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Haben die Kreationisten nun ein Problem? Jerusalem ist älter als die Schöpfung des gesamten Universums durch Gott

Ein Problem der Kreationisten? Jerusalem ist älter als die Schöpfung des Universums (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Ein Problem der Kreationisten? Jerusalem ist älter als die Schöpfung des Universums (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Kreationisten, also jene Christen, die wortwörtlich an den Inhalt der Bibel und damit auch an die Schöpfung durch Gott in sieben Tagen glauben, lehnen bis heute zahllose Erkenntnisse der Naturwissenschaft strickt ab. Darunter auch das Alter der Erde von fast fünf Milliarden Jahren, da nach deren Ansicht die Welt und das gesamte Universum erst rund 6.000 Jahre alt ist. Erst da habe Gott alles erschaffen: Das All, den Menschen, die Erde, Dinosaurier und alles was keucht und fleucht. Aber nun wurden Siedlungsspuren in der heiligen und göttlichen Stadt Jerusalem gefunden, die älter als der gesamte Kosmos durch die Kreationisten datiert wurden.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kreationisten und andere fundamentale Christen haben im Gegensatz zu den Naturwissenschaftlern eine einfach Erklärung für alles. Die sog. “Weltformel” der Naturwissenschaft, also eine Art Formel die alles und jedes im Universum erklären kann, ist im Kreationismus längst gefunden: Die Bibel.

Das Einmal-eins der fundamentalen Christen

Anhand der Auflistung der Urväter und deren angebliche Lebensalter im Buch Genesis sowie anderer Geschlechterfolgen und Lebensspannen glauben fundamentale Bibelgläubige, dass die Welt erst ca. 6.000 Jahre alt ist. Nicht nur die Welt, sondern alles um uns herum inklusive das Universum, die Tiere und wir Menschen. Beispielsweise haben die legendären Dinosaurier nicht etwa vor rund 65 Millionen Jahren ihr Ende gefunden, sondern auch sie waren Teil der Schöpfung durch Gott vor 6.000 Jahren. Erst die Sintflut brachte sie alle quasi erst gestern um. So die Argumente vieler Kreationisten.

Vorstellungen, über die ich immer mal wieder auf diesen BLOG-Seiten und ausführlich in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” 2015 berichtet habe.

Jerusalem ist älter als das Weltall selbst!

Bis vor 6.000 Jahre gab es diesen Ansichten nach natürlich auch noch keine Erde. Erst der Gott hat diese inkl. Menschen in sieben Tagen erschaffen, wie es das 1. Buch Moses im Alten Testament erzählt.

Aber weltliche Archäologen haben nun scheinbar in der natürlich auch für Kreationisten heiligen Stadt Jerusalem Funde gemacht, die diesen Glaubenslehren widersprechen. Sie gruben in Jerusalem Reste von Ansiedlungen aus, die aus dem 5. Jahrtausend vor Christus stammen.

Familiengrab von Jesus inkl. Frau und Sohn wissenschaftlich belegt? Das „Jesus-Grab“ von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Artikel)(Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
Auch um das angebliche “Familiengrab von Jesus Christus” in Jerusalem gab/gibt es immer wieder Streit (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

Dabei war der Fund des “Dorfes” reiner Zufall gewesen, wie die israelitische Altertumsbehörde berichte. Bei Straßenarbeiten in Schuafat im nördlichen Jerusalem seien die Arbeiter auf diese Spuren gestoßen. In Jerusalem ist das eigentlich Alltag, doch niemand ahnte, was man genau hier vor sich habe.

Die Archäologen haben bei ihren folgenden Grabungen Reste von Häusern, Sichelklingen, Bohrwerkzeugen, Meißel, Äxte und Mörser ausgegraben, die die erste Besiedlung der Region von Jerusalem 2.000 Jahre weiter in die Vergangenheit verlegen. Ebenso wurden zahlreiche Knochen von Nutztieren wie Ringer und Schafen gefunden.

Nach diesen neuen Funden in Israel wäre bereit vor 7.000 Jahren die spätere Stadt Jerusalem besiedelt gewesen, wie etwa “The Times of Israel” am 17. Februar berichtete. Im Vergeblich zu anderen Siedlungen und Ruinenstätten klingt das nicht alt – für den Kreationismus schon. Denn wie soll Gott das Universum, die Menschen, die Erde und das heilige Jerusalem vor 6.000 Jahren erschaffenen haben, wenn Archäologen in der “Stadt Gottes” 1.000 Jahre ältere Funde machen?

Auch dafür haben Bibelfundamentalisten, die Kreationisten als “Krieger für den Glauben” oft eine einfache Lösung: Falsche Datierungen der weltlichen Forscher …

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5 Jahre danach: Was wurde eigentlich aus der christlichen “Prügel-Sekte” der “Zwölf Stämme” und deren Kinder?

Was wurde eigentlich aus der christlichen "Prügel-Sekte" der "Zwölf Stämme" und deren Kindern? (Bilder: gemeinfrei/Symbolbild / Montage: Fischinger-Online)
Was wurde eigentlich aus der christlichen “Prügel-Sekte” der “Zwölf Stämme” und deren Kinder? (Bilder: gemeinfrei/Symbolbild / Montage: Fischinger-Online)

Es ist jetzt genau 5 Jahre her, da machte die christliche Sekte der “Zwölf Stämme” wochenlang Schlagzeilen in der Presse und den Medien. Der Vorwurf: Die Bibelfundamentalisten sollen in Deutschland ihre Kinder misshandeln und durch Schläge und andere physische Misshandlungen “gefügig” machen. Ein Aufschrei ging durch Deutschland, Dutzende Kinder der Sekte wurden in Obhut genommen, Haftstrafen für die Eltern folgten und die Presse stürzte sich auf die “Zwölf Stämme” (HIER). Was aber ist aus der fundamentalistischen Glaubensgemeinschaft und vor allem auch deren Kindern 5 Jahre danach geworden? Die Antworten sind leider wenig erfreulich, wie Ihr es hier erfahren werdet. Antworten, die alle Eltern unter Euch vielleicht besser nicht lesen sollten …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fundamentales Christentum

Fundamentalisten gibt es in jeder Region. Das Christentum macht da keine Ausnahme, auch wenn im Deutschen Raum solche Gruppe eher selten sind. Nicht wie etwa in den USA, wo Bibelfundamentalisten überaus weit verbreitet sind.

So ging im September 2013 auch ein Aufschrei durch die Deutsche Presselandschaft und Bevölkerung, als die christliche Sondergruppe “Zwölf Stämme” aus Bayern in den Fokus der Öffentlichkeit rückte. Schwere Kindesmisshandlungen, wie Prügelstrafen oder sogar Züchtigungen mit dem Stock, wurde ihnen vorgeworfen. Es folgten Razzien und den Eltern von etwa 40 Kindern der Sekte wurde (meist vorläufig) das Sorgerecht entzogen. Einige Eltern bekamen in späteren Gerichtsverfahren Haftstrafen ohne Bewährung.

“Modernen” Strömungen oder Weltanschauungen sind in nach Ansicht der Fundamentalisten tabu. Natürlich und vor allem auch bei der Erziehung ihrer Kinder, die streng nach den Lehren der Bibel aufwachsen sollen. Die staatliche Schulpflicht wird unter anderem von ihnen  deswegen abgelehnt, da die Kinder dort Sexualkundeunterricht haben oder auch die Evolutionstheorie lernen. Evolution steht im Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte der, was auch der Kreationismus sagt.

Gerade der Kreationismus ist in den USA oder Australien weit verbreitet. Das heißt, dass hier beispielsweise die Schulkinder gewarnt werden müssen, dass die Evolution nur eine “Idee” sei. Oder auch, dass in den Lehrbüchern die Schöpfung vor wenigen Jahrtausenden durch Gott gleichberechtigt mit der Evolutionstheorie angeführt werden sein muss.

Verständlich, dass die Bibelfundamentalisten der “Zwölf Stämme” deshalb schon früh in Deutschland mit den Behörden in Konflikt gerieten, als diese ihre Kinder nicht mehr in die Schule schickten. Trotz Schulpflicht wollten die Eltern ihre Kinder daheim unterrichten. Treu nach der Bibel und nach deren Ansichten über Sitte, Gesetzt und eben auch – Bestrafungen. Immerhin lautet auch der Teufel überall, wie es fundamentale Christen oft glauben und meinen.

Auf diesem Blog habe ich HIER über die “Zwölf Stämme” und ihren Glauben umfangreich berichtet.

Aber was geschah nach dieser medialen und juristischen “Hetzjagd” gegen die Gemeinschaft, wie sie es in ihren Augen ansehen? Leider nichts Gutes …

Die “Zwölf Stämme” wanderten aus, aber …

Nachdem es eine ganze Reihe Gerichtsverfahren gegen Eltern der Sekte in Bayern und Sachsen-Anhalt und Urteile wegen Kindesmisshandlungen und Sorgerechtsverfahren gegen sie gab, resignierten die Mitglieder der “Zwölf Stämme”. Nicht etwa, da sie ihre Fehler einsahen, sondern da sie dem Deutschen Staat nicht mehr trauten. Sie fühlten sich unfair behandelt und waren sich keiner Schuld bewusst. Bis heute ist das so, wie es in zahllosen Texten auf deren Internetseite zu lesen ist.

Etwa in dem Sinne, dass schließlich die “Zwölf Stämme” selber nichts dafür können, dass es in Deutschland Schulpflicht gibt und die Prügelstrafe an Kindern verboten ist. Daran änderte auch die Tatsache nicht, dass beispielsweise das Oberlandesgericht in Nürnberg am 15. Juni 2015 verschiedenen Eltern das Sorgerecht entzog, da weitere Gewalttätigkeiten gegen die Kinder zu befürchten wären. Auch ein eigener Schulbetrieb wurde der Sekte natürlich untersagt, lediglich eine “private Ergänzungsschule” dürfe sie betreiben.

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Was also macht eine christlich-fundamenalistishe Sekte nach dieser “Hetzjagd” gegen sie und ihre Brüder und Schwestern? Nicht etwa ihre Methoden und Lehren einmal überprüfen, sondern aus Deutschland auswandern. Und war in ein Land, in dem man “maßvoll” ungestraft die Kinder züchtigen und schlagen kann.

Ungeheuerlich, aber das taten die “Zwölf Stämme” ab September 2015 tatsächlich.

Im Spätsommer 2015 teilte die Gruppe mit, dass sie nach Tschechien und auch Frankreich auswandern werde. Sie besäßen zum Beispiel nahe Prag bzw. in Skalná Grund und Boden, wo sie sich neu ansiedeln wollen. Das begann schon 2013, als die Behörden den “Zwölf Stämmen” vorwarfen, dass sie etwa zehn schulpflichtige Kinder von ihrem Anwesen in Dolchau im Altmarkkreis Salzwedel nach Tschechien gebracht hätten.

Zum Jahresbeginn 2017 zogen die letzten Anhänger der Sekte mit ihren Kindern aus Deutschland fort. In Tschechien sei es einfacher, “Kinder zu Hause zu unterrichten und nach ihren Wertvorstellungen zu erziehen”, hieß es damals. Die “Zwölf Stämme” schrieben am 13. September 2015 selber dazu:

Wir müssen leider zum traurigen Fazit kommen, dass wir hier nicht mehr ein Leben in Verantwortung vor unserem Schöpfer führen können.

So brechen wir nach 20 Jahren Präsenz in diesem Land unsere Zelte ab, um in der Tschechischen Republik und anderen europäischen Nachbarländern eine neue Heimat zu finden. Wir hoffen, dort wieder ein Zuhause für Familien zu schaffen, wo wir unbehelligt unser friedliches und gemeinschaftliches Leben nach Gottes Wort leben können.

“Gut angekommen in Tschechien…” schrieben die Fundamentalisten am 8. Januar 2017 auf ihrer Webseite, als sie ihre neue Page in tschechischer Sprache vorstellten.

Weiter “züchtigen” in Tschechien

Natürlich wehren sich die “Zwölf Stämme” vehement, dass sie ihre Kinder geschlagen und misshandelt haben. Trotz Gerichtsurteile, verweise sie auch auf Fälle, bei denen der Nachweis nicht erbracht werden konnte. Schläge mit dem Rostrock – auch mehrfach am Tag – sei scheinbar “Gottes Wille” bei der Erziehung von Kindern.

Es wird aber noch erschreckender – für die Kinder der Prügel-Sekte. Nachdem die Deutschen Behörden andere europäischen Länder mit Niederlassungen der “Zwölf Stämme” in über die Vorwürfe und Verfahren hierzulande gegen sie informierten, wurden auch hier einige Prüfungen vorgenommenen. So konnte die Sekte stolz verkünden:

Bei den Besuchen der tschechischen Behörden wurde deutlich, dass es dort noch normal ist, dass Eltern ihre Kinder zu Gehorsam und Respekt erziehen.

Das liest sich sehr liebevoll. Gemeint ist aber, dass in Tschechien die Prügelstrafe und körperliche “Zurechtweisungen”von Kindern eben normal und straffrei sind. Kein Wunder also, dass in den Augen der “Zwölf Stämme” in diesem Land ein Neuanfang sicher ganz ausgezeichnet funktioniert wird. So traurig das auch klingt und ist.

Sehr deutlich wird Matthias Pöhlmann in einem Beitrag im “Materialdienst” der “Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen” in Berlin. Er schreibt in der “Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfrage” (Nr. 11/2015), dass die Auswanderung nach Tschechien und Frankreich “offensichtliches Kalkül” sei. In beiden Ländern sei es unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, dass man seine Kinder zu hause selber unterrichtet oder unterrichten lässt, so Pöhmann. Und weiter:

Hinzu kommt, dass in Frankreich und Tschechien die körperliche Züchtigung von Kindern nicht verboten ist. So sind in Frankreich ‘leichte’ Züchtigungen zu erzieherischen Zwecken erlaubt. In Tschechien ist die Prügelstrafe an Kindern nicht verboten. Einer Umfrage zufolge sind drei Viertel aller tschechischen Eltern  Anhänger dieser Bestrafungsmethode. Wie es heißt, nehme die große Mehrheit gerne den Kochlöffel oder den Gürtel zur Hand, um die Kinder zu züchtigen.

Im März 2015 wertete das Komitee für soziale Rechte des Europarats die Tatsache, dass Frankreich Prügelstrafen für Kinder nicht völlig verboten hat, als Verstoß gegen die Europäische Sozialcharta. Auch die Tschechische Republik wurde gerügt.”

Spätestens nach diesen Worten kann sich jeder denken, warum die “Zwölf Stämme” sich gerade diese Länder als neue Heimat auswählten.

Sorgen um die Kinder der Sekte

Auch Gabriele Hoidn, Sprecherin der Kreisbehörde des Landratsamt Donau-Ries, von wo die Sekte abwanderte, befürchtet, dass die Gruppe jetzt jeder Kontrolle entzogen ist. Man sieht diese Entwicklung mit Sorge und nicht mit Erleichterung, dass die Glaubensgemeinschaft ihren Landkreis verlassen habe, so die “Süddeutsche Zeitung” am 4. Januar 2017.

Matthias Pöhlmann fand in seinem Beitrag 2015 hierzu warnenden Worte:

Im europäischen Ausland dürften sie nun von der staatlichen Duldung des häuslichen Unterrichts profitieren, womit die Abschottung der Kinder und Jugendlichen wohl weiter vorangetrieben werden wird. Schwerer wiegt jedoch die Züchtigung von Kindern mit der Rute innerhalb der Gemeinschaft, die in den beiden Nachbarstaaten keine Sanktionen befürchten müsste.

Damit endet also das traurige Kapitel der Kinder der “Zwölf Stämme” nicht, sondern verlagert sich nur aus unserem Blickenkel. Und entzieht sich dadurch den Deutschen Gesetzten zum Schutz des Kindeswohls in Länder, in denen auch mal “gezüchtigt” werden darf …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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Die Sekte “Zwölf Stämme” und RTL: Was glauben Bibelfundamentalisten und was geschah nach den RTL-Enthüllungen?

Der Glaube der Bibel-Fundamentalisten der "12 Stämme" (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Der Glaube der Bibelfundamentalisten und der Sekte “12 Stämme”. Die Bibel beim Wort genommen, RTL-Enthüllungen, Hintergründe, Gerichtsprozesse: Was wurde nach dem Skandal um Kindesmisshandlungen und wie sehen Fundamentalisten mit der Bibel in der Hand die Welt? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Derzeit berichten die Medien über die in den USA gegründete christlich-fundamentale Bibel-Sekte der “Zwölf Stämme”. Jüngst hat auch der TV-Sender RTL einen ihrer Journalisten in diese biblische Gemeinschaft hier in Deutschland eingeschleust. Dabei konnte der Sender  dokumentieren, dass innerhalb der “verschworenen Gemeinschaft” dieser christlichen Fundamentalisten offenbar Prügel & Co. gegen die (eigenen) Kinder als “normal” angesehen wurden und werden. Ich habe bereits einmal über diese “mittelalterliche Bibel-Sekte” berichtet, so dass an dieser Stelle ein paar genaue Hintergründe folgen sollen. Denn: An was glauben diese “Zwölf Stämme” eigentlich genau?

Die Sekte “Zwölf Stämme” und RTL: Was glauben Bibelfundamentalisten und was geschah nach den RTL-Enthüllungen? weiterlesen

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Holländer plant mit einem 1 zu 1 Nachbau der Arche Noah von den Niederlanden zu den Olympischen Spielen nach Brasilien zu fahren – und Gottes Worte zu verbreiten

Mit einem Nachbau der Arche Noah von den Niederlanden zu den Olympischen Spielen nach Brasilien (Bild:_ Ark of Noah Foundation)
Der Nachbau der Arche Noah in  den Niederlanden. Das Schiff soll von Rotterdam zu den Olympischen Spielen 2016 nach Brasilien fahren …  (Bild: “Ark of Noah Foundation”)

Wie auf diesem Blog bereits am 14. Dezember 2012 in einem Artikel berichtet, baute der Niederländer Johan Huibers 20 Jahre an seiner ganz privaten Arche Noah nach den Vorgaben der Bibel. Ein Traum über eine große Flut über den Niederlanden 1992 veranlasste Huibers die Arche “originalgetreu” in biblischer Originalgröße nachzubauen und seit dem können sich Besucher in seinem Schiff über Themen des Glaubens informieren. Nun aber plant der der Schöpfer der “Arche Johan” mit seiner Arche zu den Olympischen Spielen 2016 nach Brasilien zu fahren um auch dort das Wort Gottes zu verbreiten. PR oder mehr?

 

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Forschung weiß bis heute nicht, ob es jemals eine globale Sintflut gab, ob ein Mann mit Namen Noah lebte und ob dieser Mann tatsächlich die legendäre Arche Noah baute. Es sind, so die meisten Kritiker und auch Bibelforscher, nur Legenden und ältere Überlieferungen des Nahen Ostens, die hier im 1. Buch Mose verarbeitet wurden. Übernommen von anderen Kulturen und Völkern und im Sinne der biblischen Autoren umgeschrieben und in das Buch Genesis eingefügt.

In meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” habe ich 2015 in mehreren Kapiteln über diese Themen detailliert berichtet. Ebenso umfangreich über die Ansichten “religiöser Eiferer” wie den Kreationisten und weltweiter Flut-Erzählungen. Doch wirklich tief religiöse Menschen im Sinne von “Fundamentalisten” gibt es nicht nur in fernen Ländern wie den USA oder Australien. Auch in Europa gibt es sie und scheinbar einer davon wohnt in den Niederlanden: Johan Huibers.

Die “Arche Johan”

In einem Artikel vom Dezember 2012 berichtete ich bereits über den Nachbau der Arche Noah des Niederländers Johan Huibers. Denn das 1 zu 1 Replik der biblischen Arche in Dordrecht bei Rotterdam mag zwar korrekt sein, aber es gibt auch Zweifel an dem wahre Aussehen der echten “Ur-Arche” (s. Bild & Artikel). Sofern es sie den gab.

Rekonstruktion der "Arche Noah" nach den Angaben des Gilgamesch-Epos (Bild: L.A. Fischinger)
Rekonstruktion der “Arche Noah” nach den Angaben des Gilgamesch-Epos – mehr dazu HIER (Bild: L.A. Fischinger)

Das Schiff von Huibers, der seines Zeichens selber gelernter Schreiner ist, ist dennoch gewaltig. Auf der Internetseite der von ihm gegründeten “Ark of Noah Foundation” ist zu erfahren, dass seine “Arche Johan” 125 Meter lang, 23 Meter hoch und 29 Meter breit ist und auf 5 Decks über 5.000 Personen fassen kann. Dazu kommen rund 20 Jahre Bauzeit für das etwa 2.500 Tonnen schwere Boot. Besucher können sich dort seit einigen Jahren über das Alte Testament, Jesus und Glauben informieren und selbstverständlich befinden sich auch Tiere bzw. Tiermodelle in dem Schiff. Auch ein Kino mit 50 Plätzen befindet sich auf der “Arche 2.0” und eine Vielzahl an thematischen Spielstationen für die Kinder.

Ohne Zweifel sind die Bilder sowie die Videos der niederländischen Arche sehr beeindruckend. Und das soll das Schiff auch sein. So sagte der Schöpfer Huibers bereits 2012 zu seinem Projekt in Holland:

Ich will Menschen dazu bringen, Fragen zu stellen, damit sie nach Antworten suchen. (…) Man kennt vielleicht die Geschichte von Noah, aber wenn man das hier sieht, bekommt man vielleicht eine Vorstellung davon, wie es damals in der Praxis funktioniert haben könnte.

Die Arche in Brasilien

Die “Ark of Noah Foundation” von Huibers und dem Präsidenten David Rivera, einem Veteranen der Air Force aus den USA, planen nun mit ihrer Arche zu den Olympischen Sommerspielen nach Brasilien zu fahren. Auch dort wollen sie Menschen “die frohe Botschaft verkünden”, den Besuchern des Schiffes die Themen der Bibel bzw. des Alten Testamentes näher bringen und auch auf die Lage der Menschen in Brasilien aufmerksam machen.

Vor allem, so wird betont, sollen die Menschen in Brasilien sich kostenlos die Ausstellungen in der Arche ansehen können. Inklusive neuester Präsentationstechnologien. So heißt es auf der Webseite der Foundation:

Die Arche Noah Foundation möchte tausende von benachteiligten Brasilianer kostenlos in die Arche Noah Ausstellung bringen, um sie zu besichtigen.

In Zusammenarbeit mit Kirchen und Missionsorganisationen, Kinderheimen und sozialen Einrichtungen sind die gesponserten Besucher eingeladen. Abhängig von ihren Bedingungen werden sie von Bussen abgeholt und zur Arche Noah-Ausstellung gebracht.

VIDEO auf YouTube: Noah, der Film (2014) von Darren Aronofsky - Ein Mystery Review von Lars A. Fischinger(Bild: L.A. Fischinger / UPI/Paramount)
VIDEO auf YouTube: Noah, der Film (2014) von Darren Aronofsky – Ein Mystery Review von Lars A. Fischinger (Bild: L.A. Fischinger / UPI/Paramount)

Alles in allem ist das sicherlich eine sehr schöne Idee der Foundation. In Anbetracht der sehr weit verbreiteten Armut und Lebensumstände vieler Menschen dort, sind kostenlose “Ablenkungen” sicher immer gerne gesehen. Als “Arche der Hoffnung Center” bezeichnet die “Ark of Noah Foundation” dieses Projekt auf arkofnoah.org. Auch aus dem diesem Grund soll nach den Plänen der “Arche Johan”-Betreiber das Schiff zwei bis vier Jahre dort bleiben und an verschiedenen Orten wie Rio de Janeiro, Manaus, Belem, Recife, Salvador, Vitoria, Santos-Guaruja, Florianopolis und Porto Alegre ankern.

Die Olympischen Spiele in Brasilien sind natürlich auch ein gut gewähltes Ereignis für die Promotion des religiösen Projektes, da die Augen der Welt dann auf Land, Leute und Südamerika gerichtet sein werden.

All das hat ohne Zweifel einen christlichen Missionshintergrund, wie es schon die religiösen Details der Webseite verraten. So heißt es dort unter anderem auch, dass die kostenlos eingeladen Besucher nicht nur “die Geschichte von Noah lernen” können, sondern auch “von Christus lernen” (“teaching from Christ”) sollen.

Das alles geht nicht ohne Spenden. Zumal der Bau der holländischen Arche an sich schon über 4 Millionen US-Dollar gekostet habe, wie “Fox News” am 1. Mai 2016 berichtete. Falls Ihr Euch ein Ticket kaufen möchtet, wünsche ich Euch Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel …

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Studie: Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab! Der ewige Streit zwischen Naturwissenschaft und Glaube

Studie: Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)
Studie zum Thema Glaube: Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)

Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass scheinbar einige Menschen eigentlich nichts für ihre extreme Religiosität können und es deshalb einen Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion gibt: Damit ein Mensch unbeirrt an eine Art übernatürlichen Gott oder höre Macht glaubt, schaltet das Gehirn offenbar das Zentrum für analytisches Denken ab. An dessen Stelle wird ein Nervennetzwerk aktiv, das für Empathie verantwortlich gemacht wird. Vor allem Frauen sind hierbei “betroffen”. Was aber ergibt sich aus den Ergebnissen dieser Studie für uns Menschen?

 

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Streitfall Glaube: Der ein oder andere, der sich für Grenzwissenschaft, Aliens oder Intelligenzen im All interessiert wird Fanatiker kennen, die geradezu beängstigend-kindisch an alle (un)möglichen “Mysterien” oder “Verschwörungen” glaubt. Logische Argumente – oder besser: sachliche Quellen! – prallen an ihnen ab, als seien diese Menschen aus Teflon. Das ist auch bei extrem religiösen Menschen der Fall. Wobei hier zum Teil “Religion” und “Alien-Glaube” miteinander verschmelzen.

Religion vs. Wissenschaft

Ich bin erstaunt, dass die am 23. März 2016 veröffentlichte Studie des Forscherteams um Anthony Ian Jack von der “Case Western Reserve University” in Cleveland, Ohio (USA), in den Mainstreammedien keine Beachtung gefunden hat. Immerhin besagten die Untersuchungen der US-Forscher vereinfacht ausgedrückt, dass der scheinbar ewige Streit zwischen Glaube und Naturwissenschaft auf zwei unterschiedlich funktionierende Gehirne der jeweiligen Parteien zurückzuführen seien.

Oder anders ausgedrückt: Damit ein Mensch an einen spirituellen und übernatürlichen Gott intensiv glaubt, schalte sein Gehirn das Nervenzentrum für analytisches Denken einfach aus. Dafür jedoch schaltet sich das für Empathie und Mitgefühl zuständige Nervennetz ein. Sehen wir aber unsere Welt und Existenz mit wissenschaftliches Erkenntnissen und nutzen analytische Gedanken über das Sein unserer physikalische Umwelt, ist es genau umgekehrt. Folglich können nach dieser Studie intensiv spirituelle bzw. gläubige Menschen ganz einfach nicht logisch denken. Hier denke man beispielsweise an Bibelfundamentalisten oder den vor allem auch in den USA vertretenen Kreationisten. “Schöpfung oder Evolution?” – das ist hier die Frage …

Für diese Untersuchungen haben die Forscher acht Experimente durchgeführt. 159 bis 527 Probanden nahmen diesen teil und so schreibt Anthony Ian Jack in der Untersuchung zu den Resultaten:

Wenn es um Glaubensfragen geht, erscheint dies von einem analytischen Standpunkt aus betrachtet absurd. Aber unser Verständnis des menschlichen Gehirns zeigt, dass die Zuwendung zum Glauben an das Übernatürliche die kritische und analytische Art des Denkens beiseite schiebt, um höhere soziale und emotionale Einsichten zu erlangen.

Je Mitfühlender der jeweilige Proband der Studie – je höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser auch religiös ist. Dies seien auch eher Frauen als Männer, denen es an sozialer Intelligenz und Empathie mangele.

Die Forschungen zeigten aber auch, dass die beiden Nervennetzwerke im Gehirn sich offenbar gegenseitig “bekämpfen”. So, als seien sie Konkurrenten im menschlichen Gehirn und damit Leben.

Jack:

Wer glaubt an außerirdisches Leben (Grafik: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Wer von welcher Religion glaubt eigentlich an außerirdisches Leben? Und sind diese auf Aliens vorbereitet? (Grafik: L. A. Fischinger)

“Aufgrund der Spannung zwischen den Netzwerken können wir tiefer zu unserer sozialen und emotionalen Seite vordringen, wenn die naturalistische Weltsicht abgeschaltet wird. Das könnte der Schlüssel dazu sein, dass der Glaube an das Übernatürliche in allen Kulturen der Weltgeschichte existierte. So entstand eine nicht-materialistische Sicht der Welt und unseres Platzes darin.”

Sind Gläubige “dumm”?

“Analytisches Denken” hört sich im Grunde genommen ein wenig langweilig an. Gemeint ist aber hier ganz klar das rationale Denken, die Analyse der physikalischen Welt um einem herum mit greifbaren Fakten, die die empirische Wissenschaft liefert.

“Mitfühlendes Denken” klingt im Gegensatz dazu eindeutig schöner und irgendwie sogar gesellschaftsfähiger. Sind also Atheisten bzw. Wissenschaft-Gläubige gefühllose Wesen, weil bei ihnen das Netzwerk im Gehirn anders funktioniert?

Auch hierzu liefert die Studie Antworten, denn es gibt nicht das ein oder andere im menschlichen Hirn. Vielmehr sollte es sich zumindest die Waage halten, wie der Mitautor Jared Friedman schreibt:

Empathie zu empfinden heißt nicht notwendigerweise, gegen die Wissenschaft zu sein. Unsere Resultate zeigen vielmehr, dass die Fähigkeit zu sozialen und moralischen Einsichten abnimmt, wenn wir das analytische und wissenschaftliche Denken bevorzugen.”

Auch Anthony Ian Jack als Leider der Studie sieht das so:

Man kann also religiös und dennoch ein sehr guter Wissenschaftler sein. Unter den richtigen Umständen kann der Glaube den Konflikt mit der Wissenschaft vermeiden und die wissenschaftliche Kreativität voran bringen.

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Umfrage zum Kreationismus in Deutschland: Je öfter Sonntags in der Kirche – je öfter wird die Evolutionstheorie abgelehnt!

Ein Problem der Kreationisten? Jerusalem ist älter als die Schöpfung des Universums (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Viele Menschen glauben fest an die Schöpfung des Universums durch Gott und lehnen moderne Naturwissenschaft ab. Das zeigte auch eine Forsar-Umfrage in Deutschland  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Mir fiel kürzlich eine sehr interessante Umfrage der “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” von 2005 zur “Auffassung über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde” auf. Eine interessante Erhebung zu Auffassungen in Deutschland über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde und uns Menschen und damit auch zum Kreationismus. War es die Natur oder Gott, war dabei die grundsätzliche Fragestellung.

Umfrage zum Kreationismus in Deutschland: Je öfter Sonntags in der Kirche – je öfter wird die Evolutionstheorie abgelehnt! weiterlesen

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