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Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit im Mittelmeer (+ Videos)

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Neue Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit auf den Mittelmeerinseln (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Neue Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit auf den Mittelmeerinseln (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wann kamen die ersten Siedler vor 7.000 Jahren auf den Inseln des Mittelmeeres an? Und woher kamen die Seefahrer der Steinzeit? Genau das wollen Gen-Forscher anhand von auf verschiedenen Inseln gefunden menschlichen Überresten mittels DNA-Analysen herausfinden. Die internationalen Experten erhoffen sich dadurch die prähistorischen Siedlungswege der frühen Bewohner der Balearen und anderer Mittelmehrinseln rekonstruieren zu können. In einem Fachmagazin haben sie nun ihre Ergebnisse veröffentlicht, die selbst für die Forscher einige Überraschungen bereit hielten, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Siedler der Steinzeit im Mittelmeer

Dass zum Beispiel die Insel Mallorca im westlichen Mittelmeer schon in der Steinzeit von Seefahrern besiedelt wurde, ist durch archäologische Funde belegt. Woher aber diese Siedler nach Mallorca kamen, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Ebenso wie bei anderen Inseln wie Sizilien und Sardinien, werden dazu verschiedene Thesen diskutiert (siehe dazu das 1. Video unten).

Wie jetzt ein internationales Forscherteam um Daniel M. Fernandes von der “Abteilung für evolutionäre Anthropologie” der Universität Wien in dem Fachblatt “Nature Ecology & Evolution” (24. Februar 2020) berichten, sind sie diesen Siedlern ein großes Stück näher gekommen. Ihre genetischen Untersuchungen des Erbgutes von auf den Inseln entdeckten sterblichen Überreste von bis zu 7.000 Jahre alten Individuen, ist die bisher größte Ihrer Art.

Die Forscher kommen in ihrer Analyse der DNA von insgesamt 66 Menschen der Bronze- und Steinzeit zu dem Resultat, dass die Inseln lange vor der Entstehung der Seefahrerkulturen Ziele verschiedener Siedlerwellen waren. Hierbei kamen die Einwanderer aus Afrika, Europa und sogar Asien, wie die Gen-Untersuchungen offenbarten. Je nach Alter und Herkunft der Proben zeigte sich auch, dass die Siedler aus Unterschiedlichen Regionen einwanderten.

In der Bronzezeit zum Beispiel, als vor rund 3.500 Jahren die Kultur im heutigen Griechenland expandierte und ein Handelsnetz zur See ausbaute, kamen mehr Siedler aus dem östlichen Mittelmeer nach Sizilien. Deren Ahnen wiederum entstammen den Gebieten des heutigen Iran im Nahen Osten. Ein untersuchtes Individuum von Sizilien war für die Forscher eine Überraschung. Die Person verstarb vor etwa 4.350 Jahren und ein Großteil dessen Erbgut stammte aus Nordafrika.

Seefahrt im Altertum

Eine andere Person wiederum stammte aus dem heutigen Spanien. Für die Wissenschaftler ein Beleg, dass nicht nur Völker aus den steppen Asien von Ost nach West bis Spanien wanderten, sondern auch in umgekehrter Richtung sich Siedler auf dem Weg machten. Der an der Studie beteiligte Genetiker David Reich von der “Harvard Medical School” in Boston, USA, dazu:

Demnach fungierte die iberische Halbinsel nicht nur als wichtiger Zielort für Ost-West-Wanderungen, sondern war auch Ausgangspunkt für West-Ost-Bewegungen.

Ron Pinhasi von der Universität Wien:

Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Seewanderungen aus Nordafrika lange vor der Ära der Seefahrerzivilisationen des östlichen Mittelmeers begannen und darüber hinaus in mehreren Teilen des Mittelmeers stattfanden.

Erst als Griechen und Phönizier vor etwa 2.800 Jahren durch ihren internationalen Seehandel auf den Inseln im westlichen Mittelmeer Stützpunkte und Kolonien errichteten, änderte sich der Genpool auf diesen. Die Studie belegt demnach, dass bereits lange vor den berühmten Seevölkern wie den Phöniziern Menschen das Mittelmeer befuhren. Vor Jahrtausenden über weite Strecken hinweg.

Erstaunliches stellten die Forscher aber auch an der heutigen Bevölkerung von Sardinien fest. Deren DNA enthält noch immer 56 bis 62 Prozent Erbgut der ersten Bauern der Steinzeit, die vor etwa 8.000 Jahren in Europa einwanderten. Hier war eine genetische Vermischung mit Seefahrern der Bronzezeit, etwa Händlern aus dem Mykenischen Griechenland, vergleichsweise sehr gering. Obwohl vor allem auch ihre Insel fest in das Handessnetz der Seevölker eingebunden war.

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Lars A. Fischinger

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Sensationelle Funde der Archäologie auf der Insel Kreta: Vor 130.000 Jahren gab es offenbar bereits Seefahrt im Mittelmeer! +++Artikel+++

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Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta - per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)
Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta – per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: Fischinger-Online)

Wann begannen Seefahrt, Handel und Besiedlung der Welt wirklich? Das fragen sich nicht nur verschiedene Autoren, die beispielsweise meinen, dass vor vielen Jahrtausenden schon die Ozeane befahren wurden, sondern immer wieder auch Archäologen. Funde aus der Archäologie auf den Mittelleerinseln Kreta und Zypern scheinen nun die Welt der Geschichtsbücher auf den Kopf zu stellen. Archäologen entdeckten dort Spuren einer Besiedlung, die vor rund 130.000 Jahren stattgefunden haben muss. Und diese frühen Siedler konnten nur auf einem Weg gekommen sein: Per Boote über das Mittelmeer. Alle Details über diese spannenden Entdeckungen erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jedes Schuldkind kennt Christoph Kolumbus, der 1492 Amerika wieder entdeckte. Diese Leistung des frühen Entdeckers ist gerade erst bescheidene 525 Jahre her und damit im Vergleich zu anderen mutmaßlichen Seefahrten gerade erst gestern gewesen.

130.000 vor Christus: Die ersten Seefahrer?

Hypothesen, dass Jahrtausende vor Kolumbus schon die Menschen die Ozeane der Erde befuhren und sogar Handel trieben, sind längst nicht neu. In der grauen Vergangenheit, als der Mensch noch einfach und primitiv die Erde bewohnte, sollen schon Menschen beispielsweise bis Amerika gefahren sein. Aber auch spätere Kulturen wie etwa den Phöniziern, Europäische Kelten oder sogar Ägypten soll dies gelungen sein. Anerkannt ist davon nur die Entdeckung Nordamerikas durch die Wikinger rund 500 Jahre vor Kolumbus.

Was aber Archäologen seit etwa acht Jahren auf der Mittelleerinsel Kreta ausgraben, katapultiert den Beginn der Seefahrt in eine Vorzeit, die kulturgeschichtlich überhaupt nicht greifbar ist. Steinwerkzeuge von Menschen, die aufgrund ihres Alters so eigentlich nicht auf Kreta gehören, da sie zum Teil über 130.000 Jahre alt sein sollen. Damit wären unsere sehr sehr frühen Vorfahren in Booten von Nordafrika (dem heutigen Libyen) aus in dieser phantastisch lange zurück liegenden Zeit über das Mittelmeer bis auf die Insel Kreta gekommen.

Davon sind Wissenschaftler um Dr. Curtis Runnels, Professor für Archäologie von der Boston University und Teamleiter Dr. Thomas Strasser, Assistenz-Professor für Kunstgeschichte am Providence College überzeugt.

Nicht erst vor rund 8.000 Jahren betraten Menschen die Insel Kreta, wie es allgemein bisher angenommen wird, sondern weit über 100.000 Jahre früher. In einer Zeit also, als unsere frühen Vorfahren gerade einmal Afrika als die Wiege der Menschheit (über den Landweg!) verließen und den Planeten eroberten. Und, da sind sich die Forscher sicher, eine Landverbindung zu der Insel Kreta gab es in jener Epoche der Menschheit nicht, so dass nur der Weg über das Meer blieb.

Diese Verbindung mit dem Festland existierte nur vor über drei Millionen Jahren, als von “Menschen” noch keine Rede sein konnte.

Handel und Kolonisierung der Erde vor der Zivilisation

Die an der Südküste Kretas gefundenen Steinwerkzeuge stammen aus der Altsteinzeit und Mittelsteinzeit und beweisen nach Runnels und Strasser eindeutig, dass unsere Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen.

Der Homo erectus, unser Vorfahre (s. Rekonstruktion im Titelbild), war einer jener Ahnen, die Afrika verließen und bis nach Europa gekommen sind. Er verließ jedoch in Gruppen und Wellen den Kontinent und kam so vor rund 1,5 Millionen Jahren erstmals auch nach Europa. Obwohl dem Homo erectus abgesprochen wird jemals zur See gefahren zu sein, glauben Strasser und sein Team, dass die gefunden Steinwerkzeuge wie Faustkeile und Äxte dieses Bild ändern könnten.

Bis dato haben die Wissenschaftler rund 2.100 Steinartefakte in Plakias am Südufer der Insel seit 2008 ausgegraben. Diese müssen auf dem Seeweg entweder von Süden (Afrika) oder Norden (Europa) vor über 130.000 Jahren nach Kreta gelangt sein.

Doch auch am Nordufer der Insel machten die Forscher in entsprechenden geologischen Erdschichten vergleichbare Funde. So erscheint Kreta geradezu als eine Art “Brücke” zwischen Europa und Nordafrika. Vielleicht gab es sogar Handel, wobei verschiedene Besiedlungen zu unterschiedlichen Zeiten dieser Frühzeit wohl wahrscheinlicher sind.

“Riesiges Handelsnetzwerk in der Ägäis”

Immerhin kann man als Vorzeit-Europäer seine Faustkeile und Steinäxte auch selber auf dem Kontinent anfertigen. Man muss diese nicht extra über das Mittelmeer importieren.

Handel über das Meer hat es aber wesentlich später auf Kreta gegeben, so Strasser. Ab etwa 9.000 vor Christus müssen die Bewohner Kretas Obsidian importiert haben, wie es Funde des vulkanischen Glassteins belegen. Dieses kommt nicht auf der Insel vor und könnte von der 100 Kilometer entfernten Insel Milos stammen. Diese 2011 gefundenen Obsidian-Werkzeuge zeigen einen Seehandel vor “nur” 11.000 Jahren im Mittelmeer. Diese belege nach Strasser, “dass die Menschen auf Kreta Teil eines riesigen Handelsnetzwerkes in der Ägäis waren”.

Ob es solchen Handel schon 120.000 Jahre früher gab oder die Insel besiedelt war, sollen auch Pollenanalysen in Zukunft zeigen. Knochen wurden bisher nicht gefunden, was auf den Säuregehalt des Bodens an den Ausgrabungsstätten liegt, in dem sich diese nicht erhalten. Auch möchten die Forscher wissen, ob der Mensch oder sogar ein Vorfahr wie der Homo erectus mitverantwortlich für das Aussterben lokaler Tierraten sein könnte. Auf Kreta lebten so exotische Tiere wie Zwergelefanten oder auch Riesenhirsche.

Doch man muss klar bedenken, dass die erste Auswanderung des Homo erectus aus Afrika und die Steinwerkzeuge von Kreta bei Weitem zeitlich nicht zusammen passen.

Wirklich gleich ein Handelsnetz?

Auch wenn die Funde von importierten Obsidian auf Kreta deutlich auf einen Import des Glasgesteins hindeuten, gehen Dr. Strasser und sein Team noch weiter. Die 130.000 Jahre alten Kreta-Steinwerkzeuge, die das angesehene Fachmagazin “Archaeology” (Vol. 64, Nr. 1/2011) zu den “Top 10 Entdecken 2010” zählt, könnten nicht allein dastehen. Auch ähnliche Funde auf der Insel Zypern, die bereits 1992 gemacht wurden, wollen die Wissenschaftler in diesem Sinne einer Seefahrt in der Altsteinzeit neu bewerten.

In einer Veröffentlichung in dem Magazin “Antiquity” (Issue 350, April 2016) schreiben Strasser, Runnels und Claudio Vita-Finzi (Naturhistorisches Museum, London), dass die 14 Zentimeter lange Kholetria-Ortos Steinaxt, die auf Zypern gefunden wurde, durchaus mit den Fundstücken auf Kreta im Kontext gesehen werden könnte. Doch ob es tatsächlich gleich ein “Handelsnetz” gab, ist doch fraglich. Immerhin ist die kürzeste Strecke zwischen Kreta und dem östlich gelegenen Zypern über das Mittelmeer (heute) rund 550 Kilometer Luftlinie weit.

Aber auch ohne ein ganzes Netz von Urzeit-Händlern im östlichen Mittelmeer sind Besiedelungen vor 130.000 Jahren mit einem primitiven Boot eine Sensation. Eine Sensation, die uns erneut zeigt, dass die Neugier des Menschen tiefe Wurzeln hat …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Neues Buch von Erich von Däniken: "Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit"

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Erich von Däniken legt sein neues Buch vor. Er berichtet reich bebildert in seinem neuen Wurf über “Bauwerke, die es eigentlich nicht geben dürfte” und nimtm in Wort und Bild seine Leser und Skeptiker auf eine Reise zu “rätselhaften Titanen, unglaublichen Fakten und als falsch entlarvte Lehrmeinungen”. Rätseln, “von denen wir keinen blaunen Dunst haben”.

Wir leben angeblich in einer Wissensgesellschaft. Doch es gab Dinge in unserer Vorgeschichte, “von denen wir keinen blauen Dunst haben”, schreibt Bestsellerautor Erich von Däniken in seinem neuen, hochspannenden Buch. Steinerne Bauwerke von Meisterhand, rätselhafte unterirdische Anlagen, geometrisch ausgerichtete Steinkreise, die atemberaubenden Pyramiden von Ägypten – wer waren die Baumeister? Und vor allem: Woher hatten sie dieses unglaubliche Wissen?

Detailliert belegt Erich von Däniken die Vermessung ganzer Länder, und dies schon vor Jahrtausenden. Hunderte von steinzeitlichen Heiligtümern liegen in denselben Distanzen zueinander, bilden gigantische Quadrate und Dreiecke. “Es wird Zeit, hellhörig zu werden. Wer ist für das geometrische Raster über unseren Ländern verantwortlich? Wer vermaß vor Jahrtausenden die Erde?” Sind wir alle nur die Bewohner eines globalen zoologischen Gartens, der von irgendwem in Planquadrate und Sektoren aufgeteilt wurde?

Wie war das alles möglich? Die klassische Archäologie gibt darauf keine Antworten. Schlimmer noch: Sie scheint sich nicht einmal dafür zu interessieren. Drohen wir alle zu “Mitläufern des Desinteresses” zu werden, wie Erich von Däniken beklagt?

Nicht alle, denn der Autor öffnet seinen Lesern die Augen – mit brillant recherchierten Fakten und 160 Abbildungen. Er berichtet von “unmöglichen Bauten” in Europa und in der Mittelmeerregion, schildert “verrückte Tatsachen” und entlarvt schonungslos falsche Lehrmeinungen.


In der Großen Pyramide existieren rund ein Kilometer Gänge, Korridore und Räume. Weil sie allesamt in Kammern führen, müssen sie vor dem Pyramidenbau geplant worden sein. Eine derartig komplizierte Planung passt vorn und hinten nicht in die Zeit des Pharaos Cheops aus der 4. Dynastie. Der kam quasi schnurstracks aus der Steinzeit. Stecken statt seiner der vorsintflutliche Prophet Henoch und sein Sohn Methusalem dahinter? Arabische Überlieferungen versichern, in der Großen Pyramide liegen die Überlieferungen aller Wissenschaften, welche die “Wächter des Himmels” den Menschen beibrachten. “Finden wir irgendwo im Labyrinth der angeblichen Cheops-Pyramide die originalen Bücher Henochs?”

“Offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der derartige Fragen aufwirft,” konstatiert Erich von Däniken. In der Großen Pyramide werden nämlich heimlich Tunnels gebohrt. Von wem? Was wird gesucht? Sollen wir nicht erfahren, wer die Ur-Lehrmeister der jungen Menschheit waren?

Sichern Sie sich diese Neuerscheinung. Staunen Sie über all die geheimnisvollen Dinge in unserer Vorgeschichte, auf die uns die klassische Archäologie keine Antworten geben kann. Und erleben Sie Erich von Däniken so, wie ihn seine Leser seit Jahrzehnten schätzen – pointiert, engagiert und provokativ.

Dieses Buch ist ein Schlüssel zu neuen Erkenntnissen!

(Verlagstext

Zu Henoch und den “Wächtern den Himmels”, die Erich von Däniken hier erwähnt, erscheint demnächst mein neues Buch “Rebellion der Astronautenwächter. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen
Zum Thema:


“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein, 1993)
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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto! Stimmt das auch? Von Büchern, Geld und Fake-News

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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer ein Buch bei einem Verlag publiziert, verdient Geld an dem Verkauf. Ob für das Werk im Vorfeld erst mal Geld – etwa für Recherchen –  investiert werden musste, einmal ausgeblendet. In der Prä-Astronautik ist es seit über 50 Jahren Erich von Däniken, der mit weitem Abstand den größten Erfolg mit seinen Veröffentlichungen  zu diesem Thema hat. Erst jüngst erschien sein 43. Buch. Doch wie viel Vermögen hat von Däniken durch seine Arbeiten und Bücher inzwischen “angehäuft”? Das will kürzlich eine News-Webseite gewusst haben, die das “Reinvermögen” des Autors auf “30 Millionen Dollar netto” taxierte. Eine gewaltige Summe. Was aber steckt hinter dieser Meldung und Webseite? Ich habe mir das für Euch einmal genauer angeschaut und auch von Däniken selber gefragt.


Erich von Däniken, die Kritiker und das liebe Geld

Jeder Fan, Leser und auch Kritiker von Erich von Däniken weiß, dass er seit seinem Erstling “Erinnerungen an die Zukunft” 1968 Millionen Bücher verkauft hat. Wie viele genau, da schwanken die Angaben. Von “ca. 70 Millionen” sprechen die Werbetexte seiner letzten Bücher. Bis etwa 1990 hieß es darin, dass seine weltweiten Auflagen bereits rund 50 Millionen Bücher betragen. In über 30 Sprachen.

Die größten Erfolge und Auflagen waren in den ersten Jahrzehnten seiner Arbeit als Autor der Prä-Astronautik. Unangefochten an der Spitze sind dabei fraglos seine ersten Bücher ab 1968. Und doch ist Erich von Däniken mit 85 Jahren noch lange nicht in Rente. Erst vor wenigen Tagen erschien sein 43. Buch, das ich Euch HIER vorgestellt habe. Hinzu kommen abertausende von Vorträge rund um die Welt, die er in mehr als einem halben Jahrhundert gehalten hat.

Man kennt von Däniken in der Grenzwissenschaft. Die Prä-Astronautik, die Ancient Aliens, sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Weit hinter ihm folgen andere Autoren und Forscher dieser Themen, die nicht annähend an die Erfolgte von Erich von Däniken anknüpfen können. Das ist heute nicht anders, wie vor Jahrzehnten. Für Kritiker ist das kein Problem, wenn diese auf Buchveröffentlichungen der Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik und auch UFOs blicken. Für diese sind solche Bücher oft nur reine Geldmache der Autoren.

Dass diese Autoren meistens kaum etwas an ihren Büchern verdienen, und dass sie viel Geld in ihre Arbeiten im Vorfeld investieren, “übersehen” diese Kritiker. Gutes Geld mit solchen Büchern verdienen zu können, ist eine Erfindung der Skeptiker (oder überhaupt mit Büchern).  Wenngleich es “esoterische Buchbereiche” gibt, die bis heute einen guten Markt haben. Hier können die Autoren ohne finanziellen Einsatz – etwa für Recherchen – durchaus gute Absätze erzielen.

Wirklich reich werden kaum irgendwelche Autoren. Egal welche Art Bücher sie schreiben. Zehntausende Manuskripte werden jedes Jahr von Verlagen abgelehnt. Kaum ein Werk schafft es zu einem echten Buch. Und saugt man sich nicht irgendwelche “Enthüllungen” und “Alien-Sensationen” aus den Fingern, haben grenzwissenschaftliche Mystery-Bücher kaum Chancen bei den Lesern.

“Ich kann gut davon leben”

Bei Erich von Däniken sieht das anders aus. “Ich kann gut davon leben” oder “ich bin einer der wenigen, die sich nicht beklagen können”, sagt er selber sinngemäß seit Jahrzehnten immer wieder. Daraus hat er nie ein Geheimnis gemacht. Immer wieder betonte er dies in entsprechenden Interviews, in denen die Sprache auf seine finanzielle Situation kam. Der “Auflagenmillionär” sorgt deshalb nicht selten für hitzige Kontroversen zwischen seinen Kritikern, Hatern und Neidern sowie seinen Lesern, Fans und “Anhängern” der Prä-Astronautik-Idee.

Erst vor kurzen gab es genau dazu eine Diskussion in einem Internetforum. Durch seine Thesen sei von Däniken sogar zum “Multimillionär” geworden, wurde da posaunt. Vollkommen an den Haaren herbeigezogen, wie im dortigen Forum sogar Däniken-Kritiker darlegten. Er verdiene zwar gut, aber das Geld geht auch wieder sehr schnell raus. Zum Beispiel für seine Mitarbeiter, wie betont wurde.

Ein uralt Argument, um die Prä-Astronautik an sich zu “verteufeln”. Man muss nur genug alle Seiten und Bereiche angreifen, ist der Tenor. Vor Jahrzehnten war es nicht anders. Da wurde zum Beispiel von einer großen Zeitung Däniken und die Ideen der Astronautengötter dadurch als Humbug dargelegt, in dem man den Hauptprotagonisten einfach persönlich mit Belanglosen angriff. In diesem Fall: Von Däniken trägt erhöhte Sohlen bzw. Absätze – da er so klein ist, und ihn sonst keiner ernst nimmt.

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Auch wenn immer wieder das Thema “Geld” im Zusammenhang mit der Person von Däniken aufkommt, bleibt es für viele nicht uninteressant. Da gibt es keinen Unterschied zu irgendwelchen Promis aus Hollywood oder Z-Promis diverser Müll-Sendungen des deutschen Fernsehens. Irgendwie interessiert es die Öffentlichkeit. Das dachte sich auch eine Internetseite vor wenigen Tagen, die verkünden konnte, wie viel Vermögen der Herr Erich von Däniken besitzt.

Erich von Däniken Vermögen: 30 Mio. Dollar netto

Die Banken werden wohl die einzigen sein, die über die Finanzen des Erich von Däniken Bescheid wissen. Neben ihm selber, natürlich. Doch kürzlich bekam ich die Google Alert-News “Erich von Däniken Vermögen – so reich ist Erich von Däniken wirklich”, die auf einem fragwürdigen News-Portal im Netz veröffentlicht wurde. Übrigens seine Webseite, die unter anderem zu allen möglichen öffentlichen Personen die behaupteten Vermögen publiziert.

In den angeblichen Finanz-News zu von Däniken war unter anderem zu lesen:

Erich von Dänikens Reinvermögen: Erich von Däniken ist ein Schweizer Autor mit einem Nettovermögen von 30 Millionen Dollar.

(…) Eines seiner bekanntesten Werke ist das 1968 erschienene Buch ‘Chariots of the Gods?’. (…) Er hat viele Bücher in englischer und deutscher Sprache verfasst, darunter sein jüngstes Buch ‘Remnants of the Gods: A Visual Tour of Alien Influence in Egypt, Spain, France, Turkey, and Italy’ in 2013. (…) Seine Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt und haben sich über 63 Millionen Mal verkauft.

30 Millionen Dollar netto! Das ist nicht gerade wenig und Erich von Däniken damit fraglos Multimillionär.

Wie kommt diese riesen Summe zusammen? Das wird auf der zweifelhaften Webseite natürlich nicht verraten. Trotz mehr oder wenig seriöser Aufmachung im Stil einer Nachrichtenseite ist das wohl nicht mehr als eine Fake-News-Schleuder. Auch meine Anfragen nach einer Quelle oder einem Beleg für diese beachtliche Angabe, wurden dort nicht beantwortet.

Es scheint aber eine alte “Information” zu sein, die aus dem Englischen übernommen wurden. Das zeigt sich schon an dem genannten Buchtitel “Chariots of the Gods?”, womit die englische Ausgabe seines Erstlings “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 gemeint  ist. Dann handelt es sich bei dem angeblich “jüngsten” Buch “Remnants of the Gods” um den englischsprachigen Titel des von Däniken-Buch “Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit“, das schon 2012 in Deutsch erschien. Danach folgten noch eine ganze Reihe weiterer Bücher; auch in englischer Übersetzung. Auch ist die Angabe von 63 Millionen verkauften Büchern überholt.

Ohne seriöse nachweisbare Quelle also nichts weiter als Fake-News.

Von Däniken: “So ein Unsinn!”

Was sagt denn Erich von Däniken dazu, dass alle Welt durch Verbreitung unter seinen Namen in den Google-News  nun seinen Kontostand weiß? Ich habe ihn mal selber gefragt, da er diese Meldung sicher nicht mitbekommen hat.

Lieber Lars, DANKE für die Mitteilung.

W e r  schreibt denn diesen Unsinn über mein angebliches Vermögen?  Ich habe kein Vermögen. Richtig ist, dass ich all die Jahre gut verdiente, aber das Geld das hereinkam, ging genauso schnell wieder hinaus. Und dies für keinerlei Luxus. Ich besaß je weder eine Villa, einen Swimmingpool oder ein Ferrari-ähnliches Auto. Die Einnahmen gingen in die Forschung, mein Archiv, Reisen,  Mitarbeiter etc.

Tatsache ist auch, dass ich seit März dieses Jahres keine Einnahmen habe. Alle Reisen, Vorträge, Verpflichtungen in den USA und anderswo wurden abgesagt. Corona sei Dank!(Formatierung von Erich übernommen)

Selbst die meisten Däniken-Kritiker werden unumwunden zugeben, dass das eine gepfefferte Fake-News ist. Es stellt sich die Frage, warum jemand solchen Quatsch in die Welt setzt? Neid auf den Erfolg des Autors mit seinen Ideen um Außerirdische in der Antike? Wohl weniger, da auch andere angebliche Vermögen diverser Personen des öffentlichen Lebens hier “offengelegt” werden. Zum Beispiel von der bekannten verstorbenen Schauspielerin Marlene Dietrich. Sie war laut dieser Webseite mit einem Vermögen von 30 Millionen Dollar netto angeblich genauso reich wie Erich von Däniken heute …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, “Weltraumrassismus” und sein neues Buch 2020 (+Video)

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VIDEO: Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, "Weltraumrassismus" und sein neues Buch (Bild: Screenshot YouTube / Erich von Däniken Official / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Erich von Däniken über Beweise für die Ancient Aliens, “Weltraumrassismus” und sein neues Buch 2020 (Bild: Screenshot YouTube / Erich von Däniken Official / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Erich von Däniken hat sich online wieder zu Wort gemeldet. Mit einem interessanten Video auf seinem offiziellen YouTube-Kanal, das ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Zumal von Däniken darin nicht nur von seinen Beweisen für die die Ancient Aliens spricht, sondern auch erstmals umfangreich von seinem kommenden Buch, das noch in diesem Herbst erscheinen wird. Was der Altmeister der Prä-Astronautik noch berichtete und einige Hintergründe dazu, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Neues von Erich von Däniken

Anfang 2019 startete Erich von Däniken mit einem eigenen offiziellen Kanal auf YouTube, den ich in diesem Beitrag HIER bereits vorstellte. Seit dem füllt sich der Channel nach und nach mit Videos von und mit dem Altmeister der Prä-Astronautik.

Nicht nur Dokumentationen bzw. Ausschnitte aus TV-Sendungen, wie etwa aus “Ancient Aliens” des History Channel, gehen dort online. Ebenso erscheinen dort auch Videos, die von Däniken zwischen der Arbeit in seinem Büro aufnimmt. In diesen berichtet er über aktuelle Ereignisse, Projekte und Tätigkeiten, wie Ihr zum Beispiel in diesem Posting HIER sehen könnt. Und so erschien dort nach einigen Monaten der Stille am 30. Juli ein neues Video von ihm:

Erich von Däniken spricht in seinem neuesten Video über schlagkräftige Beweise für den Besuch von Außerirdischen in grauer Vorzeit. Er spricht über sein neustes Buch-Manuskript und die kommende Reise nach Malta.

So die knappe Videobeschreibung auf YouTube. Doch das Video beinhaltet weit mehr, als es diese wenigen Worte in der Beschreibung vermuten lassen.

Beweise für Götter aus dem All

Die Themen des Videos “Erich von Däniken über Beweise für die Paläo-SETI und seine neuesten Projekte”, das Ihr unten eingebunden findet, sind recht zahlreich. Denn, so von Däniken, er wird immer wieder nach Belegen für seine Idee, dass die Götter aus dem Kosmos reale Außerirdische waren, gefragt. So beschreibt er zum Beispiel die Geschichte um den Sirius und den Stamm der Dogon in Mali (Afrika).

Ein bei den “alten Hasen” der Prä-Astronautik sehr gut bekanntes Beispiel. In diesem geht es darum, dass der afrikanische Stamm der Dogon in ihren Mythologien bis heute davon sprechen, dass einst “Götter” vom Sirius kamen, die ihnen eine Art “geheimes Wissen” brachten. Dieses Wissen besteht aus astronomischen Kenntnissen vom Sirius-System, dass die Dogon eigentlich gar nicht wissen konnten. Denn es war in jener Zeit, als es von Ethnologen in Mali aufgezeichnet wurde, überhaupt noch nicht bekannt, wie es heißt.

Erst spätere und neue Forschungen in der Astronomie haben beispielsweise entdeckt, dass es einen weiteren Stern bei Sirius gibt. Man kann ihn mit bloßem Auge nicht sehen. Doch das Volk der Dogon habe dies bereits gewusst und in Mythen weitergegeben, so die Befürworter des Dogon-Rätsels. Was von Däniken nicht erwähnt, ist die Quelle dieses “Sirius-Mysterium”. Es ist das Buch “The Sirius Mystery” von Robert K. G. Temple aus dem Jahr 1976, das unter dem Titel “Das Sirius-Rätsel” bereits 1977 in deutsch erschien.

Bis heute einer der Klassiker der Prä-Astronautik (Artikel HIER), das seit dem für Kontroversen sorgt. Ein aktuelles Nachfolgebuch erschien 1998 von Temple, in dem er “neue wissenschaftliche Beweise für einen Alien-Kontakt vor 5.000 Jahren” präsentierte. Leider erschien dies bisher nicht in deutsch.

Von Stonehenge bis Polynesien

Erich von Däniken nennt noch weitere Beispiele für seine Beweise, dass die Götter aus dem All kamen. Etwa, das die Kreise von Stonehenge in England ein maßstabsgetreues Modell des inneren Sonnensystems darstellen. Da mit dem Bau des sogenannten “Stonehenge 1” (damals nur eine einfache Ringanlage ohne riesige Megalithen) bereits vor über 5.000 Jahren Jahren begonnen wurde, konnte eigentlich niemand den Aufbau des Sonnensystems kennen. Und warum sind zahlreiche Megalithanlagen der Steinzeit offenbar nach geometrischen und mathematischen Modellen erbaut worden? Über Kilometer hinweg!

Woher kam also dieses Wissen, fragt sich von Däniken nicht nur im unten stehenden Video.

Gleiches gilt für die sogenannten Cargo-Kulte, die auf diesem Blog bereits mehrfach Thema waren. Kulte, die aus der Konfrontation technisch entwickelter Menschen mit technologisch primitiven Völkern entstanden. Zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg, als Soldaten der USA im Pazifik auf einsamen Inseln landeten, wobei diese mit ihren Flugzeugen von den Einheimischen staunend und argwöhnisch beobachtet wurden. Daraus entstanden teilweise solche Cargo-Kulte.

Hier nennt von Däniken das Beispiel eines solche Kultes auf der Insel Tanna, der in der Tat eine erstaunliche Ausprägung hat. Ein Kult, in dem die USA als “gelobtes Land” verehrt wird und eine Art Gottheit mit Namen “John” die Hauptrolle spielt. Mehr über diesen interessanten Kult erfahrt Ihr in diesem Gastartikel HIER, den der Kollege Walter-Jörg Langbein schrieb. Er war vor Ort im Pazifik um sich diesen Cargo-Kult selber anzusehen.

“Dank Corona”: Neues Däniken-Buch kommt früher

“Dank Corona” ist auch von Däniken derzeit an sein Büro gefesselt. Zahlreiche Vorträge und Reisen wurden abgesagt oder verschoben. So aber hatte der emsige Autor des Phantastischen mehr Zeit für sein neues Buch, das er erstmals in diesem Video konkret vorstellt. An dem Manuskript arbeitete er bereits etwas länger, doch durch “Homeoffice” konnte er es früher beenden und so wird es auch einige Wochen früher erscheinen.

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“Alles Evolution oder was? Argumente für ein radikales Umdenken”, so der Titel seines kommenden Buches, das Ende September oder Anfang Oktober 2020 erscheinen soll. Wie es der Titel unschwer verrät, widmet sich von Däniken in diesem Fragen und ungelösten Rätseln der Evolutionstheorie, wozu er auch einige spannende Beispiele nennt. Ist wirklich alles nur Evolution auf diesem Planeten, oder steckt mehr dahinter? Wenn ja, was?

“Weltraumrassismus”

Das neue Werk erscheint wieder im bekannten Kopp-Verlag. Für von Däniken die Gelegenheit einige Worte zum Verlag zu sagen, da dieser in seiner Gesamtheit so gerne in die rechte Ecke gestellt wird. Die beliebte Nazi-Keule hat den Kopp-Verlag schon lange pauschal getroffen, weshalb für angebliche “Kritiker” sogleich alle dort verlegten Autoren Nazis sind. Gern verwendete “Argumente” in der heutigen Zeit.

Natürlich trifft es dann auch von Däniken, als sicherlich der erfolgreichste Autor des Verlages. Er würde, so heißt es, unsere Ahnen schlicht für “dumm” halten, so dass Wesen aus dem All kommen mussten, die dann entsprechende Monumente usw. erbauten und Wissen brachten. Das sei angeblich “rassistisch”.

Man wirft ihm dabei “Weltraumrassismus” vor, da er in einigen Büchern behauptet (die teilweise erschienen, bevor es den Kopp-Verlag bzw. -Versandt überhaupt gab), dass Außerirdische Sex mit Menschentöchtern gehabt haben. Auch das ein beliebtes “Argumente” von “Kritikern”, die sich zum Teil dabei selber mit blödsinnigen Aussagen um Kopf und Kragen reden! Zurecht verweist von Däniken darauf, dass diese Aussagen nicht seine Erfindung sind, sondern in den alten heiligen Schriften halt tatsächlich stehen.

Detailliert wurden diese in “Rebellion der Astronautenwächter” von mir 2015 analysiert. Denn: Sie sind nun mal da – die alten Texte, die das behaupten.

Versunkene Zivilisationen

Erich von Däniken spricht am Ende eher knapp etwas Erstaunliches an.

Hier geht er auf eine versunkene Zivilisation bzw. versunkene Ruinen ein, die im Meer vor der Küste der Mittelmeerinsel Malta liegen. Hierzu gab es jüngst Tauchexpeditionen und nähere Untersuchungen, da diese Ruinen oder versunkenen Tempel 10.000 oder mehr Jahre alt sein sollen. Und sie liegen in einer Meerestiefe von um die 30 Meter. Damit wären diese Entdeckungen auf dem Meeresgrund, wie in diesem Beitrag HIER geschildert, eine Weltsensation.

Thorsten Morawietz, Taucher und Teilnehmer dieser Expeditionen, veröffentlichte erst kürzlich dazu sein Buch “Das versunkene Königreich“. Noch in diesem Jahr wird auch Erich von Däniken selber eine Leserreise auf die Insel Malta durchführen, die er im Weiteren beschreibt.

Interessant für viele aus der Community meines YouTube-Kanal der “Grenzwissenschaft und Mystery Files” dürfte auch die von Däniken beschriebene A.A.S. sein. Die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI”, die eingefleischte Prä-Astronautiker und treue Leser dieses Blogs natürlich kennen. Dieser “Däniken-Verein” widmet sich vollständig der Prä-Astronautik und gibt dazu das Magazin “Sagenhafte Zeiten” heraus.

Da ich immer wieder von meiner YouTube-Community gefragt werde, wo man den Ansteker oder den Anhänger mit dem “Goldflieger” bekommen kann, den ich in meinem Videos trage: Diese bekommt man (ähnlich) bei der A.A.S. unter diesen Direktlink. auf der Seite SagenhafteZeiten.com. Viele werden diesen “Goldflieger” aus Kolumbien auch von Erich von Däniken selber  oder aus der TV-Serie “Ancient Aliens” kennen.

Für Kritiker ein Fisch, ein Krokodil, reine Phantasie, ein Vogel oder schlicht ein mythologisches Mischwesen. Im Sinne der Prä-Astronautik aber eine primitive Kopie eines Fluggerätes der Götter, das im Sinne der oben genannten Cargo-Kulte entstanden sein könnte.

Video von Erich von Däniken

Video vom 30. Juli 2020 von Erich von Däniken

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Corona: Große Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (+ Videos)

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Corona: Große Ausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Corona: Große Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Die 1999 auf dem “Mittelberg” nahe des Ortes Nebra in Sachsen-Anhalt gefundene “Himmelsscheibe von Nebra” gehört mit ihren mindestens 3.700 Jahren zu einem der bedeutendsten Funde der Archäologie. Nach dem das durch Raubgräber gefundene Artefakt 2002 in den Besitz der Landesarchäologie von Sachen-Anhalt in Halle überging, ist es Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, Debatten und Forschungen. Und auch Herzstück diverser Ausstellungen. Doch jetzt gab das “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt “bekannt, dass die geplante Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” für 2020 abgesagt wurde. Grund sei das Corona-Virus (COVID-19). Auch der weitere Verlauf einer Ausstellungsplanung in Kooperation mit dem Britischen Museum in London sei ungewiss. Alle Einzelheiten erfahrt Ihr hier.


Sonderausstellung zur “Himmelsscheibe von Nebra”

Am 20. November 2020 sollte feierlich die Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte”  im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) eröffnet werden. Geplant war sie bis zum 16. Mai 2021. Danach sollte die “Himmelsscheibe” im Britischen Museum in London ausgestellt werden, wie es bereits 2019 ausgehandelt wurde.

Als Gegenleistung sollten wertvolle Artefakte und Ausstellungsstücke des berühmten Londoner Museums nach Deutschland kommen und in Halle gezeigt werden. Zu der seit Jahren gelpanten Sonderausstellung heißt es vom “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie”:

Wir präsentieren die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre, in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst.

Neue Funde und Befunde aus Sachsen-Anhalt werden durch hochrangige Objekte von über 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland (wie zum Beispiel dem goldenen Cape von Mold oder dem Goldhut von Schifferstadt) ergänzt und in bewährt exklusiver Gestaltung in Szene gesetzt. Den roten Faden bildet die zeitliche Ordnung des archäologischen Kulturguts vom Ende der Steinzeit bis in die mittlere Bronzezeit, etwa 1.400 Jahre Menschheitsgeschichte.

Eine mehr als lohnende Ausstellung für alle an der Archäologie und der Geschichte unserer Vorfahren interessierten Menschen. Schwerpunkte sollen “das Ende der Steinzeit”, die “Himmelsscheibe” an sich sowie die Handesnetze und -Wege unserer damaligen Vorfahren sein. Ein Fernhandel von Zinn, Gold, Kupfer und Bernstein über tausende Kilometer, der von Skandinavien über Deutschland bis Mesopotamien und Ägypten reichte.

Damit einher ging der Austausch von Ideen, Weltanschauungen und religiösen oder spirituellen Vorstellungen, die sich zum Teil auch auf der “Himmelsscheibe von Nebra” niederschlugen.

Corona-Absage der “Himmelsscheiben-Ausstellung” für dieses Jahr

Daraus wird nun leider vorerst nichts, wie die Archäologen aus Halle mitteilten. Schuld ist auch hier das Corona-Virus, dass bereits die archäologische Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Halle an der “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” nahe Magdeburg behindert. Dem 115 Meter großen “Stonehenge von Deutschland”, wie in diesem Beitrag HIER Anfang April berichtet.

So sahen sich die Verantwortlichen dazu gezwungen die Sonderausstellung der “Himmelsscheibe” und anderer Funde in Halle auf das kommende Jahr zu verschieben. Sie soll nach den derzeitigen Plänen Ende Mai oder Anfang Juni 2021 eröffnet werden und bis zum Januar 2022 gehen. In einer Pressemitteilung vom 22. April hieß es zu dieser Entscheidung:

Angesichts der Tatsache, dass vielerorts Großveranstaltungen bis weit in den Herbst hinein abgesagt werden müssen, hat sich das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle in enger Abstimmung mit seinen Partnermuseen entschlossen, die große Landesausstellung zur Erforschung der Himmelsscheibe von Nebra zu verschieben.

Bei dem zu erwartenden starken öffentlichen Interesse an der Schau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, inwieweit die notwendigen Sicherheitsbestimmungen Einschränkungen für die Besucher erfordern würden.

Zudem erschwert der international wie national stark eingeschränkte Personen- und Warenverkehr derzeit auch die für eine Ausstellung nötige Logistik erheblich. Momentan ist die rechtzeitige Verfügbarkeit vieler herausragender Ausstellungsexponate nicht zu gewährleisten. Hier sind insbesondere die zahlreichen Leihgaben aus verschiedenen Museen des Vereinigten Königreiches, Italiens und Frankreichs zu nennen. Sie bieten einen umfassenden und einzigartigen Einblick in die Welt der Himmelsscheibe von Nebra vor über 3.600 Jahren – mit Fundstücken, die teilweise noch nie in Deutschland zu sehen waren.

Ein notwendiger Schritt, denn was nützt eine Sonderausstellung, bei der die Exponate nicht gezeigt werden können, oder die keiner besuchen kann?

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Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Gast-Artikel + Videos)

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Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Pyramide auf La Palma / Bild: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)
Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Pyramide auf La Palma / Bild: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)

Pyramiden stehen nicht nur in Mexiko oder in Ägypten. Man findet sie auch auf den Kanarischen Inseln wie Teneriffa und sogar auf den Azoren. Wer aber hat sie dort wann errichtet? Sind sie ein Werk der Ureinwohner der Kanaren, die man heute zusammengefasst Guanchen nennt? Ein rätselhaftes Volk, deren Herkunft und Geschichte auf den Inseln noch immer Fragen aufwirft. Welche das sind, erfahrt Ihr in diesem Gast-Artikel von Dr. Dominique Görlitz.


Die Guanchen und das Rätsel der Kanaren

Die Geschichte und Herkunft der Guanchen genannten Ureinwohner der Kanaren ist eines der noch ungelösten Rätsel der modernen Archäologie. Die Theorien über deren Ursprung füllen ganze Bibliotheken. Die kulturelle Vielfalt der einzelnen Inseln und der Sachverhalt, dass sie ihre Sprache und ihre materielle Kultur bis zur Ankunft der Spanier beibehalten, machen die Kanaren als “Freilichtmuseum” im afro-europäischen Teil der Alten Welt einzigartig.

Dieser Kurzartikel soll auf das “Kanaren-Problem” aufmerksam machen, wie viel Forschung hier eigentlich noch zu leisten ist, um deren Herkunft zu erleuchten.

Die Historiker können das Dilemma der kanarischen Archäologie im Grund auf drei Problemfelder zurückführen:

  1. Das Fehlen schichtenkundlicher Studien, die das Beobachten einer Kulturabfolge für das vorspanische Teneriffa gestattet hätten.
  2. Das Fehlen einer absoluten und relativen Chronologie.
  3. Die Schwierigkeit, Beziehung zwischen den Altkulturen Teneriffas und der übrigen Kanarischen Inseln sowie die gleichzeitigen Kulturen der nahen Teile des afrikanischen Festlandes zu ermitteln und das Verhältnis der anthropologisch überschaubaren Menschengruppen zu den einzelnen Altkulturen zu klären.

Diese Schwierigkeiten werden noch dadurch verstärkt, dass viele Wissenschaftler immer noch die Kanaren als einen Teil Europas, und nicht Nordafrikas mit den entsprechenden Kulturen ansehen.

Vor etwa 20 Jahren habe ich dazu mit Thor Heyerdahl und Harald Brehm sowie anderen Forschern, auch von der Universität in La Laguna auf Teneriffa, eine Menge Arbeit investiert. Im Zuge der ABORA I (1999) habe ich die Ergebnisse auch in dem Buch “Segeln gegen den Wind im Mittelmeer” DSV Verlag Hamburg veröffentlicht. Heute hat sich die wissenschaftliche Situation nicht wesentlich gebessert.

Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Bilder: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)
Pyramide von Güimar auf Teneriffa / Spiralförmigen Felsbilder von La Zarma auf den Kanarischen Inseln / Abora IV (Bilder: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)

Pyramiden auf den Kanaren

So werden die Pyramiden von Teneriffa und auf La Palma (s. Titelbild) immer noch vielfach spanischen Bauern zugeschrieben, obwohl die frühesten Chronisten die Urbevölkerung dafür verantwortlich machen (das Gleiche trifft übrigens auf die Azoren-Pyramiden von Pico zu!).

Ein weiteres Problem für die Klärung des Ursprungs stellen die beiden Floßfahrten mit RA I & II von Thor Heyerdahl dar. Aufgrund der schlechten Segeleigenschaften beider Papyrusboote, die nur direkt, also 180° vor dem Wind segelten, gehen die meisten Archäologen davon aus, dass die Erstbesiedler nur sehr weit nördlich gestartet sein konnten oder dass sie passiv, zum Beispiel von den Phöniziern, auf die Kanaren verschleppt wurden.

Der Kanarenexperte Bruno Schmidt, der ebenfalls eng in Kontakt mit Thor Heyerdahl stand, hat als erster anhand der Segeldaten von RA II versucht, den möglichst südlichen Startort einer Paläo-Besiedlung zu rekonstruierten.

Leider kannte er damals noch nicht das ABORA-Projekt, dessen Schilfboote sogar leicht gegen den Wind mit der Strömung aufkreuzen können.

So sind wir auf unserer letzten Expedition mit ABORA IV von Rhodos sowohl quer zum Wind als auch quer zu einer mäßig starken Strömung ohne Probleme halb am Wind gesegelt. Mit derart gut aufgetakelten Flößen wäre also nach meinen neueren Berechnungen ein Übersetzen selbst südlich von Safi möglich gewesen. Außerdem hätten jene Entdecker auch zwischen den Inseln segeln, und so kulturelle Errungenschaften austauschen können.

Die Pyramiden von La Palma oder Teneriffa sowie die spiralförmigen Felsbilder von La Zarma, La Palma demonstrieren, die Vielzahl der möglichen Herkunftsorte von der Bretagne bis ins Mittelmeer der erste Ureinwohner der Kanaren.

Dieser Artikel erschien ebenso auf der Webseite Atlantisforschung.de.Mit freundlicher Genehmigung. Links von Fischinger-Online.

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