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+++YouTube-Video+++ Fact or Faked: Mars-Anomalien und Mond-Rätsel – Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen?

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Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond – Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

In unserem Sonnensystem ist fraglos der Mars der Himmelskörper, der seit Jahrtausenden die Menschen am meisten fasziniert. Unlängst haben wir zahllose Raumsonden zu unserem Nachbarplaneten geschickt und selbst Roboter fahren auf ihn herum. Dabei glauben viele Menschen, dass sie auf Fotos von eben diesen Sonden künstliche „Objekte” oder „Anomalien” gefunden zu haben. Nicht nur das Marsgesicht aus dem Jahr 1976 gilt als Mars-Anomalie. Was mag dahinter stecken? Dazu ein neues Video auf meinem YouTube-Kanal.

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Erstkontakt mit außerirdischen Zivilisationen: Was dann? Podcast der ARD Tagesschau über Außerirdische (+ Videos)

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Erstkontakt mit Außerirdischen - Was aber dann? - Podcast der ARD Tagesschau (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Erstkontakt mit Außerirdischen – Was aber dann? Podcast der ARD “Tagesschau” (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wann finden wir Leben im All? Entweder in Form von Mikroben in unserem Sonnensystem oder sogar durch eine Erstkontakt mit Außerirdischen? Und was hätte diese Entdeckung für Folgen für die Menschheit? Wie unterschiedlich könnten diese Folgen sein – je nachdem, wie genau diese Entdeckung von Aliens aussieht? Über solche und ähnlichen Fragen berichte ich seit Jahrzehnten und offensichtlich inzwischen auch immer mehr etablierte Wissenschaftler. Nun hat auch die “Tagesschau” der ARD sich dieses Themas in einem Podcast angenommen, den ich Euch hier vorstellen möchte. Ein “Mystery-Review” mit Aussagen und Ergebnissen, die interessierte “Insider” fraglos bekannt vorkommen.


Leben im All, Außerirdische und UFOs

Sich in der Öffentlichkeit oder auch nur im Freundes- und Bekanntenkreis dazu zu bekennen, dass man sich mit Leben im All, Aliens oder außerirdische Zivilisationen beschäftigt, war bis vor einigen Jahren ein “rotes Tuch”. Im Handumdrehen wurde man von der Öffentlichkeit oder all jenen Personen, die keine Ahnung von der Materie haben, als “Spinner” stigmatisiert.

Für etablierte Wissenschaftler durchaus eine heikle Gratwanderung, da schnell der gute Ruf in Gefahr war. Schnell wurde das Thema Außerirdische oder Leben im All mit UFOs in einen Topf geworfen. Obwohl es grundsätzlich zwei vollkommen verschiedene Themen sind, worauf auf diesem Blog in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen wurde.

Dass sich schon seit Jahrzehnten auch sogenannte ernsthafte Forscher, Institute und Organisationen mit dieser Materie beschäftigen, ist allerdings alles andere als ein Geheimnis. Nur war dies nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Bis heute haben Außerirdische das Stigmata von Science-Fiction und UFOs für den Laien. Und tatsächlich ist es auch so, dass beispielsweise Astronomen und Forscher, die Leben im All oder außerirdische Zivilisationen suchen, mit UFO-Forschung nichts zu tun haben (wollen).

Eine interessante Tatsache ist dabei übrigens , dass der berühmte Astronom Dr. Carl Sagan dem Thema UFOs in den 1960ger Jahren noch anders begegnete, wie in diesem Video HIER darlegt.

Es ist in den letzten Jahren auch verstärkt zu beobachten, dass immer mehr Forscher sich öffentlich Gedanken darüber machen, wie ein Erstkontakt mit Aliens aussehen könnte. Wie Menschen und die Menschheit an sich reagieren oder wie genau dieser erste Kontakt aussehen, ablaufen und zustande kommen könnte. Was wären die Reaktionen in der Politik und hat diese Vorbereitungen für den Fall der Fälle? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen wären denkbar und wie handelt die internationale Gemeinschaft?

Überlegungen, über die ich seit Jahrzehnten berichte. In Büchern ebenso, wie in einer Reihe Online-Beiträge. Schließlich lassen sich bei derartigen Fragestellungen die vielfältigsten Szenarien durchspielen, die durchaus nicht nur reine Spekulationen und Phantastereien sind!

Außerirdische im Mainstream

Solche Überlegungen sind seit einigen Jahren aber auch im Mainstream der Wissenschaft angekommen. Obwohl es sie schon vor Jahrzehnten gab – etwa im Rahmen diverser SETI-Projekte -, werden diese inzwischen auch in populärwissenschaftlich Büchern und TV-Dokumentationen vorgestellt und durchgespielt. Vorbei die Zeiten, in denen solche Hypothesen ein Fall für Grenzwissenschaftler, Science-Fiction-Fans, Hollywood oder UFO-Freaks waren.

Im Grunde ist der Grundtenor dabei immer identisch: Die Menschheit ist nicht vorbereitet. Die Regierung von Deutschland ebenso wenig, wie die anderer Staaten oder der UN an sich. Im Fall der Bundesrepublik ist es dabei so, dass diese auf politische Anfragen mehrfach selber betonte, keinerlei Pläne oder ähnliches für den “Ernstfall” hat, wie ich es in diesem Buch HIER 2010 aufzeigte.

Auch die “Tagesschau” der ARD hat das Thema nun für sich entdeckt. Als “Flaggschiff der Nachrichten” wurde dort am 2. Juli 2020 der PodcastErstkontakt zu Aliens? Was dann?” veröffentlicht, zum des einleitend heißt:

Mal angenommen, wir entdecken außerirdisches Leben. Wie reagieren die Menschen darauf, panisch oder neugierig? Können wir uns überhaupt verständigen? Und was, wenn uns die Aliens nicht wohlgesonnen sind? Ein Gedankenexperiment.

Zwar sind es nur “Gedankenexperimente im neuen Tagesschau-Podcast”, die passend zum “Welt-UFO-Tag” von den Journalisten Vera Wolfskämpf und Justus Kliss vom ARD-Hauptstadtstudio in Berlin veröffentlicht wurde, doch der Podcast lohnt sich auch für den Kenner der Materie. Aufgrund des Umstandes, dass in den vergangenen Jahren recht viel Material rund um dieses Thema publiziert wurde, fasst der etwa 25-minütige Podcast dieses sehr gut zusammen und spricht deshalb mit einigen Experten.

Die “Tagesschau” auf Alien-Jagd

Der Podcast beginnt mit einer imaginären “Tagesschau”-Meldung, die im Prinzip schon vieles auf dem Punkt bring. Darin heißt es, dass es ein Signal von Außerirdischen empfangen worden sei, dass nach einigen Jahren endlich decodiert werden konnte. Doch diese Botschaft sei bereits 10.000 Jahre alt, heißt es weiter, da sie aus 10.000 Lichtjahren Entfernung gekommen ist. Damit wäre für die Experten unklar, ob diese außerirdische Zivilisation überhaupt noch existiert.

Bekanntlich kann in 10 Jahrtausenden sehr viel passieren. Und sicher auch bei irgendwelchen außerirdischen Zivilisationen.

Weiter heißt es, dass sich die UN nicht einigen kann, ob die Erde eine Antwort senden soll. Die übrigens dann mit Lichtgeschwindigkeit erneut 10.000 Jahren unterwegs wäre. Die imaginäre “Tagesschau”-Sendung bemerkt auch, dass die USA nun im Alleingang eine Antwort an die Aliens schicken würden. Also für sich alleine entschied, dass sie für die Menschheit als Ganzes sprechen kann …

Nachdem der Podcast das Prinzip und die Schwierigkeiten von SETI erklärt, kommt auch der SEIT-Astronom Seth Shostak per Telefoninterview zu Wort. Erneut betont er auch hier, dass ein intelligentes Signal die “Nadel im Heuhaufen” ist, aber es seiner Meinung nach binnen der kommenden 25 Jahren entdeckt werden wird. Das Universum sei einfach zu gigantisch, so die ARD-Sendung. Irgendwo wird es sie schon geben.

Dabei verweist der Podcast auch auf die jüngst veröffentlichte Studie, nach der es theoretisch 36 außerirdische und technologische Zivilisationen allein in unserer Mischstraße geben könnte. Eine reine Zahlenspielerei, wie in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal dargelegt (s. 1. Video unten). Recht interessant ist an dieser Studie auch, dass zur Ermittlung dieser Alien-Völker wie üblich die Drake-Gleichung von Frank Drake (s. z. B. HIER) von den Wissenschaftlern herangezogen wurde.

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Eine sehr flexible Formel, wenn man so will.

Zum Beispiel ergaben Berechnungen des Astronomen Duncan Forgan von der Universität Edinburgh mit einer “verfeinerten” Version dieser Formel 2008 etwas ganz anders. Im “International Journal of Astrobiology” bzw. seiner Studie ermittelte und berechnete er die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen in unserer Galaxis mit 37.964,97. Ein “leicht” anders Ergebnis als bescheidene 36 Zivilisationen in unserer Milchstraße, wie man sieht …

Was tun, wenn Außerirdische anklopfen?

Shostak erklärt auch, wie SETI-Wissenschaftler reagieren sollen, wenn ein Alien-Signal empfangen wird. Ob das auch so ablaufen wird, bezweifelt er. Man sollte auch bedenken, dass entsprechende Pläne für SETI-Astronomen auch nur das sind: Für SETI. Für die Gesellschaft gelten diese längst nicht. Ebenso gelten auch keine entsprechenden Vorschriften oder Vorbereitungen für die Regierung der Bundesrepublik.

Diese existieren nämlich überhaupt nicht, da ein solches Szenario zu “unwahrscheinlich” sei, wie es der ARD-Podcast betont:

Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischen Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne.

Wie die Sendung sehr deutlich macht, ist sogar die zuständige Behörde vollkommen unklar. Die ARD-Redakteure habe regelrechtes “Ministerium-Hopping” betrieben, um überhaupt jemanden zu finden, der als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Meiner Meinung ein eklatantes Versäumnis. Egal wie unwahrscheinlich es auch sein mag, dass Aliens hier ankommen, ein außerirdisches UFO in Deutschland abstürzt, ein Alien-Objekt entdeckt wird (auf der Erde oder außerhalb) oder eine Botschaft aus dem All empfangen wird.

Rationales Verhalten kann man von Menschen (weltweit) in Ausnahmesituationen nicht erwarten! Der Corona-Hype hat das einmal mehr beweisen. Schon hier hat die internationale Gemeinschaft sowie die Bevölkerung der Länder nicht (immer) an einem Strang gezogen. Details dazu sahen und sehen wir tagtäglich am Fernsehen.

Von Panik bis Begeisterung reicht auch laut dem Soziologen und Autor Michael Schetsche von der Universität Freiburg das Verhalten der Menschen nach dem Erstkontakt, wie er im Podcast-Interview ganz richtig erklärt.

Schetsche hat sich in mehreren Veröffentlichungen mit solchen Fragen und Szenarien befasst, weshalb er gerne als “Exosoziologe” bezeichnet wird. Wobei seine spannenden Gedankenexperimente und Veröffentlichungen fast ausschließlich auf die europäische Gesellschaft bzw. die Industrienationen Anwendung finden. Wirklich global kann einen Erstkontakt niemand annähernd seriös einschätzen, wie ich immer gerne betone.

Sie sind da!

Ob Schetsche oder wer auch immer, einige sind sich dahingehend alle, dass die Menschheit mehr als schlecht vorbereitet ist (s. a. 2. Video unten). Und dabei kommt es auch und vor allem auf die Art des Erstkontakt an, wie auch der ARD-Podcast unterstreicht. Funde von Mikroben auf dem Mars, die vielleicht seit Milliarden Jahren dort leben,  haben ein ganze anders “Gewicht”, als eine außerirdische Raumsonde, die seit 100 Jahren auf dem Mars liegt. Von physisch hier eintreffenden Außerirdischen ganz zu schweigen.

Hinzu kommt die Absicht der Aliens. Was mögen sie wollen? Wie ist die Rechtslage, wenn jemand ein Alien-Objekt zum Beispiel auf dem Mond findet, fragt sich auch Schetsche im Podcast mit der ARD. Grundsätzlich gibt er eine kompakte Zusammenfassung seines Buches “Sie sind da” wieder, das erst Anfang 2020 erschien. In dem er auch UFOs im sinne von Alien-Fahrzeugen und Prä-Astronautik-Ideen thematisiert.

Obwohl UFOs als hypothetische außerirdische Objekte unter einem Bann oder Tabu in der etablierten Astronomie stehen, werden sie von der ARD am Rande erwähnt. Nicht alle Sichtungen von UFOs seinen zu erklären, so die Journalistin Wolfskämpf, doch sei dies nicht Thema der Sendung, wie sie betont. Immerhin.

In jedem Fall sähe ein Erstkontakt mit Außerirdischen für die Menschheit übel aus, so Schetsche. Die Frage ist nur, wie übel genau? Dies richtet sich nach der Art und Weise des ersten Kontakt und damit an der Intensität dieses Ereignisses. Wobei natürlich diese Verhaltensweise nicht eins zu eins auf alle irdischen Gesellschaften, Länder, Regionen, Religionen und Gruppen zu übertragen ist.

Alles in allem ein interessanter Podcast, der in der kurzen Zeit das komplexe Thema gut darlegt. Gerichtet allerdings an den Laien, der sonst mit irgendwelchen Aliens oder der Suche nach Leben im All nichts zu tun hat. Es ist immer problematisch solche Thematiken in den Massenmedien darzustellen. Aber noch mehr Mainstream als die “Tagesschau” der ARD geht wohl nicht mehr (s. d. a. Artikel & Video HIER).

Video-Auswahl zum Thema

Mehr Videos zur Suche nach Leben im All und SETI HIER.

Video vom 23. Juni 2020 auf Fischinger-Online

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Video vom 4. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Tagung der NASA: Astronomen sind sicher, in wenigen Jahren Außerirdische zu finden – nur über die Art ist man sich nicht einig

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Tagung der NASA: Astronomen sind sicher, in wenigen Jahren Außerirdische zu finden - nur über die Art ist man sich nicht einig (Bild: NASA)
Tagung der NASA: Astronomen sind sicher, in wenigen Jahren Außerirdische zu finden – nur über die Art ist man sich nicht einig (Bild: NASA)

Wo sind die Außerirdischen? Wann findet die Menschheit Leben im All? Über diese epochalen Fragen zerbrechen sich Laien wie Wissenschaftler seit vielen Jahrzehnten den Kopf. Einig ist man sich, dass man außerirdisches Leben finden wird. Nur über die Art der Entdeckung und die Natur dieses fremden Lebens ist man sich nicht einig. Dies zeigte sich auch am vergangenen Wochenende auf einer “Online-Tagung” der NASA zu der Frage “Entdeckung von Leben im All”. In wenigen Jahren jedoch, so glauben die Forscher, finden wir “sie”.


Außerirdische und Leben im All

Schon vor Jahrzehnten waren Astronomen sicher, dass man eines Tages Leben im All finden wird. Wann das geschehen wird, darüber herrschte schon damals Rätselraten. Ebenso über Frage, wie genau dieses Leben aussehen wird. Also ob es nur Mikroben auf dem Mars oder anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems sein werden, oder aber eine außerirdische Zivilisation in den Tiefen des Alls.

Genau zu diesen Fragen organisierte die NASA in Zusammenarbeit mit der Michigan Technological University am vergangenen Wochenende eine Debatte. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese online und per Video-Konferenz statt. In einem waren sich die Astronomen und Naturwissenschaftler einig: Es gibt außerirdisches Leben und es wird in wenigen Jahren entdeckt werden. Zum Beispiel auf dem Jupiter-Mond Europa; also in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft.

Dass hier keine außerirdische Zivilisation mit “echten Aliens”, wie man sie sich vorstellt, auf ihre Entdeckung wartet, ist klar. Vielmehr vermuten Astrobiologen schon seit Längerem, dass es im Ozean unter der Eisschicht von Europa Mikroben geben könnte. Vielleicht sogar mehrzellige Organismen. James Green, Chef-Wissenschaftler der NASA, ist hier besonders optimistisch. Er glaubt, dass noch in diesem Jahrzehnt dieses fremde Leben auf Europa gefunden werden könnte.

Auch Guy Consolmagno, seines Zeichens Leiter der Vatikan-Sternwarte des Papstes, teilt diese Meinung. Seiner Meinung nach könnten durch Raumsonden Spuren von Leben in den Wasserfontänen nachgewiesen werden, die der Mond Europa durch seine Eisschicht in das All schießt.

Biologische oder künstliche Außerirdische

Der vor allem in der Öffentlichkeit durch entsprechende TV-Dokumentationen bekannte SETI-Astronom Seth Shostak ist da wesentlich optimistischer. “Innerhalb der nächsten 20 Jahre werden wir große technische Strukturen im All aufspüren”, so Shostak. Obwohl diese Möglichkeit theoretisch ebenso möglich ist wie der Empfang eines Alien-Signals durch SETI, haben viele Astronomen an dieser Art der Entdeckung Zweifel.

Hauptkretikpunkt ist auch hier der Faktor Zeit. Eine solche außerirdische Zivilisation müsste zeitlich passend zu der unseren existieren oder existiert haben. Deren Signale müsste genau jetzt die Erde erreichen, auch wenn sie beispielsweise schon vor 10.000 Jahren ausgesandt wurden. Ein Problem von SETI, das auf diesem Blog bereits mehrfach thematisiert wurde.

Martin Rees, Astronom aus Großbritannien, sieht das ähnlich. Er verwies auf der NASA-Online-Tagung auf den Umstand, dass ein solches Signal oder ein solcher Fund von Außerirdischen keinesfalls von einer biologischen Spezies stammen muss. Wahrscheinlicher sei eine “elektronische Intelligenz”, die längst ihre organischen Schöpfer überlebt habe. Eine solche “Künstliche Intelligenz” (KI) könnte “Milliarden Jahren überdauert” haben und selbst der Menschheit “wird eine elektronische Intelligenz nachfolgen”, so Rees.

Die Jagd nach Leben im All und vor allem auch anderen Zivilisationen im Universum ist im vollen Gange. Welcher Nachweis, ob Mikroorganismen im Sonnensystem oder eine außerirdische Zivilisation irgendwo im Kosmos, letztlich das Rennen macht, bleibt abzuwarten.

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Lars A. Fischinger

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UFO-Fan findet (mal wieder) auf NASA-Bildern außerirdische Bauwerke und UFOs auf dem Mars (+ Video)

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UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Fall in ferner Vergangenheit tatsächlich Außerirdische einst hier waren (oder sie noch hier sind), wäre es nicht abwegig anzunehmen, dass sie sich für einen längerfristigen Aufenthalt bei uns einrichteten. Was bietet sich da besser an als der Mars oder der Mond, auf denen diese Aliens dafür geheime Anlagen usw. bauen könnten? Hier wären sie sicher vor den Augen der Menschen versteckt. Zumindest nur solange, bis der Mensch auch diese Himmelskörper genauer beobachten und erforschen kann. Dann wären ihre Spuren nicht mehr unbedingt vor uns verborgen. So sieht es auch der UFO-Fan Scott C. Waring, der fast schon täglich “sensationelle Entdeckungen” in dieser Hinsicht macht. Und leider mit seinen wilden Phantasien immer wieder großen Anklang in den Boulevardmedien findet. So wie aktuell auch wieder, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Außerirdische und UFOs auf dem Mars

UFOs, Raumschiffe von Aliens, Außerirdische und geheime Basen und Bauwerke von ihnen sind in der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten ein sehr beliebtes Thema. Vor allem dann, wenn diese mutmaßlichen Spuren der Außerirdischen eben wirklich außerirdisch sind. Das heißt, wenn sie nicht auf diesem Planeten entdeckt werden, sondern irgendwo in unserem Sonnensystem.

Favoriten sind dabei der Mond und der Mars, was einfache Gründe hat.

So sind vor allem beide Himmelskörper durch unzählige Weltraummissionen unzählige Male fotografiert worden. Hunderttausende Fotos von Mars und Mond wurden in den letzten Jahrzehnten geschossen und selbst hochauflösende Bilder von deren Oberflächen kann sich jedermann bequem am heimischen PC ansehen. Aufgenommen von Landern und Rovern, die dort landeten. Hinzu kommt, dass beide Nachbarn im All sehr nahe an der Erde sind. Sie eignen sich deshalb hervorragend für Außerirdische als Basen, auf denen sie “unbeobachtet” agieren können.

Zumindest so lange, bis die Menschheit die Technologien hat, diese Alien-Aktivitäten “dort oben” aufzuspüren.

Grundsätzlich ist der Gedanke, dass Aliens vor Jahrtausenden auf anderen Himmelskörpern Bauten, Basen und Stationen errichteten, naheliegend und nicht vollkommen unmöglich. Ob sie es heute machen würden, wo wir längst in der Lage sind, sie dort zu finden, steht auf einem anderen Blatt. Doch vor dem Beginn der Raumfahrt und mit der unbemannten Missionen zu anderen Planeten und Monden wären Aliens dort vor neugierigen Menschen sicher gewesen.

Und wenn diese Ancient Aliens die Spuren ihrer Aktivitäten dort nicht verwischt hätten, können wir sie finden. Wobei natürlich die Spekulation legitim und sehr verlockend ist, anzunehmen, dass die Außerirdischen auf dem Mars oder Mond weiterhin aktiv sind.

Ein Affe auf dem Mars

Genau das sieht auch der UFO-Fan Scott C. Waring so. Ein Alien- und UFO-Enthusiast, der wie kaum ein anderer den Name “Alien-Freak” verdient hat. Er findet alle paar Tage auf Fotos vom Mars, Mond oder anderen Himmelskörpern Spuren von außerirdischen Strukturen. Ebenso irgendwelche Alien-Raumschiffe mit oft gigantischen Dimensionen oder auch allerlei Artefakte auf der Mars-Oberfläche.

Erst kürzlich will er wieder auf NASA-Fotos von der Mars-Oberfläche Sensationelles gefunden haben: “Alien-Rohre”, die er als “Wasserleitungen” deutet. Noch “sensationeller” war eine seiner Entdeckungen 2016, als er auf einem Rover-Foto der NASA einen Affen erkannt haben will …

Waring berichtet über seine Funde auf seinem Blog und auf einem YouTube-Kanal und erreicht damit eine große Reichweite (s. a. Postings HIER). Dass dabei eigentlich immer seine Phantasie mit ihm durchgeht, ändern daran nichts. Auch nicht für englische Boulevardmedien, die seine “Entdeckungen” immer wieder aufgreifen und im Netz darüber berichten. Es hat den Anschein, dass er durch seine “Enthüllungen” von Alien- und UFO-Spuren auf Mars und Mond zu einer Kultfigur in diesem Bereich wurde.

Man kann sie schlicht nicht ernst nehmen! Und das ist bedauerlich, da Waring durch seine verrückten Behauptungen der Grenzwissenschaft zumindest im englischen Sprachraum schadet. Die Boulevardmedien haben daran erheblichen Anteil, durch ihre Verbreitung seiner irrwitzigen “Beweise”.

Nichts plus Phantasie

So wie seine jüngste Behauptung, dass er auf einem Bild der NASA-Mission “Mars Global Surveyor” von 1999 eine außerirdische Basis und ein riesiges UFOs gefunden habe! Er geht dabei sogar soweit auf seinem Blog “UFO Sightings Daily” zu behaupten, dass das außerirdische Raumschiff vielleicht in dem Mars-Krater “angedockt” habe, da es dort vor “Mikrometeoriten” sicher ist. Er schreibt weiter:

Die Mikrometeoriten werden dem Schiff nicht schaden. Aber wenn Reparaturen durchgeführt werden, können sie diejenigen verletzen, die die Reparaturen durchführen.

Unter dem unten von Waring eingefügten Video betont er, dass andere seine “Entdeckung” bitte nicht kopieren sollen. Es sei seine, und durch das kopieren seines Videos von anderen YouTubern würde seien harte Arbeit nicht “gewürdigt” und “anerkannt”, so der UFO-Fan. “Ich arbeite täglich hart für mein Publikum”, so dass andere Interessierte “ihre  eigenen Entdeckungen” machen sollen.

Wie man an dem YouTube-Video unten sehen kann, sollte das nicht schwer sein.

Jedes x-beliebige Foto von der Oberfläche des Mars (oder Mond) und ganz wenig Phantasie reichen dafür aus. Phantasie nur deshalb, damit man sich etwas spannendes ausdenken kann, was man dort sehen soll. “Die Videos, die ich mache, kommen oft in die Weltnachrichten”, so Waring stolz auf YouTube.

Was leider auch stimmt, denn so geht sei Unsinn viel zu oft viral und lenkt den Fokus sehr, sehr weit weg von einer ernsthaften Beschäftigung mit solchen Themen und Fotos.

Seht selbst:

Video vom 16. April 2020

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Umfrage zu UFOs, Außerirdischen & Co.: Die Mehrheit der Amerikaner wollen die vollständige Freigabe von UFO-Akten, aber …

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Umfrage: Die Mehrheit der Amerikaner wollen die vollständige Freigabe von UFO-Akten (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Umfrage: Die Mehrheit der Amerikaner wollen die vollständige Freigabe von UFO-Akten (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Für UFO-Forscher, Grenzwissenschaftler oder einfach UFO-Interessierten sind Umfragen zum Thema UFOs und Außerirdische durchaus sehr interessant. Vor allem dann, wenn die gewonnenen Ergebnisse das eine oder das andere an Interpretationen zulassen. Man sind die Daten sehr eindeutig, ein anders Mal lassen sie Spielraum für Interpretationen. Da unterscheiden sich “UFO-Umfragen” in nichts von allen anderen Erhebungen, Statistiken und Umfragen. Eine kürzlich in den USA und  Großbritannien durchgeführte Umfrage zu UFOs, Aliens, Verschwörungen und die Freigabe von bisher geheimen UFO-Akten erstaunt dann doch. Denn nur auf den ersten Blick sind die Ergebnis so eindeutig, wie Ihr es in diesem Beitrag lesen werdet.


Umfrage zur Freigabe von UFO-Akten

Statistiken und Umfragen sind eine trockene Angelegenheit. Und vielfach auch eine Sache der Auslegung und Interpretationen der gewonnenen Daten. Für viele Menschen sind sie einfach zu langweilig und sie betrachten diese eher skeptisch. „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!“ – ist dabei ein geflügelter Ausspruch.

Zumal häufig mit Argwohn und Misstrauen darauf geschaut wird, wer genau die jeweilige Umfrage wo und bei wem in Auftrag gegeben hat.

Bei Umfragen zu Themen wie außerirdisches Leben, UFOs, andere Zivilisationen im Kosmos, Verschwörungen oder UFO-Geheimhaltung sieht es teilweise ähnlich aus. Nicht so bei einer „UFO-Umfrage“, die kürzlich vom Marktforschungsinstitut „Piplsay“ in Zusammenarbeit mit „Market Cube“ durchgeführt wurde.

Eine einfache Umfrage mit einfachen Antwortmöglichkeiten und wenig Detaildaten zu den Befragten. Zumindest den veröffentlichten Ergebnissen nach. Zehntausende Personen in den USA und einige tausend in Großbritannien wurden befragt, was sie über das UFO-Thema und die UFO-Geheimhaltung denken. Bekanntlich ist in den USA das Thema UFOs seit den Veröffentlichungen der US-Navy dazu wieder in aller Munde (Videos und Postings dazu HIER)

„Piplsay“ schreibt:

Aliens sind seit langem ein fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur, weshalb die Entscheidung der britischen Regierung, ihre UFO-Dateien freizugeben, in Amerika wahrscheinlich viel Aufsehen erregen wird. Piplsay führte diese landesweite Studie durch, um sich eingehend mit diesem spannenden Thema zu befassen. Das US-Verteidigungsministerium kann sich sehr gut an diesem Bericht orientieren.

Die Entscheidung Großbritanniens, seine geheimen UFO-Akten zu veröffentlichen, wird unter UFO-Enthusiasten und Verschwörungstheoretikern in Amerika mit Sicherheit für Gesprächsstoff sorgen. Piplsay befragte 30.741 Amerikaner, um herauszufinden, wie aufgeregt sie über diese neuesten Nachrichten sind und was sie über all diese außerirdischen Verschwörungen denken. Wir haben auch 4.161 Menschen in Großbritannien befragt, um ihre Reaktionen zu erhalten.“

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Verwirrende Antworten

Die Resultate sind durchweg erstaunlich. Sofern man sie sich näher ansieht. Denn „Piplsay“ präsentiert als erstes Ergebnis noch vor irgendwelchen Details, dass „61 Prozent der Amerikaner wollen, das die US-Regierung ihre UFO-Akten freigeben.“

Eine klare Mehrheit und neben den Unentschlossenen sind nur 27 Prozent dagegen. Und obwohl 50 Prozent die Entscheidung zur Freigabe der UFO-Akten in Großbritannien mit Spannung erwarten, sagen immerhin 34 Prozent: „Nein, es schafft nur unnötigen Wahnsinn.“

34 Prozent ist beachtlich. Nicht minder beachtlich ist die Antwort der Amerikaner auf die Frage, was man „persönlich über UFOs denkt“. Nur 27 Prozent gaben an, dass sie „real sind“. Womit wahrscheinlich gemeint sein soll, dass UFOs ein außerirdisches Phänomen sind. Immerhin meinten genau ein Viertel der Befragten in den USA, dass sie „fehlgedeutete Objekte“ sind.

Das sind durchaus „verwirrende“ Antworten. Immerhin gab es solche und ähnliche Umfragen bereits in den USA und anderen Ländern der Welt, deren Ergebnisse zum Teil stark abweichen. Wie beispielsweise HIER und HIER berichtet. Es scheint deshalb auch widersprüchlich zu sein, da 58 Prozent der Befragten angaben, dass sie glauben, dass „die US-Regierung aktiv an außerirdischen Leben forscht“.

Was damit aber gemeint ist, bleibt „Piplsay“ schuldig. Schließlich forscht die USA – die NASA – nach außerirdischem Leben seit Jahrzehnten.

“Geheime Alien-Missionen”

Durch Raumsonden zu anderen Himmelskörpern wie dem Mars oder Raumfahrzeuge zu Mondes des Jupiter. Man denke nur an die aktuelle Mission „Mars 2020“, worüber in diesem Video HIER berichtet wurde. Das ist kein Geheimnis. Wenn dann aber 39 Prozent der Probanden angeben, dass sie die „Alien-Verschwörungstheorien“ um die Basis „Area 51“ nicht nur glauben, sondern auch meinen, dass die USA dort „geheime Alien-Missionen durchführt“, ist die Verwirrung komplett.

Immerhin waren sich 27 Prozent „nicht sicher“, was in der „Area 51“ in Nevada in Wahrheit vor sich geht.

Erwartungsgemäß fielen die Umfrageergebnisse unter den Briten etwas anders aus. Denn hier waren genau 60 Prozent erfreut darüber, dass das Vereinigte Königreich ihre UFO-Akten freigeben wird. Auch wenn nur 23 Prozent glauben, dass UFOs „real sind“. Bescheidene 7 Prozent der Befragten in Großbritannien halte UFOs übrigens für Fakes bzw. „Hoaxes“ (9 Prozent in den USA). Und obwohl nicht mal ein Viertel der Briten UFOs für „real“ (hier ist wohl wieder „außerirdisch“ gemeint) halten, wird der Verwirrung hier noch eins oben drauf gesetzt.

Auf die Frage „Glaubst du die Verschwörungstheorien, dass Außerirdische existieren und hier auf der Erde sind“ wurde geantwortet: 38 Prozent mit Nein, 35 Prozent mit Ja und 27 Prozent sind sich „nicht sicher“.

12 Prozent mehr glauben also an eine UFO-Verschwörung und die Präsenz von Aliens auf unseren Planeten, als dass UFO „real sind“ …

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Lars A. Fischinger

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Leben auf Saturn-Mond Enceladus? Wissenschaftler finden neue Hinweise

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Der Saturn-Mond Enceladus und sein innerer Ozeane: Nichts spricht dagegen, dass es hier Leben gibt! (Bild: NASA)
Der Saturn-Mond Enceladus und sein innerer Ozeane: Nichts spricht dagegen, dass es hier Leben gibt! (Bild: NASA)

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es auf verschiedenen Himmelskörpern unseres Sonnensystems tatsächlich Leben geben könnte. Primitives Leben im All an Orten, an die bis vor wenigen Jahren niemand dachte. So zum Beispiel auf dem kleinen Saturn-Mond Enceladus. Ein Eismond, der bis zu 11 mal weiter von der Sonne entfernt ist, wie unsere Erde. Doch auch hier könnte Leben einstanden sein. In seinem relative warmen Inneren, wo ein Ozean vermutet wird. Neue Studien und Auswertungen der Daten der Raumsonde “Cassini” zeigen jetzt, dass dort alle Voraussetzungen für Leben vorhanden sind. Und diese sind sogar noch besser, als bisher gedacht, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


Der Saturn-Mond Enceladus

In unserem eigenen Sonnensystem gibt es einige Kandidaten, auf denen möglicherweise (primitives) Leben existiert. Am bekanntesten sind hier sicherlich der Mars und der Jupiter-Mond Europa. Doch auch auf dem nur rund 500 Kilometer kleinen Saturn-Mond Enceladus könnte es außerirdischen Leben geben.

Davon sind mehr und mehr Wissenschaftler durch immer neue Forschungsergebnisse überzeugt. Vor allem durch die überaus erfolgreiche Raumsonde „Cassini“, die ab 2005 den Saturn, seine Monde und seine berühmten Ringe erforschte.

Vor allem aus diesen Daten und Beobachtungen sind Astronomen heute überzeugt, dass der Eismond Enceladus unter seiner dynamischen Eisschicht einen Ozean mit flüssigen beherbergt. „Cassini“ konnte nicht nur beobachten, dass der Mond Geysire aus Eis und Wasser bis zu 500 Kilometer in den Weltraum schießt, sondern auch, dass dort die Bausteine des Lebens vorhanden sind.

Bereits Anfang Oktober 2008 konnte die Sonde „Cassini“ in nur 25 Kilometern Abstand an dem Saturn-Mond vorbei fliegen. Bei diesem Vorbeiflug durchquerte sie auch die von den Geysiren in der südlichen Region ausgestoßenen Partikelwolken. Zur Überraschung der Wissenschaftler konnten die Messgeräte der Sonde dabei neben Wasserstoffmolekülen, Kohlendioxid und Ammoniak vor allem auch alle wichtigen Chemikalien für die Entwicklung von Leben nachweisen.

Leben auf Eneladus?

Verschiedene Studien und Untersuchungen legen auch deshalb die Vermutung nahe, dass es auf dem Grund des Ozeans hydrothermale Quellen gibt. Diese begünstigen die Entstehung von primitiven Leben, das einigen Thesen nach auch auf der Erde einst an heißen Hydrothermalquellen entstand. Der Nachweis von molekularem Wasserstoff,  komplexen organischen Molekülen in Zusammenhang mit den heißen Quellen unter dem Ozean lässt ebenso auf die Entstehung einfachen Lebens auf dieser fernen Welt schließen.

Unter anderem zeigte die Studie „Cassini finds molecular hydrogen in the Enceladus plume: Evidence for hydrothermal processes“ („Science“, April 2017) um J. Hunter Waite, dass die Entstehung von Methan sehr wahrscheinlich ist.

Alle Voraussetzungen für die Entwicklung von Leben sind auf diesem kleinen Mond demnach vorhanden. Die Auswertung und Analyse der Daten von „Cassini“ dauern weiterhin an. Und so untermauern auch neue Untersuchungen die Hypothesen von Leben auf oder besser in Enceladus, die am 22. Januar 2020 im „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht wurden.

Dr. Christopher R. Glein und Dr. J. Hunter Waite vom „Southwest Research Institute“ kommen in ihrer Studie „The carbonate geochemistry of Enceladus’ ocean“ zu dem Ergebnis, dass dort Leben, wie wir es von der Erde her kennen, existieren kann. Glein dazu auf „Science Daily“ am 22. Januar:

Wenn wir die Zusammensetzung der Wolke verstehen, können wir lernen, wie der Ozean aussieht, wie er entstanden ist und ob er Umgebungen bietet, in denen das Leben, wie wir es kennen, überleben kann. Wir haben eine neue Technik zur Analyse der Zusammensetzung der Wolken entwickelt, um die Konzentration des gelösten CO2 im Ozean abzuschätzen. Dies ermöglichte die Modellierung, um tiefere innere Prozesse zu untersuchen.

Mit zwei unterschiedlichen Datensätzen haben wir CO2-Konzentrationsbereiche abgeleitet, die erstaunlich ähnlich sind, wie man es von der Auflösung und Bildung bestimmter Gemische von silicium- und kohlenstoffhaltigen Mineralien am Meeresboden erwarten würde.“

Faszinierende Möglichkeiten

Glein zufolge seinen „die Auswirkung auf das mögliche Leben faszinierend“. Ob sich aber auf Enceladus tatsächlich Leben im Inneren seines Ozeans entwickle, können die Wissenschaftlicher nicht sagen. Lediglich die Möglichkeit, dass es dort zu einer solchen Entwicklung kam, erhärtet sich durch die neuen Untersuchungen. Waite ergänzte dazu:

Die dynamische Schnittstelle zwischen einem komplexen Kern und dem Meerwasser könnte potenziell Energiequellen erzeugen, die das Leben unterstützen könnten.

Während wir keine Hinweise auf das Vorhandensein von mikrobiellem Leben im Ozean von Enceladus gefunden haben, bieten die wachsenden Hinweise auf ein chemisches Ungleichgewicht einen verlockenden Hinweis darauf, dass unter der Eiskruste des Mondes bewohnbare Bedingungen existieren könnten.

Theoretisch könnte man diesen Beweis für Leben auf Enceladus recht einfach erbringen. Theoretisch, denn dazu müsste eine neue Sonde zum Saturn geschickt werden, die dort angekommen auf und vor all im Mond Proben nimmt. Das wird aber noch einige Jahre oder Jahrzehnte auf sich warten lassen.

Die überaus erfolgreiche Mission von „Cassini“ und ihrem Landemodul „Huygens“ zum Beispiel benötigte sieben Jahre, bis sie den Saturn erreichte. Erst nach der Landung von „Huygens“ auf dem Mond Titan untersuchte „Cassini“ Enceladus (und andere Objekte). Würde eine nur auf Enceladus ausgerichtete ähnliche Mission losgeschickt, die vielleicht sogar Proben zur Erde bringen würde, müsste man hier allein mir rund 15 Jahren Flugzeit rechnen …

Vielleicht finden die Forscher da wesentlich früher Leben auf dem Mars. Möglicherweise schon sehr bald durch die Mars-Mission “Mars 2020”, wie in diesem YouTube-Video HIER berichtet.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Uranus als Auslöser der Sintflut? Warum der Planet gekippt ist und das Rätsel seines Mondes Miranda: Seltsames aus der Prä-Astronautik

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Der Uranus und sein Mond Miranda - zwei Sonderlinge in unserem Sonnensystem, die angeblich eine ganz besondere Geschichte haben [nicht maßstabsgetreu] (Bilder: gemeinfrei)
Der Uranus und sein Mond Miranda – zwei Sonderlinge in unserem Sonnensystem, die angeblich eine ganz besondere Geschichte haben [nicht maßstabsgetreu] (Bilder: gemeinfrei)

Alle Monde, Planeten und all die andere Himmelskörper im Sonnensystem sind einzigartig. Und jedes Objekt hat seine ganz eigenen Rätsel und Geheimnisse. Der Planet Uranus weit draußen im All bildetet da mit seinen seltsamen Monden und seiner um fast 100 Grad “gekippten” Achse keine Ausnahme. Irgendwas hat den Gasplaneten irgendwann gerammt, da sind sich Astronomen einig. Der Prä-Astronatik-Autor Zecharia Sitchin hatte zu diesem Rätsel des Uranus und auch dessen sonderbaren Mond Miranda eine ganz eigene Idee. Eine spektakulär klingende Behauptung, die nicht nur mit seinem Planeten Nibiru zu tun hat, sondern auch mit der irdischen Sintflut. Liest man aber genauer nach, zeigt sich, dass diese Spekulationen von Sitchin seine eigenen Behauptungen von einem bewohnten Nibiru vollkommen widersprechen. Warum erfahrt Ihr detailliert in diesem neuen Blog-Artikel.


Viel los im Sonnensystem

Offiziell hat unser Sonnensystem 8 Planeten, zu denen sich eine bisher unbekannte Anzahl von Zwergplaneten gesellen. Plutoiden nennt man einige dieser Objekte, und der Ex-Planet Pluto hinter dem Neptun ist da wohl der berühmteste.

Alle Planeten, Zwergplaneten, transneptunische Objekte (TNO) und auch Monde in unserem Sonnensystem sind dabei etwas besonders. Jeder Himmelskörper hat seine Besonderheiten, Rätsel und individuellen Eigenarten. Keiner ist wie der andere. Dazu kommen Millionen oder Milliarden Kometen und Asteroiden, so dass niemand sagen kann, wie viele Objekte letztlich in unserem System ihre Bahnen ziehen.

In die Mainstreammedien schaffen es dabei die allerwenigsten Himmelskörper. Hier liegt der Fokus auf Mars und Mond, da vor allem deren weitere und zukünftige Erforschung immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Und natürlich auf Exoplaneten, die um ferne Sonnen ihre Bahnen ziehen.

Für Astronomen und Planetenforscher sind natürlich alle Planeten und Objekte im All spannend und interessant. So auch der Riesenplanet Uranus, der weit draußen hinter Saturn mit seinen berühmten Ringen seine Umlaufbahn hat.

Der seltsame Uranus

Uranus wurde erst 1781 entdeckt, ist rund 20-mal so weit von der Sonne entfernt wie unsere Erde und der drittgrößte Planet unseres Sonnensystems. Mit mehr als 51.000 Kilometern Durchmesser und der 14,5-fachen Erdmasse gehört er zu den Gasplaneten. Und mit fast minus 200 Grad Celsius und einer Jahreslänge von 84 Jahren ist er kein Planet, auf dem man leben möchte.

Doch obwohl er wie beispielsweise Jupiter zu den Gasplaneten gehört, tanzt Uranus doch aus der Reihe.

Uranus rotiert in etwas mehr als 17 Stunden um seine Achse, was erst mal nichts Ungewöhnliches ist. Ungewöhnlich ist aber die Rotationsachse des Planeten an sich, da diese um exakt 97,77 Grad gegen seine Umlaufbahn gekippt ist. Dadurch “rollt” der Planeten sprichwörtlich um die Sonne, was ihm die Spitznamen „Der rollende Planet“ einbrachte. Ein Umstand, der dafür sorgt, dass in einem Uranus-Jahr einmal die Nordhalbkugel und einmal die Südhalbkugel fast direkt in Richtung Sonne zeigen. Die andere Hälfte des Planeten liegt währenddessen in ewiger Nacht.

Mit etwas Phantasie kann man dies mit der Polarnacht auf der Erde vergleichen. Auch Polarlichter sind auf dieser fernen Welt zu sehen. Mit dem Unterschied, das auf Uranus eine Polarnacht bzw. ein Polartag rund 42 Jahre dauert …

Für Planetenforscher ist diese gewaltige Neigung der Achse faszinierend. Kein anderer Planet hat auch nur eine annähernd ähnliche Neigung der Rotationsachse, wie Uranus. Die Erde hat bekanntlich 23,44 Grad, Jupiter nur 3,13 Grad, Mars ähnlich wie die Erde 25,19 Grad und Merkur sogar nur winzige 0,01 Grad (eine Ausnahme ist die Venus).

Wie kommt oder besser kam es dazu?

Die Uranus-Katastrophe

Über die Ursache dieser exzentrischen Achse haben sich schon Generationen von Astronomen den Kopf zerbrochen. Verschiedene Theorien wurden entwickelt, wieder verworfen oder verfeinert. Die Grundidee ist dabei fast immer gleich geblieben. Irgendwas muss den Uranus in der Urzeit unseres Sonnensystems gerammt und dabei gekippt haben. Dies würde auch seine „wackeligen“ Ringe und seine seltsam „eiernden“ Monde erklären. Ebenso die Tatsache, dass das Magnetfeld des Uranus gleich vier Pole hat und der Planet in der Urzeit mit Jupiter die Plätze getauscht haben könnte.

Viele Rätsel für einen einzigen Planeten.

Neue Computersimulationen, die 2018 im „The Astrophysical Journal“ (Vol. 861, Nr. 1, 2. Juli 2018) veröffentlicht wurden, zeigen, dass eine Protoplanet vor Milliarden Jahren mit dem Urnaus kollidiert sein muss. Nach über 50 Simulationen sind die Forscher um Jacob Kegerreis von der Durham Universität in ihrer Studie überzeugt:

Am wahrscheinlichsten ist eine kataklysmische Kollision des jungen Uranus mit einem Objekt von der doppelten Masse der Erde oder sogar noch etwas größer. Diese kippte den Planeten auf die Seite.“

Bei dieser gigantischen Katastrophe wurden einige Monde des Uranus in ihre heutigen exzentrischen Bahnen gelenkt, andere wurden zerstört, einige bildeten sich aus den Trümmern neu und letztlich entstanden so auch die Ringe um den Planeten. In der Theorie, denn dabei war damals niemand.

Der Uranus-Mond Miranda und seine "Narben": Spuren einer Kollision mit Nibiru? (Bilder: NASA/gemeinfrei)
Der Uranus-Mond Miranda und seine “Narben”: Spuren einer Kollision mit Nibiru? (Bilder: NASA/gemeinfrei)

Nach den Simulationen der Wissenschaftler um Kegerreis soll dieses Ereignis vor ca. vier Milliarden Jahren stattgefunden haben. Im jungen Sonnensystem, in dem es noch nicht mal eine Erde gab, wie wir sie heute kennen.

Doch was wäre, wenn dieses Ereignis erst viel später stattgefunden hat? Sehr viel später in historischer Zeit, als es bereits den Menschen gab?

Das zumindest behauptet der Prä-Astronautiker Zecharia Sitchin in einem seiner Bücher. Es ist jener Autor, der die Idee des von Aliens namens Anunnaki bewohnten Planeten Nibiru erfunden hat. Jener Planet, der angeblich verborgen in unserem Sonnensystem existiert und etwa alle 3.600 Jahre in die „Nähe“ der Erde kommt.

Ein Thema, das auf diesem Blog und in dem Buch „Die Akte 2012“ vielfach und umfangreich diskutiert wurde (Link).

Der Planet Nibiru und die Sintflut

Und auch wenn Sitchin mit seinen wilden Spekulationen und Erfindungen der Prä-Astronautik mehr geschadet als genutzt hat, ist seine „Uranus-These“ interessant. Vor allem aus dem Grund, da sie belegt, dass seine Nibiru-Ideen mit den dortigen Außerirdischen reine Phantasie sind, wie es noch deutlich wird.

Sitchin selber, einmal knapp und kompakt zusammengefasst, sagt, dass sein Planet Nibiru mit den dort lebenden Außerirdischen in rund 3.600 Jahren einmal die Sonne umrundet. In einer starken Ellipse, vergleichbar mit Kometen, wobei die größte Sonnenannährung des Nibiru etwa im Bereich des Asteroidengürtels hinter dem Mars liegen würde.

Trotzdem ist Sitchin in seinen Büchern sicher, dass die Gravitation von Nibiru bei einer seiner Annäherungen an die Sonne vor etwa 13.000 Jahren die Sintflut auslöste. Da dieser Planet aber periodisch alle 3.600 Jahre „zu uns“ kommen soll, warum gab es dann nur einmal eine Sintflut? Warum nicht zum Beispiel auch um 556 vor Christus, wo nach Sitchin sein Planet auch hier gewesen sein soll? Oder um 4.000 vor Christus?

Während der letzten 120 SARs (die Umläufe des Nibiru, Anm. LAF) vor der Sintflut passierte Nibiru sein Perigäum, ohne eine solche Katastrophe zu verursachen. Dann plötzlich geschah etwas Ungewöhnliches, das Nibiru näher an die Erde heranführte.“

So Sitchin in seinem Buch „Apokalypse“ (2007). Und genau hier kommen nach den Spekulationen des Autors der Planet Uranus und auch sein rätselhafter Mond Miranda ins Spiel. Zu dem aber später mehr.

Abweichungen in seinen Berechnungen erklärt Sitchin damit, dass Nibiru bei seinem Lauf um die Sonne durchaus durch die Gravitation anderer Himmelskörper in seiner Bahn gestört werden kann. Der Umlauf des unbekannten Planeten von 3.600 Jahren sei „immer ein mathematischer Mittelwert“, schreibt Sitchin zum Beispiel in „Apokalypse“. Dieser Planet habe um 10.900 vor Christus die Sintflut auf der Erde eben genau deshalb ausgelöst, da seine Umlaufbahn zu diesem Zeitpunkt gestört worden sei.

Der Orbit des Nibiru führte unglücklicherweise bei genau diesem einen Umlauf viel zu nah an die Erde, so Sitchin weiter.

Crash mit Uranus!

Weiter spekuliert er, dass Nibiru dabei vielleicht mit dem Uranus zusammengestoßen ist. Das habe seinen Orbit dramatisch verändert und ablenkt, dass es letztlich zu dieser Katastrophe auf der Erde kam. Sitchin sieht darin eine Erklärung für die oben geschilderten sonderbaren Eigenschaften des Uranus. Es war nach ihm nur kein Protoplanet vor Milliarden von Jahren, sondern sein bewohnter Nibiru in historischer Zeit.

Das habe auch für Nibiru Folgen gehabt, so schreibt er weiter, denn sein Orbit verkürzte sich so auf „nur“ ca. 3.450 Jahre. Sitchin:

Wenn es das ist, was geschah, würde es das ,frühe’ Erscheinen Nibirus 556 v. Chr. erklären – und darauf schließen lassen, dass mit seiner Wiederkunft um das Jahr 2900 n. Chr. zu rechnen ist.“ (s. a. HIER)

Als Resultat nimmt Sitchin aber nicht nur an, dass Uranus „gekippt“ und die Umlaufbahn des Nibiru verkürzt wurde. Auch einige Monde des Uranus (und auch des Neptun), die ihren Planeten „rückwärts“ umkreisen, könnten so ihre seltsamen Bahnen bekommen haben. In der Astronomie nennt man diese Umlaufbahnen „retrograd“, und werden meist mit kosmischen Katastrophen vor Milliarden von Jahren erklärt.

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Der nur 472 Kilometer kleine Uranus-Mond Miranda ist dabei besonders interessant.

Seit 1986 die Sonde „Voyager 2“ den Mond fotografierte, weiß man, dass er riesige rätselhafte Kerben oder Furchen auf seiner Oberfläche hat. Inzwischen kennen wir dank der Bilder die vernarbte Oberfläche von Miranda recht gut. Deutlich sieht man auf dem Mond die extremen Rillen, Verwerfungen und ein ganzes Netz von Canyons und Klippen. Die als „Verona Rupes“ bezeichnete Anomalie auf Miranda ist sogar bis zu 20 Kilometer tief.

Kein Mond des Sonnensystems hat auch nur annähernd ähnlich bizarre Formationen und geologischen Strukturen, wie er.

Der rätselhafte Mond Miranda

Tatsächlich glaubten Astronomen, dass Miranda in unbekannter Zeit einmal von einem kosmischen Objekt zertrümmert wurde, sich dann aber wieder „zusammensetzte“.

Inzwischen wird jedoch davon ausgegangen, dass Wechselwirkungen mit den Uranus-Monden Umbriel und Ariel sowie den Planeten selber für Mirandas Aussehen und auch Orbit verantwortlich sind. Gezeitenkräfte heizten dabei Miranda auf, tektonische Verschiebungen waren die Folge und Wassereis drang aus dem Inneren über die Oberfläche. Der Mond selber besteht zu 80 Prozent aus Eis.

Natürlich war auch hier niemand dabei, und die Narben von Miranda sehen zweifellos wie „Streifschüsse“ aus. Das sieht auch Zecharia Sitchin in „Apokalypse“ so:

Könnte eine kosmische Kollision mit dem passierenden Nibiru und seinen Monden seine Narben und die Kippstellung des Uranus verursacht haben?

(…)

Es ist nicht undenkbar anzunehmen, dass auf jenem Umlauf, der zur Sintflut führte, Nibiru zunächst den driftenden Uranus passierte, wobei einer von Nibirus Monden Uranus streifte und in Schlingern brachte, was seine Seitenlage verursachte; es könnte sogar sein, dass eben jener Mond, der daraufhin von der Gravitation des Uranus ‚eingefangen‘ wurde, der rätselhafte Miranda ist.“

Zecharia Sitchin ist sich also selber nicht ganz sicher, was da genau geschehen ist. Entweder rammte Nibiru selber den Uranus … oder nur einer seiner Monde. Oder sogar das Objekt, das wir heute als Miranda kennen, stieß als ehemaliger Nibiru-Mond mit Uranus zusammen, „kippte“ ihn dabei um, und war von da an ein neuer Mond des Uranus.

Wie sein Planet daraufhin aber wieder einen stabilen Orbit einnehmen konnte – der eben keine Fluten mehr auslöste – verrät Sitchin nicht. Wobei man sich auch fragen muss, ob und wie ein Eismond von nur 472 Kilometer Durchmesser einen Gasplaneten mit 51.000 Kilometern Durchmesser um fast 100 Grad „umkippen“ kann. Immerhin gehen die Forscher heute durch ihre Computersimulationen davon aus, dass ein Objekt von rund der doppelten Erdgröße mit dem Uranus kollidierte.

Das entspräche einem Planeten mit rund 25.500 Kilometern Durchmesser, der damit recht genau halb so groß wie der Uranus selber gewesen sein muss. Nur ein solcher Riese wäre dazu in der Lage die Achse des Uranus entsprechend zu kippen. Miranda ist 54-mal kleiner …

Zum Glück nur eine Sintflut …

Angenommen, Sitchins Phantasien würden zutreffen, dann können wir Glück sprechen, dass es nur eine Sintflut gab. Immerhin kam es weder vor noch nach diesen verheerenden komischen Kollisionen dazu. Nur ein einziges Mal in der langen Historie des Nibiru und des Sonnensystems hatten wir auf der Erde und der Uranus das Pech. Oder wir (bzw. Sitchin) wissen von keiner anderen entsprechenden Katastrophe.

Von Glück können aber auch und vor allem die Bewohner des Nibiru selber sprechen. Immerhin haben sie auf ihren Planeten die Uranus-Katastrophe überlebt!

Nibiru kam laut Sitchin vor vier Milliarden Jahren von Außerhalb in unser Sonnensystem. Obwohl er in seinem ersten Buch „Der 12. Planet“ (1976/79) auch von 3,2 Milliarden Jahren schreibt, bleiben wir mal den vier Milliarden Jahren. (Der Vollständigkeit halber: Bei der Ankunft war Nibiru laut Sitchin noch der Planet “Tiamat”.)

Nach der Zerstörung und dem Chaos im Sonnensystem, das der „Neuankömmling“ Nibiru ausgelöst haben soll, nahm er letztlich seinen Platz ein. Seinen extrem elliptischen Orbit von 3.600 Jahren in dem er, mit den oben gezeigten „Abweichungen“, bis heute seine Bahnen zieht. Seine Umläufe führen ihn dabei laut Sitchin bis weit hinter den Neptun und den Zwergplaneten Pluto in den Kuipergürtel – und dann wieder bis in den Bereich des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter.

Der Nibiru würden folglich mindestens die Bahnen von Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto währen eines Nibiru-Jahres zweimal kreuzen (Hin- und Rückweg). Und auch wenn die genaue Masse und Größe von Nibiru nicht wirklich von Sitchin „ermittelt“ wurde, ist es nicht denkbar, dass es dabei nicht zu gravitativen Wechselwirkungen mit den anderen Planeten gekommen ist.

Nibiru wäre sicher längst mit einem anderen Planeten kollidiert oder aus dem Sonnensystem geschleudert worden. Schon lange vor dem Uranus-Sintflut-Ereignis in der langen Zeit seit der „Ankunft“ des Planeten. Dazu am Ende mehr.

Damals, vor 445.000 Jahren

Zuvor eine ganz einfache Rechnung zu diesen vier Milliarden Jahren: 4.000.000.000 Jahre : 3.600 Jahre (Nibiru-Umlauf) = 1.111.111 Nibiru-Umläufe quer durch das Sonnensystem um unseren Stern.

Das heißt im Klartext, dass Nibiru bereits millionenfach die Bahnen der anderen Planeten kreuzte. Auch wenn sein Orbit zu den anderen Planeten oder besser gesagt zur Ebene des Sonnensystems „geneigt“ sein sollte. Und das ohne irgendwelche Auswirkungen auf das Sonnensystem gehabt zu haben? Weiter bedeutet dies, dass Nibiru bereits über eine Millionen Mal seit seiner Ankunft in unserem System zur Erde gekommen sein muss. Auch das scheinbar problemlos …

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Sitchins Kernaussage in allen Büchern ist, dass auf seinem Nibiru Aliens leben. Diese von ihm Anunnaki genannten Wesen sind uns Menschen sehr ähnlich, allerdings technologisch weit voraus. Und das schon vor rund 445.000 Jahren, wie er schon 1979 bzw. 1976 in seinem Erstling „Der 12. Planet“ schrieb. Denn in jener fernen dunklen Epoche der Menschheit seien die Außerirdischen von Nibiru erstmals auf der Erde gelandet. Eine zweite Welle dieser Alien-Siedler kam dann etwa vor 400.000 Jahren hier an. Mehr als 100.000 Jahre leben und arbeiteten diese Anunnaki hier und schufen dann den Menschen als „Sklaven“, „Diener“ oder „Helfer“.

So weit, so seltsam.

Nach diesen Ideen entwickelten sich auf der Erde und Nibiru also zwei intelligente Spezies mehr oder weniger parallel. Die frühen primitiven Menschen schafften aber nicht den Sprung zu einer technologischen Zivilisation, wie die Nibiru-Bewohner. Sie waren fast eine halbe Millionen Jahre früher soweit und konnten sogar durch den Weltraum fliegen.

Zivilisierte dort – Primitive hier

Anzunehmen, dass Nibriu schon bewohnt war, als dieser vor Milliarden von Jahren aus den interstellaren Raum in unser Sonnensystem kam, ist natürlich unsinnig. Sitchin selber erklärt in seinen Büchern und vor allem bereits in „Der 12. Planet“ sehr detailliert und umfangreich, dass der „Eindringling“ für Katastrophen im Sonnensystem sorgte. Er kollidierte mit anderen Planeten und zertrümmerte sie teilweise, so dass irgendwelche Außerirdischen das nicht überlebt hätten!

Wie aber kann es sein, dass auf Nibiru mit seinem extremen Orbit daraufhin vor mindestens 445.000 eine raumfahrende Zivilisation entsteht, während die Menschheit auf der wesentlich besser geeigneten Erde noch auf Bäumen lebt? Um es überspitzt auszudrücken. Zumal man sich dabei immer die oben gezeigten millionenfache Sonnenumläufe des Nibiru vor Augen führen muss. Ein „ruhiger Planet“ zur Entwicklung von Leben und Zivilisation sieht ganz anders aus.

Auch die Aussage, dass es eben doch zu „Problemen“ auf Nibiru kam, hilft da auch nicht weiter. Sitchin behauptete in seinen Büchern nämlich, dass die Anunnaki zur Erde kamen, um Gold abzubauen. Sie benötigten es dringend zum Schutz für ihre Atmosphäre, da eben aufgrund des Orbits das Leben auf Nibiru bedroht gewesen sei.

Das Problem ist dabei, dass Sitchin diese Geschichte mit dem Gold frei erfunden hat. Er hat sich dabei nicht mal die Mühe gemacht diese Behauptung irgendwie zu untermauern, wie in diesem Artikel HIER belegt. Als zweites Problem kommt hinzu, dass die Anunnaki-Außerirdischen bereits eine technische Zivilisation hatten, als ihre Atmosphäre sich zu zersetzten begann, und sie genau deshalb unser Gold benötigten.

Schließlich flogen sie daraufhin durch das All zur Erde …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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