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Gen-Analyse: Die Alien-Mumie „Ata“ aus Chile ist ein Mensch! Doch niemand spricht von dem verschollenen Bruder aus Peru

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Der "Mini-Alien" aus Chile - und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
„Ata“, der „Mini-Alien“ aus Chile – und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / R. Ripley / Montage: Fischinger-Online)

Angebliche „Alien-Mumien„, „Monster-Kadaver“ und „Alien-Leichen“ gibt es immer wieder in der Grenzwissenschaft und UFO-Forschung. Sie wird es auch immer wieder geben. Gelegentlich schaffen es einige von diesen  seltsamen Leichen auch in die Mainstream- und Boulevardpresse. So auch eine winzige Mumie, die vor rund 15 Jahren in Chile in Südamerika gefunden wurde und über die ich in den letzten zehn Jahren bereits vielfach berichtet habe. Bekannt wurde die kleine Mumie mit dem Namen „Ata“ aber erst ab 2012 durch Steven Greer, der den Geheimnissen der vermeintlichen Alien-Mumie medienwirksam auf den Grund gehen wollte. In der Mystery-Community ein viel diskutiertes Thema. Jetzt jedoch hat es „Ata“ erneut in die Schlagzeilen geschafft, da Gen-Untersuchungen seine rein irdische Herkunft aufdeckten. Was aber bei alle den Kontroversen um die „Alien-Leiche“ bisher übersehen wurde, ist die Tatsache, dass bereits vor ca. 85 Jahren ein Bruder von „Ata“ in Südamerika gefunden wurde. Grund genug, diesen „Bruder“ an dieser Stelle erneut ins Gedächtnis zu rufen, und seine Geschichte zu erzählen, wie Ihr es hier lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

„Ata“, die zwergenhafte Alien-Mumie aus Chile

Die Diskussion über die seltsame Mumie „Ata“ aus der Atacama-Wüste in Chile, die Dr. Steven Greer in seinem Doku-Film „SIRIUS“  genetisch untersuchen ließ, zieht sich schon einige Jahre dahin. Auch ich habe über diese nur rund 7 Zentimeter kleine „Alien-Leiche“ an verschiedenen Stelle schon ab 2002 berichtet (s. z. B. HIER, HIER, HIER und HIER ). Gleichzeit war sie mit anderen sonderbaren Mumien und Leichen aus aller Welt 2010 Thema in einem Buch von mir.

Warum ist nachvollziehbar: Derartige Funde sind für grenzwissenschaftlich Interesse immer spannend, vor allem wenn sie in den Medien ein großes Echo erfahren. Auch wenn bisher nie wirklich irgendwas handfestes dabei heraus kam.

Heraus kam aber jetzt, dass die Mini-Mumie „Ata“ aus Südamerika durch und durch ein Mensch ist. Das haben genetische Untersuchungen und Analysen ergeben, von denen in der letzten Woche weltweit berichtet wurde. Erstaunlich viele Meldungen dazu erschienen in der Mainstreampresse. Von „etablierten Medien“ bis zur Regenbogenpresse schienen sich die Redaktionen geradezu zu überschlagen, um über diese Ergebnisse der Gen-Untersuchungen zu berichten.

Heute, wo quasi jeder seltsame Leichnam oder Kadaver sogleich ein Außerirdischer oder ein Monster wie der Ziegensauger sein soll, war das mediale Interesse an „Ata“ der letzten Tage/Wochen schon verwunderlich. Selbst die unsäglichen Machenschaften um die „Alien-Mumien aus Nazca in Peru“ kommen da kaum hinterher ..

Ob die Spekulationen um „Ata“ damit beendet sind, steht auf einem anderen Blatt der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

„Ata“ hat einen Bruder aus Peru!

Am 27. Mai 2013 fragte ich ich in einem Artikel auf diesem Blog, ob der „Atacama Humanoid ‚Ata‘ einen Bruder hat“. Denn ebenfalls aus Südamerika, und zwar in Peru, wurde bereits vor rund 85 Jahren eine andere Mumie gefunden, die fraglos große Ähnlichkeiten mit der winzigen Mumie des „Ata“ hat. Ihr Name: „Atta-Boy“.

Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
VIDEO: Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Zum Beispiel berichtet der Autor Neal Thompson in seinem 2013 erscheinenden Buch „A Curious Man“ von dieser winzigen Mumie, die „Ata“ so ähnlich sieht (s. Titelbild). Dieser Bruder der winzigen Mumie „Ata“ trägt den schon sehr ähnlich klingenden Namen „Atta Boy“ und stammt sogar grob aus der gleichen Region. Der Zwerg „Atta Boy“ soll jedoch aus Bolivien oder Peru stammen, also nördlich von Chile, der Heimat von „Ata“.

Finder bzw. Besitzer dieser „Alien-Leiche“ war der 1949 verstorbenen Reporter, Cartoon-Zeichner und Globetrotter Robert Ripley aus Kalifornien. LeRoy Robert Ripley war schon zu Lebzeiten eine Art Legende, was seltsame Artefakte, Geschichten und Objekte angeht. Er sammelte vor allen in den 1920ger und 30ger Jahren zahlreiche Kuriositäten, die er ab 1933 in einem eigenen Museum der Kuriositäten in Chicago ausstellte. Weitere solcher Ausstellungen folgten.

„Glaube es, oder nicht!“

Gelang es Ripley nicht, eines der von ihm irgendwo in der Welt gefundenen Kuriosa mitnehmen zu können, zeichnete er von diesen Comics und stellte sie in Radioshows vor. „Ripley’s Believe It or Not!“ nannte er diese Veröffentlichungen, mit denen er schon 1918 in New York begann. Die TV-Serie „Ripleys unglaubliche Welt“, die hier in Deutschland zum Beispiel einst auf RTL2 lief, beruht darauf.

Und genau unter diesen Sammlungen des Kuriosen und Phantastischen aus der ganze Welt befand sich auch der Bruder der Mumie „Ata“ aus Chile. Thompson berichtet zum Beispiel, dass Ripley zeitlebens „fasziniert von der Miniaturisierung von menschlichen Formen“ war. Etwa „in den Kulturen, wo das Schrumpfen von Köpfen praktiziert wurde“. Eben die bekannten „Schrumpfköpfe“, die bis heute in vielen Museen rund um die Erde verstreut zu sehen sind.

Offen sei, so Thompson weiter, ob diese Mumie ein auf diese Art geschrumpfter Fötus oder sogar ein bereits geborener Mensch sei. Wobei man aber auch bedenken muss, dass sich „Schrumpfköpfe“ aus dem Gebiet des Amazons im 19. und 20. Jahrhundert in der westlichen Welt einer makaberen Beliebtheit erfreuten. Reisende und Seeleuten kauften sie genau so, wie Museen für Völkerkunde in Nordamerika oder Europa.

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Das hatte zur Folge, dass solche gruseligen Schädel auch absichtlich gefälscht wurden. Gefälscht in dem Sinne, dass man schlicht und einfach Menschen nur deshalb ermordete, um ihre Köpfe zu schrumpfen und dann zu verkaufen. Selbst Europäer in Südamerika waren davor nicht sicher, dass sie als derartige „Kopf-Souvenir“ enden. Mit dem ursprünglichen religiösen Brauch dieser Kopftrophäen von einigen Stämmen im Amazonas hatte das nichts mehr zu tun.

Ist auch der „Atta Boy“ von Ripley ein solche bizarre „Schrumpf-Mumie“?

Der geschrumpfte „Atta Boy“: Kein Alien

„Es scheint mir eher ein mumifizierter Fötus zu sein, als ein geschrumpften Körper“, glaubt Edward Meyer, der Vizepräsident der Exponate des Sonderbaren und des Ripley-Archiv. „Nachdem wir tatsächliche geschrumpfte Körper gesehen haben“, so Meyer, „sieht dies sehr, sehr unterschiedlich aus“.“

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Auch seien ihm selber nur drei Fälle bekannt, wo der ganzer Körper eines Menschen geschrumpft wurde. Meyer vermutet, dass jemand einem Deutschen Arzt die Technik der Schrumpfköpfe zeigte, und dieser es dann an einem Fötus ausprobierte …

Die Ähnlichkeit mit der Mumie des „Ata“ aus Chile ist schon erstaunlich. Der Zwerg aus Chile wurde immer wieder in den letzten zehn Jahren als „Alien-Mumie“ angesehen und hitzig diskutiert. Bei seinem Bruder dem „Atta Boy“ ist es eigentlich nicht der Fall. „Ata“, der seinen Namen von der Atacama-Wüste in Chile hat, liegt bekanntlich bis heute vor. Sein Bruder aus dem Besitz von Ripley ist aber spurlos verschollen.

Ob sie ein Deutscher Arzt anfertigte, ist reine Spekulation. Aber schon Ripley selber hat 1931 und 1933 bei der Präsentation seiner Mini-Mumie für Widersprüche gesorgt. So zeichnete er am 8. März 1931 einen Cartoon des „Atta Boy“ und nannte es „das bolivianische Baby“, das „geschrumpft und mumifiziert“ wurde. Nur 6,5 Inch (ca. 16,5 Zentimeter) groß sei die Mumie, so Ripley 1931.

1933 sah das dann etwas anders aus. Bei der Eröffnung des Kuriositäten-Museums in Chicago entstanden 3 Fotos von Robert Ripley mit dem „Atta-Boy“, von dem eines handschriftlich von ihm beschriftet wurde. Darauf steht, dass die Herkunft der Schrumpf-Mumie sei „Jivaro – Peru“. Kein Wort mehr von Bolivien, wie auf der Zeichnung von 1931, die übrigens die Mumie mit Haaren und einem Lendenschurz zeigt.

„Jivaro“ ist allerdings kein Ort in Peru, sondern die Bezeichnung eines Indianer-Volkes, die diesen Namen den spanischen Eroberern verdanken. Eigentlich sind es vier unterschiedliche Stämme aus dem Gebiet des Flusses Marañón in Peru und Ecuador, die man „Jivaroan Leute“ nennt. Und diese indigenen Stämme der Shuar, Achuar, Humabisa und Aguaruna waren – Kopfjäger, die Schrumpfköpfe anfertigten!

Angesicht der mutmaßlichen Herkunft des „Atta Boy“ bei den „Jivaroan Leuten“ in Südamerika, wird wohl die Beschreibung von Ribley als „geschrumpft und mumifiziert“ zutreffen. Kein Alien, wie eben auch „Ata“ aus Chile, wie wir jetzt wissen.-

Verschollen – oder identisch?

ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt “Sirius” (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile (Bild: A. Kramer / Montage: Fischinger-Online)

Der „Atta Boy“ ist heute verschollen – wohl in irgendeiner privaten Sammlung verborgen. Nur die Fotos von 1933 aus Chicago existieren. Die Mumie selber sei der „persönliche heilige Gral“ von Edward Meyer, wie er sagt, und die Story um sie „ist besser als die des modernen Ata“ …

Aber sind nicht vielleicht bei ein und die selbe Mumie? Ist der „Atta Boy“ in Wahrheit „Ata“ aus Chile und damit nicht spurlos verschwunden?

Bei zwei derart bizarren und sich so ähnelnden Mini-Mumien, könnte man das vermuten. In der Tat wird es auch hin und wieder. Aber vergleicht man Bilder beider Mumien miteinander, ist das ziemlich sicher ausgeschlossen, wie es auch Meyer glaubt. Trotz aller Ähnlichkeiten und Parallelen, zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Zwergen, die sie als zwei Individuen ausweisen.

Dieser Bild-Vergleich von mir soll das verdeutlichen:

"Ata" aus Chile /li.) und der "Atta Boy" aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
„Ata“ aus Chile /li.) und der „Atta Boy“ aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)

Ich bin sicher, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Mumien handelt. Der „Ex-Alien“ aus dem Doku-Fim „SIRIUS“ von Dr. Steven Greer und der verschollenen „Atta Boy“ sind nicht die selben Menschen/Föten/Babys.

Hier ein Mystery-Review zu Greer auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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von Lars A. Fischinger

 

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Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie „Ata“ aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt „Sirius“ +++ Artikel +++

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Steven Greer das Sirius-Filmprojekt und der Alien "Ata" aus der Atacama-Wüste (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
Steven Greer das Sirius-Filmprojekt und der Alien „Ata“ aus der Atacama-Wüste (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)

Aliens, Aliens – überall Aliens! Die Erde ist geradezu übersät von Alien-Leichen in allen Größen und Formen. So könnte man meinen, wenn man durch die unendlichen Weiten des Internet streift oder bei YouTube diverse Filme mit angeblichen Außerirdischen schaut. Aktuell ist dabei derzeit natürlich der „Außerirdische des Dr. Steven Greer“ und sein dazugehöriges UFO-Filmprojekt „Sirius“ in der Diskussion. Seit rund einem Jahr sorgen dieses Filmprojekt und vor allem die „Ata“ genannte (Alien-)Mumie aus Chile unter Grenzwissenschaftlern und UFO-Interessierte für zum Teil hitzige Online-Debatten. Doch ein „neuer Fund“ ist die angeblich außerirdische Mumie „Ata“ aus der Atacama-Wüste in Chile nicht. Vielmehr regt sie nun neue Diskussionen und Streitigkeiten an. Welche das sind und warum „Ata“ unlängst bekannt ist, schildert dieser (Doppel-)Artikel.


Freunde des Phantastischen kennen den „Hominiden aus Chile“, den Dr. Steven Greer jüngst untersuchen ließ, sicher zum Teil schon seit 10 Jahren. So etwa berichtete schon am 19. Oktober 2003 estrellaiquique.cl von dem nur rund 15 Zentimeter winzigen Wesen und spekulierte über seine wahre Natur. Die unlängst „Ata“ genannte Mumie ist demnach nicht neu gefunden worden, sondern erregt nur neu das Interesse der Mystery-Forschung. Und das haben wir eben Greer zu verdanken, der den Geheimnissen dieser angeblichen „Alien-Leiche“ auf den Grund gehen will.

Eine „Alien-Leiche“ in Berlin

Im Jahr 2010 nahm auch ich diese sonderbare Mumie „Ata“ als Thema in meinem Buch „Verbote Geschichte“ mit auf. Als Teil eines Kapitels, in dem es um verschiedene Leichen/Mumien geht, die als Außerirdische angesehen wurden oder werden. Vor allem aber auch deshalb, da dieser „Alien“ auch in Europa der Öffentlichkeit während der bekannten Ausstellung „Unsolved Mysteries“ in Berlin gezeigt wurde. Und, wie minzeischen bekannt, diese Mumie sogar einen „Bruder in Peru“ hat, wie in diesem Blog-Artikel gezeigt.

Der Mystery-Kollege Klaus Dona, neben Reinhard Habeck einer der Initiatoren der damaligen Ausstellung, berichtete im Zuge dieser dem Prä-Astronautik-Forscher André Kramer, dass man „Ata“ nicht für einen Schwindel hält. Was aber natürlich nichts über die Natur und Herkunft der Mumie aussagte.

Aber verschollen, wie so viele verschiedene „Funde des Unerklärlichen“ und wie es auch dieser Mumie nachgesagt wurde, war sie nach der öffentlichen Ausstellung offenkundig nicht. Mein Kollege Reinhard Habeck sagte mir noch Anfang Mai 2010, dass sich das Wesen heute in Barcelona befinde. Besitzer sei eben der nun bekannte Ramón Navia-Osorio und die Untersuchungen an „Ata“ seien noch nicht abgeschlossen.

Auch Klaus Dona schrieb mir am 11. Mai 2010 im Zusammenhang meiner  Arbeit an dem Buch „Verbotene Geschichte“:

Wir haben diesbezüglich noch keine Beweise. Untersuchungen hat es schon einige gegeben, aber Du wirst verstehen, dass wir mit einer Veröffentlichung warten, bis das Ganze ein Bild ergibt und wir wirkliche Tatsachen belegen können.

Das „Sirius Project“ des Dr. Steven Greer

Spätestens 2012 wurde die Mumie „Ata“ dann durch den UFO-Forscher Dr. Steven Greer weithin bekannt. Auch über die Szene der UFO-Interessierte hinaus. Am 25. April dieses Jahres schaffte es die kleine Gestalt aus Südamerika dann auch in die berüchtigte „BILD-Zeitung“. Schon als es hieß, Dr. Greer ließe einen möglichen Alien wissenschaftlich untersuchen und man Fotos des Wesens sehen konnte, die er auf Bildern/Videos im Internet in seiner Hand hielt, war klar, welchen „Alien-Fund“ er untersuchen wollte. Eben jenen aus Chile. Und da Steven Greer ist in der UFO-Szene durch das „Disclosure Project“ natürlich kein Unbekannter ist, entflammte sogleich eine heftige Debatte um ihn, sein Vorhaben und natürlich die „Alien-Leiche“.

Leider ist bei dem UFO-Filmprojekt „Sirius“ (Link) des Greer oder besser bei der Untersuchung des Fundes aus Chile nichts Sensationelles raus gekommen. Wenn man bedenkt, was ca. ein Jahr lang für ein „Tamtam“ darum gemacht wurde, fand ich persönlich den fast zweistündigen Film „Sirius“ sogar eher langweilig. Vielleicht aber auch nur, weil jeder seine eigenen Interessen-Schwerpunkte der Grenzwissenschaft hat, die dann wieder in einem solchen Film zu kurz kommen – und dafür bei anderen Interessierten wiederum nicht.

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Die Untersuchungen des vermeintlichen Aliens waren dennoch sehr interessant.

Auch wenn nun aufgrund der nüchternen Ergebnisses die UFO-Skeptiker Steven Greer mit Hohn und Spott überschütten. Sicher auch deshalb, da Dr. Greer im Vorfeld auch um Gelder für seine Projekt warb. Aber mit Sicherheit auch, weil ab heute (29. Mai) bis zum 3. Mai 2013 im „National Press Club“ in Washington es erneut um UFOs & Co. bzw. um die Freigabe vermuteter UFO-Geheimnisse und der Beendigung der UFO-Geheimhaltung gehen wird. Natürlich ist auch Dr. Steven Greer vertreten und Skeptiker und vermutlich auch seine Neider/Spötter sehen mit dem Projekt „Sirius“ und dem Treffen ab heute reine Werbung. Um es freundlich zu sagen …

Dürfen UFO-Forscher forschen?

Ich sehe jedoch absolut kein Problem, wenn ein „Alien-Jäger“ wie Greer oder wer auch immer im Vorfeld seiner Genanalyse des Fundes oder auch anderen Forschungen und Untersuchungen um Gelder für eben diese wirbt. Auch die etablierte Wissenschaft benötigt Forschungsgelder. Ebenso sehe ich kein Problem, wenn ein Mystery-Forscher oder, wie in diesem Fall, ein UFO-Anhänger vermeintlich außerirdische Dinge untersuchen lassen will. Auch wenn das Ergebnis dann den ein oder anderen enttäuschen mag. Wenn nicht ein Grenzwissenschaftler, wer soll dann „fragwürdige Objekte“ oder „Funde des Phantastischen“ untersuchen lassen?

(Man denke aber auch an die überaus fragwürdige Aktion um die „Roswell Dias„, die Aliens zeigen sollten.)

Hat der KGB in Gizeh eine Ancient Alien-Mumie gefunden? Neue Diskussionen um einen alten angeblichen KGB-Film. (Video auf YouTube (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)
VIDEO: Fand der KGB 1961 eine Ancient Alien-Mumie in Gizeh? (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)

Für etwas Durcheinander sorgte hin und wieder ein anderer „Alien“ vom Oktober 2002 aus Chile in diesem Zusammenhang. Dieser ist nur 7,2 Zentimeter winzig und wurde zum Beispiel von mir ebenfalls in „Verbotene Geschichte“ behandelt. Da ich selber die Geschichte hinter den beiden mir seit damals bekannten „Biester“ auch schon verwechselt habe, hier im Folgenden ein Artikel zu diesem zweiten „Wesen“.

Ich schrieb diesen am 30. Oktober 2002 für die Plattform „Freenet.de“ und habe die damals veröffentlichte Version unten einem leichten Update unterzogen.

Alien-Leichen überall! – ist oft, so denke ich, in der Öffentlichkeit und unter uns Phänomene-Interessierte ein mehr oder weniger großes Problem. Persönlich finde ich, wie viele andere auch, dass zu schnell „Außerirdischer!“ gefunden wird, wenn ein seltsam ausschauendes Wesen gefunden wird. Gleich was es dann letztlich ist. Zumal diese angeblichen Aliens oft so „komisch und primitiv“ aussehen und winzig sind, dass man es so oder so nicht glauben will, dass dieses Lebewesen aus dem Universum zu uns gekommen sein soll.

Siehe dazu beispielsweise auch dieses und dieses Video auf meinem Kanal bei YouTube.

Artikel: Alien-Mumie in Chile gefunden?

(2002/2010/2013)

Und wieder geht eine seltsame Geschichte in der UFO-Forschung umher; wieder soll eine „außerirdische Leiche“, entdeckt worden sein – in diesem Fall ein echten Zwerg.

Der Fall ereignete sich 2002 bei einem Familienausflug in Chile:

Am 1. Oktober 2002 fand der zehnjährige Junge Julio Carreño im Süden der chilenischen Stadt Concepcion in Chile eine sehr, sehr kleine menschenähnliche Gestalt. Das Wesen lebte noch, fühlte sich sehr warm an, hatte einen nach hinten verlängerten Schädel, zwei Arme und zwei Beine und eine rosarote Haut. Die ganze menschliche Gestalt war nur 7,2 Zentimeter groß.

Der Junge nahm seine Entdeckung mit nach Hause und bewahrte sie dort in einem Karton bzw. in einem kleinen Erste-Hilfe-Kasten auf. Er berichtete, dass es tatsächlich noch gelebt habe und dann und wann auch mal die Augen öffnete. Jedoch habe er nach rund einer Woche den „Alien“ tot in seinem Versteck aufgefunden.

Inzwischen ähnelte die kleine Gestalt eher einer ausgetrockneten Mumie. Auch schien es, als sei der Körper irgendwie verbrannt, denn er erweckte eben einen solchen Eindruck.

Am 21. Oktober 2002 wurde die sonderbare Entdeckung dem „Mega News Service“ und dem Journalisten Rodrigo Ugarte in Chile gemeldet, der die Geschichte landesweit verbreitete. Ein gefundenes Fressen für die Medien.

Telepathische Kommunikation mit dem „Alien“

Der Fund machte so einige Schlagzeilen und ganz Chile diskutierte angeregt über den „Alien“. Ärzten und Biologen von der Universität von Chile in der Hauptstadt Santiago de Chile wurde daraufhin die kleine Entdeckung ebenso vorgelegt. Sie schlossen definitiv aus, dass es sich um einen Fötus irgendeines Tieres aus der chilenischen Wildnis handeln könne. Am 26. Oktober 2002 berichtete dann auch Dr. Virgilio Sanchez-Ocejo vom „Miami UFO Center“ von dem Fund.

Die Familie war inzwischen genervt von dem „Sensations-Fund“: „Viele Leute sind gekommen, um uns zu besuchen: Medien, Psychiater und sogar Leute, die behaupten, spezielle Energien zu haben“, so etwa Luisa Carreño damals bei dem Boom um den „außerirdischen“ und damit auch ihre Familie. Und weiter:

Eine Dame, die behauptete ein Medium zu sein, sprach auf der Straße mit Leuten darüber, dass sie fähig ist, sich mit dem Wesen unter Verwendung der Telepathie zu verständigen.“

UFOlogen stritten natürlich heftig, wie diese Entdeckung einzuordnen ist. Vor allen in Internetforen.

Handelt es sich um den sehnlichst gesuchten Beweis für die Existenz von Außerirdischen hier auf der Erde, wie es hieß? Oder ist es sogar eine ordinäre Fälschung? Oder, so machte es 2002 auch sehr schnell die Runde, nur um ein Zwergaffenbaby bzw. eine solche Frühgeburt?

Euer Jäger des Phantastischen

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VIDEO: Deformierte Schädel, Nazca und die Osterinsel: „Gegenwind für die Paläo-SETI-Forschung“? (Vortrag von Hartwig Hausdorf)

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Vortrag/Video: Deformierte Schädel, Nazca und die Osterinsel: "Gegenwind für die Paläo-SETI-Forschung" (Bilder: gemeinfrei & P. Fiebag / Montage: Fischinger-Online)
Vortrag/Video: Deformierte Schädel, Nazca und die Osterinsel: „Gegenwind für die Paläo-SETI-Forschung“ (Bilder: gemeinfrei & P. Fiebag / Montage: Fischinger-Online)

Wieso verschwinden rätselhafte Fundstücke der Archäologie aus den Ausstellungen in Museen? Oder warum zeigt man Touristen bei Rundflügen über die Nazca-Linien nur die „unverfänglichen“ Scharrbilder von Tieren? Und weshalb kann man auf der Osterinsel bestimmte Gebiete nicht mehr betreten? Genau dies fiel dem Mystery-Autoren und -Forscher Hartwig Hausdorf bei seinen Reisen auf. Möchte man sich lieber nicht unliebsamen Fragen stellen, wie es Hausdorf in seinem Vortrag „Gegenwind für die Paläo SETI-Forschung“ vom 24. Oktober 2020 fragt?!


Rätsel der Vergangenheit – wird hier was verschwiegen?

Werden unliebsame Funde der Vergangenheit in Museen versteckt? Oder werden sie ganz einfach allzu neugierigen Touristen lieber gar nicht erst gezeigt? Etwa bestimmte Scharrbilder bei Rundflügen in Nazca in Peru oder auch rätselhaft deformierte Schädel und Artefakte dort und in Chile?

Der Mystery-Autor und -Forscher Hartwig Hausdorf ist sicher, dass hier was nicht stimmt! Bei seinen Reisen um die Welt staunte er immer wieder über rätselhafte Objekte, Artefakte und Spuren der Vergangenheit. Beispielsweise solche, die er in Südamerika, China oder auch auf der Osterinsel sah.

Doch bei späteren Reisen vor Ort waren diese fort. Entfernt aus den Ausstellungen der Museen. Deformierte Schädel mit einem extrem lagen Hinterkopf in Museen in Südamerika wurden aus den Ausstellungen geräumt. Sogar bestimmte Gebiete auf der Osteininsel für Besucher gesperrt. Und bei Flügen über die weltbekannten Linien von Nazca bekommt der Tourist fast nur die allseits bekannten Tierfiguren zu sehen. Nicht die riesigen und spektakulären Pisten und Trapeze.

Will man sich lieber nicht unliebsamen Fragen stellen, wie es Hausdorf in seinem Vortrag „Gegenwind für die Paläo SETI-Forschung“ vom 24. Oktober 2020 fragt?!

Aufgenommen habe ich Hartwig Hausdorf seinen Vortrag auf dem Jahrestreffen der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.) 2020 in Leipzig. Wie auf Mystery Files berichtet, gab es bei dieser Veranstaltung zahlreiche Vorträge, in denen sich die Referenten mit den großen Rätseln der Welt und den Universum sowie der Idee der Götter aus dem Weltraum beschäftigten. Diese Vorträge habe ich vor Ort für Euch gefilmt.

Übrigens hielt auch ich dort einen Vortrag, den Ihr natürlich auch auf meinen YouTube-Kanal findet.

Bleibt neugierig …

Video vom 24. Oktober 2020 auf Mystery Files

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Die ältesten Mumien der Welt könnten aus Europa stammen: Forscher finden Hinweise auf Mumifizierungen vor 8.000 Jahren in Portugal

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Mumifizierung bereits vor 8.000 Jahren - in Portugal? (Bild: R. Peyroteo-Stjerna/European Journal of Archaeology)
Mumifizierung bereits vor 8.000 Jahren – in Portugal? (Bild: R. Peyroteo-Stjerna/European Journal of Archaeology)

Nicht nur die Alten Ägypter pflegten einstmals die Kult der Mumifizierung, sondern zahlreiche Völker der Antike weltweit fertigen aus ihren Verstorbenen Mumien. Bisher galten dabei in der Atacama-Wüste in Chile gefundene Mumien mit mit einem Alter von rund 7.000 Jahren als die ältesten der Welt. Das könnte sich nach einer neuen Studie nun ändern. Denn Forscher fanden Hinweise darauf, dass bereits 1.000 Jahren früher in Portugal Menschen der Steinzeit ihre Toten mumifizierten.


Die ältesten Mumien der Welt – in Portugal?

Ägypten gilt nicht nur als das Land der Pyramiden, sondern ist auch für seine Mumien weltbekannt. Dabei waren die Ägypter vor Jahrtausenden längst nicht die einzigen, die ihre Toten für das Leben im Jenseits mumifizierten. Einen solchen Brauch der absichtlichen und bewussten Konservierung der Toten pflegten zahlreiche Völker der Antike.

Die ältesten Mumien dieser Art sind bisher aus Südamerika bekannt. Dort fand schon der berühmte deutsche Archäologe Max Uhle 1917 in der Atacama-Wüste in Chile zahlreiche Mumien, die heute der Chinchorro-Kultur zugeschrieben werden. Die Chinchorro waren ein Volk von Sammlern und Jägern, die unweit der Küste des Pazifik lebten und schon vor rund 7.000 Jahren ihre Toten mumifizierten. Ihre Mumien waren lange in Vergessenheit geraten. Nur Archäologen und einheimische Museen interessierten sich wirklich für diese einzigartigen Funde der Wüste.

Das änderte sich erst im Sommer 2021, als die UNESCO die versunkenen Stätten der Chinchorro und ihre Mumien in die Liste des Weltkulturerbes aufnahm. Eine späte Ehrung dieser uralten Kultur.

Doch jetzt könnten neue Untersuchungen von Grabstätten in Portugal den sterblichen Überresten in Chile den Rang als älteste Mumien der Welt streitig machen. So zumindest eine Studie eines Forscherteams um Rita Peyroteo-Stjerna von der Universität Uppsala in Schweden, die aktuell im „European Journal of Archaeology“ erschien. Darin kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass bereits vor 8.000 Jahren in Portugal Verstorbene vor ihrer Bestattung mumifiziert wurden.

In ihrer Untersuchung untersuchten die Forscher aber nicht die Grabstätten mit solchen Mumien selber. Sie bedienten sich Fotos, die in den Jahren 1960 und 1962 bei Ausgrabungen im portugiesischen Sadotal von 13 bestatteten Personen entstanden. Diese Aufnahmen unterzogen sie einem Verfahren, dass sich „Archäo-Thanatologie“ nennt. Durch diese „archäothanatologischen Perspektive“ können Schlussfolgerungen darüber gezogen werden, wie die dort Bestatteten zur letzten Ruhe gelegt wurden.

1.000 Jahre früher

Die Anordnung der Knochen, die auf diesen Fotos zu sehen sind, geben Rückschlüsse darauf, wie diese Menschen einst in ihren Gräbern lagen und wie sich deren Körper zersetzten. Anhand der Bilder der einstigen Ausgrabungen sind sich die Forscher um Peyroteo-Stjerna sicher, dass sich die Lage der Knochen am Besten dadurch erklären ließe, dass die Verstorbenen zuvor mumifiziert wurden. Danach wurden sie in ganz bestimmten Positionen in den Gräbern positioniert.

Dafür spricht auch, dass zum Beispiel die Verbindungen der Fußgelenke noch vorhanden waren. Ohne eine vorherige Konservierung der Toten ist das eigentlich kaum der Fall.

Für ihre Untersuchung zogen die Forscher auch Daten heran, die Anthropologen in Texas gewannen. Sie ließen Leichen und Mumien unter dauerhafter Beobachtung „kontrolliert“ verwesen, um so mehr über den Zerfall des menschlichen Körpers zu erfahren. Diese makaberen Experimente mit der menschlichen Verwesung werden beispielsweise auf sogenannten „Body Farms“ durchgeführt.

In der Konsequenz ergibt sich daraus, dass Jäger und Sammler der Steinzeit bereits vor 8.000 Jahren ihre Toten konservierten. Und damit 1.000 Jahre früher als die bisher ältesten Mumien aus Chile. Hier in Portugal habe man die Verstorbenen offenbar vor Jahrtausenden in einer hockenden Haltung mit Seilen zusammengebunden, um sie so drapiert langsam austrocknen zu lassen. Danach wären sie auch leichter für die Angehörigen zu transportieren gewesen, wie es in der Studie heißt. Auch sei es so möglich gewesen, die Körper mehr oder weniger anatomisch korrekt und intakt zu bestatten.

Einigen Leichen band man dafür sogar die Beine angewinkelt bis auf die Brust, wie es das Bild oben veranschaulicht. Eine Technik, die auch Völker in den Anden von Peru bei der Mumifizierung ihrer Toten tausende Jahre später teilweise praktizierten. Etwa das rätselhafte Anden-Volk der Chachapoya, dessen Name soviel wie „Wolkenmenschen“ oder „Nebelkrieger“ bedeutet. Ein Name, den die Inka ihnen gaben.

Rita Peyroteo-Stjerna und ihr Team können nicht mit letzter Sicherheit beweisen, dass die 13 Individuen als Mumien bestattet wurden. Dafür liegt deren Ableben mit acht Jahrtausenden zu weit in der Vergangenheit. Dennoch sind sie sicher, dass die gewonnen Hinweise und Indizien dafür sprechen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das mysteriöse „Band der Löcher“ in Peru: Es gibt seit Jahrhunderten Rätsel auf – Von Düngerlagern bis Binärcodes für die Götter aus dem All

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Das mysteriöse „Band der Löcher“ in Peru: Es gibt seit Jahrhunderten Rätsel auf (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
Das mysteriöse „Band der Löcher“ (eingefärbt) in Peru: Es gibt seit Jahrhunderten Rätsel auf (Bilder: Google Earth / American Museum of Natural History)

Wenn es um Mysterien und Rätsel der Vergangenheit in Südamerika geht, fällt den meisten Menschen umgehend die Ebene von Nazca in Peru ein. Ein Gebiet in den Anden mit zum Teil riesigen Linien, Figuren und geometrischen Formen, die inzwischen weltberühmt sind. Obwohl solche gewaltigen Scharrbilder (Geoglyphen) in vielen Teilen der Welt vorkommen und für Rätselraten sorgen, wird ein archäologisches Phänomen in Peru oftmals übersehen: Das „Band der Löcher“ in den peruanischen Bergen. Es sind tausende Löcher, die wie ein Lochstreifenband in die Erde gegraben wurden und deren Sinn und Zweck für einige Archäologen als geklärt gilt. Aber sind diese Erklärungen der Wissenschaft tatsächlich so sicher, wie vielfach behauptet wird?


Rätsel in Peru, Rätsel der Inka

Scharrbilder in der Erde existieren in ganz Peru, dem einstigen Reich der Inka, und weit darüber hinaus. Die Ebene von Nazca ist kein Einzelfall, aber mit Sicherheit die „Königin der Geoglyphen“. Sie faszinieren immer wieder  Menschen faszinierend. Auch und vor allem die Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik kennt diese Bilder in der Wüste, die nun schon Jahrzehnte für zum Teil überaus kuriosen Spekulationen sorgten und sorgen.

Diese teils Jahrzehnte alten Spekulationen wurden bereits umfangreich in diesem Buch HIER darlegt.

Weniger bekannt aber dennoch den meisten Mystery-Interessierten ein Begriff, ist der „Dreizack von Pisco“ an der Pazifikküste von Peru. Dieser liegt auf der Halbinsel Paracas, auf der einst die Kultur der Paracas beheimatet war. Ein Volk, dass fast 3.000 Jahre in die Vergangenheit reicht und das heute vor allem auch durch seine gruseligen Mumien bekannt ist. Überaus viele dieser Mumien sorgen in der Prä-Astronautik aufgrund der Tatsache, dass diese auffallende Schädeldeformationen aufweisen, immer wieder für Gesprächsstoff.

Der etwa 170 Meter lange „Candelabro de Paracas (= „Kerzenleuchter von Paracas“) wird jedoch jünger datiert, als die Zeichnungen auf der Nacza-Ebene und deren Umgebung. Dennoch kann man diese Geoglyphe durchaus als eines der bekanntesten Symbole für die archäologischen Rätsel Perus bzw. Südamerikas bezeichnen.

Genau das kann man von den ca. 48 Kilometer Luftlinie nordöstlich des „Kerzenleuchters“ gelegenen „Band der Löcher“ leider nicht sagen. Obwohl dieses „Band“ bis dato nicht minder spannend ist und noch immer zahllose Rätsel aufwirft.

Ein „Lochstreifenband“ ohne Sinn?

Dieses „Band der Löcher“ liegt scheinbar sinnlos in der Erde Perus im Tal von Pisco und kann am Besten aus der Luft in seiner Vollständigkeit bestaunt werden. Zum Beispiel bequem mit Google Earth unter den am Ende angefügten Koordinaten, da die Ausmaße der Löcher noch heute zu gewaltig sind. Immerhin, so die Schätzungen, besteht das Band aus bis zu 5.000 oder sogar 7.000 Löchern oder Gruben, die hier einst in die erde gebuddelt wurden

Das Band verläuft in Nord-Süd-Richtung (oder umgekehrt), ist ca. 1,5 Kilometer lang und ist durchschnittlich um die 20 Meter breit. Die schmalste Stelle der Lochstreifen misst aber immerhin noch 14 Meter. Jede der tausende von Gruben für sich betrachtet, ist vollkommen unspektakulär. Ein jedes der Löcher hat nur eine Tiefe von 50 bis 100 Zentimetern, ist nur einen Meter im Durchmesser und wurde einst durch Steine und Geröll an den Rändern „verstärkt“. Erst die Menge und Anordnung der Gruben in dem unwegsamen Gelände machen sie zu einem Rätsel der Archäologie.

Wie auch die Linien von Nazca wurde auch das Lochband im Pisco-Tal erst durch die moderne Fliegerei weithin bekannt. Der Pilot Robert Shippee war es, der 1933 in „National Geographic“ (Nr. 63) das erste weltweit bekannt gewordene Luftbild (von 1931) des Bandes in seinem Artikel „Air Adventures in Peru“ veröffentlichte. Seitdem wird um diese „seltsamen und geheimnisvolle Pockennarben“, wie Shippee sie nannte, gestritten.

Unbekannter Zweck

Deutungen der Löcher in Peru gibt beziehungsweise gab es von Laien wie Archäologen inzwischen einige. Sie reichen von Lagerstätten, Grabanlagen, Verteidigungsstellungen für Inka-Krieger, Gruben von Grabräubern, Probegrabungen nach Edelmetallen oder auch unbenutzte, also vorbereitete, Gräber. Richtig zufriedenstellend erklärt klingt das nicht. Gefunden wurde innerhalb dieser sonderbaren Löcher bisher auch nichts, was beispielsweise als Grab gedeutet werden könnte.



Eine Interpretation, die ganz aus dem Rahmen fällt, stammt aus der Prä-Astronautik. Schon in den 1990er Jahren wurde diese diskutiert. Demnach waren die Löcher eine Art Grundgerüst für Zeichen an die Götter des Himmels in Form eines Binärcode. Bekanntlich besteht dieser nur als Nullen und Einsen, die zum Beispiel für Aus oder Ein stehen. Damit lassen sich komplexe Informationen codieren. Nach dieser Deutung haben die Nutzer des Lochbandes in entsprechenden Gruben Feuer entzündet und andere leer und damit dunkel gelassen. Sie waren hiernach entweder Aus oder An und so haben man den Astronautengöttern in moderner Form Nachrichten zukommen lassen.

„Rationale Forscher“ sehen es ebenso rational. So schrieb schon der Archäologe John Hyslop 1984 in seinem Standartwerk „The Inka Road System“, dass diese Gruben für „die für die Lagerung verwendet wurden“. Dazu Hyslop weiter:

Wenngleich deren Rolle unbestimmt ist, ist eine Hypothese für die Forschung, dass sie für die Lagerung verwendet wurden. Sie befinden sich zwischen zwei wichtigen Inka-Stätten (Tambo Colorado und Lima la Vieja) und ganz in der Nähe der Stelle, wo die Inka-Küstenstraße die Straße zum Hochland kreuzt. Sie könnten einer der größeren Lagerstätten des Imperiums sein.

Also ist das 1,5 Kilometer lange Lochstreifenband ein Speicher oder eine Lagerstätte er alten Inka von Peru?

Ein Anruf beim Professor

Ich habe noch nie etwas ähnliches gesehen. Es ist wirklich einzigartig.“

Mit diesen Worten kommentierte der Archäologe Prof. Charles Stanish , ein Experte für Peru, Chile und Bolivien von der Universität Kalifornien in Los Angeles, das Gruben-Band in Peru. Das erstaunliche dabei ist, dass Stanish, obwohl er selber seit 30 Jahren in der Region arbeitet, von diesen Löchern bis 2014 noch nie gehört hatte. Nicht minder erstaunlich wie der Umstand, dass das Loch-Band keine 20 Kilometer von seinen eigenen Ausgrabungen im Chincha-Tal in Peru entfernt liegt.

Besonders kurios ist aber, wie der Archäologe auf dieses Band der Löcher überhaupt erst aufmerksam wurde. Nicht durch das Studium verstaubter Fachliteratur in Bibliotheken, sondern durch einen Zuschauer der US-Serie „Ancient Aliens“. Eine Prä-Astronautik-TV-Reihe, die sicher jeder Mystery-Fan kennt.

In dem Artikel „An Overlooked Inca Wonder“ von Eric A. Powell in dem Magazin „Archaeology“ vom 5. April 2016 heißt es dazu:

Vor zwei Jahren erhielt Stanish einen Anruf von einem Mann aus Pittsburgh, der gerade ein Programm sah, in dem behauptet wurde, dass Aliens eine große Rolle im Leben der frühen Menschen spielten. Er war daran interessiert, dass Stanish sicher einer bestimmten peruanische Stelle annahm, von der behauptet wurde, dass sie von Außerirdischen gemacht wurde. ‚Ich versuche immer nett zu den Leuten zu sein‘, sagt Stanish. ‚Aus welchem Grund sie sich auch immer für die alte Vergangenheit interessieren, ich teile ihnen mit, was die Archäologen über das Thema wissen.‘

In diesem Fall fragte der Mann Stanish, was er über die Idee denkt, dass Außerirdische die seltsam ausgerichteten Gruben bauten, die im Volksmund als Band der Löcher in Perus Pisco-Tal bekannt seien. Obwohl er mehr als 30 Jahren in der Gegend gearbeitet hat, hatte Stanish noch die von dieser Stelle gehört.“

Alles geklärt?

Die Neugier von Prof. Stanish an dieser archäologische Stätte war dank der Serie „Ancient Aliens“ geweckt, so dass er selbe vor Ort Nachforschungen anstellen wollten. Tatsächlich wurde er vor Ort nicht enttäuscht und bot später auch seine Erklärung oder besser Interpretation des Bandes der Löcher an.

Zehn Arbeiter, so rechnete es Charles Stanish durch, hätten das gesamte „Band“ mit allen Gruben in 300 Tagen bauen können. 100 Arbeiter in nur einem Monat. Angesicht der Art und Weise, wie diese doch recht niedrigen und kleinen Löcher in die Erde gegraben wurden, ist das grundsätzlich keine Meisterleistung. Heraus kam bei den Untersuchungen auch, dass die Gruben innerhalb des „Band der Löcher“ an einigen Stellen in gesonderten Gruppen angeordnet zu sein schienen.

Der Archäologe fand bei seinen Untersuchungen vor Ort auch Reste einer Straße des Volkes der Inka sowie einige Ruinen von „Colas“. Dies wiederum waren Lagerhäuser der Inka, in dessen Umfeld Stanish auch Töpfereien von ihnen fand. Ausgehend von diesen Befunden vermutete Stanish, dass das Lochband aus dem 15. Jahrhundert stammen könnte, als das Imperium der Inka das Volk der dortigen Chincha unterwarf.

Das Inkareich war in Südamerika bekannt dafür, dass sie zahlreiche andere Völker und Stämme eroberten und sich ihrem eigenen Reich einverleibten. So vermutete Stanish, dass „die Löcher einmal verwendet wurden, um etwas zu speichern, aber genau das und warum war noch nicht klar“, so Eric A. Powell in seinem Artikel 2016. Erst ein Vortrag des Archäologen Gary Urton von der Harvard Universität schien Stanish weiter zu helfen.

Steuergesetze der Inka

In diesem Vortrag berichtete Urton von schachbrettartigen Rechtecken in Inkawasi, in denen Bauern Tribute für die noch immer rätselhaften Inka abliefern mussten. Tatsächlich hatten Urton und seine Kollegen in diesen als „Khipus“ bekannten Strukturen die Reste von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Nüssen gefunden. Mit Hilfe solcher „Schachbretter“ konnte dann ein Steuereintreiber oder  Buchhalter die genaue Menge der Tribute bestimmen, die ein Bauer, eine Sippe oder oder Familie entrichtet hatte.

Das "Loch-Band" zieht sich rund 1,5 Kilometer durch Peru (Bild: Google Earth)
Das „Loch-Band“ (gelbe Linie) zieht sich rund 1,5 Kilometer durch Peru (Bild: Google Earth)

Charles Stanish zu den Vermutungen von Urton:

Sie hatten eine wirklich gute Erklärung dafür, wie diese Quadrate verwendet wurden, um Tribute zu messen. Es erschien mir wahrscheinlich, dass die Löcher am Monte Sierpe auch dafür verwendet worden sein könnten, um Tribut zu messen.“

Die Abgabe von Steuern in Form von Naturalien an die Herrscherkasten der Inka war für alle eroberten Völker zwingend. Eigentlich nicht anders wie 1.500 Jahre führer bei den Römern oder bei „modernen Expansions-Imperien“.

Obwohl die Idee der „Mess-Löcher für Tributzahlungen“ inzwischen als Erklärung des Löcher-Bandes vielfach akzeptiert wird, ist das keineswegs gesichert. Selbst Charles Stanish betont, dass das bisher nur eine Spekulation ist, die erst noch belegt werden muss. Erst Pollen oder Kieselsäure von pflanzlichen Materialien innerhalb diesen Löchern könnten das beweisen, so der Archäologe. „Es ist spekulativ“ – aber es könnte der Anfang eines „ganz neuen Verständnisses der Buchhaltung der Inka sein“.

Obwohl das Imperium der Inka in den Anden-Gebieten Südamerikas im 15. und 16. Jahrhundert gewaltige Ausmaße und zehntausende Kilometer befestigter Straßen hatte, ist die Verwaltung des Reiches tatsächlich bis heute rätselhaft. Und so spekuliert Stanish weiter, dass vielleicht sogar zahlreiche andere Inka-Stätten vielleicht neu gedeutet werden müssten. „Wenn ich Recht habe“, somder Forscher, „müssen wir über viele Stätten, die bisher als rein rituell angesehen wurden, anders denken.“

Düngerlager

Die südamerikanischen Inka hatten keine Schrift und konnte folglich, soweit wir wissen, auch nicht schreiben. Alles, was wir heute beispielsweise schriftlich über die Mythologie, das Leben und die Religion der „Könige der Sonne“ haben, ist von den spanischen Eroberern aufgezeichnet worden. Es fehlt also (bisher) der Beweis, dass das spektakuläre Lochstreifenband einst tatsächlich als ein Hilfsmittel zur Mengenbestimmung von Abgaben an die Inka diente.

Zum Beispiel hat Jean-Pierre Protzen, ein Kenner der Architektur der Inka an der Universität von Kalifornien, so seine eigenen Theorien zu dem Gruben-Band. Vielleicht waren es auch Lagerstätten für Guano, also Dünger für die Landwirtschaft, so Protzen. In den oft kargen Gegenden der Anden-Region ist Dünger zweifellos überaus wichtig, „aber wir wissen noch nicht viel darüber“.

Vorteilhaft an diesen Thesen zum Lochband von Peru ist, dass sie sich verhältnismäßig leicht überprüfen lassen. Laboratorien können von Archäologen genommene Proben aus den Gruben mir recht wenig Aufwand auf Pollen, Sporen, Pflanzen- und Samenreste oder Guano-Spuren untersuchen. Auch Prof. Charles Stanish hofft, dass zukünftige Forscher genau das machen werden.

  • Googel Earth-Koordinaten des „Bandes der Löcher“ zum Beispiel: 13°42’28.96″S 75°52’30.56″W

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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(Dieser Beitrag erschien bereits 2017 ähnlich auf diesem Blog)

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Medizin-Professor untersucht Veränderungen und „entsetzliche Schäden“ im Gehirn von Zeugen nach UFO-Begegnungen (+ Video)

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Medizin-Professor untersucht Veränderungen und „entsetzliche Schäden“ im Gehirn von Zeugen nach UFO-Begegnungen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Medizin-Professor untersucht Veränderungen und „entsetzliche Schäden“ im Gehirn von Zeugen nach UFO-Begegnungen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Schon seit Jahrzehnten heißt es in der UFO-Forschung, dass Zeugen einer nahen UFO-Begegnung gesundheitliche Folgen erleiden können. Ganz konkrete, physische Schäden. Das bestätigt jetzt auch der Mediziner Professor Dr. Garry Nolan von der Stanford University, der rund 100 Patienten/Betroffene untersuchte. Unter anderem sei der CIA an ihn herangetreten, bei diesen Untersuchungen zu helfen. Nolan war ihnen durch andere Analysen in dieser Richtung bereits bekannt. In ihren Gehirnen, etwa von Piloten, habe er daraufhin gravierende Veränderungen nachweisen können. Ein Viertel starb sogar, wie er aktuell in einem Interview berichtet. Die Gründe dieser Schäden liegen bisher in den allermeisten Fällen vollkommen im Dunkeln.


UFO-Begegnungen – mit Folgen?

Haben Begegnungen der 3. Art medizinische Auswirkungen auf die Gesundheit der Zeugen? Und zwar ganz konkrete Folgen für die Gesundheit jener Betroffenen, die eine UFO-Nahbegegnungen erlebten?

Zahllose UFO-Autoren und –Forscher bejahen das seit Jahrzehnten. Vor allem nicht nur in dem Sinne, dass diese Zeugen im Nachhinein irgendwie „anders“ sind, „sich verändert haben“ oder „die Welt mit anderen Augen sehen“. Denn das sind wohl eher klassische Folgeerscheinungen einer UFO-Begegnung oder Erfahrung mit der Anderswelt, wenn man in die einschlägigen Berichte udn Literatur schaut. Vielmehr stellt sich die Frage, ob und welche physischen und medizinische Folgen ein derartiger UFO-Kontakt haben könnte. Kann man diese wissenschaftlich nachweisen und dokumentieren?

Auch „Pentagon-UFO-Enthüller“ Luis Elizondo hat dies erst kürzlich erneut betont, wie in diesem Mystery Files-Video HIER berichtet. Ihr findet es am Ende erneut eingefügt.

Der Medizin-Professor Dr. Garry Nolan von der berühmten Stanford University ist sicher, dass es möglich sein könnte. Zumindest seinen Untersuchungen nach gibt es da ein bisher ungelöstes, medizinisches Phänomen. Denn er hat mittlerweile rund 100 Probanden untersucht, die (teilweise) eine solche Begegnung mit einem Unbekannten Flugobjekt hatten. Personen aus der Luft- und Raumfahrt ebenso wie Militärangehörige.

Ein Mediziner und eine „Alien-Mumie“

Nolan ist auf dem Feld der Erforschung von UFOs/UAPs oder besser vermeintlicher Aliens kein Unbekannter. Seit vielen Jahren ist er in die Thematik involviert. Auslöser war kein geringerer als der umstrittene UFO-Autor und angebliche Alien-Kontaktler Dr. Steven Greer aus den USA. Nolan war „schon immer ein begeisterter Leser von Science-Fiction“, wie er aktuell in einem Interview mit Vice.com berichtet. Als dann „YouTube-Videos über UFOs die Runde machten“, habe auch er sich diese online angeschaut.

"Ata" aus Chile (li.) und der "Atta Boy" aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
„Ata“ aus Chile (li.) und der sein Cousin „Atta Boy“ aus Peru (re.) (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)

Hierbei sei ihm „dieser Typ“ Greer aufgefallen. Greer ging damals an die Öffentlichkeit und behauptete, dass er im Besitz einer Alien-Mumie sei. Gemeint ist damit „Ata“ – der „Atacama-Alien“ aus Chile (s. Bild), über den auch auf Mystery Files mehrfach berichtet wurde. Ebenfalls in dem Sachbuch „Verbotene Geschichte“ 2010, da diese Mumie lange vor Greer seinen Aktivitäten dazu bereits bekannt war.

Nolan führt weiter aus, dass er daraufhin Greer seine Hilfe bei der Untersuchung dieser sehr kleinen Mumie anbot. Was er auch dankend annahm. Allerdings kam Nolan zu dem Resultat, dass das an diesem humanoiden Wesen nichts Außerirdisches nachzuweisen sei. Vielmehr waren „eine Reihe von Mutationen“ in den Genen des kleinen Körper zu finden. „Ich habe schließlich gezeigt, dass es kein Außerirdischer war, sondern ein Mensch“, so Nolan weiter. Ganz zum Missfallen der UFO-Gemeinde, wie er betont.

Dennoch publizierte er einen entsprechenden Bericht, der weltweit große Beachtung fand. Später erfolgte mit weiteren Kollegen ein Untersuchungsbericht der Mumie bei „Genome Research“.

„Entsetzlich beschädigte“ Gehirne von UFO-Zeugen

Das ist bald 10 Jahre her und vor allem 2013 gingen die Ergebnisse des Mediziners um die Welt. Garry Nolan hatte sich damit zumindest für einige Kreise einen Namen in Bezug auf „Aliens“ gemacht. Wie er weiter im Interview vom 10. Dezember 2021 beschreibt, traten daraufhin verschiedene Personen von CIA „und einigen Luftfahrtunternehmen“ an ihn heran. Sie haben damals Fälle von Piloten untersucht, die „angeblichen UAPs und den von ihnen erzeugten Feldern“ nahe kamen. Sie brauchten seine Hilfe. Das war der Beginn seiner medizinischen Gehirnuntersuchungen von UFO-Zeugen. Nolan weiter:

Dann begannen sie, die MRTs einiger dieser Piloten, Bodenpersonal und Geheimdienstagenten zu zeigen, die geschädigt worden waren. Die MRTs waren klar. Sie mussten nicht einmal Arzt sein, um zu sehen, dass es ein Problem gab. Einige ihrer Gehirne waren entsetzlich, entsetzlich beschädigt. Und das ist es, was mich dazu gebracht hat.

Ich dachte am Anfang, es sei ein Scherz. Aber nein, niemand machte einen Scherz. (…)“

Die Stanford University steht dabei hinter ihm und seine Forschungen, so Nolan. Deutlich waren auf den Aufnahmen des MRT Veränderungen in den Gehirnen zu sehen. „Weiße Substanzen“, die über das Organ verteilt waren und „im Wesentlichen abgestorbenes Gewebe“ zeigen. Entstanden seien sie dadurch, dass „das Immunsystem das Gehirn angegriffen hat“.

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Von den untersuchten Patienten waren „fast alle Verteidigungs- oder Regierungspersonal oder Leute, die in der Luft- und Raumfahrtindustrie arbeiteten; Menschen, die auf Regierungsebene arbeiten“. Offensichtlich gab es hier ein ernsthaftes Problem! Die entsprechenden Stellen und Militärs waren und sind deshalb ratlos. Auch wenn nicht alle der etwa 100 Erkrankten angaben, dass sie eine nahe Begegnung mit einem UFO hatten. Dennoch konnte Nolan bei seinen Untersuchungen schnell Ähnlichkeiten feststellen. Gleichfalls anhand von Gehirnaufnahmen vor den Vorfällen, so dass einige der Patienten womöglich mit diesen Erkrankungen bereits geboren waren:

Wenn Sie sich 100 durchschnittliche Menschen ansehen, würden Sie diese Art von Dichte nicht sehen. Aber diese Leute hatten es. Eine offene Frage ist: Hat es der Kontakt mit dem, was es war, verursacht oder nicht?

Auslöser: unbekannt!

Etwa ein Viertel der Personen starb „an ihrer Verletzungen“, so Nolan weiter. Die Todesursache wäre demnach unbekannt, da nicht klar sei, was der Auslöser dieser schweren Schändungen des Gehirns war. Außer, dass man annehmen will (oder muss), dass irgendwelche „Energiefelder“ im Umfeld von UFOs dafür die Verantwortung tragen. Nolan selber vergleicht die Schäden mit dem „Havanna-Syndrom“. Eine ominöse und auch teilweise tödlich Erkrankung unbekannter Ursache, ab 2016 bei Diplomaten und Angehörigen der amerikanischen Botschaft in Havanna aus Kuba  auftraten. Die USA machten eine geheime Mikrowellen-Waffe von Kuba dafür verantwortlich.

Die Ursache liegt bis heute vollkommen im Dunkeln. Nachdem sich dieses „Syndrom“ „zu einem nationalen Sicherheitsproblem“ zuspitze, wurden Nolan aber „jeglicher Zugriff auf die Akten gesperrt“:

Damit blieben immer noch Personen übrig, die UAPs gesehen hatten. Sie hatten kein Havanna-Syndrom. Sie hatten ein Sammelsurium von anderen Symptomen.

(…) Wenn man bedenkt, wie tief der Schaden in ihr Gehirn eingedrungen ist, können wir tatsächlich abschätzen, wie viel Energie die elektromagnetische Welle benötigt, die jemand auf sie richtet. Wir glauben nicht, dass das mit UAPs zu tun hat. Wir denken, dass das eine Art staatlicher Akteur ist und wieder irgendwie mit dem Havanna-Syndrom zu tun hat.“

Solche Aussagen und dokumentierten Forschungsergebnisse sind nicht nur erstaunlich. Vor allem sind sie überaus erschreckend!

Tödliche Energien von UFOs?

„Bei einem der Patienten passierte es auf der Skinwalker Ranch“, hebt Nolan dabei hervor. Und genau diese Ranch in Utah soll seit Jahrzehnten (einige sagen seit gut zwei Jahrhunderten) ein Hotspot von UFO-Aktivitäten, rätselhaften Kreaturen und Paranormalen Phänomenen sein, deren Untersuchungen einst selbst die Regierung der USA finanzierte. Viele Jahre stand die Ranch unter Dauerbeobachtung und –Forschung, worüber unter anderem die Forscher George Knapp und Colm A. Kelleher in ihrem Buch „Jagd auf dem Skinwalker“ (2019) berichteten.

Auch das Blut der Betroffenen wurde von Nolan und seinem Team untersucht. Mit wenig Ergebnissen, „weil viele der Fälle Jahre vor der Blutentnahme passierten“. Der Mediziner hat keinerlei Erklärung für das, was mit diesen Menschen geschah:

Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass Sie neben einem elektrischen Transformator stehen, der so viel Energie abgibt, dass Sie sich praktisch in Ihrem Körper verbrennen.“

Nolan selber möchte lieber nicht öffentlich spekulieren, was seiner Einschätzung nach hier passiert oder passiert sein könnte. Auch wenn er bei einigen „sehr, sehr sicher“ wäre, was seiner „Meinung nach vor sich geht“. Vor allem geht es ihm erst einmal darum, diese Fälle zu untersuchen und zu dokumentieren:

Es gibt unzählige Hypothesen – sie sind ein Beweis für nichts. Ich achte also darauf, KEINE voreiligen Schlüsse zu ziehen (…)“

Entsprechende Spekulations-Schlüsse könnten höchstens UFO-Forscher ziehen. Denn vielleicht gibt es nicht nur die viel zitierten physischen Wechselwirkungen von UFOs mit der Umgebung wie etwa Pflanzen, sondern auch mit der menschlichen Biologie. Und die ist nicht gerade zu unserem Vorteil, wenn Nolan Recht behalten sollte.

Video zum Thema

Video vom 11. November 2021 auf Mystery Files

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Nazca und die „Sternenmenschen“: Von UFOs von der Venus, Marsmenschen und Flughäfen für Außerirdische: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (+ Videos)

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Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute kennen viele, die sich nicht speziell für Mystery und Rätsel der Archäologie interessieren, die Hochebene von Nazca in Peru. Jene Gegend, in der sich die längst legendären Nazca-Linien befinden. Scharrbilder – Geoglyphen -, die aus Pisten, Linien, Tierdarstellungen und geometrischen Formen bestehen und vor allem aus der Luft in ihrer Gesamtheit zu sehen sind. Anlass für viele Spekulationen. Vor allem seit Erich von Däniken diese ab 1968 bekannt machte. Seit dem spricht man gerne aus Unwissenheit von einem „UFO-Flughafen“. Doch dabei gab es zu Nazca schon Jahre vor von Däniken und auch zeitgleich mit ihm die bizarrsten Ideen und Aussagen über Nazca und Wesen aus dem All, die heute keiner mehr kennt. Welche das beispielsweise sind, stelle ich Euch in Anlehnung an mein Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ in diesem Blog-Artikel einmal vor. Als die Spitze des Eisberges, wenn man hinter die Kulissen schaut.


Nazca

Ein „Kernthema“ der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren, ist zweifellos die Hochebene von Nazca in Peru. Die dort zu finden Linien, Figuren und Pisten gelten seit Jahrzehnten als eines der ungelösten Rätsel der Menschheit. Heute sind sie längst fest im Blick der archäologischen Forschung, die als etablierte Wissenschaft nichts mit all den Spekulationen um die Nazca-Linien zu tun haben will.

Denn solche Spekulationen sind rund um die mythische Ebene seit über einem halben Jahrhundert fast schon an der Tagesordnung. Längst hat sich hier ein Sammelsurium von Aussagen, Behauptungen, Spekulationen und Ideen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, den fast niemand mehr überschaut. Zumal selbst Archäologen, Autoren, Skeptiker und Kritiker aller Art und Unart sich beim Thema Nazca nicht immer mit Ruhm bekleckerten! Auch wenn sie selbst nichts mit der Idee von Astronautengöttern anfangen können.

Wie ich in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“ aufgezeigt und belegt habe, sind selbst unter „etablierten“ Archäologen, Skeptikern und Autoren Falschaussagen, Unterstellungen und glatte Lügen in diesem Zusammenhang keine Seltenheit (s. a. HIER). Von mangelnder Recherchen ganz zu schweigen. Und so lässt sich eine ganze „Evolution“ mit zahllosen phantastischen und auch bizarren Facetten rund um die Nazca-Linien nachzeichnen.

„Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“

Denn das Thema Nazca und Außerirdische der Antike oder sogar UFOs ist weit tiefer und vielschichtiger. Es nur auf den Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken und seine Bücher zu reduzieren, ist nur die Spitze des Eisberges, wie in „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ umfassend dargelegt. Erstaunliche vor, während und nach von Dänikens ersten Buch 1968 offenbarten sich hier. Von beiden Seiten, von der „seriösen“ und von der „spekulativen“ Anschauung aus! Was nicht nur die heute noch bekannten Vordenker der Prä-Astronautik betrifft.

Bevor Erich von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 erschien und damit die Prä-Astronautik inklusive Nazca zu einem weltweiten Thema wurden, waren bekanntlich schon andere Autoren von solchen Scharrbildern fasziniert. Etwa der heute schon legendäre aber oft vergessene Autor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“. Es erschien bereits 1963 in Frankreich und kam 1966 in Deutschland auf dem Markt.

Spannender wird es allerdings bei den französischen Autoren Louis Pauwels und Jacques Bergier, einem Journalisten sowie einem Chemiker und Nuklearwissenschaftler, die man ruhigen Gewissens als vergessene Wegbereiter der Prä-Astronautik bezeichnen kann. Zumindest kennen sie wohl nur noch die „alten Hasen“ der Prä-Astronautik bzw. „Ancient Aliens“-Thematik.

Bevor Erich von Däniken ab 1968 ungeahnte Welterfolge feiern konnte, schrieben auch sie bereits in verschiedene Büchern über die Mysterien der Welt und Raumfahrer der Antike. So in ihrem Erfolgstitel „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“, das schon 1960 in Frankreich und 1962 in Deutschland erschienen war. Auch von Däniken listet dieses Werk in seinem Erstling im Quellenverzeichnis auf.

„Markierungen eines Flugplatzes“

In diesem Vorreiter der phantastischen Literatur schrieben Pauwels und Bergier bereits vor über 60 Jahren zu der Hochebene von Nazca zum Beispiel Folgendes:

Was bedeuten jetzt die Figuren von Nazca? (…) Eigentlich müsste man annehmen, die Konstrukteure hätten nach Weisungen gearbeitet, die ihnen von einem in der Luft schwebenden Fahrzeug erteilt wurden. (…) Die Photographien der Ebene von Nazca, die wir heute besitzen, lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken. Söhne der Sonne, vom Himmel gekommen.“

Eine Aussage, die eindeutig nach der erst Jahre später durch von Däniken „geborenen“ Prä-Astronautik klingt. Mehr noch, denn Pauwels und Bergier warfen damals schon der Archäologie mehr oder weniger Engstirnigkeit vor, da diese den Nazca-Linien nur eine religiöse Bedeutung zusprächen. „Das behauptet man immer, um nur überhaupt etwas zu sagen“, so die Autoren damals. Eine klare Anspielung auf den Umstand, dass in der archäologischen Forschung viele sonderbare Funde zu einem „Kult“ gehören, „Kultobjekte“ sind oder eine Stätte schlicht ein „Kultort“ der Vorzeit war.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Zum Thema: Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Nach Meinung Pauwels und Bergier sollte man bei Nazca durchaus peruanische „Legenden heranziehen“, die von Göttern aus dem Himmel berichten. Denn es gebe „die prä-inkaische Mythologie, nach der die Sterne bewohnt und die Götter aus dem Sternbild der Plejaden herabgestiegen sind“, schreiben die Autoren weiter. Selbst die etablierte Archäologie würde diese Legenden erwähnen, nehme sie aber schlicht nicht ernst. Also wörtlich, wie es die beiden Autoren machten.

Nazca als außerirdische Basis

Der italienische Bestsellerautor und Prä-Astronautik-Pionier Dr. Peter Kolosimo wird da in seinem Buch „Terra senza tempo“ das schon 1964 in Italien erschien (deutscher Titel: „Woher wir kommen“, 1972), konkreter und nennt Namen. Er schreibt zu Nazca und den angeblichen Mythen von Göttern, die von den Plejaden kamen, unter anderem:

Ist es nicht seltsam, dass sie eigens für die Vogelperspektive angelegt scheinen, so dass sie erst durch die Luftaufklärung entdeckt werden konnten? Prof. John A. Mason von der Universität von Pennsylvania streift wohl die Vermutung, sie seien auf die Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden, aber als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft weist er diesen Gedanken zurück – um dann, wenn er von der Mythologie der Vorinkazeit spricht, über uralte Glauben berichten zu müssen, nach denen die Sterne ohne jeden Zweifel bewohnbar sind und die davon sprechen, dass aus der ‚Konstellation der Plejaden Gottheiten auf die Erde heruntergekommen sind.‘

Wie es heißt, existieren in Peru und teilweise in Chile noch viele solcher Anlagen, aber die Indios, die sie zwar kennen, können deren Bedeutung nicht erklären. Sie erzählen uns dafür etwas ganz Phantastisches, das die ‚Freunde der Uranosbewohner‘ in Ekstase versetzte und sie zu der Interpretation bewog, die mysteriösen Zeichen seien Symbole für die Piloten außerirdischer Flugkörper gewesen, die an diesen Punkten ihre Stützpunkte gegründet hätten.

Dann hat es also in der Vergangenheit richtige ‚Sternenhäfen‘ in den Anden gegeben? Wir wollen uns nicht zu kühnen Vermutungen versteigen (…).“

Der hier von Kolosimo erwähnte Prof. Dr. John A. Mason war bis zum seinem Tod 1967 ein hoch angesehener Archäologe, der sich auf Südamerika spezialisierte. Mit „The Ancient Civilizations of Peru“ legte er dazu 1957 das Standartwerk seiner Zeit vor, in dem er sich auch zahlreiche Gedanken über die Bodenzeichnungen von Nazca macht.

Aliens von den Plejaden im alten Peru?

Darin „streift“ er in der Tat auch die Idee, dass Nazca sei durch „Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden“, wie Kolosimo es ausdrückte. Nur von einem Flugzeug oder Ballon, so Mason, seien die Geogyphen zu sehen, was „einige faszinierende Vorschläge und Möglichkeiten“ zulassen würde:

Zweifellos wurden sie von himmlischen Gottheiten gesehen. (…) Wie wurden sie so perfekt gemacht, ohne in der richtigen Perspektive gesehen zu werden? Die Macher müssen viel über Proportionen wissen. Könnten sie von einem kleinen Modell an einem Gitter gearbeitet haben?

„Als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft“ enthält Mosons Hauptwerk aber keine Aussagen über leibhaftig vom Himmel gekommenen Götter. Auch wenn er beispielsweise auf Götter des Mondes, Venus und Plejaden verweist.

Wahrscheinlich inspirierte auch von Däniken diese Aussage über Götter der Plejaden. Im Jahre 1967, als noch niemand seinen kannte und sein Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ tatsächlich noch Zukunft war, hielt er einen Prä-Astronautik-Vortrag in Mainz. Es war beim „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ vom 3. bis 6. November 1967, der ein großes mediales Echo nach sich zog. Hier sprach Mystery-Jäger von Däniken erstmals auf der große Bühne über das Vortragsthema „Erhielten unsere Vorfahren Besuch aus dem Weltall?“, bei dem folgender Satz fiel:

In der Mythologie der prä-inkaischen Völker wird versichert, dass die Götter aus dem Sternbild der Plejaden gekommen seien.

Fliegende Untertassen vom Mars

Es war, nebenbei bemerkt, eine in der damaligen UFO-Zeit viel beachte Konferenz. Anlass genug für einen Däniken-Kritiker aus der früheren DDR in einem späteren Buch die unglaublichsten Lügen rund um Däniken und Nazca seinen Lesern dazu aufzutischen …

„Wir sträuben uns nicht gegen die Annahme von Besuchern aus anderen Welten“, unterstreichen schon Pauwels und Bergier weiter. Erst acht Jahre später kannte durch von Dänikens Weltbestseller den „Flugplatz der Götter“, auf den Pauwels und Bergier hingewiesen hatten, die ganze Welt. Luftbilder der Geoglyphen „lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken“, betonen sie in ihrem Buch. Damit inspirierten sie vielleicht Erich von Däniken zu diesem Satz in seinem ersten Werk:

Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Nicht aber unbedingt, da auch Pauwels und Bergier 1960 nicht die ersten waren, die diesen Vergleich zogen. Schon fünf Jahre vorher erschien in dem legendären „Fate Magazine“ (Oktober 1955) ein entsprechender Artikel von James W. Moseley, der Nazca darin eindeutig mit UFOs bzw. „Fliegenden Untertassen“ (etwa vom Mars) in Verbindung brachte. „Fliegende Untertassen“ waren damals in aller Munde und das „Fate Magazine“ als Publikation rund um Phänomene und UFOs hatte einen gewichtigen Anteil daran.

Dieses Magazin brachte in seiner allerersten Ausgabe (1/1948) den Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold als Titelstory, in der er von seiner UFO-Sichtung am 24. Juni 1947 berichtete (s. Artikel HIER) Welche Wirkung diese Sichtung für die gesamte UFO-Thematik bis heute hat, ist sicher jedem klar. Somit hatte der Artikel von Moseley über Nazca und die „fliegenden Scheiben“ in dem Magazin ein gutes Umfeld und geeignetes Sprachrohr gefunden.

Eine Karte für Untertassen-Piloten

James W. Moseley stellte in seinem Artikel „Peruanische Wüstenkarte für Untertassen?“ („Peruvian Desert Map for Saucers?“) die Ebene von Nazca mit ihren Geoglyphen vor und rätselte über deren Sinn und Zweck. Auch die Forschungen des 1959 verstorbene Nazca-Pioniers Dr. Paul Kosok wurden von ihm diskutiert, die später die schon legendäre Nazca-Forscherin Maria Reiche übernahm. Bis heute sind sowohl Kosok wie auch Reiche feste Namen in der Nazca-Forschung.

Reiche wiederum war einst die Assistentin von Kosok und teilte seine These von 1941, dass Nazca eine Art riesiger (Kult-)Kalender der Indios war. Angeblich seien die Figuren Abbildungen von Sternkonstellationen und gewisse Pisten und Linien verweisen auf astronomische Ereignisse, so Reiche und Kosok. Selbst ein „Stonehenge“ aus Holz beim fast 2.000 Jahre alten Nazca-Kultzentrum Cahuáchi unweit der Ebene gehöre dazu. Damit wäre die Nazca-Wüste in Südamerika „das größte Astronomiebuch der Welt“, so Kosok und Reiche.

Nachdem Gerald Hawkins, Astronom am Smithsonian Astrophysical Observatory, 1969 in „Ancient Lines in the Peruvian Desert“ („Astrophysical Observatory, Special Report“, Nr. 906-4, 1969) belegen konnte, dass astronomische Bezüge in Nazca statistisch eher Zufälle oder Ausnahmen sind, wurde es allerdings mehr und mehr still um diese These. [ Auch wenn sie in keinem Buch über Nazca und südamerikanische Kulturen, wie die Inka, fehlt.

Neuere Untersuchungen, unter anderem von Forschern aus Dresden, der Heimatstadt von Maria Reiche, zeigten vor einigen Jahren, dass die „Kalender-Theorie“ vielleicht doch stimmt. Ihre GPS-Messungen und Berechnungen ergaben, dass es anscheinend mehr astronomische Ausrichtungen der Nazca-Bilder gibt, als es Hawkins rund 40 Jahre zuvor heraus fand. Wobei es Hawkins nicht bei einer Untersuchung vor Ort in Nazca beließ. Schon 1973 überprüfte er die Kalender-These erneut und kam zu dem Schluss, dass immerhin bei rund 20 Prozent der Linien eine astronomische Ausrichtung gegeben sei, wie er es in seinem Buch „Beyond Stonehenge” aus dem selben Jahr schilderte.

„Markierungen als Signal für interplanetare Besucher“

Hinzu kommen neu entdeckte Scharrbilder, die nicht nur älter als jene von Nazca sind, sondern eindeutig als „Sonnenwenden-Kalender“ identifiziert wurden. Sie werden dem Volk der Paracas zugeschrieben und sollen etwa um 400 vor Christus im Chincha-Tal an der Pazifikküste angelegt worden sein. So zumindest die Untersuchung „A 2,300-year-old architectural and astronomical complex in the Chincha Valley, Peru“ um Charles Stanish in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Vol. 111, No. 20, 20. Mai 2014).

Eine Verbindung mit dem Firmament in Nazca – wenn auch nur astronomisch? Dieses Postulat teilte Moseley nicht, obwohl er seinen Blick ebenfalls in Richtung Himmel wandte. Zwei Jahre bevor mit „Sputnik“ 1957 der Mensch erstmals einen Satelliten ins All schoss, schrieb Moseley in seinem Artikel zu Nazca:

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Von noch größerem Interesse ist heutzutage eine Überlegung, die vor allem im Hinblick auf anhaltende Berichte über Fliegende Untertassen von Archäologen völlig übersehen worden zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt, sind die Linien und Figuren aufgrund ihrer enormen Größe nur aus der Luft deutlich sichtbar und aussagekräftig.

Es ist schwer vorstellbar, warum eine Zivilisation ein so großes, kompliziertes Muster aufbauen würde, wenn sie wüsste, dass weder sie noch sonst jemand jemals in der Lage sein würde, die vollendete Schönheit ihrer Arbeit zu bewundern.

Und wenn der Zweck dieser Markierungen rein astronomisch und religiös gewesen wäre, wäre ein viel kleinerer Konstruktionsmaßstab dann nicht ausreichend gewesen?

Oder wahrscheinlicher, selbst erdgebunden, konstruierten sie ihre riesigen Markierungen als Signal für interplanetare Besucher oder für eine fortgeschrittene Erdenrasse, die sie gelegentlich besuchte.

So fantastisch diese Vorschläge auch erscheinen mögen, solche Theorien können nicht ohne Weiteres verworfen werden. Es sei denn, es wird eine andere Erklärung zu der Größe der Wüstenmuster gegeben.

Bisher wurde keine bessere Erklärung angeboten.“

Obwohl der UFO-Anhänger Moseley an keiner Stelle „Flughafen“ oder ähnliches schreibt, ist seine Vermutung klar und eindeutig formuliert. Nazca ist Ausdruck eines menschlichen Kultes, mit dem – wie auch immer – außerirdische „Götter“ verehrt oder geehrt wurden. Als „Signal“ oder Graffiti an diese Wesen. Vielleicht aber auch an eine bisher unbekannte Rasse der Erde, womit er wohl eine Art versunkene Zivilisation wie Atlantis meinte.

Bojen für Raumfahrer in Nazca

Zwar schrieb James W. Moseley von „interplanetaren Besuchern“, also Aliens vom Mars oder von der Venus, aber das war in jenen Tagen in der UFO-Thematik vollkommen normal. Mars und Venus (und auch andere Planeten wie Uranus) waren wie selbstverständlich für viele UFO-Autoren von Außerirdischen bewohnt. Nicht wenige veröffentlichten dazu Bücher, in denen sie ihre Begegnungen und Reisen in deren UFOs schildern. Sie nannten sich „Kontaktler“ und spannen in ihren Veröffentlichungen die unglaublichsten Geschichten, die sie mit diesen Aliens erlebt haben wollten.

In dem Buch „UFO-Sekten“ (1999) haben mein Kollege Roland M. Horn und ich uns sehr umfangreich mit diesen frühen „UFOlogen“ beschäftigt, deren Nachwirkungen bis heute reichen, direkt und indirekt.

Indirekt gehörte auch der Franzose Robert Charroux dazu, der in seinen zahlreichen Büchern immer wieder von Außerirdischen auf der Venus sprach. Diese seien die Götter unserer Ahnen gewesen, wie er meinte. So spekulierte er in „Vergessene Welten“ (1971, also nach von Däniken) nach seinem Besuch 1969 in Nazca:

Wenn man Nazca überfliegt, sind es die riesigen ‚Landebahnen‘, die am stärksten ins Auge springen und die Phantasie anregen. Warum ‚Landebahnen‘? Ich kann es nicht sagen, aber dieser Verwendungszweck fällt einem unmittelbar ein, wenn man die großen Rechtecke oder Trapeze sieht (…)“

So sehr man auch nach einer Erklärung sucht, führt Charroux weiter aus, „man kommt immer wieder auf den ersten unwiderstehlichen Eindruck zurück: Landebahnen“. Sie scheinen von jemandem angefertigt worden zu sein, „der einer wissenschaftlich hoch gebildeten, außerirdischen Zivilisation angehört“   habe, ist sich Charroux sicher. Möglicherweise handele es sich auch um:

 „(…) eine Botschaft, von Erdbewohnern an außerirdische Leser gerichtet, oder um Bojen, ein Signalsystem, das Raumfahrer hinterlassen haben? (…)“

Sie kamen von der Venus

Diese hypothetischen außerirdischen Astronauten nennt Charroux dabei „die großen Instruktoren“, die vor 5.000 Jahren vom Himmel zu den Vorfahren der Inkas gekommen seien. Die Götter Perus, die, wie er meint, „nach übereinstimmenden Berichten der Überlieferungen vom Planeten Venus“ kamen. So könnte auf unserem Nachbarplaneten „der Schlüssel zu den Geheimnissen von Nazca“ liegen, und nicht bei den Ureinwohnern Perus. Sie wären damals, mit Verlaub, dafür einfach zu „blöde“ gewesen. Charroux:

Es fällt schwer zu glauben, dass die weit verstreute, arme und wenig entwickelte Bevölkerung im südlichen Peru das Schriftbild oder die astronomischen Tafeln von Nazca entworfen haben soll. Das Konzept, die Anlage der Linien scheinen nicht einer irdischen Phantasie entsprungen zu sein.

Vielleicht haben die Erdbewohner für die technische Durchführung der Arbeit gesorgt, aber die Konzeption scheint mit von einer höheren, erdenfremden Intelligenz zu stammen.“

Charroux war überzeugt, dass sich „gewisse Fakten herauskristallisieren“, wenn man die Ebene erkundet: „Flugfelder, ‚Kosmodrome‘, Laserspuren – Botschaft einer Kultur auf einem anderen Stern“, so seine Überzeugung.   Eine Auffassung, die er vor allem in seinem Buch „Das Rätsel der Anden“ vier Jahre später überaus detailreich zu untermauern versuchte. In mehreren Kapiteln geht es darin um die Nazca-Zeichnungen, die er unzweideutig als „prähistorischen Landeplatz“ darstellte.

„Einige könnte man für Flugplätze halten“

Zusammen mit ihrem Mentor, dem Pionier der Nazca-Forschung Dr. Paul Kosok, veröffentlichte Nazca-Legende Reiche bereits 1947 „The mysterious markings of Nazca“ („Natural History“, Nr. 5/1947). Kurz darauf folgte die erste Ausgabe ihres kleinen Buches „Mystery of the desert“ (1949, erweiterte Ausgabe 1968) im Selbstverlag in Lima, Peru. In diesem dreisprachig erschienen Buch beschreibt sie, was diejenigen sehen, die über die Ebene fliegen:

Dann wird er von oben auf flachem Wüstengelände auf Hochterrassen und an Berghängen riesige Drei- und Vierecke entdecken, deren wie mit einem Lineal gezogenen Umrisse helle Flächen umgrenzen, die sich gegen den dunklen Untergrund scharf abheben. Einige könnte man für Flugplätze halten. Von geringer Höhe, vom Kleinflugzeug oder vom Hubschrauber aus, bietet sich uns ein überraschender Anblick.“

Damit hat die über jeden Zweifel von allen Nazca-Archäologen hoch verehrte Maria Reiche die „Mär“ von einem Flugplatz selbst in die Welt gesetzt. Nicht, weil sie annahm, dass dort wirklich „irgendjemand“ vor Jahrtausenden vom Himmel kam, sondern um ihre Eindrücke in Worte zu fassen Wie so viele nach ihr, inklusive der Autoren des Phantastischen.

Schaut man in das Quellenverzeichnis von Erich von Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem er 1968 den „verheerenden“ Satz schrieb, dass Nazca aus der Luft „die Idee eines Flugplatzes“ vermittle, findet sich in der Literaturangabe genau dieses Buch: „Mystery of the desert“ von Maria Reiche. Grundsätzlich ist also ihre richtige Aussage von Erich von Däniken nur übernommen worden …

Nazca und Marskanäle

Nimmt man es noch genauer, dann ist dieser Vergleich sogar noch älter. In ihrem Artikel „The mysterious markings of Nazca“, erschienen im Mai 1947 in dem Magazin „Natural History“, heißt es von Paul Kosok und Maria Reiche über die Linien von Nazca wörtlich:

Als sie zum ersten Mal aus der Luft betrachtet wurden, wurden sie als prähistorische Landeplätze bezeichnet und scherzhaft mit den sogenannten Kanälen auf dem Mars verglichen.“

Wohlgemerkt, diese Aussagen und Vergleiche sind in den Jahren 1947 und 1949 von jenen Pionieren der Nazca-Forschung gefallen, auf die sich bis heute Archäologen berufen.

In seinem Buch „Auf den Spuren der ältesten Reiche Perus“ (1990) hat Prof. Miloslav Stingl diese „Marskanäle“ von Nazca in den Tagen von Kosok thematisiert. Unter anderem schreibt er zusammenfassend:

Auch Kosok hat in Peru sehr viel erblickt und entdeckt. (…) Dort in dem Gebiet, das man Pampe de Nazca nennt, in der weiteren Umgebung der gleichnamigen südperuanischen Stadt wollten schon früher mehrere Reisende vom Flugzeug aus irgendwelche breiten Linien und Streifen erblickt haben, die angeblich ‚genauso wie jene Kanäle auf dem Mars aussahen‘.

(…) Er flog daher mit seiner kleinen Maschine in dieses Gebiet, um sich die ‚hydrologischen Systeme der Marsmenschen‘ in der Pampe de Nazca von oben anzusehen. (…)

(…) bisher (hatte) niemand diese größte Bildergalerie der Welt bemerkt (…). Mit Ausnahme lediglich jener Flugreisenden, denen für dieses auf den ersten Blick sinnloses Wirrwarr von Linien und Figuren kein anderer Name als ‚Marskanäle‘ eingefallen war.“

Kommunikation mit „Leuten von anderen Planeten“

Auch Dr. Hans Horkheimer, ein eher unbekannter Pionier der Nazca-Forschung von der peruanischen Trujillo-Universität, kam schon sehr früh mit Aussagen über Aliens zu der Ebene in Berührung. Ihm gelang es 1946 mit der Luftwaffe von Peru die ersten detaillierten Fotos der Ebene zu machen. Außerdem befragte er in diesem Zusammenhang ab 1945 die Einheimischen zu diesen Linien. „Die einfachen Bauern“ wusste nicht viel über sie, stellte er fest. Von den „gebildeten Leuten“ in Peru bekam Horkheimer bei seinen Befragungen indes „besser Antworten“, wie es Tony Morrison in seiner Reiche-Biographie „Das Geheimnis der Linien von Nazca“ (1987) schrieb. Darin heißt es:

Noch erstaunlicher war die Behauptung, dass die geometrischen Zeichnungen gemacht worden waren, um mit Leuten von anderen Planeten zu verständigen.“

Wohlgemerkt: Das war im Jahre 1946 oder schon 1945, also bevor die ganze Welt von „Fliegenden Untertassen“ sprach oder überhaupt das Kürzel „UFO“ kannte. Zehn Jahre später sah es in Deutschland nicht anders aus. Durch ihre Verbindungen nach Deutschland (vor allem über ihre dort lebende Schwester Dr. Renate Reiche) schaffte es M. Reiche, dass auch in ihrer Heimat 1955 verschiedene Artikel und Berichte in deutschen Magazinen über sie und Nazca erschienen. Am 9. August 1963 folgte die 30-minütige BBC-Dokumentation „Mystery of the Desert“ von Tony Morrison mit Reiche.

Die Artikel in deutschen Magazinen und Illustrierten wurden in Umlauf gebracht, um Reiches Arbeit bekannt zu machen, und zogen unterschiedliche Reaktionen nach sich. Laut Morrison auch solche wie diese:

Endlich erwachte das europäische Interesse an den Linien. Ein Leser schrieb Renate und schlug vor, (die Nazca-Linien, Anm. LAF) könnten etwas mit Marsmenschen zu tun haben oder als Landebahnen für Raumschiffe dienen – ein unbewusstes Echo auf die Äußerungen der Menschen in Nazca, die zehn Jahre zuvor von Hans Horkheimer interviewt worden waren.“

Nazca als „Leuchtfeuer für die Götter“

Zu guter Letzt sollte auch der UFO-Autor George Hunt Williamson und sein Buch „Road in the Sky“ aus dem Jahr 1959 nicht unbeachtet bleiben. Williamson, ein Anhänger und Getreuer des UFO-Propheten George Adamski, war damals schon sicher, dass Nazca von Außerirdischen stammt. Oder für sie angelegt wurde. Er betonte 1978 sogar selber in einem erbitterten Brief, dass viele Thesen und Themen, mit denen Erich von Däniken damals längst weltberühmt war, eigentlich von ihm stammten. Er sei der erste Autor gewesen, der diese publizierte, thematisierte, bekannt machte und entsprechende Thesen formulierte.

Sein Brief, rund zehn Seiten voller Frustration und Vorwürfen gegenüber von Däniken, wurde 2016 in der Williamson-Biographie „The incredible life of George Hunt Williamson“ von Michel Zirger und Maurizio Martinelli im Anhang veröffentlicht. Unter anderem schrieb er:

Ich glaubte nie, dass die Linien von Nazca antike ‚Landebahnen‘ waren! Jedem Forscher ist klar, dass es sich möglicherweise nicht um Inka oder andere Straßen handeln kann, geschweige denn um Landebahnen! Die Idee ist absolut absurd! In meinem Buch und meinem Vortrag habe ich deutlich gemacht, dass diese seltsamen Linien und Muster Richtungsmarkierungen und Signalstationen waren!

Seiner Meinung nach war Nazca ein „Leuchtfeuer für die Götter“, wie auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch überschrieben wurde. Es waren Erinnerungen an „Himmelsgötter“ und „irgendwie waren sie mit der Notwendigkeit verbunden, die rätselhaften Linien zu konstruieren“.

Damit dienten seiner Meinung nach die Linien und Flächen in Nazca „als Markierungen oder Leuchtfeuer für etwas, das aus dem Weltraum kam“. Obwohl seiner Überlegung nach das Nazca, wie man es heute kennt, eher so was wie eine Kopie war. Zumindest wurde die Ebene dahingehend manipuliert, dass spätere Generationen nach dem Abzug der Außerirdischen selber auf der Ebene Linien etc. anlegten.

Taktische Abzeichen außerirdischer UFO-Piloten

In der Erinnerung blieben diese Astronautengötter der Vorzeit aber als Götter in peruanischen Legenden erhalten. So Williamson 1959, der in seinem Werk übrigens tatsächlich an keiner Stelle direkt von einem „Flughafen“ spricht.

Anders der Autor Jochim Pahl in seinem Werk „Sternenmenschen sind unter uns“, das drei Jahre nach von Dänikens erstem Buch erschien. Pahl will sogar die Tierdarstellungen der Ebene auf außerirdische Besucher zurückführen können:

Die bis zu 250 Meter messenden, nur aus großer Höhe erkennbaren Scharrbilder von Vögeln, Affen, Dreizack, Pfeilbündeln könnten dann vielleicht als taktische Zeichen für anfliegende Formationen gedeutet werden. Auch unsere Fliegerverbände tragen ihre taktischen Zeichen nicht nur an Ärmelstreifen und Kühlerhauben, sondern haben sie – Leopard, Adler, Tiger, Geier, Elefant und was immer – auch auf Flugzeugen und Landebahnen übertragen.“

Eine fast schon romantische Idee, dass die Bilder in der Wüste Fliegerabzeichen oder Zeichen diverser Raumschiff-Flugstaffeln von Außerirdischen sein sollen. So, wie man sie heute von Piloten, Fluggesellschaften und Fliegereinheiten kennt. Im Prinzip Ideen, die schon 1960/1 der Prä-Astronautik-Pionier Alexander Kazantsev in einem Artikel in dem Sowjet-Magazin „Smena“ (Nr. 10/1961) vertrat. Ebenso John Magor in zwei identischen Artikeln im „Canadian UFO Report“ und in der „Australien Flying Saucer Review“ (Dezember 1970).

Außerirdische Tiere und UFO-Navigation

Magor ging dabei soweit zu behaupten, dass Geoglyphen in der ganzen Welt den Außerirdischen dazu dienten, „die Region zu identifizieren, in der sie sich befinden, ähnlich wie wir unsere Flugplätze anhand bestimmter Funksignale identifizieren“. Und Scharrbilder und andere Geoglyphen, die fremdartige Tiere oder Fabelwesen zeigen, könnten seiner Meinung nach reale Lebewesen gewesen sein, wie sie auf dem Heimatplaneten der Außerirdischen tatsächlich lebten.

Auch der UFO-Autor und im wahrsten Sinne des Wortes UFO-Hippie John Michell aus Großbritannien glaubte an ein solches Navigationsnetz von Aliens. Schon 1967 verbreitete er diese Ideen in seinem Buch „The Flying Saucers Vision“, woraus sich ein ganzer Kult um ihn und diese Sternenmenschen entwickelte. Nicht nur Nazca gehöre zu diesem Flugsystem, sondern zahllose heilige Orte der Erde. Stonehenge eingeschlossen, womit er sogar die Band „The Rolling Stones“ beeindruckte: Sie kam nach Stonehenge, um mit Michell nach UFOs Ausschau zu halten. Heute sei dieses globale UFO-Netz in Vergessenheit geraten, wie er und seine Anhänger glaubten.

Karl Friedrich Kohlenberg sah das in seinem Buch „Enträtselte Vorzeit“ (1971) sehr ähnlich. Nazca als Flughafen sei eine „einleuchtende Erklärung“, war er sicher. Die Nazca-Geoglyphen waren einst „Flugplätze oder Modelle von Flugplätzen“ und dort befand sich einer der „Hauptstützpunkte der Götter“ aus dem Kosmos. Außerdem schrieb er:

Außer diesen größeren Stützpunkten, Raumfahrtbahnhöfen und Siedlungszentren (damit meint er zum Beispiel Atlantis, Anm. LAF) scheinen die Götter nach und nach auch kleinere Stationen und Flugplätze angelegt zu haben (…)“

Die Spitze des Eisberges

Nach diesem Ausflug in die Welt der Spekulationen um Nazca vor den Erfolgen von Dänikens, kann man die Abneigung der etablierten Archäologie durchaus nachvollziehen. Eindeutig zeigt sich aber, dass keinesfalls Erich von Däniken diese Ideen in die Welt setzte! Nur wurden die hier zitierten und erwähnten Autoren, Mystery-Pioniere und UFOlogen mit Abstand nicht so viel gelesen, wie Erich von Däniken später. Sie fanden ganz einfach kein Gehör bei den Massen.

Blickt man aber auf die Jahre vor und durchaus auch nach „Erinnerungen an die Zukunft“ und dem Folgebuch „Zurück zu den Sternen“ (1969), in dem Nazca weit umfangreicher thematisiert wurde, öffnen sich ungeahnte Welten. Und zwar im Sinne der erstaunlichsten Spekulationen, die damals in die Welt gesetzt wurden. Dieser Beitrag, angelehnt an das das anfangs erwähnte Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ zeigt anschaulich, was um die Ebene von Nazca zum Teil unsägliches doch gesagt wurde. Als Spitze des Eisberges all der Nazca-Spekulationen und -Aussagen.

Erst von Däniken und durchaus auch Robert Charroux gelang es mit ihren „phantastischen Ideen“ auf Nazca „wie das Licht eines Scheinwerfers“ zu wirken. So formulierten es Dietrich Schulze und Viola Zetzsche in ihrer Maria Reiche-Biographie „Bilderbuch der Wüste“ (2005) …

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Neue Studie und die Jagd nach Exoplaneten: Es könnte weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet – in Doppelsternsystemen (+ Videos)

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Neue Studie: Es könnte noch weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet - in Doppelsternsystemen (Bild: NASA/JPL)
Neue Studie: Es könnte noch weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet – in Doppelsternsystemen (Bild: NASA/JPL)

Fast 4.500 Exoplaneten haben Astronomen inzwischen in den Tiefen des Kosmos nachgewiesen. Viele dieser Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind dabei „erdähnlich“ oder sogenannte „Super-Erden“. Und vielleicht gibt es zumindest auf einigen von ihnen außerirdisches Leben. Jetzt jedoch legt eine neue Studie nahe, dass es von diesen Welten weit mehr gibt, als bisher angenommen. Sie wurden bisher nur übersehen, so die Forscher in ihrer Studie.


Die Jagd nach Exoplaneten

Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, finden Astronomen inzwischen nahezu täglich. Eine sehr neue astronomische Wissenschaft, das bis vor verhältnismäßig wenigen Jahren nicht eine einzige dieser fernen Welten bekannt war. Mit stand 29. Juni 2021 wurden bereits 4.422 Exoplaneten entdeckt. 7.450 entsprechende Messungen weisen auf solche Planeten hin, sind aber noch nicht nachgewiesen.

Die allermeisten sind Gasriesen oder andere lebensfeindliche Welten. Doch rund die Hälfte sind „erdähnlich“ oder sogenannten „Super-Erden“. Also Gesteinsplaneten, die größer als unsere Erde sind.

Auch einer der bis dato zuletzt gefundene Exoplaneten mit Namen KOI-3503 b ist eine solche „Super-Erde“. Er hat 1,16-mal die Größe der Erde, womit diese Welt eher zu den kleinen „Super-Erden“ gehört. Dafür aber hat dieser 9,2-mal die Masse unserer Erde und umrundet in nur 21,2 Tagen seine Heimatsonne. Er ist Teil eines ganzen Planetensystems um seinen Stern in 2893 Lichtjahren Entfernung. Von derartigen Systemen sind inzwischen 3.280 nachgewiesen worden.

Traumhafte Zeiten für Astronomen, Planetenjäger und vor allem für die suche nach Leben im All und einer bewohnbaren Welt. Noch Mitte der 1990er Jahre war das alles Spekulation! Nicht einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystem kannte man. Vermutet wurden sie – doch man blieb auf Theorien angewiesen. Neue Technologien eröffnen hier im wahrsten Sinne des Wortes neue Welten.

Dabei ist die mit Abstand erfolgreichste Methode zur Planeten-Jagd die Transitmethode (s. dazu Videos unten). Dreiviertel aller Exowelten wurden bisher so gefunden. Dabei wird die Verdunkelung einer Sonne gemessen, die ein Exoplanet verursacht, wenn dieser von der Erde aus gesehen vor seinem Stern herzieht. Im Prinzip dasselbe wie eine Sonnenfinsternis, bei der der Mond sich von uns aus gesehen vor die Sonne schiebt. Oder der Transit des Planeten Venus vor der Sonne.

Exoplaneten und die Transitmethode

Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns dabei, dass diese Technik Schwächen haben muss.

Ein im Vergleich zu einer Sonne winziger Planet verdeckt nur einen minimalen Bereich des Sterns. So verdunkelt er diesen auch nun in sehr geringen Maße. Nur extrem sensible Teleskope von der Erde oder im Erdorbit können mittels ihrer Software überhaupt solche Verdunkelungen detektieren. Je größer das Objekt, je mehr verdunkelt er auch natürlich auch seine Sonne und je besser kann man dieses aufspüren.

Ein weiteres Problem ist, dass sich diese Exoplaneten auf einer „Ebene“, auf einer „Sichtlinie“, mit dem Beobachtungspunkt auf der Erde befinden müssen. Würden wir quasi von oben auf das entsprechende Sternsystem schauen, sehen wir diese Welten nicht, da sie von unserem Standpunkt aus nicht vor deren Sonne entlangziehen.

Ein drittes Problem ist, dass sich ein Exoplanet währen der Messphase natürlich nicht gerade hinter seinem Stern befinden darf. Es kann Tage oder Jahre dauern, bis er sich von dort vor den Stern schiebt und er so entdeckt werden kann. Je nachdem, wie lange er für einen Umlauf benötigt. Bekanntlich benötigt die Erde 365 Tage für eine Umrundung der Sonne. Der Gas-Riese Neptun hingegen schon rund 165 Jahre! Um so schneller der Orbit eines Exoplaneten, um so schneller rückt er auch wieder in Blickrichtung und kann einfacher gefunden werden.

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Dies sind Gründe, warum zahllose bisher nachgewiesene Exoplaneten riesige Planten sind, die sich in nur wenigen Tagen um ihre Sterne drehen. Astronomen und Planeten-Jäger stellt das immer wieder vor große Herausforderungen. Auch und vor allem bei der theoretischen Ermittlung, wie viele erdähnliche und potenziell lebensfreundlichen Planeten es letztlich im Kosmos überhaupt gibt. einig ist man sich durch die bisherigen Entdeckungen, dass fast alle Sterne Planeten haben müssen.

Weit mehr Welten als angenommen

Wie viele und vor allem welcher Art diese Welten sind, das bleibt Spekulation. Ebenso die Frage, ob diese in der lebensfreundlichen Zone ihres Sterns liegen und damit theoretisch bewohnbar wären oder sogar – sind. Dutzende Milliarden erdähnliche Planeten könnten allein in unserer Milchstraße existieren. Was nicht bedeutet, dass alle diese fremden Himmelskörper auch Leben irgendwelcher Art tragen.

Vielleicht aber übersehen wir mit unserem aktuellen Stand der Technik aber unzählige erdähnliche Planeten im All. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die jetzt im „Astronomical Journal“ (28. Juni 2021) publiziert wurde. Forscher um Kathryn Lester vom „NASA Ames Research Center“ vermuten darin, dass wir mit der bewährten Transitmethode rund die Hälfte der erdgroßen bzw. erdähnlichen Exoplaneten schlicht übersehen würden. Demnach gäbe es weit mehr solche Welten, als bisher angenommen.

Für die Wissenschaftler liegt der Grund darin, da annähernd die Hälfte aller Sternsysteme im Universum Doppelsternsysteme sind. Sie haben also nicht nur eine Sonne, sondern zwei (oder sogar mehr), um die sich die gesuchten Welten drehen. Kleine oder sogar erdgroße Planeten würden so nicht erkannt werden, selbst wenn sie da sind. Das Licht der beiden Sonnen würde diese Exoplaneten für uns unsichtbar machen, so die Astronomin Lester.

Erdähnliche Planeten um Doppelsterne

Aufgefallen war diese Umstand den Forschern, als sie sich die Daten des Satelliten TESS („Transiting Exoplanet Survey Satellite“) genauer ansahen. Das 2018 gestartete Weltraumteleskop TESS der NASA ist eines der wichtigsten Instrumente der Astronomie bei der Suche nach Exoplaneten. Aus einer Erdumlaufbahn heraus sucht TESS gezielt und überaus erfolgreich nach diesen. Unter anderem mit der Transitmethode.

Den Forschern fiel beim Blick auf die Daten auf, dass TESS bei einzelnen Sonnen kleine Exoplaneten ebenso nachweisen konnte, wie große und riesige Gas-Welten. In Doppelsternsystemen fand das Teleskop zur Verblüffung der Wissenschaftler hingegen fast keine erdähnlichen Planeten, sondern nur große. Also schauten sie mit dem Doppel-Teleskop des Gemini-Observatoriums auf Hawaii und in Chile sowie dem Kitt Peak National-Teleskop in den USA nochmal genauer hin. Mit dem Resultat, dass  die TESS-Daten teilweise nicht stimmten.

Über 70 ferne Sterne, die TESS als normale Sonnen registrierte, waren in Wahrheit Doppelsternsysteme. Erst durch hochauflösende Bilder erkannten die Astronomen diesen Fehler. Lester und ihr Team entdeckten daraufhin, dass es um einige dieser Sterne sehr wohl auch Planeten gab, die TESS zuvor nicht nachweisen konnte. Demnach könnte es weit mehr derartiger Exoplaneten geben, als die bisherigen theoretischen Berechnungen nahelegten.

Ebenso zeigt die Studie, dass Planeten-Jäger sich bei der ihrer Suche nicht nur auf eine Technik und eine Datenquelle – in diesem Fall eben TESS – verlassen dürfen. Schnell huschen sonst erdähnliche Planeten durch das Raster. Wichtig sei es zudem, dass Astronomen im Vorfeld wissen müssen, ob ein untersuchter Stern nicht vielleicht ein Doppelsternsystem ist.

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