Fälscher, Blender und Scharlatane: Die Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” – ab März 2018 im Museum für Archäologie Herne

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Fälscher Blender und Scharlatane - Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie im LWL-Museum für Archäologie Herne ab März 2018 (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)

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Eine Ausstellung über Irrtümer und Betrug in der Archäologie startet im März im LWL-Museum für Archäologie Herne (Bild: LWL Herne / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Archäologen und “Zufalls-Finder” entdecken immer wieder zum Teil spektakuläre Funde der Vergangenheit. Dabei zeigte sich immer wieder, dass auch die vergleichsweise junge Wissenschaft der Archäologie nicht vor Irrtümern, Betrügern und Fälschungen gefeilt ist. Die kommende Ausstellung “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie” im Museum für Archäologie in Herne wird ab März 2018 genau solche Fälscher, Blender und Scharlatane präsentieren. Mehr als 200 Exponate zeigen hier spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle aus ganz Europa. Von angeblichen Knochen eines Einhorn bis zu gefälschten Kronen. Auch und vor allem für alle an Grenzwissenschaft und Mysterien der Vergangenheit Interessierte ist die Sonderausstellung sicherlich ein Muss. Alles über “Irrtümer und Fälschungen der Archäologie”, warum die Ausstellung ein Muss ist und weitere Details dazu findet Ihr hier.


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Fake, Betrug  & Co. und kein Ende in Sicht

Dass zu den Themen, die dieser Blog, meine Buchveröffentlichungen, mein Video-Kanal oder auch meine Facebooks-Seite “Grenzwissenschaft & Mystery Files” behandeln, mehr Fakes als Fakten verbreitet werden, ist leider eine Tatsache. Nirgendwo wird mehr erfunden, betrogen, gefälscht oder auch falsch gedeutet, als in der Welt der Rätsel der Menschheit und der GreWi an allgemein.

Obwohl viele dieser Fakes lediglich durch Unwissenheit oder ungenügende Recherche entstehen und verbreitet werden, gab es sie schon immer. Die Anzahl stieg lediglich durch das Internet in kosmische Höhen an. Ein Klick – und schon ist ein solcher Schwindel oder Irrtum aus der Grenzwissenschaft quasi verbreitet und wird zu einem Selbstläufer innerhalb der Mystery-Interessierten.

Neudeutsch nennt man dies heute “Fake News” und gilt für praktisch alle Bereiche der Gesellschaft. Das Netz ist schon lange die größte Fake-News-Schleuder des Planten.

Erst gestern bekam ich von verschiedenen Seiten ein Bild zu sehen, dass eine umgestürzte Windkraftanlage zeigte. Angeblich sei diese während des Orkan “Friederike” am 18. Januar nur wenige Dörfer neben meiner Heimat umgestürzt. Eine Fake News, da dieses besagte Bild schon einige Jahre im Internet steht und auch nicht aus meiner Region Münsterland stammte …

Früher war alles – schwerer

Völlig verrückte Mystery-News aus den USA (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)
Erstunken und erlogen: Die 311 verrücktesten Meldungen der Fake News-Schleuder “Weekly World News” (Bild: Archiv L.A. Fischinger / “WWN”)

“Früher war alles besser”, sagt man immer wieder gerne. Das gilt aber nicht für absichtliche Betrügereien, Schwindel oder Fake News der Grenzwissenschaft. Auch wenn heute immer wieder gerne mehr als zweifelhafte “Artefakte” bzw. Fotos von diesen sich digital wie ein Lauffeuer in der Mystery-Szene verbreiten, musste man sich einst schon mehr Mühe geben, um so was zu verbreiten.

Beispielsweise “UFO-Fotos”: Heute kann sie wunderbar leicht mit einem Smartphone mit einer App produzieren. Oder man nutzt etwas professioneller eine digitale Kamera und ein Grafikprogramm am PC. In Windeseile lässt das Ergebnis dann online verbreiten und damit die Interessierten foppen.

Einstmals war das wesentlich schwerer. Der UFO-Faker musste ein “UFO-Modell” bauen oder besorgen, sich fototechnische Tricks mit seiner analogen Kamera einfallen lassen und dazu noch das Negativ seines “UFO-Fotos” vorweisen können, dass er fotografierte. Sofern es denn irgendwie untersucht werden sollte. Dann musste dieser Hoaxer das Bild und seine Story dazu erst mal auch verbreiten.

Dafür reicht heute das Internet und ein Mausklick. Doch noch Anfang der 1990er Jahre war das ein echtes Problem! Die gefälschten UFO-Fotos mussten irgendwo gedruckt und dann auch von Menschen gesehen werden. Man musste ein Buch oder Artikel dazu schreiben, die dann auch jemand bereit ist zu veröffentlichen. Dann mussten interessierte Menschen bereit sind, für diese Produkte aus Papier Geld zu bezahlen. Besser wäre dabei auch das Fernsehen, welches darüber berichtet …

Auch wenn es sich leicht anhören mag, ist und war es nicht so, wenn man die heutige Online-Welt damit vergleicht.

“Irrtümer & Fälschungen der Archäologie”

VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: Riesen-Skelett gefunden! 340.000 Fakes und die Fotos von Riesen, Anunnaki und Nephilim im Internet (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)

Genau deshalb, da “Irrtümer & Fälschungen der Grenzwissenschaft” immer aktuell sind und bleiben, ist die Sonderausstellung des LWL-Museum für Archäologie in Herne ein spannender Termin!

Auch in der etablierten Archäologie (aber auch anderen Wissenschaften) gab und gibt es Betrug, Irrtum und Fake. Bekanntermaßen berühren sich Archäologie und GreWi fast schon tagtäglich, was vor allem in der Prä-Astronautik bzw. den Ancient Aliens der Fall ist.

Über “Irrtümer der Wissenschaft” oder “Fälschungen der Geschichte” gibt es das ein oder andere Buch auf dem Mark (s. dazu meine Buchtipps unten!). Aber reale Exponate, wissenschaftlich aufbereitet und in einer Ausstellung in einem Museum für Archäologie präsentiert, sind etwas ganz anders.

Spannend ist im Zusammenhang mit den Rätseln der Vergangenheit auch eine fiktive Ausgrabungsfläche, die das Museum für Archäologie in Herne zeigen wird. Hier soll demonstriert werden, die wie Archäologen 2.000 Jahren in der Zukunft unser heutige Zeit anhand ausgegrabener Funde interpretieren würden.

Für die Mysterien der Welt-Thematik ist auch das mit Sicherheit eine spannende Präsentation des Museums!

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Die Presseerklärung vom 18. Januar 2018 des LWL:

Von Einhörnern, Eimern und Kronen

Neue Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” ab März im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Irren ist menschlich – davon bleiben auch angesehene Wissenschaftler nicht verschont. Die Sonderausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne korrigiert vom 23. März bis 9. September populäre, aber überholte Thesen zu vergangenen Epochen. Über 200 Exponate decken spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle in ganz Europa auf. Interaktive Medienstationen sollen den kriminalistischen Spürsinn von kleinen wie großen Besuchern wecken.

Stammen fossile Knochen aus dem Harz tatsächlich von einem Einhorn? Grub Heinrich Schliemann in Troia die Spuren der Helden aus, die der berühmte griechische Dichter Homer beschrieb? Und handelt es sich bei einem archäologischen Fund in Xanten wirklich um die Krone eines fränkischen Fürsten?

Die Besucherinnen der Ausstellung “Irrtümer & Fälschungen der Archäologie” erfahren nicht nur, warum ein Irrtum oder eine Fälschung anfangs durchaus überzeugen konnte. Sie lernen die archäologischen Arbeitsmethoden im Hintergrund kennen und stellen fest: Selbst die moderne Forschung ist vor Irrtümern nicht sicher.

VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund ... (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Warum die Einhörner ausstarben: Schlamperei beim Einzug in die Arche Noah ist der Grund … (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Dabei wirken Irrtümer und Fälschungen der Herner Sonderausstellung im Rückblick manchmal unfreiwillig komisch: So entpuppt sich der vermeintlich spektakuläre Fund steinzeitlicher Feuersteine in Herten als pfiffige Marketing-Idee eines Wurstfabrikanten. Und die berühmte Tiara (Kopfbedeckung) des Saitaphernes, ein angebliches Meisterwerk antiker Goldschmiedekunst, lieferte den Zeitungen Stoff für zahllose Karikaturen: Die Fachleute im weltbekannten Pariser Museum Louvre glaubten beim Kauf 1896 fest an die Echtheit, bis der Fälscher sein Können live unter Beweis stellte.

Dass solche Irrtümer und Fälschungen heute und auch in Zukunft noch möglich sind, macht die humoristische Inszenierung des US-amerikanischen Autors und Grafikers David Macaulay zum Thema. In Anlehnung an seine Grafic Novel “Motel der Mysterien” entwirft er im LWL-Mueum für Archäologie eine Ausgrabungsfläche der Zukunft: Wie könnten Archäologen in 2.000 Jahren über unsere Zeit urteilen? Welche Spuren hinterlässt das 21. Jahrhundert und wie werden Archäologen diese Spuren 4.000 n. Chr. lesen?

Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock: “In der neuen Sonderausstellung geht es um nichts weniger als den Fortschritt und die Frage, warum Irrtümer und Fälschungen dennoch immer wieder möglich sind. In Zeiten von ‘Fake News’ ist dies hochaktuell.” Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Aktionstagen wird auf das Thema der Sonderausstellung eingehen.

Mehr Informationen unter:

http://www.irrtuemer-ausstellung.de oder http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

Pressekontakt

Frank Tafertshofer
LWL-Pressestelle
Telefon: 0251 591-235

und

Dr. Carolin Steimer
LWL-Archäologie für Westfalen
Telefon: 0251 591-3504

presse@lwl.org


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Lars A. Fischinger

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