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Eine Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge: Parallelen zu modernen UFO-Entführungen in Märchen +++ Artikel +++

ne UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge ... (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Eine UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge … (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Märchen, Sagen und die Erzählungen der Folklore sind für viele Menschen heute nichts weiter als eben – Märchen. Irgendwelche vermeintlich unwahren Geschichten, die unsere europäischen Vorfahren sich über Jahrhunderte und Jahrtausende erzählten, aber letztlich doch alle nicht wahr sind. Heute würde man sie in unserer digitalen Welt wohl Fake-News nennen. Trotzdem können sich heute nicht nur kleine Kinder für die “klassischen Märchen” begeistern. Auch UFO-Forscher und Grenzwissenschaftler finden derartige Sagen und Märchen zum Teil überaus spannend. Denn fraglos erkennen wir in diesem “Gedächtnis der Vergangenheit” Erzählmotive und Kernaussagen, die heute auch im UFO-Phänomen zu finden sind, wie auf diesem Blog oftmals berichtet. So auch in einem erstaunlichen Märchen aus Brandenburg, in dem Ähnlichkeiten zu “modernen” Phänomenen geradezu heraus stechen, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Märchen: Erinnerungen der Menschheit

In Büchern, Artikeln und auf diesem Blog habe ich immer wieder das Thema aufgriffen, dass Märchen und Sagen teilweise deutliche Ähnlichkeiten mit dem “modernen” UFO-Phänomen haben.

Das sieht der “Märchen-Laie” sicherlich nicht so. Denn die meisten Menschen kennen Märchen aus ihrer Kindheit und denken bei dem Thema an die Klassiker der Gebrüder Grimm. Obwohl, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt, auch die Gebrüder Grimm eine überaus interessante Sage aus dem Böhmerwald überliefert haben.

Nichtsdestotrotz hört das Wissen der meisten Menschen bei den Geschichten über über Dornröschen, Frau Holle, Aschenputtel & Co. auf. Dabei ist das Feld solcher alten und uralten Erzählungen weitaus größer, als man es auch auf dem zwei Blick ahnt. Märchen sind längst Teil einer wissenschaftlichen Forschung geworden, die dabei auch zeigt, dass derartige Überlieferungen in ihren Kernen bis in die vorzeitliche Mythologie der Menschheit zurück reichen.

Märchenforschung

So etwa haben der Anthropologe Jamshid J. Tehrani und die Völkerkundlerin Sara Graça da Silvav am 1. Januar 2016 im Journal der “Royal Society open Science” eine Studie veröffentlicht, die genau das belegt. Die Forscher untersuchten für ihre Arbeit 2.000 Märchentypen aus 200 verschiedenen Gesellschaftskreisen und kamen zu dem eindeutigen Ergebnis:

“Einige dieser Geschichten reichen viel weiter zurück als ihre erste literarische Aufzeichnung und sogar weiter zurück als bis zur klassischen Mythologie. Manche Versionen tauchen in lateinischen und griechischen Texten auf – aber was wir herausgefunden haben, legt nahe, dass sie noch viel älter sind.

Wir finden es bemerkenswert, dass diese Geschichten so lange überlebt haben, ohne aufgeschrieben worden zu sein. Sie wurden erzählt, bevor es Englisch, Französisch und Italienisch überhaupt gab. Möglicherweise wurden sie in einer ausgestorbenen indoeuropäischen Sprache erzählt.

Schon die Gebrüder Grimm haben genau das vermutet. Märchen sind Teil der frühesten Erinnerungen der Menschheit! Auch wenn sie später, was an zahllosen Beispielen deutlich zu erkennen ist, durch das Christentum “verwässert” und beeinflusst wurden.

Archetypen, Aliens und der “rote Faden”

Genre spricht man in der Märchenforschung davon, dass Märchen einem Archetyp des “kollektiven Unterbewusstseins” der Menschheit folgen oder entsprechen. Das heißt, dass in diesen Erzählungen psychische oder psychophysische Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen verarbeitet wurden. Diese reichen von Träumen über Visionen bis hin zu spirituellen Erfahrungen oder sogar psychosomatischen Krankheiten mit Halluzinationen. Letztlich sogar bis zum Glauben an Gott.

Fast immer jedoch wird keine reale Ursache angenommen.

Anders in der UFO-Forschung oder zumindest bei einigen Teilen der UFO-Forscher und -Interessierten. Hier wird vermutet, dass, wenn wirklich Außerirdische oder Fremde aus anderen Welten uns besuchen, diese seit Jahrtausenden hier sein könnten. Dann aber müssten sich, so der Gedanken weiter, Hinweise auf diese Aliens quer durch die Geschichte finden lassen. Die grenzwissenschaftlichen Themen UFO-Forschung und Prä-Astronautik/Ancient Aliens wären demnach nicht zwei getrennt zu betrachten Bereiche, sondern stünden in Verbindung.

Und eine Art “Brücke” zwischen diesen Mysterien der Menschheit wären eben Märchen und Sagen von fremden Wesen wie Zwerge, Feen, Trolle und andere mehr. Das sehe ich persönlich genauso.

Allerdings darf man sich hierbei nichts vormachen: Heutige Berichte aus dem Bereich der UFO-Forschung inklusive UFO-Entführungen, Mythologien etc. der Prä-Astronautik und Märchen weisen untereinander auch erhebliche Unterschiede auf. Zugleich existieren natürlich auch Märchen, in denen sich nicht der Hauch einer Spur auf irgendwelche Astronautengötter finden lassen …

Der berühmte “rote Faden” zwischen uralten Überlieferungen von göttlichen Wesen vom Himmel und mutmaßlichen Aliens in UFOs ist lediglich etwas rötlich.

“Die goldene Wiege”

Diese Ausführungen und Argumente muss man immer im Hinterkopf behalten, wenn man sich auf Spurensuche nach den Besucher aus dem All begibt.

Doch ein deutsches Märchen aus Brandenburg (oder woher es ursprünglich auch immer kommen mag) ist bei der Jagd nach dem Unfassbaren bemerkenswert. Gefunden hat es meine Kollegin Kati Pfau in den Aufzeichnungen ihres Heimatdorfes Wünsdorf südlich von Berlin und mich darauf aufmerksam gemacht. So finden sich in der Erzählung “Die goldene Wiege” bereits auf dem ersten Blick Elemente, die aufhorchen lassen.

“Als noch im Mühlenberg bei Wünsdorf die Zwerge wohnten”, beißt es darin, lebte bei Wünsdorf eine junge Magd, die gerade mit der Arbeit beschäftigt war. Doch dann bekam sie unverhofft Besuch:

Da stand plötzlich ein Zwerg vor ihr. Er zog höflich den Hut und bat das Mädchen, es sollte doch um Mitternacht zum Mühlenberg kommen und bei einem kleinen Zwergenkind Gevatter stehen. Die Magd fürchtete sich und erzählte ihrer Herrschaft von der Einladung des Zwerges. Der Bauern und die Bäuerin redeten ihr zu, der Einladung zu folgen.

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Weil der Bauer und seine Frau befürchteten, dass “die Zwerge nicht rächen würden”, wenn die Magd der Einladung nicht folgt, “machte sich das Mädchen auf den Weg und stand kurz vor Mitternacht am Berg”. Punkt Mitternacht “öffnete sich plötzlich der Berg” und gab den Eingang für die Magd frei.

Das Märchen erzählt uns, was dann geschah:

Ein heller Gang führte ins Innere. Zahlreiche Zwerge geleiteten sie in die Tiefe, bis sie endlich in einem großen Saal standen, dessen Wände und Gold und Edelstein funkelten. Mitten im Saal stand eine goldene Wiege, in der ein Zwergenkind lag. Die Magd musste sich auf einen goldenen Stuhl setzen. Eine prächtig gekleidete Zwergenkönigin nahm das Kindlein aus der Wiege und legte es der Magd in den Schoß. Nun musste sie dem Kind einen Namen geben, und dann wurde das Kind wieder in die Wiege gelegt.

Dann wurde es Zeit zu feiern. Ein üppiger Festschmaus wurde serviert und danach “tanzten die Zwerge bis zum frühen Morgen”. Dann wollte die Magd eigentlich wieder heim, aber die Zwerge hatten noch lange genug getanzt und gefeiert und baten die Magd, “dass sie noch drei Tage bleiben sollte”. Schließlich willigte sie ein und “drei Tage feierten die Zwerge” weiter. In der Welt der Sagen und Märchen sind solche Feste mit Feen oder Zwergen nicht ungewöhnlich.

Obwohl ein Tag schöner wie der andere war, hieß es für die Magd dann letztlich doch Abschied nehmen von den Zwergen.

Ein Abschied mit Folgen

Die Magd danke den Zwergen für die vorzügliche Bewirtung und wurde von ihren Gastgebern wieder “aus dem Berg geleitet”:

Schnell eilte sie nach dem Haus, in dem sie diente. Doch es kam ihr alles so fremd im Orte vor. Auch das Haus ihrer Herrschaft war ihr ganz fremd. Sie ging in den Flur, nahm den Reisigbesen und begann den Flur zu fegen.

Nach einiger Zeit kam die Wirtin, aber das war ja nicht mehr die Frau, von der sie vor drei Tagen weggegangen war. Auch der Wirt und die Knechte und Mägde waren ganz anders. Das Mädchen erkannte keinen von ihnen, sie schauten die Magd auch ganz erstaunt an.

Überall im Ort sprach es sich daraufhin wie ein Lauffeuer herum, dass dieses Mädchen ins Dorf gekommen sein. “Doch niemand hatte das Mädchen je gesehen”, heißt es dazu. Der alte Schäfer des Ortes war schließlich der einzige Bewohner, der sich zumindest entfernt einen Reim über das fremde Mädchen machen konnte:

Der wusste sich zu erinnern, dass ihm seine Urahn in seiner Kindheit erzählt habe, dass, als sein Vater noch Kind war, einmal eine Magd zu den Zwergen gegangen und nie wiedergekommen sei. Das müsse mindestens 200 Jahre her sein. Da wurde aus der schönen jungen Magd ein uraltes Mütterlein. Es fiel um und war tot.

Die Zwerge sind längst fortgezogen. Doch die goldene Wiege haben sie im Berg gelassen. Schon viele haben danach gesucht, doch keiner hat sie gefunden.

Von einem guten und märchenhaften Ende der Geschichte kann hier wohl kaum eine Rede sein.

Erstaunliche Erlebnisse

Was die Magd in Wünsdorf erlebt haben soll, ist mit der moderne Brille gelesen erstaunlich. Dass hier tagelang mit den fremden Wesen gefeiert und geschlemmt wurde, allerdings weniger. Erzählungen dieser Art rund um Zwerge und Feen beinhalten diesen Kern erstaunlich oft! Nicht minder häufig anzutreffen ist auch die Aussage, das sich all das in einen “Hügel”, “Berg” oder “Feenhügel” abgespielt haben soll, wozu auf diesem Blog eine Reihe Beispiele zu finden sind. Sie waren so was wie der Einstieg in die Anderswelt der Anderen.

Vielfach wird dieser Eingang in diese fremde Welt als leuchtend beschrieben. Wie Gold, Silber, Edelsteine oder die Sonne seine diese gewesen, erzähl die Sagenwelt. Das aber erzählen auch Menschen, die von UFO-Entführungen sprechen. Auch sie erinnern sich an helle leuchtende Räume oder Hallen, die heute auch mit OP-Räumen verglichen werden. Verglichen mit der früheren dunklen Welt des Alltags ohne unser heute allgegenwärtiges Kunstlicht war diese Welt geradezu strahlen oder blendend.

Was in dem Beispiel “Die goldene Wiege” besonders heraus sticht ist aber eben genau diese Wiege!

In dem Märchen soll ein Magd ein darin befindliches Zwergenkind bemuttern und einen Namen geben. Eine Reihe derartiger Erzählungen kennt dieses Element mit Babys oder Kindern der Fremden. Diesen Mythos nennt man “Wechselbalg” und ist in diversen Variationen in der Folklore bekannt. Kurz gesagt ist es bei diesem Wechselbalg-Geschichten so, dass Menschen die Kinder von Feen oder Zwergen pflegen, bemuttern, stillen oder sogar austragen müssen. Oder – in der männlichen Version – zum Teil sogar zeugen sollen.

In einer verbreiteten Variante tauschen die fremde Wesen auch ihre Nachkommen mit denen von Menschen aus, um sie später wieder zurück zu tauschen. Eben ein “Wechsel-Kind”. Ebenso bekannt sind Geschichten, bei denen Menschen von den Bewohnern der Anderswelt lediglich ihre Kindlein gezeigt bekommen. Vergleichbar mit diesem Märchen von der goldenen Wiege.

Mischwesen

UFO-Forscher kennen seit Jahrzehnten exakt dasselbe aus den Berichten von UFO-Entführten. Auch hier finden solche Erlebnisse mit Kindern und Babys statt. Abgesehen davon, dass erzählt wird, dass Aliens Frauen künstlich schwängern oder ihre Embryonen bzw. Eizellen stehlen, schildern auch männliche UFO-Entführte vergleichbare Erfahrungen. Zum Beispiel die Entnahme von Sperma durch fremde Kreaturen.

Weiter heißt es bei solchen UFO-Phänomenen, dass Entführte bei einer später erneut erfolgten Entführung Babys oder Kinder von den Aliens gezeigt bekommen. Diese werden dabei als deren Nachkommen bezeichnet – aber als Mischwesen, als Hybride, zwischen Mensch und Alien. Bei den UFO-Entführungen wird hierzu auch geschildert, dass die Entführten diese Hybride auch auf den Arm oder Schloss nahmen oder ihnen sogar einen Namen gaben.

Ungeachtet was bei diesen Phänomen physisch wahr ist, was Einbildung und was vielleicht sogar absichtlich von den Fremden suggeriert wurde, ist das Thema auch unter UFO-Forschern sehr umstritten. Solche pseudomedizinischen Experimente oder sogar Genmanipulationen mit Menschen sind aber seit Jahrzehnten fester Bestandteil der UFO-Thematik.

Für einige Forscher sind es klare Hinweise, dass hier eine Hybridrasse durch Außerirdische gezüchtet oder erschaffen werden soll. Andere lehnen das Thema UFO-Entführung grundsätzlich ab. Wieder andere vermuten rein psychische Ursachen bei den Betroffenen selbst. Einige glauben sogar an reine Sex-Phantasien dieser Personen (und verbreiten dies zur besten Sendezeit am öffentlich-rechtlichen TV, s. HIER).

Es bleibt die Tatsache, dass auch das Märchen genau dieses Element enthält. Entführungen durch Feen, Zwerge und Elfen sind gleichsam Teil zahllosen Märchen.

Zeitreisen

Spannend ist für einen Mystery-Jäger auch das Motiv der Zeitreise in diesem Märchen aus Brandenburg. Auch das findet sich in Sagen und alten Überlieferungen immer wieder in den unterschiedlichsten Ausprägungen, wie zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER berichtet.

Im Fall der unbescholtenen Magd waren es angeblich 200 Jahren, die sie in nur drei Tagen in die Zukunft reiste. Niemand habe sie mehr im Dorf erkennt, als sie aus der Anderswelt der Zwerge heim kam. Das erinnert sehr Stark an ein anderes Märchen, in dem ein Mädchen nicht minder verwirrt von einem Zwerg in die Zukunft versetzt wurde und orientierungslos wieder in ihr Heimatdorf kam. Ebenso an “meinen Klassiker” mit Abimelech aus biblischen Tagen, der von Gott nahe Jerusalem 66 Jahre in die Zukunft versetzt wurde.

Aber es erinnert auch an die Berichte von UFO-Entführten über Zeitverluste und Zeitanomalien während des Geschehens. “Fehlende Zeit” nennt die Forschung dieses heute, wobei der Name hier Programm ist. Wirklich in die Zukunft reist dabei jedoch kein Mensch. Schon gar nicht Jahrhunderte, wie in dieser Geschichte. Die UFO-Forschung bezeichnet dabei lediglich den Zeitverlust von UFO-Zeugen, den sie während ihrer Begegnung erfuhren. Fehlende Stunden, an die sich die jeweiligen Personen nicht mehr erinnern können.

Fehlende Zeit

Ihnen wird also keine Zeit geschenkt, sondern eher genommen. Eine zeitliche Lücke, die sie sich nicht erklären können, und in denen nach der klassischen Vorstellung das UFO-Erlebnis oder die Entführung stattfand. Auch der sogenannte “Oz-Faktor”, der ein Art Verzerrung der Wahrnehmung von Zeit, Umgebung und Raum bei einer UFO-Begegnung bezeichnet, gehört grundsätzlich thematisch dazu.

Schilderungen von Zeitreisen oder Zeitdehnungen in der Märchenwelt könnten sehr wohl mit dieser fehlenden Zeit der UFO-Forschung in Zusammenhang stehen. Sie sind auch nicht immer gradlinig in diesen Erzählungen zu finden, sondern auch umgekehrt. Das heißt, dass die Person in dem Märchen nicht nur kurze Zeit bei den Anderen verbringt und dann in der Zukunft wieder heim komm. Sie glaubt in diesen Fällen Tage, Wochen oder Monate bei ihnen gewesen zu sein, um dann bei der Rückkehr aus der Anderswelt festzustellen, dass vielleicht sogar nur wenige Minuten vergangen sind.

Auf das UFO-Phänomen übertragen hieße das, dass aus der “modernen” unerklärlich fehlenden Zeit bei unseren Vorfahren und im Volksmund derartige Zeitreisen wurden.

Als noch Zwerge lebten

Natürlich ist vieles Spekulation und Vermutung und kann nicht belegt werden. Wie auch, da wir die Magd noch sonst jemanden aus der Wünsdorfer Sage befragen können. Es ist nicht mal sicher, dass der in dem Märchen genannte Ort auch der wirklich ursprüngliche Ort des Geschehens war. Und wann es sich ereignet haben soll, ist nicht minder fraglich.

Die Kollegin Kati Pfau schrieb mit zu dieser Sage aus ihrer Heimat, dass es dort überhaupt keinen Mühlberg gibt, den die Geschichte nennt. Wohl einen “Mühlenweg” und in unmittelbarer Nähe die Straße “Am Mühlberg” nahe von zwei Seen. Die Märchenkennerin Pfau meint auch, dass Sagen “oft nur noch Bruchstücke” seien und eher “ausgeschmückte Historie überliefern” darstellen. Dennoch sei eine Besiedlung des heutigen Wünsdorf “seit mindestens 20.000 Jahren gesichert”. Im Zweiten Weltkrieg seien durch die Kriegsschauplätze dort rund um Berlin auch vielen Spuren verloren gegangen.

Seit der Kaiserzeit über die Wehrmacht bis zu den Russen in Zeiten der DDR sei das Gebiet militärisch genutzt worden. “Der Wald ist untertunnelt und überall findet man Reste von militärischen Anlagen”, so Pfau, und “keiner weiß so genau, was wo ist und vor allem, wie alt es ist”. Das Oberkommando der sowjetischen Ost-Truppen hatte dort seinen Sitz und bis 1994 war es Sperrgebiet.

Dennoch standen wohl bis zum Zweiten Weltkrieg Mühlen an diesem Ort.

Zwerge brauchen kein Gebirge

Mit Blick auf Erzählungen über Zwerge ist die geografische Lage aber durchaus interessant. “Keine Berge, kein Bergbau, kein Gebirge, keine Höhlen” finden sich dort. Nur Sand, Wald, Seen und Moor. Das ist nicht gerade das, was man als typisches Gebiet für Sagen und Märchen von kleinen fremdartigen Zwergenwesen betrachtet! Eher das Gegenteil.

Eine Legende aus einer dunklen Vergangenheit, als an verschiedenen Orten in der Welt “noch die Zwerge wohnten”. Vielleicht hat die UFO-Forschung tatsächlich recht, wenn sie Zwergenwesen aller Art mit den “Kleinen Grauen” Aliens des UFO-Phänomen in Zusammenhang bringt. Allerdings macht ein anders vermeintliches Märchen genau das ebenso, wenn es darin heißt, dass “Wichtel” die Kunde von “Wesen von einem anderen Stern” den Menschen überbracht haben. Nachlesen könnt Ihr das in diesem Artikel HIER.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ancient Aliens in einem Museum in China und in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten

Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)
Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten nehmen die Vertreter der Prä-Astronautik an, dass vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren. Sie wurden von den Menschen zu “Göttern” erhoben und hinterließen in Mythen, Kunst, Kultur und auch Artefakten ihre Spuren. Und so suchen “Ancient Aliens-Jäger” weltweit in Mythologien und Museen nach den Spuren dieser Götter der Sterne. Nicht selten werden sie bei ihrer Suche nach Artefakten der Astronautengötter auch fündig. Auf allen Kontinenten. So auch jüngst in Leipzig und in China. Wie man aber die Suche nach diesen Hinterlassenschaften der “Anderen” deuten soll, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Götter waren Astronauten!

Das ist die Grundannahme der gesamten Prä-Astronautik. Gleichgültig ob man sie jetzt Paläo-SETI, Astronautengötter oder neudeutsch Ancient Aliens nennt. An der grundlegenden Idee ändert das nichts.

Vertreter der Prä-Astronautik haben alles andere als eine einheitliche Überzeugung, Herangehensweise oder These. Jeder Prä-Astronatiker kocht sein eigenes Süppchen, wie es in diesem Blog-Beiträgen HIER, HIER und HIER bereits sehr detailliert erläutert wurde. Nur die Idee, dass die Götter Astronauten waren, ist im Grundsatz bei allen zu finden.

Alle “Ancient Aliens-Jäger” haben aber auch gemeinsam, dass sie Mythologien etc. sowie Artefakten der Vergangenheit auf Spuren der einstigen Besucher hin abklopfen. Das ist vollkommen legitim (wer sollte es auch verbieten?!) und meiner Überzeugung nach richtig!  Denn wenn Astronauten der Antike hier waren, dann sollten wir ihre Spuren eben genau in diesen Hinterlassenschaften finden. Eine Überzeugung, die bereits Jahre vor den klassischen Autoren wie Erich von Däniken oder Peter Krassa ausgesprochen wurde. Beispielsweise von der Astronomen-Legenden Carl Sagan 1966.

Und hat man diese Spuren und Hinweise gefunden? Ja, man hat. Und das in einer nicht zu überschauenden Zahl in nahezu allen Ländern und Kulturen der Erde. Einige Anhänger der Prä-Astronautik sprechen sogar von einer Fülle an Beweisen für die Astronautengötter. Was allerdings rund weg falsch ist und damit nicht stimmt.

Hinweise gibt es, die man im Sinne der Götter des Kosmos deuten kann. Ob die Interpretation deshalb richtig ist, weiß und kann niemand belegen.

Artefakte der Astronautengötter

Solche Hinweise veröffentlichte beispielsweise jüngst der Autor und Mystery-Jäger Alexander Knörr in dem Magazin “Mystikum”. In der Ausgabe 133 (März 2019) des kostenlosen Online-Magazins verweist er auf seltsame Artefakte, die er in dem Museum von Sanxingdui in China aufgespürt hat.

Bei einem Besuch dort starrten ihm aus den Vitrinen des Museums sonderbare Gesichter an, die alles andere als menschlich aussehen. 3.100 bis 4.500 Jahre sind diese “Fratzen” laut Meinung der Archäologie alt. Herkunft könnte das mythische Volk der Shu sein. Eine Art Ur-Dynastie des alten China.

Ancient Alien in einem Museum in Leipzig - über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten - Bild 2 von Alexander Knörr
Beispiele der von Alexander Knörr im Museum von Sanxingdui in China von Alexander Knörr fotografierten “Fratzen” (Bilder: A. Knörr / aus “Mystikum” Nr. 133)

Knörr schreibt dazu:

Mehr als 60 bronzene Skulpturen, die Köpfe zeigen, wurden gefunden. Und jeder dieser Köpfe ist anders gearbeitet. Jeder einzigartig! Man erkennt individuelle Gesichtszüge und Attribute an jeder Skulptur. Diese stellen also nicht durchweg ein Götzenbild dar, sondern meiner Meinung nach wirkliche Personen, die diesen wie eben erwähnt Modell gestanden haben.”

“Auch ohne viel Fantasie” erwecken die Abbildungen der Köpfe “als wären es außerirdische Besucher gewesen”, so der Autor Knörr weiter. Fraglos hat er da ebenso recht, wie all die anderen Autoren, die immer wieder auf derart fremdartige Abbildungen und Artefakte verweisen. Zumal immer im Hintergrund behalten werden muss, dass die meisten Kulturen- eben in ihren Religionen und Mythen von fremden Wesen aus dem Himmel sprechen.

Wenn diese real waren, dann darf (muss) man erwarten, dass sich deren Anwesenheit auch in der Kunst niedergeschlagen hat. War es auch bei diesen Darstellungen in China der Fall? Belegen lässt sich diese Spekulation nicht. In solchen Fällen wären sicher viele überzeugte Prä-Astronautiker lieber Archäologen. Immerhin ist deren Deutung und Erklärung einfach und allgemein anerkannt: “Kultobjekte”.

Als an den Mysterien-Interessierter sollte man in jedem Museum dazu immer die Augen offen halten.

Ein “Alien” in Leipzig

Leser von Prä-Astronautik-Büchern machen das so oder so seit Jahren. Denn immer wieder stolpert man über “Kultobjekte”, die sich in die Idee der außerirdischen Besucher einfügen lassen. Steinchen ohne Beweiskraft, aber dafür Phantasie anregend.

Im Naturkundemuseum in Leipzig liegt so ein Artefakt zwischen allerlei archäologischen Fundstücken und Keramiken aus den vergangenen Jahrtausenden in einer Vitrine. Eine angebliche Gürtelschnalle mit einer menschlichen Figur. Ein “Kultgegenstand” oder einfaches Schmuckwerk den Besucher ohne prä-astronautischen Hintergrund mit Sicherheit übersehen.

Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)
Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)

Der als “Gürtelhaken” keltischen Ursprungs beschriftete Gegenstand zeigt eine Figur mit “typisch keltischen, gedrehten Halsring”. Also einen Kelten. Verstörend sind hier aber die riesigen und lang gezogenen Augen des “Kelten” (s. a. Titelbild). Kein Mensch sieht oder sah so aus. Wohl aber sehen die angeblichen Aliens so ähnlich aus, die von UFO-Zeugen und unlängst Hollywood beschrieben werden. Man bezeichnet sie längst allgemein als “Kleine Graue” bzw. “Greys”.

Viele Museumsstücke aus aller Welt erscheinen uns heute wie Aliens. Nicht nur die von Figuren aus China oder das Beispiel aus Leipzig. Alles nur Kultgegenstände! – sagen die etablierten Forscher. Künstlerische Freiheiten nahm sich der Mensch schließlich zu jeder Zeit. Mythische Erinnerungen an wahre Besuche aus dem Universum, vermutet die Prä-Astronautik.

In diesem Zusammenhang rufen die Kritiker immer das Zauberwort “Beweispflicht”. Nein, es lässt sich nicht beweisen, dass es Abbildungen von Aliens sind. Alles Spekulation.

“Kultobjekte” im archäologischen Sinne sind auch Spekulation. Wobei diese “Mainstream-Deutung” im Kern zu 100 prozentig korrekt und eigentlich sogar dieselbe wie in der Prä-Astronautik ist. Der kleine aber sehr feine Unterschied ist nur, dass die Alien-Götter-Idee eine handfeste Ursache zum Ursprung diese Kulte annimmt.

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Du hast selber ein “mysteriöses Museums-Artefakt” entdeckt? Dann schreib mir.

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Lars A. Fischinger

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“Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide”: Schockierendes über die Anunnaki in der Mainstream-Boulevardpresse

"Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide": Schockierendes in der Mainstream-Boulevardpresse! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide”: Schockierendes zur Prä-Astronautik in der Mainstream-Boulevardpresse! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Cheops-Pyramide in Ägypten ist seit Jahrhunderten ein magischer Anziehungspunkt für zahllose Menschen. Sie fasziniert Esoteriker, Atlantis-Forscher und Archäologen ebenso wie “alternative Historiker”, Prä-Astronautiker  oder schlicht Mystiker. Und genau zu diesen Spekulationen rund um die Cheops-Pyramide schaffen es immer wieder Meldungen in die Mainstreampresse, die den unbedarften Laien fraglos erstaunen. So auch vor einigen Tagen in einer britischen Boulevardzeitung, die eine angeblich “schockierende Theorie” ihren Lesern präsentierte. Nämlich, dass laut “alter Texte” ein “außerirdischer Gott” die Große Pyramide erbaut haben soll.  Das Problem ist dabei nur, dass diese “alten Texte” reine Erfindung sind. Wieder ein Schaden für die Prä-Astronautik im Mainstream, wie Ihr es hier lesen werdet.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Cheops-Pyramide und die “alternative Geschichte”

Die Idee, dass Bewohner von Atlantis oder sogar außerirdische Besucher vor Jahrtausenden die Große Pyramide von Gizeh in Ägypten erbauten, ist alles andere als neu. Schon vor über 100 Jahren spekulierten die ersten Atlantis-Autoren in ihren Veröffentlichungen in diese Richtung. Selbst die Nazis im 3. Reich nahmen sich dieser Ideen einer “versunkenen Ur-Kultur” als Erbauer der Cheops-Pyramide an.

Ein Tiefpunkt, der an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll:

In dem unsäglichen Propaganda-Film “Germanen gegen Pharaonen” (1939) heißt es beispielsweise über die “Ansichten und Theorien um uralte Baudenkmäler der Menschheit” von einem Schauspieler-Ägyptologen:

Die ehrwürdigen Baudenkmäler Ägyptens, und vor allem die Pyramiden von Gizeh, die sie hier vor sich sehen, haben zu allen Zeiten die Phantasie und das Interesse der gesamten Menschheit bewegt. Sind sie doch die leuchtenden Zeigen einer großartigen Kultur, die vor vielen tausend Jahren hier in diesem Lande blühte.”

Dem widerspricht dann ein im NS-Film “Pyramiden-Mystiker” genannter Schauspieler energisch:

Diese große Pyramide ist das älteste Baumwerk der Erde überhaupt. Ihr alter beziffert sich nicht auf die lächerlichen 4.800 Jahre, die die Ägyptologen anhand von unsicheren Angaben errechnet haben. Ihr Alter muss nach zehntausenden von Jahren beziffert werden, und reicht in eine ferne, ferne Zeit zück. Zu einem Kulturvolk das lange vor den Pharaonen lebte und ein Wissen besaß, das sich ruhig neben unserem heutigen Wissen sehen lassen kann.”

Hieraus entwickelt sich dann ein Streitgespräch zwischen dem “Forscher” und dem “Pyramiden-Mystiker”.

Ein brauner Tiefpunkt

Sämtliche Aussagen darin sind bis heute aktuell in der Grenzwissenschaft! Beispielsweise mathematische und astronomischen Bezüge/Berechnungen, die leeren Kammern, der leere Sarg, die enorme Leistung beim Bau usw. Ebenso, dass die lange versunkene “Weisheit” eben durch den Bau der Cheops-Pyramide für die Zukunft erhalten werden sollte. Alle andere Pyramiden seien “Kopien” …

Natürlich ist im Propagandafilm – in dem auch Stonehenge mit einbezogen wird – die Sache braunglasklar: Eine nordische Ur-Rasse hat die Cheops-Pyramide gebaut. Primitive Ägypter seien nicht in der Lage dazu, heißt es. Es waren die angeblichen super Ur-Deutschen, die auf der ganzen Welt ihre Stemple hinterlassen hätten …

Ein Tiefpunkt aller Spekulationen um die Cheops-Pyramide war damit 1939 erreicht. Nicht aber der Endpunkt aller Thesen und Ideen um sie. Immerhin halten die Diskussionen und Überlegungen rund um dieses Monument bis heute unvermindert an. Zu Atlantis-Bewohnern und irgendwelchen Ur-Deutschen in dummen Nazi-Filmen gesellten sich aber irgendwann die Außerirdischen.

Ancient Aliens und die Große Pyramide

Ausnahmslos jeder, der sich für Prä-Astronautik interessiert, weiß, dass Götter aus dem Kosmos selber die Pyramide gebaut haben sollen. Zumindest einigen Ideen nach. Wesentlich verbreiteter ist aber innerhalb der Gemeinde der Ancient Aliens-Interessierten, dass diese Astronautengötter “irgendwie” beim Bau geholfen haben. Oder auch, dass diese Fremden die Errichtung der Pyramide veranlassten und mit Rat und Tat den Menschen unter die Arme griffen (s. a. Posting HIER).

Zu welchem Zweck genau, darüber gibt es in der Grenzwissenschaft ebenso viele Meinungen wie Sandkörner auf dem Gizeh-Plateau. Natürlich gibt es nicht wenige Prä-Astronautiker, die den Bau der Pyramide nicht in direktem Zusammengang mit Ancient Aliens bringen.

Nichtsdestotrotz ist die Idee Cheops-Pyramide = Aliens nicht wegzudenken. Leider vor allem auch in den Mainstreammedien und der Boulevardpresse, weshalb ich es immer wieder aufgreife (s. a. HIER, HIER, HIER & HIER).  Denn – man glaubt es kaum! – die Mainstreampresse selber ist es, die immer wieder mit solchen Sensationen Schlagzeilen macht. Oder machen will.

Verwundert es da noch den Mystery-Interessierten, dass fast jeder grenzwissenschaftliche Laie von diesen Spekulationen schon mal gehört oder gelesen hat? Deshalb sollte man nicht verwundert sein, wenn man von einem Außenstehenden schief angesehen wird, wenn man sagt, man interessiere sich für diese Thematiken.

Und genau das hat jetzt die Regenbogenzeitung “Daily Star” am 6. März 2019 wieder getan. “Basierend auf alte Texte” sei man zu der “schockierenden” Erkenntnis gelangt, dass “die Große Pyramide von einem außerirdischen Gott konstruiert” wurde.

Die “verschollene Quelle”

Jeder Mystery-Jäger ist gespannt auf solche “alten Texte”. Schließlich gehören Überlieferungen, Mythologien und alte Schriften zum täglich Brot eines Prä-Astronautikers. Leider aber ist das einzige wirklich schockierende der Artikel in dem Massenblatt “Daily Star” selbst!

Liest man über diverse Zitate von “Verschwörungstheoretikern” in dem Artikel hinweg, findet man schnell die Quelle dieses “alten Textes”:

Einige argumentieren jedoch, dass ein Gott die Pyramide selbst gebaut hat – und weisen auf eine bestimmte Passage aus dem verlorenen Buch von Enki hin. Der Autor Zecharia Sitchin analysiert und übersetzt alte Texte aus der ägyptischen, babylonischen und assyrischen Zeit.

Zecharia Sitchin ist also wieder der “Übeltäter” dieser Idee. Ein Prä-Astronautik-Autor, über dessen Veröffentlichungen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files dutzende Beiträge und Videos zu finden sind.

Was aber den Mainstream-Artikel für einen Jäger des Phantastischen interessant macht, ist die genaue Quelle der angeblich so “schockierenden” Information. Es ist erstaunlicherweise nicht das Buch “Stufen zum Kosmos“, in dem Sitchin 1982 umfangreich und detailliert über die Cheops-Pyramide schreibt. Auch nicht eines seiner zahlreichen anderen Bücher, in der die Pyramide und und seine “Übersetzungen” vorkommen. Vielmehr ist es das Buch “Das verschollene Buch Enki” (2002, dt. 2006), dass die “Erinnerungen und Prophezeiungen eines außerirdischen Gottes” beinhalten soll.

Fake-News aus einer Fake-Quelle

Dieses Buch schildert 14 “Tafeln” mit den Überlieferungen bzw. Erinnerungen dieses “außerirdischen Gottes”. Es ist eine Art Biographie des Anunnaki-Alien Enki, die sich Zecharia Sitchin aber selber ausgedacht hat. Es ist nichts weiter als ein Phantasie-Produkt des Autors und keine Übersetzung irgendeines “verschollenen Buches”. Sitchin höchst persönlich schreibt das umfangreich in seiner zehn-seitigen Einleitung.

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Er nimmt nur an, dass es so ein “Buch” gegeben habe. Sitchin glaubt lediglich, dass all die zahllosen Texte und Überlieferungen des Nahen Ostens aus einer solchen Ur-Quelle stammen könnten. Immerhin gaben die Götter des Himmels zahlreichen Menschen den Auftrag Bücher für die zukünftige Menschheit zu verfassen. Tatsache auch, dass viele dieser angeblichen Bücher heute nicht mehr existieren. Auch wenn sie zum Teil ausdrücklich erwähnt wurden.

Das führt auch Sitchin in seinem besagten Buch aus. Doch da eine Ur-Quelle rund um die Anunnaki-Aliens nirgendwo zu finden ist, hat sie Sitchin selber erfunden. Er entwirft quasi eine Biographie seiner eigenen Astronautengötter, indem er alle möglichen und vor allem unmöglichen “Texte” zu seinem “verschollenen Buch Enki” zusammensetzt. Alles nachzulesen auf Seite 7 bis 16 im Enki-Buch von Sitchin.

So heißt es etwa unter anderem in “Das verschollene Buch Enki“:

Sumerische und akkadische Tontafeln, babylonische und assyrische Tempelbibliotheken, ägyptische, hethitische und kanaanäische sogenannte Mythen sowie die biblischen Erzählungen sind der wesentliche Teil der niedergeschriebenen Erinnerungen der Angelegenheiten der Götter und der Menschen.

Zum allerersten Mal wurden die verstreuten und fragmentierten Niederschriften von Zecharia Sitchin zusammengesetzt und dazu verwendet, den Augenzeugenbericht Enkis wiederentstehen zu lassen – die autobiographischen Memoiren und aufschlussreichen Prophezeiungen eines extraterrestrischen Gottes.

Also Fiktion des Prä-Astronautik-Autors. Letztlich ist Sitchin weithin bekannt dafür Texte und Übersetzungen in seinem Sinne zu erfinden. Auch wenn noch immer fälschlicherweise behauptet wird, dass er “Sumerologe” und “Orientalist” sowie “anerkannter Altertumsforscher” war …

Nur ist es ein großes Problem für die Prä-Astronautik an sich, wenn genau solche “schockierenden Erkenntnisse” zum Thema im Mainstream erscheinen.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Mythen, Megalithen und Mysterien”: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 – alle Infos und Videos zum Thema

Mythen, Megalithen und Mysterien: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)
“Mythen, Megalithen und Mysterien”: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit. In seinem reich bebilderten Vortrag führt Lars A. Fischinger die Besucher zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie. Hier findet Ihr alle Infos zum Vortrag am 1. Mai 2019 im “kursaal³” in Wenningstedt-Braderup/Sylt sowie YouTube-Videos zum Thema.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mythen, Megalithen und Mysterien

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und die Insel Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit.

Auf der ganzen Welt finden sich oft unerklärliche Monumente und Bauten aus einer weit zurückliegenden Epoche – die zum Teil 4.000, 5.000 oder weit mehr Jahre in die Vergangenheit zurück reichen. In eine uns heute vollkommen fremde Zeit der Menschheit, in der die Kulturen der Römer oder Griechen erst Jahrtausende später auf der Bildfläche der Geschichte erschienen.

Es war die Zeit, als plötzlich Steinzeitmenschen anfingen mit riesigen Megalithen gewaltige und bis heute rätselhafte Bauten zu erschaffen. Hinterlassenschaften, die sich in Nordeuropa ebenso finden, wie auf Inseln im Mittelmeer, im fernen Asien oder im Nahen Osten.

Bis heute erzählen fast nur noch Mythen und Legenden von diesen Zeiten und den damaligen kulturellen Anfängen der Menschheit. Von Riesen und Zwergen ist die Rede, die in dieser dunklen Vergangenheit existiert haben sollen. Aber auch von Göttern aus dem Himmel, um die sich ganze Religionen und Zivilisationen entwickelten.

Selbst von einer versunkenen Urheimat der Menschheit berichten diese Überlieferungen. Einige nennen sie Atlantis – und einige glauben sogar, dass das heutige Sylt einst ein Teil dieser untergegangenen Welt war. Tatsächlich gibt es uralte Legenden aus dem östlichen Mittelmeerraum, die von einem Land „jenseits der Nordwinde“ erzählen. Ein Gott sei von dort regelmäßig in den hohen Norden geflogen …

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Andere verweisen auf Tempel oder sogar Pyramiden, die auf dem Grund der Ozeane an vielen Orten auf der Welt gefunden worden sein sollen.

Sind es tonnenschwere Spuren einer uralten Zivilisation, von der die Historiker heute nichts mehr wissen? Untergegangen nach der letzten Eiszeit? Und was ist mit all den “Göttern”, Riesen und Zwergenwesen, die einst existiert haben sollen? Könnten die Erzählungen über sie einen realen Kern haben?

Genau dorthin, zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie, führt Sie die reich bebilderte Vortrags-Präsentation von Lars A. Fischinger.

  • Lars A. Fischinger (geb. 1974 im Münsterland) ist einer der bekanntesten Journalisten und Autoren zu Themen wie Geheimnisse der Archäologie, Grenzwissenschaft und Mysterien der Geschichte. Der “Jäger des Phantastischen” befasst sich seit über 25 Jahren mit den großen und kleinen Rätseln der Menschheit, ist Autor zahlreicher erfolgreicher Sachbücher und betreibt zu diesen Themen den erfolgreichen YouTube-Video-Kanal “Grenzwissenschaft & Mystery Files”.

Veranstaltungsort

kursaal³

Strandstraße 25

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-44718

Webseite: www.kursaal3-sylt.de

Karten & Details

Karten an allen Vorverkaufsstellen, online und an der Abendkasse: Direkt-Link HIER

Termin: Mittwoch den 1. Mai 2019 ab 20:15 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Dauer: ca. 2 Std. mit anschließender Diskussion

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Veranstalter: Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup GmbH & Co. KG

Meine Hotel-Empfehlung auf Sylt

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Hotel Kiose

Berthin-Bleeg-Straße 15

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-98470

Webseite: www.hotel-kiose.de

E-Mail: info@hotel-kiose.de

Nur 5 Minuten (ca. 400 Meter) Fußweg vom Veranstaltungsort entfernt

Karte HIER


Video-Auswahl von Grenzwissenschaft & Mystery Files zum Thema

Das Steinzeiträtsel: Megalithanlagen und ihre Mysterien - Von Sylt bis Korea, YouTube-Video vom 23. Sep. 2018

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Götter, Germanen, Gotteshäuser: Odin und das Christentum auf Sylt, YouTube-Video vom 18. Okt. 2017

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Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco, YouTube-Video vom 14. Sep. 2015

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Märchen oder mehr? Ein Geschenk des Himmels, unsichtbare Menschen und rätselhafte Flugreisen zu Feen-Festen in eine fremde Welt

Ein Geschenk des Himmels, unsichtbare Menschen und rätselhafte Flugreisen zu Feen-Festen in einer anderen Welt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die einen nennen sie schlicht Sagen und Märchen. Andere Mythen oder einfach (europäische) Folklore. Wieder andere verborgene Wirklichkeiten und Erinnerungen aus einer längst vergangenen Zeit. Recht haben sie dabei alle. Die meisten Märchen und Sagen beinhalten “versteckte Wahrheiten” aus grauer Vorzeit, die heute immer wieder in den entsprechenden Überlieferungen aus aller Welt gesucht werden. Eingehüllt in einem Schleier von Symbolen, Gleichnissen und  Metaphern suchen nicht nur Märchen-Forscher diesen wahren Kern hinter den Geschichten. Auch Grenzwissenschaftler und Mystery-Forscher fahnden nach diesen und werden dabei nicht selten fündig. So auch bei einem überaus sonderbaren Märchen aus Ungarn, das an dieser Stelle vorgestellt werden soll. Auch in dieser Sage finden sich Kern-Elemente, die im Sinne der Prä-Astronautik vielleicht wahr sein könnten. Welche das sind, lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vorab: Etwas geschichtlicher Kontext

Im Jahr 1850 veröffentlichte Heinrich Christoph Gottlieb Stier seine Sammlung “Ungarische Sagen und Märchen” in Berlin. Stier hatte diese Erzählungen aus dem Erdelyischen selber ins Deutsche übertragen.

Erdelyischen? Erdelyisch, in ungarisch Erdély, ist eine Region im heutigen Rumänien. Genauer gesagt im legendären Gebiet von Transsylvanien in den südlichen Karpaten, wo einst der Roman-Graf Dracula gelebt haben soll. Siebenbürgen ist ein weiterer bekannter Name der rumänischen Region, in der in der Mitte des 19. Jahrhunderts die berühmten Habsburger herrschten.

Weite Gebiete des südlichen Nachbarlandes Ungarn waren einst Teil dieses Großfürstentum Siebenbürgen. Um 1848 kam es in Ungarn und auch Rumänien zu Revolutionen, die sich gegen die Vorherrschaft von Österreich(-Ungarn) und damit der Habsburger wandten. Ein Land und eine Region mit einer überaus wechselhaften Geschichte, weshalb wir in Rumänien beispielsweise bis heute deutschsprachige Ortsnamen etc. finden.

In Ungarn wiederum leben bis heute Nachfahren aus dieser österreichisch-ungarischen Epoche, die selbst Jahrzehnte des Kommunismus mit ihren Familien überstanden haben. Andere Konflikte sowie die beiden Weltkriege natürlich ebenso.

Genau jene Jahre in der Mitte des 19. Jahrhunderts waren auch die Jahre einer gewissen Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin von Bayern. Sie wurde nach der Hochzeit mit ihrem Cousin Franz Joseph I. aus dem Haus Habsburg-Lothringen im Jahre 1854 Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Heute kennt Elisabeth Amalie Eugenie in Deutschland wohl jeder unter ihrem Kino-Namen: “Sissi”.

Rumänien, Österreicher und Ungarn langen im Jahr der Veröffentlichung des Märchens von Stier längst im Streit. Die “Ungarnesierung” des Landes, nach dem ungarischen Wort für ihr Land Magyarisierung genannt, erregte landesweit Widerstand und Unruhe. Die mehr als wechselvolle Geschichte dieser Regionen wirft auch ein etwas anders Licht auf das Märchen. Es stammt nicht aus dem Land Ungarn, so wie wir es heute kennen, sondern aus den Karpaten bzw. Transsylvanien.

Eine gebirgigen Region, mit teils schroffen, hohen und schwer zugänglichen Bergen und schier endlosen und undurchdringlichen Wäldern. Das Gegenteil des heutigen Ungarn. Aber für den Verlauf der folgenden Erzählung ein interessanter geographischer und landschaftlicher Kontext.

Der fromme Schafhirte und der Zauber-Pelz

Heinrich Stier sein “ungarisches” Märchen erzählt, wie ein armer Mann einen frommen Sohn hatte, der seinem Tagewerk als Schafhirte nachging. Irgendwie war der Hirte aber mit sich und der Welt unzufrieden und “stieß er tiefe Seufzer gegen den Himmel aus”. Die blieben nicht ungehört:

Auf ein leises Geräusch sah er hinter sich, und der heilige Petrus trat ihm entgegen als ein alter grauer Mann.

“Petrus”, also eine Figur, die christlicher kaum sein könnte, fragte dem seufzenden Schäfer, was er sich wünschen würden. “Einen Pelz, in dem man einen nicht sieht, wenn man sich drein wickelt”, war einer seiner Wünsche, die ihn der “alte graue Mann” gerne erfüllte. Auch einen gewünschten Ranzen bekam er geschenkt, vermehrt das Märchen. “Und der graue Petrus verschwand” so plötzlich, wie er aus dem Nichts gekommen war.

Der fromme Hirtenjunge lies seine Arbeit hinter sich und machte sich auf dem Weg in die Hauptstadt. Dort wollte er sein Glück versuchen. Nicht in einem neuen Beruf, sondern sogleich beim König selber. Von diesem Herrscher wird in der Geschichte erzählt, dass er 12 Töchter habe, “von denen 11 alle Nacht mindestens sechs Paar Schuhe verbrauchten”. Niemand konnte bisher hinter das Mysterium der Prinzessinnen kommen, so dass die Leute schon zu reden begannen. Mehr noch, denn der gewaltige Schuh-Verschleiß seiner Töchter verzehrte “einen guten Teil seiner Einkünfte”.

Wie es sich für ein anständiges Märchen gehört, versprach der König “seine jüngste Tochter dem, der das Geheimnis ans Tageslicht brächte”. Mit allerlei List hatten es unzählige Männer bereits versucht. Keiner konnte das Geheimnis lüften. Alle wurden nur von den Töchtern verlacht, weshalb sie “beschämt wieder abzogen”. Hier sah der Schäferjunge die Gunst der Stunde gekommen und meldetet sich “im Vertrauen auf seinem Pelz” beim König.

Nächtliche Aus-Flüge

Der Ex-Schäfer schlich sich nun – unsichtbar durch seinen Zauber-Pelz – nachts mit den 12 Töchtern in ihr Schlafgemach und wartetet einfach ab. Tatsächlich geschah es zur Mitternachtsstunde:

Es war Mitternacht geworden, da kam ein Geist, ging bei ihnen herum und weckte sie. Jetzt war große Tätigkeit; sie zogen sich an, putzten sich und stopften einen Reisesack voll Schuhe. Die Kleinste aber wusste von all diesem Getreibe nichts. Darum weckte der unsichtbare Schäferjunge unvermerkt auch diese, was die übrigen Schwestern mit Schrecken wahrnahmen. Da es aber nun einmal geschehen war, hielten sie es für das Beste, sie auch zu sich zu locken, wozu sich das Mädchen auch nach einigem Zögern verstand.

Als so alles fertig war, stellte der Geist ein Becken auf den Tisch, jede bestrich daraus ihre Schultern und alsbald wuchsen ihnen Flügel an. Der Schäferjunge tat desgleichen, und wie sie alle zum Fenster hinaus flogen flog er ihnen nach.

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Ohne Frage ein sehr interessanter “Geist”, der da mit einer Art magischen “Becken” zu den 12 Königstöchtern kam. 11 der Hofdamen waren offensichtlich mit diesem “Geist” bekannt, nur die 12. nicht, da sie erst von dem unsichtbaren Jungen geweckt wurde. Dem Anschein nach dufte sie gar nicht mitfliegen. So war es auch, denn die 12. Tochter war in dieser Nacht zum ersten Male dabei:

Nachdem sie einige Stunden geflogen waren, kamen sie in einen großen kupfernen Wald und darin an einen Brunnen mit kupferner Einfassung, auf der zwölf kupferne Becher standen. Hier erfrischten sie sich und die Mädchen tranken, aber die Jüngste, die die Reise zum ersten Male mitmachte, sah sich immer ängstlich um.”

Der unsichtbare Verfolger “steckte einen Becher und etwas abgestreiftes Laub in seinen Ranzen” und wurde dabei von der jüngsten Königstochter gehört. “Da klirrte der Baum und zuletzt zog ein Klang durch den ganzen Wald”, so das sie ihre 11 Schwestern drauf aufmerksam machte, dass sie offenbar jemand verflog. Sie lachten ihre kleine Schwester aber nur aus, hielten den Weg für sicher und alle flogen weiter. Natürlich auch der unsichtbare Emitter im Auftrag des Königs.

Zweimal wiederholte sich exakt das gleiche Geschehen in zwei weiteren, ähnlichen Wäldern, in dem die Flugreise-Gruppe jeweils eine Pause machte. Einmal allerdings statt Kupfer ein Wald mit mit Silber und bei der dritten Rast mit Gold. Auch hier sammelte der unsichtbare Reisende entsprechende Souvenirs wie bei der ersten rast im “Kupfer-Wald”.

Feier mit den Feen-Jünglingen

Nach den drei Abstechern in den Wäldern aus Metall war die Flug-Gruppe um den “Geist” im Ziel. In der Sage heißt es zu den weiteren wundersamen Ereignissen:

Als sie aus dem Wald heraus waren, kamen sie an einen ungeheuren Felsberg, dessen moosige Gipfel mit entsetzlicher Steile gen Himmel ragten. Hier machten sie alle Halt, der Geist schlug mit einer goldenen Rute an den Felsen, worauf er aufsprang und alle durch die Öffnung hinein gingen, aber auch der Jüngling mit ihnen.

Jetzt traten sie in ein prachtvolles Zimmer, welches sich in einen Saal öffnete, der mit noch weit feenhafterem Glänze ausgeschmückt war.

Wirklich ein mehr als seltsamer Berg oder Felsen, zweifellos. Aber in diesem wundersamen Saal im Inneren ging die Party erst richtig los, wie man salopp sagen würde. Wir erfahren weiter:

Von hier kamen ihnen 12 wunderschöne Feenjünglinge entgegen. Die Dienerschaft vermehrte sich von Minute zu Minute und war eifrig beschäftigt, alles einzurichten, was zu einem prächtigen Balle gehört. Jetzt ertönte eine zauberische Musik, die Türen eines ungeheuer großen Tanzsaales öffneten sich und nun floss die rauschende Lust ohne aufhören.

Erst gegen Morgen machte sich die adelige Truppe und der unsichtbare Schäfer wieder auf dem Heimweg. Dass er bei diesem unheimlichen Gelage in einem verzauberten “Berg” die ganze Zeit anwesend war, wusste niemand von ihnen. Zuhause taten sie Prinzessinnen so, als sei in der Nacht nichts vorgefallen. “Was aber die ganz zerlumpten Schuhe widerlegten”, wie es im Märchen heißt. Gleichfalls natürlich die Zeugenaussage des Schäferjungen, denn “alles was vorgefallen war” schilderte er dem König. Auch die jüngste der 12 Töchter, die eigentlich gar nicht mitfliegen sollte, zeugte gegen ihre 11 Schwestern. Und “die Becher und Baumzweige” aus Kupfer, Silber und Gold, die der Hirtenknabe bei den drei Pausen mitnahm, bewiesen letztlich eindeutig, dass die Prinzessinnen gelogen hatten.

Es kam, wie es kommen musste: Der arme Schäfer bekam die jüngste Prinzessin zur Frau, “die 11 Mädchen aber wurden als Zauberinnen verbrannt”.

Christliche Moral und mythische Orte

Was sind schon Märchen? – denken viele Menschen heute. Für Mystery-Jäger, Prä-Astronautiker und auch UFO-Forscher waren und sind sie immer mehr als nur Phantasie. So auch möglicherweise in dieser Geschichte, die ohne Frage stark vom Christentum geprägt ist.

Diese Prägung zeigt sich gleich zu Beginn durch die Identifizierung des “altern grauen Mann” als den heiligen Petrus. Weiter auch durch die Anzahl der Schwestern in dieser Erzählung. Zwölf ist in der Bibel eine der bekannten heiligen Zahlen; etwa wie auch die Sieben oder die Vierzig. Vor allem aber Jesus Christus laut dem Neue Testament 12 Apostel als Kern seiner Anhängerschaft, die er selber als Verkünder seiner Lehren auserwählte.

(Simon) Petrus war dabei wohl der wichtigste unter allen Jüngern, der im Neuen Testament als die “Säulen” der ersten Christen dargestellt wird. Bis heute sehen sich die katholischen Päpste im Vatikan als die direkten Nachfolger Petrus (Petri) und damit als erste Verkünder der Lehren Jesus. Einen wichtigeren Jünger als Petrus gab es nicht. Genau dieser 1. Papst oder 1. Verkünder des Glaubens soll dem Märchen nach also dem armen Hirtenjungen erschienen sein, um ihn unter anderem den Zauber-Pelz zu schenken.

Unter den 12 Aposteln befand sich letztlich natürlich auch ein (angeblicher) Verräter mit Namen Judas Iskariot. Wie bei den 12 Prinzessin im Märchen, die von einer der ihren an den Vater (König) verraten wurden. Warum wurden sie verraten? Weil sie sündigten! Sie feierten nachts wilde Feste in einer anderen und wundersamen Welt, zu der sie mit Hilfe eines Geistes flogen. In einem verzauberten “Berg” lag diese Anderswelt mit ihrem “Ballsaal”, in dem sich gleich passend 12 fremde Wesen befanden. Männliche Feen.

Ein fliegender “Geist” wiederum hatte allein die Macht, “mit einer goldenen Rute” diese Anderswelt für die Schwestern zu öffnen. Die dort mit ihrer Dienerschaft lebenden “Feenjünglinge” verbrachten nicht nur diese eine Nacht mit den Schwestern in “rauschende Lust ohne aufhören”. Immerhin soll es jede Nacht zu diesen Gelage gekommen sein – was ja auch den König veranlasste, den unsichtbaren Spion zu engagieren.

Mehr christliche Moralvorwürfe und “Teufelszeug” in einem so kurzem Märchen gehen kaum. Nur was ist daran wahr und was nicht?

Märchenhafte Wahrheiten …

Heidnische Vorstellungen von Geistern, fremden Wesen und einer Anderswelt dieser Kreaturen sind hier klar als “Teufelszeug” verurteilt. Die 11 sündigen Schwestern wurden schließlich auch “als Zauberinnen verbrannt” und nur die “Verräterin” unter den Zwölf durfte weiterleben. Sie ist in der Geschichte aus christlicher Sicht ja auch die gute Verräterin, da sie sich nie an diesen heidnischen Festen beteiligte, bis der unsichtbare Hirte das Mädchen quasi irrtümlich weckte.

Eine Warnung von heidnischen, unsittlichen und vermeintlich ungöttlichen Verhalten und Bestrebungen im Gewand eines moralisch korrekten Märchens. Angesiedelt in den weiten Wäldern und schroffen, unwegsamen Bergen Rumäniens. Ein durchaus üblicher und oft wiederzufindender Kern solcher Geschichten unserer Ahnen. Was aber auch immer wieder zu finden ist, und das sogar nicht selten, ist das Erdzählmotiv von Festen, Bällen oder gleich ganzen Gelagen in der Anderswelt. In einigen Beiträgen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files wurde darauf bereits verwiesen.

Das heißt, dass Menschen von fremden Kreaturen wie Feen oder schlicht Geistern in der Märchen- und Sagenwelt immer wieder zu solchen Orten gebracht worden sein sollen. Häufig ging es ihnen da gut und es gefiel ihnen sogar in der Anderswelt genannten Umgebung. Nicht selten bemerkten die Entführten dabei nicht einmal, wie schnell die Zeit in ihrer normalen Welt in ihrer Abwesenheit verging. Auch dieses Märchen um die 12 Schwestern scheint das durchaus anzudeuten.

Immerhin dauerte der Flug “einige Stunden”, bis sie eine erste Pause machten. Und der “Geist” weckte die Prinzessinnen auch erst um Mitternacht, woraufhin sie sich erst zurecht machten und ihre Sachen für die Reise packen, wie es das Märchen sagt. Erst “gegen den Morgen machten sich die Mädchen auf den Weg” zurück, heißt es, und daheim angekommen taten sie so, “als wäre gar nichts vorgefallen”. Die Prinzessinnen waren auch nicht müde oder erschöpft von ihrem Ausflug und dem Fest mit den Feen-Männern, sondern “standen zur gewöhnlichen Zeit auf”.

Märchen und Aliens

Modern UFO-Forscher sehen in derartigen Märchen und Sagen schon lange mögliche Hinweise auf frühe UFO-Entführungen. Inklusive der fremdartigen Umgebung (Oz-Faktor), rätselhafter “Flüge” (schweben), Zeitverlusten oder sogar Zeitanomalien und natürlich die fremden Wesen selbst, in diesem Falle Feen. Zweifellos ist dieser Kern in alten Erzählungen der Folklore immer wieder zu finden!

Der “Pelz”, den der junge und betont fromme Schafhirte von “Petrus” als Geschenk bekam, ist ein weiterer Kern des Phantastischen in diesem Märchen. Tarnkappen, Mäntel oder Umhänge in Sagen, die ihren Träger unsichtbar machen konnten, kennen heute sogar Menschen, die sich überhaupt nicht mit derartigen Geschichten auseinander setzten. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein anders Märchen, dass ausführlich im Posting HIER behandelt wurde. Darin heißt es nämlich klipp und klar, dass diese “Technik” der Unsichtbarkeit von Außerirdischen (“Wesen von anderen Sternen”) zur Erde gekommen ist …

Natürlich kann niemand beweisen, dass dieses Märchen – oder andere Geschichten dieser Art – irgendwas mit Außerirdischen zu tun haben. Es lässt sich nicht mal belegen woher genau aus Rumänien das “ungarische” Märchen stammt und wie alt es sein mag. Oder auch, ob es ältere Versionen und variierende Erzählungen von diesem gibt. Bei Sagen und Märchen, die über Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende nur mündlich weitergegeben wurden, ist das sehr wahrscheinlich.

Man muss sich aber immer wieder fragen, warum unsere Ahnen solche “Phantasiegeschichten” mit vielfach sogar identischen Kern-Aussagen erzählten. Dienten sie wirklich nur der Unterhaltung oder der Warnung vor diesem und jenem? Und enthalten sie vor allem mehr Wahrheiten, als jene, die Märchen-Forscher so oder so hinter vielen dieser Erzählungen sehen? Nicht nur in einem historischen Kontext, sondern auch in einem Phantastischen …?

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Interview mit Ramon Zürcher, Freund und rechte Hand von Erich von Däniken: “Ich möchte eine Brücke schlagen!” +++ YouTube-Video +++

Video-Interview von "Hangar18B" mit Ramon Zürcher, Freund und rechte Hand von Erich von Däniken (Bild: YouTube-Screenshot "Hangar18B")
Video-Interview von “Hangar18B” mit Ramon Zürcher, Freund und rechte Hand von Erich von Däniken (Bild: YouTube-Screenshot “Hangar18B“)

Der Kult- und Bestsellerautor Erich von Däniken aus der Schweiz wurde 1968 mit seinem ersten Buch schlagartig weltbekannt. Seit dem Buch “Erinnerungen an die Zukunft” folgten rund 40 weitere Titel von EvD, der nunmehr 50 Jahre rund um die Welt unterwegs ist. Stets auf den Spuren der Astronautengötter der Vorzeit und den ungelösten Rätseln der Vergangenheit. Doch hinter von Däniken stehen noch weitere Personen: Seine Mitarbeiter. Einer von ihnen ist Ramon Zürcher, dessen Gesicht der ein oder andere “normale Däniken-Vortrag-Besucher” sicher schon gesehen hat. Die Mystery-Plattform “Hangar 18B” aus der Schweiz hat jetzt ein Interview mit Zürcher auf YouTube online gestellt, das Ihr gesehen haben solltet. Warum lest und seht Ihr in diesem Beitrag und Kommentar!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Dänikens freier Rücken

Man muss wahrlich kein Experte für Grenzwissenschaft & Mystery Files sein, kein “Promi-Kenner” oder auch irgendwie ein Insider irgendeiner VIP-Cummunity: Als Autor oder als TV-Sternchen der Neuzeit braucht man Menschen im Hintergrund, die einem dem Rücken freihalten. Gerade auch Autoren und Schriftsteller, für die Störungen und Ablenkungen bei ihrer Arbeit geradezu “tödlich” sind.

Ist man dann noch ein erfolgreicher Sachbuchautor des Phantastischen, der wie Erich von Däniken um die Welt reist und von dem unzählige Menschen irgendwas wollen, brauch man den legendären freien Rücken. Genau dafür ist unter anderem Erich von Däniken sein Mitarbeiter Ramon Zürcher zuständig. Eine Person, die die Allgemeinheit vielleicht als Sekretär von EvD kennt.

Prä-Astronautik-Interessierte, die in den letzten rund 15 Jahren einen Vortrag von von Däniken besuchten, kennen zumindest sein Gesicht. Zürcher ist jener junge Mann, der beispielsweise mit am Däniken-Büchertisch bei diesem Vorträgen sitzt. Andere die von Däniken bzw. die Welt der Prä-Astronautik etc. genau kennen, kennen Ramon Zürcher natürlich.

Er ist nicht einfach der “Sekretär” des Prä-Astronautik-Pioniers von Däniken, der irgendwelche Tätigkeiten im Sekretariat des Autoren zu erledigen hat. Ein “Sekretär” für von Däniken ist alles, nur kein “Nine to Five-Job”! Denn welcher normale Schreibtisch-Arbeiter im Sekretariat ist jedes Jahr an die 200 Tage nicht im Büro, sondern irgendwo mit seinem Chef in der Welt unterwegs, um unter anderem irgendwelche Mysterien der Vergangenheit nachzugehen?

Ramon Zürcher, der Torwächter

Genauso ist es bei Zürcher und Erich von Däniken.

Neben anderen Mitarbeitern, etwa EvD seine Agentin/Managerin Sabine Nass, ist sein Job alles andere als normal. Grundsätzlich müsste man sagen, dass “Mitarbeiter von Däniken” eine ganz eigene Beruftsbezeichnung sein müsste. Nicht nur den Rücken des Autors vor Störungen, Post, Anfragen usw. freihalten gehört dazu.

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Zürcher ist eine Art “Torwächter” von EvD, wie er es in dem unten eingebundenen Video sehr schön darlegt. “Ich arbeite für einen Freund”, so Zürcher, über den all die unzähligen wichtigen und unwichtigen Dinge laufen, die an seinem Chef herangetragen werden. Wer, wie ich, Ramon und seine Arbeit besser kennt, kann davon ein Lied singen. Vermutlich wird jeder grenzwissenschaftliche Laie jedoch ahnen, dass aus der ganzen Welt Menschen irgendwas von Erich von Däniken wollen. Ob sie jetzt ein UFO gesehen haben, von dem sie von Däniken berichten wollen, oder eine vermeintlich sensationelle Erkenntnis entdeckt haben …

Für die eigentlich Arbeit bliebe dem Ancient-Alien-Autoren da keine Zeit. Das gilt für alle Autoren.

Darum finde ich persönlich das Interview von “Hangar 18B” mit Ramon Zürcher spannend und unbedingt sehenswert. Vor allem natürlich für all jene, die hinter von Dänikens Rücken und hinter seine Arbeit sehen möchten. Das nähre Umfeld ist bekannt, aber wohl nicht der viel zitierten neuen Generation der an diesen Themen interessierten Menschen.

Ramon Zürcher, der Brückenbauer

Neben all den Details und Ausführungen von Zürcher zu seiner Arbeit für von Däniken (von Koffer-Wächter bis Post-Kontrolleur), schilder er auch viele persönliche Erfahrungen und Eindrücke. “Auf unserer ‘Mission’ ohne Rechthaberei”, gibt es schließlich immer was zu tun. Rund 15 Jahre ist er nun Mitarbeiter von EvD und mit ihm immer unterwegs. Trotz der Jahrzehnte an Verleugnungen und Angriffe gegen seinen Chef und Freund Erich, wird er nicht müde bei seiner “Mission”.

“Ich möchte eine Brücke schlagen”, so Zürcher im Interview, und meint damit eine Brücke zwischen den Gegenrationen. Ein halbes Jahrhundert ist von Dänikens erstes Buch nun schon her und viele der jungen Menschen kennen die Person von Däniken überhaupt nicht mehr. Vor allem jene jungen Menschen, die mit dem Internet aufwachsen, meint er hier. Wobei ich das etwas anders sehe: Wenn sich jemand für (Ancient) Aliens, UFOs, Grenzwissenschaft, Rätsel der Vergangenheit etc. zu interessieren beginnt – wird er früher oder später auf Erich von Däniken stoßen.

Ob er dann aber seine Bücher aus echtem Papier kauft und liest, steht auf einem anderem Blatt (Papier)!

So schildert Ramon Zürcher in dem Interview auch ausführlich das Online-Projekt “RAMAR”, das ich HIER vorgestellt habe. Es gäbe so viele Informationen und vor allem auch Desinformationen zu grenzwissenschaftlichen Themen im Netz, dass diese kaum mehr zu unterscheiden sind. So in Etwa seine vollkommen richtige Grundaussage. “RAMAR” wurde von Zürcher und einigen Freunden eben deshalb aus der Taufe gehoben, um auf dieser Plattform Fakt und Fiktion in der Grenzwissenschaft zu trennen.

Zu viel “absoluter Bullshit”

Eine Anlaufstelle und eine Brücke des Phantastischen wäre damit “RAMAR”, auf der durch nachprüfbare Quellenangaben diese Thematiken zu finden sind. Ein Vorhaben und eine Motivation, die wohl redlicher nicht sein könnte. Treuer Freunde all meiner Offline- und Online-Arbeiten wissen, dass ich voll und ganz hinter solchen Ideen stehe.

Zu viel “absoluter Bullshit”, so Zürcher, kursiere heute. Vieles, “dass einfach nicht stimmt – und niemand kontrolliert es; der eine schreibt vom anderen ab”. Das es “niemand kontrolliert” ist allerdings so nicht richtig. Viele meiner YouTube-Videos, unzählige Beiträge auf diesem Blog oder auch einige meiner Bücher zeigen deutlich, dass sehr wohl auch Bullshit innerhalb der Mysterien der Welt aufgezeigt werden.

Nur macht man sich als Jäger des Phantastischen damit wesentlich mehr Feinde als Freunde. Selbst wenn man überzeugter Prä-Astronautiker ist! (s. zum Beispiel HIER, HIER, HIER, HIER oder auch HIER)

Es fehlt eine einheitlichen Anlaufstelle für die Grenzwissenschaft, die nicht nur die Prä-Astronautik an sich umspannt. Zürcher und seine “RAMAR”-Mitstreiter sehen das genauso, wie es in dem Interview unten klar herausklingt. Und selbst die Kritiker und Skeptiker der Idee der Götter aus dem All & Co. teilen durchaus dieses Konzept und diesen Schritt. All die eigenen Süppchen, die von Autoren wie Interessierte gekocht werden, unter einem Nenner zu bringen, ist aber vorsichtig ausgedrückt – schwierig.

Zur Erinnerung: Ramon Zürcher ist in diesem Jahr 200 Tage mit seinem Chef, Freund, Partner und “Inspirator” Erich von Däniken unterwegs gewesen. 2017 waren es nur zwei Wochen weniger. Wo ist da die Zeit sich intensiv einem solchen Projekt zu widmen, wie es Zürcher im Gespräch mit “Hangar 18B” erläutert? 50 Jahre von Dänikens Bücher mit all ihren Themen, plus nicht zu zählende andere Veröffentlichungen und Aussagen sowie tagtägliche Fake- und Fakt-Rätsel im Netz, sollten jedem die Flut an Material deutlich werden lassen.

Kritiker der Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik und Mysterien sollten genau das bedenken, wenn sie derartige Vorhaben zum Beispiel als Blödsinn ansehen sollten …

Übrigens: Der Spruch “hinter jedem erfolgreichen Mann, steht eine Frau” gilt auch bei Erich von Däniken, wie Ihr es in diesem Video-Interview HIER erfahrt.

“Hangar 18B” im Interview Ramon Zürcher

Interview vom 12. Oktober 2018 von 'Hanagar 18B' mit Ramon Zürcher, Freund und rechte Hand von Erich von Däniken

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Achtung! Streng verboten: Die Prä-Astronautik – und warum darf sie nicht existieren (wahr sein) darf

Achtung! Streng verboten: Die Prä-Astronautik (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Achtung! Streng verboten: Die Prä-Astronautik (Bilder: NASA & Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Unter den Begriffen Prä-Astronautik, Paläo-SETI, Ancient Aliens oder auch Astronautengötter versteht man im Grunde genommen dasselbe: Die Annahme, dass vor tausenden und/oder noch mehr Jahren hochentwickelte Außerirdische auf unseren Planeten kamen und hier die noch junge und technisch primitive Menschheit, ihre Kulturen und Religionen beeinflussten. Bewusst oder unbewusst. Unser Ahnen sahen in diesen wortwörtlich überirdischen Wesen vom Himmel “Götter”, die so im Laufe der Zeit Einzug in die Mythologien und Überlieferungen der ganzen Welt fanden. Grundsätzlich eine sehr einfache Idee, die seit rund einem halben Jahrhundert viele Menschen interessiert. Aber warum sollte die Prä-Astronautik “streng verboten” sein und besser “nicht existieren”? Denn das behauptet ein Artikel eines Mystery-Kollegen schon 2007. Schauen wir uns seinen Beitrag in diesem Posting einmal genauer an – denn an Aktualität hat er nichts verloren!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Streng verboten: Die Prä-Astronautik

Die Ideen der Prä-Astronautik sind natürlich nicht verboten. Von wem auch? Nichts davon ist “streng verboten” oder fällt auch nur annähernd in diese Kategorie. Im Gegenteil wimmelt es in der Grenzwissenschaft und den Mystery Files von Autoren, Interessierten und Fans dieser Thesen und Spekulationen.

Und das seit 50 Jahren, als Erich von Däniken die Prä-Astronautik schlagartig mit seinem Buch “Erinnerungen an die Zukunft” weltbekannt machte. Bis heute, denn jüngst in diesen Tagen ist sein inzwischen 41. Buch mit dem Titel “Neue Erkenntnisse” dazu erschienen.

Allerdings stieß ich bereits vor 11 Jahren auf einen Artikel des grenzwissenschaftlichen Autoren-Kollegen Pierluigi Peruzzi mit dem provokanten Titel “Warum darf die Prä-Astronautik nicht existieren?”. Ein mehr als flammender Beitrag, über den ich bereits einmal berichtete, und in denen der Autor sogar von einer “offiziellen Verheimlichung der Prä-Astronautik” spricht.

Peruzzi sieht sich selber “unter den Prä-Astronautikern als Realo”, der “die offizielle Geschichtsschreibung kritisch hinterfragen” möchte, um auch “notfalls Korrekturen vorzunehmen”. Eben wie es die meisten “Anhänger” dieser Ideen von sich sagen würden. “SETI und UFO interessieren mich nicht”, schreibt der Autor auf seiner Webseite weiter, und unterstreicht zudem:

Das wirkliche Interessante ist die reale, effektive Geschichte ohne jeglichen Mysterien und schon gar keine UFO oder kindliche, religiöse Interpretationen der fliegenden Götter.

Auch einige Bücher zur Prä-Astronautik erschienen von Pierluigi Peruzzi. Vor allem 2017, wobei allein zwei seiner Arbeiten die Grabplatte von Palenque (Mexiko) mit dem dort zu sehenden “Raumfahrer” in seiner “Rakete” behandeln.

Damit ist Peruzzi zweifellos ein Kollege innerhalb der Prä-Astronautik, da er eben Ancient Aliens-Themen behandelt. Aber warum behauptet er gleichzeitig in einem Beitrag, dass die Prä-Astronautik “streng verboten” sei? Immerhin sind seine Bücher ebenso wenig “auf dem Index” wie meine eigenen Veröffentlichungen oder die zahllosen anderen Werke anderer Autoren dieses Gebietes.

Darum darf Prä-Astronautik nicht existieren

Pierluigi Peruzzi nennt natürlich auch Gründe, warum Prä-Astronautik “streng verboten” sei. In seinem Artikel (2007/2012/2013) schreibt er beispielsweise einleitend:
  • Im Falle eines klaren Beweises des Vorhandenseins der Prä-Astronautik, würden der Zerfall der abrahamistischen Religionen noch schneller vorangehen. Milliarden von Menschen würden ihren Glauben und einen Großteil ihrer Traditionen verlieren. Das wäre verheerend. Selbst die buddistisch-hinduistischen Religionen würden einen Teil ihres Gedankengutes verlieren.
  • Denkt an die Millionen Geschichtsdozenten, die ein Großteil ihres Wissens in den Müll werfen müssten!
  • Alle politischen Parteien, die sich auf Religionen stützen (z. B. Christdemokraten), würden lächerlich werden.
  • Zudem spielen wirtschaftliche und politische Motiven auch eine größere Rolle. Die ganze Weltwirtschaft und Politik beruht zum Teil auf den Weltreligionen.

In anderen Worten: Falls man offiziell zugeben würde, dass die Prä-Astronautik existiert hat, könnte es zu einer unstabilen Weltlage kommen. Ein Weltkrieg nicht ausgeschlossen, wenn die Menschen nichts mehr haben, an was sie glauben können.”

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Damit ist deutlich, was Peruzzi in seinem feurigen Artikel meint: Nicht die Idee an sich darf nicht existieren, sondern die Grundlage der Prä-Astronautik darf es nicht. Also, dass es Tatsache ist, dass Astronauten aus dem All vor Jahrtausenden hier waren, darf schlicht nicht stimmen. Wenn sie es wirklich waren, wäre dieses Wissen darüber “streng verboten”. So sagt Peruzzi unter anderem auch:

Aber kann nun die offizielle Verheimlichung der Prä-Astronautik zum sozialen Supergau führen?

Falls die Erkenntnis der existierenden Prä-Astronautik plötzlich wie ein Erdrutsch über die Menschheit kommt, könnte doch genau das eintreten. Das wäre dann der soziale Supergau mit all seinen unsozialen Folgen. Folglich müsste man Schritt um Schritt die Menschheit auf das Vorhandensein der Prä-Astronautik vorbereiten.

Eigentlich kann man hier nur zustimmend mit einem “Ja!” antworten. Auch ich selber befasse mich online und offline immer wieder mit der Frage “was wäre wenn…” in Sachen Regionen und der Menschheit an sich.

Das belogene und dumm-gehaltene Volk

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Weltreligionen – wie zum Beispiel der Vatikan – von betagten Menschen geführt werden. Ab ein gewisses Alter ist nicht mehr viel Platz für Toleranz und Neues vorhanden. Der religiöse Fanatismus älter werdenden Menschen siegt über die Vernunft. Diese älteren Personen werden hartnäckig das verteidigen, was sie immer geglaubt haben.”

So Peruzzi weiter.

Dass der Vatikan eben nicht in Sachen Aliens so denkt und handelt, habe ich bereits mehrfach in Veröffentlichungen aufgezeigt. Ebenso, dass der Vatikan die Existenz von Außerirdischen als möglich ansieht, die Suche nach ihnen sogar fördert und damit auch kein Problem hat. Man sollte also nicht zu pauschal auf den Vatikan schimpfen.

Allerdings drückt der Schuh hier etwas anders. Peruzzi meint damit, dass die Buchreligionen (Islam, Christentum, Judentum) ihrem Ende entgegen sehen, wenn die Öffentlichkeit erfahren sollte, dass der “todbringenden und rachsüchtige Gott des Alten Testament” in Wahrheit eben nicht Gott war. Auch das wäre zweifellos richtig.

Nach den Überlegungen von Peruzzi wird das Volk quasi für dumm verkauft – und auch von der “offizielle Schulgeschichte” an der Nase herumgeführt. Auch die “Äußerungen der gut bezahlten Schularchäologen, die uns belehren sollen, dass wir heute die beste Kultur, die beste Religion und die beste Schulbildung haben” prangert er an. Er ist überzeugt, dass man “ein heute instruiertes Volk” einfach “mit der offiziellen Weltgeschichte” gläubig hält.

Aber er ist sicher, dass der Zusammenbuch kommen wird, wenn er prophezeit:

Persönlich bin ich fest davon überzeugt, das wir in den nächsten Jahrzehnten den Zusammenbruch der heutigen Schulgeschichte erleben werden. Mit der Erkundung des Sonnensystems werden noch einige Beweise auftauchen.”

Und weiter:

Wenn man mit allen Mitteln versucht ein instruiertes Volk weiterhin hartnäckig anzulügen, dann geschieht exakt das, was sich heute als kleines Phänomen entwickelt: Die Gläubigen ziehen zur buddhistischen Religion über. Dieser Übergang könnte aber plötzlich Lawinenartig durchstarten. Insbesondere durch die Erstarkung Chinas und Indochinas.

Leidenschaftliche Worte

Der Artikel von Pierluigi Peruzzi führt auf den ersten Blick in die Irre, da er suggeriert, dass die Prä-Astronautik “nicht existieren” darf. Zumindest führten die Überschriften mich in die Irre. Gemeint ist aber in seinen leidenschaftlichen Worten nichts anders,  als dass die Astronautengötter-Idee letztlich nicht korrekt und wahr sein darf. Eben aufgrund der Konsequenzen für Kirche und Religionen und natürlich der Geschichtsschreibung.

Die meisten “Anhänger” der Prä-Astronautik werden sicher diese Aussagen von Peruzzi sofort unterschreiben. Was zumindest mir als überzeugter Prä-Astronautiker Kopfzerbrechen bereitet, ist der Umstand, dass hier die Außerirdischen in der Vergangenheit als Fakt und Tatsache angesehen werden. Mit geradezu flammender Leidenschaft plädiert Peruzzi hier für eine Offenheit von Staat, Kirche, Wissenschaft und Volk gegenüber der Prä-Astronautik und resümiert sogar:

Aber sämtliche Durchhalteparolen nützen nichts vor den mannigfaltigen, steinernen Beweise.

Nur gibt es sie nicht, die “mannigfaltigen, steinernen Beweise”. Ebenso wenig gibt es eine Art Geheimhaltung, Unterdrückung oder Vertuschung der Astronautengötter, wie es in dem Artikel von Peruzzi anklingt. Allerdings kritisiert er meiner Meinung nach ganz zu recht eine Reihe von Deutungen der Archäologie bzw. Geschichtsschreibung:

Bei Entdeckung von relevanten Artefakten, die nicht ins Bild der offiziellen Schulgeschichte passen, fallen immer wieder die gleichen Erklärungen.

Hier meint der Prä-Astronautiker, dass die Forscher immer wieder alles und jedes als “Kult”, “Kultobjekt” oder auch “rituelles XY” interpretieren. Sicher werden auch das die meisten Prä-Astronautiker so unterschreiben. Man denke an die Rätsel der Hochebene von Nazca, die in einer Sendung des ZDF von Guido Knopp 2000 der breiten Öffentlichkeit als gelöst und geklärt präsentiert wurde. “Eine Art Graffiti für die Götter” seinen die dortigen Scharrbilder, Pisten und Linien, so Knopp am ZDF, und damit “weder geheime Straßen, noch Landebahnen für Besucher aus dem All” …

Der Mystery- und Facebook-Kollege Pierluigi Peruzzi verfasste sein Plädoyer 2007, also vor gut zehn Jahren. Geändert hat sich seit dem fast nichts an dem, was er darin kritisiert und auch vorwirft. Demnach ist sein Artikel heute ebenso aktuell wie damals!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die TV-Serie “Ancient Aliens” und die Prä-Astronautik in der Kritik des österreichischen ORF – Ein Mystery-Review

Die TV-Serie "Ancient Aliens" und die Prä-Astronautik in der Kritik des ORF (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die TV-Serie “Ancient Aliens” und die Prä-Astronautik in der Kritik des ORF (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Dass die Themen und Thesen der Prä-Astronautik rund um die Götter aus dem All seit Jahrzehnten in der Kritik stehen, ist sicherlich kein Geheimnis. Heute hat sich diese Kritik jedoch längst in das Internet verlagert und steht damit nicht mehr so sehr im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Zum Beispiel durch Mainstream-TV-Beiträge, auch wenn es solche durchaus immer mal wieder gibt. Aktuell hat aber der österreichische TV-Sender ORF einen kritischen Artikel zu der TV-Serie “Ancient Aliens” und der Prä-Astronautik an sich veröffentlicht. Einen Online-Beitrag mit einer Archäo-Astronomin aus Wien, der in diesem Mystery-Review einmal genauer unter die “GreWi-Lupe” genommen werden soll.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Hobbyisten” suchen Antworten

“Wie wurden die Pyramiden nun gebaut und was genau meinen alte Texte wirklich, wenn darin Himmelsgefährte mit unbekannten Wörtern beschreiben werden? (…)

Die Antwort auf die oben genannten Fragen ist für manche längst sonnenklar: Aliens. Antike Außerirdische Astronauten, die die Erde besucht haben, sollen mit ihren fortgeschrittenen Technologien unmöglich scheinende Monumentalbauwerke geschaffen und alte Legenden inspiriert haben.

So schreibt es Isabella Ferenci von Ö1-Wissenschaft in ihrem Artikel “Zwischen Wissenschaft und Fantasie”, in dem sie sich mit der US-TV-Serie “Ancient Aliens” befasst. Bleibt die “akademische Welt eindeutige Antworten schuldig”, so Ferenci, “springen gerne Hobbyisten ein” und versuchen sich in Deutungen und Erklärungen. Und hier meint sie konkret jene Protagonisten, die eben in der Serie “Ancient Aliens” zu sehen sind. Eine TV-Reihe des “History Channel”, die längst Kultstatus erreicht hat, wie sie richtig bemerkt.

Auch in Deutschland kennt diese Fernsehserie wohl inzwischen jeder, der an Grenzwissenschaft & Mystery Files interessiert ist oder auch die Bücher von Erich von Däniken liest. Denn auf von Dänikens Werken beruht grundsätzlich diese Doku-Reihe, wie es auch die ORF-Autorin Isabella Ferenci bemerkt. In einem Satz bringt sie diese Ideen auf dem Punkt:

Im Kern drehen sie sich darum, dass frühe Kulturen von außerirdischen Wesen besucht und geprägt worden sein sollen – und diese Geschehnisse dann zu Göttergeschichten verklärt wurden.

Ist aber die amerikanische Serie “Ancient Aliens” wissenschaftlich – oder steht sie der etablierten Wissenschaft sogar “feindlich” gegenüber?

Ist “Ancient Aliens” wissenschaftsfeindlich?

Der ORF-Beitrag vom 6. August 2018 fragt einleitend unter anderem:

Wie viel Wissenschaftsfeindlichkeit oder wie viel aufrichtige Neugier steckt aber hinter solchen oft als ‘Verschwörungstheorien’ weitererzählten Geschichten?

Eine Fragestellung, die eher eine Unterstellung ist. “Wissenschaftsfeindlichkeit” der US-Serie hier quasi zu unterstellen, ist nicht fair. Unwissenschaftlich ist die Doku-Reihe auf jeden Fall, was eigentlich auch niemand bestreiten wird. Aber sie soll ja auch keine strenge und trockene wissenschaftliche Fernsehserie sein. Im Gegenteil, wie Ihr es in diesem YouTube-Interview mit dem “Ancient Aiens-Guy” Giorgio Tsoukalos und mir erfahrt. Es ist eben eine von vielen Doku-Reihen der typisch amerikanischen TV-Machart.

Doris Vickers, hauptberuflich Programmleiterin der Volkshochschulen Wiener, wird in dem ORF-Beitrag als kritische Expertin in Sachen Prä-Astronautik zitiert. Wie es die Webseite von Vickers verrät ist sie auch Mitglied der GWUP, der “Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften”. Einer Skeptiker-Organisation, der selbst Grenzwissenschaft-Kriker nicht selten eine geradezu “militante” Skepsis vorwerfen.

Zu Erich von Däniken wiederum sagt Vickers wohlwollend:

Er hat die Archäologie an die Öffentlichkeit gezwungen. Die Archäologen haben früher schon viel gebuddelt und publiziert – und keiner hat’s gelesen. Es hat eigentlich nie jemand viel erfahren, außer über die großen, wertvollen Funde wie das Grab von Tut-Ench-Amun. Heute findet man oft Berichte über verschiedenste Funde auch in den Medien.“

Natürlich hat auch das nichts mit “Wissenschaftsfeindlichkeit” zu tun. Auch wenn von Seiten “der Prä-Astronautik” oft und gern “die Wissenschaft” angegriffen wird. Natürlich auch von von Däniken, wobei diese Angriffen so gut wie immer auf die “Engstirnigkeit” der etablierten Wissenschaft zielt. Das heißt, dass ihnen vorgeworfen wird nicht über den Tellerrand zu blicken oder sogar eben Astronauten der Antike in Betracht zu ziehen.

Legitime Fragen – Problematische Antworten

Die Archä-Astronomin Vickers sagt, dass die bei “Ancient Aliens” gestellten Fragen “teilweise legitim” seien. Es sei aber in ihren Augen problematisch, dass dabei sogleich als Antwort die Außerirdischen geliefert werden. Zuschauer der TV-Serie – egal ob pro oder contra Prä-Astronautik – werden das vor allem auch hierzulande sicherlich so unterschreiben.

“Aliens!” – als Lösung für quasi alles in der Doku-Serie verhalfen ihr aber auch zu dem jetzigen Kultstatus.

Es gehöre aber in der Forschung dazu, dass man nicht alles weiß und wissen kann, so heißt es in dem Artikel weiter. Auch was den Bau der Cheops-Pyramide angeht, die vom ORF als Beispiel herausgesucht wurde. Beim ORF heißt es:

Dass es mitunter keine definitive Antwort gibt, sei keine Lücke der Wissenschaft, sondern ein Teil des wissenschaftlichen Prozesses.

Bei der Deutung von alten Texten und Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik sei es ganz ähnlich, so Vickers. Was darin ist eine Metapher, was nur Poesie, was ein faktischer Bericht und was steht in der Originalsprache wirklich, fragt sie. In der Tat ist das natürlich ein Problem bei den Interpretationen, da eben tatsächlich meistens “nur” mit Übersetzungen gearbeitet wird. Allerdings zeigen diese dennoch mögliche Spuren der Götter aus dem All – oder eben nur Phantasie unserer Vorfahren aus aller Welt …?

ORF-Kritik auch am Radio

Der kritische Online-Artikel vom ORF fußt in einem Radiobeitrag des Senders, der am 31. Juli auf Ö1 ausgestrahlt wurde. Im weitesten Sinne ging es darin mit der Redakteurin Barbara Riedl-Daserum und eben Doris Vickers um “Verschwörungstheorien”, Erich von Däniken und natürlich die Serie “Ancient Aliens”.

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In dem Radiobeitrag von “Wissen aktuell”, der noch HIER abrufbar ist (etwas vorspulen), wirft Vickers von Däniken vor, dass er voreingenommen ist. Er gehe an eine Fragestellung mit dem Wissen heran, dass die Antwort “Außerirdische” sein müsse, wie sie sagt. Ebenso wirft sie “Ancient Aliens” vor, dass in der Reihe das Können und das Wissen unserer Ahnen herab gewürdigt werde. Unsere Vorfahren waren schlau genug um gewaltige Monumente wie eben die Cheops-Pyramide auch ohne Aliens selber zu errichten, wie Vickers im Radio betonte.

Hier spricht die Archä-Astronomin einen Punkt an, der schon sehr viele Jahre Anlass von zum Teil heftigen Kritiken und Diskussionen zur Prä-Astronautik ist. Nämlich, dass diese oder jene Kultur zu “dumm” war, als dass sie aus eigener Kraft und mit eigenem Wissen dieses oder jenes bauen oder schaffen konnten. Dieser Vorwurf ist zum Teil durchaus berechtigt. Jedoch muss man hier meiner Meinung nach klar differenzieren!

Selbstverständlich waren die Menschen früherer Völker oder Ur-Kulturen ebenso intelligent wie wir heute. Mehr noch, denn ich bin überzeugt, dass sie in vielen Teilen intelligenter waren, was diverse Problemlösungen und den Ideenreichtum angeht. In unserer technologischen und deshalb einfachen Welt haben Menschen der Industrienation schon lange Lösungswege etc. mit den einfachsten Techniken vergessen. Wir brauch sie heute auch nicht mehr.

Auch beim immer wieder vom ORF zitierten Beispiel der Cheops-Pyramide zeigt sich das. Die sehr häufige Behauptung der “perfekten Bausteine” des Monumentes ist beispielsweise Unsinn, da die Steinblöcke der Pyramide alles andere als perfekt sind. Zum Teil sind es sogar eher grobe Felsen oder Blöcke mit nicht gerade kleinen Zwischenräumen, Fugen und Lücken. Was aber nicht auf die bis zu 75 Tonnen schweren Granitsteine in der Kammer des Königs oder jene in den Tempeln zu Füßen der Pyramiden zutrifft!

Vielmehr könnten eben die Besuche von Astronautengöttern die Auslöser für Mythologien über Himmlische und für den Bau spiritueller und religiöser Bauwerke aller Art sein. Zu Ehren der Götter des Himmels ist schließlich keine Arbeit zu mühselig.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Garten Eden lag im All – und nicht nur das: Von Menschen aus dem Himmel und dem Paradies außerhalb der Erde +++ Artikel +++

Der Garten Eden lag im All (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Garten Eden lag im All (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Jagd nach den Astronautengöttern der Vorzeit ist vor allem auch eine Jagd in der Welt der Mythen, Überlieferungen und Legenden verschiedenster Kulturen der Erde. Natürlich haben all diese Völker auch Schöpfungslegenden, in denen sie ihre jeweiligen mythischen Erinnerungen an ihre Herkunft oder ihren Ursprung bewahren. Das beginnt schon bei Adam und Eva und dem Garten Eden in der Bibel. Doch blickt man tiefer hinter solchen Legenden sowie den ersten Menschen und dem Paradies der Bibel, öffnen sich ungeahnte Aussagen, Widersprüche aber auch Ähnlichkeiten rund um die Welt. Welche das sind, warum selbst Adam und Eva aus einem Garten Eden im All gekommen sein sollen und weshalb es trotz aller globalen Parallelen auch unvereinbare Überlieferungen gibt – all das erfahrt Ihr in diesem Beitrag!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rauswurf aus dem Garten Eden

Einstmals, so sagte es die Bibel im 1. Buch Moses, gab es eine geradezu paradiesische Zeit für die Menschen: Das erste Menschenpaar Adam und Eva lebten glückselig und zufrieden in einem von dem Herrn geschaffenen Garten Eden. „Damit er ihn anbaue und pflege“ sagt es das Buch Genesis (2,15) dazu.

Der erste Mensch war also so was wie ein Gärtner dieses Garten Eden. Bis der biblische Gott eines Tages bemerkte: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen.“ (Gen. 2,18). So wurde seine Frau Eva geschaffen, da der einsame Gärtner Adam zuvor „keine Gehilfin gefunden“ hatte.

Was daraufhin folgte war der „Sündenfall“ durch eine Verfehlung der ersten Menschen, nachdem diese vom „Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“ aßen. Voller Zorn warf Gott Adam und Eva deshalb aus dem Garten Eden, denn „der Mensch ist geworden wie unsereiner, insofern er weiß, was gut und böse ist“. Die Erde wurde vom Herrn verflucht, „östlich von Eden“ ein Torwächter mit einem Flammenschwert eingesetzte und nie wieder solle der Mensch den Garten Eden betreten dürfen.

An anderer Stelle HIER habe ich diese tragische Überlieferung des „Sündenfall“ und der Vertreibung aus dem Paradies bereits genauer betrachtet.  Der Mensch sollte „nicht auch noch seine Hand ausstrecken und vom Baume des Lebens nehmen und essen und ewiglich leben“, so Gottes Begründung für den Rauswurf aus Eden in Gen. 2.22.

Eine phantastische Geschichte, die seit Jahrhunderten Generationen von Bibellesern, Theologen, Abenteurern und Historiker in ihren Bann gezogen hat. Was mag hinter dem Gärtner-Ehepaar Adam und Eva und dem Garten Eden stecken? Gab es diesen Ort? Wo könnte er gelegen haben? Sind hier vielleicht historische Wahrheiten oder Ereignisse in theologischen Gleichnissen verpackt worden oder ist all das nur eine reine Erfindung?

Der Garten Eden lag im All

Zugegeben ist an dieser Stelle kein Platz das gesamte Thema „Garten Eden“ und das erste Menschenpaar genau zu beleuchten. Vor allem aus dem Grunde, da es neben dieser klassischen Paradies-Geschichte zahllose weitere Mythologien und Überlieferungen dieser Art existieren. Und das weltweit mit zum  Teil ganz erstaunlichen Ergänzungen, Aussagen und Parallelen.

Und das die biblische Erzählung in dieser Form kein Tatsachenbericht sein kann, ist auch jeden Bibelleser klar. Dennoch gibt es einige überaus sonderbare Details in den Überlieferungen über den ersten Menschen und den Garten Eden. Nämlich der Umstand, dass die Menschheit nicht von der Erde stammen soll und auch das Paradies in Wahrheit nicht auf diesem Planeten lag.

Das beginnt schon in der Bibel selber; allerdings abseits der eigentlichen Eden-Erzählung. Hier findet sich im Neuen Testament eine Art erster Hinweis im 1. Brief an die Korinther (15,47):

Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel.“

Hier geht es um den „geistigen“ (himmlischen) und den „natürlichen“ (irdischen) Leib des Menschen nach der Auferstehung. Demnach eine christliche Lehre vom ewigen Leben der Gläubigen. Aber warum ist dann ein „zweiter Mensch“ vom Himmel? Ist hier wirklich die Seele, der Geist, des Menschen gemeint?

Laut Buch Genesis lag der Garten Eden „im Osten“. Da hinein setzte er nach der Erschaffung des ersten Mannes diesen Adams als Gärtner. Und von da wurde er später mit seiner Gemahlin Eva vertrieben (dazu gleich mehr). Auch Flüsse wie der berühmte Tigris in Mesopotamien sollen durch Eden geflossen sein und machen so diesen Garten des Herrn zu einem geographischen Ort auf der Erde.

Hierzu finden wir aber ebenfalls im Neuen Testament eine überaus merkwürdige Aussage im 2. Brief an die Korinther (12,2-4):

Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde (…) Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde (…) Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.“

In einem dritten Himmel – also nicht auf der Erde! – lag also das Paradies, wo dieser Diener Christi hin entrückt wurde?

Genau das sagen weitere Texte zur Bibel, die allerdings nicht in dieser zu finden sind. Etwa das slawische Buch Henoch in 8,1, in dem wir über die Himmelsreise des Propheten lesen:

Da nahmen mich die beiden (Engel, Anm. LAF), trugen mich in den dritten Himmel und setzten mich hier mitten im Paradiese ab, an einem wunderschönen Ort.“

Solche und sehr ähnliche Aussagen finden sich in nicht wenigen außerbiblischen Schriften. Bei allen ist dabei gleich, dass der Garten Eden oder das Paradies nicht auf der Erde sondern im „dritten Himmel“ war. Aber war dieses Paradies das Paradies, in dem die ersten Menschen „gesündigt“ haben sollen und von wo sie vertreiben wurden?

Die Menschheit vom Himmel

Wenn Eden irgendwo außerhalb der Erde im Himmel gelegen haben soll, dann müsste ja eigentlich nach dem Sündenfall die Menschheit von dort gekommen sein. Schließlich ist die Vertreibung aus dem Paradies ein mehr als wichtiges Kernelement in der biblischen Erzählung. Und tatsächlich gibt es solche Überlieferungen. Nicht wenige sogar.

So beispielsweise erzählt natürlich auch der Koran von Adam und Eva und ihrem Tun in Eden. Jedoch mit einem kleinen aber feinen Unterschied:

Hinab mit euch! (Aus dem Paradies hinab auf die Erde) Einer sei des anderen Feind. Auf der Erde sei von nun an eure Wohnung und Nahrung auf unbestimmte Zeit.“ (7. Sure, Vers 25)

Wie es auch biblische Texte erzählen, so gibt es auch im Koran sieben Himmel, „einen über den Anderen“ (71. Sure Vers 16). Allah „bildete in zwei Tagen zu sieben Himmel und teilte jedem Himmel seine Aufgabe zu“, ergänzt zum Beispiel die 41. Sure in Vers 13. Laut Koran fand der Sündenfall also irgendwo in diesen Himmeln, der Gegenden Allahs und seiner Gehilfen, statt. Von hier wurde der erste Mensch verjagt und er kam so zur Erde.

Das erzählt auch das Buch „Apokalypse des Moses“ (bzw. „Leben Adam und Evas“). Hierin heißt es, dass vor der Vertreibung Adam flehte und bettelte und aus dem himmlischen Eden noch Gewürze und Sämereien mitnehmen durfte:

Mit diesen ging er aus dem Paradies. Wir aber kamen auf die Erde.“ (8,29)

Es wird aber noch weitaus verwirrender: Das ebenfalls nicht in der Bibel zu findende Buch „Schatzhöhle“ erzählt im dritten Kapitel den Fall „Satanas“ und seiner „Schar“ (Anhänger). Als Grund für den Fall wird darin gesagt, dass der Ex-Engel Satan sich weigerte, Adam zu verehren und zu preisen. Für den ersten Menschen eigentlich ein Glücksfall, denn es heißt weiter:

Als der Satan vom Himmel gestoßen wurde, ward Adam erhöht, so dass er zum Paradies in einem feurigen Wagen hinauffuhr. Während nun die Engel vor ihm lossangen, die Seraphe ihn heiligten und die Kerube ihn segneten, fuhr Adam unter Jubel und Lobgesang zu Paradiese empor. Als er hinaufkam, ward ihm vorgeschrieben, von welchem Baum er nicht essen dürfe.“ (3,8-9)

Einen größeren Widerspruch zur Paradies-Legende um 1. Buch Moses kann es wohl kaum geben! Von der Erde reiste Adam mit einem Feuerwagen (den „Thronwagen Gottes“) ins All – und erst dort begegnete er den verbotenen Bäumen, von denen letztlich einer zum „Sündenfall“ führte. Nach dem Tode Adams erbarmte sich der Herr übrigens doch noch, in dem er den Leichnam des ersten Menschen wieder ins himmlische Paradies aufnahm (s. a. Video HIER). Nach der Waschung von Adams Leiche an einem See (der angeblich in Griechenland liegen soll) …

„(…) streckte der Vater des Alls seine Hand aus, auf seinem Throne sitzend, hob Adam auf und übergab ihn dem Erzengel Michael mit den Worten: Erhebe ihn ins Paradies bis zum dritten Himmel und lasse ihn dort (…)

Da stieg der Herr der Heeresscharen ein; die Winde zogen ihn, von Cheruben gelenkt; des Himmels Engel gingen ihm voran. Sie kamen zu dem Ort, wo Adams Leichnam lag; da nahmen sie ihn mit. So kommen sie ins Paradies (…)“ (8,37-38)

Der Koran kennt diese Geschichte mit dem sich weigernden Satan in ähnlicher Form ebenso. Auch hier wird an verschiedenen Stellen erzählt, dass die Engel den erschaffenen Adam verehren sollten. Satan jedoch tanzte auch hier aus der Reihe der himmlischen Wesen, wie es die 7. Sure in Vers 12 sagt:

Wir haben euch (die Menschen, Anm. LAF) erschaffen, dann euch gestaltet, und darauf zu den Engel gesagt: Verehrt den Adam; und sie taten also, mit Ausnahme des Iblis, des Satans, der nicht mit den Verehrenden sein wollte.“

In meinem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“ sind zum Fall der Engel unter Führung des „Satan“ detaillierte Ausführungen zu finden.

Widersprüche und noch mehr Seltsames

Nicht eine einzige dieser (hier nur angeschnittenen) Überlieferungen von Menschen aus einem Garten Eden außerhalb der Erde lässt sich mit der Bibel vereinbaren. Die Erzählung in Genesis ab Kapitel 2 (Schöpfung) bis zum Ende von Kapitel 3 (Vertreibung aus Eden) steht schlicht und einfach hier zu sehr im Widerspruch.

Adam wurde nicht in Eden geschaffen, wie es die Bibel sagt. „Der Herr pflanzte einen Garten in Eden, im Osten“, in dem er dann den ersten Menschen setzte. Eine Angabe wie „Osten“ ist bei einem Paradies im All oder „dritten Himmel“ vollkommen sinnlos. Das gilt auch für die Aussage, dass „östlich vom Garten Eden“ ein himmlischer Wächter den Eingang bewachte und Adam und Evas Rückkehr verhindern sollte (Gen, 3,24).

Nach dem Brudermord von Kain und Abel findet sich aber noch eine Ortsangabe in der Bibel:

Kain aber ging von dem Angesicht des Herrn hinweg und ließ sich im Lande Nod östlich von Eden nieder.“ (Gen. 4,15-16)

Auch damit kann man nicht wirklich etwas anfangen. Jedoch gibt es die jüdische Tradition, dass Adam in Jerusalem als Zentrum des Universums erschaffen wurde. Ausgehend von Jerusalem in Richtung Osten, wo das Paradies geschaffen worden sein soll, ist man direkt in Mesopotamien. Dort finden sich bekanntlich die beiden Flüsse Euphrat und Tigris, die laut Bibel durch Eden flossen. Tatsächlich ein uraltes Kulturland zahlloser Völker und Zivilisationen, was aber natürlich trotzdem auf der Erde liegt. Heute nennen wir das Gebiet Irak und Iran.

Hier ist ein anderes apokryphes Buch wiederum recht interessant. Im „Buch der Jubiläen“ erfahren wir (Jubi. 3,9), dass „Adam vierzig Tage in dem Land, wo er erschaffen ward, zugebracht hatte“. Erst dann kam er in den für ihn errichteten Garten Eden und Eva soll erst „am achtzigsten Tag“ das Paradies betreten haben. Sieben Jahre haben die beiden den Garten Eden bewohnt, „ihn pflegend und ihn hütend“, wie es heißt. „Wir gaben ihm Arbeit und lehrten ihn die richtige Pflege.”

Natürlich ist auch in dieser Schrift der Sündenfall des Gärtner-Paares beschrieben, bis man plötzlich auf eine sonderbare Bemerkung bei der Vertreibung aus Eden stößt:

Am Neumond des vierten Monats verließen Adam und sein Weib den Garten Eden und wohnten im Lande Elda, dem Land ihrer Erschaffung.“ (3,32)

Wie bitte, „im Lande Elda“?

In Elda oder auch Eldad wurde der Mensch also demnach erschaffen und hier soll Adam sogar beerdigt worden sein. In 4,29 steht nach dem Tode Adams „und all seine Kinder begruben ihn im Land seiner Erschaffung“, demnach in Elda. Nur kennt dieses „Geburtsland“ oder Land der Schöpfung niemand bzw. kann eindeutig bestimmen, was damit gemeint ist. Nach den Legenden eines himmlischen Eden und vor allem der Mensch(heit) aus dem Himmel kann es wohl kaum auf diesem Planeten sein.

Anzumerken ist hier allerdings, dass in einer Ausgabe des „Buch der Jubiläen“, das 1874 von Hermann Rönsch herausgegeben wurde, bemerkt ist (S. 264), dass zu Elda „auch der Berg Zion gehört“. Folgerichtig wäre das Jerusalem oder besser gesagt Israel. Auch wenn sich das aus dem Jubiläen-Buch nicht wirklich ableiten lässt!

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Als der Mensch auf diesen Planeten kam

Studiert man all die zahlreichen jüdischen Sagen und Schriften außerhalb der Bibel zum Garten Eden und Adam und Eva, stellt man eines schnell fest: Die Mehrheit dieser Überlieferungen sprechen von einem himmlischen Eden. Die Geschichte des irdischen Garten „im Osten“ und der Erschaffung von Mann und Frau auf Erde ist im Alten Testament eher eine Ausnahme.

Eine Lösung könnte hier sein, dass es mehrere Garten Eden und mehrere „erste Menschen“ gab. Zumindest letzteres steht durchaus in der Tradition der biblischen Welt, wenn man an die mythologische erste Frau Adams denkt. Ohne auf diese hier auch noch einzugehen, ist diese erste Gemahlin des ersten Mannes unter den Namen Lilith durchaus auch heute ein Begriff. Sie soll ebenso wie Adam geschaffen worden sein, sich dann aber gegen ihn und Gott aufgelehnt haben. Das führte zu ihrer Verbannung um im Laufe der Geschichte sogar zu einer Dämonisierung dieser Frauenfigur.

Auf der ganzen Welt finden wir aber Mythologien, dass der Mensch vom Himmel kam oder auch, dass es mehrere Schöpfungen des Menschen gab. Das beginnt schon im Koran, wo in der 40. Sure, Vers 68 zu lesen ist:

Er ist es, der euch zuerst aus Staub geschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, dann aus geronnenem Blut und euch als Kinder aus dem Mutterleib werden (…) ließ.“

Es klingt durchaus danach, als sei hier von drei Schöpfungsakten die Rede.

Auch andere Überlieferungen berichten von einem Menschen aus Lehm oder Staub, der nicht auf Anhieb gelang. Etwa das Popol Vuh, dem heiligen Buch der Maya. Einige „Exemplare“ mussten laut den Maya wieder vernichtet werden, und eine neue Schöpfung wurde durchgeführt. Nicht selten heißt es in solchen Mythologien auch, dass durch Götter oder andere Wesen, die vom Himmel kamen, Leid und Schlechtigkeit zur jungen Menschheit kam. Ausgelöst durch Wesen, die zum Teil von einer Art Obergottheit aus dem Himmel verbannt wurden, was schlussendlich eine Vernichtung nach sich zog. Etwa durch eine Sintflut (mehr dazu dazu im Video HIER).

Auch nach der Weltanschauung der im Regenwald von Zaire in Afrika lebenden Ngombe gab es am Anfang der Zeit keine Menschen auf der Erde:

Am Anfang gab es keine Menschen auf der Erde. Sie lebten im Himmel mit Akongo (der Schöpfer, Anm. LAF.) und waren glücklich.“

Die Ngombe-Legende erzählt weiter, dass eines Tages eine Frau mit ihren Kindern aus dem himmlischen Paradies vertrieben wurde und fortan auf der Erde leben musste. So nahm die Menschheit hier ihren Anfang.

Eine andere Legende vom Beginn der Menschheit auf der Erde erzählt man sich an der afrikanischen Elfenbeinküste. Darin heißt es, dass zu Beginn der Welt eine „Götter-Mutter“ im Himmel lebte, die Niamye und Anangama, die ersten und höchsten „Götter“(Brüder), gebar. „Durch Gottes Hand“ wurde auch der Mensch im Himmel erschaffen und sie lebten hoch im Himmel „und vermehrten sich (…) bis es im Himmel zu eng wurde“.

Der höchste Gott sah sich deshalb gezwungen gegen die Übervölkerung seines himmlischen Reiches etwas zu unternehmen. So schuf er die Welt und schickte seine Frau Assie mit Pflanzen hinunter, damit sie die Erde bepflanzt. Als das alles erledigt war, war es an der Zeit Menschen und Tiere dort anzusiedeln. An einer langen, starken „Kette“ verließen so die ersten Menschen den Himmel in Richtung Erde:

„(…) erst einen Mann, dann eine Frau, und so machte er es bei jedem Menschenvolk, das er im Himmel hatte, ein jedes an seinem Platz. Und jedem Menschenvolk gab er ein Paar von allen Tieren (…)“

Was dann folgte waren zahlreiche Geistwesen, die der Gott Niamye aus dem Himmel warf. Sie hätten sich „im Himmel schlecht aufgeführt“, mussten ihn  deshalb verlassen und die Verbindung von Himmel-Erde wurde gekappt. Leider zum Nachteil der Menschheit, da diese „unten auf der Erde miteinander Krieg zu führen begannen und überhaupt viel Schlimmes geschah“. Wie im Alten Testament vor der Sintflut, als die “Göttersöhne” vom Himmel auf die Erde kamen (Gen 6,1-6) oder auch in den Bücher Henochs und anderen Texten …

Als die Verbindung zum Himmel riss …

Eine derartige Verbindung von Himmel und Erde ist ebenfalls interessant, da man dieses Element in vielen Legenden über die erste Menschheit findet. Im Prinzip ja auch bei Adam und Eva, die nach der Vertreibung aus Eden (das im Himmel und das auf der Erde) ebenfalls nie mehr zurück in den göttlichen Garten konnten.

Auf der andern Seite des Atlantiks, in Venezuela in Südamerika, kennt das Volk der Warao (Warrau) erstaunlicherweise etwas ganz Ähnliches, wie die Legenden aus Afrika.

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„Im Anfang wohnten die Warrau in einer schönen Gegend über dem Himmel“, so deren Schöpfungslegende. Eine Welt, in der auch der Jäger Okonorote lebte, der eines Tages bei der Jagd durch Zufall ein Loch entdeckte. Eine Öffnung, die direkt zur Erde führte:

Da die Öffnung groß genug war, um hindurchzuschlüpfen, beschloss er, ein Tau oder eine Leiter aus Baumwolle zu verfertigen und hinabzusteigen. Mit Hilfe seiner Freunde wurde die Leiter fertiggestellt. Es dauerte viele Monate. (…) Der mutige Okonorote kletterte daran hinab.“

So kam auf die Erde, sah die Schönheit und Vielfalt dieser Welt und berichtete nach seiner Rückkehr in den Himmel den anderen Menschen von diesen neuen Welt. „Es war schwer, hinabzusteigen“, so die Legende, „aber hinaufzusteigen war noch schlimmer“. Trotzdem wollten alle anderen Menschen des Himmels in dieser neuen Welt unter dem Himmel leben. „Wir wollen nicht hier bleiben“, riefen sie, „lasst uns gehen“. Und weiter:

So stiegen sie die Leiter hinab auf diese Welt hier unten. Alle waren damals jung – alte Leute gab es noch nicht.“

Dann aber kam es zu einem Zwischenfall bei diesem Abstieg auf die Erde, denn „ein dicke Frau, die eingekeilt in dem Loch stecken blieb“, versperre die Verbindung zum Himmel. Niemand der Stammesgenossen konnte oder wollte die steckengebliebene Frau befreien, da es ihnen auch zu gefährlich wurde. Ein Weiser des Stammes warnte eindringlich, dass auch sie es auch nicht mit mehreren Männern versuchen sollen. „Sie wird mit solcher Wucht herauskommen“, mahnte der weise Mann, dass die Männer „herabgeschleudert werden“ und dadurch das Volk ihre „besten Männer verloren“ hätten. Und so endet der Mythos für die füllige Frau und eigentlich für die gesamte Menschheit tragisch:

So blieb die Frau oben, und die Leiter riss. So wird sie immer dort oben bleiben. Sie füllt das Loch aus, daher können wir niemals mehr in den Himmel hineinschauen.“

Ein brasilianischer Indianerstamm, die Kaiato vom Fluss Xingu (einem Seitenarm des Amazonas) berichtet von etwas ganz Ähnlichem. Sie erzählen von einem weit entfernten „Stern“, auf dem einst ein „Indianergericht“ versammelt war, um darüber zu beraten, „den Wohnort zu wechseln“. Der Oberste dieses hohen Rates gelang durch eine „Loch“ im Himmel zur Erde, wurde aber durch den „Luftwiderstand“ davon abgehalten, sie zu betreten.

Seine Erlebnisse trug er dem himmlischen Rat der Indianer vor, die daraufhin beschlossen, dass ihr gesamtes Volk auf diesem Planeten leben sollte. Sie begannen damit „aus Baumwollflocken lange Stricke zu drehen“, mit denen sie durch das „Loch“ zur Erde niederstiegen. Ganz langsam, damit sie nicht zurückgeschleudert wurden.

Fortan lebten die Kaiato auf der Erde, standen aber durch diesen ominösen „Strick“ in ständiger Verbindung zum Himmel und ihren dortigen Brüdern. Ein „böser Zauber“ aber zerschnitt dieses Band Himmel-Erde, so dass sie letztlich nie wieder zurück konnten …

Wiederum in Afrika erzählt man sich in verschiedenen Regionen den Mythos vom „Salz der Erde“. Darin erfahren wir, dass in der Vorzeit die „Kinder Gottes bei ihrem Vater im Himmel lebten“ und ihnen Frieden, Glück und Reichtum dort sicher war. Eines Tages dann „wollte Gott sie prüfen“ und schickte seine Schöpfung hinab zur Erde, „verbot ihnen aber, vom Salz der Erde zu essen“.

Sodann stiegen sie „an einem Faden herab auf die Erde“, wobei alle Menschen das Gebot, nicht vom Salz der Erde zu essen, übertraten. Fast alle. Als dann aber eines Tages die Menschen zurück in ihre Ur-Heimat im Himmel emporsteigen wollten, „da riss der Faden bei denen, die Salz gegessen hatten.“ Zwar versuchten sie es noch einmal, aber es gelangte ihnen nicht „und sie mussten auf der Erde bleiben“.

Diejenigen, die das Gebot befolgten, erreichten wieder sicher den Himmel.

“Mythisches Erzählgut”?

Mythen sind Reportagen der Ur- und Vorzeit, aber keine wissenschaftliche Abhandlungen über Geschehnisse in der dunklen Vergangenheit. Nicht mal die Mehrzahl aller noch so sehr an Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik glaubende Menschen, sieht das so. Vielmehr sind sie ein „Brei“ von verschiedenen Mythen der Urzeit, der sich immer wieder neu vermischte und formte. Auch bei den Erzählungen im Buch Genesis ist das der Fall. So lesen wir in einem anerkannten Handbuch zur Bibelkunde:

Die Elemente der Erzählungen stammen zum größten Teil aus dem Erzählgut des Volkes Israel, das er zum Teil aus den Mythen und Sagen anderer Völker entlehnt hat. Seit wann (…) wissen wir nicht.“

Wir wissen es tatsächlich nicht. Was wir aber wissen ist folgende Problematik:

Legenden von einem himmlischen Paradies und den ersten Menschen oder auch Adam und Eva vom/im Himmel, kann das Volk Israel eigentlich nicht „aus den Mythen und Sagen anderer Völker entlehnt“ haben. Zumindest nicht nur. Vollkommen unabhängige Kulturen rund um den Erdball enthalten solche Aussagen in ihrer Mythologie. Wie sollte ein Volk im Nahen Osten von diesen erfahren haben? Oder andersherum: wie und woher sollten Völker in Amerika etc. von derartigen Überlieferungen wissen?

Aufgrund der Vielzahl der entsprechenden Erzählungen ist das Thema wohl eines der umfangreichsten im Bereich der Astronautengötter. Zumal es noch sehr viel weitere Überlieferungen und Thematiken gibt, die eigentlich dazu gehören. Dieser Abriss zeigt aber eines sicherlich deutlich: Dass es mehrere himmlische Paradies sowie Menschen vom Himmel gab, könnten die Widersprüche in solchen Legenden erklären. Und liegen hier reale Kernaussagen zugrunde, erklärt dies das weltweite Vorkommen solcher Mythologien.

Dann aber müssten auch die Götter, Schöpfer, Himmelswesen solcher Erzählungen auf einen wahren Kern beruhen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Anunnaki-Boom und die “schöne neue Welt der Prä-Astronautik”: Was ein Rezensent zu sagen hatte

Der Anunnaki-Boom (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)
Der Anunnaki-Boom (Bilder: gemeinfrei & NASA / Montage: Fischinger-Online)

Ohne Zweifel hat sich die Welt der Prä-Astronautik und die zugehörigen Veröffentlichungen in den letzten Jahren verändert. Die berühmten Aliens mit Namen “Anunnaki” halten mehr und mehr Einzug, obwohl sie bereits vor 40 Jahren in der Szene der Ancient Aliens durch den Autoren  Zecharia Sitchin geboren wurden. Lange Zeit schon verweise ich immer wieder – online wie offline – auf diese Problematik, sowie die Spinnereien aber auch Fakten hinter diesem Thema, wie sie vor allem im Netz kursieren. Doch inzwischen boomt eine neue Generation von Anunnaki-Buchautoren, was man durchaus sehr skeptisch sehen muss. Das tat auch ein Leser der Bücher des Autoren Michael Tellinger, einem dieser neuen Anunnaki-Autoren. Ich habe mir diese überaus umfangreiche und interessante Rezension als Prä-Astronautik-Autor einmal sehr genau angesehen. Was davon zu halten ist und wo die Probleme bei diesem Thema liegen, erfahrt Ihr hier. Aber auch ein ganz persönliches Eingeständnis von mir selber …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Götter aus dem All und Anunnaki

Vorab: Ich verzichte an dieser Stelle (erneut) darauf, meine zahlreichen Aussagen, Darstellungen und Fakten zum Thema zu rezensieren. Nicht nur, da diese viel zu umfangreich sind, sondern auch da diese in Artikeln, Büchern, Postings usw. nachlesen werden können. Beachtet dazu auch die Links in diesem Beitrag.

Zunächst einmal muss man sagen, dass überhaupt nichts dagegen einzuwenden ist, wenn Prä-Astronautik-Autoren sich mit den mesopotamischen Götterwesen Anunnaki befassen. Warum auch? Immerhin sind sie eindeutig ein fester Teil der Mythologie des Zweistromlandes im heutigen Irak und Iran. Somit gehören sie als mythische Kreaturen vom Himmel eindeutig zu der Idee Götter aus dem All.

Was im Internet aus den Anunnaki geworden ist, ist für mich als Jäger des Phantastischen oft traurig. Der US-Autor Zecharia Sitchin hat sie in seinem ersten Buch 1976 weithin in der Welt der Grenzwissenschat bekannt gemacht und zahlreiche weitere Bücher über diese geschrieben. Inzwischen ist jedoch im Netz wie auch offensichtlich in Büchern alles “Anunnaki”, was irgendwie mit den Astronautengöttern zu tun hat oder haben könnte.

Sie sind ein neues Pseudonym für Götter aus dem Kosmos geworden. Und offensichtlich zieht der Begriff auf einem Buchcover die Leser an.

Die neuen Anunnaki-Autoren

“Die Herrschaft der Anunnaki” hat inzwischen den Buchmarkt erobert. Zecharia Sitchin lebt leider nicht mehr und so treten andere Autoren in seine Fußspuren. Obwohl ich nicht müde werde immer wieder zu betonen, dass Sitchins Bücher spannende Werke sind – betone ich immer wieder den Unsinn darin und darum.

Kannte man vor Jahrtausenden schon alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: L. A. Fischinger/Archiv)
VIDEO: Kannten die Sumerer bereits vor 4.500 Jahre alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

Warum ist leicht erklärt: Die Mehrzahl der am Thema interessierten kennt diese Bücher mit all ihren zahllosen Aussagen und wilden Spekulationen von Sitchin nicht wirklich. Auch nicht die nicht zu zählenden Falschaussagen und Erfindungen von ihm in seinen Werken. Tatsächlich sind seine über ein Dutzend Bücher fast schon überfüllt mit Informationen, dass kaum ein Leser hier wirklich überall durchblicken kann.

Das ist mehr als verständlich und überaus nachvollziehbar, wenn man Sitchins Bücher einmal betrachtet. Unverständlich aber wird es, wenn die neue Generationen der Anunnaki-Autoren einfach nur blind alles von Sitchin in ihre Bücher kopiert. Teilweise – eigentlich meistens! – zeigen all diese neuen Anunnaki-Bücher auf dem Mark zusätzlich noch, dass hier das Grundthema der Anunnaki mit allerlei wilden und wirren Dingen der GreWi aufgepuscht wird. Sitchin seine Spekulationen und Falschbehauptungen werden nur als “Grundgerüst” eins zu ein übernommen.

Beispielsweise werden inzwischen Reptilien-Aliens (Reptiloide), Illuminaten oder auch die “Neue Weltordnung” (NWO) hinzugefügt. Zugegeben, bevor hier Vorwürfe an meiner Arbeit als Autor laut werden, auch ich habe in meinem ersten Buch 1996 viel von Sitchin gutgläubig übernommen. Das habe ich nie bestritten und sehe dies heute anders (HIER)! Doch ich tat es nie in der ergänzten Form, wie es die neuen Anunnaki-Autoren heute machen.

Einer dieser neuen Generation ist der Autor Michael Tellinger

Michael Tellinger und die Anunnaki

Tellinger ist Autor der beiden Bücher “Die Sklavenrasse der Götter” und “Die afrikanischen Tempel der Anunnaki”. Einmal ein überaus dickes Buch mit 600 Sieten und das andere eher ein dünner Bildband.

Im letzten genannten Buch beschreibt Tellinger Ruinenstätten und seltsame Steinbauten in Südafrika, die er mit zum Teil sehr beeindruckenden Fotos dokumentiert. Er selber stammt auch von dort, und sieht in “Die afrikanischen Tempel der Anunnaki” diese Ruinen als Hinterlassenschaften der Anunnaki von den Sternen. Immerhin glaubt Tellinger seinem Vorbild Sitchin, dass hier einst die Anunnaki Gold abgebaut haben. Mit menschlichen Sklaven, die diese Außerirdischen dafür schufen.

Dass dieser Goldabbau Unsinn ist, den Sitchin eindeutig selber erfunden hat, habe ich in diesem Beitrag HIER anhand von Sitchins eigenen Aussagen und Büchern belegt.

Trotzdem behauptet Tellinger hier seinen die Reste des Goldabbaus der Aliens zu finden. 10.000 oder sogar 100.000 Jahre seine diese Spuren alt, glaubt er. Belege hat er dafür keine.

In die “Die Sklavenrasse der Götter” schreibt Tellinger alles von Zecharia Sitchin ab. Zumindest was den Kern seines Buches betrifft, eben den Goldabbau, die Anunanki und die Schaffen des Menschen als Sklaven der Aliens für die Bergwerke etc. Dabei sollte man es schon als “gruselig” ansehen, dass er das Buch “Das verschollene Buch Enki” von Sitchin offenbar als Tatsache sieht. Tellinger vermutet darin eine genaue Übersetzung eines sumerischen Epos, obwohl es reine Phantasie ist. Nichtmal Sitchin als Autor hat je klar gesagt, dass es eine echte Übersetzung eines Epos wäre.

“Gestörter Verstand und Anunnaki in Afrika”

Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Die seltsame Welt des Michael Tellinger” – so nennt der Autor Leif Inselmann seine überaus umfangreiche Rezension der beiden Bücher von Tellinger. Ganze 25 Seiten umfasst diese Kritik, die Inselmann am 18. Juli 2018 auf seinem Blog online stellt.

Als einfache “Rezension” kann man aber den Text von Inselmann nicht bezeichnen, was schon allein der Umfang zeigt. Eher als eine Analyse, da sich darin allein 125 exakte Fußnoten als Quellenangaben finden.

Leif Inselmann ist, wie es mir dessen Blog verriet, selber Autor des Phantastischen, der mir bisher unbekannt war (glaube ich). Das allerdings aus einem einfachen Grund, da Inselmann Belletristik-Bücher schreibt. Also seine grenzwissenschaftlichen Ideen, Welten und Phantasien in Form von Erzählungen und Romanen veröffentlicht. Eben nicht wie andere Autoren …

Inselmann unterstreicht in seiner Kritik, dass Tellinger zu “kein Wissenschaftler” sei, wie es die Buchwerbung suggerieren soll. Das stimmt insoweit, dass von ihm keine anerkannten wissenschaftlichen Abhandlungen veröffentlicht wurden, die sich mit Sumerern/Anunnaki, Gentechnik & Co. befassen. Also ist Tellinger ein Laie, wie alle anderen Autoren der Prä-Astronautik eben auch. Ein Problem sehe ich darin erstmal nicht.

Schnell stellt auch Inselmann fest:

Die zentrale Quelle, auf die sich Tellinger indes beruft, ist leicht auszumachen: Zecharia Sitchin. Was dieser Autor schrieb, wird ohne weitere Überprüfung übernommen und bildet nicht nur das Fundament, sondern de facto fast den gesamten Korpus dessen, was Tellinger beschreibt und behauptet, gleichsam Grundlage und Ergebnis seiner Gedankengänge. Weite Teile von ‘Die Sklavenrasse der Götter’ lassen sich letztlich auf eine bloße Nacherzählung der Thesen Sitchins reduzieren.

Also genau das, was die meisten Anunnaki-Autoren der neuen Generation machen.

Was der Kritiker sagt

Was Leif Inselmann kritisiert, ist nicht nur die blinde und umfangreiche Übernahme von Sitchin bei Tellinger. Es ist auch die zum Teil offenkundige Unwissenheit des Autoren in “Die Sklavenrasse der Götter”. Zum Beispiel die Aussage eines “Evolutionsschritt von Schimpansen zum Menschen”, was natürlich absurd-falsch ist.

Damit kann man leben. Nicht leben kann man aber mit der Tatsache, dass Tellinger die Bibel als Quelle für Aussagen nennt, die darin gar nicht stehen. Wir Prä-Astronautiker – ich sage bewusst “wir” – nutzen die Bibel seit Jahrzehnten in dieser Hinsicht. Mit dem Unterschied aber, dass daraus zitiert wird usw. Tellinger aber trifft Aussagen, die angeblich im Alten Testament stehen. Zum Beispiel:

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Gemäß der Bibel müssen die ersten Menschen auf der Erde bereits über Eisewerkzeuge verfügt haben, denn Adam, Kain und Abel bestellten die Felder mit Eisenwerkzeugen.

Das ist mir bei Tellinger selber nicht aufgefallen und ich las es erstmal in der Kritik von Inselmann. Es mag eine Kleinigkeit sein, aber ist leider ganz nach Art und Weise von einigen Autoren. Nämlich eine falsche Aussage treffen, die ganz einfach überprüft werden kann, in der Hoffnung (und dem Wissen), dass diese niemand nachprüfen wird.

So auch bei der Bundeslade des Exodus im gleichnamigen Buch; bekannterweise eines meiner persönlichen Lieblingsthemen., So lesen wir bei Tellinger:

In der Bibel wird ständig darauf hingewiesen, dass die Lade niemals den Boden berührt und immer einige Zoll über dem Erdboden geschwebt habe. Ausgehend davon, dass sie aus Gold gefertigt war, lässt sich errechnen, dass die Lade ein Gewicht zwischen drei und vier Tonnen gehabt haben muss.

Glaubten die uralte Zivilisation der Sumerer wirklich an Außerirdische? (Bilder: gemeinfrei / LAF / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Glaubten die uralte Zivilisation der Sumerer wirklich an Außerirdische? (Bilder: gemeinfrei / LAF / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Auch hier stimmt – nichts!

Der Kritiker Inselmann geht in seinem Text recht umfangreich auch auf die Aussagen Tellingers ein, dass wir Menschen quasi ein “Gewalt-Gen” von den Anunnaki-Aliens bekommen haben. Gewalt sei wider der Natur, heißt es. Natürlich ist das falsch, wie Katzenfreude sehen müssen, wenn ihr Tier eine Maus oder einen Vogel gefangen hat und die Beute quasi “zu Tode spielt” …

“Die Anunnaki in Afrika”

Die detaillierten Kritiken des Leif Inselmann sollen hier nicht durchgegangen werden. Dafür gibt es seine Ausführungen online als PDF zu lesen.

Spannend wird es aber in Teil 3 seiner Veröffentlichung, da es darin um “die Anunnaki in Afrika geht”. Also um das zweite Buch von Michael Tellinger, das ich aufgrund des darin enthalten Fotomaterials durchaus empfehlen möchte. Kurz gesagt will der Autor darin beweisen, dass die Ruinen in Südafrika die von Sitchin vermuteten Anunnaki-Goldminen usw. sind.

Für diese Behauptung, dass hier von Jahrtausenden eine solche Zivilisation mit Bergbau existierte, gibt es keine Belege. Nichtmal Hinweise oder Indizien oder auch die kleinsten Funde der Archäologie. Hier trifft man aber auf die Behauptung, dass der südafrikanische Schamane Credo Mutwa “mit übersinnlichem Wahrnehmungsvermögen” mehr über die Aliens der Antike wissen. “Eine eindeutige Verbindung zum Sirius” müsse es geben, so Tellinger, da “Credo Mutwa vermutet, dass das Leben auf der Erde aus dem Sirius-Planetensystem stammt”.

Hier werden folglich übersinnliche “Quellen” als Beleg oder Indizien angeführt, wo andere Hinweise fehlen. Und das ist wiederum bezeichnend! Mythologien und Überlieferungen lassen sich als Übersetzung “greifen”, sofern sie nicht frei erfunden sind, und man kann damit im Sinne der Prä-Astronautik arbeiten. Übersinnliche Informationen eines Menschen aber nicht.

“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube
Mehr Themen zu “Grenzwissenschaft und Mystery Files” natürlich auch auf auf YouTube!

Ein Quellen-Lückenfüller, der mit Sitchin und seinen Anunnaki wiederum nichts mehr zu tun hat. Seine Ancient Aliens kamen bekanntlich von einem Planeten Nibiru, der in unserem Sonnensystem existieren soll, wie er in all seinen Büchern behauptet hat. Dort haben sich dann die Aliens entwickelt und seinen dann eines Tages zur Erde gekommen, als der Mensch noch ein einfacher Vorzeitmensch war. Von Sirius war nie die Rede.

Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst?

Mir ist nicht bekannt, ob und in weit Leif Inselmann selber Grenzwissenschaftler ist. Ob er selber irgendwie an Astronautengötter, UFOs oder etwas in dieser Art glaubt. “Seit 2016 studiert er Antike Kulturen an der Georg-August-Universität Göttingen”, sagt seine Biografie unter seinen Büchern bei Amazon. Dennoch gibt es auch “Sachtexte” auf seinem Blog, sowie Informationen, dass er an der Buchreihe “Die Chroniken von Tilmun” mitwirkt.

Diese “Chroniken-Bücher” ist eine Science-Fiction-Buchreihe von Alexander Knörr. Knörr ist UFO-Forscher, Mystery-Jäger und Prä-Astraunautik-Autor und damit besteht eine Verbindung zwischen Inselmann und der Grenzwissenschaft in Sachbüchern. Da er aber, lapidar gesagt, Roman-Autor ist, kann man zu der Tellinger-Kritik von ihm nicht sagen, es sei eine Art Neid und Diskreditierung eines Mystery-Kollegen. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man Inselmanns Kritik liest.

Tatsächlich muss man dies unterstreichen. Wie überall gibt es auch in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files offensichtlich solches Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst. Der größte Humbug verkauft sich allerdings tatsächlich offline und online besser, als eher nüchterne Texte oder Themen. Vielen Laien, Kritiker, Nicht-Autoren und einfachen Lesern und Interessieren ist das ebenso klar. Als jahrzehntelanger Autor solchen Themen weiß ich das mehr als gut.

Erstaunen, Unverständnis und Ablehnung

Auf den Spuren der Anunnaki, Artikel in 2 Teilen (Bilder: Z. Sitchin / Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Anunnaki, Artikel in 2 Teilen (Bilder: Z. Sitchin / Fischinger-Online)

Tatsächlich, das möchte ich an dieser Stelle gerne zugeben, habe ich so manches mal bereut, dass mein letztes Buch mit dem Titel “Rebellion der Astronautenwächter – Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen” nicht (wie es eigentlich mit dem Verlag abgesprochenen war) einen etwas anderen Titel und ein anders Cover bekam. Immerhin geht es darin auch vielfach um die Anunnaki & Co.

Doch eben genau ohne von Sitchin abzuschreiben, wie es die neue Generation der Anunnaki-Autoren macht. Bewusst wurden andere Quellen ausgewählt und in hunderten Fußnoten klar benannt.

Mit “Anunnaki” auf dem Cover würde sich das Buch meiner Überzeugung nach noch besser verkaufen. Wer aber denkt, genau darum schreibe ich kritische Postings wie eben diesen hier, irrt erneut. Konkurrenzdenken, Neid und Missgunst sind bei mir eher Erstaunen, Unverständnis und Ablehnung. Nicht wenige Bücher von mir (HIER, HIER, HIER, HIER & HIER) nennen und bekennen Fehler, Unfug und Irrtümer. Und das seit genau 19 Jahren. Auch von und bei mir selber. Freunde macht man sich damit nicht immer.

Interessanterweise habe dabei nicht nur ich persönlich seit einigen Jahren das Gefühl, dass meine Arbeit etc. absichtlich versucht wird “klein zu halten”. Im nähren udn privaten Umfeld aus der Welt der Phänomene spricht man hier schon mit einem ironischen Unterton von einem “Fluch”.

Eine überaus lange Story …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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