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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

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Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 3. April 2020 auf Mystery Files

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Rätselhafte Überlieferungen: Biblische Schöpfungsmythologie auch auf der Osterinsel? (+ Videos)

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Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Kulturen und Völker, die in der Vergangenheit geographisch mehr oder weniger nahe beieinander existierten, weisen immer wieder Parallelen auf. Auch in deren Mythologie, Götterwelten und Weltanschauungen sind diese zu finden, was eher wenig erstaunlich sein dürfte. Erstaunlich wird es immer dann, wenn in Überlieferungen vollkommen unabhängiger Zivilisationen solche Parallelen zu finden sind. Auch über tausende Kilometer und über Ozeane hinweg. So wie auf der Osterinsel im Pazifik. Dort aufgezeichnete Mythen der Schöpfung ähneln der Bibel so sehr, dass das kaum ein Zufall sein kann, wie Ihr in diesem Blog-Artikel erfahrt.


Rätselhafte Mythologien

In der Mythologie finden sich immer wieder große Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen den einzelnen Überlieferungen aus vielen Teilen der Welt. Oft werden diese zum Teil eindeutigen Verwandtschaften damit erklärt, dass etwa Völker des Nahen Osten geographisch eng beieinander existierten. Dass diese in ihrer Entwicklung Elemente aus der Mythologie von benachbarten oder vorangegangenen Kulturen übernahmen, ist eindeutig. Auch wenn solche Vorstellungen fast immer von den jeweiligen Religionen oder Völkern „angepasst“ wurden. Was schon bei den Namen einzelner Gottheiten anfing, deren Funktionen dabei auch erweitert und individualisiert wurden.

Verwandte Völker haben überall auf der Erde auch verwandte Mythen in ihren Erinnerungen. Selbst in den weiten Wasserwelten des Pazifiks war und ist das der Fall. Kulte und Glaubenswelten auf oft tausende Kilometer voneinander entfernt liegende Inseln weisen auch identische Kernaussagen auf. Auch wenn man diese auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort erkennt. Ihr gemeinsamer Ursprung erschließt sich letztlich doch. Ethnologen und Mythenforscher konnten das in der Vergangenheit immer wieder belegen.

Geht es aber darum, dass beispielsweise Überlieferungen aus Mesopotamien, Afrika, Südamerika oder auch Polynesien deutliche Ähnlichkeiten zeigen, wird es rätselhaft. Diese Kulturen und Zivilisationen trennen tausende oder sogar zehntausende Kilometer und in einigen Fällen auch tausende von Jahren. Sie hatten nach der üblichen Geschichtsschreibung niemals miteinander Kontakt. Sie wussten nicht mal voneinander.

Wie konnten diese sich dann in ihrer mythologischen und spirituellen Weltanschauung gegeneinander beeinflussen? Wenn in Texten des Alten Testament aus der Bibel Einflüsse von älteren Zivilisationen aus Mesopotamien nachweisbar sind, verwundert das heute niemanden mehr. Sind Parallelen dazu aber auch auf der anderen Seite der Erde zu finden, wird er rätselhaft!

Mythen der Osterinsel

So auch bei zwei Legenden, die eine französische Forschungsexpedition auf der Osterinsel im Pazifik aufgezeichnet hat. Das Team startete am 22. November 1962 von Frankreich aus in Richtung Pazifischer Ozean, wo verschiedene Inseln und deren Bewohner erkundet wurden. Unter anderem führte die 20.000 Kilometer lange Reiserute des Schiffes bis nach Tahiti und den Gesellschaftsinsel in Polynesien. Unterwegs wurde natürlich die legendäre und rätselhafte Osterinsel nicht vergessen, auf der die Expedition ebenfalls Halt machte.

Hier erkundete man nicht nur die heute weltbekannten Statuen namens Moai, den „Vogelmann-Kult“ und andere archäologische Zeugnisse der Vergangenheit. Auch Legenden und Mythologien der Einwohner ließen sich die Forscher erzählen, von denen zwei ganz besonders auffallen. Denn bei diesen glaubt man, es handelt sich um eine etwas eigenwillige Übersetzung jener Geschichte über die Schöpfung des Menschen, die man aus dem Buch Genesis der Bibel kennt. Aufgezeichnet hat sie der Expeditionsteilnehmer Francis Mazière, der sie in einem 1965 in Paris erscheinenden Buch eher beiläufig wiedergibt.

„Hier seien zwei Legenden wiedergegeben, die wir sammeln konnten“, so Mazière, und zitiert diese mit den Worten:

Die Lüfte, die Dämpfe, die Leere, das Nichts rundherum, die Meere, die Finsternis, das erste Beben, das erste Wort, das Licht gebar (…). Die Erde entstehe! Das Meer vergehe! Es komme die Sonne, das große Licht! Es komme der Mond, das kleine Licht! Es mögen die Sterne kommen (…). Es komme Make Make, der erste Mensch!

Damit sei „die Erschaffung der Welt“ gemeint, so überschrieb der Autor diese Überlieferung. Durchaus lassen sich hier Vergleiche mit der Schöpfung der Welt durch den biblischen Gott erkennen.

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Make Make (oder Makemake) wiederum ist in dieser Form nur auf der Osterinsel bekannt. Eigentlich als Gott und Schöpfer der Welt. Den Namen oder Ausdruck findet man hingegen in abweichenden Formen durchaus auf einigen Inseln des Pazifiks. Der auf der Osterinsel einmalige und längst legendäre „Vogelmann-Kult“ ist auf diesen Make Make-Gott zurückzuführen. Abbildungen und Figuren von solchen „Vogelmännern“ sind in der gesamten Südsee und sogar in Südamerika zu finden. In diesem Fall soll „der erste Mensch“ gleichfalls diesen bedeutenden Osterinsel-Namen getragen haben.

Die Erschaffung des Menschen

Die zweite von Mazière zitierte Legende dieser rätselhaften Insel ist meiner Meinung ungleich spannender. „Die Erschaffung des Menschen“ hat diese zum Thema, und wir erfahren über diese Folgendes:

Make Make nahm eine Kalebasse, erblickte sich darin, sah sein Gesicht und rief: Make Makes erstgeborener Sohn! Ein weißer Vogel kam, setzte sich auf seine rechte Schulter und rief: Kuihi-Kuaha te anga a makemake! (ein Zauberspruch, Anm. LAF) Make Make tat Erde in eine runde Form, legte die Hand mitten hinein, um ein Loch zu machen, blies dann hinein in das Loch. Hervor kam daraus ein junger Mann, He repa.

Sagte Make Make: Das ist nicht gut. Er schläferte He repa ein. Make Make nahm einen Bananentrieb. Er öffnete den Brustkorb He repas auf der linken Seite. Das Blut floß auf den Bananentrieb. Da hauchte Make Make den blutigen Bananentrieb an. Geboren wurde Uka, die junge Frau.“

Es ist nicht bekannt wann dieser Mythos erstmals erzählt oder sogar aufgeschrieben wurde. Man könnte meinen, die „Erfinder“ dieser Überlieferung kannten die Bibel sehr gut. Die „Zweite Schöpfung“, die Schöpfung des Menschen durch „Gott“, klingt im ersten Buch Moses erstaunlich ähnlich. Im Buch Genesis steht geschrieben:

Dann bildete Jahwe Elohim den Menschen aus dem Staub von dem Erdboden und blies in seine Nase einen Lebenshauch. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen.

(…)

Dann sprach Jahwe Gott: ,Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.‘ (…) Nun ließ Jahwe Elohim einen Tiefschlaf über den Menschen fallen, dass dieser einschlief, und er nahm eine von seinen Rippen und schloss das Fleisch an ihrer Stelle zu. Dann baute Jahwe Gott die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einem Weibe und führte es zum Menschen.“ (Gen. 2,7-22)

Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel

Die Parallelen zwischen Osterinsel und Bibel sind deutlich erkennbar. Die Kernpunkte, wie das Einhauchen des Lebens, die Erde (Lehm), das Einschläfern des Mannes und die Öffnung seiner Brust sowie die Schöpfung der Frau aus diesem „Material“, liegen auf der Hand. Und selbst Make Make stellte nach dieser Legende fest, dass es „nicht gut“ sei, dass der erste Mensch als Mann allein auf der Welt ist.

Wie bei vielen anderen Kulturen der Welt gibt es unterschiedliche Ausformungen solcher Mythologien. Blickt man in einschlägige Publikationen über die Mythologie Polynesiens oder Schöpfungsmythen der Welt, sind diese leicht zu finden. Jedoch nicht in dieser erstaunlichen „biblischen Form“, wie sie die französische Expedition Anfang der 1960er Jahre auf der Osterinsel aufgezeichnet haben will. Dass Make Make unzufrieden war, dass der von ihm geschaffene Mann allein existierte, und er deshalb eine Frau für ihn schuf, behaupten sie fast alle. Selbst die deutschsprachige Wikipedia gibt einen entsprechen Mythos wieder, nennt aber keinerlei Quelle dazu.

Für Mystery-Jäger, Grenzwissenschaftler aber auch Mythenforscher ist das ein überaus spannendes Betätigungsfeld.

Von den Europäern kontaminiert?

Im Jahr 1963 erreichte das Schiff die Osterinsel, damit also in der Moderne. Und Mazière notierte zu den beiden Überlieferungen, dass sie während dieser Zeit aufgezeichnet wurden. Legenden, „die wir sammeln konnten“, wie er es nennt.

Da verschiedene Elemente der Schöpfungserzählungen auch in anderen Quellen zu finden sind, stellt sich die Frage: Wie authentisch mögen diese beiden Beispiele aus der Urzeit der Menschheit sein? Sind sie in dieser Form bereits erzählt worden, bevor die Europäer die Osterinsel 1722 erreichten und später mit Bibel und Schwert „zivilisierten“? Es wird nicht verraten, wer diese Legenden den Franzosen erzählte oder welche Umstände dazu führten. Mazière verliert nicht mal ein Wort über die Tatsache, dass diese stark an das Alte Testament erinnern. Nur, dass der Gott Make Make an die Götter oder mythischen Herrscher Tiki und Tulpa anderer Inseln erinnert.

Wenn hier nicht biblische Schöpfungsmythen mit ursprünglichen Osterinsel-Legenden vermischt wurden, bleiben diese Überlieferungen ein Rätsel. Es sei denn, dass globale Schöpfungsmythen mit ähnlichen Aussagen eine Urerinnerung an einst reale Begebenheiten darstellen …

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Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China: Stehen diese sogar in Verbindung mit der chinesischen Mythologie?

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Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China (Bild: german-xinhuanet.com
Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China (Bild: german-xinhuanet.com)

Bereits vor einigen Jahren wurde im Südwesten von China eine rätselhafte Kultur entdeckt, die als Sanxingdui-Kultur bekannt wurde. Seit dem graben Archäologen in den Ruinen und machen immer neuen Funde, über die auf diesem Blog bereits berichtet wurde. Überaus bizarr erscheinende „Götzen“ und Opferbeigaben, die laut chinesischen Forschern zu einer der größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts gehören. Jetzt gaben die Wissenschaftler ihre neuen Funde und Entdeckungen bekannt. Stehen diese sogar in Verbindung mit der chinesischen Mythologie?


Sanxingdui in China: Fremdartig und unbekannt

In der Provinz Sichuan im Südwesten von China fanden lokale Bauern vor fast 100 Jahren bei Arbeiten zufällig Relikte in der Erde. Vor allem Objekte aus Jade (s. a. Video HIER), die auf eine versunkene archäologische Stätte schließen ließen. Um ihre Funde in klingende Münze umzusetzen, verkauften die Finder ihre Kostbarkeiten. So wurden sie in alle Winde unter Privatsammlern verstreut. Ein Problem für die später in dieses Gebiet kommenden Archäologen. Sie suchten das Gebiet rund 50 Jahre ohne Erfolg ab.

Das änderte sich ab 1986 als erneut durch Zufall weitere Funde gemacht wurden. Objekte aus Gold, Ton und Bronze kamen zutage, die die Archäologen zuvor in dieser Fülle und Gestaltung noch nie gesehen hatten. Schnell wurde deutlich, dass hier eine versunkene Kultur des alten China verborgen lag. Nach und nach kamen tausende Artefakte von einer nie dagewesenen Kunstfertigkeit und einem vollkommen unbekannten Stil ans Licht des modernen China. Man hatte die Sanxingdui-Kultur gefunden.

Die Wurzeln dieser in ganz China einmaligen Kultur reichen weit zurück. Bis zu fast 5.000 Jahre in die Vergangenheit. Dank der bis heute anhaltenden Ausgrabungen ist man sich sicher, dass sogar das mythische Volk der Shu mit diesen Ruinen in Zusammenhang stehen könnte. Eine Art von Ur-Dynastie des alten China mit weitreichenden Einflüssen.

2019 habe ich in diesem Artikel HIER bereits über die Sanxingdui-Kultur berichtet. Denn vor allem die tausenden von fremdartigen Figuren, Masken und „Fratzen“ mit ihren unbekannten Darstellungsform erinnern an Wesen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Astronautengötter, von denen es in China heißt, dass diese „Himmelswesen“ oder „Ur-Kaiser“ einst aus den Wolken kamen und die ersten Dynastien gegründeten. Vor allem fand man diese Artefakte in Opfergruben. HIER ein Beispielbild.

Sanxingdui und die Geburt Chinas

Verglichen mit westlichen Kulturen und Ruinenstätten ist Sanxingdui in unseren Breiten kaum bis gar nicht bekannt. Obwohl Ausstellungen mit Fundstücken dieser Kultur schon Anfang und Mitte der 1990er um die Welt gingen. Auch in verschiedenen Städten in Deutschland stießen damals die rätselhaften Objekte aus dem fernen China auf Interesse beim Publikum. In New York (1998) oder auch Singapur (2007) war es nicht anders.

Zeitgleich eröffnete 1997 in Guanghan nahe der Ruinen auch das „Sanxingdui-Museum“, in dem heute die meisten der Funde und Artefakte zu besichtigen sind. Genau dort, so meldete es die Nachrichtenagentur Xinhua aus China am 27. Mai, wurden gestern die neuesten Entdeckungen der Ausgrabungen der Öffentlichkeit präsentiert. Mehr als 1.000 neue Relikte konnten die Forscher der Öffentlichkeit präsentieren. Sie stammen vor allem aus sechs Opfergruben, die seit 2020 vor Ort ausgegraben werden. Laut Tang Fei, dem Direktor des „Forschungsinstituts für kulturelle Relikte und Archäologie“ der Provinz Sichuan, komme man bei den aktuellen Grabungsarbeiten sehr gut voran.

Deshalb wolle man „die neuesten Errungenschaften einschließlich der archäologischen Arbeiten an der Ausgrabungsstätte vorstellen und bedeutende Projekte präsentieren, die die Bekanntheit der Sanxingdui-Kultur weltweit fördern sollen“, so Xinhu. Denn laut den Chinesen soll es sich bei den Ruinen um eine der „größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts“ handeln. Die Archäologen erhoffen sich, dass die Forschungen in Sanxingdui “ den gemeinsamen, vielfältigen Ursprung der chinesischen Zivilisation näher beleuchten können“.

Angesichts der Fremdartigkeit der dargestellten Gesichter und Figuren in ihrem Aussehen und ihrer kulturellen Umgebung, fragt man sich als Mystery-Jäger aber auch, ob die Chinesen dabei auch ihre eigene Mythologie mit in Betracht ziehen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn „Eiserne Vögel“ vom Himmel kommen und die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie Ungarns und dem Ural +++ Artikel +++

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Wenn "Eiserne Vögel" die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn „Eiserne Vögel“ die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es gibt kein Volk der Erde, das in ihren Überlieferungen keine Mythologien über die Schöpfung besitzt. Gleichgültig ob bei kleinen Stämmen und Völkern oder in großen Kulturen und Gemeinschaften, wir finden solche Erzählungen überall. Oftmals in einer Vielfalt, die sich selbst innerhalb der einzelnen Regionen oder Kultur individuellen unterscheiden. So auch bei dem Volk der Mansen („Wogulen“) aus dem nordöstlichen Ural. In dieser finno-ugrische Völkergruppe, die von West-Sibirien über Ungarn und Nordrussland reicht, findet sich eine besonders interessante wie auch seltsame Überlieferung vom Anbeginn der Welt: Vögel aus Eisen hätten sie geschaffen. Diese Mythologie wollen wir uns hier einmal genauer ansehen, da sie erstaunliche Spuren und Querverbindungen öffnet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vom Ural bis Ungarn

Die finno-ugrische Völker oder auch die uralischen Völkerfamilie haben alle eine gemeinsame Urgeschichte. „Kerngebiet“ dieser Menschen ist Nordrussland und vor allem das Gebiet des Ural-Gebirges im Westen von Sibirien. Jenes Gebirge, das oftmals als die Ost-Grenze Europas gilt.

Trotzt einer gemeinsamen Frühgeschichte schlugen die einzelnen (heutigen) Volksgruppen jedoch im Laufe der Geschichte vollkommen andere Wege ein. Ihre Siedlungsgebiete reichten beispielsweise bis in das heutige Ungarn, Finnland, Estland, Polen oder auch in den Norden des Schwarzen Meeres und dem Gebiet der heutigen Stadt Sankt Petersburg.

Die „Mansi“, wie sie sich selber nennen, und heute vor allem an Mansen bekannt sind, nannte man früher „Wogulen“. Heute haben diese Volksgruppen je nach Siedlungsgebiet zahlreiche Namen. Trotz ihrer frühzeitigen Verbreitung und Trennung über den Osten und Nordosten Europas haben sie gemeinsame Wurzeln. Auch und natürlich in ihrer Sprache und in ihren Mythologien, bei denen es bis heute Parallelen und Berührungspunkte zu finden gibt.

Möglicherweise kennt der ein oder andere Grenzwissenschaft & Mystery Files-Interessierte das Volk der Mansen aus dem Ural bereits. Es ist das Ur-Volk, dass im Ural in jenem Gebiet lebt, in dem 1959 der legendären „Dyatlov-Pass-Vorfall“ mit 9 toten Studenten geschah (mehr dazu in den Videos HIER & HIER).

Und eine dieser Überlieferungen der „Mansi“ wurde 1891 in den „Ethnologischen Mitteilungen aus Ungarn“ aufgezeichnet, und erscheint uns heute fraglos sehr sonderbar.

„Eiserne Vögel vom Himmel“

In der Legende heißt es, dass ein Mann zusammen mit seiner Frau und einem „schneeweißen Raben“ in eine m Haus lebten. Niemals verließen sie das Haus, dass nur von Wasser umgeben gewesen sei, da es noch keine fester Erde gab. „Die Außenwelt, wie sie gestaltet,“ kannte der Mann nicht. Eine Art erstes Menschenpaar also, dass irgendwo am Anfang aller Zeiten gelebt haben soll. Bis dann eines Tages:

Wie sie so leben, erschallt auf einmal aus dem oberen Himmel irgendein Geräusch. Der Alte schaut zum Fenster hinaus: also von obenher aus dem Himmel kommt ein eiserner Tauchervogel. Erde zu suchen, taucht er ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, er hatte keine Erde gefunden. Er schöpfte Atem und tauchte wieder ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, wieder vergebens, Erde gibt es keine.

Ein wenig atmete er und tauchte zum dritten mal unter. Als er auftauchte, holte er so stark Atem, dass ihm unten die Kehle barst; an der Schnabelwurzel hatte er ein Bröcklein Erde. Er schwang sich auf und stieg damit gen Himmel.

Was ist ist „eiserner Tauchvogel“, der vom Himmel kam? Vögel, die in und unter das Wasser tauchen gibt es natürlich viele. Zum Beispiel machen das auch Enten bei der Suche nach etwas Essbaren. Aber warum diese Legende gleich von einem Tauchvogel aus Eisen spricht, ist seltsam. Mit „modernen Augen“ denken hier sicher viele Mystery-Jäger an etwas Mechanisches oder Technisches …

Da aber dieser Metall-Vogel nur ein „Bröcklein Erde“ bei seinem Tauchversuchen auf dem Meeresgrund finden konnte, war seine Mission offenkundig gescheitert. So kam es, dass am anderen Morgen ein zweiter Eisen-Vogel vom Himmel stieg, um erneut im Meer nach Erde zu suchen. In der Überlieferung heißt es dazu:

Morgens, als sie aufstehen, erschallt wieder ein Geräusch aus dem Himmel. Als der Alte hinaus schaut, steigt ein eisernes Seehuhn vom Himmel, taucht ins Wasser. Es ging und ging herum, als es auftauchte, hatte es nichts, ganz und gar nichts.

Nach dieses himmlische Seehuhn aus Eisen mehre Tauchversuche unternahm, konnte er tatsächlich „ein ziemliches Stückchen Erde“ bergen. Das „eiserne Seehuhn vom Himmel“ rieb daraufhin am Haus des Paares seinem Schnabel – „dann flog es gen Himmel“ zurück. Wie durch ein Wunder stellte das Paar am anderen Morgen fest, dass über Nacht „die Erde fußsohlenbreit geworden“ war. Das wiederholte sich in den Folgetagen, bis sich das Wasser der Welt „in Erde verwandelt“ hatte.

Der „schneeweiße Rabe“

Sicherlich waren der Alte und seine Gemahlin überaus erfreut, als sie nach einigen Tagen feststellten, dass es um ihr Haus jetzt festes Land gab, so weit das Auge reichte. Wie weit genau diese Erde allerdings reichte, dass wussten sie nicht. So kam ihr Haustier, der „schneeweiße Rabe“, ins Spiel:

„(…) am dritten Tage, als die Frau und ihr Alter zum Fenster hinaus sehen, gibt kein Wasser, überall hatte es sich in Erde verwandelt. Zu seinem schneeweißen Raben sprach der Alte: ‚Geh nur, sieh, wie groß die Erde geworden!‘ Der Rabe entfernte sich, blieb eine kleine Stunde weg, so groß war die Erde schon geworden.“

An den folgenden Tagen wiederholten die beiden Menschen dieses Prozedere mit ihren mysteriösen Raben. Immer länger blieb er fort und so wussten sie, dass die Erde immer weiter wächst bzw. sich das Wasser in Land verwandelte. Eines Tages kam der Rabe erst „zur Zeit des Niederlegens“ zurück und war plötzlich nicht mehr weiß sondern ganz schwarz geworden. „Du hast auf deinem Fluge was angestellt!“, warf der Alte seinem Raben vor.

Sich keiner Schuld bewusst sprach der seltsame Rabe, dass er gesehen hat, dass ein Mensch gestorben sei. „Von dem habe ich gesessen, deshalb bin ich schwarz geworden.“ Das erschreckte den Mann so, dass er seinen Vogel fortjagte und verfluchte:

„,(…) so fort mit dir von hinnen! Beim Eintritt der Welt des Menschenzeitalters sollst du allein nicht vermögen, Tiere des Waldes zu töten, sollst du nicht vermögen, Fische des Wassers zu töten; wo der Mensch irgendein Waldtier getötet, dort am blutigen Ort sollst du deinen Hunger stillen; an manchem Tage sollst du dich hungrig niederlegen.‚“

Vertrieben und verflucht von seinen Menschen zog der Rabe in Wald und lebte fortan dort. Bis heute als ein „Schnorrer“ oder „Schmarotzer“, wie man sagen würde.

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Hier stimmt was nicht!

Klammern wir die Verbannung des Menschenfressenden Raben zunächst einmal aus, erzählt diese Mansen-Legende einige überaus spannende Details.

Zum einen haben wir da natürlich die Tatsache, dass zwei verschiedene „Tauchvögel“ vom Himmel kamen, die aus Eisen bestanden haben sollen. Warum gerade Eisen, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Überlieferungen und natürlich Schöpfungsmythen weltweit beinhalten überaus häufig diverse Tiere, die ebenso diverse Taten oder Aufgaben erledigten. Aber sie sind in diesen Legenden immer aus „biologischen“ oder „natürlichen Stoffen“, wenn sie nicht sogar ganz einfach als Tier bezeichnet werden.

Eisen ist zwar natürlichen Ursprungs, muss aber auf komplizierten Wege gewonnen und verarbeitet werden. Wer oder was hat also diese „Eisen-Vögel“ geschaffen?

Einen weiteren seltsamen Punkt dieser Sage von den Anfängen erkennt man vielleicht nicht auf den ersten Blick: Es ist der Rabe des Paares selbst.

Ohne hier zu sehr ins Details gehen zu wollen (das wäre zu umfangreich!), ist der Rabe in globalen Legenden und auch Schöpfungsmythen immer wieder ein enorm wichtige „Figur“ in diesen. Zum Teil so wichtig, dass ganze Überlieferungen ihm, den Raben, die Schöpfung der Welt und Menschheit zusprechen. In diesem Fall ist es aber offenbar ganz anders, da der Rabe von dem Menschen geradezu verflucht wurde. Grund war sein Verzehr von Menschenfleisch.

Aber woher kamen diese Menschen eigentlich?

Von der Sintflut und dem Raben

Menschen, die Vögel aus einem „Haus“ aussenden, um von diesen nachsehen zu lassen, wie weit die Erde (das Land) schon „gewachsen“ war, kenne wir alle. Denn Noah aus der Bibel tat zum Ende der von Gott geschickten Sintflut genau dasselbe aus seiner Arche heraus. Nach der biblischen Erzählung ab Genesis 8,1 schickte Noah dreimal eine Taube aus, als die Wassermassen der Sintflut langsam wieder zurück gingen. Die Vögel sollten für ihn und seine Familie prüfen, ob es schon irgendwo festes Land gibt (obwohl mal schon die ersten Berge sehen konnte).

Die dritte Taube kehrte bekanntlich nicht wieder zurück und so wussten die Insassen der Arche Noah, dass es Zeit ist, das Schiff zu verlassen. Was aber weniger bekannt ist, ist der Umstand, dass Noah vor den drei Tauben einen Raben losschickte, um nach Land zu suchen. Es heißt dazu im 1. Buch Mose 8,7:

Und er sandte den Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser auf Erden vertrocknet war.

Noahs Rabe flog folglich immer mal wieder zur wundersamen Rettungs-Arche zurück, um sich quasi auszuruhen, dann aber wieder fort zum fliegen. Gibt es hier einen tieferen Sinn oder sogar eine Parallele zwischen der Masen-Legende und der Sintflut-Geschichte der Bibel? Könnte demnach die Mansen-Überlieferung eine Art Sinflut-Erzählung sein, die bekanntlich auch in allen Teilen der Erde zu finden ist?

Möglicherweise ja. Denn bei einem Blick „hinter diese mythischen Zeilen“ findet sich ein überaus interessanter Zusammenhang. So lesen wir im 3. Buch Mose (11,13-15) eine Auflistung von unreinen Tieren, die nicht gegessen werden dürfen und die es zu „verabscheuen“ gilt. Darunter sind auch „alle Arten von Raben“. Dieses Gebot an die „Kinder Jahwes“ wird im 5. Buch Mose in 14,14 sogar wiederholt.

In der Bibel wird an dieser Stelle das Wort „oreb“ benutzt, was soviel wie „schwarz sein“ bedeutet und für die gesamte Vogelgattung „Corvus“ verwendet wird. Krähen gehören ebenso dazu, wie eben der Rabe. Dieser ist ein „unreines Tier“, da er sich von Aas ernährt bzw. ernähren kann. Demzufolge kann er kaum zu Gottes „reinen Tieren“ gehören. Gerade deshalb soll, so einige Deutungen der biblischen Sintflut, Noah zuerst einen Raben aus der Arche geschickt haben. Er konnte sich ja von den überall herumtreiben Toten der Flut Gottes ernähren, heißt es …

Grundsätzlich erzählen die Mansen in der oben zitierten Überlieferung genau das. Auch darin wird ein Rabe entsandt, der dabei von einem Toten speist, den er irgendwo bei seinem Rundflug gefunden hatte. Ein Aasfresser eben. Trotzdem laut Bibel natürlich ein Wesen Gottes, da an verschiedenen Stellen betont wird, dass der Herr die Raben trotzdem ernährt. Schon Jesus sagte seinen Jünger in Lukas 12,24, dass Raben „nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie“ dennoch.

Der Teufel im Federkleid

Interpretationen biblischer Verse, Geschichten und Bildnisse sind vielschichtig. So auch beim unreinen Raben. Er soll beispielsweise als verdorbener Geist am Ende der Flut bewusst von Noah herausgeschickt worden sein, damit er sich an den Leichen der toten Sünder laben kann. Als symbolischer Satan, dem dann letztlich Gott bzw. Jesus als friedliche Taube folgte.

Selbst Babylon, die legendäre Stadt mit dem ebenso legendären Turm von Babel, wird in der Bibel damit in Verbindung gesetzt. In der Offenbarung lesen wir in 18,2, Babylon „ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten Vogels“. Damit soll der Rabe gemeint gewesen sein und schlussendlich der Satan.

In der Ur-Version der Erzählung von der Arche Noah und der Sintflut ist es übrigens genau umgekehrt: Im Gilgamesch-Epos, dessen Sintflut-Überlieferung zweifellos von den biblischen Flut-Autoren übernommen und abgeändert wurde, strandet die dortige Arche ebenfalls an einem Berg. Das im Vergleich zur Bibel wesentlich ältere Epos aus Mesopotamien erzählt daraufhin auf Tafel XI weiter, dass Utnapischtim, wie Noah hier heißt, drei Vögel aus seiner Arche lässt.

Zuerst eine Taube, doch „kein Ruheplatz fiel ihr ins Auge, da kehrte sie um“. Daraufhin eine Schwalbe, die ebenso wieder zurück zur Arche kam, da sie keinen Ruheplatz finden konnte. Als drittes folgte – wen wundert es? – ein Rabe:

Einen Raben ließ ich hinaus; auch der Rabe machte sich fort; da er sah, wie das Wasser sich verlief, fraß er, scharrte, hob den Schwanz — und kehrte nicht um.

Im Gilgamesch-Epos ist der Rabe alles andere als ein teuflisches Tier. Letztlich war es ja er, der dem dortigen Noah Utnapischtim zeigte, dass das Land wieder erschienen war. Freudig über den dank des Raben erfahrenen Rückgang der Flut sagte Utnapischtim daraufhin „da ließ ich hinausgehen nach den vier Winden“. Die Arche wurde verlassen. Und wie in der Bibel auch, brachte der mesopotamische Sintflut-Held noch direkt am Berg der Landung ein Brandopfer für seine Götter dar.

In der Legende der Masen heißt es am Ende, dass der einst weiße Rabe in den Wald ging, wo er bis zum heutigen Tag lebt. Er wäre aber eben kein Jäger und müsste fortan Aas fressen, wie er es zuvor auch tat, als er einen Toten fand. Ich möchte bezweifeln, dass in einem Raben der Teufel oder ein unreiner und dämonischer Geist wohnt, wenn ich einen solchen Vogel sehe …

Allerdings war das an die 3.000 Jahre alte Epos des Gilgamesch mit der dortigen Flut-Legende dem Volk der Mansen wohl kaum bekannt. Erste Texte wurden im Jahr 1853 gefunden und erst 1872 in Großbritannien übersetzt. Unwahrscheinlich, dass der Inhalt dieses Epos in so kurzer Zeit in ihre Mythologie eingeflossen ist.

Ein netter „unreine Rabe“ in der Bibel

In biblischen Zeiten gab es nicht nur Jahwe als Gott der Israeliten, sondern viele Götter. An dieser Stelle ist in diesem Zusammenhang besonders der Gott Baal zu nennen, der nicht nur als Götze sondern auch als Teufel galt. Der israelische König Ahab (etwa 871 bis 852 v. Chr.) leistete sich diesbezüglich einen ganz besonders gottlosen Frevel, als er die Verehrung dieses Baal und der Göttin Aschera zuließ und sogar förderte. Eine von dem Propheten Elija prophezeite Dürre werde deshalb die nächsten Jahre kommen, bis er als Diener Gottes sagt, dass es wieder regnen wird.

Fortan musste sich der Elija verstecken. In einer Höhle auf der anderen Seite des Jordan, die ihm sein Gott persönlich zugewiesen hatte, lebte der Prophet nun. Aber er litt weder Hunger noch Durst, denn auch dafür hatte sein Herr gesorgt. So erfahren wir im 1. Buch der Könige in 17,4-6 Erstaunliches:

‚Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und aus dem Bach kannst du trinken.‘ Elija gehorchte dem Wort Jahwes, ging auf die andere Jordanseite und hielt sich im Tal des Krit auf. Morgens und abends brachten ihm die Raben Brot und Fleisch.

Schon seltsam, dass der Rabe als unreines und dämonisches Tier oder sogar der Teufel selbst, den treuen Diener und Kämpfer Gottes umsorgt haben soll. Das passt in dieser biblischen Mythologie nicht so ganz. Außer wir glauben der Deutung, dass hier gezeigt werden soll, dass Jahwe als Allmächtiger auch Macht über den Teufel hat, und ihm seinen Willen auferlegen kann. Warum der Herr allerdings heute dem Bösen, Unreinen und Teufel nicht mehr seine Befehle ausführen lassen kann, sagt diese Interpretation nicht.

Schamanismus und Mischregionen

Persönlich vermute ich, dass die 1891 in Ungarn aufgezeichnete Mansen-Legende eine verstümmelte oder kaum mehr erkennbare Sintflut-Überlieferung ist. Durchaus mit biblischen Einflüssen, da die Mansen zumindest auf dem Papier im 18. Jahrhundert zum Christentum „bekehrt“ wurden. Dennoch ist ihre ursprüngliche Naturregion des Schamanismus und dem Glauben an Geister, spirituelle Wesen in allen natürlichen Dingen der Welt, nicht ausgestorben. Sie leben eine Art Mischregion.

So schreibt  etwa schreibt Winfried Dallmann in „Indigene Völker im Norden Rußlands“ („Gesellschaft für bedrohte Völker“, Bozen 1998):

Das Unverständnis der ‚modernen‘ Welt, das weitgehend auch heute noch anhält, hat einen großen Teil dieses Wissens bereits verloren gehen lassen. Unter vielen sibirischen Völkern ist die Christianisierung weit weniger nachhaltig praktiziert worden (…)“

Wie viele Ur-Völker scheint demnach auch die uralischen Völkerfamilie christliche Elemente in ihre Religionen und Weltanschuungen eingewebt zu haben. Indigene Kulturen sahen immer in Tieren, wie eben Vögeln und damit Raben, beseelte Wesen oder sogar Mittler zwischen den Welten. Man denke hier als klassisches Beispiel an in amerikanischen Indianer.

Im skandinavischen Gebiet, einer Region, in dem auch uralische Völker ihre Heimat fanden, sind zwei Raben wiederum spannend. Sie heißen Hugin und Munin und sitzen auf den Schultern des Gottes Odin. Nicht als Satan oder böse Wesen, sondern als Verkünder und Ermittler von Wissen und Informationen für ihren Herren Odin. Obwohl natürlich auch hier die Traditionen und Legenden variieren, ist es bei diesen beiden Raben bezeichnet, dass sie bei Tagesanbruch über die ganze Erde fliegen und so für Odin Neuigkeiten besorgen.

In der Grímnismál, eine mythologische Liedersammlung der nordischen Edda, lesen wir:

Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich (Odin) fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; doch sorge ich mehr um Munin.

Warum befürchtet der mächtige Gott Odin, dass seine beiden Raben nicht wieder heim kommen? Sollte eine Verbindung zum Raben in der Legende über den alten Mann, seinem Frau und seinem Raben bestehen? Auch Heinrich Beck und Bernhard Maier schreiben in dem von Walter de Gruyter herausgegeben Standartwerk „Reallexikon der germanischen Altertumskunde“ in Band 15 (New York 200):

Ungeklärt ist bis jetzt, warum der Gott die Nichtwiederkehr von Hugin und Munin befürchtet – und dies verstärkt bei Munin.

Das Phantastische!

Hinterfragt man als an den Mythen der Vorzeit Interessierter eben solche einmal etwas genauer, öffnen sich buchstäblich Welten! Eine scheinbare Legende von der Erschaffung der Welt könnte ebenso eine kaum mehr zu erkennende Überlieferung von der Sintflut sein. Inklusive Bezüge zur Arche Noah, dem biblisch unreinen Raben und letztlich dem Satan.

Das Phantastische daran ist – neben weltweiten Parallelen – dass die Mansen-Sage von „eisernen Vögeln“ spricht. Wie soll man solche Eisen-Vögel verstehen? Auch wenn biblische Elemente hier eingeflossen sind, weichen diese enorm vom Alten Testamt und der dortigen Flut-Erzählung ab. Vögel aus Eisen, die mit einem „Geräusch aus dem Himmel“ kommen, um im Meer nach Erde zu suchen, sind wohl kaum mit den Tauben des Noah zu vergleichen. Sofern man diese Verbindung ziehen möchte.

Warum erzählt die Überlieferung beispielsweise nicht einfach von Fischen, die Erdreich in ihren Mäulern vom Grunde des Wassers holen? Das ist für eine naturverbundene Schamanen-Religion mit Sicherheit weit logischer und nachvollziehbarer, als irgendwelche (künstlichen) Metall-Vögel

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sintflut: Von Gott zur Vernichtung von Abtrünnigen und Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Artikel)

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Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt - warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Laut Bibel und verwandten Schriften schickte Gott einst die Sintflut zur Vernichtung von Abtrünnigen, Menschen und Riesen. Ein faszinierender Mythos – aber warum gab es diese Giganten in der Bibel Jahrtausende nach der Flut noch immer? Wie konnten diese Titanen der Urzeit die Katastrophe und Gottes Plan der Vernichtung überleben? Dazu schweigt die Bibel. Lediglich Sagen und außerbiblisches Schriftgut zur Bibel geben hier mythologische und vor allem überaus erstaunliche Antworten. Welche das sind und was demnach alles geschehen sein soll, erfahrt Ihr in dieser Spursuche eines komplexen Themas.


Die Sintflut

Uralte Mythen in aller Welt überliefern eine verehrende, unfassbare Katastrophe, die heute meist pauschal als „Sintflut“ bezeichnet wird. Sie kam als vernichtende Strafe von Gott oder den Göttern, da sich Angehörige dieser Himmlischen unter das Menschengeschlecht mischten. Was zur Folge hatte, dass sich nicht nur die „Bosheit“ und „Gottlosigkeit“ unter den Menschen ausbreitete, sondern auch ein Mischgeschlecht von Himmlischen und Irdischen.

Eine gottlose Zeit in einer fernen Vergangenheit. Die heute meistens nur aus der Bibel bzw. aus entsprechenden religiösen Lehren bekannt ist.

Und das, obwohl dieser Mythos von der Katastrophe und Flut, den vom Himmel gekommenen, rebellierenden Götterwesen, der um sich greifenden Gottlosigkeit und vieles mehr, rund um die Welt bei nahezu allen Kulturen überliefert ist. Wie umfangreich bereits HIER dargelegt und betrachtet wurde. Deshalb sollen aufgrund des Umfanges der dortigen Darstellungen diese hier nur am Rande erwähnt werden.

Grund für die Sintflut war immer ein Abfall von Gott oder anderen Himmelswesen. Im Alten Testament und verwandten Schriftgut und Überlieferungen schickte Gott die Flut um unter anderem seine eigenen Leute zu töten. Es waren Gottessöhne seines eigenen Hofstaates, die sich gegen ihn auflehnten. Nach einem genau festgelegten Plan kamen diese rebellierenden Wächter des Himmels aus dem „Reich Gottes“ zur Erde und wandten sich den Menschen zu. Nicht nur, um diese zu lehren und ihnen Weisheit und Wissen zu bringen, sondern auch und vor allem, da sie mit den Menschenfrauen Kinder zeugen wollten.

„Übernatürliche Ehen“ nennt beispielsweise „Die Tora in jüdischer Auslegung“ (Band I, 2011) diese ungöttliche Verbindung.

Himmlische Rebellen und Riesen vor der Sintflut

Eine dunkle Epoche in historisch kaum greifbaren Zeiten vor der Sintflut der Bibel. Und genau in diesen Tage habe es Riesen auf der Erde gegeben. Jene Titanen oder Giganten, die in der vermeintlich „aufgeklärten westlichen Welt“ gerne ins Reich der Phantasie geschoben werden. Für unsere Ahnen waren sie hingegen real, weshalb sie auf Mystery Files in Beiträgen und YouTube-Videos vielfach bereits Thema waren (s. a. Videos unten).

Nach dem Buch Genesis (6,1ff.) missfiel dem Herrn im Himmel das, was aus der Menschheit durch seine göttlichen Rebellen geworden war. Nicht nur aufgrund des Umstandes, dass die Menschheit und ihre vorsintflutliche Kultur dadurch mehr und mehr verfiel. Vor allem auch, da es dadurch eben jene Riesen gab, die offenbar aus dieser Vermischung der beiden Spezies hervorgingen. Genau diese galt es durch die Sintflut zu vernichten. Inklusive der widerspenstigen Menschheit und seiner einstigen Getreuen seines „Himmelreichs“.

So brach mit unbändiger Macht und Gewalt die Sintflut über die Menschen und alles Leben herein. „Das Ende allen Fleisches“ habe Gott beschlossen (Gen. 6,13). Wehmütig bereute er es, dass er den Menschen erschaffen hatte (Gen. 6,7f.), da alle Gedanken „seines Herzen nur böse“ seien. Jeden Tag und jederzeit (Gen. 6,5).

Gott zog die Konsequenzen dahingehend, dass selbst alle Tiere sterben mussten. Und der Mensch fortan nur noch 120 Jahre alt werden durfte und wird. Als eine Art von Obergrenze der Lebenszeit der Menschheit, wie es das 1. Buch Moses in 6,3 erzählt. All das geschah, „als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren“, wie es der Folgevers behauptet.

Schon das klingt sehr seltsam. Wenn alle sterben sollen, warum sollen dann zukünftig Menschen nur noch 120 Jahre alt werden? Es gäbe ja keine mehr. Ebenso wenig wie Riesen, die in diesen Tagen auf Erden wandelten, als die Söhne Gottes mit den Menschenfrauen verkehrten. Hier kommt Noah ins Spiel. Als Gerechter hatte er Gnade gefunden und durfte in der legendären Arche mit seiner Familie und Tieren die kommende Vernichtung überleben. Als Grundstein für eine neue Zivilisation und Menschheit, die scheinbar nach der Hoffnung des Herrn dann eine bessere sein wird …

Ungöttliche Zeiten

Verschiedene außerbiblische Quellen belegen diesen Vernichtungsplan, die Riesen und die gottlose Zeit durch die Herabsteigenden. Keinesfalls haben die Autoren des Buchs Genesis diese selber erfunden. Sie schöpften aus einem bereits vorhandenen Pool an alten Schriften und Überlieferungen, die teilweise von anderen und älteren Völkern übernommen wurden. Einige davon schildern überaus detailliert diese Pläne der Vernichtung ebenso, wie die Pläne der Gottessöhne, Kinder mit Menschen zu zeugen. Gleichfalls auch die Riesen auf Erden, als all das geschehen sein soll.

Wie in „Rebellion der Astronautenwächter“ 2015 dargelegt und diskutiert, gibt es da aber offensichtlich ein großes Problem (eigentlich sogar viele Probleme).

Lars A. Fischinger: "REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen"
Lars A. Fischinger: „REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen“

Denn der Bibelleser weiß aus dem Alten Testament, dass es sehr wohl lange – sehr lange – nach der tödlichen Sintflut von Gott noch Riesen auf diesem Planeten gegeben haben soll. Was auch andere Sagen, Legenden, Mythologien und sogenannte „Märchen“ überliefern. In der Bibel besteht überhaupt kein Zweifel an diesen Umstand. Der eigentlich schon dadurch klar werden sollte, wenn man sich die sogenannte „Einleitung“ zur Flut ab Gen. 6,1 einmal genauer ansieht. Unter Hinzuziehung verschiedener Bibelausgaben- und Übersetzungen, da diese in entscheidenden Details variieren kann. Oder diese ganz fehlt, wie in einer meiner Bibelausgaben im Archiv.

So lesen wir dort in Vers 4 Aussagen wie diese zwei Beispiele:

Damals lebten die Riesen auf der Erde und auch danach noch, als die Gottessöhne Kinder mit den Menschentöchtern hatten. Das wurden die Helden der Vorzeit, berühmte Männer.“

Zu jener Zeit – und auch später noch -, als die Gottessöhne mit den Töchtern der Menschen verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, waren die Riesen auf Erden.“

Riesen nach der Sintflut

Dieser Vers ist bei vielen Mystery-Jägern und Prä-Astronautikern hinlänglich bekannt. Und wiederholt sich auch in apokryphen Schrifttum, wie etwa bei Henoch oder dem Buch der Jubiläen usw. Zu finden sind sie auch bei entsprechenden Überlieferungen in den Schriftrollen vom Toten Meer. Mehr dazu auch in diesem Mystery Files-Artikel HIER.

Auch wenn einige Bibelausgaben das Detail weglassen, erfahren wir dort, dass die Titanen auch danach noch auf der Erde lebten. Damit ging der göttliche Plan der Vernichtung der Riesen inkl. aller Menschen und Tiere offensichtlich nicht auf! Anhand dieser winzigen Feststellung wird auch verständlich, warum noch in den Tagen des Moses und des Exodus Riesen gesehen worden sein sollen. Jahrtausende nach der Sintflut und während des Exodus der Hebräer aus Ägypten.

Nachzulesen ist dieser Umstand etwa im 4. Buch Moses, in dem sich eine beim Thema Riesen oft zitierte Aussage findet. Dort erfahren wir, dass die die Kundschafter des Moses im Lande Kanaan leibhaftige Riesen sahen. Bei ihrer Rückkehr erstatteten sie Moses und dem Volk Bericht und stellte dabei verängstigt fest:

(…) auch die Riesen haben wir dort gesehen, die Enakssöhne vom Geschlecht der Riesen; wir kamen uns selbst gegen sie wie Heuschrecken vor, und ebenso erschienen wir ihnen.“ (Num. 13,33)

Dann war da auch noch der mächtige Riese Og, der von den Israeliten bei der Landnahme Kanaans niedermacht wurde. „Og von Baschan, der noch von den Riesen übrig geblieben war und in Aschtarot und Edrei wohnte“ (Jos. 12,4)“, findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Moses habe ihn und die letzten Riesen angeblich mit seinen Leuten ermordet, wie es Deut 3,1ff. schildert. Sein Bett oder, je nach Übersetzung, Sarg war angeblich fast vier Meter lang. „Neun gewöhnliche Ellen lang und vier breit“, heißt es in der Bibel (Deut. 3,11) dazu. Es wurde sprichwörtlich legendär (s. a. Ex. 21,32ff.).



4,09 Millionen tote Giganten

Nicht minder legendär wie später der Riese Goliath zur Zeit des späteren König David. Goliath aus Gat, fraglos der berühmteste aller biblischen Gewaltigen, schien ein wirklich unheimliche Gestalt gewesen zu sein. Unter anderem erfahren wir über ihn:

Und wieder kam es zum Kampfe bei Gat. Da war dort ein riesengroßer Mann, der an den Händen je sechs Finger und an den Füßen je sechs Zehen hatte, zusammen vierundzwanzig.“ (2. Sam. 21,20; s. a. 1. Chr. 20,5ff.)

Nach diesen Schilderungen ist es also absolut zutreffen, dass in der Flut-Einleitung festgestellt wird, dass auch „später noch“ oder „danach“ Riesen existierten. So total war das „Ende allen Fleisches“ offensichtlich nicht, dass nur die Familie Noah in einem Schiff inkl. Tierwelt überlebte. Jedoch war sie katastrophal, wenn man in die griechische Apokalypse des Baruch (auch 3. Baruch genannt) schaut. In dieser außerbiblischen Schrift zur Bibel wird tatsächlich die angebliche Anzahl der getöteten Riesen überliefert:

Es brachte Gott die Sintflut auf die Erde und tilgte alles Fleisch und auch die 4.090.000 Riesen.“ (4,10)

Nach Gottes Plan: Ein Niederländer baute die Arche Noah der Bibel originalgetreu nach - Aber hat er das tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)
Arche Noah Nachbau anhand der der Bibel – mehr HIER (Bild: gemeinfrei)

Über vier Millionen „vertilgte“ Giganten behauptet dieses rund 2.000 Jahre alte Buch. Eine seltsam genaue Anzahl der angeblich auf Erden existierenden Riesen und ihrem Ende. Ist diese sehr hohe Zahl nur eine reine Phantasieangabe, fragte ich mich deshalb schon 1997 in einer Publikation hierbei? Und die Frage blieb.

Noah widersetzt sich Gott

Eine unbekannte Anzahl der Gewaltigen hat auf jeden Fall nach den alten Texten das Ende der vorsintflutlichen Zivilisation überlebt. Ein Widerspruch zum Plan Gottes, den diverse Mythen und Legenden zu erklären versuchen, die nicht in der Bibel zu finden sind. Obwohl sie alle durch die Flut ermordetet werden sollten, sei Noah mit seiner Arche selber an deren Überleben schuld, heißt es in diesen Legenden. Er als „Gerechter“ habe bei der Sintflut seinen Gott verraten. Eine jüdische Sage, aufgeschrieben unter anderem von Micha Josef bin Gorion in „Die Sagen der Juden“ (Ausgabe 1919), erzählt:

Auch der Riese Og, einer von dem Heere der gefallenen Engel, kam herbei und setzte sich auf eine Sprosse der Leiter, die zur Arche führte; er gelobte Noah und seinen Söhnen in Ewigkeit ein Knecht zu sein. Was tat Noah? Er machte ein Loch in der Arche und reichte ihm so seine Speise; so blieb Og am Leben.

Andere wiederum sagen: Og rettete sich allein von den Menschen, die in der Sintflut umgekommen waren; er setzte sich rittlings auf das Dach der Arche (…) Doch nicht um seiner Verdienste willen ist er gerettet worden, sondern um darzutun die Größe des Herrn vor den späteren Bewohnern der Erde. Die sollen sagen: Dies ist ein Überlebender von denen, die vor der Sintflut waren, die Aufruhr stifteten wider den Herrn und sie ertrunken sind.“

Ganz klar hat Noah mit dieser Rettung gegen Gottes Vernichtungsplan verstoßen. Oder vielleicht doch nicht?

Glauben wir dem Buch der Jubiläen, ließ sich Gott vor der Vernichtung der Riesen, Menschen und Gottessöhne auf einen Deal ein. Eine Abmachung mit dem Anführer der „Engel“-Rebellen, der heute gerne nur Satan oder Teufel genannt wird. Im Buch der Jubiläen erfährt „der Fürst, der Meister“, – dort Mastema genannt – von der kommenden Vernichtung. Also wand er sich mit einer erstaunliche Bitte an Gott selber:

O Herr, Schöpfer! Lass einige von ihnen vor mir übrig, dass sie auf meine Stimme hören und alles tun, was ich ihnen sage! Denn bleiben nicht für mich einige von ihnen übrig, dann kann ich nicht die Macht meines Willens an den Menschenkindern zeigen. Denn diese sind zum Verderben und Verführen vor meinem Gericht; groß ist die Bosheit der Menschenkinder.“ (10,8)

Gott und Teufel schließen einen Deal

Eigentlich eine ungeheure Forderung. Der Abtrünnige verlangt hier nicht weniger, als dass einige „Dämonen“, wie sie in diesem Buch auch genannt werden, verschont bleiben. Damit der angebliche Satan nach der Flut noch einige unter seiner Herrschaft übrig behält.

Wie zu erwarten, ließ Gott sich auf die Bitte seines Konkurrenten ein. „ Es soll vor ihm der zehnte Teil davon übrigbleiben; neun Teile aber soll man an den Ort der Verdammnis hinabbringen“ (10,9), entschied dieser. Umgehend wurde das Abkommen zwischen dem Herrn und dem Führer der Rebellen in die Tat umgesetzt. Dazu heißt es weiter:

„(…) wir fesselten alle bösen Übeltäter an den Ort der Verdammnis;
nur den zehnten Teil davon ließen wir übrig, damit sie dem Satan auf Erden dienten
.“ (10,11)

Inkonsequent und halbherzig war diesen Überlieferungen nach also Gottes Vorhaben. Diese Inkonsequenz geht soweit, dass Sagen behaupten, dass Og sich ich eine Menschenfrau verliebte. Und zwar in Sarah, die Frau des Stammvaters Abraham. Nach andere Rabbinersagen bekam Abraham Og sogar als Sklaven geschenkt. Von dem legendären Nimrod, der ebenso ein Riese war. Eine mythische Figur, die auch mit dem Turmbau zu Babel, den Gott Baal, den Anführer der rebellierenden Göttersöhne und der Flut in Verbindung gebracht werden kann. Worauf an dieser Stelle jedoch noch nicht genauer eingegangen werden soll.

Erst nach seinen Diensten bei Abraham habe sich Gott seiner angenommen. „Weil er fromm war“, so schreibt beispielsweise Hartwig Hundt-Radowsky 1830 in Band 1 von „Die Juden – wie sie waren, wie sie sind und wie sie seyn werden“, machte ihn Gott „zum Könige von Basan, damit er als ein Gottloser (als ein Nichtjude) seinen Theil an der zukünftigen Welt haben mächte.“

Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut auf den Fidschi-Inseln – mehr HIER (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine solche Sonderstellung des Riesen Og, angefangen bei der Rettung auf der Arche, mag sich durch andere Legenden und Traditionen der Rabbiner erklären. Nach diesen war Og kein geringerer als der Sohn von Schamchiel, einem der „Engel“, der „Gottessöhne“, die vor der Flut rebellierten, auf die Erde kamen und Chaos verursachten.

„Familienbande“ zwischen Himmel und Erde

Und wer war die Mutter? Das sei die Frau von Ham gewesen, der niemand geringeres als ein Sohn Noahs selber war.

Ein weiteres Kind von diesem Himmlischen und Hams Frau war übrigens Sichon (Sihon, Senir, Sirjon), der König der Amoriter, der mehrfach im Alten Testament zu finden ist. Es war ein feindliches Volk beim Exodus des Moses bzw. seines Nachfolgers Josua in das „gelobte Land“. Gelebt habe dieses in den östlichen Bergen, wie die Bibel vielfach betont. Letztlich wurde es besiegt, obwohl, sicher wenig verwunderlich, auch dieser Herrscher ein Riese gewesen sein soll. Zumindest ein Herrscher eines der Riesengeschlechter, zu dem die Schrift Amos in 2,9 bemerkt:

Und doch habe ich den Amoriter vor ihnen vertilgt, dessen Höhe wie die Höhe der Zedern war, und er war stark wie die Eichen (…)“

Somit scheint die Rettung der Riesen durch Noah auf seinem Schiff schon so was wie eine Familienangelegenheit gewesen zu sein. Wer aber war eigentlich dieser Schamchiel, der in diesem Kontext als Vater erwähnt wird? Er war kein geringerer als der Anführer der Rebellion der Wächter, Gottessöhne oder vermeintlichen „Engel“ im Himmel gegen Gott. Jene also, die den Plan ausheckten und auch ausführten, vor der Flut auf die Erde zu kommen, um mit den Menschentöchtern Kindern zu zeugen. Eine dieser Töchter der Menschen war folglich die Schwiegertochter Noahs.

Schamchiel heißt bei den Rabbinen ein aus dem Himmel verstoßener Engel, der sich mit den Weibern der Menschen vermischt haben (…) soll.“

Klärt hierzu schon das „Allgemeines Lexicon der Religions- u. christlichen Kirchengeschichte für alle Confessionen“ von Christian Gotthold Neudecker aus dem Jahr 1835 auf. Und in dem nicht minder alten Nachschlagewerk „Jüdisches Conversationslexikon für Christen aus allen Ständen“ von Rudolf Giehrl von 1829 lesen wir in Band 2 zu Og:

Sein Vater war der Teufel Schamchiel, seine Mutter lebte zu den verdorbenen Zeiten Nohas, ohne dass die Geschichte ihren Namenaufbewahrt hätte; nur so viel ist gewiss, dass Og noch mehrere Jahre vor der Sündfluth geboren wurde.“

Blut ist dicker als Wasser

„Og (..) war einer dieser Engelskinder, und ward vor der Sündfluth geboren“, notierte schon der oben erwähnte Hartwig Hundt-Radowsky. An dieser Deutung oder Tradition anhand von Sagen und Legenden hat sich bis heute nichts geändert.

Der Vater dieses Gewaltigen namens Og, der nach einigen Legenden hunderte, ja, tausende Kilometer groß war, war also der Teufel persönlich. Damit hatte Noah einen höchst angenehmen Zeitgenossen mehr oder weniger in seiner Familie. Der Spruch „Blut ist dicker als Wasser“ trifft hier hervorragend zu. Sonst hätte er Og nicht vor den Fluten gerettet. Was ja, wie wir gesehen haben, auch Gott so plante, da er nicht alle Riesen bzw. Abtrünnigen ermorden wollte, sondern in der neuen Welt einige weiter leben sollten. Wobei hier natürlich überhaupt keine direkte Blutsverwandtschaft bestand.

Og war der gewaltigste der Riesen. Und unter den „Engeln“ war sein Vater der Gewaltigste, wie es eine jüdische Sage erzählt. Og wiederum war im wahrsten Sinne des Wortes der größte der Großen.

Stammvater Abraham habe angeblich aus seinen Zähnen sogar Schlafkammern gebaut. 60 Städte habe Og errichtet, wobei die kleinste von ihnen bescheidene „sechzig Meilen hoch“ gewesen sei. 1.000 Maß Wein habe er jeden Tag getrunken. Dazu verspeiste er je 1.000 Eber, Rehe und Ochsen täglich. „Ein Tropfen seines Speichels aber wog sechs und dreißig Pfund“, so die von Gabriel G. Bredow 1823 in „Rabbinische Mythen, Erzählungen und Lügen“ rezitierte Legende. Nur bis zur Hüfte habe das Wasser der Sintflut dem Titanen gereicht. Andere Versionen behaupten sogar nur bis zu den Knöcheln.

Gewaltiger geht es wohl kaum.

Noahs unehelicher Enkel: Ein Riese

„Mythen, Erzählungen und Lügen“? Zweifellos extrem ausgeschmückte Überlieferungen, deren mutmaßlich wahren Kern wohl niemand genau bestimmen kann.

Dass der Teufel selbst mit einer Frau der Menschen ein (Riesen-)Kind zeugte, mag erstaunen. Dieser Teufel wird heute unter anderem mit dem Engel Luzifer gleichgesetzt. Dem Obersten und Anführer der „gefallenen Engel“ der christlichen Tradition. Hierbei soll es sich um genau jene Söhne des Höchsten handeln, die in Gen. 6,1ff. und anderen Quellen vom Himmel kam, um Kinder zu zeugen.

Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„Semjasa, ihr Oberster“, nennt ihn das äthiopische Buch Henoch (6,7) in einer Auflistung der Namen der Rebellenführer vom Himmel. „Wächter“ heißen sie dort. Wie auch im Buch der Jubiläen, das vermerkt, dass diese „mit den Menschentöchtern sündigten“. In dem sie „begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden“, so das Jubiläenbuch vorwurfsvoll (4,22). Demnach war der Vater von Og der Chef, Anführer, Oberste oder ganz einfach Hauptverantwortliche der himmlischen Rebellion. Und damit der heutige Satan oder Teufel.

Kein Wunder also, dass er, wie oben gesehen, mit Gott verhandelte, damit einige seiner Getreuen am Leben gelassen werden. Immerhin war sein Sohn Og als Mischwesen aus Mensch (Noahs Schwiegertochter) und Himmlischen unter ihnen. Und dieser wäre somit eine Art von Kuckucks-Enkel des Noah gewesen. Ungeheuerliche Behauptungen …

Obwohl die christliche Tradition sagt, dass es ein „Fall der Engel“ war und diese von Gott aus dem Himmel verbannt wurde, stimmt das so nicht. Diese Angehörigen der „himmlischen Ratsversammlung“, wie die Bibel es auch nennt, kamen freiwillig mit einer festen Abmachung. Sie konnten aber nicht mehr zurück und fanden keine Gnade mehr in Gottes Augen. Sie waren also schon hier, bevor sie Hausverbot auf Lebenszeit im Himmelreich bekamen.

Abraham und Riesen

Das Buch Artapanus, benannt nach einem jüdischen Historiker und Geschichtsschreiber, der im zweiten Jahrhundert vor Christus in Alexandria (Ägypten) lebte, ist dazu ebenso erstaunlich. Artapanus beruft sich in seinem Werk auf scheinbar verschollene Schriften, die er angeblich persönlich einsehen konnte. So erfahren wir bei Artapanus zu dem Sumerer Abraham aus Ur und dem Turmbau zu Babel gleich zu Beginn folgendes:

In namenlosen Schriften finden wir Abraham in Beziehung zu den Riesen gesetzt; diese wohnten in Babylonien, wurden aber wegen der Gottlosigkeit von den Göttern vernichtet.

Einer davon, Bel, sei dem Tod entflohen und habe sich in Babylon angesiedelt, dort einen Turm gebaut und darin gewohnt; dieser wurde dann von seinem Erbauer Bel Belon genannt.“ (1,4-5)

Diese zwei Verse beinhalten bei genauerem Hinsehen wesentlich mehr. Dass die Götter die Riesen (durch die Flut) vertilgen wollten, wissen wir. Nach Artapanus war auch ein gewisser Bel einer dieser Titanen. Aber wer ist oder war dieser Bel, der dem Tode entrinnen konnte?

Bēl ist nur eine Bezeichnung von einer Vielzahl an Namen unterschiedlicher Völker und Kulturen für ebenso unterschiedliche Götter. Bekannt ist er vor allem als Baal aus der Bibel.

Für uns ist interessant, dass der biblische Baal in seiner Funktion als Gottheit der Fruchtbarkeit und des Wetters und sein Kult quasi als Sinnbild der Vielgötterei gilt. Natürlich damit also eine Götze, die später im Christentum sogar zum Dämon wurde. Aus der antiken Stadt Sechem ist bekannt, dass Baal in dem rund 4.000 Jahre alten Handelszentrum „Baal-Zebub“ („Herr der Fliegen“) genannt wurde. Oder besser und genauer ausgedrückt, dass der christliche Aberglaube daraus den berühmten Beelzebub machte. Denn eigentlich war es „Baal-Zebul“, was so viel wie „Erhabener Fürst“ bedeutet.

Baal und Beelzebub

Heute kennt wohl jeder diesen Namen, den wir beispielsweise in 2. Buch der Könige 1,3 als „Beelzebul, den Gott von Ekron“ finden. Aber wieso „Herr der Fliegen“? Gibt es da irgendeinen Zusammenhang, eine Vermischung oder eine verspielte Verballhornung mit der Sintflut-Geschichte aus dem Gilgamesch-Epos?

Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos (Bild: Fischinger-Online)
Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos – mehr HIER (Bild: Fischinger-Online)




Bekanntlich ist diese Überlieferung wesentlich älter als das Alte Testament und diente nachweislich den Autoren der dortigen Flut-Legende als Vorlage. Wie Noah im Buch Genesis ein Dankopfer nach der Flut seinem Herrn dar brachte, tat es auch Utnapischtim im Gilgamesch-Epos. Er ist der Noah des Epos. Es war ein Brandopfer auf einem Altar, dessen Duft zu Gott angenehm zum Himmel emporstieg. Was Gott laut Genesis 8,20ff. derart milde stimmte, dass er versprach, nie mehr die Menschen zu vernichten oder wegen unserer Spezies die Erde zu verfluchen, wie er es vor der Flut tat.

Übrigens auch deshalb, da er feststellte, das alles, von aus den Herzen des Menschen von frühesten Kindertagen an kommt, ganz einfach böse wäre. Und da der Mensch „böse ist von seiner Jugend an“, wie es Genesis 8,21 ausdrückt, scheint für Gott nach der Flut dennoch alles verloren zu sein. Oder ganz einfach egal …

Im Epos des Gilgamesch liest sich diese Szene etwas anders. Vor allem deshalb, da in diesem mesopotamischen Werk von Weltrang von vielen Götter gesprochen wird. Nicht nur von einem, wie meistens in der Bibel. So lesen wir auf Tafel XI hierzu folgende Aussage:

„(…) Götter rochen den Duft,
Die Götter rochen den wohlgefälligen Duft,
Die Götter scharten wie Fliegen sich um den Opferer.“

In verschiedenen Ausgaben des Epos findet sich diese Stelle mit unterschiedlichen Versnummern versehen. Und leicht variierenden Übersetzungen, deren Kernaussage jedoch immer identisch ist: „Die Götter versammelten sich wie Fliegen über dem Opfernden.“

Der „Herr der Fliegen“

Und auch diese Wesen waren sich schnell einig, dass man nie mehr zustimmen werde, die Menschheit zu vertilgen. Der oberste der Götterwesen, hier der Gott Enlil, war in diesem Zusammenhang weniger erfreut, dass noch immer Menschen lebten. Und kam auch nicht zum Opfer des Utnapischtim wie eine „Fliege“ herbei. Vielmehr war es der Gott Ea, sein Bruder und oftmaliger Widersacher, der für die Rettung der Menschen in einer Arche (s. Abb. oben) verantwortlich war. Ea nahm das Opfer an.

Laut jüdischen Mythen war es ebenso ein Widersacher des Höchsten, wie wir gesehen haben, der mit diesem über die Rettung einiger seiner „Artgenossen“ verhandelte: Der „Herr der Fliegen“ – der angebliche Satan.

Ganz interessant ist, dass Gilgamesch nach dem Qumran-Text 4Q531, Fragment 1, oder auch 4Q530, Kolumne 2, als einer der Giganten zu finden ist, die vor der Sintflut versuchten über den Propheten Henoch Gnade bei dem Höchsten zu finden. Offensichtlich lebte der Namensgeber des bekannten Epos und Riese auch noch nach der Flut. Laut Tafel I des Epos war der Held zwei Drittel Gott und ein Drittel Mensch und eindeutig ein Riese (was in einigen Ausgaben des Epos nicht übersetzt ist!).

Um die Verwirrung dieser mythologischen Ereignisse, die sicher nicht erschöpfend in diesem Mystery Files-Artikel dargelegt werden können, zu komplettieren, kommen hier weitere Name und Reisen ins Spiel. So auch der bekannten Nimrod, den „ersten Machthaber auf Erden“ (Gen. 10,8). Er war laut Stammbaum im Buch Genesis der Enkel von Noahs Sohn Ham. Genau jener Spross, dessen Frau angeblich mit einem der vom Himmel gestiegenen Wächter verkehrte und einen Riesen gebar.

Vielleicht einer der Gründe, warum Noah seinen eigenen Sohn Ham nach der Sintflut verfluchte. Quasi als Strafe für die Missetaten seiner Frau.

Nimrod, der gewaltige Herrscher

Wie dem auch sei: Nimrod wird als Herrscher über Babel (Babylon), Akkad und Erech (Uruk) genannt. Alles Orte im Land Sumer (Schinear) im heutigen (Süd)Irak, wie es die Bibel in Gen 10,10f. richtig weiß. Hier wurde auch Abraham in der Stadt Ur geboren. Angeblich erbaute dieser Nimrod sogar die weltberühmte Stadt Ninive. Einige Forscher vergleichen diesen Herrscher mit König Sargon von Akkad (etwa 2334 – 2279 vor Christus), der als großer Krieger galt. Ob dem so war, ist ungewiss. Nimrod wird als Herrscher über Babylon natürlich auch mit dem legendären Turm zu Babel in Verbindung gebracht.

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Nimrod in seiner Eigenschaft als gewaltiger Jäger und Herrscher weist auch Parallelen zum Titan Orion aus der griechischen Mythologie auf. Dieser Orion, Sohn von Poseidon und Euryale, soll ebenfalls ein gewaltiger Jäger gewesen sein. Doch die Mythologie des alten Griechenland kennt auch eine Person mit dem Namen Nimrod, die wesentlich mehr Ähnlichkeit mit der Person in der Bibel aufweist. Der griechische Nimrod ist der Sage nach der Erbauer eines gewaltigen Turmes.

Mit diesem Turm wollten die Giganten oder auch Titanen den Olymp der Götter und des Göttervaters Zeus angreifen. So wie der Turm vom Babel bis zum Himmel (Gottes) reichen sollte, wie es die Bibel überliefert.

Wenn Nimrod als Riese den Turm zu Babel errichtete, wie die Riesen in der Mythologie der Griechen, ist die Deutung von Nimrod als Gigant eine weitere Verbindung. Diese wurde schon dem heiligen Augustinus (354 – 430 nach Christus) vertreten, der zu den vier ganz großen Kirchenvätern zählt.

Der sumerisch-akkadische-assyrische (Wasser- und Krieg-)Gottkönig Ninurta, ein göttlicher Krieger, bewaffnet mit einem Bogen, vergifteten Pfeilen und Keule, der etwa in der Stadt Nimrud am Ostufer des Tigris (Kalach heute) verehrt wurde, scheint ebenso an den biblischen Nachfahren Noahs zu erinnern.

Geschichte und Geschichten?

Ninurta ist in den Hymnen des Zweistromlandes zahlreich zu finden. Als Begründer vieler Städte, Erbauer von Bewässerungskanälen und im Zusammenhang mit der Urbarmachung der Region. Beispielsweise preist ihn der „Hymnus an Ninurta als dem Gott der Vegetation“. Und beide, der biblische Nimrod und der Gottkönig Ninurta traten nach der Sintflut in den Zeiten des Neuanfangs auf.

Man mag geneigt sein, in Ninurta als Ahnherrn der babylonischen und assyrischen Hochkulturen eine geschichtlich reale Person zu sehen. Identisch mit dem biblischen Urenkel des Noah, dem gewaltigen Nimrod. Doch erst später wurde er im mesopotamischen Kulturraum aufgrund seiner enormen und schier unmenschlichen Leistungen zu einem Gott erhoben. So zumindest eine Reihe von Studien über diesen mythischen Helden, die zum Beispiel im „Harvard Theological Review“ (83 / 1990) oder in „I Studied Inscriptions from Before the Flood: Ancient Near Eastern Literary and Linguistic Approaches to Genesis 1-11. (1994) zu finden sind.

All das ist schwere Kost. Ich gebe es gerne zu. Mögliche Wahrheiten, religiöse Propaganda und kulturübergreifende Zusammenhänge geben sich hier die Klinke der Arche Noah in die Hand. Geschichte gepaart mit Geschichten?

Doch allein der Umstand, dass der Herr in seiner Absicht, alles und jeden zu vernichten, mit sich verhandeln lässt, sollte jeden erstaunen. Führt man sich vor Augen, dass der Verhandlungspartner der heutige Satan war, der um das Leben seiner Leute oder deren Kinder fürchte, wird all das noch kurioser. Dass Noah indirekt über die Frau eines seiner Söhne und ihren beiden Riesenkindern mit diesem abtrünnigen Himmlischen zu tun hatte, klingt nicht minder unglaublich.

So aber erklärt sich zumindest aus mythologischer Sicht, warum Gottes Todesplan dermaßen schief ging.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 18. Februar 2020 auf Mystery Files

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Video vom 16. März 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Der zeitreisende Oldtimer: Zeitreisen durch die Anderswelt oder Schwindel? (Artikel)

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Portale in die Anderswelt? Der zeitreisende Oldtimer (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Portale in die Anderswelt? Der zeitreisende Oldtimer (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Science-Fiction sind Zeitreisen ein überaus beliebtes Thema. Film, Fernsehen und Literatur spielen immer wieder mit allerlei Szenarien von Reisen durch Raum und Zeit. Selbst Wissenschaftler erliegen in diversen Büchern dem Reiz des Themas. Dabei gab es schon vor hunderten und tausenden von Jahren entsprechende Erzählungen über Zeitreisen in oder durch die Anderswelt. Und solche Schilderungen gibt es noch immer, wie dieses Beispiel zeigt.


Zeitreisen und die Anderswelt

Zeitreisen und Reisen durch die Dimensionen von Raum und Zeit sind seit dem Klassiker „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells ein beliebtes Motiv in Filmen und Büchern. Meistens aus dem Bereich Science-Fiction oder Fantasie.

Denn schon Wells unlängst verfilmtes Buch über Zeitreisen gehörte diesem Genre an. Und erschien bereits im Jahr 1895, womit dem Autor ein bahnbrechendes Werk gelang. Obwohl das Thema Zeitreisen an sich grundsätzlich tausende von Jahren alt ist. Denn schon alten Sagen, Mythologien und Legenden berichten von solchen „Reisen“ und Zeitverschiebungen. Meist im Kontext mit Begegnungen mit fremden und überirdischen Wesen, die einer Anderswelt angehörten. Seltener sollen auch nur bestimmte Orte und Plätze solche „Zeitanomalien“ von sich aus bei Menschen hervorrufen können. Ohne Zutun anderer Wesenheiten.

Solche Blicke in die Anderswelt oder dem Verschwimmen der Realitäten sind ein spannendes Welt für Mystery-Jäger. Auf Mystery Files wurde das in zahlreichen Beiträgen bereits thematisiert.

Denkt man an ein Verbindung von Zeitreisen und Auto, fällt jedem wohl nur ein Beispiel ein: Die Zeitmaschine von Dr. Emmett L. „Doc“ Brown aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ (1985) und seinen beiden Fortsetzungen. Dort steckt die Zeitmaschine in einem Auto vom Typ „DeLorean DMC-12“. Die Filme sind längst Kult und erfreuen sich einer großen Fangemeinde.

Ein Auto, das durch die Zeit reisen kann, war ein kurioser Einfall in „Zurück in die Zukunft“. Und obwohl auch Wissenschaftler sagen, dass Zeitreisen theoretisch sehr wohl möglich sind, setze Hollywood hier nur Unterhaltung vor.

Begegnung auf dem Highway 167

Dabei soll ein zeitreisendes Auto schon Jahrzehnte zuvor tatsächlich von Zeugen gesehen worden sein. Mit zwei großen Unterschieden. Dieses soll aus der Vergangenheit gekommen sein und nicht aus eigener Kraft als Zeitmaschine wie von „Doc Brown“ genutzt worden sein. Es ist eine jener kuriosen und leider auch nicht belegbaren Berichte aus der Welt der Unerklärlichen Phänomene, über die ich an anderer Stelle bereits berichtete.

Erstmals veröffentlicht wurde sie im damals sehr bekannten „Strange Magazine“ schon 1988 (Nr. 2/1988). Darin berichtete der Autor Ken Meaux in seinem Artikel „Time Traveller“ von einem unheimlichen Erlebnis eines langjährigen Freundes. Meaux schrieb damals einleitend, dass er sich zumindest für den Zeugen verbürgen könne, dessen Namen er nämlich nicht preisgab:

Ich freue mich, ihnen den folgenden Vorfall mitteilen zu können, da ich einen der Beteiligten persönlich interviewt habe und den Vorfall in den letzten sechs Jahren wiederholt mit ihm besprochen habe. L.C. (seine echten Initialen) ist seit fünfzehn Jahren mein Freund, aber als wir uns vor ungefähr sechs Jahren eines Tages zusammen trafen, erzählte er mir von diesem erstaunlichsten Ereignis in seinem Leben, das ihn bis heute verfolgt.“

In dem Bericht heißt es, dass „L. C.“ am 20. Oktober 1969 gegen 13:30 Uhr mit seinem Geschäftspartner „Charlie“ (Pseudonym) zwischen den Orten Abberville und Lafayette im US-Bundesstaat Louisiana den Highway 167 in Richtung Lafayette befuhr.

Es sei ein strahlend schöner Tag gewesen, bis ihnen 24 Kilometer vor Lafayette in einiger Entfernung ein ungewöhnliches Auto in einiger Entfernung auffiel. Es war ein sehr langsam fahrender Oldtimer, der sich beim Näherkommen als perfektes Stück Geschichte erwies. Er sah aus, als sei er neu oder wenigstens in liebevoller Arbeit von Grund auf restauriert worden. Als stamme es aus einem Ausstellungsraum, obwohl es Jahrzehnte alt war, wie sie laut Meaux anmerkten.

Der verschwundene Oldtimer

Die beiden fuhren langsamer, um einen Blick auf die Kostbarkeit zu werfen und stellten überrascht fest, dass das Nummernschild die Jahresangabe 1940 zeigte. „Dies war höchst ungewöhnlich und wahrscheinlich illegal“, heißt es dazu weiter.

Als „Charlie“ und „L.C.“ den langsamen Oldtimer überholen wollten, sah „L. C.“ vom Beifahrersitz aus, dass eine ebenso altmodisch gekleidete Frau mit Pelzmantel und Federhut den Wagen steuerte. Auf dem Soziussitz stand ein ebenso sonderbar bekleidetes Kind. „Möglicherweise ein kleines Mädchen.“




„L. C.“ und sein Fahrer überholten nun den Wagen. Als sie mit ihrem Auto auf gleicher Höhe waren, blickte „L. C.“ zu der Fahrerin herüber und sah, dass diese scheinbar vollkommen aufgelöst war. Sie blickte hin und her und schien große Angst zu haben. Sie konnten „den lebhaften Ausdruck von Angst und Panik im Gesicht der Frau“ deutlich erkennen, da sie „fast kriechend neben ihr her fuhren“. „L. C.“ rief ihr zu, ob sie Hilfe brauche und er ihr irgendwie helfen könne.

Als die Dame am Steuer des Oldtimers nickte, wies „L. C.“ sie an, sie möge an den Straßenrand fahren. Tatsächlich fuhr sie zum Rand der Straße und machte Anstalten dort zu halten. „L. C.“ und sein Kollege hielten an. Doch als sie sich nach dem antiken Wagen umsahen, war er fort. Nirgends war er zu sehen, weder am Rand noch auf der Straße selbst:

Zu ihrem Erstaunen war das Auto jedoch nicht zu sehen. Denken sie daran, dies war auf einem öffentlichen Highway ohne Nebenstraßen in der Nähe. Kein Ort, um ein Auto zu verstecken. Es und seine Insassen waren einfach verschwunden.

L.C. und Charlie blickte zurück auf den leeren Highway. Als sie gebannt und verwirrt im Auto saßen, war ihnen klar, dass eine Suche vergeblich sein würde.“

Zeitreisen vor Augenzeugen?

Einen Augenblick später hielt ein weiterer Wagen, dem ein Mann entstieg. Dieser fragte „L. C.“ und seinem Kollegen, wo der Oldtimer denn geblieben sein. „Er rannte zu L.C. und Charlie und verlangte verzweifelt eine Erklärung, was aus dem Auto vor ihm geworden war“, so Meaux. Eindeutig konnte er aus einiger Entfernung sehen, wie der Wagen von „L. C.“ neben einem Oldtimer langsam über die Straße fuhr. Seiner Meinung nach schien es, als würden beide Fahrzeuge anhalten wollen. Als aber der Oldtimer den Wagen von „L. C.“ kurz verdeckte, verschwand der Oldtimer spurlos von der Straße:

Vor ihm blieb nur der neue Wagen auf dem Seitenstreifen der Autobahn. Verzweifelt, diesem unglaublichen Anblick Logik zuzuordnen, nahm er sofort an, dass sich ein Unfall ereignet hatte. Tatsächlich hatte sich kein Unfall ereignet (…)“

Keiner der drei Männer konnte sich dieses Erlebnis irgendwie erklären. Niemand schien zu wissen, was geschah und vor allem, wo der alte Wagen mit der Dame und dem Kind geblieben war. Eine Stunde lang suchten die drei Männer nach dem antiken Fahrzeug. Vergeblich.

Erst dachte man daran, die Polizei zu alarmieren, der der dritte Mann „fühlte, dass es sich um eine ‚vermisste Person‘ handelte. Die anderen zwei hielten diese Idee jedoch für unangebracht. So tauschten sie ihre Adressen und Telefonnummern aus und setzten ihre Wege fort:

Jahrelang blieb er mit ihnen in Kontakt, rief nur an, um über seinen Vorfall zu sprechen und noch einmal zu bestätigen, dass er gesehen hatte, was er hatte.

Zeitreisen durch Zufall?

Dieses seltsame Erlebnis der drei Männer erweckt den Anschein, dass sie durch eine „Pforte“ in die Vergangenheit gelangt sind. Oder zumindest in eine frühere Zeit blicken. Oder umgekehrt. Dass also die Frau und das Kind in die Zukunft schauten oder sogar „versetzt“ wurden. Beide Spekulationen über solche Zeitreisen setzten natürlich die Möglichkeit einer „höheren Dimension“, einer Überwelt, voraus, durch die es möglich ist, Zeitbarrieren zu überwinden oder zu überblicken.

Eine Halluzination ist eher unwahrscheinlich, da auch ein hinter „L. C.“ und seinem Kollegen befindlicher Autofahrer die Szene sah. Dies würde bedeuten, dass zwei Menschen identische „Visionen“ hatten, die von einem ihnen bis dahin fremden und weiter entfernt fahrenden Mann ebenfalls gesehen wurden.

Die banalste Erklärung, nämlich, dass der Oldtimer schlicht ein liebevoll restauriertes Liebhaberstück war, dessen Fahrerin passend zu ihrem Wagen gekleidet war, ist ebenfalls unzureichend. Zwar sind solche Sammlerwagen auch mit entsprechend gekleideten Insassen auf den Straßen nicht unbekannt, aber eine Erklärung dafür, dass der dritte Zeuge den Wagen hat verschwinden sehen und niemand ihn danach auf der Straße oder daneben fand, ist dies nicht.

Portale durch die Anderswelt und schlechter Witz?

Noch banaler ist, wie bei so vielen Berichten dieser Art, dass hier ganz einfach ein Schwindel vorliegt. Entweder, weil Ken Meaux sie sich für das Magazin ausgedacht und seinen Freund „L. C.“ erfunden hat. Oder aber, Meaux wurde von seinem langjährigen Freund selber auf die Schippe genommen. Hierbei stellt sich die Frage, warum der Zeuge noch immer anonym ist (soweit ich weiß)?

Parallele Universen? Reisen vorwärts und rückwärts in der Zeit? Fake-News oder Schwindel? Portale durch die Anderswelt? Blicke durch die Zeit? Erfahren werden wir es wohl nie. Doch schon Meaux hatte in seinem Artikel 1988 abschließend interessante Gedanken dazu:

Was wäre, wenn sie aus der Vergangenheit stammte und in der Zeit vorwärts ging und sie jetzt eine alte Dame ist, die noch heute lebt (…)

Was wäre, wenn sie aus der Vergangenheit gekommen war, in der Zukunft aufgetauchte und nicht in ihre Vergangenheit zurückgekehrt war. Die Zeitungen von 1940 würden über das Verschwinden einer Mutter und ihres Kindes an einem kalten Oktobertag rätseln (…)“

Video-Auswahl zum Thema

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VIDEO: China und der Mond – Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der dunklen Seite des Mondes

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VIDEO: China und der Mond - Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der dunklen Seite des Mondes (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: China und der Mond – Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der dunklen Seite des Mondes (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Dezember 2018 startete China ihren Mond-Rover „Jadehase 2“ zum Mond. Eine sehr erfolgreiche Mission im Rahmen der Mond-Programme „Chang’e“ Chinas. Und kürzlich sandte dieser Rover ein Bild von einer „Hütte“ genannten Struktur zur Erde, die am Horizont auf der Mond-Rückseite zu sehen ist. Es ist ein rechteckig erscheinender Stein, der wie ein Gebäude in der Ferne aussieht. Was hat es damit auf sich und warum nannten die Chinesen diesen „Hütte“? Und was sagen eigentlich chinesischen Mythen über den Mond und seine Rückseite? Mehr dazu in diesem Mystery Files-Video vom 8. Dezember 2021.


China und der Mond: Eine uralte Verbindung

„Rätselhafte Hütte“ nannten man in China offiziell den seltsamen Würfel am Horizont vom Mond. Er hebt sich deutlich von der Oberfläche unseres Trabanten vor dessen Horizont ab. Aber was kann das sein?

Vermutet wurde ein ganz normaler Stein, der sich nahe vor der Kamera des Rovers befindet und damit recht klein ist. Deshalb wollte man sich diesen Würfel genauer ansehen. Demnach ist es keine künstliche Struktur, die Außerirdische errichteten. Oder eine geheime Mondbasis irgendwelcher „dunklen Mächte“. Denn das Bild für sich allein genommen lädt sicher zu phantastischen Spekulationen ein.

Nur vier Wochen nach dem Video unten bewahrheitete sich laut chinesischen Behörden die Vermutung, dass es ein einfacher Felsbrocken ist. Wie zu erwarten entpuppte sich die „Hütte“ als Stein, wie nun offiziell mitgeteilt wurde. Die neuen Bilder des Steins findet Ihr auf der Seite der Mission HIER.

Doch zu den anderen in diesem Video vorgestellten Mond-Legenden schweigt China indes (mehr dazu auch in diesem Video HIER). Auch wurde offiziell bisher kein Hase oder Palast dort gefunden. Denn verschiedene Sagen, Überlieferungen und Mythologien über den Mond aus dem alten China, die noch heute weit verbreitet sind, laden nicht minder zum Spekulieren ein. Von diesen entnahmen die Chinesen auch die heutigen Namen für ihre Raumfahrtprogramme. Selbst bei „Apollo 11“ der NASA spielten diese uralten Legenden 1969 kurz eine Rolle.

Denn nach diesen Legenden gibt es weit mehr auf dem Mond. Inklusive Mondbasen fremder Wesen (Götter, Feen…), die von dort auch mal auf die Erde kamen, bevor sie wieder zum Mond flogen. Grund genug sich diese Mythen um gläserne und silberne Paläste auf dem Mond in diesem Video vom 8. Dezember 2021 einmal anzusehen, die China Raumfahrt inspirierten. Und mutmaßlich sogar modernes Wissen überliefern!

Bleibt neugierig …

Video vom 8. Dezember 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: Riesen der Antike: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich über sie? (re-Upload/Neuschnitt)

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VIDEO: Riesen in der Vergangenheit: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Riesen in der Vergangenheit: Was wusste US-Präsident Abraham Lincoln wirklich? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In unserer Vergangenheit gab es Riesen! Titanen oder Giganten der Vorzeit, von denen heute weltweit Legenden und Mythologien erzählen. Die aber auch handfeste Spuren hinterlassen haben sollen. Meist in Form von Knochen oder ganzen Skeletten, die es einst sogar nicht selten in die Presse schafften. Viele sind überzeugt, dass es diese Kreaturen gab. Aber war es auch der ehemalige US-Präsident Abraham Lincoln? Denn er machte 1848 während einer Rede in diesem Zusammenhang einige merkwürdige Aussagen. Welche das waren, und warum sie in verschiedene Richtungen gedeutet werden können, erfahrt Ihr in diesem Video vom Sommer 2015.


Riesen, die Titanen der Vorzeit

Weltweit kursieren Mythen über ein Geschlecht von Riesen der Vorzeit, die einstmals auf dieser Welt lebten. Glauben wir diversen Berichten und vor allem Legenden, wurden auch immer wieder ihre Überreste entdeckt. Was die etablierte Wissenschaft vehement abstreitet.

Praktisch alle Völker der Erde kennen Geschichten und Überlieferungen von Riesen, Titanen oder Giganten, die einst auf Erden existierte haben sollen. Sogar handfeste Spuren dieser Giganten der Vergangenheit sollen laut diversen Presseberichten immer wieder gefunden worden sei. Meistens bestanden diese aus Knochen in Gräbern, die beispielsweise im 19. Jahrhundert in Nordamerika entdeckt wurden.

Deshalb gehört das Thema „Giants“ fest zu den großen Rätseln der Welt und der Mysterien der Vergangenheit. Und dies ist einer der Gründe, warum auf dem Mystery Files-Kanal bereits in einer Reihe Videos dieser Mythos Thema war. Ebenso in Beiträgen auf diesem Blog sowie sehr umfangreich in dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“. (mehr dazu HIER). Denn die Frage nach solchen Titanen vor der Sintflut (und durchaus auch danach noch!) ist überaus spannend.

Wusste Abraham Lincoln die Wahrheit?

Kann es aber tatsächlich sein, dass schon 1848 der spätere US-Präsident Abraham Lincoln etwas über diese Giganten der Vorzeit wusste und dies öffentlich auch sagte?

Abraham Lincoln war von 1861 bis zu seiner Ermordung im April 1865 in Washington D.C. der 16. Präsident der USA. Doch Jahre zuvor hielt er bei den Niagarafällen eine Rede, in denen er eine sehr seltsame Aussage machte. Lincoln sprach in dieser von „Riesen“ bzw. „Giants“, die einst Nordamerika bewohnten und deren Gräber man in Mounds (künstlich Erdhügel) noch immer finden könne.

Wusste Abraham Lincoln mehr über die Giganten der Antike? Oder ist sein Zitat missverstanden und aus dem Zusammenhang gerissen worden? Alles dazu in diesem Video vom 19. Juli 2015, das ich Euch an dieser Stelle als re-Upload mit einem neuen Schnitt online stelle. Auch wenn die damalige Bildqualität zu wünschen übrig lässt.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. Juli 2015 auf Mystery Files

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Auf den Spuren unbekannter Kreaturen: Kryptozoologie-Kalender 2022 des „Netzwerkes für Kryptozoologie“ erschienen

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Kryptozoologie-Kalender 2022 des "Netzwerkes für Kryptozoologie" (NFK) erschienen (Bilder: gemeinfrei & NFK)
Kryptozoologie-Kalender 2022 des „Netzwerkes für Kryptozoologie“ (NFK) erschienen (Bilder: gemeinfrei & NFK)

Das „Netzwerk für Kryptozoologie“ bietet in diesem Jahr erstmals einen „Kryptozoologie-Kalender“ für 2022 an. Der 14-seitige Wandkalender stellt jeden Monat ein neues Thema der Kryptozoologie in Form eines oder mehrerer attraktiver Bilder vor, die zudem noch durch einen kurzen Text erläutert werden. Optisch folgt der Kalender der Webseite des Forscher Netzwerkes, ist jedoch unauffälliger gestaltet. Alle Infos dazu findet Ihr hier.


Kalender der Kryptozoologie 2022

Der Kryptozoologie-Kalender für 2022 zeigt 12 unterschiedliche Kryptide oder sicher existierende Tiere, die mit der Mythologie oder der Kryptozoologie zu tun haben. Bei den Abbildungen handelt es sich teilweise um historische Stiche oder Skizzen, teilweise alte oder aktuelle Fotos. Hierbei hat der Herausgeber auch Fotos von Tieren gefunden, die im deutschsprachigen Bereich so noch nicht in einer Druckveröffentlichung zu finden sind.

Zu jedem Tier gibt es auf einem eigenen Blatt einen kurzen Info-Text. Der Kalender folgt in seiner Optik ein wenig der Pergament-Optik der Webseite des Netzwerkes, ist jedoch insgesamt zurückhaltender gestaltet. Ein gut lesbares Kalendarium mit bundeseinheitlichen Feiertagen rundet das Werk ab.

Der Kalender liegt als Wand-Monatskalender mit 14 Blättern (12 Monate und je ein Titel- und Textblatt) vor. Er ist auf hochwertigem 170 g-Papier gedruckt, hat ein mattes Finish und eine dunkle Metallspirale mit der Möglichkeit, ihn an einen Nagel oder Haken zu hängen.

Der Kryptozoologie-Kalender 2022 kostet nur 10,- Euro bei Bestellung bis einschließlich 31. Oktober 2021, danach 12,50 Euro. Für Porto und Verpackung berechnen wir 2,20 Euro in Deutschland und 4,20 Euro international, bei bis zu 5 Bestellungen.

Bitte beachtet: Die Produktion benötigt etwas Vorlauf, alle bis zum 31. Oktober bestellten Kalender werden in der 2. Novemberwoche (8. bis 13. November.) ausgeliefert und sollten euch bis 15. November. erreichen.

Übrigens: Beim Druck und Transport der Kalender zur Redaktion entsteht CO2. Um diese Emissionen auszugleichen, bietet uns die Druckerei die Möglichkeit, uns mit 2 Prozent des Druckpreises mit ClimatePartner in einem internationalen Klimaschutzprojekt zu beteiligen. Wir nutzen diese Möglichkeit gerne.

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Die rätselhafte Sanxingdui-Kultur in China: Forscher geben neue Entdeckungen bekannt (+ Videos)

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Die rätselhafte Sanxingdui-Kultur in China: Forscher geben neue Entdeckungen bekannt (Bilder: Xinhua News / Montage: Fischinger-Online)
Die rätselhafte Sanxingdui-Kultur in China: Forscher geben neue Entdeckungen bekannt (Bilder: Xinhua News / Montage: Fischinger-Online)

Vor knapp 100 Jahren tauchten Provinz Sichuan in China die ersten Fundstücke einer bis dato unbekannten Zivilisation auf. Objekte von großer Kunstfertigkeit sowie Fremdartigkeit. Inzwischen haben Archäologen dadurch die Sanxingdui-Kultur entdeckt, die seit einigen Jahrzehnten ausgegraben wird. Wie 2019 und 2021 auf Mystery Files berichtet mit erstaunlichen Fundstücken. Jetzt gaben die Forscher in China hunderte weitere Funde der rätselhaften Kultur bekannt.


Eine unbekannte Zivilisation in China

Vor rund 100 Jahren entdeckten Bauern in der Provinz Sichuan im Südwesten von China immer wieder archäologische Relikte auf ihren Feldern. Sie landeten meist auf dem Schwarzmarkt und etwa 50 Jahre lang versuchten Archäologen den Ursprung der Funde ausfindig zu machen. Die gefundenen Objekte aus Ton, Gold, Bronze, Elfenbein und vor allem Jade ließen die chinesischen Forscher schnell vermuten, dass ihr Ursprung  in einer bisher unbekannte Kultur liegen muss.

Vor allem die Einzigartigkeit in der Gestaltung und Ausarbeitung ließ Archäologen hoffen, dass eine große Entdeckung auf sie wartet. Irgendwo in den weiten Chinas. Das bestätigte sich erst 1986 als weiterer Funde dieser Art gemacht wurden. So konnte eine bis dato unbekannte Kultur identifiziert werden, die nach dem Fundort Sanxingdui-Kultur genannt wurde. Eine 4.500 Jahre alte Hochkultur, deren künstlerische Gestaltung und die Anzahl der Relikte bis heute die Archäologen in China begeistert. Es sind tausende, die bereits ein eigens Museum bekommen haben.

Hierzulande ist diese Zivilisation in der Öffentlichkeit gänzlich unbekannt. 2019 habe ich in diesem Artikel HIER bereits über die versunkene Kultur von Sanxingdui berichtet. Ebenso im Mai 2021 in diesem Beitrag HIERDenn es lässt sich bei dieser neu entdeckten Zivilisation sogar eine Verbindung zur chinesischen Mythologien ziehen.

Mythische Wesen voller Einfallsreichtum

Die Ausgrabungen in China werden sich sicher noch über Jahrzehnte hinziehen. So haben die Forscher vor Ort in den vergangenen Monaten sechs weitere Gruben ausgegraben, die sie für Opfergruben halten. Über 500 weitere Relikte konnten sie bisher aus diesen bergen, wie China.com.cn jetzt mitteilte. Prunkvolle Masken aus Gold ebenso wie Figuren, Masken und Gefäße aus Bronze und Objekte aus Jade und Elfenbein.

Alle erneut mit einem befremdlichen Aussehen, als stammen sie von einem anderen Planeten.

Auch „mythologische Figuren“ und Drachen gruben die Forscher vor Ort aus. Die „Demonstration von Kreativität und Einfallsreichtum beeindruckt“ die Archäologen, wie die Verwaltung des Kulturerbes der Provinz Sichuan am 9. September bekannt gab. Begeistert zeigte sich auch Tang Fei, der Leiter des Forschungsinstituts für Kulturrelikte und Archäologie der Provinz Sichuan:

Die neuen Entdeckungen zeigen einmal mehr, dass die Vorstellungskraft und Kreativität der alten Chinesen bei weitem übertraf, was die Menschen heute erwartet hatten.

Und schaut man in die Gesichter oder besser Fratzen diese einzigartigen Figuren, kann man Tang Fei nur zustimmen. Diese archäologisch einmaligen Funde ähneln mehr Göttern oder mythischen Dämonen, als wirklichen Menschen. Oder den angeblichen „Urkaiser“ und „Himmelswesen“, auf die sich das chinesische Volk beruft. Jene sagenhaften Kulturbringer, die vom Himmel zur Erde kamen und am Ursprung des alten China gestanden haben sollen …

HIER findet Ihr eine Auswahl der Funde.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 27. März 2021 auf Mystery Files

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Video vom 15. Februar 2021 auf Mystery Files

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