfahrt.


Ein „Mystery Stein“ ohne Deutung

Zufallsfunde oder Funde, die irgendwie nicht da hingehören, wo sie entdeckt wurden, sind ein spannendes Thema. Solche Artefakte, Funde oder Objekte nennt man deshalb sehr treffend „Out of Place Artefact“. Und vor allem in der Mystery-Forschung gibt es zahlreiche von diesen, die teilweise seit Jahrzehnten für Spekulationen und Diskussionen sorgen. Während die etablierte Archäologie diese Funde vielfach ablehnt und sogar teilweise von absichtlichen Fakes spricht.

Kernproblem praktisch aller dieser Entdeckungen ist, dass sie meist zufällig gefunden wurden. Nicht bei einer dokumentierten Ausgrabung, durch die der Kontext der Artefakte ersichtlich wäre. Teilweise wird die Herkunft derartiger Stücke von den angeblichen Findern sogar absichtlich verschleiert.

Genauso wie bei dem seltsamen „Stein-Ei“, dass unweit des See Winnipesaukee im Nordosten der USA 1872 entdeckt wurde. Heute liegt der Stein im Museum für Geschichte von New Hampshire. Doch niemand weiß, woher es kommt, wie alt es ist und was es eigentlich bedeuten oder darstellen soll.  Dieses „Ei“, bekannt als „Mystery Stone“, wurde ebenfalls durch Zufall im Erdreich gefunden. Viele halte es für einen Schwindel, andere sind da nicht so sicher.

Jedoch ist dieses Artefakt eher unbekannt, weshalb ich es Euch in diesem Video vom 1. Juni 2021 vorstellen möchte. Alt und von den Indianern Nordamerikas – oder moderne Fälschung? Entscheidet Ihr.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Juni 2021 auf Mystery Files

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

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Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 3. April 2020 auf Mystery Files

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VIDEO: 23.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt: Sensationelle Funde in Amerika schreiben die Geschichte der Menschheit um

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VIDEO: Spektakuläre Funde in Amerika schreiben die Geschichte neu! (Bild: M. Bennett/Science)
VIDEO: Spektakuläre Funde in Amerika schreiben die Geschichte neu! (Bild: M. Bennett/Science)

Ein großes Rätsel der Archäologie und Erforschung der Menschheit ist die Frage, wann erstmals Menschen Amerika betraten. Und woher kamen sie? Doch jetzt hat ein Forscherteam eine Untersuchung veröffentlicht, die belegt, das schon vor 23.000 Jahren Menschen in Nordamerika siedelten. Diese Siedler hinterließen in New Mexiko ihre eindeutigen Fußspuren, so die Forscher. Woher und vor allem wie sie während des Maximums der letzten Eiszeit nach Amerika kamen, wissen die Archäologen allerdings nicht.


Wann kam der erste Mensch nach Amerika (und woher)?

Wann und wie kam der erste Mensch nach Amerika? Das ist eines der großen Rätsel der Archäologie. Jetzt haben Forscher eindeutige Beweise gefunden, dass schon vor 23.000 Jahren Menschen in Nordamerika lebten. Woher sie kamen, wissen sie nicht.

Denn zu jener Zeit war das Maximum der letzten Eiszeit. Die kälteste Periode in Nordamerika, so dass diese Menschen nicht zu Fuß über einen „eisfreien Korridor“ von Norden einwandern konnten. So das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die jüngst in dem angesehenen Magazin „Science“ erschien.

Darin haben Wissenschaftler um Matthew Bennett ihre Untersuchungen von Fußspuren veröffentlicht, die sie zweifelsfrei Menschen zuordnen. Gefunden wurden diese Abdrücke im Lake Otero im White Sands National Park in New Mexiko in den USA. Dort konnten die Forscher über 60 solcher Abdrücke ausgraben und auf bis zu 23.000 Jahren datieren.

Demnach müssen hier Menschen über einen langen Zeitraum hinweg gelebt haben. Wahrscheinlich kamen diese frühzeitlichen Amerikaner sogar schon lange vor dem Maximum der vergangenen Eiszeit nach Amerika. Vielleicht sogar in Booten aus dem Westen über den Pazifik bzw. immer der Küste entlang. Vermutlich in mehren Wellen von Siedlern und Einwanderern.

Solche Szenarien galten früher als undenkbar. Die Geschichte der Besiedlung der „neuen“ Welt muss damit neu geschrieben werden. Mehr dazu in diesem Video vom 24. September 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 24. September 2021 auf Mystery Files

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Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Video eines angeblichen Bigfoot aufgetaucht (+ Video)

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Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Bigfoot-Video aufgetaucht (Bild: YouTube-Screenshot)
Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Bigfoot-Video aufgetaucht (Bild: YouTube-Screenshot)

Wieder sorgt der Bigfoot für Diskussionen. Auslöser ist ein Video, das klar ein stämmiges, braunes Wesen bei der Durchquerung eines Flusses in Michigan zeigt. Dem Aussehen nach offenbar ein Bigfoot bzw. Sasquatch. Gäbe es bei der Herkunft des Videomaterials nicht einige Ungereimtheiten, wie Ihr hier erfahrt.


Der Bigfoot um Cass River

Am 7. Juli 20211 veröffentlichte die „Rocky Mountain Sasquatch Organisation“ (RMSO) auf ihrem Blog ein neu aufgetauchtes Video mit einem angeblichen Bigfoot. Entstanden ist es am Cass River in Michigan. Nur knapp 120 Kilometer nordwestlich von Detroit und etwas südlich des Lake Huron.

Zu sehen ist deutliche eine robuste Gestalt mit scheinbar bräunlichem Fell, die durch das Wasser des Flusses geht. Etwa bis zu den Knien reicht der Gestalt dabei das Wasser des Cass River an dieser Stelle. Klar zu erkennen ist die Bewegung des Bigfoot (Sasquatch), seine kräftigen Beine und die teilweise angewinkelten Arme. Das Video selber ist offenbar echt. Die Gestalt spiegelt sich im Flusswasser und die Schatten scheinen korrekt zu fallen. Außerdem verursacht die Gestalt vor den Beinen und hinter sich Wellen, wie man sie erwartet, wenn jemand durch das Wasser geht.

Einige glauben, dass das Wesen weiblich ist, da sie eine Brust zu erkennen meinen. Andere vermuteten sogar, dass der Bigfoot ein Baby auf dem Arm trägt. Einer kommentierte, dass es „aussieht wie ein Typ, der ein totes Reh trägt“. Was meiner Meinung nach aber von den Größenverhältnissen nicht passen würde. „Ich glaube auch nicht, dass es jemand in einem Kostüm ist“, so kommentierte ein anderer User das zu sehende Wesen.

Kryptozoologen sind von dem Video durchaus begeistert. Zumindest zeigen sie sich naturgemäß sehr interessiert. Auch wenn niemand weiß, was da gefilmt wurde. Wie bei vielen anderen Begegnungen der fremden Art auch, so soll auch dieses Video zufällig entstanden sein. Auf dem Blog der RMSO wird die Quelle der Aufnahmen mit den Worten zitiert:

Mein Cousin ist hier in Michigan auf dem Cass River Kajak gefahren,  als er dieses Bild machte. Ich bin mir nicht sicher, was es ist, aber ich habe es einigen Leuten geschickt, um zu sehen, was sie sagen. Manche sagen, es ist Bigfoot, der ein Baby-Bigfoot trägt. Andere sagen, es ist Bigfoot, der ein Reh trägt.

Einige Tage später wurde das Video auch auf dem YouTube-Kanal der RMSO online gestellt (s. unten). Weitere folgten, in denen auch Analysen gewagt wurden. In den hunderten Kommentaren der Videos herrscht alles andere als Einigkeit darüber, was hier zu sehen ist. Verständlich, da man alles und nichts in das Bildmaterial deuten kann.

Kein Zweifel dürfte allerdings darin bestehen, dass hier ein menschliches Wesen durch den Fluss schreitet. Eine humanoide Gestalt, die exakt wie ein Bigfoot nach den zahllosen Augenzeugenberichten aussieht. Ebenso gut kann es ein Witzbold sein, der in einem Kostüm steckt. Oder eben doch ein derartiges Tier …

Mehr Zweifel als Fakten

Denn Zweifel an der Herkunft des Filmes sind überaus berechtigt. Was schon allein bei dem Umstand beginnt, dass das Filmchen nur 4,7 Sekunden lang ist. Sekunden, nicht Minuten.

Das „Netzwerk für Kryptozoologie„, ein Verbund verschiedener Interessierter und Kryptozoologen (mehr HIER), sieht das Bildmaterial ebenfalls sehr kritisch. In einer ersten Analyse dort bemängelt auch Tobias Möser die Kürze des Materials:

Angeblich ist der Film länger, aber die Filmer haben technische Probleme, so große Dateien zu versenden.

Das als Ausrede erscheint mir zu Zeiten von Dropbox, Wetransfer, Cloud-Speicher oder der Möglichkeit, eine Speicherkarte per Post zu verschicken, ohne sich direkt in immense Kosten zu stürzen, unwahrscheinlich. Wir werden also über den tatsächlichen Grund spekulieren müssen, und den Rest des Videos möglicherweise niemals zu Gesicht bekommen.

Dieser Einschätzung kann man nur zustimmen.

Noch ein weiteres Detail ließ Möser „misstrauisch werden“. Und zwar die Brust des „Affenmenschen„, die er und auch andere zu erkennen glauben. Wenn es eine weibliche Brust ist, so Möser, „stimmt mit der Sache höchstwahrscheinlich etwas nicht“. Er führt weiter aus:

Alle nicht-menschlichen Primaten-Weibchen tragen vergleichsweise kleine, flach anliegende Brüste, selbst wenn sie stillen. Nur beim Menschen sind sie außerhalb der Stillzeit in der Silhouette deutlich sichtbar, so war es vermutlich auch bei unseren näheren Verwandten. Mangels Skelettbestandteile ist das aber nicht überliefert. Da aus geologischen Gründen der Bigfoot (sofern es ihn gibt) den Menschenaffen und nicht den Menschen im weiteren Sinne zugeordnet werden müsste, ist eine pralle Brust nicht zu erwarten. Dies könnte auf einen Fehler des Kostümbauers und damit auf einen Hoax hinweisen.

In der Tat spricht mehr für einen Gag als für einen echten Bigfoot. Zumal ein gut gemachtes und von einer entsprechenden Person richtig in Szene gesetztes Kostüm in einem Video wohl niemals als genau das erkannt würde. Umgekehrt würde wohl ein tatsächlich existierender und gefilmter Bigfoot schnell als „Mann im Affenkostüm“ angesehen werden. Außer der Filmer ist nahe genug an dem „Biest“ dran, so dass kein Zweifel an der wahren Natur des Tieres bestünde.

Darauf ist weiter zu warten …

Video

Video vom 12. Juli 2021

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Ein moderner Henoch? Mormonen-Religionsgründer Joseph Smith Jr. und seine Kontakte mit „Lichtwesen“ und dem außerirdischen Engel Moroni

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Der moderne Henoch - Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der moderne Henoch – Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit tausenden von Jahren berichten Menschen, dass sie seltsame Erscheinungen hatten. Fremde Wesen vom Himmel oder aus anderen Sphären, die mal als Engel, mal als Feen, mal schlicht als Lichtwesen und mal auch gleich als Gott gedeutet werden. vielfach überbringen diese Fremden dabei auch Botschaften und erteilen den Auserwählten Aufträge. So wie bei Joseph Smith Jr., dem Gründer der Religion der Mormonen. Seine Erfahrungen und angeblichen Kontakte mit fremden Wesen sind auch für die Prä-Astronautik und UFO-Forschung überaus interessant, wie Ihr es in diesem Artikel erfahrt.


Der „moderne Henoch“

Ein guter Prä-Astronautiker schaut bei alten Überlieferungen und Texten aller Art immer zweimal hin. Mindestens. Denn nicht selten verbergen sich „zwischen den Zeilen“ Hinweise darauf, dass hier „die Fremden“ am Werk gewesen sein könnten. Spuren jener überirdischen Erscheinungen und Wesenheiten, die als antike Raumfahrer interpretiert werden. Ein faszinierendes Betätigungsfeld in den Tiefen uralter Mythologien und Aufzeichnungen , die dabei mal schnell viele tausend Jahre in die Vergangenheit reichen können.

Im Zusammenhang mit diesen Überlieferungen ist eine andere Geschichte durchaus sehr interessant. Vor allem deshalb, da sie sich in einem Punkt klar von den zahllosen Mythen der Vergangenheit um Götter, Himmelswesen, Lehrmeister aus dem All oder Engel unterscheidet. In diesem Fall kennen wir den Protagonisten. Wir wissen ganz genau, wer er war, wann er erlebte, was dieser zu Lebzeiten tat und auch, dass er seine angeblichen Kontakte mit fremden bzw. außerirdischen Wesen selber niederschrieb.

Die Rede ist natürlich von Joseph Smith Jr., dem Gründer der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen), der 1844 in den USA starb. Hierzulande wird ihn kaum jemand kennen, doch Millionen Menschen bekennen sich heute vor allem in den USA zum „Mormonentum“. Eine vom Christentum hergeleitete Religion, die auf angebliche Kontakte des Gründers Smith mit außerirdischen Wesen zurück geht. Für ihn waren es Engel, keine Aliens. Denn auch „Religionen“, UFO-Sekten, die konkret auf reale Kontakte mit uns überlegenden Aliens gründen, gibt es bis heute.

Joseph Smith und das „Buch Mormon“

Smith ist der unangefochtene Gründer der Mormonen, wie man die Glaubensrichtungen dieser Religionen zusammenfassen nennt. Er ist zugleich der Verfasser des „Buch Mormon“, die als Bibel dieser Religionsgemeinschaft gilt. Angeblich habe nicht Smith dieses Werk selber geschrieben, sondern nur übersetzt. In Wahrheit, so die Lehre dieser Kirche, sei das Werk auf rätselhaften „goldenen Platten“ in einer unbekannten Schrift vor langer, langer Zeit geschrieben und versteckt worden. Erst Smith  konnte sie mit Hilfe himmlischer Wesen wiederfinden. Sie wollten, dass er sie übersetzt, wozu ihm entsprechende Instrumente zur Übersetzung ebenfalls von den Engeln überlassen wurden.

Das Titelbild dieses Beitrages zeigte dieser Übergabe durch einen Engel namens „Moroni“.

Auf diesen Goldplatten, deren Existenz Zeugen schriftlich in eidesstattlichen Erklärungen bestätigten, habe das „Buch Mormon“ gestanden. Ein Werk mit fraglos faszinierenden Inhalten, dessen Kernaussagen auf der Bibel beruhen. Etwa, dass in Zeiten des Alten Testamentes Hebräer nach Amerika kamen. Oder auch, dass Jesus nach der Wiederauferstehung in Amerika war. Grund dafür, dass Smith diese Überlieferungen und Erzählungen übersetzten sollte, war laut Aussage der Fremden des Himmels die Wiederherstellung des wahren Christentums. So erschien 1830 das „Buch Mormon“ und Smith gründete mit einigen Weggefährten seine Kirche.

Bis heute sind die Mormonen überaus aktiv wenn es darum geht wissenschaftlich Belege für deren Geschichte(n) zu finden. Ganze Armeen von eigenen Historikern forschen und publizieren hierzu wissenschaftlich mehr oder weniger plausible Untersuchungen, Studien und Erkenntnisse. Setzt man sich mit diesen Veröffentlichungen und Forschungen intensiv auseinander, ist man schnell angesichts dieser Hartnäckigkeit beeindruckt.

Wenige Forscher der Prä-Astronautik haben sich bisher mit Smith und den zahlreichen Schilderungen rund um ihn, seine angeblichen Kontakte und seine Kirche auseinandergesetzt. Meistens wurde sich dabei auf die „Hauptkontakte“ des Smith  mit den angeblichen Gottesboten konzentriert. Andere Schriften von Smith und rund um die Kirche wurden dabei praktisch nie beachtet. Ebenso wenig wie der Inhalt der Mormonen-Bibel. Bis auf Auszüge, von denen ich auch einige 1998 in „Götter der Sterne“ anführte.

Die „Vision“ des Joseph Smith

Als „Hauptkontakt“ gelten vor allem die Erscheinungen, bei denen Smith angeblich die Gegenstände und Goldplatten bekam. Die Grundlage des „Buch Mormon“. Dabei hatte er nach eigenen Bekunden bereits am 21. September 1823 eine Begegnung mit einer fremden Erscheinung, die bis heute bei den Mormonen hoch angesehen ist. Bei den Anhängern dieser Kirche heißt sie schlicht „Vision“. Sie sei das „Zeugnis“ des Joseph Smith, dass heute dem „Buch Mormon“ meistens voran gestellt ist.

Widerfahren sei ihm während eines „flehentlichem Gebet“ demnach angeblich unter anderem:

Am Abend des … 21. Septembers (1823) … wandte ich mich in flehentlichen Gebet an Gott den Allmächtigen…

Während ich so im Begriff war, Gott anzurufen, bemerkte ich, wie in meinem Zimmer ein Licht erschien, das immer stärker wurde, bis der Raum schließlich heller war als am Mittag. Gleich darauf wurden an meinem Bett eine Gestalt sichtbar, und der Betreffende stand in der Luft, denn seine Füße berührten den Boden nicht.“

Er hatte ein loses Gewand von außergewöhnlicher Weiße an. Es war weißer als alles, was ich auf Erden je gesehen hatte; auch glaube ich nicht, dass irgendetwas Irdisches derart gemacht werden kann, dass es so überaus weiß und hell leuchtend erscheint. Seine Hände waren unbedeckt, auch seine Arme bis knapp über dem Handgelenk; ebenso waren seine Füße nackt und auch die Beine bis knapp über den Knöcheln. Sein Haupt und sein Hals waren auch nicht bedeckt. Ich konnte erkennen, dass er außer diesem Gewand keine andere Kleidung trug, denn es war offen, sodass ich seine Brust sehen konnte.

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht. Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sein ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich (…)“

Der Prophet Henoch

Eine schwebende Lichtgestalt von einem geradezu leuchtenden Weiß sahen auch zahllose andere Menschen erscheinen oder vom Himmel kommen. Juan Diego, der Seher der Marienerscheinungen von Guadalupe in Mexiko 1531 ebenso, wie auch die Kinder von Fatima in Portugal vor rund 100 Jahren. Alle diese Boten kamen, da sie oder Gott eine „Arbeit“ oder „Aufgabe“ für den jeweiligen Menschen hatten.

Bei Smith war es nicht anders. Seine Aufgabe bestand unter anderem in der „Schaffung“ des „Buch Mormon“

Jahrtausende bevor Smith diese Erscheinung an seinem Bett sah, erging es einem anderen Auserwählten allerdings bereits sehr ähnlich. Und zwar dem biblischen Propheten Henoch, dessen Bücher in der Prä-Astronautik seit Jahren zitiert werden. Nur wurde dabei häufig die eigentliche Berufung des Henoch überlesen, worauf ich kürzlich in diesem Artikel HIER verwies. Gerade mit Blick auf Joseph Smith ist diese aber besonders spannend. So erfahren wir im Slawischen Buch Henoch dazu:

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Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt!“ (1,1-9)

Die Parallelen zu der Geschichte vom Smith sind zu augenfällig, als dass sie bloß Zufall sein können.

Hat Smith abgeschrieben?

Hat Joseph Smith etwa bei Henoch abgeschrieben? Wollte er so seiner phantastischen Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen? Studierte er die Texte von Henoch aufmerksam und fand dabei, dass dies auch gut in seine Vita als Religionsgründer passen würde? Gedanken, die aufgrund der Ähnlichkeit durchaus sehr nahe liegen. Aber doch wohl eher unwahrscheinlich sind.

Heute kann jeder das Slawische Henochbuch zum Beispiel in deutscher Übersetzung kaufen. Die ersten Ausgaben erschienen 1900 und 1928 durch Emil Kautzsch und Paul Rießler. Ein paar Klicks bei einem Online-Buchhändler oder der Besuch einer entsprechenden Bibliothek reichen aus, und schnell hat man diese Schriften selber vorliegen. Anders war es in Tagen des des Smith.

Zu seinen Lebzeiten Anfang des 19. Jahrhundert war dieser Text in der westlichen (englischen) Welt noch unbekannt. Es gab zwar im 10. oder 11. Jahrhundert wahrscheinlich Übersetzungen aus dem griechischen Original ins Bulgarische, aber der Rest der Welt erfuhr erst Ende des 19. Jahrhunderts von diesem Henochbuch. So dokumentiert es Christfried Böttrich in seiner Untersuchung des Slawischen Buch Henoch, die 1995 in „Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit“ (Bd. V, Lieferung 7: „Das slavische Henochbuch“, S. 800ff.) erschien.

Da lebte Joseph Smith schon nicht mehr und seine „Bibel“ und sein „Zeugnis“ erschienen bereits erstmals 1830. Es ist sehr fraglich, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass er Bulgarische Übersetzungen des „2. Henoch“ hatte oder diese beschaffen konnte.

Wer aber waren dann dieses leuchtenden Wesen? Vielleicht gibt der weitere Verlauf der Ereignisse hierzu mehr Auskunft.

Riss in der Zeit?

Smith schreibt in seinem „Zeugnis“ weiter:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer um ihn, der zu mir gesprochen hatte, sogleich zusammenzog, bis es im Raum wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; im Zimmer war es wieder so wie vorher, bevor das himmlische Licht sich gezeigt hatte.“

Und in seiner „Lebensgeschichte“ beschreibt Smith das Wesen ergänzend mit folgenden Worten:

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht.“ (1,32)

Noch zutiefst beeindruckt von diesem Besuch, „stand derselbe Himmelsbote wieder an meinem Bett“, schreibt Smith weiter. Danach sogar direkt noch ein drittes Mal. „Ohne die geringste Abweichung“ habe der leuchtende Himmlische ihm dabei dreimal dieselbe Botschaft überbracht. Als seien die drei direkt hintereinander erfolgten Besuche nicht erstaunlich genug, notierte Smith im Anschluss folgende spannende Bemerkung über diese:

Aber kaum war der Himmelsbote zum dritten Male von mir aufgefahren, da krähte der Hahn, und ich wurde gewahr, dass es Tag wurde. Diese Besuche mussten somit die ganze Nacht gedauert haben.“

Was hier beschrieben ist, ist ein offensichtlicher Zeitverlust. Smith selber erkannte erst bei Tagesanbruch, dass plötzlich „die ganze Nacht“ um war. Während der Kontaktaufnahme durch den Boten war ihm das nicht klar. Ihm fehlte Zeit – was in der UFO-Forschung ein überaus bekanntes Phänomen ist. Geprägt als „Missing Time“, als „Fehlende Zeit“, von der zahllose UFO-Zeugen sprechen. Nicht nur beim Thema UFO-Entführungen. Zugleich ist es auch ein sehr häufiges Motiv in der Welt der Sagen, Mythen und Märchen, in denen von Begegnungen mit Wesen aus der Anderswelt gesprochen wird. Etwa mit Feen, Zwergen oder anderen überirdischen Wesen.

Seltsame Nachwirkungen der Begegnung

In derartigen phantastischen Geschichten „verloren“ Menschen auf unerklärliche Weise Zeit, nachdem diese solchen Erscheinungen begegnet sind. Oder sogar von ihnen entführt wurden. Auf diesem Blog und in einer Reihe von Büchern habe ich dazu in den letzten Jahrzehnten zahllose Beispiele veröffentlicht und diskutiert. Ein gemeinsames Merkmal dieser nur scheinbar unterschiedlichen Phänomene, Erfahrungen und Erscheinungen sind auch die Nachwirkungen. Sie reichen von „Verwirrtheit“ bis „Schwäche“. Bei Smith war es nicht anders, nachdem er plötzlich den Hahn krähen hörte:

Kurz darauf erhob ich mich von meinem Bett und ging wie gewöhnlich an die notwendige Tagesarbeit; als ich aber zu arbeiten anfing, war ich derart erschöpft, dass ich zu nichts fähig war. Mein Vater, der mit mir zusammen arbeitete, bemerkte, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war, und schickte mich nach Hause. Ich machte mich auf und wollte zum Haus hingehen; als ich aber am Rande des Ackers, auf dem wir arbeiteten, den Zaun übersteigen wollte, verließen mich die Kräfte, und ich fiel hilflos zu Boden; eine Zeit lang war ich gänzlich bewusstlos.“

Jahrzehnte später erging es den Seher-Kinder von Fatima ebenso, als diese eine leuchtende Erscheinung hatten. Die „Jungfrau Maria“, wie bis heute geglaubt wird, die strahlend über den Boden schwebte, ohne ihn mit den Füßen zu berühren. Auch sie brachten vor Erschöpfung von ihrem „normalen Tagwerk“ anschließend „kaum etwas zustande“, wie es der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée in seinem Buch „Dimensionen“ vergleicht. Auch die indianische Seherin Odschi Wein Akwot Okwä, deren erstaunliche Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen ich zum Beispiele HIER bereits darlegte, erging es ebenso. Auch sie war vollkommen matt, schwach oder, wie man heute sagen würde, ausgelaugt.

Ob Henoch irgendetwas in diese Art erlebt haben soll, ist hingegen unbekannt. Bekannt sind hingegen solche Lichtwesen durchaus bei nordamerikanischen Indianern. „Diese Leuchtenden Wesen erschienen den Indianern bei geheimen Ritualen, die an hochgelegenen Stellen oder auf heiligen Bergen abgehalten wurden“, schreibt etwa Jacques Vallée. „Solche Visionssuchen sind bei allen Indianern Amerikas bekannt, auch wenn sie bei manchen Stämmen auf die Priester und Initianden beschränkt sind.“

„Das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit“

Ob Lichtwesen aus der spirituellen Welt der nordamerikanischen Indianer (und anderer Völker) oder eine außerirdische Intelligenz, Smith sah darin Boten des biblischen Gottes. Wobei das eine das andere eigentlich nicht ausschließt! Man muss sich fragen, wo eigentlich genau der Unterschied liegt oder liegen soll? Sicherlich im berühmten „Auge des Betrachters“. Was die Mormonen natürlich bei ihren Religionsgründer ebenso sehen.

Die bei den Mormonen als „erste Vision“ verehrte Begegnung des Smith – dazu gleich mehr –  wird von dieser Kirche als welthistorisch angesehen. Über dieses wichtigste Ereignis im Leben des Kirchenvaters Smith schrieb etwa Sonntagszeitung „Church News“ der Mormone in Salt Lake City am 7. April 1990 bescheiden:

Die erste Vision – nicht die Landung von Menschen auf dem Mond – ist das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit seit der Auferstehung Christi.

Mit Sicherheit sehen das Andersgläubige mitnichten so, wie es die Mormonen lehren. Auch wenn man Zweifel an Smith Geschichten hat, seine Berufung und Erscheinungen stehen auf gleicher Ebene, wie all jene, die man aus anderen Religionen kennt. Davon ist unter anderem auch Vallée überzeugt, wenn er schreibt:

Der Wendepunkt im Leben dieses Mannes, die Sichtung des seltsamen Lichts und der Kontakt mit einem Wesen im Licht, steht meiner Ansicht nach gleichrangig neben den Berichten, die wir in anderen Religionen und in anderen Ländern finden können.

Die „Verwandlung eines gewöhnlichen Bauernjungen (…) in den unangefochtenen Anführer vieler Menschen“, sei eine „ungewöhnliche Tatsache“, so Vallée, „die unsere Aufmerksamkeit verdient“. Ich als Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger sehe das genauso. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf diese „erste Vision“ des Joseph Smith.

Die „erste Vision“

Offizielles Mormonen-Dogma dieser Erscheinung ist, dass Gott Vater und Jesus Christus an diesem Tage vom Himmel erschienen sind, da Smith an den Konfessionen zweifelte. Niedergelegt ist dieser anerkannte Bericht in der „Lebensgeschichte“ von Smith in dem Buch „Die köstliche Perle„. Obwohl es verschiedene Darstellungen dieser Begegnung gibt, die zum Teil erheblich variieren. Auch von Smith selber sowie von verschiedenen Weggefährten. Die von den Mormonen anerkannte Version in Textform dieser Begegnung mit dem Unfassbaren stammt aus dem Jahr 1838.

Doch erst 1965 fand ein Student der Mormonen von der Brigham-Young-Universität in Provo in den „Church Archives“ in Salt Lake City eine weitere Version der „Ersten Vision“. Das Dokument stammt aus dem Jahre 1832 und beinhaltet eine bis dato unveröffentlichte Fassung in der Handschrift von Smith. Sie wurde also von ihm persönlich verfasst und ist damit die bisher älteste Aussage über seine erste Begegnung mit himmlischen Mächten. Von den Historikern der Mormonen ist dieses Smith-Dokument als „echt“ anerkannt.

In der fünfseitigen Handschrift findet sich keine Silbe davon, dass die Lehren der Kirchen „ein Gräuel“ in Gottes Augen wären, wie es in anderen Versionen steht. Es heißt hier nur vorwurfsvoll, dass die Menschen sich nicht mehr als die Gebote Gottes halten. Grundsätzlich eine Aussage aller derartiger Erscheinungen christlicher bzw. biblischer Prägung, vom Alten Testament bis modernen Marienerscheinungen.

Des Weiteren berichtet Smith in dem Dokument nur von der Erscheinung von Jesus Christus. Kein Wort davon, das angeblich auch „Gott Vater“ dabei war; also zwei „Personen“ ihn kontaktierten. Diese gewaltige Diskrepanz verschweigen die Mormonen-Gläubigen jedoch nicht:

Die Mormonen bestätigen inzwischen die Tatsache, dass es mehrere inhaltlich nicht identische Schilderungen der ‚Ersten Vision‘ gibt, die J. Smith teils selbst verfasst, teils anderen diktiert habe. Sie erklären dies damit, dass er sein ‚Erlebnis‘ mehrfach und verschiedenen Adressaten mit unterschiedlichen Betonungen und anderen Schwerpunkten dargelegt habe.

So beispielsweise Hand Rech und Matthias Kleiminger im „Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen“ (6. Auflage, 2006). Bezeichnend an den handschriftlichen Ausführungen von Smith ist, dass er selber aufgrund seiner Sünden an sich zweifelte. Deshalb habe er „die heiligen Schriften durchsucht“ und festgestellt, dass die Menschheit „vom wahren und lebendigen Glauben abgefallen waren“.

„Eine Säule aus Licht“

Er selber – und nicht Gott und Jesus, wie in der offiziellen Version der Ereignisse dargelegt, beklagte also den Abfall vom „wahren Evangelium“. Ein im wahrsten Sinne des Wortes himmelweiter Unterschied. Auch wenn die „Erste Vision“ nach Erscheinen ihn in dieser Ansicht beipflichtete. So widerfuhr Smith damals an diesem schicksalhaften Tag:

„(…) da kam eine Säule aus Licht über die Helligkeit der Sonne am Mittag von oben herab und ruhte auf mir, und ich war erfüllt vom Geist Gottes und der (Herr) öffnete den Himmel über mir und ich sah den Herrn und er sprach zu mir und sagte: Joseph (mein Sohn), deine Sünden sind dir vergeben. (…) ich bin der Herr der Herrlichkeit. Ich wurde für die Welt gekreuzigt, damit alle, die an meinen Namen glauben, ewiges Leben haben. (Siehe), die Welt liegt in Sünde und zu dieser Zeit und niemand tut Gutes, niemand, dem sie sich vom Evangelium abgewandt haben, und hält sich an (meine) Gebote (…).“

Die leuchtende Erscheinung gab sich als Jesus aus. Nicht namentlich, aber da sie „für die Welt gekreuzigt“ worden sein soll, ist das deutlich. Wie genau dieses „Wesen“ aus dem geöffneten Himmel kam, war Smith 1832, als er diesen Text niederschrieb, wohl nicht mehr ganz klar. Wie an der Handschrift zu erkennen ist, hatte er zuvor von „Feuer“, also eine Feuersäule, geschrieben. Das Wort strich er daraufhin durch und ersetzte es durch das Wort „Licht“.

Für die Mormonen ist das das alles kein Problem, da diese fünf Seiten handschriftlicher Text bei ihren eigenen Historikern natürlich Gegenstand der Forschung ist. Bei den Mormonen wird alles erforscht und analysiert, was irgendwie mit ihrem Glauben zu tun hat. So kann diese Gemeinschaft inzwischen auf eine ganz erstaunliche Fülle an entsprechenden Publikationen zu ihren entsprechenden Analysen blicken. So auch zu diesem Dokument.

Smith war nicht der erste – sagen die Mormonen

Dem „Institut for Religious Research“ (IRR), einem Forschungsinstitut der Mormonen, entging dabei nicht, dass Joseph Smith längst nicht der erste war, der von solchen Begegnungen geschrieben hat. Unter dem Titel „Inventing Mormonism“ erschien dazu von H. Michael Marquardt und Wesley P. Walters 1994 sogar eine entsprechende Veröffentlichung. „Traditionen und historische Aufzeichnungen“ wurden darin untersucht und mit entsprechenden Beispielen aufgeführt.

So bemerkt auch das IRR in der Veröffentlichung „Changing First Vision Accounts – 1832 First Vision Account by Joseph Smith, Jr.“ vom 26. Juli 2011:

„Viele Aspekte dieses Berichts entsprechen anderen visionären Berichten, die von jungen Männern veröffentlicht wurden, die aus Überzeugung der Sünden behaupteten, eine übernatürliche Begegnung mit Jesus Christus zu haben, in der ihnen Vergebung zugesichert wurde. Diese Berichte wurden in lokalen Nachrichtenquellen veröffentlicht und wären Joseph Smith zugänglich gewesen.“

Ein, wie ich finde, überaus beachtliches Eingeständnis der Mormonen-Kirche! Dazu schreibt der Mormonen-Historiker Dan Vogel in seiner Analyse „Early Mormon Documents“ (Vol. 1, 1996) der frühsten Texte von Smith:

Es handelt sich also nicht nur um eine autobiografische Fassung, sondern um eine entschuldigende Einstellung, in der Smiths Referenzen als Führer der Kirche dargelegt werden. Die Geschichte (von Josephs Leben) enthält daher den frühesten Bericht über das, was als seine ‚erste Vision‘ bekannt ist, und die früheste Erwähnung von Priesterweihen des Engels.“

Somit hatte Smith nach eigenen Angaben nur Kontakt mit dem angeblichen Jesus. Dieser wurde später von dem himmlischen Boten Moroni abgelöst, dessen Erscheinungen grundsätzlich ähnlich lichtvoll und hell wie die „Erste Vision“ verliefen.

Die Dogmatische „Erste Vision“

Keine Kirche ohne Dogma, festgelegte Glaubensbekenntnisse, grundlegende Lehren oder prinzipielle „Kernwahrheiten“ deren Glauben. Die katholische Kirche hat neben der Bibel beispielsweise den „Katechismus der katholischen Kirche„. Und auch die Mormonen haben solche „Heiligen Schriften“, wie sie sie nennen, wozu auch das Werk „Die Köstliche Perle“ gehört. Die darin in „Joseph Smith Lebensgeschichte“ enthaltene Erzählung der „Erste Vision“ gilt als Glaubensgrundsatz. Als wahres Dogma und damit Fundament dieser Religionsgemeinschaft.

Auch wenn verschiedene Versionen dieses Ereignisses bei den Mormonen bekannt sind – und von diesen auch in einer kaum überschaubaren Anzahl an Veröffentlichungen diskutiert werden. Anerkannt sind von dieser Kirche grundsätzlich (fast) alle. Variationen werden auf die unterschiedlichen Niederschriften zurückgeführt, die aber alle im Kern dasselbe besagen. So der Mormonen-Forscher Steven C. Harper in seiner Arbeit „Die erste Vision: Eine Schilderung anhand der Berichte von Joseph Smith“ vom 27. April 2016. Demnach erlebte Smith etwas sehr Sonderbares:

Ich nahm aber alle Kraft zusammen und rief Gott an, er möge mich aus der Macht dieses Feindes befreien, der mich gepackt hatte; und gerade in dem Augenblick, als ich in Verzweiflung versinken und mich der Vernichtung preisgeben wollte – und nicht etwa einem eingebildeten Verderben, sondern der Macht eines wirklichen Wesens aus der Welt des Unsichtbaren, das eine so unglaubliche Macht hatte, wie ich sie nie zuvor bei irgendeinem Wesen verspürt hatte –, eben in diesem Augenblick höchster Angst sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herab kam, bis sie auf mich fiel.

Kaum war sie erschienen, da fand ich mich auch schon von dem Feind befreit, der mich gebunden gehalten hatte. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (1,16-17)

Die ist das unerschütterliche, offizielle Fundament der Gläubigen, das genau in dieser Form gelehrt wird. In der handschriftlichen Version aus dem Sommer 1832 von Smith selber, archiviert in den „The Church Historian’s Press: The Joseph Smith Papers“ der Mormonen, erfahren wir:

Und der Herr hörte mein Rufen in der Wildnis, und als ich in meinem sechszehnten Lebensjahr zu ihm rief, kam eine Säule aus Licht herab, heller als die Mittagssonne, und ruhte auf mir; und ich wurde vom Geist Gottes erfüllt. Und der Herr öffnete mir die Himmel und ich sah den Herrn.

Sah Joseph Smith ein UFO?

Andere Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche nennen hier einen „Lichtbalken“ der „langsam herab kam“, bis Smith dann die strahlenden Wesen „über mir in der Luft schweben“ sah. Gedeutet werden von Smith seinen Anhängern alle Variationen der Lichtwesen als Gott und/oder Jesus Christus. Hollywood würde hier mit Sicherheit ein strahlendes UFO mit einem hellen Licht oder Lichtstahl sehen, in dem Aliens einem Zeugen erscheinen, um diesen Botschaften zu überbringen. Oder diesen zu entführen.

Film und Fernsehen haben das in den letzten Jahrzehnten auch in einem riesigen Ausmaß genauso dargestellt. Inspiriert durch die UFO-Forschung. Nicht etwa durch Smith und andere Propheten, Marienerscheinungen oder Erzählungen aus vermeintlichen „Märchen“ mit dem Feenvolk. Smith selber konnte bei diesem Erlebnis mit irgendwelchen Außerirdischen in UFOs natürlich nichts anfangen. Das Thema lag zu seiner Zeit noch über 100 Jahre in der Zukunft. Wie anders sollte er also ein derartiges Phänomen interpretieren, das ihm genau dann erschien, als er im innigen Gebet zum biblischen Gott verbrachte?

Joseph Smith wurde durch diese fremden vom Himmel berufen. Nicht anders als all die zahllosen Propheten der Vergangenheit. Mit dem Unterschied, dass deren Lehren oder Schriften meistens von der Kirche als „Gotteswerk“ anerkannt sind. Ich sehe da nun wirklich keinen Unterschied zu Smith. Gott oder Astronautengötter beriefen laut den Texten und Berichten aber (wahrscheinlich) nicht einfach so aus Spaß irgendwelche Menschen „zu Höherem“. Ausnahmslos allen wurde von den Himmlischen dabei eine Aufgabe gegeben, die sie fortan zu erfüllen haben. Die genaue Art dieser erteilten Aufgaben, Missionen oder für sie von dem Auserwählten zu erledigten Aufträge kann dabei vielfältiger nicht sein.

Aufgaben der Himmlischen

Angenommen, dass hinter Phänomenen der Erscheinungen von Engeln, Lichtwesen, Gott, Göttern, Aliens oder der Mutter Gottes tatsächlich eine außerirdische Intelligenz steckt, scheinen diese zu glauben, dass unsere Erde ein Planet von Verrückten ist. Das sage ich absichtlich überspitzt und voller Ironie, denn wer sich (wie ich) mit solchen „Wundern“ intensiv auseinander gesetzte hat, stellt schnell die Sinnlosigkeit und vor allem Widersprüchlichkeit solcher „Aufgaben“ fest.

Beispiele dafür würden Büchern füllen. So reichen die Aufträge, die übernatürliche Erscheinungen den von ihnen ausgesuchten Menschen erteilen, von „Baue mir genau hier eine Kapelle“ über „warne die Menschheit vor der Apokalypse“ bis „schreibe die Geheimnisse, die ich dir offenbare werde, in Büchern nieder und gibt sie der Nachwelt“. Hinzu kommen „Standard-Forderungen“ wie, dass der Auserwählte die Menschen mahnend an den „rechten Weg des Glaubens“ erinnern soll. Oder, dass er gleich eine ganze neue Religion etablieren müsse. Nicht erwähnt sind hier all die angeblichen UFO-Kontaktler, die plötzlich irgend eine Art „neue Physik“ erfinden oder „Antigravitations-Warp-Triebwerke“ und ähnliches konstruieren wollen …

Da habe ich es lieber mit den Befehlen der Fremden, dass die kontaktierten Propheten Bücher mit (angeblichen) Wissen und Weisheit für kommenden Generationen niederschreiben sollen. So wie es es unzählige Propheten der jüdisch-christlichen Schriften angeblich taten. So schrieb laut dem Apokryph „4. Buch Esdra“ (12,38ff.) der Prophet Esdra 94 Bücher, nachdem er von himmlischen Wesen „Einsicht“ und „Weisheit“ verliehen bekam. Durch einen magischen Trank übrigens, den auch andere Propheten erwähnen. Ezechiel (Ez. 40,4) und Johannes (Off. 1,11 und Off. 1,19) hatten diese Mission ebenfalls. Und natürlich Henoch, wie es im Slawischen Henochbuch (22,11ff.) geschrieben steht. Mehr dazu erfahrt Ihr umfangreich HIER.

Hier ist zu erfahren, dass der „Höchste“, wie er genannt wird, dem Engel Bretil befahl, dass er im Himmel „die Bücher aus den Behältern“ nehmen und Henoch diktieren soll. So tat es der himmlische Diener des „Höchsten“ auch und Henoch schrieb alle Weisheiten und Dinge der Welt und des Universums nieder. „Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben“, heißt es dazu im zweiten Buch Henoch.

Die 360 Bücher des Henoch

Nach dieser gewaltigen Arbeitsleistung war der Oberste der Himmlischen überaus zufrieden mit dem Werk des Henoch. Sein Auftrag war erledigt. Und so heißt es in „2. Henoch“ weiter:

Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…)

Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!“ (33,3-6)

Die Worte des „Höchsten“ besagen hier sogar deutlich, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Er soll auf die Erde herunter schauen, doch gleichzeitig auch erkennen, wer da mit ihm sprach. So als wolle „Gott“ dem Erdling über seine wahre Identität aufklären. Nun bekam Henoch von diesem Himmelswesen einen Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten. Dabei wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte, an seine Kinder weitergeben:

Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.“ (33,8-11)

Wir wissen natürlich nicht, ob es diese 360 Bücher mit Geheimwissen des Himmels jemals gab oder wo sie heute sind. Hier öffnet sich sehr viel Spielraum für weitreichende Spekulationen. Wir wissen aber, dass Joseph Smith von seinem himmlischen Wesen grundsätzlich einen identischen Befehl oder Auftrag bekam.

„Gottes“ Auftrag für die letzten Tage

Nach den Lehren der Mormonen und der überlieferten Entstehungsgeschichte des „Buch Mormon“ entstand das Werk ebenfalls mit „übernatürlichen“ Mitteln. Abgesehen davon, dass es auf mysteriösen Goldplatten in einer fremden Sprache geschrieben gewesen sein soll, die Smith übersetzte. Dazu nutze er magische „Steine“ und eine seltsame „Brille“, die es ihm erst ermöglicht haben sollen, diese fremdartige Schrift zu lesen und zu verstehen. Sie habe, so damaligen Zeugen, ähnlich wie Hieroglyphen ausgesehen.

Die „Berufung“ des Smith in jener Nacht, als er sich am folgenden Tag nicht mehr auf den Beinen halten konnte, verlief durchaus ungewöhnlich. Der „Bote“, wie Smith ihn nennt, sei ihm dreimal nachts am Bett erschienen. Am Folgetag kam das Wesen sogar nochmal vom Himmel. Smith sagte über die nächtliche Begegnung unter anderem in seinem „Zeugnis“:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer begann, sich unmittelbar um die Person dessen, der zu mir gesprochen hatte, zusammenzuziehen, und das setzte sich fort, bis es im Zimmer wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; und im Zimmer war es wieder so wie zuvor, ehe das himmlische Licht sich gezeigt hatte.

Diese „Mitteilung“ bestand darin, dass bald die Zeit kommen werde, in dem seine göttliche Mission beginnt. Fortan wurde er angeblich regelmäßig von dieser Erscheinung geschult. Er „empfing von ihm bei jeder Unterredung Anweisungen und Auskunft darüber, was der Herr vorhabe und wie und auf welche Weise sein Reich in den letzten Tagen zu leiten sei“, so behauptete Smith. „Gott habe sie bereitet, damit das Buch übersetzt werden könne“, so der Mormonen-Prophet in seiner „Lebensgeschichte“ (1,35) über die Hilfsmittel zur Übersetzung der Tafeln.

Der Auserwählte durfte fortan „keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen“, so Smith weiter („Lebensgeschichte“, 1,46). Nur die kommende Übergabe, Übersetzung und Verbreitung des „Buch Mormon“ war fortan wichtig und bestimmend.

Machenschaften des Satan

Das „Buch Mormon“ erschien im März  1830 in einer ersten, noch sehr kleinen Auflage. Finanziert durch einen Sponsor.Hierbei spielt die Person Oliver Cowdery eine entscheide Rolle. Ein Lehrer, der von den Platten in Smith seinem Besitz erfuhr, und der sich am 5. April 1829 erstmals bei Smith vorstelle. Schon am 7. April 1829 begannen Smith und Cowdery mit der Übersetzungsarbeit am „Buch Mormon“, wie es seine „Lebensgeschichte“ (1,66f.) verrät. Smith übersetze, Cowders schrieb es nieder.

Ein gutes Team, wie es offenbar das Himmelswesen empfand. Denn angeblich kam schon am 15. Mai 1829 „ein Bote vom Himmel in einer Lichtwolke herab“ und berief beide zu „Priestern“. Unter anderem durch eine Art neue Taufe, da sich der Bote als Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament den beiden Männern vorstellt („Lebensgeschichte“, 1,68ff.). Das war auch dringend notwendig, denn Joseph Smith erlitt zuvor einen schweren Rückschlag bei seiner Schreibarbeit. Sein frühere Schreiber, der Unterstützer Martin Harris, nahm das in Arbeit befindliche Manuskript mit heim, wo er es seiner Frau zeigen wollte. Da habe der Text des Buches bereits 116 Seiten umfasst.

Harris Frau war mit dem religiösen Treiben ihres Mannes und Smith ganz und gar nicht einverstanden. So soll, wie in „Lehre und Bündnis“, Abschnitt 10, der Mormonen gelehrt wird, das Manuskript „verloren gegangen“ sein. „Der Satan stachelt schlechte Menschen dazu auf, sich dem Werk des Herrn zu widersetzen“, wie es darin heißt, womit die Frau von Harris gemeint ist. Angeblich habe sie das Manuskript beseitigt.

Schlimmer noch, denn nach dieser satanischen Untat habe Smith die Gabe und den Verstand zur Übersetzung der rätselhaften Schriften verloren. Die Arbeit an der „neuen Bibel“ musste vorerst ruhen. Da kam Cowdery zur rechten Zeit …

Übersetzung aus dem Nichts?

Am 7. April 1829 begann die Übersetzung des religiösen Bestsellers von Smith und seinem neuen Schreiber Oliver Cowdery. Im Juni 1829 waren sie damit fertig, tippten eine Kopie für die Druckerei und im März 1830 erschien das Werk in New York.

Das sind gerade mal rund zwei Monate. Angesichts des Umfanges und des Inhaltes des „Buch Mormon“ ist das überaus beachtlich! Zumal man sich vor Augen führen muss, dass der Inhalt zumindest von der Story her ein sehr komplexes und in sich stimmiges Ganzes ergibt. Auch wenn historisch, archäologisch oder auch theologisch darin natürlich zahlreiche Aussagen zu finden sind, die nicht dem Strand der Wissenschaft entsprechen. Etwa, dass es zu biblischen Zeiten Pferde in Amerika gab oder diverse Orte bis heute unbekannt sind. Grundsätzlich aber geht die Geschichte auf – wenn man sie als „Roman“ ansehen würde.

Natürlich haben sich die zahllosen Wissenschaftler bzw. Historiker der Mormonen bereits mehrfach auch Gedanken über die eigentliche Niederschrift ihrer Bibel durch Smith und Cowdery gemacht. Sie untersuchen, analysieren und erforschen ausnahmslos alles, was irgendwie mit ihrem Glauben und ihrem Prophet zu tun hat. So etwa in der Analyse „Timing the Translation of the Book of Mormon: ‚Days [and Hours] Never to Be Forgotten'“ des Moronen-Forschers John W. Welch. Darin untersucht Welch bis ins Detail wann die beiden was schrieben. Wie viele Worte die einzelnen Bücher des „Buch Mormon“ haben, welche Leistung hier zugrunde liegen muss und an welchen Tagen diese erfolgt sein könnten. Grundlage sind auch hier wieder die zahlreichen archivierten Dokumente dieser Kirche.

269.510 Wörter umfasst das Werk, so Welch, und sei am 30. Juni 1829 fertig gewesen. Da ungefähr wurde auch das Vorwort verfasst, wie seine Untersucht ergab. Ohne die wundersamen Gegenstände, die der Engel Moroni leihweise übergeben haben soll, seiner Meinung nach kaum vorstellbar.

Götter vs. Glauben

Religion ist eine Sache des Glaubens. Das will niemand leugnen. Und schaut man auf die Thesen und Spekulationen der Prä-Astronautik, die hinter Kulten und solchen Religionen das Wirken von Außerirdischen vermuten, ergeben sich zahlreiche Fragen und Probleme. Vor allem dann, wenn diese außerirdischen Intelligenzen scheinbar ganz bewusst und nach Plan derartige „Bewegungen“ etablieren.

Wenn bei den Mormonen solche Kontakte stattfanden: Was wollten die Fremden damit erreichen? Welche Ziele mögen diese Götter des Alls damit verfolgen? Was bringt es diesen Außerirdischen, dass sie einigen Auserwählten Botschaften übermitteln, die sich in sehr vielen Fällen auch untereinander widersprechen? Und das seit tausenden von Jahren.

Diese Probleme sind Forschern aus dem Bereich UFOs und Prä-Astronautik nicht neu. Eine Lösung hat bisher niemand wirklich liefern können. Höchstens für jene mutmaßlichen Kontakte, die von den Zeugen selber als religiöse Erfahrung gedeutet wurden. Eine Art „Masterplan“ vermuten die allermeisten Autoren hinter diesen vollkommen undurchdringlichen Verhaltensmustern der Fremden. Die Frage ist nur, wann und ob wir diesen erkennen werden.

Ob die Erlebnisse und Aussagen des Joseph Smith und seines Buches, die hier natürlich nicht alle dargelegt wurden, der Wahrheit entsprechen, wissen wir letztlich nicht definitiv zu sagen. Warum aber sollten sie nicht?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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