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VIDEO: Sagenhaftes Rügen: Mythen, Megalithen und Mysterien auf der Ostseeinsel – und ein unauffindbarer Stein

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VIDEO: Mythen, Megalithen und Mysterien: Das unbekannte Rügen (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Mythen, Megalithen und Mysterien: Das unbekannte Rügen (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Ostseeinsel Rügen kennen viele als Touristenziel in Deutschlands Norden. Die Insel hält aber auch für den Mystery-Interessierten einiges bereit, sofern man genauer hinschaut. Ich war im Rahmen eines anderen Projektes vor Ort und nutze die Gelegenheit, um Euch das eher unbekannte Rügen in diesem Video einmal vorzustellen.


Ein anderer Blick auf Rügen

Im Sommer und Spätsommer war ich mehrfach im Rahmen des ABORA-Projektes auf der Insel Rügen in der Ostsee. Hierüber habe ich unter anderem in diesem Video HIER kurz berichtet. Doch die Insel hat natürlich weit mehr zu bieten, als nur Stand und Meer. Denn hier reichen die Hinterlassenschaften unserer Ahnen ebenfalls bis weit in die Steinzeit zurück. Einschließlich zahlreicher noch (mehr oder weniger gut) erhaltender Megalithanlagen, die nicht selten an die 6.000 Jahre alt sind.

Und natürlich finden sich auch dort Mythen, Sagen und Legenden. Sie handeln von paranormalen Phänomenen wie Geister-Erscheinungen, bis seltsamen Geschichten über angebliche wundersame Steine. Genau einen solchen Stein auf Deutschland größter Insel wollte ich Euch eigentlich vorstellen. Doch ich fand ihn auch nach fast 5 Stunden Suche durch sehr unwegsamen Wald nicht. Selbst Anwohnern war er unbekannt.

So habe ich mich für einen anderen Ort entscheiden müssen, wie Ihr in diesem Video vom 8. August 2021 seht. Auch wenn es leider dort überaus windig war. Ihr werdet es mir sicher nachsehen … Den sagenhafte Stein stelle ich Euch natürlich dennoch vor.

Ein im September gemachtes Rügen-Video, mit weiteren mystischen Legenden von einem „Lost Place“, findet Ihr übrigens als Kanalmitglied HIER.

Bleibt neugierig …

Video vom 8. August 2021 auf Mystery Files

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Die Steinzeit Lüge: Megalithen, Malta, Atlantis und versunkene Kulturen / Vortrag von Lars A. Fischinger 2019 +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Die Steinzeit Lüge: Megalithen, Malta, Atlantis und versunkene Kulturen, Vortrag 2019 (Bilder & Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Steinzeit Lüge: Megalithen, Malta, Atlantis und versunkene Kulturen, Vortrag 2019 (Bilder & Montage: Fischinger-Online)

Die Steinzeit – immer noch eine Epoche der Menschheit voller Geheimnisse, Mysterien, Spekulationen und Widersprüche. Eine längst versunkene Welt, von der heute eindrücklich zahllose Megalithanlagen zeugen. Zum Teil gigantische Steine, die zu „kultischen Zwecken“ von unseren Ahnen vor Jahrtausenden errichtet wurden. Eine Zeit, in der nicht wenige Autoren und Forscher auch das legendäre Atlantis datieren bzw. „ansiedeln“. Von Widersprüchen, offensichtlichen Verbindungen, sensationellen Funden und Erkenntnissen bis vollkommen ungelösten Rätseln der Magalithkultur geht es in diesem Vortrag vom 17. August 2019, den ich Euch jetzt als Video neu geschnitten auf YouTube online gestellt habe.


Rätsel der Steinzeit

Die Steinzeit – immer noch eine Epoche der Menschheit voller Geheimnisse, Mysterien, Spekulationen und Widersprüche. Eine längst versunkene Welt, von der heute eindrücklich zahllose Megalithanlagen zeugen. Zum Teil gigantische Steine, die zu „kultischen Zwecken“ von unseren Ahnen vor Jahrtausenden errichtet wurden.

Eine Zeit, in der nicht wenige Autoren und Forscher auch das legendäre Atlantis datieren und „lokalisieren“.

Der Vortrag mit dem absichtlich provokant gewählten Titel „Die Steinzeit-Lüge“ vom 17. August 2019 gibt einen Einblick in die unbekannte Welt der Steinzeit. Von Widersprüchen, offensichtlichen Verbindungen, sensationellen Funden und Erkenntnissen bis vollkommen ungelösten Rätseln der Magalithkultur.

Ihr findet das Video des Vortrags jetzt auf meinem YouTube-Kanal kostenlos online (Neuschnitt vom 26. Sep. 2019).

Bleibt neugierig …

Video/Vortrag vom 17. Aug. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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„Mythen, Megalithen und Mysterien“: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 – alle Infos und Videos zum Thema

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Mythen, Megalithen und Mysterien: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)
„Mythen, Megalithen und Mysterien“: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit. In seinem reich bebilderten Vortrag führt Lars A. Fischinger die Besucher zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie. Hier findet Ihr alle Infos zum Vortrag am 1. Mai 2019 im „kursaal³“ in Wenningstedt-Braderup/Sylt sowie YouTube-Videos zum Thema.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mythen, Megalithen und Mysterien

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und die Insel Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit.

Auf der ganzen Welt finden sich oft unerklärliche Monumente und Bauten aus einer weit zurückliegenden Epoche – die zum Teil 4.000, 5.000 oder weit mehr Jahre in die Vergangenheit zurück reichen. In eine uns heute vollkommen fremde Zeit der Menschheit, in der die Kulturen der Römer oder Griechen erst Jahrtausende später auf der Bildfläche der Geschichte erschienen.

Es war die Zeit, als plötzlich Steinzeitmenschen anfingen mit riesigen Megalithen gewaltige und bis heute rätselhafte Bauten zu erschaffen. Hinterlassenschaften, die sich in Nordeuropa ebenso finden, wie auf Inseln im Mittelmeer, im fernen Asien oder im Nahen Osten.

Bis heute erzählen fast nur noch Mythen und Legenden von diesen Zeiten und den damaligen kulturellen Anfängen der Menschheit. Von Riesen und Zwergen ist die Rede, die in dieser dunklen Vergangenheit existiert haben sollen. Aber auch von Göttern aus dem Himmel, um die sich ganze Religionen und Zivilisationen entwickelten.

Selbst von einer versunkenen Urheimat der Menschheit berichten diese Überlieferungen. Einige nennen sie Atlantis – und einige glauben sogar, dass das heutige Sylt einst ein Teil dieser untergegangenen Welt war. Tatsächlich gibt es uralte Legenden aus dem östlichen Mittelmeerraum, die von einem Land „jenseits der Nordwinde“ erzählen. Ein Gott sei von dort regelmäßig in den hohen Norden geflogen …

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Andere verweisen auf Tempel oder sogar Pyramiden, die auf dem Grund der Ozeane an vielen Orten auf der Welt gefunden worden sein sollen.

Sind es tonnenschwere Spuren einer uralten Zivilisation, von der die Historiker heute nichts mehr wissen? Untergegangen nach der letzten Eiszeit? Und was ist mit all den „Göttern“, Riesen und Zwergenwesen, die einst existiert haben sollen? Könnten die Erzählungen über sie einen realen Kern haben?

Genau dorthin, zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie, führt Sie die reich bebilderte Vortrags-Präsentation von Lars A. Fischinger.

  • Lars A. Fischinger (geb. 1974 im Münsterland) ist einer der bekanntesten Journalisten und Autoren zu Themen wie Geheimnisse der Archäologie, Grenzwissenschaft und Mysterien der Geschichte. Der „Jäger des Phantastischen“ befasst sich seit über 25 Jahren mit den großen und kleinen Rätseln der Menschheit, ist Autor zahlreicher erfolgreicher Sachbücher und betreibt zu diesen Themen den erfolgreichen YouTube-Video-Kanal „Grenzwissenschaft & Mystery Files“.

Veranstaltungsort

kursaal³

Strandstraße 25

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-44718

Webseite: www.kursaal3-sylt.de

Karten & Details

Karten an allen Vorverkaufsstellen, online und an der Abendkasse: Direkt-Link HIER

Termin: Mittwoch den 1. Mai 2019 ab 20:15 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Dauer: ca. 2 Std. mit anschließender Diskussion

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Veranstalter: Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup GmbH & Co. KG

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Hotel Kiose

Berthin-Bleeg-Straße 15

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-98470

Webseite: www.hotel-kiose.de

E-Mail: info@hotel-kiose.de

Nur 5 Minuten (ca. 400 Meter) Fußweg vom Veranstaltungsort entfernt

Karte HIER


Video-Auswahl von Grenzwissenschaft & Mystery Files zum Thema

Das Steinzeiträtsel: Megalithanlagen und ihre Mysterien - Von Sylt bis Korea, YouTube-Video vom 23. Sep. 2018

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Götter, Germanen, Gotteshäuser: Odin und das Christentum auf Sylt, YouTube-Video vom 18. Okt. 2017

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Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco, YouTube-Video vom 14. Sep. 2015

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Jahrtausende verborgen und erstaunlich gut erhalten: 5.000 Jahre altes Megalithgrab der Steinzeit in Norddeutschland entdeckt (+ Videos)

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Jahrtausende verborgen - 5000 Jahre altes Megalithgrab der Steinzeit in Norddeutschland entdeckt" (Beispielbild von Rügen: Fischinger-Online)
Jahrtausende verborgen – 5000 Jahre altes Megalithgrab der Steinzeit in Norddeutschland entdeckt“ (Beispielbild von Rügen: Fischinger-Online)

Überraschender Fund auf einem Feld in Goosefeld bei Eckernförde an der Ostsee. Bei Routineuntersuchungen fanden Archäologen des Landesamtes für Archäologie von Schleswig-Holstein dort zufällig „ein ungewöhnlich vollständig erhaltenes Großsteingrab“ aus der Steinzeit. Ein ca. 5.000 Jahre alter Zufallsfund, mit dem gerade dort durchaus zu rechnen war.


Spuren der Steinzeit

Die Welt ist voll von Megalithanlagen unterschiedlichsten Alters. Dolme und Großsteingräber aus der Steinzeit finden sich auch bei uns in Mitteleuropa in großer Zahl. Aber auch „Riesenbetten“, Hünengräber und einzeln aufgestellte Megalithen. Errichtet vor vielen Jahrtausenden zeugen diese Hinterlassenschaften bis heute von einer uns fremden, „heidnischen“ Kultur. Bis heute finden wir vor allem auch im norddeutschen Raum diese Art von uralten Spuren der Vorzeit.

Und obwohl Megalitbauten der Vergangenheit scheinbar unübersehbar in der Landschaft herumstehen, finden Archäologen oder Laien immer wieder neue Anlagen. Das hat einfache Gründe: Zum einen wurden im Zuge der Christianisierung zahlreiche solcher „heidnischen“ Anlagen zerstört und abgerissen, so dass ihre Reste heute im Erdreich schlummern. Zum anderen hat die sich ausbreitende Landwirtschaft diese beiseite geschafft, wenn sie im Weg standen. Mit dem gleichen Resultat. Natürlich hat auch die Natur beispielsweise Hügelgräber „verschluckt“, so dass sie heute gar nicht mehr als das erkennt werden, was sie meinst waren.

Für Generationen von Forschern gibt es noch genügend zu tun.

Vor allem die Luftbildarchäologie, die heute auch kostengünstig und bequem mittels Drohen erfolgt, beweist, dass in der Erde Deutschlands noch so manches Geheimnis verborgen liegt. Aus der Steinzeit ebenso, wie aus den Tagen der Römer. Obwohl eine Bildauswertung dann zeigt, dass exakt hier oder genau dort irgendwas im Boden schlummert, kommt es immer wieder zu Zufallsfunden.

Die Steinzeit ist überall

Etwa kürzlich auf der Nordseeinsel Amrum, wie in diesem Video HIER berichtet. Ein längst verschollenes und zerstört geglaubtes Megalithgrab wurde bei Bauarbeiten zufällig wieder gefunden. Und es stellte sich dabei sogar als größer und 1.000 Jahre älter heraus, als zuvor angenommen. Sogar spielende und grabende Teenager können plötzlich einen rund 5.400 Jahre alten Urnenfriedhof der Steinzeit vor der eigene Haustür entdecken. So erging es 1992 einigen Freunden und mir. Und ein Schlossfriedhof aus dem 16. Jahrhundert in Nordrhein-Westfalen kann sich bei Untersuchungen auch mal als 4.300 Jahre älter erweisen, als gedacht. Womit dieser seine Ursprünge in der Steinzeit hat, wie in diesem Video HIER berichtet (für Mitglieder).

Die genannten Beispiele gehören (wie so viele andere auch) zu der sogenannten Trichterbecherkultur. Diese Kultur der Steinzeit reicht bis zu 6.200 Jahre in die Vergangenheit zurück. Ihre Spuren sind weiträumig zu finden. Auf Rügen in der Ostsee ebenso, wie an und in der Nordsee oder im Süden von Nordrhein-Westfalen. So auch in Goosefeld bei Eckernförde nördlich von Kiel unweit der Ostsee.

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Dort stehen heute vier Großsteingräber aus Megalithen, die eben genau dieser Trichterbecherkultur zugeordnet werden. Teilweise sind nur noch ihre Reste vorhanden; auch viele der Megalithen fehlen. Die größte Anlage ihrer Art dort wird als „Grab 3“ bezeichnet und war einst ein „Riesenbett“ von 41 Metern Länge und 7 Metern breite. Ein Hünengrab, in dem sich sogar mehrere Grabkammern befanden.

Zufallsfund in Goosefeld an der Ostsee

Genau in diesem Gebiet machten Archäologen zufällig einen weiteren, spannenden Fund auf einem Acker. Dieser soll einem Baugebiet weichen, weshalb Archäologen des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein dort eine Vorab-Untersuchung des Grundes durchführten. Das ist Routine bei solchen Fällen. Wie sich dabei herausstellte, so der Grabungsleiter Ringo Klooß, war der Acker alles andere als ein unberührtes Stück Land. Im Erdreich lag ein bisher unbekanntes Megalithgrab verborgen, das ebenfalls der Trichterbecherkultur zugeschrieben wird.

Errichtet wurde die Anlage vor rund 5.000 Jahren, so die Forscher. Die Zuordnung erfolgte dabei durch drei Scherben, die bei den Grabungen im Inneren des Großsteingrabes entdeckt wurden. Ein bisher eher spärlicher Fund. Doch die Archäologen wollen bis kurz vor Weihnachten hier weiter graben. Schon jetzt ist der Archäologe Klooß begeistert, dass diese uralte Stätte derart gut erhalten und vollständig sei.

Aufgrund anderer Megalithanlagen in der Umgebung, kann man durchaus in Zukunft mit weiteren Zufallsfunden dieser Art rechnen.

Ob in den kommenden Wochen weitere Funde gemacht werden, kann man nur hoffen. Immerhin zeigt der Befund schon jetzt, dass diese Megalithanlage in der Vergangenheit eher nachlässig zerstört und abgerissen wurde. Sonst wäre sie nicht so vollständig im Erdreich erhalten geblieben. Goosefeld hat damit eine Grabanlage der Steinzeit mehr. Zumindest für kurze Zeit, da wohl kaum der Bebauungsplan des Feldes aufgrund der Entdeckung geändert wird.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 8. August 2021 auf Mystery Files

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Video vom 24. April 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: Verschlampte Bohrkerne von Stonehenge nach über 60 Jahren zufällig wieder aufgetaucht!

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VIDEO: Verschlampte Bohrkerne von Stonehenge nach über 60 Jahren zufällig wieder aufgetaucht! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Verschlampte Bohrkerne von Stonehenge nach über 60 Jahren zufällig wieder aufgetaucht! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Als 1958 Stonehenge als nationales Symbol von Großbritannien umfangreich restauriert wurde, scheute man kaum einen Aufwand. Man war auch nicht zimperlich was den Umgang mit den gewaltigen Megalithen an sich anging. Denn unter anderem wurden mehrere etwa einen Meter lange Bohrkerne aus ihnen entnommen. Obwohl man damals nicht so recht wusste, was man damit eigentlich anfangen soll. Und so gingen diese wertvollen Proben ganz einfach verloren. Bis jetzt.


Die verlorenen Steinproben von Stonehenge

Die Megalithanlage Stonehenge in England ist heute das nationale Monument von Großbritannien. Deshalb ist es kaum zu glauben, dass bei Renovierungen 1958 drei große Bohrkerne aus einem der riesigen Steine entnommen wurden – die dann einfach verloren gingen.

Diese etwa einen Metern langen Bohrkerne des uralten Bauwerkes sind nach über 60 Jahren zumindest teilweise wieder aufgetaucht. Durch reinen Zufall, denn einen davon bekam ein damaliger Mitarbeiter der Bohrfirma als Andenken geschenkt. Die kostbare Probe diente ihm als Wanddekoration in seinem Büro in den USA.

Dadurch ermuntert, machten sich Archäologen auf die Suche nach den beiden anderen Bohrkernen. Und die Forscher wurden in einem Museum in Großbritannien bei ihrer Suche tatsächlich fündig. Dort lagen zumindest Teile einer Probe vergessen und verstaubt in einer Kiste – die sogar korrekt beschriftet war.

Mehr über diese verschluderten Proben des einzigartigen Monumentes der Steinzeit in diesem YouTube-Video vom 16. August 2021.

Übrigens waren das 1958 genau jene Renovierungen und Instandsetzungen von Stonehenge, die heute für eine“ steile These“ herhalten müssen. Denn angeblich sei das in seinen Anfängen rund 4.600 Jahre alte Megalithbauwerk damals nicht wieder aufgebaut und repariert wurden. Vielmehr wurde Stonehenge damals angeblich erstg erbaut! Das heißt, dass hier ein gewaltiger Betrug in der Landschaft stehen würde. Ein Fake, eine Fälschung und Verschwörung der Moderne. Das lese ich immer wieder auch in Kommentaren bei YouTube oder Facebook

Natürlich nur für all jene, die alle anderen Fakten vollkommen ignorieren. Von archäologischen Befunden bis zu schriftlichen Beschreibungen und Bildern der steinzeitlichen Stätte, die teils Jahrhunderte vor 1958 dokumentiert sind …

Bleibt neugierig …

Video vom 16. August 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: Fast 9000 Jahre alt: Israels versunkenes Stonehenge Atlit Yam im Mittelmeer

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Das "Atlantis von Israel": Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)
Das „Atlantis von Israel“: Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)

Kurz vor der Küste des heutigen Israel liegen die rund 9.000 Jahre alten Ruinen von Atlit Yam auf dem Grund des Meeres. Ein Stonehenge von Israel, wie man die versunkene Megalithanlage und das Dort auch bezeichnet. Eine Fundstelle, die hier im Westen so gut wie unbekannt ist, aber durchaus als Sensation der Archäologie bezeichnen erden kann, wie ihr in diesem Video erfahrt.


Atlit Yam: Das „Stonehenge von Israel“

Vor der Küste Israels liegt eine uralte archäologische Stätte auf dem Grund des Mittelmeeres. Bekannt ist diese unter den Namen Atlit Yam, und wird auch  als Stonehenge oder sogar Atlantis von Israel bezeichnet. Das einstige Dorf ist fast 9.000 Jahr alt – und schon hier wurden „Kultplätze“ aus Megalithen gebaut. Wie in Europa der Steinzeit.

Für israelische Archäologen ist dieses „Stonehenge im Mittelmeer“ ein Glücksfall. Und ein Zufallsfund, der erst 1984 gemacht wurde. Auch wenn an der dortigen Küste verschiedene steinzeitliche Siedlungen im Meer versunken sind, zeichnet sich Atlit Yam dahingehend aus, da hier Megalithanlagen gefunden wurden. Durchaus vergleichbar mit den berühmten Steinkreisen aus der Steinzeit in Europa.

Ein Rätsel der Archäologie ist jedoch, warum diese Stätte offenbar fluchtartig verlassen wurde. War ein Tsunami der Grund, wie die Forscher spekulieren? Wohl deshalb wird das Dorf auch mit Atlantis verglichen: Untergegangen in den Fluten des Meeres.

Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Video vom 14. April 2021. Den von mir im Video erwähnten Vortrag, in dem ich bereits vor einigen Jahren über das „Atlantis von Israel“ kurz berichtete, findet Ihr HIER auf meinem YouTube-Kanal.

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Video vom 14. April 2021 auf Mystery Files

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Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt – und nach Bauart der Inka-Mauern in Südamerika +++ Video +++

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VIDEO: Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt (Bild: Journeys across Karnataka)
VIDEO: Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt (Bild: Journeys across Karnataka)

In vielen Teilen der Erde haben zahlreiche Kulturen gewaltige Megalithanlagen errichtet. Einige davon sind weltbekannt und viele reichen bis in die Steinzeit zurück. In Süd-Indien jedoch steht nahem dem Ort Raichur eine Megalithstätte, die hierzulande praktisch unbekannt ist. Errichtet aus Granit-Blöcken in einer Architektur, die an die Bauten der Inka in Südamerika erinnert. Angeblich sei das Monument aber nicht sehr alt – ob das stimmt? Macht Euch ein eigenes Bild mit diesem Video.


Eine vergessene Megalithstätte in Indien

Megalithanlagen, Megalithstätten oder einfach Megalithbauten aus der Vergangenheit finden wir fast überall auf der Welt. Von Großbritannien über Indien bis Südamerika. Oft aus fernen Tagen der menschlichen Geschichte, Zivilisation und Kultur. Teilweise sind die viele tausend Jahre alt, andere erst wenige Jahrhunderte. Einige dieser bis in die Steinzeit zurück gehenden den Stätten kennt die ganze Welt, während andere vollkommen unbekannt sind.

So wie eine „vergessene“ megalithische Stätte aus der Geschichte von Indien. Sie ist als Fort Maliabad (Malliabad) bekannt, und befindet sich zentral im südlichen Indien. Nicht weit von dem Ort Raichur.

Hier wurde zum Teil mit gewaltigen Megalithen aus Granit gebaut, deren Bauart an einigen Stellen sehr an die legendären Inka-Mauern erinnern: Verschachtelt und „nahtlos“ aneinander gefügt. Und angeblich sei auch Maliabad nicht sehr alt, sondern erst – großzügig aufgerundet – 800 Jahre.

Ob das stimmt? Macht Euch ein eigenes Bild mit diesem Video vom 22. März 2021.

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Video vom 22. März 2021

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Hier ging die Prinzessin aufs Klo: Der unglaubliche Inka-Megalith Yurak Rumi in den Anden von Peru +++ Video +++

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VIDEO: Yurak Rumi - das unglaubliche Klo der Jungfrau in Peru (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Yurak Rumi – das unglaubliche Klo der Jungfrau in Peru (Bild: gemeinfrei)

Überall auf der Erde staunen wir heute über steinerne Hinterlassenschaften versunkener Kulturen. Vor zum Teile tausenden von Jahren haben hier unsere Vorfahren mit oftmals riesigen Megalithen regelrechte Wunderwerke erschaffen. Viele davon sind weltbekannt. Andere kennt heute kaum jemand. So wie die Megalithanlage Yurak Rumi in den Anden von Peru. Ein als „Klo“ verspotteter Ort der Inka, der erstaunliche Details verbirgt, wie Ihr in diesem Video erfahrt.


Yurak Rumi – das „Klo“ der Inka

Weltweit staunen heute Laien wie Archäologen vor steinernen Zeugnissen unserer Vorfahren. Megalithische Monumente oder einzelne Monolithen, die teilweise mit einer uns unvorstellbar erscheinenden Präzision bearbeitet wurden.

Solche Steinbearbeitungen finden man in allen Erdteilen, bei allen Hochkulturen und in allen Epochen. Einige sind tausende von Jahren alt. 10.000 Jahre und mehr. Andere wiederum sind recht jung und stammen aus dem Mittelalter oder noch später.

So wie in Peru. Dort werden die meisten bis heute verblüffenden Steinbearbeitungen von zum teil gigantischen Ausmaß dem Volk der Inka zugeschrieben. Gerade mal 500 – 600 Jahre ist das her. Obwohl schon lange Überlegungen und Spekulationen existieren, dass diese Bauten und Monolithen viel älter sein könnten. Und natürlich gibt es auch Megalithanlagen in Südamerika, die schon vor den Inka existieren!

Viele sind heute berühmt. Vor allem Machu Picchu in den Hochlagen der Anden von Peru. Erst 1911 offiziell wieder entdeckte ist die Stadt heute eine Pilgerstätte für Touristen und ein Highlight von Reisenden. Sacsayhuaman und Cuzco ebenso.

Abseits solcher weltweit bekannten Orte sind die Anden jedoch voller monolithischer Rätsel. Eines davon ist der Megalith Yurak Rumi in den Bergen auf fast 3.000 Metern Höhe. 1911 wurde diese Stätte ebenfalls von Hiram Bingham (wieder) entdeckt. Jenem Forscher, der Machu Picchu fand. Heute kennt diesen Ort wohl kaum jemand.

Es ist heute nur ein ein riesiger Megalith aus Granit in der Landschaft, der einst Zentrum eines Heiligtums namens Nusta Hispana war. Verspottet als „Klo“. Doch wie Ihr in diesem Video vom 3. Februar 2021 sehen werdet, der rundherum bearbeitete Felsen ist überaus rätselhaft.

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Video vom 3. Februar 2021 auf Mystery Files

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„Baalbek Reborn“ veröffentlicht: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen

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"Baalbek Reborn": Die Wiederauferstehung von der Ruinenstätte mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)
„Baalbek Reborn“: Die Wiederauferstehung der Ruinenstätte im Libanon mittels moderner 3D-Rekonstruktionen (Bild: Screenshot Baalbek Reborn)

Die Stätte Baalbek im Libanon ist unter vielen Mystery-Interessieren seit über einem halben Jahrhundert ein Begriff. Ein riesiges Ruinenfeld mit ebensolche Tempelanlagen, die vor fast 2.000 Jahren von den Römern erbaut wurden. Jetzt wurde im Zusammenarbeit mit dem „Deutschen Archäologischen Institut“ die Applikation „Baalbek Reborn“ fertigt gestellt, die mittels beeindruckender 3D-Grafiken und entsprechenden Erklärungen die Anlage wieder zum Leben erweckt. Heute wurde die Software auf einer internationalen Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Ich habe für Euch daran teilgenommen und auch „Baalbek Reborn“ bereits getestet. Mit für uns interessanten Ergebnissen, wie Ihr hier lesen könnt.


Baalbek

Die Römer bauten nahezu in der damals bekannten Welt bis heute beeindruckende Monumente, Gebäude und Tempelanlagen. Doch die größte und eindrucksvollste Anlage dieser Art stand nicht etwa im alten Rom, sondern in Baalbek im heutigen Libanon. Hier entstand unter den Römern ab dem späten 1. Jahrhundert nach Christus vor allem das bekannte Heiligtum des Jupiter. Dessen noch stehende Säulen sind das Wappen des Libanon und unzählige Male fotografiert worden.

Dieses Jupiterheiligtum zu Ehren des höchsten aller römischen Götter ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Wie das gesamte Heiligtum von Baalbek. Der dortige Tempel zu Ehren des Gottes Bacchus, kleiner als der Jupitertempel und ein Stück davon entfernt, beeindruckt indes durch seinen sehr guten Erhaltungszustand. Eine mehr als wechselvolle Geschichte hat dieses einstige Heliopolis der Römer hinter sich. Nicht nur als Heiligtum des Gottes „Jupiter Optimus Maximus Heliopolitanus“, denn bereits vor 10.000 Jahren war dieses Gebiet besiedelt. Baalbek gilt als eine der ältesten, durchgehend besiedelten Orte der Welt.

Die Römer waren schon vor der Zeitenwende an diesem Ort. Wahrscheinlich 63 vor Christus wird diese Stätte erstmals erwähnt. Die emsigen Bauarbeiten begannen jedoch erst später und erreichten zwischen 200 und 300 nach Christus ihren Höhepunkt. Nach und nach folgte der Zerfall des Mega-Heiligtums, bis die ersten Entdecker, Forscher und Archäologen kamen. Mit ihnen rückte Baalbek auch in den Fokus der Grenzwissenschaft, der Prä-Astronautik.

Baalbek – der Flughafen der Ancient Aliens

Es war 1959, als der russische Prä-Astronautik-Pionier Modest Agrest in einem Artikel in „Literaturnaja Gazeta“ spekulierte, dass die „Terrasse von Baalbek“, auf der der Jupitertempel der Römer steht, in Wahrheit eine vollkommen andere Herkunft habe. Dieser Unterbau, mit ihren 800 und mehr Tonnen schweren Steingiganten, war einst, so Agrest, ein Startplatz für Raketen der Astronautengötter! Diese Plattform diente den antiken Astronauten eines Tages nicht mehr, wurde verlassen und tausende Jahre später kamen die Römer und nutzte sie für ihre Zwecke.

Heute sind die Pionier-Ideen zu den modernen Ancient Aliens durch Agrest praktisch vergessen. Auch wenn zahlreiche seiner veröffentlichten Spekulationen nach über 60 Jahren noch immer diskutiert werden. Baalbek ist nur eine davon. Zehn Jahre später nahm auch Erich von Däniken in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” das Thema auf. Er schrieb zu Baalbek:

Der russische Professor Agrest allerdings hält es für möglich, dass es sich bei den Resten der Terrasse um Überbleibsel einer riesigen Landefläche handeln kann.

„Eine Tanzfläche für Riesen“ nannte von Däniken die Anlage schon 1968 und faszinierte Millionen Menschen damit. Wie konnten damals (wann auch immer…) Menschen Steine von 800 bis sogar über 1.000 Tonnen bewegen? Oder wie sollte jener Steinblick, der erst 2014 entdeckt wurde, und bei einer Größe von 19,60 x 6 x 5,5 Metern unglaublichen 1.650 Tonnen wiegt, jemals bewegt werden (mehr dazu HIER)? Dieser liegt neben dem legendären Riesenmonolithen, der zum Beispiel als „Stein des Südens“ bekannt ist und ca. 1.000 Tonnen wiegt.

Jahre später übernahm auch der US-Prä-Astronautik-Autor und Nibiru-Erfinder Zecharia Sitchin die Idee eines Startplatzes von Außerirdischen. In zahlreichen seiner Bücher sah er in Baalbek sogar einen ganzen „Raumflughafen“ von den außerirdischen Anunnaki. Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten hätten hierbei sogar als eine Art Orientierungspunkt für eine Einflugschneise nach Baalbek gedient, so Sitchin in seinen Werken. Wilde Spekulationen, die durchaus noch ihre Fans und Anhänger haben.

Geblieben ist von diesen phantastischen Behauptungen eigentlich nur die „Terrasse“ von Baalbek. Also jene riesigen Bausteine, auf denen der Jupitertempel thront. Jeder kann sie sehen. Besuche oder Bilder der weit verteilten Ruinen vermitteln jedoch nur einen Eindruck der einstigen Pracht und Größe der Gesamtanlage in ihrer Blütezeit. Das hat jetzt ein internationales Team von Archäologen und „Technologen“ geändert.

„Baalbek Reborn: Temples“: Begeisterte Experten

Heute (31. März) wurde auf einer digitalen Pressekonferenz des „Deutschen Archäologischen Institutes“ (DAI) die Applikation bzw. Software „Baalbek Reborn: Temples“ vorgestellt.

Experten des Deutschen Archäologischen Instituts stellen die römischen Tempel in Baalbek, Libanon, vor und zeigen Ihnen die Ruinen und eine digitale Rekonstruktion.

So die Kurzbeschreibung der Software, die Ihr HIER findet. Entwickelt wurde sie von der Libanesischen Antikenbehörde, dem DAI und der Sorftwarefirma „Flyover Zone“ aus den USA gleich in mehreren Sprachen. „Flyover Zone“ hat sich „auf virtuelle Zeitreisen in die Antike spezialisiert“, so das DAI, und die Forscher des DAI, „die seit 1998 an der Stätte arbeiten, stellten die wissenschaftliche Grundlage für die 3D-Rekonstruktionen zur Verfügung“. Geleitet werden diese Ausgrabungen und Forschungen in Baalbek von Margarete van Ess. Die Archäologin ist die Direktorin der Orient-Abteilung des „Deutschen Archäologischen Instituts“ und von der Stätte begeistert:

„Das faszinierende an Baalbek sind nicht nur die römischen Tempel, sondern auch die fast 10.000jährige Geschichte. Als Archäologin habe ich anhand von Funden und Forschungsergebnissen häufig ein Bild vom damaligen Zustand dieses besonderen Ortes im Kopf. Dass die Tempel nun auch in der App Gestalt annehmen und so von Menschen in der ganzen Welt betrachtet werden können, ist fantastisch!

Dr. Bernard Frischer, Direktor von „Flyover Zone“:

Für Flyover Zone ist mit diesem Projekt ein Traum wahr geworden. Sowohl die schiere Größe des Baalbek-Heiligtums als auch seine kulturelle Bedeutung sind unübertroffen. In der Antike konsultierten Menschen aus weit entfernten Regionen des Reichs das Orakel von Baalbek, und wir haben sogar Aufzeichnungen darüber, dass auch Kaiser dies taten. Jetzt können wir das, was wir gelernt haben, nutzen, um Baalbek in die Klassen- und Wohnzimmer von Studierenden und der allgemeinen Öffentlichkeit zu bringen. Wir hoffen, dass Tausende von Menschen auf der ganzen Welt die virtuelle Tour herunterladen und sie nutzen, und dass sie angeregt werden, die Stätte zu besuchen (…)“

Testbesuch in „Baalbek“

Ich hatte mich für die heutige Pressekonferenz ebenfalls angemeldet (dazu später mehr) und wollte diese abwarten, bevor ich „Baalbek Reborn: Temples“ selber teste und darüber für Euch berichte. Denn immerhin kenne ich als alter Hase der Prä-Astronautik die Spekulationen um Baalbek seit meinen Anfängen 1989.

Mein Testbesuch war auch von Erfolg gekrönt. Jedoch musste ich vorerst eine mir vollkommen unbekannte Software herunterladen, installieren und dort einen Account anlegen. Diese nennt sich „Stream“ und scheint so was wie eine Gamingplattform zu sein (Falls ich mich irre, seht es mir nach. Ich habe mich da nicht wirklich umgesehen, da mich nur Baalbek interessierte.). Hier wiederum musste ich die eigentliche Applikation des 3D-Baalbek herunterladen, die immerhin 1,4 GB groß ist.

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Warum diese Datenmenge nötig war, zeigte sich sehr schnell beim Start der Rekonstruktion. Die Bilder und Fotos sowie die in 3D rekonstruierte Stätte mit all ihren wundervollen Einzelheiten ist überaus detailreich und fein ausgearbeitet. Inklusive 360 Grad-Schwenkungen oder auch Sprachausgaben. Der kurzer Software-Trailer HIER der Firma „Flying Zone“ vermittelt davon einen Eindruck. Nicht getestet habe ich es mit einem VR-Headset, da „Baalbek Reborn“ auch auf eine Betrachtung mittels „virtueller Realität“ entwickelt wurde. All das soll Baalbek im Jahr 215 nach Christus zeigen.

Eine beeindruckende Arbeit und Darstellung, bei der auch Phantasie mit ihm Spiel war. Schließlich ist anhand der vorhandenen Ruinen Baalbek nicht mehr bis in jede Einzelheit exakt wieder zu rekonstruieren. Entsprechende Vermerke in dem Programm weisen auch darauf hin, dass es hier auch eigene Vorstellungen mit einflossen. Kein unübliches Verfahren. Man denke hier beispielsweise an die Maya-Stätten oder die Azteken-Stadt Tenochtitlan, wie sie in modernen TV-Dokumentationen als Rekonstruktionen zu sehen sind. Auch hierbei finden sich „Freiheiten“ in deren digitalen Neuschöpfungen.

Spannend waren natürlich die riesigen Megalithen, mit denen der Unterbau des Jupitertempels errichtet wurde. Immerhin erklären Texte und Sprachausgaben unzählige Details an insgesamt 38 Stationen der virtuellen Reise. Was man da gerade genau wo sieht und was dies einstmals für eine Bedeutung hatte und ähnliches. Bei den Riesensteinen: Fehlanzeige. Hier wird lediglich auf die Pracht des Jupitertempels und vor allem seiner einstigen Säulen oder auf die Höhe der Gesamtmauern usw. eingegangen. Von den gigantischen Steinen, die natürlich in der Rekonstruktion zu sehen sind, kein exaktes Wort.

Der oben genannte und im Kreise der Grenzwissenschaft überaus bekannte „Stein des Südens“ kommt übrigens nicht vor. Wohl auch deshalb, da er weit außerhalb von Baalbek noch im Steinbruch liegt.

Pressevorstellung von „Baalbek Reborn: Temples“

Die heutige Online-Pressekonferenz mit Teilnehmern aus Deutschland, den USA und der Libanesischen Antikenbehörde war für den Laien im Vergleich zur Software selber natürlich langweilig.  Es wurde vor allem die Bedeutung der Stätte unterstrichen. Abbas Mortada, Minister für Kultur und Landwirtschaft der Republik Libanon sowie Sarkis Khoury, Generaldirektor der libanesischen Antikenbehörde betonten hierbei auch den Tourismus. Schließlich wird Baalbek in Hochzeiten von Besuchern geradezu überrannt. Bernard Frischer, der Direktor von „Flyover Zone“, zog dabei Vergleiche zu den Pyramiden von Gizeh, die verglichen mit Baalbek die ganze Welt kennt.

Margarete van Ess in ihrer Funktion als Leiterin des Forschungsprojektes Baalbek am DAI betonte, dass „Millionen Besucher“ im 20. Jahrhundert nach Baalbek kamen. Sie würden dabei auch immer wieder über die riesigen Bausteine dort staunen. Mehr jedoch sagte auch sie nicht bei der Pressekonferenz zu diesen Steinriesen. „Kriminalistische Forschung“ war laut van Ess für den digitalen Wiederaufbau notwendig. Deshalb könne man stolz über die entwickelte Software sein, wie alle offiziellen Teilnehmer betonen. Zu recht.

Van Ess veröffentlichte übrigens einige Bücher über Baalbek und die dortigen Forschungen, die ich Euch am Ende empfehlen möchte.

Der Koordinator des Baalbek-Projekt, Henning Burwitz vom DAI, präsentierte auch die Funktionen und Funktionsweisen von „Baalbek Reborn“. Sie ist für Mystery-Fans aufgrund der mangelnden Aussagen zu den Riesen-Bausteinen sicherlich eine Enttäuschung.

Nicht erwähnt wurde in der Pressekonferenz, dass die Sofortware oder Applikation auch Quellenangaben enthält. Was mit Sicherheit für den Laien auch vollkommen uninteressant ist, da diese sich an den beeindruckenden Bilder erfreuen und etwas über Baalbek lernen können. Für uns sind diese aber interessant

Baalbek und die Quellen

Als 1959 Professor Modest Agrest seine Idee, dass in Baalbek Raketen von Außerirdischen auf einer „Plattform“ starteten, formulierte, fußten diese in Quellen von 1896. Da später sein Artikel auch ab 1962 in französisch („Des cosmonautes dans I’antiquité“, in: „Plaète“, Nr. 7/1962) und anderen Sprachen erschien, fand sie immer mehr Verbreitung. Bis sie letztlich zum Teil der Geschichte der Prä-Astronautik wurde.

Tatsächlich war es Ende des 19. Jahrhunderts die Meinung, dass hier eine „Terrasse“ oder „Plattform“ den Unterbau des Haupttempels von Baalbek bildet. Ab 1898 jedoch erfolgten bereits Ausgrabungen in Baalbek und genauere Untersuchungen der Fundamente, die in verschiedenen Kampagnen durchgeführt wurden. Erste Veröffentlichungen dazu folgten 1901 und 1902. Vor allem die Ausgrabungen und Forschungen von Theodor Wiegand in den Jahren 1898 bis 1905 sind hier zu nennen, die in verschieden Bänden ab 1921 in Berlin erschienen.

Wiegand zeigte darin vor allem klar auf, dass es eine zusammenhänge Terrasse von Baalbek nicht gibt. Hier wurde ein Fundament errichtet, das vor allem aus groben Steinen, Bauschutt und natürlichen Steinen aufgebaut wurde. Darum kamen bearbeitete Steine von fast 10 Metern Länge und 4 Metern Höhe, auf denen letztlich die legendären Riesen-Blöcke gelegt wurden. Die Bauweise ist sogar auf Fotos der Anlage teilweise klar zu erkennen. Datiert wurde das gesamte Fundament wie Baalbek an sich von den Archäologen in Zeit der Römer, woran sich heute in der Archäologie nichts änderte.

Unter „alternativen Historikern“ wird bis heute bezweifelt, dass Baalbek bzw. die dortigen Riesen-Steine von den Römern stammen. So etwa von dem bekannten Autoren Graham Hancock. Er widmend sich beispielsweise in seinem umfangreichen Buch „Die Magier der Götter“ (2018) ausführlich dieser Stätte. Unter anderem in einem ganzen Kapitel.

Agrest kannte in der ehemaligen UdSSR diese Quellen entweder nicht oder hat sie ignoriert. Erstaunlich aber bei der Rekonstruktion der Anlage in „Baalbek Reborn: Temples“ ist hier wiederum die Art des Literaturverzeichnisses. Es enthält nur 13 Quellen von 1901 bis 2008, die wohl den wissenschaftlichen Anspruch der Rekonstruktion unterstreichen sollen. Denn alles sind wissenschaftliche Veröffentlichungen. Keine populärwissenschaftliche Arbeit zum Thema Archäologie, in denen Baalbek Thema ist, findet sich darunter. Obwohl schon bei der Pressekonferenz betont wurde, dass diese 3D-Modellierung mit modernen Mitteln Besucher für die Anlage begeistern soll.

Aus diesem Grund vermisse ich persönlich eine moderne Art der „weiterführenden Informationen“. Etwa zu YouTube-Videos, „Google Earth“ oder Online-Bildergalerien dazu. Das sind keine Quellen in dem Sinne – aber würden „Baalbek Reborn: Temples“ für die jungen Mediennutzer, und an die soll sich die Software richten, vielleicht noch weiter begeistern.

Zumindest ich war von der Arbeit beeindruckt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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5.500 Jahre alt und dutzende Gräber: Bei einem Dorf in Polen wurde ein einmaliger Friedhof der Steinzeit entdeckt

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5500 Jahre alt: In Polen wurde einer der größten Steinzeitfriedhöfe entdeckt (Bilder: J. Bulas/Nauka w Polsce)
5500 Jahre alt: In Polen wurde einer der größten Steinzeitfriedhöfe entdeckt (Bilder: J. Bulas/Nauka w Polsce)

Archäologen haben in der Gemeinde Świętokrzyskie in Działoszyce in Polen zufällig auf Luftbildaufnahmen einen riesigen Grabkomplex aus der Steinzeit entdeckt. Nach ersten Grabungen sind sich die Forscher sicher, dass hier dutzende Gräber verborgen liegen, deren Alter mit 5.500 Jahren angeben wird. Ein systematisch angelegter Friedhof-Kompelx, der bisher beispiellos sei. Nähers über den überraschenden Fund erfahrt Ihr hier.


Überraschende Funde der in Polen

Die Luftbildarchäologie und damit die klassische Archäologie an sich feiert seit dem Anbeginn der Fliegerei einen Erfolg nach dem anderen. Unzählige archäologische Stätten, Gebäude und Spuren wurden seit dem in aller Welt aus einem Flugzeug oder Helikopter heraus entdeckt. Heute nutzt man dazu auch Drohnen und Satelliten im All und jeder Hobbyforscher kann daheim mittels „Google Earth“ sich auf die Suche nach uralten, versunkenen Ruinen und Stätten machen. Oftmals sind es nur „Schatten“ im Erdreich, die dem geschulten Auge aber weit mehr verraten, als es zuerst den Anschein hat.

Solche Spuren sind für den Archäologen immer klare Hinweise, dass sich an diesen Stellen im Erdreich versunkene Bauten oder andere künstliche Werke finden. Sie können beispielsweise von den Römern stammen. Etwa die Reste von Häusern, Bauernhöfen oder alte Straßen, die heute niemand mehr kennt. Am Boden selber sieht man davon nichts. Je nach Jahreszeit sowie vor allem Größe und Art der Vegetation erkennt man derartige Spuren mal mehr, mal weniger klar aus der Luft. Beispielsweise wurde so auch das berühmte Sonnenobservatorium von Goseck in Sachsen-Anhalt entdeckt. Eine Ringwallanlage aus der Steinzeit, die später als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde. Archäologen datieren die Kreisgrabenanlage auf rund 7.000 Jahre.

Überraschende Funde sind bei solchen Forschungen von oben immer garantiert. Das Erdreich ist voll mit Hinterlassenschaften unserer Ahnen in jedem Teil der Erde, die bis weit in die Steinzeit zurückgehen. Sie alle archäologisch zu erfassen, zu dokumentieren und letztlich auszugraben ist unmöglich. Hier wägen die Archäologen genau ab, was aktuell ein lohnenswertes Ziel für Grabungskampagnen sein könnte, und was hinten anstehen muss. Genau so geschieht es aktuell bei dem Dorf Dębiany in Provinz Świętokrzyskie im Südosten von Polen. Rund 50 Kilometer nordöstlich von Krakau.

5.500 Jahre alter Steinzeit-Friedhof

Hier fanden sich auf Luftbildaufnahmen von Feldern ungewöhnliche Verfärbungen bzw. Strukturen im Boden. Entdeckt hatte sie der Krakauer Archäologe Jan Bulas auf entsprechenden Aufnahmen, wodurch er schnell sicher war, dass diese „Schatten“ auf archäologische Stätten im Erdreich zurückzuführen sein könnten. Vor allem eine viereckige Verfärbung ließ darauf schließen. Felduntersuchungen vor Ort mit geophysikalischen Messungen bestätigen die Vermutung, dass hier etwas verborgen liegt. Eine steinzeitliche bzw. megalithische Grabstätte, so die ersten Deutungen.

Verblüfft waren die Ausgräber hingegen von dem Ausmaß der versunkenen Konstruktionen, da im Umfeld dutzende weitere Gräber gefunden wurden. Die folgenden Ausgrabungen des Teams um den Archäologen Marcin M. Przybyła übertrafen daraufhin die Erwartungen der Forscher, wie „Nauka w Polsce“ am 2. März in einer Pressemitteilung veröffentlichte. Demnach sei die Anlage nicht nur rund 5.500 Jahre alt, sondern auch recht ungewöhnlich. Anders als in vielen Teilen Polens und Europas wurden die Gräber dort nicht aus Megalithen gebaut, sondern aus Holz.

Jedes Grab wurde mit Holzpfosten ausgekleidet und verstärkt und unter einem Grabhügel in Trapezform verborgen. Um diese Hügel von 40 bis 50 Metern Länge errichteten die Steinzeitmenschen Gräben und eine Palisade aus Holzpfosten, die heute längst verwittert sind. Die Pfostenlöcher selber sind bis heute erhalten und zu erkennen. Nach den ersten Ausgrabungen ist sich Przybyła sicher, dass dieser Friedhof der Steinzeit lange in Gebrauch war, und immer wieder rituell genutzt wurde. Wahrscheinlich sogar bis in das 10. bis 9. Jahrhundert vor Christus, also bis in die späte Bronzezeit.

Eine einmalige Anlage

In dieser Zeit haben die Menschen dort eine quadratische Verteidigungsanlage errichtet, die nach Einschätzung der Archäologen möglicherweise ein vorübergehendes Militärlager war. Ob zu dieser Zeit den dort Bestatteten noch in irgendeiner Art rituellen Kult gedacht wurde, ist natürlich fraglich. Eine solche Anlage an sich sei in Polen aber bisher nicht bekannt, betonen die Forscher:

Es war nicht dauerhaft bewohnt. Vielleicht diente es als Militärlager oder als Gegenstand religiöser oder sozialer Rituale. Es ist erwähnenswert, dass ein ähnlicher Ort in Polen unbekannt ist.“

Wirkliche Grabbeigaben oder wertvolle Artefakte wurden nach Aussage von Marcin M. Przybyła bisher nicht entdeckt. Geplündert seien die Gräber allerdings auch nicht, wie der Forscher betont:

Leider wurden die meisten Überreste des Verstorbenen und die Ausrüstung von diesen Bestattungen entfernt, während der Friedhof in Betrieb war. Es war ein rituelles Verhalten, dem wir auf Friedhöfen aus dieser Zeit häufig begegnen.“

Einige der entdeckten Gräber weichen von den Holzkonstruktionen ab, da sie aus Kalksteinblöcken erbaut wurden. Ebenso würden „die kurzen Ostmauern den Eingang zu einer Art Grabkapelle – einem Vestibül – enthalten“, so Przybyła. Weitere monumentale Grabanlagen wurden bereits vor einigen Jahren nördlich und südlich der Befestigungsanlage nachgewiesen. Bei ersten Ausgrabungen im Sommer 2019 und 2020 mit Geldern des „Landesamtes für Denkmalschutz“ in Kielce wurden diese bereits erstmals untersucht.

Marcin M. Przybyła betont, dass diese einmaligen Steinzeit-Funde von hoher archäologischer Bedeutung sind. Deshalb werden auch in den kommenden Jahren hier noch weitere Ausgrabungen folgen. Mit Unterstützung der Einheimischen und des Grundbesitzers, wie er gegenüber „Nauka w Polsce“ unterstreicht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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