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Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee

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Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee (Bilder: gemeinfrei & T. Stachura)
Heiße Spur zum Bernsteinzimmer? Taucher finden Wrack eines deutschen Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee (Bilder: gemeinfrei & T. Stachura)

Seit 1945 ist das legendäre „Bernsteinzimmer“ aus dem Schloss von Königsberg verschwunden. Das „achte Weltwunder“, wie es leidenschaftlich von einigen genannt wird, tauchte nach den Wirren des Kriegsendes nie wieder auf. Ist es zerstört, verbrannt? Oder schafften die Nazis es das unermesslich wertvolle Zimmer zu retten und sicher zu verstecken? Schatztaucher aus Polen könnten jetzt dem Verbleib des „Bernsteinzimmers“ auf die Spur gekommen sein. In einem Wrack eines 1945 in der Ostsee versenken deutschen Frachters, der als einer der letzten vor der anrückenden Roten Armee aus Ostpreußen fliegen konnte. Liegt das Zimmer wirklich auf dem Grund der Ostsee? Viele Vermutungen kursieren derzeit in den Medien. Aber es könnte tatsächlich so sein, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt!


Das Bernsteinzimmer

Es ist eines der großen Geheimnisse der jüngeren Geschichte: Der Verleib des „Bernsteinzimmer“ am Ende des Zweiten Weltkrieges. Kurz vor dem endgültigen Untergang des Dritten Reiches verschwand es spurlos aus dem Schloss von Königsberg. Dorthin brachten es die Deutschen, als sie das Kunstwerk im damalige Leningrad (heute Sankt Petersburg) entdeckten. Ein unermesslich wertvolles Stück bester Handwerkskunst aus Holz, Gold und dem namensgebenen Bernstein. Ein Geschenk des Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. an den den russischen Zaren Peter I.aus dem Jahr 1716.

Längst ist das „Bernsteinzimmer“ ein Heiliger Gral unzähliger Schatzjäger und Historiker geworden. Auch mehr als 70 Jahren nach dessen Verschwinden begeistert es viele Menschen. Und da die Nazis im Zweiten Weltkrieg in nahezu ganz Europa auf hemmungslosen Beutezug nach Kunstschätzen und wertvollen Artefakten waren, will man bis heute nicht glauben, dass nicht auch das „Bernsteinzimmer“ nicht noch irgendwo verborgen liegt. Immerhin haben die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg belegt, dass zahlreiche Schätze der Nazis noch zu finden waren. Aber auch, das vieles seit dieser Zeit spurlos verschwunden ist.

Die einfachste Theorie, dass das „Bernsteinzimmer“ am Ende des Krieges und im Zuge der vorrückenden Roten Armee der UdSSR bei der Zerstörung des königsberger Schlossen verbrannte, möchte kein Schatzjäger glauben. Eher wird vermutet, dass es sich noch immer vor Ort befindet. In bisher unentdeckten unterirdischen Bunkern oder Räumen, in denen der Schatz vor den anrückenden Sowjets 1945 eilig in Sicherheit gebracht wurde. Vielleicht in einem Bunker des damaligen deutschen Gauleiters Erich Koch. Er selber schwieg bis zu seinem Tode 1971 über das Schicksal des Zimmers.

Vielleicht wusste er es einfach nicht. Im Gensatzsatz zu vielen Schatz-Forschern, die bis heute nach dem „Bernsteinzimmer“ fahnden. In Archiven und alten Dokumenten von 1945 ebenso, wie an den unterschiedlichsten Orten in ganz Deutschland, Polen, Tschechien und dem heutigen Russland. „Heiße Spuren“ gab es in den letzten Jahrzehnten dabei immer wieder. Beispielsweise in geheimen und noch unerforschten Stollen verschiedener Bergwerke, in denen die Nazis das Zimmer versteckt haben könnten. Tatsächlich wurden in Bergwerken und Bunkeranlagen nach Kriegsende immer wieder „Nazi-Schätze“ gefunden. Kostbare Gemälde, Museumsstücke, Gold, Schmuck, Skulpturen – all das wurde im Deutschen Reich damals eifrig in ganz Europa „gesammelt“.

Die Stichworte „Nazi-Gold“ und „NS-Raubkunst“ sind in diesem Zusammengang bis heute sehr, sehr weit verbreitet. Das „Bernsteinzimmer“ würde sich hier nahtlos einfügen. Das Sehen nicht nur Abenteurer und Schatzsucher so, sondern auch Historiker. Nur findet man es nicht. Selbst die DDR und deren STASI sowie der KGB der UdSSR hat über viele Jahre vergeblich danach gesucht. Unter anderem in Stollen und Bergwerken in Thüringen, in denen das Zimmer bis heute von einigen Forschern vermutet wird.

Bis heute können Besucher des „Katharienpalastes“ bei Sankt Petersburg nur eine Rekonstruktion des Zimmers bewundern. Seit 1976 wurde daran gebaut, wobei nur Fotos des Original als Vorlage zur Verfügung standen Am 31. Mai 2003 wurde durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin der Nachbau feierlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum 300-jährigen Jubiläum der Stadt.

„Bernsteinzimmer“ auf dem Grund der Ostsee?

Über 70 Jahre nach Ende des Faschismus in Deutschland reist die Begeisterung für diese Nazi-Schätze (welcher Art auch immer) nicht ab. Trotz des „braunen Beigeschmacks“, die einige hinter solchen Schatzsuchen sehen. „Schatzsuche“ weckt natürlich das Kind im Menschen und es gibt nun mal noch viele zu finden. Auch und vor alle aus der Nazi-Zeit.

Angeheizt wird die Jagd nach dem „Bernsteinzimmer“ immer wieder. Durch neue Spuren in alten Archiven oder Zeugenaussagen von damals. Aber vor allem dadurch, das Teile des Zimmers (Möbelstücke) vor einigen Jahren auftauchten. Öl auf die Mühlen all jener, die an die weitere Existenz des Zimmers glauben. Genau solches Öl entdeckten jetzt auch polnischen Schatzsucher auf dem Grund der Ostsee und heizen damit Spekulationen um den Schatz weiter an.

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Denn bisher sind es reine Spekulationen, dass die Taucher Hinweise auf das Zimmer oder sogar das Objekt der Begierde selber entdeckt haben. Was aber die Schatztaucher des polnischen Taucherteam „Baltictech“ in der Ostsee gefunden haben, ist das Wrack eines Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg. Von denen es bekanntlich unzählige gibt. Ein relativ kleines Schiff von nur  knapp 66 Metern Länge und 10 Metern breite, dass die Taucher um Wracktaucher Tomasz Szachura in 88 Metern Tiefe ausfindig machen konnten. Sie identifizieren es als das deutsche Handelsschiff „Karlsruhe“, dass 1905 in Bremerhaven vom Stapel lief.

40 Jahre später machte sich die „Karlsruhe“ am Ende des Krieges auf seine letzte Reise. Während der Kampfhandlungen in Ostpreußen und dem nahenden Ende des Dritten Reiches stach es am 11. April 1945 von Pillau bei Königsberg aus in See. An Bord unzählige Kisten und über 1.083 Flüchtlinge, die hier ihre letzte Chance zur Flucht im Chaos des Krieges im Osten sahen. Wie so viele Fluchtversuche durch Evakuierungen über das Meer gegen Kriegsende aus dieser Region endete auch diese in einer Katastrophe. Nach einem Zwischenstopp nahe Danzig schloss sich die „Karlsruhe“ einem Geleitzug in Richtung Kopenhagen an und stach am 12. April wieder in See.

Es kam nie an. Am 13. April versenken sowjetische Kampfflieger nördlich von Stolpmünde den Frachter. Rund 360 Tonnen Fracht versanken in den Fluten und nur 150 Menschen überlebten die Katastrophe. Eine Fußnote der unzähligen leidvollen Fluchtgeschichten aus den Ostgebieten des Nazi-Reiches. Bis die Taucher von „Baltictech“ das Schiff jüngst wieder fanden.

Rund 130 Kilometer von Gdansk (vormals Danzig) entfernt, nördlich von Ustka, liegt es auf dem Meeresgrund. Mit samt seiner Ladung, die aus zahllosen Kisten besteht, wie die Taucher vor Ort dokumentierten. Bisher sprachen sie vor allem von Porzellan der weltberühmten „Königlichen Porzellan-Manufaktur“ in Berlin (KPM) und militärisch Gerät, dass sie in dem Wrack entdeckten. Dabei ist es unbekannt, was die ganzen Kisten in den Laderäumen der „Karlsruhe“ noch beinhalten., Bislang sind diese ungeöffnet und sollen vorerst geboren werden.

„Die Polen haben ein Indiana-Jones-Syndrom“

Das Taucherteam aus Gdansk, Sopot und Gdynia selber ist von ihrer Entdeckung des seit 70 Jahren verschollenen Schiffes begeistert. „Das Auffinden des deutschen Frachters und der Kisten mit derzeit unbekanntem Inhalt auf dem Grund der Ostsee kann für die ganze Geschichte von Bedeutung sein“, so Teammitglied Tomasz Zwara. Nicht zu Unrecht, da jedes Frachtschiff aus dieser Zeit historisch wertvolle Objekte an Bord hatte. Vor allem auch Flüchtlingsschiffe aus den Ostgebieten. Selbst unbekannte Akten der NS-Zeit sind für Historiker ungeahnte Schätze mit möglicherweise weltvollen Informationen.

Materielle Werte schließen solche Entdeckungen sicher ein. Ob es sich um Kisten voll Nazi-Gold, Schmuck, Kunst oder sogar das „Bernsteinzimmer“ handelt, wird sich zeigen. Die Taucher plane weitere Untersuchungen des Schiffes und vor allem die Sicherstellung der Fracht. Erst an Land sollen diese noch verschlossenen Kisten geöffnet werden. Spannender geht es vor allem für Schatztaucher kaum mehr! Der „mdr“ schrieb am 6. Oktober zu der Entdeckung des Schiffes:

Die Polen haben ein Indiana-Jones-Syndrom. Schatzsuche ist dort zu einer Art Volkssport geworden. Und das Bernsteinzimmer löst bei vielen Schatzsuchern eine besondere Faszination aus.

Dass das „Bernsteinzimmer“ wirklich an Bord der „Karlsruhe“ war, ist reine Spekulation. Nichts handfestes spricht dafür. Andersherum spricht aber auch nichts dagegen. Als eines der letzten Schiffe konnte die „Karlsruhe“ mit Flüchtlingen und Fracht entkommen – wenn auch nur kurzzeitig. Einen unermesslichen Schatz wie das „Bernsteinzimmer“ hätten auch die Nazi-Schergen und NS-Bonzen gerne in Sicherheit vor der Roten Armee gebracht. So, wie sie zahllose andere Kunstschätze in Sicherheit brachten. Ob in einem Bunker oder sogar durch den Versuch es ins „Kernland“ des Dritten Reiches zu schaffen, weiß bisher niemand.

Von daher kann bei der nun mehr 70jähigen Jagd dem Zimmer niemand sicher ausschließen, dass es nicht einem Schiff in der Ostsee versank.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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VIDEO: Gremlins, die wahre Geschichte der kleinen Monster – denn es soll sie wirklich gegeben haben

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Video: Gremlins, die wahre Geschichte der kleinen Monster - denn es soll sie wirklich gegeben haben! (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Video vom September 2021: Gremlins, die wahre Geschichte der kleinen Monster – denn es soll sie wirklich gegeben haben! (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1984 kam der Film „Gremlins“ in die Kinos. Eine überaus erfolgreiche Horrorkomödie aus Hollywood. Doch wie so oft hat man sich in der Traumfabrik bei „Gremlins“ einem realen beziehungsweise schon bekannten Stoff bedient und diesen nach eigenen Vorstellungen auf die Leinwand gebracht. Denn diese kleinen Monster sollen schon rund 60 Jahre zuvor tatsächlich ihr Unwesen getrieben haben. Als ganz reale Bedrohung für Piloten, vor allem im Zweiten Weltkrieg. Selbst der possierliche Mogwai hatte dabei eine Vorlage in China. Welche unglaubliche Geschichte sich hinter den kleinen Monstern verbirgt, erfahrt Ihr in diesem Mystery Files-Video.


Gremlins, klein und fies

Berichte über Gremlins gehen bis in die 1920er Jahre zurück. Nach diesen waren seien es unheimliche Gnome oder dämonische Kobolde gewesen, die Piloten das Leben schwer machten, in dem sie deren Flugzeuge manipulierten.

Vor allem im Zweiten Weltkrieg kamen unter britischen Fliegern solche Berichte und Geschichten über diese Biester auf. Sie beschädigten im Einsatz beziehungsweise während des Fluges die Technik von Bombern und Jagdfliegern, wie die Besatzungen berichteten. Dabei hatten diese Biester eine Vorliebe für Kabel, Triebwerke und Flügel oder die Hydraulik der Maschinen, so die Piloten damals …

Was der wirkliche Auslöser solcher bizarren Schilderungen der Soldaten war, ist bis heute unklar. Doch Spekulationen über diese kleinen Monster an Bord gab es reichlich. Sogar der niedliche Mogwai im Film, ein possierliches Tierchen namens „Gizmo“, hat ein (unheimliches) Vorbild in der Mythologie Chinas. Treffend, dass er in „Gremlins“ in Chinatown gekauft wurde.

Folglich haben die Produzenten, unter ihnen Steven Spielberg, mit dem Kinohit „Gremlins“ nur einen bekannten Stoff aufgegriffen. Und diesen hat er für Hollywood ins nahezu Unerkennbare verzerrt. Bis auf einen kleinen Hinweis im Film. Welcher das war, und was die realen Hintergründe der fiesen Gremlins sein sollen, erfahrt Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 10. September 2021.

Und denkt dabei immer daran:

  1. einen Mogwai nie dem Sonnenlicht aussetzen
  2. ihn nicht nass werden lassen oder sogar baden
  3. den Mogwai nicht – auf keinen Fall! – nach Mitternacht füttern

Bleibt neugierig …

Video vom 10. September 2021 auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Bizarre Cargo-Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott, die USA zum „gelobten Land“ und Seefahrer zu himmlischen Ahnen werden

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Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)
Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)

Die Menschheit hat in ihrer Geschichte zahllose Religionen, Kulte, Bewegungen und Sekten „erschaffen„. Und immer wieder entstanden aus der Begegnung zwischen „fortgeschrittenen Menschen“ und „Primitiven“ sogar seltsame Kulte, die man heute Cargo-Kulte nennt. Die Europäer, wie etwa die ersten Seefahrer auf ihren Fahrten, wurden dabei immer wieder für „Götter“ oder „wiedergekehrte Ahnen“ gehalten. Sogar noch im Zweiten Weltkrieg verehrten Insulaner im Pazifik die Technik der Amerikaner als „göttlich“ oder „magisch“ und vom Himmel gekommen. Zum Teil auch die Soldaten selbst. Auch Prinz Philip, der nun 99jährige Duke of Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II., wird in einem dieser Kulte „vergöttlicht“. Bizarre und zugleich faszinierende Kulte, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Zeitalter der Entdeckungen

Die heutige Welt wimmelt von Religionen, Kulten und Sekten. Es existieren nicht nur die vier großen Weltreligion Islam, Judentum, Hinduismus und Christentum, sondern unzählige große und kleine Religionen, Kulte und Glaubensvorstellungen neben diesen.

Vor Jahrhunderten war es nicht anders. Auch schon damals existierten auf Erden nicht zu zählende Kulte und Glaubensrichtungen und praktisch jedes Volk der Erde hat seine eigene und oftmals unabhängige Religion. Weltanschauungen, die sich teilweise regional in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelten. Götter, mythischen Helden, himmlische oder schlicht überirdische Wesen oder Ahnengeister, die lokal in unterschiedlichen Variationen verehrt wurden.

Im 15. Jahrhundert änderte sich das Bild der Welt schlagartig, als Christoph Kolumbus  eine schon sehr lange kursierende Idee endgültig beweisen wollte: Er plante Indien auf dem Seeweg zu erreichen, in dem er „verkehrt herum“ in das Land der Gewürze und Reichtümer fuhr. Da die Erde rund sei, müsste man mit einem Schiff nur lange genug in Richtung Westen segeln und so würde man irgendwann die Küste Indiens erreichen.

Diese Vorstellung war fast richtig. So segelte Kolumbus mit drei Schiffen 33 Tage lang in Richtung Westen und betrat am 12. Oktober 1492 die Insel San Salvador; eine Insel der Bahamas-Gruppe in der Karibik. Er und seine Besatzung waren sicher, sie hätten Asien erreicht und den westlichen Seeweg nach Indien gefunden. Natürlich war diese Annahme falsch, wie heute jeder weiß. Kolumbus hatte den amerikanischen Kontinent (wieder) entdeckt. Damals ahnte niemand (heißt es zumindest!), dass zwischen Europa und Asien noch ein gewaltiger Doppelkontinent liegt.

Der Grundstein großartiger Entdeckungen und seltsamer Geschehnisse war gelegt.

„Göttliche“ Seefahrer aus Europa

Kolumbus und seine Männer betraten San Salvador und trafen sogleich auf Eingeborene. Und diese waren alles andere als feindlich gesinnt. Der Sohn von Christoph Kolumbus hielt fest:

Wir bemerkten zwei oder drei Siedlungen, und das Volk der Eingeborenen rief uns an und dankte Gott. Einige brachten Wasser, andere brachten uns zu essen […] Wir verstanden, dass sie uns fragten, ob wir vom Himmel kämen.

Vom Himmel? In der Tat hielten die Ureinwohner von San Salvador die fremden, weißen und bärtigen Männer mit ihren riesigen Schiffen und in ihren seltsamen Kleidern für eine Art Götter. Für irgendwie „fremde Wesen“ einer ebenso „fremden Welt“. Was im Grunde auch zutraf. Eine Tatsache, die sich rund 30 Jahre später in erschreckender Weise wiederholen sollte.

1519 landete Hernando Cortez mit elf Schiffen und einigen hundert Männern an der Ostküste Mexikos. Kein besiedeltes Land, denn dort existierte unter anderem das riesige Imperium der mächtigen Azteken, dessen ehemalige Hauptstadt Tenochtitlan heute Mexiko-City ist. Die Azteken glaubten an einen Gott mit dem Namen Quetzalcoatl, der, so ihre Überlieferungen, eines Tages wiederkehren würde.

Diesen Gott sahen die Azteken in dem fremdartigen Cortez, der mit mächtigen Schiffen und zahlreichen seltsamen Männern und Geräten über das Meer gekommen war. Ein Umstand, der bei der Eroberung des riesigen Azteken-Reiches sehr hilfreich war, denn Montezuma, König der Azteken, wagte es erst nicht Widerstand zu leisten und empfing freiwillig den Spanier in seiner Hauptstadt. In wieweit die eingeborenen Azteken allerdings tatsächlich Cortez und seine plündernden Spanier für „Götter“ hielten, ist aber heute umstritten. Einige Historiker halten diese Aussagen für Propaganda bzw. Irrtümer der spanischen Chronisten.

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Solche Beispiele gibt es zahlreich aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Ureinwohner der erkundeten Länder und Inseln sahen sich plötzlich fremdartigen Menschen gegenüber, dessen Herkunft sie sich nicht erklären konnten. Auch beim Untergang der legendären Kultur auf der Osterinsel im Pazifik scheint dies eine große Rolle gespielt haben. Zumindest indirekt, wie in diesem Blog-Artikel HIER beschrieben (s. a. Video HIER)

So etwa auch der legendäre Entdecker Cook 1779 auf Hawaii. Als James Cook die Inseln erreichte, betrat ein hoher Würdenträger der Ureinwohner Cooks Schiff „Resolution“ und schmückte den Entdecker mit einem roten Umhang. Der Indio sah in Cook den legendären Helden Rono, der einstmals Hawaii verließ und inzwischen dort als Gottheit verehrt wurde. Dennoch wurde Cook später von Insulanern erschlagen, als sie ihren Irrtum erkannten …

Technik-Religionen

Doch nicht nur im Zeitalter der Entdeckungen sahen „primitive Eingeborene“ in den Europäern Götter oder himmlische Wesen. Auch in moderner Zeit gibt es Beispiele, dass isoliert lebende Ureinwohner fremde Menschen und ihre Technologien als göttlich und magisch verehrten. Es entwickelten sich darauf regelrechte Technik-Religionen, die man heute in der Völkerkunde zusammenfassend Cargo-Kulte (Cargo steht für „Ware“, „Güter“) nennt.

Im Zweiten Weltkrieg tobte im Pazifik der Krieg zwischen den USA und dem Kaiserreich Japan. Japan hatte umfassende Expansionspläne und eroberte eine Insel nach der anderen, wurde letztlich aber doch geschlagen.

So kam es, dass im Frühjahr 1945 die USA die Region Hollandia (Neuguinea) zu einer Militärbasis ausbaute und dort bis zu 40.000 Soldaten mit ihrem militärischen Material stationierte. Auch ein Flugplatz wurde errichtet und pausenlos starteten und landeten Flugzeuge. Die eingeboren Papuas sahen staunend und voller Unverständnis und Unkenntnis dem regen Treiben der Amerikaner auf ihrem Land zu. Später verteilten die Soldaten auch kleine Geschenke an die Eingeborenen, wie es auch die frühen Entdecker wie etwa Kolumbus taten.

Doch nun geschah hier und auf anderen Inseln Neu-Guineas etwas Erstaunliches. Die Eingeborenen begannen aus Holz und Stroh Flugzeuge nachzubauen, die sie auf nachempfundenen Startbahnen stellten (s. Titelbild li.). Sie bauten Hallen und Funkmasten aus Holz und sprachen in hölzerne Mikrophone. Immer in dem Glauben, die „donnernden Himmelsvögel“, die US-Flugzeuge, wieder zur Erde zu locken. Eben genau so, wie sie es bei den amerikanischen Streitkräften gesehen haben. Es war die Geburt einer Art Religion, die lediglich auf der Unwissenheit der Eingeborenen gegenüber der modernen Technik beruhte

Ein ganz erstaunlicher Cargo-Kult existiert auf der Insel Tanna im südlichen Pazifik. Sie gehört zu einer Inselgruppe mit Namen Vanatu, die aus 80 Inseln besteht. Dort beten die Eingeborenen zu einem Messias mit dem Namen „John Frum„.

Die USA: Das „gelobte Land“

Seit über 60 Jahren ist dieser Kult nun bekannt und gibt bis dato Rätsel auf. Die Bewohner glauben an ein göttliches Wesen mit dem Namen John Frum und setzten diesen aufgrund christlicher Einflüsse der lokalen Missionare inzwischen mit Jesus Christus gleich. Die Wiederkehr von John Frum wird sehnsüchtig erwartet.

1942 war es dann so weit.

Soldaten, Schiffe und Flugzeug der USA erreichten das Eiland und die Bewohner erhielten von den Amerikanern Geschenke. Doch die Ureinwohner wollten mehr, mehr Cargo. So kam es, dass sich ein Ureinwohner mit Namen Neloiag als Reinkarnation ausgab und angeblich Rat wusste. Es wurden primitive Landepisten für die Himmelsvögel, die Flugzeuge der USA, angelegt und so wollte man diese göttlichen Vögel wieder auf die Erde locken um mehr Cargo beziehungsweise Geschenke zu bekommen.

Dr. Friedrich Steinbauer, Autor des Buches „Melanesische Cargokulte“ (1971), ist sicher, dass es sich bei dieser Gottheit John Frum um eine erfundene Person handelt. Der Theologe konnte auch in seiner als Buch veröffentlichten Doktorarbeit 185 ähnliche Kulte nachweisen. Andere Forscher sind sicher, dass dieser John eine reale Person war, die sich einst auf der Insel aufhielt.

Beispielsweise der Mystery-Forscher, und Autor Walter-Jörg Langbein, der vor Ort auf Tanna den Kult beobachtete. Er ist sicher, dass es sich in Wahrheit um einen US-Soldaten gehandelt hat. Am 15. Februar 2004 konnte Langbein selber vor Ort beobachten, wie die Anhänger des Kultes mit Holzgewehren militärisch aufmarschieren, salutieren und Flaggen hissen. Alles zu ehren des Messias John Frum. Ebenso schreiben sich die Kultanhänger die Buchstaben USA auf den Körper; das gelobte Land, aus dem John Frum einst kam (s. Titelbild re.).

Auf diesem Blog finden Ihr HIER einen ausführlichen Artikel von Langbein darüber.

Prinz Philip: Ein Gott!

Von einem eher neuen Cargo-Kult, ebenfalls auf der Insel Tanna, berichtete beispielsweise die BBC schon 2007. Prinz Philip, Duke von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem erstaunlichen Kult als eine Gottheit verehrt. Der Prinzgemahl, der am 10. Juni 2020 99 Jahre alt wurde, ist in seiner Heimat Großbritannien überaus beliebt. Doch so beliebt, wie in der „Prinz-Philip-Bewegung“ von Teilen der Bevölkerung im Süden Tannas, dann doch nicht.

Die Anhänger des Kultes sehen in Prince Philip einen Berggeist der Insel und verehren Fotos des Prinzen. Chief Jack Naiva, Ältester des Stammes vom Dorf  Yaohnanen, berichtete der BBC, dass dieser Kult seit den sechziger Jahren existiert. Damals war die Insel noch Kolonialbesitz des britischen Königreiches. Eine Legende der Einwohner spricht von dem hellhäutigen Sohn eines lokalen Berggeistes, der laut Legende zur See fuhr, um auf diesem Wege eine angemessene Gemahlin zu finden.

Diese Legende wurde von den Kultanhängern der Insel mit dem Leben von Prinz Philip verwoben, der mit der englischen Monarchin tatsächlich eine mächtige Gemahlin hat. Ursprung dieses Cargo-Kultes um Prinz Philip könnte die „Religion“ um John Frum sein, da er auch als Sohn von diesen angesehen wird.

Die rund 400 Gläubigen des Philip-Kultes erhielten im Jahre 1974 tatsächlich eine Bestätigung des Glaubens. Damals besuchte die britische Königin Elisabeth II. zusammen mit Prince Philip mit großem Pomp auf der königlichen Yacht „Britannia“die Insel. Die Gläubigen dachten, der hellhäutige Sohn des Berggeistes sei zurückgekommen um seine machtvolle Gemahlin zu präsentieren, die er nach langer Suche letztlich gefunden hatte.

Göttliche Geschenke aus Großbritannien

1978 wurde der Prinz von den dortigen Vertretern der britischen Regierung offiziell informiert, dass er nun ein „Gott“ sei. Als Dank schickte Prinz Philip signierte Fotos und Geschenke. Später (1980 und 2000) folgten weitere Fotos des Prinzen für seine „Gläubigen“, auf denen er auch eine traditionelle Jagdwaffe seiner Anhänger hält. Diese hatten sie ihrem Gott zuvor geschickt. Selbst einige Vertreter des Kultes reisten später nach Großbritannien.

Im Jahr 2009 nahm sich auch der Fernsehen dieser Religion um den Prinzen an. So entstand die dreiteilige Dokumentation „Besuch aus der Südsee“ auf dem Sender Arte, im Zuge dessen Stammesangehörige nach Großbritannien kamen. Fraglich, inwieweit hier noch ein echter Glaube, eine echte Religion mit dem Prinzen als Gott oder Messias, im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sein wird.

Die Zeitung „Der Westen“ kommentierte  die Dokumentation und die „Prinz-Philip-Bewegung“ am 3. Juni 2009 mit den Worten:

Obwohl die Kulturen an beiden Polen der Welt unterschiedlicher nicht sein können, gibt es ein verbindendes Element, das die Dokumentation wie ein roter Faden durchläuft: Der Häuptling möchte Prinz Philipp animieren, nach Tanna zurückzukehren. Denn auf dem Südsee-Atoll wird der Geist des Kronprinzen als Gott verehrt.

Wenn er seinen Dienst in England verrichtet hat, sollte er in seine Heimat am anderen Ende der Welt zurückkehren, glauben die Männer. Sie schaffen es tatsächlich, eine Audienz beim Prinzen zu bekommen.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Raubgräber plündern eine laufende Ausgrabung nahe Ingolstadt in Bayern (+ Video)

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Raubgräber plündern eine laufende Ausgrabung nahe Ingolstadt in Bayern (+ Video)
Raubgräber plündern eine laufende Ausgrabung nahe Ingolstadt in Bayern (+ Video)

Erneut haben Raubgräber mit Metalldetektoren wieder zugeschlagen. Diesmal bei einer laufenden Ausgrabung in einer berühmten keltischen Ansiedlung nahe Manching unweit von Ingolstadt. Dort haben die Diebe haben an mehr als 140 Stellen in der bis zu 2.300 Jahre alten Kelten-Stadt zugeschlagen. Was dabei von den illegalen Sondengängern, den schwarzen Schafen dieser Freizeitbeschäftigung, gefunden und gestohlen wurde, ist schwer einzuschätzen.


Großstadt der Kelten: „Oppidum Manching“

Unweit von Ingolstadt in Bayern liegt das „Oppidum Manching“ aus der Zeit der Kelten und Römer. Dort lag einst eine Ansiedlung, die bereits vor etwa 2.300 Jahren gegründet wurde und in der zur Blütezeit 5000 bis 10000 Menschen lebten. Damit zählt diese stadtartige Siedlung zu einer der bedeutendsten und größten Orte dieser Art nördlich der Alpen. Aufgrund ihrer Größe war diese Siedlung wahrscheinlich sogar die Hauptstadt des Kelten-Stammes der Vindeliker. Allein die umgebene Stadtmauer maß über 7 Kilometer.

Seit 1955 führt die „Römisch-Germanische Kommission“ (RGK) des „Deutschen Archäologischen Instituts“ (DAI) zusammen mit dem „Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege“ Ausgrabungen in dieser keltischen Großstadt durch. Das „Kelten-Römer-Museum Manching“ zeigt seit 2006 eine Reihe der in der Ansiedlung gemachten Funden und Befunde. Unter anderem Modelle gewisser Bereiche des Ortes, dessen ursprünglicher Name längst in Vergessenheit geraten ist.

Viele dieser Funde und der archäologischen Befunde entstammen Zufallsentdeckungen. Vor allem aber auch aus sogenannten Rettungsgrabungen. Aufgrund der Ausdehnung des Ortes kam es immer wieder zu solchen Rettungsgrabungen, da Bebauungen geplant waren. Das rief in der Vergangenheit immer wieder Archäologen auf den Plan, die vor Baubeginn am „Oppidum Manching“ Grabungen durchführten. Denn trotz Jahrzehnten der Ausgrabungen wurde hier längst nicht alles entdeckt und dokumentiert. Obwohl schon 1831 erste Beschreibungen der noch zu erkennenden Bodenstrukturen der Siedlung veröffentlicht wurden. Zum Beispiel von dortigen Ringwallanlagen.

Raubgräber gruben über 140 Löcher

Ein Kern des dortigen Museums ist ein Goldmünzen-Schatz, der bereits 1999 bei Manching im Erdreich entdeckt wurde. Solche und ähnliche Funde wecken Begehrlichkeiten. Und zwar bei Raubgräbern mit Metalldetektoren, die sich heute jedermann leisten kann. Solche „Schatzjäger“ nennen sich selber „Sondengänger“ und tauschen sich vor allem online in einer weit vernetzten Community untereinander aus.

Und wie eigentlich überall, so gibt es auch unter diesen ehrbaren Sondengängern ein paar schwarze Schafe. Nicht nur solche, die zufällig entdeckte Funde für sich behalten und nicht melden. Sondern auch jene, die bewusst archäologische Stätten oder sogar laufende Ausgrabungen aufsuchen, um dort still und heimlich nach Kostbarkeiten zu suchen. So wie etwa vor einiger Zeit bei einer archäologischen Stätte unweit von Kassel, wie im Video unten berichtet.

So war es jetzt auch in Manching.

Das „Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege“ hatte die Grabungsfirma „Pro Arch“ mit Grabungen beziehungsweise ersten Erdarbeiten am „Oppidum Manching“ beauftragt. Eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetern war von „Pro Arch“ bereits von der oberen Erdschicht befreit worden – bis die Raubgräber kamen. Denn wie die Firma mittelte, fanden sie über 140 illegal gegrabene Löcher, die von Dieben stammten. Dabei hätten sich die Schatzsucher sogar in Lebensgefahr begeben, wie Stefanie Grimm, zuständige Referentin des Landesamts für Denkmalpflege, betonte. Denn die Fläche liegt direkt neben einem Militärflughafen und sei noch nicht nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht worden.

„Sachbeschädigung und Unterschlagung“ durch die Raubgräber

Was die Plünderer bei ihrer Aktion fanden, ist natürlich unklar. David Biedermann von „Pro Arch“ vermutet „Haar- und Gewandnadeln, Fibeln, Bronzeobjekte, die zu einer Tracht gehören, kleine Bestandteile von Wagen und Rüstungen, aber auch Münzen“, so „BR24“. Dies ist natürlich nur Spekulation, da eben genau solche Objekte bereits in dem Gebiet entdeckt wurden. Vor allem natürlich auch deshalb, da mit einem Metalldetektor eben nur Metall im Erdreich gefunden werden kann. Reine Keramiken oder Bernstein beispielsweise zeigt ein solches Gerät nicht an.

Die zuständigen Archäologen bitten jetzt die lokale Bevölkerung um „erhöhte Aufmerksamkeit“. Ähnlich wie bei dem Beispiel nahe Kassel aus dem Video unten, sollen Zeugen Sondengänger auf dem Gelände direkt melden und sich Kennzeichen von Autos notieren. „Pro Arch“ hatte nach der Entdeckung der Raubgrabung am 2. Mai direkt die Polizei eingeschaltet. „Denn Sondengehen auf dem Gelände ist strikt verboten“, wie es „BR24“ in einer Meldung betont. Und weiter heißt es:

Es stehen laut dem Landesamt unter anderem Sachbeschädigung und Unterschlagung im Raum. Die Behörde hofft nun auf Zeugenhinweise.“

Ob irgendwelche ausgegrabenen Objekte den Weg in die Hände der Archäologen fallen, ist jedoch sehr fraglich.

Video zum Thema auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zeigt es ein Zebra bei den Kelten in Deutschland vor 2.200 Jahren – oder Hinweis auf weite Handesswege?

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Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zebras bei den Kelten in Deutschland vor 2200 Jahren? (Bild: Keltenwelt am Glauberg/Facebook / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zebras bei den Kelten in Deutschland vor 2.200 Jahren? (Bild: Keltenwelt am Glauberg/Facebook / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor Jahrtausenden lebten die Kelten unter anderem in verschiedenen Gebieten Deutschlands. Ein Volk oder Stamm der sogenannten „Barbaren“, deren Hinterlassenschaften Archäologen bis heute ausgraben. So wie auf dem Glauberg in Hessen, wo 1996 der weltberühmte „Keltenfürst vom Glauberg“ mit seinen „Mickey Mouse-Ohren“ gefunden wurde. Unweit vom Glauberg gruben Forscher auch eine unscheinbare Keramikscherbe mit einer gestreiften Tiergravur aus. Aber was zeigt diese 2.200 Jahre Darstellung? Wirklich Ein Zebra aus Afrika? Was es mit den Funden vom Glauberg auf sich hat und woher die Kelten tatsächlich Zebras kennen konnten, erfahrt Ihr hier.


Kelten in Deutschland

Überall in Europa findet man heute versunkene Spuren verschiedener „Barbaren“ aus vorchristlicher Zeit. Ein Sammelsurium unterschiedlicher germanischer Stämme und aus unterschiedlichen Zeiten. So auch nordöstlich von Frankfurt am Main nahe dem Dorf Glauburg in Hessen.

Etwas südlich des Dorfes liegt der Glauberg. Eine rund 275 Meter hoher Bergrücken, von dem aus die Region sehr gut überschaut werden kann. Das wussten schon unsere Vorfahren, die hier bereits im 5. Jahrtausend vor Christus siedelten. Von der Steinzeit bis ins Mittelalter nutzen Menschen den Glauberg für Befestigungen, Ringwallanlagen, Bestattungen in Grabhügeln und wohl auch für astronomische Beobachtungen.

Erste größere Befestigungen bauten bereits die Kelten ab dem 6. Jahrhundert vor Christus dort. Vor mehr als 1.500 Jahren war das Plateau sogar Sitz eines Stammeskönigs des Stammes der Alamannen. Jahrhunderte später kamen die Franken, die hier bis in das 9. Jahrhunderte eine Burganlage erbauten. Diese Anlage ist heute unter den Namen „Burg Glauburg“ bekannt. Drei Jahrhunderte später folgten die berühmten Staufer, die den Bergkamm in ihre System auf Burgen und Wehranlagen eingliederten. Darauf folgten die reichen Patrizier der Familie Glauburg aus Frankfurt am Main, die sich im heutigen Namen der Anhöhe und vor allem des Dorfes widerspiegeln.

Entsprechen vielschichtig sind deshalb dort auch die archäologischen Funde und Spuren. Jedoch nicht von den Römern bzw. aus römischer Zeit, da der Limes nur wenige Kilometer vom Glauberg entfernt verlief. In der Nachbarschaft lag in jener Zeit auch das römische Kastell von Altenstadt. Scheinbar war deshalb der Berg in dieser Epoche als eine Art Grenzsperrgebiet nicht besiedelt.

Ausgrabungen und der „Keltenfürst vom Glauberg“

Vor allem finden sich dort zahllose Spuren der früheren Burgbauten. Grundmauern, Reste der Gebäude und weitere steinerne Anlagen sind nicht zu übersehen. Ein geschichtsträchtiger Ort, der in seinem Inneren noch so manches Geheimnis birgt. Das zeigte sich erst 1988, als am südlichen Hang des Glauberges aus der Luft versunkene Spuren entdeckt wurden. Wie sich später herausstellte Grabhügel, Ringwallanlagen und mutmaßlich astronomische Bauten.

Vor allem die Reste eines riesigen Grabhügels aus 5. Jahrhundert vor Christus (wie sich später herausstellte) fielen 1988 aus der Luft in einem Feld auf. Zwei weiterer Grabhügel wurden daraufhin mittels Bodenradar vor Ort gefunden. Da sie unlängst vollständig eingeebnet waren, war am Boden selber von ihnen nichts mehr zu sehen. So begannen Ausgrabungen der neuen Befunde in den Jahren von 1994 bis 1997, die ab 2004 fortgesetzt wurden.

Geleitet wurden die Forschungen vor allem von dem damaligen hessischen Landesarchäologen Fritz-Rudolf Herrmann, der schon ab 1985 dort grub. Bis heute wird dort nach den Geheimnissen der Vergangenheit geforscht und erste Grabungen fanden sogar schon in den 1930er Jahren unter Heinrich Richter statt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gingen seine Aufzeichnungen und viele Funde jedoch verloren oder wurde zerstört..

Schon bei den ersten Ausgrabungen der 1988 neu entdeckten Grabhügel und Gräber kam am 24. Juni 1996 ein archäologischer Schatz zum Vorschein, der heute weltberühmt ist. Eine lebensgroße Statue eines keltischen Herrschers, die um das Jahr 500 vor Christus angefertigt wurde. Dieser Statue wurde als „Keltenfürst vom Glauberg“ einer der wichtigsten archäologischen Funde Deutschlands. Und mit seinen „Mickey Mouse-Ohren“ das Highlight der dortigen Grabungen.



Schnell entdeckten die Archäologen am und auf dem Glauberg, dass hier ein Zentrum der Kelten gelegen haben muss. Ein Zentrum, dass schon in der Steinzeit genutzt wurde, womit hier ein „heiliger Ort“ vor und unter ihnen lag.

Sonderausstellung der „Keltenwelt am Glauberg“

Diesen wollte man erhalten, mehr oder weniger rekonstruieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Inklusive einem Museum, diversen Ausstellungen und einem Archäologie-Park unter freiem Himmel. Sehr ähnlich, wie es auch nach dem Fund der „Himmelsscheibe von Nebra“ in Sachsen-Anhalt mit dem dortigen Besucherzentrum „Arche Nebra“ realisiert wurde.

Und so wurde 2011 ein entsprechendes Museum, das „Forschungszentrum Keltenwelt am Glauberg“ sowie ein archäologischer Park dort eröffnet. Inklusive rekonstruiertem Grabhügel und „Prozessionsstraße“, wofür unter anderem das Land Hessen 9 Millionen Euro bewilligte. Kultur und der Erhalt der Vergangenheit für die Öffentlichkeit haben ihren Preis.

Derzeit laufen dort die Vorbereitungen für eine kommende Ausstellung rund um die Kelten und unsere Vorgeschichte. Vom 10. März bis 31. Dezember 2022 wird die Sonderausstellung „Kelten Land Hessen – Eine neue Zeit beginnt“ ihre Tore öffnen. Dazu schreibt das Museum „Keltenwelt am Glauberg“:

Die große Ausstellung in der Keltenwelt am Glauberg greift interessante Aspekte der Keltenzeit auf der Basis von neuen Ausgrabungen und Forschungen auf. Circa 500 eindrucksvolle Fundstücke aus ganz Hessen geben interessante Hinweise auf die sich verändernde Lebenswelt, darunter reich verzierter Schmuck und wertvolle Waffen ebenso wie Alltagsgegenstände und Handwerksgeräte. Viele Neufunde werden erstmals gezeigt.“

Natürlich bleibt weiterhin die Figur des „Keltenfürsten vom Glauberg“ das Kernstück der archäologischen Fundstätte. Doch auch kleine, unscheinbare Funde sind interessant. Sowie eine Tonscherbe, die bei archäologischen Ausgrabungen in der Nähe gefunden wurde und die das Museum auf ihrer Facebookseite kürzlich vorstellte (s. Titelbild).

Zebras bei den Kelten?

Dazu heißt es von den Verantwortlichen und anderem auf Facebook:

Keltische Zebras?

Wohl eher nicht … aber welches Tier kann es sein, das jemand vor 2.200 Jahren auf ein Keramikgefäß eingeritzt hat?  Wir könnten uns ein Pferd vorstellen, nur warum ist es gestreift?

Was meint ihr? Und wie könnte man die fehlenden Bereiche ergänzen? (…)“

Gefunden worden sei das Stück bei Grabungen in der „keltischen Saline von Bad Nauheim“. Das liegt nur rund 20 Kilometer westlich vom Glauberg. „Wir sind gespannt auf Euer Feedback“, so „Keltenwelt am Glauberg“. Tatsächlich machte sich die dortige Community allerlei Gedanken zu dieser Ritzung, auf der man geneigt ist sogar ein Leine an dem dargestellten Tier zu erkennen.

Einiger User sprachen von einem Hund. Andere von einer Gottesanbeterin, also einem Insekt. Andere Deutungen waren: Reh,  Ziege, Hirschkuh, Pferd mit Streifen im Fell, Pferd mit „Kriegsbemalung“, wie bei den Ureinwohnern Nordamerikas nach Ankunft der Europäer, Schaf oder sogar eine Giraffe.

Ein stilisiertes Zebra ist nicht ganz auszuschließen, sie waren Bestandteil römischer Bestiarien, Arenen und Manegen“, kommentierte ein User, womit er sicher nicht Unrecht hat. Ebenso nicht wie ein weiterer User, der drauf hinwies, dass weit gereiste Händler Zebras gesehen haben könnten, die dann davon berichteten. „Wohl eher nicht“, wie es das Museum in der Bildbeschreibung schrieb, könnte demnach etwas übereilt sein.

Warum kein Zebra?

Längst schon ist bekannt, dass Händler tausende Kilometer zurücklegten. Über das Meer ebenso, wie über Land. Handelsbeziehungen zwischen den Pharaonen Ägyptens oder Königreichen in Mesopotamien und der Ostsee vor tausenden von Jahren sind beispielsweise belegt. Ebenso kultureller Austausch per Seefahrt über das Mittelmeer und den Atlantik vom Nahen Osten bis Nordeuropa. Dies zeigte erst kürzlich eine neue Studie, über die in diesem Mystery Files-Video HIER berichtet wurde (derzeit nur für Mitglieder/Unterstützer).

Da weite Teile der Gravur fehlen, werden wir wohl nie erfahren, was das für ein Tier sein soll. Ein afrikanisches Zebra kann man aber nicht ausschließen. Man könnte auch spekulieren, dass dieses Keramikgefäß inklusive Tierdarstellung ursprünglich gar nicht vor 2.200 Jahren im heutigen Hessen angefertigt wurde. Es könnte aus Afrika stammen und durch den besagten Handel dorthin gelangt sein.

Das ließe sich aber nur durch eine genaue Analyse des Materials belegen. Vielleicht hat tatsächlich auch nur ein Kelte ein Zebra in einer römischen Arena gesehen, wie es bereits ein User vermutete. Auf jeden Fall sind solche – auf den ersten Blick vollkommen unscheinbaren – Funde immer wieder interessant. Und vielleicht hat die Facebook-Userin Johanna V. recht, die humorvoll unter anderem folgende Deutungen dem Museum vorschlug:

Was sahen die Kelten? Interpretationen (Bilder: Keltenwelt am Glauberg/Facebook/Johanna V.)
Was sahen die Kelten? Interpretationen (Bilder: Keltenwelt am Glauberg/Facebook/Johanna V.)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Papst Johannes Paul II.: Er wurde von mehr Menschen persönlich gesehen, als jede andere Person in der Menschheitsgeschichte

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Diese Person wurde von mehr Menschen persönlich gesehen, als jede andere in der Menschheitsgeschichte (Bild: gemeinfrei)
Diese Person wurde von mehr Menschen persönlich gesehen, als jede andere in der Menschheitsgeschichte (Bild: gemeinfrei)

Als vor knapp 100 Jahren im polnischen Ort Wadowice der Knabe Karol Wojtyla das Licht der Welt erblickte, ahnte wohl niemand, was auf dem Jungen eines Tages werden wird. Und vor allem auch nicht, dass er als Papst Johannes Paul II. zu der Person wird, die in der Geschichte der Menschheit „von mehr Menschen persönlich gesehen wurde“, als als jeder andere Mensch. Wie kam es dazu?


Karol Wojtyla, alias Papst Johannes Paul II.

Wer hätte am 18. Mai 1920 in dem kleinen südpolnischen Nest Wadowice gedacht, was aus dem an diesem Tag geborenen Knaben einmal wird? Seine Eltern, ein Schneider und eine Hausfrau, sicher nicht. Sie gaben dem Buben den Namen Karol nach seinem Vater Karol Wojtyla.

Ein ganz normales Kind, dass sich später als Torwart für Fußball begeistern konnte, in der Schule und späteren Universität Theater spielte und bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 in den Untergrund ging. Nur drei Jahre danach begann er im Geheimen in der nahen Stadt Krakau das Priesterseminar und wurde nach Kriegsende am 1. November 1946 zum Priester der katholischen Kirche geweiht.

Ein Mann, der mit der jüdischen Kultur in Krakau und Umgebung stark verbunden war, später Kardinal und Bischof wurde und 16. Oktober 1978 als Johannes Paul II. der 264. Papst im Vatikan wurde. Eine steilere Karriere ist in der Kirche nicht möglich. Die sogar noch nach seinem irdischen Ableben am 2. April 2005 weiter ging. Nur wenige Wochen nach seinem Tod begann der Prozess der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. im Vatikan.

Und schon am 1. Mai 2011 war es soweit, dass Papst Benedikt XVI. seinen Vorgänger auf dem Petersplatz im Vatikan selig sprach. Was schon damals Kritik hervorrief. Doch die „Blitz-Ehrungen“ gingen noch weiter. Bereits im Juli 2013 ließ der Vatikan unter Papst Franziskus bekannt geben, dass die Kirche ein für eine Heiligsprechung des verstorbenen Papst notwendige zweite Wunder anerkannt habe. So wurde am 27. April 2014 Johannes Paul II. von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Auch hierbei ließen die Kritiken nicht nach. So schnell wurde noch niemand in den Stand der Heiligen der katholischen Kirche gehoben. „Die Ehrung spielt sich in Rekordzeit ab, dauern doch Verfahren zur Seligsprechung oft Jahrzehnte“, schrieb etwa der Sender ORF aus Österreich am 14. Januar 2011 dazu. Immerhin hätten „viele Katholiken (…) bereits 2005 nach dem Tod des polnischen Papstes auf eine schnelle Heiligsprechung gedrängt“. Darum sei das Verfahren „beschleunigt“ worden, ließ damals der Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi verkünden. „Gründlich“ wäre es dennoch gewesen …

Papst Johannes Paul II.: Der „eilige Vater“

Karol Wojtyła, alias Johannes Paul II. - in der Mitte mit seinen Eltern Emilia und Karol (Bilder: gemeinfrei)
Karol Wojtyła, alias Johannes Paul II. – in der Mitte mit seinen Eltern Emilia und Karol (Bilder: gemeinfrei)

Millionen Menschen, vor allem in Polen, feierten die Heilgsprechung von Johannes Paul II. Kaum ein Papst war jemals so beliebt wie er. Bis heute hält diese Verehrung von Johannes Paul II. an. Vielmehr wächst sie weiterhin enorm und bekommt viel Zulauf. In katholischen Wallfahrtsorten wird man beispielsweise von Kitsch und Devotionalien mit seinem Antlitz geradezu zugeschüttet.

Das hat auch einen ganz profanen und handfesten Grund, der in seiner Amtszeit zu finden ist. Immerhin hat diese fast 26,5 Jahre gedauert und war nach Papst Pius IX. (1846 bis 1878), der 31 Jahre und 8 Monate oberster Kirchenhirte war, die zweit längste der Geschichte. Zugleich war es auch die rastloseste Amtszeit der Kirchengeschichte überhaupt. Kein Heiliger Vater der Katholiken reiste mehr um die Welt, als Papst Johannes Paul II.

Dies brachte ihm auch Spitznamen wie „eiliger Vater“ oder auch „der Reisepapst“ ein.

Seine Ziele lagen während seiner Amtszeit in 129 Ländern der Erde, die in 104 Auslandsreisen besuchte. Er war damit die am weitesten herumgereiste Führungsperson in der Menschheitsgeschichte. Auf dem katholischen Nachrichtenportal „Aleteia“ verweist Daniel Esparza noch auf weitere interessante Fakten um Johannes Paul II. Nach Esparza habe er bei seinen Reisen eine Strecke zurückgelegt, die ihn etwa 31-mal um die Erde geführt hätte. 1.640.420 Kilometer (721,052 Meilen) habe der Papst zurückgelegt, was mehr als 4-mal eine Reise zum Mond entspricht.

„Er wurde von mehr Menschen persönlich gesehen als jeder andere in der Geschichte der Menschheit“, schrieb dazu schon ABC am 26. April 2014, dem Tag vor der Heilgesprechung. Das hätte sich der kleine Karol beim Fußballspielen mit den Mitschülern in Wadowice wohl niemals hätte träumen lassen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament: Späte Reue eines Verstorbenen?

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der PSI-Forschung, der Welt der Paranormalen Phänomene, kursieren seit jeher unzählige Berichte über „Botschaften aus dem Jenseits“. Immer wieder wollen Menschen Zeichen, Nachrichten oder Signale von Verstorbenen bekommen oder „empfangen“ haben. Seltener jedoch mit konkreten und zuvor unbekannten Informationen aus dem „Drüben“, obwohl auch solche Fälle existieren. So wie ein Fall aus dem Jahr 1937, als scheinbar ein ruheloser Geist auf ein verstecktes Testament hinwies, das einen Betrug enthüllte.


Signale aus dem Jenseits

Menschen rund um die Welt berichten immer wieder, dass sie Zeichen oder Botschaften von Verstorbenen empfangen haben wollen. Oft von kürzlich verstorbenen Personen, die den Zeugen nahe standen. Solche „Signale aus dem Jenseits“ sind deshalb seit Jahrhunderten ein viel diskutiertes Thema in der Welt der Paranormalen Phänomene.

Entsprechen Publikationen aus dem Bereich PSI-Forschung, Okkultismus und Esoterik füllen längst ganze Bibliotheken. Vielfach mit dem Ziel durch solche Berichte und Geister-Geschichten nachzuweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Eine überirdische Welt und damit eine andere und parallele Welt der Realität. Sogenannte „Spiritisten“ oder „Medien“, die angeblich Kontakt mit Verstorben aufnehmen können, gibt es selbst in den westlichen Industrienationen in nahezu in jeder größeren Stadt.

Wo hierbei die Grenzen zwischen Wunschdenken, Geschäftemacherei und damit Betrug oder realen Kontakten mit der Anderswelt liege, ist kaum zu sage. Spannend wird es aber immer dann, wenn Menschen von handfesten Informationen sprechen, die sie über einen überirdischen Kanal bekommen haben wollen. Wissen aus dem Jenseits, wenn man so möchte, dass der betroffene Zeuge eigentlich nicht haben konnte.

Genau eine solche Erfahrung machte der Jurist Dr. Edmund F. kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein spannendes Erlebnis, dass bereits 1974 das Autorenduo Inge Dreecken und Walter Schneider in ihrem Buch „Signale aus dem Jenseits?“ wiedergaben.

Spuk im Gasthaus

Darin berichtet Dr. F., dass er Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Ostpreußen lebte. Zu jener Zeit war als junger Amtsrichter tätig und musste einmal in der Woche zum Gerichtstag in einen anderen Ort fahren. „Ein Nest“, wie Dr. F. schrieb, das drei Fahrstunden mit „meinem klapprigen Opel P 4“ entfernt lag.

Am 11. September 1937 war es wieder soweit. Doch diesmal sollten seine Pflichten dort länger dauern, so dass Dr. Edmund F. beschloss in dem ihm bekannten Gasthaus „Zum Löwen“ zu übernachten. Einige Wochen zuvor war ein alter Mann mit Namen Lüders in diesem Hotel gestorben und so kam es, dass Dr. F. zufällig das Dachzimmer dieses Mannes zugewiesen bekam.

Bereits in der ersten Nacht kam es dann eben in diesem Zimmer zu sehr sonderbaren Vorfällen. Als Dr. F. sich gegen 23 Uhr schlafen legte, wurde er plötzlich von einem lauten „Knall“ aus dem Schlaf gerissen und vernahm schlurfende Schritte auf dem Flur, die sich offensichtlich seinem Zimmer näherten. Dr. F. hielt den Atem an. Plötzlich aber hörte er deutlich, dass seine Zimmertür geöffnet wurde und sich die Schritte seinem Bett näherten. Er hatte das Gefühl, dass irgendjemand oder irgendetwas über seine Bettdecke strich, bevor „es“ sich wieder entfernte – doch die Tür war die ganze Zeit über von innen verschlossen.

Am folgenden Morgen berichtete Dr. F. dem Wirt Bandow sein nächtliches Erlebnis, der ihm lächelnd gestand, dass seit dem Tode des alten Lüders in diesem Zimmer nicht mehr alles mit rechten Dingen zuginge. Dr. F. hörte den Ausführungen seines Wirtes zu, glaubte aber nicht so recht an einen Geist in seinem Zimmer. Dennoch sprach er mit dem Wirt ab, dass er nun immer, wenn er wieder beruflich hierher kommen müsse, in seinem Hotel und eben diesem Zimmer schlafen wolle.

Das verborgene Testament

In der nächsten Nacht geschah nichts. Doch bereits einen Besuch darauf begann der Spuk erneut. Wieder hörte er die schweren Schritte, spürte eine Berührung der Bettdecke und vernahm das Quietschen der Zimmertür. Doch diesmal entfernten sich die Schritte nicht sogleich wieder aus dem Zimmer, sondern sie machten beim Schreibtisch Halt, von wo Dr. F. sonderbare, nicht erklärbare Geräusche hörte. „So, als ob Erbsen auf den Fußboden prasselten“, wie es der Richter später beschrieb.

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Die vierte Nacht in diesem Dachzimmer wurde mehr als unheimlich. Als Dr. F. wieder mit dem Phänomen konfrontiert wurde, versuchte er den, der da scheinbar nach seine Decke fasste, zu berühren. Doch er griff ins Nichts. Dabei jedoch spürte er einen Stoß gegen die Brust und fiel rückwärts auf sein Bett. Fast im selben Augenblick bildete sich in der Mitte seines Zimmers ein unheimliches und „diffuses Licht“, in dem Dr. F. die schwachen Umrisse des verstorbenen Lüders zu erkennen glaubte. Diese Gestalt, die ein langes weißes Gewand trug, schritt zum Schreibtisch und stieß mit dem Fuß an ein Schubfach. Dann verschwand die Erscheinung.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Buch zum Thema: „Der TOD: Irrtum der Menschheit?“

Dr. F. sprang aus dem Bett und ging zum Schreibtisch, um die Schublade näher zu untersuchen und tastete auch nach eventuellen Geheimböden. Da er nichts finden konnte, schilderte er am Morgen sein Erlebnis wieder dem Wirt Bandow. Beide beschlossen das fragliche Schubfach noch einmal genauer bei Tageslicht zu untersuchen. Als Bandow es heraus zog, fiel es zu Boden. Dabei sprang eine Holzplatte heraus, die tatsächlich ein Geheimfach verborgen hatte und in diesem lag ein Umschlag mit der Aufschrift: „Mein letzter Wille“ …

Die beiden „Geisterjäger“ nahmen das Schreiben heraus und erfuhren so, dass Lüders vor vielen Jahren ein Testament gefälscht hatte, um das seiner Schwester zustehende Vermögen eines Verwandten zu bekommen. Dieser Betrug machte ihn zu einem wohlhabenden Mann.

Doch er gestand in seinem letzten Willen ein, dass er zeitlebens aufgrund dieses Betruges ein schlechtes Gewissen hatte. Ihn eingestehen wollte er aber nicht. Ebenso wenig wie das ergaunerte Geld wieder abgeben. In diesem Testament verfügte der Verstorbene jedoch, dass sein gesamter Besitz an seine noch lebende Schwester und ihre Töchter gehen solle. Nicht an seine gesetzlichen Erben.

Ein „ruheloser Geist“?

Dr. F. legte das Testament einem Notar vor, der es als rechtskräftig anerkannte. Es war Lüders eigenhändig verfasst und trug Ort, Unterschrift und Datum. Damit bekam seine zuvor betrogene Schwester sein Erbe und Vermögen. Dr. F. dazu:

Ich habe später, aus Neugier, noch ein paarmal in dem Giebelzimmer übernachtet. Aber weder ich noch sonst jemand bemerkte dort nochmals irgendeinen Spuk.

Derartige Berichte werfen viele Fragen auf. Hat Dr. F. all das nur geträumt, und wenn ja, wieso meint er, die Gestalt des toten Mannes gesehen zu haben, die ihn auf ein Geheimfach aufmerksam machte? War er vielleicht sensibilisiert, da man ihm nach der ersten Nacht erzählte, dass es in dem Zimmer spuken soll? Also träumte er die Ereignisse und der Fund des Testamentes war reiner Zufall?

Lüders hat im Leben seine Schwester betrogen und diese Tat nie zugegeben. Vielmehr hatte er recht geizig gelebt und sein unrechtmäßiges Vermögen weiter vergrößert. Erst nach seinem Tode hat er als „Geist“ seiner Schwester das ihr zustehende Erbe überschrieben. Sollte die Seele des alten Mannes, wie es gerne genannt wird, „ruhelos“ gewesen sein, da er auf Erden noch eine Untat zu begleichen hatte? Denn genau in diese Richtung wird diese Art von paranormalen Berichten vielfach gedeutet.

Bei dieser Interpretation stellt sich aber die Frage, warum gibt es nicht viel mehr solcher Berichte? Immerhin, davon kann man durchaus ausgehen, nehmen wohl die meisten Menschen unerledigte Dinge mit ins Grab. Ob diese Vergehen jetzt kleine oder große Sünden sind, einmal außen vor gelassen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee – und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns (+ Videos)

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Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee - und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburgs (Bilder: gemeinfrei & WikiCommons CCO/RonnyKrüger / Montage: Fischinger-Online)
Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee – und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburgs (Bilder: gemeinfrei & WikiCommons CCO/RonnyKrüger / Montage: Fischinger-Online)

Das versunkene Atlantis ist in der Form, wie sie Platon vor mehr als 2.400 Jahren überliefert hat, einmalig auf der Welt. Doch vielerorts finden sich versunkene Orte oder Städte, die man gerne mit dem Attribut „Atlantis“ belegt. Auch in Deutschland. ein eher weniger bekanntes „Deutsches Atlantis“ ist das untergegangene Rethra in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Zentrum der „Heiden“, das bereits an über 30 Orten angeblich lokalisiert oder zumindest gesucht wurde. Und das mangels Beweisen für seine einstige Lage einst zum größten Betrug in der Archäologie Mecklenburg-Vorpommerns führte. Hier erfahrt Ihr die Geschichte und den Mythos hinter dem versunkenen Rethra, dem Betrug aus dem 18. Jahrhundert dazu und was – vielleicht – Platons Atlantis damit zu doch tun hat.


Atlantis und Atlantisse

Atlantis gab es nur ein einziges Mal und es soll vor tausenden Jahren versunken sein. Zumindest hat das der Grieche Platon vor über 2.400 Jahren in seinen Schriften behauptet. Doch so wie Atlantis einst unterging, so gibt es zahlreiche Orte, die im Laufe der Geschichte verschwanden. Oder verschwunden sein sollen, da ihre wirkliche Existenz vielfach unbelegt ist. Einige davon haben die Gemeinsamkeit, dass man sie heute in Anlehnung an Platon „Atlantis von XY“ nennt. Schnell kann so selbst der Laie mit diesem Begriff etwas anfangen.

Auch Deutschland hat solche „Atlantisse“ in der Geschichte vorzuweisen. Bekannt sind hier vor allem Vineta in der Ostsee und Rungholt im Wattenmeer der Nordsee, über die zum Beispiel in den ersten beiden Mystery Files-Videos unten bereits berichtetet wurde (derzeit noch für Fans und Kanalmitlieder!) Diese Ortschaften gingen nicht wie das klassische Atlantis vor vielen tausend Jahren unter, sondern teilweise erst im Mittelalter. Doch auch hier blieben nur Legenden.

Wobei es bei Rungholt als „Atlantis der Nordsee“ etwas anders aussieht. Hier existieren eine ganze Reihe archäologischer Funde und Spuren im seichten Wattenmeer südöstlich der heutigen Insel Pellworm. Und erst kürzlich kamen neue hinzu, wie im 1. Video unten berichtet. Grundsätzlich aber gab es dutzende „Atlantisse“, die hier in Nordfriesland versunken sind. Doch nur Rungholt wurde legendär und bekam die Spitznamen „Atlantis der Nordsee“.

Viele Legenden über solche untergegangenen Orte und Stätten ähneln sich in nicht wenigen Details. Oft sprechen sie vom unermesslichen Reichtum der Bürger, einem daraus resultierenden Sittenverfall und einer um sich greifenden Gottlosigkeit. Das brachte das Ende und damit den Untergang als eine Strafaktion des Herrn. Elemente, die schon bei Platon in der Legende seines Atlantis zu finden sind.

Rethra, die versunkene Stadt der Heiden

Der Laie wird bei (im Meer) versunkenen Städten in Deutschland wohl nicht mehr als Rungholt und vielleicht noch Vineta kennen. Zwei christliche Orte, die damit in historischer Zeit anzusiedeln sind. Aber bekanntlich wird die Geschichtsschreibung immer dunkler, je weiter man in die Vergangenheit geht. Und so ist es auch bei einer anderen Siedlung, die im vorchristlichen Zeitalter in der Ostsee bzw. nahe dem Meer untergegangen ist.

Diese Stadt oder besiedelte Befestigung wird meist Rethra genannt. Von ihr blieben nichts als Legenden, die von ihrer Lage, ihrem Aussehen, ihrem Verschwinden und den einstigen Bewohnern künden. Und sich dabei fast immer widersprechen und unterscheiden. Denn gefunden hat dieses sagenhafte Rethra bisher niemand. Obwohl inzwischen über 30 Orte bekannt sind, an dem dieser gesucht oder vermutet wurde.

Diese Lokalisierungsversuche überziehen fast das gesamte heutige Mecklenburg-Vorpommern und reichen bis in den Norden Brandenburgs sowie bis nach West-Polen (Stargard/Szczecinski). Lediglich zwei Orte, an denen Rethra gelegen haben soll, die Städte Wolgast und Lassan, liegen dabei direkt an der Ostsee. Alle anderen angeblichen Lokalisierungen liegen zum Teil sehr weit im Landesinneren und fernab von jedem Wasser. Die Mehrzahl aber an diversen Seen, an denen es auf der berühmten Mecklenburgischen Seenplatte bzw. in Mecklenburg-Vorpommern an sich nicht gerade mangelt.

Dennoch gibt es seit Jahrhunderten einen Favoriten, wo das heidnische Rethra gelegen haben soll. Es ist der etwa 10 Kilometer lange und bis zu knapp über 30 Meter tiefe Tollensesee mit der darin gelegenen Fischerinsel und dem südlich davon gelegenen See Lieps. Beide Gewässer liegen unmittelbar nebeneinander und sind durch Kanäle miteinander verbunden. Ganz im Norden liegt der Ort Neubrandenburg am Ufer des Tollensesee. Eine heute beliebte Urlaubsregion.

Ein heidnisches „Atlantis“ im Tollensesee und in der Lieps?

Der See Lieps unterscheidet sich mit durchschnittlich knapp über 2 Metern Tiefe und einer Größe von nur 3 x 2,5 Kilometern deutlich vom Tollensesee. Dennoch kann man dieses Gebiet als eine „Einheit“ ansehen, die sicher auch schon in „heidnischer Zeit“ Menschen anzog. Waren unter ihnen auch die Gründer des Ortes Rethra? Lokal ist man davon überzeugt, da 2003 der Name „Rethra“ als Marketingmittel für die Region markenrechtlich geschützt wurde.

Tatsächlich gibt es dort archäologische Funde aus der heidnischen Zeit der Slawen. Unter anderem ein Idol oder eine „Götze“ aus Holz, das auf der Fischerinsel im Tollensesee entdeckt wurde. Ebenso finden sich an und in den Seen Reste von Ringwallanlagen und andere Siedlungsspuren. Seit mindestens dem 7. Jahrhunderten siedelten diesen Funden nach Menschen im südlichen Bereich des Tollensesee inklusive der dortigen Fischerinsel und dem Gebiet Lieps. Aus diesem Grund vermuten viele, dass Rethra einst genau dort gelegen haben muss. An der Spitze der Halbinsel Nonnenhof in der Lieps sind sogar noch heute die Reste einer entsprechenden Burgwallanlage zu sehen. „Bacherswall“ wird diese genannt.

Eine versunkene Insel

Versunken ist dort aber nachweislich tatsächlich eine etwa 3.000 Quadratmeter kleine Insel namens Binsenwerder in dem See Lieps. Das war allerdings erst im 13. Jahrhunderte, als der See aus wirtschaftlichen Gründen absichtlich um 1,5 Meter aufgestaut wurde. Viele archäologische Funde und Spuren ging so verloren oder können heute nur durch Unterwassergrabungen gesichert werden. Unter anderem die Funde von der Fischerinsel beweisen jedoch, dass hier ein bedeutendes Siedlungsgebiet der „Heiden“ lag. Inklusive Kultstätten und archaische Tempel.

Funde von Silber, Keramik, Waffen, Münzen, Äxte, Bauten und nicht zu Letzt Ringwallanlagen deuten sogar darauf hin, dass hier ein wichtiges Zentrum unserer Vorfahren lag. Im Lokalmuseum von Neubrandenburg sind einige diese Objekte heute zu bestaunen.

So verlockend es auch sein mag, Rethra im Bereich südlicher Tollensesee, Fischerinsel und Lieps zu lokalisieren, Belege dafür gibt es nicht. Dafür sind die überliefern Informationen über die Lage des Ortes schlicht zu ungenau und widersprüchlich.

Nichtmal der eigentlich Name der Stadt oder Festung war späteren christlichen Autoren mehr bekannt. Ebenso wenig wie die der dort verehrten Götter, für die eigens Tempel erbaut wurden. Einige sprachen sogar ein zentralen Heiligtümern, was die Bedeutung des Ortes unterstreicht. Einig war man sich nur dahingehend, dass der Ort ein Zentrum von Macht, Politik. Wirtschaft und Glaube der Lutizen war. Ein Verbund vier verschiedener Slawen-Stämme, zu denen auch die Redarier gehörten.

Fantasievolle Beschreibungen

Die Chronik des Geschichtsschreibers und Kirchenmannes Thietmar von Merseburg gilt als ältestes Zeugnis von Rethra. Er lebte von ca. 975 bis 1018 nach Christus und nennt die Ortschaft Riedegost, in der die Gottheit Zuarasici verehrt wurde. Adam von Bremen nennt in seiner zwischen 1070 und 1076 verfassten „Geschichte des Erzbistums Hamburg“ die Gottheit selber Riedegost. Verheert in einem Heiligtum in dem Ort Rethra, der das Zentrum „ihres Teufelsglaubens“ sei. Fantasievoll überliefert der Chronist vor rund 1050 Jahren weiter:

Sein Bild ist aus Gold gefertigt, sein Lager von Purpur. Die Burg selbst hat neun Tore und ist ringsum von einem tiefen See umgeben. Ein Knüppeldamm gewährt Zugang, aber er darf nur von Leuten betreten werden, die opfern oder Orakelsprüche einholen wollen.“

Nach dieser Beschreibung lag der versunkene Ort mitten in einem See auf einer Insel. Und mit angeblich neun Toren war er sicherlich auch keine kleine Ansiedlung. Thietmar von Merseburg sah das in Band VI seiner „Chronik“ ganz anders:

Im Redariergau liegt die dreieckige und dreitorige Burg Riedegost, rings umgeben von einem großen, für die Einwohner unverletzlich heiligen Walde. Zwei ihrer Tore sind dem Zutritt aller geöffnet. Das dritte und kleinste Osttor mündet in einen Pfad, der zu einem nahe gelegenen, sehr düsteren See führt.

In der Burg befindet sich nur ein kunstfertig errichtetes, hölzernes Heiligtum, das auf einem Fundament aus Hörnern verschiedenartiger Tiere steht. Außen schmücken seine Wände, soviel man sehen kann, verschiedene, prächtig geschnitzte Bilder von Göttern und Göttinnen. Innen aber stehen von Menschenhänden gemachte Götter, jeder mit eingeschnitztem Namen.

Das Ende von Rethra

Bis hoch nach Rügen in der Ostsee und weiter nach Osten zum Fluss Oder gibt es gut zwei Dutzend heute bekannter Plätze, die einstmals heidnische Tempel in dieser Art waren. Und sicher waren es vor über 1.000 Jahren noch weit mehr. Auch sie müssen in dieser Form als etwas Besonders im Herrschaftsgebiet der Liutizen gelten. Alle mussten bedeutende und vor allem große Glaubes-Zentren gewesen sein, da um sie herum eine entsprechende Infrastruktur für deren Betrieb funktioniert haben muss. Angefangen bei einer angesiedelten Landwirtschaft und Platz für Pilger, Priester, Wächter/Krieger und Händler bis zu Straßen.

Rethra als machtpolitisches und religiöses Zentrum diente den „Heiden“ auch als Versammlungsort und Aufmarschgebiet bei ihren Kämpfen. Zum Leidwesen der Christen und feindlicher Stämme, wurden von dort Feldzüge und Aufstände begonnen. Ab 1056 kam es erneut zu Kämpfen der Liutizen und der Ort büßte mehr und mehr seiner Bedeutung ein.

Letztlich war es mutmaßlich der christliche Bischof Burchard II. von Halberstadt (1028 – 1088), der Rethra 1068 den Todesstoß versetzte. Der Ort wurde vernichtet, der Tempel zerstört, die Heiligtümer verschleppt. Und letztlich blieb nur eine mythische Erinnerung an das versunkene Rethra. So dokumentierte es es Rainer Szczesiak in seiner Arbeit „Auf der Suche nach Rethra! Ein interessantes Kapitel deutscher Forschungsgeschichte“ schon 2007.

Schon anhand dieser Jahresdaten wir klar, dass der eigentliche Untergang nicht sicher datiert werden kann.

Das man von einem so bedeutenden Ort, der vor gerade mal rund 1.000 Jahren verschwand, nicht mehr weiß, wo er ungefähr lag, ist ebenso ungewöhnlich. Die über 30 Orte, an denen Rethra vermutet wurde, umfassen immerhin über 20.000 Quadratkilometer. Ein deutlicher Beleg, dass man hier die Nadel im Heuhaufen sucht.

Nichts als Legenden blieben

Bekanntlich wandeln sich Legenden, Mythen und Überlieferungen. Sie werden aufgebauscht, verändert oder Namen von handelnden Personen und Göttern sowie Orte und Ortsnamen werden dabei auch mal ausgetauscht. Jeder Mystery-Jäger und Prä-Astronautik-Forscher wie ich kennt das aus der Geschichte zu Genüge. Und am Beispiel Rethra sieht man, dass es dazu nicht mal tausende von Jahren wie beim klassischen Atlantis bedarf. Auch nicht eine mündliche Ausbreitung durch verschiedene Kulturen und in in vollkommen andere Regionen der Erde.

So hat beispielsweise Jodocus Deodatus Hubertus Temme 1840 in seinem Werk „Die Volkssagen von Pommern und Rügen“ folgende Sage über den Ort wiedergegeben:

In den uralten heidnischen Zeiten war in Pommern eine berühmte Stadt, Rethra heißen. Dieselbe war der Hauptsitz des Pommerschen Götter, besonders des Götzen Radigast oder Redigast.

Die Stadt Rethra war groß, von vielen Einwohnern und voller Reichtümer. Man ging durch neun Thore in dieselbe hinein, und sie war rund umher mit Wasser beflossen. Sie hatte viele Tempel, in welche man über köstliche Brücken ging. Der vornehmste Tempel gehörte dem Götzen Redigast, welcher ganz von Gold war, und auf einem Lager von Purpur ruhte.

Diese Stadt ist zuletzt wegen ihres Uebermuthes und Heidenthums gänzlich zerstört. Das ist geschehenen noch lange bevor das Christentum nach Pommern kam. Auf welche Weise aber, das weiß man nicht. Sie ist so ganz zu Grunde gegangen, daß man nicht einmal die Gegend mehr angeben kann, wo sie gestanden hat. Doch glauben die Meisten, sie habe da herum gestanden, wo jetzt die Stadt Treptow am Tollensee liegt.

Offensichtlich diente bei dieser Volkssage die Chronik von Adam von Bremen als Vorlage. Oder vielleicht doch eher umgekehrt? Die Übereinstimmungen sind zumindest offenkundig. Die Zerstörung selber, so schreibt es Ernst Heinrich Wackenroder in seinem Geschichtswerk „Altes und Neues Rügen (…)“ aus dem Jahr 1730, geschah angeblich schon im Jahr 960. Nach langen und blutigen Kriegen in den Jahrzehnten zuvor, in denen zum Teil 200.000 Kämpfer auf Seite der „Ungläubigen“ angetreten sein sollen. Eine sicher weit übertriebene Zahl.

Diente Platons Atlantis als Vorlage?

Mit Wohlwollen könnte man die oben zierte Sage oder Überlieferung mit dem Atlantis des Platon in Verbindung bringen. Möglich, dass hier die Legende aus Griechenland vom atlantischen Kernheiligtum zumindest teilweise Inspiration für die Beschreibung von Rethra war.

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In Seinem Werk „Kritias“ beschreibt Platon das Aussehen von Atlantis. Die Tempel, Wasserwege, Ringe von Land und Wasser um das Zentrum, sein Kernheiligtum im Inneren usw. „Und errichteten bei den Brücken nach beiden Seiten hin Türme und Tore“, heiß es etwa in „Kritias“ 116a. Und im Zentrum „befand sich ein der Kleito und dem Poseidon geweihter Tempel, welcher nur von den Priestern betreten werden durfte und mit einer goldenen Mauer umgeben war“ (116c).

Das war das Allerheiligste der Atlanter für ihren Hauptgott Poseidon. Da ist die Lage mitten im Zentrum der Gesamtanlage gerade angemessen. Wie für die Bewohner Rethras ihr Hauptheilgtum im Zentrum der Stadt.

Ob das versunkene Rethra „nur“ eine Insel war, oder irgendwie Ähnlichkeit in Form eines Ringsystems wie Atlantis hatte, bleibt natürlich Spekulation. Eine heidnische (runde) Ringwallanlage mag zu solchen Ideen sicher gern verleiten. Auch hat Atlantis keine neun Tore gehabt, sondern nur zwei sowie zwei Brücken, wie Platon behauptet. Ringwallanlagen haben indes üblicherweise auch nur zwei Tore. Nicht neun, wie Rethra sie angeblich besaß.

Zwei Tore sind auch bei Weitem leichter zu verteidigen, als gleich neun.

Seltsame Bronzefiguren: Die „Prillwitzer Idole“

Der Mangel an Beweisen für die Lage von Rethra war und ist für die Suchenden ein Dorn im Auge. Da nützt es auch nicht, wenn man sich den Namen schützen lässt und damit quasi dessen Lage am Tollensesee „zementiert“. Ohne belegen zu können, dass die dort vorhanden Funde und Spuren wirklich von Rethra stammen.

Hier sollte man etwas mit „Beweisen“ nachhelfen, dachten sich im 18. Jahrhundert einige gewiefte Neubrandenburger vom Tollensesee. So erschienen 1768 bei der Familie Sponholz in Neubrandenburg, eine eingesessene Familie von Goldschmieden, „plötzlich“ Personen, die ausgesprochene seltsame Funde präsentierten. Es waren Figuren und zahlreiche andere Objekte aus Bronze, die überwiegend menschliche Gestalten zeigen. Augenscheinlich heidnische Götteridole in einer bis dato nie gesehenen Art.

Einige der Idole waren Menschen mit den Köpf eines Löwen. Andere erinnern an Meerungfrauen mit Flossen oder hatte mehre Köpfe. Wieder andere zeigten scheinbar Krieger mit Schwertern, ganz normale Personen, Tiere und bärtige „Priester“ mit „Strahlenkränzen“ um den Kopf oder sogar Körper. Nicht wenige hatte eine Ente auf dem Kopf sitzen. Über 60 dieser Bronzefiguren und Objekte kamen so nach und nach an die Öffentlichkeit. Einige messen rund 20 Zentimeter in der Höhe.

Im Titelbild ist eine Zeichnung eines der Objekte eingefügt.

Ihre Eigentümer gaben an, dass es Zufallsfunde waren, die ein Vorfahre der Familie Spongholz beim Baumpflanzungen machte. Fundort sei der Garten der Pfarrei Prillwitz gewesen. Ein Dorf direkt am Südufer der Lieps und heute Teil der Gemeinde Hohenzieritz. Unverkennbar ähneln die Figuren, bronzenen Scheiben oder „Münzen“ und mutmaßliche Schmuckstücke keiner Kultur in Norddeutschland. Oder überhaupt irgendwo auf der Welt. Sie sind, wenn überhaupt, ein Stilmix.

Ansturm auf die Fundstücke

Die Funde wurden zu einer Sensation und als „Prillwitzer Idole“ bekannt. Denn sehr viele der Objekte waren mit Runen beschriftet und immer wieder war dort „Rethra“ zu lesen. Die Gelehrten waren (teilweise) begeistert, da diese Funde beweisen, dass der gesuchte Ort genau da lag, wo er auch damals schon vermutet wurden. Im Gebiet Lieps und Tollensesee. So erschien bereits drei Jahre später über diese Funde das umfangreiche Werk „Die gottesdienstlichen Alterthümer der Obotriten, aus dem Tempel zu Rhetra am Tollenzer-See“ von Andreas Gottlieb Maschs.

Das Werk illustriere 1771 viele der Artefakte mit detailreichen Zeichnungen und Kupferstichen. Kein geringer als Prinz Carl von Mecklenburg Streliz hatte „befohlen, in übereinstimmiger Größe eine genaue Zeichnung davon zu verfertigen“, wie es der Herausgeber Daniel Woge einleitend schreibt. Immerhin wären die Funde in Zeitungen und anderen Magazinen den Altertumsinteressieren bereits bekannt gemacht worden. Mal am Rande, mal detaillierter. Zeit für ein Buch mit exakten Abbildungen, die „in aller nur möglichen Sorgfalt und Treue“ angefertigt wurden.

Was sicher niemand in Abrede stellen wird.

Weiter schreibt der Herausgeber Woge, dass, nachdem bekannt wurde, dass er solche Zeichnungen anfertige, die Interessierten ihm geradezu die Bude einrannten. Sie wollten Kopien seiner Zeichnungen – entweder gleich alle „oder nur einzelner Stücke“. Schnell merke er, dass er bei der Flut von Anfragen seine anderen Arbeiten „kein Genüge geschehen konte“. Er war ganz einfach überfordert. Heute ein Beleg, welches Echo diese Funde nach sich zogen.

Der Tempelberg von Rehtar

Ebenso schnell wurden aber Zweifel an den Artefakten laut. So schreibt der Herausgeber Woge weiter:

Und als vollends die Authenticität und ächte Beschaffenheit dieser sämtlichen Alterthumsstücke bezweifelt werden wolte, so entschlo0ß ich mich endlich, die für mich genommenen Copenen der gelehrten Welt in genauen Kupferstichen vor Augen zu legen (…).“

Die Kenner und Experten sollten so selber zu einen Urteil kommen. „Ohne sonderliche Kosten“ für die Anfertigung unzähliger Kopien für Einzelanfragen. Von einem Profi in Berlin seien die Kupferstiche deshalb „auf das genaueste gestochen“ worden. Die enormen Kosten für das Buch, den Verlag und Druck sowie den Vertrieb trägt er teilweise selber, unterstreicht er. Es könne folglich nicht seine Absicht sein, „große Reichthümer damit zu gewinnen“, da er nicht mal den vollen Preis für das Buch verlangen würde.

Er wolle keineswegs „an dem gelehrten Publikum (…) wuchern“, unterstreicht der Herausgeber, und er habe die „ungewisse Hoffnung“, dass der künftige Verkauf wenigstens etwas die Kosten deckt. Von den gedruckten Exemplaren wird deshalb „künftig keines unter 3 Thaler 12 Gr. in Golde“ verschickt werden.

Diese einleitenden Aussagen des Herausgebers Daniel Woge sind überaus interessant.

Er sah sich im Mai 1771, als er diese „Vorrede“ des Buches schrieb, bereits dazu veranlasst, darauf zu verweisen, dass das Werk enorme Kosten im Vorfeld verursachte. Er und der eigentliche Autor Masch haben keinesfalls im Sinn, irgendwen „abzuzocken.“ Interessanterweise „müssen“ sich bis heute Sachbuchautoren genauso rechtfertigen, da sie zum Teil enorme (Recherche-)Kosten für ihre Arbeit im Vorfeld haben …

Auch der Autor Masch selber betont: „Meine Absicht ist hiebey ohne Eigennutz“. Auf „dem Tempelberge der Stadt Rhetra“ stünde demnach heute das Wohnhaus von Landrat Asmus Wilhelm von Bredow. Da war er sich nach seinen Recherchen sicher, die zu dem immerhin rund 200 Seiten umfassenden Buch führten.

„Made in Rethra“

Die „Prillwitzer Idole“ tauchten zu dutzenden auf. Allein der Sammler August Friedrich Christian Hempel aus Neubrandenburg erwarb für seine Privatsammlung gleich 35 Exemplare. Die Herzöge von Mecklenburg Strelitz, von denen auch die Illustrationen bzw. Kupferstiche in Auftrag gegeben wurden, erwarben über 20 Objekte.

Gideon Sponholz aus der Neubrandenburger Goldschmiedefamilie nahm die Funde zum Anlass in seinem Ort ein Privatmuseum zu eröffnen. Er wurde so zu einem vermeintlichen „Experten“ für Altertümer und bekam vom Adel sogar die Genehmigung selber nach Schätzen zu graben. Im 18. Jahrhundert ein Privileg der Herzöge und eine beachtliche Ausnahme gegenüber Sponholz. Das einfache Volk durfte nicht mal im Wald jagen.

Auch damals staunten die Experten sehr schnell über die scheinbar willkürlichen Zusammensetzung von verschiedenen Stilelementen an den „Idolen“. Vergleichbares kannte man aus der Archäologie nicht. Der Vorwurf des Betruges stand damit schnell im Raum. Auch sollte man direkt stutzig werden, wenn Funde in so großer Stückzahl auftreten, von denen viele in Runen die Aufschrift „Rethra“ tragen. So, als wollten die Schöpfer klarstellen, woher die Objekte stammen: „Made in Rethra“. Missverständnis? Ausgeschlossen!

Jahrzehnte später war klar, dass die Idole von den Goldschmieden der Sponholz-Familie selber angefertigt wurden. Zumindest der Großteil der Objekte, womit diese Beweise wertlos sind. Auch wenn sie nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden und als Kriegsbeute als gestohlen galten. Erst Ende der 1980er Jahre fand man sie wieder und sie sind seitdem unter anderem im Volkskundemuseum Schwerin-Mueß verwahrt.

Eine Großherzogliche Untersuchungskommission brachte 1827 endlich Klarheit über die „Idole“. Verschiedene ehemalige Mitarbeiter der Familie Sponholz wurden verhört und ein früherer Goldschmied mit Namen Neumann gestand den Betrug. Gideon Sponholz selber war der Urheber des Schwindels und Jakob Sponholz war für Details der Ausarbeitung zuständig. Als unschuldig oder zumindest nicht direkt beteiligt erwies sich nur Jonathan Sponholz, da er damals auf Gesellenwanderung (Walz) war. Neumann selber wiederum fertige die Objekte nach Tonmodellen für die Brüder an.

Die Suche geht weiter

All jene, die gerne an die sensationelle Herkunft der Bronzen glauben wollten, waren enttäuscht. Den Autoren des Werkes „Die gottesdienstlichen Alterthümer der Obotriten (…)“ von 1771 kann man hier weniger einen Vorwurf machen. Sie fielen genauso auf den Betrug der Familie Sponholz herein, sofern sie nicht mit ihnen kooperierten. Was aber weniger wahrscheinlich ist.

Wahrscheinlicher ist es, dass sich die Sponholz-Familie ganz einfach selber an diesem Fake bereichern wollte. Und sie wollten ihre Heimat, ihren lokalen See, berühmt machen. Als Ort des mythischen Rethra und damit als einen wichtigen historischen Platz in der Geschichte Norddeutschlands.

Durchaus sehr menschlich, dass Personen genau ihre Heimat oder ihren Geburtsort historisch irgendwie „aufwerten“ wollen. Wo archäologische Fakten fehlen, hilft man mit fragwürdigen Funden nach. Und so ist plötzlich ein unscheinbarer Ort kulturell und geschichtlich wertvoll. Hier waren es archäologische Fälschungen, woanders erklärt man dafür natürliche Berge zu riesigen, uralten Pyramiden.

Der Suche nach dem wahren Rethra brachte das kein Stück weiter. Und sofern nicht im Bereich südlicher Tollensesee und Lieps eindeutige Belege für dieses „Atlantis“ gefunden werden, die zeigen, dass exakt hier der sagenhafte Ort lag, bleibt auch das Spekulation. Aufgrund der dort bereits gemachten Entdeckungen, ist das in Zukunft tatsächlich nicht ausgeschlossen. Wir werden sehen.

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VIDEO: „Entstehung des Reichsflugscheiben-Mythos“, Teil 2: Vortrag von André Kramer von der „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ online

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VIDEO: "Entstehung des Reichsflugscheiben-Mythos", Teil 2: Video-Vortrag von André Kramer von der GEP online (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: „Entstehung des Reichsflugscheiben-Mythos“, Teil 2: Video-Vortrag von André Kramer von der GEP online (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Hatten die Nazis im 3. Reich UFOs? Die sogenannten Reichsflugscheiben als Wunderwaffen mit einer weit fortschrittlichen Technologie? Und woher kommt dieser Mythos? Der UFO- und Mystery-Forscher André Kramer von der „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ (GEP) nahm sich Ende Juli 2021 genau diesem Thema in einem Online-Vortrag an, der auch auf Mystery Files vorgestellt wurde. Jetzt stellte die GEP einen zweiten Teil dazu online, in dem Kramer die Geschichte dieser „Nazi-UFOs“ weiter verfolgt.


Reichsflugscheiben und UFOs der NAZIS

Die Sage von den Reichsflugscheiben der Nazis im 3. Reich reicht weit in die Vergangenheit zurück. Schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg kam erste Gerüchte auf, dass es im Deutschen Reich ufoartige, runde Flugmaschinen gab. Auch wenn das von Nazi-Größen selber bestritten wurde (s. 3. und 4. Video unten).

André Kramer nahm in einem sogenannten „Impulsvortrag“ im Juli 2021 dieses Thema für die „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ (GEP) wieder auf (s. 2. Video unten). Dazu wurde längst nicht alles gesagt, wie auch Kramer anmerkte.

Deshalb folgte zu diesem Vortrag rund um das Thema der Flugscheiben bzw. Nazi-UFOs am 28. September 2021 ein zweiter Teil. Die GEP hat diesen unter dem Titel „Die Genese des Reichsflugscheiben-Mythos (Teil 2): Vril & Haunebu“ jetzt für alle Interessierten frei online gestellt.

Ihr findet das Video direkt unten angehangen.

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Teil 2, Video vom 2. Oktober 2021 der GEP

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