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Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems

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Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS: Der kommende Kinofilm "LIFE" (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Internationalen Raumstation ISS: Der kommende Kinofilm “LIFE” (Bild: NASA)

Die Traumfabrik Hollywood schenkt uns seit ihrem Bestehen immer wieder Science-Fiction-Filme, in denen die verschiedensten Aliens eine Hauptrolle spielen. Mal sind es außerirdische Invasoren in UFOs aus dem All, die die Erde und Menschen angreifen – mal sind liebenswerte Außerirdische wie ALF oder ET, die nichts Böses im Schilde führen. Aliens aller Art und Unart sind ein Erfolgskonzept der Filmindustrie. Meistens sind diese Aliens boshaft, gewalttätig oder schlicht gruselig, um so den Zuschauern Spannung und Aktion liefern zu können. Der 2017 in die Kinos kommende Alien-Film “Life” stellt hier erst mal keine Ausnahme dar,  wenn da nicht ein feiner und vollkommen realen Unterschied wäre. Welcher das ist, und warum davor seit Jahrzehnten mehr oder weniger gewarnt wird, erfahrt Ihr hier.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn es in Hollywood um Aliens und Sience-Fiction geht, sind die Seiten meistens von vornherein klar abgesteckt: Die Menschen sind die Guten, die Außerirdischen die Bösen. Es gibt selbstverständlich Ausnahmen, aber das Erfolgskonzept von bösen Aliens à la Hollywood ist so alt wie die Traumfabrik selber.

Scheinbar kommen in den letzten Jahren verstärkt Alien-Filme aller Art und jeglicher Qualität auf dem Markt, so dass es sich hier nicht lohnt allen ein “Mystery-Review” zu widmen. Jedoch kommt voraussichtlich am 18. Mai 2017 der US-Film “Life” von dem schwedischen Regisseur Daniel Espinosa in die Kinos in Deutschland, der zumindest laut Trailer einige sehr interessante Aspekte beinhaltet.

“Life”: Alien-Alarm auf der ISS

“Life” handelt von der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS, die überraschend Leben auf dem Mars findet, welches die NASA mit einer Bodenprobe vom Roten Planten in Richtung Erde geschickt hat. Vorerst unwissentlich, dass die Probe den Beweis für das lang gesuchte Leben auf unserem Nachbarplaneten enthält. Moviepilot.de umreißt die Handlung so:

Und so wird eine Crew von Astronauten von der Internationalen Raumstation aus los gesandt, um eine Proben-Sonde vom Mars zurückzuholen und mit ihr ein für allemal Gewissheit zu erlangen und alle Zweifel zu zerstreuen. Und tatsächlich finden sich nach erfolgreicher Rückkehr in den Proben Spuren von Intelligenz. Und diese hat es in sich und stellt eine Bedrohung nicht nur für die Besatzung der Raumstation dar, schwebt diese doch in gefährlich naher Umlaufbahn um die Erde.”

Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond – Spuren und Artefakte von Aliens? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

So beginnt ein Kampf mit diesen kleinen “Marsianern” auf der Raumstation, da diese fremden Organismen natürlich eine Gefahr für die Astronauten und die ganze Menschheit ist. So unscheinbar sie auch wirken.

Der veröffentlichte Trailer zu “Life” verspricht in guter alter Hollywood-Manier Aktion und Dramatik für den Kinobesucher. Und doch gibt es – wie bei so vielen Filmen – auch hier ein “Fünkchen Realität”, das nicht mal allzu weit hergeholt ist.

“Life” und die Realität

Obwohl der Science-Fiction-Film von Daniel Espinosa mit den Hauptdarstellern Ryan Reynolds und Jake Gyllenhaal erst noch kommen wird, ist eine “Mystery-Review” schon im Vorfeld interessant.

In “Life” hat die Menschheit mal wieder eine Sonde auf dem Mars geschickt, die jedoch nicht nur einer der üblichen Rover-Missionen war. Diese Mars-Mission bringt Bodenproben vom Mars mit, damit neugierige Wissenschaftler diese in Ruhe und sicher bei uns auf der Erde erforschen können. Doch bevor dieses außerirdisches Material auf unseren Planeten gebracht wird, hat die Crew der ISS den Auftrag die Sonde mit ihrer Fracht zu im Orbit bergen.

Und schon das ist (eines Tages) Realität und vielleicht sogar überlebensnotwendig für unseren Planeten – inklusive uns Menschen selber.

Die NASA und andere Organisationen planen schon seit vielen Jahren mittels unbemannter Roboter Bodenproben vom Mars einzusammeln und diese dann mit einer Sonde zur Erde zu bringen. Mit dem Staub eines Kometen wurde das bereits mit der 1999 gestarteten NASA-Mission “Stardust” bereits gemacht. Eine Mission zum Mars zur Beschaffung solche Proben ohne Menschen an Bord ist nicht nur technisch möglich, sondern auch erheblich kostengünstiger. Es wird in Zukunft auch mit Sicherheit so kommen.

Hollywood hat in dieser Mars-Bodenprobe natürlich eine Gefahr in Form von “intelligenten Organismen” eingebaut. Wie genau diese Gefahr für die Menschheit durch diese “intelligenten Organismen” genau aussehen mag, wissen wir wohl erst ab Mai 2017. Es mag erstaunen, aber dennoch ist diese Gefahr aus dem All vollkommen real und ihr wurde bereits in den Tagen der Mondlandungen der NASA umfassend Aufmerksamkeit geschenkt. Vielleicht, so die Vorsichtsmaßnahmen damals, könnten die Mond-Astronauten mit unbekannten und für den Menschen lebensgefährlichen mikrobiologischen Leben auf dem Mond in Kontakt kommen.

Hollywood und Aliens - nicht unbedingt ein "Traumpaar" (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Astrophysiker: „Die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich“. (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Niemand erwartet natürlich, dass wir eines Tages intelligente Killereinzeller aus dem All auf unseren Planten einschleppen, wie es offenbar in “Life ” der Fall ist. Astronomen, “Planetenforscher”, Astrobiologen usw. warnen dennoch seit Beginn der Raumfahrt davor, dass Organismen aus dem All auf die Erde gelangen könnten. Der gesamte Planet könnte dadurch kontaminiert werden und die Folgen wären ganz einfach unabsehbar.

Wir wissen bisher nicht, ob es im All und unserem Sonnensystem Leben gibt. Ausschließen kann man es nicht. Beispielsweise ist es in der Raumfahrt schon immer die Regel, dass Raumsonden, die auf anderen Planeten landen sollen, absolut steril sein müssen. So will man ein wie auch immer aussehendes Ökosystem auf diesen fremden Welten nicht mit irdischen Sporen oder Keinen verseuchen. Umgekehrt ist es ganz genau so.

NASA & Co. sind sich sehr wohl bewusst, dass eben etwa Proben vom Mars tatsächlich Leben beinhalten können. So ist es eine Quarantäne dieser außerirdischen Materialien unumgänglich. Eben zum Beispiel dadurch, dass man sie zuvor auf einer Raumstation untersucht bevor sie unseren Planeten “betreten” dürfen. Im Film “Life” ging das augenscheinlich nicht gut …

Die Alien-Invasion unseres Immunsystems

Organismen, die sich außerhalb der Erde entwickelt haben und dann auf unseren Planten gelangen, sind eine Gefahr für die gesamte Menschheit. Egal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich solches mikrobiologisches Leben im Sonnensystem ist, der Mensch könnte dagegen schutzlos sein. Wir entwickelten uns auf diesem Planten, sind hier angepasst und die Evolution des Menschen hat so manche Gefahr überstanden. Unser Organismus könnte gegen einen von außerhalb der Erde stammenden Mikroorganismus vollkommen wehrlos sein. Die Biologie des Menschen kam im Laufe seiner Entwicklung mit diesem eben niemals in irgendeiner Art und Wiese und Kontakt…und verfügt so über keinerlei natürlich Schutz. Das Immunsystem stünde im wahrsten Sinne des Wortes einer Alien-Invasion gegenüber. Als letzte Konsequenz würde das vielleicht sogar zur Ausrottung der gesamten Menschheit führen.

Grundsätzlich aber könnte ein derartiges Leben aus dem All auch “nur” für Teile des irdischen Ökosystems das Aus bedeuten. Man mag sich nicht vorstellen, was geschehen würde, wenn solche kosmischen Organismen beispielsweise wichtige Nutztiere dahinraffen würden. Oder ein “Keimling” aus dem Kosmos befällt und vernichtet dauerhaft wichtige Agrarproduktionen auf den Feldern. Oder würde weltweit wichtige Insekten wie Bienen vernichten. Oder, oder … Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Außerirdische Schöpfer, "Prometheus 2" und Erich von Däniken: bald wieder im Kino (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL / R. Scott)
Außerirdische Schöpfer: In dem Film “Prometheus” haben Aliens die Menschheit erschaffen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL / R. Scott)

Das Zeitalter der Entdeckungen und Eroberungen auf unserem eigenen Planten zweigte diese Gefahr einst sehr deutlich. Obwohl alle Menschen auf diesem Planten leben und sich hier entwickelt haben, rafften durch die Entdecker eingeschleppte Krankheiten Millionen Eingebore dahin. Durch die räumliche Trennung über Jahrtausende hinweg waren etwa Menschen in Mittel- und Südamerika gegen Krankheiten aus Europa schutzlos.

Das körpereigene Abwehrsystem der indigenen Völker war im Gegensatz zu den Europäern noch nie mit den verschiedenen Krankheiten Europas in Kontakt gekommen. Ergebnis war ein Massensterben durch diese Krankheiten, die der menschliche Organismus in der “alten Welt” lange kannte und bekämpfen konnte, nicht aber die Ureinwohner in verschiedenen Regionen der Welt.

Diese Warnung aus der Geschichte ist in der Weltraumforschung natürlich bekannt. Deshalb würden Wissenschaftler nie Proben aus dem All völlig ungeschützt auf unseren Planten bringen oder bringen lassen. Natürlich aber auch, damit irdische Mikroben diese wertvollen Proben nicht kontaminieren.

In “Life” führen sogar intelligente Mars-Organismen zu einer Katastrophe, vor der es die Menschheit zu schützen gilt. Doch das muss es lange nicht mal sein – ein paar Bakterien vom Roten Planten könnten schon für uns alle das Ende bedeuten.

Ich zumindest bin sehr gespannt auf den 18. Mai 2017 und “Life”.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Alien-Invasion: Wer bezahlt mir eigentlich meine Schäden, wenn Außerirdische die Erde angreifen oder mir ein UFO auf das Hausdach fällt?

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Invasion der Aliens: Wer zahlt eigentlich, wenn Außerirdische die Erde angreifen? (Bild: gemeinfrei)
Invasion der Aliens: Wer zahlt eigentlich, wenn Außerirdische die Erde angreifen? (Bild: gemeinfrei)

Derzeit läuft in den Kinos der 2. Teil des Alien-Invasion-Film “Independence Day”. Erneut muss sich die Menschheit in diesem Science-Fiction-Film von Roland Emmerich gegen die Vernichtung der Erde und unserer Spezies gegen fiese Außerirdische wehren. Natürlich gibt es, wie im 1. Teil von 1996, viel Zerstörung und Vernichtung. Aber wer kommt eigentlich in der Realität für all diese gigantischen Schäden auf, die nach einer (hoffentlich) erfolgreichen Abwehr der außerirdischen Invasoren zurück bleiben? Gäbe es in der Realität eine Alien-Invasion und dabei würde mein Heim beschädigt oder zerstört: Wer bezahlt mir das alles? Eine interessante theoretische Frage, aber mit noch erstaunlichen Antworten …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beim Stöbern in den Weiten des Internet stieß ich heute auf einen kleinen Artikel des “SWR3”, der eben der Frage nachgeht: Wer zahlt mir meine Schäden, wenn Aliens real und tatsächlich die Erde überfallen?

Independence Day

Vermutlich war “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der “SWR” einmal die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Egal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich eine Invasion von bösartigen Aliens auch ist, theoretisch kann es eines Tages absolut real werden. Selbstverständlich nicht unbedingt nach Art und Weise von “Independence Day” – aber dennoch besteht die Möglichkeit.

Ich selber habe – dies als eine Art “Review” am Rande – den neuen “Independence Dayim Kino gesehen. Gefallen hat er mir nicht. Teil 1 aus dem Jahr 1996 ist meiner Meinung nach um Längen besser gelungen und die aktuelle Fortsetzung war selbst für mich “zu viel des Guten” oder besser gesagt: des Bösen.

Aber welche finanziellen und juristischen Folgen eine wie auch immer aussehende Invasion von Außerirdischen haben könnte, dass hat der Jurist Klaus Hempel aus der “SWR-Rechtsredaktion” einmal in der “SWR3 Morningshow” betrachtet.

Alien-Invasion, Haus kaputt? Die Versicherung zahlt!

Angriff der Aliens: „Independence Day 2“. Wie viel Wahrheit steckt im neuen Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Angriff der Aliens: „Independence Day 2“. Wie viel Wahrheit steckt im neuen Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Die Außerirdischen waren da, die Alien-Invasion wurde von der Menschheit nieder gerungen und die Erde ist gerettet. Aber leider stürzte beim Kampf um das Überleben unserer Rasse ein UFO in mein Haus, zerstörte das Dach, die Inneneinrichtung und eigentlich ist mein Haus nur noch eine Ruine. Und sicherlich nicht nur mein Heim.

Droht der finanzielle Ruin?

Der Jurist Klaus Hempel schrieb dazu am 13. Juli 2016:

In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen

Invasion der Aliens: Was könnten aggressive Außerirdische bei uns wollen? (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)
VIDEO: Invasion der Aliens: Was könnten aggressive Außerirdische bei uns wollen? (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)

Das klingt zumindest für unser Land erst mal beruhigend. Längere Wartezeiten auf eine Schadensregulierung nach einem weltweiten Angriff von Aliens aus dem All…sollte man aber der Versicherung durchaus zugestehen.

Natürlich könnte jeder seine eigenen Policen dahingehend auch einmal genauer studieren oder notfalls bei seiner Versicherung nachfragen. Immerhin, wie wir aus der TV-Serie “ALF” wissen, kann auch ein UFO-Absturz in die heimische Garage in Kalifornien enorme Folgekosten haben. Eine ganze Alien-Invasion so oder so  …

Gesetzt dem Fall, dass Ihr nun tatsächlich auf die Idee kommt bei Eure Versicherung anzurufen oder dieser eine E-Mail zu senden: bitte teilt mir doch die Antworten der Versicherungen per E-Mail mit, wenn Ihr möchtet. Diese würden mich schon interessieren.

Es gibt keine dummen Fragen – nur dumme Antworten!

Ihr seht, ich betrachte die Kostenfrage durchaus mit Humor. Sicherlich weil ich persönlich mir diese Frage niemals selber gestellt habe. Ebenso wie die Frage, ob ich in das Gefängnis komme, wenn ich einen Außerirdischen töte. Auch auf diese, mir selber nie in den Sinn gekommene, aber sehr interessante Frage, stieß ich einst im Netz und habe darüber auf diesem Blog bereits berichtet. Gleiches gilt für Fragen wie “Bekommen Außerirdische in Deutschland Asyl?” oder “Ist das THW auf einen UFO-Absturz vorbereitet?“, die ich auf diesem Blog zum Thema hatte. Doch schon der Volksmund weiß, dass es keine dummen Fragen sondern nur dumme Antworten gibt.

Versicherungen gegen UFO-Entführungen
Versicherungen gegen UFO-Entführungen [zur Großansicht anklicken]
Bei Filmen wie “Independence Day” frage ich mich vielmehr immer: “Wer baut das nur alles wieder auf?!” Beim aktuellen 2. Teil war das natürlich auch der Fall. Wobei ich hier schon allein die Erde nach nur 20 Jahren Wiederaufbau nach dem 1. Angriff in Teil 1 von 1996 für Unfug hielt.

Mich erinnerte der Beitrag des “SWR” spontan auch an eine kleine Meldung der “BILD” von Anfang der 1990er Jahre in meinem Archiv. Darin ging es um die Möglichkeit sich in den USA gegen die Entführung durch Außerirdische zu versichern. Heute gibt es solche Arten der Versicherungen immer noch und auch nicht nur in den USA. Immerhin kann man sich heute alles und gegen alles versichern lassen.

Ich habe die winzige Meldung mal aus meinem Archiv geholt und füge sie als Bild hier ein. Wobei natürlich fraglich ist, wie der Versicherungsnehmer seine Ansprüche nach einer UFO-Entführung belegen will …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Russische Militärexperten warnen: Eine Alien-Invasion könnten die nationale Sicherheit bedrohen und die “ufologische Sicherheit” wird dadurch an Bedeutung gewinnen

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Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)
Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)

Wird die Menschheit von UFOs und mutmaßlichen Außerirdischen bedroht? Zwei russischen Wissenschaftler der “Akademie für Militärwissenschaften” schließen das in einem Artikel in der russischen Zeitung “WPK” nicht aus. Ihrer Meinung nach haben sich mittlerweile zu viele “Berichte über unbekannte Objekte und verschiedene Ankömmlinge angehäuft”, als dass man diese in der nationalen Sicherheitspolitik Russlands ignorieren könnte. Droht demnach eine “Alien-Invasion“?


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Angst vor der Alien-Invasion

Die Ankunft von Außerirdischen auf unserem Planeten ist zumindest im Kino praktisch immer negativ. Aggressive Aliens überfallen unsere Erde und beginnen einen Krieg der Welten. Ob das tatsächlich so sein muss und wird, ist natürlich vollkommen offen. Dennoch haben die beiden russischen Militärwissenschaftler Professor Juri Podgornych und der Dozent Wassili Dolgow einen interessanten Gastartikel in der Zeitung “WPK” genau zu diesem Thema veröffentlicht.

In ihrem Beitrag befassen sich die Experten mit möglichen Bedrohungen für Russland. Diese reichen von der NATO-Osterweiterung über Angriffe aus dem Internet bis hin zu atomaren Bedrohungen. 18 unterschiedliche Bedrohungs-Szenarien für Russland haben Dolgow und Podgornych vorgestellt und Punkt 18 ist dabei an dieser stelle besonders interessant. Er behandelt die Gefahr eines außerirdisches Angriffs und/oder Eingriffs auf die Erde:

Die Bedrohung Nr. 18 kann zwar befremdend wirken. Mittlerweile haben sich aber zahlreiche (Hunderte oder gar Tausende) Berichte über unbekannte Objekte und verschiedene Ankömmlinge angehäuft. Diese Ankömmlinge sollen die Menschheit in eine Art Reservat verwandelt haben. UFOs werden nicht nur in der Luft gemeldet, sondern auch auf See und unter der Erde.

Die Autoren gehen in ihrer Veröffentlichung aber noch einen Schritt weiter. Sie verweisen auf die weltweiten Berichte von UFOs, Entführungen durch Außerirdische und die Unklarheiten zur Herkunft und Intention der möglichen Außerirdischen in ihren UFOs. Sie schreiben:

VIDEO: Terror-Ziel: Erde! Die Invasion der Aliens und was aggressive Außerirdische bei uns eigentlich wollen könnten (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)
VIDEO: Terror-Ziel: Erde! Die Invasion der Aliens und was aggressive Außerirdische bei uns eigentlich wollen könnten (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)

Zahlreiche Forscher aus verschiedenen Ländern weisen darauf hin, dass die Herkunft dieser UFOs und ihre Ziele vorerst unbekannt sind. Es steht auch nicht fest, ob sie Freunde oder Feinde sind. Die Berichte über die Kommunikation mit unbekannten Objekten und sogar mit deren Besatzungen bestätigen, dass die Konsequenzen äußerst beklagenswert sein können.

Für die Menschen wären das Brandwunden, Blindheit, Lähmungserscheinungen, Bewusstlosigkeit, Strahlungsschäden, Gedächtnis- und psychophysiologische Störungen, aber auch Entführungen mit weiteren Experimenten. Auch technische Störungen werden gemeldet.”

Greifen die Außerirdischen an, wird vieles sinnlos …

Die zitierten Schilderungen stammen offensichtlich aus den zahllosen Berichten der letzten Jahrzehnte aus dem Themenbereich der UFO-Forschung. Jedoch war es zu Beginn des UFO-Themas eher anders. Denn in den frühen Jahren der UFOs & Co. waren es sehr oft die friedlichen Außerirdischen, die mit der ein oder anderen Friedensbotschaft hier gewesen sein sollen. Die angeblichen UFO-Kontaktler haben ab den 1950ger Jahren damit zahlreiche Menschen in ihren “UFO-Bann” ziehen können. Dennoch warnen Juri Podgornych und Wassili Dolgow abschließend sehr deutlich:

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Die Welt steht vor der Grenze, wo die ufologische Sicherheit an Bedeutung gewinnt, und zwar neben weiteren Komponenten sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Es wäre ja sinnlos, gegen den Terrorismus und die Kriminalität zu kämpfen, demografische und weitere Probleme zu lösen, geistige, ideologische und soziale Werte in einem Land oder in einer Region zu verteidigen, falls die Erdbevölkerung durch eine außerirdische Einwirkung zum Verkommen verurteilt wird.“

Das erinnert mich sehr stark an die Worte des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, der vor der UN am 21. September 1987 sagte (s. a. Video hier):

In unserer momentanen Besessenheit für Feindseligkeiten, vergessen wir oft, wie viel alle Mitglieder der Menschheit verbindet.

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)

Vielleicht brauchen wir eine äußere, universelle Bedrohung, die uns diese gemeinsamen Bande klarmacht. Ich denke gelegentlich, wie schnell unsere weltweiten Differenzen verschwinden würden, wenn wir einer außerirdischen Bedrohung ins Gesicht sehen müssten. Und, ich frage Sie, ist nicht bereits eine fremde Kraft unter uns, die uns in die Kriege treibt?

Oder am 9. Mai 1988:

Ich habe mich oft gefragt, was wäre, wenn alle auf der Welt entdecken, dass wir von einer Macht aus dem Weltraum von einem anderen Planeten bedroht werden.”

Die “WPK” ist eigentlich keine Wochenzeitung der Boulevard-Tratsch-Presse. Oftmals berichtet dort namhafte Experten über aktuelle Themen der Rüstungsindustrie oder militärische Probleme Russlands. Wie aktuell natürlich auch die Krim-Krise, die ja unlängst mit “Alien-Verschwörungen” in Verbindung gebracht wurde.

Dennoch bietet “WPK” auch eine Plattform, da in Folgeausgaben der Zeitung strittige Themen von anderen Autoren wiederum mit Gegenargumenten erneut diskutiere werden.

Ohne Frage ist etwa eine Cyberattacke für den russischen Staat eine durchaus vorhandene Gefahr. Aber auch für alle anderen Staaten der Erde. Doch eine wie auch immer aussehende Invasion von Aliens ist natürlich sicher nicht nur eine Gefahr für das Land Russland. Das wäre – käme es eines Tages zu einem solchen Eingreifen von Außerirdischen – wohl ein globales Thema für die ganze Menschheit …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wettbewerb ausgeschrieben: SETI-Forscher des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden

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Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online
Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Am 16. November 1974 wurde das damals größte Radioteleskop der Welt feierlich und vor allem öffentlichkeitswirksam in Betrieb genommen: Das 305 Meter messende Observatorium von Arecibo auf der Insel Puerto Rico sendetet eine ausgeklügelte und durchdachte Botschaft an Außerirdische in das All. Ersonnen von dem SETI-Pionier Professor Frank Drake beinhaltet die sogenannte “Arecibo-Botschaft” der Menschheit codiert zahlreiche Informationen zu unserem Planeten und uns als Spezies. Zum 45. Jahrestag dieser Botschaft der Menschheit wollen die Verantwortlichen von Arecibo 2019 erneut eine Signal an außerirdische Zivilisationen senden. Diesmal aber mit dem Unterschied, dass jeder im Rahmen eines Wettbewerbes seine Nachricht an die Aliens einreichen kann, und die Sieger-Botschaft  dann im November 2019 in das All geschickt wird. Was Ihr tun müsst, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen, was sich die Verantwortlich davon versprechen, was die Medienberichte bisher alle übersahen und was Skeptiker dazu sagen – all das erfahrt Ihr hier.


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Aliens, bitte melden!

Als im November 1974 das Radioteleskop von Arecibo in der Karibik seine Arbeit aufnahm, bewiesen die verantwortlichen Astronomen in zweierlei Hinsicht Weitsicht.

Erstens haben sie eine von dem Astronomen Professor Frank Drake, einer Legende aus dem Bereich SETI und “Suche nach außerirdischen Intelligenzen“, erdachte Nachricht an Aliens in dass All gesandt. Aktiv beteiligt war damals auch der legendäre Astronom und Autor Dr. Carl Sagen, dessen Alien-Buch “Contact” 1999 in die Kinos kam. 1974 war es eine Radiobotschaft in Richtung des 22.180 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufens M13.

Theoretisch könnte dieser Gruß von der Erde dort bzw. in der Umgebung von M13 von einer Zivilisationen empfangen und beantwortet werden. Allerdings erst in 22.180 Jahren, so dass deren Antwort erst in 44.360 Jahren hier ankommen würde, wie es in dem Posting HIER und beispielsweise auch HIER dargelegt wurde.

Und daraus ergibt sich zweitens: Sie haben mit dieser heute weltbekannten “Arecibo-Botschaft” die Themen SETI und außerirdische Zivilisationen weithin bekannt gemacht und in das öffentliche Bewusstsein gebracht. Werbewirksam schaute die ganze Welt damals auf das riesige Teleskop auf der kleinen Insel Puerto Rico.

Wirklich ernsthaft daran geglaubt, das man jetzt nur “einige Zeit” auf eine Antwort von einer fremden Spezies im Kosmos warten muss, hat natürlich keiner der beteiligten Astronomen und Astrophysiker. Auch nicht Frank Drake, dessen legendäre Formel zu Berechnung der Anzahl von außerirdischen technischen Zivilisationen im All, die er auf der ersten SETI-Konferenz 1961 präsentierte, bis heute das Ohmsche Gesetz der (SETI-)Astronomie ist. Bekannt ist sie als Drake-Gleichung oder Green-Bank-Formel.

2019: Eine “neue Botschaft an Außerirdische”

Zum 45. Geburtstag der “Arecibo-Botschaft” an Aliens von 1974 wollen es die SETI-Forscher des Radioteleskop es erneut wagen. Einen “globalen Wettbewerb” haben sie deshalb ausgeschrieben, zu dem die Forscher schreiben:

Anlässlich des 45-jährigen Bestehens der legendären Arecibo-Botschaft wird das Arecibo-Observatorium (AO) 2019 aktualisierte Meldungen auswählen, die von generationsübergreifenden, verschiedenen und internationalen Studententeams erstellt wurden.

(…) Die Herausforderung sucht nach innovativen Ideen, die sich aus einer weltweiten Zusammenarbeit ergeben, die von der Jugend geleitet wird, um eine aktualisierte Botschaft zu definieren, die den intelligentesten und sichersten Weg darstellt, unsere möglichen galaktischen Nachbarn zu begrüßen, die friedliche Nutzung des Weltraums zu fördern und den Raum zu erkunden Spitzentechnologie und wissenschaftliches Wissen sind heute verfügbar.

Gestartet ist der Wettbewerb für die “neue Arecibo Botschaft”, wie die SETI-Astronomen sie schlicht nennen, am 16. November zum 44. Jahrestag. Und fast jeder kann sich in diesem Wettbewerb zur Kontaktaufnahme mit Außerirdischen einbringen, wie es auf der Internetseite des Arecibo Observatorium erhört ist. “Werde Teil der Geschichte”, rufen die Astronomen dort begeistert auf, und suchen durch den Wettbewerb “nach innovativen Ideen, die aus einer globalen Zusammenarbeit von generationsübergreifenden, diversen und internationalen Studententeams” stammen.

Eine “neue Generation von Weltraum-Enthusiasten” soll inspiriert werden, um eine “neue Arecibo-Botschaft zu definieren”. Neu ist ist die Idee eines solchen SETI-Wettbewerb allerdings nicht.

“Globale Herausforderung”

Francisco Cordova, Direktor des Observatoriums vom Arecibo, wird auf der Internetseite der Universität von Zentral-Florida, einem der Betreiber des Radioteleskops, mit den mehr als euphorischen Worten zitiert:

Wenn wir also heute unsere Botschaft zusammenstellen würden, was würde das bedeuten? Wie würde es aussehen? Was müsste man lernen, um die richtige aktualisierte Nachricht von den Erdlingen zu entwerfen? Dies sind die Fragen, die wir jungen Menschen auf der ganzen Welt durch die neue Arecibo-Botschaft stellen – die globale Herausforderung.

Doch ganz einfach wird es den Teilnehmern an dem Wettbewerb auch nicht gemacht. Es können zwar die unterschiedlichsten (kleinen) Teams teilnehmen – von Schulkindern mit ihrem Lehrer bis Studenten mit ihrem Professor – dich diese müssen erst diverse “Puzzle” knacken, die das Observatorium online stellt. Neun Monate haben diese dann insgesamt Zeit, ihre Vorschläge für die “neue Arecibo Botschaft” einzureichen.

Francisco Cordova:

Wir haben einige Überraschungen für die Teilnehmer auf Lager und werden im weiteren Verlauf des Wettbewerbs mehr Details mitteilen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was unsere jungen Leute auf der ganzen Welt erwarten.”

45 Jahre nach der ersten Botschaft ins All, sei es an der Zeit für eine neue. “Unsere Gesellschaft und unsere Technologie haben sich seit 1974 sehr verändert”, so Cordova, was in den Augen der SETI-Astronomen den ganzen Wettbewerb mehr als interessant werden lasse.

Mitmachen kann fast jeder, der unbedingt im kommenden Jahr am 16. November eine Nachricht an außerirdische Zivilisationen senden möchte. Laut Webseite des Observatorium ist Teamarbeit gefragt. Ein Team muss aus mindestens fünf Studenten bzw. Teilnehmern und einem “Mentor” bestehen. Einem Lehrer, Wissenschaftler oder Professor. Natürlich müsse man zuvor mit wissenschaftlichen Methoden und durch Kenntnisse der Weltraumtechnologie das “Gehirn-Puzzle” lösen.

Start ist der 16. Dezember 2018.

Und wozu?

Das Ziel des Wettbewerbes um diese erneute Nachricht an Aliens fasst das Observatorium in knappen Worten zusammen. Und das liest sich ganz anders als in fast allen Medien, die über den Wettbewerb berichtet haben:

Das Hauptziel dieser Aktivität ist die Aufklärung der Jugend über Radioastronomie-Techniken und exoplanetarische Spitzenforschung. Dabei wird die Einzigartigkeit der Arecibo-Observatoriums-Fähigkeiten dargestellt und die Sensibilisierung für die möglichen Risiken erhöht, die mit der Aussendung unbekannter Erdlinge (durch soziale Medien) oder außerirdischen Zivilisationen (durch Funkwellen) verbunden sind.”

Hier sind klar drei Ziele benannt: Erstens natürlich die Förderung der Forschung oder schlicht die Begeisterung, an Astronomie & Co. Zweitens möchte man “sensibilisieren”, dass Kontaktversuche oder der Kontakt mit Außerirdischen potentielle Gefahren mit sich bringt. Und drittens, was in den aktuellen Medienberichten nicht erwähnt wird, wolle man Bewusstsein im Umgang mit den Sozialen Medien/Netzwerke schärfen.

Was hier mit der Versendung von Nachrichten von “unbekannten Erdlingen in Sozialen Medien” gemeint ist, ist klar.

Durchaus erstaunlich, dass im Zuge des Wettbewerbes zur Arecibo-Botschaft 2019 gleichzeitig die neue Generation im Umgang mit Nachrichten in Sozialen Netzwerken & Co. “sensibilisiert” werden soll. Nicht nur Botschaften an außerirdische und uns vollkommen fremde Zivilisationen bergen Gefahren – auch Nachrichten in sozialen Medien. Das soll hier vermittelt werden.

Gefahr aus dem All

Dass es theoretisch ohne Zweifel eine Gefahr ist, wenn die Menschheit Nachrichten an Außerirdische sendet, wurde bereits mehrfach auf Grenzwissenschaft & Mystery Files dargestellt (z. B. HIER, HIER, HIER, & HIER). Wer mag schon ahnen, wie uns mutmaßliche außerirdische Völker gesonnen sind, die irgendwann einmal ein solches Signal der Erde empfangen?! Und das hat nichts mit Hollywood zu tun, wo Aliens eigentlich fast immer böse und gewalttätig sind, wenn sie hier ankommen. Beachtete dazu auch dass Video unten.

Wenn es nicht gleich Kampfraumschiffe sind, die uns Menschen ausmerzen wollen, dann sind es vielleicht Mikroorganismen aus dem All. Versehentlich mitgebracht von den Außerirdischen und für diese vollkommen ungefährlich. Für Erdlinge aber tödlich. Wie etwa Krankheiten der Europäer, die sie bei ihren Eroberungszügen auf den amerikanischen Kontinenten aus Europa zu den Ureinwohnern brachten. Ihr Immunsystem war vollkommen wehr- und schutzlos; Millionen starben.

Wie sähe das erst bei Mikroorganismen aus, die von außerhalb der Erde stammen?

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Aufgrund solcher Bedenken sehen Kritiker auch immer wieder Gefahren, wenn die Menschheit Signale an fremde Wesen im All sendet. Wie aktuell bei der neuen SETI-Nachricht von Arecibo Ende 2019. Nicht nur Professor Stephen Hawking warnte zu Lebzeiten bekanntlich vor solchen “Activ SETI” genannten Projekten, auch wenn er fraglos in diesem Zusammenhang die prominenteste Person war.

Leider ist bis dato noch unbekannt, wohin die Nachricht dem Radioteleskop in einem Jahr geschickt werden soll. Sicher nicht erneut zum Kugelsternhaufen M13 wie im Jahr 1974, da diese so oder so noch über 22.000 Jahre benötigt, um dort erstmal anzukommen. Gäbe es aber im Umkreis von eigen Dutzend Lichtjahren um unseren Planeten aggressive Aliens, die technologische zu uns kommen könnten, wären sie schon lange hier.

“Informationsmüll” der Menschheit

Jahrzehnte schon sendet die Erde Radiosignale in das All. Mit voller Absicht an irgendwelche anderen Zivilisationen genauso, wie versehentlich. Wir “müllen” unsere kosmische Umgebung durch TV- Radio- Radar- und Funk-Signale regelrecht zu, die von unserem Planeten ausgestrahlt werden. Bei diesem “Informationsmüll” haben die Außerirdischen vielleicht auch einfach kein Interesse sich bei uns zu melden.

Der Astrophysiker Sebastian von Hoerner drückte dies treffend mit den Worten aus:

Würden sie uns allein an den Krieg- und Terrorberichten der TV-Nachrichten messen, dürfen wir uns über ihr Schweigen wohl kaum wundern.”

In dem eingangs erwähnten Buch “Contact” von Carl Sagan, dessen Verfilmung 1997 mit Jodie Foster als Hautdarstellerin der SETI-Astronomin ihr einen “Golden Globe” als beste Schauspielerin einbrachte, zeigt das sehr drastisch:

Als eine Art Trägerwelle empfangen die SETI-Forscher in “Contact” von den Aliens als erstes TV-Aufnahmen der Eröffnungsrede von Adolf Hitler bei den Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Warum? Weil diese Radio- und TV-Übertragungen von damals (tatsächlich) seit 1936 mit Lichtgeschwindigkeit durch das All rasen und im Film von den Außerirdischen empfangen wurden. Friedliche Aliens, übrigens.

Jahrzehntelang reisen also schon längst “Botschaften der Menschheit” durch das Universum. Nicht nur Hitlers Rede.

Übrigens arbeitet die SETI-Astronomin im Film “Contact” zu Beginn am Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico.

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Lars A. Fischinger

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Außerirdische – und wäre gerne Astronaut geworden

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Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Aliens - und wäre gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)
Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Leben im All – und wäre auch gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Der gebürtige Berliner Michael Müller ist seit 2014 Regierender Bürgermeister in Berlin und damit zugleich Regierungschef des Landes Berlin. In seinem Amtssitz im “Rote Rathaus” in Berlin Mitte besuchten ihn  jetzt die beiden “Kinderreporter” Linda (13) und Edgar (9) von der “Berliner Zeitung” für ein Interview. Themen waren seine Hobbys, die Schulzeit und seine Arbeit als Bürgermeister – aber auch Außerirdische und war Michael Müller gerne Astronaut geworden wäre. Mehr dazu erfahrt Ihr in dieser Zusammenfassung hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Statt Bürgermeister von Berlin – Astronaut

Am 3. September 2018 brachte die “B.Z.” aus Berlin den Beitrag “Kinderreporter fragen Michael Müller aus”. Ein scheinbar überaus lockeres Interview (HIER) zwischen den beiden Kindern und dem “Machtmenschen” aus dem Berliner Rathaus, wie es scheint.

Neben Fragen und Antworten zu seinem Alltag als Bürgermeister, private Interessen und seiner Schulzeit fragten die beiden “Kinderreporter” Linda und Edgar Müller auch nach Aliens. “Sie interessieren sich auch sehr für Raumfahrt?”, wollten die beiden wissen, und bekamen als Antwort:

“Ja, ich wäre gern Astronaut geworden. Als Jugendlicher war das ein Traum. Mein Vater und ich waren so oft es ging in der Sternwarte oder haben mit einem großen Fernrohr den Sternenhimmel angeguckt.

Klar, das viele Kinder gerne Astronaut geworden wären. Doch es kam bekanntlich anders. Zumal Michael Müller vor seiner politischen Laufbahn als selbstständiger Drucker in der Familiendruckerei in Berlin arbeitete.

“Ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens”

Als Kind, dass sich für Sterne und Weltraum interessierte, glaubt Bürgermeister Müller aber auch als Erwachsener noch an Außerirdische. Auf die Frage, “Glauben Sie dann auch an Außerirdische?”, antwortete Müller den Kindern:

Also ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens, die uns angreifen wollen. Das halte ich für Quatsch. Aber dass es irgendwo anderes Leben gibt, wie auch immer das aussieht, und dass wir nicht die einzigen Lebewesen im Universum sind, davon bin ich überzeugt.

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Mit Sicherheit ist das die Meinung der meisten Menschen der “westlichen Welt”. Vor allem natürlich von Astronomen, Astrophysikern usw. Dass Michael Müller “nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens” glaubt, die irgendwann man die Erde überfallen könnten, ist sehr naiv. Um es provokant auszudrücken. Immerhin ist es theoretisch durchaus möglich, dass es solche Außerirdischen gibt, “die uns angreifen wollen.”

Theoretisch. Denn irgendwelche Hinweise auf solche bösen Aliens existieren nicht. Michael Müller glaubt halt, dass es irgendwo im Universum weitere Lebewesen gibt. Wie auch immer diese außerirdischen Lebensformen letztlich aussehen mögen.

Was wiederum interessant ist, wenn man sich die Nachtberichterstattung nach dem Interview mit den Kindern der “B.Z.” ansieht. Zumindest teilweise suggerieren diese, als habe der Regierende Bürgermeister von Berlin gesagt, dass er an Aliens im Sinne anderer Zivilisation glaubt. Das kann schon sein, nur hat er das so nicht gesagt.

Ebenso gut könnte Michael Müller auch ganz einfach Mikroben und primitive Krabbelwesen gemeint haben.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Deutschland hat keine Pläne bei einem Alien-Kontakt”: Alle Fakten und Hintergründe zu den aktuellen Medienberichten

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Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In meinem Mystery-Review einer Sendung des WDR-Kinderradios “KiRaKa” zum Thema Leben im All, UFOs und Aliens verwies ich bereits auf den Anlass des WDR, den Kindern diese Themen vorzustellen. Es sind aktuelle Medienberichte über eine Anfrage eines Abgeordneten an die Regierung zum Thema “Alien-Kontakt”. Der Politiker Dieter Janecek (Grüne) wollte darin wissen, ob Deutschland irgendwelche Pläne oder Ähnliches nach erfolgtem Kontakt mit Außerirdische hat. Diese offiziellen Fragen und ebenso offiziellen Antworten der Regierung in Berlin sorgten daraufhin für Schlagzeiten. Vornehmlich in der Boulevardpresse, die dabei die Hintergründe und Fakten praktisch vollkommen außer acht gelassen hat. Die angekündigten Hintergründe und Tatsachen hinter diesen Pressemeldungen lest Ihr deshalb detailliert in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Deutschland und die “UFO-Vorbereitung” der Regierung

In meinem vorherigen Posting über eine Alien-Sendung des WDR-Kinderradio “KiRaKa” wies ich daraufhin hin, dass ich genauer auf den Grund der Sendung eingehen werde bzw. möchte. Denn es war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Kontakt Aliens irgendwie vorbereitet ist.

In den Medien machte diese Anfrage und die Antwort der Bundesregierung daraufhin Schlagzeilen.

Da andere Länder aktiv und zum Teil intensiv nach Zivilisationen und Leben im All suchen, so hieß es bei “KiRaKa” online weiter, habe der Politiker Dieter Janecek “gefragt, wie weit Deutschland denn da vorbereitet sei”. Und unser Land ist in keinster Weise vorbereitet. Wie es auch schon vor zehn Jahre nicht vorbereitet war, als genau diese Fragen ebenfalls mehrfach an die Regierung gestellt wurden, wie ich es zum Beispiel auch HIER, HIER, HIER , HIER & HIER ausgeführt habe.

Genau die Aussage, dass Deutschland für einen ersten Kontakt mit anderen Intelligenzen “keine Protokolle oder Pläne” habe, wurde dann durch die Presse verbreitet. Allen voran natürlich die Boulevardmedien mit mehr oder weniger “sensationellen Schlagzeilen” dazu. Deutschland muss also bei einem Alien-Kontakt planlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren? Eben wie es die Regenbogenpresse gerne auslegte oder subjektiv darlegte?

Im Grunde genommenen ja. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Grünen-Politiker Dieter Janecek überhaupt nicht danach fragte!

Hintergründe und Tatsachen

Wenn die Außerirdischen kommen, sind wir in Deutschland planlos und ratlos. Natürlich wäre wieder Kanzlerin Angela Merkel als Sündenbock der Nation schuld. Könnte man meinen. Allerdings ist es wohl auch bei anderen Nationen so, wenn plötzlich die Aliens nach Hollywood-Art hier auf unserem Planeten erscheinen.

Was aber der Abgeordnete Janecek im Juli 2018 wirklich fragte, und in vielen Presseberichten ausgelassen wurde, ist Folgendes:

Welche Vorkehrungen, Protokolle oder Pläne für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es auf Seiten der Bundesregierung und der ihr unterstellten Behörden, und in welchen konkreten Fällen war die Möglichkeit eines solchen Kontaktes Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten.”

Janecek fragte hier nach einem “Erstkontakt” und nicht nach einer Art “UFO-Landung” oder der Ankunft von Aliens in unserem Land. Ein enormer Unterschied, den viele Online-Seiten in ihren Berichten dazu wohl übersehen haben. Hier ist kein physischer “Erstkontakt” gemeint, sondern ganz einfach die Situation, dass ein außerirdisches Radiosignal empfangen wird, und was die Regierung dann zu tun gedenkt. Also ein SETI-Projekt eines Tages Erfolg hat.

Die vollständige Antwort der Regierung erfolgte am  7. August 2018. Nur leider macht sie es nicht besser, im Gegenteil:

Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne, da die Bundesregierung einen Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für äußerst unwahrscheinlich hält. Konkrete Fälle, die Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten hätten sein können, sind nicht bekannt.“

Nach einem “Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland” – also die Landung von Aliens in unserem Land – hat der Abgeordnete Janecek überhaupt nicht gefragt. Nach Aussage der Regierung sei das “äußerst unwahrscheinlich” und deshalb habe man dafür auch keine Protokolle. Das ist auch vollkommen richtig. Auch Janecek selber schreibt in einem Artikel vom 18. August zu den Antworten der Bundesregierung:

Wenn man den Begriff Erstkontakt so versteht, dass Außerirdische in der Lüneburger Heide landen, muss man ihr mit dieser Einschätzung auch uneingeschränkt Recht geben.”

Eine Invasion von Aliens in ihren Super-Raumschiffen gehört auch nach Meinung von Janecek ins Kino und nicht in die Wissenschaft. Er schreibt weiter:

Die Erde bekommt Besuch von ihr nicht besonders wohlgesinnten Außerirdischen in Raumschiffen und verfällt in Panik und Chaos, während fiktive US-amerikanische Präsidenten für solche Fälle vorgesehene Notfallpläne aus den Schubladen ziehen und zügig schlagkräftige Sondereinheiten mit mindestens einem bühnentauglichen Helden zusammenstellen.

So interessant ein derartiges Szenario aus subjektiver Sicht im Sinne einer unterhaltsamen Abendgestaltung sein kann, so wenig ist es aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse für realistisch zu erachten.

“Die Angst vor Invasionen durch intelligente und übermächtige Aliens ist irrational”, so Dieter Janecek, obwohl “unzählige Verschwörungstheorien die Runde machen”.

Optimistisch oder auch pessimistisch betrachtet, je nachdem, ob die Ankömmlinge Freunde oder Feinde sind, ist eine eche Ankunft von Aliens auf der Erde theoretisch trotzdem möglich. Aber auf der Erde und nicht auf dem Alexanderplatz in Berlin oder auf dem Oktoberfest in München. Warum sollten sie auch Deutschland auswählen, wenn sie die Menschheit kontaktieren (oder auslöschen) wollen? Letztlich würden da eh keine noch so ausgefeilten Pläne in irgendeinem Land der Erde nützen.

Die Bundesregierung beantwortete zwei Fragen

In den vergangenen Tagen haben Medienberichte sich genau auf diese Antwort der Regierung “gestürzt”. Eine Antwort auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde. Doch Dieter Janecek richte diesbezüglich zwei Fragen an die Regierenden in Berlin. Frage Nummer 2 ging dabei wohl unter, da sie wohl zu wenig Potential für irgendwelche Sensations-Schlagzeilen hat:

Von welchen Institutionen oder Programmen auf nationaler oder europäischer sowie internationaler Ebene hat die Bundesregierung Kenntnis, die sich ganz oder teilweise mit der Suche nach außerirdischem Leben beschäftigen, und rechnet die Bundesregierung damit, von diesen Institutionen oder Programmverantwortlichen im falle eines möglichen Erstkontaktes informiert zu werden?

Die Antwort kennen sicher viele an Aliens und Astronomie interessierte Menschen. Vor allem SETI-Astronomen machten und machen sich darüber Gedanken, was zu tun ist, wenn sie ein intelligentes Signal aus dem Kosmos empfangen. Immerhin ist genau das auch Ziel von SETI: Außerirdische im All finden und wissenschaftlich nachweisen.

„Hierzu verweist die Bundesregierung auf die Nr. 2. der Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ‘Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischer Lebensformen’ (AKZ: WD 8 – 3000 – 104/2009).

Inzwischen wurde ein Radioteleskop in Kalifornien, das Allen Telescope Array, zur Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) in Betrieb genommen. Im Falle der Detektion eines künstlichen extraterrestrischen Signals wird die internationale Wissenschaftsgemeinde nach ausreichender Verifikation des Signals informiert.“

Bei dieser Antwort der Deutschen Regierung an den Abgeordneten Janecek fehlt offenkundig das “Schlagzeilen-Potential” für die Massenmedien. Nicht aber unbedingt für grenzwissenschaftlich Interessierte.

Dass SETI-Radioteleskope nach Alien-Signalen suchen, ist selbst Laien durchaus bekannt. Auch, dass ein potentielles Signal von Außerirdischen nach Empfang von anderen Astronomen und Wissenschaftlern bestätigt werden muss. Bei dem im Review-Posting über die Sendung des WDR erwähnten “Wow-Signal” vor ca. 40 Jahren war das beispielsweise nicht so. Es wurde einmal empfangen, konnte aber nicht mehr von anderen Astronomen bestätigt werden …

Das deutsche “UFO-Gutachten”

In der zweiten Antwort wird auch auf die “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” verwiesen. Darin könne sich der Grünen-Politiker Janecek quasi weiter bezüglich seiner Anfrage informieren. Und das ist die legendäre “geheime UFO-Akte der Bundesregierung”, die erst auf juristischen Klageweg von dieser freigegeben wurde. Inhaltlich ist sie eher belanglos, wie zum Beispiel HIER und HIER sowie in einem Video HIER erläutert.

Allerdings gibt dieses Dokument auch keine wirklichen Antworten auf die zweite Frage von Janecek. Im Gegenteil, da dieses offizielle “UFO-Gutachten” der Regierung von 2009 gerade mal 10 knappe Seiten umfasst. Der Verweis “auf die Nr. 2. der Ausarbeitung” bezieht sich auf das zweite Kapitel oder besser den zweiten Abschnitt darin. Auf gerade mal grob einer Seite geht es darin um “Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz – SETI”, wie die Nr. 2 überschrieben ist.

Inhaltlich sind es allgemein zusammengefasste Informationen zu den SETI-Projekten. Die Geschichte, die Finanzgeber, beteilige Astronomen, Institute und anderes dazu mehr. Bei Wikipedia erfährt man über SETI wesentlich mehr, als in der freigeklagten “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages”.

Schaut man sich aber die oben zitierten Antworten der Regierung an Dieter Janecek genauer an, findet man sie auch in der Ausarbeitung des Bundestages zu Aliens & Co. Zum Teil scheint es, als habe man einfach Aussagen und Angaben aus der “UFO-Akte der Regierung” entnommen, und als Antworten auf die beiden Fragen dem Grünen-Politiker übersandt. Zum Teil wortwörtlich.

Und hier ist der Abschnitt Nr. 4 der Ausarbeitung durchaus interessant.

Bekannte Antworten auf bekannte Fragen

Dieter Janecek wird die rund zehn Jahre alte “UFO-Akte” der Regierung mit Sicherheit schon vor seinen Anfragen gekannt haben. Davon darf man ausgehen. In Abschnitt 4, “Die VN-Resolution A/33/426”, geht es um “die Erforschung von unidentifizierbaren Flugobjekten (UFO) sowie außerirdischen Lebensformen”. Eben genau das, was die legendäre Resolution der Vereinten Nationen 1978 in “United Nations General Assembly Decision 33/426” beschlossen hat.

Kompakt gesagt heißt es in diesem Beschluss, dass die Generalversammlung der UN “interessierte Mitgliedstaaten” dazu einlädt sich national mit UFOs und Aliens zu beschäftigen, sie zu erforschen und ihre Arbeiten zu koordinieren. “Wissenschaftliche Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich unidentifizierter fliegender Objekte” ist damit konkret gemeint. Diese Anstrengungen und Ergebnisse sollen dann den Vereinten Nationen mitgeteilt werden.

Für die Deutsche Regierung ist diese Resolution nicht bindet. Sie habe “nur empfehlenden Charakter. Sie sind daher rechtlich nicht bindend und verpflichten nicht zu Umsetzungsmaßnahmen”, so heißt es in der UFO-Ausarbeitung von 2009. Die Länder werden nur “eingeladen” solche Forschungen zu betreiben und damit sei “die Bundesrepublik Deutschland zu keinen Zeitpunkt (rechtlich) verpflichtet (…) UFOs oder außerirdischen Lebensformen zu dokumentieren bzw. zu untersuchen” und es der UN mitzuteilen.

Das enttäuscht sicher viele UFO-Forscher oder Mystery-Jäger. Genauso wie die Tatsache, dass in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt vier ähnliche Fragen von Abgeordneten an die Regierung gestellt wurden, wie aktuell jene von Janecek. Die damaligen Fragen und Antworten habe ich 2010 an anderer Stelle zitiert und diskutiert.

So stellte als Beispiel der FDP-Abgeordnete Peter Hettlich von den Grünen schon 2009 folgende Frage:

Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Wahrscheinlichkeit der Existenz intelligenter extraterrestrischer Lebewesen ein, und für wie hoch hält sie die Wahrscheinlichkeit, dass Außerirdische auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland landen?

Der Staatssekretär antwortete darauf am 22. Juni 2009 unter anderem mit den Worten:

Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen.“

Sinngemäß bekam zehn Jahre später der Grüne Dieter Janecek auch genau diese Antwort, obwohl er, wie wir gesehen haben, danach gar nicht fragte.

Noch mehr Hintergründe

Schaut man sich das Dokument mit den Antworten an Janecek vom 7. August 2018 einmal etwas genauer an, fällt dem ein oder anderen misstrauischen Menschen vielleicht etwas auf: Absender ist das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” von Peter Altmaier (CDU). Warum von allen deutschen Ministerin gerade das? Warum nicht das Verteidigungsministerium oder das “Bundesministerium für Bildung und Forschung”?

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Auch wenn es verirrend erscheinen mag, gibt das dafür eine recht einfache Erklärung.

Die beiden “Alien-Fragen” von Dieter Janecek sind nur Zusatzfragen einer sogenannten “Kleinen Anfrage” an die Bundesregierung vom August 20018 (Drucksache 19/3745). Darin finden sich insgesamt 39 Fragen mit den entsprechenden Antworten, die die Grünen und natürlich Janecek zum Thema “Ziele und Zeitplan des angekündigten Weltraumgesetzes und weiterer Vereinbarungen im Bereich Raumfahrt” stellten. Irgendwas mit UFOs oder einem Erstkontakt sucht man darin vergeblich, da diese Fragestellungen praktisch rein wirtschaftliche Interessen Deutschlands berühren (s. auch Dokument HIER).

Denn die aktuell zu beobachtende Kommerzialisierung der Raumfahrt verdient nach Ansicht der Fragestellenden deutlich mehr politische Aufmerksamkeit.

(…)

Diese Entwicklung bietet ganz neue Möglichkeiten für die zivile Raumfahrt und Weltraumforschung, fordert aber auch etablierte Strukturen heraus. Und sie lassen nicht zuletzt eine Überprüfung sinnvoll erscheinen, welche aktuellen staatlichen Investitionen in die zivile Raumfahrt mittel- und langfristig zukunftsfähig sind.”

Heißt es einleitend in dem Dokument zum Beispiel. Ganz profan also Fragen, wie die aktuelle Regierung unseres Landes in Zukunft auf dem Sektor der Raumfahrtindustrie wettbewerbsfähig bleiben will. Oder ob sie es überhaupt sein kann und was sie zukünftig dafür plant. Immerhin hat erst jüngst US-Präsident Donald Trump deshalb die Gründung einer “Space Force” bekannt gegeben. Auch das hat nichts mit einer Alien-Invasion zu tun, sondern hat wirtschaftliche Gründe, wie in diesem Blog-Beitrag nachzulesen ist.

Wer anders als das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” wäre also dafür zuständig solche Fragen der Grünen-Fraktion zu beantworten?

Fassen wir bis hierher zusammen …

  • Mein Mystery-Review, quasi der Teil 1 dieses Postings, behandelte eine “Alien-Kinderradiosendung” des WDR. Darin erklärten die Moderatoren knapp und einfach unter anderem eben auch, was es mit diesen nicht vorhandenen Plänen Deutschland in Sachen Außerirdischen auf sich hat.
  • Die (Boulevard-)Presse bauschte das Thema vielfach auf. Durch sensationelle Headlines, durch fehlende Hintergrundinfos oder auch durch die Auswahl von Zitat-Stücken usw. Mit guten Willen sage ich einfach mal, die Massenmedien haben online auch nicht genug Platz, das Thema genauer zu beleuchten …
  • Ich schon, weshalb ich mein WDR-Review als Mystery-Interessierter aufteilte, um die Hintergründe genauer darzulegen.
  • Der Abgeordnete Dieter Janecek wollte eigentlich nur wissen, ob es in Deutschland irgendwelche Pläne gibt, wenn man ein außerirdisches Signal findet. Auch wenn man direkt in unserem Land nicht oder kaum an irgendwelchen SETI-Projekten arbeitet.
  • Die Antwort an Janecek war irreführend, da in diese direkt von der Landung von Außerirdischen in Deutschland sprach, was er aber so nicht fragte.
  • Für diesen Fall hat Deutschland keinerlei Masterplan.
  • Janecek wollte ich einer zweiten Fragen wissen, ob die Regierung irgendwie von Projekten usw. weiß, die aktiv nach anderen Wesen im All suchen.
  • Die Regierung verwies auf SETI, was Dieter Janecek mit Sicherheit schon im Vorfeld kannte (hoffentlich).
  • Ebenso verwies die Regierung auf ihre “UFO-Ausarbeitung” des Bundestages, in der mehr allgemeine Informationen zu SETI nachzulesen sind.
  • Nachzulesen ist darin auch die Position Deutschlands zur UN-Resolution von 1978, in der es hieß, man möge sich national mit UFOs und außerirdischem Leben befassen.
  • Dieser Beschluss sei nicht bindend sondern nur eine Einladung der UN – und Deutschland mache es deshalb nicht.
  • Es wurde mitgeteilt, dass bei einem bestätigten außerirdischen Erstkontakt dieser Information an die “internationale Wissenschaftsgemeinde” gegeben wird. Was es dann für Pläne gibt, weiß man offensichtlich nicht. SETI-Astronomen indes schon, auch wenn es beim ersehnten Erstkontakt hier sicher international zu “Reibereien” kommen wird …
  • Die aktuellen Fragen wurden so oder so ähnlich schon vor zehn Jahren gestellt und auch von der Regierung beantwortet. Zum Teil nutze man diese Antworten als “Textbausteine” jetzt erneut.
  • Dieter Janecek und seine Partei haben zuvor 39 Fragen an die Regierenden gestellt, die sich um wirtschaftliche Aspekte der Weltraumforschung für unser Nation drehten. Interessanterweise haben diesen Umstand die Massenmedien eigentlich vollkommen ignoriert. Bis auf eine erstaunliche Ausnahme: Das WDR-Kinderradio “KiRaKa” in deren UFO-Sendung am 21. August.
  • Darum antworte auch das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” auf die beiden Zusatzfragen von Janecek.

Ganz offiziell bleibt eine Sache “seltsam”

Und doch gibt es bei all den vielleicht etwas verwirrend erscheinenden Fakten noch eine weitere interessante Aussage. Zu finden in dem “UFO-Papier” des Bundestages von 2009, dass bekanntlich eher einer Wikipedia-Zusammenfassung ähnelt. Unter der Nr. 4 zu der UN-Einladung zu nationaler UFO-Forschung lesen wir folgenden Abschnitt:

Die Aussage, dass ,der Bundesregierung … keine Erkenntnisse vorliegen, die eine zuverlässige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit extraterrestrischen Lebens erlauben würden (und) eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland … nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen (hält)’, besagt nichts darüber, ob in der Vergangenheit nicht doch entsprechende Untersuchungen gemacht wurden.”

Und da andere Länder zuvor geheime UFO-Dokumente “sogar via Internet veröffentlicht haben” schreibt die Ausarbeitung weiter:

Die Tatsache (…) legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.

Der “Wissenschaftliche Dienst” des deutschen Bundestages schreibt hier eindeutig an die Abgeordneten, dass sie selber nicht wissen:

  1. Ob in Deutschland trotzdem UFO-Untersuchungen durchgeführt wurden, von denen der Dienst nichts weiß, und die folglich geheim sind.
  2. Ob “sich auch deutsche Behörden oder Ministerien” mit UFO-Forschung und der Frage nach Außerirdischen beschäftigten und sogar weiter beschäftigen, auch wenn die Vermutung nahe liegt.

Nachzulesen auf Seite 7 der “Studie“.

Im Klartext: Den Autoren der Ausarbeitung ist also unbekannt, ob es nicht doch geheime UFO-Forschungen der deutschen Regierung oder zugehöriger Behörden gab oder noch gibt. Aber sie selber vermuten es. Wenn das mal nicht letztlich doch Raum für Spekulationen lässt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wie erkläre ich Kindern das Thema “Außerirdische”? Aliens, UFOs und Leben im All beim Kinderradiokanal “KiRaKa” des WDR

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Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Schon viele Jahre debattieren etablierte Wissenschaftler, Laien, UFO- und Alien-Fans oder auch Science-Fiction-Freunde hitzig über Leben im All und Außerirdische. Von sachlichen Diskussionen über Spekulationen bis nüchterne Wissenschaft ist alles dabei.  Aber können unsere Kinder damit überhaupt irgendwas anfangen? Können unsere Kleinen Fakt und Fiktion, Tatsache und Spekulationen, voneinander trennen, nur weil “die Erwachsen das sagen”? Ich denke eher nicht. Das dachte sich auch der öffentlich-rechtliche Sender WDR in einer Sendung zum Thema auf  deren Kinderradiokanal “KiRaKa”. Ich habe mir für Euch die Kindersendung in Sachen UFOs und Aliens einmal genau angehört und online nachgelesen. In diesem Mystery-Review erfahrt Ihr, was der WDR den Kindern zum Thema zu sagen hatte und was eigentlich genau der Anlass war, dass das “KiRaKa” von Außerirdischen & Co. berichtete.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs, Aliens, Leben im All, Science-Fiction und die Kinder

Grenzwissenschaftler und Mystery Files-Interessierte in aller Welt diskutieren wohl kein Thema und leidenschaftlicher mehr als UFOs und Aliens.

Kein Wunder eigentlich, da in den letzten 20 Jahren auch etablierte Wissenschaftler wie Astronomen und Physiker über Leben im All öffentlich diskutieren. Und – vor zwei Jahrzehnten kaum denkbar! – keine Scheu haben zu sagen, dass es irgendwie Leben im Kosmos gibt. Intelligentes Leben auf fernen Welten inklusive, das wir auch finden werden.

Astronomen, die irgendwo im All andere Zivilisationen oder auch außerirdische Mikroorganismen in unserem eigenen Sonnensystem vermuten, wissen eigentlich sehr genau: UFO-Forschung ist grundsätzlich eine andere Thematik. Auch UFO-Forscher wissen zwischen irgendwelchen fernen Aliens im Kosmos und dem UFO-Phänomen als “Alien-Präsenz” auf der Erde zu unterscheiden. Sollten sie zumindest.

Kinder können das aber nicht unbedingt. Wenn irgendein Erwachsener was von UFOs oder Aliens erzählt, stimmt das schon. Natürlich, keine Frage, es liegt an dem jeweiligen Kind und vor allem auch dessen Alter. Aber grundsätzlich kann man Kindern nicht die gleiche objektive Differenzierung zusprechen, wie erwachsen Menschen. Vor allem dann nicht, wenn diese sich sogar selber mit Aliens, UFOs oder Leben irgendwo im All befassen.

Wie erkläre ich einem Kind “Außerirdische”?

Nicht mit Hollywood-Filmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung durch Gespräche mit Kindern, dass vieles am TV und vor allem YouTube in einen Topf geworfen wird. Fakt und Fiktion gehen dann fließend ineinander über.

Genau darum finde ich es spannend, wenn sich der WDR in einer Kindersendung genau mit diesem Thema befasst. Als Erwachsender, der sich selber als Mystery-Jäger bezeichnet, kann man solche “Kinder-UFO-Sendungen” schwer beurteilen. Immer hat man sein eigenes und ganz individuelles Wissen und seinen Standpunkt im Hinterkopf. Ein Kinderpsychologe mit “Alien-Ausbildung” wäre für eine Beurteilung wohl geeigneter …

“Nachrichten für Kinder: Leben aus dem All?” So hieß am 21. August eine Radiosendung des WDR-Kinderradiokanal “KiRaKa”. Es war sogar das “KiRaKa Thema des Tages”. Die Moderatorin (Name ist mir nicht bekannt) fragte in der Radiosendung einleitend ganz einfach:

Gibt es da draußen in den unendlichen Weiten des Universums wohl noch andere Lebewesen? Außerirdische? Aliens? Grüne Männchen? Oder Wesen, die genauso aussehen wie wir – oder ganz anders?

Persönlich meint die Sprecherin: “Ich glaube es gibt Außerirdische!”. Das All sei zu riesig und darum denkt sie, es gibt diese Aliens. Auch wenn es nur irgendwelche Krabbelwesen sind. Nach einem paar minütigen Einleitungs-Talk mit ihrem Co-Moderator Matthias Hof, über das ich in diesem Folgeposting HIER ausführlich berichten werde, geht es um Wissenschaft. Und zwar eben um jene Wissenschaftler, die sich mit der Suche nach Leben im All beschäftigen. Ebenso um angebliche Aliens und UFOs bei uns auf der Erde.

Der Co-Moderator der Sendung, Matthias Hof, hat sich für die kleinen Zuhörer meiner Meinung nach sehr gut vorbereitet. So erklärt er zum Beispiel, dass andere Länder etwa mit Radioteleskopen nach Signalen von Aliens suchen (gemeint ist dabei natürlich SETI) aber wir “keine richtigen Beweise” für solche außerirdischen Zivilisationen haben. Hof erklärt einfach und kompakt, dass es wirklich Wissenschaftler (wie eben Astronomen usw.) gibt, die sich mit diesen Wesen befassen. Auch damit, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann, was man machen soll, wenn man sie findet oder ob diese dazu Pläne haben.

“Alte-Alien-Hasen” und junge Kinder

Für die “alten Alien-Hasen” in Sachen Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens etc. sind das lange bekannte Fakten. SETI-Projekte als Suche nach intelligenten Wesen im All mittels Radioteleskopen, ist Jahrzehnte alt. Wissenschaftler, wie Exobiologen, die sich mit der Entstehung von Leben auf anderen Monden und Planeten beschäftigen, kennt man auch. Aber wohl nicht die Kinder, die diesen WDR-Sender hören.

UFO-Meldungen und die zahllosen UFO-Fotos hingegen, so Hof, seien im Nachhinein immer als nicht-außerirdisch bewiesen worden. Ob das so stimmt, sei dahingestellt. Immerhin gibt es einige, bei denen man ganz einfach nicht sagen kann, was es sein könnte.

Abschließend erwähnt die Sendung auch das legendäre “Wow-Signal” von 1977. Bekanntlich sorgt dieses vor rund 40 Jahren empfangene Funksignal aus dem All immer wieder für Spekulationen, ob es vielleicht von Außerirdischen stammen könnte. Auch die Raumsonden “Voyager” der NASA spricht Moderator Hof an, und dass diese Botschaften an Aliens an Bord haben (dazu mehr HIER & HIER).

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Nicht ganz sechs Minuten ging die Sendung auf dem Kinderradiokanal. Dass der WDR-Mitarbeiter Matthias Hof trotz guter Vorbereitung den Kinder darin nicht das Universum und seine mutmaßlichen Bewohner erschöpfend erklären konnte, ist sicher jedem klar. Trotzdem hat mir als häufig mehr als kritischer Mystery-Review-Autor auf diesem Blog die Kinder-Sendung gefallen.

In den wenigen Minuten hat Matthias Hof und die Moderatorin kind- und sachgerecht das Alien-Thema den Kindern nahe gebracht. Natürlich hatte “KiRaKa”-Redaktion einen Grund, warum sie ihrem jungen Publikum das Thema “Ist das wer im All?” präsentierten.

Aliens: Deutschland ist planlos

Auslöser dieser Sendung war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Aliens vorbereitet ist. Also eine Frage eines echten “Grünen Männchen” (das konnte ich mir einfach nicht verkneifen) …

Beim “KiRaKa” heißt es dazu online etwa:

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Außerirdische nach Deutschland kommen.

In den Medien machte genau diese Anfrage und die entsprechende Antwort der Regierung in Berlin vor wenigen Tage die Runde. Denn Pläne hat unser Land nicht, falls UFOs auf einmal hier landen oder auftauchen, heißt momentan oft in der Presse. Denn Berlin antwortet Janecek auf seine parlamentarische Anfrage, dass es “für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben (…) keine Protokolle oder Pläne” der Regierung gibt.

Doch leider wurde nur genau diese Teil-Antwort wurde jüngst durch die Presse verbreitet. Und zwar nicht gerade objektiv und ohne wirkliche Hintergrundinformationen. Der WDR-Kinderradiokanal hat das Thema dann schlicht übernommen bzw. als nahm es zum Anlass die Kinder über Außerirdische gut zu informieren. Heißt das also, dass Deutschland bei einem Alien-Kontakt planlos dasteht … und wir wehrlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren müssen?

Genau dazu erfahrt Ihr in diesem Folgeposting zu diesem Mystery-Review alle Hintergründe und Fakten hinter den oftmals spektakulär aufbauschten Medienberichten!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Präsident Donald Trump bringt Richtlinie zur Einrichtung einer “Weltraum-Armee” auf dem Weg – doch was ist diese “Space Force”?

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US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der US-Präsident Donald Trump plant große Schritte im All. Nicht nur auf dem Mond und Mars sollen zukünftig Amerikaner landen, sondern Trump will auch eine “Space Force” für die USA. Eine “Weltraum-Truppe” als eigenständigen Teil der US-Streitkräfte, die die Vormachtstellung der USA im All sichern soll. So jüngste Medienberichte nach bekannt werden von Trumps Plänen vor wenigen Tagen in Washington. Diese Pläne und Ideen sind allerdings nicht neu, auch nicht für und von Trump. Sie haben auch nichts mit einer Verteidigung gehen eine Alien-Invasion zu tun, wie es in einigen Meldungen heißt. Was genau Donald Trump für diesbezügliche Richtlinien verabschiedet hat und was es mit dieser “Space Force” wirklich auf sich hat, erkläre ich in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Krieg der Sterne gegen Aliens?

Zugegeben, wenn man von der Schaffung einer “Weltraum-Tuppe” oder “Weltraum-Armee” durch die USA hört, denken sicher viele sogleich an einen Schutz gegen Außerirdische. Alien-Invasoren, die uns und unseren Planten nichts Gutes wollen, und gegen die man sich militärisch im All verteidigen muss. Theoretisch denkbar, keine Frage. Doch sollte ein solche “UFO-Invasion” aus den Weiten des Kosmos kommen, wäre unsere Spezies mit Sicherheit so oder so haushoch unterlegen!

Was will also US-Präsident Donald Trump mit einer “Space Force”? Die “Stuttgarter Nachrichten” zum Beispiel am 18. Juni dazu:

Schlechte Zeiten für außerirdische Invasoren: US-Präsident Donald Trump dem Pentagon aufgegeben, unverzüglich mit der Schaffung einer Weltraumarmee zu beginnen.

Das hört sich an, als wolle die USA ganz im Sinne von “STAR WARS” imperiale Sturmtruppen im All stationieren. Dem ist aber nicht so.

Donald Trump und die “Space Force”

Bei einem Treffen am 18. Juni 2018 sagte Präsident Trump, dass die USA als sechsten Zweig der US-Armee diese “Space Force”ins Leben rufen solle. Vor allem soll die USA so im All wieder ihre einstige Größe und Vormachtstellung wieder erlangen, so Trump. Man will sich nicht von China, Russland oder irgendwelche anderen Länder ausbooten lassen, wenn es um die Präsenz im All gehe (s. a. HIER).

Trump dazu vor wenigen Tagen:

Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig. Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben.

ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Neu sind die derzeit durch die Medien laufenden Aussagen von Trump keineswegs. Schon im Mai 2018 (und in den Jahren davor) berichteten verschiedene Medien anlässlich des “National Defense Authorization Act”(s. a. PDF HIER) über dieses Thema. So zitierte etwa “CNN“:

Wir werden sehr groß im Weltraum werden, sowohl militärisch als auch aus anderen Gründen, und wir denken ernsthaft über eine Space Force nach. “Der Weltraum ist ein Kriegsgebiet, genau wie Land, Luft und Meer.”

Und der Abgeordnete Mike Rogers aus dem Weißen Haus in Washington jubelte damals auf Nachfragen gegenüber “CNN”:

Ich bin begeistert, dass die Idee des Space Corps im Weißen Haus Einzug hält. Der Kongressabgeordnete Jim Cooper und ich haben unermüdlich am Unterausschuss des Strategic Forces Committee des House Armed Services Committee gearbeitet, das seit über zwei Jahren ein Space Corps außerhalb der Air Force benötigt.

Aber was genau will die USA mit ihrer “Weltraum-Armee”?

Die “Weltraum-Armee” der USA

“CNN” zitierte am 18. Juni einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministerium mit den Worten:

Der Weltraum ist eine Kriegsgebiet, daher ist es wichtig, dass unser Militär in diesem Bereich seine Dominanz und seinen Wettbewerbsvorteil behält. Der gemeinsame Stab wird eng mit dem Büro des Verteidigungsministers, anderen Interessengruppen (des Verteidigungsministerium) und dem Kongress zusammenarbeiten, um die Leitlinien des Präsidenten umzusetzen.

Ein “Kriegsgebiet” im klassischen Sinn ist das All sicher nicht. Wohl aber ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, in dem in naher, ferner und weiter Zukunft wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen werden. Und darum geht es bei dieser “Space Force” der USA. Eben um Macht und Einfluss bei einer zukünftigen wirtschaftlichen Ausbeutung des All. Welcher Art und Weise das auch immer eines Tages Realität wird.

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Man darf als Weltmacht hier nicht Anschluss verlieren und müsse frühzeitig handeln, so die Grundaussage von Donald Trump seiner beschlossenen Richtlinie. So sagte auch Scott Pace vom Nationalen Weltraumrat der USA:

Wenn wir die Wirtschaft im Weltraum ausbauen wollen, müssen wir sicherstellen, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht.

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Dana White, Sprecherin des Pentagon, ergänze zu diesen beschlossenen Plänen, dass nun in Zusammenarbeit mit dem Kongress viele Beratungen, Beschlüsse und Debatten folgen werden. Immerhin ist es auch und vor allem eine Kostenfrage für die Amerikaner.

In dem Beschluss vom 18. Juni von Trump heißt es auch, dass die USA in Zukunft die Führungsrolle bei der Bereinigung und Vernichtung von Weltraumschrott übernehmen solle. Ein Thema, das in der Raumfahrt aufgrund des praktisch zugemüllten Erdorbit eine immer wichtigere Rolle spielt. Jedes kleine Teil Schrott im All aus Jahrzehnten der Raumfahrt ist eine Gefahr für Mensch und Maschine im All.

Und dass man mit Müllbeseitigung schon hier auf der Erde Milliarden verdienen kann, ist sicher niemanden neu.

Zusätzlich möchte die USA den wachsenden Flugverkehrs im Weltraum koordinieren oder bei dessen Regelung eine führende Rolle übernehmen. Auch das wäre in durchaus absehbarer Zukunft fraglos ein Geschäft für die Vereinigen Staaten. Bekanntlich streben nicht nur immer mehr Länder mit eigenen Raumfahrtprojekten in das All, sondern auch private Firmen und Organisationen. Eine Regelung auf Internationaler Ebene ist hier zwingend erforderlich!

Eigentlich aber gibt es solche Regelungen in Form von “Weltraumverträgen” bereits längst, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt.

Auf zum Mond und Mars!

Donald Trump festigte mit dem neuen Beschluss auch die Absicht der USA wieder bemannt zum Mond zu fliegen. Als weiteres Ziel werde ein bemannter Flug zum Mars angestrebt, so Trump weiter.

Solche Träume – vor allem der Flug des Menschen zum Mars – sind natürlich so alt wie die Raumfahrt selbst. Mindestens. Da aber hierzu erst noch neuen Technologien gebaut, entwickelt, verbessert und neu konstruiert werden müssen, ist das alles Zukunftsmusik. Irgendwann muss man aber hier konkret den Anfang machen, was diverse Zukunftsvisionen im All angeht, was die USA eben wollen. In der Theorie oder besser gesagt in “Absichtserklärungen”.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Überspitzt könnte man auch sagen mit “beschlossenen Wunschlisten” der US-Regierung. Gewaltige Geldmittel müsste die USA hierfür aufbringen. Von der Realisierung irgendwelcher Basen auf dem Mond ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang hebt Donald Trump aber auch den Konkurrenzkampf zwischen der NASA und privaten Weltraumfirmen wie “SpaceX” hervor. Trump:

Solange es eine amerikanische reiche Person ist, ist es gut, okay? Sie können uns schlagen. Wir sparen etwas Geld, und sie schlagen uns, und wir lassen uns das als unseren Verdienst anrechnen.

Abgesehen von diesen US-Taumzielen ist die “Space Force” also keine Armee im All, wie es einige Medienberichte zu suggerieren scheinen. “Flexibilität bei Startfenstern” von Raketen sowie “schnellere und genauere Informationen darüber, wo sie starten können”, seien auch und vor allem für private Raumfahrtunternehmen wichtig, so Scott Pace. Nicht nur um Weltraumschott auszuweichen. Auch deshalb, damit deren Satelliten “mehr Zeit haben, um Einnahmen-erzeugende Tätigkeiten nachzugehen, anstatt manövrieren zu müssen”.

Eine “Space Force”, die Weltraumschrott beseitigt und Raketenstarts koordiniert, um Kollisionen mit Space-Müll zu vermeiden, klingt natürlich nicht so spannend wie eine “US-Weltraum-Armee” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Killer-Bakterien vom Mond und die Ängste der NASA bei der ersten Mondlandung: Warum das weiterhin aktuell bleibt und wie die NASA 1969 mit dem Feuer spielte

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Killer-Bakterien vom Mond - Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Killer-Bakterien vom Mond – Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 veröffentlichte ich auf Grenzwissenschaft & Mystery Files den Artikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde in dem Posting der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Doch im Zuge der ersten bemannten Mondlandungen der NASA ab 1969 stellte sich noch eine ganze andere Frage, die direkte Konsequenzen für das Leben auf der Erde und die gesamte Menschheit hatte: Was machen wir, wenn es entgegen allen Erwartungen auf dem Mond doch fremde und fremdartige Mikroorganismen gibt, gegen die der menschliche Organismus vollkommen schutzlos ist? Welche Ängste die NASA ab der ersten Mondlandung von “Apollo 11” hatte, welche Anstrengungen sie zum Schutz des irdischen Lebens unternahm und warum solche Missionen immer ein Spiel mit dem Feuer bleiben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos. Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen um All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder der Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig!

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenkt. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso, wie für Intelligenzen aus dem All.

All diese Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen begannen spätestens mit der ersten Landung des Menschen auf dem Mond akut zu werden.

“Apollo 11”: Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong den Mond. Aldrin folgte etwas später.

Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung der NASA auf dem Mond für die USA gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung auf dem Mond gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Wirklich zu 100 Prozent konnte das damals noch kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute fast niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killer-Bakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr.

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Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (= Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planten durch Killer-Bakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es die “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Neil Armstrong Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne nach der Mondlandung (Bild: gemeinfrei)
Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne auf der “Hornet” – re.: US-Präsident Richard Nixon (Bild: gemeinfrei)

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Mond-Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen, dann die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernen wartenden US-Schiff “Hornet” geflogen und dort in einer mobilen Quarantäneeinrichtung “gesperrt”. Drei Wochen lang.

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da es auch dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. Im “Albuquerque Journal” war am 30. April 1971 dazu zu lesen:

Auf der Grundlage dieser Analyse (der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge) haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt.

Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es bedurfte also drei geglückten Mondlandungen und der sicheren Heimkehr von Mensch und Material, bis die NASA eine Gefahr für die irdische Biosphäre ausschließen konnte. Die Mondlandung der Mission “Apollo 13” ging bekanntlich schief, so dass diese nicht mitgezählt werden kann.

Die NASA spielte mit dem Feuer!

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond angekommen) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass unser Planet nicht kontaminiert wird. Den raumfahrttechnischen Wettstreit der Systeme gewannen die USA im Juli 1969 mit “Apollo 11” auf dem Mond. Doch statt abzuwarten, was die Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen.

Unverantwortlich.

Natürlich war die Chance überaus gering, dass auf dem Mond irgendwelche Mikroorganismen leben, doch sie war nicht Null. Vor allem vor 50 Jahren war das eine offene Frage. Heute kennt man die sogenannten Extremophile auf der Erde, die jeden noch so für uns tödlichen Lebensraum besiedelt haben. Gäbe es diese bizarren Organismen auf dem Mond und hätten durch “Apollo” die Erde erreicht, die Konsequenzen wären nicht absehbar.

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)

Von einer vollständigen Vernichtung der Menschheit, bis hin zu einem Absterben der Mikroorganismen selbst in der Erdatmosphäre, ist alles denkbar.

Welche Inkubationszeiten haben Aliens?

Zum Glück war Samuel Choran Phillips weitsichtig genug. Aber wie weitsichtig eigentlich genau, als er in seinem “Mission Operation Report” 1969 anordnete, “für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche” Mannschaft und Gerät in Quarantäne zu stecken? Ehrlicherweise muss man zugeben, dass drei Wochen Isolation der Raumfahrer eine willkürliche Vorgabe war.

Weder vor 50 Jahren noch bei zukünftigen Missionen zum Mars kann ein Biologe verbindlich sagen, wann Entwarnung gegeben werden. Eine “außerirdische Inkubationszeit” von Organismen im All, denen die menschliche Biologie wehrlos gegenüber steht, kennt nun wirklich niemand.

Lepra zum Beispiel, also eine rein irdische (und behandelbare) Krankheit, hat eine Inkubationszeit von 6 Monaten bis zu 20 Jahren! Tuberkulose bis zu 10 Wochen und die verschiedenen Malaria 50 Tage oder einige Monate, um zwei weitere bekannte Beispiele zu nennen.

Nach 21 Tagen Isolation hätte die “Apollo 11”-Crew also zweifelsohne trotz aller Vorkehrungen unbemerkt irgendeine lunare Biologie einschleppen können. Naiv ist es zu glauben, das außerirdische Organismen sich an die Vorschriften der NASA halten. Man kann hier von einem “Restrisiko” sprechen. Und selbstverständlich kann man von den Astronauten nicht verlangen, dass sie nach ihrer Heimkehr bis ans Lebensende in Quarantäne bleiben.

Wie wir wissen, erfreuten bzw. erfreuen sich die Mond-Astronauten einer langen und besten Gesundheit.

Neue Gefahren vom Mond

So ist es auch in der Raumfahrt der Zukunft entscheidet, dass nichts Biologisches irgendwie auf unsere Erde kommt. Offensichtlich kam mit den Amerikanern nichts vom Mond zu uns. Der Mond gilt als toter Himmelskörper. Der Mars, immerhin ein Traumziel für die bemannte Raumfahrt, nicht unbedingt. Obwohl unzählige Sonden auf der Marsoberfläche nach Leben suchten und suchen, wurde es bis dato nicht gefunden. Das heißt aber nicht, dass es nicht da ist. Vielleicht müssen wir an anderen Orten dort weiter suchen, was eben auch genau ein Ziel von Menschen auf dem Mars ist!

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: Fischinger-Online)

Überall ist Vorsicht geboten. Erstaunlicherweise gilt das prinzipiell erneut für bemannte Flüge zum Mond. Auch wenn er als tot angesehen wird, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Entdeckungen von Wasser auf dem Mond für Freude bei NASA & Co. gesorgt. Dieses Mond-Wasser befindet sich im Schatten innerhalb von Kratern, wo es vor Sonnenlicht geschützt ist. So verdampft es nicht und bleibt tief gefroren erhalten.

Hier herrscht ziemliche Einigkeit, dass dieses Mond-Wasser durch Asteroiden und Kometen auf dem Mond gekommen ist. Für feste Mondbasen ein riesiger Glücksfall, da es als Treibstoff (Wasserstoff), Sauerstoff und natürlich Trinkwasser genutzt werden kann. Dank der dauerhaften Schattenlage des Eises wartet es nur darauf von uns in Zukunft genutzt zu werden. Was man vor Ort hat, muss man nicht mehr teuer und mühsam zum Mond schaffen.

Nur sind das gleichzeitig neue Gefahren vom Mond. Asteroiden und Kometen könnten mit dem Wasser auch Biomaterial auf unseren Trabanten gebracht haben, das bis heute in diesem gefrorenen Wasser existiert. So, wie diese “Bomben aus dem All” auch das Leben auf die Erde gebracht haben könnten. Eine These, die schon viele Jahre in der Astronomie und Exobiolgie diskutiert wird.

Damit wäre man so schlau wie 1969 bei “Apollo 11” und es hieße: Alles auf Anfang. Sofern man nicht im Vorfeld von dort Wasserproben untersucht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Interessante Streitfrage vor deutschem Gericht: Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright?

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Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die deutsche Justiz gilt seit Jahren als vollkommen überlastet. Scheinbar jede Kleinigkeit landet vor Gericht und und muss mit juristischen Mitteln bis zum Sankt-Nimmerleinstag ausgefochten werden. Von einer “Klageflut” sprechen die Gerichte, die scheinbar jede noch so absurde oder sich hoch geschaukelte Klage annehmen müssen. Über einige diese juristischen Streitigkeiten kann man durchaus schmunzeln. Ein Urteil eines deutschen Oberlandesgericht scheint eine solche zu sein. Aber nur auf dem ersten Blick. Es ging um die Frage, wer eigentlich der Urheber eines Buches ist, das angeblich von Jesus Christus persönlich auf spirituellem Wege “diktiert” wurde. Ein durchaus interessantes Gerichtsverfahren zu einer nicht minder interessanten Frage – die zu weiteren Überlegungen und Fragen inspiriert. So, wie Ihr es hier erfahrt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Urheber? Nicht von dieser Welt!

Jesus Christus diktiert mir als Mensch auf “geistigem Wege” Wort für Wort ein Buch, welches ich dann unter meinen Namen veröffentliche. Stammt der Inhalt dieses Buches dann von mir oder von Jesus, der damit dann auch die Urheberrechte hat?

Die Frage klingt erst mal sehr merkwürdig, denn wer sollte auf die Idee kommen, ein solches Werk zu publizieren? Die Antwort mag den ein anderen Menschen erstaunen, aber es sind tatsächlich nicht wenige Autoren, die das behaupteten. Eine Vielzahl Schreiber erzählen nämlich, dass ihre Arbeiten von Gott oder Jesus “eingegeben” oder sogar “diktiert” wurden. Vor Jahrhunderten ebenso wie heute.

Gleiches gilt auch für andere Bereiche wie der Esoterik oder UFOs und Aliens. Auch hier gibt es sehr viele Autoren, die von ihren Büchern sagen, dass diese inhaltlich einer quasi überirdischen Quelle entsprungen seinen. Zum Beispiel hätten Engel, Außerirdische, Gott, Erzengel XY und allerlei andere Wesen aus fremden Welten ihnen diese Bücher diktiert. Selbst ehemaligen Bewohner aus Atlantis, die in anderen Sphären weiterhin existieren, wurden schon als Urheber genannt. Und, man glaubt es kaum, Einhörner …

Die jeweiligen Autorinnen und Autoren wären also eher Schreiberlinge, die als Herausgeber in dieser Welt fungieren. Wenn man solchen absurden Angaben über die Herkunft der Veröffentlichungen natürlich glauben möchte.

Was aber ist, wenn ich weite Textpassagen aus derartigen Büchern einfach abschreibe und irgendwo veröffentliche? Bekomme ich dann Urheberschaftstreit mit Jesus Christus, dem möglichen Verlag oder dem Autoren, der ja nur die eingegeben Worte Jesu zu Papier brachte?

Genau mit dieser Frage musste sich vor drei Jahren das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main juristisch auseinander setzten.

Jesus Christus bittet zum Diktat

Aber worum ging es im Detail?

Bei der Verhandlung vor dem (OLG) in Frankfurt am Main ging es um das Buch “A Course in Mitacles” der Psychologin Helen Schucman aus den USA. Die 1981 verstorbene spirituelle Autorin begann im Jahr 1965 ihr Buch “Ein Kurs im Wundern”, so der deutsche Titel, zu schreiben, nachdem eine “innere Stimme” sie kontaktiert hat.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: Fischinger-Online / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Schucman behauptetet, dass diese “innere Stimme” sich als Jesus Christus zu erkennen gab, und dieser ihr die Bücher quasi diktierte. Nicht in Trance wie ein Medium oder wie bei “automatischen  Schreiben”, sondern sie konnte den Kontakt mit Jesus bewusst ein- und ausschalten. Die angeblichen Worte Jesu notierte sie in Stenografie, einer Kurzschrift, und ihr Kollege und ehemaliger Vorgesetzter Professor William N. Thetford tippte sie später mit der Schreibmaschine.

So entstanden im Laufe von sieben Jahren drei Bände von “A Course in Mitacles”.

Thetfordwar es auch, der seine Kollegin Schucman über die Jahre hinweg ermunterte ihre bzw. Jesus Christus seine Worte weiter aufzuschreiben. Nachdem “A Course in Mitacles” zuerst nur als Fotokopien unter Freunden, Interessierten und Bekannten kursierte, kam 1975 die erste Ausgabe der angeblichen Worte Jesus Christus heraus. In verschiedenen Verlagen und Ausgaben hat das Werk bisher 1,7 Millionen Auflage in mindestens 15 weiteren Sprachen erreicht. Fraglos ein Bestseller – der von Jesus diktiert worden sein soll.

In diesem”Kurs” soll vor allem erklärt werden, wie der Mensch durch Liebe und Vergebung zu Gott finden kann. Kurz gesagt. Denn tatsächlich haben sich im Laufe der Jahre viele Gemeinschaften, Studiengruppen und Kreise von Gläubigen um diese “Kurs-Lehren” gebildet. Auch Sekundärliteratur dazu erschien im Laufe der Zeit. Das rief natürlich auch immer mal wieder Theologen sowie Sekten-Beauftragte auf den Plan.

Einstimmig sind diese der Meinung, dass “A Course in Mitacles” nicht mit den Lehren der Kirche vereinbar sei. Vielmehr bilden diese Werke eine Mischung als Esoterik, Christentum, New-Age und Gnostik bzw. den Gnostizismus. So schreibt Georg Schmid von der “Evangelischen Informationsstelle für Kirchen – Sekten – Religionen” (Schweiz) beispielsweise dazu:

Die Stimme beginnt ihr während sieben Jahren ein Buch zu diktieren, anschließend noch zwei andere Bücher, eines mit Übungen für jeden Tag des Jahres für Studenten und ein Handbuch für Lehrer. Die Stimme gibt sich nach einiger Zeit als Jesus Christus zu erkennen. (…)

Der Kurs verbindet in esoterischer Weise gnostische Grundlinien mit biblischen Vorstellungen, wobei nicht die Bibel dazu beiträgt, Esoterik besser zu verstehen, sondern umgekehrt: Biblische Vorstellungen werden gnostisch-esoterisch umgedeutet.

Alien-Invasion: Wer bezahlt mir eigentlich meine Schäden, wenn Außerirdische die Erde angreifen oder mir ein UFO auf das Hausdach fällt? (Bild: gemeinfrei)
Wer bezahlt mir eigentlich meine Schäden bei einer Alien-Invasion oder mir ein UFO auf das Hausdach fällt? (Bild: gemeinfrei)

Man könnte meinen, die Sache sei damit erledigt. Nur ein weiteres Buch von vielen, in dem sich allerlei esoterische, spirituelle und religiöse Dinge vermischen. eben: New-Age der 1970er Jahre. Doch weit gefehlt!

(c) Copyright by Jesus?

Im Jahr 1975 erschien in einer kleinen Auflage “A Course in Mitacles” als gedrucktes Buch in den USA. Helen Schucman wollte nicht als Autorin und damit als Urheber erscheinen, da sie eigentlich nur eine Schreiberin Jesus sei. Auch fürchtete sie natürlich um ihren Ruf als Psychologin. Natürlich aber wurde für diese sogenannte “Criswell-Edition” des Werkes 1975 in den USA auch das Copyright angemeldet. So, wie es für fast jedes veröffentlichte Buch üblich ist.

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Jahrzehnte später änderte sich das aber. Im Jahr 2003 erklärte das zuständige Gericht in New York dieses Copyright für ungültig. Dadurch wurde die Ur-Version von “A Course in Mitacles” in englischer Sprache public domain, also gemeinfrei. Nicht aber die anderen Werke und Ausgaben des von Jesus diktierten Buches.

Zuvor lag das Urheberrecht der Worte Jesus bei der “Foundation for A Course in Miracles”. Nach dem Gerichtsurteil in den USA 2003 ging dieses an die Gesellschaft “A Course in Miracles International”. Auch wenn Schucman zu ihren Lebzeiten immer behauptete, dass Jesus Christus die Arbeiten medial als Stimme im Kopf diktierte, muss ja irgendwer die Rechte an den Büchern haben. Zumindest dann, wenn ein Verlag oder eine Person diese auch haben will. Schließlich kann jeder Bücher und Texte schreiben und diese dann als gemeinfrei veröffentlichen.

Niemand zwingt einen Autoren seine Bücher und Werke urheberrechtlich zu schützen. Dann aber kann auch jeder andere dieses Schriften nehmen und weiter veröffentlichen und verbreiten. Ich selber habe in meinem Archiv auch einige Bücher, in denen das ausdrücklich unterstrichen wird, dass man diese weiter verbreiten möge.

Jesus wurde natürlich auch nicht gezwungen, dass sein “A Course in Mitacles” auf der Erde durch ein Urheberrecht geschützt wird. Wozu (und wie?) auch, wenn es doch für die gesamte Menschheit sein soll? Lässt sich aber mit dem angeblichen Werk des Himmels Geld verdienen, hört auch der Glaube auf. So kam es, dass sich durch die Gerichtsprozesse um die Rechte und Urheberschaft in den USA viele Gläubige von diesem “Kurs” abwandten.

“Außerirdische Wesen sind keine Rechtssubjekte”

Vor rund drei Jahren schwappten dann dieser juristische Streit um den imaginären Autoren Jesus und seiner irdischen Schreiberin Helen Schucman an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Ein deutscher Verein veröffentlichte Teile und Auszüge des Buches “Ein Kurs im Wundern” und rief damit die Gesellschaft “A Course in Miracles International” auf den Plan.

Knast oder nicht Knast: Was würde passieren, wenn ich gelandete Aliens töte – “gesetzlich gesehen”? (Bild US Navy/gemeinfrei/WikiCommons / Fischinger-Online)
Komme ich ins Gefängnis, wenn ich einen Alien töte? – “gesetzlich gesehen”? (Bild US Navy/gemeinfrei/WikiCommons / Fischinger-Online)

Die “Kurs”-Gesellschaft sah hier eindeutig das Urheberrecht verletzt, was prinzipiell auch zugegeben wurde. Jedoch sei das irrelevant, da das Werk eben wortwörtlich von Jesus stammt und die Klägerin dadurch ihren Rechtsanspruch an den Schriften nicht belegen könne. Wenn, so weiter im Mai 2014, sei Jesus als Urheber in Betracht zu ziehen. Genau darüber habe sich das Oberlandesgericht aber hinweggesetzt, da Kläger und Beklagte einstimmig erklärten, dass Jesus der wahre Urheber sei.

Eine geradezu himmlische Copyright-Streitigkeit, die die “Kurs”-Gesellschaft aus den USA für sich entscheiden konnte. Was nicht unwidersprochen blieb. Das Gericht habe mit dem Urteil vom 14. Mai 2014 gegen den Verhandlungsgrundsatz verstoßen “wenn sich das Landgericht über den als unstreitig geltenden Vortrag der Parteien, Jesus von Nazareth habe den Kurs Wort für Wort erdacht, hinweggesetzt habe”.

Sicherlich eine Seltenheit, dass beide Parteien vor Gericht die gleiche Meinung haben. Für das Oberlandesgericht spielte das aber keine Rolle – und wehrte sich gegen den Vorwurf im Urteilsspruch mit den Worten:

“(Das) jenseitige Inspirationen rechtlich uneingeschränkt ihrem menschlichen Empfänger zuzurechnen sind. Anderenfalls müssten derartige Schöpfungen urheberrechtlich schutzlos bleiben, weil ‘außerirdische Wesen’ nicht Rechtssubjekte sein können.

Jesus von Nazareth als eben diese “jenseitige Inspiration” war schließlich nicht zu der Verhandlung in Frankfurt am Main erschienen. Einen urheberrechtlichen Unterlassungsanspruch kann wohl nur er geltend machen.

Satan, Engel und Aliens

Angesicht dieses juristischen Streites und vor allem der Aussage, dass der Sohn Gottes die Urheberschaft ein einem bzw. drei Büchern habe, kann man sicher schmunzeln. Abgesehen von der vollkommen nicht belegbaren Behauptung der Esoterikerin Helen Schucman, ist das Urteil von 2014 aber durchaus auch für die gesamte Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files interessant.

Jesus 2.0, Aliens & der Vatikan: Außerirdische könnte es geben, einen zweiten Jesus Christus im All nicht! Und warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen …
Vatikan: Außerirdische könnte es geben, einen zweiten Jesus Christus nicht! Warum sich  deshalb drei Fragen stellen … (Bild: Fischinger-Online / NASA)

Wie eingangs erwähnt, kursieren unzählige Texte und sogar ganze Bücher, die von “jenseitigen Inspirationen” stammen sollen. Auch solche, die Wort für Wort “außerirdische Wesen” der einen oder anderen Art und Quelle kommen. So was kann man natürlich gerne glauben – aber nicht kopieren. Selbst wenn Satan oder ein Engelwesen die Urheber sind, hat jener Mensch, der diese “Botschaften” letztlich nieder schrieb, das Copyright.

Das mag sich nach Spitzfindigkeiten und vor allem Unsinn anhören, doch so ist es nicht.

Im Internet zum Beispiel posten tagtäglich Menschen Botschaften von “jenseitigen Quellen”, die diese medial empfangen haben wollen. Und diese Botschaften aus dem Nirgendwo richten sich dabei eigentlich immer an die gesamte Menschheit. Nur darf man diese nach dem Grundsatzurteil nicht einfach sammeln und veröffentlichen.

Selbst wenn es der ausdrückliche Wunsch dieser Quelle aus einer anderen Welt oder Sphäre ist, dass man diese medialen Nachrichten den Menschen nahelegt. Was meistens der Fall ist. Ob sich die Stimme im Kopf nun Alien, Jesus, Gott, Satan, Mutter Maria, Elvis oder Erzengel Michael nennt, spielt dabei keine Rolle. Belanglos ist dabei selbstverständlich auch der Inhalt der Botschaften und ob man sie glauben möchte oder nicht. Oder, wie in diesem Fall, ob sie den Lehren der Kirche um Jesus Christus widersprechen.

Was wiederum zu ganz anderen Überlegungen und vielen weiteren und dabei auch teils unangenehmen Fragen führt.

Diese habe ich in einem weiteren Blog-Beitrag HIER genauer ausgeführt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Warum haben Menschen Angst vor Aliens und fürchten sich vor Fremden aus dem All? Die Antworten sind erstaunlich einfach

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Darum haben Menschen Angst vor Aliens (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Darum haben Menschen Angst vor Aliens (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eines (nicht allzu fernen) Tages wird die irdische Forschung mit Sicherheit Leben im All entdecken. Da sind sich die meisten Astronomen und Wissenschaftler einig. Auch wenn es vorerst wahrscheinlich nur Mikroben sind, die beispielsweise auf unserem Nachbarplaneten Mars entdeckt werden. Doch warum fürchten sich Menschen vor tatsächlichen Aliens, vor intelligenten Außerirdischen irgendwo im Kosmos? Was beflügelte diese Angst vor solchen fremden Zivilisationen, die vielleicht irgendwann einmal zu uns auf die Erde kommen? Diesen Fragen ging jetzt ein wissenschaftliches Magazin genauer nach – mit eigentlich verblüffend einfachen Antworten!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vorsicht vor Aliens!

Hollywood zeigt es seit Jahren immer und immer wieder: Wenn irgendwann Aliens zu uns auf die Erde kommen, ist es praktisch Aus mit dem “sorglosen Leben” der Menschheit. Außerirdische kommen fast nie in Frieden und bringen nur Tod und Zerstörung, erzählt uns die Traumfabrik.

Eigentlich vollkommen klar, dass Hollywood dieses Bild von fiesen und bösen Aliens zeigt, wie es zum Beispiel in diesem Posting oder auch diesem YouTube-Video von mir aufgezeigt wurde. Ob irgendwas davon auch nur annähernd der Realität entspricht, weiß definitiv niemand. Erst wenn wenn es soweit ist, kann der Mensch reflektierend zurück blicken und sagen, dass diese oder jene Science-Fiction-Story der Realität doch schon sehr nahe kam.

Doch nur, weil wir dann einen Vergleich mit der nun eingetretenen Wirklichkeit haben.

Alle voran hat der Physiker Stephen Hawking längst vor intelligenten Aliens gewarnt. Theoretisch auch vollkommen zurecht, da er den Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen mit der Begegnung zwischen Europäern und den amerikanischen Ureinwohner vergleicht. Die Konsequenz dieser und ähnlicher Kontakte weltweit war der Untergang der Urbevölkerung mit den fortschrittlicheren Europäern, so Hawking. Im Fall einer Alien-Begegnung nähme die Menschheit die Rolle der Ureinwohner ein.

Es muss nicht gleich eine Alien-Invasion sein, wie wir sie eben aus Film und Kino kennen. Eine physische Ankunft der Fremden, die eigentlich keine brutale Eroberung planen, reicht vollkommen.

Die Angst vor dem Unbekannten

Das Magazin “Der Standard” aus Österreich veröffentlichte am 24. Februar den Beitrag “Warum wir uns vor Aliens fürchten”. Einen kleinen Artikel im Zuge des Magazins “Forschung” der Redakion, in dem es um Leben im All, Aliens und die Suche nach neuen Welten im Universum geht. Darin schreibt der Autor Peter Illetschko:

Wir fürchten uns gern vor dem Fremden, vor dem Unvorstellbaren – und deswegen verbinden wir es mit albtraumhaften Vorstellungen, mit einer Ausweglosigkeit des unüberwindbar Bösen, wie es die Giger-Monster in der Aliens-Filmreihe sind. Das war schon so, als das boshafte Genie Orson Welles 1938 im Hörfunk H. G. Wells Krieg der Welten aufführte und eine Massenpanik auslöste.

Grundsätzlich hat Illetschko mit dieser Aussage das gesamte Thema “Angst vor Aliens” auf dem Punkt beantwortet. Der Mensch hat eben Freude an der Furcht vor dem Unbekannten. Und was ist unbekannter und fremder und bietet dabei so unendlich viel Gedankenspielraum als Außerirdische?

Schon allein die Vielfalt der dem Konsumenten vorgesetzten Alien-Träumereien zeigt, dass das Universum im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos ist. Vom Knuddel-Alien ALF oder dem lieben Zwerg ET über ekelhafte und tödliche Alien-Bestien bis zu netten kleinen Grauen aus dem Klassiker “Unheimliche Begegnung der dritten Art” von Steven Spielberg ist für jeden was dabei.

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Die Angst vor dem Unbekannten aus dem All, dass aufgrund seiner nicht annähernd einzuschätzenden Fremdartigkeit zu Spekulationen anregt, ist tief in uns verwurzelt. Da es schwer ist, hier auf der Erde etwas vollkommen Fremdes und “unüberwindbares Böse” zur Befriedung unserer Furcht zu schaffen, bedienen wir uns eben im All.

Mensch vs. Alien

Wie an anderer Stelle dargelegt, nimmt der Mensch seine “Menschlichkeit” und vor allem seine Fehler und Taten, und schiebt sie den Aliens in die Schuhe. So lässt sich leicht eine Angst vor Außerirdischen erzeugen. Was wäre, wenn die Aliens auch nur ein klein wenig so sind, wie die Menschheit? Ein Schreckensszenario.

Auch Peter Illetschko schreibt in seinem Beitrag:

Auffallend ist auch: Immer dann, wenn eine Gesellschaft von Ängsten dominiert wird, fürchtet man sich noch lieber vor UFO-Landungen auf der Erde als sonst.

Recht ähnlich sehen das auch sehr viele User auf  “Der Standard” in ihren Kommentaren. So schreibt einer treffend:

Die Aliens erscheinen – wie im Artikel angedeutet – nur deshalb so böse, weil wir mangels Vorlage einen menschlichen Charakter in sie projizieren.

Wer also vor Aliens Angst hat, hat zu viele schlechte SF-Filme gesehen. Zudem bezweifle ich, dass es irgendeine kosmische Zivilisation mit der Menschheit in Punkto, Aggressivität, Zerstörungspotential oder Bösartigkeit aufnehmen kann. Zynisch überspitzt könnte man sogar behaupten, dass die Aliens uns schon länger kennen, aber sich schaudernd abgewandt haben.

“Schaudernd abgewandt” ist ein gutes Stichwort, denn vielleicht ist die Menschheit einen ein abschreckendes Beispiel für Leben im All für andere Lebewesen. Natürlich ist auch das reine Spekulation – aber wer weiß das schon. Überspitzt aber nicht minder zutreffend schrieb diesbezüglich ein anderer User in seinem Kommentar:

Wir werden eh schon lange von denen beobachtet. Die Erde gilt nämlich als Live Reality TV-Show für diese Aliens. Ein Quotenhit!

Zum Glück für uns setzt man einen Quotenhit nicht so schnell ab … vorerst.

+++ “Was würden aggressive Aliens überhaupt hier wollen?” – Video zum Thema auf meinem YoTube-Kanal: +++

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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