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Die Suche nach Leben im All: Laut SETI-Astronomen haben wir in nur 20 Jahren Kontakt mit Außerirdischen!

Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Jahrzehnte schon suchen Astronomen mit dem SETI-Projekt nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen, um deren Existenz zu beweisen. Doch gefunden haben sie bisher nichts, dass eindeutig von Aliens aus dem All stammt. Dennoch geben die SETI-Astronomen ihre Suche noch lange nicht auf. Im Gegenteil: der berühmte Astronom Dr. Seth Shostak vom SETI-Institute in Kalifornien würde sogar darauf wetten, dass wir innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte Kontakt mit Außerirdischen haben werden, wie er jüngst in einem Interview erklärte. Wie hoch sein Wetteinsatz ist und warum es an mehr als einem halben Dutzend Orten in unserem eigenen Sonnensystem außerirdischen Leben geben könnte, erfahrt Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seth Shostak vom kalifornischen SETI-Institut ist sicher der bekannteste Astronom, der sich aktiv mit der Suche nach außerirdischen Zivilisationen befasst. Dabei ist SETI als Projekt zur Suche nach Radiosignalen von Außerirdischen mit Hilfe von Radioteleskopen auf der Erde eine durchweg “etablierte Wissenschaft”.

Ein Bereich der Astronomie, der zwar seine Kritiker hat, aber eben nichts mit UFO-Forschung zu tun hat, die bis heute  alles andere als “etabliert” angesehen wird.

Nur noch 20 Jahre!?

Shostak ist nach eigener Aussage sicher, dass es nur noch 20 Jahre dauern wird, bis die Menschheit ein Signal von intelligenten Außerirdischen empfängt. Von Aliens irgendwo in den Weiten des Alls, die zumindest technologisch so weit entwickelt sind, dass sie Radiosignale in das Universum senden können. Oder besser gesagt so weit entwickelt waren.

Würde dieses Signal von einem Stern kommen, der 10.000 Lichtjahre entfernt ist, wäre auch die “Botschaft” 10.000 Jahre alt. So wie wir diesen Stern sehen, wie er vor 10.000 Jahren aussah. Diese Zeitspanne benötigt sein Licht um die Erde zu erreichen und damit wäre auch ein Radiosignal der Aliens so lange zu uns unterwegs. Auch Radiosignale bewegen sich nur mit Lichtgeschwindigkeit durch das All und machen so grundsätzlich eine echte Kommunikation mit Aliens mehr als nur schwierig.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Seth Shostak zu diesem Problem:

Wenn sie 500 Lichtjahre von uns entfernt sind, würden wir ein Signal hören, das 500 Jahre alt ist. Und wenn wir zurücksenden: ‘Hi, wir sind  Erdlinge, wie geht es euch?’, dann würde es 1000 Jahre dauern, bis wir wieder von ihren hören. Falls wir von ihnen hören. Es ist also kein wirklicher Kontakt, aber zumindest wüssten wir, dass sie da sind.

Nach Shostak könnten wir binnen der kommenden zwei Jahrzehnte wissen, “dass sie da sind”. Für alle Astronomen sowie Weltraum- und Alien-Fans eigentlich eine erfreuliche Nachricht des SETI-Astronomen, die allerdings einen faden Beigeschmack hat.

Auch Seth Shostak kann die Zeit des ersten Kontakt mit Außerirdischen nur raten. Obwohl durch den technologischen Fortschritt auch SETI immer effizienter wird, beruhen alle “First Contact-Schätzungen” nur auf Spekulationen. Niemand kann verbindlich sagen, ob es in einem Jahr oder 200 Jahren soweit sein wird.

Und so ist auch der Wetteinsatz von Shostak nicht allzu hoch:

Ich wette mit jedem um eine Tasse Kaffee, dass wir innerhalb der nächsten 20 Jahre intelligentes Leben finden werden.

7 mal Leben in unserer Nachbarschaft?

Wie die meisten Astronomen und Planetenforscher auch, ist auch Shostak überzeugt, dass wir Menschen zuerst Leben in unserem eigenen Sonnensystem finden könnten. Mikroorganismen, die auf Planeten und Monden in unserer Nachbarschaft existieren könnten. Der Mars steht hier beispielsweise hoch im Kurs bei der Suche nach Leben im All.

Aber auch der Zwergplanet Pluto, die Jupiter-Monde Europa, Ganymed und Callisto sowie die Saturn-Monde Titan und Enceladus sind als Kandidaten für Leben in der Diskussion.

Shostak dazu im September 2017:

Es gibt mindestens sieben weitere Orte in unserem Sonnensystem, also praktisch vor unserer Haustür, die man mit einer Rakete erreichen kann und auf denen es mikrobiologisches Leben geben könnte.

SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)
Wo sind die Aliens? Forscher stellen neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen vor (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)

Ein verlockendes Ziel für die Suche nach primitiven Aliens ist nach Meinung von Shostak und anderen Astronomen der Saturn-Mond Enceladus mit seinen riesigen Geysiren:

Er schießt Geysire in den Weltraum. Man muss dort also nicht landen und man muss keine Bohrungen durchführen. Man schnappt sich einfach ein wenig von diesem Geysir-Schleim, bringt ihn zurück auf die Erde und vielleicht findet man darin Aliens.”

Doch Leben im All muss es einfach geben, so der SETI-Forscher. Das Weltall sei einfach zu groß, als dass es nicht existiert:

Es gibt eine Menge Grundstücke da draußen, richtig? Es gibt eine Billionen Planeten in der Milchstraße. Wir können eine Billion andere Galaxien sehen, jede mit einer Billion Planeten. Wenn sie nicht da draußen sind, dann sind alle diese Leute hinter uns (die beim Gespräch Anwesenden, Anm. LAF) ganz besonders.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gibt es einen bewohnbaren Planeten in unserem Nachbar-Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Raumfahrtprojekt will ihn suchen

Gibt es eine "Erde 2.0" im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)
Gibt es eine “Erde 2.0” im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)

Exoplaneten, also Planten, die sich in anderen Sonnensystemen und nicht in unserem befinden, haben Astronomen inzwischen tausende im Weltall gefunden. Doch nicht einer dieser fernen Welten ist eine echte “zweite Erde”, wie wir sie uns vorstellen. Einige Exoplaneten ähneln in ihrer Größe dem unserem, andere könnten flüssiges Wasser besitzen und wieder andere sind eisige oder glühende Riesenplaneten. Aber eventuell muss man nicht weit nach einer bewohnbaren Welt suchen: Nach der Entdeckung eines angeblich “erdähnlichen Planeten” in unserem Nachbar-Sonnensystem Alpha Centauri im Sommer 2016, möchte nun eine private Initiative die Suche wieder aufnehmen. Mittels Spendengeldern und Sponsoren, da die NASA an diesem Projekt kein Interesse hat. Warum sich die NASA sich an dieser speziellen Suche nach einer Erde 2.0 bei unseren Nachbarn nicht beteiligen will und dieses mit privaten Mittel realisiert werden soll, erfahrt Ihr hier.


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Astronomen in aller Welt sowie die Weltraumbehörde NASA feiern in nicht allzu ferner Zukunft die Entdeckung des 4.000sten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

4.000 ferne Welten, die sich um fremde Sonnen drehen und Menschen in aller Welt zu Träumereien um Außerirdische und einer zweiten Erde inspirieren.

Obwohl solche Träumereien eben bisher nur Phantasie sind, sind sie vollkommen gerechtfertigt. Es wurde zwar eindeutig bis heute keine einzige “zweite Erde” im All nachgewiesen, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Trotz spektakulärer Pressemeldungen, die vor allem von der Regenbogenpresse aufgebauscht wurden, kennen wir keine Erde 2.0!

Eine zweite Erde um Alpha Centauri?

Alpha Centari, unser kosmische Nachbar im All, besteht aus mindestens zwei Sonnen. Eine davon ist der rote Zwergstern Proxima Centauri, der mit nur 4,24 Lichtfahren Entfernung der nächste Stern von unserer Sonne aus und damit unser direkter Nachbar ist. Genau um diesen Stern brodelte 2016 die Gerüchteküche, da dort eine zweite Erde gefunden worden sein soll, wie in diesem Blog-Beitrag und in diesem Fakten-Check von mir geschildert.

Damals gab die Europäische Südsternwarte (ESO) unter anderem zu diesem Planeten bekannt:

Mit Teleskopen der ESO und anderen Einrichtungen ist es Astronomen gelungen, einen klaren Hinweis auf einen Planeten zu finden, der den nächsten Stern zur Erde, Proxima Centauri, umkreist. Dieser lang gesuchte Planet, genannt Proxima b, umkreist seinen kühlen, roten Mutterstern alle 11 Tage und besitzt eine Temperatur, die Wasser in flüssigem Zustand an der Oberfläche für möglich erscheinen lässt. Dieser Gesteinsplanet hat etwas mehr Masse als unsere Erde und ist der zu uns nächstgelegene extrasolare Planet – vielleicht ist er sogar der nächste Ort außerhalb unseres Sonnensystems, wo Leben existieren kann.

ehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Tatsächlich fanden sich bereits 2013 die ersten Hinweise auf diesen Planeten um Proxima Centauri. Doch erst die genaueren Untersuchungen durch die ESO unter Leitung von Guillem Anglada-Escudé sowie die Überprüfung anderer Observatorien erbrachte letztlich im Sommer 2016 den Nachweis.

Weitere Untersuchungen der Bahndaten des Planeten Proxima b wurden am 17. Mai 2017 in dem Magazin “Astronomy & Astrophysics” (Nr. 601) veröffentlicht. Demnach sei die Existenz von flüssigem Wasser auf der Oberfläche unseres Nachbarn möglich.

Das heißt, dass hier in nur ca. 4,2 Lichtfahren Entfernung ein Planet seine Bahnen zieht, der potentiell auch Leben tragen könnte. Primitives Leben allerdings und keine Alien-Zivilisation. Dafür ist der Orbit von Proxima b von nur 11 Tagen um seinen Stern Proxima Centauri ungeeignet. Stabile Verhältnisse über Millionen von Jahren zur Entwicklung von intelligentem Leben sind hier nicht denkbar.

Ebenso ist eine Atmosphäre um diesen Planeten notwendig, um das mutmaßliche Wasser auf diesen auch zu halten. Bisher konnte eine solche Atmosphäre um Proxima b aber noch nicht nachgewiesen werden.

“Projekt Blau”

Die private Weltrauminitiative “Project Blue” möchte genau hier ansetzten und weitere Forschungen realisieren. Die Wissenschaftler des Projektes wollen mit einem eigenen Weltraumteleskop bei den beiden Sonnen von Alpha Centrai überprüfen, ob es dort weitere Planeten gibt. Doch dabei ergeben sich einige Probleme, die “Project Blue” lösen muss.

Das größte davon ist der Umstand, dass der Äquator beider Sterne nicht in Richtung unserer Erde weist. Aber genau auf dieser solaren Äquatorebene würden sich dortige Planeten und damit auch eine Erde 2.0 bewegen. So funktioniert hier die bekannte und bewährte Transitmethode nicht, bei der von der Erde aus die Passage eines kleinen dunklen Planeten vor seiner Sonne zu beobachten wäre. Die minimale Verdunkelung der beobachteten Sonne durch diese Exponaten wäre von der Erde aus messbar.

VIDEO: Mit Facebook Geld ins All: Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu Alpha Centauri senden (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Mit Facebook Geld ins All: Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu Alpha Centauri senden (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Am 8. Oktober 2015 präsentierte der Astrophysiker Dr. Ruslan Belikov vom “Ames Research Center” der NASA und seine Kollegen allerdings eine Lösung. Eine “Multi-Star Wavefront Control” (MSWC) genannte Technologie für ein Weltraumteleskop, die genau auf die Anforderungen einer Planetensuche bei Alpha Centari zugeschnitten ist. Die Astronomen würden etwa zwei Jahre lang mit diesen Technologien unser benachbartes Sonnensystem beobachten und auf Planten-Jagd gehen. MSWC wäre in der Lage, um beide Sterne Himmelskörper zu finden. Solche, die sich innerhalb der lebensfreundlichen Zone befinden ebenso, wie Planeten außerhalb der “habitablen Zone ” ihrer Sonnen.

Die “habitable Zone” ist genau jener Bereich um einen Stern, in dem Planeten flüssiges Wasser tragen können. Dort ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt und damit theoretisch geeignet für die Entstehung von Leben.

Die NASA lehnte dankend ab

Alpha Centauri liegt nicht nur in unserem kosmischen Vorgarten, sondern eher schon auf der Schwelle unserer Haustür. 4,24 Lichtjahre Entfernung ist im Universum keine wirkliche Entfernung. Zum Vergleich: unsere Milchstraße als eine von Milliarden Galaxien im All, hat bereits ca. 100.000 Lichtjahre Durchmesser.

Diese Nähe zu unserer Heimatwelt ist auch der Grund, warum das Konzept des Weltraumteleskop “Alpha Centauri Exoplanet Satellite” (ACESat) von Belikov und seinem Team so überaus preiswert wäre. Das wissenschaftliche Komitee des “Project Blue” geht davon aus, dass die Weltraumteleskop-Mission ACESat nur zwischen 10 und 50 Millionen US-Dollar kosten würde und 2020 oder 2021 startbereit wäre. Vergleichsweise wenig zu anderen Projekten der NASA. Aufgrund der Nähe von Alpha Centauri wäre auch Weltraumteleskop an sich recht klein.

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Auf der Projekt-Webseite heißt es dazu:

Project Blue will ein kompaktes Weltraumteleskop mit einer Öffnung von 45 bis 50 Zentimeter bauen und starten, um direkte Bilder der bewohnbare Zone des nächsten Sternsystems – Alpha Centauri A und B – zu machen. Mit dem Ziel, den nächstgelegenen und potentiell bewohnbaren Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu entdecken. Das Ziel von Projekt Blue ist es, Fotos von ‘erdähnliche’ Planeten’ zu machen, die den Stern innerhalb der bewohnbaren Zone umkreisen und eine Atmosphäre besitzen, die es ermöglicht, dass flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche existiert.

Wenn ein solcher Planet genau wie die Erde wäre, mit Ozeanen und einer solchen Atmosphäre, könnten wir nur ‘blau sehen’“.

175.000 US-Dollar davon will “Project Blue” mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform “Indiegogo” sammeln. Mit Stand heute sind hier bisher rund 75.000 US-Dollar zusammen gekommen. Angesichts der Auswirkungen bei Erfolg der Mission, sind die Kosten allerdings mehr als überschaubar. Doch das Interesse an diesen Forschungen fehlt in der Öffentlichkeit, wie sich bereits Ende 2016 zeigte. Da versuchten die Köpfe hinter dem “Project Blue” bereits vergeblich eine Millionen Dollar durch Crowdfunding zu erzielen.

Wieder eine Erde 2.0 im All entdeckt: Planet “Kepler-452b” ist ein “größerer und älterer Cousin der Erde” – aber nicht die Erde 3.0…noch nicht! (Bild: NASA / L. A. Fischinger)
Wieder eine Erde 2.0 im All entdeckt: Planet “Kepler-452b” ist ein “größerer und älterer Cousin der Erde” – aber nicht die Erde 3.0…noch nicht! (Bild: NASA / L. A. Fischinger)

Die NASA als erste Anlaufstelle für solche Ideen und Konzepte lehnte aber das ACESat-Projekt ab. Einen blauen Punkt um Alpha Centauri ist selbstverständlich auch und gerade für die Wissenschaftler der NASA spannend, aber nicht lohnenswert. Die US-Weltraumorganisation hat ehrgeizigere Pläne bei der Suche nach einer zweiten Erde, die Alpha Centauri mit einschließt.

ACESat ist zwar kostengünstig, aber nur auf das Doppelsternsystem Alpha Centauri ausgelegt. Andere und vor allem weiter entfernte Sterne lassen sich mit dieser Technologie nicht nach bewohnbaren Welten absuchen. Würde also die NASA das Programm realisieren und es findet sich keine ferne Welt in der bewohnbaren Zone dort, ist das Teleskop – Weltraumschott.

Die NASA möchte eine eigene Mission für die Suche nach einem solchen Planeten ins Leben rufen, die zahlreiche weitere Sonnensysteme im All absuchen kann. Nicht nur unseren nächsten Nachbarn im Kosmos, der allerdings bei diesem Projekt der NASA auch untersucht wird.

Es soll also wesentlich mehr Geld für wesentlich mehr Unterbringungsmöglichkeiten in die Hand genommen werden. Das ist durchaus nachvollziehbar, sofern man diese Gelder hat. Die NASA-Eigene Mission wäre aber erst in grob acht Jahren soweit.

Für die Forscher des “Project Blue” dauert das einfach zu lange, so das auch Ihr Euch mittels Crowdfunding daran beteiligen könnt …

Ob die Realisierung der ACESat-Mission auch gelingen wird, steht natürlich in den Sternen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Astronom des Papstes würde auch Außerirdische taufen – doch nicht nur er. Aber warum sollte die Kirche das?

Außerirdische taufen? Der Astronom des Papstes würde es tun - aber nicht nur er (Bilder & Montage: L. A. Fischinger)
Außerirdische taufen? Der Astronom des Papstes würde es tun – aber nicht nur er (Bilder & Montage: L. A. Fischinger)

Das Thema “Kirche und Außerirdische” war in den letzten Jahren bereits häufiger auch Thema auf diesem Blog. Vor allem dahingehend, wie die Kirche heute zur Frage nach Intelligenzen im All steht. Jetzt hat der Jesuit Guy Consolmagno, der Direktor der Vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo in Italien, in einem Interview gesagt, dass er intelligente Außerirdische auch christlich taufen würde. Der Astronom ist sicher, dass es Leben im All gibt. Doch mit der Aussage, dass er Aliens taufen würde, ist er im Vatikan lange nicht allein. Auch der Papst höchst selbst würde das tun. Nur gibt es bei den vatikanischen Aussagen zu Leben im All und der Taufe von Außerirdischen eklatante Probleme. Welche das warum sind, wieso Aliens keine Juden werden können und wie genau das mit der Taufe von ihnen gemeint ist, erfahrt Ihr erneut hier.


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Kürzlich berichtete ich über ein Interview des Radios “Deutschlandfunk” mit dem Ex-Astronauten Ulrich Walter. Darin ging es um Leben und Zivilisationen im Universum, wobei Alien-Zivilisationen für Walter zumindest in unserer Milchstraße als mehr als unwahrscheinlich angesehen wurden.

Im Rahmen der Radio-Serie “Ferne Welten” von “Deutschlandfunk” wurde jetzt auch der Astronom Guy Consolmagno interviewt. Er ist der Leiter der Sternwarte des Vatikan, die südlich von Rom im Castel Gandolfo liegt. Eine Sternwarte, die nicht nur im Auftrag des Vatikan und des Papstes das All erforscht, sondern indirekt auch nach Leben darin sucht.

“Ich wäre sehr überrascht, wenn es kein außerirdisches Leben gäbe”

Heute wurde das Interview online veröffentlicht und sorgt dabei bei einigen Medien für erstaunen. Nicht nur, dass Guy Consolmagno sich überzeugt zeigt, dass es außerirdisches Leben geben muss, sondern auch, das solches Leben kein Widerspruch zu seinem Glauben an Gott sei. Eine Aussage, die aber lange nicht neu ist, wie auf diesem Blog immer wieder berichtet wurde.

So etwa sagte Consolmagno im Interview am 5. August zur Frage ob es außerirdisches Leben gibt:

“(…) Aber ich glaube, dass es möglich ist und deshalb forsche ich auch intensiv danach. Und als Direktor des vatikanischen Observatoriums unterstütze ich andere in unserem Observatorium, die auch danach forschen.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

(…)

Ich wäre sehr überrascht, wenn es kein außerirdisches Leben gäbe, zumindest bakteriologisches Leben. Es gibt Hinweise auf bakteriologisches Leben auf dem Titan, dem größten Mond des Planeten Saturn. Und der Titan ist so kalt, dass wir uns dort keine Leben vorstellen könne, wie wir es kennen. Aber organische Verbindungen können seltsame und wunderbare Dinge schaffen und wer weiß, ob sie nicht Leben selbst in der Kälte des Titan erzeugen können.

“Würden Sie einen Außerirdischen taufen?”

Im Interview wurde Guy Consolmagno selbstverständlich auch nach dem christlichen Gott im Zusammenhang mit Außerirdischen gefragt. Ebenso aber auch danach, ob er als Katholik Aliens auch taufen würde. Dazu sagte der vatikanische Astronom:

Nur wenn Sie mich danach fragen würden. Aber diese Frage, danach, ob ich einen Außerirdischen taufen würde, die werde ich immer wieder gefragt und meine schnell dahingesagte Antwort lautete:

Nur wenn sie mich danach fragen würden. Aber in der Tat, das ist eine sehr wichtige Antwort. Denn wenn Sie jemanden taufen wollen, dann müssen sie ihn vor sich haben, sie müssen mit ihm kommunizieren können, sie müssen herausfinden, ob sie ihn verstehen können und ob er Sie verstehen kann. Das alles ist eine Kette von Voraussetzungen. Und wenn dieser Kette irgendwo unterbrochen ist, dann stellt sich diese Frage – ob ich ihn taufen würde.”

Dass Consolmagno als “Astronom des Papstes” diese Frage immer wieder gestellt wurde, liegt nicht zuletzt auch an einem Buch von ihm selber. Denn diese dem Geistlichen immer wieder gestellte Frage wurde auch der Titel eines Buches von ihm und Paul Mueller: “Would You Baptize an Extraterrestrial?“, das unter dem deutschen Titel “Wo war Gott, als das Universum geschaffen wurde?” 2016 erschien.

Aliens – auch der Papst würde sie taufen

Obwohl nach erscheinen des Interviews mit Consolmagno bei “Deutschlandfunk” verschiedene Medien erstaunt darüber berichten, ist diese Aussage nicht neu. Die Presse hat beispielsweise auch nach erscheinen des oben genannten Buches von ihm und Paul Mueller im Sommer erstaunt über diese berichtet.

UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben(Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Allerdings steht Guy Consolmagno hier in guter (neuer) Tradition zur katholischen Kirche. Auch Jose Gabriel Fundes, der frühere “Astronom des Papstes” an der vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo, sprach vor fast 10 Jahren in einem Interview umfassend über Leben und Intelligenzen im Kosmos und Gott. Dieses Interview erschien in der angesehenen Vatikan-Zeitung “L Osservatore romano” am 14. Mai 2008 und sorgt damals für viel Wirbel in den Medien.

Wirbel vor allem deshalb, da Fundes einige erstaunliche Aussagen über (intelligentes) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu tätigte, die viele Menschen mehr als erstaunten.

Das Zitat “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”), so auch der Titel des Interviews, machte 2008 die mediale Runde. Und Funes stellte vor rd. 10 Jahren eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott stehe.

Und der Papst als “oberster Hüter des Glaubens”?

In der Frühmesse im Gästehaus “Santa Marta” im Vatikan am 12. Mai 2014 predigte Papst Franziskus über die katholische Kirche, die ihre Türen immer offen halte. Die Kirche verschließe niemanden die Tore, so der Papst damals. Und das gilt ausdrücklich auch für Außerirdische:

Das ist etwas, was unausdenkbar war. Wenn morgen eine Expedition von Marsmännchen käme, zum Beispiel – grün, mit langer Nase und großen Ohren, so wie Kinder sie malen – und eines von ihnen bittet um die Taufe, was würde dann passieren?

Papst Franziskus bezog sich hier auf die Apostelgeschichte im Neuen Testament. Darin heißt es ab Kapitel 11, ab Vers 1, dass dem Apostel Petrus Vorwürfe gemacht wurden, dass er zum Beispiel “zu unbeschnittenen Männern hineingegangen und (…) mit ihnen gegessen” habe. Ein Problem des aus dem Judentum beginnenden Christentums im 1. Jahrhundert: Dürfen auch unbeschnittene Männer getauft werden? Also auch “Heiden” – Nicht-Juden – Christen werden?

Papst Franziskus dazu weiter:

“Wer bin ich denn, dass ich Hindernisse aufbauen dürfte? Ein schönes Wort für Bischöfe, Priester, auch für Christen im allgemeinen: Wer sind wir denn, dass wir Türen schließen dürften? In der alten Kirche gab es das Amt des Türöffners – der ließ die Leute eintreten. Aber ein Amt des Türschließers hat es in der Kirche nie gegeben!

Und da auch Aliens Nicht-Juden sind, können auch sie die Taufe empfangen. Eben wie die Nicht-Juden im 1. Jahrhundert bei den ersten Christen.

Außerirdische Juden und ein zweiter Jesus Christus?

Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Fremde Wesen aus dem All sind selbstverständlich keine Juden. Ebenso wenig wie sie irgendeiner anderer Religion der Erde angehören, die wir heute so zur Auswahl haben.

Zumal Außerirdische laut einer umfangreichen Analyse der jüdischen Texte durch den Rabbiner David Geballe in der “Jüdischen Allgemeinen” sowieso keine Juden werden können. Selbst wenn diese es gerne möchten. In meinem Blog-Beitrag “Wenn Außerirdische zur Erde kommen – Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen” habe ich diese Aussagen des Rabbiner vom 28. Juli 2016 damals einmal genauer dargelegt und hinterfragt.

Immerhin ist Geballe als Rabbiner in seiner Untersuchung zu Frage nach Intelligenzen im All sicher, dass es Aliens geben könnte. Es sei kein Widerspruch zum jüdischen Glauben. Diese Fremden könnten dabei sogar weit intelligenter als wir Menschen sein, unterstrich Geballe 2016 in seinen Ausführungen. Allerdings haben sie keinen freien Willen, da Gott sie für die Menschen erschaffen habe, so der Rabbiner weiter. Kein freier Wille – keine Konvertierung zum  Judentum …

Jose Gabriel Funes, der vatikanische Astronom, der das oben zitierte Interview “Der Außerirdische ist mein Bruder” 2008 gab, legte am 31. Juli 2015 allerdings zu diesem Thema nach. Er erklärte damals, wie ich es HIER kritisch kommentierte, wie es eigentlich mit Aliens und Jesus Christus aussehen würde. Fundes:

Die Entdeckung außerirdischen Lebens heißt nicht, dass es auch einen außerirdischen Jesus gibt. Die Inkarnation von Gottes Sohn ist ein einmaliges Ereignis in der Geschichte der Menschheit, des Universums.”

Wie Ihr HIER von mir nachlesen könnt, ist das Ergebnis von Fundes Überlegungen geradezu erschreckend für uns als Menschheit. Um es milde zu sagen. Es würde nämlich nicht mehr und nicht weniger bedeuten, dass die Menschheit eine Art “Schrecken der Schöpfung” im Kosmos sei. Und zwar nur wir Menschen, niemand anderes im Universum sonst. Nur die Menschheit musste folgerichtig durch Jesus Christus erlöst werden, da er nach dieser Aussage nur einmal in der Geschichte des Universums Inkarnierte. Als Mensch vor 2.000 Jahren.

Wieso dann allerdings Außerirdische die Taufe empfangen sollen, ist ein Rätsel. Die Taufe ist ja der erste Schritt zur Erlösung durch Jesus/Gottes Sohn im Christentum. So gelangt man letztlich zu ewigen Leben. Oder, wie Jesus es im Johannes-Evangelium Kapitel 14, Vers 6 sagte, “niemand kommt zum Vater denn durch mich”.

Und da er ja ausschließlich auf diesem Planten als Erlöser inkarniert sein soll, brauchen  Aliens keine Erlösung und damit keine Taufe, oder?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich?

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Kontakt mit Aliens? Einigen Thesen nach werden wir niemals Außerirdischen begegnen, weil sie sich vorher alle selber ausgelöscht haben! Eine reine Spekulation, die jedoch von Wissenschaftlern schon vor Jahrzehnten diskutiert wurde … (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl die Menschheit genau genommen schon seit Jahrhunderten nach anderen Intelligenzen im Universum sucht, haben wir bisher keine Außerirdischen gefunden. Obwohl quasi täglich die Anzahl von gefundenen Exoplanten steigt, die Technik um Radiosignale von intelligenten Aliens zu finden sich rasant verbessert und teilweise sogar Millionen von außerirdischen Zivilisationen im All vermutet werden, habe wir bisher nichts gefunden. Absolut nicht. Warum das so ist, dafür gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Eine davon sagt, dass sich außerirdische Zivilisationen selber vernichteten und vernichten, bevor wir mit ihnen in Kontakt treten können oder ihnen sogar begegnen. Wie ist das zu verstehen und was gibt es sonst noch für Erklärungen für das Schwiegen im Universums?

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jahrzehntelange Suche nach intelligenten Signalen von den Sternen (= SETI) und all die andern Bemühungen außerirdische Zivilisationen nachzuweisen sind bis auf den heutigen Tag erfolglos geblieben. Der Beweis, dass es im All noch andere intelligente  Wesen gibt, lässt auf sich warten. Bisher sind wir Menschen auf unserem blauen Planeten Erde vollkommen allein im Universum.

Irgendwie ist das schon sehr “bedrückend”. Ein Kosmos dieser gigantischen Größe – und nur die Menschheit ist die einzige Intelligente Spezies hier? Kann das sein oder warum haben wir noch keine “Nachbarn im All” gefunden? Derzeit macht erneut eine Überlegung dazu Schlagzeilen, über die ich bereits Anfang Januar 2016 hier berichtet. Nämlich, dass sich die Außerirdischen, bevor sie mit uns Kontakt haben, selber aussterben.

Das ist aber nur eine Idee von einer ganzen Liste von Interpretationen über den Nicht-Kontakt zu einer anderen Intelligenz.

Warum es keinen Kontakt mit Aliens geben wird …

Es gibt einige Hypothesen, die erklären können oder sollen, warum die Menschheit bisher so allein im Universum zu sein scheint. Da wären zum Beispiel folgende fünf Erklärungen, Deutungen oder Lösungen:

  1. Es gibt überhaupt keine Aliens –  und wenn, sind es nur primitive Wesen, die keine von uns auffindbare Spuren im All hinterlassen (etwa Radiosignale)
  2. Die Menschheit ist im Kosmos überhaupt die allererste intelligente bzw. technische Spezies – wir sind damit die Nummer 1
  3. Alle anderen Hochzivilisationen von Außerirdischen verstecken sich dezent vor uns
  4. Sie schon schon sehr lange hier, aber im Verborgenen
  5. Außerirdische Zivilisationen gab es zwar, aber alle haben sich selber vernichtet und wurden ausgelöscht (Kriege, Seuchen, kosmische Katastrophen …)
Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen bei dem Stern HD 164595 empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)
VIDEO: Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)

Alle fünf Punkte klingen zwar nach Science-Fiction, sind aber ausnahmslos auch Teil von wissenschaftlichen Überlegungen und Debatten. Eventuell ergänzt durch weitere Hypothesen oder auch miteinander vermischt. Aber grundsätzlich sind diese fünf Einwände die wichtigsten, weshalb wir sie mal etwas genauer hinterfragen wollen.

Primitive Außerirdische und unsere Einsamkeit

Da wäre der Punkt 1. Es gibt Aliens, die aber alle im Vergleich zu uns “dumm” sind? Das ist sehr leicht zu erklären. Wir Menschen können keine Radiosignale von Außerirdischen empfangen, die keine solchen Signale aussenden bzw. deren Heimatwelt keine abstrahlt. Auf diesem Level der Evolution und Entwicklung befanden wir Menschen uns schließen selber einmal und wissen wie, wovon wir reden.

Weder der Homo Erectus, noch die ersten Siedler Amerikas, noch der Neandertaler, noch Tiere oder Einzeller usw. auf anderen Planten nutzen Technologien, die von der Erde aus aufgespürt werden kann. In den Tagen von Karl des Großen hätten auch keine Fremden im All von der Erde aus “technische Strahlungen” auffangen können. Sind also Außerirdische alle technisch noch nicht so weit – finden wir sie mit den Mitteln von heute schlicht nicht. Auch wenn sie da sind.

Punkt 2 ist hier eigentlich ganz ähnlich. Möglich, dass es im All von Leben wimmelt. Aber Intelligenz entstand bisher in unserem ca. 13,7 Milliarden Jahre alten Kosmos nur hier auf der Erde. Es mag Pflanzen und Tiere anderswo im All geben, aber keine außerirdischen Zivilisationen. Wir Menschheit sind der Anfang dieser Art von Leben.

Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist "wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs" (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der 3. Punkt ist ausgesprochen spannend. Es würde quasi im All von intelligenten Aliens wimmeln, aber alle verstecken sich absichtlich vor uns. Sie wollen keinen Kontakt oder warten erst mal ab, bis die Erde “reif” genug ist. Es gäbe demnach unter den anderen All-Bewohnern ein Abkommen oder ähnliches, dass ihnen untersagt mit der Menschheit in Kontakt zu treten.

Obwohl dieser Punkt unglaublich faszinierend klingt, wirft er dennoch mehr Fragen auf, als er beantwortet. Da wäre das Problem, dass wohl kaum anzunehmen ist, dass – wenn es so viele Alien-Völker gibt – die Menschheit die einzige auf einem “primitiven Stand” (in deren Augen) ist. Es müsste demnach von diesen Alien-Zivilisationen verhindert werden, dass wir andere Wesen aufspüren, vor denen sich die Super-Aliens ebenso verstecken. Vielleicht, damit sich diese ungestört entwickeln können. Es ist zwar kaum vorstellbar, dass unsere Gesellschaft die primitivste technische Zivilisation im All ist, aber vielleicht ist das ja tatsächlich so.

Wie können Super-Zivilisationen also verhindern, dass die Menschen Signale von anderen Spezies finden, die von den großen und alten Zivilisationen ebenfalls unter “Kontakt-Quarantäne” stehen? Und sei es nur durch Zufall. Wollen diese zum Beispiel solche Signale”abfangen” bevor diese die Erde erreichen? Angehöriger dieser Super-Zivilisationen wiederum vermeiden dabei natürlich ganz bewusst und in Absprache untereinander jegliche Art von verräterischen Signalen und Hinweisen auf ihre Existenz.

Warum sollten sie das aber überhaupt tun? Warum sollten sie nicht schlicht und einfach an der Erde und ihren Bewohnen kein Interesse haben? Sie könnten zwar von uns wissen uns aber ignorieren. Würde die Menschheit ignoriert, dann kann es aber eigentlich diesen Ignoranten letztlich auch egal sein, ob wir von anderen Welten intelligente Signale empfangen …

Punkt 3 ist offensichtlich eine Hypothese zum Nicht-Kontakt mit den Anderen, die einen überaus weiteren Raum für Spekulationen und Fantasie bietet …

Der Punkt 4 ist durchaus schon in den Bereich der Grenzwissenschaft einzuordnen. Hier speziell der UFO-Forschung, Prä-Astronautik und auch Verschwörungstheorien. Es würde grundsätzlich nichts weiter heißen, als dass Aliens bereits hier auf der Erde sind, und ihre hiesige Präsenz der Menschheit nicht klar ist. Vielleicht schon seit vielen Jahrtausenden (= Prä-Astronautik / Paläo-SETI), vielleicht durch UFOs (= UFO-Forschung) und vielleicht sogar mit dem Wissen einiger weniger Personen wie Regierungsangehörige usw. (= Verschwörungstheorien).

VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: "Der ultimative Beweis für die Astronautengötter - wo lässt er sich finden?" (Bild: L. A. Fischinge
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wo lässt er sich finden?” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch das ist nicht belegt, worauf ich immer wieder hinweise. Obwohl ich ich glaube, dass die einstigen “Götter” in Wahrheit Astronautengötter waren, gibt es dafür keinen unumstößlichen Beweis. Gleiches gilt für die UFO-Forschung oder entsprechende Verschwörungen.

Der definitive Beleg lässt weiter auf sich warten, wenn man sich objektiv und sachlich die vorgeblichen “Beweise” ansieht. Auch wenn nicht wenige Grenzwissenschaft-Interessierte das anders sehen, gibt es also für den 4. Punkt nur Hinweise, keine Beweise.

Selbstzerstörerische Aliens

Als 5. Punkt ist kürzlich wieder die Frage in der Presse aufgekommen, ob nicht alle außerirdischen Zivilisationen schon wieder untergegangen sind. Ihre Erfolgsgeschichte endete demnach bereits, bevor wir sie finden oder sogar mit ihnen in Kontakt treten konnten. Dabei ist es unerheblich, ob diese außerirdischen Zivilisationen vor 5.000 oder einer Millionen Jahren untergingen. Wie sagt man so schön? – “Wenn weg, dann weg”.

Brian Cox, Physiker aus Großbritannien, hat diese Überlegung  nun erneut aufgegriffen. Denn neu ist die Idee, dass Aliens sich selber alle vernichten, nicht. Sie stammt von dem Physikers und Nobelpreisträger Enrico Fermi aus den 1950er Jahren, einem der bedeutendsten Kernphysiker des 20. Jahrhunderts, der maßgebliche an der Spaltung des Atoms beteiligt war. So nennt man das Problem eines Nicht-Kontakt mit Außerirdischen und ihre möglichen/spekulativen Ursache seit dem auch nach ihm das “Fermi-Paradoxon”.

Obwohl es für das “Fermi-Paradoxon” eine ganze Palette an Deutungen gibt, wovon oben nur wenige genannt wurde, hat Brian Cox sich jüngst eben jene heraus gesucht, dass die Fremden alle tot sind. Das zu hohe technisches Niveau, dass die Außerirdischen erreicht haben, führte schlussendlich zu ihrem Ende. Das könne man so auch auf die Menschheit übertragen, da wir uns selber durch einen Atomkrieg oder eine selbst gezüchtete Biowaffe vernichten könnten. Im Umkehrschluss würden nach unserem Ende Außerirdische dann natürlich auch nicht mit uns in Kontakt treten können.

VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

Cox dazu:

Möglicherweise hat das Wachstum von Wissenschaft und Technik die Entwicklung der politischen Expertise (der Aliens, Anm. LAF) überflügelt, was zu einer Katastrophe geführt hat.

Dass sich außerirdische Zivilisationen bereits selber vernichtet haben, weshalb wir sie einfach nicht finden können, ist natürlich eine reine Spekulation. Auch wenn wir wohlwollend ihren Untergang beispielsweise durch eine kosmische Katastrophe (also durch die Natur) wie den Einschlag eines riesigen Asteroiden oder Gammerstrahlenausbrüche annehmen möchten.

Das gesamte “Fermi-Paradoxon” an sich ist spekulativer, philosophischer und theoretischer Natur.

Die Kolonisierung der Galaxis

Da Fermi von nur einer einzigen Zivilisation ausging, die die gesamte Mischstraße besiedelt, hat das “Fermi-Paradoxon” grundsätzliche Schwächen. Etwa 10 Milliarden Jahre ist unsere Galaxis alt und nach diesen theoretischen Gedankenspielen hätte eine außerirdische Zivilisation die Milchstraße in 10, 20 oder 40 Millionen Jahren vollständig besiedeln können. Mit nur einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit von bis zu 0,1 Prozent und je nachdem, wie lange sich diese kosmischen Kolonisten an den jeweils neuen Planeten aufhalten, bevor es weiter geht.

All das natürlich nur dann, wenn sie sich nicht zuvor selber zerstörten. Doch warum sind sie dann eben nicht hier?

Sämtliche Hypothesen dazu sind aber zum scheitern verurteilt. Man kann annehmen, dass vor Millionen von Jahren Außerirdische die Galaxis begannen zu besiedelten. Man muss es aber nicht. Vielleicht gingen sie vorher unter, vielleicht auch nicht. Vielleicht hatten oder haben sie auch überhaupt kein Interesse daran, das All zu besiedeln. Vielleicht aber gibt es zahllose technisch hoch entwickelte Zivilisationen in unserer Galaxis, von denen die meisten Kolonisten und Entdecker sind. Dann zumindest wäre eine Besiedlung fremder und lebensfreundlicher Welten im All durch diese verschiedenen technischen Völker der Sterne in noch viel kürzerer Zeit möglich. Aber trotzdem haben wir sie immer noch nicht gefunden.

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)

Gehen wir von der Voraussetzung aus, dass es nur eine einzige Zivilisation gab, die sich einst aufmachte andere Planten zu besiedeln und zu erkunden, dann sinkt aber auch mit ihrer Ausbreitung die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausgestorben ist. Je nachdem, wie viele Welten diese Aliens vielleicht schon vor zehntausenden von Jahren kolonisiert haben, ist es unwahrscheinlich, dass sich alle Kolonien selber unverrichtet haben.

Gibt und gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Zivilisationen dieser Art und auch noch zu unterschiedlichen Zeiten, ist die Annahme von vollständig ausgestorbenen Außerirdischen noch unwahrscheinlicher.

Die Überlegungen des Physikers Brian Cox klingen auf den ersten Blick wirklich unheimlich. Eine technische Zivilisation (wir eingeschlossen) erreicht  irgendwann einen Entwicklungsstand, in dem sie sich selber auslöschen wird. Das mag stimmen. Angesichts der irdischer Konflikte der Menschheit und unser Waffentechnologien etc. klingt das sogar stichhaltig. Die Erde ist erst etwa 4,5 Milliarden Jahre und unsere gefeierte Hochtechnologie sagen wir 50 Jahre alt.

Ein Alien-Volk, das sich bereits vor tausenden, zehntausenden oder einer Millionen Jahre sich durch eine Selbstzerstörung auslöschte, mag es gegeben haben. Folgerichtig würden wir mit eben nur dieser einen Zivilisation keinen Kontakt herstellen können.

Wer aber kann guten Gewissens sagen, dass diese nun toten Außerirdischen die einzigen in der Galaxis waren? Wer kann behaupten, dass sie zuvor nicht doch Kolonien gründeten, die es heute noch gibt? Wer will ernsthaften behaupten, dass technische und geistige Evolution im All immer zu Zerstörung führt? Das Verhalten und die Entwicklung der Menschheit als einzige bekannte Spezies auf Außerirdische in der Milchstraße zu übertragen, scheint zumindest mir auch überaus naiv und falsch zu sein.

Hoffentlich …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken im Interview zu den angeblichen Enthüllungen des Boyd Bushman: “Area 51 ist ein Mythos in UFOlogen-Kreisen”

Die "UFO-Enthüllungen" des Boyd Bushman: Erich von Däniken im Interview dazu (Bild: L. A. Fischinger)
Die “UFO-Enthüllungen” des Boyd Bushman: Erich von Däniken im Interview dazu (Bild: L. A. Fischinger)

Kürzlich machte ein YouTube-Video die Runde, in dem der verstorbene Weltraum-Wissenschaftler Boyd Bushman vor seinem Tode davon sprach, dass in der “Area 51” Aliens und UFOs versteckt würden. Die USA selber sollen dort sogar mit den Außerirdischen zusammen arbeiten. Nun hat das Magazin “Focus” Erich von Däniken zu seiner Meinung dazu befragt. Doch das Magazin deutet noch dazu eine Art Verschwörung an, denn das Video-Interview mit den “Sensations-Enthüllungen” ist inzwischen “verschwunden”.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor kurzem wurde auch auf diesem Mystery-Blog das Thema des Video-Interview des im August 2014 verstorbenen Raumfahrt-Ingenieurs Boyd Bushman aufgenommen. Auch andere Webseiten hatten dieses Thema bereits und natürlich folgte auch die “BILD” und andere Massenmedien.

Nun aber hat Focus online einen mir unbekannten “UFO-Guru” (Insider verstehen es schon) Erich von Däniken zu diesen Bushman-Aussagen befragt. So etwa lesen wir dort:

“Die Mär vom UFO in der Area 51

Und dann ist da noch der Ort, an dem Boyd Bushman die Aliens getroffen haben will: Area 51, die geheime Militärbasis, auf der die Amerikaner angeblich ein UFO  versteckt hatten, das 1947 Jahren nahe der US-Kleinstadt Roswell abgestürzt sein soll. ,Area 51 ist ein Mythos in UFOlogen-Kreisen’, wiegelt von Däniken ab. Zwar habe es die Gerüchte gegeben, doch alle US-Regierungen hätten sie stets dementiert. (…)

,Es muss außerirdisches Leben geben!’

Auch wenn er den Schilderungen des verstorbenen Amerikaners wenig Glauben schenkt: Erich von Däniken ist nach wie vor überzeugt, dass die Erde nicht der einzige bewohnte Planet ist. ,Heutzutage weiß man, dass es außerirdisches Leben geben muss’, sagt er. So habe das Hubble-Teleskop bewiesen, dass es alleine in der Milchstraße fünf Milliarden erdähnliche Planeten gebe. ,Damit ist es nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit, dass es auf einem von ihnen Leben gibt.’ Allerdings, so räumt er mit einem weiteren Mythos auf: ,Keiner der Alien-Lehrmeister-‘Götter’, die vor Jahrtausenden unsere frühe Menschheit besuchten und beeinflusst haben, haben die ägyptischen Pyramiden oder vergleichbare Gebäude gebaut. Das taten immer die Menschen zu Ehren ihrer Kulturbringer.'” (Hier weiter….)

Die "Area 51" - angeblich arbeiten dort Aliens mit der USA zusammen (Bild: WikiCommons / Space Imaging, München / Llyd Pye)
Die “Area 51” – angeblich arbeiten dort Aliens mit der USA zusammen (Bild: WikiCommons / Space Imaging, München / Llyd Pye)

Und die Verschwörung? tatsächlich – das Video mit dem Bushman-Interview ist (momentan) auf YouTube nicht mehr abrufbar. “Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt“, lesen wir dort. “Focus” schrieb dazu treffend am 6. November 2014:

Überzeugte UFOlogen werden von Dänikens Skepsis wohl eher nicht teilen. Zumal die neuesten Entwicklungen Verschwörungstheorien neuen Auftrieb geben. So sind die beiden Videos, in denen Boyd Bushman seine Alien-Begegnung schildert, bei YouTube inzwischen nicht mehr aufrufbar.

Ich hoffe nicht, dass Mystery-Fans hier eine Verschwörung oder ähnliches herauf diskutieren. Es könnte profane Gründe haben – zum Beispiel wäre es denkbar, dass der Hochlader vielleicht YouTube keine Genehmigung zum Upload des Filmes nachweisen konnte. Ich bin selber YouTuber und kenne viele Kanäle und Videos dort. So was kann passieren. Aber natürlich ist es auch so, dass das Video mit den Aussagen von Bushman bei anderen YouTube-Usern immer noch online zur Verfügung steht. Auch nur Ausschnitte davon. Zu finden war es gerade zum Beispiel hier und hier.

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Astronomen jubeln: "Erde 2" in nur rund 40 Lichtjahren Entfernung gefunden?

Mitten in der bewohnbaren Zone: Naher Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen. Welt mit siebenfacher Erdmasse in 41 Lichtjahren Entfernung – “Es gibt keinen Grund, weshalb der Planet kein erdähnliches Klima entwickeln kann”

In nur 41 Lichtjahren Entfernung – also kosmisch gesehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Sonne – hat ein internationales Astronomenteam Hinweise auf eine Welt entdeckt, die sich als ideale Kandidatin für Leben jenseits unserer Erde entpuppen könnte. Der Planet mit der Katalognummer HD 40307 g zählt zur Gruppe der sogenannten Super-Erden und umkreist sein Zentralgestirn in einem Abstand, der flüssiges Wasser begünstigt. Was ihn darüber hinaus noch auszeichnet, ist der Umstand, dass er sich um die eigene Achse dreht. Damit würde der Planet über einen Tag-Nacht-Zyklus verfügen, was gemeinsam mit milden Temperaturen Grundvoraussetzung ist für ein stabiles Klima ist.

Der Nachweis von “Erde 2” rückt scheinbar näher.

Doch es heisst abwarten. Was einige Menschen scheinbar nicht wirklich können, da diese solche spannenden Entdeckungen der Astronomie gerne mit 2012 und einer “Wende” vermengen.

Das kenne ich (und sicher viele Kollegen mit mir) zum Beispielk auch aus den Jahren 1995 und 1996 aus den Medien. Bei der Entdeckung des Asteroiden “ALH 84001” in der Antartis, der auf frühers Leben auf dem Mars hinweisen soll, und des ersten Exoplanten bei “Pegasus 51” gab einen “Space-Boom”.

Die Medienmeldungen überschlugen sich – der Mars und Aliens wurden “hipp”. “Der Spiegel” (Nr. 45/1995) etwa nahm gleich einen UFO-Kongress in Deutschland und Roswell mit in seine Berichterstattung auf. “FOCUS” (Nr. 33/1996) war da sachlicher in ihren Artikel bzg. des Mars-Asteroiden.

Natürlich habe auch ich selber darüber geschrieben. Etwa in meinem Buch “Götter der Sterne” 1997 oder in dem damaligen Mystery-Fachmagazin “Unknown Reality“, das mein Freund und Mystery-Kollege Mario Ringmann herausgegeben hat.

“Der Spiegel” (Nr. 34/1996) brachte damasls sogar indirekt bei ihrem Bericht “Apfel vom Mars” zum Thema Mars-Leben die Prä-Astronautik ins Spiel. So schrieb “Der Spiegel” damals unter anderem:


„Im 6. Kapitel des Buches Genesis, der Schöpfungsgeschichte, ist von ,Gottessöhnen’ die Rede, ,die mit den Menschentöchtern verkehrten’ – nach Ansicht der Bibedeuter sind mit den Gottessöhnen Abgesandte aus einer anderen Welt gemeint.“

…und auch nach meiner Meinung, wie ich 2013 in meinem kommenden Buch darzulegen versuche…


Die Suche nach der “Erde 2” dauert aber noch an. Vor allem, weil eine Art “Zwilling” unseres schönen Planeten noch nicht in den unendlichen Weiten des Alls gefunden wurde. Damit sollte man die Suche nach dieser nicht mit dem Mythos 2012 verbinden.

Ewa und ich schrieben schon in unserem Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” zu diesem Thema:


Es spricht also (leider) bis heute nichts für die Rückkehr der Außerirdischen der Vergangenheit oder irgendwelcher UFO-Aliens im Jahre 2012. Kein angeblicher Hinweis auf ein derart epochales Ereignis für die gesamte Menschheit hält einer genaueren Betrachtung stand.

Das bedeutet aber nicht, dass wir 2012 nicht zum Thema „Aliens“ etwas erreichen werden. Vielleicht finden wir die ersehnte Erde II im Universum. Zum Beispiel durch die hervorragende NASA-Mission mit dem Weltraumteleskop „Kepler“, die am 7. März 2009 gestartet wurde. Aufgabe des 600-Millionen-US-Dollar-Projektes ist allein die Suche nach anderen Planeten im Universum. Dabei konzentrieren sich die Forscher der NASA auf über 100000 Sterne im Sternbild des Schwans und vor allem auf den Nachweis einer bewohnbareren Erde II im All. Einem Planeten wie die Erde, auf dem wir leben könnten. Am 4. Januar 2010 meldeten indes William Borucki vom „Ames Research Center“, der verantwortliche Wissenschaftler der NASA-Mission, bei einer Konferenz der „American Astronmical Society“ den Nachweis der ersten fünf Exoplanten (Gasriesen) durch „Kepler“.

Es ist auch denkbar, dass das Projekt SETI („Search for Extraterrestrial Intelligence“) den Beweis für intelligente Außerirdische 2012 liefert. Seit der Astronom Professor Frank Drake 1960 mit „Project Ozma“ SETI ins Leben rief, suchen Radioastronomen emsig nach intelligenten Radiosignalen aus dem All, die von außerirdischen Völkern stammen. Tausende bis sogar Millionen außerirdische Zivilisationen soll es nach unterschiedlichen Berechnungen der Astronomen allein in unserer Milchstraße geben. Fündig wurden sie bisher nicht. Leider. Werden sie es 2012? Ist das die „Wende“?

Oder wissen die Aliens schon lange durch die Aussendung von Radiostrahlen von der Erde, dass wir existieren? Kommen sie plötzlich zur Erde und lösen den unvermeintlichen Schock aus, wie es der berühmte Physiker Professor Michio Kaku zum Beispiel öfter mutmaßte. Denn Kritiker sagen, wir sollten lieber keine Radiosignale in das All senden – wir wissen nicht, ob die Außerirdischen friedlich sind! Oder hat Erich von Däniken ebenso recht, wenn er von einem „Götterschock“ in seinem gleichnamigen Buch spricht? Auch wir sind überzeugt, dass die Ankunft der Aliens oder deren Nachweis einen Schock auslösen würde. Ganz gleich, dass einige Skeptiker das nicht wahrhaben wollen.

Auch diese Überlegungen über den Beweis von ET 2012 ist Spekulation ohne Fakten. Auch wenn der Beweis kommen wird. Doch mit den Maya und dem „Jahr der Wende“ haben diese Ideen natürlich auch nichts zu tun. Wir haben keine Ahnung, wann Erde II nachgewiesen wird und ebenso wenig wissen wir oder jemand anders, wann und ob SETI den Beweis für intelligente Außerirische liefert.

Wir sollten also 2012 nicht auf irgendwelche „Götter“ oder Außerirdische warten. Die Faktenlage lässt solche Erwartungen leider nicht zu.

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
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Alien-Suche bei “Wer wird Millionär?” und der spannende Hintergrund der eine Millionen Euro-Frage bei Günther Jauch

"Wer wird Millionär?" vom 14. September 2012: auf der Suche nach Außerirdischen (Bild: rtl-now.rtl.de)
“Wer wird Millionär?” vom 14. September 2012: auf der Suche nach Außerirdischen (Bild: rtl-now.rtl.de / Montage: L. A. Fischinger)

Am 14. September 2012 scheiterte der Kandidat der beliebten “RTL”-Sendung “Wer wird Millionär?” an dieser eine Millionen Euro-Frage: “Mit der Drake-Gleichung berechnet man die Wahrscheinlichkeit von…?” Und diese “Drake-Gleichung” ist sicher vielen Freundinnen und Freunden des Phantastischen und natürlich allen Astronomen bekannt. Aber was genau steckt hinter dieser “Mathematik der Alien-Suche”? Wieso gibt es eine mathematische Formel, mit der man intelligente Alien-Zivilisationen im All berechnen oder besser gesagt deren Wahrscheinlichkeit bestimmen kann?


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Die Antwort “D” bei “Wer wird Millionär?” war und ist heute (14. September 2012) bei “RTL” richtig gewesen: Mit der “Drake-Gleichung” oder auch “Drake-Formel” berechnet man die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen im Universum.

Der Show-Kandidat schloss diese Antwort jedoch als erstes aus und musste so letztlich passen. Das ist mit Sicherheit keine Schande.

Es gibt also tatsächlich eine Formel, mit der man Aliens im All mathematisch dingfest machen kann? Ja, die gibt es und Günther Jauch hat diese auch sehr gut in knappen Worten anschließend in der Show erklärt.

Die Drake-Gleichung ist eigentlich sogar ein uralter Hut, den mit Sicherheit die meisten Freunde von Astronomie, Leben im All aber auch Mystery & Co. und meine Leser aus meinen Büchern kennen. In diversen Facebook-Gruppen ist die Formel nach der Sendung “Wer wird Millionär?” von heute nun auch zum Thema geworden.

Was man sich darunter vorzustellen hat

Aufgestellt hat die Formel der berühmte Astrophysiker Professor Frank Drake schon im Jahre 1961 auf einer Konferenz in Green Bank in den USA. Sie soll die Möglichkeit von intelligentem Leben in unserer Galaxis berechenbar machen. Drake gilt als Vater von SETI, der Suche nach Aliens mit Hilfe von Radioteleskopen auf der Erde, die der Masse durch den Kinofilm “CONTACT” (1997) mit Jodie Foster in der Hauptrolle bekannt wurde.

Vorlage war ein gleichnamiger Roman des Astronomen Professor Carl Sagan. Sagan war nicht nur vielfach ausgezeichneter Autor, Astronom und Physiker, sondern schickte auch 1974 eine Radionachricht an mutmaßliche Aliens zusammen mit Frank Drake in das All (Arecibo-Nachricht) um auf die Menschheit auf der Erde hinzuweisen.

Wie im Film “CONTACT” geht die Radioastronomie davon aus, dass technische Zivilisationen im All Radiosignale (bewusst oder wie wir hauptsächlich als “Müll”) aussenden. Diese mit rund 300.000 km/s (Lichtgeschwindigkeit) durch das All rasenden Signale könnten wir Menschen auf der Erde von diesen Außerirdischen heute auffangen. Eben mit dem Projekt SETI – der “Search for Extraterrestrial Intelligence”. Und auf der ersten SETI-Konferenz 1961 wurde eben die Drake-Formel ins Leben gerufen.

Eine Millionen Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Wissenschaftler starten einen Aufruf an die Menschheit: Eine Million Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben! (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

So sieht sie aus: N = R Fp Ne Fl Fi Fc L

Diese Gleichung stellte Professor Drake vor über 50 Jahren auf. Zu dieser Zeit gab es unter den Namen “Ozma” ein Radioteleskop-Programm, um eben vermutete außerirdische Signale aufzufangen.

Die bei diesem SETI-Meeting erstellte Gleichung ist bis heute in vielen Büchern, Artikeln und TV-Berichten über extraterrestrisches Leben zu finden. Für all jene, die sich für Astronomie und vor allem Leben im All interessieren, ist diese Formel schon zu einer Art “Legende” geworden. Eine Legende, die immer wieder für Spekulationen und neue Wahrscheinlichkeitsberechnungen sorgt.

Was heißt das alles?

Die Parameter der Formel im Detail:

  • N = Ergibt die Anzahl der intelligenten Alien-Zivilisationen
  • R = durchschnittliche Entstehungsrate von Sternen
  • Fp = Anzahl der Sterne in der Milchstraße, die tatsächlich Planeten besitzen
  • Ne = Anteil der Planeten je Sonnensystem, die irdischen Lebensbedingungen entsprechen bzw. in der einer lebensfreundlichen Zone um ihrer Sonne kreisen.
  • Fl = Anzahl der Planeten mit Lebensformen
  • Fi = Menge der Planeten mit intelligenten Lebensformen
  • Fc = Menge der Planeten mit intelligenten Zivilisationen, die die technische Fähigkeit für eine interstellare Kommunikation entwickelt haben
  • L = die Lebensdauer, die eine derartige außerirdische Kultur überhaupt erreichen kann

Jedem sollte dabei aber sofort auffallen, dass das Ergebnis “N” aus entweder unbekannten oder nur vermuteten Angaben gebildet wird. Und vor 50 Jahren wusste man nicht einmal, ob es überhaupt irgendwelche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gibt. Seit etwa 20 Jahren kennen wir aber tausende solcher fremden Welten

Die “Erde 2.0” aber bisher nicht. Die aktuelle NASA-Teleskop-Mission “Kepler” im Erdorbit ist eifrig auf der Suche nach dieser. Optimisten glauben, dass es keine zehn Jahre mehr dauern wird, bis wir die zweite Erde im All unter all den Exoplaneten nachweisen können (ob es da intelligente Aliens gibt ist eine andere Frage).

Aktiv SETI - Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“Active SETI”: Sollten wir selber versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
Nachdem Drake einst diese Gleichung vorge­stellt hatte, begannen die dort Anwesenden (unter anderem eben auch Professor Carl Sagan) Zahlen für die einzelnen Punkte zu suchen. Nachdem jede einen Wert zugeteilt bekam stellte sich heraus, dass N = L ist. Somit hängt die Anzahl intelligenter Zivilisa­tionen in unserer Galaxis einzig allein von der Lebenserwartung dieser ET-Kulturen ab.

Professor Drake vermutete, dass es trotzdem zwischen 100 und 1000 oder Millionen bewohnte Welten allein in unserer Milchstraße gibt. Andere sprechen von Milliarden außerirdischen Zivilisationen. Und wieder andere, dass es in unserer Milchstraße nur uns alleine gibt.

Bis heute wird diese Gleichung immer mal wieder neu berechnet und analysiert. Immer mit verschiedenen Ergebnissen. Anhand solcher Angaben dürfen wir also schlicht sagen: es ist jedem selber überlassen, wie viele Alien-Zivilisationen er im All haben möchte.

Intelligenzen im All = Eine oder …?!

Da N = L sein könnte, stellt sich selbstverständlich die Frage, wie lange eine technische Zivilisation überhaupt existieren kann. Der deut­sche Astrophysiker Sebastian von Hoerner legte einst diese durchschnitt­liche Lebenserwartung auf rund 4.500 Jahre fest. Entweder nimmt eine Zi­vilisation diese Hürde oder sie geht vorher unter. Die Gründe hierfür sind unserer irdischen Gesellschaft wohl bekannt: Um­weltzerstörung, Übervölkerung, Kriege, Ausbeutung der planetaren Ressourcen etc. Aber auch und natürlich kosmische Katastrophen, wie der Einschlag eines Kometen, können zum Untergang eines Planeten und somit einer Kultur führen.

Von Hoerner hatte übrigens auch eine einfach-geniale Erklärung, warum bisher keine Außerirdischen ihre Signale bewusst zur Erde sandten: Bei den “Informationsmüll“, den die Menschen durch Fernseh- Radio- Radar- und Funkstrahlungen in das All senden, denn solche Strahlungen bewegen sich bekanntlich mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde weg, werden die Außerirdischen einfach kein Interesse an uns haben.

Von Hoerner:

Würden sie uns allein an den Krieg- und Terrorberichten der TV-Nachrichten messen, dürfen wir uns über ihr Schweigen wohl kaum wundern.”

Stephen Hawking sucht nach Aliens - und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
Stephen Hawking sucht nach Aliens – und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Aber wie groß ist die Chance, dass solche außerirdischen Superwesen von uns entdeckt werden können? Welche Möglichkeiten stehen uns heute dafür zur Verfügung? Nur Radiosignale? Die Frage wird von Wissenschaftlern schon seit langem diskutiert. Ebenso, ob wir die Erde sogar im All vor den Außerirdischen “verstecken” sollten – wofür es aber eigentlich schon lange zu spät ist.

SETI: Ein nostalgischer Rückblick

Bereits im Jahr 1820 entwarf der Mathematiker Karl Gauss eine Methode, um sich fremden Wesen im All bemerkbar zu machen. Er schlug vor, in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Au­ßerirdischen dann klar als intelligentes Signal identifiziert wer­den kann.

Da zu Lebzeiten von Gauss vermutet wurde, dass der Mars und sogar der Mond von Wesen bewohnt seien, ist der Vorschlag von ihm (zu seiner Zeit) in der Tat sehr sinnvoll gewesen. Starke Teleskope der grünen Männchen oder des Mann im Mond würde solche geometrischen Formation entdecken und als künstlich erkennen.

Heute nennt man die Methode, absichtlich Signale an Außerirdische zu senden, “Active SETI”. Karl Gauss fand 1820 allerdings keinen Sponsor für sein “Active SETI“-Projekt. Gespartes Geld, wie wir heute wissen.

Einen weiteren Vorschlag machte 1840 der Physiker Joseph von Littrow. Seine Idee bestand darin, in der Sahara Löcher von 20 Meilen Durchmesser zu graben, sie dann mit Kerosin zu füllen und mit Hilfe eines Streichholz(!) zu entzünden. Somit sollten in un­serem Sonnensystem brennende, geometrische Figuren auf eine Intelligenz auf der Erde aufmerksam machen. Selbstmord und Rohstoff­vergoldung im Zeichen der heute kindlich klingenden Wissenschaft damaliger Tage …

Der erste vernünftige Schritt folgte 1899 durch den Elektroin­genieur Nikola Tesla. Er entwarf einen Radiosender (“Tesla-Spirale” genannt und von vielen Esoterikern für allerlei angebliche Zwecke herangezogen) mit 23 Metern Durchmesser, den er in Colorado Springs installierte. Mit der finanziellen Hilfe von J. Pierpont Morgan sendete er nicht nur, sondern es gelang ihm sogar Signale zu emp­fangen. Diese waren aber leider keine außerirdischen Rufsignale, sondern, wie es heute heißt, Niederfrequenzwellen, die sich auf den Kraftlinien der Erde bewegen.

Prof. Stephen Hawking warnt in einem Interview vor dem Untergang der Menschheit - Und spekuliert auch, wie wir den Weltuntergang überleben können ... (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Stephen Hawking warnt vor dem Untergang der Menschheit (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Heute ist die Technik natürlich sehr viel weiter. Vor allem den rasant fortschreitenden Computertechnologien verdankt SETI überaus viel. Aber weder SETI noch die Drake-Gleichung haben bisher eindeutige Aliens gefunden. Vielleicht ist es auch gut so, dass wir noch keine Außerirdischen gefunden haben. Oder besser gesagt: Dass diese uns noch nicht gefunden haben.

Denn wie sagte der weltbekannte Physiker Professor Stephen Hawking in einem Interview am 25. September 2015 mit einer spanischen Zeitung zur Frage nach den Aliens:

Wenn Aliens uns besuchen, könnte das wie bei der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus enden: Den Ureinwohnern erging es nicht gut. Die Außerirdischen könnten Nomaden sein und versuchen, alle Planeten, die sie erreichen können, zu erobern und zu kolonialisieren. Für mein mathematisches Gehirn reichen die Zahlen bereits als Begründung aus, um über Aliens nachzudenken. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, herauszufinden, was Außerirdische tatsächlich sind.“

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Projekt SETI@home und die Cloud: Mit dem PC zu Hause auf Alien-Suche

Im Mai 1999 startete das Labor für Weltraumforschung der US-amerikanischen Universität Berkeley mit dem Projekt SETI@home die Suche nach außerirdischer Intelligenz von zu Hause aus. Um nach Signalen von Außerirdischen zu forschen, wollte man die Aufzeichnungen von Radioteleskopen, die in den Weltraum horchen, auswerten. Für solch gewaltige Datenmengen braucht man einen sogenannten Supercomputer – damals wie heute ein sehr teueres Gerät.

 von Ralf Thees

Ende der 90-er Jahre baute die Main-Post ihre Präsenz im Internet mit dem Nachrichten-Portal www.mainpost.de aus. Etwa zur gleichen Zeit begann ich, nach Botschaften von Außerirdischen zu suchen. Wenige Jahre später forschte ich zusätzlich nach neuen Heilmethoden für Krebs oder Malaria, baute an einem dreidimensionalen Modell unserer Milchstraße und jagte großen Primzahlen nach – und das alles auf meinem heimischen Computer. Ein Universalgenie ist jetzt Journalist bei der Main-Post, fragen Sie sich? Wohl kaum!

Literatur zum Thema

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Milliarden Planeten in habitabler Zone?

Gesteinsplaneten, die nicht viel größer als die Erde sind, sollten sich in der habitablen Zone um rote Zwergsterne sehr häufig finden lassen.

 von Stefan Deiters

Dies ergab eine Analyse auf Grundlage von Daten des Instrumentes HARPS aus den vergangenen sechs Jahren. Die Astronomen schätzen, dass es in der Milchstraße mehrere zehn Milliarden solcher Planeten gibt. In unmittelbarer Nachbarschaft der Sonne sollten es rund 100 sein.

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Zu früh gefreut? Weitere Erden im Kosmos selten


Ein Grazer Forscher relativiert optimistische Hochrechnungen: Unser Planet dürfte doch eine kosmische Besonderheit sein


Wie Astronomen vor kurzem erst bestätigten, wimmelt es in der Milchstraße nur so vor Planeten. Hochrechnungen kommen auf ein paar Milliarden Himmelskörper, die entweder einen Stern (in seltenen Fällen auch zwei Sonnen) umkreisen oder einsam durch unsere Galaxie vagabundieren.

 

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