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Zerstörte die UdSSR 1979 eine Basis der USA auf dem Mond? Die Spekulationen zu einem sonderbaren Datensatz auf WikiLeaks

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Die UdSSR zerstörte 1979 eine Basis auf dem Mond? Ein seltsames WikiLeaks-Dokument (Bilder: WikiLeaks / NASA)
Die UdSSR zerstörte 1979 eine Basis auf dem Mond! Behauptet ein seltsames WikiLeaks-Dokument (Bilder: WikiLeaks / NASA)

Vor einiger Zeit tauchte auf der bekannten Enthüllungsplattform WikiLeaks ein Dokument bzw. Datensatz auf, in dem Erstaunliches behauptet wird. Demnach habe die Sowjetunion 1979 eine Mond-Basis der USA zerstört! Eine Aussage, die allem widerspricht, was man aus der offiziellen Raumfahrtgeschichte kennt. Doch diese  WikiLeaks-Veröffentlichung wirft weit mehr Fragen auf, als die beantwortet. Vor allem aufgrund des nicht vorhandenen Inhalt der fragwürdigen Veröffentlichung. Ein bisher nicht beachtetes zweites und thematisch identisches Dokument trägt auch nicht zu Klärung bei. Wie soll man diese “Enthüllung” sowie die von einigen Autoren zusätzlich angeführten Dokumente bewerten? Diesen und anderen Fragen wird in diesem Artikel einmal genau nachgegangen.


WikiLeaks

Vor über 10 Jahren ging die Enthüllungsplattform WikiLeaks online. Eine unlängst weltweit bekannte Webseite, auf der anonym und ohne „Filter“ inzwischen Millionen von Dokumenten hochgeladen wurden. Geheimhaltung, nationale Sicherheit oder auch Vertraulichkeiten zählen hier nicht. Und unter der treibenden Kraft Julian Assange wurde WikiLeaks zu einem Politikum. Bis heute.

Inzwischen kennt diese Plattform als eine Art der Geburtsstunde von Whistleblowern jeder. Und viele Politiker und Regierungen fürchten sie. Wie sich in der Vergangenheit zeigte auch nicht umsonst. Daran änderten auch zahllose Sperrungen diverser Domains und andere Versuche nichts, dem Treiben von WikiLeaks Einhalt zu gebieten.

Politisch ist diese Plattform seit Jahren immer wieder Thema im Mainstream. Denn nicht selten lösten Enthüllungen auf WikiLeaks handfeste Skandale und Krisen aus. Doch auch abseits der Millionen politischer Papiere dort ist die Plattform auch immer mal wieder für Mystery-Jäger ein Thema. Obwohl die „Ausbeute“ an relevanten Informationen in diesem Bereich dort sehr mager ist.

Angesichts der Tatsache, welchen Umfang WikiLeaks inzwischen angenommen hat, ist das eigentlich überaus erstaunlich!

Sowjets zerstören Mond-Basis der USA

Ein Dokument bei WikiLeaks macht aber in der grenzwissenschaftlichen Community dann doch seit einiger Zeit immer wieder von sich reden. Es ist eine Veröffentlichung, die den erstaunlichen Titel trägt: „Bericht, dass die SU geheime US-Basis auf dem Mond zerstörte“. SU steht hier für die Sowjetunion. Datiert ist es auf den 24. Januar 1979 (s. Bild unten).

Zweifellos lässt dieses Dokument mit der Nummer P790011-1247_e schon allein mit diesen Angaben aus folgenden einfacher Gründe aufhorchen:

  • Es hat nie eine Mond-Basis der USA gegeben.
  • Die Amerikaner haben nach „Apollo 17“ im Jahr 1972 alle Mondlandungen eingestellt.
  • Die Sowjetunion war niemals mit bemannten Flügen auf oder am Mond.
  • Es gab keine Missionen der NASA, die Baumaterial und Ausrüstungen für eine solche Mond-Basis in den 1970ger Jahren hätten zum Mond bringen können.
  • Von der damaligen UdSSR sind keine Informationen darüber bekannt.
  • Nie hat es Waffen oder Ähnliches im All gegeben, mit der man sogar auf Mond eine Basis hätte vernichten können.

Dies sind die offiziellen Lesarten der Raumfahrtgeschichte. Das Dokument bei WikiLeaks widerspricht also allein schon in der Überschrift diesem offiziellen Bild der Geschichte. Und sicherlich könnte man noch mehr Punkte anführen.

Für Verschwörungstheorien aller Art ist diese Veröffentlichung aber ohne Zweifel prädestiniert wie kaum eine andere. Immerhin ist es weithin bekannt, dass schon seit vielen Jahren über geheime Raumfahrtprogramme spekuliert wird. Basen auf dem Mond und auch Mars inklusive, wobei auch Außerirdische in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden.

Das fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)
Das fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)

Geheime Weltraumprogramme?

Nachdem das “Papier” an die Öffentlichkeit kam, drehen sich auch genau darum die meisten Spekulationen. Inhaltlich sind diese Veröffentlichungen im Prinzip alle gleich. Kernaussage ist dabei, dass diese Aussage im Grunde vielen Whistleblowern (bzw. solche, die es sein wollen!) Recht gibt, die von solch einer geheimen Raumfahrt sprechen. Und das sind nicht wenige. Sie werden auch in den entsprechenden Artikeln zu diesem WikiLeaks-Datensatz immer wieder rezitiert.

Gleichfalls wird auf eine Reihe inzwischen frei verfügbarer Dokumente der 1960ger und 70ger Jahre verwiesen, die zum Beispiel von Mond-Basen sprechen. Zum Beispiel eine Aussage von HON. George P. Miller in diesem Papier vom 26. April 1966; also noch vor der 1. Landung der Amerikaner auf dem Mond. Unter anderem heißt es darin, dass Miller selber keinen Zweifel hat, dass die Mondlandung vor 1970 auch gelingen wird. Wie von Präsident John F. Kennedy gefordert.

Sein „eigenes Vertrauen in unsere rasch fortschreitende Wissenschaft und Technologie ist jedoch so groß“, schreibt Miller weiter, „dass ich mir viele weitere dramatische Erfolge vorstellen kann“. Hier nennt er insgesamt sechs Punkt und führt unter Punkt 1 an:

Die Erforschung der Mondoberfläche und möglicherweise die Errichtung einer oder mehrerer ständiger Stützpunkte.“

Weitere Punkte sind regelmäßige Fähren in den Weltraum, die Einrichtung zahlreicher Weltraumbahnhöfe in den USA, bessere, günstigere und wiederverwendbare Raumfahrzeuge, neue  Antriebstechniken sowie letztlich Raumsonden und vielleicht sogar bemannte Missionen zu anderen Planeten.

Mit dem, was sich der Autor Miller hier 1966 „vorstellen kann“, war er aber alles andere als allein. Angefangen von den ersten Raketenpionieren, Wissenschaftlern und Weltraumträumern sind solche Vorstellungen bis heute allgegenwärtig. Daran ist nichts geheim. Im Gegenteil, denn die Träume rund um zukünftige Raumfahrt waren schon vor über einem halben Jahrhundert hoch gesteckt.

Mond-Basis der Russen

Dies gilt auch für Aussagen in anderen Dokumenten, auf die im Zusammenhang der WikiLeaks-Veröffentlichung oft verwiesen sind. Und zwar jene, die sich teilweise schon in den 1960ger Jahren mit Überlegungen befassen, wie man im All Waffen stationieren kann.

Auch ein von der CIA selber freigegebenes CIA-Dokument vom 13. September 1965 ist da kaum hilfreich. In diesem „Memorandum für den Direktor“ geht es um die „Überprüfung der Einschätzung einer sowjetischen bemannten Mondlandung“ und es entstand mitten im Kalten Krieg. Während des Wettlaufs der Supermächte ins All. Folglich ein zu erwartendes Papier, von denen es ähnliche fraglos in allen US-Behörden gibt.

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Augenmerk wird in dieser Einschätzung vor allem auf den 11. Punkt gerichtet. In diesem heißt es, dass nach einem Erfolg der UdSSR mit einer bemannten Landung auf dem Mond, diese daraufhin auch eine „Mond-Basis etablieren“ könnten. Zumindest habe die Sowjetunion zusätzlich zur Mondlandung genau diese Absicht, hieß es von der CIA in dem Memorandum 1965. Dass aber die Spione der USA eben nur von den Plänen und Wünschen der UdSSR für ihre zukünftige Raumfahrt berichteten, ist deutlich. Noch heute sind das Ziele in der Raumfahrt.

Damit kann man schlecht die behauptete Zerstörung einer Mond-Basis der USA durch den Klassenfeind im Osten irgendwie untermauern!

Das Problem ist ganz einfach, dass das WikiLeaks-Dokument eigentlich bis auf die Überschrift und natürlich das Datum überhaupt keinen Inhalt hat. Es existiert zwar tatsächlich auf WikiLeaks – aber das war es leider schon. Dies wiederum ist durchaus ungewöhnlich, denn die allermeisten Veröffentlichungen im dortigen Bereich „Public Library of US Diplomacy“ sind sehr wohl vollständige Dokumente. Mehr als 2 Millionen waren es 2015. Nur dieses (für den Mystery-Interessierten so spannende) Papier ist leer.

Lapidar heißt es dazu auf der Plattform:

Dieses Dokument ist kein elektronisches Dokument, daher ist nicht der gesamte Inhalt online verfügbar. Es wurden jedoch einige Metadaten zur Verfügung gestellt, die Sie für Ihre Forschungs- und FOIA-Zwecke verwenden können.“

Ein zweites Dokument mit gleicher Inhalt

Aufgrund der Bekanntheit von WikiLeaks und den dortigen Enthüllungen verwundert es nicht, dass Verschwörungstheoretiker hierzu viel spekulieren. Zumal vom genannte Absender Samuell Devine weitere Dokumente dort auffindbar sind. Jedoch keine mit einem ähnlich brisanten Inhalt, wie der Datensatz mit der Nummer P790011-1247_e. Hinzu kommt, dass dieses Papier als „unklassifiziert“ benannt ist.

Sucht man bei WikiLeaks aber nach weiteren Informationen über diese von den Russen zerstörte Mond-Basis der USA, sucht man vergeblich. Fast vergeblich, denn es gibt ein weiteres Dokument dazu, das bisher wohl in den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema übersehen wurde. Aufzufinden über die Detailsuche der „Public Library of US Diplomacy“.

Es trägt den sehr ähnlichen Titel „Geheime US-Mond-Basis von der US zerstört“ und ist auf den 11. Januar 1979 datiert. Also noch vor dem im Internet kursierenden Dokument. Wie dieses stammt auch die zweite Veröffentlichung von Samuel Devine und es trägt die Nummer P790005-1028_e.

Inhaltlich liefert auch dieses grundsätzlich nicht mehr als Datum und Überschrift. Auch hier gibt es keinen Inhalt. Allerdings stammen beide Enthüllungen, wenn wir sie so nennen wollen, vom 17. Dezember 2012 und von Sheryl P. Walter.

Folglich kann man mit diesen überaus seltsamen WikiLeaks-Funden nichts anfangen. Außer dann, wenn man den Worten diverser „Insider“ vertraut, die von eben solchen Geheimprojekten im All immer wieder sprechen. Belege hatte bis jetzt aber – niemand.

Das zweite fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)
Das zweite fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)

Wilde Phantasien!

Seit diese WikiLeaks-Aussage mit der zerstörten US-Basis erstmals im Internet diskutiert wurde, ist einige Zeit vergangen. Inhaltlich geändert hat sich die Quelle dabei nicht. Sie bleibt so gut wie leer. Was sich aber änderte ist das, was einige in diesen gelesen haben wollen. Ein Beispiel (von “Pravda TV”):

Laut eines von Wikileaks-Dokuments mit dem Namen ‚Report this UR Destroyed Secret US Base on Moon‘, das auf den 24. Januar 1979 datiert ist, bauten die Vereinigten Staaten mit Unterstützung der Familie Rockefeller in den 1960er Jahren an einer geheimen Basisstation auf dem Mond; kurz vor der Fertigstellung soll sie aber von der der ehemaligen Sowjetunion mit einer Teilchenstrahlenwaffe zerstört worden sein.“

Das ist reine Erfindung, die sich nicht annähernd aus der WikiLeaks-Quelle „herauslesen“ lässt!

Entspräche der knappe Inhalt den Tatsachen, ist es natürlich ein klarer Beweis für ein geheimes Weltraumprogramm. Und zwar in Ost und West. Es wäre eine Sensation, woran wohl kein Zweifel bestehen dürfte. Was bei den hitzigen Spekulationen um die WikiLeaks-Enthüllung kaum oder gar nicht beachtet wird, ist die Frage nach dem Grund der Veröffentlichung. Denn immerhin will die Plattform all ihre Enthüllungen und veröffentlichten Datensätze und Papiere aus gutem Grund für die Weltöffentlichkeit zugänglich machen.

Desinformant oder echter Whistleblower ?

Im Eigenverständnis sieht sich WikiLeaks spätestens seit 2007 als Plattform für die Informationsfreiheit. Eine Plattform für Themen und Angelegenheiten von „öffentlichem Interesse“, die anonym und verschlüsselt hochgeladen werden. Ein System „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen“, heißt es in der Selbstbeschreibung. Insgesamt seien so bereits „mehr als 10 Millionen Dokumente und zugehörige Analysen veröffentlicht“ worden. Man habe sich dabei auf geheimen und zensierten „offiziellem Material spezialisiert, das mit Krieg, Spionage und Korruption zu tun hat“.

Die „Informationen“ über die Zerstörung der Mond-Basis 1979 brechen offensichtlich aus den Reihen dieser Datensätze aus. Anonym „verratene Geheimnisse“ … oder wollte hier jemand absichtlich die Leser in die Irre führen? Zu welchem Zweck sollte dies geschehen sein? Der angebliche Whistleblower scheint eher eine Art „Fakeblower“ zu sein. Was aber das Thema nicht minder sonderbar macht, da diese Quelle weiterhin online bei WikiLeaks zu finden ist.

Hinzu kommt, dass man auch bei offiziellen Stellen eindeutige Fake-Enthüllungen findet. Wie ein CIA-Papier über einen UFO-Abschuss der Russen, über das in diesem Video HIER ausführlich berichtet wurde. Oder, dass Erfindergenie Nikola Tesla von der Venus kam und damit ein Alien war, wie im Video HIER berichtet.

Es stellt sich auch die Frage, warum gerade eine solche Story „enthüllt“ wurde. Warum keine spektakuläre Aussagen zum Thema UFOs und Außerirdische? Immerhin scheint dies thematisch auf mehr Interesse zu stoßen, als eine Mond-Basis. Vermutlich zumindest.

Die immer wieder geäußerte Vermutung, dass „dunkle Mächte“ absichtlich Desinformationen streuen, scheint zumindest durch diese WikiLeaks-Daten wahrscheinlich. Genauso wahrscheinlich wie ein Witzbold.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen +++ YouTube-Video +++

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Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen (Bilder: gemeinfrei / Montage:/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen (Bilder: gemeinfrei / Montage:/Bearbeitung: Fischinger-Online)

In den letzten Jahren wurden  weltweit hunderttausende von einst streng geheimen UFO-Akten von offiziellen Stellen freigegeben. Jahrzehntelang haben die verschiedensten Behörden, Militärs, Regierungen und Geheimdienste solche UFO-Papiere gesammelt und archiviert. Fraglos eine Fundgrube für den interessierten UFO-Forscher. Obwohl in diesen UFO-Dokumenten viele Unklarheiten und Belanglosigkeiten zu finden sind, bringen uns andere zum Staunen.  So ein von der CIA freigegebenes Dokument, das von dem Abschuss eines UFOs mit samt Aliens an Bord durch das Militär der UdSSR berichtet. Ich habe mir das offizielle UFO-Papier der CIA einmal genauer angesehen. Alles darüber berichte ich Euch in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Inzwischen sind hunderttausende von einst streng geheimen UFO-Akten weltweit von offiziellen Stellen freigegeben worden. Jahrzehntelang haben die verschiedensten Behörden, Militärs und Geheimdienste solche UFO-Papiere gesammelt und archiviert. Viele davon kann heute jeder ganz legal einsehen.
Eine Fundgrube für alle UFO-Forscher und die UFO-Forschung. Keine Frage.

Auch wenn vieles in diesen UFO-Akten fragwürdig bleibt, oft belanglose Zeitungsartikel sind oder auch mangels detaillierter Informationen im Unklaren bleiben muss.

Andere dieser UFO-Dokumente bringen uns jedoch zum Staunen. So ein von der CIA freigegebenes Dokument. In diesem berichtet der US-Geheimdienst „hoch offiziell“ davon, dass in der ehemaligen UdSSR die Armee ein UFO samt Aliens abgeschossen habe. Ein CIA-Dokument, das momentan im (englischen) Internet für Diskussionen sorgt. Denn das Papier stammt tatsächlich aus den Archiven der CIA … Quelle sei angeblich der ehemalige Geheimdienst der Sowjetunion KGB.

Ich habe mir das Papier einmal genauer angesehen – alles darüber berichte ich Euch in diesem Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 7. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen – und plant eine eigene Raumstation (+ Video)

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Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen (Bilder: gemeinfrei & NASA/ESA / Montage: Fischinger-Online)
Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen (Bilder: gemeinfrei & NASA/ESA / Montage: Fischinger-Online)

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat überaus ehrgeizige Pläne. Bereits in wenigen Jahren soll ein mit Atomkraft angetriebenes Raumschiff zum Planeten Jupiter fliegen, nachdem es zuvor auf dem Mond und auf der Venus Landemodule abgesetzt hat. Welche Pläne Russland noch verfolgt, erfahrt Ihr hier.


Jupiter: Traum vieler Forscher

Der Planet Jupiter ist der Riese in unserem Sonnensystem. Mit etwa 143.000 Kilometern Durchmesser an seinem Äquator ist er ca. 11-mal so groß wie unsere Erde. und hat rund 318-mal die Masse der Erde. Ein Gigant, der hinter dem Mars seine Umlaufbahn zieht und fast die 2,5-fache Masse aller anderen Planeten unseres Sonnensystems zusammen besitzt. Ein mehr als lohnendes Forschungsobjekt für alle Astronomen und Planetenforscher seit Jahrhunderten.

Spätestens seit Galileo Galilei 1610 durch sein Teleskop erkannte, dass Jupiter von Monden umrundet wird. Heute kennt man diese vier Monde als “Galileischen Monde”, die vor über 400 Jahren ein Weltbild ins wanken brachten. Denn durch die Entdeckung der Jupiter-Monde Io, Kallisto, Ganymed und Europa durch Galilei wurde klar, dass sich nicht alles um die Erde dreht! Heute weiß man von rund 80 Monden des Riesenplaneten. Vor allem der Mond Europa ist dabei für viele Forscher besonders spannend. Auch dieser Eismond, wie einige andere, könnte in einem flüssigen Wasserozean unter seinem Eispanzer Leben beherbergen, wie unter anderem im unten angefügten Video berichtet.

Der Traum vieler Forscher sind weitere Missionen zum wilden Jupiter und seine Monde. Raumsonden wie Pioneer, Galileo oder auch Cassini brachten zwar zahllose neue Entdeckungen und Erkenntnisse, doch der Wissensdurst hört bekanntlich nie auf. So verwundert es nicht, dass zum Teil seit Jahrzehnten zukünftige Missionen in das Jupiter-System geplant sind. In der Theorie und auch auch in ganz praktischen Vorbereitungen. Zum Beispiel die Mission JUICE der ESA, die im kommenden Sommer gestartet werden soll. Oder die NASA-Mission Europa Clipper, die ganz konkret den Mond Europa untersuchen soll. Sie startet nach den derzeitigen Plänen im Oktober 2024 ins All.

Weltraumschlepper” mit Atomenergie aus Russland

Viele Planetenforscher schwärmen vor allem davon, dass eines Tages eine Raumsonde auf dem Mond Europa landet, sich dort durch die Eisdecke bohrt und im darunter liegenden Ozean nach außerirdischen Leben sucht. Lohnende Ziele in unserer kosmischen Nachbarschaft. Auch wenn Jupiter mehr als 5-mal soweit von der Sonne entfernt ist, wie unsere Heimatwelt.

Das sieht auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos so, die überaus ambitionierte Pläne bekannt gab. Sie will bereits 2030 eine atomgetriebene Energiequelle namens “Zeus” auf einen praktischen Flug zum Jupiter testen. Der Atomreaktor werde dabei das Raumfahrzeug “Nuklon” antreiben, dass Ende Juli 2024 fertig gestellt sein wird. So berichtet es unter anderem eine Meldung der russischen TASS.

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Das als “Weltraumschlepper” bezeichnete Raumschiff “Nuklon” mit seinem Atomreaktor wird nach den Plänen dabei nicht direkt zum Jupiter fliegen. Zuerst wird es unseren Mond ansteuern, auf dem ein Lademodul angesetzt werden soll. Von dort macht sich das Raumfahrzeug weiter auf den Weg zur Venus, auf der eine weitere Landeeinheit abgesetzt werden soll. Mit dem Planeten Venus haben die Russen in den vergangenen Jahrzehnten einige Erfahrungen sammeln können. Noch in Zeiten der UdSSR schickten sie zahlreiche Raumsonden dorthin. Mit einer Vielzahl von Venera- und Vega-Sonden gelangen von 1966 bis 1985 sogar 14 Landungen auf der Oberfläche des Planeten.

Auf der Venus soll aber nicht nur eine Sonde abgesetzt werden, sondern die Schwerkraft des Planeten werde dabei auch als “Katapult” für den Weiterflug zum Jupiter dienen. So kann “Nuklon” die Gravitation der Venus dazu nutzen, um weiter an Geschwindigkeit zu gewinnen. Eine in der Raumfahrt übliche Methode. So kann die Jupiter-Mission auf insgesamt nur knapp über vier Jahre (50 Monate) verkürzt werden.

Ehrgeizige Pläne von Roskosmos und den Russen!

Bereits im Dezember 2020 hat Roskosmos einen Entwicklungsvertrag für das Raumschiff “Nuklon” unterschrieben. Laut TASS soll der “Liefertermin” der 28. Juli 2024 sein. Demnach befindet sich das Projekt jetzt erst in der Planungsphase und es bleiben drei Jahre, bis das “Nuklon” fertig ist und die in die “heiße” Phase der praktischen Erprobung gehen kann. Dann haben die Ingenieure noch weitere sechs Jahre bis zum geplanten Erstflug 2030 Zeit.

Zeitlich ließe sich das schaffen. Anders als bei all den zahllosen Projekten, die bereits von Firmen für das All ersonnen wurden. Man denke an ein Weltraum-Hotel, das eigentlich 2025 eröffnet werden soll, und über das ich in diesem Artikel HIER 2019 berichtete. Zu sehen ist davon – wie erwartet – bis heute nichts.

Erstaunlich optimistisch scheint aber die Finanzierung der Mission veranschlagt worden zu sein. Die Kosten werden mit nur 47,4 Millionen Euro (4,17 Milliarden Rubel) angegeben. Das ist extrem wenig. Beispielsweise kostete die sehr erfolgreiche Mission Cassini-Huygens mit dem Ziel Saturn 3,288 Milliarden US-Dollar (rund 2,698 Milliarden Euro). “Nuklon” ist dagegen ein absolutes Schnäppchen in der Weltraumfahrt.

Bewährt sich der Atomreaktor “Zeus” mit einer Leistung von 500 Kilowatt, gibt es auch für diesen weitere Pläne. Wie unter anderem BBC im April 2021 meldete, will sich Russland von der ISS 2024/5 zurückziehen. Statt die Internationale Raumstation weiterhin gemeinsam mit anderen Nationen zu nutzen, wolle man ab 2025 eine eigne Raumstation bauen. “Das erste Kernmodul der neuen russischen Orbitalstation ist in Arbeit”, so Dmitry Rogozin, der Direktor von Roskosmos .

Bekanntlich wollen auch die Chinesen weiter ins All und auf andere Himmelskörper expandieren. Nicht nur mit ihrer eigenen Raumstation. Hinzu kommen private Raumfahrtanbieter und Firmen. Ein neuer Weltlauf ins All wird immer deutlicher. Ob die Russen und all die anderen Unternehmen und Agenturen dabei immer ihre angestrebten Zeitpläne und Entwicklungen einhalten können, ist unklar. Doch es wird eng im Kosmos.

Video zum Thema

Video vom 8. Juni 2021 auf Mystery Files

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“Alle haben sich geirrt!”: Das Rätsel um den Riesen von Cerne Abbas – bleibt vorerst ungelöst +++ Video +++

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VIDEO: Alle haben sich geirrt - Das Rätsel des Riesen von Cerne Abbas - bleibt ungelöst (Bild: Google Earth)
VIDEO: Alle haben sich geirrt – Das Rätsel des Riesen von Cerne Abbas – bleibt ungelöst (Bild: Google Earth)

Überall auf der Welt haben unsere Ahnen zum Teil gigantische Erdbilder und geometrische Figuren angelegt. Meistens nennt man diese Bilder in der Landschaft Geoglyphen oder auch Scharrbilder, die teilweise viele tausend Jahre alt sind. Vor allem aber geben sie immer wieder Rätsel auf. Eines davon ist der “Cerne Abbas Giant” in Großbritannien. Ein nakliger Riese, dessen Alter, Herkunft und Bedeutung unklar ist. Wie in einem ersten Video auf Mystery Files 2020 berichtet, wollten Archäologen nun das Rätsel des Giganten lösen. Doch trotz erlangter Antworten bleibt das Rätsel für die Forscher bestehen, wie Ihr in diesem Video erfahrt.


Cerne Abbas und rätselhafte Geoglyphen

Scharrbilder bzw. Geoglyphen gibt es auf der ganzen Welt. Eines davon ist der Riese von Cerne Abbas in Großbritannien, der seit Jahrhunderten Rätsel aufgibt. Jetzt haben ihn Archäologen datiert, um seine Geheimnisse zu entschlüsseln. Doch der Riese gibt sie nicht preis.

Solche zum Teil gigantische Darstellungen findet man von dem weltbekannten Nazca in Peru über die USA, die Gebiete der ehemaligen UdSSR bis nach Großbritannien. Selbst in Saudi-Arabien findet sich ähnliche “Gebilde”, wie in diesem Video HIER berichtet, die viele, viele tausend Jahre alt sind.

Alle diese Geoglyphen, den seltsamen “Erdzeichnungen”, haben gemeinsam, dass man sie nur aus der Luft vollständig sehen kann. Oder von einem in der Nähe befindlichen Berg. Was ihre Schöpfer damit im Einzelnen ausdrücken oder bezwecken wollten, ist meistens vollkommen unbekannt. Bekannt ist aber das Alter zahlreicher dieser Scharrbilder und Erdzeichnungen.Es sind geradezu klassische Rätsel der Archäologie.

Zum Teil wurden sie bereits vor vielen Jahrtausenden angelegt. Teilweise aber erst vor wenigen Jahrhunderten. Und bei nicht wenigen ist das genaue Alter noch vollkommen unbekannt.

Der Riese von Cerne Abbas

Wie bei dem Riesen in Südengland. Dem als “Cerne Abbas Giant” über die Grenzen von Großbritannien hinaus bekannten riesigen nackten Mann. Aufzeichnungen über diesen Giganten gehen nur bis in das 17. Jahrhundert zurück – doch wurde er da auch erst erschaffen?

Wie in einem ersten Video über diesen nakeligen Riesen im Frühjahr 2020 berichtet, sollte das nun geklärt werden. Britische Archäologen wollte mit wissenschaftlichen Methoden das Bild datieren. Stammt aus es der Steinzeit, da es in England tatsächlich tausende Jahre alt Bodenbilder gib? Oder von den Römern? Oder sogar erst aus einer Zeit nach dem Mittelalter, wie auch angenommen wurde.

Das jetzt veröffentlichte Ergebnis zeigt: “Alle haben sich geirrt!”, wie es ein beteiligter Archäologe formulierte. Das Rätsel um den Riesen von Cerne Abbas bleibt auch eines, wie Ihr in diesem Video vom 1. Juni 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Juni 2021 auf Mystery Files

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“Baalbek Reborn” veröffentlicht: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen

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"Baalbek Reborn": Die Wiederauferstehung von der Ruinenstätte mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)
“Baalbek Reborn”: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)

Die Stätte Baalbek im Libanon ist unter vielen Mystery-Interessieren seit über einem halben Jahrhundert ein Begriff. Ein riesiges Ruinenfeld mit ebensolche Tempelanlagen, die vor fast 2.000 Jahren von den Römern erbaut wurden. Jetzt wurde im Zusammenarbeit mit dem “Deutschen Archäologischen Institut” die Applikation “Baalbek Reborn” fertigt gestellt, die mittels beeindruckender 3D-Grafiken und entsprechenden Erklärungen die Anlage wieder zum Leben erweckt. Heute wurde die Software auf einer internationalen Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Ich habe für Euch daran teilgenommen und auch “Baalbek Reborn” bereits getestet. Mit für uns interessanten Ergebnissen, wie Ihr hier lesen könnt.


Baalbek

Die Römer bauten nahezu in der damals bekannten Welt bis heute beeindruckende Monumente, Gebäude und Tempelanlagen. Doch die größte und eindrucksvollste Anlage dieser Art stand nicht etwa im alten Rom, sondern in Baalbek im heutigen Libanon. Hier entstand unter den Römern ab dem späten 1. Jahrhundert nach Christus vor allem das bekannte Heiligtum des Jupiter. Dessen noch stehende Säulen sind das Wappen des Libanon und unzählige Male fotografiert worden.

Dieses Jupiterheiligtum zu Ehren des höchsten aller römischen Götter ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Wie das gesamte Heiligtum von Baalbek. Der dortige Tempel zu Ehren des Gottes Bacchus, kleiner als der Jupitertempel und ein Stück davon entfernt, beeindruckt indes durch seinen sehr guten Erhaltungszustand. Eine mehr als wechselvolle Geschichte hat dieses einstige Heliopolis der Römer hinter sich. Nicht nur als Heiligtum des Gottes “Jupiter Optimus Maximus Heliopolitanus”, denn bereits vor 10.000 Jahren war dieses Gebiet besiedelt. Baalbek gilt als eine der ältesten, durchgehend besiedelten Orte der Welt.

Die Römer waren schon vor der Zeitenwende an diesem Ort. Wahrscheinlich 63 vor Christus wird diese Stätte erstmals erwähnt. Die emsigen Bauarbeiten begannen jedoch erst später und erreichten zwischen 200 und 300 nach Christus ihren Höhepunkt. Nach und nach folgte der Zerfall des Mega-Heiligtums, bis die ersten Entdecker, Forscher und Archäologen kamen. Mit ihnen rückte Baalbek auch in den Fokus der Grenzwissenschaft, der Prä-Astronautik.

Baalbek – der Flughafen der Ancient Aliens

Es war 1959, als der russische Prä-Astronautik-Pionier Modest Agrest in einem Artikel in “Literaturnaja Gazeta” spekulierte, dass die “Terrasse von Baalbek”, auf der der Jupitertempel der Römer steht, in Wahrheit eine vollkommen andere Herkunft habe. Dieser Unterbau, mit ihren 800 und mehr Tonnen schweren Steingiganten, war einst, so Agrest, ein Startplatz für Raketen der Astronautengötter! Diese Plattform diente den antiken Astronauten eines Tages nicht mehr, wurde verlassen und tausende Jahre später kamen die Römer und nutzte sie für ihre Zwecke.

Heute sind die Pionier-Ideen zu den modernen Ancient Aliens durch Agrest praktisch vergessen. Auch wenn zahlreiche seiner veröffentlichten Spekulationen nach über 60 Jahren noch immer diskutiert werden. Baalbek ist nur eine davon. Zehn Jahre später nahm auch Erich von Däniken in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” das Thema auf. Er schrieb zu Baalbek:

Der russische Professor Agrest allerdings hält es für möglich, dass es sich bei den Resten der Terrasse um Überbleibsel einer riesigen Landefläche handeln kann.

“Eine Tanzfläche für Riesen” nannte von Däniken die Anlage schon 1968 und faszinierte Millionen Menschen damit. Wie konnten damals (wann auch immer…) Menschen Steine von 800 bis sogar über 1.000 Tonnen bewegen? Oder wie sollte jener Steinblick, der erst 2014 entdeckt wurde, und bei einer Größe von 19,60 x 6 x 5,5 Metern unglaublichen 1.650 Tonnen wiegt, jemals bewegt werden (mehr dazu HIER)? Dieser liegt neben dem legendären Riesenmonolithen, der zum Beispiel als “Stein des Südens” bekannt ist und ca. 1.000 Tonnen wiegt.

Jahre später übernahm auch der US-Prä-Astronautik-Autor und Nibiru-Erfinder Zecharia Sitchin die Idee eines Startplatzes von Außerirdischen. In zahlreichen seiner Bücher sah er in Baalbek sogar einen ganzen “Raumflughafen” von den außerirdischen Anunnaki. Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten hätten hierbei sogar als eine Art Orientierungspunkt für eine Einflugschneise nach Baalbek gedient, so Sitchin in seinen Werken. Wilde Spekulationen, die durchaus noch ihre Fans und Anhänger haben.

Geblieben ist von diesen phantastischen Behauptungen eigentlich nur die “Terrasse” von Baalbek. Also jene riesigen Bausteine, auf denen der Jupitertempel thront. Jeder kann sie sehen. Besuche oder Bilder der weit verteilten Ruinen vermitteln jedoch nur einen Eindruck der einstigen Pracht und Größe der Gesamtanlage in ihrer Blütezeit. Das hat jetzt ein internationales Team von Archäologen und “Technologen” geändert.

“Baalbek Reborn: Temples”: Begeisterte Experten

Heute (31. März) wurde auf einer digitalen Pressekonferenz des “Deutschen Archäologischen Institutes” (DAI) die Applikation bzw. Software “Baalbek Reborn: Temples” vorgestellt.

Experten des Deutschen Archäologischen Instituts stellen die römischen Tempel in Baalbek, Libanon, vor und zeigen Ihnen die Ruinen und eine digitale Rekonstruktion.

So die Kurzbeschreibung der Software, die Ihr HIER findet. Entwickelt wurde sie von der Libanesischen Antikenbehörde, dem DAI und der Sorftwarefirma “Flyover Zone” aus den USA gleich in mehreren Sprachen. “Flyover Zone” hat sich “auf virtuelle Zeitreisen in die Antike spezialisiert”, so das DAI, und die Forscher des DAI, “die seit 1998 an der Stätte arbeiten, stellten die wissenschaftliche Grundlage für die 3D-Rekonstruktionen zur Verfügung”. Geleitet werden diese Ausgrabungen und Forschungen in Baalbek von Margarete van Ess. Die Archäologin ist die Direktorin der Orient-Abteilung des “Deutschen Archäologischen Instituts” und von der Stätte begeistert:

“Das faszinierende an Baalbek sind nicht nur die römischen Tempel, sondern auch die fast 10.000jährige Geschichte. Als Archäologin habe ich anhand von Funden und Forschungsergebnissen häufig ein Bild vom damaligen Zustand dieses besonderen Ortes im Kopf. Dass die Tempel nun auch in der App Gestalt annehmen und so von Menschen in der ganzen Welt betrachtet werden können, ist fantastisch!

Dr. Bernard Frischer, Direktor von “Flyover Zone”:

Für Flyover Zone ist mit diesem Projekt ein Traum wahr geworden. Sowohl die schiere Größe des Baalbek-Heiligtums als auch seine kulturelle Bedeutung sind unübertroffen. In der Antike konsultierten Menschen aus weit entfernten Regionen des Reichs das Orakel von Baalbek, und wir haben sogar Aufzeichnungen darüber, dass auch Kaiser dies taten. Jetzt können wir das, was wir gelernt haben, nutzen, um Baalbek in die Klassen- und Wohnzimmer von Studierenden und der allgemeinen Öffentlichkeit zu bringen. Wir hoffen, dass Tausende von Menschen auf der ganzen Welt die virtuelle Tour herunterladen und sie nutzen, und dass sie angeregt werden, die Stätte zu besuchen (…)”

Testbesuch in “Baalbek”

Ich hatte mich für die heutige Pressekonferenz ebenfalls angemeldet (dazu später mehr) und wollte diese abwarten, bevor ich “Baalbek Reborn: Temples” selber teste und darüber für Euch berichte. Denn immerhin kenne ich als alter Hase der Prä-Astronautik die Spekulationen um Baalbek seit meinen Anfängen 1989.

Mein Testbesuch war auch von Erfolg gekrönt. Jedoch musste ich vorerst eine mir vollkommen unbekannte Software herunterladen, installieren und dort einen Account anlegen. Diese nennt sich “Stream” und scheint so was wie eine Gamingplattform zu sein (Falls ich mich irre, seht es mir nach. Ich habe mich da nicht wirklich umgesehen, da mich nur Baalbek interessierte.). Hier wiederum musste ich die eigentliche Applikation des 3D-Baalbek herunterladen, die immerhin 1,4 GB groß ist.

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Warum diese Datenmenge nötig war, zeigte sich sehr schnell beim Start der Rekonstruktion. Die Bilder und Fotos sowie die in 3D rekonstruierte Stätte mit all ihren wundervollen Einzelheiten ist überaus detailreich und fein ausgearbeitet. Inklusive 360 Grad-Schwenkungen oder auch Sprachausgaben. Der kurzer Software-Trailer HIER der Firma “Flying Zone” vermittelt davon einen Eindruck. Nicht getestet habe ich es mit einem VR-Headset, da “Baalbek Reborn” auch auf eine Betrachtung mittels “virtueller Realität” entwickelt wurde. All das soll Baalbek im Jahr 215 nach Christus zeigen.

Eine beeindruckende Arbeit und Darstellung, bei der auch Phantasie mit ihm Spiel war. Schließlich ist anhand der vorhandenen Ruinen Baalbek nicht mehr bis in jede Einzelheit exakt wieder zu rekonstruieren. Entsprechende Vermerke in dem Programm weisen auch darauf hin, dass es hier auch eigene Vorstellungen mit einflossen. Kein unübliches Verfahren. Man denke hier beispielsweise an die Maya-Stätten oder die Azteken-Stadt Tenochtitlan, wie sie in modernen TV-Dokumentationen als Rekonstruktionen zu sehen sind. Auch hierbei finden sich “Freiheiten” in deren digitalen Neuschöpfungen.

Spannend waren natürlich die riesigen Megalithen, mit denen der Unterbau des Jupitertempels errichtet wurde. Immerhin erklären Texte und Sprachausgaben unzählige Details an insgesamt 38 Stationen der virtuellen Reise. Was man da gerade genau wo sieht und was dies einstmals für eine Bedeutung hatte und ähnliches. Bei den Riesensteinen: Fehlanzeige. Hier wird lediglich auf die Pracht des Jupitertempels und vor allem seiner einstigen Säulen oder auf die Höhe der Gesamtmauern usw. eingegangen. Von den gigantischen Steinen, die natürlich in der Rekonstruktion zu sehen sind, kein exaktes Wort.

Der oben genannte und im Kreise der Grenzwissenschaft überaus bekannte “Stein des Südens” kommt übrigens nicht vor. Wohl auch deshalb, da er weit außerhalb von Baalbek noch im Steinbruch liegt.

Pressevorstellung von “Baalbek Reborn: Temples”

Die heutige Online-Pressekonferenz mit Teilnehmern aus Deutschland, den USA und der Libanesischen Antikenbehörde war für den Laien im Vergleich zur Software selber natürlich langweilig.  Es wurde vor allem die Bedeutung der Stätte unterstrichen. Abbas Mortada, Minister für Kultur und Landwirtschaft der Republik Libanon sowie Sarkis Khoury, Generaldirektor der libanesischen Antikenbehörde betonten hierbei auch den Tourismus. Schließlich wird Baalbek in Hochzeiten von Besuchern geradezu überrannt. Bernard Frischer, der Direktor von “Flyover Zone”, zog dabei Vergleiche zu den Pyramiden von Gizeh, die verglichen mit Baalbek die ganze Welt kennt.

Margarete van Ess in ihrer Funktion als Leiterin des Forschungsprojektes Baalbek am DAI betonte, dass “Millionen Besucher” im 20. Jahrhundert nach Baalbek kamen. Sie würden dabei auch immer wieder über die riesigen Bausteine dort staunen. Mehr jedoch sagte auch sie nicht bei der Pressekonferenz zu diesen Steinriesen. “Kriminalistische Forschung” war laut van Ess für den digitalen Wiederaufbau notwendig. Deshalb könne man stolz über die entwickelte Software sein, wie alle offiziellen Teilnehmer betonen. Zu recht.

Van Ess veröffentlichte übrigens einige Bücher über Baalbek und die dortigen Forschungen, die ich Euch am Ende empfehlen möchte.

Der Koordinator des Baalbek-Projekt, Henning Burwitz vom DAI, präsentierte auch die Funktionen und Funktionsweisen von “Baalbek Reborn”. Sie ist für Mystery-Fans aufgrund der mangelnden Aussagen zu den Riesen-Bausteinen sicherlich eine Enttäuschung.

Nicht erwähnt wurde in der Pressekonferenz, dass die Sofortware oder Applikation auch Quellenangaben enthält. Was mit Sicherheit für den Laien auch vollkommen uninteressant ist, da diese sich an den beeindruckenden Bilder erfreuen und etwas über Baalbek lernen können. Für uns sind diese aber interessant

Baalbek und die Quellen

Als 1959 Professor Modest Agrest seine Idee, dass in Baalbek Raketen von Außerirdischen auf einer “Plattform” starteten, formulierte, fußten diese in Quellen von 1896. Da später sein Artikel auch ab 1962 in französisch (“Des cosmonautes dans I’antiquité”, in: “Plaète”, Nr. 7/1962) und anderen Sprachen erschien, fand sie immer mehr Verbreitung. Bis sie letztlich zum Teil der Geschichte der Prä-Astronautik wurde.

Tatsächlich war es Ende des 19. Jahrhunderts die Meinung, dass hier eine “Terrasse” oder “Plattform” den Unterbau des Haupttempels von Baalbek bildet. Ab 1898 jedoch erfolgten bereits Ausgrabungen in Baalbek und genauere Untersuchungen der Fundamente, die in verschiedenen Kampagnen durchgeführt wurden. Erste Veröffentlichungen dazu folgten 1901 und 1902. Vor allem die Ausgrabungen und Forschungen von Theodor Wiegand in den Jahren 1898 bis 1905 sind hier zu nennen, die in verschieden Bänden ab 1921 in Berlin erschienen.

Wiegand zeigte darin vor allem klar auf, dass es eine zusammenhänge Terrasse von Baalbek nicht gibt. Hier wurde ein Fundament errichtet, das vor allem aus groben Steinen, Bauschutt und natürlichen Steinen aufgebaut wurde. Darum kamen bearbeitete Steine von fast 10 Metern Länge und 4 Metern Höhe, auf denen letztlich die legendären Riesen-Blöcke gelegt wurden. Die Bauweise ist sogar auf Fotos der Anlage teilweise klar zu erkennen. Datiert wurde das gesamte Fundament wie Baalbek an sich von den Archäologen in Zeit der Römer, woran sich heute in der Archäologie nichts änderte.

Unter “alternativen Historikern” wird bis heute bezweifelt, dass Baalbek bzw. die dortigen Riesen-Steine von den Römern stammen. So etwa von dem bekannten Autoren Graham Hancock. Er widmend sich beispielsweise in seinem umfangreichen Buch “Die Magier der Götter” (2018) ausführlich dieser Stätte. Unter anderem in einem ganzen Kapitel.

Agrest kannte in der ehemaligen UdSSR diese Quellen entweder nicht oder hat sie ignoriert. Erstaunlich aber bei der Rekonstruktion der Anlage in “Baalbek Reborn: Temples” ist hier wiederum die Art des Literaturverzeichnisses. Es enthält nur 13 Quellen von 1901 bis 2008, die wohl den wissenschaftlichen Anspruch der Rekonstruktion unterstreichen sollen. Denn alles sind wissenschaftliche Veröffentlichungen. Keine populärwissenschaftliche Arbeit zum Thema Archäologie, in denen Baalbek Thema ist, findet sich darunter. Obwohl schon bei der Pressekonferenz betont wurde, dass diese 3D-Modellierung mit modernen Mitteln Besucher für die Anlage begeistern soll.

Aus diesem Grund vermisse ich persönlich eine moderne Art der “weiterführenden Informationen”. Etwa zu YouTube-Videos, “Google Earth” oder Online-Bildergalerien dazu. Das sind keine Quellen in dem Sinne – aber würden “Baalbek Reborn: Temples” für die jungen Mediennutzer, und an die soll sich die Software richten, vielleicht noch weiter begeistern.

Zumindest ich war von der Arbeit beeindruckt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Nazca von Saudi-Arabien”: Rätsel um 7.000 Jahre alte Bodenstrukturen in der Wüste Nefud +++ Video +++

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VIDEO: Das "Nazca von Saudi-Arabien":- Rätsel um die 7.000 Jahre alten Bodenstrukturen in der Wüste! (Bild: Google Earth)
VIDEO: Das “Nazca von Saudi-Arabien”: Rätsel um die 7.000 Jahre alten Bodenstrukturen in der Wüste! (Bild: Google Earth)

Bodenbilder oder Geoglyphen gibt es nicht nur in Nazca in Peru. Auch in dem riesigen Gebiet von Saudi-Arabien gibt es derartige „Erdbilder“, Scharrbilder, Linien und geometrische Formen. Hunderte wenn nicht tausende davon. Einige sind in den Boden gescharrt, andere durch die Beseitigung von Geröll und Steinen entstanden. Letzter findet man beispielsweise in der Wüste Nefud in Saudi-Arabien. Hunderte Rechtecke und Steinkreise, die man bisher vor allem durch Luftbilder kannte. Was steckt hinter diesen seltsamen Strukturen, die bis zu 7.000 Jahre alt sind? Mehr dazu in diesem Video auf YouTube.


Ein “Nazca in Saudi-Arabien”?

„Bodenbilder“ aller Art gibt es weltweit. Scharrbilder wie die Geoglyphen von Nazca in Peru ebenso wie aufgeschüttete oder durch Steinsetzungen umrandetet Strukturen und Bilder.

Sie findet man neben Peru und Chile auch in den USA, in dem Gebiet der ehemaligen UdSSR, in Großbritannien oder in Schottland. Zu letzterem und kaum bekannten Bodenzeichnungen (wenn es denn welche sind) findet Ihr HIER ein Video auf meinem Mystery-Kanal.

Doch auch in dem riesigen Gebiet von Saudi-Arabien gibt es derartige „Erdbilder“, Scharrbilder, Linien und geometrische Formen. Hunderte wenn nicht tausende davon. Einige sind in den Boden gescharrt, andere durch die Beseitigung von Geröll und Steinen entstanden.

Letzter findet man beispielsweise in der Wüste Nefud in Saudi-Arabien. Hunderte Rechtecke und Steinkreise, die man bisher vor allem durch Luftbilder kannte. Jetzt aber erschien erstmals eine Studie zu diesen geometrischen Formen in der Wüste. Insgesamt 104 dieser Rechtecke wurden dazu von Archäologen untersucht. Eine davon auf ein Alter von unglaublichen 7.000 Jahren datiert. Zum Vergleich: Nazca in Peru ist erst grob 2.000 Jahre alt!

Doch die Studie wirft weit mehr Fragen auf, als die Wissenschaftler bisher beantworten können. welche das sind und was die Archäologen bisher über diese rechteckigen Gebilde herausgefunden haben, dass erfahrt Ihr in diesem Video vom 22. August 2020.

Bleibt neugierig …

Zum Thema erschien im November 2020 dieses Buch von mir:

YouTube-Video vom 22. August 2020 auf Mystery Files

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Das Rätsel des Phobos Monolithen: Seltsamer “Turm” auf einem der Monde des Mars +++ Video +++

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Das Rätsel des Phobos Monolithen: Seltsamer "Turm" auf einem der Monde des Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Das Rätsel des Phobos Monolithen: Seltsamer “Turm” auf einem der Monde des Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Mystery-Jäger oder UFO-Fans entdecken immer wieder auf NASA-Fotos aus dem All seltsame Anomalien. Auf Aufnahmen von Raumsonden aus dem All ebenso wie auf Fotos, die beisppielsweise Rover auf dem Mars gemacht haben. Dabei gibt es durchaus sehr interessante Anomalien im All und auf den Himmelskörpern in unserem Sonnensystem. Beispielsweise ein riesiger “Monolith”, der senkrecht von der Oberfläche des Mars-Mond Phobos in den Himmel ragt. Der “Phobos Monolith”, wie man ihn inzwischen nennt. Es ist ein Turm, der sich klar von seiner Umgebung abhebt und den jetzt ein mittels Computer dreidimensional “rekonstruiert” wurde. Ein spannendes Objekt – und ein spannender Mond, wie Ihr in diesem YouTube-Video vom 1. September 2020 erfahren werdet!


Anomalien auf Mars-Mond Phobos?

Auf Fotos von Raumsonden, Landern oder Rovern entdecken emsige Mystery-Jäger immer wieder (vermeintliche) Anomalien. Irgendwelche Objekte, die beispielsweise auf Bildern vom Mars oder Mond zu sehen sind. Und die eigentlich nicht dahin gehören.

Die Palette solcher angeblichen Anomalien ist lang. Sehr lang, wie in einigen Videos auf meinem YouTube-Kanal sowie Postings auf diesem Blog vielfach berichtet. Auch wenn der Klassiker sicher das sogenannte “Mars-Gesicht” der 1970ger Jahre auf dem Mars ist. Da unlängst unzählige Fotos vom Mars etc. heute für jedermann zur Verfügung stehen, werden auch immer wieder entsprechende Anomalien entdeckt.

Geht es nach diesem – ist gerade der Mars geradezu von Objekten, Artefakten und Dingen, die da nicht hingehören, zugemüllt! Von Pyramiden und Städten über Knochen und Tierfossilien bis Roboter, UFOs und Alien-Schädel wurde auf entsprechenden Fotos schon alles “identifiziert”. Vor allem auf Fotos der NASA, die dann diese außerirdischen Anomalien und “Belege” wohl vergessen hat zu retuschieren …

Dennoch gibt es durchaus interessante Anomalien im All und auf den Himmelskörpern in unserem Sonnensystem. So etwa auf dem winzigen Mars-Mond Phobos. Schon lange ist Phobos – wie auch der zweite Mars-Mond Deimos – für Mystery-Jäger ebenso interessant, wie für Astronomen. Selbst ein UFO soll 1989 bereits dort von einer Sonde der UdSSR gesichtet worden sein. Kur bevor diese auf “unerklärliche Weise” verschwand.

Gesichtet wurde aber durch eine Raumsonde der NASA etwas sehr seltsames. Ein riesiger Monolith, der senkrecht von der Oberfläche des Phobos in den Himmel ragt. Der “Phobos Monolith”, wie man ihn inzwischen nennt. Es ist ein Turm, der sich klar von seiner Umgebung abhebt und den jetzt ein mittels Computer dreidimensional “rekonstruiert” wurde.

Ein spannendes Objekt – und ein spannender Mond, wie Ihr in diesem YouTube-Video vom 1. September 2020 erfahren werdet!

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Sep. 2020 auf YouTube

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Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee

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Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee (Bilder: gemeinfrei & T. Stachura)
Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee (Bilder: gemeinfrei & T. Stachura)

Seit 1945 ist das legendäre “Bernsteinzimmer” aus dem Schloss von Königsberg verschwunden. Das “achte Weltwunder”, wie es leidenschaftlich von einigen genannt wird, tauchte nach den Wirren des Kriegsendes nie wieder auf. Ist es zerstört, verbrannt? Oder schafften die Nazis es das unermesslich wertvolle Zimmer zu retten und sicher zu verstecken? Schatztaucher aus Polen könnten jetzt dem Verbleib des “Bernsteinzimmers” auf die Spur gekommen sein. In einem Wrack eines 1945 in der Ostsee versenken deutschen Frachters, der als einer der letzten vor der anrückenden Roten Armee aus Ostpreußen fliegen konnte. Liegt das Zimmer wirklich auf dem Grund der Ostsee? Viele Vermutungen kursieren derzeit in den Medien. Aber es könnte tatsächlich so sein, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt!


Das Bernsteinzimmer

Es ist eines der großen Geheimnisse der jüngeren Geschichte: Der Verleib des “Bernsteinzimmer” am Ende des Zweiten Weltkrieges. Kurz vor dem endgültigen Untergang des Dritten Reiches verschwand es spurlos aus dem Schloss von Königsberg. Dorthin brachten es die Deutschen, als sie das Kunstwerk im damalige Leningrad (heute Sankt Petersburg) entdeckten. Ein unermesslich wertvolles Stück bester Handwerkskunst aus Holz, Gold und dem namensgebenen Bernstein. Ein Geschenk des Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. an den den russischen Zaren Peter I.aus dem Jahr 1716.

Längst ist das “Bernsteinzimmer” ein Heiliger Gral unzähliger Schatzjäger und Historiker geworden. Auch mehr als 70 Jahren nach dessen Verschwinden begeistert es viele Menschen. Und da die Nazis im Zweiten Weltkrieg in nahezu ganz Europa auf hemmungslosen Beutezug nach Kunstschätzen und wertvollen Artefakten waren, will man bis heute nicht glauben, dass nicht auch das “Bernsteinzimmer” nicht noch irgendwo verborgen liegt. Immerhin haben die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg belegt, dass zahlreiche Schätze der Nazis noch zu finden waren. Aber auch, das vieles seit dieser Zeit spurlos verschwunden ist.

Die einfachste Theorie, dass das “Bernsteinzimmer” am Ende des Krieges und im Zuge der vorrückenden Roten Armee der UdSSR bei der Zerstörung des königsberger Schlossen verbrannte, möchte kein Schatzjäger glauben. Eher wird vermutet, dass es sich noch immer vor Ort befindet. In bisher unentdeckten unterirdischen Bunkern oder Räumen, in denen der Schatz vor den anrückenden Sowjets 1945 eilig in Sicherheit gebracht wurde. Vielleicht in einem Bunker des damaligen deutschen Gauleiters Erich Koch. Er selber schwieg bis zu seinem Tode 1971 über das Schicksal des Zimmers.

Vielleicht wusste er es einfach nicht. Im Gensatzsatz zu vielen Schatz-Forschern, die bis heute nach dem “Bernsteinzimmer” fahnden. In Archiven und alten Dokumenten von 1945 ebenso, wie an den unterschiedlichsten Orten in ganz Deutschland, Polen, Tschechien und dem heutigen Russland. “Heiße Spuren” gab es in den letzten Jahrzehnten dabei immer wieder. Beispielsweise in geheimen und noch unerforschten Stollen verschiedener Bergwerke, in denen die Nazis das Zimmer versteckt haben könnten. Tatsächlich wurden in Bergwerken und Bunkeranlagen nach Kriegsende immer wieder “Nazi-Schätze” gefunden. Kostbare Gemälde, Museumsstücke, Gold, Schmuck, Skulpturen – all das wurde im Deutschen Reich damals eifrig in ganz Europa “gesammelt”.

Die Stichworte “Nazi-Gold” und “NS-Raubkunst” sind in diesem Zusammengang bis heute sehr, sehr weit verbreitet. Das “Bernsteinzimmer” würde sich hier nahtlos einfügen. Das Sehen nicht nur Abenteurer und Schatzsucher so, sondern auch Historiker. Nur findet man es nicht. Selbst die DDR und deren STASI sowie der KGB der UdSSR hat über viele Jahre vergeblich danach gesucht. Unter anderem in Stollen und Bergwerken in Thüringen, in denen das Zimmer bis heute von einigen Forschern vermutet wird.

Bis heute können Besucher des “Katharienpalastes” bei Sankt Petersburg nur eine Rekonstruktion des Zimmers bewundern. Seit 1976 wurde daran gebaut, wobei nur Fotos des Original als Vorlage zur Verfügung standen Am 31. Mai 2003 wurde durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin der Nachbau feierlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum 300-jährigen Jubiläum der Stadt.

“Bernsteinzimmer” auf dem Grund der Ostsee?

Über 70 Jahre nach Ende des Faschismus in Deutschland reist die Begeisterung für diese Nazi-Schätze (welcher Art auch immer) nicht ab. Trotz des “braunen Beigeschmacks”, die einige hinter solchen Schatzsuchen sehen. “Schatzsuche” weckt natürlich das Kind im Menschen und es gibt nun mal noch viele zu finden. Auch und vor alle aus der Nazi-Zeit.

Angeheizt wird die Jagd nach dem “Bernsteinzimmer” immer wieder. Durch neue Spuren in alten Archiven oder Zeugenaussagen von damals. Aber vor allem dadurch, das Teile des Zimmers (Möbelstücke) vor einigen Jahren auftauchten. Öl auf die Mühlen all jener, die an die weitere Existenz des Zimmers glauben. Genau solches Öl entdeckten jetzt auch polnischen Schatzsucher auf dem Grund der Ostsee und heizen damit Spekulationen um den Schatz weiter an.

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Denn bisher sind es reine Spekulationen, dass die Taucher Hinweise auf das Zimmer oder sogar das Objekt der Begierde selber entdeckt haben. Was aber die Schatztaucher des polnischen Taucherteam “Baltictech” in der Ostsee gefunden haben, ist das Wrack eines Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg. Von denen es bekanntlich unzählige gibt. Ein relativ kleines Schiff von nur  knapp 66 Metern Länge und 10 Metern breite, dass die Taucher um Wracktaucher Tomasz Szachura in 88 Metern Tiefe ausfindig machen konnten. Sie identifizieren es als das deutsche Handelsschiff “Karlsruhe”, dass 1905 in Bremerhaven vom Stapel lief.

40 Jahre später machte sich die “Karlsruhe” am Ende des Krieges auf seine letzte Reise. Während der Kampfhandlungen in Ostpreußen und dem nahenden Ende des Dritten Reiches stach es am 11. April 1945 von Pillau bei Königsberg aus in See. An Bord unzählige Kisten und über 1.083 Flüchtlinge, die hier ihre letzte Chance zur Flucht im Chaos des Krieges im Osten sahen. Wie so viele Fluchtversuche durch Evakuierungen über das Meer gegen Kriegsende aus dieser Region endete auch diese in einer Katastrophe. Nach einem Zwischenstopp nahe Danzig schloss sich die “Karlsruhe” einem Geleitzug in Richtung Kopenhagen an und stach am 12. April wieder in See.

Es kam nie an. Am 13. April versenken sowjetische Kampfflieger nördlich von Stolpmünde den Frachter. Rund 360 Tonnen Fracht versanken in den Fluten und nur 150 Menschen überlebten die Katastrophe. Eine Fußnote der unzähligen leidvollen Fluchtgeschichten aus den Ostgebieten des Nazi-Reiches. Bis die Taucher von “Baltictech” das Schiff jüngst wieder fanden.

Rund 130 Kilometer von Gdansk (vormals Danzig) entfernt, nördlich von Ustka, liegt es auf dem Meeresgrund. Mit samt seiner Ladung, die aus zahllosen Kisten besteht, wie die Taucher vor Ort dokumentierten. Bisher sprachen sie vor allem von Porzellan der weltberühmten “Königlichen Porzellan-Manufaktur” in Berlin (KPM) und militärisch Gerät, dass sie in dem Wrack entdeckten. Dabei ist es unbekannt, was die ganzen Kisten in den Laderäumen der “Karlsruhe” noch beinhalten., Bislang sind diese ungeöffnet und sollen vorerst geboren werden.

“Die Polen haben ein Indiana-Jones-Syndrom”

Das Taucherteam aus Gdansk, Sopot und Gdynia selber ist von ihrer Entdeckung des seit 70 Jahren verschollenen Schiffes begeistert. “Das Auffinden des deutschen Frachters und der Kisten mit derzeit unbekanntem Inhalt auf dem Grund der Ostsee kann für die ganze Geschichte von Bedeutung sein”, so Teammitglied Tomasz Zwara. Nicht zu Unrecht, da jedes Frachtschiff aus dieser Zeit historisch wertvolle Objekte an Bord hatte. Vor allem auch Flüchtlingsschiffe aus den Ostgebieten. Selbst unbekannte Akten der NS-Zeit sind für Historiker ungeahnte Schätze mit möglicherweise weltvollen Informationen.

Materielle Werte schließen solche Entdeckungen sicher ein. Ob es sich um Kisten voll Nazi-Gold, Schmuck, Kunst oder sogar das “Bernsteinzimmer” handelt, wird sich zeigen. Die Taucher plane weitere Untersuchungen des Schiffes und vor allem die Sicherstellung der Fracht. Erst an Land sollen diese noch verschlossenen Kisten geöffnet werden. Spannender geht es vor allem für Schatztaucher kaum mehr! Der “mdr” schrieb am 6. Oktober zu der Entdeckung des Schiffes:

Die Polen haben ein Indiana-Jones-Syndrom. Schatzsuche ist dort zu einer Art Volkssport geworden. Und das Bernsteinzimmer löst bei vielen Schatzsuchern eine besondere Faszination aus.

Dass das “Bernsteinzimmer” wirklich an Bord der “Karlsruhe” war, ist reine Spekulation. Nichts handfestes spricht dafür. Andersherum spricht aber auch nichts dagegen. Als eines der letzten Schiffe konnte die “Karlsruhe” mit Flüchtlingen und Fracht entkommen – wenn auch nur kurzzeitig. Einen unermesslichen Schatz wie das “Bernsteinzimmer” hätten auch die Nazi-Schergen und NS-Bonzen gerne in Sicherheit vor der Roten Armee gebracht. So, wie sie zahllose andere Kunstschätze in Sicherheit brachten. Ob in einem Bunker oder sogar durch den Versuch es ins “Kernland” des Dritten Reiches zu schaffen, weiß bisher niemand.

Von daher kann bei der nun mehr 70jähigen Jagd dem Zimmer niemand sicher ausschließen, dass es nicht einem Schiff in der Ostsee versank.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gab es Nazi-UFOs? NS-Rüstungsminister Albert Speer war sich beim Thema “Reichsflugscheiben” sicher: “Es gab keine Flugscheiben im Dritten Reich!” +++ Video +++

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VIDEO: Gab es Nazi-UFOs? NS-Rüstungsminister Albert Speer war sich beim Thema "Reichsflugscheiben" sicher: "Es gab keine Flugscheiben im Dritten Reich" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Gab es Nazi-UFOs? NS-Rüstungsminister Albert Speer war sich beim Thema “Reichsflugscheiben” sicher: “Es gab keine Flugscheiben im Dritten Reich” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Gab es schon UFOs – Flugscheiben – im dritten Reich? Diese sogenannten Nazi-UFOs oder Reichsflugscheiben sind seit Jahrzehnten ein Thema in der Grenzwissenschaft und UFO-Forschung. Immer wieder sollen Autoren angeblich nachgewiesen haben, dass das NS-Regime bereits solche Flugscheiben funktionsfähig entwickelt hatte. “Wunderwaffen” mit einer Technologie, die ihrer Zeit weit voraus war. Zahllose Spekulationen und Verschwörungen ranken sich seit dem um diese Flugscheiben und immer wieder meldeten sich angebliche “Augenzeugen”. NS-Rüstungsminister Albert Speer und andere hohe Nazis aus der Luftfahrt und Rüstung des NS-Regimes sollten eigentlich davon gewusst haben. Sollte man denken. Denn wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt, haben Speer & Co. diese Nazi-UFOs oder Reichsflugscheiben schon vor Jahrzehnten als Phantasieprodukte zurückgewiesen.


Reichsflugscheiben, Nazi-UFOs und UFOs

In der Welt der UFO-Forschung und –Thematik kursiert seit Jahrzehnten immer wieder ein Thema: Das dritte Reich habe sogenannten Flugscheiben oder Reichsflugscheiben besessen. Geheime Flugobjekte in Scheibenform, die man als klassische Fliegende Untertassen bezeichnen könnte. Eben UFOs.

Nur dass diese dann nicht unbekannt wären, sondern geheime Technologien des NS-Regimes waren. Nach dem Zerfall der barbarischen Diktatur und nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wären diese “Nazi-UFOs” von den Siegermächten konfisziert worden. Baupläne, Bauteile und Prototypen seien so in die Hände der USA und/oder UdSSR gefallen, heißt es.

Ein bekannter Mythos um das dritte Reich, um den sich zahllose Legenden ranken.

Man denke nur an den Kultflilm “Iron Sky”, der diese Thematik auf die Schippe nimmt (s. a. Video HIER). Zumal schon vor Jahrzehnten angebliche Augenzeugen bestätigten, dass sie selber solche streng geheimen Flugscheiben gesehen haben sollen. Selbst Konstrukteure solcher Geheimtechnologien meldeten sich zu Wort, die behaupteten, dass UFOs wenigstens zum Teil ihre Erfindungen gewesen sein sollen.

Sogenannte “Wunderwaffen” gab es im zweiten Weltkrieg in Deutschland. Das ist bekannt. Doch gab es auch Flugscheiben, die ihrer Zeit sehr weit voraus waren? UFOs, die angeblich tausende Stundenkilometer erreichten und die dann nach Kriegsende für die “modernen UFOs” verantwortlich waren?

Rüstungsminister Albert Speer und andere hohe Nazis aus der Luftfahrt und Rüstung des NS-Regimes sollten das eigentlich wissen. Oder doch nicht?

Bleibt neugierig …

Video vom 8. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame Reaktionen und irreführende Behauptungen in den deutschsprachigen Medien

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Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame und falsche Aussagen in den Medien (Bild: US-Navy/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame und falsche Aussagen in den Medien (Bild: US-Navy/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Nachdem das Pentagon vor wenigen Tagen drei UFO-Videos von Piloten der US-Navy freigab und veröffentlichte, berichten auch die Medien erneut über das Thema. Allerdings mehr als zurückhaltend. Zumindest was die deutschsprachige Presselandschaft angeht. Ein Umstand, der bei vielen am UFO-Phänomen interessierten Menschen durchaus Verwunderung auslöst. Nicht nur aufgrund der Tatsache, da das US-Verteidigungsministerium diese Videos bzw. die dort zu sehenden “Objekte” weiterhin als “nicht identifiziert” bezeichnet. Schaut man sich auch die wenigen Medienberichte dazu genauer an, sieht man schnell, dass hier offenbar Fake-News in diesem Zusammenhang verbreitet werden, wie Ihr hier lesen werdet. Und blickt man genau auf das Verhalten und die Aussagen des Pentagon, sieht man deutlich, dass hier etwas nicht stimmen kann. Was das ist, was die UFO-Videos zeigen könnten, und warum das Pentagon in keinem gutem Licht dasteht, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Was zeigen die UFO-Videos der Navy?

Am 27. April hat das “Department of Defense” der USA drei UFO-Videos der US-Navy offiziell freigegeben und veröffentlicht, wie kürzlich in diesem Video HIER berichtet.

Nach Meinung des Verteidigungsministeriums zeigen diese eindeutig UFOs bzw. UAPs (etwa: “unidentifizierte Phänomene im Luftraum”), wie sie das Pentagon nennt. Videos, die in der UFO-Community lange bekannt sind und seit einigen Jahren für viel Diskussionsstoff sorgen (Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal HIER).

Da bisher unklar ist, was die Piloten der US-Navy von ihren Maschinen aus mittels Infrarot-Technologie aufgezeichnet haben, zeigen die Videos zweifellos UFOs. Also unbekannte Flugobjekte, die grundsätzlich erst mal nichts mit Außerirdischen oder “Raumschiffe von Aliens” zu tun haben, wie jeder UFO-Forscher weiß. Natürlich hat auch die US-Navy oder das Pentagon im Zusammenhang mit diesen UFO-Videos nie von irgendwelchen außerirdischen Objekten oder Aliens gesprochen. Oder auch nur, dass jemand “da drin” sitzt und diese Objekte direkt steuert. Stichwort: Drohnen.

Was das Pentagon aber zugab, ist, dass man dort keine Ahnung hat, was auf den Aufnahmen zu sehen ist. Offiziell zumindest heißt es:

Die in den Videos beobachteten Luftphänomene bleiben als ‘nicht identifiziert’ gekennzeichnet.

Ein eindeutiges Zugeständnis der angeblich mächtigsten Streitmacht der Welt, dass entweder

a) eine andere Nation Technologien entwickelt hat und nutzt, die die “Supermacht Nr. 1” bisher nicht kennt und die auch deren Spionageapparat scheinbar entgangen ist.

b) sie selber geheime Technologien nutzen, über die intern längst nicht alle informiert sind.

c) Außerirdische die Erde besuchen.

d) die Technologie ihrer Kampfflugzeuge fehlerhaft ist, falsche Daten liefert und die Piloten zum Narren hält.

e) die Piloten (und spätere Ermittler und Analytiker der Daten) selbst mangelhaft ausgebildet sind, da sie diese Funktionsstörungen in der Elektronik nicht erkennen.

Vertuschung?

Punkt b wäre sicher die einfachste Erklärung für die Videos. Besser eigene Geheimtechnologien vor der Welt verschweigen und weiter als “UFO” deklarieren, als diese Entwicklungen zuzugeben. Eine Vorgehensweise, die alles andere als neu ist, wie es die Geschichte der UFO-Forschung belegt. Auch im Kalten Krieg wurden geheime Flugzeug-Entwicklungen, deren Tests von Zeugen als “UFO” gemeldet wurden, lieber nicht aufgeklärt.

Vielmehr war es sogar gewünscht, dass entsprechende Zeugen lieber von irgendwelchen UFOs und sogar Außerirdischen sprachen. Sie konnten so der Lächerlichkeit preisgegeben werden, wie es die UFO-Historie zeigt. Immer noch besser als öffentlich die eine oder andere geheime Raketen- und Flugzeug-Entwickung öffentlich bekannt zu machen. Schließlich lauschte der “Klassenfeind” UdSSR und der Kommunismus überall.

Warum sollte es in diesem Fall anders sein?

Ebenso wäre es für das Pentagon wohl nicht hinnehmbar zuzugeben, dass ihre militärischen Technologien versagt haben. Oder sogar ihre Piloten selber, da sie zum Beispiel Überbelichtungen oder Bewegungsparallaxen nicht erkannten, wie es sehr gut ein Artikel auf syfy.com erklärt. Schließlich war es nicht nur ein Fall sondern mehrere, die weltweit längst bekannt waren. Verschweigen und vertuschen konnte man diese UFO-Videos längst nicht mehr. Und irgendeine der 5 rein hypothetisch angenommenen Erklärungen oder Ursachen für diese Sichtungen einzugestehen, wäre verständlicherweise für das Pentagon undenkbar.

Da bleibt man lieber bei der Aussage, dass sie eben “nicht identifiziert” sind. Auch wenn es auf die “Supermacht Nr. 1” ein fragwürdiges Licht wirft, da sie offensichtlich nicht mal selber weiß, was am Himmel ihrer Piloten oder in deren Flugzeugtechnologie selbst vor sich geht. Wie super ist da die Supermacht eigentlich …?

Ein Thema für die Weltpresse?

Gleichgültig welche Erklärung oder Interpretation man für die UFO-Videos bevorzugt, alle lassen das US-Militär und das Pentagon nicht sonderlich gut aussehen. Zugleich stellt sich die Frage, ob es sich bei dem freigegeben Material um Einzelfälle handelt. Sehr wahrscheinlich nicht. Zugegeben und freigeben wurde nur das, was seit Jahren durch die Medien und UFO-Forschung geht.

Ein Thema für die Weltpresse, sollte man meinen. Tatsächlich haben nach der Freigabe international die Medien über diese UFO-Videos mehr oder weniger umfangreich berichtet. Meistens waren es nur kleine Meldungen der Online-Redaktionen. In den Jahren zuvor war es ähnlich, wenn es um die UFO-Forschung des Pentagon und eben diese Videos ging. Auch wenn es natürlich Ausnahmen gab.

Diese Ausnahmen waren und sind aber bisher nicht in den deutschen Mainstreammedien zu finden. Im Gegenteil, denn die deutsche Nachrichtenlandschaft ist (und war!) auffallend still. Warum das so ist, kann man nur raten. Wie jeder weiß, bestimmt schon lange das Corona-Virus (COVID-19) die mediale Welt der News und Berichterstattungen. In den TV-Nachrichten fand sich rein gar nichts über diesen Schritt des Pentagon. Mit Ausnahme einer Meldung früh am Morgen in den TV-Nachrichten von SAT1.

Soweit ich persönlich das mitbekommen habe, da ich täglich fast alle TV-Nachrichten oder TV-News sehe. Was übrigens immer einen schönen Vergleich dieser zulässt …

Online sieht es da schon anders aus, da hier einige wenige “etablierte Medien” dieses Thema aufgriffen haben. Dort war es scheinbar von “allgemeinen Interesse”. Die dortigen Meldungen oder Berichterstattungen halten sich allerdings sehr in Grenzen. Bis auf Boulevardmedien wird auch dort meistens geschwiegen. Der “Spiegel” als einer der bekanntesten Nachrichtenplattformen Deutschlands ist eine der wenigen Ausnahmen und ignorierte das Thema zum Beispiel nicht. Dort wurde ein kleines News-Video am 28. April online gestellt.

Fake-News in den Medien

Beim “Spiegel” hieß es, dass das Pentagon die UFO-Videos veröffentlichte, da man dadurch “auf Hinweise zur Identifikation der Objekte” hofft. Eine Aussage, die sich in einer ganzen Reihe von Meldungen wiederholt. Nur stimmt sie nicht, da davon kein Wort in der Erklärung des Pentagon steht (s. a. Video HIER).

Selbst auf mimika.at, einer Webseite, die es sich eigentlich zur Aufgabe gemacht hat, Fake-News etc. im Netz richtig zustellen, ist zu lesen:

Das Wichtigste zu Beginn: Durch die Veröffentlichung der Videos möchte die US-Navy herausfinden, ob diese echt sind und was genau hinter den Aufnahmen steckt. Besuche durch Außerirdische schließen Militär und Geheimdienste aus.

Sue Gough, Sprecherin des Pentagon, erklärt, dass das von der Navy veröffentlichte Material von drei UFO-Sichtungen helfen soll, festzustellen, ob die Videos echt seien und was genau hinter den Aufnahmen stecke.”

Als Quelle benennt “mimika” einen Artikel auf “Der Standard” vom 28. April. Dort ist in der Tat in der Überschrift zu lesen, dass sich das Militär “von Verbreitung der unscharfen Aufnahmen Hinweise auf Ursprung und Natur der ‘ungeklärten Luftphänomene'” erhofft. Und weiter:

Das nun von der Navy offiziell veröffentlichte Material von drei weiteren UFO-Sichtungen soll nach Angaben der Pentagon-Sprecherin Sue Gough dabei helfen, Antwort auf die Frage zu finden, ob die Videos echt seien und ob noch mehr hinter den Aufnahmen stecke.”

Quasi als “Beleg” wird von “mimika” und “Der Standard” aus dem Statement des US-Verteidigungsministeriums zur der Veröffentlichung der Videos zitiert, in dem es nach ihren Worten heißt:

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Die in den Videos beobachteten Luftphänomene bleiben als ‚unidentifiziert‘ charakterisiert. Nach einer gründlichen Überprüfung hat die Abteilung festgestellt, dass die autorisierte Veröffentlichung dieser nicht geheimen Videos keine sensiblen Informationen enthalten und keine nachfolgenden Untersuchungen von militärischen Luftraumverletzungen durch nicht identifizierte Luftphänomene beeinträchtigt.”

Kein einziges Wort davon, dass sich das Pentagon mit der Freigabe “Hinweise zur Identifikation der Objekte” (“Spiegel”) erhofft. Vielmehr heißt es nur einen Satz weiter in deren Statement selbst:

DOD ( “Department of Defense”, Anm. LAF) veröffentlicht die Videos, um etwaige Missverständnisse der Öffentlichkeit darüber auszuräumen, ob das im Umlauf befindliche Filmmaterial echt war oder ob die Videos mehr enthalten oder nicht.”

Das ist eine vollkommen andere Aussage als jene, die von diversen Nachrichten-Portalen verbreitet wurde und wird!

Vielmehr möchte das Verteidigungsministerium nach dieser nicht zitierten Aussage für die Öffentlichkeit klarstellen, dass die Videos echt sind. Nicht dem Pentagon soll geholfen werden, sondern der Öffentlichkeit, sofern sie Zweifel an dem Videomaterial hat. Ein kleiner aber sehr feiner Unterschied zu der Behauptung, dass das Pentagon damit quasi die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung bittet. Denn so kann man die kursierenden Behauptungen eindeutig verstehen.

“UFOs und Corona”

Unter dieser Überschrift erschien am 3. Mai ein Beitrag in der “Saarbrücker Zeitung”.

In diesem wird der Frage nachgegangen, was UFOs in den USA “in Zeiten von Corona” eigentlich bedeuten. Auch wenn es keine Nachrichtenmeldung ist, sondern klar als “Glosse”, also eine Art satirische Meinung, gekennzeichnet ist, ging dieser vollends daneben. Zumal die “Saarbrücker Zeitung” im Vorfeld überhaupt keinen Beitrag zu den Pentagon-Video-Freigaben veröffentlichte. Lediglich ältere Meldungen zum Thema sind dort zu finden. Zum Beispiele vom 17. Dezember 2017, nachdem die UFO-Forschung des Pentagon öffentlich wurde.

Das war ja klar. Ausgerechnet jetzt, wo Kontaktbeschränkungen gelten, kommen die Außerirdischen zu Besuch. Auch das noch! So zeigten jetzt Videos der US-Marine angeblich Flugobjekte, die UFOs sein könnten. Allerdings gibt es angesichts der unklaren Bilder noch Hoffnung. Vielleicht handelt es sich ja doch nur um einen herumschwirrenden Gedanken des US-Präsidenten, der von der Schwerkraft der Logik befreit durchs All schwebt.

So die Glosse der “Saarbrücker Zeitung”. Falls “tatsächlich Außerirdische im Anflug” sind, heißt es dort weiter, “müssen Regelungen her”. Und zwar Abstandsregeln zu den Aliens. Sofern “es sich um verirrte Exemplare wie E.T. handelt” sei auch fraglich, ob deren “nach Hause telefonieren” nicht Videokonferenzen im derzeit viel genutztem Home Office stören würde.

Es soll sich zwar um “Satire” handeln, aber welches Bild wirft das auf die Leser der “Saarbrücker Zeitung”, wenn sich ansonsten kein Beitrag dazu dort findet? Satirische Kommentare sind eigentlich eher eine Kolumne, die parallel zu entsprechenden News-Meldungen oder Artikeln erscheinen. Hohn und Spott sieht man so oder so in zahllosen Kommentaren auf den Online-Seiten diverser Medien unter entsprechenden Beiträgen reichlich genug. Etwa unter dem kurzen Video des “Spiegel“.

Ob die Navy-Videos letztlich nur Fehlfunktionen der Bordtechnologie der Flugzeuge sowie mangelhafte Kenntnisse des Militärpersonals sind, oder eigene geheime Entwicklungen der USA, wird sich so schnell wohl nicht eindeutig aufklären. Zumindest aber bleibt das Thema spannend. Auch wenn niemand, weder das Pentagon noch die seriöse UFO-Forschung, hier von Außerirdischen spricht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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