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Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? TV-Beitrag zum Thema Hoax und Schwindel im Netz, der auch für die Grenzwissenschaft gilt

Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)
Wie gefährlich sind Fakes im Internet und Sozialen Netzwerken? (Bild: L. A. Fischinger / History Channel)

Virale Videos, sonderbare Storys oder vielversprechende Gewinnspiele: Wir alle sind schon auf Fakes reingefallen. Und haben sie tausendfach in den Sozialen Netzwerken wie vor allem Facebook geteilt. Doch Fakes und Schwindel-Meldungen werden auch gezielt genutzt, um andere Menschen zu diskreditieren. Der TV Sender “BR” hat im Rahmen der Sendung “Die Frage” nun einen Fernsehbericht online gestellt, in dem einer Fake-Meldung zum Thema Asylanten nachgegangen wurde. Eine Reportage, die fast 1 zu 1 auch und vor allem auf die Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung übernommen werden kann, die in der Sendung auch angeschnitten werden. Ein Video, das sich lohnt!


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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Fakes verbreiten sich im Netz wie sonst nur Katzenvideos”, schreibt der Reporter Michael Bartlewski auf der Internetseite zu “Die Frage” vom Bayerischen Fernsehen. “Ein Reporter – eine Frage – ein Monat Recherche” ist das sehr einfache Konzept der TV- Reihe.

Grenzwissenschaft und Fakes, Fakes, Fakes!

Die unten eingebundene Fernsehsendung vom “BR” geht vor allem einer Falschmeldung aus dem politischen Sektor nach, die mit der Welt des Phantastischen und der Grenzwissenschaft nichts zu tun hat. Doch auch die gemeinnützige Gruppe “Der Goldene Aluhut” um Gründer Giulia Silberberger und Kai Schulze, die sich mit Fakes um Verschwörungen oder eben auch Mystery befassen, kommt in der Reportage zu Wort.

Gleichfalls hat der BR-Reporter mit Absicht eine Fake-Meldung auf Facebook eingestellt, die angeblich die Schädlichkeit von Handystrahlungen belege. Solche bewussten “Fake-Experimente” sehe ich persönlich jedoch überaus skeptisch. Wobei hier dem TV-Sender zugute zu halten ist, dass alle Facebook-User, die den Hoax weiterverbreitet haben, angeschrieben und aufgeklärt wurden. Bewusste Fakes sind schließlich immer etwas anders, als falsche oder verfälschte Meldungen.

VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen der Grenzwissenschaft (und warum ich in Wahrheit ein Alien bin)! (Bild: L. A. Fischinger)

Doch ignoriert man das eigentliche Thema des Fernsehberichtes (angebliche Vergewaltigung einer Frau durch einen Asylbewerber), kann man dies quasi 1 zu 1 auch auf Meldungen der Grenzwissenschaft übertragen.

Nicht zuletzt ich selber verweise in Blog-Postings, Vorträgen YouTube-Videos und auch Büchern wie “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (2009) oder schon 1999 mit Rolands M. Horn in dem Besteller “UFO-Sekten” immer wieder auf Schwindel und Fakes in der Wissenschaftlich. Auch diese verbreiten sich dank Facebook & Co. in Windeseile in den Reihen der Interessierten Mystery-Fans.

Die Mumpitz-Schwemme

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)

Das Internet macht diese Verbreitung kinderleicht. Und die zahllosen Nachrichten von Euch, liebe Mystery-Freundinnen und -Freunde, die ich bekomme und in denen ich nach dieser oder jener Meldung/News aus dem Bereich der Rätsel der Welt gefragt werde, beweisen das. Gleichfalls zeigt der Blick auf die Szene der Internet-Grenzwissenschaft, dass wirklich teilweise jeder Mist als Rätsel etc. gehandelt werden kann – und wird. Das ist weltweit so und auch nicht nur in den sozialen Netzwerken der Fall. Für viele Interessierte ist es dann schnell peinlich zuzugeben, dass man sich beispielsweise für UFOs oder Prä-Astronautik interessiert.

Auch ist es unlängst deutlich geworden, dass Begriffe wie “Verschwörungstheoretiker” oder “Verschwörungstheorie” schon lange im Mainstream ein Pauschalurteil gegen alles geworden ist, was eben nicht diesem Mainstream entspricht.

Es sind Begriffe, die Worte wie “Spinner” oder “Verrückter” in einer feiner klingenden Art und Wiese zur Diskreditierung abgelöst haben.

Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass wieder anderen Menschen und Medien offenkundig überhaupt nichts peinlich ist und sie das Internet mit Fakes und zusammengesetzten Falschmeldungen überschwemmen. Falschmeldungen, die zwar wahre Kerne haben können aber zusammengewürfelt ganz einfach Mumpitz sind und sogar vollkommen andere Aussagen ergeben.

Und genau das zeigt auch sehr schön der Fernsehbericht “Wie gefährlich sind Fakes im Netz?”, wenn man ihn sich mit der “grenzwissenschaftlichen Brille” aufmerksam ansieht:

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“50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”: Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort aktualisiert kostenlos erhältlich

"50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab": Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort kostenlos erhältlich (Bilder Archiv / PixaBay)
“50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”: Kritisches Buch zum UFO-Absturz von Roswell ab sofort kostenlos erhältlich (Bilder Archiv / PixaBay)

Im Sommer 1947 soll nahe dem Ort Roswell in New Mexiko in den USA ein UFO abgestürzt sein. Samt außerirdischen Piloten, woraufhin Militär, Geheimdienste und Regierung der USA diesen unlängst weltberühmten UFO-Absturz von Roswell vertuscht haben sollen. Bis heute ein UFO-Fall, der in der UFO-Forschung und unter Interessierten immer wieder für neue Meldungen und Diskussionen sorgt. Viele vermuten hier bis heute ein große Verschwörung, zu der unzählige Bücher bereits erschienen. Eines davon war 1997 das Buch “50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab” von Uli Thieme. Eine Veröffentlichung, die in einer kleinen Auflage im Eigenverlag publiziert wurde, und damit eher einem kleinen Kreis von Lesern zugänglich war. Jetzt hat Thieme sein Buch überarbeitet und aktualisiert und bietet es jedem kostenlos im Internet an. Eine erweiterte Ausgabe soll in Buchform folgen. Hier erfahrt Ihr alle Einzelheiten über diese wenig bekannte Publikation, den Inhalt und die Hintergründe.


Der UFO-Absturz von Roswell 1947

Dass 1947 in Roswell ein UFO abgestürzt sein soll, ist heute – über 70 Jahre danach – längst auch außerhalb der UFO-Forschung und UFO-Gemeinde bekannt. Grund sind unzählige TV-Dokumentationen sowie entsprechende Sendungen und Berichte zum Thema am Fernsehen. Längst muss niemand mehr die einschlägige UFO-Literatur dazu lesen, um etwas über den Roswell-UFO-Fall zu erfahren.

In wenigen Sätzen lässt sich das sieben Jahrzehnte zurückliegende Thema nicht zusammenfassen. Es erschienen dazu im Laufe der Jahre zu viele Neuigkeiten, Enthüllungen, Vermutungen, Verschwörungstheorien, Falten und Aussagen in zahllosen Veröffentlichungen. Vereinfacht gesagt soll sich im Sommer 1947 in der Wüste von New Mexiko folgendes zugetragen haben:

Ein Farmer fand auf seinem Land seltsame Trümmerstücke von einem Absturz. Nachdem er dies meldetet gab das Militär in einer Pressemitteilung bekannt, dass man die Reste eines abgestürzten UFOs geboren haben. Eine Meldung, die im Radio und in Zeitungen verbreitet wurde, bevor die US-Army sie zurückziehen konnte. Später wurde erklärt, dass alles ein voreiliger Irrtum war, und in Wahrheit die abgestürzten Teile bei Roswell von einem Wetterballon stammten.

Während die Geschichte vom UFO-Absturz von Roswell in den folgenden Jahrzehnten ihren Lauf nahm, kamen immer neue Details hinzu. Vor allem durch immer mehr Augenzeugen und Aussagen von direkt oder indirekt beteiligten Personen. Zahlreiche Bücher erschienen, und vor allen in den 1990ger Jahren wurde das Thema intensiver als jemals zuvor diskutiert und publiziert. Ein Boom-Jahrzehnt rund um UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und entsprechender Literatur.

Aufgrund des öffentliches Drucks mit der Forderung nach Aufklärung und einem Ende der Geheimhaltung veröffentlichte 1994 die US-Air Force einen ersten Untersuchungsbericht zum Roswell-Fall. Dieser erschien aktualisiert 1995 unter dem Titel “The Roswell Report”, dem 1997 der Bericht “The Roswell Report – Case Closed” folgte. Damit war für die US-Regierung das Thema abgeschlossen: 1947 sei das Geheimprojekt MOGUL nahe Roswell abgestützt.

Eine Technik mit einem Ballon, mit der Atomtests der UdSSR in der Atmosphäre aufgespürt werden sollten.

Mythos Roswell und das UFO

Bis heute ist die offizielle Aussage der USA, dass hier kein UFO sondern nur ein geheimes Militärprojekt abstürzte, in UFO-Kreisen umstritten. Oder sie wird komplett als Desinformation abgelehnt. Das Thema bleibt weiterhin durchaus aktuell. Zumal im Laufe der Jahre immer wieder das ein oder andere rund um die Fall neu oder angeblich neu entdeckt wurde. Man denke hier an die “Roswell-Dias”, wie im Video HIER und den Beiträgen HIER und HIER diskutiert. Oder auch an den legendären Santilli-Film mit der “Autopsie eines Roswell-Aliens”, wie im Video HIER erst im Juli 2019 berichtet.

Nach Ansicht vieler Kritiker vor allem deshalb, da man diesen Mythos absichtlich am Leben halten will. Aus verschiedenen Gründen, wie sie meinen, wobei meist angeführt wird, dass man damit angeblich viel Geld verdienen kann. Eben durch den Verkauf von Büchern …

Im boomenden “UFO-Jahrzehnt” der 1990ger Jahre rissen sich Verlage um Bücher, die irgendwie mit UFO, Prä-Astronautik, Mysterien und Aliens zu tun haben. Die Leserschaft und das allgemeine Interesse war groß, worauf ich immer wieder verweise. Selbst die großen etablierten Verlage bzw. die sogenannten Publikumsverlage veröffentlichten ein entsprechendes Buch nach dem anderen. Oft und vor allem von neuen und unbekannten Autoren und teilweise mit den absurdesten Spekulationen, Behauptungen und Thesen.

Ein Boom wie damals ist heute in solchen Verlagshäusern undenkbar.

Worum sich Verlage und Leser vor zwei, drei Jahrzehnten aber überhaupt nicht rissen, waren kritische Veröffentlichungen zu solchen Themen. Solche Bücher oder Buchkonzepte blieben unveröffentlicht in den Schubladen der Autoren liegen und verstaubten. Und das betraf wohl auch den Autor Uli Thieme mit seinem sehr kritischen Roswell-Buch “50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab”, worauf er es 1997 in Eigenherstellung drucken ließ. Moderne Verfahren, mit denen jeder ein Buch online drucken oder als eBook veröffentlichen kann, gab es damals so gut wie nicht.

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Kritiker des Kritikers Thieme sahen in dem Umstand, dass kein “seriöser Verlag” sein Buch veröffentlichte einen Beleg, dass der Inhalt damit wohl “nichts taugt”. Skeptische Bücher waren jedoch zu dieser Zeit für die Verlage ein zu hohes finanzielles Risiko.

Roswell-UFO: längst geklärt?

Der Autor Thieme hat seiner einstigen Arbeit nun einem Update unterzogen, wie die “Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP) meldet. Die seit 1972 bestehende UFO-Forschungsorganisation schreibt dazu auf ihrer Webseite:

Im August 1997 veröffentlichte Uli Thieme zum 50. Jubiläum des sogenannten Roswell-Zwischenfalls im Sommer 1947 eine umfangreiche Dokumentation unter dem Titel ’50 Jahre Roswell – Ein UFO-Mythos stürzt ab’. Nachdem die im Selbstverlag herausgegebene Auflage zuletzt 1999 gedruckt wurde, hat der Autor nun, 20 Jahre später, endlich eine erweiterte Ausgabe zur Veröffentlichung im Internet freigegeben.

(…) Dem Autor war es ein besonderes Anliegen sein Dokumentation nunmehr der breiten Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen.

Thieme habe deshalb eine “überarbeitete Fassung unter dem neuen Titel ‘Roswell, Sommer 1947 – Ein UFO-Mythos stürzt ab'” verfasst, die bei der GEP HIER als PDF kostenfrei heruntergeladen werden kann. “Eine gedruckte und erweiterte Fassung” des Buches wird, so die GEP weiter, in Kürze “als GEP-Sonderheft mit zusätzlichem Material” erscheinen.

Das Fazit nach den Untersuchungen und Recherchen von Uli Thieme hat sich dabei seit 1997 im Prinzip nicht geändert. Thieme schreibt in der jetzt veröffentlichten Version unter anderem:

Ein damals geheimer MOGUL-Ballonzug stürzt in der Einöde von New Mexico ab. Ein Rancher, der von Bekannten dazu animiert wird, daß er vielleicht eine „Fliegende Scheibe“ gefunden hätte, meldet den Fund dem Sheriff von Roswell. Noch bevor klar ist, um welche Trümmer es sich handelt, ruft ein übereifriger Pressesprecher voreilig die Medien an und meldet eine Sensation, die aber keine ist.

Wer trotzdem weiterhin daran glauben will, daß im Sommer 1947 zwischen Corona und Roswell ein außerirdisches Raumschiff samt Aliens abgestürzt ist, der kann dies natürlich gerne tun! Er sollte sich aber dessen bewußt sein, daß dieser Glaube mit der Realität nichts zu tun hat.

Auch der Autor fand es schade, daß seine Begeisterung für den Roswell-Zwischenfall Schritt für Schritt verloren ging, je mehr er die Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfte.

Ob das Thema des UFOs von Roswell damit zu den UFO-Akten gelegt wird, ist mehr als fraglich.  Denn schon damals – 1997 – wurde auch die kritische Veröffentlichung von Thieme in UFO-Kreisen wiederum selber kritisiert.

Inhaltsverzeichnis des Buches

Vorwort
Anmerkung

Der Anfang

  • Wie alles begann
  • Wann wurden die Trümmerteile gefunden?
  • Wer hat die Trümmerteile gefunden?
  • Wann meldete Mack Brazel den “Untertassen-Fund”?
  • Hat Mack Brazel die Trümmer mitgebracht ?
  • Die Presseerklärung der Militärs

Der Absturz

  • Gab es ein “Mysteriöses Objekt” am Himmel?
  • Gab es noch andere Absturzstellen?
  • Gab es außerirdische Leichen?
  • Das Trümmerfeld

Die Trümmer

Projekt MOGUL

  • Was war Projekt MOGUL?
  • Was hat MOGUL mit Roswell zu tun?
  • Vergleich der Roswell-Trümmer mit MOGUL
  • UFO oder Müll ?

Gerüchte

  • Geheimer Hangar?
  • Die Archäologen
  • Gab es ein Cover Up?
  • Repressalien oder Schwur ?Hausdurchsuchungen ?

Dokumente von 1947
Firsthand Zeugen
Firsthand Zeugen Projekt MOGUL
Scharlatane
Secondhand Zeugen

Update

  • Der Santilli-Alien-Hoax
  • Santilli-Alien: Absturzort Box Canyon ist ein Flop
  • Stammt die Stealth Technik vom Roswell UFO?

Schlußwort
Alien Invasion in und um Roswell
Literaturverzeichnis
Kontaktadressen

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini +++ Artikel +++

ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Überall auf der Welt suchen Menschen das versunkene Atlantis. Dabei reichen die Thesen zur Lokalisierung der mutmaßlichen Ur-Kultur von Südamerika über das Mittelmeer bis zum Himalaja und sogar in den Weltraum. Vor 50 Jahren kam eine weitere Überlegung zu Atlantis hinzu, als in der Karibik bei den Bahamas (Bimini) mutmaßlich künstliche Strukturen im Meer gefunden wurden, die von Atlantis oder einer Kolonie der Atlanter stammen sollen. Eine Entdeckung, die Jahre zuvor “prophezeit” wurde und der weitere Funde folgten. Für die Mehrheit der Geologen sind diese Gebilde auf dem Meeresboden natürlichen Ursprungs. Andere sehen hier Hinterlassenschaften von Menschenhand, deren Ursprung einige hundert bis Jahrtausende zurück liegen soll. Ein umstrittenes Thema, in dem sich Phantasie und Realität nur allzu oft zu mischen scheinen, wie Ihr es in diesem Artikel lesen könnt.


Atlantis in der Karibik

Rund um die Erde finden Archäologen, Abenteuer oder einfach ganz gewöhnliche Leute immer wieder Spuren aus längst vergessenen Tagen der Menschheit. Hinterlassenschaften unserer im Dunkeln der Vergangenheit verschwundenen Vorfahren. Es ist fast keine Region der Erde bekannt, in der nicht Hinweise auf die Entwicklung der Zivilisation zu finden sind. Und nicht wenige dieser Spuren auf frühe Gesellschaften und sogar Zivilisationen finden sich auch in den Gewässern der Weltmeere.

Ein Ort der Erde mit möglichen Spuren einer versunkenen Kultur ist bei all den interessanten Beispielen fast schon in Vergessenheit geraten: die heutigen Bahamas bzw. Bimini, das knapp über 80 Kilometer südöstlich von Miami im Atlantik liegt.

In der Grenzwissenschaft ist die Meeresregion um Bimini ein fester Begriff. Vor allem Autoren und Mystery-Jäger, die sich mit dem Thema Atlantis beschäftigen, kennen die Entdeckungen von Bimini praktisch auswendig. Aber auch jene Menschen, die vom so genannten Bermuda-Dreieck fasziniert sind, ist Bimini ein Begriff. Vor allem seit Charles Berlitz, Autor der Bestseller „Das Bermuda-Dreieck“ (1974) und „Spurlos“ (1977) , in seinen Büchern die Rätsel um die Bahamas weltweit bekannt machte.

Allein sein Weltbestseller „Das Bermuda-Dreieck“ verkaufte sich fast 15 Millionen mal in mehr als 20 Sprachen und führte auch in Deutschland die Bestsellerlisten an. Und obwohl es still um das „Bimin-Rätsel“ geworden ist, lohnt sich eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema. Was war also geschehen?

Atlantis: “Prophezeit” und gefunden?

Seit Jahrzehnten kursieren Gerüchte, das in den seichten Gewässern um die Bahamas in der Karibik künstliche Strukturen wie Tempel, Grundmauern von Gebäuden und Straßen verborgen liegen. Selbst Pyramiden sollen dort im Meer verborgen liegen, wie zum Beispiel HIER und HIER oder auch HIER berichtet. Sind all das Spuren einer versunkenen Kultur oder sogar Ur-Kultur?

Im Jahre 1968 nahmen diese Gerüchte erstmals konkrete Gestalt an. Jacques Mayol und andere entdeckten damals vor im Gebiet der Bahamas eine rechteckige Struktur auf dem Meeresgrund. Offensichtlich schien die Struktur von Menschen geschaffen worden zu sein, und so sorgte diese Entdeckung für Furore. Vor allem deshalb, da sie angeblich von einem “Seher” vorhergesagt worden sein soll.

In den USA lebte der Seher Edgar Cayce, der bis zu seinem Tode 1945 eine Vielzahl von „Prophezeiungen“ in einer Art Trance diktierte. Inhaltlich beziehen sich seine unzähligen Informationen vor allem auf das Thema Atlantis, Reinkarnation und Astrologie. In einer seiner so genannten „Readings“ in Trance am 2. Dezember 1933 sprach er davon, dass man Reste des sagenhaften Inselreichs Atlantis nahe Bimini im Meer finden wird. Sieben Jahre später wurde er konkreter, und gab an, dass 1968 oder 1969 die ersten Teile von Atlantis genau dort wieder entdeckt werden.

Und genau 1968 tauchten der mutmaßliche Tempel bzw. die Strukturen auf dem Meeresboden auf. Ein Zufall? Oder eine in Erfüllung gegangene Prophezeiung des  sogenannten „schlafenden Propheten“ Cayce?

Man muss hier aber kritisch bleiben. Denn wer waren die Entdecker eigentlich? Es waren zwei Piloten/Mitglieder der „Association for Research an Enlightenment Inc.“ (ARE). Die ARE wurde 1947 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Virginia Beach, USA –  und ist die Oberorganisation der „Edgar Cayce Zentren“, die sich in 25 Ländern der Erde finden. Damit steht diese Organisation dem „schlafenden Propheten“ Cayce natürlich sehr nahe. So mag man geneigt sein zu vermuten, dass genau deshalb die Entdeckung auf das vorhergesagte Jahr 1968 fiel. Also quasi um die Prophezeiung zu erfüllen.

Tauchausflüge zur “Bimini Straße”

Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass die Gewässer reich an interessanten Funden sind.

Manson Valentine war einer der Forscher der ersten Stunden. Der Meeresbiologe und Cayce-Anhänger entdeckte auf der großen Bahama-Bank eine Vielzahl von Plätzen auf dem Meeresgrund, an denen er (seiner Meinung nach) künstliche Konstruktionen identifizierte. Dreiecke, Rechtecke mit 100 Metern Kantenlänge, gerade Mauern und Gebilde und natürlich die berühmte „Straße von Bimini“ mit ihren rechteckigen großen Gesteinsblöcken.

Letztere wurde jedoch schon im Jahre 1957/59 durch den Unterwasserforscher Dimitri Rebikoff entdeckt. Er wurde von einheimischen Fischern auf die heute als „Bimini Straße“ bekannte Struktur aufmerksam gemacht, die sich in nur wenigen Metern Meerestiefe befindet. Erstaunlicherweise hat diese „Straße“ dabei bis heute eine Länge von rund 800 Metern.

Doch der Anfang war gemacht und die Neugier der Forscher und Taucher auf Bimini war geweckt.

So ist es nicht verwunderlich, dass in den Folgejahren die Entdeckungen vermeintlich menschlicher Spuren im Meer der Bahama-Bänke anstiegen. Auch Steinsäulen von 15 Metern Höhe, in dessen Umgebung seltsame „Zahnräder“ zutage gefördert wurden, machten die Runde. Das Hauptinteresse der zahlreichen Tauchexpeditionen galt jedoch bis auf den heutigen Tag den „Strassenpflastern“ im Schlick der Karibik.

Die in zwei Reihen angeordneten Wege bestehen aus Steinblöcken, die drei bis sogar sechs Meter Kantenlänge haben. Sie zeigen sich eben, glatt und sorgfältig wie von Menschenhand verlegt. Sie vermitteln jedem Taucher den deutlichen Eindruck, dass hier einstmals eine unbekannte und versunkene Kultur am Werk war. Denn heute ist die „Straße“ längst zu einem beliebten Ausflugsziel für Hobbytaucher geworden.

Nichts als versteinerter Strand?

Kritiker wenden bis heute ein, diese angeblichen Straßen seien nichts weiter als versteinerte Küstenlinien. Sie verweisen auf die Tatsache, dass an den heutigen Stränden der Inseln auf den Bahama-Bänken noch heute solche Formationen zu finden sind. Sie bestehen aus gepresstem und versteinertem Strandsand. Das ist Fakt, doch die am Strand trockenen Fußes zu sehenden Anordnungen sind wesentlich kleiner. Sie bestehen aus Blöcken, die um die einen Meter Kantenlänge haben. Verglichen mit jenen „Straßen“ auf dem Grund der See sind sie somit mehr als klein.

Doch unumstößliche Beweise, dass die „Bimini Straße“ von Menschen geschaffen wurde, fehlen weiterhin.

Die ersten Tauchexpeditionen, wie etwa jene durch Cayce-Anhänger Valentine zusammen mit dem legendären Apnoe-Taucher Jacques Mayol und Robert Angove, fanden aber auch „handliche“ Blöcke der „Bimini Road“. Doch auch wenn die Straßen natürlichen Ursprungs sind, geben andere Entdeckungen bis heute durchaus Rätsel auf. Beispielsweise kreisrunde Anordnungen von Steinen, die vor Andros im Meer liegen und gerne mit den steinzeitlichen Anlagen in England und Frankreich verglichen werden. Sollten auch sie natürlich entstanden sein?

Ganz besonders spannend wird es, wenn es um dort versunkene Pyramiden geht, die sogar mittels Sonar vermessen worden sein sollen. Darüber wurde aber bereits an anderen Stellen umfangreich berichtet.

Pyramiden im Meer?

Die erste Meldung von versunkenen Pyramiden ging im Jahr 1970 durch die Presse. Ein Ray Brown berichtete damals, dass er vor den Berry-Inseln eine Pyramide entdeckt habe, dessen Spitze nur 12 Meter unter dem Wasserspiegel liegt. Auch berichtete Brown von Ruinen, die von einem Sturm freigelegt wurden.

Sieben Jahre später nahmen die vermuteten Pyramiden im Meer Gestalt an (s. a. HIER). Auslöser war 1977 eine Fischfangexpedition eines Don Henry in den Gewässern der Cay Sal Bank, die exakt südlich der Florida Keys liegt. Also nahe der Bahamas.

Während die Expedition Echlotmessungen durchführte, zeichnete das Gerät in 200 Metern Tiefe eine klar erkennbare Pyramide auf. Das seltsame Objekt hat eine Höhe von rund 140 Metern und eine Kantenlänge von 150 Metern. Damit ist sie ohne weiteres mit der großen Pyramide von Gizeh zu vergleichen, die etwa 147 Meter hoch war und rund 120 Meter Kantenlänge besitzt. Mehrfach wurde die Stelle überfahren und immer zeigte das Sonar eindeutig eine sehr regelmäßige Erhebung in Form einer Pyramide auf dem Grund.

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Sollte es eine Laune der Natur sein, die zufällig auf dem sonst so ebenen Meeresboden liegt? Vielleicht ein Vulkankegel? Oder ist diese Entdeckung, die vor allem durch Charles Berlitz bekannt wurde, nur das, was wir heute Fake-News nennen? Man muss sich nämlich auch fragen, warum diese angebliche Pyramide nie wieder entdeckt und vor allem dokumentiert wurde. Zumal sie so dicht unter dem Meeresspiegel liegen soll.

Bimini verbirgt durchaus eine Flut an seltsamen Spuren. Einige Atlantis-Autoren sehen in all diese Entdeckungen Hinweise oder sogar Beweis für eine frühe Zivilisation. Vielleicht war Bimini vor 12.000 Jahren eine Art Kolonie der Kultur von Atlantis so argumentieren sie. Bekanntlich lagen bis zum Ende der Eiszeit nachweislich große Teile der Bahama-Bänke und der Umgebung trocken. Erst nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel und überflutete die heute Rätsel aufgebenden Strukturen. Um wie viel Meter sich der Meeresspiegel hob, ist aber unsicher. Meist spricht man von rund 100 bis 120 Metern.

Eine versunkene Kultur?

All das klärt nicht die Frage, ob es sich um künstliche Gebilde von Menschenhand handelt. Bis heute ist – erstaunlich genug! – für viele diese Frage nicht geklärt. Obwohl es seit 1971 zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch Taucher, Meeresbiologen, Archäologen und Geologen gab, die sich vor allem der „Straße von Bimini“ angenommen hatten. So wurde schon sehr früh von diesen Expeditionen erklärt, dass diese Struktur natürliche Gesteinsformationen sind. Eben versteinerter Strand, den man in der Geologie „Beachrock“, also „Strandstein“, nennt.

Unwidersprochen blieben diese natürlichen Erklärungen natürlich nicht. Verschiedene Autoren und Forscher bezweifelten, dass hier keine Menschen am Werk gewesen sind. Die „Straße“ oder der „Wall“ könnten vielleicht sogar die Reste eines Hafens sein, wie sie schon Rebikoff vor nunmehr 50 Jahren interpretierte.

Bei den zahlreichen Autoren, die sich schon früh mit den Rätseln der Karibik beschäftigt haben, ist vor allem auch Dr. David Zink zu nennen. Zink, der 1976 von der „International Explorer Society“ den Titel „Explorer of the Year“ bekam, legte dazu 1978 ein interessantes Buch vor. Darin berichtet er von seinen eigenen Forschungsexpeditionen in die karibische See und zu den Bimini-Funden, die er nicht als natürlich ansieht. Er ist der Überzeugung, dass die Mauern, Steinkreise, Straßen und Gebäudereste um Bimini künstlich sind und im Zusammenhang mit dem legendären Atlantis stehen müssen.

Zink führte detaillierte Forschungen unter Wasser durch und machte sich über Jahre hinweg auf immer neue Expeditionen. Bei seinen Untersuchungen bediente er sich auch angeblich hellsichtigen „Medien“, weshalb seine Ergebnisse von vielen Kritiker von vornherein als unglaubwürdig angesehen wurden und werden.

Zumindest erhoffte sich der Forscher von diesen „Sensitiven“, das sie mittels ihrer übersinnlichen Fähigkeiten mehr Informationen usw. über die Strukturen liefern. In der Tat, so zumindest Zink, lieferten diese Parapsychologen korrekte Informationen, die ihm bei seinen Forschungen vor Ort halfen.

Das alles hat die Diskussion nicht beendet. Auch wenn Zink und sein Team, zu dem teilweise auch einige andere Forscher der ersten Stunde angehörten, nach zehn Expeditionen angeblich bewiesen haben wollen, dass um Bimini eine versunkene Welt liegt. Zink schreibt beispielsweise von einem menschlichen Kopf aus Marmor, den er aus sechs Metern Tiefe bergen konnte. Auch dieser Fund ist leider kein Beweis, da er auch nur schwer als menschlicher Kopf zu erkennen ist.

“Strahlungen” von Atlantis?

David Zink war auch einer der ersten, die von „Strahlungen“ oder ähnlichem in den Gebiet berichteten. So etwa bei einer steinernen Säule auf dem Meeresgrund. Diese „Strahlungen“ waren auch von dem Seher Edgar Cayce beschrieben worden. Cayce erzählte diesbezüglich in seinen „Visionen“ von seltsamen Kristallen, die angeblich im Besitz der Bewohner von Atlantis waren. Diese „Kristalle“ wiederum seien eine Art Energiequelle gewesen, die den hohen Stand der atlantischen Zivilisation erst ermöglichte.

In Kreisen einiger Esoteriker und auch UFO-Autoren werden diese Ideen teilweise bis heute gerne übernommen. Auch die Spekulation kursiert, dass diese „Kristalle“ bis heute aktiv sind und für das Verschwinden von Mensch und Material im berüchtigten Bermuda-Dreieck verantwortlich sind. Man kann sich das etwa als hoch effizienten Generator vorstellen, der vom Meeresboden aus die Technik der Schiffe und Flugzeuge stört und sie so „verschwinden“ lässt.

Auch der Autor Pierre Carnac nahm sich bereits 1978 in einem Buch der Bimini-Funde an. Er behauptet in seinem Buch „Geschichte beginnt in Bimini“, dass die megalithischen Zeugnisse des frühen Europa ihren Ursprung in der Karibik haben. Nicht umgekehrt, wie von grenzwissenschaftlichen Autoren oder „alternativen Historikern“ vielfach vermute wird.

Diese gewaltigen Steinanlagen in Europa, die sich von Schottland bis Afrika und in den Nahen Osten erstrecken, wurden bereits sehr oft mit Atlantis (im Atlantik) in Verbindung gebracht. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass sich diese uralten Anlagen an den Küsten Europas konzentrieren und zum Teil 5.000 oder auch 8.000 Jahre alt sind (mehr HIER).

Carnac, dessen Name übrigens ein Pseudonym ist und von einer gewaltigen Steinanlage nahe dem Ort Carnac in der Bretagne abgeleitet wurde, behauptet, dass die Kunst mit diesen Megalithen in Europa zu hantieren aus dem Westen kam – aus der Karibik. Nachweislich finden sich auch im Nordosten Amerikas Steinsetzungen, so genannte Dolmen, die eigentlich als typisch für die Steinzeit Europas gelten. Die Frage nach einem Kontakt der beiden „Welten“ liegt daher durchaus nahe.

Dr. Zink wiederum greift in einem Buch auch das Thema Plejaden auf. Das 380 Lichtjahre entfernte Sternbild der Plejaden („Siebengestirn“) ist bei vielen Autoren etwas ganz besonderes. Sie sehen hier zum Beispiel die Heimat der außerirdischen Götter, die in der Vergangenheit vom Himmel kamen. Fraglos hat diese auffällige Sternkonstellation in der Mythologie unserer Vorfahren festen Bestand. Bis heute wird von UFO-Kontaktlern und ebenso von anderen Menschen behauptet, Aliens der Plejaden seien auf die Erde gekommen. Hier driften die meisten Autoren in wüste Spekulationen ab.

Bauten von chinesischen Seefahrern?

Die Bahamas wurden nach Altamerika-Forschern erst im 4. Jahrhundert nach Christus besiedelt. Folglich, so die Argumentation, können die Strukturen nicht Jahrtausende alt sein und von irgendeiner Ur-Kultur wie Atlantis stammen. Dies ist aber ein Zirkelschluss, da diese angeblich unbekannte versunkene Ur-Zivilisation eben unbekannt ist.

Der Autor und ehemaliger U-Boot-Kommandant der Royal Navy, Rowan Gavin Paton Menzies, sieht das Thema wiederum ganz anders. Er vermutet, dass diese Gebilde im Meer Spuren von Seefahrern aus China sind, die schon vor Kolumbus im Jahre 1421 dort waren. Der Kaiser Zhu Di (auch Yongle, 1360 bis 1424) habe diese Expedition befohlen und so entdeckten und kartographierten die chinesischen Seefahrer angeblich fast alle Teile der Welt.

Damit sind nach Ansicht Menzies die Bimini-Gebilde zwar künstlich, aber nur einige Jahrhunderte alt.

Die Seefahrer des Kaisers gab es unter dem Kommando des legendären Entdeckers Zheng Hes tatsächlich. Seine sogenannte „Schatzflotte“ befuhr weiterer Strecken der Ozeane und brachte beispielsweise aus Afrika Tiere mit nach China. Ob sie aber Amerika erreichte, ist ungewiss. Der Historiker Robert Finlay sah im „Journal of World History“ (Nr.2/2004) in dieser Idee eine reine Phantasie von Menzies. Zumal die Chinesen von Osten durch den Indischen Ozean an Afrika vorbei durch den Atlantik hätten segeln müssen, um die Karibik zu erreichen. Oder durch den gesamten Pazifik und dann entlang der Westküste Südamerikas, weiter an Feuerland vorbei (durch die 1520 entdeckte Magellanstraße) in den Atlantik und von dort in Richtung Norden bis Mittelamerika …

Ein endloser Streit …

Obwohl die Mehrzahl der Geologen schon lange überzeugt ist, dass hier in der Karibik keine versunkenen Bauten zu finden sind, reißt die Diskussion darüber nicht ab. Zum Beispiel 2005 als der Atlantis-Forscher Greg Little und der Unterwasser-Archäologe William M. Donato ihre Ergebnisse zu den Strukturen veröffentlichten. Sie verweisen in „Underwater Stone Formation at Bimini: Ancient Harbor Evidence“ darauf, dass frühere Forscher absichtlich irreführende Ergebnisse publiziert hätten.

Little und Donato bezogen in ihrer Arbeit auch jene Strukturen im Meer mit ein, die wahrscheinlich der Hurrikan „Wilma“ 2005 freilegte, und kommen so zu dem Schluss, dass diese von Menschen geschaffen wurden. Frühere Untersuchungen bezeichnen sie als „Bimini Hoax“ und werfen vor allem dem Archäologen Marshall McKusick und dem Geologen Eugene A. Shinn eine Falschdarstellung der Fakten vor. Denn vor allem Shinn war es, der schon in den 1970ger Jahren die These des versteinerten Strandes vertrat.

Wobei jedoch schon 1978 diese Erklärung der Steingebilde in der karibischen See von Shinn kritisiert wurde. Zum Beispiel von William R. Corliss in einem Beitrag in „Science Frontiers“ (Nr. 4 vom Juli 1978), wo er unter anderem zu der Erklärung schreibt:

Ein Geheimnis bleibt jedoch in diesem entlarvenden Artikel (von Shinn, Anm. LAF). Das ist die unbeantwortete Frage, wie die Bimini-Felsen 15 Fuß unter Wasser gelangten, wenn erhebliche Beweise darauf hindeuten, dass in den letzten 2.200 Jahren keine derartigen Veränderungen des Meeresspiegels stattgefunden haben.“

Diese frühe und „leichte Kritik“ ging eher unter. Zumal Corliss selber kein Geologe war, sondern Physiker. Vor allem aber war er Sachbuchautor von dutzenden Büchern, die sich vielfach auch mit der Welt des Paranormalen befassten.

All das ändert nichts an der Tatsache, dass das Bimini-Rätsel bis heute noch immer ungelöst ist. Zumindest für all jene, die die etablierten Deutungen ablehnen und in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Funde im dortigen Meer verweisen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Verschwörungstheorien sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (und die Frage: warum das alles)

"Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch": Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler
“Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungen und Verschwörungstheorien gibt es seit Jahrhunderten in allen erdenklichen Bereichen. So ist es kein Wunder, dass auch und vor allem in der Grenzwissenschaft oder anderen “Parawissenschaften” solche großen und kleinen Verschwörungstheorien gibt. Auffällig ist hierbei allerdings, dass es scheinbar immer mehr Menschen und sogar ganze Vereine gibt, die gegen solche Thesen und Spekulationen “kämpfen”. Einer von ihnen ist der Physiker und Autor Holm Gero Hümmler, der jetzt dem “Hessischen Rundfunk” ein Radiointerview zu diesen Themen gab. Anlass war sein neues Buch, in dem Hümmler “mit naturwissenschaftlichen Argumenten und Spaß aufklären will”. Was der Skeptiker zu verschiedenen Verschwörungstheorien zu sagen hat, lest und hört Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien sind prinzipiell überall um uns herum. Und es ist kein Geheimnis, dass es reale Verschwörungen schon immer gab und wohl auch immer geben wird. Die Frage ist nur, wann ist was genau eine Verschwörungstheorie? Und – wie in diesem Beitrag HIER im März 2015 bereits gefragt – ab wann ist man selber ein Verschwörungstheoretiker?

Ein überaus komplexes und vor allem kontroverses Thema. Das liegt in der Natur der Sache. Denn Kern einer Verschwörung ist es ja, dass man sich im Geheimen für dieses oder jenes zusammenfindet und bespricht und das dann im Verborgenen in die Tat umsetzt. Sei es jetzt, dass man Julius Cäsar plant zu ermorden, die Mondlandungen der NASA fälscht, den 11. September inszeniert, den Planeten Nibiru vor der Öffentlichkeit vertuscht oder die in Wahrheit flache Erde vor der Menschheit verschweigt.

Dabei ist der Übergang von echter Geheimhaltung, Falschinformationen, Fake-News, Lügen und Irrtum fließend. Einheitlich ist allerdings wohl der Umstand, dass man gerne an Verschwörungen gewaltigen Ausmaßes glauben will. So fühlt man sich als Teil und Eingeweihter von etwas Großem, von dem die breite Masse eben keine Ahnung hat. Man selber hingegen schon, da man “aufgewacht” sei und sich “informiert” habe.

Und genau hier beginnt das grundlegende Problem zwischen Skeptikern, Kritikern und Verschwörungstheoretikern. Informationen, Quellen, Studien, Literatur usw. der einen Seite wird von der anderen Seite nicht anerkannt oder schlicht ignoriert. Eine endlose Debatte ist die Folge, die damit wohl niemals enden wird. Und durch die Vermischung und Verbindung verschiedener Verschwörungstheorien ist prinzipiell für jeden etwas dabei.

Man muss sich nur seine individuelle Verschwörung heraussuchen und eventuell noch mit anderen Aussagen und Thesen vermischen. Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker

Persönlich hatte und habe ich an den meisten der sogenannten Verschwörungstheorien noch nie Interesse. Sie interessieren mich einfach nicht. Was aber auffällig ist, ist der Umstand, dass gefühlt immer mehr Gruppen, Vereine und Personen (Wissenschaftler wie Laien) diversen Theorien dieser Art “den Kampf angesagt” haben. Einer von ihnen ist Physiker Dr. Holm Gero Hümmler, der dazu den Blog “Relativer Quantenquark” betreibt und einige Bücher veröffentlichte.

Hümmlers Blog und Arbeit richtet sich dabei gegen “Esoterik, Verschwörungsmythen und Spekulatives unter dem Mäntelchen der Physik”, wie er schreibt. Denn viele Anhänger diverser Verschwörungen nutzen einen wissenschaftlichen klingenden Wortschatz und berufen sich auf diverse etablierte Wissenschaftler. “Bewusst oder fahrlässig” werden von diesen eine “falsche Verwendung physikalischer Begriffe und Konzepte” genutzt:

Wer sich auf Einstein, Heisenberg oder Schrödinger beruft, beansprucht wissenschaftliche Seriosität und schreckt unangenehme Fragen ab. Was steckt aber wirklich hinter den Theorien der modernen Physik, und wie viel Überirdisches lässt sich damit tatsächlich erklären? Wo entstehen Missverständnisse durch missglückte Wissenschaftskommunikation, und wo machen sich Physiker selbst zu Kronzeugen zweifelhafter Glaubenssysteme?

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Deshalb wolle Hümmler mit seinem in der Freizeit betriebenen Blog “auf Missstände aufmerksam machen”und schreibe als Hobby Bücher dazu. Sein neues Buch “Verschwörungsmythen – Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden” ist hierbei seine jüngste Veröffentlichung. Es ist auch der Anlass, warum Hümmler unter anderem “hr-iNFO” ein Radinterview rund um Verschwörungstheorien gab, dass am 26. Juni als Podcast online gestellt wurde.

Dazu heißt es:

Die Zutaten einer Verschwörungstheorie sind meist fantastisch oder dramatisch: Nazis im ewigen Eis der Antarktis, ausgestattet mit Wunderwaffen; Außerirdische, die im Kern unserer Erde leben; giftige Wolken, die von Flugzeugen über unseren Köpfen versprüht werden. Der studierte Physiker Holm Gero Hümmler beschäftigt sich intensiv mit solchen ‘Theorien’ und will ihnen etwas entgegensetzen.

Das klingt nach klassischen Verschwörungstheorien, denen sich der Skeptiker Hümmler annimmt. Und so ist es auch.

Die neuen Klassiker

Schaut man auf dem Blog oder in das neue Buch des Kritikers Hümmler fällt eines schnell auf: Er setzt sich fast nur mit den bekanntesten Verschwörungen auseinander, die im Internet und Sozialen Netzwerken kursieren. Zum Beispiel, wobei der Umfang der Themen stark schwankt:

Bei all den organisierten und nicht organisierten Skeptikern, die in den letzten Jahren zweifellos enormen Zuwachs bekamen, ist das schon eine Art “Spezialisierung”. Verschwörungen und Unsinn zum Thema UFOs, Aliens, Prä-Astronautik oder versunkene Ur-Kulturen sucht man bei Hümmler vergeblich. Das verwundert mich als überzeugter Prä-Astronautiker und Mystery-Autor schon sehr. Immerhin kursieren in diesem Bereich zahllose wilde Verschwörungen, Falschbehauptungen und Spekulationen, auf die ich bekanntlich seit 1999 immer wieder hinweise.

Allerdings scheinen hier “neue Klassiker” unter den Verschwörungstheorien unlängst Fuß gefasst zu haben. Und es scheint sich inzwischen tatsächlich zu lohnen, sich gegen allerlei Verschwörungstheorien aus dem Internet zu stellen. Der Buchmarkt bietet in Sachen Mystery und Verschwörungen keine Plattform mehr. Wohl aber der Seite der Skeptiker. Eine durchaus erstaunliche Entwicklung.

Holm Gero Hümmler selber ist allerdings in der “Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften” (GWUP) seit den 1990er Jahren organisiert. Im Podcast mit dem “Hessischen Rundfunk” sagt er dazu, dass diese “skeptische Szene” etwa 1.700 Personen umfasst, womit er wohl die GWUP meint. Ein Verein von Skeptikern, der selbst bei einigen anderen Kritikern als “ideologisch” und “hardcore” gilt.

Wobei es interessant ist, dass bereits einige der aktiven GWUP-Mitglieder Bücher gegen Verschwörungstheorien und allerlei “Aberglaube” veröffentlicht haben. Zum Teil sogar mehrere, die auch in den großen und etablierten Verlagen erschienen.

Ein seltsames Völkchen

Skeptiker werfen diversen Verschwörungstheoretikern und Autoren gerne vor, dass diese immer wieder dasselbe veröffentlichen und sagen. Es gäbe nichts wirklich spannendes Neues, was beispielsweise die Prä-Astronautik und UFOs betrifft. Alles sei schon mal da gewesen, weshalb auch die großen Publikumsverlage solche Bücher bekanntlich kaum mehr verlegen wollen. Allerdings sei der Vollständigkeit halber betont, dass grenzwissenschaftliche und esoterische Bücher, die mit den wildesten und “sensationellsten” Enthüllungen und “Thesen” daher kommen, auch in Kleinverlagen reißenden Absatz finden …

Da man meiner Meinung nach immer beide Seiten beachten und lesen sollte, ist es anders herum aber sehr ähnlich. Die Frage muss erlaubt sein, wie oft man noch online und offline diverse Verschwörungstheorien “widerlegen” will?! Denn auch bei den Skeptikern und “etablierten Wissenschaftlern” wiederholen sich die Themen immer wieder. Doch die Leserschaft scheint ein seltsames Völkchen zu sein, da sie scheinbar diese oftmaligen Wiederholungen dennoch gerne liest.

Was bei praktisch allen Kritikern, Skeptikern und Anti-Verschwörungstheorie-Autoren sowie entsprechenden Gruppen und Vereinen immer gleich ist, ist nicht minder seltsam: Immer geben diese an, dass sie mit ihrer Arbeit und ihren Publikationen gegen allerlei Unsinn und Verschwörungen kämpfen wollen. Sie möchten durch ihre Veröffentlichungen und ihr Arrangement erreichen, dass die Menschen nicht jeden Mumpitz glauben und wollen so “Fakten” und “Wissenschaft” dagegen stellen.

Das klingt erst mal sehr gut … und das kann auch so stehen lassen.

Das Problem ist nur, dass genau diese Skeptiker eigentlich ausnahmslos im gleichen Atemzug sagen, dass man überzeugte Verschwörungstheortiker mit Wissenschaft, Belegen und Argumenten so oder so nicht überzeugen kann. Sie würden diese als “Teil der Verschwörung” rund weg ablehnen und als Kritiker redetet man quasi gegen die Wand. Fakten interessieren sie nicht. Und wenn, dann werden sie nur von der eigenen Seite gelesen.

Warum aber dann dieser ständig sich wiederholende Kampf gegen diverse wilde Thesen?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das?

US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie - hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass etablierte Archäologen und andere “Mainstream-Wissenschaftler” seit Jahrzehnten die Ideen der Prä-Astronautik strickt ablehnen. Außerirdische Astronauten gab es nicht. Ancient Aliens waren nie auf diesem Planeten. Die Götter der Antike waren alles – nur keine Raumfahrer aus dem All. Des weiteren existiert auch keine Verschwörung innerhalb der archäologischen Community dazu. So der recht einheitliche Tenor, den sich selbstverständlich auch und vor allem Theologen anschließen. Aktuell sorgt in diesem Zusammenhang ein Interview mit einem Archäologen der Arizona State University für weltweite Schlagzeilen. In diesen Presseberichten heißt es, er habe den “Einfluss von Aliens” in  der Vergangenheit und “Verschwörungstheorien zur Archäologie” “entlarvt”. Aber hat er das tatsächlich? Was hat der Wissenschaftler wirklich gesagt? Und weshalb hat offenbar kaum jemand sein Interview überhaupt gelesen? In diesem Beitrag erfahrt Ihr es.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prä-Astronautik und Ancient Aliens – “debunekt”

So wie man heute die Prä-Astronautik “Ancient Aliens” nennt, nennt man deren Widerlegung heute “debunked”. “Debunker” sind auch im deutschen Sprachraum “Entlarver” oder “Widerleger” dieser oder jener These, Idee oder Spekulation. Hierbei natürlich vor allem aus dem Bereichen der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Eigentlich sollte heute, wo alles im Netz vollkommen ungeprüft weiter verbreitet wird, jeder Mystery-Interessierte ein “Debunker” sein. Auch wenn dieses Wort schon lange zu einem Kampfbegriff geworden ist. Hater, Neider und Trolle werfen selbst mir vor, dass ich ein solcher bin. Ihnen passt es nicht, dass ich als Grenzwissenschaftler auch Lügen, Fakes und Irrtümer aufzeige und belege. Glauben möchte man – nicht wissen!

Und doch fällt es es in eine andere Kategorie wenn ein Mainstream-Archäologe sich gegen Prä-Astronautik-Ideen oder “Verschwörungen in der Archäologie” wendet. Die Mystery-Gemeinde nennt solche Menschen schnell System-Trolle oder bezahlte Desinformanten. Hinterfragen oder prüfen, was diese Personen genau sagten, macht kaum jemand.

Ein Vorwurf, den man aber umgekehrt genauso auf die Mainstreampresse anwenden kann. Denn auch sie plappert im grenzwissenschaftlichen Themenbereich sehr gerne alles nach. Dabei ist es sogar gleichgültig, ob es pro oder contra ist. So geschieht es aktuell auch mit einem Interview, das der Archäologe Matthew Peeples gegeben hat. Er ist Kodirektor der “School of Human Evolution and Social Change” vom “Center for Archaeology and Society” der Arizona State University. Seines Zeichen auch ein Experte für Feldbilder, den sogenannten Petrogyphen, in den USA.

Und über diesen Assistenz-Professor heißt es, er habe “den Einfluss von Außerirdischen und andere Verschwörungstheorien zur Archäologie entlarvt”.

Teil der Archäologie-Verschwörung

Auf der Webseite der Universität erschien dazu am 14. März ein Interview mit Matthew Peeples. Darin spricht er davon, dass die Idee der Prä-Astronautik bzw. Ancient Aliens nichts weiter als eine Art Popkultur ist. Sie entstand “Anfang des 20. Jahrhunderts in der Science-Fiction-Literatur” und habe so nach und nach ihren Siegeszug angetreten.

Seiner Meinung nach belegen das die zahlreichen TV-Sendungen rund um das Thema Astronautengötter im Altertum. Explizit nennt er die US-TV-Serie “Ancient Aliens”. Ebenso den Science-Fiction-Autoren H. P. Lovecraft. Ein bis heute gefeierter Autor, der tatsächlich bis zu seinem frühen Tode 1937 Bücher und Geschichten mit Elementen der Prä-Astronautik veröffentlichte.

Matthew Peeples:

Diese Ideen werden nicht durch wissenschaftliche Beweise gestützt. Aber sie sind so weit verbreitet, dass viele Leute glauben, dass an ihnen etwas dran sein muss. Am Beispiel der Großen Pyramiden in Ägypten haben Archäologen deutlich gezeigt, wie diese Strukturen in eine breitere Tradition kleinerer Steinstrukturen und früherer Versuche des Pyramidenbaus passen. Auch die Gebäudetechnik ist beeindruckend, aber wir müssen keine Aliens beschwören, um sie zu erklären.

Eine andere populäre Ansicht ist, dass professionelle Archäologen selbst die Wahrheit über die Vergangenheit verstecken. Mich persönlich habe Leute beschuldigt, Teil einer weit verbreiteten Vertuschung oder Verschwörung zu sein.”

Filme wie “Akte X” oder “Stargate” würden seiner Meinung nach solche Ideen einer Verschwörung weiter befeuern. Obwohl es Archäologen lieben würden “ihre Vorstellungen über die Vergangenheit mit neuen Daten und Entdeckungen zu testen”. Immerhin treibe genau das die Wissenschaft voran, so Peeples.

In der Tradition von König Arthur

Weite Teile des Interviews widmet sich Peeples diversen Behauptungen um Felsbilder in den USA. Immerhin ja auch sein Fachgebiet. Beispielsweise, das einige dieser Bilder für Archäologie-Kritiker belegen sollen, dass die Wikinger an diesen Orten waren. Peeples lehnt diese Interpretation aus verschiedenen Gründen ab. Etwa deshalb, da Reproduktionen der fraglichen Bilder in Büchern falsch seien. In Wahrheit sähen sie nämlich anders aus und sind damit alles andere als ein Beleg für Europäer lange vor Kolumbus im Westen der USA.

Derartige Verschwören stünden nach Peeples in einer Art Tradition zu König Arthurs. Denn auch diese mythische Gestalt sei einst, etwa durch die Abtei Glastonbury Abbey in Großbritannien, durch Falschbehauptungen verklärt worden. Diese Abtei behauptete, dass auf deren Grund und Boden das Grab des legendären König Arthur liegen würde. “Für die meisten Historiker ein Werbegag” der Abtei, so Peeples.

Und genau in dieser Tradition von Falschaussagen mit einer Archäologie-Verschwörung stünde heute das Thema Ancient Aliens:

Ich glaube, diese Behauptungen sind aus verschiedenen Gründen immer noch beliebt. Erstens kann mit dem Verkauf pseudowissenschaftlicher Ideen an die Öffentlichkeit viel Geld verdient werden, wie die zahlreichen Bücher und Fernsehsendungen belegen, die immer wieder auftauchen. Viele dieser Ideen hängen auch mit Nationalismus und verschiedenen anderen Arten von Gruppenidentitäten zusammen. Die Menschen haben den Wunsch zu behaupten, dass ihre Vorfahren die ersten waren, die in ein neues Land kamen oder fortgeschrittene Technologien entwickelten. Das wurde sogar sogar dazu benutzt, Krieg und Invasion zu rechtfertigen.

“Nationalismus” ist im Sinne der Götter der Sterne natürlich Unsinn. Immerhin behauptet ja kein Alien, dass seine Nation oder Gruppe dieses oder jenes geschaffen hat. Und Autoren, die über solche Astronautengötter schreiben, können das ebenso wenig behaupten. Die mutmaßlichen außerirdischen Götter stammen ja von keiner irdischen Nation ab.

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Vorwürfe der Archäologie und Kritiker

Obwohl die derzeitigen Medienberichte eigentlich ausnahmslos titeln, dass ein Archäologe die Prä-Astronautik & Co. widerlegt habe, stimmt das nicht. Egal ob in Boulevardmedien oder News-Blogs.

Matthew Peeples macht in seinem kurzen Interview nicht einmal den Versuch Verschwörungstheorien oder Aliens zu widerlegen. Jedoch sind derartige Verschwörungen, Behauptungen, TV-Sendungen und Bücher sind für ihn Pseudowissenschaft. Dementsprechend arbeiten die Vertreter dieser Thesen nicht wissenschaftlich. “In der Archäologie geht es um die systematische und wissenschaftliche Erforschung menschlicher Gesellschaften”, so Peeples. “Die von den Forschern in ihrem “hinterlassenen Kontext” erforscht werden.

“Plausible Argumente müssen durch Beweise gestützt und die verwendeten Methoden und Daten sollten zur Prüfung zur Verfügung gestellt werden”, wirft Peeples vor. Jeder solle misstrauisch sein, sobald jemand Verschwörungen aufstellt. Vor allem dann, wenn “die mangelnde Akzeptanz von Wissenschaftlern für ihre Ideen und die Unterdrückung der Wahrheit” genannt werden. Die Verwendung von durch “Experten geprüfte Quellen” muss gegeben sein. Und diese sollten Menschen mit “einschlägigen Fachwissen” nachprüfen können.

Genau das und eigentlich nur das hat Matthew Peeples im Kern gesagt! An keiner Stelle hat er eine Verschwörung der Archäologie gegen unliebsame Funde und die Spekulationen um außerirdische Götter “debunked”. Allerdings ist das im Rahmen eines Interviews auch gar nicht möglich.

Er teilt damit lediglich dieselben Vorwürfe, die Kritiker seit Jahrzehnten diesen Themen gegenüber machen: Mangelndes Quellenstudium, fehlende “seriöse Quellen”, unwissenschaftliches arbeiten, fragwürdige bis erfundene Quellen und ungenügender Blick auf den Kontext der Funde etc. Dies wiederum sind Vorwürfe, sie in der populärwissenschaftlichen Welt allgegenwärtig sind. Immerhin arbeitet niemand der entsprechenden Autoren wissenschaftlich.

Eigentlich nicht verwerflich, solange niemand davon spricht, er habe Beweise und echte Belege für die Prä-Astronautik gefunden. Allerdings mit Blick auf die täglich im Netz erscheinenden zum Teil grausigen Falschbehauptungen der Grenzwissenschaft ein echtes Übel.

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Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht in die nächste Runde

Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Bekanntlich wimmelt es im Internet an skurrilen, verrückten, falschen aber auch beängstigen Behauptungen. Falschaussagen, Spekulationen, Lügen, Unwahrheiten, Halbwissen und Halbwahrheiten, die man heute schlicht Fake News nennt. Schon lange haben Internetriesen wie Google, YouTube und Facebook diesen Fake Infos den Kampf angesagt. Auf diesem Blog wurde das immer wieder thematisiert. Explizit haben sie dabei auch sogenannte  “Verschwörungstheorien” im Visier, die damit natürlich auch Themen aus dem Bereich Grenzwissenschaft betreffen könnten. Jetzt hat die Videoplattform YouTube bekanntgegeben, dass deren Kampf gegen solche Fake News und unliebsamen Verschwörungen in Videos ausgeweitet werden soll. In Zukunft sollen Verschwörungstheorie-Videos und “irreführende Inhalte” den Nutzern erst gar nicht mehr empfohlen werden. Zu ihrem eigenen Wohl, wie es heißt. Was genau YouTube plant, wie das System YouTube funktioniert und was wie auf der Videoplattform zukünftig gefiltert werden soll, erfahrt Ihr detailliert hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Fake News-Netz

Nirgendwo sonst verbreiten sich News und Informationen schneller als über das Internet. Zugleich gibt es keinen “Ort” der Welt, an dem man mehr Neuigkeiten, Informationen, Quellenmaterial und Themen findet, wie im Netz. Doch gleichzeitig ist das Internet auch die größte Verbreitungsmaschine von Fake News und irreführenden bis halb-wahren Informationen und Behauptungen.

Aufgrund dieser Tatsache wird schon lange versucht diesen Fake-Informationen einen Riegel vorzuschieben. Erst kürzlich hat beispielsweise der Messengerdienst “Whatsapp” die Funktion zur Weiterleitung von Nachrichten beschnitten. Statt wie bisher Nachrichten an x-beliebig viele Empfänger weiterzuleiten zu können, sind fortan nur noch maximal fünf Empfänger gleichzeitig möglich. “Whatsapp” möchte dadurch nach eigenem Bekunden die Verbreitung von Fake News beschränken.

Genau das möchte auch Facebook schon länger, wie HIER berichtet (s. a. Videos unten). Und der Dienst “Whatsapp” gehört seit 2014 zur Facebook Inc. – und ist damit Teil des Internetriesen. Bei Facebook wird Meinung gemacht, verbreitet und auch gefälscht. Fake News und irreführende Halbwahrheiten sind damit Teil des Systems.

Wie auch bei YouTube, das zum Giganten Google gehört. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Google und YouTube falschen Nachrichten und Verschwörungstheorien unlängst den Krieg erklärt haben. Mehrfach wurde auf Grenzwissenschaft und Mystery Files über diese Vorhaben berichtet (z. B. HIERHIER).

Während einige innerhalb der Netzgemeinde von redlichen Bemühungen sprechen, rufe andere laut, dass das eine Zensur sei! Die großen Meinungsmacher und Informationsquellen im Internet würden ihre Monopole ausnutzen. Sie erheben sich zu einer Art Bestimmer, die festlegen, was wahr und wichtig und was unwahr und unwichtig für die Nutzer sei. Immerhin sind Milliarden Menschen trotz aller Kritiken an ihnen in Sozialen Netzwerken aktiv. Ein riesiges Potential um Meinung zu machen

Zensur, Meinungslenkung und dummes Zeug

Ganz Unrecht haben die Kritiker mit den Zensur-Vorwürfen nicht! Aber eine richtige Zensur wäre es erst dann, wenn die fraglichen Informationen ganz aus dem Netz entfernt werden würden. Noch ist das nicht der Fall. Mann kann bisher alles online finden, wenn man es denn sucht und wenn es einen interessiert.

Problematisch ist es aber dann, wenn die Netzgemeinde quasi vorgeschrieben bekommt, was sie zu lesen oder sehen hat. Genau das ist aktuell bzw. seit einigen Jahren der Fall. Fake News sollen (und werden) gefiltert, teilweise sogar entfernt (etwa bei Facebook) oder nicht mehr in den Suchergebnissen bei Google angezeigt. Alternativ verschieb Google die in deren Augen unliebsamen Treffer auch ganz einfach  in der Trefferliste weit nach hinten. Eine “elegante Lösung”, da Studien über das Nutzerverhalten zeigen, dass der weitaus größter Teil der Suchmaschinennutzer nur die ersten drei Seiten mit Treffen wirklich beachtet.

Dass wirkliche Fake News, unwahre Meldungen und Lügen-Nachrichten im Netz gibt, ist natürlich unstrittig. Ebenso unumstritten ist auch, dass nur eine aggressive und echte Zensur und Unterdrückung solcher Fake Informationen im Netz diese wirklich eindämmen kann. Ganz beseitigen wird man diese wohl nicht können. Ebenso wenig wie das ganze “dumme Zeuge”, das, salopp ausgedrückt, verbreitet wird.

Von solch einer Zensur sind wir aber weit entfernt. Eher haben wir es mit einer Meinungslenkung zu tun, wenn Google, Facebook & Co. uns vorschreiben wollen, was “den Richtlinien” oder “der Wahrheit” entspricht. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass sicher die meisten Menschen derartige “News” als digitale Plage empfinden. Denn glauben kann man Meldungen im Internet schon lange nicht mehr. Sofern man das jemals konnte.

YouTube is watching you

YouTube als Gigant in Sachen Videos ist wohl die größte Fake-Schleuder des gesamten Internet. Ganz einfach aus dem Grund, dass diese Plattform ohne Anmeldung und Account frei zugänglich ist. Nicht etwa wie Facebook, deren Mitglieder sich vorher anmelden müssen. Ein weitere Grund ist, dass jeder (mit Account) alles als Video dort hochladen kann, was damit auch sehr schnell gefunden wird. Da YouTube zu Google gehört, werden die entsprechenden Videos so auch dort leicht gefunden.

Zudem kann jeder Uploader sein Video mit Stichworten (“Tags” genannt) für eben die Internetsuche versehen. Auch entsprechende Video-Titel und -Beschreibungen liest der Algorithmus aus. Durch die Verzahnung von YouTube mit der Suchmaschine von Google brauch der Nutzer damit nicht mal mehr eine eigene Webseite, um seine Infos zu verbreiten. Internetseiten und Blogs muss ein User erstmals erstellen, programmieren, optimieren und im Raking bei Google gut platzieren können, um Gehört zu finden. Das ist oftmals alles andere als einfach.

YouTube und im Anschluss die Google-Suche liefern das entsprechende Rüstzeug damit frei Haus. Schließlich möchte die Videoplattform, dass der Nutzer bei der Suche Videos nach seinen Interessengebiet findet und sich anschaut. Im Idealfall sind diese mit Werbung versehen (“Monetarisierung” genannt), die der Betrachter im noch idealeren Fall auch anklickt. Und das bringt ganz einfach bares Geld für Google/YouTube.

Ihr schaut YouTube – YouTube schaut auf Euch:

Der Algorithmus bei YouTube schlägt jedem Nutzer automatisch zahlreiche weitere Videos und auch ganze Kanäle vor. Basierend auf dem Videomaterial, dass er sich zuvor angesehen hat, sowie den eingegeben Suchbegriffen. YouTube “merkt” sich das ganz genau, und liefert so personenbezogene Vorschläge (und Werbung). Für die meisten User der Videoplattform hat das zweifellos große Vorteile und bietet guten Mehrwert. Immerhin kann man so weit mehr entdecken, als man vielleicht ursprünglich gesucht hat. Von Musikkünstlern über Tutorials bis Grenzwissenschaft.

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Unliebsame Themen und Videos bei YouTube

Video-Empfehlungen von und bei YouTube funktionieren allerdings etwas komplexer, als nur durch Stichworte, Filmtitel und Beschreibungen. Das System “scannt” auch die Beliebtheit von einzelnen Videos, um sie mittels des Algorithmus zu verarbeiten und ggf. zu empfehlen. Dabei kommt es nicht mal nur auf die Anzahl der Zugriffe der einzelnen Videos an, wie man denken könnte. Vor allem wird auch die Interaktion im Umfeld einzelner Filme ausgelesen. Das heißt, je mehr Daumen hoch oder runter und je mehr Kommentare in der Community, um so wahrscheinlicher ist es, dass YouTube ein Video empfiehlt.

Als Fake- und Unsinn-Maschine hat YouTube aber einen Teil seiner Inhalte unlängst den Kampf angesagt. Automatische Empfehlungen sind eben letztlich automatisch und die inhaltliche Qualität oder sogar Wahrheit bleibt außen vor. Verschiedene Schritte hat YouTube in der Vergangenheit unternommen, um solche unliebsamen Inhalte zu verbannen. Zum Beispiel, dass Video-Macher ihre Filme nicht mehr automatisch mit Werbung der Google-Firma “AdSense” versehen können. So erzielen diese Videos und Kanäle auch keine keine Einnahmen.

Eine andere Methode bei YouTube gegen unliebsame Inhalte ist, dass diese Videos gleich komplett gesperrt werden. “Verstoß gegen die Richtlinien” nennt sich das. Für viele in der Netzgemeinde ist das viel zu oft reine Willkür, weshalb sie eben von Zensur sprechen. Diesen Argwohn kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man sich bei YouTube umsieht:

So finden sich dort beispielsweise offen fremdenfeindliche Videos, Musiktitel oder sogar Propagandafilme aus dem 3. Reich inklusive zugelassener “AdSense”-Werbung – während harmlose Videos auf die Bannliste kommen, wenn nur ein x-beliebiger US-Präsident in einem “unliebsamen Kontext” erwähnt wird. Etwa Osama bin Laden und Barack Obama oder George Bush sowie John F. Kennedy und CIA.

Obwohl man Widerspruch einlegen oder auch eine manuelle Prüfung des Videos verlangen kann, stößt das vielen Usern sauer auf. Und hier ist der Übergang zu Verschwörungstheorien, Fake News, Falschbehauptungen, Lügen und Quatsch fließend!

Das will YouTube ändern

“Verschwörungstheorie” und “Fake News” sind heute Kampfbegriffe gegen alles und jedes, was nicht dem Mainstream entspricht. Fast schon niedlich hat die Trump-Regierung hier einst auch die Bezeichnung “alternative Fakten” eingeführt, wenn es um Meinungen gegen den Mainstream geht. Nur sollten Fakten eben auch Fakten sein, gleichgültig ob alternativ oder alternativlos.

Um die Nutzer vor Desinformationen und Fakes zu schützen will YouTube entsprechende Videos auf die Ersatzbank verbannen. Videos, die Desinformationen, Falschbehauptungen, Verschwörungstheorien und Hoax verbreiten, werden fortan ganz einfach nicht mehr den Usern empfohlen. Damit sieht der YouTuber diese nicht mehr auf der Plattform, wenn er nicht explizit danach sucht. Ein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform muss dabei nicht mal vorliegen. Irreführende Inhalte reichen vollkommen. YouTube entscheidet fortan, was für die Nutzer schädlich ist!

Von der Menge eher unbeachtet veröffentlichte YouTube am 25. Januar 2019 dazu selber eine Erklärung. Und war auf dem offiziellen YouTube-Blog, den es tatsächlich gibt. In dem entsprechenden Beitrag unter der Überschrift “Fortsetzung unserer Arbeit zur Verbesserung der Empfehlungen auf YouTube” heißt es unter anderem:

Wir aktualisieren ständig unser Empfehlungssystem – wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten. (…)

Wir ziehen jetzt Empfehlungen aus einem breiteren Themenspektrum ein – an jedem Tag werden allein auf der Homepage mehr als 200 Millionen Videos empfohlen. Allein im letzten Jahr haben wir Hunderte von Änderungen vorgenommen, um die Qualität der Empfehlungen für Nutzer auf YouTube zu verbessern. Wir werden diese Arbeit in diesem Jahr fortsetzen (…)”

Man  wolle deshalb “Empfehlungen für grenzüberschreitende Inhalte” ebenso reduzieren wie Videos, die “auf schädliche Weise falsch informieren könnten”, schreibt YouTube weiter. Als Beispiel werden hier Videos genannt, die Pseudo-Heilmittel für schwere Erkrankungen versprechen, behaupten, dass die Erde eine Scheibe sei “oder offensichtliche falsche Aussagen über historische Ereignisse wie 9/11 machen”.

Nutzer in Gefahr!

Laut der Mitteilung von YouTube betrifft das nicht mal ein Prozent der dortigen Videos. Man sei sich aber sicher, dass “die Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos der YouTube-Community ein besseres Erlebnis bieten wird”.

Wenn nicht mal ein Prozent aller Videos der Plattform betroffen sind, ist folgende Erklärung von YouTube nicht zu verstehen:

Wir glauben, dass diese Veränderung ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung einer Plattform für freie Meinungsäußerung und der Wahrung unserer Verantwortung gegenüber den Nutzern schafft. Diese Änderung beruht auf einer Kombination aus maschinellem Lernen und realen Menschen. Wir arbeiten mit menschlichen Bewertern und Experten aus allen Teilen der USA zusammen, die helfen, die maschinellen Lernsysteme zu trainieren, um Empfehlungen zu generieren.

Solche Mühen mit realen Video-Prüfern und “Experten” aus Fleisch und Blut, um ein “Gleichgewicht” herzustellen? Bringen diese Videos die Meinung der Nutzer derart durcheinander, dass die übrigen 99 Prozent der damit offensichtlich harmlosen Filme/Videos aus dem Gleichgewicht geraten? 99 Prozent Musik-Videos, Katzen-Filmchen, Tutorials und “Real News” sind durch ein Prozent Fake Infos also in Gefahr. Erstaunlich.

Erstaunlich auch, wer diese Video-Prüfer und Experten sind, die YouTube zum Schutz der Zuschauer und der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” hin kontrollieren sollen:

Diese Bewerter werden anhand öffentlicher Richtlinien geschult und liefern wichtige Informationen zur Qualität eines Videos. Dies ist eine allmähliche Änderung und betrifft zunächst nur die Empfehlungen einer sehr kleinen Reihe von Videos in den Vereinigten Staaten. Mit der Zeit, wenn unsere Systeme genauer werden, werden wir diese Änderung in mehr Ländern einführen.”

Geschult durch “öffentliche Richtlinien” bedeutet nichts anders, als dass diese Menschen dem Mainstream folgen (müssen).

YouTube will nur unser Bestes …

Natürlich werden die Mainstreammeinung-Bewerter von YouTube unliebsame Videos nicht auf ihre wissenschaftliche Kompetenz hin abklopfen. Wie auch, da Videos mit unliebsamen Themen keine Quellenangaben beinhalten. Keine Videos enthalten Fußnoten, anhand derer die Experten diese oder jene Aussage überprüfen könnten. Offensichtliche Falschaussagen mögen leicht zu entlarven sein. Wie aber sieht es mit Grenzwissenschaft aller Art und auch Unart aus?

Welcher Experte prüft solche Videos anhand welcher Qualifikation und Quellenmaterialien? Fordern diese menschlichen Bewerter vom Einsteller des jeweiligen Videos Kopien der genutzten Quellen und Informationen an, um dann im Sinne der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” zu entscheiden? Ist ein Video schon irreführend, wenn es Verschwörungstheorien über UFOs beinhaltet? Was genau ist dann in dem jeweiligen Video “irreführend” und warum? Ist die umstrittene Prä-Astronautik-Serie “Ancient Aliens” aus den USA nicht schon “irreführenden Inhalts”? Oder sind es die Videos HIER, die auf meinem Kanal unter dem deutlichen Titel “Grenzwissenschaft und Mystery Files” erscheinen?

Die Videoplattform will nur das beste für die Zuschauer, wie es in der Erklärung zu lesen ist:

Wie immer können Personen weiterhin auf alle Videos zugreifen, die unseren Community-Richtlinien entsprechen. Diese Videos können, falls relevant, in Empfehlungen für Channel-Abonnenten und in Suchergebnissen angezeigt werden. (…)

Dies ist nur ein weiterer Schritt in einem fortlaufenden Prozess, aber es spiegelt unser Engagement und Verantwortungsbewusstsein wider, um die Empfehlungen auf YouTube zu verbessern.

Folgerichtig kann YouTube es nicht verantworten, dass irreführende Inhalte vorgestellt werden. Nicht mal dann, wenn der Interessierte genau diese sehen möchte. “Falls relevant” würden sie empfohlen. Über relevant oder nicht entscheiden natürlich biologische Experten und digital angepasste Algorithmen.

Was YouTube nicht sagte

Interessant ist allerdings auch, was YouTube in seiner Erklärung nicht geschrieben hat. Es fehlt vollkommen der Hinweis, ob das Netzwerk jene Nutzer über die Verbannung eines Videos informiert, die dieses hochgeladen haben. Erfährt also jemand, der zum Beispiel selber ein Video über die flache Erde produziert und online gestellt hat, dass YouTube dieses zukünftig aus den Empfehlungen entfernt? Ich persönlich glaube nicht.

Unerwähnt blieb auch, wie das Video-Netzwerk zukünftig mit thematisch entsprechenden Playlists verfahren wird. Jeder Nutzer mit einem Account und natürlich aktive Videomacher selber können diese Listen mit Videos erstellen (meine findet Ihr z. B. HIER). Sehr beliebt ist das verständlicherweise bei Musikvideos. Je nach entsprechenden Musikgeschmack kann man diese erstellen und natürlich auch als Ganzes abspielen.

Das kann man aber auch mit Videos “irreführenden Inhaltes” machen. Dabei muss man diese nicht mal selber erstellt, geschnitten und hochgeladen haben. Ich selber besitze unter meinen Paylists eine mit dem Titel “Verschwörungen, UFO-Geheimhaltungen & Vertuschungen” mit augenblicklich 93 Videos von mir selber. Klingt der Name der Liste nicht schon nach “irreführenden Inhalten”? Wird diese Liste und all die anderen ähnlicher Art bei YouTube von einem Prüfer aus Fleisch und Blut jetzt überprüft? Reicht dabei ein einziges unliebsames Video innerhalb der Playlist, um diese vollständig aus den Empfehlungen zu verbannen?

Wird der Ersteller der Liste über die Entscheidung der amerikanischen Bewerter informiert? Denn auch wenn die neuen Methoden erst auf die USA angewandt werden, wird es auch deutsche YouTuber betreffen.

Und die Grenzwissenschaft an sich?

Als intensiver YouTube-Nutzer mit eigenem Channel weiß ich aus teils sehr leidiger Erfahrung, was für einen Quatsch dort zu finden ist. Nicht nur in Sachen Verschwörungen, Esoterik, “Neue Weltbilder” etc. sondern zur Grenzwissenschaft überhaupt. Auch wenn Grenzwissenschaft per se keine Wissenschaft ist (mein Kanal ebenso wenig), strotzen gerade solche Videos von Fake News und Falschaussagen. In den meiste Fällen zum Glück unabsichtlich aufgrund von Unwissenheit und Verdrehungen.

Eine Tatsache, die ich als überzeugter Prä-Astronautiker bekanntlich seit vielen Jahren in der Grenzwissenschaft intensiv kritisiere. Obwohl mich das vielfach unbeliebt macht, da man lieber glaubt statt prüft. Auf diesem Blog sowie meinem Video-Kanal gibt es dazu unzählige Beispiele, Artikel und Beiträge.

Wenn ich oder irgendwer ein Video online stellt, dass behauptet, dass Außerirdische vor der Sintflut auf der Erde waren, Sex mit Menschenfrauen hatten, Kinder zeugten und damals Riesen lebten – was sagen die “anhand öffentlicher Richtlinien geschulten” YouTube-Video-Prüfer dazu?

Schließlich ist unstrittig und damit keine Verschwörung oder irreführend, da diese Behauptungen uralten Schriften und Mythen zu entnehmen sind. Glasklar auch der Bibel. Und diese Aliens waren sogar Teil einer echten Verschwörung gegen ihren Anführer, den man pauschal als “Gott” ansieht. Auch das ist unbestreitbar, da es in den alten Texten steht. Nur der Terminus “Außerirdische” als Wesen aus dem All für jene himmlischen Gestalten, die dies taten, ist hinein gedeutet.

Damit wäre das letztlich doch wieder…irreführend.

Gegen solche “Pseudowissenschaft” wie dieses Beispiel geht Google übrigens bereits seit Jahren vor. Suchergebnisse, die in den Augen von Google Halbwissen enthalten und unwissenschaftlich sind, sollen in der Trefferliste nach hinten verschoben werden. Verschwörungstheorien inklusive, wie am 2. März 2015 in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.  Die Suchmaschine will wissenschaftliche Suchtreffer und die von ihr als “Wahrheit” angesehenen Ergebnisse im Rankig nach oben schieben. Der Suchende muss dann in der Trefferliste mehrere Seiten durchblättern, um diese bei Google zu finden …

Retter des Verstandes

Wo ist die Grenze, was zu den “weniger als ein Prozent der Inhalte auf YouTube”, die fortan der “Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos”, unterliegen werden? Diese Entscheidung wird dem Nutzer jetzt abgenommen. Dank YouTube und der Sorge um den Verstand seiner Konsumenten. Dass Menschen zumindest zum Teil selber denken können, ist dem Video-Giganten offensichtlich nicht genug.

Wie gesehen entscheidet der Algorithmus bisher fast im Alleingang anhand des Nutzerverhaltens, was dem User als Videotipp vorgeschlagen wird. Beispielsweise finden sich im Abspann meiner eigenen Mystery-Videos dort teilweise solche automatischen Videotipps. Dort besteht die Möglichkeit dem Zuschauer automatisch anhand seiner sonst gesuchten und gesehenen Themen Videos vom System automatisiert empfehlen zu lassen. Für Kanal-Betreiber wie mich sehr nützlich, da so das Interesse des Zuschauers erreicht wird.

Was aber schreibt die Plattform in ihrem Blog-Beitrag zu den Änderungen?

“Wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten.”

Irgendwelche prüfenden “Experten” und eine Software entscheiden demnach, was die Menschen wirklich sehen wollen. Nicht der Mensch und Konsument selber. Sie entscheiden auch, was andere Menschen als irreführende Aussagen ansehen könnten. Ähnlich wie man Kleinkindern das TV-Programm vorschreibt oder ihnen erklären muss, dass der gelbe Schnee kein Zitroneneis ist.

Sicherlich wird jeder einzelne YouTube-Nutzer bereits Empfehlungen bekommen haben, über die er nur den Kopf schüttelte. Das ist bei Facebook, der Google-Suche oder auch bei Amazon Prime nicht anders. Was macht ein denkender Benutzer in diesem Fall? Er sieht es sich ganz einfach nicht an. Gleichzeitig wird sicher jeder bereits online einen Vorschlag bekommen haben, der ihn interessiert hat. Einen Tipp zu einem Themen, das dieser vielleicht so gar nicht kannte. Also sieht er sich ihn an.

Zum Glück denkt ja jetzt YouTube für seine Kunden, damit sie nicht versehentlich etwas sehen, das sie gar nicht sehen wollten …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit. Oder, als menschliche Empfehlung, in meiner YouTube-Community

Videos zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 23. Dez. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 28. Nov. 2015 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 29. Jan. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mondlandung: News zum YouTube-Video über seltsame Foto-Details von “Apollo 11” auf dem Mond (+ Videos)

Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von Apollo 11 und den seltsamen Fotos der Landefähre Eagle
Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von “Apollo 11” und den seltsamen Fotos der Landefähre (Bild: NASA / Fischinger-Online)

Vor etwa zwei Wochen, am 4. Juli 2018, stellte ich auf meinem YouTube-Kanal mein Video “Apollo 11 und die Mondlandung: Seltsame Fotos der Landefähre Eagle vom Mond” (HIER) online. Darin ging es um sonderbare Details, die man auf NASA-Fotos vom Mond an der Landefähre der ersten Mondlandung erkennt (aber auch auf “Apollo 12”-Fotos). Irgendwas Seltsames schien sich hier in den Fenstern zu spiegeln. Mehr noch: es scheint, als könne man sogar die US-Flagge sehen, bevor sie eigentlich aufgestellt wurde. Wie kann das sein, stimmt hier was nicht? – fragte ich im genannten Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files. Heute stellte dazu ein anderer Mystery-YouTuber eine Art Antwort-Video online, das ich Euch an dieser Stelle auf keinen Fall vorenthalten möchte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Stimmt das was nicht mit “Apollo 11”?

Vor einiger Zeit habe ich mir einige Original-Fotos der NASA der 1. Mondlandung von „Apollo 11“ 1969  zufällig einmal angesehen. Und dabei fiel mir etwas überaus Seltsames auf, dass – wenn es denn so wäre! – überhaupt nicht sein kann.

So schrieb ich am 4. Juli auf diesem Blog in meinem Video-Posting zu den “Apollo 11”-Fotos. Das entsprechende Video von mir habe ich weiter unten nochmals eingebunden.

Mein YouTube-Abonnent Alexander P. schrieb mir dazu in einer E-Mail am heutigen Morgen. Darin hieß es, dass der YouTuber “Quipus Paranormal Scanner” heute um 16 Uhr ein Antwort- bzw. Erklärungs-Video auf seinen Kanal hochladen wird. In diesem Video wolle “Quipu” die von mir aufgezeigten (mutmaßlichen) Unstimmigkeiten auf den “Apollo 11”-Fotos der Mondlandung einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Am Ende findet Ihr das interessante Video von “Quipus Paranormal Scanner” von mir eingefügt.

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Fake-Aufdecker “Quipu” bei YouTube

Bis heute morgen kannte ich den Kanal des YouTubers “Quipu” nicht, der sich nach eigenen Worten unter anderem so beschreibt:

Mein Kanal ‘Quipus Paranormal Scanner’ befasst sich mit den auf YouTube auftauchenden, angeblich echten Geistervideos und ähnlichen Filmen wie Dämonen-, Engel-, Monster-, Außerirdischen- und Poltergeist-Videos. Ich werde diese – meist kurzen Clips – auf zwei Ebenen betrachten: Der Logik und der Film- bzw. Fotoanalyse, um die Fakes schonungslos aufzudecken.

In der Tat finden sich auf seinem Mystery-Kanal viele Videos, die für die Themen Grenzwissenschaft, Mystery, Paranormales & Co. wirklich interessant sind. Denn, und ich werde nicht müde, es seit Jahren zu wiederholen, die Fakes in diesem Bereichen fluten schon lange das Netz. Eben auch YouTube.

“Quipu” kennt sich nach eigenen Worten mit Bildbearbeitungen, Fotografie usw. aus. Genau das sei der Grund, warum er mit seinem Channel eben solche “Fakes schonungslos aufzudecken” gedenkt. Angesichts der Fülle solcher Videos im Netz ist dies allerdings eine Aufgabe, für die ein Leben nicht ausreicht.

Hier die Videos

Mein Video vom 4. Juli 2018

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Video-Antwort vom 19. Juli 2018: 'Lars A. Fischinger fragt, Quipu antwortet ...'

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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News zum YouTube-Video “Interview mit einem Alien”: Ein Urheber hat sich gemeldet – aber nicht die CIA! Über den Fake und “krimineller Energie”

Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)
Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)

Dass sich die Welt und Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files schon seit Jahren einer Sintflut an Fakes, Betrug, Irrtümern und Schwindeleien gegenüber sieht, sollte kein Mysterium sein. Vieles entsteht aus Unwissenheit und völlig mangelhafter Recherche, wobei andere Dinge wieder mit Absicht gefälscht werden. So auch ein Video, dass angeblich ein Interview mit einem Außerirdischen zeigt, der im Rahmen des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Regierung 1964 vernommen wurde. Ein eindeutiger Fake, wie ich es für ein entsprechendes YouTube-Video 2016 detailliert recherchierte und darlegte. Jetzt aber gibt es zu diesem Schwindel Neuigkeiten von einem der “Urheber”, denen ich erneut genauer nachgegangen bin. Obwohl sich nicht CIA & Co. meldeten, so zeigte sich doch, mit welcher “kriminellen Energie” die Alien-Video-Hoaxer agiert haben, wie Ihr in diesem Posting erfahren werdet!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bereits am 3. August 2016 diskutierte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Grenzwissenschaft und Mystery Files ein “unheimliches Alien-Videos”.

Darin ging es um ein Filmchen, in dem angeblich ein Außerirdischer von den USA interviewt wird. Ein fremdes Wesen, das sogar aus der Zukunft gekommen sein, wie es in dem entsprechenden Interview heißt.

Die ganze Sache war und ist natürlich “Top Secret” und sei angeblich irgendwie durch dunkle Kanäle in das Internet gelangt. Wie eigentlich alle derartigen “streng geheimen” Videos, die plötzlich im Netz auftauchen. In meinem YouTube-Video, das ich ich für Euch weiter unten erneut eingebunden habe, ging ich im Sommer 2016 diesem rätselhaften Film mit dem Alien-Interview einmal genauer nach.

Angeblich stamme die Aufzeichnung dieses Interviews mit dem dort zu sehenden Außerirdischen von dem US-Geheimdienst CIA. Mehr noch, denn wie behauptet wurde, “stammt das Video-Dokument von 1964 und wurde im Rahmen des bekannten UFO-Forschungsprojektes Blue Book der USA erstellt”.

Da dieses “Alien-Interview” 2016 innerhalb der Mystery-Szene weite Kreise im Netz zog, und ich damals zahlreiche Anfragen dazu von Euch bekam, nahm ich mich des Themas letztlich an.

Der Grund für meine Recherchen war auch, dass in dem Interview UFO-Papiere gezeigt wurden, die angeblich eben von diesem UFO-Forschungsprojekte “Blue Book” stammten. Gleich zu Beginn sollte diese UFO-Akte belegen, dass der danach zu sehende Außerirdische am 9. Juli 1964 im Rahmen von “Blue Book” interviewt bzw. verhört wurde.

Und dieses hoch-offizielle UFO-Projekt der US-Regierung gab es bekanntlich tatsächlich.

UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)

Schon hatten also die Macher des “Alien-Interviews” das Interesse von UFO- und Alien-Interessierten durch dieses kleine Detail geweckt. Der Plan ging auch dadurch auf, da sich der Film international (ohne kritische Analyse) im Internet verbreitete und viele Klicks und Kommentare folgten.

UFO-Faker und Alien-Witzbolde

Wie im unten eingebundenen YouTube-Film von mir deutlich wird, habe ich das “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” detailliert behandelt. Das Ergebnis meiner Vergleiche und Recherchen zeigte klar, dass es ein Fake von Alien-Witzbolden war. Es war kein super geheimes Interview mit einem Außerirdischen, der von der US-Regierung einem dunklen Raum (in Englisch) interviewt wurde.

Weiter ergaben die Recherchen auch, woher dieser Film eigentlich stammt – und das dieser ganz einfach von vorne bis hinten ein Schwindel ist.

Schon als der Film 2016 viral ging, sagten zum Glück fast alle Mystery-Fans, dass es ein Fake sei. Vor allem auch in den Sozialen Netzwerken und hier vor allem bei Facebook. Aber wirklich belegen konnte ausnahmslos niemand in den Kommentaren, dass das Video gefälscht wurde. Aussagen in Sinne von “das sieht man doch sofort” sind grundsätzlich erst mal kein Beweis für einen Fake.

Aber umgekehrt wären es auch kein Beleg für ein echtes Alien-Video, nur weil man “es doch sieht”. Nachdem ich in meinem YouTube-Video diesen kleinen Alien-Film mit dem Interview detailliert durchleuchtet hatte, folgten in der dortigen Community zahlreiche Kommentare. Die allermeisten Feedbacks waren eben im nichtssagenden Sinne von “sieht man doch sofort, dass es ein Fake ist”.

VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)
VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)

Viele Kommentaren lobten dabei auch die Mühe, die ich mir machte, um Genaues zu die Alien-Filmchen herauszufinden. Schließlich kann jeder schnell “Fälschung!” rufen und es als Computeranimation bezeichnen. Auch ich habe es allerdings von vornherein als Hoax angesehen.

Es gab aber noch eine dritte Gruppe von Meinungen. Und zwar jene, die weiterhin glaubten, dass dieses “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” möglicherweise doch echt sein könnte. Nach diesen wäre es also möglich, dass hier ein echtes Wesen zu sehen ist, das nicht von unserer Welt stammte, als es 1964 vor die Kamera gebeten wurde …

Copyright by CIA and Government of the United States?

Grundsätzlich ist es so oder so immer fraglich, wenn auf YouTube oder anderen Stellen im Netz streng geheime Fotos oder Videos auftauchen, die irgendwie von einer Regierung stammen sollen. Seien es nun Top Secret-Filme der NASA oder US-Regierung oder UFO-Dokumente, die angeblich ultra geheim sein sollen.

Warum aber stehen sie dann teilweise über Jahre hinweg online und sind damit für jeden zu sehen?

Das fragen sich nicht nur Kritiker der Grenzwissenschaft, sondern auch viele Pro-Mystery-Fans. Zumal vielfach dieses vorgebliche Top Secret-Material gerade auf YouTube unbehelligt zu finden ist. Diese Video-Plattform gehört zum Imperium von Google – und Google wird nicht umsonst als “Datenkranke” bezeichnet. Auch die USA (CIA, NSA & Co.) hat Zugriff auf das Google-Imperium.

VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)
VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)

Spätestens seit den ganzen Enthüllungen in Sachen Spionage, Abhörsandale, Edward Snowden oder der massenhafte Überwachung des Internet, sollte jedem klar sein, dass echtes brisantes Geheimmaterial niemals dauerhaft über YouTube verbreitet werden kann!

Jetzt habe ich es mir aber im August 2016 erlaubt, dass fragwürdige Alien-Interview in voller Länge in meiner entsprechenden Analyse bei YouTube einzubinden. Mein Video geht exakt 18 Minuten und das Interview mit dem Außerirdischen darin allerdings nur rund 4,5 Minuten.

Seit dem Upload am 3. August 2016 habe ich bis dato 204.765 Aufrufe und weit über 700 Kommentare dazu erhalten – doch die US-Regierung, das CIA oder wer auch immer schwieg. Man ließ mich also weiterhin das “streng geheime Video” innerhalb meines Filmes verbreiten.

Bis jetzt!

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Am 22. Januar bekam ich eine E-Mail von YouTube, dass jemand genau auf einen Teil dieser Sequenz mit dem Alien einen Urheberanspruch erhebt. Doch es war nicht die CIA, die Angst um irgendwelche Geheimnisse aus ihrem UFO-Projekt “Blue Book” hatte, sondern es war u. a. zu lesen:

Hallo Grenzwissenschaft und Mystery Files,

ein Urheberrechtsinhaber hat mit Content ID einen Anspruch auf Inhalte in deinem Video erhoben.

(…)

Videotitel: Interview mit einem ALIEN aus der Zukunft: Gruseliges Top Secret Video von Project Blue Book 1964″

Das ist durchaus kein ungewöhnliches Vorgehen seitens YouTube bzw. von Urhebern und auch vollkommen OK. Allerdings ist der Urheber ein User mit Namen “TuneCore” der im Auftrag von “Zenyth the Architect” handelt. Bei YouTube selber sieht das dann so aus, wenn ich mir im Dashboard meines Channel die Details dazu ansehe:

In deinem Video wurden urheberrechtlich geschützte Inhalte gefunden. Der Anspruchsteller lässt die Verwendung seiner Inhalte in deinem YouTube-Video zu. Es könnten allerdings Werbeanzeigen eingeblendet werden.

Urheber-Details zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Ausschnitt)
Urheber-Details zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” [anklicken zur Großansicht] (Ausschnitt)

Hier wurde also bei diesem Fake-Alien Anspruch auf eine Tonaufnahme mit dem Titel “Offset Spacial Divergence” von einem Auftraggeber namens “Zenyth the Architect” erhoben. Ich kenne dieses Problem auch aus anderen Videos von mir, weshalb ich weiß, dass man den fraglichen Bereich mit dem Ton oder Sound auch automatisch entfernen lassen könnte.

In diesem Fall ist es exakt der Timecode 3:12 bis 4:41 meines Videos, in dem sich der Anfang des vermeintlichen “Alien-Interview” befindet. Der Anspruchssteller, der nun deshalb in meinem Video werben darf, ist auch nicht der Geheimdienst CIA sonder eben “Zenyth the Architect“. Diese Produktion sitzt in Kanada und produziert “Space-Sounds”, wenn man es so nennen möchte. Sie selber sagen zum Teil “Astral Hippie” dazu und haben sogar eine eigene Sound-Cloud mir ihren und anderen Werken.

+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der Desinformant” Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan … etc. Desinformationen verbreite (Bild: Fischinger-Online)

Recherchiert man in der Musik-Cloud von “Zenyth the Architect” findet man schnell auch den fraglichen Teil mit dem Alien-Interview. Also das Gespräch an sich zwischen “Alien” und “US-Agent”. Wobei dieser Sound dort über drei Minuten und zehn Sekunden geht. Nach dem “Interview” folgt eben “Space-Sound”, der von den Video-Hoaxern natürlich herausgeschnitten wurde …

Diskrepanzen und kriminelle Energie!

Vielleicht mag es dem ein oder anderen an diesem Fake bereits aufgefallen sein:

Der Film mit dem Alien geht in meinem YouTube-Video von ca. 3:10 bis 7:45, also rund 4 Minuten und 35 Sekunden. Anspruch erhebt “Zenyth the Architect” aber nur für etwa die ersten eineinhalb Minuten des Gesprächs. Wie kann das sein, wenn doch der “Alien” über 4,5 Minuten sein Interview gibt? Die Antwort zeigt wieder, welche Mühe sich die Video-Fälscher mit ihrem “Interview mit einem Außerirdischen” gegeben haben.

Der fragliche Sound, zu dem Anspruch gestellt wurde, heißt ganz genau genommen “Offset Spacial Divergence (Space Pilot II)” und ist damit offensichtlich ein zweiter Teil. Tatsächlich hat ein anderer Sound-Architekt bereits zuvor einen Teil 1 produziert, der inzwischen ebenso in der fragliche Cloud zu finden ist. Dieser geht rund 4,5 Minuten und gehört erstaunlicherweise nicht “Zenyth the Architect”.

Erstaunlich ist es deshalb, das sich in diesem Teil 1 der Rest des Alien-Interviews findet, den die Video-Fälscher von dort heraus geschnitten haben. Auch wenn es der erste Teil ist, handelt sich dabei um das Ende des Gespräches in dem fraglichen “Alien-Interview” und ist sicherlich auch eher produziert worden. Die Animationsfirma des Interview-Videos hat folglich schon regelrechte kriminelle Energie in diese Produktion gesteckt:

Neben der Erschaffung des Alien-Filmes an sich mussten die Hoaxer eine UFO-Akte von “Blue Book” für die Einleitung des Filmes fälschen. Letzteres kann natürlich jeder Laie.

VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)
VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Nachdem das Video dann aber fertig geschnitten war, brauchten die Macher noch die richtige Tonkulisse für das Gespräch zwischen “US-Agent” und “Außerirdischen”. Dieses Gespräch schnitten sie aus zwei unterschiedlichen Musik-Titeln heraus, die von zwei ebenso unterschiedlichen Sound-Künstlern bzw. Musikern angefertigt wurden. Auch wenn beide die Stimmen von Mensch und Alien auf die selbe Art verzerrten.

Dann nahmen die Interview-Produzenten diese Sequenzen und schnitten sie inkl. “dramatischer Pausen” zu einem in sich stimmigen und flüssigen Interview zusammen und legten es über ihr Alien-Video. Natürlich zeitlich exakt auf ihren Film abgestimmt. Gut möglich ist jedoch auch, dass das Bildmaterial der zuvor zusammengebastelten Tonspur angepasst wurde.

Wie es auch immer genau im Detail geschah, so zeigt dieses Beispiel doch eines überaus deutlich: Video-Fälscher scheinen zu viel Zeit zu haben und stecken offenkundig nicht wenig Energie und Überlegungen in ihre Hoax hinein.

Als begeisterter Mystery-Jäger habe ich dies in diesem Posting zwar auch getan, doch aus anderen Beweggründen. Die detailreichen Ausführen in diesem Post sollen zeigen, was sich hinter so machen Mysterium alles verbergen kann, wenn man es nicht einfach mit einem “man sieht doch, dass es Fake ist” beiseite schiebt.

“Jäger des Phantastischen” sind schon ein sonderbarer Schlag Mensch, wenn man sich auch für nachgewiesene Fakes interessiert. Es ist jedoch Teil der Faszination Mystery, und einer der Gründe, warum ich im kommenden Jahr eigentlich schon 30 Jahre Grenzwissenschaft-Begeisterung feiern kann …

Hier meine Analyse des “Alien-Interview” vom Sommer 2016 bei YouTube:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Fälscher, Blender und Scharlatane: Die Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” – ab März 2018 im Museum für Archäologie Herne

Fälscher Blender und Scharlatane - Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie im LWL-Museum für Archäologie Herne ab März 2018 (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Eine Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie startet im März im LWL-Museum für Archäologie Herne (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Archäologen und “Zufalls-Finder” entdecken immer wieder zum Teil spektakuläre Funde der Vergangenheit. Dabei zeigte sich immer wieder, dass auch die vergleichsweise junge Wissenschaft der Archäologie nicht vor Irrtümern, Betrügern und Fälschungen gefeilt ist. Die kommende Ausstellung “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie” im Museum für Archäologie in Herne wird ab März 2018 genau solche Fälscher, Blender und Scharlatane präsentieren. Mehr als 200 Exponate zeigen hier spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle aus ganz Europa. Von angeblichen Knochen eines Einhorn bis zu gefälschten Kronen. Auch und vor allem für alle an Grenzwissenschaft und Mysterien der Vergangenheit Interessierte ist die Sonderausstellung sicherlich ein Muss. Alles über “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie”, warum die Ausstellung ein Muss ist und weitere Details dazu findet Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fake, Betrug  & Co. und kein Ende in Sicht

Dass zu den Themen, die dieser Blog, meine Buchveröffentlichungen, mein Video-Kanal oder auch meine Facebooks-Seite “Grenzwissenschaft & Mystery Files” behandeln, mehr Fakes als Fakten verbreitet werden, ist leider eine Tatsache. Nirgendwo wird mehr erfunden, betrogen, gefälscht oder auch falsch gedeutet, als in der Welt der Rätsel der Menschheit und der GreWi an allgemein.

Obwohl viele dieser Fakes lediglich durch Unwissenheit oder ungenügende Recherche entstehen und verbreitet werden, gab es sie schon immer. Die Anzahl stieg lediglich durch das Internet in kosmische Höhen an. Ein Klick – und schon ist ein solcher Schwindel oder Irrtum aus der Grenzwissenschaft quasi verbreitet und wird zu einem Selbstläufer innerhalb der Mystery-Interessierten.

Neudeutsch nennt man dies heute “Fake News” und gilt für praktisch alle Bereiche der Gesellschaft. Das Netz ist schon lange die größte Fake-News-Schleuder des Planten.

Erst gestern bekam ich von verschiedenen Seiten ein Bild zu sehen, dass eine umgestürzte Windkraftanlage zeigte. Angeblich sei diese während des Orkan “Friederike” am 18. Januar nur wenige Dörfer neben meiner Heimat umgestürzt. Eine Fake News, da dieses besagte Bild schon einige Jahre im Internet steht und auch nicht aus meiner Region Münsterland stammte …

Früher war alles – schwerer

Völlig verrückte Mystery-News aus den USA (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)
Erstunken und erlogen: Die 311 verrücktesten Meldungen der Fake News-Schleuder “Weekly World News” (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)

“Früher war alles besser”, sagt man immer wieder gerne. Das gilt aber nicht für absichtliche Betrügereien, Schwindel oder Fake News der Grenzwissenschaft. Auch wenn heute immer wieder gerne mehr als zweifelhafte “Artefakte” bzw. Fotos von diesen sich digital wie ein Lauffeuer in der Mystery-Szene verbreiten, musste man sich einst schon mehr Mühe geben, um so was zu verbreiten.

Beispielsweise “UFO-Fotos”: Heute kann sie wunderbar leicht mit einem Smartphone mit einer App produzieren. Oder man nutzt etwas professioneller eine digitale Kamera und ein Grafikprogramm am PC. In Windeseile lässt das Ergebnis dann online verbreiten und damit die Interessierten foppen.

Einstmals war das wesentlich schwerer. Der UFO-Faker musste ein “UFO-Modell” bauen oder besorgen, sich fototechnische Tricks mit seiner analogen Kamera einfallen lassen und dazu noch das Negativ seines “UFO-Fotos” vorweisen können, dass er fotografierte. Sofern es denn irgendwie untersucht werden sollte. Dann musste dieser Hoaxer das Bild und seine Story dazu erst mal auch verbreiten.

Dafür reicht heute das Internet und ein Mausklick. Doch noch Anfang der 1990er Jahre war das ein echtes Problem! Die gefälschten UFO-Fotos mussten irgendwo gedruckt und dann auch von Menschen gesehen werden. Man musste ein Buch oder Artikel dazu schreiben, die dann auch jemand bereit ist zu veröffentlichen. Dann mussten interessierte Menschen bereit sind, für diese Produkte aus Papier Geld zu bezahlen. Besser wäre dabei auch das Fernsehen, welches darüber berichtet …

Auch wenn es sich leicht anhören mag, ist und war es nicht so, wenn man die heutige Online-Welt damit vergleicht.

“Irrtümer & Fälschungen der Archäologie”

VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)

Genau deshalb, da “Irrtümer & Fälschungen der Grenzwissenschaft” immer aktuell sind und bleiben, ist die Sonderausstellung des LWL-Museum für Archäologie in Herne ein spannender Termin!

Auch in der etablierten Archäologie (aber auch anderen Wissenschaften) gab und gibt es Betrug, Irrtum und Fake. Bekanntermaßen berühren sich Archäologie und GreWi fast schon tagtäglich, was vor allem in der Prä-Astronautik bzw. den Ancient Aliens der Fall ist.

Über “Irrtümer der Wissenschaft” oder “Fälschungen der Geschichte” gibt es das ein oder andere Buch auf dem Mark (s. dazu meine Buchtipps unten!). Aber reale Exponate, wissenschaftlich aufbereitet und in einer Ausstellung in einem Museum für Archäologie präsentiert, sind etwas ganz anders.

Spannend ist im Zusammenhang mit den Rätseln der Vergangenheit auch eine fiktive Ausgrabungsfläche, die das Museum für Archäologie in Herne zeigen wird. Hier soll demonstriert werden, die wie Archäologen 2.000 Jahren in der Zukunft unser heutige Zeit anhand ausgegrabener Funde interpretieren würden.

Für die Mysterien der Welt-Thematik ist auch das mit Sicherheit eine spannende Präsentation des Museums!

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Die Presseerklärung vom 18. Januar 2018 des LWL:

Von Einhörnern, Eimern und Kronen

Neue Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” ab März im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Irren ist menschlich – davon bleiben auch angesehene Wissenschaftler nicht verschont. Die Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne korrigiert vom 23. März bis 9. September populäre, aber überholte Thesen zu vergangenen Epochen. Über 200 Exponate decken spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle in ganz Europa auf. Interaktive Medienstationen sollen den kriminalistischen Spürsinn von kleinen wie großen Besuchern wecken.

Stammen fossile Knochen aus dem Harz tatsächlich von einem Einhorn? Grub Heinrich Schliemann in Troia die Spuren der Helden aus, die der berühmte griechische Dichter Homer beschrieb? Und handelt es sich bei einem archäologischen Fund in Xanten wirklich um die Krone eines fränkischen Fürsten?

Die Besucherinnen der Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” erfahren nicht nur, warum ein Irrtum oder eine Fälschung anfangs durchaus überzeugen konnte. Sie lernen die archäologischen Arbeitsmethoden im Hintergrund kennen und stellen fest: Selbst die moderne Forschung ist vor Irrtümern nicht sicher.

VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund ... (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund … (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Dabei wirken Irrtümer und Fälschungen der Herner Sonderausstellung im Rückblick manchmal unfreiwillig komisch: So entpuppt sich der vermeintlich spektakuläre Fund steinzeitlicher Feuersteine in Herten als pfiffige Marketing-Idee eines Wurstfabrikanten. Und die berühmte Tiara (Kopfbedeckung) des Saitaphernes, ein angebliches Meisterwerk antiker Goldschmiedekunst, lieferte den Zeitungen Stoff für zahllose Karikaturen: Die Fachleute im weltbekannten Pariser Museum Louvre glaubten beim Kauf 1896 fest an die Echtheit, bis der Fälscher sein Können live unter Beweis stellte.

Dass solche Irrtümer und Fälschungen heute und auch in Zukunft noch möglich sind, macht die humoristische Inszenierung des US-amerikanischen Autors und Grafikers David Macaulay zum Thema. In Anlehnung an seine Grafic Novel “Motel der Mysterien” entwirft er im LWL-Mueum für Archäologie eine Ausgrabungsfläche der Zukunft: Wie könnten Archäologen in 2.000 Jahren über unsere Zeit urteilen? Welche Spuren hinterlässt das 21. Jahrhundert und wie werden Archäologen diese Spuren 4.000 n. Chr. lesen?

Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock: “In der neuen Sonderausstellung geht es um nichts weniger als den Fortschritt und die Frage, warum Irrtümer und Fälschungen dennoch immer wieder möglich sind. In Zeiten von ‘Fake News’ ist dies hochaktuell.” Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Aktionstagen wird auf das Thema der Sonderausstellung eingehen.

Mehr Informationen unter:

http://www.irrtuemer-ausstellung.de oder http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

Pressekontakt

Frank Tafertshofer
LWL-Pressestelle
Telefon: 0251 591-235

und

Dr. Carolin Steimer
LWL-Archäologie für Westfalen
Telefon: 0251 591-3504

presse@lwl.org


Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Weltuntergang ist ausgeblieben, doch er kommt: Hinter dem “Fake-Mond” versteckt sich das nahende Ende der Menschheit

Das Ende der Welt ist ausgeblieben - kein Problem: Hinter dem "Fake-Mond" versteckt sich das Ende der Menschheit (Bild: NASA)
Das Ende der Welt ist ausgeblieben – kein Problem: Hinter dem “Fake-Mond” versteckt sich das nahende Ende der Menschheit (Bild: NASA)

Die Weltuntergänge kommen und gehen. Praktisch jeden Tag im Jahr soll das Ende aller Tage sein. Zumindest könnte man das angesichts der überschaubaren Vielzahl von Ankündigungen eines Weltuntergang glauben. Doch man muss kein Experte für Grenzwissenschaft oder vermeintlich “esoterische Mysterien” sein, um zu erkennen, dass alle diese “Prophezeiungen” nichts als Unfug sind. Wenn man aber als Interessierter glaubt, dass man schon jede noch so bizarre Weltuntergang-Ankündigung einmal gehört hat, wird man doch wieder eines Besseren belehrt. So auch in diesem Fall eines nicht gekommenen Ende der Welt durch den viel zitierten Planeten Nibiru. Es verschlägt einem als Jäger des Phantastischen bei diesem Thema doch immer wieder die Sprache. Weshalb das so ist, erfahrt Ihr in diesem Beitrag jenseits des gesunden Menschenverstandes!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn Du denkst …

“Wenn du denkst es geht nicht mehr, warte ab – es kommt noch mehr”, sagt ein Spruch im Volksmund. Eine Volksweisheit, die wie kein zweiter Spruch auch auf all die unendlich vielen Ankündigungen eines kommenden Weltunterganges zutrifft.

Bei wohl keinem anderen Thema, das zum Teil den Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files berührt, wird so viel Schindluder und Unsinn getrieben, wie bei diesem. In diesem Zusammenhang habe ich schon viel gehört und gelesen, so dass ich dachte, es kann nicht noch schlimmer kommen.

Ich wurde jüngst eines Besseren belehrt und man muss wirklich am Verstand einiger Menschen zweifeln.

“Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her”, lautet ein anderer Spruch. In diesem Fall ist es nicht nur ein “Lichtlein”, sondern gleich drei: Die Sonne, der angebliche Plante Nibiru als Zerstörer der Erde und der Mond. Besser gesagt, dass was wir “Normalbürger” als Mond am Himmel ansehen.

n Wahrheit ist dieses leuchtende Objekt am Himmel nämlich ein Fake und Teil einer gewaltigen Verschwörung!

Der Super-Mond und die Apokalypse

Nachts sehen wir dem Mond am Himmel stehen und erst jüngst kam es wieder zu einem sogenannt “Super-Mond”. Das heißt, dass unser Trabant dann näher an unserem Planeten ist und so von der Erde aus betrachtet größer und prachtvoller erscheint. Es gibt Menschen, die sind verständlicherweise vom Mond begeistert. Er fasziniert sie und sie fühlen sich einfach mit unserem Begleiter verbunden.

Für die Alcione-Gesellschaft ist Nibiru das Böse und heißt "Hercólubus" - und bringt natürlich den Weltuntergang! (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Für die Alcione-Gesellschaft ist Nibiru das Böse und heißt “Hercólubus” – und bringt natürlich den Weltuntergang! (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Geht es aber nach dem Verschwörungstheoretiker Matt Rogers, sind sie auf eine gewaltige Verschwörung herein gefallen!

Nach Meinung von Rogers hätte am 18. November 2017 die Welt untergehen müssen. Inzwischen ganz “klassisch” für Apokalyptiker wäre seinen Aussagen nach an diesem Tag der Nibiru alias Planet X zur Erde gekommen. Die Folge wäre der Weltuntergang und das Ende der Menschheit gewesen.

Auf diesem Blog bin ich in den vergangenen Jahren auf derartige Spekulationen vielfach eingegangen.

Matt Rogers hat natürlich auch bemerkt, dass der 18. November spurlos an unserem Planeten und unserer Spezies vorüber ging. Für ihn ist das allerdings kein Grund für eine Entwarnung vor dem Weltuntergang durch den Phantasie-Planeten Nibiru.

Im Gegenteil, denn Rogers warnt auf seinem YouTube-Kanal, dass er noch kommen wird. Wir sehen nur unser eigenes Ende durch diesen Killer-Planeten nicht kommen, da die “Mächtigen” der Welt ihn vor unser verstecken. Das Ende der Menschheit verstecke sich demnach quasi hinter dem Mond.

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Das ist kein Mond …

Rogers ist der Meinung, dass unser Mond ein Fake-Mond ist, erschaffen von jener Elite, die von Nibiru weiß. In Wahrheit, so Rogers weiter, sei das gar nicht der Mond, sondern nichts weiter als ein gigantischer Schwindel.

Er ist überzeugt:

“Ich glaube, das ist nicht der Mond, den wir sehen. Ich bin mir sicher, dass die da oben einen Reflektor benutzen. Das sieht einfach seltsam aus. Es gibt nicht den Hauch von Zweifel: Das ist nicht der Mond – viel zu hell, viel zu weiß.”

Auf seinem Video-Kanal versucht Rogers zu belegen, dass nicht nur dieser Nibiru kommt bzw. fast hier ist, sondern präsentiert auch zahllose “Belege”. Seinen Ideen nach würde die “Welt-Elite” hinter diesem hellen “Fake-Mond” den Nibiru verstecken, um so eine weltweite Panik zu verhindern. Auch die berühmten Chemtrails sollen Teil dieser Vertuschung sein.

Im Herbst 2017 kommt der Planet Nibiru und der Weltuntergang, heißt es. Zusammenfassung der 5 vergessenen “Planet X”-Fakten
Fünf eindeutige Fakten zu Nibiru alias Planet X! (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Chemtrails sind Kondensstreifen von Flugzeugen, die nach nach Matt Rogers Ansicht Stoffe/Chemikalien in unserer Atmosphäre verbreiten, die Nibiru tarnen sollen. Diese Chemtrails sind eine beliebte Verschwörungstheorie, bei der es heißt, dass die Streifen eben keine normalen Abgase von Flugzeugen sind.

Was genau hier angeblich zu Manipulation der Bevölkerung oder des Himmels von den “Mächtigen” versprüht wird, ist auch den Anhängern dieser Idee unklar. Zumindest ist man sich uneins, warum genau das gemacht wird.

Bei Rogers eben zur Vertuschung und Tarnung des Weltuntergangs durch Nibiru, wie er in zahlreichen seiner YouTube-Videos ausführt. Was allerdings auch andere Menschen glauben. Bei ihm kommt aber die Vorstellung hinzu, dass unser Mond nicht das ist, was wir zu wissen glauben.

Der “Mond-Reflektor” wird die Menschen so lange in die Irre führen, bis es zu spät ist. Bis der Weltuntergang über die Erde herein brach und die “Welt-Elite” ihn so auch nicht mehr vertuschen kann und muss.

Man muss sich wirklich manchmal fragen, was einige Menschen so alles glauben (wollen) …!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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