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Gibt es einen bewohnbaren Planeten in unserem Nachbar-Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Raumfahrtprojekt will ihn suchen

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Gibt es eine "Erde 2.0" im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)
Gibt es eine “Erde 2.0” im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)

Exoplaneten, also Planten, die sich in anderen Sonnensystemen und nicht in unserem befinden, haben Astronomen inzwischen tausende im Weltall gefunden. Doch nicht einer dieser fernen Welten ist eine echte “zweite Erde”, wie wir sie uns vorstellen. Einige Exoplaneten ähneln in ihrer Größe dem unserem, andere könnten flüssiges Wasser besitzen und wieder andere sind eisige oder glühende Riesenplaneten. Aber eventuell muss man nicht weit nach einer bewohnbaren Welt suchen: Nach der Entdeckung eines angeblich “erdähnlichen Planeten” in unserem Nachbar-Sonnensystem Alpha Centauri im Sommer 2016, möchte nun eine private Initiative die Suche wieder aufnehmen. Mittels Spendengeldern und Sponsoren, da die NASA an diesem Projekt kein Interesse hat. Warum sich die NASA sich an dieser speziellen Suche nach einer Erde 2.0 bei unseren Nachbarn nicht beteiligen will und dieses mit privaten Mittel realisiert werden soll, erfahrt Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Astronomen in aller Welt sowie die Weltraumbehörde NASA feiern in nicht allzu ferner Zukunft die Entdeckung des 4.000sten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

4.000 ferne Welten, die sich um fremde Sonnen drehen und Menschen in aller Welt zu Träumereien um Außerirdische und einer zweiten Erde inspirieren.

Obwohl solche Träumereien eben bisher nur Phantasie sind, sind sie vollkommen gerechtfertigt. Es wurde zwar eindeutig bis heute keine einzige “zweite Erde” im All nachgewiesen, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Trotz spektakulärer Pressemeldungen, die vor allem von der Regenbogenpresse aufgebauscht wurden, kennen wir keine Erde 2.0!

Eine zweite Erde um Alpha Centauri?

Alpha Centari, unser kosmische Nachbar im All, besteht aus mindestens zwei Sonnen. Eine davon ist der rote Zwergstern Proxima Centauri, der mit nur 4,24 Lichtfahren Entfernung der nächste Stern von unserer Sonne aus und damit unser direkter Nachbar ist. Genau um diesen Stern brodelte 2016 die Gerüchteküche, da dort eine zweite Erde gefunden worden sein soll, wie in diesem Blog-Beitrag und in diesem Fakten-Check von mir geschildert.

Damals gab die Europäische Südsternwarte (ESO) unter anderem zu diesem Planeten bekannt:

Mit Teleskopen der ESO und anderen Einrichtungen ist es Astronomen gelungen, einen klaren Hinweis auf einen Planeten zu finden, der den nächsten Stern zur Erde, Proxima Centauri, umkreist. Dieser lang gesuchte Planet, genannt Proxima b, umkreist seinen kühlen, roten Mutterstern alle 11 Tage und besitzt eine Temperatur, die Wasser in flüssigem Zustand an der Oberfläche für möglich erscheinen lässt. Dieser Gesteinsplanet hat etwas mehr Masse als unsere Erde und ist der zu uns nächstgelegene extrasolare Planet – vielleicht ist er sogar der nächste Ort außerhalb unseres Sonnensystems, wo Leben existieren kann.

ehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Tatsächlich fanden sich bereits 2013 die ersten Hinweise auf diesen Planeten um Proxima Centauri. Doch erst die genaueren Untersuchungen durch die ESO unter Leitung von Guillem Anglada-Escudé sowie die Überprüfung anderer Observatorien erbrachte letztlich im Sommer 2016 den Nachweis.

Weitere Untersuchungen der Bahndaten des Planeten Proxima b wurden am 17. Mai 2017 in dem Magazin “Astronomy & Astrophysics” (Nr. 601) veröffentlicht. Demnach sei die Existenz von flüssigem Wasser auf der Oberfläche unseres Nachbarn möglich.

Das heißt, dass hier in nur ca. 4,2 Lichtfahren Entfernung ein Planet seine Bahnen zieht, der potentiell auch Leben tragen könnte. Primitives Leben allerdings und keine Alien-Zivilisation. Dafür ist der Orbit von Proxima b von nur 11 Tagen um seinen Stern Proxima Centauri ungeeignet. Stabile Verhältnisse über Millionen von Jahren zur Entwicklung von intelligentem Leben sind hier nicht denkbar.

Ebenso ist eine Atmosphäre um diesen Planeten notwendig, um das mutmaßliche Wasser auf diesen auch zu halten. Bisher konnte eine solche Atmosphäre um Proxima b aber noch nicht nachgewiesen werden.

“Projekt Blau”

Die private Weltrauminitiative “Project Blue” möchte genau hier ansetzten und weitere Forschungen realisieren. Die Wissenschaftler des Projektes wollen mit einem eigenen Weltraumteleskop bei den beiden Sonnen von Alpha Centrai überprüfen, ob es dort weitere Planeten gibt. Doch dabei ergeben sich einige Probleme, die “Project Blue” lösen muss.

Das größte davon ist der Umstand, dass der Äquator beider Sterne nicht in Richtung unserer Erde weist. Aber genau auf dieser solaren Äquatorebene würden sich dortige Planeten und damit auch eine Erde 2.0 bewegen. So funktioniert hier die bekannte und bewährte Transitmethode nicht, bei der von der Erde aus die Passage eines kleinen dunklen Planeten vor seiner Sonne zu beobachten wäre. Die minimale Verdunkelung der beobachteten Sonne durch diese Exponaten wäre von der Erde aus messbar.

VIDEO: Mit Facebook Geld ins All: Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu Alpha Centauri senden (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Mit Facebook Geld ins All: Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu Alpha Centauri senden (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Am 8. Oktober 2015 präsentierte der Astrophysiker Dr. Ruslan Belikov vom “Ames Research Center” der NASA und seine Kollegen allerdings eine Lösung. Eine “Multi-Star Wavefront Control” (MSWC) genannte Technologie für ein Weltraumteleskop, die genau auf die Anforderungen einer Planetensuche bei Alpha Centari zugeschnitten ist. Die Astronomen würden etwa zwei Jahre lang mit diesen Technologien unser benachbartes Sonnensystem beobachten und auf Planten-Jagd gehen. MSWC wäre in der Lage, um beide Sterne Himmelskörper zu finden. Solche, die sich innerhalb der lebensfreundlichen Zone befinden ebenso, wie Planeten außerhalb der “habitablen Zone ” ihrer Sonnen.

Die “habitable Zone” ist genau jener Bereich um einen Stern, in dem Planeten flüssiges Wasser tragen können. Dort ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt und damit theoretisch geeignet für die Entstehung von Leben.

Die NASA lehnte dankend ab

Alpha Centauri liegt nicht nur in unserem kosmischen Vorgarten, sondern eher schon auf der Schwelle unserer Haustür. 4,24 Lichtjahre Entfernung ist im Universum keine wirkliche Entfernung. Zum Vergleich: unsere Milchstraße als eine von Milliarden Galaxien im All, hat bereits ca. 100.000 Lichtjahre Durchmesser.

Diese Nähe zu unserer Heimatwelt ist auch der Grund, warum das Konzept des Weltraumteleskop “Alpha Centauri Exoplanet Satellite” (ACESat) von Belikov und seinem Team so überaus preiswert wäre. Das wissenschaftliche Komitee des “Project Blue” geht davon aus, dass die Weltraumteleskop-Mission ACESat nur zwischen 10 und 50 Millionen US-Dollar kosten würde und 2020 oder 2021 startbereit wäre. Vergleichsweise wenig zu anderen Projekten der NASA. Aufgrund der Nähe von Alpha Centauri wäre auch Weltraumteleskop an sich recht klein.

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Auf der Projekt-Webseite heißt es dazu:

Project Blue will ein kompaktes Weltraumteleskop mit einer Öffnung von 45 bis 50 Zentimeter bauen und starten, um direkte Bilder der bewohnbare Zone des nächsten Sternsystems – Alpha Centauri A und B – zu machen. Mit dem Ziel, den nächstgelegenen und potentiell bewohnbaren Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu entdecken. Das Ziel von Projekt Blue ist es, Fotos von ‘erdähnliche’ Planeten’ zu machen, die den Stern innerhalb der bewohnbaren Zone umkreisen und eine Atmosphäre besitzen, die es ermöglicht, dass flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche existiert.

Wenn ein solcher Planet genau wie die Erde wäre, mit Ozeanen und einer solchen Atmosphäre, könnten wir nur ‘blau sehen’“.

175.000 US-Dollar davon will “Project Blue” mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform “Indiegogo” sammeln. Mit Stand heute sind hier bisher rund 75.000 US-Dollar zusammen gekommen. Angesichts der Auswirkungen bei Erfolg der Mission, sind die Kosten allerdings mehr als überschaubar. Doch das Interesse an diesen Forschungen fehlt in der Öffentlichkeit, wie sich bereits Ende 2016 zeigte. Da versuchten die Köpfe hinter dem “Project Blue” bereits vergeblich eine Millionen Dollar durch Crowdfunding zu erzielen.

Wieder eine Erde 2.0 im All entdeckt: Planet “Kepler-452b” ist ein “größerer und älterer Cousin der Erde” – aber nicht die Erde 3.0…noch nicht! (Bild: NASA / L. A. Fischinger)
Wieder eine Erde 2.0 im All entdeckt: Planet “Kepler-452b” ist ein “größerer und älterer Cousin der Erde” – aber nicht die Erde 3.0…noch nicht! (Bild: NASA / L. A. Fischinger)

Die NASA als erste Anlaufstelle für solche Ideen und Konzepte lehnte aber das ACESat-Projekt ab. Einen blauen Punkt um Alpha Centauri ist selbstverständlich auch und gerade für die Wissenschaftler der NASA spannend, aber nicht lohnenswert. Die US-Weltraumorganisation hat ehrgeizigere Pläne bei der Suche nach einer zweiten Erde, die Alpha Centauri mit einschließt.

ACESat ist zwar kostengünstig, aber nur auf das Doppelsternsystem Alpha Centauri ausgelegt. Andere und vor allem weiter entfernte Sterne lassen sich mit dieser Technologie nicht nach bewohnbaren Welten absuchen. Würde also die NASA das Programm realisieren und es findet sich keine ferne Welt in der bewohnbaren Zone dort, ist das Teleskop – Weltraumschott.

Die NASA möchte eine eigene Mission für die Suche nach einem solchen Planeten ins Leben rufen, die zahlreiche weitere Sonnensysteme im All absuchen kann. Nicht nur unseren nächsten Nachbarn im Kosmos, der allerdings bei diesem Projekt der NASA auch untersucht wird.

Es soll also wesentlich mehr Geld für wesentlich mehr Unterbringungsmöglichkeiten in die Hand genommen werden. Das ist durchaus nachvollziehbar, sofern man diese Gelder hat. Die NASA-Eigene Mission wäre aber erst in grob acht Jahren soweit.

Für die Forscher des “Project Blue” dauert das einfach zu lange, so das auch Ihr Euch mittels Crowdfunding daran beteiligen könnt …

Ob die Realisierung der ACESat-Mission auch gelingen wird, steht natürlich in den Sternen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++Video & Artikel +++ Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555

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Die erste Drei-Stufen-Feststoff-Rakete flog 1555!
Die erste Drei-Stufen-Feststoff-Rakete flog im 16. Jahrhundert in Rumänien (Bild: gemeinfrei)

Wenn wir heute nach den Erfindern der Raketentechnologie fragen, so werden meist die Nazis und ihre Forschungen im dritten Reich genannt. Unter dem Raketen-Pionier Dr. Wernher von Braun entwickelten diese in Peenemünde die so genannten  „Vergeltungswaffen“ V 1 und V 2  im 2. Weltkrieg. Die ersten wirklichen Rakete der Welt und für Dr. von Braun der Anfang einer großartigen Karriere. Doch ein Pionier solcher Technologien lebte bereits im 16. Jahrhundert. Bereits vor rund 500 Jahren wurden in Rumänien 3-Stufen-Raketen erprobt und bemannte Flüge mit Raketen erdacht. Alles zu diesen bis heute verkannten Pionierleistungen in einem Artikel und einem Video auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen, bitte beachtet auch das Video zum Thema am Ende des Artikels!

Wenn wir heute nach den Erfindern der Raketentechnologie fragen, so werden meist die Nazis und ihre Forschungen im dritten Reich genannt. Unter dem Raketen-Pionier Dr. Wernher von Braun entwickelten diese in Peenemünde die so genannten  „Vergeltungswaffen“ V 1 und V 2  im Zweiten Weltkrieg. Die ersten wirklichen Rakete der Welt und für Dr. von Braun der Anfang einer großartigen Karriere.

Dieses Raketen-Wissen der Nazi-Ingenieure wurde am Ende des Krieges 1945 unter den Siegern USA und Russland aufgeteilt. Tonnen von Material und Dokumenten wurden ebenso wie Wissenschaftler selber in die UdSSR und in den USA gebracht um dort in den Dienst der Forschung der Siegermächte zu treten.

Der Weg in den Weltraum

Grandioser Höhepunkt dieser Forschungen und Entwicklungen der deutschen Ex-Nazi-Ingenieure in den USA war die Saturn V-Rakete, die den ersten Menschen auf den Mond brachte. Für Dr. von Braun immer das heimliche Ziel seiner Forschungen, und er träumte zu Lebzeiten auch von Reisen zum Mars. Dr. von Braun nutzte geschickte die nationalsozialistischen Kriegsbemühungen für seine Träume von Mondreisen, die letzten Endes Realität wurden und ihm einen Eintrag in den Geschichtsbüchern bescherten. Seine Leistungen in dieser Hinsicht sind trotz der “braunen Schatten” in seiner Karriere unbestritten.

Einigen jedoch auch ist die Tatsache bekannt, dass bereits im alten China mit Raketen experimentiert wurde. China ist das Land der Feuerwerkskörper und dazu zählen natürlich auch Raketen. Die chinesischen Raketen waren vor Jahrhunderten einfache Flugkörper, die in den Himmel geschossen wurden und mit modernen Raketentechnologien in keiner Weise zu vergleichen. Beispielsweise wird berichtete, dass 1232 chinesische Soldaten Bambusrohre mit Schwarzpulver füllten, an einer Lunte anzündeten und diese „Feuerpfeile“ gegen mongolische Angreifer schossen. Und 1429 schossen die Franzosen im Hundertjährigen Krieg solche Waffen gegen ihre britischen Feinde.

Auf zu den Sternen im 16. Jahrhundert: Raketentechnologien und Raumfahrtpläne vor fast 500 Jahren! (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO zum Artikel auf YouTube (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die chinesischen Raketen wurden meist mit Schwarzpulver und einem Rückstoßprinzip angetrieben, währen heutige Raketen vollkommen andersartige Systeme tragen. Auch fanden solche Erfindungen beim  Militär der damaligen Zeit nicht viel Anwendung, da Kanonen und Gewehre zielgenauer waren und eine größere Reichweite hatten.

“Moderne” Raketen im Jahr 1555!

Da ist es umso sensationeller, was uns aus dem mittelalterlichen Osteuropa überliefert wurde: Schon im Jahre 1555 startete dort nämlich die erste Rakete mit einem Drei-Stufen-Antriebssystem und einem Feststofftreibstoff von Hermannstadt (heute Sibiu) in Rumänien in den Himmel. Eine unglaubliche und praktisch bis heute nicht beachtete Sensation und Pionierleistung der Geschichte.

Der französische Autor Robert Charroux (1908 bis 1998), der zu Lebzeiten bemüht war, den Rätsel der Welt auf die Spur zu kommen, stieß als erster Grenzwissenschaftler bei seinen Recherchen auf die unglaubliche Geschichte aus dem 16. Jahrhundert. So schrieb er in seinem Buch “Unbekannt – Geheimnisvoll – Phantastisch“, das 1970 auch in Deutschland erschien, schon 1969:

So unwahrscheinlich es klingen mag, eine dreistufige Rakete, die mit festen Treibstoffen betrieben wurde und genau wie die Modelle von Kap Kennedy funktionierte, hatte man bereits im Jahre 1529 in all ihren technischen Einzelheiten erfunden. Einige Jahre später, genau gesagt 1555, wurde sie im rumänischen Hermannstadt (dem heutige Sibiu) gezündet – sie erhob sich planmäßig in den Weltraum.“

Was steckt hinter dieser Geschichte?

Professor Doru Todericiu von der Universität Bukarest, stöberte 1961 im Bibliotheksarchiv der Stadt Sibiu. Plötzlich hielt er einen Sammelband aus dem Jahr 1570 in den Händen, an dem drei Autoren mitgewirkt haben.

Der Coautor Hans Haasenwein steuerte seinen Teil bereits im Jahre 1417 bei, ein nicht genannter Autor seine Texte im Jahr 1460 und Conrad Haas fügte in den Jahren zwischen 1550 und 1570 seine Schriften hinzu. Professor Todericiu studierte die alte Schrift lange Zeit genau und veröffentlichte in der rumänischen “Zeitschrift für Geschichte” (Bd. VI., Nr. 3/1967), herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften in Rumänien, den erstaunlichen Inhalt des Textes.

Conrad Haas (1509 bis 1576) selber war in dieser Zeit für das Depot der Artillerie in Hermannstadt zuständig. Er hatte den Posten eines sogenannten “Zeugmeister” inne. Und was dieser Conrad Haas vor rund 500 Jahren zu berichten hatte, ist ausgesprochen spannend.

Alien-Basis und UFOs auf dem Mond entdeckt? (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
VIDEO: Alien-Basis und UFOs auf dem Mond entdeckt? (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

So berichtet er in seinen von Professor Todericiu 1961 entdeckten Aufzeichnungen, dass von ihm im Jahr 1529 eine zweistufige Rakete erfunden wurde. Diese Rakete wurde 1555 nach Jahren der Weiterentwicklung vor Tausenden von Zeugen in den Himmel Rumäniens geschossen. Eine als „fliegende Lanze“ bezeichnete Rakete im 16. Jahrhundert.

Weiter heißt es in dem erstaunlichen Manuskript, dass auch dreistufige Feststoffraketen mit einem „Häuschen“ an der Spitze geplant wurden, in dem Menschen in den Himmel hinauf geschossen werden sollten. Dieses, an moderne Raketen erinnernde, Projekt wurde jedoch nie realisiert. Es überstieg sicherlich auch die damaligen Möglichkeiten des Erfinders Haas.

Forschungspionier Conrad Haas beschreibt in dem Manuskript, dass die Raketenmodelle einen festen Treibstoff besaßen, der aus einer speziellen Mischung von Pulvern bestand. Auch Versuche mit Ammoniak, Essigsäure oder Äthylazetat sowie anderen Chemikalien werden beschrieben.

Ideen zur Raumfahrt im 16. Jahrhundert!

Conrad Haas hielt die Entwicklungen jener Epoche in allen Details in seinem Manuskript „Pars Archivi Civit. Cibeniensis / Varia II 374“ fest. So schildert er, dass 1529 erst die zwei- und dann die dreistufige Rakete von ihm entwickelt wurde. Im Jahr 1536 fasste man dann das Projekt mit dem „Häuschen“ für die Raketenpassagiere ins Auge. Wohl aus Sicherheitsgründen für die Besatzung wurde es letztlich aber dann doch nicht realisiert. Er stellte dennoch bereits theoretische Überlegungen über Raumschiffe an.

Conrad Haas und eine seine Raketen (Bild: gemeinfrei)
Conrad Haas und eine seine Raketen (Bild: gemeinfrei)

Die zahlreichen Versuche ergaben 1555 schlussendlich einen Raketentyp, der drei nacheinander zündende Antriebsstufen hatte. Um das Problem der Stabilität während des Fluges zu lösen, so Conrad Haas weiter, wurde noch im selben Jahr die Rakete mit Deltaflügeln ausgestattet.

Man hatte demnach etwa 400 Jahre vor Beginn der modernen Raumfahrt ein Fluggerät erfunden, das modernen Raketen in Kleinformat entsprach. Auch die Antriebsdüsen seiner Raketen hatte, wie die heutigen, die Form einer Glocke. Prinzipiell nutzen wir heute noch die Technologien des Conrad Haas.

Bis heute sind die Erfindungen von Conrad Haas in der Öffentlichkeit schlicht unbekannt oder nur einigen wenigen Interessen geläufig. Die Autoren und Dr. von Braun-Kenner Frederick I. Ordway und Ernst Stuhlinger weisen in ihrer von Braun-Biographie jedoch darauf hin, dass Robert Hutchings Goddard (1882 bis 1945), USA, erst 1914 ein Patent auf eine zweistufige Rakete bekam. „Beinahe 400 Jahre nachdem Conrad Haas Zwei- und Dreistufenraketen vorgeschlagen hatte“, resümieren die Biographen. Immerhin.

Hier ging offensichtlich eine einmalige Erfindung der Menschheit im Laufe der Geschichte unter. Es dauerte Jahrhunderte, bis der menschliche Erfindergeist erneut dreistufige Raketen ersann und mit den Gedanken spielte, damit Menschen in den Himmel zu schießen.

Damit ist Conrad Haas der eigentliche Erfinder der Raketentechnologie.

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Ein Raumfahrt-Ingenieur sorgte für Diskussionen: Er behauptet, dass in der Area 51 Außerirdische mit den USA zusammen arbeiten…und zeigt angebliche Beweise.

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Die "Area 51" - angeblich arbeiten dort Aliens mit der USA zusammen (Bild: WikiCommons / Space Imaging, München / Llyd Pye)
Die “Area 51” – angeblich arbeiten dort Aliens mit der USA zusammen (Bild: WikiCommons / Space Imaging, München / Lloyd Pye)

Am 7. August 2014 starb der Raumfahrt-Ingenieur Boyd Bushman, der zum Beispiel bei der bekannten Rüstungsfirma “Lockheed Martin” arbeitete. Dort werden neben Waffen auch Raumfahrtprojekte entwickelt. Vor seinem Tode gab Bushman jedoch ein scheinbar sensationelles Interview, in dem er alle Spekulationen um die Geheimbasis Area 51 in Nevada bestätigt. Von lebenden Aliens über Heimtechnologien und UFOs dort. Das etwa halbstündige Interview boomt nun im Internet.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Um das Thema Area 51 ist eigentlich recht still geworden. Jedoch macht jetzt ein Video bei YouTube Furore, in dem der ehemalige Raumfahrt-Ingenieur Boyd Bushman offenbar allen UFO-Fans aus der See spricht. Als Inhaber von zahllosen Patenten und Mitarbeiter in der Raumfahrt scheint er zu wissen, wovon er spricht.

Nicht nur, dass es tatsächlich in der legendären Area 51 leibhaftige Aliens geben soll, sondern diese würden dort mit den USA und sogar China und Russland zusammen arbeiten. Bushman:

Ich erzähle diese Sachen, weil die Leute aus der Area 51 sie nicht erzählen dürfen. Ich Sprache aus sehr guten Gründen über dieses Thema. Ich möchte nicht, dass wir technisch hinter die Russen und die Chinesen zurückfallen. Und ich habe ein Problem damit, dass die Area 51 bereits mit den Russen und den Chinesen zusammenarbeitet.

Der zweifelhafte "Alien" von Bushman (Bild: YouTube-Sceenshot/Sheeple TV)
Der zweifelhafte “Alien” von Bushman – nur eine Spielzeug-Puppe aus dem “Walmart”?! (Bild: YouTube-Sceenshot/Sheeple TV)

Bushman erzählt weiter in dem Interview, dass fast 40 Menschen bereits in der Area 51 ihr Leben verloren hätten, als versucht wurde UFOs der Außerirdischen nachzubauen und zu testen. Auch haben die Fremden aus dem All nach seinen Aussagen tatkräftig an dem Hubble-Weltraumteleskop und der ISS mitgearbeitet. Beides Projekte, bei denen eben auch sein einstiger Arbeitgeber “Lockheed Martin” mitwirkte.

Doch der “Kronzeuge” wusste vor seinem Tode noch mehr. Er berichtet, dass diese Aliens bis maximal 1,50 groß seien, ihre Standart-UFOs nur rund 12 Meter Durchmesser haben und die Fremden an sich grau sind. Sie haben die der UFO-Forschung lange bekannten schwarzen Augen, nur drei Rippen, lange Finger und Füße und würden von einem Planeten mit Namen “Quintumnia” stammen. Dieser läge 68 Lichtjahre weg – kann aber von den Außerirdischen in nur 45 Minuten erreicht werden. Mindestens 18 Aliens würden in der Area 51 arbeiten, so Bushman, und einige seien bereits rund 230 Jahre alt …

Er präsentiert in dem Video auch “Beweise” in Form von Fotos, die er in die Kamera hält. Auch von den angeblichen Außerirdischen selber – die aber nur Puppen aus dem “Walmart” zeigen sollen…

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Video auf YouTube: Neuschwabenland und die Nazi-UFOs: Von der hohlen Erde, Nazi-Basen am Südpol, Raumfahrt unter Adolf Hitler & Reichsflugscheiben (Buch-Projekt)

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Neuschwabenland und die Nazi-UFOs: Skeptiker planen ein Buch-Projekt rund um die "braune Esoterik" (Bilder: WikiCommons / L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Neuschwabenland und die Nazi-UFOs: Skeptiker planen ein Buch-Projekt rund um die “braune Esoterik” (Bilder: WikiCommons / L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Gab es „Flugscheiben“ – Nazi-UFOs – im Dritten Reich? Existiert bis heute eine geheime Basis der Nationalsozialisten in der Antarktis? Ist die Erde hohl und innen von Millionen „Reichsdeutschen“ bewohnt? Flogen unter Adolf Hitler Deutsche mit Super-Raumschiffen durch das All und trafen sogar Aliens? Ist das heutige UFO-Phänomen nichts weiter als Nazi-Nachkommen in UFOartigen Wunderwaffen des dritten Reichs? Zu solchen, als “braune Esoterik” bezeichneten, Themen planen derzeit Skeptiker und Kritiker ein Buch-Projekt. Mehr dazu in einem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal des Unglaublichen.

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Das “Sumerische Rollsiegel mit Nibiru” und Mythen & Darstellungen der Prä-Astronautik: 10 Jahre vor Zecharia Sitchin und Erich von Däniken bereits Thema +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Das "Sumerische Rollsiegel mit Nibiru" und Mythen & Darstellungen der Prä-Astronautik: 10 Jahre vor Zecharia Sitchin und Erich von Däniken bereits Thema (Bild: Fischinger-Online/Archiv)
VIDEO: Das “Sumerische Rollsiegel mit Nibiru” und Mythen & Darstellungen der Prä-Astronautik: 10 Jahre vor Zecharia Sitchin und Erich von Däniken bereits Thema (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

Dieses Jahr ist ein Jubiläumsjahr: Vor genau 40 Jahren erschien das Buch „Der 12. Planet“ von dem Wirtschaftsjournalisten Zecharia Sitchin in deutscher Sprache. In diesem Buch behauptete Sitchin 1979 (engl. 1. Ausgabe 1976), dass Aliens mit Namen Anunnaki vor Urzeiten auf die Erde kamen. Sie wurden die Götter unserer Vorfahren. Gekommen seien sie von einem bewohnten Planeten in unserem Sonnensystem, den der Autor Nibiru taufte. Dort gab es schon vor über 400.000 Jahren Raumfahrt und so seien diese Anunnaki zur Erde gekommen … Ein kleines Rollsiegel des Volkes der Akkader diente Sitchin dabei als ein “Beweis” seiner Spekulationen, da es alle Planeten plus seinen Nibiru zeigen soll. Und das vor viereinhalb Jahrtausenden. Allerdings war er nicht der erste, der die Abbildung als Sonnensystem deutete. Ein “Mainstsream-Astronom” tat dies bereits zehn Jahre vor ihn. Und, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt, der Astronom nahm bereits Jahre vor der eigentlichen Prä-Astronautik gewisse Mythen, Themen und Bilder dieser Thematik vorweg.


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Intelligenten Aliens gleich nebenan in unserem Sonnensystem auf einem Planeten namens Nibiru?

Ein „Beweis“ für seine Ideen von Nibiru sah Sitchin ach in einem 4.500 Jahre alten Rollsiegel, dass die Kultur der Akkader hinterlassen hat. Darauf erkenne man eine Abbildung des Sonnensystems mit Sitchins Planeten Nibiru (s. a. Blog-Artikel HIER & Video HIER).

Bis heute in der Grenzwissenschaft eine zum Teil viel beachtete und sehr bekannte Darstellung aus Mesopotamien.

Allerdings war Zecharia Sitchin nicht der erste, der diese Abbildung als Sonnensystem deutete. Das machte bereits der legendäre Astronom Carl Sagan 10 Jahre vor ihm. Und dabei hat die Astronomie-Ikone noch weitere „Klassiker der Prä-Astronautik“ vorweg genommen. Bevor Sitchin und auch Erich von Däniken diese übernahmen.

Auch wenn dies heute in der breiten Masse der Grenzwissenschaft und Ancient Aliens-Thematik praktisch unbekannt ist. Prä-Astronautik-Autoren werden dafür bis heute verlacht – der Kult-Astronom Carl Sagen wird bis heute in der “Schulwissenschaft” gefeiert …

Messen mit zweierlei Maß? Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video auf meinem Channel.

Bleibt neugierig …

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Von Mondlandungen, Aliens und dem Kosmos: Die Saison 2019 im Galileo-Park Lennestadt (“Sauerland-Pyramiden”) – alle Infos und Tipps

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Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen - und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)
Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen – und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums und der Mondlandung (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)

Der Galileo-Park in Lennestadt startete am 16. März in die neue Saison 2019. Diesmal stehen die “Sauerland-Pyramiden” ganz im Zeichen der Mondlandungen, der Außerirdischen und des Universums. Auch die Prä-Astronautik und UFOs werden in den drei Hauptausstellungen bis Mitte November thematisiert. Von Fahrten im Mondauto über interaktive Cyber-Reisen durch den Kosmos bis zu Suche nach außerirdischen Zivilisationen (SETI) präsentiert der Galileo-Park zahlreiche Ausstellungsattraktionen. Alle Details dazu  erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Ebenso weitere Tipps und Hinweise rund um den Galileo-Park und die Saison 2019.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die “Sauerland-Pyramiden”

Wie es der inoffizielle Name “Sauerland-Pyramiden” verrät, liegt der Galileo-Park im Sauerland (s. a. Tipps unten). Seit der Eröffnung der Anlage in Lennestadt-Meggen finden hier alljährlich Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Themen aus der Grenzwissenschaft und Mystery Files statt. Aber auch darüber hinaus.

Vielfach wurde hier und auf YouTube bereits darüber berichtet.

Vor etwa zwei Wochen startete der Park in die neue Saison und bietet diesmal drei Themenschwerpunkte bei den Attraktionen für Groß und Klein:

50 Jahre Mondlandung – Das Abenteuer geht weiter

Sie können ein klein wenig miterleben, was die Pioniere der frühen Raumfahrt beim Start der gewaltigen Raketen empfunden haben müssen, wenn Sie unsere Simulation besuchen. 50 Jahre nach dem großen Abenteuer der ersten Mondlandung durch Astronauten, können Sie jetzt völlig ungefährlich diese Reise selbst beginnen.

Neben vielen interessanten Fakten zu unserem nächtlichen Begleiter – dem Mond – und der Mission, die zu seiner Eroberung führte ist ein wesentliches Highlight das Mondauto, mit dem Sie mit Hilfe virtueller Realität über die Mondoberfläche und durch ihre Krater fahren können. Wer sich nicht selbst traut, kann Beifahrer sein oder einfach nur Zuschauer von der Erde aus.

Mit eigenen Augen können Sie eine betriebsame Mondstation im Krater Tycho beobachten und zusehen, wie Transporter die Station anfliegen und wieder in Richtung Erde verlassen. Sie können noch viele andere Monde des Sonnensystems kennen lernen und der spannenden Frage nachgehen, ob sich auf einigen auch Leben hat bilden können.

50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Von der Erde zu den Galaxien: Unser Platz im All

Erleben Sie die gewaltigen Ausmaße der Galaxie, in der unser Planet Erde um unseren Stern, die Sonne, kreist. Dirigieren Sie 200 Milliarden Sterne, die vor Ihnen im Raum schweben mit einer kleinen Handbewegung. Betreten Sie unsere Milchstraße und schauen Sie sich in ihrem Inneren um. Lassen Sie sich faszinieren von den atemberaubenden Dimensionen.

Entdecken Sie die Sonne. Sie ist einer von vielen Milliarden Sternen der Galaxie und doch etwas ganz Besonderes. Machen Sie eine virtuelle Reise durch unser Sonnensystem, und versuchen Sie möglichst ohne Crash, durch die Ringe des Saturn zu fliegen.

Sie erfahren viel über unsere kosmische Adresse und werden doch staunen über die Vielfalt und die Schönheit unseres Heimatplaneten.

Lassen Sie sich schließlich ein auf die buchstäbliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wenn Sie auf den Spuren der SETI-Forscher versuchen, in einer überschaubare Datenflut die kleinen Hinweise auf unnatürliche Sequenzen zu finden. Keine Angst – wir helfen Ihnen dabei, und es gibt auch eine kleine Belohnung.

Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Allein im Universum? Begegnung mit phantastischen Phänomenen

Es gibt zahlreiche Phänomene und Artefakte auf unserem Planeten, die bis heute noch ungeklärt sind und vielleicht Hinweise darauf geben, dass wir Menschen nicht allein sind im Universum. Schauen Sie was Forscher im Dschungel Mittelamerikas oder auf den Hochebenen Südamerikas entdeckt haben und versuchen Sie selbst, Schrift- und Bildzeichen zu enträtseln.

Überzeugen Sie sich selbst von den Beobachtungen sogenannter UFOs und fremdartiger Lebewesen. Kann es sein, dass tatsächlich fremde Raumschiffe unsere Erde besuchen und sogar abgestürzt sind?

Besuchen Sie eine Raumschiffzentrale und versuchen Sie selbst, Beiboote anzudocken oder auf einem Planeten landen zu lassen. Nutzen Sie – vielleicht auch zusammen mit Verwandten oder Freunden – außerirdische Instrumente mit denen Sie fremdartige Klänge erzeugen. Vielleicht gelingt es besser, wenn Sie sich selbst in einen Alien verwandeln. Haben Sie genug Phantasie dazu?

Erleben Sie amüsante, spannende und manchmal auch furchteinflößende Stationen mit Aliens oder Robotern, die Sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, aber auf alle Fälle unterhaltsam sind.

Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt - Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)
Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

(Text vom Galilep-Park, Links von Fischinger-Online)

Tipps zum Galileo-Park von Grenzwissenschaft und Mystery Files

Neben den drei Schwerpunkten bieten die “Sauerland-Pyramiden” über das Jahr verteilt weitere Interessante Veranstaltungen (s. a. HIER).

So zum Beispiel der “Space Day” für die ganze Familie am 21. Juli 2019 von 10 bis 17 Uhr. Inzwischen der dritte Tag im Zeichen des Weltraum im Galileo-Park. Inklusive einer Delegation des von George Lucas anerkanntes STAR WARS-Fan-Club der “German Garrison”. Für alle großen und kleinen Fans von STAR WARS ein must see.

Begleitet wird der “Space Day” von Vorträgen zum Thema Mond durch Manfred Liedtke. Liedtke ist der Ausstellungsgeber der oben genannten Ausstellungen im Park. Dazu heißt es auf der Webseite des Galileo-Park treffend:

Auch wenn Sie zum Galileo-Park nur einen Berg hoch fahren, werden Sie sich fühlen als seien Sie auf einem weit entfernten Planeten angekommen. Zwischen STAR WARS-Kriegern und Science-Fiction-Fans erleben Sie einen unvergesslichen Tag für die ganze Familie.”

Weitere spannende Termine für alle Freunde des Phantastischen sind der 12. Oktober und der 23. November 2019. An diesen Tagen finden in den “Sauerland-Pyramiden” ein “Kryptozoologie-Kongress” bzw. ein “Mystery-Kongress” statt. Nähre Infos dazu werden noch folgen.

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Details für Besucher

Geöffnet hat der Park seit dem 16. März und die Saison 2019 geht bis zum  17. November 2019, 17 Uhr. Außerhalb der Ferien in NRW ist Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag). Innerhalb der NRW-Ferien täglich von 10 bis 17 Uhr.

Ihr findet die “Sauerland-Pyramiden” unter folgender Adresse:

GALILEO-PARK
Sauerland-Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02723-8080
Fax: 02723-808180
E-Mail: Info@Galileo-Park.de
Webseite: www.Galileo-Park.de

Der gesamte Park ist barrierefrei und kostet regulär nur 8 Euro Eintritt (Infos).

Als Tipp, sofern Ihr beispielsweise die beiden oben genannten Kongresse besuchen und übernachten wollt, ist das “Hotel Schweinsberg” sehr zu empfehlen:

Hotel und Restaurant Schweinsberg
Fredeburger Straße 23
57368 Lennestadt–Langenei
Telefon 02723–80990
Telefax 02723– 809964
E-Mail: hotel.schweinsberg@t-online.de
Webseite: hotel-schweinsberg.de

Dort werden wie jedes Jahr die meisten Kongressteilnehmer treffen und übernachten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? +++ YouTube-Video +++

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Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? (Bilder: NASA)
Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? (Bilder: NASA)

Der Nachbarplanet Mars fasziniert die Menschen seit eh und je. Und selbst nach Jahrzehnten der Raumfahrt und der Erforschung des Mars mit Sonden, Robotern und Rovern wissen wir noch immer nicht, ob es auf dem Planeten (primitives) Leben gab. Oder vielleicht sogar noch gibt. Trotz intensiver Suche nach diesen Mikroorganismen. Allerdings tauchen immer wie Fotos vom Mars auf, auf denen angebliche Mars-Anomalien entdeckt worden sein sollen. Von Pyramiden von Aliens über versteinerte Knochen bis hin zu UFOs und allerlei Gegenstände wollen emsige Mystery-Jäger bereits auf Mars-Fotos der NASA entdeckt haben. Ein NASA-Foto mit einer mutmaßlichen Mars-Anomalie ist dabei eher in den Hintergrund gerückt. Vielleicht, das es nicht spektakulär genug ist und keine Alien-Bauten zeigt, wie angeblich auf anderen Bilder zu sehen. Was es aber zeigt, ist nach dem „sieht-aus-wie-Prinzip“ dennoch sehr interessant. Warum zeige ich in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sogenannte Mars-Anomalien sind dein fester Bestandteil der Grenzwissenschaft und UFO-Thematik. Darüber habe ich auf diesem Blog und in YouTube-Videos immer wieder berichtet.

Ein Foto des NASA-Rovers “Curiosity” von 2014 ist dabei eher weniger beachtete worden (s. a. Details zum Thema HIER). Wahrscheinlich … da es wenig „sensationell“ eben keine außerirdischen Objekte oder Alien-Basen zeigt bzw. zeigen soll.

Was es aber zeigt, ist nach dem „sieht-aus-wie-Prinzip“ dennoch sehr interessant. Warum, zeige ich in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 29. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien “befruchten”? “Das wäre die Sache wert”, sagt ein deutscher Physiker

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(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien "befruchten" - "Das wäre die Sache wert", sagt ein deutscher Physiker (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien “befruchten” – “Das wäre die Sache wert”, sagt ein deutscher Physiker (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Noch wissen wir nicht mit Sicherheit, ob es im Kosmos bewohnte/belebte Planeten gibt. Wir kennen zwar inzwischen tausende von Exoplaneten – haben aber gleichzeitig nicht mal in unserem eigenen Sonnensystem außerirdisches Leben gefunden. Das hindert Forscher wie Laien nicht daran über über Leben auf fernen Planeten zu spekulieren. So auch jüngst ein deutscher Physiker in einem Interview. Darin äußert er sich dahingehend, dass es sich eines sehr fernen Tages lohnen würde primitives Leben auf Exoplaneten quasi mit irdischen Bakterien einen Anstoß für deren Evolution zu geben. Wie er das meint und warum scheinbar “ethische Bedenken” nicht im ganzen Kosmos gelten, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Exoplaneten und die zweite Erde

Tausende Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind heute der Wissenschaft bekannt. Unzählige Welten mehr warten auf ihre Entdeckung. Und so sprechen Weltraumforscher unlängst von einem “goldenen Zeitalter der Entdeckungen” in der Astronomie. Womit sie zweifellos recht haben, denn auch die Entdeckung einer “zweiten Erde” – auch “Erde 2.0” genannt – wird kommen.

Medienberichte in der Vergangenheit haben immer wieder Schlagzeiten verbreitet, dass eine zweite Erde im All gefunden wurde. Ausnahmslos alle diese Meldungen waren natürlich falsch bzw. vollkommen übertrieben! Kein einziger Exoplaneten ist auch nur annähernd eine “Erde 2.0”. Wohl aber haben wir Cousins unserer Erde im Universum gefunden. Ebenso “erdähnliche Planeten”, auf denen theoretisch primitives Leben existieren könnte.

Bei all diesen Meldungen der Mainstreammedien und Regenbogenpresse wird aber immer gerne eines übersehen: Auch der Mars und die Venus sind “erdähnliche Planeten”. Und bei diesen wird niemand von einer “zweiten Erde” sprechen. Von intelligenten Außerirdischen dort so oder so nicht.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir bereits Exoplaneten kennen, auf denen möglicherweise flüssiges Wasser und Mikroorganismen existieren. Hier fehlt der Nachweis. Bedenkt man, dass wir seit fast 50 Jahren auf dem vor unserer Haustür liegenden Mars vergeblich nach Leben suchen, wird schnell deutlich, wie schwer diese Belege zu finden sind. Exoplaneten sind milliardenfach weiter von uns entfernt, als der Rote Planet nebenan.

Die Menschheit ist nicht in der Lage mal eben Raumsonden auf Exoplaneten zu senden um dort nach Bakterien zu suchen. Selbst die Suche nach vermuteten Leben auf dem Jupiter-Mond Europa stellt uns vor gewaltige Herausforderungen. Die aber noch im aktuellen “goldenen Zeitalter der Entdeckungen” gemeistert werden.

Irdische Bakterien im All

Vieles in der Raumfahrt und vor allem bei entsprechenden theoretischen Überlegungen klingt für den “Ottonormalverbraucher” wie pure Science-Fiction. Themen wie “Leben auf dem Mars” oder eben auf fernen Exoplaneten sind für sie pure Phantasie, um es freundlich auszudrücken. Wenn dann noch davon gesprochen wird, dass man solches außerirdisches Leben vor irdischen Einflüssen schützen muss, schaltet der “Ottonormalverbraucher” auf taub …

Obwohl seit über einem halben Jahrhundert bodenständige und ernste Wissenschaftler genau davon sprechen. Nicht nur das, denn diese haben auch allerlei Konzepte, Vorschriften und Regelungen auf internationaler Ebene entworfen, um solche Außerirdischen vor irdischen Einflüssen zu bewahren. Allerdings auch umgekehrt, wie man an den ersten Mondlandungen von “Apollo” sehen konnte. Die Mondfahrer mussten bei ihrer Rückkehr vom Mond in Quarantäne. Es galt auf diesem Weg auszuschließen, dass die Männer außerirdische Mikroorganismen auf die Erde bringen (s. a. HIER, HIER & HIER).

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Diese Vorsichtsmaßnahmen waren zum Glück unnötig, wie es sich herausstellte.

“Weltraum-Hygiene” ist aber bis heute ein enorm wichtiges Thema. Zu Beispiel die beiden Lander der NASA-Raumsonden “Viking” Mitte der 1970er Jahre. Die auf dem Mars gelandeten automatischen Labore von “Viking” 1 und 2 wurden vor ihrem Start auf der Erde bis ins Kleinste sterilisiert. Kein einziges Bakterium der Erde sollte mit den beiden Wikingern auf dem Mars gelangen. Nicht nur die Forschungsergebnisse der Lander bei ihrer Suche nach Leben auf dem Mars zu verfälschen, sondern auch um mögliches Mars-Leben nicht zu kontaminieren.

Und so wurden die “Viking”-Lander nicht nur mit allerlei Chemikalien in den Laboren der NASA behandelt, sondern auch in gewaltigen Öfen bei 110 Grad Celsius gebacken. Vorsichtsmaßnahmen, die bis heute alle Lander und auch Rover vor ihrem Start über sich ergehen lassen müssen.

Der Evolution im All einen Schups geben …?

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community die einheitliche Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”.

Wobei man sich durchaus fragen darf, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben jeglicher Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten. Was machen da schon ein paar Mikroben aus dem Mars …?

Aufgrund dieser internationalen Bedenken zum Schutz von außerirdischen Leben verwundert ein Interview mit dem Physiker Dr. Claudius Gros. Der Forscher der Universität Frankfurt beschäftigt sich nicht nur mit der Frage nach Leben im All, sondern auch damit, wie man dieses erreichen kann. Genau dazu gab Professor Gros vom Institut für Theoretische Physik dem Magazin “Technology Review” am  8. März 2019 ein Interview.

“Wir sind zwar immer noch weit davon entfernt, Sonden zu anderen Sternen zu schicken, aber das ist keine Science-Fiction mehr”, so der Forscher im Interview.  Allerdings würde ein solche Mission einige Jahrtausende dauern, so dass Prof. Gros “über diesen großen Zeitraum (…) keinen Nutzen für die Wissenschaft definieren” könne. Deshalb meint er:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.

Damit würde die Menschheit also die Entwickelung des Leben auf anderen Welten anstoßen. Nichts anders bedeutet das. Obwohl das Zukunftsmusik ist, hat Hollywood diese Szenarien unlängst durchgespielt. Man denke an die “Prometeus”-Filme, in denen Aliens die Evolution der Erde mit ihrer DNA befruchten. Oder auch “Star Trek” bzw. “Raumschiff Enterprise”. Hier gibt es eine Episode, in der mehrere Spezies der TV-Serie feststellen, dass sie letztlich von einer “Ur-Alien-Rasse” abstammen, die ihre Gene im All verbreitete.

“Ethisch vertretbar”?

Letztlich erinnert das auch an die (gerichtete) Panspermie-Hypothese des Biologen und Physikers Francis Crick von 1973. Er erhielt 1962 den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der Molekularstruktur der DNA. Die gerichtete Panspermie-Hypothese besagt grundsätzlich nichts weiter, als dass eine außerirdische Zivilisation absichtlich DNA von ihrem Heimatplaneten im gesamten All verteilt. In der Hoffnung, dass irgendwo im Weltraum dieser Gen-Code auf eine bewohnbare Welt trifft und sich dort entwickelt kann. Hunderte, tausende oder zehntausende mit ihrer (oder anderer) DNA beladene Raumsonden reisen so durch den Kosmos – und wenigstens einige werde an entsprechend lebensfreundliche Welten angekommen.

So die Panspermie-Spekulationen und damit die Hoffnungen dieser theoretischen Aliens.

Doch ist das “ethisch vertretbar” oder “die Sache wert”, wie es Claudius Gros ausdrückt? Auch wenn es Jahrtausende in der Zukunft liegt, würde die natürliche Biologie und damit das Leben dieser Exoplaneten zerstört werden. Eine “reine Zerstörung wäre ethisch natürlich nicht zu verantworten”, so Gros im Interview weiter. Primitives außerirdisches Leben durch irdische Bakterien einen Stoß zur Entwicklung von höherem Leben zu geben demnach schon.

Claudius Gros seine Veröffentlichungen in diesem Bereich der interstellaren Raumfahrt sind natürlich Theorie. Auch wenn – wie in diesem Beitrag HIER berichtet – die Breakthrough-Initiative Raumsonden zu unserem Nachbarnstern Alpha Centauri senden will, wie es auch Gros im Interview erwähnt. Doch nur weil eine Beeinflussung von Leben auf Exoplaneten noch sehr ferne Zukunftsmusik ist … sollten hier nicht die selben “ethischen Bedenken” greifen, die man beispielsweise Mars-Mikroben zugesteht?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens der Klimawandel zum Verhängnis? Das “Fermi-Paradoxon” und der Nicht-Kontakt

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Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens Klimawandel und Umweltzerstörung zum Verhängnis? (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)
Außerirdische Zivilisationen: Wurde den Aliens Klimawandel und Umweltzerstörung zum Verhängnis? (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)

Wenn unsere Milchstraße und das Universum von außerirdischen Zivilisationen zumindest nach einigen Berechnungen nur so wimmelt: Wo sind diese dann alle? Warum finden wir sie scheinbar nicht und warum empfängt SETI kein Signal von Außerirdischen? Dazu gibt es einen ganzen Katalog von Erklärungsversuchen. Eine “neue” These zu diesem “Fermi-Paradoxon” genannten Umstand des Nicht-Kontaktes mit Aliens bringt jetzt ein Astrophysiker in Spiel: Klimawandel und Umweltzerstörung auf ihren Planeten würden die Entwicklung der Außerirdischen bremsen oder sogar stoppen. Wie genau das der US-Wissenschaftler meint, welche weiteren Faktoren eine außerirdische Zivilisation bedrohen und ob das als Erklärung des “Fermi-Paradoxon” ausreicht, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zivilisationen im All

Seit wenigen Jahrzehnten erst hat sich unter Astronomen und Weltraumforschern die Überzeugung durchgesetzt, dass es im Universum von Leben nur so wimmelt. Intelligentes Leben und außerirdische Zivilisationen ausdrücklich eingeschlossen.

Eine Tatsache, die in der breiten Bevölkerung allerdings noch lange nicht angekommen ist. Außerirdische sind für viele Menschen mangels Bildung und Interesse in diesem Bereich weiterhin ein Thema für “Verrückte”, “Freaks” oder “Spinner”. Vor allem auch aufgrund der allgemeinen und falschen Auffassung, dass das Thema Außerirdische dasselbe wie das Thema UFOs ist. Daran hat das Fernsehen und Hollywood eine erhebliche Mitschuld.

Allerdings haben auch all jene etablierten Wissenschaftler “schuld”, die von eben diesem Leben im All immer wieder sprechen. Seien es jetzt Mikroorganismen auf einem Mond oder dem Mars in unserem Sonnensystem, ferne und mutmaßliche bewohnbare Exoplaneten im All oder technologische Zivilisationen von Außerirdische: Nichts davon kann die Weltraumforschung bisher belegen.

Noch nicht. Denn sicher sind sind eigentlich alle, dass es “Sie” da draußen geben muss. Wir müssen sie nur finden (oder sie uns).

Aliens wie Sand am Meer – wo denn?

Wie viele Planeten und Monde in unserer Galaxis oder im gesamten Universum Leben beherbergen, kann niemand auch nur annähernd seriös sagen. Nichteinmal grob schätzen kann man die Anzahl belebter Welten im All. Und das wird auch in fernster Zukunft aller Wahrscheinlich nach immer so bleiben. Wir kennen nicht alle Monde und Planeten im Kosmos, auf denen Leben entstanden sein könnte. Wir werden sie in der Unendlichkeit des Alls niemals alle kennen können. Gleichzeitig können wir auch nicht alle Kandidaten vor Ort untersuchen, um etwa Mikroben oder Alien-Fische nachzuweisen.

Das Universum ist dafür ganz einfach zu groß.

Bei außerirdischen Zivilisationen ist es zwar nicht ganz so aussichtslos, aber dennoch vergeblich. Doch auch hier sprechen Optimisten von “Aliens wie Sand am Meer” im gesamten Kosmos. Und viele seien eben intelligent und haben eine technologische Zivilisation einwickelt. Einige dieser Spezies sind auf dem Stand von uns Menschen – andere vielleicht Millionen Jahre weiter entwickelt.

So nehmen gerne diverse Wissenschaftler die inzwischen schon sehr alte Drake-Gleichung aus den 1960er Jahren dafür vor. Eine Formel (mehr dazu auch HIER, HIER & HIER), mit der man theoretisch die Anzahl intelligenter Alien-Zivilisationen im All berechnen kann. Einige optimistische Ergebnisse dieser Berechnungen zeigen ein Universum, dass voller Zivilisationen ist.

Aber warum finden wir diese doch angeblich so zahllosen Außerirdischen einfach nicht? Obwohl wir beispielsweise seit rund einem halben Jahrhundert mit Radioteleskopen Signale von ihnen suchen schweigt der Kosmos!

Das “Fermi-Paradoxon”

Ein quasi überall bevölkertes Weltall, ohne, dass wir auf der Erde das mitbekommen? Warum?

Genau das fragte sich schon 1950 der berühmte Atomphysiker und Nobelpreisträger Enrico Fermi, nachdem zahlreiche Begriffe aus Wissenschaft und Forschung benannt sind. So auch das “Fermi-Paradoxon”, das eben genau das Problem des Nicht-Kontaktes mit anderen Zivilisationen beschriebt:

Fermi ging davon aus, dass es intelligentes außerirdisches Leben gibt, das technisch hochentwickelte Zivilisationen über Millionen von Jahren aufrecht erhalten kann. In dieser Zeitspanne sollte es mittels interstellarer und intergalaktischer Raumfahrt möglich sein, ganze Galaxien zu kolonisieren – und der Wahrscheinlichkeit nach sollte dies bereits geschehen sein. Dass dennoch die Suche nach den Spuren von Außerirdischen bisher erfolglos blieb, erschien ihm paradox und als Hinweis darauf, entweder die Annahmen oder die Beobachtungen zu hinterfragen.

Rund 70 Jahre ist dieses “Fermi-Paradoxon” nun bekannt und in der Diskussion. Und es ist und bleibt paradox. Obwohl selbstverständlich in der Astronomie und Alien-Forschung verschiedene Parameter angeführt wurden, warum wir bisher alleine bzw. noch nicht besucht worden sind. Man sollte aber dabei aber auch beachten, dass nicht nur keine Alien-Kollonisten zu uns kamen, sondern diese “Anderen” noch nicht mal irgendwas von sich hören ließen.

Das Problem des Nicht-Kontaktes

Beispiele:

  • Außerirdische betreiben ganz einfach keine oder räumlich nur sehr begrenze interstellare Raumfahrt. Aus technischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen – oder weil es für diese schlicht unnötig ist.
  • Alle außerirdischen Zivilisationen sind schon lange Vergangenheit. Es existieren keine mehr.
  • Die Menschheit ist vollkommen allein im All. Wir wären damit die erste “intelligente Spezies”.
  • Aliens leben von unserem Ort im Kosmos aus betrachtet alle zu weit weg. Sie haben uns als Ziel deshalb “nicht auf dem Schirm”.
  • Natürliche Katastrophen haben sie ausgelöscht.
  • Sie haben sich durch Kriege usw. selber ausgelöscht.
  • Die Planeten der Aliens haben eine derart starke Anziehungskraft (“Super-Erden”), dass sie keine Raumfahrt entwickelt haben. Kosten und Ressourcenverbrauch, um erstmal langsam mit Raumfahrt wie Satelliten usw. zu beginnen, sind viel zu hoch (s. a. Video HIER).
  • Alle außerirdischen Zivilisationen ignorieren uns Erdlinge aus mangelnden Interesse absichtlich.
  • Außerirdische haben uns noch gar nicht entdeckt, und wissen nichts von der Menschheit.
  • Sie waren schon längst hier.
  • Die “Anderen” sind schon längst hier.
  • Ab und zu kommen sie mal vorbei.
  • Außerirdische haben durch Weltraummüll eine “Barriere” um ihre Welt geschaffen, so dass sie auf ihrer Welt “gefangen” sind.
  • Alien-Zivilisationen wissen von uns, haben aber untereinander abgesprochen, dass sie uns in Ruhe lassen.
  • Wir erkennen sie gar nicht.
  • Keine außerirdische Zivilisation hat bisher den Sprung zu einer interstellaren Spezies geschafft.

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Wo die Wissenschaft nicht weiter weiß, beginnen die Spekulationen und Thesen. Die genannten Erklärungsversuche des “Fermi-Paradoxon” zeigen dies sehr eindringlich. Obwohl vieles davon nach Science Fiction klingt, ist es das nicht. Science Fiction wird schließlich immer von der nüchternen Wissenschaft beeinflusst. Dann verpackten Hollywood, Autoren & Co. es für den Konsumenten.

Science Fiction vs. Wissenschaft

In der TV-Serie “Raumschiff Enterprise” existiert beispielsweise eine “Oberste Direktive”. Damit ist in der Serie nichts weiter als eine Nichteinmischungsabsprache der handelnden Spezies gegenüber “primitiven Zivilisationen” gemeint. Etwa wenn diese noch nicht die Technologie der interstellaren Raumfahrt erfunden haben, lässt man sie bei “Star Trek” in Ruhe.

Vorstellbar, dass es so was im All wirklich gibt und wir deshalb vor dem “Fermi-Paradoxon” stehen. Genauso vorstellbar aber auch, dass sie schon vor zum Beispiel 14 Millionen Jahren hier waren. Oder uns in 10, 100 oder 10.000 Jahren erst entdeckten. Vielleicht sind alle Außerirdischen in der Galaxis bisher auch nur Steinzeitaliens oder Mikroben …

Alles Thesen. Alles nicht belegbar. Und doch alles durchaus vorstellbar. Inklusive der mit Sicherheit unbeliebtesten Erklärung, dass wir ganz allein sind. Betrachtet man die Diskussionen um außerirdische Zivilisationen und des Problems, dass wir sie bisher einfach nicht finden, sind einige Hypothesen dabei sehr beliebt. Zumindest in den letzten Jahren. Obwohl auch diese nach irdischen Science Fiction klingen, muss es nicht überall so sein.

Zum wäre da die Annahme, dass sie schon lange hier sind, hier waren oder immer mal wieder hier “vorbei schauen”. Verbunden wird dies gerne auch mit der Überlegung, dass sie sich ganz einfach nicht (direkt) einmischen wollen. Wir Menschen sind vielleicht auch sowas wie ein “komischer Zoo” im All: Hin und wieder interessant und unterhaltsam, letztlich aber doch bedeutungslos und langweilig (s. a. Interview mit Lars A. Fischinger HIER).

Eine andere beliebte Idee ist, dass Außerirdische ganz einfach zu weit weg und die Distanzen zwischen den Sternen auch für sie zu gigantisch sind. Vor allem Kritiker der Prä-Astronautik oder auch der UFOs im Sinne von Alien-Fahrzeugen führen das oft an.

Die dritte und überaus beliebte Erklärung des Nicht-Kontaktes ist, dass alle Alien-Zivilisationen inzwischen untergegangen sind. Wann genau ist dabei eher belanglos. Ob vor 1.000 Jahren die letzten Außerirdischen untergingen oder vor 5 Milliarden Jahren spielt dabei kein Rolle. Wir Menschen haben sie schicht und einfach zeitlich verpasst.

Der “Große Filter”

Theoretisch vorstellbar ist in der Unendlichkeit des Universums auch unendlich viel. Immerhin ist das All, soweit wir heute wissen, rund 14 Milliarden Jahre alt. Viel Zeit für viele Ereignisse und Dinge.

Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen betrachte sehr häufig die Entwicklung von solchen Zivilisationen an sich kritisch. Allen voran ist hier der Physiker Stephen Hawking sicher zu nennen. Sie gehen in ihren Thesen davon aus, dass eine außerirdische Spezies sich technologisch bis zu einer Art Scheidepunkt kontinuierlich weiter entwickelt. Irgendwann steht die technologische und parallel laufende biologische Evolution dieser Zivilisationen jedoch an einer Schelle.

Diese Entwicklungsschwelle gilt es zu überwinden, damit eine solche Spezies überhaupt weiter existieren kann. In der Diskussionen wird hier gerne das Risiko der Selbstvernichtung der Außerirdischen genannt. Durch Krieg, Atomaren Holocaust, Killerviren und zahlreiche andere (menschlich) denkbare Katastrophen. Natürlich auch durch verehrende Naturereignisse. Eine Spezies, die zwar einfache Raumfahrt betreibt, eben wie wir, kann beispielsweise einen Killer-Kometen oder riesigen Asteroiden auf Kollisionskurs nicht abwehren. Auch einem Gammestrahlenausbruch oder Supervulkanen wären diese Aliens schutzlos ausgeliefert.

Erst nachdem eine Spezies technologische all diese Hürden meistern und überwinden kann, ist ihre Überleben sicher. Hausgemachte und natürliche Untergänge müssen überwunden oder überwindbar sein. Wie soll eine Spezies den Schritt in den Kosmos schaffen, wenn sie plötzlich von einem Atomkrieg oder Killer-Asteroiden in die Steinzeit zurückgeworfen wird?

Vollkommen logische Überlegungen, die natürlich auch die Spezies Mensch betreffen.

Auch wenn Kriege aller Art gerade von uns Menschen der Erde überaus gerne geführt werden, kann das bei Aliens durchaus auch so sein. Falls nicht, bleiben die überall im Weltraum vorhandenen natürlichen Gefahren. Forscher sprechen hier auch von einem “Großen Filter” in der Entwicklung von Zivilisationen. Einige Spezies überleben die Kinderkrankheiten ihrer Zivilisation und werden von kosmischen Ereignissen verschont, andere nicht.

Klimawandel bei den Außerirdischen

Haben Außerirdische sich nicht alle selber umgebracht oder in die Steinzeit zurück katapultiert und wurden auch von natürlichen Weltuntergängen verschont, steht ihnen das All offen. So die einhellige Meinung unter den Astronomen. Würde eine technologisch fortschrittliche Spezies dann von einem Kometen oder Asteroiden in ihrer Existenz bedroht, würden diese Aliens es verhindern können.

Um so weiter der Fortschritt, um so mehr können sie sich wehren und dadurch immer weiter entwickeln. Eine Aufwärtsspirale, wenn man so will. Denken wir den Extremfall, dass deren Sonne untergeht und die Atmosphäre ihrer Welt deshalb verbrennt, finden diese Super-Aliens auch dafür eine Lösung.

Der Astrophysiker Adam Frank ist mit seinem Buch “The Light of the Stars” vom Juni 2018 bisher einer der letzten Forscher, die das Thema des “Großen Filters” genauer betrachtet haben. Er führte den Klimawandel als einen weiteren Aspekt an, der allerdings keinesfalls neu ist. Frank beruft sich ausdrücklich auf vorherige Pioniere der Alien-Forschung wie etwa Frank Drake oder Carl Sagen.

Populär brachte Frank vor allem den Klimawandel unserer Erde mit Blick au außerirdische Zivilisationen ins Spiel. Wie es sein Untertitel “Außerirdisch Welten und das Schicksal der Erde” schon verrät, zieht Frank eindeutige Verbindungen zur aktuellen Weltlage und potentiellen Alien-Welten. Denn auch ein Wandel das Klimas kann für die Entwicklung einer Zivilisation auf ihren Planeten ungeahnte und hinderliche Konsequenzen haben. Hier sei die Menschheit “kosmische Teenager”, so Frank.

Verwundern sollte das nicht. Ein Klimawandel, gleich ob von Menschenhand, Alienhand oder natürlich, kann für eine planetar gebundene Zivilisation das Aus bedeuten. Zumindest wird es für die betroffene Spezies weit Wichtigeres geben als groß angelegte Raumfahrt. Durchaus eine Aussage, die man schon heute bei Raumfahrt-Kritikern auf diesem Planeten antrifft.

Wer aber keine oder kaum Energien und Technologien in Raumfahrt & Co. investiert, wird im “Großen Filter” des Kosmos stecken bleiben. Ergebnis mit Blick auf das “Fermi-Paradoxon” wäre, dass diese Zivilisation vor uns verborgen bliebe. Zumindest bis diese vielleicht eines Tages ihren Klimawandel überwunden  oder sich nach einem Ende ihre “kosmischen Teenager-Zivilisation” neu entwickelt hat.

Sind das wirklich Erklärungen?

Jeder einzelne Punkt der Interpretationen des “Fermi-Paradoxon” ist nachvollziehbar und möglich. Und doch erklärt nicht einer davon das Problem des Nicht-Kontaktes und das Schweigen aus dem All wirklich zufriedenstellend.

Auch hier kommt wieder die gewaltige Größe des Weltraum ins Spiel. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass alle angeblich so zahllosen außerirdischen Zivilisationen noch zu primitiv sind, sich vernichteten, uns nicht gefunden haben, die Erde ignorieren usw. Auch die Annahme, dass eine Kombination aus allen Punkten für das “Fermi-Paradoxon” verantwortlich ist, ist nicht unbedingt stichhaltig. Zumindest auf den ersten Blick.

Bei Milliarden und Abermilliarden Planeten im All sind die allermeisten unbewohnbare und lebensfeindliche Welten. Planeten deren Klima, Sonnenorbit und zahllose andere damit verbundene Faktoren die Entwicklung einer Zivilisation vollkommen unmöglich machen. Selbst der größte Alien-Fan kann diese Tatsache nicht ignorieren. Zum Glück bleiben aber immer noch genug Welten über, auf denen das sehr wohl möglich war oder ist.

Eine außerirdische Spezies um einen Stern in 10 Millionen oder sogar Milliarden Lichtjahren Entfernung ist für uns unfassbar. Allein den Stern dieser Aliens sehen wir so, wie er vor Millionen oder Milliarden Jahre einmal aussah. Da gab es diese Zivilisation vielleicht noch gar nicht bzw. nicht mehr. Wir haben aber auch Nachbarn im All, die nur einige dutzend oder ein paar hundert Lichtjahre von uns entfernt sind. Warum finden oder besser gesagt hören wir diese nicht?

Da SETI mit Teleskopen seit nunmehr über 50 Jahren das All nach Alien-Signalen vergeblich absucht, kann das nur Folgendes beuten.

Nachbarn im Kosmos und das “Fermi-Paradoxon”

Eine technologische Spezies in unserer Nachbarschaft kann zeitlich und räumlich nicht passend existieren. Wir müssten ihre Signale mit unseren irdischen Radioteleskiepen längst entdeckt haben.

Wären diese Aliens 100 Jahre von uns weg und haben zu dieser Zeit oder auch davor Signale von ihrer Welt in das All abgestrahlt, müssten wir sie längst empfangen haben. Auch unsere irdischen Signale sind bereits Jahrzehnte weit in das all vorgedrungen. Bei einer außerirdischen Zivilisation wäre das nicht anders. Längst hätten wir von diesen kosmischen Nachbarn etwas gehört. Haben wir aber nicht.

Pessimisten und vor allem SETI-Kritiker argumentieren genau so. Demnach wären die Fremden im All einfach viel zu weit weg, als das wir sie finden. Im Prinzip würde das auch das “Fermi-Paradoxon” erklären. Allerdings nur bei oberflächlicher Betrachtung und damit letztlich auch wieder nicht.

Aliens, die nur 100 Jahre von uns weg sind, können sehr wohl unabsichtlich Signale ausgesendet haben, die auch die Erde erreichten. Wir haben sie ganz einfach nicht gehört. Vielleicht da wir auf einer anderen Frequenz gesucht haben. Auch möglich, dass wir überhaupt nicht im passenden Augenblick in deren Richtung lauschten. Immerhin hat SETI dank der rasenden Entwicklung der Technologie heute die Möglichkeit Millionen Frequenzen automatisiert gleichzeitig abzuhören. Das war natürlich nicht immer so.

Raum und Zeit

Bedenken muss man auch Folgendes: Wenn diese Zivilisation bereits seit 1.000 Jahren keine Radiosignale etc. mehr aussendet, da sie vollkommen anderen Technologien entwickelt haben, hören wir sie auch nicht mehr. Sie könnten in 100 Jahren Entfernung leben – uns technologische aber soweit voraus sein, dass wir absolut nichts mehr von ihren hören. Und ein Alien-Signal, dass vor Jahrhunderten unsere Erde erreichte, konnte natürlich auch niemand empfangen.

So kann es in der unmittelbaren Umgebung von uns zwar andere Zivilisationen geben, aber deren Technik können wir heute nicht mehr aufspüren. Existiert deren technologische Gesellschaft schon eine Millionen Jahre, da sie den “Großen Filter” lange überwunden haben, haben wir überhaupt keine Vorstellung mehr, was diese tun und was nicht. Es wäre vermessen anzunehmen, dass alle Alien-Nachbarn Radiosignale zeitlich und räumlich so sendeten, so dass wir sie in den letzten Jahrzehnten auch empfangen konnten.

Und vielleicht sind sie ja schon lange hier und mischen sich nur nicht ein.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Konferenz zur Gefahr aus dem All: Auch die ESA will Weltraumschrott und Asteroiden abwehren und kontrollieren (+ Video)

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Gefahr aus dem All - Auch die ESA will Weltraumschrott abwehren und kontrollieren (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Gefahr aus dem All. Auch die ESA will Weltraumschrott abwehren und kontrollieren (Bild: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters hat die Menschheit tausende Raketen, Satelliten und Raumfahrzeuge in das All geschickt. Vor allen in den sehr nahen Erdorbit, wo diese Technologien der Raumfahrt mehr und mehr zu einem Problem werden. Inzwischen wimmelt es im Orbit von Weltraumschrott, der sich dort oben in über fünf Jahrzehnten angesammelt hat. Ein wachsender außerirdischer Schrottplatz umkreist unseren Planeten, der zunehmend zu einem handfesten Problem für die Raumfahrt wird. Während US-Präsident Donald Trump 2018 noch verlacht wurde, als er unter anderem gegen diese Bedrohung eine “Weltraum-Armee” ins Leben rufen wollte, diskutiert aktuell auch die ESA, wie man diese wachsenden Bedrohung im und aus dem All kontrollieren kann. Mehr erfahrt Ihr in diesem Beitrag


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Gefahr aus dem All

Während einst die reale Gefahr aus dem All ausschließlich von Asteroiden und Kometen ausging, sieht das heute ganz anders aus. Nicht nur die Gallier hatten Angst, dass ihnen der “Himmel auf dem Kopf fällt”, sondern auch die heutige Raumfahrt.

International wird in den letzten Jahren verstärkt auf das hausgemachte Problem des Weltraummüll hingewiesen. Durch tausende Raketen mit Satelliten & Co., die wird Menschen inzwischen in das All geschossen haben, haben wir unseren Erdorbit wortwörtlich zugemüllt. Millionen künstliche Objekte umkreisen inzwischen unseren Planeten, die durch Raumfahrt und Weltraumforschung im All zurückgeblieben sind.

Dieser Müll ist eine Gefahr. Für uns Menschen auf der Erde ebenso, wie für Astronauten und Satelliten im Orbit. Die allermeisten Müllteile sind klein und damit keine Gefahr aus dem All hier auf der Erde. Zum Beispiel Schrauben oder Metallstücke. Diese verglühen in der Atmosphäre und treffen nicht die Erde. Auch die meisten defekten oder ausgemusterten Satelliten im Orbit verglühen beim Wiedereintritt und schaffen es deshalb nicht bis zur Erdoberfläche.

Hier kommt es auf Größe, Masse, Material und den Eintrittswinkel der Objekte an, denn hin und wieder schafft es dieser Schrott tatsächlich bis auf die Erde. Beispielsweise machen im Netz nicht selten Fotos von Treibstofftanks die Runde, die plötzlich vom Himmel gefallen sind.

Gefahr im All

Die wirklich Gefahr besteht im All selber. Weltraummüll aller Art und Größe rast mit mehreren zehntausend Stundenkilometern um unseren Planeten. Aufgrund dieser Geschwindigkeiten sind solche Objekte wahre Bomben, wenn sie beispielsweise die Internationale Raumstation ISS oder einen  Satelliten treffen. Schon ein von einem Astronauten versehentlich verlorenes Werkzeug kann bei einer Kollision mit einem Satelliten diesen vollkommen zerstören.

Raketenstufen oder inaktive und defekte Satelliten sind große Objekte im All. Zu tausenden umrunden sie unseren Planeten und werden dabei überaus aufmerksam von den Raumfahrtbehörden beobachtet. Diese Geschosse sind meistens erfasst und ihre Bahnen werden sehr genau verfolgt. So muss etwa auch beim Start einer Rakete in den Orbit erst auf ein Startfenster gewartet werden, damit die Flugbahn frei von derartigen Weltraummüll ist.

Solche Objekte werden mit der Ausweitung der Raumfahrt immer mehr. Nicht nur die USA, China oder die Europäer schicken bekanntlich Raketen ins All, sondern auch die private Raumfahrt nimmt stetig zu. Und damit wächst auch die Müllhalte im All kontinuierlich. Hier muss dringend aufgeräumt werden!

Müllsammeln mit der US-“Space Force”

Die großen Müllteile im All sind nicht unbedingt das Problem. Sie könne beobachtet und deren Bahnen verfolgt werden. Trotzdem müssen auch sie eines Tages von dort oben verschwinden, wenn Raumfahrt nicht irgendwann zu einem vollkommen unkalkulierbaren Risiko werden soll. Hier könnte sich tatsächlich ein ganzer Geschäftszweig einer Müllbeseitigung im All entwickeln. Ein Milliardengeschäft.

Wer aber wird führend bei diesem Geschäft sein? Die USA mit der NASA, eine private Raumfahrfirma wie “SpaceX” oder irgendein anderes Land? Genau das dachte sich auch US-Präsent Donald Trump im Sommer 2018, als dieser die Schaffung einer “Space Force” der USA beschloss. Was darauf folgte war ein allgemeines Kopfschütteln in den Massenmedien über den Präsidenten. Doch nur deshalb, weil sie bei der durchaus ungeschickten Bezeichnung “Space Force” sogleich an Militär, Abwehr von Aliens oder “Krieg der Sterne” dachten.

Genau genommen, wie im Juni 2018 in diesem Blog-Beitrag HIER ausführlich dargelegt, will der US-Präsident damit aber nur den Löwenanteil an der zukünftigen Raumfahrt für sein Land sicher. Dazu zählt neben anderen wirtschaftlichen Interessen im All eben auch das Thema Weltraumschott. Ein Zukunftsgeschäft, das Trump nicht Europa oder Russland überlassen will.

“Weltraumsicherheitskonferenz”

Obwohl eine ganze Reihe von “Weltraumverträgen” existieren, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt, muss beim Thema Weltraumschott gehandelt werden.

Hierzu gibt es seit Jahren verschiedene Überlegungen, die eines gemeinsam haben: Kleine Objekte im Erdorbit sind schon lange außer Kontrolle. Sie sind einfach zu klein, als das man diese registrieren, kontrollieren und notfalls anwehen kann. Leider ist das aber die überwiegende Mehrzahl, aus dem der Weltraumschott besteht. Eine heranrasende kleine Bombe dieser Art bemerkt man erst, wenn es zu spät ist …

Also heißt es im Fall Welttraumschott nicht klein anfangen, sondern groß. Deshalb debattierte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am 21. und 22. Januar genau über dieses Problem auf deren “Weltraumsicherheitskonferenz” in Darmstand. Die ESA erklärte dazu in ihrer Pressemitteilung vom  11. Januar 2019:

Die Weltraumumgebung weist zahlreiche natürliche und menschengemachte Bedrohungen auf, die ein Risiko für Leben und Eigentum darstellen und Infrastrukturen in der Umlaufbahn und auf der Erde beeinträchtigen können.

Die ESA arbeitet an neuen Vorhaben und Missionen wie der Mission Hera zu einem binären Asteroidensystem, der Weltraumwettermission L5 zum Lagrangepunkt L5 und Konzepten für die Überwachung und Entfernung von Weltraumtrümmern, um sich diesen Problemen zu stellen. Führende ESA-Experten in den Bereichen Planetenschutz, Weltraumwetter und Weltraumtrümmer werden eine umfassende Einführung in diese Themenkreise geben.”

Bis zu 1.600 Satelliten sind augenblicklich im Erdorbit unterwegs, so Rüdiger Jehn von der ESA. “Mehrere tausend Objekte” sind es inzwischen oder kommen in den nächsten Jahren hinzu. Die Kollisionsgefahr im All steige deshalb ständig und es muss dringend etwas dagegen getan werden, so Jehn.

Aufräumen im Erdorbit

200 Millionen Euro sind erst vor Kurzem für ein Programm eingeplant worden, um gefährliche Objekte im All abzuwehren. Eine europäische “Space Force”, wenn man so will. Angesichts der Kosten für die Raumfahrt allgemein, ein eher normaler Betrag.

Konzepte für eine Abwehr von Weltraumschrott liegen unlängst in der Schublade. Zum teil sind sie sogar bereits erprobt. So könnte man beispielsweise inaktive, zerstörte oder aufgebrauchte Satelliten mit einem Netz einfangen und so sicher. Auch wenn das fast schon “primitiv” klingen mag, funktioniert diese Methode im All. Sie funktioniert aber nur, wenn man weiß wann und wo sich ein solches Objekt im Orbit befindet. Bekanntermaßen ist das längst nicht bei allen so.

Wie allerdings kleine Objekte Weltraumschott beseitigt werden können, ist bisher vollkommen offen. Auch wenn Kollisionen selten sind, sind sie möglich. Man muss auch bedenken, dass es nicht immer klar ist, wer was genau in eine Umlaufbahn schießt. Schließlich gibt es auch genügend geheime Weltraumprojekte, wenn allein an das Thema Spionage denkt.

Überhaupt keine Kontrolle hat man auch dann, wenn zwei Objekte miteinander kollidieren. Stoßen zwei Satelliten zusammen erzeugen sie geradezu eine Wolke aus aus großen, kleinen und kleinsten Trümmern, die sich unvorhersehbar im All verteilt. Stößt eines dieser Stücke mit der Internationalen Raumstation zusammen, kommt es im schlimmsten Fall zur Katastrophe. Ein faustgroßes Metallteil mit einer Aufprallgeschwindigkeit von rund 30.000 Stundenkilometern ist schlicht und einfach eine Bombe!

Weltraumsicherheit

Weltraumschott ist nicht die einzige Gefahr “da oben”. So schreibt die ESA in ihrer Mitteilung zur “Weltraumsicherheitskonferenz”:

Die Weltraumsicherheit ist mit zahlreichen Themen wie dem Umgang mit Weltraumtrümmern, der rechtzeitigen Warnung vor Auswirkungen des Weltraumwetters oder der Aufspürung und der Bahnablenkung von Asteroiden ein aufstrebendes Gebiet, dem im Vorschlag des ESA-Generaldirektors für die nächste Ministerratstagung ‘Space19+’ im November 2019 Rechnung getragen wird.

Asteroiden sind im All eine Gefahr und selbstverständlich auch hier auf der Erde. Auch diese Bedrohung wird seit Jahren diskutiert, nicht nur von der ESA und nicht erst seit seit dieser Konferenz. Vielmehr ist es so, dass die Gefahr durch Asteroiden wesentlich früher in den Fokus rückte, als Gefahren durch “modernen” Weltraumschott.

Hierfür gibt es ganz einfache Gründe. Einschläge von Asteroiden auf der Erde oder deren Detonation in der Atmosphäre sind um ein Vielfaches verehrender, als der Niedergang von Weltraumschott. Obwohl es bei Asteroiden natürlich ebenfalls auf ihre Größe und Beschaffenheit ankommt. In der Regel sind Asteroiden jedoch wesentlich größer und massiver als ein Stück Weltraumschott, dass es bis zum Erdboden schafft. Im schlimmsten Fall kann so ein Geschoss aus dem All hunderte Meter oder sogar einige Kilometer Durchmesser haben. Eine Gefahr für Millionen Menschen!

Bomben aus dem All

Solchen natürlichen Gefahren stehen wir bisher praktisch wehrlos gegenüber. Erdnahe Asteroiden, sogenannte “Near Earth Objects” (NEO), werden auch überwacht. Ähnlich wie Weltraumschott. Plötzlich ankommenden Asteroiden auf Kollisionskurs sind ein unkalkulierbares Risiko, dass schon Jahrzehnte im Fokus der Weltraumforschung steht.

Theoretische Konzepte zur Asteroiden-Abwehr existieren bereits seit Jahrzehnten. Von einer Bahnablenkung bis zur Sprengung der Objekte wurde dabei bereits gedacht. In der Theorie ist das alles wunderbar durchdacht. Genau deshalb gehören auch diese Bomben aus dem Kosmos zum Thema der “Weltraumsicherheitskonferenz” der ESA bzw. deren Forschungen. Die NASA ist hierzu natürlich ebenfalls aktiv, wie zum Beispiel in diesem Blog-Beitrag HIER bereits im Januar 2016 berichtet.

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Schon zu Beginn der Raumfahrt machten sich Weltraumforscher Gedanken über eine Asteroiden-Abwehr. Und so sind die Konzepte, die wir heute haben, in vielen Teilen identisch mit denen, die schon vor 50 und mehr Jahren erdacht wurden. Beliebt ist dabei in Hollywood vor allem die alte Idee, dass man ein gefährliches Objekt mit Atomraketen zerstört. Von solchen Überlegungen ist man heute weitestgehend ab.

Heute stellt man sich weit weniger zerstörerische Methoden zur Asteroiden-Abwehr vor. Etwa, in dem man ihn einfach ablenkt, in dem man dem Asteroiden einen “Stoß” versetzt.

“Asteroid Impact Mission“

Die ESA selbst hatte in diesem Zusammenhang einst große Pläne, über die HIER berichtet wurde. Sie plante das Projekt “Asteroid Impact Mission” (AIM), mit der Techniken zur Asteroiden-Abwehr entwickelt und erforscht werden sollten. Das Projekt sollte erproben, ob und wie es möglich ist, Asteroiden aus Kollisionskurs abzulenken, um so einen vielleicht sogar verehrenden Einschlag zu verhindern.

Geplant während der “Asteroid Impact Mission“ zwei Mini-Satelliten und ein Lander zu dem Asteroiden “Didymos” zu schicken. Ziel war der 150 Meter kleine Mond mit Namen “Didymoon” des Asteroiden, den man mit AIM ablenken und in “Didymos” einschlagen lassen wollte. Die Wissenschaftler versprachen sich daraus Erkenntnisse, ob und wie sich die Flugbahn des Asteroiden durch diesen Einschlag ändert. So ließen sich Rückschlüsse ziehen, wie man in Zukunft einen Asteroiden auf Erdkurs an unserem Planeten vorbei lenken könnte.

Die Ironie ist mit Blick auf die aktuelle “Weltraumsicherheitskonferenz” der ESA, dass das Projekt Anfang Dezember 2016 gestrichen wurde. Es viel Sparmaßnahmen zum Opfer, obwohl es “nur einige zehn Millionen Euro” gekostet hätte, so der Planetenforscher Patrick Michel vom französischen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung in Nizza. Er kommentiere die Streichung der Mission damals unter anderem mit den treffenden Worten:

Ein cooles Projekt wurde gekillt, weil es – auch kurzfristig – an Vision und Mut fehlt. Und das ist wirklich traurig.

Andere Missionen dieser Art werden sicher kommen. Hoffentlich wesentlich eher als ein Asteroid …

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YouTube-Video zum Thema auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

YouTube-Video vom 25. Aug. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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