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Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet – Ein Update!

Gab es Riesen auf Erden? Über die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim in der Grenzwissenschaft - Update (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)
Gab es Riesen auf Erden? Über die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim in der Grenzwissenschaft – Update (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)

Schon seit Jahren kursieren im Web, Magazinen und sogar Büchern angebliche “Fotobeweise” von Riesen. Ausgrabungen von Skeletten oder Schädeln, die immer wieder in der Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung als Beweise für allerlei Rätsel der Vergangenheit gehandelt werden. Sei es als Belege für einstige Riesen auf der Erde, als Beweise für Anunnaki, für die Nephilim der Bibel oder alles zusammen. In einigen Büchern, in Vorträgen und einer ganzen Reihe von Videos auf meinem YouTube-Kanal habe ich auf die Herkunft der seit langer Zeit meist ungeprüft verbreiteten Bilder bereits hingewiesen. Bilder, die gerne als “Anunnaki-Aliens” verkauft werden und immer wieder in den Fokus rücken. Zeit also, an dieser Stelle das Thema erneut in einem Beitrag (der ursprünglich vom März 2012 stammt) darzulegen …

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Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? TV-Beitrag zum Thema Hoax und Schwindel im Netz, der auch für die Grenzwissenschaft gilt

Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)
Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)

Virale Videos, sonderbare Storys oder vielversprechende Gewinnspiele: Wir alle sind schon auf Fakes reingefallen. Und haben sie tausendfach in den Sozialen Netzwerken wie vor allem Facebook geteilt. Doch Fakes und Schwindel-Meldungen werden auch gezielt genutzt, um andere Menschen zu diskreditieren. Der TV Sender “BR” hat im Rahmen der Sendung “Die Frage” nun einen Fernsehbericht online gestellt, in dem einer Fake-Meldung zum Thema Asylanten nachgegangen wurde. Eine Reportage, die fast 1 zu 1 auch und vor allem auf die Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung übernommen werden kann, die in der Sendung auch angeschnitten werden. Ein Video, das sich lohnt!


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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Fakes verbreiten sich im Netz wie sonst nur Katzenvideos”, schreibt der Reporter Michael Bartlewski auf der Internetseite zu “Die Frage” vom Bayerischen Fernsehen. “Ein Reporter – eine Frage – ein Monat Recherche” ist das sehr einfache Konzept der TV- Reihe.

Grenzwissenschaft und Fakes, Fakes, Fakes!

Die unten eingebundene Fernsehsendung vom “BR” geht vor allem einer Falschmeldung aus dem politischen Sektor nach, die mit der Welt des Phantastischen und der Grenzwissenschaft nichts zu tun hat. Doch auch die gemeinnützige Gruppe “Der Goldene Aluhut” um Gründer Giulia Silberberger und Kai Schulze, die sich mit Fakes um Verschwörungen oder eben auch Mystery befassen, kommt in der Reportage zu Wort.

Gleichfalls hat der BR-Reporter mit Absicht eine Fake-Meldung auf Facebook eingestellt, die angeblich die Schädlichkeit von Handystrahlungen belege. Solche bewussten “Fake-Experimente” sehe ich persönlich jedoch überaus skeptisch. Wobei hier dem TV-Sender zugute zu halten ist, dass alle Facebook-User, die den Hoax weiterverbreitet haben, angeschrieben und aufgeklärt wurden. Bewusste Fakes sind schließlich immer etwas anders, als falsche oder verfälschte Meldungen.

VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)

Doch ignoriert man das eigentliche Thema des Fernsehberichtes (angebliche Vergewaltigung einer Frau durch einen Asylbewerber), kann man dies quasi 1 zu 1 auch auf Meldungen der Grenzwissenschaft übertragen.

Nicht zuletzt ich selber verweise in Blog-Postings, Vorträgen YouTube-Videos und auch Büchern wie “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (2009) oder schon 1999 mit Rolands M. Horn in dem Besteller “UFO-Sekten” immer wieder auf Schwindel und Fakes in der Wissenschaftlich. Auch diese verbreiten sich dank Facebook & Co. in Windeseile in den Reihen der Interessierten Mystery-Fans.

Die Mumpitz-Schwemme

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)

Das Internet macht diese Verbreitung kinderleicht. Und die zahllosen Nachrichten von Euch, liebe Mystery-Freundinnen und -Freunde, die ich bekomme und in denen ich nach dieser oder jener Meldung/News aus dem Bereich der Rätsel der Welt gefragt werde, beweisen das. Gleichfalls zeigt der Blick auf die Szene der Internet-Grenzwissenschaft, dass wirklich teilweise jeder Mist als Rätsel etc. gehandelt werden kann – und wird. Das ist weltweit so und auch nicht nur in den sozialen Netzwerken der Fall. Für viele Interessierte ist es dann schnell peinlich zuzugeben, dass man sich beispielsweise für UFOs oder Prä-Astronautik interessiert.

Auch ist es unlängst deutlich geworden, dass Begriffe wie “Verschwörungstheoretiker” oder “Verschwörungstheorie” schon lange im Mainstream ein Pauschalurteil gegen alles geworden ist, was eben nicht diesem Mainstream entspricht.

Es sind Begriffe, die Worte wie “Spinner” oder “Verrückter” in einer feiner klingenden Art und Wiese zur Diskreditierung abgelöst haben.

Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass wieder anderen Menschen und Medien offenkundig überhaupt nichts peinlich ist und sie das Internet mit Fakes und zusammengesetzten Falschmeldungen überschwemmen. Falschmeldungen, die zwar wahre Kerne haben können aber zusammengewürfelt ganz einfach Mumpitz sind und sogar vollkommen andere Aussagen ergeben.

Und genau das zeigt auch sehr schön der Fernsehbericht “Wie gefährlich sind Fakes im Netz?”, wenn man ihn sich mit der “grenzwissenschaftlichen Brille” aufmerksam ansieht:

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+++Neues YouTube-Video+++ Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von Fakes, “Akte X” und Desinformationen über Whistleblower Corey Goode und Geheimdiensten bis “Majestic 12”-UFO-Akten und Internet-Hatern.

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)

Vor einiger Zeit fand, wie ich bei YouTube in einem Video und auf diesem BLOG berichtet habe, das 21. Seminar „Phantastische Phänomene“ in Bremen statt. Diesmal mit dabei war auch mein Freund und Kollege Robert Fleischer, der die Vorträge der Tagung filmte. Der Koordinator von „Exopolitik Deutschland“ und ich nutzten eine Verschnaufpause während des Seminars für einen zwanglosen Interview-Talk rund um die Mysterien der Welt. Natürlich vor allem über die UFO-Problematik und die Suche nach der Wahrheit zwischen Fakten, Fakes und Desinformationen.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Robert Fleischer von Exopolitik (www.Exopolitik.org / www.Exomagazin.tv) und ich wollten eigentlich spontan ein kurzes Video zum Thema „Tierverstümmelungen“ (Animal Mutilations) drehen. Doch heraus kam ein zwangloses Gespräch über zahlreiche andere Themen aus der Welt der UFO- und Mystery-Forschung.

Von UFO-Schwindeleien und dem Skandal zu den UFO-Papieren „Majestic 12“ über Facebook als fragwürdige Informationsquelle, Whistleblower Corey Goode, Geheimdienste und (deren) Desinformationen bis zu UFO-Recherchen, geheime Basen auf Mond & Mars, “Akte X” und die Suche nach der Wahrheit.

++Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen bei YouTube.++

Der Talk zwischen Robert von Exopolitik und mir vom 5. März 2016 ist nun auf meinem YouTube-Channel online:

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Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und die “Science-Fiction-Archäologie” von “Ancient Aliens”: Immer nur Feinde in den Mainstreammedien?

Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und "Science-Fiction-Archäologie" in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und “Science-Fiction-Archäologie” in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Die sogenannten Mainstreammedien standen schon vor 50 Jahren der Prä-Astronautik meistens “feindlich” gegenüber. In den Boomjahren der Idee, dass die Götter der Vergangenheit Raumfahrer aus dem All waren, hagelte es Kritik in den Massenmedien an diesen Spekulationen. Das ebbte mit dem Rückgang des öffentlichen Interesses an diesen Ideen ab. Bis vor rund 10 Jahren die TV-Serie “Ancient Aliens” aus den USA ins Fernsehen kam und damit dieser Thematik eine neue Beliebtheit verschaffte. Für die Medien erneut ein gefundenes Fressen, da seit dem die fragwürdige Serie “Ancient Aliens” als “die” Prä-Astronautik gilt. Sind sich also etablierte Medien und Themen aus der Welt der Rätsel der Archäologie erneut spinnefeind? Ja und nein, wie es zwei Beispiele aus ein und derselben Zeitung hier zeigen werden.


Ancient Aliens und der Mainstream

Die Idee, dass irgendwann vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren, ist seit rund 50 Jahren weltweit als Prä-Astronautik bekannt. Seit den 1990ger Jahren auch häufig Paläo-SETI genannt und heute vor allem als „Ancient Aliens“ weithin ein Begriff. Hergeleitet von der erfolgreichen TV-Dokuserie aus den USA.

Gerade die TV-Dokumentationen von „Ancient Aliens“ sind es, die der Prä-Astronautik in den letzten 11 Jahren eine unverhoffte neue Bekanntheit bescherten. In bisher 15 Staffeln mit aktuell 191 Folgen seit dessen Start 2009. Ein neuer Boom, der das Thema für eine neue Generation kostenlos in das TV brachte, die sich dadurch über allerlei Mysterien der Welt und den Raumfahrern der Antike „informieren“ könne. Ohne, dass sie teure Bücher kaufen müssen.

Natürlich geht der Erfolg der Serie nicht unbemerkt an der etablierten Archäologie und den Mainstreammedien vorbei. Mit einem praktisch ausnahmslos kritischen Grundtenor gegenüber der Dokuserie. Vor allem online finden sich deshalb für jeden frei zugänglich diverse Kritiken und Beiträge, die der Fernsehserie mehr als skeptisch gegenüber stehen.

Auch auf diesem Blog war in der Vergangenheit „Ancient Aliens“ immer wieder Thema. (Link dazu HIER)

Innerhalb der „Anhänger“ der Prä-Astronautik sieht wohl die Mehrheit diese US-Serie ebenfalls mehr als kritisch. Zumal sie sich inhaltlich schon sehr lange vom eigentlichen Thema – kamen die Götter au dem All? – entfernt hat. Längst werden dort sämtliche Rätsel und Mysterien der Welt thematisiert. Angereichert mit oftmals nicht mehr nachvollziehbaren Spekulationen, Behauptungen und Aussagen rund um Außerirdische in der Vergangenheit und diverse ungelöste Rätsel der Menschheit.

Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“

Für sehr viele „alte Hasen“ und offen an der Thematik interessierte Menschen ist deshalb die US-Dokuserie längst indiskutabel geworden. Befürworter der Überlegungen um Aliens in der Vorgeschichte sahen die 1. Staffel der Reihe (s. Link unten) noch vielfach mit Wohlwollen. Was sich aber im Laufe der Serie schnell änderte, wie man zumindest sehr deutlich im deutschen Sprachraum innerhalb der Interessierten erkennt.

Obwohl sicher Zuschauer der Sendung erst durch diese  ihr Interesse für Prä-Astronautik, UFOs und ähnliche Themen entdecken werden. Denn ein immer wiederkehrender Vorwurf ist, dass „Ancient Aliens“ das gesamte Feld der Grenzwissenschaft und der „Raumfahrt im Altertum?“ nur noch ins Absurde führt. Das heißt, dass dadurch eine sachliche Beschäftigung damit nicht mehr möglich ist. Die Öffentlichkeit und damit vor allem der Mainstream sehen nur noch: Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“.

Tatsächlich zeigt sich in den letzten Jahren, dass die sogenannten „etablierten Medien“ ihr „Wissen“ rund um solche Phänomene vielfach aus genau dieser Serie herleiten. Was übrigens im wesentlich stärkerem Maße für die „neue Generation“ der Prä-Astronautiker gilt!

Objektive und neutrale Berichte, Artikel und Meldungen rund um Mythen und Rätsel der Menschheit waren schon immer Mangelware. Hier wird gerne schwarz-weiß gedacht. Entweder ist alles rund weg Quatsch von Phantasten oder eine „sensationelle Enthüllung“, wie es Boulevardmedien gerne anpreisen.

Ausnahmen sucht man meistens vergeblich. Und doch findet man sie – man muss nur lange genug nach ihnen suchen. Umso mehr freut es alles Freunde des Phantastischen, der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik, wenn eine solche Ausnahme in den Mainstreammedien gefunden wird.

Rätselhafte Vergangenheit

So wie der Artikel „Rätselhafte Vergangenheit“ der Redakteurin Christina Mondolfo, der am 22. Mai in der „Wiener Zeitung“ erschien. Immerhin eine österreichische Tageszeitung mit einer über 300-jährigen Geschichte.

Offensichtlich ist die Autorin des umfangreichen Beitrages um Neutralität bemüht, während sie diverse Rätsel der Archäologie und Vergangenheit thematisiert. Aufgrund der dort ausgewählten Beispiele lässt sich erkennen, dass hier mehrere Quellen herangezogen wurden. Unter anderem entsprechende Dokus des ZDF, die bereits HIER vorgestellt wurden.

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Doch auf den so oft üblichen Hohn und Spott wurde hier verzichtet. Auch gegen die „Anhänger der Prä-Astronautik“, wie es dort heißt. Eine neutral verfasste Vorstellung großer und kleiner Mysterien, zu denen Mondolfo abschließend schreibt:

Die Liste mit rätselhaften Bauwerken, Artefakten oder Schriftstücken könnte vermutlich eine vielbändige Enzyklopädie füllen und da man vermutet, dass bisher erst ein kleiner Teil aller möglichen archäologischen Funde ausgegraben ist, kann dieses Lexikon des Geheimnisvollen noch viel umfangreicher werden. Doch schon Albert Einstein wusste: ‚Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.‘ So gesehen können wir nur hoffen, dass Wissenschaft und Forschung noch viel Rätselhaftes finden.

Die Science-Fiction-Archäologie

Wer jetzt aber glaubt, dass die „Wiener Zeitung“ die Prä-Astronautik nicht auch ganz anders darstellen kann, der irrt. Geschehen bereits 2014 in dem Artikel „Die Science-Fiction-Archäologie“ von Edwin Baumgartner. Dessen scharfe Kritik an den Ideen der Prä-Astronautik leitet sich augenscheinlich von der Serie „Ancient Aliens“, da er dazu schreibt:

Prinzipiell wäre diese Science-Fiction-Archäologie kein Wort wert, würde sie nicht, nach merklichem Abflauen in den Achtzigerjahren, derzeit wieder an Boden gewinnen. Nicht nur das Internet macht’s möglich, wo ohnedies jede Verschwörung, jede fliegende Untertasse und selbstverständlich auch der Yeti Anhänger findet – die Präastronautik hat es sogar in einen Wissenschaftskanal des Fernsehens geschafft: ‚Ancient Aliens‘ (…)

Die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit ist dem History Channel im Grunde fremd. ‚Ancient Aliens‘ ist die Ausnahme.

Baumgartners Artikel beschreibt in weiten Teilen den Anfang der Prä-Astronautik und einige ihrer Vertreter bzw. Ideengeber um dann direkt festzustellen:

Damit sind wir bei der Gretchenfrage: Was ist dran an der Präastronautik? Die Antwort ist einfach: nichts.

Nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern, weil die gesamte Präastronautik auf einem Konglomerat von ignorierten Fakten und ignorierter Wissenschaft beruht – und auf einer fehlerhaften Erkenntnisfindung: Statt die beim Ansatz unbekannte These aus den Fakten abzuleiten, werden zur als Wahrheit angenommenen These Beweise gesucht.“

Hierzu nennt er einige wenige Beispiele, die er offensichtlich aus der Serie „Ancient Aliens“ hat. Zum Beispiel die Fakes des Autors Zecharia Sitchin, die auf diesem Blog bereits mehrfach zur Sprache kamen. Ebenso angeblich fragwürdige Interpretationen „der Präastronautiker“ von alten Darstellungen als Astronauten oder die Behauptungen um die Ruinenstätte von Puma Punku unweit des Titicacasee in Bolivien.

Alles in einen Topf?

Obwohl der Artikel nur am Ende leicht spezielle Themen der Prä-Astronautik anspricht, steht für den Autor fest, dass „Ancient Aliens“ und damit schlicht und einfach die gesamte Prä-Astronautik nichts als Unsinn ist:

Nicht ein einziger dieser sogenannten Beweise der Präastronautik hält auch nur diesem genauen Hinschauen stand. Unsere Vorfahren waren vielmehr clevere Kerlchen, die zu erstaunlichen Leistungen fähig waren. Sie waren weder eine tumbe Sklavenrasse noch brauchten sie Entwicklungshilfe von Raumfahrern aus hintergalaktischen Gefilden.“

An diesem nunmehr sechs Jahre alten Artikel in der „Wiener Zeitung“ sieht man sehr schön, wie aufgrund einer TV-Serie das gesamte Feld der Astronautengötter samt und sonderst im Mainstream „verteufelt“ wird. Auch wenn in Baumgartners Artikel nur im letzten Drittel auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Schon 2014, als der Artikel von Baumgartner erstmals auf diesem Bog in einem Posting vorgestellt wurde, schrieb ich:

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der ‘eigentlichen Prä-Astronautik’ in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

Besser wurde es in den letzten sechs Jahre dabei nicht!

Zwei Veröffentlichungen in ein und derselben Zeitung „des Mainstream“ – und doch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Grundaussagen. Und damit ein ausgezeichnetes Beispiel, dass der Mystery-Jäger oder „der“ Prä-Astronautiker immer alle Seiten der Medaille lesen sollte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft Classics, Folge #32: Die verrücktesten Täuschungen der Welt: Von UFOs bis Bigfoot +++ Video +++

Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #32: Die verrücktesten Fälschungen der Welt (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #32: Die verrücktesten Fälschungen der Welt (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Überall wird gefälscht, gefaket, geschwindelt und sogar betrogen. Sei es in der Geschichtsschreibung, auf dem Kunstmarkt oder auch bei grenzwissenschaftlichen Phänomene aller Art. Gerade bei solchen Themen aus der Welt der Mysterien der Menschheit und Rätsel der Welt, wurde und wird viel Schindluder getrieben. Zum Teil mit tatsächlich boshaften Absichten. Das war schon immer so – und ist seit dem Internetzeitalter sogar weit mehr geworden. Die Folge Nr. #32 meiner “Grenzwissenschaft Classics Videos” aus dem Jahr 2000 behandelt genau solche Täuschungen und Betrügereien. Vor allen aus der Welt der UFOs, Aliens und Kryptozoologie, aber auch darüber hinaus!


Fakes und Täuschungen in der Grenzwissenschaft

In der Grenzwissenschaft, bei den Mythen und Mysterien der Welt, der UFO-Thematik und allgemein bei angeblichen Rätseln der Menschheit wird gefaket, gelogen, gefälscht und betrogen, dass sich die Balken biegen.

Das war schon immer so und wird sicher auch immer so bleiben. Auch wenn die Mehrheit solcher “Fakes der Grenzwissenschaft” meistens aufgrund von Unwissen in die Welt gesetzt und verbreitet werden. Doch boshafte Absichten gibt es heute wie gestern.

In meinen Veröffentlichungen und auf diesem Blog berichte sich seit Jahrzehnten darüber.

Die Folge Nr. #32 meiner “Grenzwissenschaft Classics Videos” behandelt genau solche Täuschungen und Betrügereien. Vor allen aus der Welt der UFOs, Aliens und Kryptozoologie.

“Die verrücktesten Täuschungen der Welt” hieß diese kurzweilige Sendung aus dem Jahr 2000. Und sicher war und ist sie zu diesen Themen nicht “das Ende der Fahnenstange”, wie man im Volksmund gerne sagt.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video auf Fischinger-Online

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Seltsame “Qualle” am Himmel über Brasilien gefilmt: UFO vs. Ballon +++ Video +++

VIDEO: Seltsame Qualle am Himmel über Brasilien gefilmt - UFO oder Ballon (Bilder: Screenshot YouTube)
VIDEO: Seltsame Qualle am Himmel über Brasilien gefilmt – UFO oder Ballon (Bilder: Screenshot YouTube)

Unzählige vermeintliche UFO-Videos kursieren im Internet. Was sie wirklich zeigen oder ob sie sogar absichtliche Fakes sind, ist dabei schwer bis gar nicht sicher zu bestimmen. Vor allem auf YouTube gibt es zehntausende von Videos, die echte (da unbekannt ist, was dort zu sehen ist) und falsche UFOs zeigen. Fast kein Interessierter oder UFO-Forscher beachtet sie aufgrund der Menge ernsthaft. Doch ein Video, das über der Stadt Sao Paulo in Brasilien aufgenommen wurde, ist in der Masse der Filmchen schon interessant. Denn es zeigt eine offenbar riesige “fliegende Qualle” am Himmel. Aber was genau zeigt der UFO-Film und was könnte er zeigen? Schauen wir uns diesen in diesem YouTube-Video auf Fischinger-Online einmal genauer an.


UFO-Video aus Brasilien: Eine “fliegende Qualle” am Himmel

Videos von angeblichen UFOs gibt es hier auf YouTube zu zehntausenden.

Fast immer sind es jedoch nur kaum aussagekräftige Filmchen, auf denen man alles oder nichts erkennt. Oftmals unscharfe Lichter und helle Punkte am Himmel (oder sonst wo), die zu undeutlich und verschwommen sind, als dass man darin irgendwas Definitives erkennen könnte …

Nicht so in einem Video aus der Stadt Sao Paulo in Brasilien, das Anfang März 2020 hochgeladen wurden.

Auch wenn es durch den Zoom streckenweise unscharf wurde, erkennt man dort eindeutig eine “fliegende Qualle” am Himmel. Zumindest sieht das am helllichten Tage gefilmte Objekt oder “Ding” wie eine Qualle aus dem Meer aus. Und deshalb unterscheidet sich diese “fliegende Qualle” von fast allen andren UFO-Videos bei YouTube.

Aber was genau zeigt der Film aus Brasilien – oder was könnte er zeigen? Schauen wir uns diesen in diesem YouTube-Video einmal genauer an.

Bleibt neugierig …

Video vom 13. März 2020 auf Fischinger-Online

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Alle Qumran-Handschriften im weltberühmten “Museum der Bibel” in Washington sind – gefälscht! Aber …

Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)
Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)

Seit ab 1947 die ersten Qumran-Rollen bzw. Schriftrollen vom Toten Meer offiziell entdeckt wurden, sind die Texte Gegenstand der Forschung. Für Archäologen, Bibelforscher und Theologen sind die Qumran-Schriften ein Jahrtausendfund. Und bis heute kommen immer weitere Funde dieser Art in Israel hinzu. Doch eine wissenschaftliche Analyse der Qumran-Texte aus dem Besitz des “Museum of the Bible” in Washington offenbarte jetzt, dass alle Fragmente des Museum Fälschungen sind! Alles über die Hintergründe und die möglichen Konsequenzen für die Forschung, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Falsche Qumran-Schriften im „Museum der Bibel“

Entsetzen im weltberühmten „Museum oft the Bible“ in Washington in den USA: Alle dort verwahrten und ausgestellten Fragmente der legendären Schriftrollen vom Toten Meer bzw. Qumran-Rollen sind Fälschungen. Kein einziges der 16 Stücke aus dem Besitz des Museum ist authentisch.

Das haben jetzt neue Untersuchungen der Fragmente gezeigt. Für das Museum konnten die Ergebnisse der Analysen ihrer „Schätze“ nicht schlechter ausfallen. Denn schon im April 2017 Jahren kamen Forscher diesem Betrug auf die Spur, als erste Fragmente der Sammlung wissenschaftlich untersucht wurden. Beauftragt war die „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ (BAM), da sich das Museum von vornherein der unklaren Herkunft der Fragmente bewusst war.

Heraus kam dabei, dass keines authentisch und damit echt war.

Also beauftrage das Museum daraufhin die Firma „Art Fraud Insights“, um auch die weiteren Qumran-Texte analysieren zu lassen. Im „abschließenden Bericht“ vom November 2019 der Untersuchungsleiterin Corlette Loll heißt es dazu unter anderem:

Im April 2017 beantragte das Museum die wissenschaftliche Prüfung von fünf Fragmenten durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). In Erwartung der Ergebnisse und vor der Ausstellung zeigten die Herkunftsuntersuchungen des Museums weitere Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Herkunft. Bei der Eröffnung des Museums wurden die Fragmente als ‘problematisch’ eingestuft, um diese Unsicherheit widerzuspiegeln. Die vorläufige wissenschaftliche Untersuchung der Fragmente des Museums, die im Oktober 2018 eingegangen war, führte zu dem Hinweis, dass die Mineralablagerungen und das Schreibmaterial nicht mit der Authentizität vereinbar waren.

Es wurde der Schluss gezogen, dass alle fünf untersuchten Fragmente Merkmale aufwiesen, die ‚nicht mit einem alten Ursprung vereinbar waren‘. Sie wurden bis zur weiteren Untersuchung aus der Ausstellung entfernt.

Aufgrund der Bedenken, die durch diese erste Studie aufgeworfen wurden, wurde eine detailliertere Materialuntersuchung des gesamten Museums der Bibelfragmentsammlung angestrebt.“

Fakes in Museen

Zu diesem Zweck wurden die gesamtem Museumsstücke von „Art Fraud Insights“ auf Herz und Nieren geprüft. Es sollte wissenschaftlich „die Echtheit jedes Fragments entweder bestätigt oder widerlegt“ werden. Ergebnis: Alles Fake:

Wir konnten bestätigen, dass die Mineralogie der Oberflächenablagerungen mit der Region des Toten Meeres und anderen geologischen Stätten im Nahen Osten übereinstimmt. In einigen Fällen wurden nach dem Schreiben und während die Tinte noch feucht war, verschiedene lose Mineralablagerungen über die Fälschungen verstreut, um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um authentische Schriftrollenfragmente aus dem Toten Meer handelte, die aus den Qumran-Höhlen stammten. Wir sind der Meinung, dass alle diese Methoden mit der ausdrücklichen Absicht angewendet wurden, zu betrügen.“

Das Bibelmuseum von Washington und die Experten um Corlette Loll sehen trotz des nachgewiesenen Betruges dennoch etwas Positives in ihren Analysen. Wie Loll in ihrem umfangreichen Abschlussbericht schreibt, könne die zukünftige Textforschung von den erreichten Ergebnissen profitieren. Vor allem um mögliche weitere Fälschungen in den Sammlungen in aller Welt nachzuweisen:

Darüber hinaus wird die Veröffentlichung aller zugehörigen Bilder und Datensätze die Identifizierung und Entfernung von Texten erheblich erleichtern, die möglicherweise wichtige literarische, paläografische und sprachliche Datensätze kontaminiert haben.“

Museen und Ausstellungen weltweit haben immer wieder mit Betrug und Fälschung zu kämpfen. Niemand kann sagen wie viele der angeblich „alten“ und „authentischen“ Artefakte und Objekte in archäologischen Museen echt sind. Teilweise wird der Anteil der Fälschungen in den Vitrinen dieser Welt sogar überaus hoch eingeschätzt! Millionen Artefakte auf ihre Echtheit hin zu überprüfen, ist indes nicht möglich.

Die Schriftrollen vom Qumran

Bei den jetzt nachgewiesenen falschen Qumran-Texten wiegt ein Betrug doppelt. Immerhin handelt es sich bei den echten Funden aus den Höhlen von Qumran in Israel um unschätzbar wertvolle archäologische Funde. Und zwar speziell für die Bibelforschung und damit Religionen und Theologie. Bekanntlich gehören diese zum Teil über 2.000 Jahre alten Handschriften zu den wichtigsten Quellen der Bibelforschung überhaupt. Auch wenn sie meistens nur noch als Fragmente und nicht wirklich als „Schriftrollen“ erhalten geblieben sind.

Zehntausende große, kleine und winzige beschriebene Stücke aus Papyrus und Pergament wurden aus den Höhlen am Toten Meer bereits geboren. Und immer wieder tauchen auf dem Antikmarkt neue Texte auf, die als „authentisch“ angeboten werden. Wie viele Rollen einst in den Höhlen von Qumran und Umgebung am Toten Meer in Tonkrügen versteckt wurden, ist deshalb bis heute nicht ganz klar. Schätzungen sprechen von 900 oder 1.000, de von mindestens 500 verschiedenen Personen beschrieben wurden. Über Jahrhunderte hinweg, da die Schreiber zwischen 250 vor Christus und 40 nach Christus ihre Werke schufen.

Besonders die Entdeckung, dass unter den Handschriften mindestens 200 Texte sind, die später als „Hebräische Bibel“ in das Alte Testament übernommen wurden, machen die Schriften so bedeutsam. Sie gelten damit als älteste Bibeltexte der Welt. Ein unermesslicher Schatz und Glücksfall für die Bibelforschung. Doch die muss sich darauf verlassen können, dass die Texte und damit deren Inhalt und Aussage auch wirklich authentisch ist.

Vergleichende Textstudien mit Fälschungen von geschäftstüchtigen Betrügern sind verständlicherweise vollkommen sinnlos!

An der Echtheit der ab 1947 gefundenen Schriften des frühen Judentums hat kaum jemand wirklich Zweifel. Höchstens von religiöser Seite her, da sie ab 1947 und 1948 weltweit mehr und mehr berühmt wurden. In jenen Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg also, in dessen Folge im Frühjahr 1948 Israel gegründet wurde …

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Verschiedene Geschichtsschreiber scheinen aber bereits solche verborgen Schriftrollen in Tonkrügen gekannt zu haben. Jahrtausende bevor sie 1947 „offiziell“ unweit des Toten Meer entdeckt wurden. Zum Beispiel sei während der Herrschaft von Kaiser Antoninus (211 – 217 nach Christus) „in einem Tonkrug im Gebiet von Jericho“ Schriften in Griechisch und Hebräisch gefunden worden. Patriarch Timotheos I. von Seleucia schrieb um das Jahr 800, dass zehn Jahre zuvor ein arabischer Jäger die Jerusalemer Behörden über die Entdeckung von Schriftrollen in einer Höhle informiert habe. Darin seien „die Bücher des Alten Testaments und andere in hebräischer Schrift“ gefunden worden.

Jahrtausendfund für 97 Dollar

Solche Berichte klingen heute stark nach den Qumran-Texten.

Auch Jahrzehnte nach den ersten Funden der Neuzeit ist die Forschung an ihnen noch lange nicht beendet. Immer neue Funde, auch wenn in erheblich kleinerem Umfang, liefern immer neues Material. Dabei war die Entdeckung der Schriften durch den Beduinen-Knabel Mohammed Ad-Dib 1947 ein reiner Glücksfall. Zufällig habe er, so sagt es die Legende der Entdeckung, die Tonkrüge und Texte in den Höhlen am Toten Meer gefunden, als er eine entlaufene Ziege suchte. Ob die Entdeckergeschichte der Wahrheit entspricht, steht auf einem anderen Fragment.

Zumindest nahm die Geschichte der Texte von nun an Fahrt auf. Ein Khalil Iskander Schahin kaufte einige Rollen von Ad-Dib, die er dann dem Archäologen Professor Eleasar Sukenik von der Hebräischen Universität in Jerusalem weiterverkaufte. Gleichzeitig begann Schahin ein Geschäft zu wittern, suchte selber nach Schriften und weiteren Tonkrügen mit Rollen und verkaufte sie daraufhin. Ein Handel florierte und es wurden hunderttausende von Dollar für die ersten Schriftrollen bezahlt.

Heute sind sie zum Großteil im berühmten „Schrein des Buches“ in Jerusalem zu bewundern. Herzstück ist dort zweifellos die 7,34 Meter lange „Große Jesajarolle“ aus der sogenannten „Höhle 1“ von Qumran, die um 200 vor Christus geschrieben wurde. Angeblich war der erste Preis dafür nur 97 Dollar, die Schahin verlangte. Ein unbezahlbares Dokument, deren Echtheit C14-Datierungen bestätigten.

In den „wilden Jahren“ des Handels mit den Qumran-Schriften war den Archäologen noch nicht klar, wie alt diese Stücke wirklich sind. Ob sie überhaupt echt sind, war ebenfalls noch unklar. Erst in den Jahren 1951 bis 1956 suchte der Archäologe und Bibelforscher Roland de Vaux von der „Französischen biblische und archäologische Schule Jerusalem“ systematisch nach ihnen. Hunderte Funde konnte er dabei sichern. Weitere Entdeckungen wurden in anderen Höhlen in den Jahren 1952, 1960, 1963 und sogar 2004 gemacht.

Qumran oder nicht Qumran

Die Qumran-Texte sind natürlich auch umstritten. Sehr umstritten vor allem was ihren genauen Ursprung, den Zweck ihrer Niederschrift und ihre Interpretation betrifft.

Wobei schon der Name für Verwirrung sorgt, da nur ein Teil der Funde als „echte Qumran-Rollen“ angesehen werden. Sie entstammen einer jüdischen Gemeinschaft und betreffen auch deren Gemeindeleben mit allen Regen usw. Meist vermutet man die Essener hinter dieser Gemeinde. Andere Rollen und Texte sind Abschriften von biblischen und apokryphen Büchern, die man bereits vor den Funden kannte. Wieder andere Texte waren bis zu ihrer Entdeckung in den Höhlen vollkommen unbekannt.

Ob die unweit der „Haupthöhlen“ der Funde archäologisch ausgegrabene Siedlung „Chirbet Qumrān“ am Westufer des Toten Meeres der Ursprung der Rollen ist, gilt in Archäologenkreisen zumindest auch als strittig. Die Nähe der Ruinen zu den Höhlen legt diese Deutung der Archäologie zumindest sehr nahe. So werden auch verschiedene archäologische Funde der Stätte in diese Zusammenhang interpretiert. Große Räume zum Beispiel als „Schreibstuben“ oder mutmaßliche Wasserbecken als „rituelle Bäder“.

Wer selber einmal vor Ort ist kann sich überzeugen, dass zumindest dort an einem Zusammenhang kein Zweifel zu bestehen scheint. Besuchern wird dieser quasi in jeder Ecke vermittelt.

Im „Museum der Bibel“ wurden nur 16 Fragmente durch die Analysen als eindeutige Fälschungen identifiziert. Das ist mit Blick auf die Masse aller Funde zu vernachlässigen. Und es wirft doch – wie bei allen Fakes und Fälschungen – ein schlechtes Licht auf die Texte. Textforscher und Bibelkundler müssen natürlich bei ihren Forschungen sicher sein, dass das genutzte Material auch authentisch ist.

Nur wenige Fälschungen

Die gefälschten Fragmente in Washington sind nur wenige Zentimeter klein. Es sind „Schnipsel“, die nur wenige Worte bzw. Buchstaben tragen. Einige sind sogar überhaupt nicht beschriftet. Die vorhandenen Schriften selber entstammen verschiedenen Büchern des Alten Testament. Etwa aus den Büchern Genesis, Exodus, Ezechiel, Levitikus oder auch Daniel. Für umfassende Textvergleiche und –Analysen der Bibelforschung wären die „Washington-Papyri“  also von geringer Relevanz.

Mit Blick auf die Grenzwissenschaft und „alternative Bibelforschung“ gilt das ebenso. Schließlich sind Texte mit alten Überlieferungen vielerlei Art auch hier ein wichtiger Bestandteil der Forschung. Man denke an die Schriften des Propheten Henoch, die in Teilen auch unter den Schriftrollen vom Toten Meer zu finden sind. Vor allem wurden auch rund 10 Bruchstücke eines bis zur Entdeckung unbekannten „Buch der Riesen“ entdeckt. Jahrtausende verborgen in Höhle 1, 4 und 6 von Qumran und dort von den Forschern wieder entdeckt.

In diesem „Buch der Riesen“ wird die rätselhafte Geschichte der „gefallenen Engel“ aus dem Alten Testament geschildert. Sie sollen laut dem Buch Genesis vom Himmel gekommen sein, da sie Kinder mit Menschenfrauen zeugen wollten. Ergebnis dieser Rebellen aus dem Himmel waren laut Genesis die Riesen und die Sintflut als Strafe des Herrn. Auch die bekannten Bücher Henoch schildern diese Ereignisse sehr umfangreich (s. a. Video HIER).

Das „Buch der Riesen“, auch wenn nur in Bruchstücken erhalten, ergänzt diese Erzählungen  – und ist authentisch …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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