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UFO-Sichtungen 1884: Ein buddhistischer Meister sah vor 130 Jahren unbekannte Himmelserscheinungen – doch dabei blieb es nicht

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UFO-Sichtung 1884? Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bilder gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung 1884? Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bilder gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Das Jahr 1947 ist fraglos das Geburtsjahr der „Fliegenden Untertassen“, wie sie heute wohl jedes Kind kennt. Der UFOs als Begriff oder Bezeichnung an sich wurde geboren. Vor allem Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Prä-Astronautik suchen aber auch nach „UFOs“ und Astronautengöttern in grauer Vorzeit vor Jahrtausenden. Jetzt scheint in der Autobiografie des 1959 verstorbenen Buddhismus-Meisters Hsu Yun (Xu-Yun) ein Bericht über eine UFO-Sichtung aus dem Jahr 1884 gefunden worden zu sein. Es blieb aber nicht nur bei diesem einem erstaunlichen UFO-Erlebnis des Meisters, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahren könnt!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Meister Hsu Yun gilt bis heute als einflussreicher und wichtiger Lama des Buddhismus. Angeblich wurde er bereits am 26. August 1840 geboren und starb erst mit 119 Jahren am 13. Oktober 1959.

In seiner Autobiografie „Empty Cloud“ schrieb Hsu Yun, dass er im Jahre 1884 den Da-luo Peak (Ta Lo Berg / Wu-tai) besuchen wollte und dabei „Weisheit-Lampen“ („wisdom lamps“) am Himmel beobachten konnte.

UFOs im Jahr 1884!

Meister Hsu Yun berichtet über die „Lichtkugeln“ („balls of light“):

Ich stieg auf den Da-luo Peak, wo ich in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen“ sagte, sie mögen sich zeigen. In der ersten Nacht sah ich nichts, aber in der zweiten. Ich sah einen großen Ball aus Licht von Norden zum zentralen Peak fliegen, wo es runter kam und sich kurze Zeit später in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte. In der gleichen Nacht sah ich auf dem zentralen Peak drei Lichtbälle in der Luft hoch und runter fliegen und am nördlichen Peak vier Lichtkugeln in unterschiedlicher Größe.

Das ist fraglos mehr als erstaunlich, denn normale Asteroiden beispielsweise zeigen sicher nicht dieses Verhalten am Himmel. Auch sagt zusätzlich eine Art „Bilder-Autobiografie„, in der auch diese „UFO-Begegnungen“ im Bild festgehalten sind, dass Menschen oft an diesen Ort kommen um diese „Weisheit Lampen“ zu beobachten und sich so Glück erhoffen.

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Das klingt nach den sog. „Glückslaternen“ – den Chinesischen Himmelslaternen, die auch hier in Deutschland für zahlreiche Meldungen von UFOs sorgten und teilweise noch sorgen. Doch es ist sicher mehr als fraglich, dass Meister Hsu Yun alias Xu-Yun diese damals nicht auch kannte und so erkannt hätte.

Bei diesem „UFO-Erlebnis“ blieb es nicht

Hsu Yun und seine Begleiter hatten Jahre später (1902/03) erneut eine Sichtung dieser sonderbaren „Lichtbälle“. Auf Seite 82 seiner Autobiografie berichtet er:

Später in der Nacht sahen wir unzählige himmlische Lichter, deren Glanz mit den ‚Weisheit Lampen‘ verwandt war, die wir zuvor auf dem Berg Wu-tai gesehen haben.“

„Unzählige“ UFOs sollen hier sogar gesehen worden sein. Nicht nur das, denn diese „himmlischen Lichter“ waren von einem anderen Typ als jene, die er vorher am Himmel sah. Sie sollen mit den zuvor beobachteten „Weisheit Lampen verwandt“ gewesen sein, so Meister Hsu Yun. Damit also ähnlich aber nicht identisch (s. auch YouTube-Video HIER).

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Lars A. Fischinger

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„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Die wohl seltsamste Marienerscheinungen der Welt – und das aus einem erstaunlichen Grund! (+ Videos)

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"Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler": Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)
„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)

Marienerscheinungen, also die wundersame Erscheinung der angeblichen Maria, der Mutter Jesu, gehören in der katholischen Kirche zum festen Glaubenskern. Zahlreich dieser Wunder der Gottesmutter werden heute in Wallfahrtsstätten rund um die Welt von den Gläubigen verehrt. Doch eine dieser Erscheinungen der „Jungfrau Maria“ unterscheidet sich von allen anderen, anerkannten Marienerscheinungen. Und diese war zugleich die erste ihrer Art überhaupt. Aus erstaunlichen Gründen in erstaunliche Zeiten, wie Ihr hier erfahrt.


Marienerscheinungen und „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“

Der 12. Oktober 1492 war ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit: Christoph Kolumbus betrat Amerika und entdeckte die „Neue Welt“ für Europa wieder. Eine große Ehre für die Krone Spaniens, zu dessen Besitz Kolumbus sogleich die neu entdeckten Gebiete erklärte. Und als gläubiger Christ wurde diese Entdeckung auch mit einer Heiligen Messe gefeiert.

Heute ist der 12. Oktober der spanische Nationalfeiertag. Doch mit diesem Datum hat es noch eine ganz andere Bewandtnis. Er ist zugleich der Gedenktag, der sogenannte Patronatag, einer Marienerscheinung, die sich in Saragossa ereignet haben soll. Diese Erscheinung der angeblichen Jungfrau Maria trägt in der katholischen Kirche den Namen „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“ („Nuestra Señora del Pilar“) und wurde vom Vatikan als „echt“ anerkannt. Dazu weiter unten mehr.

Diese Maria ist heute die Schutzheilige Spaniens und aller „Hispanidad„. Und wie bei vielen anderen Erscheinungen dieser Art auch, sieht die Kirche demnach hier einen Ort, an dem die „Gottesmutter Maria“ erschien. Zumindest eine Pilgerstätte für Gläubige, die hier die „Basílica del Pilar“ aufsuchen. Sie ist die Hauptkirche der Pilgerstätte und zugleich der größte Barockbau in ganz Spanien. 130 Meter lang, fast 70 Meter breit und ausgestattet mit 11 Kuppeln empfängt die Basilika einen nicht enden wollen Sturm von frommen Pilgern.

Ein glanzvolles Bauwerk mit dem üblichen Protz und Pomp solcher Wallfahrtorte.

Jakobus der Ältere in Spanien

Das war natürlich nicht immer so. Auch der 12. Oktober als Tag der „Lieben Frau auf dem Pfeiler“ wurde erst 1613 durch den Stadtrat von Saragossa eingeführt. Denn eigentlich lag da die wundersame Erscheinung der Mutter Gottes schon fast 1.600 Jahre zurück. Sagt zumindest die Legende der kirchlichen Tradition. Und genau die ist erstaunlich, wenn man vergleichend auf die unzähligen Marienerscheinungen und Erscheinungen von „Lichtwesen“ in aller Welt blick.

In der katholischen Kirche haben solcher Erscheinungen eine lange Tradition des Glaubens. Maria, die Mutter Jesus Christus, ist nach christlicher Theologie nach ihrem irdischen Leben in den Himmel „aufgefahren“. Hier lebt sie im Reich Gottes an der Seite all der anderen Himmelswesen und Heiligen, wie es das Dogma sagt. Und ab und zu, so müssen es die katholischen Christen glauben, erscheint sie auf Erden ausgewählten Menschen. Eben in Form der Marienerscheinungen.

In Saragossa war alles anders. Ganz anders. Hier sei nach der Lehre die Gottesmutter bereits am 2. Januar 40 erschienen. Also bereits zu ihren Lebzeiten, weshalb dieses Wunder als erste Marienerscheinung der Welt gilt. Sie erschien dabei auch nicht irgendwem, sondern einen Bekannten. Dieser war Jakobus der Ältere, der zu den Jüngern Jesus zählte. Er starb ca. zehn Jahre nach Jesus im Jahr 44 und ist heute wohl einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Welt überhaupt.

Zahllose Legenden ranken sich um diesen Jünger Jakobus, dem Bruder des Evangelisten Johannes. Vor allem jene, dass er als Anhänger Jesus nach der Kreuzigung als Missionar nach Spanien ging, um dort die Worte seines Meistern zu verkünden. Die Verehrung von Jakobus nahm so im Laufe der Jahrhunderte enorme Ausmaße in Spanien an. Und sicher kennen auch viele Nicht-Christen heute Santiago de Compostela als mutmaßliche Grabstätte des Jüngers und den Jakaobsweg.

Erscheinung einer noch lebenden Maria

Mit seiner Mission jedenfalls hatte der Jesus-Anhänger nur mäßigen Erfolg in Spanien, weshalb er eines Tages darüber nachdachte, seine Bemühungen in Spanien abzubrechen. Das war am Ufer des Flusses Ebro in Saragossa am 2. Januar 40. Und während der fromme Jakobus so über den Sinn und Zweck grübelte, erschien ihm die Gottesmutter auf einer Säule oder einem Pfeiler.

Eigentlich aber lebte Maria da noch auf Erden und war noch nicht „in den Himmel aufgestiegen“. Wie sie es dennoch schaffte, zu irdischen Lebzeiten im fernen Spanien zu erscheinen, sagt eine Legende. Demnach wurde sie von einem oder mehreren Engel von Jerusalem irgendwie nach Spanien gebracht oder geleitet. Eine bekannte katholische News-Seite im Netz drückt diesen Umstand sehr treffend mit folgenden Worten aus:

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Obwohl es sich technisch gesehen um eine Zweiteilung Unserer Lieben Frau handelte, da sie bei Johannes dem Apostel in Jerusalem lebte, wird es in der Tradition der Kirche immer noch als eine Erscheinung angesehen.

„Technisch gesehen“ war diese Erscheinung eine sogenannte Bilokation. Ein Phänomen aus dem Bereich der Paranormalen Phänomene, das nichts anders beschreibt, als das, dass Personen gleichzeitig an zwei Orten gesehen worden sein sollen. Eine Fähigkeit, die so machen frommen Menschen nachgesagt wird. Zum Beispiel Pater Pio aus Italien.

Das Neue Testament weiß leider nichts von diesem Wunder und der „Reise“ der Maria von Jerusalem nach Spanien zu Jakobus. Obwohl die Evangelien und weitere Schriften des Neuen Testamentes erst danach entstanden. Allerdings wissen gleichzeitig auch keine Quellen außerhalb der Bibel etwas über den Jünger Jakobus. Schon gar nicht historisch belegt in Spanien.

Ein materielles Geschenk

Die Erscheinung wiederum präsentierte sich nicht nur dem Jakobus allein. Nach der Tradition waren acht seiner Anhänger bei ihm, als die Mutter Gottes mit dem Jesus-Kindlein auf dem Arm plötzlich auf einer Säule erschien. In guter alter Tradition solcher Himmelserscheinungen verlangte sie von Jakobus und seinen Mitstreitern, dass sie an diesem Ort eine Kirche errichten sollen. Genauso nahmen fast alle entsprechenden Marien-Wallfahrtsorte der katholischen Kirche ihren Anfang.

So entstand hier die erste Kirche zu Ehren der Gottesmutter in der Kirchengeschichte des Christentums. Inklusive der Säule, auf der sie erschienen sein soll. Ein weiterer Unterschied dieser Erscheinung ist der, dass die Maria dem Jakobus bei ihrem Besuch etwa materielles mitbrachte. Eine kleine Holzstatue, die später mit einer kostspieligen, goldenen Krone mit tausenden Edelsteinen gekörnt wurde. Sie ist noch immer in der „Basílica del Pilar“ zu bestaunen und sicher das Allerheiligste des Pilgerortes.

Diese Erscheinung soll nun schon rund 1980 Jahre her sein. Dass man hierzu eigentlich nicht einen Beleg hat, eingeschlossen der Anwesenheit Jakobus in Spanien, ist im Glauben Nebensache. Die erste schriftlich Erwähnung auf eine verehrte Säule stammt sogar erst aus dem Jahr 1299. Also ganze 1259 Jahre nach wundersamen Ereignis am Fluss Ebro. Und damit eine gefühlte Ewigkeit. Es dauerte daraufhin nochmal bis in das Jahr 1471, als erstmals von der Erscheinung der Maria an sich konkret berichtet wurde. Unter anderem, dass Engel sie hierher brachten.

Keine Beweise, aber anerkannt

Traditionell gehören an einem solchen kirchlich anerkannten Wallfahrtsort Wunder dazu. Ohne solche Wunder udn angebliche Wunder schafft es keine Pilgerstätte im Vatikan das Siegel „echt“ zu bekommen. Im Fall der „Jungfrau auf der Säule“ wurde die Marienerscheinung bzw. die Tradition dieser im Jahr 1723 anerkannt. Die Richtigkeit der Muttergottes-Erscheinungen an sich hat der Vatikan dabei nie ausdrücklich bestätigt. Aufgrund des Mangels an historischen Belegen nach fast 2.000 Jahren. Anerkannt ist „nur“ die gläubige Verehrung und Tradition.

Dem Glauben der Gläubigen schadet das nicht. Und so kommt es auch in diesem Zusammenhang immer wieder zu Wundern, wie behauptet wird.

Eines der ersten Wunder dieser Art soll hier im Jahr 1640 geschehen sein. Einem Miguel Pellicers wurde sein verstümmeltes Bein auf unerklärliche Weise geheilt. Aber auch andere Arten von Wundern sollen von diesem Ort ausgehen, nicht nur Heilungen. Beispielsweise erschien am 17. Mai 1808 während der Invasion der Franzosen eine „Wolke“ in Palmenform über der Kathedrale. Einen Monat sei die Heilige Maria sogar erschienen, als die französischen Truppen Saragossa belagerten.

Das mit Abstand am meisten zitierte, vermeintliche Wunder im Kontext dieser Marienerscheinungen, ereignete sich am 3. August 1936. Damals herrschte ein schrecklicher Bürgerkrieg in Spanien und auf die Kathedrale wurden drei Bomben abgeworfen. Keine davon detonierte …

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VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine erstaunliche „UFO-Landung“ vor 2.100 Jahren bei den alten Römern!

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VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine UFO-Landung vor 2100 Jahren bei den alten Römern (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine UFO-Landung vor 2100 Jahren bei den alten Römern (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor rund 2.100 Jahren ereignete sich laut römischen Geschichtsschreiber und anderen Chroniken etwas Außergewöhnliches im „Römerland„: Eine fliegende, leuchtende Kugel kam am helllichten Tag vom Himmel, landete kurz, und flog dann in eine andere Richtung wieder davon. Eine Erscheinung, die in dieser Form wohl kaum eine natürliche Ursache gehabt haben kann, und über die ich Euch in diesem Video vom 1. Dezember 2020 berichte. Doch seht selbst.


UFOs und Himmelserscheinungen in der Antike

Mit dem Thema UFO – oder wie sie „neumodisch“ heißt: UAP – befassen sich Millionen Menschen in aller Welt. Nicht alle sind dabei natürlich UFO-Forscher bzw. bezeichnen sich selber so. Hinzu kommen Publizisten, Autoren und Forscher, die sich mit dem Thema Ancient Aliens, der Prä-Astronautik oder auch Paläo-SETI befassen.

Zwei unterschiedliche Gebiete der Grenzwissenschat, wie einige denken. Andere versuchen diese Themen zu verbinden. Der Übergang zwischen UFO-Forschung und Prä-Astronautik ist dabei vielfach fließend. Zumal es keinen einheitlichen Punkt in der Forschung gibt, bis wann man von Prä-Astronautik und ab wann man von UFO-Forschung spricht. Oder sogar „zu sprechen hat“. Dazu habe ich auf meinem YouTube-Kanal schon vor rund sechs Jahren DIESES Video online gestellt.

Und doch sind seltsame Sichtungen und Beobachtungen, die heute als UFOs bezeichnet werden, längst nicht neu. Schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden sahen die Menschen unbekannte Flugobjekte. Gemeint sind in diesem Fall die alten Geschichtsschreiber, Autoren und Chronisten, die in ihren Aufzeichnungen immer wieder von sonderbaren Himmelserscheinungen und Objekten am Firmament berichtet haben. UFOs der Antike, die sich nicht immer er anhand der Beschreibungen natürlich erklären lassen. Beispiele dafür findet Ihr in meinen Büchern, einigen Blog-Artikel und auch verschiedenen Videos auf meinem YouTube-Kanal.

Genau eine solche Sichtung ereignete sich vor rund 2.100 Jahren in Mittelitalien nordöstlich von Rom. Aufgezeichnet wurde sie von verschiedenen antiken Historikern. Schaut man bei den Beschreibungen genauer hin, scheint hier eine klassische Begegnung der 2. Art vorzuliegen. Kein natürliches Phänomen, wie etwa ein Meteor.

Eine ungelöste Erscheinung, über die ich Euch in diesem Video vom 1. Dezember 2020 berichte. Doch seht selbst.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Dezember 2020 auf Mystery Files

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Neues Buch aus der UFO-Forschung: Roland M. Horn: „Die UFO-Fallakten“

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Roland M. Horn: "Die UFO-Fallakten"
Roland M. Horn: „Die UFO-Fallakten“ (Montage: Fischinger-Online)

„Die UFO-Fallakten“, so der Titel des neuen Buches des Autoren Roland M. Horn, das jüngst erschienen ist. Welche „Fallakten“ aus der UFO-Forschung in Deutschland aber auch den USA das sind, erfahrt Ihr hier.


UFO-Forschung und die Fallakten

Die UFO-Fallakten – Untersuchte UFO-Sichtungen und Analysen von UFO-Entführungsfällen„, so der Titel des neuen Buches des Autoren Roland M. Horn.

Deutschland und Mitteleuropa sind seit Jahrzehnten ein Hot-Spot unheimlicher Himmelserscheinungen. Im ersten Teil seiner interessanten Ausführungen berichtet der Autor Roland M. Horn über rätselhafte Sichtungen der letzten Jahre. Im zweiten Teil geht er auf ein Phänomen ein, welches speziell den amerikanischen Kontinent betrifft, die Entführung von Personen durch Außerirdische. Ebenso eindringlich wie einfühlsam schildert der Autor das Leid der Opfer, das Unverständnis der Mitmenschen und die Hilflosigkeit von Ärzten und Behörden. Es bleibt die Erkenntnis, dass das UFO-Phänomen immer noch viel mehr Unerklärliches zu bieten hat, als Viele es für möglich halten …

UFO-Sichtungen und UFO-Entführungsfälle: Was steckt dahinter?

(Verlagstext)

Inhalt

Vorwort

TEIL 1: Untersuchte UFO-Fälle

  • Unbekanntes rundes Objekt von Wildkamera fotografiert
  • UFO-Sichtung auf der A6 und der OZ-Faktor
  • UFO-Sichtungen im Saarland und Umgebung und die Frage nach der Freie Energie
  • Langenargen, Entführungen und Dr. Bick

TEIL 2: Analysen von UFO-Entführungsfällen

  • Die Waltons oder der Entführungsfall Travis Walton
  • Die Entführung der Kathy Davies

Literaturverzeichnis

Vorwort von Roland M. Horn

Seit Jahrzehnten untersuchte ich UFO-Sichtungsmeldungen – insbesondere für die Gesellschaft für UFO-Forschung (GEP e. V.) – aber auch die Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung e.V. (DEGUFO e. V.) sowie für andere Gruppen als auch in Eigeninitiative. Des Weiteren beschäftigte ich mich eine Zeitlang intensiv mit den klassischen UFO-Entführungen.

Die in diesem Buch aufgeführten UFO-Meldungsfälle wurden bisher noch nicht in Buchform veröffentlicht (bzw. in Büchern, die nur äußerst kurzzeitig auf dem Markt waren. Vollkommen neu ist aber die Bebilderung). Oft führen diese Fälle tief in Teilbereiche des UFO-Phänomens hinein, die gerade im deutschsprachigen Raum viel zu wenig Beachtung finden. Im Rahmen dieses Buches sollen sie aber ausführlich Würdigung finden. Es bleibt die Erkenntnis, dass das UFO-Phänomen immer noch viel mehr Unerklärliches zu bieten hat, als viele es für möglich halten.

Bei der Betrachtung der sogenannten UFO-Entführungsfälle (Der Begriff ist eigentlich vollkommen falsch gewählt, denn es werden ja keine „UFO“ entführt – was immer man sich unter diesem theoretischen Begriff auch immer vorstellen mag), fällt auf, dass dieses Phänomen weitaus vielschichtiger ist als man auf den ersten Blick annehmen möchte und dass eine definitive und alleingültige Antwort auf dieses Phänomen zum jetzigen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht gegeben werden kann.

  • Eine umfangreiche Leseprobe findet Ihr HIER.

Roland M. Horn:

Die UFO-Fallakten – Untersuchte UFO-Sichtungen und Analysen von UFO-Entführungsfällen

  • Carl Gerber Verlag 2020
  • ISBN: 978-3-87249-388-0
  • Paperback
  • Abbildungen
  • 174 Seiten
  • 12,50 Euro

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Lars A. Fischinger

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Komet Neowise ist der Erde am nächsten: Doch vor exakt 25 Jahren wurde der Komet Hale-Bopp entdeckt – und der brachte tatsächlich nichts Gutes

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Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp - und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)
Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp – und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)

Viele Astronomen, Sternengucker und Hobbyastronomen bewundern derzeit am Nachthimmel den Kometen Neowise. Auch über Deutschland ist dieses seltene aber keinesfalls außergewöhnliche Himmelsschauspiel zu sehen. Ein sogenannter langperiodischer Komet, der erst im März 2020 entdeckt wurde und wahrscheinlich erst um das Jahr 8709 wieder zu uns kommen wird. Doch an dem Tag, als der Komet seinen geringsten Abstand zur Erde hatte, wurde genau 25 Jahre zuvor ein anderer Komet entdeckt: Der Komet Hale-Bopp. Und dieser erwies sich in der Folge tatsächlich als ein tödlicher Unglücksbote, was mehreren Dutzend ufogläubigen Menschen das Leben kostete. Der Tiefpunkt einer UFO-Sekte. Was damals im Zuge des Hypes um Hale-Bopp geschehen war fasst dieser Artikel zusammen.


Neowise: Besucher aus den Weiten des Alls

Der aktuelle Komet Neowise – wissenschaftlicher Name C/2020 F3 – wurde erst am 27. März 2020 am Himmel entdeckt. Seit Anfang Juli kann er mit bloßem Auge am Sternzelt beobachtet werden. Ein sicher seltenes astronomisches Ereignis, dass aber seit Jahrtausenden bekannt ist.

Auch Neowise besuchte uns bereits. Dies soll nach den Berechnungen seiner Umlaufbahn um das Jahr 2402 vor Christus geschehen sein. Wie die meisten Kometen umrundet Neowise die Sonne in einer stark gestreckten elliptischen Umlaufbahn, die ihn weit, sehr weit, in das äußere Sonnensystem führt. Bei seinem nächsten sonnenfernsten Punk, dem sogenannten Aphel, um das Jahr 5365 wird er über 710-mal weiter von der Sonne entfernt sein, wie die Erde. Das sind gewaltige aber keine ungewöhnlichen Dimensionen solcher Himmelskörper.

Am 23. Juli erreichte der Komet seine größte Annäherung an die Erde. Dabei war er noch immer über 100 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt. Es bestand also keine Gefahr einer Kollision oder etwas ähnlichem mit der Erde. Denn Kometen galten seit jeher als unheimliche Vorboten. Hin und wieder auch als gutes Omen, doch unsere Vorfahren sahen in diesen kosmischen Geschossen meist ein Vorzeichen, dass etwas Schreckliches oder Umwälzendes geschehen wird.

Nun also entfernt er sich wieder der Erde und passiert auf seinen Rückweg in den weiten Raum auch die Riesenplaneten Saturn und Jupiter. Deren gewaltige Gravitation wirkt sich auch auf den kleinen Neowise aus, so dass sich seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit um die Sonne ändern wird. Wahrscheinlich muss man deshalb bis zum Jahr 8709 warten, bis er unseren Planeten wieder einen Besuch abstattet.

Hale-Bopp: Der Jahrhundertkomet

Astronomische Fakten und Modellrechnungen, die jeden Hobbyastronomen begeistern. Nicht anders war es vor einem viertel Jahrhundert.

Auf den Tag genau 25 Jahre bevor Neowise der Erde am nächsten kam, entdeckten die Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp am 23. Juli 1995 den nach ihnen benannten Kometen Hale-Bopp (C/1995 O1). Einer der hellsten Kometen überhaupt, der ab Sommer 1996 rund 1,5 Jahre lang mit bloßem Auge prachtvoll und groß am Himmel zu sehen war. Ab Anfang 1997 konnten selbst die Bewohner von hell erleuchteten Großstädten den Kometen problemlos sehen. Schnell nannte man ihn den „Jahrhundertkomet“.

Hale-Bopp war relativ groß, etwa 50 bis 60 Kilometern Kerndurchmesser. Dazu kamen zwei farbenfrohe Schweife, die dutzende Millionen Kilometer durch das All reichten. Auch Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen, dessen Umlaufbahn rund 4.200 Jahre betrug. Und auch sein Orbit hat sich durch die Gravitation von Jupiter verändert, so dass er jetzt „nur“ noch 2.380 Jahre für einen Umlauf benötigt.

Wir können ihn um das Jahr 4419 wieder am Firmament bewundern …

Für Astronomen war auch dieser Komet ein Ereignis, so dass sie ihn intensiv beobachten und erforschten. Selbst verschiedene organische Verbindungen konnten in Hale-Bopp nachgewiesen werden, die bis dato teilweise von Kometen unbekannt waren. Bis der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem ab Herbst 1997 langsam verschwand, war er ein sehr großes Ereignis im Internet.

Während der Beobachtungsphase 1996 und 1997 verbreitete sich das Internet rasant, weshalb der Komet zu einem der ersten Internet-Ereignisse überhaupt wurde. Vergleichbar mit der Mars-Mission „Pathfinder“ der NASA mit ihrem Rover, die am 4. Juli 1997 auf dem Mars landete. Auch dazu wurden täglich Neuigkeiten und Bilder durch das junge Netz verbreitet und diskutiert.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Während Astronomen und die junge Netz-Gemeinde Hale-Bopp feierten, sahen ihn andere Menschen mit ganz anderen Augen!

Misstrauisch und durchaus abergläubisch wie unsere Ahnen sahen auch vor 25 Jahren einige Menschen das Nahen des Kometen am Himmel. Bei ihnen wurden quasi „Urängste“ und schlimme Vorzeichen geweckt, die solchen Himmelserscheinungen schon vor tausenden von Jahren angedichtet wurden. Im Prinzip nicht ganz unbegründet, da der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden auf der Erde in der Vergangenheit vielfach verehrend war. Sie werden nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 65  Millionen Jahren verantwortlich gemacht, sondern diese „Bomben aus dem All“ können auch heute unser aller Ende bedeuten.

Bei Hale-Bopp war es 1996 und 1967 etwas anders. Hier befürchtete eigentlich niemand, dass er mit unserem Planeten kollidieren wird. Vielmehr wurde in ihm ein „Zeichen“ gesehen, dass von Gott, Jesus, Außerirdischen oder allen zusammen gesandt wurde. Angeheizt wurde das durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches „Etwas“ nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schein.

Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist. Auch wenn sich das „UFO“ auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner Radiosendung „Coast to Coast“ in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

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Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das „Hale-Bopp-UFO“ damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der „University of Hawaiʻi System“, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte „Fiat Lux“ und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.“

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott bzw. Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und sendet ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die „Getreuen und Gerechten“ zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint sind natürlich vor allem die Mitglieder von „Fiat Lux“ und alle die „würdig“ sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte „Fiat Lux“, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch „UFO-Sekten“ (1999) detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des „Orden Fiat Lux“ war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein „Paradies“ 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde, konnte sie den Untergang oder „Wandel“ glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als „Sprachrohr Gottes“.

„Heavens Gate: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella eine andere UFO-Sekte in den USA. Es war der UFO-Kult „Heavens Gate“ um den Guru Marshall Applewhite, über den auf diesem Blog ebenso bereits öfter berichtet wurde (Link HIER). Diese Sekte war der traurige Abschluss einer jahrzehntelange „Sekten-Karriere“ ihres Führers Appelewhite, wie im oben genannten Buch „UFO-Sekten“ ausführlich dokumentiert.

Auch die Anhänger von „Heavens Gate“ glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Allerdings nicht körperlich, sondern sie würden bei ihren „Götter“, den Aliens, wiedergeboren werden und so in ein kosmischen und ewiges Paradies einziehen. Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet, wobei er damals noch von seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles unterstützt wurde. Sie verstarb bereits 1985.

Während die Sekte „Fiat Lux“ sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von „Heavens Gate“ 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem „UFO“ im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das „Außenteam“ einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, mussten sie sich aber alle umbringen, wie sie glaubten. Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp wiedergeboren, während die Erde sich „recycelt“, wie sie es nannten. Die „höhere Quelle“ des Selbst könne man so erreichen. Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die „Higher Source“, „Höhere Quelle“, hieß.

Am 19. März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das war drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. „Heavens Gate Away Team“ stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt den Realitätsverlust, da sie sich damit als „Außenteam“ kennzeichneten. Ein solches „Away Team“ kennt man aus „Raumschiff Enterprise“ bzw. „Star Trek“, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

Für unter 6 Dollar in eine höhere Welt

Und warum sie bei ihrem Suizid alle neue Kleidung trugen und sich alle den gleichen Geldbetrag einsteckten, wird wohl nie beantwortet werden (s. a. Artikel HIER). Schließlich war es das Ziel der Gruppe, dass ihre Seelen durch den gemeinsamen Selbstmord in das UFO reisen sollen. Nicht ihr physischer Körper. Auf eine höhere Ebene, auf der man wohl kaum knapp sechs Dollar Fahrtgeld oder neue Turnschuhe benötigt.

Der Komet Hale-Bopp und vor allem die Ereignisse der UFO-Sekte „Heavens Gate“ sind jetzt 25 Jahre her. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und „Glaubenswächtern“ teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch „UFO-Sekten“ zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der „jungen UFO-Community“ das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch „Heavens Gate“ war und ist nicht allein „auf dem Mark“ …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eine UFO-Sichtung 1676 über der Toskana in Italien – aber was hatte die NASA in den 1960ger Jahren damit zu tun? (Artikel)

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Im März 1676 kam es am Himmel über der Toskana in Italien zu einer "UFO-Sichtung" (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Im März 1676 kam es am Himmel über der Toskana in Italien zu einer „UFO-Sichtung“ (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Welt der Mythen, Sagen und Legenden kennt zahlreiche Geschichten über „unbekannte Flugobjekte“ am Himmel. Die Chroniken und Aufzeichnungen der Vergangenheit sind voll mit derartigen Berichten. Nicht nur aus dem „finsteren Mittelalter“ – denn zu allen Zeiten wurde Seltsames am Himmel beobachtet. So auch im Jahre 1676 über der Toskana in Italien, wo ein „stark leuchtender Körper in der Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Garbe, aber etwas runder“, über den Himmel flog. Was aber genau war das? Und warum soll sich Mitte der 1960ger Jahre die NASA für den Original-Bericht der Sichtung interessiert und diesen über „Strohmänner“ aufgekauft haben? Eine „historische UFO-Sichtung“, die viele Fragen aufwirft, wie Ihr in diesem Artikel lesen könnt.


Fremde Wesen und unbekannte Zeichen am Himmel

In Märchen oder besser gesagt im allgemeinen Volksgut des Mittelalters auchen immer wieder seltsame Wesen auf. Rätselhafte „Kreaturen“, die sich nach solchen Sagen und Legenden immer wieder den Menschen gezeigt haben sollen. Fast wie selbstverständlich waren sie Teil der Welt und existierten zusammen mit den Menschen. Allerdings in einer anderen Welt – in der Anderswelt.

Heute kennt man diese mutmaßlich verschiedenen Wesen unter ebenso verschiedenen Namen: Feen, Trolle, Elfen, Zwerge, Gnome, Kobolde, Inkubus, Sukkubus, „Engel“, Riesen, Unterirdische … um nur einige von ihnen zu nennen. Zahlreiche sehr interessante Berichte über diese Bewohner der Anderswelt wurden auf diesem Blog bereits umfangreich vorgestellt und diskutiert.

Doch die Welt der Mythen, Sagen und Legenden kennt nicht nur derartige Erscheinungen von fremden Wesen, sondern auch Geschichten über „unbekannte Flugobjekte“ am Himmel. Die Chroniken der Vergangenheit sind voll mit derartigen Berichten. Nicht nur aus dem „finsteren Mittelalter“. Es scheint fast so, als sei gäbe es kein Jahr, in dem nicht irgendwo irgendwas am Himmel von Menschen beobachtet wurde (s. dazu die Videos unten).

Viele – nicht alle! – dieser Erscheinungen am Himmel sind auch heute noch recht einfach zu interpretieren und zu erklären. Vor allem als Kometen oder „Feuerbälle aus dem All“. Also verglühende oder sogar explodierende Meteore, die man als große Sternschnuppen bezeichnen könnte. Auch heute noch sind diese Objekte aus dem All natürlich Alltag auf unserem Planeten. Jeder Hobbyastronom weiß um die Herkunft, die Ursache und die Natur dieser Feuerkugeln vom oder am Himmel.

In der Vergangenheit sah das nicht selten ganz anders aus. Obwohl schon in jahrhundertealten Chroniken klar von „Kometen“ gesprochen wird, war der Himmel voller unbekannter Erscheinungen, Wunder und böser Omen. Oftmals deute man sie fromm als von Gott gesandt, da der Allmächtige damit den Menschen eine Art Zeichen geben wollte. Gute ebenso wie schlechte.

UFOs vor Jahrhunderten

Alle diese Himmelserscheinungen lassen sich heute nicht oder nicht mehr rational und naturwissenschaftlich erklären. Entweder, da die Aufzeichnungen in den alten Chroniken und Flugblättern zu vage sind, oder aber, da sie in der Tat äußert ungewöhnlich ausgesehen haben sollen. Dieser Umstand hat schon lange auch das Interesse der UFO-Forschung an derartigen Phänomenen geweckt. Sollten hier, so fragen sich nicht wenige Mystery-Forscher, Erscheinungen gesehen worden sein, die wir heute „UFOs“ nennen? Sind in den ungezählten altertümlichen Berichten auch solche verborgen, die sich nicht durch Kometen oder riesige Sternschnuppen erklären lassen?

Viele UFO-Ermittler sind davon überzeugt. So auch Dr. Roberto Pinotti, der „italienische Erich von Däniken“, wie man ihn auch nennt. Auch Pinotti ist überzeugt, „dass Außerirdische seit Jahrtausenden die Erde besuchen und beobachten“, wie er es mir bei einem Treffen in Italien erklärte. Sie waren auch nie irgendwie „weg“, sondern haben die Menschen nie „verlassen“, so der UFO-Forscher und Gründer des „Centro UFOlogico Nazionale“ weiter.

Pinotti ist in Venedig geboren und studierte an der Universität von Florenz. Und genau dort erschien im 17. Jahrhundert ein Bericht über eine sonderbare Himmelserscheinung, die an vielen Orten Italiens gesehen worden sein soll. Autor war ein Florentiner Schirmmacher namens Francesco Barzini, „der offensichtlich schon seit vielen Jahren in Venedig lebte“, so Pinotti 1990 in seinem Buch „Ufo – Visitatore da Altrove“.

Dieser Barzini war jedoch nicht nur ein Schirmmacher sondern auch von der noch recht jungen Astronomie begeistert. Zu seinen eigenen astronomischen Beobachtungen in Florenz und später in Venedig schrieb er auch einige Abhandlungen. Er „soll der Astronom und Philosoph der friedlichen Stadt Florenz gewesen sein“, schrieb schon Francesco Inghirami 1843 in „Storia della Toscana“ (Bd. 12, S. 202f.). Ein umfangreiches Gesichtswerk in 16 Bänden mit dem „Who is who“ aus Italien.

Ein unbekanntes Objekt 1676 über Italien

Eine seiner Veröffentlichungen trägt den Titel „Ein prägnanter Bericht über ein ungewöhnliches Licht, das am Abend des 31. März 1676 in der gesamten Toskana und an vielen anderen Orten in Italien auftrat“. So heißt es in einer Passage des Werkes über diesen denkwürdigen Abend in Italien:

Am Abend des 31. März 1676 erschien im Himmel über der Toskana ein stark leuchtender Körper in der Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Garbe, aber etwas runder, den man in weniger Zeit, als man für ein Miserere braucht, mit einer oder mehrerer Explosionen von adriatischen Meer zum Mittelmeer fliegen sah (…)“

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Was war dies für ein Objekt, nur ein Meteor? Nach dieser Beschreibung war es zumindest länglich und flog von Norden nach Süden. Begleitet von „einer oder mehreren Explosionen“, was die Sichtung durchaus sehr ungewöhnlich macht. Denn Meteore explodieren nicht mehrfach und fliegen dann weiter, wie es zumindest nach dieser Beschreibung den Anschein hat.

Eine Reihe UFO-Forscher und –Autoren haben diesen Fall von 1676 bereits diskutiert. Zum Beispiel schon 1979 Marcello Coppetti in seinem Buch „UFO: Arma Segreta“. Eine einheitliche Erklärung oder Vermutung haben die wenigsten. Und das war schon im 17. Jahrhundert der Fall, als sich Astronomen über diese Erscheinung stritten. Etwa Geminiano Montanari umfangreich in  „La fiamma volante, gran meteora veduta sopra l’Italia la sera del 31 marzo MDCLXXVI“, 1676 herausgegeben von Frederico Gonzaga. „Physikalische und astronomische Spekulationen“ wurden damals diskutiert, die von Meteoren bis sogar Erdbeben als Auslöser reichten.

Leider ist der vollständige Originalbericht von Francesco Barzini heute verloren, so Roberto Pinotti. Er habe sich in der Nationalbibliothek in Florenz befunden und sei bei der großen Überschwemmung im November 1966 für immer verloren gegangen.

Nicht aus unserem Sonnensystem?

Trotzdem fand sich eine Spur dieser alten Veröffentlichung im Katalog des Antiquariat L. Gonnelli und Söhne in Florenz. Datiert auf dem Mai 1966, so Pinotti weiter. In diesem Katalog sei zu erfahren gewesen, dass „eine amerikanische Behörde, die auch für die NASA arbeitete“, unter anderem dieses Buch von 1676 erworben habe. Dazu soll im Katalog gestanden haben:

An den Pater Astronom der ehrwürdigen Schulen von Florenz, Francesco Valiani, über die seltsamen Beobachtungen eines Himmelskörpers, der, was immer er ist, auf keinen Fall zum Sternensystem gehört.“

Merkwürdig. Und irgendwie wird hier eine Verschwörung suggeriert. Eine Verschwörung der NASA, wie es augenscheinlich herausklingt. Marcello Coppetti führte dieses Zitat vor rund 40 Jahren in seinem Buch ebenso an. Allerdings heißt der „Pater Astronom“ bei ihm „Francesco Valsini“, nicht „Valiani“ wie bei Pinotti 1990. Es gibt noch weitere kleine Unterschiede. Coppetti:

Aber die Nachrichten enden nicht dort. Die Broschüre wurde zusammen mit einer anderen an ein amerikanisches Institut in Florida verkauft, das darum bat, nicht erwähnt zu werden, und das Studien für die NASA, die amerikanische Weltraumbehörde, durchführt. Aus dem Katalog 105 vom Mai 1965 kaufte dieses Institut zwei gedruckte Blätter, die wie folgt beschrieben wurden: (…)“

Folglich kaufte dieses geheimnisvolle Institut auf eigenen Wunsch anonym. Scheinbar auch bereits im Mai 1965 bzw. der Katalog des Antiquariats (von dem hier sogar die Nummer erwähnt wird) war entsprechend datiert. Offensichtlich also ein Jahr früher, wobei die Angabe „Mai“ aber in beiden Aussagen identisch ist.

Was aber „Studien für die NASA“ sein sollen, mit denen das Institut in Florida befasst ist, bleibt rätselhaft. In Florida liegt bekanntlich der Weltraumbahnhof „John F. Kennedy Space Center“ der NASA, den man meistens schlicht nach dem angrenzenden Raketengelände der US-Air Force „Cape Canaveral“ nennt. Ein Zusammenhang wäre sicher zu konstruiert, da zahllose Institute in den USA und weltweit mit der NASA zusammenarbeiten und auch „Studien“ für diese durchführen.

Was hat die NASA damit zu tun?

Was also könnte 1676 am Himmel über Italien geflogen sein, dass die „Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Gabe, aber etwas runder“, hatte? Tatsächlich etwas künstliches, also ein UFO im klassischen Sinn? Und hatte tatsächlich die NASA durch das mit ihr zusammenarbeitende und anonyme Institut Interesse an diesem Bericht aus dem 17. Jahrhundert?

Hier könnte man an geheime UFO-Forschungen denken, die es nachweislich auch in den USA gab. Auch von der Luftwaffe. Als die NASA angeblich den Bericht des „Toskana-UFO“ über eine anonyme Firma kaufen ließ, war es das berühmte „Project Blue Book“. Offiziell eingestellt wurde dieses UFO-Forschungsprojekt 1969 und kann heute online eingesehen werden. Darin keine Spur von dem Vorfall aus Italien oder überhaupt ähnliche mutmaßlicher UFO-Sichtungen vergangener Jahrhunderte.

Das gilt auch für den UFO-Bericht „Scientific Study Of Unidentified Flying Objects“ von Dr. Edward U. Condon und Walter Sullivan aus dem Jahr 1968. Eine Untersuchung der US-Luftwaffe in Zusammenarbeit mit der Universität Colorado, der heute nach dem Herausgeber als „Condon Report“ bekannt und berühmt ist.

In diesem sehr umfangreichen UFO-Report wurde damals jedoch sehr wohl auch das Thema „UFOs in der Geschichte“ behandelt. Und zwar in einem ganzen Kapitel von Samuel Rosenberg, der „biblische UFOs“ genauso darlegt wie entsprechende alte Berichte aus Indien oder Ägypten. In seiner Auflistung von „Antiken UFO-Berichten“ von 213 vor Christus bis 1879 ist dabei kein Beispiel aus dem Jahr 1676 aus Italien genannt.

Die Mutmaßung, dass die NASA oder vielleicht die US-Air Force alte „UFO-Berichte“ sammelte, bleibt also für diesen Fall Spekulation.

Zumal man bedenken muss, dass es unzählige derartige Berichte in den alten Aufzeichnungen gibt, wie eingangs geschildert. Würden diese im Geheimen gesammelt und sogar aufgekauft werden, wie es die Geschichte mit dem Antiquariat-Katalog anzudeuten scheint, wüsste man davon. Denn wenn massenhaft jahrhundertealte Chroniken und Berichte mit solchen Inhalten „aus dem Verkehr gezogen“ werden, bliebe das nicht unbemerkt …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 28. April 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 24. März 2019 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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„So rasch wie der Wind“: Eine UFO-Entführung vor Jahrtausenden in Irland – durch Feenmänner? +++ Artikel +++

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"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Gab es eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

Beim Stichwort „Märchen“ denken die meisten Menschen  an „Dornröschen“, „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ oder verschiedene Verfilmungen der Geschichten der Gebrüder Grimm. Wohl keiner der „Mainstream-Märchen-Konsumenten“ denkt dabei an Außerirdische, UFO-Entführungen oder fremde Wesen aus dem All. Anders ist es bei Mystery-Jägern, Prä-Astronautikern oder UFO-Forschern, die teilweise Verbindungen oder Zusammenhänge zwischen Sagen und Märchen und „ihren Mysterien“ sehen. Und in der Tat gibt es diese, wie ich in meinen Arbeiten und Veröffentlichungen immer wieder darlege. So auch in einem Märchen aus Westirland, in dem das Feenvolk einen jungen Menschen entführt und das in diesem Beitrag einmal genauer im Sinne der Astronautengötter durchleuchtete werden soll.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Märchen und Sagen unserer Vorfahren befasst, finden darin immer wieder die gleichen „Kerne“. Wiederkehrende Erzählmotive, die im Zusammenhang mit Feen, Elfen oder Zwergenwesen aller Art in einer ganzen Reihe Märchen vorkommen. Für Mystery-Jäger eine Fundgrube des Phantastischen.

Von Feen und UFOs

Beispielsweise die „Musik“, zu der die Feen oder Kobolde in solchen Geschichten „tanzten“. Diese „Musik“ oder der „Gesang“ wird in den Erzählungen etwa dafür verantwortlich gemacht, dass Menschen plötzlich keinen eigenen Willen mehr haben. Personen, die diese Klänge hörten, wurden durch sie praktisch „gezwungen“ sich einer Ansammlung von Wesen aus der Anderswelt zu nähren. Zum Beispiel einen Kreis der Feen zu betreten, durch den diese Menschen dann in ihre fremdartige Welt gelangten.

Eng verknüpft mit einer solchen „Musik“ von einem Feenhügel sind auch nebelartige Beobachtungen, die Menschen in Sagen und Mythen wahrzunehmen glauben. Auch durch diesen „Nebel“ gelangen sie in die Anderswelt der Fremden.

Es könnte sich bei derartigen Elementen in Märchen & Co. durchaus um Erklärungen für das Unerklärliche handeln. Für die „geistige Umnachtung“ jener Personen, denen in solchen Geschichten die verschiedensten Erlebnisse mit diesen fremden Wesen widerfahren sind. Also für den Verlust des Zeitgefühls, der Orientierung und auch der Willenskraft.

Diese Beschreibungen kennt jeder Folklorist. Sie sind unzählige Male in entsprechenden Märchen zu finden.

Dennoch haben die Aussagen auch in der scheinbar „modernen“ UFO-Forschung einschlägige Parallelfälle. Das heißt, dass auch UFO-Forscher durchaus immer wieder auf Ähnlichkeiten zwischen Märchen, Sagen & Co. und dem modernen UFO-Phänomen verweisen. Zweifellos liegen diese auch vor. Aber ein dritter „Kern“ ist dabei vielfach übersehen worden: Partys, Feste und ganze Gelage mit Feen, Kobolden, Elfen und ihren Artgenossen.

Tatsächlich finden sich nicht wenige Märchen die davon erzählen, dass jene Personen, die von fremden Wesen in die Anderswelt entführt wurden, mit diesen aßen, tranken und feierten. Und ein ganz erstaunliches Beispiels einer solcher „Feen-Entführungen in die Anderswelt“ stammt aus dem alten Irland.

„Mitten unter dem Feenvolk“

In diesem speziellen irischen Märchen heißt es, dass einst ein Junge mit Namen Gulisch von Feen entführt worden sein soll. Und zwar bis nach Frankreich.

Gulisch habe nach dieser Erzählung „in Mayo, im Wilden Westen von Irland“ gewohnt haben. Gleich in seiner Nachbarschaft fand sich ein Feenhügel, der „immer grün, Sommer wie Winter“, war. „Das deutet darauf hin, dass im Inneren des Hügels Feen ihre Wohnstätte haben“, beginnt das Märchen.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Eines Tages stand der Junge aus Irland bei seiner Hütte und betrachtete schwermütig den hellen Mond am Himmel. Sehnsüchtig sprach er darüber, dass er gerne mal mit dem Mond seinen Platz tauschen würde, um etwas von der Welt zu sehen. Noch nie sei irgendwo in der weiten Welt gewesen und er „nur einmal an deiner Stelle“ träumte Gulisch vor sich hin.

Und siehe da:

Kaum hatte er diese Worte vor sich hin gemurmelt, da erhob sich vor ihm und hinter ihm, über ihm und unter ihm großer Lärm. Es war, als ob viele Leute beieinander waren, redeten, lachten und ihren Spaß hätten.

Das Geräusch kam heran wie ein Windstoß. Gulisch horchte. Es schien im Inneren des kleinen Hügels nahe seiner Hütte zu verschwinden.“

Schon hier wird es „prä-astronautisch“. Offenbar kam ein Fahrzeug hernieder, da schon diese die Beschreibungen an die biblischen „Visionen“ der Propheten erinnern. Die „Herrlichkeit des Herrn“ oder der fliegende „Thronwagen Gottes“ kündigte in biblischen und verwandten Schriften oft sein Kommen mit dem „Getöse eines Heerlagers“ an. Ähnlich laut und lärmend also, wie in diesem Märchen.

Wenn es ein Objekt war, verschwand es im Inneren des Hügels. Das ist in dieser Geschichte ein spannendes Detail, denn als der Junge, von Neugier getrieben, auf diesen Hügel kletterte, geschah etwas Eigenartiges:

Er kletterte auf die Hügelkuppe. Sogleich gab oben der Boden unter seinen Füßen nach. Und als er wieder wusste, was ihm geschah, befand er sich in einer geräumigen Halle im Inneren des Hügels. Er stand mitten unter dem Feenvolk.“

Ein Objekt ging in einem Hügel nieder, und der Junge „krachte“ dort ein, und gelang so in eine Halle voller Feen.

Vielleicht können wir der Aussage, dass er eine Zeit lang nicht wusste „was ihm geschah“, auch entnehmen, dass der Junge den wahren Weg in das Innere – in die Halle – nicht mitbekam. Quasi so, wie es UFO-Entführungsopfer schildern, wenn sie den eigentlichen Weg in die UFOs, oder in den Raum der „Untersuchung“ im Nachhinein nicht mehr wissen …?

Flug nach Frankreich: „schneller als der Wind und all seine Bräute“

Im Inneren dieses „Hügels“ bemerkte Gulisch „herrschte gerade Aufbruchstimmung“ und alle „Feenmänner liefen aufgeregt durcheinander“ herum. Er bemerkte, „dass die ganze Halle voller Pferde war“ und die Feen mit ihren „Zauberpferden“ verreisen wollten. Nett, wie Feenmänner nun mal so sind, wurde Gulisch gefragt, ob er nicht mitkommen wolle.

Gesagt, getan. Der junge Ire bekam ein eigenes „Zauberpferd“ und flog so mit den Feen zusammen nach Frankreich:

Sie ritten so rasch wie der Wind, schneller als das schnellste Pferd der Sterblichen auf einer Jagd (…)

Bald überholten sie den kalten Herbstwind, der vor ihnen herraste (…) bis sie an die Küste kamen. Da rief einer unter dem Feenvolk: ,Jetzt gibt´s einen großen Sprung! Nur Mut!’ Und im gleichen Moment schwebten sie auch schon durch die Luft über das Meer. Eher Gulisch aber recht bewusst war, wie gefährlich es zuging, ritten sie wieder übers Land dahin, schneller als der Wind und all seine Bräute.“

ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Als die die Gruppe der Feenmänner mit Gulisch kurz vor ihrem Zielort landeten, hatte er keine Ahnung, wo er sich befindet. „Der kleine Mann“ erklärte ihm daraufhin, dass sie in Frankreich sein würden und dort die Tochter des Königs rauben wollen wollen: „Wir wollen sie entführen. Sie soll eine der Unsrigen werden.“ Dann stiegen sie vom Pferd…

„… und einer der kleinen Männer sprach ein Wort, das Gulisch nicht verstand. Im Augenblick wurden sie hochgehoben, und kurz darauf fand sich Gulisch samt seinen Gefährten in einem Palast wieder. (…)

Das Feenvolk und Gulisch aber konnte niemand sehen, denn als sie eintraten, hatte einer der Feenmänner ein Wort gesagt, dass sie unsichtbar machte.“

Im Folgenden wird überaus umfangreich das opulente Fest in all seinen Details am Hofe des Königs geschildert. Auch die eigentliche Mission, die Feen-Entführung der Prinzessin wurde beendet. Gulisch und die kleinen Feenmänner verschleppten sie und brachten sie nach Irland. Als er den Namen Gottes pries verwandelten sich beispielsweise auch die Zauberpferde in das zurück, was sie vorher waren. Etwa Äste oder Besen. Wie es sich für ein Märchen gehört, verliebte sich Gulisch auch in die Prinzessin und wollte sie vor den Feen schützen.

Nach und nach verschwanden ebenso die Feenmänner wieder in ihrem Hügel und Gulisch soll später mit der Königstochter zusammengezogen sein. Um der Erzählung ein ordentliches „Ende gut, alles gut“ zu verleihen, rettete der Junge die Prinzessin später aus der Hand der Feenmänner …

Das Christentum und die Feenmänner

Die hier wiedergegebenen (wichtigsten Teile) des alten Märchens aus Irland sind für Mystery-Jäger überaus spannend.

Welche Aussagen in diesem sehr reich ausgeschmückten Märchen (die Speisen des Hochzeitsmahl werden beispielsweise sehr ausführlich beschrieben) für eine sachliche Untersuchung relevant sind, ist fraglich. Wie grundsätzlich bei allen Überlieferungen, bei allen religiösen Mythologien und bei allen Sagen und Märchen. Auch finden sich eindeutig christlich geprägte Elemente in vielen dieser Märchen; vor alle hier bei Gulisch und den Feen.

Eindeutig ist das bei der Lobpreisung Jesus Christus zu sehen, mit der der Junge für seine heile Rückkehr dankt. Aber auch, dass später ein Pfarrer zur Hilfe gerufen wird, da die Feenmänner die Prinzessin verzaubert haben. Dieser christliche Geistliche sollt durch Gottes Kraft den Fluch oder die Verhexung der Dame aus Frankreich beenden, wie es das Märchen im weiteren Verlauf erzählt.

Die Nennung der Region „Mayo, im Wilden Westen von Irland“ als Ort des Geschehens zeigt, dass die Geschichte nach dem 7. Jahrhundert nach Christus angesiedelt ist. Hierbei handelt es sich um Grafschaft Mayo in der Provinz Connacht, die ihren Namen von einem Kloster herleitet, dass im 7. Jahrhundert in Balla von St. Colmán gegründet wurde. Die gesamte Region sowie die ganze Provinz Connacht waren bereits im 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt und im 5. Jahrhundert hielt hier nach und nach das Christentum bei den dort lebenden Kelten Einzug.

Das Gebiet war und ist allerdings überaus reich an Sagen, Märchen und Geschichten aus der Anderswelt, in denen das Volk der Feen eine große Rolle spielt. Das Märchen um Gulisch und seine Feenmänner zeigt sehr schön, wie hier vorchristliche Erzählungen mit dem Christentum vermengt wurden.

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Bedenken muss man natürlich auch, dass solche Geschichten über Generationen weitererzählt wurden. Damit änderten sie sich inhaltlich immer wieder, bis sie jemand auf schrieb. Wobei auch das kein Schutz vor Veränderungen ist, da praktisch jeder, der solche Geschichten irgendwann nieder schrieb, andere Versionen des jeweils gleichen Märchens festhielt. Je nachdem wann es wo gehört wurde.

Niemand kann also die Herkunft, das Alter oder die „Ur-Version“ solcher Erzählung der Folklore klar bestimmen. Der keltische und mythologische Kern ist dennoch zu erkennen.

Erstaunliche Folklore!

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Es kommt auf die erkennbaren Grundaussagen an, die für einen Jäger des Phantastischen nicht als reine Erfindung abgetan werden! Schließlich sind diese in zahlreichen Sagen und Mythen in aller Welt zu finden und bilden so auch einen der Pfeiler der Idee von den Astronautengöttern aus dem Kosmos.

Die in diesem Märchen direkt erkennbaren Parallelen zu „modernen Mythen“ sind meiner Meinung nach folgende:

  • Die „Feenmänner“ werden mehrfach als „kleine Männer“ beschrieben.
  • Die Wesen waren nicht von dieser Welt.
  • Diese wollen eine Frau entführen.
  • Sie konnten durch einen „Zauber“ sehr schnell fliegen.
  • Die Feenmänner „landen“ oder „erscheinen“ mit einem lauten Objekt.
  • In diese „Ding“ kommt der Junge gegen seinen Willen (er brach durch den Boden des Hügels)
  • Gulisch fand sich in einer (scheinbar sehr großen) „Halle“ wieder.
  • Die Feen konnten sich unsichtbar machen und hatten auch eine andere Sprache.

So erfahren wir hier von mehreren Aspekten der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik. Schon die „Halle“, in der der Junge zu Beginn seines Abenteuers kam, könnte mit den UFOs in Verbindung gebracht werden. Ein Objekt, mit dem Gulisch letztlich nach Frankreich kam, um dort eine Frau zu entführen. Die Tatsache, dass alte Überlieferungen vielfach von solchen fliegenden Wesen erzählen, dürfte alle Freundinnen und Freunden des Phantastischen bekannt sein. Auch, dass dann und wann mal ein Sterblicher mitfliegen durfte, habe ich an verschiedenen Stellen dargelegt (z. B. HIER, HIER, HIER & HIER).

Eventuell könnte auch das immer grüne Gras des Feenhügels mit der UFO-Forschung in Verbindung stehen. Tatsächlich existieren inzwischen einige Fälle von UFO-Landungen, bei denen botanische Anomalien registriert wurden. Meist sind diese jedoch auf das versenken von Gras beschränkt. Einige Fälle sind jedoch bekannt, die zum Beispiel der UFO-Forscher Jaques Vallée in seinem Buch „Konfrontation“ schildert, bei der das Gras durch ein UFO zu erhöhtem Wachstum angeregt wurde. Diese physikalischen Wechselwirkungen zwischen UFOs und Umwelt werden zwischen UFO-Forschung und UFO-Kritikern mehr als hitzig debattiert.

Mag auch der Feenhügel ein bereits genutzter „UFO-Landeplatz“ gewesen sein?

Unsichtbare Feenmänner

Interessant ist durchaus die phantastische Aussage, dass die Feenmänner sich während der Entführung für andere Menschen unsichtbar machen konnten. Gulisch hingegen konnten die Feenmänner weiterhin ohne jegliche Schwierigkeiten sehen. Lediglich die anderen bei dem Fest anwesenden Menschen sahen – nichts.

Spontan erinnert mich das an die Begegnung des Propheten Daniel mit fremden Wesen aus dem Himmel, die das Alte Testament beschreibt. So heißt es im Buch Daniel, dass der Prophet einst in Trauer am Ufer des Fluss Tigris (Mesopotamien) weilte, wo er fastete und enthaltsam lebte. Bis er am „24. Tag des 1. Monats“ einen vollkommen seltsam aussehenden „Mann“ vor ihn sah, den nur er allein wahrnehmen konnte.

VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Buch Daniel (10,6-7) liest sich das so:

Sein Leib funkelte wie ein Edelstein, sein Gesicht leuchtete wie der Blitz, und seine Augen brannten wie Flammen. Seine Arme und Beine glänzten wir polierte Bronze, und seine Stimme klang wie das Rufen einer vielstimmigen Menschenmenge.

Nur ich allein sah diese Erscheinung; meine Begleiter sahen nichts. Doch packte sie ein großer Schrecken, sie liefen davon und versteckten sich.“

Die Aussage, dass die Menschen in Daniels Umgebung großer Schrecken ergriff, lässt vermuten, dass sie in der Umgebung der Erscheinung irgendetwas „wahrnehmen“. War es auch in der Sagenwelt so, hier speziell bei dem Märchen über Gulisch?

In einem späteren Artikel für diesen Blog werde ich das Thema „Unsichtbarkeit und Sagen“ nochmals aufnehmen.

Aber warum die kleinen Feenmänner überhaupt eine Frau entführen wollten, ist fraglich. Die Behauptung der Feen selber, dass die Prinzessin eine von ihnen werden soll, klingt sehr sonderbar. Zumal das Märchen genau in diesem Zusammenhang, das heißt, mit dem Eindringen der Feen in den Palast des französischen Königs, von erzählerischen Motiven durchzogen ist. Die seitenlangen Beschreibungen des Festes in allen Details „verschleiern“ geradezu den erzählerischen Kern. Dieser wäre die Entführung eines Menschen durch die Feenmänner. Das wiederum haben Kobolde, Feen, Elfen, Gnome, Götter, Aliens … gemeinsam, da alle diese „Kreaturen“ eben Frauen, Männer und Kinder entführen sollen.

Von Irland nach Indien

Viele Mystery-Interessierte und Prä-Astronautiker kennen natürlich diverse Überlieferungen von fliegenden Göttern oder Himmelswesen. Nicht-Irdische, die vom Himmel kamen und – zumindest laut den Mythologien unserer Vorfahren – dann und wann auch mal Menschen mitnahmen. Das war also kein Privileg des Gulisch aus dieser Geschichte aus dem 7. Jahrhundert.

Aber etwas anders fand ich persönlich dann doch in dieser Erzählung interessant. So beginnt das irische Märchen mit folgenden Worten:

Eines Abends nun stand Gulisch vor der Hütte und sah hinauf zum Himmel. Er betrachtete den schönen, weißen Mond. Es wurde ihm ganz sehnsuchtsvoll dabei. Nach einer Weile sprach er zu sich selbst: ,Ach wie schade ist es doch, das ich noch nie von hier fortgekommen bin (…) Ich wünschte, ich wäre nur einmal an deiner Stelle.‘

Just als Gulisch voller Sehnsucht und wünschend gen Himmel träumte, kamen die Feenmänner und sein Flug-Abenteuer begann.

Das erinnert an eine überaus spannende Überlieferung aus den alten Indischen Schriften, die ich an anderer Stelle bereits detaillierter durchleuchtet habe. So veröffentlichte 1824 Professor Franz Bopp eine Arbeit über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Einem Text, der aus dem berühmten, Jahrtausende alten indischen Nationalepos Mahabharata stammt und in dem wir Erstaunliches lesen.

Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)

So heißt es darin, dass sich der Held Ardschuna eines Tages wünschte, dass ein fliegender Wagen (ein Vimana) kommen soll – der auch mit viel Tamtam kam:

Als gegangen die Welthüter, wünschte Ardschunas, der Feine Schreck, dass der Wagen ihm nahen möge, Indra´s des Herrn des Himmlischen. Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. L.A.F.) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr.

(…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. L.A.F.), glänzend sowie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb 1824, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der Krieger und Held Ardschuna in dem Himmel auf. Dort – scheinbar außerhalb der Erde – sollte den Gott Indra treffen.

Das Mahabharata und die Ancient Aliens

Wie im irischen Märchen kam also auch in diesem indischen Text quasi „auf Wunsch“ etwas vom Himmel. Ein fliegender Wagen der Götter. Die „Schlüsselwörter“ aus der Sage um Gulisch finden sich auch hier. Es war ein „Zauber“, flog in Windeseile, war laut und lärmend und schlicht atemberaubend. Selbst die Pferde (Rosse) fehlen nicht.

Dieses abschließend knapp erwähnte Beispiel der Himmelsreise des Ardschuna aus Indien ist dem ein oder anderen Prä-Astronautik-Interessierten sicher bekannt. Auch aus diesem Grund soll es hier erwähnt werden. Denn Kritiker der Astronautengötter wenden hier sehr gerne ein, dass der Herr Professor 1824 bei seiner Übersetzung schlicht phantasiert hat. Also, diese Überlieferung mit dem Flugwagen der Götter unwahr sei.

Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keine Prä-Astronautiker gab, lohnt sich doch ein Blick in andere Übersetzungen. Meine fast 5.000 Seiten lange englische Übersetzung von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli ist hier hilfreich. Sie verrät nach emsigen suchen auch, wo der Text genau steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt!

Nur kleine inhaltliche Abweichungen zwischen der Übersetzung von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische sind zu finden. Was auch zu erwarten ist. Selbst die fliegenden Wagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind vorhanden. Letzteres habe ich weiter oben nicht zitiert.

Alles … „Märchen„?

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Lars A. Fischinger

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Archäologische Sensation im Himalaya: das Hochland von Tibet wurde schon vor bis zu 12.670 Jahren besiedelt

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Sensationelle Entdeckungen: das Hochland von Tibet wurde schon vor bis zu 12.670 Jahren besiedelt! (Bild: Public Domain / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)
Sensationelle Entdeckungen: das Hochland von Tibet wurde schon vor bis zu 12.670 Jahren besiedelt! (Bild: Public Domain / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)

Tibet und das Himalaya-Gebirge mit dem Mount Everest als höchsten (sichtbaren) Berg der Erde tragen den Namen „Dach der Welt“ nicht umsonst. Nirgendwo sonst siedeln Menschen in derart extremen Höhen. Doch seit wann das Hochplateau von Tibet in durchschnittlich 4.500 Metern Höhe besiedelt wurde, war bisher unklar. Jetzt haben Österreichische Forscher neue Untersuchungsergebnisse aus dem tibetanischen Hochland vorlegt, die in der Fachwelt für Aufregung sorgen. Sie deuten darauf hin, dass die ersten Menschen bis zu 6.000 Jahre früher hier siedelten, als bisher angenommen.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dass die Entstehung von Kultur und Zivilisation sowie die Besiedlung der Erde keine gradlinige Entwicklung gewesen ist, ist heute kein Geheimnis mehr.

So etwa gibt es beispielsweise auch schon lange keine exakten Datierungen bzw. Eingrenzungen der Zeitalter „Steinzeit“ oder „Eisenzeit“ mehr. Während eine Gesellschaft zum Beispiel bereits in der „Bronzezeit“ in einer Hochkultur lebt, gab es anderswo auf dem Planeten Gesellschaften von steinzeitlichen Nomaden.

Ein gutes Beispiel, dass die Entwicklung von Gesellschaften, Kulturen sowie die ersten Besiedlungen gewisser Regionen vollkommen „asynchron“ geschah, ist Göbekli Tepe. Eine Ruinenstätte mit gewaltigen Megalithanlagen in Anatolien (Türkei), die mindestens 12.000 Jahre alt ist. Obwohl erst ca. 1,5 Prozent der Anlagen freigelegt und erforscht wurden, stammt diese Kultur folglich aus einer Epoche, als die Menschheit eigentlich „in Höhlen lebte“ …

Tibet und die Besiedlung des Himalaya

So ist es in diesem Zusammenhang immer wieder spannend, was emsige Wissenschaftler in aller Welt über die Geschichte der Menschheit zutage fördern. Nicht nur, dass Göbekli Tepe eine archäologische Sensation aus unfassbar lang vergangener Zeit ist, sondern auch Funde auf dem Balkan deuten auf solche Kulturen hin.

Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)

Doch Tibet und das Hochgebirge des Himalayas galten bisher als relativ spät besiedelt. Grund ist hier natürlich die unwirkliche Umgebung, die gewaltigen Höhenlagen mit dünner Luft, Abgeschiedenheit, Kälte und spärlicher Vegetation. So ging man bisher davon aus, dass das Hochplateau von Tibet in durchschnittlich 4.500 Meter Höhe erst sehr spät von Menschen besiedelt wurde.

Tiefere Regionen des höchsten Plateaus der Erde, die tibetanische Tiefebene in etwa 3.300 Metern, wurden dagegen wesentlich eher besiedelt. Archäologische Funde deuteten darauf hin, dass hier die ersten Bewohner vor 9.000 bis 15.000 Jahren ankamen. Eine fraglos überaus großzügige und grobe Schätzung der Archäologie.

Erste Menschen im Hochland von Tibet vor 12.670 Jahren

Es ist nachvollziehbar, dass die ersten Siedler im Himalaya und Tibet erst die tiefer liegenden Gebiete besiedelten. Wobei die tibetanische Tiefebene in rund 3.300 Metern Höhe für uns Europäer alles andere als eine Tiefebene ist.

Bereits 1998 kamen Zweifel auf, ob die hören Gebiete von Tibet wirklich so viel später besiedelt wurden, wie man angenommen hatte. Damals entdeckte man in 4.200 Metern Höhe nahe dem Dorf Chusang die Abdrücke von Händen und Füßen in Quellkalk-Ablagerungen. Schichten also, die durch Wasserquellen nach und nach abgelagert werden („Travertin-Schlamm“).

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Das Dorf und die 19 dort gefundenen Hand- und Fuß-abdrücke liegen etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Lhasa. Sie stammen von vier bis sechs verschiedenen Menschen, die hier vor etwa 5.200 Jahren ihre Spuren hinterlassen haben. Zuvor schätze man diese Abdrücke sogar auf 20.000 Jahre …

Der Guru Rinpoche oder Menschen der Eiszeit?

UFO-Sichtung schon 1884: Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
ARTIKEL: UFO-Sichtung schon 1884: Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Die Tibetaner wiederum kannten diese Abdrücke bereits sehr lange. Sie glauben, dass der „Guru Rinpoche“ genannt Yogi Padmasambhava sie hinterlassen hat, als er im 8. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte. Ein buddhistischer Sakralbau, ein Chörten, befindet sich deshalb unmittelbar neben den Spuren.

Ein Forscherteam um Michael Meyer Institut für Geologie der Universität Innsbruck unterzog jetzt diesen seltsamen angeblichen Guru-Spuren erneut einer modernen Untersuchung. Mit Hilfe der Uran-Thorium-Technologie, Lumineszenzdatierungen und auch der Radiokarbondatierung (C14) glaubt das Team, dass die Spuren zwischen 7.400 und 12.670 Jahre alt sein müssen. Zu alt für „Guru Rinpoche“.

Meyer und seine Forscherkollegen sind aber auch sicher, dass jene Menschen, die diese Spuren hinterlassen haben, dauerhafte Siedler waren. Also keine Nomaden, die hier im Sommer eine Zeit verweilten. Wie die Wissenschaftler in dem Magazin „Science“ (6. Januar 2017, Vol. 355, Issue 6320) weiter berichten, sei auch der Aufwand für solche „Sommer-Besuche“ viel zu groß, da man eine An- und Abreise bedenken muss.

Der an den Untersuchungen beteiligte Archäologe Mark Aldenderfer bringt diese permanente Besiedlung in einem Satz auf den Punkt:

Im Winter wieder in tiefere Regionen zu ziehen, wäre nicht möglich gewesen.“

VIDEO: Wieder eine vermeintliche UFO-Basis bei Google Earth gefunden - diesmal im Himalaya (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: UFO-Basis im Himalaya gefunden? Neues aus den „Google Earth X Akten“ und die Hintergründe (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)

Die Analysen und Berechnungen der Forscher zeigen vielmehr, dass eine kurzfristige Besiedlung in den Sommermonaten für Nomaden schlicht viel zu aufwendig und strapaziös gewesen wäre. Auch deshalb, da diese Menschen ihre Kinder bei sich hatten, worauf die gefunden Abdrücke schließen lassen. Schon deshalb sind diese Funde ein Glückstreffer.

Michael Meyer dazu:

„Man hat sehr selten solche Glücksfälle. Wir wussten, dass mit der Datierung der Schicht des Travertins auch das Alter der Abdrücke bestimmbar ist.“

Schon die ersten Untersuchungen der Spuren erfolgten bereits mit der Luminiszenzdatierung, nach denen man sich auf ein Alter von 5.200 Jahren einigte. Die Archäologen und Forscher um Meyer haben bei ihren Analysen jedoch weit mehr Proben genommen und Messungen durchgeführt. Gleichfalls auch andere Methoden hinzugezogen, um möglichst „exakte“ Resultate zu bekommen. So können sie diese ersten bekannten Siedler am Ende der letzten Eiszeit einordnen.

Obwohl eine Datierung der Spuren auf ein Alter von 7.400 bis 12.670 Jahre nicht sonderlich genau ist, sind sie erstaunlich. Und fügen sich eigentlich nahtlos in das „neue Bild der Menschheit“ ein, an dem die Wissenschaft seit Jahrzehnten feilt. Im Ergebnis sagen diese Funde eines ganz deutlich: Wir dürfen uns noch auf viele Überraschungen in der Geschichte der Menschheit gefasst machen!

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+++Artikel+++ Eine UFO-Landung und außerirdische „Wesen von an­deren Welten“ schon 1661 in Tibet?

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Kam es - vor Zeuge - schon im Jahre 1661 zu einer UFO-Landung in Tibet? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Kam es – vor Zeuge – schon im Jahre 1661 zu einer UFO-Landung in Tibet? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Mystery-Forschung sucht in allen Jahrhunderten nach Spuren  mutmaßlicher Außerirdischer. Nicht nur Wesen der Folklore werden dabei bemüht, sondern auch Berichte von Historikern und Chronisten über rätselhafte Objekte am Himmel. Tatsächlich kam es bekanntlich auch im Mittelalter zu Sichtungen von unbekannten „Dingen“ am Himmel und fremden Wesen. Doch die Geschichte einer solchen UFO-Sichtung aus dem Jahre 1661 ist dabei von ganz besonderem Interesse in der grenzwissenschaftlichen Literatur: Die UFO-Sichtung von Pater Albert d’Orville in Tibet, bei der er von einem tibetanischen Lama auch von „Wesen von an­deren Welten“ erfahren haben soll. Wesen, die seit Jahrhunderten das All bereisen und den ersten Menschen Wissen und Weisheit brachten. Was genau hinter diesem frühen UFO-Bericht steckt und was wir daraus lernen können, erfahrt Ihr hier.

 

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(Posting vom 21. April 2012 nach einem Artikel von ca. 2006)

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Angeblich, so die Ansicht der modernen Medien, ist das Geburtsjahr von UFOs im Sinne von „fliegenden Untertassen“ das Jahr 1947. Herkunft der UFO-Geschichten sein dabei die USA. 1947 war jedoch in der Tat ein besonderes Jahr für die UFOlogen, denn damals kam es zum legendären Zwischenfall in Roswell, USA, wo angeblich ein UFO abgestürzt ist und die Regierung das außerirdische Vehikel barg und versteckte. Bis heute.

Ebenso kam es im Jahre 1947 zu der UFO-Sichtung des Privatpiloten Kenneth Arnold aus den USA, der neun seltsame Objekte aus seinem Flugzeug beobachtete. Die Presse prägte damals den Begriff „fliegende Untertassen“.

UFOs sind uralt

In gewisser Hinsicht ist also der Mythos der fliegenden Unterassen tatsächlich erst rund 70 Jahre alt. Doch, dass das nicht so ist, haben UFO-Autoren unlängst belegt. Denn schon vor dem Wendejahr 1947 kam es in aller Welt zu Sichtungen von seltsamen Dingen am Himmel. Ausgehend von der Tatsache, dass die Erde mit etwa 4,5 Milliarden Jahren und unsere Zivilisation im Vergleich zum Alter anderer Sterne und dem gesamten Universum mit 13,7 Milliarden Jahren ausgesprochen jung sind – verlegen viele Autoren die Sichtungen von „UFOs“ zum Teil sehr, sehr weit in die Vergangenheit.

Artikel von ca. 2006
VIDEO zum Thema: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

So ist es theoretisch durchaus möglich, dass schon vor Jahrtausenden außerirdische Zivilisationen existierten und diese auch unsere Erde besucht haben könnten.

Berühmt ist der Kollege Erich von Däniken, der vor Jahrzehnten damit begann die These zu verbreiten, dass die „Götter“ Astronauten waren. Jahrtausende alte Mythen von Wesen des Himmels, so die Idee von Däniken und anderen, seien versteckte Hinweise auf die Anwesenheit von Aliens vor tausenden von Jahren. Ich selber teile diese Idee seit 1989.

Auch im Mittelalter wurde deshalb natürlich nach Spuren dieser mutmaßlichen Aliens gefahndet. Nicht nur die Wesen der Folklore wie Feen und Trolle & Co. wurden bemüht, sondern auch Berichte von Historikern und Chronisten über rätselhafte Objekte am Himmel. Tatsächlich kam es auch im Mittelalter und noch weiter in der Vergangenheit zu Sichtungen von unbekannten Dingen am Himmel. Oder zu Vorfällen, die man als eine UFO-Landung deuten könnte.

Bekannt ist hier vor allem auch in der „Mainstream-Grenzwissenschaft“ das berühmte Flugblatt aus dem Jahre 1561 aus Nürnberg. Darin wird von „Rohren“ und „Kugeln“ berichtet, die über der Stadt am Himmel erschienen sind. Ebenso weit verbreitet ist das Himmelsphänomen, dass sich am Morgen des 7. August 1566 am Himmel über Basel abgespielt hat. An diesem Tag wurden „viele schwarze Kugeln in der Luft“ gesehen, die sehr schnell über dem Himmel rasten …

Der UFO-Bericht von 1661

Eine angebliche Sichtung eines UFOs aus dem Jahre 1661 ist dabei von ganz besonderem Interesse in der grenzwissenschaftlichen Literatur und wird seit Jahrzehnten zitiert. Die UFO-Sichtung von Pater Albert d’Orville in Tibet.

UFO-Sichtungen schon 1884! Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
UFO-Sichtung schon 1884! Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Unterschiedliche Autoren der UFO-Forschung in Deutschland berichten in ihren Veröffentlichungen von einer sensationell erscheinenden UFO-Sichtung vor Jahrhunderten am Himmel über Tibet. Gelenkt werden diese Objekt von fremden Wesen aus dem All, und es komme auch immer wieder zu einer Art UFO-Landung dieser Fremden in Tibet, wie es dazu weiter heißt.

Angefangen mit dem Bestsellerautor Johannes von Buttlar, der erstmals 1986 in seinem Buch „Sie kommen von fremden Sternen“ und dann noch in einigen weiteren Büchern diesen Vorfall zitiert, ist der sonderbare Bericht heute noch immer sehr verbreitet.

In dem UFO-Fall von 1661 heißt es, dass Pater Albert d’Orville sich in diesem Jahr auf eine Expedition oder Reise in Tibet befand und dabei eine sehr rätselhafte Begegnung erlebt hat. Diese wurde von ihm im November 1661 in sein Tagebuch niedergeschrieben, in dem es zu diesem Ereignis von ihm heißt:

November 1661. Meine Aufmerksamkeit wurde auf etwas gelenkt, das sich hoch oben am Himmel bewegte. Zuerst dachte ich es sei eine unbekannte Vogelart, die in diesem Land lebt, bis sich das Ding näherte und die Form eines doppelten chinesischen Hutes annahm, währen es leise drehend flog, als würde es von den unsichtbaren Flü­gel des Windes getragen. Es war sicher ein Wunder, Zauberei. Das Ding flog über der Stadt (Lhasa), und als ob es be­wundert werden wollte, flog es zwei Kreise, wurde dann von Nebel umgeben. Und sie sehr ich auch meine Augen angestrengt habe, es konnte nicht mehr länger gesehen werden.

Ich fragte mich schon, ob nicht die große Höhe, in der ich mich befand, mir einen üblen Streich gespielt hatte, als ich ganz in der Nähe einen Lama bemerkte und ihn fragte, ob er auch gesehen hätte. Nachdem er kopfnickend meine Frage bejahte, erwiderte er mir:

Mein Sohn, was du gesehen hast war keine Zauberei. Wesen von an­deren Welten befahren seit Jahrhunderten die Meere des Raumes und brachten den ersten Menschen, die die Erde bevölkerten, Erleuch­tung, sie verurteilten alle Gewalt und lehrten die Menschen, ein­ander zu lieben, obwohl diese Lehren wie ein Samenkorn sind, das auf Stein ausgesät wurde, und nicht keimen kann. Diese Wesen, die hellhäutig sind, werden von uns stets freundlich empfangen und landen oft in der Nähe unserer Klöster, wenn sie uns lehren und Dinge enthüllen, die verloren gegangen sind in den Jahrhunderten der Kataklysmen, die das Angesicht der Erde verändert haben.

Eine ohne Zweifel mehr als spannende Geschichte für die heutige UFO-Forschung! Zumal die Person des Albert d’Orville tatsächlich existierte und im besagten Jahr auch wirklich in Tibet gewesen ist. Aber ist sie deshalb auch wahr?

Die UFOs und „Wesen von an­deren Welten“ des Albert d’Orville

VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: /NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Wahrscheinlich war es von Buttlar, der 1986 den Bericht im Deutschen Raum bekannt machte. In seinem genannten Buch gab er diese jedoch vor nunmehr genau 30 Jahren ohne Angabe einer Quelle wieder. Dennoch wurde die Geschichte über die Sichtungen des d’Orville und der angeblich von dem Lama erzählten Landungen von da an immer wieder zitiert.

Auch von dem einst in der Grenzwissenschaft sehr bekannten und aktiven Autoren Johannes von Buttlar in einigen seiner folgenden Büchern. Ich selber habe beispielsweise die UFO-Geschichte 1996 in meinem ersten Buch zitiert, sie allerdings Jahre später in einem anderen Buch revidiert.

Grund war eine sorgfältige Untersuchung der Geschichte des Soziologen und Mystery-Forschers Ingbert Jüdt, Universität Heidelberg, von der UFO-Forschungsgruppe DEGUFO e.V. Er machte sich 2005 auf die Spurensuche nach den Hintergründen des Tibet-UFOs von 1661 und kam letztlich zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die komplette Story der UFO-Landung etc. ist absichtlich gefälscht worden!

Jüdt kam bei seinen Recherchen der Quellen zu dem Schluss, dass die Geschichte über W. Raymond Drakes Buch „Gods and Spacemen throughout History“ von 1977 in die deutsche UFO-Literatur kam. Über dieses Buch fand Jüdt daraufhin auch  die ursprüngliche Quelle. Es handelte sich um einen Artikel von Alberto Fenoglio, Italien, in dem Magazin „Clypeus“ der bereits im Jahr 1966 erschienen ist.

In diesem Artikel wiederum werden Literaturquellen genannt, die nach den weiteren Recherchen überhaupt nicht existieren. Jüdt schrieb zu dieser nicht existierenden Quelle 2005:

Aufgrund dieser dreifachen Fehlanzeige hinsichtlich Titel, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort dürfen wir meines Erachtens ausschließen, dass das genannte Buch jemals existiert hat.“

Johann Wolfgang von Goethe - eine Deutsche Legende: Sah er als Teennager eine UFO-Landung? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Johann Wolfgang von Goethe – eine Deutsche Legende: Sah er als Teennager eine UFO-Landung? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl Albert d’Orville von 1621 bis 1662 wirklich lebte und auch tatsächlich in Tibet und Lhasa war, so ist ein Tagebuch von ihm bisher gänzlich unbekannt. Auch das grenzwissenschaftliche Magazin „Mysteries“ (Nr. 1/2004) berichtete vor rund 12 Jahren , dass von dem Geistlichen keinerlei Aufzeichnungen erhalten geblieben seien. Und in Pater Johann Gruebers (der Reisebegleiter von d’Orville 1661) Berichten der Reise, „sucht man Hinweise auf das himmlische Spektakel vergeblich“.

Eine bewusste Fälschung!

Ingbert Jüdt resümiert in seiner Veröffentlichung „Das UFO des Albert d’Orville, die ungeprüfte Weitergabe einer Fälschung“ in dem Magazin „DEGUFOFORUM“ (Nr. 45) über die Story des Tibet-UFO:

Da der ursprüngliche Gewährsmann für unser Zitat, Alberto Fenoglio, uns nicht existierende Sekundärliteratur unter geschoben hat (…) sind wir meines Erachtens ermächtigt, den Vorwurf einer bewussten Fälschung zu erheben.“

Diese dreiste Geschichte zeigt deutlich, dass die Idee der Aliens vor Jahrhunderten und Jahrtausenden bis heute unbewiesen ist. Sie zeigt aber auch sehr gut, dass es noch viel Forschung bedarf, um einen möglichen Beweis dieser Astronautengötter wirklich zu erbringen. Und vor allem zeigt sie auch, dass es schon vor der Sintflut an Fakes, Betrügereien und Irrtümern zur Grenzwissenschat im Internet solche Schwindel gab. Immerhin stammt die Fälschung mindestens aus dem Jahre 1966., wo an ein Internet nicht zu denken war …

Euer Jäger des Phantastischen

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Entführt von „Wesen aus dem kleinen Volk“, eine Reise durch die Raumzeit und der Zauberer von Oz +++Artikel+++

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Entführt von kleinen fremden Wesen - in eine Anderswelt: Gibt es Parallelen zum "modernen" UFO-Phänomen (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Entführt von kleinen fremden Wesen – in eine Anderswelt: Gibt es Parallelen zum „modernen“ UFO-Entführungen (Bild: gemeinfrei / Symbolbild / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

UFO-Entführungen und die Sagenwelt der Folklore – immer wieder ein spannendes Betätigungsfeld für einen Jäger des Phantastischen. Auch wenn sich vermeintliche Sagen und Märchen wohl kaum wörtlich so zugetragen haben, wie sie heute erzählt werden, so ist es dennoch legitim Ähnlichkeiten zu Phänomen rund um UFOs herauszuschälen. Was heute Aliens und Außerirdische sind waren einst Feen, Zwerge, Trolle, Elfen & Co. Wesen einer Anderswelt, die den alten Berichten nach tatsächlich auch realen Kontakt mit den Menschen hatten. So auch eine vermeintliche „Fantasiegeschichte“, die von der Entführung eines Jungen durch kleine und fremde Wesen und einer Zeitverschiebung zwischen ihrer und unseren Welt erzählt. Eine sonderbare Überlieferung, die am 21. Oktober in dem Video „UFOs und fremde Wesen im Mittelalter“ auf meinem YouTube-Kanal bereits angesprochen wurde und an dieser Stelle genauer ausgeführt werden soll.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sind UFO-Entführungen wirklich nur neumodischer Science-Fiction?

Wenn wir heute offen spekulieren, was der Grund für diese Art von „Märchen-Erzählungen“ unserer Vorfahren ist, können wir prinzipiell zwei Erklärungen annehmen Erstens, dass alle diese Geschichten eine Art mündliche Belletristik sind, die nur der Unterhaltung dienen und von vorne bis hinten ausgedacht sind. Und zweitens, dass fremde Wesen in der Vergangenheit anders – aber dennoch mit denselben Motiven – agierten, bzw. die „Erfinder“ dieser Märchen so ihre eigenen Erlebnisse in der heute vorliegende Form verarbeitet haben. Ob es also frühe Berichte sind, die wir heute unter dem modernen Mystery-Begriff UFO-Entführungen in der Grenzwissenschaft kennen.

Geschichten der Folklore über Kinder, die von fremdem Wesen gestohlen oder vertauscht werden, sind sicher interessant, um herauszufinden, ob wirklich Außerirdischen hier an „genetischen Dingen“ arbeiten. Eine Spekulation der UFO-Forschung, die aufgrund des Themas der UFO-Entführungen vor allem in den 1990er Jahren populär war. Aber neben solche Geschichten sind auch ganz andere Erzählungen in der Welt der Sagen und Märchen zu finden. Und zwar solche von Entführungen durch fremdartige Kreaturen in eine fremd „Anderswelt“. Ein Phänomen, das nicht nur auf die Folklore Europas beschränkt ist, wie es in diesem Artikel gezeigt wurde.

Seltsame „Wesen vom kleinen Volk“

YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt ... und keine moderne Erfindung einer "Phantasten"! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer „Phantasten“! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

UFO-Entführungen also schon vor Jahrhunderten, nur mit anderen Erdzählmotiven? Zum Beispiel ebene jene Geschichte aus dem Video von Marie von 21. Oktober auf meinem YouTube-Channel.

Sie handelt von der Entführung eines 12 Jahre jungen Knaben erzählt, der eines schönen Sommertages in den Bergen eine rätselhafte Begegnung hatte. Guter Laune machte sich der Junge am frühen Morgen im Juni auf den Weg zu einem Berg „Frenne fawr“, um dort bei schönem Wetter die Schafherde seine Vaters grasen zu lassen. In dem keltischen Märchen aus Wales, Großbritannien, heißt es dann weiter:

Da sah er in einiger Entfernung eine große Abteilung Soldaten, die mit etwas beschäftigt waren, woraus er zuerst nicht klug wurde.

,So zeitig am Morgen können doch noch keine Soldaten hier oben im Gebirge sein’, überlegte er und ging zur Spitze einer kleinen Erhebung, und von dort aus erkannte er, dass die Gestalten für Soldaten viel zu klein waren.

,Könnte es vielleicht eine Feenfamilie sein?’ sprach er zu sich. Er hatte oft von Feen reden gehört und war an ihren Ringen vorbeigekommen, aber er hatte nie jemanden vom kleinen Volk zu Gesicht bekommen. (…) Er (…) entschloss (…) sich, so nahe heranzugehen, wie er nur konnte. Und tatsächlich kam er ihnen recht nahe und konnte genau beobachten, was sie da trieben.

Sie waren kleine Wesen beiderlei Geschlechts, so schön anzusehen, wie er nie einen Menschen gesehen hatte. Einige von ihnen tanzten. (…) Ihre Kleider waren unterschiedlich in den Farben, einige waren weiß, andere scharlachrot. Die kleinen Männer trugen Kappen mit drei Spitzen und die Frauen einen Kopfschmuck, der weithin glitzerte.“

Das klingt interessant. Kleine Wesen, die bunt gekleidet und seltsam „geschmückt“ fraglichen Tätigkeiten nachgehen!? Was mag auch die Behauptung meinen, dass der Junge schön öfters „an ihren Ringen vorbeigekommen“ sei?

Nach den Folkloristen sind diese Ringe schlichte „Feenringe“, in denen die Feen gerne im Kreis tanzten und sangen; also erschienen. Oder waren es nur Pilze und andere Pflanzen, die bis heute dann und wann in einem Kreis wachsen und auch Feenringe (auch Hexenringe) genannt werden?

Interview mit Lars A. Fischinger: „Vielleicht sind wir ein intergalaktischer Zoo … und ein abschreckendes Beispiel für die Kinder der Ancient Aliens“ (Bild: L.A. Fischinger)
Interview mit Lars A. Fischinger: „Vielleicht sind wir ein intergalaktischer Zoo … und ein abschreckendes Beispiel für die Kinder der Ancient Aliens“ (Bild: L. A. Fischinger)

Tatsächlich sind in Europa mehr als 60 Pilzarten bekannt, die in solchen Kreisen wachsen können. Bescheidene 20 Zentimeter bis gewaltige 150 Meter Durchmesser können diese „Hexenringe“ bei erreichen. Aber wieso nennt man kreisförmig wachsende Pflanzen überhaupt unter anderem „Feenring“ oder „Feenkreis“? Eben weil in der Folklore geglaubt wurde, dass sich an solchen und ähnlichen Orten die Fremden versammeln und man diese nicht betreten darf.

In die Anderswelt entführt

Der Junge in dieser Geschichte erlebte aber noch weit mehr. Offenbar wurde er entführt, denn als er einen Fuß in den Kreis der Feenwesen setzte wurde er von der bekannten „Feenmusik“ eingelullt. „Und etwas drängte ihn, noch weiter in den Kreis hineinzugehen“:

Als er diesem Verlangen nachgab, fand er sich nicht länger in einem Feenring am Abhang des Gebirges, sondern in einem prächtigen Palast, in dem es vor Gold und Perlen nur so funkelte.“

Auch in der Anderswelt der kleinen Leute bzw. der Feen gingen die sonderbare Erlebnisse des Jungen weiter. Er wurde dort bewirtet, feierte Partys und lebte in Saus und Braus. Alles gemeinsam mit dem Volk der Fremden, die ihn zuvor verschleppt hatten. Derartige Schilderungen aus der Vergangenheit im Zusammenhang mit Entführungen durch Feen & Co. sind häufig zu finden. Der junge Schafhirte war lange nicht der einzige Mensch, der solche Erlebnisse in der Anderswelt gemacht haben soll.

Kleine Graue und der Zauberer von Oz

Die Geschichte endete mit der Rückkehr des Buben in seine eigene Welt der Menschen. Als er aus einer „verbotenen Quelle“ (so auch der Name des Märchens) innerhalb der fremden Zwergen-Feen-Welt trank, verschwand plötzlich der ganze Feenpalast mit all den „Wesen aus dem kleinen Volk, denen er zuvor noch nicht begegnet war“:

Er stand wieder im Gebirge, eben an der Stelle, an der er in den Feenring eingetreten war. Die Schafe grasten noch dort, wo er sie verlassen hatte. Der Nebel über den Bergen hatte sich kaum bewegt. Er meinte viele Jahre fort gewesen zu sein, aber es waren nur wenige Minuten vergangen.“

UFO-Sichtung schon 1884: Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)
UFO-Sichtung schon 1884: Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bild: L. A. Fischinger /WikiCommons)

Es klingt wie ein Bericht über die Entführung durch Außerirdische – aus einer anderen Epoche der Menschheit. Inklusive den vermeintlichen „kleinen Grauen“ (das kleine Volk), einer fremdartigen Umgebung und einem Zeitverlust oder genauer gesagt einer Zeitdilatation.

Gleichzeitig finden wir hier vor allem auch den „OZ-Faktor“ aus der dem Forschungsgebiet rund um UFOs wieder. Eine Bezeichnung, die von der UFO-Forscherin Jenny Randles stammt.

Damit wird der Umstand bezeichnet, dass UFO-Augenzeugen sowie Menschen aus dem Umfeld der UFO-Entführungen das Gefühl haben, dass die Welt und die Zeit um sie herum „verschwimmt“ oder „andersartig“ erscheint. Die Realität und die eigene Wahrnehmung der jeweiligen Personen scheinen sich zu verändern. Es wäre also ein traumartiger Zustand bzw. traumhaftes Empfinden während eines derartigen Erlebnisses, in dem das Raum-Zeit-Gefühl schwindet, verzerrt, ausdehnt oder verkürzt. Eben ähnlich wie beim Namensgeber „Der „Zauberer von Oz“ von Lyman Frank Baum, der 1900 in seinem Kinderbuch das Mädchen Dorothy Gale und ihren Hund Toto von den USA aus in eine fremdartige und „verrückte“ Anderswelt „teleportieren“ lässt.

Eigentlich gilt der „OZ-Faktor“ zumindest teilweise auch bei Menschen mit paranormalen Erfahrungen.

Realitäten-Vermischung

Leider können wir nicht im Geringsten vermuten, was der Hirtenknabe aus dem Märchen im Kern tatsächlich erlebt hat. Ob hier von UFO-Entführungen und Aliens gesprochen wird, wissen wir auch nicht. Ebenso wissen wir nichts über das genaue Alter der Geschichte, woher sie wie ursprünglich stammt oder wer überhaupt in welcher Form der Zuge/Betroffene war. Das gilt für die allermeisten Märchen der Welt. Mehrere Jahre, wie es die Geschichte behauptet, wird der Knabe sicher nicht fort gewesen sein (oder doch, nach der Raumzeit der Fremden?). Aber rauschende Feste mit unserem heutigen Bild von Feen hat er wohl ebenso wenig erlebt.

Ein mysteriöser Text gibt Rätsel auf: Eine Zeitreise vor 2.500 Jahren? (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Ein mysteriöser Text gibt Rätsel auf: Eine Zeitreise vor 2.500 Jahren? (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Ich vermute, dass die immer wieder erwähnten Feste, Bewirtungen und Tänze im Reiche der Feenwesen nur durch zwei Punkte zufriedenstellend erklärt werden können. Sofern es natürlich den berühmten „wahren Kern“ innerhalb solcher Überlieferungen gibt:

1.: „Ausschmückungen“ des Opfers selbst oder späterer Weitererzähler, um die „fehlende Zeit“ des Zeugen zu „füllen“. Also um die Spanne zwischen Entführung und Rückkehr zu überbrücken.

2.. Suggerierte Szenarien, die für die Menschen nicht als quasi-reale Ereignisse wahrgenommen wurden, sondern von ihnen als vermeintlich tatsächlich erlebte (und sehr schöne!) Erfahrungen erkannt wurden. (Das wird heute auch bei UFO-Entführungen vielfach angenommen, woraus letztlich der Begriff  „OZ-Faktor“ entstand.)

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