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Wenn “Eiserne Vögel” vom Himmel kommen und die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie Ungarns und dem Ural +++ Artikel +++

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Wenn "Eiserne Vögel" die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn “Eiserne Vögel” die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es gibt kein Volk der Erde, das in ihren Überlieferungen keine Mythologien über die Schöpfung besitzt. Gleichgültig ob bei kleinen Stämmen und Völkern oder in großen Kulturen und Gemeinschaften, wir finden solche Erzählungen überall. Oftmals in einer Vielfalt, die sich selbst innerhalb der einzelnen Regionen oder Kultur individuellen unterscheiden. So auch bei dem Volk der Mansen (“Wogulen”) aus dem nordöstlichen Ural. In dieser finno-ugrische Völkergruppe, die von West-Sibirien über Ungarn und Nordrussland reicht, findet sich eine besonders interessante wie auch seltsame Überlieferung vom Anbeginn der Welt: Vögel aus Eisen hätten sie geschaffen. Diese Mythologie wollen wir uns hier einmal genauer ansehen, da sie erstaunliche Spuren und Querverbindungen öffnet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vom Ural bis Ungarn

Die finno-ugrische Völker oder auch die uralischen Völkerfamilie haben alle eine gemeinsame Urgeschichte. “Kerngebiet” dieser Menschen ist Nordrussland und vor allem das Gebiet des Ural-Gebirges im Westen von Sibirien. Jenes Gebirge, das oftmals als die Ost-Grenze Europas gilt.

Trotzt einer gemeinsamen Frühgeschichte schlugen die einzelnen (heutigen) Volksgruppen jedoch im Laufe der Geschichte vollkommen andere Wege ein. Ihre Siedlungsgebiete reichten beispielsweise bis in das heutige Ungarn, Finnland, Estland, Polen oder auch in den Norden des Schwarzen Meeres und dem Gebiet der heutigen Stadt Sankt Petersburg.

Die “Mansi”, wie sie sich selber nennen, und heute vor allem an Mansen bekannt sind, nannte man früher “Wogulen“. Heute haben diese Volksgruppen je nach Siedlungsgebiet zahlreiche Namen. Trotz ihrer frühzeitigen Verbreitung und Trennung über den Osten und Nordosten Europas haben sie gemeinsame Wurzeln. Auch und natürlich in ihrer Sprache und in ihren Mythologien, bei denen es bis heute Parallelen und Berührungspunkte zu finden gibt.

Möglicherweise kennt der ein oder andere Grenzwissenschaft & Mystery Files-Interessierte das Volk der Mansen aus dem Ural bereits. Es ist das Ur-Volk, dass im Ural in jenem Gebiet lebt, in dem 1959 der legendären “Dyatlov-Pass-Vorfall” mit 9 toten Studenten geschah (mehr dazu in den Videos HIER & HIER).

Und eine dieser Überlieferungen der “Mansi” wurde 1891 in den “Ethnologischen Mitteilungen aus Ungarn” aufgezeichnet, und erscheint uns heute fraglos sehr sonderbar.

“Eiserne Vögel vom Himmel”

In der Legende heißt es, dass ein Mann zusammen mit seiner Frau und einem “schneeweißen Raben” in eine m Haus lebten. Niemals verließen sie das Haus, dass nur von Wasser umgeben gewesen sei, da es noch keine fester Erde gab. “Die Außenwelt, wie sie gestaltet,” kannte der Mann nicht. Eine Art erstes Menschenpaar also, dass irgendwo am Anfang aller Zeiten gelebt haben soll. Bis dann eines Tages:

Wie sie so leben, erschallt auf einmal aus dem oberen Himmel irgendein Geräusch. Der Alte schaut zum Fenster hinaus: also von obenher aus dem Himmel kommt ein eiserner Tauchervogel. Erde zu suchen, taucht er ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, er hatte keine Erde gefunden. Er schöpfte Atem und tauchte wieder ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, wieder vergebens, Erde gibt es keine.

Ein wenig atmete er und tauchte zum dritten mal unter. Als er auftauchte, holte er so stark Atem, dass ihm unten die Kehle barst; an der Schnabelwurzel hatte er ein Bröcklein Erde. Er schwang sich auf und stieg damit gen Himmel.

Was ist ist “eiserner Tauchvogel”, der vom Himmel kam? Vögel, die in und unter das Wasser tauchen gibt es natürlich viele. Zum Beispiel machen das auch Enten bei der Suche nach etwas Essbaren. Aber warum diese Legende gleich von einem Tauchvogel aus Eisen spricht, ist seltsam. Mit “modernen Augen” denken hier sicher viele Mystery-Jäger an etwas Mechanisches oder Technisches …

Da aber dieser Metall-Vogel nur ein “Bröcklein Erde” bei seinem Tauchversuchen auf dem Meeresgrund finden konnte, war seine Mission offenkundig gescheitert. So kam es, dass am anderen Morgen ein zweiter Eisen-Vogel vom Himmel stieg, um erneut im Meer nach Erde zu suchen. In der Überlieferung heißt es dazu:

Morgens, als sie aufstehen, erschallt wieder ein Geräusch aus dem Himmel. Als der Alte hinaus schaut, steigt ein eisernes Seehuhn vom Himmel, taucht ins Wasser. Es ging und ging herum, als es auftauchte, hatte es nichts, ganz und gar nichts.

Nach dieses himmlische Seehuhn aus Eisen mehre Tauchversuche unternahm, konnte er tatsächlich “ein ziemliches Stückchen Erde” bergen. Das “eiserne Seehuhn vom Himmel” rieb daraufhin am Haus des Paares seinem Schnabel – “dann flog es gen Himmel” zurück. Wie durch ein Wunder stellte das Paar am anderen Morgen fest, dass über Nacht “die Erde fußsohlenbreit geworden” war. Das wiederholte sich in den Folgetagen, bis sich das Wasser der Welt “in Erde verwandelt” hatte.

Der “schneeweiße Rabe”

Sicherlich waren der Alte und seine Gemahlin überaus erfreut, als sie nach einigen Tagen feststellten, dass es um ihr Haus jetzt festes Land gab, so weit das Auge reichte. Wie weit genau diese Erde allerdings reichte, dass wussten sie nicht. So kam ihr Haustier, der “schneeweiße Rabe”, ins Spiel:

“(…) am dritten Tage, als die Frau und ihr Alter zum Fenster hinaus sehen, gibt kein Wasser, überall hatte es sich in Erde verwandelt. Zu seinem schneeweißen Raben sprach der Alte: ‘Geh nur, sieh, wie groß die Erde geworden!’ Der Rabe entfernte sich, blieb eine kleine Stunde weg, so groß war die Erde schon geworden.”

An den folgenden Tagen wiederholten die beiden Menschen dieses Prozedere mit ihren mysteriösen Raben. Immer länger blieb er fort und so wussten sie, dass die Erde immer weiter wächst bzw. sich das Wasser in Land verwandelte. Eines Tages kam der Rabe erst “zur Zeit des Niederlegens” zurück und war plötzlich nicht mehr weiß sondern ganz schwarz geworden. “Du hast auf deinem Fluge was angestellt!”, warf der Alte seinem Raben vor.

Sich keiner Schuld bewusst sprach der seltsame Rabe, dass er gesehen hat, dass ein Mensch gestorben sei. “Von dem habe ich gesessen, deshalb bin ich schwarz geworden.” Das erschreckte den Mann so, dass er seinen Vogel fortjagte und verfluchte:

“,(…) so fort mit dir von hinnen! Beim Eintritt der Welt des Menschenzeitalters sollst du allein nicht vermögen, Tiere des Waldes zu töten, sollst du nicht vermögen, Fische des Wassers zu töten; wo der Mensch irgendein Waldtier getötet, dort am blutigen Ort sollst du deinen Hunger stillen; an manchem Tage sollst du dich hungrig niederlegen.‘”

Vertrieben und verflucht von seinen Menschen zog der Rabe in Wald und lebte fortan dort. Bis heute als ein “Schnorrer” oder “Schmarotzer”, wie man sagen würde.

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Hier stimmt was nicht!

Klammern wir die Verbannung des Menschenfressenden Raben zunächst einmal aus, erzählt diese Mansen-Legende einige überaus spannende Details.

Zum einen haben wir da natürlich die Tatsache, dass zwei verschiedene “Tauchvögel” vom Himmel kamen, die aus Eisen bestanden haben sollen. Warum gerade Eisen, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Überlieferungen und natürlich Schöpfungsmythen weltweit beinhalten überaus häufig diverse Tiere, die ebenso diverse Taten oder Aufgaben erledigten. Aber sie sind in diesen Legenden immer aus “biologischen” oder “natürlichen Stoffen”, wenn sie nicht sogar ganz einfach als Tier bezeichnet werden.

Eisen ist zwar natürlichen Ursprungs, muss aber auf komplizierten Wege gewonnen und verarbeitet werden. Wer oder was hat also diese “Eisen-Vögel” geschaffen?

Einen weiteren seltsamen Punkt dieser Sage von den Anfängen erkennt man vielleicht nicht auf den ersten Blick: Es ist der Rabe des Paares selbst.

Ohne hier zu sehr ins Details gehen zu wollen (das wäre zu umfangreich!), ist der Rabe in globalen Legenden und auch Schöpfungsmythen immer wieder ein enorm wichtige “Figur” in diesen. Zum Teil so wichtig, dass ganze Überlieferungen ihm, den Raben, die Schöpfung der Welt und Menschheit zusprechen. In diesem Fall ist es aber offenbar ganz anders, da der Rabe von dem Menschen geradezu verflucht wurde. Grund war sein Verzehr von Menschenfleisch.

Aber woher kamen diese Menschen eigentlich?

Von der Sintflut und dem Raben

Menschen, die Vögel aus einem “Haus” aussenden, um von diesen nachsehen zu lassen, wie weit die Erde (das Land) schon “gewachsen” war, kenne wir alle. Denn Noah aus der Bibel tat zum Ende der von Gott geschickten Sintflut genau dasselbe aus seiner Arche heraus. Nach der biblischen Erzählung ab Genesis 8,1 schickte Noah dreimal eine Taube aus, als die Wassermassen der Sintflut langsam wieder zurück gingen. Die Vögel sollten für ihn und seine Familie prüfen, ob es schon irgendwo festes Land gibt (obwohl mal schon die ersten Berge sehen konnte).

Die dritte Taube kehrte bekanntlich nicht wieder zurück und so wussten die Insassen der Arche Noah, dass es Zeit ist, das Schiff zu verlassen. Was aber weniger bekannt ist, ist der Umstand, dass Noah vor den drei Tauben einen Raben losschickte, um nach Land zu suchen. Es heißt dazu im 1. Buch Mose 8,7:

Und er sandte den Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser auf Erden vertrocknet war.

Noahs Rabe flog folglich immer mal wieder zur wundersamen Rettungs-Arche zurück, um sich quasi auszuruhen, dann aber wieder fort zum fliegen. Gibt es hier einen tieferen Sinn oder sogar eine Parallele zwischen der Masen-Legende und der Sintflut-Geschichte der Bibel? Könnte demnach die Mansen-Überlieferung eine Art Sinflut-Erzählung sein, die bekanntlich auch in allen Teilen der Erde zu finden ist?

Möglicherweise ja. Denn bei einem Blick “hinter diese mythischen Zeilen” findet sich ein überaus interessanter Zusammenhang. So lesen wir im 3. Buch Mose (11,13-15) eine Auflistung von unreinen Tieren, die nicht gegessen werden dürfen und die es zu “verabscheuen” gilt. Darunter sind auch “alle Arten von Raben”. Dieses Gebot an die “Kinder Jahwes” wird im 5. Buch Mose in 14,14 sogar wiederholt.

In der Bibel wird an dieser Stelle das Wort “oreb” benutzt, was soviel wie “schwarz sein” bedeutet und für die gesamte Vogelgattung “Corvus” verwendet wird. Krähen gehören ebenso dazu, wie eben der Rabe. Dieser ist ein “unreines Tier”, da er sich von Aas ernährt bzw. ernähren kann. Demzufolge kann er kaum zu Gottes “reinen Tieren” gehören. Gerade deshalb soll, so einige Deutungen der biblischen Sintflut, Noah zuerst einen Raben aus der Arche geschickt haben. Er konnte sich ja von den überall herumtreiben Toten der Flut Gottes ernähren, heißt es …

Grundsätzlich erzählen die Mansen in der oben zitierten Überlieferung genau das. Auch darin wird ein Rabe entsandt, der dabei von einem Toten speist, den er irgendwo bei seinem Rundflug gefunden hatte. Ein Aasfresser eben. Trotzdem laut Bibel natürlich ein Wesen Gottes, da an verschiedenen Stellen betont wird, dass der Herr die Raben trotzdem ernährt. Schon Jesus sagte seinen Jünger in Lukas 12,24, dass Raben “nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie” dennoch.

Der Teufel im Federkleid

Interpretationen biblischer Verse, Geschichten und Bildnisse sind vielschichtig. So auch beim unreinen Raben. Er soll beispielsweise als verdorbener Geist am Ende der Flut bewusst von Noah herausgeschickt worden sein, damit er sich an den Leichen der toten Sünder laben kann. Als symbolischer Satan, dem dann letztlich Gott bzw. Jesus als friedliche Taube folgte.

Selbst Babylon, die legendäre Stadt mit dem ebenso legendären Turm von Babel, wird in der Bibel damit in Verbindung gesetzt. In der Offenbarung lesen wir in 18,2, Babylon “ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten Vogels”. Damit soll der Rabe gemeint gewesen sein und schlussendlich der Satan.

In der Ur-Version der Erzählung von der Arche Noah und der Sintflut ist es übrigens genau umgekehrt: Im Gilgamesch-Epos, dessen Sintflut-Überlieferung zweifellos von den biblischen Flut-Autoren übernommen und abgeändert wurde, strandet die dortige Arche ebenfalls an einem Berg. Das im Vergleich zur Bibel wesentlich ältere Epos aus Mesopotamien erzählt daraufhin auf Tafel XI weiter, dass Utnapischtim, wie Noah hier heißt, drei Vögel aus seiner Arche lässt.

Zuerst eine Taube, doch “kein Ruheplatz fiel ihr ins Auge, da kehrte sie um”. Daraufhin eine Schwalbe, die ebenso wieder zurück zur Arche kam, da sie keinen Ruheplatz finden konnte. Als drittes folgte – wen wundert es? – ein Rabe:

Einen Raben ließ ich hinaus; auch der Rabe machte sich fort; da er sah, wie das Wasser sich verlief, fraß er, scharrte, hob den Schwanz — und kehrte nicht um.

Im Gilgamesch-Epos ist der Rabe alles andere als ein teuflisches Tier. Letztlich war es ja er, der dem dortigen Noah Utnapischtim zeigte, dass das Land wieder erschienen war. Freudig über den dank des Raben erfahrenen Rückgang der Flut sagte Utnapischtim daraufhin “da ließ ich hinausgehen nach den vier Winden”. Die Arche wurde verlassen. Und wie in der Bibel auch, brachte der mesopotamische Sintflut-Held noch direkt am Berg der Landung ein Brandopfer für seine Götter dar.

In der Legende der Masen heißt es am Ende, dass der einst weiße Rabe in den Wald ging, wo er bis zum heutigen Tag lebt. Er wäre aber eben kein Jäger und müsste fortan Aas fressen, wie er es zuvor auch tat, als er einen Toten fand. Ich möchte bezweifeln, dass in einem Raben der Teufel oder ein unreiner und dämonischer Geist wohnt, wenn ich einen solchen Vogel sehe …

Allerdings war das an die 3.000 Jahre alte Epos des Gilgamesch mit der dortigen Flut-Legende dem Volk der Mansen wohl kaum bekannt. Erste Texte wurden im Jahr 1853 gefunden und erst 1872 in Großbritannien übersetzt. Unwahrscheinlich, dass der Inhalt dieses Epos in so kurzer Zeit in ihre Mythologie eingeflossen ist.

Ein netter “unreine Rabe” in der Bibel

In biblischen Zeiten gab es nicht nur Jahwe als Gott der Israeliten, sondern viele Götter. An dieser Stelle ist in diesem Zusammenhang besonders der Gott Baal zu nennen, der nicht nur als Götze sondern auch als Teufel galt. Der israelische König Ahab (etwa 871 bis 852 v. Chr.) leistete sich diesbezüglich einen ganz besonders gottlosen Frevel, als er die Verehrung dieses Baal und der Göttin Aschera zuließ und sogar förderte. Eine von dem Propheten Elija prophezeite Dürre werde deshalb die nächsten Jahre kommen, bis er als Diener Gottes sagt, dass es wieder regnen wird.

Fortan musste sich der Elija verstecken. In einer Höhle auf der anderen Seite des Jordan, die ihm sein Gott persönlich zugewiesen hatte, lebte der Prophet nun. Aber er litt weder Hunger noch Durst, denn auch dafür hatte sein Herr gesorgt. So erfahren wir im 1. Buch der Könige in 17,4-6 Erstaunliches:

‘Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und aus dem Bach kannst du trinken.’ Elija gehorchte dem Wort Jahwes, ging auf die andere Jordanseite und hielt sich im Tal des Krit auf. Morgens und abends brachten ihm die Raben Brot und Fleisch.

Schon seltsam, dass der Rabe als unreines und dämonisches Tier oder sogar der Teufel selbst, den treuen Diener und Kämpfer Gottes umsorgt haben soll. Das passt in dieser biblischen Mythologie nicht so ganz. Außer wir glauben der Deutung, dass hier gezeigt werden soll, dass Jahwe als Allmächtiger auch Macht über den Teufel hat, und ihm seinen Willen auferlegen kann. Warum der Herr allerdings heute dem Bösen, Unreinen und Teufel nicht mehr seine Befehle ausführen lassen kann, sagt diese Interpretation nicht.

Schamanismus und Mischregionen

Persönlich vermute ich, dass die 1891 in Ungarn aufgezeichnete Mansen-Legende eine verstümmelte oder kaum mehr erkennbare Sintflut-Überlieferung ist. Durchaus mit biblischen Einflüssen, da die Mansen zumindest auf dem Papier im 18. Jahrhundert zum Christentum “bekehrt” wurden. Dennoch ist ihre ursprüngliche Naturregion des Schamanismus und dem Glauben an Geister, spirituelle Wesen in allen natürlichen Dingen der Welt, nicht ausgestorben. Sie leben eine Art Mischregion.

So schreibt  etwa schreibt Winfried Dallmann in “Indigene Völker im Norden Rußlands” (“Gesellschaft für bedrohte Völker”, Bozen 1998):

Das Unverständnis der ‘modernen’ Welt, das weitgehend auch heute noch anhält, hat einen großen Teil dieses Wissens bereits verloren gehen lassen. Unter vielen sibirischen Völkern ist die Christianisierung weit weniger nachhaltig praktiziert worden (…)”

Wie viele Ur-Völker scheint demnach auch die uralischen Völkerfamilie christliche Elemente in ihre Religionen und Weltanschuungen eingewebt zu haben. Indigene Kulturen sahen immer in Tieren, wie eben Vögeln und damit Raben, beseelte Wesen oder sogar Mittler zwischen den Welten. Man denke hier als klassisches Beispiel an in amerikanischen Indianer.

Im skandinavischen Gebiet, einer Region, in dem auch uralische Völker ihre Heimat fanden, sind zwei Raben wiederum spannend. Sie heißen Hugin und Munin und sitzen auf den Schultern des Gottes Odin. Nicht als Satan oder böse Wesen, sondern als Verkünder und Ermittler von Wissen und Informationen für ihren Herren Odin. Obwohl natürlich auch hier die Traditionen und Legenden variieren, ist es bei diesen beiden Raben bezeichnet, dass sie bei Tagesanbruch über die ganze Erde fliegen und so für Odin Neuigkeiten besorgen.

In der Grímnismál, eine mythologische Liedersammlung der nordischen Edda, lesen wir:

Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich (Odin) fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; doch sorge ich mehr um Munin.

Warum befürchtet der mächtige Gott Odin, dass seine beiden Raben nicht wieder heim kommen? Sollte eine Verbindung zum Raben in der Legende über den alten Mann, seinem Frau und seinem Raben bestehen? Auch Heinrich Beck und Bernhard Maier schreiben in dem von Walter de Gruyter herausgegeben Standartwerk “Reallexikon der germanischen Altertumskunde” in Band 15 (New York 200):

Ungeklärt ist bis jetzt, warum der Gott die Nichtwiederkehr von Hugin und Munin befürchtet – und dies verstärkt bei Munin.

Das Phantastische!

Hinterfragt man als an den Mythen der Vorzeit Interessierter eben solche einmal etwas genauer, öffnen sich buchstäblich Welten! Eine scheinbare Legende von der Erschaffung der Welt könnte ebenso eine kaum mehr zu erkennende Überlieferung von der Sintflut sein. Inklusive Bezüge zur Arche Noah, dem biblisch unreinen Raben und letztlich dem Satan.

Das Phantastische daran ist – neben weltweiten Parallelen – dass die Mansen-Sage von “eisernen Vögeln” spricht. Wie soll man solche Eisen-Vögel verstehen? Auch wenn biblische Elemente hier eingeflossen sind, weichen diese enorm vom Alten Testamt und der dortigen Flut-Erzählung ab. Vögel aus Eisen, die mit einem “Geräusch aus dem Himmel” kommen, um im Meer nach Erde zu suchen, sind wohl kaum mit den Tauben des Noah zu vergleichen. Sofern man diese Verbindung ziehen möchte.

Warum erzählt die Überlieferung beispielsweise nicht einfach von Fischen, die Erdreich in ihren Mäulern vom Grunde des Wassers holen? Das ist für eine naturverbundene Schamanen-Religion mit Sicherheit weit logischer und nachvollziehbarer, als irgendwelche (künstlichen) Metall-Vögel

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

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Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!
Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

Liebe Mystery-Fans: Wie sicher treue Freunde des Phantastischen mitbekommen haben, erschien jüngst nicht nur ein neuer Blog von mir, den Ihr unter www.MysteryFiles.de erreichen könnt. Ebenso veröffentlichte ich im November 2020 gleich drei neue Bücher auf den Spuren des Unfassbaren, die ab sofort überall erhält sind. Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem zusammenfassenden Posting.


Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen – und liebe Mystery-Jäger!

Wahrscheinlich haben es einige treue Leserinnen und Leser bereits mitbekommen. Zum Beispiel durch Postings auf meiner Facebook-Seite „Mystery Files“, auf diesem Blog oder meinem neuen Blog MysteryFiles.de: Im November diesen Jahres erschienen drei neue Bücher von mir!

Alle drei Titel sind ab sofort überall erhältlich und Ihr findet sie selbstverständlich zusätzlich in meiner umfangreichen Liste mit Buchtipps zum Thema „Rätsel der Welt“ und mehr für Euch bei Amazon, die Ihr HIER findet.

Erschienen sind im Einzelnen aus meiner Feder:

Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘

Eine detaillierte Spuren- und Quellensuche, wie sich der anscheinend unauslöschbare Mythos von Nazca als „Flughafen für Außerirdische“ oder sogar „UFO-Raumfahrtzentrum“ entwickelte.

Denn in nahezu jeder Veröffentlichung – sei es online, im TV oder Print – zum Thema Nazca-Linien in Peru heißt es im Mainstream, dass „UFOlogen“, „Esoteriker“ oder „Phantasten“ in der Ebene von Nazca einen “UFO-Flugplatz” sehen. “Landebahnen von Außerirdischen”. Dabei haben die meisten der Journalisten, Kritiker „Entlarver“ oder auch etablierten Archäologen und Reporter nie selber diese Thematik bzw. Behauptung recherchiert. So kommt es, dass seit Jahrzehnten „etablierte Medien“ unablässig diese Behauptungen weiter verbreiten. Ungeprüft und teilweise mit vollkommen falschen Aussagen und Unterstellungen, die hierbei sogar bis zu absichtlichen Falschaussagen und Lügen reichen.

Das zeigt dieses Buch in all seinen Facetten klar auf.

Eine Suche nach den unzähligen Mythen, die sich um den „UFO-Flughafen der Aliens“ von Nazca ranken, und die heute so gerne ungeprüft und verfälscht weiter in den Massenmedien verbreitet werden. Dabei reichen diese „Alien-Behauptungen“ rund um Nazca bis weit in die Vergangenheit. Zurück in Zeiten, als noch niemand über die Prä-Astronautik sprach, wie man sie heute unlängst kennt. Denn die Linien und Figuren von Nazca wurden mit zum Teil den irrwitzigsten Thesen als Werk von Außerirdischen bzw. Marsmenschen versucht zu erklären. Jahrzehnte bevor unter anderem Erich von Däniken die Ebene weltbekannt machte.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Lars A. Fischinger: “Nazca und der Flughafen der Außerirdischen”

Zahlreiche heute unbekannte und seit vielen Jahrzehnten vergessene Quellen zeigen detailliert auf, wie genau sich der Mythos des Alien-Airport von Nazca entwickelte. Und regen rückblickend nicht selten zum Schmutzen an.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Mythos Nazca
    • Nazca und der Mainstream
    • Der „UFO-Flughafen“
    • Astronauten aus dem All
    • Außerirdische „Götter“ in den Anden
    • Frühe Kritiker
    • Nazca, der Kalender und die UFOs
    • Von „Fliegenden Untertassen“ und Marsbewohnern     
    • Ein verschollener Ideengeber?
    • „Landmarken für Raumschiffe und Wesen, auf deren Rückkehr die Inkas warten“
    • „Sternenmenschen“
    • Ansturm auf Nazca und die Botschaft der Venusianer
    • Der Flughafen von Maria Reiche und „Marskanäle“
    • Noch mehr Kritiker und das Fernsehen
    • Ein Blick in das Internet
    • Kondor versus Landebahnen
    • Science-Fiction und die „Landung in den Anden“
  • Nachwort: Was bleibt vom „UFO-Flughafen“ in Peru?
  • Nachgedanken und die neuen Nazca-Projekte
  • Über den Autor
  • Quellen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“

  • Ancient Mail Verlag 2020
  • Paperback / 11.9 x 1 x 18.8 cm
  • 180 Seiten inkl. ca. 20 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-10 : 395652294X
  • Nur 14,90 Euro

Erschienen als Research Paper Nr. 2 der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.)


Meine zweite Buchveröffentlichung erschien zeitgleich:

Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen.

Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Das neue Buch von Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”
Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch  sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine Arbeit, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Teil II: Seefahrt in der Antike?
    • Teil III: Biblischen Mythen in Amerika?
    • Teil IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?
    • Teil V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?
  • Nachwort
  • Hinweis
  • Abbildungen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

  • Independently published 2020
  • Paperback / 12.7 x 0.51 x 20.32 cm
  • ca. 88 Seiten inkl. 28 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-13 : 979-8563901544
  • Nur 5,50 Euro

Erschienen als Printausgabe und als günstiges E-Book für nur 2,99 Euro!


Meine dritte Veröffentlichung im November erschien auf vielfachen Wunsch der letzten Jahre, da das Buch bisher in dieser Form nur als E-Book erhältlich war. Jetzt ist es überall als Paperback zu bekommen.

Der Tod – Irrtum der Menschheit: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben: Hängt alles mit allem zusammen?

Kommunikation mit Überwelten, Multiversen, Todesvorstellungen in aller Welt, Nah-Tod-Erfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisse außerhalb von Zeit und Raum, PSI-Erscheinungen, UFO-Phänomene, Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Geister …

Sind alle diese “Para-Phänomene” der Grenzwissenschaft unabhängig von einander zu betrachten? Oder hängen diese alle miteinander zusammen?

“JA! – alles hängt mit allem zusammen!” – vermutet der bekannte Mystery-Autor Lars A. Fischinger und zeigt in “Der Tod – Irrtum der Menschheit” auf, dass die Welt des Unerklärlichen wesentlich komplexer und auch vernetzter ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein zu haben scheint.

Zwischen all diesen “Phänomenen” gibt es Parallelen, Schnittpunkte und Zusammenhänge – aber auch bisher nicht zu deutende Fragen und Widersprüche. Widersprüche, die zumindest wir Menschen heute noch nicht verstehen.

Etwa, ob “Außerirdische in Raumschiffen” (UFOs) tatsächlich das sind, als was sie im Allgemeinen meistens angenommen werden…und warum diese Phänomene dann mit dem mutmaßlichen “Leben nach dem Tode” zusammenhängen könnten.
Oder auch, warum der Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) offenbar dem Glauben an ein Leben im „Jenseits“ nach dem Tod widerspricht.

“Freuen Sie sich auf Ihren Tod?”, fragt dieses Buch provokant.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Lars A. Fischinger: “Der TOD: Irrtum der Menschheit?”

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie nicht nur die Welt der Grenzwissenschaft mit anderen Augen sehen, sondern auch die Welt und das Leben überhaupt. Wir wissen – nichts! Bis wir selber sterben …

Inhalt:

  • Auftakt
  • Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf ihren Tod?
    • Teil 1 – Der Tod
    • Teil 2 – Dem Tod ein Schnippchen geschlagen: Nah-Tod-Erfahrungen
    • Teil 3 – Zeichen und Einflüsse von der „anderen Seite“?
    • Teil 4 – Transkommunikation: Wenn das „Jenseits“ anruft
    • Teil 5 – PSI-Phänomene jenseits von Raum und Zeit
    • Teil 6 – UFOs, PSI und Nah-Tod-Erlebnisse: Hängt alles mit allem zusammen?
    • Teil 7 – Anhang
  • Nachwort des Autors: Ich bin dann mal tot – ein Multiversum voller Überwelten?
  • Klassische Einwände zur Realität von Nah-Tod-Erfahrungen und deren Kontra
  • Zusätzliche Literaturauswahl
  • Glossar
  • Zum Autor
  • Fußnoten und Quellen

Lars A. Fischinger: Der TOD: Irrtum der Menschheit?: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben

  • Independently published 2020
  • Paperback / 13.97 x 3.58 x 21.59 cm
  • ca. 620 Seiten
  • ISBN-13 : 978-1520102993
  • Nur 18,50 Euro

Erschienen jetzt als Printausgabe und weiterhin als günstiges E-Book für nur 9,99 Euro erhältlich!

Auch außerhalb von amazon Kindle!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

 
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Neuerscheinung: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?”

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Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?
Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann begann die “Globalesierung” der Erde? Wann die Seefahrt über die Meere und Ozeane hinweg? Darüber streiten sich bis heute Forscher und Autoren. Auch wenn es unlängst erwiesen ist, dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, wird immer wieder vermutet, dass bereits Seefahrer der Antike die Weltmeere befuhren. Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch bzw. E-Book sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine sicherlich alles andere als erschöpfende Arbeit dazu, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.


Neuerscheinung November 2020!

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!

Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen. Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Abenteurer der Meere

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch bzw. E-Book sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine sicherlich alles andere als erschöpfende Arbeit dazu, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?”

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Globale Seefahrt vor Jahrtausenden

Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2720 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe : 64 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B08NCBTC5Z
  • Erschienen: 13. November 2020
  • Preis bei amazon Kindle: nur 2,99 Euro HIER BESTELLEN
  • Auch als Printausgabe HIER erhältlich

Inhalt von “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”

Vorwort

I: Altes in der Neuen Welt?

II: Seefahrt in der Antike?

III: Biblischen Mythen in Amerika?

IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?

V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?

Nachwort

Hinweis

Abbildungen und Fußnoten

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mythische Monster im Alten Testament: Werden in der Bibel von Gott geschaffene Dinosaurier erwähnt?

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Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)
Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)

In der Bibel findet der Leser eigentlich alles zu allem – man muss nur genau nachlesen und danach suchen. Das behaupten in der Hauptsache natürlich die Gläubigen, die in den beiden Testamenten der Bibel Antworten auf nahezu alle Belange des Lebens – und darüber hinaus – suchen. Jahrtausende der Interpretationen mit den unterschiedlichsten Strömungen hatte das zur Folge. Finden sich aber in der Bibel auch Dinosaurier beschrieben? Immerhin glauben Millionen Menschen der Schrift Wort für Wort, eingeschlossen der Schöpfungsgeschichte. Und da es Saurier gab, müssen sie von Gott geschaffen worden sein. So deren Argumente. Gibt es aber tatsächlich Belege oder Hinweise dafür in den Büchern der Bibel? Vielleicht, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Die Bibel: Märchen und Geschichte?

Als “Märchenbuch für Erwachsene” werden das Alte und Neue Testament der Bibel sehr gerne belächelt. Es wären Schriften, deren zahlreiche Bücher nichts weiter als Unwahrheiten und Märchen erzählen. Selbst von reiner Propaganda wird in diesem Zusammenhang gesprochen, die sich irgendwelche findigen Autoren ausdachten.

Dass das nicht stimmt, haben Bibelforscher und Archäologen schon sehr lange belegt! Die Schriften der Bibel enthalten historisch verbürgte Berichte und Erzählungen, die durch externe Quellen nachgewiesen sind. Ein Buch also, das historisch korrekt ist.

Ganz so einfach ist es denn dann doch wieder nicht. Denn neben realen Ereignissen, Daten und Personen beinhalten die biblischen Bücher unzählige nicht fassbare Aussagen, Behauptungen und Geschichten. Häufig entsprungen aus Mythologien anderer Völker im Nahen Osten, die von den Autoren der Bibel umgeschrieben und umgedichtet wurden. Man denke nur – als bestes Beispiel – an die Geschichte der Sintflut oder Legenden der Urzeit. Das Neue Testament macht da keine Ausnahme. Auch in den dortigen Büchern rund um die Figur Jesus Christus finden sich Wahrheit und Fiktion vermischt.

Zum Teil handelt es sich bei solchen Schilderungen der Bibel auch ganz einfach um (theologische) Erfindungen. Fake-News im Namen Gottes.

Das hören vor allem Bibelfundamentalisten und Kreationisten nicht gerne.

Die Bibel als Gottes wahres Wort

Im Gegensatz zu “normalen Gläubigen” aus Christentum und Judentum sind sie mit ihrem Glauben und Ansichten zur Bibel fundamental. Sie nehmen sie wortwörtlich. Alles geschah, wie es die Bibel erzählt, und sei damit Wahr und von Gott gegeben. Ausdrücklich schließt das die Schöpfung der Welt inklusive Gottes Erholungspause am siebten Tag mit ein. Somit sei alles gleichzeitig von Gott erschaffen worden. Mit nur wenigen Tagen Abstand bei seinem Werk, während er das Universum, die Erde, den Mond, die Tiere, den Menschen usw. “bildete”.

Nicht vor Urzeiten und Milliarden von Jahren soll das gewesen sein, so die Bibelfundamentalisten, sondern vor wenigen tausend Jahren. Vielleicht vor nicht mal 10.000 Jahren. “Die Erde ist jung!” lautet diese fundamentale Weltanschauung. Naturwissenschaftliche Datierungen sind Teufelswerk und falsch, sind diese Gläubigen überzeugt. Nichts als Blasphemie in den Augen all jener, die unbeirrbar an die biblischen Botschaften glauben.

Auch Fossilien von Sauriern sind für sie nicht Millionen Jahre alt, sondern erst wenige Jahrtausende. Gott habe diese Kreaturen genauso und gleichzeitig wie alle anderen Tiere des Planeten geschaffen. In der Sintflut kamen diese dann (fast?) alle um, weshalb wir heute ihre Überreste in aller Welt finden.

Möglicherweise auch nicht alle. Zum Beispiel gibt es, wie unter anderem in diesem Video HIER berichtet, in den USA angeblich authentische Nachbauten der Arche Noah, in denen auch Saurier in Käfigen zu sehen sind. Noah habe auch diese gerettet – zumindest teilweise. Kein Problem für das fundamentale Christentum. Wissenschaftler, die behaupteten, dass der Mensch fast 65 Millionen Jahre nach den Urzeit-Wesen die Bühne der Weltgeschichte betrat, verbreiten ihrer Meinung nach Irrlehren. Immerhin sei allein schon die Evolutionstheorie Gotteslästerung, falsch und  anti-christlich.

Das biblische Monster Behemoth

Nun ist es aber so, dass die fundamentalen Bibelextremisten für die Behauptung, dass Gott vor ein paar tausend Jahren auch die Saurier schuf, im “Buch der Bücher” auch nach vermeintlichen “Beweisen” dafür suchen. Es genügt ihnen nicht, anzuerkennen, dass es diese Kreaturen einstmals auf unserem Planeten gab. Sie müssen ja irgendwo hergekommen sein (also von Gott) und damit in der Bibel zu finden sein. Als unverfälscht wahres und einziges Geschichtsbuch von Gott wird dieser diese Information ihnen sicher nicht vorenthalten.

Da ist es wenig verwunderlich, dass die Bibelfundamentalisten längst auch fündig geworden sein wollen. Vielleicht sogar zu einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist. Was aber nichts mit Kryptozoologie zu tun hat, deren Forscher bekanntlich nach unbekannten oder angeblich bereits ausgestorben Tieren und Pflanzen suchen. Selbst nach einem bis heute noch existierenden Saurier, der sich in den Urwäldern Zentralafrikas herumtreiben soll, und der als Mokele-Mbembe bekannt ist (mehr dazu HIER).

Der angebliche Dinosaurier der Bibel heißt Behemoth. Ein Lebewesen, dass im Hebräischen der Bibel bəhēmôth genannt wird und als Pluralform des Wortes für “Tier” angesehen wird. Durch die Nutzung dieser Schreibweise soll dieses “Tier” oder “Raubtier” verdoppelt werden, was seine Stärke, Größe und Stellung betrifft. Damit wird es zu einem “Monster“, das auf dem Land lebte. Zu finden ist diese Kreatur an mehreren Stellen im Alten Testament. Zumindest das Wort im Sinne eines Tieres, das beispielsweise auf dem Felde grast (z. B. Ps 8,8 & Joel 22,2).

Schon hier kommt es zu ersten Problemen. Möchte man mehr über dieses Tier oder Monster erfahren, könnten vielleicht die gewöhnliche Hausbibel in einer “Einheitsübersetzung” oder andere vorhandene Ausgaben nicht weiterhelfen. Diverse Bibelausgaben nennen das Tier einfach “Nilpferd” oder interpretieren es als ein solches. Ein Nilpferd ist zwar überaus gefährlich aber alles andere als ein Dinosaurier oder ein vor vielen Millionen (oder einigen Tausend) von Jahren ausgestorbenes “Monster”.

Behemoth: Ein Dinosaurier?

Nicht alle Bibelleser und Bibeldeuter sehen in Behemoth ein “normales Tier”. In Wahrheit handelt es sich bei diesem Monster eben doch um einen Saurier, da das Buch Hiob eine genauere Beschreibung von diesem liefert. Dort heißt es, hier in der Übersetzung von Martin Luther:

Siehe da den Behemot, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. Siehe, welch eine Kraft ist in seinen Lenden und welch eine Stärke in den Muskeln seines Bauchs! Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten. Seine Knochen sind wie eherne Röhren, seine Gebeine wie eiserne Stäbe. Er ist das erste der Werke Gottes; der ihn gemacht hat, gab ihm sein Schwert.

Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort. Er liegt unter Lotosbüschen, im Rohr und im Schlamm verborgen. Lotosbüsche bedecken ihn mit Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn. Siehe, der Strom schwillt gewaltig an: er dünkt sich sicher, auch wenn ihm der Jordan ins Maul dringt. Kann man ihn fangen Auge in Auge und ihm einen Strick durch seine Nase ziehen?” (Hiob 40,15ff.)

“Sieh doch das Nilpferd …” geben die meisten “modernen” Bibel die fragliche Stelle heute leider wieder. Augenscheinlich kann das in keinem Fall zu der Beschreibung des Tieres passen. Vor allem ist der Schwanz wie eine Zeder am Auffälligsten. Eine Zeder ist ein Baum, der in der Antike weithin bekannt und geschätzt war. Vor allem die berühmten “Zendernwälder des Libanon” sind heute legendär. Dorthin reiste nicht nur der Held und König Gilgamesch laut dem Gilgamesch-Epos, sondern auch die Pharaonen importieren dieses Holz. Selbst König Salomon soll das wertvolle Holz zum Bau seines Tempels in Jerusalem genutzt haben.

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Jeder weiß, dass ein Nilpferd keinen Schwanz wie ein Baum hat. Ein Saurier aber sehr wohl, während ein Nilpferd einen “Stummelschwanz” hat. Gleichzeitig hatten Saurier auch stabile Beine wie “Stäbe”. Aber natürlich nicht aus “Eisen”, wie es das Buch Hiob schildert. Auch keine Knochen aus Bronze (“Seine Knochen sind Röhren aus Bronze”), wie es in einigen Übersetzungen zu lesen ist. Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Verwendungen des Wortes Behemoth außerhalb von Hiob immer ein reales Tier meinen. Darauf verwies schon 1976 G. S. Cansdale in seinem Buch “All the Animals of the Bible Lands”.

Ein reales Tier, ein Saurier?

“Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort”, heißt es bei Hiob in der Version von Luther. Statt “Tribut” findet sich in anderen Bibeln meist die Aussage, dass die Berge sein “Futter tragen”. Zugleich wird darin von “Tieren” und nicht von “wilden Tieren” gesprochen, die dort in oder an den Bergen “spielen”. Der Behemoth isst also dort, wo auch die anderen Tiere ihr Futter suchen oder sich friedlich aufhalten.

Irgendwie sehr unpassend für ein “Monster” oder eine wilde Bestie, wie es gedeute wird und auch in Apokyphen anklingt. Im äthiopischen Buch Henoch (ab 60,6) ist nämlich Behemoth ein wildes Ungeheuer, dass die Menschen strafen soll. Ebenso wie sein Gegenstück Leviathan als Meeresungeheuer, über das gleich noch zu sprechen sein wird.

Bibelfundamentalisten und jene, die überzeugt sind, dass die Erde jung ist, vermuten, dass Behemoth eine Art Sauropode war. Sicherlich mit die bekanntesten Urzeitwesen, die in der Tat gewaltige Schwänze und mächtige Beine hatten. Hier wird ein Iguanodon gerne ins Spiel gebracht, der zu den Iguanodontiae gehört. Iguanodons lebten vor rund 139 bis 113 Millionen Jahren auf der Erde und damit endlos lange vor den ersten Hominiden überhaupt. Was bekanntlich für Fundamentalisten keinerlei Problem darstellt. Letztlich soll Hiob das Wesen selber gesehen haben, nachdem der Herr ihn dies zeigte bzw. ihn darauf hinwies (Hiob 40,15f. & 40,19).

Es scheint sich demnach um ein real existierendes Tier gehandelt zu haben. Ausschließen, das hier eine “Vision” oder sogar Fiktion vorliegt, kann guten Gewissens eigentlich niemand, der kritisch an Bibeltexte herangeht. Zumal gerade das Buch Hiob für seine verborgenen und kryptischen Botschaften und Aussagen schon legendär ist.

Etwa acht Meter lang und aufgerichtet fünf Meter hoch waren ein Iguanodon, wobei es mehr als vier Tonnen auf die Waage bringen konnte. Sicher ein “Monster” (s. Titelbild) im weitesten Sinne des Wortes. Aber meint das Buch Hiob wirklich so ein Tier oder überhaupt einen gewaltigen Saurier? Auch wenn Fundamentalisten dies immer wieder annehmen, übersehen sie doch die Widersprüche im Text.

Die Bestie Leviathan

Das Fabelwesen Behemoth kann kein Saurier gewesen sein.

Schon gar nicht ein Riese wie ein Iguanodon oder irgendeine Art von Sauropoden, die noch weit größter werden konnten. Das Buch Hiob beschreibt eindeutig, dass sich das Tier unter Lotosbüschen legte und diese ihm Schatten spendeten. Es konnte sich im “Rohr”, also “Schilf”, am Fluss verstecken und “Bachweiden” umgaben das Tier dabei. Behemoth war demnach also ein mehr oder weniger kleines Tier und kein gewaltiger Saurier mit einem Schwanz wie ein Baum!

Was aber ist mit dem zweiten “Monster”, das bei Hiob mit dem Namen Leviathan umfangreich beschrieben ist (Hiob 40,16ff. & 41,1ff.)? Auch bei diese Kreatur wird versucht es mit einem Saurier oder vorzeitlichen Reptil zu erklären, dass Hiob ebenso real sah, wie andere. Den Beschreibungen nach war es ein sehr großes und fast schon riesiges Meereslebewesen, das sogar Feuer spuken konnte. Geradezu unbesiegbar verbreite es Angst und Schrecken. “Trifft man ihn mit dem Schwert, so richtet es nichts aus, auch nicht Spieß, Geschoss und Speer”, heißt es bei Hiob 41,18 über diese Bestie. Weiter lesen wir dort in der Luther-Version:

Aus seinem Rachen fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus. Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie von einem siedenden Kessel und Binsenfeuer. Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Rachen schlagen Flammen. (…)

Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Spreu. Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze. Unter seinem Bauch sind scharfe Spitzen; er fährt wie ein Dreschschlitten über den Schlamm. Er macht, dass die Tiefe brodelt wie ein Topf, und rührt das Meer um, wie man Salbe mischt. Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn; man denkt, die Flut sei Silberhaar. Auf Erden ist nicht seinesgleichen; er ist ein Geschöpf ohne Furcht. Er sieht allem ins Auge, was hoch ist; er ist König über alle Stolzen.” (Hiob 41, 11-13 & 41,20ff.)

“Sein Atem entzündet Kohlen” gibt zum Beispiel “Elberfelder Bibel” hier wieder. Ein feuerspeiender Drache, wie er in unzähligen Mythen und Geschichten Niederschlag gefunden hat. Im Fall des Leviathan besteht der große Unterschied darin, dass dieses Monster im Meer leben soll. Kein Tier, dass man mit der Angel einfach fangen kann, wie es Hiob 40,25 vermerkt.

Schlangenmonster der Meere

Leviathan findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Und mit jeder Beschreibung wird diese Kreatur seltsamer. So heißt es in den Psalmen über ihn bei Luther:

Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den du gemacht hast, damit zu spielen.” (Ps. 104,25f.)

Die Meere sind der Lebensraum des “ungeheuren Leviatan” oder des “Ungeheuers Leviatan”, wie es andere Bibelausgaben nennen. Während in einigen das Wesen schlicht als “Wal” wiedergeben wurde, was natürlich in keinster Weise den Beschreibungen entspricht. Ein Wal hat weder “scharfe Spitzen” am Bauch, noch kann er Feuer spuken. Riesig indes ist er zweifellos.

Schaut man noch genauer in die biblischen Texte, so wird dieser Leviathan immer bizarrer. Als sei die Eigenschaft des Feuerspeisens nicht bemerkenswert genug, so heißt es ab Pslam 74,13:

Du hast das Meer aufgewühlt durch deine Kraft, zerschmettert die Köpfe der Drachen über den Wassern. Du hast die Köpfe des Leviatan zerschlagen und ihn zum Fraß gegeben dem wilden Getier.”

“Die Köpfe des Leviata”? Hatte das Biest etwa mehr als nur einen Kopf? Auf welchen Saurier oder überhaupt irgendein Tier träfe das zu? Auf keines. Die Bibel wäre nicht die Bibel, wenn man solche Aussagen nicht noch steigern könnte. So geschehen im Buch Jesaja, in dem sich Leviathan als Seeschlange wiederfindet:

Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.” (Jesaja 27,1)

In der Übersetzung “Hoffnung für Alle” wurde dieser Vers noch deutlicher formuliert. Hier heißt es:

In dieser Zeit wird der Herr mit dem Leviatan abrechnen, diesem schnellen Ungeheuer, das sich windet wie eine Schlange. Gottes mächtiges, scharfes Schwert wird ihn treffen, diesen Meeresdrachen, und wird ihn töten.

Theologische Interpretationen und Bibelforscher sehen hier ein Sinnbild des Satans, des Teufels. Die “Schlange” als Symbol für das Böse und Gottes Widersacher. Gleichzeitig vermerken verschiedene Bibel-Lexika vor allem zu diesem Vers, dass hier auf “heidnische Mythologien” von Drachen und ähnlichen Monstern angespielt wird, gegen die außerbiblischen Götterfiguren kämpften. Da Mythen früherer Religionen an vielen Stellen des Alten Testaments nachweisbar sind – warum nicht auch hier?

Meeresleuchten …

Zumindest aber kann Leviathan keinesfalls als Saurier angesehen werden. Erst recht nicht mit einem Spinosaurus, der sogenannten “Dornenechse”, wie es versucht wurde. Dennoch wurde immer wieder der Versuch unternommen diese Kreatur mit einem echten Lebewesen von heute zu vergleichen oder es als real darzustellen. Die einfachste Deutung ist dabei die Annahme, dass es ein Krokodil sei. Was natürlich unsinnig ist, wie die Beschreibungen belegen.

Gerne zieht man auch den “Bombardier-Käfer” heran. Dieses kleine Tier ist in der Lage heißes Gas zur Verteidigung auf seine Fressfeinde zu sprühen. Damit soll untermauert werden, dass es “feurspukende Tiere” in Gottes Schöpfung sehr wohl gegeben haben könnte. Vielleicht taten sie dies durch einen Gasausstoß, wobei sich dieses Gas bei Kontakt mit Sauerstoff von selbst entzündete. Womit man wieder bei der Drachen-Mythologie wäre. In diesem Fall ein Drache als Seemonster.

Bibelgläubige führen hierbei ein weiteres Argument an. Sie verweisen auf den Fakt, dass es in der Natur tatsächlich leuchtende Tiere gibt. Solche Lebewesen tummeln sich interessanterweise vor allem in den Meeren der Erde, wo sie meistens in der Tiefsee zu finden sind. Die Aussage der Bibel, “Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn, man denkt, die Flut sei Silberhaar”, klingt in diesem Sinne durchaus sehr treffend. Solche Fische, die in den dunklen Tiefen der Ozeane ihr eigenes Licht erzeugen, sind aber relativ kleine Zeitgenossen. Keine “Monster” und keines dieser Tiere hat auch mehrere Köpfe oder spukt Feuer. Unter Wasser schon gar nicht.

Diese chemischen Prozesse nennt man im Allgemeinen “Biolumineszenz”. Fraglich, wie Menschen in biblischen Zeiten Kenntnis von solchen kleinen Tieren der Tiefsee gehabt haben sollen. Sie “leuchten” nur dort und niemand kann sie ohne U-Boote sehen. Und angeschwemmte tote Exemplare geben wohl kaum mehr Licht mehr ab. Leuchtende Algen und andere Fische bzw. Lebewesen wie die Einzeller “Pyrocystis lunula” könnten hier als Vorlage gedient haben. Deren Lichter kann man an der Oberfläche sehen. Von diesen zu einem Monster wie Leviathan ist es aberr noich ein sehr, sehr weiter Schritt.

So spannend diese Fabelwesen oder Monster auch sind, sie eignen sich nicht als Beleg, dass die Bibel von Sauriern spricht, die noch vor kurzen lebten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?”: Fake-Jäger interviewen Erich von Däniken – und widerlegen Nicht-Gesagtes (+ Video)

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"Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?" - Fake-Jäger interviewen Erich von Däniken - und widerlegen Nicht-Gesagtes (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?”: “Fake-Jäger” interviewen Erich von Däniken – und widerlegen Nicht-Gesagtes (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wer sich mit Prä-Astronautik und antiken Göttern aus dem All beschäftigen will, kommt an Erich von Däniken nicht vorbei. Das sehen seien Fans ebenso, wie Kritiker und Skeptiker dieser Ideen, dass die “Götter” reale Wesen von den Sternen waren. Und natürlich sehen das auch all jene so, die dazu ein Interview oder irgendeine andere Art von Beitrag machen wollen. So auch die sogenannten “Fake Busters”, die von Däniken für einen Podcast zum Thema Außerirdische und Prä-Astronautik interviewt haben. Heraus kam ein erstaunliches Ergebnis! Denn die angeblichen Fake-Jäger “widerlegen” im Anschluss in ihrem Podcast Aussagen von Däniken, die er überhaupt nicht gemacht hat. Aussagen, die die “Fake Busters” verdrehten, um dann dazu die Meinung eines Experten einzuholen. Ein ganz erstaunlicher Podcast, den ich für Euch in diesem neuen Mystery-Review einmal genauer beleuchte.


Prä-Astronautik = Erich von Däniken

Es gibt Punkte und Tatsachen in der Welt der Prä-Astronautik, an die gibt es nicht das Geringste zu rütteln. Zum Beispiel besteht an folgenden Fakten kein Zweifel:

  • Es gibt keinen einzigen handfesten und wissenschaftlichen blitzsauberen Beweis, dass vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren.
  • Jeder Autor und Forscher der Prä-Astronautik “kocht sein eigenes Süppchen” – so was wie ein einheitlicher Konsens existiert nicht.
  • Die prä-astronautische Community ist voll von wilden Spekulationen, Fakes und immer wieder werden aus Unwissenheit neue “Rätsel” erschaffen und verbreitet.
  • Niemand kommt beim Thema Astronauten aus dem Kosmos an dem Autoren Erich von Däniken vorbei.

Vor allem der letzte Punkt bietet damit eine gewaltige “Angriffsfläche” für Kritiker, Gegner und Skeptiker aller Art. Denn will man sich mit der Prä-Astronautik beschäftigen, so der einhellige Tenor, muss man sich mit den Ideen und Büchern von Erich von Däniken auseinandersetzten. Immerhin kam durch seine Bücher das Thema vor rund 50 Jahren erst richtig in Schwung. Alle anderen heutigen Forscher und Autoren folgen mit sehr weiten Abstand. Und von denen gibt es nicht wenige.

Wer im Rahmen eines Interviews über Prä-Astronautik berichten möchte, der wendet sich folglich an von Däniken. Und obwohl diese Interviews aufgrund häufig gleicher oder ähnlicher Fragen in den meisten Fällen damit auch wiederkehrende Antworten beinhalten, sind sie für viele interessant. Vor allem für den Laien oder Einsteiger in die Welt der Götter der Sterne. Selten sticht ein Interview dabei heraus, sofern man sie alle (wie ich) verfolgt.

Da vor allem im öffentlichen Bild und bei den Skeptikern Prä-Astronautik = Däniken ist, verfolge ich für Euch solche Interviews immer mit Spannung. So stieß ich am 22. September auf ein Interview mit Erich von Däniken, das unter anderem der österreichische “Kurier” online verbreitet. Ein Podcast zum Thema Prä-Astronautik der sogenannten “Fake Busters”, in dem ein Däniken-Interview integriert wurde.

“Ein Kritiker widerlegt die Thesen” von Erich von Däniken

Zu diesem Podcast heißt es einleitend unter anderem:

“(…) Ende der 60er (betrat) ein Mann die Bühne der Prä-Astronautik, der sofort zum Superstar dieser Parawissenschaft avancierte: Erich von Däniken. Der Autor argumentierte auf – angeblich – rein wissenschaftlicher und beweisfundierter Basis. (…) Spricht man über Prä-Astronautik, muss man mit Däniken sprechen, und das haben die Fake Busters getan. Wissenschaftsjournalist Florian Aigner liefert Gegenargumente.

Soweit, so richtig. Wäre da nicht die Falschaussage, dass von Däniken behauptet auf “rein wissenschaftlicher und beweisfundierter Basis” zu argumentieren. Eine reine Unterstellung der “Fake Busters”. Seit Jahrzehnten wird von Däniken nämlich nicht müde zu betonen, dass er populärwissenschaftliche Bücher schreibt. Bücher, die keine wissenschaftlichen Arbeiten sind. Das hat er nie – und hat es auch nie behauptet. Vielmehr hat er sogar immer wieder unterstrichen, dass seine Werke für den Laien sind. Anders hätten seine Bücher auch sicherlich nicht diesen Welterfolg gefeiert.

Er selber betonte noch dazu schon vor Jahrzehnten, dass er kein Wissenschaftler sei. Er sei ein “Sonntagsforscher”.

Bei “beweisfundiert” sieht es schon etwas anders aus. Denn in diesem Zusammenhang spricht von Däniken sehr gerne davon, dass “die Quellen stimmen”. Womit er vor allem diverse Zitate aus allen Schriften usw. meint. Einen “Beweis” für die einstige Anwesenheit von Aliens hat aber damit auch er – nicht. Wie alle Prä-Astronautiker steht auch von Däniken damit natürlich in der Beweispflicht.

“Ein Kritiker widerlegt die Thesen” von Erich von Däniken, ließt man in der Ankündigung des Podcast. “Bleibt skeptisch, aber hört uns gut zu”, mahnen die Fake-Jäger in ihrer Sendung. Und das sollte man in diesem Fall tatsächlich. Denn die trocken abgelesenen Fragen an Erich von Däniken beginnen direkt damit, was denn seiner Meinung nach das “stärkste Argument” sei, das für “einen frühen Besuch von Außerirdischen auf der Erde spricht”.

Eine Reise gen Himmel

Und jetzt wird es direkt sehr spannend. Hier führt von Däniken als Beispiel die “Apokalypse des Abraham” an und fasst diese Schrift unter anderem in seinen Worten zusammen. Im Video unten sowie in meinem Buch “Götter der Sterne” und in diesem Blog-Artikel HIER habe ich über diese Überlieferung sehr ausführlich berichtet.

Zusammengefasst: In dieser außerbiblischen Schrift wird beschrieben, wie ein Mensch (Abraham) von der Erde mit Gott bzw. seinen “Engeln” in den Himmel fliegt und so Erde verlässt (s. auch Video HIER). Mit diesen fremden Wesen oben angekommen, sieht er die Erde und die Sterne. Dabei befindet er sich in einem sich drehenden Ort, der anhand der Beschreibungen unschwer an eine rotierende Raumstation erinnert.

Eine Raumstation von Außerirdischen vor Jahrtausenden, wäre das in diesem Fall natürlich. Sofern man solche Ideen in Betracht ziehen möchte. Vielleicht sogar ein sich um die eigene Achse drehendes Generationenraumschiff der “Götter”. Rotieren deshalb, da so im Inneren eine “künstliche Schwerkraft” entsteht.

Genau das erzählt von Däniken unter Berufung auf diesen altjüdischen Text. Er spricht von einem “Mutterraumschiff”, in das dieser Mensch vor tausenden von Jahren gebracht wurde. Eine sehr spannende Schrift, die natürlich kein echter Beweis für Ancient Aliens ist. Nur ein Hinweis, wie ich es sehr gerne formuliere.

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In einem anderen Kontext spricht von Däniken weiter davon, dass wir vermutlich von diesen einstigen Astronautengöttern heute beobachtet werden. Sie seien wieder hier, so, wie sie es laut alten Mythen und Schriften einst gesagt haben sollen. Ich als Prä-Astronautiker und Autor denke zwar, dass sie nie weg waren, aber in diesem Fall denkt von Däniken an die “modernen” UFOs. Ein Thema, dem er sich früher kaum annahm, aber seit geraumer Zeit verstärkt zuwendet.

Jetzt kommen die “Fake Busters” mit ihrem zum Interview geladenen Experten Florian Aigner (Physiker und Wissenschaftspublizist an der Technischen Universität Wien) hinzu, um alles zu verdrehen. So können sie nämlich ihren Zuhörern aufzeigen, wie leicht sie von Dänikens Aussagen widerlegen können.

Ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit?

Diese “Widerlegung” ist gelinde gesagt lächerlich! Denn die angeblichen Jäger von Fakes verbreiten diese selber, in dem sie nach dem Däniken-Interview Aussagen “widerlegen”, die er überhaupt nicht gemacht hat. Was allerdings seit Jahrzehnten von Prä-Astronautik- und auch UFO-Krikern immer wieder getan wird. Nicht nur bei von Däniken. Wobei es umgekehrt von Mystery-Jägern gegenüber der “etablierten Wissenschaft” teilweise nicht viel anders aussieht.

So stellen die “Fake Busters” ihrem Experten Florian Aigner gleich zu Beginn des Interviews eine Frage zu einer angeblichen Däniken-Aussage, die sie selber erfunden haben:

Herr von Däniken glaubt ja, wir werden beobachtet. Vermutlich von einem Mutterraumschiff. Warum hat dieses Schiff noch niemand entdeckt?

Unverkennbar haben die “Fake Busters” hier selber einen Fake in die Welt gesetzt.

Dass ein Mutterraumschiff von Aliens hier ist (im Erdorbit), hat weder Däniken noch sonst wer gesagt. Eine Lüge der “Fake Busters”. Von Däniken sprach von der “Apokalypse des Abraham”, was Jahrtausende her ist. Kein Wort davon, dass diese Raumstation oder das Mutterraumschiff hier ist und die Menschheit von dort beobachtet wird. Das steht auch in keinem seiner Bücher, noch in Büchern anderer Prä-Astronautiker. Zumindest keinem die ich kenne.

Wenn die “Fake Frager” also Aigner direkt mit einer solchen Aussagen konfrontieren, und ihn nach dem Wahrheitsgehalt dazu befragen, kann Aigner nicht anders antworten, als er es in dem Podcast tat. Denn er legt dar, dass ein solches Mutterschiff längst im Erdorbit auch mit unseren Technologien entdeckt worden wäre. “Detektiert”, wie es Aigner formuliert. Zweifellos sind seine Ausführungen dazu richtig. Widerlegt hat er durch diese ausgedachte Frage natürlich nichts. Wie auch, wenn diese mutmaßliche Raumstation vor Jahrtausenden hier war?

Aigner antwortet lediglich korrekt auf eine falsche Frage. Allerdings – dies der Vollständigkeit halber! – seit Jahrzehnten kursieren Spekulationen, dass sich Außerirdische irgendwo im Sonnensystem vor uns verbergen. Im Asteroidengürtel, auf/im Mars, in Monden des Mars, auf/in unserem Mond. Davon war im Interview jedoch keine Rede.

“Dunkle Mächte”?

Wissenschaftsjournalist Florian Aigner geht auch noch auf andere Fragen und Aussagen der “Fake Busters” ein. Etwa zu weltweiten Pyramiden. Seiner Meinung nach ist es nur logisch, dass sie überall auf dem Planeten stehen, da die Pyramide die einfachste Form darstelle, die hoch und zugleich stabil ist. Selbst kleine Kinder, so Aigner, würden mit Bauklötzen Pyramiden bauen, wenn sie den Auftrag bekämen, einen stabilen Turm zu errichten.

Keine neuen Aussagen zum “Pyramiden-Rätsel”. Sollte die Lösung so einfach sein? Schließlich geht er mit keinem einzigen Wort darauf ein, welchen Zweck diese Bauten dienten. Sie waren alle, mit Variationen, zu Ehren der Götter des Himmels oder des Jenseits im Kreise der “Götter”. Womit man sich wieder im Kreis dreht. Wer waren denn diese “Götter”? Die Form dieser Bauwerke ist da eher zweitrangig.

Fast schon dramatisch wird es, wenn die “Busters” danach fragen, ob es stimmt, dass sich etablierte Wissenschaftler nicht mit Aliens & Co. befassen wollen, weil sie sich nicht lächerlich machen möchten. Diese Frage bezog sich vor allem auf eine Aussage im Däniken-Interview zu einer Akte der CIA. In dieser wurde bereit vor Jahrzehnten tatsächlich klipp und klar festgeschrieben, dass solche Themen lächerlich gemacht werden sollen. Ob UFOs an sich, UFO-Gruppen und -Forscher oder Personen, die sich dafür interessieren. Eine Verschwörungstheorie ist das nicht, wie auch von Däniken betont, da die fragliche CIA-Dokumente heute freigegeben sind.

Aigner spricht hier von “absurden Vorstellungen”, dass irgendwelche “dunklen Mächte” oder eben die CIA die Wissenschaft in der Hand hat. “Vollkommen lächerlich” sei diese Behauptung. Eine Aussage die – wiedermal! – niemand traf. Weiter führt Aigner aus, dass es eben in der Wissenschaft keine Interesse an Däniken-Themen gibt, da es dafür keinerlei Anhaltspunkte gäbe. Wären sie da, würde sich auch die Wissenschaft damit befassen. Sie sind es aber nicht, so Aigner. Sonst wäre das “ein Ticket für Reichtum und Ruhm und einer glänzenden Karriere” in der Wissenschaft.

Nicht unbedingt. In welchem wissenschaftliche Betrieb sollte sich jemand diese Themen vornehmen, ohne das Gespött seiner Kollegen auf sich zu ziehen? Man denke an die Thesen über das interstellare Objekt “Oumuamua” von Prof. Abraham Loeb von der Harvard Universität und den Reaktionen seiner Astronomie-Kollegen (s. dazu Video HIER). Oder den Astronomen Dr. Carl Sagan, heute längst einen Legende, als dieser sich ernsthaft ab 1966 mit Außerirdischen auseinandersetzte (auch in der Vergangenheit – s. auch Video HIER) und das Video HIER).

 Grabplatte von Palenque

Es ist aber sicher auch eindeutig, dass sich ein Forscher aus dem wissenschaftlichen Betrieb im Wust der Prä-Astronautik erst mal ein Thema herauspicken müsste. Wo soll derjenige anfangen und was ist tatsächlich mehr als nur ein Hinweis auf raumfahrende “Götter” im Altertum? Hier kann man Aigner sicher zustimmen.

In diesem Zusammenhang kommt ein immer wieder sehr gerne genanntes Beispiel ins Gespräch: Die Grabplatte von Palenque in Mexiko, über die auf Fischinger-Online bereits mehrfach berichtet wurde. Von Däniken nennt sie selbst als Beispiel in seinem Interview mit den “Fake Busters” als eines seiner Indizien. Deshalb nehmen die “Busters” sie im Anschluss im Podcast auch noch einmal auf. Um dieses Indiz des Herrn von Däniken zu “widerlegen”.

“Man sieht einen Menschen umgeben von Leitungen und Knöpfen”, so die “Fake Busters”. Zumindest könne man es “so interpretieren”. Für von Däniken ist diese Darstellung auf der wuchtigen Grabplatte bekanntlich ein Raumfahrer. Besser gesagt ein Mensch, den der Maya-Künstler in ein stilisiertes Fahrzeug der antiken Astronauten platzierte. Archäologen sehen hier eine Art symbolischer Reise des Verstorbenen in den Himmel, ins Jenseits, und seiner Wiedergeburt.

Die Deutungen im Sinne von Raumfahrt im Altertum ist für die “Fake Busters” kein Problem. Solche Ideen zur Grabplatte können sie schnell “widerlegen”:

Von wenigen Jahren fanden Archäologen dann aber ein Kanalsystem unter dem Grabstein. Bei den Leitungen (auf der Grabplatte, Anm. LAF) soll es sich um diese Kanäle handeln und um Wurzeln des Weltbaumes, die in der Maya-Mythologie in die Unterwelt reichen.

So könnte zumindest eine Thesen des Prä-Astronautikers widerlegt werden.

Gemeint ist damit die Entdeckung des Archäologen Arnoldo González Cruz und seinem Team 2015/2016. 2012 gab es mittels Bodenradar erste Hinweise auf diesen 60 Zentimeter kleinen Kanal, der unter der Grabkammer im “Tempel der Inschriften” her führt. Dort, wo sich tief im Inneren im Boden die Grabkammer mit der Platte befindet. Tatsächlich für Archäologen ein Hinweis auf ein Art “Verbindung zur Unterwelt”.

Aber kein “Kanalsystem”, das auf der berühmten Grabplatte abgebildet worden sein soll. Die Deutung, das auch der “Weltenbaum” der Maya mit auf der Platte abgebildet ist, ist dabei auch alles andere als neu. Als Symbol der Welt mit Unterwelt, Erde und Kosmos hat von Däniken selbst diesen in zahllosen seiner Bücher erwähnt …

Video zum Thema

Video vom 12. Juli 2012 auf Fischinger-Online

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“Ein Fluss, den niemand zu durchschreiten wagt”: Beschreibt der Prophet Baruch eine Reise in das (luftleere) All – vor Jahrtausenden?

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Beschreibt der Prophet Baruch eine Reise in das (luftleere) All - vor Jahrtausenden? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Beschreibt der Prophet Baruch eine Reise in das (luftleere) All – vor Jahrtausenden? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Schenken wir Mythologien, Schriften und Überlieferungen unserer vorfahren Glauben, dann haben himmlische Wesen vor Jahrtausenden immer wieder Menschen der Erde kontaktiert. Götter, Engel oder schlicht Abgesandte einer anderen Welt, die in der Prä-Astronautik als antike Raumfahrer interpretiert werden. Laut  einigen dieser alten Berichte über solche Wesen “von oben” nahmen diese auch hin und wieder Menschen mit in ihre himmlischen Sphären. Einer von ihnen soll der biblische Prophet Baruch vor rund 2.500 Jahren gewesen sein. Zumindest behauptet das eine ganz erstaunliche Schrift, die heute in keiner Bibel zu finden ist. Und dabei finden sich dort zwischen den Zeilen ganz erstaunliche Aussagen, wie Ihr hier erfahrt.


Die Baruch-Schriften

Der Prophet Baruch ist im Alten Testament (teilweise!) zwar als einer der “kleinen Propheten” zu finden, aber auch apokryphe Texte mit seinem Namen existieren bis heute. Bücher, die sich somit nicht in der Bibel finden.

Dieser Baruch war der Schüler, Freund und Sekretär (Vertrauter) des weithin bekannten Propheten Jeremia, der im Jahr 628 (oder 626) vor Christus zum Propheten berufen wurde. Heute erhaltene Schriften, die den Namen Baruch als Autor tragen, sind die griechische und syrische Apokalypse des Baruch sowie eine Art “Restschrift” des Propheten. Ausnahmslos sind es Apokryphen und zählen damit zum außerbiblischen Schrifttum.

In der Bibelforschung ist man sich einig: Baruch persönlich hat die Bücher mit seinem Namen nicht selber geschrieben. Irgendwer hat nur seinen Namen benutzt, um diesen Werken mehr “Authentizität” zu verleihen. Denn die Baruch-Schriften spielen mit ihren Warnungen, Aussagen und Prophezeiungen vor rund 2.500 Jahren. Zu einer Zeit, als die Babylonier den Salomonischen Tempel in Jerusalem zerstörten und das Volk ins Exil nach Mesopotamien verschleppten. Doch verfasst wurden sie laut Bibelforscher erst im 2. Jahrhundert nach Christus. So auch die griechische Apokalypse des Baruch, um die es hier geht.

Genau dieses Buch enthält eine Vielzahl an überaus erstaunlichen Schilderungen und Behauptungen, die praktisch ausnahmslos alle im Sinne der Prä-Astronautik gedeutet werden können. Dies habe ich bereits vor Jahren umfangreich in “Götter der Sterne” getan, weshalb an dieser Stelle nur ein Beispiel vorgestellt werden soll. Es sind “auf Gottes Befehle geschauten Geheimnisse”, wie es dort geschrieben steht, die Baruch bei einer Reise in den Himmel offenbart wurden …

Baruch und der Engel vom Himmel

Die griechische Baruch-Apokalypse fängt traurig und mit einer (angeblichen) Datierung der drauf folgenden Ereignisse an:

Offenbarung des Baruch, der am Flusse Gel stand und über Jerusalems Gefangenschaft weinte, damals, als auch Abimelech in Agrippas Landgut durch Gottes Hand errettet ward. Und so setzte er sich an die schönen Pforten, wo das Allerheiligste war.

Ich, Baruch, weinte herzlich um das Volk, weil es von Gott dem König Nabuchodonosor (Nebukadnezar II., Anm. LAF) verstattet ward, Zerstörung über seine Stadt zu bringen.” (2 – 1,1)

Baruch beweint hier also die Zerstörung der Stadt um das Jahr 586 vor Christus durch die Babylonier. Auch wenn Bibelforscher sagen, dass der Text erst nach der Zerstörung des 2. Tempels von Jerusalem (70 nach Christus) verfasst wurde, wollte der unbekannter Verfasser sein Buch also zurückdatieren.

Wie dem auch sei, ist auch der Name Abimelech sehr interessant. Denn er wurde laut einem anderen Baruch-Text, wie in diesem Artikel HIER dargelegt, zu dieser Zeit angeblich durch die “Macht Gottes” in die Zukunft versetzt. Um ganze 66 Jahre! Das meint die Erwähnung, dass diese Person “durch Gottes Hand errettet ward”. Ein Zeitreisender, den auch die Bibel beiläufig erwähnt (Jer. 38,7).

Baruch jedenfalls, so behauptet die Schrift weiter, wehklagte sehr um Jerusalem, so dass der Herr ihn einen Engel schickte:

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Wie ich so wein und solches sage, erblick ich einen von des Herren Engel, wie er herbeikommt und mir sagt: Gib acht, o Mensch, liebwerter Mann, sorg dich nicht um Jerusalems Errettung! Denn dieses spricht der Herr, Gott, der Allmächtige. Er sandte nämlich mich vor dich, daß ich dir alle Dinge Gottes künde und erkläre. Dein Flehen ward vor ihm erhört und drang in Gottes, des Herrn, Ohren.” (1,3-5)

Wenn Baruch aufhört zu klagen und zu weinen und dadurch den “Zorne Gottes zu reizen”, so werde ihn der Engel “noch andere Geheimnisse, die größer sind als diese” zeigen. Verständlich, dass sich der Mensch Baruch auf dieses Angebote des vom Himmel gekommenen Wesens einließ. “Wohlan! So zeig ich dir die göttlichen Geheimnisse!” – mit diesen Worten des Engel begann sogleich die Himmelsreise des Baruch.

Flug in das All

Das Abenteuer nahm seinen Lauf und ging durch verschiedene Stationen im Himmel. Schilderungen, die sich in zahlreichen außerbiblischen Büchern wiederfinden. Etwa in “Apokalypse des Abraham“, “Leben Adam und Evas”, “Jubiläenbuch”, “Henoch 1 & 2” … um nur einige zu nennen.

Was den Text des Baruch an dieser Stelle so interessant macht, ist gleich der Anfang seiner Flugreise in die verschiedenen Himmel über der Erde. So heißt es dort:

Da nahm er mich und brachte mich dahin, wo fest der Himmel sitzt, und wo ein Fluß dahinfließt, den niemand zu durchschreiten wagt, wo nicht der fernste Windhauch ist von allen gottgeschaffenen Winden.” (2,1)

Nur ein Satz, in dem sich aber zwei Aussagen wiederfinden, die im Sinne der “Götter der aus dem All” interpretiert werden können.

So fällt der “Fluss” direkt auf, den angeblich niemand zu durchqueren wagt. Ein solcher Fluss im Himmel erinnert sehr stark an die Mischstraße bzw. das zu sehende Band unserer Galaxis. Rund um den Globus haben verschiedene Kulturen, Religionen und Völker zu unterschiedlichen Zeiten dieses Band der Milchstraße immer wieder mit einem Fluss verglichen. Auch mit einem “Totenfluss”. Bestes Beispiel sind hier natürlich die alten Ägypter.

Diesen “Fluss” wagt natürlich niemand zu überqueren. Einem Normalsterblichen war das auch gar nicht möglich. Höchstens den Göttern, Verstorben oder auch Schamanen in Trance war dies vergönnt, worin sich entsprechende Mythologien der Welt ziemlich einig sind.

Die zweite Aussage in diesem einen Satz ist sogar noch interessanter. Denn Baruch bzw. der Schreiber dieses Buches notierte, dass es dort oben über der Erde im Himmel luftleer ist. “Nicht der fernste Windhauch” sei vorhanden. Sollte das eine Umschreibung für das Vakuum im Weltraum sein? Auch wenn die “griechische Apokalypse des Baruch” erst im 2. Jahrhundert verfasst wurde, konnte damals vom luftleeren All niemand etwas wissen.

Ein Buch voller Rätsel

In dieser Baruch-Schrift finden sich so einige Behauptungen und Beschreibungen, die modern mit Blick auf die Prä-Astronautik gelesen werden können. Beispielsweise mehrfache Schilderungen  eines sehr seltsamen “Vogels” außerhalb der Erde (im “Himmel”), den der Himmels-Engel Baruch gegenüber “Weltenwächter” nennt.

Durchaus kann man dieses “Tier” technisch deuten, wenn er beispielsweise seine “Flügel” ausfährt und wieder einfährt, um Sonnenenergie aufzufangen. Angeblich zum Schutz des irdischen Lebens, wie es dort heißt. Oder auch die Tatsache, dass dieser “Vogel” regelmäßig gewartet werden muss, sobald er erschöpft sei. Seine “Krone” muss zu diesem Zweck jeden Tag von Engeln  abgenommen werden, die sie dann in den Himmel bringen um “sie zu erneuern”.

Warum sagt das Buch auch. Sie sei “unrein” geworden und auf die Frage, warum “der Vogel in Erschöpfung fällt” antwortet der Engel dem Baruch:

Er hält die Sonnenstrahlen ab und so wird er durch Feuer und die Hitze den ganzen Tag recht mitgenommen.” (8,6)

Natürlich deutet diesen hier sehr kompakt erwähnten “Vogel” kein Bibelforscher technisch. Zumal auch beschrieben ist, dass das “Tier” durch die irdischen Sünden der Menschen “unrein” werde, und deshalb jeden Tag repariert werden muss.

Bei seiner Reise durch die verschiedenen Stationen außerhalb der Erde vernahm Baruch übrigens noch eine andere spannende Information. In Büchern, YouTube-Videos und Vorträgen weise ich darauf immer wieder hin. So erfuhrt der Himmelsreisende auf seinem Weg zum obersten Himmel, in dem er letztlich in einem wundersamen “Haus” den Herrn und allerlei “Fluggeräte” traf, auch etwas über die Riesen. Jene Titanen, die laut Bibel in der Sintflut umkommen sollten. Es heißt dazu konkret:

Es brachte Gott die Sintflut auf die Erde und tilgte alles Fleisch und auch die 4.090.000 Riesen.” (4,10)

Eine erstaunlich exakte Anzahl von Riesen, die in der Flut getrunken sein sollen. Wie genau mag diese Aussage sein – und wie genau kann man jene verstehen, dass im Himmel außerhalb der Erde kein “Windhauch” vorhanden ist?

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Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, “Weltraumrassismus” und sein neues Buch 2020 (+Video)

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VIDEO: Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, "Weltraumrassismus" und sein neues Buch (Bild: Screenshot YouTube / Erich von Däniken Official / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, “Weltraumrassismus” und sein neues Buch 2020 (Bild: Screenshot YouTube / Erich von Däniken Official / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Erich von Däniken hat sich online wieder zu Wort gemeldet. Mit einem interessanten Video auf seinem offiziellen YouTube-Kanal, das ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Zumal von Däniken darin nicht nur von seinen Beweisen für die die Ancient Aliens spricht, sondern auch erstmals umfangreich von seinem kommenden Buch, das noch in diesem Herbst erscheinen wird. Was der Altmeister der Prä-Astronautik noch berichtete und einige Hintergründe dazu, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Neues von Erich von Däniken

Anfang 2019 startete Erich von Däniken mit einem eigenen offiziellen Kanal auf YouTube, den ich in diesem Beitrag HIER bereits vorstellte. Seit dem füllt sich der Channel nach und nach mit Videos von und mit dem Altmeister der Prä-Astronautik.

Nicht nur Dokumentationen bzw. Ausschnitte aus TV-Sendungen, wie etwa aus “Ancient Aliens” des History Channel, gehen dort online. Ebenso erscheinen dort auch Videos, die von Däniken zwischen der Arbeit in seinem Büro aufnimmt. In diesen berichtet er über aktuelle Ereignisse, Projekte und Tätigkeiten, wie Ihr zum Beispiel in diesem Posting HIER sehen könnt. Und so erschien dort nach einigen Monaten der Stille am 30. Juli ein neues Video von ihm:

Erich von Däniken spricht in seinem neuesten Video über schlagkräftige Beweise für den Besuch von Außerirdischen in grauer Vorzeit. Er spricht über sein neustes Buch-Manuskript und die kommende Reise nach Malta.

So die knappe Videobeschreibung auf YouTube. Doch das Video beinhaltet weit mehr, als es diese wenigen Worte in der Beschreibung vermuten lassen.

Beweise für Götter aus dem All

Die Themen des Videos “Erich von Däniken über Beweise für die Paläo-SETI und seine neuesten Projekte”, das Ihr unten eingebunden findet, sind recht zahlreich. Denn, so von Däniken, er wird immer wieder nach Belegen für seine Idee, dass die Götter aus dem Kosmos reale Außerirdische waren, gefragt. So beschreibt er zum Beispiel die Geschichte um den Sirius und den Stamm der Dogon in Mali (Afrika).

Ein bei den “alten Hasen” der Prä-Astronautik sehr gut bekanntes Beispiel. In diesem geht es darum, dass der afrikanische Stamm der Dogon in ihren Mythologien bis heute davon sprechen, dass einst “Götter” vom Sirius kamen, die ihnen eine Art “geheimes Wissen” brachten. Dieses Wissen besteht aus astronomischen Kenntnissen vom Sirius-System, dass die Dogon eigentlich gar nicht wissen konnten. Denn es war in jener Zeit, als es von Ethnologen in Mali aufgezeichnet wurde, überhaupt noch nicht bekannt, wie es heißt.

Erst spätere und neue Forschungen in der Astronomie haben beispielsweise entdeckt, dass es einen weiteren Stern bei Sirius gibt. Man kann ihn mit bloßem Auge nicht sehen. Doch das Volk der Dogon habe dies bereits gewusst und in Mythen weitergegeben, so die Befürworter des Dogon-Rätsels. Was von Däniken nicht erwähnt, ist die Quelle dieses “Sirius-Mysterium”. Es ist das Buch “The Sirius Mystery” von Robert K. G. Temple aus dem Jahr 1976, das unter dem Titel “Das Sirius-Rätsel” bereits 1977 in deutsch erschien.

Bis heute einer der Klassiker der Prä-Astronautik (Artikel HIER), das seit dem für Kontroversen sorgt. Ein aktuelles Nachfolgebuch erschien 1998 von Temple, in dem er “neue wissenschaftliche Beweise für einen Alien-Kontakt vor 5.000 Jahren” präsentierte. Leider erschien dies bisher nicht in deutsch.

Von Stonehenge bis Polynesien

Erich von Däniken nennt noch weitere Beispiele für seine Beweise, dass die Götter aus dem All kamen. Etwa, das die Kreise von Stonehenge in England ein maßstabsgetreues Modell des inneren Sonnensystems darstellen. Da mit dem Bau des sogenannten “Stonehenge 1” (damals nur eine einfache Ringanlage ohne riesige Megalithen) bereits vor über 5.000 Jahren Jahren begonnen wurde, konnte eigentlich niemand den Aufbau des Sonnensystems kennen. Und warum sind zahlreiche Megalithanlagen der Steinzeit offenbar nach geometrischen und mathematischen Modellen erbaut worden? Über Kilometer hinweg!

Woher kam also dieses Wissen, fragt sich von Däniken nicht nur im unten stehenden Video.

Gleiches gilt für die sogenannten Cargo-Kulte, die auf diesem Blog bereits mehrfach Thema waren. Kulte, die aus der Konfrontation technisch entwickelter Menschen mit technologisch primitiven Völkern entstanden. Zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg, als Soldaten der USA im Pazifik auf einsamen Inseln landeten, wobei diese mit ihren Flugzeugen von den Einheimischen staunend und argwöhnisch beobachtet wurden. Daraus entstanden teilweise solche Cargo-Kulte.

Hier nennt von Däniken das Beispiel eines solche Kultes auf der Insel Tanna, der in der Tat eine erstaunliche Ausprägung hat. Ein Kult, in dem die USA als “gelobtes Land” verehrt wird und eine Art Gottheit mit Namen “John” die Hauptrolle spielt. Mehr über diesen interessanten Kult erfahrt Ihr in diesem Gastartikel HIER, den der Kollege Walter-Jörg Langbein schrieb. Er war vor Ort im Pazifik um sich diesen Cargo-Kult selber anzusehen.

“Dank Corona”: Neues Däniken-Buch kommt früher

“Dank Corona” ist auch von Däniken derzeit an sein Büro gefesselt. Zahlreiche Vorträge und Reisen wurden abgesagt oder verschoben. So aber hatte der emsige Autor des Phantastischen mehr Zeit für sein neues Buch, das er erstmals in diesem Video konkret vorstellt. An dem Manuskript arbeitete er bereits etwas länger, doch durch “Homeoffice” konnte er es früher beenden und so wird es auch einige Wochen früher erscheinen.

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“Alles Evolution oder was? Argumente für ein radikales Umdenken”, so der Titel seines kommenden Buches, das Ende September oder Anfang Oktober 2020 erscheinen soll. Wie es der Titel unschwer verrät, widmet sich von Däniken in diesem Fragen und ungelösten Rätseln der Evolutionstheorie, wozu er auch einige spannende Beispiele nennt. Ist wirklich alles nur Evolution auf diesem Planeten, oder steckt mehr dahinter? Wenn ja, was?

“Weltraumrassismus”

Das neue Werk erscheint wieder im bekannten Kopp-Verlag. Für von Däniken die Gelegenheit einige Worte zum Verlag zu sagen, da dieser in seiner Gesamtheit so gerne in die rechte Ecke gestellt wird. Die beliebte Nazi-Keule hat den Kopp-Verlag schon lange pauschal getroffen, weshalb für angebliche “Kritiker” sogleich alle dort verlegten Autoren Nazis sind. Gern verwendete “Argumente” in der heutigen Zeit.

Natürlich trifft es dann auch von Däniken, als sicherlich der erfolgreichste Autor des Verlages. Er würde, so heißt es, unsere Ahnen schlicht für “dumm” halten, so dass Wesen aus dem All kommen mussten, die dann entsprechende Monumente usw. erbauten und Wissen brachten. Das sei angeblich “rassistisch”.

Man wirft ihm dabei “Weltraumrassismus” vor, da er in einigen Büchern behauptet (die teilweise erschienen, bevor es den Kopp-Verlag bzw. -Versandt überhaupt gab), dass Außerirdische Sex mit Menschentöchtern gehabt haben. Auch das ein beliebtes “Argumente” von “Kritikern”, die sich zum Teil dabei selber mit blödsinnigen Aussagen um Kopf und Kragen reden! Zurecht verweist von Däniken darauf, dass diese Aussagen nicht seine Erfindung sind, sondern in den alten heiligen Schriften halt tatsächlich stehen.

Detailliert wurden diese in “Rebellion der Astronautenwächter” von mir 2015 analysiert. Denn: Sie sind nun mal da – die alten Texte, die das behaupten.

Versunkene Zivilisationen

Erich von Däniken spricht am Ende eher knapp etwas Erstaunliches an.

Hier geht er auf eine versunkene Zivilisation bzw. versunkene Ruinen ein, die im Meer vor der Küste der Mittelmeerinsel Malta liegen. Hierzu gab es jüngst Tauchexpeditionen und nähere Untersuchungen, da diese Ruinen oder versunkenen Tempel 10.000 oder mehr Jahre alt sein sollen. Und sie liegen in einer Meerestiefe von um die 30 Meter. Damit wären diese Entdeckungen auf dem Meeresgrund, wie in diesem Beitrag HIER geschildert, eine Weltsensation.

Thorsten Morawietz, Taucher und Teilnehmer dieser Expeditionen, veröffentlichte erst kürzlich dazu sein Buch “Das versunkene Königreich“. Noch in diesem Jahr wird auch Erich von Däniken selber eine Leserreise auf die Insel Malta durchführen, die er im Weiteren beschreibt.

Interessant für viele aus der Community meines YouTube-Kanal der “Grenzwissenschaft und Mystery Files” dürfte auch die von Däniken beschriebene A.A.S. sein. Die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI”, die eingefleischte Prä-Astronautiker und treue Leser dieses Blogs natürlich kennen. Dieser “Däniken-Verein” widmet sich vollständig der Prä-Astronautik und gibt dazu das Magazin “Sagenhafte Zeiten” heraus.

Da ich immer wieder von meiner YouTube-Community gefragt werde, wo man den Ansteker oder den Anhänger mit dem “Goldflieger” bekommen kann, den ich in meinem Videos trage: Diese bekommt man (ähnlich) bei der A.A.S. unter diesen Direktlink. auf der Seite SagenhafteZeiten.com. Viele werden diesen “Goldflieger” aus Kolumbien auch von Erich von Däniken selber  oder aus der TV-Serie “Ancient Aliens” kennen.

Für Kritiker ein Fisch, ein Krokodil, reine Phantasie, ein Vogel oder schlicht ein mythologisches Mischwesen. Im Sinne der Prä-Astronautik aber eine primitive Kopie eines Fluggerätes der Götter, das im Sinne der oben genannten Cargo-Kulte entstanden sein könnte.

Video von Erich von Däniken

Video vom 30. Juli 2020 von Erich von Däniken

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