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Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? TV-Beitrag zum Thema Hoax und Schwindel im Netz, der auch für die Grenzwissenschaft gilt

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Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)
Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)

Virale Videos, sonderbare Storys oder vielversprechende Gewinnspiele: Wir alle sind schon auf Fakes reingefallen. Und haben sie tausendfach in den Sozialen Netzwerken wie vor allem Facebook geteilt. Doch Fakes und Schwindel-Meldungen werden auch gezielt genutzt, um andere Menschen zu diskreditieren. Der TV Sender “BR” hat im Rahmen der Sendung “Die Frage” nun einen Fernsehbericht online gestellt, in dem einer Fake-Meldung zum Thema Asylanten nachgegangen wurde. Eine Reportage, die fast 1 zu 1 auch und vor allem auf die Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung übernommen werden kann, die in der Sendung auch angeschnitten werden. Ein Video, das sich lohnt!


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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Fakes verbreiten sich im Netz wie sonst nur Katzenvideos”, schreibt der Reporter Michael Bartlewski auf der Internetseite zu “Die Frage” vom Bayerischen Fernsehen. “Ein Reporter – eine Frage – ein Monat Recherche” ist das sehr einfache Konzept der TV- Reihe.

Grenzwissenschaft und Fakes, Fakes, Fakes!

Die unten eingebundene Fernsehsendung vom “BR” geht vor allem einer Falschmeldung aus dem politischen Sektor nach, die mit der Welt des Phantastischen und der Grenzwissenschaft nichts zu tun hat. Doch auch die gemeinnützige Gruppe “Der Goldene Aluhut” um Gründer Giulia Silberberger und Kai Schulze, die sich mit Fakes um Verschwörungen oder eben auch Mystery befassen, kommt in der Reportage zu Wort.

Gleichfalls hat der BR-Reporter mit Absicht eine Fake-Meldung auf Facebook eingestellt, die angeblich die Schädlichkeit von Handystrahlungen belege. Solche bewussten “Fake-Experimente” sehe ich persönlich jedoch überaus skeptisch. Wobei hier dem TV-Sender zugute zu halten ist, dass alle Facebook-User, die den Hoax weiterverbreitet haben, angeschrieben und aufgeklärt wurden. Bewusste Fakes sind schließlich immer etwas anders, als falsche oder verfälschte Meldungen.

VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)

Doch ignoriert man das eigentliche Thema des Fernsehberichtes (angebliche Vergewaltigung einer Frau durch einen Asylbewerber), kann man dies quasi 1 zu 1 auch auf Meldungen der Grenzwissenschaft übertragen.

Nicht zuletzt ich selber verweise in Blog-Postings, Vorträgen YouTube-Videos und auch Büchern wie “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (2009) oder schon 1999 mit Rolands M. Horn in dem Besteller “UFO-Sekten” immer wieder auf Schwindel und Fakes in der Wissenschaftlich. Auch diese verbreiten sich dank Facebook & Co. in Windeseile in den Reihen der Interessierten Mystery-Fans.

Die Mumpitz-Schwemme

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)

Das Internet macht diese Verbreitung kinderleicht. Und die zahllosen Nachrichten von Euch, liebe Mystery-Freundinnen und -Freunde, die ich bekomme und in denen ich nach dieser oder jener Meldung/News aus dem Bereich der Rätsel der Welt gefragt werde, beweisen das. Gleichfalls zeigt der Blick auf die Szene der Internet-Grenzwissenschaft, dass wirklich teilweise jeder Mist als Rätsel etc. gehandelt werden kann – und wird. Das ist weltweit so und auch nicht nur in den sozialen Netzwerken der Fall. Für viele Interessierte ist es dann schnell peinlich zuzugeben, dass man sich beispielsweise für UFOs oder Prä-Astronautik interessiert.

Auch ist es unlängst deutlich geworden, dass Begriffe wie “Verschwörungstheoretiker” oder “Verschwörungstheorie” schon lange im Mainstream ein Pauschalurteil gegen alles geworden ist, was eben nicht diesem Mainstream entspricht.

Es sind Begriffe, die Worte wie “Spinner” oder “Verrückter” in einer feiner klingenden Art und Wiese zur Diskreditierung abgelöst haben.

Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass wieder anderen Menschen und Medien offenkundig überhaupt nichts peinlich ist und sie das Internet mit Fakes und zusammengesetzten Falschmeldungen überschwemmen. Falschmeldungen, die zwar wahre Kerne haben können aber zusammengewürfelt ganz einfach Mumpitz sind und sogar vollkommen andere Aussagen ergeben.

Und genau das zeigt auch sehr schön der Fernsehbericht “Wie gefährlich sind Fakes im Netz?”, wenn man ihn sich mit der “grenzwissenschaftlichen Brille” aufmerksam ansieht:

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Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht in die nächste Runde

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Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Bekanntlich wimmelt es im Internet an skurrilen, verrückten, falschen aber auch beängstigen Behauptungen. Falschaussagen, Spekulationen, Lügen, Unwahrheiten, Halbwissen und Halbwahrheiten, die man heute schlicht Fake News nennt. Schon lange haben Internetriesen wie Google, YouTube und Facebook diesen Fake Infos den Kampf angesagt. Auf diesem Blog wurde das immer wieder thematisiert. Explizit haben sie dabei auch sogenannte  “Verschwörungstheorien” im Visier, die damit natürlich auch Themen aus dem Bereich Grenzwissenschaft betreffen könnten. Jetzt hat die Videoplattform YouTube bekanntgegeben, dass deren Kampf gegen solche Fake News und unliebsamen Verschwörungen in Videos ausgeweitet werden soll. In Zukunft sollen Verschwörungstheorie-Videos und “irreführende Inhalte” den Nutzern erst gar nicht mehr empfohlen werden. Zu ihrem eigenen Wohl, wie es heißt. Was genau YouTube plant, wie das System YouTube funktioniert und was wie auf der Videoplattform zukünftig gefiltert werden soll, erfahrt Ihr detailliert hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Fake News-Netz

Nirgendwo sonst verbreiten sich News und Informationen schneller als über das Internet. Zugleich gibt es keinen “Ort” der Welt, an dem man mehr Neuigkeiten, Informationen, Quellenmaterial und Themen findet, wie im Netz. Doch gleichzeitig ist das Internet auch die größte Verbreitungsmaschine von Fake News und irreführenden bis halb-wahren Informationen und Behauptungen.

Aufgrund dieser Tatsache wird schon lange versucht diesen Fake-Informationen einen Riegel vorzuschieben. Erst kürzlich hat beispielsweise der Messengerdienst “Whatsapp” die Funktion zur Weiterleitung von Nachrichten beschnitten. Statt wie bisher Nachrichten an x-beliebig viele Empfänger weiterzuleiten zu können, sind fortan nur noch maximal fünf Empfänger gleichzeitig möglich. “Whatsapp” möchte dadurch nach eigenem Bekunden die Verbreitung von Fake News beschränken.

Genau das möchte auch Facebook schon länger, wie HIER berichtet (s. a. Videos unten). Und der Dienst “Whatsapp” gehört seit 2014 zur Facebook Inc. – und ist damit Teil des Internetriesen. Bei Facebook wird Meinung gemacht, verbreitet und auch gefälscht. Fake News und irreführende Halbwahrheiten sind damit Teil des Systems.

Wie auch bei YouTube, das zum Giganten Google gehört. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Google und YouTube falschen Nachrichten und Verschwörungstheorien unlängst den Krieg erklärt haben. Mehrfach wurde auf Grenzwissenschaft und Mystery Files über diese Vorhaben berichtet (z. B. HIERHIER).

Während einige innerhalb der Netzgemeinde von redlichen Bemühungen sprechen, rufe andere laut, dass das eine Zensur sei! Die großen Meinungsmacher und Informationsquellen im Internet würden ihre Monopole ausnutzen. Sie erheben sich zu einer Art Bestimmer, die festlegen, was wahr und wichtig und was unwahr und unwichtig für die Nutzer sei. Immerhin sind Milliarden Menschen trotz aller Kritiken an ihnen in Sozialen Netzwerken aktiv. Ein riesiges Potential um Meinung zu machen

Zensur, Meinungslenkung und dummes Zeug

Ganz Unrecht haben die Kritiker mit den Zensur-Vorwürfen nicht! Aber eine richtige Zensur wäre es erst dann, wenn die fraglichen Informationen ganz aus dem Netz entfernt werden würden. Noch ist das nicht der Fall. Mann kann bisher alles online finden, wenn man es denn sucht und wenn es einen interessiert.

Problematisch ist es aber dann, wenn die Netzgemeinde quasi vorgeschrieben bekommt, was sie zu lesen oder sehen hat. Genau das ist aktuell bzw. seit einigen Jahren der Fall. Fake News sollen (und werden) gefiltert, teilweise sogar entfernt (etwa bei Facebook) oder nicht mehr in den Suchergebnissen bei Google angezeigt. Alternativ verschieb Google die in deren Augen unliebsamen Treffer auch ganz einfach  in der Trefferliste weit nach hinten. Eine “elegante Lösung”, da Studien über das Nutzerverhalten zeigen, dass der weitaus größter Teil der Suchmaschinennutzer nur die ersten drei Seiten mit Treffen wirklich beachtet.

Dass wirkliche Fake News, unwahre Meldungen und Lügen-Nachrichten im Netz gibt, ist natürlich unstrittig. Ebenso unumstritten ist auch, dass nur eine aggressive und echte Zensur und Unterdrückung solcher Fake Informationen im Netz diese wirklich eindämmen kann. Ganz beseitigen wird man diese wohl nicht können. Ebenso wenig wie das ganze “dumme Zeuge”, das, salopp ausgedrückt, verbreitet wird.

Von solch einer Zensur sind wir aber weit entfernt. Eher haben wir es mit einer Meinungslenkung zu tun, wenn Google, Facebook & Co. uns vorschreiben wollen, was “den Richtlinien” oder “der Wahrheit” entspricht. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass sicher die meisten Menschen derartige “News” als digitale Plage empfinden. Denn glauben kann man Meldungen im Internet schon lange nicht mehr. Sofern man das jemals konnte.

YouTube is watching you

YouTube als Gigant in Sachen Videos ist wohl die größte Fake-Schleuder des gesamten Internet. Ganz einfach aus dem Grund, dass diese Plattform ohne Anmeldung und Account frei zugänglich ist. Nicht etwa wie Facebook, deren Mitglieder sich vorher anmelden müssen. Ein weitere Grund ist, dass jeder (mit Account) alles als Video dort hochladen kann, was damit auch sehr schnell gefunden wird. Da YouTube zu Google gehört, werden die entsprechenden Videos so auch dort leicht gefunden.

Zudem kann jeder Uploader sein Video mit Stichworten (“Tags” genannt) für eben die Internetsuche versehen. Auch entsprechende Video-Titel und -Beschreibungen liest der Algorithmus aus. Durch die Verzahnung von YouTube mit der Suchmaschine von Google brauch der Nutzer damit nicht mal mehr eine eigene Webseite, um seine Infos zu verbreiten. Internetseiten und Blogs muss ein User erstmals erstellen, programmieren, optimieren und im Raking bei Google gut platzieren können, um Gehört zu finden. Das ist oftmals alles andere als einfach.

YouTube und im Anschluss die Google-Suche liefern das entsprechende Rüstzeug damit frei Haus. Schließlich möchte die Videoplattform, dass der Nutzer bei der Suche Videos nach seinen Interessengebiet findet und sich anschaut. Im Idealfall sind diese mit Werbung versehen (“Monetarisierung” genannt), die der Betrachter im noch idealeren Fall auch anklickt. Und das bringt ganz einfach bares Geld für Google/YouTube.

Ihr schaut YouTube – YouTube schaut auf Euch:

Der Algorithmus bei YouTube schlägt jedem Nutzer automatisch zahlreiche weitere Videos und auch ganze Kanäle vor. Basierend auf dem Videomaterial, dass er sich zuvor angesehen hat, sowie den eingegeben Suchbegriffen. YouTube “merkt” sich das ganz genau, und liefert so personenbezogene Vorschläge (und Werbung). Für die meisten User der Videoplattform hat das zweifellos große Vorteile und bietet guten Mehrwert. Immerhin kann man so weit mehr entdecken, als man vielleicht ursprünglich gesucht hat. Von Musikkünstlern über Tutorials bis Grenzwissenschaft.

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Unliebsame Themen und Videos bei YouTube

Video-Empfehlungen von und bei YouTube funktionieren allerdings etwas komplexer, als nur durch Stichworte, Filmtitel und Beschreibungen. Das System “scannt” auch die Beliebtheit von einzelnen Videos, um sie mittels des Algorithmus zu verarbeiten und ggf. zu empfehlen. Dabei kommt es nicht mal nur auf die Anzahl der Zugriffe der einzelnen Videos an, wie man denken könnte. Vor allem wird auch die Interaktion im Umfeld einzelner Filme ausgelesen. Das heißt, je mehr Daumen hoch oder runter und je mehr Kommentare in der Community, um so wahrscheinlicher ist es, dass YouTube ein Video empfiehlt.

Als Fake- und Unsinn-Maschine hat YouTube aber einen Teil seiner Inhalte unlängst den Kampf angesagt. Automatische Empfehlungen sind eben letztlich automatisch und die inhaltliche Qualität oder sogar Wahrheit bleibt außen vor. Verschiedene Schritte hat YouTube in der Vergangenheit unternommen, um solche unliebsamen Inhalte zu verbannen. Zum Beispiel, dass Video-Macher ihre Filme nicht mehr automatisch mit Werbung der Google-Firma “AdSense” versehen können. So erzielen diese Videos und Kanäle auch keine keine Einnahmen.

Eine andere Methode bei YouTube gegen unliebsame Inhalte ist, dass diese Videos gleich komplett gesperrt werden. “Verstoß gegen die Richtlinien” nennt sich das. Für viele in der Netzgemeinde ist das viel zu oft reine Willkür, weshalb sie eben von Zensur sprechen. Diesen Argwohn kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man sich bei YouTube umsieht:

So finden sich dort beispielsweise offen fremdenfeindliche Videos, Musiktitel oder sogar Propagandafilme aus dem 3. Reich inklusive zugelassener “AdSense”-Werbung – während harmlose Videos auf die Bannliste kommen, wenn nur ein x-beliebiger US-Präsident in einem “unliebsamen Kontext” erwähnt wird. Etwa Osama bin Laden und Barack Obama oder George Bush sowie John F. Kennedy und CIA.

Obwohl man Widerspruch einlegen oder auch eine manuelle Prüfung des Videos verlangen kann, stößt das vielen Usern sauer auf. Und hier ist der Übergang zu Verschwörungstheorien, Fake News, Falschbehauptungen, Lügen und Quatsch fließend!

Das will YouTube ändern

“Verschwörungstheorie” und “Fake News” sind heute Kampfbegriffe gegen alles und jedes, was nicht dem Mainstream entspricht. Fast schon niedlich hat die Trump-Regierung hier einst auch die Bezeichnung “alternative Fakten” eingeführt, wenn es um Meinungen gegen den Mainstream geht. Nur sollten Fakten eben auch Fakten sein, gleichgültig ob alternativ oder alternativlos.

Um die Nutzer vor Desinformationen und Fakes zu schützen will YouTube entsprechende Videos auf die Ersatzbank verbannen. Videos, die Desinformationen, Falschbehauptungen, Verschwörungstheorien und Hoax verbreiten, werden fortan ganz einfach nicht mehr den Usern empfohlen. Damit sieht der YouTuber diese nicht mehr auf der Plattform, wenn er nicht explizit danach sucht. Ein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform muss dabei nicht mal vorliegen. Irreführende Inhalte reichen vollkommen. YouTube entscheidet fortan, was für die Nutzer schädlich ist!

Von der Menge eher unbeachtet veröffentlichte YouTube am 25. Januar 2019 dazu selber eine Erklärung. Und war auf dem offiziellen YouTube-Blog, den es tatsächlich gibt. In dem entsprechenden Beitrag unter der Überschrift “Fortsetzung unserer Arbeit zur Verbesserung der Empfehlungen auf YouTube” heißt es unter anderem:

Wir aktualisieren ständig unser Empfehlungssystem – wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten. (…)

Wir ziehen jetzt Empfehlungen aus einem breiteren Themenspektrum ein – an jedem Tag werden allein auf der Homepage mehr als 200 Millionen Videos empfohlen. Allein im letzten Jahr haben wir Hunderte von Änderungen vorgenommen, um die Qualität der Empfehlungen für Nutzer auf YouTube zu verbessern. Wir werden diese Arbeit in diesem Jahr fortsetzen (…)”

Man  wolle deshalb “Empfehlungen für grenzüberschreitende Inhalte” ebenso reduzieren wie Videos, die “auf schädliche Weise falsch informieren könnten”, schreibt YouTube weiter. Als Beispiel werden hier Videos genannt, die Pseudo-Heilmittel für schwere Erkrankungen versprechen, behaupten, dass die Erde eine Scheibe sei “oder offensichtliche falsche Aussagen über historische Ereignisse wie 9/11 machen”.

Nutzer in Gefahr!

Laut der Mitteilung von YouTube betrifft das nicht mal ein Prozent der dortigen Videos. Man sei sich aber sicher, dass “die Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos der YouTube-Community ein besseres Erlebnis bieten wird”.

Wenn nicht mal ein Prozent aller Videos der Plattform betroffen sind, ist folgende Erklärung von YouTube nicht zu verstehen:

Wir glauben, dass diese Veränderung ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung einer Plattform für freie Meinungsäußerung und der Wahrung unserer Verantwortung gegenüber den Nutzern schafft. Diese Änderung beruht auf einer Kombination aus maschinellem Lernen und realen Menschen. Wir arbeiten mit menschlichen Bewertern und Experten aus allen Teilen der USA zusammen, die helfen, die maschinellen Lernsysteme zu trainieren, um Empfehlungen zu generieren.

Solche Mühen mit realen Video-Prüfern und “Experten” aus Fleisch und Blut, um ein “Gleichgewicht” herzustellen? Bringen diese Videos die Meinung der Nutzer derart durcheinander, dass die übrigen 99 Prozent der damit offensichtlich harmlosen Filme/Videos aus dem Gleichgewicht geraten? 99 Prozent Musik-Videos, Katzen-Filmchen, Tutorials und “Real News” sind durch ein Prozent Fake Infos also in Gefahr. Erstaunlich.

Erstaunlich auch, wer diese Video-Prüfer und Experten sind, die YouTube zum Schutz der Zuschauer und der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” hin kontrollieren sollen:

Diese Bewerter werden anhand öffentlicher Richtlinien geschult und liefern wichtige Informationen zur Qualität eines Videos. Dies ist eine allmähliche Änderung und betrifft zunächst nur die Empfehlungen einer sehr kleinen Reihe von Videos in den Vereinigten Staaten. Mit der Zeit, wenn unsere Systeme genauer werden, werden wir diese Änderung in mehr Ländern einführen.”

Geschult durch “öffentliche Richtlinien” bedeutet nichts anders, als dass diese Menschen dem Mainstream folgen (müssen).

YouTube will nur unser Bestes …

Natürlich werden die Mainstreammeinung-Bewerter von YouTube unliebsame Videos nicht auf ihre wissenschaftliche Kompetenz hin abklopfen. Wie auch, da Videos mit unliebsamen Themen keine Quellenangaben beinhalten. Keine Videos enthalten Fußnoten, anhand derer die Experten diese oder jene Aussage überprüfen könnten. Offensichtliche Falschaussagen mögen leicht zu entlarven sein. Wie aber sieht es mit Grenzwissenschaft aller Art und auch Unart aus?

Welcher Experte prüft solche Videos anhand welcher Qualifikation und Quellenmaterialien? Fordern diese menschlichen Bewerter vom Einsteller des jeweiligen Videos Kopien der genutzten Quellen und Informationen an, um dann im Sinne der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” zu entscheiden? Ist ein Video schon irreführend, wenn es Verschwörungstheorien über UFOs beinhaltet? Was genau ist dann in dem jeweiligen Video “irreführend” und warum? Ist die umstrittene Prä-Astronautik-Serie “Ancient Aliens” aus den USA nicht schon “irreführenden Inhalts”? Oder sind es die Videos HIER, die auf meinem Kanal unter dem deutlichen Titel “Grenzwissenschaft und Mystery Files” erscheinen?

Die Videoplattform will nur das beste für die Zuschauer, wie es in der Erklärung zu lesen ist:

Wie immer können Personen weiterhin auf alle Videos zugreifen, die unseren Community-Richtlinien entsprechen. Diese Videos können, falls relevant, in Empfehlungen für Channel-Abonnenten und in Suchergebnissen angezeigt werden. (…)

Dies ist nur ein weiterer Schritt in einem fortlaufenden Prozess, aber es spiegelt unser Engagement und Verantwortungsbewusstsein wider, um die Empfehlungen auf YouTube zu verbessern.

Folgerichtig kann YouTube es nicht verantworten, dass irreführende Inhalte vorgestellt werden. Nicht mal dann, wenn der Interessierte genau diese sehen möchte. “Falls relevant” würden sie empfohlen. Über relevant oder nicht entscheiden natürlich biologische Experten und digital angepasste Algorithmen.

Was YouTube nicht sagte

Interessant ist allerdings auch, was YouTube in seiner Erklärung nicht geschrieben hat. Es fehlt vollkommen der Hinweis, ob das Netzwerk jene Nutzer über die Verbannung eines Videos informiert, die dieses hochgeladen haben. Erfährt also jemand, der zum Beispiel selber ein Video über die flache Erde produziert und online gestellt hat, dass YouTube dieses zukünftig aus den Empfehlungen entfernt? Ich persönlich glaube nicht.

Unerwähnt blieb auch, wie das Video-Netzwerk zukünftig mit thematisch entsprechenden Playlists verfahren wird. Jeder Nutzer mit einem Account und natürlich aktive Videomacher selber können diese Listen mit Videos erstellen (meine findet Ihr z. B. HIER). Sehr beliebt ist das verständlicherweise bei Musikvideos. Je nach entsprechenden Musikgeschmack kann man diese erstellen und natürlich auch als Ganzes abspielen.

Das kann man aber auch mit Videos “irreführenden Inhaltes” machen. Dabei muss man diese nicht mal selber erstellt, geschnitten und hochgeladen haben. Ich selber besitze unter meinen Paylists eine mit dem Titel “Verschwörungen, UFO-Geheimhaltungen & Vertuschungen” mit augenblicklich 93 Videos von mir selber. Klingt der Name der Liste nicht schon nach “irreführenden Inhalten”? Wird diese Liste und all die anderen ähnlicher Art bei YouTube von einem Prüfer aus Fleisch und Blut jetzt überprüft? Reicht dabei ein einziges unliebsames Video innerhalb der Playlist, um diese vollständig aus den Empfehlungen zu verbannen?

Wird der Ersteller der Liste über die Entscheidung der amerikanischen Bewerter informiert? Denn auch wenn die neuen Methoden erst auf die USA angewandt werden, wird es auch deutsche YouTuber betreffen.

Und die Grenzwissenschaft an sich?

Als intensiver YouTube-Nutzer mit eigenem Channel weiß ich aus teils sehr leidiger Erfahrung, was für einen Quatsch dort zu finden ist. Nicht nur in Sachen Verschwörungen, Esoterik, “Neue Weltbilder” etc. sondern zur Grenzwissenschaft überhaupt. Auch wenn Grenzwissenschaft per se keine Wissenschaft ist (mein Kanal ebenso wenig), strotzen gerade solche Videos von Fake News und Falschaussagen. In den meiste Fällen zum Glück unabsichtlich aufgrund von Unwissenheit und Verdrehungen.

Eine Tatsache, die ich als überzeugter Prä-Astronautiker bekanntlich seit vielen Jahren in der Grenzwissenschaft intensiv kritisiere. Obwohl mich das vielfach unbeliebt macht, da man lieber glaubt statt prüft. Auf diesem Blog sowie meinem Video-Kanal gibt es dazu unzählige Beispiele, Artikel und Beiträge.

Wenn ich oder irgendwer ein Video online stellt, dass behauptet, dass Außerirdische vor der Sintflut auf der Erde waren, Sex mit Menschenfrauen hatten, Kinder zeugten und damals Riesen lebten – was sagen die “anhand öffentlicher Richtlinien geschulten” YouTube-Video-Prüfer dazu?

Schließlich ist unstrittig und damit keine Verschwörung oder irreführend, da diese Behauptungen uralten Schriften und Mythen zu entnehmen sind. Glasklar auch der Bibel. Und diese Aliens waren sogar Teil einer echten Verschwörung gegen ihren Anführer, den man pauschal als “Gott” ansieht. Auch das ist unbestreitbar, da es in den alten Texten steht. Nur der Terminus “Außerirdische” als Wesen aus dem All für jene himmlischen Gestalten, die dies taten, ist hinein gedeutet.

Damit wäre das letztlich doch wieder…irreführend.

Gegen solche “Pseudowissenschaft” wie dieses Beispiel geht Google übrigens bereits seit Jahren vor. Suchergebnisse, die in den Augen von Google Halbwissen enthalten und unwissenschaftlich sind, sollen in der Trefferliste nach hinten verschoben werden. Verschwörungstheorien inklusive, wie am 2. März 2015 in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.  Die Suchmaschine will wissenschaftliche Suchtreffer und die von ihr als “Wahrheit” angesehenen Ergebnisse im Rankig nach oben schieben. Der Suchende muss dann in der Trefferliste mehrere Seiten durchblättern, um diese bei Google zu finden …

Retter des Verstandes

Wo ist die Grenze, was zu den “weniger als ein Prozent der Inhalte auf YouTube”, die fortan der “Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos”, unterliegen werden? Diese Entscheidung wird dem Nutzer jetzt abgenommen. Dank YouTube und der Sorge um den Verstand seiner Konsumenten. Dass Menschen zumindest zum Teil selber denken können, ist dem Video-Giganten offensichtlich nicht genug.

Wie gesehen entscheidet der Algorithmus bisher fast im Alleingang anhand des Nutzerverhaltens, was dem User als Videotipp vorgeschlagen wird. Beispielsweise finden sich im Abspann meiner eigenen Mystery-Videos dort teilweise solche automatischen Videotipps. Dort besteht die Möglichkeit dem Zuschauer automatisch anhand seiner sonst gesuchten und gesehenen Themen Videos vom System automatisiert empfehlen zu lassen. Für Kanal-Betreiber wie mich sehr nützlich, da so das Interesse des Zuschauers erreicht wird.

Was aber schreibt die Plattform in ihrem Blog-Beitrag zu den Änderungen?

“Wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten.”

Irgendwelche prüfenden “Experten” und eine Software entscheiden demnach, was die Menschen wirklich sehen wollen. Nicht der Mensch und Konsument selber. Sie entscheiden auch, was andere Menschen als irreführende Aussagen ansehen könnten. Ähnlich wie man Kleinkindern das TV-Programm vorschreibt oder ihnen erklären muss, dass der gelbe Schnee kein Zitroneneis ist.

Sicherlich wird jeder einzelne YouTube-Nutzer bereits Empfehlungen bekommen haben, über die er nur den Kopf schüttelte. Das ist bei Facebook, der Google-Suche oder auch bei Amazon Prime nicht anders. Was macht ein denkender Benutzer in diesem Fall? Er sieht es sich ganz einfach nicht an. Gleichzeitig wird sicher jeder bereits online einen Vorschlag bekommen haben, der ihn interessiert hat. Einen Tipp zu einem Themen, das dieser vielleicht so gar nicht kannte. Also sieht er sich ihn an.

Zum Glück denkt ja jetzt YouTube für seine Kunden, damit sie nicht versehentlich etwas sehen, das sie gar nicht sehen wollten …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit. Oder, als menschliche Empfehlung, in meiner YouTube-Community

Videos zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 23. Dez. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 28. Nov. 2015 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 29. Jan. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Mondlandung: News zum YouTube-Video über seltsame Foto-Details von “Apollo 11” auf dem Mond (+ Videos)

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Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von Apollo 11 und den seltsamen Fotos der Landefähre Eagle
Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von “Apollo 11” und den seltsamen Fotos der Landefähre (Bild: NASA / Fischinger-Online)

Vor etwa zwei Wochen, am 4. Juli 2018, stellte ich auf meinem YouTube-Kanal mein Video “Apollo 11 und die Mondlandung: Seltsame Fotos der Landefähre Eagle vom Mond” (HIER) online. Darin ging es um sonderbare Details, die man auf NASA-Fotos vom Mond an der Landefähre der ersten Mondlandung erkennt (aber auch auf “Apollo 12”-Fotos). Irgendwas Seltsames schien sich hier in den Fenstern zu spiegeln. Mehr noch: es scheint, als könne man sogar die US-Flagge sehen, bevor sie eigentlich aufgestellt wurde. Wie kann das sein, stimmt hier was nicht? – fragte ich im genannten Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files. Heute stellte dazu ein anderer Mystery-YouTuber eine Art Antwort-Video online, das ich Euch an dieser Stelle auf keinen Fall vorenthalten möchte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Stimmt das was nicht mit “Apollo 11”?

Vor einiger Zeit habe ich mir einige Original-Fotos der NASA der 1. Mondlandung von „Apollo 11“ 1969  zufällig einmal angesehen. Und dabei fiel mir etwas überaus Seltsames auf, dass – wenn es denn so wäre! – überhaupt nicht sein kann.

So schrieb ich am 4. Juli auf diesem Blog in meinem Video-Posting zu den “Apollo 11”-Fotos. Das entsprechende Video von mir habe ich weiter unten nochmals eingebunden.

Mein YouTube-Abonnent Alexander P. schrieb mir dazu in einer E-Mail am heutigen Morgen. Darin hieß es, dass der YouTuber “Quipus Paranormal Scanner” heute um 16 Uhr ein Antwort- bzw. Erklärungs-Video auf seinen Kanal hochladen wird. In diesem Video wolle “Quipu” die von mir aufgezeigten (mutmaßlichen) Unstimmigkeiten auf den “Apollo 11”-Fotos der Mondlandung einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Am Ende findet Ihr das interessante Video von “Quipus Paranormal Scanner” von mir eingefügt.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Fake-Aufdecker “Quipu” bei YouTube

Bis heute morgen kannte ich den Kanal des YouTubers “Quipu” nicht, der sich nach eigenen Worten unter anderem so beschreibt:

Mein Kanal ‘Quipus Paranormal Scanner’ befasst sich mit den auf YouTube auftauchenden, angeblich echten Geistervideos und ähnlichen Filmen wie Dämonen-, Engel-, Monster-, Außerirdischen- und Poltergeist-Videos. Ich werde diese – meist kurzen Clips – auf zwei Ebenen betrachten: Der Logik und der Film- bzw. Fotoanalyse, um die Fakes schonungslos aufzudecken.

In der Tat finden sich auf seinem Mystery-Kanal viele Videos, die für die Themen Grenzwissenschaft, Mystery, Paranormales & Co. wirklich interessant sind. Denn, und ich werde nicht müde, es seit Jahren zu wiederholen, die Fakes in diesem Bereichen fluten schon lange das Netz. Eben auch YouTube.

“Quipu” kennt sich nach eigenen Worten mit Bildbearbeitungen, Fotografie usw. aus. Genau das sei der Grund, warum er mit seinem Channel eben solche “Fakes schonungslos aufzudecken” gedenkt. Angesichts der Fülle solcher Videos im Netz ist dies allerdings eine Aufgabe, für die ein Leben nicht ausreicht.

Hier die Videos

Mein Video vom 4. Juli 2018

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Video-Antwort vom 19. Juli 2018: 'Lars A. Fischinger fragt, Quipu antwortet ...'

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News zum YouTube-Video “Interview mit einem Alien”: Ein Urheber hat sich gemeldet – aber nicht die CIA! Über den Fake und “krimineller Energie”

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Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)
Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)

Dass sich die Welt und Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files schon seit Jahren einer Sintflut an Fakes, Betrug, Irrtümern und Schwindeleien gegenüber sieht, sollte kein Mysterium sein. Vieles entsteht aus Unwissenheit und völlig mangelhafter Recherche, wobei andere Dinge wieder mit Absicht gefälscht werden. So auch ein Video, dass angeblich ein Interview mit einem Außerirdischen zeigt, der im Rahmen des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Regierung 1964 vernommen wurde. Ein eindeutiger Fake, wie ich es für ein entsprechendes YouTube-Video 2016 detailliert recherchierte und darlegte. Jetzt aber gibt es zu diesem Schwindel Neuigkeiten von einem der “Urheber”, denen ich erneut genauer nachgegangen bin. Obwohl sich nicht CIA & Co. meldeten, so zeigte sich doch, mit welcher “kriminellen Energie” die Alien-Video-Hoaxer agiert haben, wie Ihr in diesem Posting erfahren werdet!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bereits am 3. August 2016 diskutierte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Grenzwissenschaft und Mystery Files ein “unheimliches Alien-Videos”.

Darin ging es um ein Filmchen, in dem angeblich ein Außerirdischer von den USA interviewt wird. Ein fremdes Wesen, das sogar aus der Zukunft gekommen sein, wie es in dem entsprechenden Interview heißt.

Die ganze Sache war und ist natürlich “Top Secret” und sei angeblich irgendwie durch dunkle Kanäle in das Internet gelangt. Wie eigentlich alle derartigen “streng geheimen” Videos, die plötzlich im Netz auftauchen. In meinem YouTube-Video, das ich ich für Euch weiter unten erneut eingebunden habe, ging ich im Sommer 2016 diesem rätselhaften Film mit dem Alien-Interview einmal genauer nach.

Angeblich stamme die Aufzeichnung dieses Interviews mit dem dort zu sehenden Außerirdischen von dem US-Geheimdienst CIA. Mehr noch, denn wie behauptet wurde, “stammt das Video-Dokument von 1964 und wurde im Rahmen des bekannten UFO-Forschungsprojektes Blue Book der USA erstellt”.

Da dieses “Alien-Interview” 2016 innerhalb der Mystery-Szene weite Kreise im Netz zog, und ich damals zahlreiche Anfragen dazu von Euch bekam, nahm ich mich des Themas letztlich an.

Der Grund für meine Recherchen war auch, dass in dem Interview UFO-Papiere gezeigt wurden, die angeblich eben von diesem UFO-Forschungsprojekte “Blue Book” stammten. Gleich zu Beginn sollte diese UFO-Akte belegen, dass der danach zu sehende Außerirdische am 9. Juli 1964 im Rahmen von “Blue Book” interviewt bzw. verhört wurde.

Und dieses hoch-offizielle UFO-Projekt der US-Regierung gab es bekanntlich tatsächlich.

UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)

Schon hatten also die Macher des “Alien-Interviews” das Interesse von UFO- und Alien-Interessierten durch dieses kleine Detail geweckt. Der Plan ging auch dadurch auf, da sich der Film international (ohne kritische Analyse) im Internet verbreitete und viele Klicks und Kommentare folgten.

UFO-Faker und Alien-Witzbolde

Wie im unten eingebundenen YouTube-Film von mir deutlich wird, habe ich das “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” detailliert behandelt. Das Ergebnis meiner Vergleiche und Recherchen zeigte klar, dass es ein Fake von Alien-Witzbolden war. Es war kein super geheimes Interview mit einem Außerirdischen, der von der US-Regierung einem dunklen Raum (in Englisch) interviewt wurde.

Weiter ergaben die Recherchen auch, woher dieser Film eigentlich stammt – und das dieser ganz einfach von vorne bis hinten ein Schwindel ist.

Schon als der Film 2016 viral ging, sagten zum Glück fast alle Mystery-Fans, dass es ein Fake sei. Vor allem auch in den Sozialen Netzwerken und hier vor allem bei Facebook. Aber wirklich belegen konnte ausnahmslos niemand in den Kommentaren, dass das Video gefälscht wurde. Aussagen in Sinne von “das sieht man doch sofort” sind grundsätzlich erst mal kein Beweis für einen Fake.

Aber umgekehrt wären es auch kein Beleg für ein echtes Alien-Video, nur weil man “es doch sieht”. Nachdem ich in meinem YouTube-Video diesen kleinen Alien-Film mit dem Interview detailliert durchleuchtet hatte, folgten in der dortigen Community zahlreiche Kommentare. Die allermeisten Feedbacks waren eben im nichtssagenden Sinne von “sieht man doch sofort, dass es ein Fake ist”.

VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)
VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)

Viele Kommentaren lobten dabei auch die Mühe, die ich mir machte, um Genaues zu die Alien-Filmchen herauszufinden. Schließlich kann jeder schnell “Fälschung!” rufen und es als Computeranimation bezeichnen. Auch ich habe es allerdings von vornherein als Hoax angesehen.

Es gab aber noch eine dritte Gruppe von Meinungen. Und zwar jene, die weiterhin glaubten, dass dieses “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” möglicherweise doch echt sein könnte. Nach diesen wäre es also möglich, dass hier ein echtes Wesen zu sehen ist, das nicht von unserer Welt stammte, als es 1964 vor die Kamera gebeten wurde …

Copyright by CIA and Government of the United States?

Grundsätzlich ist es so oder so immer fraglich, wenn auf YouTube oder anderen Stellen im Netz streng geheime Fotos oder Videos auftauchen, die irgendwie von einer Regierung stammen sollen. Seien es nun Top Secret-Filme der NASA oder US-Regierung oder UFO-Dokumente, die angeblich ultra geheim sein sollen.

Warum aber stehen sie dann teilweise über Jahre hinweg online und sind damit für jeden zu sehen?

Das fragen sich nicht nur Kritiker der Grenzwissenschaft, sondern auch viele Pro-Mystery-Fans. Zumal vielfach dieses vorgebliche Top Secret-Material gerade auf YouTube unbehelligt zu finden ist. Diese Video-Plattform gehört zum Imperium von Google – und Google wird nicht umsonst als “Datenkranke” bezeichnet. Auch die USA (CIA, NSA & Co.) hat Zugriff auf das Google-Imperium.

VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)
VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)

Spätestens seit den ganzen Enthüllungen in Sachen Spionage, Abhörsandale, Edward Snowden oder der massenhafte Überwachung des Internet, sollte jedem klar sein, dass echtes brisantes Geheimmaterial niemals dauerhaft über YouTube verbreitet werden kann!

Jetzt habe ich es mir aber im August 2016 erlaubt, dass fragwürdige Alien-Interview in voller Länge in meiner entsprechenden Analyse bei YouTube einzubinden. Mein Video geht exakt 18 Minuten und das Interview mit dem Außerirdischen darin allerdings nur rund 4,5 Minuten.

Seit dem Upload am 3. August 2016 habe ich bis dato 204.765 Aufrufe und weit über 700 Kommentare dazu erhalten – doch die US-Regierung, das CIA oder wer auch immer schwieg. Man ließ mich also weiterhin das “streng geheime Video” innerhalb meines Filmes verbreiten.

Bis jetzt!

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Am 22. Januar bekam ich eine E-Mail von YouTube, dass jemand genau auf einen Teil dieser Sequenz mit dem Alien einen Urheberanspruch erhebt. Doch es war nicht die CIA, die Angst um irgendwelche Geheimnisse aus ihrem UFO-Projekt “Blue Book” hatte, sondern es war u. a. zu lesen:

Hallo Grenzwissenschaft und Mystery Files,

ein Urheberrechtsinhaber hat mit Content ID einen Anspruch auf Inhalte in deinem Video erhoben.

(…)

Videotitel: Interview mit einem ALIEN aus der Zukunft: Gruseliges Top Secret Video von Project Blue Book 1964″

Das ist durchaus kein ungewöhnliches Vorgehen seitens YouTube bzw. von Urhebern und auch vollkommen OK. Allerdings ist der Urheber ein User mit Namen “TuneCore” der im Auftrag von “Zenyth the Architect” handelt. Bei YouTube selber sieht das dann so aus, wenn ich mir im Dashboard meines Channel die Details dazu ansehe:

In deinem Video wurden urheberrechtlich geschützte Inhalte gefunden. Der Anspruchsteller lässt die Verwendung seiner Inhalte in deinem YouTube-Video zu. Es könnten allerdings Werbeanzeigen eingeblendet werden.

Urheber-Details zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Ausschnitt)
Urheber-Details zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” [anklicken zur Großansicht] (Ausschnitt)

Hier wurde also bei diesem Fake-Alien Anspruch auf eine Tonaufnahme mit dem Titel “Offset Spacial Divergence” von einem Auftraggeber namens “Zenyth the Architect” erhoben. Ich kenne dieses Problem auch aus anderen Videos von mir, weshalb ich weiß, dass man den fraglichen Bereich mit dem Ton oder Sound auch automatisch entfernen lassen könnte.

In diesem Fall ist es exakt der Timecode 3:12 bis 4:41 meines Videos, in dem sich der Anfang des vermeintlichen “Alien-Interview” befindet. Der Anspruchssteller, der nun deshalb in meinem Video werben darf, ist auch nicht der Geheimdienst CIA sonder eben “Zenyth the Architect“. Diese Produktion sitzt in Kanada und produziert “Space-Sounds”, wenn man es so nennen möchte. Sie selber sagen zum Teil “Astral Hippie” dazu und haben sogar eine eigene Sound-Cloud mir ihren und anderen Werken.

+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der Desinformant” Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan … etc. Desinformationen verbreite (Bild: Fischinger-Online)

Recherchiert man in der Musik-Cloud von “Zenyth the Architect” findet man schnell auch den fraglichen Teil mit dem Alien-Interview. Also das Gespräch an sich zwischen “Alien” und “US-Agent”. Wobei dieser Sound dort über drei Minuten und zehn Sekunden geht. Nach dem “Interview” folgt eben “Space-Sound”, der von den Video-Hoaxern natürlich herausgeschnitten wurde …

Diskrepanzen und kriminelle Energie!

Vielleicht mag es dem ein oder anderen an diesem Fake bereits aufgefallen sein:

Der Film mit dem Alien geht in meinem YouTube-Video von ca. 3:10 bis 7:45, also rund 4 Minuten und 35 Sekunden. Anspruch erhebt “Zenyth the Architect” aber nur für etwa die ersten eineinhalb Minuten des Gesprächs. Wie kann das sein, wenn doch der “Alien” über 4,5 Minuten sein Interview gibt? Die Antwort zeigt wieder, welche Mühe sich die Video-Fälscher mit ihrem “Interview mit einem Außerirdischen” gegeben haben.

Der fragliche Sound, zu dem Anspruch gestellt wurde, heißt ganz genau genommen “Offset Spacial Divergence (Space Pilot II)” und ist damit offensichtlich ein zweiter Teil. Tatsächlich hat ein anderer Sound-Architekt bereits zuvor einen Teil 1 produziert, der inzwischen ebenso in der fragliche Cloud zu finden ist. Dieser geht rund 4,5 Minuten und gehört erstaunlicherweise nicht “Zenyth the Architect”.

Erstaunlich ist es deshalb, das sich in diesem Teil 1 der Rest des Alien-Interviews findet, den die Video-Fälscher von dort heraus geschnitten haben. Auch wenn es der erste Teil ist, handelt sich dabei um das Ende des Gespräches in dem fraglichen “Alien-Interview” und ist sicherlich auch eher produziert worden. Die Animationsfirma des Interview-Videos hat folglich schon regelrechte kriminelle Energie in diese Produktion gesteckt:

Neben der Erschaffung des Alien-Filmes an sich mussten die Hoaxer eine UFO-Akte von “Blue Book” für die Einleitung des Filmes fälschen. Letzteres kann natürlich jeder Laie.

VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)
VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Nachdem das Video dann aber fertig geschnitten war, brauchten die Macher noch die richtige Tonkulisse für das Gespräch zwischen “US-Agent” und “Außerirdischen”. Dieses Gespräch schnitten sie aus zwei unterschiedlichen Musik-Titeln heraus, die von zwei ebenso unterschiedlichen Sound-Künstlern bzw. Musikern angefertigt wurden. Auch wenn beide die Stimmen von Mensch und Alien auf die selbe Art verzerrten.

Dann nahmen die Interview-Produzenten diese Sequenzen und schnitten sie inkl. “dramatischer Pausen” zu einem in sich stimmigen und flüssigen Interview zusammen und legten es über ihr Alien-Video. Natürlich zeitlich exakt auf ihren Film abgestimmt. Gut möglich ist jedoch auch, dass das Bildmaterial der zuvor zusammengebastelten Tonspur angepasst wurde.

Wie es auch immer genau im Detail geschah, so zeigt dieses Beispiel doch eines überaus deutlich: Video-Fälscher scheinen zu viel Zeit zu haben und stecken offenkundig nicht wenig Energie und Überlegungen in ihre Hoax hinein.

Als begeisterter Mystery-Jäger habe ich dies in diesem Posting zwar auch getan, doch aus anderen Beweggründen. Die detailreichen Ausführen in diesem Post sollen zeigen, was sich hinter so machen Mysterium alles verbergen kann, wenn man es nicht einfach mit einem “man sieht doch, dass es Fake ist” beiseite schiebt.

“Jäger des Phantastischen” sind schon ein sonderbarer Schlag Mensch, wenn man sich auch für nachgewiesene Fakes interessiert. Es ist jedoch Teil der Faszination Mystery, und einer der Gründe, warum ich im kommenden Jahr eigentlich schon 30 Jahre Grenzwissenschaft-Begeisterung feiern kann …

Hier meine Analyse des “Alien-Interview” vom Sommer 2016 bei YouTube:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Fälscher, Blender und Scharlatane: Die Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” – ab März 2018 im Museum für Archäologie Herne

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Fälscher Blender und Scharlatane - Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie im LWL-Museum für Archäologie Herne ab März 2018 (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Eine Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie startet im März im LWL-Museum für Archäologie Herne (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Archäologen und “Zufalls-Finder” entdecken immer wieder zum Teil spektakuläre Funde der Vergangenheit. Dabei zeigte sich immer wieder, dass auch die vergleichsweise junge Wissenschaft der Archäologie nicht vor Irrtümern, Betrügern und Fälschungen gefeilt ist. Die kommende Ausstellung “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie” im Museum für Archäologie in Herne wird ab März 2018 genau solche Fälscher, Blender und Scharlatane präsentieren. Mehr als 200 Exponate zeigen hier spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle aus ganz Europa. Von angeblichen Knochen eines Einhorn bis zu gefälschten Kronen. Auch und vor allem für alle an Grenzwissenschaft und Mysterien der Vergangenheit Interessierte ist die Sonderausstellung sicherlich ein Muss. Alles über “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie”, warum die Ausstellung ein Muss ist und weitere Details dazu findet Ihr hier.


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Fake, Betrug  & Co. und kein Ende in Sicht

Dass zu den Themen, die dieser Blog, meine Buchveröffentlichungen, mein Video-Kanal oder auch meine Facebooks-Seite “Grenzwissenschaft & Mystery Files” behandeln, mehr Fakes als Fakten verbreitet werden, ist leider eine Tatsache. Nirgendwo wird mehr erfunden, betrogen, gefälscht oder auch falsch gedeutet, als in der Welt der Rätsel der Menschheit und der GreWi an allgemein.

Obwohl viele dieser Fakes lediglich durch Unwissenheit oder ungenügende Recherche entstehen und verbreitet werden, gab es sie schon immer. Die Anzahl stieg lediglich durch das Internet in kosmische Höhen an. Ein Klick – und schon ist ein solcher Schwindel oder Irrtum aus der Grenzwissenschaft quasi verbreitet und wird zu einem Selbstläufer innerhalb der Mystery-Interessierten.

Neudeutsch nennt man dies heute “Fake News” und gilt für praktisch alle Bereiche der Gesellschaft. Das Netz ist schon lange die größte Fake-News-Schleuder des Planten.

Erst gestern bekam ich von verschiedenen Seiten ein Bild zu sehen, dass eine umgestürzte Windkraftanlage zeigte. Angeblich sei diese während des Orkan “Friederike” am 18. Januar nur wenige Dörfer neben meiner Heimat umgestürzt. Eine Fake News, da dieses besagte Bild schon einige Jahre im Internet steht und auch nicht aus meiner Region Münsterland stammte …

Früher war alles – schwerer

Völlig verrückte Mystery-News aus den USA (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)
Erstunken und erlogen: Die 311 verrücktesten Meldungen der Fake News-Schleuder “Weekly World News” (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)

“Früher war alles besser”, sagt man immer wieder gerne. Das gilt aber nicht für absichtliche Betrügereien, Schwindel oder Fake News der Grenzwissenschaft. Auch wenn heute immer wieder gerne mehr als zweifelhafte “Artefakte” bzw. Fotos von diesen sich digital wie ein Lauffeuer in der Mystery-Szene verbreiten, musste man sich einst schon mehr Mühe geben, um so was zu verbreiten.

Beispielsweise “UFO-Fotos”: Heute kann sie wunderbar leicht mit einem Smartphone mit einer App produzieren. Oder man nutzt etwas professioneller eine digitale Kamera und ein Grafikprogramm am PC. In Windeseile lässt das Ergebnis dann online verbreiten und damit die Interessierten foppen.

Einstmals war das wesentlich schwerer. Der UFO-Faker musste ein “UFO-Modell” bauen oder besorgen, sich fototechnische Tricks mit seiner analogen Kamera einfallen lassen und dazu noch das Negativ seines “UFO-Fotos” vorweisen können, dass er fotografierte. Sofern es denn irgendwie untersucht werden sollte. Dann musste dieser Hoaxer das Bild und seine Story dazu erst mal auch verbreiten.

Dafür reicht heute das Internet und ein Mausklick. Doch noch Anfang der 1990er Jahre war das ein echtes Problem! Die gefälschten UFO-Fotos mussten irgendwo gedruckt und dann auch von Menschen gesehen werden. Man musste ein Buch oder Artikel dazu schreiben, die dann auch jemand bereit ist zu veröffentlichen. Dann mussten interessierte Menschen bereit sind, für diese Produkte aus Papier Geld zu bezahlen. Besser wäre dabei auch das Fernsehen, welches darüber berichtet …

Auch wenn es sich leicht anhören mag, ist und war es nicht so, wenn man die heutige Online-Welt damit vergleicht.

“Irrtümer & Fälschungen der Archäologie”

VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)

Genau deshalb, da “Irrtümer & Fälschungen der Grenzwissenschaft” immer aktuell sind und bleiben, ist die Sonderausstellung des LWL-Museum für Archäologie in Herne ein spannender Termin!

Auch in der etablierten Archäologie (aber auch anderen Wissenschaften) gab und gibt es Betrug, Irrtum und Fake. Bekanntermaßen berühren sich Archäologie und GreWi fast schon tagtäglich, was vor allem in der Prä-Astronautik bzw. den Ancient Aliens der Fall ist.

Über “Irrtümer der Wissenschaft” oder “Fälschungen der Geschichte” gibt es das ein oder andere Buch auf dem Mark (s. dazu meine Buchtipps unten!). Aber reale Exponate, wissenschaftlich aufbereitet und in einer Ausstellung in einem Museum für Archäologie präsentiert, sind etwas ganz anders.

Spannend ist im Zusammenhang mit den Rätseln der Vergangenheit auch eine fiktive Ausgrabungsfläche, die das Museum für Archäologie in Herne zeigen wird. Hier soll demonstriert werden, die wie Archäologen 2.000 Jahren in der Zukunft unser heutige Zeit anhand ausgegrabener Funde interpretieren würden.

Für die Mysterien der Welt-Thematik ist auch das mit Sicherheit eine spannende Präsentation des Museums!

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Die Presseerklärung vom 18. Januar 2018 des LWL:

Von Einhörnern, Eimern und Kronen

Neue Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” ab März im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Irren ist menschlich – davon bleiben auch angesehene Wissenschaftler nicht verschont. Die Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne korrigiert vom 23. März bis 9. September populäre, aber überholte Thesen zu vergangenen Epochen. Über 200 Exponate decken spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle in ganz Europa auf. Interaktive Medienstationen sollen den kriminalistischen Spürsinn von kleinen wie großen Besuchern wecken.

Stammen fossile Knochen aus dem Harz tatsächlich von einem Einhorn? Grub Heinrich Schliemann in Troia die Spuren der Helden aus, die der berühmte griechische Dichter Homer beschrieb? Und handelt es sich bei einem archäologischen Fund in Xanten wirklich um die Krone eines fränkischen Fürsten?

Die Besucherinnen der Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” erfahren nicht nur, warum ein Irrtum oder eine Fälschung anfangs durchaus überzeugen konnte. Sie lernen die archäologischen Arbeitsmethoden im Hintergrund kennen und stellen fest: Selbst die moderne Forschung ist vor Irrtümern nicht sicher.

VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund ... (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund … (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Dabei wirken Irrtümer und Fälschungen der Herner Sonderausstellung im Rückblick manchmal unfreiwillig komisch: So entpuppt sich der vermeintlich spektakuläre Fund steinzeitlicher Feuersteine in Herten als pfiffige Marketing-Idee eines Wurstfabrikanten. Und die berühmte Tiara (Kopfbedeckung) des Saitaphernes, ein angebliches Meisterwerk antiker Goldschmiedekunst, lieferte den Zeitungen Stoff für zahllose Karikaturen: Die Fachleute im weltbekannten Pariser Museum Louvre glaubten beim Kauf 1896 fest an die Echtheit, bis der Fälscher sein Können live unter Beweis stellte.

Dass solche Irrtümer und Fälschungen heute und auch in Zukunft noch möglich sind, macht die humoristische Inszenierung des US-amerikanischen Autors und Grafikers David Macaulay zum Thema. In Anlehnung an seine Grafic Novel “Motel der Mysterien” entwirft er im LWL-Mueum für Archäologie eine Ausgrabungsfläche der Zukunft: Wie könnten Archäologen in 2.000 Jahren über unsere Zeit urteilen? Welche Spuren hinterlässt das 21. Jahrhundert und wie werden Archäologen diese Spuren 4.000 n. Chr. lesen?

Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock: “In der neuen Sonderausstellung geht es um nichts weniger als den Fortschritt und die Frage, warum Irrtümer und Fälschungen dennoch immer wieder möglich sind. In Zeiten von ‘Fake News’ ist dies hochaktuell.” Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Aktionstagen wird auf das Thema der Sonderausstellung eingehen.

Mehr Informationen unter:

http://www.irrtuemer-ausstellung.de oder http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

Pressekontakt

Frank Tafertshofer
LWL-Pressestelle
Telefon: 0251 591-235

und

Dr. Carolin Steimer
LWL-Archäologie für Westfalen
Telefon: 0251 591-3504

presse@lwl.org


Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Weltuntergang ist ausgeblieben, doch er kommt: Hinter dem “Fake-Mond” versteckt sich das nahende Ende der Menschheit

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Das Ende der Welt ist ausgeblieben - kein Problem: Hinter dem "Fake-Mond" versteckt sich das Ende der Menschheit (Bild: NASA)
Das Ende der Welt ist ausgeblieben – kein Problem: Hinter dem “Fake-Mond” versteckt sich das nahende Ende der Menschheit (Bild: NASA)

Die Weltuntergänge kommen und gehen. Praktisch jeden Tag im Jahr soll das Ende aller Tage sein. Zumindest könnte man das angesichts der überschaubaren Vielzahl von Ankündigungen eines Weltuntergang glauben. Doch man muss kein Experte für Grenzwissenschaft oder vermeintlich “esoterische Mysterien” sein, um zu erkennen, dass alle diese “Prophezeiungen” nichts als Unfug sind. Wenn man aber als Interessierter glaubt, dass man schon jede noch so bizarre Weltuntergang-Ankündigung einmal gehört hat, wird man doch wieder eines Besseren belehrt. So auch in diesem Fall eines nicht gekommenen Ende der Welt durch den viel zitierten Planeten Nibiru. Es verschlägt einem als Jäger des Phantastischen bei diesem Thema doch immer wieder die Sprache. Weshalb das so ist, erfahrt Ihr in diesem Beitrag jenseits des gesunden Menschenverstandes!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn Du denkst …

“Wenn du denkst es geht nicht mehr, warte ab – es kommt noch mehr”, sagt ein Spruch im Volksmund. Eine Volksweisheit, die wie kein zweiter Spruch auch auf all die unendlich vielen Ankündigungen eines kommenden Weltunterganges zutrifft.

Bei wohl keinem anderen Thema, das zum Teil den Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files berührt, wird so viel Schindluder und Unsinn getrieben, wie bei diesem. In diesem Zusammenhang habe ich schon viel gehört und gelesen, so dass ich dachte, es kann nicht noch schlimmer kommen.

Ich wurde jüngst eines Besseren belehrt und man muss wirklich am Verstand einiger Menschen zweifeln.

“Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her”, lautet ein anderer Spruch. In diesem Fall ist es nicht nur ein “Lichtlein”, sondern gleich drei: Die Sonne, der angebliche Plante Nibiru als Zerstörer der Erde und der Mond. Besser gesagt, dass was wir “Normalbürger” als Mond am Himmel ansehen.

n Wahrheit ist dieses leuchtende Objekt am Himmel nämlich ein Fake und Teil einer gewaltigen Verschwörung!

Der Super-Mond und die Apokalypse

Nachts sehen wir dem Mond am Himmel stehen und erst jüngst kam es wieder zu einem sogenannt “Super-Mond”. Das heißt, dass unser Trabant dann näher an unserem Planeten ist und so von der Erde aus betrachtet größer und prachtvoller erscheint. Es gibt Menschen, die sind verständlicherweise vom Mond begeistert. Er fasziniert sie und sie fühlen sich einfach mit unserem Begleiter verbunden.

Für die Alcione-Gesellschaft ist Nibiru das Böse und heißt "Hercólubus" - und bringt natürlich den Weltuntergang! (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Für die Alcione-Gesellschaft ist Nibiru das Böse und heißt “Hercólubus” – und bringt natürlich den Weltuntergang! (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Geht es aber nach dem Verschwörungstheoretiker Matt Rogers, sind sie auf eine gewaltige Verschwörung herein gefallen!

Nach Meinung von Rogers hätte am 18. November 2017 die Welt untergehen müssen. Inzwischen ganz “klassisch” für Apokalyptiker wäre seinen Aussagen nach an diesem Tag der Nibiru alias Planet X zur Erde gekommen. Die Folge wäre der Weltuntergang und das Ende der Menschheit gewesen.

Auf diesem Blog bin ich in den vergangenen Jahren auf derartige Spekulationen vielfach eingegangen.

Matt Rogers hat natürlich auch bemerkt, dass der 18. November spurlos an unserem Planeten und unserer Spezies vorüber ging. Für ihn ist das allerdings kein Grund für eine Entwarnung vor dem Weltuntergang durch den Phantasie-Planeten Nibiru.

Im Gegenteil, denn Rogers warnt auf seinem YouTube-Kanal, dass er noch kommen wird. Wir sehen nur unser eigenes Ende durch diesen Killer-Planeten nicht kommen, da die “Mächtigen” der Welt ihn vor unser verstecken. Das Ende der Menschheit verstecke sich demnach quasi hinter dem Mond.

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Das ist kein Mond …

Rogers ist der Meinung, dass unser Mond ein Fake-Mond ist, erschaffen von jener Elite, die von Nibiru weiß. In Wahrheit, so Rogers weiter, sei das gar nicht der Mond, sondern nichts weiter als ein gigantischer Schwindel.

Er ist überzeugt:

“Ich glaube, das ist nicht der Mond, den wir sehen. Ich bin mir sicher, dass die da oben einen Reflektor benutzen. Das sieht einfach seltsam aus. Es gibt nicht den Hauch von Zweifel: Das ist nicht der Mond – viel zu hell, viel zu weiß.”

Auf seinem Video-Kanal versucht Rogers zu belegen, dass nicht nur dieser Nibiru kommt bzw. fast hier ist, sondern präsentiert auch zahllose “Belege”. Seinen Ideen nach würde die “Welt-Elite” hinter diesem hellen “Fake-Mond” den Nibiru verstecken, um so eine weltweite Panik zu verhindern. Auch die berühmten Chemtrails sollen Teil dieser Vertuschung sein.

Im Herbst 2017 kommt der Planet Nibiru und der Weltuntergang, heißt es. Zusammenfassung der 5 vergessenen “Planet X”-Fakten
Fünf eindeutige Fakten zu Nibiru alias Planet X! (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Chemtrails sind Kondensstreifen von Flugzeugen, die nach nach Matt Rogers Ansicht Stoffe/Chemikalien in unserer Atmosphäre verbreiten, die Nibiru tarnen sollen. Diese Chemtrails sind eine beliebte Verschwörungstheorie, bei der es heißt, dass die Streifen eben keine normalen Abgase von Flugzeugen sind.

Was genau hier angeblich zu Manipulation der Bevölkerung oder des Himmels von den “Mächtigen” versprüht wird, ist auch den Anhängern dieser Idee unklar. Zumindest ist man sich uneins, warum genau das gemacht wird.

Bei Rogers eben zur Vertuschung und Tarnung des Weltuntergangs durch Nibiru, wie er in zahlreichen seiner YouTube-Videos ausführt. Was allerdings auch andere Menschen glauben. Bei ihm kommt aber die Vorstellung hinzu, dass unser Mond nicht das ist, was wir zu wissen glauben.

Der “Mond-Reflektor” wird die Menschen so lange in die Irre führen, bis es zu spät ist. Bis der Weltuntergang über die Erde herein brach und die “Welt-Elite” ihn so auch nicht mehr vertuschen kann und muss.

Man muss sich wirklich manchmal fragen, was einige Menschen so alles glauben (wollen) …!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft?

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Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)
Die Jagd nach den Fake-News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)

Schon vor bald zwei Jahren hat Google als größte Suchmaschine und damit als erste Anlaufstelle bei der News-Suche Falschmeldungen, Fake-News und Pseudowissenschaft den Krieg erklärt. Nun wollen Mainstreammedien, sozialen Netzwerke und Politik gemeinsam den Kampf gegen Fake-News und gefälschte Meldungen aufnehmen. In den USA läuft dazu bei Facebook bereits eine Art “Pilotprojekt” und schon bald könnten wir alle (automatisch) gewarnt werden – wenn wir “zweifelhafte News” weiter verbreiten/teilen wollen. So sinnvoll sich das auch anhören mag: das könnte auch für die Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung ungeahnte Folgen haben, wie es mein neues YouTube-Video hier aufzeigen soll …

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fake-News, Falschmeldungen und unwahre Darstellungen sind (leider!) in der Grenzwissenschaft alltäglich und sehr stark vertreten. Da nun aber Facebook & Co., die politischen Führungen sowie Medien und Presse gemeinsam gegen Fake-News vorgehen wollen, stellt sich die Frage:

Werden diese angedachten Maßnahmen, Falschmeldungen aus Politik & Co. zu kennzeichnen, auch Auswirkungen auf die Mystery-Forschung, Grenzwissenschaft und allgemein “alternative Wissenschaft” haben? Werden auch Meldungen aus diesen Bereichen mit einem “Warnhinweis” markiert werden, dass sie vielleicht Schwindel sind, wenn man sie teilen will? Denn solche Kennzeichnungen könnten in Zukunft anderen Meldungen blühen, die nichts mit Mysterien der Welt zu tun haben.

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Und die Macht der “Meinungsmache” von Facebook oder Twitter ist bei weitem nicht zu unterschätzen! Wird es sich also auf “unsere Themen” auswirken, die ja doch oftmals umstritten sind, um es mal so zu sagen? Und wer genau prüft eigentlich Neuigkeiten und Meldungen, um sie dann ggf. als Fake-News zu brandmarken?

In meinem neuen YouTube-Video erfahrt Ihr, was da auf uns zukommen könnte

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+++Artikel+++ Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt

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Die UFO-Sekte "Ashtar Command": wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die UFO-Sekte “Ashtar Command”: wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Sekten kenne wir alle. Seien es die “Siebenten Tag Adventisten”, “Sonnentempler” oder die “Zeugen Jehovas” und die “Mormonen”. Sie Liste ist schier endlos lang. Aber innerhalb solcher Gruppen es gibt leider auch die Alien- und UFO-Sekten, die sich wie andere solche Vereinigungen auch in viele Unter-Sekten bzw. -Gruppen spalten. Eine dieser UFO-Sekten ist das “Ashtar Command”, die an einen Alien-Gott mit Namen “Ashtar Sheran” und seine UFO-Flotte glauben. In dem Buch “UFO-Sekten” haben mein Coautor Roland M. Horn und ich 1999 umfassend darüber berichtet und aufgeklärt. Doch auch im Internet finden sich heute immer wieder sehr interessante Beiträge über diese Alien-Sekte und ihren Heiland Ashtar Sheran aus dem All. Darum heute ein kurzer Blick auf diese UFO-Gruppe, ein paar Worte zu UFO-Sekten und interessante Links dazu.

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als mein Freund und Mystery-Kollege Roland M. Horn und ich vor fast 20 Jahren an unserem gemeinsamen Sachbuch “UFO-Sekten” schrieben, ahnten wir noch nicht, wie sich das Internet entwickeln wird. Inzwischen kennt es jedes Kind. Im Guten und Interessanten und auch im Schlechten. Und selbstverständlich ist das Netz seit Jahren ein Tummelplatz für Spinner, Propaganda jeder Art und eine digitale Sintflut an Unsinn aus dem dem Bereich der Grenzwissenschaft.

Das gilt selbstverständlich auch für UFO-Sekten bzw. deren Anhänger/Gläubige, da diese in Millisekunden ihren Behauptungen und Lehren um den Erdball senden können.

Wir huldigen einem Alien-Heiland und seiner UFO-Flotte

Der UFO-Sekte um den angeblichen blonden Alien-Schönling Ashtar Sheran haben Roland M. Horn und ich in unserem 1999 erscheinenden Buch “UFO-Sekten” ein umfangreiches eigenes Kapitel gewidmet. Und ich bin sicher, dass der ein oder andere Mystery-Interessierte schon irgendwo auf diese Gruppierung im Netz gestoßen ist.

Darum in diesem ursprünglich vom 28. Mai 2013 stammenden Posting ein paar Warte dazu.

Grundsätzlich sind die Lehren, Weisheiten und der Glaube dieser esoterischen UFO-Gläubigen seit Jahrzehnten unverändert. Noch immer finden sich beispielsweise bei Facebook und auch in YouTube-Videos Gläubige dieser Gruppe (bzw. der “Galaktischen Föderation des Lichts” oder “Lichtarbeiter”), die von diesem Alien Ashtar Sheran und seiner Göttlichkeit fabulieren. Auch auf diesem Blog habe ich immer mal von diesem Alien-Gott und seiner UFO-Flotte berichtet. Aber auch von anderen UFO-Sekten, die quasi in Aliens Erlöser sehen. Auch Ashtar Sheran ist eine Art Heiland, Weltretter oder Erlöser der Menschheit in den Augen seiner Anhängerschaft!

Das war und ist für die Grenzwissenschaft und UFO-Forschung eine echte Bedrohung. Eine Bedrohung deshalb, da solche esoterischen UFO-Gläubigen damals wie heute vielfach die öffentliche Meinung bestimmen. In den 1990gern taten sie es auch mit trauriger Regelmäßigkeit in den Talk Shows am Fernsehen. Davon könnt Ihr Euch in YouTube-Videos meiner Film-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” selber ein Bild machen. Ebenso in einem zusammenfassenden Artikel von meinem Kollegen Roland M. Horn, den ich im Rahmen einer Meldung über das Ashtar Command im Oktober 2012 auch auf diesem Blog stellte.

Ashtar Sheran ist unser Erlöser

UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Selbstverständlich ist das Internet heute “Fluch und Segen zugleich”, wie es nicht nur eine digitale Weisheit sagt. Das Netz ist Recherchequelle Nummer 1 bei jeglicher Art von Themen und gleichzeitig auch Unfug-Quelle Nummer 1. Doch was den Glauben an einen liebevollen Alien mit seiner gewaltigen UFO-Flotte angeht, habe ich einen spannenden Artikel über dieses Ashtar Command gefunden. Mit einer klaren Aussage, die schon von 2013 stammt:

Da kann man auch gleich einer ,Star Trek’-Religion beitreten, wobei diese noch wesentlich mehr Tiefgang hätte und obendrein mehr wissenschaftlich orientiert als esoterisch wäre.”

So schreibt der Autor in seinem sehr gut zusammengefassten Artikel über die UFO-Sekte um den Alien-Heiland Ashtar Sheran etwa:

“Eine der ältesten und bekanntesten UFO-Sekten ist das ,Ashtar Command’, welches auf die in den 1930ern gegründete ,I Am-Bewegung’ des US-Amerikaners Guy Ballard (1878-1939) sowie seiner Frau Edna zurückgeht.

(…)

Im Gegensatz zu anderen Sekten steht kein Guru im Zentrum, sondern der fiktive Santiner Ashtar Sheran, ein menschlich wirkender Alien mit hellblonden Haaren und blauen Augen. Er soll Kommandant einer Raumschiffflotte der Galaktischen Föderation des Lichts sein und die Erde vor bösen Einflüssen schützen.”

Seit ich mich mit der Grenzwissenschaft befasse, verfolge ich sehr aufmerksam die Szene der UFO-Sekten und ihrer “Mönche”. Vom Ashtar Command bis zur Sekte um Astronautengötter mit Namen Rael-Bewegung. Letztere hat allerdings einen Guru aus Fleisch und Blut und war ebenso vielfach Thema dieser Webseite.

Ashtar, lass Hirn vom Himmel fallen!

Göttingen soll einen UFO-Landeplatz bekommen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
“UFO-Mönch” will einen UFO-Landeplatz bauen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Wohl kaum ein anderer Autor der Grenzwissenschaft, der von den Ideen der Götter aus dem All und von anderen Mysterien persönlich überzeugt ist, weiß um die Flut der UFO-Sekten, wie ich. UFO-Sekten damals wie heute. Wobei heute diese Gruppen mehr “im Verborgenen” handeln. Das heißt im Internet und oftmals auch unter Pseudonymen, was im Web aber durchaus normal ist. Dennoch sind sie präsent und meiner Meinung nach oft zu sehr. Und zwar aus dem Grund, da ich aus Erfahrung weiß, dass deren Lehren und Ideen leider in den Köpfen von vielen Menschen “hängen bleiben”. Nur leider sind es genau jene Personen, die nur ganz beiläufig mal was von UFOs und Außerirdischen hören. Und schon haben diese ein vollkommen verzerrtes Bild der Themen, die uns Mystery-Fans interessieren!

Ich weiß durch zahllose Zuschriften von Euch und durch Gespräche mit Mystery-Fans, dass man im privaten Umfeld diese Themen nicht ernst nimmt. Viele von Euch beklagen sich immer wieder, dass außerhalb des Internet oder abseits von Treffen mit Gleichgesinnten Ihr als “Spinner” angesehen werdet. Nur, weil man sich für solche Themen interessiert. Aber von Alien-Spinnerei und UFO-Sekten sollte man sich klar abgrenzen und vor allem auch abgrenzen können. Deshalb ist Hintergrundwissen zu solchen “Alien-Religionen” mit Sicherheit nicht falsch.

Selbst in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” – quasi der Verein um die Ideen von Erich von Däniken – habe ich einst (2001) einen entsprechen Artikel veröffentlicht. In dem Beitrag “UFO-Sekten – eine notwendige Distanzierung” warnte ich ausdrücklich, dass derartige esoterische Ansichten dieser Gruppen nur der Grenzwissenschaft schaden. Das ist bis heute offenkundig unverändert.

Darum verweise ich gerne auf den oben genannten Artikel als Zusammenfassung – hier speziell zum Ashtar Command. Genauer gehe ich in diesem Blog-Artikel auf das Thema UFO-Sekten ein. Ich finde, dass man als Interessierter an Themen wie Aliens & Co. inklusive UFOs auch über solche Gruppen, UFO-Sekten, Vereine, Glaubensvorstellungen etc. informiert sein sollte. Am umfassendsten könnt Ihr dies durch das weiterhin aktuelle Buch “UFO-Sekten” von Roland M. Horn und mir. Da es unlängst ausverkauft ist, findet Ihr es beispielsweise sehr günstig gebraucht bei amazon.de.

Vor genau 20 Jahren: Die Katastrophe der „Sonnentempler“-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen.

ARTIKEL: Die “Sonnentempler” und der Massenmord in der Schweiz vor 20 Jahren (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Auch die Grenzwissenschaft hat Grenzen

In “UFO-Sekten” resümierte ich 1999 in meinem Nachwort unter anderem:

Nun, dieser Band handelte von Menschen und Gruppen und deren Anhänger, die nach meiner Meinung ohne jeden Zweifel Unsinn verbreiten. Es sind Personen, die offensichtlich aus finanziellen Gründen Phantastereien an die Öffentlichkeit tragen, sich so wichtig machen und wahrscheinlich hierdurch eine innere Befriedung erlangen.

Diesen Menschen ist es egal, was sie berichten. Sie erfinden Geschichten, die nicht nachprüfbar sind, und die nur von leichtgläubigen Menschen wirklich als real angesehen werden. Seriöse Forscher und kritische Informationen stören diese eoterisch-verblendeten Irrläufer nicht. Sie lieben es, den Medien ihre Lügengeschichten aufzutischen und freuen sich wahrscheinlich tief in ihrem Innersten, dass es tatsächlich Menschen auf dieser Welt gibt, die einen solchen wirren Mumpitz für bare Münze nehmen.

Die Organisatoren der esoterischen Channel-UFOlogie, die in keinem Fall auch nur annähernd etwas mit der seriösen Erforschung des unbekannten Phänomens zu tun haben, werden sich sicher auch des lieben Geldes wegen entschlossen haben, die Menschheit mit wahnwitzigen Philosophien zu foppen.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Pro7 fragt: “Sind UFOs wirklich nur Hirngespinste?” – “Galileo” zu Besuch bei UFO-Forschern der “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens”. Review der online zu sehenden Sendung

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Screenshot der Galilo-Sendung von Pro7 am 27. Mai 2016 mit den UFO-Forschern André Kramer (rechts) und Hans-Werner Peininger (Mitte) von der "Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens" (Bild: Screenshot Pro7-Video)
Die UFO-Forscher André Kramer (rechts) und Hans-Werner Peininger (Mitte) von der “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens” mit einem Pro7-Reporter (Bild: Screenshot Pro7-Video)

“Sind UFOs wirklich nur Hirngespinste?”, das fragte sich der Sender “Pro7” im Rahmen seiner populärwissenschaftlichen Sendung “Galileo” am 27. Mai 2016. Um diese Frage näher zu beleuchten machte ich ein Reporter der Sendung auf den Weg nach Lüdenscheid um dort mit den beiden UFO-Forschern Hans-Werner Peininger und André Kramer von der “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP e.V.) über das Thema zu sprechen. Heraus kam ein rund 10 Minuten langer TV-Beitrag von “Galileo”, der nun von dem Sender online gestellt wurde. Als Jäger des Phantastischen, dem die sehr oft mangelhafte Qualität von TV-Reportagen zu diesen Themen mehr als bekannt ist, habe ich mit den “Pro7”-Beitrag einmal genau angesehen. Hier mein Mystery-Review.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Format der TV-Reihe “Galileo” auf dem Sender “Pro7” ist auch in der Grenzwissenschaft mehr als bekannt. Bekannt vor allem deshalb, da in dieser abendlichen Sendung rund um populärwissenschaftliche sowie auch rein banale Themen immer mal wieder Aliens, Mystery, UFOs & Co. behandelt werden. Von der “Area 51” über Kornkreise bis zur Prä-Astronautik war in der Reihe schon alles dabei. Selbst ein “Galileo Mystery” gab es einst zur Grenzwissenschaft, in dem es ausschließlich um die Rätsel und Phänomene der Welt ging.

Den allermeisten Mystery-Freundinnen und -Freunde graust es schon seit Jahren, wenn sie nur den Namen der Sendung in diesem Zusammenhang hören. Aber sehen wir uns mal an, was “Galileo” am 27. Mai da über das Thema “UFO-Phänomen” brachte.

“Pro7” auf der Jagd nach UFOs

Auf der Internetseite zu diesem TV-Beitrag lesen wir:

Allein in Deutschland werden jährlich hunderte von unbekannten Flugobjekten gesichtet. In Nordrhein-Westfalen gibt es sogar eine Einrichtung, in der Forscher versuchen, diesen mysteriösen Sichtungen auf den Grund zu gehen.

Natürlich gibt es nicht nur eine “Einrichtung” für UFO-Forschung in Deutschland, wie es der Text sagt. Auch der Moderator in der Ankündigung unterliegt diesem Irrtum. UFO-Fans wissen das – und es spielt auch eigentlich zum Review der Sendung keine wirkliche Rolle. Ebenso wie das albern durch das Bild schwebende UFO und die unvermeidliche Musik von “Akte X” im Hintergrund. Kennen wir, ignorieren wir …

Hunderte UFO-Sichtungen in 40 Jahren über Norddeutschland: Radiointerview mit André Kramer von der „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ e.V. (Bild: GEP e.V.)
Hunderte UFO-Sichtungen in 40 Jahren über Norddeutschland: Radiointerview mit André Kramer von der „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ e.V. (Bild: GEP e.V.)

Die eigentliche Einleitung des Beitrages mit dem Reporter ist meiner Meinung nach wirklich mehr als gut. Warum? Weil er sein Smartphone in der Hand hat und einfach mal guckt, was google so zum Thema UFO für Treffer liefert. Und genau das ist sicherlich heute der allererste Schritt von unzähligen Menschen, wenn sie mehr zum Thema erfahren wollen. Wohin sie das dann schlussendlich führt und was man dadurch für eine Meinung gewinnt, steht auf einem anderen Blatt.

Den “Pro7”-Journalisten jedenfalls führt dies nach Lüdenscheid zur “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP e.V.), wo ihn der UFO-Forscher und Autor die Tür zu deren Büros öffnet. Einer von 50 aktiven UFO-Ermittlern sei dieser, so heißt es im Video. Woher diese Zahl stammt, ist mir nicht klar. Wie mit Sicherheit den meisten Zuschauern der Sendung, die diese, wie ich, mit einem wachen “Mystery-Auge” gesehen haben.

Definiere “aktiviere UFO-Forscher”…könnte man einwenden. Sicherlich stammt diese Zahl von der GEP selber und wurde nicht von “Pro7” errechnet. Interessant finde ich sie aber schon sehr, da es eben eine Frage der Definition ist. Erbsenzählerei für den Laien, sicherlich. Spannend für Jäger des Phantastischen mit Blick für die Details, bestimmt.

Vor Ort bei der “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens”

In den Räumen der GEP stellt sich der UFO-Forscher Kramer den Fragen des Reporters und erläutert die Arbeit eines “UFO-Jägers” Etwa auch, dass die Ermittler der GEP nicht dazu da sind, die eingegangenen Meldungen von UFO-Sichtungen zu widerlegen. “Wir gucken einfach, was könnte die Erklärung sein”, so Kramer.

Vorgestellt wird auch der Fragebogen zu den Details der Sichtung, den UFO-Zeugen ausfüllen (sollten), wenn sie ein UFO melden wollen. Diesen findet man auch online unter diesem GEP-Link. Ebenso wird sachlich erklärt, dass UFO-Zeugen keine “verrückten Leute” sind, die an den Verein ihre Sichtungen herantragen. Vielmehr sei es, so Kramer, ein Querschnitt durch die gesamte Bevölkerung in Deutschland, der UFOs sieht. Eine wichtige Aussage, die aber an dem schlechten öffentlichen Ruf des UFO-Thema und auch dessen überwiegende Negativdarstellung in den Mainstreammedien nichts ändern wird.

Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Video auf YouTube)(Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Bild: L.A. Fischinger)

In einem Nebensatz werden auch UFO-Entführungen nur leicht angeschnitten, da André Kramer hierzu auch die Arbeit “Leben in zwei Welten: Die psychosozialen Folgen außergewöhnlicher Erfahrungen am Beispiel von “UFO-Entführungen” veröffentlicht hat (s. auch hier).

Auch wird bei “Galileo” darauf eingegangen, was denn der Grund für die Sichtung eines UFO sein könnte. Beispielsweise auf Bildern der NASA, die zweifellos innerhalb der UFO-Gemeinde immer schon populär waren. Aber eben auch, dass ein UFO-Zeuge zum Beispiel Weltraumschrott beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre oder nur die Raumstation ISS gesehen hat. Fakten, die der UFO-Interessierte kennt und den Profi in solche Sendungen langweilen – aber unabdingbar mit in derartige TV-Berichte gehören. Ebenso wird das Thema der UFO-Schwindel vorgestellt. Fälschungen wie durch Handy-UFO-Apps oder sogar UFO-Plastik-Modelle, wie anhand eines UFO-Fotos von 1995 erklärt wird. Uneingeschränkt kann man hier den Aussagen von Kramer zustimmen, dass die “klassischen” UFO-Fakes durch Modelle & Co. schon lange durch moderne Digitaltechnik abgelöst worden sind.

Hans-Werner Peiniger in seiner Funktion als Gründer und Chef der GEP e.V. kommt natürlich ebenso zu Wort. Auch Peiniger erklärt die Arbeit eines UFO-Ermittlers und weist darauf hin, dass Zeugen auch mit der gelieferten Erklärung einer Sichtung nicht zufrieden sein können. “Nicht jeder lässt sich gerne sein UFO kaputt machen”, so Peininger. Dennoch bleiben UFO-Fälle, die eben nicht erklärt werden können. Natürlich auch bei der “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens”, wie anhand eines UFO-Falles von zwei Polizisten dargelegt wird.

(Ein erstaunliches) Review-Fazit

Der “Galileo”-Reporter bzw. die Sendung resümiert am Ende des Beitrages, dass UFO-Forscher tatsächlich “keine Spinner” sind und dass diese Art der Mysterien-Jagd durchaus fasziniert sei. Das kann ich, obwohl selber kein UFO-Ermittler und eher mit den Rätseln der Vergangenheit befasst, natürlich nur unterstreichen.

Mein Fazit der 10 Minuten dauernden UFO-Reportage von “Pro7” wundert mich schon irgendwie selber: “Galileo” und die beiden UFO-Forscher des Vereins GEP haben die Thematik überaus sachlich dargestellt und, soweit in der Zeit möglich, erklärt. Erstaunlich ist aber viel mehr, dass der Sender selber auf “Hohn und Spott” beim Schneiden des Beitrages und in den Kommentaren verzichtete. Damit hätten die Redakteure sehr schnell aus sachlichen Ausführen der beiden Ermittler einen vollkommen anders aussehenden Beitrag schaffen können.

Und das ist in den Mainstreammedien überaus selten, wie es die Jahrzehnte der UFO-Forschung zeigen …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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6 Fragen an Lars A. Fischinger – Interview mit dem Jäger des Phantastischen: “Der Weg ist das Ziel und das Ziel die Faszination”

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Interview mit Lars A. Fischinger Oktober 2015
Interview mit Lars A. Fischinger vom Oktober 2015 (Bild: privat / Montage: L. A. Fischinger)

Neues Interview mit mir vom 23. Oktober 2015 von Buecherwurm.org. Dort heißt es einleitend zu den 6 Fragen an mich: “Lars A. Fischinger ist ein bekannter deutscher Sachbuchautor, der über verschiedene Themen aus den Bereichen der Prä-Astronautik sowie über UFOs und diverse Grenzwissenschaften schreibt. Er ist ein Tausendsasa, der als Herausgeber und Mitarbeiter von Fachmagazinen arbeitet, eine Serie über Prä-Astronautik beim japanischen Fernsehen unterstützt hat und der neben seinen Recherchen noch eifrig darüber bloggt und diese sogar im eigenen Youtube-Kanal präsentiert. Heute stellt er sich wagemutig dem schriftlichen Interview unseres Blogs.” Ein thematisch sehr weites und offenes Interview. Von den Anfängen meiner Arbeit als Jäger des Phantastischen, über Fakes und Schwindel in der Grenzwissenschaft oder auch meinen Neidern/Hatern bis zum toten Mystery-Buchmakt und der “Umsonst-Gesellschaft”.

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Interview: Daniela Mattes / Buecherwurm.org

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im Rahmen der Interview-Reihe “6 Fragen an …” der Internetseite Buecherwurm.org, hat die Autorenkollegin Daniela Mattes mich gebeten dort auch “Rede & Antwort” zu stehen.

Wer selber Autor, Blogger, Schriftsteller oder sogar YouTube-Vlogger ist, der weiß, dass die tTage zu kurz und die Zeit zu knapp ist. Dennoch habe ich es zeitlich geschafft die Fragen zu beantworten und inzwischen sind sie online gegangen. Sehe ich das richtig, dann entschuldige ich mich schon mal bei Euch, falls meine Antworten zu umfangreich ausgefallen sind. Und falls sich einige “auf den Schlips getreten fühlen”, wenn es hier und da zu offen beantwortet wurde …

Die vereinzelten Links habe ich eingefügt.

Interview mit Lars A. Fischinger: “Der Weg ist das Ziel und das Ziel die Faszination”

Lieber Lars, bei Dir weiß man gar nicht, wo man mit den Fragen beginnen soll. Du hast deine ersten Bücher schon in jungen Jahren veröffentlicht und eine steile Karriere hingelegt.

Buecherwurm.org - Die Welt der Bücher
Buecherwurm.org – Die Welt der Bücher. Eine Internetseite, die sich lohnt!

Frage 1: Weißt Du noch welches Buch oder Thema bei Dir der Auslöser war, zunächst über diese Themen zu recherchieren und dann aber sogar selbst darüber schreiben zu wollen?

L. A. Fischinger: Oh, ja, das weiß ich noch so gut, als sei es erst gestern gewesen!
Mich faszinierte seit den aller frühesten Kindertagen das Unfassbare, das Universum, die Vergangenheit, Rätsel der Menschheit, Aliens, versunkene Welten und fremde Kulturen und mehr. So kam es eines Tages, dass ich noch als Schüler nach Art des großartigen Vordenkers Jules Verne einen Roman in solcher einer Art begonnen habe zu schreiben – mit Bleistift auf A4-Papier. Ich wollte auch „Bücher des Phantastischen“ schreiben.

"Belgien hat seine UFOs wieder" (Bild: Archiv L. A. Fischinger)
“Belgien hat seine UFOs wieder” (Bild: Archiv L. A. Fischinger)

Doch im Herbst 1989 änderte sich alles schlagartig! Am Fernsehen sah ich zwei damals schon ältere Dokumentationen von und mit Erich von Däniken („Erinnerungen an die Zukunft“ und „Botschaft der Götter“), die mich ungemein in ihren Bann zogen. Ich erinnere mich sogar noch an die Kommentare meiner Eltern damals, als ich die TV-Wiederholungen der Sendungen am gemeinsamen Mittagstisch nicht abstellen, sondern erneut sehen wollte.

Es war mit diesen beiden Dokumentationen damals auf „Pro7“ um mich „geschehen“. Dieser mir bis dato unbekannte Erich von Däniken und dessen Prä-Astronautik-Idee waren schlicht fesselnd. Vor allem deshalb, da in diesen Sendungen offenbar alle meine oben genannten Interessen zusammen vereint waren. So kaufte ich mir das Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ als günstiges Taschenbuch und las mich in die Materie ein. Viele weitere Bücher von Erich von Däniken, Robert Charroux etc. folgten. Vom Taschengeld ebenso wie vom Trödelmarkt oder vom Weihnachtsmann.

Und um 1990 war auch genau jene Zeit der „Belgischen UFO-Welle“, über die auch immer mal in Zeitungen berichtete wurde. So begann ich gleichzeitig auch, mich für das UFO-Thema zu interessieren und entsprechende Berichte zu sammeln. „Belgien hat seine UFOs wieder“ war damals der erste UFO-Zeitungsbericht, der von mir archiviert wurde. So was vergisst man nicht. Auch nicht, dass ich zeitgleich begann, grenzwissenschaftliche Artikelchen für die Schülerzeitung und mein erstes Sachbuch zu schreiben …

Frage 2: Bei der Vielzahl der seltsamen Phänomene und Rätsel, die Dir bisher begegnet sind, wie skeptisch oder wie offen bist Du da bei der Recherche? Bist Du grundsätzlich so eingestellt, dass Du alles für möglich hältst, oder wäre es Dir eher wichtig, für alles eine natürliche Erklärung zu finden oder es sogar als Hoax zu entlarven, wie zum Beispiel die UFOs oder den Yeti?

L. A.Fischinger: Ich halte fast alles für möglich. Nur leider ist es so – gerade und vor allem heute!! – dass enorme Massen, so kann man es schon sagen, von Fälschungen, Falschmeldungen, bewussten Schwindeln und auch falsch verstandene „Mysterien“ kursieren. Immer wieder tauchen diese auf. Aufgrund des Internets eigentlich jeden Tag, da dort jeder alles online stellen kann. Daraus bildete sich unlängst eine Art „Grenzwissenschafts-Mix“. Das heißt, dass Mysterien der Menschheit mit anderen Mysterien vermischt werden und ein neues „Rätsel“ daraus geboren wird.

Auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Obacht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft – denn auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten (Bild: L. A. Fischinger)

Ich unterstelle hier keine bösen Absichten, aber es ist eindeutig so, dass „junge Online-Grenzwissenschaftler“ viele alte Mysterien nicht mehr kennen und dann in völlig anderen Zusammenhängen und gerne mit weiteren Phänomenen vermischen. Erst vor einigen Tagen las ich online von „Flugzeugmodellen aus Kupfer von den alten Ägyptern“. Die gibt es aber nicht. Gemeint waren damit die „Goldflieger“ aus Südamerika. Ein weiteres Beispiel sind Fotos und Videos im Internet, die vollkommen verschiedene Rätsel der Welt in einen einzigen Topf werfen. Ganz besonders bitter ist es, wenn man sogar durch kostenlose Online-Quellen beweisen kann, dass dies oder das nicht echt/wahr ist, aber es ignoriert wird.

Hin und wieder lege ich dar, dass dieses oder jenes Unsinn ist und eben ein Fake oder ein Irrtum. Du fragst nach UFOs und dem Yeti und deren Entlarvung als Hoax. Ich halte diese Themen an sich nicht für Hoaxes, womit ich diese auch nicht als solche „entlarven will“ und auch nicht kann. Was hingegen – sagen wir – einzelne UFO-Filme und Ähnliches angeht, so ist mir meine Zeit fast immer zu schade diese irgendwie zu „entlarven“. Das UFO-Phänomen ist real und deren Untersuchung nicht Aufgabe eines Prä-Astronautikers. Finde ich. Auch wenn ich bei Fällen, die in den Medien in Deutschland oder weltweit besonders „breitgetreten“ werden, dann und wann beispielsweise auf meinem YouTube-Channel doch ein Video dazu mache. Jedoch nur, wenn ich glaube, dass dieser UFO-Fall aufgrund des Medieninteresses meine Zuschauerinnen und Zuschauer interessieren könnte. Oft sehe ich das vorhandene Interesse auch an deren Zuschriften.

Solche „Online-UFOs“, wie eben diese Filmchen im Internet, sind aber ein Thema für sich. Vor allem auch deshalb, da kein sachlicher Untersucher solches Material online von daheim aus 100% analysieren kann. Eigentlich bedarf es hierbei unabdingbar eines persönlichen Kontaktes und auch des Gesprächs mit den Zeugen. Vielleicht sogar eine Recherche vor Ort, wenn der Fall spannend zu sein scheint. Ein YouTube-Film, anonym online gestellt und natürlich in der Qualität komprimiert, ist kaum aussagefähig. Aufgrund dieser Tatsachen zeigt sich auch, dass „UFO-Forscher“ ein zeit- und kostenintensiver (Freizeit-)Job ist.

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO, ARTIKEL & INTERVIEW über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabtuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)

Frage 3: Mit Deinem Buch „Das Wunder von Guadalupe“ hast Du so viel Aufmerksamkeit erregt, dass Du 2007 sogar eine Audienz beim Papst (Papst Benedikt XVI.) bekommen hast. Das ist doch sicher ein ganz besonderer Höhepunkt in Deinem Leben und Schaffen gewesen. Wie ist das damals abgelaufen? Der Papst hat zufällig von Deinem Buch gehört und Dich gleich angerufen oder wie kommt man bis zum Papst und wie war die Audienz?

L.A. Fischinger: Ohne Frage war das eine Ehre. Und eine große Freude als bisher einziger Prä-Astronautiker weltweit (soweit ich weiß!) eine persönliche Audienz beim Papst zu bekommen. Das darf man sich aber nicht als eine Art „privates Treffen“ unter vier Augen im Vatikan vorstellen. Solche Audienzen finden im Rahmen der Generalaudienz im Vatikan statt. Dort bekommt man vom Vatikan quasi als „VIP-Gast“ die Gelegenheit den Heiligen Vater anschließend zu treffen und einige Worte mit ihm zu wechseln.

In meinem Fall war es so, dass ich mein Buch „Das Wunder von Guadalupe“ in den Vatikan schickte und daraufhin eingeladen wurde, dem Papst dieses persönlich zu überreichen. Das Angebot kann (und sollte) niemand ausschlagen und bis heute bin ich froh, dass es geklappt hat. Ich erinnere mich gerne daran.

Interessant bei dieser Audienz war auch Folgendes, was ich bisher gar nicht erzählte: Mich begleitete damals die Mystery-Kollegin und Freundin Sonja Ampssler, mit der ich bei dieser Gelegenheit einige Tage in Rom verschiedene Rätsel der Vergangenheit und Touristenattraktionen erkundete. Sonja war nicht zu diesem Treffen eingeladen und hatte schon gar nicht eine „VIP-Karte“ für eine persönliche Begegnung mit dem Papst. Sie wollte einfach im Vatikan warten. Doch irgendwie wurde sie, als ich den Wachen meine Einladung zeigte, einfach mit vorgelassen. Darauf war sie nicht vorbereitet und wir waren doch mehr als erstaunt …

Frage 4: Du hast schon unheimlich viel erreicht und bist ständig am Ball, hast Du da überhaupt noch Ziele, die das bisher Erreichte noch toppen können? Welche Ziele sind das?

Ancient Aliens und Mystery Files mit Lars A. Fischinger - der Grenzwissenschaft Kanal bei YouTube
“Ancient Aliens & Mystery Files” mit Lars A. Fischinger – der Grenzwissenschaft Kanal bei YouTube – auch diese Arbeit kostet sehr viel Zeit.

L. A. Fischinger: Der Weg ist das Ziel und das Ziel die Faszination. Ich habe zahlreiche Buchideen im Kopf, die ich seit Jahren verwirklichen will. Aber die Zeit habe ich nicht und die Szene des Unfassbaren will heute am liebsten alles kostenlos. Das kennen alle Autoren, nicht nur aus dem Bereich der Grenzwissenschaft.

Ein Buch anzuschaffen kostet aber nun mal Geld und auch die Recherchen für den Autor sind nicht umsonst. Der Markt für Phänomene-Literatur (nicht Esoterik) ist seit Jahren enorm eingebrochen und teilweise schlicht am Boden. Autoren und die großen Verlage können so nicht mehr kostendeckend arbeiten. Leider bestätigt das die Marktforschung der etablierten Verlage immer sehr deutlich. Also sind zwei „Hauptbücher“ im Hinterkopf, währen ich mich vor allem auf die Online-Welt konzentriere. Auch das fordert enorme Zeit. Leider.

Frage 5: Wenn man ständig so präsent ist und mit so vielen Menschen zu tun hat, gibt es sicher nicht nur Freunde und Gönner, sondern auch Neider. Wie stark bist Du davon betroffen und wie gehst Du damit um?

L. A. Fischinger: Die gibt es in der Tat. Und nicht zu wenige, was ich aber auch schon wieder revidieren muss. Ich bekomme täglich einige Hundert Emails, Nachrichten, Kommentare usw. die fast ausnahmslos positiv sind. Die sehr wenigen negativen Meinungen sind zu 99% pure Dummheit, Ignoranz und sogar Unwissenheit.

Beispielsweise bekomme ich bei diesen „Kritiken“ oft zu lesen, dass ich dies und das in einem Video auf meinem YouTube-Kanal gesagt haben soll, was aber nicht wahr ist usw. Da muss ich lachen und weinen, da solche Aussagen häufig nicht stimmen und so zeigen, dass derjenige das Video niemals aufmerksam sah und verstand. Andere regen sich gerne auf, dass ich Unsinn, Lügen, Irrtümer, Schwindel und schlichten Mist als solchen auch mal benenne. Es aber selber nüchtern nachzuprüfen, dafür sind diese „Hater“ oft zu faul. Oder aber, ihnen fehlen die Quellen, die man sich im aller „schlechtesten Fall“ in Form eines Buches aus Papier kaufen müsste. Selbst und vor allem auch Bücher der Grenzwissenschaft könnten das sein. Und das sollte ja eigentlich eine Art Pflicht sein, dass man diese Literatur kennt. Es ist auch jene Gruppe von „Kritikern“, die teilweise unzufrieden sind, dass ich eben für ein Mysterium eine einfache Lösung anbieten kann – nur anhand kostenloser Online-Quellen. Dann ist die Erklärung eben nicht deren Geschmack.

Neues Prä-Astronautik Buch von Lars A. Fischinger: "Rebellion der Astronautenwächter"
Das aktuelle Pro-Prä-Astronautik Buch von Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronautenwächter(Bild: L. A.Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Eine weitere „Skeptiker-Gruppe“ ist hingegen absolut mürrisch, wenn ich persönlich keine abschließende Meinung habe. Ich bin zu 100% überzeugt von UFOs und auch der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren. Aber: wenn man etwas nicht beweisen kann, kann man durchaus die Pros & Kontras nennen. Die Kontra-Seite wird fast immer nicht gerne gehört, muss aber auch beachtet werden. Das ist wichtig.

Eine rein persönliche Meinung in meinen YouTube-Videos würde die ganze Aussage des Videos und die folgenden Kommentare (meistens) „manipulieren“. Bitter ist es nur dann, wenn ich lesen muss, dass ich ein „Desinformant“ sei. Eben weil meine Aussagen dem ein oder anderen wieder stinken. Oder es heißt, ich sei jemand, der pauschal Astronautengötter, Rätsel der Menschheit, Aliens, UFOs etc. pp. ablehnt. Was wiederum beweist, dass man sich nicht mit anderen Blog-Texten, Artikeln, zahlreichen Büchern oder Videos von mir befasste oder überhaupt mit meiner Person als Jäger des Phantastischen und den Hintergründen. Die, ganz nebenbei, kostenlos in meiner umfangreichen Vita online auf meinem BLOG stehen.

Eine weitere Kategorie sind die reinen Spinner und Idioten. Diese reicht von nicht informierten Hardcore-Esoterikern bis total Verrückten. Diese Hardcore-Gläubigen haben dabei das Problem, dass sie selbst Quellen aus der Grenzwissenschaft selber nicht kennen – aber sich eben auf diese beziehen. Etwa auf Erich von Däniken. Oder sie reden ständig von den Aliens „Anunnaki“ und deren Planeten „Nibiru“, kennen aber dabei den Prä-Astronautik-Autoren und Erfindern dieser Ideen Zecharia Sitchin überhaupt nicht. Da diese Themen online eine ganze Welt für sich sind, angereichert mit viel Unsinn, ist das traurig. Ein Kommentar eines Nibiru-Fans war etwa mal, dass es denjenigen nicht interessiert, was ein ihm (oder ihr) unbekannter Sitchin zu Anunnaki und Nibiru geschrieben habe.

"Die Akte 202" von Lars A. Fischinger , 2010 (Bild: Silberschnur Verlag)
“Die Akte 2012”: mehr als umfangreich habe ich z. B. darin das Thema “Nibiru” behandelt (Bild: Silberschnur Verlag)

Weitere Kommentare warfen mir vor, ich würde Sitchin seine Bücher quasi als „Meilensteine“ der Prä-Astronautik anpreisen. Aber nicht weil der der Autor so erfolgreich war, wie es das Web ja auch zeigt, sondern weil ich seine Arbeiten als Wahrheiten oder meinetwegen als Beweise ansehe. Erneut ein Beweis, dass solche Aussagen vom puren Nichtwissen meiner Arbeit und meinen Veröffentlichungen dazu zeugen.

Die Idioten hingegen sind ein Fall für sich. Diese Spinner scheuen nicht vor Morddrohungen gegen mich zurück, wollen gleich mein Heim anzünden, mich verprügeln oder belästigen sogar meine Familie.

Frage 6: Als fleißiger Autor und Blogger bist Du täglich mit neuen Themen konfrontiert, gibt es derzeit eines, aus dem Du ein neues Buch machen wirst, oder stehen andere aktuelle Projekte an, über die Du berichten möchtest?

L. A. Fischinger: Wie erwähnt habe ich einige Bücher vorbereitet. Aber auch einige eBooks, die zum Teil sogar schon praktisch fertig sind, für die mir aber die Zeit fehlt. Auch laufen trotz der knappen Zeit Recherchen „im Hintergrund“ für ein neues Sachbuch, an dem zwei, drei Verlage bereits ihr grundsätzliches Interesse bekundet haben.

Ebenso war ich vor einiger Zeit in München bei einem großen Verlagshaus, um dort mit Lektorat und Verlagsleitung eine ganze Buchreihe mit verschiedenen Autoren der Grenzwissenschaft zu besprechen. Auch von und mit mir. Die Marktprüfung des Verlages in Sachen Mysterien der Welt, Aliens, UFOs usw. machte den Plänen der Verlage und mir später aber einen Strich durch die Buchreihe bzw. das Verlagslabel.

Bücher zur klassischen Esoterik und Spiritualität, die ja immer sehr gefragt sind, lehne ich jedoch ab. „Ein Autor wächst mit seinen Aufgaben – sollte er zumindest“, sage ich immer gerne. Aber ein Autor sollte sich nicht an Themen verkaufen, die nicht die seinen sind oder seinen Überzeugungen entsprechen.

Lars A. Fischinger und Daniela Mattes auf einer Tagung (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger und und die Autorin Daniela Mattes von Buecherwurm.org auf einer Tagung (Bild: L. A. Fischinger)

Obwohl ich jeden Tag mit neuen Themen konfrontiert bin, viele davon auch wirklich überaus spannend klingen, fehlt vielen wirkliches Potenzial. Man muss genau überlegen, wo man in Recherchen investiert und vor allem wofür man seine überaus knappe Zeit „opfert“. Jetzt gerade ganz aktuell begeisterten mich viele kleine Phänomene und Themen. Was hat etwa die Mission „Kepler“ der NASA bei der Suche nach Erden im Kosmos noch zu bieten? Eine Frage, die bestenfalls ganz plötzlich zu einem großen Thema von Welt werden kann. Spannend sind auch die Themen „Affenmenschen“, also Kryptozoologie, oder „Riesen der Vorzeit“. Ebenso ungebrochen die Mythen und Überlieferungen der Vergangenheit – der eigentliche Kern der Prä-Astronautik. Sie sind es, die am meisten Potenzial haben …

Lieber Lars, dann dürfen wir ja auch in Zukunft noch einige neue Bücher von Dir erwarten, die Themen scheinen Dir ja noch lange nicht auszugehen.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Offenheit und weiterhin viel Erfolg!

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Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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