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+++YouTube-Video+++ Fact or Faked: Mars-Anomalien und Mond-Rätsel – Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen?

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Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond – Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

In unserem Sonnensystem ist fraglos der Mars der Himmelskörper, der seit Jahrtausenden die Menschen am meisten fasziniert. Unlängst haben wir zahllose Raumsonden zu unserem Nachbarplaneten geschickt und selbst Roboter fahren auf ihn herum. Dabei glauben viele Menschen, dass sie auf Fotos von eben diesen Sonden künstliche „Objekte“ oder „Anomalien“ gefunden zu haben. Nicht nur das Marsgesicht aus dem Jahr 1976 gilt als Mars-Anomalie. Was mag dahinter stecken? Dazu ein neues Video auf meinem YouTube-Kanal.

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Marsmond Phobos und die Götter aus dem All: Eine angebliche Raumstation und sogar ein „Krieg der Sterne“ um den Mars

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Marsmond Phobos und die "Götter aus dem All": Eine Raumstation und ein Krieg der Sterne? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger)
Marsmond Phobos und die „Götter aus dem All“: Eine Raumstation und ein Krieg der Sterne? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger)

Der Planet Mars regte schon immer die Fantasie der Menschen an. Nicht minder wie seine beiden kleinen Monde, die erst 1877 entdeckt wurde. Denn vor allem der Phobos genannte Mond sorgte schon vor Jahrzehnten für Spekulationen. Sogar in unter etablierten Astronomen. Denn es wurde aufgrund der seltsamen Eigenschaften des Marsmondes nicht  nur die These aufgestellt, dass er hohl und vielleicht eine Raumstation von Außerirdischen ist. Ebenso wird spekuliert, ob 1989 diese Außerirdischen für den plötzlichen Verlust einer sowjetischen Raumsonde verantwortlich waren, die Phobos erkunden sollte. Kurz vor dem Verlust habe sie mehr als seltsame Fotos von dort zur Erde gesandt.


Mars, Phobos und Deimos

Im August 1877 entdeckte der US-Astronom Asaph Hall zwei winzige Himmelskörper, die den Planeten Mars umrunden. Schnell stellte sich dabei heraus, dass es sich um Monde handelt. Sie bekamen die Namen Deimos und Phobos. Viele Daten konnte Hall damals nicht über dioe beiden neuen Himmelskörper des Sonnensystems ermitteln.

Heute wissen wir mehr über diese Trabanten des Mars, als noch 1877. Deimos, der kleinere der beiden Monde, sieht aus wie eine Kartoffel und ist nur rund 15 x 12 x 10 Kilometer winzig. Auch Phobos ist verhältnismäßig klein und unförmig. Er misst nur etwa 28 x 22 x 18 Kilometer und hat an einer Seite einen gewaltigen Einschlagskrater namens „Stickney“. Neben vielen anderen Kratern auch, die beide Monde tragen.

Mit unserem Erdmond lassen sich die unförmigen, kleinen Himmelskörper nicht vergleichen. Vielmehr wird vermutet, dass es eingefangene Asteroiden sein könnten, die aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammen. Auch die These, dass es Reste eines größeren Marsmondes sind, steht im Raum. Vielleicht, so eine weitere Idee, entstanden sie auch, als ein gewaltiger Einschlag auf dem Mars Material seiner Oberfläche in den Orbit schleuderte. Aus diesen Trümmern formten sich dann Phobos und Deimos.

Phobos, ein sonderbarer Mond

Schon bald nach ihrer Entdeckung 1877 sorgten beide Monde des Mars für Erstaunen. Denn verschiedene Autoren hatten zum Teil Jahrhunderte zuvor deren Existenz „vorhergesagt“. Etwa Jonathan Swift bereits 1726 in seinem berühmten Werk „Gullivers Reisen“. Swift wiederum ließ sich wahrscheinlich von dem legendären Astronom Johannes Kepler inspirieren. Dieser schrieb 1610 in „Gespräch mit dem Sternenboten“ von zwei Monden des Mars, die damals niemand kannte. Heute wird meist angenommen, dass Kepler dies vermutete, da für ihn alles im Kosmos einer gewissen „Harmonie“ folge. Da die Erde einen Mond habe und beim Jupiter damals vier Monde bekannt waren, sollte der Mars zwei besitzen.

Solche Umstände verleiten sicher zu mancherlei Spekulationen und Interpretationen. Hinzu kommt, dass beide Mars-Trabanten sehr nahe den Mars umrunden. Der Orbit von Phobos etwa liegt wenige tausend Kilometer vom Mars entfernt. Zum Vergleich: Unser riesiger Mond hat einen Abstand von rund 380.000 Kilometern. Wobei sich der Mond der Erde und der Marsmond Phobos eigentlich grundsätzlich nicht vergleichen lassen.

Derart ungewöhnliche Monde weckten natürlich schnell auch das Interesse der Raumfahrt. Vor allem der Mond Phobos. So wurden schon 1971 erste Fotos von Phobos von der US-Raumsonde „Mariner 9“ der NASA, die den Mars erkunden sollte, zur Erde gesandt.

Die Sowjets wollten zu Phobos

Überaus ehrgeizig ging später die damalige Sowjetunion die Erforschung des Mondes Phobos an. Sie schickte im Juli 1988 die Raumsonden „Phobos 1“ und „Phobos 2“ (auch „Fobos“) auf dem Weg zum Mars und zu seinem seltsamen Mond. Sie sollten nicht nur den Mond fotografieren, sondern sogar Landemodule auf ihn absetzten. Es wäre ein Triumph für die damals bereits im Umbruch befindliche UdSSR gewesen.

Soweit kam es allerdings nicht. Die erste Sonde ging bereits auf dem Weg dorthin durch einen Programmierfehler verloren, während die zweite Sonde Anfang 1989 den Mars und Phobos erreichte. Doch bevor die Sonde „Phobos 2“ endgültig vom Mars in Richtung seines Mondes Phobos fliegen und später dort ein Landegerät absetzten sollte, brach der Kontakt ab. Am 27. März 1989 ging die Sonde beim Anflug auf den Mond verloren. Bis auf 188 Kilometer (hierzu gibt es auch andere Behauptungen) konnte sie sich Phobos dabei nähren und Fotos während des Anfluges zur Erde funken. Bis der Funkkontakt abbrach.

Das sorgte bereits wenige Tage später für erste Spekulationen. Denn es tauchten Fotos der Sonde auf, die sie kurz vor dem Totalverlust zur Erde schickte. Besonders ein Foto, das einen sehr langen leuchtenden und geraden „Strich“ neben dem Mond zeigt, wurde dabei viel diskutiert. Nicht minder wie ein gigantisches Etwas von 20 Kilometern Länge und 1,5 Kilometern Breite, dass am 25. März 1989 von der Sonde über dem Mond Phobos fotografiert wurde.

Ein „Schatten“, der schnell für ein gigantisches zylindrisches Raumschiff von Außerirdischen gehalten wurde. Verschiedene Berichte in der Presse griffen das Thema der seltsamen Bilder und des Verlustes von „Phobos 2“ auf.

Ein „Krieg der Sterne“ am Mars?

Fotos von Raumfahrtmissionen, ob bemannt oder unbemannt, die UFOs zeigen sollen, sind nichts Ungewöhnliches. In diesem Fall jedoch schon. Denn 1989 erschien in den USA das Buch „Genesis Revisited“ des Prä-Astronautik-Autors Zecharia Sitchin.

Sitchin ist jener Autor, der die Idee in die Welt setzte, dass es in unserem Sonnensystem einen weiteren und bisher unentdeckten Planeten namens Nibiru gibt. Auf diesem Nibiru leben intelligente Außerirdische, die er Anunnaki nannte und die schon vor hunderttausenden von Jahren Raumfahrt betreiben konnten. Diese Anunnaki seine nicht nur auf unserer Erde gewesen, sondern auch auf dem Mars. Und wären, so Sitchin nicht nur in diesem besagten Buch, noch immer dort.

Der Mars diene den Außerirdischen als eine Art Basis oder Relaisstation für ihre Raumflüge in unserem Sonnensystem. Gleichzeitig sei der Rote Planet für diese Wesen hervorragend geeignet, um die Menschheit zu beobachten und leichter die Erde zu besuchen. Immerhin, so die Idee von Sitchin, umkreise ihre Heimatwelt Nibiru in rund 3600 Jahren die Sonne und ist hierbei die meiste Zeit weit draußen im äußeren Sonnensystem. Teilweise noch hinter Pluto. Da verkürzt eine Basis auf dem Mars die Reisezeit zu Erde gewaltig. Sofern sie nicht von Raumssonden der Menschen dort entdeckt werden, haben sie dort auch Ruhe.

Und genau das wäre 1989 beinahe durch „Phobos 2“ geschehen, behauptete Sitchin im selben Jahr in „Genesis Revisited“. Er spekulierte hierbei, dass es keine Panne der Sonde war, sondern womöglich ein „Krieg der Sterne“, wie er es nannte. Die Außerirdischen hätten absichtlich „Phobos 2“ zerstört, damit die Sowjetunion und damit die Menschheit sie dort nicht entdeckt. Allerdings konnten die dort stationiert Anunnaki dabei nicht verhindern, dass die Sonde mehr oder weniger im letzten Augenblick noch Bilder machen konnte. Eben jene, die damals für Rätselraten und Spekulationen sorgten.

Eine Weltraumbasis der Anunnaki

Der Autor Zecharia Sitchin verwies in seinem Buch unter anderem auch auf die nach dem Verlust der Sonde folgenden Berichterstattungen in Magazinen und Zeitungen. Er witterte eine Vertuschung, da in Wahrheit „Phobos 2“ von den Anunnaki mit voller Absicht zerstört wurde. „Der Beweis für die Richtigkeit meiner Vermutung, dass Mars in der Vergangenheit den Anunnaki als Raumstation gedient hat, ist erbracht“, war er in der Folge sogar sicher.

Er glaubte auch, dass die Verantwortlichen der Mission sehr wohl wussten oder zumindest ahnten, dass sich hier etwas Außerirdisches verbirgt. Darum wären die „Phobos“-Sonden auch entsprechend ausgerüstet gewesen, um diese Aliens zu finden. Außerdem ist der Mond Phobos aufgrund seiner geringen Schwerkraft und seiner Nähe zum Mars ganz ausgezeichnet als Basis für bemannte Missionen zum Mars geeignet. Das sehen tatsächlich auch etablierte Raumfahrtwissenschaftler bis heute so.

Sitchin wurde schon damals, 1989, sehr viel gelesen. Sein Buch „Genesis Revisited“ erschien in vielen Ländern als Übersetzung und in Deutsch erstmals 1991 unter dem Titel „Am Anfang war der Fortschritt“. Ab 2004 erfolgten Neuauflagen des Buches unter dem Titel „Die Hochtechnologie der Götter“. Und zwar in einem Verlag, der eine große Reichweite mit Büchern aus dem Bereich der Mysterien der Welt hat. Als bekannter Autor der Prä-Astronautik machte er so den Mythos Phobos weithin bekannt. Und doch geht dieser noch viel weiter zurück. Denn auch Sitchin verwies auf die Idee, dass der Mond Phobos es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat: Er wäre möglicherweise hohl und in Wahrheit eine riesige Raumstation.

Science-Fiction-Fans und Raumfahrt-Pioniere sind schon lange von der Idee begeistert, dass man Asteroiden als Raumstationen nutzen kann. Vielleicht sogar als riesige Raumschiffe. Selbst Hollywood hat noch 2022 mit dem Science-Fiction-Film „Moonfall“, in dem unser eigener Mond in Wahrheit eine Alien-Raumstation ist, diese Idee weiter gesponnen.

Ein hohler Mond?

Doch die Behauptung, dass Phobos hohl und vielleicht im Inneren eine Raumstation ist, kam nicht von ungefähr. Hierbei muss man jedoch immer im Hinterkopf haben, dass es sich hierbei um einen ganz anderen und wesentlich kleineren Himmelskörper handelt, der nicht mit unserem Mond vergleichbar ist.

Die Idee stammt von dem russischen Astronom Iosif Shklovsky aus der UdSSR. Ein hoch angesehener Wissenschaftler, der bis zu seinem Tode 1985 zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten bekamen. Ebenso war er Mitglied einer ganzen Reihe renommierter wissenschaftlicher Akademien und Gesellschaften und seit einigen Jahren verleiht die „Russische Akademie der Wissenschaften“ sogar einen Preis mit seinem Namen. Das Gelingen der sowjetischen Mond-Missionen „Luna 1“ und „Luna 2“ 1959 war unter anderem maßgeblich sein Verdienst durch eine von ihm entwickelte Technik zur Navigation im All.

Dieser Pionier und Vordenker der Raumfahrt scheute aber auch nicht vor unkonventionellen Ideen zurück. Außerirdische in der Vergangenheit zog er ebenso in Betracht, wie SETI. Mit dem bis heute weltbekannten und bewunderten Astronomen Carl Sagan veröffentlichte Shklovsky 1966 sogar gemeinsam das Buch „Intelligent Life in the Universe“ zu diesen Themen. Eine Pionierarbeit auch im Sinne der Prä-Astronautik, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video HIER seht. Ein Buch, in dem sogar Themen von Zecharia Sichtin und Erich von Däniken vorweggenommen wurden.

Ein Wissenschaftler mit tadellosen Ruf und einer großartigen Karriere, was mit dieser Zusammenfassung seines akademischen Lebens unterstrichen werden sollte. Der aber dennoch die Idee in die Welt setzte, Phobos ist eine Raumstation und innen hohl.

Phobos: Eine außerirdische Raumstation?

Darauf kam Shklovsky recht früh in seiner Karriere, als er versuchte herauszufinden, warum sich der Mond Phobos jährlich um einige Zentimeter den Mars nährt. Eines Tages wird der Mond auf die Oberfläche des Mars stürzen. Sofern er vorher nicht im Orbit zerbricht.

Shklovsky war bekannt, dass die ersten Satelliten, die damals in den Erdorbit geschossen wurden, nicht ihre Umlaufbahnen halten konnten. Auch sie nährten sich wieder der Erde und kamen so vom Kurs ab. Nicht anders wie heute. Die Ursache war damals schnell gefunden und lag unter anderem an der Reibung der Satelliten mit der Erdatmosphäre. Diese hört nicht einfach abrupt auf. Noch in großen Abständen um die Erde finden sich Spuren unserer Atmosphäre, die Sonden oder Satelliten abbremsen oder ihre Bahnen stören. Je weiter von der Erde entfernt, je weniger.

Diese Tatsache übertrug Shklovsky von der Erde zum Mars und seinem Mond Phobos. Auch dort vermutete er, dass die Atmosphäre des Mars, so dünn sie auch sein mag, den Mond aus seiner Umlaufbahn lenkt. Zu seinem Erstaunen passte das aber nicht. Die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten ist zu dünn, als das sie die gemessene Abbremsung von Phobos hätte verursachen können.

Eine andere Lösung für das Mysterium musste gefunden werden. Und Shklovsky fand sie 1959 darin, dass seine Berechnungen aufgehen würden, wenn Phobos hohl wäre. Und damit der Mond möglicherweise von einer außerirdischen Zivilisation stammt oder von ihnen als Raumstation umgebaut wurde. Vielleicht sogar von früheren Bewohnern des Mars. Denn schon damals war ein hohler Mond oder Asteroid in der etablierten Astronomie kaum vorstellbar.

Offene Wissenschaftler – damals

Darüber berichtete er unter anderem in seinem 1962 in der UdSSR erschienenen Buch „Вселенная, жизнь, разум“ beziehungsweise „Universe, Life, Mind“. Aus diesem Buch entstand 1966 zusammen mit Carl Sagen das oben genannte Werk „Intelligent Life in the Universe“, das schon damals als Standardwerk zu Thema Außerirdische galt.

Bereits 1964 nahm sich der Astronom Ernst Öpik der Phobos-These von Shklovsky in einem Beitrag im „Irish Astronomical Journal“ (vol. 6, September 1964) an, dessen Herausgeber Öpik selber war. Darin diskutierte er die Frage „ist Phobos künstlich?“ und kam zu dem Schluss, dass die Gravitation zwischen Mars und dem Mond für die Umlaufbahn verantwortlich sein könnte. Also keine Raumstation von Aliens?

In dem Buch „Intelligent Life in the Universe“ nahm Shklovsky mit Coautor Sagan das Thema „künstlicher Phobos“ in einem ganzen Kapitel 1966 erneut auf. Shklovsky diskutiert darin verschiedene Erklärungsmöglichkeiten und die Argumente der Kritiker (Öpik allerdings nicht) und verteidigt seine Hypothese. Unter anderem mit zahlreichen Berechnungen zur Umlaufbahn, Dichte des Mondes oder auch der Marsatmosphäre. Zu damaligen Stand der Forschung sei es sehr wohl möglich, das Phobos wie auch Deimos von früheren Marsbewohnern stammen könnten. So schreibt er:

Die Mehrheit der Wissenschaftler war skeptisch, eine Reaktion, die natürlich völlig verständlich ist. Es wurde jedoch kein einziges wissenschaftliches Argument gegen die Hypothese vorgebracht.“

Er verwies sogar auf einen „Artikel des amerikanischen Astronomen G. M. Clemence vom U.S. Naval Observatory in der amerikanischen Presse“, der von fehlerhaften Daten sprach. Es würde neue Phobos-Daten geben, was, wie Shklovsky schnell heraus fand, damalige Fake-News waren.

(Wissenschaftliche) Spekulationen von einst

Natürlich konnte auch Shklovsky damals nicht beweisen, dass es auf dem Mars eine längst versunken Zivilisation gab, und die Marsmonde künstliche oder hohle Körper sind. Er selber verwies auf zukünftige Forschungen und Daten aus der kommenden Raumfahrt. Doch 1966 schrieb er zu seiner Interpretation unter anderem folgendes:

Könnte Phobos tatsächlich äußerlich starr sein – aber innen hohl? Ein natürlicher Satellit kann kein hohles Objekt sein. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Phobos – und möglicherweise auch Deimos – künstliche Satelliten des Mars sein könnten.

(…)

Die Idee, dass die Marsmonde künstliche Satelliten sind, mag auf den ersten Blick fantastisch erscheinen. Meiner Meinung nach ist sie jedoch eine ernsthafte Überlegung wert. Eine technische Zivilisation, die unserer eigenen weit voraus ist, wäre sicherlich in der Lage, massive Satelliten zu bauen und zu starten. Da der Mars keinen großen natürlichen Satelliten wie unseren Mond besitzt, wäre der Bau großer, künstlicher Satelliten für eine fortgeschrittene Marszivilisation bei ihrer Expansion in den Weltraum von relativ großer Bedeutung.

Der Start massiver Satelliten vom Mars wäre wegen der geringeren Schwerkraft auf dem Mars etwas einfacher als auf der Erde. Es ist denkbar, dass der Einfang und die Aushöhlung eines kleinen Asteroiden technisch einfacher zu bewerkstelligen ist als der Bau eines künstlichen Satelliten in der Umlaufbahn aus Material, das von der Oberfläche stammt.“

War es so, dann läge das alles schon sehr lange in der Vergangenheit. Und so lehnt er auch den „bizarren Vorschlag“ des sowjetischen Autoren F. Zigel ab. Dieser spekulierte, „dass die Marsmonde zwischen 1862 und 1877 in die Umlaufbahn gebracht wurden“. Also erst wenige Jahre vor ihrer Entdeckung 1877. Denn Zigel wunderte sich, dass die Monde nicht schon 1862 bei einer günstigen Mars-Stellung zur Erde von dem Astronomen John Herschel entdeckt wurden. Erst 15 Jahre später fand diese Hall mit einem kleineren Teleskop.

Neue Missionen, neue Bilder

All das ist Jahrzehnte her. Doch die Überzeugung, dass auf Phobos „irgendwas nicht stimmt“ ist heute noch weit verbreitet. Auch wenn als Erklärung, warum sich der Mond dem Mars immer weiter nährt, in der Astronomie allgemein akzeptiert worden zu sein scheint, dass die Gezeitenkräfte zwischen Planet und Mond dafür verantwortlich sind. Dennoch wollen Weltraumforscher auch weiterhin natürlich mehr über die Phobos (und Deimos) wissen. Erste beeindruckende Bilder von Phobos machte beispielsweise schon 1978 die NASA-Mission „Viking“, die auch zwei Landemodule auf dem Mars absetzte.

2011 wollten Russland und China mit einer Mission auf Phobos sogar landen. Unter anderem sollten Bodenproben des Mondes eingesammelt werden. Doch die Mission „Phobos-Grunt“ schaffte es nicht mal aus dem Erdorbit heraus, da ein Triebwerk versagte. Sie verglühte im Januar 2012 in der Atmosphäre.

Wesentlich erfolgreicher war die 1996 gestartete NASA-Mission „Mars Global Surveyor“ (MGS), die 11 Jahre ihre Arbeit am Mars verrichtete. Sie landete nicht, sondern erkundete den Planeten aus einem Orbit heraus, um ihn unter anderem zu kartieren. Während dieser Mission machte  MGS auch mehrfach Fotos von Phobos und seiner Oberfläche. 2003 sogar hochauflösende Aufnahmen des Mondes in nie gekannter Qualität.

Erst die 2005 gestartete und bis heute aktive NASA-Mission „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) übertraf diese Fotos zum Teil. Obwohl Phobos nicht das Ziel der Mission war, sondern der Mond der Sonde zur Orientierung diente (wie auch Deimos). Auch die 2003 zum Mars geschickte Mission „Mars Express“ (MEX) der europäischen ESA lieferte in all den Jahren immer wieder detaillierte Fotos der Marsmonde. Unter anderem in 3D und mit genauen Bahnbeobachtungen und Analysen der Monde. Immerhin plant die ESA eine Mission, die dort landen soll.

Der „Phobos-Monolith“

All diese Phobos-Bilder, ob von „Mariner“, „Viking“, MGS, MEX oder MRO, zeigen einen gewöhnlichen Asteroiden. Nichts ist zu erkennen, dass sich im inneren eine Basis oder Station von Außerirdischen befindet. Ob von einer untergegangen Mars-Zivilisation, den Anunnaki oder anderen. Wobei man aber durchaus annehmen darf, dass es einer solchen Zivilisation nicht schwer fallen dürfte entsprechenden „Eingänge“ zu tarnen. (Warum das eine Mars-Zivilisation vor Urzeiten vor Beginn der Menschheit getan haben sollte, ist eine andere Frage.)

Doch bekanntlich steht das Auge der Phantasten nie still. So auch bei den Bildern von Phobos, auf denen 1998 etwas Merkwürdiges auftauchte. Aufgenommen hatte das Foto der MGS nahe des Kraters „Stickney“ und es zeigt einen deutlich sich von der Umgebung abheben „Monolithen“. Klar erkennt man auf dem Foto, wie dieses winklig erscheinende „Fels“ einen Schatten über die Oberfläche des Mondes wirft. Was könnte das sein? Auswurf aus dem Krater „Stickney“, der mit seiner Größe das Aussehen des Mondes dominiert? Oder doch etwas Künstliches?

Beeindruckend ist zumindest die Größe des Objektes, die vom „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) der NASA mit rund 85 Metern Durchmesser angegeben wird. Damit wäre der „Monolith“ wohl fast 100 Meter hoch. Was dieses Gebilde auf Phobos wirklich ist, ist bisher unbekannt. Zumindest wurde es sogar zweimal fotografiert (MGS-Bilder SPS252603 und SPS255103). Seit dem wird darüber spekuliert, dass es das Werk von Außerirdischen sein könnte, wie zum Beispiel in diesem Mystery Files-Video HIER schon 2020 dargelegt.

Befeuert werden solche Ideen sicher auch durch eine angedachte Landung in der Region um den „Monolithen“. Geplant wird die Mission „Phobos Reconnaissance and International Mars Exploration“ (PRIME) von Kanada, doch es ist bisher offen, ob diese realisiert werden kann. Selbst  NASA-Astronaut Buzz Aldrin, einer der Mondfahrer von „Apollo 11“ 1969, zeigte sich in einem Interview beeindruckt von Phobos und seinem „Monolithen“, wie im oben verlinkten Video gezeigt.

Nach all den Jahrzehnten der Spekulationen und Geheimnisse der Marsmonde, vor allem um Phobos, wird es wohl noch dauern, bis wir alle seine Mysterien ergründet haben. Und wenn eines fernen Tages Menschen dort selber landen und in den Mond hinein bohren – wer weiß, was sie da finden.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video: Seltsames Foto vom Mars: Hat der NASA-Rover „Curiosity“ ein Flugobjekt auf dem Mars fotografiert? Mystery Files-Quellen-Check

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Video vom Nov. 2021: Seltsames "Flugobjekt" auf dem Mars: Vogel, Aliens, Fake, NASA-Bluff, Pixelfehler? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Video vom Nov. 2021: Seltsames „Flugobjekt“ auf dem Mars: Vogel, Aliens, Fake, NASA-Bluff, Pixelfehler? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Bereits 2019 schickte der NASA-Rover „Curiosity“ ein kurioses Foto vom Mars zur Erde. Auf diesem sieht man am Horizont eindeutig ein schwarzes Etwas am Himmel fliegen, dass bei näherer Betrachtung sogar wie ein Vogel im Flug aussieht. Wohl deshalb hielten viele das Bild für einen Fake. Doch das Bild ist echt. Nur was es tatsächlich war oder ob da überhaupt etwas am Himmel flog, lässt sich nicht feststellen. Interessant ist das Bild dennoch. Ebenso wie dessen Deutungen, wie Ihr es in diesem Mystery Files-Video vom November 2021 seht.


Unbekanntes Flugobjekt auf dem Mars

Machte der Rover „Curiosity“ der NASA auf dem Mars ein sensationelles Foto? Ein schon 2019 auf dem Roten Planeten geschossenes Bild zeigt etwas scheinbar überaus seltsames Himmel, das einem Vogel im Flug ähnelt. Aber was ist das und wo kommt das interessante Mars-Foto her? Ein Beweis für Aliens oder Fake?

Viele Frage zu einem einziges Foto des Planeten, zweifellos. Dennoch zeigt es klar erkennbar am Himmel über unseren Nachbarplaneten etwas Schwarzes fliegen oder schweben, das wie ein Vogel im Flug mit seinen Flügeln aussieht. Sollte es sogar in Wahrheit einer sein? Gibt es Leben auf dem Mars? Oder sind es doch Außerirdische von ganz woanders, die hier mit ihrem UFO vor einer der Kameras des Mars-Rovers Curiosity vorbei flogen?

Oder – ganz anders – hat die NASA vergessen auf diesem Bild einen irdischen Vogel zu retuschieren, da sie in Wahrheit überhaupt nicht auf dem Mars sind?

Sogenannte Mars-Anomalien (auch auch vom Mond) kursieren in der einschlägigen Mystery-Gemeinde seit Jahrzehnten immer wieder. Sie sind nicht mehr zu zählen. In einigen Videos auf dem Mystery Files-Video-Kanal sowie Beiträgen auf diesem Blog wurden einige davon immer mal wieder thematisiert. Bei der Vielzahl an entsprechenden Bildern kann man aber bei weitem nicht alle dieser mutmaßlichen Anomalien diskutieren.

Fake, Vogel oder digitaler Fleck?

Dieses Bild von 2019 fand ich dann doch spannend, als ich es kürzlich erstmals sah. Wie immer wurde es auch in diesem Fall mit einer mangelhaften Herkunftsangabe und fehlenden Hintergrundinformationen im Netz verbreitet.

Darum bin ich für Euch diesen „Mars-Vogel“ einmal auf den Grund gegangen. Immerhin meinten Skeptiker sogar, dass es ein Fake sei. Was es nicht ist, wie sich herausstellte. Aber sind es wirklich Aliens?

Doch was wir da in Wahrheit sehen, muss jeder für sich entscheiden. Ich stelle Euch in diesem Video vom 26. November 2021 die Hintergründe des Bildes einmal vor. Ebenso 4 mögliche Erklärungen oder Deutungen, aus denen ihr Euren Favoriten aussuchen könnt. Die Originalquelle des Bildes findet Ihr HIER.

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger

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VIDEO: China und der Mond – Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der Rückseite des Mondes

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VIDEO: China und der Mond - Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der Rückseite des Mondes (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: China und der Mond – Phantastische Mythen um Hasen, Hütten und Paläste fremder Wesen auf der Rückseite des Mondes (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Dezember 2018 startete China ihren Mond-Rover „Jadehase 2“ zum Mond. Eine sehr erfolgreiche Mission im Rahmen der Mond-Programme „Chang’e“ Chinas. Und kürzlich sandte dieser Rover ein Bild von einer „Hütte“ genannten Struktur zur Erde, die am Horizont auf der Mond-Rückseite zu sehen ist. Es ist ein rechteckig erscheinender Stein, der wie ein Gebäude in der Ferne aussieht. Was hat es damit auf sich und warum nannten die Chinesen diesen „Hütte“? Und was sagen eigentlich chinesischen Mythen über den Mond und seine Rückseite? Mehr dazu in diesem Mystery Files-Video vom 8. Dezember 2021.


China und der Mond: Eine uralte Verbindung

„Rätselhafte Hütte“ nannten man in China offiziell den seltsamen Würfel am Horizont vom Mond. Er hebt sich deutlich von der Oberfläche unseres Trabanten vor dessen Horizont ab. Aber was kann das sein?

Vermutet wurde ein ganz normaler Stein, der sich nahe vor der Kamera des Rovers befindet und damit recht klein ist. Deshalb wollte man sich diesen Würfel genauer ansehen. Demnach ist es keine künstliche Struktur, die Außerirdische errichteten. Oder eine geheime Mondbasis irgendwelcher „dunklen Mächte“. Denn das Bild für sich allein genommen lädt sicher zu phantastischen Spekulationen ein.

Nur vier Wochen nach dem Video unten bewahrheitete sich laut chinesischen Behörden die Vermutung, dass es ein einfacher Felsbrocken ist. Wie zu erwarten entpuppte sich die „Hütte“ als Stein, wie nun offiziell mitgeteilt wurde. Die neuen Bilder des Steins findet Ihr auf der Seite der Mission HIER.

Doch zu den anderen in diesem Video vorgestellten Mond-Legenden schweigt China indes (mehr dazu auch in diesem Video HIER). Auch wurde offiziell bisher kein Hase oder Palast dort gefunden. Denn verschiedene Sagen, Überlieferungen und Mythologien über den Mond aus dem alten China, die noch heute weit verbreitet sind, laden nicht minder zum Spekulieren ein. Von diesen entnahmen die Chinesen auch die heutigen Namen für ihre Raumfahrtprogramme. Selbst bei „Apollo 11“ der NASA spielten diese uralten Legenden 1969 kurz eine Rolle.

Denn nach diesen Legenden gibt es weit mehr auf dem Mond. Inklusive Mondbasen fremder Wesen (Götter, Feen…), die von dort auch mal auf die Erde kamen, bevor sie wieder zum Mond flogen. Grund genug sich diese Mythen um gläserne und silberne Paläste auf dem Mond in diesem Video vom 8. Dezember 2021 einmal anzusehen, die China Raumfahrt inspirierten. Und mutmaßlich sogar modernes Wissen überliefern!

Bleibt neugierig …

Video vom 8. Dezember 2021 auf Mystery Files

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Astronauten der Antike: Wann genau kommen eigentlich die außerirdischen Anunnaki wieder zur Erde? (+ Videos)

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Wann kommen die Anunnaki wieder zur Erde? In 73 Jahren? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
In 872 Jahren kommen die Anunnaki wieder zur Erde … (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Prä-Astronautik-Gemeinschaft erfreut sich seit Jahren eine „Alien-Spezies“ wachsender Beliebtheit. Die Anunnaki. Seit sie 1976 weithin bekannt gemacht wurden, haben sie heute längst als Boom-Thema ein Eigenleben entwickelt. Dabei taucht immer wieder die Frage auf, wann diese Außerirdischen von einem Planeten namens Nibiru wieder zur Erde kommen werden. Immerhin sollen sie schon mehrfach hier gewesen sein. Und einige rechnen quasi dauernd mit ihrer Rückkehr. Tatsächlich gibt es aber einen exakten Termin, den man schon 1976 hätte in Etwa ermitteln können. Wann konkret das sein soll, warum genau dann und woher man das angeblich weiß, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Anunnaki und Prä-Astronautik

In der Community der Prä-Astronautik, also unter all jenen, die sich für Ancient Aliens begeistern können, taucht immer wieder ein Begriff auf: Anunnaki. Diese Anunnaki sollen Außerirdische sein, die vor tausenden von Jahren hier auf der Erde waren. Maßgeblich seien genau diese Astronauten der Antike es gewesen, die die menschliche Entwicklung beeinflusst hätten. Dabei steht die akkadische Götter-Bezeichnung „Anunnaki“ heute längst mehr oder weniger pauschal für die Astronautengötter an sich.

Ein spannendes Thema für die Suche nach den Göttern der Vorzeit. Leider aber auch ein Thema, dass sich seit sehr, sehr vielen Jahren verselbstständigt hat. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass unlängst kaum jemand mehr die einstiegen Hintergründe und Ursprünge dieser Thematik mehr kennt, nachliest oder recherchiert. Denn diese Aliens sollen angeblich von einem Planeten namens Nibiru stammen, der sich innerhalb unseres eigenen Sonnensystems befindet. Aber bisher nicht (offiziell) entdeckt wurde. Gerne wird er heutzutage auch mit „Planet 9″ verwechselt.

Vielfach wurden auf diesem Mystery Files-Blog und -Video-Kanal bei YouTube diese Anunnaki bereits thematisiert. In mehr als einem Jahrzehnt kamen so hunderte Beiträgen dazu zusammen. Ebenso waren sie schon 2015 detailliert Thema in dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter„. Und dass es auf den genannten Nibiru ein solche Alien-Zivilisation seit hunderttausenden von Jahren gibt, wurde schon 2009 in dem Buch „Die Akte 2012“ klar widerlegt. Was allein schon durch die postulierten „Thesen“ des Nibiru-Erfinders möglich ist. Sofern man diese kennt.

Dieser war kein geringer als der Autor Zecharia Sitchin aus den USA. Ihm allein „verdankt“ die Prä-Astronautik die Spekulation um den Planeten Nibiru und den dort lebenden Anunnaki. In zahlreichen Büchern hat er diese Weltanschauung aus angeblich uralte Texten zusammengebaut. Es sind wichtige Quellen um das Thema zu verstehen. Die jedoch leider heute wohl keiner mehr wirklich liest, da vor allem im Netz die Thematik schon sicher 15 Jahre lang eine Art Selbstläufer ist. Was selbst Sitchin zu Lebzeiten kritisierte.

Die Heimatwelt der Anunnaki

Wie so oft gibt es aber auch bei den Anunnaki einen waren Kern. Selbst bei den wildesten Spekulationen findet sich fast immer dieses berühmte Körnchen Wahrheit. Hier geht dieser Kern aber kaum darüber hinaus, dass es Mythen und alte Schriften gibt, die diese Anunnaki tatsächlich erwähnen. Wobei man hierbei jedoch in entsprechende Texte schauen muss, die nicht Sitchin verbreitet/erfunden hat! Als Prä-Astronautiker, wie ich einer bin, ist es deshalb überaus verlockend entsprechende Überlieferungen zu durchleuchten.

Grundsätzlich ist es so, dass, wenn man der Meinung ist, dass Aliens vor Jahrtausenden hier waren, die Anunnaki dazu gehören. Prä-Astronautik-Forscher klammern entsprechende Mythen nicht aus, nur weil der Autor Sitchin das Thema derart kaputtgemacht hat. Dieser Meinung sind zum Glück einige. Sie sollten zumindest das Thema nicht ausklammern.

Ein sehr wichtiger Punkt bei den Träumereien um die Nibiru-Anunnaki war bei Sitchin die periodische Wiederkehr dieser Götter. Er nahm an, dass sie in regelmäßigen Zyklen unserer Welt besuchten. Diese Annahme kennen Ancient Aliens-Interessierte heute durchaus auch noch durch irgendwelche Online-Beiträge. Vielleicht auch, da sie Sitchins Werke zumindest teilweise selber lasen. Katastrophal war es vor über 10 Jahren in dieser Hinsicht. Unendlich viel Unsinn wurde im Zuge des Maya-Kalenders und den 21. Dezember 2012 im Vorfeld in die Welt gesetzt. Gerne auch die Wiederkehr der Anunnaki und ihres Planeten Nibiru.

Wie aber kann ein ganzer Planet wiederkommen? Das fußt eben auf Sitchins Ideen um die Heimatwelt seiner Anunnaki. Seinen Schriften nach bewegt sich bewohnte Nibiru ähnlich wie ein Komet um die Sonne. In einer starken Ellipse, wobei er rund 3.600 Jahre für eine Sonnenumrundung benötigen würde. Eine mehr als bizarre Idee, wie beispielsweise in diesem Artikel HIER umfassend aufgezeigt.

Nährt sich also diese bewohnte Nibiru-Welt wieder der Erde, so kommen nach Sitchin auch seine Anunnaki wieder. Durchaus logisch: Ist der Nibiru in Erdnähe, können die dortigen Aliens einfacher unserer Welt erreichen. Davon ging auch Sitchin aus.

Die Rückkehr der Götter (des Nibiru)

Dass eines Tages die Götter der Vorzeit wieder kommen wollen, ist längst keine neue Idee. Sitchin hat sie auch nicht erfunden. Wohl aber hat er in seinem ersten Buch „Der 12. Planet“, mit dem 1976 das Anunnaki-Thema begann, diesen „Wiederkunfts-Glauben“ detailliert aufgeführt. Eben im Sinne seiner Aussage, dass sie alle 3.600 Jahren hierher kamen. Aufgrund der Umlaufbahn ihrer Heimatwelt Nibiru, die sogar bis weit hinter Neptun und Pluto hinaus reichen soll …

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Sitchin war schon in seinem Erstling überzeugt, dass deshalb alle 3.600 Jahre bei der Ankunft des fremden Planeten und seiner Bewohner etwas Epochales geschehen ist:

Es ist also keineswegs unwahrscheinlich, dass die Nefilim (= Anunnaki, Anm. LAF) den Fortschritt der Menschheit periodisch begutachteten (und weiterförderten), da sie sich jedes Mal, wenn sich der Zwölfte Planet der Erde nährte, damit befassen konnten.“

Von daher ist es wenig verwunderlich, dass auch heute noch immer wieder gefragt wird, wann die Anunnaki wiederkehren. Erst 2021 schrieb jemand in einer Facebook-Gruppe zur Prä-Astronautik:

Die Annunaki kommen erst in 73 Jahren wieder in unsere erdnahe Umlaufbahn! Wann checkt ihr das endlich?

Das wäre das Jahr 2094. Sofern sich hier nicht jemand vertippt hat, ist diese Behauptung aber vollkommen falsch oder pure Erfindung. Denn schon 1976 hätte man anhand Sitchins erstem Buch berechnen können wann nach seinen Ideen der Nibiru und damit die Anunnaki in Etwa wieder kommen werden. Man hätte nur seine angenommenen Daten, etwa für die Sintflut, die er mit Nibirus Erdnähe in Verbindung brachte, weiter rechnen müssen.

Zu finden sind diese auf Seite 204f. in der deutschen Erstausgabe. Um es sogar noch leichter zu machen, findet sich sogar auf den Seiten 328 und 329 eine tabellarische Auflistung der „Ereignisse“ bis zur Sintflut.

„Die Prophezeiungen von der Wiederkunft“

Nach Sitchin wäre das: ca. 11000 vor Christus die Sintflut und danach der Beginn der Kultur (Ackerbau), ca. 7400 vor Christus die „Phase der Töpferei“ und ca. 3800 vor Christus der Beginn der 1. Zivilisationen der Welt (Sumerer). „Die periodische Erdannährung des Zwölften Planeten stecken hinter den drei entschiedenen Phasen der nachsintflutlichen Zivilisation des Menschen“, ist sich Sitchin sicher.

Ob hier nun eine „Milchmädchenrechnung“ vorliegt oder nicht, soll nicht weiter interessieren. Spielen wir also die einfache Rechnung von Sitchin mit dem Zyklus von 3.600 Jahren weiter. Schließlich wird der Planet nicht plötzlich irgendwo hinter dem Pluto stehenbleiben. Das wäre dann: 3800 vor Christus + 3.600 Jahre Nibiru-Zyklus = 200 vor Christus. Erneut plus 3.600 Jahre Nibiru-Zyklus = 3400 nach Christus!

Das ist sehr weit weg von einer baldigen Wiederkehr der Anunnaki mit ihrem Heimatplaneten. Und so wirklich genau ist der Zeitpunkt von Sitchin auch nicht festgelegt worden. Das änderte sich erst in einem viel späteren Buch von ihm, dass 2007 auch in Deutschland unter dem Titel „Apokalypse“ erschien. Darin geht es auch und vor allem um „die Prophezeiungen von der Wiederkunft“, wie Sitchin schreibt. Denn, so der Autor weiter, in den drei Jahrzehnten nach erscheinen seinen ersten Bestsellers haben ihn unzählige Leser die entscheidende Frage nach der Rückkehr der außerirdischen Anunnaki und des Nibiru gestellt.

Sitchin vermutet in diesem Buch, dass der Gott An, der Herrscher des Nibiru, 4000 vor Christus auf der Erde war. So grob um diese Zeit oder 3800 vor Christus war auch sein 12. Planet in Erdnähe. Folgerichtig sind seine Berechnungen nach 30 Jahren grundsätzlich unverändert. Trotzdem geht Sitchin umfassend auf Nibiru und auch seine Wiederkunft nach dem ungefähren Jahr 4000 vor Christus ein. Er ist nach zahlreichen Berechnungen sicher, „dass die Anunnaki-Götter zwischen spätestens 610 v. Chr. bis etwa 560 v. Chr. nach und nach die Erde verließen“.

Der Mars diente dabei angeblich als „Zwischenstation der Anunnaki“.

Wir haben noch 872 Jahre Zeit

Zecharia Sitchin war also auch in seinem Buch von 2007 wie 30 Jahre zuvor überzeugt, dass Nibiru um 11000 vor Christus die Sintflut auslöse und auch um das Jahr 560 vor Christus in Erdnähe war. Abweichungen in seinen Berechnungen erklärt er damit, dass Nibiru bei seinem Lauf um die Sonne durchaus durch die Gravitation anderer Himmelskörper in seiner Umlaufbahn gestört wurde. Für einen von einer außerirdischen Zivilisation bewohnten Planeten eigentlich verehrend!

Der Umlauf des Alien-Planeten von 3.600 Jahren sei „immer ein mathematischer Mittelwert“, so gibt Sitchin zu bedenken. Er spekuliert weiter, dass es wohl zu einem Crash des Nibiru mit dem Planeten Uranus kam. Ja, dass vielleicht Sogar der Mond Miranda ein ehemaliger Mond des Nibiru ist. Das hätte den Umlauf des Nibiru auf rund 3.450 Jahre verkürzt. Ein Zusammenstoß des Nibiru mit dem Uranus? In der Tat glaubte das Zecharia Sitchin in seinem Buch. In diesem Artikel HIER wird genau drauf genauer eingegangen.

Der Prä-Astronautik-Autor macht daraufhin auf Seite 300 von „Apokalypse“ eine besonders wichtige Feststellung, wenn er schreibt:

Wenn es das ist, was geschah, würde es das ,frühe’ Erscheinen Nibirus 556 v. Chr. erklären – und darauf schließen lassen, dass mit seiner Wiederkunft um das Jahr 2900 n. Chr. zu rechnen ist (Hervorhebung LAF).“

Die Rechnung ist einfach: Nibirus Umlauf änderte sich vor einigen Jahrtausenden auf 3.450 Jahre +/- einige X Jahre. 4000 vor Christus war er hier. Also: 4000 vor Christus + 3.450 Jahre neuer Nibiru-Zyklus = 550 vor Christus. Erneut 3.450 Jahre addiert ergibt das Jahr 2900. Noch genauer, da Sitchin von 556 vor Christus spricht, 2894 nach Christus. Damit hat die Menschheit noch exakt 872 Jahre Zeit, bis Nibiru wieder in Erdnähe ist und die Anunnaki zurückkehren.

Bereits im Jahre 1995 habe ich in dem Magazin „New Scientific Times“ (Nr. 3/1995) darauf hingewiesen, dass der angebliche Planet erst in 800 Jahren kommen wird. Wobei das eigentlich weniger wünschenswert sein sollte. Immerhin habe der Planet nach der Kollision mit Uranus und durch seine Gravitation in Erdnähe einst die Sintflut ausgelöst, heißt es.

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Nazca und die „Sternenmenschen“: Von UFOs von der Venus, Marsmenschen und Flughäfen für Außerirdische: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (+ Videos)

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Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute kennen viele, die sich nicht speziell für Mystery und Rätsel der Archäologie interessieren, die Hochebene von Nazca in Peru. Jene Gegend, in der sich die längst legendären Nazca-Linien befinden. Scharrbilder – Geoglyphen -, die aus Pisten, Linien, Tierdarstellungen und geometrischen Formen bestehen und vor allem aus der Luft in ihrer Gesamtheit zu sehen sind. Anlass für viele Spekulationen. Vor allem seit Erich von Däniken diese ab 1968 bekannt machte. Seit dem spricht man gerne aus Unwissenheit von einem „UFO-Flughafen“. Doch dabei gab es zu Nazca schon Jahre vor von Däniken und auch zeitgleich mit ihm die bizarrsten Ideen und Aussagen über Nazca und Wesen aus dem All, die heute keiner mehr kennt. Welche das beispielsweise sind, stelle ich Euch in Anlehnung an mein Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ in diesem Blog-Artikel einmal vor. Als die Spitze des Eisberges, wenn man hinter die Kulissen schaut.


Nazca

Ein „Kernthema“ der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren, ist zweifellos die Hochebene von Nazca in Peru. Die dort zu finden Linien, Figuren und Pisten gelten seit Jahrzehnten als eines der ungelösten Rätsel der Menschheit. Heute sind sie längst fest im Blick der archäologischen Forschung, die als etablierte Wissenschaft nichts mit all den Spekulationen um die Nazca-Linien zu tun haben will.

Denn solche Spekulationen sind rund um die mythische Ebene seit über einem halben Jahrhundert fast schon an der Tagesordnung. Längst hat sich hier ein Sammelsurium von Aussagen, Behauptungen, Spekulationen und Ideen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, den fast niemand mehr überschaut. Zumal selbst Archäologen, Autoren, Skeptiker und Kritiker aller Art und Unart sich beim Thema Nazca nicht immer mit Ruhm bekleckerten! Auch wenn sie selbst nichts mit der Idee von Astronautengöttern anfangen können.

Wie ich in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“ aufgezeigt und belegt habe, sind selbst unter „etablierten“ Archäologen, Skeptikern und Autoren Falschaussagen, Unterstellungen und glatte Lügen in diesem Zusammenhang keine Seltenheit (s. a. HIER). Von mangelnder Recherchen ganz zu schweigen. Und so lässt sich eine ganze „Evolution“ mit zahllosen phantastischen und auch bizarren Facetten rund um die Nazca-Linien nachzeichnen.

„Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“

Denn das Thema Nazca und Außerirdische der Antike oder sogar UFOs ist weit tiefer und vielschichtiger. Es nur auf den Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken und seine Bücher zu reduzieren, ist nur die Spitze des Eisberges, wie in „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ umfassend dargelegt. Erstaunliche vor, während und nach von Dänikens ersten Buch 1968 offenbarten sich hier. Von beiden Seiten, von der „seriösen“ und von der „spekulativen“ Anschauung aus! Was nicht nur die heute noch bekannten Vordenker der Prä-Astronautik betrifft.

Bevor Erich von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 erschien und damit die Prä-Astronautik inklusive Nazca zu einem weltweiten Thema wurden, waren bekanntlich schon andere Autoren von solchen Scharrbildern fasziniert. Etwa der heute schon legendäre aber oft vergessene Autor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“. Es erschien bereits 1963 in Frankreich und kam 1966 in Deutschland auf dem Markt.

Spannender wird es allerdings bei den französischen Autoren Louis Pauwels und Jacques Bergier, einem Journalisten sowie einem Chemiker und Nuklearwissenschaftler, die man ruhigen Gewissens als vergessene Wegbereiter der Prä-Astronautik bezeichnen kann. Zumindest kennen sie wohl nur noch die „alten Hasen“ der Prä-Astronautik bzw. „Ancient Aliens“-Thematik.

Bevor Erich von Däniken ab 1968 ungeahnte Welterfolge feiern konnte, schrieben auch sie bereits in verschiedene Büchern über die Mysterien der Welt und Raumfahrer der Antike. So in ihrem Erfolgstitel „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“, das schon 1960 in Frankreich und 1962 in Deutschland erschienen war. Auch von Däniken listet dieses Werk in seinem Erstling im Quellenverzeichnis auf.

„Markierungen eines Flugplatzes“

In diesem Vorreiter der phantastischen Literatur schrieben Pauwels und Bergier bereits vor über 60 Jahren zu der Hochebene von Nazca zum Beispiel Folgendes:

Was bedeuten jetzt die Figuren von Nazca? (…) Eigentlich müsste man annehmen, die Konstrukteure hätten nach Weisungen gearbeitet, die ihnen von einem in der Luft schwebenden Fahrzeug erteilt wurden. (…) Die Photographien der Ebene von Nazca, die wir heute besitzen, lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken. Söhne der Sonne, vom Himmel gekommen.“

Eine Aussage, die eindeutig nach der erst Jahre später durch von Däniken „geborenen“ Prä-Astronautik klingt. Mehr noch, denn Pauwels und Bergier warfen damals schon der Archäologie mehr oder weniger Engstirnigkeit vor, da diese den Nazca-Linien nur eine religiöse Bedeutung zusprächen. „Das behauptet man immer, um nur überhaupt etwas zu sagen“, so die Autoren damals. Eine klare Anspielung auf den Umstand, dass in der archäologischen Forschung viele sonderbare Funde zu einem „Kult“ gehören, „Kultobjekte“ sind oder eine Stätte schlicht ein „Kultort“ der Vorzeit war.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Zum Thema: Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Nach Meinung Pauwels und Bergier sollte man bei Nazca durchaus peruanische „Legenden heranziehen“, die von Göttern aus dem Himmel berichten. Denn es gebe „die prä-inkaische Mythologie, nach der die Sterne bewohnt und die Götter aus dem Sternbild der Plejaden herabgestiegen sind“, schreiben die Autoren weiter. Selbst die etablierte Archäologie würde diese Legenden erwähnen, nehme sie aber schlicht nicht ernst. Also wörtlich, wie es die beiden Autoren machten.

Nazca als außerirdische Basis

Der italienische Bestsellerautor und Prä-Astronautik-Pionier Dr. Peter Kolosimo wird da in seinem Buch „Terra senza tempo“ das schon 1964 in Italien erschien (deutscher Titel: „Woher wir kommen“, 1972), konkreter und nennt Namen. Er schreibt zu Nazca und den angeblichen Mythen von Göttern, die von den Plejaden kamen, unter anderem:

Ist es nicht seltsam, dass sie eigens für die Vogelperspektive angelegt scheinen, so dass sie erst durch die Luftaufklärung entdeckt werden konnten? Prof. John A. Mason von der Universität von Pennsylvania streift wohl die Vermutung, sie seien auf die Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden, aber als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft weist er diesen Gedanken zurück – um dann, wenn er von der Mythologie der Vorinkazeit spricht, über uralte Glauben berichten zu müssen, nach denen die Sterne ohne jeden Zweifel bewohnbar sind und die davon sprechen, dass aus der ‚Konstellation der Plejaden Gottheiten auf die Erde heruntergekommen sind.‘

Wie es heißt, existieren in Peru und teilweise in Chile noch viele solcher Anlagen, aber die Indios, die sie zwar kennen, können deren Bedeutung nicht erklären. Sie erzählen uns dafür etwas ganz Phantastisches, das die ‚Freunde der Uranosbewohner‘ in Ekstase versetzte und sie zu der Interpretation bewog, die mysteriösen Zeichen seien Symbole für die Piloten außerirdischer Flugkörper gewesen, die an diesen Punkten ihre Stützpunkte gegründet hätten.

Dann hat es also in der Vergangenheit richtige ‚Sternenhäfen‘ in den Anden gegeben? Wir wollen uns nicht zu kühnen Vermutungen versteigen (…).“

Der hier von Kolosimo erwähnte Prof. Dr. John A. Mason war bis zum seinem Tod 1967 ein hoch angesehener Archäologe, der sich auf Südamerika spezialisierte. Mit „The Ancient Civilizations of Peru“ legte er dazu 1957 das Standartwerk seiner Zeit vor, in dem er sich auch zahlreiche Gedanken über die Bodenzeichnungen von Nazca macht.

Aliens von den Plejaden im alten Peru?

Darin „streift“ er in der Tat auch die Idee, dass Nazca sei durch „Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden“, wie Kolosimo es ausdrückte. Nur von einem Flugzeug oder Ballon, so Mason, seien die Geogyphen zu sehen, was „einige faszinierende Vorschläge und Möglichkeiten“ zulassen würde:

Zweifellos wurden sie von himmlischen Gottheiten gesehen. (…) Wie wurden sie so perfekt gemacht, ohne in der richtigen Perspektive gesehen zu werden? Die Macher müssen viel über Proportionen wissen. Könnten sie von einem kleinen Modell an einem Gitter gearbeitet haben?

„Als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft“ enthält Mosons Hauptwerk aber keine Aussagen über leibhaftig vom Himmel gekommenen Götter. Auch wenn er beispielsweise auf Götter des Mondes, Venus und Plejaden verweist.

Wahrscheinlich inspirierte auch von Däniken diese Aussage über Götter der Plejaden. Im Jahre 1967, als noch niemand seinen kannte und sein Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ tatsächlich noch Zukunft war, hielt er einen Prä-Astronautik-Vortrag in Mainz. Es war beim „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ vom 3. bis 6. November 1967, der ein großes mediales Echo nach sich zog. Hier sprach Mystery-Jäger von Däniken erstmals auf der große Bühne über das Vortragsthema „Erhielten unsere Vorfahren Besuch aus dem Weltall?“, bei dem folgender Satz fiel:

In der Mythologie der prä-inkaischen Völker wird versichert, dass die Götter aus dem Sternbild der Plejaden gekommen seien.

Fliegende Untertassen vom Mars

Es war, nebenbei bemerkt, eine in der damaligen UFO-Zeit viel beachte Konferenz. Anlass genug für einen Däniken-Kritiker aus der früheren DDR in einem späteren Buch die unglaublichsten Lügen rund um Däniken und Nazca seinen Lesern dazu aufzutischen …

„Wir sträuben uns nicht gegen die Annahme von Besuchern aus anderen Welten“, unterstreichen schon Pauwels und Bergier weiter. Erst acht Jahre später kannte durch von Dänikens Weltbestseller den „Flugplatz der Götter“, auf den Pauwels und Bergier hingewiesen hatten, die ganze Welt. Luftbilder der Geoglyphen „lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken“, betonen sie in ihrem Buch. Damit inspirierten sie vielleicht Erich von Däniken zu diesem Satz in seinem ersten Werk:

Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Nicht aber unbedingt, da auch Pauwels und Bergier 1960 nicht die ersten waren, die diesen Vergleich zogen. Schon fünf Jahre vorher erschien in dem legendären „Fate Magazine“ (Oktober 1955) ein entsprechender Artikel von James W. Moseley, der Nazca darin eindeutig mit UFOs bzw. „Fliegenden Untertassen“ (etwa vom Mars) in Verbindung brachte. „Fliegende Untertassen“ waren damals in aller Munde und das „Fate Magazine“ als Publikation rund um Phänomene und UFOs hatte einen gewichtigen Anteil daran.

Dieses Magazin brachte in seiner allerersten Ausgabe (1/1948) den Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold als Titelstory, in der er von seiner UFO-Sichtung am 24. Juni 1947 berichtete (s. Artikel HIER) Welche Wirkung diese Sichtung für die gesamte UFO-Thematik bis heute hat, ist sicher jedem klar. Somit hatte der Artikel von Moseley über Nazca und die „fliegenden Scheiben“ in dem Magazin ein gutes Umfeld und geeignetes Sprachrohr gefunden.

Eine Karte für Untertassen-Piloten

James W. Moseley stellte in seinem Artikel „Peruanische Wüstenkarte für Untertassen?“ („Peruvian Desert Map for Saucers?“) die Ebene von Nazca mit ihren Geoglyphen vor und rätselte über deren Sinn und Zweck. Auch die Forschungen des 1959 verstorbene Nazca-Pioniers Dr. Paul Kosok wurden von ihm diskutiert, die später die schon legendäre Nazca-Forscherin Maria Reiche übernahm. Bis heute sind sowohl Kosok wie auch Reiche feste Namen in der Nazca-Forschung.

Reiche wiederum war einst die Assistentin von Kosok und teilte seine These von 1941, dass Nazca eine Art riesiger (Kult-)Kalender der Indios war. Angeblich seien die Figuren Abbildungen von Sternkonstellationen und gewisse Pisten und Linien verweisen auf astronomische Ereignisse, so Reiche und Kosok. Selbst ein „Stonehenge“ aus Holz beim fast 2.000 Jahre alten Nazca-Kultzentrum Cahuáchi unweit der Ebene gehöre dazu. Damit wäre die Nazca-Wüste in Südamerika „das größte Astronomiebuch der Welt“, so Kosok und Reiche.

Nachdem Gerald Hawkins, Astronom am Smithsonian Astrophysical Observatory, 1969 in „Ancient Lines in the Peruvian Desert“ („Astrophysical Observatory, Special Report“, Nr. 906-4, 1969) belegen konnte, dass astronomische Bezüge in Nazca statistisch eher Zufälle oder Ausnahmen sind, wurde es allerdings mehr und mehr still um diese These. [ Auch wenn sie in keinem Buch über Nazca und südamerikanische Kulturen, wie die Inka, fehlt.

Neuere Untersuchungen, unter anderem von Forschern aus Dresden, der Heimatstadt von Maria Reiche, zeigten vor einigen Jahren, dass die „Kalender-Theorie“ vielleicht doch stimmt. Ihre GPS-Messungen und Berechnungen ergaben, dass es anscheinend mehr astronomische Ausrichtungen der Nazca-Bilder gibt, als es Hawkins rund 40 Jahre zuvor heraus fand. Wobei es Hawkins nicht bei einer Untersuchung vor Ort in Nazca beließ. Schon 1973 überprüfte er die Kalender-These erneut und kam zu dem Schluss, dass immerhin bei rund 20 Prozent der Linien eine astronomische Ausrichtung gegeben sei, wie er es in seinem Buch „Beyond Stonehenge” aus dem selben Jahr schilderte.

„Markierungen als Signal für interplanetare Besucher“

Hinzu kommen neu entdeckte Scharrbilder, die nicht nur älter als jene von Nazca sind, sondern eindeutig als „Sonnenwenden-Kalender“ identifiziert wurden. Sie werden dem Volk der Paracas zugeschrieben und sollen etwa um 400 vor Christus im Chincha-Tal an der Pazifikküste angelegt worden sein. So zumindest die Untersuchung „A 2,300-year-old architectural and astronomical complex in the Chincha Valley, Peru“ um Charles Stanish in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Vol. 111, No. 20, 20. Mai 2014).

Eine Verbindung mit dem Firmament in Nazca – wenn auch nur astronomisch? Dieses Postulat teilte Moseley nicht, obwohl er seinen Blick ebenfalls in Richtung Himmel wandte. Zwei Jahre bevor mit „Sputnik“ 1957 der Mensch erstmals einen Satelliten ins All schoss, schrieb Moseley in seinem Artikel zu Nazca:

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Von noch größerem Interesse ist heutzutage eine Überlegung, die vor allem im Hinblick auf anhaltende Berichte über Fliegende Untertassen von Archäologen völlig übersehen worden zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt, sind die Linien und Figuren aufgrund ihrer enormen Größe nur aus der Luft deutlich sichtbar und aussagekräftig.

Es ist schwer vorstellbar, warum eine Zivilisation ein so großes, kompliziertes Muster aufbauen würde, wenn sie wüsste, dass weder sie noch sonst jemand jemals in der Lage sein würde, die vollendete Schönheit ihrer Arbeit zu bewundern.

Und wenn der Zweck dieser Markierungen rein astronomisch und religiös gewesen wäre, wäre ein viel kleinerer Konstruktionsmaßstab dann nicht ausreichend gewesen?

Oder wahrscheinlicher, selbst erdgebunden, konstruierten sie ihre riesigen Markierungen als Signal für interplanetare Besucher oder für eine fortgeschrittene Erdenrasse, die sie gelegentlich besuchte.

So fantastisch diese Vorschläge auch erscheinen mögen, solche Theorien können nicht ohne Weiteres verworfen werden. Es sei denn, es wird eine andere Erklärung zu der Größe der Wüstenmuster gegeben.

Bisher wurde keine bessere Erklärung angeboten.“

Obwohl der UFO-Anhänger Moseley an keiner Stelle „Flughafen“ oder ähnliches schreibt, ist seine Vermutung klar und eindeutig formuliert. Nazca ist Ausdruck eines menschlichen Kultes, mit dem – wie auch immer – außerirdische „Götter“ verehrt oder geehrt wurden. Als „Signal“ oder Graffiti an diese Wesen. Vielleicht aber auch an eine bisher unbekannte Rasse der Erde, womit er wohl eine Art versunkene Zivilisation wie Atlantis meinte.

Bojen für Raumfahrer in Nazca

Zwar schrieb James W. Moseley von „interplanetaren Besuchern“, also Aliens vom Mars oder von der Venus, aber das war in jenen Tagen in der UFO-Thematik vollkommen normal. Mars und Venus (und auch andere Planeten wie Uranus) waren wie selbstverständlich für viele UFO-Autoren von Außerirdischen bewohnt. Nicht wenige veröffentlichten dazu Bücher, in denen sie ihre Begegnungen und Reisen in deren UFOs schildern. Sie nannten sich „Kontaktler“ und spannen in ihren Veröffentlichungen die unglaublichsten Geschichten, die sie mit diesen Aliens erlebt haben wollten.

In dem Buch „UFO-Sekten“ (1999) haben mein Kollege Roland M. Horn und ich uns sehr umfangreich mit diesen frühen „UFOlogen“ beschäftigt, deren Nachwirkungen bis heute reichen, direkt und indirekt.

Indirekt gehörte auch der Franzose Robert Charroux dazu, der in seinen zahlreichen Büchern immer wieder von Außerirdischen auf der Venus sprach. Diese seien die Götter unserer Ahnen gewesen, wie er meinte. So spekulierte er in „Vergessene Welten“ (1971, also nach von Däniken) nach seinem Besuch 1969 in Nazca:

Wenn man Nazca überfliegt, sind es die riesigen ‚Landebahnen‘, die am stärksten ins Auge springen und die Phantasie anregen. Warum ‚Landebahnen‘? Ich kann es nicht sagen, aber dieser Verwendungszweck fällt einem unmittelbar ein, wenn man die großen Rechtecke oder Trapeze sieht (…)“

So sehr man auch nach einer Erklärung sucht, führt Charroux weiter aus, „man kommt immer wieder auf den ersten unwiderstehlichen Eindruck zurück: Landebahnen“. Sie scheinen von jemandem angefertigt worden zu sein, „der einer wissenschaftlich hoch gebildeten, außerirdischen Zivilisation angehört“   habe, ist sich Charroux sicher. Möglicherweise handele es sich auch um:

 „(…) eine Botschaft, von Erdbewohnern an außerirdische Leser gerichtet, oder um Bojen, ein Signalsystem, das Raumfahrer hinterlassen haben? (…)“

Sie kamen von der Venus

Diese hypothetischen außerirdischen Astronauten nennt Charroux dabei „die großen Instruktoren“, die vor 5.000 Jahren vom Himmel zu den Vorfahren der Inkas gekommen seien. Die Götter Perus, die, wie er meint, „nach übereinstimmenden Berichten der Überlieferungen vom Planeten Venus“ kamen. So könnte auf unserem Nachbarplaneten „der Schlüssel zu den Geheimnissen von Nazca“ liegen, und nicht bei den Ureinwohnern Perus. Sie wären damals, mit Verlaub, dafür einfach zu „blöde“ gewesen. Charroux:

Es fällt schwer zu glauben, dass die weit verstreute, arme und wenig entwickelte Bevölkerung im südlichen Peru das Schriftbild oder die astronomischen Tafeln von Nazca entworfen haben soll. Das Konzept, die Anlage der Linien scheinen nicht einer irdischen Phantasie entsprungen zu sein.

Vielleicht haben die Erdbewohner für die technische Durchführung der Arbeit gesorgt, aber die Konzeption scheint mit von einer höheren, erdenfremden Intelligenz zu stammen.“

Charroux war überzeugt, dass sich „gewisse Fakten herauskristallisieren“, wenn man die Ebene erkundet: „Flugfelder, ‚Kosmodrome‘, Laserspuren – Botschaft einer Kultur auf einem anderen Stern“, so seine Überzeugung.   Eine Auffassung, die er vor allem in seinem Buch „Das Rätsel der Anden“ vier Jahre später überaus detailreich zu untermauern versuchte. In mehreren Kapiteln geht es darin um die Nazca-Zeichnungen, die er unzweideutig als „prähistorischen Landeplatz“ darstellte.

„Einige könnte man für Flugplätze halten“

Zusammen mit ihrem Mentor, dem Pionier der Nazca-Forschung Dr. Paul Kosok, veröffentlichte Nazca-Legende Reiche bereits 1947 „The mysterious markings of Nazca“ („Natural History“, Nr. 5/1947). Kurz darauf folgte die erste Ausgabe ihres kleinen Buches „Mystery of the desert“ (1949, erweiterte Ausgabe 1968) im Selbstverlag in Lima, Peru. In diesem dreisprachig erschienen Buch beschreibt sie, was diejenigen sehen, die über die Ebene fliegen:

Dann wird er von oben auf flachem Wüstengelände auf Hochterrassen und an Berghängen riesige Drei- und Vierecke entdecken, deren wie mit einem Lineal gezogenen Umrisse helle Flächen umgrenzen, die sich gegen den dunklen Untergrund scharf abheben. Einige könnte man für Flugplätze halten. Von geringer Höhe, vom Kleinflugzeug oder vom Hubschrauber aus, bietet sich uns ein überraschender Anblick.“

Damit hat die über jeden Zweifel von allen Nazca-Archäologen hoch verehrte Maria Reiche die „Mär“ von einem Flugplatz selbst in die Welt gesetzt. Nicht, weil sie annahm, dass dort wirklich „irgendjemand“ vor Jahrtausenden vom Himmel kam, sondern um ihre Eindrücke in Worte zu fassen Wie so viele nach ihr, inklusive der Autoren des Phantastischen.

Schaut man in das Quellenverzeichnis von Erich von Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem er 1968 den „verheerenden“ Satz schrieb, dass Nazca aus der Luft „die Idee eines Flugplatzes“ vermittle, findet sich in der Literaturangabe genau dieses Buch: „Mystery of the desert“ von Maria Reiche. Grundsätzlich ist also ihre richtige Aussage von Erich von Däniken nur übernommen worden …

Nazca und Marskanäle

Nimmt man es noch genauer, dann ist dieser Vergleich sogar noch älter. In ihrem Artikel „The mysterious markings of Nazca“, erschienen im Mai 1947 in dem Magazin „Natural History“, heißt es von Paul Kosok und Maria Reiche über die Linien von Nazca wörtlich:

Als sie zum ersten Mal aus der Luft betrachtet wurden, wurden sie als prähistorische Landeplätze bezeichnet und scherzhaft mit den sogenannten Kanälen auf dem Mars verglichen.“

Wohlgemerkt, diese Aussagen und Vergleiche sind in den Jahren 1947 und 1949 von jenen Pionieren der Nazca-Forschung gefallen, auf die sich bis heute Archäologen berufen.

In seinem Buch „Auf den Spuren der ältesten Reiche Perus“ (1990) hat Prof. Miloslav Stingl diese „Marskanäle“ von Nazca in den Tagen von Kosok thematisiert. Unter anderem schreibt er zusammenfassend:

Auch Kosok hat in Peru sehr viel erblickt und entdeckt. (…) Dort in dem Gebiet, das man Pampe de Nazca nennt, in der weiteren Umgebung der gleichnamigen südperuanischen Stadt wollten schon früher mehrere Reisende vom Flugzeug aus irgendwelche breiten Linien und Streifen erblickt haben, die angeblich ‚genauso wie jene Kanäle auf dem Mars aussahen‘.

(…) Er flog daher mit seiner kleinen Maschine in dieses Gebiet, um sich die ‚hydrologischen Systeme der Marsmenschen‘ in der Pampe de Nazca von oben anzusehen. (…)

(…) bisher (hatte) niemand diese größte Bildergalerie der Welt bemerkt (…). Mit Ausnahme lediglich jener Flugreisenden, denen für dieses auf den ersten Blick sinnloses Wirrwarr von Linien und Figuren kein anderer Name als ‚Marskanäle‘ eingefallen war.“

Kommunikation mit „Leuten von anderen Planeten“

Auch Dr. Hans Horkheimer, ein eher unbekannter Pionier der Nazca-Forschung von der peruanischen Trujillo-Universität, kam schon sehr früh mit Aussagen über Aliens zu der Ebene in Berührung. Ihm gelang es 1946 mit der Luftwaffe von Peru die ersten detaillierten Fotos der Ebene zu machen. Außerdem befragte er in diesem Zusammenhang ab 1945 die Einheimischen zu diesen Linien. „Die einfachen Bauern“ wusste nicht viel über sie, stellte er fest. Von den „gebildeten Leuten“ in Peru bekam Horkheimer bei seinen Befragungen indes „besser Antworten“, wie es Tony Morrison in seiner Reiche-Biographie „Das Geheimnis der Linien von Nazca“ (1987) schrieb. Darin heißt es:

Noch erstaunlicher war die Behauptung, dass die geometrischen Zeichnungen gemacht worden waren, um mit Leuten von anderen Planeten zu verständigen.“

Wohlgemerkt: Das war im Jahre 1946 oder schon 1945, also bevor die ganze Welt von „Fliegenden Untertassen“ sprach oder überhaupt das Kürzel „UFO“ kannte. Zehn Jahre später sah es in Deutschland nicht anders aus. Durch ihre Verbindungen nach Deutschland (vor allem über ihre dort lebende Schwester Dr. Renate Reiche) schaffte es M. Reiche, dass auch in ihrer Heimat 1955 verschiedene Artikel und Berichte in deutschen Magazinen über sie und Nazca erschienen. Am 9. August 1963 folgte die 30-minütige BBC-Dokumentation „Mystery of the Desert“ von Tony Morrison mit Reiche.

Die Artikel in deutschen Magazinen und Illustrierten wurden in Umlauf gebracht, um Reiches Arbeit bekannt zu machen, und zogen unterschiedliche Reaktionen nach sich. Laut Morrison auch solche wie diese:

Endlich erwachte das europäische Interesse an den Linien. Ein Leser schrieb Renate und schlug vor, (die Nazca-Linien, Anm. LAF) könnten etwas mit Marsmenschen zu tun haben oder als Landebahnen für Raumschiffe dienen – ein unbewusstes Echo auf die Äußerungen der Menschen in Nazca, die zehn Jahre zuvor von Hans Horkheimer interviewt worden waren.“

Nazca als „Leuchtfeuer für die Götter“

Zu guter Letzt sollte auch der UFO-Autor George Hunt Williamson und sein Buch „Road in the Sky“ aus dem Jahr 1959 nicht unbeachtet bleiben. Williamson, ein Anhänger und Getreuer des UFO-Propheten George Adamski, war damals schon sicher, dass Nazca von Außerirdischen stammt. Oder für sie angelegt wurde. Er betonte 1978 sogar selber in einem erbitterten Brief, dass viele Thesen und Themen, mit denen Erich von Däniken damals längst weltberühmt war, eigentlich von ihm stammten. Er sei der erste Autor gewesen, der diese publizierte, thematisierte, bekannt machte und entsprechende Thesen formulierte.

Sein Brief, rund zehn Seiten voller Frustration und Vorwürfen gegenüber von Däniken, wurde 2016 in der Williamson-Biographie „The incredible life of George Hunt Williamson“ von Michel Zirger und Maurizio Martinelli im Anhang veröffentlicht. Unter anderem schrieb er:

Ich glaubte nie, dass die Linien von Nazca antike ‚Landebahnen‘ waren! Jedem Forscher ist klar, dass es sich möglicherweise nicht um Inka oder andere Straßen handeln kann, geschweige denn um Landebahnen! Die Idee ist absolut absurd! In meinem Buch und meinem Vortrag habe ich deutlich gemacht, dass diese seltsamen Linien und Muster Richtungsmarkierungen und Signalstationen waren!

Seiner Meinung nach war Nazca ein „Leuchtfeuer für die Götter“, wie auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch überschrieben wurde. Es waren Erinnerungen an „Himmelsgötter“ und „irgendwie waren sie mit der Notwendigkeit verbunden, die rätselhaften Linien zu konstruieren“.

Damit dienten seiner Meinung nach die Linien und Flächen in Nazca „als Markierungen oder Leuchtfeuer für etwas, das aus dem Weltraum kam“. Obwohl seiner Überlegung nach das Nazca, wie man es heute kennt, eher so was wie eine Kopie war. Zumindest wurde die Ebene dahingehend manipuliert, dass spätere Generationen nach dem Abzug der Außerirdischen selber auf der Ebene Linien etc. anlegten.

Taktische Abzeichen außerirdischer UFO-Piloten

In der Erinnerung blieben diese Astronautengötter der Vorzeit aber als Götter in peruanischen Legenden erhalten. So Williamson 1959, der in seinem Werk übrigens tatsächlich an keiner Stelle direkt von einem „Flughafen“ spricht.

Anders der Autor Jochim Pahl in seinem Werk „Sternenmenschen sind unter uns“, das drei Jahre nach von Dänikens erstem Buch erschien. Pahl will sogar die Tierdarstellungen der Ebene auf außerirdische Besucher zurückführen können:

Die bis zu 250 Meter messenden, nur aus großer Höhe erkennbaren Scharrbilder von Vögeln, Affen, Dreizack, Pfeilbündeln könnten dann vielleicht als taktische Zeichen für anfliegende Formationen gedeutet werden. Auch unsere Fliegerverbände tragen ihre taktischen Zeichen nicht nur an Ärmelstreifen und Kühlerhauben, sondern haben sie – Leopard, Adler, Tiger, Geier, Elefant und was immer – auch auf Flugzeugen und Landebahnen übertragen.“

Eine fast schon romantische Idee, dass die Bilder in der Wüste Fliegerabzeichen oder Zeichen diverser Raumschiff-Flugstaffeln von Außerirdischen sein sollen. So, wie man sie heute von Piloten, Fluggesellschaften und Fliegereinheiten kennt. Im Prinzip Ideen, die schon 1960/1 der Prä-Astronautik-Pionier Alexander Kazantsev in einem Artikel in dem Sowjet-Magazin „Smena“ (Nr. 10/1961) vertrat. Ebenso John Magor in zwei identischen Artikeln im „Canadian UFO Report“ und in der „Australien Flying Saucer Review“ (Dezember 1970).

Außerirdische Tiere und UFO-Navigation

Magor ging dabei soweit zu behaupten, dass Geoglyphen in der ganzen Welt den Außerirdischen dazu dienten, „die Region zu identifizieren, in der sie sich befinden, ähnlich wie wir unsere Flugplätze anhand bestimmter Funksignale identifizieren“. Und Scharrbilder und andere Geoglyphen, die fremdartige Tiere oder Fabelwesen zeigen, könnten seiner Meinung nach reale Lebewesen gewesen sein, wie sie auf dem Heimatplaneten der Außerirdischen tatsächlich lebten.

Auch der UFO-Autor und im wahrsten Sinne des Wortes UFO-Hippie John Michell aus Großbritannien glaubte an ein solches Navigationsnetz von Aliens. Schon 1967 verbreitete er diese Ideen in seinem Buch „The Flying Saucers Vision“, woraus sich ein ganzer Kult um ihn und diese Sternenmenschen entwickelte. Nicht nur Nazca gehöre zu diesem Flugsystem, sondern zahllose heilige Orte der Erde. Stonehenge eingeschlossen, womit er sogar die Band „The Rolling Stones“ beeindruckte: Sie kam nach Stonehenge, um mit Michell nach UFOs Ausschau zu halten. Heute sei dieses globale UFO-Netz in Vergessenheit geraten, wie er und seine Anhänger glaubten.

Karl Friedrich Kohlenberg sah das in seinem Buch „Enträtselte Vorzeit“ (1971) sehr ähnlich. Nazca als Flughafen sei eine „einleuchtende Erklärung“, war er sicher. Die Nazca-Geoglyphen waren einst „Flugplätze oder Modelle von Flugplätzen“ und dort befand sich einer der „Hauptstützpunkte der Götter“ aus dem Kosmos. Außerdem schrieb er:

Außer diesen größeren Stützpunkten, Raumfahrtbahnhöfen und Siedlungszentren (damit meint er zum Beispiel Atlantis, Anm. LAF) scheinen die Götter nach und nach auch kleinere Stationen und Flugplätze angelegt zu haben (…)“

Die Spitze des Eisberges

Nach diesem Ausflug in die Welt der Spekulationen um Nazca vor den Erfolgen von Dänikens, kann man die Abneigung der etablierten Archäologie durchaus nachvollziehen. Eindeutig zeigt sich aber, dass keinesfalls Erich von Däniken diese Ideen in die Welt setzte! Nur wurden die hier zitierten und erwähnten Autoren, Mystery-Pioniere und UFOlogen mit Abstand nicht so viel gelesen, wie Erich von Däniken später. Sie fanden ganz einfach kein Gehör bei den Massen.

Blickt man aber auf die Jahre vor und durchaus auch nach „Erinnerungen an die Zukunft“ und dem Folgebuch „Zurück zu den Sternen“ (1969), in dem Nazca weit umfangreicher thematisiert wurde, öffnen sich ungeahnte Welten. Und zwar im Sinne der erstaunlichsten Spekulationen, die damals in die Welt gesetzt wurden. Dieser Beitrag, angelehnt an das das anfangs erwähnte Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ zeigt anschaulich, was um die Ebene von Nazca zum Teil unsägliches doch gesagt wurde. Als Spitze des Eisberges all der Nazca-Spekulationen und -Aussagen.

Erst von Däniken und durchaus auch Robert Charroux gelang es mit ihren „phantastischen Ideen“ auf Nazca „wie das Licht eines Scheinwerfers“ zu wirken. So formulierten es Dietrich Schulze und Viola Zetzsche in ihrer Maria Reiche-Biographie „Bilderbuch der Wüste“ (2005) …

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Die NASA und der Mond: Wird uns auf DIESEM Foto wirklich etwas Künstliches im Weltraum verschwiegen? +++ Video +++

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VIDEO: Die NASA und der Mond: Wird uns auf diesem Bild wirklich was verschwiegen? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA und der Mond: Wird uns auf diesem Bild wirklich was verschwiegen? (Bild: NASA)

Vertuscht die NASA künstliche Strukturen und andere Anomalien, die auf Aufnahmen vom Mond oder Mars zu sehen sind? Bilder, die immer wieder „durchsickern“ und auf denen Beweise für Außerirdische zu sehen sein sollen, sorgen immer wieder für Diskussionen. So wie eine Aufnahme der NASA, die ein Gebäude oder ähnliches auf dem Mars zeigen soll. Ein durchaus interessantes Foto, wie Ihr in diesem Video erfahrt. Auch wenn es vom Mond und nicht vom Mars stammt.


Verschwörung bei der NASA?

Seit Jahrzehnten heißt es, dass die Weltraumbehörde NASA uns alle an der Nase herumführt. Eine große Verschwörung sei bei der NASA im Gange, die von den Befürwortern oft sehr unterschiedlich gedeutet oder „erklärt“ wird. Ein NASA-Foto scheint in der Tat sonderbar.

Bliebt ist die Behauptung, dass die NASA nie irgendwelche Raumfahrzeuge auf dem Mars geschickt habe. Alle Fotos seinen Fälschungen und Betrug, die uns etwa Rover vom Mars senden. Selbst Bilder aus dem Weltraum an sich – etwa von Hubble – seien nichts weiter als Fakes. Andere sagen, dass sehr wohl Sonden und Rover aus dem Mars oder Mond sind, aber die Bilder von diesen zensiert werden. Retuschiert, um genau zu sein. Selbst Menschen sollen schon lange auf dem Mars sein.

Doch egal ob Mond oder Mars: Überall habe die NASA durch ihre Forschungen Anomalien gefunden, heißt es. Künstliche Strukturen, Bauwerke und allerlei anderes, was dort nicht hin gehört. Urheber seien Außerirdische. Ein sehr spannendes Thema. Obwohl leider ausnahmslos niemand wirklich beweisen konnte, dass es so ist. Auch wenn das einige gerne von sich behaupten.

Aber hat die NASA bei einem „indirekten“ Foto vergessen eine künstliche Struktur zu vertuschen? Zeig ein Foto vom Mond eindeutig eine Art Gebäude – zumindest etwas Künstliches! -, dass uns verschwiegen wird?

Tatsächlich ist das Bild äußerst interessant. Auch wenn es ohne genaue Recherchen einfach weiter verbreitet wird oder wurde. Deshalb habe ich für Euch die genauen Hintergründe recherchiert, die Ihr in diesem Video vom 3. März 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 3. März 2021 auf Mystery Files

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Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen – und plant eine eigene Raumstation (+ Video)

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Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen (Bilder: gemeinfrei & NASA/ESA / Montage: Fischinger-Online)
Russland will 2030 mit Atomkraft zum Mond, zur Venus und zum Jupiter fliegen (Bilder: gemeinfrei & NASA/ESA / Montage: Fischinger-Online)

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat überaus ehrgeizige Pläne. Bereits in wenigen Jahren soll ein mit Atomkraft angetriebenes Raumschiff zum Planeten Jupiter fliegen, nachdem es zuvor auf dem Mond und auf der Venus Landemodule abgesetzt hat. Welche Pläne Russland noch verfolgt, erfahrt Ihr hier.


Jupiter: Traum vieler Forscher

Der Planet Jupiter ist der Riese in unserem Sonnensystem. Mit etwa 143.000 Kilometern Durchmesser an seinem Äquator ist er ca. 11-mal so groß wie unsere Erde. und hat rund 318-mal die Masse der Erde. Ein Gigant, der hinter dem Mars seine Umlaufbahn zieht und fast die 2,5-fache Masse aller anderen Planeten unseres Sonnensystems zusammen besitzt. Ein mehr als lohnendes Forschungsobjekt für alle Astronomen und Planetenforscher seit Jahrhunderten.

Spätestens seit Galileo Galilei 1610 durch sein Teleskop erkannte, dass Jupiter von Monden umrundet wird. Heute kennt man diese vier Monde als „Galileischen Monde“, die vor über 400 Jahren ein Weltbild ins wanken brachten. Denn durch die Entdeckung der Jupiter-Monde Io, Kallisto, Ganymed und Europa durch Galilei wurde klar, dass sich nicht alles um die Erde dreht! Heute weiß man von rund 80 Monden des Riesenplaneten. Vor allem der Mond Europa ist dabei für viele Forscher besonders spannend. Auch dieser Eismond, wie einige andere, könnte in einem flüssigen Wasserozean unter seinem Eispanzer Leben beherbergen, wie unter anderem im unten angefügten Video berichtet.

Der Traum vieler Forscher sind weitere Missionen zum wilden Jupiter und seine Monde. Raumsonden wie Pioneer, Galileo oder auch Cassini brachten zwar zahllose neue Entdeckungen und Erkenntnisse, doch der Wissensdurst hört bekanntlich nie auf. So verwundert es nicht, dass zum Teil seit Jahrzehnten zukünftige Missionen in das Jupiter-System geplant sind. In der Theorie und auch auch in ganz praktischen Vorbereitungen. Zum Beispiel die Mission JUICE der ESA, die im kommenden Sommer gestartet werden soll. Oder die NASA-Mission Europa Clipper, die ganz konkret den Mond Europa untersuchen soll. Sie startet nach den derzeitigen Plänen im Oktober 2024 ins All.

Weltraumschlepper“ mit Atomenergie aus Russland

Viele Planetenforscher schwärmen vor allem davon, dass eines Tages eine Raumsonde auf dem Mond Europa landet, sich dort durch die Eisdecke bohrt und im darunter liegenden Ozean nach außerirdischen Leben sucht. Lohnende Ziele in unserer kosmischen Nachbarschaft. Auch wenn Jupiter mehr als 5-mal soweit von der Sonne entfernt ist, wie unsere Heimatwelt.

Das sieht auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos so, die überaus ambitionierte Pläne bekannt gab. Sie will bereits 2030 eine atomgetriebene Energiequelle namens „Zeus“ auf einen praktischen Flug zum Jupiter testen. Der Atomreaktor werde dabei das Raumfahrzeug „Nuklon“ antreiben, dass Ende Juli 2024 fertig gestellt sein wird. So berichtet es unter anderem eine Meldung der russischen TASS.

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Das als „Weltraumschlepper“ bezeichnete Raumschiff „Nuklon“ mit seinem Atomreaktor wird nach den Plänen dabei nicht direkt zum Jupiter fliegen. Zuerst wird es unseren Mond ansteuern, auf dem ein Lademodul angesetzt werden soll. Von dort macht sich das Raumfahrzeug weiter auf den Weg zur Venus, auf der eine weitere Landeeinheit abgesetzt werden soll. Mit dem Planeten Venus haben die Russen in den vergangenen Jahrzehnten einige Erfahrungen sammeln können. Noch in Zeiten der UdSSR schickten sie zahlreiche Raumsonden dorthin. Mit einer Vielzahl von Venera- und Vega-Sonden gelangen von 1966 bis 1985 sogar 14 Landungen auf der Oberfläche des Planeten.

Auf der Venus soll aber nicht nur eine Sonde abgesetzt werden, sondern die Schwerkraft des Planeten werde dabei auch als „Katapult“ für den Weiterflug zum Jupiter dienen. So kann „Nuklon“ die Gravitation der Venus dazu nutzen, um weiter an Geschwindigkeit zu gewinnen. Eine in der Raumfahrt übliche Methode. So kann die Jupiter-Mission auf insgesamt nur knapp über vier Jahre (50 Monate) verkürzt werden.

Ehrgeizige Pläne von Roskosmos und den Russen!

Bereits im Dezember 2020 hat Roskosmos einen Entwicklungsvertrag für das Raumschiff „Nuklon“ unterschrieben. Laut TASS soll der „Liefertermin“ der 28. Juli 2024 sein. Demnach befindet sich das Projekt jetzt erst in der Planungsphase und es bleiben drei Jahre, bis das „Nuklon“ fertig ist und die in die „heiße“ Phase der praktischen Erprobung gehen kann. Dann haben die Ingenieure noch weitere sechs Jahre bis zum geplanten Erstflug 2030 Zeit.

Zeitlich ließe sich das schaffen. Anders als bei all den zahllosen Projekten, die bereits von Firmen für das All ersonnen wurden. Man denke an ein Weltraum-Hotel, das eigentlich 2025 eröffnet werden soll, und über das ich in diesem Artikel HIER 2019 berichtete. Zu sehen ist davon – wie erwartet – bis heute nichts.

Erstaunlich optimistisch scheint aber die Finanzierung der Mission veranschlagt worden zu sein. Die Kosten werden mit nur 47,4 Millionen Euro (4,17 Milliarden Rubel) angegeben. Das ist extrem wenig. Beispielsweise kostete die sehr erfolgreiche Mission Cassini-Huygens mit dem Ziel Saturn 3,288 Milliarden US-Dollar (rund 2,698 Milliarden Euro). „Nuklon“ ist dagegen ein absolutes Schnäppchen in der Weltraumfahrt.

Bewährt sich der Atomreaktor „Zeus“ mit einer Leistung von 500 Kilowatt, gibt es auch für diesen weitere Pläne. Wie unter anderem BBC im April 2021 meldete, will sich Russland von der ISS 2024/5 zurückziehen. Statt die Internationale Raumstation weiterhin gemeinsam mit anderen Nationen zu nutzen, wolle man ab 2025 eine eigne Raumstation bauen. „Das erste Kernmodul der neuen russischen Orbitalstation ist in Arbeit“, so Dmitry Rogozin, der Direktor von Roskosmos .

Bekanntlich wollen auch die Chinesen weiter ins All und auf andere Himmelskörper expandieren. Nicht nur mit ihrer eigenen Raumstation. Hinzu kommen private Raumfahrtanbieter und Firmen. Ein neuer Weltlauf ins All wird immer deutlicher. Ob die Russen und all die anderen Unternehmen und Agenturen dabei immer ihre angestrebten Zeitpläne und Entwicklungen einhalten können, ist unklar. Doch es wird eng im Kosmos.

Video zum Thema

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Suche nach Leben im All: Leben auf Saturn-Mond Enceladus immer wahrscheinlicher – sagt eine neue Studie +++ Video +++

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VIDEO: Suche nach Außerirdischen: Leben auf Saturnmond Enceladus immer wahrscheinlicher (Bild: NASA/JPL)
VIDEO: Suche nach Außerirdischen: Leben auf Saturn-Mond Enceladus immer wahrscheinlicher (Bild: NASA/JPL)

Derzeit reden alle über das UFO-Phänomen und die entsprechenden Enthüllen dazu. Wieder steht die Frage im Raum, ob diese Sichtungen auf Außerirdische zurückzuführen sind, was grundsätzlich auch nicht von offiziellen Seiten zum Teil ausgeschlossen wird. Hierbei ging eine Entdeckung in unserer Nachbarschaft fast unter: Einer neuer Studie nach ist die wahrscheinlichste Erklärung für Daten vom Saturn-Mond Enceladus, die die Raumsonde Cassini messen konnte, dass es dort außerirdisches Leben gibt. Mehr zu diesen Ergebnisse erfahrt Ihr in diesem Video.


Außerirdisches Leben auf Saturn-Mond Enceladus

Das Thema Außerirdische ist derzeit wieder in aller Munde. Natürlich mit Blick auf das Phänomen der UAPs / UFOs, hinter denen oft ein Beweis für Leben im Weltraum vermutet wird. Doch eine neue Studie zeigt: Auf dem Saturn-Mond Enceladus scheint es Leben zu geben!

Mit Spannung blicken all jene, die sich für Leben im All und natürlich das Phänomen der UFOs bzw. UAPs interessieren, auf die aktuellen Entwicklungen. Immerhin hat erst kürzlich sogar der Chef der NASA in einem Interview mit CNN gesagt: Es ist nicht ausgeschlossen, das hinter diesen Sichtungen Aliens stecken. Als eine möglich Erklärung. Eine Ansicht, die offenbar auch der kommende (offizielle) „UAP-Bericht“ der USA teilt (s. Video HIER). Was natürlich längst nicht bedeutet, dass es auch so ist …

Aus dem Blick geriet bei dem neuen Boom der „Unbekannten Flugobjekte“ die Suche nach Leben im All in unserem Sonnensystem. Schließlich haben wir beispielsweise mit dem Planeten Mars, dem Jupiter-Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus einige Kandidaten, auf denen außerirdisches Leben existieren könnte. Primitive Organismen, die es zu finden gilt.

Enceladus als einer der Monde des Saturn ist hierbei ein besonders heißer Kandidat. Seit der Weltraummission Cassini zum „Ringplaneten“ Saturn wissen die Wissenschaftler, dass unter seiner Eisdecke ein flüssiger Ozean existiert. Und in diesem könnte es nach den Daten von Cassini Leben geben!

Genau das vermutet jetzt auch ein aktuelle Studie. Die Autoren kommen darin zu dem Schluss, dass die von Enceladus in Fontänen ausgestoßenen chemischen Verbindungen sich am besten durch vorhandenes Leben erklären lassen! Gäbe es kein Leben im Ozean des Mondes, könne man sich die analysierten Zusammensetzungen nicht erklären, so das Fazit.

Eine äußert spannenden Entdeckung, wie Ihr in diesem Video vom 8. Juni 2021 erfahrt!

Bleibt neugierig …

Video vom 8. Juni 2021 auf Mystery Files

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