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“Baalbek Reborn” veröffentlicht: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen

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"Baalbek Reborn": Die Wiederauferstehung von der Ruinenstätte mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)
“Baalbek Reborn”: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)

Die Stätte Baalbek im Libanon ist unter vielen Mystery-Interessieren seit über einem halben Jahrhundert ein Begriff. Ein riesiges Ruinenfeld mit ebensolche Tempelanlagen, die vor fast 2.000 Jahren von den Römern erbaut wurden. Jetzt wurde im Zusammenarbeit mit dem “Deutschen Archäologischen Institut” die Applikation “Baalbek Reborn” fertigt gestellt, die mittels beeindruckender 3D-Grafiken und entsprechenden Erklärungen die Anlage wieder zum Leben erweckt. Heute wurde die Software auf einer internationalen Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Ich habe für Euch daran teilgenommen und auch “Baalbek Reborn” bereits getestet. Mit für uns interessanten Ergebnissen, wie Ihr hier lesen könnt.


Baalbek

Die Römer bauten nahezu in der damals bekannten Welt bis heute beeindruckende Monumente, Gebäude und Tempelanlagen. Doch die größte und eindrucksvollste Anlage dieser Art stand nicht etwa im alten Rom, sondern in Baalbek im heutigen Libanon. Hier entstand unter den Römern ab dem späten 1. Jahrhundert nach Christus vor allem das bekannte Heiligtum des Jupiter. Dessen noch stehende Säulen sind das Wappen des Libanon und unzählige Male fotografiert worden.

Dieses Jupiterheiligtum zu Ehren des höchsten aller römischen Götter ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Wie das gesamte Heiligtum von Baalbek. Der dortige Tempel zu Ehren des Gottes Bacchus, kleiner als der Jupitertempel und ein Stück davon entfernt, beeindruckt indes durch seinen sehr guten Erhaltungszustand. Eine mehr als wechselvolle Geschichte hat dieses einstige Heliopolis der Römer hinter sich. Nicht nur als Heiligtum des Gottes “Jupiter Optimus Maximus Heliopolitanus”, denn bereits vor 10.000 Jahren war dieses Gebiet besiedelt. Baalbek gilt als eine der ältesten, durchgehend besiedelten Orte der Welt.

Die Römer waren schon vor der Zeitenwende an diesem Ort. Wahrscheinlich 63 vor Christus wird diese Stätte erstmals erwähnt. Die emsigen Bauarbeiten begannen jedoch erst später und erreichten zwischen 200 und 300 nach Christus ihren Höhepunkt. Nach und nach folgte der Zerfall des Mega-Heiligtums, bis die ersten Entdecker, Forscher und Archäologen kamen. Mit ihnen rückte Baalbek auch in den Fokus der Grenzwissenschaft, der Prä-Astronautik.

Baalbek – der Flughafen der Ancient Aliens

Es war 1959, als der russische Prä-Astronautik-Pionier Modest Agrest in einem Artikel in “Literaturnaja Gazeta” spekulierte, dass die “Terrasse von Baalbek”, auf der der Jupitertempel der Römer steht, in Wahrheit eine vollkommen andere Herkunft habe. Dieser Unterbau, mit ihren 800 und mehr Tonnen schweren Steingiganten, war einst, so Agrest, ein Startplatz für Raketen der Astronautengötter! Diese Plattform diente den antiken Astronauten eines Tages nicht mehr, wurde verlassen und tausende Jahre später kamen die Römer und nutzte sie für ihre Zwecke.

Heute sind die Pionier-Ideen zu den modernen Ancient Aliens durch Agrest praktisch vergessen. Auch wenn zahlreiche seiner veröffentlichten Spekulationen nach über 60 Jahren noch immer diskutiert werden. Baalbek ist nur eine davon. Zehn Jahre später nahm auch Erich von Däniken in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” das Thema auf. Er schrieb zu Baalbek:

Der russische Professor Agrest allerdings hält es für möglich, dass es sich bei den Resten der Terrasse um Überbleibsel einer riesigen Landefläche handeln kann.

“Eine Tanzfläche für Riesen” nannte von Däniken die Anlage schon 1968 und faszinierte Millionen Menschen damit. Wie konnten damals (wann auch immer…) Menschen Steine von 800 bis sogar über 1.000 Tonnen bewegen? Oder wie sollte jener Steinblick, der erst 2014 entdeckt wurde, und bei einer Größe von 19,60 x 6 x 5,5 Metern unglaublichen 1.650 Tonnen wiegt, jemals bewegt werden (mehr dazu HIER)? Dieser liegt neben dem legendären Riesenmonolithen, der zum Beispiel als “Stein des Südens” bekannt ist und ca. 1.000 Tonnen wiegt.

Jahre später übernahm auch der US-Prä-Astronautik-Autor und Nibiru-Erfinder Zecharia Sitchin die Idee eines Startplatzes von Außerirdischen. In zahlreichen seiner Bücher sah er in Baalbek sogar einen ganzen “Raumflughafen” von den außerirdischen Anunnaki. Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten hätten hierbei sogar als eine Art Orientierungspunkt für eine Einflugschneise nach Baalbek gedient, so Sitchin in seinen Werken. Wilde Spekulationen, die durchaus noch ihre Fans und Anhänger haben.

Geblieben ist von diesen phantastischen Behauptungen eigentlich nur die “Terrasse” von Baalbek. Also jene riesigen Bausteine, auf denen der Jupitertempel thront. Jeder kann sie sehen. Besuche oder Bilder der weit verteilten Ruinen vermitteln jedoch nur einen Eindruck der einstigen Pracht und Größe der Gesamtanlage in ihrer Blütezeit. Das hat jetzt ein internationales Team von Archäologen und “Technologen” geändert.

“Baalbek Reborn: Temples”: Begeisterte Experten

Heute (31. März) wurde auf einer digitalen Pressekonferenz des “Deutschen Archäologischen Institutes” (DAI) die Applikation bzw. Software “Baalbek Reborn: Temples” vorgestellt.

Experten des Deutschen Archäologischen Instituts stellen die römischen Tempel in Baalbek, Libanon, vor und zeigen Ihnen die Ruinen und eine digitale Rekonstruktion.

So die Kurzbeschreibung der Software, die Ihr HIER findet. Entwickelt wurde sie von der Libanesischen Antikenbehörde, dem DAI und der Sorftwarefirma “Flyover Zone” aus den USA gleich in mehreren Sprachen. “Flyover Zone” hat sich “auf virtuelle Zeitreisen in die Antike spezialisiert”, so das DAI, und die Forscher des DAI, “die seit 1998 an der Stätte arbeiten, stellten die wissenschaftliche Grundlage für die 3D-Rekonstruktionen zur Verfügung”. Geleitet werden diese Ausgrabungen und Forschungen in Baalbek von Margarete van Ess. Die Archäologin ist die Direktorin der Orient-Abteilung des “Deutschen Archäologischen Instituts” und von der Stätte begeistert:

“Das faszinierende an Baalbek sind nicht nur die römischen Tempel, sondern auch die fast 10.000jährige Geschichte. Als Archäologin habe ich anhand von Funden und Forschungsergebnissen häufig ein Bild vom damaligen Zustand dieses besonderen Ortes im Kopf. Dass die Tempel nun auch in der App Gestalt annehmen und so von Menschen in der ganzen Welt betrachtet werden können, ist fantastisch!

Dr. Bernard Frischer, Direktor von “Flyover Zone”:

Für Flyover Zone ist mit diesem Projekt ein Traum wahr geworden. Sowohl die schiere Größe des Baalbek-Heiligtums als auch seine kulturelle Bedeutung sind unübertroffen. In der Antike konsultierten Menschen aus weit entfernten Regionen des Reichs das Orakel von Baalbek, und wir haben sogar Aufzeichnungen darüber, dass auch Kaiser dies taten. Jetzt können wir das, was wir gelernt haben, nutzen, um Baalbek in die Klassen- und Wohnzimmer von Studierenden und der allgemeinen Öffentlichkeit zu bringen. Wir hoffen, dass Tausende von Menschen auf der ganzen Welt die virtuelle Tour herunterladen und sie nutzen, und dass sie angeregt werden, die Stätte zu besuchen (…)”

Testbesuch in “Baalbek”

Ich hatte mich für die heutige Pressekonferenz ebenfalls angemeldet (dazu später mehr) und wollte diese abwarten, bevor ich “Baalbek Reborn: Temples” selber teste und darüber für Euch berichte. Denn immerhin kenne ich als alter Hase der Prä-Astronautik die Spekulationen um Baalbek seit meinen Anfängen 1989.

Mein Testbesuch war auch von Erfolg gekrönt. Jedoch musste ich vorerst eine mir vollkommen unbekannte Software herunterladen, installieren und dort einen Account anlegen. Diese nennt sich “Stream” und scheint so was wie eine Gamingplattform zu sein (Falls ich mich irre, seht es mir nach. Ich habe mich da nicht wirklich umgesehen, da mich nur Baalbek interessierte.). Hier wiederum musste ich die eigentliche Applikation des 3D-Baalbek herunterladen, die immerhin 1,4 GB groß ist.

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Warum diese Datenmenge nötig war, zeigte sich sehr schnell beim Start der Rekonstruktion. Die Bilder und Fotos sowie die in 3D rekonstruierte Stätte mit all ihren wundervollen Einzelheiten ist überaus detailreich und fein ausgearbeitet. Inklusive 360 Grad-Schwenkungen oder auch Sprachausgaben. Der kurzer Software-Trailer HIER der Firma “Flying Zone” vermittelt davon einen Eindruck. Nicht getestet habe ich es mit einem VR-Headset, da “Baalbek Reborn” auch auf eine Betrachtung mittels “virtueller Realität” entwickelt wurde. All das soll Baalbek im Jahr 215 nach Christus zeigen.

Eine beeindruckende Arbeit und Darstellung, bei der auch Phantasie mit ihm Spiel war. Schließlich ist anhand der vorhandenen Ruinen Baalbek nicht mehr bis in jede Einzelheit exakt wieder zu rekonstruieren. Entsprechende Vermerke in dem Programm weisen auch darauf hin, dass es hier auch eigene Vorstellungen mit einflossen. Kein unübliches Verfahren. Man denke hier beispielsweise an die Maya-Stätten oder die Azteken-Stadt Tenochtitlan, wie sie in modernen TV-Dokumentationen als Rekonstruktionen zu sehen sind. Auch hierbei finden sich “Freiheiten” in deren digitalen Neuschöpfungen.

Spannend waren natürlich die riesigen Megalithen, mit denen der Unterbau des Jupitertempels errichtet wurde. Immerhin erklären Texte und Sprachausgaben unzählige Details an insgesamt 38 Stationen der virtuellen Reise. Was man da gerade genau wo sieht und was dies einstmals für eine Bedeutung hatte und ähnliches. Bei den Riesensteinen: Fehlanzeige. Hier wird lediglich auf die Pracht des Jupitertempels und vor allem seiner einstigen Säulen oder auf die Höhe der Gesamtmauern usw. eingegangen. Von den gigantischen Steinen, die natürlich in der Rekonstruktion zu sehen sind, kein exaktes Wort.

Der oben genannte und im Kreise der Grenzwissenschaft überaus bekannte “Stein des Südens” kommt übrigens nicht vor. Wohl auch deshalb, da er weit außerhalb von Baalbek noch im Steinbruch liegt.

Pressevorstellung von “Baalbek Reborn: Temples”

Die heutige Online-Pressekonferenz mit Teilnehmern aus Deutschland, den USA und der Libanesischen Antikenbehörde war für den Laien im Vergleich zur Software selber natürlich langweilig.  Es wurde vor allem die Bedeutung der Stätte unterstrichen. Abbas Mortada, Minister für Kultur und Landwirtschaft der Republik Libanon sowie Sarkis Khoury, Generaldirektor der libanesischen Antikenbehörde betonten hierbei auch den Tourismus. Schließlich wird Baalbek in Hochzeiten von Besuchern geradezu überrannt. Bernard Frischer, der Direktor von “Flyover Zone”, zog dabei Vergleiche zu den Pyramiden von Gizeh, die verglichen mit Baalbek die ganze Welt kennt.

Margarete van Ess in ihrer Funktion als Leiterin des Forschungsprojektes Baalbek am DAI betonte, dass “Millionen Besucher” im 20. Jahrhundert nach Baalbek kamen. Sie würden dabei auch immer wieder über die riesigen Bausteine dort staunen. Mehr jedoch sagte auch sie nicht bei der Pressekonferenz zu diesen Steinriesen. “Kriminalistische Forschung” war laut van Ess für den digitalen Wiederaufbau notwendig. Deshalb könne man stolz über die entwickelte Software sein, wie alle offiziellen Teilnehmer betonen. Zu recht.

Van Ess veröffentlichte übrigens einige Bücher über Baalbek und die dortigen Forschungen, die ich Euch am Ende empfehlen möchte.

Der Koordinator des Baalbek-Projekt, Henning Burwitz vom DAI, präsentierte auch die Funktionen und Funktionsweisen von “Baalbek Reborn”. Sie ist für Mystery-Fans aufgrund der mangelnden Aussagen zu den Riesen-Bausteinen sicherlich eine Enttäuschung.

Nicht erwähnt wurde in der Pressekonferenz, dass die Sofortware oder Applikation auch Quellenangaben enthält. Was mit Sicherheit für den Laien auch vollkommen uninteressant ist, da diese sich an den beeindruckenden Bilder erfreuen und etwas über Baalbek lernen können. Für uns sind diese aber interessant

Baalbek und die Quellen

Als 1959 Professor Modest Agrest seine Idee, dass in Baalbek Raketen von Außerirdischen auf einer “Plattform” starteten, formulierte, fußten diese in Quellen von 1896. Da später sein Artikel auch ab 1962 in französisch (“Des cosmonautes dans I’antiquité”, in: “Plaète”, Nr. 7/1962) und anderen Sprachen erschien, fand sie immer mehr Verbreitung. Bis sie letztlich zum Teil der Geschichte der Prä-Astronautik wurde.

Tatsächlich war es Ende des 19. Jahrhunderts die Meinung, dass hier eine “Terrasse” oder “Plattform” den Unterbau des Haupttempels von Baalbek bildet. Ab 1898 jedoch erfolgten bereits Ausgrabungen in Baalbek und genauere Untersuchungen der Fundamente, die in verschiedenen Kampagnen durchgeführt wurden. Erste Veröffentlichungen dazu folgten 1901 und 1902. Vor allem die Ausgrabungen und Forschungen von Theodor Wiegand in den Jahren 1898 bis 1905 sind hier zu nennen, die in verschieden Bänden ab 1921 in Berlin erschienen.

Wiegand zeigte darin vor allem klar auf, dass es eine zusammenhänge Terrasse von Baalbek nicht gibt. Hier wurde ein Fundament errichtet, das vor allem aus groben Steinen, Bauschutt und natürlichen Steinen aufgebaut wurde. Darum kamen bearbeitete Steine von fast 10 Metern Länge und 4 Metern Höhe, auf denen letztlich die legendären Riesen-Blöcke gelegt wurden. Die Bauweise ist sogar auf Fotos der Anlage teilweise klar zu erkennen. Datiert wurde das gesamte Fundament wie Baalbek an sich von den Archäologen in Zeit der Römer, woran sich heute in der Archäologie nichts änderte.

Unter “alternativen Historikern” wird bis heute bezweifelt, dass Baalbek bzw. die dortigen Riesen-Steine von den Römern stammen. So etwa von dem bekannten Autoren Graham Hancock. Er widmend sich beispielsweise in seinem umfangreichen Buch “Die Magier der Götter” (2018) ausführlich dieser Stätte. Unter anderem in einem ganzen Kapitel.

Agrest kannte in der ehemaligen UdSSR diese Quellen entweder nicht oder hat sie ignoriert. Erstaunlich aber bei der Rekonstruktion der Anlage in “Baalbek Reborn: Temples” ist hier wiederum die Art des Literaturverzeichnisses. Es enthält nur 13 Quellen von 1901 bis 2008, die wohl den wissenschaftlichen Anspruch der Rekonstruktion unterstreichen sollen. Denn alles sind wissenschaftliche Veröffentlichungen. Keine populärwissenschaftliche Arbeit zum Thema Archäologie, in denen Baalbek Thema ist, findet sich darunter. Obwohl schon bei der Pressekonferenz betont wurde, dass diese 3D-Modellierung mit modernen Mitteln Besucher für die Anlage begeistern soll.

Aus diesem Grund vermisse ich persönlich eine moderne Art der “weiterführenden Informationen”. Etwa zu YouTube-Videos, “Google Earth” oder Online-Bildergalerien dazu. Das sind keine Quellen in dem Sinne – aber würden “Baalbek Reborn: Temples” für die jungen Mediennutzer, und an die soll sich die Software richten, vielleicht noch weiter begeistern.

Zumindest ich war von der Arbeit beeindruckt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neues vom “Flughafen der Astronautengötter” im Libanon: Neuer Riesen-Stein mit ca. 1650 Tonnen Gewicht in Baalbek gefunden

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Forscher haben in Baalbek (Libanon) den bisher größten Monolithen der Welt gefunden (Bild: "Stein der schwangeren Frau" / WikiCommons / gemeinfrei)
Forscher haben in Baalbek (Libanon) den bisher größten Monolithen der Welt gefunden (Bild: “Stein der schwangeren Frau” / WikiCommons / gemeinfrei)

Der berühmte “Stein des Südens” (auch “Stein der schwangeren Frau”) von Baalbek im Libanon mit seinen rund 1000 Tonnen Gewicht, sowie ein Nachbarstein mit sogar 1242 Tonnen Gewicht, sorgen immer wieder für wilde Spekulationen. Nun hat ein libanesisch-deutsches Forscherteam einen weiteren Steinblock in Baalbek entdeckt, der 1650 Tonnen geschätzt wird. Der Stein im Steinbruch ist 19,60 Meter lang, 6 Meter breit und mindestens 5,5 Meter hoch. Nun soll erforscht werden, warum der Koloss einst nicht fertiggestellt wurde und im Steinbruch verblieb – und mit welchen Mitteln er überhaupt hätte transportiert werden können.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Ruinen von Baalbek sind seit dem Jahr 1959 in der Grenzwissenschaft bekannt, als der russische Forscher Modest Agrest spekulierte, dass die “Terrasse von Baalbek” mit ihren rund 800 Tonnen schweren Steingiganten einst ein Startplatz für Raumfahrzeuge der Astronautengötter gewesen sei. Auch Erich von Däniken schrieb in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” 1968:

Der russische Professor Agrest allerdings hält es für möglich, dass es sich bei den Resten der Terrasse um Überbleibsel einer riesigen Landefläche handeln kann.

Ein Flughafen für Astronauten aus dem All …

“Eine Tanzfläche für Riesen” nannte von Däniken die Anlage vor bald 50 Jahren. Der US-Prä-Astronautik-Autor und Nibiru-Erfinder Zecharia Sitchin sah in zahlreichen seiner Bücher in Baalbek sogar einen ganzen “Raumflughafen” von de außerirdischen Anunnaki. Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten hätten hierbei sogar als eine Art Orientierungsput für eine Einflugschneise nach Baalbek gedient, so Sitchin.

Nun aber fanden Archäologen bei Grabungen neben dem “Stein des Südens” im Erdreich einen noch größeren Monolithen, dessen Gewicht vom Deutschen Archäologischen Institut in einer Pressemitteilung vom 21. November 2014 mit 1650 Tonnen angegeben wird. Auch haben die Ausgrabungen (erneut) belegt, dass der “Stein des Südens” niemals transportiert wurde und noch nicht einmal vom Grundgestein gelöst sei. Ein Umstand, der immer wieder angezweifelt wurde und wird.

In der Pressemitteilung des Deutschen Archäologischen Institut heißt es unter anderem:

Ziel der diesjährigen Ausgrabungen war es, neue Daten zur Abbautechnik sowie zum Transport dieser Megalithen zu finden. Es wurden Bearbeitungsspuren dokumentiert und die alten, durch die Steinbrucharbeiten entstandenen Abfallhalden nach datierbaren und stratifizierbaren Keramikscherben und Kleinfunden untersucht.

Wie nun nachgewiesen werden konnte, blieb der Steinblock ,Hajjar al-Hibla’ im Steinbruch liegen, weil sich seine Steinqualität in einer Ecke als minderwertig erwies und ein natürlicher Riss den Block vermutlich beim Transport hätte brechen lassen.

In der Steinlage unter dem ,Hajjar al-Hibla’ und direkt neben diesem, befindet sich ein weiterer megalithischer Steinblock, der dessen Maße um einiges übertrifft: er ist 19,60 m lang, 6 m breit und mindestens 5,5 m hoch. Um die genaue Höhe feststellen zu können, muss die archäologische Sondage in einer nächsten Ausgrabungskampagne erweitert werden. Konnte man das Gewicht des ,Hajjar al-Hibla’ mit knapp 1000 Tonnen berechnen, bringt der neue Steinblock etwa 1650 Tonnen auf die Waage. Da eine Schmalseite bereits sehr gut geglättet ist und die Vorgaben für die Glättung einer Langseite erhalten sind, muss geplant gewesen sein, den Block in diesen Gesamtmaßen auszuliefern und zu transportieren. Es handelt sich damit um den bislang größten bekannten Steinblock aus der Antike.”

Spekulationen aus Russland

Der Umstand, dass der legendäre “Stein der schwangeren Frau” bis heute in der Mystery-Szene für hitzige Debatten sorgt, ist verständlich. Mit 1000 Tonnen Gewicht stehen Spekulationen über seinen Transport Tür und Tor offen. Dass dieser Stein aber niemals bewegt wurde und beim Baalbek-Thema alte Quellen benutzt wurden, hat beispielsweise der Autor Jörg Dendl bereits 1996 in der Prä-Astronautik-Szenen-Zeitschrift “Ancient Skies” (Heute die “Sagenhafte Zeiten”) aufgezeigt.

Dazu heißt es in der Ausgabe Nr. 4/1996:

Die in der Paläo-SETI-Literatur auftauchenden Spekulationen über die Anlage von Baalbek (Libanon) beziehen sich ausschließlich auf einen Beitrag des russischen Forschers Modest Agrest von 1959, der wiederum auf einen Forschungsbericht von 1896 Bezug nimmt. Neuere Forschungen, insbesondere die Ergebnisse der wichtigen Baalbek-Expedition von 1904/1905 unter Theodor Wiegand, werden nicht zur Kenntnis genommen. Der Autor befasst sich in einer kritischen Analyse mit den vorliegenden Daten und kommt zu dem Schluss, dass die Terrasse von Baalbek auf römische Bauarchitektur zurückzuführen ist und ein außerirdischer Einfluss ausgeschlossen werden kann.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ringheiligtum von Pömmelte: Eine Stierkampfarena? Experten präsentieren eine phantasievolle “Rekonstruktion” (+ Video)

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Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Rekonstruktionen oder sogar Nachbauten von uralten Artefakten, Monumenten, Bodendenkmälern oder anderen Kultplätzen sind wahrlich nicht immer ganz einfach. Vor allem dann, wenn man kaum mehr als verwitterte Spuren im Erdreich hat, die mühsam ausgegraben werden müssen. So wie bei dem Ringheiligtum von Pömmelte in Sachsen-Anhalt, das wie sein “Bruder” in Goseck als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde. Jetzt jedoch legten die Verantwortlichen eine Bild-“Rekonstruktion” vor, die sicher nicht nur Laien erstaunen wird.


Das Ringheiligtum von Pömmelte und Rekonstruktionen der Archäologie

Wenn sich Archäologen daran machen, irgendwas aus unserer fernen Vergangenheit zu rekonstruieren, wird es immer heikel. Seien es nun Nachbauten wie das Ringheiligtum von Pömmelte oder Goseck in Sachsen-Anhalt, der vermeintliche Wiederaufbau von zerstörten Ruinen oder digitale bzw. virtuelle Rekonstruktionen antiker Stätten irgendwo auf der Welt.

Mit Sicherheit wird sich schon jeder Zuschauer bei entsprechen TV-Dokumentationen über historischen Stätten, Orte, Monumente oder ganzer Städte gefragt haben, woher weiß man, wie die aussahen? Denn unzählige derartiger History-Dokus präsentieren dem Publikum immer wieder digitale Rekonstruktionen solcher antiken Ruinen, wie sie einstmals in voller Blüte dagestanden haben sollen. In den wenigstens Fällen wird dabei klein eingeblendet, dass es eine “künstlerische Rekonstruktion” oder “Interpretation” ist.

Emsige Archäologen zeigen hierfür gerne ihre oft spärlichen Funde, aus denen mittels Computeranimation wunderschöne Gebäude und Plätze entstehen. Gute Beispiele sind irgendwelche ausgegrabenen Löcher in denen von tausenden von Jahren Holzpfosten standen, die längst verwittert sind. Wie von Zauberhand entstehen daraus am Computer und Zeichenbrett ganze Häuser mit Dach und Verzierungen oder sogar ganze Ortschaften.

Rekonstrukteure brauchen sehr viel Phantasie, das steht fest. Was die archäologische Faktenlage nicht hergibt, wird dazuerfunden. Seien wir aber mal ehrlich, niemand von uns möchte auf die archäologischen Grafik-Phantasien heute verzichten. So ähnlich mag es ausgesehen haben. Der Interessierte bekommt visuell einiges geboten und kann sich so sicherlich in diese längst versunkenen Welten hinein versetzten.

Nachbauten nach tausenden von Jahren

Bei den Nachbauten – oder mutmaßlichen Nachbauten – der in Deutschland berühmten Ringwallanlagen in Goseck und Pömmelte ist es nicht viel anders. Der archäologische Befund belegt, dass hier solche Holzbauten tatsächlich standen. Vor vielen Jahrtausenden, so dass heute von ihnen nahezu nichts mehr übrig blieb. Da kommt die Luftbildarchäologie ins Spiel, die auch diese Anlagen entdeckte. Verfärbungen und (zu) regelmäßige Strukturen im Erdreich zeigen aus der Luft, dass hier einst etwas stand.

So findet man Beispielsweise auch immer wieder Siedlungen oder Häuser aus den Tagen der Römer in unseren Breiten. Gleichfalls versunkene Ruinen im Sand der Wüste Ägyptens oder auch die Bauten versunkener und unbekannter Kulturen im Urwald von Brasilien (s. Video HIER).

Die Feldforschung und vor allem Grabungen vor Ort zeigen dann schnell, was hier einst gebaut wurde. Selbst 3.000, 5.000 oder 8.000 und mehr Jahre nach dem Bau einer Anlage, kann man diese Spuren in der Erde finden und nachweisen. So war es auch bei den Ringwallanlagen in Sachsen-Anhalt. Rasch wurden die einstigen Gräben und Wälle identifiziert und auch all jene Löcher, in denen unsere Vorfahren ihre Holzpfosten stellten. Grundsätzlich eine recht einfache Bauweise, die man ebenso einfach rekonstruieren kann. Auch wenn sie immer unsichere Variablen enthalten.

Das beginnt schon bei der Frage, wie hoch/lang die einzeln Holzpfähle waren, aus denen die runden Palisaden erbaut wurden. Oder ob einige von ihnen, etwa im Bereich der Eingänge, Querbalken trugen, wie sie in Pömmelte heute zu sehen sind. “So ungefähr” mag eine derartiger Nachbau der modernen Forscher sicherlich korrekt sein. Nur Erbsenzähler mögen an der einen oder anderen Unsicherheit Anstoß nehmen. Zum Beispiel bei der Frage nach etwaiger Bemalungen.

Und die Besucher dieser Stätten freut es ohnehin, dass sie hier etwas beeindruckendes aus de Steinzeit zu sehen bekommen. Zumal die Forschung vor Ort weiter geht und neue, erstaunliche Resultate ans Licht brachte. Unter anderem wurde auf Mystery Files HIER mehrfach darüber berichtet.

War Pömmelte eine Stierkampf-Arena?

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das unter anderem für die Anlage von Pömmelte verantwortlich ist, legte nun aber eine weitere “Rekonstruktion” nach. Eine künstlerische Darstellung, in der auch die neuen Forschungsergebnisse der Ausgrabungen um das Heiligtum Berücksichtigung fanden. Wie berichtet lokalisierten die Forscher im Umfeld unter anderem zahllose Häuser eines ganzen Dorfes um die uralte Stätte. Die größte Siedlung jener Epoche vor grob 5.000 Jahren, die bisher entdeckt wurde.

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Am 20. Juli stellte das Landesmuseum mit Blick auf die neuen Funde bei Facebook ein Bild online, dass eine aktualisierte Rekonstruktion von Pömmelte zeigen soll. Inklusive der neu entdeckten Häuser. Schaut man aber genauer auf das etwas im Hintergrund befindliche Ringheiligtum an sich, sollte der Betrachter staunen. Ihr seht es als Titelbild dieses Beitrages. Mit der vor Ort errichteten Rekonstruktion (kleines Bild im Titelbild) hat diese künstlerische Rekonstruktion oder besser Interpretationen wahrlich nichts mehr zu tun.

Hier hat der Künstler des Landesmuseum für Vorgeschichte aus der Ringwallanlage offensichtlich eine Stierkampf-Arena gemacht. Inklusive einer überdachten Umrundung, einer umlaufenden Tribüne mit Zuschauern und mit Stier und Torero. Die Holz-Palisaden selber sind dich geschlossen und selbst die Eingänge in das Heiligtum sind auf dieser Interpretation verschwunden. Und gerade diese Eingänge oder Öffnungen sind es, die die Anlage von Pömmelte bekanntlich so spannend machen. Sie sind nach astronomischen Bezügen ausgerichtet, wie man es auch vom Sonnenobservatorium von Goseck oder natürlich Stonehenge kennt.

“Nur eine weitere Möglichkeit”

Offenbar hat der Grafiker eher an eine Arena aus dem alten Rom gedacht.

Nach der Veröffentlichung dieses fragwürdigen Bildes, fielen schnell auch anderen diese Unstimmigkeiten auf. Ein User namens Daniel M. merkte beispielsweise bei Facebook an, dass dieses Bild “komplett daneben und falsch” sei. Als Landesmuseum hätte er derartiges nicht veröffentlicht. Auch er vermisst die Tore als “einer der wohl wichtigsten Aspekte überhaupt” bei dieser Anlage. Ihm sei nicht eine Kreisgrabenanlage bekannt, die so gedeutet wird”, wie er ganz richtig kritisiert.

Für ihn ein “Fantasiegebilde“, das sich wohl kaum auf wissenschaftliche Fakten stützten kann. Daraufhin verteidigte das Landesmuseum in Halle die Darstellung unter anderem mit folgenden Worten:

Unser Künstler und Ausstellungsgestalter Karol Schauer hat sich intensiv mit den unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten anhand der Pfostenstellungen des Ringheiligtums von Pömmelte beschäftigt und ist so zu dieser neuen Interpretation gekommen. Nur weil es von der bislang geläufigen Rekonstruktion abweicht, heißt es nicht, dass es gleich ‘daneben’ ist. Es ist eben nur eine weitere Möglichkeit.

Wie das Ringheiligtum oberhalb des Erdbodens tatsächlich aussah, werden wir ohne Zeitmaschine vermutlich nie herausbekommen.

Festgelage oder Tierkämpfe?

Mit der letzten Aussage hat die Institution natürlich Recht. Dennoch würde die bildliche Rekonstruktion auf dem beruhen, “was der archäologische Befund hergibt”. Es sei ein “multifunktionalen Versammlungsort” gewesen, von dem man schlicht nicht weiß, was im Inneren vor sich ging. Aber Stierkämpfe? Auch dafür hat das Landesmuseum für Vorgeschichte eine “Erklärung” anzubieten:

Eine erhöhte Anzahl an Rinderknochen aus der sich eine besondere Bedeutung dieser Tiere ableiten ließe wurde auch entdeckt.

Mag sehr gut sein. Immerhin ist das auch von anderen archäologischen Fundstätten bekannt. Dort werden solche Befunde meist als Opfertiere gedeutet. Oder auch, dass hier zu bestimmten Anlässen geradezu Festgelage stattfanden. Selbst bei den über 10.000 Jahre alten megalitischen Steinkreisen von Göbekli Tepe in Anatolien interpretiert man entsprechende Knochenfunde in diese Richtung.

Dass das Ringheiligtum von Pömmelte aber deshalb eine Arena mit Zuschauertribünen für den Stierkampf war, ist doch mehr als zweifelhaft. Ebenso, dass das Landesmuseum eine solche Phantasie als mögliche Rekonstruktion durchgehen ließ. Zumindest aber ist es hübsch anzusehen.

Video zum Thema

Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen zum Teil erhebliche Abweichungen bei Radiokarbondatierungen nach

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Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen Abweichungen der Radiokarbondatierungen nach - die erheblich sein können (Bilder: PixaBay/gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen Abweichungen der Radiokarbondatierungen nach – die erheblich sein können (Bilder: PixaBay/gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

Die Radiokarbondatierung, auch C14-Datierung genannt, ist eine “Allzweckwaffe” für all jene, die das Alter von organischen Material bestimmen wollen. Vor allem sind das natürlich Archäologen, die mittels C14-Analysen von kohlenstoffhaltigen Funden wie Holz oder Knochen deren Alter ermitteln. Wie alle Datierungen hat aber auch C14 seine Fehler und Grenzen. Und diese sind in der Wissenschaft durchaus bekannt. Doch wie stark Radiokarbondatierungen von archäologischen Funden von anderen zeitlichen Einordnungen abweichen können, zeigt jetzt ein neue Studie. Und diese Abweichungen haben durchaus einen großen Einfluss auf die Geschichtsschreibung der frühen Hochkulturen, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


Die Radiokarbondatierungen (C14)

Archäologen bedienen sich bei ihrer Arbeit verschiedensten Methoden, um einen Fund oder ein Artefakt in einen zeitlichen Rahmen einzuordnen. Neben dem jeweiligen Fundkontext sind das unter anderem auch schriftliche Zeugnisse und Aufzeichnungen aus der Vergangenheit.

Zu diesen Methoden kam rund 70 Jahren die Naturwissenschaft mit der Radiokarbondatierung, die man allgemein auch C14-Datierung nennt. Entwickelt wurde sie schon 1946 von dem Chemiker und Physiker Willard Libby in den USA, der dafür 14 Jahren den Nobelpreis für Chemie bekam. Seit dem ist die C14-Datierung eine „Allzweckwaffe“ der Archäologie und anderer Untersuchungen.

Mit dieser Datierungsmethode wird der radioaktive Zerfall der C14-Atome in kohlenstoffhaltigen Material gemessen. Vor allem natürlich in organischen Material wie Holz oder Holzkohle, Knochen oder Pflanzenresten. Diese neben zu Lebzeiten das natürlich zerfallende C14 aus der Atmosphäre auf und reichen es so immer wieder neu an. Sterben diese, endet auch die natürliche Aufnahme und damit die Erneuerung von C14 des Organismus. Es zerfällt immer weiter innerhalb des Materials bzw. der Lebewesen, was mittels der Radiokarbondatierung gemessen werden kann.

Die bekannte „Halbwertzeit“ beträgt im Fall von C14 exakt 5.730 Jahre (+/- 40 Jahre). Zum Vergleich: Das Iod 131-Isotop hat eine Halbwertzeit von nur 8 Tagen – Tellur 128 benötigt unfassbare 7 Quadrillionen Jahre. Weit länger als das Universum überhaupt alt ist …

Anhand der Bestimmung des C14-Zerfalls einer Probe kann so der Forscher im Labor bestimmen, wann die natürliche C14-Aufnahme dieser stoppte. Also, wann das „Objekt“ gestorben ist. Entdeckt irgendwo auf der Welt ein emsiger Archäologe menschliche Überreste in einem Grab, kann so anhand der Knochen das Alter dieser Reste ermittelt werden.

Vorausgesetzt, dass die organische Probe sachgemäß gewonnen, verpackt und analysiert wurde. Das heißt, dass sie nicht im Nachhinein durch äußere Einflüsse kontaminiert wurde.

Allzweckwaffe C14-Datierung

Denn das ist immer wieder ein Kritikpunkt bei der längst bewährten C14-Datierung. Nicht nur dann, wenn ein ermitteltes Alter eines Objektes nicht den Erwartungen entspricht. Das Grabtuch von Turin, das viele Menschen für das Leichentuch Jesus Christus halten, ist dabei wohl das bekannteste Beispiel. Auch diese heilige Reliquie wurde 1988 mittels C14 datiert.

Heraus kam nach der Analyse der Proben, dass das Turiner Grabtuch im Mittelalter entstanden sein muss. Also ist es zumindest nach dieser Datierung eindeutig eine Fälschung. Für viele Gläubige und Grabtuch-Forscher ein Schock. Sie vermuten – nicht ganz zu Unrecht – eine Kontaminierung der Proben, weshalb die Diskussion um das Leichentuch Christi bis heute hitzig geführt wird (s. a. HIER, HIER , HIER & Video HIER).

Natürlich zweifeln verschiedene Seiten immer wieder an der Genauigkeit der C14-Analysen. Aus den unterschiedlichsten Gründen und nicht nur aus religiösen Motiven, wie beim Turiner Grabtuch. Vielfach wird diese wissenschaftliche Methode sogar komplett abgelehnt. Und zwar wird sie vor allem in der Grenzwissenschaft oder „alternativen Geschichtsschreibung“ gerne „verteufelt“.

Natürlich nicht immer und grundsätzlich, doch lässt sich diese Ablehnung nicht selten erkennen. Dabei ist der Kern der Kritik von dieser Seite praktisch immer gleich. Gräbt ein Archäologe irgendwo nahe, bei oder sogar direkt unter einer uralten Stätte ein mittels C14 datierbares Objekt aus, sagt deren Alter nichts über das „wahre Alter“ der jeweiligen Stätte. So das Hauptargument der Kritik innerhalb der „alternativen Historiker“.

Bekannte Beispiele sind die Pyramiden von Gizeh (die bereits mehrfach mittels C14 datiert wurden), die Ruinenstätte von Tiahuanaco und Puma Punku in Bolivien, Stonehenge und andere Anlagen der Megalithkultur, Baalbek im Libanon oder auch Bauten der Inka in Peru.

Bei den Ruinen von Göbekli Tepe in Anatolien hingegen, die ganz offiziell mit C14 auf ein sensationelles Alter bis zu 12.600 Jahren datiert wurden, wird die Radiokarbonmethode akzeptiert …

Schwankungen der Radiokarbondatierung

Bis ins Unendliche funktioniert die C14-Datierung letztlich aber auch nicht. Zeitlich lässt sie sich im Bereich zwischen 300 und rund 60.000 Jahren nutzen. Mit unterschiedlicher Genauigkeit. Vereinfacht gesagt, wird diese Methode mit zunehmenden Alter der datierten Proben ungenauer. Bei einem beprobten Fundstück, dass mehrere Zehntausend Jahre alt ist, ist allerdings eine Abweichung von angenommen 1.000 Jahren zum wahren Alter unerheblich.

Mehr oder weniger, denn ob vor 41.000 Jahren ein Feuer in einer Höhle in Süddeutschland brannte, oder sich hier „erst“ vor 40.000 Jahren jemand wärmte, wird die Geschichtsschreibung nicht sonderlich ändern.

Ganz anders sieht es auf, wenn man nur einige Jahrtausende in die Vergangenheit schaut. Etwa zu den ersten großen Zivilisationen der Menschheit am Nil oder in Mesopotamien. Eine Abweichung von nur 50 Jahren kann hier ganz erhebliche Konsequenzen für die Geschichtsschreibung, Altertumsforschung und Archäologie haben!

Mit der Radiokarbondatierung festgestellte Altersangaben können etwa einer alten aufgezeichneten Chronologie widersprechen. Ob ein Pharao in Ägypten vor 3.000 Jahren 50 Jahre früher oder später lebte und regiert, macht einen deutlichen Unterschied.

Um eine möglichst genaue Datierung sicherzustellen, bedienen sich Archäologen und Naturwissenschaftler auch verschiedener Methoden der „Kalibrierung“. Zumal auch der natürliche Anteil von C14 in der Erdatmosphäre Schwankungen unterliegt. Abhängig von der kosmische Strahlung, die unseren Planeten permanent aus dem All trifft. Probates Mittel ist für die Forscher unter anderem die Dendrochronologie, also die bekannte „Baumringdatierung“. Wissenschaftler nutzen dazu verschiedene standardisierte Jahresringtabellen und Vergleichskurven, die in unterschiedlichen Regionen der Erde durch die Jahresringe von Bäumen erstellt wurde.

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Wie exakt die Datierung auch mit Hilfe der C14-Kalibrieurng letztlich ist, weiß niemand ganz genau. Abweichungen und Unsicherheiten sind immer Teil der Analysen und werden auch immer in den Untersuchungsberichten der entsprechenden Proben benannt.

Wissenschaftler um den Archäologen Professor Sturt W. Manning von der Cornell University in Ithaca veröffentlichten kürzlich genau zu diesem Problem in „Science Advances“ (18. März 2020) eine neue Studie. Sie kommen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass es zum Teil signifikante Abweichungen in den C14-Datierungen und entsprechenden Abgleichungen gibt.

Je nach Region auf der Nordhalbkugel, die mit derselben „Baumring-Kalibrierung“ vorgenommen wurden. Altersbestimmungen in Zentraleuropa unterscheiden sich mit dieser Methode deutlich von jenen, die im Mittelmeerraum oder Ägypten vorgenommen wurden, so die Forscher. Radiokarbondatierungen widersprechen auch häufig dem Alter, das entsprechende Artefakte nach historischen Aufzeichnungen oder Dokumenten haben müssten. Archäologe Manning:

Eine einzige Kalibrierungskurve für die nördliche Hemisphäre bildet seit fünf Jahrzehnten die Grundlage für die Radiokarbondatierung in Europa und im Mittelmeerraum und legt den Zeitrahmen für die Vorgeschichte fest. In dem Maße, wie die Messgenauigkeit zunimmt, wachsen auch die Hinweise für kleine, aber substanzielle regionale (teilweise wachsende) Abweichungen in den Radiokarbondaten des gleichen Jahres.

Die Altersbestimmung zu korrigieren, könnte daher auch unsere Sicht der Geschichte verändern und das Wissen darüber, welche Gruppen wann dazu beitrugen, die klassischen Zivilisationen zu prägen.“

Manning und sein Team untersuchten für ihre Studie unter anderem Holz aus Norditalien, Deutschland und Zentralanatolien, das aus dem 1. und  2. Jahrhundert vor Christus stammt, sowie andere Proben. Schon dabei zeigten sich Abweichungen in der Datierung von bis zu 31 Jahren in Baumringen aus ein und demselben Jahr. „Dieses wiederkehrende Phänomen untergräbt die Relevanz der C14-Kalibrierungskurve mittlerer Breite für die Chronologie im Mittelmeerraum“, so die Forscher in ihrer Studie.

Radiokarbondatierungen schreiben die Geschichte um

In ihrer Untersuchung verweisen die Autoren darauf, dass eben nicht nur der natürliche C14-Gehalt der Atmosphäre und damit auch dessen Aufnahme von lebenden Organismen schwankt, sondern auch die Vegetation. Im Bereich des Mittelmeeres, und damit der frühen Kulturen, liegt der Pflanzenwachstum eher im milden Winter und Herbst. In Zentraleuropa im Frühling und Sommer. Dieser Unterschied verfälsche auch den bisher angewandten C14-Dantierungsabgleich durch die Jahresringe von Bäumen, sind sich die Forscher sicher.

Das Team um Manning datierte unter Berücksichtigung der erkannten Fehlerquote auch den Vulkanausbruch auf der Insel Thera (Santorin) neu. Diese kleine Mittelmeerinsel wurde einst von einem gewaltigen Vulkan in weiten Teilen vernichtet, was vor Jahrtausenden erhebliche Auswirkungen auf die dortige und gesamte Kultur des Mittelmeeres hatte. Nicht wenige glauben, dass diese Vernichtung als Vorlage für den Mythos von Atlantis des Platon diente.

Archäologische Grabungen datierten den Untergang von Thera bisher auf ca. 1500 vor Christus. Die jetzige C14-Datierung durch Manning weicht davon erheblich ab, und datiert diese Katastrophe auf 1649 bis 1617 vor Christus. 150 Jahre Abweichung sind für den Untergang einer ganzen Zivilisation im Mittelmeer gewaltig.

Bei der Altersbestimmung des legendären Pharao Tutanchamun sieht es nicht für Manning und seine Kollegen nicht viel anders aus. Auch hier kommen sie anhand von 6 Proben zu anderen Daten als die klassische Archäologie durch die Chronologie Ägyptens und früherer C14-Messungen. Zum Beispiel auf eine Bestattung vor 3117 (+/- 12 Jahre) vor Christus. Ägyptologen datieren seinen Tod bisher um das Jahr 1323 vor Christus.

Radiokarbondatierungen aus dem Grab des Tutanchamun stimmten bisher nicht immer mit der historischen Geschichtsschreibung überein. Und Abweichungen von Jahrzehnten wiegen nachvollziehbarer Weise in diesem Zusammenhang überaus schwer.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Geheimnis von “Coral Castle” und die Antigravitation +++ Artikel +++

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ARTIKEL: Das Monument "Coral Castle" von Edward Leedskalnin in den USA - Angeblich durch Antigravitation erbaut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Das Monument “Coral Castle” von Edward Leedskalnin in den USA – Angeblich durch Antigravitation erbaut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Jahrhunderten rätseln Menschen darüber, wie unsere Ahnen scheinbar mühelos gigantische Steine transportieren konnten. Etwa die mehrere Dutzend Tonnen schweren Giganten der Megalithkultur oder auch die Granitsteine in der Cheops-Pyramide (Grabkammern). Oder so rätselhaft Steingiganten, die bis/um/über über 1.000 Tonnen wiegen. Aber wie war all das vor zum Teil vielen Jahrtausende möglich? Und hat tatsächlich der Erbauer von “Coral Castle” in den USA Mitte des letzten Jahrhunderts “das Geheimnis der Pyramiden entdeckt”, durch das er allein seine Monolithanlage bauen konnte? Und das angeblich ganz allein? Ein seltsames Mysterium, dem in diesem Blog-Artikel genauer nachgegangen werden soll.


Groß, größer, gigantisch

Archäologen sagen: Unsere Vorfahren waren eben erfinderisch, hatten genügend Arbeiter mit Muskelkraft und natürlich Zeit zur Verfügung. Sie waren nicht minder einfallsreich oder sogar intelligent als die Menschen heute. Und das ist zweifellos richtig. Verschiedene Berechnungen oder auch experimentelle Archäologen versuchen deshalb immer wieder die eine oder andere Methode zu belegen bzw. zu untermauern. Zum Beispiel bei den Monolithen von Stonehenge in England.

Kritiker sagen, dass das alles so nicht sein kann. Sie wiederum legen Berechnungen vor, die belegen sollen, dass diverse Transport-Thesen der Archäologie nur Humbug seien. Vor allem am Beispiel der Cheops-Pyramide wird dies immer wieder versucht.

Die etablierte Wissenschafts-Community – sofern sie reagiert –  legt daraufhin erneut nach. Sie präsentiert nun wieder andere oder verfeinerte Methoden, Berechnungen und Thesen, wie es denn doch in einer entsprechenden Zeit möglich gewesen sein

Es geht hin und her, so dass sich hier ein endloser Streit zwischen „Pro“ und „Kontra“ durch die Literatur zieht. Ebenso in endlosen Debatten im Internet und Sozialen Netzwerken.

Unvoreingenommene Forscher und Autoren sprechen dabei seit langem davon, dass unsere Vorfahren ein heute verlorenes Wissen hatten. Ein Wissen, wie das eine oder andere Mysterium in Stein letztlich „in Wahrheit“ erbaut sein soll. Wirklich handfeste Beweise fehlen prinzipiell beiden Seiten sehr oft.

Einige spekulieren sogar, dass zum Beispiel die alten Ägypter sowie andere Völker rund um die Erde vor Jahrtausenden mit uns fremden Technologien hantierten. Augenscheinlich ist es ja eine Tatsache, dass gigantische Bausteine vor Jahrtausenden verbaut wurden. Selbst Außerirdische werden hier teilweise ins Spiel gebracht, die hier und dort geholfen haben sollen. Oder „magische Kräfte“, die von einem mythischen Ur-Volk wie Atlantis stammen …

Antigravitation vor Jahrtausenden?

Aber was sollen das für Technologien gewesen sein? Ich traf dazu beispielsweise Anfang März 2010 den Ingenieur Dr. Peter Hattwig. Er ist einer jener „alternativen Historiker“, die sich schon seit langem intensiv mit den Transportproblemen der Vergangenheit befassten. Seinen Berechnungen nach sei nämlich der von der Archäologie favorisierte Transport gigantischer Monolithen mit Schlitten, Seilen, zahllosen Arbeitern & Co. schlicht nicht möglich.

Hattwig kommt, wie viele andere auch, zu dem Ergebnis, dass unsere Vorfahren vielleicht das Geheimnis der Antigravitation kannten.

Antigravitation? Das soll eine Kraft sein, die einfach gesagt das Gegenteil der Gravitation ist. Eine Art „Gegenkraft“, die die bekannte und alles durchdringende Gravitation abschirmt oder sogar – aufhebt. Gerne spekulieren Autoren in diesem Zusammenhang auch darüber, dass UFOs mit solchen Antrieben herum fliegen. Die Konsequenz wäre sensationell. Es hieße nämlich, dass man praktisch mühelos fliegen und natürlich auch gewaltige Gewichte praktisch schwerelos machen könne. Ein Transport wäre dann überhaupt kein Problem mehr. Eben wie die gigantischen Monolithen der Vergangenheit.

Es gibt einige Experimente die Antigravitation erzeugt haben sollen. Oder wollen.

Experimente mit der Gravitation

Dr. Jewgeni Nikolajewitsch Podkletnow (= Eugene Podkletnov) vom „Moscow Chemical Scientific Research Centre” zum Beispiel behauptet, das er in Versuchen 1996 Antigravitation an der Universität Tampere, Finnland, erzeugte. Der „Sunday Telegraph“ berichtete damals am 1. September 1996 als eine der ersten Zeitung überaus erstaunt von den Versuchen Podkletnows.

Kritiker bzw. Forscherkollegen, die seine Versuche nachbauten, winken ab: alles Unsinn, denn sie erzielten nicht die entsprechenden Ergebnisse. Auch wenn Podkletnow von seinen Experimenten überzeugt ist und die Namen der daran beteiligen Forscher geheim hält. Angeblich zu ihrem Schutz, wie er behauptet.

Neben Podkletnow gab und gibt es eine Reihe von Forschern, die von sich behaupten, Antigravitation „erzeugt“ zu haben. Sie alle scheiterten an der wissenschaftlichen Reproduzierbarkeit ihrer Experimente. Die etablierte Forschung erkennt sie deshalb nicht an. Denn Antigravitation oder eine Abschirmung der Schwerkraft soll es nach der etablierten Wissenschaft so nicht geben. Folglich hätten natürlich auch unsere Ahnen niemals mit dieser Technik arbeiten können.

Und wem es dennoch gelingen sollte, dem winkt seit rund 15 Jahren ein Preisgeld von einer Millionen Euro von der „Göde-Stiftung“. Dazu am Ende mehr.

“Coral Castle”

Aber wir brauchen nicht Jahrtausende in die Vergangenheit zu gehen oder irgendwelche fragwürdigen Experimente bemühen. Auch ein Mann in Florida hatte scheinbar eine „Wundertechnik“ erfunden um gewaltige Steinmonolithen allein zu bewegen.

Der seltsame Mann war der Lette Edward Leedskalnin (Edvards Liedskalniņš, 1887 bis 1951). Ein Bildhauer und Ingenieur, den sein Leben lang der Liebeskummer plagte, was ihn letztlich zu seinen „wundersamen“ Techniken führte. Seine Verlobte Agnes Scuffs bekam einen Tag vor der Hochzeit kalte Füße und ließ Leedskalnin sitzen. Leedskalnin verließ nach der unerwiderten Liebe 1913 Lettland und kam nach ruhelosen Jahren in Florida an, wo er 1923 ein Grundstück erwarb.

Von Kummer zermürbt machte er sich nun daran, auf seinem Land eine megalithische Anlage aus Korallenfelsen in Homestead, USA, zu errichten. In Erinnerung an seine „Sweet sixteen“, da Scuffs damals 16 Jahre war. Die folgenden 26 bis 28 Jahre (die Angaben variieren) arbeitete der verschmähte Bräutigam wie ein Besessener an der Megalith-Anlage „Rock Gate Park“ zu ehren seiner Exverlobten Agnes. Heute heißt das Monument „Coral Castle“ und inspirierte den Sänger Billy Idol nach einem Besuch der sonderbaren Anlage zu seinem Song „Sweet sixteen“.

Heute ist das Bauwerk es eine Attraktion für Florida-Touristen. Es sei das 8. Weltwunder, da es nur einen einzigen Baumeister hatte …

Doch das Ganze ist sehr seltsam. Leedskalnin baute die gewaltige Anlage immer nachts in der Dunkelheit. Schon das brachte ihm den Ruf eines „Sonderlings“ ein, der irgendwelche unheimliche Dinge auf seinem Grundstück treibe.

Von Mitternacht bis Sonnenaufgang werkelte er angeblich ganz allein und vollkommen ohne nennenswerte technische Hilfsmittel an seinem Mahnmal der Liebe herum. Leedskalnin behauptete bis zu seinem Tode 1951, dass er das Mysterium der Pyramiden Ägyptens gelüftet habe. Mit diesem „Geheimwissen“ sei es ihm möglich gewesen, die zusammen rund 1.100 Tonnen Gestein des „Coral Castle“ zu bearbeiten und vor allem zu bewegen. Hilfe benötige er dabei angeblich nicht.

Der sonderbare Edward Leedskalnin

Keine Zeugen wollen den emsigen Mann jemals bei der Arbeit gesehen haben. Immer, wenn jemand sein Grundstück nachts betrat, hörte er auf zu arbeiten. Doch die, die angeblich etwas gesehen haben wollen, sprachen von phantastischen Erlebnissen. So etwa sollen sich die Steine „wie mit Gas gefüllte Ballons“ von selbst bewegt haben. Und was dabei geschaffen wurde, ist durchaus beeindruckend.

Viel zitiert wird vor allem eine drehbare Felsentür, die ca. neun Tonnen wiegt, sich aber ganz leicht mit einem Finger öffnen lässt. Er errichtete auch eine Art „Tafelrunde“ mit einem Tisch in Herzform von 2,25 Tonnen Gewicht.

Als die Drehtür vor einigen Jahren sich einmal verklemmte, mussten sechs Arbeiter einen Kran heranschaffen um den Stein wieder zu reparieren. „Es ist nicht wirklich schwierig, man muss nur wissen wie“, sagte Leedskalnin zu Lebzeiten immer, wenn man fragte wie er das alles alleine bauen konnte.

Zahlreiche kleine und große Monolithen sind von ihm in all den Jahren verarbeitet und verbaut worden. Heute ist das „Castel“ ein Museum, und auf der Internetseite CoralCastle.com sind die Arbeiten in beeindruckenden Bildern zu bewundern. Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

“… das Geheimnis der Pyramiden entdeckt…”

Ein Prospekt für Besucher der Anlage zitiert den seltsamen Erbauer mit den kryptischen Worten:

Ich habe das Geheimnis der Pyramiden entdeckt und weiß, wie die Ägypter und die alten Baumeister in Peru, Yucatan und Asien ihre riesigen Monumente erbauen konnten, unter Verwendung einfachster Werkzeuge“.

Was waren das für Kräfte? Antigravitation oder Levitation? Leedskalnin behauptete zu Lebzeiten, dass er den Magnetismus „sehen“ könne. Lichtpunkte um seine Monolithen würde er wahrnehmen, die ihm verraten, wie das entsprechende Objekt zu bewegen sei. Auch habe er die Naturgesetze der „Heiligen Geometrie“ und des Gewichts wieder entdeckt.

Das glaubten 1936 bestimmt auch jene Männer, die Leedskalnin bei einem Umzug helfen wollten. Damals zog er mit seiner gesamten im Bau befindlichen Anlage rund 15 Kilometer um. Der bestellte LKW-Fahrer durfte dabei nicht helfen oder zusehen. Immer, wenn der Fahrer am Morgen zur Baustelle kam, lagen die Monolithen bereits auf der Ladefläche!

Der Fahrer erzählte auch, dass er Vorbereitungen traf einen 20 Tonnen schweren Koloss auf sein Fahrzeug zu bugsieren. Leedskalnin bat ihn dann jedoch ihn kurz allein zu lassen. Dann plötzlich ein Krachen – und als der Fahrer eilig zu seinem LKW lief lag der 20 Tonnen-Monolith bereist auf der Ladefläche. Er konnte angeblich nur noch sehen, wie Leedskalnin seine Hände vom Stein nahm und sich den Schmutz abklopfte. Wie kam der Monolith auf den LKW? Stimmt die Geschichte überhaupt?

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Wie von Zauberhand

„Coral Castle“ ist durchaus rätselhaft. Wenn man bedenkt, dass hier nur ein Mann arbeitete. Denn trotz der offenkundig geleisteten Arbeit kann man die Anlage natürlich nicht mit diversen Megalithanlagen oder Riesenbauten der Vergangenheit vergleichen. Etwa Pyramiden in Mexiko und Ägypten oder Monumenten der frühen Bewohner von Peru.

Es existieren auch Fotos von einfachen Seilwinden und „Hebegestellen“ auf drei Beinen. Ohne Zweifel Hilfsmittel Leedskalnin, die zum Teil auch im Museum selber online gezeigt werden. Doch mit diesen ist es wohl kaum möglich, die schweren Objekte zu bewegen. Ganz zu schweigen davon, dass einige Monolithen größer als die „Hebegestelle“ von Leedskalnin sind.

Der Autor und Pyramidenforscher Christopher Dunn besuchte mehrfach das „Korallenschloss“. Er vermutete nach seinen Erkundungen, dass der seltsame Erbauer elektromagnetische Felder nutzte und den Magnetismus beeinflussten konnte. Eben eine Art Antigravitation. Eine Reihe elektrotechnischer Gerätschaften, die noch heute vor Ort herumliegen, interpretiert Dunn als elektromagnetische Vorrichtungen.

Dunn selber gehört zu den Forschern der alternativen Ägyptologie und Pyramidenforschung, worüber er auch einige Bücher und Veröffentlichungen publizierte. Der Ingenieur ist sicher, dass schon im alten Ägypten Hochtechnologie und sogar „Spirituelle Technologie“ zum Einsatz kam. Zum Teil sollen seiner Überzeug nach Steinbearbeitungen genutzt worden sein, die im heutigen Bauwesen ihresgleichen suchen. Allerdings kann beim rätselhaften „Coral Castle“ augenscheinlich davon keine Rede sein.

Die hier geleistete Arbeit ist zwar gewaltig, aber alles andere als präziser High-Tech mit feinen Schnitten, Kanten, Fugen und glatten Flächen in hartem Gestein.

Geheimnisse der Antigravitation?

Auch die Autoren Bruce L. Cathie und Peter N. Temm sind von „Coral Castle“ begeistert. Autoren, die sich beispielsweise in ihrem Buch „Harmonic 695 – The UFO an anti-gravity“ (1971) mit dem Phänomen der Antigravitation beschäftigen. Darin und in „The Energy Grid“ (1990) wird Carrol A. Lake, ein Cornel des United States Army Corps of Engineers, mit den Worten zitiert:

Leedskalnin bewies, von aller Welt heute zu sehen, dass er die Baugeheimnisse der Alten kannte. Er brach und setzte, alleine und ohne moderne Maschinen, Steine mit dem doppelten Gewicht der größten Blöcke der Cheops-Pyramide.

Insgesamt  schnitt und verbaute er über 1.000 Tonnen Korallengestein. Die größte Leistung durch einen einzelnen Menschen in der gesamten Geschichte der Menschheit. Hier ist eins der großen Wunder der Welt, in einer Reihe mit den Pyramiden Ägyptens, mit Stonehenge in England, mit dem erstaunlichen Jupitertempel in Baalbek nahe Damaskus in Syrien und mit dem großen steinernen Mysterien der Osterinsel.“

Antigravitation bei den Pharaonen ….

In der Grenzwissenschaft wird beim Thema von „wundersamen“ Steinbearbeitungen und vor Transportmethoden auch die alte Schrift Hitat hin und wieder erwähnt (mehr dazu in diesen Artikeln und Beiträgen HIER). Ein mittelalterlicher Text mit Sammlungen von Legenden und mythischen „Märchen“ rund um die Pyramiden in Ägypten. Vor allem um die Cheops-Pyramide. Wenn Leedskalnin nach eigenen Worten „das Geheimnis der Pyramiden entdeckt“ haben will, lässt eine Stelle im Hitat aufhorchen. Darin heißt es:

Sie (die Pyramidenbauer, Anm. LAF) hatten beschriebene Blätter, und wenn der Stein herausgehauen und seine sachgemäße Bearbeitung erledigt war, so legten sie jene Blätter darauf, gaben ihm einen Stoß, und bewegten ihn durch diesen Stoß um 100 Sahm fort; dann wiederholten sie dies, bis der Stein zu den Pyramiden gelangte.“

Das klingt mehr als phantastisch und klar nach fliegenden oder schwebenden Steinen! Wie durch Zauberhand oder eben – Antigravitation. 100 Sahm (besser: Qașaba) sollen umgerechnet 600 Ellen sein (obwohl es ursprünglich ein ägyptisches Flächenmaß war), was gerundet 300 Metern entspricht. Doch egal wie weit die Bausteine auch immer geflogen oder geschwebt sein sollen: Ägyptologen sehen hier reine Märchen ohne historischen Hintergrund. Wie bei den allermeisten Aussagen im der Sammlung Hitat.

Ist das aber vorstellbar? Und ist es vorstellbar, dass ein Einwanderer in den USA „irgendwie“ dieses Geheimnis ergründen konnte?

Wenn Leedskalnin kein Lügner war, also bei seiner nächtlichen Arbeit doch menschliche und technische Hilfe hatte, bleibt sein Monolithen-Schloss ein Rätsel. Fraglich ist auch, warum sich angebliche Helfer in all den Jahren niemals zu Wort gemeldet haben. Kannte der Mann aus Lettland tatsächlich das Geheimnis der Antigravitation und unserer Vorfahren und nahm dies mit in sein Grab?

Die Aufhebung der Schwerkraft

Trotz vielfacher Behauptungen in der Esoterik und Grenzwissenschaft ist Antigravition nicht belegt. Da es aber eben keinen Beweis in der Wissenschaft gibt, steht auch noch das oben genannte Preisgeld der „Göde-Stiftung“ zur Abholung bereit.

Insbesondere in den ersten Jahren seit ihrem Bestehen hatte es sich die Göde-Stiftung zur Aufgabe gemacht, Experimente, in denen eine Beeinflussung der Gravitation postuliert wurde, nach wissenschaftlichen Standards kritisch zu überprüfen.“

So die Stiftung auf ihrer Webseite. Weiter heißt es dort sehr deutlich:

Seit ihrer Gründung 1998 beschäftigt sich die Göde-Stiftung sowohl mit Anfragen und Experimenten von Hobby-Forschern als auch mit Experimenten von ausgebildeten Wissenschaftlern, die glaubten, eine Beeinflussung der Gravitation aus ihren Versuchsergebnissen herauslesen zu können.

Bislang zeigten von uns replizierte oder überprüfte Experimente keine Effekte, die auf eine Möglichkeit hindeuten, die schwächste aller Grundkräfte irgendwie manipulieren zu können. Alle proklamierten Effekte waren entweder unberücksichtigte Einflüsse von außen, Messfehler oder konnten überhaupt nicht nachgewiesen werden.

Die Vielzahl an Einsendungen, Theorievorschlägen und Ideen zu dieser Fragestellung, die unsere Wissenschaftler erhalten, zeigt uns, wie groß das Interesse und zum Teil auch das Engagement bei vielen Personen ist – egal ob in Deutschland oder international.

Seit 2004 hat die Göde-Stiftung daher den Göde-Preis für Gravitationsforschung ausgeschrieben. Kandidaten, die sich für diesen Preis bewerben, müssen die nachfolgende Aufgabe erfüllen und dabei nachweisen, dass sie diesen Effekt einzig durch Beeinflussung der Schwerkraft erreicht haben. Alle bekannten Phänomene wie beispielsweise magnetische Levitation oder Auftrieb sind dabei ausgeschlossen.“

1 Mio. Euro für den Beweis!

Dies zeigt deutlich, dass das Thema Antigravitation weit verbreitet und mit viel Engagement verfolgt wird. Eine wissenschaftliche Anerkennung steht aus. Und das, obwohl die Voraussetzungen für den Erhalt des Preises sich eher mickrig anhören. Zumindest mit Blick auf „Coral Castle“:

Die Göde-Stiftung schreibt ein Preisgeld von 1.000.000 € aus für die Lösung der folgenden Aufgabenstellung:

Ein Objekt mit einem Gewicht von mind. 20 g soll für eine Dauer von 1 Minute oder mehr ca. 10 cm über einer Auflage schweben.“

Zu Lebzeiten von Leedskalnin gab es diese Ausschreibung noch nicht. Angenommen er hätte – wie auch immer! – das Mysterium entschlüsselt, ist es aufgrund seiner Geheimniskrämerei fraglich, ob er es preisgegeben hätte. Ihm schien es zu genügen sein „Liebes-Castle“ zu bauen und für 10 bzw. 25 Cent Besuchern die Anlage zu zeigen …

Und obwohl das Angebot der “Göde-Stiftung” verlockend klingt, muss man eines bedenken: Eine Million Euro für den Beweis, dass man die Gravitation kontrollieren, manipulieren und steuern kann, ist kaum der Rede wert. Eine solche Technologie wäre unbezahlbar und letztlich die gesamte menschliche Zivilisationen in nahezu allen Bereichen grundlegend verändern. Auch und vor allem wirtschaftliche Interessen wären davon unmittelbar betroffen.

Das Argument all jener, die meinen, dass dies längst möglich ist, aber vertuscht wird, ist von daher überaus nachvollziehbar.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ 16.250 Tonnen schwer: Der gewaltigste Megalith der Welt liegt in China. Nur kennt ihn kaum einer …

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16.250 Tonnen schwer! Der gewaltigste Monolith der Welt liegt in China. Nur kennt ihn kaum einer ...
16.250 Tonnen schwer! Der gewaltigste Megalith der Welt liegt in China. Nur kennt ihn kaum einer … (Bild: Lzy Cn / Panoramia / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Unsere Vorfahren haben in aller Welt und zu allen Zeiten gewaltige Steinbearbeitungen geleistet. Zahllose Völker haben gigantische Monolithen transportiert und noch gewaltigere Felsen bewegt. Hier denken die meisten Menschen zum Beispiel an Baalbek im Libanon, wo hunderte Tonnen schwere Bausteine (teilweise!) transportiert wurden. Aber der größte und schwerste jemals von Menschenhand bearbeitete Megalith liegt ganz woanders: Er liegt im Osten von China und wiegt sage und schreibe 16.250 Tonnen – bewegt wurde er aber nie! Alles über diesen steinernen Riesen der Vergangenheit erfahrt Ihr in diesem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als 2014 im Steinbuch von Baalbek (Heliopolis) ein riesiger Baustein mit rund 1.600 Tonnen Gewicht ausgegraben wurde, war die Fachwelt begeistert. Es sei der größte Megalith der Welt, der hier entdeckt wurde.

Die der „Stein des Südens“ mit ca. 1.000 Tonnen Gewicht in Baalbek wurde dieser neue Fund aber niemals bewegt: Auch er liegt bis heute im Steinbuch etwa 900 Meter von der Tempelanlage Baalbek entfernt. Doch niemals bewegt wurde (natürlich) auch nicht der wirklich größte Monolith der Welt, der in China zu finden ist. Ein Gigant, der von anderen beeindruckenden Felsbearbeitungen in Yangshan Quarryu mgeben ist und aus dem 15. Jahrhundert stammt.

In diesem Video stelle ich Euch diese hier im Westen quasi unbekannten Megalithanlage einmal vor.

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Ausschreibung für alle Mystery-Autoren: “Das Vermächtnis der Astronautengötter”. Schreibwettbewerb des Galactic Bookstore Verlag rund um die Grenzwissenschaft für eine Buch-Anthologie.

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Schreibwettbewerb zur Prä-Astronautik (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Waren die “Götter” in Wahrheit Astronauten aus dem All? Schreibwettbewerb zur Prä-Astronautik (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

In den Legenden der Urvölker werden Wesen erwähnt, die vor vielen Jahrtausenden vom Himmel herabgestiegen sein sollen. Weltweit geben außergewöhnliche archäologische Fundstücke der Wissenschaft Rätsel auf. Was ist dran an den Astronautengöttern, die einst die Erde beherrscht haben sollen? Woher kamen sie, und mit welchem Ziel? Welches Wissen, welches Vermächtnis haben sie der Menschheit hinterlassen? Leben sie vielleicht sogar noch unter uns, still und unerkannt? Gemeinsam mit dem “Galactic Bookstore Verlag” suchen die Herausgeberinnen Silke Alagöz und Jutta Ehmke nach Autoren, die die Astronautengötter in einer Geschichte zum Leben erwecken wollen …

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ihr schreibt selber Berichte/Artikel/Internet-Texte usw. zur Prä-Astronauten & den Ancient Aliens? Habt Ihr vielleicht selber einmal daran gedacht, dass ihr diese Arbeiten und Geschichten publizieren wollt? Dann ist vielleicht dieser Schreibwettbewerb des “Galactic Bookstore Verlag” für Euch von Interesse:

Erlaubt sind die Genres Fantasy, Phantastik und Mystery, gerne darf euer Text auch eine Prise Horror oder Science Fiction enthalten. Die Gewinnerbeiträge werden in einer Anthologie veröffentlicht.

Die Astronautengötter müssen ein fester Bestandteil in jeder Geschichte sein oder eine wichtige Rolle spielen. Eure Story darf in der Vergangenheit spielen, in der Gegenwart oder in einer fernen Zukunft. Zeit und Ort sind frei wählbar. Auch Zeitreisen und legendäre Reiche wie Atlantis sind willkommen. Welchen „Tonfall“ die Geschichte annimmt (ernst, lustig, nachdenklich, romantisch, usw.), bleibt dem jeweiligen Autor überlassen.

Die Auswahl an Ideen ist riesig! Stellt euch z. B. Fragen über Sinn und Bedeutung der Geoglyphen, heilige Kultplätze, rätselhafte Fossilienfunde wie den Schädel des ,Sternenkindes’, das Volk der Anunnaki, Puma Punku, die Pyramiden in aller Welt, den Monolithen von Baalbek, die Monstersärge von Sakkara, genmanipulierte Wesen aus grauer Vorzeit, usw. …

Lasst euch vom Thema Prä-Astronautik inspirieren!

Allgemeine und formale Bedingungen:

  • Die Geschichten müssen den Genres Fantasy, Phantastik oder Mystery zugehören.
  • Jeder Autor darf nur eine Geschichte einreichen (keine Lyrik!)
  • Erotische und Gewalt verherrlichende Texte werden von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Die Einsendungen dürfen bisher weder als Print noch online veröffentlicht worden sein.
  • Der eingesandte Beitrag muss selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen.
  • Die Geschichten dürfen eine maximale Länge von 20.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten. Die Einsendungen müssen in einheitlicher Rechtschreibung verfasst und als Word-Datei (.doc /.docx) oder OpenOffice-Datei (.odt) gespeichert sein.
  • Erlaubt ist die Verwendung von nur einer Schriftart und Schriftgröße innerhalb des Textes, Heraushebungen in kursiver Formatierung sind aber zulässig.
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Sorgt für Inspirationen: Der YouTube-Kanal “Ancient Aliens & Mystery Files – Aktuelles aus der Grenzwissenschaft & mehr” (Bild: L.A. Fischinger)

Bitte sendet uns eine Kurzbiographie sowie eure Kontaktdaten (Realname, Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse).

Einsendungen bis zum 15. Dezember 2015 an astronautengoetter@gmx.de

(Rückfragen zur Ausschreibung beantworten wir ebenfalls gerne unter dieser Email­Adresse.)

Honorar:

Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung in der Anthologie sind kostenlos. Es entstehen keinerlei Verpflichtungen. Für jedes verkaufte und bezahlte Buch wird ein Gesamthonorar von 5 % vom Verkaufspreis ausgezahlt. Dieses Honorar wird nach einem Seitenschlüssel auf alle veröffentlichten Autoren aufgeteilt. Außerdem erhält jeder angenommene Autor ein Freiexemplar und kann weitere Exemplare der Anthologie zum Autorenrabatt erwerben (30 % Rabatt auf den Verkaufspreis). Der Autor ist weder zur Abnahme von Büchern noch zur Vermarktung verpflichtet. Der Verlag, und auch die Herausgeber setzen jedoch voraus, dass die Autoren freiwillig zur Vermarktung des Buches in ihren Möglichkeiten beitragen. Hier beispielsweise in Internetforen, sozialen Netzwerken und bei Lesungen für das Gesamtwerk und ihre Geschichte werben.

Rechtliches:

Mit Einreichung seiner Geschichte erklärt sich der Teilnehmer mit den Bedingungen dieser Ausschreibung in allen Punkten einverstanden. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung.
Kriterium für eine Veröffentlichung ist die Qualität des Textes. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jeder angenommene Autor erhält einen Autorenvertrag.

(Quelle/Text: Alexander Knörr & Storywettbewerb.de)

Allen Freundinnen und Freunden des Phantastischen wünsche ich viel Erfolg! (Ich selber habe weder mit dem Verlag noch mit der Anthologie zu tun.)

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind +++Artikel von Lars A. Fischinger+++

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ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)

Februar 1968: Ein junger Schweizer mit dem wohlklingenden Namen Erich Anton Paul von Däniken veröffentlicht nach einer Odyssee durch dutzende von Deutschen Verlagen im Düsseldorfer ECON-Verlag sein kleines Büchlein “Erinnerungen an die Zukunft” mit einer Startauflage von 6.000 Exemplaren. Der Herausgeber ließ bei dem Thema Vorsicht walten. Doch schon im Dezember 1968 wurden rund 120.000 Bücher in etwa zehn Neuauflagen nachgedruckt, und 1970 waren 30 Auflagen mit über 600.000 Bücher längst überschritten. Ein “Mystery-Kult” war im Mainstream geboren, der “Kult” der Prä-Astronautik – der Ancient Aliens. Doch wie kam es dazu? Hier erfahrt Ihr die ganze  Geschichte der Idee der Götter aus dem All – und wie der mittlerweile über achtzigjährige Erich von Däniken mit dem Thema Astronautengötter einen Boom ins Leben rief.

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