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1.000 Jahre älter, als alle Pyramiden in Ägypten: Wurde in Kasachstan tatsächlich “die älteste Pyramide der Welt” entdeckt?

Sensationeller Fund in Kasachstan: Eine Pyramide, 1.000 Jahre älter als alle Pyramiden in Ägypten? (Bild: V. Novozhenov)
Sensationeller Fund in Kasachstan: Ist das eine Pyramide, die 1.000 Jahre älter als alle Pyramiden in Ägypten ist? (Bild: V. Novozhenov)

Zweifellos ist es unumstritten, dass auf der ganzen Erde Pyramiden und pyramidenförmige Bauten und Monumente stehen. Jahrtausendelang haben verschiedene Kulturen zu verschiedenen Zeiten solche Bauwerke errichtet. Angefangen hat dies nach der wissenschaftlichen Community vor etwa 4.700 Jahren mit dem Pharao Djoser in Ägypten und seiner weltberühmten Stufenpyramide. Nun aber soll es nach zahlreichen aktuellen Presseberichten Archäologen in Kasachstan gelungen sein die “erste Pyramide der Welt” zu finden. Das Monument sei diesen Meldungen nach 1.000 Jahre älter als die bis dato als erste Pyramide der Menschheit geltende Stufenpyramide in Sakkara. Eine wissenschaftliche Sensation oder eine Falschmeldung, die durch die Medienlandschaft in aller Welt getrieben wird? Doch urteilt selbst …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die sogenannte “Schulwissenschaft” oder die “Mainstream-Archäologie” hat keinerlei Zweifel daran, dass der Pharao Djoser die erste Pyramide der Erde erbaut hat. Dabei handelt es sich um die (heute) rund 60 Meter hohe Stufenpyramide von Sakkara südlich von Kairo. Erschaffen hat sie der Herrscher Djoser (darum eigentlich “Djoser-Pyramide”) um 2650 vor Christus in der III. Dynastie Ägyptens.

Die Stufenpyramide von Sakkara gilt als Beginn des Pyramidenzeitalters in Ägypten, das in der Errichtung der Cheops-Pyramide vor etwa 4.500 Jahren in der IV. Dynastie seinen Höhepunkt erreichte. Obwohl schon seit Jahrzehnten diese allgemeine Meinung der Archäologen in der Grenzwissenschaft angezweifelt wird, scheint sich derzeit tausende Kilometer von Ägypten entfernt eine archäologische Sensation abzuzeichnen.

Oder etwa doch nicht?

Die erste Pyramide der Welt – steht in Kasachstan?

Angeblich gigantische Pyramide oder sogar ein UFO auf dem Grund des Pazifik entdeckt (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
Angeblich gigantische Pyramide oder sogar ein UFO auf dem Grund des Pazifik entdeckt (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)

Zahlreiche Berichte – vor allem aus der englischer Presse – vermelden seit wenigen Tagen, dass es Forschern in Kasachstan gelungen sei, eine Pyramide zu finden, die 1.000 Jahre vor der allgemein akzeptierten Pyramide des Pharao Djoser gebaut wurde. Auch wenn “alternative Historiker” schon sehr lange vermuten, dass die Cheops-Pyramide von Gizeh so oder so wesentlich älter als die allgemein akzeptierten 4.500 Jahre ist, scheint die derzeit kursierende Meldung doch aus Archäologen-Kreise zu stammen. Nicht etwa von Mystery-Forschern, die in aller Welt immer wieder uralte Pyramiden, zum Beispiel auf dem Meeresboden, gefunden haben wollen. Auch nicht von jenen, die beispielsweise die Pyramide des Pharao Cheops tausende Jahre älter datieren.

Folglich wäre der Fund der sogenannte “Begazinskaya Pyramide” im fernen Kasachstan eine wirkliche Sensation. Nur leider ist sie das nicht. Fast ausnahmslos alle Meldungen über eine Pyramide dort – 1.000 Jahre älter als alle, die die Archäologie bisher kennt – sind Falschmeldungen! Ebenso ein entsprechendes Video auf YouTube, dass seit dem 17. August 2016 diese vermeintliche Sensation verbreitet.

Und das ist mehr als erstaunlich, da einige dieser (falschen) Berichte sogar den Namen des Archäologen nennen und ihn zum Teil zitieren. Dieser ist Dr. Victor Novozhenov von der “Al-Farabi Kazakh National University” in Almaty, der größten Stadt in Kasachstan. So zeigen etwa Berichte vom 19. August über die Arbeiten von Novozhenov, dass dieser nie von einer solchen Pyramide gesprochen hat. Auf der Seite ancient-origins.net erfahren wir sogar, dass der Forscher und sein Team von einem Mausoleum sprechen, dass 3.000 Jahr alt sein könnte. 3.000 Jahre sind 1000 vor Christus – und damit wäre der Fund in der Steppe von Kasachstan wesentlich jünger als die Pyramiden in Ägypten. Die Stufenpyramide des Djoser wäre folgerichtig rund 1.700 Jahre älter als der Fund von Victor Novozhenov und von einer ersten Pyramide der Erde kann dann eigentlich keine Rede sein

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan? Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan? Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Auch Igor Kukushkin vom “Saryankinsky Archaeology Institute” in Karganda, das in der Nähe des Fundortes liegt, sagte kein Wort über eine derart alte Pyramide. Wäre sie 1.000 Jahre älter als alle bekannten Pyramide, dann müsste sie um 3700 vor Christus erbaut worden sein. 5.700 Jahre alt also, wovon aber niemand was sagte.

Vielmehr sprechen die Wissenschaftler von einem Grab einer hohen Persönlichkeit, das mit Steinen und Erde errichtet wurde und (heute) nur 2 Meter hoch ist. Die “älteste Pyramide der Welt” hat auch nur eine Grundfläche von bescheidenen 15 mal 14 Metern und ist mehr ein Schutthaufen als annähend eine Pyramide. Das Mausoleum in Kasachstan stammt aus der Bronzezeit, wie es ausgegrabene Funde zeigten. Auch entsprechende Töpferwaren wurden unweit der Grabungen entdeckt. Aber es kommt noch “besser” …

Eine “Ente” wird geboren …

Die “Daily Mail” titelte am 15. August:

Die erste Pyramide der Welt … in Kasachstan: Wissenschaftler finden eine Grabanlage, die 1.000 Jahre von denen in Ägypten gebaut wurde.

Dieser Artikel ist wahrscheinlich die Hauptquelle alle dann folgenden Falschmeldungen. Denn was macht die “Daily Mail” nach der sensationellen Überschrift in ihrem Bericht? Dr. Novozhenov selber mit den Worten zitieren, dass das Grab “vor über 3.000 Jahren gebaut” wurde. Der Autor der Meldung schreibt dies später nochmals selber in seinem Artikel und schließt diesen sogar mit dem Hinweis, dass die Stufenpyramide von Sakkara “rund 2.700 vor Christus von Pharao Djoser gebaut wurde”. Auch wird Victor Novozhenov zitiert, dass ihn die Konstruktion der Anlage in Kasachstan “an die famose Djoser-Pyramide erinnert”.

Entfernt erinnert die das Grab schon an eine Stufenpyramide. Aber auch nur aufgrund seiner auf der Luftaufnahme zu erkennenden “Umfassungsmauern”. Auch in Äthiopien erkennt man eine solche Stufen-Struktur, wie ich es in in diesem YouTube-Video zeigte (was immer diese auch sein mag). Von einer ersten Pyramide der Erde sprach aber keiner der beteiligten Forscher.

 

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“Scan Pyramids Mission”: Technologischer Großangriff bei der Suche nach Geheimkammern in Ägyptens Pyramiden soll endgültige Klärung bringen. (YouTube-Video)

Ist das Thema "Geheimkammern in den Pyramiden" bald endgültig geklärt? Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Ist das Thema “Geheimkammern in den Pyramiden” bald endgültig geklärt? (Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Wissen wir bald alle definitiv, ob es in den Pyramiden Ägyptens Geheimkammern, verborgene Räume und versteckte Tunnel tatsächlich gibt? Möglicherweise, denn unter der Leitung der Universität von Kairo wollen nun Wissenschaftler aus aller Welt genau diese Frage ein für alle Mal klären. Mit der „Scan Pyramids Mission“ planen diese, die vier größten Pyramiden Ägyptens und deren Umgebung mit den neuesten Technologien zu erkunden, zu scannen und zu erforschen. Ein sehr spannendes Projekt, das so mit Sicherheit einmalig in der Ägyptologie ist. Alle Details darüber erfahrt Ihr in meinem neuen Pyramiden-Video auf meinem YouTube-Kanal.

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Update 13. November 2015: Thermo-Anomalien gefunden – Erste Ergebnisse und Spekulationen kursieren

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es ist ein Großangriff auf die Cheops-Pyramide und Chephren-Pyramide in Gizeh sowie die Rote Pyramide und die Knick-Pyramide in Dahschur: Physiker verschiedenster Institute in aller Welt wollen die modernsten Technologien nutzen, um den 4 größten Pyramiden Ägyptens ihre Geheimnisse zu entlocken.

Gibt es geheime Kammern und verborgene Räume in Ägyptens Pyramiden? Diese hitzig und leidenschaftlich diskutierte Frage sollen neueste Messverfahren nun endgültig beantworten. Von der Messung Kosmischen Strahlen (Partikel), über den Einsatz von (Laser-)Scans bis zu unbemannten Drohnen wird dabei alles zum Einsatz kommen, was die Technologie von heute zu bieten hat.

Das „Scan Pyramids Mission“ genannte Projekt klingt überaus spannend, wie Ihr es nach diesem neuen Video des Unfassbaren sicher bestätigt…

Gerne könnt Ihr meine Arbeit mit einem Daumen hoch honorieren, also das Video liken, es teilen und bei YouTube kommentieren oder meinen grenzwissenschaftlichen Kanal abonnieren. Danke!

(Ich musste das Video am 22. November neu schneiden und hoch laden)

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Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

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Abriss der großen Pyramiden Ägyptens, der "Symbole des Heidentums", von muslimischen Geistlichen gefordert

Wieder wollen “fromme Islamisten” (angeblich) “heidnische Kulturdenkmäler” zerstören. Diesmal gleich die großen Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Symbole des Heidentums seien die Pyramiden Ägyptens. Und damit ein Dorn im Auge von Muslimien in Ägypten (Muslimbruderschaft), wie es im “Frontpage Magazin” am 11. Juli 2012 hieß.

Nachdem der Islam Ägypten eroberte sind solche Hinterlassenschaften ein Dorn im (geistigen) Auge gewisser Steinzeit-Islamisten. Sicher weil sie keine Geschichte vor der Geburt des Islam haben – und so auch seit der Eroberung bereits Heiligtümer der Alten Ägypter vernichteten. Ebenso in vielen anderen Ländern der Erde.
Das “Bilderverbot” des Islam macht die Angelegenheit nicht besser.

Rund 110 Pyramiden sind in Ägypten bekannt. Tempel & Co. nicht mit gezählt. Wo wollen diese Muslime denn mit ihrem angeblichen Plan da anfangen?! Doch zwischen Wunschvorstellungen fanatischer Muslime und deren Taten ist zu unterscheiden …
Lars A. Fischinger hält schonmal den Taltempel in Gizeh fest 😉

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Fand eine Expedition die “verlorene Pyramide der Maya” und löste das Rätsel um eine der größten Pyramiden der Welt? Die Hintergründe

"Die verlorene Pyramide der Maya" von El Mirador in Guatemala (Bild: Screenshot YouTube/"Yes Theory")
“Die verlorene Pyramide der Maya” von El Mirador in Guatemala (Bild: Screenshot YouTube/”Yes Theory”)

Derzeit kursiert – vornehmlich in der Boulevardpresse – eine Meldung, dass es einer Expedition gelungen sei das Rätsel um “die verschollene Pyramide der Maya” zu lüften. Eine der größten Pyramiden der Welt, die sogar mehr Volumen als die Cheops-Pyramide in Ägypten hat. Das Monument steht mitten im Dschungel von Guatemala in der alten Maya-Stätte El Mirador und war das Ziel dieser Expedition. Entstanden ist hierbei auch ein etwa einstündiger Film, in dem gezeigt wird, wie die Gruppe die verlorene Pyramide nach ihrem mehrtägigen Marsch durch den Urwald schließlich erkundet. Ein Blick auf die Hintergründe zeigt aber ein vollkommen anderes Bild dieser “Expedition” und der entsprechenden Pressemeldungen, wie Ihr hier lesen könnt. Der Filmbericht ist hier ebenfalls eingebunden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pyramide im Dschungel

Weltweit stehen Pyramiden oder pyramidenartige Bauwerke aus den unterschiedlichsten Kulturen. Monumente, die unser Vorfahren überall auf den Planeten zu den verschiedensten Zeiten errichteten, und die fast ausschließlich einem Zweck dienten: Es waren Bauwerke zu Ehren der Götter und/oder ihrer irdischen Stellvertreter und Helfer.

Bekannt sind neben den Pyramiden in Ägypten vor allem die Bauwerke der Maya, Azteken und weiterer Völker, die in Mittelamerika zu finden sind. Oftmals Mitten im dichten Dschungel stießen die ersten Entdecker hier auf eine versunkene Welt und unzählige Pyramiden. Überwuchert von der Natur und errichtet von rätselhaften Völkern. Wie eben den Maya. Heute touristisch erschlossen sind vor allem Maya-Orte wie Tikal, Palenque oder auch Chitzen Itza mit ihren zahlreichen Tempeln und Pyramiden unlängst weltweit bekannt.

Doch im Urwald Mittelamerikas liegen noch viele Stätten und einstige Maya-Zentren, die heute kaum ein Tourist oder Reisender kennt. Zum Teil nicht mal die Archäologie, die diese Kultur intensiv erforscht, um auch die letzten Geheimnisse der Maya zu ergründen.

Eine dieser Stätten ist das versunkene Maya-Zentrum El Mirador im Norden von Guatemala.

Vor Urwald überwuchert wurde dieser gewaltige Ort erst im Jahr 1926 entdeckt und vier Jahre später erstmals aus der Luft in Fotos dokumentiert. Datiert wird die Stadt, die in einem Kulturgebiet von mindestens 26 Quadratkilometern befindet zwischen das 6. Jahrhundert vor und das 1. Jahrhundert nach Christus. Dann versank auch dieser Ort, wie so viele andere Stätten der Maya, nach und nach im Urwald. Spätestens im 9. Jahrhundert ging El Mirador und die gesamte Maya-Kultur letztlich ganz unter.

Maya-Zentrum El Mirador

Bis die ersten Entdecker staunend in Mittelamerika deren Ruinen wiederfanden.

Nicht anders als bei El Mirador und den rund drei Dutzend dortigen Pyramiden und Pyramiden-Plattformen. Als eine der letzten Großstädte der Maya allerdings erst vor knapp 100 Jahren.

Die Erbauer erbrachten hier Erstaunliches. Vor allem die Pyramide mit Namen „La Danta“ begeistert dabei die Archäologen und Besucher, da sie als eine der größten Pyramiden der Welt gilt. Sie ist zwar heute nur knapp 72 Meter hoch, doch aufgrund ihrer gewaltigen Basis hat sie ein geschätztes Volumen von 2,8 Millionen Kubikmetern. Damit übertrifft „La Danta“ die Cheops-Pyramide in Ägypten mit einem Volumen von ca. 2,5 Millionen Kubikmetern.

Ausgrabungen und Forschungen in der Maya-Stätte gab es zum Beispiel in den Jahren 1962 und 1978. Sie gilt aufgrund der Abgeschiedenheit und des dort noch großflächig vorhandenen Urwaldes um El Mirador als schwieriges Gebiet. Obwohl unlängst in unmittelbarer Nähe ein Hubschrauberlandesplatz errichtet wurde. Dazu gleich mehr.

Im Jahr 2003 realisierte Dr. Richard D. Hansen von der Idaho State University das wohl ehrgeizigste Forschungsprojekt um die El Miradior und die dortigen Pyramiden und Tempelanlagen. Über 50 Universitäten und Forschungsinstitute nahmen daran teil. Die Archäologen und Wissenschaftler veröffentlichten im August 2008 zu ihren dortigen Arbeiten rund 170 wissenschaftliche Artikel und Papiere. Eine der umfangreichsten Ausgrabungen und Forschungen an einer Maya-Stätte überhaupt.

Pyramiden mitten im Urwald – vor allem von dieser wuchtigen Größe – faszinieren offenkundig heute noch. So kam es, dass sich die Gruppe „Yes Theory“ um Thomas Brag, Ammar Kandil und Matt Dajer aufmachte, um die Riesen-Pyramide im Dschungel von Guatemala zu „entdecken“.

„Die verlorene Pyramide der Maya“

Mit neuesten Technologien wie Drohnen du 4K-Videokameras ausgestattet machten sie sich mit sieben anderen Entdecken auf den Weg nach El Miradior. Grund war der “Traum von Ammar Kandil eine Pyramide zu besteigen“. Heraus kam der fast einstündige Film „Finding the Lost Largest Pyramid in the World“, den sie am 15. September 2019 frei zugänglich online stellten.

Unten ist dieser via YouTube eingebunden.

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Die Doku erweckt den Anschein eines modernen Abenteuers von einigen jungen Menschen, die unter Strapazen die „verlorene Pyramide“ letztlich finden. Nach vier Tagen zu Fuß durch den Dschungel und in Begleitung von einheimischen Führern.

„Dieser Film wurde mit tiefem Respekt und Liebe für unseren Planeten und alle Lebewesen gemacht“, betont das Team. Und „Tiere, Flora, Fauna (oder Menschen) wurden bei der Herstellung nicht geschädigt“, wird unterstrichen. Ebenso fehlen auch keine Verweise und Verlinkungen „über das Maya-Biosphärenreservat und die laufenden Umweltschutzbemühungen in Guatemala“. Dazu zahlreiche Hinweise auf die Sponsoren und Unterstützer, die diese Expedition erst ermöglicht haben.

Grundsätzlich ein sehr schöner Film mit ausgezeichneten Aufnahmen, über den in den letzten Tagen auch einige englischsprachige Medien berichteten. Hier wird aber ein sehr falsches Bild des Filmes und der Expedition präsentiert, der nicht sehr viel mit der Realität zu tun hat. Besonders schlimm sticht hier die Boulevardzeitung „Express“ mal wieder heraus. In einem umfangreichen Artikel mit dem Titel „Maya-Rätsel gelöst: ‚Größte Pyramide der Welt‘ entdeckt, versteckt unter Guatemala-Dschungel“ heißt es zum Beispiel, dass El Mirador geradezu verschollen gewesen sei. Zwar werden die Forschungen von 2003 um Richard D. Hansen erwähnt, aber weiter:

Obwohl sein Team feststellte, dass das Gebiet beeindruckende Beispiele der präklassischen Maya-Zivilisation enthielt, verhinderte seine Lokalisierung eine umfassende Dokumentation. 16 Jahre später hat das digitale Medienunternehmen ‚Yes Theory‘ dies geändert und zwei große Pyramiden im Komplex entdeckt.“

Es geht auch einfacher …

Dass fast 170 wissenschaftliche Publikationen im August 2008 zu diesen archäologischen Forschungen erschienen, hat der Redakteur wohl übersehen. Ebenso, dass es in der Nähe einen Landeplatz für Helikopter gibt. Man muss sich nicht tagelang durch den Dschungel kämpfen, um die beeindruckenden Ruinen zu besuchen. Für 700 Dollar kann man hin fliegen.

Selbst in dem Film des Teams sieht man wunderbar, dass einige Ruinen sogar für Besucher mehr oder weniger erschlossen sind. Neben Abdächern über archäologischen Funden kann sich der Entdecker auch bequem an Geländern auf diversen Pyramiden und Tempeln anlehnen (s. a. Titelbild). Auch der berühmte Schauspieler und Moderator diverser TV-Dokumentationen Morgen Freeman besuchte bereits vor Jahren die Ruinenstätte mit einem Kamerateam.

Sicherlich ohne mit dem Team durch den dichten Urwald gelaufen zu sein.

“Umständlich” bleibt die Anreise dennoch. Nicht wie bei anderen Maya-Orten wie etwa Palenque, wo der Tourist mit dem Bus quasi bis vor die Pyramiden gebracht wird. Zur Blütezeit von El Mirador sah das etwas anders aus, wie Forschungen 2016 belegten. Hierbei wurden 17 Fernstraßen von insgesamt 240 Kilometern Länge der Maya nachgewiesen, die den Ort mit anderen Städten der Region verbanden. Eines der ersten Landstraßennetze der Geschichte (s. dazu Video HIER)

Es war überhaupt nicht Sinn und Zweck der Reise eine „verlorene Pyramide“ wiederzufinden, die bis dato nicht wirklich „dokumentiert“ wurde. Diese gibt es nicht vor Ort. Die Gruppe „Yes Theory“ bot eine Touristenreise an, wie sie selber schreiben. Eine spirituelle Reise in der Natur, die man online bei ihnen buchen kann bzw. konnte. Auch ähnliche Reisen werden angeboten.

Spiritueller Naturliebhaber

Zu dieser Expedition heißt es im Angebot:

Auf dieser einzigartigen und einzigartigen Expedition werden wir 7 Tage lang zum Herzen des Maya-Biosphärenreservats (Schutzgebiet der UNESCO) wandern und zu einem der energischsten, spirituellsten und magischsten Orte auf dem Planeten Erde reisen. Wirklich ein unbeschreibliches und unvergessliches Abenteuer, das Ihr Leben verändern und den tiefsten Teil Ihrer selbst positiv beeinflussen wird.

Eine Expedition für Abenteuerliebhaber und Esoteriker mit offenem Herzen und offenem Verstand. Das stößt gerne an seine Grenzen und liebt es, aus seiner Komfortzone herauszufahren.“

Ohne Handy und Internet sollten die Teilnehmer dabei die Komfortzone verlassen. Einfach die Natur auf den etwa 160 Kilometer langen Marsch genießen. Selbstverständlich wurde dabei auch an „Campingausrüstung, Zelte, Yogamatten, Decken und Kissen“ sowie an allerlei Ausrüstung gedacht. Erfahrene Guides begleiten die Interessierten und ein Koch sorgt für „drei Mahlzeiten prost Tag, plus Snacks“. Und wem die Strapazen in der Hitze zu viel werden, für den kommen auch „Maultiere mit Stühlen“ mit.

So zumindest die Tourbeschreibung.

Wie es auch der Film der Gruppe selber zeigt, war die Expedition eine Reise spiritueller Naturliebhaber, die einfach mal „raus wollten“. Daran ist nichts auszusetzen. Und ein Besuch von El Mirador mit dem Helikopter wäre damit auch nicht Sinn und Zweck der Reise.

Doch was die (immerhin viel gelesene) Boulevardpresse daraus machte, ist fast schon erschreckend!

Das Video von “Yes Thory” auf YouTube

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Lars A. Fischinger

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Neues Buch von Erich von Däniken: “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.: Was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte”

Neues Buch von Erich von Däniken erschienen: "Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H. - Was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte" (Bild: Kopp Verlag)
Neues Buch von Erich von Däniken erschienen: “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H. – Was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte” (Bild: Kopp Verlag)

Erich von Däniken, der Altmeister der Prä-Astronautik und emsiger Jäger des Phantastischen, veröffentlichte soeben sein neues Buch: “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.“, erschienen am 19. September im Kopp Verlag. Darin führt von Däniken seine Leser unter anderem in eine geheimnisvolle Unterwelt von Sakkara, in dem sein Informant, der Ägyptologe Adel H., in seiner Jugend  unbekannte “unterirdische Gänge und Räume” durchstreifte und dort “atemberaubende Dinge” vorfand. Ebenso widmet er sich in diesem Buch auch dem UFO-Phänomen. Denn von Däniken ist sicher: “Die Götter sind bereits zurückgekommen. Sie sind erneut herniedergestiegen. Gegenwärtig umkreisen sie unseren Planeten!” Alles zum neuen Buch erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Der neue Erich von Däniken

Verschollen im Pharaonengrab: Entdeckte ein 16-jähriger Grabräuber das mysteriöse Labyrinth der zwölf Könige unter den Pyramiden von Sakkara?

Wer hat eigentlich seit Jahrtausenden ein Interesse daran, Bücher zu vernichten? Und das seit der tiefen Vergangenheit bis in die Gegenwart? Zudem auf allen Kontinenten und durch sämtliche Kulturen? Dabei geht es nicht nur um ein paar Tausend, sondern gleich um Millionen von Büchern.

Erich von Däniken (EvD) dokumentiert in seinem neuen Buch die fanatische Zerstörungswut der Menschen und meint: Hätten wir nur noch ein Zehntausendstel der ehemaligen Schriften – die menschliche Frühgeschichte müsste völlig neu geschrieben werden.

Von Däniken vertritt die Ansicht, die Große Pyramide von Gizeh sei nichts anderes als eine gewaltige Bibliothek. Angelegt für die Menschen der Zukunft. Er belegt seine Behauptung durch Zitate aus den wenigen antiken Werken, die noch erhalten geblieben sind.

Und wo sind die verschwundenen Labyrinthe? Jenes von Kreta und das gigantische Labyrinth Ägyptens, über welches sämtliche antiken Historiker berichteten?

Im Land am Nil führte Erich von Däniken nächtelange Gespräche mit Adel H., einem studierten Ägyptologen, dessen Familienmitglieder als Grabräuber tätig waren. Als 16-jähriger Knabe war derselbe Adel H. tagelang unter der Stufenpyramide von Sakkara gefangen gewesen.

Geheimnisvolle Unterwelt

Auf seiner Suche nach einem Weg aus der Unterwelt hatte der Junge unterirdische Gänge und Räume durchstreift und atemberaubende Dinge gesehen, von denen die Fachwelt keine Ahnung hat. Adel erlebte Unheimliches, eine Mischung aus Geisterwelt und Realität, über die hier erstmals berichtet wird.

“Ägypten”, so Adel, “kennt zwei Geschichten. Die offizielle und eine unbekannte, die Jahrzehntausende alt sein muss.” Vor dem Hintergrund dieser Enthüllungen schlägt EvD den Bogen zu einem weiteren Schwerpunkt seines Buches. Zu einem Paradigmenwechsel bei der Frage, ob es außerirdisches Leben gibt:

Die Götter sind bereits zurückgekommen. Sie sind erneut herniedergestiegen. Gegenwärtig umkreisen sie unseren Planeten!

Die Mächtigen dieser Welt planen offenbar, die Menschen schrittweise auf einen Kontakt vorzubereiten. Darauf deuten außergewöhnliche Presseartikel und TV-Sendungen ebenso hin wie aktuelle UFO-Sichtungen und aufsehenerregende Zeugenaussagen.

Und so schildert Däniken auch spektakuläre Vorfälle aus dem Jahr 2019: zum Beispiel die UFO-Erlebnisse von US-Navy-Piloten, seltsame Muster in einem französischen Kornfeld oder Hinweise auf eine Flugbasis in der Antarktis, die von Menschen und Außerirdischen betrieben werden soll.

(Verlagstext und leicht dem Blog angepasst.)

Erschienen ist das Buch im Kopp Verlag, und kann unter anderem HIERÜBER direkt beim Verlag bestellt werden.

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Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken: “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.: Was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte”

“Götter” der Vergangenheit und UFOs von heute

Geheimnisvolle Unterwelten

Der neue Erich von Däniken

Verschollen im Pharaonengrab: Entdeckte ein 16-jähriger Grabräuber das mysteriöse Labyrinth der zwölf Könige unter den Pyramiden von Sakkara?

Wer hat eigentlich seit Jahrtausenden ein Interesse daran, Bücher zu vernichten? Und das seit der tiefen Vergangenheit bis in die Gegenwart? Zudem auf allen Kontinenten und durch sämtliche Kulturen? Dabei geht es nicht nur um ein paar Tausend, sondern gleich um Millionen von Büchern.

Erich von Däniken (EvD) dokumentiert in seinem neuen Buch die fanatische Zerstörungswut der Menschen und meint: Hätten wir nur noch ein Zehntausendstel der ehemaligen Schriften – die menschliche Frühgeschichte müsste völlig neu geschrieben werden.

Von Däniken vertritt die Ansicht, die Große Pyramide von Gizeh sei nichts anderes als eine gewaltige Bibliothek. Angelegt für die Menschen der Zukunft. Er belegt seine Behauptung durch Zitate aus den wenigen antiken Werken, die noch erhalten geblieben sind.

Und wo sind die verschwundenen Labyrinthe? Jenes von Kreta und das gigantische Labyrinth Ägyptens, über welches sämtliche antiken Historiker berichteten?

Im Land am Nil führte Erich von Däniken nächtelange Gespräche mit Adel H., einem studierten Ägyptologen, dessen Familienmitglieder als Grabräuber tätig waren. Als 16-jähriger Knabe war derselbe Adel H. tagelang unter der Stufenpyramide von Sakkara gefangen gewesen.

Geheimnisvolle Unterwelt

Auf seiner Suche nach einem Weg aus der Unterwelt hatte der Junge unterirdische Gänge und Räume durchstreift und atemberaubende Dinge gesehen, von denen die Fachwelt keine Ahnung hat. Adel erlebte Unheimliches, eine Mischung aus Geisterwelt und Realität, über die hier erstmals berichtet wird.

“Ägypten”, so Adel, “kennt zwei Geschichten. Die offizielle und eine unbekannte, die Jahrzehntausende alt sein muss.” Vor dem Hintergrund dieser Enthüllungen schlägt Erich von Däniken den Bogen zu einem weiteren Schwerpunkt seines Buches. Zu einem Paradigmenwechsel bei der Frage, ob es außerirdisches Leben gibt:

Die Götter sind bereits zurückgekommen. Sie sind erneut herniedergestiegen. Gegenwärtig umkreisen sie unseren Planeten!

Die Mächtigen dieser Welt planen offenbar, die Menschen schrittweise auf einen Kontakt vorzubereiten. Darauf deuten außergewöhnliche Presseartikel und TV-Sendungen ebenso hin wie aktuelle UFO-Sichtungen und aufsehenerregende Zeugenaussagen.

Und so schildert Däniken auch spektakuläre Vorfälle aus dem Jahr 2019: zum Beispiel die UFO-Erlebnisse von US-Navy-Piloten, seltsame Muster in einem französischen Kornfeld oder Hinweise auf eine Flugbasis in der Antarktis, die von Menschen und Außerirdischen betrieben werden soll.

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Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer +++ Artikel +++

Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Keine Bauwerke der Vergangenheit regen so sehr zu Spekulationen, Thesen und immer neuen Überlegungen über deren Sinn und Zweck an, wie die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Mächte Monumente einer längst versunkenen Zeit, die noch heute Archäologen, “Laien-Forscher”, Autoren und Besucher faszinieren. Allerlei Geheimnisse sagt man den Bauwerken nach, die laut einigen Berichten sogar schon vor der Sintflut erbaut worden sein sollen. Und man vermutet in ihrem Inneren immer wieder “geheime Dinge”, die hier vor Jahrtausenden verborgen wurden. Was bei diesen Hypothesen allerdings kaum bis gar nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Pyramiden-Bauer in ihren Monumenten angeblich auch hunderte von geheimen Büchern versteckt haben. Schriften, die teilweise sogar von den Bauherren selber geschrieben wurden. Und ein berühmter und viel zitierter Geschichtsschreiber will sogar Jahrtausende später noch ein solches Buch persönlich besessen haben. Die Quelle seines Wissens, wie es heißt. In diesem Blog-Artikel soll den Spuren und Aussagen über diese verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer einmal genauer nachgegangen werden. Denn diese sind mehr als erstaunlich,wie Ihr hier lesen werdet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Schatzkammern in den Pyramiden

In den vergangenen Jahrtausenden haben sich eine Fülle an Sagen, Legenden, Mythen, Spekulationen und Geheimnisse um die Pyramiden in  Ägypten angesammelt. Vor allem um die Pyramiden von Gizeh – und hier speziell um die Cheops-Pyramide. Wohl auch deshalb, dass sie mit ihren rund 147 Metern Höhe die größte ihrer Art in ganz Ägypten ist.

Nicht nur über den Sinn und Zweck oder die Erbauung an sich kursieren verschiedene Überlieferungen, wie man sie von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (490 – 430 vor Christus) oder aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des arabischen Historikers Muhammad Al-Makrizi (1364 – 1442 nach Christus) kennt. Auch zahlreiche Geschichten wurden überliefert, die nicht nur davon erzählen, dass allerlei wundersame und wertvolle Dinge in der Pyramide verborgen wurden. Sie berichten auch davon, dass innerhalb der Cheops-Pyramide (oder allgemein in den Gizeh-Pyramiden) geheime Bücher und Schriften versteckt worden sein sollen.

Legendär wurde hierbei längst eine Behauptungen des „Hitat“, die hier nur zusammengefasst wiedergegeben soll. Denn darin heißt es, dass ein König mit Namen Saurid 300 Jahre vor der Sintflut in Träumen die nahe Katastrophe kommen sah. Wasser und Feuer werde die Erde vernichten, so seien Vision. So ließ er daraufhin die 130 „Obersten seiner Wahrsagen aus allen Provinzen Ägyptens“ zu sich kommen, um seine Träume zu interpretieren.

In einer „geheimen Besprechung“ mit König Saurid wurde untereinander diskutiert, was zu tun sei. Einstimmig habe man daraufhin den Bau der Pyramiden zur Rettung von Wissen und Weisheit beschlossen. Und so lesen wir im „Hitat“ über das Ergebnis dieser geheimen Tagung der Weisen mit dem König unter anderem:

Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigen Granit angelegen; die wurden angefüllt mir reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichen Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.“

In kaum einen „alternativen Geschichtsbuch“ über die Rätsel der Pyramiden fehlt diese Aussage. Ob sie in irgendeiner Form der Wahrheit entspricht, weiß niemand. Ebenso wenig kann niemand sagen, ob die Araber im 9. Jahrhundert irgendwas davon gefunden haben. Denn sie sollen es unter dem Kalifen Al-Mamun um 820 nach Christus gewesen sein, die „erstmals“ die Cheops-Pyramide  aufbrachen. In der Tat, wie umfangreich in meiner Artikel-Serie HIER aufgezeigt, machten sie dabei eine ganze Reihe von Funden.

Von den so wundersamen Dingen, wie oben zitiert, fanden sie aber scheinbar nichts.

Zauber- und Geheimbücher

Für Archäologen klingen diese Aussagen verständlicherweise so oder so viel zu phantastisch. Obwohl der Gesamtkontext noch weitaus phantastischer ist. Was im Zusammenhang mit dieser Geschichte häufig übersehen wird, ist aber eine spätere Aussage in dieser „Hitat“-Überlieferung:

In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seien wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten war und sein wird, beschrieben war. (…) Auch gab es keine Wissenschaft, die er (Saurid, Anm. LAF) nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ.“

Letztlich wurde für die nachfolgenden Generationen noch eine Art „Bedienungsanleitung“ für alle diese Wissenschaften beigelegt:

Dazu kam eine Beschreibung jeder Fähigkeit, sowie der Art ihrer Ausführung und dessen, was sich dafür brauchen lässt.“

Demzufolge hat der Baumeister von Gizeh – in diesem Fall Saurid – mindestens 130 Bücher mit Geheimwissen in nur einer Pyramide verstecken lassen. Gut behütet von den Mumien ebenso vieler Weissager, denen noch dazu „die Schätze der Gestirne, die diesen als Geschenk dar gebracht worden waren“, mit ins Grab gelegt wurden.

Wo sind all diese Zauber- oder Geheimbücher der Pyramiden-Bauer? Wer hat den Weisen des Saurid „Schätze der Gestirne“ geschenkt – und was soll das gewesen sein? Gerade dies verlockt heute durchaus zu vielen Interpretationen und Deutungen, die von Meteoren bis außerirdischen Dingen reichen könnten …

Obwohl verschiedene Chronisten im „Hitat“ behaupten, dass innerhalb der Cheops-Pyramide unter Al-Mamun Schriftrollen oder Schriften gefunden worden sein sollen, schweigt es in Details. Die Ägyptologie kennt ebenso keine authentischen „Original-Funde“ dieser Art.

Eine gefundene Schriftrolle

Zumindest eines dieser Bücher wurde aber nach den Erzählungen des „Hitat“ tatsächlich gefunden. Oder besser gesagt, es soll erhalten geblieben sei. Im Laufe der Jahre sei dieses ominöse Werk aus der Pyramide immer wieder abgeschrieben und kopiert worden, so dass es die Zeiten überdauerte. Ursprünglich stamme die erste Kopie sogar von einem ägyptischen Überlebenden der Sintflut. So haben man die Schrift „in ununterbrochener Folge von ihm geerbt“, vermerkt der Historiker Kadi Abu Abdallah al-Kuda im „Hitat“.

Eines Tages dann habe ein Ägypter, der „eifrig nach den alten Büchern und Schatzquellen dort forscht“, das geheime Buch wiedergefunden. Ursprünglich stamme es nämlich tatsächlich aus der Cheops-Pyramide, die an dieser „Hitat“-Stelle dem Hermes zugeschrieben wird:

Was die Pyramiden betrifft, so gruben Leute ein Grab im Kloster von Abu Hirmis und fanden darin ein einen Toten in Leichentücher eingehüllt. Auf seiner Brust lag eine Papyrusrolle, die in ein Stück Zeug gewickelt war, als sie die aus dem Stück Zeug heraus nahmen, erblickten sie eine ihnen unbekannte Schrift.“

Was auf dieser Papyrusrolle gestanden haben soll, wird in der arabischen Chronik ebenfalls umfangreich rezitiert. Es war eben die Geschichte des Herrschers Saurid, der von einer Sintflut träumte und daraufhin die Pyramide(n) erbaute. Angefüllt mit Wissen, Weisheit, heiligen Büchern und Schätzen.

„Er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von sechs Monaten erbaut“, heißt es im „Hitat“ unter anderem zu dieser gewaltigen Leistung. Für die Ewigkeit war das ganze Projekt allerdings gar nicht gedacht. Nach den Legenden sollten die Pyramiden bzw. ihre „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers beschrieben“ Außenverkleidungen „in 600 Jahren zerstört werden“.

All diese angeblichen Bücher oder Schriften und geheimnisvollen Dinge sind heute lange verschollen. Ebenso wie die Außenverkleidungen der Pyramiden. Wobei es interessant ist, dass Ägyptologen wie Mark Lehner in diesen nicht zu entziffernden Inschriften „wahrscheinlich Graffiti von Besuchern, zum Teil sogar aus pharaonischer Zeit“ vermuten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, all die überlieferten Geschichten über das Pyramiden-Inventar und andere derartige Mysterien umfangreich zu durchleuchten. Das wir an einer anderen Stelle nachgeholt, denn hier soll sich auf die geheimem Schriften und Bücher konzentriert werden. Immerhin waren sie ein fester und zugleich wichtiger Teil dieser Schätze.

Die Pyramiden-Baumeister

Bezeichnungen wie „Zauberbücher“ oder „Bücher der Weisheit“ sind eigentlich vollkommen nichtssagend. Wie will man sagen, was in ihnen stand oder wer sie überhaupt geschrieben hat? Bis auf die oben zitierte Ausnahme, wissen wir davon nichts. Es gibt jedoch noch ein Ausnahme-Buch in den alten Überlieferungen, das angeblich sogar vom Erbauer der Pyramiden persönlich geschrieben wurde.

Und hier wird es kompliziert.

Es finden sich in der mittelalterlichen Chronik „Hitat“ sowie in anderen Quellen eine ganze Palette an Namen des Pyramiden-Baumeisters genannt. Einige scheinen dieselbe (mythische?) Person zu meinen, andere verwirren mehr, als das sie nutzen. Eine Auswahl aus dem „Hitat“ und anderer Chroniken:

  • Cheops
  • Henoch
  • Saurid b. Sahluk (Saurid b. Sahluk b. Sarjak)
  • („der erste“) Hermes
  • Gannad
  • Idris
  • „Die Ägypter“
  • Agathodaimon
  • Saddad b. Ad
  • Utarid
  • „Die Amalekiter“
  • Souphis

Dass im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer mehr Geschichten und damit Namen mit den Pyramiden in Verbring gebracht werden, ist nicht verwunderlich. „Märchenonkel“ Herodot war im 5. Jahrhundert vor Christus mit seinen „Historien“ einer der ersten Chronisten, der bekanntlich Cheops als Auftraggeber nennt. Obwohl er (heute) nachweislich Unwahrheiten über diesen Pharao überliefert hat. Man denke hier an das Heer der Sklaven-Arbeiter, die angeblich die Pyramide bauten. Heute ist das längst widerlegt.

Alle anderen Namen erschienen zum Teil 1.500 und mehr Jahre nach Herodot auf der geschichtliche Bühne der Mythen.

Wusste Manetho mehr?

Schon kurz nach Herodot widersprach ihm jedoch schon ein anderer Geschichtsschreiber mit Namen Manetho. Er lebte um die Mitte des 3. Jahrhundert vor Christus und gilt bis heute als ein ausgezeichneter Chronist, der zu Lebzeiten Zugang zu einem enormen Fundus an Quellenmaterialien gehabt haben muss. Auch wenn seine vollständigen Texte und Werke als verschollen gelten.

In seinem von vielen Historikern kopiertem und zitiertem Werk „Aegyptiaca“ wiederum findet sich auch eine interessante Chronologie der ägyptischen Dynastien. Inklusive der Herrschaft von Göttern und Halbgöttern. Zur 4. Dynastie schreibt er, dass die große Pyramide von Gizeh von einem König mit Namen Souphis erbaut wurde. Dies sei 4.300 Jahre vor dem Perserkönig Kambyses II. (558 bis 522 vor Christus) gewesen. Damit grob zwischen 2838 bis 2802 vor Christus. Ein Unterschied zur Regierungszeit von Cheops von mehreren Jahrhunderten, die von ca. 2620 bis 2580 vor Christus datiert wird. Dieser König Souphis habe auch nicht etwa 23 Jahre wie Cheops regiert, sondern 63 Jahre, wie Manetho schreibt.

Trotzdem setzt die Ägyptologie diesen Souphis mit Cheops gleich. Kleine Abweichungen seien Geschichtsschreibern wie Manetho halt gestattet. So lange sie nicht gleich alles vor die Sintflut verlegen, wie wir es im „Hiat“ gesehen haben, könnte man denken.

Es gibt hierbei ein Problem. Zu finden in der Manetho-Abschrift über die „Vierte Dynastie von acht Königen von Memphis, aus einer anderen Linie“ von dem byzantinischer Mönch und Geschichtsschreiber Georgios Synkellos aus dem 8. Jahrhundert. In seiner Weltchronik „Ekloge chronographias“ lesen wir über Souphis:

Er errichtete die Große Pyramide, die laut Herodotos unter Cheops erbaut wurde.

Er wurde auch gottverachtend und verfasste das heilige Buch. Dies habe ich in Ägypten erworben, weil es ein großer Schatz war.“

Allerhand!

Nicht nur deshalb, da offenbar Cheops und Souphis eben nicht als ein und dieselbe Person beschrieben sind. Zumindest kann man die Aussage zu Herodot so interpretierten. Nein, dieser Bauherr habe auch noch ein Buch verfasst, dass Manetho selber „in Ägypten erworben“ haben will. Kein Wunder also, dass man bis heute dem Geschichtsschreiber ein umfangreiches Quellenwissen zugesteht. Trotz chronologischer Fehler.

Ein Buch von Cheops selbst

Auch wenn Souphis = Cheops entspricht, was war das heilige Buch des „gottverachtenden“ Herrschers? Welche Informationen standen in dem „großen Schatz“ des Manetho niedergeschrieben? Oder hat er sich dieses uralte Buch des Pharao nur als Quelle ausgedacht, um seiner Geschichtsschreibung einen weiteren Anstrich von Seriosität zu verleihen?

Zumindest den berühmten jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37 bis 100 nach Christus) beeindruckte er damit sehr. Josephus, der wichtigste Autor über die jüdische und frühe christliche Geschichte des 1. Jahrhundert, wollte Manetho in Sachen Quellenstudium in nichts nachstehen. Wie sein Vorbild wollte auch er Quellen aus erster Hand. In „Chronologie des Manetho“ (1867) schreibt Georg F. Unger über diese Bemühungen:

„Seine Berühmtheit als Historiker bei den Bibelgelehrten verdankt Manetho dem Josephus (… von dem) sich der Besitz und die Benutzung seines Werkes mit Grund behaupten lässt. (…) Dieselben Motive und der Vorgang des Josephus, in dessen Fußtapfen Africanus als Geschichtsschreiber der Juden trat, machten diesen auf Manetho aufmerksam und bewogen ohne Zweifel den wissbegierigen Sammler, der seinen Aufenthalt in Ägypten, wie er sich rühmt, dazu benutzte, das berühmte Werk des Königs Cheops zu erwerben, auf Manethos Werk zu fahnden. Die Chronographen nach ihm kannten Manetho wahrscheinlich nur aus Africanus. Dies und die Entstehung mehrerer unächter Auszüge und Schriften beweist, dass sein Werk selten und frühzeitig verschollen war.

Trotz alledem sind die dürftigen Auszüge aus Manetho, schon bei dem Mangel eines zweiten vollständigen Kanons der ägyptischen Geschichte, von höchstem Wert. (…) im Ganzen und Großen hat er die Vorzuge, welche man von einem Geschichtsschreiber aus dem Lande, das die Wiege der Historie ist, erwarten darf, vermehrt durch andere, welche er dem Vorbild des Berosus verdankte.“

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Der Erbauer der Großen Pyramide ist damit wohl der einzige ägyptischer Herrscher in all den Jahrtausenden gewesen, der selber ein Buch – ein „heiliges Buch“ – geschrieben hat oder haben soll. Wo es heute ist, weiß natürlich niemand mehr.

Oder vielleicht doch?

Pharao Cheops, wenn wir ihm die Autorenschaft des ominösen Buches zubilligen wollen, starb vor rund 2.600 vor Christus. Etwa 2.300 Jahre später (Manethos Lebzeiten sind nicht bekannt, man datiert ihn zwischen 285 – 246 vor Christus) soll folglich noch ein Buch aus seiner Feder existiert haben, dass Manetho schließlich „in Ägypten erworben“ habe. Und das, obwohl angeblich erst über 1.000 Jahre nach ihm die Cheops-Pyramide durch die Araber „erstmals“ geöffnet und geplündert wurde.

Wer hat wo das Buch des Pyramiden-Bauers so lange verwahrt?

Der Prophet Henoch als “König von Ägypten”

Es geht in diesem Zusammenhang aber noch länger, sehr viel länger. In der Sammlung „Hitat“ des Al-Mamun wird bekanntlich von einigen (wenigen) Chronisten bzw. an verschiedenen Stellen der Bau der Gizeh-Pyramiden vor der Sintflut angenommen. Durch den vor allen in der Grenzwissenschaft viel zitierten Propheten Henoch, zu dem sich folgende Aussage findet:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ‚dreifache‘ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (es ist der, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel, des Sohnes des Henan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Abraham – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werden. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Die ist die einzige Stelle im „Hitat“, in der Henoch explizit als Hermes und Baumeister genannt wird. Wobei nicht übersehen werden darf, dass über 30 weitere Historiker in dieser Chronik zu finden sind. Und bei ihnen kommt eine direkte und unmissverständliche Gleichsetzung der vorsintflutliche Personen Henoch und König Saurid nicht vor. Auch wenn König Saurid mehrfach als Herrscher vor der Sintflut bekannt wurde.

Hermes ist bekanntermaßen eine Gottheit. Auch der in Auflistung oben genannte Baumeister „Utarid“ entspricht diesem Gott Hermes. Nach dem „Hitat“-Historiker al-Warrak ist Utarid der, der „in der Sprach der Chaldäer Hermes genannt wurde“. Utarid sei „einer der sieben Torwächter gewesen, die zur Hut der sieben Planeten-Häuser bestellt waren“ und wurde aus „irgendwelchen Gründen“ König von Ägypten.

Demzufolge wäre Henoch alias Hermes einst König von Ägypten gewesen?! Das klingt nicht sehr glaubhaft.

Die Kopten

Obwohl die Mehrzahl der arabischen Historiker vollkommen uneins sind, wer letztlich die Pyramiden erbaut habe (die meisten nennen sogar den arabischen Herrscher Saddad b. Ad, der natürlich Jahrtausende nach Cheops lebte!) sprechen sie immer wieder von diesen „geheimen Büchern“. Wäre Henoch eine reale Person vor der Sintflut gewesen, die die Pyramiden erbaute, müsste er der Autor des von Manetho in Ägypten gefundenen Buches sein.

Tatsächlich gibt es alte Bücher, die Henoch als Autor nennen. Der Prophet lebte laut Bibel vor der Sintflut und schrieb laut den Henoch-Büchern tatsächlich unzählige Bücher auf Anweisungen des „Höchsten“ und seiner „Engel“. Historiker datieren diese Bücher Henochs natürlich lange nach dem Bau der Pyramiden. Sie wurden bereits unter christlichen Einfluss verfasst und stammen in den vorliegenden Fassungen mit Sicherheit nicht aus dem Zeitalter der Pyramiden-Bauer.

Manetho war wohl der letzte, der ein echtes Buches dieser Epoche besaß. Sofern er die Wahrheit sagte. Allerdings beruft sich das „Hitat“ an nicht wenigen Stellen auf die Kopten in Ägypten. Eine christliche Strömung, die naturgemäß erst nach Christus nach Ägypten kam. Im 3. Jahrhundert entstand das Koptische aus dem Ägyptischen heraus, und angeblich seien einige „Hitat“-Überlieferungen Übersetzungen aus koptischen Texten. Der christliche oder biblische Einfluss auf das gesamte „Hitat“ ist zumindest unverkennbar. Auch die in einem „Grab im Kloster von Abu Hirmis“ gefundene Schriftrolle soll in koptisch verfasst gewesen sein.

Sie aber können nicht die Autoren „Bücher der Pyramiden-Bauer“ gewesen sein. Ein koptischer Text, den man in einem Grab in der Cheops-Pyramide, dem Kloster Hermes („Abu Hirmis“), gefunden haben will, kann unmöglich Jahrtausende alt sein. Zumal an einigen Stellen von nicht zu lesenden Schriften gesprochen wird.

In der arabischen Zeit Ägyptens und vor allem in den Tagen der „Hitat“-Historiker waren das alte Ägyptisch und die Hieroglyphen unlängst in Vergessenheit geraten. Nicht ausgeschlossen, dass einige Gelehrte diese Sprache noch lesen und übersetzen konnten. Waren sie es, die alte Bücher und Schriften übersetzten bevor die Ur-Quellen verloren gingen? Stammen diese Quellen wirklich aus den großen Pyramiden und haben eine derart lange Zeit überstanden? Sind damit die gefunden Texte nur Beigaben wesentlich späterer Bestattungen? Ist deren Inhalt in irgendeiner Form korrekt?

Die Geheimbücher des Propheten

Die alten Chronisten sind sich dahingehend einig, dass sie sich nicht einig sind. Zusammenfassend gesagt erzählen sie, man habe die Pyramiden von Gizeh irgendwann zwischen den Tagen vor der Sintflut und Noah mit seiner Arche und Saddad b. Ad errichtet. Saddad b. Ad. ist eine literarische Figur der frühen Araber bei der der Eroberung Ägyptens, der zu einem mythischen Helden wurde. Dementsprechend ist dieser Held vor erst ca. 1.400 Jahre im Land der Pyramiden aktiv gewesen. Der Einfall der Muslime in Ägypten begann schließlich erst ab 640 nach Christus.

Wohl niemand will bestreiten, dass zu diesem Zeitpunkt die Pyramiden alle schon Jahrtausende standen.

Obwohl der Prophet Henoch, der schon laut Bibel „Umgang mit Gott pflegte“, als Bauherr im „Hitat“ die absolute Ausnahme ist, ist er der einzige, von dem bis heute Bücher vorliegen. Geschrieben wurden sie laut Bibelforschung zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Auch da standen die Pyramiden schon längst. Die Sintflut, vor der Henoch gelebt haben soll, war da auch schon eine gefühlte Ewigkeit vorbei. Egal ob man sie jetzt 10.000 oder 5.000 vor Christus datiert, als lokales Ereignis (zum Beispiel in Mesopotamien), als Hirngespinst oder als globale Katastrophe.

Es existieren bis heute keine derart alte Schriften/Bücher oder Ur-Quellen, die man den Pyramiden-Baumeistern zusprechen könnte. Auch nicht von Henoch. Obwohl der Autor des slawischen Buch Henoch im 1. Jahrhundert über ihn Spannendes wusste:

Da rief der Herr den Bretil, einen seiner Erzengel, ihn, der weise ist und alle Werte des Herrn aufschreibt. Und der Herr sprach zu Bretil: Nimm die Bücher aus den Behältern! Gib Henoch eine Feder und diktiere ihm die Bücher an! Da brachte mit Bretil eilends die Bücher, die nach Myrrhen duften, und gab mit seine Feder.

Und er beschrieb mir alle Dinge im Himmel, auf Erden und im Meer, die Läufe und Orte aller Elemente, die Jahreszeiten, der Tage Läufe und Änderungen, die Gebote und die Lehren. Und Bretil sprach zu mir dreißig Tage und Nächte; seine Lippen redeten unaufhörlich. Auch ich schrieb, ohne auszuruhen, den ganzen Inhalt nieder. Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben.“ (slawisches Buch Henoch, 22,11-23,6)

Da der vorsintflutliche Patriarch Henoch für die Bibelforschung nur ein mythische und keine reale Person war, hat er auch dies gerade mal knapp 2.000 Jahre alte Buch nicht selber geschrieben. Auch wenn hier in der 1. Person gesprochen wird. Von den 360 Büchern mit himmlischem Wissen will die Bibelforschung schon gar nichts hören. Auch dies sei reine Phantasie eines frühchristlichen Autors, der nur Henoch als Urheber nannte, um seinen Werken eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man denke hier an die fünf Bücher Moses des Alten Testament, die ebenso nicht von Moses geschrieben wurden. (detailliert zu den Überlieferungen und Büchern von Henoch HIER)

Noch mehr Widersprüche

Historisch authentisch ist das mittelalterliche „Hitat“ in keinem Fall. Dafür sind die Widersprüche der einzelnen Chronisten bzw. deren Überlieferungen viel zu gravierend. Wer aber mag Fakt und Fiktion darin zu unterscheiden, da auch offenkundige Tatsachen darin zu finden sind. Beispielsweise wird darin auch von dem Versuch des Sultan von Ägypten berichtet, eine Pyramide von Gizeh abzureisen. Wie heute jeder an der Nordseite der Mykerinos-Pyramide sehen kann, wurde das auch versucht.

Übeltäter und Verursacher der 8 Meter tiefen Beschädigung war Al-Aziz Uthman bin-Yusuf (1171 bis 1198), der eigentlich ganz Gizeh abreißen wollte. Als er aber acht Monate lang kaum Fortschritte machte, seine Arbeiter nur ein bis zwei Steine pro Tag fortschaffen konnten und die Kosten für die Zerstörung explodierten, ließ er von seinem Vorhaben ab. Was ihm aber gelungen sein soll, war die Zerstörung von Nebenpyramiden und der Verkleidungssteine der großen Pyramiden.

Was das „Abrisskommando“ des Sultans aber nicht überlieferte ist die Art der Inschriften eben auf diesen Außenverkleidungen. Ob die „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers“ angebrachten Texte wirklich nur Besucher-Graffiti waren, ist eine reine Vermutung der Archäologie. Ausschließen, dass Besucher auf den Pyramiden herum schmierten, kann wohl niemand. Waren das aber wirklich die einzigen „unlesbaren Texte“?

Sehr interessant ist eine weitere Aufzeichnung der arabischen „Hitat“-Chronisten. Es heißt in dieser, dass die Wände der Pyramiden „mit griechischer Schrift bedeckt waren“. Einige berichten, sie seien Gräber, doch die sind nichts Derartiges“, heißt es. Man habe sie zum Schutz vor der Flut gebaut, dass alles, „was nicht Schutz in solchen Bauwerken fände“ auf Erden vernichtet werden würde. Also ließ der Baumeister „seine Schätze und seinen Besitz“ in die Pyramiden schaffen.

Als sich schließlich die Sintflut wieder „verlaufen hatte“ wurden die Kostbarkeiten – was immer es auch gewesen sein mag – wieder aus den Pyramiden genommen und einer Person mit Namen Bisir oder Bisar übergeben. Es sei der „Sohn Miriams, des Sohnes Harns, des Sohnes Noah“ gewesen. Demnach wohl ein Enkel bzw. Nachkomme Noahs, die wir im 1. Buch Moses in Kapitel 10 finden.

Pyramiden-Schätze in Kornspeichern?

Wo aber sind diese Dinge dann hingekommen? „Spätere Könige brachten sie in ihren Kornspeichern unter“, sagt das „Hitat“ über deren Verbleib. „Und Gott weiß es am besten“. Informationsgehalt ist hier wieder einmal Mangelware. Eher scheint es sich hierbei um eine verschwommene Aussage zu handeln, die sich um den biblischen Stammvater Josef und seinem Aufenthalt in Ägypten dreht. Nachzulesen im 1. Buch Moses ab Kapitel 37. Josef habe einst laut Buch Genesis dem Pharao Träume gedeutet, dass sieben Jahre des Wohlstandes kommen, denen sieben Jahre des Hungers folgen werden.

Also ließ der Pharao vorsorglich dank der Traumdeutung des Josefs in den sieben „fetten Jahren“ einen Teil des Getreides für die Jahre des Hungers einlagern. Wie angeblich von Gott beschlossen brach daraufhin die Hungersnot über Land und Volk herein, und so „öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter“ (Genesis, Kapitel 41).

Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber genau diese Kornspeicher des Josef sollen die Pyramiden gewesen sein. Ein Märchen, das man sich jahrhundertelang über diese Monumente auch in Ägypten selber erzählte. Vor allem nachdem der römische Autor Julius Honorius (um 500 nach Christus) in „Cosmographia“ und der französische Bischof und Historiker Gregory von Tours in „History of the Franks“ (594 nach Christus) dies behaupteten.

Die Ägypter hätten einfach von oben durch ein Loch in der Spitze das Getreide in die Pyramiden gefüllt. Ein Mythos, der wohl erst durch den frommen deutschen Pilger Bernhard von Breydenbach nach einem persönlichen Besuch 1484 in Gizeh endgültig beendet wurde. In seinem mittelalterlichen Besteller „Peregrinatio in terram sanctam“ schrieb er nämlich 1486, dass diese Idee „eindeutig falsch ist, da diese Pyramiden innen nicht hohl sind“.

Obwohl heute jedem klar sein sollte, dass diese „Kornspeicher-Hypothese“ vollkommener Nonsens ist, vertrat sie beispielsweise der US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ben Carson 2015 noch immer.

Die „Kern-Information“ dieser Legende erscheint letztlich recht dürftig. Sie könnte darin bestehen, dass nach der Flut die Nachfahren der Überlebenden (hier Noah), diese Schätze und damit wohl auch Schriften an sich nahmen. Diese „späteren Könige“ hüteten daraufhin das kostbare Erbe, in dem sie es an unbekannten Orten (hier Kornspeicher) verbargen …

Der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Henoch genannt. Die Henoch-Bücher sowie jüdische Sagen über ihn berichten, dass er seine Schriften seinen Nachfahren übergab. Dazu zählt natürlich auch Noah. Sie sollten sie sicher verwahren, da die große Flut naht. So kamen diese Werke mit auf die Arche und überstanden auf diesem Weg die Vernichtung.

Diese und weitere Überlieferungen führten auch zu der Überlegung, dass die Cheops-Pyramide in Wahrheit die Arche Noah war. Dazu finden Ihr HIER auch ein Video auf YouTube.

Fragen, Fragen, Fragen

In diesem Beitrag sollte der Fokus der seltsamen „Hitat“-Erzählungen auf die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer oder „Weisen“ gerichtet werden. Diese mittelalterlichen Erzählungen sind, wie auch HIER gezeigt, natürlich weitaus komplexer. Und so ergeben sich zusammenfassend viele „Solls“ und „Wenns“, die sich ausnahmslos alle nicht belegen lassen:

  • Die über 30 Chronisten des „Hitat“ sowie andere Historiker widersprechen sich, wer die Gizeh-Pyramiden baute.
  • Wenige sagen, dass sie vor der Flut erbaut wurden und in ihnen Bücher und geheime Schriften verborgen waren.
  • Die Araber sollen im Zuge der „ersten“ Öffnung der Cheops-Pyramide im 9. Jahrhundert tatsächlich Texte oder Schriftrollen gefunden haben.
  • Wenn dem so ist, kann niemand sagen woher sie stammen oder wie alt sie waren.
  • Es soll auch ein Grab (im „Hermes-Kloster“) gefunden worden sein, in dem man eine Schriftrolle fand.
  • Diese sei in Koptisch verfasst gewesen (und von König Saurid und der Sintflut etc. berichtet haben).
  • Das Koptische ist eine relativ „moderne“ Schrift in Ägypten. Damit können die geheimnisvollen Bücher in ihrer Ur-Version nicht in koptisch verfasst worden sein.
  • Der Historiker Manetho soll der letzte Mensch gewesen sein, der angeblich ein authentisches Buch vom Baumeister der Pyramide in seinem Besitz hatte. Mutmaßlich geschrieben von Pharao Cheops selber.
  • Der Prophet Henoch wird mit einem Gott (Hermes) gleichgesetzt, wird allerdings (nur) einer „Hitat“-Stelle konkret als Pyramiden-Bauer (Saurid) genannt.
  • Mindestens 130 geheime Bücher mit Weisheiten sollen in der Pyramide im Auftrag von Saurid vor der Sintflut versteckt worden sein.
  • Henoch schrieb nach einem Buch mit seinem Namen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sogar 360 Bücher mit göttlichen Weisheiten und Wissen. Auch vor der Flut.
  • Wenn irgendwelche Bücher davon jemals existieren, sind sie ausnahmslos alle verschollen. Ob vor der Flut geschrieben oder „klassisch“ in der 4. Dynastie von Pharao Cheops, spielt dabei keine Rolle.
  • Wenn diese Schriften angeblich in koptisch verfasst gewesen sind, warum waren dann andere nicht zu entziffern?

Verschollen, versteckt, vernichtet – wer kann das schon mit reinem Gewissen sagen? Die Suche nach den Mysterien der Vergangenheit wird wohl noch dann faszinieren, wenn das heute bereits lange Vergangenheit ist.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mit Erich von Däniken und seinen Lesern in Ägypten: Erstaunlich positives Feedback in der Mainstreampresse

Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare
Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare (Bilder: T. Ingold & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken gilt als “Vater der Prä-Astronautik“, da er es war, der ab 1968 die Idee “Die Götter waren Astronauten” weltberühmt machte. Inzwischen ist er 84 Jahre und schreibt weiterhin Bücher zum Thema Astronautengötter und hält entsprechende Vorträge. Von Däniken ist auch weiterhin in aller Welt unterwegs und führt auch Reisen mit seinen Lesern und Fans durch, um ihnen die Schauplätze seiner Bücher zu zeigen. Bei einer dieser Leserreisen wurde die Gruppe vor einiger Zeit von einer (freien) Journalistin der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ) einige Tage begleitet, die darüber einen Podcast und einen Artikel in “NZZ Folio” publizierte. Und entgegen allen negativen Erwartungen, die man häufig hat, wenn es um Berichte der Mainstreampresse über von Däniken oder Prä-Astronautik geht, sieht es diesmal anders aus. Was NZZ im Nachhinein berichtete, und wie die Däniken-Fans darauf teilweise reagierten, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken und die Presse

Nunmehr 51 Jahre ist es her, als Erich von Däniken 1968 sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichte und damit einen riesen Hype um Astronauten der Vorzeit auslöste. Bis heute folgten dutzende Bücher (das nächste Buch erscheint im Herbst 2019). Ebenso unzählige Vorträge, TV-Auftritte, Reisen, Interviews, Shows und endlose Debatten von, über und mit von Däniken.

Und selbstverständlich ziehen bis heute von Dänikens Thesen und Spekulationen sehr viel Kritik auf sich. Auch Journalisten und die Mainstreammedien beteiligten sich natürlich schon zu Beginn der Prä-Astronautik daran. Von eher seltenen sachlichen Berichten über Fake-News zum Thema bis Angriffen und Anfeindungen war und ist alles dabei. “Viel Feind – viel Ehr” nannte er es selber einmal, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt.

So ist es alles andere als verwunderlich, dass von Däniken Pressevertretern und Journalisten nach jahrzehntelangen Angiftungen mehr als skeptisch gegenüber steht. Dennoch haben er und seine rechte Hand Ramon Zürcher vor einiger Zeit die schweizer Journalistin Gudrun Sachse mit auf eine Leserreise genommen. Sie führte mit etwa 40 Däniken-Fans nach Ägypten. So organisierte Sachse im Zuge dieser Reise selber einen entsprechenden Aufenthalt im Land der Pyramiden, um die Gruppe und von Däniken einige Tage vor Ort begleiten zu können.

In Ihrem Artikel für “NZZ Folio” (Juli 2019) schreibt Sachse dazu unter anderem:

Eine Journalistin mitreisen zu lassen ist mutig. Natürlich weiß Erich schon jetzt, was auf ihn zukommt: Einem Däniken glauben, ‘das dürft ihr doch gar nicht’. Die Presse hat sich auf ihn eingeschossen, seit das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ 1973 mit dem Titel ‘Der Däniken-Schwindel’ aufmachte.

Die Journalistin reiste mit der Däniken-Gruppe zu den Pyramiden von Gizeh und nach Sakkara, wo unter anderem die unterirdische Totenwelt mit den riesigen Sarkophagen (Serapeum) besucht wurde.

Positiv überrascht

Heraus kam nach er Reise ein überraschend neutraler bis eher positiver NZZ-Artikel von Gudrun Sachse über ihre Erfahrungen mit von Däniken und seinen Lesern. Ein rund 18-minütiges Interview über ihre Erlebnisse folgte am 28. Juni als NZZ-Podcast.

Sachse unterstreicht mehrfach, dass nicht nur Erich von Däniken ein ganz normaler und netter Zeitgenosse sei, sondern auch seine ihn auf der Reise begleitenden Fans. Auch wenn es eigentlich ganz normal klingt, ist es vielfach eben nicht so. Däniken gilt in viele Medien als “UFO-Spinner” (auch wenn er Prä-Astronautiker ist!) und seine Fans und Leser als “Freaks” – um es freundlich auszudrücken.

Es sei ihr gelungen als Mainstream-Journalistin “das Vertrauen des Starautors zu gewinnen”, wie sie sagt. Sie wollte ganz einfach mehr über ihn und seine riesige Fangemeinde erfahren.

Und entgegen ihrer Erwartungen haben von den 40 Reiseteilnehmern nur sieben, “also überraschend wenige, Unbekanntes im Himmel entdeckt”. Der sonst vielfach in derartigen Berichten zu findende Hohn und Spott von Däniken und seiner Leserschaft gegenüber, fehlt in dem NZZ-Artikel sowie dem Podcast mit Sachse völlig. Und das ist überraschend.

So kommentiert ein Leser des Artikels, der selber an der Ägypten-Reise teilnahm zum Beispiel:

Der Bericht ist gut und sachgerecht, nicht hämisch wie in vielen Fällen.

Mein Beweggrund: Ich wollte wissen, wie Erich von Däniken bestimmte archäologische Funde persönlich sieht und interpretiert, denn seine Bücher kenne ich zum großen Teil, vom ersten an. Außerdem interessierte mich der Zugang zu Stätten, die man als Pauschaltourist und auch mit individuellem Führer nicht zu sehen bekommt. Hier gilt halt: Prominenz und Bakschisch machen es möglich. (…)

Frau Sachse gebührt Lob für ihren Artikel. Jedoch ist er nach meiner Auffassung etwas zu esoteriklastig. (…)”

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Stolz und Vorurteil

Im überaus hörenswerten NZZ-Podcast geht Sachse noch ein wenig mehr ins Details. Darin erzählt sie, dass von Däniken ein festes Bild von der Welt hat, sehr offen ist und er durchaus stolz war, dass jemand von der “Neuen Zürcher Zeitung” mit auf seine Reise kommen wolle. NZZ ist bekanntlich auch weit über die Grenze der Schweiz hinweg ein Begriff in der Meinstreampresselandschaft. “Ohne Vorurteile” wollte sie mit nach Ägypten. Und doch traf sie schon bei ihren Vorbereitungen eben auf diese Vorurteile gegenüber von Däniken & Co. Auch bei sich selber.

Lachend erzählt Sachse im Podcast:

Und dann habe ich mir die ersten Bücher ausgeliehen. Und das war mir richtig unangenehm. Ich weiß noch wie ich zu dem Bibliothekar gesagt habe … ich muss die nehmen, das ist beruflich. Also als wollte ich mich irgendwie rechtfertigen, weil ich aus dem Regal über Archäologie ausgerechnet diese Bücher gewählt habe.

Vor Ort bei der Reise seien nicht nur von Däniken und Ramon Zürcher der Journalistin gegenüber “sehr schnell aufgetaut”, sondern auch sie selber. Einige Teilnehmer seien ihr als Pressevertreterin eher zurückhalten gegenüber gewesen, andere vollkommen offen. “Eigentlich denkt man, das ist so eine Freak-Show”, meint Sachse, “ist es aber überhaupt nicht gewesen”. Natürlich haben aber alle “spezielle Ansichten, nämlich den Glauben an Außerirdische”. Ohne Frage stimmt das!

Wäre sie nicht einige Tage mit der Gruppe zusammen gewesen, und konnte so viele Gespräche und intensivere Kontakte mit den Teilnehmern und von Däniken selber aufbauen, “würde die Geschichte komplett anders aussehen”. Da “merkt man wieder, wie der erste Eindruck eigentlich täuschen kann”, so Sachse zu ihrem Erstaunen …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sensationelle wie Göbekli Tepe? “Die Pyramiden von Batman” in der Türkei – schreiben sie die Geschichte um? +++ YouTube-Video +++

"Die Pyramiden von Batman" in der Türkei: Sensationelle wie Göbekli Tepe? Schreiben sie die Geschichte um? (Bild: sediyani.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
“Die Pyramiden von Batman” in der Türkei: Sensationelle wie Göbekli Tepe – schreiben sie die Geschichte um? (Bild: sediyani.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Pyramiden wohin man nur schaut! Die Erde als ein „Planet der Pyramiden“! Überall auf der Welt finden Pyramiden der verschiedensten Kulturen und aus den verschiedensten Zeiten der Menschheit. Kein Wunder, wird doch jeder „Steinhaufen“ oder Berg, der unten breiter als oben ist, inzwischen gerne als Pyramide bezeichnet. Was aber haben Hobbyarchäologen jetzt im Südosten der Türkei gefunden? Denn von dort wurde gemeldet, dass unweit der Stadt Batman mehr als ein halbes Dutzend solcher Bauwerke entdeckt worden sein sollen. Nicht minder spektakulär, wie die rund 12.000 Jahre alten Tempel von Göbekli Tepe, heißt es. Scheinbar existiert dort aber tatsächlich eine archäologisch und historisch interessante Stätte. Muss die “Geschichte neu geschrieben” werden? Alles über die “Pyramiden von Batman” werdet Ihr in diesem Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files erfahren.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spektakuläre Funde sollen es sein, die unweit der Provinzhauptstadt Batman gemacht wurden. Selbst die Geschichte des Pyramiden-Bau in Ägypten sollen diese möglicherweise sogar umschreiben können, wie es aus der Türkei heißt.

Die archäologische Bedeutung der “Pyramiden von Batman” wird in einem Bericht sogar mit den zweifellos sensationellen Tempeln von Göbekli Tepe in der Türkei verglichen. Diese sind bekanntlich bis zu ca. 11.000 bis 12.000 Jahre alt, und ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte! Zumindest für jene Archäologen, die diese vorzeitlichen Bauwerke auch kennen

Die jetzt entdeckten (mutmaßlichen) „Pyramiden von Batman“ sollen ebenso wie Göbekli Tepe die „Geschichte neu schreiben“ können, wie es aus der Türkei heißt.

Sensation, Fantasie, Übertreibung, Fake-News…?

Denn wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahren werdet, gibt es dort scheinbar tatsächlich einen archäologisch und historisch interessanten Ort für zukünftige Forschungen.

Bleibt neugierig …

Sensationelle wie Göbekli Tepe? Die Pyramiden von Batman in der Türkei. YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Feedback, Interviews und Video-Zusammenfassung vom Kongress “Rätsel Pyramiden – weltweit” im Galileo-Park +++ YouTube-Video +++

Feedback zum Kongress "Rätsel Pyramiden weltweit" und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt von NuoViso.tv (Bilder: Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)
Feedback vom Kongress “Rätsel Pyramiden weltweit” und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt von NuoViso.tv (Bilder: Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)

Am Wochenende um den 30. September 2018 fand im Galileo-Park in Lennestadt der Mystery-Kongress “Rätsel Pyramiden weltweit” statt. Als eine Art Rahmenprogramm und zweiten  Höhepunkt hielt Erich von Däniken am Tag nach dem Kongress unweit des Galileo-Park seinen Vortrag “50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft”. Ein Kamerateam von NuoViso.tv um Frank Höfer war ebenfalls vor Ort, um die Vorträge der Tagung für eine spätere DVD zu filmen. Vorab hat NuoViso schon jetzt ein fast einstündiges Video zum Kongress mit Interviews, Ausschnitten, Gesprächen und Feedbacks veröffentlicht, das ich Euch an dieser Stelle vorstellen möchte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rätselhafte Pyramiden und mehr!

Am 8. Juni 2018 habe ich in dem Blog-Beitrag “Kongress ‘Rätsel Pyramiden – weltweit’ und Erich von Däniken ’50 Jahre Erinnerungen an die Zukunf’” im Galileo-Park Lennestadt” auf die Tagung und das Programm bereits hingewiesen.

Diese ist jetzt Vergangenheit und war ein voller Erfolg in den “Sauerland-Pyramiden”. Nur wer wer online bereits eine Karte geordert hatte, kam auch hinein. Der Kongress im Galileo-Park war schnell ausverkauft und auch an der Abendkasse gab es keine Eintrittskarten mehr. Das lag zum einen an den spannenden Thema und Vorträgen an sich, sowie aber auch daran, dass Erich von Däniken am Tag darauf in Lennestadt einen Vortrag hielt.

Ein halbes Jahrhundert “Erinnerungen an die Zukunft” war das Thema des unermüdlichen Astronautengötter-Jägers von Däniken, den er am 30. September in Lennestadt-Meggen hielt. Was die wenigstens Teilnehmer gewusst haben dürften, ist der Umstand, dass von Dänikens erst am Vortrag (nachts) aus Ägypten zurück kam. Vom Flughafen Frankfurt am Main ging es mit dem Auto direkt nach Lennestadt …

Viele Menschen bewundern von Däniken deshalb, da er im Alter von 83 Jahren nicht müde wird den Göttern der Vergangenheit in aller Welt nachzujagen. Zurecht, wie selbst viele Kritikern anerkennend zugestehen müssen. Zehn Tage zuvor erschien dazu noch sein inzwischen 41. Buch mit dem Titel “Neue Erkenntnisse”, das ich Euch HIER vorgestellt habe.

Der Galileo-Park als feste Anlaufstelle des Phantastischen

Hauptthema des Kongress waren die Mysterien der weltweiten Pyramiden, wie es der Titel schließlich verriet. Dr. Dominique Görlitz ist in diesem Zusammenhang unlängst zu einer festen Adresse im dortigen Galileo-Park geworden. Bereits in den Jahren zuvor hatte er dort verschiedene Kongresse rund um die Rätsel der Welt sowie natürlich der Cheops-Pyramide durchgeführt. Natürlich immer mit weiteren Referenten, wie auf Grenzwissenschaft & Mystery Files entsprechend berichtet wurde.

Selbst eine Ausstellung rund um die Rätsel der Pyramiden und anderen offenen Fragen der Vergangenheit konnten hier bei einer Tagung die Zuschauer besuchen. Darüber findet Ihr Videos auf meinem Yoube-Kanal HIER, die ich bei diesen Tagungen machte.

So sollte es nicht verwundern, dass die Initiatoren des Galileo-Park immer wieder für jeden grenzwissenschaftlich oder geschichtlich Interessierten Tagungen, Ausstellungen und Vorträge realisieren. Der Erfolg des Kongresses “Rätsel Pyramiden weltweit” am letzten Septemberwochenende gibt ihnen hier erneut recht. Die dort gehaltenen Vorträge waren im Einzelnen:

  1. Dr. Kai-Helge Wirth, Forscher & Sachbuchautor: “Pyramiden weltweit”
  2. Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Frank Müller-Römer, Ägyptologe & Sachbuchautor: “Der Bau der Pyramiden im Alten Reich aus Sicht der aktuellen Forschung”
  3. Dr. Dominique Görlitz, Biologe & Experimentalforscher: “Neue Theorien zum Bau der Cheops-Pyramide”
  4. Gernot L. Geise, Privatforscher: “Steinbearbeitung im alten Ägypten”
  5. Dr. Dominique Görlitz, Biologe & Experimentalforscher: “Rätselhafte Pyramiden auf den Azoren”

Es gab also einige Programmänderungen zu den ersten Ankündigungen.

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Feedback, Interviews und Video-Zusammenfassung

Auch auf dem jetzt vergangenen Kongress war wieder ein Kamerateam von NuoViso.tv um Frank Höfer vor Ort, um die Vorträge zu filmen. Bereits in der Vergangenheit hat NuoViso die verschiedenen Tagungen mit der Kamera begleitet und sie anschließend als DVD veröffentlicht. So auch jetzt.

Dazu veröffentlichte Höfer heute einen “Trailer” zu der kommenden DVD, den ich unten eingebunden habe. “Trailer” ist aber mit Sicherheit das falsche Wort, da das Video mit Interviews, Gesprächen und vielen Backgrundinformationen bereits über 50 Minuten geht. NuoViso.tv schreibt dazu unter anderem:

Das Rätsel der weltweiten Pyramiden – NuoViso News #30

Am letzten Septemberwochenende war die NuoViso Crew erneut in Lennestadt im Galileo-Pyramiden-Park unterwegs. Dieses mal fand der Fachkongress „Rätsel Pyramiden Weltweit statt“, welchen wir natürlich in voller Länge aufgezeichnet haben.

Die großen Pyramiden von Gizeh – das letzte existierende Weltwunder der Antike. (…) Doch selbst heute gibt es noch zahlreiche Fragen: Wer waren die Erbauer und wie wurden sie errichtet? Warum wurden sie gebaut? Gibt es noch unentdeckte Kammern?

Aber nicht nur die ägyptischen Pyramiden geben uns Rätsel auf. Weltweit gibt es Pyramiden, die den meisten Menschen gänzlich unbekannt sein dürften. Die Pyramiden von Gizeh kennt wohl fast jeder. Und auch die Stufenpyramiden der Maya in Lateinamerika sind vermutlich den meisten bekannt. Aber wer – außerhalb der Archäologie – hat denn schon von Cahokia Mounds der riesigen Erdpyramiden-Anlage im Mittleren Westen der USA gehört? Oder von den großen Pyramiden Chinas, die an Größe und Volumen die Ägyptens sogar noch übertreffen. Geschweige denn von Pyramiden auf den Kanaren, den Azoren…?

Der Kongress ‘Rätsel Pyramiden – weltweit’ beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass wir fast überall auf der Erde Pyramiden oder pyramidenähnliche Gebäude finden. Standen die antiken Kulturen schon viel früher in Kontakt mit einander und haben sie einfach voneinander ‘abgekupfert’? Oder stammt das Konzept der Pyramiden von einer früheren Hochzivilisation, die alle späteren beeinflusst hat? Unabhängig von der Antwort, lösen wir die Rätsel des weltweiten Pyramiden-Phänomens, müssen wir vermutlich unsere Geschichtsschreibung ändern.

Bereits Mitte Oktober 2018 soll die DVD übrigens HIER erhältlich sein.

Mehr dazu in diesem “Trailer” von NuoViso, der eigentlich keiner ist

Video vom 4. Oktober 2018 'Das Rätsel der weltweiten Pyramiden' von NuoViso

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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