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Geheimes Video-Interview mit einem Alien? Angeblicher Top Secret Film des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” erhitzt die Gemüter +++ YouTube-Video +++

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Interview mit einem Alien - Top Secret Film des "Project Blue Book" oder Fake? wenn ja: Von wem? (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: L. A. Fischinger)
Interview mit einem Alien – Top Secret Film des “Project Blue Book” oder Fake? Wenn ja: Von wem? (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: L. A. Fischinger)

Etwas mehr als Unheimliches kursiert derzeit in den sozialen Netzwerken: ein angebliches Top Secret Interview mit einem Alien. Angeblich stammt das Video-Dokument von 1964 und wurde im Rahmen des bekannten UFO-Forschungsprojektes Blue Book der USA erstellt. Ein durchaus gruseliger Film mit einem ebenso gruseligen Außerirdischen. Ich habe mir den interessanten Alien-Film einmal genau angesehen und stelle Euch meine Analyse in einem neuen Video auf meinen YouTube-Kanal vor. Besagtes Alien-Video habe ich eingebunden.


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Von Lars A. Fischinger

Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Interviews bzw. Videos mit Aliens (oder besser gesagt: angeblichen Aliens) gibt es in der UFO-Forschung seit Jahrzehnten. Das ist erst mal nicht neu.

Neu ist aber ein momentan hitzig diskutiertes Video mit einem Alien, das in einem verdunkelten Raum interviewt wird.

Der angebliche Alien-Film ist interessant. Deshalb bin ich diesem unheimlichen Streifen des Blue Book UFO-Projekt (heißt es) einmal auf den Grund gegangen …

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129.491 “Project Blue Book” UFO-Seiten der US-Air Force online: Von UFO-Wellen, dem Roswell-Fall, einer “Area 51” und einem Präsidenten, der sich mit Außerirdischen traf (Artikel)

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UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt "Blue Book" der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage L.A. Fischinger)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Top Secret UFO-Akten und ehemals gemeine Dokumente über “Unbekannte Flugobjekte” von Regierungen, Militärs und Geheimdiensten werden seit Jahren von diesen immer mehr frei verfügbar online gestellt. So auch das legendäre “Project Blue Book” (auch “Bluebook”). Ein UFO-Forschungsprojekt der Luftwaffe der USA, dass von 1947/1951 bis 1969 geführt wurde. Ein US-UFO-Forscher hat nun alle 130.000 Seiten des berühmten UFO-Projektes sortiert und online gestellt. Doch “die großen Rätsel der UFO-Forschung” erhellen auch diese nicht.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Hunderttausende von einst streng geheimen Akten und Papieren rund um das Thema “UFOs” und “Unbekannte Flugobjekte” aus der ganzen Welt sind unlängst kostenlos im Internet für jeden abrufbar. Von Regierungen ebenso wie von privaten Forscher oder auch Geheimdiensten. Ein Segen des Internet – keine Frage.

Nachdem die US-Air Force aus den früheren UFO-Projekten “Project Sign” und “Project Grudge” 1951 das “Project Blue Book” ins Leben rief, sammelte die USAF darin zahlreiche UFO-Meldungen. Insgesamt sind in den fast 130.000 Seiten des “Blaubuch” 12.618 UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 enthalten. Diese Dokumente hat der UFO-Forscher John Greenewald nun auf seiner Internetseite “The black Vault” online gestellt. Greenwald betrachtet seine Internetseite als eine Kollektion von freigegeben UFO-Papieren und umfasst mit Stand gerade bereits 1.322.017 Dokumente. Und es werden ständig mehr. Nicht nur UFO-Akten wie eben das “Project Blue Book” sind dort zu finden, sondern auch FBI-Papiere, CIA-Dokumente, Berichte anderer Länder usw. sondern auch Unterlagen und Fälle zu anderen Themen. Freigegebene Berichte zum Thema Tierverstümmelungen oder John F. Kennedy ebenso wie solche zu Geistern, bekannten Hoaxes und Meldungen zur Kryptozoologie. Ein umfassendes Archiv des Phantastischen … (s. auch hier & hier)

Tabelle der UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 vom "Project Blue Book" (Bild: gemeinfrei)
Tabelle der UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 vom “Project Blue Book” (Bild: gemeinfrei / zum Vergrößern anklicken)

Auch die sortierten UFO-Akten des “Blue Book” können natürlich heruntergeladen, durchsucht und ausgedruckt werden. Letzteres wäre aber aufgrund der Vielzahl der Dokumente weniger sinnvoll. Interessant ist bei dem blauen Buch der US-Air Force auch der Umstand, dass einige hundert Fälle von den Luftwaffenermittlern nicht geklärt werden konnten. Was letztlich ursächlich für eben diese (701) ungeklärten Meldungen war, sei einmal dahingestellt.

Weiter ist aber auch eine Statistik interessant, die ich vor vielen Jahren (1999) auf meiner ersten Internetseite veröffentlichte (Bild links). Diese zeigt, dass zumindest nach den Ermittlungen der US-Luftwaffe in den Jahren 1952, 1957 und 1966 regelrechte UFO-Wellen gemeldet wurden. Vor allem das Jahr 1952 ist hier interessant, da von den 1.501 Berichten 303 nicht geklärt werden konnten. Ob jedoch die USAF tatsächlich auch alle UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 dokumentierte oder sogar untersuchte, ist sicher fraglich und wohl kaum möglich gewesen.

US-Präsident Eisenhower vs. Außerirdische …

Nur zwei Jahre nach dieser UFO-Welle von 1952 kam es dann sogar zu einem realen und physischen Treffen des damaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Das zumindest besagt die Gerüchteküche in der UFO-Forschung. Tatsächliche Belege oder Dokumente für dieses sehr hartnäckige Gerücht … gibt es leider nicht. Auch nicht in den Papieren des “Projekt Blue Book” (was ich persönlich, wenn die Story wahr wäre, auch nicht erwartet hätte!) Jedoch hat Henry W. McElroy, ehemals Abgeordneter des US-Bundesstaates New Hampshire, in einem Video vor einigen Jahren gesagt, dass er selber mehr oder weniger entsprechende Geheimdokumente sah. Diese würden, wenn sie denn existieren, für diese seltsame Alien-Präsident-Meeting-Geschichte sprechen.

McElroy erklärte in dem Video:

„Das Dokument, das ich sah, war ein offizieller Brief an Präsident Eisenhower. Soweit ich mich erinnere, war dieses Schreiben in hoffnungsvoller Sprache und informierte Präsident Eisenhower über die immer noch andauernde Präsenz extraterrestrischer Wesen hier in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Das Schreiben schien anzudeuten, dass ein Treffen zwischen dem Präsidenten und einigen dieser Besucher arrangiert werden könnte, sollte dieses als angemessen angesehen und gewünscht werden. Der Inhalt des Schreibens legte auch nahe, dass es keinerlei Grund für Bedenken gebe, da diese Besucher keinerlei bedrohliche Absichten oder was auch immer haben. Weder jetzt oder in der Zukunft. (…)

Einmal One-way in die Area 51, bitte! Die Flugzeuge mit den roten Streifen von Las Vegas: Amerikas „geheime Fluggesellschaft“.(Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Einmal One-way in die Area 51, bitte! Die Flugzeuge mit den roten Streifen von Las Vegas: Amerikas „geheime Fluggesellschaft“. (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Überprüfen lässt sich das nicht …

Die “Area 51” und der UFO-Absturz von Roswell

Ein Jahr nach diesem angeblichen Meeting zwischen US-Präsident Dwight D. Eisenhower und “Besuchern” am 20. Februar 1954 wurde 1955 übrigens die “Area 51” errichtet (die zuvor als Gelände für Militärübungen diente). Eine Abteilung der US-Waffenfirma “Lockheed”, die sich mit streng geheimen Waffenentwicklungen befasst, wurde vom CIA damit beauftragt, dieses Testgelände am Groom Lake in Nevada 1955 auszubauen. Für abgestürzte UFOs, wie es hinter vorgehaltener Hand heißt. Offiziell jedoch für die Entwicklung des Spionageflugzeuges “U 2” und anderer (Waffen-)Technologien.

Zu diesem Themen habe ich im November 2014 ein Video-Interview mit dem UFO-Forscher und Historiker Marius Kettmann auf meinem Channel bei YouTube online gestellt.

Die “Area 51” gibt es natürlich tatsächlich, was schon lange kein Geheimnis mehr ist. Als Teil der Basis “Nellis Range” der US-Luftwaffe unweit von Las Vegas (s. a. Bild rechts). Was dort heute alles für Top Secret-Waffen entwickelt werden, wissen nur wenige Eingeweihte/Mitarbeiter/Geldgeber/Planer. Ebenso, ob der Mythos von den UFOs und selbst leibhaftigen Außerirdischen, die dort leben sollen, stimmt, weiß auch niemand bzw. kann niemand belegen. Gleiches gilt für die Story um Präsident Dwight D. Eisenhower, dass sich dieser mit Aliens traf.

Statement der US-Air Force zur "Area 51" von 1998
Statement der US-Air Force zur “Area 51” von 1998 (Bild: gemeinfrei / zum Vergrößern anklicken)

Auch die akribisch von dem UFO-Forscher John Greenewald archivierten Dokumente belegen dies nicht. Was aber trotz Verschwörungen und Gerüchten ebenfalls interessant ist, ist das Thema UFO-Absturz von Roswell 1947 in New Mexiko und das “Projekt Blue Book”: Die Papiere der blauen Air Force-Untersuchung dokumentierten im Jahr/Sommer 1947 keinen Roswell-Vorfall.

Am 20. Februar 1954, als Präsident Eisenhower der Story nach von Palm Springs in Kalifornien heimlich von einer “Grillparty” zu seinem Meeting mit Außerirdischen in einer Basis in New Mexico verschwand, kennt “Blue Book” ebenfalls keine UFO-Meldung. Wohl aber einen Tag später am 21. Februar über Kalifornien…

Offiziell wurde Eisenhowers Abwesenheit bei der Veranstaltung übrigens ganz menschlich erklärt: Er musste zum Zahnarzt, da er sich beim Essen eine Zahnkrone abbracht.

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UFO-Forschungs-Projekt "BLUE BOOK": "Ich will die Antwort auf diese Untertassen-Frage!"

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Sie jagten Marsmännchen nach wissenschaftlichen Standards: 1951 gründete die US-Armee einen Forscherstab, der alle weltweiten UFO-Sichtungen untersuchen sollte. Die Verschwörungstheoretiker konnte das “Project Blue Book” nicht bekehren – denn ausgerechnet einer der Professoren wurde zum Überläufer.

Von Arno Frank

Wenige Dinge dürften auf absehbare Zeit so unwahrscheinlich sein wie eine Invasion der Erde durch außerirdische Mächte. Wieso sollte uns angreifen, wer über eine so fortschrittliche Technologie verfügte, dass er intergalaktische Distanzen mühelos überwinden könnte? Das wäre, als würde die komplette US-Armee mobilisiert, nur um einen Tante-Emma-Laden zu überfallen. Andererseits fliegen manche Wissenschaftler auch zu Forschungszwecken um die Welt und paddeln irgendwelche Dschungel kilometerlang flussaufwärts, nur um unter einem feuchten Stein eine neue Schneckenart zu entdecken.

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News zum YouTube-Video “Interview mit einem Alien”: Ein Urheber hat sich gemeldet – aber nicht die CIA! Über den Fake und “krimineller Energie”

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Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)
Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)

Dass sich die Welt und Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files schon seit Jahren einer Sintflut an Fakes, Betrug, Irrtümern und Schwindeleien gegenüber sieht, sollte kein Mysterium sein. Vieles entsteht aus Unwissenheit und völlig mangelhafter Recherche, wobei andere Dinge wieder mit Absicht gefälscht werden. So auch ein Video, dass angeblich ein Interview mit einem Außerirdischen zeigt, der im Rahmen des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Regierung 1964 vernommen wurde. Ein eindeutiger Fake, wie ich es für ein entsprechendes YouTube-Video 2016 detailliert recherchierte und darlegte. Jetzt aber gibt es zu diesem Schwindel Neuigkeiten von einem der “Urheber”, denen ich erneut genauer nachgegangen bin. Obwohl sich nicht CIA & Co. meldeten, so zeigte sich doch, mit welcher “kriminellen Energie” die Alien-Video-Hoaxer agiert haben, wie Ihr in diesem Posting erfahren werdet!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bereits am 3. August 2016 diskutierte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Grenzwissenschaft und Mystery Files ein “unheimliches Alien-Videos”.

Darin ging es um ein Filmchen, in dem angeblich ein Außerirdischer von den USA interviewt wird. Ein fremdes Wesen, das sogar aus der Zukunft gekommen sein, wie es in dem entsprechenden Interview heißt.

Die ganze Sache war und ist natürlich “Top Secret” und sei angeblich irgendwie durch dunkle Kanäle in das Internet gelangt. Wie eigentlich alle derartigen “streng geheimen” Videos, die plötzlich im Netz auftauchen. In meinem YouTube-Video, das ich ich für Euch weiter unten erneut eingebunden habe, ging ich im Sommer 2016 diesem rätselhaften Film mit dem Alien-Interview einmal genauer nach.

Angeblich stamme die Aufzeichnung dieses Interviews mit dem dort zu sehenden Außerirdischen von dem US-Geheimdienst CIA. Mehr noch, denn wie behauptet wurde, “stammt das Video-Dokument von 1964 und wurde im Rahmen des bekannten UFO-Forschungsprojektes Blue Book der USA erstellt”.

Da dieses “Alien-Interview” 2016 innerhalb der Mystery-Szene weite Kreise im Netz zog, und ich damals zahlreiche Anfragen dazu von Euch bekam, nahm ich mich des Themas letztlich an.

Der Grund für meine Recherchen war auch, dass in dem Interview UFO-Papiere gezeigt wurden, die angeblich eben von diesem UFO-Forschungsprojekte “Blue Book” stammten. Gleich zu Beginn sollte diese UFO-Akte belegen, dass der danach zu sehende Außerirdische am 9. Juli 1964 im Rahmen von “Blue Book” interviewt bzw. verhört wurde.

Und dieses hoch-offizielle UFO-Projekt der US-Regierung gab es bekanntlich tatsächlich.

UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)

Schon hatten also die Macher des “Alien-Interviews” das Interesse von UFO- und Alien-Interessierten durch dieses kleine Detail geweckt. Der Plan ging auch dadurch auf, da sich der Film international (ohne kritische Analyse) im Internet verbreitete und viele Klicks und Kommentare folgten.

UFO-Faker und Alien-Witzbolde

Wie im unten eingebundenen YouTube-Film von mir deutlich wird, habe ich das “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” detailliert behandelt. Das Ergebnis meiner Vergleiche und Recherchen zeigte klar, dass es ein Fake von Alien-Witzbolden war. Es war kein super geheimes Interview mit einem Außerirdischen, der von der US-Regierung einem dunklen Raum (in Englisch) interviewt wurde.

Weiter ergaben die Recherchen auch, woher dieser Film eigentlich stammt – und das dieser ganz einfach von vorne bis hinten ein Schwindel ist.

Schon als der Film 2016 viral ging, sagten zum Glück fast alle Mystery-Fans, dass es ein Fake sei. Vor allem auch in den Sozialen Netzwerken und hier vor allem bei Facebook. Aber wirklich belegen konnte ausnahmslos niemand in den Kommentaren, dass das Video gefälscht wurde. Aussagen in Sinne von “das sieht man doch sofort” sind grundsätzlich erst mal kein Beweis für einen Fake.

Aber umgekehrt wären es auch kein Beleg für ein echtes Alien-Video, nur weil man “es doch sieht”. Nachdem ich in meinem YouTube-Video diesen kleinen Alien-Film mit dem Interview detailliert durchleuchtet hatte, folgten in der dortigen Community zahlreiche Kommentare. Die allermeisten Feedbacks waren eben im nichtssagenden Sinne von “sieht man doch sofort, dass es ein Fake ist”.

VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)
VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)

Viele Kommentaren lobten dabei auch die Mühe, die ich mir machte, um Genaues zu die Alien-Filmchen herauszufinden. Schließlich kann jeder schnell “Fälschung!” rufen und es als Computeranimation bezeichnen. Auch ich habe es allerdings von vornherein als Hoax angesehen.

Es gab aber noch eine dritte Gruppe von Meinungen. Und zwar jene, die weiterhin glaubten, dass dieses “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” möglicherweise doch echt sein könnte. Nach diesen wäre es also möglich, dass hier ein echtes Wesen zu sehen ist, das nicht von unserer Welt stammte, als es 1964 vor die Kamera gebeten wurde …

Copyright by CIA and Government of the United States?

Grundsätzlich ist es so oder so immer fraglich, wenn auf YouTube oder anderen Stellen im Netz streng geheime Fotos oder Videos auftauchen, die irgendwie von einer Regierung stammen sollen. Seien es nun Top Secret-Filme der NASA oder US-Regierung oder UFO-Dokumente, die angeblich ultra geheim sein sollen.

Warum aber stehen sie dann teilweise über Jahre hinweg online und sind damit für jeden zu sehen?

Das fragen sich nicht nur Kritiker der Grenzwissenschaft, sondern auch viele Pro-Mystery-Fans. Zumal vielfach dieses vorgebliche Top Secret-Material gerade auf YouTube unbehelligt zu finden ist. Diese Video-Plattform gehört zum Imperium von Google – und Google wird nicht umsonst als “Datenkranke” bezeichnet. Auch die USA (CIA, NSA & Co.) hat Zugriff auf das Google-Imperium.

VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)
VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)

Spätestens seit den ganzen Enthüllungen in Sachen Spionage, Abhörsandale, Edward Snowden oder der massenhafte Überwachung des Internet, sollte jedem klar sein, dass echtes brisantes Geheimmaterial niemals dauerhaft über YouTube verbreitet werden kann!

Jetzt habe ich es mir aber im August 2016 erlaubt, dass fragwürdige Alien-Interview in voller Länge in meiner entsprechenden Analyse bei YouTube einzubinden. Mein Video geht exakt 18 Minuten und das Interview mit dem Außerirdischen darin allerdings nur rund 4,5 Minuten.

Seit dem Upload am 3. August 2016 habe ich bis dato 204.765 Aufrufe und weit über 700 Kommentare dazu erhalten – doch die US-Regierung, das CIA oder wer auch immer schwieg. Man ließ mich also weiterhin das “streng geheime Video” innerhalb meines Filmes verbreiten.

Bis jetzt!

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Am 22. Januar bekam ich eine E-Mail von YouTube, dass jemand genau auf einen Teil dieser Sequenz mit dem Alien einen Urheberanspruch erhebt. Doch es war nicht die CIA, die Angst um irgendwelche Geheimnisse aus ihrem UFO-Projekt “Blue Book” hatte, sondern es war u. a. zu lesen:

Hallo Grenzwissenschaft und Mystery Files,

ein Urheberrechtsinhaber hat mit Content ID einen Anspruch auf Inhalte in deinem Video erhoben.

(…)

Videotitel: Interview mit einem ALIEN aus der Zukunft: Gruseliges Top Secret Video von Project Blue Book 1964″

Das ist durchaus kein ungewöhnliches Vorgehen seitens YouTube bzw. von Urhebern und auch vollkommen OK. Allerdings ist der Urheber ein User mit Namen “TuneCore” der im Auftrag von “Zenyth the Architect” handelt. Bei YouTube selber sieht das dann so aus, wenn ich mir im Dashboard meines Channel die Details dazu ansehe:

In deinem Video wurden urheberrechtlich geschützte Inhalte gefunden. Der Anspruchsteller lässt die Verwendung seiner Inhalte in deinem YouTube-Video zu. Es könnten allerdings Werbeanzeigen eingeblendet werden.

Urheber-Details zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Ausschnitt)
Urheber-Details zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” [anklicken zur Großansicht] (Ausschnitt)

Hier wurde also bei diesem Fake-Alien Anspruch auf eine Tonaufnahme mit dem Titel “Offset Spacial Divergence” von einem Auftraggeber namens “Zenyth the Architect” erhoben. Ich kenne dieses Problem auch aus anderen Videos von mir, weshalb ich weiß, dass man den fraglichen Bereich mit dem Ton oder Sound auch automatisch entfernen lassen könnte.

In diesem Fall ist es exakt der Timecode 3:12 bis 4:41 meines Videos, in dem sich der Anfang des vermeintlichen “Alien-Interview” befindet. Der Anspruchssteller, der nun deshalb in meinem Video werben darf, ist auch nicht der Geheimdienst CIA sonder eben “Zenyth the Architect“. Diese Produktion sitzt in Kanada und produziert “Space-Sounds”, wenn man es so nennen möchte. Sie selber sagen zum Teil “Astral Hippie” dazu und haben sogar eine eigene Sound-Cloud mir ihren und anderen Werken.

+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der Desinformant” Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan … etc. Desinformationen verbreite (Bild: Fischinger-Online)

Recherchiert man in der Musik-Cloud von “Zenyth the Architect” findet man schnell auch den fraglichen Teil mit dem Alien-Interview. Also das Gespräch an sich zwischen “Alien” und “US-Agent”. Wobei dieser Sound dort über drei Minuten und zehn Sekunden geht. Nach dem “Interview” folgt eben “Space-Sound”, der von den Video-Hoaxern natürlich herausgeschnitten wurde …

Diskrepanzen und kriminelle Energie!

Vielleicht mag es dem ein oder anderen an diesem Fake bereits aufgefallen sein:

Der Film mit dem Alien geht in meinem YouTube-Video von ca. 3:10 bis 7:45, also rund 4 Minuten und 35 Sekunden. Anspruch erhebt “Zenyth the Architect” aber nur für etwa die ersten eineinhalb Minuten des Gesprächs. Wie kann das sein, wenn doch der “Alien” über 4,5 Minuten sein Interview gibt? Die Antwort zeigt wieder, welche Mühe sich die Video-Fälscher mit ihrem “Interview mit einem Außerirdischen” gegeben haben.

Der fragliche Sound, zu dem Anspruch gestellt wurde, heißt ganz genau genommen “Offset Spacial Divergence (Space Pilot II)” und ist damit offensichtlich ein zweiter Teil. Tatsächlich hat ein anderer Sound-Architekt bereits zuvor einen Teil 1 produziert, der inzwischen ebenso in der fragliche Cloud zu finden ist. Dieser geht rund 4,5 Minuten und gehört erstaunlicherweise nicht “Zenyth the Architect”.

Erstaunlich ist es deshalb, das sich in diesem Teil 1 der Rest des Alien-Interviews findet, den die Video-Fälscher von dort heraus geschnitten haben. Auch wenn es der erste Teil ist, handelt sich dabei um das Ende des Gespräches in dem fraglichen “Alien-Interview” und ist sicherlich auch eher produziert worden. Die Animationsfirma des Interview-Videos hat folglich schon regelrechte kriminelle Energie in diese Produktion gesteckt:

Neben der Erschaffung des Alien-Filmes an sich mussten die Hoaxer eine UFO-Akte von “Blue Book” für die Einleitung des Filmes fälschen. Letzteres kann natürlich jeder Laie.

VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)
VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Nachdem das Video dann aber fertig geschnitten war, brauchten die Macher noch die richtige Tonkulisse für das Gespräch zwischen “US-Agent” und “Außerirdischen”. Dieses Gespräch schnitten sie aus zwei unterschiedlichen Musik-Titeln heraus, die von zwei ebenso unterschiedlichen Sound-Künstlern bzw. Musikern angefertigt wurden. Auch wenn beide die Stimmen von Mensch und Alien auf die selbe Art verzerrten.

Dann nahmen die Interview-Produzenten diese Sequenzen und schnitten sie inkl. “dramatischer Pausen” zu einem in sich stimmigen und flüssigen Interview zusammen und legten es über ihr Alien-Video. Natürlich zeitlich exakt auf ihren Film abgestimmt. Gut möglich ist jedoch auch, dass das Bildmaterial der zuvor zusammengebastelten Tonspur angepasst wurde.

Wie es auch immer genau im Detail geschah, so zeigt dieses Beispiel doch eines überaus deutlich: Video-Fälscher scheinen zu viel Zeit zu haben und stecken offenkundig nicht wenig Energie und Überlegungen in ihre Hoax hinein.

Als begeisterter Mystery-Jäger habe ich dies in diesem Posting zwar auch getan, doch aus anderen Beweggründen. Die detailreichen Ausführen in diesem Post sollen zeigen, was sich hinter so machen Mysterium alles verbergen kann, wenn man es nicht einfach mit einem “man sieht doch, dass es Fake ist” beiseite schiebt.

“Jäger des Phantastischen” sind schon ein sonderbarer Schlag Mensch, wenn man sich auch für nachgewiesene Fakes interessiert. Es ist jedoch Teil der Faszination Mystery, und einer der Gründe, warum ich im kommenden Jahr eigentlich schon 30 Jahre Grenzwissenschaft-Begeisterung feiern kann …

Hier meine Analyse des “Alien-Interview” vom Sommer 2016 bei YouTube:

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Mystery-Video Top 5 des Jahres 2016: Die fünf meist gesehenen YouTube-Videos zur Grenzwissenschaft von Fischinger-Online

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Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)

Das Jahr 2016 haben wir nun hinter uns gelassen und ein neues Jahr voller phantastische Mysterien der Menschheit hat begonnen. Wie seit zwei Jahrzehnten war ich im vergangenen Jahr als Jäger des Phantastischen dem Unfassbaren auf der Spur. Natürlich auch mit Videos auf meinem YouTube-Kanal zur Grenzwissenschaft und Mystery Files, auf dem sich bereits über 260 Videos finden. Die von Euch im Jahr 2016 meist gesehenen Videos meines Channel zeigt Euch dies Top 5. Viel Vergnügen.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Exakt 262 Videos zur Grenzwissenschaft und  den Rätseln der Welt befinden sich inzwischen auf meinem YouTube-Kanal. Das kann sich durchaus sehen lassen!

Die Top 5 der Videos und Beiträge, die im vergangenen Jahr am häufigsten angesehen wurden, habe ich für Euch unten eingefügt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese bereits schon vor dem Jahr 2016 online waren.

Am Ende findet Ihr die Plätze 6 bis 10 des Jahres 2016 zusammengefasst.

Platz #1

Im Erdinneren wohnt eine fremde Super-Zivilisation! Edward Snowden-Enthüllung oder Mystery-Ente?

Platz #2

Bizarr! Die seltsamsten Mysterien der Grenzwissenschaft. (Vortrag von Lars A Fischinger):

Platz #3

Mysteriöses Artefakt in der Cheops-Pyramide übersehen? Was fand der “Pyramid Rover” 2002 tatsächlich?

Platz #4

Interview mit einem Alien aus der Zukunft? Gruseliges Top Secret Video von “Project Blue Book” 1964 – was ist davon zu halten?

Platz #5

Riesige Pyramiden in Deutschland – Sensationelle Entdeckungen?

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Die Plätze 6 bis 10 belegen 2016 folgende Videos:

Sensationeller Fund in Ägypten? Über die Geheimkammern im Grab des Tutanchamun (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)Platz #6

 VORTRAG von Lars A. Fischinger 2012: "Objekt M" - Ein UFO aus der Eiszeit? Und: Neues zum Aluminium-Fund von Aiud. (Bild: M. L. Sievers / Montage: L. A. Fischinger)Platz #7

Eine Reise ohne Wiederkehr 1959 im Ural: "Das Rätsel des Djatlow-Pass Unglück": Warum fanden 9 Menschen einen unerklärlichen Tod? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)Platz #8

Exklusiv Interview mit Erich von Däniken (Bild: Tatjana Ingold/Pixel-Zauber.ch / Bearbeitung: L.A. Fischinger)Platz #9

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)Platz #10

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NASA-Chef: “Es gibt Außerirdische, wir werden sie finden.” Es aber keine Aliens & UFOs in der Area 51…”Ich war dort.”

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Die NASA ist sicher, dass es Außerirdische gibt, nur nicht in der Area 51. (Bilder: NASA)
Die NASA ist sicher, dass es Außerirdische gibt, nur nicht in der Area 51. (Bilder: NASA)

Der NASA-Chef Major Charles Frank Bolden Jr ist sicher, dass Außerirdische gibt, so erklärte er es vor einer Klasse britischer Schulkinder. Außerirdisches Leben muss es im Universum geben – aber nicht in der legendären Area 51 in Nevada (USA). “Ich war dort”, so Boldern, aber Aliens und UFOs habe er nicht gesehen. Auch erklärte er den Kindern, was es mit den kommenden bemannten Mars-Missionen der NASA auf sich hat.

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Außerirdisches Leben existiert, ist sich der Chef der NASA sicher, aber es existiert nicht in der “UFO-Basis” Area 51. Er selber sei nämlich in der Basis in der Wüste Nevadas gewesen und habe dort weder Aliens noch UFOs gesehen:

Es gibt die Area 51. Aber es ist nicht das, was viele Menschen denken. Ich war an diesem Ort. Allerdings ist es eine normale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung. Ich sah nie irgendwelche Aliens oder Alien-Raumschiffe oder irgendwas als ich dort war.

So berichtete es die britische Zeitung “The Telegraph” am 19. Juni 2015. Die Anlage sei nur eine geheime Einrichtung für Forschungen in der Luftfahrt. Eben das, was sie auch offiziell nach den Angaben der US-Regierung ist, seit diese Basis vor Jahrzehnten von und mit dem CIA gegründet wurde.

Außerirdisches Leben muss es aber einfach geben, so ist sich der NASA-Chef sicher. Auf die Frage der zehnjährigen Schülerin Carmen Dearing nach diesen Aliens sagte Bolden:

Ich glaube, dass wir eines Tages andere Lebensformen finden werden. Wenn nicht in unserem eigenem Sonnensystem, dann in einem der anderen Sonnensysteme der Milliarden anderen im Universum. (…)

Heute wissen wir, dass es buchstäblich Tausende, wenn nicht Millionen von anderen Planeten gibt, von denen viele unserer eigenen Erde sehr ähnlich sind. So einige von uns – viele von unsglauben, dass auf dem Weg sind sie zu finden Beweise, dass es Leben anderswo im Universum gibt.

Reise zum Mars: Die Toilette ist ein Problem!

UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt "Blue Book" der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage L.A. Fischinger)
Artikel: Über die 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” und der Area 51 (Bild: gemeinfrei / Collage L. A. Fischinger)

Bolden erklärte den Kindern in der Fragestunde auch, dass es das Ziel der NASA sei, in den frühen 30ger Jahren dieses Jahrhunderts auf dem Mars zu landen.

Zuerst sollen Automaten und Roboter auf dem Mars “Häuser und Habitate” errichten, bevor dort dauerhaft Menschen leben können. Aufgrund der Dauer der bemannten Missionen zum Mars sei es für die NASA bisher auch noch ein Problem, eine Toilette zu entwickeln, die immer und immer wieder funktioniert. Eine dauerhaft funktionierende Toilette im All für die Reise zum Mars sei “a big Deal”.

Auch zu den Verschwörungen, dass die NASA niemals Menschen auf den Mond geschickt hat, äußerte sich Bolden gegenüber den Kids. Er bekomme angesichts dieser Verschwörungstheoretiker Frustrationen. “Aber ich verstehe, wenn die Leute Zweifel haben”, so der NASA-Wissenschaftler, “ich hab keine Zweifel”. Auch nicht daran, dass die Menschheit noch zu Lebzeiten (der Kinder) zum Mars reisen wird.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“BILD”-Interview mit dem UFO-Forscher John Greenwald Jr.: UFOs sind außerirdisch – oder irdisch. Aber „ich bin überzeugt, dass es Außerirdische gibt“

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UFO-Jäger John Greenwald im Interview mit der "BILD" (Bild: Public domain / YouTube-Sceenshot / L.A. Fischinger)
UFO-Jäger John Greenwald im Interview mit der “BILD” (Bild: Public domain / YouTube-Sceenshot / L.A. Fischinger)

Die legendäre “BILD” titelte jüngst online: “BILD-Interview mit berühmtem UFO-Jäger: ,Ich bin überzeugt, dass es Außerirdische gibt'” Damit ist der UFO-Forscher John Greenwald J r. gemeint, der sich seit vielen Jahren mit dem UFO-Phänomen befasst und den die “BILD” mit eigenen Worten “ins Verhör genommen” hat. Und tatsächlich ist Greenwald in der UFO-Szene kein Unbekannter.

 

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor recht genau zwei Monaten postete ich auf diesem Blog einen Artikel zum Thema “129.491 “Project Blue Book” UFO-Seiten der US-Air Force online”. Darin ging es um die Arbeit von John Greenwald, der sich die Mühe machte, die Papiere des UFO-Forschungsprojektes “Blue Book” in eine Datenbank einzustellen.

Am 19. März stellte nun die “BILD” ein kostenpflichtiges Interview mit Greenwald ein, das nur von BILDplus-Abonnenten gelesen werden kann. Über ein Jahrzehnt, so die Meldung, studiere der “selbst ernannte UFO-Jäger” (“Krone“) inzwischen Dokumente der Regierung der USA, die für jeden unlängst durch den “Freedom of Information Act” einsehbar sind. Er sei sicher, dass es Außerirdische hier auf unserem Planeten gibt, so Greenwald, die hinter dem UFO-Phänomen stecken.

Weiss Whistleblower Edward Snowden tatsächlich von einer Hoch-Zivilisation im Inneren der Erde? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)
“UFO-Sensationen” im Internet kommen fast täglich – auch um Whistleblower Edward Snowden (Video) (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)

Doch es ist etwas verwirrend, wie der UFO-Forscher zu seiner Überzeugung gelangt ist. “Das Phänomen UFOs ist real, das kann ich nach dem Studium all der Akten voller Gewissheit sagen”, so Greenwald im “BILD”-Interview. Dieser Aussage stimmen mit Sicherheit auch die größten Kritiker des Themas zu, da die Realität eines Phänomens von unbekannten Sichtungen – eben UFOs als unbekannte Flugobjekte – wohl unbestritten ist. Gleichzeitig aber gibt Greenwald zu denken, dass es “kein Regierungsdokument gibt, das schwarz auf weiß bestätigen würde, dass hinter UFO-Sichtungen Aliens stecken müssen”. Ebenso merkt er an, dass er nicht ausschließen kann, dass UFO-Sichtungen auf geheime Manöver der Militärs zurückzuführen seine und so vollkommen irdischer Herkunft sind.

Weiter schimpft Greenwald vollkommen richtig (wie ich immer wieder) über die Flut von Fakes und Hoaxes in der UFO-Welt:

Leider sucht jeder nach dem nächsten viralen Video, es gibt immer mehr ‘Fakes’, plumpe Scherze. Diese Typen fälschen in Photoshop auf der Jagd nach Millionen YouTube- Zugriffen. Das killt die Suche nach der Wahrheit! Jetzt glaubt ja jeder, dass jedes Video, jedes Beweisstück eine Fälschung ist. Das ist die traurige Realität der heutigen Welt.

Dass Greenwald von der Realität von außerirdischen UFOs überzeugt ist, ist nach seinen Aussagen also als eine Art persönliche Meinung zu deuten. Er selber ist davon überzeugt und sagt gleichzeitig, dass die von ihm studierten Ex-Geheim-Papiere diese Überzeugung nicht belegen.

Zahlreiche Gespräche, die ich in den vergangenen 20 Jahren führte, zeigen, dass dies in der UFO-Forschung nicht verwundern sollten. Quasi ausnahmslos alle Interessierte sind der Meinung: Wenn es derartige UFO-Beweise in Dokumenten gibt, würden diese trotz des “Freedom of Information Act” der USA wohl nicht veröffentlicht werden. Denkbar ist das mit Sicherheit, aber auch diese “staatliche Unterschlagung der Beweise” ist wiederum nur eine Meinung.

Bei den Berichten im Internet mit Bezug zum Greenwald-Interview bei “BILD” begegnete ich übrigens öfter der Formulierung “selbst ernannter UFO-Forscher/Jäger” oder ähnlich. Natürlich! Niemand, kein Institut oder irgendeine Universität, ernennt eine Person zum “offiziellen UFO-Jäger” oder verleiht eine Art “UFO-Forscher-Titel” …

Ich danke Euch, Euer (selbst ernannter) Jäger des Phantastischen

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Interview mit dem UFO-Forscher und Betreuer der größten UFO-Meldestelle Deutschlands, der deutschen UFO-Datenbank, Christian Czech: “Das ,best UFO’ lässt weiter auf sich warten.”

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Warten auf ein "best UFO" (Bild: UFO-Datenbank.de / L.A. Fischinger)
Warten auf ein “best UFO” (Bild: UFO-Datenbank.de / L.A. Fischinger)

Alien.de ist der größte und meist gelesen UFO-Server des deutschsprachigen Internet. Im dortigen Diskussionsforum erschien jüngst ein Interview mit dem UFO-Forscher Christian Czech. Czech arbeitet nicht nur seit vielen Jahren aktiv in der UFO-Szene, sondern ist auch verantwortlich für das Projekt der sehr erfolgreichen aber auch arbeitsintensiven UFO-Datenbank der deutschen UFO-Ermittler. Für das Forum von Alien.de stand er nun Rede und Antwort.

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Interview mit dem UFO-Forscher und Betreuer der größten UFO-Meldestelle Deutschlands, der deutschen UFO-Datenbank, Christian Czech: “Das ,best UFO’ lässt weiter auf sich warten.” weiterlesen

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Totale Mondfinsternis 2019: Der nächste “Blutmond” steht vor der Tür – und was sich einige scheinbar zu Herzen genommen haben

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Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Gerade erst hat das Jahr 2019 begonnen, doch schon jetzt können sich Astronomie- und Mond-Freunde über neue Himmelsspektakel freuen: Seit dem 1. Januar kann am Himmel der Sternschnuppenschwarm der sogenannten “Quadrantiden” beobachtet (bei klarer Sicht) werden und am 21. Januar kommt erneut eine totale Mondfinsternis über Deutschland. Ganz Ähnlich wie bereits 2018. Der bekannte “Blutmond“, den wir in unseren Breiten erst in zehn Jahren wieder am Himmel bewundern können. Hier erfahrt Ihr alle Details, was uns die Vergangenheit über diesen blutroten Vollmond lehrte und was sich scheinbar einige Menschen seit dem zu Herzen genommen haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Abfallprodukte aus dem All

Der aktuelle “Sternschnuppen-Regen” hat bereits seinen Höhepunkt überschnitten. Dieser war in der Nacht vom 3. auf dem 4. Januar und die “Quadrantiden” (auch “Bootiden” genannt) sind alljährlich für Sternengucker ein himmlisches Spektakel. Ähnlich der sehr bekannten Meteorströme der “Perseiden” vom 17. Juli bis 24 August oder auch der”Leoniden” vom 14. bis 21. November.

Meteorströme oder auch Sternschnuppenschwärme sind eine Art Abfallprodukte aus dem All, die in der Erdatmosphäre verglühen. Es ist Material, dass  Kometen bei ihrem Weg durch das All abgeben. Kreuzt die Erde diesen Schweif mit Kometen-Material fängt sie dieses ein, und es kommt zu besagten Sternschnuppen. Bei den “Perseiden” ist der Ursprung beispielsweise der Komet mit den Namen “109P/Swift-Tuttle”. Bei den aktuellen “Quadrantiden” ist es ein Asteroid mit der Bezeichnung “2003 EH1”.

Selbst für die jüngsten Sternengucker ein bekanntes aber dennoch faszinierendes Phänomen am Himmel. Man kann von Glück sprachen, dass nur diese Auflösungsprodukte von Asteroiden und Kometen unsere Erde treffen und nicht ihre Urspungs-Objekte selber. Denn während die Erdatmosphäre diese kleinen Staub- Eis- und Gesteinsobjekte problemlos verbrennen kann, wird es bei größeren Körpern aus dem All schon problematisch. Sind solche “Bomben aus dem All” groß und massiv genug – können sie uns bei einem Einschlag im schlimmsten Fall den Weltuntergang bringen!

Das zeigt die Geschichte der Erde nur allzu gut.

Der Blutmond am Himmel

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Beim “Blutmond” sieht es anders aus, denn dieser fällt bekanntlich nicht vom Himmel. Es ist lediglich eine totale Mondfinsternis bei Vollmond, der allerdings eben dabei blutrot am Firmament erscheint. Grund für diese Art der totale Kernschattenfinsternis ist wieder die Erdatmosphäre. Diese beugt, bricht oder “verschluckt” bei hierbei das Sonnenlicht, so dass das langwellige Rot den Mond erreicht. Der Anteil des kurzwelligen Blau wird von der Atmosphäre gebrochen und schafft es nur sehr schwach bis auf die Mondoberfläche. Ergebnis: Ein Blutmond.

Erst Ende Juli 2018 konnten wir in Deutschland einen solchen “blutenden Mond” am Himmel sehen. Für Mond- und Sternen-Freude ein einmaliges Ereignis, da diese rote totale Mondfinsternis mit 103 Minuten Dauer die längste dieses Jahrhunderts war. Und obwohl dieser Blutmond (und alle seine Vorgänger) ein reines astronomisches Ereignis war, sponnen dennoch nicht nur im letzten Jahr einige “Esoteriker” herum.

Ein drohendes Zeichen der Apokalypse sei der Blutmond. Der Weltuntergang kommt. Jesus Christus bzw. Gott wird uns richten. Solche und ähnliche unsinnige Aussagen von irgendwelchen “Propheten” und “Experten” machten die Runde. Nicht nur auf diversen Internetseiten oder in einigen Boulevardmedien, sondern zum Teil sogar in entsprechenden Büchern.

Wie üblich war das alles Blödsinn und die “Propheten” schwiegen danach zum überwiegenden Teil wieder. Warum trotzdem der Blutmond immer wieder als Zeichen des Untergangs angesehen wird, ist sicher nicht nur mir schleierhaft. Obwohl man natürlich auch ohne dieses Himmelsereignis immer wieder sehr gerne einen kommenden Weltuntergang herbei-weissagt …

Wo sind die “Propheten” geblieben?

Anders scheint es aktuell zu sein. Der jetzt am 21. Januar kommende Blutmond scheint offenbar niemanden zu solchen “Prophezeiungen” direkt inspiriert zu haben. Das ist durchaus ungewöhnlich, da sich sonst irgendwo immer irgendwer findet, dass Ereignisse wie eben dieses für seine “Weissagungen” zu missbrauchen versteht.

Haben diese Menschen etwa dazu gelernt? Haben sie es sich zu Herzen genommen, dass ihre Ankündigungen schlichtweg alle Mumpitz waren/sind? Möglich. Auch wenn selbstverständlich die nächsten Weltuntergänge unlängst angekündigt wurden. Etwa für 2029.

Die totale Mondfinsternis beginnt über Deutschland übrigens um genau 4:34 Uhr am Morgen. Dann nämlich tritt der Mond langsam in den Kernschatten unserer Erde ein und ab exakt 5:41 Uhr ist die totale Mondfinsternis. Sie dauert bis genau 6:44 Uhr und ab 7:51 Uhr begibt sich der Mond wieder aus dem Schatten unseres Planeten. Ohne, dass die Welt untergegangen ist.

In Deutschland haben wir aber dieses Jahr noch eine weitere Mondfinsternis. Eine partielle – also teilweise – Mondfinsternis wird in der Nacht vom 16. zum 17. Juli hierzulande zu sehen sein. Eine totale wie am 21. Januar aber erst in recht genau zehn Jahren. Zu Silvester am 31. Dezember 2028. Hierbei wird die maximale Verdunklung des Blutmondes schon um 17:52 Uhr erreicht sein und etwa um 20:08 Uhr ist dann alles wieder vorbei.

Dazu schreibt die Internetseite mondfinsternis.net übrigens etwas Interessantes:

Die Presse wird sich mit Begeisterung auf das Thema stürzen, denn es gibt an diesem Abend nicht nur einen Roten, sondern auch einen ‘Blauen Mond’ zu sehen. Natürlich wird der total verfinsterte Mond nicht anders als sonst in Erscheinung treten. Es handelt sich lediglich um den zweiten Vollmond im gleichen Kalendermonat – und der wird als ‘Blue Moon’ bezeichnet.”

Ob sich nur Medien und Presse “mit Begeisterung auf das Thema stürzen” werden, soll an dieser Stelle einmal offen bleiben. Immerhin lehrt uns die Geschichte der Weltuntergänge, dass man immer mit dem Unerwarteten rechnen muss. In diesem Fall nicht mit einem unerwarteten Ende der Welt, sondern mit plötzlichen “Esoterikern”, die das vorhersagen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? Offene Fragen, bizarre Experimente und seltsame Antworten +++ Artikel +++

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen - und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Nah-Tod-Erfahrungen (NTE) sind in der Grenzwissenschaft, Esoterik und vor allem Parapsychologie ein fester Begriff. Jene seltsamen Erlebnisse, die Menschen an der Schwelle zum Tode machen und die für viele Hinweise oder sogar Beweise für ein Leben nach dem Tod sind. Unsere Seele, unser Ich oder unser Selbst ziehen nach dem Tod in einem unbestimmten “Jenseits”, wenn der Mensch seinen Körper verlässt. Solche “außerkörperlichen Erfahrungen” am Ende des Lebens bieten seit jeher Stoff für hitzige Diskussionen. Zumal dazu Schilderungen von Erlebnissen außerhalb des physischen Körpers kommen, die nicht mit Nah-Tod-Erfahrungen in Verbindung zu stehen scheinen. Wie ist das zu verstehen – und kann man das überhaupt verstehen?  Was ist das eigentlich, diese “Seele”? Und kann man sie tatsächlich physikalisch messen und wiegen, wie es Experimente vor langer Zeit belegt haben sollen? Ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema, dass mehr Fragen als Antworten – aber auch erstaunliche Gedanken liefert, wie Ihr es in diesem Artikel lesen werdet. Einem Artikel, den sensible Tierfreunde vielleicht besser nicht ganz lesen sollten …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Angst vor dem Tod: Spielball aller Religionen

Es gehört zu den fundamentalen Lehren der Religionen, Kulte und uralter Glaubensvorstellungen der Menschheit: Der Glaube, dass der Mensch nach seinem irdischen Leben in irgendeiner Art und Weise weiter existiert. In Form einer „Wiedergeburt“ (Reinkarnation) auf Erden, in einem „Paradies“, einer „Hölle“ oder irgendwo in einem unbestimmbaren „Jenseits“. Vielleicht auch in einer Wiedergeburt als „Geist“ in der Geisterwelt der Ahnen oder in den Reihen der Götter, wie es zahllose Kulturen der Vorzeit aber auch Gegenwart propagierten.

Die Auswahl an Angeboten, was der jeweilige Mensch glauben möchte, ist also überaus umfangreich. Für jeden ist etwas dabei. Die Tatsache, dass wir Menschen sterben, ist das Fundament ausnahmslos aller Religionen. Gäbe es keinen Tod, müssten auch nicht unzählige Religionen, Sekten und Glaubensgemeinschaften um die Gunst der Menschen und ihrer Seelen wetteifern.

Wozu jemanden das Seelenheil oder ewiges (oder ein neues) Leben versprechen, wenn es keinen Tod gäbe? Ohne unsere Angst von der eigenen Sterblichkeit hätte wohl keine Religion der Erde eine Daseinsberechtigung.

Alle religiösen Modelle können zwar nicht in der jeweiligen Form Recht haben, aber fester Bestandteil dieser Weltanschauungen ist der Glaube, dass der Mensch – seine Seele – den physischen Körper verlassen kann.

Der Mensch – außerhalb seines Körpers?

Den Körper verlassen – ein Glaube, der heute noch aktuell ist und auch in der Esoterik und Parawissenschaft diskutiert wird.

Hier spricht man allgemein von OBE („Out of Body Experience“), den „Außerkörperlichen Erfahrungen“ (= AKE). Besonders bei den oftmals hitzig und leidenschaftlich diskutierten Nah-Tod-Erfahrungen (NTE), soll es zu diesen Erlebnissen kommen. Menschen auf der ganzen Welt berichten von solchen Erfahrungen. Und schon die alten Ägypter glaubten fest daran, dass der Mensch eine Seele, Ka genannt, hat, die sich vom Körper trennen kann. Ein durchweg weit verbreiteter Glaube in vielen Teilen der Erde.

Bei den Nah-Tod-Erfahrungen berichten einige Betroffene im Nachhinein, dass sie ihren physischen Körper am Ort des Geschehens von Oben sehen konnten. Die „klassische Situation“ ist die, dass ein Mensch im Operationssaal oder auf der Intensivstation liegt und dort mit dem Tode ringt. Während Ärzte und Schwestern um das Leben des Patienten kämpfen, verspürt dieser plötzlich das Gefühl seinen eigenen Körper zu verlassen. Wie schwerelos gleitet dabei seine mutmaßliche Seele aus dem Körper heraus.

Der Patient sieht und hörte das gesamte Szenario, dass sich um seinen irdischen Körper abspielt. Eine klassische außerkörperliche Erfahrung also.

Solche Erfahrungen sind nicht nur spannend, sondern auch sehr umstritten. Ist es Tatsache? Hat der Mensch einen allgemein als Seele bezeichneten, nicht greifbaren Körper? Viele Menschen glauben das. Ebenso viele Autoren behaupten das auch immer wieder. Letztere sprechen dabei auch gerne von „Beweisen“, die sie in ihren jeweiligen Büchern vorlegen würden. Wissenschaftlich bewiesen ist das aber keineswegs! Sicher zur Freude der Religionen …

Verlassen Menschen aber erst nach dem Tod ihren irdischen Körper? Also erst an der Schwelle zum Tod bzw. dann, wenn alles zu spät ist? So, wie es die meisten Religionen in ihren frohen Botschaften verkünden: „Wenn Du stirbst, geht Deine Seele nach XY!“

Nicht unbedingt.

Betroffene wollen ihren Aussagen nach auch in anderen Extremsituationen wie Unfällen oder Folter eine AKW gemacht haben. Situationen also, bei denen das Leben eigentlich gar nicht in unmittelbarer Gefahr war. Oder anders ausgedrückt, während Ereignissen, die nicht als Nah-Tod-Erfahrungen betrachtet wurden und werden.

„Bilokation“

„Spiritisten“ wie auch ernsthafte Grenzwissenschaftler nennen diesen Körper auch „Astralkörper“. Eine Loslösung der Seele oder des „Astralkörpers“, um der physischen Situation zu entfliehen.

Teilweise gehen einige Forscher und Autoren sogar noch einen großen Schritt weiter. Sie vertreten die These, dass einige Menschen ihre Körper verlassen und dabei ihren „Astralkörper“ an einem anderen Ort wieder erscheinen lassen können. Ausgelöst durch Extremsituationen oder sogar – was ganz besonders interessant ist – vollkommen bewusst und beabsichtigt.

Man spricht hierbei auch von „Bilokation“; also der „Doppelten Anwesenheit an zwei Orten“. Man könnte es auch als „Astral-Projektion“ bezeichnen. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Beispielen und Berichten in der einschlägigen Literatur. Prominenteste Person, die diese Fähigkeiten besessen haben soll, ist der der im Sommer 2002 vom Vatikan heiliggesprochene Pater Pio aus Italien. Ein religiöser Nationalheld.

Eines darf man bei diesen fraglos komplexen Thematiken aber nicht vermischen: „Bilokation“ bedeutet, dass eine Person an zwei Orten zur selben Zeig gesehen wird. Eine „Astral-Reise“ des Selbst außerhalb des physischen Körpers, erfolgt für den Außenstehenden unsichtbar.

Als „Geist“ durch die Straßen von San Francisco

Einer, der bei einer Folterung seinen Körper verlassen haben will, ist beispielsweise der 1946 verstorbene Edward H. Morrell aus den USA. In der Welt der Paranormalen Phänomene heute als Ed Morrell hin und wieder noch ein Begriff.

Morrell war ein Verbrecher, der mit seiner Bande in den USA diverse Raubüberfälle etc. verübte. Das brachte ihm 1894 eine Verurteilung zu lebenslanger Haft, wobei er aber 1908 begnadigt wurde. Fünf Jahre verbrachte er dabei in Einzelhaft.

In seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ (1924) schildert Morrell seine Erlebnisse in den Gefängnissen der USA. Auch die Misshandlungen und Folterungen, die er über sich ergehen lassen musste. Unter anderem im bekannten Gefängnis „San Quentin“. Grund genug übrigens, dass er nach seiner Entlassung als einer der engagiertesten Kämpfer für eine Gefängnisreform in den USA auftrat.

Bei diesen harten Misshandlungen wiederum machte er die seltsamen (paranormalen) Erfahrungen, wie er seinen Körper verlassen habe. Morrell berichtet unter anderem, dass sein „Astralkörper“ während dieser Folterungen sogar durch San Francisco gewandert sei. Er selber nannte diese Erfahrungen „die Wanderungen im ‚kleinen Tod‘“.

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Als man den Häftling in eine Zwangsjacke steckte und diese mit Wasser übergoss, damit sie sich beim Trocknen immer mehr zusammenzieht, hatte er nicht nur das Gefühl, er würde zerquetscht werden. Plötzlich, so Morrell, stand er neben seinem Körper. Er sah, wie die Folterknechte um ihn herum standen und mit fragenden Blicken seinen Körper beugten. Er lag da, als würde er schlafen.

Der „Astralkörper“ von Morrell machte sich nun auf, durch die Straßen von San Francisco zu reisen. Dabei sah er in der Bucht ein Schiffswrack, von dem er unter normalen Umständen im Gefängnis nichts hätte wissen können. Heißt es zumindest. Regelrecht Wanderungen durch Raum und Zeit habe Morrell unternommen.

Tatsächlich bestätigte George W. P. Hunt, Gouverneur von Arizona, später, dass Ed Morrell eine Vielzahl an Informationen besaß, die er nicht im Gefängnis erfahren haben konnte. Vor allem nicht in Einzelhaft.

Morrell schrieb in seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ über diese mysteriösen Vorgänge zum Beispiel:

Es leben tatsächlich Männer, die diese geheimnisvollen Fähigkeiten in vollem Funktionszustand haben. Sie sind in der Lage, diese zu nutzen, um eine Vielzahl wichtiger Informationen über die Natur und Geschichte des Menschen und über die Welt, die die meisten von uns nicht sehen können, zu erhalten.

Es ist kein Bild oder eine reine Vision vor den Augen dieser Ermittler, kein unwirkliches Panorama, das sich auf einer Bühne enthüllt. Es ist ein wirkliches Leben in der sogenannten Vergangenheit.“

Sicher ist das kein Beweis, dass der Mensch seinen Körper verlassen kann. Aber es ist eines von vielen Beispielen, die ich an anderer Stelle umfangreich diskutiert habe. Kritsch könnte man beispielsweise einfach sagen, dass Morrell sich in einer Art Selbsthypnose aus den jeweiligen Situationen „hinausdachte“. So konnte er den Misshandlungen aber auch dem Schrecken des Kerkers an sich entkommen …

Reisen außerhalb des Körpers?

Kritiker des Themas Nah-Tod-Erfahrungen wenden ein, dass diese Erfahrungen des Verlassens des Körpers eine reine Schutzfunktion des Gehirns sei. Das menschliche Gehirn setzt eine AKE lediglich als eine Art Schutzmechanismus ein. Die betroffene Person unterliegt so dem Gefühl, sich nicht mehr in ihrem von Schmerzen gepeinigten Körper zu befinden. Die Ausschüttung der Glückshormone Endorphine begleitet diesen Vorgang, wodurch der Betroffene zusätzlich das Gefühl grenzenloses Glückes und Friedens erfahre. Auch diese ist fester Bestandteil von Nah-Tod-Erfahrungen.

Für viele Menschen – vor allem jene, die selber eine derartige Erfahrung machten – sind die medizinischen und biochemischen Einwände gegen eine NTE als Beleg für ein Leben nach dem Leben nur Firlefanz. Sie glauben weiter fest daran, dass sie an der Schwelle zum Tod und Jenseits standen oder sogar „wirklich tot waren“.

In der Tat gibt es gegen die vielen und unterschiedlichen Erklärungen der Medizin wiederum Gegenargumente, wie sehr umfangreich HIER dargelegt. Das einzige, was wirklich einheitlich akzeptiert ist, ist, dass es diese Phänomene gibt. In der Welt des Paranormalen sind die übrigens das beherrschende Thema auf dem Buchmarkt, wie es die Veröffentlichungen seit Jahrzehnten beweisen.

Aber wenn eine Person nach einer solchen fraglos einschneidenden außerkörperlichen Erfahrung im Nachhinein davon zu berichten weiß, sollte man diese doch leicht beweisen können? Könnte man meinen.

Experimente mit der Seele

Vor rund 20 Jahren dachte sich genau das auch Medaille Lowrence und entwickelte dazu ein einfaches wie erstaunliches Experiment. Bei verschiedenen Gelegenheiten berichtete zum Beispiel auch die „BBC“ 1999 über diese Versuche und Lowrences Versuche fanden weltweit Nachahmer. Hierbei waren der Aufbau und die Grundidee so simpel wie genial:

Über einem Operationstisch wurde eine Leuchtschrifttafel montierte, die nach dem Zufallsprinzip Wörter aufleuchten ließ. Diese Tafel und vor allem die dort zu lesenden Wörtern waren aber nur dann zu sehen, wenn sich der Betrachter oberhalb des Tisches/Bettes, also an der Decke, befindet. Er müsste schweben und dabei nach unten blicken.

Der Gedanke hinter diesem Versuch ist klar: Ein Mensch, der eine außerkörperliche Erfahrung durchlebt haben will, sollte die Wörter lesen können. Im Nachhinein hätte die Person von diesen gewusst und sie benannt.

Ein Jahr lang blieb der Versuch aufgebaut und in dieser Zeit verloren 24 Patienten vollkommen das Bewusstsein. Doch das Ergebnis war leider mehr als ernüchternd. Keiner jener Menschen, die meinten eine solche Nah-Tod-Erfahrung gemacht zu haben (es waren nur drei), konnte sich an irgendwelche Wörter auf der Tafel erinnern.

Wenn „Astralkörper“ Tiere erschrecken

Auch andere Versuche mit vorgeblichen AKW sind interessant.

Die berühmte Parapsychologie-Legende D. Scott Rogo wohnte solchen Versuchen des Psychologen Dr. Robert Morris von der „Psychological Research Foundation“ in Durham, USA, bei. Durchgeführt wurden diese mit dem sogenannten „Medium“ Keith „Blue“ Harary aus den USA. „Blue“ behauptete nämlich, dass er nicht nur seinen Körper bewusst verlassen kann, sondern auch mit seinem „Astralkörper“ eine Wirkung auf Tiere wie Ratten, Katzen, Schlangen und Hunde habe.

Scott Rogo war immer skeptisch, wenn es um jegliche Art von paranormalen Experimenten und Berichten ging. In diesem Fall allerdings war auch der Parapsychologie-Pionier und Autor verblüfft.

So berichtet Rogo von einem Experiment mit dem AKE-Medium Harary, bei dem dieser eine Schlange in einem Käfig beeinflussen sollte. Harary wurde dazu in einem anderen Raum gebracht und die Schlange in ihrem Käfig im Versuchslabor verwahrt.

Rogo über das Experiment:

Als sich Harary außerhalb seines Körper befand und in diesem Zustand zu der Schlange kam, hörte sie auf, in ihrer typischen Art im Käfig umherzukriechen, und unternahm buchstäblich einen Angriff. Bösartig schien sie nach etwas in der Luft zu schnappen

 Das ganze dauerte ca. 20 Sekunden, die genau mitten in dem Zeitraum lagen, in dem Keith behauptete, sich außerhalb seines Körpers bei der Schlange zu befinden, ohne dass er wusste, was im Labor vor sich ging.

Verblüffend, zweifellos. War es ein Zufall, dass die Schlange exakt zu der Zeit ihr Verhalten änderte, als sich das Medium bei ihr befunden haben will?

Zu dem bis heute im Kreis der parapsychologischen Forschung hoch geachteten Rogo sei noch angemerkt, dass er Mitte August 1990 in seiner Wohnung ermordet wurde. Laut Polizei hab es keinen Kampf und ein 1992 verurteilter Tatverdächtiger wurde 1996 wieder freigelassen. Somit gilt der Mord bis heute als ungelöst und sein Mörder als unbekannt. Stoff für viele Spekulationen im Sinne von „wusste er zu viel?“, die sich um seine paranormalen Forschungen drehen …

Unsere Seele wiegt (bis zu) 69,5 Gramm

Die Liste von Experimenten und Versuchen, die Nah-Tod-Erfahrungen, AKE, ein Leben nach dem Tod usw. belegen wollten, ist endlos. Eher weniger bekannt sind aber Experimente „mit der Seele“, die wir heute sicher als „bizarr“ bezeichnen würden.

Zum Beispiel jene von Medizinern in den Niederlanden und Großbritannien. Sie versuchten mit Experimenten nachzuweisen, dass die Seele ein fassbares Etwas ist, das man auch sehen kann.

Dr. R. A. Watters etwa versuchte in einigen Versuchsreihen mit Fröschen, Hühnern und Mäusen deren astrale Seele im Moment des Sterbens zu fotografieren. Hierzu konstruierte er Vakuumbehälter, die zum Teil mit Öl oder Wasserdampf gefüllt wurden, und in die er die Tiere streckte – um sie dann zu töten.

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Tatsächlich gelang es ihm im Moment des Todes der Tiere „etwas“ zu fotografieren. Irgendwelche „Gebilde“, die an kleine Wolken oder Nebel erinnerten. Waren das sie Seelen der von ihn getöteten Tiere?

Das physikalische Gewicht der Seele wollen die niederländischen Physiker Dr. G. J. Zaalberg van Zelst und Dr. J. L. Malta einst sogar ermittelt haben. In einigen Versuchen in Den Haag wogen sie sterbende Menschen und ermittelte dabei im Moment des klinischen Todes einen nicht zu erklärenden Gewichtsverlust der Personen von bis zu 69,5 Gramm.

Ähnlich der amerikanische Arzt Dr. Duncan MacDougall im Jahr 1902. Er hing Sterbende mit samt ihrem Bett an eine Waage und wiederholte diese Messung, als seine „Versuchsobjekte“ später verstorben waren. Genau gesagt, während sie starben. Das wiederholte er mit insgesamt sechs seiner Patienten, und ermittelte so ein Gewichtsverlust von 8 bis 35 Gramm zwischen dem lebendem und dem dann totem Menschen.

Um seinen Wissensdurst bei der Jagd nach der Seele zu stillen, besorgte sich MacDougall zusätzlich noch 15 Hunde. Hier wartete er nicht auf ihren natürlich Tod, sondern vergiftete alle. Da aber bei den ermordeten Tieren keine Gewichtsabnahme wie bei seinen menschlichen Probanden zu messen war folgerte er, dass Hunde keine Seele haben. So seine Schlussfolgerungen in zwei Artikeln in „American Medicine“ im April und Juli 1907.

MacDougall erregte mit seinen erstaunlichen Experimenten und Schlussfolgerungen durchaus auch das Interesse der Medien. „Die Seele hat ein Gewicht“, schrieb beispielsweise die „New Work Times“ am 11. März 1907 dazu in einem Beitrag.

Derartige Versuche waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich. Inspiriert durch MacDougall hat in den 1930ger Jahren zum Beispiel Harry LaVerne Twining in Los Angeles solche Versuche mit Mäusen durchgeführt. Er jedoch war sicher, dass nach der Vergiftung der Nager diese im Augenblick des Todes Gewicht verloren.

Haben also Mäuse und Menschen eine messbare Seele und Hunde nicht …?

Ob wir heute diese Experimente als wissenschaftlich fundierte Forschungen betrachten sollten, ist mehr als fraglich. Ethisch sind sie so oder so nicht vertretbar.

Was wiegt das Himmelreich?

Habe ich mit meiner Wiegevorrichtung den Stoff der Seele entdeckt? Ich denke schon, und ich werde es bestätigen und wieder und wieder bestätigen, wenn ich lange genug lebe.

So MacDougall damals voller Optimismus in einem Brief, den Len Fisher in dem Buch „Der Versuch, die Seele zu wiegen“ (2007) zitiert.

Obwohl die Messungen längst als unwissenschaftlich angesehen werden, bleiben doch die Ergebnisse. Es gibt die unterschiedlichsten Interpretationen und Erklärungen, warum diese Gesichtsverluste gewogen wurden. Wirklich einstimmig und einheitlich erklären kann man sie rund 100 Jahre später nicht mehr.

Wenn die Seele eine physikalisch messbare und erfassbare Größe ist, die nach dem Tod eines Menschen den Körper verlässt, öffnen sich ungeahnte Fragen. Vor allem jene, wie viel dann eigentlich das Himmelreich, das Jenseits, das Paradies oder schlicht die Welt der Verstobenen Seelen wiegen mag. Materielle Seelen müssen, auch wenn sie nur einige wenige Gramm wiegen, doch irgendwo abgeblieben sein. Schweben sie einfach „für immer“ um uns herum? Laufen wir ständig gegen sie?

Milliarden Seelen von all den Menschen, die auf diesem Planeten bereits gestorben sind? Oder schweben sie im All umher? Können wir sie dann nicht in ihrer Gesamtheit messen bzw. wiegen?

Eine Seele mit einem messbaren Gewicht von knapp unter 10 bis rund 70 Gramm wiegt für sich genommen nicht viel. Immerhin aber so viel wie 10 bis 70 Stück Würfelzucker.

Damals sprach Duncan MacDougall von einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm pro Seele. Ein Durchschnittswert, der sich schon damals „einbürgerte“. Der Spielfilm „21 Gramm“ aus dem Jahr 2003 bezieht sich genau auf diese Experimente von damals. Sprüche wie „schweren Herzens“ und ähnliche sollen von diesen Experimenten herrühren.

Letztlich haben schon die eingangs erwähnten Alten Ägypter geglaubt, dass das Herz als Sitz der Seele im Jenseits auf eine Waagschale gegen eine Feder aufgewogen wird. So wollten die Götter der Unterwelt die „Reinheit“ und „Tugend“ der Seele zu Lebzeiten des Verstorbenen ermitteln …

108.470.690.115 Seelen um uns herum

Dazu ein Gedankenexperiment:

Laut der Berechnungen in der Studie „Population Reference Bureau“ von 1995, die 2002 und 2011 aktualisiert wurde, gab es 2017 insgesamt 108.470.690.115 Menschen, die jemals auf der Erde geboren wurden. Ausgehend vom Beginn der Menschheit 50.000 vor Christus. Natürlich eine theoretische Angabe, auch wenn zahlreiche Faktoren und Statistiken in dieser Studie berücksichtig wurden.

Gegen wir einfach von 100 Milliarden Menschen aus, die bisher auf unserem Planeten lebten und inzwischen tot sind.

Wo sind all ihre Seelen, wenn sie doch gewogen werden können? 2,1 Millionen Tonnen Seelen müssten bei einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm „um uns herum“ existieren. Bei einem „Seelegewicht“ à 70 Gramm wären es 7 Millionen Tonnen Seelen oder 70.000.000.000 Stück Würfelzucker. Wenn mir keine Kommastelle verrutscht ist.

Allein die irdischen Bewohner des Jenseits wiegen also Millionen von Tonnen. Hinzu kommen, vermutlich, die Seelen von Außerirdischen. Tiere sind hier bewusst außen vor gelassen. Derer Seelen sind nicht zählbar oder deren Anzahl auch nur annähernd zu schätzen.

Es mag albern klingen. Nur wenn die Seele des Menschen wirklich etwas physisch fass- und messbares wäre, muss es auch das Jenseits und seine Bewohner sein. Wo ist dieser materielle Ort, da wir ihn offensichtlich nicht sehen. „Zahlenspielerein“, die meiner persönlichen Überzeugung nach klar belegen, dass alle Aussagen, der Mensch habe eine in Gramm messbare Seele, ab absurdum führen. Denn bis heute steht die Behauptung im Raum, dass das Ich des Menschen ein greifbares Etwas ist.

Es ist eines der großen Mysterien der Religionen, Menschheit und Grenzwissenschaft – die Seele und/oder der Astralkörper. Immerhin hängt mit diesem Thema auch die Frage zusammen, ob der Mensch nach dem irdischen Tode in irgendeiner Form weiter lebt. Eine Frage, die sich ausnahmslos jeder von uns stellt oder stellen wird, sobald die Zeit gekommen ist!

Und bis heute streiten sich die Geister – die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach offen. Kein Wissenschaftler, Autor, Journalist und auch kein Experiment hat sie bisher beweisbar beantwortet.

Den Religionen freut es …

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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