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UFOs schon 1884: Ein buddhistischer Meister sah vor 130 Jahren unbekannte Himmelserscheinungen – doch dabei blieb es nicht

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UFO-Sichtung 1884? Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bilder gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung 1884? Ein berühmter Lama sah schon vor über 130 Jahren UFOs am Himmel (Bilder gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Das Jahr 1947 ist fraglos das Geburtsjahr der „Fliegenden Untertassen“, wie sie heute wohl jedes Kind kennt. Der UFOs als Begriff oder Bezeichnung an sich wurde geboren. Vor allem Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Prä-Astronautik suchen aber auch nach „UFOs“ und Astronautengöttern in grauer Vorzeit vor Jahrtausenden. Jetzt scheint in der Autobiografie des 1959 verstorbenen Buddhismus-Meisters Hsu Yun (Xu-Yun) ein Bericht über eine UFO-Sichtung aus dem Jahr 1884 gefunden worden zu sein. Es blieb aber nicht nur bei diesem einem erstaunlichen UFO-Erlebnis des Meisters, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahren könnt!


UFOs im Jahr 1884!

Der Meister Hsu Yun gilt bis heute als einflussreicher und wichtiger Lama des Buddhismus. Angeblich wurde er bereits am 26. August 1840 geboren und starb erst mit 119 Jahren am 13. Oktober 1959.

In seiner Autobiografie „Empty Cloud“ schrieb Hsu Yun, dass er im Jahre 1884 den Da-luo Peak (Ta Lo Berg / Wu-tai) besuchen wollte und dabei eine äußerst seltsames Erlebnis hatte. Am Himmel konnte er „Weisheit-Lampen“ („wisdom lamps“) beobachten, die nicht von dieser Welt zu sein schienen.

Meister Hsu Yun berichtet über die „Lichtkugeln“ („balls of light“) in seinen Erinnerungen:

Ich stieg auf den Da-luo Peak, wo ich in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen“ sagte, sie mögen sich zeigen. In der ersten Nacht sah ich nichts, aber in der zweiten. Ich sah einen großen Ball aus Licht von Norden zum zentralen Peak fliegen, wo es runter kam und sich kurze Zeit später in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte. In der gleichen Nacht sah ich auf dem zentralen Peak drei Lichtbälle in der Luft hoch und runter fliegen und am nördlichen Peak vier Lichtkugeln in unterschiedlicher Größe.

Das ist fraglos mehr als erstaunlich, denn normale Asteroiden beispielsweise zeigen sicher nicht dieses Verhalten am Himmel. Auch sagt zusätzlich eine Art „Bilder-Autobiografie“ des Meisters, in der auch diese „UFO-Begegnungen“ im Bild festgehalten sind, dass Menschen oft an diesen Ort kommen, um genau diese „Weisheit Lampen“ zu beobachten und sich so Glück erhoffen. Heute würde man das wohl einen „UFO Hot Spot“ nennen.

Bei diesem „UFO-Erlebnis“ blieb es nicht

Das klingt zugleich auch nach den sogenannten „Glückslaternen“ – den Chinesischen Himmelslaternen, die auch hier in Deutschland für zahlreiche Meldungen von UFOs sorgten und teilweise noch sorgen. Doch es ist sicher mehr als fraglich, dass Meister Hsu Yun alias Xu-Yun diese im 19. Jahrhundert nicht selber kannte und so vor allem auch erkannte.

Hsu Yun und seine Begleiter hatten Jahre später (1902/03) sogar eine weitere Sichtung dieser sonderbaren „Lichtbälle“. Auf Seite 82 seiner Autobiografie berichtet er über diesen zweiten Vorfall folgendens:

Später in der Nacht sahen wir unzählige himmlische Lichter, deren Glanz mit den ‚Weisheit Lampen‘ verwandt war, die wir zuvor auf dem Berg Wu-tai gesehen haben.“

„Unzählige“ UFOs sollen hier sogar gesehen worden sein. Nicht nur das, denn diese „himmlischen Lichter“ waren von einem anderen Typ als jene, die er vorher am Himmel sah. Sie sollen mit den zuvor beobachteten „Weisheit Lampen verwandt“ gewesen sein, so Meister Hsu Yun. Damit also ähnlich aber nicht identisch (s. auch YouTube-Video HIER).

Was immer der buddhistische Meister hier vor weit über 100 Jahren am Himmel beobachten konnte, bleibt ein Rätsel. Heute wären seine Sichtungen mit Sicherheit ein Fall für UFO-Ermittler. Meister Hsu Yun jedenfalls, so kann man es seinen Schilderungen durchaus entnehmen, sah in ihnen übernatürliche Erscheinungen.

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Lars A. Fischinger

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UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China (+ Videos)

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UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China. (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China. (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„Fliegende Untertassen“ im Sinne des Kürzel UFO hatten im öffentlichen Bewusstsein fraglos 1947 ihre Geburtsstunde. Doch Sichtungen unbekannter Objekte am Himmel und anderswo gab es schon zu allen Zeiten. Hier suchen vor allem Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Prä-Astronautik nach solchen „antiken UFOs“ oder entsprechenden Berichten vor 1947. Und solche hat auch der 1959 verstorbenen und bis heute verehrte Buddhismus-Meisters Hsu Yun (Xu-Yun) in seinen Schriften überliefert. Er sah im Laufe der Jahre zahlreiche Himmelserscheinungen oder -Lichter, die bis in das Jahr 1884 zurückgehen und die er ehrfürchtig beobachten konnte. Was aber könnten diese UFOs gewesen sein? Es sind erstaunliche Beschreibungen, die sich bei genauer Betrachtung heute kaum mehr sicher erklären lassen!


Hsu Yun und UFOs im Jahr 1884

Der chinesische Zen-Meister Hsu Yun (auch Xu Yun) gilt bis heute als einflussreichster und wichtigster Lehrer des Buddhismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein weiser Meister, der nach langer Meditation seine „Erleuchtung“ erlangte und angeblich am 26. August 1840 geboren wurde. Angeblich deshalb, da er am 13. Oktober 1959 starb und damit 119 Jahre alt geworden wäre.

Seine Weisheiten und erleuchteten Lehren gab Hsu Yun nicht nur an seine Schüler weiter. In Asien unterstütze er buddhistische Gemeinschaften und setzte sich tatkräftig für den Erhalt alter Tempel ein. Von Thailand über Tibet bis China gewann er Anhänger und Einfluss. Kaum jemand in den letzten 200 Jahren erlangte als Zen-Meister so viel Einfluss und Verehrung.

Als geachteter Weiser hinterließ er auch eine Reihe von Schriften. So auch eine Autobiografie mit dem Titel „Empty Cloud“, die erst 1988 erstmals in englischer Sprache erschien. Und in dieser findet sich eine äußerst sonderbare Episode über ein seltsames Erlebnis, dass Hsu Yun als junger Mann bereits im Jahr 1884 hatte. Wie jung er damals auch tatsächlich gewesen sein mag.

Leuchtende Bälle am Himmel

So schildert der Meister, dass er damals den Da-luo Peak (Ta Lo Berg / Wu-tai) in China besuchen wollte, als er seine Aufmerksamkeit in den Himmel richtete.

Dort erblickte er zu seiner Verwunderung „Weisheit-Lampen“ („wisdom lamps“), wie er sie nennt, die nicht von dieser Welt zu sein schienen. Und diese UFOs sah er mehrfach. Meister Hsu Yun berichtet über diese „Lichtkugeln“ („balls of light“) in seinen Erinnerungen:

Ich stieg auf den Da-luo Peak, wo ich in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen“ sagte, sie mögen sich zeigen. In der ersten Nacht sah ich nichts, aber in der zweiten. Ich sah einen großen Ball aus Licht von Norden zum zentralen Peak fliegen, wo es runter kam und sich kurze Zeit später in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte.

In der gleichen Nacht sah ich auf dem zentralen Peak drei Lichtbälle in der Luft hoch und runter fliegen und am nördlichen Peak vier Lichtkugeln in unterschiedlicher Größe.

Was hier 1884 am Himmel gesehen wurde, ist fraglos erstaunlich und seltsam. Denn normale „Sternschnuppen“ oder Boliden würden beispielsweise nicht ein derartiges Flugverhalten zeigen. Sie fliegen nicht „hoch und runter“ oder erscheinen gleichzeitig und vor allem zusammen in so großer Zahl. Wobei Boliden als Feuerbälle aus dem All sich durchaus „teilen“ können. Und zwar wenn sie in der Atmosphäre in mehrere Teile explodieren.

Die Beschreibungen von Hsu Yun klingen nicht nach derartigen natürlichen Himmelserscheinungen. Auch sagt eine bebilderte Biographie des Meisters, in der auch diese „UFO-Begegnungen“ im Bild festgehalten sind, dass Menschen oft genau an diesen Platz kommen, um solche „Weisheit Lampen“ selber zu sehen. „Die Menschen kamen oft an diesen Ort, um zu sehen, welches Glück sie haben könnten“, wie es darin auf Seite 75 heißt. Heute würde man das in der UFO-Forschung wohl einen „UFO Hotspot“ nennen …

„Jeder Feuerball war einzigartig“

Auch in der genannten „Bilder-Biographie“ findet sich dieses Erlebnis wiedergegeben. Und zwar leicht abweichend in folgenden Worten:

Doch in der zweiten Nacht sah er einen Feuerball, der vom Nordgipfel heraufflog und am Mittelgipfel niederging, wo er sich in mindestens zehn unterschiedlich große Flammenbälle teilte. In der dritten Nacht seines Aufenthalts sah er drei Feuerbälle, die am Himmel um den Central Peak auf und ab flogen, und vier oder fünf Feuerbälle unterschiedlicher Größe, die in der Nähe des North Peak auf und ab flogen.“

Der Zeuge nennt die Objekte „Lichtbälle“ und „Lichtkugeln“ und identifizierte sie selber als „Weisheit-Lampen“. In der bebilderten Biographie werden sie „Feuerbälle“ und „Flammenbälle“. genannt. Und dort wird auch vermerkt:

Zuerst war nichts Ungewöhnliches zu sehen, aber dann erschienen sie alle: Große, kleine, und dazwischen – jeder Feuerball war einzigartig.

Alle diese Beschreibungen klingen auf den ersten Blick nach den sogenannten asiatischen „Glückslaternen“ oder „Wunschlaternen“, die hierzulande meist als „chinesische Himmelslaternen“ bekannt sind. Diese „Kong-Ming-Laternen“, wie sie auch heißen, sorgten bis vor einigen Jahren auch hierzulande für zahlreiche Meldungen von UFOs. Zum Teil noch heute.

UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte eines buddhistischen Meisters - Bild 2
li.: Meister Hsu Yun „zollt den Weisheits-Lampen Respekt“ / mi. und re.: „Moderne Himmelslaternen“

Doch es ist wohl mehr als fraglich, dass Meister Hsu Yun diese im 19. Jahrhundert nicht selber kannte und so vor allem erkannte. Ebenso beschreibt er, dass eines der Lichter herunter kam und sich daraufhin „in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte“. „Himmelslaternen“ aus Papier teilen sich nicht. Oder hat er das ganze nur falsch beobachtet und später in sein Sichtfeld fliegende Laternen so gedeutet, als habe sich die erste aufteilt?

Wieso sollen dann aber alle Himmelslichter „einzigartig“ gewesen sein?

Ein Hotspot für Meteore?

Kritisch muss man hier einhaken, dass Hsu Yun „in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen‘ sagte, sie mögen sich zeigen“, was sie dann später auch taten. Er konnte also fast schon auf ihr Erscheinen warten. „Er zollt den Weisheits-Lampen Respekt“, unterstreicht dazu die illustrierte Biografie unter einem entsprechenden Bild, das den Meister im Gebet vor den Lampen zeigt (im Bild oben links).

Wie darin auch festgehalten wurde, pilgern oft Menschen an diesen Ort, um genau solche Himmelszeichen mit eigenen Augen zu sehen. Das alles nur deshalb, da irgendwo in der Ferne am Da-luo Peak beziehungsweise Ta Lo Berg irgendwer mehr oder weniger regelmäßig „Glückslaternen“ in den Himmel steigen lies? Quasi als frühzeitliche UFOs für die Zeugen?

Normalerweise erhofft sich (zumindest soweit mir bekannt!) genau derjenige Glück mit diesen Lichtern, der sie auch persönlich steigen lässt. Und nicht jene Menschen, die sie mehr oder weniger zufällig aus der Ferne sehen – und vor allem nicht als solche identifizieren können.

Absurd wäre es anzunehmen, dass Menschen hierher pilgerten, da exakt dort immer wieder Meteore beziehungsweise Boliden feurig und leuchtend am Himmel zu bestaunen waren. Die Bezeichnung „Flammenbälle“ mag zu dieser Deutung sicher verleiten.

Diese Geschosse aus dem All treffen jedoch jeden Tag vollkommen ohne jeden „Hotspot“ die Erde. Deren Erscheinung ist willkürlich und damit absolut zufällig und es gibt keinen Platz, an dem sie häufig zu sehen wären und an dem man auf sie praktisch warten kann. Auch widersprechen „Sternschnuppen“ und ähnliches den oben wiedergegeben Details der Beschreibung dieser Lichter.

Was immer diese zahlreichen und seltsamen runden Lichter 1884 waren, heute würde man derartige Beobachtungen zweifelsohne als UFO-Sichtung ansehen und dokumentieren.

Wären es normale „Himmelslaternen“ gewesen, ist es auch seltsam, dass Hsu Yun diese erst rund zwei Jahrzehnte später erneut sah, wie er selber schreibt. Zumindest in sehr ähnlicher Form wie bereits 1884. Warum nicht früher?

Bei diesen „UFO-Erlebnissen“ blieb es nicht

So hatten er und seine Begleiter 1902/03 eine weitere Sichtung dieser sonderbaren „Lichtbälle“ am Himmel. Auf Seite 82 seiner Autobiografie notierte er über diesen zweiten Vorfall folgendes:

Später in der Nacht sahen wir unzählige himmlische Lichter, deren Glanz mit den ‚Weisheit Lampen‘ verwandt war, die wir zuvor auf dem Berg Wu-tai gesehen haben.“

„Unzählige“ dieser UFOs sollen hier sogar von der Gruppe gesehen worden sein. Nicht nur das, denn diese „himmlischen Lichter“ waren von einem anderen „Typ“ als jene, die er viele Jahre zuvor am Himmel sah. Sie sollen mit den damals beobachteten „Weisheit Lampen verwandt“ gewesen sein, so Meister Hsu Yun. Damit also von einer ähnlichen aber nicht identischen Art. Was er damit gemeint hat, verriet er leider nicht und bleibt somit sein Geheimnis.

Meinte er vielleicht nur, dass sie andere Farben hatten? Immerhin haben – zumindest heute – „chinesische Himmelslaternen“ auch unterschiedliche Farben. Meistens sind die orange, doch einige sind auch schlicht weiß. Große und kleinen und alle Größen dazwischen habe er 1884 gesehen, wie oben zitiert. Alle waren dabei „einzigartig“, als sie sich am Himmel zeigten. Das klingt durchaus überaus erstaunlich, wenn man sich dessen vergewissert.

Doch auch das muss grundsätzlich nicht viel bedeuten. Denn wenn die Objekte in unterschiedlichen Entfernungen zum Betrachter am Himmel flogen oder schwebten, dann erschienen sie diesem  natürlich auch unterschiedlich groß. Auch bei modernen UFOs ist das der Fall, die sich dann im Nachhinein beispielsweise als „Himmelslaternen“ herausstellten.

Was immer der buddhistische Meister hier vor weit über 100 Jahren am Himmel beobachten konnte, bleibt ein Rätsel. Und reine Spekulation. Heute wären seine Sichtungen mit Sicherheit ein Fall für UFO-Ermittler. Meister Hsu Yun jedenfalls, so kann man es seinen Schilderungen durchaus entnehmen, sah in ihnen übernatürliche Erscheinungen.

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Eine fliegende UFO-Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln?

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Eine fliegende Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln? (Bild: gemeinfrei)
Eine fliegende Kugel aus „Glas“ und außerirdische Riesen: Was geschah im Sommer 1976 über den Kanarischen Inseln? (Bild: gemeinfrei)

Weltweit berichtete im Herbst 1989 die Presse über einen spektakulären UFO-Fall in der damaligen UdSSR. Denn die Sowjets gaben offiziell bekannt, das in der Stadt Woronesch ein Kugel-UFO mit außerirdischen Riesen an Bord gelandet sei. Ein medialer Hype brach aus. Doch schon im Juni 1976 kam es zu einem ähnlichen Fall auf den Kanarischen Inseln. Hunderte Zeugen sahen seltsame Leuchterscheinungen und UFOs am Himmel über den Insel. Einige ein riesiges, durchsichtiges UFO landen, in dem sich zwei fremdartige Riesen befanden. Ein unglaubliche Geschichte, die viele Kritiken und Zweifel nach sich zog, wie Ihr es in diesem Blog-Artikel erfahrt.


UFO-Landung in Woronesch – und „Riesen aus dem All“

Im Herbst 1989 sorgte ein UFO-Bericht aus der damaligen Sowjetunion weltweit für spektakuläre Schlagzeilen. Von „Time“, über „Der Spiegel“ bis „Moscow News“ wurde darüber berichtet, nachdem die staatliche UdSSR-Nachrichtenagentur „TASS“ eine UFO-Landung in einem Park in Woronesch verbreitete. Demnach sei eine Kugel vom Himmel gekommen, aus der riesige Außerirdische stiegen, die sich zahlreichen Zeugen im Park zeigten. „Die Außerirdischen waren drei oder sogar vier Meter groß, aber mit sehr kleinen Köpfen“, hieß es etwa in den „AP News2 vom 9. Oktober 1989 in einem Beitrag von John Iams.

Russische Wissenschaftler übernahmen die Untersuchungen der UFO-Vorfälle mit den fremdartigen Riesen von den Sternen und waren sicher, dass hier ein reales Ereignis stattfand. Lt. Sergei A. Matveyev, ein UFO-Polizist aus Woronesch, betonte zum Beispiel, dass die Landung der Riesen am 27. September 1989 „keine optische Illusion“ war. Vielmehr sahen Zeugen, wie „ein pinkfarbendes Licht am Himmel schien“ worauf sie dann „eine Kugel von tief-roter Farbe mit einem Durchmesser von etwa 10 Metern“ landen sahen.

Daraufhin liefen zahlreiche weitere Personen zum Ort der Landung „und sie konnten deutlich eine Luke im unteren Teil des Balls und einen Hominiden in der Öffnung sehen“. So Esther B. Fein am 11. Oktober in einem Artikel in der „New York Times“, in der die russische Zeitung „Sovetskaya Kultura“ zitiert wurde. Panik brach aus, bis die Riesen vom Himmel wieder mit der leuchtenden Kugel davonflogen. Bei den Untersuchungen der Landestellen konnten die Ermittler angeblich auch Spuren sichern, wie aus der Sowjetunion gemeldet wurde.

Eine riesige, durchsichtige Kugel über den Kanaren

Medien weltweit nahmen in der Folge jede neue Information und Meldung aus der bereits zerfallenden UdSSR dazu auf. Der Blätterwald hatte seine Schlagzeilen und UFO-Kritiker sprachen direkt ohne jegliche Überprüfung von Unsinn und „verrückten Russen“.

Woronesch und die gesamten damaligen Vorfälle gingen in die Chroniken der UFOs und  UFO-Forschung ein. Für die einen als riesen Bluff und Unfug, für die anderen als reales Ereignis einer ausgesprochen sonderbaren UFO-Landung. Der Landung einer Kugel mit Riesen.

Ein UFO-Fall 13 Jahre vor Woronesch auf den Kanaren schaffte es nicht jedoch nicht in die globale Presse. Nur vereinzelt brachten zum Beispiel deutschsprachige Boulevardmedien wie „Bild am Sonntag“, „Blick“, „Krone“ oder „Bild“ Ende Juni 1976 Berichte über die sonderbare Geschichte. „Riesiges UFO gelandet! Hunderte von Touristen sahen es!“, titelte etwa die „Blick“ am 28. Juni 1976. Obwohl diese Begegnung der anderen Art eine ganze Reihe Parallelen zum Ereignis in Woronesch Jahre später zeigte. Und dabei auch mit verschiedenen Himmelserscheinungen der Antike und des Mittelalters vergleichbar ist, über die alte Chroniken und Dokumente immer wieder berichten.

Geschehen ist es am 22. Juni 1976 ab etwa 21:30 Uhr auf den Kanarischen Inseln und wurde Teil der UFO-Akten der spanischen Luftwaffe im Luftfahrtministerium in Madrid. Dokumentiert haben dieses verstörende wie umstrittene Ereignis vor allem Jesus Maria Sanchez und Gordon Creighton in ihren Beiträgen in der „Flying Saucers Review“ (vol. 23, Nr. 3, Oktober 1977) ein Jahr später.

Bis zu drei Meter große Außerirdische

Demnach war der Arzt Dr. Francisco-Julio Padron León in Begleitung von Santiago del Pino und Francisco Estévez abends mit dem Taxi unterwegs. Bis sie plötzlich eine rätselhafte, durchsichtige Kugel über den Boden schweben sahen, die sich nur 60 Meter (anderer Quellen sprechen von 15 bis 20 Metern – s. unten) von ihnen entfernt befand. Eine „perfekte Kugel, so perfekt, wie mit einem Kompass gezeichnet, mit einer sehr schönen grauen oder hellblauen Peripherie“, so die Zeugen.

León konnte seinen Augen nicht trauen, „aber es war Tatsache“, wie er berichtete. Im Inneren der gewaltigen Kugel selber wiederum befanden sich „zwei seltsame und riesige Wesen“ in rötlicher Kleidung. Das Objekt an sich war transparent, „perfekt sauber“ und „die Sterne am Himmel dahinter“ waren durch sie hindurch zu sehen. Es sah nicht metallisch aus, eher wie Glas oder eine Seifenblase, so die Zeugen 1976.

Im Durchmesser sei die Kugel groß „wie ein zweistöckiges Haus“ gewesen und im Inneren konnte man eine silberne Plattform mit „einigen Konsolen“ erkennen. Auf dieser standen die riesigen Humanoiden. Es waren keine „Ecken oder rechte Winkel“ an den Schalttafeln auszumachen, alles war rund (s. Interpretationen im Titelbild). „Wir waren über die enorme Größte der Wesen erstaunt: Bestimmt 2,80 oder 3 Meter“, so Dr. León, der weiter über ihr Aussehen berichtete:

Sie trugen schwarze ‚Taucherhelme‘ und ihre Kleidung, die sehr eng anliegend war, war von einem Rotton, den ich in meinem Leben noch nie gesehen habe. Ihre Hände schienen in großen, ebenfalls schwarzen Kegeln eingeschlossen zu sein. Ich konnte nirgendwo ein Zeichen von Fingern sehen. Die beiden Wesen standen einander gegenüber, bewegten ihre Hände und drehten die Hebel. Sie waren für uns im Profil. Was mich persönlich verblüffte, war die unverhältnismäßige Größe des hinteren Teils ihrer Köpfe.“

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Verschwunden ist das Objekt nicht minder rätselhaft. Plötzlich habe es gewaltig an Größe zugenommen, bis es den Durchmesser eines Hauses mit 20 Stockwerken hatte und mit einem schrillen Pfeifen in Richtung der Insel Teneriffa raste:

Ich bemerkte, dass etwas bläulicher Rauch aus dem durchscheinenden Zentralrohr in der Kugel kam, der den Umfang des inneren Teils der Kugel bedeckte und zu keiner Zeit austrat. Dann wuchs die Kugel und wuchs, bis sie so groß war wie ein 20-stöckiges Gebäude, aber die Plattform und das Team blieben gleich groß; Es erhob sich langsam und majestätisch, und ich glaube, ich hörte ein ganz leises Pfeifen.“

Auch mehrere Einwohner von Las Rosa und andernorts auf den Kanarischen Inseln beobachteten das unbekannte Objekt bzw. seltsame Lichterscheinungen zu dieser Zeit.

Ermittlungen des spanischen Militärs

Vor allem wird in diesem Zusammenhang immer wieder die Besatzung des Schiffes „Atrevida“ als Zeugen genannt. Eine Korvette der spanischen Marine, sie sich zum Zeitpunkt der Sichtung 5,5 Kilometer vor Punta Lantailla auf der Insel Fuerteventura befand. Die Soldaten sahen von dort aus ein unbekanntes Etwas am Himmel, dass in Richtung Gran Canaria und Teneriffa flog. Die Dauer der gesamten Sichtung wurde von verschiedenen Zeugen der Inseln mit bis zu 40 Minuten angegeben.

Zu Anfang vermutete die Besatzung der „Atrevida“, dass es sich um Landescheinwerfer eines Flugzeuges handelt. Zu ihrer Verblüffung zeigte das Bordradar aber keine entsprechende Maschine in der Nähe. Den Lichtschein des Objektes konnte indes von der Besatzung klar auf der Meeresoberfläche und dem nahen Land gesehen werden.

Dutzende – andere sprechen von hunderten – Zeugen sahen das Licht bzw. UFO. Eine sogenannte Massensichtung, zu der das Militär Spaniens im Juli 1994 einen 101-seitigen Untersuchungsbericht (Expediente: 760622) freigab, der zuvor der Geheimhaltung unterlag. Inklusive einer Zeugenskizze der Riesen in ihrem Kugel-UFO.

Grundsätzlich waren die enthaltenen Informationen über die Sichtung bereits seit langem bekannt. Auch wenn der UFO-Bericht zuvor geheim war. Doch der spanische UFO- und Mystery-Autor Juan José Benítez konnte diese Dokumente bereits kurz nach den Ereignissen einsehen und veröffentlichte dazu bereits 1977 sein Buch „OVNIS: Documentos Oficiales del Gobierno Español“.

Kein geringerer als General Carlos Castro Cavero war es, der Benítez diese Papiere im Oktober 1976 zeigte. Auch aus eigenem Interesse, da Cavero selber von UFOs überzeugt war. Und auch selber bereits ein UFO mit seiner Familie und weiteren Zeugen gesehen habe. „Ein glänzendes Objekt“, das über eine Stunde „bewegungslos ganz hoch am Himmel“ hing, so der General. Seine „Familie und alle Arbeiter der Farm“, die er in nordspanischen Provinz Saragossa betrieb, konnten das Objekt beobachten.

Die UFO-Akten Spaniens

Cavero sah in dem UFO-Autoren Benítez wohl einen Mitstreiter oder kompetenten Gesprächspartner zu diesen Themen. Immerhin hat Benítez schon damals über alles geschrieben, was auch nur den Hauch des Mysteriösen umgab. Nicht selten mit sehr fragwürdigen Spekulationen und Themen.

General Cavero wiederum handelte inoffiziell und unter dem Vorbehalt, dass J. J. Benítez seine Quelle, also den General, bei einer Publikation nicht nennt. Angeblich habe der Autor „rücksichtslos diese Informationen verwendet“, wie es ein Dokument vom Januar 1979 besagen soll. Immerhin war Cavero bis 1976 militärischer Kommandant des Luftbereichs der Kanarischen Inseln.

In einem Interview mit Benítez, das unter anderem in seinem Buch „100.000 Kilómetros tras los Ovnis“ (1978) zu finden ist, bekräftigte General Cavero, dass er an außerirdische UFOs glaube. Auch sei er sicher, dass wir regelmäßig von diesen Außerirdischen besucht werden. Eine offizielle Meinung oder Stellungnahme des spanischen Militärs ist das natürlich nicht.

Viele Spekulationen kursieren um den UFO-Fall vom 22. Juni 1976 über den Kanaren - Die Bilder links stammen aus dem offiziellen Bericht der spanischen Behörden. (Bilder: gemeinfrei)
Viele Spekulationen kursieren um den UFO-Fall vom 22. Juni 1976 über den Kanaren – Die Bilder links stammen aus dem offiziellen Bericht der spanischen Behörden. (Bilder: gemeinfrei)

Zweifel an der Realität der UFO-Sichtung über den Kanaren am 22. Juni 1976 hatten die Behörden grundsätzlich nicht. Mehr noch, denn sie waren nach ihren Untersuchungen der Ereignisse sicher, dass hier eine ungeklärte Sichtung stattgefunden haben muss. Die eigentlichen Aussagen, die riesige Kugel mit den ebenso riesigen Wesen an Bord, wurden aber in Zweifel gezogen. In dem Bericht des spanischen Militärs heißt es dazu:

Wir sollten energisch den sehr wahrscheinlichen Umstand berücksichtigen, dass beide Zeugen angesichts eines ungewöhnlichen Phänomens am Himmel erzählten, was ihr ‚Geist‘ sie sehen ließ und sich gegenseitig beeinflusste. Dieser Ermittlungsadjutant hat nicht den geringsten Zweifel an ihrer Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit. Sie erzählten, was sie zweifellos gesehen zu haben ‚glaubten‘.

Maßlos phantasiert?

Für die Behörden blieb der Fall „ungeklärt“ und das Objekt „unidentifiziert“. Von irgendwelchen Aliens aus dem All sprachen sie aber nicht. Und offensichtlich schenkte man den Zeugen der fliegenden, durchsichtigen Kugel mit ihren seltsamen „Piloten“ keinen Glauben. Sie haben demnach nur etwas (viel) dazu phantasiert, als sie das ominöse Licht über die Inseln fliegen sahen. Und das, obwohl der offizielle Militärbericht der Ereignisse schon zu Beginn festhält, dass die Kugel laut Zeugen 30 Meter Durchmesser hatte „und in einer Distanz von 15 bis 20 Metern“ beobachtet worden ist.

Beobachter in so geringer Entfernung zu einem derart großen Objekt werden wohl kaum einer Verwechselung unterlegen sein. Auch in der Dunkelheit oder Dämmerung nicht, da die Kugel leuchtete oder strahlte. Haben sie es nur erfunden und weiter gesponnen, da diesen Zeugen allen gleichzeitig ihre Fantasie einen Streich spielte? Eine maßlos übertriebene Sinnestäuschung?

Zahlreiche Erklärungen schlossen die Militärs damals aus. Etwa Asteroiden, Raketen oder Flugzeuge. Kritiker der spanischen UFO-Gruppe „Fundación Anomalía“ sahen das Jahre später anders. Sie erklärten diesen Fall und andere UFO-Sichtungen im Gebiet der Kanaren zum Beispiel im „European Journal of UFO und Abduktion Studies“ (September 1999) mit U-Boot-Raketenstarts vor der Küste der Inseln. Ebenfalls führten sie Starts vom Weltraumbahnhof Capa Canaveral in Florida in den USA als Erklärung an.

Verwechselungen mit Raketentests?

Im militärischen Untersuchungsbericht, in dem auch zahlreiche Zeugenaussagen, wie die hier zitierten, dokumentiert sind, finden sich Details, die aufhorchen lassen. Zumindest wenn man geneigt ist hinter den Erscheinungen Raketen zu vermuten. So heißt es von der Besatzung des Marineschiffes „Atrevida“ unter anderem:

„(Wir sahen) ein intensives gelblich-bläuliches Licht, das sich vom Ufer auf unsere Position zu bewegte. Zuerst dachten wir, es sei ein Flugzeug mit eingeschalteten Landescheinwerfern. Dann, als das Licht eine bestimmten Höhe (15-18 Grad) erreichte, wurde es stationär.

Das ursprüngliche Licht ging aus und der Lichtstrahl begann sich zu drehen. Das blieb etwa zwei Minuten lang so. Dann gab es einen intensiven großen Halo aus gelblichem und bläulichem Licht, der 40 Minuten lang in derselben Position blieb, obwohl das ursprüngliche Phänomen nicht mehr sichtbar war.

Zwei Minuten nach dem großen Halo teilte sich das Licht in zwei Teile, der kleinere Teil befand sich unten in der Mitte des leuchtenden Halos, wo eine blaue Wolke auftauchte und der Teil, aus dem der bläuliche Kern herauskam, verschwand. Der obere Teil begann sich schnell und ungleichmäßig nach oben zu winden und verschwand schließlich. Keine dieser Bewegungen beeinflusste in irgendeiner Weise den ursprünglichen kreisförmigen Halo, der die ganze Zeit unverändert blieb, sein Glühen beleuchtete Teile des Landes und des Ozeans, woraus wir schließen konnten, dass das Phänomen nicht weit von uns entfernt war.“

Genau diese Halos, Leuchterscheinungen um das UFO, deuten auf Raketen hin, so die Kritiker in ihrer Erklärung. Hierbei handelte es sich schlicht um die Abgase der Rakete, die im Licht der untergehenden Sonne in prächtigen Farben leuchteten. Hinzu kommen chemische Wechselwirkungen mit der Atmosphäre.

Fantasieerzählungen und Fehldeutungen?

Dass Raketen in der Tat äußerst ungewöhnliche Lichterscheinungen am Himmel hinterlassen können, wurde übrigens auch in den letzten Jahren mehrfach gesehen. Zum Beispiel durch seltsam leuchtende Spiralen und Formationen am Himmel, die von zahlreichen Menschen mit ihren Handy dokumentiert wurden. Etwa am 9. Dezember 2009 am Nachthimmel über Norwegen und Schweden, wo ein besonders bemerkenswertes „Exemplar“ erschien. Damals war die Ursache eine Interkontinentalrakete vom Typ SS-N-30 „Bulawa“, die vom russischen U-Boot „Dmitrij Donskoj“ abgefeuert wurde.

Ricardo Campo von der „Fundación Anomalía“ wiederum gab bekannt, dass verschiedene Militär- und Raketenexperten zur Klärung der Sichtungen um die Kanarischen Inseln beitrugen. Unter anderem Dr. Jonathan McDowell, einem Astrophysiker vom Havard-Smithsonian Center for Astrophysics. Freigegebene Dokumente der US-Navy über entsprechende Tests mit dem interkontinentalen Raketentyp „Poseidon“ würden zeitlich mit UFO-Sichtungen auf den Kanaren korrelieren. In einer Pressemitteilung vom 9. März 1999 führten sie dabei explizit auch einen Test am 22. Juni 1976 an.

Der ehemalige deutsche UFOlge Werner Walter, ein Skeptiker, der durch ausartende „Kritiken“ am UFO-Phänomen zweifelhafte Bekanntheit erlangte, teilte in einem Buch schon 1996 die Raketen-Deutung. Denn nicht erst die „Fundación Anomalía“ brachte diese Ursache als Erklärung ins Spiel. Schon in den Jahren davor wurde immer wieder die Meinung laut, dass hier lediglich abgefeuerte Raketen gesehen wurden. Die hunderten Zeugen, unter ihnen zahllose Sommerurlauber, konnte das Phänomen als Laien ganz einfach nicht korrekt zuordnen.

Und die Berichte von fliegenden Objekten? Allen voran die Story des transparenten Kugel-UFOs mit samt riesenhaften Insassen? Das seien, so die Skeptiker, entweder Irrtümer, falsche Beobachtungen oder nur Fantasieerzählungen gewesen. Also ganz ähnlich, wie schon vor über 30 Jahren der legendäre Fall Woronesch in der damaligen UdSSR interpretiert wurde …

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„Schlachten am Himmel“ und UFOs im Mittelalter – und zehntausende tote Soldaten durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel vor 2.200 Jahren

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Schlachten am Himmel im Mittelalter - und zehntausende Tote durch "Pfeile und Blitze" vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Schlachten am Himmel im Mittelalter – und zehntausende Tote durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Mittelalterliche Drucke wie Flugblätter zeigen immer wieder seltsame Zeichen am Himmel, Wunder und rätselhafte Erscheinungen. Selbst von ganzen „Schlachten am Himmel“ wurde berichtet. Einige solcher Ereignisse sind heute Klassiker der UFO-Forschung, wenn nach „Unbekannten Flugobjekten“ in der Vergangenheit gefahndet wird. Skeptiker sehen hier nur theologische Warnungen und religiöse Propaganda. Doch eine derartige Himmelsschlacht vor gut 2.200 Jahren ist dabei besonders erschreckend! Und obwohl sie über 20.000 Tote gefordert haben soll, ist sie heute so gut wie unbekannt.


Himmelsschlachten und UFOs der Antike

Klassische Beispiele von mutmaßlichen „UFOs in der Vergangenheit“ sind vor allem zwei Flugblätter aus dem Mittelalter. Die „Himmelschlacht von Nürnberg“ vom 14. April 1561 ist dabei fraglos das bekannteste Flugblatt dieser Art.

Doch Berichte über Schlachten am Himmel oder ähnliches sind sehr zahlreich. Schon die alten römischen Chronisten berichten von derartigen Phänomenen. Und auch im Koran findet man diese. Mit Aufkommen des Buchdruckes wurden solche Erscheinungen aber weithin in der Bevölkerung bekannt. Zumal diese Drucke nicht nur entspreche Zeichen am Himmel in Worten wiedergaben, sondern vor allem auch in Bildern. So erreichte man die Bevölkerung, da in jenen Tagen die wenigstens einfachen Menschen lesen konnten. Ein Bild sagte damals schon mehr als 1.000 Worte.

In zahlreichen Blog-Artikel und vielen Videos auf meinem Mystery-Files-Kanal bei YouTube wurden solche Himmelszeichen bereits thematisiert. Die zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und längst nicht immer Schlachten am Himmel waren. Solche waren meistens die Ausnahme.

Moralische Lehren

Kritiker sehen beispielsweise in der „Himmelschlacht von Nürnberg“ von 1561 keinen Hinweis auf UFOs im Mittelalter. Eher „düstere Vorhersagen“, die dabei „nicht tatsächliche Ereignisse“ wiedergaben. Sie dienten dem Urheber vielmehr „zur Verbreitung seiner moralischen Lehren“. So etwa schrieb es schon 2010 der Autor Ulrich Magin in seiner Analyse „Ein UFO im Jahr 1561?“ (in: „Journal für UFO-Forschung“ Nr. 187, 1/2010). Magin weiter:

Die Mutterschiffe waren Kanonen, die Telemeterscheiben Kanonenkugeln, und das Geschehen wurde nicht überliefert, weil es interessant war, sondern weil es vor einem Krieg warnte.“

In derselben Tradition solcher vielfach überlieferten Himmelsschlachten stünde demnach auch ein anderes bekanntes Flugblatt. Es stammt von Samuel Apiarius und Samuel Coccius aus Basel in der Schweiz und zeige seltsame „Kugeln“, die am 7. August 1566 über der Stadt erschienen sind. Unter anderem erfährt der mittelalterliche Leser über das „Baseler Himmelsspektakel“:

Weiter, am 7. August, bei Sonnenaufgang und ein wenig davor, sind viele große schwarze Kugeln in der Luft gesehen worden, welche vor der Sonne mit großer Schnelle und Geschwindigkeit umherflogen und gegeneinander prallten, als ob sie einen Streit führten, wobei sie rot und feurig wurden, und daraufhin zerfielen erloschen.“ (Zentralbibliothek Zürich, PAS II 6/5, wiedergegeben in moderneren Deutsch)

Auch hier sehen Kritiker lediglich Warnungen im Sinne von Vorzeichen kommenden Unheils. Ganz im Zeichen der biblischen „apokalyptischen Reiter“ als Ankündigung des Endes aller Tage nach christlichen Lehren und Symbolen. Eine Himmelsschlacht zwischen den „guten“ und „bösen“ Heeren.

C. G. Jung und die UFOs

Interessanterweise hat auch Carl Gustav Jung, der legendäre Schweitzer Psychiater, sich diesen UFO-Phänomen gewidmet. In seinem UFO-Buch „Ein moderner Mythus“ zeigte er schon vor über 60 Jahren unter anderem das Flugblatt aus Nürnberg. Jung unterlässt bei diesem Beispiel antiker UFOs eine gesonderte, genauere Interpretation der Illustration und der geschilderten Himmelsphänomene. Vielmehr schreibt er lediglich:

Die dunkle Farbe der UFOs dürfte wohl daher rühren, dass sie gegen das Licht der aufgehenden Sonne gesehen wurden. Andere sind dagegen hell (und sogar feurig). Charakteristisch für die Ufos ist die Schnelle und willkürliche Unregelmäßigkeit der Bewegung.

Damit spielt er der „UFO-Interpretation“ dieses Dokumentes durchaus in die Hände. Bedenken sollte man aber, dass reale Phänomene am Himmel durchaus als Grundlage für die eine oder andere Interpretationen der damaligen Menschen dienten. Hinlängliche Beispiele dafür sind aus der Geschichte bekannt. Von ganz natürlichen Phänomen bis zu Erscheinungen, die sich nicht natürlich erklären lassen …

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Bei der Deutung im Sinne „apokalyptischer Warnungen“ oder einer Tradition des Glaubens an eine Endschlacht zwischen Gut und Böse, gibt es durchaus zutreffende Fälle. Etwa Beschreibungen, dass am Himmel „Ritter“ und ähnliches erschienen, die mit Waffen gegeneinander kämpften. Was der reale Auslöser solcher rätselhaften Himmelszeichen war, steht wieder auf einem anderen (Flug-) Blatt.

Himmelsschlachten und zehntausende Tote

Etwas überaus erstaunliches über eine solche Schlacht am Himmel lesen wir in der biblischen Schrift des 2. Buches der Makkabäer. Ein Buch, das heute zu den Aapokryphen Büchern des Alten Testament zählt und nicht mehr darin zu finden ist.

Dort lesen wir von einem „Vorzeichen“, als König Antiochus IV. um 169 vor Christus einen Feldzug gegen die Ägypter begann:

Da erschienen fast vierzig Tage lang über der ganzen Stadt Reiter, die durch die Lüfte jagten, in golddurchwirkten Gewändern; Lanzenträger rückten in Abteilungen zum Kampf aus, Schwerter zuckten. Reiterscharen ordneten sich zur Schlacht, Angriffe wurden gemacht, von beiden Seiten rannte man gegeneinander an, Schilde bewegten sich, Speere gab es in Menge, Wurfgeschosse flogen, goldener Waffenschmuck blitzte auf und man sah Rüstungen aller Art. Alle beteten deshalb, die Erscheinung möge etwas Gutes bedeuten.“ (2. Makk. 5,2-4)

Und an späterer Stelle erfahren wir weiter:

Als nun der Streit gewaltig geworden war, erschienen den Feinden vom Himmel her auf goldbezäumten Rossen fünf glänzende Reiter, von denen zwei sich an die Spitze der Juden stellten und zwei den Makkabäer in die Mitte nahmen und ihn mit ihren Waffen deckten und vor jeder Verwundung schützten, während sie Pfeile und Blitze gegen die Feinde schleuderten, wodurch diese geblendet und verwirrt wurden und in Unordnung gerieten.

So wurden von ihnen 20.500 Mann nebst 600 Reitern niedergehauen.“ (2. Makk. 10,29-31)

„Gott straft sein Volk“

Da das 2. Makkabäerbuch um 50 vor Christus entstanden sein soll, also in eine Zeit fällt, in der an ein Christentum und damit an christlich-theologischen Deutungen von „Himmelsschlachten“ nicht zu denken war, gelten diese Bibelverse als Urquelle dieser Kämpfe am Firmament. Was aber meint das 2. Makkabäerbuch mit diesem Ereignis, in dessen Verlauf angeblich vom Himmel kommende Pfeile und Blitze 20.500 Menschen töteten? Eine unglaubliche Anzahl, deren historische Korrektheit fragwürdig erscheint. Ein derart großes Heer, das nach diesem ungleichen Kampf zusammengenommen 21.100 Gefallenen zu beklagen hatte, ist sicher weit übertrieben.

Ich denke nicht, dass diese Phänomen unter König Antiochus IV. die auslösende Erzählung für all die späteren Schilderungen von Schlachten am Himmel war. Auch wenn früh- und spät-mittelalterliche Autoren und Akademiker diese biblischen Aussagen durchaus gekannt haben dürften. Als warnende Worte vor einer Abkehr vom Glauben, in dem „Gott sein Volk für seinen Abfall straft und sich ihm nach seiner Rückkehr zur Religion der Väter wieder zuwendet“. So formulierte es Klaus Bringmann von der Universität Frankfurt in seiner kritischen Untersuchung „Zur Kritik historischer Darstellung im Zweiten Makkabäerbuch“ (in: „Klio“, Bd. 96, Heft 2, Dezember 2014).

Mögliche reale Beobachtungen von Himmelserscheinungen wurden missverstanden und theologisch gedeutet und interpretiert. Natürliche, naturwissenschaftliche heute erklärbare Phänomene ebenso, wie „UFOs der  Vergangenheit“. Belegen lassen sich solchen Spekulationen ebenso wenig, wie die skeptischen Deutungen.

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„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Die wohl seltsamste Marienerscheinungen der Welt – und das aus einem erstaunlichen Grund! (+ Videos)

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"Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler": Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)
„Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“: Eine der wohl seltsamsten Marienerscheinungen der Welt (Bild: gemeinfrei)

Marienerscheinungen, also die wundersame Erscheinung der angeblichen Maria, der Mutter Jesu, gehören in der katholischen Kirche zum festen Glaubenskern. Zahlreich dieser Wunder der Gottesmutter werden heute in Wallfahrtsstätten rund um die Welt von den Gläubigen verehrt. Doch eine dieser Erscheinungen der „Jungfrau Maria“ unterscheidet sich von allen anderen, anerkannten Marienerscheinungen. Und diese war zugleich die erste ihrer Art überhaupt. Aus erstaunlichen Gründen in erstaunliche Zeiten, wie Ihr hier erfahrt.


Marienerscheinungen und „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“

Der 12. Oktober 1492 war ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit: Christoph Kolumbus betrat Amerika und entdeckte die „Neue Welt“ für Europa wieder. Eine große Ehre für die Krone Spaniens, zu dessen Besitz Kolumbus sogleich die neu entdeckten Gebiete erklärte. Und als gläubiger Christ wurde diese Entdeckung auch mit einer Heiligen Messe gefeiert.

Heute ist der 12. Oktober der spanische Nationalfeiertag. Doch mit diesem Datum hat es noch eine ganz andere Bewandtnis. Er ist zugleich der Gedenktag, der sogenannte Patronatag, einer Marienerscheinung, die sich in Saragossa ereignet haben soll. Diese Erscheinung der angeblichen Jungfrau Maria trägt in der katholischen Kirche den Namen „Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler“ („Nuestra Señora del Pilar“) und wurde vom Vatikan als „echt“ anerkannt. Dazu weiter unten mehr.

Diese Maria ist heute die Schutzheilige Spaniens und aller „Hispanidad„. Und wie bei vielen anderen Erscheinungen dieser Art auch, sieht die Kirche demnach hier einen Ort, an dem die „Gottesmutter Maria“ erschien. Zumindest eine Pilgerstätte für Gläubige, die hier die „Basílica del Pilar“ aufsuchen. Sie ist die Hauptkirche der Pilgerstätte und zugleich der größte Barockbau in ganz Spanien. 130 Meter lang, fast 70 Meter breit und ausgestattet mit 11 Kuppeln empfängt die Basilika einen nicht enden wollen Sturm von frommen Pilgern.

Ein glanzvolles Bauwerk mit dem üblichen Protz und Pomp solcher Wallfahrtorte.

Jakobus der Ältere in Spanien

Das war natürlich nicht immer so. Auch der 12. Oktober als Tag der „Lieben Frau auf dem Pfeiler“ wurde erst 1613 durch den Stadtrat von Saragossa eingeführt. Denn eigentlich lag da die wundersame Erscheinung der Mutter Gottes schon fast 1.600 Jahre zurück. Sagt zumindest die Legende der kirchlichen Tradition. Und genau die ist erstaunlich, wenn man vergleichend auf die unzähligen Marienerscheinungen und Erscheinungen von „Lichtwesen“ in aller Welt blick.

In der katholischen Kirche haben solcher Erscheinungen eine lange Tradition des Glaubens. Maria, die Mutter Jesus Christus, ist nach christlicher Theologie nach ihrem irdischen Leben in den Himmel „aufgefahren“. Hier lebt sie im Reich Gottes an der Seite all der anderen Himmelswesen und Heiligen, wie es das Dogma sagt. Und ab und zu, so müssen es die katholischen Christen glauben, erscheint sie auf Erden ausgewählten Menschen. Eben in Form der Marienerscheinungen.

In Saragossa war alles anders. Ganz anders. Hier sei nach der Lehre die Gottesmutter bereits am 2. Januar 40 erschienen. Also bereits zu ihren Lebzeiten, weshalb dieses Wunder als erste Marienerscheinung der Welt gilt. Sie erschien dabei auch nicht irgendwem, sondern einen Bekannten. Dieser war Jakobus der Ältere, der zu den Jüngern Jesus zählte. Er starb ca. zehn Jahre nach Jesus im Jahr 44 und ist heute wohl einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Welt überhaupt.

Zahllose Legenden ranken sich um diesen Jünger Jakobus, dem Bruder des Evangelisten Johannes. Vor allem jene, dass er als Anhänger Jesus nach der Kreuzigung als Missionar nach Spanien ging, um dort die Worte seines Meistern zu verkünden. Die Verehrung von Jakobus nahm so im Laufe der Jahrhunderte enorme Ausmaße in Spanien an. Und sicher kennen auch viele Nicht-Christen heute Santiago de Compostela als mutmaßliche Grabstätte des Jüngers und den Jakaobsweg.

Erscheinung einer noch lebenden Maria

Mit seiner Mission jedenfalls hatte der Jesus-Anhänger nur mäßigen Erfolg in Spanien, weshalb er eines Tages darüber nachdachte, seine Bemühungen in Spanien abzubrechen. Das war am Ufer des Flusses Ebro in Saragossa am 2. Januar 40. Und während der fromme Jakobus so über den Sinn und Zweck grübelte, erschien ihm die Gottesmutter auf einer Säule oder einem Pfeiler.

Eigentlich aber lebte Maria da noch auf Erden und war noch nicht „in den Himmel aufgestiegen“. Wie sie es dennoch schaffte, zu irdischen Lebzeiten im fernen Spanien zu erscheinen, sagt eine Legende. Demnach wurde sie von einem oder mehreren Engel von Jerusalem irgendwie nach Spanien gebracht oder geleitet. Eine bekannte katholische News-Seite im Netz drückt diesen Umstand sehr treffend mit folgenden Worten aus:

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Obwohl es sich technisch gesehen um eine Zweiteilung Unserer Lieben Frau handelte, da sie bei Johannes dem Apostel in Jerusalem lebte, wird es in der Tradition der Kirche immer noch als eine Erscheinung angesehen.

„Technisch gesehen“ war diese Erscheinung eine sogenannte Bilokation. Ein Phänomen aus dem Bereich der Paranormalen Phänomene, das nichts anders beschreibt, als das, dass Personen gleichzeitig an zwei Orten gesehen worden sein sollen. Eine Fähigkeit, die so machen frommen Menschen nachgesagt wird. Zum Beispiel Pater Pio aus Italien.

Das Neue Testament weiß leider nichts von diesem Wunder und der „Reise“ der Maria von Jerusalem nach Spanien zu Jakobus. Obwohl die Evangelien und weitere Schriften des Neuen Testamentes erst danach entstanden. Allerdings wissen gleichzeitig auch keine Quellen außerhalb der Bibel etwas über den Jünger Jakobus. Schon gar nicht historisch belegt in Spanien.

Ein materielles Geschenk

Die Erscheinung wiederum präsentierte sich nicht nur dem Jakobus allein. Nach der Tradition waren acht seiner Anhänger bei ihm, als die Mutter Gottes mit dem Jesus-Kindlein auf dem Arm plötzlich auf einer Säule erschien. In guter alter Tradition solcher Himmelserscheinungen verlangte sie von Jakobus und seinen Mitstreitern, dass sie an diesem Ort eine Kirche errichten sollen. Genauso nahmen fast alle entsprechenden Marien-Wallfahrtsorte der katholischen Kirche ihren Anfang.

So entstand hier die erste Kirche zu Ehren der Gottesmutter in der Kirchengeschichte des Christentums. Inklusive der Säule, auf der sie erschienen sein soll. Ein weiterer Unterschied dieser Erscheinung ist der, dass die Maria dem Jakobus bei ihrem Besuch etwa materielles mitbrachte. Eine kleine Holzstatue, die später mit einer kostspieligen, goldenen Krone mit tausenden Edelsteinen gekörnt wurde. Sie ist noch immer in der „Basílica del Pilar“ zu bestaunen und sicher das Allerheiligste des Pilgerortes.

Diese Erscheinung soll nun schon rund 1980 Jahre her sein. Dass man hierzu eigentlich nicht einen Beleg hat, eingeschlossen der Anwesenheit Jakobus in Spanien, ist im Glauben Nebensache. Die erste schriftlich Erwähnung auf eine verehrte Säule stammt sogar erst aus dem Jahr 1299. Also ganze 1259 Jahre nach wundersamen Ereignis am Fluss Ebro. Und damit eine gefühlte Ewigkeit. Es dauerte daraufhin nochmal bis in das Jahr 1471, als erstmals von der Erscheinung der Maria an sich konkret berichtet wurde. Unter anderem, dass Engel sie hierher brachten.

Keine Beweise, aber anerkannt

Traditionell gehören an einem solchen kirchlich anerkannten Wallfahrtsort Wunder dazu. Ohne solche Wunder udn angebliche Wunder schafft es keine Pilgerstätte im Vatikan das Siegel „echt“ zu bekommen. Im Fall der „Jungfrau auf der Säule“ wurde die Marienerscheinung bzw. die Tradition dieser im Jahr 1723 anerkannt. Die Richtigkeit der Muttergottes-Erscheinungen an sich hat der Vatikan dabei nie ausdrücklich bestätigt. Aufgrund des Mangels an historischen Belegen nach fast 2.000 Jahren. Anerkannt ist „nur“ die gläubige Verehrung und Tradition.

Dem Glauben der Gläubigen schadet das nicht. Und so kommt es auch in diesem Zusammenhang immer wieder zu Wundern, wie behauptet wird.

Eines der ersten Wunder dieser Art soll hier im Jahr 1640 geschehen sein. Einem Miguel Pellicers wurde sein verstümmeltes Bein auf unerklärliche Weise geheilt. Aber auch andere Arten von Wundern sollen von diesem Ort ausgehen, nicht nur Heilungen. Beispielsweise erschien am 17. Mai 1808 während der Invasion der Franzosen eine „Wolke“ in Palmenform über der Kathedrale. Einen Monat sei die Heilige Maria sogar erschienen, als die französischen Truppen Saragossa belagerten.

Das mit Abstand am meisten zitierte, vermeintliche Wunder im Kontext dieser Marienerscheinungen, ereignete sich am 3. August 1936. Damals herrschte ein schrecklicher Bürgerkrieg in Spanien und auf die Kathedrale wurden drei Bomben abgeworfen. Keine davon detonierte …

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VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine erstaunliche „UFO-Landung“ vor 2.100 Jahren bei den alten Römern!

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VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine UFO-Landung vor 2100 Jahren bei den alten Römern (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Fliegende Kugeln vom Himmel: Eine UFO-Landung vor 2100 Jahren bei den alten Römern (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor rund 2.100 Jahren ereignete sich laut römischen Geschichtsschreiber und anderen Chroniken etwas Außergewöhnliches im „Römerland„: Eine fliegende, leuchtende Kugel kam am helllichten Tag vom Himmel, landete kurz, und flog dann in eine andere Richtung wieder davon. Eine Erscheinung, die in dieser Form wohl kaum eine natürliche Ursache gehabt haben kann, und über die ich Euch in diesem Video vom 1. Dezember 2020 berichte. Doch seht selbst.


UFOs und Himmelserscheinungen in der Antike

Mit dem Thema UFO – oder wie sie „neumodisch“ heißt: UAP – befassen sich Millionen Menschen in aller Welt. Nicht alle sind dabei natürlich UFO-Forscher bzw. bezeichnen sich selber so. Hinzu kommen Publizisten, Autoren und Forscher, die sich mit dem Thema Ancient Aliens, der Prä-Astronautik oder auch Paläo-SETI befassen.

Zwei unterschiedliche Gebiete der Grenzwissenschat, wie einige denken. Andere versuchen diese Themen zu verbinden. Der Übergang zwischen UFO-Forschung und Prä-Astronautik ist dabei vielfach fließend. Zumal es keinen einheitlichen Punkt in der Forschung gibt, bis wann man von Prä-Astronautik und ab wann man von UFO-Forschung spricht. Oder sogar „zu sprechen hat“. Dazu habe ich auf meinem YouTube-Kanal schon vor rund sechs Jahren DIESES Video online gestellt.

Und doch sind seltsame Sichtungen und Beobachtungen, die heute als UFOs bezeichnet werden, längst nicht neu. Schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden sahen die Menschen unbekannte Flugobjekte. Gemeint sind in diesem Fall die alten Geschichtsschreiber, Autoren und Chronisten, die in ihren Aufzeichnungen immer wieder von sonderbaren Himmelserscheinungen und Objekten am Firmament berichtet haben. UFOs der Antike, die sich nicht immer er anhand der Beschreibungen natürlich erklären lassen. Beispiele dafür findet Ihr in meinen Büchern, einigen Blog-Artikel und auch verschiedenen Videos auf meinem YouTube-Kanal.

Genau eine solche Sichtung ereignete sich vor rund 2.100 Jahren in Mittelitalien nordöstlich von Rom. Aufgezeichnet wurde sie von verschiedenen antiken Historikern. Schaut man bei den Beschreibungen genauer hin, scheint hier eine klassische Begegnung der 2. Art vorzuliegen. Kein natürliches Phänomen, wie etwa ein Meteor.

Eine ungelöste Erscheinung, über die ich Euch in diesem Video vom 1. Dezember 2020 berichte. Doch seht selbst.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Dezember 2020 auf Mystery Files

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Neues Buch aus der UFO-Forschung: Roland M. Horn: „Die UFO-Fallakten“

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Roland M. Horn: "Die UFO-Fallakten"
Roland M. Horn: „Die UFO-Fallakten“ (Montage: Fischinger-Online)

„Die UFO-Fallakten“, so der Titel des neuen Buches des Autoren Roland M. Horn, das jüngst erschienen ist. Welche „Fallakten“ aus der UFO-Forschung in Deutschland aber auch den USA das sind, erfahrt Ihr hier.


UFO-Forschung und die Fallakten

Die UFO-Fallakten – Untersuchte UFO-Sichtungen und Analysen von UFO-Entführungsfällen„, so der Titel des neuen Buches des Autoren Roland M. Horn.

Deutschland und Mitteleuropa sind seit Jahrzehnten ein Hot-Spot unheimlicher Himmelserscheinungen. Im ersten Teil seiner interessanten Ausführungen berichtet der Autor Roland M. Horn über rätselhafte Sichtungen der letzten Jahre. Im zweiten Teil geht er auf ein Phänomen ein, welches speziell den amerikanischen Kontinent betrifft, die Entführung von Personen durch Außerirdische. Ebenso eindringlich wie einfühlsam schildert der Autor das Leid der Opfer, das Unverständnis der Mitmenschen und die Hilflosigkeit von Ärzten und Behörden. Es bleibt die Erkenntnis, dass das UFO-Phänomen immer noch viel mehr Unerklärliches zu bieten hat, als Viele es für möglich halten …

UFO-Sichtungen und UFO-Entführungsfälle: Was steckt dahinter?

(Verlagstext)

Inhalt

Vorwort

TEIL 1: Untersuchte UFO-Fälle

  • Unbekanntes rundes Objekt von Wildkamera fotografiert
  • UFO-Sichtung auf der A6 und der OZ-Faktor
  • UFO-Sichtungen im Saarland und Umgebung und die Frage nach der Freie Energie
  • Langenargen, Entführungen und Dr. Bick

TEIL 2: Analysen von UFO-Entführungsfällen

  • Die Waltons oder der Entführungsfall Travis Walton
  • Die Entführung der Kathy Davies

Literaturverzeichnis

Vorwort von Roland M. Horn

Seit Jahrzehnten untersuchte ich UFO-Sichtungsmeldungen – insbesondere für die Gesellschaft für UFO-Forschung (GEP e. V.) – aber auch die Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung e.V. (DEGUFO e. V.) sowie für andere Gruppen als auch in Eigeninitiative. Des Weiteren beschäftigte ich mich eine Zeitlang intensiv mit den klassischen UFO-Entführungen.

Die in diesem Buch aufgeführten UFO-Meldungsfälle wurden bisher noch nicht in Buchform veröffentlicht (bzw. in Büchern, die nur äußerst kurzzeitig auf dem Markt waren. Vollkommen neu ist aber die Bebilderung). Oft führen diese Fälle tief in Teilbereiche des UFO-Phänomens hinein, die gerade im deutschsprachigen Raum viel zu wenig Beachtung finden. Im Rahmen dieses Buches sollen sie aber ausführlich Würdigung finden. Es bleibt die Erkenntnis, dass das UFO-Phänomen immer noch viel mehr Unerklärliches zu bieten hat, als viele es für möglich halten.

Bei der Betrachtung der sogenannten UFO-Entführungsfälle (Der Begriff ist eigentlich vollkommen falsch gewählt, denn es werden ja keine „UFO“ entführt – was immer man sich unter diesem theoretischen Begriff auch immer vorstellen mag), fällt auf, dass dieses Phänomen weitaus vielschichtiger ist als man auf den ersten Blick annehmen möchte und dass eine definitive und alleingültige Antwort auf dieses Phänomen zum jetzigen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht gegeben werden kann.

  • Eine umfangreiche Leseprobe findet Ihr HIER.

Roland M. Horn:

Die UFO-Fallakten – Untersuchte UFO-Sichtungen und Analysen von UFO-Entführungsfällen

  • Carl Gerber Verlag 2020
  • ISBN: 978-3-87249-388-0
  • Paperback
  • Abbildungen
  • 174 Seiten
  • 12,50 Euro

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Komet Neowise ist der Erde am nächsten: Doch vor exakt 25 Jahren wurde der Komet Hale-Bopp entdeckt – und der brachte tatsächlich nichts Gutes

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Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp - und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)
Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp – und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)

Viele Astronomen, Sternengucker und Hobbyastronomen bewundern derzeit am Nachthimmel den Kometen Neowise. Auch über Deutschland ist dieses seltene aber keinesfalls außergewöhnliche Himmelsschauspiel zu sehen. Ein sogenannter langperiodischer Komet, der erst im März 2020 entdeckt wurde und wahrscheinlich erst um das Jahr 8709 wieder zu uns kommen wird. Doch an dem Tag, als der Komet seinen geringsten Abstand zur Erde hatte, wurde genau 25 Jahre zuvor ein anderer Komet entdeckt: Der Komet Hale-Bopp. Und dieser erwies sich in der Folge tatsächlich als ein tödlicher Unglücksbote, was mehreren Dutzend ufogläubigen Menschen das Leben kostete. Der Tiefpunkt einer UFO-Sekte. Was damals im Zuge des Hypes um Hale-Bopp geschehen war fasst dieser Artikel zusammen.


Neowise: Besucher aus den Weiten des Alls

Der aktuelle Komet Neowise – wissenschaftlicher Name C/2020 F3 – wurde erst am 27. März 2020 am Himmel entdeckt. Seit Anfang Juli kann er mit bloßem Auge am Sternzelt beobachtet werden. Ein sicher seltenes astronomisches Ereignis, dass aber seit Jahrtausenden bekannt ist.

Auch Neowise besuchte uns bereits. Dies soll nach den Berechnungen seiner Umlaufbahn um das Jahr 2402 vor Christus geschehen sein. Wie die meisten Kometen umrundet Neowise die Sonne in einer stark gestreckten elliptischen Umlaufbahn, die ihn weit, sehr weit, in das äußere Sonnensystem führt. Bei seinem nächsten sonnenfernsten Punk, dem sogenannten Aphel, um das Jahr 5365 wird er über 710-mal weiter von der Sonne entfernt sein, wie die Erde. Das sind gewaltige aber keine ungewöhnlichen Dimensionen solcher Himmelskörper.

Am 23. Juli erreichte der Komet seine größte Annäherung an die Erde. Dabei war er noch immer über 100 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt. Es bestand also keine Gefahr einer Kollision oder etwas ähnlichem mit der Erde. Denn Kometen galten seit jeher als unheimliche Vorboten. Hin und wieder auch als gutes Omen, doch unsere Vorfahren sahen in diesen kosmischen Geschossen meist ein Vorzeichen, dass etwas Schreckliches oder Umwälzendes geschehen wird.

Nun also entfernt er sich wieder der Erde und passiert auf seinen Rückweg in den weiten Raum auch die Riesenplaneten Saturn und Jupiter. Deren gewaltige Gravitation wirkt sich auch auf den kleinen Neowise aus, so dass sich seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit um die Sonne ändern wird. Wahrscheinlich muss man deshalb bis zum Jahr 8709 warten, bis er unseren Planeten wieder einen Besuch abstattet.

Hale-Bopp: Der Jahrhundertkomet

Astronomische Fakten und Modellrechnungen, die jeden Hobbyastronomen begeistern. Nicht anders war es vor einem viertel Jahrhundert.

Auf den Tag genau 25 Jahre bevor Neowise der Erde am nächsten kam, entdeckten die Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp am 23. Juli 1995 den nach ihnen benannten Kometen Hale-Bopp (C/1995 O1). Einer der hellsten Kometen überhaupt, der ab Sommer 1996 rund 1,5 Jahre lang mit bloßem Auge prachtvoll und groß am Himmel zu sehen war. Ab Anfang 1997 konnten selbst die Bewohner von hell erleuchteten Großstädten den Kometen problemlos sehen. Schnell nannte man ihn den „Jahrhundertkomet“.

Hale-Bopp war relativ groß, etwa 50 bis 60 Kilometern Kerndurchmesser. Dazu kamen zwei farbenfrohe Schweife, die dutzende Millionen Kilometer durch das All reichten. Auch Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen, dessen Umlaufbahn rund 4.200 Jahre betrug. Und auch sein Orbit hat sich durch die Gravitation von Jupiter verändert, so dass er jetzt „nur“ noch 2.380 Jahre für einen Umlauf benötigt.

Wir können ihn um das Jahr 4419 wieder am Firmament bewundern …

Für Astronomen war auch dieser Komet ein Ereignis, so dass sie ihn intensiv beobachten und erforschten. Selbst verschiedene organische Verbindungen konnten in Hale-Bopp nachgewiesen werden, die bis dato teilweise von Kometen unbekannt waren. Bis der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem ab Herbst 1997 langsam verschwand, war er ein sehr großes Ereignis im Internet.

Während der Beobachtungsphase 1996 und 1997 verbreitete sich das Internet rasant, weshalb der Komet zu einem der ersten Internet-Ereignisse überhaupt wurde. Vergleichbar mit der Mars-Mission „Pathfinder“ der NASA mit ihrem Rover, die am 4. Juli 1997 auf dem Mars landete. Auch dazu wurden täglich Neuigkeiten und Bilder durch das junge Netz verbreitet und diskutiert.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Während Astronomen und die junge Netz-Gemeinde Hale-Bopp feierten, sahen ihn andere Menschen mit ganz anderen Augen!

Misstrauisch und durchaus abergläubisch wie unsere Ahnen sahen auch vor 25 Jahren einige Menschen das Nahen des Kometen am Himmel. Bei ihnen wurden quasi „Urängste“ und schlimme Vorzeichen geweckt, die solchen Himmelserscheinungen schon vor tausenden von Jahren angedichtet wurden. Im Prinzip nicht ganz unbegründet, da der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden auf der Erde in der Vergangenheit vielfach verehrend war. Sie werden nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 65  Millionen Jahren verantwortlich gemacht, sondern diese „Bomben aus dem All“ können auch heute unser aller Ende bedeuten.

Bei Hale-Bopp war es 1996 und 1997 etwas anders. Hier befürchtete eigentlich niemand, dass er mit unserem Planeten kollidieren wird. Vielmehr wurde in ihm ein „Zeichen“ gesehen, dass von Gott, Jesus, Außerirdischen oder allen zusammen gesandt wurde. Angeheizt wurde das durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches „Etwas“ nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schein.

Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist. Auch wenn sich das „UFO“ auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner Radiosendung „Coast to Coast“ in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

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Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das „Hale-Bopp-UFO“ damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der „University of Hawaiʻi System“, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte „Fiat Lux“ und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.“

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott bzw. Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und sendet ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die „Getreuen und Gerechten“ zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint sind natürlich vor allem die Mitglieder von „Fiat Lux“ und alle die „würdig“ sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte „Fiat Lux“, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch „UFO-Sekten“ (1999) detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des „Orden Fiat Lux“ war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein „Paradies“ 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde, konnte sie den Untergang oder „Wandel“ glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als „Sprachrohr Gottes“.

„Heavens Gate: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella eine andere UFO-Sekte in den USA. Es war der UFO-Kult „Heavens Gate“ um den Guru Marshall Applewhite, über den auf diesem Blog ebenso bereits öfter berichtet wurde (Link HIER). Diese Sekte war der traurige Abschluss einer jahrzehntelange „Sekten-Karriere“ ihres Führers Appelewhite, wie im oben genannten Buch „UFO-Sekten“ ausführlich dokumentiert.

Auch die Anhänger von „Heavens Gate“ glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Allerdings nicht körperlich, sondern sie würden bei ihren „Götter“, den Aliens, wiedergeboren werden und so in ein kosmischen und ewiges Paradies einziehen. Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet, wobei er damals noch von seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles unterstützt wurde. Sie verstarb bereits 1985.

Während die Sekte „Fiat Lux“ sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von „Heavens Gate“ 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem „UFO“ im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das „Außenteam“ einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, mussten sie sich aber alle umbringen, wie sie glaubten. Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp wiedergeboren, während die Erde sich „recycelt“, wie sie es nannten. Die „höhere Quelle“ des Selbst könne man so erreichen. Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die „Higher Source“, „Höhere Quelle“, hieß.

Am 19. März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das war drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. „Heavens Gate Away Team“ stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt den Realitätsverlust, da sie sich damit als „Außenteam“ kennzeichneten. Ein solches „Away Team“ kennt man aus „Raumschiff Enterprise“ bzw. „Star Trek“, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

Für unter 6 Dollar in eine höhere Welt

Und warum sie bei ihrem Suizid alle neue Kleidung trugen und sich alle den gleichen Geldbetrag einsteckten, wird wohl nie beantwortet werden (s. a. Artikel HIER). Schließlich war es das Ziel der Gruppe, dass ihre Seelen durch den gemeinsamen Selbstmord in das UFO reisen sollen. Nicht ihr physischer Körper. Auf eine höhere Ebene, auf der man wohl kaum knapp sechs Dollar Fahrtgeld oder neue Turnschuhe benötigt.

Der Komet Hale-Bopp und vor allem die Ereignisse der UFO-Sekte „Heavens Gate“ sind jetzt 25 Jahre her. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und „Glaubenswächtern“ teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch „UFO-Sekten“ zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der „jungen UFO-Community“ das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch „Heavens Gate“ war und ist nicht allein „auf dem Mark“ …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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