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Video: Die „Heilige Landschaft“ der Steinzeit um Stonehenge: Sie war schon tausende Jahre vorher beliebt

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Video: Die "Heilige Landschaft" der Steinzeit um Stonehenge - Sie war schon tausende Jahre vorher beliebt (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Video: Die „Heilige Landschaft“ der Steinzeit um Stonehenge – Sie war schon tausende Jahre vorher beliebt (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

In der Grafschaft Wiltshireim Südwesten von England liegt die berühmteste Megalithanlage der Welt: Stonehenge. Gut sichtbar in einer weitläufigen Landschaft, die einstmals von durchgängigen Wäldern bedeckt gewesen sein soll. Wie jetzt eine Studie zeigte, wurde dieses Gebiet schon vor 10.000 Jahren bei den Jägern und Sammlern geschätzt. Und offenbar sah sie nicht so aus, wie bis heute immer angenommen wird. Doch gilt das auch tausende Jahre später noch, als um 3000 vor Christus mit dem Bau des Ur-Stonehenge begonnen wurde?


Stonehenge – Zentrum einer 2spirituellen Landschaft“

Stonehenge ist wohl das bekannteste Monument der Steinzeit überhaupt. Rund 5.000 reicht sein Ursprung im Süden von England in die Vergangenheit der Menschheit zurück. Jetzt hat eine Studie gezeigt, dass diese Gegend schon tausende Jahre vorher bei unseren Ahnen beliebt war.

Denn das ergaben Ausgrabungen und Untersuchungen von Forschern um Samuel Hudson von Universität Southampton. Wie das Team aktuell in einer Studie in „Plos One“ berichtet, war das Gebiet um das spätere Stonehenge schon vor 10.000 Jahren bei den frühen Jägern und Sammlern beliebt.

Dies schließen sie aus untersuchten Pflanzenpollen, Erdsedimenten, Knochen und anderem Material, das unweit der Megalithanlage bei „Blick Mead“ entnommen wurde. Demnach war damals die Landschaft nicht durchgängig von Wald bedenkt, wie bisher angenommen wurde. So fanden die Menschen der Steinzeit hier sehr gute Bedienungen vor.

War es aber tausende Jahre später so, als angefangen wurde die Megalithanlage von Stonehenge zu errichten? Denn als „astronomischer Kalender“ zu Beobachtung von Himmelsereignissen, wie die Anlage meist gedeutet wird, sollte man eine freie Sicht aus den Horizont haben. Und ihn nicht vor lauter Bäumen nicht sehen können …

Mehr in diesem kurzen Video vom 28. April 2022.

Bleibt neugierig …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video: Zufallsfund auf Sylt: Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit entdeckt

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Video vom Nov. 2021: Zufallsfund - Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit auf Sylt entdeckt (Beispielbild: Fischinger-Online)
Video vom Nov. 2021: Zufallsfund – Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit auf Sylt entdeckt (Beispielbild: Fischinger-Online)

Ein archäologischer Zufallsfund bei Bauarbeiten auf der Insel Sylt entpuppte sich als reichhaltige Kulturschicht, die Jahrtausende umfasst. Die dortigen Funde reichen von der Steinzeit bis in die Zeit der Wikinger. Auch ein bisher nicht bekanntes Hügelgrab befand sich einst an diesem Platz. Ein Glücksfall für die Archäologen. Und doch kein Einzelfall, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom November 2021 erfahrt. Denn tausende archäologische Stätten warten nicht nur in dieser Region noch auf ihre Entdeckung. Dies interessierte einst auch die Nationalsozialisten und die „Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe“ der SS.


Sylt – von der Steinzeit bis zu den Wikingern

Erstaunte Archäologen in Achsum auf Sylt. Denn hier wurde bei Bauarbeiten zufällig eine ganze Schicht kultureller Hinterlassenschaften entdeckt. In dieser fanden sich unter anderem ein bisher unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit, Spuren Bronzezeit und der Wikinger sowie zahlreiche Siedlungsreste.

Daraufhin ließ das Landesamt für Archäologie in Schleswig-Holstein die Arbeiten stoppen, um die Funde zu sichern. Schnell stellte sich dabei heraus, dass hier eine rund zwei Meter starke Kulturschicht in der Erde verborgen liegt. Die unterste und damit älteste reicht bis in die Steinzeit zurück und verbarg ein bisher unbekanntes Hünengrab (Hügelgrab). Schon in der späteren Bronzezeit wurde dies überbaut, wie gefundene Siedlungsspuren zeigen.

Der Platz im heutigen Achsum scheint über tausende von Jahren ein beliebter Siedlungsplatz gewesen zu sein. Denn die Schichten mit den archäologischen Funden reichen bis in das frühe Mittelalter und die Tage der Wikinger und Römer.

Ein Zufallsfund, der aber weder auf Sylt noch anderswo einmalig ist. Immer wieder finden sich solche versunkenen Spuren der Vergangenheit (s. z. B. Beitrag HIER und Video HIER). Auch und gerade weil vieles zerstört und abgetragen wurde. Auf Sylt wollten das einst übrigens die Nationalsozialisten um Heinrich Himmler verhindern, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 30. November 2021 erfahrt.

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Lars A. Fischinger

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Funde der Steinzeit in Niedersachsen: 4000 Jahre alt Kreisgrabenanlage und Häuser bei Bauarbeiten entdeckt (+ Videos)

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Überraschende Funde der Steinzeit in Niedersachsen: 4000 Jahre alte Kreisgrabenanlage und riesige Langhäuser bei Bauarbeiten entdeckt (Bilder: GoogleEarth & Landkreis Grafschaft Bentheim)
Überraschende Funde der Steinzeit in Niedersachsen: 4000 Jahre alte Kreisgrabenanlage und riesige Langhäuser bei Bauarbeiten entdeckt (Bilder: GoogleEarth & Landkreis Grafschaft Bentheim)

So wie es im Krimi den „Kommissar Zufall“ gibt, so gibt es auch in der Altertumsforschung den „Archäologen Zufall“. Denn immer wieder werden archäologische Funde zum Beispiel unverhofft bei Bauarbeiten gemacht. So wie seit einiger Zeit in dem kleinen Ort Hoogstede in Niedersachsen. Dort tauchten bei der Erschließung von Baugebieten zahlreiche Spuren der Vergangenheit auf, die bis in die Steinzeit vor 4000 Jahren zurück reichen. Ein attraktiver Siedlungsplatz bis heute, wie es der Ausgrabungsleiter formulierte. Sehr zum Leidwesen der Bauherren, die seit Monaten warten müssen.


Funde – von der Steinzeit bis heute

Archäologen sprechen gerne davon, dass 90, 95 oder noch mehr Prozent unserer Vergangenheit noch immer unentdeckt im Erdreich schlummern. Das gilt für Spuren, die erst wenige hundert Jahre alt sind ebenso, wie für Funde aus der Steinzeit. Oft kommen diese erst durch reinen Zufall wieder ans Tageslicht. Etwa bei geplanten Erschließungen zuvor unbebauter Flächen für Baugebiete.

Selbst als verschollen oder restlos zerstört geltende Funden können so plötzlich wieder zum Vorschein kommen. Beispielsweise ein vorzeitliches Hügelgrab auf der kleinen Nordseeinsel Amrum. Dort kam beim Hausbau plötzlich ein als verloren gegoltenes Hügelgrab wieder ans Licht, wie im ersten Mystery Files-Video unten berichtete.

Solche Funde sind selten zur Freude der künftigen Bauherren. Denn wenn erst mal die Archäologen mit Schüppe, Messband und Pinsel anrücken, kann es zu erheblichen Verzögerungen kommen.

Nichts anders wie aktuell in der kleinen Ortschaft Hoogstede der Grafschaft Bentheim in Niedersachsen. Im Süden des Ortes werden seit einiger Zeit immer wieder archäologische Funde gemacht, die zuvor unerkannt unter Äckern und Feldern begraben lagen. Die Erschließung dieser Flächen für Neubaugebiete zeigte schnell, dass hier Spuren und Relikte zu finden sind, die von der Steinzeit bis zur Christianisierung im 8. Jahrhundert reichen.

Ein „ergiebiger Fundplatz“

Bei früheren Baumaßnahmen waren bereits Siedlungsspuren im südöstlichen Gebiet des Dorfes gefunden worden. Als daraufhin die Gemeinde Hoogstede auch die freien Flächen westlich davon als Neubaugebiet ausgab, rief das bereits im Vorfeld die Archäologen auf den Plan. Und so begann bereits im Januar 2021 das „Niedersächsische Landesdenkmalamt“ (NLD) Oldenburg mit einer Voruntersuchung des zukünftigen Baugebietes.

Unter dem Ausgrabungsleiter Dr. Georg Precht vom NLD wurden dafür lediglich 10 Prozent der zukünftige Bebauungsfläche genauer untersucht. Und man wurde sehr schnell fündig, so dass das NLD ab Mai 2021 mit weitreichenden Ausgrabungen vor Ort begann. Zum Leidwesen der zukünftigen Eingenheimbesitzer zeigte sich, „dass der Fundplatz noch ergiebiger ist, als ursprünglich angenommen“, so der Archäologe Precht.

Bereits am 26. Oktober 2021 hat der Gemeinderat von Hoogstede in einer Sondersitzung dazu protokolliert:

Weiterhin zur Kenntnis nehmen musste der Rat, dass die archäologischen Ausgrabungen länger als erwartet dauern werden.

Fast sechs Monate später hat sich aufgrund der Vielzahl der Befunde und Funde daran noch immer nichts geändert.

Spuren der Steinzeit

In einer „Zwischenbilanz“ betonte Precht gegenüber „NordNews“ am 5. April, dass unsere Vorfahren hier offensichtlich schon in der Steinzeit gerne siedelten. Bei den Grabungen zeigte sich, dass hier bereits vermutlich um 2000 vor Christus eine Kreisgrabenanlage angelegt wurde. Daneben fanden sich Grundrisse von Langhäusern, wie sie typisch für diese Epoche sind. Sie waren hier bis zu 20 Meter lang und offensichtlich von Werkstätten umgeben.

Diese Gebäude maßen 12 Quadratmeter und waren als sogenannte Grubenhäusern angelegt worden. Im Inneren der Reste fanden sich neben Töpferwaren und Werkzeuge auch Objekte, die darauf schließen lassen, dass hier Spinnräder zum Einsatz kamen. Befunde, die aus vielen Teilen Europas aus dieser Epoche bekannt sind.

Nach Meinung von Grabungsleiter Precht haben die Menschen diesen Platz über lange Zeit hinweg immer wieder genutzt. Nicht nur in der fernen Steinzeit. Auch Funde aus der Eisenzeit von 400 vor Christus bis Christi Geburt und eine zweite Besiedlung um das 7. oder 8. Jahrhundert wurden nachgewiesen. „Die Attraktivität der Lage hat offensichtlich nicht nachgelassen“, so Archäologe Precht mit Blick auf die Tatsache, dass hier ein Wohngebiet entstehen soll.

Die leicht erhöhte und somit trockene Lage auf einer natürlichen Geländeerhebung und die Anbindung an einen Verkehrsweg in Form eines Altarms der Vechte, dürften die Gründe gewesen sein, die gerade diesen Platz in vorgeschichtlicher Zeit zu einem beliebten Siedlungsort machten.

Wie mir Sandra O., eine jahrzehntelange Bekannte von mir, die vor Ort in Hoogstede lebt, mitteilte, wird das kaum ein Trost für die seit langem wartenden Baugrund-Käufer sein. Die ersten Bauherren waren das Warten unlängst leid und sahen sich bereits nach anderen Grundstücken um …

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Lars A. Fischinger

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Studie wirft neues Licht auf den Handel der Steinzeit: Die 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf stammt aus Italien oder der Ukraine

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Studie: Die 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf stammt aus Italien oder der Ukraine (Bilder: G. W. Weber / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Studie: Die 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf stammt aus Italien oder der Ukraine (Bilder: G. W. Weber / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor über 100 Jahren entdeckten Archäologen die sogenannte „Venus von Willendorf“ in Österreich. Eine rund 30.000 Jahre alte Steinfigur einer üppigen Frau, wie sie ähnlich in vielen Teilen Europas gefunden wurden. Forscher haben jetzt das Gestein der Willendorf-Venus genauer analysiert und kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis. Demzufolge wurde es vor zehntausenden von Jahren aus dem Gebiet des Gardasee in Norditalien oder dem Donezbecken (Donbas) im Osten der Ukraine nach Österreich importiert. Quer über die Alpen oder über tausende von Kilometern in der Steinzeit.


Sensationsfund „Venus von Willendorf“

Anfang August 1908 wurde das winzige Dorf Willendorf in der Wachau im Nordosten von Österreich weltberühmt. Dort fanden Arbeiter bei Gleisarbeiten für die „Donauuferbahn“ Spuren früher menschlicher Besiedlungen. Verständigte Archäologen entdecken daraufhin in nicht mal 30 Zentimetern Tiefe eine kleine Frauenfigur aus Stein. Heute ist sie als „Venus von Willendorf“ weltberühmt.

Die Figur selber ist wenig spektakulär und gehört zu einer ganzen Reihe von gefundenen Frauenfiguren, die als „Venus“ bezeichnet werden. Venusfigurinen, die in vielen Teilen Europas über zehntausende Jahre hinweg angefertigt wurden und noch heute viele Rätsel aufgeben. Aufgrund der übertrieben dargestellten weiblichen Rundungen sehen viele Archäologen in diesen Figuren vor allem Kultobjekte der Fruchtbarkeit.

Vor fünf Jahren sah Facebook in dieser Figur übrigens aufgrund genau dieser üppigen Weiblichkeit mit den großen Brüsten Pornografie: Das Bild wurde als „gefährlich pornografisch“ zensiert.

Auch die etwa 11 Zentimeter kleine „Venus von Willendorf“ als wohl eine der bekanntesten Frauenfiguren dieser Art wird in diese Richtung interpretiert. Aufgrund ihres Erhaltungszustandes und ihres Alters von rund 30.000 Jahren ist diese Venus längst ein nationaler Schatz Österreichs. Fast 100 Jahre bekamen sie nur ausgewählte Forscher persönlich zu sehen, da sie sicher verwahrt im Museums-Tresor lag und Besucher des Museums nur eine Kopie gezeigt bekamen.

Heute befindet sie sich im Naturhistorischen Musuem von Wien in einer gesicherten Vitrine. Und in vielen Museen der Welt kann man unlängst Kopien der Venus kaufen.

Wobei es sogar bei einer anderen Venus-Figur bereits vorkam, dass man plötzlich bemerkte, dass im Safe nur ein Kopie für Touristen verwahrt wurde. Offenbar vertauschte man die echte „Venus von Aufhausen“ mit wertloser Massenware, die in München angefertigt wurde, wie in diesem Mystery Files-Video HIER berichtet.

Handel vor 30.000 Jahren

Bisherige Forschungen an der „Venus von Willendorf“ konzentrierten sich vor allem auf deren Interpretation. Vor allem deshalb, dass bei späteren Ausgrabungen an der Fundstelle 1926 zwei weitere Venus-Figuren gefunden wurden. Diese werden schlicht „Venus II“ und „Venus III“ genannt und sind in einem wesentlich schlechteren Erhaltungszustand. Dies mag daran liegen, dass diese nicht aus Stein geformt wurden, sondern hierbei Elfenbein genutzt wurde.

Bei der „Venus von Willendorf“ konnten chemische Untersuchen auch nachweisen, dass diese Figur einst anders ausgesehen haben muss. Vor allem im Bereich des Kopfes, dort, wo Haare oder eine Kopfbedeckung dargestellt wurden, konnten Farbreste gefunden werden. Folglich haben vor 30.000 Jahren die Steinzeitmenschen diese Figur nach Fertigstellung zusätzlich bemalt. Ein Beweis für die Wertschätzung, die man damals der weiblichen Figur entgegen brachte.

Ein weiterer Beweis für den kulturellen oder sozialen Wert der „Venus von Willendorf“ ist ihre Herkunft. Ein Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Wien und des Naturhistorischen Museums Wien um Gerhard W. Weber untersuchte jetzt das Gestein des Kunstwerkes genauer. Mit Hilfe eines Computertomographen analysierten sie die exakte innere Struktur des Gesteins, um diese mit bekannten Gesteinsarten aus Europa zu vergleichen.

Nach diesen Analysen stelle sich heraus, dass das Gestein oder sogar die Figur selber nicht aus Österreich stammt. Es wurde nach Willendorf importiert, wie die Forscher in ihrer Untersuchung in „Scientific Reports“ berichten. Als Herkunft des Oolith genannten Gesteins der Venus identifizierten sie die kleine Gemeinde Sega di Ala am Gardasee in Norditalien.

Reisende aus Italien oder der Ukraine

Die Übereinstimmungen der Gesteinsproben von Sega di Ala und der „Venus von Willendorf“ lassen den deutlichen Schluss zu, dass hier die Herkunft des Venus oder des Rohlings liegt, so die Forscher. Allerdings sei das nicht zu 100 Prozent sicher zu beweisen, wie sie unterstreichen. Vielleicht liegt der Ursprung auch Donezbecken (Donbas) in der Ukraine, wobei hier die Übereinstimmungen nicht so deutlich wären wie bei dem Gestein vom Gardasee.

Was die Forscher durch solche Untersuchungen nicht belegen können, ist die Frage, ob die Venus selber am Gardasee geschnitzt wurde und dann nach Nord-Österreich gelangte. Es scheint aber doch sehr fragwürdig, dass Menschen der Steinzeit Steine aus Italien importieren, um daraus in der Heimat Figuren zu fertigen. Gestein findet sich überall und auch von besserer Qualität als das Sedimentgestein Oolith. Hinzu kommt, dass die beiden anderen, jüngeren Venus-Figuren, die später in Willendorf ausgegraben wurden, aus Elfenbein bestanden.

Warum sollten zuvor die dortigen Menschen italienisches Gestein als Rohmaterial importieren?

Wahrscheinlicher scheint, dass die Venus aus Italien über die Alpen importiert wurde. Händler aus dem nördlichen Österreich brachten sie von ihrer Reise in den Süden mit. Oder italienische Reisende gingen in den Norden jenseits der Alpen und hatten die Figur bei sich.

Handel und Neugier als Triebfeder der Steinzeit

Ob eine fix und fertige Venus-Figur importiert oder von Italien exportiert wurde, oder nur der Rohling: Sämtliche Wege belegen, dass vor zehntausenden von Jahren Menschen in Europa miteinander in Kontakt standen und Fernhandel betrieben. Vor 30.000 Jahren waren die Alpen folglich kein Hindernis, um andere Menschen in anderen Teilen der Welt aufzusuchen. Luftlinie liegen Willendorf und Sega di Ala fast 500 Kilometer auseinander. Quer über die eisigen Gipfel der Alpen.

Dieser alternative Handessweg, den auch die Forscher um Weber in ihrer Studie diskutieren, wäre eine östliche Route um die Alpen herum. Dieser führt von Sega di Ala nördlich der Adria entlang, weiter durch das heutige Slowenien und Ungarn, dann an Wien vorbei bis nach Willendorf. Eine Strecke von gut 800 Kilometern. Und kamen die Händler der Steinzeit aus dem Donezbecken in der Ukraine, war die Reise nicht weniger beschwerlich. Das Gebiet liegt im Osten der Ukraine, fast 2.000 Kilometer Luftlinie vom Fundort der Willendorf-Venus entfernt.

Solche neuen Forschungsergebnisse der Archäologie zeigen einmal mehr, dass unsere Vorfahren von zehntausenden von Jahren längst die Welt entdeckten. Handel war (sicher neben Neugier) die Triebfeder der Gesellschaft.

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Lars A. Fischinger

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DAS ist laut dem British Museum der wichtigste archäologische Kunstfund der Steinzeit der letzten 100 Jahre in Großbritannien

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DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)
DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)

Die britischen Inseln sind voller Hinterlassenschaften und Bauten aus der Steinzeit und späteren Epochen, die teilweise weltberühmt sind. Grund genug für eine bald eröffnenden Sonderausstellung des altehrwürdigen British Museum in London unter dem Motto „Die Welt von Stonehenge“. Ein archäologischer Fund sticht bei dieser Ausstellung heraus. Denn laut Museum ist er der wichtigste Fund steinzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre in Großbritannien. Was hat es mit diesem unscheinbaren „Faß“ auf sich?


„Die Welt von Stonehenge“

Neben der legendären Megalithstätte Stonehenge, sind die Ausstellungsräume des British Museum in London ein Pilgerort für Forscher und Interessiere aus aller Welt in Großbritannien. Zehntausende von Jahren Menschheitsgeschichte liegen dort. Zusammengesammelt in hunderten von Jahren archäologischer Forschung (und Plünderung) in der ganzen Welt. Ein Ort, von dem so mache spektakuläre Entdeckung und Erkenntnis ausging.

Und nicht wenige dieser unersetzlichen Artefakte dort sind von unschätzbaren Wert. Man denke hier an die Moai-Figur namens „Hoa Hakananai’a“ von der Osterinsel, die in ihrer Form einzigartig ist. Oder auch an die Tontafeln des Gilgamensch-Epos. Auf einer dieser Tafeln entdeckte man im 19. Jahrhundert im Museum die Vorlage der biblischen Sintflut-Geschichte. Ebenfalls finden sich hier authentische Artefakte aus dem Inneren der Cheops-Pyramide und die „Himmelsscheibe von Ninive“. Sie ist eine Tonscheibe aus Mesopotamien, auf der Astronomen vor Jahrtausenden ein Himmelsereignis in Keilschrift und in exakt eingeritzten Linien festhielten.

Selbst ein „Kristallschädel“ findet sich in dem Museum, auch wenn dessen Alter und Herkunft mehr als fragwürdig ist.

Eine endlose Liste historisch bedeutsamer Objekte ließe sich hier anführen. Es gibt somit in Großbritannien keinen geeigneteren Ort für eine Sonderausstellung, die die Welt von Stonehenge den Besuchern nahe bringen kann. Diese eröffnet am 17. Februar ihre Tore. Hierzu schreibt das Museum unter anderem:

Die menschliche Geschichte hinter den Steinen (von Stonehenge, Anm. LAF) offenbart sich in einer Vielzahl faszinierender Objekte. Dazu gehören Steinäxte aus den norditalienischen Alpen, atemberaubender Goldschmuck und erstaunliche Beispiele für frühe Metallarbeiten, darunter die Himmelsscheibe von Nebra – die älteste erhaltene Sternenkarte der Welt. Ein bemerkenswert gut erhaltener 4.000 Jahre alter Holzkreis, der als Seahenge bezeichnet wird, steht ebenfalls im Mittelpunkt der Ausstellung und wird zum ersten Mal als Leihgabe gezeigt.

All diese Objekte liefern wichtige Hinweise auf den Glauben, die Rituale und die komplexe Weltanschauung der Menschen der Jungsteinzeit und tragen dazu bei, ein lebendiges Bild vom Leben der frühesten Vorfahren Europas zu zeichnen.

Die „Burton-Agnes-Trommel“

Wie man unter anderem an der aus Deutschland stammenden „Himmelsscheibe von Nebra“ sieht, möchte das Museum einen weiten Bogen um die Welt von Stonehenge spannen. Nicht nur, da die Himmelsscheibe jünger als der Steinkreis in England ist und aus der Bronzezeit stammt. Denn die kulturellen Zusammenhänge liegen auf der Hand. Und diese ziehen sich über die gesamten britischen Inseln, fast ganz Europa bis in den Nahen Osten und Ägypten.

Da scheint es etwas erstaunlich, dass ein unscheinbare „Stein-Trommel“ von den Archäologen des British Museum als wichtigste Entdeckung vorzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre aus den Insel bezeichnet wird. Heute ist das Artefakt als „Burton-Agnes-Trommel“ bekannt (s. Titelbild).

Gefunden wurde das rund 5.000 Jahre alte Objekt 2015 auf einem Landgut in Burton Agnes in Ost-Yorkshire in einem Kindergrab. In diesem Grab der Steinzeit lagen drei unterschiedlich alte Kinder, von denen das älteste diese „Trommel“ (die keine Trommel im eigentlichen Sinne war) über den Kopf als Beigabe platziert bekam. Die Kinder wurden offenbar zeitgleich und in Umarmung untereinander bestattet.

Es war ein rührendes Bild, dass sich den Archäologen damals bot, und das Neil Wilkin als „zutiefst bewegend“ beschreibt. Wilkin ist der Kurator der Sonderausstellung, den „Barry & District News“ mit den Worten zitiert:

Dies ist eine wirklich bemerkenswerte Entdeckung und das wichtigste Stück prähistorischer Kunst, das in den letzten 100 Jahren in Großbritannien gefunden wurde. Die Entdeckung des Grabes von Burton Agnes ist sehr bewegend. Die Emotionen, die die neue Trommel zum Ausdruck bringt, sind kraftvoll und zeitlos, sie gehen über die Zeit von Stonehenge hinaus und spiegeln einen Moment der Tragödie und Verzweiflung wider, der auch nach 5.000 Jahren noch ungebrochen ist.

„Das bedeutendste Stück prähistorischer Kunst“

Solche zylindrischen oder trommelartigen Objekte wurden in der Vergangenheit erst dreimal entdeckt. Aber nie in einem so guten Zustand. Doch nie war den Forschern klar, was diese steinernen „Eimer“ überhaupt waren oder bedeuten. Sicher ist man sich nur, dass sie aus dem Zeitalter von Stonehenge stammen, da sie mit Verzierungen versehen sind, die damals weithin beliebt waren. Sie lassen sich bis nach Irland nachweisen.

Dazu führte Wilkin gegenüber der „BBC“ weiter aus:

Meiner Meinung nach ist die Trommel von Burton Agnes noch komplizierter geschnitzt und spiegelt die Verbindungen zwischen Gemeinschaften in Yorkshire, Stonehenge, Orkney und Irland wider. Die Analyse ihrer Schnitzereien wird dazu beitragen, die Symbolik und den Glauben der Zeit zu entschlüsseln, in der Stonehenge errichtet wurde.

Wozu diese Objekte dienten und was die Verzierungen bedeuten, bleibt dennoch reine Spekulation. Auch wenn eine Verbindung zu Stonehenge gezogen wird, hilft das nicht weiter. Es wird hierbei von „religiöser“ oder „symbolischer“ Bedeutung gesprochen, was deren Zweck allerdings nicht im Geringsten erklärt. Auch nicht, dass es ein Talisman für das Jenseits gewesen sein könnte. Warum dann aber nur eine solche „Trommel“ als Talisman bei drei Bestatteten?

Auffallen ist bei der „Burton-Agnes-Trommel“, das diese drei Löcher hat. Da sie in einem Grab mit drei Kindern lag, könnte man vermuten, dass ihre Seelen durch diese Öffnungen in die „Trommel“ eingehen und so für immer vereint sein sollen.

Ein Behältnis für die Seelen?

Eine reine Vermutung meinerseits. Dafür könnte allerdings sprechen, dass die drei verstorbenen Kindern in inniger Dreisamkeit beerdigt wurden. Ebenso, dass Megalithanlagen-Gräbern, die wir von den Britischen Inseln über ganz Europa bis in den Nahen Osten und den Kaukasus finden, angebliche „Seelenlöcher“ haben. Es sind runde Öffnungen in jeweils einem Megalith dieser Gräbern, aus denen die Seele der Verstorben hinein und hinaus gelangen konnte. So eine Deutung dieser runden Löcher. Zum Teil sind diese Öffnungen auch nach den Sonnenwenden ausgerichtet.

Reine Spekulationen …

Eine Radiokarbondatierung (C14) eines der Skelette von Burton Agnes ergab, dass die Beerdigung zwischen 3005 bis 2890 vor Christus stattfand. Nach Einschätzung der Archäologen des Museums ist auch die „Trommel“ so alt zu datieren. Obwohl das Artefakt in der Sonderausstellung im Schatten der Nebra-Scheibe oder der Anlage von Stonehenge als nationales Monument der Briten in der Grafschaft Wiltshire zu verblassen scheint, kann man die Begeisterung der Forscher nachvollziehen.

Es ist ein uraltes Kunstwerk und damit nicht mit einer Megalithanlage zu vergleichen. Gemeinsam ist ihnen, dass große Bauten ebenso Rätsel aufgeben, wie kleine Grabfunde aus dieser Epoche.

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Lars A. Fischinger

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VIDEO: Seefahrt der Steinzeit: „ABORA V – Update zur Vorbereitung der Transatlantik-Expedition“ – Vortrag von Dr. Dominique Görlitz & Ramon Zürcher

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Vortrag/Video vom 29. Oktober 2021 von Dr. Dominique Görlitz & Ramon Zürcher: "ABORA V – Update zur Vorbereitung der Transatlantik-Expedition" (Bilder: abora.eu/D. Görlitz & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Vortrag/Video vom 29. Oktober 2021 von Dr. Dominique Görlitz & Ramon Zürcher: „ABORA V – Update zur Vorbereitung der Transatlantik-Expedition“ (Bilder: abora.eu/D. Görlitz & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Waren in der Steinzeit vor Jahrtausenden bereits Seefahrer der Alten Welt in Amerika? Und überquerten vorzeitliche Amerikaner den Atlantik in Richtung Osten? Davon sind viele überzeugt. Christoph Kolumbus kam als Letzter, war nicht nur Thor Heyerdahl sicher. Auch Dr. Dominique Görlitz ist im „Fahrwasser von Heyerdahl“ sicher, dass es diese Kontakte gab. Deshalb plant Görlitz bereits seine 5. Groß-Expedition mit einem Schilfboot. Eine Reise von Nordafrika bis Amerika. Darüber berichtet er zusammen mit Ramon Zürcher in diesem Vortrag.


Entdeckten Seefahrer der Steinzeit Amerika?

Seefahrer der Steinzeit nutzen vor Jahrtausenden den Atlantik als „Autobahn“. Denn der Ozean war kein Hindernis für die Menschen der Vorzeit, um zwischen der Alten und der Neuen Welt zu reisen. Vielmehr war er ein Verbindungsweg der Kulturen in Ost und West nach und von Amerika. Tausende Jahre bevor Kolumbus Amerika erneut entdeckte.

Davon ist auch Dr. Dominique Görlitz überzeugt, der seit Jahrzehnten Seefahrt-Experimente mit einfachen, nach vorzeitlichen Vorlagen nachgebauten Schilfbooten durchführt. Im Kielwasser des legendären Norwegers Thor Heyerdahl, wie der Experimantalarchäologe und Seefahrthistoriker Görlitz es nennt. Bis zum Tode von Heyerdahl verband beide Forscher deshalb eine enge Beziehung.

So hat auch Görlitz bereits in den vergangenen Jahren einige Experimente mit seinen Schilfbooten ABORA durchgeführt. Doch ein neues Projekt steht an: ABORA V.

Mit diesem Boot soll von Nordafrika über die Kanaren und Kuba bis nach Mexiko in Mittelamerika gesegelt werden. Vielleicht von dort sogar weiter bis Miami in Florida. Von den laufenden Vorbereitungen berichtet Görlitz in diesem Vortrag. Zusammen mit Ramon Zürcher von der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.).

Wie auf diesem Blog berichtet, fand im Oktober 2021 das Jahrestreffen der A.A.S. in Legden im Münsterland statt. Eine Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, in denen sich die Referenten mit den großen Rätseln der Welt und den Universum sowie der Idee der Götter aus dem All beschäftigten. Diese Vorträge habe ich vor Ort für Euch gefilmt. So unter anderem diesen Vortrag „ABORA V – Update zur Vorbereitung der Transatlantik-Expedition“ am 29. Oktober 2021 von Görlitz und Zürcher.

Bleibt neugierig …

Video/Vortrag vom 29. Oktober 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithe? So sollen es Grundschüler in einem Experiment herausfinden

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Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithen? So sollen es Grundschüler herausfinden (Bilder: neolithiqueblog.wordpress.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wie transportierte man in der Steinzeit tonnenschwere Megalithe? So sollen es Grundschüler herausfinden (Bilder: neolithiqueblog.wordpress.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wie haben es unsere Vorfahren der Steinzeit es geschafft, gewaltige Megalithe teilweise hunderte Kilometer weit zu transportieren? Üblicherweise werden hier Schlitten und Holzrollen angeführt, auf die diese tonnenschweren Steine gepackt wurden. Und genau das sollen Grundschulkinder in einem einfachen Experiment mit einem Buch, Band und Bleistiften selber testen. Zur Veranschaulichung der physikalischen Zusammenhänge, wie es eine Internetseite mit wissenschaftlichen Tipps für Lehrer und Eltern umfangreich vorstellt. Was ist davon zu halten und welche Hintergrundinformationen bekommen die Erzieher dabei mit auf den Weg?


Steinzeit und Wissenschaft in der Grundschule

Schulen sollen ein Hort des Wissens und des Lernens sein. Und zwar in möglichst vielen Bereichen des Lebens und darüber hinaus. Natürlich soll dort auch Geschichte vermittelt werden und damit auch das Zeitalter der Steinzeit.

Der ein oder andere mag sich an diese Zeiten und den Lernstoff in der Schule erinnern. Wie lange dies auch jeweils zurückliegen mag. Und so werden im Idealfall auch Grundschüler bereits an geschichtliche und naturwissenschaftliche Themen herangeführt. In einer mehr oder weniger kindgerechten und spielerischen Art und, so ist zu hoffen, pädagogisch wertvoll. Solche Themen waren vor rund vier Jahrzehnten zumindest in meinem Fall in einem sogenannten „Sachunterricht“ zusammengefasst.

Ein Sammelunterricht, der Chemie und Physik ebenso einschloss, wie Biologie, „Technik“ oder weitere Naturwissenschaften. Und natürlich berühren sich einzelnen Schulfächer bis heute. So auch zum Teil Physik und Geschichte.

Und um genau diese dreht sich ein Schulexperiment, dass auf der Internetseite science.lu vorgestellt wird. Auf dieser Seite dreht sich alles um „Wissenschaft für jeden“, was explizit auch Eltern und Lehrer mit einschließt. In einem eigenen Bereich der Seite werden deshalb diverse Experimente, Versuche und Themen für Grundschulkinder vorgestellt. Als „Ideen für naturwissenschaftlichen Unterricht in der Grundschule“ finden sich dort „Wissenschaftsangebote für Schule und Freizeit“. Für Gebiete wie Universum, Technik oder auch Natur.

Am 2. Februar wurde dort im Bereich „Technik-Geschichte“ ein „Technololgie-Apparat“ für Lehrer vorgestellt. Mit diesem sollen die Kleinen folgender Frage nachgehen: „Wie transportierten die Menschen in der Steinzeit schwere Lasten?“

Die Kinder sollen staunen

„Die SchülerInnen erforschen, wie schwere Gegenstände mithilfe von Rollen mit geringem Kraftaufwand bewegt werden können“, erfahren wir dort über die Zielsetzung des Versuches. Dabei fällt zuerst auf, dass die Beschreibungen inklusive den thematischen Hintergrundinformationen für die Lehrkräfte erstaunlich umfangreich erfolgen. Als Material für dieses Experiment brauchten die kleinen Forscher auch nicht viel. Eine etwa 1 Meter lange Schnur, ein schweres Buch, „etwa 10 runde Bleistifte oder Rundhölzer, die den gleichen Durchmesser haben“ und 30 Minuten Zeit.

Danach soll den kleinen, angehenden Steinzeit-Forschern das Thema des Versuches nahe gebracht werden. Vorgeschlagen wird dabei ein einleitender „Vortrag“ über dieses spezielle Steinzeiträtsel, zu dem wir unter anderem erfahren:

Zeige den SchülerInnen Bilder von Megalithen, die in der Jungsteinzeit, teilweise sogar vor der Erfindung des Rads, errichtet wurden. Aus welcher Zeit stammen diese Monumente? Aus welchen Gründen werden sie heute noch bestaunt?

Du kannst das Thema auch im Geschichtsunterricht vertiefen. (…)

Alle Steine auf den Bildern wurden über weite Strecken transportiert, bevor sie errichtet wurden. Die riesigen Megalithen aus Sandstein in Stonehenge stammen wohl aus West Woods (etwa 25 km von der Kultstätte entfernt), und die kleineren, aber dennoch tonnenschweren Steine stammen aus Steinbrüchen in Wales, etwa 200 km entfernt.

Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, auf welche Art und Weise diese Felsblöcke transportiert wurden. Man geht davon aus, dass der Land- und der Wasserweg genutzt wurden.

Können sich die SchülerInnen vorstellen, wie die Steinblöcke über den Landweg transportiert werden konnten? Die Menschen damals waren wohl kaum so stark wie Obelix! Welche Hilfsgeräte konnten benutzt werden?

Halte die Hypothesen an der Tafel fest. Die richtige Antwort zu finden ist hier nebensächlich. Es geht vielmehr darum Ideen zu entwickeln und herauszufinden, was die SchülerInnen bereits wissen.

Rätsel der Steinzeit

Auch wenn nicht zweifelsfrei geklärt ist, wie hier (und in den dortigen Hintergrundinformation für die Lehrer) korrekt betont wird, wie genau die Steinzeitmenschen das vor tausenden von Jahren schaffen, sollen es die Kleinen mit einem Buch versuchen. Das Experiment werde ihnen aufzeigen, „wie die Verwendung von Rollen den Energieaufwand verkleinert“. Sie sollen dafür nur die Schnur zusammenbinden, durch das Buch ziehen, dann das Buch auf die Beistifte legen und es ziehen. Nachdem sie zuvor versuchten das blank auf dem Tisch liegende Buch ohne Stifte darunter mit dem Band zu bewegen.

Ein einfaches Experiment, deren Sinn jedem Mystery-Interessierten und Archäologen sofort klar wird.

Denn seit Anbeginn der Archäologie ist die Vermutung, dass solche Megalithe mittels Rundhölzern über den Boden gezogen wurden, die gängige These. Dabei spielt es keine Rolle, ob solche tonnenschweren Steine schon vor rund 13.000 Jahren transportiert, behauen und aufgerichtet wurden, oder erst vor 2.000 Jahren. Die grundlegende Technik bliebt dabei immer prinzipiell gleich. So die gängige Lehrmeinung der Archäologie.

Keine Rolle spielt dabei übrigens auch nicht das Gewicht der zu transportierenden Megalithen. Ob 1 Tonne oder 1.000 Tonnen und mehr – Holzrollen und Schlitten sind das Mittel der archäologischen Wahl. Und zahlreiche Experimente haben mit (relativ leichten!) Steinen unlängst gezeigt, dass es auch in der Praxis funktioniert. Dennoch ist „bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, auf welche Art und Weise diese Felsblöcke transportiert wurden“. Immerhin besteht ein eben nicht gerade leichter Unterschied zwischen beispielsweise 2 oder 5 Tonnen im Experiment, und 100 und mehr Tonnen in der steinzeitlichen oder bronzezeitlichen Realität.

Das Kinderexperiment soll den „kleinen Megalithbauern“ in der Schule zeigen, wie unterschiedliche Reibungen, Widerstände und der Kraftaufwand zusammenhängen. In den Hintergrundinformationen für die Versuchsleiter werden die physikalischen Zusammenhänger deshalb nochmals weiter ausgeführt. Damit die Lehrer auch wissen, was sie da warum tun.

Neugierige Kinder

Wir wissen, dass heute in unserer Industriegesellschaft weiterhin diverse „Rollen-Techniken“ Alltag sind. Ob das exakt so in der Steinzeit war, weiß auch science.lu nicht zu sagen. Deshalb wird dort nochmals unterstrichen:

Noch immer ist nicht zweifelsfrei geklärt, welche Methode in der Jungsteinzeit angewandt wurde, um schwere Steinblöcke zu transportieren. Einige Theorien gehen davon aus, dass Steine, die mehrere Tonnen wogen, über Baumstämme, die parallel nebeneinander lagen, gezogen wurden. Da die Steine nicht unbedingt eine ebene Oberfläche hatten, wurden sie wahrscheinlich auf eine Plattform oder eine Art Schlitten gelegt, die/der dann mit Seilen über die Rundhölzer gezogen wurden.

Barney Harris, ein Student vom University College London (UCL), hat diese Schlitten-Theorie getestet und festgestellt, dass 20 Erwachsene ausreichen, um einen großen Stein zu bewegen, natürlich nur auf ebener Fläche. Es wurde auch versucht, den Transport großer Felsbrocken auf dem Wasserweg nachzustellen. Der erste Versuch ging allerdings schief und der Felsbrocken versank im Wasser. Erst in einem zweiten Versuch bei ruhiger See gelang es, den Stein auf einem historischen Boot zu transportieren.“

Selbst Ausflugsziele für die Schulklasse zu Megalithstätten werden vorgeschlagen. Quasi als live Anschauungsobjekte für die Kinder. Auch der Hinweis, dass weltweit solche Anlagen zu finden sind, wurde nicht vergessen.

Doch wie soll man als Interessierter oder Vertreter der „History Mystery“ dieses vorgeschlagene Experiment „bewerten“?

Vor allem dient es physikalischer Veranschaulichungen, wie man sieht. In Verbindung mit Steinzeiträtseln, um den Kindern das Thema quasi schmackhaft zu machen. Genau dazu soll entsprechendes Bildmaterial im Vorfeld des Versuches gezeigt werden. Ein gut durchdachtes, da sehr einfaches, Kinder-Experiment, finde ich. Kinder sind neugierig und nicht dumm. Wenn nur einigen von ihnen dabei auffällt, dass noch viele Rätsel der Vergangenheit heute auf uns warten – wachsen aus ihnen vielleicht keine Wissenschaftler heran. Egal ob „alternative“ oder „konservative“.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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VIDEO: Überraschte Archäologen im Schlossgarten: Familienfriedhof über 4.000 Jahre älter und stammt aus der Steinzeit

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VIDEO: Ein Friedhof im Schlossgarten ist über 4.000 Jahre älter als gedacht - schon in der Steinzeit wurde hier beerdigt (Symbolbild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Ein Friedhof im Schlossgarten ist über 4.000 Jahre älter als gedacht – schon in der Steinzeit wurde hier beerdigt (Symbolbild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Unweit von Minden in NRW liegt das Schloss Benkhauen. Ein Anwesen in Privatbesitz, in dessen Garten sich auf einem Hügel ein rund 500 Jahre alter Friedhof der Vorbesitzer findet. So dachte man meistens. Denn jetzt stellten beauftrage Archäologen vom Landesamt für Archäologie in NRW zu ihrer Überraschung fest, dass hier schon in der Steinzeit beerdigt wurde. In einem Hügelgrab, dass fast 5.000 Jahre alt ist, und den späteren Schlossheeren als Friedhof diente.


Spuren der Steinzeit im Schlossgarten

Da staunten die Archäologen in der Nähe von Minden in NRW nicht schlecht! Als sie einen Friedhof aus dem 16. Jahrhundert in einem Schlosspark untersuchen sollten, stellten sie fest, dass dieser schon ca. 4.300 Jahre früher genutzt wurde. Er lag über einen Hügelgrab der Steinzeit.

Beauftragt wurden die Archäologen von den Besitzer des Schloss Benkhausen zwischen Lübbecke und Espelkamp. Nicht weit vom Mittellandkanal entfernt. Ein Anwesen, dass ab 1510 aus einem Gut der Familie derer von Münch (die hießen wirklich so) hervorging. Unweit des Anwesens begruben die früheren Schlossherren ihre Angehörigen und Lieben auf einem auffälligen Hügel.

Die aktuellen Inhaber des Schloss Benkhausen wollten wissen, was es mit diesem seltsame Hügel quasi in ihrem Vorgarten auf sich hat. Und so bohrten Archäologen aus Nordrhein-Westfalen den Friedhof an.

Heraus kam, dass dieser auf einem uralten Hügelgrab aus dem Neolithikum eingelegt wurde. Der Friedhofshügel war in seinen Ursprüngen damit wesentlich älter als nur rund 500 Jahre. Bis zu 4.800 Jahre waren die Funde, die die Forscher um Dr. Hans-Otto Pollmann vom Landesamt für Archäologie in NRW dort bergen konnten. Hier hatten offensichtlich die edlen Herren des Schlosses eine heilige Stätte der Jungsteinzeit für ihre Zwecke wiederverwendet.

Mehr dazu in diesem Video vom 9. September 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 9. September 2021 auf Mystery Files

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Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte „Cuve de Pierre“ im Elsass – Ein Relikt der Steinzeit? (+ Videos)

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Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte La Cuve de Pierre im Elsass (Bild: WikiCommons/Pethrus CC BY-SA 4.0 / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte La Cuve de Pierre im Elsass – stammt er sogar aus der Steinzeit? -(Bild: WikiCommons/Pethrus CC BY-SA 4.0 / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Im Elsass in Frankreich liegt ungefähr 30 Kilometer westlich von Straßburg ein riesiger „Steintopf“ mitten im Wald. Heute bekannt unter der Bezeichnung „La Cuve de Pierre“, „der Steinbottich“, ist der etwa 3 Meter große Stein ein ausgesprochen seltsamer „Megalith“. Was könnte es mit diesem mythischen Steinbottich auf sich haben? Stammt er aus dem Mittelalter – oder doch schon aus der dunklen Epoche der Steinzeit?


Rätsel der Steinzeit und ein Topf für Riesen

Ganz Europa ist übersät mit Megalithbauten der Steinzeit und aus späteren Jahrtausenden. Weltweit bauten unsere Vorfahren bis vor wenigen Jahrhunderten mit gewaltigen Megalithen die erstaunlichsten Monumente und Anlagen. Teilweise – wie in diesem Mystery Files-Video HIER gezeigt – erscheinen sie heute vollkommen sinnlos. Riesige Steine, die scheinbar spielerisch zu uns heute kaum mehr bekannten Zwecken geschaffen wurden. Wie etwa das „Klo der Prinzessin“ von den Inka in Peru (s. a. 2. Video unten).

Auch wenn viele der Megalithanlagen in Europa 5.000 oder sogar an die 10.000 Jahre alt sind, gibt es auch jene. die wesentlich jünger sind. Oder sein sollen. So wie ein „Bottich“ in Frankreich, der sich südlich der Stadt Zabern unweit Heagen im Elsass befindet. Wie aus einer anderer Welt stammend, steht oder liegt hier mitten im Wald „La Cuve de Pierre“. Ein Trog, eine Wanne oder ein Topf aus Stein, der an seinen Außenkanten sage und schreibe 3 Meter Durchmesser hat (andere sprechen sogar von 4,5 Metern Außendurchmesser). Innen sind es immerhin noch 2,50 Meter.

Der Monolith aus Sandstein ist heute noch etwa 1,80 bis 2,10 Meter hoch. Der Riesen-Bottich wurde einst sorgsam geglättet und ausgehöhlt, so dass er die Form eines Zylinders bekam. Wie ein Kochtopf für die Mahlzeit eines Riesen erscheint dieser Klotz heute. Und obwohl einstmals im Elsass die Überreste von Riesen gefunden und von Wissenschaftlern geborgen sein sollen, wie im 1. Video unten berichtet, weiß niemand, was „der Steintank“ einst war. Weder wozu er diente, noch wer ihn mühsam erschaffen hat, noch wann das wirklich war.

Ein Wasserspeicher der Kelten?

Eigentlich weiß man über den Trog der Riesen fast gar nichts. Archäologen vermuten angeblich, so ist es diversen französischen Webseiten zu entnehmen, dass es einst als Wasserbecken diente. Angelegt vor bis zu 2.500 Jahren von lokalen Kelten der Téne-Zeit, die auf dem nahen Brotschberg eine befestigte Siedlung hatten. Eine sogenannte Oppidum, deren Reste sich in ganz Mittel- und Südost-Europa aber auch in Spanien finden.

Diese Epoche wird auch Latène-Zeit genannt und fällt in die späte Eisenzeit, die etwa bis Christi Geburt ging. Bis zur Ankunft der Römer. Das wäre demnach lange nach der Steinzeit.

Der Brotsch ist 542 Meter hoch und der Gipfel, auf dem seit dem 19. Jahrhunderte ein Aussichtssturm steht, ist etwa einen halben Kilometer Luftlinie vom „Bottich“ am Fuße des Brotsch entfernt. Sollten sich die Kelten für ihre Siedlung tatsächlich die Mühe machen, am Fuß des Berges einen derartigen Wasserspeicher anzulegen? Nur, da sie hier nach einem mühsamen Fußmarsch einen geeigneten Felsen vorfanden? Und weshalb sollten sie ihn dann auch noch außen derart sorgsam glätten, wenn doch nur Regenwasser im Inneren gespeichert werden sollte?

Gehen wir von einem inneren Durchmesser von 2,50 Metern und einer Höhe von 2 Metern aus. Demnach fasste das Wasserbecken knapp 10.000 Liter Wasser, was nicht wenig ist. Je nach Größe der Siedlung und unter der Voraussetzung, dass es regelmäßig regnet. Bei einem feindlichen Angriff war das kostbare Nass aber nicht mehr für die Kelten auf dem Gipfel erreichbar.

Legenden: Ein Mönch und Spuren der Steinzeit

Eine Legende sagt, dass der Bottich für das Kloster von Marmoutier, eine ehemalige Benediktinerabtei im rund 4 Kilometer entfernten Ort Marmoutier, geschaffen wurde. Gründet wurde die Abtei bereits 590 oder 659. Ein dortiger Abt ließ sich laut Erzählung den Bottich im Wald anfertigen, da er beabsichtigte, ihn bei sich aufzustellen. Erst nach Beendigung der Arbeiten mussten die fleißigen Mönche und Arbeiter feststellen, dass er zu schwer war, um ihn in die Abtei zu schaffen. Also ließ man ihn an Ort und Stelle zurück, wo er in Vergessenheit geriet.

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Angeblich seit der Abt oder Mönch, der den Bauauftrag erteilte, auch ein Frauenheld gewesen. Darum habe Gott ihn zur Strafe dazu verurteilt, bis zum Ende aller Tage an dem „Wasserspeicher“ zu meißeln.  as erinnert mich an eine Sage aus dem alten Griechenland, die ich im Kontext der Frage „Leben nach dem Tod?“ HIER bereits anführte. Demnach wurden einst die 50 Töchter des Königs Danaos von Argos im südlichen Griechenland gezwungen die verhassten 50 Söhne des Ägyptos, des Bruders von Danaos, zu ehelichen. Der Hass auf ihre Cousins ging so weit, dass sie ihre neu angetrauten Ehemänner alle noch in der Hochzeitsnacht erdolchten.

Das sah das Dreiergericht der Götter der Unterwelt als Anlass, die Töchter des Danaos im Jenseits dazu zu verdammen, bis in alle Ewigkeit Wasser in ein Fass mit durchlöchertem Boden zu schöpfen.

La Cuve de Pierre im Elsass: Nur ein Wasserspeicher der Kelten? (Bild: gemeinfrei)
La Cuve de Pierre im Elsass: Nur ein Wasserspeicher der Kelten? (Bild: gemeinfrei)

Die Region um den Trog ist bis heute voller Hinterlassenschaften und Spuren der Vergangenheit. Nicht wenige reichen dabei eindeutig in die dunkle Steinzeit zurück. Etwa Hünengräber, Dolmen und andere megalitische Anlagen. Selbst mutmaßliche sogenannte „Cart Ruts“ (s. Videos HIER & HIER) sind dort zu finden. Ebenso kursieren viele Sagen und Legenden um diese Relikte der Vor- und Frühzeit, die gerne auch mit Namen wie „Hexentisch“ bedacht wurden. Reste der heidnischen Zeit Europas. Sogar Geister sollen hier umher gehen. Etwa in der „Brotschgrotte“.

Diese Höhle liegt genau auf halben Weg zwischen dem Riesen-Bottich und dem Gipfel des Brotschbergs. In dieser geht der Geist einer Wirtin umher, die einst im nahen St. Gallen eine Schankwirtschaft betrieb – und dabei ihre Kunden gerne über den Tisch zog. Sie sei so geizig gewesen, dass sie beispielsweise die Schnapsgläser nur halb voll machte. Das wurde eines Tages zu viel, so dass sie verflucht wurde.

Nach ihrem Tode war sie deshalb dazu verdammt, in der Grotte zu spuken. Eingesperrt in einer Flasche, so dass ihr Wehklagen und ihre Schreie an windigen Tagen dort zu hören sei. Verbittert würde ihr Geist flehen, dass jemand die Flasche öffnet und sie frei lässt …

Eine „Wanne der Feen“

Was auch immer der seltsame Topf gewesen sein mag, oder wie alt er wirklich ist, ähnliche „Wannen“ gibt es in aller Welt. Rund 100 Kilometer südwestlich von diesem „Trog“ liegt beispielsweise ein solches Exemplar im Tal von Saint-Martin. Ein Ort, der vor allem unter dem sehr treffenden Namen „Druidental“ bekannt ist. Hier finden sich mythische und rätselhafte Überreste aus Jahrtausenden, wie zahllose Felsbearbeitungen, Megalithstätten, Petroglpyhen, vorzeitliche Wehranlagen, ur-christliche Kapellen und angebliche Wasserheiligtümer.

Eines dieser mutmaßlichen Wasserheilgtümer ist das „

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