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Vimanas im alten Indien: Fliegende Wagen der Götter am Himmel und im All – der ewige Streit um Außerirdische in Indiens Antike

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Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien - der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien – der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mystery-Forscher und Autoren der Prä-Astronautik durchforsten seit Jahrzehnten alte Texte und Schriften nach scheinbar modernen Inhalten. Vor allem auch nach Göttern des Himmels, die in fliegenden Wagen oder Geräten beschrieben werden. Solche Gefährte heißen in den alten heiligen Büchern Indiens nicht selten Vimana. Fluggeräte von fremden Wesen aus ebenso fremden Welten oder vom Himmel. Aber stimmt es, dass solche Flugwagen der indischen Götter, Helden und Dämonen nur reine Phantasie diverser Autoren sind, wie es Kritiker der Prä-Astronautik immer wieder sagen?


Vimanas im Alten Indien

Biblische und verwandte Texte aus alter Zeit berichten von zahlreichen „Himmelfahrten“ und überliefern derartige „Gotteserfahren“. Es sind Beschreibungen des fliegenden „Thronwagen Gottes“. Kein Wunder also, dass die Autoren der „Ancient Aliens“ sich schon vor 60 und mehr Jahren an biblische Schriften heranwagten, um diese „modern“ zu interpretieren.

Es bietet sich ja an, denn eine Bibel hat eigentlich jeder im Haus und auch die nicht-biblischen Texte sind leicht zu bekommen.

Aber in der modernen Prä-Astronautik sind heute auch die uralten Texte aus Indien nicht mehr wegzudenken. Quasi unter dem Ladentisch kursiert zum Beispiel eine 140-seitige Dokumentation über „Vimana in Ancient India“. Unter dem Ladentisch deshalb, da sie im Selbstverlag in winziger Auflage 1985 im indischen Kalkutta erschienen ist. Darin wird die Bezeichnung „Vimana“ aus den alten Schriften als Fluggeräte von außerirdischen Göttern identifiziert.

Autor dieser Zusammenfassung über diese Vimanas war Professor Dileep Kumar Kanjilal von der Universität Kalkutta. Seines Zeichens ein Kenner der altindischen Schriften des Sanskrit. Er übersetzte alte Texte ins moderne Englisch und beim Studium seiner Arbeit scheint es eigentlich keinen Zweifel mehr zu geben: „Die alten Götter Indiens flogen in Raumschiffen herum! Die Vimanas waren Fluggeräte von Außerirdischen!“

Kritiker spotten, wenn sie diese Arbeit überhaupt kennen, bis heute über den Inhalt dieser Broschüre. „Pure Phantasie“ schreien diese und sprechen Professor Kanjilal jegliche Qualifikation ab. Mehr noch, im Internet heißt es unter Skeptikern seit Jahren, dass diese Übersetzungen nur Erfindungen wären. Und zwar auf Wunsch von keinem geringeren als Erich von Däniken selber.

Skeptiker

So schrieb bereits vor mehr als 10 Jahren ein Skeptiker (den ich hier nicht namentlich nennen werde) in seinem Internetforum sogar folgendes:

Dieser Inder, der gute Kanjilal, hat für Erich von Däniken eine Wunschübersetzung angefertigt. Das hat Däniken (…) einem anderen Prä-Astronautik-Autor gestanden. Er hat ihm einfach mit einem mehrfachen Jahresgehalt vor der Nase rumgewedelt, darauf ist er eingeknickt.“

Beweise für diese Unterstellung gab es von Seiten des Kritikers damals nicht.

Was aber ist denn nun ein Vimana, das viele Prä-Astronautik-Autoren als Raumfahrtzeug oder Luftfahrzeug von Außerirdischen betrachten? Ein einschlägiges Sanskrit-Lexikon von 1999 unter dem Stichwort „Vimāna“ verrät es. Demnach ist es ein…

Fahrzeug der Götter, welches sich von selbst bewegen kann; ein Luftwagen; Tempel, Thron; Maß, Proportion; eine Person, die allen Stolz und Egoismus aufgegeben hat und zum Himmel aufsteigt.“

Tatsächlich sollten hier Grenzwissenschaftler aufhorchen. Götterfahrzeuge sind ja für für viele Mystery-Jäger Fahrzeuge von Außerirdischen. Und auch heute noch heißen Flugzeuge in Indien zum Teil „Vimana“. Ebenso Tempel oder Teile der Tempel, wie etwa die Spitze. Pauschal gibt es demnach nicht das oder die eine Vimana. Und Professor Kanjilal übersetzte in seiner „modernen Interpretation“ von 1985 Vimana schlicht mit „Raumschiff“.

Doch auch abseits von „vorbelasteter Literatur“ sind diese indischen Flugwagen der Götter aufzuspüren. Und dies nicht zu knapp.

Ein leuchtender Himmelswagen

Im Jahre 1824 veröffentlichte Professor Franz Bopp seine Arbeit „Ardschuna’s Reise zu Indra’s Himmel nebst drei anderen Episoden des Mahâ-Bhârata“ über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Der Text stammt aus dem berühmten, Jahrtausende alten Nationalepos Mahabharata.

Es handelt sich dabei um genau jenem Text, der auch angeblich das bereits HIER analysierte „Atombomben-Zitat“ enthält. Also Aussagen, die auf den Einsatz von Atombomben vor tausenden von Jahren hindeuten sollen.

Wir lesen bei Bopp Erstaunliches. So erfahren wir, dass der Held Ardschuna sich eines Tages wünschte, dass ein „Wagen“ (Vimana) kommen solle, was er daraufhin auch mit viel Tamtam tat:

Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. LAF) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr. (…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. LAF), glänzend so wie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der tapfere Krieger Ardschuna in den Himmel auf. Dort sollte er den Gott Indra treffen. Und es wird richtig spannend:

Als er nun dem Bezirk nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdewandelnden, sah Wagen, wunderschön’ er zu Tausenden. Dort scheint Sonne nicht, Mond nicht, dorten glänzet das Feuer nicht, Sondern in eigenem Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, Was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, Ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.“

Der biblische Abraham lässt grüßen – wie HIER dargelegt …

Mit einem Vimana zu den Sternen

Es heißt folglich, dass der mutige Held mit einem göttlichen, fliegen Wagen in den Himmel fuhr. Dort erreichte er einen für die Menschen der Erde („Erdenwandlern“) unsichtbaren Bereich. Wie bei Abraham heißt es auch hier, dass es dort kein Feuer gibt. Dunkel scheint es auch zu sein. Aber phantastisch – und wie wir heute wissen richtig – klingt die Aussage, dass Sterne, die von der Erde aus wie „Lampen“ erscheinen, in Wahrheit „große Körper“ sind, die von selber leuchten.

Professor Bobb hat diese Texte aus dem Sanskrit selber übersetzt. Kritiker sagen auch hier, der Herr Professor hat 1824 phantasiert. Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keinen Erich von Däniken gab, lohnt sich ein Blick in andere Übersetzungen.

Meine fast 5000 Seiten lange englische Übersetzung „The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa“ von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli verrät nach emsigen suchen, wo der Text steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt! Sehr kleine Unterschiede der Übersetzungen von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische, sind wie zu erwarten zu finden.

Die fliegenden Vimama-Himmelswagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind jedoch vorhanden. Phantasiert hat demnach Bobb vor 100 Jahren nicht!

„Die Wirklichkeit der Götter“

Der Autor Lutz Gentes hat seit 1977 bisher vier spannende Analysen und Interpretationen altindischer Berichte über Flugwagen und ganzen Schlachten am Himmel vorgelegt. Damals erschien eine erste Arbeit mit dem Titel „Zur Frage der Tatsachlichkeit von Kontakten zu Außerirdischen in Altertum und Vorzeit“ als Sonderband der UFO-Forschungsorganisation MUFON.

Eine neue, umfassende Analyse soll folgen, wie ich bereits vor Jahren von ihm erfuhr. Vor allem ist er sicher, dass es ganze Schlachten und Städte im oder am Himmel (Raumstationen?!) gab. Die Schriften der alten Inder sind voll damit und immer wieder reisten Helden in diese Himmelstädte. „Himmlische und großartige Hallen“ im Himmel, die „mit dem Glanz von Feuer“ erbaut waren, oder eine goldene „Stadt in der Luft“ mit Namen Hiranyapura (= „Stadt aus Gold“) überliefern die alten Inder, so Gentes.

Als Autor des Phantastischen legte er beispielsweise auch 1995 seine Arbeit „Der Krieg gegen Dwârakâ: Beschreibung eines Luftangriffs im altindischen Mahâbhârata und Bhâgavata-Purâna“ (Scientific Ancient Skies, Band 2, 1995) vor. Fand damit aber wohl aufgrund mangelnder Reichweite weniger Beachtung. Das änderte sich erst ein Jahr später mit seinem ersten Buch „Die Wirklichkeit der Götter“, in dem er sehr detailliert Flugwagen, Raumstationen und Luftschlachten aus den indischen Texten analysiert. Hier war der Untertitel des Buches Programm: „Raumfahrt im frühe Indien“.

Rund 15 Jahre nach seinem Buch „Die Wirklichkeit der Götter“ von 1996, entdeckten auch Kritiker das umfangreiche Werk. Und so kam schon Ende 2009 im Internet eine Diskussion um genau diese Arbeit auf. Eine Diskussion, in der sich zwei Monate lang hitzig Pro und Kontra ablöste. Um nicht zu sagen: eine explosive Debatte.

„Unhaltbarer Blödsinn“?

Man dürfe den Laien Gentes nicht ernst nehmen, er hat keine Kompetenz und hat sich alles aus den Fingern gesogen und fälsche mit Absicht, waren noch nette Bezeichnungen der Skeptiker. Der „Rädelführer“ unter den Skeptikern gab jedoch in dem damaligen Internetforum „Rätsel der Vergangenheit“ bereits früh zu:

Aber ich muss zugeben, dass ich das Gentes-Buch nicht gelesen habe und auch nicht vorhab, dies zu tun.“

Aha? Alle modernen Deutungen erkenne dieser Kritiker (auch ohne sie gelesen zu haben) direkt als „unter aller Sau“, „völlig bekloppte Versfälschungen“, „unhaltbarer Blödsinn“ und „abstrus“.

Der eifrigste Skeptiker brüstete sich sogar, dass Gentes schon mit „krimineller Dreistigkeit“ „völlig bekloppte Verfälschungen“ veröffentlicht habe. „Wenn ich mit Lutz Gentes fertig bin“, tönte ein Kritiker, „ist er so erledigt, wie man nur sein kann“. Und ein Vertreter der Pro-Seite sei nichts weiter als „aufgeblasener Dummschwätzer“.

Es dauerte nicht lange, und die Befürworter der Prä-Astronautik und der Skeptiker-Rädelsführer drifteten in ihren „Diskussionen“ in die Fäkalsprache ab. Natürlich wurde auch mit dem Staatsanwalt gedroht und nach rechtlichen Konsequenzen wurde gerufen. Beide Seiten warfen der anderen Seite Lug, Täuschung und Betrug vor. Forderungen wurden laut, einen Pro-Vertreter wegen „unzumutbaren Schwachsinn“ aus dem Forum zu werfen was mit einem „Penner“ beantwortet wurde …

Wurde das Thema von dem selbsternannten Experten der Kontra-Seite nun widerlegt? Gab es keine „fliegenden Wagen“ und Schlachten am Himmel im Mahabharata? Ein klares Nein. Nichts wurde entschieden und man trennte sich in Zorn und Feindschaft. „Blutige Nasen“ hätten sie sich geholt, so der Betreiber des Forums auf meine Nachfragen. Das einzige, wohin diese „Debatte“ damals führte, war die Eskalation!

Aber auch das zweitgrößte Epos Indiens, das Rāmayana (viertes Jahrhundert vor Christus), ist voll von Flugwagen der Götter. Der Text des Epos enthält zahlreiche Schilderungen von Schlachten und „fliegenden Wagen“. Eben den Vimanas.

Noch mehr Vimanas

So schildert das Buch etwa die Entführung der schönen Sita, was zahlreiche Kämpfe nach sich zog. In Kapitel 49 (drittes Buch, Aranya Kanda) heißt es, dass der Dämon Ravana mit einem Fluggerät die sanftmütige Sita in den Himmel verschleppte. Als er sie packte, „erschien augenblicklich Ravanas großer Wagen“ und er bestieg den von „schreienden Maultieren“ gezogenen Wagen. „Hoch mit ihr in die Luft“ ging die Reise, während Sita wie wild gegen ihren Entführer kämpfte.

Rāma wollte Sita unbedingt zurück und erfuhr von Kabandha, wie er das schaffen könne. Doch wie genau er ihm dies mitteilte, liest sich spannend:

Und dieser schöne Dämon (Kabandha, Anm. LAF) (…) stieg in die Luft, sitzend auf einem glänzenden Wagen, den Schwäne zogen, und mit seinem Glanz erleuchtete er die zehn Regionen. Am Himmel stehend sprach er zu Rama: (…)“ (drittes Buch, Aranya Kanda, Kapitel 72)

Das müssen sonderbare „Schwäne“ gewesen sein…

Auch in anderen Teilen des Buches wird beschrieben, wie Götter und Dämonen umherfliegen konnten. „Schnell wie Garuda flog er (Hanuman, Anm. LAF) hinweg über das Meer und bahnte sich seinen Weg durch die wolkengefüllte Luft“, heißt es in Kapitel 1 des fünften Buches (Sundara Kana) zum Beispiel. „Durchs Firmament“ soll er geflogen sein und dabei die Wolken wie der Wind zerstreut haben. Denn so ein göttlicher Flugwagen war…

ein unvergleichliches Meisterwerk, denn er vermochte durch den Himmel zu fliegen wie ein Leuchtfeuer im Kreis der Sonne, und strahlte unbeschreiblich“. (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

„Fliegende Wagen der Götter“

„Die fliegenden Wagen der Götter“ (Kapitel 8) waren zahlreich im Alten Indien. Ravana, Besitzer des Flugwagens, konnte ihn allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern. So sei er in der Lage gewesen, „schnell wie der Wind“ überall hinzukommen, wohin er wollte. Folgende Worte preisen diese Technologie der Götter:

Den Himmel vermochte er zu durchqueren, und er enthielt viele Kammern und unzählige seelenentzückende Kunstwerke. Fleckenlos wie der Herbstmond glich der Wagen einem Berg mit prächtigen Gipfeln.“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

Bei Tag und Nacht konnte das Luftfahrzeug fliegen. Und es hatte auch einen Namen: „fliegender Wagen Pushpaka“, eben „Pushpakavimana“. „Das Luftfahrzeug Pushpaka“, wie es das Sanskrit-Wörterbuch von Dr. Martin Mittwede sagt. Und ein Pushpaka ist auch ein „fliegender Palast“. Rāma, der Held des Rāmayana, „flog nach gewonnenem Kampf damit zurück in sein Königreich“.

Und Pushpaka waren wirklich Flugwagen, wenn uns die Texte des Rāmayana nicht belügen:

„(sie) begaben sich zum Pushpakawagen und bestiegen ihn. Und die Dämoninnen nahmen diesen fliegenden Wagen und flogen auf Ravans Befehl zu Sita in den Ashokahain“. (sechstes Buch, Yuddha Kanda, Kapitel 47)

An anderer Stelle, so könnte man es interpretieren, fliegt ein solcher Vimana auch durch das All. Es heißt:

Unermüdlich durchtauchte Hanuman diesen Raum, den Sonne und Sterne schmückten, und überflog den König der Planeten. (…) Durch den Himmelsraum wurde er getragen, dieser Sohn des Windes, und er zerteilte beständig die Wolkengruppen und segelte fort und fort, wobei er lautes, donnergleiches Gebrüll ausstieß (…)“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 57)

Waren die oft genannten Vimanas Indiens nur Phantasie der alten Schreiber? Demnach nur von Prä-Astronautik-Forschern und -Autoren falsch gedeutet und interpretiert? Wenn nicht: wer flog vor Jahrtausenden durch den Himmel; wer waren diese „Götter“ und „Dämonen“ in den Flugwagen?

Götterwagen vs. Phantasie

Das Ramayana besteht aus 24.000 Doppelversen und wurde zum Beispiel von Claudia Schmölders (teilweise) ins Deutsche übersetzt. „Auf eine Eindeutschung der Schreibweise wurde verzichtet“, bemerkte sie explizit zu ihrer Arbeit. Ebenso, dass sie der anerkannten Übersetzung „The Ramayana of Valmiki“ (3 Bände, London 1953 bis 1959) von Hari Prasad Shastri folgte.

Kommt und kam es den Übersetzern der alten Schriften Indiens nicht seltsam vor, dass dort die Götter in fliegenden und leuchtenden Wagen durch den Himmel reisten? Denn einfach und pauschal zu behaupten, dass ein Vimana in den alten indischen Büchern nichts mit fliegenden Fahrzeugen von Himmelswesen zu tun hat, ist offensichtlich nicht weit genug geblickt. Es lassen sich zweifellos solche Fluggeräte darin finden, die sogar außerhalb der Erde operiert haben sollen.

Die alles entschiedene Frage ist hier die, was daran einst eine physische Realität war. Eine immer wiederkehrende Frage in der gesamten Prä-Astronautik, die ohne handfeste Beweise weiterhin ohne Antwort bleiben wird.

Hierbei ist im Fall der indischen Vimanas besonders interessant, dass es angeblich so was wie „technische Rekonstruktionen“ dieser Fluggeräte gibt. Sie kursieren schon viele Jahrzehnte und sind online immer wieder zu finden. Ein Dr. Shivkar Bapuji Talpade aus Bombay soll sogar schon 1895 nach Anweisungen eines Pandit Subbaraya Shastry ein flugfähiges Gerät dieser Art nachgebaut haben.

Hierzu veröffentlichte das „Indian Institute of Science“ bereits  1974 die Untersuchung „A critical study of the work ‚Vymanika Shastra'“. Darin kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die kursierenden „Rekonstruktionen“ (angeblich von 1904) nicht in der Lage waren zu fliegen. Auch die genauen Textquellen dieser „Rekonstruktionen“ seien unauffindbar.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Streit die Sintflut!

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Video: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten - und dann im Streit die Sintflut! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Streit die Sintflut! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Glauben wir den zahllosen Mythologien aus aller Welt, dann kamen einst Götter und Lehrmeister vom Himmel, die der Menschheit Wissen brachten. Und erstaunlicherweise sagen  viele dieser Legenden, dass es zu einem Streit zwischen Himmelswesen und Menschen kam, der mit einer Vernichtung endete. Oftmals eine Sintflut als Strafe für den Abfall der Menschen. Genau eine solche Geschichte erzählte man sich auch auf den Fidschi-Inseln im Pazifik. Und sie ähnelt dabei Überlieferungen aus anderen Teilen der Welt und auch der Bibel. Nur ein Zufall? Denn es gibt weitere Parallelen.


Die Rache der Götter – weltweit

Götter und Lehrmeister vom Himmel kennen nahezu alle Völker und Kulturen der Welt. Zu allen Zeiten erzählte man sich Mythen über diese Himmelswesen. Erstaunlich ist dabei, dass eine Reihe dieser Legenden im Kern sehr ähnliche bis sogar identische Aussagen über diese Götter beinhalten.

Diese Kerne sind unter anderen, dass fremde Wesen aus dem Himmel dem Menschen Wissen, Weisheit und Erkenntnisse brachten. In vielerlei Hinsicht. Doch irgendwann lehnten sich die Menschen gegen diese Götter auf. Nicht selten auch abtrünnige Himmelswesen. Es kam zu einer Rebellion und einen Abriss der Beziehungen zwischen Himmel und Erde. Es folgte aus Rache der Götter eine Vernichtung der Abtrünnigen auf der Erde. Oft durch eine Sintflut oder einen Weltenbrand.

Genau das findet sich weltweit. Bei den großen Kulturen und Zivilisationen ebenso, wie bei unscheinbaren Völkern in ihren Mythologien. So wie als eher unbekanntes Beispiel auf den Fidschi Inseln im pazifischen Ozean, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 22. März 2022 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

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Lars A. Fischinger

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Henoch und seine Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, „ruhelose“ Sonne im All? (+ Videos)

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Henoch und die Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, wilde Sonne im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Henoch und die Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, wilde Sonne im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Könnten Jahrtausende alte Schriften und Überlieferungen vermeintlich „modernes“ Wissen beinhalten? Zum Beispiel über Technologien oder die Beschaffenheit der Welt und darüber hinaus, wie in einigen Beiträgen auf Mystery Files bereits mehrfach berichtet wurde? Und so könnte man vielleicht auch einen (in Teilen) über 2000 Jahre alten Text modern interpretieren. Denn das erste Buch Henoch enthält eine Passage während einer angeblichen Reise mit einem Himmelswesen, die ein sonderbares „Feuer“ erwähnt. Schaut man genau hin, scheint hier die Sonne als rotierender Stern im Zentrum des Sonnensystems beschrieben worden zu sein. Davon aber konnte der Schreiber des Textes damals nichts wissen.


Unsere ruhelose Sonne

Die Erde dreht sich in rund 24 Stunden einmal um sich selbst. Das ist Allgemeinwissen und jemdem bekannt. Weniger bekannt ist da schon, dass auch auch die Sonne im Zentrum unseres Sonnensystems um ihre Achse rotiert.

Anders als Planeten rotiert diese aber ausgesprochen unruhig. Als Feuerball im All unterscheidet sich die Rotationsgeschwindigkeit der Sonne je nach ihrer Region sogar um mehrere Tage. In der Nähe der Pole benötigt sie etwa 31 Tage für einen Umlauf und am Bereich ihres Äquators ganze 6 Tage weniger. Es ist ein ruheloser Gasball, der noch dazu unter seiner Oberfläche schneller rotiert.

Diese Ruhelosigkeit unseres Sterne betrifft demnach nicht nur die allseits bekannten Eruptionen an der Oberfläche, die wohl jeder schon mal auf entsprechen Satellitenaufnahmen gesehen hat. Anhand der dunklen Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche wurde schon vor rund 200 Jahren vermutet, dass die Sonne sich ähnlich wie Planeten um ihre Achse dreht. Allerdings dauert es bis 1863, bis durch Beobachtung dieser Flecken zwei Astronomen diese Rotation nachweisen und berechnen konnten.

Um diese Drehung der Feuerkugel anhand ihrer Flecken sehen zu können, benötigt man Spezial-Teleskope. Heute kann jeder Interessierte diese Rotation im Internet anhand von Satellitenaufnahmen und Filmen sehen. Und so haben Astronomen solche Technologien längst zur Beobachtung unseres Fixsterns im All selber zur Verfügung stehen. Hierbei ist das 1995 gestartete Sonnenobservatorium „Solar and Heliospheric Observatory“, besser bekannt unter dem Kürzel SOHO, sicher die bekannteste Sonnen-Forschungssonde.

Moderne Erkenntnisse der Astronomie und der Wissenschaft – könnte man meinen. Denn es gibt einen alten jüdisch-christlichen Text, der „zwischen den Zeilen gelesen“ vielleicht schon die Rotation und „Unruhe“ der Sonne beschrieben hat.

Henoch, der Sonderling

Es ist das äthiopische Buch Henoch (auch 1. Henoch genannt), das nach dem vorsinflutlichen Patriarchen Henoch aus dem Buch Genesis bekannt ist. Eine Schrift, die sich nicht im Kanon der Bibel findet, und die ich HIER bereits detailliert im „modernen Sinne“ diskutiert habe. Dieses Buch soll in seinen ältisten Textabschnitten bereits im dritten Jahrhundert vor Christus niedergeschrieben worden sein.

Der Prophet Henoch als mythische Person in der biblischen Urzeit des Buch Genesis (5,18ff.) ist dort ein wahrhaftiger Sonderling. Er entsprach laut Bibel der 7. Generation nach Adam und Eva und starb nicht auf der Erde in einem wahrhaftig biblischen Alter. Während beispielsweise sein Vater Jared laut Genesis betagt mit 962 Jahre starb, wurde Henoch mit „nur“ 365 Jahren von Gott von diesem Planeten geholt. Denn „er wandelte mit Gott“, wie es die Bibel erzählt.

Und so wurde er nach verschiedenen Missionen, Reisen in den Himmel, Unterrichtungen durch Himmlische und nach seinem Einsatz als Vermittler zwischen den sogenannten „Wächtern des Himmels“ auf der Erde und im Himmel quasi also Belohnung zu ihnen geholt. Dies berichten zumindest die verschiedenen Henoch-Bücher, die in dem oben verlinkten Buch „Rebellion der Astronauten-Wächter“ durchleuchtet wurden. Deshalb soll dies an dieser Stelle nicht erneut wiederholt werden.

Bei einem seiner Abenteuer im Himmel zusammen mit dem Höchsten und seiner Wächter, die auch Engel, Diener oder Gottessöhne genannt werden, zeigten ihm die Himmlischen allerlei kosmische Geheimnisse. Es werden Reisen beziehungsweise Flüge mit diesen Wesen geschildert, die ihm dabei offensichtlich in die Mysterien der Welt und des Kosmos einweihen wollten. Recht ähnlich wie auch den legendären Stammvater Abraham später ebenfalls (mehr zum Beispiel in diesem Video HIER und HIER).

Ein rätselhaftes Feuer

Doch sah Henoch bei diesen Reisen auch die Sonne aus der Nähe?

Hierzu heißt es in ersten Buch Henoch, dass er in den Gefilden der himmlischen Wächter und des Höchsten von diesen zahlreiche Dinge offenbart bekam. Es liest sich fast schon wie eine Schulungsreise, bei der immer wieder Stopps eingelegt wurden, um ihm dieses oder jenes Geheimnis zu zeigen. Und einer dieser Aufenthalte war „gegen Westen“ am „Ende der Erde“, wo Henoch folgendes erblickt haben will:

Ich sah ein loderndes Feuer, das rastlos [hin und her] lief und von seinem Laufe weder bei Tag noch bei Nacht abließ, sondern sich gleichlieb. Da fragte ich, in dem ich sagte: ‚Was ist dies da, das kein Ruhe hat?‘

Darauf antwortete mit Reguel, einer von den heiligen Engeln, der bei mir war, und sagte zu mir: ‚Dieses rotierende ‚Feuer‘, das du in Richtung nach Westen gesehen hast, ist das Feuer, das alle Lichter des Himmels in Bewegung setz.‘“ (1. Hen. 23,2-4)

Daraufhin ging die Reise auch schon direkt weiter zu einem anderen Ort. Doch was war dieses Feuer? Der Text oben wurde nach Emil Kautzsch zitiert, der das erste Buch Henoch 1900 in seinem zweiten Band „Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments“ veröffentlichte. Es war ein Feuer „das lodert“, wie Kautzsch zum letzten Vers anmerkte. Denn es gibt Variationen in den Übersetzungen, wie man es auch von biblischen Texten her kennt.

So übersetzte Paul Rießler in seinem Werk „Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel“ diese Aussage 1928 folgendermaßen:

Ich sah, wie ein loderndes Feuer rastlos hin und herlief und von seinem regelmäßigen Lauf weder bei Tag noch bei Nacht abließ, sondern sich gleich blieb. Ich fragte: Was ist dieses ruhelose Ding?

Da antwortete mir Raguel, der heiligen Engel einer bei mir, und sprach zu mir: Dieses laufende Feuer, das du im Westen sahest, ist das Feuer, das alle Himmelslichter versorgt.

Die Sonne aus der Nähe?

Schauen wir hier genau hin, zeigt sich etwas Spannendes. Was beschreibt dieser Text – die Sonne im All?

Die in einfachen Worten erfolgte Beschreibung kann tatsächlich auf diese zutreffen: Ein rotierendes Feuer mit regelmäßigem Lauf, das immer gleich bleibt und „alle Himmelslichter versorgt“ Oder nach einer anderen Übersetzung , dass „alle Lichter des Himmels in Bewegung setzt“, was astronomisch absolut (für unser Sonnensystem!) zutreffend ist.

Könnte die Sonne in treffenderen Worten beschrieben werden?

Ebenso stellt sich die Frage, woher wusste der Schreiber, dass sich die Sonne (um die eigene Achse) dreht und auch in der Nacht scheint? Auch fragte Henoch nicht, „was ist das für ein ruheloses Feuer„, sonder „was ist das für ein ruheloses Ding“ – er wird kaum ein gewöhnliches „Feuer“ einfach mit „Ding“ bezeichnen, wenn es nicht auf die ein oder andere Art „fest“ und natürlich ihm völlig fremd gewesen ist.

Der Lauf der Sonne ist „regelmäßig“ und dennoch ist sie zweifellos an ihrer Oberfläche mehr als nur „ruhelos“. Und glauben wir der zuerst zitierten Aussage, „rotierte“ diese seltsame Feuer sogar. Welcher Mensch konnte vor Jahrtausenden wissen, dass unser Stern rotiert, ruhelos ist aber dennoch regelmäßig Tag und Nacht brennt und die anderen Himmelslichter versorgt? Also die Planeten und Monde anstrahlt oder sogar „alle Lichter des Himmels in Bewegung setz“?

Solche alten Schriften sind immer eine Fundgrube, um diese mit „moderner Brille“ und Phantasie zu deuten. Von einer „Sonnenscheibe“, eine weit verbreitete Vorstellung in der Antike, spricht der Text leider nicht. Leider auch nicht von einer Kugelgestalt dieses ominösen „Feuers“. Und deshalb bleiben leider nur Spekulationen oder theologische Interpretationen.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery File

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Er glich keinem Menschen, sondern den „Gottessöhnen des Himmels“: Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Geburt

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Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Abstammung - denn angeblich glich er keinem Menschen! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Abstammung – denn angeblich glich er keinem Menschen! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Geschichte über den legendären Noah, seiner Arche und der Sintflut ist sicher eine der bekanntesten der gesamten Bibel. Noah als ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der durch Gottes Hilfe mit seiner Familie in einer Arche die große Flut überleben durfte. Kein Wunder, dass gerade auch über diese biblische Figur zahlreiche ausgesprochen kuriose und rätselhafte Legenden und Überlieferungen existieren. Denn glauben wir diesen, war schon seine Geburt alles andere als normal.


Göttliche Herkunft – Himmlische Abstammungen

In der Mythologie sowie Sagen, Legenden und religiösen Schriften wimmelt es von Helden aller Art. Zu allen Zeiten erzählte man sich in aller Welt Überlieferungen von heldenhaften oder göttlichen Herrschern, Anführern oder Königen. Und deren vorgezeichneter Weg begann oftmals schon mit ihrer Geburt, „himmlischen Herkunft“ oder ihrer Abstammung als ein Mischling aus Mensch und Gottheit.

Es gehört in derartigen und zum Teil uralten Erzählungen fast schon zum guten Ton, dass einer entsprechenden Hauptperson eine fantastische Biographie zugesprochen wurde. Schon Gilgamesch, der mythischen König und Held im nach ihm benannten Gilgamesch-Epos, konnte sich auf eine solche Herkunft berufen. Denn nach dem Jahrtausende alten Epos war er eine genetische Mischung aus Mensch und Gott.

Solche mythischen Ursprünge lassen sich durch die gesamte Geschichte der Menschheit verfolgen. Selbst Figuren aus der Welt der Sagen und Märchen Europas haben in diesen nicht selten „himmlische Teile“ in sich vereint. Und sogar in der Moderne beriefen sich gewissen Kaiser in Asien darauf, dass sie in direkter Linie von nicht-irdischen Wesen abstammen würden. Von Ur-Kaisern, die vom Himmel kamen.

Noah

In einigen Fällen muss man jedoch zweimal hinsehen, um entsprechende Überlieferungen über sagenhafte Abstammungen zu finden. Denn Seltsames berichten alten Schriften auch über die Herkunft von Noah aus der Bibel. Jenem Mann also, der mit seiner Familie auserwählt wurde die Sintflut in seiner Arche zu überleben und die Erde anschließend neu zu bevölkern. Zu finden sind die Legenden seiner rätselhaften Herkunft und Geburt aber nicht in den Büchern des Alten Testamentes.

Hier erfahren wir nur, dass Noahs Vater ein Mann namens Lamech war. Dieser wiederum war der Sohn des Methusalem, der laut dem Alten Testament (Gen. 5,27) stattliche 969 Jahre alt geworden sein soll. Es ist der älteste vorsintflutliche Patriarch der Bibel.

Den Bericht über die eigentliche Geburt des Helden Noah finden wir im 5. Kapitel des Buchs Genesis beschreiben. Hier erzählt die Bibel von den vorzeitlichen Patriarchen vor der Sintflut und bemerkt zur Geburt Noahs folgendes:

Lamech war 182 Jahre alt, da zeugte er einen Sohn. Er gab ihm den Namen Noah; denn, sagte er, dieser wird uns Trost verschaffen in unserer Arbeit und der Mühsal unserer Hände aus dem Ackerboden, den Gott verflucht hat.“ (Gen. 5,28-29)

Lamech, der im wahrhaft biblischen Alter von 777 Jahren das Zeitliche segnete, wird uns in diesen Versen unmissverständlich als Vater Noahs genannt. Über die Identität von Lamechs Frau, der Mutter von Noah, schweigt sich das Buch Genesis aus.

Die biblische Familie des Noah

Wir können aber dem 4. Genesis-Kapitel entnehmen, das es einen weiteren Lamech gab, der zu den Nachkommen Kains gehörte. Diese nahm sich zwei Frauen, die Ada und Zilla genannt werden. Ada bekam zwei Söhne, einen namens Jabel, der ein Stammvater der Nomaden geworden sein soll (Gen. 4,20) und seinen Bruder Jubal. Der Knabe von Zilla war Tubal-Kaijn (Kain), der Stammvater der Schmiede, der eine Schwester mit Namen Naama hatte (Gen 4,22).

Die Arche Noah - hier zwei eher "untypische Darstellungen" (Bilder: gemeinfrei)
Die Arche Noah – hier zwei eher „untypische Darstellungen“ (Bilder: gemeinfrei)

Von Noah leider keine Spur, obwohl er gleichfalls einen Vater namens Lamech hatte. Er entstammte jedoch der Ahnenreihe des Seth, des 3. Sohnes von Adam und Eva. Da Noah aufgrund der Ereignisse mit seiner Arche und der Sintflut wohl der berühmteste Patriarch vor der Flut sein dürfte, verwundert dieses Schweigen der Bibel schon sehr.

Wie sollte es anders sein, die apokryphen Schriften des Alten Testamentes liefern weitere Aussagen über Noahs Abstammung. Auch seine Mutter wird in verschiedenen Texten namentlich genannt. So etwa im Buch der Jubiläen, das auch als „Kleine Genesis“ bekannt ist, in dem wir lesen:

In der dritten Jahrwoche des fünfzehnten Jubiläum heiratete Lamech die Betenos, die Tochter Barakiels und seiner Vaterschwester, und sie gebar ihm in dieser Jahrwoche einen Sohn, und er heiß ihn Noe (…)“ (4,28)

Wer Betenos und Barakiel waren, erfahren wir leider an keiner Stelle. Wohl aber in Vers 4,15, dass Barakiel eine weitere Tochter mit Namen Dina gehabt haben soll, die die Mutter von Jared gewesen sei. Sie habe den auch in der Bibel genannten Mahalalel geehelicht, den Vater Jareds. Durchaus sehr erstaunlich, denn Mahalalel war der Ur-Ur-Großvater von Lamech. Und beide hatten demnach Töchter derselben Mutter zur Gemahlin?!

Märchenhafte Familienverhältnisse und ein Frau namens Bat-Enoch

Eine mehr als verworrene Familiengeschichte, die die alten Überlieferungen hier verkünden. Es wird aber noch verwirrender. So erfahren wir in jüdischen Märchen, dass Lamech eine Enkelin von seinem Großvater Henoch zur Frau nahm. Praktisch also seine Cousine. In diesen Märchen heißt es dazu:

Und Lamech, Methusalahs Sohn, war 181 Jahre alt, da nahm er Esmoah, die Tochter Elisas, des Sohnes Henochs, seines Ohmeis, zum Weibe; und sie ward schwanger (…) Wie Lamechs Weib ausgetragen hatte, gebar sie einen Sohn, als das Jahr zu Ende ging.“

Dieser Knabe war Noah. „Er hieß seine Namen Noah-Menahem“, sagt die Legende hierzu auch. Ein Name für Noah, den so wohl kaum jemand kennt. Schon allein die biblischen Abstammungen und angeblichen Verwandtschaften sind verwirrend und nicht leicht zu überschauen. Deshalb habe ich hier einen entsprechenden biblischen Stammbaum angefügt, der meinem Buch „Rebellion der Astronauten-Wächter“ entnommen und an dieser Stelle gekürzt wurde:

Biblischer Stammbaum (Bild: Fischinger-Online aus "Rebellion der Astronauten-Wächter)
Biblischer Stammbaum (Bild: Fischinger-Online aus „Rebellion der Astronauten-Wächter„)

Im äthiopischen Buch Henoch (auch „1. Henoch“ genannt) lesen wir ab dem Vers 106,1 eine weitere Historie über Noah. Teilweise wird seine Mutter hier Bat-Enoch genannt. Glauben wir den Versen in dieser Henoch-Schrift, war Noah sogar ein völlig fremdartiger Mensch, der den Wesen des Himmels ähnlich sah. Selbst Lamech – immerhin sein eigener Vater – fürchtete sich vor ihm und hatte Bedenken, Noah als eigenen Sohn zu akzeptieren. Wir erfahren beim Propheten Henoch:

Nach einigen Tagen nahm mein (Henoch, Anm. LAF) Sohn Metusala ein Weib für seinen Sohn Lamech; sie ward von ihm guter Hoffnung und gebar einen Sohn.“ (1. Henoch 106,1)

Noah: Ein rätselhaftes Baby

Dieser Spross war Noe (Noah), der Überlebende der verheerenden Flut, dem die Überlieferung schon als Neugeborenen äußerst bemerkenswerte Eigenschaften zuschreibt:

Sein Leib war weiß wie Schnee und rot wie eine Rose, sein Haupthaar weiß wie Wolle und seine Augen wie Sonnenstrahlen. Wenn er seine Augen öffnet, dann erleuchtet er gleich der Sonne das ganze Haus, und das ganze Haus ward sehr hell.“ (1. Henoch 106,2)

Eine sonderbare Beschreibung eines Babys, die uns hier erzählt wird! Selbst heute noch würde jede Mutter, die ein solches Kind das Leben schenkt, sicher starr vor Schreck werden.



Doch zum Beispiel in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes in der Bibel stoßen wir auf eine ähnliche Beschreibung. Dort erfahren wir, wie ein sonderbarer „Thron“, der „Thronwagen Gottes“, mit viel Lärm vom Himmel nieder stieg, in dem sich ebenfalls ein solcher „Typ Mensch“ befand:

Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen.“ (Off. 1,14)

Noah ähnelte also diesem Himmelswesen aus der Offenbarung, wenn man hier eine Verbindung ziehen mag. Bei Noahs Geburt geschah allerdings noch etwas ganz Außergewöhnliches, was seine „göttliche Herkunft“ weiter untermauert:

Darauf richtete er sich in den Händen der Hebamme auf, öffnete seinen Mund und redete mit dem Herrn der Gerechtigkeit.“ (1. Henoch 106,3)

Ein Abbild „Gottessöhne des Himmels“

Lamech wusste daraufhin nicht, wie ihm geschah. Verständlicherweise hatte er keine Ahnung, was er jetzt unternehmen sollte. Er bekam es angesichts dieses ungewöhnlichen Babys mit der Angst zu tun und eilte zu seinem Vater Methusalem. Ihm offenbarte er seine Sorgen, da vielleicht der weise Methusalem Rat wusste. Sicher sehr aufgeregt sprach Lamech zu seinem Vater:

Ich habe einen merkwürdigen Sohn; er gleicht nicht einem Menschen, sondern den Gottessöhnen des Himmels und seine Natur ist verschieden; er ist nicht wie wir; seine Augen gleichen Sonnenstrahlen und sein Antlitz ist majestätisch. Es dünkt mir, dass er nicht von mir abstammt (…)“ (1. Henoch 106,5-6)

Lamech zweifelt verständlicherweise an seiner Vaterschaft. Er unterbreitete seinem Vater deshalb, dass er mit Sicherheit nicht der tatsächliche Erzeuger eines solchen Kindes sein kann. Und er vermutete schon da, dass wohl „in seinen Tagen auf Erden ein Wunder geschieht“. Nun bat er Methusalem, dass er zum Propheten Henoch gehen möge, denn „er wohnt ja bei den Engeln“. Henoch, der umfangreiche Kontakte mit den Gottessöhnen beziehungsweise Wächtern, wie sie auch genannt werden, pflegte, konnte sicher helfen.

Wie gewünscht wand sich Methusalem Rat suchend an Henoch, seinem Vater, und berichtete ihm die „beunruhigende Erscheinung“ und „beängstigende Sache“ über Noahs Geburt. Noahs „Gestalt und Natur“ widerspreche „der eines Menschen“ und deute eher auf ein „ein Abbild der Engel des Himmels“ hin, so erzählte er es Henoch. Genauso, wie es die die Beschreibung aus der Offenbarung schon vermuten ließ.

Ein verzweifelter Vater

Tatsächlich finden sich an anderer Stelle im 1. Buch Henoch (71,1) Beschreibungen von „Wächtern des Himmels“, dessen Antlitz „leuchtete wie Schnee“. Der Verdacht von Lamech lag demnach auf der Hand, dass Noahs wahrer Vater nicht von dieser Welt war.

Henoch, der zu seiner Zeit ein Mann von unermesslichem Wissen war, prophezeite seinem Sohn Methusalem im Folgenden die kommende Sintflut. Er berichtete ihm auch, dass Gottessöhne des Himmels Kinder mit Menschenfrauen zeugten und der Höchste sie deshalb durch die große Flut vernichten wolle (vergl. Gen. 6). Er sollte seinen Sohn Lamech beruhigen, denn sein Kind wäre auserwählt, die Katastrophe zu überleben, und „die Erde nach all der Vernichtung (zu) trösten“.

Eben das, was auch das Buch Genesis über die Flut und die Arche Noah erzählt. Interessant am Rande ist auch, dass Henoch seinem Sohn nebenbei erzählte, dass vor allem die Sünde durch die Flut vertilgt werden solle. Aber „danach wird die Gottlosigkeit noch weit größer werden als die, die zuerst auf Erden begannen ward“. Folgerichtig war die Sintflut als „Strafe Gottes“ schlichtweg überflüssig, da sie nichts nutzte …

„Wirklich sein Sohn“

Die bereits weiter oben zitierten jüdischen Märchen betonen ebenso, dass Noah bei seiner Geburt irgendwie „anders“ war. So wird dort etwa die Frage, woher Lamech und die anderen Menschen wussten, dass in Noahs Tagen ein Wunder oder ähnliches geschehen werde, damit erklärt, dass er bereits bei seiner Geburt beschnitten gewesen sein soll. Dies sei ein Zeichen Gottes gewesen und die Fragen, „wie wusste Lamech das im Voraus“ und ob er „ein Seher“ war, wäre laut Legende damit beantwortet gewesen.

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An einer anderen Stelle wird sogar behauptet, dass alle Menschen vor Noah mißgestaltete Hände hatten. „Ungestaltig und wie geschlossen, und die Finger waren nicht getrennt voneinander“, seien ihre Hände gewesen, wird darin behauptet. Erst bei Noah „waren die Finger einzeln und jeder für sich“.

Noah – dies lässt sich aus diesen Aussagen entnehmen – war ein Mensch mit ganz außergewöhnlichen Eigenschaften, die ihn eigentlich nicht als richtigen Menschen erscheinen lassen. Zumindest in der Mythologie. Dennoch wies Henoch seinen Sohn an, Lamech zu sagen, dass Noah „wirklich sein Sohn ist“, wie es das 1. Buch Henoch sagt. Wie aber konnten Lamech und seine Frau ein derart fremdes Kind bekommen? Und wieso sollen die Menschen zuvor andere Hände gehabt haben? Wie kommt man auf solche Behauptungen?

Fragen, dessen Antworten wohl für immer in den Fluten der Sintflut versunken sind …

Noah – ein Albino?

Schon vor über 60 Jahren fragte sich das auch der britische Medizinprofessor Arnold Sorsby in einem Artikel im „British Medical Journal“. Nach Sorsbys war der Erbauer der rätselhaften Arche Noah einer jener Menschen, denen der Mangel an Hautfarbstoffen ein ungewöhnliches Aussehen verleiht: Ein Albino. Dazu schrieb damals „Der Spiegel“ (Nr. 17/1959, 22. April 1959) unter anderem:

Noahs Erscheinung bei der Geburt, so wie im Buche Henoch geschildert, ist offensichtlich nicht die eines Wunders, sondern die eines Albinos.“

Professor Sorsbys vermutete, dass der genetische Defekt dadurch ausgelöst wurde, dass Noahs Eltern Lamech und Bat-Enosch Blutsverwandte waren. Hierin sah er 1959 die Ursache für den Albinismus. Einen „Engel“, also einen jener außerirdischen „Wächter des Himmels“, wie Henoch sie nennt, schloss der Mediziner als Vater aus. Zehn Jahre bevor alle Welt von der Prä-Astronautik sprach, zitierte „Der Spiegel“ Arnold Sorsby in dem Artikel „Noah: Weiß wie Wolle“ mit den Worten:

„(Es ergeben sich) erhebliche genetische Schwierigkeiten. Man müsste ja dann voraussetzen, dass Bath-Enosch und der Engel nichtverwandte Träger eines Erbfaktors zu einer Zeit waren, da dieser Erbfaktor noch nicht weit verbreitet sein konnte; oder -, noch weniger plausibel -, dass der Albinismus bei den Engeln dominant ist, nicht rezessiv, wie bei den Menschen.“

Des Rätsels Lösung ist möglicherweise ähnlich gelagert wie bei der Geburt Seths, des dritten Sohnes von Adam und Eva. Oder auch bei den biblischen Schöpfungsmythen nach göttlichem Ebenbilde. Bei Seth als Spross des ersten Menschenpaares der Bibel war es so, dass Eva „fremden Samen“ von den Himmlischen eingesetzt bekam. Als Ersatz für ihren Sohn Abel, da dieser von seinem Bruder Kain erschlagen wurde. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Noah als alter und weiser Mann unter dem Schutz Gottes (Bilder: gemeinfrei)
Noah als alter und weiser Mann unter dem Schutz Gottes (Bilder: gemeinfrei)

Noah in den Schriften von Qumran

Die sogenannte „Lamech-Rolle“ (auch „1Q Genesis Apokryphe“ genannt), ein fragmentarisches Schriftstück aus den Höhlen von Qumran, enthält ebenfalls einen Bericht über Noahs sonderbare Geburt. Recht ähnlich wie im 1. Buch Henoch. Nach der zweiten Kolumne dieser Qumran-Rolle konnte Lamech gar nicht der Vater Noahs gewesen sein. Denn dieser kam nach einer über neun Monate langen Reise zurück zu seiner Frau Bat-Enoch, wo er dann den ominösen Knaben direkt vorfand.

Sofort beschuldigte er sein Frau, sie sei ihm untreu gewesen und das Kind in seinem Haus wäre nicht das seine. Wie sollte es auch nach seiner langen Abwesenheit? Verbittert kam er zu dem Schluss, dass Bat-Enoch ein Kind der „Wächter des Himmels“ bekommen haben müsse. In den Qumran-Schriftrollen vom Toten Meer liest sich das folgendermaßen:

Dann kam ich zu dem Schluss, dass die Empfängnis das Werk der Wächter war, dass der Same von Engeln oder Nefilim gesät worden war. Ich war wegen dieses Kindes in Aufruhr.“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 1-2)

Umgehend konfrontierte Lamech daraufhin seine Gattin mit seinem Verdacht und stellte sie zur Rede:

Dann ging ich, Lamech, eilends zu [meiner] Frau, Bat-Enosch, [und sagte zu ihr]: [‚Ich beschwöre dich bei…] und beim Höchsten, beim Großen Herrn, beim König der Ewigkeit [hast du empfangen] [von einem der] Himmelssöhne? Berichte mir jede Kleinigkeit wahrheitsgemäß (…) Du musst mir die reine Wahrheit sagen, ohne Lügen (…)“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 3-7)

„Weder ein Fremder noch einer der Wächter, auch nicht einer der Söhne des Himmels.“

Bat-Enoch appellierte an das Herz ihres Gemahls. „An meine Wollust“ solle er sich erinnern, „bevor wir uns liebten“ und „wie leidenschaftlich ich reagierte“, entgegnete sie Lamech. Doch dieser bliebt stur, bis sie ihm schließlich antwortete:

Dann hielt sie ihren Unwillen zurück, sprach mit mir und sagte: ‚O mein Herr, mein [Bruder, erinnere dich…] an mein Vergnügen. Ich schwöre beim Großen Heiligen, beim König des Hi[mmels…], dass der Same von Dir kam, die Empfängnis von dir kam, [diese] Frucht von dir gepflanzt ist […Es war] weder ein Fremder noch einer der Wächter, auch nicht einer der Söhne des Himmels.“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 13-16)

Immer wieder wird es deutlich, dass Noah laut diesen Texten kein Abkömmling der Himmelssöhne war. Seine Mutter stritt das mehr als energisch ab. Und auch Henoch sagte laut Qumran-Rolle zu Methusalem, dass Noah „nicht von den Himmelssöhnen, sondern von Lamech, deinem Sohn“ stamme (1QapGen, Kolumne 6, Vers 3). Ob dies alles nur Ausreden in der Mythologie waren, kann natürlich niemand sagen.

Auch in den Texten von Qumran, den Schriftrollen vom Toten Meer, finden sich seltsame Berichte über die Geburt des nicht-menschlichen Noah (Bilder: Fischinger-Online)
Auch in den Texten von Qumran, den Schriftrollen vom Toten Meer, finden sich seltsame Berichte über die Geburt des nicht-menschlichen Noah (Bilder: Fischinger-Online)

In der Prä-Astronautik hält sich seit Jahrzehnten die Aussage, dass Noah von den Göttern aus dem Himmel gezeugt wurde. Von den Wächtern des Himmels, die fromme Deuter als „Engel“ ansehen. Verwunderlich ist das nicht, denn die Schriften und Überlieferungen schildern sehr umfangreich und im Detail, dass es zu solchen sexuellen Beziehungen zwischen den Söhnen des Himmels und den Frauen der Menschen kam. Und so wurden aus diesen Mischehen auch Kinder auf Erden geboren. Im Buch Genesis ist das in den Versen 6,1-4 sehr knapp angeschnitten.

Eigentlich ist das schon eine Ungeheuerlichkeit, die an anderer Stelle von mir detailliert beleuchtet wurde.

Uralte Vorlagen?

Können wir den überlieferten Beteuerungen von Bat-Enoch und Henoch aber trauen? Immerhin ist Noah der einzige Mensch, der wie die Wächter des Himmels ausgesehen haben soll. Nur „Engel“ oder die Söhne der Götter sahen aus wie er. Haben hier ältere religiöse Weltanschauungen diverser Nachbarvölker als Vorlage der gedient? Ungewöhnlich wäre das nicht.

So etwa die Geschichte des Moses im Buch Exodus, in der es heißt, dass er als Kindlein in einem Körbchen auf dem Nil ausgesetzt und dann wundersam gerettet wurde. Sehr ähnliches wird auch von König Sargon von Akkad in Mesopotamien überliefert. Einen heldenhafter Herrscher, dessen Legenden vor den entsprechenden Aussagen im Alten Testament niedergeschrieben wurden. Er lebte bereits um 2300 vor Christus, damit lange vor Moses angeblicher Lebzeiten und der Niederschrift des Buches Exodus.

Man denke bei solchen himmlischen Abstammungs-Legenden auch an die paarweise durch „Geburtengöttinnen“ erschaffenen Menschen der assyrischen Mythologie. Erzählungen einer Schöpfung von neuen Menschen durch die Kreuzung göttlicher Wesen (deren Blut) mit irdischen Menschen. Diese „Geburtengöttinnen“ waren die Göttinnen der „Doppelsieben“, die Menschen quasi wie aus der Retorte das Leben schenkten. Ein vielfach anzutreffendes Motiv der Menschheitsschöpfung in den Mythen der mesopotamischen Kulturen:

„(Von den) [sieben] und sieben Mutterleibern, brachten sieben männliche Wesen, [sieben] brachten weibliche Wesen hervor. (…) Paarweise vollendete er sie, paarweise vollendete sie vor ihr.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Okinawa), um die Menschen zu lehren

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Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Götter, Lehrmeister oder Himmelswesen kam laut alten Überlieferungen rund um die Welt einstmals vom Himmel zu den Menschen. Überirdische Wesen aus den Wolken, die dem Menschen allerlei Wissen, Weisheit oder Gesetzte gebracht haben sollen. Und die in der Prä-Astronautik als reale Geschöpfe gedeutet werden. Als antike Raumfahrer. Genau das wird in Japan auch von den kleinen Lutschu-Inseln beziehungsweise Okinawa erzählt. Ein weiterer „Eingriff aus dem Kosmos“?


Götter der Sterne

Seit Anbeginn der Menschheit mit all den unlängst versunkenen Kulturen und Zivilisationen kursieren Mythen von Lehrmeistern aus dem Himmel. Überlieferungen über Götter der Sterne, die dem Menschen Wissen, Gesetzt und Weisheit brachten.

Und seit Anbeginn der Prä-Astronautik werden diese „Kulturbringer“ als antike Raumfahrer interpretiert. Hiernach waren es keine mythischen Wesen, die sich der menschliche Geist erdachte, sondern reale Geschöpfe aus dem Kosmos. Also Außerirdische. Vertreter dieser Idee der vorzeitlichen Besucher aus dem All verweisen seit Jahrzehnten sinngemäß darauf, dass die Mythen der Völker „voll mit entsprechenden Überlieferungen“ wären.

Tatsächlich stimmt diese Behauptung. Denn zu allen Zeiten haben alle Kulturen in allen Teilen der Erde solche Geschichten erzählt oder sogar niedergeschrieben. Zu finden sind sie in alten Schriften, Sagen, Legenden und später aufgezeichneten Überlieferungen. Das Problem dabei ist jedoch, dass konkrete Beispiele scheinbar doch sehr knapp sind. Vielfach werden hier immer wieder dieselben Mythologien mehr oder weniger richtig rezitiert. Oder es wird eben auf diese verwiesen.

„Klassiker“ sind hier fraglos die Mythen rund um die Hopi-Indianer über Katchinas aus den USA und die biblischen Schriften, die von Wächtern und Gottessöhnen handeln. Ebenso die alten Texte der mesopotamischen Völker, wie etwa jene der Babylonier und Assyrer. Wobei diese seit Jahrzehnten vielfach vollkommen übertrieben, falsch oder sogar erfunden wiedergegeben werden. Ein Umstand, der sich immer weiter verbreitet, weshalb diese an anderer Stelle bereits ausführlich im Sinne der Prä-Astronautik betrachtet wurden.

„Vom Himmel herab“ nach Japan

Konkrete Beispiele solcher Legenden von Lehrmeistern aus dem Himmel sind aber durchaus schnell aufzuspüren. Hierzu bedarf es nicht der einschlägigen Prä-Astronautik-Literatur, sondern lediglich Werke mit entsprechenden Schöpfungsmythen, Legenden und Sagen. Veröffentlichungen, die nichts mit den antiken Astronauten zu tun haben.

Meiner Überzeugung nach kann man gar nicht genug derartiger Mythologien in die Thematik einbringen. Egal ob „große“ oder „kleine“ Überlieferungen. Deshalb wurden in der Vergangenheit unter anderem auf diesem Blog immer wieder entsprechende religiöse Erzählungen aus aller Welt thematisiert. So wie im Folgenden eine kurze Sage aus Japan, die von eben solchen Göttern des Himmels berichtet. Auch in dieser kamen die Himmlischen hernieder und lehrten die Menschen. Eine Aussage, die innerhalb der Prä-Astronautik vor allem aus dem äthiopischen Buch Henoch bekannt ist.

Diese japanische Sage berichtet davon, wie die Himmlischen auf die Lutschu-Insel hernieder kamen. Diese liegen südlich des japanischen Kernlandes. Ujnd so erfahren wir in dieser über dieses Ereignis:

Auf den Lutschu-Inseln erzählt man, dass ein Gott und eine Göttin, mit Namen Amamikiu und Schinerikiu, vom Himmel herab auf die Insel Amami-Oschima fielen, welche von dem Gotte ihren Namen erhielt.

Sie zogen aber von dort weiter nach Süden und ließen sich auf der größten der Lutschu-Inseln, Okinawa, nieder und wurden dort in besonderen Tempeln bis in die neueste Zeit verehrt. Sie lehrten die Menschen Gesittung und mancherlei Künste; auch sollen sie Hirse und Reis als Geschenke des Himmels mitgebracht haben.“

Aufgezeichnet hat diese Sage David Brauns schon 1885 in seinem Werk „Japanische Märchen und Sagen“. Und es ist auch hier offenkundig der Fall, dass der „Erfinder“ der Geschichte daran glaubte, dass Himmelswesen Sitte, Weisheit und sogar Nahrungsmittel „vom Himmel herab“ zu den Menschen der Erde brachten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gott, der Teufel und die abtrünnigen „Engel“: Eine christliche Sage aus Rumänien zeichnet ein anderes Bild der Schöpfung

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Gott, der Teufel und die abtrünnigen "Engel": Eine christliche Sage aus Rumänien zeichnet ein anderes Bild der Schöpfung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Gott, der Teufel und die abtrünnigen „Engel“: Eine christliche Sage aus Rumänien zeichnet ein anderes Bild der Schöpfung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In zahllosen Sagen und Mythen erzählten sich unsere Ahnen in aller Welt uraltes Wissen der Vorzeit. Weltanschauungen, die ihre mythologische Sicht von der Schöpfung und der Welt um sie herum schildern. Solche alten Überlieferungen sind dabei vor allem in Europa von christlichen Lehren durchsetzt und beeinflusst. Selbst solche, die dabei den Dogmen der Kirche widersprechen und eine ganz andere „Lehre“ überliefern. So wie eine Sage aus Rumänien, die erstaunliches über den Teufel, Gott und den himmlischen „Engeln“ zu berichten weiß.


Gott, der Teufel und der Aufstand der Himmlischen

Lange ist es her, noch vor den Tagen der Sintflut, da kam es unter den Göttern oder Himmlischen zu einer Rebellion. Ein Teil der Himmelssöhne lehnte sich gegen ihren Anführer und seinen treu gebliebenen „Engeln“ auf, so dass es zu einem Bruch zwischen beiden Parteien kam. Den Abtrünnigen war fortan der Weg zurück in den Himmel zu Gott oder dem höchsten der Götter verweht. Sie mussten hier auf Erden bleiben und wurden später (fast) alle durch eine gewaltige Katastrophe vernichtet. Meistens durch eine Sintflut.

Davon berichten Mythologien auf der ganzen Welt und in unzähligen Kulturen und Völkern. Es war ein Bruch zwischen den göttlichen Wesen, die irgendwo außerhalb der Erde existierten.

Hierzu kennt man vor allem in unserem Kulturkreis die Überlieferungen der „gefallenen Engel“. So zumindest nennt das Christentum dieses Ereignis, auch wenn es auf viel ältere Mythologien beruht. Demnach habe Gott die Abtrünnigen unter Führung des Teufels oder Satans aus dem Himmel geworfen und von dort verbannt. Was so eigentlich überhaupt nicht stimmt. Denn die entsprechenden Überlieferungen sprechen davon, dass diese Rebellen von sich aus und ganz freiwillig den Himmel verließen und zur Erde kamen.

Allerdings verstießen sie damit eindeutig gegen den Befehl ihres Höchsten, der sie daraufhin aus seinem Reich verbannte.

Wobei es in diesem Zusammenhang wieder höchst interessant ist, dass der Herr mit dem angeblichen Teufel in seiner Funktion als Chef der Rebellen intensive Verhandlungen führte. Auch solche, die darin bestanden, dass der Satan Gott darum bat, dass er zumindest einen Teil seiner „Engel“ als Anhänger behalten darf. Nach der Vernichtung. Dies nur aus dem Grund, damit der Rebellenführer noch eine Anhängerschaft habe. Erstaunlicherweise ließ sich der Herr auf solch einen Deal ein, was zum Beispiel in diesem Mystery Files-Artikel HIER bereits zusammengefasst dargelegt wurde.

Im Widerspruch zur kirchlichen Lehre

Diese unheimlichen und zugleich sehr spannenden Ereignisse wurden bereits HIER sehr umfangreich anhand der Originalquellen aus aller Welt aufgezeigt. (s. a. HIER)

Auffallen ist dabei, dass dieses Geschehen aus einer im Dunklen der Geschichte liegenden Vergangenheit an so vielen Orten der Erde in Erinnerung blieb. In lokalen Variationen, aber immer mit identischen oder zumindest auffallend ähnlichen Kernaussagen. Und genau solche finden wir auch in der weiten Welt der Sagen, Legenden und Märchen in ganz Eurasien oder den Nahen Osten. Wobei hier davon ausgegangen werden muss, dass jüdische-christliche Überlieferungen hier sicherlich mit eingeflossen sind. Bei weit entfernten Traditionen dieser Art in anderen Ecken des Planeten ist das nicht unbedingt der Fall.

Solche Sagen unterstreichen die Tatsache, dass die Menschen in diesen mythologische Erinnerungen Weltanschauungen weitergaben, die dem „klassischen Lehren“ des Christentums klar widersprachen. Folglich waren hier nicht die Dogmen der Kirchenleute und Priester die Quelle solcher Erzählungen in der Bevölkerung. Die werden sich gehütet haben ihren Schäfchen abweichende Legenden über Gott zu erzählen und zu predigen.



Und genau eine solche Legende erzählte man sich in Rumänien. Aufgezeichnet hat sie beispielsweise R. O. Waldburg 1853 in Band 1 seiner „Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde“. Es ist ein „Beitrag aus der Bukowina“, so Waldburg. Das ist eine Region im Grenzgebiet zwischen dem nördlichen Rumänien und der Ukraine. Und so beginnt die Legenden mit folgenden Worten (Schreibweise von mir etwas angepasst.):

Einst war nichts; oben nur der Himmel und unten Gewässer. Da schiffte Gott auf den Wassern umher und fand ein großes, großes Stück festen Schaumes, darin der Teufel stack.“

Eine Seefahrt mit dem Teufel

Etwas erinnert das an das Buch Genesis und die dortige Schöpfung. Hier lesen wir davon, dass der „Geist Gottes über den Wassern schwebte“ (Gen. 1,2). Nach dieser Sage war der Herr zumindest nicht allein, da er plötzlich den Teufel persönlich antraf. Er erkannte ihn aber nicht, so heißt es weiter, denn er wusste nicht, wer er war. „Wer bist Du?“, fragte ihn Gott deshalb.

Der Teufel aber gab die patzige Antwort, dass er es nicht nötig habe mit ihm zu reden oder ihm zu antworten. „Außer du nähmest mich in dein Fahrzeug auf“, schlug der Teufel deshalb vor. „Gott versprach es“ und so enthüllte ihm der Teufel seine Identität:

Beide fuhren nun herum ohne ein Wort zu wechseln, bis der böse begann: ‚Wie gut wäre es und zweckmäßig, wenn es ein Festland gäbe.‘

Eine sprichwörtlich lustige Seefahrt war es demnach nicht. Doch die Idee Land zu erschaffen, gefiel auch Gott. So gab er dem Teufel den Auftrag auf den Meeresgrund hinab zu tauchen und „eine Hand voll Sand“ heraufzuholen. „Daraus werde ich ein Festland schaffen.“ Im Namen des Herrn solle das geschehen, was der Teufel jedoch mit den Worten „ich nehme dich in meinem Namen“ missachtete. Deshalb klappte die Erschaffung des festen Landes erst nach einigen Anläufen. Vor allem erst dann, als beide sich ausruhen mussten und hinlegten.

„Unser Herr Gott war kaum eingeschlummert“, so erfahren wir weiter, da schuppste der Teufel ihn ins Wasser, damit er ertrinkt. Doch überall, wo der Teufel auch den Herrn ins Wasser stieß entstand letztlich festes Land. Die Erde war geboren.

Eine ausgesprochen skurrile Schöpfungsgeschichte mit christlichen Touch, wie man sieht. Die aber in ähnlichen Variationen auch in anderen Teilen der Welt erzählt wird.

Niemand mag den Teufel

Es wird aber noch merkwürdiger. Denn trotz der Mordversuche des Teufels gegen Gott durfte er nach Beendigung der Schöpfung mit in den Himmel. Wo er allerdings bald nach seiner Ankunft bemerkte, dass er hier scheinbar nicht wirklich willkommen war. Niemand war dort, der ihn pries. In der Sage liest sich das folgendermaßen:

Als Gott das Festland erschaffen hatte, stieg er in den Himmel. Der Teufel wollte aber von seiner Gesellschaft nicht lassen und folgte ihm auf dem Fuße.

Hier hörte er, wie die Engel Gott Loblieder sangen, und wurde traurig darüber, dass er niemand habe, der sich seiner Ankunft freuen würde. Er trat zu Gott und flüsterte ihm ins Ohr: ‚Was soll ich machen, um auch ein solches Gefolge zu haben?‘

Tatsächlich wusste Gott Abhilfe zu schaffen, damit der Teufel auch seine Anhänger oder überhaupt Freunde bekommt. Er gab ihn ein wundersames Wasser, mit dem Satan sich waschen sollte, um es anschließen hinter seinem Rücken zu verspritzen. Eine sehr unkluge Idee von Gott, denn daraufhin „entstanden Teufel in so großer Anzahl, dass die Engel und Heilige im Himmel kaum mehr Raum hatten“. Nun bemerkte auch Gott seinen Fehler:

Gott merkte jetzt wohl, welche Gefahr die seinigen bedrohe. Er berief zu sich den heiligen Elias und befahl ihm zu donnern und zu blitzen. Elias freute sich der Gelegenheit und lärmte und donnerte und blitzte und lies durch 40 Tage und Nächte regnen und mit dem gar großen Regen fielen auch die Teufel vom Himmel zur Erde nieder.“

Ein nordischer Gott Thor im Hofstaat des biblischen Gottes

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Diese erstaunliche Aussage sollte man zweimal lesen. Offensichtlich wurden hier verschieden mythologische Aussagen in zwei Sätzen komprimiert. Zu einem natürlich, dass im Himmel eine Schar Himmelswesen „unerwünscht“ wurde und zur Erde kam: Die herniedergestiegenen Gottessöhne unter Führung des Teufels. Und obwohl nicht ausdrücklich erwähnt, war hier offensichtlich die Sintflut die Folge dieser „Verbannung“. Genau das, was die alten Texte und Überlieferungen auch über den Zweck der Flut berichten.

Überaus kurios ist hier die Tatsache, dass nach dieser rumänisch-ukrainischen Sage der Allmächtige einen Helfer für seinen Plan kommen ließ. Der „heilige Elias“ sei es demnach gewesen, der die Flut mit Donner, Blitz, Lärm und Regen zur Erde schickte. Quasi ein nordischer Gott Thor im Hofstaat des biblischen Gottes …

Und der war ein wenig zu eifrig bei der Durchführung der ihn anvertrauten Aufgabe. So heißt es in der Sage weiter:

Endlich waren aber die bösen Geister alle und es fingen auch die Engel an herabzufallen. Da befahl Gott dem Elias einzuhalten, und wo ein Teufel, im Falle begriffen, in diesem Augenblicke sich gerade befand, dort blieb er stehen.

Kollateralschäden

Im Eifer des Gefechts fielen demnach auch treue „Engel“ mit vom Himmel zur Erde. „Kollateralschäden“ nennt man das im Militärjargon. Also einen „Schaden, der nicht beabsichtigt ist und nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ziel der Aktion steht, aber dennoch in Kauf genommen wird“, wie es der „Duden“ so wunderbar treffend formuliert.

Wo hier mutmaßlich eine historische Wahrheit verborgen liegen mag – wer kann das schon mit Gewissheit sagen? Sicher ist nur, dass die Menschen mit der Weitererzählung einer solchen Sage zwar andere und ältere Mythen neu gemischt wiedergaben. Aber zugleich auch, dass diese Schöpfungsgeschichte inklusive der Verbannung der himmlischen Rebellen nicht den christlichen Lehren entspricht. Im wahrsten Sinne des Wortes war es demnach „Teufelszeug“ von „Ketzern“.

Und wer des Nachts in den Himmel schaut und eine Sternschnuppe sieht, der mag an diese „gefallenen Teufel“ denken. Denn die Sage schließt mit folgender Aussage und Deutung:

Darum fahren noch zur Nachtzeit lichtfunken auf dem Himmel herum, die erst jetzt zur Erde niederfallen.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sintflut: Von Gott zur Vernichtung von Abtrünnigen und Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Artikel)

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Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt - warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Laut Bibel und verwandten Schriften schickte Gott einst die Sintflut zur Vernichtung von Abtrünnigen, Menschen und Riesen. Ein faszinierender Mythos – aber warum gab es diese Giganten in der Bibel Jahrtausende nach der Flut noch immer? Wie konnten diese Titanen der Urzeit die Katastrophe und Gottes Plan der Vernichtung überleben? Dazu schweigt die Bibel. Lediglich Sagen und außerbiblisches Schriftgut zur Bibel geben hier mythologische und vor allem überaus erstaunliche Antworten. Welche das sind und was demnach alles geschehen sein soll, erfahrt Ihr in dieser Spursuche eines komplexen Themas.


Die Sintflut

Uralte Mythen in aller Welt überliefern eine verehrende, unfassbare Katastrophe, die heute meist pauschal als „Sintflut“ bezeichnet wird. Sie kam als vernichtende Strafe von Gott oder den Göttern, da sich Angehörige dieser Himmlischen unter das Menschengeschlecht mischten. Was zur Folge hatte, dass sich nicht nur die „Bosheit“ und „Gottlosigkeit“ unter den Menschen ausbreitete, sondern auch ein Mischgeschlecht von Himmlischen und Irdischen.

Eine gottlose Zeit in einer fernen Vergangenheit. Die heute meistens nur aus der Bibel bzw. aus entsprechenden religiösen Lehren bekannt ist.

Und das, obwohl dieser Mythos von der Katastrophe und Flut, den vom Himmel gekommenen, rebellierenden Götterwesen, der um sich greifenden Gottlosigkeit und vieles mehr, rund um die Welt bei nahezu allen Kulturen überliefert ist. Wie umfangreich bereits HIER dargelegt und betrachtet wurde. Deshalb sollen aufgrund des Umfanges der dortigen Darstellungen diese hier nur am Rande erwähnt werden.

Grund für die Sintflut war immer ein Abfall von Gott oder anderen Himmelswesen. Im Alten Testament und verwandten Schriftgut und Überlieferungen schickte Gott die Flut um unter anderem seine eigenen Leute zu töten. Es waren Gottessöhne seines eigenen Hofstaates, die sich gegen ihn auflehnten. Nach einem genau festgelegten Plan kamen diese rebellierenden Wächter des Himmels aus dem „Reich Gottes“ zur Erde und wandten sich den Menschen zu. Nicht nur, um diese zu lehren und ihnen Weisheit und Wissen zu bringen, sondern auch und vor allem, da sie mit den Menschenfrauen Kinder zeugen wollten.

„Übernatürliche Ehen“ nennt beispielsweise „Die Tora in jüdischer Auslegung“ (Band I, 2011) diese ungöttliche Verbindung.

Himmlische Rebellen und Riesen vor der Sintflut

Eine dunkle Epoche in historisch kaum greifbaren Zeiten vor der Sintflut der Bibel. Und genau in diesen Tage habe es Riesen auf der Erde gegeben. Jene Titanen oder Giganten, die in der vermeintlich „aufgeklärten westlichen Welt“ gerne ins Reich der Phantasie geschoben werden. Für unsere Ahnen waren sie hingegen real, weshalb sie auf Mystery Files in Beiträgen und YouTube-Videos vielfach bereits Thema waren (s. a. Videos unten).

Nach dem Buch Genesis (6,1ff.) missfiel dem Herrn im Himmel das, was aus der Menschheit durch seine göttlichen Rebellen geworden war. Nicht nur aufgrund des Umstandes, dass die Menschheit und ihre vorsintflutliche Kultur dadurch mehr und mehr verfiel. Vor allem auch, da es dadurch eben jene Riesen gab, die offenbar aus dieser Vermischung der beiden Spezies hervorgingen. Genau diese galt es durch die Sintflut zu vernichten. Inklusive der widerspenstigen Menschheit und seiner einstigen Getreuen seines „Himmelreichs“.

So brach mit unbändiger Macht und Gewalt die Sintflut über die Menschen und alles Leben herein. „Das Ende allen Fleisches“ habe Gott beschlossen (Gen. 6,13). Wehmütig bereute er es, dass er den Menschen erschaffen hatte (Gen. 6,7f.), da alle Gedanken „seines Herzen nur böse“ seien. Jeden Tag und jederzeit (Gen. 6,5).

Gott zog die Konsequenzen dahingehend, dass selbst alle Tiere sterben mussten. Und der Mensch fortan nur noch 120 Jahre alt werden durfte und wird. Als eine Art von Obergrenze der Lebenszeit der Menschheit, wie es das 1. Buch Moses in 6,3 erzählt. All das geschah, „als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren“, wie es der Folgevers behauptet.

Schon das klingt sehr seltsam. Wenn alle sterben sollen, warum sollen dann zukünftig Menschen nur noch 120 Jahre alt werden? Es gäbe ja keine mehr. Ebenso wenig wie Riesen, die in diesen Tagen auf Erden wandelten, als die Söhne Gottes mit den Menschenfrauen verkehrten. Hier kommt Noah ins Spiel. Als Gerechter hatte er Gnade gefunden und durfte in der legendären Arche mit seiner Familie und Tieren die kommende Vernichtung überleben. Als Grundstein für eine neue Zivilisation und Menschheit, die scheinbar nach der Hoffnung des Herrn dann eine bessere sein wird …

Ungöttliche Zeiten

Verschiedene außerbiblische Quellen belegen diesen Vernichtungsplan, die Riesen und die gottlose Zeit durch die Herabsteigenden. Keinesfalls haben die Autoren des Buchs Genesis diese selber erfunden. Sie schöpften aus einem bereits vorhandenen Pool an alten Schriften und Überlieferungen, die teilweise von anderen und älteren Völkern übernommen wurden. Einige davon schildern überaus detailliert diese Pläne der Vernichtung ebenso, wie die Pläne der Gottessöhne, Kinder mit Menschen zu zeugen. Gleichfalls auch die Riesen auf Erden, als all das geschehen sein soll.

Wie in „Rebellion der Astronautenwächter“ 2015 dargelegt und diskutiert, gibt es da aber offensichtlich ein großes Problem (eigentlich sogar viele Probleme).

Lars A. Fischinger: "REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen"
Lars A. Fischinger: „REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen“

Denn der Bibelleser weiß aus dem Alten Testament, dass es sehr wohl lange – sehr lange – nach der tödlichen Sintflut von Gott noch Riesen auf diesem Planeten gegeben haben soll. Was auch andere Sagen, Legenden, Mythologien und sogenannte „Märchen“ überliefern. In der Bibel besteht überhaupt kein Zweifel an diesen Umstand. Der eigentlich schon dadurch klar werden sollte, wenn man sich die sogenannte „Einleitung“ zur Flut ab Gen. 6,1 einmal genauer ansieht. Unter Hinzuziehung verschiedener Bibelausgaben- und Übersetzungen, da diese in entscheidenden Details variieren kann. Oder diese ganz fehlt, wie in einer meiner Bibelausgaben im Archiv.

So lesen wir dort in Vers 4 Aussagen wie diese zwei Beispiele:

Damals lebten die Riesen auf der Erde und auch danach noch, als die Gottessöhne Kinder mit den Menschentöchtern hatten. Das wurden die Helden der Vorzeit, berühmte Männer.“

Zu jener Zeit – und auch später noch -, als die Gottessöhne mit den Töchtern der Menschen verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, waren die Riesen auf Erden.“

Riesen nach der Sintflut

Dieser Vers ist bei vielen Mystery-Jägern und Prä-Astronautikern hinlänglich bekannt. Und wiederholt sich auch in apokryphen Schrifttum, wie etwa bei Henoch oder dem Buch der Jubiläen usw. Zu finden sind sie auch bei entsprechenden Überlieferungen in den Schriftrollen vom Toten Meer. Mehr dazu auch in diesem Mystery Files-Artikel HIER.

Auch wenn einige Bibelausgaben das Detail weglassen, erfahren wir dort, dass die Titanen auch danach noch auf der Erde lebten. Damit ging der göttliche Plan der Vernichtung der Riesen inkl. aller Menschen und Tiere offensichtlich nicht auf! Anhand dieser winzigen Feststellung wird auch verständlich, warum noch in den Tagen des Moses und des Exodus Riesen gesehen worden sein sollen. Jahrtausende nach der Sintflut und während des Exodus der Hebräer aus Ägypten.

Nachzulesen ist dieser Umstand etwa im 4. Buch Moses, in dem sich eine beim Thema Riesen oft zitierte Aussage findet. Dort erfahren wir, dass die die Kundschafter des Moses im Lande Kanaan leibhaftige Riesen sahen. Bei ihrer Rückkehr erstatteten sie Moses und dem Volk Bericht und stellte dabei verängstigt fest:

(…) auch die Riesen haben wir dort gesehen, die Enakssöhne vom Geschlecht der Riesen; wir kamen uns selbst gegen sie wie Heuschrecken vor, und ebenso erschienen wir ihnen.“ (Num. 13,33)

Dann war da auch noch der mächtige Riese Og, der von den Israeliten bei der Landnahme Kanaans niedermacht wurde. „Og von Baschan, der noch von den Riesen übrig geblieben war und in Aschtarot und Edrei wohnte“ (Jos. 12,4)“, findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Moses habe ihn und die letzten Riesen angeblich mit seinen Leuten ermordet, wie es Deut 3,1ff. schildert. Sein Bett oder, je nach Übersetzung, Sarg war angeblich fast vier Meter lang. „Neun gewöhnliche Ellen lang und vier breit“, heißt es in der Bibel (Deut. 3,11) dazu. Es wurde sprichwörtlich legendär (s. a. Ex. 21,32ff.).



4,09 Millionen tote Giganten

Nicht minder legendär wie später der Riese Goliath zur Zeit des späteren König David. Goliath aus Gat, fraglos der berühmteste aller biblischen Gewaltigen, schien ein wirklich unheimliche Gestalt gewesen zu sein. Unter anderem erfahren wir über ihn:

Und wieder kam es zum Kampfe bei Gat. Da war dort ein riesengroßer Mann, der an den Händen je sechs Finger und an den Füßen je sechs Zehen hatte, zusammen vierundzwanzig.“ (2. Sam. 21,20; s. a. 1. Chr. 20,5ff.)

Nach diesen Schilderungen ist es also absolut zutreffen, dass in der Flut-Einleitung festgestellt wird, dass auch „später noch“ oder „danach“ Riesen existierten. So total war das „Ende allen Fleisches“ offensichtlich nicht, dass nur die Familie Noah in einem Schiff inkl. Tierwelt überlebte. Jedoch war sie katastrophal, wenn man in die griechische Apokalypse des Baruch (auch 3. Baruch genannt) schaut. In dieser außerbiblischen Schrift zur Bibel wird tatsächlich die angebliche Anzahl der getöteten Riesen überliefert:

Es brachte Gott die Sintflut auf die Erde und tilgte alles Fleisch und auch die 4.090.000 Riesen.“ (4,10)

Nach Gottes Plan: Ein Niederländer baute die Arche Noah der Bibel originalgetreu nach - Aber hat er das tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)
Arche Noah Nachbau anhand der der Bibel – mehr HIER (Bild: gemeinfrei)

Über vier Millionen „vertilgte“ Giganten behauptet dieses rund 2.000 Jahre alte Buch. Eine seltsam genaue Anzahl der angeblich auf Erden existierenden Riesen und ihrem Ende. Ist diese sehr hohe Zahl nur eine reine Phantasieangabe, fragte ich mich deshalb schon 1997 in einer Publikation hierbei? Und die Frage blieb.

Noah widersetzt sich Gott

Eine unbekannte Anzahl der Gewaltigen hat auf jeden Fall nach den alten Texten das Ende der vorsintflutlichen Zivilisation überlebt. Ein Widerspruch zum Plan Gottes, den diverse Mythen und Legenden zu erklären versuchen, die nicht in der Bibel zu finden sind. Obwohl sie alle durch die Flut ermordetet werden sollten, sei Noah mit seiner Arche selber an deren Überleben schuld, heißt es in diesen Legenden. Er als „Gerechter“ habe bei der Sintflut seinen Gott verraten. Eine jüdische Sage, aufgeschrieben unter anderem von Micha Josef bin Gorion in „Die Sagen der Juden“ (Ausgabe 1919), erzählt:

Auch der Riese Og, einer von dem Heere der gefallenen Engel, kam herbei und setzte sich auf eine Sprosse der Leiter, die zur Arche führte; er gelobte Noah und seinen Söhnen in Ewigkeit ein Knecht zu sein. Was tat Noah? Er machte ein Loch in der Arche und reichte ihm so seine Speise; so blieb Og am Leben.

Andere wiederum sagen: Og rettete sich allein von den Menschen, die in der Sintflut umgekommen waren; er setzte sich rittlings auf das Dach der Arche (…) Doch nicht um seiner Verdienste willen ist er gerettet worden, sondern um darzutun die Größe des Herrn vor den späteren Bewohnern der Erde. Die sollen sagen: Dies ist ein Überlebender von denen, die vor der Sintflut waren, die Aufruhr stifteten wider den Herrn und sie ertrunken sind.“

Ganz klar hat Noah mit dieser Rettung gegen Gottes Vernichtungsplan verstoßen. Oder vielleicht doch nicht?

Glauben wir dem Buch der Jubiläen, ließ sich Gott vor der Vernichtung der Riesen, Menschen und Gottessöhne auf einen Deal ein. Eine Abmachung mit dem Anführer der „Engel“-Rebellen, der heute gerne nur Satan oder Teufel genannt wird. Im Buch der Jubiläen erfährt „der Fürst, der Meister“, – dort Mastema genannt – von der kommenden Vernichtung. Also wand er sich mit einer erstaunliche Bitte an Gott selber:

O Herr, Schöpfer! Lass einige von ihnen vor mir übrig, dass sie auf meine Stimme hören und alles tun, was ich ihnen sage! Denn bleiben nicht für mich einige von ihnen übrig, dann kann ich nicht die Macht meines Willens an den Menschenkindern zeigen. Denn diese sind zum Verderben und Verführen vor meinem Gericht; groß ist die Bosheit der Menschenkinder.“ (10,8)

Gott und Teufel schließen einen Deal

Eigentlich eine ungeheure Forderung. Der Abtrünnige verlangt hier nicht weniger, als dass einige „Dämonen“, wie sie in diesem Buch auch genannt werden, verschont bleiben. Damit der angebliche Satan nach der Flut noch einige unter seiner Herrschaft übrig behält.

Wie zu erwarten, ließ Gott sich auf die Bitte seines Konkurrenten ein. „ Es soll vor ihm der zehnte Teil davon übrigbleiben; neun Teile aber soll man an den Ort der Verdammnis hinabbringen“ (10,9), entschied dieser. Umgehend wurde das Abkommen zwischen dem Herrn und dem Führer der Rebellen in die Tat umgesetzt. Dazu heißt es weiter:

„(…) wir fesselten alle bösen Übeltäter an den Ort der Verdammnis;
nur den zehnten Teil davon ließen wir übrig, damit sie dem Satan auf Erden dienten
.“ (10,11)

Inkonsequent und halbherzig war diesen Überlieferungen nach also Gottes Vorhaben. Diese Inkonsequenz geht soweit, dass Sagen behaupten, dass Og sich ich eine Menschenfrau verliebte. Und zwar in Sarah, die Frau des Stammvaters Abraham. Nach andere Rabbinersagen bekam Abraham Og sogar als Sklaven geschenkt. Von dem legendären Nimrod, der ebenso ein Riese war. Eine mythische Figur, die auch mit dem Turmbau zu Babel, den Gott Baal, den Anführer der rebellierenden Göttersöhne und der Flut in Verbindung gebracht werden kann. Worauf an dieser Stelle jedoch noch nicht genauer eingegangen werden soll.

Erst nach seinen Diensten bei Abraham habe sich Gott seiner angenommen. „Weil er fromm war“, so schreibt beispielsweise Hartwig Hundt-Radowsky 1830 in Band 1 von „Die Juden – wie sie waren, wie sie sind und wie sie seyn werden“, machte ihn Gott „zum Könige von Basan, damit er als ein Gottloser (als ein Nichtjude) seinen Theil an der zukünftigen Welt haben mächte.“

Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut auf den Fidschi-Inseln – mehr HIER (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine solche Sonderstellung des Riesen Og, angefangen bei der Rettung auf der Arche, mag sich durch andere Legenden und Traditionen der Rabbiner erklären. Nach diesen war Og kein geringerer als der Sohn von Schamchiel, einem der „Engel“, der „Gottessöhne“, die vor der Flut rebellierten, auf die Erde kamen und Chaos verursachten.

„Familienbande“ zwischen Himmel und Erde

Und wer war die Mutter? Das sei die Frau von Ham gewesen, der niemand geringeres als ein Sohn Noahs selber war.

Ein weiteres Kind von diesem Himmlischen und Hams Frau war übrigens Sichon (Sihon, Senir, Sirjon), der König der Amoriter, der mehrfach im Alten Testament zu finden ist. Es war ein feindliches Volk beim Exodus des Moses bzw. seines Nachfolgers Josua in das „gelobte Land“. Gelebt habe dieses in den östlichen Bergen, wie die Bibel vielfach betont. Letztlich wurde es besiegt, obwohl, sicher wenig verwunderlich, auch dieser Herrscher ein Riese gewesen sein soll. Zumindest ein Herrscher eines der Riesengeschlechter, zu dem die Schrift Amos in 2,9 bemerkt:

Und doch habe ich den Amoriter vor ihnen vertilgt, dessen Höhe wie die Höhe der Zedern war, und er war stark wie die Eichen (…)“

Somit scheint die Rettung der Riesen durch Noah auf seinem Schiff schon so was wie eine Familienangelegenheit gewesen zu sein. Wer aber war eigentlich dieser Schamchiel, der in diesem Kontext als Vater erwähnt wird? Er war kein geringerer als der Anführer der Rebellion der Wächter, Gottessöhne oder vermeintlichen „Engel“ im Himmel gegen Gott. Jene also, die den Plan ausheckten und auch ausführten, vor der Flut auf die Erde zu kommen, um mit den Menschentöchtern Kindern zu zeugen. Eine dieser Töchter der Menschen war folglich die Schwiegertochter Noahs.

Schamchiel heißt bei den Rabbinen ein aus dem Himmel verstoßener Engel, der sich mit den Weibern der Menschen vermischt haben (…) soll.“

Klärt hierzu schon das „Allgemeines Lexicon der Religions- u. christlichen Kirchengeschichte für alle Confessionen“ von Christian Gotthold Neudecker aus dem Jahr 1835 auf. Und in dem nicht minder alten Nachschlagewerk „Jüdisches Conversationslexikon für Christen aus allen Ständen“ von Rudolf Giehrl von 1829 lesen wir in Band 2 zu Og:

Sein Vater war der Teufel Schamchiel, seine Mutter lebte zu den verdorbenen Zeiten Nohas, ohne dass die Geschichte ihren Namenaufbewahrt hätte; nur so viel ist gewiss, dass Og noch mehrere Jahre vor der Sündfluth geboren wurde.“

Blut ist dicker als Wasser

„Og (..) war einer dieser Engelskinder, und ward vor der Sündfluth geboren“, notierte schon der oben erwähnte Hartwig Hundt-Radowsky. An dieser Deutung oder Tradition anhand von Sagen und Legenden hat sich bis heute nichts geändert.

Der Vater dieses Gewaltigen namens Og, der nach einigen Legenden hunderte, ja, tausende Kilometer groß war, war also der Teufel persönlich. Damit hatte Noah einen höchst angenehmen Zeitgenossen mehr oder weniger in seiner Familie. Der Spruch „Blut ist dicker als Wasser“ trifft hier hervorragend zu. Sonst hätte er Og nicht vor den Fluten gerettet. Was ja, wie wir gesehen haben, auch Gott so plante, da er nicht alle Riesen bzw. Abtrünnigen ermorden wollte, sondern in der neuen Welt einige weiter leben sollten. Wobei hier natürlich überhaupt keine direkte Blutsverwandtschaft bestand.

Og war der gewaltigste der Riesen. Und unter den „Engeln“ war sein Vater der Gewaltigste, wie es eine jüdische Sage erzählt. Og wiederum war im wahrsten Sinne des Wortes der größte der Großen.

Stammvater Abraham habe angeblich aus seinen Zähnen sogar Schlafkammern gebaut. 60 Städte habe Og errichtet, wobei die kleinste von ihnen bescheidene „sechzig Meilen hoch“ gewesen sei. 1.000 Maß Wein habe er jeden Tag getrunken. Dazu verspeiste er je 1.000 Eber, Rehe und Ochsen täglich. „Ein Tropfen seines Speichels aber wog sechs und dreißig Pfund“, so die von Gabriel G. Bredow 1823 in „Rabbinische Mythen, Erzählungen und Lügen“ rezitierte Legende. Nur bis zur Hüfte habe das Wasser der Sintflut dem Titanen gereicht. Andere Versionen behaupten sogar nur bis zu den Knöcheln.

Gewaltiger geht es wohl kaum.

Noahs unehelicher Enkel: Ein Riese

„Mythen, Erzählungen und Lügen“? Zweifellos extrem ausgeschmückte Überlieferungen, deren mutmaßlich wahren Kern wohl niemand genau bestimmen kann.

Dass der Teufel selbst mit einer Frau der Menschen ein (Riesen-)Kind zeugte, mag erstaunen. Dieser Teufel wird heute unter anderem mit dem Engel Luzifer gleichgesetzt. Dem Obersten und Anführer der „gefallenen Engel“ der christlichen Tradition. Hierbei soll es sich um genau jene Söhne des Höchsten handeln, die in Gen. 6,1ff. und anderen Quellen vom Himmel kam, um Kinder zu zeugen.

Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„Semjasa, ihr Oberster“, nennt ihn das äthiopische Buch Henoch (6,7) in einer Auflistung der Namen der Rebellenführer vom Himmel. „Wächter“ heißen sie dort. Wie auch im Buch der Jubiläen, das vermerkt, dass diese „mit den Menschentöchtern sündigten“. In dem sie „begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden“, so das Jubiläenbuch vorwurfsvoll (4,22). Demnach war der Vater von Og der Chef, Anführer, Oberste oder ganz einfach Hauptverantwortliche der himmlischen Rebellion. Und damit der heutige Satan oder Teufel.

Kein Wunder also, dass er, wie oben gesehen, mit Gott verhandelte, damit einige seiner Getreuen am Leben gelassen werden. Immerhin war sein Sohn Og als Mischwesen aus Mensch (Noahs Schwiegertochter) und Himmlischen unter ihnen. Und dieser wäre somit eine Art von Kuckucks-Enkel des Noah gewesen. Ungeheuerliche Behauptungen …

Obwohl die christliche Tradition sagt, dass es ein „Fall der Engel“ war und diese von Gott aus dem Himmel verbannt wurde, stimmt das so nicht. Diese Angehörigen der „himmlischen Ratsversammlung“, wie die Bibel es auch nennt, kamen freiwillig mit einer festen Abmachung. Sie konnten aber nicht mehr zurück und fanden keine Gnade mehr in Gottes Augen. Sie waren also schon hier, bevor sie Hausverbot auf Lebenszeit im Himmelreich bekamen.

Abraham und Riesen

Das Buch Artapanus, benannt nach einem jüdischen Historiker und Geschichtsschreiber, der im zweiten Jahrhundert vor Christus in Alexandria (Ägypten) lebte, ist dazu ebenso erstaunlich. Artapanus beruft sich in seinem Werk auf scheinbar verschollene Schriften, die er angeblich persönlich einsehen konnte. So erfahren wir bei Artapanus zu dem Sumerer Abraham aus Ur und dem Turmbau zu Babel gleich zu Beginn folgendes:

In namenlosen Schriften finden wir Abraham in Beziehung zu den Riesen gesetzt; diese wohnten in Babylonien, wurden aber wegen der Gottlosigkeit von den Göttern vernichtet.

Einer davon, Bel, sei dem Tod entflohen und habe sich in Babylon angesiedelt, dort einen Turm gebaut und darin gewohnt; dieser wurde dann von seinem Erbauer Bel Belon genannt.“ (1,4-5)

Diese zwei Verse beinhalten bei genauerem Hinsehen wesentlich mehr. Dass die Götter die Riesen (durch die Flut) vertilgen wollten, wissen wir. Nach Artapanus war auch ein gewisser Bel einer dieser Titanen. Aber wer ist oder war dieser Bel, der dem Tode entrinnen konnte?

Bēl ist nur eine Bezeichnung von einer Vielzahl an Namen unterschiedlicher Völker und Kulturen für ebenso unterschiedliche Götter. Bekannt ist er vor allem als Baal aus der Bibel.

Für uns ist interessant, dass der biblische Baal in seiner Funktion als Gottheit der Fruchtbarkeit und des Wetters und sein Kult quasi als Sinnbild der Vielgötterei gilt. Natürlich damit also eine Götze, die später im Christentum sogar zum Dämon wurde. Aus der antiken Stadt Sechem ist bekannt, dass Baal in dem rund 4.000 Jahre alten Handelszentrum „Baal-Zebub“ („Herr der Fliegen“) genannt wurde. Oder besser und genauer ausgedrückt, dass der christliche Aberglaube daraus den berühmten Beelzebub machte. Denn eigentlich war es „Baal-Zebul“, was so viel wie „Erhabener Fürst“ bedeutet.

Baal und Beelzebub

Heute kennt wohl jeder diesen Namen, den wir beispielsweise in 2. Buch der Könige 1,3 als „Beelzebul, den Gott von Ekron“ finden. Aber wieso „Herr der Fliegen“? Gibt es da irgendeinen Zusammenhang, eine Vermischung oder eine verspielte Verballhornung mit der Sintflut-Geschichte aus dem Gilgamesch-Epos?

Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos (Bild: Fischinger-Online)
Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos – mehr HIER (Bild: Fischinger-Online)




Bekanntlich ist diese Überlieferung wesentlich älter als das Alte Testament und diente nachweislich den Autoren der dortigen Flut-Legende als Vorlage. Wie Noah im Buch Genesis ein Dankopfer nach der Flut seinem Herrn dar brachte, tat es auch Utnapischtim im Gilgamesch-Epos. Er ist der Noah des Epos. Es war ein Brandopfer auf einem Altar, dessen Duft zu Gott angenehm zum Himmel emporstieg. Was Gott laut Genesis 8,20ff. derart milde stimmte, dass er versprach, nie mehr die Menschen zu vernichten oder wegen unserer Spezies die Erde zu verfluchen, wie er es vor der Flut tat.

Übrigens auch deshalb, da er feststellte, das alles, von aus den Herzen des Menschen von frühesten Kindertagen an kommt, ganz einfach böse wäre. Und da der Mensch „böse ist von seiner Jugend an“, wie es Genesis 8,21 ausdrückt, scheint für Gott nach der Flut dennoch alles verloren zu sein. Oder ganz einfach egal …

Im Epos des Gilgamesch liest sich diese Szene etwas anders. Vor allem deshalb, da in diesem mesopotamischen Werk von Weltrang von vielen Götter gesprochen wird. Nicht nur von einem, wie meistens in der Bibel. So lesen wir auf Tafel XI hierzu folgende Aussage:

„(…) Götter rochen den Duft,
Die Götter rochen den wohlgefälligen Duft,
Die Götter scharten wie Fliegen sich um den Opferer.“

In verschiedenen Ausgaben des Epos findet sich diese Stelle mit unterschiedlichen Versnummern versehen. Und leicht variierenden Übersetzungen, deren Kernaussage jedoch immer identisch ist: „Die Götter versammelten sich wie Fliegen über dem Opfernden.“

Der „Herr der Fliegen“

Und auch diese Wesen waren sich schnell einig, dass man nie mehr zustimmen werde, die Menschheit zu vertilgen. Der oberste der Götterwesen, hier der Gott Enlil, war in diesem Zusammenhang weniger erfreut, dass noch immer Menschen lebten. Und kam auch nicht zum Opfer des Utnapischtim wie eine „Fliege“ herbei. Vielmehr war es der Gott Ea, sein Bruder und oftmaliger Widersacher, der für die Rettung der Menschen in einer Arche (s. Abb. oben) verantwortlich war. Ea nahm das Opfer an.

Laut jüdischen Mythen war es ebenso ein Widersacher des Höchsten, wie wir gesehen haben, der mit diesem über die Rettung einiger seiner „Artgenossen“ verhandelte: Der „Herr der Fliegen“ – der angebliche Satan.

Ganz interessant ist, dass Gilgamesch nach dem Qumran-Text 4Q531, Fragment 1, oder auch 4Q530, Kolumne 2, als einer der Giganten zu finden ist, die vor der Sintflut versuchten über den Propheten Henoch Gnade bei dem Höchsten zu finden. Offensichtlich lebte der Namensgeber des bekannten Epos und Riese auch noch nach der Flut. Laut Tafel I des Epos war der Held zwei Drittel Gott und ein Drittel Mensch und eindeutig ein Riese (was in einigen Ausgaben des Epos nicht übersetzt ist!).

Um die Verwirrung dieser mythologischen Ereignisse, die sicher nicht erschöpfend in diesem Mystery Files-Artikel dargelegt werden können, zu komplettieren, kommen hier weitere Name und Reisen ins Spiel. So auch der bekannten Nimrod, den „ersten Machthaber auf Erden“ (Gen. 10,8). Er war laut Stammbaum im Buch Genesis der Enkel von Noahs Sohn Ham. Genau jener Spross, dessen Frau angeblich mit einem der vom Himmel gestiegenen Wächter verkehrte und einen Riesen gebar.

Vielleicht einer der Gründe, warum Noah seinen eigenen Sohn Ham nach der Sintflut verfluchte. Quasi als Strafe für die Missetaten seiner Frau.

Nimrod, der gewaltige Herrscher

Wie dem auch sei: Nimrod wird als Herrscher über Babel (Babylon), Akkad und Erech (Uruk) genannt. Alles Orte im Land Sumer (Schinear) im heutigen (Süd)Irak, wie es die Bibel in Gen 10,10f. richtig weiß. Hier wurde auch Abraham in der Stadt Ur geboren. Angeblich erbaute dieser Nimrod sogar die weltberühmte Stadt Ninive. Einige Forscher vergleichen diesen Herrscher mit König Sargon von Akkad (etwa 2334 – 2279 vor Christus), der als großer Krieger galt. Ob dem so war, ist ungewiss. Nimrod wird als Herrscher über Babylon natürlich auch mit dem legendären Turm zu Babel in Verbindung gebracht.

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Nimrod in seiner Eigenschaft als gewaltiger Jäger und Herrscher weist auch Parallelen zum Titan Orion aus der griechischen Mythologie auf. Dieser Orion, Sohn von Poseidon und Euryale, soll ebenfalls ein gewaltiger Jäger gewesen sein. Doch die Mythologie des alten Griechenland kennt auch eine Person mit dem Namen Nimrod, die wesentlich mehr Ähnlichkeit mit der Person in der Bibel aufweist. Der griechische Nimrod ist der Sage nach der Erbauer eines gewaltigen Turmes.

Mit diesem Turm wollten die Giganten oder auch Titanen den Olymp der Götter und des Göttervaters Zeus angreifen. So wie der Turm vom Babel bis zum Himmel (Gottes) reichen sollte, wie es die Bibel überliefert.

Wenn Nimrod als Riese den Turm zu Babel errichtete, wie die Riesen in der Mythologie der Griechen, ist die Deutung von Nimrod als Gigant eine weitere Verbindung. Diese wurde schon dem heiligen Augustinus (354 – 430 nach Christus) vertreten, der zu den vier ganz großen Kirchenvätern zählt.

Der sumerisch-akkadische-assyrische (Wasser- und Krieg-)Gottkönig Ninurta, ein göttlicher Krieger, bewaffnet mit einem Bogen, vergifteten Pfeilen und Keule, der etwa in der Stadt Nimrud am Ostufer des Tigris (Kalach heute) verehrt wurde, scheint ebenso an den biblischen Nachfahren Noahs zu erinnern.

Geschichte und Geschichten?

Ninurta ist in den Hymnen des Zweistromlandes zahlreich zu finden. Als Begründer vieler Städte, Erbauer von Bewässerungskanälen und im Zusammenhang mit der Urbarmachung der Region. Beispielsweise preist ihn der „Hymnus an Ninurta als dem Gott der Vegetation“. Und beide, der biblische Nimrod und der Gottkönig Ninurta traten nach der Sintflut in den Zeiten des Neuanfangs auf.

Man mag geneigt sein, in Ninurta als Ahnherrn der babylonischen und assyrischen Hochkulturen eine geschichtlich reale Person zu sehen. Identisch mit dem biblischen Urenkel des Noah, dem gewaltigen Nimrod. Doch erst später wurde er im mesopotamischen Kulturraum aufgrund seiner enormen und schier unmenschlichen Leistungen zu einem Gott erhoben. So zumindest eine Reihe von Studien über diesen mythischen Helden, die zum Beispiel im „Harvard Theological Review“ (83 / 1990) oder in „I Studied Inscriptions from Before the Flood: Ancient Near Eastern Literary and Linguistic Approaches to Genesis 1-11. (1994) zu finden sind.

All das ist schwere Kost. Ich gebe es gerne zu. Mögliche Wahrheiten, religiöse Propaganda und kulturübergreifende Zusammenhänge geben sich hier die Klinke der Arche Noah in die Hand. Geschichte gepaart mit Geschichten?

Doch allein der Umstand, dass der Herr in seiner Absicht, alles und jeden zu vernichten, mit sich verhandeln lässt, sollte jeden erstaunen. Führt man sich vor Augen, dass der Verhandlungspartner der heutige Satan war, der um das Leben seiner Leute oder deren Kinder fürchte, wird all das noch kurioser. Dass Noah indirekt über die Frau eines seiner Söhne und ihren beiden Riesenkindern mit diesem abtrünnigen Himmlischen zu tun hatte, klingt nicht minder unglaublich.

So aber erklärt sich zumindest aus mythologischer Sicht, warum Gottes Todesplan dermaßen schief ging.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ein rätselhafter Sprung des Lebens in der Urzeit: Ist die Erde seit Millionen von Jahren ein Laborexperiment Außerirdischer? (Artikel)

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Die Erde: Seit Millionen von Jahren ein "Großraumlabor" von Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Erde: Seit Millionen von Jahren ein „Großraumlabor“ von Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Manipulierten Außerirdische schon vor tausenden von Jahren die Entwicklung der Menschheit? Das ist eine Grundidee der Prä-Astronautik. Was aber wäre, wenn diese Fremden aus dem All schon vor Millionen von Jahren hier waren, als es noch lange keine Menschen gab? Das ist zwar möglich – aber haben sie schon in Urzeit der Erde eingriffen? Außerirdische, die den Planeten als eine Art „Großlabor“ nutzten? Tatsächlich ist diese Idee alles andere als neu. Und erstaunlicherweise könnte es dafür in der Entwicklung des Lebens in der Urzeit Hinweise geben, wie Ihr in diesem Blog-Artikel erfahrt.


Außerirdische und die Rätsel der Menschheit – und davor

Außerirdische vor Millionen von Jahren? Möglich. Je weiter wir uns zurück in das Dunkel der Geschichte unserer Welt wagen, desto unheimlicher wird die historische Finsternis, die uns umgibt. Während die aktuellen Geschichtsbücher die letzten Jahrhunderte und Jahrtausende der Menschheit mehr oder minder genau zu dokumentieren scheinen, je dünner wird aber unser gesichertes Wissen über die Vergangenheit vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren.

All die modernen Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens und den Beginn der Welt selber, sind Resultate langjähriger und penibler Forschung. Dabei hat es den Anschein, dass unsere hervorragenden Wissenschaftler offenbar ein lückenloses Bild der Geschichte der Erde vorweisen können. Sie zeigen uns heute anhand erstaunlicher und beeindruckender Rechenbeispiele, Computeranimationen und ausgeklügelter Modelle, was Sekundenbruchteile nach dem Urknall geschehen sein soll. Sie können mit Hilfe erstaunlicher Simulationen die Entstehung unserer Welt nachvollziehen. Und sie können den langsamen Beginn des Lebens bis zum Menschen verständlich erklären.

Genau dieses Bild vermitteln uns unzählige TV-Dokumentationen und Schulbücher wunderbar seit Jahrzehnten.

Mainstream-Dokumentationen am Fernsehen sind zweifellos leichte Kost für das breite Publikum. Sie sind wichtig und vielfach auch sehr spannend gemacht. Wirkliche Tiefe vermitteln sie dabei meist nicht. Und das sollen sie auch nicht. Es sind Dokus, keine Fachbücher. Genau deshalb erfährt der Konsument darin oft nur am Rande von den Lücken in der Geschichte unserer Welt. Sie werden von der etablierten Wissenschaft dort nicht absichtlich verschwiegen oder sogar vertuscht. Nein, vielmehr betont die Forschung immer wieder, dass es hier und dort Rätsel gibt. Es wird eingestanden, dass man bei verschiedenen Dingen ganz einfach nicht weiß, was, wie und wodurch geschah.

Vor allem das Universum und Außerirdische/Leben im All betreffend, sowie die Frage nach der Entstehung des Lebens an sich. Bei historisch mehr oder weniger „greifbaren Zeitaltern“ – da ist man sich meist recht sicher. Ob das immer stimmen mag, sei einmal dahingestellt.

Außerirdische vor Millionen von Jahren

Irgendwelche Lücken in der Urgeschichte der Welt lange – sehr lange! – vor den ersten Menschen mit phantastischen Ideen zu füllen, das trauen sich die wenigsten. Hier springen die Phantasten und Mystery-Jäger seit Jahrzehnten ein. Unter anderem jene, die vermuten, dass Außerirdische die Menschheit in ihrer Entwicklung (gezielt) beeinflusst haben. Und es vielleicht sogar noch heute tun, wenn wir den Thesen einiger UFO-Forscher glauben wollen. Diese spreche davon, dass Fremde aus dem Kosmos aktuell und in der Vergangenheit uns geradezu als Versuchskaninchen benutzen. Zu irgendwelchen obskuren Zwecken verschleppen sie Menschen, um an ihnen „genetische Experimente“ durchzuführen. So, als sei die Erde ein gigantisches Versuchslabor einer überlegenden, außerirdischen Spezies.

Das mag stimmen. Denn glauben wir entsprechenden UFO-Berichten und vor allem auch Überlieferungen der Vergangenheit, ist das so. „Moderne“ Aliens, Götter und Himmelswesen griffen immer wieder in die Menschheitsentwicklung ein. Aber seit wann? Könnten sie nicht schon vor einer Milliarde Jahre hier gewesen sein?

Theoretisch steht dieser ungeheuerlichen Annahme absolut nichts entgegen. Selbst etablierte Wissenschaftler können das nicht ausschließen. Vor dutzenden Millionen Jahren könnten sich auf anderen und vielleicht älteren Planeten längst außerirdische Zivilisationen entwickelt haben. Obwohl es nach Science-Fiction klingt, ist das sehr gut möglich. Ebenso wie der Umstand, dass schon vor beispielsweise 500 Millionen Jahren diese Aliens unsere Welt besuchten und diese heute vielleicht gar nicht mehr existieren.

Was aber könnten sie auf der Urerde gewollt haben? Haben sie damals in die Entwicklung ebenso eingegriffen, wie es angebliche UFO-Aliens noch heute tun sollen?

Die Erde als Großlabor der Aliens

Kann man ihre Spuren finden, abgesehen von künstlichen Artefakten, die angeblich „uralt“ sein sollen? Wie etwa ein 1981 gefundenes Metallobjekt in über drei Kilometern Tiefe in der Erde, das angeblich 200 oder mehr Millionen Jahre alt ist. Ich lies es 2021 in Deutschland analysieren, wie in diesem Mystery Files-Video HIER erst kürzlich berichtet.

Dieses Metallobjekt soll angeblich 200 oder sogar 250 Mio Jahre alt sein - ich ließ es 2021 in Deutschland analysieren (Bild: Fischinger-Online)
Dieses Metallobjekt soll angeblich 200 oder sogar 250 Mio Jahre alt sein – ich ließ es 2021 in Deutschland analysieren. Mehr dazu HIER (Bild: Fischinger-Online)

In der Tat könnte ein ganz spezielles Rätsel der Evolution ein Hinweis sein: Die sogenannte Ediacara-Fauna und die „kambrische Explosion“. Einen plötzlichen und vollkommenen Wandel des irdischen Lebens vor Jahrmillionen. Dieser könnte auf den direkten Einfluss einer außerirdischen Spezies zurückzuführen sein. Und in diesem Fall ist es so, dass sich nicht irgendwelche „Alien-Freaks“ ein vermeintliches Rätsel der Welt ausdachten, sondern dieses ist der etablierten Wissenschaft sehr wohl bekannt. Diverse Dokumentationen über die Entwicklung des irdischen Lebens erwähnen genau dieses Mysterium immer mal wieder. Jedoch eher am Rande.

Eine Erklärung, warum es damals einen „Austausch“ des irdischen Lebens gab, gibt es bis heute nicht. Fast nicht.

Schon vor Jahrzehnten hat zum Beispiel der UFO-Forscher und Geologe Dr. Johannes Fiebag in einem Bericht auf „Das Rätsel der Ediacara-Fauna“ hingewiesen. Genau jenes Zeitalter, in dem sich auf bis heute unerklärliche Art und Weise die Tier- und Pflanzenwelt unseres Planeten schlagartig änderte. Aber aus welchem Grund? Das wissen Evolutionsbiologen bis heute nicht, weshalb Fiebag dieses Phänomen mit Außerirdischen in Verbindung brachte. Dazu schrieb er 1989:

Ich habe (…) die Möglichkeit vertreten, dass außerirdische Intelli­genzen unseren Planeten seit langer Zeit (und nicht erst seit Auf­treten des Menschen) als biologisches ,Großlabor‘ betrachten und die Entwicklungsgeschichte des Lebens gezielt und bewusst gesteuert haben. Dies muss nicht permanent geschehen sein.

Rätselhafte Kreaturen in der Ediacara-Fauna

Johannes Fiebag bezieht sich bei seiner Vermutung auf genau diese absonderliche Zeit zwischen den Erdzeitaltern Kambrium und Präkambrium (vor grob 560 Millionen Jahren). Aus dem Kambrium sind heute vor allem die berühmten Trilobiten bekannt. Bis zu dieser Wende lebten in den Ozeanen und Weltmeeren unserer Erde kleine ein- oder vielzellige Weich­tiere, deren  Entwicklungsformen vor allem denen der heutigen Quallen und Plattwürmer entspro­chen haben sollen.

Millionen Jahre hatten diese „Edicaras“ – wie man diese Kreaturen auch nennt – Zeit, um sich evolutionär weiter zu entwickeln. Offenbar taten sie es nicht.

Doch fossile Funde lassen darauf schließen, dass zu Anfang des Kambriums fast alle wichti­gen Grundstämme, auf denen sich das spätere Leben aufbauen sollte, auf unserem Planeten plötzlich vorhanden waren: Schwämme, Hohltiere, Würmer, Ar­chäocyathiden, Gliederfüßer etc. Ohne einen ersichtlichen Übergang und wie aus dem Nichts wimmelte es auf einmal auf der Erde von komplexeren Le­bewesen, die sich grundlegend von den Wesen der Ediacara-Fauna unterschieden. Wo kamen diese her?

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Lässt sich daraus bereits schließen, dass himmlische Besucher – Außerirdische – die Erde, nach einem missglückten „Experiment“, mit neuem Leben befruchte­ten, wie Fiebag es einst vermutete?

Einige dieser Urtiere waren völlig fremdartig aufgebaut, sie scheinen so gar nicht in die irdische Evolution des Lebens passen zu wollen. Dies veranlasste Adolf Seilacher, Professor an der Univer­sität in Tübingen, bereits 1984 zu der erstaunlichen Aussage:

Das Konstruktionsprinzip dieser Ediacara-Wesen ist so wenig vergleichbar mit dem Bauprinzipien aller späteren und heutigen Vielzeller, dass sie eigentlich eher die Lebensform dar­stellen könnten, die wir immer auf irgendwelchen Planeten im All vermuten.

Professor Seilacher hielt folglich diese Wesen der sonderbaren Fauna keineswegs für die Grundsteine der nachfolgenden Geschöpfe. Also auch nicht des Menschen. Oder waren die Edicaras die eigentliche „Bevölkerung“ der Erde, die dann von diesen Superintelligenzen gegen „brauchbare“ ausgetauscht wurden? Das ist und bleibt ein Denkspiel.

Eine rätselhafte Tierwelt

Die Spekulationen über Rätsel oder eben nicht Rätsel in der seltsamen Ediacara-Fauna (benannt nach dem Ediacara-Platteau in Australien, wo man diese Fossilien fand) können sich nur und ausschließlich auf auffindbare Fossilien berufen. Es mag sein, dass neue Forschungen in der Naturwissenschaft ebenso neue Resultate erbringen, die dem Rätsel ein Ende bereiten.

Erste Funde, die dem als „kambrische Explosion“ bekannten Phänomen etwas von ihrem Mythos nahmen, wurden an der Küste des Weißen Meeres gefunden. Dort entdeckten Wissenschaftler Fossilien der Gattung „Kimberella“, Quallen der Ediacara-Welt. Ihr Alter wir durch Untersuchungen der Wissenschaftler Michail Fedonkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau, und Benjamin Waggoner, University of Central Arkansas, auf ca. 550 Millionen Jahre beziffert. Waggoner ist sich nach seinen Analysen sogar sicher, dass es keine „kambrische Explosion“ gegeben hat. Fiebag zitierte ihn 1989 mit folgenden Worten:

Kimberella ist komplexer als eine Qualle oder ein Plattwurm. Sie wirft erstmals Licht auf die Zeit vor der kambrischen Explosion und zeigt, dass die Weichtiere nicht aus dem Nichts entsprungen sind.“

Seit dem sind Jahrzehnte vergangen, doch der vollständige Wandel des Lebens der Ediacara-Fauna gibt noch immer Rätsel auf. „Die Ediacara-Fauna war vor allem eines: ziemlich fremdartig“, hieß es zu diesem Phänomen erst 2019 in einem Artikel bei Scinexx. Und weiter:

Mit dem Beginn des Kambriums verschwand die Ediacara-Fauna nahezu vollständig – nicht einmal Nachfahren dieser Organismen lassen sich unter den Fossilien finden. An ihre Stelle traten ganz neue Lebewesen, aus denen sich später alle modernen Tiergruppen entwickelten. Was jedoch aus der Tierwelt des Ediacariums wurde, ist bis heute rätselhaft.“

Woher kam dieses irdische Leben?

Vor etwa „540 Millionen Jahren tauchten plötzlich unzählige neue Mehrzeller-Formen auf“, berichtet Scinexx. „Scheinbar aus dem Nichts entwickelten sich damals nahezu alle Grundbaupläne des Tierreichs.“ Hat die Evolution hier etwas ausprobiert und sich dann gesagt, das müssen wir wieder ändern?

Es wurde tatsächlich schon spekuliert, dass Aliens für den Untergang der Saurier verantwortlich sind! (Bild: Fischinger-Online)
Es wurde tatsächlich schon spekuliert, dass Aliens für den Untergang der Saurier verantwortlich sind! (Bild: Fischinger-Online)

Oder kam dieser rätselhafte Sprung doch im wahrsten Sinne des Wortes „von außen“? Denn es gibt sogar „Ancient Aliens-„Spekulationen, dass Besucher aus dem All für das Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren verantwortlich sind! So verrückt sie auch sind, wäre die Ursache demnach kein Komet oder Asteroid gewesen …

Auf Scinexx lesen wir weiter:

Ein weiteres Rätsel der Ediacara-Fauna ist die Frage, woher diese Wesen so plötzlich kamen und was aus ihnen wurde. Was war der Auslöser dafür, dass sich plötzlich aus mikroskopisch kleinen, einzelligen Lebensformen größere, komplexere Organismen entwickelten?

Jennifer Hoyal Cuthill von der University of Cambridge betont, dass diese Lebewesen „mit einem Knall“ urplötzlich auf der Erde waren. Zufall oder „die direkte Folge von Veränderungen in der Meereschemie“, fragt sich deshalb die Forscherin. Aber es sei noch „zu früh um zu sagen, welche geochemischen Veränderungen in den Ozeanen des Ediacariums für den Wechsel zu größeren Lebensformen verantwortlich waren“, so Cuthill.

Ein rasend schneller Wandel des Lebens

Der Wechsel oder Austausch des irdischen Lebens damals dauerte nur 410.000 Jahre. „Das ist aus geologischer Sicht ein echter Sprint“, so Ulf Linnemann von den „Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen“ in Dresden. Und dieser „Sprint“ des Lebens war radikal, grundlegend und vollständig. Zuvor gab es fast nur die Ediacara-Fauna auf der Erde, danach war sie praktisch spurlos verschwunden. Auch Parallelen in der darauf folgenden Tierwelt lassen sich nach dieser „Evolutions-Explosion des Lebens“ praktisch nicht mehr finden.

Mark McMenamin, Geologe am „Mount Holyoke College“ im US-Bundesstaat Massachusetts, ließ dieses Wunder des Lebens in seinem Buch „The Garden of Ediacara“ (1998) nicht mehr los. Am 16. August 1998 zitierte ihn „Der Spiegel“ mit den Worten:

Hier ist eine Form von Intelligenz ausgelöscht worden, die sehr, sehr anders war als heutiges Leben. Die Ediacara-Wesen sind ein zweites Experiment des Lebens. Diese Formen erhöhen dramatisch die Möglichkeit intelligenter Organismen auch auf anderen Planeten.“

Über den dramatischen Wandel und Untergang des existierenden und fremdartigen Lebens wird bis heute spekuliert. Zahlreiche Thesen wurden inzwischen als Ursache angeführt. Diese Wesen seien ganz einfach den dramatischen Änderungen der Erde im Kambrium nicht gewachsen gewesen, heißt es dazu grundsätzlich.

Warum ein Experiment durch Außerirdische?

Zerbrechen der Landmassen, Änderung der Meereschemie sowie der Atmosphäre und giftige Vulkanausbrüche werden hier vielfach angeführt. Ein Klimawandel, der für diese fremden Lebewesen das Aus bedeutete. Vielleicht gingen auch katastrophale Vereisungen der Erde und geologische Zerstörungen der Meeresböden damit einher. Vielleicht durch das Auseinanderbrechen des damaligen Superkontinentes, in dessen Verlauf sich die Böden der Ozeane quasi umpflügten.

Die Folge wäre eine neu durchmischte chemische Zusammensetzung des Wassers in den irdischen Ur-Ozenen gewesen. Und die schmeckte dem damaligen Leben gar nicht mehr – es verschwand. Es wurde von daraufhin in vollkommen anderer Form erneuert.

Die Spekulation, dass hier ein Eingriff von Außerirdischen vor Millionen von Jahren geschehen sein könnte, diskutieren die etablierten Wissenschaftler verständlicherweise nicht. Nur die Jäger des Phantastischen. Fraglos ist es interessant, sich mit solchen Gedanken und Ideen zu befassen. Zumal naturwissenschaftlich und kosmologisch nichts dagegen spricht, es aber auch nicht bestätigt. Science-Fiction, die an den Prä-Astronautik-Spielfilm „Prometheus“ aus Hollywood erinnern.

Folgen wir aber diesen Gedankengängen über ein „Großlabor Erde“ von Außerirdischen, stellt sich sehr schnell die Frage nach dem Warum. Welche Beweggründe mögen diese hypothetische Außerirdische überhaupt gehabt haben, auf der Erde einen derart radikalen Wandel herbeizuführen? Was brachte ihnen dieses Experiment letztlich?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Die wohl seltsamste Marienerscheinungen der Welt – und das aus einem erstaunlichen Grund! (+ Videos)

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"Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler": Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)
„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)

Marienerscheinungen, also die wundersame Erscheinung der angeblichen Maria, der Mutter Jesu, gehören in der katholischen Kirche zum festen Glaubenskern. Zahlreich dieser Wunder der Gottesmutter werden heute in Wallfahrtsstätten rund um die Welt von den Gläubigen verehrt. Doch eine dieser Erscheinungen der „Jungfrau Maria“ unterscheidet sich von allen anderen, anerkannten Marienerscheinungen. Und diese war zugleich die erste ihrer Art überhaupt. Aus erstaunlichen Gründen in erstaunliche Zeiten, wie Ihr hier erfahrt.


Marienerscheinungen und „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“

Der 12. Oktober 1492 war ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit: Christoph Kolumbus betrat Amerika und entdeckte die „Neue Welt“ für Europa wieder. Eine große Ehre für die Krone Spaniens, zu dessen Besitz Kolumbus sogleich die neu entdeckten Gebiete erklärte. Und als gläubiger Christ wurde diese Entdeckung auch mit einer Heiligen Messe gefeiert.

Heute ist der 12. Oktober der spanische Nationalfeiertag. Doch mit diesem Datum hat es noch eine ganz andere Bewandtnis. Er ist zugleich der Gedenktag, der sogenannte Patronatag, einer Marienerscheinung, die sich in Saragossa ereignet haben soll. Diese Erscheinung der angeblichen Jungfrau Maria trägt in der katholischen Kirche den Namen „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“ („Nuestra Señora del Pilar“) und wurde vom Vatikan als „echt“ anerkannt. Dazu weiter unten mehr.

Diese Maria ist heute die Schutzheilige Spaniens und aller „Hispanidad„. Und wie bei vielen anderen Erscheinungen dieser Art auch, sieht die Kirche demnach hier einen Ort, an dem die „Gottesmutter Maria“ erschien. Zumindest eine Pilgerstätte für Gläubige, die hier die „Basílica del Pilar“ aufsuchen. Sie ist die Hauptkirche der Pilgerstätte und zugleich der größte Barockbau in ganz Spanien. 130 Meter lang, fast 70 Meter breit und ausgestattet mit 11 Kuppeln empfängt die Basilika einen nicht enden wollen Sturm von frommen Pilgern.

Ein glanzvolles Bauwerk mit dem üblichen Protz und Pomp solcher Wallfahrtorte.

Jakobus der Ältere in Spanien

Das war natürlich nicht immer so. Auch der 12. Oktober als Tag der „Lieben Frau auf dem Pfeiler“ wurde erst 1613 durch den Stadtrat von Saragossa eingeführt. Denn eigentlich lag da die wundersame Erscheinung der Mutter Gottes schon fast 1.600 Jahre zurück. Sagt zumindest die Legende der kirchlichen Tradition. Und genau die ist erstaunlich, wenn man vergleichend auf die unzähligen Marienerscheinungen und Erscheinungen von „Lichtwesen“ in aller Welt blick.

In der katholischen Kirche haben solcher Erscheinungen eine lange Tradition des Glaubens. Maria, die Mutter Jesus Christus, ist nach christlicher Theologie nach ihrem irdischen Leben in den Himmel „aufgefahren“. Hier lebt sie im Reich Gottes an der Seite all der anderen Himmelswesen und Heiligen, wie es das Dogma sagt. Und ab und zu, so müssen es die katholischen Christen glauben, erscheint sie auf Erden ausgewählten Menschen. Eben in Form der Marienerscheinungen.

In Saragossa war alles anders. Ganz anders. Hier sei nach der Lehre die Gottesmutter bereits am 2. Januar 40 erschienen. Also bereits zu ihren Lebzeiten, weshalb dieses Wunder als erste Marienerscheinung der Welt gilt. Sie erschien dabei auch nicht irgendwem, sondern einen Bekannten. Dieser war Jakobus der Ältere, der zu den Jüngern Jesus zählte. Er starb ca. zehn Jahre nach Jesus im Jahr 44 und ist heute wohl einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Welt überhaupt.

Zahllose Legenden ranken sich um diesen Jünger Jakobus, dem Bruder des Evangelisten Johannes. Vor allem jene, dass er als Anhänger Jesus nach der Kreuzigung als Missionar nach Spanien ging, um dort die Worte seines Meistern zu verkünden. Die Verehrung von Jakobus nahm so im Laufe der Jahrhunderte enorme Ausmaße in Spanien an. Und sicher kennen auch viele Nicht-Christen heute Santiago de Compostela als mutmaßliche Grabstätte des Jüngers und den Jakaobsweg.

Erscheinung einer noch lebenden Maria

Mit seiner Mission jedenfalls hatte der Jesus-Anhänger nur mäßigen Erfolg in Spanien, weshalb er eines Tages darüber nachdachte, seine Bemühungen in Spanien abzubrechen. Das war am Ufer des Flusses Ebro in Saragossa am 2. Januar 40. Und während der fromme Jakobus so über den Sinn und Zweck grübelte, erschien ihm die Gottesmutter auf einer Säule oder einem Pfeiler.

Eigentlich aber lebte Maria da noch auf Erden und war noch nicht „in den Himmel aufgestiegen“. Wie sie es dennoch schaffte, zu irdischen Lebzeiten im fernen Spanien zu erscheinen, sagt eine Legende. Demnach wurde sie von einem oder mehreren Engel von Jerusalem irgendwie nach Spanien gebracht oder geleitet. Eine bekannte katholische News-Seite im Netz drückt diesen Umstand sehr treffend mit folgenden Worten aus:

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Obwohl es sich technisch gesehen um eine Zweiteilung Unserer Lieben Frau handelte, da sie bei Johannes dem Apostel in Jerusalem lebte, wird es in der Tradition der Kirche immer noch als eine Erscheinung angesehen.

„Technisch gesehen“ war diese Erscheinung eine sogenannte Bilokation. Ein Phänomen aus dem Bereich der Paranormalen Phänomene, das nichts anders beschreibt, als das, dass Personen gleichzeitig an zwei Orten gesehen worden sein sollen. Eine Fähigkeit, die so machen frommen Menschen nachgesagt wird. Zum Beispiel Pater Pio aus Italien.

Das Neue Testament weiß leider nichts von diesem Wunder und der „Reise“ der Maria von Jerusalem nach Spanien zu Jakobus. Obwohl die Evangelien und weitere Schriften des Neuen Testamentes erst danach entstanden. Allerdings wissen gleichzeitig auch keine Quellen außerhalb der Bibel etwas über den Jünger Jakobus. Schon gar nicht historisch belegt in Spanien.

Ein materielles Geschenk

Die Erscheinung wiederum präsentierte sich nicht nur dem Jakobus allein. Nach der Tradition waren acht seiner Anhänger bei ihm, als die Mutter Gottes mit dem Jesus-Kindlein auf dem Arm plötzlich auf einer Säule erschien. In guter alter Tradition solcher Himmelserscheinungen verlangte sie von Jakobus und seinen Mitstreitern, dass sie an diesem Ort eine Kirche errichten sollen. Genauso nahmen fast alle entsprechenden Marien-Wallfahrtsorte der katholischen Kirche ihren Anfang.

So entstand hier die erste Kirche zu Ehren der Gottesmutter in der Kirchengeschichte des Christentums. Inklusive der Säule, auf der sie erschienen sein soll. Ein weiterer Unterschied dieser Erscheinung ist der, dass die Maria dem Jakobus bei ihrem Besuch etwa materielles mitbrachte. Eine kleine Holzstatue, die später mit einer kostspieligen, goldenen Krone mit tausenden Edelsteinen gekörnt wurde. Sie ist noch immer in der „Basílica del Pilar“ zu bestaunen und sicher das Allerheiligste des Pilgerortes.

Diese Erscheinung soll nun schon rund 1980 Jahre her sein. Dass man hierzu eigentlich nicht einen Beleg hat, eingeschlossen der Anwesenheit Jakobus in Spanien, ist im Glauben Nebensache. Die erste schriftlich Erwähnung auf eine verehrte Säule stammt sogar erst aus dem Jahr 1299. Also ganze 1259 Jahre nach wundersamen Ereignis am Fluss Ebro. Und damit eine gefühlte Ewigkeit. Es dauerte daraufhin nochmal bis in das Jahr 1471, als erstmals von der Erscheinung der Maria an sich konkret berichtet wurde. Unter anderem, dass Engel sie hierher brachten.

Keine Beweise, aber anerkannt

Traditionell gehören an einem solchen kirchlich anerkannten Wallfahrtsort Wunder dazu. Ohne solche Wunder udn angebliche Wunder schafft es keine Pilgerstätte im Vatikan das Siegel „echt“ zu bekommen. Im Fall der „Jungfrau auf der Säule“ wurde die Marienerscheinung bzw. die Tradition dieser im Jahr 1723 anerkannt. Die Richtigkeit der Muttergottes-Erscheinungen an sich hat der Vatikan dabei nie ausdrücklich bestätigt. Aufgrund des Mangels an historischen Belegen nach fast 2.000 Jahren. Anerkannt ist „nur“ die gläubige Verehrung und Tradition.

Dem Glauben der Gläubigen schadet das nicht. Und so kommt es auch in diesem Zusammenhang immer wieder zu Wundern, wie behauptet wird.

Eines der ersten Wunder dieser Art soll hier im Jahr 1640 geschehen sein. Einem Miguel Pellicers wurde sein verstümmeltes Bein auf unerklärliche Weise geheilt. Aber auch andere Arten von Wundern sollen von diesem Ort ausgehen, nicht nur Heilungen. Beispielsweise erschien am 17. Mai 1808 während der Invasion der Franzosen eine „Wolke“ in Palmenform über der Kathedrale. Einen Monat sei die Heilige Maria sogar erschienen, als die französischen Truppen Saragossa belagerten.

Das mit Abstand am meisten zitierte, vermeintliche Wunder im Kontext dieser Marienerscheinungen, ereignete sich am 3. August 1936. Damals herrschte ein schrecklicher Bürgerkrieg in Spanien und auf die Kathedrale wurden drei Bomben abgeworfen. Keine davon detonierte …

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