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Wer UFOs für real hält, liest auch Science-Fiction, hält Astrologie für wahr und glaubt an das Okkulte. Sagt “die Psychologie” …

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UFOs und die Psychologie: "UFOs als real zu sehen korreliert mit dem Lesen von Science-Fiction, weil man glaubt, dass die Astrologie genau ist und an das Okkulte glaubt." (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs und die Psychologie: “UFOs als real zu sehen korreliert mit dem Lesen von Science-Fiction, weil man glaubt, dass die Astrologie genau ist und an das Okkulte glaubt.” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Frage, ob es Leben im All gibt, beantworten die meisten entsprechenden Wissenschaftler mit einem klaren Ja. Ob dieses Leben irgendwo im Kosmos aber auch intelligent ist, beantworten auch die meisten Astronomen mit Ja. Doch ob diese Außerirdischen bereits hier auf der Erde waren oder heute in Form von UFOs sogar sind, davon halten die Experten nicht viel. Anders als UFO-Forscher und Laien, die das nicht ausschließen wollen oder können. Ist es also ein Aberglaube, vergleichbar mit vielen anderen “Paranormalen Phänomenen”? Genau das fragte sich jüngst ein Psychologe in einer Veröffentlichung, die vor unsinnigen Behauptungen und Unterstellungen geradezu strotzt. Warum ich das als Grenzwissenschaftler so sehe, erfahrt Ihr hier !


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Die Jagd nach UFOs

Ein “UFO” ist nichts weiter als ein “nicht identifiziertes Flugobjekt”. Jeder UFO-Laie weiß grundsätzlich um die Bedeutung und Herkunft dieses Kürzels, was auf diesem Blog auch hinlänglich ausgeführt wurde.

Trotzdem polarisieren diese drei Buchstaben wie kaum ein anderer Begriff. Denn obwohl ausnahmslos alles am Himmel, was der Beobachter sich nicht erklären kann, folglich ein “nicht identifiziertes Flugobjekt” ist, steht “UFO” schon lange als Synonym für “Alien-Raumschiff”. Was allein schon vom Grundsatz her falsch ist.

Auch wenn nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert die Jagd nach den UFOs im vollen Gange ist, gibt es dafür keine nachprüfbaren Beweise. Selbst die unzähligen UFO-Enthüllungen und -Aussagen “hochrangiger Personen” sind keine solchen Beweise, wie sie wissenschaftlich anerkannt werden würden. Erst etwas wirklich Handfestes und Greifbares wäre ein echter Fakt!

Dass das UFO-Phänomen existiert, daran zweifelt niemand ernsthaft. Zweifel bestehen allerdings darin, dass sich hinter diesem Mysterium tatsächlich etwas Unbekanntes wie eben Aliens verbergen. Neben all den als Irrtum oder Verwechselung zu erklärenden Sichtungen bleibt der legendäre Rest, der nicht erklärt werden kann.

Dieser “unerklärliche Rest” von UFO-Sichtungen muss aber ebenso wenig ein UFO i.e.S. (“im eigentlich Sinn”) sein. Also beispielsweise ein Fahrzeug von Außerirdischen, Satans Handlanger, Zeitreisenden oder Erscheinungen aus anderen Welten/Dimensionen oder was auch immer.

Ist es aber nun ein Aberglaube, wenn Menschen hinter diesem Rest der UFO-Meldungen etwas wie Aliens vermuten? Das fragte sich natürlich auch die Psychologie immer wieder. Obwohl Psychologie selber keine handfeste Wissenschaft ist, sondern Psychologen und Psychiater nichts weiter als Interpreten und Deuter des Geistes sind.

“Ist es paranormal zu glauben, dass UFOs real sind?”, fragt denn auch einer dieser Geistes-Deuter, und macht dabei einige grundlegende Schnitzer.

UFOs und die Psychologie

Diese angedeuteten Schnitzer sind für mich als “alten Hasen der Grenzwissenschaft” immer wieder ein Dorn im Auge. Vor allem wenn sie von Geist-Deutern wie eben Psychologen kommen.

Auf der Website “Psychologie Welt” finden sich eine Fülle an Artikeln und Berichten zu psychologischen Themen. Sie reichen von der Frage, ob Rassisten geisteskrank sind, über Zwangsstörungen bis  zum Umgang mit Teenagern und Ehe und Sexualität. Der Artikel “Ist es paranormal zu glauben, dass UFOs real sind?” dort ist grundsätzlich sehr spannend.

Nur leider sieht man schnell, woran man hier ist, wenn es im ersten Absatz bereits heißt:

Einige UFOs werden schließlich identifiziert und entpuppen sich als nichts anderes als der Planet Venus, Sumpfgas, Wetterballons, Nordlichter oder ein Scherz.”

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Ich frage mich, wie man diese Beispiele heute noch ernsthaft anführen kann?! Einen großen Teil des Artikels widmet sich der Autor oder die Autorin der Frage, ob es Leben im All gibt, dass (statistisch) viele Menschen an UFOs glauben und dass es …

keine denkbaren Beweise, die präsentiert oder sogar vorgestellt werden könnten, die alle oder sogar die meisten engagierten UFO-Anhänger davon überzeugen könnten, dass Weltraumkreaturen die Erde nicht besucht haben. (…) Wenn hundert widerlegt werden, werden die Ufologen noch hundert mehr haben. Es gibt keine Möglichkeit, alle zu widerlegen.

UFO-Forscher stimmen hier fraglos zu. Da aber “noch kein solcher Beweis existiert, ist eine solche Behauptung oder ein solcher Glaube paranormal?”, heißt es allerdings ebenso in dem Beitrag. Und hier wird es meiner Meinung nach problematisch.

UFOs, Jesus, Engel, Okkultismus …

In dem anonymen Psychologie-Artikel heißt es weiter:

Manche Menschen haben eine Denkweise, die anomale Reize betrachtet, die paranormale Phänomene verifizieren. Andere stoßen auf die gleichen Reize und nehmen an, dass es sich um einen konventionellen oder routinemäßigen Ursprung handeln muss. So wie fromme Katholiken ein Wunder in einer Form oder Formen sehen, die Maria oder Jesus ähnelt, sehen Ufologen ein außerirdisches Raumschiff in Lichtern oder ungeklärten Objekten am Himmel.

UFOs als real zu sehen korreliert mit dem Lesen von Science-Fiction, weil man glaubt, dass die Astrologie genau ist und an das Okkulte glaubt.

Mit diesen Aussagen wird klipp und klar unterstellt, dass UFO-Forscher auch an Astrologie und okkulte Dinge glauben. Selbstverständlich lesen sie auch Science-Fiction und sind so quasi “vorbelastet” mit dem Thema Außerirdische. Mehr noch, denn in dem gesamten Beitrag wird kaum ein Unterschied zwischen UFO-Forschern und UFO-Zeugen gemacht.

Menschen, die an UFOs i.e.S. glauben, glauben auch an zahllose weitere seltsame Dinge. Diese Menschen passen “ihre eigene Version der Realität” an und glauben unter anderem auch an “Manifestationen der Realität, die von konventionellen Naturwissenschaftlern nicht bemerkt oder erklärt werden” können.

In einer Studie, die ich unter meinen Studenten durchgeführt habe, fand ich eine beständige Beziehung zwischen dem Glauben an die Realität von UFOs und der Akzeptanz einer Vielzahl von paranormalen Behauptungen. (…)

Befragte, die der UFO-Frage zustimmten, stimmten dem ebenfalls signifikant häufiger zu: Das Loch Ness Monster ist real; König Tuts Fluch ist echt; Astrologie ist gültig und wahr; Manche Leute haben ESP; Geister sind real; Engel existieren; der Teufel ist real; und Gott schuf die Erde in sechs Tagen, wie es in der Bibel berichtet wird.”

“Signifikant häufiger” wurde demnach von UFO-Überzeugten auch den anderen zur Auswahl stehenden “Mystery-Themen” zugestimmt. Eine sehr irreführende Aussage, die im Kontext des Artikels geradezu eine Unterstellung ist …

Abergläubischer Einheitsbrei?

Fraglos ist es so, dass “UFO-Gläubige” auch mehr an andere Themen der Grenzwissenschaft glauben. Das können sicher viele Freundinnen und Freunde des Phantastischen bestätigen können. Hier, in diesem Psychologie-Artikel, erweckt es beim Leser den Eindruck, dass sei das alles ein abergläubischer Einheitsbrei.

Leider ist die genannte Studie ebenso wenig genannt, wie der Autor des Artikels selber. Jedoch sind solche Aussagen auf einer Internetseite mit dem Namen “Psychologie Welt” (die übrigens selber anonym in Panama registriert ist) überaus verwirrend. Wenn man es so ausdrücken mag. Es wird sogar suggeriert, dass Menschen, die an UFOs i.e.S. glauben, auch glauben, dass Gott die die Erde in sechs Tagen schuf. Oder auch von der Existenz von Engeln bzw. Schutzengeln überzeugt sind.

Psychologie ist keine empirische Wissenschaft. Es ist das Betätigungsfeld von Geist-Deutern, die vielfach nicht mal die gleiche Herangehensweise haben. Sie interpretieren nur nach ihren besten Möglichkeiten. Dass aber UFO-Interessierte “signifikant häufiger” an andere Themen des “Paranormalen” glauben, kann man fraglos durch Studien und Umfragen wiederholbar belegen.

Zumindest interessierten sich viele Menschen neben dem UFO-Phänomen durchaus auch für andere Gebiete der Grenzwissenschaft. Es ist bedauerlich, dass die “Studie, die ich unter meinen Studenten durchgeführt habe” in dieser Form in dem Artikel zusammengefasst wird. Ich bin sicher, dass die Umfrageergebnisse im Detail betrachtet, nicht ein solches Bild eines quasi an alles glaubenden “UFOlogen” zeigen würden!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Interview mit dem Astrophysiker Ben Moore über Außerirdische, den Sinn des Lebens und Science-Fiction: “Die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich”.

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Hollywood und Aliens - nicht unbedingt ein "Traumpaar" (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Hollywood und Aliens – nicht unbedingt ein “Traumpaar” (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Die Frage, wo im Universum intelligentes Leben zu finden ist, beschäftigt die Wissenschaft schon lange. Ebenso Hollywood in zahlreichen Science-Fiction-Filmen über Außerirdische. Noch länger beschäftigt sich die Menschheit aber auch die Frage nach Gott, dem Sinn des Lebens im All oder auch wie und warum Leben eigentlich entsteht. Dazu erschien jüngst ein Interview mit dem Astrophysiker Prof. Dr. Ben Moore, dem Direkter des “Zentrums für Theoretische Physik und Kosmologie” der Universität von Zürich. Anlass ist sein neues “Alien-Buch”.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nicht nur “verschrobene Mystery-Fans” machen sich Gedanken, ob es Leben und intelligente Zivilisationen im Kosmos gibt, sondern unlängst auch ernsthafte Wissenschaftler. So auch Pro. Dr. Ben Moor, der bereits vor einigen Monaten sein Buch “Da draußen: Leben auf unserem Planeten und anderswo” veröffentlichte, zu dem es in der Werbung heißt.

Der renommierte Astrophysiker Ben Moore widmet sich in seinem neuen Buch der Astrobiologie – dem Forschungsfeld der Herkunft, Evolution und Verteilung von Leben in unserem Universum. Neueste Forschungsergebnisse legen nahe, dass es allein in unserer Galaxie über zehn Milliarden bewohnbare Planeten geben könnte. Die wissenschaftliche Suche nach außerirdischem Leben ist dadurch zu einer ernst zu nehmenden Disziplin geworden.

Doch wie viel können wir von unserem Beobachtungsposten auf der Erde überhaupt erfahren über diese fremden Welten? Könnten Menschen auf diesen Planeten überleben, und wie könnte ,echtes’ außerirdisches Leben aussehen? Unsere Träume von Außerirdischen wurden durch Science-Fiction geprägt, aber sind diese Träume realistisch? Ben Moore nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise zwischen Wissenschaft und menschlicher Vorstellungskraft.

Die Veröffentlichung nahm die “Sonntagszeitung” aus der Schweiz zum Anlass mit dem Direktor des “Zentrums für Theoretische Physik und Kosmologie” der Uni Zürich ein Interview zur Frage nach den intelligenten Außerirdischen im All zu führen. Auch mutmaßliche Zivilisationen, die Milliarden Jahre älter sein könnten, als unserer Planet Erde selbst. Und “vielleicht sind solche Aliens schon unterwegs”, so Moore. Vielleicht sogar mit bösen Absichten.

Doch auch die Außerirdischen aus der Traumfabrik Hollywood bekommen “ihr Fett weg”:

VIDEO: Fand das Teleskop "Kepler" eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
VIDEO: Fand das Teleskop “Kepler” eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

“(…) die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich. Hollywood stellt Außerirdische meist ähnlich wie Menschen dar, schlichte Abwandlungen von uns selbst. Wir bekommen eine viel bessere Vorstellung von Aliens, wenn wir uns eines der klassischen Science-Fiction-Bücher anschauen, etwa ,Krieg der Welten’ von H. G. Wells. Seine Aliens waren eher wie Kraken, mit gigantischem Kopf und Fangarmen. Das ist eine ganz andere, aber durchaus realistische Möglichkeit.

Keine Frage: Die menschlichen Vorstellung, wie irgendwelche Aliens oder Super-Zivilisationen im Universum physisch oder auch psychisch geschaffen sein können, ist sicher grenzenlos. Dennoch kann es irgendwann ganz anders kommen. Von in Cyborgs aufgegangenen und einst rein biologische Intelligenzen bis riesige Tentakelwesen ist alles denkbar.

Wobei diese auch von Moore genannten “Kraken-Aliens” wohl ohne Hände und Finger schwerlich fein­mo­to­rische Arbeiten durchführen könnten. Etwa ein komplexes Raumfahrtzeug entwickeln und bauen, um uns zu besuchen. Aber was sind sein kann, kann eben wieder anders sein …

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Die Science-Fiction-Archäologie: Prä-Astronautik als “Lehre” und Ancient Aliens des History Channel als “unwahre Desinformation”?

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Das "Sonnentor" von Tiahuanaco in Bolivien (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
Das “Sonnentor” von Tiahuanaco in Bolivien: Von Ancient Aliens erbaut? (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Seit 2010 sendet der “History Channel” mit großem Erfolg die Serie “Ancient Aliens” mit bisher 6 Staffeln und bereits über 70 Folgen (s. hier). Eine Doku-Reihe rund um die Idee der Prä-Astronautik und den Hypothesen von Erich von Däniken und anderen Mystery-Autoren und -Forschern. Die “Wiener Zeitung” brachte nun einen umfangreichen Artikel rund um das Thema der Astronautengötter der Sterne und fragt: “Die Prä-Astronautik hat den History Channel erobert und boomt im Internet – was ist dran an den Spekulationen?”

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 23. Juni 2014 erschien der Artikel “Die Science-Fiction-Archäologie” von Edwin Baumgartner in der “Wiener Zeitung”. Darin geht es allgemein darum, was hinter der Idee der Raumfahrer der Antike steckt und was von der US-Serie “Ancient Aliens” zu halten ist (s. hier).

Der fraglos lesenswerte Artikel befasst sich auch mit der Entstehung des Prä-Astronautik und dem Druchbruch der Idee durch das erste Buch von Erich von Däniken “Erinnerungen an die Zukunft” 1968. Hier habe ich diese Geschichte bereits umfassend erzählt.

Anstoß nehme ich persönlich in dem Beitrag der “Wiener Zeitung” jedoch daran, dass dort die Prä-Astronautik als “Lehre” bezeichnet wird (s. auch Video hier). Das klingt mir ganz klar viel zu religiös angehaucht. Es ist eher – wie ich es oftmals sage – eine “Idee” oder eben eine “Spekulation”. Hauptaugenmerk legte der Autor des Artikels aber auf die Serie “Ancient Aliens”, die ohne Frage dem Thema “Waren die Götter Astronauten?” einen neuen Impuls gab. Diese US-Serie sei “die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit”, so heißt es in dem Beitrag. Ich sehe das ganz ähnlich, wie ich es in einem Artikel auf diesem BLOG bereits darlegte.

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der “eigentlichen Prä-Astronautik” in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

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Außerirdische, Science-Fiction, Ancient Aliens, UFOs und die Popkultur: “Deutschlandfunk” berichtet über die Frage nach Leben im All

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Aliens, UFOs und SiFi (Bild: WikiCommons / Archiv)
Aliens, UFOs und SiFi (Bild: WikiCommons / Archiv)

Am 1. Juni 2014 hat “Deutschlandfunk” eine rund einstündige Radiosendung mit dem Titel “Das maximal Fremde – Von Menschen und Außerirdischen” gesendet. In diesem interessanten Beitrag wurden Fragen nach Leben im Kosmos, UFOs, Alien-Invasionen, Prä-Astronautik (am Rande), SETI und Kontakt mit Außerirdischen sowie deren Auswirkungen auf die Menschheit usw. diskutiert. Die Sendung, zu der unter anderem der UFO-Forscher Hans-Werner Peininger von der Organisation GEP (“Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V. – hier) interviewt wurde, ist nun online als Podcast sowie als Manuskript zum Nachlesen veröffentlicht worden.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Über das Mystery-Diskussionsforum von Alien.de (hier) stieß ich auf die interessante Radiosendung von “Deutschlandfunk”, die zahlreiche Fragen rund um das Thema “Aliens & Leben im Universum” nachgegangen ist. Von der Science-Fiction rund um die “kleinen grünen Männchen” über die Suche nach UFO/Alien-Beweisen bis zu soziokulturellen Fragen bei einem Kontakt mit fremden Zivilisationen (s. a. hier, hier & hier) und Außerirdische im Kino ist alles dabei. Denn es ist mehr als fraglich, ob die Menschheit dafür überhaupt bereit ist, wie zum Beispiel auch hier und hier auf diesem BLOG berichtet.

Beworben wird der Radiobeitrag von Raphael Smarzoch mit den treffenden Worten:

Außerirdische sind aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Mal treten sie als kosmische Bedrohung in Erscheinung, als eine fremde Macht aus dem Dunkel des Weltraums, die manipuliert, versklavt und zerstört. Mal kommen sie in friedlicher Absicht, entpuppen sich als Retter und Erlöser der Menschheit.

Sie sind das maximal Fremde, das je nach gesellschaftlicher Stimmung ein politischer Gegner, ein Migrant oder ein Virus sein kann. Sie treten als Sinnbild für die unaufhaltsame Digitalisierung in Erscheinung oder reflektieren das Trauma des Terrorismus. Immer wieder hört man von vermeintlich echten Begegnungen mit Außerirdischen. Von seltsamen Flugobjekten, fliegenden Untertassen am Himmel und von Entführungen durch Aliens, die Experimente an Menschen vornehmen. Dass wir nicht alleine im Universum sind, ist nicht nur eine Überzeugung der Unterhaltungsindustrie. Seit der Neuzeit glauben Naturwissenschaft und Philosophie, dass es intelligentes Leben im All geben muss.” (Quelle)

Wie ich finde, ein spannender Beitrag zum Thema, den hier findet.

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UFOs made in the USA – wirklich? Ist das UFO-Phänomen eine Erfindung aus den USA und des Science-Fiction? (Video)

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Ist der Mythos von den “fliegenden Untertassen” – den UFOs – eine “Erfindung aus den USA”?
Ist der Mythos von den “fliegenden Untertassen” – den UFOs – eine “Erfindung aus den USA”?

“Born in the USA” sang Bruce Springsteen schon 1984. Aber gilt das auch für das UFO-Phänomen und die “fliegenden Untertassen”? Immerhin ist es eine Tatsache, dass vielfach behauptet wird, dass das Thema “UFO” in Amerika und durch Science-Fiction geboren sein soll. Mehr zu diesem Thema in einen YouTube-Video auf den Spuren der “kleinen grünen Männchen”.

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Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an Außerirdische und möchte Kontakt aufnehmen – das Nachsehen hat die Kirche

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Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an außerirdisches Leben (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an außerirdisches Leben (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Überzeugung, dass es im Universum anders Leben und außerirdische Zivilisationen gibt, hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Vor allem auch durch die Entdeckung Tausender Exoplaneten, von denen einige potentiell sogar bewohnbar sind. Der Glaube, das es Leben im All gibt, steigt von Umfrage zu Umfrage, die bisher auf nationalen Ebenen durchgeführt wurden. Doch auch eine internationale Befragung in 24 Ländern der Erde hat dies gezeigt. Nach dieser glauben fast 50 Prozent der Befragten weltweit an intelligente außerirdische Zivilisationen im All und viele von ihnen wünschen sich einen Kontakt mit diesen Aliens. Eine erstaunliche Erhebung aus dem Bereich der Naturwissenschaft und dem Glauben an Außerirdische. Parallel dazu nimmt aber deutlich erkennbar ein anderer Glaube ab. Nämlich die Gläubigen des Christentums. Alle Details und Hintergründe zu der internationalen Umfrage und dem Niedergang des Christentums erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All und Außerirdische

Bis vor rund zwei Jahrzehnten musste man sich geradezu rechtfertigen wenn man sagte, dass man an Außerirdische glaubt. Das Thema Leben im All hatte in der breiten Öffentlichkeit eher den Hauch des Verrückten und war für viele Menschen “verrücktes Zeug”. Ein Gebiet, dass man lieber der Science-Fiction oder irgendwelchen “UFO-Spinnern” überlies.

Dieses Bild zum Thema außerirdisches Leben hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Zumindest für all jene, die sich dazu etwas mehr informiert und  gebildet haben. Und schon lange sind Außerirdische und Leben im All auch und vor allem für Astronomen kein Tabu mehr!

Verschiedene nationale Umfragen belegen außerdem, dass der Glaube an Leben außerhalb der Erde in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat. Je höher die Bildung, je eher glaubt man an fremdes Leben in den weiten des Alls. Vor allem die Fortschritte in der Astronomie wie die Entdeckung Tausender Exoplaneten führten zu diesem radikalen Wechsel der Ansichten über Aliens.

Dabei muss man aber drei Unterscheidungen klar unterstreichen:

  1. Der Glaube, dass es primitives Leben im All gibt. Etwa Mikroorganismen auf dem Mars oder in Lichtjahren Entfernung auf einem Exoplaneten. Zum Beispiel dem Planeten Proxima Centauri b im Sternsystem Alpha Centauri (s. a. HIER, HIER & die Videos HIER & HIER).
  2. Der Glaube, dass es im Universum technologische Alien-Zivilisationen gibt, die womöglich wesentlich fortgeschrittener sind als wir. Vielleicht sogar Millionen dieser außerirdischen Zivilisationen.
  3. Der Glaube, dass hinter dem UFO-Phänomen Außerirdische stecken.

Die unterschiedlichen Umfragen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Glaube an alle drei Punkte zugenommen hat. In abnehmender Reihenfolge zu dieser Auflistung allerdings.

Die Hälfte der Menschheit glaubt an Außerirdische

Was neben den zahlreichen nationalen Umfragen der Vergangenheit fehlte war eine weltweite Umfrage zu Leben im All. Diese wurde bereits 2017 veröffentlicht und fand zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 in 24 Ländern in 15 Sprachen statt. Hierbei wurden insgesamt 26.492 Menschen befragt, die 62 Prozent der Weltbevölkerung sowie 80 Prozent der Weltwirtschaft widerspiegelten.

Und die Ergebnisse der “Glocalities”-Umfrage sind durchaus erstaunlich!

Demnach glauben 47 Prozent der befragten Person nicht nur an irgendwelches primitives Leben im All, sondern “an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen im Universum”. Der Forschungsdirektor der Umfrage, Martijn Lampert, brachte dieses Ergebnis auf den Punkt:

Menschen, die an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen glauben, sind keine marginale Minderheit, sondern bilden ein großes (47%) und eigenständiges Segment unkonventioneller und antiautoritärer Denker mit einer Leidenschaft für Wissenschaft, Technologie, Kultur, Politik und Kunst. Aufgrund ihrer Faszination für Wissenschaft, Kunst und das Leben im Universum charakterisieren wir sie mit dem Begriff Homo Universalis.

Hierbei glauben Russen, Mexikaner und Chinesen eher an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen als Menschen in den USA. Ein weiteres erstaunliches Ergebnis, da die USA als das Land der Aliens und UFOs gilt. Am wenigsten wiederum glauben die Türken, Niederländer und Indonesier an die Existenz solcher Alien-Zivilisationen.

Der “Homo Universalis”

Mehr noch, denn von diesen 47 Prozent gaben wiederum 60 Prozent an, dass wir Menschen versuchen sollten Kontakt mit diesen Außerirdischen aufzunehmen. An “irgendeine Form von Leben auf anderen Planeten” glauben sogar 61 Prozent der Umfrageteilnehmer. Also an Mikroorganismen oder andere Lebewesen, die wir im Allgemeinen als “primitiv” ansehen.

Nur bescheidene 17 Prozent schlossen nach dieser Umfrage aus, dass es Leben außerhalb der Erde gibt. Dagegen glaubten 25 Prozent sogar, “dass die erste Form des Lebens auf der Erde von einem anderen Ort im Universum hierher gekommen ist”.

Daneben zeigte die Ergebung, dass jene Menschen, die “an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen glauben”, fünf typisches “Werteprofile” haben. Demnach sei der “Homo Universalis”:

  1. Sehr naturwissenschaftlich interessiert und glaubt an den technischen Fortschritt.
  2. Offen, tolerant, wertschätzend und antiautoritär eingestellt.
  3. Ein ganzheitliche Denker, der glaubt, dass alle Dinge und Phänomene miteinander verbunden sind.
  4. Überzeugt, dass unsere Träume und Vorstellungen die Realität schaffen, in der wir leben.
  5. Interessiert an Politik und für politische Transparenz.

Martijn Lampert ist nach der Umfrage überzeugt, dass sich genau diese Gruppe Menschen “mehr und mehr in die Debatte über die Zukunft der Menschheit und den Platz des Planeten Erde im Universum engagieren wird”. Nicht nur die Entdeckungen von Exoplaneten würde die hohe Prozentzahl jener Menschen erklären, die an außerirdische Zivilisationen glauben, so Lampert weiter. Auch der Erfolg von Science-Fiction-Filmen wie Avatar, Star Trek und vor allem STAR WARS hätten daran Anteil.

Der Wandel im Glauben …

“Glauben gehört in die Kirche!” – Das ist ein allseits bekannter Spruch. Auch bei der Frage “glaubst Du an Außerirdische?”.

Diese Umfrage von “Glocalities” beweist aber einmal mehr auf Neue eine Verlagerung von “Glauben”. Immerhin haben wir (bisher!) keinen unumstößlichen Beweis für irgendeine Art und Form von Leben im All. Also glauben alle Befragten nur daran. Und das umso mehr, je mehr diese an den naturwissenschaftlichen interessiert sind.

Der Katholischen Kirche hingegen rennen die Gläubigen in Scharen davon. Nicht nur einige Schäfchen kehren der Kirche den Rücken, sondern ganze Herden verlasen das Haus Gottes oder schlicht das Christentum. Nicht nur Umfragen, die massive Zahl der Kirchenaustritte oder diverse Statistiken zeigen das (s. a. Blog-Artikel HIER), sondern allein schon die leeren Kirchen.

So besuchten im Jahr der Veröffentlichung der Umfrage (2017) rund 2,3 Millionen Menschen regelmäßig den katholischen Gottesdienst am Sonntag. Nur muss man sagen, denn 1950 waren es noch fast 12 Millionen sonntägliche Kirchgänger in Deutschland, wie es die Statistik zeigt. 167.500 Personen sind aus der Katholischen Kirche und ca. 200.000 aus der Evangelischen Kirche 2017 ausgetreten.

Ein eindeutiger Trend!

Der Glaube an Wissenschaft, Technik und Forschung und die damit einhergehende Überzeugung, dass wir nicht allein im Kosmos sind, nimmt den Kirchen die Gläubigen weg. Obwohl sich, wie in zahlreichen Beiträgen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files gezeigt, Christentum oder der Glauben an außerirdische Zivilisationen nicht ausschließen.

Im Gegenteil, da selbst die Kirche und der Papst die mögliche Existenz von Aliens anerkennen.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

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Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Irdische Gesetzte zum “Umgang” mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killerbakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff “Hornet”. Hier “sperrte” man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

Die Erde ist (vorerst) sicher

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im “Albuquerque Journal” am 30. April 1971 dazu:

Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die “Apollo 11”-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das “Extra-Terrestrial Exposure Law” in den “Code of Federal Regulations” (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

Weltraumhygiene

Für “irre Gesetzte” ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

Das bekannte Beispiel ist sicher die “Weltraumhygiene”. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen “Viking” Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

Erste Hygienevorschriften

Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das “Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

(Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde “Mars 3” der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten “Viking 1 & 2” der USA.

Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass “die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung” handeln und “alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten” ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.”

Weltraumethik

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”. Wobei man sich fragen muss, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.”

Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

Lippenbekenntnisse?

Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen “eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen”, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.”

Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

Die Menschenwürde der Außerirdischen

Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der “gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln”, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als “Metalaw” bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel “Space law and Metalaw – A Synoptic View” in “Harvard Law Record” Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien “des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit”:

  1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
  2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
  3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

Zum Wohle der Außerirdischen

Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von “Gut” und “Böse” auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für “uns” sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

Dennoch wurde bereits 1960 das “Internationale Institut für Weltraumgesetz” (IISL) gegründet. Dieses “International Institute of Space Law” vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

11 Regeln für alle Alien-Rassen

Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung “Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw” und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

  1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
  2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
  3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
  4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
  5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
  6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
  7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
  8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
  9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
  10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
  11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen “Gesetzten” führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

Interstellare Handesgesetze

Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

Zum Beispiel auch mit “der Theorie des interstellaren Handel”, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

In seiner Studie “Die Theorie des Interstellaren Handel” geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es “eine sehr zeitaufwändige Investition”. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. “Ist diese Transaktion profitabel”, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es “Interspezies Transaktionen” von Waren und Kapital. Doch das alles sei “nicht so einfach”, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei “Star Trek”.

Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

Wenn ich einen Alien töte …

Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht “gesetzlich gesehen” einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da “die Delikte ‘Mord’ und ‘Totschlag’ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen”, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.”

So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung?

Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine “Sache” nicht jemanden gehören?

Alien-Invasion und die Folgekosten

Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

Weiter schrieb er:

“In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.”

Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

Spekulationen und SETI

Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum “nur” finden.

Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Weltraum-Bergbau: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe auf dem Mond und Asteroiden ausbeuten

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Bergbau im All: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe im All ausbeuten (Bild: NASA)
Weltraum-Bergbau: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe im All ausbeuten (Bild: NASA)

Die USA und der Kleinstaat Luxemburg wollen zukünftig gemeinsam Weltraum-Bergbau und Rohstoffabbau im All betreiben. Darauf haben sich am 10. Mai der US-Handelsminister Wilbur Ross und der Luxemburgische Wirschaftsminster Etienne Schneider in einem Vertrag geeignet. Zukünftig wollen die beiden Staaten gemeinsam im All wertvolle Rohstoffe ausbeuten und so eine Art kosmisches Handessmonopol schaffen. Etwa durch Bergbau auf dem Mond oder Asteroiden. Hierbei geht es um Billionen von US-Dollar und durchaus auch um die Zukunft des Planeten und der Menschheit. Alle Details zu dieser Vereinbarung und die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Weltraum-Bergbau

Es klingt wie Science-Fiction aus der Traumfabrik Hollywood – und ist es auch. Noch. Denn Ideen, Konzepte und auch Träumereien über einen Bergbau im Weltraum gibt es schon viele Jahrzehnte. Doch Rohstoffabbau auf dem Mond oder wertvolle Ressourcen auf Asteroiden im All ausbeuten wird es eines Tages fraglos geben. Weltraum-Bergbau ist dafür heute die schlicht Bezeichnung.

Theoretische Pläne dafür liegen durchaus vor. Was jedoch fehlt ist die kostspielige Technologie, um solche Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Vor allem aber fehlt es aber am wirtschaftlichen Nutzen und Sinn für einen realen Weltraum-Bergbau. Genau das wollen die USA und Luxemburg in Zukunft ändern. Zumindest wollen die beiden Staaten für de “Tag X” vorbereitet sein, weshalb sie in Luxemburg eine Kooperation für zukünftigen Bergbau im All vereinbart haben.

Die kommerzielle Ausbeutung bzw. Nutzung des Alls ist bisher eher mager. Steinreiche Touristen können zwar Flüge ins All buchen, aber das war es auch schon. Doch der Kosmos ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube, die man “nur” öffnen muss. Sowohl auf den unzähligen Asteroiden unseres Sonnensystems als auch auf unserem Erdtrabanten lagern schier unerschöpfliche Rohstoffquellen. Diese “anzuzapfen” ist das Ziel.

Als einen “historischen Meilenstein” und “Beginn einer außergewöhnlichen Beziehung” bezeichneten die USA und Luxemburg ihre jetzt vereinbarte Zusammenarbeit. Diese Kooperation wäre für die beiden Staaten ein “Billionen-Dollar-Weltraumgeschäft”, so US-Handelsminister Wilbur Ross. In einer offiziellen Erklärung der Regierung in Luxemburg heißt es unter anderem dazu:

Aus diesem Anlass haben Wilbur Ross und der stellvertretende Ministerpräsident, Wirtschaftsminister Étienne Schneider, ein Kooperationsabkommen im Bereich der Raumfahrt zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Dieses Abkommen wird die Zusammenarbeit zwischen dem Großherzogtum und den Vereinigten Staaten auf dem Gebiet der Raumfahrt verstärken und gestalten und somit zur kontinuierlichen Entwicklung des Luxemburger Raumfahrtsektors auf internationaler Ebene beitragen.”

Goldgrube Weltraum

Bodenschätze müssen nicht zwangsläufig im Erdboden liegen. Sie sind auch auf dem Mond und aus Asteroiden zu finden. Hier wird vor allem gerne auf das Helium 3-Isotop auf unserem Erdtrabanten verwiesen, das vielleicht eines Tages die irdischen Energieprobleme lösen könnte. Und zwar durch eine saubere und umweltschonende Energie. Doch auch Rohstoffe wie Nickel, Eisen, Platin oder Zink finden sich im All vor unserer Haustür. Auch Gold.

Angesicht schwindender Rohstoffe auf unserem Planeten an lohnendes Geschäft der Zukunft. Man muss dieses Material nur von Asteroiden abbauen und zur Erde bringen. Überlegungen aus dem Bereich des Weltraum-Bergbau spielen etwa mit dem Gedanken, dass man Asteroiden einfängt und in eine Umlaufbahn um den Mond oder die Erde bringt. Grundsätzlich technisch machbar.

In diesem Orbit könnten dann automatische Roboter oder sogar Menschen mit den Abbau der Rohstoffe beginnen und sie relativ bequem aufgrund der Nähe zur Erde zu uns bringen. So heißt es beispielsweise zu dieser “Industriellen Revolution 2.0” unter anderem:

Hochrechnungen ergeben, dass schon ein Objekt mit einem Kilometer Durchmesser den Metallbedarf unserer Industrie für Jahrzehnte decken könnte.

Doch jede Hochrechnung verliert ihre Bedeutung, wenn nicht das ‘Wo?’ und ‘Wie?’ geklärt ist – Fragen, die mit unserer derzeitigen Technik tatsächlich nur schwer zu beantworten sind. (…)

Dass sich die Menschheit zukünftig mit Ressourcen aus dem All behelfen wird, scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Idee des asteroid mining ist zwar schon mehrere Hundert Jahre alt; doch erst in unserer modernen Welt ist sie keine Utopie mehr.

Ein Technologie-Traum, der trotzdem noch lange zeit Utopie bleiben wird. Auch wenn zum Beispiel bereits vor 10 Jahren in Seattle die Firma ” Planetary Resources” gegründet wurde, die Weltraum-Bergbau betreiben will. Ähnliche Firmen wie etwa “Deep Space Industries” folgten.

Billionen Dollar warten

Das kleine Land Luxemburg will bei diesen (noch) Träumen mitmischen und hat bereits dafür eine gesetzliche Regelung getroffen. Etwa 20 Firmen haben sich bereits in der “Luxembourg Space Agency” (LSA) versammelt. Eine nationale Weltraumagentur des Großherzogtums, die aus dem 2016 ins Leben gerufenen Projekt “Projekt “Space Resources” geboren wurde. Unter dieser Gesellschaft sollen Raumfahrt-Experten den Schritt zum Bergbau im All realisieren.

Luxemburg ist zwar eines der kleinsten Länder in der EU und in der Öffentlichkeit eher als Steueroase bekannt, aber es mischt schon seit Jahren im Weltraum mit. Bereits heute erwirtschaftet das Land zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts im Weltraum bzw. mit Weltraumtechnologien. Selbst die USA können davon nur träumen.

Mit Förderung aus der Staatskasse wurde 1985 die Satellitengesellschaft “SES” in Luxemburg gegründet, die heute der größte kommerzielle Satellitenbetreiber der Welt ist. Das Unternehmen für Kommunikationssatelliten brachte dem Land damit nicht nur Geld sondern auch Ansehen in der Raumfahrt. Ein Land von Vordenkern, deren Investitionen sich auszahlten.

Der Luxemburgische Wirschaftsminster Etienne Schneider dazu:

Schon heute nimmt Luxemburg mehr Platz im Weltraum ein als auf der Erde. Die USA und Luxemburg mögen sich in ihrer Größe unterscheiden. Aber sie haben das gemeinsame Ziel, eine kommerzielle Raumfahrtindustrie zu entwickeln.

Viele wollen an diesen im All wartenden Billionen Dollar mit verdienen. Natürlich und vor allem auch die USA als führende Weltraumnation (obwohl es diesmal nicht im Öl geht …).

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Private Start-Up-Unternehmen und Privatpersonen schließen sich bei diesen zukunftsweisenden Geschäften und Ideen an. Elon Musk, Gründer von “PayPal” und Inhaber des Weltraumunternehmens “SpaceX” sowie der Elektroauto-Firma “Tesla” ebenso wie Google-Gründer Larry Page. Aber auch Hollywood-Regisseur James Cameron, der in Sachen Weltraum-Kommerzialisierung nach seinem Science-Fiction-Horrofilm “Aliens – Die Rückkehr” (1986) gewisse “Erfahrungen” hat …

Wer also in Zukunft im Weltraum Geld mit Rohstoffgen verdienen will, muss frühzeitig die entsprechenden Weichen Stellen. So wie es Luxemburg und die USA jetzt getan haben. Obwohl Vorhaben wie eben die Ausbeutung von Himmelskörpern im All alles andere als unumstritten sind, die in diesen Blog-Artikeln HIER & HIER dargelegt.

Science-Fiction – mit ernsthaften Hintergrund?

Keine Nation oder kein privates Unternehmen kann mal eben zu einem Asteroiden fliegen, diesen einfangen und in Richtung Erde bringen und dann dort beginnen Rohstoffe abzubauen. Hierzu bedarf es noch zahlreicher neuer Technologien und wirtschaftlicher Auslöser.

Die Befürworter des kosmischen Bergbau argumentieren ausnahmslos damit, dass die Menschheit ohne neue Rohstoffquellen keine Zukunft haben wird. Endliche Ressourcen auf der Erde sind eben irgendwann erschöpft. Also muss man neue Quellen erschließen, um die Zivilisation und natürlich die Wirtschaft des Planeten weiter am Laufen halten zu können. Und so bleibt nur der Griff zu anderen Himmelskörpern.

Auch wenn es es sich für den Otto Normalverbraucher vollkommen absurd anhören mag, ist das so. In erster Linie geht es ums Geld, um das reine Geschäft der Zukunft. Das streiten die Beteiligten auch nicht ab. Niemand spricht hier ganz uneigennützig von seinen visionären Plänen, die er “zum Wohle der Menschheit” gerne realisieren möchte. Wie bei allem, was mit Raumfahrt zu tun hat, ist natürlich auch Weltraum-Bergbau in der Kritik.

Warum zu den Sternen greifen, wenn es genug auf dieser Welt zu erledigen gibt, so argumentieren diese Kritiker. Warum nicht andere Materialien, künstliche Rohstoffe und neue Energiequellen auf diesem Planeten entwickeln, bevor man das All ausbeutet? Sollten wir wirklich Milliarden und noch mehr Milliarden investieren, um ein paar Kilo Rohstoffe zu Erde zu bringen?

Rohstoff-Krake Menschheit

Nachvollziehbare und richtige Argumente.

Nur muss man meiner Meinung nach hier weiter und parallel denken. Die Entwicklung und Erschließung neuer Rohstoffe oder Rohstoff-Erfindungen und Technologien wird durch Bergbau im All ja nicht hinfällig. Diese laufen schon viele Jahre und werden weiter laufen. Eine wachsende planetare Zivilisation muss in viele unabhängige Richtungen denken. Viele Quellen ergeben das ganze. Auch ein Ozean wird nicht nur nur aus einer Quelle gespießt.

Bis sich Rohstoffgewinnung im All aber wirtschaftlich rechnen wird, werden noch mindestens Jahrzehnte vergehen!

Google gilt vollkommen zurecht als “Daten-Krake” und die Menschheit ist nun einmal eine “Rohstoff-Krake”. Daran gibt es nichts zu rütteln. Von einer friedlichen Nutzung der Rohstoffe des Alls als eine Spezies sind wir aber noch Lichtjahre entfernt. Ein Blick auf die Konflikte einst und jetzt zeigt das leider sehr deutlich. Und immer geht es um Rohstoffe.

Demnach ist es nur sinnvoll, dass man auch außerhalb der Erde für eine ferne oder vielleicht noch ferner Zukunft nach neuen Rohstoffquellen sucht. Konflikte sind aber wohl auch hier vorprogrammiert …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Von Mondlandungen, Aliens und dem Kosmos: Die Saison 2019 im Galileo-Park Lennestadt (“Sauerland-Pyramiden”) – alle Infos und Tipps

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Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen - und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)
Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen – und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums und der Mondlandung (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)

Der Galileo-Park in Lennestadt startete am 16. März in die neue Saison 2019. Diesmal stehen die “Sauerland-Pyramiden” ganz im Zeichen der Mondlandungen, der Außerirdischen und des Universums. Auch die Prä-Astronautik und UFOs werden in den drei Hauptausstellungen bis Mitte November thematisiert. Von Fahrten im Mondauto über interaktive Cyber-Reisen durch den Kosmos bis zu Suche nach außerirdischen Zivilisationen (SETI) präsentiert der Galileo-Park zahlreiche Ausstellungsattraktionen. Alle Details dazu  erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Ebenso weitere Tipps und Hinweise rund um den Galileo-Park und die Saison 2019.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die “Sauerland-Pyramiden”

Wie es der inoffizielle Name “Sauerland-Pyramiden” verrät, liegt der Galileo-Park im Sauerland (s. a. Tipps unten). Seit der Eröffnung der Anlage in Lennestadt-Meggen finden hier alljährlich Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Themen aus der Grenzwissenschaft und Mystery Files statt. Aber auch darüber hinaus.

Vielfach wurde hier und auf YouTube bereits darüber berichtet.

Vor etwa zwei Wochen startete der Park in die neue Saison und bietet diesmal drei Themenschwerpunkte bei den Attraktionen für Groß und Klein:

50 Jahre Mondlandung – Das Abenteuer geht weiter

Sie können ein klein wenig miterleben, was die Pioniere der frühen Raumfahrt beim Start der gewaltigen Raketen empfunden haben müssen, wenn Sie unsere Simulation besuchen. 50 Jahre nach dem großen Abenteuer der ersten Mondlandung durch Astronauten, können Sie jetzt völlig ungefährlich diese Reise selbst beginnen.

Neben vielen interessanten Fakten zu unserem nächtlichen Begleiter – dem Mond – und der Mission, die zu seiner Eroberung führte ist ein wesentliches Highlight das Mondauto, mit dem Sie mit Hilfe virtueller Realität über die Mondoberfläche und durch ihre Krater fahren können. Wer sich nicht selbst traut, kann Beifahrer sein oder einfach nur Zuschauer von der Erde aus.

Mit eigenen Augen können Sie eine betriebsame Mondstation im Krater Tycho beobachten und zusehen, wie Transporter die Station anfliegen und wieder in Richtung Erde verlassen. Sie können noch viele andere Monde des Sonnensystems kennen lernen und der spannenden Frage nachgehen, ob sich auf einigen auch Leben hat bilden können.

50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Von der Erde zu den Galaxien: Unser Platz im All

Erleben Sie die gewaltigen Ausmaße der Galaxie, in der unser Planet Erde um unseren Stern, die Sonne, kreist. Dirigieren Sie 200 Milliarden Sterne, die vor Ihnen im Raum schweben mit einer kleinen Handbewegung. Betreten Sie unsere Milchstraße und schauen Sie sich in ihrem Inneren um. Lassen Sie sich faszinieren von den atemberaubenden Dimensionen.

Entdecken Sie die Sonne. Sie ist einer von vielen Milliarden Sternen der Galaxie und doch etwas ganz Besonderes. Machen Sie eine virtuelle Reise durch unser Sonnensystem, und versuchen Sie möglichst ohne Crash, durch die Ringe des Saturn zu fliegen.

Sie erfahren viel über unsere kosmische Adresse und werden doch staunen über die Vielfalt und die Schönheit unseres Heimatplaneten.

Lassen Sie sich schließlich ein auf die buchstäbliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wenn Sie auf den Spuren der SETI-Forscher versuchen, in einer überschaubare Datenflut die kleinen Hinweise auf unnatürliche Sequenzen zu finden. Keine Angst – wir helfen Ihnen dabei, und es gibt auch eine kleine Belohnung.

Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Allein im Universum? Begegnung mit phantastischen Phänomenen

Es gibt zahlreiche Phänomene und Artefakte auf unserem Planeten, die bis heute noch ungeklärt sind und vielleicht Hinweise darauf geben, dass wir Menschen nicht allein sind im Universum. Schauen Sie was Forscher im Dschungel Mittelamerikas oder auf den Hochebenen Südamerikas entdeckt haben und versuchen Sie selbst, Schrift- und Bildzeichen zu enträtseln.

Überzeugen Sie sich selbst von den Beobachtungen sogenannter UFOs und fremdartiger Lebewesen. Kann es sein, dass tatsächlich fremde Raumschiffe unsere Erde besuchen und sogar abgestürzt sind?

Besuchen Sie eine Raumschiffzentrale und versuchen Sie selbst, Beiboote anzudocken oder auf einem Planeten landen zu lassen. Nutzen Sie – vielleicht auch zusammen mit Verwandten oder Freunden – außerirdische Instrumente mit denen Sie fremdartige Klänge erzeugen. Vielleicht gelingt es besser, wenn Sie sich selbst in einen Alien verwandeln. Haben Sie genug Phantasie dazu?

Erleben Sie amüsante, spannende und manchmal auch furchteinflößende Stationen mit Aliens oder Robotern, die Sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, aber auf alle Fälle unterhaltsam sind.

Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt - Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)
Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

(Text vom Galilep-Park, Links von Fischinger-Online)

Tipps zum Galileo-Park von Grenzwissenschaft und Mystery Files

Neben den drei Schwerpunkten bieten die “Sauerland-Pyramiden” über das Jahr verteilt weitere Interessante Veranstaltungen (s. a. HIER).

So zum Beispiel der “Space Day” für die ganze Familie am 21. Juli 2019 von 10 bis 17 Uhr. Inzwischen der dritte Tag im Zeichen des Weltraum im Galileo-Park. Inklusive einer Delegation des von George Lucas anerkanntes STAR WARS-Fan-Club der “German Garrison”. Für alle großen und kleinen Fans von STAR WARS ein must see.

Begleitet wird der “Space Day” von Vorträgen zum Thema Mond durch Manfred Liedtke. Liedtke ist der Ausstellungsgeber der oben genannten Ausstellungen im Park. Dazu heißt es auf der Webseite des Galileo-Park treffend:

Auch wenn Sie zum Galileo-Park nur einen Berg hoch fahren, werden Sie sich fühlen als seien Sie auf einem weit entfernten Planeten angekommen. Zwischen STAR WARS-Kriegern und Science-Fiction-Fans erleben Sie einen unvergesslichen Tag für die ganze Familie.”

Weitere spannende Termine für alle Freunde des Phantastischen sind der 12. Oktober und der 23. November 2019. An diesen Tagen finden in den “Sauerland-Pyramiden” ein “Kryptozoologie-Kongress” bzw. ein “Mystery-Kongress” statt. Nähre Infos dazu werden noch folgen.

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Details für Besucher

Geöffnet hat der Park seit dem 16. März und die Saison 2019 geht bis zum  17. November 2019, 17 Uhr. Außerhalb der Ferien in NRW ist Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag). Innerhalb der NRW-Ferien täglich von 10 bis 17 Uhr.

Ihr findet die “Sauerland-Pyramiden” unter folgender Adresse:

GALILEO-PARK
Sauerland-Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02723-8080
Fax: 02723-808180
E-Mail: Info@Galileo-Park.de
Webseite: www.Galileo-Park.de

Der gesamte Park ist barrierefrei und kostet regulär nur 8 Euro Eintritt (Infos).

Als Tipp, sofern Ihr beispielsweise die beiden oben genannten Kongresse besuchen und übernachten wollt, ist das “Hotel Schweinsberg” sehr zu empfehlen:

Hotel und Restaurant Schweinsberg
Fredeburger Straße 23
57368 Lennestadt–Langenei
Telefon 02723–80990
Telefax 02723– 809964
E-Mail: hotel.schweinsberg@t-online.de
Webseite: hotel-schweinsberg.de

Dort werden wie jedes Jahr die meisten Kongressteilnehmer treffen und übernachten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das?

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US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie - hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass etablierte Archäologen und andere “Mainstream-Wissenschaftler” seit Jahrzehnten die Ideen der Prä-Astronautik strickt ablehnen. Außerirdische Astronauten gab es nicht. Ancient Aliens waren nie auf diesem Planeten. Die Götter der Antike waren alles – nur keine Raumfahrer aus dem All. Des weiteren existiert auch keine Verschwörung innerhalb der archäologischen Community dazu. So der recht einheitliche Tenor, den sich selbstverständlich auch und vor allem Theologen anschließen. Aktuell sorgt in diesem Zusammenhang ein Interview mit einem Archäologen der Arizona State University für weltweite Schlagzeilen. In diesen Presseberichten heißt es, er habe den “Einfluss von Aliens” in  der Vergangenheit und “Verschwörungstheorien zur Archäologie” “entlarvt”. Aber hat er das tatsächlich? Was hat der Wissenschaftler wirklich gesagt? Und weshalb hat offenbar kaum jemand sein Interview überhaupt gelesen? In diesem Beitrag erfahrt Ihr es.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prä-Astronautik und Ancient Aliens – “debunekt”

So wie man heute die Prä-Astronautik “Ancient Aliens” nennt, nennt man deren Widerlegung heute “debunked”. “Debunker” sind auch im deutschen Sprachraum “Entlarver” oder “Widerleger” dieser oder jener These, Idee oder Spekulation. Hierbei natürlich vor allem aus dem Bereichen der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Eigentlich sollte heute, wo alles im Netz vollkommen ungeprüft weiter verbreitet wird, jeder Mystery-Interessierte ein “Debunker” sein. Auch wenn dieses Wort schon lange zu einem Kampfbegriff geworden ist. Hater, Neider und Trolle werfen selbst mir vor, dass ich ein solcher bin. Ihnen passt es nicht, dass ich als Grenzwissenschaftler auch Lügen, Fakes und Irrtümer aufzeige und belege. Glauben möchte man – nicht wissen!

Und doch fällt es es in eine andere Kategorie wenn ein Mainstream-Archäologe sich gegen Prä-Astronautik-Ideen oder “Verschwörungen in der Archäologie” wendet. Die Mystery-Gemeinde nennt solche Menschen schnell System-Trolle oder bezahlte Desinformanten. Hinterfragen oder prüfen, was diese Personen genau sagten, macht kaum jemand.

Ein Vorwurf, den man aber umgekehrt genauso auf die Mainstreampresse anwenden kann. Denn auch sie plappert im grenzwissenschaftlichen Themenbereich sehr gerne alles nach. Dabei ist es sogar gleichgültig, ob es pro oder contra ist. So geschieht es aktuell auch mit einem Interview, das der Archäologe Matthew Peeples gegeben hat. Er ist Kodirektor der “School of Human Evolution and Social Change” vom “Center for Archaeology and Society” der Arizona State University. Seines Zeichen auch ein Experte für Feldbilder, den sogenannten Petrogyphen, in den USA.

Und über diesen Assistenz-Professor heißt es, er habe “den Einfluss von Außerirdischen und andere Verschwörungstheorien zur Archäologie entlarvt”.

Teil der Archäologie-Verschwörung

Auf der Webseite der Universität erschien dazu am 14. März ein Interview mit Matthew Peeples. Darin spricht er davon, dass die Idee der Prä-Astronautik bzw. Ancient Aliens nichts weiter als eine Art Popkultur ist. Sie entstand “Anfang des 20. Jahrhunderts in der Science-Fiction-Literatur” und habe so nach und nach ihren Siegeszug angetreten.

Seiner Meinung nach belegen das die zahlreichen TV-Sendungen rund um das Thema Astronautengötter im Altertum. Explizit nennt er die US-TV-Serie “Ancient Aliens”. Ebenso den Science-Fiction-Autoren H. P. Lovecraft. Ein bis heute gefeierter Autor, der tatsächlich bis zu seinem frühen Tode 1937 Bücher und Geschichten mit Elementen der Prä-Astronautik veröffentlichte.

Matthew Peeples:

Diese Ideen werden nicht durch wissenschaftliche Beweise gestützt. Aber sie sind so weit verbreitet, dass viele Leute glauben, dass an ihnen etwas dran sein muss. Am Beispiel der Großen Pyramiden in Ägypten haben Archäologen deutlich gezeigt, wie diese Strukturen in eine breitere Tradition kleinerer Steinstrukturen und früherer Versuche des Pyramidenbaus passen. Auch die Gebäudetechnik ist beeindruckend, aber wir müssen keine Aliens beschwören, um sie zu erklären.

Eine andere populäre Ansicht ist, dass professionelle Archäologen selbst die Wahrheit über die Vergangenheit verstecken. Mich persönlich habe Leute beschuldigt, Teil einer weit verbreiteten Vertuschung oder Verschwörung zu sein.”

Filme wie “Akte X” oder “Stargate” würden seiner Meinung nach solche Ideen einer Verschwörung weiter befeuern. Obwohl es Archäologen lieben würden “ihre Vorstellungen über die Vergangenheit mit neuen Daten und Entdeckungen zu testen”. Immerhin treibe genau das die Wissenschaft voran, so Peeples.

In der Tradition von König Arthur

Weite Teile des Interviews widmet sich Peeples diversen Behauptungen um Felsbilder in den USA. Immerhin ja auch sein Fachgebiet. Beispielsweise, das einige dieser Bilder für Archäologie-Kritiker belegen sollen, dass die Wikinger an diesen Orten waren. Peeples lehnt diese Interpretation aus verschiedenen Gründen ab. Etwa deshalb, da Reproduktionen der fraglichen Bilder in Büchern falsch seien. In Wahrheit sähen sie nämlich anders aus und sind damit alles andere als ein Beleg für Europäer lange vor Kolumbus im Westen der USA.

Derartige Verschwören stünden nach Peeples in einer Art Tradition zu König Arthurs. Denn auch diese mythische Gestalt sei einst, etwa durch die Abtei Glastonbury Abbey in Großbritannien, durch Falschbehauptungen verklärt worden. Diese Abtei behauptete, dass auf deren Grund und Boden das Grab des legendären König Arthur liegen würde. “Für die meisten Historiker ein Werbegag” der Abtei, so Peeples.

Und genau in dieser Tradition von Falschaussagen mit einer Archäologie-Verschwörung stünde heute das Thema Ancient Aliens:

Ich glaube, diese Behauptungen sind aus verschiedenen Gründen immer noch beliebt. Erstens kann mit dem Verkauf pseudowissenschaftlicher Ideen an die Öffentlichkeit viel Geld verdient werden, wie die zahlreichen Bücher und Fernsehsendungen belegen, die immer wieder auftauchen. Viele dieser Ideen hängen auch mit Nationalismus und verschiedenen anderen Arten von Gruppenidentitäten zusammen. Die Menschen haben den Wunsch zu behaupten, dass ihre Vorfahren die ersten waren, die in ein neues Land kamen oder fortgeschrittene Technologien entwickelten. Das wurde sogar sogar dazu benutzt, Krieg und Invasion zu rechtfertigen.

“Nationalismus” ist im Sinne der Götter der Sterne natürlich Unsinn. Immerhin behauptet ja kein Alien, dass seine Nation oder Gruppe dieses oder jenes geschaffen hat. Und Autoren, die über solche Astronautengötter schreiben, können das ebenso wenig behaupten. Die mutmaßlichen außerirdischen Götter stammen ja von keiner irdischen Nation ab.

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Vorwürfe der Archäologie und Kritiker

Obwohl die derzeitigen Medienberichte eigentlich ausnahmslos titeln, dass ein Archäologe die Prä-Astronautik & Co. widerlegt habe, stimmt das nicht. Egal ob in Boulevardmedien oder News-Blogs.

Matthew Peeples macht in seinem kurzen Interview nicht einmal den Versuch Verschwörungstheorien oder Aliens zu widerlegen. Jedoch sind derartige Verschwörungen, Behauptungen, TV-Sendungen und Bücher sind für ihn Pseudowissenschaft. Dementsprechend arbeiten die Vertreter dieser Thesen nicht wissenschaftlich. “In der Archäologie geht es um die systematische und wissenschaftliche Erforschung menschlicher Gesellschaften”, so Peeples. “Die von den Forschern in ihrem “hinterlassenen Kontext” erforscht werden.

“Plausible Argumente müssen durch Beweise gestützt und die verwendeten Methoden und Daten sollten zur Prüfung zur Verfügung gestellt werden”, wirft Peeples vor. Jeder solle misstrauisch sein, sobald jemand Verschwörungen aufstellt. Vor allem dann, wenn “die mangelnde Akzeptanz von Wissenschaftlern für ihre Ideen und die Unterdrückung der Wahrheit” genannt werden. Die Verwendung von durch “Experten geprüfte Quellen” muss gegeben sein. Und diese sollten Menschen mit “einschlägigen Fachwissen” nachprüfen können.

Genau das und eigentlich nur das hat Matthew Peeples im Kern gesagt! An keiner Stelle hat er eine Verschwörung der Archäologie gegen unliebsame Funde und die Spekulationen um außerirdische Götter “debunked”. Allerdings ist das im Rahmen eines Interviews auch gar nicht möglich.

Er teilt damit lediglich dieselben Vorwürfe, die Kritiker seit Jahrzehnten diesen Themen gegenüber machen: Mangelndes Quellenstudium, fehlende “seriöse Quellen”, unwissenschaftliches arbeiten, fragwürdige bis erfundene Quellen und ungenügender Blick auf den Kontext der Funde etc. Dies wiederum sind Vorwürfe, sie in der populärwissenschaftlichen Welt allgegenwärtig sind. Immerhin arbeitet niemand der entsprechenden Autoren wissenschaftlich.

Eigentlich nicht verwerflich, solange niemand davon spricht, er habe Beweise und echte Belege für die Prä-Astronautik gefunden. Allerdings mit Blick auf die täglich im Netz erscheinenden zum Teil grausigen Falschbehauptungen der Grenzwissenschaft ein echtes Übel.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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