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UFO-Skeptiker Donald Trump äußert sich erneut zu den UFO-Videos der US-Navy (+ Videos)

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UFO-Skeptiker Donald Trump äußert sich erneut zu den UFO-Videos der US-Navy (+ Videos)
UFO-Skeptiker Donald Trump äußert sich erneut zu den UFO-Videos der US-Navy (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei/US-Navy / Collage: Fischinger-Online)

Kürzlich veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium drei UFO-Videos, die Piloten der US-Navy von ihren Kampfflugzeugen mittels Infrarotkameras auf gemacht haben. Nachdem diese bereits seit Jahren bekannt waren, wurden sie erst im September 2019 offiziell als “echt” bestätigt.  Und “um etwaige Missverständnisse der Öffentlichkeit darüber auszuräumen, ob das im Umlauf befindliche Filmmaterial echt war oder ob die Videos mehr enthalten oder nicht”, wurden diese jetzt auch offiziell veröffentlicht, wie auf diesem Blog berichtet. Ein Eingeständnis, dass die USA nicht die stärkste Militärmacht der Erde ist. Nun hat sich auch Donald Trump erneut zu diesen UFO-Videos seiner Armee knapp geäußert.


UFOs und das Pentagon

Wie kürzlich berichtet hat das Pentagon die seit Jahren vor allen in der UFO-Szene bekannten Navy-UFO-Videos jetzt auch selber offiziell veröffentlicht. Drei Videos, die Objekte zeigen, die laut US-Verteidigungsministerium auch weiterhin als “nicht identifizierte ” Objekte gelten.

Im 1. Video unten erfahrt Ihr dazu die Hintergründe und könnte auch die entsprechenden Videos am Ende in voller Länge sehen.

Obwohl keinerlei Zweifel an der Echtheit und Quelle der UFO-Videos bestanden, wollte das Pentagon nach eigenen Aussagen damit letzte Zweifel an der Authentizität des Materials beseitigen. Es sollte damit auch der Versuch unternommen werden zu belegen, dass es die Videos nicht “noch mehr enthalten”. Womit wohl gemeint sein soll, dass diese seit Jahren im Umlauf befindlichen Videos nicht noch mehr UFOs zeigen oder sie möglicherweise länger gehen. Wären sie länger, könnten diese UFO-Videos auch weitere “Flugmanöver” der Objekte dokumentiert haben.

Ob das vom Pentagon freigegeben Video-Material allerdings wirklich vollständig ist, kann nicht gesagt werden. Mann kann es dem Verteilungsministerium nur glauben …

Trump: “Ein verdammt gutes Video”

Glauben ist das Stichwort. denn US-Präsident Donald Trump selber glaubt nicht wirtlich an UFOs. Er wurde zwar einst zum Thema UFOs gebrieft und glaubt auch, dass das die US-Navy-Piloten irgendwas gefilmt und gesehen haben, aber mit der UFO-Thematik scheint der US-Präsentiert selber nicht viel anfangen zu können. Er glaube “nicht besonders” an solche UFO-Sichtungen und von abgestürzten UFOs, die in geheimen Basen in den USA versteckt liegen, weiß er auch nichts (s. 2. und 3. Video unten).

Man “könne ja nie wissen” was hinter UFOs stecke, so Trump in einem früheren Interview. Wirklich umfassend geäußert hatte er sich dazu bis nie. Auch nicht gegenüber der Nachrichtenagentur “Reuter” in einem neuen Interview.

“Reuters” führte dieses nach der Freigabe der UFO-Videos durch das Pentagon und deren Zugeständnis, dass man nicht weiß, was das für “Dinger” sind, mit Trump im Weißen Haus. Vor allem ging es darin um die aktuelle Lage rund um das Corona-Virus in den USA und das Verhältnis zu China. “Reuters” schreibt dazu:

Am Ende des halbstündigen Interviews machte Trump unbeschwerte Bemerkungen zu einem neu veröffentlichten Navy-Video, das angeblich ein unbekanntes Flugobjekt zeigt.

‘Ich frage mich nur, ob es echt ist’, sagte er.Das ist ein verdammt gutes Video.’

Welches Video für Trump so “verdammt gut” sein soll, verrät die Nachrichtenagentur nicht. Immerhin gab das Pentagon drei UFO-Videos der Navy frei, auf denen unbekannte Flugobjekte zu sehen sind.

Die USA sind offiziell nicht die stärkste Macht der Erde!

In der deutschen Medienlandschaft wurde das Thema erneut fast totgeschwiegen. Meldungen über die Freigabe und das Eingeständnis des Pentagon erschienen fast nur online bei Boulevardzeitungen. Die “etablierten Mainstreammedien” ignoriertes es. Eine Meldung kam allerdings in den TV-Frühnachrichten von Sat1. Nachfragen von mir bei verschiedenen Sendern blieben übrigens unbeantwortet.

Dabei ist die Aussage des Verteidigungsministeriums der USA zur Freigabe der Videos zwischen den Zeilen eindeutig! In ihrer Erklärung schrieben hieß es unter anderem:

Die in den Videos beobachteten Luftphänomene bleiben als ‚nicht identifiziert‘ gekennzeichnet.

Die angeblich mächtigste, stärkste und fortschrittlichste Streitmacht der Erde – eben das Militär der USA – gesteht hier ein, dass jemand “mächtiger” als sie ist. Nicht die USA hat die “Führungsrolle” in entsprechender Technologie, sondern jemand anders. Vielleicht China, könnte man spekulieren. Über eine außerirdische Herkunft von Aliens spricht offiziell natürlich niemand. Eher davon, dass die Infrarotspuren bzw. zu sehende Wärmeabstrahlungen von irgendeiner Geheimtechnologie eines andere Staates stammen.

Woher sie auch immer kamen, ob von der Erde oder aus dem All: Die USA können sie (bisher!) nicht identifizieren. Damit hat die “Weltpolizei” USA hoch-offiziell zugegeben, nicht die stärkste Macht dieses Planeten zu sein. Wie anders sind die Aussagen des Pentagon sonst zu deuten?

Video-Auswahl zum Thema von Fischinger-Online

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Video vom 29. April 2020 auf Fischinger-Online

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Video vom 7. Juli 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 18. Juni 2019 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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“Verschwörungstheorien sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (und die Frage: warum das alles)

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"Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch": Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler
“Verschwörungstheorie sind fantastisch oder dramatisch”: Radio-Interview mit dem Skeptiker Holm Gero Hümmler (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungen und Verschwörungstheorien gibt es seit Jahrhunderten in allen erdenklichen Bereichen. So ist es kein Wunder, dass auch und vor allem in der Grenzwissenschaft oder anderen “Parawissenschaften” solche großen und kleinen Verschwörungstheorien gibt. Auffällig ist hierbei allerdings, dass es scheinbar immer mehr Menschen und sogar ganze Vereine gibt, die gegen solche Thesen und Spekulationen “kämpfen”. Einer von ihnen ist der Physiker und Autor Holm Gero Hümmler, der jetzt dem “Hessischen Rundfunk” ein Radiointerview zu diesen Themen gab. Anlass war sein neues Buch, in dem Hümmler “mit naturwissenschaftlichen Argumenten und Spaß aufklären will”. Was der Skeptiker zu verschiedenen Verschwörungstheorien zu sagen hat, lest und hört Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien sind prinzipiell überall um uns herum. Und es ist kein Geheimnis, dass es reale Verschwörungen schon immer gab und wohl auch immer geben wird. Die Frage ist nur, wann ist was genau eine Verschwörungstheorie? Und – wie in diesem Beitrag HIER im März 2015 bereits gefragt – ab wann ist man selber ein Verschwörungstheoretiker?

Ein überaus komplexes und vor allem kontroverses Thema. Das liegt in der Natur der Sache. Denn Kern einer Verschwörung ist es ja, dass man sich im Geheimen für dieses oder jenes zusammenfindet und bespricht und das dann im Verborgenen in die Tat umsetzt. Sei es jetzt, dass man Julius Cäsar plant zu ermorden, die Mondlandungen der NASA fälscht, den 11. September inszeniert, den Planeten Nibiru vor der Öffentlichkeit vertuscht oder die in Wahrheit flache Erde vor der Menschheit verschweigt.

Dabei ist der Übergang von echter Geheimhaltung, Falschinformationen, Fake-News, Lügen und Irrtum fließend. Einheitlich ist allerdings wohl der Umstand, dass man gerne an Verschwörungen gewaltigen Ausmaßes glauben will. So fühlt man sich als Teil und Eingeweihter von etwas Großem, von dem die breite Masse eben keine Ahnung hat. Man selber hingegen schon, da man “aufgewacht” sei und sich “informiert” habe.

Und genau hier beginnt das grundlegende Problem zwischen Skeptikern, Kritikern und Verschwörungstheoretikern. Informationen, Quellen, Studien, Literatur usw. der einen Seite wird von der anderen Seite nicht anerkannt oder schlicht ignoriert. Eine endlose Debatte ist die Folge, die damit wohl niemals enden wird. Und durch die Vermischung und Verbindung verschiedener Verschwörungstheorien ist prinzipiell für jeden etwas dabei.

Man muss sich nur seine individuelle Verschwörung heraussuchen und eventuell noch mit anderen Aussagen und Thesen vermischen. Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker

Persönlich hatte und habe ich an den meisten der sogenannten Verschwörungstheorien noch nie Interesse. Sie interessieren mich einfach nicht. Was aber auffällig ist, ist der Umstand, dass gefühlt immer mehr Gruppen, Vereine und Personen (Wissenschaftler wie Laien) diversen Theorien dieser Art “den Kampf angesagt” haben. Einer von ihnen ist Physiker Dr. Holm Gero Hümmler, der dazu den Blog “Relativer Quantenquark” betreibt und einige Bücher veröffentlichte.

Hümmlers Blog und Arbeit richtet sich dabei gegen “Esoterik, Verschwörungsmythen und Spekulatives unter dem Mäntelchen der Physik”, wie er schreibt. Denn viele Anhänger diverser Verschwörungen nutzen einen wissenschaftlichen klingenden Wortschatz und berufen sich auf diverse etablierte Wissenschaftler. “Bewusst oder fahrlässig” werden von diesen eine “falsche Verwendung physikalischer Begriffe und Konzepte” genutzt:

Wer sich auf Einstein, Heisenberg oder Schrödinger beruft, beansprucht wissenschaftliche Seriosität und schreckt unangenehme Fragen ab. Was steckt aber wirklich hinter den Theorien der modernen Physik, und wie viel Überirdisches lässt sich damit tatsächlich erklären? Wo entstehen Missverständnisse durch missglückte Wissenschaftskommunikation, und wo machen sich Physiker selbst zu Kronzeugen zweifelhafter Glaubenssysteme?

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Deshalb wolle Hümmler mit seinem in der Freizeit betriebenen Blog “auf Missstände aufmerksam machen”und schreibe als Hobby Bücher dazu. Sein neues Buch “Verschwörungsmythen – Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden” ist hierbei seine jüngste Veröffentlichung. Es ist auch der Anlass, warum Hümmler unter anderem “hr-iNFO” ein Radinterview rund um Verschwörungstheorien gab, dass am 26. Juni als Podcast online gestellt wurde.

Dazu heißt es:

Die Zutaten einer Verschwörungstheorie sind meist fantastisch oder dramatisch: Nazis im ewigen Eis der Antarktis, ausgestattet mit Wunderwaffen; Außerirdische, die im Kern unserer Erde leben; giftige Wolken, die von Flugzeugen über unseren Köpfen versprüht werden. Der studierte Physiker Holm Gero Hümmler beschäftigt sich intensiv mit solchen ‘Theorien’ und will ihnen etwas entgegensetzen.

Das klingt nach klassischen Verschwörungstheorien, denen sich der Skeptiker Hümmler annimmt. Und so ist es auch.

Die neuen Klassiker

Schaut man auf dem Blog oder in das neue Buch des Kritikers Hümmler fällt eines schnell auf: Er setzt sich fast nur mit den bekanntesten Verschwörungen auseinander, die im Internet und Sozialen Netzwerken kursieren. Zum Beispiel, wobei der Umfang der Themen stark schwankt:

Bei all den organisierten und nicht organisierten Skeptikern, die in den letzten Jahren zweifellos enormen Zuwachs bekamen, ist das schon eine Art “Spezialisierung”. Verschwörungen und Unsinn zum Thema UFOs, Aliens, Prä-Astronautik oder versunkene Ur-Kulturen sucht man bei Hümmler vergeblich. Das verwundert mich als überzeugter Prä-Astronautiker und Mystery-Autor schon sehr. Immerhin kursieren in diesem Bereich zahllose wilde Verschwörungen, Falschbehauptungen und Spekulationen, auf die ich bekanntlich seit 1999 immer wieder hinweise.

Allerdings scheinen hier “neue Klassiker” unter den Verschwörungstheorien unlängst Fuß gefasst zu haben. Und es scheint sich inzwischen tatsächlich zu lohnen, sich gegen allerlei Verschwörungstheorien aus dem Internet zu stellen. Der Buchmarkt bietet in Sachen Mystery und Verschwörungen keine Plattform mehr. Wohl aber der Seite der Skeptiker. Eine durchaus erstaunliche Entwicklung.

Holm Gero Hümmler selber ist allerdings in der “Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften” (GWUP) seit den 1990er Jahren organisiert. Im Podcast mit dem “Hessischen Rundfunk” sagt er dazu, dass diese “skeptische Szene” etwa 1.700 Personen umfasst, womit er wohl die GWUP meint. Ein Verein von Skeptikern, der selbst bei einigen anderen Kritikern als “ideologisch” und “hardcore” gilt.

Wobei es interessant ist, dass bereits einige der aktiven GWUP-Mitglieder Bücher gegen Verschwörungstheorien und allerlei “Aberglaube” veröffentlicht haben. Zum Teil sogar mehrere, die auch in den großen und etablierten Verlagen erschienen.

Ein seltsames Völkchen

Skeptiker werfen diversen Verschwörungstheoretikern und Autoren gerne vor, dass diese immer wieder dasselbe veröffentlichen und sagen. Es gäbe nichts wirklich spannendes Neues, was beispielsweise die Prä-Astronautik und UFOs betrifft. Alles sei schon mal da gewesen, weshalb auch die großen Publikumsverlage solche Bücher bekanntlich kaum mehr verlegen wollen. Allerdings sei der Vollständigkeit halber betont, dass grenzwissenschaftliche und esoterische Bücher, die mit den wildesten und “sensationellsten” Enthüllungen und “Thesen” daher kommen, auch in Kleinverlagen reißenden Absatz finden …

Da man meiner Meinung nach immer beide Seiten beachten und lesen sollte, ist es anders herum aber sehr ähnlich. Die Frage muss erlaubt sein, wie oft man noch online und offline diverse Verschwörungstheorien “widerlegen” will?! Denn auch bei den Skeptikern und “etablierten Wissenschaftlern” wiederholen sich die Themen immer wieder. Doch die Leserschaft scheint ein seltsames Völkchen zu sein, da sie scheinbar diese oftmaligen Wiederholungen dennoch gerne liest.

Was bei praktisch allen Kritikern, Skeptikern und Anti-Verschwörungstheorie-Autoren sowie entsprechenden Gruppen und Vereinen immer gleich ist, ist nicht minder seltsam: Immer geben diese an, dass sie mit ihrer Arbeit und ihren Publikationen gegen allerlei Unsinn und Verschwörungen kämpfen wollen. Sie möchten durch ihre Veröffentlichungen und ihr Arrangement erreichen, dass die Menschen nicht jeden Mumpitz glauben und wollen so “Fakten” und “Wissenschaft” dagegen stellen.

Das klingt erst mal sehr gut … und das kann auch so stehen lassen.

Das Problem ist nur, dass genau diese Skeptiker eigentlich ausnahmslos im gleichen Atemzug sagen, dass man überzeugte Verschwörungstheortiker mit Wissenschaft, Belegen und Argumenten so oder so nicht überzeugen kann. Sie würden diese als “Teil der Verschwörung” rund weg ablehnen und als Kritiker redetet man quasi gegen die Wand. Fakten interessieren sie nicht. Und wenn, dann werden sie nur von der eigenen Seite gelesen.

Warum aber dann dieser ständig sich wiederholende Kampf gegen diverse wilde Thesen?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video: Skeptiker-Bewegung verleiht dem KOPP-Verlag das “Goldene Brett vorm Kopf” 2014 für sein Lebenswerk: Über Peinlichkeiten bei der Verleihung

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Das "Goldene Brett vorm Kopf" 2014 verliehen Skeptiker dem KOPP-Verlag "für sein Lebenswerk" (Bild: Kopp Verlag / L. A. Fischinger / WikiCommons/CC BY-ND 3.0)
Das “Goldene Brett vorm Kopf” 2014 verliehen Skeptiker dem KOPP-Verlag “für sein Lebenswerk” (Bild: Kopp-Verlag / L. A. Fischinger / WikiCommons/CC BY-ND 3.0)

Die Skeptiker-Szene rund um die GWUP („Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“) verleiht jedes Jahr den Satire-Preis das „Goldene Brett vorm Kopf“, mit dem, so die Skeptiker, „Menschen ausgezeichnet werden, die sich durch die öffentliche Verbreitung abstruser Ideen oder anderem abergläubischem Unsinn hervorgetan haben“. 2014 bekam diesen Preis der Sänger Xavier Naidoo aufgrund seiner Tendenzen zu rechts-verschwörerischen Ideen. Aber auch der Kopp Verlag bekam ein Sonderpreis für „sein Lebenswerk“. Zum Satire-Preis der Skeptiker-Bewegung an den KOPP Verlag hier ein Video auf meinem Vlog bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken erhielt 2012 ein Sonder-Brett vorm Kopf „für sein Lebenswerk“ von der Skeptiker-Szene verliehen. Dieses Jahr bekam diesen Preis „für sein Lebenswerk“ der bekannte KOPP-Verlag. Ich habe mit die Verleihung der GWUP in Wien online angesehen, und mit fielen bei der Verleihung an den KOPP-Verlag einige Peinlichkeiten auf.

Mehr zu diesem Sonderpreis den Verlag in diesem Video. “Teilen”, kommentieren, liken und verbreiten ist natürlich wie immer erwünscht.

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Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion”

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Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion” (Bild: L. A. Fischinger)
Interview mit Lars A. Fischinger: “Die Prä-Astronautik ist keine Sekte oder Religion!” (Bild: L. A. Fischinger)

Ende September 2013 besuchte mich der Journalist, Psychologe, Autor & Blogger Dr. Sebastian Bartoschek von der GWUP zu einem Interview in meinem Heimatdorf Coesfeld-Lette. In dem rund einstündigen Gespräch in meinem Büro ging es (natürlich) um die Prä-Astronautik, die Welt der Ancient Aliens-Fans, das „Wunder von Guadalupe“, die Szene der Skeptiker und etablierten Wissenschaft, den Kopp Verlag und vielem anderen mehr. Ebenso gehe ich in dem Interview auf den Vorwurf ein, dass die Idee der Götter aus dem All inzwischen zu einer Art Religion oder Alien-Sekte geworden ist. Ab sofort findet Ihr das Video-Interview auf meinem YouTube-Kanal der Mysterien der Welt.

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Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In „lockerer Runde“ ging es in dem folgenden Interview in meinem Arbeitszimmer rund um die Themen der Grenzwissenschaft wie UFOs, Astronautengötter/Prä-Astronautik & Co. und die Suche nach dem Beweis für die Idee der Astronauten aus dem All.

Ich habe das Video-Interview mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sebastian Bartoschek für Euch inzwischen online gestellt.

Alles weitere zu den genannten Themen und ob die Prä-Astronautik nicht eigentlich eine religiöse bzw. esoterische Alien-Sekte ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt also neugierig …

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Sex, Sünde, Skeptiker: War die Erde in der Vorzeit ein “Partyplanet der geilen Raumfahrer” aus dem All? +++ Video +++

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VIDEO: Für einen Prä-Astronautik-Kritiker war die Erde ein "Partyplanet für geile Raumfahrer" - Die wirklichen Hintergründe (Bilder: PixaBay/NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Für einen Prä-Astronautik-Kritiker war die Erde ein “Partyplanet für geile Raumfahrer” – Die wirklichen Hintergründe (Bilder: PixaBay/NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der unsäglichen TV-Dokumentation “Astronauten aus dem All – Eine Spurensuche”, die bereits sehr oft auf dem Sender “N24” gesendet wurde und auch bei YouTube zu finden ist, wird “wunderbar” sarkastisch über die Prä-Astronautik hergezogen. So werden beispielsweise die Ancient Aliens dort als “geile Raumfahrer” bezeichnet, die vor Jahrtausenden in unsere Erde eine Art kosmischen Ballermann sahen. Wieso das? Dazu ein “Mystery-Review” mit den Hintergründen in einem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal.


Partyplanet Erde – für Ancient Aliens?

Zahlreiche Thesen und Ideen der Prä-Astronautik bieten neben Stoff für phantastischen Science-Fiction à la “Stargate” auch Anlass zu Hohn und Spot. Das ist erst mal soweit in Ordnung, wenn man hier Satire und vor allem Humor vor sich hat. Man denke nur an die “Rüsselmops” Cartoons des Grenzwissenschafts-Autoren und Künstlers Reinhard Habeck oder seine Karikaturen und Witze über Erich von Däniken.

Anders sieht es meiner Meinung nach dann aus, wenn in einer “Dokumentation” am Deutschen Fernsehen quasi gnadenlos gegen die Ideen der Götter aus dem All geschossen wird. So immer wieder geschehen bei “N24”. Besonders spannend in der Sendung “Astronauten aus dem All – Eine Spurensuche” ist die spöttische Aussage eines Anthropologen, dass die Astronautengötter unsere Erde vor Jahrtausenden als “Partyplanet” nahmen.

“Die Hypothese der geilen Raumfahrer”, wie der Skeptiker sie nennt, ist aber eben nicht auf dem Mist der Paläo-SETI-Autoren & Co. gewachsen. Vielmehr stecken historische und deutliche Kerne/Aussagen in der Mythologie der Menschheit dahinter, die keineswegs durch das “N24-Partyplanet-Argument” widerlegt sind (s. a. Video HIER & Link HIER) …

Diesen real vorliegenden Kern fasse ich für Euch in diesem YouTube-Video zusammen

Bleibt neugierig …

Video vom 2. Sep. 2012 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Artikel: Das Skeptiker-Syndrom: Zur Mentalität der GWUP.

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Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.” / “Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.” / “Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.” / (Albert Einstein)

Von Dr. Edgar Wunder

Ich bin eines von 19 Gründungsmitgliedern der im Oktober 1987 gegründeten „Skeptiker“-Organisation „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“ (GWUP), war von 1992 bis Dezember 1998 deren „Fachbereichsleiter“ für das Thema Astrologie, von 1996 bis Juli 1998 Mitglied des Verwaltungsrats der GWUP, von 1994 bis Dezember 1998 Mitglied der Redaktion der von der GWUP herausgegebenen Zeitschrift Skeptiker und – last not least – von September 1996 bis Dezember 1998 der verantwortliche Redaktionsleiter des Skeptiker.



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Universität Würzburg: Wissenschaftliche UFO-Forschung für Deutschland – UFOs “frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen”? (+ Video)

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Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie in einem YouTube-Video auf Mystery Files berichtet, fand Mitte August 2021 ein Workshop der “Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt” (DGLR) zum Fachbereich “Extraterrestrik”statt. Unter anderem ging es bei diesem Workshop unter Leitung von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg auch um die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der Unbekannten Luft-Phänomene. Also um UFOs (UAPs). Jetzt haben auch die Mainstreammedien diesen Workshop aufgriffen und darüber berichtet. Wie genau, das erfahrt Ihr in diesem neuen “Mystery-Review”.


UFOs als Thema für akademischer Forschung

Etablierte Wissenschaftler wie auch die Presse wollen in Deutschland mit dem Thema UFOs und UAPs nicht wirklich etwas zu tun haben. Zu schnell “verbrennt man sich die Finger” daran und wird als “Alien-Spinner” dargestellt. Ein Umstand, den selbst der interessierte Laie nur allzu gut kennt, sofern er sein Interesse oder Hobby preisgibt. Aber in anderen Ländern wiederum ganz anders aussieht.

Ein Workshop der “Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt” (DGLR) wollte das in einem ersten, kleinen Schritt ändern, wie im unten nochmals eingefügten Video berichtet. Geleitet wurde dieser von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg und organisiert im Rahmen des DGLR-Fachbereich “Extraterrestrik”. Wie HIER berichtet, waren sich die teilnehmenden Wissenschaftler und Interessierten einig, dass es eine wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der UFOs geben muss. Diese Forschung, so betonten es die Teilnehmer, muss dabei vor allem frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen sein.

Eben genau das, was dem Phänomen und all jenen, die versuchen sich damit ernsthaft zu befassen, seit Jahrzehnten anhaftet.

Erstaunlich bei diesem Workshop war auch, dass die teilnehmenden Akademiker nicht ausgeschlossen, das hinter dem Phänomen Außerirdische stecken könnten. Eine verblüffende Aussage, die man so nicht erwartet hat. Auch wenn diese Vermutung oder “starke Behauptung” von Seiten der Wissenschaftler natürlich nicht minder starke Beweise bedarf.

Wie nicht anders zu erwarten war, berichteten die “etablierten Medien” nichts über diesen Workshop. Was man grundsätzlich von den Mainstreammedien in Deutschland nicht anders kennt. Wer will es ihnen verübeln, da es in ihren Augen “weit wichtigere Themen” gibt, die die Öffentlichkeit auch sicherlich mehr interessieren? Die Finger mag sich auch niemand verbrennen. Und auf eine ironische und mit einem breiten Grinsen im Gesicht des Journalisten gebrachte TV-Meldung kann man lieber gleich verzichten, denken sicher viele.

Wissenschaftliche UFO-Forschung

Anders der “Bayerische Rundfunk” (BR) der GEZ-Presse, der am 2. September das Thema und den Workshop für sich in der Radiosendung “Hier ist Bayern” entdeckte und mit einem zusätzlich Artikel online stellte.

Sehr ähnlich wie in meiner Video-Beschreibung vom 16. August formuliert, heißt es im Artikel des BR korrekt:

Doch während in anderen Ländern etablierte Wissenschaftler UAPs seit Jahren ernst nehmen, sah es an deutschen Universitäten lange mau aus: Fachpresse wie Wissenschaft wollte damit nichts zu tun haben. Eine Professur an der Universität Würzburg will das schon seit geraumer Zeit ändern – indem sie die Forschung zu UAPs zu einem ihrer Schwerpunkte im Gebiet Raumfahrttechnik erklärt.

“Deutschlandweit einmalig” wäre dieser Schritt, so titelt der BR.

Natürlich beruft sich auch der BR auf Kayal, der “sich seit Jahren mit der Erforschung von UAPs und somit von allen Phänomenen am Himmel” befasse. Deshalb könne er nicht verstehen, dass “es in ganz Deutschland keine institutionelle Forschung über UAPs gibt und ich auch keine andere Universität kenne, in der das als aktiver Schwerpunkt betrieben wird”, wie ihn der BR zitiert. Selbst, dass Kayal, wie er auf dem Workshop nochmals erklärte, “intelligente Sensoren” zur UFO-Jagd entwickelt, vergisst der BR nicht zu erwähnen.

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Sensoren zur Erfassung von UFOs? Gerade dieser Punkt mag viele Skeptiker Bauchweh verursachen. Und damit fraglos auch jeden Journalisten, die sich nicht mit der UFO-Forschung auskennen.

Grundsätzlich aber will Kayal damit hochauflösende Fotos von UFOs bekommen. In Verbindung mit sämtlichen sensorischen und anderen gewonnen Daten, wolle man so UFOs identifizieren. Erst klare Grundlagendaten einer Sichtung oder ähnlichem hilft bei der Erklärung. Und sei es nur ein Vogel, der da vorerst für ein Unbekanntes Flugobjekt gehalten wurde. Immerhin würden rund 97 Prozent aller UFO-Sichtungen erklärt werden können, wenn genügen Datenmaterial der einzelnen Sichtungen vorliegen würde, so der Wissenschaftler. Mehr dazu im Video unten.

Professor Kayal betonte aber auch zum UFO-Phänomen, dass ein intelligentes Verhalten dahinter stecken könnte:

“(Es gibt) Dinge, die scheinbar aus dem Stand heraus sehr hohe Beschleunigungen aufweisen, abrupte Richtungswechsel vollführen oder auf der Stelle schweben ohne Geräusche von sich zu geben.

Derartige Aussagen sind nicht neu und vor allem im Zusammenhang mit den UFO-Videos der US-Navy ab 2017 wieder in den Fokus gerückt. In Deutschland allerdings erst, wie in diesem Video HIER , diesem Artikel HIER sowie auch HIER berichtet, als Ex-Präsident Barack Obama das in der Talkshow wiederholte. Da wurden auch die deutschen Mainstreammedien etwas aufmerksam, da es der hierzulande noch immer beliebte Obama sagte. Wenn er etwas sagt, hört man – warum auch immer – hin.

UFOs und die Wissenschaft: Ein Umdenken?

Wie der BR weiter berichtet, ist Kayal (wie viele andere Wissenschaftler auch) voller Optimismus, dass wir “bald” Leben im All finden und beweisen können. Er sprich von den kommenden 10, 20 oder 30 Jahren. Damit meint er keine außerirdischen Zivilisationen, sondern Mikroorganismen und demnach primitives Leben. Was sich bekanntlich auch auf einigen Himmelskörpern inkl. Monden in unserem Sonnensystem entwickelt haben kann.

In “einer fernen Zukunft”, so der BR, glaubt aber auch der Raumfahrttechnik-Professor, dass wir “auf außerirdische Intelligenz” im All stoßen werden:

Bis dahin will der Würzburger Lehrstuhl die Zahl der falsch-positiven Erkennungen reduzieren und zunächst die noch unbekannten Wetterphänomene verstehen. Kayal fordert, dass UAPs deutschlandweit auch im wissenschaftlichen Umfeld mit größerer Offenheit und ohne Stigmatisierung untersucht werden.

So der BR in seinem zusammenfassenden Artikel über dieses Thema.

Auf diesen Blog-Seiten wurde in der Kategorie “Mystery Reviews” zum Teil wie ein Rohspatz über diesen oder jenen Bericht des Mainstream oder entsprechenden TV-Sendungen zu grenzwissenschaftlichen Themen geschimpft. In diesem Fall hat der BR in der kürze des Artikels die Sachlage und Hintergründe klar und sachlich dargelegt. Eine Ausnahme, wie meine Erfahrung zeigt.

Der Artikel selber ist nur eine Art Ergänzung zu dem Radiointerview mit Hakan Kayal, das der BR dort ebenso online stellte. Knapp über drei Minuten, in der die Moderatorin gleich zu Beginn betont: “Wissenschaftlich wird das Thema eher stiefmütterlich behandelt”. Die Frage, die sich bei den redlichen Bemühungen von Kayal jedoch stellt, ist die, ob er in der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Deutschland damit wirklich etwas bewegen kann.

Vielleicht erweisen sich letztlich seine Forschungen dann doch als Tropfen auf den heißen Stein – oder als Beginn des Umdenkendens …

Video zum Thema

Video vom 18. August 2021 auf Mystery Files

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Nazca und die “Sternenmenschen”: Von UFOs von der Venus, Marsmenschen und Flughäfen für Außerirdische: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (+ Videos)

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Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute kennen viele, die sich nicht speziell für Mystery und Rätsel der Archäologie interessieren, die Hochebene von Nazca in Peru. Jene Gegend, in der sich die längst legendären Nazca-Linien befinden. Scharrbilder – Geoglyphen -, die aus Pisten, Linien, Tierdarstellungen und geometrischen Formen bestehen und vor allem aus der Luft in ihrer Gesamtheit zu sehen sind. Anlass für viele Spekulationen. Vor allem seit Erich von Däniken diese ab 1968 bekannt machte. Seit dem spricht man gerne aus Unwissenheit von einem “UFO-Flughafen”. Doch dabei gab es zu Nazca schon Jahre vor von Däniken und auch zeitgleich mit ihm die bizarrsten Ideen und Aussagen über Nazca und Wesen aus dem All, die heute keiner mehr kennt. Welche das beispielsweise sind, stelle ich Euch in Anlehnung an mein Buch “Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘” in diesem Blog-Artikel einmal vor. Als die Spitze des Eisberges, wenn man hinter die Kulissen schaut.


Nazca

Ein „Kernthema“ der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren, ist zweifellos die Hochebene von Nazca in Peru. Die dort zu finden Linien, Figuren und Pisten gelten seit Jahrzehnten als eines der ungelösten Rätsel der Menschheit. Heute sind sie längst fest im Blick der archäologischen Forschung, die als etablierte Wissenschaft nichts mit all den Spekulationen um die Nazca-Linien zu tun haben will.

Denn solche Spekulationen sind rund um die mythische Ebene seit über einem halben Jahrhundert fast schon an der Tagesordnung. Längst hat sich hier ein Sammelsurium von Aussagen, Behauptungen, Spekulationen und Ideen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, den fast niemand mehr überschaut. Zumal selbst Archäologen, Autoren, Skeptiker und Kritiker aller Art und Unart sich beim Thema Nazca nicht immer mit Ruhm bekleckerten! Auch wenn sie selbst nichts mit der Idee von Astronautengöttern anfangen können.

Wie ich in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“ aufgezeigt und belegt habe, sind selbst unter „etablierten“ Archäologen, Skeptikern und Autoren Falschaussagen, Unterstellungen und glatte Lügen in diesem Zusammenhang keine Seltenheit (s. a. HIER). Von mangelnder Recherchen ganz zu schweigen. Und so lässt sich eine ganze „Evolution“ mit zahllosen phantastischen und auch bizarren Facetten rund um die Nazca-Linien nachzeichnen.

„Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“

Denn das Thema Nazca und Außerirdische der Antike oder sogar UFOs ist weit tiefer und vielschichtiger. Es nur auf den Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken und seine Bücher zu reduzieren, ist nur die Spitze des Eisberges, wie in „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ umfassend dargelegt. Erstaunliche vor, während und nach von Dänikens ersten Buch 1968 offenbarten sich hier. Von beiden Seiten, von der „seriösen“ und von der „spekulativen“ Anschauung aus! Was nicht nur die heute noch bekannten Vordenker der Prä-Astronautik betrifft.

Bevor Erich von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 erschien und damit die Prä-Astronautik inklusive Nazca zu einem weltweiten Thema wurden, waren bekanntlich schon andere Autoren von solchen Scharrbildern fasziniert. Etwa der heute schon legendäre aber oft vergessene Autor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“. Es erschien bereits 1963 in Frankreich und kam 1966 in Deutschland auf dem Markt.

Spannender wird es allerdings bei den französischen Autoren Louis Pauwels und Jacques Bergier, einem Journalisten sowie einem Chemiker und Nuklearwissenschaftler, die man ruhigen Gewissens als vergessene Wegbereiter der Prä-Astronautik bezeichnen kann. Zumindest kennen sie wohl nur noch die „alten Hasen“ der Prä-Astronautik bzw. „Ancient Aliens“-Thematik.

Bevor Erich von Däniken ab 1968 ungeahnte Welterfolge feiern konnte, schrieben auch sie bereits in verschiedene Büchern über die Mysterien der Welt und Raumfahrer der Antike. So in ihrem Erfolgstitel „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“, das schon 1960 in Frankreich und 1962 in Deutschland erschienen war. Auch von Däniken listet dieses Werk in seinem Erstling im Quellenverzeichnis auf.

“Markierungen eines Flugplatzes”

In diesem Vorreiter der phantastischen Literatur schrieben Pauwels und Bergier bereits vor über 60 Jahren zu der Hochebene von Nazca zum Beispiel Folgendes:

Was bedeuten jetzt die Figuren von Nazca? (…) Eigentlich müsste man annehmen, die Konstrukteure hätten nach Weisungen gearbeitet, die ihnen von einem in der Luft schwebenden Fahrzeug erteilt wurden. (…) Die Photographien der Ebene von Nazca, die wir heute besitzen, lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken. Söhne der Sonne, vom Himmel gekommen.“

Eine Aussage, die eindeutig nach der erst Jahre später durch von Däniken „geborenen“ Prä-Astronautik klingt. Mehr noch, denn Pauwels und Bergier warfen damals schon der Archäologie mehr oder weniger Engstirnigkeit vor, da diese den Nazca-Linien nur eine religiöse Bedeutung zusprächen. „Das behauptet man immer, um nur überhaupt etwas zu sagen“, so die Autoren damals. Eine klare Anspielung auf den Umstand, dass in der archäologischen Forschung viele sonderbare Funde zu einem „Kult“ gehören, „Kultobjekte“ sind oder eine Stätte schlicht ein „Kultort“ der Vorzeit war.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Zum Thema: Lars A. Fischinger: “Nazca und der Flughafen der Außerirdischen”

Nach Meinung Pauwels und Bergier sollte man bei Nazca durchaus peruanische „Legenden heranziehen“, die von Göttern aus dem Himmel berichten. Denn es gebe „die prä-inkaische Mythologie, nach der die Sterne bewohnt und die Götter aus dem Sternbild der Plejaden herabgestiegen sind“, schreiben die Autoren weiter. Selbst die etablierte Archäologie würde diese Legenden erwähnen, nehme sie aber schlicht nicht ernst. Also wörtlich, wie es die beiden Autoren machten.

Nazca als außerirdische Basis

Der italienische Bestsellerautor und Prä-Astronautik-Pionier Dr. Peter Kolosimo wird da in seinem Buch „Terra senza tempo“ das schon 1964 in Italien erschien (deutscher Titel: „Woher wir kommen“, 1972), konkreter und nennt Namen. Er schreibt zu Nazca und den angeblichen Mythen von Göttern, die von den Plejaden kamen, unter anderem:

Ist es nicht seltsam, dass sie eigens für die Vogelperspektive angelegt scheinen, so dass sie erst durch die Luftaufklärung entdeckt werden konnten? Prof. John A. Mason von der Universität von Pennsylvania streift wohl die Vermutung, sie seien auf die Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden, aber als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft weist er diesen Gedanken zurück – um dann, wenn er von der Mythologie der Vorinkazeit spricht, über uralte Glauben berichten zu müssen, nach denen die Sterne ohne jeden Zweifel bewohnbar sind und die davon sprechen, dass aus der ‚Konstellation der Plejaden Gottheiten auf die Erde heruntergekommen sind.‘

Wie es heißt, existieren in Peru und teilweise in Chile noch viele solcher Anlagen, aber die Indios, die sie zwar kennen, können deren Bedeutung nicht erklären. Sie erzählen uns dafür etwas ganz Phantastisches, das die ‚Freunde der Uranosbewohner‘ in Ekstase versetzte und sie zu der Interpretation bewog, die mysteriösen Zeichen seien Symbole für die Piloten außerirdischer Flugkörper gewesen, die an diesen Punkten ihre Stützpunkte gegründet hätten.

Dann hat es also in der Vergangenheit richtige ‚Sternenhäfen‘ in den Anden gegeben? Wir wollen uns nicht zu kühnen Vermutungen versteigen (…).“

Der hier von Kolosimo erwähnte Prof. Dr. John A. Mason war bis zum seinem Tod 1967 ein hoch angesehener Archäologe, der sich auf Südamerika spezialisierte. Mit „The Ancient Civilizations of Peru“ legte er dazu 1957 das Standartwerk seiner Zeit vor, in dem er sich auch zahlreiche Gedanken über die Bodenzeichnungen von Nazca macht.

Aliens von den Plejaden im alten Peru?

Darin „streift“ er in der Tat auch die Idee, dass Nazca sei durch „Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden“, wie Kolosimo es ausdrückte. Nur von einem Flugzeug oder Ballon, so Mason, seien die Geogyphen zu sehen, was „einige faszinierende Vorschläge und Möglichkeiten“ zulassen würde:

Zweifellos wurden sie von himmlischen Gottheiten gesehen. (…) Wie wurden sie so perfekt gemacht, ohne in der richtigen Perspektive gesehen zu werden? Die Macher müssen viel über Proportionen wissen. Könnten sie von einem kleinen Modell an einem Gitter gearbeitet haben?

„Als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft“ enthält Mosons Hauptwerk aber keine Aussagen über leibhaftig vom Himmel gekommenen Götter. Auch wenn er beispielsweise auf Götter des Mondes, Venus und Plejaden verweist.

Wahrscheinlich inspirierte auch von Däniken diese Aussage über Götter der Plejaden. Im Jahre 1967, als noch niemand seinen kannte und sein Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ tatsächlich noch Zukunft war, hielt er einen Prä-Astronautik-Vortrag in Mainz. Es war beim „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ vom 3. bis 6. November 1967, der ein großes mediales Echo nach sich zog. Hier sprach Mystery-Jäger von Däniken erstmals auf der große Bühne über das Vortragsthema „Erhielten unsere Vorfahren Besuch aus dem Weltall?“, bei dem folgender Satz fiel:

In der Mythologie der prä-inkaischen Völker wird versichert, dass die Götter aus dem Sternbild der Plejaden gekommen seien.

Fliegende Untertassen vom Mars

Es war, nebenbei bemerkt, eine in der damaligen UFO-Zeit viel beachte Konferenz. Anlass genug für einen Däniken-Kritiker aus der früheren DDR in einem späteren Buch die unglaublichsten Lügen rund um Däniken und Nazca seinen Lesern dazu aufzutischen …

„Wir sträuben uns nicht gegen die Annahme von Besuchern aus anderen Welten“, unterstreichen schon Pauwels und Bergier weiter. Erst acht Jahre später kannte durch von Dänikens Weltbestseller den „Flugplatz der Götter“, auf den Pauwels und Bergier hingewiesen hatten, die ganze Welt. Luftbilder der Geoglyphen „lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken“, betonen sie in ihrem Buch. Damit inspirierten sie vielleicht Erich von Däniken zu diesem Satz in seinem ersten Werk:

Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Nicht aber unbedingt, da auch Pauwels und Bergier 1960 nicht die ersten waren, die diesen Vergleich zogen. Schon fünf Jahre vorher erschien in dem legendären „Fate Magazine“ (Oktober 1955) ein entsprechender Artikel von James W. Moseley, der Nazca darin eindeutig mit UFOs bzw. „Fliegenden Untertassen“ (etwa vom Mars) in Verbindung brachte. „Fliegende Untertassen“ waren damals in aller Munde und das „Fate Magazine“ als Publikation rund um Phänomene und UFOs hatte einen gewichtigen Anteil daran.

Dieses Magazin brachte in seiner allerersten Ausgabe (1/1948) den Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold als Titelstory, in der er von seiner UFO-Sichtung am 24. Juni 1947 berichtete (s. Artikel HIER) Welche Wirkung diese Sichtung für die gesamte UFO-Thematik bis heute hat, ist sicher jedem klar. Somit hatte der Artikel von Moseley über Nazca und die „fliegenden Scheiben“ in dem Magazin ein gutes Umfeld und geeignetes Sprachrohr gefunden.

Eine Karte für Untertassen-Piloten

James W. Moseley stellte in seinem Artikel „Peruanische Wüstenkarte für Untertassen?“ („Peruvian Desert Map for Saucers?“) die Ebene von Nazca mit ihren Geoglyphen vor und rätselte über deren Sinn und Zweck. Auch die Forschungen des 1959 verstorbene Nazca-Pioniers Dr. Paul Kosok wurden von ihm diskutiert, die später die schon legendäre Nazca-Forscherin Maria Reiche übernahm. Bis heute sind sowohl Kosok wie auch Reiche feste Namen in der Nazca-Forschung.

Reiche wiederum war einst die Assistentin von Kosok und teilte seine These von 1941, dass Nazca eine Art riesiger (Kult-)Kalender der Indios war. Angeblich seien die Figuren Abbildungen von Sternkonstellationen und gewisse Pisten und Linien verweisen auf astronomische Ereignisse, so Reiche und Kosok. Selbst ein „Stonehenge“ aus Holz beim fast 2.000 Jahre alten Nazca-Kultzentrum Cahuáchi unweit der Ebene gehöre dazu. Damit wäre die Nazca-Wüste in Südamerika „das größte Astronomiebuch der Welt“, so Kosok und Reiche.

Nachdem Gerald Hawkins, Astronom am Smithsonian Astrophysical Observatory, 1969 in „Ancient Lines in the Peruvian Desert“ (“Astrophysical Observatory, Special Report”, Nr. 906-4, 1969) belegen konnte, dass astronomische Bezüge in Nazca statistisch eher Zufälle oder Ausnahmen sind, wurde es allerdings mehr und mehr still um diese These. [ Auch wenn sie in keinem Buch über Nazca und südamerikanische Kulturen, wie die Inka, fehlt.

Neuere Untersuchungen, unter anderem von Forschern aus Dresden, der Heimatstadt von Maria Reiche, zeigten vor einigen Jahren, dass die „Kalender-Theorie“ vielleicht doch stimmt. Ihre GPS-Messungen und Berechnungen ergaben, dass es anscheinend mehr astronomische Ausrichtungen der Nazca-Bilder gibt, als es Hawkins rund 40 Jahre zuvor heraus fand. Wobei es Hawkins nicht bei einer Untersuchung vor Ort in Nazca beließ. Schon 1973 überprüfte er die Kalender-These erneut und kam zu dem Schluss, dass immerhin bei rund 20 Prozent der Linien eine astronomische Ausrichtung gegeben sei, wie er es in seinem Buch „Beyond Stonehenge” aus dem selben Jahr schilderte.

“Markierungen als Signal für interplanetare Besucher”

Hinzu kommen neu entdeckte Scharrbilder, die nicht nur älter als jene von Nazca sind, sondern eindeutig als „Sonnenwenden-Kalender“ identifiziert wurden. Sie werden dem Volk der Paracas zugeschrieben und sollen etwa um 400 vor Christus im Chincha-Tal an der Pazifikküste angelegt worden sein. So zumindest die Untersuchung „A 2,300-year-old architectural and astronomical complex in the Chincha Valley, Peru“ um Charles Stanish in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Vol. 111, No. 20, 20. Mai 2014).

Eine Verbindung mit dem Firmament in Nazca – wenn auch nur astronomisch? Dieses Postulat teilte Moseley nicht, obwohl er seinen Blick ebenfalls in Richtung Himmel wandte. Zwei Jahre bevor mit „Sputnik“ 1957 der Mensch erstmals einen Satelliten ins All schoss, schrieb Moseley in seinem Artikel zu Nazca:

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Von noch größerem Interesse ist heutzutage eine Überlegung, die vor allem im Hinblick auf anhaltende Berichte über Fliegende Untertassen von Archäologen völlig übersehen worden zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt, sind die Linien und Figuren aufgrund ihrer enormen Größe nur aus der Luft deutlich sichtbar und aussagekräftig.

Es ist schwer vorstellbar, warum eine Zivilisation ein so großes, kompliziertes Muster aufbauen würde, wenn sie wüsste, dass weder sie noch sonst jemand jemals in der Lage sein würde, die vollendete Schönheit ihrer Arbeit zu bewundern.

Und wenn der Zweck dieser Markierungen rein astronomisch und religiös gewesen wäre, wäre ein viel kleinerer Konstruktionsmaßstab dann nicht ausreichend gewesen?

Oder wahrscheinlicher, selbst erdgebunden, konstruierten sie ihre riesigen Markierungen als Signal für interplanetare Besucher oder für eine fortgeschrittene Erdenrasse, die sie gelegentlich besuchte.

So fantastisch diese Vorschläge auch erscheinen mögen, solche Theorien können nicht ohne Weiteres verworfen werden. Es sei denn, es wird eine andere Erklärung zu der Größe der Wüstenmuster gegeben.

Bisher wurde keine bessere Erklärung angeboten.“

Obwohl der UFO-Anhänger Moseley an keiner Stelle „Flughafen“ oder ähnliches schreibt, ist seine Vermutung klar und eindeutig formuliert. Nazca ist Ausdruck eines menschlichen Kultes, mit dem – wie auch immer – außerirdische „Götter“ verehrt oder geehrt wurden. Als „Signal“ oder Graffiti an diese Wesen. Vielleicht aber auch an eine bisher unbekannte Rasse der Erde, womit er wohl eine Art versunkene Zivilisation wie Atlantis meinte.

Bojen für Raumfahrer in Nazca

Zwar schrieb James W. Moseley von „interplanetaren Besuchern“, also Aliens vom Mars oder von der Venus, aber das war in jenen Tagen in der UFO-Thematik vollkommen normal. Mars und Venus (und auch andere Planeten wie Uranus) waren wie selbstverständlich für viele UFO-Autoren von Außerirdischen bewohnt. Nicht wenige veröffentlichten dazu Bücher, in denen sie ihre Begegnungen und Reisen in deren UFOs schildern. Sie nannten sich „Kontaktler“ und spannen in ihren Veröffentlichungen die unglaublichsten Geschichten, die sie mit diesen Aliens erlebt haben wollten.

In dem Buch „UFO-Sekten“ (1999) haben mein Kollege Roland M. Horn und ich uns sehr umfangreich mit diesen frühen „UFOlogen“ beschäftigt, deren Nachwirkungen bis heute reichen, direkt und indirekt.

Indirekt gehörte auch der Franzose Robert Charroux dazu, der in seinen zahlreichen Büchern immer wieder von Außerirdischen auf der Venus sprach. Diese seien die Götter unserer Ahnen gewesen, wie er meinte. So spekulierte er in „Vergessene Welten“ (1971, also nach von Däniken) nach seinem Besuch 1969 in Nazca:

Wenn man Nazca überfliegt, sind es die riesigen ‚Landebahnen‘, die am stärksten ins Auge springen und die Phantasie anregen. Warum ‚Landebahnen‘? Ich kann es nicht sagen, aber dieser Verwendungszweck fällt einem unmittelbar ein, wenn man die großen Rechtecke oder Trapeze sieht (…)“

So sehr man auch nach einer Erklärung sucht, führt Charroux weiter aus, „man kommt immer wieder auf den ersten unwiderstehlichen Eindruck zurück: Landebahnen“. Sie scheinen von jemandem angefertigt worden zu sein, „der einer wissenschaftlich hoch gebildeten, außerirdischen Zivilisation angehört“   habe, ist sich Charroux sicher. Möglicherweise handele es sich auch um:

 „(…) eine Botschaft, von Erdbewohnern an außerirdische Leser gerichtet, oder um Bojen, ein Signalsystem, das Raumfahrer hinterlassen haben? (…)“

Sie kamen von der Venus

Diese hypothetischen außerirdischen Astronauten nennt Charroux dabei „die großen Instruktoren“, die vor 5.000 Jahren vom Himmel zu den Vorfahren der Inkas gekommen seien. Die Götter Perus, die, wie er meint, „nach übereinstimmenden Berichten der Überlieferungen vom Planeten Venus“ kamen. So könnte auf unserem Nachbarplaneten „der Schlüssel zu den Geheimnissen von Nazca“ liegen, und nicht bei den Ureinwohnern Perus. Sie wären damals, mit Verlaub, dafür einfach zu „blöde“ gewesen. Charroux:

Es fällt schwer zu glauben, dass die weit verstreute, arme und wenig entwickelte Bevölkerung im südlichen Peru das Schriftbild oder die astronomischen Tafeln von Nazca entworfen haben soll. Das Konzept, die Anlage der Linien scheinen nicht einer irdischen Phantasie entsprungen zu sein.

Vielleicht haben die Erdbewohner für die technische Durchführung der Arbeit gesorgt, aber die Konzeption scheint mit von einer höheren, erdenfremden Intelligenz zu stammen.“

Charroux war überzeugt, dass sich „gewisse Fakten herauskristallisieren“, wenn man die Ebene erkundet: „Flugfelder, ‚Kosmodrome‘, Laserspuren – Botschaft einer Kultur auf einem anderen Stern“, so seine Überzeugung.   Eine Auffassung, die er vor allem in seinem Buch „Das Rätsel der Anden“ vier Jahre später überaus detailreich zu untermauern versuchte. In mehreren Kapiteln geht es darin um die Nazca-Zeichnungen, die er unzweideutig als „prähistorischen Landeplatz“ darstellte.

“Einige könnte man für Flugplätze halten”

Zusammen mit ihrem Mentor, dem Pionier der Nazca-Forschung Dr. Paul Kosok, veröffentlichte Nazca-Legende Reiche bereits 1947 „The mysterious markings of Nazca“ („Natural History“, Nr. 5/1947). Kurz darauf folgte die erste Ausgabe ihres kleinen Buches „Mystery of the desert“ (1949, erweiterte Ausgabe 1968) im Selbstverlag in Lima, Peru. In diesem dreisprachig erschienen Buch beschreibt sie, was diejenigen sehen, die über die Ebene fliegen:

Dann wird er von oben auf flachem Wüstengelände auf Hochterrassen und an Berghängen riesige Drei- und Vierecke entdecken, deren wie mit einem Lineal gezogenen Umrisse helle Flächen umgrenzen, die sich gegen den dunklen Untergrund scharf abheben. Einige könnte man für Flugplätze halten. Von geringer Höhe, vom Kleinflugzeug oder vom Hubschrauber aus, bietet sich uns ein überraschender Anblick.“

Damit hat die über jeden Zweifel von allen Nazca-Archäologen hoch verehrte Maria Reiche die „Mär“ von einem Flugplatz selbst in die Welt gesetzt. Nicht, weil sie annahm, dass dort wirklich „irgendjemand“ vor Jahrtausenden vom Himmel kam, sondern um ihre Eindrücke in Worte zu fassen Wie so viele nach ihr, inklusive der Autoren des Phantastischen.

Schaut man in das Quellenverzeichnis von Erich von Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem er 1968 den „verheerenden“ Satz schrieb, dass Nazca aus der Luft „die Idee eines Flugplatzes“ vermittle, findet sich in der Literaturangabe genau dieses Buch: „Mystery of the desert“ von Maria Reiche. Grundsätzlich ist also ihre richtige Aussage von Erich von Däniken nur übernommen worden …

Nazca und Marskanäle

Nimmt man es noch genauer, dann ist dieser Vergleich sogar noch älter. In ihrem Artikel „The mysterious markings of Nazca“, erschienen im Mai 1947 in dem Magazin „Natural History“, heißt es von Paul Kosok und Maria Reiche über die Linien von Nazca wörtlich:

Als sie zum ersten Mal aus der Luft betrachtet wurden, wurden sie als prähistorische Landeplätze bezeichnet und scherzhaft mit den sogenannten Kanälen auf dem Mars verglichen.“

Wohlgemerkt, diese Aussagen und Vergleiche sind in den Jahren 1947 und 1949 von jenen Pionieren der Nazca-Forschung gefallen, auf die sich bis heute Archäologen berufen.

In seinem Buch „Auf den Spuren der ältesten Reiche Perus“ (1990) hat Prof. Miloslav Stingl diese „Marskanäle“ von Nazca in den Tagen von Kosok thematisiert. Unter anderem schreibt er zusammenfassend:

Auch Kosok hat in Peru sehr viel erblickt und entdeckt. (…) Dort in dem Gebiet, das man Pampe de Nazca nennt, in der weiteren Umgebung der gleichnamigen südperuanischen Stadt wollten schon früher mehrere Reisende vom Flugzeug aus irgendwelche breiten Linien und Streifen erblickt haben, die angeblich ‚genauso wie jene Kanäle auf dem Mars aussahen‘.

(…) Er flog daher mit seiner kleinen Maschine in dieses Gebiet, um sich die ‚hydrologischen Systeme der Marsmenschen‘ in der Pampe de Nazca von oben anzusehen. (…)

(…) bisher (hatte) niemand diese größte Bildergalerie der Welt bemerkt (…). Mit Ausnahme lediglich jener Flugreisenden, denen für dieses auf den ersten Blick sinnloses Wirrwarr von Linien und Figuren kein anderer Name als ‚Marskanäle‘ eingefallen war.“

Kommunikation mit “Leuten von anderen Planeten”

Auch Dr. Hans Horkheimer, ein eher unbekannter Pionier der Nazca-Forschung von der peruanischen Trujillo-Universität, kam schon sehr früh mit Aussagen über Aliens zu der Ebene in Berührung. Ihm gelang es 1946 mit der Luftwaffe von Peru die ersten detaillierten Fotos der Ebene zu machen. Außerdem befragte er in diesem Zusammenhang ab 1945 die Einheimischen zu diesen Linien. „Die einfachen Bauern“ wusste nicht viel über sie, stellte er fest. Von den „gebildeten Leuten“ in Peru bekam Horkheimer bei seinen Befragungen indes „besser Antworten“, wie es Tony Morrison in seiner Reiche-Biographie „Das Geheimnis der Linien von Nazca“ (1987) schrieb. Darin heißt es:

Noch erstaunlicher war die Behauptung, dass die geometrischen Zeichnungen gemacht worden waren, um mit Leuten von anderen Planeten zu verständigen.“

Wohlgemerkt: Das war im Jahre 1946 oder schon 1945, also bevor die ganze Welt von „Fliegenden Untertassen“ sprach oder überhaupt das Kürzel „UFO“ kannte. Zehn Jahre später sah es in Deutschland nicht anders aus. Durch ihre Verbindungen nach Deutschland (vor allem über ihre dort lebende Schwester Dr. Renate Reiche) schaffte es M. Reiche, dass auch in ihrer Heimat 1955 verschiedene Artikel und Berichte in deutschen Magazinen über sie und Nazca erschienen. Am 9. August 1963 folgte die 30-minütige BBC-Dokumentation „Mystery of the Desert“ von Tony Morrison mit Reiche.

Die Artikel in deutschen Magazinen und Illustrierten wurden in Umlauf gebracht, um Reiches Arbeit bekannt zu machen, und zogen unterschiedliche Reaktionen nach sich. Laut Morrison auch solche wie diese:

Endlich erwachte das europäische Interesse an den Linien. Ein Leser schrieb Renate und schlug vor, (die Nazca-Linien, Anm. LAF) könnten etwas mit Marsmenschen zu tun haben oder als Landebahnen für Raumschiffe dienen – ein unbewusstes Echo auf die Äußerungen der Menschen in Nazca, die zehn Jahre zuvor von Hans Horkheimer interviewt worden waren.“

Nazca als “Leuchtfeuer für die Götter”

Zu guter Letzt sollte auch der UFO-Autor George Hunt Williamson und sein Buch „Road in the Sky“ aus dem Jahr 1959 nicht unbeachtet bleiben. Williamson, ein Anhänger und Getreuer des UFO-Propheten George Adamski, war damals schon sicher, dass Nazca von Außerirdischen stammt. Oder für sie angelegt wurde. Er betonte 1978 sogar selber in einem erbitterten Brief, dass viele Thesen und Themen, mit denen Erich von Däniken damals längst weltberühmt war, eigentlich von ihm stammten. Er sei der erste Autor gewesen, der diese publizierte, thematisierte, bekannt machte und entsprechende Thesen formulierte.

Sein Brief, rund zehn Seiten voller Frustration und Vorwürfen gegenüber von Däniken, wurde 2016 in der Williamson-Biographie „The incredible life of George Hunt Williamson“ von Michel Zirger und Maurizio Martinelli im Anhang veröffentlicht. Unter anderem schrieb er:

Ich glaubte nie, dass die Linien von Nazca antike ‚Landebahnen‘ waren! Jedem Forscher ist klar, dass es sich möglicherweise nicht um Inka oder andere Straßen handeln kann, geschweige denn um Landebahnen! Die Idee ist absolut absurd! In meinem Buch und meinem Vortrag habe ich deutlich gemacht, dass diese seltsamen Linien und Muster Richtungsmarkierungen und Signalstationen waren!

Seiner Meinung nach war Nazca ein „Leuchtfeuer für die Götter“, wie auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch überschrieben wurde. Es waren Erinnerungen an „Himmelsgötter“ und „irgendwie waren sie mit der Notwendigkeit verbunden, die rätselhaften Linien zu konstruieren“.

Damit dienten seiner Meinung nach die Linien und Flächen in Nazca „als Markierungen oder Leuchtfeuer für etwas, das aus dem Weltraum kam“. Obwohl seiner Überlegung nach das Nazca, wie man es heute kennt, eher so was wie eine Kopie war. Zumindest wurde die Ebene dahingehend manipuliert, dass spätere Generationen nach dem Abzug der Außerirdischen selber auf der Ebene Linien etc. anlegten.

Taktische Abzeichen außerirdischer UFO-Piloten

In der Erinnerung blieben diese Astronautengötter der Vorzeit aber als Götter in peruanischen Legenden erhalten. So Williamson 1959, der in seinem Werk übrigens tatsächlich an keiner Stelle direkt von einem „Flughafen“ spricht.

Anders der Autor Jochim Pahl in seinem Werk „Sternenmenschen sind unter uns“, das drei Jahre nach von Dänikens erstem Buch erschien. Pahl will sogar die Tierdarstellungen der Ebene auf außerirdische Besucher zurückführen können:

Die bis zu 250 Meter messenden, nur aus großer Höhe erkennbaren Scharrbilder von Vögeln, Affen, Dreizack, Pfeilbündeln könnten dann vielleicht als taktische Zeichen für anfliegende Formationen gedeutet werden. Auch unsere Fliegerverbände tragen ihre taktischen Zeichen nicht nur an Ärmelstreifen und Kühlerhauben, sondern haben sie – Leopard, Adler, Tiger, Geier, Elefant und was immer – auch auf Flugzeugen und Landebahnen übertragen.“

Eine fast schon romantische Idee, dass die Bilder in der Wüste Fliegerabzeichen oder Zeichen diverser Raumschiff-Flugstaffeln von Außerirdischen sein sollen. So, wie man sie heute von Piloten, Fluggesellschaften und Fliegereinheiten kennt. Im Prinzip Ideen, die schon 1960/1 der Prä-Astronautik-Pionier Alexander Kazantsev in einem Artikel in dem Sowjet-Magazin „Smena“ (Nr. 10/1961) vertrat. Ebenso John Magor in zwei identischen Artikeln im „Canadian UFO Report“ und in der „Australien Flying Saucer Review“ (Dezember 1970).

Außerirdische Tiere und UFO-Navigation

Magor ging dabei soweit zu behaupten, dass Geoglyphen in der ganzen Welt den Außerirdischen dazu dienten, „die Region zu identifizieren, in der sie sich befinden, ähnlich wie wir unsere Flugplätze anhand bestimmter Funksignale identifizieren“. Und Scharrbilder und andere Geoglyphen, die fremdartige Tiere oder Fabelwesen zeigen, könnten seiner Meinung nach reale Lebewesen gewesen sein, wie sie auf dem Heimatplaneten der Außerirdischen tatsächlich lebten.

Auch der UFO-Autor und im wahrsten Sinne des Wortes UFO-Hippie John Michell aus Großbritannien glaubte an ein solches Navigationsnetz von Aliens. Schon 1967 verbreitete er diese Ideen in seinem Buch „The Flying Saucers Vision“, woraus sich ein ganzer Kult um ihn und diese Sternenmenschen entwickelte. Nicht nur Nazca gehöre zu diesem Flugsystem, sondern zahllose heilige Orte der Erde. Stonehenge eingeschlossen, womit er sogar die Band „The Rolling Stones“ beeindruckte: Sie kam nach Stonehenge, um mit Michell nach UFOs Ausschau zu halten. Heute sei dieses globale UFO-Netz in Vergessenheit geraten, wie er und seine Anhänger glaubten.

Karl Friedrich Kohlenberg sah das in seinem Buch „Enträtselte Vorzeit“ (1971) sehr ähnlich. Nazca als Flughafen sei eine „einleuchtende Erklärung“, war er sicher. Die Nazca-Geoglyphen waren einst „Flugplätze oder Modelle von Flugplätzen“ und dort befand sich einer der „Hauptstützpunkte der Götter“ aus dem Kosmos. Außerdem schrieb er:

Außer diesen größeren Stützpunkten, Raumfahrtbahnhöfen und Siedlungszentren (damit meint er zum Beispiel Atlantis, Anm. LAF) scheinen die Götter nach und nach auch kleinere Stationen und Flugplätze angelegt zu haben (…)“

Die Spitze des Eisberges

Nach diesem Ausflug in die Welt der Spekulationen um Nazca vor den Erfolgen von Dänikens, kann man die Abneigung der etablierten Archäologie durchaus nachvollziehen. Eindeutig zeigt sich aber, dass keinesfalls Erich von Däniken diese Ideen in die Welt setzte! Nur wurden die hier zitierten und erwähnten Autoren, Mystery-Pioniere und UFOlogen mit Abstand nicht so viel gelesen, wie Erich von Däniken später. Sie fanden ganz einfach kein Gehör bei den Massen.

Blickt man aber auf die Jahre vor und durchaus auch nach „Erinnerungen an die Zukunft“ und dem Folgebuch „Zurück zu den Sternen“ (1969), in dem Nazca weit umfangreicher thematisiert wurde, öffnen sich ungeahnte Welten. Und zwar im Sinne der erstaunlichsten Spekulationen, die damals in die Welt gesetzt wurden. Dieser Beitrag, angelehnt an das das anfangs erwähnte Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ zeigt anschaulich, was um die Ebene von Nazca zum Teil unsägliches doch gesagt wurde. Als Spitze des Eisberges all der Nazca-Spekulationen und -Aussagen.

Erst von Däniken und durchaus auch Robert Charroux gelang es mit ihren „phantastischen Ideen“ auf Nazca „wie das Licht eines Scheinwerfers“ zu wirken. So formulierten es Dietrich Schulze und Viola Zetzsche in ihrer Maria Reiche-Biographie „Bilderbuch der Wüste“ (2005) …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Vor genau 30 Jahren: Die spektakuläre Kornkreise von Grasdorf 1991, der Ansturm der Neugierigen und die unglaubliche Geschichte dahinter (+ Video)

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Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)
Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)

Vor genau 30 Jahren begann im Prä-Internet-Zeitalter ein unvergleichbarer Boom, Medienrummel und Ansturm auf Kornkreise in Deutschland. Im Sommer 1991 stand die Welt scheinbar Kopf, denn als Themen aus der Welt der Phänomene, UFOs und Mysterien langsam einen Hype erlebten, erschienen hierzulande seltsame Zeichen in Getreidefeldern. Mit dem Höhepunkt in Grasdorf, wo am 23. Juli ein 100 Meter langes Muster in einem Feld entdeckt wurde. Der Anfang einer unglaublichen Geschichte, die bis heute einzigartig blieb. Was vor drei Jahrzehnten rund um dieses und anderer Piktogramme für ein Rummel herrschte und welche außergewöhnlichen Entdeckungen es gab,  erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel und einem zeitgenössischen Video.


1991: Der “Sommer der Kornkreise”

Kornkreise sind in der Mystery-Forschung heute nahezu jedem bekannt. Die meisten, die sich mit grenzwissenschaftlichen Themen einschließlich UFOs beschäftigen, haben bereits von ihnen gehört. Und wohl jeder hat zumindest einen solchen Kornkreis schon auf irgendeinem Foto gesehen. Auch wenn solche Muster und Kreise in landwirtschaftlichen Felder (oder anderswo) heute kaum mehr ein Thema in der Diskussion rund um UFO, Phänomene, Aliens & Co. sind.

Was nicht bedeutet, dass nicht jedes Jahr erneut solche Muster in Feldern rund um die Welt gefunden werden. Nur werden sie selbst in der eingeschworenen Community der Mystery-Interessierten kaum mehr beachtet. Ob zu Recht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ab etwa dem Jahr 1991 sah das noch ganz anders aus. Vor allem in den Sommern 1991, 1992 und auch 1993 schienen solche Getreidefeldpiktogramme geradezu zu explodieren. Sie waren längst nicht mehr auf Großbritannien beschränkt (was sie zuvor auch nicht waren), sondern auch Deutschland erlebte seinen „Kornkreis-Sommer“. Die Muster durchliefen in diesen Jahren geradezu eine Evolution. Sie wurden immer größer, komplexer, ausgereifter und damit auch schöner.

Für viele reine Landschaftskunst von Witzbolden oder sogar boshaften Betrügern. Für andere eher so was wie „Botschaften aus anderen Welten“. Wobei damit keinesfalls immer nur die viel beschworenen Außerirdischen gemeint waren. Kornkreise und Piktogramme in Feldern waren plötzlich in aller Munde.

Auch die Presse und die TV-Medien konnten damals anscheinend nicht genug davon bekommen, um über dieses Phänomen zu berichten. In fast allen Zeitungen tauchten Bilder der unterschiedlichsten Piktogramme auf. Meist mit sensationellen Überschriften wie „Hier landen die UFOs gerne“, „UFOs, Unfug oder wilde Böcke?“ oder sogar „Kornfeldrätsel gelöst“ erschienen entsprechende Beiträge selbst in kleinen Lokalzeitungen, Boulevard-Magazinen und sogar in Jugendzeitschriften.

Der Kornkreis von Grasdorf

So flatterte mir am 24. Juli 1991, in einer Zeit, als ich persönlich mehr und mehr in die Materie der Mystery Files einstieg, meine Lokalzeitung ins Haus. Kurz aufgeschlagen fand ich dort auch direkt ein Foto des erstaunlichen Piktogramms von Grasdorf bei Hildesheim mit der Überschrift „Künstlerisch“. Dazu ganze zwei Sätze Text ohne jeglichen Informationswert zu dem in der Nacht vom 22. auf dem 23. Juli 1991 erscheinenden Muster (s. Bild). Es war hierzulande der „Sommer der Kreise“, wie verschiedene Autoren ihn einst nannten, und der Kornkreis von Grasdorf erregte weltweit Aufmerksamkeit.

Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Was auch noch von heute aus betrachtet wenig verwunderlich war. Denn immerhin bestand der Kornkreis aus nicht weniger als 13 einzelnen Kreisen, verschiedenen „halbrunden Formen“, die einige von ihnen teilweise umgaben, und diversen „Verbindungen“ zwischen einigen Kreisen. Das alles auf einer Länge von gut 100 Metern und mit einer Breite von rund 50 Metern. Besonders auffallend war dabei der Kreis im Zentrum des Musters, der mit seinen Speichen unverkennbar ein uraltes Sonnensymbol („Sonnenrad“) zeigte.

Auf “heiligem Boden”?

Wer immer nachts diese Piktogramm vor 30 Jahren in dem Feld angelegte, machte sich nicht nur sehr viel Arbeit. Der oder die Verursacher wählten auch den Ort des Musters offenbar mit Bedacht aus. Er liegt nahe einer alten germanischen Versammlungsstätte (Thingstätte) und einem alten Heiligtum zu Ehren des heidnischen Gottes Wotan (Wodan). Karl der Große ließ hierauf eine Kirche errichten um das umgebene „Heilige Holz“, ein heiliger Hain der Heiden, zu Christianisieren. Selbst den mythischen Berg Brocken kann man von dort aus in der Ferne sehen.

Heute – wie auch 1991 – liegt die Bundesstraße „B 444“ in der Nähe. Für Befürworter der „Echtheit“ dieses Piktogramms ein Argument, dass gewitzte Fälscher hier nicht Sicherheit nachts nicht ungestört geblieben wären. Zumal ein Spaziergänger gegen 23 Uhr (andere Quellen sprechen von 18 Uhr) nichts Ungewöhnliches auf dem Feld bemerkt haben will, wie es in den einschlägigen Veröffentlichungen zu dem Kornkreis hieß. Erst am frühen Morgen (andere Quellen sprechen von 12 Uhr mittags) des 23. Juli wurde dann das Kunstwerk zufällig in dem Feld von Joggern gefunden. Landwirt Werner Harenberg, der Besitzer des Feldes, beteuerte damals auch, dass er das Piktogramm genauso vorfand, wie es nachher auf Bilder durch die Weltpresse ging. Ein Zeuge aus Grasdorf namens Christian Fieder will in der fraglichen Nacht auch etwas Seltsames am Himmel beobachtet haben. Ein sich sehr schnelles hin und her bewegendes oranges Licht, dass pulsierend scheinbar genau über der fraglichen Gegend flog oder schwebte. Auch von „merkwürdigen Geräuschen“ am Himmel wurde damals gesprochen.

Dazu am Ende mehr.

Ansturm der Schaulustigen

Nach der Entdeckung des Musters in dem Feld von Landwirt Harenberg kamen mehr und mehr Neugierige zum Ort des Geschehens. Einige nutzen esoterische Pendel oder eine Wünschelrute, die angeblich irgendwie „nicht normal“ reagiert haben sollen. Gleiches gilt für eine Gruppe, die mit einem Geigerzähler anreiste und bis zu 0,737 Mikrosievert die Stunde feststellte. In kurzen Ausschlägen, die dann wieder abrupt abfielen. Eine unbekannte Energie, wie damals spekuliert wurde?All das ein abgesprochenes Spiel einer Gruppe von gewitzten Betrügern? Eine Verschwörung von Fälschern?

Denkbar wäre ein solcher groß angelegter Betrug selbstverständlich. Involviert wären dann neben dem Landwirt selber auch diverse Augenzeugen, die zu Untermauerung der Lügengeschichte ihre Aussagen erfanden. Etwa, dass um 23 Uhr nichts Ungewöhnliches auf dem Feld vor sich ging. Oder, dass die angeblichen Jogger nur behaupteten, dass sie frühmorgens zufällig das Muster fanden. Dazu kommen dann ein paar Mitverschwörer, die nach der Entdeckung der herbei geströmten Presse dieses oder jenes Märchen dazu auftischten.

Denn nach Bekanntwerden des Kornkreises strömten in den folgenden Tagen tausende Menschen nach Grasdorf. Sie alle wollten den „Landeplatz der UFOs“ sehen. Vor allem nachdem der TV-Sender RTL mit dem damals sehr prominenten Mystery- und UFO-Autoren Johannes von Buttler das Zeichen besuchte und darüber berichtete.

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Bauer Harenberg stellte daraufhin seinen Mitarbeiter Kemal Kücük ab. Er sollte das Feld vor blinder Zerstörung durch unkontrolliertes Herumtramplen der Besucher bewachen und von ihnen Eintritt verlangen. Wenn ich mich heute recht erinnere waren es 5 DM pro Nase. Bratwurst gab es auch, sie kostete 2,50 DM. Heute würden man sagen ein „Happening“ für Ausflügler. Wobei selbst einige Kornkreis-Kritiker sagten, dass es nicht verwerflich von Landwirten sei, dass diese Eintritt für ihre Felder mit entsprechenden Zeichen nehmen. Das gab es auch schon vor Grasdorf in Großbritannien. Ob damit nur der Ernteverlust gedeckt oder ein dicker Gewinn gemacht wurde, wollten meines Wissens die Landwirte nicht verraten …

Nur drei Jahre später äußerte sich der Landwirt Harenberg nochmals zu den sonderbaren Mustern auf seinem Feld. In der Boulevardsendung „Exklusiv“ des Senders RTL sagte er im Jahr 1994 (s. Video unten):

Manche haben mich natürlich verdächtigt, ich hätte die Kreise selber anlegen lassen. Weil ich ja Eintritt genommen habe nach drei Tagen.“

Bis heute stößt das Thema „Eintritt“ bei vielen Skeptikern sehr sauer auf. Allein dies ist für sie Beweis genug, dass ein Bauer, wahrscheinlich in Absprache mit Helfershelfern, selber Hand an seine Felder legte. Wobei heute natürlich kein Kornkreis mehr irgendwelche Menschenmassen anzieht.

Landwirte haben “die Schnauze voll”

1991 war das anders, denn vor dem Grasdorf-Muster erschienen schon Kornkreise in Schleswig-Holstein. Bei einem Muster nahe dem Dorf Felm (16. Juli) überrannten Schaulustige geradezu die Region und das Feld, so dass der Landwirt Hans-Günther Möller rigoros allen Personen den Zutritt untersagte. Alleine 1.000 Besucher pilgerten über einen eigentlich für Fußgänger gesperrten Fahrdamm an der Bundesstraße 76, um einen Blick auf die 70 Meter großen Doppelkreise zu erhaschen. „Die letzten Tage waren furchtbar“, so Möller damals. „Wir haben die Schnauze voll!“

Nicht anders wie zeitgleich nahe Damp direkt an der Ostsee, wo in der Nacht zum 18. Juli gleich drei Kreise beieinander erschienen. Hier maulte die Kurverwaltung ebenso über die Parkplatzprobleme durch Neugierige, wie der Landwirt Christian Detlev Graf zu Reventlow, dem das Feld mit dem Kornkreis gehörte. „‘UFO-Manie‘ sorgt für eine ‚außerirdische Parkplatznot‘“ schrieb damals sogar meine Lokalzeitung aus dem Kreis Coesfeld unter Berufung auf die DPA dazu.

„Die Außerirdischen füllen das Sommerloch in Schleswig-Holstein“, heiß es in einer anderen Meldung dieser Zeitung nach der DPA. Denn „hier landen die UFOs gern“ wurde gleich getitelt. Zur besten Sommer- und Ferienzeit damals in Deutschland nicht sonderlich verwunderlich, dass wohl vor allem Touristen in Norddeutschland diese Piktogramme sehen wollten. Eine Pressekonferenz mit Berndt Heydermann, damals Umweltminister von Schleswig-Holstein, trug sicher zur Popularität bei. Hinzu kommt, dass Felm nur einen Steinwurf nördlich von Kiel und nicht weit von der Ostsee liegt. Die Bundesstraße 76 führt von Kiel direkt ins nahe Eckernförde. Der Ort Ostseebad Damp wiederum ist keine 20 Kilometer Luftlinie von Felm entfernt. Zwei gerne angenommene, zusätzlich Ausflugsziele für Touristen in Norddeutschland und an der Ostsee.

Von Begeisterung bis Hohn

Das alles spielte sich vor dem Kornkreis von Grasdorf ab. Und die einfachen Kreise in Schleswig-Holstein oder davor und danach in Deutschland waren in keiner Weise mit dem komplexen und riesigen Muster bei Grasdorf vergleichbar. Mit den überaus kunstvollen Gebilden in Großbritannien, die schon in den Jahren davor und natürlich nach 1991 aufgefunden wurden, so oder so nicht.

Der "Doppel-Kreis" von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Der “Doppel-Kreis” von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Der Doppelkreis bei Felm war sogar so unförmig und „eirig“, dass im Juli 1991 selbst die „BILD“ neben UFOs und Witzbolden von wilden Reh-Böcken sprach, die hier im Kreis der Ricke hinterher jagten. Ein Zeuge vor Ort namens Müller Siegfried Waschull kenne das selber aus seiner Heimat in Ostpreußen, so die “BILD” Nicht nur der Landwirt, sondern auch eingefleischte Mystery-Autoren sahen schnell in dieser einfachen Formation einen Scherz. Dem Besucherstrom tat das keinen Abbruch. Birgit Johann, damals Journalistin in Schleswig-Holstein, war eine der ersten vor Ort und berichtete in den „Kieler Nachrichten“ von dem Felm-Muster. In „Das Rätsel geht weiter“ (1991), einer Broschüre mit dem aktuellen Stand des Themas Kornkreise, die dem Buch „Kreisrunde Zeichen“ (1990) von Pat Delgado und Colin Andrews beigelegt wurde, schrieb Johann über die damalige Stimmung in Deutschland:

Der Felmer Fall wurde so ausführlich geschildert, weil er bilderbuchgetreu aufzeigt, was in den Tagen der ersten ‚Kreis-Entdeckungen‘ in Deutschland vor sich ging: Die Menschen wurden hier mit einer Erscheinung konfrontiert, die sie nicht sofort in ihr alltägliches Weltbild einordnen konnten. Mit kritikloser Begeisterung oder Hohn bemühten sie daher naturgemäß viele, ihre Welt möglichst schnell wieder ins Lot zu bringen.“

Zeit des Mystery-Boom und die Eintrittgelder

Auch Johann sah in dem unförmigen Kreisen von Felm einen Fake. Auch wenn sich unter anderem bei ihr Zeugen meldeten, die im Vorfeld der Entdeckung von UFOs und seltsamen Lichtern am Himmel berichteten. Allein am 24. und 25. Juli 1991 wurden sechs weitere Kornkreise aus Flugzeugen nur in Schleswig-Holstein entdeckt.

Bedenken sollte man auch, dass UFOs und verwandte Themen damals in aller Munde waren. Es war die Zeit der weltbekannten UFO-Welle in Belgien und des Booms entsprechen TV-Sendungen und boomenden Literatur des Phantastischen. Und nur ein Jahr zuvor, am 24. August 1990, machten die „UFOs von Greifswald“ international Schlagzeilen. Helle Lichtkugeln, die von Zeugen von Usedom über Rügen bis zu Orten zwischen Rostock und Neubrandenburg und natürlich Greifswald gesehen und vielfach gefilmt wurden. Fraglos bis heute der bekannteste UFO-Fall Deutschlands.

Im Falle von Kornkreisen lag ein Vorteil darin, dass diese nicht wie UFOs plötzlich verschwinden. Man konnte sie begehen und wundervolle Fotos von ihnen in den Zeitungen und Magazinen abdrucken. Ein willkommene Abwechslung zu irgendwelchen verschwommenen UFO-Lichtern am Himmel, um es so zu sagen. In jenen Tagen tauchten auch die ersten „Entlaver“ in den Kornkreisen (vornehmlich in England) auf, die alles daran setzten den Spuk zu beenden. Als Betrug, Spinnerei, Witze oder Machenschaften „geltungssüchtiger Charaktere“, wie es 1992 in dem von Jürgen Krönig herausgegeben Standartwerk „Spuren im Korn“ hieß.

So kam durch die Erscheinungen in Norddeutschland schnell die Idee der Eintrittsgelder schon vor dem Grasdorf-Muster auf. Von keinem geringeren als Horst Eger, einem damaligen Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, der den betroffenen Farmern vorschlug, diese zu kassieren. Nicht also die Landwirte selber witterten hier Einnahmen, sondern ein „Vertreter“ der deutschen Regierung. In Grasdorf setzte es der Landwirt schließlich in die Tat um.

All das war bei dem Kornkreis von Grasdorf vor genau 30 Jahren nur der Anfang, denn am 2. August 1991 kam eine weitere Facette in diesem Fall hinzu. Sie macht das Piktogramm von Grasdorf bis heute weltweit einmalig und im höchsten Maße sonderbar.

Seltsame Funde im Kornkreis von Grasdorf

An diesem Freitag erschien unter den vielen Schaulustigen ein Mann mit Metalldetektor und spazierte damit durch das Kunstwerk. An drei Stellen schlug sein Gerät aus. Und zwar genau in der Mitte von jenen drei Kreisen, die von den Halbkreisen umgeben waren. Er markierte sich die Stellen, an denen sein Detektor Metall im Erdreich ortete, und gab Kücük gegenüber an, dass er jetzt zu Bauer Harenberg fahren werde. Dort wollte er ihn als Besitzer des Landes darum bitten, an den entsprechenden Stellen graben zu dürfen. Wo er nie vorstellig wurde, wie sie später herausstellte.

Kurz darauf kam er mit einer Schaufel zurück und grub an den zuvor markierten Stellen drei runde Metallobjekte aus. Es waren mehrere Kilogramm schwere „Teller“ aus Metall, die in rund 40 bis 50 Zentimetern Tiefe im Erdreich lagen. Etwa 25 bis 30 Zentimeter im Durchmesser, wenige Zentimeter dick und mit Erde und Lehm verkrustet. Eindeutig konnte man nach einer ersten, groben Reinigung vor Ort sehen, dass sie künstlich waren und auf einer Seite etwas darauf zu sehen war.

Der „Schatzsucher“ gab noch vor Ort an, dass er die Fundstücke nun zum Feldbesitzer Harenberg bringen würde. Auch das geschah nie. Vielmehr rief er einige Tage später den Landwirt anonym an, der daraufhin auf sein Eigentum von seinem Land pochte. Der Finder gab ihm gegenüber am Telefon an, dass er die seltsamen Platten untersuchen lassen will und sich dann wieder melden werde. Was er nie tat. Vielmehr schickte er dem Landwirt lediglich Fotos, auf denen die angeblich authentischen Fundobjekte von seinem Feld zu sehen waren. Unzweideutig erkennt man auf deren Oberseite die Formation von Grasdorf auf den Scheiben (s. kleines Bild im Titelbild). Wie es weiter hieß, bestanden die Objekte aus Gold, Silber und Bronze, womit sie fraglos einen enormen Materialwert hatten.

„Die Geschichte ist unglaubwürdig“

Sascha Jakoblew, Christian Kaese und Tobias Lührig schrieben schon 1992 in ihrer Analyse des Grasdorf-Kornkreises in „Spuren im Korn“, das sie „die Geschichte für unglaubwürdig“ halten. Sie „zweifeln an der Authentizität der Fotos“. Eine Einschätzung, die längst nicht von allen geteilt wurde! Zumal Kemal Kücük als Aufpasser des Feldes im Auftrag des Landwirtes bei der Bergung der Objekte dabei war und diese selber gesehen haben will.

Genau das erzählte er nach der Bergung der „Metallteller“ auch immer wieder neugierigen Besuchern des Feldes. Selbst der erfahrenste „Kornkreis-Experte“ hörte bis dato erstmals davon, dass solche Artefakte in einem Kornmuster entdeckt worden sein sollen. Das erregte die Neugier sehr vieler damaliger Mystery-Jäger, die diese Objekte unbedingt sehen wollten. Nur war der Ausgräber mit ihnen über alle Berge und lieferte nur anonyme Fotos, die unter anderem die „Hannoverschen Neue Presse“ und entsprechende Magazine abdruckten.

Als Kücük am 7. August Kornkreisbesuchern erneut von diesem sonderbaren „Schatzsucher“ und seinen Entdeckungen berichtete, kam ein Mann ins Spiel, der mehr über den Verbleib der Metallteller wusste. Es kann meiner Meinung nach kaum Zufall gewesen sein, dass dieser sich vor Ort aufhielt. Also organisierte er in Essen im Ruhrgebiet eine Treffen mit dem Finder, der nach eigenen Angaben seit 15 Jahren mit seinem Metalldetektor nach Schätzen und Artefakten im Erdreich sucht. Heute erlebt diese Beschäftigung von sogenannten Sondengängern einen regelrechten Boom. Auch die „Himmelsscheibe von Nebra“ wurde so 1999 in Sachsen-Anhalt so von Schatzsuchern entdeckt.

Anonyme Zeugen?

Die drei Scheiben an sich wiederum waren sehr schwer. Jene aus Gold wog (nach einigen Angaben) 8 Kilogramm, die aus Silber 5 Kilo und die bronzene noch 4 Kilogramm. Der immer noch anonyme Raubgräber wollte sie für zusammen 250.000 DM verkaufen. Falls kein Interesse bestünde, werde er sie halt einschmelzen und zum Materialwert veräußern, drohte er. Für 50.000 DM kaufte letztlich ein anonymer Interessent die beiden Platten aus Silber und Bronze, der meist als „wohlhabender Industrieller“ dargestellt wurde. Die Scheibe aus Gold nahm der Finder wieder mit von man hörte bis 1993 nichts mehr davon. In diesem Jahr verschickte der „Feldforscher“ Fotos der zersägten Gold-Platte an verschiedene Kornkreis-Forscher und andere Adressen. Zu sehen war nur noch etwa die Hälfte der Scheibe, die andere schien in der Tat von ihm eingeschmolzen worden zu sein.

Der anonyme "Schatzsucher", der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)
Der anonyme “Schatzsucher”, der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)

Man hörte nie mehr etwas von diesem „Schatzsucher“. Bis auf Fotos (s. Bilder), die ihn unmittelbar bei der Ausgrabung der Objekte im Grasdorf-Piktogramm zeigen, ist er vom Erdboden verschluckt. Nicht so die beiden Platten aus Bronze und Silber, die der Käufer nicht sang und klanglos verschwinden ließ. Im Oktober 1992 wurden sie beispielsweise auf der UFO-Konferenz „Dialog mit dem Universum“ in Düsseldorf gezeigt. Hitzige Diskussionen waren die Folge und auch ich konnte damals als Teilnehmer der Konferenz hautnah mitbekommen, wie kontrovers das Thema diskutiert wurde. Auch in der US-TV-Reihe „Encounters“ waren sie im April 1994 zu sehen.

Bronze, Silber und Gold …

Der Jurist Dr. Johannes Roemer-Blum lies die beiden noch vorhanden Platten bei der „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ in Berlin bereits Anfang 1992 untersuchen. Im Bericht zur Materialanalyse vom 14. Mai 1992 hieß es dazu:

Platte 1 (silbern) besteht aus ziemlich reinem Silber. Als weiterer Bestandteil konnte nur Eisen nachgewiesen werden, in Spuren von weniger als 0,1 %. Platte 2 (bronzefarben) besteht aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, mit einem Zinngehalt von 10 bis 15 %. Weitere Legierungsanteile sind ca. 1 % Nickel und Spuren von Eisen von weniger als 0,1 %.

99,9 Prozent reinstes Silber?! – sollte das ein Betrüger in dem Kornkreis vergraben haben? Darüber herrschte damals wie heute Uneinigkeit in der grenzwissenschaftlichen Gemeinschaft. Wie bei dem Thema Kornkreise an sich. Schon vor 30 Jahren konnte man sich nicht einigen, wer oder was hinter diesen Mustern steckt oder stecken könnte. Von exotischen Naturphänomen, Betrügern und Außerirdischen wurde damals in den Boom-Zeiten gesprochen. Ebenfalls wurde immer wieder auf diverse „Anomalien“ und ähnliches verwiesen, die in und um solche Muster gefunden wurden. Etwa bei mikroskopischen Untersuchen der niedergelegten Getreidehalme. Die stark geschrumpfte Gemeinschaft der Kornkreis-Forscher verweist bis heute auf entsprechende reale oder angebliche Anomalien bei „echten Kornkreisen“.

Was die Macher des Piktogramms von Grasdorf mit ihrem Zeichen ausdrücken wollten, wusste grundsätzlich niemand wirklich zu sagen. Darin unterscheidet sich das Muster in keiner Weise von anderen Kornkreisen vor und nach 1991. Auch wenn immer wieder auf die zum Teil darin enthaltene „uralte Symbolik“ verwiesen wird. Im Grasdorf-Fall vor allem der Kreis mit Speichen im Zentrum als Jahrtausende alte Darstellung eines „Sonnenrades“. Symbole, die jeder Fälscher leicht recherchieren kann, wenn er einen Kornkreis anlegen möchte.

Eine Darstellung des Sonnensystems?

Ferdinand Heller hingegen glaubte zwei Jahre nach Erscheinen den Grasdorf-Kornkreis deuten zu können. In seinem Artikel „Lösung eines weltweiten Rätsels?“ in dem damaligen Magazin „Cheops“ (Nr. 1 & 2/1993) deutete Heller die Darstellung als symbolische Abbildung unseres Sonnensystems. Und zwar in einer Planetenkonstellation, die dem Monat der Entstehung (Juli 1991) entsprach. Besonders auffällig sei dabei, dass der Mars dabei fehlte. Für Heller eine eindeutige Botschaft:

Der oder Diejenigen, die das Piktogramm von Grasdorf bei Hildesheim angelegt haben, wollten offensichtlich auf den Mars hinweisen. Wenn jemand z. B. von der Erde aus unser Sonnensystem betrachtet, kann er alle Planeten und die Sonne sehen, nur die Erde kann er nicht beobachten. Das gleiche trifft auch für einen hypothetischen Beobachter vom Mars zu. Er könnte alle Planeten mit der Erde und der Sonne und die Satelliten sehen, nur den Mars selber nicht.

Verständlich, dass solche Interpretationen Spekulationen um einstige Marsbewohner oder außerirdische Basen auf dem Mars damals neue Nahrung gaben.

Unerklärliches und Gerüchte

Bei dem Muster von Grasdorf häuften sich im Juli und August 1991 auch die Berichte von unerklärlichen Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Struktur. Zwar war schon in den Jahren davor bei Kornkreisen immer wieder auf UFO-Berichte verwiesen worden, doch scheinbar war Grasdorf ein Hotspot des Unfassbaren. Es mag auch darin geschuldet gewesen sein, dass die Formation unter all den Zeichen in Feldern in Größe, Genauigkeit usw. herausragte. Was vor nunmehr drei Jahrzehnten im Umfeld des Piktogramms damals behauptet und berichtet wurde, soll hier stichpunktartig zusammengefasst werden:

  • Angeblich berichteten Hobbypiloten, dass ihre Bordinstgrumente beim Überflug über das Feld verrückt spielten. Was allerdings ein reines Gerücht gewesen sein soll.
  • Über das Feld sei ein blaues Licht geflogen.
  • „Dumpfe Geräusche“ hörte ein Einwohner in der Nacht der Entstehung am Himmel, die in Richtung des Feldes verschwanden.
  • Beim Überflug über das Feld geriet ein Segelflugzeug ins Trudeln und musste notlanden.
  • Fotos aus dem Inneren der Kornkreise zeigten nach der Entwicklung seltsame Erscheinungen wie “Lichter” oder “Nebel”, was aber auch von anderen Piktogrammen berichtet wurde (Stichwort: Reflexionen).
  • Im Herbst 1990 setzte exakt an der Stelle, an der im Folgejahr das Muster erschien, die Elektrik des Düngerstreuers des Landwirtes aus.
  • Einige Hunde der Besucher zeigen sonderbare Verhaltensweisen im Feld oder wollten es erst gar nicht betreten.
  • Menschen, die angeblich „geistige Botschaften“ etc. empfangen können, sogenannten „Medien“, taten dies auch im Kornkreis oder allgemein über ihn und seine nicht irdischen Schöpfer.
  • Bei der Ernte riss der vier Meter lange Antriebsriemen des Mähdreschers, als rund die Hälfte der Formation bereits abgeerntet war.
  • Den gefundenen Metallplatten mit ihrer Symbolik des Kornkreises wurden „heilende Energien“ nachgesagt. Deshalb wurden eigenes im Maßstab 1 zu 4 Kopien angefertigt, die man kaufen konnte. Zum Beispiel um sich zu „erden“ und als „Schutz vor Umwelteinflüssen wie Elektrosmog, Chemtrails, schwarzer Magie und vieles mehr“. Aussagen, die man vom Esoterik-Mark seit jeher über zahllose Gegenstände kennt, die man entsprechend erwerben kann …

Wirklich alles Fake?

Obwohl es vor dem Grasdorf-Munster den Hype um die Kreise in Schleswig-Holstein gab, war das alles wohl nicht abzusehen. Vor allem nicht, dass jemand in diesem Kunstwerk drei Platten findet, die das Kornfeld-Zeichen tragen. Ob es ein Betrug war, ist kaum mehr zu sagen. Auch damals witterten viele natürlich einen Fake um die Scheiben von Grasdorf. Es bleibt aber bis heute die Frage, wer so viel Grundkapital aufbringen konnte und wollte, um die Objekte anzufertigen. Um sie dann zu vergraben, „zufällig“ zu finden und dann mit einem erhofften Gewinn zu verkaufen. Auch wenn der „Schatzsucher“ in diese Verschwörung involviert gewesen sein sollte, da sonst der ganze Plan nicht funktioniert hätte. Denn Fälscher werden sie nicht eingegraben haben, in der Hoffnung, dass sie später zufällig jemand mit einem Metalldetektor findet. Schließlich wären sie dann auch weg.

Hinzu kommt, dass es mindestens drei Fotos gibt, die den Finder beim Ausgraben einer der Scheiben zeigen. Die aber – skeptisch betrachtet – grundsätzlich nichts belegen. Noch 30 Jahre später erinnerte sich die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ am 3. Juli 2021 in einem Artikel: „Das Rätsel von einst bleibt ungelöst“. Nach all den Jahren „können sich viele in der Region Hildesheim an die Grasdorfer Kornkreise erinnern“.

Drei Jahrzehnte ist das alles her. Damit bekam das schon im Vorfeld wachsende Interesse an Themen aus der Welt der Mysterien und Rätsel nochmals einen Aufschwung. Die boomenden und zugleich turbulenten Jahre rund um UFOs und allem dazugehörigen begannen. Und mit der deutschen Erstausstrahlung von „Akte X“ am 5. September 1994 war der Hype (erst mal) nicht mehr zu stoppen …

Video zum Thema

Video von 1994 aus der Reihe Grenzwissenschaft Classics auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (+ Videos)

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Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Das UFO-Papier des Pentagon: Von Spekulationen, Enttäuschungen, Tatachsen und Fake-News in den Mainstreammedien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es ist kaum einen halben Tag her, da wurde dem US-Kongress ein offizieller “UFO-Bericht des Pentagon” vorlegt, über den ich kurz darauf in diesem Video HIER bereits berichtete. Auf dieses Papier hatten Interessierte und UFO-Forscher und -Skeptiker Monate gewartet. Um so größer die Enttäuschung bei einigen von ihnen. Aber dafür gibt es eigentlich überhaupt keinen Grund. Sogar die etablierten Medien verbreiten gerade Fake-News und schreiben wohl gegenseitig voneinander ab. Warum das so ist, und weshalb schon im Vorfeld dazu Fakten und Vermutungen verdreht wurden, erfahrt Ihr hier.


Der UFO-Bericht des Pentagon

Wie heute auf Mystery Files bei YouTube in einem Video berichtet, ist der offizielle UFO-Bricht der US-Regierung nun endlich auf dem Tisch. Das Video findet Ihr am Ende nochmals für Euch eingefügt. In diesem Video stelle ich alle Fakten der Ausarbeitung vor. Vor allem, was darin steht und was nicht darin steht.

Es war für einen Interessierten grundsätzlich überaus spannend zu verfolgen, was alles in diesen Bericht hinein interpretiert wurde. Obwohl natürlich ausnahmslos niemand den Inhalt des UFO-Berichtes mit dem Wissen der Geheimdienste und anderer Behörden kannte. Es war nicht mal klar, welche Art genau diese Ausarbeitung sein würde. Viel Raum für Spekulationen, was das Thema UFOs und UAPs ja auch seit Jahrzehnten so spannend macht. Davon “lebt” die Community der UFO-Interessierten letztlich auch. Keine Frage.

Es gab grundsätzlich drei Meinungen, was uns da erwartet:

  1. Die USA gestehen: Hier sind Aliens am Werk.
  2. Nichts wird drin stehen, was man nicht schon als Interessierter oder Insider der UFO-Forschung weiß.
  3. Keine Ahnung – abwarten.

Da wir das Dokument von gerade mal neun Seiten Umfang nun studieren können, steigt verständlicherweise auch wieder die Berichterstattung über UFOs. Und die Debatten innerhalb der UFO-Gemeinde nimmt erneut Fahrt auf. Der UFO-Bericht war erst wenige Stunden “auf dem Mark”, als ich besagtes Video dazu vor einigen Stunden drehte. Deutschland schlief zu diesem Zeitpunkt noch. Fast keine einzige Meldung bis dahin dazu erschien in der deutschen Medienlandschaft.

Wie im Video “prophezeit” wird sich sehr bald gewaltig ändern. Was auch nicht schwer zu erahnen war.

Die USA hat ein UFO-Problem

Inzwischen haben verschiedene Zeitungen usw. online über den “UFO-Bericht des Pentagon” berichtet. Hierbei handelt sich meist um inhaltlich sehr ähnliche Artikel, was nicht nur daran liegt, das man nur eine Urqelle hat. Eben dieses Paper. Auffällig ist, das quer durch die Mainstreammedien eine Grundaussage überwiegt, woran natürlich auch entsprechende Presseagenturen schuld sind. Deren Texte wurden vielfach übernommen oder nur leicht umgeschrieben. “Pentagon veröffentlicht UFO-Papier: Keine Erklärung” ist bei vielen Meldungen die gleichlautende und zutreffende Überschrift.

Diese Grundaussage ist: Die USA können UFOs nicht erklären. So ist es auch, denn von 144 genannten UFO-Sichtungen, konnte nur eine mit großer Wahrscheinlichkeit aufgeklärt werden. Viele bleiben sogar vollkommen unerklärlich und rätselhaft. Zu wieder anderen fehlen Daten und Details, so dass sie mangels Informationen gar nicht identifiziert werden können oder konnten. Alles in Allem: Die Offiziellen der USA, allen voran das Militär, stehen vor einem Problem. Eine unbekannte Bedrohung oder Gefährdung sowie eine Gefahr für den Luftraum. Das bemerkt der Bericht selber so.

Genau Details im besagten Video bei YouTube, so dass diese hier nicht wiederholt werden müssen …

Was sagt aber die UFO-Szene eigentlich? Das ist spannend. Im Vorfeld hieß es immer, dass dieser UFO-Bericht so oder so keine sensationellen Erkenntnisse bringen würden. UFO-Fans würden hier viel zu viel hinein deuten und skeptische Hobby-Ufologen wiegelten so oder so im Voraus komplett ab. Deren recht einhellige Meinung war, dass UFO-Interessierte und -Forscher nur wilde Phantasien verbreiten, was da auf uns zukommen wird. Stichwort: “UFO-Enthüllungen“!

Kritische Interessierte teilten diese Meinung in diversen Diskussionen und Gruppen im Netz und Sozialen Netzwerken wie Facebook.

Enttäuschte UFO-Fans?

Wer aber ganz genau diese Debatten verfolgt hat, stellte schnell fest, dass die Mehrheit der UFO-Fans so was überhaupt nicht verbreitet hat. Fast immer waren es die Skeptiker-Ufologen, die behaupteten, dass “UFO-Freaks” sich hier echte Sensationen erhofften. Es schien, als sei die gesamte Gemeinde der Interessierten dieser Meinung. Was natürlich zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd stimmte. Es war Wunschdenken der Kritiker, dass die UFO-Community so “tickt”, um anschließend mit dem Finger auf sie zeigen zu können.

Mehrheitlich hat man nichts anders erwartet, wie man an den aktuellen Feedbacks zum Paper sehen kann.

Trotzdem erhoffte man sich durch den Report Enthüllungen und neue Erkenntnisse. Wäre ja schon mehr als dumm, das nicht zu hoffen. Jede entsprechende Veröffentlichung bringt schließlich neue Erkenntnisse. Welchen Mehrwert die haben, sei dahingestellt. Allerdings habe ich letzte Nacht beim Download des Berichtes selber gestaunt, dass dieser nur neun mager Seiten umfasst. Und doch ist auf ihnen alles gesagt, was es derzeit zu sagen gibt. Ein weiterer Bericht soll jedoch folgen, wie man dort erfährt.

Dass in dem “Pentagon-UFO-Bericht” steht, dass Aliens mit UFOs hier sind, hat indes praktisch niemand erwartet. Auch das ist eine Unterstellung der Kritiker-Ufologen, die sie von einigen wenigen Aussagen auf alle UFO-Fans übertrugen. Zur Ehrenrettung dieser Ufologen muss man aber sagen, dass die Medien – vor allem die Boulevardmedien – diese Erwartungen mit Handkuss in ihren Berichten eifrig schürten.

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“Mehr erwarten” – das ist eine grundlegende Eigenschaft der gesamten UFO-Szene, die keinesfalls verwerflich ist. Seit Jahrzehnten gibt es bei dieser Einstellung absolut nichts Neues! Doch die wenigstens werden nach Veröffentlichung des Bericht jetzt “enttäuscht” sein, wie es die Kritiker ihnen im Vorfeld gerne unterstellten. Dafür hat jede Freigabe oder offizielle Publikation zum UFO-Thema immer auch zu viele Hintertürchen. Stößt man nur eine auf, gibt es erneut Stoff für Spekulationen. Ein endloser Kreislauf, wie es die Kritiker sehr richtig ebenso immer wieder formulieren.

Kern solcher Spekulationen ist natürlich immer das, was man nicht liest. Woher auch soll irgendeine Seite wissen, dass das “alles war”? Gäbe es handfeste Alien-UFO-Belege und entsprechende Akten etc., werden diese kaum der ganzen Welt frei zugänglich gemacht werden! Das wäre und bliebe Top Secret. Zumindest von Seiten der Offiziellen oder Regierungen. Meinetwegen der USA. Hätte ein privater Wissenschaftler ein unwiderlegbares Alien-Artefakt aus einem UFO, sähe das meiner Meinung nach anders aus. Ruhm und Ehre könnte er mit der wissenschaftlichen Untersuchung, Publikation und Dokumentation dazu mit diesen UFO-Alien-Beweis einstreichen.

Wenn er nicht im Vorfeld “beiseite geschafft” wird. Schließlich sind etwa die US-Geheimdienste nicht zimperlich, wenn es darum geht, “Gegner” (egal in welchem Land) zu ermorden oder in verdeckten Operationen mundtot zu machen. Rein spekulativ, und nur das, kann man so auch Alien-Belege oder derer Besitzer verschwinden lassen. Wer weiß.

UFO-Fakten des Pentagon – und Fake-News der Medien

Aber zurück zu den Fakten.

Der “UFO-Bericht des Pentagon” ist gar nicht so enttäuschend, wie es vor allem viele Kritiker im Augenblick behaupten. Spott gegenüber den Erwartungen von “UFO-Freaks”, so sie denn hoch waren, sind unangebracht. Der Bericht enthält sensationelle Aussagen, die zumindest im Augenblick meist überlesen werden. Zusammenfassend fallen beim genauen Hinsehen folgende Aussagen auf, die mit dem Papier nun quasi der offizielle Standpunkt der US-Regierung sind. Auch wenn UFO-Kenner sie vorher schon kannten. Hier eine Auswahl:

  • UFOs / UAPs gibt es. Das Phänomen ist da und es handelt sich um reale physische Objekte (sicher nicht in allen Fällen).
  • Die Supermacht USA weiß trotz aller Technologie nicht, was sie sie sind oder woher sie kommen.
  • UFOs sind eine Bedrohung der Luftsicherheit und nationalen Sicherheit (eben weil man nicht weiß, wer oder was dahinter steckt).
  • Untersuchungen werden erschwert, da UFOs mit einem üblen Stigmata behaftet sind. Die Zeugen, etwa Piloten, reden lieber nicht darüber, um ihren Ruf nicht zu ruinieren.
  • Zukünftig müssen die Forschungen intensiviert werden – mehr Mittel und neue Technologien sind unbedingt notwendig.
  • Es ist wahrscheinlich ein Trugschluss, dass sich das Phänomen auf die USA konzentriert.
  • UFOs wurden auch von mehreren Systemen gleichzeitig erfasst.
  • Das Meldesystem für solche Begegnungen muss weiter verbessert werden.
  • Verschiedene Sichtungen lassen sich nur deshalb nicht erklären, da das Datenmaterial nicht ausreicht.
  • Es gab Nahbegnungen oder fast Kollisionen mit UFOs.
  • Diese Objekte wurden von Zeugen, fast alle Navy-Piloten, auch mit bloßem Auge gesehen.
  • UFOs im US-Luftraum sind ein Problem. Ein Sicherheitsrisiko.
  • Jede Sichtung muss individuelle beurteilt werden – natürliche Erklären sind darunter nicht auszuschließen.
  • In einigen Fällen sind Technikfehler nicht auszuschließen.
  • Technologie fremder Staaten – wieder werden China und Russland genannt – wären möglich. Hinweise gäbe es aber auch nicht.
  • Piloten müssen mehr auf die Begegnung mit UFOs vorbereit werden.

Und die Aliens?

Was fehlt, ist offensichtlich: Keine Sterbenssilbe davon, dass hinter den unerklärlichen Objekten eine außerirdische Intelligenz stecken könnte. Wer im Vorfeld die Berichterstattung las und sah, den wird das verwundern. Schließlich schwappte immer mal wieder Aussage durch, dass “Außerirdische nicht auszuschließen sind”. Ausschließen kann man das tatsächlich nicht, wie sollte man das auch?! Von Aliens oder Außerirdischen steht aber nichts darin.

Die deutschen Medien scheinen jedoch einen anderen Bericht gelesen zu haben. Eine große Welle von Fake-News schwappt soeben durch die Presselandschaft. Sogar bei den etablierten Medien, wie dem Faglgschiff “Heute” vom TV-Sender ZDF. Dort wird behauptet:

Die US-Geheimdienste haben einen Bericht über UFO-Sichtungen veröffentlicht. Demnach gebe es keine konkreten Hinweise auf außerirdisches Leben – ausgeschlossen sei es aber nicht.

Der Bericht “schließt Aliens nicht aus”, verbreitet beispielsweise auch die “Frankfurter Rundschau“. Und unterstreicht im Artikel: “Außerirdische Raumfahrzeuge schließt der Bericht ebenfalls nicht aus.” Die Liste mit solchen Beispielen wird augenblicklich immer länger. Offensichtlich schreiben die Mainstreammedien inkl. die alteingesessenen etablierten “Qualitätsmedien” gerade fleißig voneinander ab. Man will wohl ins Wochenende – oder ist es schon. Nichts davon steht im Bericht.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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