Suchergebnisse: FIGU

2012: Was sagt eigentlich die UFO-Sekte "FIGU" um Billy Meier dazu?

In dem Buch oben von 1999 haben Roland M. Horn und ich damals umfassend über die Sekte “FIGU” (Schweiz) und deren wirren Machenschaften berichtet.

Doch was sagt der Sekten-Chef Billy Meier (der angeblich in Kontzakt zu Aliens steht) zum Thema “2012” bzw. was sagen seine angeblichen “Alien-Freunde” von den Plejaden dazu? Das berichteten wir bereits 2010 in unserem Buch “Die Akte 2012“. Wir schrieben:

Der UFO-Fan Eduard Albert Billy Meier der UFO-Gruppe ,Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien’,(F.I.G.U.), Schweiz, behauptet ebenso, dass er Kontakt mit Aliens von dort hat. Und das seit 1942. Er ist überzeugt, dass nur er allein wirklichen Kontakt mit diesen Außerirdischen hat, mit denen er sehr oft spricht. Doch zu 2012 gibt Meier mit Berufung auf seine Außeririschen erstaunlicherweise in allen Dingen Entwarnung. So ist es etwa in dem Alien-Kontakt-Bericht Nr. 479 vom 5. September 2009 auf den Seiten figu.org zu entnehmen.

 
Doch im “FIGU-Bulletin” Nr. 72 (Dezember 2010) hat sich die UFO-Sekte dazu erneut gemeldet. Meier fragte seinen Alien-Freund “Ptaah” bzg. der Sonnenaktivität. Die Antwort des “Aliens” findet Ihr ab Seite 3 hier (PDF)
Hier auch ein Video dazu:
Viel Spass.

<

Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


Faszination Mars

Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

Alles begann im Jahre 1877

Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

Die Mars-Kanäle

Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

Marsfieber

Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

  1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
  2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
  3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

Marsmenschen

Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

Die Invasion vom Mars

Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

Der Grundstein des H. G. Wells

Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

 30. Oktober 1938

Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

Das Ende der Menschheit ist nahe!

Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

New York in Gefahr

Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

Marsianer-Invasion in den Kinos

Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

Aliens auf der Leinwand und UFOs

Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

Eine neue Mars-Ära

Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

Marsianer-Fieber

Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

Mal wieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , , , , markiert <

Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer +++ Artikel +++

Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Keine Bauwerke der Vergangenheit regen so sehr zu Spekulationen, Thesen und immer neuen Überlegungen über deren Sinn und Zweck an, wie die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Mächte Monumente einer längst versunkenen Zeit, die noch heute Archäologen, “Laien-Forscher”, Autoren und Besucher faszinieren. Allerlei Geheimnisse sagt man den Bauwerken nach, die laut einigen Berichten sogar schon vor der Sintflut erbaut worden sein sollen. Und man vermutet in ihrem Inneren immer wieder “geheime Dinge”, die hier vor Jahrtausenden verborgen wurden. Was bei diesen Hypothesen allerdings kaum bis gar nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Pyramiden-Bauer in ihren Monumenten angeblich auch hunderte von geheimen Büchern versteckt haben. Schriften, die teilweise sogar von den Bauherren selber geschrieben wurden. Und ein berühmter und viel zitierter Geschichtsschreiber will sogar Jahrtausende später noch ein solches Buch persönlich besessen haben. Die Quelle seines Wissens, wie es heißt. In diesem Blog-Artikel soll den Spuren und Aussagen über diese verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer einmal genauer nachgegangen werden. Denn diese sind mehr als erstaunlich,wie Ihr hier lesen werdet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Schatzkammern in den Pyramiden

In den vergangenen Jahrtausenden haben sich eine Fülle an Sagen, Legenden, Mythen, Spekulationen und Geheimnisse um die Pyramiden in  Ägypten angesammelt. Vor allem um die Pyramiden von Gizeh – und hier speziell um die Cheops-Pyramide. Wohl auch deshalb, dass sie mit ihren rund 147 Metern Höhe die größte ihrer Art in ganz Ägypten ist.

Nicht nur über den Sinn und Zweck oder die Erbauung an sich kursieren verschiedene Überlieferungen, wie man sie von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (490 – 430 vor Christus) oder aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des arabischen Historikers Muhammad Al-Makrizi (1364 – 1442 nach Christus) kennt. Auch zahlreiche Geschichten wurden überliefert, die nicht nur davon erzählen, dass allerlei wundersame und wertvolle Dinge in der Pyramide verborgen wurden. Sie berichten auch davon, dass innerhalb der Cheops-Pyramide (oder allgemein in den Gizeh-Pyramiden) geheime Bücher und Schriften versteckt worden sein sollen.

Legendär wurde hierbei längst eine Behauptungen des „Hitat“, die hier nur zusammengefasst wiedergegeben soll. Denn darin heißt es, dass ein König mit Namen Saurid 300 Jahre vor der Sintflut in Träumen die nahe Katastrophe kommen sah. Wasser und Feuer werde die Erde vernichten, so seien Vision. So ließ er daraufhin die 130 „Obersten seiner Wahrsagen aus allen Provinzen Ägyptens“ zu sich kommen, um seine Träume zu interpretieren.

In einer „geheimen Besprechung“ mit König Saurid wurde untereinander diskutiert, was zu tun sei. Einstimmig habe man daraufhin den Bau der Pyramiden zur Rettung von Wissen und Weisheit beschlossen. Und so lesen wir im „Hitat“ über das Ergebnis dieser geheimen Tagung der Weisen mit dem König unter anderem:

Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigen Granit angelegen; die wurden angefüllt mir reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichen Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.“

In kaum einen „alternativen Geschichtsbuch“ über die Rätsel der Pyramiden fehlt diese Aussage. Ob sie in irgendeiner Form der Wahrheit entspricht, weiß niemand. Ebenso wenig kann niemand sagen, ob die Araber im 9. Jahrhundert irgendwas davon gefunden haben. Denn sie sollen es unter dem Kalifen Al-Mamun um 820 nach Christus gewesen sein, die „erstmals“ die Cheops-Pyramide  aufbrachen. In der Tat, wie umfangreich in meiner Artikel-Serie HIER aufgezeigt, machten sie dabei eine ganze Reihe von Funden.

Von den so wundersamen Dingen, wie oben zitiert, fanden sie aber scheinbar nichts.

Zauber- und Geheimbücher

Für Archäologen klingen diese Aussagen verständlicherweise so oder so viel zu phantastisch. Obwohl der Gesamtkontext noch weitaus phantastischer ist. Was im Zusammenhang mit dieser Geschichte häufig übersehen wird, ist aber eine spätere Aussage in dieser „Hitat“-Überlieferung:

In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seien wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten war und sein wird, beschrieben war. (…) Auch gab es keine Wissenschaft, die er (Saurid, Anm. LAF) nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ.“

Letztlich wurde für die nachfolgenden Generationen noch eine Art „Bedienungsanleitung“ für alle diese Wissenschaften beigelegt:

Dazu kam eine Beschreibung jeder Fähigkeit, sowie der Art ihrer Ausführung und dessen, was sich dafür brauchen lässt.“

Demzufolge hat der Baumeister von Gizeh – in diesem Fall Saurid – mindestens 130 Bücher mit Geheimwissen in nur einer Pyramide verstecken lassen. Gut behütet von den Mumien ebenso vieler Weissager, denen noch dazu „die Schätze der Gestirne, die diesen als Geschenk dar gebracht worden waren“, mit ins Grab gelegt wurden.

Wo sind all diese Zauber- oder Geheimbücher der Pyramiden-Bauer? Wer hat den Weisen des Saurid „Schätze der Gestirne“ geschenkt – und was soll das gewesen sein? Gerade dies verlockt heute durchaus zu vielen Interpretationen und Deutungen, die von Meteoren bis außerirdischen Dingen reichen könnten …

Obwohl verschiedene Chronisten im „Hitat“ behaupten, dass innerhalb der Cheops-Pyramide unter Al-Mamun Schriftrollen oder Schriften gefunden worden sein sollen, schweigt es in Details. Die Ägyptologie kennt ebenso keine authentischen „Original-Funde“ dieser Art.

Eine gefundene Schriftrolle

Zumindest eines dieser Bücher wurde aber nach den Erzählungen des „Hitat“ tatsächlich gefunden. Oder besser gesagt, es soll erhalten geblieben sei. Im Laufe der Jahre sei dieses ominöse Werk aus der Pyramide immer wieder abgeschrieben und kopiert worden, so dass es die Zeiten überdauerte. Ursprünglich stamme die erste Kopie sogar von einem ägyptischen Überlebenden der Sintflut. So haben man die Schrift „in ununterbrochener Folge von ihm geerbt“, vermerkt der Historiker Kadi Abu Abdallah al-Kuda im „Hitat“.

Eines Tages dann habe ein Ägypter, der „eifrig nach den alten Büchern und Schatzquellen dort forscht“, das geheime Buch wiedergefunden. Ursprünglich stamme es nämlich tatsächlich aus der Cheops-Pyramide, die an dieser „Hitat“-Stelle dem Hermes zugeschrieben wird:

Was die Pyramiden betrifft, so gruben Leute ein Grab im Kloster von Abu Hirmis und fanden darin ein einen Toten in Leichentücher eingehüllt. Auf seiner Brust lag eine Papyrusrolle, die in ein Stück Zeug gewickelt war, als sie die aus dem Stück Zeug heraus nahmen, erblickten sie eine ihnen unbekannte Schrift.“

Was auf dieser Papyrusrolle gestanden haben soll, wird in der arabischen Chronik ebenfalls umfangreich rezitiert. Es war eben die Geschichte des Herrschers Saurid, der von einer Sintflut träumte und daraufhin die Pyramide(n) erbaute. Angefüllt mit Wissen, Weisheit, heiligen Büchern und Schätzen.

„Er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von sechs Monaten erbaut“, heißt es im „Hitat“ unter anderem zu dieser gewaltigen Leistung. Für die Ewigkeit war das ganze Projekt allerdings gar nicht gedacht. Nach den Legenden sollten die Pyramiden bzw. ihre „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers beschrieben“ Außenverkleidungen „in 600 Jahren zerstört werden“.

All diese angeblichen Bücher oder Schriften und geheimnisvollen Dinge sind heute lange verschollen. Ebenso wie die Außenverkleidungen der Pyramiden. Wobei es interessant ist, dass Ägyptologen wie Mark Lehner in diesen nicht zu entziffernden Inschriften „wahrscheinlich Graffiti von Besuchern, zum Teil sogar aus pharaonischer Zeit“ vermuten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, all die überlieferten Geschichten über das Pyramiden-Inventar und andere derartige Mysterien umfangreich zu durchleuchten. Das wir an einer anderen Stelle nachgeholt, denn hier soll sich auf die geheimem Schriften und Bücher konzentriert werden. Immerhin waren sie ein fester und zugleich wichtiger Teil dieser Schätze.

Die Pyramiden-Baumeister

Bezeichnungen wie „Zauberbücher“ oder „Bücher der Weisheit“ sind eigentlich vollkommen nichtssagend. Wie will man sagen, was in ihnen stand oder wer sie überhaupt geschrieben hat? Bis auf die oben zitierte Ausnahme, wissen wir davon nichts. Es gibt jedoch noch ein Ausnahme-Buch in den alten Überlieferungen, das angeblich sogar vom Erbauer der Pyramiden persönlich geschrieben wurde.

Und hier wird es kompliziert.

Es finden sich in der mittelalterlichen Chronik „Hitat“ sowie in anderen Quellen eine ganze Palette an Namen des Pyramiden-Baumeisters genannt. Einige scheinen dieselbe (mythische?) Person zu meinen, andere verwirren mehr, als das sie nutzen. Eine Auswahl aus dem „Hitat“ und anderer Chroniken:

  • Cheops
  • Henoch
  • Saurid b. Sahluk (Saurid b. Sahluk b. Sarjak)
  • („der erste“) Hermes
  • Gannad
  • Idris
  • „Die Ägypter“
  • Agathodaimon
  • Saddad b. Ad
  • Utarid
  • „Die Amalekiter“
  • Souphis

Dass im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer mehr Geschichten und damit Namen mit den Pyramiden in Verbring gebracht werden, ist nicht verwunderlich. „Märchenonkel“ Herodot war im 5. Jahrhundert vor Christus mit seinen „Historien“ einer der ersten Chronisten, der bekanntlich Cheops als Auftraggeber nennt. Obwohl er (heute) nachweislich Unwahrheiten über diesen Pharao überliefert hat. Man denke hier an das Heer der Sklaven-Arbeiter, die angeblich die Pyramide bauten. Heute ist das längst widerlegt.

Alle anderen Namen erschienen zum Teil 1.500 und mehr Jahre nach Herodot auf der geschichtliche Bühne der Mythen.

Wusste Manetho mehr?

Schon kurz nach Herodot widersprach ihm jedoch schon ein anderer Geschichtsschreiber mit Namen Manetho. Er lebte um die Mitte des 3. Jahrhundert vor Christus und gilt bis heute als ein ausgezeichneter Chronist, der zu Lebzeiten Zugang zu einem enormen Fundus an Quellenmaterialien gehabt haben muss. Auch wenn seine vollständigen Texte und Werke als verschollen gelten.

In seinem von vielen Historikern kopiertem und zitiertem Werk „Aegyptiaca“ wiederum findet sich auch eine interessante Chronologie der ägyptischen Dynastien. Inklusive der Herrschaft von Göttern und Halbgöttern. Zur 4. Dynastie schreibt er, dass die große Pyramide von Gizeh von einem König mit Namen Souphis erbaut wurde. Dies sei 4.300 Jahre vor dem Perserkönig Kambyses II. (558 bis 522 vor Christus) gewesen. Damit grob zwischen 2838 bis 2802 vor Christus. Ein Unterschied zur Regierungszeit von Cheops von mehreren Jahrhunderten, die von ca. 2620 bis 2580 vor Christus datiert wird. Dieser König Souphis habe auch nicht etwa 23 Jahre wie Cheops regiert, sondern 63 Jahre, wie Manetho schreibt.

Trotzdem setzt die Ägyptologie diesen Souphis mit Cheops gleich. Kleine Abweichungen seien Geschichtsschreibern wie Manetho halt gestattet. So lange sie nicht gleich alles vor die Sintflut verlegen, wie wir es im „Hiat“ gesehen haben, könnte man denken.

Es gibt hierbei ein Problem. Zu finden in der Manetho-Abschrift über die „Vierte Dynastie von acht Königen von Memphis, aus einer anderen Linie“ von dem byzantinischer Mönch und Geschichtsschreiber Georgios Synkellos aus dem 8. Jahrhundert. In seiner Weltchronik „Ekloge chronographias“ lesen wir über Souphis:

Er errichtete die Große Pyramide, die laut Herodotos unter Cheops erbaut wurde.

Er wurde auch gottverachtend und verfasste das heilige Buch. Dies habe ich in Ägypten erworben, weil es ein großer Schatz war.“

Allerhand!

Nicht nur deshalb, da offenbar Cheops und Souphis eben nicht als ein und dieselbe Person beschrieben sind. Zumindest kann man die Aussage zu Herodot so interpretierten. Nein, dieser Bauherr habe auch noch ein Buch verfasst, dass Manetho selber „in Ägypten erworben“ haben will. Kein Wunder also, dass man bis heute dem Geschichtsschreiber ein umfangreiches Quellenwissen zugesteht. Trotz chronologischer Fehler.

Ein Buch von Cheops selbst

Auch wenn Souphis = Cheops entspricht, was war das heilige Buch des „gottverachtenden“ Herrschers? Welche Informationen standen in dem „großen Schatz“ des Manetho niedergeschrieben? Oder hat er sich dieses uralte Buch des Pharao nur als Quelle ausgedacht, um seiner Geschichtsschreibung einen weiteren Anstrich von Seriosität zu verleihen?

Zumindest den berühmten jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37 bis 100 nach Christus) beeindruckte er damit sehr. Josephus, der wichtigste Autor über die jüdische und frühe christliche Geschichte des 1. Jahrhundert, wollte Manetho in Sachen Quellenstudium in nichts nachstehen. Wie sein Vorbild wollte auch er Quellen aus erster Hand. In „Chronologie des Manetho“ (1867) schreibt Georg F. Unger über diese Bemühungen:

„Seine Berühmtheit als Historiker bei den Bibelgelehrten verdankt Manetho dem Josephus (… von dem) sich der Besitz und die Benutzung seines Werkes mit Grund behaupten lässt. (…) Dieselben Motive und der Vorgang des Josephus, in dessen Fußtapfen Africanus als Geschichtsschreiber der Juden trat, machten diesen auf Manetho aufmerksam und bewogen ohne Zweifel den wissbegierigen Sammler, der seinen Aufenthalt in Ägypten, wie er sich rühmt, dazu benutzte, das berühmte Werk des Königs Cheops zu erwerben, auf Manethos Werk zu fahnden. Die Chronographen nach ihm kannten Manetho wahrscheinlich nur aus Africanus. Dies und die Entstehung mehrerer unächter Auszüge und Schriften beweist, dass sein Werk selten und frühzeitig verschollen war.

Trotz alledem sind die dürftigen Auszüge aus Manetho, schon bei dem Mangel eines zweiten vollständigen Kanons der ägyptischen Geschichte, von höchstem Wert. (…) im Ganzen und Großen hat er die Vorzuge, welche man von einem Geschichtsschreiber aus dem Lande, das die Wiege der Historie ist, erwarten darf, vermehrt durch andere, welche er dem Vorbild des Berosus verdankte.“

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Der Erbauer der Großen Pyramide ist damit wohl der einzige ägyptischer Herrscher in all den Jahrtausenden gewesen, der selber ein Buch – ein „heiliges Buch“ – geschrieben hat oder haben soll. Wo es heute ist, weiß natürlich niemand mehr.

Oder vielleicht doch?

Pharao Cheops, wenn wir ihm die Autorenschaft des ominösen Buches zubilligen wollen, starb vor rund 2.600 vor Christus. Etwa 2.300 Jahre später (Manethos Lebzeiten sind nicht bekannt, man datiert ihn zwischen 285 – 246 vor Christus) soll folglich noch ein Buch aus seiner Feder existiert haben, dass Manetho schließlich „in Ägypten erworben“ habe. Und das, obwohl angeblich erst über 1.000 Jahre nach ihm die Cheops-Pyramide durch die Araber „erstmals“ geöffnet und geplündert wurde.

Wer hat wo das Buch des Pyramiden-Bauers so lange verwahrt?

Der Prophet Henoch als “König von Ägypten”

Es geht in diesem Zusammenhang aber noch länger, sehr viel länger. In der Sammlung „Hitat“ des Al-Mamun wird bekanntlich von einigen (wenigen) Chronisten bzw. an verschiedenen Stellen der Bau der Gizeh-Pyramiden vor der Sintflut angenommen. Durch den vor allen in der Grenzwissenschaft viel zitierten Propheten Henoch, zu dem sich folgende Aussage findet:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ‚dreifache‘ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (es ist der, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel, des Sohnes des Henan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Abraham – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werden. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Die ist die einzige Stelle im „Hitat“, in der Henoch explizit als Hermes und Baumeister genannt wird. Wobei nicht übersehen werden darf, dass über 30 weitere Historiker in dieser Chronik zu finden sind. Und bei ihnen kommt eine direkte und unmissverständliche Gleichsetzung der vorsintflutliche Personen Henoch und König Saurid nicht vor. Auch wenn König Saurid mehrfach als Herrscher vor der Sintflut bekannt wurde.

Hermes ist bekanntermaßen eine Gottheit. Auch der in Auflistung oben genannte Baumeister „Utarid“ entspricht diesem Gott Hermes. Nach dem „Hitat“-Historiker al-Warrak ist Utarid der, der „in der Sprach der Chaldäer Hermes genannt wurde“. Utarid sei „einer der sieben Torwächter gewesen, die zur Hut der sieben Planeten-Häuser bestellt waren“ und wurde aus „irgendwelchen Gründen“ König von Ägypten.

Demzufolge wäre Henoch alias Hermes einst König von Ägypten gewesen?! Das klingt nicht sehr glaubhaft.

Die Kopten

Obwohl die Mehrzahl der arabischen Historiker vollkommen uneins sind, wer letztlich die Pyramiden erbaut habe (die meisten nennen sogar den arabischen Herrscher Saddad b. Ad, der natürlich Jahrtausende nach Cheops lebte!) sprechen sie immer wieder von diesen „geheimen Büchern“. Wäre Henoch eine reale Person vor der Sintflut gewesen, die die Pyramiden erbaute, müsste er der Autor des von Manetho in Ägypten gefundenen Buches sein.

Tatsächlich gibt es alte Bücher, die Henoch als Autor nennen. Der Prophet lebte laut Bibel vor der Sintflut und schrieb laut den Henoch-Büchern tatsächlich unzählige Bücher auf Anweisungen des „Höchsten“ und seiner „Engel“. Historiker datieren diese Bücher Henochs natürlich lange nach dem Bau der Pyramiden. Sie wurden bereits unter christlichen Einfluss verfasst und stammen in den vorliegenden Fassungen mit Sicherheit nicht aus dem Zeitalter der Pyramiden-Bauer.

Manetho war wohl der letzte, der ein echtes Buches dieser Epoche besaß. Sofern er die Wahrheit sagte. Allerdings beruft sich das „Hitat“ an nicht wenigen Stellen auf die Kopten in Ägypten. Eine christliche Strömung, die naturgemäß erst nach Christus nach Ägypten kam. Im 3. Jahrhundert entstand das Koptische aus dem Ägyptischen heraus, und angeblich seien einige „Hitat“-Überlieferungen Übersetzungen aus koptischen Texten. Der christliche oder biblische Einfluss auf das gesamte „Hitat“ ist zumindest unverkennbar. Auch die in einem „Grab im Kloster von Abu Hirmis“ gefundene Schriftrolle soll in koptisch verfasst gewesen sein.

Sie aber können nicht die Autoren „Bücher der Pyramiden-Bauer“ gewesen sein. Ein koptischer Text, den man in einem Grab in der Cheops-Pyramide, dem Kloster Hermes („Abu Hirmis“), gefunden haben will, kann unmöglich Jahrtausende alt sein. Zumal an einigen Stellen von nicht zu lesenden Schriften gesprochen wird.

In der arabischen Zeit Ägyptens und vor allem in den Tagen der „Hitat“-Historiker waren das alte Ägyptisch und die Hieroglyphen unlängst in Vergessenheit geraten. Nicht ausgeschlossen, dass einige Gelehrte diese Sprache noch lesen und übersetzen konnten. Waren sie es, die alte Bücher und Schriften übersetzten bevor die Ur-Quellen verloren gingen? Stammen diese Quellen wirklich aus den großen Pyramiden und haben eine derart lange Zeit überstanden? Sind damit die gefunden Texte nur Beigaben wesentlich späterer Bestattungen? Ist deren Inhalt in irgendeiner Form korrekt?

Die Geheimbücher des Propheten

Die alten Chronisten sind sich dahingehend einig, dass sie sich nicht einig sind. Zusammenfassend gesagt erzählen sie, man habe die Pyramiden von Gizeh irgendwann zwischen den Tagen vor der Sintflut und Noah mit seiner Arche und Saddad b. Ad errichtet. Saddad b. Ad. ist eine literarische Figur der frühen Araber bei der der Eroberung Ägyptens, der zu einem mythischen Helden wurde. Dementsprechend ist dieser Held vor erst ca. 1.400 Jahre im Land der Pyramiden aktiv gewesen. Der Einfall der Muslime in Ägypten begann schließlich erst ab 640 nach Christus.

Wohl niemand will bestreiten, dass zu diesem Zeitpunkt die Pyramiden alle schon Jahrtausende standen.

Obwohl der Prophet Henoch, der schon laut Bibel „Umgang mit Gott pflegte“, als Bauherr im „Hitat“ die absolute Ausnahme ist, ist er der einzige, von dem bis heute Bücher vorliegen. Geschrieben wurden sie laut Bibelforschung zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Auch da standen die Pyramiden schon längst. Die Sintflut, vor der Henoch gelebt haben soll, war da auch schon eine gefühlte Ewigkeit vorbei. Egal ob man sie jetzt 10.000 oder 5.000 vor Christus datiert, als lokales Ereignis (zum Beispiel in Mesopotamien), als Hirngespinst oder als globale Katastrophe.

Es existieren bis heute keine derart alte Schriften/Bücher oder Ur-Quellen, die man den Pyramiden-Baumeistern zusprechen könnte. Auch nicht von Henoch. Obwohl der Autor des slawischen Buch Henoch im 1. Jahrhundert über ihn Spannendes wusste:

Da rief der Herr den Bretil, einen seiner Erzengel, ihn, der weise ist und alle Werte des Herrn aufschreibt. Und der Herr sprach zu Bretil: Nimm die Bücher aus den Behältern! Gib Henoch eine Feder und diktiere ihm die Bücher an! Da brachte mit Bretil eilends die Bücher, die nach Myrrhen duften, und gab mit seine Feder.

Und er beschrieb mir alle Dinge im Himmel, auf Erden und im Meer, die Läufe und Orte aller Elemente, die Jahreszeiten, der Tage Läufe und Änderungen, die Gebote und die Lehren. Und Bretil sprach zu mir dreißig Tage und Nächte; seine Lippen redeten unaufhörlich. Auch ich schrieb, ohne auszuruhen, den ganzen Inhalt nieder. Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben.“ (slawisches Buch Henoch, 22,11-23,6)

Da der vorsintflutliche Patriarch Henoch für die Bibelforschung nur ein mythische und keine reale Person war, hat er auch dies gerade mal knapp 2.000 Jahre alte Buch nicht selber geschrieben. Auch wenn hier in der 1. Person gesprochen wird. Von den 360 Büchern mit himmlischem Wissen will die Bibelforschung schon gar nichts hören. Auch dies sei reine Phantasie eines frühchristlichen Autors, der nur Henoch als Urheber nannte, um seinen Werken eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man denke hier an die fünf Bücher Moses des Alten Testament, die ebenso nicht von Moses geschrieben wurden. (detailliert zu den Überlieferungen und Büchern von Henoch HIER)

Noch mehr Widersprüche

Historisch authentisch ist das mittelalterliche „Hitat“ in keinem Fall. Dafür sind die Widersprüche der einzelnen Chronisten bzw. deren Überlieferungen viel zu gravierend. Wer aber mag Fakt und Fiktion darin zu unterscheiden, da auch offenkundige Tatsachen darin zu finden sind. Beispielsweise wird darin auch von dem Versuch des Sultan von Ägypten berichtet, eine Pyramide von Gizeh abzureisen. Wie heute jeder an der Nordseite der Mykerinos-Pyramide sehen kann, wurde das auch versucht.

Übeltäter und Verursacher der 8 Meter tiefen Beschädigung war Al-Aziz Uthman bin-Yusuf (1171 bis 1198), der eigentlich ganz Gizeh abreißen wollte. Als er aber acht Monate lang kaum Fortschritte machte, seine Arbeiter nur ein bis zwei Steine pro Tag fortschaffen konnten und die Kosten für die Zerstörung explodierten, ließ er von seinem Vorhaben ab. Was ihm aber gelungen sein soll, war die Zerstörung von Nebenpyramiden und der Verkleidungssteine der großen Pyramiden.

Was das „Abrisskommando“ des Sultans aber nicht überlieferte ist die Art der Inschriften eben auf diesen Außenverkleidungen. Ob die „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers“ angebrachten Texte wirklich nur Besucher-Graffiti waren, ist eine reine Vermutung der Archäologie. Ausschließen, dass Besucher auf den Pyramiden herum schmierten, kann wohl niemand. Waren das aber wirklich die einzigen „unlesbaren Texte“?

Sehr interessant ist eine weitere Aufzeichnung der arabischen „Hitat“-Chronisten. Es heißt in dieser, dass die Wände der Pyramiden „mit griechischer Schrift bedeckt waren“. Einige berichten, sie seien Gräber, doch die sind nichts Derartiges“, heißt es. Man habe sie zum Schutz vor der Flut gebaut, dass alles, „was nicht Schutz in solchen Bauwerken fände“ auf Erden vernichtet werden würde. Also ließ der Baumeister „seine Schätze und seinen Besitz“ in die Pyramiden schaffen.

Als sich schließlich die Sintflut wieder „verlaufen hatte“ wurden die Kostbarkeiten – was immer es auch gewesen sein mag – wieder aus den Pyramiden genommen und einer Person mit Namen Bisir oder Bisar übergeben. Es sei der „Sohn Miriams, des Sohnes Harns, des Sohnes Noah“ gewesen. Demnach wohl ein Enkel bzw. Nachkomme Noahs, die wir im 1. Buch Moses in Kapitel 10 finden.

Pyramiden-Schätze in Kornspeichern?

Wo aber sind diese Dinge dann hingekommen? „Spätere Könige brachten sie in ihren Kornspeichern unter“, sagt das „Hitat“ über deren Verbleib. „Und Gott weiß es am besten“. Informationsgehalt ist hier wieder einmal Mangelware. Eher scheint es sich hierbei um eine verschwommene Aussage zu handeln, die sich um den biblischen Stammvater Josef und seinem Aufenthalt in Ägypten dreht. Nachzulesen im 1. Buch Moses ab Kapitel 37. Josef habe einst laut Buch Genesis dem Pharao Träume gedeutet, dass sieben Jahre des Wohlstandes kommen, denen sieben Jahre des Hungers folgen werden.

Also ließ der Pharao vorsorglich dank der Traumdeutung des Josefs in den sieben „fetten Jahren“ einen Teil des Getreides für die Jahre des Hungers einlagern. Wie angeblich von Gott beschlossen brach daraufhin die Hungersnot über Land und Volk herein, und so „öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter“ (Genesis, Kapitel 41).

Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber genau diese Kornspeicher des Josef sollen die Pyramiden gewesen sein. Ein Märchen, das man sich jahrhundertelang über diese Monumente auch in Ägypten selber erzählte. Vor allem nachdem der römische Autor Julius Honorius (um 500 nach Christus) in „Cosmographia“ und der französische Bischof und Historiker Gregory von Tours in „History of the Franks“ (594 nach Christus) dies behaupteten.

Die Ägypter hätten einfach von oben durch ein Loch in der Spitze das Getreide in die Pyramiden gefüllt. Ein Mythos, der wohl erst durch den frommen deutschen Pilger Bernhard von Breydenbach nach einem persönlichen Besuch 1484 in Gizeh endgültig beendet wurde. In seinem mittelalterlichen Besteller „Peregrinatio in terram sanctam“ schrieb er nämlich 1486, dass diese Idee „eindeutig falsch ist, da diese Pyramiden innen nicht hohl sind“.

Obwohl heute jedem klar sein sollte, dass diese „Kornspeicher-Hypothese“ vollkommener Nonsens ist, vertrat sie beispielsweise der US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ben Carson 2015 noch immer.

Die „Kern-Information“ dieser Legende erscheint letztlich recht dürftig. Sie könnte darin bestehen, dass nach der Flut die Nachfahren der Überlebenden (hier Noah), diese Schätze und damit wohl auch Schriften an sich nahmen. Diese „späteren Könige“ hüteten daraufhin das kostbare Erbe, in dem sie es an unbekannten Orten (hier Kornspeicher) verbargen …

Der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Henoch genannt. Die Henoch-Bücher sowie jüdische Sagen über ihn berichten, dass er seine Schriften seinen Nachfahren übergab. Dazu zählt natürlich auch Noah. Sie sollten sie sicher verwahren, da die große Flut naht. So kamen diese Werke mit auf die Arche und überstanden auf diesem Weg die Vernichtung.

Diese und weitere Überlieferungen führten auch zu der Überlegung, dass die Cheops-Pyramide in Wahrheit die Arche Noah war. Dazu finden Ihr HIER auch ein Video auf YouTube.

Fragen, Fragen, Fragen

In diesem Beitrag sollte der Fokus der seltsamen „Hitat“-Erzählungen auf die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer oder „Weisen“ gerichtet werden. Diese mittelalterlichen Erzählungen sind, wie auch HIER gezeigt, natürlich weitaus komplexer. Und so ergeben sich zusammenfassend viele „Solls“ und „Wenns“, die sich ausnahmslos alle nicht belegen lassen:

  • Die über 30 Chronisten des „Hitat“ sowie andere Historiker widersprechen sich, wer die Gizeh-Pyramiden baute.
  • Wenige sagen, dass sie vor der Flut erbaut wurden und in ihnen Bücher und geheime Schriften verborgen waren.
  • Die Araber sollen im Zuge der „ersten“ Öffnung der Cheops-Pyramide im 9. Jahrhundert tatsächlich Texte oder Schriftrollen gefunden haben.
  • Wenn dem so ist, kann niemand sagen woher sie stammen oder wie alt sie waren.
  • Es soll auch ein Grab (im „Hermes-Kloster“) gefunden worden sein, in dem man eine Schriftrolle fand.
  • Diese sei in Koptisch verfasst gewesen (und von König Saurid und der Sintflut etc. berichtet haben).
  • Das Koptische ist eine relativ „moderne“ Schrift in Ägypten. Damit können die geheimnisvollen Bücher in ihrer Ur-Version nicht in koptisch verfasst worden sein.
  • Der Historiker Manetho soll der letzte Mensch gewesen sein, der angeblich ein authentisches Buch vom Baumeister der Pyramide in seinem Besitz hatte. Mutmaßlich geschrieben von Pharao Cheops selber.
  • Der Prophet Henoch wird mit einem Gott (Hermes) gleichgesetzt, wird allerdings (nur) einer „Hitat“-Stelle konkret als Pyramiden-Bauer (Saurid) genannt.
  • Mindestens 130 geheime Bücher mit Weisheiten sollen in der Pyramide im Auftrag von Saurid vor der Sintflut versteckt worden sein.
  • Henoch schrieb nach einem Buch mit seinem Namen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sogar 360 Bücher mit göttlichen Weisheiten und Wissen. Auch vor der Flut.
  • Wenn irgendwelche Bücher davon jemals existieren, sind sie ausnahmslos alle verschollen. Ob vor der Flut geschrieben oder „klassisch“ in der 4. Dynastie von Pharao Cheops, spielt dabei keine Rolle.
  • Wenn diese Schriften angeblich in koptisch verfasst gewesen sind, warum waren dann andere nicht zu entziffern?

Verschollen, versteckt, vernichtet – wer kann das schon mit reinem Gewissen sagen? Die Suche nach den Mysterien der Vergangenheit wird wohl noch dann faszinieren, wenn das heute bereits lange Vergangenheit ist.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Mehr Videos dazu HIER.

Video vom 26. Aug. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Video vom 28. Sep. 2017 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Video vom 6. Okt. 2018 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , markiert <

Geheimkammern und Tunnel unter der Sphinx könnten den Weg zu verborgenen Schätzen der Pharaonen weisen (+ Video)

Geheimkammer unter der Sphinx könnte den Weg zu verborgenen Schätzen der Pharaonen weisen (Bild: Fischinger-Online)
Geheimkammer unter der Sphinx könnte den Weg zu verborgenen Schätzen der Pharaonen weisen (Bild: Fischinger-Online)

Derzeit sorgt die Sphinx von Gizeh in Ägypten wieder für Diskussionen und Spekulationen. Auslöser waren Aussagen der Historikerin Prof. Bettany Hughes in einer TV-Dokumentation des britischen Senders “Channel 5” von und mit ihr. Darin stellte sie den Zuschauern die größten Schätze des Alten Ägypten vor und berichtete auch über die rätselhafte Sphinx. Denn unterhalb der Figur befinden sich verborgene Kammern und  Tunnel, die vielleicht sogar zu versteckten Schätzen führen könnten. Möglicherweise sogar zu Geheimkammern, die mit der Cheops-Pyramide in Verbindung stehen, hieß es in der TV-Sendung. Was Hughes den TV-Zuschauern noch sagte und was genau sie gemeint haben könnte, erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Ebenso in einem YouTube-Video wie diese geheimen Räume unter der Sphinx aussehen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Geheimkammern unter der Sphinx und verborgene Schätze

In englischsprachigen (Boulevard-)Medien, Diskussionsgruppen und diversen Videos auf YouTube sorgt derzeit eine Meldung für Schlagzeilen und  Aufregung. Demnach würden eine Geheimkammer oder versteckte Räume unterhalb der weltberühmten Sphinx von Gizeh entdeckt worden sein. Diese verborgenen unterirdischen Kammern unter der riesigen Statue auf dem Gizeh-Plateau könnten den Berichten nach zu den versteckten „Schätzen der Pharaonen“ führen.

So zumindest die Historikerin, Autorin und TV-Doku-Moderatorin Prof. Bettany Hughes in einer Sendung des britischen Senders „Channel 5“.

Hughes wiederum ist in TV-Dokumentationen rund um Geschichte und die Rätsel der Vergangenheit  keine Unbekannte. Sie wirkte bereits in zahlreichen entsprechenden Dokumentarfilmen für verschiedene TV-Sender mit. Aktuell hat sie auf „Channel 5“ die Sendung „Ägyptens größte Schätze“, die erstmals am 3. August 2019 ausgestrahlt wurde. Eine zweistündige Dokumentation, in der sie den Zuschauern „ihrer zehn wichtigsten Schätze des alten Ägypten“ in einem Countdown präsentiert. Zumindest stellt der TV-Sender diese so vor.

Ihre Schatzsuche in Ägypten führte die Forscherin bzw. Moderatorin dabei natürlich auch nach Gizeh. Hier präsentierte sie dem Fernsehpublikum unter anderem die mächtige Sphinx, die „Generationen von alten Ägypten fürchteten“ und verehrten. „Sie glaubten wirklich“, so Hughes weiter, „dass sie übernatürliche Kräfte besitzt“. Die „Faszination an der Sphinx“ habe bis heute nicht nachgelassen.

Nachdem sie ihren Zuschauern das Monument leidenschaftlich präsentiert hat, wird es in ihrer Dokumentation mysteriös. Ägyptologen würden ihrer Aussage nach „unter der Sphinx“ Untersuchungen durchführen, da es dort versteckte Räume geben soll. Und sie ist sogar sicher:

Die Sphinx steht direkt über einem Netzwerk von Kammern und Tunneln.

Die Wahrheit ist, wir haben absolut keine Ahnung, wofür diese verwendet wurden, aber es ist ein Rätsel, das Forscher derzeit zu lösen versuchen. Einige hoffen, dass diese verborgenen Tunnel uns zu neuen und unentdeckten Schätzen führen könnten.“

Der Einstieg in die Unterwelt der Sphinx

Bettany Hughes präsentiert in ihrer Sendung aber auch den oder einen Eingang in diese geheime Unterwelt unter der Sphinx. „ein tiefes Loch in der Nähe des Schwanzes der Sphinx“, sei der Einstieg in diese Geheimkammer. Von diesem Loch würde angenommen, dass es in eine große Kammer führen würde. Auch ein kleiner bisher unerforschter Raum unter den Pfoten des Bauwerkes würde existieren, so Hughes weiter.

Es sei aber weiterhin vollkommen unklar, wohin diese Tunnel und Räumlichkeiten letztlich führen würden. Vielleicht stünden sie mit der Cheops-Pyramide in Verbindung, wird von der Historikerin weiter vermutet, da sie sich ganz in der Nähe der Sphinx befindet.

Das sind durchaus erstaunliche Aussagen, der Archäologin bzw. Historikern, die sie auf „Channel 5“ tätigte. Alleine steht sie mit diesen Spekulationen – und nur solche sind es! – aber nicht. Schon sehr lange, seit Jahrhunderten, werden unter und an der Kolossalstatue auf dem Gizeh-Plateau verborgene Tunnel, Kammern und Räume vermutet. Einige sprechen sogar von der legendären „Halle der Aufzeichnungen“, die der 1945 verstorbene Amerikaner Edgar Cayce „prophezeit“ hat.

Cayce wurde unter dem Namen „Der schlafende Prophet“ bekannt, da er zu Lebzeiten in Trance angebliches Wissen einer versunkenen Welt offenbaren konnte. Dieses Atlantis sei nach seinen Worten vor rund 12.500 Jahren untergegangen und habe diese „Kammer des Wissens“ angelegt. Sie befinde sich unterhalb der Sphinx und warte nur auf ihre Entdeckung, so der Hellseher, der bis heute viele Anhänger hat. Denn gefunden wurde sie offiziell nie.

Ebenso wenig wie andere verborgene Tunnel und Kammern, von denen Bettany Hughes im TV sprach oder sie zumindest andeutete.

Die Ägyptologie weiß von nichts

Tatsächlich hat es sogar sehr viele offizielle Untersuchungen in diesem Bereich gegeben. Bohrungen in den felsigen Untergrund ebenso wie Georadarmessungen und andere geologische Untersuchungen. Die Ergebnisse sind für die meisten etablierten Ägyptologen ohne Relevanz. Es wurden zwar Hohlräume entdeckt (wie auf dem gesamten Plateau), aber diese seien natürlichen Ursprungs. Es seien Karsthöhlen, die durch Wasser und Erosion im Gestein entstanden sind, und damit alles andere als Geheimkammern. Was verständlich Weise von nicht wenigen Mystery-Jägern angezweifelt wird.

Unklar ist aber, warum Bettany Hughes in ihrer TV-Dokumentation diese Aussagen traf. Zum Beispiel ist das besagte Loch am hinteren Ende der Sphinx alles andere als irgendwie geheimnisvoll oder verborgen. Jeder noch so eilige Bus-Tourist kann es bei seinem Kurzbesuch für ein Foto an der Sphinx selber sehen. Nicht wenige waren auch schon im Inneren, wie in dem Video unten berichtet und gezeigt.

Nicht minder seltsam erscheint auch die Behauptung von Hughes von Schätzen und einer Verbindung zur Cheops-Pyramide bzw. Pharao Cheops. Nach den meisten Ägyptologen hat Pharao Chephren, der Nachfolgen von Cheops, die Sphinx erbauen lassen. Sie wird also ihm und seiner Pyramide und nicht der Cheops-Pyramide zugesprochen. Obwohl nicht alle Archäologen diese Meinung teilen. Einige sehen die Sphinx tatsächlich als Werk von Cheops, welches zu seinem Pyramiden-Komplex zu zählen sei. Die Statue würde auch den Kopf des Cheops und nicht des Chephren zeigen.

Bei anderen Deutungen und Spekulationen um die Sphinx spielt das allerdings überhaupt keine Rolle. Nach diesen hat weder Cheops noch Chephren das Löwenwesen geschaffen, sondern eine längst versunkene unbekannte Kultur. Jahrtausende vor den Pharaonen, die höchstens die bereits existierende Figur umgestalteten (s. auch Buchtipps unten).

Dass davon die klassische Geschichtsschreibung und Ägyptologie nichts wissen will, ist verständlich.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

YouTube-Video zum Thema auf Fischinger-Online

Video vom 28. Sep. 2017 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

, , , , , , , markiert <

Alienfilme aus Hollywood und ihre Logikfehler: 6 Fragen – 6 Antworten (+ Videos)

Logikfehler in Alienfilmen: 6 Fragen - und 6 Antworten (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Logikfehler in Alienfilmen: 6 Fragen – und 6 Antworten (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Alienfilme aus Hollywood sind seit Jahrzehnten beliebt und ein fester Bestandteil der Produktionen aus der Traumfabrik. Von großen Blockbustern bis zu kleinen und auch billigen Science-Fiction-Filmen findet der Fan hier eine riesen Auswahl an entsprechenden Filmen vor, die sehr oft eines gemeinsam haben: Die Außerirdischen kommen nicht in Frieden und wollen uns Menschen von unserem Planeten fegen. Materialschlachten inklusive. Eigentlich nichts weiter als reine Unterhaltung, die nicht selten ein Millionenpublikum erreicht. Frei nach dem Motto Gehirn abschalten und die Menschheit (bzw. USA) mal machen lassen. Kürzlich hat ein Online-Portal einen für den Fan solcher Filme interessanten Beitrag online gestellt, in dem auf sechs Logikfehler in solchen und ähnlichen Filmen hingewiesen wird. Zugleich ist dieser aber auch für den Interessierten an UFOs, Grenzwissenschaft und Aliens an sich durchaus interessant. Und obwohl solche Alienfilme als reine Unterhaltung angesehen werden sollten, sollen in diesem Beitrag die auf der Kino-Webseite gestellten sechs “galaktischen Logiklöcher an dieser Stelle beantwortet werden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Alienfilme und UFOs

Viele Menschen, die sich für UFOs, Leben im All, Aliens und Außerirdische als Teil der Grenzwissenschaft interessieren, interessieren sich auch für Science-Fiction-Filme. Auch wenn sich reale UFO-Themen und Hollywood fraglos gegenseitig beeinflussen, so nimmt man gerne Alienfilme als Unterhaltung an. Viel Gedanken zu den unzähligen Kinoproduktionen rund um Aliens machen sich dabei nur wenige Zuschauer.

Auch wenn diese sich ernsthaft für das Thema in der Realität interessieren.

Natürlich gibt es Ausnahmen. So wird innerhalb der grenzwissenschaftlichen Community immer mal wieder der Verdacht laut, dass Alienfilme die Massen manipulieren sollen. Zum Beispiel als eine Art Ablenkung von der Realität, da UFOs und Außerirdische in Wahrheit schon hier sein sollen. Oder als Manipulation der Massen „von ganz oben“, um die Menschheit auf den Kontakt mit anderen Wesen des Alls vorzubereiten. (s. a. HIER)

Ein weites Feld, in dem viele Spekulationen und Behauptungen kursieren. Seit Jahrzehnten.

Die Mehrheit sieht jedoch Alienfilme schlicht als pure Unterhaltung aus der Traumfabrik Hollywood. Popcorn-Kino, in dem man gemütlich mit ansehen kann, wie außerirdische Invasoren die Erde in Schutt und Asche legen. Aggressive Aliens also, die uns als Menschheit vernichten wollen und denen deshalb jedes Mittel dafür recht ist. Und diese Mittel sind meistens viel Aktion. Natürlich mit Ausnahmen, wie es der Kinobesucher weiß.

Logikfehler finden sich in nahezu allen Alienfilmen. Gleichgültig, ob diese Science-Fiction-Filme jetzt böse oder gute Außerirdische auf die Leinwand bringen.

Die sechs Logickfehler in Alienfilmen

Sechs dieser „Galaktischen Logiklöchzer“ hat Daniele Li vom Kino- und Tec-Portal „Turn on“ kürzlich in einem dortigen Artikel einmal aufgeführt. „Diese Logiklöcher hätten wir jetzt schon gerne mal erklärt“, schreibt Li. Man muss solche Spielfilme natürlich nicht zu ernst nehmen, doch als Grenzwissenschaftler und Science-Fiction-Fan (s. HIER), sind die „sechs Fragen an Aliensfilme“ von Li sicher sehr interessant!

Folgende sechs Fragen stellt die Autorin Li:

  1. Wie soll das mit den Hybriden funktionieren?
  2. Warum eigentlich die Erde?
  3. Gibt es keine schlaueren Methoden zur Übernahme der Weltherrschaft?
  4. Warum immer die USA?
  5. Warum eigentlich immer Eroberung und nicht eine Forschungsreise?
  6. Warum kennt in Alienfilmen niemand Alienfilme?

Obwohl es natürlich Fragen sind, auf die die Traumfabrik Hollywood keine ernsthaften Antworten geben kann, sollen diese einmal im Detail durchgegangen werden.

Aliens und Menschen haben Sex?

„Seit Jahren präsentieren uns Alienfilme und Sci-Fi-Serien immer wieder Kreuzungen aus Mensch und Alien“, so Li. Wie kann es aber sein, dass „sich Alien- und menschliche DNA zu einem lebensfähigen Nachkommen verbinden“ lässt? Lichtjahre voneinander entfernt haben sich diese Kino-Aliens entwickelt, und so sei eine „möglichst große genetische Verwandtschaft“ untereinander zu bezweifeln.

Gute Frage. Wie kann das möglich sein? „Raumschiff Enterprise- Das nächste Jahrhundert“ liefert hier eine Antwort. In einer oder zwei Episoden machen sich verschiedene Rassen (und anderem die Menschen) auf die Suche nach einem kosmischen Geheimnis. Es wird dort zum Beispiel für eine Art Superwaffe gehalten. Und so führen die im Universum verstreuten Hinweise und Puzzlestücke die verschiedenen Spezies letztlich auf einem fernen Planten zusammen. Dort erfahren sie, dass eine uralte und längst versunkene Rasse im Kosmos ihre genetischen Bausteine im All verbreitet habe, bevor sie vor unendlich langer Zeit unterging. Deshalb seien diverse Rassen in dieser TV-Serie  miteinander verwandt.

Auch in anderen Science-Fiction-Filmen gibt es sehr ähnliche Aussagen. In der legendären „Alien“-Filmreihe sind wird Menschen sogar von Aliens erschaffen worden. Sie wären unsere Vorfahren. Im Prinzip das, was einige Überlegungen zu Schöpfungsmythen innerhalb der Prä-Astronautik auch sagen.

Letztlich gibt es sogar noch die wissenschaftliche Theorie, dass außerirdische Zivilisationen absichtlich ihre DNA im Universum verteilen oder verteilt haben. Mit Millionen von unbemannten Sonden, die dort, wo sie auf Planeten mit geeigneten Bedienungen treffen, die Evolution beeinflussen. Eine These, die sich „Gerichtet Panspermie“ nennt, und bereits 1973 von dem Chemiker Leslie Orgel und Biologe und Physiker Francis Crick formuliert wurde.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Aber: Nur weil irgendwelche Aliens vor Millionen oder Milliarden Jahren auf verschiedenen Planeten im All die Evolution mit ihren genetischen Bausteinen manipulierten, heißt das nicht, dass Hominide von diesen Welten miteinander Babys/Nachkommen haben können. Das ist in der Tat mehr als unwahrscheinlich! Immerhin ist der Mensch auch sehr eng mit dem Affen verwandt. Beide Spezies leben auf diesem Planeten – und können keine Nachkommen haben.

Obwohl Alienfilme immer gerne Genmanipulationen zu regelrechten Monsterspezies zeigen, sind zum Glück absonderliche natürlich-biologische Nachkommen eigentlich nicht dabei. Man denke an Kindlein von Oberschurke „Jabba the Hutt“ und einer pezigen „Wookiee“-Frau in der Welt von „Star Wars“ …

Warum immer unsere Erde?

Warum ist immer die Erde das Ziel der Aliens, fragt Li als zweites. Bei ihren Reisen durch das All müssten diese Aggressoren doch „an anderen, ähnlich attraktiven Planeten vorbeikommen“, die vielleicht sogar nicht erst von Menschen „gesäubert“ werden müssen.

Ganz einfach: Vielleicht sind sie es ja schon. Irgendwann erschien dann eines Tages eben unsere Erde auf deren Bildschirmen. Das nächste Ziel war gefunden. Oder eine Armada greift diese Welt an, eine andere jene und eine dritte unsere. Würden sie nicht unseren Planeten im Kosmos gefunden haben, könnte Hollywood schließlich auch keine Filme dazu machen …

In der Realität steht es außer Frage, dass irgendwann eine Spezies, die zu den Sternen reisen kann, auch eines Tages durchaus die Erde findet. Sie können zuvor sehr wohl zum Beispiel in einem benachbarten Sonnensystem gewesen sein, um später weiter zu ziehen. Möglicherweise auch nur ein Teil von ihnen als Kolonisten. Ob in der Realität solche Rassen im All herum fliegen, weiß natürlich niemand. Auch nicht, ob sie dann aggressiv sind, wie es uns das Kino zeigt.

Kann man uns nicht einfacher auslöschen?

Die dritte Frage auf „Turn on“ ist überaus spannend. Wenn man auf die Action-Hollywood-Filme Blick. In dieser wird nämlich gefragt, ob die Aliens „keine intelligenteren Methoden zur Übernahme der Weltherrschaft“ hätten. „Einfach eine Rakete oder eine mit einem Sprengkopf bestückte Sonde vorschicken“ und das Problem mit den Menschen wäre schon vor ihrer Ankunft auf der Erde gelöst, so Li. Materialschlachten seien so überflüssig.

Ganz richtig! Aber nicht für den Kinobesucher, der genau solche Schlachten erwartet.

Ich selber habe in den letzten Jahren immer wieder eine einfache Methode zur Vernichtung von uns Menschen bei einer Invasion erwähnt. Angenommen, dass solche bösen Außerirdischen existieren, die aus unbekannten Gründen die Erde haben wollen. Dann wäre es ein Kinderspiel, das diese genetisch einen Super-Killervirus in ihren UFOs entwickeln und züchten. Ein paar Proben und Studien der menschlichen Biologie im Vorfeld reichen da vollkommen. Als todbringende Seuche verbreiten sie diesen Virus dann in unserer Atmosphäre und schon ist es in ein paar Stunden oder Tagen aus mit uns.

Was würde das für Hollywood bedeuten? Ein Flopp an den Kinokassen. Außer natürlich, dass die Menschen diese genetisch manipulierten Angriff aus dem Nichts durch ein Gegenmittel stoppen können. In Windeseile entwickelt und wahrscheinlich von Medizinern und Biologen in den USA.

Menschheitsretter USA

Denn damit ist man schon bei der vierten Frage. Weshalb tauchen die fiesen Aliens zuerst in den USA auf? Und:

Warum sind die US-Amerikaner in der übergroßen Mehrheit der Alienfilme die Einzigen, die den armen Rest der Menschheit vor der außerirdischen Bedrohung retten können?

Darauf gibt es zwei einfache Antworten. Erstens liegt Hollywood in den USA, wie es auch Daniela li unterstreicht. Doch zweitens sind die USA in ihrem Selbstverständlich die Tollsten und Besten. Nur sie als Supermacht können die Welt retten. Eigentlich können sogar nur sie überhaupt irgendwas retten oder Gefahren bestehen. Aliens müssen dabei überhaupt nicht vorkommen. Wichtig ist aber, dass mehrfach „rein zufällig“ auch die US-Flagge im Bild zu sehen ist. So tickt Hollywood und die Kinowelt in den USA nun mal.

Es geht nur ums große Geld bei dieser Frage. Denn sehr gerne unterstützt das Militär auch entsprechende Hollywood-Produktionen mit Geld und Material. In der Traumfabrik ist das kein Geheimnis.

Bei einer echten Invasion werden sich die bösen Aliens natürlich keine Gedanken über Ländergrenzen machen. Wenn es heißt, die Menschheit muss vernichtet werden, spielt das keine Rolle. Oder kaum eine Rolle. Natürlich, um bei den Materialschlachten von Hollywood zu bleiben, vernichten die Invasoren erst militärische Ziele und Mächte, um jede noch so kleine Gegenwehr auszuschalten. Unbestreitbar hat nun mal die USA die größte Schlagkraft der Welt.

Ob allerdings deren Schlagkraft wirklich gegen eine derart fortschrittliche und zwischen den Sternen reisende Alienrasse wirksam wäre, steht in den Sternen. Bei „Independence Day” natürlich schon, dank der Führung der USA …

Wollen Aliens denn nie Frieden?

In der fünften Frage heißt es auf der Kino-Webseite, warum die Fremden immer als Eroberer kommen. Warum nicht als neugierige Forscher wie im Film „ET“?

Zumal sie auf ihrem langen Weg zu uns an diversen anderen Planeten vorbeigekommen sein dürften, die sich für eine Eroberung genauso gut anbieten wie die Erde.

Wieso kommen in den Filmen fast nie Außerirdische zum freundlichen Gedankenaustausch vorbei (…) sondern schlagen uns immer die Haustüren ein?

Wie bei der anderen Frage weiter oben haben sie vielleicht anderen Planeten schon erobert. Dort haben sie den einheimischen schon den Garaus gemacht und jetzt stehen wir auf deren Liste. Möglicherweise kämpfen sie auch an mehreren Planeten gleichzeitig. Oder die anderen Zivilisationen konnten sich erfolgreich wehren, so dass wir ein leichteres Ziel sind. Was auch immer man sich ausdenken mag, jetzt sind eben wir dran!

„Ein Film mit netten Aliens müsste mit einem Bruchteil der Actionszenen auskommen“, schreibt Li ganz treffend, und bringt es damit auf den Punkt. Das Publikum ist es gewohnt, dass die Aliens in böser Absicht kommen. Sie wollen in der Mehrheit Aktionfilme, in denen sich Menschen und Aliens die Köpfe einschlafen.

Produktionen, in den sich Menschen und Alien friedlich die Hände oder Tentakeln reichen, kommen eben nicht so gut an. Derzeit zumindest, denn es gibt nicht wenige Ausnahmen von friedlichen Alienfilmen. Zum Glück, wie ich finde. Allein die Filme „ET“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder auch „Arrival“ haben gezeigt, dass solche Science-Fiction-Filme sehr wohl funktionieren können. Die überwiegende Mehrheit der Kinozuschauer möchte aber lieber Aktion in diesem Zusammenhang. Scheint zumindest so.

Warum ist niemand durch Alienfilme vorbereitet?

Die sechste und letzte Frage erstaunt. „Warum kennt in Alienfilmen niemand Alienfilme?“, heißt es darin. Eine scheinbar verwirrende Frage, die die Autorin aber sehr gut ausführt:

In der Welt der Alienfilme gibt es das Genre des Alienfilms nicht. Oder zumindest hat keine der Figuren jemals einen einzigen gesehen. Wie sonst ließe sich erklären, dass selbst die grundlegendsten Überlebensrichtlinien für eine Alieninvasion mit gelassener Sturheit ignoriert werden? Ich denke da besonders an die fast unvermeidlichen Grüppchen von Alienfans, die in schöner Regelmäßigkeit die fremden Besucher auf der Erde willkommen heißen. (…) Mit immer gleichem Ausgang – BOOM!

Und die aus diversen Filmen des Genres bekannten und erwiesenermaßen wirksamen Verteidigungsstrategien und Taktiken zum Gegenschlag werden grundsätzlich erst nach ebenso heroischer wie aussichtsloser Schlacht ‚neu entdeckt‘. Effizienz sieht anders aus.“

Wären die Menschen durch Alienfilme aus der Traumfabrik in eben solchen Filmen vorbereitet, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Neben all der so oder so immer wieder darin zu finden eher „komischen Szenen“ und Handlungen. Wohl deshalb gibt es in diesen Filmen genau solche Filme nicht. Die Produzenten drehen ihre Actionfilme als Alleinstehend. Kaum auszumalen, wenn jemand im Film XY sagt, dass er das aus dem Film XY kennt.

Natürlich gibt es auch hier sicher Ausnahmen. In dem Klassiker „Explorers – Ein phantastisches Abenteuer“ zum Beispiel. Auch wenn das eher ein Kinder- oder Jugendfilm ist – in dem die Aliens vollkommen friedlich daherkommen! – kennt man darin die Filme „Flash Gordon“.

Reine Unterhaltung – aber …

Science-Fiction-Filme mit Außerirdischen und auch UFOs gibt es seit Jahrzehnten. Eigentlich seit Anbeginn des Kinos. Und heute gibt es neben den teuren und bekannten Hollywood-Produktionen unzählige kleine und auch billige Filme des Genres. Fraglos wird jeder Fan dieser Filme wohl mehr als die oben stehenden sechs Fragen an Alienfilme haben. Auch wenn man solche Spielfilme eigentlich einfach nur als Unterhaltung ansehen sollte, was sicher such die meisten Zuschauer machen. Selbst wenn sie an den Themen Aliens und UFOs in realen Welt noch so interessiert sind.

Eine wichtige siebte Frage wurde hier allerdings nicht gesellt. Und zwar jene, warum die Filmindustrie nicht mal einen Alienfilm unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten produziert. Beispielsweise mit der Handlung, wie an unserem Planeten (Generationen-)Raumschiffe von Außerirdischen ankommen, und wie dann die Menschheit global weiter handelt. Dabei ist es erst mal zweitrangig ob diese Besucher böse und freundlich sind. Angesichts des menschlichen Verhaltens und des realen „Götterschock“ (Panik) bietet auch dieses Szenario durchaus genug Spielraum für Aktion und Materialschlachten …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video 6. Juni 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 4. Feb. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 16. Dez. 2014 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 18. Dez. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 25. Aug. 2014 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 25. Feb. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

 

, , , , , , , , , markiert <

UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt sollen die Vereinten Nationen helfen

UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)

Die UFO-Sekte Rael-Bewegung oder auch Raelianer ist eine Gruppe, die aus der Idee der Prä-Astronautik heraus entstanden ist. Deren Anhänger glauben, dass gott-gleiche Aliens die Menschheit erschufen und mit ihrem geistigen Führer Rael (eigentlich Claude Vorilhon) in direktem Kontakt stünden. Eine Alien-Sekte, die in den 1970ger Jahren ausschließlich aus den Themen rund um die Astronautengötter entstand und bis heute sehr aktiv ist. Vor allem auch in den Medien. Dort sorgt die UFO-Sekte immer wieder (absichtlich) durch “sensationelle” Aussagen für Schlagzeilen. Ein Kernthema der UFO-Sekte um den Guru Rael ist auch immer wieder die Absicht ein “Botschaftsgebäude für Außerirdische” bauen zu wollen. Dort wolle sie ihre Götter auf Erden empfangen, sobald sie wieder zur Erde kommen. Bisher aber waren die Bemühungen der auch “Klon-Sekte” genannten Gruppe vergeblich. Darum sollen es jetzt laut einer Erklärung der Sekte die Vereinten Nationen regeln. Zumindest wenn es nach ihren Wünschen geht …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Sekten und echte Alien-Götter

Sekten, neu-religiöse Gruppen und esoterische Religionen, die Außerirdische in UFOs als echte Götter verehren und anbeten, gab und gibt es tatsächlich. So absurd es sich auch anhören mag, dass erwachsene Menschen sich derartigen Alien-Lehren von irgendwelchen Gurus und “Botschaftern der Außerirdischen” hingeben!

In zahlreichen Beiträgen auf diesem Blog habe ich das zum Teil überaus unheimliche Thema aufgriffen. Mein Autorenkollege Roland M. Horn und ich legte dazu bereits 1999 eine umfangreiche Analyse in Buchform vor. Denn so naiv und verrückt sich solche UFO-Sekten und deren Alien-Lehren auch anhören mögen, so sind sie doch präsent. Und nicht nur das. Religiöse und dabei sehr oft fanatische UFO- und Alien-Gläubige sind (leider) seit über einem halben Jahrhundert Teil der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft.

Im Prinzip haben alle diese Alien-Sekten einen Kernglauben: Außerirdische gibt es, sie waren und sind auf der Erde und der jeweilige Guru der einzelnen Gruppen steht mit diesen in direkten Kontakt. Der entsprechende Führer ist damit ein Sprachrohr oder Botschafter dieser Aliens und die Anhänger sind Auserwählte und “Wissende”.

Gerne werden auch religiöse Figuren der “etablierten Religionen” in deren Alien-Religion integriert. Moses, Jesus Christus, Buddha, Mohammed, Jungfrau Maria, Elija … alles in den Augen solcher Gruppen entweder Aliens oder auserwählte Botschafter dieser.

Nicht viel anders ist es bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung. Die Sekte um den Franzosen Claude Vorilhon, der sich selber Rael nennen lässt. Der Alien-Priester Rael und seine Gläubigen wollen aber auch ganz real etwas für Ihre Götter tun. Sie versuchen schon sehr lange eine Botschaft der Aliens zu bauen, in denen sie ihre UFO-Götter eines Tages empfangen können.

Ein Botschaftsgebäude für Götter in in UFOs

Wenn die von der Rael-Bewegung vergöttlichten Aliens zur Erde kommen – so wie es Ihr Führer vereist – dann muss man diese auch standesgemäß empfangen. Das ist die Grundidee der Gruppe wenn sie von ihrer Idee eines “Botschaftsgebäudes für Außerirdische” sprechen. Erst 2015 wollten sie deshalb auch die Bundesregierung in Berlin um Hilfe und ein Grundstück bitten, wie in diesem Blog-Artikel HIER berichtet. Als Dankeschön würde Deutschland dann bei der Ankunft der Alien-Götter deren Wissen und Weisheit bekommen …

Auch andere “Ansprechpartner” für diese Botschaft wurden von der UFO-Sekte bereits ausgesucht. Doch ergeben hat sich bisher – nichts. Vielleicht auch deshalb, da niemand diese “Religion” wirklich ernst nimmt.

Doch die Bewegung gibt ihren Plan natürlich trotz bisheriger Misserfolge nicht auf. Zumindest scheint es so, wenn man deren Mitteilungen und Veröffentlichungen verfolgt. Denn am 2. April veröffentlichte die “Religion” eine Presseerklärung von dem Rael-Anhänger Daniel Turcotte, die direkt forderte:

Raelianer fordern die Vereinten Nationen auf, eine internationale Konferenz zu organisieren, um die diplomatischen Vorkehrungen für eine Botschaft zu erörtern, um eine ET-Zivilisation auf der Erde willkommen zu heißen.

Gemeint ist damit natürlich deren Wunsch nach einem Botschaftsgebäude. Jetzt soll es also die UN in die Hand nehmen. Bei aller Kritik an der kindischen UFO-Religion der Raelianer ist das eigentlich gar nicht so dumm. Die UN ist immerhin auf diesem Planeten das, was man am Ehesten als “Sprachrohr der Menschheit” bezeichnen könnte, wenn eines Tages wirklich Außerirdische hier zur Erde kommen. Irgendwer auf diesem Planeten muss dann ja für die Menschheit sprechen.

Ob allerdings die “Vereinten Nationen” dann auch von der gesamten Menschheit als ihr Sprachrohr akzeptiert werden, sei einmal dahingestellt. Mehr dazu beispielsweise in diesem YouTube HIER von mir.

Die UN ist gefordert!

Der Rael-Anhänger Turcotte fordert in der Pressemitteilung, dass “an der Zeit ist”, dass sich die UN engagiert. Deshalb habe der Sekten-Führer Rael für den “ersten Samstag im April den “ET-Botschaft-Tag” ausgerufen …

um auf das Hauptprojekt der Raelian Movement aufmerksam zu machen: den Bau einer Botschaft eine außerirdische Zivilisation – bekannt als Elohim – auf der Erde willkommen zu heißen.

Begleitet werden soll diese Forderung oder der Wusch der Gruppe von einer Sozial Media-Kampagne. Damit wollen man alle Menschen der Welt die Chance geben ihre Unterstützung für diese Idee gegenüber der UN auszudrücken.

Hierzu sollte man wissen, dass die UFO-Sekte der Rael-Bewegung medial schon immer überaus aktiv war. Nicht wie “klassische Sekten”, die bekanntlich oft Radio, Internet, Presse usw. ablehnen und ihren Anhängern sogar verbieten. Für Rael ist Presserummel mehr als willkommen und er und seine Anhänger nutzen durch Provokationen geschickt die Medien aus.

Hier sind zweifellos die besten Beispiele Schlagzeilen um die Raelianer, dass sie Menschen sowie Hitler und Jesus genetisch klonen wollen oder auch Berichte über “Sex-Lehren” und eben deren Idee einer Botschaft für Aliens. Dabei macht ihr Oberhaupt Claude Vorilhon auch kein Geheimnis daraus, dass solche Schlagzeilen der Presse seiner Gruppe zugute kommen.

Es heißt in der Pressekonferenz weiter:

Während der Vorbereitung unseres Botschaftstages beabsichtigen wir, die Vereinten Nationen zu beauftragen, die erste internationale Konferenz zu veranstalten, um ein neues Protokoll zum Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen zu erörtern, das vorläufig als ‘Fakultativprotokoll betreffend Botschaften für Außerirdische’ bezeichnet wird, erklärte Turcotte .

Er erklärte, dass viele Länder auf ihre Bitte um Aufnahme einer solchen Botschaft geantwortet haben, und mehrere von ihnen haben ein echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt gezeigt. ‘Immer mehr Länder zeigen Interesse, denn es wird offensichtlich, dass eine außerirdische Zivilisation unsere Menschheit auf einen offiziellen Kontakt vorbereitet, durch immer mehr UFO-Auftritte und sehr komplexe Kornkreise auf der ganzen Welt'”

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Welche Länder “echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt” in der welcher Art und Weise gezeigt haben sollen, wird leider nicht verraten.

Die Aliens bringen das “Goldene Zeitalter”

“Wir sind zuversichtlich, dass die UNO die wachsende Zahl von Menschen hören und anerkennen wird, die sich für einen ordentlichen und formellen Empfang einer weltlichen Zivilisation interessieren”, so Turcotte in der Erklärung weiter.

Für die Rael-Bewegung würden die Alien-Götter und Schöpfern der Menschheit “eine Ära des Friedens” einläuten. Diese Wesen würden die Menschheit in ein “Goldenes Zeitalter führen”, sind sich die Gläubigen sicher. UFO-Invasionen und kriegerische Aliens, die wir nur zu8 gut aus Hollywood kennen, seien für die UFO-Sekte Unsinn:

Während einige Länder zu Unrecht eine Invasion einer bewaffneten außerirdischen Zivilisation vorhersehen und sich darauf vorbereiten, in den Krieg gegen sie zu ziehen, müssen wir eine derart veraltete und kriegerische Position mit einer weltweiten Friedensbewegung ausgleichen und die Menschen dazu erziehen, dass nur Frieden von den Sternen kommen kann.

Also, so die Raelianer, müssen die Vereinten Nationen endlich handeln. Es muss endlich ein Botschaftsgebäude für die Götter der Sekte gebaut werden. Falls aber auch die UN kein Interesse an den Plänen der UFO-Sekte und ihres Führers zum Wohle der ganzen Menschheit haben, dann plane man quasi einen Alleingang. Dazu heißt es in der Mitteilung der Gruppe:

Und wenn die Vereinten Nationen nicht die Führung übernehmen, dann werden die Länder, mit denen wir diskutieren, einen Willen haben.”

Persönlich glaube ich nicht, dass die UN sich auf diesen Deal mit der Rael-Bewegung einlassen wird. Wobei es schon verwunderlich ist, dass nach all den Jahren die Gruppe noch immer kein solches Botschaftsgebäude gebaut hat. Bei deren angeblich so zahllosen Mitgliedern und Niederlassungen in zeitweise über 80 Ländern der Erde sollte doch jemand für diesen hören Zweck ein Grundstück organisieren können …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Sekten” bei amazon.de:

, , , , , markiert <

Auf den Spuren der großen Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (+ Videos)

Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt "Nazca III" (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Die Nazca-Linien von Peru gehören seit Jahrzehnten zu den großen Rätseln und Themen der Prä-Astronautik. Archäologen, Grenzwissenschaftler und Laien sind fasziniert von den Scharrbildern, Linien, Pisten und Figuren auf der Hochebene in den Anden von Südamerika. Vor allem Erich von Däniken machte diese Nazca-Linien weltweit und außerhalb der archäologischen Community bekannt. Und so plant die Erich von Däniken-Stiftung zur interdisziplinären Erforschung der Anomalien der Wüstenfläche von Nazca ein drittes Forschungsprojekt mit den Namen “Nazca III”. Die Erich von Däniken-Stiftung möchte neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben. Die Stiftung hat bisher zwei Nazca-Expeditionen finanziert. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Und die dabei von den Experten entdeckten Anomalien sollen mit dem Projekt “Nazca III” weiter erforscht werden. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alle Details zu diesem Forschungsprojekt: Die Ziele, die Fragestellungen an Nazca, die teilnehmenden Institute und die Forschungsergebnisse der beiden vorherigen Untersuchungsprojekte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Forschungsprojekt Nazca III”

Das geplante Projekt “Nazca III” wird eine umfangreiche Untersuchung der Rätsel, Anomalien und Mysterien der Hochebene von Nazca sein. Ein drittes Forschungsprojekt, dass Erich von Däniken zu diesem Thema ins Leben gerufen hat.

Die bisherigen Forschungsergebnisse findet ihr HIER als PDF-Dokument kostenlos online. Ebenso detailliert in der Veröffentlichung “Also doch: In Nazca stimmt was nicht”, die Ihr kostenlos HIER als PDF-Dokument findet.

Doch Forschung ist teuer, sehr teuer. Und so sucht die Erich von Däniken-Stiftung weitere 65.000 Euro zur Realisierung der Untersuchungen und Analysen. Ein Großteil der Kosten ist bereits durch die beteiligten Institute, Universitäten und Organisationen abdeckt. Jedoch nicht alles. Deshalb soll der Rest der anfallenden Forschungskosten durch Crowdfunding mittels des renommierten Anbieters “Startnext” gesammelt werden.

Aber was will sie Stiftung mit 65.000 Euro? Und was sind die Ziele?

Worum geht es in dem Projekt?

Nazca fasziniert. Denn Nazcas gigantische Landschaftsmarkierungen sind viele Jahrhunderte alt. Hier wurde das Wissen einer untergegangenen Kultur eingraviert in den dunklen, ockerfarbenen Untergrund nahe der Pazifikküste Perus. Diese Tierdarstellung von mehr als 60 Metern Größe, Trapezformen mit zwei Kilometern Länge, rätselhafte Markierungen, schnurgerade Linien hinweg über Bodenspalten und einplanierte Bergspitzen haben ihr Geheimnis noch immer nicht preisgegeben.

Die Erich von Däniken-Stiftung möchte jetzt neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben.

Was um alles in der Welt ist denn in Nazca so wichtig? Zuerst einmal: Dieses Nazca ist rätselhaft, geheimnisvoll und unheimlich. Die Wüste von Nazca ist überschaubar und undurchsichtig zugleich. Sie ist zauberhaft, verführerisch, logisch und gleichzeitig absurd. Die Botschaft von Nazca ist verhüllt und verworren, viele Theorien darüber sind widersprüchlich. Für Nazca gibt es keine einfachen Lösungen. Die Wissenschaft – in Nazca die Archäologie – versucht, unser gegenwärtiges Wissen und Denken auf Menschen zu übertragen, die vor langer Zeit lebten und deren Weltbild nicht das unsrige war. Über Jahrzehnte entstanden Nazca-Theorien, die am Ende allesamt nichts Überzeugendes aussagten.

Wer Nazca näher kommen will, muss umdenken. Eine andere Fragestellung muss her – eine an die Naturwissenschaften. Nur so können wir hinter die Geheimnisse der Linien und Figuren in der Steinwüste kommen.

Fragen an die Hochebene von Nazca

Deshalb finanzierte die Erich von Däniken-Stiftung bisher zwei Nazca-Expeditionen. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Frau Dr. K. Hartsch und Prof. Dr. G. Reppchen, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Die Wissenschaftler entdeckten neben Anomalien des Magnetfeldes auch geoelektrische Unregelmäßigkeiten. Über Elektroden im Boden wurden schwache Impulse von Wechselstrom ausgestrahlt. Dann wurde der elektrische Widerstand gemessen.

Und siehe, an den Schnittstellen von Linien und elektrischen Messprofilen übertrafen die Messwerte das erwartete Resultat gleich um das Vielfache. Bald war klar: In Nazca gibt es Anomalien. Doch weshalb?

  • Aus welchem Material bestehen die breiten, pistenähnlichen Linien?
  • Gibt es unterschiedliche Minerale oder geochemische Elementverbindungen zwischen dem Wüstenboden und den “las Pistas”?
  • Existieren Hinweise auf irgendeine verborgene Technologie, die bei den bisherigen Untersuchungen nicht entdeckt wurde, weil gar nicht danach gesucht wurde?
  • Gibt es Informationen, die sich unterhalb der Scharrlinien und Figuren im Wüstenboden befinden?
  • Sollten neue Messinstrumente eingesetzt werden?

Jetzt hat sich ein wissenschaftliches Team aus drei Ländern gefunden, das den alten Rätseln mit neuen Methoden auf den Grund gehen will. Welche Hochschulen forschen mit? Wer ist beteiligt?

  1. Pontificia Universidad Catolica del Peru (Mineralogie und Geochemie)
  2. Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld (Geophysik)
  3. Universität Lausanne, Schweiz (Geochemie und Altersdatierungen)
  4. Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Photogrammetrie, Satellitenbild- Auswertung)
  5. IPRO-Consult Dresden GmbH (Geowissenschaftliche Leitung)
  6. Erich von Däniken-Stifung (Auftraggeber und Fragesteller).

Was sind die Ziele? Wer ist die Zielgruppe?

Das Thema “Anomalien” der Hochebene von Nazca soll auf unterschiedlichen Ebenen eingehend analysiert werden:

  • Der stofflichen (Geochemie und Mineralogie),
  • Der räumlichen (in der Vertikalen und Horizontalen – Bezug 1: Linien und Pistas. Bezug 2: Upscaling, s. weiter unten.)
  • Die zeitliche Einordnung (Altersdatierungen).

Die Zielgruppe sind alle Menschen, welche Antworten über die ungelösten Rätsel in Nazca wünschen. Seit Jahrzehnten wimmelt es von Spekulationen und archäologischen Meinungen zu Nazca, zum Sinn und Zweck seiner Bodenbilder und den gewaltigen Planierungsarbeiten. Was fehlt, sind wissenschaftlich messbare Daten. Und genau diese sollen mit “Nazca III” endlich erbracht werden.

Warum sollte jemand das Projekt unterstützen?

Die Archäologie konnte das Rätsel Nazca nie lösen, weil ausschließlich nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Exakte wissenschaftliche Forschungen, welche messbare und jederzeit wiederholbare Daten liefern, die belastbar und transparent sind, fehlen weitgehend. Dies soll durch unser Projekt Nazca III geschehen. Bislang ist keine derartige Initiative ergriffen worden.

Deshalb tun wir es – außer uns tut es ohnehin niemand, und die alte Schwärmereien geistern weiter herum. Helfen Sie mit, dieses einzigartige Projekt zu verwirklichen. Es wird ein Meilenstein in der Erforschung Nazcas werden, dem großen Weltkulturerbe der Menschheit.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das gesamte Projekt “Nazca III”, wird 208.800 Euro kosten!

Zwei Drittel dieser Summe wurden von den beteiligten Hochschulen verbindlich zugesagt. Es fehlen 65.000 Euro, welche über die Erich von Däniken-Stiftung durch Crowdfunding generiert werden sollen.

Die beteiligten Wissenschaftler von Projekt “Nazca III”, die über drei Länder hinweg kooperieren, werden methodisch-systematisch das Gebiet von Nazca erforschen. Sie werden:

  • Geophysikalische Messungen vornehmen, und auch das neue “Gesteinsradar” soll zum Einsatz kommen.
  • Laboruntersuchungen der Bodenchemie, Bodenphysik und der Mineralogie durchführen.
  • Altersdatierungen erstellen.
  • Sogar die Luft-und Satellitenbildauswertung einsetzen. Auch deshalb, um verschiedene Zeitepochen der letzten 70 Jahre miteinander zu vergleichen und zu erfahren, ob Einflüsse von Klimaveränderungen, Umweltverschmutzungen und Massentourismus auf die sensiblen Bodenzeichnungen zu erkennen sind. Unter anderem wird Upscaling eingesetzt. Das heißt, durch modernste Berechnungsverfahren wird die Bildqualität oder Bildstärke hochskaliert. Zum Beispiel bei der Pampa de Nasca.

Wer steht hinter deinem Projekt?

Die Forschungsaufgaben übernehmen:

  • Die Fakultät für Geochemie und Mineralogie der Pontificia Universidad Catolica del Peru, Lima, Peru.
  • Die Fakultät für Geochemie und Altersdatierungen der Universität Lausanne, Schweiz.
  • Die Fakultät für Geoinformation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Deutschland.
  • Die Fakultät für Geophysik der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld, Deutschland.

Für die wissenschaftliche Leitung, Planung und Koordination zuständig ist die IPRO-Consult Dresden GmbH aus Deutschland. Die Erich von Däniken-Stiftung, Schweiz, ist Auftraggeber und Fragesteller.

Erich von Däniken schreibt dazu (PDF HIER):

Die Archäologie hat das Rätsel Nazca nie lösen können, weil nur nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Das wollen wir ändern und wissenschaftlich unanfechtbare Daten ermitteln. Außer uns tut es ohnehin niemand, und alles bleibt beim Alten. Helfen Sie mit, dieses wichtige Projekt möglich zu machen. Es wird ein Meilenstein in der Forschung von Nazca werden.”

Das Projekt findet Ihr bei “Startnext” HIER.

(Text von Startnext, Links von Fischinger-Online)

Videos zum Thema Nazca

Video von Erich von Däniken zum Projekt Nazca III auf YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Nazca und die Prä-Astronautik: Längst von Archäologen widerlegt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

, , , , markiert <

Ancient Aliens in einem Museum in China und in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten

Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)
Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten nehmen die Vertreter der Prä-Astronautik an, dass vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren. Sie wurden von den Menschen zu “Göttern” erhoben und hinterließen in Mythen, Kunst, Kultur und auch Artefakten ihre Spuren. Und so suchen “Ancient Aliens-Jäger” weltweit in Mythologien und Museen nach den Spuren dieser Götter der Sterne. Nicht selten werden sie bei ihrer Suche nach Artefakten der Astronautengötter auch fündig. Auf allen Kontinenten. So auch jüngst in Leipzig und in China. Wie man aber die Suche nach diesen Hinterlassenschaften der “Anderen” deuten soll, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Götter waren Astronauten!

Das ist die Grundannahme der gesamten Prä-Astronautik. Gleichgültig ob man sie jetzt Paläo-SETI, Astronautengötter oder neudeutsch Ancient Aliens nennt. An der grundlegenden Idee ändert das nichts.

Vertreter der Prä-Astronautik haben alles andere als eine einheitliche Überzeugung, Herangehensweise oder These. Jeder Prä-Astronatiker kocht sein eigenes Süppchen, wie es in diesem Blog-Beiträgen HIER, HIER und HIER bereits sehr detailliert erläutert wurde. Nur die Idee, dass die Götter Astronauten waren, ist im Grundsatz bei allen zu finden.

Alle “Ancient Aliens-Jäger” haben aber auch gemeinsam, dass sie Mythologien etc. sowie Artefakten der Vergangenheit auf Spuren der einstigen Besucher hin abklopfen. Das ist vollkommen legitim (wer sollte es auch verbieten?!) und meiner Überzeugung nach richtig!  Denn wenn Astronauten der Antike hier waren, dann sollten wir ihre Spuren eben genau in diesen Hinterlassenschaften finden. Eine Überzeugung, die bereits Jahre vor den klassischen Autoren wie Erich von Däniken oder Peter Krassa ausgesprochen wurde. Beispielsweise von der Astronomen-Legenden Carl Sagan 1966.

Und hat man diese Spuren und Hinweise gefunden? Ja, man hat. Und das in einer nicht zu überschauenden Zahl in nahezu allen Ländern und Kulturen der Erde. Einige Anhänger der Prä-Astronautik sprechen sogar von einer Fülle an Beweisen für die Astronautengötter. Was allerdings rund weg falsch ist und damit nicht stimmt.

Hinweise gibt es, die man im Sinne der Götter des Kosmos deuten kann. Ob die Interpretation deshalb richtig ist, weiß und kann niemand belegen.

Artefakte der Astronautengötter

Solche Hinweise veröffentlichte beispielsweise jüngst der Autor und Mystery-Jäger Alexander Knörr in dem Magazin “Mystikum”. In der Ausgabe 133 (März 2019) des kostenlosen Online-Magazins verweist er auf seltsame Artefakte, die er in dem Museum von Sanxingdui in China aufgespürt hat.

Bei einem Besuch dort starrten ihm aus den Vitrinen des Museums sonderbare Gesichter an, die alles andere als menschlich aussehen. 3.100 bis 4.500 Jahre sind diese “Fratzen” laut Meinung der Archäologie alt. Herkunft könnte das mythische Volk der Shu sein. Eine Art Ur-Dynastie des alten China.

Ancient Alien in einem Museum in Leipzig - über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten - Bild 2 von Alexander Knörr
Beispiele der von Alexander Knörr im Museum von Sanxingdui in China von Alexander Knörr fotografierten “Fratzen” (Bilder: A. Knörr / aus “Mystikum” Nr. 133)

Knörr schreibt dazu:

Mehr als 60 bronzene Skulpturen, die Köpfe zeigen, wurden gefunden. Und jeder dieser Köpfe ist anders gearbeitet. Jeder einzigartig! Man erkennt individuelle Gesichtszüge und Attribute an jeder Skulptur. Diese stellen also nicht durchweg ein Götzenbild dar, sondern meiner Meinung nach wirkliche Personen, die diesen wie eben erwähnt Modell gestanden haben.”

“Auch ohne viel Fantasie” erwecken die Abbildungen der Köpfe “als wären es außerirdische Besucher gewesen”, so der Autor Knörr weiter. Fraglos hat er da ebenso recht, wie all die anderen Autoren, die immer wieder auf derart fremdartige Abbildungen und Artefakte verweisen. Zumal immer im Hintergrund behalten werden muss, dass die meisten Kulturen- eben in ihren Religionen und Mythen von fremden Wesen aus dem Himmel sprechen.

Wenn diese real waren, dann darf (muss) man erwarten, dass sich deren Anwesenheit auch in der Kunst niedergeschlagen hat. War es auch bei diesen Darstellungen in China der Fall? Belegen lässt sich diese Spekulation nicht. In solchen Fällen wären sicher viele überzeugte Prä-Astronautiker lieber Archäologen. Immerhin ist deren Deutung und Erklärung einfach und allgemein anerkannt: “Kultobjekte”.

Als an den Mysterien-Interessierter sollte man in jedem Museum dazu immer die Augen offen halten.

Ein “Alien” in Leipzig

Leser von Prä-Astronautik-Büchern machen das so oder so seit Jahren. Denn immer wieder stolpert man über “Kultobjekte”, die sich in die Idee der außerirdischen Besucher einfügen lassen. Steinchen ohne Beweiskraft, aber dafür Phantasie anregend.

Im Naturkundemuseum in Leipzig liegt so ein Artefakt zwischen allerlei archäologischen Fundstücken und Keramiken aus den vergangenen Jahrtausenden in einer Vitrine. Eine angebliche Gürtelschnalle mit einer menschlichen Figur. Ein “Kultgegenstand” oder einfaches Schmuckwerk den Besucher ohne prä-astronautischen Hintergrund mit Sicherheit übersehen.

Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)
Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)

Der als “Gürtelhaken” keltischen Ursprungs beschriftete Gegenstand zeigt eine Figur mit “typisch keltischen, gedrehten Halsring”. Also einen Kelten. Verstörend sind hier aber die riesigen und lang gezogenen Augen des “Kelten” (s. a. Titelbild). Kein Mensch sieht oder sah so aus. Wohl aber sehen die angeblichen Aliens so ähnlich aus, die von UFO-Zeugen und unlängst Hollywood beschrieben werden. Man bezeichnet sie längst allgemein als “Kleine Graue” bzw. “Greys”.

Viele Museumsstücke aus aller Welt erscheinen uns heute wie Aliens. Nicht nur die von Figuren aus China oder das Beispiel aus Leipzig. Alles nur Kultgegenstände! – sagen die etablierten Forscher. Künstlerische Freiheiten nahm sich der Mensch schließlich zu jeder Zeit. Mythische Erinnerungen an wahre Besuche aus dem Universum, vermutet die Prä-Astronautik.

In diesem Zusammenhang rufen die Kritiker immer das Zauberwort “Beweispflicht”. Nein, es lässt sich nicht beweisen, dass es Abbildungen von Aliens sind. Alles Spekulation.

“Kultobjekte” im archäologischen Sinne sind auch Spekulation. Wobei diese “Mainstream-Deutung” im Kern zu 100 prozentig korrekt und eigentlich sogar dieselbe wie in der Prä-Astronautik ist. Der kleine aber sehr feine Unterschied ist nur, dass die Alien-Götter-Idee eine handfeste Ursache zum Ursprung diese Kulte annimmt.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Du hast selber ein “mysteriöses Museums-Artefakt” entdeckt? Dann schreib mir.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

, , , , , markiert <

Neue Forschungen zu den Moai der Osterinsel veröffentlicht: Ist das Rätsel von Rapa Nui damit wirklich gelöst? +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel - ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel – ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

Etwa 4.000 Kilometer vor der Westküste von Südamerika liegt einsam mitten im Pazifik die Osterinsel. Auch bekamt als Rapa Nui, wie sie eigentlich heißt. Seit ihrer Entdeckung 1722 durch Europäer rätseln Archäologen wie Laien über die (heute) fast 900 riesigen Statuen mit Namen Moai. Denn überall auf der winzigen Insel sind sie zu finden. Eines der bekanntesten Rätsel der Archäologie, welches US-Forscher vielleicht gelöst haben. Zumindest sagt es eine jetzt veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. Aber welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Was haben die Wissenschaftler genau herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video, das jetzt auf meinem YouTube-Channel online ist.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rapa Nui gilt als die einsamste Insel der Welt, denn sie liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt mitten im Pazifik. Dennoch ist die Osterinsel weltweit bekannt.

Bekannt durch die fast 900 riesigen Steinstatuen namens Moai. Diese Moai stehen auf der ganzen Insel verteilt und faszinieren bis heute. Wissenschaftler wie Laien sind von diesen tonnenschweren Moai auf der kleinen Osterinsel begeistert, seit die Insel 1722 erstmals von Europäern betreten wurde. Und vor allem seit sie der Thor Heyerdahl 1947 mit seinem Floß „Kon Tiki“ weltberühmt machte.

Denn diese einst über 1.000 Moai geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Nicht nur Heyerdahl vor über 70 Jahren, als er mit seiner „Kon Tiki“ den Pazifischen Ozean bezwang. Bis heute werden diese Moai, die Insel und die einstige Kultur von Rapa Nui erforscht.

Jetzt stellte ein Forscherteam eine Studie vor, in der sie dem Mysterium um die Moai auf dem Grund gingen. Demnach sind sie sicher, dass sie Hinweise dafür gefunden haben, warum die Insulaner einst diese kolossalen Steinfiguren aufstellten: Süßwasserquellen!

Doch ist das wirklich alles so einfach?

Welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Und was haben die Wissenschaftler herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video auf meinem Channel.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 22. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen und Anregungen, Kommentare und Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

, , , , , , , markiert <

Die kaum erforsche Machalilla-Kultur von Ecuador und ihre Schädeldeformationen: Deutsche Forscher auf den Spuren eines 3.500 Jahre alten Volkes

Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutscher Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & .thousandwonders.net/T. Ellis)
Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutsche Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & thousandwonders.net/T. Ellis)

Wissenschaftler des “Deutschen Archäologischen Instituts” (DAI) erforscht an der Küste von Ecuador die Spuren der kaum bekannten Machalilla-Kultur. Eine erst 1958 entdeckte Kultur an der Pazifikküste Südamerikas, von der die Forscher bis heute kaum etwas wissen. Die letzten Reste der Machalilla zeigen aber schon jetzt eine weit vernetzte Kultur, deren Beziehungen vor 3.500 Jahren bis nach Peru reichten, wie es das DAI in einer aktuellen Pressmitteilung mitteilte. Was die Archäologen über dieses unbekannte Volk jedoch wissen, ist, dass auch die Machalilla einem weltweitem Trend folgten: Denen der Schädeldeformationen. Mehr über diese bisher fast unerforschte Kultur von Ecuador lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die kaum bekannte Machalilla-Kultur

Erstmals entdeckt und beschrieben wurde die Machalilla-Kultur erst im Jahr 1958 von Emilio Estrada. Einem Archäologen aus Ecuador, der die Spuren dieses Volkes im heutigen Nationalpark Machalilla der Erde entlockte. Ein Naturreservart entlang der ecuadorianischen Küste am Pazifik mit einem kleinen Fischerdorf namens Machalilla.

Hier fand Estrade die erste Spuren und Artefakte dieser rund 3.500 Jahre alten Kultur aus der Frühzeit Südamerikas. Eine Art Zwischen-Volk, das aus der bis zu 5.900 Jahre alten Valdivia-Kultur hervorging und ab rund 1300 vor Christus in der Kultur der Chorrera aufging. Wobei die Abgrenzungen dieser drei Zivilisationen für Archäologen nicht immer klar zu ziehen sind (die Figur de Titelbildes zeigt ein Kunstwerk der Chorrera). Sie sind oftmals fließend, wobei 1800 vor Christus als Beginn der Machalilla-Kultur angehen wird.

Sie selber bestand nur rund 500 Jahre und wurde ab etwa 1300 vor Christus von den Chorrera abgelöst bzw. ging in dieser auf. In diesen 500 Jahren haben die Machalilla verhältnismäßig wenige Spuren hinterlassen, da das dieses Volk aus Südamerika bis heute wenig erforscht ist. Das “Deutsche Archäologische Institut” in Bonn möchte das mit einem “Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern”, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung vom 9. Januar 2019.

Darin heißt es:

Auf der Spur einer 3.500 Jahre alten Kultur an der Küste Ecuadors

DAI-Team erforscht die letzten Reste der kaum bekannten.

Die sogenannte Machalilla-Kultur (1.400-800 v. Chr.) ist bisher fast unerforscht. Sie breitete sich entlang der Küste Ecuadors aus und hatte Beziehungen bis ins Hochland und an die nordperuanische Küste. Ihren Namen erhielt sie 1958 vom ecuadorianischen Archäologen E. Estrada, der eine neuartige Keramik im heutigen Machalilla entdeckte. Viel mehr ist bisher nicht bekannt.

Das möchte ein Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern. Gemeinsam mit der Päpstlichen Universität in Quito (PUCE) haben die Archäolog*innen an zwei Fundorten in der Bucht von Machalilla gegraben. Der erste ist der namengebende Fundort, der zweite Fundplatz gehört zur sogenannten Chorrera-Kultur, die sich über mehrere Jahrhunderte parallel zur Machalilla-Kultur im gleichen Gebiet entwickelte. Auch das Verhältnis der beiden Kulturen zueinander steht im Fokus der archäologischen Untersuchungen.

Mittels einer Drohne und der Auswertung von Luftbildern wurde zunächst eine Gesamtkarte für die Bucht von Machalilla und die beiden ca. 2 km voneinander entfernten Fundorte erstellt . Parallel begannen die Grabungsarbeiten, die sich vor allem am namensgebenden Fundplatz aufgrund zahlreicher rezenter Gräber als sehr schwierig erwiesen. Dennoch stellte das Grabungsteam zahlreiche Funde sicher, die nun im Labor der PUCE genauer untersucht werden.

Anhand von verkohlten organischen Resten an den Innenseiten von Keramikfragmenten konnte der namengebende Fundort in die Zeit zwischen 1.380-1.000 v. Chr. datiert werden. Überraschend war, dass sich nicht eine einzige Scherbe des Keramiktyps ‘Ayangue Incised’ fand, der bisher in der Literatur als Leitfossil der Machalilla-Kultur gilt. Im Gegensatz dazu kamen am zweiten Fundort erstmals zahlreiche Fragmente von Figurinen zu tage, die bisher der Bahia-Kultur zugeordnet wurden. Da sie nun erstmals in gesichertem Fundzusammenhang nachgewiesen sind, muss ihre Zuordnung vermutlich komplett neu überdacht werden. Neben den Figurinen legte das Grabungsteam vor allem Objekte aus Meeresschnecken (Mollusken) wie Angelhaken oder Knöpfe in sämtlichen Bearbeitungsstufen frei.

Es bleiben noch viele Fragen und Auswertungen offen, die in den kommenden Kampagnen geklärt werden sollen.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Rätsel alter Weltkulturen

Die Arbeiten der Archäologe in Ecuador sowie die DAI-Presseerklärung zeigt es uns mal wieder sehr deutlich: Auf der ganze Erde finden wird auch in der heutigen Zeit noch immer verwehte und verborgene Spuren, Relikte und Hinweise auf unbekannte Kulturen und Zivilisationen. Die Rätsel alter Weltkulturen sind noch lange nicht alle entdeckt oder sogar erforscht.

Machalilla waren vor Jahrtausenden Fischer, Ackerbauern und Jäger. Nicht unüblich für diese Zeit. Sie waren aber auch Anhänger eines bizarren Kultes oder eines bizarren Schönheitsideals. Denn auch die Machalilla-Kultur verformte absichtlich die noch weichen Schädelknochen ihrer Kinder. Solche Schädeldeformationen finden sich auf der ganzen Welt und vor allem auch in Südamerika. Etwa in der gesamten Region der Anden und den Gebieten zischen Pazifik und Hochanden.

Mittels Brettern, Bandagen und – wie im Fall der Machalilla – Steingewichten wurden von den Anhängern dieses “Kultes” hierbei der noch weiche Schädelknochen von Säuglingen verformt. Oftmals in schon gruselig aussehende Formen und Größen. Beispielsweise, wenn der Hinterkopf der noch wachsenden Kinder enorm in die Länge und Höhe “gepresst” wurde und diese Menschen dann ihr Leben lang mit “Turmschädel” herumliefen.

Schädeldeformationen

Ein für uns heute unheimlicher Brauch, der mit Sicherheit auch nicht ohne Schmerzen für die Heranwachsenden von statten ging! Über Jahre hinweg mussten die Kinder das über sich ergehen lassen. Und doch sahen sich weltweit Kulturen und Völker dazu veranlasst die Schädel ihrer Kinder auf solche Weisen zu verformen. Auch noch in Historischen Zeiten, etwa im 19. Jahrhundert in Afrika. Sonderbar ist dabei die Tatsache, dass dies nahezu weltweit praktiziert wurde. Von Deutschland über die Steppen Asiens bis Amerika und Afrika folgte man diesem vermeintlichen Schönheitsideal. Selbst unserer ehemaliger Mitmensch, der Neandertaler, tat dies seinen Kindern an.

Warum … wissen wir ganz einfach nicht.

Archäologen, Historiker und auch Ethnologen verweisen hierbei auf dem Umstand, dass vollkommen unterschiedliche Kulturen diesen Brauch pflegten. Und war solche, die nicht nur viele tausend Kilometer voneinander getrennt existieren, sondern auch solche, die Jahrtausende trennen. Untereinander können diese also niemals in Kontakt gestanden und der eine von den anderen abgeguckt haben. In direktem Kontakt über die Zeiten hinweg ist hier natürlich gemeint, denn geographische Kontakte zwischen “den Welten” gab es wahrscheinlich schon vor Jahrtausenden.

Bei der bis dato noch fremden Machalilla-Kultur ist das etwas anders. Immerhin haben nahezu alle Kulturen in Südamerika Schädeldeformationen an ihren Kindern durchgeführt. Kultureller Austausch, Handel und gegenseitige Beeinflussungen sind hier nicht nur zu erwarten sondern auch belegt. Immerhin haben auch die Machalilla Beziehungen bis in den Norden von Peru unterhalten, wo Schädeldeformationen geradezu Alltag waren. Nur eines der unzähligen Mysterien in Südamerika.

Natürlich haben diverse Forscher auch diverse Deutungen dieses Kultes der verformten Schädel. Etwa, dass es eben ein Schönheitsideal sei. Oder auch, dass die Menschen mit solch extrem verformten und lang gezogenen Schädeln Mitglieder einer höher gestellten Gruppe bzw. Gesellschaft angehörten. Vielleicht aber auch um Reichtum zu zeigen, da die noch nicht ausgewachsenen Kinder so zeigten, dass sie beispielsweise nicht hart arbeiten mussten. Schulpflicht gab es bekanntlich nicht und jedes Familienmitglied musste seinen Teil zum Familienauskommen beitragen.

Schönheit für die Götter

All das sind aber letztlich nur Vermutungen der “Mainstream-Wissenschaft“.

An derer Stelle habe ich das Thema der Schädeldeformationen bereits genauer behandelt. Denn immerhin gibt es auch die phantastische Deutung im Sinne der Prä-Astronautik. Demnach sahen die Menschen Götter von den Sternen, deren Schädel sich von den irdischen Menschen in dieser Form unterschieden. Sie waren größer und/oder länger und ähnelten diesen “Turmschädeln”. Um zumindest diesen Astronautengöttern etwas ähnlich zu sehen, erfand man die Technik der Schädeldeformationen an den Nachkommen.

Vielleicht ganz einfach zu ihren Ehren. Als sichtbares Zeichen ihrer Verbindung zu den Göttern.

Durchaus denkbar, dass eben genau solche Familien oder Gruppen aus hören sozialen oder religiösen Positionen dies taten. Man denke an geistige und religiöse Führer, Priesterkasten und Herrscherfamilien. Zumindest aber würde diese Hypothese sehr elegant erklären, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in weit voneinander entfernten Regionen Schädeldeformationen durchführten. Schließlich kann – und sollte – man bei der Prä-Astronautik davon ausgehen, dass die “Götter” nicht nur einmal und nicht nur zu einem eng umrissenen Gebiet der Erde kamen …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , markiert <