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Katsina-Figuren der Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland: Dahinter verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte!

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Katsina Figuren der legendären Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland - doch was hat es mit diesen Wesen auf sich? (Bilder: NASA & Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich / Montage: Fischinger-Online)
Katsina Figuren der legendären Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland – doch was hat es mit diesen Wesen auf sich? (Bilder: NASA & Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich / Montage: Fischinger-Online)

Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main bereitete 2020 eine Ausstellung vor, die sich ganz den Figuren namens Katsina oder Katchina der Hopi-Indianer aus den USA widmen sollte. Wie die Universität jetzt mitteilte, steht diese aufgrund der aktuellen Lage “zunächst unbefristet online zur Verfügung”. Doch kaum jemand wird diese Katsina-Puppen oder auch nur die Hopi aus Arizona kennen, der sich nicht mit Indianern beschäftigt. Anders bei den “alten Hasen” der Prä-Astronautik, die bei dem Volk der Hopi sofort aufhorchen. Denn hinter diesem Stamm und dessen Katsina-Figuren verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte um antike Außerirdische und versunkene Kontinente. Welche das genau ist, erfahrt ihr hier.


Die Hopi-Indianer

Überall auf der Welt haben versunkene Zivilisationen, Kulturen und  Religionen unzählige Bildnisse ihrer „spirituellen Welt“ und Weltanschauung hinterlassen. Figuren, Zeichnungen, Reliefs oder andere Objekte, die Götter, Himmelswesen oder Geister zeigen sollen. Derartiges findet sich bis heute. Man denke nur an das Christentum, das auf frommen Darstellungen den „Himmel“ mit vermeintlichen Engeln und Heiligen wiedergibt.

Solche Relikte einer überirdischen Welt finden sich aber auch bei eher weniger bekannten Kulturen und Völkern, die noch heute existierenden. So wie bei dem Stamm der Hopi-Indianer aus den USA. Das Volk, das eigentlich „Hopituh Shinumu“, „friedliches Volk“, heißt, lebt im Nordosten des US-Bundesstaates Arizona. Sie zählen zu der Gruppe der Pueblo-Indianer, von denen die bekanntesten sicher die Anasazi aus den Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona sind. Deren „Cliff Palace“ im „Mesa-Verde“-Nationalpark in Colorado oder ihre Bauwerke und Dörfer im „Chaco Canyon“ in New Mexico sind heute legendär. Auch bei uns im Westen sind diese dank des Fernsehens in der Allgemeinheit zumindest vom Ansehen her durchaus bekannt.

Diese Hopi, aber auch andere Stämme der Region, stellen seit unbekannten Zeiten seltsame Puppen her. Katsina, Katchinas oder auch Katsinam nennen sie diese spirituellen Figuren, deren Deutung und Bedeutung sowie Aussehen überaus vielfältig ist. Hierzu hat die Goethe-Universität in Frankfurt am Main in einem interdisziplinären Lehrprojekt 2020 eine Ausstellung erarbeitet, die vor allem aus einer Schweizer Privatsammlung stammt.

Wie Dr. Anke Sauter in einer Pressemitteilung am 11. März bekannt gab, wird diese Ausstellung aufgrund der Corona-Lage in diesem Jahr (auch) virtuell stattfinden. So sollen möglichst viele Interessierte in den Genuss der Ausstellung „Die Wanderer: Katsinam, Tithu und Aby Warburg“ (www.diewanderer.info) kommen. Eigentlich war sogar ein Besuch von Stammesmitgliedern der Hopi zu der Ausstellung geplant, doch Corona machte auch hier ein Strich durch die Planungen. In der Pressemitteilung heißt es:

Wegen der Pandemie konnten sich die Studierenden nur online besprechen; ein Besuch von Mitgliedern des Hopi-Stammes in Frankfurt musste abgesagt werden; und auch die bereits organisierte Exkursion nach Zürich fand nicht statt. Die 18 Studierenden, angeleitet durch den Ethnologen Dr. Markus Lindner und die Kunsthistorikerin Dr. Hilja Droste (inzwischen an der Universität Bonn) machten das Beste daraus und befassten sich intensiv mit dem Material, das ihnen vom Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich (NONAM) zur Verfügung gestellt worden war.“

Hierzu soll auch eine Publikation von Dr. Markus Lindner und Dr. Hilja Droste folgen und die Ausstellung selber „steht zunächst unbefristet online zur Verfügung“, wie es in der Mitteilung heißt.

Die Katsina der Hopi

Die meist aus Holz geschnitzten Figuren oder Puppen wiederum unterscheiden sich zum Teil sehr in ihrem Aussehen:

Manche sehen aus wie Adler im Menschengewand, manche wie bunt behangene Außerirdische. Eine Art Clown mit Kopf und Körper einer Biene schleckt an einem Lutscher. Ein überdimensionierter Kopf ist von Kaktusblättern umkränzt. – Die Phantasie der Hopi beim Schnitzen ihrer sogenannten Katsina-Puppen scheint grenzenlos zu sein.“

Als „spirituelle Vorbilder“ und „spirituelle Wesen“ werden diese Katsinas auch in der Pressemitteilung der Goethe-Universität bezeichnet. Imaginäre „Gotteswesen“ oder Mittler zwischen den Welten in der Theologie der Hopi-Indianer. Über die Indianer vom Stamm der Hopi selber wiederum weiß indes der „Ottonormalbürger“ eigentlich überhaupt nichts. Von den rund 1.180(!) indigenen Völkern, die allein in den USA und Kanada anerkennt sind, kennen die meisten kaum mehr als die Gruppe der Apachen. Verbunden mit einem verträumten Indianer-Bild aus Hollywood.

Anders bei den „alten Hasen“ der Prä-Astronautik. Sie werden bei der Erwähnung des Hopi-Stammes und der Katsinas hellhörig. Warum?

Die Hopi fertigen seit Jahrhunderten diese Puppen an, die sie selber Katsinas nennen. Angeblich stellen diese himmlische Wesen dar, die einst von genau dort zu den Vorfahren der Indianer gekommen sind. Sie brachten den frühen Hopi Wissen, Weisheit, Technik und halfen ihnen, bevor sie wieder verschwanden, wie es die „klassische Prä-Astronautik“ sagt. Denn, so heißt es weiter, vor unbekannten Zeiten einmal seien die Urahnen der Hopi-Indianer aus einem fremden Land gekommen, das im Ozean versunken ist. Erst nach einer langen Reise voller Gefahren fanden sie eine sichere Heimat. Dort, wo sie heute noch leben. Ich komme am Ende darauf zurück.

Die Katsina: Außerirdische?

Spannende Legenden, die Millionen Menschen vor Jahrzehnten sicher erstmals hörten. Und zwar in dem Dokumentarfilm „Botschaft der Götter“, der nach dem Film „Erinnerungen an die Zukunft“ nach den Büchern von Erich von Däniken gedreht wurde. Darin wurden sehr viele Themen der Prä-Astronautik erstmals einem weiten Publikum in Wort und Bild erstmals präsentiert, die noch heute Teil der Ancient Aliens sind. Etwa das Raumschiff des Ezechiel, die Steine von Ica, die Goldflieger aus Südamerika, die Linien von Nazca oder auch die Ruinen von Pumpa Punku.

1976 hatte dieser heute längst legendäre Dokumentarfilm seine Uraufführung. Wie ich immer wieder gerne erwähne, war es genau dieser Film im September 1989, der mich zum Thema Prä-Astronautik brachte, als ich ihn damals zufällig am deutschen Privatfernsehen (Pro7) sah …

In „Botschaft der Götter“ wiederum rezitiert der Sprecher auch eine Legende der Hopi über ihre mythische Herkunft:

Von Insel zu Insel zogen sie dem Festland entgegen. Immer wenn sie eine Insel verließen, versank diese im Meer. Nur wenige Hopi-Krieger errichten das Festland, und auch sie hatten alle ihre Waffen verloren.

Da kamen aus glänzender Sonne seltsame Wesen, die ihnen Werkzeuge brachten, welche besser waren als alles, was sie vorher besaßen. Diese Wesen sahen anders aus, als die Menschen unserer Welt. Sie hatten unglaubliche Kräfte und ihr Zauber war stärker als Feuer und Blitz. Die Hopis nannten sie: Katsina.“

Für Prä-Astronautiker ein klarer Hinweis auf eine Überlieferung, die an die Götter aus dem All erinnert. Auch wenn die „Hopi-Thematik“ heute wohl kaum mehr in der Diskussion um Astronautengötter vorkommt. Genau diese Katsina-Puppen, die in solchen vielfältiger Form zu finden sind, werden in „Botschaft der Götter“ gezeigt und mit Darstellungen antiker Astronauten verglichen.

“Weißer Bär”

Auch „Weißer Bär“ („Sohn des letzten Hopi-Häuptlings“) kommt in dem Film zu Wort. Er erklärt zur Herkunft und Bedeutung dieser Katsinas:

„(…) Katsinas waren jene Wesen, die meinem Stamm einst in seinem Lebenskampf geholfen haben. Eines Tages haben sie uns verlassen. Sie versprachen jedoch zurück zu kommen. Damit nun unsere Kinder nicht erschrecken, wenn diese seltsamen Wesen wieder auftauchen, haben  wir über viele Geschlechter hinweg diese Puppen angefertigt, die wie Katsinas aussehen.“

Um die 400 verschiedene Arten solcher Figuren mit ihren sonderbaren Aussehen sollen es bei den diversen Stämmen geben. Auch werden solche Stücke unlängst für Touristen angefertigt und zum Teil für hohe Summen verkauft. Vor rund 100 Jahren begann aufgrund des Interesses der „Weißen“ an diesen Figuren deren Kommerzialisierung. Unter 100 Dollar geht es für einfache kleine Figuren los – und hört bei 2.500 Dollar für detailreiche Puppen auf. Wer hier ein Geschäft der Indianer mit den Touristen vermutet, liegt richtig. „Verwerflich“ ist diese Form des Dazuverdienen ganz und gar nicht! Was sich der normale Tourist sicher nicht leisten kann, sind alte Original-Puppen, die auf Auktionen durchaus mal fast 300.000 US-Dollar pro Stück kosten können.

Nur: Weiß der Besucher oder jemand, der sie online im Shop des „Kachina House“ (oder eBay, Etsy…) bestellt, dass diese Puppen angeblich Astronautengötter darstellen?

Ethnologen haben die Schnitzpuppen der Hopi schon lange im Visier. Sie verweisen immer wieder darauf, dass es grundsätzlich keine einheitliche Deutung der Wesen gibt. Sie sind alles in allem höre Wesenheiten, die mal Geister, mal Ahnen oder auch Götter bzw. Botschafter zwischen Himmelswesen und Menschen sein können. Ebenso Repräsentanten der Natur und Naturkräfte wie Wasser. Schon Kinder bekommen solche Puppen geschenkt, damit sie sich an deren Aussehen gewöhnen können. In sehr einfach gehaltenen Variationen dienen sie den Kleinen sogar als Spielzeug, worauf schon 1936 Gene Meany Hodge in „The Kachinas are coming“ hinwies.

“Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen”

Sehr gut fasst die Seite Welt-der-Indianer.de dies zusammen:

Kachina wirken als Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen und bringen den lebensnotwendigen Regen zur Erde. Sie sind also heilige Geistwesen, die viele Aspekte der Natur repräsentieren und mit Tanz und Gesang gefeiert wurden. Den Kachina zu Ehren, welche für die Indianer übernatürliche Wesen waren, wurden komplexe Maskenrituale durchgeführt.

Die Kachina-Puppen wurden den Kindern übergeben, um sie in spielerischer Art in die religiöse Welt der Erwachsenen einzuführen. Aus diesem Grund sind die Puppen exakte Kopien der Masken und Kostüme, die von den erwachsenen Kachina-Tänzer getragen werden, einschließlich der Symbole und Farben.“

Dort wird auch eine andere Geschichte über die „Entstehung der Katchinas“ zitiert, wie sie der Pueblo-Stamm der Zuni erzählen soll:

Vor langer Zeit, als das Volk auf der Suche nach der heiligen Mitte der Welt einen Fluss durchwatete, glitten einige Kinder ins Wasser und wurden dann in Wasserwesen verwandelt. Sie trieben bis zum Zusammenfluss des Zuni und des Colerado River. Nach vielem Beten und Opfern des Volkes kamen die Kinder als Kachinas zurück und brachten Regenwolken mit, welche die Felder fruchtbar machten. Nach dieser Begegnung wollten immer mehr Mütter in diese Kachina-Stadt, um ihre Kinder zu sehen. Da es aber nicht genügend Platz für alle gab, ließen die Kachinas die Zuni wissen, dass in Zukunft nur noch ihre Geister in die Tänzer der Zeremonien fahren werden.“

Diese Legende unterscheidet sich sehr von den Erzählungen von „Weißer Bär“ in der Dokumentation „Botschaft der Götter“. Parallelen sind aber zweifellos zu erkennen.

Die versunkene Welt Kasskara

In das Bewusstsein der Prä-Astronautik-Forscher kamen die Hopi und ihre Mythen um die Katsinas erst durch das Buch „Kasskara und die sieben Welten“ (1979) von Josef F. Blumrich. Es ist jener legendäre Autor, der zuvor das Buch „Da tat sich der Himmel auf“ (1974) veröffentlichte, in dem er die heute allseits bekannte „Rekonstruktion des Raumschiffs des Ezechiel“ aus dem Alten Testament vorlegte. Das Werk des NASA-Ingenieurs über die Hopi ist dagegen ungleich weniger bekannt.

Grundlage von Blumrichs Buch sind Aussagen von „Weißer Bär“, die er alle auf Tonband dokumentierte. Im Vorwort schrieb Josef F. Blumrich über den Indianer damals:

In seiner Darstellung von Tatsachen, Ereignissen und Einzelheiten war er unbeirrbar.“

Demnach gäbe es in der Mythologie der Hopi und auch zu den seltsamen Puppen zahllose Hinweise auf Außerirdische vor Jahrtausenden. Sie können an dieser Stelle keinesfalls alle rezitiert werden, doch zusammenfassen kann man sagen:

Die Hopi glauben, dass sie in einer vierten Welt leben und die dritte Welt Kasskara gewesen sei. Ein untergegangenes Land im Westen – also im Pazifik. Zeitgleich habe es im Osten, also Atlantik, einen weiteres Land gegeben, womit ausdrückliche Atlantis gemeint war. Während Atlantis schnell unterging, sei Kasskara als Urheimat der Hopi recht langsam „versunken“.

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Auch die Katsina wären alles andere als nur spirituelle Geistwesen, sondern waren physische Wesen von den Sternen. Seit der ersten Welt weilten diese bereit hier, wie „Weißer Bär“ Blumrich erzählte. Es waren Lehrmeister und Helfer der Hopi-Ahnen, die in Fluggeräten über den Himmel fuhren. Sie halfen auch bei der Umsiedlung der Hopi nach Amerika.

Der verlorene Kontinent

So erreichten sie letztlich auf drei verschiedene Arten Südamerika, während ihre Heimat nach und nach im Meer versank. Einmal durch „fliegende Schilde“, eine anderem Mal mit „großen Vögeln“ und die dritte Welle der Einwanderer kam mit Booten. Die Osterinsel wird dabei als die einzige Insel genannt, die bei ihrer Flucht anschließend nicht in den Fluten versank. Von Südamerika aus begann ihre Wanderung bis in die heutigen USA. Immer „unter dem Schutz der Kachinas“, so „Weißer Bär“: Blumrich zitiert ihn mit den Worten:

Das geschah natürlich alles vor sehr langer Zeit, denn der Anfang der Wanderung, die Ankunft der ersten Clans auf den Fliegenden Schilden, liegt etwa 80.000 Jahre zurück.“

Nach und nach begann so die Besiedlung und Landnahme auf den beiden amerikanischen Kontinenten.

Weiter heißt es, dass die Völker Mittelamerikas wie Maya und Azteken (abtrünnige) Angehörige der Hopi waren. Mehr noch, denn die himmlischen und real anwesenden Katsina haben den Menschen in der weltberühmten Maya-Stadt Palenque in Mexiko Wissen und Weisheit vermittelt! Palenque sei demnach eine Stadt der Hopi. Eine Art Universität, in dem die Fremden aus dem All die Menschen unterrichteten. Letztlich sind eines Tages diese Wesen wieder zu den Sternen zurückgekehrt.

Verständlicherweise folgte viel Kritik auf das Buch von Blumrich. Vor allem, da er die Katsina als leibhaftige Lebewesen wiedergibt und nicht als Geistwesen aus spirituellen Sphären. Ebenso auch, da er von Fluggeräten bzw. sogar Raumfahrtzeugen in der Hopi-Mythologie und über die versunkene Welt Kasskara spricht. Dem „Mutterland“ der Hopi, was „Kasskara“ bedeuten soll. So meinen Kritiker auch, dass die Hopi überhaupt kein Kasskara kennen würden. Alles sei frei erfunden. Anstoß wurde auch genommen, dass „Weißer Bär“ eindeutig von Atlantis als gesprochen haben soll. Bekanntlich ist Atlantis ein „westlicher Mythos“, den wir dem Griechen Platon verdanken.

Katsinas als Lehrmeister der Menschen

Übersehen wird von den Kritikern dabei aber, dass „Weißer Bär“ selber zu Blumrich sagte, dass er „bei diesem Namen bleiben“ will, „weil er dir geläufiger ist“. Bei den Hopi hieße das „Land im Osten“ nicht Atlantis, sondern werde als „Taláwaitichqua“ bezeichnet. Dies beute in Etwa so viel wie Land „Land in Richtung Morgen“ oder „Sonnenaufgang“ – also im Osten.

Hierzu muss man anmerken, dass das Standartwerk „Das Buch der Hopi“ (1977) von Frank Walters (aber auch andere Bücher) eindeutig zeigen, dass Blumrichs Ausführungen unter Berufung auf „Weißer Bär“ alles andere als aus der Luft gegriffen sind. Oder sein könnten. Bei Walters, der mehre Jahre unter den Hopi lebte, und die Überlieferungen von rund 30 Stammesmitgliedern verschiedener Clans aufzeichnete, findet sich das „Mutterland“ Kasskara als „Kuskurza“. Seine aufgezeichneten Überlieferungen sind ähnlich und im Kern mit den Schilderungen von Blumrich oft identisch. Auch bei ihm ging die Hopi-Urheimat unter. Und gleichfalls finden sich „Fluggeräte“ in der von ihm dokumentierten Theologie der Hopi. Blumrich selber vermerkt mehrfach, das “Das Buch der Hopi” sein Interesse an diesem Volk weckte.

Während Blumrich aber das Stichwort „Atlantis“ nutzt, findet sich bei Walters kein Verweis auf eine im Ozean versunkene dritte Welt. Was sich aber bei ihm findet, sind detaillierte Schilderungen, dass diese Wesen in der Maya-Stadt Palenque die Menschen in Wissenschaft schulten. Unter anderem lehrten diese Wesen:

  • „Geschichte und Bedeutung der vergangenen drei Welten“
  • „Aufbau und die Wirkungsweise des menschlichen Körpers“
  • „tieferes Wissen über die Gesetze der Natur“
  • „die Gesetzmäßigkeiten des planetaren Systems“
  • (wie diese) „die Sterne das Klima, die Ernte und den Menschen selbst beeinflussen“

Wissenschaftliche Erkenntnisse?

Zu diesem Zweck nahmen die Geistwesen „die Gestalt gewöhnlicher Menschen an und galten als Kachinaklan“. Folglich verwandelten sie sich geradezu, um Menschengestalt anzunehmen. Sie übernahmen daraufhin eine gewisse Zeit die Führung der Menschen in der neuen, vierten Welt. Nach dem Untergang oder der Vernichtung der dritten Welt, die Blumrich eben als Kasskara wiedergibt, sei dies vor allem geschehen. Nach reinen unsichtbaren Geistwesen klingt das nicht.

Wohlgemerkt, diese Ausführungen stammen nicht von einem Autor des Phantastischen oder Prä-Astronautik! Sie stammen aus dem Buch von Waters, der noch weitere Überraschungen bereithält:

Man weiß heute auch, dass es in verschiedenen Erdepochen ‚Sprünge‘ des magnetischen Felds der Erde gegeben hat, so dass sich die magnetischen Pole an wechselnden Stellen befanden, so lag der Nordpol wahrscheinlich auch einmal mitten im Pazifik und einmal im Südwesten der USA. Die Parallele zu dieser wissenschaftlichen Entdeckung findet sich in der Mythologie der Hopi in der Behauptung, dass sich die polare Mitte der Erde aus der verschwunden Dritten Welt in das Heimatland der Hopi in der gegenwärtigen Vierten Welt verlagerte.“

Wie konnten das die Hopi wissen? Ähnlich wie der Mythos, dass einige Clans der Hopi von einem Gott in den hohen, vereisten Norden gesandt wurden. Ausgerüstet mit magischen Kräften sollten sie durch Gebete gegen die voranschreitende Vereisung des Nordens ankämpfen. Letztlich gelang es nicht und das Vordringen des Eises war unaufhaltsam. Das klingt nach einer Erinnerung an die letzte Eiszeit und Vergletscherung Nordamerikas.

Sogar der Anthropologe Harold Courlander und sein Koautor Stephan Dömpke verweisen in ihrem Werk „Hopi – Stimmen eines Volkes“ (1986) auf das erstaunliche Wissen der Hopi. Die Wissenschaft würde das Können der Indianer in der Landwirtschaft „vor bisher ungelöste Rätsel“ stellen, so die Autoren. Mit dem Buch von Blumrich, dies am Rande, sind sie wiederum alles andere als zufrieden. Wie die meisten Indianerforscher. Richard S. Kelly zum Beispiel sah schon 1988 in „Spiritueller Imperialismus oder die Vereinnahmung der Hopi“ die Arbeit von Blumrich schlicht als „wertlos“ an. Sie sei voller „ungezügelten Dilettantentum“, so Kelly.

Geistwesen oder real?

Ob „Weißer Bär“, der mit vollen Namen Oswald „White Bear“ Fredericks heißt, in seinen Erzählungen uns den sprichwörtlichen Bären aufgebunden hat? Sicher zumindest scheint, dass er ein angesehenes Mitglied der Häuptlingssippe war. Wohl nicht, wie in „Botschaft der Götter“ behauptet, der Sohn des Stammesführers. Eher der Neffe des Häuptlings Oraibi, wie es auch Walters wiedergibt.

Anhand der oben zitieren Mythologien ist klar, dass es unter den Clans oder Stämmen der Hopi keine einheitliche und verbindliche Weltanschauung gibt. Die alten Überlieferungen und Legenden  variieren, was auch auf die wahre Natur der Katsina zutrifft. Sie sind oder waren offenbar beides, physische Wesen einer fernen Vergangenheit und rein spirituelle Geister. Das eine schließt das andere nicht aus. Auch in andere Religionen, Kulturen oder Theologien haben sich Götter, die einst real auf Erden gewandelt sein sollen, später zu Geistwesen gewandelt. Selbst für Jesus gilt das.

Interessant ist auch die untergegangene Welt Kasskara an sich. Sie war nicht einfach so plötzlich weg, denn dafür gab es einen Grund. Dieser wird, mehr oder weniger direkt, in dem sündhaften und ungöttlichen Verhalten der Ur-Hopi verortet. Eine eindeutige Parallele zu weltweiten Mythologien dieser Art, die ich in „Rebellion der Astronautenwächter“ dokumentiert habe. Allerdings auch fraglos zum Mythos des versunkenen Atlantis, dessen Ende kam, als die Bewohner zu „maßlos“ wurden. Zumindest Laut Platon. Obwohl Blumrich selber Kasskara und Atlantis miteinander verbindet, passt das eigentlich nicht, da die „Mutterheimat“ der Hopi im Westen gelange habe. Ob im Meer, da widersprechen sich die Aussagen.

Sind biblische Einflüsse in die Hopi-Mythologie zu finden? Etwa in den Aussagen, dass sie bei ihren Wanderungen nachts einem Stern und am Tage einer Wolke folgten, wie es Waters in seinem Buch „Hopi“ dokumentiert? Erinnerungen an den Exodus aus dem zweiten Buch Moses werden hier wach. Oder anders: Beruhen ähnliche Motive in den Mythen nicht ganz einfach daher, da hier ähnliche Erinnerungen verarbeitet wurden? Immerhin sollten wir annehmen, dass die raumfahrenden Götter der Prä-Astronautik einst überall auf der Erde waren. Bei allen oder vielen Menschen, die dann auch ähnliches erlebt haben könnten.

Der untergegangene Kontinent Mu

Was nicht unerwähnt bei diesen Katsinas und der vernichteten Welt Kasskara bleiben darf, ist die Geologie.

Blumrich gibt Ausführungen von „Weißer Bär“ wieder, die davon sprechen, dass die Erde mehrfach einen „Polsprung“ erfuhr. Ein Thema, das seit Jahrzehnten bis heute diskutiert wird (mehr dazu auch HIER). Der Indianer traf dabei Aussagen, die Geologen fraglos ein müdes Lächeln auf das Gesicht zaubern würden. So sollen zum Beispiel Nord- und Südpol ihre „Plätze“ getauscht habe, da sich die Erde als Planet als Ganzes drehte. Also nicht die magnetischen Pole sich umkehrten, was ein gewaltiger Unterschied ist. Verschiedene Erdachsenverschiebungen in verschiedenen Welten oder Zeitaltern musste unsere Erde dabei schon überstehen. Und mit ihnen unsere Ahnen und die Ur-Hopi. Nicht immer „kippte“ der Planet dabei aber vollständig, sondern teilweise nur „halb“.

So haben dann auch die außerirdischen Katsinas eines Tages bemerkt, dass Amerika aus dem Meer gestiegen sei. Denn zuvor gab es das nicht, und Atlantis im (heutigen) Atlantik und Kasskara im (heutigen) Pazifik waren nur durch Wasser voneinander getrennt. Die Katsinas nutzen diese neu entstandenen Kontinente zur Umsiedlung der Hopi, wie es Blumrich nach „Weißer Bär“ dokumentiert hat. Von (vier) verschiedenen Zeitaltern, Welten oder vernichteten Vorzeiten sprechen allerdings auch andere Völker. Inklusive der Maya und Azteken.

Geologen werden diese Art von Behauptungen rund weg als Spinnerei bezeichnen! Millionen Jahre sind beispielsweise schon die Anden in Südamerika alt, die nach und nach durch die Plattentektonik in die Höhe wuchsen. Nicht mehr oder wenig plötzlich durch Weltkatastrophen. Was aber dennoch bis heute durchaus von einigen angenommen wird.

Heute sind die Hopi, ihre seltsamen „Astronauten-Puppen“ und die Geschichten von „Weißer Bär“ offenbar der Diskussion der Prä-Astronautik-Fans herausgefallen. Viele werden diese kaum mehr kennen. Der Mythos, dass im Pazifischen Ozean einst eine riesige Landmasse oder eben ein ganzer Kontinent versank, ist aber weiterhin sehr populär. Meist wird dieser Mu genannt. Diese Spekulation gab es schon lange vor den Erzählungen von „Weißer Bär“, wobei dazu vor allem James Churchward genannt werden muss. Er veröffentlichte 1926 sein Buch „The Lost Continent of Mu, the Motherland of Men“, dem vier Bücher zum Thema versunkener Kontinent Mu bis 1935 folgten. Ein Jahr später starb der Erfinder der Mu-Idee.

Für die Hypothese einer unterfangenen Welt im Pazifik ist Churchward der vergessene Pionier überhaupt, der schon vor fast 100 Jahren dafür von der Fachwelt abgelehnt wurde.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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2012: Was sagt eigentlich die UFO-Sekte "FIGU" um Billy Meier dazu?

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In dem Buch oben von 1999 haben Roland M. Horn und ich damals umfassend über die Sekte “FIGU” (Schweiz) und deren wirren Machenschaften berichtet.

Doch was sagt der Sekten-Chef Billy Meier (der angeblich in Kontzakt zu Aliens steht) zum Thema “2012” bzw. was sagen seine angeblichen “Alien-Freunde” von den Plejaden dazu? Das berichteten wir bereits 2010 in unserem Buch “Die Akte 2012“. Wir schrieben:

Der UFO-Fan Eduard Albert Billy Meier der UFO-Gruppe ,Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien’,(F.I.G.U.), Schweiz, behauptet ebenso, dass er Kontakt mit Aliens von dort hat. Und das seit 1942. Er ist überzeugt, dass nur er allein wirklichen Kontakt mit diesen Außerirdischen hat, mit denen er sehr oft spricht. Doch zu 2012 gibt Meier mit Berufung auf seine Außeririschen erstaunlicherweise in allen Dingen Entwarnung. So ist es etwa in dem Alien-Kontakt-Bericht Nr. 479 vom 5. September 2009 auf den Seiten figu.org zu entnehmen.

 
Doch im “FIGU-Bulletin” Nr. 72 (Dezember 2010) hat sich die UFO-Sekte dazu erneut gemeldet. Meier fragte seinen Alien-Freund “Ptaah” bzg. der Sonnenaktivität. Die Antwort des “Aliens” findet Ihr ab Seite 3 hier (PDF)
Hier auch ein Video dazu:
Viel Spass.

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“Alle haben sich geirrt!”: Das Rätsel um den Riesen von Cerne Abbas – bleibt vorerst ungelöst +++ Video +++

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VIDEO: Alle haben sich geirrt - Das Rätsel des Riesen von Cerne Abbas - bleibt ungelöst (Bild: Google Earth)
VIDEO: Alle haben sich geirrt – Das Rätsel des Riesen von Cerne Abbas – bleibt ungelöst (Bild: Google Earth)

Überall auf der Welt haben unsere Ahnen zum Teil gigantische Erdbilder und geometrische Figuren angelegt. Meistens nennt man diese Bilder in der Landschaft Geoglyphen oder auch Scharrbilder, die teilweise viele tausend Jahre alt sind. Vor allem aber geben sie immer wieder Rätsel auf. Eines davon ist der “Cerne Abbas Giant” in Großbritannien. Ein nakliger Riese, dessen Alter, Herkunft und Bedeutung unklar ist. Wie in einem ersten Video auf Mystery Files 2020 berichtet, wollten Archäologen nun das Rätsel des Giganten lösen. Doch trotz erlangter Antworten bleibt das Rätsel für die Forscher bestehen, wie Ihr in diesem Video erfahrt.


Cerne Abbas und rätselhafte Geoglyphen

Scharrbilder bzw. Geoglyphen gibt es auf der ganzen Welt. Eines davon ist der Riese von Cerne Abbas in Großbritannien, der seit Jahrhunderten Rätsel aufgibt. Jetzt haben ihn Archäologen datiert, um seine Geheimnisse zu entschlüsseln. Doch der Riese gibt sie nicht preis.

Solche zum Teil gigantische Darstellungen findet man von dem weltbekannten Nazca in Peru über die USA, die Gebiete der ehemaligen UdSSR bis nach Großbritannien. Selbst in Saudi-Arabien findet sich ähnliche “Gebilde”, wie in diesem Video HIER berichtet, die viele, viele tausend Jahre alt sind.

Alle diese Geoglyphen, den seltsamen “Erdzeichnungen”, haben gemeinsam, dass man sie nur aus der Luft vollständig sehen kann. Oder von einem in der Nähe befindlichen Berg. Was ihre Schöpfer damit im Einzelnen ausdrücken oder bezwecken wollten, ist meistens vollkommen unbekannt. Bekannt ist aber das Alter zahlreicher dieser Scharrbilder und Erdzeichnungen.Es sind geradezu klassische Rätsel der Archäologie.

Zum Teil wurden sie bereits vor vielen Jahrtausenden angelegt. Teilweise aber erst vor wenigen Jahrhunderten. Und bei nicht wenigen ist das genaue Alter noch vollkommen unbekannt.

Der Riese von Cerne Abbas

Wie bei dem Riesen in Südengland. Dem als “Cerne Abbas Giant” über die Grenzen von Großbritannien hinaus bekannten riesigen nackten Mann. Aufzeichnungen über diesen Giganten gehen nur bis in das 17. Jahrhundert zurück – doch wurde er da auch erst erschaffen?

Wie in einem ersten Video über diesen nakeligen Riesen im Frühjahr 2020 berichtet, sollte das nun geklärt werden. Britische Archäologen wollte mit wissenschaftlichen Methoden das Bild datieren. Stammt aus es der Steinzeit, da es in England tatsächlich tausende Jahre alt Bodenbilder gib? Oder von den Römern? Oder sogar erst aus einer Zeit nach dem Mittelalter, wie auch angenommen wurde.

Das jetzt veröffentlichte Ergebnis zeigt: “Alle haben sich geirrt!”, wie es ein beteiligter Archäologe formulierte. Das Rätsel um den Riesen von Cerne Abbas bleibt auch eines, wie Ihr in diesem Video vom 1. Juni 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Juni 2021 auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China: Stehen diese sogar in Verbindung mit der chinesischen Mythologie?

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Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China (Bild: german-xinhuanet.com
Neue Entdeckungen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur in China (Bild: german-xinhuanet.com)

Bereits vor einigen Jahren wurde im Südwesten von China eine rätselhafte Kultur entdeckt, die als Sanxingdui-Kultur bekannt wurde. Seit dem graben Archäologen in den Ruinen und machen immer neuen Funde, über die auf diesem Blog bereits berichtet wurde. Überaus bizarr erscheinende “Götzen” und Opferbeigaben, die laut chinesischen Forschern zu einer der größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts gehören. Jetzt gaben die Wissenschaftler ihre neuen Funde und Entdeckungen bekannt. Stehen diese sogar in Verbindung mit der chinesischen Mythologie?


Sanxingdui in China: Fremdartig und unbekannt

In der Provinz Sichuan im Südwesten von China fanden lokale Bauern vor fast 100 Jahren bei Arbeiten zufällig Relikte in der Erde. Vor allem Objekte aus Jade (s. a. Video HIER), die auf eine versunkene archäologische Stätte schließen ließen. Um ihre Funde in klingende Münze umzusetzen, verkauften die Finder ihre Kostbarkeiten. So wurden sie in alle Winde unter Privatsammlern verstreut. Ein Problem für die später in dieses Gebiet kommenden Archäologen. Sie suchten das Gebiet rund 50 Jahre ohne Erfolg ab.

Das änderte sich ab 1986 als erneut durch Zufall weitere Funde gemacht wurden. Objekte aus Gold, Ton und Bronze kamen zutage, die die Archäologen zuvor in dieser Fülle und Gestaltung noch nie gesehen hatten. Schnell wurde deutlich, dass hier eine versunkene Kultur des alten China verborgen lag. Nach und nach kamen tausende Artefakte von einer nie dagewesenen Kunstfertigkeit und einem vollkommen unbekannten Stil ans Licht des modernen China. Man hatte die Sanxingdui-Kultur gefunden.

Die Wurzeln dieser in ganz China einmaligen Kultur reichen weit zurück. Bis zu fast 5.000 Jahre in die Vergangenheit. Dank der bis heute anhaltenden Ausgrabungen ist man sich sicher, dass sogar das mythische Volk der Shu mit diesen Ruinen in Zusammenhang stehen könnte. Eine Art von Ur-Dynastie des alten China mit weitreichenden Einflüssen.

2019 habe ich in diesem Artikel HIER bereits über die Sanxingdui-Kultur berichtet. Denn vor allem die tausenden von fremdartigen Figuren, Masken und “Fratzen” mit ihren unbekannten Darstellungsform erinnern an Wesen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Astronautengötter, von denen es in China heißt, dass diese “Himmelswesen” oder “Ur-Kaiser” einst aus den Wolken kamen und die ersten Dynastien gegründeten. Vor allem fand man diese Artefakte in Opfergruben. HIER ein Beispielbild.

Sanxingdui und die Geburt Chinas

Verglichen mit westlichen Kulturen und Ruinenstätten ist Sanxingdui in unseren Breiten kaum bis gar nicht bekannt. Obwohl Ausstellungen mit Fundstücken dieser Kultur schon Anfang und Mitte der 1990er um die Welt gingen. Auch in verschiedenen Städten in Deutschland stießen damals die rätselhaften Objekte aus dem fernen China auf Interesse beim Publikum. In New York (1998) oder auch Singapur (2007) war es nicht anders.

Zeitgleich eröffnete 1997 in Guanghan nahe der Ruinen auch das “Sanxingdui-Museum”, in dem heute die meisten der Funde und Artefakte zu besichtigen sind. Genau dort, so meldete es die Nachrichtenagentur Xinhua aus China am 27. Mai, wurden gestern die neuesten Entdeckungen der Ausgrabungen der Öffentlichkeit präsentiert. Mehr als 1.000 neue Relikte konnten die Forscher der Öffentlichkeit präsentieren. Sie stammen vor allem aus sechs Opfergruben, die seit 2020 vor Ort ausgegraben werden. Laut Tang Fei, dem Direktor des “Forschungsinstituts für kulturelle Relikte und Archäologie” der Provinz Sichuan, komme man bei den aktuellen Grabungsarbeiten sehr gut voran.

Deshalb wolle man “die neuesten Errungenschaften einschließlich der archäologischen Arbeiten an der Ausgrabungsstätte vorstellen und bedeutende Projekte präsentieren, die die Bekanntheit der Sanxingdui-Kultur weltweit fördern sollen”, so Xinhu. Denn laut den Chinesen soll es sich bei den Ruinen um eine der “größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts” handeln. Die Archäologen erhoffen sich, dass die Forschungen in Sanxingdui ” den gemeinsamen, vielfältigen Ursprung der chinesischen Zivilisation näher beleuchten können”.

Angesichts der Fremdartigkeit der dargestellten Gesichter und Figuren in ihrem Aussehen und ihrer kulturellen Umgebung, fragt man sich als Mystery-Jäger aber auch, ob die Chinesen dabei auch ihre eigene Mythologie mit in Betracht ziehen …

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Lars A. Fischinger

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Von blutigem Wasser, Schwefel vom Himmel und “fliegenden Kugeln”: Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (+ Video)

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Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)
Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)

Die Marienburg (Malborg) unweit von Danzig in Polen ist der größte und mit Abstand prachtvollste Backsteinbau Europas. Eine ab dem 13. Jahrhundert von den Rittern des Deutschen Ordens errichtetet Anlage mit einer überaus bewegten Geschichte. Doch wie bei vielen historischen Monumenten gibt es auch hier Geschichten hinter der offiziellen Geschichtsschreibung. Sie finden sich in alten Chroniken und Sagen und lassen die Marienburg teilweise in einem ganz anderen Licht erscheinen. Welche das sind, erfahrt Ihr hier.


Das antike UFO-Phänomen und die Marienburg

Seit der Mensch in den Himmel schaut, erblickt er dort die sonderbarsten Erscheinungen. Nicht nur Naturphänomene, die unsere Vorfahren einst vor ungelöste Rätsel stellten. Meist wurden diese von der Vorzeit über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit mit göttlichen oder auch dämonischen Erscheinungen in Zusammenhang gebracht. Dank zahlreicher historischer Aufzeichnungen, teilweise bebilderter Chroniken und aufmerksamer Geschichtsschreiber sind viele dieser Zeichen am Himmel oder Wunderzeichen heute bekannt. Und auch oft naturwissenschaftlich zu erklären.

Bei anderen Himmelszeichen sind rationale Deutungen als „Laune der Natur“ problematischer. Einer der Gründe, warum moderne Mystery-Forscher einige dieser Erscheinungen mit dem „heutigen“ UFO-Phänomen in Zusammenhang bringen. In der Tat belegen die antiken Schriften und Dokumente, dass es ein UFO-Phänomen durchaus schon vor Jahrhunderten gab. Längst nicht alle Sichtungen oder Objekte am Himmel de Vergangenheit lassen sich aus heutiger Sicht als ein natürliches Schauspiel erklären.

Wieder andere überlieferten Wunder, Erscheinungen oder Himmelsphänomene entziehen sich uns heute vollends einer logischen Deutung. Wobei es gleichgültig ist, ob man die Natur dahinter vermutet, oder eben das UFO-Phänomen. Es bedarf jedoch beispielsweise bei einer Erscheinung von kämpfenden „Rittern in Rüstungen“ am Firmament sicherlich eine gehörige Portion Phantasie dazu, aus diesen UFOs zu machen. Eher könnte man hier religiöse Propaganda hinter solchen Berichten vermuten – und damit Fake-News.

In anderen Fällen ist das nicht unbedingt notwendig. Etwa bei einem Ereignis, dass sich Ostern 1661 bei der Stadt Danzig und der Marienburg im heutigen Polen ereignet haben soll. Eine mittelalterliche Burg des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, die in Polen heute nach dem Ort Malborg (Zamek w Malborku) heißt. Die gewaltige Burg ist der größte Backsteinbau Europas, um die sich nicht wenige Legenden und Geschichte ranken.

In dem am Ende angefügtem Video berichte ich ebenfalls von einigen dieser Überlieferungen.

Blutiges Wasser, Schwefel vom Himmel und Kugeln am Firmament

Abraham Hartwich hielt 1722 in seinem Werk „Geographisch-Historische Landes-Beschreibung derer dreyen im Pohlnischen Preussen liegenden Werdern, als des Dantziger-Elbing- und Marienburgischen“ unter anderem über die Marienburg diverse seltsame Ereignisse fest. Nicht nur aus dem Jahr 1661.

Hartwich listete darin eine ganze Reihe zum Teil überaus ungewöhnlicher Phänomene auf, die sich rund um die Burg ereignet haben sollen. Längst nicht alle dieser dokumentierten Berichte lassen sich heute erklären. Sie reichen von „Feuer vom Himmel“, das zahlreiche Gebäude nieder brannte (1551), über „Wasser im Stadtgraben“ und später an anderen Plätzen, das sich insgesamt dreimal „in Blut verwandelte“ (1668 und 1684) bis feurigen Kometen (1654 und 1680-81). Sogar Rauch und schwarzer Dampf sei am 14. Juni 1643 mehrfach hintereinander mit „sanften donnern“ aus der Erde in den Himmel bis zu den Wolken geschossen. Erst wie ein scharf umrissener Regenbogen, dann gewunden wie eine Schlange. Drei Tage später sei nach einem Platzregen überall gelben Schwefel gefunden worden, „welcher noch ganz heiß war“.

Als reichen alle diese Wunder noch nicht, habe sogar im Jahr 1629 die Glocke der Marienburg „von sich selbst geläutet“. Und am 17. Dezember 1680 raste eine „feurige Kugel“ so groß wie der Vollmond bei Danzig vom Himmel, so Hartwich.

Im Kontext dieser wundersamen Ereignisse muss man eine Erscheinung sehen, die Hartwich für Ostern 1661 überliefert. Geschehen bei Vollmond und auf den ersten Blick klingt sie nach einem seltenen aber natürlichen Mond-Halo. Dazu schreibt er, was damals neben dem Vollmond beobachtet wurde:

„…und neben demselben auf der rechten und linken Seite schnurrgerade zwei feurige, doch mit allerhand schönen Farben untermischte Kugeln, wie der Mond groß, deren jeder auswärts einen langen Strahl von sich gab. Und waren oberwärts die beiden Kugeln mit einem hellen Zirkel vereinigt, unterwärts aber war ein feuriger Regenbogen, der die Spitze nach dem Zirkel und den Bauch unterwärts hatte. Um 4 Uhr in der Nacht hat die Wacht zu Danzig gesehen, dass die beiden Kugeln zusammenschlugen, und es einen solchen Knall gegeben, als wenn eine Bombe los gebrennet würde.“

Eine Naturerscheinung?

Eine Halo-Erscheinung in der Atmosphäre, die drei Monde erscheinen ließ und halbrunde Lichtbrechungen projizierte? Warum aber beschreibt der Bericht diese dann als „Kugeln“, und warum schlagen sie mit einem lauten „Knall“ zusammen, bevor sie verschwinden? Lichtreflexionen bzw. Lichtbrechungen wie Halos sind still. Sie „knallen“ nicht am Himmel.

Autoren und Forscher, die nach historischen UFOs fahnden oder sich der Prä-Astronautik widmen, verweisen immer wieder darauf, dass man bei derartigen „antiken Begegnungen“ nicht alles wortwörtlich nehmen darf. Vor allem da unsere Ahnen der richtige Wortschatz fehlte, um exakt das zu beschreiben, was sie sahen oder erlebten. Gemeint ist damit ein moderner Wortschatz. Also bediente man sich in der Vergangenheit realen und greifbaren Beschreibungen und Vergleichen mit Alltagsgegenständen. Eine klassische „fliegende Untertasse“ wird so schnell zu einem „fliegenden Schild“. Ein kugelförmiges UFO eben zu einer „fliegenden Kugel“ und ein zylindrisches Objekt zu einem „Speer“, einer „Lanze“ oder einer „Standarte“.

Von all solchen Erscheinungen berichten die überlieferten Aufzeichnungen der Vergangenheit, von denen auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal immer wieder Beispiele vorgestellt wurden.

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Unsere Vorfahren nutzen das „Sieht-aus-wie-Prinzip“, was bis zu einem gewissen Grad sicher auch so war und zutraf. Für heutige UFO-Sichtungen gilt das noch nimmer. Auch hier verwenden die Zeugen Begriffe wie „Ball“, „Kugel“, „Football“, „Scheibe“, „leuchtende Kugel“, „Ball aus Licht“, „Diamant“, „Bumerang“, „Zigarre“ oder „eine in der Mitte abgeflachte Kugel mit zwei hervorstehenden Stücken auf jeder Seite“ („Surrey Advertiser“, 6. Oktober 1962). Ohne an dieser Stelle eine Bewertung über die wahre Natur dieser individuell gesehenen Objekte vornehmen zu wollen.

Wenig verwunderlich ist es demnach, dass in den alten Überlieferungen, Aufzeichnungen sowie Märchen und Sagen nahezu alles irgendwo schon einmal herumgeflogen sein soll. Details oder „Verhaltensweisen“ dieser Objekte machen sie erst zu etwas rätselhaften und damit für die UFO-Forschung interessant. Was hinter dem Ereignis von 1661 stecken mag, bleibt indes offen.

Sagen und “Wunder” um die Marienburg

Noch seltsamer ist die Behauptung, dass sich das Wasser im Stadtgraben und anderen Plätzen mehrfach in Blut verwandelt haben soll. Handelte es sich um eine Art Algenblüte, die scheinbar Brunnen und möglicherweise die Burg betraf? Auch die Geschichte der 10 Plagen in Ägypten aus dem 2. Buch Moses, als sich der Nil und die Wasser Ägyptens „in Blut verwandelten“, wurde schon mit Algen versucht zu erklären.

Überaus seltsam erscheint auch das Ereignis vom 14. Juni 1643, als schwarzer Dampf donnernd aus der Erde kam und in den Himmel stieg. Hängt der heiße Schwefel, der drei Tage später vom Himmel fiel, damit in Zusammenhang? Wenn ja: Was war die Ursache?

Andere Sagen über die Marienburg sind tief vom Christentum geprägt. Was schon bei der Grundsteinlegung anfing, wie es bereits der bekannte deutsche Märchen- und Sagen-Sammler Ludwig Bechstein 1853 in „Deutsches Sagenbuch“ überlieferte. Nach dieser Sage haben die „Kreuzritter“ in Jerusalem genau aus jenem Gebäude, in dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl beging, einen Stein als Grundstein für die Marienburg mitgenommen. Es heißt:

Da nun die Ritter nach Deutschland heimkehrten, nahmen sie von diesem Hause einen behauenen Stein mit sich über Meer und weiheten ihn zum Grundstein des Ordenshaupthauses Marienburg. Darum segnete der Herr diesen Bau, daß er so groß und fest und herrlich wurde und in all seiner alten Pracht und Schönheit noch steht bis auf den heutigen Tag, während tausend und abertausend Schlösser in Trümmer sanken.“

Eine andere Erzählung nahm für zwei Liebende auf der Burg ein tragisches Ende. Da „das Haus des Ordens ein Haus der Entsagung von irdischer Lust sein sollte, so duldete es nicht der gleichen Gefühle“, so die Sage. So wurde das Pärchen als Strafe in zwei Steine verwandelt, die man lange Zeit auf der Marienburg wohl als Warnung gezeigt hatte. Dabei habe man bei den beiden Steinen „wahrgenommen, dass sie aus Schmerz noch salzige Tränen weinten“, schließt sie Sage.

Die Rache der Mutter Gottes

Unglückselig ging es auch bei einer Schlacht um die Burg und gegen die Deutschritter zu. Die berühmte Marienfigur, die mit acht Metern Größe die Fassade der dortigen Marienkirche schmückt, „ärgerte einen Polenfürsten“ dermaßen, da sie „wie das Symbol des ewigen Sieges des Christentums gegen das Heidentum“ hoch über der Festung thronte. Also befahl er einen seiner Söhne, dass er der Statue mit seiner Armbrust die Augen ausschließen soll. Doch genau in jenem Augenblick, als der Sohn seine Waffe abfeuern wollte, erblindete er auf wundersame Weise. Für seinen Vater ging es ebenfalls nicht gut aus, so die Sage weiter:

Der junge Polenprinz war plötzlich erblindet. Darüber ergrimmt der Fürst, er nimmt selbst die Armbrust, zielt gut und trifft – beinahe – denn vor dem Bilde wendet sich rückprallend der Pfeil und fährt dem Fürsten pfeilgeschwind mitten durch das Herz.“

 Vielfach erkennt man in solchen Sagen um die Marienburg und deren Umgebung den Kampf des Christentums gegen das sogenannte Heidentum. Eine Legende um die Heilige Dorothea von Montau, die Patronin des Deutschen Ordens aus dem nahen Marienwerder (heute Kwidzyn), ist besonders unheimlich. Sie verbrachte ihr Lebensende in der 1343 bis 1384 erbauten Domkirche zu Marienwerder, in der auch mindestens drei Hochmeister des Deutschen Ordens bestattet wurden. Kämpfer des Glaubens, von dem einer 1410 die Belagerung der Marienburg abwenden konnte. In dieser Kirche ließ sich die 1976 vom Vatikan Heilig gesprochene Dorothea in einer Zelle einmauern, wo sie 1394 starb. Zuvor erlebte sie Visionen und Zeichen Gottes oder des Himmels, weshalb sie sogar 1391 fast in Danzig als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre. Als sie starb sei angeblich folgendes geschehen:

Als die Mitternachtstunde kam, umwogte eine himmlische Helle das enge Gemach der frommen Büßerin, und Engelstimmen erklangen in harmonischen Chören zwei Stunden lang um ihre Zelle. Währenddessen ward Dorotheas Seele zu Gott enttragen, und es fingen des Domes Glocken von selbst zu läuten an, und das dauerte so lange, bis jener himmlische Gesang zu Ende ging.“

„Noch an ihrem Grabe geschahen große Wunder, und Scharen frommer Pilger wallten zu demselben“, schreibt Ludwig Bechstein dazu weiter. Wohl auch einer der Gründe, warum Dorothea von Montau zu einer Heiligen erklärt wurde …

Video zum Thema

Video vom 12. Aug. 2020 auf Fischinger-Online

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Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien – nicht in Jerusalem? Ein Forscher glaubt sie zu haben! +++ Video +++

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VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)

König Salomon aus dem Alten Testament ist eine der berühmtesten Figuren der Bibel. Nicht aufgrund seiner sprichwörtlichen Weisheit, sondern auch aufgrund seines ihm nachgesagtem Reichtums. Und vor allem auch, da er vor rund 3.000 Jahren den ersten Tempel in Jerusalem für die Bundeslade auf dem Tempelberg gebaut haben soll. Wissenschaftlich belegt ist weder das eine, noch das andere. Ein britischer Forscher sieht das jetzt anders. Er glaubt, dass er Belege für die Existenz des mythischen Herrschers gefunden hat. Nicht in Jerusalem oder Israel, sondern im Süden von Spanien.


König Salomon, mythischer Herrscher von Jerusalem

In diesen Tagen ist unter anderem am Tempelberg in Jerusalem ein alter, tödlicher Konflikt entbrannt. Denn hier stand einst angeblich der Tempel des König Salomon der Bibel. Gab es dieses König tatsächlich? Ein britischer Forscher will dafür Beweise gefunden haben.

Laut dem Alten Testament der Bibel baute vor rund 3000 Jahren der mythische und legendäre König Salomon auf dem Tempelberg in Jerusalem seinen Tempel. Etwa dort, wo heute die #Klagemauer steht. Ein Rest eines späteren Tempelbau. Wie sein Vater König David, der die Bundeslade aus der Hand der Feine wieder zu seinem Volk brachte (und gegen den Riesen Goliath kämpfte), ist auch König Salomon historisch nicht belegt.

Seit Jahrhunderten sucht man nach wirklichen Fakten und Beweisen für Salomon und seinen Tempel. Seine Weisheit und auch sein Reichtum sind heute bekanntlich legendär. Wie auch die Quelle seiner Schätze wie unter anderem Silber und Gold. Mit Schiffen, so einige Aussagen der Bibel, habe er zahlreiche Kostbarkeiten ins Land geholt. Unter anderem in Zusammenarbeit mit einem ebenfalls rätselhaften König mit Namen Hiram.

Ein Name, der verschiedentlich im Alten Testament zu finden ist. Auch ein Baumeister des Jerusalemer Tempel trug diesen Namen. Umstrittene Ereignisse, Beschreibungen und Aussagen, wie die Bibelforschung selber eingesteht.

Der britische Forscher Dr. Sean Kingsley sieht das anders. Er will Belege für Salomons Quellen des Reichtums gefunden haben. Und das im Süden von Spanien, von wo der Herrscher mit Hilfe der Seefahrer und Händler der Phönizier die Waren importiert haben soll.

Eine mehr als gewagte These – um es vorsichtig zu formulieren. Zumindest nach dem, was Kingskley bisher dazu vorlegte. Denn ein Buch von ihm soll dazu folgen. In diesem Video vom 11. April 2021 wollen wir uns die Könige Salomon und Hiram und die Ideen von Kingsley einmal näher anschauen…

Bleibt neugierig …

Video vom 11. Mai 2021 auf Mystery Files

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Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden +++ Video +++

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VIDEO: Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein jüdischer Rabbiner hat eine unglaubliche Behauptung verbreitet: Angeblich habe der Vatikan einen geheimen Tunnel in Jerusalem graben lassen, um die Gebeine des legendären biblischen König David zu finden. Jenem mythischen König, der nicht nur den Riesen Golith im Kampf besiegte, sondern auch die Bundeslade vor 3.000 Jahren nach Jerusalem gebracht haben soll. Mit Hilfe dieser sterblichen Überreste des weltberühmten Herrschers will der Vatikan angeblich einen “neuen Messias” klonen. Ziel sei es, so der Rabbiner, die Welt mit diesem geklonten Menschen zu manipulieren. Welche Hintergründe diese religiöse Verschwörungstheorie und der Rabbiner selber haben, erfahrt  Ihr in diesem Video!


Verschwörung des Vatikan um König David und einen “neuen Messias”?

Der Rabbiner Daniel Asor behauptetet Unglaubliches: Der Vatikan gräbt in Jerusalem im Geheimen in Jerusalem nach den Gebeinen von König David aus der Bibel. Aus dessen DNA wolle man einen „neuen Messiasklonen, um die Welt zu manipulieren!

Wilde Spekulationen und Behauptungen gibt es also offensichtlich nicht nur im Bereich Mystery & Co. Auch im religiösen Bereich gibt es sie. So wie jetzt bei diesem Rabbiner, der tatsächlich behauptet hat, das der Vatikan diesen geheimen Plan in Jerusalem verfolgt. Angeblich sucht der Vatikan durch Grabungen nach denn Gebeinen des legendären biblischen König David um aus diesen 3000 Jahre alten Knochen die DNA des berühmten Königs zu gewinnen.

David ist jener mythische Herrscher, der nicht nur den Riesen Goliath im Kampf besiegt haben soll. Er soll laut biblischen Schriften auch die nicht minder legendären Bundeslade nach Jerusalem gebracht haben. Sein Sohn, König Salomon, war es dann, der den ersten Tempel von Jerusalem auf dem Tempelberg für die Heilige Lade erbaut habe. Es ist eine der Schlüsselfiguren der gesamten Bibel.

Das alles mit dem hinterhältigen, dunklen Ziel, so der Rabbiner weiter, mit diesem genetischen Code einen „neuen Messias“ zu klonen und wie Welt in die Irre zu führen. Womit wohl vor allem das Judentum gemeint ist, da diese Religion bekanntlich den christlichen Jesus nicht als Messias anerkannt hat.

Eine unglaubliche und bizarre Behauptung – und ein unglaublicher Rabbiner, wie Ihr es in diesem YouTube-Video vom 20. April 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 20. April 2021 auf Mystery Files

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Vor 142 Jahre starb Bernadette Soubirous, die Seherin von Lourdes: Von Geistern, Marienerscheinungen und seltsamen Lichtwesen

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Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)
Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)

Vor 142 Jahren starb am 16. April 1879 die christliche Seherin Bernadette Soubirous. Ihr erschien mehrfach in einer Grotte bei Lourdes eine strahlende Erscheinung, die von der katholischen Kirche als echte und reale Marienerscheinungen anerkannt sind. Heute ist das französische Lourdes einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Kirche und Soubirous selber als “Heilige” anerkannt. Dabei werden die wundersamen und strahlenden Erscheinungen der angeblichen Mutter Gottes im Jahr 1858 weit mehr Fragen auf, als diese beantworten. Welche das sind, und warum die Auserwählte Soubirous selber nie sagte, dass ihr die “Jungfrau Maria” erschien, erfahrt Ihr hier.


Marienerscheiungen und sonstige Lichtwesen

In Überlieferungen und Erzählungen, die einen Zeitraum von tausenden von Jahren umspannen, tauchen immer wieder seltsame Wesen auf. Lichtwesen, Engel, Feuermänner, Jungfrau Maria, Feen, leuchtende Jungfrauen, Elfen, Geister oder auch gleich Gott werden diese in den unterschiedlichen Geschichten genannt. Gesehen worden seien diese Erscheinungen vor Jahrtausenden ebenso wie in der Moderne. Und das in aller Welt.

Lediglich in der Deutung, was genau die Natur oder Herkunft dieser Wesen ist, unterscheiden sich die Schilderungen. Der Kern bleibt oft gleich bis identisch. Wobei es auch auffällige Unterschiede in den überlieferten Sagen, Schriften, Märchen und Mythen gibt. Zum Beispiel die sogenannten “Feuermänner”. Stahlende und brennende und damit hell leuchtende Erscheinungen, die sich in alten Erzählungen in ganz Europa wiederfinden. Nicht selten soll es dabei vorgekommen sein, dass Orte, an denen sich diese erschreckenden Erscheinungen zeigten, von Menschen und Tieren nicht passiert werden konnten. Etwa Kutschen.

Es müssen nicht immer irgendwelche Unholde oder böse Geister dafür verantwortlich sein, dass Kutschfahrten plötzlich unterbrochen wurden. Selbst Erscheinungen, die man als Engel bezeichnen könnte, trieben ihr Spiel an magischen Orten mit den Reisenden.

Drei leuchtende Jungfrauen in Bayern

So geschehen angeblich im “Erdinger Moos” in Bayern seit alten Zeiten “Irrlichter” umher, über die zahlreiche Sagen und Geschichten kursieren. Eine davon handelt von dem Kutscher Stangl Nazi (der heißt tatsächlich so), der von München kommend diese Gegend durchquerte. Und plötzlich eine unheimliche Begegnung hatte, die beispielsweise Fritz Fenzl in “Der Teufelsritt” mit folgenden Worten wiedergibt:

“Plötzlich wurde er auf seinem Kutschbock hellwach.

Denn er sah auf einer Säule drei Jungfrauen stehen, die waren in weiße, wallende Gewänder gehüllt, sahen schön, erhaben und geheimnisvoll aus, noch dazu, da sie eine höhere Macht des Überirdischen in hell gleißendes, blendendes Licht getaucht heilt. (…)

Mein Gott, wie erschrak der Nazi da! Die Jungfrauen blieben ruhig, erhaben und schön und sahen ihn unverwandt an, mit Blicken wie aus einer ganz anderen Welt.

Auch die Pferde waren derart erschrocken ob der Gespenster, dass sie erst wie erstarrt dastanden, ausharrten und nicht von der Stell zu bewegen waren.”

Erst nachdem der Mann seine Pferde mit aller Gewalt dazu bewegen konnte weiter zu laufen, sah er sich später nochmals um. Die engelhaften Lichtwesen waren da schon fort.

Bernadette Soubirous und die Erscheinungen von Lourdes

Wäre in diesem Fall nur eine derartige weiße und strahlende “Jungfrau” auf so wundersame Weise erschienen, so bin ich überzeugt, hätte man diese vielleicht als “Marienerscheinung” gedeutet. Nicht als “Gespenst”, wie in dieser Erzählung.

Vielleicht ähnlich, wie in der katholischen Wallfahrtsstätte Lourdes in Frankreich.

Dort soll ab dem 11. Februar 1858 die himmlische “Jungfrau Maria” dem 14-jährigen Mädchen Bernadette Soubirous mehrfach in einer Grotte erschienen sein. Insgesamt 18-mal an unterschiedlichen Tagen, zu der teilweise zehntausende Neugierige pilgerten. Gesehen hat die leuchtende “Dame” nur die Seherin Soubirous selbst. Die Erscheinung selber sei wie bei den meisten Erscheinungen dieser Art weiß, hell und voller Licht gewesen. Gekleidet “in weißen Gewändern”, in “überirdischen Licht” oder auch mit einem “weißen Kleid”. Ein Hauptanliegen der leuchtenden Figur war, dass das Mädchen zu den Priestern gehen solle, um am Ort der Erscheinungen den Bau einer Kapelle zu veranlassen. “Geh und sag den Priestern, dass ich hier eine Kapelle errichtet habe will”, befahl die Erscheinung dem Mädchen.

Für die katholische Kirche sind oder waren diese Erscheinungen Realität und sie hat Lourdes als Wallfahrtsstätte längst anerkannt. Soubirous selber wiederum wurde schon 1933 vom Vatikan heiliggesprochen. Der sogenannte “Heilige Bezirk” von Lourdes rund um die Grotte der damaligen Erscheinungen ist ein sehr beliebter Wallfahrtsort für Gläubige und vor allem auch Kranke. Der bei den Marienerscheinungen 1858 “wundersam” erscheinenden Wasserquelle und den entsprechenden Bädern von heute dort werden Wunderheilungen zugesprochen. Nicht anders wie bei vergleichbaren Pilgerorten solcher Manifestationen des Himmels, wie etwa Guadalupe in Mexiko-Stadt. Wo die Erscheinung 1531 übrigens auch von dem Seher namens Juan Diego verlangte, dass er bei der Kirchenobrigkeit den Bau einer Kapelle durchsetzten soll (mehr HIER und in diesem Video HIER).

Alleine in der “Basilika Pius X.” von Lourdes finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Ein Bauwerk unter der Erde, das am 25. März 1958 zum hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen feierlich eingeweiht wurde. Benannt ist sie nach Papst Pius X., der von 1903 bis 1914 Papst war und angeblich schon zu Lebzeiten Wunder bewirkte. Auch dieser Mann der Wunder wurde heiliggesprochen (1954).

Die “Mutter Gottes”?

Einige Aspekte sind bei diesen von der Kirche als “Wunder” und echte “Erscheinungen” durch Gottes Gnaden anerkannten Begegnungen mit der Anderswelt durchaus verstörend. So hat die himmlische Gestaltet die auserwählte Seherin bei den ersten Begegnungen immer mit “Sie” angesprochen. Was selbst das einfache 14-jährige Kind Bernadette verwunderte. Für die angebliche “Mutter Gottes” in der Tat sonderbar.

Nicht weniger wie die Weigerung der “Dame”, ihren Namen zu verraten. Das tat die strahlende Manifestation erst bei ihrer 16. Erscheinung am 25. März. Hier stellte sie sich auf mehrfache Nachfragen des Seherkindes als “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” vor.

Über die Ereignisse berichtete Bernadette auch Dominique Peyramale, dem Pfarrer von “Saint Pierre” in Lourdes selbst. Er gab dem Mädchen auch den Auftrag, nach dem Namen des Lichtwesens zu fragen. Und die Antwort “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” erstaunte ihn so sehr, dass er sicher war, dass hier die Gottesmutter zu dem Mädchen sprach.

Grund war, dass Papst Pius IX. erst am 8. Dezember 1854 das Dogma der “Unbefleckten Empfängnis” der Maria in einer sogenannten “Bulle” als festen Glaubensgrundsatz für die katholische Kirche bestimmte und festlegte. Zur “Verherrlichung der jungfräulichen Gottesgebärerin” habe der Papst die Jungfräulichkeit der Gottesmutter festgelegt, wie es in seiner Bulle “Der unaussprechliche Gott” heißt. Für den Fall, dass jemand der Gläubigen es wagt, diese neue Bestimmung der Kirche anzuzweifeln sorgte, sorgte der Papst direkt vor:

Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.

Was das bedeutet, ist eigentlich klar: Jeder, der das neue Gesetzt, das neu bestimmte Dogma des Glaubens, nicht akzeptiert, fällt damit umgehend vom “wahren Glauben” ab. Zusätzlich drohte Papst Pius IX. in seiner Festlegung, dass jeder, der in irgendeiner Form diese Lehre öffentlich anzweifelt, zu bestrafen sei. Und welcher Gläubige will schon von seiner Kirche verstoßen werden?

Die “seligste Jungfrau”?

Doch genau diese neu erfundene Lehre der katholischen Kirche (die in den Folgejahren übrigens noch weiter rund um Maria ausgebaut wurde) war es, die Pfarrer Peyramale von der Wahrhaftigkeit der Bernadette überzeugte. Er war 1858 sicher, dass das einfache Mädchen vom Lande nur vier Jahre nach der Erfindung und der Bekanntgabe der “Unbefleckten Empfängnis” von dieser Lehre noch nichts wissen konnte. Ihr habe es nicht nur an Bildung gefehlt, sondern sie besuchte damals noch nicht mal den Kommunionsunterricht der Kirche. Folglich, so schlussfolgerte Peyamale, sprach das Kind die Wahrheit und ihr erschien tatsächlich die Mutter Gottes.

Dass das Bernadette Soubirous so überhaupt nicht behauptete, spielte dabei keine Rolle mehr. Denn auf die Frage von Pfarrer Peyramale “Es ist also die seligste Jungfrau, die du siehst?”, antwortete sie ihm: “Ich glaube nicht.” Und bei einer späteren Befragung über ihr Erlebnis sagte sie, dass sie nur “die Erscheinung” sah.

Bernadette Soubirous selber trat später einem Kloster bei und litt bis zu ihrem Tode 1879 sehr unter dem Unverständnis ihrer Schwesteroberen und Mitschwestern des Ordens. Ein Schicksal, dass viele – wenn nicht die meisten – Propheten, Seher oder Zeugen derartiger “Wunder” teilen. War es also wirklich die Jungfrau Maria aus dem Himmel, die Mutter von Jesus, die hinter den Manifestationen und Botschaften steckte?

Lichtwesen oder Marienerscheinung?

Soubirous selber gab unterschiedliche Beschreibungen der leuchtenden “Dame” an. Auch was ihre Größe betraf, die sie mit einer Zehnjährigen verglich. Nach und nach wurden das Alter und die Körpergröße nach oben korrigiert, was einige dahingehend deuten, dass diese eher nach oben “interpretiert” wurde. Die Zeugin selber unterstrich, wie es unter anderem der Kulturhistoriker und Theologe Patrick Dondelinger in “Bernadette Soubirous” (2007) dokumentierte, lediglich:

Ich sage nicht, ich hätte die Heilige Jungfrau gesehen, ich sah die Erscheinung.”

Weiter schreibt Dondelinger in seiner Analyse der Wunder und Erscheinungen von Lourdes:

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Bernadette pflegte zu keinem Zeitpunkt ihre Vision als Muttergottes zu beschreiben, sondern immer nur als einsames Fräulein, das nur durch interpretatorische Induktionen zur Muttergottes werden kann. (…)

Mal gibt die Seherin an, ihre Erscheinung sei kleiner gewesen als sie selbst, dann wiederum, sie sei etwas größer gewesen, dann wiederum, sie sei nicht größer als sie selbst.”

Für den Theologen Dondelinger seien deshalb die Erscheinungen höchst zweifelhaft, wozu er weitere Argumente gegen ein Wirken Gottes anführt. Dondelinger würde in seiner Untersuchung von 2007 mit dem Mythos aufräumen, in dem er mit einem “eisernen Besen durch Lourdes fegt”, wie es ein Kritiker der “Südwestpresse” am 15. Februar 2008 schrieb. “Nicht mit billiger Religionskritik, sondern der Anwendung der Methoden historischer Wissenschaft.”

Wenn Erscheinungen dieser Art in der Neuzeit politisch und auch religiös instrumentalisiert werden, wie es auch Dondelinger annimmt, und damit keine “echte” Maria dort erschien, heißt das nicht, dass sich dort niemand zeigte. Die Frage ist nur wer quasi in der Tradition von Feen- und Lichtwesen-Erscheinungen hier eingriffen hat. Theologische Skeptiker solcher “Wunder” mögen zwar die Erscheinungen infrage stellen, doch an andere Wesen aus ebenso anderen Welten denken diese dabei auch nicht.

Die Gottesmutter in einer Feuerkugel vom Himmel

Schauen wir deshalb kurz auf eine weitere Marienerscheinung, die eher weniger bekannt ist, als beispielsweise Fatima in Portugal oder Lourdes. Sie geschah am 19. September 1846 an einem Berg nahe der winzigen Gemeinde La Salette-Fallavaux in Süd-Frankreich. Zeugen waren die Hirtenkinder Mélanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre), denen plötzlich bei bestem Wetter eine “Schöne Dame” des Himmels erschien. Bereits fünf Jahre später erkannte die katholische Kirche auch diese Marienerscheinung als echt an.

An diesem schönen und sonnigen Tag erblickten die beiden Kinder ein unbekanntes Flugobjekt vom Himmel auf sie zu kommen. Das berühmte “Ökumenisches Heiligenlexikon” (DVD, 2018) beschreibt dies so:

Die beiden Kinder sahen eine Feuerkugel, die wie die Sonne leuchtete, und darin immer deutlicher eine frauliche Gestalt, die auf einem Steinblock saß, das Gesicht in den Händen vergraben hielt und weinte. Lange stehen die Kinder erschrocken da, dann erhob sich die Gestalt und lud die beiden zu sich.”

Die Kinder sollten keine Angst haben, so die “frauliche Gestalt”, denn sie habe “eine große Botschaft mitzuteilen”.

Kern dieser Botschaften waren Mahnungen und Warnungen an die Gläubigen, damit diese ihren Glauben wieder ernst nehmen. Sie sollten sich schlicht und einfach an die Regeln der Kirche halten. Erst im Jahr 1851 wurden diese Botschaften aufgeschrieben und dann erst 1879 veröffentlicht. Es sind Warnungen vor dem kommenden Ende mit jeglichem Schrecken für die Menschheit, den man sich nur ausmalen kann. Es sei die “Rache Gottes”. Selbst Hollywood könnte sich die darin enthalten Katastrophen und Vernichtungen nicht besser ausdenken. Eingetroffen ist davon nichts.

Prophezeiungen, die nichts wert sind

Ich finde es verstörend, dass die Himmelsbotschaften der Leuchterscheinung erst fünf Jahre nach der Begegnung aufgeschrieben worden sein sollen. Auch wenn man annimmt, dass die beiden einfachen Hirtenkinder damals überhaupt nicht schreiben konnten. Immerhin geschah dies vor 175 Jahren in einer einfachen, ländlichen Region Frankreichs. Irgendwer wird des Schreibens aber auch dort mächtig gewesen sein. Ihm hätten die Kinder ihr Erlebnis diktieren können, solange die Erinnerung an diese phantastische Erfahrung noch frisch ist. Ich hätte es so getan …

Befremdlich erscheint auch das überlieferte Aussehen der himmlischen Gestalt, von der die Kinder nicht wussten, wer sie überhaupt ist. Dazu nochmal das “Ökumenisches Heiligenlexikon” von Joachim Schäfer, in dem wir unter dem Eintrag “Die Marienerscheinung von La Salette” lesen:

Die Gestalt trug ein langes weißes Gewand, eine gelbe Schürze, ein Halstuch und eine einfache Haube. Auf ihrem Kopf leuchtete ein Diadem und auf ihrer Brust ein Kreuz mit Hammer und Zange auf dem Querbalken, von dem aller Lichtglanz ausging. Wer die Frau war, wussten die Kinder nicht und sprachen später immer von der ‚schönen Dame‘ (…).”

Es ist schon irrwitzig, in diesem Himmelswesen die Mutter eines wahren Gottes zu sehen, die mit einer “strahlenden Lichtkugel” (nach: Gottfried Hierzenberger und Otto Neodomansky in ihrer Dokumentation “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria“, 2005) auf die Erde hernieder fliegt. Und dann überbringt sie noch dazu “Prophezeiungen”, die die Kinder dem ganzen Volk verkünden sollen, und die sich als falsch herausstellten. Nachdem sie Jahrzehnte später erst veröffentlicht wurden. Die Zeit scheint offenbar nicht gerade gedrängt zu haben.

Namen wie Sterne am Himmel

Dennoch soll sich das Wesen aus der Anderswelt bei ihren theologische Botschaften auf Jesus berufen haben. Persönlich vorgestellt hat sich auch in diesem Fall das überirdischen Wesen nicht wirklich korrekt. Es heißt, sie habe sich selber “Versöhnerin der Sünder” genannt oder diesen Titel bekommen. Was man vernachlässigen kann.

Der Theologe Dr. Gottfried Hierzenberger und Marienforscher Otto Nedomansky listen in ihrem Standartwerk über “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria” allein 178(!) “Selbstbezeichnungen und Würdentitel Marias” aus knapp über 900 Erscheinungen auf. Nicht mitgezählt jene, in denen sich das Wesen nicht vorstellte oder von den Sehern nur Titel wie “Dame” bekam. Genauso gut hätten sich die jeweiligen Anderswelt-Bewohner als Feen-Königin, “Erleuchteter”, Bewohner vom Sirius oder Engel Gottes vorstellen können.

Was diese meiner Überzeug nach auch je nach Kontext der kontaktierten Zeugen taten. Sofern sie sich überhaupt vorstellten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mischwesen aus Mensch und Affe: Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos – doch schon die “Götter” schufen Monster, Menschen und Mischwesen

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Mischwesen aus Mensch und Affe - Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mischwesen aus Mensch und Affe – Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie eine jetzt Veröffentlichte Untersuchung berichtet, haben Genetiker in China mal wieder “Gott gespielt”. Sie erschufen über 130 Embryo-Mischwesen, sogenannte Chimäre, aus der DNA von Affen und Menschen, die sie rund drei Wochen wachsen ließen. Auch wenn das Experiment aus ethischen Gründen abgebrochen wurde, so manipuliert der Mensch schon seit tausenden von Jahren den Genpool des Lebens und erschafft damit “Kreuzungen”. Und nicht nur die, wenn wir den alten Mythen glauben wollen. Mischwesen und regelrechte Monster waren einst Teil von Experimenten der Götter, wie es weltweit Mythologien behaupten. Und genau diese sollen hier einmal genauer betrachtet werden.


Hybride aus Mensch und Affe

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins “Cell” vom 14. April 2021 berichten Genetiker um Tao Tan, dass sie (mehr oder weniger) erfolgreich Menschen und Affen gekreuzt haben. Dafür nahmen die Forscher sechs Tage junge Affenembryonen, von denen jedes mit 25 menschlichen Stammzellen “geimpft” wurde. Hierdurch erhielten sie 132 Embryo-Mischwesen, die später in der Gebärmutter zu fast 8 Prozent aus menschlichen Zellen bestanden.

Diese Chimäre genannte Mutanten, Mischwesen, Hybride oder schlicht Kreuzungen ließ man 19 Tage lang sich entwickeln. Da waren nur noch 3 der “Monster” am Leben und das Gen-Experiment wurde abgebrochen. Aus ethischen Gründen, wie es heißt.

Solche Mischwesen aus Mensch und Affe oder auch anderen Tieren wie Schweinen gibt es in der modernen Genforschung schon seit Jahren. In vielen Ländern sind solche Experimente grundsätzlich verboten, während andere sie in sehr kleinem Umfang erlauben. So hat beispielsweise Großbritannien schon 2008 die Schöpfung von Schwein-Mensch-Hybriden erlaubt. Einige Länder haben für derartige Gen-Experimente oder sogar das Klonen von Lebewesen und sogar Menschen überhaupt keine Regelungen.

Grundsätzlich sind derartige Experimente scharfer Kritik ausgesetzt. Nicht nur von kirchlicher Seite, die hier einen Eingriff in die Schöpfung sieht. Womit die Kirchen aber auch andere Kritiker solcher genetischen Forschungen grundsätzlich Recht haben. Auch wenn die Befürworter aus den möglichen Nutzen für die Medizin der Zukunft verwiesen. So ist es wenig verwunderlich, dass seit Jahrzehnten über derartige Experimente erbittert gestritten wird und die Gesetzgeber oft überfordert zu sein scheinen.

Dabei macht der Mensch dies seit tausenden von Jahren. Klonen und Kreuzen ist Alltag und überall um uns herum. Allerdings fast nur bei Pflanzen, in deren DNA der Mensch seit jeher eingreift. Bei Blumen ebenso wie bei Obstbäumen oder Getreide:Überall wird genetisch Gekreuzt. Geht es um die DNA des Menschen oder sogar Kreuzungen menschlicher Gene und Zellen mit anderen Lebewesen, überwiegen die Bedenken. Hier kann aber niemand sagen, ob nicht in irgendwelchen Laboren solche hybriden Monster im Geheimen längst das Licht der Welt erblickten! Ob und wie lange diese Überlebensfähig sein würden, steht dabei in einer anderen DNA …

 “Lassend uns Menschen und Monster machen…”

Prä-Astronautiker horchen bei derartigen Meldungen und Experimenten schnell auf. Wie schon 1996, als  in Schottland das Klon-Schaf “Dolly” geboren wurde. Das erste geklonte Säugetier der Welt. So zumindest hieß es offiziell.

So wurde schon damals darauf verwiesen, dass nach alten Mythen und Überlieferungen schon die Götter an Menschen und Tieren experimentierten. Diese Himmelswesen, die Raumfahrer der Antike, hätte einst selber genetische Experimente durchgeführt. Sie haben laut alten Mythologien Menschen mit Tieren und Tiere mit anderen Tieren gekreuzt. Und letztlich sollen diese Himmlischen laut entsprechenden uralten Überlieferungen sogar den modernen Menschen an sich durch solche Gen-Experimente geschaffen haben. Aus einem Urmenschen, der genetisch “verfeinert” oder “zellular gekreuzt” wurde.

Perverse Gedanken der Grenzwissenschaft, denken die Laien dabei sicher. Doch “lassend uns Menschen und Monster machen” war tatsächlich der Wunsch dieser Götter. Solche Überlieferungen finden wir auf der ganzen Welt. Wobei jene aus dem Buch Genesis dabei sicher die bekanntesten sind.

Bei diesen angeblichen Experimenten der Astronauten aus dem All lief nicht immer alles nach Plan, wie es die Mythen sagen. Es sollen immer wieder “Monster” gezüchtet worden sein. Oder sogar Menschen, die irgendwie misslangen und daraufhin durch eine neue Schöpfung mit anderen Voraussetzungen ersetzt wurden. Solche Ideen entstammen nicht irgendwelche “kranken Gehirnen” diverser Autoren, sondern sind tatsächlich so überliefert. Mystery- und Prä-Astronautik-Forscher vermuten hier lediglich, dass diese Geschichten reale Hintergründe haben. “Etablierte Mythenforscher” oder Theologen nehmen solche Mythologien natürlich nie wörtlich.

Auch ich habe ich verschiedenen Büchern solcher spannenden Überlieferungen aus aller Welt in diesem Sinne durchleuchtet udn werde es auch weiterhin tun. Zum Beispiels schon 1998 in “Götter der Sterne“, 1999 in “Begleiter aus dem Universum” und 2015 in “Rebellion der Astronautenwächter“.

“Fehlschöpfungen” der Götter

Hybridwesen oder Gen-Experimente sind natürlich auch in der UFO-Forschung seit Jahrzehnten ein Thema. Auch hier verweisen verschiedene Autoren darauf, dass Außerirdische angeblich genetische Kreuzungen und Versuche am Menschen durchführen. Mehr dazu zum Beispiel in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal.

Auf irgendwelche Experimente der Astronautengötter am irdischen Leben zu verweisen, ist einfach. Es ist leicht daher gesagt, dass dies geschehen sei, da diverse Mythen das so sagen. Wenige konkrete Beispiele mit vor allem ebensolchen (seriösen!) Quellen werden dabei immer genannt. Obwohl die Fülle an entsprechenden Quellen und mythologischen Aussagen erstaunlich groß ist. Gerne nennt man die Schöpfung des Menschen in der Tradition der Völker Mesopotamiens. Denn auch hier heißt es, dass der Mensch durch eine Kreuzung aus Urmensch und Götter erschaffen wurde. Wir alle wären demnach Hybriden oder Chimäre.

Dabei muss man nicht mal sehr zweifelhafte “Übersetzungen” der alten Texte gewisser Autoren heranziehen. Auch die Nutzung seriöser Quellen liefert dazu genug spannenden Stoff, wie HIER belegt. Mit dem Unterschied, dass Kritiker nicht von “Fehlübersetzungen” oder “Phantasie” sprechen können. Auch wenn diese Quellen weniger “sensationell” ist. Für die Völker des Zweistromlandes waren die Menschen zwar durch Kreuzungen “göttlich geschaffen”, aber es gelang auch hier scheinbar erst nach diversen Rückschlägen, den endgültigen Menschen zu kreieren. Sehr ähnlich wie es die Maya in ihrem Epos “Popul Vuh” schilderten.

Im Mythos “Enki und Ninchursang” über den Schöpfergott Enki und die machtvolle Urgöttin Ninchursang vermuten einige Forscher einen Hinweis auf diese Fehlschöpfungen der Götter. Nicht nur Forscher der Prä-Astronautik. So schreibt etwa der bekannte Sumerologe Hartmut Schmökel in seinem Standartwerk “Kulturgeschichte des Alten Orient“:

Wahrscheinlich darf aus einem leider sehr zerstörten Text geschlossen, dass man Enki auch die Erschaffung des Menschen als Diener der Götter zuschrieb – bei welchem Werk freilich Fehlschöpfungen nicht ausblieben.”

Was aber mögen diese “Fehlschöpfungen” gewesen sein? Missglückte Menschen oder sogar Monster aus der Retorte der Götter?

Die Götter von Eden

Monster oder missglückte Experimente kennt die Schöpfung der Bibel nicht direkt. In der Thematik der Astronautengötter werden die dortigen Aussagen eher dahingehend betrachtet, dass hier die Götter von Eden mit künstlicher Befruchtung arbeiteten. So geschehen bei Eva, der Frau Adams, als sie ihren dritten Sohn Seth von Gott “eingesetzt” bekam. Und natürlich die Erschaffung der Eva aus einer “Rippe” ihres Gatten an sich. Weiter wird sehr viel auf die Riesen hingewiesen, die laut dem 6. Kapitel der Genesis auf der Erde lebten, als sich Söhne des Himmels mit Menschenfrauen paarten.

Dazu gibt es jedoch einige unheimliche Ergänzungen, auf die ich bereits in “Rebellion der Astronautenwächter” und in Artikeln 1996 hinweisen habe.

Auch Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Darauf wies ich bereits 1996 in einigen Artikeln hin. Denn auch die weltberühmten Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Hier findet sich in dem Text 4Q531 Fragment 3 ebenfalls die Aussage, dass diese Himmlischen die Erde ins Unglück stürzten. Ebenso wie bei Henoch 200 dieser Gestalten auf die Erde niedergekommen sein sollen, nennt auch der Qumran-Text 1Q23 Fragment 1 und 6 des sogenannten “Buch der Giganten” diese Zahl.

Monster in biblischen Tagen

“Sie kannte die Geheimnisse” und brachten Sünde und die Riesen. Und, so die Wissenschaftler Michael Wise, Martin Abegg jr. und Edward Cook in den Kommentaren dazu schon 1997 in “Die Schriftrollen von Qumran“, diese 200 Engel suchten sich Tiere und Menschen aus “mit denen sie perverse Dinge taten”. Es ist zu erfahren:

“[… zweihundert] Esel, zweihundert Wildesel, zweihundert … Schafböcke der] Herde, zweihundert Ziegen, zweihundert [… Tiere des] Feldes von jedem Tier, von jedem [Vogel …] […] für Rassenvermischung […]

Was mag man unter der Angabe “für Rassenvermischung” verstehen? Ein Hinweis, dass die Wesen des Himmels Tiere und Menschen kreuzten? Zwitter, wie sie praktisch alle Völker der Erde in Wort und Bild beschrieben? Oder sind mit der vermischten Rasse die Kinder zwischen den Rebellen und den Menschenfrauen gemeint? Eine Klärung dieser Frage ergibt sich aus einer anderen Stelle im “Buch der Giganten“, denn in 4Q531 Fragment 2 ist ein wesentliches Detail erhalten geblieben:

[…] sie (die Himmlischen, Anm. LAF) besudelten […] [… sie zeugten] Riesen und Ungeheuer […] […] zeugten sie, und sahen, die ganze [Erde war verdorben …] […] in seinem Blut und durch die Hände von […] [Riesen] die ihnen nicht genügten und […] […] und sie suchten viele zu verschlingen […] […] […] die Ungeheuer griffen sie an.”

Der fragmentarische Text besagt klar: Die Wächter zeugten “Riesen und Ungeheuer”. Die Kinder der Herniedergestiegen sind demnach nicht identisch mit den “Ungeheuern”, sondern die Wächter schufen (zeugten) Riesenkinder und auch Monster – durch “Rassenvermischung” ausgesuchter Tiere, wie es der Qumran-Text besagt. Gentechnik in der Urzeit? Tausende Jahre bevor die chinesischen Genetiker jetzt ihren fragwürdigen Erfolg bekanntgeben konnten?

Monster in Griechenland

Selbst der große Grieche Platon, bekannt durch die Erzählung der mythischen Insel Atlantis, berichtet in seinem Werk “Das Gastmahl” (“Symposion”) ausführlich von einem anderen Geschlecht. Letztlich habe dieses sogar versucht die Götter im Himmel zustürzen. Durchaus ähnlich wie die rebellischen Engel der jüdisch-christlichen Tradition. So schreibt Platon beispielsweise über dieses “dritte Geschlecht” unter anderem:

Unsere ehemalige Naturbeschaffenheit nämlich war nicht dieselbe wie jetzt, sondern von ganz anderer Art. Denn zunächst gab es damals drei Geschlechter unter den Menschen, während jetzt nur zwei, das männliche und das weibliche; damals kam nämlich als ein drittes noch ein aus diesen beiden zusammengesetztes hinzu, von welchem jetzt nur noch der Name übrig ist, während es selber verschwunden ist. (…) Ferner war damals die ganze Gestalt jedes Menschen rund, indem Rücken und Seiten im Kreise herumliefen, und ein jeder hatte vier Hände und ebenso viele Füße und zwei einander durchaus ähnliche Gesichter auf einem rings herumgehenden Nacken, zu den beiden nach der entgegengesetzten Seite von einander stehenden Gesichtern aber einen gemeinschaftlichen Kopf, ferner vier Ohren und zwei Schamteile, und so alles übrige, wie man es sich hiernach wohl vorstellen kann.

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(…) Sie waren daher auch von gewaltiger Kraft und Stärke und gingen mit hohen Gedanken um, so dass sie selbst an die Götter sich wagten; denn was Homeros von Ephialtes und Otos erzählt, das gilt von ihnen, dass sie sich einen Zugang zum Himmel bahnen wollten, um die Götter anzugreifen.”

Auch der bekannte Grieche Hesiod in seiner “Theogonie” um 700 vor Christus weiß von solchen Wesen. Er gilt neben Homer, dem Autor der “Ilias” und “Odyssee”, als wichtigste Quelle über unser heutiges Wissen über die Mythologie der damaligen Griechen. Hesiod kennt in seinen niedergeschriebenen Überlieferungen ein ganzes Füllhorn an Mischwesen und Monstern,wie sie beispielsweise G. F. Schoemann 1898 in “Die Hesiodische Theogonie” wiedergibt.Alle diese Bestien waren das Werk der Götter, so Hesiod.

Die bekanntesten Kreaturen sind hierbei wohl die Kyklopen, bei denen “ein einziges Auge mitten in der Stirn lag”.

Unaussprechliche Kreaturen

Unaussprechliche Wesen haben die griechischen Ur-Götter nach Hesiod einst geschaffen oder geboren. Gewaltige Riesen (Titanen) ebenso wie Monster, bei denen “100 Arme zugleich sich ihren Schultern entstreckten”. Gleichfalls Wesen, bei denen “50 Häupter aus den Schultern gewachsen” waren. So notierte Hesiod unter anderem diese Taten und Abkömmlingen der Götter. In “Hesiod’s Werke verdeutscht im Versmaße der Urschrift” (1858) gibt der Übersetzer Eduard Eyth Hesiod mit den diesen Worten wieder:

Kraft und Stärke jedoch und Kunst – das hatte die Arbeit! Aber noch andere waren der Erde und dem Himmel entsprossen (…) Unnahbar war ihre Gewalt bei mächtigem Aussehen. Denn von Sämtlichen, welche die Erde gezeugt mit dem Himmel, waren sie die Schrecklichsten (…)”

Die Mythen der Griechen über solche Monster, Riesen und Titanen sind heute auch dank der Aufzeichnungen von Hesiod durchaus populär. Hollywood und die Populärkultur der Moderne haben das Thema längst für sich entdeckt. Doch ob jemals darüber nachgedacht wurde, dass zumindest nach den Behauptungen der Chronisten diese Wesen wirklich gelebt haben sollen?

Einige Geschichtsschreiber berufen sich auch auf den Chronisten Manetho. Er verfasste etwa in der Zeit 285 bis 246 vor Christus in seiner Funktion als  altägyptischer Priester und Geschichtsschreiber eine Chronik über die Götter und Pharaonen Ägyptens. Für Ägyptologen ist die Chronologie der ägyptischen Könige in seinem Werk “Aegyptiaca” noch heute eine unschätzbare Quelle. Allerdings nur dafür und nicht für das, was Manetho über die Zeit vor diesen Pharaonen überliefert hat. Denn Manetho ist jener Geschichtsschreiber, der die Geschichte Ägyptens sehr weit in die Vergangenheit verlagerte, als noch Götter und nach diesen Halbgötter das Land regiert haben sollen.

Auf Manetho wiederum beruft sich unter anderem der spätere Geschichtsschreiber Eusebius von Caesarea (ca. 260/64 bis  339 nach Christus). Eusebius ist nicht nur einer der ersten Kirchenhistoriker, sondern auch Verfasser von gleich dutzenden Geschichtswerken. Ihm stand umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung,  weshalb er auch als “Vater der Kirchengeschichte” gilt. Obwohl ein früher Christ, enthalten seine Werke “Chronik” eine gewaltige Sammlung der Geschichte vieler Völker. Inklusive detaillierter Chronologien von Königen, Regierungszeiten etc.

“Eine Menge von Wunderwesen”

Unheimlich wird es bei Eusebius aber, als dieser über seltsame Taten der Götter in der Urzeit schreibt. Denn diese haben wahre Monster erschaffen, Mischwesen und Zwitter kaum vorstellbarer Art und Weise. In “Eusebius Werke” (Bd. V, 1911) von Josef Karst erfahren wir dazu von Eusebius, dass in der Vorzeit bizarre Kreaturen existiert haben sollen. Angeblich stamme dieses Wissen sogar von Oannes persönlich:

Es war, sagt er (Oan/Onannes, Anm. LAF), einstens, da durch das das (Welt-)All hin Finsternis und Wasser war. Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren, und mit lebenerzeugenden Formen ausgestattete; und sie hätten erzeugt Menschen, doppeltbeflügelte; dazu auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern und einem Leib und zwei Köpfen, Frauen- und Männerköpfen, und zwei Naturen, männlichen und weiblichen; weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüßige; und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite, welche der Hippokentauren Formen haben; erzeugt hätten sie auch Stiere, menschenköpfige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der Fischschwänze rückseits aus den Hinterteilen hervorliefen; auch Pferde mit Hundeköpfen; und Menschen sowie noch andere Ungeheuer, pferdeköpfige und menschenleibige und nach Art der Fische beschwänzte; dazu weiter auch allerlei drachenförmige Unwesen; und Fische und Reptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im Tempel des Belos eins neben dem andern dargestellt aufbewahrten.”

Eine rund 1.700 Jahre alte Aufzählung, die man sicher zweimal lesen muss. Bizarre und zweifellos grausige Kreaturen als Produkt “göttlicher” Schöpfungskraft haben demnach einstmals existiert. “Eine Menge von Wunderwesen”, die lange, bevor der Mensch auf der Bühne der Schöpfung erschien, existiert haben sollen. Beherrscht wurden diese, auch das überliefert Eusebius, von einer Göttin:

Und es habe über alle diese ein Weib geherrscht, dessen Name Markaye heiße, das auf chaldäisch Thalattha genannt werde und auf Griechisch verdolmetscht werde Thalattha (das ist Meer).”

Diese Thalatta oder auch Thalassa aus der griechischen Mythologie ist eine Muttergöttin, die unter anderem mit dem Meer identifiziert wurde. Sie hatte verschiedene Funktionen, ist jedoch immer als eine Art Ur-Mutter zu erkennen. Bei Nonnos von Panopolis, einem Dichter und Denker des 5. Jahrhunderts, ist sie sogar die Mutter der bekannten Göttin Aphrodite.

Göttliche Hybride

Solche Monster und Zwitter aus der Retorte der Götter will aber auch ein biblischer Prophet gesehen haben. In der griechischen “Apokalypse des Baruch” heißt es, dass der Prophet eines Tages von einem Himmlischen im Auftrag Gottes mit in den Himmel genommen wurde, wo ihm ungeahnte Geheimnisse offenbart wurden. Bereits im “ersten Himmel” seiner Reise begannen diese Offenbarungen, denn hier lebten ausschließlich Zwitterwesen:

Er zeigte mir im Himmel eine Ebene. Da waren viele Menschen drauf, Gesichter wie die Rinder und Hörner wie die Hirsche und Füße wie die Ziegen und Hüften wie die Lämmer.” (2,3)

Kirchenvater Eusebius wiederum schöpfte sein Wissen aus zahllosen Quellen. Als Universalgelehrter ist es sicher, dass er Zugriff auf umfangreiche antike Texte und Schriften hatte, die er oft auch zitiert. Eine seiner zahllosen Quellen war der Historiker Berossos, einer der wichtigsten Astronomen und Priester des Gottes Marduk von Babylon. Dieser Berossos verfasste etwa um das Jahr 290 vor Christus eine Chronik der Babylonischen Geschichte, in der er auch von der Urzeit berichtet.

Auch Berossos berichtet in seiner Chronik von einer Zeit, als eine rätselhafte Art von Kreaturen existiert haben soll. Oannes nennt er diese, die bei Eusebius unter den Namen Oan zu finden sind. Göttliche Zwitter-Kreaturen aus Mensch und Fisch, die aus dem Meer (meist Persischer Golf) kamen, die Zivilisation brachten und zum Teil unter den Menschen lebten. Auch wenn Oannes meist als ein einzelner Gott angesehen wird, so ist diese Art der Kulturbringer von Babylon bzw. Mesopotamien auf zahlreichen Abbildungen mehrfach zu sehen. Menschen mit Fischschwänzen, die in ganzen Gruppen abgebildet wurden, allerdings nicht eins zu eins den späteren Beschreibungen von Berossos entsprechen.

In Band V von “Eusebius Werke” heißt es dazu, dass “ein furchtbares Untier, dessen Name Oan heiße”, dem Meer entstieg. Über diese heiße es, “dass sein ganzer Körper der eines Fisches war, und unter dem Kopfe des Fisches ein anderer Kopf an jenen angefügt; und am Schweife Füße wie die eines Menschen, und die Stimme gemäß der Stimme der Menschen; dessen Bild noch bis jetzt in Zeichnung aufbewahrt werde”. So Eusebius.

Diese Wesen kennt man heute meist unter den Namen Oannes. Es sind Mischwesen, die als Kulturbringer in Mesopotamien angesehen wurden. Vor allem bei den Babyloniern. Vielfältige bildliche Darstellungen von diesen Kreaturen haben die Archäologe inzwischen ausgegraben.

Fisch-Menschen und Sintflut

Selbst die Mythologie aus dem fernen Indien kennt etwas Ähnliches wie Oannes bzw. Oan. Und zwar über die bekannte Gottheit Vishnu. Eine der Hauptformen Gottes im Hinduismus, von denen schon die alten Veden Indiens sprechen. Von dieser höchsten Offenbarung der Göttlichkeit wird …

“…ausführlich erzählt, wie der Gott Vishnu als Fisch die verlorenen Vedas aus der Tiefe des Meeres wieder heraufholte, und dadurch den Menschen das Gesetz aufs Neue offenbart habe (…).

So beschreibt es schon Friedrich Creuzer 1836 in “Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen”. Vishnu tat dabei nichts anders als die Oannes-Kreaturen: Aus dem Meer kommen und den Menschen das Gesetzt (die Kultur) bringen.

Im Alten Testament wird die große Sintflut als Strafgericht für böse Menschen und/oder Mischwesen angesehen. Mythen anderer Völker weltweit sehen das teilweise sehr ähnlich, um diese Vernichtung irgendwie deuten oder erklären zu können. Gleichgültig ob Legenden der Bibel, Mesopotamien, Indiens, der Maya oder sonst wo auf der Welt. Sie alle haben häufig den Kern, dass Götter Mischwesen schufen, die dann wieder vernichtet wurden.

Die Häufigkeit dieses Motivs in den Mythologien ist zu frappierend, als das sie meiner Meinung nach reiner Zufall sein kann. Von den großen Zivilisationen der Vergangenheit bis zu den weniegr bekannten Kulturen, Völkern und Stämmen. Ein Beispiel: In einem Mythos der Wyot Indianer aus Kalifornien in den USA wird erzählt, dass die erste Erschaffung des Menschen auch hier daneben ging:

Als die ersten Menschen geboren waren, konnten sie nicht richtig sprechen. Es war gar nicht richtig, was sie sprechen. Auch waren sie behaart. Da hörte er sie, der Alte-Mann-Droben. Er dachte: Wie kann ich sie wieder loswerden? Schließlich wusste er es. (…) Wasser würde kommen

Auch bei den Wyot überlebte natürlich jemand die Katastrophe.

Zwitter-Monster in Ur

Durchaus interessant ist mit Blick auf die Bibel im Zusammenhang mit “Fischmenschen” die Figur des Stammvaters Abraham. Abraham wiederum stammte aus der Stadt Ur im Süden Mesopotamiens, wie es die Bibel erzählt (Gen. 11,31). Ein Ort, den schon die alten Sumerer gründeten. Hier hat der Herr seinen Vater durch Feuer vom Himmel getötet, um Abraham als “Auserwählten” für sich zu gewinnen, wie ich es unter anderem in diesem YouTube-Video HIER erkläre.

Eusebius wie natürlich Berossos siedeln die beschriebenen Mischwesen in Chaldäa an. Chaldäa ist exakt das Gebiet im Süden des Zweistromlandes am Persischen Golf, wo auch die Stadt Ur lag. Römische und Griechische Geschichtsschreiber sowie die Bibel nennen es oft schlicht Babylon. Wobei Abbildungen dieser Gestalten bei allen Kulturen der Region zu finden sind. Gleichgültig ob Babylonier, Sumerer, Assyrer oder Akkader.

So sehen wir beispielsweise auf Rollsiegeln aus Ton sehr häufig geflügelte Menschen oder geflügelte Löwen. Aber auch menschliche Kreaturen mit Ziegenbeinen, Schwänzen sowie Tierköpfen. Also genau jene Bestien, wie sie Eusebius beschrieben hat. Siegelabrollungen mit diesen Wesen wurden unter anderem in den Ruinen von Abrahams Heimatstadt Ur gefunden. In Gräbern aus der I. Dynastie, die zum großen Teil von dem berühmten Archäologen Leonard Woolley zwischen 1926 und 1928 freigelegt wurden, lagen bis zu 5.000 Jahre alte Darstellungen genau dieser grausigen Zwittern.

Existierten diese also tatsächlich in diesem Gebiet, oder hat der Chronist Eusebius nur solche Abbildungen gesehen und von entsprechenden Mythen gehört? Starben diese in der Sintflut, oder kannte Abraham als bekanntester Sohn der Stadt Ur diese sogar noch? Angeblich ja. Und nicht nur das.

Abraham und die “Krebsfrau”

Über Abraham überliefert wiederum der heilige Sohar (Zohar), dass er einst mit einer seltsamen “Krebsfrau” ein Kind zeugte. Im Sohar (II. fol. 147a-148b) heißt es darüber, “dass Abraham mit seiner Krebsfrau einen Sohn zeugte, den er Tachasch nannte (…)”. Tachasch wiederum soll laut Sohar etwas mit himmlischen Wesen gemein haben. Sollte das etwa bedeuten, dass Abraham Kontakt zu solchen Zwittern der Götter  hatte? Jene, wie sie bildlich in seiner Heimatstadt ausgegraben und von den Chronisten überliefert wurden?

Der Name oder die Bezeichnung “Tachasch” ist noch in anderer Hinsicht sehr seltsam. Laut Bibel soll die Bundeslade aus dem Buch Exodus mit einer Haut oder einem Fell aus “Tachasch” beim Transport abgedeckt worden sein. Auch Teile des Allerheiligsten beim Exodus, der Stiftshütte, in dem die Lade verwahrt wurde, sollen aus “Tachasch” bestanden haben.

Was aber genau dieses Material war, ist unbekannt und umstritten. Von Seehund-Fell über Delphin-Haut bis zur Haut von Wesen, die Gott extra für diesen Zweck geschaffen (gezüchtet) hat, reichen die Deutungen der Bibelforschung. Selbst von Einhörner wird hierbei gesprochen. An anderen Stellen habe ich das genauer ausgeführt. Etwa in “Götter der Sterne“, in diesem YouTube-Video HIER und diesem Vortrag auf YouTube HIER.

Der Sohar wiederum ist das bedeutendsten Werk der mystische Traditionen des Judentums der Kabbala. Allgemein wird das Werk als eine recht junge Schrift angesehen, die erst im 13. Jahrhundert entstand. Es soll die Geheimnisse der Kabbala vertiefen, deuten und weiter erörtern, der bekanntlich von vielen Seiten enormes Geheimwissen zugesprochen wird. Gerade in der Moderne erfuhr die Kabbala eine regelrechte Renaissance unter Mystikern und Sinnsuchern auch außerhalb des Judentums.

Sind Mythen Reportagen?

In der Prä-Astronautik werden seit jeher Mythen, Überlieferungen, Sagen, Legenden, alte Schriften, heilige Texte usw. im Sinne der Idee der Astronautengötter abgeklopft. Überall gibt es Hinweise auf diese Astronauten aus dem All, sofern man diese Mythologien so deuten möchte. Ob diese Himmelswesen oder andere Übernatürliche darin wirklich physische Außerirdische waren, wissen wir defensiv nicht! Dafür gibt es nicht einen einzigen unstrittigen Beweis. Vielleicht finden wir sogar eines Tages eindeutige “Alien-DNA” in unseren Genen.

Wenn man mit der Prä-Astronautik liebäugelt oder sogar überzeugt ist, dass die Götter Aliens waren, dann darf man solche und viele weitere Überlieferungen über “Gen-Experimente der Götter” nicht ignorieren. Von diesen gibt es weit mehr, als in diesem Online-Beitrag als Beispiele angeführt wurden.

Die jetzt publizierten Experimente der Chinesen beweisen, dass wir längst Gott spiele. Da die Geschichte beweist, dass der Mensch alles, was möglich sein wird, auch in die Tat umsetzt, wird es auch bei solchen genetischen Kreuzungen so sein. Wenn es nicht schon geschehen ist. Der Mensch wird bizarre Mischwesen erschaffen. Ethische Bedenken oder Einwände von Humanisten oder Kirchen spielen dabei keine Rolle. Was der Mensch imstande ist zu tun, wird er tun. Aus Neugierde oder ganz einfach nur, weil er es kann.

Sofern jene Außerirdische, die vor Jahrtausenden als Götter angesehen wurden, ähnlich dachten, taten sie es auch. Und so finden wir ihre Werke und Taten in mythologisch-verzerrten Überlieferungen bis heute auf der ganze Welt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Baupläne und Aufzeichnungen des Pyramidenbau und der Cheops-Pyramide: Wo sind die Blaupausen der Pharaonen geblieben – und gab es sie?

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Die Baupläne und Aufzeichnungen des Pyramidenbau - wo sind die Blaupausen der Pharaonen geblieben? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online / Montage: Fischinger-Online)
Die Baupläne und Aufzeichnungen des Pyramidenbau – wo sind die Blaupausen der Pharaonen geblieben? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online / Montage: Fischinger-Online)

Pyramidenbau war eine logistische und technische Mammutaufgabe, die ebensolche Planungen erforderte. Ein gewaltiger Apparat an Berechnungen, Abläufen und dokumentierten Arbeitsschritten und Techniken muss dahinter gestanden haben. Etwa bei der Cheops-Pyramide. Wo aber sind all die Dokumente und Aufzeichnungen des Pyramidenbau? Wo die zahllosen Papyri mit den Bauplänen und Planungen der Pyramidenbauer? Denn es muss sie gegeben haben, worin sich auch die etablierten Archäologen einig sind. Eine spannende Spurensuche, mit erstaunlichen Hinweisen, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Cheops-Pyramide und Baupläne

Gab es einst genaue Baupläne, Aufzeichnungen und Papyri, die den Pyramidenbau dokumentierten? Eine Art Plan oder Blaupause der Cheops-Pyramide und andere Monumente dieser Art?

Ende März wurde auf diesem Blog ein Artikel über das “Logbuch des Merer” veröffentlicht, den Ihr HIER findet. Es handelt sich dabei um einen 4.600 Jahre alten Text namens “Papyrus Jarf A und B”, der von Steintransporten unter Pharao Cheops nach Gizeh berichtet. Dokumentiert von einer Arbeitermannschaft unter ihren Vorarbeiter Merer als “Tätigkeitsnachweis”. Außerhalb der Ägyptologen ist der Papyrus eher weniger bekannt, wird aber von diesen als eine Art “indirekter Beleg” für den Pyramidenbau unter Cheops angesehen.

Obwohl die auf dem Dokument verzeichneten Informationen überaus interessant sind – wie im besagte Artikel dargelegt -, ist es kein “Plan” des Pyramidenbaus. Kein Text, der irgendwelche Arbeiten an der Cheops-Pyramide beschreibt oder belegt, Berechnungen der Architektur beinhaltet oder sonst irgendeine Art von Blaupause ist. Doch die Pyramiden und andere Bauwerke der III. und IV. Dynastie sind nicht einfach vom Himmel gefallen (auch wenn das einige glauben). Gewaltige Planungen müssen damit einher gegangen sein, die auch irgendwo verzeichnet wurden.

Genau Baupläne der Architektur, Vermessungen der Grundflächen, Berechnungen der Statik, Arbeitsabläufe, Planungen des Steintransportes zu genau festgelegten Zeiten und an genau festlegten Plätzen, Abläufe der Logistik, Zeitvorgaben für einzelne Bauabschnitte, Versorgung der Arbeiter, mögliche Konstruktionsänderungen, Herstellung der Bausteine, Lieferung von Baustoffen und Material wie Holz und Metalle, Koordinierung der Transportschiffe, eventuelle astronomische Ausrichtungen und Bezüge der Architektur und vieles mehr geht nicht ohne schriftliche Bauplanungen!

Der Bau einer Pyramide muss im Hintergrund ein Bürokratiemonster gewesen sein, das steht fest.

Verlorene Aufzeichnungen

Etablierte Ägyptologen sehen das genauso. Stellvertretend für ihre Zunft sei der bekannte Archäologe Prof. Rainer Stadelmann hier zitiert, der in seinem Standartwerk “Die ägyptischen Pyramiden” schon 1991 schrieb:

Ungeachtet der nicht wenigen Untersuchungen und Veröffentlichungen zum Pyramidenbau müssen wir uns ehrlich eingestehen, dass wir über die Technik und Methoden des Baues praktisch nichts Sicheres wissen und ausschließlich auf Annahmen und Beobachtungen angewiesen sind, die davon ausgehen, wie wir Heutigen uns die Bewältigung einer derartigen Aufgabe mit den damals vorhandenen Hilfsmitteln vorstellen. (…)

Das Schweigen der altägyptischen Quellen darüber ist keine bewusstes, noch entspringt es Tabu-Vorschriften. (…) Sicher hat es auf Papyri Aufzeichnungen über den Bau gegeben, Berechnungen über Steinmassen, Höhenverhältnisse, Winkelmaße und Nivellierungsmethoden.”

Es gäbe sehr weniger solcher Aufzeichnungen, die noch heute erhalten sind, so Stadelmann weiter. Sie alle stammen aber aus späteren Epochen, wofür er einige der bekannten Beispiele anführt. Etwa, dass der königliche Baumeister Senedjemib Intj den Grundriss des Pyramienbezirkes für Pharao Djedkare Asosi anfertigte. Djedkare jedoch war König der V. Dynastie, der in Sakkara begraben ist, und etwa 2410 bis 2380 vor Christus regierte. Kurz nach Fertigstellung der Pyramiden von Gizeh also. Und wirkliche Aufzeichnungen sind ein Grundriss des Grabkomplexes auch nicht. Stadelmann:

Aus der 3. und 4. Dynastie, der großen Zeit des Pyramidenbaues, fehlen uns leider solche Berichte, sie setzten erst in der späten 5. Dynastie ein.

Über die Errichtung der gewaltigen Tempelanlagen in Edfu und Dendera sind solche Berichte bekannt, die den Forschern viele Informationen und Einzelheiten verrieten. Sie stammen aber ausnahmslos aus zum Teil wesentlich späteren Epochen. Auch wenn etwa in Dendera schon in der Prädynastik, also vor dem Zeitalter der Pharaonen, ein erster Grundstein gelegt worden sein soll.

In Dendera befindet sich übrigens jener Hathortempel, an dessen Wänden sich Reliefs finden, die als “Glühlampen” interpretiert werden. Die “Glühbirnen von Dendera”, über die Ihr in diesem Video HIER mehr erfahren könnt.

Auch der Ägyptologe Professor Frank Müller-Römer bedauert das Fehlen solcher Beweise. Er schreibt in seiner Doktorarbeit “Pyramidenbau mit Rampen und Seilwinden – ein Beitrag zur Bautechnik im Alten Reich” (2007):

Aus dem MR (Mittleren Reich, Anm. LAF) ist bekannt, dass die Steinblöcke mit genauen Kontrollmitteilungen (Herstellungsdatum, Handwerkerbenennung, Transportwege, Lagerstätte etc.) versehen wurden. Es ist anzunehmen, dass bereits im AR (Alten Reich, Anm. LAF) ein vergleichbares System bestand. (…) Leider liegen aus der 3. und 4. Dynastie keinerlei ‘Bauberichte’ vor. (…)”

Die geplünderten Archive der Pyramidenbauer

Müller-Römer geht aber noch einen Schritt weiter. Er vermutet, dass die alten Architekten damals eine ganze “Bibliothek”  hatten, in der sie ihr Wissen speicherten:

Pläne muss es für alle Bauwerke und Bauplanungen gegeben haben. Durch Sammlung der Grundrisse und Beschreibungen in den Archiven verfügten die Baumeister über eine Bibliothek, in der die Informationen über die Ausführung der Bauten im Detail gespeichert waren.

Dieser Hort des Wissen, die Archive der Baumeister und Architekten der alten Pyramiden, muss eines Tages geraubt worden sein. Zumindest kamen Grabräuber in den Besitz entsprechender Pläne, Grundrisse und Zeichnungen. Ob sie an diese durch die Bestechung von entsprechenden Bibliothekswächtern, Einbruch oder heimlich angefertigte Kopien kamen, wird sich wohl niemals mehr klären lassen. Dennoch sind viel Ägyptenforscher überzeugt, dass es zu diesem “Leck” in den Archiven der Konstrukteure gekommen sein muss.

Dies geschah spätestens nicht mal 400 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden, als das Land am Nil nach und nach im Chaos versank. Der Toten- und Priesterkult in dieser sogenannten “Zwischenzeit” verschwand, die Staatsbeamten wurden entmachtet, der Staat zerfiel und Gizeh lag einladend vor den Grabräubern. Darauf verweisen auch spätere Schriften, die die Plünderungen der Gräber und Nekropolen beklagen. Das schloss auch die Cheops-Pyramide ein. Michael Haase, Autor zahlreichere Bücher über das Alte Ägypten und die Pyramiden, schrieb dazu schon 1998 in “Das Rätsel des Cheops“:

Wie lange insbesondere das Kammersystem der Cheops-Pyramide vor den Beraubungen gesichert werden konnte, lässt sich nur vermuten. Lange Zeit aber sicherlich nicht. Vermutlich machten sich die Grabräuber, nachdem der memphitische Raum nicht mehr durch die Regierungstruppen gesichert werden konnte, bereits innerhalb der ersten Bürgerkriegsjahre daran, das Sicherungssystem dieser Pyramiden zu knacken. Wo genau sie ihre Brechstangen anzusetzen hatten, wussten die Plünderer sehr genau.”

Sie wussten es, da sie die Pläne hatten, so ist auch Haase sicher. Haase wie auch andere verweisen dazu auf einen Papyrus, der beklagt:

Die Akten des Hohen Gerichts sind weggeschleppt, die Geheimarchive sind bloßgelegt. Zauberformeln sind dem Volk enthüllt, magische Sprüche richten Geistesverwirrungen an.

Grabräuber mit Plänen

Die Archive inklusive den Aufzeichnungen der früheren Baumeister von Gizeh waren also verraten und geplündert. Genau deshalb wussten die Räuber, wie sie in die Cheops-Pyramide gelangen konnten. Haase:

Geht man davon aus, dass einer Gruppe von Schatzsuchern auch der Grabplan der Cheopos-Pyramide mit ihren massiven Korridorblockierungen in die Hände fiel, so wird verständlich, wieso der heutige Eingangsstollen (…) derart gradlinig und planmäßig ins Kernmauerwerk hineingetrieben wurden. Er führt parallel zum absteigenden Gang, knickt hinter dem unterem Granitverschluß des ansteigenden ganzes ab, um dahinter direkt und zielgenau aus den dort einst durch Kalksteine blockierten Korridor zu Stoßen. Diese ‘Symmetrie’ kann nur eines bedeuten: Die Beraubung der Cheops-Pyramide erfolgte systematisch in Kenntnis ihres geheimen Innenlebens. Der Grabräuberstollen wurde nicht erst über 3300 Jahre nach der Versiegelung der Pyramide von den Arabern geschlagen, sondern von ihnen nur wiederentdeckt und erweitert.”

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Den heutigen Eingangsstollen, den Haase hier meint, ist jener Gang, den die Araber 832 unter Al-Mamun in die Pyramide trieben und dabei eine Vielzahl an Kostbarkeiten und auch Mumien fanden. Auch wenn diese Plünderung durch Araber im 9. Jahrhundert als die “1. Öffnung” der Pyramide gilt, ist das mehr als zweifelhaft. Ebenso einher gehen damit all die Funde, die dabei gemacht wurden, und höchstwahrscheinlich aus späteren Zeiten stammten. Sogenannte “Sekundärbestattungen”. In meiner Artikel-Serie HIER habe ich Al-Mamun und die entsprechenden Berichte dazu detailliert darlegt.

Auch Haase meint, dass irgendwann, als die Lage zu Beginn des Mittleren Reiches sich wieder beruhigte, die Anlagen wieder instandsetzt wurden. So “wurde irgendwann auch die Grabkammer von Pharao Cheops neu hergerichtet, der Einbruchsstollen verschlossen und kaschiert, wodurch er wieder in Vergessenheit geriet”. Und mit ihm die im Inneren neu erfolgten Grablegungen unbekannter Personen mit ihren Kostbarkeiten. Bis 832 der Kalif Al-Mamun kam, den Stollen wiederfand und die Pyramide erneut plünderte.

Der Eingang in die Cheops-Pyramide

Wobei an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben darf, dass der griechische Geschichtsschreiber Strabon im Jahr 25 vor Christus Ägypten bereiste, und berichtet, dass die Große Pyramide von Gizeh offen stand. Durch eine Art Schwingtür, eine herausklappbare Steinplatte. Dazu nochmal Rainer Stadelmann:

Dies kann kaum der originale Verschluss gewesen sein, denn dieser dürfte aus Blockierungssteinen und einem Verkleidungsstein bestanden haben, der den Eingang unkenntlich gemacht hat. Man hat daher angenommen, dass die Pyramide nach der Beraubung in der 1. Zwischenzeit – und vielleicht mehreren folgenden – in saitischer Zeit einen steinernen Klapptür erhalten habe, durch die die Innenräume besichtigt werden konnten. Später, aber in antiker Zeit, wäre die Pyramide erneut so blockiert und verschlossen worden, dass in arabischer Zeit und Ma’mun der Eingang nicht aufgefunden wurde.”

Nach Meinung der Ägyptologen war Gizeh und zahlreiche weitere Monumente des Alten Reiches einem stetigen Wechsel aus Verfall, Plünderungen, Wiederaufbau, Renovierungen und erneuter Schändung und Aufgabe unterworfen. Bei den Jahrtausenden der Kultur am Nil ist das wenig verwunderlich. Michael Haase verweist beispielsweise in seinem Buch “Im Zeichen des Re” (1999) in diesem Zusammenhang auch auf den Umstand, das selbst die (heute) unübersehbare Sphinx von Gizeh vergessen wurde. Wie auch Aufzeichnungen über sie. Er schreibt:

Beim Rückblick in die Vergangenheit des Sphinx stellt man erstaunlicherweise fest, dass er trotz seiner Größe und seiner einstigen Bedeutung während des gesamten Alten Reiches nicht ein einziges Mal inschriftlich erwähnt wird. Auf keiner Grabwand und auf keinem Papyri findet sich ein Hinweis auf seine Existenz. (…) So wie die Aufzeichnungen über den Pyramidenbau mit den Jahrtausenden fast vollständig abhanden gekommen sind, ist auch die Kenntnisse über diese kolossale Steinfigur spätestens mit dem Untergang des Alten Reiches und der Aufgabe der Pflege der königlichen Nekropolen verloren gegangen – langsam, aber stetig zugeweht durch den Sand der Geschichte.

Räuber in der Pyramide des Djedefre

Etwa acht Kilometer von Gizeh entfernt findet sich die Pyramide des Djedefre (Radjede) in Abu Roasch. Besser gesagt, dass, was von ihr übrig ist. Pharao Djedefre war der Sohn und Nachfolger von Cheops, der sich dort etwa 2580 bis 2570 vor Christus seine Pyramide erbauen ließ. Ob das Monument tatsächlich vollständig in allen Details fertig gestellt wurde, darüber streiten sich sie Archäologen. Denn mehr als traurige Reste sind heute nicht mehr von der Pyramide zu sehen. Man erkennt auf den ersten Blick nicht einmal mehr, das hier einst eine rund 70 Meter hohe Pyramide stand. Schuld ist der massive Steinraub.

Bis ins 19. Jahrhundert hielt der Steinraub an, so dass die Pyramide heute fast vollständig abgebaut ist. Das bietet aber auch einmalig Einblicke in das Innere einer Pyramide der IV. Dynastie, deren Bauweise und den inneren Grabkammern. Im Fall der Djedefre-Pyramide liegt diese unterirdisch. Hier sieht man heute einen Grabräubertunnel unbekannten Alters, der in noch intakte Pyramide durch den Fels in Richtung Grabkammer getrieben wurde. Die Einbrecher haben ihren Stollen geschickt durch den weichen Fels der Umgebung getrieben, wodurch die Granitblockierungen im ursprünglichen Gang umgangen wurden. Sehr ähnlich wie bei der Pyramide, die Cheops Namen trägt.

Das belegt klar, dass die Grabräuber das Innere auch hier kannten. Sie wussten, wo sie graben mussten, um entsprechende Granitsperren zu umgehen. Ein gewichtiger Hinweis, dass die Schatzsucher Baupläne des Inneren besaßen. Oder sollten sie auch hier nur Glück gehabt haben?

Papyri ist geduldig …

Papier ist geduldig, heißt es im Volksmund. Das gilt auch für Papyrus aus dem Reich der Pharaonen. Und theoretisch könnten im Sand Ägyptens, in alten Ruinen oder Orten, mit denen niemand rechnet, schon morgen Baupläne und Blaupausen der Pyramidenbauer gefunden werden. Im trockenen Sand oder einer entsprechenden Felsnische kann ein solcher Papyri durchaus die Jahrtausende bis heute überlebt haben. Ein solcher Fund wäre reiner Zufall und eine Sensation.

Persönlich sehe ich einer solcher Entdeckung aber überaus skeptisch entgegen. Bisher gibt es nur einen beschriften Papyri dieser Zeit. Es könnte allerdings auch sein, dass solche Dokumente schon vor 100 Jahren gefunden wurden und sich heute im Besitz eines Privatsammlers befinden. Dieser weiß mutmaßlich gar nicht, was er da hat und was auf ihm geschrieben steht. Der Ausverkauf des Alten Ägypten trieb bekanntlich vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ungeahnte Blüten – und hält durchaus bis heute an. Selbst als einfaches Brennmaterial könnten solche Texte längst Verwendung gefunden haben, bevor ein Forscher sie zu Gesicht bekam. Auch dafür gibt es Beispiele. Sie wären dann für immer zerstört.

Ich selber tendiere ich aber zu Folgendem: Jene Grabräuber, die gestohlene Aufzeichnungen vom Inneren diverser Pyramiden oder anderer Gräber besaßen, haben sie zerstört, als diese nicht mehr nötig waren. Warum sollte sie auch das belastende Beweismaterial aufbewahren? Die “Tatwaffen” waren nach der Plünderung wertlos und man war mit Sicherheit bemüht, Spuren zu verwischen. Sie wurden verbrannt oder einfach weggeworfen. Vielleicht sogar korrupten Beamten der Archive zurpückgegeben.

Sicher nur eine Spekulation, die auch eine große Schwachstelle hat: Grabräuber interessieren nur Aufzeichnungen, die ihnen beispielsweise den Einbruch in die Cheops-Pyramide erleichtern. Ein Papyri mit einer genauen Beschreibung des Innenlebens reicht da vollkommen aus. Dokumente, die den Bau an sich oder die weiter oben genannten Details des Pyramidenbaus betreffen, sind für diese vollkommen wertlos.

Für uns sind die heute unbezahlbar – und fehlen (bisher) vollständig!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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