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Paranormales im Münsterland? Der WDR unterwegs mit Geisterjägern im Wasserschloss Senden

Paranormales im Münsterland: Der WDR begleitet Geisterjäger im Wasserschloss Senden (Bild: Schloss-Senden.de)
Paranormales im Münsterland: Der WDR begleitet Geisterjäger im Wasserschloss Senden (Bild: Schloss-Senden.de)

Viele Menschen glauben an Phänomene wie Geister, Spuk oder paranormale Erscheinungen. Oftmals in Verbindung mit der Überzeugung, dass es ein Leben nach dem Tod oder schlicht ein “Danach” gibt. Einige von ihnen wollen über solche Phänomene und Erscheinungen aber mehr erfahren und sie dokumentieren und erforschen. Sie nennen sich treffend Geisterjäger und suchen an Spukorten und anderen prädestinierten Plätzen unter anderem mit technischen Hilfemitteln dem Unerklärlichen. So auch kürzlich eine Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, die zusammen mit einem Reporter des WDR das Wasserschloss in Senden im Kreis Coesfeld besuchten. Diese WDR-Sendung wurde jetzt online gestellt. Alles weitere dazu erfahrt Ihr hier.


Geisterjäger auf den Spuren des Paranormalen

Alte Burgen, Schlösser, Ruinen oder auch verlassenen Anwesen vielerlei Art gibt es in Deutschland sehr zahlreich. Auch im Münsterland in Nordrhein-Westfalen. Eine Region die aufgrund ihrer zahllosen Wasserschlösser auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Aber gibt es in diesen alten Gemäuern auch Paranormale Phänomene wie Spuk oder Geistererscheinungen?

Solchen Fragen gehen auch hierzulande verschiedene Gruppe und Vereine in ihrer Freizeit nach. Sie besuchen verschiedene historische Orte – mal verlassene und mal weiterhin bewohnte – an denen es angeblich zu solchen Phänomen kommen soll. „Geisterjäger“ nennt man diese Mystery-Interessierten allgemein. Und von denen gibt es auch in Deutschland erstaunlich viele.

Eine dieser Gruppierungen sind die in Wuppertal gegründeten „Ghosthunter-NRWUP & RLP“. Ein Team von rund einem Dutzend Mitgliedern, die sich zum Teil nach eigenen paranormalen Erlebnissen zusammengefunden hatten. Seit dem bieten sie auch all jenen Menschen, die glauben, dass bei ihnen „Seltsames“ vor sich geht, ihre Hilfe an. Wie die meisten Geisterjäger kostenlos.

Auf ihrer Internetseite schreiben sie dazu unter anderem:

Bei unseren paranormalen Untersuchungen kommt qualitativ hochwertiges Fotoequipment zum Einsatz, welches fachmännisch entsprechend unserer Anforderungen modifiziert wurde, so dass wir in unterschiedlichen Wellenbereichen Foto- und Videoaufnahmen machen können. Auch arbeiten wir mit den üblichen Ghosthunter-Gerätschaften (Mess-/Diktiergeräte) und eigenen weiter entwickelten unterschiedlichen Verfahren.

Wir sind Ihr seriöser, offener und erfahrener Ansprechpartner, wenn es um die Aufklärung von möglichen paranormalen Vorfällen in Ihrem Umfeld geht. Vertrauensvolle und diskrete Bearbeitung Ihres ‚Falles‘ ist uns sehr wichtig!

Spuk und ähnliche Erscheinungen sind fraglos das sensibelste Thema innerhalb der Grenzwissenschaften. Wenn Personen „Stimmen und das Lieblingsparfum eines Verstorbenen wahrnehmen“, wie es die NRW-Geisterjäger schreiben, ist Diskretion fraglos ein oberstes Gebot. Immerhin, so eine Studie vor einigen Jahren, “fühlten” 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten.

Das Wasserschloss Senden

Geisterjäger werden aber nicht nur von Betroffenen oder Zeugen gerufen. Sie besuchen in ihrer Freizeit auch all jene Orte, von denen Menschen behaupten, dass es dort spuken soll oder sie einen Geist gesehen haben. Die Leidenschaft für das Thema treibt diese Mystery-Jäger an. Und so besuchte die „Ghosthunter-NRWUP & RLP“ zusammen mit dem Radiosender WDR 5 vor einiger Zeit im Münsterland das Wasserschloss Senden im Kreis Coesfeld. Nicht um dort gemeldeten Spuk zu „vertreiben“, sondern um diesen Ort erstmals zu untersuchen.

Das Wasserschloss in Senden hat dabei eine eher traurige Geschichte. Zumindest was die Historie der Neuzeit betrifft. Ludeke Droste (1405 – 1466), Spross eines adeligen Rittergeschlechts, und sein Sohn Sander II. Droste zu Senden erbauten das später mehrfach erweiterte Wasserschloss vor rund 600 Jahren. Im Laufe der Geschichte widerfuhr dem Anwesenden mehrfach Plünderung, Zerstörung und Brandschatzung. Zuletzt gegen Ende des 2. Weltkrieg, als britische Soldaten es plünderten und zum Teil zerstörten.

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Es folgten Nutzungen als Hotel, Internat, Künsterschule und Altenheim sowie ein Brand des Daches. Fortan verfiel das leerstehende Schloss Senden zusehends, so dass der Eigentümer 2014 drohte es vollständig abzureisen. Die Kosten für den Erhalt und die Sanierung (6 – 9 Millionen Euro!) waren schlicht und einfach nicht zu bezahlen. Private Vereine, Initiativen, Denkmalschutz-Stiftungen und Fördermittel des Landes und Bundes konnten schließlich das Schlimmste verhindern. 2018 wurde es sogar „Denkmal des Jahres“.

Leben nach dem Tod

Ein Wasserschloss diese Art zieht Geisterjäger natürlich magisch an. Ob es dort Geschichten von unerklärlichen Vorgängen gibt oder nicht. Bei den „Ghosthunter-NRWUP & RLP“ war es nicht anders, als ihre Mitglieder Tom O. und Hagen M. die Burg zusammen mit dem WDR 5- Radio-Reporter Jean-Pierre Fellmer besuchten.

Zuvor nur für eine Erstbegehung, um den Ort erst einmal kennenzulernen, wie sie am 31. Oktober 2019 in der Radiosendung „Auf Geisterjagd im Münsterland“ berichten.

Bei einem 2. Besuch in Senden folgte dann eine Art „paranormale Untersuchung“, bei denen zwei weitere Teammitglieder anwesend waren. Mit diversen technischen Hilfsmitteln erkundeten die Geisterjäger daraufhin das Wasserschloss und erklärten ihre Gerätschaften. Reporter Fellmer selber hat keine „Anzeichen für paranormale Aktivitäten bemerkt“. Doch das Thema bzw. diese Phänomene stimmten ihn durchaus nachdenklich, wie er berichtet.

Vor alle als einige Woche später der Geisterjäger Tom sich erneut bei ihm meldete. Auch einem Tonbandmitschnitt aus dem Schloss glauben er und andere Mitglieder des Teams eine Stimme zu hören. Kein Beleg für irgendwelche Geister, wie Tom selber sagt, aber ein Beweis für die Faszination an diesem Thema. Denn auch er ist (wie eigentlich alle Geisterjäger oder jene Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen) davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. “Es wird von uns irgendwas geben, wenn der leiblicher Körper nicht mehr ist”, so Geisterjäger Tom im WDR.

Ihr findet den Radiomitschnitt des Sendung in der WDR-Mediathek HIER online.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wie erkläre ich Kindern das Thema “Außerirdische”? Aliens, UFOs und Leben im All beim Kinderradiokanal “KiRaKa” des WDR

Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Schon viele Jahre debattieren etablierte Wissenschaftler, Laien, UFO- und Alien-Fans oder auch Science-Fiction-Freunde hitzig über Leben im All und Außerirdische. Von sachlichen Diskussionen über Spekulationen bis nüchterne Wissenschaft ist alles dabei.  Aber können unsere Kinder damit überhaupt irgendwas anfangen? Können unsere Kleinen Fakt und Fiktion, Tatsache und Spekulationen, voneinander trennen, nur weil “die Erwachsen das sagen”? Ich denke eher nicht. Das dachte sich auch der öffentlich-rechtliche Sender WDR in einer Sendung zum Thema auf  deren Kinderradiokanal “KiRaKa”. Ich habe mir für Euch die Kindersendung in Sachen UFOs und Aliens einmal genau angehört und online nachgelesen. In diesem Mystery-Review erfahrt Ihr, was der WDR den Kindern zum Thema zu sagen hatte und was eigentlich genau der Anlass war, dass das “KiRaKa” von Außerirdischen & Co. berichtete.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs, Aliens, Leben im All, Science-Fiction und die Kinder

Grenzwissenschaftler und Mystery Files-Interessierte in aller Welt diskutieren wohl kein Thema und leidenschaftlicher mehr als UFOs und Aliens.

Kein Wunder eigentlich, da in den letzten 20 Jahren auch etablierte Wissenschaftler wie Astronomen und Physiker über Leben im All öffentlich diskutieren. Und – vor zwei Jahrzehnten kaum denkbar! – keine Scheu haben zu sagen, dass es irgendwie Leben im Kosmos gibt. Intelligentes Leben auf fernen Welten inklusive, das wir auch finden werden.

Astronomen, die irgendwo im All andere Zivilisationen oder auch außerirdische Mikroorganismen in unserem eigenen Sonnensystem vermuten, wissen eigentlich sehr genau: UFO-Forschung ist grundsätzlich eine andere Thematik. Auch UFO-Forscher wissen zwischen irgendwelchen fernen Aliens im Kosmos und dem UFO-Phänomen als “Alien-Präsenz” auf der Erde zu unterscheiden. Sollten sie zumindest.

Kinder können das aber nicht unbedingt. Wenn irgendein Erwachsener was von UFOs oder Aliens erzählt, stimmt das schon. Natürlich, keine Frage, es liegt an dem jeweiligen Kind und vor allem auch dessen Alter. Aber grundsätzlich kann man Kindern nicht die gleiche objektive Differenzierung zusprechen, wie erwachsen Menschen. Vor allem dann nicht, wenn diese sich sogar selber mit Aliens, UFOs oder Leben irgendwo im All befassen.

Wie erkläre ich einem Kind “Außerirdische”?

Nicht mit Hollywood-Filmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung durch Gespräche mit Kindern, dass vieles am TV und vor allem YouTube in einen Topf geworfen wird. Fakt und Fiktion gehen dann fließend ineinander über.

Genau darum finde ich es spannend, wenn sich der WDR in einer Kindersendung genau mit diesem Thema befasst. Als Erwachsender, der sich selber als Mystery-Jäger bezeichnet, kann man solche “Kinder-UFO-Sendungen” schwer beurteilen. Immer hat man sein eigenes und ganz individuelles Wissen und seinen Standpunkt im Hinterkopf. Ein Kinderpsychologe mit “Alien-Ausbildung” wäre für eine Beurteilung wohl geeigneter …

“Nachrichten für Kinder: Leben aus dem All?” So hieß am 21. August eine Radiosendung des WDR-Kinderradiokanal “KiRaKa”. Es war sogar das “KiRaKa Thema des Tages”. Die Moderatorin (Name ist mir nicht bekannt) fragte in der Radiosendung einleitend ganz einfach:

Gibt es da draußen in den unendlichen Weiten des Universums wohl noch andere Lebewesen? Außerirdische? Aliens? Grüne Männchen? Oder Wesen, die genauso aussehen wie wir – oder ganz anders?

Persönlich meint die Sprecherin: “Ich glaube es gibt Außerirdische!”. Das All sei zu riesig und darum denkt sie, es gibt diese Aliens. Auch wenn es nur irgendwelche Krabbelwesen sind. Nach einem paar minütigen Einleitungs-Talk mit ihrem Co-Moderator Matthias Hof, über das ich in diesem Folgeposting HIER ausführlich berichten werde, geht es um Wissenschaft. Und zwar eben um jene Wissenschaftler, die sich mit der Suche nach Leben im All beschäftigen. Ebenso um angebliche Aliens und UFOs bei uns auf der Erde.

Der Co-Moderator der Sendung, Matthias Hof, hat sich für die kleinen Zuhörer meiner Meinung nach sehr gut vorbereitet. So erklärt er zum Beispiel, dass andere Länder etwa mit Radioteleskopen nach Signalen von Aliens suchen (gemeint ist dabei natürlich SETI) aber wir “keine richtigen Beweise” für solche außerirdischen Zivilisationen haben. Hof erklärt einfach und kompakt, dass es wirklich Wissenschaftler (wie eben Astronomen usw.) gibt, die sich mit diesen Wesen befassen. Auch damit, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann, was man machen soll, wenn man sie findet oder ob diese dazu Pläne haben.

“Alte-Alien-Hasen” und junge Kinder

Für die “alten Alien-Hasen” in Sachen Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens etc. sind das lange bekannte Fakten. SETI-Projekte als Suche nach intelligenten Wesen im All mittels Radioteleskopen, ist Jahrzehnte alt. Wissenschaftler, wie Exobiologen, die sich mit der Entstehung von Leben auf anderen Monden und Planeten beschäftigen, kennt man auch. Aber wohl nicht die Kinder, die diesen WDR-Sender hören.

UFO-Meldungen und die zahllosen UFO-Fotos hingegen, so Hof, seien im Nachhinein immer als nicht-außerirdisch bewiesen worden. Ob das so stimmt, sei dahingestellt. Immerhin gibt es einige, bei denen man ganz einfach nicht sagen kann, was es sein könnte.

Abschließend erwähnt die Sendung auch das legendäre “Wow-Signal” von 1977. Bekanntlich sorgt dieses vor rund 40 Jahren empfangene Funksignal aus dem All immer wieder für Spekulationen, ob es vielleicht von Außerirdischen stammen könnte. Auch die Raumsonden “Voyager” der NASA spricht Moderator Hof an, und dass diese Botschaften an Aliens an Bord haben (dazu mehr HIER & HIER).

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Nicht ganz sechs Minuten ging die Sendung auf dem Kinderradiokanal. Dass der WDR-Mitarbeiter Matthias Hof trotz guter Vorbereitung den Kinder darin nicht das Universum und seine mutmaßlichen Bewohner erschöpfend erklären konnte, ist sicher jedem klar. Trotzdem hat mir als häufig mehr als kritischer Mystery-Review-Autor auf diesem Blog die Kinder-Sendung gefallen.

In den wenigen Minuten hat Matthias Hof und die Moderatorin kind- und sachgerecht das Alien-Thema den Kindern nahe gebracht. Natürlich hatte “KiRaKa”-Redaktion einen Grund, warum sie ihrem jungen Publikum das Thema “Ist das wer im All?” präsentierten.

Aliens: Deutschland ist planlos

Auslöser dieser Sendung war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Aliens vorbereitet ist. Also eine Frage eines echten “Grünen Männchen” (das konnte ich mir einfach nicht verkneifen) …

Beim “KiRaKa” heißt es dazu online etwa:

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Außerirdische nach Deutschland kommen.

In den Medien machte genau diese Anfrage und die entsprechende Antwort der Regierung in Berlin vor wenigen Tage die Runde. Denn Pläne hat unser Land nicht, falls UFOs auf einmal hier landen oder auftauchen, heißt momentan oft in der Presse. Denn Berlin antwortet Janecek auf seine parlamentarische Anfrage, dass es “für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben (…) keine Protokolle oder Pläne” der Regierung gibt.

Doch leider wurde nur genau diese Teil-Antwort wurde jüngst durch die Presse verbreitet. Und zwar nicht gerade objektiv und ohne wirkliche Hintergrundinformationen. Der WDR-Kinderradiokanal hat das Thema dann schlicht übernommen bzw. als nahm es zum Anlass die Kinder über Außerirdische gut zu informieren. Heißt das also, dass Deutschland bei einem Alien-Kontakt planlos dasteht … und wir wehrlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren müssen?

Genau dazu erfahrt Ihr in diesem Folgeposting zu diesem Mystery-Review alle Hintergründe und Fakten hinter den oftmals spektakulär aufbauschten Medienberichten!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Jürgen Domian – Der “Nachtfalke” des WDR: Anruf eines Außerirdischen vom Sirius (Video)

Der Sterne Sirius
Der Sterne Sirius (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Der Radio-Talkmaster und “Nachtfalke” Jürgen Domian vom Radiosender 1live des WDR ist seit Jahrzehnten bekannt. Unlängst wird seine Sendung “Domian” auch auf dem WDR nachts live am TV gezeigt. Von “schrägen Vögeln” bis zu Anruferinnen und Anrufern mit bewegenden Geschichten ist hier alles vertreten. Am 14. Januar 2014 bekam Domian einen Anruf eines Mannes, der überzeugt ist, dass er eigentlich aus dem Sirius-System stamme …

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Rückschlag für die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen!

Rückschlag für die "Parapsychologische Beratungsstelle" in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen! (Bilder: gemeinfrei & SWR / Montage: Fischinger-Online)
Rückschlag für die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & SWR / Montage: Fischinger-Online)

Menschen die glauben, dass es bei ihnen spukt, sie von Geistern besucht werden oder sonst etwas “nicht mit rechten Dingen” zugeht, suchen zum Teil Hilfe und Beratung aufgrund dieser Erfahrungen. Neben den unzähligen Geisterjägern und entsprechenden Gruppen, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen, gibt es in Deutschland auch “offizielle Ansprechpartner” für solche Fälle: Die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg, deren bekanntester Vertreter Dr. Walter von Lucadou ist. Bezahlt vom Bundesland Baden-Württemberg. Doch jetzt wurde der Beratungsstelle der Geldhahn zugedreht und die Förderung gestrichen. Ein herber Rückschlag für die dortigen “Geisterjäger”, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt. Denn eine solche Institution ist wichtiger denn je!


Geisterjäger

In den letzten Jahren boomen Geisterjäger und “Ghosthunter-Gruppierungen” in den westlichen Ländern. Auch bei uns im deutschsprachigen Raum, wo es unzähliger solcher Geisterjäger-Vereine oder -Gruppen gibt.

Alle diese Gruppierungen bestehen aus Laien und Hobbyforschern, die sich in ihrer Freizeit auf die Spuren von Paranormalen Phänomenen, Spuk und Geistern begeben. Oftmals handelt es sich dabei um mehr oder weniger lockere Zusammenschlüsse von Interessierten, die von solchen Themen aus der Welt der Unfassbaren oer schlicht der Frage nach einem Leben nach dem Tod begeistert sind.

So wollen sie mit ihren “Untersuchungen” den Phänomenen dahinter auf die Spur kommen.

Die Herangehensweise und Untersuchungen der einzelnen Gruppen und Geisterjäger ist dabei teils sehr unterschiedlich. Einige besuchen alte Gebäude, Spukorte und Spukhäuser, um dort mit diversen technischen Instrumenten unerklärlichen Phänomenen oder Erscheinungen auf die Spur zu kommen.

Andere gehen die Nachforschungen eher “spirituell” an. Sie versuchen auf “geistigem Wege” mehr über mögliche Spuk-Erscheinungen oder sogar Geistern zu erfahren. Meistens jedoch bedienen sich die Geisterjäger allen Möglichkeiten, von denen sie sich Ergebnisse versprechen. Von medialen Kontakten mit der Geisterwelt bis zur Messung von Störungen des Magnetfeldes der Erde an einem Spukort mit technischen Messgeräten.

Daran auszusetzen ist grundsätzlich nichts. Und, dass alle diese Erforscher des Paranormalen Laien und Freizeitforscher sind, ist natürlich klar. Eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium an einer Universität zum Geisterjäger kann schließlich niemand machen. Ebenso wenig wie zum UFO-Forscher oder Prä-Astronautiker

“Parapsychologische Beratungsstelle”

Die einzigen Geisterjäger, die quasi “staatlich anerkannt” sind, sind die Mitarbeiter der “Parapsychologischen Beratungsstelle” in Freiburg. Eine Institution, die 1989 von der “Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie e.V.” (WGFP) in Freiburg mit einem klaren Ziel gegründet wurde. Die Beratungsstelle möchte “auf dem Gebiet der Parapsychologie / ungewöhnliche Erfahrungen gezielte und sachgerechte Aufklärung zu betreiben”, wie sie sich auf ihrer Webseite vorstellen.

Weiter heißt es:

Aufgabe der Parapsychologischen Beratungsstelle ist es, Menschen Hilfestellung anzubieten, die durch ungewöhnliche Erfahrungen oder den Umgang mit Psychotechniken, okkulten Glaubenssystemen oder Psychogruppen Probleme bekommen haben. Ziel ist es, sie in die Lage zu versetzen, ihre Probleme selbst zu lösen. Hierzu gehört auch die gezielte psychotherapeutische Beratung von ‘Aussteigern’ aus sogenannte Psychosekten.

Die Beratungsstelle führt Fortbildungsveranstaltungen für psychologische, psychiatrische und pädagogische Fachkräfte durch und unterstützt diese bei ihrer Arbeit. Sie betreibt eine gezielte und breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit und bietet Vorträge und Seminare an Schulen, Volkshochschulen, Fachhochschulen und Universitäten an.”

Damit ist diese Anlaufstelle in Freiburg seit Bestehen weit mehr als nur eine Gruppe von Geisterjägern, die man rufen kann, wenn es bei einem daheim spukt. Das betont auch Dr. Dr. Walter von Lucdadou immer wieder, der durch seine Medienpräsenz das “Aushängeschild” der Beratungsstelle ist. “Deutschlands berühmtester Geisterjäger”, wie ihn die Presse schon mal nennt.

Denn es gibt immer Menschen, die aufgrund ihrer ungewöhnlichen Erfahrungen oder Kontakte zu “alternativen Heimethoden” der Esoterik Rede- und Beratungsbedarf haben:

Die Parapsychologische Beratungsstelle bietet ein umfassendes Beratungsangebot für Menschen, die ungewöhnliche, paranormale, okkulte oder unerklärliche Erfahrungen gemacht haben und kompetente Gesprächspartner brauchen oder Hilfestellung für den Umgang mit ihren Erfahrungen benötigen.

Gleichzeitig berät und informiert die Parapsychologische Beratungsstelle auf wissenschaftlicher Basis über alle Angebote des Marktes der alternativen Heilmethoden und von esoterischen Anbietern.”

Geisterjagd auf Staatskosten

Der Umfang der Tätigkeiten und Beratungen des Teams um den Physiker und Psychologen von Lucadou ist überaus umfangreich. Sie stehen für zahllose Einzelgebiete beratend oder für Veranstaltungen zur Verfügung. Allein 3.000 telefonische Nachfragen erhält die Beratungsstelle nach eigenen Angaben jedes Jahr. Das zeigt deutlich, dass diese Art der “staatlichen Geisterjagd” offensichtlich notwendig ist.

Denn Menschen in “spirituellen Notlagen” oder mit Geistererfahrungen wird es immer geben.

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Dies sieht das Land Banden-Württemberg nach drei Jahrzehnten jetzt allerdings nicht mehr so. Zu Beginn des Jahres 2020 wurde die finanzielle Förderung der Beratungsstelle ersatzlos gestrichen. Es bestünde kein Bedarf, wie es das Land der Beratungsstelle mitteilte. Walter von Lucadou schreibt dazu:

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg hat die institutionelle Förderung der ‘Parapsychologischen Beratungsstelle’ mit Ablauf des Jahres 2019 eingestellt. Als Grund hierfür wurde mitgeteilt, dass keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung stünden, weil eine ‘Ressortzuständigkeit’ für die gegebenen Fragestellungen nicht mehr vorhanden sei.

Alle bisherigen Versuche, die konstruktive und auf gegenseitigem Vertrauen beruhende, erfolgreiche Kooperation mit dem Ministerium, die seit 30 Jahren unzähligen Menschen in schwierigen Lebenssituationen wirkungsvolle Hilfe ermöglichte, aufrecht zu erhalten, hat sich als fruchtlos erwiesen.

Dass kein Bedarf mehr an einer solchen Art Beratungsstelle bestünde, sieht von Lucadou natürlich anders. Und das ist verständlich – nicht nur da er der Leiter des Institutes ist. Auch deshalb, da die dort angebotenen Hilfen, Beratungen, Untersuchungen und Aufklärungen nicht einfach plötzlich nicht mehr benötigt werden.

Allein gelassene “Sinnsuchende”?

Eher ist das Gegenteil der Fall. Die Arbeit der “Parapsychologischen Beratungsstelle” ist in der Vergangenheit offensichtlich wichtiger geworden. Nicht unbedingt deshalb, da es mehr Menschen gibt, die glauben, dass bei ihnen seltsame Dinge vor sich gehen oder sie von Geistern heimgesucht werden. Vielmehr gibt es immer mehr “Sinnsuchende”.  Menschen, die sich in spirituellen Notlagen befinden und damit anfällig für die unterschiedlichsten angebotenen “Lösungen” sind.

Diese “Lösungen” und “Hilfen” können dabei aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, die von “sanfter Esoterik” bis Sekten und Okkultismus reichen. Vor allem leider auch in Negativen. An wen sollen sich diese Menschen wenden?

Eigentlich sind die Kirchen und ihre Geistlichen in solchen Fällen gefragt. Priester und andere Geistliche der Kirche sind die klassischen Ansprechpartner für jede Art von Lebenskrise. Durchaus auch und vor allem in spirituellen Belangen, die auch Spuk oder Geister mit einschließen. Schließlich glauben viele Betroffene, dass diese Erscheinungen in direkten Zusammenhang mit ihnen selber oder nahen (verstorbenen) Angehörigen oder Freunden stehen.

Die letzten Jahre und Jahrzehnte beweisen aber, dass sich die Kirchen selbst in einer deutlichen Krise befinden. Sie verlieren scharenweise ihr Schäfchen, haben mehr und mehr Autoritär verloren und vielfach ihr Vertrauen verspielt. Menschen mit entsprechenden Erfahrungen und Krisen wenden sich überall hin – nur nicht mehr an die Kirche, in denen mehr und mehr Menschen keinen Sinn mehr sehen.

Das große Kirchensterben, das verlorene Vertrauen und natürlich die Tatsache, dass den Lehren der Institution Kirche immer weniger Menschen folgen wollen, beweist dies seit Jahren. Menschen, die nicht oder nicht mehr an irgendwelche angeblich “göttlichen Wege” glauben, suchen sich andere Ansprechpartner im Fall des Falles.

Und jetzt?

Natürlich kann eine Beratungsstelle wie jene in Freiburg keine Kirche ersetzten. Doch sie kann eben diese “verlorenen Schäfchen” oder deren Angehörigen beraten. Typische Geisterjagd ist schließlich nur eine von vielen Angeboten der “Parapsychologischen Beratungsstelle”!

Da aber das Land Baden-Württemberg die Förderung eingestellt hat, wird auch das Institut von Walter von Lucadou in absehbarer Zeit in eine Krise geraten. Dieser Umstand zeichnet sich schon jetzt ab, da von Lucadou dazu schreibt:

Um unsere Beratungsarbeit fortsetzen zu können, sehen wir uns daher leider gezwungen, für die Beratung einen Unkostenbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Beratungsstunde zu verlangen. Durch eine Spende, die steuerabzugsfähig ist, können Sie ebenfalls mithelfen, dass die Beratungsstelle weiterhin existieren kann.

60 Euro pro Stunde ist alles andere als wenig. Und bei Geld hört bekanntlich nicht nur die Freundschaft auf. Personen, die sonst vielleicht in Freiburg angerufen und nach Beratung oder einen Termin gebeten hätten, werden sich das jetzt nicht nur zweimal überlegen. Zumal es kaum mit nur einer einzigen Stunde getan sein wird, was aber von Fall zu Fall fraglos variiert.

Im schlimmsten Fall wenden sich die Ratsuchenden dann lieber obskuren und auf den ersten Blick kostenlosen “Experten” zu. Niemand ist leichter zu manipulieren wie Menschen in Lebenskrisen aller Art. Im weniger schlimmen Fall kontaktieren sie dann doch kirchliche Institutionen, die ja kostenlos sind bzw. von den Kirchensteuern getragen werden.

Natürlich ist die Beratungsstelle alles andere als ein Kirchenersatz. Aber doch eine wichtige Anlaufstelle! Übrigens auch für die Forschung im Bereich Paranormale Phänomene & Co. und damit Grenzwissenschaft:

Die Beratungsstelle sammelt für Forschungszwecke Berichte und Erfahrungen aus diesem Gebiet und betreibt eigene parapsychologische Forschungsprojekte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFOs und die UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV in 25 Jahren (+ Video)

UFOs und UFO-Foschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs und UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und Mainstreammedien – das war eigentlich noch nie eine gute Kombination. Meistens zumindest, denn Themen aus der UFO-Forschung werden von den “etablierten Medien” selten neutral behandelt. Entweder sie werden vollkommen überzogen oder sie werden geradezu verspottet. Vor genau 25 Jahren ereignete sich dazu ein Tiefpunkt im öffentlich-rechtlichen TV. 1994 lief überaus erfolgreich eine TV-Doku zur besten Sendezeit auf ARD, die ein großes Echo bekam, so dass kurz darauf ein Talksendung dazu folgte. Für viele UFO-Forscher damals ein Tiefpunkt aufgrund eines beteiligten Wissenschaftlers aus der Sendung “Quarks”. Doch es hat sich offensichtlich genau dort viel getan. Sehr viel, wie Ihr in diesem Beitrag erfahren werdet!


UFOs und das Fernsehen

Die Welt und Gesellschaft wandeln sich stetig. Es gibt und gab nie einen Stillstand, denn Änderungen gehören zu unserer Kultur und Zivilisation. Mal sehen Menschen diese Wandel als Rückschritt oder negativ, mal aber auch als Fortschritt und damit positiv.

Selbstverständlich gilt das auch für die Welt der UFO-Forschung und UFO-Themen an sich. Nicht nur in der Hinsicht wie die Gesellschaft diesen Themen begegnet, sondern auch wie die Mainstreammedien damit umgehen. Die Liste an erschreckenden Beispielen ist dabei unendlich lang! Nur wenige Berichte oder Sendungen aus dem Bereich UFOs fallen in den “etablierten Medien” wirklich positiv auf. Dabei spielt es erst mal keine Rolle ob diese “für” oder “gegen” das Thema sind.

Einen der absoluten Tiefpunkte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hierbei wurde vor genau 25 Jahren erreicht. Jene Mystery-Jäger und UFO-Forscher, die damals schon aktiv waren, erinnern sich daran bis heute nur zu gut.

Doch was war geschehen? Dies (und andere TV-UFO-Themen) diskutierte ich 1999 in dem Buch “Begleiter aus dem Universum” sehr ausführlich:

“UFOs – und es gibt sie doch”

ARD, 24. Oktober 1994: Heinz Rode geht mit der Dokumentation “UFOs – und es gibt sie doch” auf Sendung. Eine Dokumentation, die vor allem die UFO-Sichtungen um 1991 im Belgien und die legendären Greifswald-UFOs (24. August 1990) zum Schwerpunkt hatte. Zeugen wurde befragt, vor Ort recherchiert und Wissenschaftler wie zum Beispiel Illobrand von Ludwiger, Autor des damaligen Standarterkers “Der Stand der UFO-Forschung” interviewt.

Eine Sendung, die der ARD traumhafte Einschaltquoten bescherte (acht Millionen), und die UFO-Forschung durchaus erfreute. Und selbst die legendäre Boulevardzeitung “Bild” kündigte am 14. Oktober 1994 diese Sendung mit der Überschrift “TV will beweisen: UFOs gibt es doch” an. Es war die Hochzeit grenzwissenschaftlicher Themen wie UFOs, Aliens, Rätsel der Welt und Prä-Astronautik in den Medien und vor allem auf dem Buchmark.

Doch, wie sollte es anders sein, es hagelte Kritik! Wie kann Rode in einer Doku behaupten, dass es UFOs gibt – und das im öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Eine Art “Gegentalk” war am 27. Oktober 1994 auf ARD die Folge, bei dem verschiedene Personen versuchten Rodes Ergebnisse zu widerlegen, zu diskutieren und sogar ins Lächerliche zu ziehen (s. Video unten).

Dieser Talk ist bis heute ein wunderbares Beispiel der teilweisen Engstirnigkeit der Menschen bei der Konfrontation mit dem UFO-Phänomen. Die Sendung, mit dem Titel “UFOs – gibt es sie wirklich?”, wurde damals von dem Soziologen Peter Gatter moderiert, der neben – natürlich – Rode auch Illobrand von Ludwiger, Harald Lesch und den TV-Wissenschaftler des WDR, Ranga Yogeshwar, eingeladen hatte.

Ein TV-Wissenschaftler in Rage!

Die festgefahrene und geradezu militante Meinung Yogeshwars zur UFO-Forschung in dieser Talk-Sendung auf ARD war erstaunlich!

Immer wieder wurde von ihm der gesamten UFO-Forschung pseudowissenschaftlichkeit und sektiererische Untertöne vorgeworfen. Die Spitze seiner Angriffe war die Aussage, dass er Illobrand von Ludwiger, Physiker und Systemanalytiker, als unseriösen Forscher bzw. Lügner bezeichnete. Und relevante Forschungsergebnisse, die dem UFO-Phänomene eine Realität bezeugen, wurden erst gar nicht angehört. “Sie schwindeln ihnen (den Menschen) was vor”, so Yogeshwar. Die UFO-Forschung sei, so Yogeshwar, ein “Rücktritt in ein Mittelalter”:

Was wir heute haben ist ein Rückschritt in ein Mittelalter. Davor warne ich!

Er sei “zornig”, so Yogeshwar weiter, und “wir haben eine Verantwortung”. Damit meinte er das öffentlich-rechtliche TV. Denn die Menschen seien so oder so aufgrund allerlei neuen Technologien etc. “verunsichert” und so würden man ihnen mit UFOs quasi eine Art Glauben vorsetzten. Er verglich es explizit mit Sekten.

Ranga Yogeshwar,  damals sehr bekannt durch die TV-Sendung “Quarks & Co.”, wehrte sich energisch gegen die unseriöse Erforschung des UFO-Phänomens und stellt diese teilweise mit esoterischen Schnickschnack gleich. Zum Teil hat Yogeshwar hier ohne jeden Zweifel recht, doch zu behaupten, es besteht kein Forschungsbedarf in Richtung UFOs ist wohl mehr als voreilig. Denn alle anderen Gäste antworteten auf die Frage des Moderators Gatter, ob ein Forschungsbedarf zu UFOs bestünde, mit einem klaren Ja. Auch der damals noch eher unbekannte Harald Lesch, der aus der heutigen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist.

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Unverständlich erschien schon 1994 die Aufregungen, die der Ausstrahlung der Doku vom 24. Oktober 1994 folgten. Und der “ARD-Wissenschaftler” Yogeshwar hat sich mit seinen Aussagen im anschließenden Talk mehr lächerlich gemacht, als sachlich diskutiert, wie Ihr im Video unten sehen könnt.

Interessant am Rande um die Ereignisse vor 25 Jahren ist aber auch das: Nur einen Tag nach Rodes UFO-Sendung, also am 25. Oktober 1994, und damit zwei Tage vor der erwähnten ARD-Diskussion lief ein UFO-Talk-Show, die alle typischen Kriterien einer öden Gesprächsrunde erfüllte: Die Sendung “Fliege” und diese lief – auf ARD!

Darin kamen unterschiedliche Zeugen mit ihren privaten UFO-Sichtungen zu Wort. Von einfachen Sichtungen bis nahen Begegnungen mit fremden Wesen waren fast sämtliche Aspekte der UFO-Kontakte vertreten. Ein gut ausgesuchter Kreis von Gästen. Immerhin, die Sendung lief auf ARD, kurz nach Rodes angeblicher Pseudo-UFO-Sendung.

Bei dem Talk vom 27. Oktober wurde diese ARD-Sendung nicht erwähnt, und dass, obwohl Yogeshwar nicht genug von seiner angeblichen Pseudowissenschaftlichkeit der UFO-Berichte und -Sichtungen reden konnte …

Paradigmenwechsel bei der ARD

Der Auftritt von 1994 war sicherlich keine Glanzleitung von Ranga Yogeshwar. Doch der Diplomphysiker ist auch weiterhin am TV aktiv, wo er bereits ab 1987 als Wissenschaftsredakteur bei ARD und Moderator tätig ist. In den Jahren 1995 bis 2005 war er dort sogar stellvertretender Leiter und später Leiter der Programmgruppe “Wissenschaft Fernsehen”. Auch die von ihm (mit)entwickelten Sendung “Quarks” von damals gibt es noch immer.

Während 1994 die Wissenschaftssendung “Quarks” eigentlich nur von Yogeshwar bestimmt war, ist bes heute anders. Und auch das UFO-Thema wird dort heute offensichtlich ganz anders gesehen. Man könnte, mit Blick auf die Talkrunde von 1994, hier sogar von einem Paradigmenwechsel sprechen.

Zumindest wenn man sich den Artikel “Das wissen wir über UFOs” anschaut, der auf der Internetseite von “Quarks” am 6. Dezember 2019 erschienen ist. In dem sachlich-neutral verfassten Artikel werden vor allem auch die Arbeiten der deutschen UFO-Forschungsorganisationen vorgestellt.

“Eine sachliche Debatte ist nötig”

Drei davon gibt es in Deutschland und dazu heißt es:

Alle drei haben wissenschaftliche Grundsätze erarbeitet, nach denen sie sich bei ihrer Arbeit richten. In diesen sind Datenschutzregeln festgehalten und auch die Tatsache, dass sie alle ‘wissenschaftlich-kritisch’ nach Erklärungen für UFO-Sichtungen suchen, die ihnen gemeldet werden. Sie sind erst einmal skeptisch allen Alien-Theorien gegenüber, da diese bislang nicht wissenschaftlich belegt werden konnten. Die Vereine sehen sich vor allem als Anlaufstelle für die Menschen, die Antworten suchen und die melden wollen, wenn sie ein Objekt am Himmel sehen, das sie nicht zuordnen können.

Dafür führen die drei Vereine gemeinsam die ‘UFO-Sichtungsdatenbank’, in der alle Sichtungen zusammenlaufen.”

Weiter berichtet der “Quarks”-Artikel über die offiziellen UFOs der US-Navy, die auf Fischinger-Online bereits in verschiedenen YouTube-Videos Thema waren (s. Link HIER).

“Ufologie ist keine ausgewiesene akademische Wissenschaft”, so lesen wir dort ganz richtig, und “UFOs haben zunächst nichts mit Aliens oder außerirdischem Leben zu tun”. Abschließend stellt die “Quarks”-Autorin Annika Witzel klar fest: “Eine sachliche Debatte ist nötig” – Eine Aussage, die von Hans-Werner Peininger, 1. Vorsitzende der “Gesellschaft der Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP e.V.) in dem Beitrag klar unterstrichen wird.

Ein solcher Artikel und derartige Aussagen waren vor 25 Jahren offiziell bei “Quarks” wohl undenkbar! Das Problem ist nur, dass ein Online-Artikel weit weniger Menschen erreicht, als die damalige TV-Sendung …

Ändert sich etwas in der Gesellschaft bzw. den Mainstreammedien, oder ist eher eine Ausnahme?

Video zum Thema

Die ARD-Talk-Sendung vom 27. Oktober 1994 auf YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Lars A. Fischinger

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Kanadische Astronomen rätseln über mysteriöse periodische Radiosignale aus dem All

Astronomen rätseln über ein mysteriöses Signal aus dem All (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Astronomen rätseln über ein mysteriöses Signal aus dem All (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wissenschaftler der Universität Britisch Columbia in Kanada rätseln derzeit über mysteriöse Signale, dass von der kanadischen Radioteleskop-Anlage “Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment” (CHIME) empfangen wurde. Wie die Astronomen auf einer Tagung der renommierten “American Astronomical Society” am 7. Januar in Seattle und dem Magazin “Nature” berichten, ist der Ursprung der Radioblitze bisher vollkommen unklar. Seit dem überschlagen sich die Berichte in den Medien, denn viele spekulieren, dass die kanadischen Forscher mit ihrem CHIME vielleicht Signale von Außerirdischen empfangen haben könnten. Woher kommen diese zum teil periodischen Signale aus dem All – was sagen die Forscher dazu? Das erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das belauschte Universum

Astronomen belauschen schon seit Jahrzehnten das Universum. Mit einem ganzen Netz von verschiedenen Radioteleskopen rund um die Erde wollen die Forscher so mehr über unsere Kosmos und all seine Geheimnisse erfahren. Ein Teilbereich dieser Radioastronomie steht dabei immer wieder im Fokus der Presse und Berichterstattungen: SETI – Die Suche nach außerirdischer Intelligenz.

Verwunderlich ist das nicht. Denn bodenständige Astronomen, die mit ihren Radioteleskopen nach Botschaften und Signalen von außerirdischen Zivilisationen suchen faszinieren weite Teile der Öffentlichkeit. Zumindest weit mehr als Radioteleskope, die irgendwelche “nicht fassbaren” kosmischen Strahlungen erforschen. Wenn aber eines dieser Teleskope Signale aus den Weiten des Alls empfängt, die sich die beteiligten Astronomen nicht erklären können, wird die Presse hellhörig.

So auch im aktuellen Fall der zahllosen “Radioblitze”, die in Kanada mit der Anlage CHIME aufgespürt wurden.

Mysteriöse Signale aus dem All

Erstmal empfangen wurden diese “Schnellen Radio-Ausbrüche” (“Fast Radio Bursts”, FRB) genannten Signale bereits vor rund 12 Jahren. Seit dem im Jahr 2007 erstmals in dem Magazin “Science” (vol. 318, 2. Nov. 2007) über diese Radio-Blitze berichtet wurde, kamen einige Dutzend dieser FRB aus dem Kosmos hinzu. Dies war immer mal wieder Anlass für diverse Medienberichte.

Doch seit die Astronomen in Kanada ihr CHIME erstmals aktivierten, haben sie bereits 13 weitere Radiosignal-Ausbrüche dieser Art registriert. Sie dauern nur wenige Millisekunden, stellen die Astronomen bisher aber vor ein Rätsel. Besonders interessant ist für die Forscher dabei das Signale mit der Bezeichnung FRB 180814 (bzw. FRB 180814.J0422+73), wie sie am 9. Januar in “Nature” berichteten. Denn das Signal ist erst das zweite, dass periodisch aus dem All hier auf der Erde empfangen wurde.

In dem Artikel “Eine zweite Quelle für sich wiederholende schnelle Radio-Ausbrüche” schreiben die Astronomin Deborah Good der Universität Britisch Columbia und ihre Kollegen, dass die Natur dieser FRB ihnen schlicht nicht bekannt sei. Rund 50 Wissenschaftler von fünf Forschungseinrichtungen sind an dem Projekt CHIME in Kanada beteiligt, und alle können nur Vermutungen anstellen.

Vielleicht stammen diese kosmischen Signale von Gaswolken in denen Sterne geboren werden, spekuliert zum Beispiel der Astronom Shriharsh Tendulkar von der McGill Universität. Jedenfalls kann die Ursache keine vernichtende Katastrophe im All sein, da sich die Signale wiederholen. Zwei kollidieren und verschmelzen Neunotensterne oder ein Schwarzes Loch, das einen solche Neutronenstern “verschluckt”, können demnach als Ursache ausgeschlossen werden, so Tendulkar.

Signale von Aliens?

Natürlich ist man bei rätselhaften Signalen aus dem Universum sehr schnell bei dem Gedanken, dass es sich um Außerirdische handeln könnte. Immerhin suchen wir ja schon über ein halbes Jahrhundert nach Funksignalen dieser Intelligenzen im All. Ein Erfolg bei der Suche nach dieser Art von Leben im All ist für viele Menschen schon längst überfällig.

Ingrid Stairs, Astrophysikerin von der Universität Britisch Columbia, ist sicher, dass es in den Weiten des Kosmos zahlreiche solche Signale geben muss. Je mehr von diesen gefunden würden, je näher könne man auch der Ursache kommen, erklärte sie “BBC World” am 10. Januar. Von der Spekulation, dass diese FRB ihren Ursprung bei außerirdischen Zivilisation haben, hält sie allerdings nichts:

Es scheint einfach völlig unvorstellbar, dass es so viele verschiedene außerirdische Zivilisationen geben könnte, die alle beschließen, dasselbe Signal auf dieselbe Art und Weise zu erzeugen – das erscheint höchst unwahrscheinlich.”

Vieles im All ist für uns Menschen (noch) unvorstellbar. Allerdings sieht keiner der beteiligten Forscher in diesen Radiosignalen irgendeinen Hinweis auf Außerirdische. Shriharsh Tendulkar:

Als Wissenschaftler kann ich das nicht zu 100 Prozent ausschließen. Aber intelligentes Leben hat kein Astronom als Quelle dieser FRBs im Kopf.

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Und wenn Aliens die Ursache wären, dann würden sie sich nicht gerade vor unserer Haustüre im All befinden. Das erste periodische Signal mit der Bezeichnung FRB 121102 beispielsweise kommt aus 2,5 Milliarden Lichtjahren Entfernung zu uns. Das aktuell in diversen Meldungen genannte Signal FRB 180814 könnte 1,5 Milliarden Lichtjahre von uns seine Quelle haben, heißt es in diversen Veröffentlichungen.

Optimisten im Internet spekulieren dennoch, dass es vielleicht so etwas wie “Signaturen von Alien-Antrieben” sein könnten. Hier denke man die klassische Science-Fiction von “Raumschiff Enterprise“, in denen die Raumschiffe eine “Warp-Signatur” ihres Antriebes im Kosmos hinterlassen. Die Astronomen sind aber optimistisch, dass sie mit Hilfe des “Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment” noch zahllose weitere FRB finden werden.

“Wenn wir 1.000 Beispiele hätten, könnten wir viel mehr darüber sagen, wie FRBs aussehen”, ist sich beispielsweise Deborah Good sicher. Der Kosmos ist immer für Überraschungen gut. Und sicher wird auch der empirische Beweis für Leben im All ganz plötzlich bei uns “anklopfen” – oder vor der Tür stehen …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sieben Millionen Dollar von der NASA für die Suche nach außerirdischem Leben – vor unserer Haustür. Doch: Warum?

7 Millionen Dollar von der NASA für die Suche nach außerirdischem Leben (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Auch in unserem Sonnensystem kann es außerirdisches Leben geben, das die NASA finden will. Die Collage zeigt (nicht maßstabsgetreu) die Kandidaten-Beispiele Mars, Europa, Titan, Ganymed und Enceladus  (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Glauben wir den Beteuerungen von Astronomen und allgemein Weltraum-Forschern, wimmelt es in unserem Universum vom Leben und auch außerirdischen Zivilisationen. Wir müssen sie nur finden. Sofern nicht eines Tages Aliens vor unserer planetaren Tür stehen oder ein SETI-Projekt ein außerirdisches Signal einer andern Zivilisation empfängt, finden wir dieses Leben im All am Ehesten in unserem eigenen Sonnensystem. Denn auch direkt vor unserer Haustür könnte es vor Leben wimmeln, das sich auf verschiedenen Himmelskörpern bislang unseren Blicken entzogen hat. Ob auf dem Mars oder einem fernen Mond um Jupiter oder Saturn: Jetzt hat die NASA sieben Millionen Dollar freigeben um neue Technologien zu entwickeln, die diese außerirdischen Nachbarn finden können. Was die NASA und Wissenschaftler warum vorhaben, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Unser “bewohntes” Sonnensystem

Erzählt man einen Laien, dass es in unserem eigenen Sonnensystem, etwa auf dem Planeten Mars, außerirdisches Leben geben könnte (oder gab), wird er sich mit dem Zeigefinger lächelnd an den Kopf tippen. Legt man dann nach, und sagt, dass es vielleicht sogar auf 5, 6 oder mehr Himmelskörpern vor unserer Haustür diese Außerirdischen geben könnte, wird derjenige vielleicht schon seine Hand vor die Stirn legen. Wagt man es dann seinem Gegenüber auch noch zu sagen, dass möglicherweise sogar auf Kometen und Asteroiden Leben existiert, vernimmt man womöglich nur noch ein müdes Stöhnen … noch bevor man sich erklären kann.

Möchte man seinen Gesprächspartner loswerden, fügt man noch an, dass das Leben auf der Erde ursprünglich sogar durch Asteroiden und Kometen aus All hierher gekommen sein könnte.

Das macht nichts, denn in in dieser Hinsicht ist die Allgemeinbildung schlicht und einfach aus dem letzten Jahrtausend. Und zur Ehrenrettung muss man sagen, dass auch die Weltraum- und Planeten-Forschung einst genauso dachte. Doch diese machte Fortschritte und der wissenschaftliche Zweig der “Astrobiologie” ist längst eine ernste und angesehene Wissenschaft geworden.

Von “richtigen Aliens” vor unserer kosmischen Haustür, also jene (UFO-)Kreaturen, wie sie heute in aller Munde sind, spricht dabei natürlich niemand. Lediglich in den Köpfen der meisten Menschen herrscht das Bild von solchen Aliens vor, wenn sie irgendwie beiläufig etwas von Leben im All aufschnappen. Kein Wunder, dass sich dann der Laie an den Kopf tippt, wenn er etwas von fremden Leben in unserem Solarsystem vernimmt …

Ungeahnte Astrobiologie

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ungeahnte Astrobiologie (auch Exobiologie) entwickelt, die sich mit Leben im All auseinander setzt. Man ist unlängst davon ab, nur auf Planeten wie die Erde (die wir erstmal finden müssen) die Entwicklung und Existenz von Leben anzunehmen. Selbst auf Monden, auf denen es flüssiges Methan regnet (Saturn-Mond Titan) oder die kilometerdick mit Eis bedeckt sind und deren Oberflächen-Höchsttemperatur -150 Grad Celsius beträgt (Jupiter-Mond Europa), könnte es Leben geben.

Vor wenigen Jahrzehnten war das in der Astrobiologie noch undenkbar.

Heute sieht das anders aus, da selbst auf unserem Planeten extreme Mikroorganismen – die sogenannten Extremophile – leben. Beispielsweise Organismen, die sich in Batteriesäure pudelwohl fühlen. Andere, die unter enormen Druck bei über 120 Grad Celsius leben und sich von hochgiftigen und stinkendem Schwefelwasserstoff ernähren. In giftigem Benzol oder im Kühlwasser von Atomreaktoren gedeihen wieder andere dieser extremophilen Organismen prächtig.

Aus Welten außerhalb der Erde übertragen heißt das für die Astrobiologie, dass das Leben immer seine Nischen findet. Folglich revidierte die Astronomie ihre Ansichten, wo und wie außerirdisches Leben zu finden sein könnte. Damit eben auch auf diversen Himmelskörpern innerhalb unseres eigenen Sonnensystems, auf denen solche primitiven und zugleich beeindruckenden Mikroorganismus durchaus leben könnten.

In einigen sehr wenigen Fällen könnten diese Außerirdischen sogar weit mehr als bakterielle Extremophile sein, so die Thesen der Astrobiologie. Vor allem auf dem Jupiter-Mond Europa, der unterhalb seines scheinbar undurchdringlichen Eispanzer von 15 bis 18 Kilometern Dicke einen Ozean aus flüssigem Wasser von rund 100 Kilometern besitzt.

Außerirdische Fische

Auch wenn die Berechnungen schwanken, ist man sich einig, dass die Gravitation des Riesenplaneten Jupiter auf Europa flüssiges Wasser existieren lässt. Das Zerren der Genzeiteinkräfte an dem kleinen Mond erwärmt sein Inneres und lässt so das Eis unter dem Panzer schmelzten. Vergleichbar damit, wenn man ein Stück Metall hin und her biegt, dass sich an der entsprechen Stelle erwärmt. Denkbar ist zudem, dass auch Vulkanismus oder heiße Quellen unter dem Eisschild für zusätzliche Wärme sorgen.

Selbst höheres Leben, vergleichbar mit irdischen Fischen, wird auf Europa nicht unbedingt ausgeschlossen.

Leben könnte überall existieren und die Suche nach diesen Aliens vor unserer Haustür dauert nun schon Jahrzehnte. Die Thesen der Astrobiologie gehen heute sehr weit. Selbst die Idee, dass Kometen und Asteroiden in der ganzen Galaxis primitives Leben geradezu verteilen könnten (“Panspermie-Hypothese“), wird längst ernsthaft debattiert.

Noch wissen wir es nicht. Vielleicht erkennen wir außerirdisches Leben ganz einfach nicht (s. a. HIER & HIER). Doch genau für solche “Fälle” hat die NASA jetzt ein neues Sieben-Millionen-Dollar-Projekt in Auftrag gegeben: Das interdisziplinäre “Laboratory for Agnostic Biosignatures“, ein “Labor für agnostische Biosignaturen”.

Vorstoß ins Unbekannte

Das “Laboratory for Agnostic Biosignatures”(LAB) ist Teil des “Network für Life Detection” (NfoLD) – also einem wissenschaftlichen Netzwerk, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leben im All zu identifizieren. Dazu heißt es unter anderem:

Neben LAB startet NfoLD, ein Forschungskoordinationsnetzwerk mit mehreren Institutionen, das sich auf die Entwicklung von Technologien und Techniken zur Erkennung von Leben in anderen Welten konzentriert.

Nach jahrzehntelanger Forschung, die unser Verständnis von der Bewohnbarkeit, den Grenzen des Lebens und bewohnbaren Umgebungen auf anderen Planeten und Monden unterstützt und erweitert, wird NfoLD die Grenzen der Forschung eröffnen, indem es die Lebenserkennungs-Community katalysiert und verbindet, um die Grundlagen für Studien zu schaffen, die die Suche nach außerirdischem Leben erlaubt, um in unerforschte Gebiete vorzustoßen.

Dr. Sarah Stewart Johnson vom LAB verweist mit Blick auf die neuen Entwicklungen und Entdeckungen in der Astrobiologie darauf, dass wir bei der Suche nach Leben im All unsere irdischen Vorstellungen schlicht über Bord werfen müssen:

Unser Ziel ist es, über das, was wir derzeit verstehen, hinauszugehen und Wege zu finden, um Lebensformen zu finden, die wir uns kaum vorstellen können.

Man müsse sich das Unvorstellbare vorstellen können, meint auch Dr. Heather V. Graham vom “Goddard Space Flight Center” der NASA zu den neuen Ansätzen.

“Unbeschreibliche Fremdartigkeit”

Im All und eben auch in unserem eigenen Sonnensystem, könnte das Leben ungeahnte Entwicklungen durchlaufen haben:

Wenn das Leben auf eine agnostische Art und Weise erfasst wird, werden keine besonderen Merkmale des irdischen Lebens verwendet.”

Graham verweist darauf, dass neue Indikatoren entwickelt werden müssen, die sich eben nicht an den Zeichen für Leben auf unserem Planeten richten. Zum Beispiel eine Häufig von chemischen Elementen auf einem anderen Himmelskörpern, die vielleicht auf das Vorhandensein von Leben zurückzuführen seine. Die Biochemie der Erde könne man nicht eins zu eins in All übertragen, so sind sich alle Experten des LAB einig.

Astrobiologin Sarah Stewart Johnson, unter anderem Assistents-Professor für Planeten-Wisssenschaft und Leiterin des “Johnson Biosignatures Lab” von der Universität Georgetown in Washington:

Die unbeschreibliche Fremdheit anderer Welten hat uns immer wieder beeindruckt. Die Suche nach außerirdischem Leben geht jedoch häufig auf Annahmen zurück, die auf Erfahrungen mit der Erfassung von Leben auf der Erde beruhen.

Um das zu tun, müssen wir weniger darüber nachdenken, ob das Leben zu unseren Vorstellungen über das Leben passt, und mehr darüber, wie der Unterschied zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir von einer abiotischen Umgebung erwarten können, quantifiziert wird.

Sieben Millionen Dollar für Alien-Bakterien

Die Untersuchung der chemischen Komplexität auf anderen Himmelskörpern wie Mars oder einem Eismond in unserem Sonnensystem, ist teilweise längst Routine. Zahlreiche Sonden der NASA & Co. machen dies seit Jahrzehnten. Und doch würden sie wortwörtlich immer nur an der Oberfläche kratzen, wenn es um die Suche nach fremden Organismen geht.

Hier bedarf es neuer Blick- und Zielrichtungen, die die NASA als Weltraumorganisation bei zukünftigen Missionen berücksichtigen muss. Aber auch bei der Analyse aktueller und vergangener Daten und Forschungsergebnisse diverser Weltraum-Missionen. Auch müssen organischer und anorganischer Bausteine und Substanzen in Asteroiden bzw. Meteoriten in dieser Hinsicht neu bewertet werden. Sie könnten die Entwicklung von zukünftigen Technologien und Methoden zur Erkennung von außerirdischem Leben voran bringen.

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Vorausgesetzt, dass alle irdischen Indikatoren außen vor bleiben, so die Astrobiologen. Die Seite “astrobiology.com” beschreibt das in einer Meldung vom 4. November 2018 so:

Die NASA hat Finanzmittel für ein neues interdisziplinäres Projekt namens Laboratory for Agnostic Biosignatures (LAB) vergeben. Der Zuspruch in Höhe von fast sieben Millionen US-Dollar wird für die Entwicklung neuer, nicht erdähnlicher Lebenserkennungsverfahren für den Einsatz auf dem Mars und auf den Eismonden von Jupiter und Saturn verwendet.

Sieben Millionen Dollar nur für die Entwicklung neuer Technologien und Methoden, um vielleicht auf dem Mars oder einem Mond irgendwelche Organismen zu finden (oder nicht)? Außerirdische Bakterien, die vielleicht seit Milliarden Jahren tot sind?

Geldverschwendung?

Für Kritiker der Verschwendung von Geldern in der Wissenschaft, von denen es bekanntlich nicht wenige gibt, ein gefundenes Fressen. Allerdings sind sieben Millionen Dollar keine wirkliche Summe für die Überstützung eines solches Vorhaben durch die NASA oder einer anderen Organisationen. Eher sogar sehr wenig im Vergleich zu all den Kosten und Ausgaben, die die Weltraumforschung, Raumfahrt und Wissenschaft allgemein hat.

Zumal die dann entwickelten Techniken für “nicht erdähnlicher Lebenserkennungsverfahren” erst noch zu ihren jeweiligen Einsatzorten im Sonnensystem gebracht werden müssen. Was natürlich ganz klassisch mit Raketen, Weltraumsonden und Landemodulen auf den Himmelskörpern erfolgen wird. Mit wesentlich hören und weiteren Kosten!

Buchstäblich Milliarden Gelder werden in den Himmel geblasen.

Ist die eventuelle Entdeckung von außerirdischen Mikroorganismen im All, die vielleicht (neben theoretischen Alien-Fischen) auf dem Mond Europa leben oder vielleicht mal vor Milliarden Jahren mal auf dem Mars, das wert, fragen Raumfahrt-Kritiker. Warum mit all diesem Geld nicht mal erst einmal auf unserem eigenen Planeten für Ordnung in Bezug auf das Leben sorgen, bevor man es zum Mond schießt? Kritiken, die nicht ganz zu unrecht immer wieder anklingen.

Was denkt Ihr darüber? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Vielleicht gibt es längstens Spuren von außerirdischem Leben im All”: Nur sehen wir sie nicht! Interessantes Interview aus der Astrophysik

"Vielleicht gibt es längstens Spuren von außerirdischem Leben im All" - nur sehen wir sie nicht (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Vielleicht gibt es längstens Spuren von außerirdischem Leben im All” – nur sehen wir sie nicht! (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In diesem Sommer trafen sich rund 35 Wissenschaftler aus der ganzen Welt im SETI-Institute in Kalifornien zu einem wissenschaftlichen Projekt rund um die Suche nach Leben im All und künstliche Intelligenz (KI). Über ganze zwei Monate hinweg debattierten hier Astrophysiker und KI-Experten über zukünftige Möglichkeiten und Wege um Leben im All, Exoplaneten und auch außerirdische Intelligenzen zu finden. Einer der Teilnehmer des NASA-Workshop war der “Alien-Jäger” Daniel Angerhausen, Astrophysiker und ehemalige NASA-Mitarbeiter von der Universität Bern. Jetzt gab Angerhausen ein überaus interessantes Interview zu diesem Workshop zum Thema Suche nach Außerirdischen & Co., bei dem auch Google und anderen Technologie-Unternehmen teilnahmen. Was der Astrophysiker nach seiner Teilnahme am “NASA Frontier Development Lab” erstaunliches zu Leben im Kosmos und auch dem UFO-Phänomen sagte, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Außerirdische, Exoplaneten und künstliche Intelligenz

Auf dem zweimonatigen NASA-Workshop “NASA Frontier Development Lab” traf sich eine scheinbar illustre Gästeliste an Forschern. Technik-Experten verschiedener Unternehmen wie Google, SETI-Forscher, Astrophysiker, Experten für künstliche Intelligenz und Exoplaneten-Jäger versammelten sich dazu im   “Silicon Valley” in Kalifornien.

Der Grund dieses Zusammentreffen war eigentlich ein ganz pragmatischer. Zum Beispiel, wie die immer effizienter werdende “künstliche Intelligenz” (KI) bei der Suche nach Leben im All eingesetzt werden könnte. Denn die gewaltigen Datenmengen, die Weltraumteleskope wie “TESS” oder “Kepler” sowie die SETI-Astronomen ansammeln, stellen die “Alien-Jäger” vor immer gewaltigeren Aufgaben.

Ein Grund ist eben auch die rasant wachsende und sich stetig gewaltig verbessernde Technologie, die Forscher bei ihren SETI-Projekten sowie bei der Suche nach Exoplaneten und letztlich außerirdischem Leben einsetzen.

Was bietet sich da besser an, als diese Datenmengen eben von solchen künstlichen Intelligenten und Systemen (mit) analysieren zu lassen? Genau das wird zwar unlängst getan, aber wie entwickeln sich solche Techniken weiter?

So ist es auch kein Wunder, dass die “Datenkrake Google” und andere High-Tech-Firmen bei diesem NASA-Workshop mit am Tisch der Astronomen, EDV-Experten, SETI-Technikern und Astrobilogen saßen.

Erde 2.0 und Leben im All

Der Astrophysiker Daniel Angerhausen aus Bern in der Schweiz war einer dieser Teilnehmer des Meetings. Ein junger Wissenschaftler, der aktuell in einem Interview mit dem Nachrichtenportal “swissinfo” einmal mehr zeigte, wie die neue Generation von Weltraumforscher dem Thema Aliens und Leben im  Kosmos gegenübersteht: Nämlich vollkommen offen!

So sagte Angerhausen zum Thema erdähnliche Exoplaneten und deren mögliche Bewohnbarkeit:

Und selbst wenn wir Zeichen von Leben finden, wird es immer einen Fehlerbalken geben. Wir müssten da schon eindeutige Zeichen sehen und nicht-biologische Quellen komplett ausschließen können.

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(…) Megastrukturen, welche das Licht beeinträchtigen, ein wiederkehrendes Signal, oder Stoffe in einer Atmosphäre, vor allem Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die eine Präsenz von Leben vermuten lassen. Bei der Suche nach Aliens wird eine Vielzahl von Methoden und Maschinen angewandt.

Diese genannten “Fehlerbalken” gilt es eben durch zukünftige Technologien und den Einsatz von KI zu minimieren! Selbst “Megastrukturen, welche das Licht beeinträchtigen”, schließt der Experte nicht aus. Damit spielt er fraglos auf den angeblichen Megabau einer außerirdischen Super-Zivilisation an, der von diesen Super-Aliens um den Stern KIC 8462852 errichtet worden sein könnte.

Wie man zumindest zuerst spekulierte, als Forscher seltsame Lichtschwankungen um den Stern fanden, wie HIER, HIER oder auch die Videos HIER & HIER auf diesem Blog berichtet.

“Die Wahrscheinlichkeit, intelligentes Leben zu finden, doch sehr klein”, so Angerhausen in dem Interview vom 24. September 2018. Aber eben doch gegeben. Primitives Leben könnte vielleicht auch in unserem Sonnensystem existieren, ist sich auch Angerhausen sicher. Wie praktisch alle Astronomen von heute auch.

Primitives Leben oder ein “Unfall der Evolution”

Können wir überhaupt extrem weit entwickelte Außerirdische und Alien-Zivilisationen finden? Daniel Angerhausen ist sich da selber nicht so sicher, wenn er sagt:

Vielleicht gibt es längstens Spuren von außerirdischem Leben im All, aber wir detektieren sie mit unseren Instrumenten nicht. Oder wir sehen sie und denken, sie wären natürlich, ohne zu begreifen, dass sie einen Bezug zu Außerirdischen haben. Es wäre wie bei den Ameisen und uns Menschen: Ameisen verstehen ja auch nicht, was wir sind und tun.

Erstaunliche Worte eines seriösen Wissenschaftlers über Aliens. Noch vor 20 oder 30 Jahren hätte die wissenschaftliche Community ihn dafür geteert und gefedert, um es überspitzt auszudrücken. Wer aber heute noch für diese Worte gerne an den Pranger gestellt wird, ist Erich von Däniken. Er bediente oder bedient sich immer mal wieder genau dem Beispiel mit den Armasien und Menschen, wie es Angerhausen in diesem Interview tat. Dafür bekam von Däniken viel Gegenwind von seinen Skeptikern und Kritikern, die diese Veranschaulichung von ihm lächerlich und unseriös fanden …

Daniel Angerhausen geht aber noch einen Schritt weiter. Er antwortet auf die Frage, ob Intelligenz wie beim Menschen “quasi ein Fehler in der Evolution” sein  könnte, mit den Worten:

Das kann tatsächlich nur ein Unfall sein. Dinosaurier haben ja Millionen von Jahre gelebt, haben aber keine Handys oder Autos entwickelt. Vielleicht ist es alles andere als normal, dass Evolution intelligentes Leben hervorbringt.

Aber wenn einmal ein Status wie bei uns Menschen erreicht wird, dann ist die künstliche Superintelligenz nicht mehr weit weg. Deshalb denke ich, dass wir im Weltall am ehesten auf sehr primitives Leben oder aber auf sehr, sehr fortgeschrittenes, hoch technologisiertes stoßen werden.

Natürlich hoffen Astronomen wie auch Weltraum-Enthusiasten nicht, dass intelligentes Leben im All ein evolutionären Unfall auf diesem Planeten ist. Ausschließen kann man es zum jetzigen Zeitpunkt allerdings tatsächlich nicht.

UFOs

“Noch heute werden Menschen, die an Aliens glauben, belächelt”, heißt es im Interview in einer Frage an Angerhausen. Hat sich diese Meinung gewandelt?

Ich glaube schon, zumindest in der Wissenschaft. Gerade die NASA nimmt das Thema viel ernster als früher. Ich denke, das wird heute relativ offen diskutiert, es gibt kaum mehr Tabus hierzu.”

Hier zeigt sich sehr schön der Paradigmenwechsel in der etablierten Astronomie in Sachen Aliens. Angekommen ist dieser allerdings in der breiten Öffentlichkeit noch lange nicht. Zum Teil sehr lange nicht. Das können sicher viele Grenzwissenschaft und Mystery Files-Interessierte bestätigen, die es mal wagten in ihrem Umwelt das Thema “Leben im All” und Aliens angesprochen zu haben. Ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Sportverein…sehr schnell ist man ein Alien-Freak.

Es nützt da auch nichts, irgendwelchen Gesprächspartner ohne jeglichem Hintergrundwissen auf SETI, Exoplaneten oder irgendeine Art von astronomischer Forschungen hinzuweisen. Im besten Fall kennen diese den Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie. Schnell ist man verständlicherweise dabei auch beim Thema UFOs. Wie auch in dem Interview mit Daniel Angerhausen, der zum UFO-Phänomen meint:

Ich finde jedenfalls, dass UFOs untersucht werden sollten. Egal, ob die Ursache nun Außerirdische, Massen-Halluzinationen oder unbekannte Atmosphären-Effekte sind. Interessant ist das Phänomen auf jeden Fall, und ich finde, dass kein Wissenschaftler sagen sollte, dass hierzu nicht geforscht werden darf.

All die unzähligen UFO-Forscher oder UFO-Forschungsorganisationen sowie natürlich die am Thema interessierten Menschen sagen genau das. Hier sagt es ein Astrophysiker der Universität Bern und damit ein Forscher der etablierten Wissenschaften.

Wenn das nicht wie kaum ein anderes entsprechendes Interview mit der “Mainstream-Wissenschaft” den Meinungswandel zeigt, was dann?

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Lars A. Fischinger

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Außerirdische – und wäre gerne Astronaut geworden

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Aliens - und wäre gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)
Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Leben im All – und wäre auch gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Der gebürtige Berliner Michael Müller ist seit 2014 Regierender Bürgermeister in Berlin und damit zugleich Regierungschef des Landes Berlin. In seinem Amtssitz im “Rote Rathaus” in Berlin Mitte besuchten ihn  jetzt die beiden “Kinderreporter” Linda (13) und Edgar (9) von der “Berliner Zeitung” für ein Interview. Themen waren seine Hobbys, die Schulzeit und seine Arbeit als Bürgermeister – aber auch Außerirdische und war Michael Müller gerne Astronaut geworden wäre. Mehr dazu erfahrt Ihr in dieser Zusammenfassung hier.


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Statt Bürgermeister von Berlin – Astronaut

Am 3. September 2018 brachte die “B.Z.” aus Berlin den Beitrag “Kinderreporter fragen Michael Müller aus”. Ein scheinbar überaus lockeres Interview (HIER) zwischen den beiden Kindern und dem “Machtmenschen” aus dem Berliner Rathaus, wie es scheint.

Neben Fragen und Antworten zu seinem Alltag als Bürgermeister, private Interessen und seiner Schulzeit fragten die beiden “Kinderreporter” Linda und Edgar Müller auch nach Aliens. “Sie interessieren sich auch sehr für Raumfahrt?”, wollten die beiden wissen, und bekamen als Antwort:

“Ja, ich wäre gern Astronaut geworden. Als Jugendlicher war das ein Traum. Mein Vater und ich waren so oft es ging in der Sternwarte oder haben mit einem großen Fernrohr den Sternenhimmel angeguckt.

Klar, das viele Kinder gerne Astronaut geworden wären. Doch es kam bekanntlich anders. Zumal Michael Müller vor seiner politischen Laufbahn als selbstständiger Drucker in der Familiendruckerei in Berlin arbeitete.

“Ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens”

Als Kind, dass sich für Sterne und Weltraum interessierte, glaubt Bürgermeister Müller aber auch als Erwachsener noch an Außerirdische. Auf die Frage, “Glauben Sie dann auch an Außerirdische?”, antwortete Müller den Kindern:

Also ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens, die uns angreifen wollen. Das halte ich für Quatsch. Aber dass es irgendwo anderes Leben gibt, wie auch immer das aussieht, und dass wir nicht die einzigen Lebewesen im Universum sind, davon bin ich überzeugt.

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Mit Sicherheit ist das die Meinung der meisten Menschen der “westlichen Welt”. Vor allem natürlich von Astronomen, Astrophysikern usw. Dass Michael Müller “nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens” glaubt, die irgendwann man die Erde überfallen könnten, ist sehr naiv. Um es provokant auszudrücken. Immerhin ist es theoretisch durchaus möglich, dass es solche Außerirdischen gibt, “die uns angreifen wollen.”

Theoretisch. Denn irgendwelche Hinweise auf solche bösen Aliens existieren nicht. Michael Müller glaubt halt, dass es irgendwo im Universum weitere Lebewesen gibt. Wie auch immer diese außerirdischen Lebensformen letztlich aussehen mögen.

Was wiederum interessant ist, wenn man sich die Nachtberichterstattung nach dem Interview mit den Kindern der “B.Z.” ansieht. Zumindest teilweise suggerieren diese, als habe der Regierende Bürgermeister von Berlin gesagt, dass er an Aliens im Sinne anderer Zivilisation glaubt. Das kann schon sein, nur hat er das so nicht gesagt.

Ebenso gut könnte Michael Müller auch ganz einfach Mikroben und primitive Krabbelwesen gemeint haben.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Deutschland hat keine Pläne bei einem Alien-Kontakt”: Alle Fakten und Hintergründe zu den aktuellen Medienberichten

Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In meinem Mystery-Review einer Sendung des WDR-Kinderradios “KiRaKa” zum Thema Leben im All, UFOs und Aliens verwies ich bereits auf den Anlass des WDR, den Kindern diese Themen vorzustellen. Es sind aktuelle Medienberichte über eine Anfrage eines Abgeordneten an die Regierung zum Thema “Alien-Kontakt”. Der Politiker Dieter Janecek (Grüne) wollte darin wissen, ob Deutschland irgendwelche Pläne oder Ähnliches nach erfolgtem Kontakt mit Außerirdische hat. Diese offiziellen Fragen und ebenso offiziellen Antworten der Regierung in Berlin sorgten daraufhin für Schlagzeiten. Vornehmlich in der Boulevardpresse, die dabei die Hintergründe und Fakten praktisch vollkommen außer acht gelassen hat. Die angekündigten Hintergründe und Tatsachen hinter diesen Pressemeldungen lest Ihr deshalb detailliert in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Deutschland und die “UFO-Vorbereitung” der Regierung

In meinem vorherigen Posting über eine Alien-Sendung des WDR-Kinderradio “KiRaKa” wies ich daraufhin hin, dass ich genauer auf den Grund der Sendung eingehen werde bzw. möchte. Denn es war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Kontakt Aliens irgendwie vorbereitet ist.

In den Medien machte diese Anfrage und die Antwort der Bundesregierung daraufhin Schlagzeilen.

Da andere Länder aktiv und zum Teil intensiv nach Zivilisationen und Leben im All suchen, so hieß es bei “KiRaKa” online weiter, habe der Politiker Dieter Janecek “gefragt, wie weit Deutschland denn da vorbereitet sei”. Und unser Land ist in keinster Weise vorbereitet. Wie es auch schon vor zehn Jahre nicht vorbereitet war, als genau diese Fragen ebenfalls mehrfach an die Regierung gestellt wurden, wie ich es zum Beispiel auch HIER, HIER, HIER , HIER & HIER ausgeführt habe.

Genau die Aussage, dass Deutschland für einen ersten Kontakt mit anderen Intelligenzen “keine Protokolle oder Pläne” habe, wurde dann durch die Presse verbreitet. Allen voran natürlich die Boulevardmedien mit mehr oder weniger “sensationellen Schlagzeilen” dazu. Deutschland muss also bei einem Alien-Kontakt planlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren? Eben wie es die Regenbogenpresse gerne auslegte oder subjektiv darlegte?

Im Grunde genommenen ja. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Grünen-Politiker Dieter Janecek überhaupt nicht danach fragte!

Hintergründe und Tatsachen

Wenn die Außerirdischen kommen, sind wir in Deutschland planlos und ratlos. Natürlich wäre wieder Kanzlerin Angela Merkel als Sündenbock der Nation schuld. Könnte man meinen. Allerdings ist es wohl auch bei anderen Nationen so, wenn plötzlich die Aliens nach Hollywood-Art hier auf unserem Planeten erscheinen.

Was aber der Abgeordnete Janecek im Juli 2018 wirklich fragte, und in vielen Presseberichten ausgelassen wurde, ist Folgendes:

Welche Vorkehrungen, Protokolle oder Pläne für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es auf Seiten der Bundesregierung und der ihr unterstellten Behörden, und in welchen konkreten Fällen war die Möglichkeit eines solchen Kontaktes Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten.”

Janecek fragte hier nach einem “Erstkontakt” und nicht nach einer Art “UFO-Landung” oder der Ankunft von Aliens in unserem Land. Ein enormer Unterschied, den viele Online-Seiten in ihren Berichten dazu wohl übersehen haben. Hier ist kein physischer “Erstkontakt” gemeint, sondern ganz einfach die Situation, dass ein außerirdisches Radiosignal empfangen wird, und was die Regierung dann zu tun gedenkt. Also ein SETI-Projekt eines Tages Erfolg hat.

Die vollständige Antwort der Regierung erfolgte am  7. August 2018. Nur leider macht sie es nicht besser, im Gegenteil:

Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne, da die Bundesregierung einen Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für äußerst unwahrscheinlich hält. Konkrete Fälle, die Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten hätten sein können, sind nicht bekannt.“

Nach einem “Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland” – also die Landung von Aliens in unserem Land – hat der Abgeordnete Janecek überhaupt nicht gefragt. Nach Aussage der Regierung sei das “äußerst unwahrscheinlich” und deshalb habe man dafür auch keine Protokolle. Das ist auch vollkommen richtig. Auch Janecek selber schreibt in einem Artikel vom 18. August zu den Antworten der Bundesregierung:

Wenn man den Begriff Erstkontakt so versteht, dass Außerirdische in der Lüneburger Heide landen, muss man ihr mit dieser Einschätzung auch uneingeschränkt Recht geben.”

Eine Invasion von Aliens in ihren Super-Raumschiffen gehört auch nach Meinung von Janecek ins Kino und nicht in die Wissenschaft. Er schreibt weiter:

Die Erde bekommt Besuch von ihr nicht besonders wohlgesinnten Außerirdischen in Raumschiffen und verfällt in Panik und Chaos, während fiktive US-amerikanische Präsidenten für solche Fälle vorgesehene Notfallpläne aus den Schubladen ziehen und zügig schlagkräftige Sondereinheiten mit mindestens einem bühnentauglichen Helden zusammenstellen.

So interessant ein derartiges Szenario aus subjektiver Sicht im Sinne einer unterhaltsamen Abendgestaltung sein kann, so wenig ist es aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse für realistisch zu erachten.

“Die Angst vor Invasionen durch intelligente und übermächtige Aliens ist irrational”, so Dieter Janecek, obwohl “unzählige Verschwörungstheorien die Runde machen”.

Optimistisch oder auch pessimistisch betrachtet, je nachdem, ob die Ankömmlinge Freunde oder Feinde sind, ist eine eche Ankunft von Aliens auf der Erde theoretisch trotzdem möglich. Aber auf der Erde und nicht auf dem Alexanderplatz in Berlin oder auf dem Oktoberfest in München. Warum sollten sie auch Deutschland auswählen, wenn sie die Menschheit kontaktieren (oder auslöschen) wollen? Letztlich würden da eh keine noch so ausgefeilten Pläne in irgendeinem Land der Erde nützen.

Die Bundesregierung beantwortete zwei Fragen

In den vergangenen Tagen haben Medienberichte sich genau auf diese Antwort der Regierung “gestürzt”. Eine Antwort auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde. Doch Dieter Janecek richte diesbezüglich zwei Fragen an die Regierenden in Berlin. Frage Nummer 2 ging dabei wohl unter, da sie wohl zu wenig Potential für irgendwelche Sensations-Schlagzeilen hat:

Von welchen Institutionen oder Programmen auf nationaler oder europäischer sowie internationaler Ebene hat die Bundesregierung Kenntnis, die sich ganz oder teilweise mit der Suche nach außerirdischem Leben beschäftigen, und rechnet die Bundesregierung damit, von diesen Institutionen oder Programmverantwortlichen im falle eines möglichen Erstkontaktes informiert zu werden?

Die Antwort kennen sicher viele an Aliens und Astronomie interessierte Menschen. Vor allem SETI-Astronomen machten und machen sich darüber Gedanken, was zu tun ist, wenn sie ein intelligentes Signal aus dem Kosmos empfangen. Immerhin ist genau das auch Ziel von SETI: Außerirdische im All finden und wissenschaftlich nachweisen.

„Hierzu verweist die Bundesregierung auf die Nr. 2. der Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ‘Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischer Lebensformen’ (AKZ: WD 8 – 3000 – 104/2009).

Inzwischen wurde ein Radioteleskop in Kalifornien, das Allen Telescope Array, zur Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) in Betrieb genommen. Im Falle der Detektion eines künstlichen extraterrestrischen Signals wird die internationale Wissenschaftsgemeinde nach ausreichender Verifikation des Signals informiert.“

Bei dieser Antwort der Deutschen Regierung an den Abgeordneten Janecek fehlt offenkundig das “Schlagzeilen-Potential” für die Massenmedien. Nicht aber unbedingt für grenzwissenschaftlich Interessierte.

Dass SETI-Radioteleskope nach Alien-Signalen suchen, ist selbst Laien durchaus bekannt. Auch, dass ein potentielles Signal von Außerirdischen nach Empfang von anderen Astronomen und Wissenschaftlern bestätigt werden muss. Bei dem im Review-Posting über die Sendung des WDR erwähnten “Wow-Signal” vor ca. 40 Jahren war das beispielsweise nicht so. Es wurde einmal empfangen, konnte aber nicht mehr von anderen Astronomen bestätigt werden …

Das deutsche “UFO-Gutachten”

In der zweiten Antwort wird auch auf die “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” verwiesen. Darin könne sich der Grünen-Politiker Janecek quasi weiter bezüglich seiner Anfrage informieren. Und das ist die legendäre “geheime UFO-Akte der Bundesregierung”, die erst auf juristischen Klageweg von dieser freigegeben wurde. Inhaltlich ist sie eher belanglos, wie zum Beispiel HIER und HIER sowie in einem Video HIER erläutert.

Allerdings gibt dieses Dokument auch keine wirklichen Antworten auf die zweite Frage von Janecek. Im Gegenteil, da dieses offizielle “UFO-Gutachten” der Regierung von 2009 gerade mal 10 knappe Seiten umfasst. Der Verweis “auf die Nr. 2. der Ausarbeitung” bezieht sich auf das zweite Kapitel oder besser den zweiten Abschnitt darin. Auf gerade mal grob einer Seite geht es darin um “Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz – SETI”, wie die Nr. 2 überschrieben ist.

Inhaltlich sind es allgemein zusammengefasste Informationen zu den SETI-Projekten. Die Geschichte, die Finanzgeber, beteilige Astronomen, Institute und anderes dazu mehr. Bei Wikipedia erfährt man über SETI wesentlich mehr, als in der freigeklagten “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages”.

Schaut man sich aber die oben zitierten Antworten der Regierung an Dieter Janecek genauer an, findet man sie auch in der Ausarbeitung des Bundestages zu Aliens & Co. Zum Teil scheint es, als habe man einfach Aussagen und Angaben aus der “UFO-Akte der Regierung” entnommen, und als Antworten auf die beiden Fragen dem Grünen-Politiker übersandt. Zum Teil wortwörtlich.

Und hier ist der Abschnitt Nr. 4 der Ausarbeitung durchaus interessant.

Bekannte Antworten auf bekannte Fragen

Dieter Janecek wird die rund zehn Jahre alte “UFO-Akte” der Regierung mit Sicherheit schon vor seinen Anfragen gekannt haben. Davon darf man ausgehen. In Abschnitt 4, “Die VN-Resolution A/33/426”, geht es um “die Erforschung von unidentifizierbaren Flugobjekten (UFO) sowie außerirdischen Lebensformen”. Eben genau das, was die legendäre Resolution der Vereinten Nationen 1978 in “United Nations General Assembly Decision 33/426” beschlossen hat.

Kompakt gesagt heißt es in diesem Beschluss, dass die Generalversammlung der UN “interessierte Mitgliedstaaten” dazu einlädt sich national mit UFOs und Aliens zu beschäftigen, sie zu erforschen und ihre Arbeiten zu koordinieren. “Wissenschaftliche Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich unidentifizierter fliegender Objekte” ist damit konkret gemeint. Diese Anstrengungen und Ergebnisse sollen dann den Vereinten Nationen mitgeteilt werden.

Für die Deutsche Regierung ist diese Resolution nicht bindet. Sie habe “nur empfehlenden Charakter. Sie sind daher rechtlich nicht bindend und verpflichten nicht zu Umsetzungsmaßnahmen”, so heißt es in der UFO-Ausarbeitung von 2009. Die Länder werden nur “eingeladen” solche Forschungen zu betreiben und damit sei “die Bundesrepublik Deutschland zu keinen Zeitpunkt (rechtlich) verpflichtet (…) UFOs oder außerirdischen Lebensformen zu dokumentieren bzw. zu untersuchen” und es der UN mitzuteilen.

Das enttäuscht sicher viele UFO-Forscher oder Mystery-Jäger. Genauso wie die Tatsache, dass in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt vier ähnliche Fragen von Abgeordneten an die Regierung gestellt wurden, wie aktuell jene von Janecek. Die damaligen Fragen und Antworten habe ich 2010 an anderer Stelle zitiert und diskutiert.

So stellte als Beispiel der FDP-Abgeordnete Peter Hettlich von den Grünen schon 2009 folgende Frage:

Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Wahrscheinlichkeit der Existenz intelligenter extraterrestrischer Lebewesen ein, und für wie hoch hält sie die Wahrscheinlichkeit, dass Außerirdische auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland landen?

Der Staatssekretär antwortete darauf am 22. Juni 2009 unter anderem mit den Worten:

Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen.“

Sinngemäß bekam zehn Jahre später der Grüne Dieter Janecek auch genau diese Antwort, obwohl er, wie wir gesehen haben, danach gar nicht fragte.

Noch mehr Hintergründe

Schaut man sich das Dokument mit den Antworten an Janecek vom 7. August 2018 einmal etwas genauer an, fällt dem ein oder anderen misstrauischen Menschen vielleicht etwas auf: Absender ist das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” von Peter Altmaier (CDU). Warum von allen deutschen Ministerin gerade das? Warum nicht das Verteidigungsministerium oder das “Bundesministerium für Bildung und Forschung”?

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Auch wenn es verirrend erscheinen mag, gibt das dafür eine recht einfache Erklärung.

Die beiden “Alien-Fragen” von Dieter Janecek sind nur Zusatzfragen einer sogenannten “Kleinen Anfrage” an die Bundesregierung vom August 20018 (Drucksache 19/3745). Darin finden sich insgesamt 39 Fragen mit den entsprechenden Antworten, die die Grünen und natürlich Janecek zum Thema “Ziele und Zeitplan des angekündigten Weltraumgesetzes und weiterer Vereinbarungen im Bereich Raumfahrt” stellten. Irgendwas mit UFOs oder einem Erstkontakt sucht man darin vergeblich, da diese Fragestellungen praktisch rein wirtschaftliche Interessen Deutschlands berühren (s. auch Dokument HIER).

Denn die aktuell zu beobachtende Kommerzialisierung der Raumfahrt verdient nach Ansicht der Fragestellenden deutlich mehr politische Aufmerksamkeit.

(…)

Diese Entwicklung bietet ganz neue Möglichkeiten für die zivile Raumfahrt und Weltraumforschung, fordert aber auch etablierte Strukturen heraus. Und sie lassen nicht zuletzt eine Überprüfung sinnvoll erscheinen, welche aktuellen staatlichen Investitionen in die zivile Raumfahrt mittel- und langfristig zukunftsfähig sind.”

Heißt es einleitend in dem Dokument zum Beispiel. Ganz profan also Fragen, wie die aktuelle Regierung unseres Landes in Zukunft auf dem Sektor der Raumfahrtindustrie wettbewerbsfähig bleiben will. Oder ob sie es überhaupt sein kann und was sie zukünftig dafür plant. Immerhin hat erst jüngst US-Präsident Donald Trump deshalb die Gründung einer “Space Force” bekannt gegeben. Auch das hat nichts mit einer Alien-Invasion zu tun, sondern hat wirtschaftliche Gründe, wie in diesem Blog-Beitrag nachzulesen ist.

Wer anders als das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” wäre also dafür zuständig solche Fragen der Grünen-Fraktion zu beantworten?

Fassen wir bis hierher zusammen …

  • Mein Mystery-Review, quasi der Teil 1 dieses Postings, behandelte eine “Alien-Kinderradiosendung” des WDR. Darin erklärten die Moderatoren knapp und einfach unter anderem eben auch, was es mit diesen nicht vorhandenen Plänen Deutschland in Sachen Außerirdischen auf sich hat.
  • Die (Boulevard-)Presse bauschte das Thema vielfach auf. Durch sensationelle Headlines, durch fehlende Hintergrundinfos oder auch durch die Auswahl von Zitat-Stücken usw. Mit guten Willen sage ich einfach mal, die Massenmedien haben online auch nicht genug Platz, das Thema genauer zu beleuchten …
  • Ich schon, weshalb ich mein WDR-Review als Mystery-Interessierter aufteilte, um die Hintergründe genauer darzulegen.
  • Der Abgeordnete Dieter Janecek wollte eigentlich nur wissen, ob es in Deutschland irgendwelche Pläne gibt, wenn man ein außerirdisches Signal findet. Auch wenn man direkt in unserem Land nicht oder kaum an irgendwelchen SETI-Projekten arbeitet.
  • Die Antwort an Janecek war irreführend, da in diese direkt von der Landung von Außerirdischen in Deutschland sprach, was er aber so nicht fragte.
  • Für diesen Fall hat Deutschland keinerlei Masterplan.
  • Janecek wollte ich einer zweiten Fragen wissen, ob die Regierung irgendwie von Projekten usw. weiß, die aktiv nach anderen Wesen im All suchen.
  • Die Regierung verwies auf SETI, was Dieter Janecek mit Sicherheit schon im Vorfeld kannte (hoffentlich).
  • Ebenso verwies die Regierung auf ihre “UFO-Ausarbeitung” des Bundestages, in der mehr allgemeine Informationen zu SETI nachzulesen sind.
  • Nachzulesen ist darin auch die Position Deutschlands zur UN-Resolution von 1978, in der es hieß, man möge sich national mit UFOs und außerirdischem Leben befassen.
  • Dieser Beschluss sei nicht bindend sondern nur eine Einladung der UN – und Deutschland mache es deshalb nicht.
  • Es wurde mitgeteilt, dass bei einem bestätigten außerirdischen Erstkontakt dieser Information an die “internationale Wissenschaftsgemeinde” gegeben wird. Was es dann für Pläne gibt, weiß man offensichtlich nicht. SETI-Astronomen indes schon, auch wenn es beim ersehnten Erstkontakt hier sicher international zu “Reibereien” kommen wird …
  • Die aktuellen Fragen wurden so oder so ähnlich schon vor zehn Jahren gestellt und auch von der Regierung beantwortet. Zum Teil nutze man diese Antworten als “Textbausteine” jetzt erneut.
  • Dieter Janecek und seine Partei haben zuvor 39 Fragen an die Regierenden gestellt, die sich um wirtschaftliche Aspekte der Weltraumforschung für unser Nation drehten. Interessanterweise haben diesen Umstand die Massenmedien eigentlich vollkommen ignoriert. Bis auf eine erstaunliche Ausnahme: Das WDR-Kinderradio “KiRaKa” in deren UFO-Sendung am 21. August.
  • Darum antworte auch das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” auf die beiden Zusatzfragen von Janecek.

Ganz offiziell bleibt eine Sache “seltsam”

Und doch gibt es bei all den vielleicht etwas verwirrend erscheinenden Fakten noch eine weitere interessante Aussage. Zu finden in dem “UFO-Papier” des Bundestages von 2009, dass bekanntlich eher einer Wikipedia-Zusammenfassung ähnelt. Unter der Nr. 4 zu der UN-Einladung zu nationaler UFO-Forschung lesen wir folgenden Abschnitt:

Die Aussage, dass ,der Bundesregierung … keine Erkenntnisse vorliegen, die eine zuverlässige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit extraterrestrischen Lebens erlauben würden (und) eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland … nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen (hält)’, besagt nichts darüber, ob in der Vergangenheit nicht doch entsprechende Untersuchungen gemacht wurden.”

Und da andere Länder zuvor geheime UFO-Dokumente “sogar via Internet veröffentlicht haben” schreibt die Ausarbeitung weiter:

Die Tatsache (…) legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.

Der “Wissenschaftliche Dienst” des deutschen Bundestages schreibt hier eindeutig an die Abgeordneten, dass sie selber nicht wissen:

  1. Ob in Deutschland trotzdem UFO-Untersuchungen durchgeführt wurden, von denen der Dienst nichts weiß, und die folglich geheim sind.
  2. Ob “sich auch deutsche Behörden oder Ministerien” mit UFO-Forschung und der Frage nach Außerirdischen beschäftigten und sogar weiter beschäftigen, auch wenn die Vermutung nahe liegt.

Nachzulesen auf Seite 7 der “Studie“.

Im Klartext: Den Autoren der Ausarbeitung ist also unbekannt, ob es nicht doch geheime UFO-Forschungen der deutschen Regierung oder zugehöriger Behörden gab oder noch gibt. Aber sie selber vermuten es. Wenn das mal nicht letztlich doch Raum für Spekulationen lässt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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