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Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt?

Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)
Katholiken in Aufruhr: Heidnische Götzen und Hokuspokus bei der Amazonas-Synode im Vatikan und beim Papst verehrt (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Screenshot EWTN News)

Dass die Katholische Kirche von vielen Seiten Kritik erfährt und auch angegriffen wird, ist seit vielen Jahren verstärkt zu sehen. Diese Angriffe und Kritiken kommen von vielen unterschiedlichen Seiten. Auch aus den eigenen Reihen der Gläubigen bzw. der Christen. Derzeit betrifft dies auch die aktuelle “Amazonas-Synode” im Vatikan, über die in medial meist nur zu Themen wie “Erneuerung der Kirche” usw. berichtet wird. Anders auf katholischen und christlichen Medienseiten und unter Gläubigen, die in diesem Zusammenhang von einem regelrechten Skandal sprechen. Grund sind zwei nackte Figuren von schwangeren Frauen aus Südamerika während der Synode, die im Vatikan geradezu angebetet und verehrt wurden. Von Schamanen und der Kirche selber. Für viele Gläubige hielt hier Heidentum, Götzendienst, Teufelszeug und Hokuspokus Einzug in den Vatikan. Sogar von einer “Täuschung des Vatikan” selbst wird gesprochen, wie Ihr es in diesem Beitrag lesen könnt.


Streitfall Katholische Kirche

Die Katholische Kirche steht seit Jahren unter Druck. Unter enormen Druck. Nicht nur deshalb, dass ihr die Mitglieder und Gläubigen (oder solche, die sich dafür halten) in Scharen davonlaufen. Auch und vor allem Skandale, über die Medien weltweit immer wieder berichten, belasten den Vatikan und das Papsttum schwer.

In den Mainstreammedien fallen hierbei mehr als oft die Stichworte “Reformen”, “Erneuerung” oder “Modernisierung”. Offenbar die Hauptinteressenten der Allgemeinheit. Hinter den Kulissen sieht das aber häufig ganz anders aus. Und zwar bei christlichen und katholischen Internetseiten, Nachrichtendiensten, Medienseiten und News-Portalen, von denen es weltweit erstaunlich viele gibt. So sollte es allerdings auch nicht verwundern, dass hier Fragen rund um die Kirche weit mehr ins Detail gehen, als es in den üblichen Nachrichtensendungen der Fall ist.

Liest man auch auf diesen Nachrichtenseiten und vor allem in den dortigen Diskussionen, wird der Streit und Zwiespalt unter den Christen oder Gläubigen noch weit deutlicher, als es es durch den Mainstream den Anschein hat. Denn hier werden auch die kleinsten und geradezu winzigsten Details der katholischen Kirche und des Vatikan debattiert und auch kritisiert. “Antichrist” ist hierbei ein durchaus gängiges Schlagwort. Gemeint ist damit nicht selten der Papst selber! Er sei dieser “Antichrist”.

Andere sprechen davon, dass der Antichrist oder Satan Einzug in die Katholische Kirche genommen hat. Wieder andere lehnen den Vatikan oder auch das Papsttum sowie die Institution Kirche mit allen Facetten ganz ab. Auch (oder gerade?) wenn sie sich selber als Christen sehen. Von allen Seiten hagelt es Kritiken und Streitereien unter den Anhängern des Jesus Christus dort. Auch “Verschwörungstheorien” kursieren unter den Christen, was man sonst eher aus dem Bereich der Grenzwissenschaft, UFOs und Mystery kennt.

Und diese christlichen oder katholischen Verschwörungstheorien unter den Christus-Anhängern müssen sich keinesfalls hinter den üblichen Verschwörungen verstecken.

Die “Antichrist-Verschwörung”

Eine der verbreiteten Annahmen ist dabei die Ansicht, dass der Antichrist die Katholische Kirche übernommen oder manipuliert habe. Der Vatikan sei “abgefallen” und der viel beschworene Heilige Geist habe sich unlängst in Wohlgefallen aufgelöst. Auch von einer Verschwörung gegen die Kirche selbst wird viel diskutiert. Meistens mit dem Grundtenor, dass sich “Mächtige” gegen sie verschworen haben. Ihr Ziel sei deren Zerstörung und die Mainstreammedien würden durch ihre Berichterstattung hierbei blind mitspielen.

Macht, Gier, Geld und Intrigen haben die Kirche zerfressen, heißt es vielfach. Das Konstrukt Katholische Kirche sei längst nichts weiter als ein Unternehmen, das Milliarden Gelder scheffelt. Für “wahre Christen” und “Gläubige”, denn so bezeichnen sich ausnahmslos alle der Kritiker aus den eigenen Reihen, habe das dem Satan und Antichristen das Einfallstor geöffnet. Und immer wieder sehen sich diese Menschen in unzähligen Details, Handlungen und Aussagen der Kirche und ihrer Vertreter in ihren Annahmen bestätigt.

Es ist ein überaus leidenschaftlich geführter Streit, von dem die breite Öffentlichkeit direkt nichts mitbekommt. Außer dann, wenn es um die besagten “großen Themen” geht, zu dem sich dieser oder jener Kirchenvertreter in einem TV-Interview äußert.

Die “Antichrist-Verschwörung”, wenn man sie so nennen mag, findet für viele kritische Gläubige immer wieder ihre Bestätigung. Bei der riesigen und vor allem komplexen Institution Kirche eigentlich kein Wunder. Und vor genau diesen hier kompakt zusammengefassten Hintergründen muss man das sehen, was momentan für heftigen Streit unter den Katholiken sorgt.

Der Papst als Götzendiener

Auslöser des Streites war eine Zeremonie Anfang Oktober in den Gärten des Vatikan, bei denen ein “heidnisches Ritual” von Schamanen aus Südamerika zu Beginn der aktuellen Amazonas-Synode veranstaltet wurde. In Anwesenheit von Papst Franziskus und anderen hohen Würdenträgern der Kirche.

Hierbei haben Tänzer bzw. Schamanen zwei Figuren von nackten Frauen in den Mittelpunkt gestellt, die beide offensichtlich schwanger sind (s. Titelbild). Abgehalten wurde die Zeremonie von der “Globalen Katholischen Klimabewegung” und dem Pan-Amazonischen Kirchlichen Netzwerk REPAM. Auch der Franziskaner-Orden war mit verantwortlich, wie es die “Catholic News Agency” am 5. Oktober berichtete.

Weiter heißt es unter anderem:

Bei einer Veranstaltung in den vatikanischen Gärten am gestrigen Freitag wurden Beobachtern zufolge Darstellungen geschnitzter schwangerer Frauen beschworen, Tänze abgehalten und ein symbolischer Baum gepflanzt.

Eine Gruppe von Menschen, darunter offenbar einheimische Amazonas-Bewohner in ritueller Schamanen-Kleidung, Europäer in ziviler Kleidung sowie ein Franziskanerbruder, knieten und verbeugten sich im Kreis um Darstellungen von zwei halbnackten schwangeren Frauen und anderen Gegenständen in Anwesenheit des Papstes und Mitgliedern der Kurie, inmitten der Vatikanischen Gärten in Rom.

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Die Teilnehmer sangen und hielten Händchen, während sie im Kreis um die Bilder tanzten, in einem Tanz, der dem ‘pago a la tierra’ ähnelt, einem traditionellen ‘Opfertanz für Mutter Erde’, der in einigen Teilen Südamerikas unter indigenen Völkern üblich ist.

Auf einer Decke wurden anschließend Obst, Kerzen und geschnitzte Darstellungen platziert, vor denen sich der Kreis der Menschen verbeugte. Dann näherte sich eine Frau in Indianer-Kleidung dem Papst: Sie überreichte ihm einen schwarzen Ring.

Am Ende dieser “heidnischen Zeremonie” segnete Papst Franziskus offensichtlich eine dieser Figuren, als diese von Schamaninnen mit Rasseln zu ihm gebracht wurde, wie es auf Videos der Presse zu sehen ist. Als sei diese Götzenverherung noch nicht genug für viele Gläubige, wurden später diese Götzen feierlich während einer kleinen Prozession in den Vatikan bzw. Petersdom getragen.

Hokuspokus und Heidentum im Vatikan

“Hokuspokus in den Vatikanischen Gärten: Leichtgläubiger Franziskus spielt mit”, titelte beispielsweise Gloiria.tv direkt nach der Zeremonie. Weiter schreibt die christliche News-Seite entsetzt dazu:

Franziskus nahm am 4. Oktober an einem peinlichen heidnischen Ritual in den vatikanischen Gärten teil. Um die Gläubigen zu täuschen, wurde die Veranstaltung als “Weihe der Amazonas-Synode an den Heiligen Franziskus” bezeichnet.

Der Hokuspokus begann mit einem Tanz um eine Decke, die auf den Rasen gelegt wurde und ‘Mutter Erde’ symbolisierte. In der Mitte der Decke befanden sich Statuen zweier nackter Frauen und eines Mannes mit einer Erektion.

Eine Schamanin mit Federn im Haar erhob ihre Hände für eine Art ‘Anrufung’, während sich sechzehn Konzelebranten hinknieten und vor der Decke verneigten.

Franziskus saß in der Nähe, umgeben von Kardinälen, Bischöfen und normalen Menschen. Er schloss die Augen, als ob er ‘betete’. Schließlich schüttelte die Schamanin eine Rassel, ging zu Franziskus hinauf und veräppelte ihn, indem sie einige Zaubersprüche über seine Hände sprach.

Viele Katholiken sind darüber entsetzt und machen im Internet ihrem Ärger Luft. Ein User bei Gloria.tv kommentiert beispielsweise zum Papst und dem Ereignis, dass “der Typ vor nichts halt macht”. Er sei nichts weiter als ein “Betrüger” und “Götzendiener” und es sei ein “Skandal” und “Gotteslästerung”. Aussagen, die in dieser und ähnlicher Form auf unzähligen katholischen Seiten dieser Tage zu finden sind.

Andere Gläubige sehen das gelassener, auch wenn hier das Heidentum mit einer Muttergöttin oder der Göttin der Erde im Vatikan verehrt worden sein soll. Daran änderte auch nichts, dass die beiden Frauenfiguren als Mutter Maria und Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, interpretiert wurden. Zumal eine Pressekonferenz am 16. Oktober zur Amazonas-Synode den heidnischen Skandal um den Papst nicht besser machte.

“Heiden im Tempel”

Pater Giacomo Costa, ein Sprecher der Amazonas-Synode des Vatikan, erklärte in dieser Pressekonferenz, dass die nackte Holzfigur “nicht die Jungfrau Maria” sei. “Es ist eine indigene Frau, die das Leben repräsentiert”, hieß es gegenüber der “Catholic News Agency” am 16. Oktober. Sie sei auch “weder heidnisch noch heilig”. Andere Vertreter wollten sich gar nicht zu den Figuren äußern. Sicher um nicht noch Öl in das Feuer der aufgeregten Gläubigen zu geben.

Paolo Ruffini, Vatikanpräfekt des Dikasteriums für Kommunikation, wiederum gab an, dass Gläubige meinen hier “das Böse zu sehen, wo es kein Böses gibt”. Vieles in der Geschichte habe nun mal Spielraum für “viel Interpretationen”, so Ruffini weiter.

Faule Ausreden, denken einige. “Vatikan täuscht Unwissenheit über die Pachamama-Statue vor”, hieß es dazu beispielsweise. Und die Seite “Tradition und Glaube” spricht im Zusammenhang mit der feierlichen Überführung der Götzen in den Vatikan sogar von “Heiden im Tempel”. Einige erschrockene Christen scheuen auch nicht davor diesen Hokuspokus um die Götzen im Vatikan mit dem legendären Goldenen Kalb aus dem Buch Exodus zu vergleichen. Jene Götze, die das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten anfertigte und anbetete, als ihr Führer Moses 40 Tage und Nächte auf dem Berg war, um von Gott die Zehn Gebote zu empfangen.

Geendet hat dieser Abfall von Gott im 2. Buch Moses mit tausenden von Gott getöteten Ungläubigen, der Zerstörung der ersten Tafeln mit den Zehn Geboten und weiteren drakonischen Strafen des Herrn.

“Teufelszeug”: Im Christentum Alltag

Bisher fehlt eine eindeutige und klare Stellungnahme aus Rom, was es mit diesen Figuren auf sich hatte. Wenn es nicht die Mutter Gottes sein soll, dann doch wohl die “Mutter Erde” und damit ein heidnisches Bildnis. Ein Dämon, eine Götze, und damit fehl am Platz beim Papst und im Vatikan an sich.

Andere Gläubige beschwichtigen die zum Teil mit harten Worten geführte Diskussion im Netz. Sie verweisen zum Beispiel auf dem Umstand, dass sich Papst und Schamaninnen bekreuzigten. Also ein klares Zeichen und Bekenntnis für das Christentum? Auch das sehen wieder andere als Show des vatikanischen Antichristen. Allerdings ist den Meldungen und Berichten auch klar zu entnehmen, dass der Papst wohl selber von diesem teuflischen “Götzendienst” zur Eröffnung der Amazonas-Synode überrascht gewesen schien. Zumindest änderte er direkt das Protokoll. Statt seine vorbereitete Rede oder Erklärung vorzutragen betete er das Vaterunser.

Auch das ist für viele Schäfchen des Christentums nur eine Ausrede oder “Flucht nach vorne”.

Es ist erstaunlich, wie genau Christen oder angebliche Christen jedes Zucken im Vatikan beobachten und so oder so auslegen. Man möchte nicht in der Haut irgendeines hohen Vertreters der Kurier oder sogar des Papst strecken. Dennoch muss man klar unterstreichen, dass hier offensichtliche Symbole des angeblichen “Heidentums” der südamerikanischen Ureinwohner Einzug in den Vatikan gehalten haben! Auch wenn die Figuren ganz einfach als Symbol des Lebens angesehen werden können. Das scheint vielen Menschen aber schon zu viel zu sein.

Wohl aber nur in der westlichen Welt.

In Südamerika und vielen anderen Teilen der Welt ist es schlicht und einfach religiöser Alltag, dass dort das Christentum mit “heidnischen” Ansichten, Elementen und Ritualen vermischt existiert. Zum Beispiel in Peru mit spirituellen Weltanschauungen aus der Zeit der Inka. Oder in Mexiko mit religiösen Ansichten der Azteken oder Maya. Genaugenomen müssten all jene Christen, die aktuell Heidentum und Teufelszeug schreien, den bei weitem größten Teil der weltweit Christen verteufeln.

Sinngemäß könnte man auch sagen: Der Unterschied zwischen einer Sekte und einer “anerkannten Religion” besteht nur in der Anzahl ihrer Mitglieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini +++ Artikel +++

ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Überall auf der Welt suchen Menschen das versunkene Atlantis. Dabei reichen die Thesen zur Lokalisierung der mutmaßlichen Ur-Kultur von Südamerika über das Mittelmeer bis zum Himalaja und sogar in den Weltraum. Vor 50 Jahren kam eine weitere Überlegung zu Atlantis hinzu, als in der Karibik bei den Bahamas (Bimini) mutmaßlich künstliche Strukturen im Meer gefunden wurden, die von Atlantis oder einer Kolonie der Atlanter stammen sollen. Eine Entdeckung, die Jahre zuvor “prophezeit” wurde und der weitere Funde folgten. Für die Mehrheit der Geologen sind diese Gebilde auf dem Meeresboden natürlichen Ursprungs. Andere sehen hier Hinterlassenschaften von Menschenhand, deren Ursprung einige hundert bis Jahrtausende zurück liegen soll. Ein umstrittenes Thema, in dem sich Phantasie und Realität nur allzu oft zu mischen scheinen, wie Ihr es in diesem Artikel lesen könnt.


Atlantis in der Karibik

Rund um die Erde finden Archäologen, Abenteuer oder einfach ganz gewöhnliche Leute immer wieder Spuren aus längst vergessenen Tagen der Menschheit. Hinterlassenschaften unserer im Dunkeln der Vergangenheit verschwundenen Vorfahren. Es ist fast keine Region der Erde bekannt, in der nicht Hinweise auf die Entwicklung der Zivilisation zu finden sind. Und nicht wenige dieser Spuren auf frühe Gesellschaften und sogar Zivilisationen finden sich auch in den Gewässern der Weltmeere.

Ein Ort der Erde mit möglichen Spuren einer versunkenen Kultur ist bei all den interessanten Beispielen fast schon in Vergessenheit geraten: die heutigen Bahamas bzw. Bimini, das knapp über 80 Kilometer südöstlich von Miami im Atlantik liegt.

In der Grenzwissenschaft ist die Meeresregion um Bimini ein fester Begriff. Vor allem Autoren und Mystery-Jäger, die sich mit dem Thema Atlantis beschäftigen, kennen die Entdeckungen von Bimini praktisch auswendig. Aber auch jene Menschen, die vom so genannten Bermuda-Dreieck fasziniert sind, ist Bimini ein Begriff. Vor allem seit Charles Berlitz, Autor der Bestseller „Das Bermuda-Dreieck“ (1974) und „Spurlos“ (1977) , in seinen Büchern die Rätsel um die Bahamas weltweit bekannt machte.

Allein sein Weltbestseller „Das Bermuda-Dreieck“ verkaufte sich fast 15 Millionen mal in mehr als 20 Sprachen und führte auch in Deutschland die Bestsellerlisten an. Und obwohl es still um das „Bimin-Rätsel“ geworden ist, lohnt sich eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema. Was war also geschehen?

Atlantis: “Prophezeit” und gefunden?

Seit Jahrzehnten kursieren Gerüchte, das in den seichten Gewässern um die Bahamas in der Karibik künstliche Strukturen wie Tempel, Grundmauern von Gebäuden und Straßen verborgen liegen. Selbst Pyramiden sollen dort im Meer verborgen liegen, wie zum Beispiel HIER und HIER oder auch HIER berichtet. Sind all das Spuren einer versunkenen Kultur oder sogar Ur-Kultur?

Im Jahre 1968 nahmen diese Gerüchte erstmals konkrete Gestalt an. Jacques Mayol und andere entdeckten damals vor im Gebiet der Bahamas eine rechteckige Struktur auf dem Meeresgrund. Offensichtlich schien die Struktur von Menschen geschaffen worden zu sein, und so sorgte diese Entdeckung für Furore. Vor allem deshalb, da sie angeblich von einem “Seher” vorhergesagt worden sein soll.

In den USA lebte der Seher Edgar Cayce, der bis zu seinem Tode 1945 eine Vielzahl von „Prophezeiungen“ in einer Art Trance diktierte. Inhaltlich beziehen sich seine unzähligen Informationen vor allem auf das Thema Atlantis, Reinkarnation und Astrologie. In einer seiner so genannten „Readings“ in Trance am 2. Dezember 1933 sprach er davon, dass man Reste des sagenhaften Inselreichs Atlantis nahe Bimini im Meer finden wird. Sieben Jahre später wurde er konkreter, und gab an, dass 1968 oder 1969 die ersten Teile von Atlantis genau dort wieder entdeckt werden.

Und genau 1968 tauchten der mutmaßliche Tempel bzw. die Strukturen auf dem Meeresboden auf. Ein Zufall? Oder eine in Erfüllung gegangene Prophezeiung des  sogenannten „schlafenden Propheten“ Cayce?

Man muss hier aber kritisch bleiben. Denn wer waren die Entdecker eigentlich? Es waren zwei Piloten/Mitglieder der „Association for Research an Enlightenment Inc.“ (ARE). Die ARE wurde 1947 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Virginia Beach, USA –  und ist die Oberorganisation der „Edgar Cayce Zentren“, die sich in 25 Ländern der Erde finden. Damit steht diese Organisation dem „schlafenden Propheten“ Cayce natürlich sehr nahe. So mag man geneigt sein zu vermuten, dass genau deshalb die Entdeckung auf das vorhergesagte Jahr 1968 fiel. Also quasi um die Prophezeiung zu erfüllen.

Tauchausflüge zur “Bimini Straße”

Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass die Gewässer reich an interessanten Funden sind.

Manson Valentine war einer der Forscher der ersten Stunden. Der Meeresbiologe und Cayce-Anhänger entdeckte auf der großen Bahama-Bank eine Vielzahl von Plätzen auf dem Meeresgrund, an denen er (seiner Meinung nach) künstliche Konstruktionen identifizierte. Dreiecke, Rechtecke mit 100 Metern Kantenlänge, gerade Mauern und Gebilde und natürlich die berühmte „Straße von Bimini“ mit ihren rechteckigen großen Gesteinsblöcken.

Letztere wurde jedoch schon im Jahre 1957/59 durch den Unterwasserforscher Dimitri Rebikoff entdeckt. Er wurde von einheimischen Fischern auf die heute als „Bimini Straße“ bekannte Struktur aufmerksam gemacht, die sich in nur wenigen Metern Meerestiefe befindet. Erstaunlicherweise hat diese „Straße“ dabei bis heute eine Länge von rund 800 Metern.

Doch der Anfang war gemacht und die Neugier der Forscher und Taucher auf Bimini war geweckt.

So ist es nicht verwunderlich, dass in den Folgejahren die Entdeckungen vermeintlich menschlicher Spuren im Meer der Bahama-Bänke anstiegen. Auch Steinsäulen von 15 Metern Höhe, in dessen Umgebung seltsame „Zahnräder“ zutage gefördert wurden, machten die Runde. Das Hauptinteresse der zahlreichen Tauchexpeditionen galt jedoch bis auf den heutigen Tag den „Strassenpflastern“ im Schlick der Karibik.

Die in zwei Reihen angeordneten Wege bestehen aus Steinblöcken, die drei bis sogar sechs Meter Kantenlänge haben. Sie zeigen sich eben, glatt und sorgfältig wie von Menschenhand verlegt. Sie vermitteln jedem Taucher den deutlichen Eindruck, dass hier einstmals eine unbekannte und versunkene Kultur am Werk war. Denn heute ist die „Straße“ längst zu einem beliebten Ausflugsziel für Hobbytaucher geworden.

Nichts als versteinerter Strand?

Kritiker wenden bis heute ein, diese angeblichen Straßen seien nichts weiter als versteinerte Küstenlinien. Sie verweisen auf die Tatsache, dass an den heutigen Stränden der Inseln auf den Bahama-Bänken noch heute solche Formationen zu finden sind. Sie bestehen aus gepresstem und versteinertem Strandsand. Das ist Fakt, doch die am Strand trockenen Fußes zu sehenden Anordnungen sind wesentlich kleiner. Sie bestehen aus Blöcken, die um die einen Meter Kantenlänge haben. Verglichen mit jenen „Straßen“ auf dem Grund der See sind sie somit mehr als klein.

Doch unumstößliche Beweise, dass die „Bimini Straße“ von Menschen geschaffen wurde, fehlen weiterhin.

Die ersten Tauchexpeditionen, wie etwa jene durch Cayce-Anhänger Valentine zusammen mit dem legendären Apnoe-Taucher Jacques Mayol und Robert Angove, fanden aber auch „handliche“ Blöcke der „Bimini Road“. Doch auch wenn die Straßen natürlichen Ursprungs sind, geben andere Entdeckungen bis heute durchaus Rätsel auf. Beispielsweise kreisrunde Anordnungen von Steinen, die vor Andros im Meer liegen und gerne mit den steinzeitlichen Anlagen in England und Frankreich verglichen werden. Sollten auch sie natürlich entstanden sein?

Ganz besonders spannend wird es, wenn es um dort versunkene Pyramiden geht, die sogar mittels Sonar vermessen worden sein sollen. Darüber wurde aber bereits an anderen Stellen umfangreich berichtet.

Pyramiden im Meer?

Die erste Meldung von versunkenen Pyramiden ging im Jahr 1970 durch die Presse. Ein Ray Brown berichtete damals, dass er vor den Berry-Inseln eine Pyramide entdeckt habe, dessen Spitze nur 12 Meter unter dem Wasserspiegel liegt. Auch berichtete Brown von Ruinen, die von einem Sturm freigelegt wurden.

Sieben Jahre später nahmen die vermuteten Pyramiden im Meer Gestalt an (s. a. HIER). Auslöser war 1977 eine Fischfangexpedition eines Don Henry in den Gewässern der Cay Sal Bank, die exakt südlich der Florida Keys liegt. Also nahe der Bahamas.

Während die Expedition Echlotmessungen durchführte, zeichnete das Gerät in 200 Metern Tiefe eine klar erkennbare Pyramide auf. Das seltsame Objekt hat eine Höhe von rund 140 Metern und eine Kantenlänge von 150 Metern. Damit ist sie ohne weiteres mit der großen Pyramide von Gizeh zu vergleichen, die etwa 147 Meter hoch war und rund 120 Meter Kantenlänge besitzt. Mehrfach wurde die Stelle überfahren und immer zeigte das Sonar eindeutig eine sehr regelmäßige Erhebung in Form einer Pyramide auf dem Grund.

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Sollte es eine Laune der Natur sein, die zufällig auf dem sonst so ebenen Meeresboden liegt? Vielleicht ein Vulkankegel? Oder ist diese Entdeckung, die vor allem durch Charles Berlitz bekannt wurde, nur das, was wir heute Fake-News nennen? Man muss sich nämlich auch fragen, warum diese angebliche Pyramide nie wieder entdeckt und vor allem dokumentiert wurde. Zumal sie so dicht unter dem Meeresspiegel liegen soll.

Bimini verbirgt durchaus eine Flut an seltsamen Spuren. Einige Atlantis-Autoren sehen in all diese Entdeckungen Hinweise oder sogar Beweis für eine frühe Zivilisation. Vielleicht war Bimini vor 12.000 Jahren eine Art Kolonie der Kultur von Atlantis so argumentieren sie. Bekanntlich lagen bis zum Ende der Eiszeit nachweislich große Teile der Bahama-Bänke und der Umgebung trocken. Erst nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel und überflutete die heute Rätsel aufgebenden Strukturen. Um wie viel Meter sich der Meeresspiegel hob, ist aber unsicher. Meist spricht man von rund 100 bis 120 Metern.

Eine versunkene Kultur?

All das klärt nicht die Frage, ob es sich um künstliche Gebilde von Menschenhand handelt. Bis heute ist – erstaunlich genug! – für viele diese Frage nicht geklärt. Obwohl es seit 1971 zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch Taucher, Meeresbiologen, Archäologen und Geologen gab, die sich vor allem der „Straße von Bimini“ angenommen hatten. So wurde schon sehr früh von diesen Expeditionen erklärt, dass diese Struktur natürliche Gesteinsformationen sind. Eben versteinerter Strand, den man in der Geologie „Beachrock“, also „Strandstein“, nennt.

Unwidersprochen blieben diese natürlichen Erklärungen natürlich nicht. Verschiedene Autoren und Forscher bezweifelten, dass hier keine Menschen am Werk gewesen sind. Die „Straße“ oder der „Wall“ könnten vielleicht sogar die Reste eines Hafens sein, wie sie schon Rebikoff vor nunmehr 50 Jahren interpretierte.

Bei den zahlreichen Autoren, die sich schon früh mit den Rätseln der Karibik beschäftigt haben, ist vor allem auch Dr. David Zink zu nennen. Zink, der 1976 von der „International Explorer Society“ den Titel „Explorer of the Year“ bekam, legte dazu 1978 ein interessantes Buch vor. Darin berichtet er von seinen eigenen Forschungsexpeditionen in die karibische See und zu den Bimini-Funden, die er nicht als natürlich ansieht. Er ist der Überzeugung, dass die Mauern, Steinkreise, Straßen und Gebäudereste um Bimini künstlich sind und im Zusammenhang mit dem legendären Atlantis stehen müssen.

Zink führte detaillierte Forschungen unter Wasser durch und machte sich über Jahre hinweg auf immer neue Expeditionen. Bei seinen Untersuchungen bediente er sich auch angeblich hellsichtigen „Medien“, weshalb seine Ergebnisse von vielen Kritiker von vornherein als unglaubwürdig angesehen wurden und werden.

Zumindest erhoffte sich der Forscher von diesen „Sensitiven“, das sie mittels ihrer übersinnlichen Fähigkeiten mehr Informationen usw. über die Strukturen liefern. In der Tat, so zumindest Zink, lieferten diese Parapsychologen korrekte Informationen, die ihm bei seinen Forschungen vor Ort halfen.

Das alles hat die Diskussion nicht beendet. Auch wenn Zink und sein Team, zu dem teilweise auch einige andere Forscher der ersten Stunde angehörten, nach zehn Expeditionen angeblich bewiesen haben wollen, dass um Bimini eine versunkene Welt liegt. Zink schreibt beispielsweise von einem menschlichen Kopf aus Marmor, den er aus sechs Metern Tiefe bergen konnte. Auch dieser Fund ist leider kein Beweis, da er auch nur schwer als menschlicher Kopf zu erkennen ist.

“Strahlungen” von Atlantis?

David Zink war auch einer der ersten, die von „Strahlungen“ oder ähnlichem in den Gebiet berichteten. So etwa bei einer steinernen Säule auf dem Meeresgrund. Diese „Strahlungen“ waren auch von dem Seher Edgar Cayce beschrieben worden. Cayce erzählte diesbezüglich in seinen „Visionen“ von seltsamen Kristallen, die angeblich im Besitz der Bewohner von Atlantis waren. Diese „Kristalle“ wiederum seien eine Art Energiequelle gewesen, die den hohen Stand der atlantischen Zivilisation erst ermöglichte.

In Kreisen einiger Esoteriker und auch UFO-Autoren werden diese Ideen teilweise bis heute gerne übernommen. Auch die Spekulation kursiert, dass diese „Kristalle“ bis heute aktiv sind und für das Verschwinden von Mensch und Material im berüchtigten Bermuda-Dreieck verantwortlich sind. Man kann sich das etwa als hoch effizienten Generator vorstellen, der vom Meeresboden aus die Technik der Schiffe und Flugzeuge stört und sie so „verschwinden“ lässt.

Auch der Autor Pierre Carnac nahm sich bereits 1978 in einem Buch der Bimini-Funde an. Er behauptet in seinem Buch „Geschichte beginnt in Bimini“, dass die megalithischen Zeugnisse des frühen Europa ihren Ursprung in der Karibik haben. Nicht umgekehrt, wie von grenzwissenschaftlichen Autoren oder „alternativen Historikern“ vielfach vermute wird.

Diese gewaltigen Steinanlagen in Europa, die sich von Schottland bis Afrika und in den Nahen Osten erstrecken, wurden bereits sehr oft mit Atlantis (im Atlantik) in Verbindung gebracht. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass sich diese uralten Anlagen an den Küsten Europas konzentrieren und zum Teil 5.000 oder auch 8.000 Jahre alt sind (mehr HIER).

Carnac, dessen Name übrigens ein Pseudonym ist und von einer gewaltigen Steinanlage nahe dem Ort Carnac in der Bretagne abgeleitet wurde, behauptet, dass die Kunst mit diesen Megalithen in Europa zu hantieren aus dem Westen kam – aus der Karibik. Nachweislich finden sich auch im Nordosten Amerikas Steinsetzungen, so genannte Dolmen, die eigentlich als typisch für die Steinzeit Europas gelten. Die Frage nach einem Kontakt der beiden „Welten“ liegt daher durchaus nahe.

Dr. Zink wiederum greift in einem Buch auch das Thema Plejaden auf. Das 380 Lichtjahre entfernte Sternbild der Plejaden („Siebengestirn“) ist bei vielen Autoren etwas ganz besonderes. Sie sehen hier zum Beispiel die Heimat der außerirdischen Götter, die in der Vergangenheit vom Himmel kamen. Fraglos hat diese auffällige Sternkonstellation in der Mythologie unserer Vorfahren festen Bestand. Bis heute wird von UFO-Kontaktlern und ebenso von anderen Menschen behauptet, Aliens der Plejaden seien auf die Erde gekommen. Hier driften die meisten Autoren in wüste Spekulationen ab.

Bauten von chinesischen Seefahrern?

Die Bahamas wurden nach Altamerika-Forschern erst im 4. Jahrhundert nach Christus besiedelt. Folglich, so die Argumentation, können die Strukturen nicht Jahrtausende alt sein und von irgendeiner Ur-Kultur wie Atlantis stammen. Dies ist aber ein Zirkelschluss, da diese angeblich unbekannte versunkene Ur-Zivilisation eben unbekannt ist.

Der Autor und ehemaliger U-Boot-Kommandant der Royal Navy, Rowan Gavin Paton Menzies, sieht das Thema wiederum ganz anders. Er vermutet, dass diese Gebilde im Meer Spuren von Seefahrern aus China sind, die schon vor Kolumbus im Jahre 1421 dort waren. Der Kaiser Zhu Di (auch Yongle, 1360 bis 1424) habe diese Expedition befohlen und so entdeckten und kartographierten die chinesischen Seefahrer angeblich fast alle Teile der Welt.

Damit sind nach Ansicht Menzies die Bimini-Gebilde zwar künstlich, aber nur einige Jahrhunderte alt.

Die Seefahrer des Kaisers gab es unter dem Kommando des legendären Entdeckers Zheng Hes tatsächlich. Seine sogenannte „Schatzflotte“ befuhr weiterer Strecken der Ozeane und brachte beispielsweise aus Afrika Tiere mit nach China. Ob sie aber Amerika erreichte, ist ungewiss. Der Historiker Robert Finlay sah im „Journal of World History“ (Nr.2/2004) in dieser Idee eine reine Phantasie von Menzies. Zumal die Chinesen von Osten durch den Indischen Ozean an Afrika vorbei durch den Atlantik hätten segeln müssen, um die Karibik zu erreichen. Oder durch den gesamten Pazifik und dann entlang der Westküste Südamerikas, weiter an Feuerland vorbei (durch die 1520 entdeckte Magellanstraße) in den Atlantik und von dort in Richtung Norden bis Mittelamerika …

Ein endloser Streit …

Obwohl die Mehrzahl der Geologen schon lange überzeugt ist, dass hier in der Karibik keine versunkenen Bauten zu finden sind, reißt die Diskussion darüber nicht ab. Zum Beispiel 2005 als der Atlantis-Forscher Greg Little und der Unterwasser-Archäologe William M. Donato ihre Ergebnisse zu den Strukturen veröffentlichten. Sie verweisen in „Underwater Stone Formation at Bimini: Ancient Harbor Evidence“ darauf, dass frühere Forscher absichtlich irreführende Ergebnisse publiziert hätten.

Little und Donato bezogen in ihrer Arbeit auch jene Strukturen im Meer mit ein, die wahrscheinlich der Hurrikan „Wilma“ 2005 freilegte, und kommen so zu dem Schluss, dass diese von Menschen geschaffen wurden. Frühere Untersuchungen bezeichnen sie als „Bimini Hoax“ und werfen vor allem dem Archäologen Marshall McKusick und dem Geologen Eugene A. Shinn eine Falschdarstellung der Fakten vor. Denn vor allem Shinn war es, der schon in den 1970ger Jahren die These des versteinerten Strandes vertrat.

Wobei jedoch schon 1978 diese Erklärung der Steingebilde in der karibischen See von Shinn kritisiert wurde. Zum Beispiel von William R. Corliss in einem Beitrag in „Science Frontiers“ (Nr. 4 vom Juli 1978), wo er unter anderem zu der Erklärung schreibt:

Ein Geheimnis bleibt jedoch in diesem entlarvenden Artikel (von Shinn, Anm. LAF). Das ist die unbeantwortete Frage, wie die Bimini-Felsen 15 Fuß unter Wasser gelangten, wenn erhebliche Beweise darauf hindeuten, dass in den letzten 2.200 Jahren keine derartigen Veränderungen des Meeresspiegels stattgefunden haben.“

Diese frühe und „leichte Kritik“ ging eher unter. Zumal Corliss selber kein Geologe war, sondern Physiker. Vor allem aber war er Sachbuchautor von dutzenden Büchern, die sich vielfach auch mit der Welt des Paranormalen befassten.

All das ändert nichts an der Tatsache, dass das Bimini-Rätsel bis heute noch immer ungelöst ist. Zumindest für all jene, die die etablierten Deutungen ablehnen und in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Funde im dortigen Meer verweisen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Fußspuren des Satan: Die “Teufelsspuren von Devon” 1855 und anderswo +++ Artikel +++

Die Teufelsspuren von Devon 1855: Nur von Mäusen verursacht? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Public Domain)
Die Teufelsspuren von Devon 1855 (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Public Domain)

Anfang Februar 1855 kam es in und um Devon im Südwesten von Großbritannien zu einem seltsamen Phänomen. Die Bewohner der Grafschaft fanden überall im Schnee seltsamen Abdrücke, die irgendwas oder irgendwer in der Nacht zuvor hinterlassen haben muss. Aufgrund der Gestalt der Spuren in Form von Hufeisen erhielten diese schnell den Namen “Teufelsspuren von Devon” und gingen so in die Annalen der Kryptozoologie ein. Trotz zahllose Erklärungsversuche der Spuren von Devon und ähnlicher Erscheinungen in anderen Teilen der Welt, konnte das Phänomen nie richtig aufgeklärt werden. Satan steckte hier wohl weniger dahinter – eher eine Mischung aus unterschiedlichen Ursachen. Genau diesen soll in diesem Artikel genauer nachgegangen werden.


Die Nacht, in der der Teufel kam

Es waren strenge Wochen im Januar und Februar 1855 in der südwestbritischen Grafschaft Devon. Die Flussmündung der Exe war zugefroren, in Torquay fiel die Lebensmittelversorgung aus und es folgten zum Teil Hungersrevolten. Die eisige Hand des Winters hatte das Land fest in seinem Griff.

Doch es sollte noch ganz anders kommen.

Der Morgen des 9. Februar 1855 richtete die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von ihrem Leid auf eine unheimliche und zugleich faszinierende Erscheinung, dessen nicht menschliche Spuren im frischen Schnee deutlich zu sehen waren. Das ganze Gebiet wurde von „Fußspuren“ heimgesucht, dessen Verursacher bis heute nie eindeutig ermittelt werden konnte. Es war unheimlich, faszinierend und erschreckend zugleich. Staunend stand die Bevölkerung vor tausenden hufeisenförmigen Fußspuren die sich teilweise schnurgerade durch das Land erstreckten.

Schnell war man in Teilen der Bewohner sicher: Hier hat der Teufel seine Spuren im Schnee hinterlassen. Damit waren die „Teufelsspuren von Devon“ geboren. Ein Phänomen, das heute vor allem in der Kryptozoologie Thema ist. Doch der Reihe nach.

Ein Mann namens Doveton aus Pytte berichtete beispielsweise er habe eine dieser Spuren bis zu seiner Gartenpforte verfolgt, wo sie plötzlich endete. Doch hinter der fast zweieinhalb Meter hohen Tür verliefen die Spuren weiter, so, als wenn das Wesen einfach durch das geschlossene Tor ging.

Solche und sehr ähnliche Beobachtungen machten an diesen und den folgenden Tagen viele Bewohner des winterlichen Devon.

“Hufspuren des Teufels”

Auch der Pfarrer von Clyst St. George, H. T. Ellacombe, machte ein seltsame Entdeckung an einem Haus in Marley bei Exmouth. Dort fand der Pfarrer, der heute als eine der besten Zeugen der Ereignisse gilt, diese „Spuren auf einem Fenstersims im zweiten Stock“. Und noch drei Tage nach diesen unheimlichen Spurenfunden machte Ellacombe mit einigen Helfern noch eine weitere Entdeckung:

Kaum ein Acker, Obstgarten oder Garten, wo sie nicht – durchwegs in einer einzigen Linie – bis unter die Hecken führten, und auf einem Feld in meiner Nachbarschaft stießen wir Exkremente – viel länglich-ovale Klümpchen von weißlicher Farbe, von der Größe und Form einer großen Traubenbeere.“

Auch die Tochter des Pfarrers von Dawlish, nahe bei der Mündung des Flusses Exe gelegen, Henrietta Fursdon, schilderte einige Jahre nach diesem „teuflischen“ Winter ihre einstigen Erlebnisse. Sie erinnert sich:

Die Fußspuren tauchten über Nacht auf. Wie mir mein Vater erzählte, der hier damals als Pfarrer wirkte, kamen gleich am nächsten Morgen Hilfspfarrer, Kirchenvorsteher und Gemeindemitglieder zu ihm, um seine Ansicht über die in ganz Dawlish beobachteten Abdrücke zu erfahren. Diese verliefen in gerader Linie und zeigten die Form eines kleinen Hufes, in dessen Runddung sich jedoch Klauen ausgeprägt fanden. Namentlich eine Fährte, die vor Pfarrhaus geradewegs zur Sakristeitür führte, erregte Aufmerksamkeit.

In andern Fällen lief die Spur geradewegs zu einer Mauer ohne Durchlass zu und setzte sich auf der anderen Seite fort. Vielfach fanden sie sich auch auf Hausdächern, und zwar in allen Vierteln von Dawlish (…) Ich entsinne mich noch ganz deutlich dieser Fußspuren und meiner kindlichen Angst vor der unbekannten wilden Bestie, die wohl draußen herumstreichen musste, da sich die Dienstboten nach Einbruch der Dunkelheit mit mehr hinaus wagten, um das Hoftor zu schließen.“

Diese „Hufspuren des Teufels“ waren damals keinem der Einwohner erklärlich. Wie konnte der Verursacher geradewegs über Dächer und scheinbar durch Wände laufen, fragten sich die Anwohner? Auch ein Mann bei Whitycombe Raleigh will eine interessante Entdeckung gemacht haben. Er konnte die Spur durch ein nur 15 Zentimeter kleines Rohr weiterverfolgen. Was für eine Gestalt kann hier umhergeirrt sein?

“Teufelsspuren” überall

In den Ortschaften wie zum Beispiel Teignmouth, Dawlish, Kenton, Starcross, Mamhead, Powderham, Topsham, Clyst St.Georg, Clyst St. Mary, Woodbury, Lympstone, Exmouth, Littlehamcum-Exmouth, Bicton, Whitycombe Raleigh, East Budleigh, Barton – überall um die Mündung der Exe – wurden diese seltsamen Spuren gefunden. So recherchierte es später die Dozentin Theo Brown von der Universität Exeter. Doch niemand war damals in der Lage, die hufeisenförmigen Fährten zu erklären.

Einige meinten, es seien die Spuren eines aus dem Zoo von Fish in Sidmouth entlaufenden Kängurus. Andere sahen hier missgebildete Hasen, Vögel mit gefrorenen Krallen, Dachse, Otter, Kröten, Esel, Mäuse, Affen, Katzen, Schwäne, „magische Wesen“, Wölfe usw. als Verursacher. Da die Spuren an einen geöffneten Huf oder besser an ein Hufeisen erinnerten, war natürlich auch der Satan in Person für diese Abdrücke verantwortlich gemacht worden.

Der Bericht der „Illustrated London News“ vom 24. Februar 1855 ist ohne Zweifel der bekannteste Zeitzeuge über Devons unheimliche Besuche. So hieß es darin 1855:

Die am Freitagmorgen im (zu diesem Zeitpunkt recht dünnen) Schnee entdeckten Spuren trugen alle Merkmale eines Eselhufes – Länge 10 cm, Breite 5,7 cm. Doch statt der bei diesem (und anderen) Tier üblichen Fortbewegung war hier offenbar in gerader Linien ein Fuß vor den anderen gesetzt worden. Der Abstand zwischen den Tritten betrug 20 cm oder eher mehr – wobei die Spuren in sämtlichen Gemeinden genau dieselbe Größe und Schrittweite aufwiesen!

Der geheimnisvolle Besucher durchschritt oder überquerte einen Garten oder Hofraum in der Regel nur einmal, besuchte dafür aber in vielen Teiler der verschiedenen Städte sämtliche Häuser (…) sowie die ringsum verstreuten Gehöfte: In manchen Fällen führte seine regelmäßige, stets den gleichen Schrittabstand einhaltende Spur über Hausdächer, Heuschober und sehr ansehnliche Mauern (darunter eine von 4,20 m Höhe) hinweg, als hätten diese nicht das geringste Hindernis gebildet, wobei weder hüben noch drüben der Schnee zertrampelt war. Gärtner mit hohen Zäunen und Mauern oder versperrten Pforten wurden ebenso heimgesucht wie offene, uneingefriedete Besitzungen.

Überschlägt man, welche Strecken zu bewältigen waren, um diese Spuren zu hinterlassen, die sich so gut wie jedem Garten, auf Türstufen, in den ausgedehnten Wäldern von Luscombe, auf dem Gemeindeland, auf eingehegten Grundstücken und Gehöften fanden, so muss der insgesamt zurückgelegte Weg wohl über hundert Meilen betragen haben. Es ist sehr einfach, über diese Erscheinungen zu lachen und leichtfertig zu urteilen, doch in Wirklichkeit konnte bis jetzt noch keine befriedigende Erklärung gefunden werden. Kein Tier hätte einen so ausgedehnten Bereich in einer einzigen Nacht durchstreifen und noch dazu eine zwei Meilen breite Flussmündung überqueren können (…)“

Erklärungsversuche

Charles Fort, der wahrscheinlich als erster Forscher akribisch sämtliche Zeitungsberichte über unerklärliche Vorfälle in der Welt sammelte und auswertete, legte im Jahre 1919 sein erstes Buch „The Book of the Dammed“ vor. In diesem berichtet auch er über die ominösen Teufelsspuren aus England, wobei Fort auch einige der damaligen Erklärungen erwähnt.

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So etwa sah man in den Spuren die Hinterlassenschaften eines Dachses, der des Nachts durch die Gemeinde streunte. Einige dachten an die Krallen großer Greifer, die folgerichtig über Meilen gerade durch den Schnee hüpften. Dann hieß es damals auch, es könne sich um die herunterhängenden Taue von Ballonen gehandelt haben, die immer wieder den Boden berührten. Oder aber Ratten, Wölfe sowie Otter seien hier entlang gelaufen.

Wieder andere spekulierten in der „Times“ vom 16. Februar 1855 ein entlaufendes Känguru aus einem Zirkus sei für die Spuren verantwortlich. Sicher auch deshalb, da viele Abdrücke scheinbar über Mauern verliefen und auf Dächern und auf Fenstersimsen zu finden waren.

Fort kommentiert vor 100 Jahren diese Deutung humorvoll mit den Worten:

Ich selbst nehme an, dass mindestens eintausend einbeinige Kängurus, die mit kleinen Hufeisen beschlagen waren, ihre Abdrücke im Schnee von Devonshire hinterlassen haben könnten.“

Erklären konnte Fort das Phänomen von 1855 allerdings auch nicht.

Während damals die betroffenen Bewohner vom Teufel bis zum Dachs sämtliche Erklärungen heranzogen, zogen einige der Einwohner der Grafschaft aus, um mit Waffengewalt das vermeintliche „Tier” zu erlegen. Die „Times“ aus London bemerkte, dass noch Wochen nach Erscheinen der rätselhaften Spuren die Bewohner und andere, die dem Phänomen „wissenschaftlicher” nachgehen wollten, über die Herkunft rätselten. Aber „wie zu vermuten war, kehrte der Suchtrupp unverrichteter Dinge zurück“.

Tatsächlich ist auch heute das Phänomen ein Rätsel. Ob es sich nach so langer Zeit überhaupt für alle zufriedenstellend entzaubern lässt?

Rätselhaft auch das: Charles Fort berichtet Jahre nach den Vorfällen, dass die Fußspuren eher den Eindruck machten, als sei der Schnee innerhalb bzw. an den Rändern der Spuren geschmolzen. Demnach nicht, wie zu erwarten wäre, durch das Gewicht des Verursachers zusammengepresst. Daraus könnte sich ableiten lassen, dass durch die Schneeschmelze die ursprünglichen Spuren derart verändert wurden, dass letztlich „Hufeinsen“ dabei herauskamen.

Von Devon nach anderswo

Erstaunliches jedoch stellt sich schnell heraus sich, wenn das Thema der teuflischen Spuren etwas intensiver analysiert wird. Denn es zeigt sich, dass nicht nur die Gegend der Grafschaft Devon 1855 von diesem Phänomen heimgesucht wurde. In aller Welt wurde in verschiedenen Zeiten von „seltsamen Fußabdrücken“ berichtet. Auch und vor allem von solchen von Form von Hufeisen. Es handelt sich also nicht um ein Phänomen, das sich nur in Devon zu trug.

Im Mai 1841 beispielsweise trug die Antarktis-Expedition von Sir James Clark Ross (nach dem das von ihm 1841 entdeckte Rossmeer an der Antarktis benannt wurde) in ihr Tagebuch, dass sie auf den Kerguelen-Inseln hufeisenförmige Spuren fanden, die von keinem dortigen Tier stammen konnten.

Im 19. Jahrhundert erschienen rätselhafte Spuren von Newark nach Cape Mayvon in New Jersey, USA, die man dem so genannten Jersey-Teufel zusprach. Auch hier sollen sie 1908 Mauern und andere Hindernisse „durchschritten“ haben – wie in Devon.

Im Januar 1945 entdeckten die Menschen nahe Everberg in Belgien ebenso derartige Abdrücke.

Die „lllustrated London News“ berichtete am 17. März 1855 in einem Leserbrief, dass solche Abdrücke auch im Schnee und Sand auf einem Hügel nahe der polnischen Grenze bzw. in Galizien zu finden seien. Der Hügel sei ein Sandhügel und somit in dem Gebiet als Piashowar gora bekannt, wo diese Spuren jedes Jahr zu finden seien.

Interessant ist bei diesen und zahllosen weiteren Beispielen auch der Umstand, dass die Region von Devon nicht nur 1855 vom „Satan heimgesucht“ wurde. Bereits vor den berühmten Ereignissen aus diesem Jahr sollen sie dort gesehen worden sein. Und auch noch viele Jahre später, wie verschiedene Zeitungsberichte belegen.

Hier sticht ein Fall aus dem Jahr 1950 besonders heraus, über den der Auto Viktor Farkas in „Rätselhafte Wirklichkeiten“ (1998) und vor allem Mike Dash in seiner Analyse der Devon-Spuren „The Devil’s Hoofmarks“ („Fortean Studies“, Nr. 1/1994) berichten.

Veröffentlicht wurden diese erneuten „Teufelsspuren von Devon“ aber erst sieben Jahre später in „Tomorrow“ (Nr. 3/1957). Darin hieß es, dass ein Mr. Wilson an der Küste nahe Devon eine Art Hufspur fand, dessen zwei Meter Schrittweite direkt ins Meer führte. Es schien, als sei hier ein unbekanntes Tier aus dem Meer der Verursacher.

Hunderte ähnliche Fälle?

„Spuren des Teufels“ – sie offensichtlich ein weiter verbreitetes Phänomen, als man es einst angenommen hat. Allein Mike Dash konnte in seiner umfangreichen Arbeit „The Devil’s Hoofmarks“ von 1994 einige Dutzend Berichte dazu in den Archiven ausfindig machen, die 21 Einzelfälle betrafen. Ereignet in den Jahren zwischen 1840 und 1957. Doch seien Recherchen ergaben noch weit mehr. Er schreibt:

Obwohl die Hufspuren (von Devon, Anm. LAF) zweifellos ungewöhnlich waren, waren sie alles andere als einzigartig. 120 bekannte Fälle lassen sich mit dem Mysterium von Devon vergleichen, und es erscheint nicht sonderbar, anzunehmen, dass Hunderte, vielleicht Tausende, jetzt verloren sind oder nie gemeldet wurden.“

Damit scheint das Phänomen der „Teufelsspuren“ fraglos eines der am weitesten verbreiteten Mysterien der Kryptozoologie zu sein. Es brauch sich keinesfalls hinter den „klassischen Themen“ wie Nessie oder den Bigfoot zu verstecken.

Bereits Anfang Februar 2010 nahm ich im Rahmen meiner Recherchen zu meinem Buch „Verbotene Geschichte“ (2010) Kontakt mit verschiedenen Kryptozoologen auf. In diesem Buch sind auch die Spuren von Devon Thema. Verschiedene Kryptozoologen und Mystery-Jäger vertraten dabei die Ansicht, dass Mäuse-Spuren eine Erklärung für die „Fußabdrücke des Satan“ sein könnten.

Mäuse-Spuren?

Mäuse, die in strengen Wintern aus ihren Unterschlupf kommen, springen über den frischen Schnee und hinterlassen mit ihren Körpern Abdrücke, die – wenn sie von der Sonne angetaut werden – an Hufeisen erinnern. Schon 1964 konnte der Zoologe Alfred Leutscher die Entstehung derartiger Spuren durch Waldmäuse aufzeigen, woraufhin erneut eine Reihe von Artikeln und Zeitungsmeldungen zu den Spuren von Devon erschienen. Zum Beispiel von Leutscher selber im „Journal of Zoology“ (Nr. 148, 1966) und auch Mike Dash geht in seiner Arbeit darauf ein.

Leutscher verwies auch auf den bekannten Bericht in der „Times“ vom 16. Februar 1855. Darin hieß es, dass die Abdrücke in Devon eine „Schrittweite“ von ungefähr 20 Zentimetern hatten. Das entspräche einer springenden oder hüpfenden Waldmaus. „Alle späteren Größen sind Erfindungen der Presse und diverser Autoren“, schrieb mir beispielsweise 2010 der Autor und Kryptozoologe Michael Schneider zu der Waldmaus-These.

Die Spuren tauten später an, Regen fiel auf den „Schneematsch“ und daraufhin fror es erneut. So in Etwa kann man die These von den Waldmäusen zusammenfassen.

Am 11. Februar 2010 bekam ich vom „National Meteorological Archive“ („Met Office“) in Großbritannien auf Anfrage umfangreiche Wetterdaten von Januar und Februar 1855 aus der fraglichen Region als Kopien. Sie zeigen wiederum Erstaunliches.

Diese klimatischen Tagebuchaufzeichnungen beweisen, dass es so extrem kalt damals gar nicht war, wie immer wieder behauptet wurde und wird. In der fraglichen Zeit währen der Entstehung der Spuren war es nur um -1 Grad Celsius kalt. Folgerichtig ist es sehr wohl möglich, dass damals Mäuse-Abdrücke antauten und nach gefallenen Regen wieder gefroren.

Nagetiere statt Satan?

„Ich weiß aber nicht welche Art Nagetier das in Devon gewesen sein sollte“, schrieb mir die Zoologin Professor Dr. Jana Eccard Ende Februar 2010: „denn in England gibt es keine Springmäuse“. Doch sie bestätigte, dass es die Waldmausart „Apodemus sylvaticus“ in Devon gibt und diese tatsächlich springen kann.

Professor Dr. Eccard gar hierzu aber auch zu bedenken:

„(…) ich muss aber gestehen dass ich auch etwas ratlos bin. Man kennt ja von Eichhörnchenspuren das Phänomen, dass die Spuren der langen Hinterläufe neben und vor den Spuren der Vorderläufe liegen und so ein U entsteht (nicht der Körper, sondern die Kombination der vier Pfotenabdrücke).

Wenn es ein bisschen taut so dass die Details der Fußabdrücke verwischen, oder der Schnee matschig ist wie oft in England, dann könnte ich mir vorstellen dass man nur noch das U sehen kann. Die Fortbewegungsrichtung der vermeintlichen Hufe zeigt dann in die andere Richtung als die Fortbewegung des Spurenverursachers.“

Ist das die Lösung? Falsch interpretierte Spuren von Springmäusen, vermischt mit Aberglauben und ebenso falsch gedeutete Spuren anderer Tiere plus einen Hype in der Presse? Es scheint so zu sein. Aber es bleibt natürlich offen, ob diese Interpretation für alle „Teufelsspuren“ gilt, die immer wieder gefunden wurden. Vor allem auch jene 1840 in der Antarktis, wo es keine solchen Waldmäuse gibt…

Auch glaube ich, dass die abergläubische Bevölkerung im Hype um den Besuch des „Teufels“ sämtlich Spuren im Schnee mit dem Teufel in Verbindung gebracht haben könnte. Gleichgültig was für ein Tier letztlich hinter jeder einzelnen Spur individuell stecke. Auch das Rätsel der plötzlich stoppenden Spuren im Schnee könnte eine banale Erklärung haben: Raubvögel sahen die Mäuse im hellen Schnee und griffen sich die Nager – und die Spur hörte auf.

Fake-News im 19. Jahrhundert

Ebenso soll es bereits nach den Ereignissen vom Februar 1855 zu Fake-News in der Presse gekommen sein. Nicht nur da verschiedene Berichte später nicht mehr von Augenzeugen stammten oder erst viele Jahre später aus der Erinnerung  entstanden. Auch die eigentliche Länge der Spuren durch die Region ist zweifelhaft. Dazu hieß es etwa, dass Anwohner die Teufelsspuren nachts über 100 Meilen weit durch die Grafschaft verfolgten. So weit hüpft natürlich auch nicht die kräftigste Waldmaus an einem Stück. Dass aber der aufgeregte Suchtrupp bei ihrer Teufelsjagd in einer Nacht diese Strecke zu Fuß zurücklegte, ist sehr unwahrscheinlich.

Mike Dash verweist in seiner Untersuchung auf einen weiteren Umstand bei den Abdrücken von Devon. Er listet die Größenangaben der Spuren, deren Beschreibungen sowie die einzelnen „Trittlängen“ auf, die damals in verschiedenen Gebieten gefunden wurden. Insgesamt aus 14 Zeitungen, von denen allerdings die wenigsten genaue Maßangaben veröffentlichten. Sofern doch geschehen sind aber die Unterschiede in Größe und Abstand der einzelnen Spuren sehr auffällig.

Die Abstände zwischen den einzelnen „satanischen Spuren“ reichen zum Beispiel von rund 20 Zentimeter bis zu knapp 41 Zentimeter. Lang oder weit waren die Spuren von rund 3,8 Zentimeter bis fast 9 Zentimeter. Diese Abweichungen in den Beschreibungen sind zu frappierend, als das man sie als Messfehler oder ähnliches beiseite schieben kann.

Gleichzeitig zeigen diese Maße auch, dass hier nicht nur Waldmäuse als Verursacher zutreffen können. Sie erhärten vielmehr den Verdacht, dass 1855 nach der Entdeckung der ersten „echten Teufelsspuren“ alle möglichen und unmöglichen Abdrücke damit in Zusammenhang gebracht wurden. Dies würde auch erklären, warum über ein derart großes Gebiet diese Spuren daraufhin gefunden wurden.

Was aber sämtliche Thesen und Analysen zu Devon nicht erklären können, sind die Funde von anderen Spuren in anderen Teilen der Welt. Hier fehlt es meistens an verlässlichen Angaben wie vor allem deren Größe und genaues Aussehen. Möglicherweise sind hier und dort Mäuse die Verursacher. In anderen Fällen dann wieder andere Tiere.

Empirisch belegen lässt sich das Phänomen von Devon und anderswo wohl niemals mehr.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Experten planen Grundregeln: Wie soll die Menschheit auf den ersten Kontakt mit Außerirdischen vorbereitet werden?

Experten planen Grundregeln: Wie soll die Menschheit auf den ersten Kontakt mit Außerirdischen vorbereitet werden?
Experten planen Grundregeln: Wie soll die Menschheit auf den ersten Kontakt mit Außerirdischen vorbereitet werden? (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Der erste offizielle Kontakt mit Außerirdischen ist seit jeher ein spannendes Thema. Für Science-Fiction-Fans ebenso wie für Hollywood, Phantasten aber auch Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen. “Regelwerke”, wie man die Menschheit über den ersten Kontakt informieren sollte oder könnte, gibt es durchaus. Ob aber solche theoretischen Überlegungen realistisch sind, steht auf einem ganz anderen Blatt. Deshalb wollen Forscher des britischen “SETI-Forschungsnetzwerks” (UKSRN) jetzt durch eine groß angelegte Erhebung herausfinden, wie die Öffentlichkeit einen Kontakt mit Aliens sieht. Eine fraglos sinnvolle Erhebung, die trotz aller Überlegungen, Antworten und Pläne aber sehr viele Fragen offen lässt. Was die Forscher derzeit planen und warum es letztlich doch sinnlos ist, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Kontakt mit Außerirdischen

Viele UFO-Forscher und -Interessierte sowie Prä-Astronautiker oder allgemein Mystery-Fans sind so oder so überzeugt, dass Außerirdische bereits auf unserem Planeten sind. Einige sprechen immer wieder gerne davon, dass dies unlängst “bewiesen” sei. Man müsse nur “die Augen aufmachen” oder die “Beweise” prüfen.

Diese Menschen muss niemand auf einen Kontakt mit Aliens vorbereiten. Personen, die – wie ich – von der Prä-Astronautik etc. überzeugt sind, sind in ihrem Inneren schon lange auf den Tag X des offiziellen Kontakts/Beweises vorbereitet. Dabei ist es relativ gleichgültig, ob die Außerirdischen physisch hier an der Erde ankommen, oder Astronomen nur ein entsprechendes Signal aus dem All auffangen.

Vorbereitet sind “wir” innerhalb der grenzwissenschaftlichen Community schon lange. Zumindest glauben wir, das wir es sind.

Anders die breite Öffentlichkeit, die alles andere als vorbereitet ist. Ein Thema und Szenario, das auf Grenzwissenschaft und Mystery Files immer wieder diskutiert wurde. Gerne sprechen einige hierbei von einem “Götterschock“. Eine Art Synonym für die Tatsache, dass die Bevölkerung auf die Nachricht eines Kontakte mit einer außerirdischen Zivilisation “schockiert” reagieren würde. Wobei anderen Menschen diese Nachricht wiederum vollkommen egal sein dürfte und sie nicht interessieren wird.

Es ist schwer abzuschätzen, wie Menschen und die Menschheit reagiert. Meiner Meinung nach ist es sogar unmöglich! Zu viele Faktoren, Voraussetzungen und Begleitumstände spielen hierbei eine Rolle.

Man kann die Menschheit nicht vorbereiten!

Der Kontakt mit Außerirdischen geht der gesamten Menschheit etwas an. Von irgendwelchen Bankern in den Industrienationen, über den UFO-Interessierten in Bolivien, bis zum Buschmann in Westafrika. Vom einsam lebenden Insulanern im Indischen Ozean bis zum Großmütterchen in in einem Dorf nahe dem russischen Tomsk. Vom Alien-Freak in den USA bis zum religiösen Fanatiker in Australien.

Wie soll man bei dieser Vielfalt unserer Menschheit eine Art von “einheitlichen Regelwerk” erstellen, welches vorgibt, wie man über ersten Kontakt zu informieren habe? Zumal schon allein die Bevölkerung eines x-beliebigen Staates in zahlreiche und zum Teil vollkommen verschiedene Gruppen unterteilt werden kann. Und innerhalb dieser Gemeinschaften “tickt” wieder jeder Mensch anders, was natürlich auch beim Alien-Thema gilt.

Die Liste der Voraussetzungen, wie man individuell auf den ersten Kontakt reagiert, ist sicherlich endlos. Einige Beispiele sollen das deutlich machen:

  • Wo und in welcher Gesellschaft leben diese Menschen?
  • Befassen sie sich mit dem Thema Leben im All oder Aliens?
  • Glauben sie so oder so an Außerirdische oder sogar UFOs als “Alien-Phänomen”?
  • Haben sie überhaupt schon mal was von Leben im All gehört?
  • Sind sie religiös – wenn ja: wie und wie stark?
  • Welche Weltanschauungen haben sie?
  • Sind sie naturwissenschaftlich interessiert?
  • Welche Regierung bzw. Politik herrscht in ihrem Land?
  • Leben sie einfach und bescheiden “am Ende der Welt” oder “durchorganisiert” mit dem Smartphone und Massenmedien in den Industrieländern?
  • Welche “menschlichen Werte” erhielten sie während ihrer Erziehung vermittelt?
  • Welchen Bildungsgrad haben sie?

Dazu kommt die Art des ersten Kontakte an sich.

Ein ankommende Flotte von fremden Raumschiffen im Erdorbit, landende UFOs in aller Welt oder der Empfang eines eindeutigen Signals von Aliens mittels SETI werden unterschiedliche Reaktionen der einzelnen Menschen nach sich ziehen. Ein Angriff von Außerirdischen auf die Erde und uns Menschen sowieso. Wobei man bei einer plötzlichen Alien-Invasion oder unvorhergesehen überall sichtbar ankommenden außerirdischen Raumschiffen so oder so alle Vorbereitungspläne wegwerfen kann.

Trotz dieser, und sicher zahlloser weiterer Bedenken oder Einwände, feilen Wissenschaftler immer wieder gerne an diversen Plänen und Regeln für den “Ernstfall”. Verkehrt ist das sicher nicht. Es ist nur überaus fragwürdig, wie die Menschen am Ende reagieren werden.

Wissenschaftler suchen nach Plänen

Auch wenn jüngst eine weltweite Umfrage ergeben hat, dass rund die Hälfte der Menschheit an intelligente außerirdische Zivilisationen glaubt. Was auch wieder fraglich ist, wie in diesem Beitrag HIER zu lesen ist.

Mitglieder des SETI-Netzwerkes von Großbritannien wollen es jetzt erneut angehen. In der “wohl größte Erhebung zur Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber dem Kontakt mit Außerirdischen”, wie es beispielsweise “The Guardian” am 1. Juli schrieb. Die gewonnen Ergebnisse sollen helfen einheitliche Bestimmungen zu entwerfen.

Weiter heiß es:

Die gesammelten Ansichten werden ihnen dabei helfen, Pläne für ein internationales Protokoll zu entwickeln, das die Grundregeln dafür festlegt, wie Organisationen Nachrichten über erkannte Signale austauschen sollen. Welchen Sinn kann man aus ihnen ziehen? Und wie, wenn überhaupt, die Menschen antworten könnten.

Ein physischer Kontakt wird bei dieser Erhebung aber wohl ausgeschlossen. Es geht den Experten offenbar lediglich um den Empfang einer Nachricht aus dem All. So zitiert “The Guardian” Martin Dominik, Astronom an der Universität von St. Andrews, mit den Worten:

Im Völkerrecht ist absolut kein Verfahren festgelegt, wie auf ein Signal einer fremden Zivilisation reagiert werden soll. Wir wollen die Ansichten der Menschen hören. Die Folgen betreffen mehr Menschen als nur Wissenschaftler.

Dass erst kürzlich, wie in diesem Video HIER auf Grenzwissenschaft und Mystery Files berichtet, dass SETI-Projekt “Breakthrough Listen” keine Spur von fremden Signalen im All gefunden hat, kommentiert der Astronom mit den Worten:

Wenn es Dutzende von Billionen anderer Zivilisationen wie unserer gegeben hätte, die gleichmäßig in der Milchstraße verteilt sind, hätte das Projekt nichts gehört.

Damit teilt Dominik die Ansicht der Wissenschaftler von “Breakthrough Listen”, die bekanntlich von der “Suche nach der Nadel im Heuhaufen” sprechen.

Angst vor Alien-Fake-News in Sozialen Netzwerken

Auch wenn das Völkerrecht “absolut kein Verfahren” kennt, “wie auf ein Signal einer fremden Zivilisation reagiert werden soll”, zerbrechen sich SETI-Forscher darüber schon seit Jahrzehnten den Kopf. Immerhin besteht theoretisch die Möglichkeit, dass schon heute ein Signal empfangen wird. Was man dann der Bevölkerung sagt, und wie man zuvor das Signal als von Aliens stammend verifiziert, darüber dachte man schon vor 50 Jahren nach.

Dr. John Elliott, Nachrichtentechniker an der Leeds Beckett University, gab dem “Guardian” gegenüber an, dass “jedes echte Alien-Signal sofort bekannt geben” würde. Damit möchte man auch Fake-News in unserer digitalen Welt zuvorkommen:

Aber in einer Ära der sozialen Medien würde dies eine Flut gefälschter Nachrichten und Verschwörungstheorien auslösen, die die Menschen über die Wahrheit völlig verwirrt.

Dr. John Elliott weiter:

Es wird einige Zeit dauern, bis wir das Signal verstanden haben. Und wenn sich diese Arbeit in die Länge zieht und wir nichts Neues sagen können, wird das Informationsvakuum mit Spekulationen gefüllt. Vermutungen und Gerüchte werden die Oberhand gewinnen.”

Das diese Bedenken nicht aus der Luft gegriffen sind, weiß jeder der im Netz unterwegs ist. Gerade und vor allem auch was Mutmaßungen über Aliens & Co. angeht. Irgendwelche Regelungen und Vorkehrungen, die SETI-Astronomen vor Jahrzehnten ersonnen haben, greifen in dieser Hinsicht schon lange nicht mehr. Deshalb soll die Umfrage “Wissenschaftlern dabei helfen, herauszufinden, wie sie am besten zuverlässige Informationen liefern können”. Allerdings auch, wie die Menschheit als Ganzes darauf reagieren soll oder würde …

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Gerade der letzte Punkt bietet jedoch enormes Potential für Konflikte. Kaum vorstellbar, dass Milliarden Menschen geschlossen damit einverstanden sind, wenn wir den Außerirdischen antworten. Ganz zu schweigen von der Frage wer oder welche Gruppe diese Antwort entwirft und was diese beinhalten soll.

Im Namen der Menschheit

Martin Dominik sagt vollkommen treffend:

Es ist sinnvoll, einen rechtsverbindlichen Rahmen zu schaffen, der im Völkerrecht verankert ist. Ich bin völlig zufrieden damit, das Ganze über die Ebene von Wissenschaftlern zu heben. Wenn es öffentliche Konsequenzen gibt, wenn Nachrichten beantwortet und versendet werden, ist dies eine politische Entscheidung und keine Entscheidung, die von Wissenschaftlern getroffen werden muss.

Angenommen die Vereinten Nationen erarbeiten eine Strategie für den ersten Kontakt mit Aliens. Ein Papier, in dem auch klar geregelt wird, was wir diesen Außerirdischen antworten werden (oder eben nicht). Dann haben wir “im Völkerrecht” zwar ein Verfahren festgelegt, was aber längst nicht bedeutet, dass bei einem derart gravierenden Schritt alle damit einverstanden sind.

Hier wird sich die ein oder andere Gruppe übergangen fühlen, da deren gewünschte Botschaft an ET unberücksichtigt blieb. Eine andere Gruppe oder ein anders Land ist prinzipiell erst gar nicht damit einverstanden, dass wir überhaupt antworten. Wieder andere Menschen interessiert es einfach erst gar nicht, während andere lieber selber Antworten an die Außerirdischen senden wollen. So ist es auch fraglich, ob und in wieweit die Resultate der Umfrage des britischen SETI-Forschungsnetzwerks nützlich sein werden.

Jede Gruppe, jede Gesellschaft, jeden Menschen, jede Religion, jede Regierung werden sie wohl kaum befragen.

“Im Namen der Menschheit” wird man ganz einfach nicht reagieren können. Auch wenn es vermutlich dem Großteil unserer Spezies ganz einfach egal sein wird. Nur sollten sich Wissenschaft und Politik sowie auch die Bevölkerungen und Religionen weltweit und überall immer wieder darüber Gedanken machen. Der einfachste Weg wäre wohl der, dass die Außerirdischen einfach herkommen und landen. Zumindest für all jene, die Regeln für eine entsprechende öffentliche Informationspolitik erarbeiten wollen. Überhaupt nichts tun, ist aber auch der falsche Weg.

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Lars A. Fischinger

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Mit Erich von Däniken und seinen Lesern in Ägypten: Erstaunlich positives Feedback in der Mainstreampresse

Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare
Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare (Bilder: T. Ingold & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken gilt als “Vater der Prä-Astronautik“, da er es war, der ab 1968 die Idee “Die Götter waren Astronauten” weltberühmt machte. Inzwischen ist er 84 Jahre und schreibt weiterhin Bücher zum Thema Astronautengötter und hält entsprechende Vorträge. Von Däniken ist auch weiterhin in aller Welt unterwegs und führt auch Reisen mit seinen Lesern und Fans durch, um ihnen die Schauplätze seiner Bücher zu zeigen. Bei einer dieser Leserreisen wurde die Gruppe vor einiger Zeit von einer (freien) Journalistin der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ) einige Tage begleitet, die darüber einen Podcast und einen Artikel in “NZZ Folio” publizierte. Und entgegen allen negativen Erwartungen, die man häufig hat, wenn es um Berichte der Mainstreampresse über von Däniken oder Prä-Astronautik geht, sieht es diesmal anders aus. Was NZZ im Nachhinein berichtete, und wie die Däniken-Fans darauf teilweise reagierten, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken und die Presse

Nunmehr 51 Jahre ist es her, als Erich von Däniken 1968 sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichte und damit einen riesen Hype um Astronauten der Vorzeit auslöste. Bis heute folgten dutzende Bücher (das nächste Buch erscheint im Herbst 2019). Ebenso unzählige Vorträge, TV-Auftritte, Reisen, Interviews, Shows und endlose Debatten von, über und mit von Däniken.

Und selbstverständlich ziehen bis heute von Dänikens Thesen und Spekulationen sehr viel Kritik auf sich. Auch Journalisten und die Mainstreammedien beteiligten sich natürlich schon zu Beginn der Prä-Astronautik daran. Von eher seltenen sachlichen Berichten über Fake-News zum Thema bis Angriffen und Anfeindungen war und ist alles dabei. “Viel Feind – viel Ehr” nannte er es selber einmal, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt.

So ist es alles andere als verwunderlich, dass von Däniken Pressevertretern und Journalisten nach jahrzehntelangen Angiftungen mehr als skeptisch gegenüber steht. Dennoch haben er und seine rechte Hand Ramon Zürcher vor einiger Zeit die schweizer Journalistin Gudrun Sachse mit auf eine Leserreise genommen. Sie führte mit etwa 40 Däniken-Fans nach Ägypten. So organisierte Sachse im Zuge dieser Reise selber einen entsprechenden Aufenthalt im Land der Pyramiden, um die Gruppe und von Däniken einige Tage vor Ort begleiten zu können.

In Ihrem Artikel für “NZZ Folio” (Juli 2019) schreibt Sachse dazu unter anderem:

Eine Journalistin mitreisen zu lassen ist mutig. Natürlich weiß Erich schon jetzt, was auf ihn zukommt: Einem Däniken glauben, ‘das dürft ihr doch gar nicht’. Die Presse hat sich auf ihn eingeschossen, seit das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ 1973 mit dem Titel ‘Der Däniken-Schwindel’ aufmachte.

Die Journalistin reiste mit der Däniken-Gruppe zu den Pyramiden von Gizeh und nach Sakkara, wo unter anderem die unterirdische Totenwelt mit den riesigen Sarkophagen (Serapeum) besucht wurde.

Positiv überrascht

Heraus kam nach er Reise ein überraschend neutraler bis eher positiver NZZ-Artikel von Gudrun Sachse über ihre Erfahrungen mit von Däniken und seinen Lesern. Ein rund 18-minütiges Interview über ihre Erlebnisse folgte am 28. Juni als NZZ-Podcast.

Sachse unterstreicht mehrfach, dass nicht nur Erich von Däniken ein ganz normaler und netter Zeitgenosse sei, sondern auch seine ihn auf der Reise begleitenden Fans. Auch wenn es eigentlich ganz normal klingt, ist es vielfach eben nicht so. Däniken gilt in viele Medien als “UFO-Spinner” (auch wenn er Prä-Astronautiker ist!) und seine Fans und Leser als “Freaks” – um es freundlich auszudrücken.

Es sei ihr gelungen als Mainstream-Journalistin “das Vertrauen des Starautors zu gewinnen”, wie sie sagt. Sie wollte ganz einfach mehr über ihn und seine riesige Fangemeinde erfahren.

Und entgegen ihrer Erwartungen haben von den 40 Reiseteilnehmern nur sieben, “also überraschend wenige, Unbekanntes im Himmel entdeckt”. Der sonst vielfach in derartigen Berichten zu findende Hohn und Spott von Däniken und seiner Leserschaft gegenüber, fehlt in dem NZZ-Artikel sowie dem Podcast mit Sachse völlig. Und das ist überraschend.

So kommentiert ein Leser des Artikels, der selber an der Ägypten-Reise teilnahm zum Beispiel:

Der Bericht ist gut und sachgerecht, nicht hämisch wie in vielen Fällen.

Mein Beweggrund: Ich wollte wissen, wie Erich von Däniken bestimmte archäologische Funde persönlich sieht und interpretiert, denn seine Bücher kenne ich zum großen Teil, vom ersten an. Außerdem interessierte mich der Zugang zu Stätten, die man als Pauschaltourist und auch mit individuellem Führer nicht zu sehen bekommt. Hier gilt halt: Prominenz und Bakschisch machen es möglich. (…)

Frau Sachse gebührt Lob für ihren Artikel. Jedoch ist er nach meiner Auffassung etwas zu esoteriklastig. (…)”

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Stolz und Vorurteil

Im überaus hörenswerten NZZ-Podcast geht Sachse noch ein wenig mehr ins Details. Darin erzählt sie, dass von Däniken ein festes Bild von der Welt hat, sehr offen ist und er durchaus stolz war, dass jemand von der “Neuen Zürcher Zeitung” mit auf seine Reise kommen wolle. NZZ ist bekanntlich auch weit über die Grenze der Schweiz hinweg ein Begriff in der Meinstreampresselandschaft. “Ohne Vorurteile” wollte sie mit nach Ägypten. Und doch traf sie schon bei ihren Vorbereitungen eben auf diese Vorurteile gegenüber von Däniken & Co. Auch bei sich selber.

Lachend erzählt Sachse im Podcast:

Und dann habe ich mir die ersten Bücher ausgeliehen. Und das war mir richtig unangenehm. Ich weiß noch wie ich zu dem Bibliothekar gesagt habe … ich muss die nehmen, das ist beruflich. Also als wollte ich mich irgendwie rechtfertigen, weil ich aus dem Regal über Archäologie ausgerechnet diese Bücher gewählt habe.

Vor Ort bei der Reise seien nicht nur von Däniken und Ramon Zürcher der Journalistin gegenüber “sehr schnell aufgetaut”, sondern auch sie selber. Einige Teilnehmer seien ihr als Pressevertreterin eher zurückhalten gegenüber gewesen, andere vollkommen offen. “Eigentlich denkt man, das ist so eine Freak-Show”, meint Sachse, “ist es aber überhaupt nicht gewesen”. Natürlich haben aber alle “spezielle Ansichten, nämlich den Glauben an Außerirdische”. Ohne Frage stimmt das!

Wäre sie nicht einige Tage mit der Gruppe zusammen gewesen, und konnte so viele Gespräche und intensivere Kontakte mit den Teilnehmern und von Däniken selber aufbauen, “würde die Geschichte komplett anders aussehen”. Da “merkt man wieder, wie der erste Eindruck eigentlich täuschen kann”, so Sachse zu ihrem Erstaunen …

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Die Wikipedia Witzbolde: Spaßvögel im Online-Lexikon und warum die Bundeslade auf dem Mars ist +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Wikipedia Witzbolde - Spaßvögel im Online-Lexikon
VIDEO: Wikipedia Witzbolde – Spaßvögel im Online-Lexikon (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wikipedia ist eine der am häufigsten aufgerufenen Webseiten im Internet. Das Internet-Lexikon hat (neben Google) das Informations-Monopol. Buchstäblich Milliarden User rufen dort ebenso viele Seiten und Infos ab. Und das, obwohl Wikipedia seit jeher umstritten ist, da hier jeder mitarbeiten kann. Auch und gerade bei strittigen Themen. Und doch gelingt es Witzbolden oder Spaßvögel immer wieder in Bereiche Unfug einzubauen, wo man es am wenigstens erwartet. In diesem YouTube-Video zeige ich Euch ein erstaunliches Beispiel in einem Bildarchiv von WikiCommons, über das ich rein zufällig stieß. Ihr werdet staunen …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Macher und fast immer anonymen Autoren von Wikipedia sind stets auf Quellennachweise, Fakten und Belege bedacht. Zugleich ist das wieder ein großer Streitpunkt bei Wiki.

Was der eine als Fakten sieht – sieht der andere als Fake-News oder als “unseriöse Quelle”. Andere Aussagen und pure Behauptungen gehen ohne jede Quelle durch, während andere wieder aufgrund “fehlender Belege” immer wieder radikal entfernt werden.

Ein endloses Thema. Auch und gerade bei strittigen Themen in Wikipedia, wie bereits 2011-2017 in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt. Und doch gelingt es Witzbolden oder Spaßvögel immer wieder in Bereiche Unfug einzubauen, wo man es am wenigstens erwartet.

In diesem YouTube-Video zeige ich Euch ein erstaunliches Beispiel in einem Bildarchiv von WikiCommons, über das ich rein zufällig stieß. Ihr werdet staunen ….

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 1. Juli 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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“Verschwörungstheorien sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (und die Frage: warum das alles)

"Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch": Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler
“Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungen und Verschwörungstheorien gibt es seit Jahrhunderten in allen erdenklichen Bereichen. So ist es kein Wunder, dass auch und vor allem in der Grenzwissenschaft oder anderen “Parawissenschaften” solche großen und kleinen Verschwörungstheorien gibt. Auffällig ist hierbei allerdings, dass es scheinbar immer mehr Menschen und sogar ganze Vereine gibt, die gegen solche Thesen und Spekulationen “kämpfen”. Einer von ihnen ist der Physiker und Autor Holm Gero Hümmler, der jetzt dem “Hessischen Rundfunk” ein Radiointerview zu diesen Themen gab. Anlass war sein neues Buch, in dem Hümmler “mit naturwissenschaftlichen Argumenten und Spaß aufklären will”. Was der Skeptiker zu verschiedenen Verschwörungstheorien zu sagen hat, lest und hört Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien sind prinzipiell überall um uns herum. Und es ist kein Geheimnis, dass es reale Verschwörungen schon immer gab und wohl auch immer geben wird. Die Frage ist nur, wann ist was genau eine Verschwörungstheorie? Und – wie in diesem Beitrag HIER im März 2015 bereits gefragt – ab wann ist man selber ein Verschwörungstheoretiker?

Ein überaus komplexes und vor allem kontroverses Thema. Das liegt in der Natur der Sache. Denn Kern einer Verschwörung ist es ja, dass man sich im Geheimen für dieses oder jenes zusammenfindet und bespricht und das dann im Verborgenen in die Tat umsetzt. Sei es jetzt, dass man Julius Cäsar plant zu ermorden, die Mondlandungen der NASA fälscht, den 11. September inszeniert, den Planeten Nibiru vor der Öffentlichkeit vertuscht oder die in Wahrheit flache Erde vor der Menschheit verschweigt.

Dabei ist der Übergang von echter Geheimhaltung, Falschinformationen, Fake-News, Lügen und Irrtum fließend. Einheitlich ist allerdings wohl der Umstand, dass man gerne an Verschwörungen gewaltigen Ausmaßes glauben will. So fühlt man sich als Teil und Eingeweihter von etwas Großem, von dem die breite Masse eben keine Ahnung hat. Man selber hingegen schon, da man “aufgewacht” sei und sich “informiert” habe.

Und genau hier beginnt das grundlegende Problem zwischen Skeptikern, Kritikern und Verschwörungstheoretikern. Informationen, Quellen, Studien, Literatur usw. der einen Seite wird von der anderen Seite nicht anerkannt oder schlicht ignoriert. Eine endlose Debatte ist die Folge, die damit wohl niemals enden wird. Und durch die Vermischung und Verbindung verschiedener Verschwörungstheorien ist prinzipiell für jeden etwas dabei.

Man muss sich nur seine individuelle Verschwörung heraussuchen und eventuell noch mit anderen Aussagen und Thesen vermischen. Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker

Persönlich hatte und habe ich an den meisten der sogenannten Verschwörungstheorien noch nie Interesse. Sie interessieren mich einfach nicht. Was aber auffällig ist, ist der Umstand, dass gefühlt immer mehr Gruppen, Vereine und Personen (Wissenschaftler wie Laien) diversen Theorien dieser Art “den Kampf angesagt” haben. Einer von ihnen ist Physiker Dr. Holm Gero Hümmler, der dazu den Blog “Relativer Quantenquark” betreibt und einige Bücher veröffentlichte.

Hümmlers Blog und Arbeit richtet sich dabei gegen “Esoterik, Verschwörungsmythen und Spekulatives unter dem Mäntelchen der Physik”, wie er schreibt. Denn viele Anhänger diverser Verschwörungen nutzen einen wissenschaftlichen klingenden Wortschatz und berufen sich auf diverse etablierte Wissenschaftler. “Bewusst oder fahrlässig” werden von diesen eine “falsche Verwendung physikalischer Begriffe und Konzepte” genutzt:

Wer sich auf Einstein, Heisenberg oder Schrödinger beruft, beansprucht wissenschaftliche Seriosität und schreckt unangenehme Fragen ab. Was steckt aber wirklich hinter den Theorien der modernen Physik, und wie viel Überirdisches lässt sich damit tatsächlich erklären? Wo entstehen Missverständnisse durch missglückte Wissenschaftskommunikation, und wo machen sich Physiker selbst zu Kronzeugen zweifelhafter Glaubenssysteme?

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Deshalb wolle Hümmler mit seinem in der Freizeit betriebenen Blog “auf Missstände aufmerksam machen”und schreibe als Hobby Bücher dazu. Sein neues Buch “Verschwörungsmythen – Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden” ist hierbei seine jüngste Veröffentlichung. Es ist auch der Anlass, warum Hümmler unter anderem “hr-iNFO” ein Radinterview rund um Verschwörungstheorien gab, dass am 26. Juni als Podcast online gestellt wurde.

Dazu heißt es:

Die Zutaten einer Verschwörungstheorie sind meist fantastisch oder dramatisch: Nazis im ewigen Eis der Antarktis, ausgestattet mit Wunderwaffen; Außerirdische, die im Kern unserer Erde leben; giftige Wolken, die von Flugzeugen über unseren Köpfen versprüht werden. Der studierte Physiker Holm Gero Hümmler beschäftigt sich intensiv mit solchen ‘Theorien’ und will ihnen etwas entgegensetzen.

Das klingt nach klassischen Verschwörungstheorien, denen sich der Skeptiker Hümmler annimmt. Und so ist es auch.

Die neuen Klassiker

Schaut man auf dem Blog oder in das neue Buch des Kritikers Hümmler fällt eines schnell auf: Er setzt sich fast nur mit den bekanntesten Verschwörungen auseinander, die im Internet und Sozialen Netzwerken kursieren. Zum Beispiel, wobei der Umfang der Themen stark schwankt:

Bei all den organisierten und nicht organisierten Skeptikern, die in den letzten Jahren zweifellos enormen Zuwachs bekamen, ist das schon eine Art “Spezialisierung”. Verschwörungen und Unsinn zum Thema UFOs, Aliens, Prä-Astronautik oder versunkene Ur-Kulturen sucht man bei Hümmler vergeblich. Das verwundert mich als überzeugter Prä-Astronautiker und Mystery-Autor schon sehr. Immerhin kursieren in diesem Bereich zahllose wilde Verschwörungen, Falschbehauptungen und Spekulationen, auf die ich bekanntlich seit 1999 immer wieder hinweise.

Allerdings scheinen hier “neue Klassiker” unter den Verschwörungstheorien unlängst Fuß gefasst zu haben. Und es scheint sich inzwischen tatsächlich zu lohnen, sich gegen allerlei Verschwörungstheorien aus dem Internet zu stellen. Der Buchmarkt bietet in Sachen Mystery und Verschwörungen keine Plattform mehr. Wohl aber der Seite der Skeptiker. Eine durchaus erstaunliche Entwicklung.

Holm Gero Hümmler selber ist allerdings in der “Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften” (GWUP) seit den 1990er Jahren organisiert. Im Podcast mit dem “Hessischen Rundfunk” sagt er dazu, dass diese “skeptische Szene” etwa 1.700 Personen umfasst, womit er wohl die GWUP meint. Ein Verein von Skeptikern, der selbst bei einigen anderen Kritikern als “ideologisch” und “hardcore” gilt.

Wobei es interessant ist, dass bereits einige der aktiven GWUP-Mitglieder Bücher gegen Verschwörungstheorien und allerlei “Aberglaube” veröffentlicht haben. Zum Teil sogar mehrere, die auch in den großen und etablierten Verlagen erschienen.

Ein seltsames Völkchen

Skeptiker werfen diversen Verschwörungstheoretikern und Autoren gerne vor, dass diese immer wieder dasselbe veröffentlichen und sagen. Es gäbe nichts wirklich spannendes Neues, was beispielsweise die Prä-Astronautik und UFOs betrifft. Alles sei schon mal da gewesen, weshalb auch die großen Publikumsverlage solche Bücher bekanntlich kaum mehr verlegen wollen. Allerdings sei der Vollständigkeit halber betont, dass grenzwissenschaftliche und esoterische Bücher, die mit den wildesten und “sensationellsten” Enthüllungen und “Thesen” daher kommen, auch in Kleinverlagen reißenden Absatz finden …

Da man meiner Meinung nach immer beide Seiten beachten und lesen sollte, ist es anders herum aber sehr ähnlich. Die Frage muss erlaubt sein, wie oft man noch online und offline diverse Verschwörungstheorien “widerlegen” will?! Denn auch bei den Skeptikern und “etablierten Wissenschaftlern” wiederholen sich die Themen immer wieder. Doch die Leserschaft scheint ein seltsames Völkchen zu sein, da sie scheinbar diese oftmaligen Wiederholungen dennoch gerne liest.

Was bei praktisch allen Kritikern, Skeptikern und Anti-Verschwörungstheorie-Autoren sowie entsprechenden Gruppen und Vereinen immer gleich ist, ist nicht minder seltsam: Immer geben diese an, dass sie mit ihrer Arbeit und ihren Publikationen gegen allerlei Unsinn und Verschwörungen kämpfen wollen. Sie möchten durch ihre Veröffentlichungen und ihr Arrangement erreichen, dass die Menschen nicht jeden Mumpitz glauben und wollen so “Fakten” und “Wissenschaft” dagegen stellen.

Das klingt erst mal sehr gut … und das kann auch so stehen lassen.

Das Problem ist nur, dass genau diese Skeptiker eigentlich ausnahmslos im gleichen Atemzug sagen, dass man überzeugte Verschwörungstheortiker mit Wissenschaft, Belegen und Argumenten so oder so nicht überzeugen kann. Sie würden diese als “Teil der Verschwörung” rund weg ablehnen und als Kritiker redetet man quasi gegen die Wand. Fakten interessieren sie nicht. Und wenn, dann werden sie nur von der eigenen Seite gelesen.

Warum aber dann dieser ständig sich wiederholende Kampf gegen diverse wilde Thesen?

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Lars A. Fischinger

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Archäologie: Das Leben und Wirken von Jesus Christus bleibt eine Sache des Glaubens

Archäologie: Das Leben und Wirken von Jesus Christus bleibt Glaubenssache (Bild: gemeinfrei)

Jesus Christus ist sicher die bekannteste Person der Menschheitsgeschichte, dessen Namen fast alle rund 7,5 Milliarden Menschen der Erde kennen. Sein Leben und Wirken wurde zum Fundament des Christentums und damit ist Jesus der Gründer der größten Religion der Welt. Doch ist sein Leben wissenschaftlich und archäologisch gesichert und nachgewiesen? Nein sagt ein Professor für Biblische Archäologie. Auch wenn an der Existenz der Person Jesus vor 2.000 Jahren kein Zweifel bestünde, sind seine Taten und Lebensphasen wissenschaftlich nicht beweisen und damit reine Glaubenssache. Anderes wiederum steht außer Frage, wie Ihr in diesem Beitrag lesen könnt.


Rätselhafter Jesus Christus

Rund 2.000 Jahre ist es her, dass in Jerusalem ein Mann mit Namen Jesus von den Römern hingerichtet wurde. Ein Unruhestifter unter den Juden, den die römische Besatzungsmacht kreuzigte. Die Geburtsstunde des Christentums, die zumindest in der westlichen Welt jedes Kind mehr oder weniger detailliert kennt.

Immerhin sei dieser Jesus von Nazareth der Sohn Gottes gewesen.

Der Messias, der nach seinem Tod am Kreuz wieder auferstanden ist und seinen Anhängern damit das ewige Leben verkündetet. Die Folgen dieser Ereignisse vor zwei Jahrtausenden im heutigen Israel sind weltbekannt und legendär. Doch vieles ist hierbei Legende und archäologisch nicht nachweisbar. Erschwerend kommt hinzu, dass im Laufe der Jahrhunderte um die Person Jesus Christus zahlreiche weitere Geschichten und Mythen entstanden.

Die Wahrheit über den historischen Jesus kann heute kaum mehr jemand herausfinden. Auch wenn in der römischen Provinz einst tatsächlich dieser Jesus lebte. “Es sei denn, wir finden irgendwann das Tagebuch Jesu, das er selbst verfasst hat”, so Professor Dr. Wolfgang Zwickel. Ein Experte für das Alte Testament und Biblische Archäologie von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Glaubenssache Jesus Christus

Bibelexperte Zwickel hat keinen Zweifel, dass Jesus vor 2.000 tatsächlich lebte. Dies sei für ihn “unangefochten klar”, da es genügend historische Überlieferungen aus dem Ende des 1. Jahrhunderts um die Person Jesus gibt. Nicht nur die vier Evangelien, die sich in der Bibel befinden.

Mit diesen Schriften und Dokumenten könne beispielsweise der Leidensweg von Jesus vom Palast des Herodes zur Grabeskirche nachvollziehbar rekonstruiert werden. Dadurch wäre auch die Grabeskirche in Jerusalem sehr wahrscheinlich auch der reale Ort der Beisetzung von Jesus, so Professor Zwickel im April 2019:

Wo Golgatha traditionell lokalisiert werde, sei ein Stein, der innerhalb eines antiken Steinbruchs wohl stehen geblieben war, weil er einen größeren Riss hat. Weil er als Bausubstanz unbrauchbar war, habe man ihn benutzt, um Aufständische öffentlich zu präsentieren.

Nach Wolfgang Zwickel – aber auch anderen Bibelforschern – stünde die heutige Grabeskirche folglich am korrekten Ort von Golgatha. Das Grab des Jesus Christus als eines der größten Heiligtümer des Christentums wäre demnach das wirkliche Grab des Messias. Auch wenn archäologische Fakten als letzter Beweis fehlen.

Das gilt auch für die Taten von Jesus am See Genezareth. Der dortige Ort Kapernau, wo Jesus laut Bibel gewirkt habe, ist von Archäologen in den letzten Jahrzehnten sehr gut ausgegraben und erforscht worden. Besonders herausragend ist hier natürlich das angebliche Haus des Fischers Petrus. Genau dort, wo es die Legende schon im 3. Jahrhundert lokalisierte, wurde es gefunden. Immerhin gilt der Jünger Petrus als der erste “Papst” der Weltgeschichte, auf dem sich bis heute alle Päpste berufen …

Ob aber das dort ausgegrabene und für Touristen erschlossene Haus tatsächlich das Haus von Perus aus den Tagen von Jesus Christus ist, ist wieder reine Glaubenssache.

Wie so vieles im gesamten Christentum …

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Erich von Däniken goes YouTube: Der Altmeister der Prä-Astronautik geht mit einem offiziellen YouTube-Kanal online (+ Videos)

Erich von Däniken goes YouTube: EvD geht mit einem offiziellen YouTube-Kanal online (Bilder: E. V. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Erich von Däniken goes YouTube: EvD geht mit einem offiziellen YouTube-Kanal online (Bilder: E. V. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken, der Altmeister und Pionier der Prä-Astronautik und Ancient Aliens, hat nunmehr seit 1968 über 40 Bücher veröffentlicht und ist auch mit 84 Jahren unermüdlich unterwegs. Weltweite Vorträge, Kongresse, Lesereisen und Recherchen treiben den unermüdlichen Jäger der Astronautengötter in alle Welt. Doch von Däniken ist ein Kind der analogen Welt und online findet man sehr wenig Offizielles von ihm. Und wenn, dann kommt es vielen seiner Fans vor, als stamme es noch aus der Steinzeit des Internet. Das soll sich jetzt zumindest bei YouTube ändern, wo vor wenigen Tagen der erste offizielle Video-Kanal von Erich von Däniken gestartet ist. Was die User dort erwartet, wer genau dahinter steckt, wie der Trailer aussieht und was von Däniken selber dazu sagt, erfahrt Ihr hier. Aber auch was das Problem mit der Online-Arbeit ist.


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Digitale Götter der Vorzeit

Erich von Däniken feierte kürzlich seinen 84. Geburtstag. Doch an Ruhestand ist bei ihm nicht zu denken. “Die Götter lieben mich”, pflegt von Däniken gerne zu sagen, wenn er auf seine unermüdlichen Aktivitäten und die Rente angesprochen wird. Und solange die “Götter” ihn lieben, ist an ein Ruhestand in den Schweizer Bergen bei von Däniken nicht zu denken.

Der Bestsellerautor machte auch nie einen Hehl daraus, dass er vom Internet nicht wirklich viel hält. Zu viel Lug, Trug, Schwachsinn und Falschbehauptungen kursieren (nicht nur) seiner Meinung nach dort. Auch und vor allem über ihn und seine Person. “Jeder A…” könne dort eben schreiben was er will, so von Däniken häufig. Hinzu kommt die schamlose illegale Verbreitung seiner Arbeiten, Bücher, Dokumentationen und Videos. Ein Problem, dass natürlich alle Autoren, Videomacher, Künstler, Musiker & Co. haben. Vom Kleinsten bis zu Hollywood. Er selber ist auch nicht aktiv im Netz unterwegs bzw. pflegt dort eine Community.

Zumindest bei YouTube könnte sich das jetzt etwas ändern. Denn am 28. April 2019 ging dort der Kanal “Erich von Däniken Official” online, dessen Trailer und die Ankündigung von EvD ich unten eingebunden habe. Dazu heißt es:

Hier finden Sie Vorträge, Interviews, Präsentationen und Dokumentationen in deutscher Sprache vom weltbekannten Bestsellerautor von ‘Erinnerungen an die Zukunft’, ‘Zurück zu den Sternen’ und über 40 weiteren, weltweit sehr erfolgreichen Publikationen.”

Auch Erich von Däniken selber sagt in seiner Ankündigung, dass auf seinem neuen offiziellen Video-Kanal “die besten Filme und Dokumentationen” von und mit ihm zu finden sein werden. Und zu mir hieß es in einem Kommentar zum neuen Kanal:

Wir ziehen auf einen neuen Markenkanal um und wir werden viele Videos von klassischen Shows bis hin zu alten TV-Serien und auch neue Live-Stream-Events direkt mit Erich haben.”

Erich von Däniken offiziell

Der ein oder andere Däniken-Fan wird sich vielleicht wundern. Immerhin hat von Däniken seit dem 21. Februar 2011 bereits auf der Videoplattform einen Kanal. “Dies ist der offizielle und persönliche Kanal von Erich von Däniken”, heißt es auf diesem in der Beschreibung. Auch die unten eingebundene Ankündigung von EvD vor der Sphinx und den Pyramiden stammt von eben diesem Kanal.

Doch der bisherige “offizielle Kanal” wird wohl auf absehbare Zeit vollständig vom Netz genommen. Insgesamt gab es hier in knapp über acht Jahren auch nur rund 1.500 Abonnenten und bescheidene 45.000 Video-Aufrufe. Wobei die dortigen Videos bis auf die Ankündigung bereits entfernt wurden. Der neue Channel hat zum Vergleich schon jetzt über 500 Abonnenten.

Von Däniken wird aber eben nicht im hohen Alter noch zum YouTuber werden. Vielmehr ist es so, dass für den neuen Kanal unter anderem eine Agentur aus Großbritannien engagiert wurde. “Zohar Global Group“, “Media Invest Entertainment” und die “Erich von Däniken Stiftung” sind die Betreiber des neuen Kanal bei YouTube. Bereits 2016 arbeiteten diese bei der “Erich von Däniken Legacy Night” in London zusammen, bei der das Jubiläum von Dänikens ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” gefeiert wurde.

Es wäre aber auch absurd anzunehmen, dass EvD zukünftig auf YouTube selber einen Kanal und eine dortige Community persönlich pflegt oder sogar Videos schneidet und hoch lädt.

Nur die Besten werden kopiert!

Da aber Videos und Filme von ihm bei YouTube ständig unerlaubt online gestellt werden (und nach einer Löschung durch die Plattform kurz darauf wieder woanders online sind), könnte durch diesen neue Channel bzw. die Agentur dahinter vielleicht diese Unart unterbunden werden. Zumindest teilweise. Von dem Schreckgespenst “Uploadfilter” ganz zu schweigen.

“Nur die Besten werden kopiert” hieß es in meiner YouTube-Community einst, da auch meine bald an die 400 dortigen Videos zeitweise auf Teufel komm raus kopiert wurden. Sie wurden dazu einfach eins zu eins von meinem Kanal heruntergeladen und auf verschiedenen winzigen anonymen Kanälen neu online gestellt. Teilweise gleich mehre Dutzend auf einmal, so dass hier System hinter steckt(e).

Die Däniken-Produktionen sind dabei noch ein anderes Format, da diese beispielsweise von DVDs geklaut wurden. Und die Produktion dieser Sendungen und Filme kosteten eben Geld. Nicht wie bei mir, da ich 100 Prozent allein ohne Hilfe oder Profi-Agenturen hinter meinen Videos stehe. Die “Generation Kostenlos” von heute sieht das schon lange nicht mehr ein. Alles muss kostenlos im Netz sein! Und selbst Werbung bzw. Werbeeinblendungen ist für diese Kostenlos-Gierer schon zu viel. Bei kostenpflichtigen Abos fühlen diese sich dann sogar persönlich beleidigt.

Auch für Zeitschriften, Zeitungen und natürlich Bücher möchte “Generation Kostenlos” nichts bezahlen. Dass Produktionskosten oder Kosten für Recherche entstehen, ist ihnen egal. Klassische Abos von Magazinen aus dem Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files (andere natürlich auch) sind für sie so oder so indiskutabel.

Will man Menschen erreichen, muss man online arbeiten. Auch wenn dann wieder ewig-gestrige behaupten, dass man nur “Klicks” und “Likes” haben möchte. Das ist eben die neue Art von Auflagen, die früher Magazine, Bücher und Zeitungen analog hatten, als Interessierte dafür noch zahlen wollten (HIER könnt Ihr meinen YouTube-Kanal direkt kostenlos abonnieren).

Und vor genau diesem Hintergrund muss man meiner Meinung nach auch den Kanal “Erich von Däniken Official” sehen. Und das ist mit Sicherheit nicht verkehrt.

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Videos von “Erich von Däniken Official”

Kurze Ankündigung von Erich von Däniken zum neuen Video-Channel vom 28. April 2019

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Trailer von Erich von Dänikens offiziellen YouTube-Kanal

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Eine Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge: Parallelen zu modernen UFO-Entführungen in Märchen +++ Artikel +++

ne UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge ... (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Eine UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge … (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Märchen, Sagen und die Erzählungen der Folklore sind für viele Menschen heute nichts weiter als eben – Märchen. Irgendwelche vermeintlich unwahren Geschichten, die unsere europäischen Vorfahren sich über Jahrhunderte und Jahrtausende erzählten, aber letztlich doch alle nicht wahr sind. Heute würde man sie in unserer digitalen Welt wohl Fake-News nennen. Trotzdem können sich heute nicht nur kleine Kinder für die “klassischen Märchen” begeistern. Auch UFO-Forscher und Grenzwissenschaftler finden derartige Sagen und Märchen zum Teil überaus spannend. Denn fraglos erkennen wir in diesem “Gedächtnis der Vergangenheit” Erzählmotive und Kernaussagen, die heute auch im UFO-Phänomen zu finden sind, wie auf diesem Blog oftmals berichtet. So auch in einem erstaunlichen Märchen aus Brandenburg, in dem Ähnlichkeiten zu “modernen” Phänomenen geradezu heraus stechen, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Märchen: Erinnerungen der Menschheit

In Büchern, Artikeln und auf diesem Blog habe ich immer wieder das Thema aufgriffen, dass Märchen und Sagen teilweise deutliche Ähnlichkeiten mit dem “modernen” UFO-Phänomen haben.

Das sieht der “Märchen-Laie” sicherlich nicht so. Denn die meisten Menschen kennen Märchen aus ihrer Kindheit und denken bei dem Thema an die Klassiker der Gebrüder Grimm. Obwohl, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt, auch die Gebrüder Grimm eine überaus interessante Sage aus dem Böhmerwald überliefert haben.

Nichtsdestotrotz hört das Wissen der meisten Menschen bei den Geschichten über über Dornröschen, Frau Holle, Aschenputtel & Co. auf. Dabei ist das Feld solcher alten und uralten Erzählungen weitaus größer, als man es auch auf dem zwei Blick ahnt. Märchen sind längst Teil einer wissenschaftlichen Forschung geworden, die dabei auch zeigt, dass derartige Überlieferungen in ihren Kernen bis in die vorzeitliche Mythologie der Menschheit zurück reichen.

Märchenforschung

So etwa haben der Anthropologe Jamshid J. Tehrani und die Völkerkundlerin Sara Graça da Silvav am 1. Januar 2016 im Journal der “Royal Society open Science” eine Studie veröffentlicht, die genau das belegt. Die Forscher untersuchten für ihre Arbeit 2.000 Märchentypen aus 200 verschiedenen Gesellschaftskreisen und kamen zu dem eindeutigen Ergebnis:

“Einige dieser Geschichten reichen viel weiter zurück als ihre erste literarische Aufzeichnung und sogar weiter zurück als bis zur klassischen Mythologie. Manche Versionen tauchen in lateinischen und griechischen Texten auf – aber was wir herausgefunden haben, legt nahe, dass sie noch viel älter sind.

Wir finden es bemerkenswert, dass diese Geschichten so lange überlebt haben, ohne aufgeschrieben worden zu sein. Sie wurden erzählt, bevor es Englisch, Französisch und Italienisch überhaupt gab. Möglicherweise wurden sie in einer ausgestorbenen indoeuropäischen Sprache erzählt.

Schon die Gebrüder Grimm haben genau das vermutet. Märchen sind Teil der frühesten Erinnerungen der Menschheit! Auch wenn sie später, was an zahllosen Beispielen deutlich zu erkennen ist, durch das Christentum “verwässert” und beeinflusst wurden.

Archetypen, Aliens und der “rote Faden”

Genre spricht man in der Märchenforschung davon, dass Märchen einem Archetyp des “kollektiven Unterbewusstseins” der Menschheit folgen oder entsprechen. Das heißt, dass in diesen Erzählungen psychische oder psychophysische Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen verarbeitet wurden. Diese reichen von Träumen über Visionen bis hin zu spirituellen Erfahrungen oder sogar psychosomatischen Krankheiten mit Halluzinationen. Letztlich sogar bis zum Glauben an Gott.

Fast immer jedoch wird keine reale Ursache angenommen.

Anders in der UFO-Forschung oder zumindest bei einigen Teilen der UFO-Forscher und -Interessierten. Hier wird vermutet, dass, wenn wirklich Außerirdische oder Fremde aus anderen Welten uns besuchen, diese seit Jahrtausenden hier sein könnten. Dann aber müssten sich, so der Gedanken weiter, Hinweise auf diese Aliens quer durch die Geschichte finden lassen. Die grenzwissenschaftlichen Themen UFO-Forschung und Prä-Astronautik/Ancient Aliens wären demnach nicht zwei getrennt zu betrachten Bereiche, sondern stünden in Verbindung.

Und eine Art “Brücke” zwischen diesen Mysterien der Menschheit wären eben Märchen und Sagen von fremden Wesen wie Zwerge, Feen, Trolle und andere mehr. Das sehe ich persönlich genauso.

Allerdings darf man sich hierbei nichts vormachen: Heutige Berichte aus dem Bereich der UFO-Forschung inklusive UFO-Entführungen, Mythologien etc. der Prä-Astronautik und Märchen weisen untereinander auch erhebliche Unterschiede auf. Zugleich existieren natürlich auch Märchen, in denen sich nicht der Hauch einer Spur auf irgendwelche Astronautengötter finden lassen …

Der berühmte “rote Faden” zwischen uralten Überlieferungen von göttlichen Wesen vom Himmel und mutmaßlichen Aliens in UFOs ist lediglich etwas rötlich.

“Die goldene Wiege”

Diese Ausführungen und Argumente muss man immer im Hinterkopf behalten, wenn man sich auf Spurensuche nach den Besucher aus dem All begibt.

Doch ein deutsches Märchen aus Brandenburg (oder woher es ursprünglich auch immer kommen mag) ist bei der Jagd nach dem Unfassbaren bemerkenswert. Gefunden hat es meine Kollegin Kati Pfau in den Aufzeichnungen ihres Heimatdorfes Wünsdorf südlich von Berlin und mich darauf aufmerksam gemacht. So finden sich in der Erzählung “Die goldene Wiege” bereits auf dem ersten Blick Elemente, die aufhorchen lassen.

“Als noch im Mühlenberg bei Wünsdorf die Zwerge wohnten”, beißt es darin, lebte bei Wünsdorf eine junge Magd, die gerade mit der Arbeit beschäftigt war. Doch dann bekam sie unverhofft Besuch:

Da stand plötzlich ein Zwerg vor ihr. Er zog höflich den Hut und bat das Mädchen, es sollte doch um Mitternacht zum Mühlenberg kommen und bei einem kleinen Zwergenkind Gevatter stehen. Die Magd fürchtete sich und erzählte ihrer Herrschaft von der Einladung des Zwerges. Der Bauern und die Bäuerin redeten ihr zu, der Einladung zu folgen.

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Weil der Bauer und seine Frau befürchteten, dass “die Zwerge nicht rächen würden”, wenn die Magd der Einladung nicht folgt, “machte sich das Mädchen auf den Weg und stand kurz vor Mitternacht am Berg”. Punkt Mitternacht “öffnete sich plötzlich der Berg” und gab den Eingang für die Magd frei.

Das Märchen erzählt uns, was dann geschah:

Ein heller Gang führte ins Innere. Zahlreiche Zwerge geleiteten sie in die Tiefe, bis sie endlich in einem großen Saal standen, dessen Wände und Gold und Edelstein funkelten. Mitten im Saal stand eine goldene Wiege, in der ein Zwergenkind lag. Die Magd musste sich auf einen goldenen Stuhl setzen. Eine prächtig gekleidete Zwergenkönigin nahm das Kindlein aus der Wiege und legte es der Magd in den Schoß. Nun musste sie dem Kind einen Namen geben, und dann wurde das Kind wieder in die Wiege gelegt.

Dann wurde es Zeit zu feiern. Ein üppiger Festschmaus wurde serviert und danach “tanzten die Zwerge bis zum frühen Morgen”. Dann wollte die Magd eigentlich wieder heim, aber die Zwerge hatten noch lange genug getanzt und gefeiert und baten die Magd, “dass sie noch drei Tage bleiben sollte”. Schließlich willigte sie ein und “drei Tage feierten die Zwerge” weiter. In der Welt der Sagen und Märchen sind solche Feste mit Feen oder Zwergen nicht ungewöhnlich.

Obwohl ein Tag schöner wie der andere war, hieß es für die Magd dann letztlich doch Abschied nehmen von den Zwergen.

Ein Abschied mit Folgen

Die Magd danke den Zwergen für die vorzügliche Bewirtung und wurde von ihren Gastgebern wieder “aus dem Berg geleitet”:

Schnell eilte sie nach dem Haus, in dem sie diente. Doch es kam ihr alles so fremd im Orte vor. Auch das Haus ihrer Herrschaft war ihr ganz fremd. Sie ging in den Flur, nahm den Reisigbesen und begann den Flur zu fegen.

Nach einiger Zeit kam die Wirtin, aber das war ja nicht mehr die Frau, von der sie vor drei Tagen weggegangen war. Auch der Wirt und die Knechte und Mägde waren ganz anders. Das Mädchen erkannte keinen von ihnen, sie schauten die Magd auch ganz erstaunt an.

Überall im Ort sprach es sich daraufhin wie ein Lauffeuer herum, dass dieses Mädchen ins Dorf gekommen sein. “Doch niemand hatte das Mädchen je gesehen”, heißt es dazu. Der alte Schäfer des Ortes war schließlich der einzige Bewohner, der sich zumindest entfernt einen Reim über das fremde Mädchen machen konnte:

Der wusste sich zu erinnern, dass ihm seine Urahn in seiner Kindheit erzählt habe, dass, als sein Vater noch Kind war, einmal eine Magd zu den Zwergen gegangen und nie wiedergekommen sei. Das müsse mindestens 200 Jahre her sein. Da wurde aus der schönen jungen Magd ein uraltes Mütterlein. Es fiel um und war tot.

Die Zwerge sind längst fortgezogen. Doch die goldene Wiege haben sie im Berg gelassen. Schon viele haben danach gesucht, doch keiner hat sie gefunden.

Von einem guten und märchenhaften Ende der Geschichte kann hier wohl kaum eine Rede sein.

Erstaunliche Erlebnisse

Was die Magd in Wünsdorf erlebt haben soll, ist mit der moderne Brille gelesen erstaunlich. Dass hier tagelang mit den fremden Wesen gefeiert und geschlemmt wurde, allerdings weniger. Erzählungen dieser Art rund um Zwerge und Feen beinhalten diesen Kern erstaunlich oft! Nicht minder häufig anzutreffen ist auch die Aussage, das sich all das in einen “Hügel”, “Berg” oder “Feenhügel” abgespielt haben soll, wozu auf diesem Blog eine Reihe Beispiele zu finden sind. Sie waren so was wie der Einstieg in die Anderswelt der Anderen.

Vielfach wird dieser Eingang in diese fremde Welt als leuchtend beschrieben. Wie Gold, Silber, Edelsteine oder die Sonne seine diese gewesen, erzähl die Sagenwelt. Das aber erzählen auch Menschen, die von UFO-Entführungen sprechen. Auch sie erinnern sich an helle leuchtende Räume oder Hallen, die heute auch mit OP-Räumen verglichen werden. Verglichen mit der früheren dunklen Welt des Alltags ohne unser heute allgegenwärtiges Kunstlicht war diese Welt geradezu strahlen oder blendend.

Was in dem Beispiel “Die goldene Wiege” besonders heraus sticht ist aber eben genau diese Wiege!

In dem Märchen soll ein Magd ein darin befindliches Zwergenkind bemuttern und einen Namen geben. Eine Reihe derartiger Erzählungen kennt dieses Element mit Babys oder Kindern der Fremden. Diesen Mythos nennt man “Wechselbalg” und ist in diversen Variationen in der Folklore bekannt. Kurz gesagt ist es bei diesem Wechselbalg-Geschichten so, dass Menschen die Kinder von Feen oder Zwergen pflegen, bemuttern, stillen oder sogar austragen müssen. Oder – in der männlichen Version – zum Teil sogar zeugen sollen.

In einer verbreiteten Variante tauschen die fremde Wesen auch ihre Nachkommen mit denen von Menschen aus, um sie später wieder zurück zu tauschen. Eben ein “Wechsel-Kind”. Ebenso bekannt sind Geschichten, bei denen Menschen von den Bewohnern der Anderswelt lediglich ihre Kindlein gezeigt bekommen. Vergleichbar mit diesem Märchen von der goldenen Wiege.

Mischwesen

UFO-Forscher kennen seit Jahrzehnten exakt dasselbe aus den Berichten von UFO-Entführten. Auch hier finden solche Erlebnisse mit Kindern und Babys statt. Abgesehen davon, dass erzählt wird, dass Aliens Frauen künstlich schwängern oder ihre Embryonen bzw. Eizellen stehlen, schildern auch männliche UFO-Entführte vergleichbare Erfahrungen. Zum Beispiel die Entnahme von Sperma durch fremde Kreaturen.

Weiter heißt es bei solchen UFO-Phänomenen, dass Entführte bei einer später erneut erfolgten Entführung Babys oder Kinder von den Aliens gezeigt bekommen. Diese werden dabei als deren Nachkommen bezeichnet – aber als Mischwesen, als Hybride, zwischen Mensch und Alien. Bei den UFO-Entführungen wird hierzu auch geschildert, dass die Entführten diese Hybride auch auf den Arm oder Schloss nahmen oder ihnen sogar einen Namen gaben.

Ungeachtet was bei diesen Phänomen physisch wahr ist, was Einbildung und was vielleicht sogar absichtlich von den Fremden suggeriert wurde, ist das Thema auch unter UFO-Forschern sehr umstritten. Solche pseudomedizinischen Experimente oder sogar Genmanipulationen mit Menschen sind aber seit Jahrzehnten fester Bestandteil der UFO-Thematik.

Für einige Forscher sind es klare Hinweise, dass hier eine Hybridrasse durch Außerirdische gezüchtet oder erschaffen werden soll. Andere lehnen das Thema UFO-Entführung grundsätzlich ab. Wieder andere vermuten rein psychische Ursachen bei den Betroffenen selbst. Einige glauben sogar an reine Sex-Phantasien dieser Personen (und verbreiten dies zur besten Sendezeit am öffentlich-rechtlichen TV, s. HIER).

Es bleibt die Tatsache, dass auch das Märchen genau dieses Element enthält. Entführungen durch Feen, Zwerge und Elfen sind gleichsam Teil zahllosen Märchen.

Zeitreisen

Spannend ist für einen Mystery-Jäger auch das Motiv der Zeitreise in diesem Märchen aus Brandenburg. Auch das findet sich in Sagen und alten Überlieferungen immer wieder in den unterschiedlichsten Ausprägungen, wie zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER berichtet.

Im Fall der unbescholtenen Magd waren es angeblich 200 Jahren, die sie in nur drei Tagen in die Zukunft reiste. Niemand habe sie mehr im Dorf erkennt, als sie aus der Anderswelt der Zwerge heim kam. Das erinnert sehr Stark an ein anderes Märchen, in dem ein Mädchen nicht minder verwirrt von einem Zwerg in die Zukunft versetzt wurde und orientierungslos wieder in ihr Heimatdorf kam. Ebenso an “meinen Klassiker” mit Abimelech aus biblischen Tagen, der von Gott nahe Jerusalem 66 Jahre in die Zukunft versetzt wurde.

Aber es erinnert auch an die Berichte von UFO-Entführten über Zeitverluste und Zeitanomalien während des Geschehens. “Fehlende Zeit” nennt die Forschung dieses heute, wobei der Name hier Programm ist. Wirklich in die Zukunft reist dabei jedoch kein Mensch. Schon gar nicht Jahrhunderte, wie in dieser Geschichte. Die UFO-Forschung bezeichnet dabei lediglich den Zeitverlust von UFO-Zeugen, den sie während ihrer Begegnung erfuhren. Fehlende Stunden, an die sich die jeweiligen Personen nicht mehr erinnern können.

Fehlende Zeit

Ihnen wird also keine Zeit geschenkt, sondern eher genommen. Eine zeitliche Lücke, die sie sich nicht erklären können, und in denen nach der klassischen Vorstellung das UFO-Erlebnis oder die Entführung stattfand. Auch der sogenannte “Oz-Faktor”, der ein Art Verzerrung der Wahrnehmung von Zeit, Umgebung und Raum bei einer UFO-Begegnung bezeichnet, gehört grundsätzlich thematisch dazu.

Schilderungen von Zeitreisen oder Zeitdehnungen in der Märchenwelt könnten sehr wohl mit dieser fehlenden Zeit der UFO-Forschung in Zusammenhang stehen. Sie sind auch nicht immer gradlinig in diesen Erzählungen zu finden, sondern auch umgekehrt. Das heißt, dass die Person in dem Märchen nicht nur kurze Zeit bei den Anderen verbringt und dann in der Zukunft wieder heim komm. Sie glaubt in diesen Fällen Tage, Wochen oder Monate bei ihnen gewesen zu sein, um dann bei der Rückkehr aus der Anderswelt festzustellen, dass vielleicht sogar nur wenige Minuten vergangen sind.

Auf das UFO-Phänomen übertragen hieße das, dass aus der “modernen” unerklärlich fehlenden Zeit bei unseren Vorfahren und im Volksmund derartige Zeitreisen wurden.

Als noch Zwerge lebten

Natürlich ist vieles Spekulation und Vermutung und kann nicht belegt werden. Wie auch, da wir die Magd noch sonst jemanden aus der Wünsdorfer Sage befragen können. Es ist nicht mal sicher, dass der in dem Märchen genannte Ort auch der wirklich ursprüngliche Ort des Geschehens war. Und wann es sich ereignet haben soll, ist nicht minder fraglich.

Die Kollegin Kati Pfau schrieb mit zu dieser Sage aus ihrer Heimat, dass es dort überhaupt keinen Mühlberg gibt, den die Geschichte nennt. Wohl einen “Mühlenweg” und in unmittelbarer Nähe die Straße “Am Mühlberg” nahe von zwei Seen. Die Märchenkennerin Pfau meint auch, dass Sagen “oft nur noch Bruchstücke” seien und eher “ausgeschmückte Historie überliefern” darstellen. Dennoch sei eine Besiedlung des heutigen Wünsdorf “seit mindestens 20.000 Jahren gesichert”. Im Zweiten Weltkrieg seien durch die Kriegsschauplätze dort rund um Berlin auch vielen Spuren verloren gegangen.

Seit der Kaiserzeit über die Wehrmacht bis zu den Russen in Zeiten der DDR sei das Gebiet militärisch genutzt worden. “Der Wald ist untertunnelt und überall findet man Reste von militärischen Anlagen”, so Pfau, und “keiner weiß so genau, was wo ist und vor allem, wie alt es ist”. Das Oberkommando der sowjetischen Ost-Truppen hatte dort seinen Sitz und bis 1994 war es Sperrgebiet.

Dennoch standen wohl bis zum Zweiten Weltkrieg Mühlen an diesem Ort.

Zwerge brauchen kein Gebirge

Mit Blick auf Erzählungen über Zwerge ist die geografische Lage aber durchaus interessant. “Keine Berge, kein Bergbau, kein Gebirge, keine Höhlen” finden sich dort. Nur Sand, Wald, Seen und Moor. Das ist nicht gerade das, was man als typisches Gebiet für Sagen und Märchen von kleinen fremdartigen Zwergenwesen betrachtet! Eher das Gegenteil.

Eine Legende aus einer dunklen Vergangenheit, als an verschiedenen Orten in der Welt “noch die Zwerge wohnten”. Vielleicht hat die UFO-Forschung tatsächlich recht, wenn sie Zwergenwesen aller Art mit den “Kleinen Grauen” Aliens des UFO-Phänomen in Zusammenhang bringt. Allerdings macht ein anders vermeintliches Märchen genau das ebenso, wenn es darin heißt, dass “Wichtel” die Kunde von “Wesen von einem anderen Stern” den Menschen überbracht haben. Nachlesen könnt Ihr das in diesem Artikel HIER.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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