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Walter-Jörg Langbein: “Als Eva noch eine Göttin war: Die Wiederentdeckung des Weiblichen in der Bibel”

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Verborgenes Wissen in biblischen Schriften, verbotenen Büchern und sakralen Kunstwerken

Was stimmt nicht mit der Bibel?

Der Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein enthüllt die verborgenen Geheimnisse der Bibel.

Im Vergleich zur verbotenen Wahrheit der biblischen Schriften ist das berühmte “Sakrileg” von Dan Brown ein frommes Traktat. Was uns die Bibel wirklich sagen will, aber bislang verschwiegen wurde. Die „ketzerische“ Theologie fängt lange vor Adam und Eva an … Als Eva noch eine Göttin war. Sieben präzise recherchierte Kapitel lassen jede Fantasie langweilig erscheinen.

Aus dem Inhalt:

  • Vom Geheimnis des ewigen Lebens
  • Wie die Göttin zum Teufel wurde
  • Der Gott des Zorns und das Geheimnis des Dornbuschs
  • Kain, Abel und die Göttin
  • Der Turm zu Babel, die Bundeslade und die die Heilige Hochzeit
  • Jesus, Maria und die Hochzeit zu Kana
  • Himmel und Erde, Jesus und Maria Magdalena

Tipps zum Thema:

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Video: Mystery-Seminar 2013 in Bremen: Zum 18. Mal "Phantastische Phänomene" mit Walter-Jörg Langbein und 7 Gastreferenten

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Phantastische Phänomene Bremen im März 2013. Das 18. Mystery-Kult-Seminar steht an! (Bild: L. A. Fischinger)
Phantastische Phänomene im März 2013 in Bemen. Das 18. Mystery-Kult-Seminar steht an! (Bild: L. A. Fischinger)

Wie auf diesem BLOG berichtet, ist es bald wieder soweit: In Bremen findet zum 18. Mal das Seminar “PHANTASTISCHE PHÄNOMENE” mit dem Autoren und Mystery-Forscher Walter-Jörg Langbein und sieben weiteren Referenten statt. Los geht es am 1. März 2013. Aktuell dazu ein Video auf meinem YouTube-Kanal mit weiteren Details und das Vortragsprogramm dazu.

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Video: Mystery-Seminar 2013 in Bremen: Zum 18. Mal "Phantastische Phänomene" mit Walter-Jörg Langbein und 7 Gastreferenten weiterlesen

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Mystery-Forscher treffen sich in Bremen: 18. Seminar "Phantastische Phänomene" mit Walter-Jörg Langbein und 7 Gastreferenten im März 2013

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Bald ist es wieder soweit: In Bremen findet das Seminar “PHANTASTISCHE PHÄNOMENE” statt. Bereits zum 18. Mal lädt der bekannte Autor und Mystery-Forscher Walter-Jörg Langbein vom 1. bis zum 3. März 2013 in das ATLANTIC Hotel in Bremen-Vegesack  ein. Sieben Referenten, zahlreiche Diskussionen und Debatten werden diesen Seminar-Klassiker wieder zu einem spannenden Ereignis machen. Das Programm steht nun!

Veranstaltungsort:

Atlantic Hotel Bremen-Vegesack
Sagerstraße 20
D – 28757 Bremen
Telefon: +49 (0421) 66 05-0
Fax: +49 (0421) 66 47 74
E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de
Internet: www.atlantic-hotels.de
 
Anmeldungen und weitere Infos bei Walter-Jörg Langbein:
w-j.langbein@online.de 

Programm

(Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

Anreise ist der Freitag vor dem Seminar – 1. März 2013. Am Abend erstes Treffen im Restaurant/Bistro “Cordoba”. Dies liegt direkt gegenüber dem Hotel.

Tag 1 Samstag, 2.3.2013

 

  • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein: Begrüßung & Und wieder ging die Welt nicht unter.…..
  • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50-10.35 Uhr: Hans-Werner Sachmann: Legate der Sternengötter?
  • 10.35-10.45 Uhr: Fragen an Hans-Werner Sachmann
  • 10.45- 11.00 Uhr: Kaffeepause
  • 11.00 -11.45 Uhr: Dieter Bremer: Johannesapokalypse – Offenbarung  oder Erlebnisbericht?
  • 11.45-11.55 Uhr: Fragen an Dieter Bremer
  • 11.55-13.30 Uhr: Mittagessen bzw. Pause
  • 13:30- 14:15 Uhr: Jürgen Huthmann: Monotheistische Religionen – Segen oder Fluch?
  • 14.15-14.20 Uhr: Fragen an Jürgen Huthmann
  • 14:20- 15.05 Uhr: Dieter Bremer: Meine Antwort
  • 15.05-15.10 Uhr: Fragen an Dieter Bremer
  • 15.10-15.25: Kaffeepause
  • 15.25-16.10 Uhr: Hubert Berghaus: Monotheistische Religionen, meine Sicht
  • 16.10-16.15 Uhr: Fragen an Hubert Berghaus
  • 16.15- 17.00 Uhr: Walter-Jörg Langbein: Götter – oder doch nur Gott?
  • 17.10-17.15 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 17.15-17.30 Uhr: Kaffeepause
  • 17.30-18.00 Uhr: Diskussion mit J. Huthmann, D. Bremer, H. Berghaus und W-J.Langbein
  • 18.00-18.45 Uhr: Alexander Knörr: Das weltweite Rätsel der Megalithbauten
  • 18.45-18.50 Uhr: Fragen an Alexander Knörr


Ab ca. 18.50 Uhr: Gemütliches Beisammensein im Restaurant “Cordoba” (direkt gegenüber des Atlantic Hotel in Bremen-Vegesesack)

 Tag 2 – Sonntag, 3.3.2013

 

  •  9.15-10.00 Uhr: Alexander Knörr: Terra Divina – Auf den Spuren der göttlichen Lehrmeister
  • 10.00-10.05 Uhr: Fragen an Alexander Knörr
  • 10.05 -10.50 Uhr: Frank Grondkowski: Ägypten, Teneriffa und Mexiko – Steinbauten auf drei Kontinenten
  • 10.50-10.55 Uhr: Fragen an Frank Grondkowski
  • 10.55-11.05 Pause
  • 11.05 -11.50 Uhr: Lars A. Fischinger: Der Desinformant
  • 11.50 -11.55 Uhr: Fragen an Lars A. Fischinger
  • 11.55-12.00 Uhr: Verabschiedung

Anmeldungen und weitere Infos bei Walter-Jörg Langbein:
w-j.langbein@online.de 

Vorankündigungen

    1. und 2. März 2014 – 19. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen
    7. und 8. März 2015 – 20. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen
    5. und 6. März 2016 – 21. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen

    Update 16. Januar 2013: Video zum Seminar

       Links

         Zum Thema:

        Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
      www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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      17. Seminar "Phantastische Phänomene" in Bremen mit Walter-Jörg Langbein und 5 Gastreferenten

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       UPDATE. 27. Februar 2012
      “PHANTASTISCHE PHÄNOMENE” Nr. 17:

      3. und 4. März 2012, Bremen
      (Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

      Anmeldung und weitere Infos bei Walter-Jörg Langbein

      Veranstaltungsort:

      Atlantic Hotel Bremen-Vegesesack
      Sagerstraße 20
      D – 28757 Bremen
       Telefon: +49 (0421) 66 05-0
      Fax: +49 (0421) 66 47 74
      E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de
      Internet: www.atlantic-hotels.de

      Programm

      Tag 1/ Samstag, 3.3.2012

      9.00-9.45: Walter-Jörg Langbein/ Begrüßung/ Die Mayas und Phänomen 2012

      9.45-9.50: Fragen an Walter-Jörg Langbein

      9.50-10.35: Dieter Bremer/ Platon und die Raumstation

      10.35-10.45: Fragen an Dieter Bremer

      10.45- 11.00: Kaffeepause

      11.00 -11.45: Jürgen Huthmann/ Geheimnisse, älter als die Inkas I

      11.45-11.55: Fragen an Jürgen Huthmann

      Mittagessen/ Pause 11.55-13.30

      13:30- 14:15: Alexander Knörr/ Kataklysmen – Beeinflussten sie Erde und Menschheit?

      14.15-14.20: Fragen an Alexander Knörr

      14:20- 15.05: Jürgen Huthmann/ Geheimnisse, älter als die Inkas II

      15.05-15.10: Fragen an Jürgen Huthmann

      15.10-15.25: Kaffeepause

      15.25-16.10: Lars A. Fischinger/ Die Nibiru-2012-Lüge

      16.10-16.15: Fragen an Lars A. Fischinger

      16.15- 16.25: Alexander Knörr/ Die Generationenbibliothek

      16.25- 17.10: Hans-Joachim Zillmer/ Der Energie-Irrtum

      17.10-17.15: Fragen an Hans-Joachim Zillmer

      17.15-17.30: Kaffeepause

      17.30-18.15: Dieter Bremer/ Die große Katastrophe

      18:15-18.20: Fragen an Dieter Bremer

      18.20- 19.05: Alexander Knörr/ 2012 – UFOs als Bedrohung aus dem All?

      19.05-19.10: Fragen an Alexander Knörr

      FALLS GEWÜNSCHT: Anschließend Diskussion/ Fragen

      Gemütliches Beisammensein im Cordoba (gegenüber des Atlantic Hotel in Bremen-Vegesesack)

      Tag 2/ Sonntag, 4.3.2012

      9.15-10.00: Lars A. Fischinger/ Das Mysterium von Oak Island

      10.00-10.05: Fragen an Lars A. Fischinger

      10.05-10.35: Walter-Jörg Langbein/ Projekt X – Vom Umgang mit phantastischen Fakten

      10.35-10.40: Fragen an Walter-Jörg Langbein

      10.40- 10.55 Pause

      10.55-11.40: Hans-Joachim Zillmer/ Erdöl und Erdgas sind unerschöpflich

      11.40.-11.45: Fragen an Hans Joachim Zillmer

      12.00-12.05 Verabschiedung



      Vorankündigung

      2. und 3. März 2013 – 18. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen 1. und 2. März 2014 – 19. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen
      7. und 8. März 2015 – 20. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen
      5. und 6. März 2016 – 21. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen

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      Interview von "Ein Buch lesen" mit Walter-Jörg Langbein

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      Walter-Jörg Langbein in Peru

      Ein Interview anlässlich der 100. Folge seiner Blogserie Monstermauern, Mumien und Mysterien: Ein Interview mit Walter-Jörg Langbein
      Lieber Walter, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch schon heute zum Erscheinen des 100. Beitrags Deiner Blogserie »Monstermauern, Mumien und Mysterien« am kommenden Sonntag hier auf dem Blog »Ein Buch lesen!«. Seit dem 17. Januar 2010 wächst Deine Serie allwöchentlich weiter, und das in ununterbrochener Folge. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass Du Deiner Zeit weit voraus bist: Alle Beiträge bis Folge 148 warten bereits fix und fertig im Archiv auf ihre Stunde. Woher nimmst Du die Motivation zu solch unbeirrbarem Schaffen?
       
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      Zwischen den Zeilen gelesen: Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? +++ Artikel +++

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      Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
      Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

      Schöpfungsmythen und alte Überlieferungen der Menschheit sind ein wichtiger Bestandteil der Prä-Astronautik. Prinzipiell gibt es keinen Autoren aus dem Themenbereich der Ancient Aliens, der nicht auch auf verschiedene Mythen über Götter aus dem Himmel verweist.  Viele dieser Autoren und Mystery-Jäger haben in der Vergangenheit auch immer wieder auf Parallelen zwischen verschiedenen globalen Überlieferungen verwiesen. Auch und vor allem solche Erzählungen, die von der Entstehung der Welt und des Menschen berichten. Aber hierbei zeigt sich auch, dass diese Mythen “zwischen den Zeilen” scheinbar  “moderne” Kenntnisse der Naturwissenschaft anklingen lassen. Ein Wissen, dass wir unseren Ahnen in dieser Form gar nicht zugetraut haben. Und einige dieser Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Wo war Moses?

      Liest man Mythen und Überlieferung mit der oft zitierten “modernen Brille”, zeigt sich durchaus, dass darin scheinbar “moderne” Kenntnisse der Naturwissenschaft zu finden sind. Und einige dieser mythologischen Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt. Dabei spielt es keine Rolle wo und wann auf der Erde diese Schöpfungslegenden von Himmel und Erde erzählt wurden.

      So habe ich beispielsweise sehr detailliert 1997 in einem Buch und auf diesem Blog (z. B. HIER, HIER & HIER) auf das apokryphe Buch “Ezechiel der Tragiker” hingewiesen. Eine wenig bekannte aber dennoch sehr spannende Schrift, die von Moses, dem Exodus der Israeliten und den 10 Geboten am heiligen Berg berichtet. Jedoch mit Aussagen, die sich in dieser Form nicht annähernd in der Bibel finden.

      So wird in diesem Text die überlange Abwesenheit Moses von seinem Volk (immerhin laut Bibel 40 Tage) damit erklärt, dass er während der Zeit nicht mehr auf der Erde war. Zumindest holte ihn “ein Mann, dem edelstem Geschlecht entsprossen”, mit dem berühmten Thronwagen des Herrn vom Berg ab und entrückte ihn in den Himmel. Bei dieser Himmelsreise  habe Moses dann “der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen” erblickt, wie es in “Ezechiel der Tragiker” (Verse 68 bis 78) beschrieben wurde.

      Sah Moses demnach die Kugelgestalt der Erde, als mit dem Thronwagen von Berg “entrückt” wurde? Es klingt tatsächlich so.

      Wobei hier unterstrichen werden muss, dass bereits verschiedene Gelehrte wie Platon (um 428 bis 348 vor Christus), Thales von Milet (um 624 bis 548 vor Christus) oder auch Plinius der Ältere (um 23 bis 79) die Kugelgestalt der Erde vertraten. Eratosthenes von Kyrene (um 276 bis 194 vor Christus) errechnete sogar den Radius der Erdkugel auf rund 4 Prozent genau aus. Vor fast 2.300 Jahren. Doch gesehen hat keiner der frühen Vordenker der Antike die kugelförmige Erde …

      Der Stoff der Schöpfung

      Im Alten Testament selber findet sich aber auch ein Hinweis auf die Kugelgestalt der Erde. In Jesaja 40,22 lesen wir unter anderem:

      Er ist es, der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken erscheinen (…).”

      Das hebräische Wort für “Kreis” in diesem Vers (chug) kann aber auch “Kugel” bedeuten. Schaut man in verschiedenen Übersetzungen des Buchs Jesaja nach, so finden sich an dieser Stelle auch Bezeichnungen wie “Erdkreis”, “Erdball” oder “Erdenrund”. Doch Moses war – zumindest nach dem oben zitierten Apokryph – einer der wenigen, die dieses “Erdenrund” bei seinem Flug in den Himmel selber gesehen hat.

      Auch in einer Schöpfungslegende der Römer, die vor rund 2.000 Jahren der Dichter Ovid (41 vor  bis 18 nach Christus) niederschrieb, erfahren wir Erstaunliches. So berichtet Ovid davon, dass am Anfang der Welt das Chaos als “eine rohe und ungegliederte Masse” und als “nichts als träges Gewicht, und geballt am nämlichen Orte” existierte. “Nur lose vereinigter Dinge” sei diese Urmaterie gewesen, so überliefert Ovid.

      Weiter heißt es dann:

      “Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet, so sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet, ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.[i]

      Während man die Erde als “riesige Kugel” aus der Schöpfungslegende des Ovid durchaus bei Gelehrten seiner Zeit findet, ist die Erwähnung des Chaos am Anfang der Welt nicht so leicht zu erklären. Eine rohe und unsortierte bzw. chaotische Masse mit “trägem Gewicht”, die sich im All zu “lose vereinigen Dinge” “ballte”, ist genau das, was Kosmologie über die Entstehung aller Himmelkörper heute sagt.

      Bei Ovid wird daraufhin von einem ihm nicht bekannten Gott die lose zusammengefügte Materie geordnet, die Teile zu “Gliedern” geformt und daraus letztlich die Erde als gewaltige Kugel zusammengepresst. Nichts anders sagt die moderne Astronomie über Gravitation, Materie und die Entstehung der kosmischen Objekte und Strukturen wie Galaxien sowie der Erde an sich.

      Natürlich ist auch in der Bibel die Erschaffung von Allem ein Werk Gottes. Eine Schöpfung durch die Gnade und Macht des Allmächtigen, der wie aus dem Nichts im 1. Vers der Bibel sogleich zur Tat schreitet:

      Im Anfang schuf Gott (die) Himmel und Erde.“ (Gen. 1,1)

      “Öde” und “leer” sei diese Ur-Erde anfangs gewesen, bis der Herr nach und nach seine Schöpfung erweiterte und vervollkommnete. Und letztlich nach sieben Tagen Arbeit mit allem fertig war. Nach einer wort-wörtlichen Übersetzung dieses Verses klingt die Schöpfung des Herrn aber weniger spektakulär, als wir sie alle aus der Bibel kennen:

      Aus dem, was am Anfang war…”[ii]

      Nach dieser wörtlichen Übersetzung existierte also etwas vor der Erschaffung der Welt. Dieses Material diente dann als Rohstoff oder Materie für den Akt der Schöpfung. Das klingt ähnlich wie bei Ovid und ist damit alles anderer als ein Schöpfungsakt aus dem Nichts. Die Vorstellung, dass die Erde aus Staub und anderer Materie durch die Anziehungskräfte zusammengepresst wurde, erwartet man sicherlich nicht in derart alten Schriften!

      Als die Erde noch nicht fest war …

      Die Ureinwohner im Gebiet des Flusses Noatak in Alaska erzählen in ihren Schöpfungslegenden ebenso einige spannende Details. Wie viele Völker weltweit berichten sie von den ersten Menschen im Himmel (s. a. HIER), die eines Tages von dort auf die Erde kamen. Zuvor aber war unser Planet noch nicht das, was er heute ist. Auch wenn der Himmel schon existierte, so die Überlieferung.

      Vielmehr “war auch die Erde schon im Begriff sich zu formen und eine feste Kruste zu bekommen, noch ehe sie zu Land wurde”. Tatsächlich entdeckte der erste göttliche Mensch nach diesem Mythos später ein neues Land, “das gerade begonnen hatte, eine feste Kruste zu bilden”. Es war die Erde, auf der daraufhin nach und nach die Schöpfung erblühte.

      Woher stammte das Wissen der Yupik (westliche Eskimos), wenn sie in ihrer Schöpfungslegende davon sprechen, dass unsere Erde erst eine “feste Kruste” bilden musste, um bewohnbar zu werden? Auch das ist eine moderne naturwissenschaftliche Erkenntnis, die man ebenso nicht in alten Mythen vermutet.

      An der Elfenbeinküste in Afrika finden sich ebenso scheinbar moderne Kenntnisse in alten Überlieferungen vom Anfang des Seins. Zu Beginn sei “die Erde nur ein Schlammbrei” gewesen, aus dem sich langsam Wasser und Land trennten, erzählt man sich in Westafrika. In diesem “Schlammbrei” existierte zuerst eine Art mythologischer “Urzeit-Frosch”, der vom Himmel kam “als überhaupt noch kein Wasser da” war:

      Man begann gerade erst, die Erde mit Wasser einzuebnen, und es gab nur da und dort einen Haufen Schlamm, dazwischen aber waren große Löcher und Spalten“.[iii]

      Eine nicht minder erstaunliche Aussage, die moderne Kenntnisse der Kosmologie unserer Ahnen zeigt, stammt aus Indien.

      Sterne sind “große Körper”, die von selber leuchten

      In dem großen Epos Mahabharata erfahren wir, dass der Held Ardschuna unter “Donner” und “im Lichtglanze” von einem fliegenden Wagen der Göttin Indra in dem Himmel entrückt wurde. Ein „himmlisches Zaubergeblid war es, ein augenraubendes fürwahr“, erfahren wir in dem Epos weite. “Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich”, so sei dieser Götterwagen angeflogen gekommen (s. a. HIER).

      Die “Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all”, kam dieses göttliche Fluggerät vom Himmel herab, um den Helden mitzunehmen. So bestieg der “Feinde Schreck” Ardschuna den “sonnen-ähnlichen Wagen” und flog mit diesem, gelenkt von einem himmlischen Lenker (Piloten) in die Himmelsstadt Indras.

      Dabei macht die Überlieferung recht beiläufig eine interessante Feststellung, in dem es darin heißt:

      Als er nun dem Bezirke nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdenwandlern, sah Wagen, wunderschön er zu Tausenden. Dort scheint die Sonne nicht, Mond nicht, dort glänzt das Feuer nicht, sondern im eigenen Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.”[iv]

      Die Deutlichkeit dieser Aussage ist fast schon erschreckend.

      Der oder die Autoren dieser Geschichte haben korrekte Kenntnisse vom Aufbau des Universums festgehalten, die weit über eine Erde in Kugelform hinausgehen: Sterne erscheinen auf der Erde nur wie Lampen, sind aber in Wahrheit “große Körper”, die aus eigener Kraft in der Dunkelheit des Himmels leuchten.

      Hier könnte man sogar die Aussage, dass dort kein Feuer brennt, dahingehend deuten, dass vom Vakuum des Alls gesprochen wird. Bekanntlich brennt bzw. “glänzt” dort ohne Sauerstoff tatsächlich kein Feuer …

      In diesem Zusammenhang findet sich auch im äthiopischen Buch des biblischen Propheten Henoch eine seltsame (aber unklare!) Bemerkung.

      Das All ist luftleer

      Als der Prophet nach dieser Überlieferung in den Himmel zum “Höchsten” entrückt wurde, kam er dort zu einer Art gläsernem “Haus”. Es war das Haus des Höchsten, das wie “aus Hagelsteinen (oder Kristallsteinen) erbaut war”. “Seine Decke wie die Bahn der Sterne und wie Blitz” und “flammendes Feuer rings um die Wände”, bemerkt das 1. Buch Henoch dazu unter anderem.

      Was aber Henoch bei dieser Reise in den Himmel geradezu in Panik versetzte war der Umstand, dass es dort keinen Sauerstoff gab. In Kapitel 14, ab Vers 13, steht dazu:

      Und ich trat ein in jenes Haus, das heiß wie Feuer und kalt wie Schnee war; darin war keine Lebensluft vorhanden; mich umwehte Furcht, und zittern packte mich. Ich ward erschüttert, und zitternd fiel ich auf mein Angesicht.”[v]

      Ist die Feststellung Henochs, der nicht vorhandenen Luft (zum Atmen), ein Hinweis auf das Wissen, dass das Universum eben ein luftleerer Raum ist? Konnten sich Menschen vor Jahrtausenden überhaupt vorstellen, dass es außerhalb der Erde im Himmel keinen Sauerstoff bzw. keine Luft zu Atmen gab?

      An dieser Stelle darf aber nicht übergangen werden, dass andere Übersetzungen des 1. Buch Henoch diesen Vers anders wiedergeben. Zum Beispiel als “nichts von Lebensfreude war daselbst”[vi] oder “darin war keinerlei Annehmlichkeit vorhanden”[vii]. Wieder andere Übersetzer nennen hier allerdings auch “Lebensluft” und merken zudem an, dass “Luft und Leben” gemeint sei.[viii]

      Auch in der griechischen Apokalypse des Baruch finden wir einen ähnlichen Hinweis. Darin heißt es, dass der Prophet im Zorn dem Herrn schlimme Vorwürfe machte, so dass dieser einen seiner “Engel” zu ihm auf die Erde sandte. Baruch solle, so der Abgesandte des Himmels, aufhören “Gott zum Zorne zu reizen”. Als Gegenleistung für sein Schweigen würde dieser dem Propheten “andere Geheimnisse zeigen, die noch größer sind als diese”.

      Diesen Deal ging Baruch ein und versprach, dass er dann auch seine Schmähungen gegenüber dem Herrn unterlassen werde. So ging es dann zuerst in den “1. Himmel” hinauf:

      “Da sprach zu mir der Kräfte Engel: ‚Wohlan! So zeig ich dir die göttlichen Geheimnisse.‘

      Da nahm er mich und brachte mich dahin, wo fest der Himmel sitzt, und wo ein Fluss dahin fließt, den niemand zu durchschreiten wagt, wo nicht der fernste Windhauch ist von allen gottgeschaffenen Winden.” (Kapitel 1, ab Vers 8)

      Ab hier schildert die Schrift dann den Aufstieg in verschiedene Himmel Gottes und seine Geheimnisse. Ähnlich wie bei anderen Himmelsreisen, bei denen verschiedene Stationen eingelegt wurden, bis der Auserwählte im letzten „Himmel“ auf den Höchsten trifft. Nur: Warum wird hier erzählt, dass bereits im ersten Himmel nicht mal mehr das kleinste Lüftchen wehte?

      Eben da es außerhalb der Erdatmosphäre keine Luft und damit keinen “Windhauch” gibt?

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      Am Anfang war das Chaos

      Von einem Chaos vor der Entstehung der Erde bzw. des Universums wissen auch fernöstliche Mythologien zu berichten. Uralte Legenden aus China berichten, dass am Anfang der Zeiten das Chaos herrschte.[ix] Aus diesem “stieg das Lichte, Reine hervor und bildete den Himmel; das Trübe, Schwere aber gerann und formte sich zur Erde”. Daraufhin folgte die Entstehung unzähliger Geschöpfe und Arten, die “Anfang, Wachstum und Vollendung haben”. Letztlich sei daraus auch der Mensch hervorgebracht worden.

      Wussten die Chinesen von einem Urknall bzw. davon, dass die Materie (das “Schwere”) erst zu Himmelskörpern “gerinnen” musste?

      Später übrigens, so die Überlieferung weiter, kreiste “ein großes Gestirn in der Mitte des Firmaments” von dem ein “überirdisches Wesen” zur Erde kam. Dieses menschenähnliche Wesen sei mit einem “glänzenden Strahl zur Erde” gekommen und habe den ersten Menschen allerlei Dinge gelehrt. Von der Zubereitung von Nahrung bis zum “Lauf der Gestirne” …

      In diesem Beitrag HIER auf Grenzwissenschaft und Mystery Files habe ich über diese rätselhafte Himmelswesen bereits berichtet.

      Mythologien mit modern klingendem Wissen kennen auch die Japaner.[x] Etwa in der Chronik “Kojiki” (dem “Bericht über die alten Dinge”), der 712 nach Christus von Futo no Yasumaro niedergeschrieben wurde. Sie gilt als die älteste Chronik Japans. Yasumaro schreibt darin, dass am Anfang der Welt “das Chaos angefangen hatte, sich zu verdichten” und sich so die Erde vom Himmel trennte. Damals seien “weder Urkraft noch Form schon offenbar” gewesen.

      Auch das erinnert stark an die Entstehung der Erde aus einem Chaos der Materie, die sich nach und nach zu unserem Planeten verdichtete.

      Kosmischer Staub und der Keim des Lebens

      Astronomen nennen dies eine “Protoplanetare Scheibe”. Materie aus Staub, Gasen und kleinen Teilchen, die um eine Sonne kreist und sich durch die Gravitation in Millionen von Jahren zu Planeten zusammenballt. Kosmischer Staub und Material, wie ihn moderne Astronomen überall im Universum beobachten können. Und der die Grundbausteine – die Keime – des Lebens enthält.

      Das wussten aber schon die Japaner vor über einem Jahrtausend. Ähnliches kennt nämlich auch der Mythos “Nihongi” aus Japan.

      Diese rund 1.300 Jahre alte Chronik weiß sogar davon zu erzählen, dass am Anfang in der “chaotischen Masse (…) ein Keim” des Lebens vorhanden war. Aus diesem Urzustand des Universums bildeten sich zuerst der Himmel aus dem “leichten” Material und danach die Erde aus den “schweren und trüben” Elementen des Chaos. Auch das entspricht unseren Kenntnissen der Astronomie.

      Fraglos lohnt es sich bei der Jagd nach den Astronautengöttern in den Mythen der Völker auch “zwischen den Zeilen” zu lesen. Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass unser modernes Wissen vom Aufbau und der Entstehung des Universums bzw. der Erde so modern gar nicht zu sein scheint.

      Das es auch außerhalb der Erde Leben gibt, war hingegen eine Art Grundwissen unserer Vorfahren. Sie nannten sie nur nicht Außerirdische oder Aliens, wie wir heute, sondern Götter, Himmlische, Lehrmeister, Ahnen etc.

      Hierzu kann durchaus auch jene sonderbare Geschichte gezählt werden, die über Abraham überliefert ist. Der Stammvater, so sagt es ein Apokryph, sei einst von den Himmlischen von der Erde ins All zu einem sich selbst drehenden Ort geholt worden. Seine Beschreibungen, wie in diesem Video und Blog-Artikel HIER zitiert, erinnern zweifellos an eine sich um die eigene Achse drehende Raumstation …

      Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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      [i] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der westlichen Welt. München 1994
      [ii] Langbein, Walter-Jörg: Am Anfang war die Apokalypse. Lübeck 2000
      [iii] Niederhäuser, Hans Rudolf: Fremde Länder – Fremde Völker. Stuttgart 19620
      [iv] Bopp, Franz.: Ardschuna´s Reise zu Indras Himmel. Berlin 1824
      [v] nach: Weidinger, Erich: Die Apokryphen. Augsburg 1989
      [vi] Flemming, J. & Rademacher, L.: Die griechischen christlichen Schriftsteller der erste drei Jahrhunderte, Band 5: Das Buch Henoch. Leipzig 1901
      [vii] Rießler, Paul: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Heidelberg 1928/1988
      [viii] Kautzsch, Emil: Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testament. Band 2, Tübingen 1900 (Darmstadt 1975)
      [ix] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der östlichen Welt. München 1993
      [x] Florenz, Karl: Die historischen Quellen der Shinto-Religion. Göttingen 1919

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      Neue Forschungen zu den Moai der Osterinsel veröffentlicht: Ist das Rätsel von Rapa Nui damit wirklich gelöst? +++ YouTube-Video +++

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      VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel - ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)
      VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel – ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

      Etwa 4.000 Kilometer vor der Westküste von Südamerika liegt einsam mitten im Pazifik die Osterinsel. Auch bekamt als Rapa Nui, wie sie eigentlich heißt. Seit ihrer Entdeckung 1722 durch Europäer rätseln Archäologen wie Laien über die (heute) fast 900 riesigen Statuen mit Namen Moai. Denn überall auf der winzigen Insel sind sie zu finden. Eines der bekanntesten Rätsel der Archäologie, welches US-Forscher vielleicht gelöst haben. Zumindest sagt es eine jetzt veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. Aber welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Was haben die Wissenschaftler genau herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video, das jetzt auf meinem YouTube-Channel online ist.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Rapa Nui gilt als die einsamste Insel der Welt, denn sie liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt mitten im Pazifik. Dennoch ist die Osterinsel weltweit bekannt.

      Bekannt durch die fast 900 riesigen Steinstatuen namens Moai. Diese Moai stehen auf der ganzen Insel verteilt und faszinieren bis heute. Wissenschaftler wie Laien sind von diesen tonnenschweren Moai auf der kleinen Osterinsel begeistert, seit die Insel 1722 erstmals von Europäern betreten wurde. Und vor allem seit sie der Thor Heyerdahl 1947 mit seinem Floß „Kon Tiki“ weltberühmt machte.

      Denn diese einst über 1.000 Moai geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Nicht nur Heyerdahl vor über 70 Jahren, als er mit seiner „Kon Tiki“ den Pazifischen Ozean bezwang. Bis heute werden diese Moai, die Insel und die einstige Kultur von Rapa Nui erforscht.

      Jetzt stellte ein Forscherteam eine Studie vor, in der sie dem Mysterium um die Moai auf dem Grund gingen. Demnach sind sie sicher, dass sie Hinweise dafür gefunden haben, warum die Insulaner einst diese kolossalen Steinfiguren aufstellten: Süßwasserquellen!

      Doch ist das wirklich alles so einfach?

      Welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Und was haben die Wissenschaftler herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video auf meinem Channel.

      Bleibt neugierig …

      YouTube-Video vom 22. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

      Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
      Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

      +++ Postet mir Eure Fragen und Anregungen, Kommentare und Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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      “Phantastische Phänomene”: Das 24. Meeting zur Grenzwissenschaft im März 2019 in Bremen – Programm, Infos und Tipps

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      “Phantastische Phänomene” Nr. 24: Alle Infos und Programm zum GreWi- und Mystery-Meeting im März in Bremen (Bilder & Bearbeitung: Fischinger-Online)
      “Phantastische Phänomene” Nr. 24: Alle Infos und Programm zum GreWi- und Mystery-Meeting im März in Bremen (Bilder & Bearbeitung: Fischinger-Online)

      (UPDATE 17. Feb. 2019) Jedes Jahr am 1. Wochenende im März findet traditionell das Mystery- und Grenzwissenschaft-Seminar “Phantastische Phänomene” statt. Organisiert seit nun mehr fast einem viertel Jahrhundert von dem bekannten Autoren Walter-Jörg Langbein, der am Wochenende um den 2. März 2019 zum inzwischen 24. Seminar nach Bremen einlädt. Bei der diesjährigen Tagung werden 10 Referenten insgesamt 11 thematisch weit gefächerte Vorträge halten. Von Prä-Astronautik und UFO-Forschung über wahre X-Akten und Rätsel der Archäologie bis zu Frage Leben nach dem Tod? ist für jeden Mystery-Interessierten etwas dabei. Das gesamte Vortrags-Programm des Meeting, Tipps sowie alle weitere Informationen zu der von vielen grenzwissenschaftlich Interessierten als “Kult-Tagung” bezeichneten Veranstaltung finde Ihr ab sofort hier online.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      “Phantastische Phänomene” Nr. #24

      Die Tagung “Phantastische Phänomene” des bekannten grenzwissenschaftlichen Autoren Walter-Jörg Langbein gibt es nun schon rund 25 Jahren, und findet am Wochenende vom 1. bis zum 3. März 2019 zum 24. Mal statt.

      Wie immer am ersten März-Wochenende im Jahr und für 2019 hat Langbein 11 einzelne Vorträge von 10 Referenten organisiert (s. Programm unten!), zu denen er in seiner Einladung schreibt:

      Es ist inzwischen längst eine schöne Tradition geworden: Alle Jahre wieder findet unser Seminar ‘Phantastische Phänomene’ statt. 2019 treffen wir uns bereits zum 24. Mal, wie immer am ersten Wochenende im Jahr.

      Ich hoffe sehr, dass ich auch Sie bald in Bremen-Vegesack begrüßen darf. Kommen auch Sie zum Jubiläums-Seminar nach Bremen, zu Vorträgen mit Beamer-Präsentationen, zu Diskussionen und Gesprächen mit kompetenten Buchautoren, zum Meinungsaustausch untereinander!

      Am Samstag, den 2. März 2019, und am Sonntag, den 3. März 2019,  wird unser Seminar ‘Phantastische Phänomene’ stattfinden. Wiederum im ‘Atlantic-Hotel Bremen-Vegesack‘. Am Samstag wird es ganztägig Vorträge und Diskussionen geben, am Sonntag halbtags. Am Freitag- und am Samstagabend (1. und 2. März 2019) treffen wir uns alle im ‘Cordoba‘, dass liegt direkt beim Tagungshotel!

      Es empfiehlt sich eine Anreise bereits am Freitag, den 1. März 2019. Warum? Alle Referenten und fast alle Teilnehmer treffen sich bereits am Freitagabend im Lokal ‘Cordoba’. Das ‘Cordoba’ befindet sich nur wenige Schritte vom Tagungshotel entfernt und das dortige Essen wird immer sehr gelobt.

      Update: Das “Cordoba” hat nach Jahrzehnten den Besitzer gewechselt. Das Lokal wurde renoviert und heißt jetzt “Korfu”. Ein “Restaurant für Griechische Spezialitäten”, wie Ihr es auf deren Webseite HIER entnehmen könnt.

      Für die Treffen am Freitag und Samstag ändert sich dadurch nichts. Außer, dass in diesem Jahr erstmals eine “lange Tafel” für die Seminarteilnehmer eingerichtet wird. Das haben sich viele Teilnehmer immer gerne gewünscht!

      Veranstaltungsort:

      Atlantic Hotel Bremen-Vegesack
      Sagerstraße 20
      D – 28757 Bremen
      Telefon: +49 (0421) 66 05-0
      Fax: +49 (0421) 66 47 74
      E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de

      Das Tagungs-Hotel verfügt über eine eigene Tiefgarage, die bei Bedarf – gegen Gebühr – zur Verfügung steht.

      Bei einer Anreise mit dem Zug: Am Hauptbahnhof Bremen umsteigen in den Nahverkehrszug nach Bremen-Vegesack.

      Vom Bahnhof Bremen-Vegesack kommt man entweder mit dem Taxi zum sehr nahen Tagungshotel oder man geht die kurze Strecke zu Fuß. Es sind nur wenige Gehminuten und der Bahnhof Vegesack ist quasi in Sichtweite des Tagungshotels.

      Der Veranstaltungsort der "Phantastischen Phänomene": Das Atlantic Hotel in Bremen-Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)
      Der Veranstaltungsort der “Phantastischen Phänomene”: Das Atlantic Hotel in Bremen-Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)

      Zimmer und Preise

      Für das Seminar wurden dem Veranstalter Walter-Jörg Langbein vom Hotel unverändert günstigere Zimmerpreise eingeräumt:

      • Einzelzimmer: Euro 82,00 Euro/Nacht inkl. Bettensteuer
      • Doppelzimmer: Euro 104,00 Euro/Nacht inkl. Bettensteuer

      Ein wirklich reichhaltiges Frühstücks-Buffet ist im Preis enthalten. Die Auscheckzeit am Sonntag wurde speziell für die Tagung auf 13 Uhr verlängert, so dass auch am Sonntag alle Vorträge besucht und die Zimmer rechtzeitig verlassen werden können. Ohne Stress und Hektik.

      • Die Seminargebühr beträgt 85,00 Euro

      Wenn ein Zimmer im Tagungshotel gewünscht wird, dies bitte bei Walter-Jörg Langbein anmelden. Das vereinfacht die Organisation und gewährleistet, dass die Teilnehmer auch den günstigeren Zimmerpreise nutzen können. Bezahlt werden die Übernachtungen selber vor Ort im Hotel.

      Anmeldungen und weitere Infos

      Walter-Jörg Langbein
      Auf dem Felde 11
      D-32676 Lügde
      E-Mail: w-j.langbein@online.de
      Tel.: 05283-1027 (bitte keine Faxe senden)

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      Programm “Phantastische Phänomene” Nr. #24

      (Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

      Anreise zur Tagung “Phantastische Phänomene” ist der Freitag vor dem eigentlichen Seminar: Freitag, 1. März 2019. Am Abend erstes Treffen im Restaurant/Bistro “Cordoba” Restaurant “Korfu”, das direkt gegenüber vom Hotel liegt und es für ein geselliges Beisammensein reserviert wurde.

      Tag 1 / Samstag, 2. März 2019

      • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Begrüßung und Vortrag: Monstermauern, Mumien und Mysterien (Teil 1)
      • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
      • 9.50-10.35 Uhr: Peter Hoeft: Greys – Der Mythos lebt / Begegnungen der 4. Art in Deutschland
      • 10.35-10.45 Uhr: Fragen an Peter Hoeft

      10.45- 11.00 Uhr: Kaffeepause

      • 11.00-11.45 Uhr: Alexander Knörr: Unmögliche Funde in China – archäologische, mythologische und kulturelle Kuriositäten
      • 11.45-11.55 Uhr: Fragen an Alexander Knörr

      Mittagessen/ Pause 11.55-13.30

      • 13:30-14:15 Uhr: Gunnar Kaltofen: Fiktion oder Wirklichkeit – X-Faktor?
      • 14.15-14.20 Uhr: Fragen an Gunnar Kaltofen
      • 14:20-15.05 Uhr: Hubert Berghaus: Himmel und Hölle – Mythos und wahrer Kern
      • 15.05-15.10 Uhr: Fragen an Hubert Berghaus

      15.10-15.30: Kaffeepause

      • 15.30-16.15 Uhr: Marie-Luise Sievers: The Twilight Zone – US Nationalparks im Visier
      • 16.15-16.20 Uhr: Fragen an Marie-Luise Sievers
      • 16.20-17.05 Uhr: Dr. Hanns Wiemith: Rätsel von St. Augustin (Kolumbien)
      • 17.05-17.15 Uhr: Fragen an Dr. Hanns Wiemith

      17.15-17.30 Uhr: Kaffeepause

      • 17.30-18.15 Uhr: Lars A. Fischinger: Metall aus dem All Wunderzeichen: Alles Gute kommt von oben – und nicht nur das …
      • 18.15-18.25 Uhr: Fragen an Lars A. Fischinger

      Anschließend: Gemütliches Beisammensein im “Korfu”, das reserviert wurde.

      Tag 2 / Sonntag, 3. März 2019

      • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg LangbeinMonstermauern, Mumien und Mysterien (Teil 2)
      • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
      • 9.50-10.35 Uhr: Jutta de Zordo: Nahtodeserfahrungen, die Existenz Gottes und ein Leben nach dem Tod
      • 10.35-10.40 Uhr: Fragen an Jutta de Zordo

      10.40-11.00: Kaffeepause

      • 11.00-11.45 Uhr: Hans-Werner Sachmann: Alexander der Große und die Attacken der Flugscheiben
      • 11.45-11.50 Uhr: Fragen an Hans-Werner Sachmann
      • 11.50-11.55 Uhr: Abschließende Worte von Walter-Jörg Langbein

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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      Der John Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott “John Frum” aus dem “Paradies” USA? +++ Gast-Artikel +++

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      Der John-Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott aus dem "Paradies namens USA"? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)
      Prozession zu Ehren des John Frum-Kult auf der Insel Tanna in der Südsee: Wer war der Gott aus dem “Paradies namens USA”? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)

      In einem bisher unveröffentlichten Artikel berichtete ich vor einigen Jahren unter anderem über einen ganz  besonderen religiösen Kult auf der Insel Tanna im Pazifik: Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem als eine Art Gottheit bzw. Sohn eines lokalen Berggeistes verehrt. Ein überirdisches hellhäutig Wesen, dass einst über das Meer auf die Insel kam. So, wie es Prinz Philip einst tatsächlich tat. Solche Religionen nennt man allgemein hin “Cargo-Kulte” und sie sie fußen zum Teil in den früheren Kolonialbestrebungen der Europäer. In diesem Gast-Artikel berichtet mein Kollege Walter-Jörg Langbein von einem  ähnlichen Kult in der Südsee, den er sich vor Ort angesehen hat. Der Kult um den Gott, Geist, Messias “John Frum”, der einst aus einem gelobten Land “USA” auf die Insel gekommen sei. Ein spannender Ausflug in die Welt der religiösen Bewegungen, die möglicherweise nicht ganz umsonst an die Ideen der “Götter aus dem All” anklingt. Warum – lest Ihr hier.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Der rätselhaft “John Frum-Kult” der Südsee

      Gast-Artikel von Walter-Jörg Langbein nach dem Buch “Monstermauern, Mumien und Mysterien(Zusammenfassung und zu Beginn leicht gekürzt)

      Reise in die Südsee

      Die Anreise war eine Tortur: Frankfurt – Amsterdam –Tokio – Guam – Pohnpei – Kosrae – Honolulu – Sydney – Port Vila (Vanuatu) – Tanna.

      Nicht die Sehnsucht nach sandigen Südseestränden hat mich mit einigen wackeren Reisegefährten ins ferne Melanesien geführt. Es waren auch keine archäologischen Rätsel, die vor Ort zu ergründen waren. Es war ein geheimnisvoller Kult, der uns die weite Reise hat antreten lassen: der ominöse John-Frum-Kult lockte uns nach Tanna.

      Jedes Jahr wird diesem John Frum am 15. Februar gehuldigt. Wie lange noch? Langsam aber sicher passt sich das Christentum der seltsamen Religion an, um irgendwann den fremden Glauben dem christlichen einzuverleiben.

      Anno 1774 wurde James Cook auf das Eiland von Tanna gelockt: von nächtlichem Glühen „in den Wolken“. Die Quelle des rötlichen Lichts war rasch ausgemacht: Es rührte von Yasur, einem Vulkan. James Cook wollte mit seiner Mannschaft den Vulkankegel erklimmen. Doch die einheimische Bevölkerung hinderte ihn daran. Das Gebiet sei durch ein mächtiges Tabu geschützt und dürfe nicht entweiht werden. „Dort hausen die Seelen der Verstorbenen!“ erfuhr James Cook.

      Yasur – Der Mittelpunkt der Welt

      Die Anhänger des John-Frum-Kults sind überzeugt, dass der Yasur-Vulkan den Mittelpunkt der Welt darstellt. Aus der glühenden Lava, die der Yasur einst ausgespuckt hat, sei die Welt entstanden. Auch heute ist der Yasur noch mehr als imposant. Sein Hauptkrater hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern und ist rund 100 Meter tief. Durchschnittlich alle drei Minuten wird ein glühender Klumpen zähflüssigen Materials empor gespuckt. Abends und nachts ist dieses natürliche Feuerwerk wirklich sehr imposant.

      Unter dem Krater des Yasur-Vulkans lebt nach Überzeugung der Anhänger des John-Frum-Kults nicht etwa der von den Christen verteufelte Satan… sondern der göttliche Sohn. Und diesem positiven Wesen wird jeden Freitag gehuldigt. In einer größeren Hütte versammeln sich die Gläubigen. Sie lauschen andächtig Musikanten… Gitarren kommen zum Einsatz. Es erklingen aber keine schleppenden Kirchenlieder. Stattdessen erschallt frohe, mitreißende Musik. Die Menschen strahlen ruhige Gelassenheit, aber auch frohe Heiterkeit aus.

      Uns wenige fremde Besucher nehmen sie wie selbstverständlich in ihren Kreis auf. Jung und alt tanzen um die Hütte herum. Schon kleine Kinder sind dabei.. wie auch altehrwürdige Greise. Die Feiern dauern bis zum Morgengrauen.

      John Frum-Kult Bild 1
      John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

      Alle Jahre aber werden am 15. Februar besondere Rituale gefeiert. Mehr oder minder die gesamte Anhängerschaft John Frums ist dann zugegen, wenn verschiedene Gruppen stampfenden Schritts um den Festplatz marschieren. Sie vollführen dabei Sprünge im Rhythmus der Musik. Und alles geschieht in einer seltsamen Mischung aus heiterer Gelassenheit und stillem Ernst… zu Ehren von John Frum. Die stechende Sonne scheint den Anhängern John Frums nichts auszumachen.

      Wer war John Frum?

      Wer aber war dieser John Frum?

      Ein göttlicher Sohn, der unter dem Vulkankrater lebte… wird immer wieder von seinen Anhängern verkündet. Ein Messias-Wesen, das den Menschen den ursprünglichen Glauben brachte. Eine göttliche Gestalt, die einst zu den Menschen von Tanna kam. Sie werde, so habe John Frum versprochen, dereinst wieder kommen und den Menschen von Tanna eine paradiesische Zeit bescheren. Ein rotes Kreuz auf weißem Grund sei, so hört man oft von seinen Anhängern, sei das heilige Zeichen John Frums.

      Ein christlicher Missionar fragte einen John-Frum-Anhänger herablassend: „Du wartest auf die Rückkehr von John Frum? Wie lange schon?“ – „Seit fast fünfzig Jahren!“ Der Missionar erkundigte sich weiter: „Dein Vater… wie lange wartet der schon auf die Wiederkehr John Frums?“ – „80 Jahre!“ Kopfschüttelnd lachte der Missionar: „Du glaubst immer noch, dass John Frum wieder erscheinen wird… nachdem er 80 Jahre ausgeblieben ist?“ Die Antwort des John-Frum-Anhängers ließ das Gelächter des Missionars verstummen: „Man sagt, dass ihr Christen seit 2.000 Jahren auf die Wiederkehr eures Messias wartet. Und ihr meint immer noch, dass er doch noch erscheinen wird, obwohl er sich schon zwei Jahrtausende nicht hat blicken lassen?“

      John Frum-Kult Bild 2
      Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

      Wer war John Frum? Oder: Wer ist John Frum? Beim Jahresfest der John-Frum-Anhänger am 15. Februar fällt auf, wie die einzelnen Männer-Gruppen marschieren: im Gleichschritt, mit geschulterten Fahnen und Holzstangen. Die Männer-Gruppen haben ganz und gar nichts Tänzerisches an sich. Sie wirken kriegerisch-militärisch. Manche scheinen sich dabei um einen grimmig-ernsten Gesichtsausdruck zu bemühen. Alkohol trinken sie keinen. Und so klappt es mit geradezu preußisch exaktem Gleichschritt.

      Ohne Frage: Die Umzüge der Männer haben etwas Strenges, Militärisches an sich, auch wenn die „Soldaten“ barfuß und mit bloßem Oberkörper marschieren. Hat John Frum etwas mit Militär zu tun?

      GI John

      Zum Jahresfest der John-Frum-Bewegung marschieren bei den Feierlichkeiten auf dem Festplatz immer wieder Männergruppen auf, bei denen es sich um Kopien von Parademärsche zelebrierende Soldaten zu handeln scheint. Die Männer sind allerdings eher leger gekleidet (barfuß, bloßer Oberkörper). Und anstatt von Gewehren schultern sie Holzstöcke.

      Und in der Tat: die John-Frum-Anhänger imitieren US-Soldaten. Warum?

      Um 1940 wurden in der Südsee, wohl auch auf Tanna, amerikanische Soldaten stationiert. Die Fremden zeigten sich den Einheimischen gegenüber freundlich. Sie beschenkten sie reichlich. Die Einheimischen nahmen die Gaben – vom Kaugummi bis zur Konservendose – gern entgegen. Und sie staunten nicht wenig über die scheinbare Allmacht dieser Besucher. Kamen sie nicht mit metallenen Vögeln vom Himmel? Offenbar verfügten sie über Zauberkräfte! Ohne Magie kann kein Mensch fliegen. Und ohne Zauber konnte niemand aus den Leibern dieser künstlichen Vögel unerschöpfliche Mengen an kostbarem Frachtgut zu Tage fördern.

      Die Verständigung zwischen den Einheimischen und den amerikanischen Soldaten erfolgte in erster Linie über Zeichensprache. Man redete mit Händen und Füßen. Und die amerikanischen Soldaten stellten sich immer wieder vor… „I’m John from America!“ mag so mancher GI verkündet haben, denn der Vorname John ist sehr häufig. „I’m John frum Idaho…“ mag der eine GI verkündet haben, „I’m John From Michigan…“ ein anderer. Und so hörten die Einheimischen immer wieder „John from…“ Also verpassten sie den Besuchern aus einer fremden Welt den Namen „John from“, woraus schließlich „John Frum“ wurde.

      „John Frum“ marschierte mit geschultertem Gewehr. John Frum trug Uniform. Auf dieser Uniform standen Zeichen, Buchstaben: „USA“. Die Einheimischen imitieren seither die amerikanischen Soldaten, indem sie „uniformiert“ mit Holzstöcken über der Schulter auf und ab marschieren. Und sie schreiben sich „USA“ auf Brust oder Rücken: große wie kleine John-Frum-Anhänger tragen stolz auf nackter Haut die goldenen Lettern „USA“.

      Göttliche US-Soldaten

      Die Bewohner von Tanna und anderen Südseeinseln kombinierten: Einst wurden sie von einem mächtigen göttlichen Wesen besucht. Dieses Wesen konnte zaubern. So wie die amerikanischen Soldaten. Also identifizierten sie die amerikanischen GIs mit göttlichen Wesen. Eines Tages verabschiedeten sich die Besucher, von denen sie so viele Geschenke erhalten hatten. Sie versprachen, wieder zu kommen. Doch die spendablen Fremden blieben aus.

      Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)
      Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

      Jetzt fingen die Einheimischen an, John Frum zu imitieren. Er sollte erkennen, dass man ihm huldigte. Also marschierte man auch so wie er. Man versuchte sich so zu kleiden wie er, tätowierte oder malte sich „USA“ auf den Rücken und erhob ein mythisches Vogelwesen zum Kultobjekt. Und wie einst von “John Frum“ wurden Fahnen gehisst, es wurde salutiert und man marschierte vor den Fahnen auf und ab.

      John Frum aber blieb aus. Schließlich erinnerten sich jene, die John Frum noch leibhaftig erlebt hatten: John Frums metallenes Flugvehikel landete auf straßenartigen Bahnen. Konnte John Frum nicht wieder auf die Insel zurückkehren, weil es keine Landebahnen mehr gab? Also legten die Einheimischen Landebahnen an. Sie imitierten nicht nur die Soldaten, sondern auch die Techniker der Amerikaner. So bastelten sie aus Holz Walkie talkies, sprachen in die Kästchen hinein, in der Hoffnung, John Frum würde sie erhöhen.

      Der frühere Neuguinea-Missionar Dr. Friedrich Steinbauer erkannte nach langen Jahren der intensiven Forschung, dass der John-Frum-Kult von Tanna kein lokales Kuriosum einer einzelnen Insel darstellt. Es handelt sich vielmehr um eine in der Südsee weit verbreitete Heilserwartung. Dr. Steinbauer machte immerhin 185 ganz ähnliche Kulte ausfindig, in deren Zentrum stets ein Heilsbringer mit magischen Kräften steht.

      Und diesen spendablen Heilsbringer möchte man zur Rückkehr auf die Insel bewegen.

      Cargo-Kulte

      Weil es bei all diesen Kulten um die erhofften Gaben geht, die sich die Anhänger der verschiedenen Gruppen erhoffen, bezeichnet man sie alle als „Cargo-Kulte“. Cargo steht dabei für das Frachtgut, das John Frum einst gebracht haben soll… und das er morgen oder übermorgen wiederum seinen Anhängern schenken soll.

      Ein christlicher Missionar erklärte mir eines Abends auf Tanna den angeblichen wesentlichen Unterschied zwischen John-Frum-Glauben und Christentum. Der John-Frum-Kult sei profan und primitiv, ziele er doch – ganz anders als der christliche Glaube – nur auf materiellen Gewinn. Dabei hat der fromme Mann wohl vergessen, dass auch der christliche Glaube stark materialistisch geprägt ist. So lesen wir in den Evangelien nach Markus (Kapitel 10, Verse 29 und 30) und nach Lukas (Kapitel 18, Verse 28-30), dass den Anhängern des Messias Jesus irdischer Reichtum versprochen wird. Wer sich dazu entschließt, Jesus zu folgen, wer als Jünger des Jesus irdischen Besitz aufgibt, der wird bald – noch zu Lebzeiten – „hundertfach empfangen Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter und Äcker“.

      Mitte der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts erklärte sich ein gewisser Neloiag zum „wiedergeborenen John Frum“. Er verkündete: die Wundervögel mit unermesslichen Reichtümern werden uns wieder besuchen, wenn wir sie einladen. Nach den Anweisungen von Neloiag wurden breite und lange Straßen für die künstlichen Vögel geschaffen. Mit Feuereifer wurde gearbeitet. Die Landebahnen wurden immer wieder verlängert und breiter gemacht… ohne Erfolg.

      Als immer mehr Gefolgsleute Neloiag den Gehorsam versagten, drohte er mit drakonischen Strafen. Die Abtrünnigen würden ein schlimmes Ende finden. Aus den metallenen Vögeln würden Bomben abgeworfen, um sie zu vernichten. Die Strafe blieb aus, die Arbeiten wurden eingestellt.

      Andere Gruppen kam zu der Überzeugung, sie seien zu reich. John Frum, so glaubten sie, komme nur zu Armen. Also versuchten sie, so mittellos wie nur möglich zu leben. Es kam sogar vor, dass die eigenen Hütten niedergebrannt wurden… in der Hoffnung, dass dann John Frum wieder erscheint und die wahren Anhänger reich beschenkt. Auch derlei drastische Maßnahmen veranlassten John Frum nicht, zu seinen Anhängern zurückzukehren.

      John Frum vs. Jesus Christus

      Der John-Frum-Kult aber lebte weiter… bis in unsere Tage. Und immer wieder werden die Buchstaben „USA“ auf die Rücken von John-Frum-Anhängern gemalt. Offenbar ist das Zeichen „USA“ zu einem Symbol für John Frum geworden, für das magische Wesen, das dank Zauberkraft Reichtum schenken kann.

      Der John Frum-Kult - zu Ehren der Heimat des "Gottes" USA (Bild: W.-J. Langbein)
      Der John Frum-Kult – zu Ehren der Heimat des “Messias”: USA (Bild: W.-J. Langbein)

      Sehr zum Verdruss christlicher Missionare ließ sich der John-Frum-Glaube nicht verbieten noch verdrängen. Zu stark ist er im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Also änderten die Missionare ihre Methodik. Sie bekämpften nicht mehr den John-Frum-Glauben. Sie verkünden seit Jahren, John Frum sei nicht ein beliebiger Messias, der den Menschen Glückseligkeit bringen wird. John Frum sei kein anderer als Jesus, der von den Christen erwartete Messias. Und die christlichen Verkünder beteiligen sich an den Jahresfeiern der John-Frum-Bewegung.

      Und so marschieren John-Frum-Anhänger der alten Schule als Pseudo-Soldaten in Uniform zum Jahresfest auf… gefolgt von Anhängern eines christlichen „John Frum“. Letztere stellen John Frum passionsspielartig als Gekreuzigten dar, der zu den Menschen von Tanna kommt. Ich beobachtete vor Ort folgendes kleines Theaterstück auf dem „großen Festplatz“:

      Menschen arbeiten auf ihrer Insel (Tanna) auf dem Felde. Sie schuften, fristeten ein kärgliches Dasein. Ein Schiff taucht auf. Die Insulaner werden überfallen. Sie sollen als Sklaven verschleppt werden. Doch Hilfe naht. Jesus erscheint. Er trägt sein Kreuz.. er ist der Gekreuzigte. Die Menschen sehen ihn. Sie streben auf ihn zu. Schließlich fallen sie vor Jesus auf die Knie. Sie beten ihn an. Sie wenden sich Jesus als dem Messias zu. So verschmelzen nach und nach John Frum und Jesus zu einer Person.

      Als ich den Jahresfeiern der John-Frum-Religion beiwohnte, war mir nicht klar, wer da auftrat: John Frum als Jesus oder Jesus als John Frum? Am Ende wird dann wohl aus dem John Frum namens Jesus… der Jesus der christlichen Kirche werden. Ob dann die fröhlichen Tänze zu Ehren von John Frum noch aufgeführt werden?

      Wohl kaum!

      Ein Chamäleon namens Kirche

      Auch am Abend ist es noch schwül. Die drückende Hitze macht das Atmen schwer… die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Kleidung am Körper kleben. Ich stehe in einer großen Gruppe von Anhängern des John-Frum-Kults. Wir beobachten die Jahresfeierlichkeiten der Glaubensgemeinschaft. Die Menschen sind fröhlich und doch auch ernst. Unsere kleine Gesellschaft wird vorbehaltlos aufgenommen. Wir, in der aus unserer Sicht exotischen Südsee, sind hier die Exoten. Wir sind hier die „Heiden“.

      Es wäre erfreulich, wenn wir in unseren Gefilden Fremde so freundlich behandelt würden… wie uns das in der Südsee widerfahren ist! „Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Länder aufgefressen, und doch noch nie sich übergessen.“ So lässt Johann Wolfgang von Goethe Mephistopheles im Faust (Faust 1, Spaziergang) sagen.

      Viele Jahrhunderte bedeutete Kirchenpolitik irdisches Machtstreben. Möglichst viele fremde Länder galt es zu erobern und mit dem eigenen Glauben zu beglücken. Die Zeiten haben sich geändert. Aber nach wie vor wird missioniert. Nach wie vor will jede Kirche die Zahl der eigenen Gläubigen erhöhen. Aber oft ist in fernen Gefilden ein eigener Glaube heimisch, den man dort nicht so gern aufgeben möchte. Da hat das Christentum eine wirksame Methode entwickelt. Heute werden Andersgläubige nicht mehr wahlweise zwangsgetauft oder als Ketzer verbrannt.

      Wie ein Chamäleon passt die Kirche den eigenen Glauben dem fremden an, wo sie den fremden Glauben nicht verdrängen kann. Auf Tanna wird ein Messias „John Frum“ verehrt. Christliche Missionare machen aus John Frum den christlichen Messias Jesus… und hoffen, dass so der ursprüngliche Messias nach und nach vergessen wird.

      Der Messias aus den USA

      Gern verlachen gerade christliche Kritiker den John-Frum-Kult. Gehe er doch eindeutig auf den Besuch von amerikanischen Soldaten auf Tanna zurück. Nicht bestritten werden kann die militärische Prägung der John-Frum-Feierlichkeiten. Da wird militärisch marschiert, da werden Fahnen gehisst und durch Strammstehen geehrt.

      Die „Uniformen“ der gewöhnlichen John-Frum-Jünger sind eher schlicht und ohne Pomp. Die Männer tragen mehr oder minder einheitliche Hosen von mehr oder minder ähnlicher Farbe. Sie gehen mit energischen Schritten barfuß und mit bloßem Oberkörper um den Festplatz. Die Zuschauer harren geduldig am Rand des Zeremonialplatzes aus. Einige suchen Schatten in schilfgedeckten Unterständen. Alkohol trinkt niemand. Alle bleiben nüchtern.

      Eine Ausnahme in Sachen Kleidung stellt der Chief der Jahresfeier dar: Er trägt eine geradezu imposante Uniform, stets würdevoll und ernst dreinblickend. Eine breite Schärpe schmückt die breite Brust, an der Orden auszumachen sind.

      Was uns merkwürdig vorkommen mag: Warum wurde aus dem US-Soldaten „John Frum“ so etwas wie eine Messiasgestalt, auf die die Anhänger des Kults heute noch warten? Der Journalist Albrecht Joachim Bahr beschrieb die ersten Kontakte von Tanna-Bewohnern mit Flugzeugpiloten im 20. Jahrhundert so:

      Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)
      Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)

      Sie tragen Fliegermontur. Ihre Sonnenbrillen blitzen in der gleißenden Sonne. Für die Einheimischen müssen sie wie Götter erscheinen, die Hilfsgüter bringen und versprechen, wiederzukommen und sodann mit ihren Flugmaschinen wieder verschwinden. Die Eingeborenen warten bis heute auf die Wiederkehr der Besucher aus einer ganz anderen Welt.

      Der „John-Frum-Kult“ entstand keineswegs aus dem Nichts, als amerikanische Soldaten zu den Menschen von Tanna kamen. Gewiss, eine religiöse Bewegung wurde um 1940 unter dem Namen „John-Frum-Kult“ bekannt. Die Regierung verbot den Glauben zunächst. Christliche Missionare bekämpften ihn wütend. Konkurrenz, die sich großer Beliebtheit erfreute, empörte die Vertreter jener Religion, die sich Toleranz und Nächstenliebe auf die wehenden Fahnen geschrieben haben. 1952 wurden Anhänger der John-Frum-Bewegung ins Gefängnis gesteckt.

      Dessen ungeachtet wurde fünf Jahre später ganz offiziell die „John-Frum-Glaubensgemeinschaft“ gegründet. Erst 1957 bekam eine alte religiöse Bewegung nur ihren neuen Namen als „John-Frum-Religion“.

      Kapitän James Cook: Ein Gott

      In der Südsee muss es einen uralten Glauben gegeben haben, in dessen Zentrum ein hilfreicher, den Menschen wohlgesonnener Gott stand. Er kam offenbar in uralten Zeiten zur Erde und verabschiedete sich wieder… nicht ohne zu versprechen, dereinst wieder zu kommen. So hielt man im 18. Jahrhundert Kapitän James Cook für einen göttlichen „John Frum“ als er am 13. April 1769 mit seinem Schiff „Endeavour“ vor Tahiti ankerte. Damals glaubten die Einheimischen, Gott Rongo sei zurückgekehrt. Einst habe sie Rongo mit seinem Wolkenschiff besucht… und nun sei er wieder erschienen.

      Rongo, so wird überliefert, gehörte einer göttlichen Trinität an: Rongo, Rangi und Papa. „Rangi“ war Vater Himmel, „Papa“ war „Mutter Erde“ und „Rongo“ war der göttliche Sohn.

      Am Abend löste sich die Veranstaltung langsam auf. Eine Gruppe von teilweise noch kleinen Kindern und Jugendlichen marschierte in die Dunkelheit. Der John-Frum-Kult soll überleben… Dafür wollen die führenden Männer und Frauen dieser religiösen Bewegung sorgen…

      Bei strömendem Regen trat ich die „Rückreise“ vom Festplatz von Tanna zu meinem „Urwaldbungalow“ an… zu nächtlicher Stunde. Nach einem glutheißen Tag und einem kaum kühleren Abend schaukelte der alte Pickup über die marode „Straße“ durch die Nacht. Es regnete… immer stärker. Die Scheinwerfer tasteten sich wie zu kurz geratene schwächliche Finger durch die Dunkelheit. Ich stand auf der glitschigen Ladefläche und hielt mich krampfhaft fest. Ein orkanartiges Gewitter setzte ein. Es goss wie aus gewaltigen Kübeln und wenige Minuten später war ich bis auf die Haut durchnässt. Ich genoss die Abkühlung… und den abenteuerlichen Transport.

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      Die Fahrt zog sich hin. In Kilometern gemessen war die Entfernung bescheiden. Aber bei den erbärmlichen Straßenverhältnissen und dem schauderhaften Wetter wurde daraus eine größere Reise. Wir kamen wir nur sehr langsam voran.

      In den Monaten vor meiner Reise in die Südsee hatte ich unzählige Werke über die dortigen Religionen, Mythen und Mysterien gelesen. In jener Nacht kamen mir verblüffende Gedanken…

      Rongo bedeutet in der Maori-Sprache: Frieden! Wie sich doch die Bilder ähneln: „Rongo“ alias „Frieden“ entspricht Jesus, dem göttlichen Sohn, der den Menschen Frieden bringen wollte. Gott Rongo war aber nicht das „Original“. Ihm vorausgegangen war Karaperamun. Karaperamun soll einst das erste Leben hervorgebracht gebracht haben. Zu Ehren von Karaperamun tanzten seine Anhänger… so wie „John Frum“ auch heute noch in Tänzen gehuldigt wird.

      Die erfundene Dreifaltigkeit Gottes

      Es lohnt sich, über die christliche Trinität („Dreifaltigkeit“) nachzudenken.

      Sie ist um Jahrtausende älter als das Christentum. Erst seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert wird sie als reine „Männergruppe“ angesehen. Fakt ist: Das biblische Dreiergespann Gott, Sohn und Heiliger Geist hatte Vorläufer: In der uralten sumerischen Religion wird die Götterhierarchie durch ein Dreigespann, bestehend aus An, Enlil und Enki, angeführt.

      Die Priesterschaft im babylonisch-assyrischen Raum übernahm die göttlichen Drei als Anu, Ellil und Ea. Auch die alten Ägypter verehrten ein göttliches Dreigespann: Osiris, Isis und Horus.

      Bei den Römern dominierten zunächst Jupiter, Mars und Quirinus. Und in den ältesten indischen Texten, in den so genannten Veden, bestimmen Agni, Vayu und Surya die kosmischen wie die irdischen Geschicke. Selbst im Buddhismus sind eindeutig vergleichbare Strukturen zu erkennen.

      Im christlichen Volksglauben allerdings wird die Dreifaltigkeit, die niemand wirklich zu verstehen vermag, als eine fromme Lehre christlichen Ursprungs gesehen. Gegen diesen Irrglauben geht die Kirche allerdings nicht vor…und das, obwohl es in der Theologie keinen Zweifel daran gibt, dass die Trinität weit älter als die Bibel ist. Mehr noch: Die wissenschaftliche Theologie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass in der Bibel selbst die Trinitätslehre gar nicht vorkommt!

      So muss der Theologe M. R. De Haan in seinem Werk „508 Answers to Bible Questions“ (ohne Ortsangabe 1982) zugeben:

      Es gibt keinen Vers in der Bibel, der aussagt, dass Gott eine Dreifaltigkeit ist, bestehend aus drei Personen.

      Damit vertritt er keine moderne Außenseiterposition, sondern die allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung, die auch der Theologe Karl-Heinz Ohlig teilt. 1999 brachte er es in seinem Buch „Ein Gott in drei Personen?“ (Mainz 1999) auf den Punkt. Kurz und bündig: Die Lehre von der Dreifaltigkeit „besitzt keinerlei biblische Grundlage“.

      Ihren Ursprung hat die Lehre von der Dreifaltigkeit in uralten Zeiten… als Göttinnen Himmel und Erde beherrschten. Zu Zeiten des Matriarchats gab es Göttinnen-Triaden. Damals bestand die Dreifaltigkeit aus drei Göttinnen. Über alle Grenzen der Kulturen hinweg gab es sie. Mannigfaltig sind ihre Namen: Ereshkigal, Inanna und Nana zum Beispiel. Die drei Göttinnen wurden vor Jahrtausenden von den alten Sumerern verehrt und angebetet.

      Der “Heilige Geist” war eine Frau

      Auf Tanna hat die Göttin „Papa“ („Mutter Erde“) überlebt. Die christliche Trinität besteht aus Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Was kaum jemand weiß: der „Heilige Geist“ war ursprünglich weiblich. Was kaum jemand weiß: In einer uralten christlichen Kirche wird die Dreifaltigkeit dargestellt als Gottvater, Gottsohn und als eine – Frau.

      Der “Heiligen Geist” in der Kirche von Urschalling aus den Jahren 1160 bis 1200: eine Frau! (Bild: W.-J. Langbein)

      Unweit von Prien am Chiemsee liegt das Dörfchen Urschalling. Der ländliche Weiler bietet im kleinen Kirchlein eine echte Sensation. Errichtet wurde das Gotteshaus zwischen 1160 und 1200. Nicht ganz klar ist, wann die frommen Fresken angebracht wurden. Um 1550 jedenfalls wurden sie jedenfalls übermalt… und erst 1923 zufällig wieder entdeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden einige von ihnen stark beschädigt oder ganz zerstört, als die kleinen Fenster vergrößert wurden.

      Warum wurden die kostbaren Malereien übertüncht?

      Als ein „Sakrileg“ wurde wohl die „heilige Dreifaltigkeit“ hoch oben im Gewölbe erachtet: Da wurde vor mehr als einem halben Jahrtausend eine seltsame „Gestalt“ verewigt, bestehend aus einem Unterkörper und drei Oberkörpern. Das Wesen hat nur zwei Hände und ein Übergewand, aber drei ganz unterschiedliche Oberkörper. Man erkennt rechts „Gott Vater“ mit weißem Bart, links Jesus mit blondem Bart und – in der Mitte – den „Heiligen Geist“.

      Und der „Heilige Geist“ ist eindeutig als Frau dargestellt: mit weichen weiblichen Formen, langem femininen Haaren und vollem Busen.

      Auf Tanna erkannte ich: Religionen sind nichts Statisches. Sie verändern sich ständig gehen ineinander über. Glaubensinhalte sind nicht auf alle Ewigkeiten fixiert. Sie sind stetigem Wandel unterworfen. Einst herrschten Göttinnen am Himmel. Mit dem Monotheismus kam der Herrschergott.

      Und doch leben die Göttinnen weiter: im uralten Südseeglauben als „Mutter Erde“, im Christentum als „Heiliger Geist“, der eigentlich eine „Geistin“ war!

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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      Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel – Über seltsame “Regenschauer”

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      Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel (Bild: Screenshot Twitter)
      Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel (Bild: Screenshot Twitter)

      “Forteanische Phänomene”, so bezeichnet man verschiedene seltsame und mysteriöse Begebenheiten nach dem Pionier des Unerklärlichen Charles Fort. Zu diesen Erscheinungen gehört auch sonderbare Regenfälle, bei denen es plötzlich Tiere, Pflanzen oder allerlei unerwartete Dinge vom Himmel regnet. Solche “Tierregen” sind weltweit bekannt und es wird immer wieder von diesen berichtet. So auch aktuell aus China, wo es bei einem Unwetter vor einigen Tagen an der Ostküste Meerestiere auf die Stadt Qingdao regnete. Ein uraltes und immer wieder auftretendes Phänomen. Was in China vorgefallen ist und was es sonst noch für ungewöhnliche “Regenarten” in anderen Teilen der Welt gibt, lest Ihr in diesem Beitrag. Ergänzt durch ein Video von 2014 meines YouTube-Kanal zum Thema.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Meeresfrüchte vom Himmel

      In diesem Augenblick regnet es in meinem Heimatdorf. Aber es kommt, soweit ich das sehen kann, ganz normales Wasser vom Himmel. Kein Fischregen. Anders war es vor wenigen Tagen in der Küstenstadt Qingdao im Osten von China. Denn dort fielen während eines Gewitters plötzlich verschiedene Meeresbewohner auf die Stadt nieder.

      Schnecken, Garnelen (Crevetten) und Seesterne regneten auf die Hafenstadt, die bei diesem Vorfall von einem sehr schweren Unwetter heimgesucht wurde. Begleitet von Hagelkörnern, die so groß wie Golfbälle gewesen sein sollen. Für die Zeugen dieses “Niederschlag” in der riesigen Metropole Qingdao mit ihren fast acht Millionen Einwohnern ein sicherlich unvergessliches Ereignis.

      Im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files sind solche Tierregen bzw. Fischregen oder weitere Regen dieser Art alles andere als fremd und unbekannt. Auch wenn es bis heute vollkommen unklar ist, wie genau diese seltsamen Regen-Phänomene zu erklären sind, kamen und kommen sie weltweit vor. Es wird sicherlich eine natürliche Erscheinung sein, doch alle bisherigen Erklärungen haben ihre Schwächen, wie ich es an anderer Stelle 2009 darlegt habe.

      Die gängigste Ursachen-Theorie ist die der Windhosen oder kleine Tornados während eines Unwetters. Diese Winde ziehen oder “saugen” die Tiere, Pflanzen oder Objekte in die Luft und lassen sie an anderer Stelle wieder fallen. In Qingdao scheint das während des schweren Unwetters tatsächlich der Fall gewesen zu sein.

      Einleuchtend aber auch nicht einleuchtend

      Man kann Mysterien der Welt und Rätsel der Menschheit “erfinden”. Keine Frage. So schrieb schon mein Freund und Autorenkollege Walter-Jörg Langbein 1992 in seinem Bestseller “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“ treffend

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Mache Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”

      Letzte Aussage von Langbein trifft auf die Erklärung von derartigen Regenfällen als Ergebnis von Windhosen etc. zu (s. dazu Video unten). Immerhin, und Charles Fort hat das in seinen Büchern vor rund 100 Jahren schon belegt, gibt es da feines aber wichtiges Detail: Bei vielen solcher Tierregen & Co. fällt nur eine Art oder Sorte vom Himmel! Das heißt, dass ein kleiner Tornado beispielsweise nur Frösche vom Boden oder aus einem Gewässer “aufsaugt”, dabei aber andere Tiere und Pflanzen quasi liegen lässt. Auch beim Klassiker des Fischregen ist das so wenn nur eine Fischart vom Himmel fällt.

      Aufregung und Panik in einem Dorf in Indien über nachts aufgetauchte Fußspuren - waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / L. A. Fischinger)
      VIDEO: Aufregung und Panik in einem Dorf in Indien über nachts aufgetauchte Fußspuren – waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / Fischinger-Online)

      Also nicht wie in aktuell in China, in dem es eine Auswahl ein Meereslebewesen gab. So, wie man es von einer starken Windhose auch erwarten sollte. Ein windiger Sog nach oben trifft auf der Erde keine Auswahl, was er denn nun alles mit sich reisen wird.

      Fischregen und Phantastisches

      Die Liste solcher “Mono-Regen” ist lang. Es sollen hier ein handvoll außergewöhnlicher Beispiele ausreichen:

      In dem Dorf Rákóczifalva in der Puszta von Ungarn regnete es innerhalb einer Woche gleich zweimal Frösche! Am 18. und 20. Juni 2010. Laut der ungarischen Zeitung “Szoljon” vom 21. Juni war es ein “dreckiger gelber Regen”, was auf Sahara-Sand zurückzuführen sei. Es wurde darin auch spekuliert, dass “Tornados und dioe Wolken der letzten Tage” die Frösche in die Luft zogen. Aber zweimal in einer Woche und nur Frösche …?

      Anfang Mai 2014 fielen laut “BBC News” vom 6. Mai 2014 hunderte wenn nicht tausende Fische auf der Insel Sri Lanka im Indischen Ozean vom Himmel. Betroffen war der Hafenort Chilaw, dessen Bewohner nach einem Unwetter die Tiere fanden. Das seltsame ist hierbei, dass die meisten der nur 5 bis 8 Zentimeter kleine Tierchen nach dem Fischregen noch lebten.

      Eleanor Beal vom Police Department in Jennings im US-Bundesstaat Louisiana wurde am 11. Juli 2007 Zeugin, wie plötzlich Regenwürmer vom Himmel fielen. Erdwürmer die vom Himmel regnen kennt man aber auch in Norwegen, wo dies bereits mehrfach beobachtet wurde. “Ich sah Tausende von Regenwürmern auf der Schneeoberfläche liegen”, zitiert zum Beispiel “Independent” am 16. April 2015 den Zeugen Karstein Erstad.

      David Ludlum, Herausgeber des Wettermagazins “Weatherwise” (USA) trug zahlreiche solcher Berichte zusammen. Beispielsweise stieß er auf einen Bericht über gefrorene Enten, die 1933 in Worcester, Massachusetts, plötzlich vom Himmel regneten! Und die Engländerin Sylvia Mowday erlebte am 12. Juni 1954 in einem Park in Sutton Coldfield, Birmingham, etwas Unglaubliches.

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      Nachdem ein Gewitter aufzog suchten sie und ihre Kinder Schutz unter den Bäumen des Parks. Mowday berichtete:

      Bei genauerem Hinsehen stellten wir erstaunt fest, dass es Frösche regnete. Sie vielen zu Hunderten vom Himmel, lagen auf dem Schirm und auf unseren Schultern, und als wir nach oben blickten, sahen wir sie wie Schneeflocken herunterkommen.

      Der Boden ringsum war im Umkreis von etwa 40 Quadratmetern so dicht mit den Tieren bedeckt, dass wir Angst hatten, sie zu zertreten. Es waren lauter winzige, rund 1 bis 2 Zentimeter lange, wie frisch aus dem Laich geschlüpfte sandfarbene Frösche mit kleinen gelben Flecken.“

      “It’s raining Men” …

      “Es regnet Männer”, trällerten die “Weather Girls” in den 1980er Jahren. Das geschah zwar bisher (soweit bekannt) nicht, aber sehr bekannt ist hierzulande der Ausspruch “Es regnet Katzen und Hunde” für Starkregen und Unwetter. Woher diese Redensart kommt, ist nicht ganz geklärt. Aber in vielen Ländern und Sprachen der Erde gibt es recht kuriose Ausdrücke für starke Regengüsse.

      Beispiele:

      • “Es regnet Stuhlbeine” (Griechenland)
      • “Es regnet alte Weiber mit Keulen” (Afrikaans/Afrika)
      • “Es regnet Nägel” (Frankreich)
      • “Es regnet Schubkarren” (Tschechien)
      • “Es regnet Bindfäden” (Deutschland)
      • “Es regnen Schuster-Lehrlinge” (Dänemark)
      • “Es regnet Frösche” – sagt man treffend in Polen und Rumänien

      Schon die Historiker Plinius der Ältere (Mitte des 1. Jahrhundert) oder auch Athenäus bzw. Athenaeus (um 200 nach Christus) kennen solche Phänomene des Himmels wie eben Fischregen. Plinius der Ältere, ist unter anderem Autor des Mammutwerkes “Naturgeschichte” in 37 Büchern, das um 77 nach Christus verfasst wurde. Darin schildert der römische Gelehrte neben Fischregen sogar, dass im Jahr 49 vor Christus Wolle vom Himmel regnete. Und, damit nicht genug, selbst Backsteine.

      Das fraglos natürlich erklärbare Ereignis in China zeigt uns einmal mehr, dass wird technologischen Menschen noch immer die Natur um uns herum nicht ganz verstehen.

      Am 29. Juli 2014 nahm ich Hai-Hype um den Film “Sharknado” zum Anlass, um über “den wahren Kern” hinter dem C-Movie ein Video auf meinem YouTube-Kanal online zu stellen.

      Eben ein Video über das Phänomen der Fisch- und Tierregen:

      Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
      Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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