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Steinzeit-Rätsel auf Malta, Teneriffa und den Azoren – und das Fels-Mysterium von Perperikon in Bulgarien. Interview-Talk auf YouTube

VIDEO-Talk: Uralte Rätsel der Steinzeit auf Malta, Teneriffa, Azoren und auf dem Balkan (Bilder H.-D. Gau & Fischinger-Online)
VIDEO-Talk: Uralte Rätsel der Steinzeit auf Malta, Teneriffa, Azoren und auf dem Balkan (Bilder H.-D. Gau & Fischinger-Online)

Weltweit gibt es uralte Rätsel in Fels und Stein. Wahre Steinzeiträtsel, die man auch auf der Insel Malta, auf Teneriffa und auf den Azoren findet. Auf den Azoren sogar quasi identische Mysterien wie auf der Mittelleerinsel Malta. Doch auch in Bulgarien befindet sich eine megalithische Anlage mit Namen “Perperikon”, die nach offiziellen Angaben mindestens 7.500 Jahren alt ist. Dazu führte ich ein Interview-Talk mit dem Mystery-Jäger Hans-Dieter Gau, der sich all diese Steinzeiträtsel vor Ort angesehen hat. Der Talk ist nun auf meinem Grenzwissenschafts-Kanal bei YouTube online.


Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Cart Ruts”, parallele “Rillen” im Feldgestein, sind in der Grenzwissenschaft vor allem von der Insel Malta im Mittelmeer bekannt.

Dort, wo es rund zwei Dutzend uralte Tempel gibt, die (offiziell) 7.000 und mehr Jahre alt sein sollen. Aber diese “Rillen-Spuren” existieren auch auf den Inseln der Azoren im Atlantik, sie schon seit sehr lange Zeit sogar als “Reste von Atlantis” angesehen werden!

Besteht ein Zusammenhang? Und warum gibt es auf Inseln im Atlantik keine Stufenpyramiden-Plattformen?

Was hat es mit der uralten Fels-Anlage “Perperikon” in Bulgarien auf sich, die laut Meinung der Archäologen bereits vor 7.500 Jahren als “Kultplatz” diente? Wie steht – wenn überhaupt – Wein damit im Zusammenhang?

Dazu führte ich mit dem Grenzwissenschafts-Kollegen Hans-Dieter Gau am Rande des 20. Seminars “Phantastische Phänomene” in Bremen ein Interview. Dort sprach Gau in einem Vortrag über die Rätsel der uralten Anlage “Perperikon”, die er sich vor Ort ansah.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 10. März 2015 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Malta: Rätselhafte Spur im Felsgestein entdeckt – Von Menschenhand oder Laune der Natur? +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Malta: Rätselhafte Spur im Felsgestein entdeckt - Von Menschenhand oder Laune der Natur? (Bild & Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Malta: Rätselhafte Spur im Felsgestein entdeckt – Von Menschenhand oder Laune der Natur? (eingefärbt) (Bild & Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Insel Malta und ihre Nachbarinsel Gozo im Mittelmeer sind in der Grenzwissenschaft sowie Archäologie einigen Menschen bekannt. Bekannt zum Beispiel durch die zahllosen dortigen Tempel, die teilweise 7.000 und mehr Jahre in die Vergangenheit reichen. Für viele liegen hier wahre Rätsel der Archäologie verborgen. Dazu gehören auch die “Curt Ruts” aus den Inseln. Mysteriöse Rillen oder “Gleise” im Felsgestein, die überall auf Malta und Gozo sowie im Meer davor zu finden sind. Und alle ähneln sich. Bis auf eine Spur im Fels, denn diese sieht so ganz anders aus, als alle anderen “Curt Ruts” die man dort findet. Aber ist sie von Menschen gemacht? Oder doch nur eine reine Laune der Natur? In diesem YouTube-Video stelle ich Euch diese rätselhafte Spur im Detail vor.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die unscheinbare Mittelmeerinsel Malta sowie die Nachbarinsel Gozo waren bereits mehrfach Thema auf diesem Blog sowie auf meinem Video-Kanal bei YouTube.

Grund sind die zahllosen faszinierenden Spuren und Rätsel aus der Archäologie, die sich dort überall verteilt finden. Auf dem kleinen Malta finden sich erstaunliche viele Tempel, die zum Teil bis 7.000 und mehr Jahre in die Vergangenheit reichen.

Weithin bekannt sind auch die seltsamen „Curt Ruts“, über die auch in der Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten viel spekuliert wird. Mysteriöse Rillen im Felsgestein der Insel, die aussehen wie Gleise oder Spurrillen, und überall auf Malta und Gozo zu finden sind. Auch auf dem Meeresboden. Diese Rillen ähneln sich alle in sehr vielen Details.

Aber eine Spur im Fels der Insel macht eine Ausnahme. Sie sieht so ganz anders aus, als alle anderen „Curt Ruts“, die man hier oder an anderen Orten wie den Azoren findet.

Aber ist sie von Menschen gemacht? Oder doch nur eine reine Laune der Natur? Modern oder uralt?

In diesem YouTube-Video stelle ich euch diese rätselhafte Spur einmal im Detail vor.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 25. Sep. 2019 auf Fischinger-Online

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Im Bann des Mondes: Die ersten Kalender der Menschheit – Von Steinzeit-Uhren und Taschenkalendern der Steinzeit +++ Artikel +++

ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)
ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)

Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? Dienten Megalithbauten oder Ringwallanlagen in Europa (oder anderswo auf der Welt) tatsächlich nur als “Kalender für die Landwirtschaft”? Waren die astronomisch nach den Zyklen von Sonne und Mond ausgerichteten Bauwerke wirklich nichts weiter als “nur” Zeitmesser für die ersten Landwirte und Viehzüchter? Geht es nicht einfacher und steckt nicht weit mehr hinter diesen Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen? Und warum haben unsere Ahnen diese Anlagen über Jahrtausende hinweg immer wieder errichtet und erweitert? Spannende Rätsel unserer Vorzeit, denen in diesem neuen Blog-Artikel einmal genauer nachgegangen werden soll. Denn alle möglichen Antworten führen zu immer neuen Fragen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sonne, Mond und Sterne in der Steinzeit

Anhand von Megalithanlagen, Steinkreisen oder auch Ringwallanlagen aus der Steinzeit wissen wir heute, dass die Erbauer dieser Anlage ein enormes Wissen auf dem Gebiet der Astronomie besessen haben müssen. Kenntnisse über die Bewegungen der Sterne, des Mondes und der Sonne sowie deren entsprechende Zyklen. Und das vor vielen Jahrtausenden.

So zum Beispiel ist der in der berühmten Megalithanlage Stonehenge „eingearbeitete“ Mondzyklus zwischen seinem südlichsten und nördlichsten Stand nur durch langwierige Beobachtungen der Gestirne zu ermitteln. Er dauert fast 19 Jahre. Andere Bauten, die noch weit älter als Stonehenge sind, zeigen ganz ähnliche Ausrichtungen. Und diese Kosmologie der Urahnen wurde über Generationen weiter vermittelt. Ohne eine Schrift dieser Steinzeitmenschen, da wird bisher keine eindeutigen Belege dafür haben.

Beispielsweise die weltbekannte „Himmelsscheibe von Nebra“ aus Deutschland vor unserer Haustür. Ihre Entstehung wird offiziell vor 3.700 bis 4.100 Jahren angenommen und gilt als eine der ältesten astronomischen Darstellungen des Himmels überhaupt. Sie datiert stammt natürlich nicht mehr aus der (dortigen) Steinzeit, da sie bekanntlich aus Metall ist. Was bei dieser Bronzeplatte nicht minder erstaunt ist der Umstand, dass dieses Wissens auf der Himmelsscheibe bereits tausende Jahre früher bekannt war. Und zwar findet man dieses bereits in der Ausrichtung der Kreisgrabenanlage von Goseck eingebaut (s. Video dazu HIER).

Diese ausgegrabene Kreisanlage gilt als eines der ältesten Sonnenobservatorien der Welt und soll vor fast 7.000 Jahren erbaut worden sein.

Hier in Mitteldeutschland haben also unsere Vorfahren in der Steinzeit astronomisches Wissen über Jahrtausende weiter gegeben. All dies sei ein „Kult“ gewesen, sagen die Forscher, der in ganz Europa blühte. Prinzipiell sogar weltweit.

Der Kult der Ringwallanlagen

Den Ursprung dieses Kultes um derartige Ringwallanlagen siedeln Archäologen vor fast 7.000 Jahren in Ungarn und der Slowakei an. Von hier haben ihn verschiedene Steinzeit-Kulturen und –Völker übernommen und in ganz Europa verbreitet. Mehre Jahrtausende lang überdauerte diese Epoche der Baumeister, und selbst 5.000 Jahre später errichtete man noch solche Ringanlagen. Wobei aber auch die rätselhafte Megalithkultur Europas diesen Sonnen- und Himmelskult übernahm. Auch zahllose ihrer Bauten aus gewaltigen Megalithen sind astronomisch ausgerichtet worden.

Ein Problem haben die Archäologen mit der Interpretation dieser Anlagen. Nicht nur, dass die gefunden Reste Jahrtausende umspannen, sondern sie hatten nicht alle den gleichen Zweck. Einige dienten als „Sonnentempel“, „Versammlungsplatz“ und „Kalender“ der Steinzeit. Andere Ringwallanlagen scheinen hingegen keine kosmischen Bezüge zu haben. Sie werden deshalb als einfache „Verteidigungsanlagen“ interpretiert. Vielleicht auch als geschützter Handelsplatz oder politischer Versammlungsort von Stammesherrschern und Clan-Chefs. Der Übergang ist dabei aber oftmals wohl fließend.

Belegt ist bei vielen Ringanlagen aber eben auch Megalithbauten der Vorzeit der „Himmels-Kult“. Man verehrte hier offensichtlich den Mond und auch die Sonne, da deren periodische Wenden und Bahnen in den Bauwerken durch sogenannte Visierlinien oder Peilpunkte ermittelt und bestimmt werden konnten. Die vorzeitlichen Priester, Herrscher oder spirituellen Führer konnte anhand dieser Anlagen quasi die Zukunft vorhersagen. Geht die Sonne oder der Mond hier oder dort auf, beginnt ein neuer Zyklus. Ein neuer Monat oder die Tage werden wieder länger und die dunkle Jahreszeit geht zu Ende.

Fraglos ein Machtinstrument für all jene Personen, die die Ausrichtung dieser Bauwerke richtig „lesen“ konnten.

Archäologen sehen das grundsätzlich ebenso. Sie sprechen von einem „Sonnenkult“ als Quelle allen Lebens. Vor allem sprechen sie immer wieder davon, dass die ersten Ackerbauern damit einen verlässlichen Kalender für die Landwirtschaft hatten. Die richtigen Zeiten für Aussaat und Ernte wäre ein elementares Wissen in dieser Gesellschaft gewesen. Sie haben kaum der Kultur der Jäger und Sammler den Rücken gekehrt und waren sesshaft geworden. Also beobachteten sie Jahrzehnte den Himmel, gaben ihr Wissen weiter und errichten letztlich Ringanlagen und Megalithbauten als Vorzeit-Kalender.

Vorzeit-Kalender

Soweit – so schlecht.

Die „Kalender-Theorie“ ist auch unter den Archäologen nicht immer unumstritten. Sie verweisen beispielsweise auch auf den Umstand, dass man nicht weiß, woher dieses Wissen eigentlich ursprünglich stammt. Einige Forscher vermuten sogar das frühzeitliche Mesopotamien als Ursprung. Andere verweisen darauf, dass die schriftlichen Aufzeichnungen über Himmelsbeobachtungen in Mesopotamien viele Jahrtausende jünger als die Bauten in Europa sind. Hier klafft eine zu große Lücke. Ausschließen, dass Einwanderer aus dieser Region im Nahen Osten dieses Wissen und die Fähigkeit zur Bestimmung solcher Himmelsbeobachtungen von dort mitbrachten, kann man aber nicht.

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Vielmehr scheint es aber unabhängig voneinander an verschiedenen Orten eine solche Entwickelung gegeben zu haben. Der Mond als das „Licht in der Nacht“ scheint in der Vorzeit möglicherweise den ersten „Kult“ ausgelöst zu haben. Jäger und Sammler verehrten ihn, da er ihnen in der Nacht Licht für ihre Jagd gab. Auch der Menstruationszyklus der Frau könnte damit in Verbindung gebracht werden, vermuten einige Forscher. Als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben.

Erst später gesellte sich der Sonnenkult dazu, als unsere Vorfahren bereits Ackerbau und Viehzucht betrieben. So zumindest eine These.

Die Venus von Laussel

Interessant ist hierbei die rund 25.000 Jahre alte Venus von Laussel aus Frankreich. Ein Relief einer typischen europäischen Venus von 42 Zentimeter Höhe, die in ihrer rechten Hand einen sichelförmigen Gegenstand hält. Dieses Objekt in der Hand erinnert an die Mondsichel, auch wenn es wahrscheinlich das Horn eines Bisons ist. Auf diesem Horn wiederum finden sich 13 Einkerbungen, die als Mondphasen und/oder die Zahl der jährlichen weiblichen Zyklen interpretiert werden. Da die nackte Venus die linke Hand auf ihrem üppigen Bauch liegen hat, wird die Darstellung als Zeichen der Schwangerschaft gesehen. Eben im Zusammenhang mit einem Mondkalender bzw. mit den Mondzyklen.

Ob diese Interpretation als eine Art „Mondkalender“ zutrifft, bleibt Spekulationen.

Eine andere Deutung geht aber ebenso in die Richtung eines „Kalenders“. Dale Guthrie vermutete 2005 in „The Nature of Paleolithic Art“, dass das Horn in der Venus-Hand das Horn eines Steinbock sein könnte. Die 13 eingebrachten Kerben würden seiner Meinung nach für 13 Jahre stehen. Angeblich wäre dies das beste Alter eines Steinbocks, um ihn zu jagen. Wobei es mehr als fraglich ist, wie Jäger vor 25.000 Jahren bei der Jagd erkennen sollen, dass der erspähte Steinbock das perfekte Bejagungsalter hat.

Und haben sie jünger Tiere dann verschont, um sie erst mit Erreichen des 13. Lebensjahrs wieder zu suchen und letztlich zu erlegen?

Die “ersten Wissenschaftler der Welt” und der Mond

Nicht weniger umstritten sind die Thesen von Dr. Phillip J. Stooke von der Universität von Western Ontario zu der rund 5.000 Jahre alten Megalithanlage Knowth. Sie liegt nördlich von Dublin in Irland. Dort finden sich an den Steinen der fast zwei Dutzend Megalithgräber sonderbare Gravuren in Form von Kreisen, Sicheln und Spiralen, die Stooke als Mondumläufe interpretiert. Ähnliches findet sich auch innerhalb der des magalithischen Ganggrabes von Gavinis in der Bretagne. Stooke glaubt nach einem Abgleich mit modernen Mondfotos sogar, dass die Erbauer von Knowth eine Karte der Mondoberfläche skizziert haben. Zumindest so gut, wie sie es damals mit dem Augen sehen konnten.

In seiner Veröffentlichung „Neolithic Lunar Maps at Knowth and Baltinglass, Ireland“, die am 1. Februar 1994 im renommierten „Journal for the History of Astronomy“ erschien, ist Stooke sicher, dass nicht er Leonardo da Vinci die erste Karte des Mondes zeichnete. Die Steinzeitmenschen von Irland kamen ihm rund 6.500 Jahre zuvor. Es seien damit die „ersten Wissenschaftlern überhaupt“ gewesen, denn „deutlich sind seine Oberflächenstrukturen wiederzuerkennen, vom Mare Humorun bis zum Mare Crisium“, schreibt der Forscher.

Dass im sehr dünn besiedelten Europa der Steinzeit sich die ersten hart arbeitenden Viehzüchter und Bauern zusammen schlossen, um Megalithbauten und Ringwallanlagen zu errichten, ist eine erstaunliche Tatsache. Auch und vor allem jene, die offenkundig als Kalender und der Himmelsbeobachtung dienten. Es kann aber nicht zutreffen, dass diese Bauten der Landwirtschaft dienten, wie es immer wieder angenommen wird. Sinn und Zweck müssen wesentlich tiefer liegen, als nur Kalendarien für Aussaat und Ernte.

“Atomuhren der Steinzeit”

Obwohl selbst Stonehenge als klassisches Beispiel solcher Bauten in seiner ursprünglichen Form lediglich als Holz bestand, bedarf es nicht derart gewaltiger Anlagen. Die zuvor über sehr viele Jahre gemachten Himmelsbeobachtungen kann man wesentlich einfacher festhalten. Wenn man sie denn wirklich für die Landwirtschaft nutzen wollte …

Zum Beispiel könnte jede steinzeitliche Dorfgemeinschaft für ihre Landwirte einfache Stöcke an entsprechende Positionen in die erste stecken. Man muss dafür keine riesigen Anstrengungen unternehmen, um die Zeitmesser aller Art mit teilweise erheblichem Aufwand zu bauen. Noch weniger muss man das Jahrtausende lang. Allerdings könnte man spekulieren, dass Ringwallanlagen und Megalithbauten dieser Natur so was wie die „Atomuhren der Steinzeit“ waren. Verbunden mit einer Verehrung der Gestirne. Das heißt, dass man diese Gemeinschaftsprojekte für die Priesterkaste oder eben Herrscherklasse erbaute, an denen das gemeine Volk ihre Kalender und Zeitmesser mehr oder weniger „stellen“ konnte. Boten – quasi Mitarbeiter der Himmelspriester – brachten von dort aus die Kunde in alle Winkel der Region, um die einzelnen Sippen zu informieren.

Dass die Steinzeit-Ackerbauern den beschwerlichen Weg zu einem solchen Mond- und Sonnenkalender auf sich nahmen, um „mal eben auf die Uhr zu sehen“, ist sehr fraglich. Außer, das wird auch durch archäologische Funde bestätigt, zu festlichen Anlässen und sogar regelrechten Gelagen. Zu Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen hochgestellter Persönlichkeiten sicher ebenso.

Die älteste Uhr der Welt

Vor 10.000 Jahren haben unsere Vorfahren den angeblich ältesten Kalender der Welt in Schottland gebaut. Entdeckt wurde er auf einem Feld nahe dem „Crathes Castle“ in Aberdeenshire (s. a. Beitrag HIER) von Forscher der Universität von Birmingham. Dort zeigten sich eine Reihe von dunklen Verfärbungen im Feld, die sich nach Untersuchungen von  Vincent Gaffney und seinem Team mittels Grabungen und Bodenradar schnell als uralte Pfostenlöcher herausstellten. Insgesamt sind es ein Duzend Gruben, von denen die Größten mehr als 2 Meter Durchmesser haben. Computersimulationen und eine Überprüfung der Lage der Funde mit der Umgebung zeigte schnell, dass hier eine Urzeit-Uhr entdeckt wurde.

Unterschiedliche Bahnen und Zyklen von Mond und Sonne wurden hier für die Ermittlung der Zeit verfolgt und markiert, so Gaffney und sein Team in der Veröffentlichung „Time and a Place“ vom Juli 2013. „Als wir merkten, mit was wir es hier zu tun haben“, so der Forscher, „wurde uns schlagartige die Tragweite bewusst“.

Löcher im Erdreich, in denen mal Holzpfosten zur Zeitmessung von Sonne und Mond steckt, sind eine vergleichsweise einfache Technik. Natürlich unter der Voraussetzung, dass vor 10.000 Jahren genügt Experten mit dem Wissen um solche Kalender vor Ort waren.

„Taschenkalender“ für den allgemeinen Bedarf wie eben die Landwirtschaft waren das aber auch nicht. Hier wäre die Himmelsscheibe von Nebra wesentlich geeigneter. Wobei aber auch dieser Fund aufgrund der dafür verwendeten wertvollen Materialien mit Sicherheit der Führungsklasse zuzuordnen ist. Speziell in diesem Fall aus der Region des Fundortes, da die Scheibe an dessen geographische Lage ausgerichtet ist.

Tatsächlich aber gibt es einige Funde, die darauf hindeuten könnten, dass der „Höhlenmensch“ von vor bis zu 38.000 Jahren, die ersten Mondkalender der Welt schuf. Taschenkalender auf Knochen, auf die Alexander Marshack vom Peabody-Museum der Universität Harvard in einer Reihe Veröffentlichungen immer wieder hinwies.

Taschenkalender der Steinzeit

Marshack zählt in seinem Buch „The Roots of Civilization“ (1972) eine ganze Reihe solcher mutmaßlichen Kalender auf. Etwa den Ishango-Knochen, der 1950 in Belgisch-Kongo entdeckt wurde. Ein mindesten 20.000 Jahre alter und nur 10 Zentimeter langer Knochen eines Pavian, auf dem drei Spalten von Einkerbungen zu finden sind. Bei seinen Untersuchungen dieses Artefaktes fand Marshack heraus, dass die Kerben in dem Knochen in unterschiedlicher Tiefe, Art, Richtung und Form eingebracht wurden. Einen Umstand, den er auch an anderen Funden dieser Art aus Europa feststellen konnte.

Für ihn ein eindeutiger Hinweis, dass es sich hierbei um einen Mondkalender handeln muss. Denn auch die Zyklen unseres Trabanten konnte er anhand der Kerben herleiten. Kritiker bezweifeln diese Theorie von einem Urzeit-Kalender. Sie sei nicht nur unwissenschaftlich, sondern die Kerben wären nichts weiter als afrikanische Kunst. So beispielsweise Mark Siegltuch in seiner Studie „Lunar Calendars or Tribal Tattoos?“ (2014) oder Francesco D’Errico in „Current Anthropology“ (Nr. 1/1989). D’Errico bezeichnet die Mondkalender-These von Marshack darin als „einen Fall von Wunschdenken“.

Nichtsdestotrotz hat Marshack in seinen Publikationen zu seinen Untersuchungen eine ganze Sammlung von solchen mutmaßlichen Mondkalendern vorgelegt. Insgesamt mehrere Dutzend.

Ein mit 69 Zeichen oder Symbolen verziertes Knochenstück erwies sich seiner Meinung nach dabei ebenso als Volltreffer. Das nur 5 Zentimeter kleine Stück wurde in der Dordogne in Frankreich gefunden und ist rund 30.000 Jahre alt (s. Titelbild). Die Einkerbungen in diesem Fundstück wurden nach seinen Untersuchungen mit zahlreichen unterschiedlichen Werkzeugen über einen längeren Zeitraum hinweg dort eingebracht. Einige sind deutlich bogenförmig und weisen in verschiedenen Richtungen. Für Marshack ein klarer Hinweis, dass hier von Urmenschen Mondzyklen in den Knochen eingraviert wurden.

Kalender oder sogar Vorläufer der Schrift?

In seiner Veröffentlichung „The Tai Plaque and Calendrical Notation in the Upper Paleolithic“ („Cambridge Archaeological Journal“, April 1991) verweist Marshack auf ein rätselhaftes graviertes Stück eines Rentiergeweihs. Gefunden in der Höhle „La Marche“, Frankreich, in der ab 1937 zahllose Rizzeichnungen von Tieren und gut 155 Menschen entdeckt wurden. Teilweise wirken diese so modern, dass Archäologen sie erst für neuzeitliche Kunst und damit Fälschungen hielten.

Dennoch sind sie bis zu 15.000 Jahre alt. Ebenso wie das Stück Geweih, auf dem neben deutlichen Darstellungen von zwei Tieren eine ganze Reihe von Kerben zu erkennen sind. Auch sie enthalten nach den Interpretationen von Marshack kalendarische Information und stehen mit Mondbahnen in Zusammenhang.

Kritiker, wie der weiter oben bereits erwähnte Francesco D’Errico, sehen das auch hier wieder anders. Sie glauben auch in diesem Fall nicht an die Thesen von den urzeitlichen Zeitmessern und Mondkalendern. Allerdings, und das ist nicht minder spannend, spekuliert D’Errico, dass es sich hierbei vielleicht um den Vorläufer einer Schrift handeln könnte. In seiner Kontroverse mit Marshack im „Cambridge Archaeological Journal“ mutmaßt er über „künstliche Erinnerungs-Systeme“ oder „Speicher-Systeme“, mit denen Informationen weitergegeben werden konnten.

Im Prinzip also der Vorläufer einer Schrift. Vor 15.000 Jahren …

Geheimgesellschaften der Steinzeit

Über den Sinn dieser mutmaßlichen „Kalender“ kann man nur spekulieren. Aber ohne Zweifel lassen diese unsere Vorfahren in einem anderen Licht erscheinen. Primitive Höhlenmenschen, die grunzend mit schwingenden Keulen hinter Tieren her jagten, sind schwerlich mit dem Bild, die uns durch diese Funde vermittelt werden, zu vereinbaren. Dass der Mensch immer den Himmel beobachtete, sollte außer Frage stehen. Ebenso wenig kann man ernsthaft bezweifeln, dass  unsere Vorfahren aus den Zyklen von Sonne, Mond und Sternen versuchten Parallelen für ihre Umwelt abzuleiten. Werden die Tage kürzer – kommt die kalte Jahreszeit. Logisch.

Allerdings konnten das unsere Vorfahren ganz einfach an der sie umgebenen Umwelt ablesen. Kalender in Form von Megalithanlagen oder Ringwallanlagen benötigen sie dafür nicht. Blüht die Natur auf, kommt Frühling. Fällt das Laub, kommt der Herbst bzw. Winter. Dieses Wissen muss kein Steinzeitvolk in Stein meißeln, da es allgegenwärtig zu sehen ist.

Sie musste auch keine gigantischen Arbeitsleistungen für diverse und verstreut errichtete Kalenderbauten vollbringen. Entsprechend gravierte Holzstücke oder Knochen als mobile Taschenkalender funktionieren ebenso. Selbstverständlich nach Unterweisung durch einen kundigen Priester oder Himmelsgucker aus der höheren Gesellschaft. Solche Kalender oder Zeitmesser werden archäologisch heute aber extrem schwer zu finden sein, da der Zahn der Zeit sie zerstört. Anders als entsprechende Bauwerke, die wird heute noch finden oder deren Reste wir entdecken.

Man könnte abschließend aber auch vermuten, dass diese Bauwerke einer Clique von Eingeweihten unterstanden, die ihr astronomisches Wissen nicht weiter geben wollten. Eine Geheimgesellschaft der Steinzeit, die durch ihre Kenntnisse der Gestirne und der Zyklen der Welt sowie deren exakte Vorhersagen ihre Macht festigten konnte. Ziehen wir dann noch die Spekulationen über eine weltweite Ur-Kultur vor 12.000 oder mehr Jahren hinzu, auf die verschiedene Spuren (auch astronomisch ausgerichtete) hindeuten sollen,  passt die “einfache” Kalender-Theorie kaum mehr in diese Überlegung …

Was denkst DU über das Thema? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Scharrbilder von Lanzarote und andere Geheimnisse der Kanarischen Inseln +++ YouTube-Video +++

Die Scharrbilder von Lanzarote und andere Geheimnisse der Kanarischen Inseln (Bilder: Google Earth & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Die Scharrbilder von Lanzarote und andere Geheimnisse der Kanarischen Inseln (Bilder: Google Earth & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Kanarischen Inseln kennen viele als Reiseziel für den Urlaub. Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria oder auch Lanzarote sind beliebte Ziele. Doch es ranken sich um diese Inseln eine Vielzahl an Mythen und Legenden, die bis heute für Diskussionen sorgen. (Moderne) Scharrbilder – sog. Geoglyphen – auf der Insel Lanzarote sind da nur ein Teil der Spekulationen um die Kanarischen Inseln. Auch Themen wie Atlantis, Pyramiden auf Teneriffa, Kontakte zwischen der Alten und Neuen Welt und sogar UFO-Sekten gehören dazu. Alles darüber erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Kanarischen Inseln kennen viele als Reiseziel für den Urlaub. Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria oder auch Lanzarote sind beliebte Ziele. Doch es ranken sich um diese Inseln eine Vielzahl an Mythen und Legenden, die bis heute für Diskussionen sorgen.

(Moderne) Scharrbilder – sog. Geoglyphen – auf der Insel Lanzarote sind da nur ein Teil der Spekulationen um die Kanarischen Inseln.

Auch Themen wie Atlantis, Pyramiden auf Teneriffa oder Kontakte zwischen der Alten und Neuen Welt gehören dazu. Da aktuell eines der Scharrbilder auf Lanzarote wieder in der Grenzwissenschaft diskutiert wurde, soll in diesem Video mal ein Blick auf all die anderen Mythen und Gerüchte der Kanaren geworfen werden.

Diese reichen von Atlantis bis zu UFO-Sekten – wie Ihr es in diesem YouTube-Video erfahrt.

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YouTube-Video vom 12. Feb. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Sensationelle wie Göbekli Tepe? “Die Pyramiden von Batman” in der Türkei – schreiben sie die Geschichte um? +++ YouTube-Video +++

"Die Pyramiden von Batman" in der Türkei: Sensationelle wie Göbekli Tepe? Schreiben sie die Geschichte um? (Bild: sediyani.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
“Die Pyramiden von Batman” in der Türkei: Sensationelle wie Göbekli Tepe – schreiben sie die Geschichte um? (Bild: sediyani.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Pyramiden wohin man nur schaut! Die Erde als ein „Planet der Pyramiden“! Überall auf der Welt finden Pyramiden der verschiedensten Kulturen und aus den verschiedensten Zeiten der Menschheit. Kein Wunder, wird doch jeder „Steinhaufen“ oder Berg, der unten breiter als oben ist, inzwischen gerne als Pyramide bezeichnet. Was aber haben Hobbyarchäologen jetzt im Südosten der Türkei gefunden? Denn von dort wurde gemeldet, dass unweit der Stadt Batman mehr als ein halbes Dutzend solcher Bauwerke entdeckt worden sein sollen. Nicht minder spektakulär, wie die rund 12.000 Jahre alten Tempel von Göbekli Tepe, heißt es. Scheinbar existiert dort aber tatsächlich eine archäologisch und historisch interessante Stätte. Muss die “Geschichte neu geschrieben” werden? Alles über die “Pyramiden von Batman” werdet Ihr in diesem Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files erfahren.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spektakuläre Funde sollen es sein, die unweit der Provinzhauptstadt Batman gemacht wurden. Selbst die Geschichte des Pyramiden-Bau in Ägypten sollen diese möglicherweise sogar umschreiben können, wie es aus der Türkei heißt.

Die archäologische Bedeutung der “Pyramiden von Batman” wird in einem Bericht sogar mit den zweifellos sensationellen Tempeln von Göbekli Tepe in der Türkei verglichen. Diese sind bekanntlich bis zu ca. 11.000 bis 12.000 Jahre alt, und ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte! Zumindest für jene Archäologen, die diese vorzeitlichen Bauwerke auch kennen

Die jetzt entdeckten (mutmaßlichen) „Pyramiden von Batman“ sollen ebenso wie Göbekli Tepe die „Geschichte neu schreiben“ können, wie es aus der Türkei heißt.

Sensation, Fantasie, Übertreibung, Fake-News…?

Denn wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahren werdet, gibt es dort scheinbar tatsächlich einen archäologisch und historisch interessanten Ort für zukünftige Forschungen.

Bleibt neugierig …

Sensationelle wie Göbekli Tepe? Die Pyramiden von Batman in der Türkei. YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Feedback, Interviews und Video-Zusammenfassung vom Kongress “Rätsel Pyramiden – weltweit” im Galileo-Park +++ YouTube-Video +++

Feedback zum Kongress "Rätsel Pyramiden weltweit" und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt von NuoViso.tv (Bilder: Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)
Feedback vom Kongress “Rätsel Pyramiden weltweit” und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt von NuoViso.tv (Bilder: Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)

Am Wochenende um den 30. September 2018 fand im Galileo-Park in Lennestadt der Mystery-Kongress “Rätsel Pyramiden weltweit” statt. Als eine Art Rahmenprogramm und zweiten  Höhepunkt hielt Erich von Däniken am Tag nach dem Kongress unweit des Galileo-Park seinen Vortrag “50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft”. Ein Kamerateam von NuoViso.tv um Frank Höfer war ebenfalls vor Ort, um die Vorträge der Tagung für eine spätere DVD zu filmen. Vorab hat NuoViso schon jetzt ein fast einstündiges Video zum Kongress mit Interviews, Ausschnitten, Gesprächen und Feedbacks veröffentlicht, das ich Euch an dieser Stelle vorstellen möchte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rätselhafte Pyramiden und mehr!

Am 8. Juni 2018 habe ich in dem Blog-Beitrag “Kongress ‘Rätsel Pyramiden – weltweit’ und Erich von Däniken ’50 Jahre Erinnerungen an die Zukunf’” im Galileo-Park Lennestadt” auf die Tagung und das Programm bereits hingewiesen.

Diese ist jetzt Vergangenheit und war ein voller Erfolg in den “Sauerland-Pyramiden”. Nur wer wer online bereits eine Karte geordert hatte, kam auch hinein. Der Kongress im Galileo-Park war schnell ausverkauft und auch an der Abendkasse gab es keine Eintrittskarten mehr. Das lag zum einen an den spannenden Thema und Vorträgen an sich, sowie aber auch daran, dass Erich von Däniken am Tag darauf in Lennestadt einen Vortrag hielt.

Ein halbes Jahrhundert “Erinnerungen an die Zukunft” war das Thema des unermüdlichen Astronautengötter-Jägers von Däniken, den er am 30. September in Lennestadt-Meggen hielt. Was die wenigstens Teilnehmer gewusst haben dürften, ist der Umstand, dass von Dänikens erst am Vortrag (nachts) aus Ägypten zurück kam. Vom Flughafen Frankfurt am Main ging es mit dem Auto direkt nach Lennestadt …

Viele Menschen bewundern von Däniken deshalb, da er im Alter von 83 Jahren nicht müde wird den Göttern der Vergangenheit in aller Welt nachzujagen. Zurecht, wie selbst viele Kritikern anerkennend zugestehen müssen. Zehn Tage zuvor erschien dazu noch sein inzwischen 41. Buch mit dem Titel “Neue Erkenntnisse”, das ich Euch HIER vorgestellt habe.

Der Galileo-Park als feste Anlaufstelle des Phantastischen

Hauptthema des Kongress waren die Mysterien der weltweiten Pyramiden, wie es der Titel schließlich verriet. Dr. Dominique Görlitz ist in diesem Zusammenhang unlängst zu einer festen Adresse im dortigen Galileo-Park geworden. Bereits in den Jahren zuvor hatte er dort verschiedene Kongresse rund um die Rätsel der Welt sowie natürlich der Cheops-Pyramide durchgeführt. Natürlich immer mit weiteren Referenten, wie auf Grenzwissenschaft & Mystery Files entsprechend berichtet wurde.

Selbst eine Ausstellung rund um die Rätsel der Pyramiden und anderen offenen Fragen der Vergangenheit konnten hier bei einer Tagung die Zuschauer besuchen. Darüber findet Ihr Videos auf meinem Yoube-Kanal HIER, die ich bei diesen Tagungen machte.

So sollte es nicht verwundern, dass die Initiatoren des Galileo-Park immer wieder für jeden grenzwissenschaftlich oder geschichtlich Interessierten Tagungen, Ausstellungen und Vorträge realisieren. Der Erfolg des Kongresses “Rätsel Pyramiden weltweit” am letzten Septemberwochenende gibt ihnen hier erneut recht. Die dort gehaltenen Vorträge waren im Einzelnen:

  1. Dr. Kai-Helge Wirth, Forscher & Sachbuchautor: “Pyramiden weltweit”
  2. Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Frank Müller-Römer, Ägyptologe & Sachbuchautor: “Der Bau der Pyramiden im Alten Reich aus Sicht der aktuellen Forschung”
  3. Dr. Dominique Görlitz, Biologe & Experimentalforscher: “Neue Theorien zum Bau der Cheops-Pyramide”
  4. Gernot L. Geise, Privatforscher: “Steinbearbeitung im alten Ägypten”
  5. Dr. Dominique Görlitz, Biologe & Experimentalforscher: “Rätselhafte Pyramiden auf den Azoren”

Es gab also einige Programmänderungen zu den ersten Ankündigungen.

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Feedback, Interviews und Video-Zusammenfassung

Auch auf dem jetzt vergangenen Kongress war wieder ein Kamerateam von NuoViso.tv um Frank Höfer vor Ort, um die Vorträge zu filmen. Bereits in der Vergangenheit hat NuoViso die verschiedenen Tagungen mit der Kamera begleitet und sie anschließend als DVD veröffentlicht. So auch jetzt.

Dazu veröffentlichte Höfer heute einen “Trailer” zu der kommenden DVD, den ich unten eingebunden habe. “Trailer” ist aber mit Sicherheit das falsche Wort, da das Video mit Interviews, Gesprächen und vielen Backgrundinformationen bereits über 50 Minuten geht. NuoViso.tv schreibt dazu unter anderem:

Das Rätsel der weltweiten Pyramiden – NuoViso News #30

Am letzten Septemberwochenende war die NuoViso Crew erneut in Lennestadt im Galileo-Pyramiden-Park unterwegs. Dieses mal fand der Fachkongress „Rätsel Pyramiden Weltweit statt“, welchen wir natürlich in voller Länge aufgezeichnet haben.

Die großen Pyramiden von Gizeh – das letzte existierende Weltwunder der Antike. (…) Doch selbst heute gibt es noch zahlreiche Fragen: Wer waren die Erbauer und wie wurden sie errichtet? Warum wurden sie gebaut? Gibt es noch unentdeckte Kammern?

Aber nicht nur die ägyptischen Pyramiden geben uns Rätsel auf. Weltweit gibt es Pyramiden, die den meisten Menschen gänzlich unbekannt sein dürften. Die Pyramiden von Gizeh kennt wohl fast jeder. Und auch die Stufenpyramiden der Maya in Lateinamerika sind vermutlich den meisten bekannt. Aber wer – außerhalb der Archäologie – hat denn schon von Cahokia Mounds der riesigen Erdpyramiden-Anlage im Mittleren Westen der USA gehört? Oder von den großen Pyramiden Chinas, die an Größe und Volumen die Ägyptens sogar noch übertreffen. Geschweige denn von Pyramiden auf den Kanaren, den Azoren…?

Der Kongress ‘Rätsel Pyramiden – weltweit’ beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass wir fast überall auf der Erde Pyramiden oder pyramidenähnliche Gebäude finden. Standen die antiken Kulturen schon viel früher in Kontakt mit einander und haben sie einfach voneinander ‘abgekupfert’? Oder stammt das Konzept der Pyramiden von einer früheren Hochzivilisation, die alle späteren beeinflusst hat? Unabhängig von der Antwort, lösen wir die Rätsel des weltweiten Pyramiden-Phänomens, müssen wir vermutlich unsere Geschichtsschreibung ändern.

Bereits Mitte Oktober 2018 soll die DVD übrigens HIER erhältlich sein.

Mehr dazu in diesem “Trailer” von NuoViso, der eigentlich keiner ist

Video vom 4. Oktober 2018 'Das Rätsel der weltweiten Pyramiden' von NuoViso

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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29. & 30. Sep. 2018: Kongress “Rätsel Pyramiden – weltweit” und Erich von Däniken “50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft” im Galileo-Park Lennestadt

Kongress Rätsel Pyramiden weltweit und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt
Kongress “Rätsel Pyramiden weltweit” und Erich von Däniken im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)

In den letzten Jahren organisierte der Galileo-Park, die “Sauerland-Pyramiden” in Lennestadt, immer wieder spannende Ausstellungen, Tagungen und Kongresse. So auch in diesem Herbst. Ende September finden im Galileo-Park bzw. in Lennestadt-Meggen erneut zwei spannende Veranstaltungen zu Themen aus der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files statt. Ein “Pyramiden-Kongress” sowie am gleichen Wochenende eine Art Spezial von und mit Erich von Däniken anlässlich von 50 Jahren “Erinnerungen an die Zukunft”. Dem ersten Buch der Prä-Astronautik-Legende, das 1968 erschien. In diesem Posting habe ich für Euch sämtliche Informationen, das Programm, die Referenten und mehr zu beiden Veranstaltungen zusammengefasst.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die “Sauerland-Pyramiden” laden ein

Vielfach habe ich in der Vergangenheit auf Veranstaltungen etc. des Galileo-Park in Lennestadt auf meinem Blog hingewiesen. Sie sind immer wieder ein Highlight in einer faszinierenden Umgebung. Eben den “Sauerland-Pyramiden”. Auch Marie L. Sievers und ich haben das fünfjährige Bestehen meines YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files 2017 im Galileo-Park mit einer Tagung mit Euch begangen. Mehr dazu findet Ihr HIER, HIER und in meinem Video HIER.

Am Wochenende um den 29. September 2018 lädt nun der Park zu einer neuen Veranstaltung in den “Sauerland-Pyramiden” auf den Spuren des Unfassbaren. Eigentlich zwei Meetings, denn der Park hat präsentiert auch Erich von Däniken mit einer Art “Jubiläums-Vortrag” zu “50 Jahren Erinnerungen an die Zukunft” im Pädagogischen Zentrum von Lennestadt-Meggen.

1.: Kongress “Rätsel Pyramiden – weltweit”

29. September 2018

Die großen Pyramiden von Gizeh – das letzte existierende Weltwunder der Antike. Scheinbar mühelos trotzten sie dem Zahn der Zeit und sind auch heute noch das vermutlich bedeutendste Baudenkmal der Welt. Unzählige Generationen von Forschern und Besuchern haben in den letzten 4.600 Jahren versucht, ihre Rätsel zu ergründen. Doch selbst heute gibt es noch zahlreiche Fragen: Wer waren die Erbauer und wie wurden sie errichtet? Warum wurden sie gebaut? Gibt es noch unentdeckte Kammern?

Aber nicht nur die ägyptischen Pyramiden geben uns Rätsel auf. Weltweit gibt es Pyramiden, die den meisten Menschen gänzlich unbekannt sein dürften. Die Pyramiden von Gizeh kennt wohl fast jeder. Und auch die Stufenpyramiden der Maya in Lateinamerika sind vermutlich den meisten bekannt.

Aber wer – außerhalb der Archäologie – hat denn schon von Cahokia Mounds der riesigen Erdpyramiden-Anlage im Mittleren Westen der USA gehört?  Oder von den großen Pyramiden Chinas, die an Größe und Volumen die Ägyptens sogar noch übertreffen. Geschweige denn von Pyramiden auf den Kanaren, den Azoren…?

VIDEO & E-Book: 45.000 Jahre alte und 300 Meter hohe Pyramiden in China? Neue Fakten zum Rätsel des Dongting-See (Bild: R. Habeck / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO & E-Book: 45.000 Jahre alte und 300 Meter hohe Pyramiden in China? Neue Fakten zum Rätsel des Dongting-See (Bild: R. Habeck / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Der Kongress „Rätsel Pyramiden – weltweit“ beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass wir fast überall auf der Erde Pyramiden oder pyramidenähnliche Gebäude finden. Standen die antiken Kulturen schon viel früher in Kontakt mit einander und haben sie einfach voneinander „abgekupfert“? Oder stammt das Konzept der Pyramiden von einer früheren Hochzivilisation, die alle späteren beeinflusst hat? Unabhängig von der Antwort, lösen wir die Rätsel des weltweiten Pyramiden-Phänomens, müssen wir vermutlich unsere Geschichtsschreibung ändern.

Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass wir diese Geheimnisse während des Kongresses lösen werden. Aber die verschiedenen Vorträge, der Austausch von Informationen und Meinungen, Fragen und Antworten könnte dabei helfen, der Lösung des Rätsels näher zu kommen.

Der Kongress „Rätsel Pyramiden  – weltweit“ bietet allen, die sich für Ägypten, Pyramiden, Geschichte oder Rätsel der Antike interessieren, die Gelegenheit, von Ägyptologen, Forschern und Sachbuchautoren neue Forschungsergebnisse oder Theorien zu erfahren, sie persönlich kennen zu lernen oder sich von Ihnen Bücher signieren zu lassen.

Um den Kongressbesuch möglichst vielen Interessierten zu ermöglichen, wurde er als Tageskongress (10:30 bis 18:00 Uhr, An- und Abfahrt am gleichen Tag)  mit niedrigem Eintritt (s. weiter unten!) konzipiert.

Viel Spaß bei einem Tag des Staunens. Wegen begrenzter Sitzplätze empfehlen wir, Karten im Vorverkauf zu erwerben.

(Text: Galileo-Park / Links: LAF)

Vorträge und Referenten:

Veranstaltungsort am 29. September 2018:

Kulturgemeinde Hundem-Lenne e.V.
Auf’m Ohl 12
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon 02723-608403
Fax 02723-60899403

Oder alternativ:
Galileo-Park
Sauerland Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02721-60077-10

Zeiten:

  • Beginn/Einlass ca. 10.00 Uhr
  • Ende der Veranstaltung: ca. 18:00 Uhr

Eintritt:

  • 25,- Euro Vorverkauf
  • 30,- Euro Tageskasse

Tickets:

  • Erhältlich im Online-Shop des Galileo-Park oder direkt unter: 02721-6007710
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2.: Erich von Däniken “50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft”

30. September 2018

Im Februar 1968 erschien Erich von Dänikens Sachbuch “Erinnerungen an die Zukunft”. Sechs Wochen später stand der Titel auf Platz eins sämtlicher deutscher Bestsellerlisten. Und dies für Monate. Das Buch wurde in 32 Sprachen übersetzt, in den USA brach – so die “New York Times” – ein neuer Virus aus: Dänikenitis.

50 Jahre sind vergangen, Erich von Däniken (EvD) publizierte 40 weitere Titel in denen es stets um denselben Grundgedanken ging: Erhielten unsere Urväter Besuch aus dem Weltall? Entstanden unsere Religionen aus einem Missverständnis – weil die Steinzeitmenschen annahmen, jene ETs seien „Götter“? Welche Indizien, welche Beweise unterstützen EvDs Hypothese?

Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Erich von Däniken" (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie: “10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Erich von Däniken” (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Seine Gedanken sind inzwischen weltumspannend geworden. TV-Serien und Filme entstanden, andere Autoren behandelten das Thema. Die weltweite Auflage aller Titel zur liegt heute bei über 250 Millionen Exemplaren: Der US-History Chanel produzierte bereits 150 Fortsetzungen der Serie “Ancient Aliens” (Auch in deutscher Sprache).

Das Thema ist aktuell geworden, es geht um die Welt. Von Däniken präsentiert ein Feuerwerk seiner Indizien.

Der Besuch von ET`s in Indien. Hesekiel aus dem Alten Testament – ein biblischer Prophet beschreibt seine Begegnung mit den Fremden. Abraham fliegt um die Erde. Missverstandene Technologien – so genannte „Cargo-Kulte“ – rund um den Globus. Künstliche Mutationen – genetische Veränderungen – bei vereinzelten Vorfahren. Was stimmt nicht mit der großen Pyramide in Ägypten? Jährlich werden neue Räume, Schächte und Gänge darunter entdeckt.

Und wie sehen die wahren Bilder aus Nazca in Peru aus? Jene beeindruckenden Aufnahmen mit abgeschnittenen Bergkuppen und künstlich angelegten Pisten? Bilder, die der Öffentlichkeit nie gezeigt werden. Und was ist mit diesen UFOs und Kornkreisen? Alles nur Fälschungen? Mit welchen technischen Mitteln sollen Außerirdische die Distanzen im Weltall zurückgelegt haben. Und weshalb sollen die Fremden auch noch menschenähnlich sein?

Was immer Erich von Däniken präsentiert wird mit Bildern, Filmausschnitten und Computeranimationen untermauert. Die Zuschauer lernen das Staunen wieder. Was einst unvernünftig schien wird Wirklichkeit.

Eine Präsentation, die für jeden Besucher unvergesslich bleibt.

(Text: Galileo-Park / Links: LAF)

Veranstaltungsort am 30. September 2018 mit EvD:

Kulturgemeinde Hundem-Lenne e.V.
Auf’m Ohl 12
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon 02723-608403
Fax 02723-60899403

Zeiten:

  • Einlass: 17:00 Uhr
  • Beginn: 18.00 Uhr
  • Ende der Veranstaltung: ca. 21:00 Uhr

Eintritt:

  • 19,50- Euro Vorverkauf
  • 23,50,- Euro Abendkasse

Tickets:

  • Erhältlich im Online-Shop des Galileo-Park oder direkt unter: 02721-6007710

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das schweizer Tösstal in der Presse: Ein Sammelpunkt für UFO- und Jesus-Gläubige und Zentrum einer UFO-Sekte

Das schweizer Tösstal: Ein Sammelpunkt von UFO- und Jesus-Gläubigen aller Art und Unart (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Das schweizer Tösstal: Ein Sammelpunkt von UFO- und Jesus-Gläubigen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Unzählige Menschen glauben an Jesus Christus und haben auf der ganzen Welt entsprechende “Hotspots” der Verehrung. Von Wallfahrtsorten bis hin zu spirituellen Glaubensgemeinschaften oder Orden, in denen man mehr oder weniger unter sich ist. Gleiches gilt aber auch für UFOs und Aliens, an die auch Millionen Menschen mehr oder weniger stark “glauben”. Auch wenn hierbei “Hotspots von Gläubigen” eher die Ausnahme sind, gibt es diese. Und einer davon ist das Tösstal, über das deshalb aktuell eine angesehene Zeitung aus der Schweiz berichtet hat. Das Tal in den schweizer Bergen hat sich zu einem Sammelpunkt zahlreicher Glaubensgemeinschaften entwickelt, “wo UFO-Gläubige und Jesus-Fans ihr Glück suchen”. Doch warum? Was in diesem als “Bibelgürtel Zürichs” bezeichneten Tösstal vor sich geht, und warum es seit Jahrzehnten direkten Einfluss auf die internationale UFO-Forschung hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Von Freikirchen und Bibelfundamentalisten

Religiöse Fundamentalisten und “freie Glaubensgemeinschaften” gibt es nicht nur im Islam, wobei deren Ruf in unserer westlichen Medienlandschaft bekanntlich kaum schlechter sein könnte. Auch im Christentum gibt es derartige Glaubensgemeinschaften, die bei uns allerdings eher selten in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen.

Anders beispielsweise in den USA, wo quasi jeder Kurzentschlossene eine Freikirche oder Religion gründen oder sich zu einem “Priester” ernennen kann. Die USA – aber auch andere Länder der Erde – sind da eine Hochburg der religiösen Vielfalt wie auch Einfalt. In einigen Regionen von Amerika ist das stärker ausgeprägt, als in anderen. Weltweit finden sich derartige Hotspots von religiösen Sinnsuchenden und Gemeinschaften. Oftmals gemischt mit Bibelfundamentalisten, esoterischen oder okkulten Ansichten, fernöstlichen Weisheiten oder sogar dem Glauben an UFOs und außerirdische Heilspringer. Sprich: UFO-Sekten

Neben der Insel Teneriffa als eine Art spiritueller Ausstiegs-Ort gilt auch der “Bibelgürtel von Zürich” Tösstal in der Schweiz als ein solcher in Europa. “Zahlreiche Freikirchen haben sich dort angesiedelt – von exotisch bis fromm”, so die “Neue Zürcher Zeitung” in einem Artikel am 6. Juni 2018 über diesen “Bibelgürtel”. Darin machte sich die angesehene “NZZ” auf die “Spuren dreier Glaubensgemeinschaften” im Tösstal, von der eine ganz besonders heraus sticht: Die “Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien”, abgekürzt FIGU.

FIGU und der UFO-Guru Billy Meier

Der UFO-Verein FIGU wurde bereits 1975 von Eduard Albert Meier gegründet und hat seinen Sitz im sogenannten “Semjase-Silver-Star-Center” in Hinterschmidrüti. Dieser Meier, der in der UFO-Forschung als “Billy Meier” sehr weit bekannt ist, ist fraglos ein Phänomen. Seit Jahrzehnten behauptet er, dass er mit Aliens in Kontakt stünde, die von den Plejaden gekommen seien und dessen Botschafter er ist. Auch die “Basis” der Gruppe ist nach einem dieser Aliens bekannt: Nach der Außerirdischen “Semjase”

Grenzwissenschaft Classics, #23: Ein TV-Bericht über die angeblichen UFO-Kontakte des Gurus Billy Meier von 1934 (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, #23: Ein TV-Bericht über die angeblichen UFO-Kontakte des Gurus Billy Meier von 1994 (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Diese (und andere) Außerirdischen hätten den heute 81-jährigen im zarten Alter von fünf Jahren erstmals kontaktiert und bis heute pflegt er Kontakte zu diesen Aliens. Unzählige “Kontaktberichte” bzw. “FIGU-Bulletin” sind dazu erschienen, in denen diese Fremden aus dem All über ihren Kontakt Meier zahllose verschiedene Themen behandeln. Meier allein, das betont er immer wieder, sei der einzige Mensch, der wirklich Kontakt mit Außerirdischen habe. Alle anderen UFO-Gurus diverser UFO-Sekten seien seinen Worten nach ganz einfach Lügner und Schwindler!

Vor allem sind all jene Betrüger, die angeben, dass sie auch Kontakt mit Wesen von den Plejaden haben. Dass habe ein entsprechender Alien mit Namen “Ptaah” Billy Meier höchst selbst bei einem Gespräch darüber bestätigt. “Scharlatanerie und Mauschelei”, “Behauptungen und Machenschaften”, “irre Phantasie”, “Unsinn”, “Lüge” der auch “Faseleien” sei nach den Worten des Aliens “Ptaah” zu Meier alles, was andere Menschen über ihren Kontakt mit den Plejaden behaupten. Das gilt aktuell und auch in Zukunft, da ausschließlich er der auserwählte Kontaktler sei.

So bereits nachzulesen im “FIGU-Bulletin” Nr. 8 vom August 1996 von Billy Meier.

Der “alleinigen Propheten der Neuzeit”, wie seine Gläubigen den UFO-Meister nennen, handele mit seinen Alien-Kontakten und -Botschaften im Dienst der ganzen Menschheit. Das habe er quasi schon immer getan, da Meier bereits als Inkarnation der Propheten Mohammed  Elija, Jesaja, Jeremia, Immanuel und Henoch auf der Erde lebte und wirkte. Sogar Jesus Christus habe er bereits im Rahmen einer Zeitreise getroffen …

Die “NZZ” bei der FIGU

Billy Meier lebt heute im hohen Alter verständlicherweise eher zurück gezogen. Dennoch ist seine UFO-Sekte im “Semjase-Silver-Star-Center” in Hinterschmidrüti weiterhin aktiv. Mit all diesen Freikirchen und christlichen Sondergruppen im “Bibelgürtel Zürichs” hat seine Gruppe allerdings nichts zu tun.

Das stellte auch die “NZZ” fest, die im Tösstal zwei der dortigen Glaubensgemeinschaften plus die FIGU besuchte. “Eingeladen” wird man von der FIGU bereits im Vorfeld des “Semjase-Silver-Star-Center” auf einer Tafel mit  den Worten:

Neugierige Gaffer, Sektierer, Rassisten, Fremdenhasser sowie sonstige Irre und Anormale sind unerwünscht!

Ausnahmsweise verständlich, denn ein Stammsitz einer UFO-Gruppe mit einem Propheten der Aliens zieht mit Sicherheit genau solche Menschen an. Dazu weiter unten mehr.

VIDEO: Grenzwissenschaft CLASSICS #4: Alle 3 Monate kommen Aliens der Plejaden zur Erde! TV-Bericht 1991 (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft CLASSICS #4: Alle 3 Monate kommen Aliens der Plejaden zur Erde! TV-Bericht 1991 (Bild: Fischinger-Online)

Eingeladen waren aber Reporter der “NZZ”. Der Senior Christian Frehner der UFO-Sekte FIGU erklärte den Zeitungs-Reporter Florian Schoop und Jan Hudec bei ihrem Besuch die Welt der Gruppe und ihres Führers Meiers. Frehner erklärte dabei auch, wie sich die Außerirdischen dem Billy Meier zeigen bzw. wie sie ihn kontaktieren:

Sie materialisieren sich jeweils in seinem Büro, wie bei Star Trek.”

Solche und die unzähligen weiteren Aussagen des Billy Meier glauben rund 400 Mitglieder der UFO-Sekte bis heute. “Die FIGU ist mit Sicherheit die exotischste Glaubensgemeinschaft im Tösstal”, so in die “NZZ” in ihrem Artikel resümierend. Fraglos ist sie das nicht nur dort, sondern auch im Bereich der UFO-Sekten. Wenn man bei diesen UFO-Bereich überhaupt noch von “exotisch” und “weniger exotisch” sprechen kann und sollte.

Es ist zwar in der öffentlichen Wahrnehmung stillt um die Gruppe FIGU und ihrem UFO-Papst Billy Meier geworden, doch es gibt sie weiterhin. Praktisch unverändert wie eh und je, wie es der “NZZ”-Bericht und die darin enthalten Aussagen des Anhängers Frehner zeigen. Weiterhin ist ein sehr wichtiger Themenschwerpunkt zum Beispiel die Überbevölkerung der Erde, vor der die Aliens von den Sternen der Plejaden über ihren Auserwählten Billy Meier seit jeher warnen …

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Kritiker unerwünscht!?

Roland M. Horn und ich haben 1999 das Standartwerk “UFO-Sekten” veröffentlicht, dessen Buchtitel Programm war. Auch die FIGU um ihr UFO-Kontakler Meier kamen darin selbstverständlich überaus umfassend in einem eigenen Kapitel vor. Auch der Kritiker Kal K. Korff wird darin genannt, der Mitte der 1990er Jahre wohl der größte und bekannteste Zweifel an Meier, seinen Aliens und seiner FIGU war.

Es waren genau jene Jahre, in denen nicht nur das Thema UFOs an sich erneut boomte, sondern zugleich auch die damit verbundenen esoterischen Gruppen und “Gurus”. Eine mediale Hochzeit für Grenzwissenschaft jedweder Art, UFO-Forschung und der damit immer einhergehenden ufologischen Esoterik.

Korff veröffentlichte genau in diesen Boom-Jahren 1995 sein Buch “Spaceships of the Pleiades: The Billy Meier Story“, in dem, wie kaum anders zu erwarten, die Meier-UFO-Sekte und deren Gläubige mehr als schlecht weg kam. In deutsch erschien dieses Buch nicht, aber trotzdem holte die FIGU damals in einer “Online-Rezension” zum Gegenschlag aus.

Auf der damaligen Homepage der UFO-Sekte auf dem Sever alien.de befand sich ein Pro- und Kontra-Bereich mit Meinungen zur FIGU.

Die “Rezension” von Korffs Buch war jedoch mehr als Angriff auf Korffs Person zu verstehen und selbst das Äußere und die Schriftgröße der Danksagung des Buches wurde dort bemängelt Kal K. Korff selber wurde gleich zu Beginn des Online-Beitrages der FIGU als “dreckiger und feiger Lügner” und als Mensch mit “hinterlistigen und heimtückischen Charakter” betitelt (der bezogene Link war am 9. Juli 1998 dieser HIER)

Warum?

Unter falschen Namen

Kern des Gegenschlages der FIGU waren Aussagen Korff über Billy Meier und sein “Semjase-Silver-Star-Center”, das er unter falschen Namen für seien Recherchen besucht hat. Nicht also wie die Reporter der “NZZ” für ihren aktuellen Artikel.

Das passte der UFO-Gruppe im Nachhinein ganz und gar nicht, so dass die oben genannte Schildaufschrift der Gruppe verständlich wird. In unserem Buch “UFO-Sekten” schrieben Horn und ich dazu unter anderem:

Da die Autoren nicht wie Korff unter falschen Namen in diesem Esoterik-Center waren, können wir die Behauptungen der Sekten- und der Korff-Seite aber nicht beurteilen.

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: Fischinger-Online)

Diesen Satz haben viele Meier-Fans und -Gläubige in unserem Buch wohl übersehen. Besser gesagt, es wurde nach erscheinen von “UFO-Sekten” versucht mir daraus einen “Strick zu drehen”. Warum nicht meinem Coautor und Kollegen Roland M. Horn (der übrigens den meisten Text des Meier-Kapitels schrieb, was der Leser natürlich nicht wissen kann), ist eine andere Frage.

So tauchte schnell eine Diskussion über Billy Meier, Lars A. Fischinger und “UFO-Sekten” der Anhänger auf. Grund war vor allem, dass ich nicht selber vor Ort im “Semjase-Silver-Star-Center” in der Schweiz im Zuge der Recherchen war. Eine Aussage, die stimmte. Nur war es so, dass ich vor Erscheinung des Buches versucht habe in Kontakt mit Billy Meier bzw. der FIGU zu treten, aber meine Anfragen gar nicht erst beantwortet wurden!

Diese Anfragen gingen zum einen an das “Semjase-Silver-Star-Center” in der Schweiz selber und zum anderen an den damaligen UFO-Forscher Michael Hesemann. Letzteren deshalb, da er in Kontakt mit Meier stand, ein Vorwort zu einem seiner Bücher verfasste und damals Chefredakteur eines UFO-Magazins war, das auch über Meier berichtete.

Von beiden Seiten erfolgte keine Antwort auf meine Faxe. Aber: Nachdem “UFO-Sekten” auf dem Markt war und die Meier-Gläubigen online hitzig ihre Unzufriedenheit darüber freien Lauf ließen hieß es im Netz: Ich können gerne mal vorbei kommen ….

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätselhaftes Höhlensystem in Rumänien entdeckt: Trafen sich hier Dinosaurier und Menschen?

Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)
Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)

Stellt ein “sensationeller Fund aus Rumänien die Geschichte auf dem Kopf”, wie es in einem Artikel in einem Magazin zur Prä-Astronautik vor rund 30 Jahren hieß? Damals berichtete der bekannte Phänomene-Jäger und Autor Peter Krassa von der rätselhaften Geschichte, das im Osten von Rumänien ein künstliches Tunnelsystem entdeckt wurde, das aus dem Zeitalter der Dinosaurier zu stammen schien. Nach der anerkannten Entwicklungsgeschichte des Menschen wäre das unmöglich und tatsächlich eine Sensation. Wie kam es zu dieser spektakulären Entdeckung und was genau könnten die Hintergründe sein? In bin der ganzen Sache in Rumänien einmal genauer nachgegangen. Die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

65 Millionen vor Christus

Es ist schon erstaunlich, was es in der Welt der Rätsel der Menschheit und der Grenzwissenschaft und Mystery Files alles für Fragen, Thesen und Themen gibt. Die Frage, ob Menschen und Dinosaurier sich einstmals real begegnet sind, gehört ohne Zweifel dazu. Zumal diese Annahme allem widerspricht, was fleißige Anthropologen und Evolutionsforscher über die Herkunft der Menschheit heute wissen.

Dennoch verweisen eine Vielzahl von Veröffentlichungen der Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten auf Funde, die Menschen oder sogar “Riesen” in den Zeiten der Urzeitechsen belegen sollen. Von versteinerten Fußspuren bis hin zu Funden in uralten geologischen Erdschichten, ist alles dabei. Selbst die Krim-Krise zwischen Russland und der Ukraine soll genau darin ihre Ursachen haben: Angeblich wurden auf der Halbinsel Krim Pyramiden aus dem Zeitalter der Dinosaurier vor Millionen von Jahren gefunden worden sein. Mehr dazu in diesem YouTube-Video von mir HIER.

Eigentlich kann das so jedoch alles nicht sein.

Die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sagt klipp und klar, dass der Einschlag eines Killer-Asteroiden im heutigen Mexiko vor rund 65 Millionen Jahren den Dinosauriern den Untergang brachte. Es war der letzte Todesstoß aus dem All für diese Urzeitmonster. Nach und nach verschwanden sie aufgrund der Folgen dieses Einschlages und wahrscheinlich anderer Faktoren. Das aber machte, so heißt es weiter, den Weg frei für Säugetiere auf diesem Planeten Erde und Millionen Jahren später betrat der Mensch die Bühne der Erdgeschichte.

Menschheit vs. Dinosaurier

Diese, als gesichert geltenden Aussagen der Wissenschaft, zweifeln immer wieder verschiedene Autoren der Mysterien der Welt an. Sie verweisen auf eben solche Funde, die dem Weltbild der Entstehung der Menschheit widersprechen sollen (s. auch YouTube-Video HIER).

Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)
ARTIKEL: Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)

Es stellen sich bei diesem fraglos spekulativen Thema eigentlich zwei einfache Fragen:

  1. Gab es eine “Menschheit” schon in den Zeitaltern der Dinosaurier?
  2. Gab es Dinosaurier noch in den Tagen der uns bekannten Kulturen und Völker (und gibt es solche “überlebende” Tiere vielleicht sogar noch heute)?

Ergänzen könnte man noch, dass die “anerkannten Datierungen” der Erdgeschichte vielleicht einfach falsch sind. Aber Saurier noch in historischer Zeit? Auch das wird gar nicht mal so selten diskutiert.

Nicht nur dahingehend, dass diese mutmaßlich noch existierenden Kreaturen als Vorlage für die weltweite “Drachen-Mythologie” Pate standen. Nein, auch, ob es vielleicht noch heute beispielsweise eine Art Urzeitechse in Zentralafrika gibt, die Mokele-Mbembe genannt wird (s. auch mein Buch HIER).

Unerwähnt darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht das “Ungeheuer von Loch Ness” in Schottland bleiben. Als das berühmteste Monster der Welt, ist “Nessie” immer wieder Gegenstand von Spekulationen und Untersuchungen. Hierbei ist die Hypothese beliebt, dass “Nessie” ein überlebender Saurier sein könnte. Eine Kreatur der Gattung Plesiosaurus, die eigentlich mit den Dinosauriern ausgestorben sein sollen.

Beweise, harte Fakten, unwiderlegbare Funde oder wissenschaftliche Belege gibt es für keinen der beiden Punkte oben. Und wenn, dann wurden diese nie verifizierbar untersucht und vor allem in der wissenschaftlichen Community anerkannt.

Interessant ist dabei, was vor Jahren aus dem Osten von Rumänien zu erfahren war: Dort wurden angeblich Spuren und Abbildungen einer vollkommen fremden Zivilisation entdeckt, die im Zeitalter der Sauer dort existiert haben soll. Ähnlich, wie es Abbildungen auf der ganzen Welt zeigen, auf denen seltsame “Monster” und Menschen in Koexistenz zu sehen sind.

Eine rätselhafte Metallplatte

„Es begann mit einem Anruf“, so der Mystery-Autor Peter Krassa 1991 in dem Magazin „Ancient Skies“ (Nr. 1/1991). Einem Anruf, in dem jemand Krassa eine mehr als ominöse Geschichte erzählt.

Der Anrufer bei Krassa war der Rumäne Eugen Tanvuia, der damals von einer sensationellen Entdeckung berichtete, die in seinem Heimatland gemacht wurde. Bauarbeiter, so Tanvuia weiter, fanden im Herbst 1990 bei Arbeiten im Zentrum der rumänischen Stadt Jassy (Iaşi) die Hinterlassenschaften einer fremden Kultur. Eine unbekannte Menschheit, die vor Millionen von Jahren hier existiert haben könnte!

Es war ein Zufallsfund. Die Arbeiter in Iaşi waren mit Tätigkeiten an einem Gebäudefundament beschäftigt, als sie unvermittelt einen künstlichen Eingang ins Erdinnere fanden. Eine runde Metallplatte von ca. drei Metern Durchmesser lag auf diesem Eingang und versperrte so vorerst den Zugang zu einem unterirdischen Höhlensystem.

Artikel: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen über Menschen und Saurier … (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: Fischinge-Online)

Geologen sollen daraufhin verständigt worden sein, die sich der Funde annahmen. Doch die Experten standen hier selber vor einem Rätsel. Auch die Legierung der riesigen Metallplatte sei ebenso ein Rätsel, wie dem Prä-Astronautik-Pionier Krassa berichtet wurde. Laut dem Anrufer Tanvuia machten daraufhin in Rumänien Gerüchte die Runde, dass diese Metallplatte “mit unserer derzeitigen Technologie nicht hergestellt werden kann”.

Die runde Deckplatte war aber nicht kahl oder ohne Schmuckwerk. Vielmehr trug sie 14 rundliche Ornamente als Verzierung, die irgendwie wie nicht von dieser Welt aussahen.

Im Zentrum von vier dieser Schmuckwerke fand sich jeweils ein Menschenabbild mit einem Schwanz und in scheinbar fremdartiger Kleidung. Zwei Ringe sind um diese Wesen angebracht, von denen der innere eine Schrift darstellen könnte.

Der äußere Ring wiederum “zeigt Darstellungen saurierähnlicher Monster” wie Tanvuia später in Wien Peter Krassa berichtete. Im Zentrum der ganzen Szenerie  befindet sich eine einzelne Darstellung eines Menschen, die wie ein Roboter aussieht, der einen Schwanz und nur drei Finger hat.

Und weiter:

Was auch bei den mit den Untersuchungen befassten rumänischen Wissenschaftlern die Frage aufwarf: Wurden auf den Reliefs humanoide Wesen einer unbekannten Menschenrasse entdeckt, die gleichzeitig mit den Sauriern lebten?

Irgendwie erinnert der Stil dieser metallenen Abdeckplatte an Maya- oder Azteken-Kunst aus Mittelamerika.

Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)
Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)

Unbekanntes Höhlensystem in Rumänien

Als die Arbeiter in Iaşi die schwere Metallplatte mit einem Kran endlich beiseite schaffen konnte, wurde es erst richtig spannend.

Unter dem „Deckel“ führte ein senkrechter und mit Steinen aus Granit verkleideter Schacht zehn Meter tief ins Erdinnere. Einige neugierige Geologen ließen sich herab und fanden sich an dessen Ende in einen drei Meter hohen, 4,8 Meter langen und 3,6 Meter breiten Raum wieder. Auch dieser Raum sei mit Granit verkleidet gewesen, der”wie glasiert” wirkte und ohne Fugen gearbeitet war.

Von dort aus entdecken die Forscher aber schnell, dass es noch weiter ging:

In einer Wand zeigte sich ein 2,4 Meter hoher und 1,6 Meter breiter Tunnel, durch den die Wissenschaftler bequem in einem Neigungswinkel von 30 Grad 450 Meter weiter in die Tiefe laufen konnten. So kamen sie letztlich in 90 Metern Tiefe an – und standen erneut in einem künstlichen Hohlraum. Es war eine Art “Brunnenraum”. Zumindest fanden die Geologen nach den Berichten von Eugen Tanvuia in dieser Kammer einen Granitblock in einer Wand, aus dem durch ein Loch Wasser in eine Vertiefung floss.

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Angeblich haben Fachleute im “Labor für Bakteriologie und Virologie” in Iaşi Proben dieses Wassers umfassend untersucht. Ergebnis: eine wahre Wunder- und Zauberquelle! Mit Krebs infizierte Versuchstiere waren nach drei Tagen geheilt, Viren und Bakterien ließen sich abtöten und irgendwie würde es damit gelingen “in den Zellen ein Immunsystem zu schaffen und gewisse Anomalien zu korrigieren”. Was immer das auch heißen mag …

Letztlich wurde das Tunnelsystem mit einer Betonplatte verschlossen, um dadurch Neugierige abzuhalten. Immerhin glaubte man schließlich ein Wundermittel gegen Krebs gefunden zu haben.

Erstaunlich. Seltsam. Kurios. – Was “man” da 1990 fand.

Archäologische Sensation in Rumänien?

Was mag hinter der schwammigen und überaus sonderbaren Story stecken, die Eugen Tanvuia da einst dem bekannten Autoren und Grenzwissenschaftler Peter Krassa erzählte? Hat er ihm vor rund 30 Jahren einen Bären aus den rumänischen Karpaten aufgebunden?

Tanvuia war selber Rumäne, lebte aber schon 17 Jahre in Wien, bevor er Peter Krassa diese Sache berichtete. Er war Ingenieur im Schiffbau bei der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien und kam darum auch hin und wieder in seine alte Heimat Rumänien. Auch Krassa lebte und arbeitete in Österreichs Hauptstadt.

Lebte … denn mein Kollege und Freund Peter Krassa starb leider am 11. Oktober 2005. Von ihm ist demnach nichts weiter zu erfahren. In seinem Artikel 1991 über diesen mutmaßlichen „Sensationsfund“ berichtete er noch, dass er weitere Ergebnisse zu den Vorkommnissen 1990 in Iaşi bekommen würde. Ob er diese jemals erhielt, ist fraglich.

Ernüchterung machte sich auch bei meiner Suche nach dem Informanten Tanvuia breit. Tatsächlich tauchte sein Name in einem älteren Telefonregister von Wien auf. Doch das Einwohnermeldeamt Wien teilte mir auf Anfrage mit, dass auch Tanvuia inzwischen verstorben sei. Es galt also vor Ort in Rumänien mehr über die scheinbar sensationelle Story zu erfahren.

Was stimmt? Was nicht?

Die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg ist der deutsche Partner der Alexandru-Ioan-Cuza Universität in Iaşi. Dort konnte mir Prof. h. c. Dr. Bernhard Schröder über Vermittlung des „International Office“ tatsächlich weiterhelfen und Kontakt nach Rumänien herstellen. Dr. Schröder hatte als Ehrensenator der Universität in Iaşi Kontakt mit Prof. Dr. Calina Gogalniceanu, die bei meiner umfangreichen Recherchen helfen konnte.

„Ruinen von sehr alten Gebäuden“

Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)
Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)

Ich schilderte den „verrückten Fall“ von 1990 in Rumänien und Prof. Gogalniceanu wusste bereits einige Tage später mehr. Es gäbe unter der Stadt tatsächlich sehr viele künstliche Tunnel, „die unterhalb der Stadt ein Netzwerk bildeten“. Auch wurden bei Arbeiten tatsächlich „Ruinen von sehr alten Gebäuden“ gefunden, die jedoch aus Geldmangel bisher in großen Teilen immer noch nicht ausgegraben wurden.

Die Tunnelanlagen, so war weiter zu erfahren, stammen wohl aus dem 16. Jahrhundert und einige dienten offenbar als Lager für Wein. Solche Bauwerke für Wein und andere Güter unter der Erde sind auch in Deutschland bekannt. Wobei bei anderen dieser “Erdställe” genannten Tunnelsystemen die Funktion und das Alter vollkommen unklar ist.

Die Iaşi-Tunnel sind auch schon lange bekannt. Nicht erst seit 1990, wie es der Bericht von Eugen Tanvuia vermuten lässt.

Zum Beispiel habe ein M. Radu Iacoban in den 1980ger Jahren bereits eine Dokumentation über die unterirdische Welt der Stadt gedreht. Was natürlich die Entdeckungen neuer Tunnel und Kammern explizit nicht ausschließt. Viele der bekannten Tunnel stehen voll Wasser aber “es gibt kein Wasser für eine Behandlung welcher Art auch immer” in diesen, war aus Rumänien zu erfahren. Lediglich schwefelhaltiges Wasser und entsprechender Schlamm, in dem im Sommer Rheuma-Patienten Linderung suchen, ist dort bekannt.

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Die Archäologin Stela aus Iaşi wurde von Prof. Gogalniceanu bei meinen weiteren Nachforschungen eingeschaltet, die zusammen mit dem Experten Emanuel Bruckner der Sache genauer nachging. In Rumänien begann das Rätselraten über den Bericht von 1991 und jene Skizze, die angeblich von diesem Fund stammt. Dr. Schröder meinte „die Sache erinnert mich an die Forschungen des wackeren Herrn Däniken vor einigen Jahrzehnten“.

Das war natürlich kein Wunder – stammte der Artikel doch von einem bekannten Prä-Astronautik-Autoren, der zurecht als ein Urgestein der Prä-Astronautik-Szene gilt.

Tunnel in ganz Rumänien, aber …

Nachdem ich zwischenzeitlich selber in Rumänien war, bekam ich die Resultate der dortigen Nachforschungen. So war unter anderem zu erfahren, dass unterirdische Tunnelsysteme in ganz Rumänien keine Seltenheit sind. Zum Beispiel sind sie auch in Transsylvanien zu finden, an das man beim Stichwort „Rumänien“ sicher schnell denkt. Auch sind uralte Hinterlassenschaften einer versunkenen Kultur in Teilen Rumäniens (und darüber hinaus auf dem Balkan) ebenso bekannt.

VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: gemeinfrei)
VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen 1555 in Rumänien! (Bild: gemeinfrei)

Was Unterwelten an sich angeht, so gibt es diese auf der ganzen Welt in großer Zahl und aus unterschiedlichen Epochen.

Heinrich und Ingrid Kusch haben zum Beispiel in ihrem Buch „Tore zur Unterwelt“ auch „das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit“ in Österreich dokumentiert. Ebenso gibt es eine gewaltige, fünf Stockwerke tiefe Unterwelt in Oppenheim bei Mainz. Das bekannte unterirdische Labyrinth dort stammt jedoch, wie mir Experten in Oppenheim erklärten, wohl aus dem frühen Mittelalter.

Zu diesen Erdställen ist in den letzten Jahren ein regelrechter “Mystery-Hype” ausgebrochen.

Wobei Tunnelsysteme aus „uralter Zeit“ schon etwas heikle werden können. Die Spuren der Kultur auf dem Balken etwa reichen bis vor den Bau der Pyramiden von Gizeh. Aber Tunnel oder unterirdische Lager aus dem Mittelalter oder solche aus „uralter Zeit“ sind immer noch eine ganze andere Kategorie, als solche aus den Tagen der Dinosaurier in der Kreidezeit.

“Nur Geschichten“?

Der Befund vor Ort in Rumänien viel dementsprechend ernüchternd aus – wie es aufgrund der schwammigen Quellenlage schon zu erwarten war. Es hieß unter anderem:

Sie (die Archäologin, Anm. L.A.F.) hat mich gebeten Ihnen zu sagen, dass sie Ihren Artikel gelesen und analysiert hat, und dass sie dazu sagen kann, dass die Informationen, die dort erwähnt sind, nicht real sind. Sie meint, dass es nach der Wende (d. h. nach Dezember 1989) mehrere solche Gerüchte (denn anders kann man sie nicht nennen) gab, aber die Situation ist nicht so wie sie in dem Artikel dargestellt ist. Frau Stela ist als Archäologin in Iaşi tätig, sie arbeitet seit mehreren Jahren auf diesem Gebiet und sie meint, dass der tiefste Aushub, den sie gesehen hat und wo sie auch bis vor kurzem dabei war, neun Meter tief war (…).

Bei einem Projekt, das zurzeit in der Stadtmitte gemacht wird und wo Frau Stela als Archäologin tätig ist, hat man bis zu 15 Meter Tiefe ausgehoben und dann hat man Lehm gefunden. Bei dieser Tiefe kann man Wasser finden. Es ist richtig, dass es ja Quellen mit heilendem Wasser gibt, aber kein solches allheilendes Wasser, wie es in dem Artikel erwähnt ist. Sie möchte auch erwähnen, dass es auch keinen solchen Tunnel gibt, genau dasselbe gilt auch für das Bild. (…)“

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Das Ganze sei „nicht real sondern nur Geschichten“.

Tatsächlich kam es nach der Öffnung des Ostblocks zu vermehrten Berichten über „sonderbare Begebenheiten“ im Osten Europas. Von UFO-Berichten bis eben solchen Funden und Geschichten.

Fake-News aus dem Ostblock

Sind hier also die real vorhandenen Tunnel mit den real vorhandenen Wasserquellen heilsamer Natur vermengt worden

Die Interpretation, dass das Tunnelsystem aus den Tagen der Dinosaurier stammen soll, war mir schon 1991 vollkommen schleierhaft. Sie wurzelte wohl allein in dem Umstand, dass „dinosaurierähnliche Monster“- und Menschen-Abbildungen gefunden worden sein sollen. Fotos davon kamen auch nie an die Öffentlichkeit, anhand deren man vielleicht hätte mehr zu diesen Saurier-Monstern sagen können. Nur die oben abgebildete Zeichnung.

Und: Wäre ein mindestens 65 Millionen Jahre altes Tunnelsystem heute überhaupt noch so intakt, wie es der Bericht vermuten lässt? Mit einem Einstieg knapp unter dem heutigen Bodenniveau und Gängen und Tunneln, die man bequem erkunden konnte?

Ich denke eher weniger, da die Geologie der Erde einem steten Wandel unterzogen ist. All diese Relikte wären sicher unlängst in Millionen von Jahren zerstört worden.

VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine Tatsache, die beispielsweise auch im Fall einer 800 Millionen(!) Jahre alten Mumie zum Zuge kommt, die angeblich in Sibirien entdeckt wurde. Auch hier haben sich offensichtlich Fakten und Fiktionen zu einem neuen “Mysterium” vermischt, wie ich es in diesem YouTube-Video erläutere.

Oder ganz anders, um ein wenig zu spekulieren:

Haben mich die Experten in Rumänien dreist angelogen? Verschweigt man das System inklusive des „Wunderwassers“ bewusst vor neugierigen Journalisten? Solche Spekulationen sind mir eigentlich zu glitschig. Die Wahrheit bei speziell diesen “Tunneln” in Rumänien scheint tatsächlich eine Vermengung von Fakten und Phantasie zu sein.

Ein Problem, dass die gesamte Spurensuche der Grenzwissenschaft udn Mystery Files durchzieht. Leider.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Verlorenes Wissen, brisante Funde: Harald Lesch geht in Terra X (ZDF) “ungelösten Fällen der Archäologie” und der Prä-Astronautik auf den Grund

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Die Sendereihe “Terra X” des Senders ZDF erfreut sich seit Jahrzehnten sehr großer Beliebtheit. Wie das ZDF jetzt ankündigte, wird im März 2018 die zweiteiligen “Terra X”-Sendung “Ungelöste Fälle der Archäologie” ins Fernsehen kommen. Harald Lesch wird sich darin in den beiden Folgen “Verlorenes Wissen” und “Brisante Funde” einigen Rätseln der Archäologie annehmen. Aber auch in der Prä-Astronautik und den Ideen der Ancient Aliens zu einigen Rätseln unsere Vergangenheit möchte Lesch nach Antworten auf Fragen der Archäologie suchen, wie es die Ankündigen verraten. Ich habe mir die Pressemitteilungen und Ankündigen des ZDF zu den Dokus einmal genauer angesehen – und ebenso für Euch die “Terra X”-Sendungen im Voraus bereits angeschaut. Denn ich ahnte nichts Gutes! Warum, das erkläre ich vorab umfassend in diesem Prä-Mystery-Review-Posting. (Spoiler-Alarm)


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mystery-Jäger Harald Lesch

Harald Lesch kennen sicher die meisten TV-Zuschauer. Er ist eine Art “Wissenschafts-Ikone” der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und berichtet für diese in Dokumentationen und Sendungen aus der Welt der Forschung, Wissenschaft und Geschichte. Ein Mann mit vielen Gesichtern und vielen Fans, mich eingeschlossen.

Professor Lesch ist eigentlich Astrophysiker und Physik-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Durch seine (meiner Meinung nach brillante) Art Wissenschaft & Co. über die Fernseher zu vermitteln, ist Lesch aus der TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings, darauf habe ich auf diesem Blog immer wieder gerne hingewiesen, ist er mehr oder weniger auf Kriegsfuß mit Themen aus Grenzwissenschat und Mystery Files.

In diesen Bereichen ist Lesch zweifellos auch kein Experte, der sich näher mit den Hypothesen, Spekulationen und Ideen aus der GreWi beschäftigt hat, wie es sich immer wieder zeigt. Als Mainstream-TV-Wissenschaftler fehlt Harald Lesch mit Sicherheit auch ganz einfach die Zeit, sich durch alle diese Themen zu “ackern”. Wenige sind es bekanntlich nicht.

Und niemand kann verlangen, dass solche Themen des Unfassbaren jeden interessieren. Wobei man das bei einem “öffentlichen TV-Wissenschaftler” von Fall zu Fall auch wieder ganz anders sehen kann

Dennoch hat sich der ZDF-Moderator für seinen Sender als Mystery-Jäger betätigt, um in zwei “Terra X”-Folgen zur besten Sendezeit über archäologische Mysterien zu berichten. In einer der Mitteilungen des ZDF zu den kommenden Sendungen vom 21. März liest sich das so:

Harald Lesch für ‘Terra X’-Doku im ZDF ungelösten Fällen der Archäologie auf der Spur.

Was genau diese ungeklärten Rätsel der Archäologie beim ZDF sein werden, erfährt man detaillierter im Presseportal des ZDF selbst. Und da erschreckt es einem Jäger des Phantastischen wie mich durchaus sehr!

Das ZDF und die “ungelösten Fällen der Archäologie”

Das ZDF schreibt zu den Dokus der bekannten “Terra X”-Autoren Peter Prestel und Gisela Graichen :

Menschen haben in der Vergangenheit mit einfachsten Mitteln Unglaubliches geschaffen. Viele dieser Bauwerke und Artefakte werfen bis heute Fragen auf. Auf diese rätselhaften Funde stoßen Forscher weltweit immer wieder. In der zweiteiligen “‘Terra X’-Dokumentation ‘Ungelöste Fälle der Archäologie’ sucht Harald Lesch nach Antworten auf die Frage: Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen?

Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Mystery-Review: Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Am 25. März zu besten sonntäglichen Sendezeit um 19.30 Uhr startet die 1. Folge “Verlorenes Wissen”. Laut Ankündigung wird es darin wohl vor allem um folgende Mysterien der Archäologie und Vergangenheit gehen:

Fraglos interessante Themen.

Vor allem der letzte Punkt, die zum Teil riesigen, künstlichen Steinkugeln von Costa Rica, sind spannend. Allerdings macht sie vor allem die Tatsache hoch-spannend, dass in Südost-Europa ein identischer “Kult” um derartige Steinkugeln existierte. Darüber hatte ich an anderer Stelle berichtet und auch auf YouTube ein Video veröffentlicht, das ich am Ende erneut eingebunden habe.

Das sind eigentlich mehr oder weniger klassische Themen zu archäologischen Rätseln, die das ZDF und Harald Lesch in der 1. Folge von “Ungelöste Fälle der Archäologie” präsentieren. Im 2. Teil der “Terra X”-Doku kommt es dann aber ganz anders, denn darin wird es um die “brisante Funde” der Archäologen und die Ideen der Götter au dem Kosmos gehen.

“Brisante Funde” der Archäologie und die Prä-Astronautik

Teil 2 sendet das ZDF am Ostersonntag, den 1. April 2018 zur gewohnten Sendezeit um 19.30 Uhr. Vor dem beliebten “Traumschiff” wird sich die “Terra X”-Folge “Brisante Funde” dem Thema Prä-Astronautik anhand einiger ausgewählter Beispiel annehmen. So heißt es in der Presseankündigung des ZDF hierzu unter anderem:

Immer wieder finden Forscher Dinge, die nach dem bisherigen Stand des Wissens kaum erklärbar sind. Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen. (…)

Es gibt Menschen, die glauben, dass es Spuren Außerirdischer auf unserem Planeten gibt. Als Beweis gelten ihnen Funde aus Ägypten, Felszeichnungen in Italien und Darstellungen mittelamerikanischer Völker, die angeblich Erinnerungen an diese Besuche sind.

Anhänger der Prä-Astronautik sind davon überzeugt, dass intelligente außerirdische Wesen die Erde in der Frühzeit besuchten und die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussten. Bestimmte Darstellungen oder Artefakte, für die es keine eindeutige Erklärung gibt oder deren Verwendung bis heute unbekannt ist, sind in ihren Augen Erinnerung an den Besuch dieser Außerirdischen.

Prä-Astronautik pur also, und “für ‘Terra X’ untersucht Harald Lesch diese Funde”. Erwarten kann der interessierte Zuschauer laut ZDF folgende Themen:

  • Die Linien von Nazca in Peru.
  • Felszeichnungen in Italien, die Astronauten darzustellen scheinen (s. a. Buchtipp HIER).
  • “Gestalten mit einer Art Helm bei den Maya” aus Mittelamerika.
  • Die prähistorischen “Karrenspuren” auf der Insel Malta.
  • Eine rätselhafte Steinscheibe aus einem 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten.
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Das die Hochebene von Nazca in Peru mit zu den “brisanten Funden” dieser ZDF-Doku gehört, verwundert sicher niemanden. Die anderen Themen aus der Presseankündigung sind jedoch eher Neuland in diesem Doku-Bereich des Senders bzw. der Reihe “Terra X”. Doch leider lesen wir zur Mittelleerinsel Malta und den Linien von Nazca so was hier:

So wurden etwa einige der sogenannten Nasca-Linien in Peru oder die prähistorischen Schleifrillen auf der Insel Malta als Relikte alter Landebahnen gedeutet.

Kein Mystery-Jäger und Prä-Astronautiker deutet die uralten Steinrillen auf Malta und der Nachbarin Gozo (und anderen Regionen) als “Landebahnen” für Aliens. Niemand, da diese schon allein in ihrer Art und Beschaffenheit dafür überhaupt nicht geeignet wären. Selbst mir kam diese Idee noch nie in den Sinn oder zu Ohren.

Anders die Linien von Nazca. Diese wurden und werden in der Tat in weiten Kreisen der Prä-Astronautik als “Landebahnen” bezeichnet, da sie eben aus der Luft so aussehen. Schon die verstorbene deutsche Nazca-Forscherin Maria Reiche, heute eine Legende auf diesem Gebiet, hat ihr Aussehen so bezeichnet. Vor Erich von Däniken, der die Eben von Nazca weltberühmt machte …

Weiter heißt es beim ZDF dann aber auch zu einem anderen Thema der Sendung:

Eine Steinscheibe aus einem mehr als 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten wurde sogar für einen möglichen Raumschiffantrieb gehalten.”

Unsinn!

Gemeint ist hier eine Scheibe aus Schiefer, die 1936 der Archäologe Walter B. Emery zwischen dem Dorf Abusir und Sakkara in Ägypten entdeckt hat. Das zerbrochene Objekt lag in dem Grab des Prinzen Sabu aus der 1. Dynastie vor etwa 4.900 Jahren. Eine Scheibe mit 61 Zentimeter Durchmesser und in der Mitte einer Höhe von 10 Zentimetern. Das Aussehen der glatt polierten Scheibe erinnert an ein Schwungrad oder eine Art Schraube mit einer Narbe in der Mitte.

Niemand in der Prä-Astronautik hat behauptet, dass es ein Antriebsteil eines Alien-Raumschiffes war. Dünner und zerbrechlicher Schiefer (nicht Stein!) war sicher niemals ein technisches Bauteil. Viele Mystery-Jäger deuten es als Kopie eines technischen Objektes, deren Herkunft einige in der Prä-Astronautik und andere in Atlantis sehen. Ägyptologen meinen übrigens, es sei vielleicht eine Art Vase in einer stilisierten Form einer Lotusblüte.

Mein vorab Mystery-Review (Spoiler-Alarm)

Wer auch immer diese falschen Aussagen in den Presseankündigen des ZDF verfasst hat, kennt die Themen halt nicht. Irgendein Redakteur, der nicht ahnte, dass ein Jäger des Phantastischen wie ich hier gleich jedes Wort auf die berühmte Goldwaage legt. Was ich in solchen Fällen bekanntlich allzu gerne mache

Vor der Erstausstrahlung von “Brisante Funde” am kommenden Ostersonntag habe ich mit die Doku bereits angesehen. Die oben genannten Ankündigungen aus der ZDF-Pressemappe machten neugierig auf das, was da kommen mag. Schauen wir also auf diese Beispiele, die von der Redaktion und den Autoren ausgesucht wurden:

Die Pyramiden in Ägypten

VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Waren die Außerirdischen schon zu Besuch, und haben ihre Visitenkarten hinterlassen?”, fragt Harald Lesch zu Beginn. So startete die Folge mit den angeblich so brisanten Funden. Den Anfang machen hier die Pyramiden in Ägypten, als wohl das “große Rätsel der Archäologie” schlechthin. Verschiedene Ideen zu deren Bau werden hier vorstellt und mit überaus beeindruckenden Computer-Animationen und Aufnahmen (wie in der ganzen Sendung) untermalt. Vor allem natürlich die Pyramide des Cheops wird thematisiert.

Ergebnis: Keiner kann beweisen, wie die Pyramiden letztlich wirklich erbaut wurden. Es sei leichter, so Lesch, mittels moderner Technologie “Geheimkammer” und “versteckte Hohlräume” in den Pyramiden zu finden, als ihre Errichtung zu erklären. Damit meint er die Entdeckung eines 30 Meter riesigen Hohlraumes in der Cheops-Pyramide, über die ich zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER in Videos und Postings ausführlich berichtet habe.

Die Scheibe von Sakkara

Bei der Schieferscheibe aus dem Grab des Prinzen Sabu bei Sakkara wird es bei “Terra X” dann leider etwas voreingenommen:

Prä-Astronautiker vermuten das Antriebsrad eines Raumschiffes.

Zwar stimmt das nicht, aber im Folgenden wird die sonderbare Scheibe genauer in Kopie untersucht. Dazu wurden Modelle in verschiedenen Größen mit einem 3D-Drucker angefertigt, um diese dann im Windkanal bei “Airbus” zu testen. Die Maße bzw. Vorlagen für diese 3D-Drucke stellte das Ägyptischen Museum in Kairo zur Verfügung, wie betont wird.

Das Resultat der interessanten Versuchsreihen war, dass an dieser 4.900 Jahre alte Scheibe keine entsprechenden Eigenschaften nachgewiesen werden konnten, die für das Rad einer Turbine oder einem Schaufelrad notwendig wären.

Die “Triebwerksgeschichte ist jetzt gestorben”, so der Ingenieur Peter Sander von “Airbus” im ZDF. Allerdings fliegt das “Ding” sehr schön wie eine Frisbeescheibe. Natürlich war sie keine, aber was genau das Objekt letztlich war, bleibt bei “Terra X” offen. Zumal es bisher nur einen Fund dieser Art aus Ägypten gibt. Vielleicht war die Scheibe des Prinzen Sabu eine tragbare Feuerschale? – aber auch das bleibt ungeklärt.

Die Taucheranzüge der Maya

In den letzten Jahren haben Taucher in den zahllosen Höhlen im Land der Maya in Mexiko unzählige archäologische Funde gemacht. Sie fanden in den überfluteten Labyrinthen menschliche Schädel, Opfergaben und viele weitere Relikte des Volkes Maya. Ein ganz neues Forschungsgebiet der Maya-Forscher öffnet sich hier.

Da es aber in Mexiko Figuren gibt, die scheinbar Helme und Anzüge tragen, fragt Lesch nun, ob die Maya Taucheranzüge hatte, um in diese Höhlen zu gelangen. Viele der entdeckten Funde seien nämlich so weit von den Höhleneingängen entfernt gemacht worden, dass diese ohne Taucherausrüstung niemand erreichen könne. Darum, so weiter, meinen einige, dass diese Maya-Figuren mit Helmen usw. Taucher darstellen würden. Obwohl diese Darstellungen in der Prä-Astronautik eher als Astronauten aus dem All interpretiert werden.

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Es wird aber auch eine Lösung des “archäologischen Rätsels” der Maya-Funde unter Wasser angeboten: Die Höhlen lagen einstmals trocken, was zum Beispiel alte Feuerstellen in diesen belegen.

Mich hat dieses Thema ehrlich gesagt etwas verwirrt. Jedoch nur, da wohl niemand ernsthaft Maya-Priester in Taucheranzügen in diesen Maya-Figuren mit ihren Helmen sieht. Priester-Taucher also, die dann unter Wasser durch die Höhlen tauchten und dort Opfergaben erbrachten. Vielleicht wurde das ja mal in der TV-Serie “Ancient Aliens” so ausgesprochen?!

Wobei es allerdings bekannt sein dürfte, dass diese Höhlen einstmals eben trocken und damit gangbar waren …

Felszeichnungen von Astronautengöttern

Hier geht es um die hunderttausenden von Feldbildern im Gebiet des Val Camonica in Oberitalien. es sollen 350.000 an der Zahl sein. Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat zu diesen archäologischen Rätseln 2014 das Buch “Steinzeit-Astronauten: Felsbildrätsel der Alpenwelt” veröffentlicht.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts Genaues weiß man hierzu. Harald Lesch bzw. das ZDF berichten vor allem davon, wie Forscher vor Ort diese kaum zu zählenden Felsbilder dokumentieren und erhalten wollen. Eine gigantische Aufgabe bei der Anzahl der Fundstellen.

Natürlich werden auch und gerade die Felsbilder mit “Helmen” und “Strahlen” in “Brisante Funde” gezeigt. Eben genau jene, die seit Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft/Prä-Astronautik als vorzeitliche Darstellungen von Göttern aus dem All gedeutet werden. Ihr seht die beiden besagten Figuren im Titelbild unten rechts eingefügt.

Eine Erklärung kann aber auch “Terra X” für diese Abbildungen im Fels nicht geben. Vielleicht war es einfach Phantasie oder es sollen Schamanen mit Kopfschmuck sein, wie es heißt.

Harald Lesch dazu sehr treffend:

In fremden Formen nach bekannten Mustern fahnden, das ist unser größtes Problem.

Letztlich aber bleiben die Felsbilder des Val Camonica tatsächlich ein ungelöstes Rätsel. Weder die eine noch die andere Vermutung kann schließlich wirklich belegt werden.

Die Linien von Nazca

Keine Sendung über Rätsel der Archäologie kommt ohne Nazca aus. Der “Weltraumbahnhof der Außerirdischen”, wie Lesch die Hochebene in Peru in der “Terra X”-Doku nennt …

Mehr als positiv fällt hier aber sofort auf, dass das ZDF den Linien und Pisten von Nazca mehr Zeit einräumt, als den dortigen Scharrbildern von Tieren usw. In den meisten Fällen ist das nämlich genau umgekehrt! Auch fehlt nicht der Hinweis, dass es auch an anderen Orten der Welt solche Bilder gibt, die man in ihrer Komplexität nur aus der Luft sehen kann.

Dr. Markus Reindel ist jener deutsche Archäologe vor Ort in Peru, der im Zusammenhang mit den Nazca-Linien meistens genannt wird. So auch bei “Terra X”, wo er vermutet, dass diese Scharrbilder für “Ritualhandlungen in Verbindung mit Wasser” standen. Grund für diesen Kult um das lebenspendende Wasser sei beim Volk der Nazca gewesen, dass die Wüste mehr und mehr ihren Lebensraum vernichtete.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Landebahnen für Außerirdische in Peru waren diese Pisten und Linien nie, so Reindel. Sie konnte es auch nicht gewesen sein, da die Ausgrabungen in Nazca auf diesen “Landebahnen” Reste von Häusern gefunden haben. Archäologische Grabungen zeigten weiter, dass sich auf diesen “Landebahnen” Bebauungen aller Art befanden, die eine Landung von Aliens im Wege gestanden hätten.

Reindel:

Das waren ‘Aktionsflächen’ für die Ritualhandlungen der Nazca-Leute. Darauf hat etwas stattgefunden. Das waren Plätze, auf denen Prozessionen stattgefunden haben, auf denen Kulte und Rituale im Zusammenhang von Wasser und Fruchtbarkeit stattgefunden haben.

Für diese These spreche auch, so “Terra X” weiter, dass das Erdreich unter diesen Pisten und kilometerlangen Linien verdichtet ist. Schlussfolgerung: Hier liefen unzählige Menschen immer wieder in rituellen Prozessionen über die Scharrbilder – so wurde das Erdreich von Nazca zusammengepresst:

Gut möglich, dass so so die Götter im Himmel um Hilfe anflehten“.

Wer diese “Götter im Himmel” waren, sagt die Idee der Prä-Astronautik. Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die Idee der Astronautengötter in Nazca (meistens) sagt, dass hier die Menschen die Aliens “kopierten”. Sie sahen Spuren einer Niederkunft der Himmelswesen und kopierten diese immer und immer wieder. Bis sich der heute bekannte Kult der Nazca-Linien entwickelte, die damit eben tatsächlich ihre Götter im Himmel huldigten …

Übrigens wird nicht dargelegt, ob diese Bebauungen auf den Pisten und Linien gleichzeitig mit diesen “Landebahnen” entstanden, oder ob diese vielleicht erst nachträglich darauf errichtet wurden.

Die “Karrrenspuren” von Malta

Malta und die Nachbarinsel Gozo “gelten als Hotspot für Prä-Astronautiker und UFOlogen”, so Harald Lesch in der Doku. Grund sind die legendären “Cart Ruts”, die Karrenspuren, die die Inseln überziehen und von Menschen geschaffenen wurden. Sie sehen aus der Luft aus wie die “Gleisanlage eines modernen Rangeierbahnhofs” und könnte irgendwie mit den Transport von Lasten in Zusammenhang stehen.

Ob das so war, ist unklar. Die 22 bis zu 7.000 Jahre alten Tempel auf Malta sind älter als die “Karrenspuren”, die auch nicht zu diesen Monolithanlagen hinführen. Und doch haben die allermeisten der Spuren eine gleiche oder fast gleiche Spurbreite von knapp über einem Meter und konzentrieren sich “zu 90 Prozent” an den Steinbrüchen der Insel. Möglicherweise wurden die Steine auch irgendwie zum Meer geschafft. Immerhin führen einige dieser Spuren direkt ins Meer und unter Wasser auch weiter. Solche “Unterwasser-Gleise” kann man auf Malta vom Land aus sehen. Vor allem natürlich von Anhöhen und Klippen aus.

Aber wozu das alles, wenn die ZDF-Sendung richtig liegt? Gab es hier vor Jahrtausenden etwa einen Stein-Export? Wenn ja, wo sind diese von Malta exportierten eigentlich jetzt?

Von Karren, deren Räder sich nach und nach in das Gestein eingruben, können sie trotzdem nicht stammen. Ganz richtig weist “Terra X” darauf hin, dass es keine Spuren von den Zugtieren gibt und einige der Kurven zu eng für einen Wagen sind. Vor Ort auf Malta und Gozo erkennt man übrigens noch weitere Details, die eindeutig gegen diese Deutung von Karrenspuren sprechen.

VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)
VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)

Diese Spuren in den “Cart Ruts” widersprechen gleichzeitig aber auch der Deutung, dass sie von “Stangenschleifern” sind. Das sind Transportmittel bzw. “Karren” ohne Räder, deren “Boden-Auflage” am Ende zwei Holzbalken sind. Mit diesen Balken oder eben Stangen schleift man dann die zu transportierende Last über das Gelände.

Letztlich findet die ZDF-Doku auch für die “Gleise von Malta“, wie sie auch genannt werden, keine Erklärung. Nur, dass sie von Menschen gemacht oder verursacht wurden, und es auch an anderen Orten diese Rillen im Gestein gibt.

Jene Spuren, die außerhalb von Malta zu sehen sind, sollen nach “Terra X” angeblich natürlich entstanden sein. Das aber ausnahmslos alle anderen “Gleise” natürlichen Ursprungs sind, ist mehr als fraglich …

Harald Lesch dazu treffend:

Viele Rätsel warten noch darauf gelöst zu werden.

Mystery-Review: Fazit!

Wirklich jedem und allen alles Recht machen, kann wohl keine Sendung oder Dokumentation der Welt. Vor allem nicht vielen Grenzwissenschaftlern, wenn es um Themen eben dieser Grenzwissenschaften geht. Irgendwer findet immer was zu meckern, man sieht es ja an diesem Mystery-Review von mir.

Trotz der “gruseligen Pressemitteilungen” des ZDF zu der Doppel-Doku “Ungelöste Fälle der Archäologie” haben sie sich gelohnt. Ein gut verpacktes Mittelmaß, das eigentlich ohne Hohn und Häme gegen die Prä-Astronautiker auskommt. Erstaunlicherweise wurde nicht mal Erich von Däniken mit nur einem Wort erwähnt, wo er doch der Prä-Astronautiker ist. Vor allem natürlich im Zusammenhang mit den Linien von Nazca.

Man sollte durchaus immer bei solchen Sendungen bedenken, dass sie sich nicht an die Experten und Kenner der Grenzwissenschaft und Mystery Files richtet. Zur besten Sendezeit am sonntäglichen Vorabend will man die Masse der TV-Konsumenten erreichen. Wie eigentlich bei jeder TV-Doku. Dass vielen Kennern der Materie ebenso viel bekannt ist, spielt da keine Rolle. Dem Mainstream ist es eben tatsächlich vieles sicher neu. Einer der Gründe, warum derartige Sendungen bei den “alten  Hasen” oft nicht gut ankommen …

Oben ging es praktisch nur um den 2. Teil, der am 1. April gesendet wird. Ich habe mir aber auch den 1. Teil “Verlorenes Wissen” vorab angeschaut, und mein Fazit trifft auch auf diesen zu …

Video zum Thema “Steinkugeln von Costa Rica” und – in Europa:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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