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UFO-Bericht des Pentagon: Erklärung des Pentagon-Pressesprechers und die Fake-News-Schwemme in den deutschen Medien (+ Videos)

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UFO-Bericht des Pentagon: Erklärung des Pentagon-Pressesprechers und eine Schwemme an Fake-News in den deutschen Medien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Bericht des Pentagon: Erklärung des Pentagon-Pressesprechers und eine Schwemme an Fake-News in den deutschen Medien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Am 25. Juni veröffentlichte die USA ihren „UFO-Bericht des Pentagon“, über den inzwischen immer mehr deutsche Medien berichten. Und wie in einem Blog-Artikel bereits kurz angemerkt, verbreiten dabei „etablierte Medien“ ebenso Fake-News, wie die Boulevardmedien. Grund genug hier nochmals hinzuschauen. Ebenso auf das, was der Pressesprecher des Pentagon zu diesem UAP-Bericht wirklich sagte, auf den sich teilweise bei den Falschmeldungen berufen wird.


UFO-Bericht des Pentagon und die falsch voneinander abschreibende Presse

Wie am 25. Juni in einem YouTube-Video auf Mystery Files (siehe 1. Video unten) und diesem Blog-Artikel HIER umfassend berichtet, erschien am diesem Tag das heißt ersehnte UFO-Papier des Pentagon. Eine, wie wir jetzt wissen, kurze Zusammenstellung für die Regierung über das, was verschiedene US-Behörden über das Thema UAPs bzw. UFOs wissen. Oder eben nicht wissen.

Einige Zeit nachdem im deutschen Sprachraum dann der neue Tag anbrach, berichteten natürlich auch immer mehr Medien über dieses Papier. Wie berichtet fast immer mit sehr ähnlichen Meldungen, Inhalten, Überschriften und Artikeln an sich. Inzwischen hat sich das verselbstständigt. Eine regelrechte Fake-News-Schwemme bahnt sich derzeit in den Mainstreammedien ihren Weg. Aus dem ganz einfachen Grund, da (fast) alle ohne eigen Recherche oder Quellenprüfung voneinander abschreiben oder sich scheinheilig auf eine entsprechende DPA-Meldung berufen.

So kommt es, dass Zeitungen und Nachrichtenportale auch Falschaussagen voneinander ungeprüft abschreiben. Für sogenannte „etablierte Medien“ ist das schon überaus peinlich! Was aber ist an der Berichterstattung falsch? Wie auf diesem Blog darlegt, wird in diesen Artikeln und Meldungen geschrieben, dass der UFO-Bericht des Pentagon nicht ausschließen kann, dass Außerirdische hinter den gemeldeten UFOs stecken. Man habe aber auch keine Beweise dafür, dass sie es tun. Das würde, so heißt es in der Presse weiter, in diesem Papier stehen.

Die Aussage ist in leichten Variationen fast überall zu finden. Leider ist sie erfunden. Leider deshalb, da eine solche offizielle Aussage der USA in dem UFO-Papier gerade für die UFO-Thematik wieder spannend wäre. Eine Grundlage für weitere Spekulationen innerhalb der UFO-Forschung. Da aber die „etablierten“ und „seriösen“ Medien selber den Bericht nicht lesen wollten, und ihren Lesern lieber Fake-News verkaufen, übernimmt diese Behauptung der eine von dem anderen.

Eigentlich das, was man Grenzwissenschaftlern etc. gerne vorwirft.

Fake-News der Mainstremmedien

Es wäre ja schön für einen Mytsery-Fan udn -Forscher, wenn es drin stehen würden. Hier eine Auswahl der Fake-News-Schleudern in diesem Zusammenhang.

So behauptet etwa die „Berliner Zeitung“ in einem Artikel dazu:

Es gebe keine Hinweise darauf, dass hinter den unter anderem von Piloten der US-Marine beobachteten ’nicht identifizierten Luftphänomenen‘ geheime Technik etwa von China oder Russland oder außerirdische Raumfahrzeuge steckten – das lasse sich aber auch nicht ausschließen, hieß es in dem Bericht.“

Unter Berufung auf die DPA schriebt „heise“ in der übernommenen Meldung:

Es gebe keine Hinweise darauf, dass hinter den beobachteten nicht identifizierten Luftphänomenen geheime Technik steckten, etwa von China, Russland oder außerirdische Raumfahrzeugen. Das lasse sich aber auch nicht ausschließen, heißt es in dem Bericht (…)“

Die Webseite „Forschung und Wissen“ verbreitet diese Fake-News sogar schon in der Überschrift mit ihrem Artikel „Kontakt mit Außerirdischen nicht ausgeschlossen“. Und weiter:

Auch dafür, dass es sich um außerirdische Raumfahrzeuge handelt, gibt es keine Indizien. Ausschließen kann man beide Möglichkeiten laut des US-Verteidigungsministeriums aber nicht.“

Die Seite der Nachrichtensendung „heute“, immerhin das News-Flaggschiff des Senders ZDF und in Deutschland Garant für angeblichen Qualitätsjournalismus, verbreitet ebenfalls diese Falschbehauptung:

„Die US-Geheimdienste haben einen Bericht über UFO-Sichtungen veröffentlicht. Demnach gebe es keine konkreten Hinweise auf außerirdisches Leben – ausgeschlossen sei es aber nicht.

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Dass das Papier „Aliens nicht ausschließt“ behauptet auch die „Frankfurter Rundschau“ in der Überschrift. Hier wird im Artikel noch betont: „Außerirdische Raumfahrzeuge schließt der Bericht ebenfalls nicht aus.“

„Deutschlandfunk“ wiederum verbreitet dank der Spenden, die deutsche Bürger dorthin für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio zahlen, folgende Unwahrheit. Demnach stünde im Bericht:

Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass es sich bei den unter anderem von Armee-Piloten beobachteten Phänomenen um geheime Technik etwa von China oder Russland oder außerirdische Raumfahrzeuge gehandelt habe.

Und so ließe sich diese Liste endlos weiter führen!

Die oben genannte Webseite „Forschung und Wissen“ ist meiner Meinung nach besonders dreist. Sie übernahmen nicht nur diesen „Fehler“. Ihre Aussage, dass Alien-Fahrzeuge „laut des US-Verteidigungsministeriums aber nicht“ auszuschließen seien, verlinkten sie mit einer angeblichen Quelle. Die bei „Forschung und Wissen“ sich auch wieder niemand auch nur kurz angesehen hat. Es handelt sich dabei nicht um den UFO-Bericht an sich, sondern um die „Erklärung von Pentagon-Pressesprecher John Kirby zur Bewertung nicht identifizierter Flugphänomene“, die das Pentagon ebenfalls am 25. Juni veröffentlichte.

Erklärung des Pentagon-Pressesprechers

Darin würde das also stehen. Was leider erneut nicht stimmt, denn das vollständige Statement lautet:

Heute hat der Direktor des Nationalen Geheimdienstes dem Kongress eine vorläufige Einschätzung zu nicht identifizierten Luftphänomenen (UAP) und den Fortschritten vorgelegt, die die Geheimdienstgemeinschaft und die UAP-Taskforce des Verteidigungsministeriums beim Verständnis dieser Bedrohung gemacht haben.

Die Analyse von UAP ist eine gemeinsame Anstrengung, an der viele Abteilungen und Behörden beteiligt sind, und die Abteilung dankt dem Büro des Direktors des Nationalen Geheimdienstes für die Zusammenarbeit bei der Erstellung dieser Bewertung sowie den anderen beitragenden Abteilungen und Behörden.

Eindringlinge in unsere Trainingsbereiche und den ausgewiesenen Luftraum stellen Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Flug- und Betriebssicherheit dar und können nationale Sicherheitsprobleme mit sich bringen. Das DOD nimmt Meldungen über Einbrüche – von jedem identifizierten oder nicht identifizierten Luftobjekt – sehr ernst und untersucht jeden einzelnen.

Der heute vorgelegte Bericht hebt die Herausforderungen hervor, die mit der Bewertung von UAP verbunden sind, die auf oder in der Nähe von DOD-Schulungsbereichen und -Installationen auftreten. Der Bericht zeigte auch die Notwendigkeit auf, Prozesse, Richtlinien, Technologien und Schulungen zu verbessern, um unsere Fähigkeit zum Verständnis von UAP zu verbessern.

Zu diesem Zweck hat die stellvertretende Verteidigungsministerin Kathleen Hicks heute das Büro des Unterstaatssekretärs für Geheimdienst und Sicherheit angewiesen, einen Plan zur Formalisierung der derzeit von der UAPTF durchgeführten Aufgabe zu entwickeln.

Dieser Plan wird in Abstimmung mit verschiedenen DOD-Komponenten, einschließlich der Militärabteilungen und der Kombattantenkommandos, sowie mit ODNI und anderen behördenübergreifenden Partnern entwickelt. Der Plan wird Verfahren zur Synchronisierung der Erfassung, Berichterstattung und Analyse von UAP festlegen; Empfehlungen zur Sicherung von militärischen Test- und Trainingsplätzen geben; und Ermittlung der Anforderungen für die Einrichtung und den Betrieb einer neuen DOD-Folgeaktivität, um die Bemühungen zu leiten, einschließlich ihrer Ausrichtung, Ressourcen, Personalausstattung, Behörden und eines Zeitplans für die Umsetzung.“

Mehr hieß es dazu nicht aus dem Pentagon. Festzuhalten wäre damit, dass der UAP-Bericht der USA nichts von Außerirdischen irgendwie auch nur am Rande erwähnt. Das wird derzeit medial verbreitet, in dem man voneinander abschreibt und sich nicht die Mühe machte, den Bericht selber zu lesen. Auch im Statement des Pentagon zu dem Papier findet sich keine Silbe in dieser Hinsicht.

Fake-News der „seriösen Presse“ Deutschlands, mehr nicht. Auch wenn vor der Veröffentlichung aus den USA entsprechende Meinungen und Meldungen zu uns schwappten, dass man es „nicht ausschließt“ und ähnlich – im Bericht selber: Fehlanzeige.

HIER findet Ihr den Original-Bericht.

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Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (+ Videos)

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Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es ist kaum einen halben Tag her, da wurde dem US-Kongress ein offizieller „UFO-Bericht des Pentagon“ vorlegt, über den ich kurz darauf in diesem Video HIER bereits berichtete. Auf dieses Papier hatten Interessierte und UFO-Forscher und -Skeptiker Monate gewartet. Um so größer die Enttäuschung bei einigen von ihnen. Aber dafür gibt es eigentlich überhaupt keinen Grund. Sogar die etablierten Medien verbreiten gerade Fake-News und schreiben wohl gegenseitig voneinander ab. Warum das so ist, und weshalb schon im Vorfeld dazu Fakten und Vermutungen verdreht wurden, erfahrt Ihr hier.


Der UFO-Bericht des Pentagon

Wie heute auf Mystery Files bei YouTube in einem Video berichtet, ist der offizielle UFO-Bricht der US-Regierung nun endlich auf dem Tisch. Das Video findet Ihr am Ende nochmals für Euch eingefügt. In diesem Video stelle ich alle Fakten der Ausarbeitung vor. Vor allem, was darin steht und was nicht darin steht.

Es war für einen Interessierten grundsätzlich überaus spannend zu verfolgen, was alles in diesen Bericht hinein interpretiert wurde. Obwohl natürlich ausnahmslos niemand den Inhalt des UFO-Berichtes mit dem Wissen der Geheimdienste und anderer Behörden kannte. Es war nicht mal klar, welche Art genau diese Ausarbeitung sein würde. Viel Raum für Spekulationen, was das Thema UFOs und UAPs ja auch seit Jahrzehnten so spannend macht. Davon „lebt“ die Community der UFO-Interessierten letztlich auch. Keine Frage.

Es gab grundsätzlich drei Meinungen, was uns da erwartet:

  1. Die USA gestehen: Hier sind Aliens am Werk.
  2. Nichts wird drin stehen, was man nicht schon als Interessierter oder Insider der UFO-Forschung weiß.
  3. Keine Ahnung – abwarten.

Da wir das Dokument von gerade mal neun Seiten Umfang nun studieren können, steigt verständlicherweise auch wieder die Berichterstattung über UFOs. Und die Debatten innerhalb der UFO-Gemeinde nimmt erneut Fahrt auf. Der UFO-Bericht war erst wenige Stunden „auf dem Mark“, als ich besagtes Video dazu vor einigen Stunden drehte. Deutschland schlief zu diesem Zeitpunkt noch. Fast keine einzige Meldung bis dahin dazu erschien in der deutschen Medienlandschaft.

Wie im Video „prophezeit“ wird sich sehr bald gewaltig ändern. Was auch nicht schwer zu erahnen war.

Die USA hat ein UFO-Problem

Inzwischen haben verschiedene Zeitungen usw. online über den „UFO-Bericht des Pentagon“ berichtet. Hierbei handelt sich meist um inhaltlich sehr ähnliche Artikel, was nicht nur daran liegt, das man nur eine Urqelle hat. Eben dieses Paper. Auffällig ist, das quer durch die Mainstreammedien eine Grundaussage überwiegt, woran natürlich auch entsprechende Presseagenturen schuld sind. Deren Texte wurden vielfach übernommen oder nur leicht umgeschrieben. „Pentagon veröffentlicht UFO-Papier: Keine Erklärung“ ist bei vielen Meldungen die gleichlautende und zutreffende Überschrift.

Diese Grundaussage ist: Die USA können UFOs nicht erklären. So ist es auch, denn von 144 genannten UFO-Sichtungen, konnte nur eine mit großer Wahrscheinlichkeit aufgeklärt werden. Viele bleiben sogar vollkommen unerklärlich und rätselhaft. Zu wieder anderen fehlen Daten und Details, so dass sie mangels Informationen gar nicht identifiziert werden können oder konnten. Alles in Allem: Die Offiziellen der USA, allen voran das Militär, stehen vor einem Problem. Eine unbekannte Bedrohung oder Gefährdung sowie eine Gefahr für den Luftraum. Das bemerkt der Bericht selber so.

Genau Details im besagten Video bei YouTube, so dass diese hier nicht wiederholt werden müssen …

Was sagt aber die UFO-Szene eigentlich? Das ist spannend. Im Vorfeld hieß es immer, dass dieser UFO-Bericht so oder so keine sensationellen Erkenntnisse bringen würden. UFO-Fans würden hier viel zu viel hinein deuten und skeptische Hobby-Ufologen wiegelten so oder so im Voraus komplett ab. Deren recht einhellige Meinung war, dass UFO-Interessierte und -Forscher nur wilde Phantasien verbreiten, was da auf uns zukommen wird. Stichwort: „UFO-Enthüllungen„!

Kritische Interessierte teilten diese Meinung in diversen Diskussionen und Gruppen im Netz und Sozialen Netzwerken wie Facebook.

Enttäuschte UFO-Fans?

Wer aber ganz genau diese Debatten verfolgt hat, stellte schnell fest, dass die Mehrheit der UFO-Fans so was überhaupt nicht verbreitet hat. Fast immer waren es die Skeptiker-Ufologen, die behaupteten, dass „UFO-Freaks“ sich hier echte Sensationen erhofften. Es schien, als sei die gesamte Gemeinde der Interessierten dieser Meinung. Was natürlich zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd stimmte. Es war Wunschdenken der Kritiker, dass die UFO-Community so „tickt“, um anschließend mit dem Finger auf sie zeigen zu können.

Mehrheitlich hat man nichts anders erwartet, wie man an den aktuellen Feedbacks zum Paper sehen kann.

Trotzdem erhoffte man sich durch den Report Enthüllungen und neue Erkenntnisse. Wäre ja schon mehr als dumm, das nicht zu hoffen. Jede entsprechende Veröffentlichung bringt schließlich neue Erkenntnisse. Welchen Mehrwert die haben, sei dahingestellt. Allerdings habe ich letzte Nacht beim Download des Berichtes selber gestaunt, dass dieser nur neun mager Seiten umfasst. Und doch ist auf ihnen alles gesagt, was es derzeit zu sagen gibt. Ein weiterer Bericht soll jedoch folgen, wie man dort erfährt.

Dass in dem „Pentagon-UFO-Bericht“ steht, dass Aliens mit UFOs hier sind, hat indes praktisch niemand erwartet. Auch das ist eine Unterstellung der Kritiker-Ufologen, die sie von einigen wenigen Aussagen auf alle UFO-Fans übertrugen. Zur Ehrenrettung dieser Ufologen muss man aber sagen, dass die Medien – vor allem die Boulevardmedien – diese Erwartungen mit Handkuss in ihren Berichten eifrig schürten.

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„Mehr erwarten“ – das ist eine grundlegende Eigenschaft der gesamten UFO-Szene, die keinesfalls verwerflich ist. Seit Jahrzehnten gibt es bei dieser Einstellung absolut nichts Neues! Doch die wenigstens werden nach Veröffentlichung des Bericht jetzt „enttäuscht“ sein, wie es die Kritiker ihnen im Vorfeld gerne unterstellten. Dafür hat jede Freigabe oder offizielle Publikation zum UFO-Thema immer auch zu viele Hintertürchen. Stößt man nur eine auf, gibt es erneut Stoff für Spekulationen. Ein endloser Kreislauf, wie es die Kritiker sehr richtig ebenso immer wieder formulieren.

Kern solcher Spekulationen ist natürlich immer das, was man nicht liest. Woher auch soll irgendeine Seite wissen, dass das „alles war“? Gäbe es handfeste Alien-UFO-Belege und entsprechende Akten etc., werden diese kaum der ganzen Welt frei zugänglich gemacht werden! Das wäre und bliebe Top Secret. Zumindest von Seiten der Offiziellen oder Regierungen. Meinetwegen der USA. Hätte ein privater Wissenschaftler ein unwiderlegbares Alien-Artefakt aus einem UFO, sähe das meiner Meinung nach anders aus. Ruhm und Ehre könnte er mit der wissenschaftlichen Untersuchung, Publikation und Dokumentation dazu mit diesen UFO-Alien-Beweis einstreichen.

Wenn er nicht im Vorfeld „beiseite geschafft“ wird. Schließlich sind etwa die US-Geheimdienste nicht zimperlich, wenn es darum geht, „Gegner“ (egal in welchem Land) zu ermorden oder in verdeckten Operationen mundtot zu machen. Rein spekulativ, und nur das, kann man so auch Alien-Belege oder derer Besitzer verschwinden lassen. Wer weiß.

UFO-Fakten des Pentagon – und Fake-News der Medien

Aber zurück zu den Fakten.

Der „UFO-Bericht des Pentagon“ ist gar nicht so enttäuschend, wie es vor allem viele Kritiker im Augenblick behaupten. Spott gegenüber den Erwartungen von „UFO-Freaks“, so sie denn hoch waren, sind unangebracht. Der Bericht enthält sensationelle Aussagen, die zumindest im Augenblick meist überlesen werden. Zusammenfassend fallen beim genauen Hinsehen folgende Aussagen auf, die mit dem Papier nun quasi der offizielle Standpunkt der US-Regierung sind. Auch wenn UFO-Kenner sie vorher schon kannten. Hier eine Auswahl:

  • UFOs / UAPs gibt es. Das Phänomen ist da und es handelt sich um reale physische Objekte (sicher nicht in allen Fällen).
  • Die Supermacht USA weiß trotz aller Technologie nicht, was sie sie sind oder woher sie kommen.
  • UFOs sind eine Bedrohung der Luftsicherheit und nationalen Sicherheit (eben weil man nicht weiß, wer oder was dahinter steckt).
  • Untersuchungen werden erschwert, da UFOs mit einem üblen Stigmata behaftet sind. Die Zeugen, etwa Piloten, reden lieber nicht darüber, um ihren Ruf nicht zu ruinieren.
  • Zukünftig müssen die Forschungen intensiviert werden – mehr Mittel und neue Technologien sind unbedingt notwendig.
  • Es ist wahrscheinlich ein Trugschluss, dass sich das Phänomen auf die USA konzentriert.
  • UFOs wurden auch von mehreren Systemen gleichzeitig erfasst.
  • Das Meldesystem für solche Begegnungen muss weiter verbessert werden.
  • Verschiedene Sichtungen lassen sich nur deshalb nicht erklären, da das Datenmaterial nicht ausreicht.
  • Es gab Nahbegnungen oder fast Kollisionen mit UFOs.
  • Diese Objekte wurden von Zeugen, fast alle Navy-Piloten, auch mit bloßem Auge gesehen.
  • UFOs im US-Luftraum sind ein Problem. Ein Sicherheitsrisiko.
  • Jede Sichtung muss individuelle beurteilt werden – natürliche Erklären sind darunter nicht auszuschließen.
  • In einigen Fällen sind Technikfehler nicht auszuschließen.
  • Technologie fremder Staaten – wieder werden China und Russland genannt – wären möglich. Hinweise gäbe es aber auch nicht.
  • Piloten müssen mehr auf die Begegnung mit UFOs vorbereit werden.

Und die Aliens?

Was fehlt, ist offensichtlich: Keine Sterbenssilbe davon, dass hinter den unerklärlichen Objekten eine außerirdische Intelligenz stecken könnte. Wer im Vorfeld die Berichterstattung las und sah, den wird das verwundern. Schließlich schwappte immer mal wieder Aussage durch, dass „Außerirdische nicht auszuschließen sind“. Ausschließen kann man das tatsächlich nicht, wie sollte man das auch?! Von Aliens oder Außerirdischen steht aber nichts darin.

Die deutschen Medien scheinen jedoch einen anderen Bericht gelesen zu haben. Eine große Welle von Fake-News schwappt soeben durch die Presselandschaft. Sogar bei den etablierten Medien, wie dem Faglgschiff „Heute“ vom TV-Sender ZDF. Dort wird behauptet:

Die US-Geheimdienste haben einen Bericht über UFO-Sichtungen veröffentlicht. Demnach gebe es keine konkreten Hinweise auf außerirdisches Leben – ausgeschlossen sei es aber nicht.

Der Bericht „schließt Aliens nicht aus“, verbreitet beispielsweise auch die „Frankfurter Rundschau„. Und unterstreicht im Artikel: „Außerirdische Raumfahrzeuge schließt der Bericht ebenfalls nicht aus.“ Die Liste mit solchen Beispielen wird augenblicklich immer länger. Offensichtlich schreiben die Mainstreammedien inkl. die alteingesessenen etablierten „Qualitätsmedien“ gerade fleißig voneinander ab. Man will wohl ins Wochenende – oder ist es schon. Nichts davon steht im Bericht.

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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto! Stimmt das auch? Von Büchern, Geld und Fake-News

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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer ein Buch bei einem Verlag publiziert, verdient Geld an dem Verkauf. Ob für das Werk im Vorfeld erst mal Geld – etwa für Recherchen –  investiert werden musste, einmal ausgeblendet. In der Prä-Astronautik ist es seit über 50 Jahren Erich von Däniken, der mit weitem Abstand den größten Erfolg mit seinen Veröffentlichungen  zu diesem Thema hat. Erst jüngst erschien sein 43. Buch. Doch wie viel Vermögen hat von Däniken durch seine Arbeiten und Bücher inzwischen „angehäuft“? Das will kürzlich eine News-Webseite gewusst haben, die das „Reinvermögen“ des Autors auf „30 Millionen Dollar netto“ taxierte. Eine gewaltige Summe. Was aber steckt hinter dieser Meldung und Webseite? Ich habe mir das für Euch einmal genauer angeschaut und auch von Däniken selber gefragt.


Erich von Däniken, die Kritiker und das liebe Geld

Jeder Fan, Leser und auch Kritiker von Erich von Däniken weiß, dass er seit seinem Erstling „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 Millionen Bücher verkauft hat. Wie viele genau, da schwanken die Angaben. Von „ca. 70 Millionen“ sprechen die Werbetexte seiner letzten Bücher. Bis etwa 1990 hieß es darin, dass seine weltweiten Auflagen bereits rund 50 Millionen Bücher betragen. In über 30 Sprachen.

Die größten Erfolge und Auflagen waren in den ersten Jahrzehnten seiner Arbeit als Autor der Prä-Astronautik. Unangefochten an der Spitze sind dabei fraglos seine ersten Bücher ab 1968. Und doch ist Erich von Däniken mit 85 Jahren noch lange nicht in Rente. Erst vor wenigen Tagen erschien sein 43. Buch, das ich Euch HIER vorgestellt habe. Hinzu kommen abertausende von Vorträge rund um die Welt, die er in mehr als einem halben Jahrhundert gehalten hat.

Man kennt von Däniken in der Grenzwissenschaft. Die Prä-Astronautik, die Ancient Aliens, sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Weit hinter ihm folgen andere Autoren und Forscher dieser Themen, die nicht annähend an die Erfolgte von Erich von Däniken anknüpfen können. Das ist heute nicht anders, wie vor Jahrzehnten. Für Kritiker ist das kein Problem, wenn diese auf Buchveröffentlichungen der Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik und auch UFOs blicken. Für diese sind solche Bücher oft nur reine Geldmache der Autoren.

Dass diese Autoren meistens kaum etwas an ihren Büchern verdienen, und dass sie viel Geld in ihre Arbeiten im Vorfeld investieren, „übersehen“ diese Kritiker. Gutes Geld mit solchen Büchern verdienen zu können, ist eine Erfindung der Skeptiker (oder überhaupt mit Büchern).  Wenngleich es „esoterische Buchbereiche“ gibt, die bis heute einen guten Markt haben. Hier können die Autoren ohne finanziellen Einsatz – etwa für Recherchen – durchaus gute Absätze erzielen.

Wirklich reich werden kaum irgendwelche Autoren. Egal welche Art Bücher sie schreiben. Zehntausende Manuskripte werden jedes Jahr von Verlagen abgelehnt. Kaum ein Werk schafft es zu einem echten Buch. Und saugt man sich nicht irgendwelche „Enthüllungen“ und „Alien-Sensationen“ aus den Fingern, haben grenzwissenschaftliche Mystery-Bücher kaum Chancen bei den Lesern.

„Ich kann gut davon leben“

Bei Erich von Däniken sieht das anders aus. „Ich kann gut davon leben“ oder „ich bin einer der wenigen, die sich nicht beklagen können“, sagt er selber sinngemäß seit Jahrzehnten immer wieder. Daraus hat er nie ein Geheimnis gemacht. Immer wieder betonte er dies in entsprechenden Interviews, in denen die Sprache auf seine finanzielle Situation kam. Der „Auflagenmillionär“ sorgt deshalb nicht selten für hitzige Kontroversen zwischen seinen Kritikern, Hatern und Neidern sowie seinen Lesern, Fans und „Anhängern“ der Prä-Astronautik-Idee.

Erst vor kurzen gab es genau dazu eine Diskussion in einem Internetforum. Durch seine Thesen sei von Däniken sogar zum „Multimillionär“ geworden, wurde da posaunt. Vollkommen an den Haaren herbeigezogen, wie im dortigen Forum sogar Däniken-Kritiker darlegten. Er verdiene zwar gut, aber das Geld geht auch wieder sehr schnell raus. Zum Beispiel für seine Mitarbeiter, wie betont wurde.

Ein uralt Argument, um die Prä-Astronautik an sich zu „verteufeln“. Man muss nur genug alle Seiten und Bereiche angreifen, ist der Tenor. Vor Jahrzehnten war es nicht anders. Da wurde zum Beispiel von einer großen Zeitung Däniken und die Ideen der Astronautengötter dadurch als Humbug dargelegt, in dem man den Hauptprotagonisten einfach persönlich mit Belanglosen angriff. In diesem Fall: Von Däniken trägt erhöhte Sohlen bzw. Absätze – da er so klein ist, und ihn sonst keiner ernst nimmt.

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Auch wenn immer wieder das Thema „Geld“ im Zusammenhang mit der Person von Däniken aufkommt, bleibt es für viele nicht uninteressant. Da gibt es keinen Unterschied zu irgendwelchen Promis aus Hollywood oder Z-Promis diverser Müll-Sendungen des deutschen Fernsehens. Irgendwie interessiert es die Öffentlichkeit. Das dachte sich auch eine Internetseite vor wenigen Tagen, die verkünden konnte, wie viel Vermögen der Herr Erich von Däniken besitzt.

Erich von Däniken Vermögen: 30 Mio. Dollar netto

Die Banken werden wohl die einzigen sein, die über die Finanzen des Erich von Däniken Bescheid wissen. Neben ihm selber, natürlich. Doch kürzlich bekam ich die Google Alert-News „Erich von Däniken Vermögen – so reich ist Erich von Däniken wirklich“, die auf einem fragwürdigen News-Portal im Netz veröffentlicht wurde. Übrigens seine Webseite, die unter anderem zu allen möglichen öffentlichen Personen die behaupteten Vermögen publiziert.

In den angeblichen Finanz-News zu von Däniken war unter anderem zu lesen:

Erich von Dänikens Reinvermögen: Erich von Däniken ist ein Schweizer Autor mit einem Nettovermögen von 30 Millionen Dollar.

(…) Eines seiner bekanntesten Werke ist das 1968 erschienene Buch ‚Chariots of the Gods?‘. (…) Er hat viele Bücher in englischer und deutscher Sprache verfasst, darunter sein jüngstes Buch ‚Remnants of the Gods: A Visual Tour of Alien Influence in Egypt, Spain, France, Turkey, and Italy‘ in 2013. (…) Seine Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt und haben sich über 63 Millionen Mal verkauft.

30 Millionen Dollar netto! Das ist nicht gerade wenig und Erich von Däniken damit fraglos Multimillionär.

Wie kommt diese riesen Summe zusammen? Das wird auf der zweifelhaften Webseite natürlich nicht verraten. Trotz mehr oder wenig seriöser Aufmachung im Stil einer Nachrichtenseite ist das wohl nicht mehr als eine Fake-News-Schleuder. Auch meine Anfragen nach einer Quelle oder einem Beleg für diese beachtliche Angabe, wurden dort nicht beantwortet.

Es scheint aber eine alte „Information“ zu sein, die aus dem Englischen übernommen wurden. Das zeigt sich schon an dem genannten Buchtitel „Chariots of the Gods?“, womit die englische Ausgabe seines Erstlings „Erinnerungen an die Zukunft“ von 1968 gemeint  ist. Dann handelt es sich bei dem angeblich „jüngsten“ Buch „Remnants of the Gods“ um den englischsprachigen Titel des von Däniken-Buch „Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit„, das schon 2012 in Deutsch erschien. Danach folgten noch eine ganze Reihe weiterer Bücher; auch in englischer Übersetzung. Auch ist die Angabe von 63 Millionen verkauften Büchern überholt.

Ohne seriöse nachweisbare Quelle also nichts weiter als Fake-News.

Von Däniken: „So ein Unsinn!“

Was sagt denn Erich von Däniken dazu, dass alle Welt durch Verbreitung unter seinen Namen in den Google-News  nun seinen Kontostand weiß? Ich habe ihn mal selber gefragt, da er diese Meldung sicher nicht mitbekommen hat.

Lieber Lars, DANKE für die Mitteilung.

W e r  schreibt denn diesen Unsinn über mein angebliches Vermögen?  Ich habe kein Vermögen. Richtig ist, dass ich all die Jahre gut verdiente, aber das Geld das hereinkam, ging genauso schnell wieder hinaus. Und dies für keinerlei Luxus. Ich besaß je weder eine Villa, einen Swimmingpool oder ein Ferrari-ähnliches Auto. Die Einnahmen gingen in die Forschung, mein Archiv, Reisen,  Mitarbeiter etc.

Tatsache ist auch, dass ich seit März dieses Jahres keine Einnahmen habe. Alle Reisen, Vorträge, Verpflichtungen in den USA und anderswo wurden abgesagt. Corona sei Dank!(Formatierung von Erich übernommen)

Selbst die meisten Däniken-Kritiker werden unumwunden zugeben, dass das eine gepfefferte Fake-News ist. Es stellt sich die Frage, warum jemand solchen Quatsch in die Welt setzt? Neid auf den Erfolg des Autors mit seinen Ideen um Außerirdische in der Antike? Wohl weniger, da auch andere angebliche Vermögen diverser Personen des öffentlichen Lebens hier „offengelegt“ werden. Zum Beispiel von der bekannten verstorbenen Schauspielerin Marlene Dietrich. Sie war laut dieser Webseite mit einem Vermögen von 30 Millionen Dollar netto angeblich genauso reich wie Erich von Däniken heute …

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Elon Musk: „Aliens bauten die Pyramiden“ – und die dazu verbreiteten Fake-News von „RT deutsch“ (+ Videos)

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Elon Musk: "Aliens bauten die Pyramiden" - und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Elon Musk: „Aliens bauten die Pyramiden“ – und die dazu verbreiteten Fake-News (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Kombinationen „Pyramiden“ und „Aliens“ oder „Außerirdische“ sorgt immer wieder für Schlagzeilen in der Presse. Vor allem dann, wenn bekannte Persönlichkeiten sich dahingehend äußern. So auch kürzlich, als kein geringerer als Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter verbreiterte,  dass Aliens die Pyramiden gebaut hätten. Ein gefundenes Fressen für die Mainstreammedien, worauf auch Archäologen in Ägypten reagierten. Doch das war nicht sein einziger Twitter-Post in diesem Zusammenhang. Nur mit dem Unterschied, dass gewissen Medien seine weiteren Tweets vollkommen falsch wiedergaben – und damit Fake-News verbreiteten.


Elon Musk: „Aliens bauten die Pyramiden“

Elon Musk ist als Chef von Tesla und dem privaten Weltraumunternehmen SpaceX längst eine Legende. Millionen Menschen in aller Welt feiern den „Technologie-Vordenker“ als Visionär und Wegbereiter neuer Technologien.

Kein Wunder also, dass Musk allein bei Twitter fast 40 Millionen Follower hat. Ein Mann mit international enormer Reichweite, dessen Tweets Millionen Menschen lesen. So auch seine Nachricht vom 31. Juli 2020, in dem er wie aus heiterem Himmel schrieb: „Aliens bauten die Pyramiden.“ Das zog weltweit eine Vielzahl an Presseberichten und Meldungen nach sich. Vor allem aus dem Grund, da unzählige Menschen bei Twitter diese „Botschaft“ von Musk nicht nur liketen und kommentierten, sondern auch weiter verbreiteten.

Mit Stand heute (17. August) hatte der Tweet zu Ägypten  rund 28.000 Kommentare, 556.000 „gefällt mir-Angaben“ und wurde ca. 90.000-mal weiter geteilt. Auch für einen so bekannten Geschäftsmann wie Elon Musk ist das im Vergleich zu seinen anderen Tweets enorm!

So ließen auch Reaktionen aus Ägypten nicht lange auf sich warten. Archäologen wie Dr. Zahi Hawass und andere luden unter anderem ebenfalls bei Twitter Musk ein, dass er sich selber die Pyramiden und Gräber der Erbauer dort ansehen solle. In Statements aus dem Land der Pyramiden hieß es, das sehr wohl die Pharaonen die Pyramiden erbauten und keine Aliens hier am Werk waren.

Solche Aussagen aus Ägypten verhalfen dem Tweet von Musk sicher noch weit mehr Aufmerksamkeit. Auch in die deutschen Medien und „Promi-News“ im Fernsehen schaffte er es so. Dann wurde es sehr schnell still um diesen Spuk von Musk.

Der „Twitter-Ausrutscher“ von Musk bei „RT deutsch“

Elon Musk beließ es aber nicht bei diesem einen Tweet über die Pyramiden in Ägypten. Er setzte noch zwei weitere ab, die aber von den Medien geschlossen überlesen wurden. Auch bei Twitter selber weckten sie kein großes Interesse mehr, da sie kaum mehr jemand teilte, kommentierte oder mit einem „Like“ versah. Knapp 1.000 bzw. 3.000 sogenannter Retweetes errichten diese. Verschwindet gering zum seiner Aussagen, dass Aliens für Pyramiden bauten (90.000-mal).

Diesen kleinen „Twitter-Ausrutscher“ hat jetzt aber „RT deutsch“ erneut zum Thema gemacht. Der deutsche Ableger des russischen Staatssenders „Russia Today“, der in der Vergangenheit immer wieder für Kritik sorgte. Hauptvorwürfe sind die angebliche Verbreitung von Fake-News und Auslandspropaganda für die russische Regierung um Wladimir Putin. Und Fake-News verbreitet der Sender auch tatsächlich in der entsprechenden Meldung „Trotz Elon Musks Alien-These: Kein Touristenstrom zu den Pyramiden in Ägypten“ vom 17. August.

Eigentlich geht es darin – wie es die Überschrift unschwer erkennen lässt -, dass „dieses fantasiereiche Alleinstellungsmerkmal dem stagnierenden Tourismus vielleicht entgegen“ kommen könnte. So könnte die Aussage von Musk also neue Touristen ins Land locken. Denn, so schreibt „RT deutsch“:

Eine Menge Retweets und Likes hat Elon Musks neuester kontroverser Tweet geerntet, in dem er die steile These teilt, Außerirdische hätten die berühmten Pyramiden in Gizeh gebaut. Die ägyptische Bevölkerung und Archäologen des Landes sind entsetzt.

Die eigentliche Meldung bei „RT deutsch“ ist dabei aber ein knapp dreiminütiges Video, das der Sender einen Tag zuvor auf YouTube hochgeladen hat. Kern des Videos ist der Tourismus in Ägypten und das die Aussage von Musk ihn bis dato nicht ankurbelte.

Fake-News bei „RT deutsch“

Die Flauten im Tourismus beschränken sich bekanntlich vor allem durch Corona auf die ganze Welt, so dass das nicht weiter verwunderlich ist. Doch „RT deutsch“ verbreitet in diesem sehr kurzen Video einige ganz erstaunliche Falschaussagen – Fake-News, die frei erfunden wurden! So etwa heißt es in dem Video schon zu Beginn über den besagten Tweet von Musk:

Hier verbreitet er seine Auffassung, dass die berühmten Pyramiden von Gizeh von Außerirdischen gebaut wurden. Ein möglicher Verdächtiger: Kein anderer als der ägyptische Pharao Ramses der Große.“

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Ramses der Große (Ramses II.) wird hier also als Alien und Pyramidenbauer dargestellt. Es wird sogar suggeriert, dass Musk selber ihn als „möglichen Verdächtigen“ und damit auch Außerirdischen angesehen habe. Leider gelogen, denn das einzige was hier stimmt, ist, dass Ramses der Große in der Tat einer der berühmtesten Pharaonen überhaupt ist. Ganz nebenbei lebte Ramses II. über 1.000 Jahre nach dem Bau der Gizeh-Pyramiden in der 19. Dynastie. In einer Zeit, in der in Ägypten längst keine Pyramiden mehr gebaut wurden.

Vielleicht ein Irrtum von „RT deutsch“? Könnte man denken. Doch dann folgt eine Fake-News, deren exakten Inhalt sich „RT deutsch“ schlicht ausdachte (oder ihn nicht gelesen hat):

Um seine Theorie zu untermauern, postete der Milliardenschwere Unternehmer nur Stunden später einen BBC-History-Artikel, der, wie er schreibt, eine vernünftige Zusammenfassung gibt, wie dies geschehen ist.“

Dieser Tweet zur BBC vom 1. August wird im Video gezeigt und er ist weiterhin bei Musk auf Twitter zu finden. Es ist dieser Artikel HIER von Dr. Joyce Tyldesley von 2012. Mehr als irreführen ist dabei allerdings die Falschaussage, das Musk damit seine Theorie mit dem Pyramidenbau durch Aliens „untermauern“ wolle. Denn wer von den „RT deutsch“-Zuschauern sich die Mühe macht, den von Musk verlinkten BBC-Artikel anzusehen, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen.

Von „RT deutsch“ übersehen?

In dem Artikel wird recht detailliert beschrieben wo die Menschen lebten, die die Pyramiden in Gizeh erbauten. Wer diese Menschen und Arbeiter waren, woher sie kamen und wie sie lebten. Der Artikel handelt schlicht und einfach von den Siedlungen der Pyramidenarbeiter und dem Heer von weiteren Arbeitern, wie Bäcker und Schlachter für die Versorgung der Bauarbeiter. Es heißt sogar explizit in dem Artikel:

Nach dem Vergleich von DNA-Proben aus den Knochen der Arbeiter mit Proben aus modernen Ägyptern hat Dr. Moamina Kamal von der Medizinischen Fakultät der Universität Kairo vorgeschlagen, dass die Pyramide von Cheops ein wirklich landesweites Projekt ist, bei dem Arbeiter aus ganz Ägypten nach Gizeh zogen. Sie hat keine Spur einer außerirdischen Rasse entdeckt, menschlich oder intergalaktisch, wie in einigen der einfallsreicheren ‚Pyramidentheorien‘ vorgeschlagen.

Dieser BBC-Artikel bietet eine sinnvolle Zusammenfassung, wie es gemacht wurde„, schrieb Musk dazu. Kein Wort davon, dass dieser seine Alien-Thesen „untermauert“. Weder im Tweet und schon gar nicht im BBC-Artikel selber. Offensichtlich hat sich niemand bei „Russia Today“ bequemt den Link von Musk anzusehen.

Gleiches gilt für einen Tweet, den er direkt nach seinem 1. „Alien-Tweet“ zu den Pyramiden am 31. Juli postete. „Die Große Pyramide war 3.800 Jahre lang das höchste Bauwerk, das Menschen gebaut haben“, heißt es in diesem. Menschen.

Dabei verlinkt Musk auf den Eintrag zur Cheops-Pyramide bei der englischen Wikipedia. Dies Nachricht von Musk erwähnt „RT deutsch“ erst gar nicht.

Offensichtlich versuchte Musk mit diesen zwei Tweets „zurückrudern“, nachdem er mit seiner „Aliens bauten die Pyramiden„-Nachricht ein derart große Lawine lostrat. Dass er bzw. die von ihm verlinkten Seiten von Menschen als Erbauer sprechen, hat „RT deutsch“ bei der „Recherche“ versehentlich „übersehen“. So wie auch „übersehen“ wurde, dass weder Musk noch jemand anders den ein Jahrtausend nach dem Pyramidenbau lebenden Pharao Ramses II. als Alien oder Bauherren ansieht …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 26. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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6. Okt. 2018 auf Fischinger-Online

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Superstar Robbie Williams will in einer eigenen „Alien-Doku“ über seine UFO-Erfahrungen berichten: Hintergründe & Fake-News

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Superstar Robbie Williams will in einer "Alien-Dokumentation" über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Superstar Robbie Williams will in einer „Alien-Dokumentation“ über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der britische Sänger und Entertainer Robbie Williams wurde als Teenieschwarm in den 1990er Jahren zum Superstar. In der Grenzwissenschaft und  Mystery Files fällt der vielfach ausgezeichnete Musiker aber weniger durch seine musikalischen Darbietungen auf, sondern eher durch seine Aussagen zu UFOs, Aliens und anderen Themen des Phantastischen. Wie jetzt bekannt wurde, will Williams zusammen mit einem US-TV-Sender eine Dokumentation über Außerirdische, UFOs und andere Phänomene wie Tierverstümmelungen produzieren. Inklusive seiner eigenen UFO-Erlebnisse, die ihn nach seinen Worten „verrückt und fett gemacht“ hätten. Für diese Doku habe er „sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt“, wie verschiedene Medien berichten! Wie genau der Musiker seine Alien-Doku plant, was mit seiner Karriere in Wirklichkeit ist und was vielleicht hinter dem Doku-Projekt stecken könnte, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Robbie Williams und das Unfassbare

Ob man die Musik des preisgekrönten und gefeierten Sängers Robbie Williams mag oder nicht, ist Nebensache. Wie viele anderen Superstars hatte und hat aber auch Williams so seine Marotten, Skandale und Probleme. So etwa hat die britische Regenbogenpresse seine Drogen- und Alkoholprobleme einst mehr als ausführlich dokumentiert bzw. eher ausgeschlachtet.

Eben kaum ein Star ohne Skandale.

In der Grenzwissenschaft fiel Williams – wenn überhaupt – hin und wieder dadurch auf, dass er von UFOs und Aliens erzählte. Er selber habe bereits UFOs gesehen und glaubt durchaus auch an Außerirdische. Allerdings schien diese „UFO-Phase“ des Sängers lange vorbei zu sein und in Medienberichten 2012 nach einem Interview mit „The Sun“ hieß es, dass er seine UFO-Interesse inzwischen bereiten würde:

Es hat nicht funktioniert. Es hat mich nur verrückt gemacht und – zu der Zeit – auch fett. Ich war verrückt und fett und sah UFOs.“

„Die Situation war ein PR-Alptraum“, so Williams am 31. August 2012 zu „The Sun“. Einige Jahre zuvor sah das noch ganz anders aus. Da sprach Williams noch davon, dass er nach UFOs Ausschau halte und er sogar Besuch von Aliens bekam. Gerade als er an seinem Song „Arizona“ arbeitete, in dem er über UFO-Entführungen singt …

International machten seine angeblichen UFO-Sichtungen und Alien-Geschichten Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Ernsthaft überprüft, ob und was von ihm am Himmel gesehen wurde, hat aber meines Wissens nach kein UFO-Forscher oder -Verein. Seine Partyexzesse und Probleme mit Drogen, Medikamenten und  Alkohol ließen seine Behauptungen auch mehr als nur fragwürdig erscheinen!

Fett und verrückt durch UFOs …

Auch wenn Robbie Williams im Nachhinein sagt, dass seine „UFO-Phase“ in damals verrückt und fett gemacht habe, wage ich das zu bezweifeln. Ich glaube da lagen die Ursachen wohl ganz woanders.

Obwohl der Sänger bereits vor Jahren sein Interesse für Aliens und UFOs öffentlich bereute, rudert er jetzt zurück. Er plant gleich eine ganze Dokumentation zum Thema Außerirdische, in der auch er selber seine Sichtungen und Erfahrungen schildern will. So zitiert der „Daily Star“ am 6. August eine nicht genannte „Quelle“ mit den Worten:

Robbie hatte eine Reihe von Begegnungen, die durch konventionelle Wissenschaft nicht erklärt werden können. Er stimmte dem Angebot, bei einem Film seines Freundes Georg mitzuwirken, direkt zu. Er schämt sich nicht für das, was er glaubt, gesehen zu haben.“

Das klingt nicht gerade danach, als habe Williams mit dem UFO-Thema abgeschlossen. Eine „Dokumentation im Akte X-Style“ soll es sogar werden, die Williams mit seinem Freund George Knapp produzieren möchte. Beziehungsweise produziert hat.

Knapp wiederum ist Journalist beim US-TV-Sender „Channel 8“, der zusammen mit Jeremy Corbell die UFO-Doku „Hunt For The Skinwalker“ mit Williams produzierte. Darin soll es natürlich nicht nur um die UFOs des Musikers gehen, sondern auch um andere UFO-Sichtungen sowie Tierverstümmelungen und Alien-Begegnungen auf einer Ranch in Utha.

Der Name der Williams-Alien-Dokumentation – „Hunt For The Skinwalker“ – ist dabei mehr als nur Programm.

Robbie Williams „Auf der Jagd nach Gestaltwandlern“

Indianer in den fraglichen Gebieten erzählen von einer seltsamen Kreatur, die sie selber „Skinwalkers“ nennen. Sehr frei übersetzt heißt das „Haut-Wanderer“, was nichts anders ist als ein „Gestalt-Wandler“. Also ein Wesen, das angeblich in der Lage ist sein Aussehen, eben seine Gestalt, zu verändern. Verschiedene Medienberichte nennen Williams deshalb schon „den neuen Akte X-Richter“ im Sinne eines Mystery-Jägers und -Ermittlers wie Fox Mulder aus der TV-Erfolgsserie „Akte X“.

Natürlich ist das vollkommen überzogen. Und doch wird Williams Alien-Einsatz und UFO-Doku von einigen Seiten sogar bejubelt, heißt es zumindest in den meisten Medienberichten. In diesen wird der Autor und UFO-Forscher Michael Luckman vom (mir unbekannten) „Zentrum für extraterrestrische Forschung“ in New York mit den Worten zitiert:

Robbie wird jetzt ein Point-Mann für den Kontakt mit Außerirdischen. Keine der Erfahrungen, die ich gesehen habe, sind in der gleichen Kategorie von dem, was Robbie erlebt zu haben scheint. Robbie könnte leicht verschwinden und dann wieder kommen.

Er ist der erste bekannte Promi, der tatsächlich nach draußen geht und aktiv nach außerirdischen Lebensformen sucht, ungewöhnlich aktiv ist und sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt hat. Es ist bei ihm wahrscheinlicher Kontakt herzustellen, da er so spirituell ist – er macht es bis zum Maximum.“

Wie soll man diese erstaunliche Aussage von Luckman über den Superstar Williams und seine Alien-Jagd einordnen?

Williams legt seine Karriere für UFOs auf Eis?

Die Dokumentation „Hunt For The Skinwalker“ von und mit Williams ist brand-aktuell. Die von zahllosen Medienberichten zitierte Aussage von Michael Luckman über ihn allerdings ganz und gar nicht. Sie ist im Gegenteil sogar recht genau zehn Jahre alt. Schon am 19. September 2008 brachte „Yahoo News“ das Zitat, am 11. September 2008 „Focus-Online“ oder auch am 19. September 2008 die Show-News-Seite „NME“.

Robbie Williams lässt seine Musikkarriere also nicht zu Gunsten von UFOs und Aliens ruhen, wie es die meisten Medienberichte durch das Luckman-Zitat oben suggerieren. Außerdem fielen die Worte von Luckman zu einer Zeit, in der Musiker so oder so eine „Auszeit“ nahm (Anfang 2007 bis Mitte 2009), da es zuvor eben zu der negativen Presse durch seine Exzesse und UFO-Sichtungen kam.

Was bleibt ist die US-Alien-Doku „Hunt For The Skinwalker“ mit Robbie Williams als fraglosen Star der Sendung. Nicht mehr und nicht weniger.

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Er ist aber in den USA mit dieser Doku auf den Spuren des Unfassbaren, der UFOs und der Außerirdischen in sehr guter Gesellschaft. In Amerika sind derartigem TV-Formate überaus beliebt und sehr erfolgreich, worüber ich auf diesem Blog immer mal wieder berichtet habe (s. zum Beispiel HIER, HIER & HIER). Die US-TV-Doku-Landschaft ist dort eine andere wie hier in Mitteleuropa oder Deutschland.

Und das ist eigentlich ein sehr geschickter Schachzug von Musik-Superstar Robbie Williams und seinem Management. Obwohl er in zahllosen Ländern der Welt ein gefeierter Musiker und Superstar ist, hat er in den USA mit seiner Musik nie wirklich Erfolg gehabt. Alle Bemühungen in den USA erfolgreich Fuß zufassen schlugen fehl. Das zeigt beispielsweise auch seine Diskografie der letzten 20 Jahre. An dieser sieht man, dass seine gefreiten und mit Platin-Auszeichnungen überhäuften Nummer 1-Alben in den USA praktisch überhaupt keine Beachtung in den Charts fanden.

Vielleicht gelingt Robbie Williams der Sprung in die US-Musik-Charts also „durch die Hintertür“, in dem er sich dort durch UFO-Dokus in das öffentliche Bewusstsein bringt. Im Sinne von „was singt dieser Williams eigentlich?“ …

Immerhin nennen selbst etablierte Mainstram-Wissenschaftler in den USA ihre Mitwirkung bei der der TV-Reihe „Ancient Aliens“ in ihrer offiziellen Biographie. Im amerikanischen Raum muss man auch als Wissenschaftler gesehen werden. Vielleicht haben sich das auch Robbie Williams und sein Management gedacht?

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Lars A. Fischinger

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Fake-News im Namen Gottes? Die Fälschung des Markus-Evangelium, die Auferstehung Jesus Christus und Manipulationen in der Bibel

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Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus - niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus – niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Falschmeldungen, unwahre oder manipulierte Aussagen, erfundene Fakten und Begebenheiten sowie weit verbreitete Irrtümer gab es schon immer und wird es immer geben. Neudeutsch ist all das inzwischen unter dem Sammelbegriff „Fake-News“ weithin bekannt geworden. Kleine und große Unwahrheiten oder Manipulationen, die seit Jahrtausenden die Welt prägen. Was aber, wenn solche Fake-News Milliarden Menschen in ihren religiösen Grundfesten betreffen – und zwar alle gläubigen Christen und Bibelgläubige der Welt? Eine derart weitreichende Manipulation gibt es neben vielen weiteren Irrungen und Wirrungen in der Bibel tatsächlich. Dabei betreffen diese biblischen Fake-News nichts Geringeres als die Auferstehung und die Erscheinung des gekreuzigten Jesus Christus in den Evangelien! Alles über diese manipulierte oder sogar erfundene Aussage und weitere Schwindeleien im Neuen Testament erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Machen wir uns nichts vor, und die Bibelforschung macht es sich auch nicht: Die Bibel ist kein historisches Geschichtsbuch. Diese Ansichten sind – bis auf bei einigen Glaubensgemeinschaften – schon sehr lange veraltet.

Wahrheiten, Widersprüche und geschichtlich durchaus korrekte Angaben geben sich mit religiöser Propaganda, Erfindungen und Unwahrheit in den Büchern der Bibel den Federkiel in die Hand. Zehntausende Korrekturen, Änderungen und Umschreibungen sind in den bisher ältesten Bibelhandschriften heute bekannt. Den Wert des Buches der Bücher schmälert das natürlich nicht. Wohl aber die Art und Weise, wie Menschen die Texte lesen und verstehen (wollen).

An einigen unauslöschlichen Irrtümern sind dabei nicht mal die Bibel bzw. ihre Verfasser schuld. Ehre die Leser oder besser gesagt die Nicht-Leser der Bibel. Und das beginnt schon am Anfang des Buches der Bücher.

Etwa die entzückende Vorstellung, dass Adam und Eva im Garten Eden einen Apfel vom Baum nahmen. Sei es auf religiösen Gemälden, Fresken, Bibelillustrationen oder in Büchern, überall begegnen wir diesem Apfel der Sünde. Im Buch Genesis ist nur leider dieser Apfel gar nicht erwähnt. Es gab ihn überhaupt nicht, sondern nur eine „Frucht“.

Was es aber in diesem Zusammenhang gab, waren zwei Bäume in Eden, die Gott für Adam anpflanzte. Nicht nur einer. Auch das wird gerne überlesen. Einer davon sei der „Baum des Lebens“ gewesen und der andere der berühmte „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (Gen. 2,9). Und nur von dem letztgenannten Baum durfte Adam nicht essen, wie Gottes es ihnen befohlen hatte. Vom „Lebensbaum“ indes schon, da für diesen im Buch Genesis ein solches Verbot überhaupt nicht ausgesprochen wurde.

Wohin das Verbot, vom „Baum der Erkenntnis“ zu essen, letztlich führte, „wissen“ alle Christen: Zum Sündenfall durch Adams (zweite) Frau Eva. Auch wenn das, wie ich es in diesem Artikel HIER deutlich gemacht habe, eine reine Unterstellung bzw. Erfindung ist.

Vom öffentlichen Irrtum zu echten Fake-News

Dass die ersten Menschen im Garten Eden einen knackigen Apfel eines verbotenen Baumes verspeisten, ist eher als eine öffentliche Legende anzusehen. Weitergetragen durch unzählige sog. „Christen“, die selber die biblischen Schriften nicht aufmerksam genug gelesen habe. Wenn überhaupt. Von einer „Dramatik des nicht vorkommenden Apfel“ kann hier selbstverständlich keine Rede sein.

Dramatischer aber wird es, wenn in der heutigen heiligen Schrift etwas zu lesen ist, was dort ursprünglich gar nicht stand. Also eine nachträgliche Einfügung und wenn man so will ein absichtlicher Betrug an den Gläubigen. Hierbei kann dieser „Schwindel“ kaum schwerwiegender sein, als das, was die Bibelschreiber im Evangelium des Markus machten: Sie erfanden darin Jesus Christus Auferstehung und leibliche Erscheinung nach seinem Tod.

Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Ein reiner Irrtum mit einem Apfel in Eden fällt angesichts einer solchen Tat der Bibelautoren mehr als nur weit in den Hintergrund. Immerhin beten beispielsweise die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche in der Messe das sogenannte „Geheimnis des Glaubens“:

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Hergeleitet ist dies aus dem zwischen 80 und 90 nach Christus abgefassten Brief an die Hebräer (4,14-16) des Neuen Testament und die Grundlage aller Christen. Gleich welcher Konfession.

Warum sollte man als Christ daran zweifeln? Weil eifrige Bibelschreiber diese Kernaussage des Glaubens – Tod und Auferstehung – im Markus-Evangelium erfunden haben. Jenes Evangelium, das in diesem Zusammenhang immer zitiert wird und heute als das älteste der vier Evangelien gilt.

Das Markus-Evangelium

Im Neuen Testament in das erste Evangelium das des Matthäus, gefolgt von Markus. Das hat einen einfachen Grund, da früher angenommen wurde, dass die Schrift von Matthäus von allen vier Evangelien die älteste ist. Von dieser Ansicht ist die Bibelforschung unlängst abgewichen, so dass heute Markus als der erste Evangelist angesehen wird, der das Wirken des Jesus von Nazareth dokumentierte. Entstanden ist es etwa 63 bis 70 nach Christus; vielleicht in Rom.

Hierbei ist es natürlich offen bis fraglich, was in dem Markus-Evangelium wirklich authentisch „dokumentiert“ ist. Die Bücher des Neuen Testamentes, wie eben die Evangelien, unterscheiden sich da in Nichts von den Schriften des Alten Testamentes. Historische Wahrheiten sind auch hier mehr oder weniger schwer fassbar. Das gilt natürlich auch für die Identität der Verfasser der Evangelien. Als sicher gilt aber inzwischen, dass andere Evangelisten die Markus-Schrift als Quelle nutzten. Einige Bibelforscher sprechen sogar davon, dass sie Aussagen von Markus einfach in ihre Evangelien übernahmen.

Allerdings ist es unstrittig, dass kein Evangelium als Augenzeugenbericht des Leben Jesu verstanden werden darf. Erstens, weil diese offenkundig über Jahrzehnte nur als mündliche Überlieferung nach dem Tod Jesus weitergegeben wurden, bevor man sie niedergeschrieben hat. Und zweitens, da es unbekannt ist, ob die Evangelisten bzw. Evangelien-Autoren überhaupt Jesus zu Lebzeiten begegnet sind.

Prinzipiell gilt das für alle Überlieferungen der ganzen Welt. Wenn es also niedergeschriebene Erzählungen aus der x-ten Hand vom Leben und Wirken des Jesus von Nazareth sind, was soll man glauben?

Die Auferstehung bei Markus

Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

Markus 16,1ff. erzählt von der Auferstehung Jesus. Die weithin bekannte Geschichte von der Entdeckung des leeren Grabes durch Maria Magdalena, Maria und Salome mit dem davor weggerollten Felsen und wie ein „Engel“ ihnen im Grab sagte, sie sollen „Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten“ hier nicht suchen. Er sei auferstanden, so der „mit einem langen, weißen Gewand“ bekleidetet „junge Mann“ im Grab zu den drei Frauen. Sie sollen das Wunder der Auferstehung allen anderen verkünden, heißt es weiter. Niemand aber konnte und wollte das glauben, was die Frauen da behaupteten.

Wer mag es ihnen verübeln?

Erst als Jesus Christus verschiedene Male seinen Anhängern und Jüngern leibhaftig erschienen bzw. „offenbarte“, glauben auch sie alle. „Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung“, so der Auferstandene zu seinen Jüngern. Daraufhin wurde er „aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes“. Seine treuen Gläubigen wiederum folgten dem Auftrag und „gingen hinaus und verkündigten überall“ das Wunder der Auferstehung.

Das alles sind Szenen und Erzählungen vom leeren Grab Jesu, die jeder Christ zumindest vom Hörensagen her kennt. In dem legendären und berühmten Jesus-Monumentalfilm „Die größte Geschichte aller Zeiten“ („The Greatest Story Ever Told“) von 1965 ist dieses Schlüsselereignis sogar die Schlussszene. Epochal in Szene gesetzt von Hollywood.

Bewusst habe ich diese Ereignisse des Markus-Evangeliums hier zusammengefasst, um sie nochmals in Erinnerung zu rufen. Im Evangelium selber umfasst dieser Bericht insgesamt 20 Verse, von Markus 16,1 bis 16,20.

Leider ist fast alles darin eine Erfindung oder religiöse Propaganda.

Betrug im Namen des Herrn

Jeder, der sich eine Bibel zur Hand nimmt, um diese wunderbare Geschichte bei Markus nachzulesen, liest manipulierte Fake-News! Nicht weil uns etwas verschwiegen wird, sondern weil die Redakteure des Markus-Evangeliums sich das einfach ausgedacht und am Ende des Buches ergänzt haben. Eigentlich endet der Text alles andere als glorreich mit dem Vers 8 in Kapitel 16. Also ganze 12 Verse früher, als es in allen heutigen Bibeln zu lesen ist.

Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das beweisen die ältesten Niederschriften des Evangeliums, die bisher gefunden wurden.

Zum einen natürlich der weltberühmte in Altgriechisch verfasste „Codex Sinaiticus“, den  Konstantin von Tischendorf 1844 im Katharinenkloster am Sinai gefunden. Eine der bedeutendsten Handschriften der Bibel überhaupt und zugleich die älteste vollständig erhaltene Abschrift des Neuen Testaments. Entstanden ist das unschätzbar kostbare Werk etwa zischen 330 bis 360 nach Christus. Doch von den Versen 9 bis 20 ist darin keine Spur!

Im Katharinenkloster wurde 1892 noch ein weiterer unschätzbarer Codex von Agnes und Margaret Smith entdeckt: Der „Codex Syriacus“, der wie der „Codex Sinaiticus“ auf das vierte Jahrhundert datiert wird. Dieser kostbare Text-Schatz ist die zweitälteste Niederschrift des Neuen Testaments, die wir bis heute kennen. Und auch darin fehlen die  wichtigen Passagen, die heute in jeder modernen Bibel am Ende von Markus-Evangelium stehen.

Bei dem im Vatikan streng gehüteten „Codex Vaticanus“ aus der Zeit von 325 bis 350 nach Christus Endet Markus ebenfalls mit Vers 8. Ebenso fehlen die letzten 12 Verse von Mk. 16,9 bis 20 im „Codex Bobiensis“, der um etwa das Jahr 400 entstand und das Texte des Markus- und Matthäus-Evangelium umfasst.

Die Kirche wäre aber nicht die Kirche, wenn es später nicht zu einem „Wunder“ gekommen wäre. Geschehen beispielsweise in dem in griechischer Handschrift verfassten „Codex Washingtonianus“ aus dem fünften Jahrhundert. In diesem Codex finden wir aus dem Evangelium des Markus die Verse 5,31 bis 16,20.

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Irgendwer hat also am Ende des vierten oder zu Beginn des fünften Jahrhunderts die Erzählung der Auferstehung und Erscheinung von Jesus nach der Kreuzigung einfach hinzugeschrieben. Erfunden quasi, da die älteren Handschriften diese Verse eben nicht enthalten.

Man könnte sagen, all das macht doch nichts. Es ist ja bekannt, dass die Bibel von unzähligen Menschen immer wieder umgeschrieben und verändert wurde. Unsere moderne Bibel wird so schon wohl richtig sein, wie man sie kennt.

Ja und Nein. Denn was hier von einem emsigen Bibelschreiber zum Markus-Evangelium hinzuerfunden wurde, ist inhaltlich nicht gerade belanglos. Anhand der Zusammenfassung weiter oben sollte das klar sein.

Die erfundene Auferstehung bei Markus

Wer nicht bei Markus nachlesen möchte, was exakt im Markus-Evangelium hinzugedichtet wurde, der möge das jetzt nachholen. In den bisher vorliegenden „Ur-Texten“ endet das Evangelium nämlich mit den unrühmlichen Worten:

Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung:_ Fischinger-Online)
VIDEO: Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)

„(Der „Engel“ sagte zu den drei Frauen im Grab) Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, er gehe euch voran nach Galiläa. Daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft; denn ein Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk. 16,7-8)

Maria Magdalena, Maria (Mutter des Jakobus) und Salome Spezereien flohen entsetzt und zitternd vor Furcht aus dem Jesus-Grab. „Und sie sagten niemand etwas“, dass das Grab leer war und sie darin einen „Jüngling, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand“ gesehen haben, wie es heißt. Eben der angebliche „Engel“, wie man diesen deutet. Obwohl sie es eigentlich Petrus und den Jüngern auf Anweisung des Jünglings sagen sollten.

Irgendeinem Redakteur des Evangeliums nach Markus gefiel vor grob 1.500 Jahren das ganz und gar nicht. Ein anders Ende und weitere Ereignissen wurden ausgedacht. Das sehr bekannte christliche Bild, das Jesus letztlich sogar allen Jüngern gleichzeitig erschien, als diese zu Tisch saßen, gehört übrigens auch zu diesen Fake-News bei Markus. Und, wie erwähnt, sogar die mysteriöse Himmelfahrt des Messias selbst!

Tod und Auferstehung des Jesus von Nazareth

Jesus wurde in Jerusalem gekreuzigt, zu Grabe getragen, stand dann von den Toten auf, erschien seinen Anhängern und fuhr daraufhin in den Himmel. Für diese fundamentalen Lehren des Christentums gibt es nicht nur die erfundenen Aussagen im Markus-Evangelium als Quelle. Zum Glück für alle gläubigen Christen, könnte man meinen.

Es ist aber so, dass die drei anderen Evangelien des Neuen Testamentes alle nach Markus verfasst worden sind. Sie enthalten solche Aussagen über Jesus Auferstehung – aber nicht das älteste Evangelium der vier kanonischen Bücher. Zweifellos hat das einen sehr faden Beigeschmack für Bibelgläubige, sofern sie sich darüber überhaupt Gedanken machen.

Doch totgeschwiegen wird die Tatsache nicht, dass man bei Markus ein verlängertes Ende einfach erfand. Im Gegenteil, denn als im 19. Jahrhundert die bisherigen „Ur-Handschriften“ ohne die fraglichen Verse gefunden wurden, entflammten genau darüber hitzige Debatten. Was ist überhaupt authentisch und was ist das „Wort Gottes“ in der Bibel? Eine Diskussion, die eigentlich nie endete.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: Fischinger-Online / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Grundsätzlich sagen die Experten, dass der vermeintliche „Engel“ im leeren Grab zu den drei Frauen ja alles wichtige sagte. Dass Jesus auferstanden sei („er gehe euch voran nach Galiläa“) und der Nazarener alsbald erscheinen werde. Es wäre also kein erfundener Schluss mit weiteren Details aus späteren Evangelien nötig gewesen.

Andere argumentieren, dass das Markus-Evangelium schlicht und einfach nicht fertig geschrieben wurde. Oder, dass das Ende in den Wirren der ersten Christen irgendwie verlorengegangen sei.

Das mag alles richtig und durchaus möglich sein. Ändert aber nichts daran, dass der Markus-Schuss der modernen Bibeln ein Nachtrag ist! „Sekundärer Schluss“ oder „kanonischer Schluss“ nennt man diesen heute wohlklingend in der Bibelforschung. US-Präsident Donald Trump würde es sicher „alternative Fakten“ nennen. Gläubige Christen hinterfragen das jedoch nicht.

„Vater vergib ihnen…“

Mindestens 400 Jahre nach dem Leben Jesus wurde der Kirche die „göttliche Inspiration“ gesandt, ein neues Ende des Markus-Evangeliums hinzuzufügen. Doch nicht nur da. Zahlreiche Passagen und Aussagen sind nachträgliche Erfindungen der frühen Christen. Dass das keinen der heutigen Gläubigen (wenn sie denn überhaupt welche sind und nicht nur Christen „aus Tradition“!) stört, ist schon überaus verwunderlich. Vermutlich wissen sie es einfach nicht, obwohl es zum Teil fundamentale Manipulationen sind.

So zu finden auch beim „Vaterunser“, das fraglos das höchste Gebet der Christen ist. Immerhin stammt es ja von Jesus selber, wie es im Lukas-Evangelium ab 11,1 geschildert wird. Nur ist das Ende von Vers 2 in dem Gebet mit der Aussage „dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ ebenfalls erfunden. In diesem Fall muss man aber sagen, dass nicht wenige heute verfügbare Bibelausgaben diese nachträgliche Ergänzung des „Vaterunser“ tatsächlich nicht oder nicht mehr enthalten. Trotzdem beten es täglich unzählige Menschen mit diesem Zusatz in den Kichern rund um den Globus. Warum?

Es wird noch unheimlicher: In Lukas 24,51 lesen wir, wie sich Jesus schlussendlich verabschiedetet und in Himmel aufgefahren sei. Wörtlich heißt es in modernen Bibeln:

Und während er sie (die Jünger, Anm. LAF) segnete, wurde er von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben.“

Auch das ist ein Fake. Die ältesten Handschriften wie der „Codex Sinaiticus“ sagen an dieser Stelle nur „und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen“. Keine Rede von einer Himmelfahrt …

ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

Ebenfalls ist beim Lukas-Evangelium in 22,43 der Nachtrag zu finden: „Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“, als Jesus bat, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge. Eine überaus bekannte Erzählung der Leidensgeschichte Jesu, die aber ursprünglich ohne die erwähnte Hilfe eines himmlischen Engels niedergeschrieben wurde.

Bei Lukas findet sich auch die letzten Worte Jesus „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (23,34), die er bei der Kreuzigung gesagt haben soll. Wohl kein Christ der Welt kennt diese Aussage von Jesus Christus am Kreuz nicht. Im „Codex Sinaiticus“ aber findet sich genau an dieser Stelle der Vermerk, dass diese Worte zweifelhaft seien. Später wurde das von einem anderen Bibel-Redakteur wieder zurück genommen.

Und so finden sich in zahlreichen Bibeln von heute tatsächlich genau an dieser Stelle die letzten Worte Jesus in Klammern eingefügt. Etwa auch in der Luther-Bibel 2017. Oder wir finden teilweise den Vermerk „dieser Halbvers fehlt in einigen der wichtigsten Handschriften“ oder ähnlich. Beispielsweise in der Einheitsübersetzung von 2016 oder der bekannten Zürcher Bibel.

Irgendwie erschreckend!

Heutige Christen sind vielfach nichts weiter als „Karteileichen der Kirche, wie in diesem Posting HIER ausgeführt. Menschen, die halt irgendwie christlich getauft sind, dann und wann mal bei Hochzeiten oder Beerdigungen in die Kirche gehen aber sonst halt nur „irgendwie an Gott“ glauben. Mit der Bibel an sich befassen sich die allerwenigsten. Man ist halt Christ wenn man mal in die Kirche geht, dort dem Prediger zuhört oder irgendwelche (vermeintlich) christlichen Traditionen begeht. Schließlich „macht man das so“.

In meiner Heimat, dem oft streng katholischen Münsterland, ist das nicht anders. Wirklich gläubige Christen, die auch in der Bibel lesen, zweifeln so oder so nicht an dem Text.

Ist es da nicht erschreckend, dass von Anfang an in der Bibel bis zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesus so viele Manipulationen, Nachbearbeitungen, Fake-News und Erfindungen stehen? Gerade wenn es fundamentale christliche Lehren und Dogmen betrifft, die alltäglich von den Gläubigen gebetet werden?

Ich finde schon!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft?

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Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)
Die Jagd nach den Fake-News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)

Schon vor bald zwei Jahren hat Google als größte Suchmaschine und damit als erste Anlaufstelle bei der News-Suche Falschmeldungen, Fake-News und Pseudowissenschaft den Krieg erklärt. Nun wollen Mainstreammedien, sozialen Netzwerke und Politik gemeinsam den Kampf gegen Fake-News und gefälschte Meldungen aufnehmen. In den USA läuft dazu bei Facebook bereits eine Art „Pilotprojekt“ und schon bald könnten wir alle (automatisch) gewarnt werden – wenn wir „zweifelhafte News“ weiter verbreiten/teilen wollen. So sinnvoll sich das auch anhören mag: das könnte auch für die Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung ungeahnte Folgen haben, wie es mein neues YouTube-Video hier aufzeigen soll …

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fake-News, Falschmeldungen und unwahre Darstellungen sind (leider!) in der Grenzwissenschaft alltäglich und sehr stark vertreten. Da nun aber Facebook & Co., die politischen Führungen sowie Medien und Presse gemeinsam gegen Fake-News vorgehen wollen, stellt sich die Frage:

Werden diese angedachten Maßnahmen, Falschmeldungen aus Politik & Co. zu kennzeichnen, auch Auswirkungen auf die Mystery-Forschung, Grenzwissenschaft und allgemein „alternative Wissenschaft“ haben? Werden auch Meldungen aus diesen Bereichen mit einem „Warnhinweis“ markiert werden, dass sie vielleicht Schwindel sind, wenn man sie teilen will? Denn solche Kennzeichnungen könnten in Zukunft anderen Meldungen blühen, die nichts mit Mysterien der Welt zu tun haben.

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Und die Macht der „Meinungsmache“ von Facebook oder Twitter ist bei weitem nicht zu unterschätzen! Wird es sich also auf „unsere Themen“ auswirken, die ja doch oftmals umstritten sind, um es mal so zu sagen? Und wer genau prüft eigentlich Neuigkeiten und Meldungen, um sie dann ggf. als Fake-News zu brandmarken?

In meinem neuen YouTube-Video erfahrt Ihr, was da auf uns zukommen könnte

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Lars A. Fischinger

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„UFOs über Österreich“: Unbekannte Flugobjekte und Außerirdische im österreichischen Mainstream – die Gratwanderung von UFOs im TV (+ Video)

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"UFOs über Österreich" als Thema im österreichischen TV (Bilder: gemeinfrei & ORF / Bearbeitung: Fischinger-Online)
„UFOs über Österreich“ als Thema im österreichischen TV (Bilder: gemeinfrei & ORF / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Thema UAPs beziehungsweise UFOs ist bekanntlich seit einigen Jahren wieder aktuell. Auch für die internationale Medienlandschaft, seit die US-Regierung bestätigte, dass UFOs ein reales Phänomen sind. Und so kommen auch im deutschen Sprachraum immer mal wieder entsprechende Berichte in den Mainstream. So wie aktuell in Österreich beim Sender ORF, die in einer Sendung der Frage nach „UFOs über Österreich“ nachgingen. Ein kleiner Ausflug in die Welt der UFO-Sendungen im Fernsehen zeigt die Gratwanderung bei solchen Themen.


„Gibt es UFOs?“ ist die falsche Frage

Dass es UFOs gibt, ist grundsätzlich seit tausenden von Jahren klar und steht außer Frage. Jedoch ist das „moderne“ Phänomen der UFOs beziehungsweise UAPs viele Jahrzehnte belächelt worden. Es galt als Thema für Spinner, Alien-Freaks und Science-Fiction-Freunde in der weitläufigen Presse. Damit wollte man meistens nicht zu viel zu tun zu haben. Auch wenn es in der Vergangenheit immer wieder TV-Dokumentationen rund um UFOs gab.

Auch im deutschen Sprachraum gab es solche Sendungen schon früh in den Mainstreammedien. Doch da UFOs schon seit den 1950er Jahren als „Planetare Weltraumschiffe“ oder „Außerirdische Besucher“ auch in der Öffentlichkeit angesehen wurden, nahm man das Thema nicht immer allzu ernst. Kern bei grundsätzlich allen dieser Sendungen oder Presseberichten war fast immer die Frage „gibt es UFOs?“.

Eine Fragestellung, die in der UFO-Forschung eigentlich schon immer vollkommen sinnlos war, da „seriöse“ wie „unseriöse“ UFO-Forscher nie abstritten, dass es dieses Phänomen gibt. Es wurden und werden nun mal unbekannte Objekte oder Erscheinungen am Himmel gesehen. Die Frage ist vielmehr, was diese im Einzelnen sind oder von vom sie kommen. Und so hat man gerne für die Öffentlichkeit das Phänomen lächerlich gemacht. Oder gewisse Wissenschaftler oder Regierungsbehörden stritten gleich ganz ab, dass es UFOs überhaupt gibt oder man sich da mit befasse.

Obwohl es schon lange Ausnahmen wie etwa Frankreich oder Belgien gab. Doch erst seit die USA – hier vornehmlich das Pentagon – offiziell bestätigte, dass solche Beobachtungen vollkommen reale sind, dachten auch Print- und TV-Medien teilweise um. Nicht immer auch korrekt, wie Ihr beispielsweise HIER seht.

Die Frage „gibt es es UFOs?“ wird so nach und nach von der Frage „woher kommen UFOs?“ abgelöst. Ein Paradigmenwechsel, der sicher in langsamen Schritten erfolgen wird. Ein Senator in den USA hofft sogar, dass UFOs Aliens sind und nicht etwa aus China stammen, wie HIER berichtet.

„UFOs – und es gibt sie doch“

Nicht minder lange wird es dauern, bis die öffentliche Gleichsetzung von UFO = Außerirdische aus den Köpfen verschwindet. Wenn sie es denn jemals wird. Denn auch wenn durchaus Wissenschaftler oder sogar die Geheimdienste der USA nicht ausschließen können (wie auch?), dass sich dahinter eine extraterrestrische Intelligenz verbirgt, bleibt vieles im Dunkeln. Und damit Spekulation.

So sprechen beispielsweise die USA lieber von Drittstaaten wie China oder Russland als Ursprung der Unbekannten Phänomene im Luftraum. Ein Umstand, den viele für eine reine Vertuschung ansehen, da diese längst über die außerirdische Natur der Objekte im Bilde sein würden. Immerhin soll es ja bereits vorgekommen sein, dass Regierungen und ihre Vertreter schon mal die Unwahrheit sagten …

TV-Dokumentationen zum UFO-Thema waren ausnahmslos immer umstritten. Allen Zuschauern kann man es nie recht machen. Hier nenne ich gerne das Beispiel der Doku „UFOs – und es gibt sie doch“ vom 24. Oktober 1994. Sie lief auf dem Sender ARD zur besten Sendezeit und mehr Mainstream geht damit kaum. Schon im Vorfeld verkündete die legendäre „BILD“ am 14. Oktober 1994 unter der Schlagzeile „TV will beweisen: Ufos gibt es doch“ diese Sendung an.

Es folgte neben einem erstaunten Publikum auch ein Sturm der Entrüstung! Angesichts der überaus offenen ARD-Sendung fühlten sich vor allem einige Wissenschaftler „auf den Schlips getreten“ und waren geradezu sauer. Am 27. Oktober lud die ARD deshalb zur der Talk-Show „UFOs – gibt es sie wirklich?“ ein. Hier zeigte sich der ein oder andere „seriöse Wissenschaftler“ in keinem guten Licht.

Übrigens war es die Hochzeit der unsäglichen Talk-Shows der privaten TV-Sender. Die es aber auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in „abgespeckter Form“ damals gab. Und so lief rein zufällig am 25. Oktober, also nur einen Tag nach der UFO-Dokumentation, die Talk-Show „Fliege“ zum Thema Aliens und UFOs. Und zwar auch bei der ARD.

„UFOs – Die Fakten“

Erst am 12. April nahm sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf dem Sender ZDF in Deutschland wiedermal dem UFO-Thema an. Natürlich mit Professor Harald Lesch, der seit Jahren im Fernsehen als Experte zu praktisch jedem Thema vor der Kamera steht. Ob archäologische Funde in Mexiko, Biologie von Bäumen oder Schwarze Löcher: Er informiert die Zuschauer zu allem.

„UFOs – Die Fakten“ hieß die Sendung, über die bereits HIER berichtet wurde. Sie sollte zwischen Phantastereien und Tatsachen rund um UFOs unterscheiden und darlegen, „was wir über UFOs und Außerirdische wissen“, so das ZDF. Und diese TV-UFO-Doku des ZDF bekam schon im Vorfeld teilweise enormen Gegenwind! Vor allem in Sozialen Medien waren zahlreiche Kommentare zu lesen, die die Sendung fast schon aus Prinzip ablehnten und als „Zeitverschwendung“ ansahen.

Die Gründe waren, dass die Doku-Sendung auf dem GEZ-Sender ZDF erschien und vor allem die Person Lesch an sich. Nicht wenige un­flä­tige Worte fielen in diesem Kontext.

Was also soll man tun, um das Thema in die Öffentlichkeit und damit in den Mainstream zu bringen? Immerhin wird unter UFO-Interessierten (mich eingeschlossen) und auch UFO-Forschern immer wieder darauf verwiesen, dass die Massenmedien das Thema endlich in die Bevölkerung tragen sollen. Denn entsprechenden UFO-Dokumentationen aus dem amerikanischen Raum, von denen in den letzten Jahren regelrechte Massen ins Fernsehen kamen, sind auch vielen nicht genehm.

Warum das so ist, wurde bereits vor über 5 Jahren in diesem Beitrag HIER erläutert.

„UFOs über Österreich“

Und so geht der Zank um den „richtigen“ oder „falschen“ Weg einer UFO-Berichterstattung und -Dokumentationen seit mehr als einem halben Jahrhundert munter weiter. Den Mittelweg gibt es offenbar nicht. Zum Glück aber gibt es den Paradigmenwechsel bei diesem Thema, so dass immer mehr entsprechende Berichte veröffentlicht werden. Der TV-Konsument wird dabei in einigen Fällen sicher das für sich persönlich Interessante herausfiltern. Wenn es überhaupt interessiert.

Auf den UFO-Zug aufgesprungen ist dann auch am 5. Mai der Sender ORF aus Österreich. Allerdings war die dortige Doku mit dem Titel „UFOs über Österreich“ längst keine Primäre. Auch in Österreich gab es in der Vergangenheit immer mal wieder entsprechenden Sendungen und natürlich auch Talk-Shows. So schreibt der Sender ORF zu dem Bericht:

Eine Reportage über Menschen die UFOs beobachtet haben wollen und solche die vom Glauben abgerückt sind. Für die UFO-Gläubigen war es ein Paradigmen-Wechsel, als die US-Regierung im vergangenen Sommer in einem neun-seitigen Papier bestätigt hat, dass unerklärliche Flugphänomene in der Atmosphäre beobachtet werden.

Irgendetwas scheint es also doch zu geben, was genau wird im Bericht aber nicht erwähnt. Worum es sich dabei handeln könnte, versucht Schauplatz-Reporter Alfred Schwarzenberger in der heimischen UFO-Szene zu ergründen.

Die Sendung enthielt für den Kenner keine Überraschungen. Es kamen diverse UFO-Zeugen aus Österreich zu Wort und die UFO-Videos der US-Navy wie auch der „UFO-Bericht des Pentagon“ wurden thematisiert. Selbst Filmausschnitte aus uralten Fernsehberichten zum Thema waren dabei. Etwa die Zeugenaussage eines Polizisten aus dem Jahr 1969.

Ein kleiner Unterschied

Derartige Zeugenaussagen und UFO-Fallbeispiele ermüden ohne Zweifel viele UFO-Forscher. Man könnte sie 24 Stunden am Tag durchgehend senden. UFO-Ermittler kennen sie zu abertausenden und es ist ihr Alltag genau solchen Berichten nachzugehen. Sofern sie denn bei einer entsprechenden UFO-Forschungsorganisation gemeldet werden.

Und so kam auch der UFO-Forscher Mario Rank vielfach in der Sendung zu Wort. Er ist von dem österreichischen Zweig der „Deutschen Gesellschaft für UFO-Forschung“ (DEGUFO), die es bereits seit 1993 gibt. Ebenso ist er unter anderem Autor des Buches „UFOs über Österreich“. Rank stellt die Arbeit eines UFO-Forschers vor und zeigt damit den Zuschauern überzeugend, dass längst nicht alle UFO-Fans einen Aluhut tragen.

Dennoch gab es in dieser Mainstream-UFO-Sendung vom ORF einen Unterschied zu vielen anderen. Denn ebenfalls mit dabei war der Autor Reinhard Habeck, der seit vielen Jahren Bücher über das Unfassbare und vor allem auch Prä-Astronautik schreibt. Die mutmaßlichen Außerirdischen in der Antike sind das Kernthema seiner zahlreichen Buchveröffentlichungen. Und so spricht Habeck beim ORF nicht über die klassischen UFOs der Neuzeit, sondern über mutmaßliche UFO-Darstellungen vor Jahrhunderten. Zu finden auf einem Wandbild in einer Kirche in Österreich.

Dass der ORF in „UFOs über Österreich“ sogar den Sprung in die Prä-Astronautik wagt, hebt diese öffentlich-rechtliche Reportage von anderen dieser Art ab. Denn so umstritten und spekulativ die UFO-Thematik auch ist – die Idee der außerirdischen Raumfahrer im Altertum ist es noch mehr. Deshalb bin ich sicher, das auch die ORF-Sendung erneut von der Pro- und Contra-Seite so oder so gesehen wird. Wie es auch mit Sicherheit auch bei der nächsten Reportage der Fall sein wird.

Video

Die ORF-Sendung selber findet Ihr derzeit noch in der Mediathek HIER online.

Ebenso ist sie auch auf YouTube hochgeladen worden:

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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„UFOs – Die Fakten“: Harald Lesch trennt zur besten Sendezeit im ZDF „Fakten und Fiktion und zeigt, was wir über UFOs und Außerirdische wissen“

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"UFOs – Die Fakten": Harald Lesch trennt zur besten Sendezeit im ZDF "Fakten und Fiktion und zeigt, was wir über UFOs und Außerirdische wissen" (Bild: ZDF)
„UFOs – Die Fakten“: Harald Lesch trennt zur besten Sendezeit im ZDF „Fakten und Fiktion und zeigt, was wir über UFOs und Außerirdische wissen“ (Bild: ZDF)

Am 12. April um 20.15 Uhr nimmt sich das ZDF zur besten Sendezeit in einer Dokumentation den Themen Leben im All und UFOs an. Natürlich mit Professor Harald Lesch als bekanntes „Wissenschafts-Gesicht“ des öffentlich-rechtlichen Fernsehen. In der  Sendung „UFOs – Die Fakten“ sollen Phantasien und Phantastereien rund um diese Themen „getrennt“ werden. „Was wir über UFOs und Außerirdische wissen“ soll dem Zuschauern dadurch erläutert werden. Was wird uns im ZDF erwarten?


Harald Lesch und die UFOs im ZDF

Erneut kommt das Thema „UFOs und Außerirdische“ in den Mainstream. Und zwar in eine Sendung am 12. April auf dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF und natürlich mit Professor Harald Lesch. Um ihn kommt der TV-Zuschauer bei keiner Sendung, die irgendwas mit Wissenschaft oder direkt dem Weltraum zu tun hat, herum. Lesch gilt als eine Art Garant für Seriosität und Qualität.

Und scheinbar kennt er sich auch mit wirklich jedem Thema aus. Denn so muss es dem Zuschauern seit Jahren vorkommen, seit Lesch in unzähligen Wissenschafts-Sendungen sowie zahlreichen Sachbüchern aus seiner Feder die Welt erklärt. Leicht verständlich für den Mainstream und in gekonnt sympathischer Art und Weise. Was längst nicht bedeutet, dass er keine Kritiker hat. Vor allem im Bereich der grenzwissenschaftlichen oder alternativen Forschungen können ihn viele „nicht leiden“.

Dies ist vor allem in Sozialen Netzwerken in entsprechenden Feedbacks und Kommentaren oftmals zu lesen. Denn offensichtlich ist er bei der Vielfalt seiner Themen nicht immer auf dem Laufenden oder wurde entsprechend „gebrieft“. Vor Jahren erklärte er auf Nachfrage seiner Studenten sogar absolute Nonsens in Sachen Weltuntergang, Prä-Astronautik-Autor Erich von Däniken und 2012. Hier stimmte praktisch nichts an seinen Ausführungen, wie damals auf Mystery Files HIER dokumentiert.

Auch wenn er, so spätere Aussagen, durchaus Sympathien für von Dänikens Ansichten zu hegen scheint. Zumindest ab und zu …

Es ist auch längst nicht das erste Mal, das Harald Lesch sich am TV mit dem UFO-Phänomen beziehungsweise Aliens auseinander setzt. Selbst das Thema Rätsel der Archäologie inklusive der Prä-Astronautik hat im ZDF mit ihm bereits ein eigenes Sendeformat.

Und so dürfen Lesch-Fans wie auch Lesch-Kriker am 12. April um 20.15 Uhr gespannt sein, was er und das ZDF zum UFO-Thema zu berichten wissen. Klar ist, dass es in einfacher und verständlicher Form für Jedermann sein wird.

„Wir müssen unvoreingenommen an die Sache herangehen“

Zumindest bringt die Ankündigung des ZDF die UFO-Situation sehr treffen auf den Punkt, in der es heißt:

Intelligentes außerirdisches Leben – gibt es wahrscheinlich nicht. UFOs – sind vor allem was für Spinner. So denkt die Mehrheit der Deutschen. Forschende sehen das anders.

Die Sendung „trennt Fakten und Fiktion und zeigt, was wir über UFOs und Außerirdische wissen – und wie Forscher nach ihnen suchen“, so das ZDF weiter. Anhand der Beschreibung sieht man, dass die ZDF-Zuschauer eine thematisch zusammenfassende Sendung zu sehen bekommen:

‚Wir müssen unvoreingenommen an die Sache herangehen‘, sagt Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik an der Uni Würzburg. Der Forscher arbeitet daran, unidentifizierte Luftraumphänomene, kurz UAPs, mithilfe künstlicher Intelligenz zu untersuchen.

Flugobjekte mit bemerkenswerten Eigenschaften, die seit zwanzig Jahren von Radarsystemen, Kameras und gut ausgebildeten Piloten gesichtet werden – und für die das US-Militär keine Erklärung hat. US-Präsident Barack Obama sprach öffentlich von der Existenz ‚unbekannter Luftraumphänomene‘ (UAP). Eine neue Pentagon-Spezialeinheit, die UAP-Sichtungen gezielt sammeln und analysieren sollen, wurde gegründet: Das sind die Zutaten, die einer der großen Menschheitsfragen neuen Schub gegeben haben: Sind wir allein im Universum?

Fest steht: In einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums wird 2021 die Existenz von unbekannten Flugobjekten offiziell bestätigt, dass dahinter Aliens stecken könnten, jedoch mit keinem Wort erwähnt. Gleichzeitig vollzieht sich in den Wissenschaften ein bemerkenswerter Paradigmenwechsel: Immer mehr Forschende halten die Existenz außerirdischen Lebens für wahrscheinlich.

So auch Avi Loeb, renommierter Physik-Professor in Harvard, der Schlagzeilen machte, weil er die These vertritt, bei dem Himmelsobjekt Oumuamua, das 2017 an der Erde vorbeizog, habe es sich um eine außerirdische Sonde gehandelt. Was ist dran an dieser radikalen Hypothese? Und wo steht die Forschung bei der Suche nach extraterrestrischem Leben?

Dann schauen wir mal, ob man mit dem Zweiten besser sieht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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