^

Search Results for: Mesopotamien

Forscher auf den Spuren der Himmelsscheibe von Nebra: Geheimwissen aus Mesopotamien? +++ Video +++

Teilen:
VIDEO: Forscher auf den Spuren der Himmelsscheibe von Nebra: Geheimwissen aus Mesopotamien? (Bilder NASA/gemeinfrei & Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Forscher auf den Spuren der Himmelsscheibe von Nebra: Geheimwissen aus Mesopotamien? (Bilder NASA/gemeinfrei & Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1999 entdeckten Schatzsucher die weltberühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ mitten in Deutschland. Ein „Jahrtausendfund“ für die Archäologie und mit einem Alter von über 3.600 Jahren die erste konkrete Darstellung von astronomischen  Vorgängen am des Himmel. Woher aber stammt dieses astronomische Wissen, das auf der Himmelsscheibe dargestellt wurde? Archäologen wie Laien spekulieren darüber seit Jahren? Ein Team aus deutschen und italienischen Wissenschaftlern ist diesen Fragen im Sommer 2019 erneut nachgegangen. Was sie entdecken und was sie vermuten, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Jahrtausendfund Himmelsscheibe von Nebra

Im Jahr 1999 entdeckten Schatzsucher die weltberühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ mitten in Deutschland.

Ein Jahrtausendfund für die Archäologie, wie viele Forscher meinen. Und mit einem Alter von über 3.600 Jahren die erste bekannte konkrete Darstellung des Himmels bzw. der Himmelsmechanik.

Doch woher stammt das astronomische Wissen, das auf der heute in Halle verwahrten „Himmelsscheibe von Nebra“ dargestellt wurde? Aus Griechenland, dem Nahen Osten, Deutschland, Ägypten oder sogar aus Mesopotamien, wie Archäologen spekulieren?

Ein Team aus deutschen und italienischen Wissenschaftlern ist diesen Fragen im Sommer 2019 nachgegangen.

Was sie entdecken und was sie vermuten, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 6. Nov. 2019 von Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , <

Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

Teilen:
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 3. April 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 15. Mai 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , , <

Rätselhafte Überlieferungen: Biblische Schöpfungsmythologie auch auf der Osterinsel? (+ Videos)

Teilen:
Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Kulturen und Völker, die in der Vergangenheit geographisch mehr oder weniger nahe beieinander existierten, weisen immer wieder Parallelen auf. Auch in deren Mythologie, Götterwelten und Weltanschauungen sind diese zu finden, was eher wenig erstaunlich sein dürfte. Erstaunlich wird es immer dann, wenn in Überlieferungen vollkommen unabhängiger Zivilisationen solche Parallelen zu finden sind. Auch über tausende Kilometer und über Ozeane hinweg. So wie auf der Osterinsel im Pazifik. Dort aufgezeichnete Mythen der Schöpfung ähneln der Bibel so sehr, dass das kaum ein Zufall sein kann, wie Ihr in diesem Blog-Artikel erfahrt.


Rätselhafte Mythologien

In der Mythologie finden sich immer wieder große Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen den einzelnen Überlieferungen aus vielen Teilen der Welt. Oft werden diese zum Teil eindeutigen Verwandtschaften damit erklärt, dass etwa Völker des Nahen Osten geographisch eng beieinander existierten. Dass diese in ihrer Entwicklung Elemente aus der Mythologie von benachbarten oder vorangegangenen Kulturen übernahmen, ist eindeutig. Auch wenn solche Vorstellungen fast immer von den jeweiligen Religionen oder Völkern „angepasst“ wurden. Was schon bei den Namen einzelner Gottheiten anfing, deren Funktionen dabei auch erweitert und individualisiert wurden.

Verwandte Völker haben überall auf der Erde auch verwandte Mythen in ihren Erinnerungen. Selbst in den weiten Wasserwelten des Pazifiks war und ist das der Fall. Kulte und Glaubenswelten auf oft tausende Kilometer voneinander entfernt liegende Inseln weisen auch identische Kernaussagen auf. Auch wenn man diese auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort erkennt. Ihr gemeinsamer Ursprung erschließt sich letztlich doch. Ethnologen und Mythenforscher konnten das in der Vergangenheit immer wieder belegen.

Geht es aber darum, dass beispielsweise Überlieferungen aus Mesopotamien, Afrika, Südamerika oder auch Polynesien deutliche Ähnlichkeiten zeigen, wird es rätselhaft. Diese Kulturen und Zivilisationen trennen tausende oder sogar zehntausende Kilometer und in einigen Fällen auch tausende von Jahren. Sie hatten nach der üblichen Geschichtsschreibung niemals miteinander Kontakt. Sie wussten nicht mal voneinander.

Wie konnten diese sich dann in ihrer mythologischen und spirituellen Weltanschauung gegeneinander beeinflussen? Wenn in Texten des Alten Testament aus der Bibel Einflüsse von älteren Zivilisationen aus Mesopotamien nachweisbar sind, verwundert das heute niemanden mehr. Sind Parallelen dazu aber auch auf der anderen Seite der Erde zu finden, wird er rätselhaft!

Mythen der Osterinsel

So auch bei zwei Legenden, die eine französische Forschungsexpedition auf der Osterinsel im Pazifik aufgezeichnet hat. Das Team startete am 22. November 1962 von Frankreich aus in Richtung Pazifischer Ozean, wo verschiedene Inseln und deren Bewohner erkundet wurden. Unter anderem führte die 20.000 Kilometer lange Reiserute des Schiffes bis nach Tahiti und den Gesellschaftsinsel in Polynesien. Unterwegs wurde natürlich die legendäre und rätselhafte Osterinsel nicht vergessen, auf der die Expedition ebenfalls Halt machte.

Hier erkundete man nicht nur die heute weltbekannten Statuen namens Moai, den „Vogelmann-Kult“ und andere archäologische Zeugnisse der Vergangenheit. Auch Legenden und Mythologien der Einwohner ließen sich die Forscher erzählen, von denen zwei ganz besonders auffallen. Denn bei diesen glaubt man, es handelt sich um eine etwas eigenwillige Übersetzung jener Geschichte über die Schöpfung des Menschen, die man aus dem Buch Genesis der Bibel kennt. Aufgezeichnet hat sie der Expeditionsteilnehmer Francis Mazière, der sie in einem 1965 in Paris erscheinenden Buch eher beiläufig wiedergibt.

„Hier seien zwei Legenden wiedergegeben, die wir sammeln konnten“, so Mazière, und zitiert diese mit den Worten:

Die Lüfte, die Dämpfe, die Leere, das Nichts rundherum, die Meere, die Finsternis, das erste Beben, das erste Wort, das Licht gebar (…). Die Erde entstehe! Das Meer vergehe! Es komme die Sonne, das große Licht! Es komme der Mond, das kleine Licht! Es mögen die Sterne kommen (…). Es komme Make Make, der erste Mensch!

Damit sei „die Erschaffung der Welt“ gemeint, so überschrieb der Autor diese Überlieferung. Durchaus lassen sich hier Vergleiche mit der Schöpfung der Welt durch den biblischen Gott erkennen.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Make Make (oder Makemake) wiederum ist in dieser Form nur auf der Osterinsel bekannt. Eigentlich als Gott und Schöpfer der Welt. Den Namen oder Ausdruck findet man hingegen in abweichenden Formen durchaus auf einigen Inseln des Pazifiks. Der auf der Osterinsel einmalige und längst legendäre „Vogelmann-Kult“ ist auf diesen Make Make-Gott zurückzuführen. Abbildungen und Figuren von solchen „Vogelmännern“ sind in der gesamten Südsee und sogar in Südamerika zu finden. In diesem Fall soll „der erste Mensch“ gleichfalls diesen bedeutenden Osterinsel-Namen getragen haben.

Die Erschaffung des Menschen

Die zweite von Mazière zitierte Legende dieser rätselhaften Insel ist meiner Meinung ungleich spannender. „Die Erschaffung des Menschen“ hat diese zum Thema, und wir erfahren über diese Folgendes:

Make Make nahm eine Kalebasse, erblickte sich darin, sah sein Gesicht und rief: Make Makes erstgeborener Sohn! Ein weißer Vogel kam, setzte sich auf seine rechte Schulter und rief: Kuihi-Kuaha te anga a makemake! (ein Zauberspruch, Anm. LAF) Make Make tat Erde in eine runde Form, legte die Hand mitten hinein, um ein Loch zu machen, blies dann hinein in das Loch. Hervor kam daraus ein junger Mann, He repa.

Sagte Make Make: Das ist nicht gut. Er schläferte He repa ein. Make Make nahm einen Bananentrieb. Er öffnete den Brustkorb He repas auf der linken Seite. Das Blut floß auf den Bananentrieb. Da hauchte Make Make den blutigen Bananentrieb an. Geboren wurde Uka, die junge Frau.“

Es ist nicht bekannt wann dieser Mythos erstmals erzählt oder sogar aufgeschrieben wurde. Man könnte meinen, die „Erfinder“ dieser Überlieferung kannten die Bibel sehr gut. Die „Zweite Schöpfung“, die Schöpfung des Menschen durch „Gott“, klingt im ersten Buch Moses erstaunlich ähnlich. Im Buch Genesis steht geschrieben:

Dann bildete Jahwe Elohim den Menschen aus dem Staub von dem Erdboden und blies in seine Nase einen Lebenshauch. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen.

(…)

Dann sprach Jahwe Gott: ,Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.‘ (…) Nun ließ Jahwe Elohim einen Tiefschlaf über den Menschen fallen, dass dieser einschlief, und er nahm eine von seinen Rippen und schloss das Fleisch an ihrer Stelle zu. Dann baute Jahwe Gott die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einem Weibe und führte es zum Menschen.“ (Gen. 2,7-22)

Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel

Die Parallelen zwischen Osterinsel und Bibel sind deutlich erkennbar. Die Kernpunkte, wie das Einhauchen des Lebens, die Erde (Lehm), das Einschläfern des Mannes und die Öffnung seiner Brust sowie die Schöpfung der Frau aus diesem „Material“, liegen auf der Hand. Und selbst Make Make stellte nach dieser Legende fest, dass es „nicht gut“ sei, dass der erste Mensch als Mann allein auf der Welt ist.

Wie bei vielen anderen Kulturen der Welt gibt es unterschiedliche Ausformungen solcher Mythologien. Blickt man in einschlägige Publikationen über die Mythologie Polynesiens oder Schöpfungsmythen der Welt, sind diese leicht zu finden. Jedoch nicht in dieser erstaunlichen „biblischen Form“, wie sie die französische Expedition Anfang der 1960er Jahre auf der Osterinsel aufgezeichnet haben will. Dass Make Make unzufrieden war, dass der von ihm geschaffene Mann allein existierte, und er deshalb eine Frau für ihn schuf, behaupten sie fast alle. Selbst die deutschsprachige Wikipedia gibt einen entsprechen Mythos wieder, nennt aber keinerlei Quelle dazu.

Für Mystery-Jäger, Grenzwissenschaftler aber auch Mythenforscher ist das ein überaus spannendes Betätigungsfeld.

Von den Europäern kontaminiert?

Im Jahr 1963 erreichte das Schiff die Osterinsel, damit also in der Moderne. Und Mazière notierte zu den beiden Überlieferungen, dass sie während dieser Zeit aufgezeichnet wurden. Legenden, „die wir sammeln konnten“, wie er es nennt.

Da verschiedene Elemente der Schöpfungserzählungen auch in anderen Quellen zu finden sind, stellt sich die Frage: Wie authentisch mögen diese beiden Beispiele aus der Urzeit der Menschheit sein? Sind sie in dieser Form bereits erzählt worden, bevor die Europäer die Osterinsel 1722 erreichten und später mit Bibel und Schwert „zivilisierten“? Es wird nicht verraten, wer diese Legenden den Franzosen erzählte oder welche Umstände dazu führten. Mazière verliert nicht mal ein Wort über die Tatsache, dass diese stark an das Alte Testament erinnern. Nur, dass der Gott Make Make an die Götter oder mythischen Herrscher Tiki und Tulpa anderer Inseln erinnert.

Wenn hier nicht biblische Schöpfungsmythen mit ursprünglichen Osterinsel-Legenden vermischt wurden, bleiben diese Überlieferungen ein Rätsel. Es sei denn, dass globale Schöpfungsmythen mit ähnlichen Aussagen eine Urerinnerung an einst reale Begebenheiten darstellen …

Videoauswahl zum Thema

Video vom 22. Januar 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 30. Juli 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

„Griff nach den Sternen“: Neues Buch zur „Himmelsscheibe von Nebra“ und Eröffnung der Sonderausstellung in Halle (+ Videos)

Teilen:
"Griff nach den Sternen": Neues Buch zur Himmelsscheibe von Nebra und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)
„Griff nach den Sternen“: Neues Buch zur „Himmelsscheibe von Nebra“ und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)

Die Archäologie verdankt Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, dass der Forschung heute die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“ zur Verfügung steht. Er entriss sie 2002 aus den Händen von Hehlern und machte sie weltweit bekannt. Seit dem feilt er an seinen Thesen um ein „Königreich der Bronzezeit“ in Mitteleuropa, dass weitreichende Kontakte hatte. Sie reichten nach Meller von England bis in den Orient. Dies versucht er jetzt in einem neuen Buch weiter zu untermauern, das jüngst erschien. Passend zu einer Sonderausstellung rund um die Welt der Himmelscheibe, die aktuell in Halle eröffnet wurde. Alles dazu erfahrt Ihr hier.


Die „Himmelsscheibe von Nebra“

Am 23. Februar 2002 konnte Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, einen spektakulären Erfolg verzeichnen. In einem Hotelk in der Schweiz konnte er die unlängst weltbekannte „Himmelsscheibe von Nebra“ sicherstellen. Sie war 1999 von zwei Raubgräbern am Mittelberg nahe Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt und illegal ausgegraben worden. Meller gab sich als angeblicher Kaufinteressent aus. So konnte er den bisher einmaligen Fund der Wissenschaft zugänglichen machen.

Seit dem gilt die rund 3.600 Jahre alte „Nebra-Himmelscheibe“ als einer der sensationellsten Funde der Archäologie des Jahrhunderts. Das Artefakt, das 2013 in das „Weltdokumentenerbe“ der UNESCO aufgenommen wurde, steht seit dem im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen. Aber auch Deutungen, Spekulationen und verschiedenster Interpretationen. über die auf diesem Blog und dem Mystery Files-Video-Kanal immer wieder berichtet wurde (z. B. Link HIER).

Der Archäologe Meller wieder glaubt anhand der Scheibe und der Hintergründe der Entstehung und der darauf zu sehenden Darstellungen ein ganzes „Königreich“ ableiten zu können. Eine hoch entwickelte Kultur im Zentrum Europas, die schon der in der Steinzeit begann, und weitreichende Beziehungen zu anderen Ländern pflegte. Diese kulturellen Kontakte und der Austausch von Wissen und Ideen reicht dabei von Großbritannien bis in den Mittleren Osten (Mesopotamien). Und von Skandinavien über Mitteldeutschland bis ins alte Ägypten. So zumindest weit verbreitete Interpretationen des „deutschen Nationalheiligtums“.

Meller selber beflügelte diese Ideen. Etwa in seinem Buch „Die Himmelsscheibe von Nebra„, in dem er in der Scheibe den „Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas“ sieht. So trug er maßgeblich dazu bei, dass dieser Schatz weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt wurde. Auch wenn nicht alle seine Thesen teilen.

„Griff nach den Sternen“

Um seine Thesen einer weit vernetzten Kultur und eines „Herren der Himmelscheibe“ zu untermauern, legte Meller jetzt ein weiteres Buch vor. In „Griff nach den Sternen“ geht Meller mit seinem Mitautoren Kai Michel, einem deutschen Historiker, der Spur „Nebra – Stonehenge – Babylon“ nach. Eine „Reise ins Universum der Himmelsscheibe“, wie es der Untertitel verrät, zu dem der Verlag schreibt:

Ob Stonehenge, die Tempel Babylons oder ägyptische Göttermythen: Die frühen Zivilisationen versuchten, die Geheimnisse des Himmels zu entschlüsseln. Seit dem spektakulären Fund der Himmelsscheibe von Nebra, der ältesten konkreten Darstellung des Himmels, wissen wir, dass auch in Mitteleuropa vor fast viertausend Jahren eine Kultur blühte, die nach den Sternen griff. Durch Handel reich geworden, ließen sich ihre Herrscher in gewaltigen Grabhügeln bestatten.

Harald Meller und Kai Michel stellen in ihrem neuen Buch die Welt der Bronzezeit in faszinierenden Bildern vor. Sie zeigen, wie Archäologen immer neue Kontakte zwischen den Kulturen aufdecken, und präsentieren die neuesten Erkenntnisse der Forschung darüber, auf welche Weise das Wissen der Himmelsscheibe nach Nebra gelangt sein könnte.

„Wir neigen dazu, die Menschen damals dramatisch zu unterschätzen, aber die Welt der Bronzezeit ist hochgradig vernetzt“, so Meller laut DPA. Die Welt vor Jahrtausenden war seiner Ansicht nach bereits globalisiert:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Es geht um Erklärungen des geistigen Fundaments der Himmelsscheibe. Sie ist nicht nur die älteste konkrete Darstellung des Himmels, sie ist auch das Produkt einer bereits vor rund 4.000 Jahren erstaunlich globalisierten Welt.“

Im Kleinen „globalesiert“. Denn Kulturkontakte über die Ozeane, etwa nach Amerika, sind für für den Archäologen bisher kein Thema (s. z. B. Link HIER oder Videos HIER & HIER).

„Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte“

Zeitgleich mit dem neuen Buch von Meller eröffnete in Halle auch die Sonderausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte“ rund um die Himmelsscheibe, die bereits HIER vorgestellt wurde. Eigentlich sollte diese Ausstellung im „Landesmuseum für Vorgeschichte“ in Halle bereits im vergangenen Jahr eröffnen, musste aber auf den 4. Juni verschoben werden.

Die Forscher und Organisatoren wollen hierbei „die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre“ präsentieren. In enger Kooperation mit dem British Museum in London ist man in Halle besonders stolz darauf, dass man „über 50 Leihgebern aus 14 Ländern“ für die Ausstellung gewinnen konnte. Seit dem Fund der „Himmelsscheibe von Nebra“ 1999/2002 stellt sich nicht nur Landesarchäologe Meller die Frage:

Gab es auch in Mitteldeutschland eine Dynastie, deren Herrscher in weithin sichtbaren Grabhügeln bestattet wurden? Befehligten sie Armeen, deren Waffen wir in großen Bronzeschätzen wiederfinden? Lebte die Bevölkerung in friedlichen Zeiten, ohne Burgen und Befestigungen? Und reisten Verwegene in ferne Länder, um Kontakte zu knüpfen und neues Wissen mit in die Heimat zu bringen?

Obwohl seit der Entdeckung der Himmelscheibe rund zwei Jahrzehnte vergangen sind, wird die mit Sicherheit noch in Jahrzehnten Gegenstand der Forschung sein. Dies belegen nicht zuletzt die neusten Untersuchungen an dem Artefakt, die, wie HIER berichtet, neue Hintergründe zu der „ältesten konkreten Darstellung des Himmels“ erbrachen.

Videoauswahl zum Thema

Video vom 6. September 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 10. November 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 26. Feb. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER
Video vom 28. Aug. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER
Video vom 23. Sep. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , <

Die Stadt Trier und ein unglaublicher Mythos: Angeblich wurde die Stadt schon vor über 4.000 Jahren von Assyrern gegründet! +++ Video +++

Teilen:
VIDEO: Die Stadt Trier und ein unglaublicher Mythos: Angeblich wurde die Stadt schon vor über 4.000 Jahren von Assyrern gegründet! (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
VIDEO: Die Stadt Trier und ein unglaublicher Mythos: Angeblich wurde die Stadt schon vor über 4.000 Jahren von Assyrern gegründet! (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wie viele Orte und Städte in Deutschland geht auch die Gründung der Stadt Trier an der Mosel auf die Römer zurück. Ihre Spuren sind noch heute an vielen Plätzen in Trier zu finden. Doch eine Legende über diese Stadt besagt etwas vollkommen anderes. Demnach habe ein geflohener König aus Assyrien in Mesopotamien Trier bereits rund 2.000 vor der Ankunft der Römer gegründet! Eine unglaubliche und spannende Legende, wie Ihr in diesem Video erfahrt.


Trier und ein Gründungsmythos

Vor nicht ganz 2100 Jahren gründeten die Römer die Stadt Trier an der Mosel in Deutschland. So sagt es die Archäologie. Doch eine unglaubliche Legende erzählt über über die Gründung der Stadt etwas ganz anders!

Noch heute finden sich dort in den Museum zahlreiche Funde der Archäologie, die von dieser Zeit der Römer zeugen. Ebenso wie viele Ruinen in Trier selber. Etwa das Amphitheater oder das berühmte „Schwarze Tor“. Heute gehören diese historischen Zeugnisse der Stadt Trier und der Römer zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Mehr oder weniger ist das nichts besonderes. Bekanntlich gehen einige deutsche Städte und Orte auf römische Siedlungen oder Befestigungen zurück. Bestes Beispiel ist hier sicher Köln am Rhein. Wäre im Fall Trier da nicht ein äußerst merkwürdige Legende, die bis in die Tiefen der Geschichte Mesopotamiens und der legendären Stadt Ninive im heutigen Irak führt. Der einstigen Hauptstadt der Assyrer. Sogar bis in das Alten Testament der Bibel, den Turmbau zu Babel und zu den legendären Hängenden Gärten von Babylon führt uns diese Überlieferung.

Denn in Wahrheit – behauptet diese Legende – wurde Trier von einem geflohenen König der Assyrer schon vor knapp über 4.000 Jahren gegründet! Auf der Flucht vor seiner machtgierigen Stiefmutter kam er so mit seinen getreuer bis zur Mosel und gründete Trier. So die vor 1000 Jahren aufgezeichnete Sage, von der sich noch heute eine Spur in Trier findet.

Eine spannende Geschichte, die sogar (wenige) historische Tatsachen enthält oder enthalten könnte. Alles über diese mehr als ungewöhnliche Gründungslegende berichte ich Euch in diesem Video vom 1. Februar 2021.

Hunderte weitere Mystery-Videos findet Ihr HIER.
HIER Kanal-Mitglied werden.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Februar 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Mischwesen aus Mensch und Affe: Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos – doch schon die „Götter“ schufen Monster, Menschen und Mischwesen

Teilen:
Mischwesen aus Mensch und Affe - Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mischwesen aus Mensch und Affe – Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie eine jetzt Veröffentlichte Untersuchung berichtet, haben Genetiker in China mal wieder „Gott gespielt“. Sie erschufen über 130 Embryo-Mischwesen, sogenannte Chimäre, aus der DNA von Affen und Menschen, die sie rund drei Wochen wachsen ließen. Auch wenn das Experiment aus ethischen Gründen abgebrochen wurde, so manipuliert der Mensch schon seit tausenden von Jahren den Genpool des Lebens und erschafft damit „Kreuzungen“. Und nicht nur die, wenn wir den alten Mythen glauben wollen. Mischwesen und regelrechte Monster waren einst Teil von Experimenten der Götter, wie es weltweit Mythologien behaupten. Und genau diese sollen hier einmal genauer betrachtet werden.


Hybride aus Mensch und Affe

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Cell“ vom 14. April 2021 berichten Genetiker um Tao Tan, dass sie (mehr oder weniger) erfolgreich Menschen und Affen gekreuzt haben. Dafür nahmen die Forscher sechs Tage junge Affenembryonen, von denen jedes mit 25 menschlichen Stammzellen „geimpft“ wurde. Hierdurch erhielten sie 132 Embryo-Mischwesen, die später in der Gebärmutter zu fast 8 Prozent aus menschlichen Zellen bestanden.

Diese Chimäre genannte Mutanten, Mischwesen, Hybride oder schlicht Kreuzungen ließ man 19 Tage lang sich entwickeln. Da waren nur noch 3 der „Monster“ am Leben und das Gen-Experiment wurde abgebrochen. Aus ethischen Gründen, wie es heißt.

Solche Mischwesen aus Mensch und Affe oder auch anderen Tieren wie Schweinen gibt es in der modernen Genforschung schon seit Jahren. In vielen Ländern sind solche Experimente grundsätzlich verboten, während andere sie in sehr kleinem Umfang erlauben. So hat beispielsweise Großbritannien schon 2008 die Schöpfung von Schwein-Mensch-Hybriden erlaubt. Einige Länder haben für derartige Gen-Experimente oder sogar das Klonen von Lebewesen und sogar Menschen überhaupt keine Regelungen.

Grundsätzlich sind derartige Experimente scharfer Kritik ausgesetzt. Nicht nur von kirchlicher Seite, die hier einen Eingriff in die Schöpfung sieht. Womit die Kirchen aber auch andere Kritiker solcher genetischen Forschungen grundsätzlich Recht haben. Auch wenn die Befürworter aus den möglichen Nutzen für die Medizin der Zukunft verwiesen. So ist es wenig verwunderlich, dass seit Jahrzehnten über derartige Experimente erbittert gestritten wird und die Gesetzgeber oft überfordert zu sein scheinen.

Dabei macht der Mensch dies seit tausenden von Jahren. Klonen und Kreuzen ist Alltag und überall um uns herum. Allerdings fast nur bei Pflanzen, in deren DNA der Mensch seit jeher eingreift. Bei Blumen ebenso wie bei Obstbäumen oder Getreide:Überall wird genetisch Gekreuzt. Geht es um die DNA des Menschen oder sogar Kreuzungen menschlicher Gene und Zellen mit anderen Lebewesen, überwiegen die Bedenken. Hier kann aber niemand sagen, ob nicht in irgendwelchen Laboren solche hybriden Monster im Geheimen längst das Licht der Welt erblickten! Ob und wie lange diese Überlebensfähig sein würden, steht dabei in einer anderen DNA …

 „Lassend uns Menschen und Monster machen…“

Prä-Astronautiker horchen bei derartigen Meldungen und Experimenten schnell auf. Wie schon 1996, als  in Schottland das Klon-Schaf „Dolly“ geboren wurde. Das erste geklonte Säugetier der Welt. So zumindest hieß es offiziell.

So wurde schon damals darauf verwiesen, dass nach alten Mythen und Überlieferungen schon die Götter an Menschen und Tieren experimentierten. Diese Himmelswesen, die Raumfahrer der Antike, hätte einst selber genetische Experimente durchgeführt. Sie haben laut alten Mythologien Menschen mit Tieren und Tiere mit anderen Tieren gekreuzt. Und letztlich sollen diese Himmlischen laut entsprechenden uralten Überlieferungen sogar den modernen Menschen an sich durch solche Gen-Experimente geschaffen haben. Aus einem Urmenschen, der genetisch „verfeinert“ oder „zellular gekreuzt“ wurde.

Perverse Gedanken der Grenzwissenschaft, denken die Laien dabei sicher. Doch „lassend uns Menschen und Monster machen“ war tatsächlich der Wunsch dieser Götter. Solche Überlieferungen finden wir auf der ganzen Welt. Wobei jene aus dem Buch Genesis dabei sicher die bekanntesten sind.

Bei diesen angeblichen Experimenten der Astronauten aus dem All lief nicht immer alles nach Plan, wie es die Mythen sagen. Es sollen immer wieder „Monster“ gezüchtet worden sein. Oder sogar Menschen, die irgendwie misslangen und daraufhin durch eine neue Schöpfung mit anderen Voraussetzungen ersetzt wurden. Solche Ideen entstammen nicht irgendwelche „kranken Gehirnen“ diverser Autoren, sondern sind tatsächlich so überliefert. Mystery- und Prä-Astronautik-Forscher vermuten hier lediglich, dass diese Geschichten reale Hintergründe haben. „Etablierte Mythenforscher“ oder Theologen nehmen solche Mythologien natürlich nie wörtlich.

Auch ich habe ich verschiedenen Büchern solcher spannenden Überlieferungen aus aller Welt in diesem Sinne durchleuchtet udn werde es auch weiterhin tun. Zum Beispiels schon 1998 in „Götter der Sterne„, 1999 in „Begleiter aus dem Universum“ und 2015 in „Rebellion der Astronautenwächter„.

„Fehlschöpfungen“ der Götter

Hybridwesen oder Gen-Experimente sind natürlich auch in der UFO-Forschung seit Jahrzehnten ein Thema. Auch hier verweisen verschiedene Autoren darauf, dass Außerirdische angeblich genetische Kreuzungen und Versuche am Menschen durchführen. Mehr dazu zum Beispiel in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal.

Auf irgendwelche Experimente der Astronautengötter am irdischen Leben zu verweisen, ist einfach. Es ist leicht daher gesagt, dass dies geschehen sei, da diverse Mythen das so sagen. Wenige konkrete Beispiele mit vor allem ebensolchen (seriösen!) Quellen werden dabei immer genannt. Obwohl die Fülle an entsprechenden Quellen und mythologischen Aussagen erstaunlich groß ist. Gerne nennt man die Schöpfung des Menschen in der Tradition der Völker Mesopotamiens. Denn auch hier heißt es, dass der Mensch durch eine Kreuzung aus Urmensch und Götter erschaffen wurde. Wir alle wären demnach Hybriden oder Chimäre.

Dabei muss man nicht mal sehr zweifelhafte „Übersetzungen“ der alten Texte gewisser Autoren heranziehen. Auch die Nutzung seriöser Quellen liefert dazu genug spannenden Stoff, wie HIER belegt. Mit dem Unterschied, dass Kritiker nicht von „Fehlübersetzungen“ oder „Phantasie“ sprechen können. Auch wenn diese Quellen weniger „sensationell“ ist. Für die Völker des Zweistromlandes waren die Menschen zwar durch Kreuzungen „göttlich geschaffen“, aber es gelang auch hier scheinbar erst nach diversen Rückschlägen, den endgültigen Menschen zu kreieren. Sehr ähnlich wie es die Maya in ihrem Epos „Popul Vuh“ schilderten.

Im Mythos „Enki und Ninchursang“ über den Schöpfergott Enki und die machtvolle Urgöttin Ninchursang vermuten einige Forscher einen Hinweis auf diese Fehlschöpfungen der Götter. Nicht nur Forscher der Prä-Astronautik. So schreibt etwa der bekannte Sumerologe Hartmut Schmökel in seinem Standartwerk „Kulturgeschichte des Alten Orient„:

Wahrscheinlich darf aus einem leider sehr zerstörten Text geschlossen, dass man Enki auch die Erschaffung des Menschen als Diener der Götter zuschrieb – bei welchem Werk freilich Fehlschöpfungen nicht ausblieben.“

Was aber mögen diese „Fehlschöpfungen“ gewesen sein? Missglückte Menschen oder sogar Monster aus der Retorte der Götter?

Die Götter von Eden

Monster oder missglückte Experimente kennt die Schöpfung der Bibel nicht direkt. In der Thematik der Astronautengötter werden die dortigen Aussagen eher dahingehend betrachtet, dass hier die Götter von Eden mit künstlicher Befruchtung arbeiteten. So geschehen bei Eva, der Frau Adams, als sie ihren dritten Sohn Seth von Gott „eingesetzt“ bekam. Und natürlich die Erschaffung der Eva aus einer „Rippe“ ihres Gatten an sich. Weiter wird sehr viel auf die Riesen hingewiesen, die laut dem 6. Kapitel der Genesis auf der Erde lebten, als sich Söhne des Himmels mit Menschenfrauen paarten.

Dazu gibt es jedoch einige unheimliche Ergänzungen, auf die ich bereits in „Rebellion der Astronautenwächter“ und in Artikeln 1996 hinweisen habe.

Auch Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Darauf wies ich bereits 1996 in einigen Artikeln hin. Denn auch die weltberühmten Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Hier findet sich in dem Text 4Q531 Fragment 3 ebenfalls die Aussage, dass diese Himmlischen die Erde ins Unglück stürzten. Ebenso wie bei Henoch 200 dieser Gestalten auf die Erde niedergekommen sein sollen, nennt auch der Qumran-Text 1Q23 Fragment 1 und 6 des sogenannten „Buch der Giganten“ diese Zahl.

Monster in biblischen Tagen

„Sie kannte die Geheimnisse“ und brachten Sünde und die Riesen. Und, so die Wissenschaftler Michael Wise, Martin Abegg jr. und Edward Cook in den Kommentaren dazu schon 1997 in „Die Schriftrollen von Qumran„, diese 200 Engel suchten sich Tiere und Menschen aus „mit denen sie perverse Dinge taten“. Es ist zu erfahren:

„[… zweihundert] Esel, zweihundert Wildesel, zweihundert … Schafböcke der] Herde, zweihundert Ziegen, zweihundert [… Tiere des] Feldes von jedem Tier, von jedem [Vogel …] […] für Rassenvermischung […]

Was mag man unter der Angabe „für Rassenvermischung“ verstehen? Ein Hinweis, dass die Wesen des Himmels Tiere und Menschen kreuzten? Zwitter, wie sie praktisch alle Völker der Erde in Wort und Bild beschrieben? Oder sind mit der vermischten Rasse die Kinder zwischen den Rebellen und den Menschenfrauen gemeint? Eine Klärung dieser Frage ergibt sich aus einer anderen Stelle im „Buch der Giganten„, denn in 4Q531 Fragment 2 ist ein wesentliches Detail erhalten geblieben:

[…] sie (die Himmlischen, Anm. LAF) besudelten […] [… sie zeugten] Riesen und Ungeheuer […] […] zeugten sie, und sahen, die ganze [Erde war verdorben …] […] in seinem Blut und durch die Hände von […] [Riesen] die ihnen nicht genügten und […] […] und sie suchten viele zu verschlingen […] […] […] die Ungeheuer griffen sie an.“

Der fragmentarische Text besagt klar: Die Wächter zeugten „Riesen und Ungeheuer“. Die Kinder der Herniedergestiegen sind demnach nicht identisch mit den „Ungeheuern“, sondern die Wächter schufen (zeugten) Riesenkinder und auch Monster – durch „Rassenvermischung“ ausgesuchter Tiere, wie es der Qumran-Text besagt. Gentechnik in der Urzeit? Tausende Jahre bevor die chinesischen Genetiker jetzt ihren fragwürdigen Erfolg bekanntgeben konnten?

Monster in Griechenland

Selbst der große Grieche Platon, bekannt durch die Erzählung der mythischen Insel Atlantis, berichtet in seinem Werk „Das Gastmahl“ („Symposion“) ausführlich von einem anderen Geschlecht. Letztlich habe dieses sogar versucht die Götter im Himmel zustürzen. Durchaus ähnlich wie die rebellischen Engel der jüdisch-christlichen Tradition. So schreibt Platon beispielsweise über dieses „dritte Geschlecht“ unter anderem:

Unsere ehemalige Naturbeschaffenheit nämlich war nicht dieselbe wie jetzt, sondern von ganz anderer Art. Denn zunächst gab es damals drei Geschlechter unter den Menschen, während jetzt nur zwei, das männliche und das weibliche; damals kam nämlich als ein drittes noch ein aus diesen beiden zusammengesetztes hinzu, von welchem jetzt nur noch der Name übrig ist, während es selber verschwunden ist. (…) Ferner war damals die ganze Gestalt jedes Menschen rund, indem Rücken und Seiten im Kreise herumliefen, und ein jeder hatte vier Hände und ebenso viele Füße und zwei einander durchaus ähnliche Gesichter auf einem rings herumgehenden Nacken, zu den beiden nach der entgegengesetzten Seite von einander stehenden Gesichtern aber einen gemeinschaftlichen Kopf, ferner vier Ohren und zwei Schamteile, und so alles übrige, wie man es sich hiernach wohl vorstellen kann.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

(…) Sie waren daher auch von gewaltiger Kraft und Stärke und gingen mit hohen Gedanken um, so dass sie selbst an die Götter sich wagten; denn was Homeros von Ephialtes und Otos erzählt, das gilt von ihnen, dass sie sich einen Zugang zum Himmel bahnen wollten, um die Götter anzugreifen.“

Auch der bekannte Grieche Hesiod in seiner „Theogonie“ um 700 vor Christus weiß von solchen Wesen. Er gilt neben Homer, dem Autor der „Ilias“ und „Odyssee“, als wichtigste Quelle über unser heutiges Wissen über die Mythologie der damaligen Griechen. Hesiod kennt in seinen niedergeschriebenen Überlieferungen ein ganzes Füllhorn an Mischwesen und Monstern,wie sie beispielsweise G. F. Schoemann 1898 in „Die Hesiodische Theogonie“ wiedergibt.Alle diese Bestien waren das Werk der Götter, so Hesiod.

Die bekanntesten Kreaturen sind hierbei wohl die Kyklopen, bei denen „ein einziges Auge mitten in der Stirn lag“.

Unaussprechliche Kreaturen

Unaussprechliche Wesen haben die griechischen Ur-Götter nach Hesiod einst geschaffen oder geboren. Gewaltige Riesen (Titanen) ebenso wie Monster, bei denen „100 Arme zugleich sich ihren Schultern entstreckten“. Gleichfalls Wesen, bei denen „50 Häupter aus den Schultern gewachsen“ waren. So notierte Hesiod unter anderem diese Taten und Abkömmlingen der Götter. In „Hesiod’s Werke verdeutscht im Versmaße der Urschrift“ (1858) gibt der Übersetzer Eduard Eyth Hesiod mit den diesen Worten wieder:

Kraft und Stärke jedoch und Kunst – das hatte die Arbeit! Aber noch andere waren der Erde und dem Himmel entsprossen (…) Unnahbar war ihre Gewalt bei mächtigem Aussehen. Denn von Sämtlichen, welche die Erde gezeugt mit dem Himmel, waren sie die Schrecklichsten (…)“

Die Mythen der Griechen über solche Monster, Riesen und Titanen sind heute auch dank der Aufzeichnungen von Hesiod durchaus populär. Hollywood und die Populärkultur der Moderne haben das Thema längst für sich entdeckt. Doch ob jemals darüber nachgedacht wurde, dass zumindest nach den Behauptungen der Chronisten diese Wesen wirklich gelebt haben sollen?

Einige Geschichtsschreiber berufen sich auch auf den Chronisten Manetho. Er verfasste etwa in der Zeit 285 bis 246 vor Christus in seiner Funktion als  altägyptischer Priester und Geschichtsschreiber eine Chronik über die Götter und Pharaonen Ägyptens. Für Ägyptologen ist die Chronologie der ägyptischen Könige in seinem Werk „Aegyptiaca“ noch heute eine unschätzbare Quelle. Allerdings nur dafür und nicht für das, was Manetho über die Zeit vor diesen Pharaonen überliefert hat. Denn Manetho ist jener Geschichtsschreiber, der die Geschichte Ägyptens sehr weit in die Vergangenheit verlagerte, als noch Götter und nach diesen Halbgötter das Land regiert haben sollen.

Auf Manetho wiederum beruft sich unter anderem der spätere Geschichtsschreiber Eusebius von Caesarea (ca. 260/64 bis  339 nach Christus). Eusebius ist nicht nur einer der ersten Kirchenhistoriker, sondern auch Verfasser von gleich dutzenden Geschichtswerken. Ihm stand umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung,  weshalb er auch als „Vater der Kirchengeschichte“ gilt. Obwohl ein früher Christ, enthalten seine Werke „Chronik“ eine gewaltige Sammlung der Geschichte vieler Völker. Inklusive detaillierter Chronologien von Königen, Regierungszeiten etc.

„Eine Menge von Wunderwesen“

Unheimlich wird es bei Eusebius aber, als dieser über seltsame Taten der Götter in der Urzeit schreibt. Denn diese haben wahre Monster erschaffen, Mischwesen und Zwitter kaum vorstellbarer Art und Weise. In „Eusebius Werke“ (Bd. V, 1911) von Josef Karst erfahren wir dazu von Eusebius, dass in der Vorzeit bizarre Kreaturen existiert haben sollen. Angeblich stamme dieses Wissen sogar von Oannes persönlich:

Es war, sagt er (Oan/Onannes, Anm. LAF), einstens, da durch das das (Welt-)All hin Finsternis und Wasser war. Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren, und mit lebenerzeugenden Formen ausgestattete; und sie hätten erzeugt Menschen, doppeltbeflügelte; dazu auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern und einem Leib und zwei Köpfen, Frauen- und Männerköpfen, und zwei Naturen, männlichen und weiblichen; weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüßige; und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite, welche der Hippokentauren Formen haben; erzeugt hätten sie auch Stiere, menschenköpfige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der Fischschwänze rückseits aus den Hinterteilen hervorliefen; auch Pferde mit Hundeköpfen; und Menschen sowie noch andere Ungeheuer, pferdeköpfige und menschenleibige und nach Art der Fische beschwänzte; dazu weiter auch allerlei drachenförmige Unwesen; und Fische und Reptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im Tempel des Belos eins neben dem andern dargestellt aufbewahrten.“

Eine rund 1.700 Jahre alte Aufzählung, die man sicher zweimal lesen muss. Bizarre und zweifellos grausige Kreaturen als Produkt „göttlicher“ Schöpfungskraft haben demnach einstmals existiert. „Eine Menge von Wunderwesen“, die lange, bevor der Mensch auf der Bühne der Schöpfung erschien, existiert haben sollen. Beherrscht wurden diese, auch das überliefert Eusebius, von einer Göttin:

Und es habe über alle diese ein Weib geherrscht, dessen Name Markaye heiße, das auf chaldäisch Thalattha genannt werde und auf Griechisch verdolmetscht werde Thalattha (das ist Meer).“

Diese Thalatta oder auch Thalassa aus der griechischen Mythologie ist eine Muttergöttin, die unter anderem mit dem Meer identifiziert wurde. Sie hatte verschiedene Funktionen, ist jedoch immer als eine Art Ur-Mutter zu erkennen. Bei Nonnos von Panopolis, einem Dichter und Denker des 5. Jahrhunderts, ist sie sogar die Mutter der bekannten Göttin Aphrodite.

Göttliche Hybride

Solche Monster und Zwitter aus der Retorte der Götter will aber auch ein biblischer Prophet gesehen haben. In der griechischen „Apokalypse des Baruch“ heißt es, dass der Prophet eines Tages von einem Himmlischen im Auftrag Gottes mit in den Himmel genommen wurde, wo ihm ungeahnte Geheimnisse offenbart wurden. Bereits im „ersten Himmel“ seiner Reise begannen diese Offenbarungen, denn hier lebten ausschließlich Zwitterwesen:

Er zeigte mir im Himmel eine Ebene. Da waren viele Menschen drauf, Gesichter wie die Rinder und Hörner wie die Hirsche und Füße wie die Ziegen und Hüften wie die Lämmer.“ (2,3)

Kirchenvater Eusebius wiederum schöpfte sein Wissen aus zahllosen Quellen. Als Universalgelehrter ist es sicher, dass er Zugriff auf umfangreiche antike Texte und Schriften hatte, die er oft auch zitiert. Eine seiner zahllosen Quellen war der Historiker Berossos, einer der wichtigsten Astronomen und Priester des Gottes Marduk von Babylon. Dieser Berossos verfasste etwa um das Jahr 290 vor Christus eine Chronik der Babylonischen Geschichte, in der er auch von der Urzeit berichtet.

Auch Berossos berichtet in seiner Chronik von einer Zeit, als eine rätselhafte Art von Kreaturen existiert haben soll. Oannes nennt er diese, die bei Eusebius unter den Namen Oan zu finden sind. Göttliche Zwitter-Kreaturen aus Mensch und Fisch, die aus dem Meer (meist Persischer Golf) kamen, die Zivilisation brachten und zum Teil unter den Menschen lebten. Auch wenn Oannes meist als ein einzelner Gott angesehen wird, so ist diese Art der Kulturbringer von Babylon bzw. Mesopotamien auf zahlreichen Abbildungen mehrfach zu sehen. Menschen mit Fischschwänzen, die in ganzen Gruppen abgebildet wurden, allerdings nicht eins zu eins den späteren Beschreibungen von Berossos entsprechen.

In Band V von „Eusebius Werke“ heißt es dazu, dass „ein furchtbares Untier, dessen Name Oan heiße“, dem Meer entstieg. Über diese heiße es, „dass sein ganzer Körper der eines Fisches war, und unter dem Kopfe des Fisches ein anderer Kopf an jenen angefügt; und am Schweife Füße wie die eines Menschen, und die Stimme gemäß der Stimme der Menschen; dessen Bild noch bis jetzt in Zeichnung aufbewahrt werde“. So Eusebius.

Diese Wesen kennt man heute meist unter den Namen Oannes. Es sind Mischwesen, die als Kulturbringer in Mesopotamien angesehen wurden. Vor allem bei den Babyloniern. Vielfältige bildliche Darstellungen von diesen Kreaturen haben die Archäologe inzwischen ausgegraben.

Fisch-Menschen und Sintflut

Selbst die Mythologie aus dem fernen Indien kennt etwas Ähnliches wie Oannes bzw. Oan. Und zwar über die bekannte Gottheit Vishnu. Eine der Hauptformen Gottes im Hinduismus, von denen schon die alten Veden Indiens sprechen. Von dieser höchsten Offenbarung der Göttlichkeit wird …

„…ausführlich erzählt, wie der Gott Vishnu als Fisch die verlorenen Vedas aus der Tiefe des Meeres wieder heraufholte, und dadurch den Menschen das Gesetz aufs Neue offenbart habe (…).

So beschreibt es schon Friedrich Creuzer 1836 in „Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen“. Vishnu tat dabei nichts anders als die Oannes-Kreaturen: Aus dem Meer kommen und den Menschen das Gesetzt (die Kultur) bringen.

Im Alten Testament wird die große Sintflut als Strafgericht für böse Menschen und/oder Mischwesen angesehen. Mythen anderer Völker weltweit sehen das teilweise sehr ähnlich, um diese Vernichtung irgendwie deuten oder erklären zu können. Gleichgültig ob Legenden der Bibel, Mesopotamien, Indiens, der Maya oder sonst wo auf der Welt. Sie alle haben häufig den Kern, dass Götter Mischwesen schufen, die dann wieder vernichtet wurden.

Die Häufigkeit dieses Motivs in den Mythologien ist zu frappierend, als das sie meiner Meinung nach reiner Zufall sein kann. Von den großen Zivilisationen der Vergangenheit bis zu den weniegr bekannten Kulturen, Völkern und Stämmen. Ein Beispiel: In einem Mythos der Wyot Indianer aus Kalifornien in den USA wird erzählt, dass die erste Erschaffung des Menschen auch hier daneben ging:

Als die ersten Menschen geboren waren, konnten sie nicht richtig sprechen. Es war gar nicht richtig, was sie sprechen. Auch waren sie behaart. Da hörte er sie, der Alte-Mann-Droben. Er dachte: Wie kann ich sie wieder loswerden? Schließlich wusste er es. (…) Wasser würde kommen

Auch bei den Wyot überlebte natürlich jemand die Katastrophe.

Zwitter-Monster in Ur

Durchaus interessant ist mit Blick auf die Bibel im Zusammenhang mit „Fischmenschen“ die Figur des Stammvaters Abraham. Abraham wiederum stammte aus der Stadt Ur im Süden Mesopotamiens, wie es die Bibel erzählt (Gen. 11,31). Ein Ort, den schon die alten Sumerer gründeten. Hier hat der Herr seinen Vater durch Feuer vom Himmel getötet, um Abraham als „Auserwählten“ für sich zu gewinnen, wie ich es unter anderem in diesem YouTube-Video HIER erkläre.

Eusebius wie natürlich Berossos siedeln die beschriebenen Mischwesen in Chaldäa an. Chaldäa ist exakt das Gebiet im Süden des Zweistromlandes am Persischen Golf, wo auch die Stadt Ur lag. Römische und Griechische Geschichtsschreiber sowie die Bibel nennen es oft schlicht Babylon. Wobei Abbildungen dieser Gestalten bei allen Kulturen der Region zu finden sind. Gleichgültig ob Babylonier, Sumerer, Assyrer oder Akkader.

So sehen wir beispielsweise auf Rollsiegeln aus Ton sehr häufig geflügelte Menschen oder geflügelte Löwen. Aber auch menschliche Kreaturen mit Ziegenbeinen, Schwänzen sowie Tierköpfen. Also genau jene Bestien, wie sie Eusebius beschrieben hat. Siegelabrollungen mit diesen Wesen wurden unter anderem in den Ruinen von Abrahams Heimatstadt Ur gefunden. In Gräbern aus der I. Dynastie, die zum großen Teil von dem berühmten Archäologen Leonard Woolley zwischen 1926 und 1928 freigelegt wurden, lagen bis zu 5.000 Jahre alte Darstellungen genau dieser grausigen Zwittern.

Existierten diese also tatsächlich in diesem Gebiet, oder hat der Chronist Eusebius nur solche Abbildungen gesehen und von entsprechenden Mythen gehört? Starben diese in der Sintflut, oder kannte Abraham als bekanntester Sohn der Stadt Ur diese sogar noch? Angeblich ja. Und nicht nur das.

Abraham und die „Krebsfrau“

Über Abraham überliefert wiederum der heilige Sohar (Zohar), dass er einst mit einer seltsamen „Krebsfrau“ ein Kind zeugte. Im Sohar (II. fol. 147a-148b) heißt es darüber, „dass Abraham mit seiner Krebsfrau einen Sohn zeugte, den er Tachasch nannte (…)“. Tachasch wiederum soll laut Sohar etwas mit himmlischen Wesen gemein haben. Sollte das etwa bedeuten, dass Abraham Kontakt zu solchen Zwittern der Götter  hatte? Jene, wie sie bildlich in seiner Heimatstadt ausgegraben und von den Chronisten überliefert wurden?

Der Name oder die Bezeichnung „Tachasch“ ist noch in anderer Hinsicht sehr seltsam. Laut Bibel soll die Bundeslade aus dem Buch Exodus mit einer Haut oder einem Fell aus „Tachasch“ beim Transport abgedeckt worden sein. Auch Teile des Allerheiligsten beim Exodus, der Stiftshütte, in dem die Lade verwahrt wurde, sollen aus „Tachasch“ bestanden haben.

Was aber genau dieses Material war, ist unbekannt und umstritten. Von Seehund-Fell über Delphin-Haut bis zur Haut von Wesen, die Gott extra für diesen Zweck geschaffen (gezüchtet) hat, reichen die Deutungen der Bibelforschung. Selbst von Einhörner wird hierbei gesprochen. An anderen Stellen habe ich das genauer ausgeführt. Etwa in „Götter der Sterne„, in diesem YouTube-Video HIER und diesem Vortrag auf YouTube HIER.

Der Sohar wiederum ist das bedeutendsten Werk der mystische Traditionen des Judentums der Kabbala. Allgemein wird das Werk als eine recht junge Schrift angesehen, die erst im 13. Jahrhundert entstand. Es soll die Geheimnisse der Kabbala vertiefen, deuten und weiter erörtern, der bekanntlich von vielen Seiten enormes Geheimwissen zugesprochen wird. Gerade in der Moderne erfuhr die Kabbala eine regelrechte Renaissance unter Mystikern und Sinnsuchern auch außerhalb des Judentums.

Sind Mythen Reportagen?

In der Prä-Astronautik werden seit jeher Mythen, Überlieferungen, Sagen, Legenden, alte Schriften, heilige Texte usw. im Sinne der Idee der Astronautengötter abgeklopft. Überall gibt es Hinweise auf diese Astronauten aus dem All, sofern man diese Mythologien so deuten möchte. Ob diese Himmelswesen oder andere Übernatürliche darin wirklich physische Außerirdische waren, wissen wir defensiv nicht! Dafür gibt es nicht einen einzigen unstrittigen Beweis. Vielleicht finden wir sogar eines Tages eindeutige „Alien-DNA“ in unseren Genen.

Wenn man mit der Prä-Astronautik liebäugelt oder sogar überzeugt ist, dass die Götter Aliens waren, dann darf man solche und viele weitere Überlieferungen über „Gen-Experimente der Götter“ nicht ignorieren. Von diesen gibt es weit mehr, als in diesem Online-Beitrag als Beispiele angeführt wurden.

Die jetzt publizierten Experimente der Chinesen beweisen, dass wir längst Gott spiele. Da die Geschichte beweist, dass der Mensch alles, was möglich sein wird, auch in die Tat umsetzt, wird es auch bei solchen genetischen Kreuzungen so sein. Wenn es nicht schon geschehen ist. Der Mensch wird bizarre Mischwesen erschaffen. Ethische Bedenken oder Einwände von Humanisten oder Kirchen spielen dabei keine Rolle. Was der Mensch imstande ist zu tun, wird er tun. Aus Neugierde oder ganz einfach nur, weil er es kann.

Sofern jene Außerirdische, die vor Jahrtausenden als Götter angesehen wurden, ähnlich dachten, taten sie es auch. Und so finden wir ihre Werke und Taten in mythologisch-verzerrten Überlieferungen bis heute auf der ganze Welt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , , <

Wenn am Brocken die rote Sonne im Wald versinkt: Stimmt die astronomische Ausrichtung der Himmelsscheibe von Nebra? ( + Videos)

Teilen:
Wenn am Brocken die rote Sonne im Wald versinkt: Stimmt die astronomische Ausrichtung der Himmelsscheibe von Nebra? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn am Brocken die rote Sonne im Wald versinkt: Stimmt die astronomische Ausrichtung der Himmelsscheibe von Nebra? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die rund 4.000 Jahre alte „Himmelscheibe von Nebra“ soll genau das sein, was ihr Name sagt: Eine Art Darstellung des Himmels, ein Kalender mit astronomischen Ausrichtungen und Daten. „Justiert“ wurden diese von ihrem Fundort aus am Brocken im Harz. Doch eine scheinbar vollkommen übersehende Meldung bestreitet jetzt diese Ausrichtung der „Himmelsscheibe von Nebra“.


Mythos „Himmelscheibe von Nebra“

Über die 1999 von Raubgräbern gefundene „Himmelsscheibe von Nebra“ (rund 4.000 Jahre alt) wurden auf diesem Blog und auch in Videos auf meinem YouTube-Kanal schon vielfach berichtet. Einige der Videos findet Ihr am Ende angeführt. Nicht zuletzt sorgte vor einigen Monaten eine veröffentlichte Untersuchung für Aufsehen, die den deutschen Jahrtausendfund aus Sachsen-Anhalt um eben diese 1.000 Jahre jünger datierte.

Ein Expertenstreit entbrannte, über den zum Beispiel HIER, HIER und in diesem Video HIER berichtet wurde (s. 1. Video unten). Einher mit dieser „Neudatierung“ ging  auch die daraus resultierende Aussage, dass es eine Art „Königreich“ um diese Himmelsscheibe damit auch nie gegeben haben kann. Selbst die Beifunde wie Schwerter und Schmuck wurden in Zweifel gezogen. Für den Landesarchäologen Harald Meller aus Halle geradezu eine Provokation gegen ihn persönlich. Immer war er es, der die Scheibe für die Archäologie zugänglich machte und unter anderem von ihr sein „Reich“ um die Himmelsscheibe herleitete. Ein Königreich der Bronzezeit in Sachen-Anhalt.

Ob es so etwas wirklich gab, ist fraglich. Zumindest nach den Vorstellungen, die wir alle mit einem Königreich verbinden.

Anders ist es bei den astronomischen Ausrichtungen, Daten und Informationen, die anhand der Himmelsscheibe abgelesen wurden. Obwohl die „Himmelscheibe von Nebra“ auf rund 3.600 Jahre datiert wird und in mehreren Etappen erweitert und umgestaltet wurde, ist man sich sicher, dass sie älteste Darstellung des Himmels überhaupt ist. Betont wird hierbei aber meistens, dass die älteste konkrete Darstellung sei. Denn es gibt Himmelsdarstellungen, die zehntausende Jahre älter sind.

Wenn am Brocken die Sonne im Wald versinkt …

Vor allem Sonnenwenden lassen sich an der Scheibe ablesen und Bestimmen. So die vorherrschende Meinung. Dies lässt sich an beiden goldenen Bögen, „Horizontbögen“ genannt, ablesen, die in einem Winkel von 82 Grad an den Seiten der Scheibe angebracht sind. Dabei spielt der Brocken im Harz eine entscheidende Schlüsselrolle. Jener mythische Berg, der seit jeher von Sagen und Legenden umrankt ist.

Nach der üblichen Lesart der Archäologen, wurde die Scheibe vom Mittelberg in Nebra aus anhand des weit entfernten Brocken justiert. Exakt an jenem Platz, wo sie 1999 auf gefunden wurde und wo sich heute ein 30 Meter hoher Aussichtsturm befindet. Er ist Teil des Besucherzentrums „Arche Nebra“ und der archäologischen Tourismusroute „Himmelswege“. Dort sind für Besucher auch entsprechende Visirlinien angebracht, die von der Himmelsscheibe übertragen wurden.

Bei Sonnenuntergang am Tag der Sommersonnenwende geht die Sonne über den ca. 85 bis 90 Kilometer entfernten Brocken unten. Um die „Himmelsscheibe von Nebra“ zu justieren, richtet man sie an diesem Tag waagerecht so aus, dass eine Seite des neben der mutmaßlichen „Mondsichel“ liegenden Goldbogens exakt auf den Sonnenuntergang am Brocken weist. Den unteren „Peilpunkt“ bildet ein Ende des zweiten Bogen. Das Titelbild zeigt diese Justierung am 21. Juni.

Auf der Internetseite der „Himmelswege“ heißt es dazu:

Ein senkrechter Schnitt teilt das Bauwerk und markiert die Sichtachse zum Harzmassiv mit dem Brocken. Auch heute kann man beobachten, wie hinter dieser markanten Landmarke zur Sommersonnenwende, am längsten Tag des Jahres, die Sonne untergeht. Auf diese Weise ließ sich wohl schon vor 3.600 Jahren die Himmelsscheibe einordnen und als Sonnenkalender nutzen. Vom Aussichtsturm aus lassen sich so auch über die heutigen Baumkronen hinweg die bronzezeitlichen Himmelsbeobachtungen wieder nachvollziehen.“

Solche und ähnliche Erklärungen finden sich in allen Veröffentlichungen, die sich mit der „Himmelsscheibe von Nebra“ befassen. Es ist ein Fundament der astronomischen Untersuchungen der Scheibe. Stimmt das aber auch?

Falsche Ausrichtung?

Zweifel an der Ausrichtung aus den Brocken scheint kaum jemand zu haben. Er gilt als „markante Landmarke“, die in 85 Kilometern Entfernt von unseren Ahnen am Mittelberg angepeilt wurde. Wie aber konnte man von dort durch die Wälder den Brocken vor Jahrtausenden überhaupt sehen, um diesen anzupeilen? Gar nicht.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Heute versperren die dichten Wälder den Blick zum höchsten Berg des Harz. die natürlich zur Sommersonnenwende und damit am Tag der Ausrichtung der Scheibe am 21. Juni in dicht belaubtem Grün standen. Ebenso versperren Hügel im Vordergrund den freien Blick zum Brocken, wie es „Deutschlandfunk“ in einer Meldung vom 12. März schreibt. Selbst wenn damals das Gebiet nicht bewaldet war, „war der Brocken damals sicher keine auffällige Horizontmarke“. Und vom heutigen Aussichtsturm „ist der Brocken nur vage auszumachen“, wie es bei „Deutschlandfunk“ weiter heißt. Weiter heißt es:

Zum einen geht die Sonne zur Sommersonnenwende vom Mittelberg aus nicht genau hinter dem Brocken unter, sondern etwa zwei Grad weiter links.

Zum anderen ist der 85 Kilometer entfernte Brocken von dort praktisch nicht zu sehen. Ihn verdecken Hügel im Vordergrund. Das zeigt der Anblick vom Mittelberg, der sich mit Hilfe von dreidimensionalen Geländekarten simulieren lässt. Sie basieren auf den metergenauen Daten von Radarsatelliten.

Dies sind erstaunliche Aussagen, die bisher scheinbar übersehen wurden. Meiner Meinung nach ist bei astronomischen Thesen über Kalender etc. von uralten Stätten (wie Stonehenge und andere) viel zu selten die Lage bedacht worden. In Artikeln oder Vorträgen verwies ich immer wieder auf den Umstand, dass bei „Kalenderbauten für die Landwirtschaft“ und ähnlichen Deutungen scheinbar die Umwelt zu wenig beachtet wird. Jahrzehntelang den Himmel beobachten, wenn Wolken, Wetter, Bäume und mehr diese Bobachtungen oft unmöglich machen – nur für einen Kalender …?

Quelle?

„Der Brocken ist vom Mittelberg aus kaum zu erkennen und die Sonne ging auch schon vor fast 4.000 Jahren deutlich links von ihm unter“, schreibt der Autor Dirk Lorenzen in seinem Beitrag bei „Deutschlandfunk„. Dazu wird eine einfache Grafik gezeigt, deren Quelle mit „OpenStreetMap-Mitwirkende/ESA/Stellarium“ angeben wurde. Weitere Quellen oder Personen, die diese Ausrichtung überprüft haben, finden sich nicht.

„Stellarium“ ist eine sehr verbreitete und beliebte Astronomie-Software, die ich selber vor Jahrzehnten nutzte. Die ESA ist bekannt und „OpenStreetMap“ findet Ihr HIER. Vielleicht kein ein Mystery-Fan, der diese oder andere Software nutzt und beherrscht, diese Angaben einmal überprüfen und sich bei mir melden?

Stutzig sollte man bei der Meldung von „Deutschlandfunk“ durchaus werden. Zumal es schon zahlreiche Publikationen gab, die sich eben genau mit den astronomischen Bezügen der Scheibe befassten. Nicht umsonst heißt sie ja „Himmelscheibe“. Etwa auch Theodor Schmidt-Kaler und Wolfhard Schlosser in diversen Veröffentlichungen, die unter anderem in „Archäologie in Sachsen-Anhalt“ oder auch in der „Jahresschrift für Mitteldeutsche Vorgeschichte“ erschienen.

Hat die Präzession die Himmelsscheibe „verstellt“?

In der Untersuchung „Zur astronomischen Deutung der Himmelsscheibe von Nebra“ wies Schmidt-Kaler beispielsweise bereits 2006 auf geringe Abweichungen der Ausrichtung hin.

Schmidt-Kaler ist aber auch sicher, dass durch die , dem „Schwanken“ der Erdachse ca. alle 25.784 Jahre, eine Art „Kalenderreform“ nachzuweisen ist. Durch das Eintreten der Sonne in das Sternbild der Plejaden, wie er schreibt. „Dementsprechend dürfte die Nebra-Scheibe sicher um oder nach 2320, aber deutlich vor 1700 v. Chr. geschaffen worden sein“, ist er sich in seiner Studie sicher.

Die kleine Meldung über Zweifel an der astronomischen Ausrichtung der Scheibe scheint irgendwie allein im weiten Raum der Nebra-Veröffentlichungen zu stehen. Auch wird an keiner Stelle erwähnt, ob die Präzession überhaupt bei der Feststellung, dass die Sonne „etwa zwei Grad weiter links“ am 21. Juni untergeht, berücksichtigt wurde. Deshalb bleibt wohl der einzige Zweifel, der Umstand, dass der Brocken durch die Wälder und/oder Entfernung vom Fundort in Bodennähe aus kaum bis gar nicht sehnen kann.

Videoauswahl zum Thema

Video vom 6. September 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 10. November 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 26. Feb. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER
Video vom 28. Aug. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER
Video vom 23. Sep. 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , <

Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort, wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (+ Videos)

Teilen:
Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)
Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)

Papst Franziskus war wieder unterwegs. Diesmal im Irak, wie es der TV-Zuschauer in verschieden Nachrichten sehen konnte. Eine kurze Reise von vier Tagen, bei der er auch die Stadt Ur besuchte und dort betete. Eigentlich eine uralte Stadt des Kulturlandes Mesopotamien, in der der laut Bibel Abraham geboren wurde. Der Stammvater aller Juden, Christen und Muslime. Doch kam es dort vor Jahrtausenden „klipp und klar“ zu einem Kontakt von Abraham mit Außerirdischen? Denn das schrieb der Prä-Astronautiker Erich von Däniken dazu in einem Tweet, der sicher einige erstaunte. Was aber meinte er damit, wie kommt von Däniken zu dieser Aussage? Das und mehr erfahrt Ihr hier.


Papst Franziskus im Irak

Kürzlich flimmerten in die heimischen Wohnzimmer in den Nachrichten Neuigkeiten über Papst Franziskus. Der „oberste Hirte“ der katholischen Kirche befinde sich derzeit auf einer Reise durch den Irak, träfe sich dort mit verschiedenen Vertretern des Glaubens und feierte mit den dortigen Christen Messen. Alles wie üblich verbunden mit dem Aufruf auf Frieden und einen Dialog zwischen den Religionen. In diesem Fall vor allem Christen und Muslime. Eine sogenannte „Apostolische Reise“, wie es die Kirche nennt, die vom 5. bis 8. März dauerte.

Der TV-Zuschauer oder Nachrichtenkonsument wird sich bei den Berichten über die Irak-Reise des Papstes sicher gedacht haben: „Mutig von ihm.“ Denn die ganze Welt weiß natürlich über die Lage im Nahen Osten und hier speziell den Irak. Vielmehr wird sich der normale News-Konsument wohl nicht dabei gedacht haben. Auch nicht als Papst Franziskus die im Süden des Irak liegende Stadt Ur besuchte und dort bei einem interreligiösen Treffen für die Opfer von Terror und Krieg betete. Eine wichtige Kernaussage war, dass es keinen Frieden geben könne, wenn sich die Völker nicht „die Hand reichen“.

Zuschauer der üblichen Fernsehnachrichten (privat und öffentlich-rechtlich) werden es wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Und der ein oder andere mag sich dabei gefragt haben, was Ur denn für eine Stadt ist, das der „Heilige Vater“ genau dort zu Gebet rief. Immerhin ist Ur in all den Jahren der Berichte aus dem Irak praktisch nie erwähnt worden. Mossul oder Bagdad kennt man – aber Ur?

Geschichtlich Interessierte oder bibelfeste Leser kennen Ur selbstverständlich. Auch die Internetseite der „Tagesschau“ klärt dazu ihr Zielpublikum etwas auf:

Laut biblischer Überlieferung ist der Ort Ur in der Wüste des Südirak die Geburtsstätte Abrahams, des Stammvaters von Juden, Christen und Muslimen.“

Abraham aus Ur

Der Ort Ur ist kein Ort oder keine Stadt im eigentlich Sinn. Es ist eine uralte Stadt der Sumerer und späterer Kulturen Mesopotamiens, die schon vor 6.000 und mehr Jahren besiedelt war. Eine der wichtigsten Ruinenstätte des Landes überhaupt, dessen zentrales Heiligtum eine Zikkurat, eine Art Stufenpyramide, zu Ehren des Mondgottes Nanna bildete. Wie bei vielen uralten Städten im Zweistromland. Am bekanntesten ist hier wohl der „Turm von Babel“, den man unter anderem aus dem Alten Testament kennt.

Aber auch die Stadt Ur ist im Alten Testament zu finden. Hier sei der Überlieferung im Buch Genesis nach der legendären Patriarch Abraham geboren. Der Stammvater von Juden, Christen und Muslimen. Und natürlich ist das auch dem Vatikan bzw. Papst Franziskus bekannt, weshalb genau diese geschichtliche Stätte für einen Besuch ausgesucht wurde. So sagte der Papst in Bezug zu Abraham bei seinem Gebet in Ur auch:

Dass wir uns heute hier auf seinen Spuren befinden, dies möge ein Zeichen des Segens und der Hoffnung sein für den Irak, für den Nahen Osten und für die ganze Welt.

Eine schöne Geste, ein nettes Zeichen, werden die meisten Gläubigen sicher denken. Nicht aber der Religionskritiker und Prä-Astroauntik-Autor Erich von Däniken. Er setzte am 7. März einen auf den ersten Blick sehr seltsam erscheinen Tweet bei Twitter ab:

Mit „Mosur“ meinte Erich von Däniken Ur. Aber wieso soll dort Abraham „klipp und klar Kontakt zu Außerirdischen“ gehabt haben? Und wieso sollen das der Papst und der irakische Ministerpräsident wissen? Was hat das damit zu tun, dass unsere Religionen „auf die Rückkehr der Götter vorbereitet“ werden, womit von Däniken natürlich die antiken Raumfahrer meint? Die Ancient Aliens, wie man sie heute nennt.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Kontakt zu Astronautengöttern?

Nun, ob „der Papst wie auch Iraks Ministerpräsident wissen“, dass Abraham in Ur einst Kontakt zu Astronautengöttern hatte, wissen wir natürlich nicht. Woher auch, da Papst Franziskus dies bisher nirgendwo kundtat. Ob die heutigen Religionen auf die Wiederkehr dieser Raumfahrer der Antike, die einst für „Götter“ gehalten wurden, „vorbereitet“ werden, wissen wir ebenso wenig. Zu vermuten ist es durchaus. Aber nur dann, wenn wir der Meinung sind, dass die Götter der alten Überlieferungen einschließlich des biblischen „Gott“ auch wirklich Außerirdisch waren. Dann allerdings, davon bin ich überzeugt, reicht es nicht nur die aktuellen Religionen auf deren Rückkehr vorzubereiten.

Von Däniken spricht von „klipp und klar“, was suggeriert, dass es für seine kühne Behauptung Beweise habe. Beweise dafür gibt es aber nicht. Sehr wohl aber finden sich in den alten Texten und Mythen Hinweise darauf, dass Abraham tatsächlich Kontakt mit diesen Außerirdischen des Altertums in Ur gehabt haben könnte. Sehr ausführlich habe ich das schon in meinem Buch „Götter der Sterne“ analysiert und diskutiert.

Denn, wie Ihr in diesem Blog Artikel HIER umfangreich nachlesen könnt (s. zweite Video unten), laut diesen Schriften hatte Abraham einst Kontakt mit fremden Wesen, die ihn mit in den Himmel nahmen. Zu einer Raumstation von Außerirdischen! So erstaunlich das klingt, so ist es eine Tatsache, das die entsprechende Überlieferung über diese „Himmelsreise“ des Stammvaters genauso interpretiert werden kann. Ob es deshalb wahr ist, wissen wir leider nicht.

In der Bibel findet sich dieser Bericht übrigens nicht. Das altjüdische Buch außerhalb der Bibel, ein Apokryph, nennt sich „Apokalypse des Abraham„. Im zweiten Video unten aus dem Jahr 2012 gehe ich auf dieses Thema genauer ein.

Feuer vom Himmel

Unheimliches ereignete sich aber auch bei der Berufung des Abraham durch den angeblichen „Gott“ an sich. Wie im ersten Video unten zusammengefasst, machte hier laut den alten Überlieferungen das Himmelswesen kurzen Prozess mit Terach, dem Vater von Abraham. Dieser war treu des Glaubens seiner Heimat ein Anhänger diverser Götter Mesopotamiens. Er soll sogar seinen Lebensunterhalt damit verdient haben, entsprechende „Götzen“ herzustellen.

Nach der Überlieferung war dieser Mann den Plänen „Gottes“ offenbar im Weg. So wurde er bei der Berufung des Abraham kurzerhand ermordet. Durch Feuer vom Himmel wurden er, sein Haus und seine ganze Habe dem Erdboden gleich gemacht. Nun konnte Abraham seine Heimat Ur verlassen und seine Mission im Auftrag seines himmlischen Herrn erfüllen, wie es auch die Bibel weiter erzählt. Wenig verwunderlich ist hierbei, dass sich diese Episode über die Ermordung des Terach durch „Gott“ nicht in der Bibel erwähnt wird. Dort finden sich – wenn überhaupt – widersprüchliche Angaben über den Tod von Abrahams Vater.

Genau diese nicht-biblichen Überlieferungen aus den sogenannten Apokryphen sind es, auf die Erich von Däniken in seinem Tweet anspielt. Faszinierende Geschichten einer längst vergangenen Zeit.

Videos zum Thema

Video vom 18. Februar 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 12. Juli 2012 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

<

Professor aus China: Die westliche Kultur, Sphinx, Pyramiden … alles eine modernen Erfindung des Westens und gefälscht +++ Video +++

Teilen:
Gizeh und die westliche Kultur: Alles Fake! Sagt ein Professor in China (Bild: gemeinfrei)
Gizeh und die westliche Kultur: Alles Fake! Sagt ein Professor in China (Bild: gemeinfrei)

Rund um das Mittelmeer bis nach Mesopotamien finden sie Hinterlassenschaften zahlreicher antiker Kulturen und Zivilisationen. Sie alle haben mal mehr und mal weniger die Kultur Europas beeinflusst und geprägt. Von den Alten Ägyptern über die Griechen bis zu den Babyloniern. Überall finden wir Reste ihrer einst prachtvollen Bauten. Allen voran natürlich die Pyramiden in Ägypten. Alles Fake und eine abendländische Verschwörung der Archäologie! Das lehrt ein Professor in einer Elitite-Universität in China. In Wahrheit haben westliche Gelehrte alles gefälscht und sogar Monumente wie die Sphinx und Pyramiden erst in der Neuzeit gebaut. Um die Kultur Chinas „klein zu machen“. Eine unglaubliche Aussage, der in diesem Video nachgegangen werden soll.


Die westlichen Zivilisationen wurden erfunden

Studenten in China lernen etwas ganz Erstaunliches. Um nicht zu sagen Bizarres: Die Errungenschaften der westlichen Kulturen, von Mesopotamien über Griechenland bis in das alte Ägypten, sind allesamt Fakes! Westliche Gelehrte haben erst vor 150 oder 200 Jahren diese Kulturen erfunden und gefälscht, in dem sie unter anderem die Pyramiden von Gizeh und die dortige Sphinx aus Beton erbaut hätten.

Es habe keine solchen Hochkulturen im Mittelmeerraum gegeben, deren Hinterlassenschaften wir heute alle kennen. Alles wurde von westlichen bzw. europäischen Fälschern erbaut. Mit dem Ziel die chinesische Kultur klein zu machen. In Wahrheit war das Alte China eine Art Ur-Kultur. Erst durch den Kontakt mit dieser kam Wissen und Weisheit in andere Teile der Welt bis nach Europa und den Nahen Osten.

Eine gewaltige abendländische und historische Verschwörung der Archäologie sei das, die es aufzudecken gilt!

Das behauptet nicht irgendwer. Das lehrt Professor Huang Heqing von der Schule für Kunst und Archäologie an der renommierter Zhejiang-Universität in China. Erst kürzlich während einer Online-Vorlesung für seine Studenten. Eine der führenden Universitäten in ganz China, wie Ihr in diesem Video vom 15. Feb. 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 15. Februar 2021

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:


Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , <

Theologie-Professor versus Prä-Astronautik: Ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter, der in einem Ärgernis endet

Teilen:
Theologie-Professor versus Prä-Astronautik - ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter
Theologie-Professor versus Prä-Astronautik – ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter (Bilder: Gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik, die Idee der Götter aus dem Kosmos, ist zweifellos umstritten. Was aber passiert, wenn ein Theologe in einem Vortrag die Prä-Astronautik mit zahlreichen falschen Darstellungen vermischt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Denn offensichtlich wurde hier die Überlegung der antiken Raumfahrer vollkommen aus dem Kontext gerissen und mit allerlei unwahren Behauptungen „untermalt“. Ein Ärgernis, wie sich herausstellte!


Prä-Astronautik – ein Ärgernis für Kritiker

Seit in den 1960er Jahren das Thema Prä-Astronautik, auf den Buchmarkt drängte, hat es zahllose Kritiker, Skeptiker und sogar Feinde. Unter dem neumodischen Begriff Ancient Aliens, abgeleitet von der gleichnamigen US-TV-Serie, ist die Idee, dass die Götter aus dem All kamen, seit einigen Jahren wieder populär geworden. Zumindest im Fernsehen und vor allem auch im Internet. Weniger auf dem Buchmarkt. Dazu findet Ihr HIER ein Video.

Grundsätzlich gibt es seit 1968, als Erich von Däniken mit seinem ersten Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ das Thema weltweit zu einer literarischen Sensation machte, zwei Sorten von „Hauptkritikern“. Da wären einmal die etablierten Archäologen, da die Idee der Astronautengötter gerade auch in deren Forschungsgebiet „wildert“, wie diese es sicher bezeichnen würden. Die Deutung von Artefakten und archäologischen Bauten jeglicher Art im Sinn der Götter der Sterne, gehört seit Anbeginn dieser Thesen zum festen Kern. Das gilt auch für Mythologien, religiöse Texte, Überlieferungen und Schriften nahezu aller Religionen, Kulte und Theologien.

Natürlich spielt es dabei überhaupt keine Rolle, ob es sich dabei um noch „lebende Religionen“ oder längst versunkene religiöse Kulturen handelt. Etwa Überlieferungen der Inkas oder Maya in Amerika,. der Babylonier in Mesopotamien oder natürlich der altägyptischen Kultur. Prä-Astronautik-Autoren und –Forscher machen dabei, vereinfacht gesagt, keine Unterschiede.

So ist es wenig verwunderlich, dass Theologen und Religionswissenschaftler oder auch schlicht „Gläubige“ seit Bestehen der Ideen um raumfahrende Götterastronauten zu den schärfsten Kritikern gehören. Denn hier „wilderte“ die Prä-Astronautik nicht nur in deren Forschungsgebiet, sondern direkt in der deren Grundsätze. In ihrem Lebenssinn von allem. Kurz gesagt, die Prä-Astronautiker  sagen, dass es keinen Gott oder Götter gab, von denen weltweite Mythen sprechen. Es waren Außerirdische. Welcher Gläubige oder Theologe kann das einfach so hinnehmen? Der biblische Gott ist alles – und dann kommen Autoren die sagen: Nein, das waren fremde Raumfahrer der Antike, die nur für Gott, Engel oder Götter gehalten wurden …

Blasphemie!

Schon früh kam es in den Anfangsjahren der Prä-Astronautik, wie wir sie heute kennen, genau deshalb zu scharfer Kritik aus theologischen Kreisen. Auch (wenige wenige) Bücher gegen Däniken & Co. und deren blasphemische Ansichten wurden von diesen publiziert. Prä-Astronautik hat sich seit dem sehr gewandelt. Und zwar in der wahrnehmbaren Präsenz dieser Spekulationen und Thesen. Raus aus dem Mainstream, dem Buchmarkt mit hohen Leserzahlen und dem etablierten TV-Sendern in das Netz. Die Kritik daran ist dabei seit über einem halben Jahrhundert identisch geblieben. Nur eben online. Wobei kurz anzumerken sei, dass die heutige Prä-Astronautik mit ihren immer wieder vorkommenden, unsäglichen „Eskapaden“ auch weit mehr Angriffsfläche für Kritiker bietet.

Die allerdings, wie ich es in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‘Flughafen der Außerirdischen’” belegt habe, zum Teil selber nicht wissen, was sie von sich geben! Mehr dazu finet Ihr auch in diesem Beitrag HIER.

Auch und vor allem von theologischer Seite her bleibt die Kritik identisch. Es hat hier aber den Anschein, dass diese weniger geworden ist. Das heißt, dass ein großes Aufbäumen gegen die Neudeutung theologischer Überlieferungen etc. nicht mehr vorkommt. Wie wir alle wissen, haben die etablierten Religionen und Kirchen auch ganz andere Probleme, als ein paar verrückte Autoren des Phantastischen mit ihren „steilen Thesen“ um Ancient Aliens. Hin und wieder schafft es aber ein „religiöser Kritiker“ dann doch noch mit seinen Kritiken in das Netz. Also genau dorthin, wo sich die Gemeinde der „Anhänger der Prä-Astronautik“ tummelt. Ob sie hier wahrgenommen werden, steht auf einem anderen Blatt.

So wurde auch ich erst kürzlich von dem Mystery-Fan Oliver G. auf ein YouTube-Video aufmerksam gemacht, dass von der Universität Göttingen schon am 16. November 2009 online gestellt wurde. Ein Video mit zwei Vorträgen vom 9. November 2009 aus einer damaligen Vorlesungsreihe „Kosmologie – Kosmogonie – Schöpfung“ verschiedener Religionswissenschaftler. Unter ihnen auch Professor Dr. Andreas Grünschloß, der nach seiner Ausbildung zum Schreiner ab 1979 eine theologische und religionswissenschaftliche Laufbahn einschlug. Er ist Dr. theol. in Religionswissenschaft und Missionswissenschaft und seit 2002 Professor für Religionswissenschaft in Göttingen. Ich selber kannte ihn durch verschiedene seiner Publikationen rund um „UFO-Kulte“ und neureligiöse Strömungen. ZU denen zählt er auch die Prä-Astronautik.

Theologie-Professor versus Prä-Astronautik

In seinem nun schon 11 Jahre alten Vortrag (HIER), der den verwirrenden Titel „ Terraforming und Gentechnologie der ‚Astronautengötter‘ – Prä-astronautische Erinnerungen an unsere eigene Zukunft“ trägt, geht es eben um genau „unsere“ Prä-Astronautik. „Panel zu anderskulturellen ‚Brechungen‘: Vedische Religion, Mesoamerika, Präastronautik“ ist der Haupttitel der insgesamt drei Vorträgen der Georg-August-Universität Göttingen. Klingt langweilig – ist es aber nicht. Zumindest nicht der etwa 30-minütige Vortrag  (davor findet Ihr im Video noch einen anderen Vortrag) des Theologen und Kritikers Professor Grünschloß.

Das positive vorweg: Grünschloß fasst die Prä-Astronautik anhand ausgewählter Beispiele und Autoren korrekt zusammen. Er erklärt durchaus sehr richtig, worum es grundsätzlich bei dieser Idee geht. Für entsprechend Interessierte ist das damit alles nicht neu. Erstaunlicherweise zitiert er sogar (ca. ab Min 29:25) Erich von Däniken aus einem Vortrag von 1967. Also ein Jahr (eigentlich ein paar Monate) vor Erscheinen von Dänikens erstem Buch. Damit aus einer Zeit, als niemand Erich von Däniken kannte und er zu einem Phänomen wurde. Da kann man auch darüber „hinwegsehen“, dass er falsch zitiert und in von Dänikens Aussage einen nicht gesagten Einschub vornahm, wie es eine Überprüfung des Zitates in meinem Archiv verriet. Der Sinn der Däniken-Aussage blieb glücklicherweise erhalten …

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Ab etwa Minute 37:08 wird es dann für mich persönlich besonders spannend, da Grünschloß sich mich und mein schon 1997 erschienenes Buch „Götter der Sterne“ vornimmt. Geschrieben von einem „Starkstromelektriker Fischinger“, wie der Theologe seinen Zuhörern fälschlicherweise erzählt. Wie er auf diesen erlernten Beruf kam, weiß ich nicht. In „Götter der Sterne“ oder irgendeiner anderen Quelle steht das nicht. Wen es interessiert: Mein vor langer Zeit ehrenwert in der Industrie erlernter Beruf hieß damals „Energieelektroniker mit Fachrichtung Anlagentechnik“.

Erstaunlicherweise hat Grünschloß sogar ein Exemplar meines Buchklassikers mit dabei, um es dem Publikum zu zeigen. Er geht auch minimal auf dessen Inhalt ein – verfälscht aber diesen im Gesamtkontext des Vortrages. Er suggeriert nämlich, dass darin behauptet wird, dass die Außerirdischen das ganze Leben der Erde schufen. Warum? Weil in dem Buch alte Mythologien (mit Quellen) zitiert werden, die sagen, dass eine Schöpfung aus etwas „Vorhandenen“ geschah. So erwähne ich zum Beispiel Aufzeichnungen des Ovid (41 vor bis 18 nach Christus) von der Schöpfung, und unterstreiche dabei sogar, dass hier keine Außerirdischen am Werk waren. Wörtlich schrieb ich zu einer Aussage von Ovid:

Noch klarer geht es wirklich nicht! Der Schreiber wusste klipp und klar, dass die Erde eine Kugel ist, aus einer ‚ungegliederten Masse‘ entstand, und all dies von Gott erschaffen wurde. Diesen Gott kannte der Urheber dieser Mythe nicht, und es ist nur verständlich, da es der reale Gott war, der diese Schöpfung vollbrachte. Erst später werden die anderen ‚Götter‘ erschaffen. Und der Mensch betrat noch später die Erde, und zwar ‚nach dem Bilde der alles regierenden Götter‘.“ (Hervorhebung im Original)

Ancient Aliens erschaffen das Leben …

Es passt aber zur Gesamtaussage des Vortrages von Grünschloß, der ja im Titel den Begriff „Terraformig“ trägt. Das ist die Umgestaltung eines für uns Menschen lebensfeindlichen Planeten (oder Mondes) wie dem Mars in eine Umgebung, in der wir leben können. Also die vollständige Schöpfung einer erdähnliches Biologie und Atmosphäre für unsere Ansprüche. Reine Science-Fiction und unglaubliche Herausforderungen, über die sich dennoch schon vor Jahrzehnten Wissenschaftler Gedanken machten. Theoretisch könnte man dem Mars durch Technologien und biologische Prozesse zu einer Biosphäre verhelfen, die unserer Erde ähnelt. Menschen könnten sich frei auf ihm bewegen. Wunderbare Träumereien der Wissenschaft, zweifellos.

Das Problem ist aber bei dem Vortrag von Grünschloß, dass er behauptet, dass die Prä-Astronautik sagt, dass Aliens die Erde „terraformt“ haben. Sie kamen also hier an, sahen die Erde, und erschufen sie so, wie wir sie alle kennen. Ab ca. Minute 45 sagt er denn auch, dass die fremden Astronautengötter auf diesem Planeten das „Leben genetisch gezüchtet“ haben. Vollkommener Blödsinn! Nirgends behaupten das Autoren der Prä-Astronautik. Grünschloß hat sich das ausgedacht oder beim groben Durchblättern einschlägiger Literatur hinein gelesen. Von „Erschaffer des Lebens auf dieser Welt“, wie er es nennt, kann überhaupt keine Rede sein.

Mir ist nicht klar, wie der Theologe auf derartige grobe und fahrlässige Falschaussagen über die Prä-Astronautik kommt. Im Gegenteil unterstreichen sogar jene Autoren, die sich mit diesem Detailthema befassen, dass das Leben hier auf der Erde ganz allein entstand. Inklusive dem Menschen. Ohne Aliens. Eine „Einschränkung“, die man so nicht mal nennen kann, wäre die Idee der „Panspermie“. Diese Hypothese meint, dass einfachste Lebensformen quasi Huckepack auf Kometen und Asteroiden durch den Kosmos reisen. Schlagen diese dann auf Himmelskörper ein, die eine geeignete Biologie und Chemie haben, entwickelt sich dort Leben. Durchaus möglich und auch in Kreisen der etablierten Astronomen wird das nicht ausgeschlossen. Selbst Leben vom Mars könnte so hierher zur Erde gekommen sein, wie in diesem Video HIER erklärt.

Eine Variation der Idee ist die, dass außerirdische Zivilisationen ihr genetisches Material bewusst in Raumsonden oder auch Asteroiden durch das Universum schicken. Millionen oder Milliarden von kosmischen „Bio-Archen“, von denen einige auf geeigneten Planeten ankommen, und dort das Leben entfalten. Theoretisch ist auch das möglich. Es ist aber alles andere als eine „Erschaffung des Lebens auf der Erde“. Vielmehr ist es ein Zufallsprinzip, 99 Prozent dieser Lebensbausteine werden in irgendwelchen Sonnen verglühen oder auf Planeten einschlagen, die keinerlei Voraussetzung für die Entwicklung Leben haben. Darum müssen Massen dieser „Archen“ von den hypothetischen Aliens ausgesandt werden, wenn diese ihre DNA verbreiten wollen. Wo sie Erfolg haben werden oder hatten – nach Millionen oder Milliarden Flug durch das All – werden diese wohl nie erfahren.

Ohne Unterschied: UFO-Sekten

Professor Grünschloß erwähnt diverse Autoren der Prä-Astronautik und sogar die „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“. Etwa Autoren wie Walter-Jörg Langbein, Robert Charroux und selbstverständlich Erich von Däniken. Doch dann begeht er einen kapitalen Fehler, wie ich es nennen möchte. Er wendet sich dem verrückten UFO-Sekten-Chef „Rael“ zu, der eigentlich Claude Vorilhon heißt.

"UFO-Sekten"
„UFO-Sekten“

Er gründetet 1973 die UFO-Sekte Rael-Bewegung, die Vollständig von der Prä-Astronautik hergeleitet wurde. Denn mit diesen Göttern der Sterne habe der Alien-Guru Rael realen Kontakt und er sei ihr Botschafter und Verkünder ihrer Lehren und ihres Willens. Seit über zwei Jahrzehnten berichte ich immer wieder von dieser Sekte, die bis heute zahlreiche (zum Teil sehr aktive) Gläubige hat.

Nicht ein einziger ernsthafter Prä-Astronautik-Forscher oder –Autor nimmt diese Sekte ernst. Sie ist vielmehr ein Schaden für das Thema. Sofern sich doch jemand zu diesem Rael äußert, distanzieren sich entsprechenden Autoren. Was fast nie geschieht, da man die UFO-Sekte lieber ignoriert. In meinem Buch „Begleiter aus dem Universum“, meinem zusammen mit Roland M. Horn schon 1999 veröffentlichten Buch „UFO-Sekten“ und zahllosen Online-Artikeln habe ich klar dargelegt und belegt, dass diese Sekte kein Teil der Prä-Astronautik ist. Hier ist man sich zum Glück innerhalb der „Szene“ einig.

Grünschloß ignoriert das vollständig. Er wirft in seinem Vortrag vollkommen undifferenziert die Sekte Rael-Bewegung mit der Prä-Astronautik in einen Topf. Es findet keinerlei Trennung von ihm statt. Das beweist, dass er das damals erfolgreiche Buch „UFO-Sekten“ scheinbar nicht kannte. Wiederum erstaunlich, da er mein Werk „Götter der Sterne“ bei seinem Vortrag sogar mit dabei hatte – ebenso auch andere und weniger bekannte Bücher auf der Leinwand zeigte. Als Theologe und Religionswissenschaftler sollte schon allein der Titel „UFO-Sekten“ für diesen von Interesse sein. Hätte er es gelesen oder – im schlimmsten Fall! – nicht seinen Zuhörern verschwiegen, wüsste er, dass die Autoren der Prä-Astronautik mit dieser Sekte nichts zu tun haben! Wenn jemand eine „Religionsgemeinschaft“ aus den Ideen anderer Menschen ins Leben ruft, heißt das nicht, dass die Ideengeber deren „Religion“ teilen. Oder teilt Grünschloß als evangelischer Theologe all die anderen Ansichten und Sekten-Lehren, die auf der Bibel fußen? Oder die Verheerung von Marienerscheinungen, Reliquien und Heiligen der katholischen Kirche?

Bis Andreas Grünschloß aus Unwissenheit oder sogar Kalkül (was ich nicht hoffe) die Alien-Anbeter der Rael-Sekte mit der Astronautengötter-Thematik an sich in einem Topf wirft, ist der Vortrag noch sehenswert. Danach wird er für alle ernsthaft an den Göttern der Antike interessierten Menschen zu einem – Ärgernis.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <