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Paranormales aus dem 19. Jahrhundert: Das dämonische Spukhaus von Dublin und die zwei Studenten

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Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Paranormale Phänomene wie Geister-Erscheinungen oder Spukorte sind Klassiker in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files. Denn auch der Glaube an solche Phantome, Seelen Verstorbener und übersinnliche Kreaturen an sich ist sie alt wie die Menschheit. Ein interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 in Irland veröffentlicht. Dabei handelt es sich um unheimliche Spuk-Erscheinungen, die zwei Studenten der Universität während ihres Studiums in Dublin selber erlebten. Erlebnisse in einem scheinbar “verfluchten Haus”, die heute bereits in den Bereich der Märchen gefallen sind. Was damals geschehen und was der Auslöser gewesen sein soll, lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Welt des Unfassbaren

Die Welt des Paranormalen gehört wohl zu den ältesten Themen der Grenzwissenschaft an sich. Egal ob man sie Paranormale Phänomene, Spuk, Geistererscheinungen, Parapsychologie oder kurz PSI nennt, beschäftigen sich seit Jahrhunderten Menschen mit diesen Phänomenen. Lange bevor es die „modernen“ grenzwissenschaftlichen Themen wie Prä-Astronautik, UFOs oder die populäre Form der Esoterik gab.

Geisterjäger“ sind dabei natürlich auch keine moderne Erfindung. Ebenso wie Erscheinungen von mutmaßlichen Geistern, Dämonen oder anderen unheimlichen Wesen und Entitäten. Immer schon gab es Menschen und durchaus auch Orte, die von  solchen Phänomenen und Erscheinungen „heimgesucht“ worden sein sollen.

Ein sehr interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 im „Dublin University Magazin“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um paranormale Ereignisse oder Spuk-Erscheinungen, die nicht genau datiert wurden. Erfahren haben sie zwei Studenten der Universität, die während ihres Studiums in der Aungier Street in Dublin (Irland) lebten.

Das vermeintliche Märchen „Bericht über einige seltsame Turbulenzen in der Aungier Street“ stammt von Joseph Sheridan LeFanu. Er lebte mit seinem Cousin Tom Ludlow während seines Medizinstudiums in einem scheinbar „verfluchten“ Haus in Dublin.

Mehrfach, so LeFanu, erschienen ihm und Ludlow Geister in dem Gebäude, deren Manifestationen von paranormalen Begebenheiten begleitet worden sein sollen. Seltsame Fratzen, „Dämonen“ und erschreckende Erscheinungen spukten hier herum. Und beide Studenten wurden im Schlaf von sonderbaren Träumen und Emotionen geschüttelt. Ein, wie in dem über 20 Seiten umfassenden Bericht betont wird, sehr altes Haus, in dem es offenkundig spukt.

Heimsuchungen!

Eines Tages nahmen die „Heimsuchungen eine regelmäßige Form an“, schreibt LeFanu. Er durchlebte „immer wieder denselben schrecklichen Traum“. „Trotzt tiefster Dunkelheit“ und „mit widerwärtiger Genauigkeit“ erschien permanent eine erschreckende Fratze am Fenster. LeFanu war sich nach einiger Zeit sicher:

Dort ging in unbekannten Räumen, und aufgeführt von unbekannten Wesen, etwas vor sich, was wohl dazu gedacht war, mich zu quälen.

Eines Tages dann konnte der gequälte Zeuge dieses Gesicht am Fenster genauer sehen. Er beschreibt dieses Dämon mit den Worten:

Nach einer Pause von einer bestimmten Länge folgt ein Bild auf das Fenster und blieb dort wie ein Magnet angezogen haften. Bei dem Bild, das auf so geheimnisvolle Weise auf die Scheibe geheftet wurde, handelte es sich um das Porträt eines alten Mannes in einem scharlachfarbenen, mit Blumen bedruckten Morgenmantel. Der Gesichtsausdruck des Mannes stellte eine seltsame Mischung von Verstand, Sinnlichkeit und Kraft dar. Er war düster und voll Bösartigkeit. Die Nase war wie bei einem Raubvogel gebogen. Die Augen, grau und kalt, blickten mit einer tödlichen Grausamkeit drein.

(…) Ich erinnere mich an jede Linie, jeden Schatten, jede Pore dieses steinernen Gesichts. Der Blick dieser höllischen Visage ruhte auf mir, und ich schaute zu dem Gesicht hin, angezogen von der unerklärlichen Faszination, die von solch einem Schreckensbild ausgehen kann.

Was war das für eine „höllische Visage“, nur ein Traum?

Die „höllische Visage“

Diese paranormal anmutende Erzählung erinnert zum Teil durchaus an das bekannte Phänomen der „Bedroom-Visitors“ aus der UFO-Forschung. Das sind jene Berichte aus dem Gebiet der UFO-Entführungen, bei denen mutmaßliche Außerirdische nachts in die Schlagzimmer ihrer Opfer eindringen. Auch sie – die angeblichen Aliens – werden den Berichten/Erzählungen nach häufig als fremdartig-menschlich bis dämonisch geschildert …

Auch LeFanu assoziierte das Gesicht mit etwas Bösem und Sturem, da, so kann man vermuten, die Fratze fremdartig und nicht-menschlich, aussah.

Die seltsame Aussage „angezogen von der unerklärlichen Faszination“ ist heute umso interessanter. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass heutige UFO-Entführungsopfer bzw. Zeugen einer nahen Begegnung berichten, sie seien von den Fremden irgendwie „paralytisch“ angezogen worden. Kaum jemand der angeblich in ein UFO verschleppten Menschen konnte sich den hypnotischen Blicken der “Anderen” entziehen.

Am anderen Morgen, so heißt es weiter, sei der Beobachter dieser Fratze „zerschlagen und nervös“ gewesen, was ihm Probleme bereitete „den Pflichten des Tages nachzukommen“. Die Erklärung war für ihn, dass dies wohl irgendwie „mit der Ausstrahlung von Angst zusammenhing, die von diesem seltsamen Phantasiemagorie ausging“.

Und obwohl es zwischen paranormalen Erscheinungen wie eben Geister & Co. und dem UFO-Phänomen Parallelen gibt, entwickelt sich dieser Bericht zu einer klassischen Spuk-Erzählung.

Der skeptische Mitbewohner

Der Mitbewohner Tom Ludlow bekam von diesen schaurigen Erscheinungen udn Phänomenen nichts mit. Allerdings machte er sich „stets über meine Ängste lustig“, wie LeFanu notiert. „Ein Skeptiker, wie er es war, musste einmal ein Lektion erteilt bekommen, und wie das zuging.“ Und die bekam er auch, da auch er das dämonische Wesen sah. Doch, so stellte sich später heraus, nachdem beide das Spukhaus lieber wieder verlassen hatten, es soll der Geist eines Richters Horrock gewesen sein.

Ein Richter, der wie kein anderer Angeklagte zum Galgen brachte und sich letztlich in dem Haus erhängt habe. Durch diesen Suizid wurde das Haus zu einem jener seit undenklichen Zeiten bekannten Spukhäuser. Denn auch nach dem Freitod des Richters hatten zahllose weitere Bewohner und Mieter in der Aungier Street alles andere als Glück. Mehrere Menschen kamen hier ums Leben. Unfälle, Morden und Selbstmorde häuften sich.

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Dreimal will der Skeptiker Ludlow selber den teuflischen Geist gesehen haben, wie er es später erst seinem Cousin umfangreich schilderte. Anders als bei LeFanu war es bei ihm aber so, dass die Gestalt als Ganzes in seinem Zimmer schien. Mal saß sie mit ihrer unheimlichen Fratze nachts in einem Sessel, mal schritt sie für ihn eindeutig und klar erkennbar durch das Zimmer. Ein schreckliches Gesicht, das ich nie vergessen werde“ habe der Geist gehabt. Dieser „teuflische Anblick“ schockierte ihn.

Nach einer Begegnung mit dem „schrecklichen Phantom“ im Treppenhaus, bei dem es eine Galgenschlinge trug, stand fest: In diesem Geisterhaus kann man nicht mehr weiter leben und arbeiten – und so wurde ein neue Wohnung gesucht.

Laut dem Artikel von 1862 haben die beiden erst einige Zeit später erfahren, was es mit dem Haus auf sich hatte. Erst ihre frühere Haushälterin in Dublin erzählt ihr von dem Richter und all den anderen Unglücken, die sich in diesem Anwesen ereignet haben sollen.

Nächtliche und dabei deutliche Schritte, „Monster-Erscheinungen“ (etwa eine riesige „Ratte“ mit menschlichem Gesicht), die Erscheinungen des dämonischen Geistes – all das machte das Haus für die beiden Studenten unbewohnbar.

Gruselhäuser und unruhige Seelen

Die Veröffentlichung mit den Ereignissen ist überaus umfangreich und an dieser Stelle natürlich sehr zusammengefasst. Zweifellos ist sie aber eine klassische Geschichte eines ebenso klassischen Spukhauses. Inklusive unruhiger Seelen, wie Geister-Erscheinung klassische interpretiert werden.

Doch entspricht sie auch der Wahrheit? Das kann niemand sagen. Der Autor des Berichtes betont mehrfach, dass man sie gar nicht beweisen will. Man wolle nur erzählen, was man in diesem Haus als Studenten erlebt habe.

Der Richter, „der in dem Ruf stand, besonders viele Angeklagte zum Galgen geschickt zu haben“, sei hier der Auslöser für all die Ereignisse. „In einem Anfall von geistiger Umnachtung, wie der Leichenbeschauer schrieb“, habe er sich am Treppengeländer des Hauses erhängt. Wurde er so zu einer der viel zitierten  verlorenen Seelen?

Die Geschichte wurde zwar erst vor 157 Jahren von den Augenzeugen selber veröffentlicht, aber eines ist jetzt schon bemerkenswert: In einem Buch mit irischen Sagen und Märchen ist sie wie ganz selbstverständlich neben Erzählungen über Feen, Riesen und anderen Fabelwesen bereits heute zu finden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer “Teufelsaustreiber” fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden

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Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer "Teufelsaustreiber" fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)
Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer “Teufelsaustreiber” fordert von der katholischen Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)

Es mag heute mittelalterlich erscheinen oder von irgendwelchen “primitiven Völkern” im Urwald stammen, aber Exorzismus gibt es bis heute in der katholischen Kirche. Wie bereits mehrfach auf diesem Bog berichtet, ist Exorzismus tatsächlich noch immer fester Bestandteil der Kirche. Eigens dafür bildet der Vatikan selber solche “Teufelsaustreiber” aus, die dann in aller Welt den Kampf gegen Satan, böse Dämonen und Besessenheit aufnahmen. Jetzt aber fordert ein Exorzist in einem offenen Brief an die Kirche, dass diese mehr Exorzisten ausbilden müsse. Der Grund ist, dass Aktivitäten von Dämonen und dem Bösen enorm zugenommen haben!


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Exorzisten

Teufelsaustreiber gibt es eigentlich in allen Teilen der Welt sowie in zahllosen Kulturen. Die wenigsten dieser Menschen sind aber auch “kirchlich anerkannte Exorzisten“, die im Auftrag des Vatikan handeln und auch in Rom ausgebildet wurden. Im schlimmsten Fall sind solche selbsternannten Teufelsaustreiber charismatische Sekten-Gurus.

Auch wenn es in der katholischen Kirche ein Regelwerk für Exorzisten gibt und weiterhin dort solche Geistlichen ausgebildet werden, ist der Glaube an das Böse und Satan allgegenwärtig. Hier sieht die Kirche das Problem, dass sich Scharlatane, Gurus oder Geistheiler in ihre Tattätigkeit des Exorzismus einmischen. Nicht unbegründet befürchtet der Vatikan dadurch Schaden an Leib und Leben angeblich von Dämonen oder dem Teufel besessenen Menschen!

Enormer Anstieg “dämonische Aktivitäten” in Irland

Der Exorzist Pater Pat Collins aus Irland schlägt deshalb jetzt Alarm, wie es verschiedenen Medien berichten. Er sieht sich in Irland einem dramatischen Anstieg von teuflischen Aktivitäten gegenüber und fordert die Bischöfe seinen Landes und die Kirche dazu auf, mehr Exorzisten auszubilden.

In den letzten Jahren seien die Anfragen von besorgten Gläubigen nach einem Exorzismus so gewaltig angestiegen, dass die Kirche eingreifen müsse. So berichtetet es beispielsweise “The Irish Catholic”.

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Pater Pat Collins dazu:

Was ich verzweifelt herausfinden musste, sind Leute, die in ihren eigenen Köpfen – zu Recht oder zu Unrecht – glauben, dass sie von einem bösen Geist befallen sind.

Ich denke, in vielen Fällen glauben sie falsch, aber wenn sie sich an die Kirche wenden, weiß die Kirche nicht, was sie mit ihnen machen soll und sie verweisen sie entweder an einen Psychologen oder an jemanden, von dem sie gehört haben, dass er sich für diese Form des Dienstes interessiert. Und so fallen sie zwischen die Ritzen und ihnen wird oft nicht geholfen.

Genau darum verlangt Collins, dass die Kirche mehr Exorzisten ausbilden muss. Eine Aussage, die auch die “International Association of Exorcists” (IAE), die Vereinigung der katholischen Kirche von einigen hundert aktiven Exorzisten, teilt.

Satan oder Psychiatrie?

Der Exorzist Pater Collins ist überzeugt:

Es gibt immer mehr Beweise für das niederträchtige Treiben des Bösen.

Andere Exorzisten sind der selben Meinung. Doch nicht jeder “vom Teufel besessene Mensch” ist es auch, wie es die Kirche auch selber sagt. Es wäre auch mehr als vermessen zu behaupten, dass alle Menschen, die sich in irgendwelchen Wahnvorstellungen und psychischen Ausnahmezuständen verlieren, gleich von Dämonen besessen sind.

Zwischen dämonischer Aktivität und einer psychischen Erkrankung muss klar unterschieden werden. Dazu heißt es im “Katechismus der Katholischen Kirche”:

Der Exorzismus dient dazu, Dämonen auszutreiben oder vom Einfluss von Dämonen zu befreien und zwar kraft der geistigen Autorität, die Jesus seiner Kirche anvertraut hat. Etwas ganz anderes sind Krankheiten, vor allem psychischer Art; solche zu behandeln ist Sache der ärztlichen Heilkunde. Folglich ist es wichtig, dass man, bevor man einen Exorzismus feiert, sich Gewissheit darüber verschafft, dass es sich wirklich um die Gegenwart des bösen Feindes und nicht um eine Krankheit handelt.” (KKK, 1673)

Pater Collins und die “International Association of Exorcists” sehen sich angesichts der Flut an Exorzismus-Nachfragen ihrer “Schäfchen” schlicht überfordert.

Gleich ob es nun “echte Besessenheit” oder eine psychische Erkrankung in den Augen der Kirche ist, muss diesen Menschen geholfen werden.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Astronaut an der Kathedrale von Salamanca in Spanien – und warum essen Dämonen eigentlich Eis?

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Der Astronaut an der Kathedrale (Bild: gemeinfrei/WikiCommons)
Der Astronaut an der Kathedrale (Bild: gemeinfrei/WikiCommons)

Waren die Götter Astronauten? Kamen leibhaftige Götter in der Urzeit der Menschheit auf die Erde und waren diese reale Wesen? Sind die Götter unserer Ahnen damit nichts weiter als Außerirdische aus den Tiefen des Kosmos? Seit mindestens 50 Jahren suchen bekanntlich die Fans, Autoren und Anhänger dieser Ideen Beweise dafür, dass es diese Astronautengötter tatsächlich gab. Ein Kathedrale in Spanien scheint, so heißt es immer wieder, den Beweis zu besitzen: Die steinerne Darstellung eines Raumfahrers. Aber woher stammt dieser angebliche Beweis eigentlich genau?

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spätestens seit Erich von Däniken Ende der 1960ger Jahre des letzten Jahrhunderts in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” Fragen nach den “Göttern der Vorzeit” stellte, ist das Thema weltweit bekannt. Sein Buch und die Folgebücher von EvD wurden Weltbestseller!

Laien, Däniken-Fans und Wissenschaftler zerbrechen sich seit dem den Kopf darüber, ob an den spektakulären Ideen der Astronautengötter etwas Wahres dran sein könnte.

Und tatsächlich: in vielen Teilen der Welt wollen die Befürworter der Prä-Astronautik fündig geworden sein. Nicht nur in Mythen und heiligen Texten rund um die Welt, sondern auch und vor allem in bildlichen Darstellungen unserer Vorfahren.

Sind Abbildungen von fremdartigen Wesen in Wahrheit mehr als irgendwelche “mythischen Fabelwesen” oder “imaginäre Götter”? Einige Freunde des Unfassbaren wollen hier auch an einer Kirche im westlichen Spanien fündig geworden sein: In der Kathedrale von Salamanca.

Was verbringt sich hinter diesem spanischen Mysterium der Ancient Aliens-Idee?

Obwohl das Thema und vor allem die Herkunft des “Astronauten von Salamanca” eigentlich schon lange nicht mehr nur “Insidern der Prä-Astronautik” bekannt sein sollte, wird es doch im Netz immer mal wieder diskutiert. Für mich Grund genug an dieser Stelle einen alten (und etwas geänderten) Artikel von mir online zu stellen. Erschienen ist er unter Pseudonym von mir bereits im Januar 2009.

Der Astronaut in der Kirche

VIDEO: Der Gruselwald von Orrius in Spanien (Bild: WikiCommons / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Rund 220 Kilometer nordwestlich von Madrid in Spanien liegt die prachtvolle Kathedrale von Salamanca. Ein wundervolles christliches Bauwerk, das heute aus zwei “Kernbauten” besteht. Zum einen die “alte Kathedrale” aus der Zeit des 12. bis 13. Jahrhunderts und zum anderen die “neue Kathedrale” aus dem 16. Jahrhundert.

Die “neue” Kirche von Salamanca wurde in der Zeit zwischen 1613 und 1733 errichtet und ist genau jenes sakrale Bauwerk, das immer wieder für Aufsehen sorgt. Vor allem eben im Internet. Genau diese reicht verzierte Kirche scheint einen Beweis für die Thesen der Prä-Astronautik zu beherbergen, da sich zwischen Hunderten von Reliefs und Figuren ganz erstaunliche Darstellungen befinden.

Am “Puerta da Ramos” genannten Tor der Kathedrale finden sich Verzierungen, zwischen denen der aufmerksame Betrachter die eindeutige Darstellung eines Astronauten sieht!

Er scheint schwerelos im All zu schweben, trägt einen modern anmutenden Astronautenhelm, einen Versorgungsrucksack, Mondstiefel und man erkennt auch einen Versorgungsschlauch. Zweimal ist dieser Astronaut an der Kathedralen-Pforte zu finden. Ein Missdeutung der Darstellungen ist vollkommen ausgeschlossen: es ist ohne Frage ein Astronaut mit seiner Ausrüstung.

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Wie ist es möglich, dass eine derart deutliche Darstellung an einer bis zu 800 Jahre alten Kathedrale zu finden ist? Eine Erinnerung an die Götter aus dem All der Vorzeit? Zumindest wird das bis heute – 2017 – tatsächlich immer wieder vermutet.

Obwohl “Kenner der Mysterien der Welt” diese Abbildung in- und auswendig kennen, taucht sie dennoch online immer wieder auf. Aus dem Kontext gerissen allerdings. Das heißt, dass nur ein Foto des Astronauten präsentiert wird, aber als Herkunft (wenn überhaupt) nur “eine Kirche in Spanien” oder ähnliches genannt wird …

Der Astronaut und der Dämon mit einem Eis an der Kathedrale von Salamanca (Bilder: gemeinfrei)
Der Astronaut und der Dämon mit einem Eis an der Kathedrale von Salamanca (Bilder: gemeinfrei)

Dabei ist die Erklärung sehr einfach:

Die Sache hat einen einen ganz modernen und profanen Hintergrund und ist kein Beweis für die Idee der Astronautengötter. In Wahrheit sind die beiden Darstellungen der Raumfahrer modernen Ursprunges. Studenten bzw. Restauratoren haben im Jahre 1992 bei Restaurierungsarbeiten an der Kathedrale diese beiden Kosmonauten mit eingebaut. Sie schienen dies wohl besonders witzig zu finden und wir können nur spekulieren, ob sie vielleicht auch die Bücher von Erich von Däniken kannten.

Humor bewiesen sie aber auch bei einer anderen Darstellung etwas unterhalb des Astronauten. Dort sieht man den leibhaftigen Satan oder einen höllischen Dämon, der in seiner linken Hand eine Waffel mit Eiskugeln hält. Vielleicht wollten die Restauratoren mit dieser Darstellung die Besucher und Touristen in Salamanca dazu animieren, sich ein Eis in einem der lokalen Geschäfte zu holen …

Mehr über den “Astronauten von Salamanca” auch in diesem YouTube-Video von mir (ab ca. Minute 7:00):

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Der Mothman und das „Batman-Monster“ Popobawa von Sansibar: Von fliegenden Bestien und Sex-Dämonen +++ Artikel +++

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Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: Lars A. Fischinger)
Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: L. A. Fischinger)

Berichte von Begegnungen mit fremden Wesen oder sogar dämonischen Kreaturen gibt es aus aller Welt und aus allen Zeiten. Viele dieser sonderbaren Gestalten gehören in den Mystery-Bereich der Kryptozoologie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat bis dato unbekannte Tiere aufzuspüren. Seien die Erzählungen und die angebliche gesehenen “Tiere” noch so bizarr. Eines solcher Monster ist in unseren Breiten dabei eher weniger bekannt: Der “Popobawa” von der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas. Eine geflügelte, menschenähnliche Kreatur, die an den berühmten Mothman aus den USA erinnert – dann aber doch wieder ganz anders ist. Warum der Popobawa so anders ist, was sich in Afrika über diesen Fledermaus-Dämon erzählt wird und was Adam und Eva damit zu tun haben, erfahrt Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beschreibungen und Berichte von Kreaturen aller Art und Unart, die es zoologisch eigentlich gar nicht geben dürfte, sind aus vielen Teilen der Welt bekannt. Seien es jetzt „Seeungeheuer“ oder „dinosaurierähnliche Wesen“ – die Welt der Kryptozoologie bleibt auch im 21. Jahrhundert spannend.

Besonders spannend und zugleich seltsam wird es aber immer dann, wenn Menschen von Kreaturen berichten, die menschenähnlich ein sollen. Zumindest im weitesten Sinne als humanoid beschrieben werden. Während man beim Yeti, Bigfoot und anderen „Affenmenschen“ noch gut von „menschenähnlich“ oder „humanoid“ sprechen kann, sieht es bei anderen Wesen wieder ganz anders aus. Man denke hier nur an den „Ziegensauer“, den „Chupacabra“. Obwohl diese Bestie auf zwei Beinen laufen/springen und zwei Arme mit Händen haben soll, ähnelt sie einem Monster mehr als einem Menschen.

Der Mottenmann

Gleiches gilt für den schon legendären „Mothman“, der nur entfernt menschlich ist. Dieser „Mottenmann“ aus den USA (aber unlängst auch aus anderen Teilen der Welt) ist, wie es sein Name schon verrät, eine Mischung aus Fledermaus, Riesenmotte, Engel, Mensch und Riese. Die Beschreibungen der Zeugen, die diesen Mothman gesehen haben wollen, machen deutlich, dass die Kreatur zoologisch auf keinen Fall zugeordnet werden kann. Das heißt, wenn es ein solches „Biest“ auch wirklich gibt.

Der Mothman wurde vor allem durch John E. Keel bekannt. In seinem Buch „The Mothman Prophecies“ dokumentierte Keel bereits 1975 zahlreiche Augenzeugenberichte und Geschichten über diesen Mottenmann, die später sogar verfilmt wurden. Unheimliche Ereignisse, die sich vor allem ab Mitte November 1966 um den Ort Point Pleasant im US-Bundesstaat West Virginia ereignet haben sollen.

Keel schilderte 1975 in diesem Zusammenhang  auch Berichte über UFOs, die MIB (Men in Black) und Verschwörungstheorien. Skeptiker vermuten hinter den Sichtungen des Mothman eher Verwechselungen mit großen Kranichen und Eulen im Dunkeln sowie eine Anfeuerung des Themas durch Presseberichte …

Der Mothman-Mythos ist inzwischen durchaus „kultig“ geworden. So wird jedes Jahr in Point Pleasant ein „Mothman-Festival“ veranstaltet und vor Ort gibt es auch ein  „Mothman-Museum“. Alljährlich treffen sich hier Fans, Forscher und Freaks zum Fest, das dies Jahr am 16. und 17. September stattfinden wird. Begleitet wird diese Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen rund um Kryptozoologie, Geistererscheinungen, UFOs, Para-Phänomenen und natürlich dem Mottenmann selbst. Ebenso mit Live-Bands, Diskussionsrunden und „Cosplay“ aus Comic und Science-Fiction.

All das ähnelt dem jährlichen UFO-Festival in Roswell in New Mexiko, wo bekanntlich im Sommer 1947 ein UFO abgestürzt sein soll.

Diese Hintergrundinformationen sind dahingehend von Bedeutung um zu zeigen, dass Mythen wie der Mothman heute längst von dem eigentlichen Geschehen von damals getrennt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch die UFO-Feste von Roswell schaffen es fast jährlich in die Medien und Presse und zeigen damit ein verzerrtes Bild des Themas. In den Mainstreammedien zu sehende UFO-Fest-Besucher, die als grüne Aliens mit Fühlern oder Antennen auf dem Kopf verkleidet feiernd durch Roswell laufen, sind natürlich ein Zerrbild der UFO-Thematik. Ein weit verbreitetes allerdings, dass in der öffentlichen Wahrnehmung schnell alle UFO-Interessierte als Spinner brandmarkt.

Der Teufel mit dem Wolfskopf

Fliegende „Mensch-Engel-Monster-Wesen“ werden, zumindest behaupten das Augenzeugen, in aller Welt gesehen. Selbst aus Deutschland meldeten sich nach einem YouTube-Aufruf 2012 Zeugen bei mir, die einen Mothman nach Art des Wesens aus Point Pleasant in den USA gesehen haben wollen.

Schnell fällt bei Berichten über „fliegende Monster“ auf, dass die Beschreibungen dieser Wesen aus einem Horrorfilm stammen könnten. Sie erinnern auch an Phantasiewesen auf Abbildungen aus dem Mittelalter, auf denen die Künstler Fabelwesen darstellten, die sie aus bekannten Tieren einfach zusammensetzten. Etwa, indem man einfach einem echten Fisch mit dem Kopf eines echten Vogels versah.

Der Phantasie war damals keine Grenze gesetzt. Doch teilweise vergleichen Menschen „ihre“ gesehenen Kreaturen noch immer mit allerlei unterschiedlichen Tieren, die real existieren. Womit sollten sie das Gesehene auch sonst vergleichend beschreiben – wenn nicht mit bekannten Tieren?!

Ein Beispiel:

Am 24. April 1994 war der damals achtzehnjährige Brian Canfield in seinem Wagen zwischen dem Ort Buckley südlich von Seattle und den Bergen von Mount Rainer im US-Bundesstaat Washington unterwegs.

Eine Region übrigens, die für Geschichten von Begegnungen mit sonderbaren Wesen geradezu „ein Händchen hat“, wie Ihr es in einem Video von mir HIER erfahrt.

Aber zurück zu Canfield. Es war tiefste Nacht, so der junge Mann damals weiter, und er sei an diesem Tage auf dem Weg nach Hause gewesen. Alles war ganz normal und auch die Autofahrt war wie jede andere auch. Bis plötzlich der Motor seines Kleinlasters abstirbt und Canfield so gezwungen wird, anzuhalten.

Doch plötzlich bemerkt der Zeuge, dass ganz in seiner Nähe ein wahres Monster lauert! Eine Kreatur von ca. 2,70 Metern Größe, das gelbe Augen, einen voluminösen Brustkorb, Flügel, einen kleinen Kopf und Klauen, wie die eines Raubvogels, hatte. „Vom Kopf her ähnelte er einem Wolf“, erinnert sich Brian Canfield später.

Als es ihm gelang, seinen „abgesoffenen“ Wagen wieder in Fahrt zu bringen, blickte er in den Rückspiegel und sah, wie das „Ding“ seine riesigen Flügel ausspannte. Sie waren so breit wie die Straße. Dann verschwand die Gestalt im Dunkeln des Nachthimmels.

Wieder daheim, fuhren Canfield und ein ortskundiger Freund mit Kamera und Gewehr bewaffnet wieder an den Ort des Geschehens. Doch sie fanden nichts – der gruselige „Teufel“ war verschwunden. Nach diesem erschreckenden Erlebnis beschwor Canfield der lokalen Zeitung „News Tribune“ gegenüber:

Es ist wirklich passiert! Darauf wette ich mein Leben! Ich habe immer noch das Bild in meinem Kopf von diesem Ding, ich kann es einfach nicht loswerden. Ich wünschte, es wäre nie passiert!

In der Tat ein Mischwesen-Monster aus uns bekannten Tierarten. Aber gleichzeitig nur eine Zeugenaussage, die man glauben kann oder eben nicht. Beweise konnte Canfield nicht liefern. Sofern der Zeuge tatsächlich eine solche ungewöhnliche Kreatur gesehen hat, wünscht sich sicher niemand mehr das belegen zu können, als er selber …

Das Monster von Sansibar

Tausende Kilometer vom Mottenmann entfernt soll ein weiteres „Flugmonster“ sein Unwesen auf einer Insel treiben: Auf Sansibar. Damit ist nicht das Lokal „Sansibar“ auf der Insel Sylt gemeint, sondern die Inselgruppe Sansibar (auch Zanzibar) im Indischen Ozean.

Auf dieser kleinen Inselgruppe vor der Küste von Tansania (Südost Afrika) berichten Menschen von einem Wesen, welches dem Mothman erstaunlich zu ähneln scheint. Die Bewohner der Inseln nennen die Kreatur Popobawa und beschreiben sie als eine Mischung aus Mensch und Fledermaus. Auch der Name Popobawa wurzelt in dem Aussehen des Monsters, da es aus der Swahili-Sprache (Suaheli) für „Fledermaus“ (= popo) und „Flügel“ (= bawa) zusammengesetzt ist. Auf der Insel Pemba, quasi das Kernland der Berichte über das Wesen, wird es auch als „Zain Haider“ bezeichnet. Angeblich abgeleitet vom arabischen Wort für „Löwe“ (= Haydar), was die Gefährlichkeit der geisterhaften Flugbestie unterstreichen soll.

Wie eben in anderen Berichten von fliegenden Wesen, so wird auch Popobawa als menschenähnlich beschrieben. Aber auch hier nur von der grundsätzlichen Statur des Untieres her. Popobawa sei etwa so groß wie ein ausgewachsener Mensch, hat aber nur ein (rotes) Auge mitten auf der Stirn, die Flügel und Krallen einer Fledermaus einen langen Schwanz und zwei Beine. Mit diesen Beinen könne der Geist oder Dämon auch laufen wie ein Mensch.

Das besonders Unheimliche an diesen Geschichten aus dem Indischen Ozean ist, dass Popobawa Menschen attackieren und verletzten soll. Anders als der legendären Mothman, der grundsätzlich niemanden angreift und schädigt(e).

Die ersten bekannten Begegnungen mit diesem „Dracula“ ereigneten sich ab etwa 1970/72 auf der Sansibar-Nachbarinsel Pemba. Nach einigen Wochen jedoch war der Spuk vorbei. Bis in die 1980er Jahre, als erneut Zeugen berichtete, dass sie das Wesen beobachtet hätten. Angst und Schrecken habe das Fledermaus-Monster verbreitet und sogar für einige Knochenbrüche bei Menschen gesorgt.

1995 kam Popobawa wieder auf die Insel zurück. Vor allem der Reporter Chris McGreal machte damals diese Sichtungswelle bzw. das Wesen an sich weit über die Grenzen Sansibars hinaus bekannt. Auslöser dafür war der Artikel „Zanzibar Diary“ zu den Vorfällen, den McGreal am 2. Oktober 1995 in der Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte. Vor allem die Schilderungen des lokalen Farmers Mjaka Hamad sorgten dabei für hitzige Debatten.

Hamad war einer der ersten Zeugen, die eine Begegnung mit dem Wesen beschrieben. Angeblich, so Hamad, haben mehrere Bewohner seines Hauses den Popobawa tatsächlich gesehen. Ein Mann soll von dem Fledermausmenschen sogar zu Tode „gehackt“ worden sein!

Ein anders Opfer der Kreatur kam glimpflich davon. Er sei in das Landeshauptkrankenhaus eingeliefert worden, da ihm der Popobawa mehrere Rippen gebrochen und Quetschungen sowie andere Verletzungen zugeführt habe. Nach dieser schmerzhaften Begegnung sei das Biest ebenso schnell wieder verschwunden, wie es kam …

Sex mit dem Monster?

Erste Berichte über Begegnungen mit unheimlichen Wesen dieser Art stammen schon aus den 1960er Jahren. Diese Schilderungen lösten aber kein weit verbreitetes Interesse aus, da sie eher lokal erzählt wurden.

Bei den Ereignissen von 1995 hingegen wird gerne die Bezeichnung „Massenhysterie“ verwendet, da sich die Berichte auch auf andere Inseln ausbreiteten. Ebenso erfasste die Popobawa-Hysterie Städte und Orte an der Küste des Festlandes.

Vor allem die Männer des Archipels sahen sich in Gefahr, da der Popobawa ausschließlich Männer im Schlaf überfallen haben soll. So griffen die männlichen Bewohner zur Selbsthilfe, in dem sie nicht mehr alleine in ihren Hütten und Häusern schliefen, sondern die Nächte zusammen an offenen Feuern im Freien verbrachten. Die Gruppe sollte Schutz vor diesem bösen Dämon der Nacht bieten. Und die Männer glaubten auch, dass der Popobawa von ihnen etwas „sexuelles“ wollte.

So schilderte Mjaka Hamad seine unheimliche Begegnung mit den Worten:

Ich konnte es fühlen, dass etwas auf mich drückte und ich konnte mir nicht vorstellen, was mit mir geschieht. Du fühlst dich, als ob du ohne Stimme schreist. Es war wie ein Traum, aber da dachte ich, dass ist der Popobawa und er ist gekommen, um etwas Schreckliches mit mir zu tun. Etwas Sexuelles. Es ist schlimmer als das, was er mit Frauen macht.

Ich glaube nicht an Geister. Vielleicht hat er mich aber genau deshalb angegriffen. Vielleicht will es jeden angreifen, der nicht glaubt.“

Ein sexueller Angriff eines rätselhaften Monsters auf einen unbescholtenen Farmer im Schlaf? Kaum zu glauben, aber schon Jahrhunderte bekannt. Zumindest in der (europäischen) Folklore, wo dämonische Wesen mit Namen Inkubus und Sukkubus schlafende Frauen bzw. Männer sexuell überfallen haben sollen (mehr HIER). Diese Albe/Elbe/Elfen mit Namen Sukkubus würden nachts dem schlafenden Mann den Samen rauben und die Inkubus wiederum sich mit schlafenden Frauen paaren. Eben ein Alb-Traum.

Grundsätzlich sind das uralte Motive der Mythologie, die schon vor tausenden von Jahren (zum Beispiel in Mesopotamien) bekannt waren.

Als Anfang Februar 1995 die Sichtungswelle auf den Inseln ausbrach, sollen auch verschiedentlich solche Kreaturen von Menschen getötet worden sein. Etwa am 28. April in dem Ort Nungwi und am 3. April in Sansibar-Stadt. Doch dann endete die Welle ebenso schnell, wie sie über die Inseln herein brach. Vorerst.

Auch nach 1995 kam es immer wieder zu Berichten über den Popobawa. Teilweise enthielten diese Meldungen auch die „sexuelle Komponente“ rund um das Monster der Nacht. Beispielsweise brachte die BBC am 21. Februar 2007 die Meldung „Fledermaus-Dämon schuld an Sex-Attacken“. In den BBC News war zu lesen:

Männer in Teilen der Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam leben in Angst vor einem nächtlichen Sex-Angreifer. (…) Manche Männer bleiben wach oder schlafen in Gruppen außerhalb ihrer Häuser. Andere beschmieren sich mit Schweine-Öl und glauben, dass dies die Angriffe abwehrt.

(…)

Die Geschichte sagt, dass die Fledermaus in der Lage sei, sich nachts in einen Mann zu verwandeln und sie wird auch für Vergewaltigungen von Frauen verantwortlich gemacht.

Scheich Yahya Hussein, ein prominenter Astrologe in Tansania, behauptet, dass der Dämon ein Geist ist, der von Hexen entfesselt wird, um ihre Gegner zu quälen.

Der Glaube an Hexerei und Aberglauben ist in Tansania weit verbreitet, vor allem in ländlichen Gebieten.“

Bei der BBC wurde übrigens schon 2001 über die Angriffe des Popobawa auf Sansibar berichtet. “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” lautete am 19. Juli 2001 die Schlagzeile der BBC News. Darin war vor rund 16 Jahren unter anderem zu lesen:

Die Angst hat die Bewohner der Sansibar-Inseln geschlagen, nachdem Gerüchte über das Wiedererscheinen eines sexuell gefräßigen Geistes kursieren, der Menschen angreift, während sie nachts in ihren Betten schlafen.

(…)

Die Leute behaupten, dass seine Anwesenheit in einem Haus durch einen ätzenden Geruch und einen Hauch von Rauch zu erkennen sei. Die Opfer sprechen dann von einem Trance- oder traumhaften Zustand, in dem sie belästigt werden.

Bizarre Geschichten, die es am 28. Februar 2007 sogar in die deutsche „Tagesschau“ der ARD schafften. Auf die BBC-Meldung von 2001 komme ich weiter unten noch einmal zurück, da diese ein Detail enthält, das später von Interesse sein wird …

Folklore, Aberglaube und das Christentum

Wir Europäer sehen oder hören immer mal wieder davon, dass in Afrika irgendwelche „abergläubischen Kulte“ oder Ansichten existieren. Von Voodoo bis zum Glauben an böse Geister und Dämonen, die man ver- oder austreiben muss. So auch beim Popobawa vor und an Afrikas Ostküste, wie es die oben zierte Meldung der BBC aussagt?

Die Gebiete im Osten Afrikas waren einst Kolonien, wie es viele Teile der Erde waren. Im Zuge der Kolonisierung vieler Regionen der Welt durch „zivilisierten Menschen“ kamen auch neue Religionen zu den dortigen Urbevölkerungen. Traditionelle Kulte und Glaubensvorstellungen vermischten sich so mit den eingeschleppten Religionen der Eroberer zu den unterschiedlichsten religiösen Weltanschauungen.

In Südamerika beispielsweise haben sich auf diese Art das Christentum und einheimische Religionen zu ganz „neuen“ Religionen entwickelt. Ebenso in Afrika. Auch hier wurden archaische Glaubensvorstellungen von Geistern, Dämonen, Erdwesen, bösem Zauber usw. zum Teil mit in die christlichen Lehren der Eroberer übernommen.

Und das gilt auch für Tansania und Sansibar, wo eine Mischung aus drei Religionen existiert. Die dortige Urbevölkerung mischte im Zuge der Kolonisierung ihren vorhandenen Glauben mit dem Islam und dem Christentum der Neuankömmlinge. Der Glaube an Dämonen, böse Mächte & Co. ist dort bis heute tief verwurzelt.

Sind also alle Schilderungen über den Popobawa nichts weiter als Aberglaube, herüber gerettet aus jenen Tagen vor der Eroberung durch „zivilisierte Menschen“? Zumindest vermuten das viele Kritiker dieser und ähnlicher Berichte.

Auch bei den oben genannten Inkubus und Sukkubus der mittelalterlichen Sagenwelt Europas soll das der Fall sein. Auch diese „Dämonen der Nacht“ des Mittelalters sollen ihren Ursprung in der Epoche lange vor dem Christentum haben. Folglich ein Aberglaube der „heidnischen Völker“, der sich bis in das christliche Europa retten konnte. Auch wenn Überlieferungen solcher und ähnlicher Art Jahrtausende vor Christus bereits in anderen Teilen des Planeten bekannt waren. Nicht nur in Europa.

Skeptiker sehen in abergläubischen Erzählungen nichts weiter als eben Aberglaube. Fiktionen aus der Vergangenheit, denen keinerlei Realität zugrunde liegt. Das mag so sein. Wobei man sich fragen muss, ob es nicht doch einen realen Auslöser für den Glauben an solche Wesen gab. Andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass vor allem 1995 der Hype um den Popobawa mit Sicherheit durch die Medien „angefeuert“ wurde. Beim eingangs kurz erwähnten Monster des Chupacabra aus Mittelamerika beispielsweise war es meiner Meinung nach so. Auch wenn dieser Ziegensauer eine andere Art von Kreatur sein soll, die es vor allem auf das Blut von Tieren abgesehen hat.

Interessant ist vielleicht am Rande, dass die Chupacabra-Welle auf der Insel Puerto Rico im Jahr 1995 begann …

Von Geistern besessene Politiker und Al-Qaida

Alles also nur ein soziokulturelles Phänomen der Neuzeit? Blenden wir die Tatsache aus, dass schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden „Luftgeister“ und „Sex-Dämonen“ geschildert wurden, wird beim Popobawa noch eine andere Deutung der Ereignisse angeführt. Man könnte diese als „politische Deutung“ bezeichnen.

So erschien am 13. Dezember 2003 in „The Economist“ der Artikel „Terror, Tourism and Odd Beliefs“, der den bezeichneten Untertitel „Aberglaube als politisches Barometer“ trug. Darin hieß es, dass die Paniken und Wellen von Sichtungen um den Popobawa ein Spiegelbild der Bevölkerung vor sozialen Ängsten sei. Quasi ein „Ventil“ der abergläubischen Menschen der Region.

Weiter wurde in dem Artikel vermutet, dass die Sichtungswellen eine Art Prädiktor des Terrors sein könnten. Da Sansibar und seine paradiesischen Strände bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt sind und die Terrorgruppe Al-Qaida Verbindungen hierher hat(te), sei der Popobawa Ausdruck der Angst vor Terroranschlägen auf Sansibar. Das Al-Qaida Anschläge auf touristische Ziele in aller Welt verübt, ist hinlänglich bekannt.

Ein Monster als abergläubischer Ausdruck politischer Unruhen, Unsicherheiten und der Angst vor Al-Qaida?

Auch frühere Popobawa-Paniken werden so interpretiert. Zum Beispiel verweist Martin Walsh von der Universität Cambridge in seiner Veröffentlichung „The Politicisation of Popobawa“ im „Journal of Humanities“ (Nr. 1/2009) darauf, dass diese Bestie immer während Zeiten der Unsicherheit und Veränderung erscheinen würde. Die Verbreitung derartiger Berichte über das Internet und Fernsehen trägt letztlich zur Entstehung eines Popobawa-Hype bei. Auch das ist mit dem Ziegensauer Mittelamerikas zu vergleichen.

Walsh führt allerdings auch Beispiele an, die durchaus zu denken geben. So zeigen die „Popobawa-Paniken im historischen Kontext“ in seiner Veröffentlichung, dass es vor den nationalen Wahlen 1995 und 2000 solche Paniken gegeben hat. Gleiches gilt zum Beispiel auch nach den Massenprotesten und Gewaltausbrüchen 2001 oder 1964 nach der Unabhängigkeit Sansibars von Großbritannien, der folgenden Revolution und der Union mit Tansania.

Selbst gegen politische Gegner wurde der Popobawa bereits instrumentalisiert.

So nennt Walsh in seiner Arbeit das Beispiel einer Frau von der Insel Pemba während des Wehrkampfes 1995. Sie habe gesagt, dass die Regierungspartei CCM hinter all dem stecken würden. Walsh:

Namentlich nicht genannte Politiker, Mitglieder der Regierungspartei CCM, haben 70 Geister auf die Insel geholt, um Menschen zu belästigen und sie abzulenken, dass sie nicht darüber sprechen und sich nicht in die Politik einbringen.“

Als Folge dieser Geister der Regierungspartei zweifelte die Oppositionspartei CUF an den konkurrierenden Politikern per se. Waren sie überhaupt Menschen oder waren sie dämonisch?

Die Parteien CCM und CUF befanden sich in dieser Zeit in einem erbitterteren Wahlkampf „und die Leute spekulierten über die Identität der CCM-Politiker, die von den Geistern angedeutet wurden“, von denen die Frau erzählt habe. Waren also die CCM-Politiker von Popobawa bessern? Der Bezirksausschuss von Wete schlug sogar vor, einen „Mganga“, eine Art Medizinmann oder Arzt, zu rekrutieren, der Medizin gegen den Popobawa vorbereiten soll. Dadurch wollen man die nächtlichen Angriffe der Bestien abwehren, die die CCM-Regierung beherrschten …

Dennoch ist es interessant, dass scheinbar in den Epochen des Wandels auf Sansibars Insel Monster-Wellen bevorzugt auszubrechen scheinen. Die Verfechter dieser „Politik-Panik-These“ glauben, dass das auch in Zukunft so sein wird. Nur scheinen die Bewohner der Inseln dieser These selber zu widersprechen. Zumindest nach der weiter oben erwähnten BBC-Meldung “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” vom 19. Juli 2001. Denn in der oben teilweise zierten Meldung erfahren wir auch:

In den letzten Jahren behaupteten die Bewohner auf den halb autonomen tansanischen Inseln, dass Popobawa die Inselbewohner nur bei Wahlen besucht, wie etwa bei den umstrittenen Parlamentswahlen 1995 und 2000.

Aber zur Überraschung von vielen, ist dieser Geist gegenwärtigen wieder erschienen, obwohl es keine Wahlen irgendwelcher Art gibt.”

Ally Saleh, der selber auf Sansibar lebt und diese BBC-Meldung verfasste, widerspricht mit diesen Informationen eigentlich klar der „Politik-Panik-These“. Die Inselbewohner zeigen sich nach seinen Angaben selber überrascht, dass Popobawa wieder da sei …

Uralt – aber auch wahr?

Die tropischen Inseln vor der Ostküste Afrikas und ihrer Bewohner haben kulturell und geschichtlich vollkommen andere Hintergründe als wir. Bei uns in Deutschland stehen nun auch Wahlen vor der Tür. Soweit mir bekannt ist, hat bisher im Wahlkampf kein Oppositions-Politiker der Regierung vorgeworfen, sie habe böse Geister ins Land geholt oder sei sogar von ihnen besessen. Auch wenn von einigen Alien-Verschwörungstheoretikern behauptet wird, dass verschiedene Politiker in Wahrheit außerirdische Reptiloide sind. Kanzlerin Angela Merkel einschlossen.

Dämonen-Glaube und Hexerei sind in allen westlichen Gesellschaften praktisch kein Thema. Nur ist es fraglich, ob die weltweiten Berichte von geflügelten Kreaturen alle als „abergläubischer Ausdruck der Angst vor dem Wandel“ angesehen werden können. Der Mothman würde schon nicht in dieses Erklärungsmodell passen. Auch die mythischen Wesen der mittelalterliche Sagen- und Märchen-Welt fügen sich hier nicht ein.

Jedoch sind derartige Überlieferungen frühere Jahrhunderte zeitlich fast nie zu datieren. Auch deren genaue Herkunft (Land, Ort, Region, Kultur, Volk …) lässt sich unmöglich ermitteln. Somit kann man diese nicht mit irgendwelchen Zeiten in Kontext bringen, in denen sich die Menschen ungewissen Veränderungen gegenüber sahen.

Einzig und allein lässt sich belegen, dass schon vor 5.000 und mehr Jahren die Menschheit glaubte, dass es solche fliegenden Wesen gibt. Und – dies nur der Vollständigkeit halber – selbst die erste Frau des biblischen Adam reiht sich hier ein.

Vor dem Zusammenfinden des berühmten Paares Adam und Eva hatte der Mann bereits eine Frau, die in der jüdischen Mythologie Lilith genannt wird. Diese Ex-Frau des Adam wurde im Laufe der Zeiten zu einem Geist oder Dämon der Nacht und Lüfte, hat aber ihren Ursprung in den genannten und wesentlich älteren Mythen aus Mesopotamien. Hier war sie eine Göttin, die einst fliehen musste und später als ein weibliches Mischwesen mit Flügeln dargestellt wurde.

Später „teilte“ sich diese Lilith in den Überlieferungen und daraus wurden männliche und weibliche Nacht-Dämonen, die Lils und Lilits genannt wurden. Eben jene, die nachts schlafende Menschen heimsuchen, „sexuell missbrauchen“ und sogar Kinder töten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das “teuflische Evangelium der Aliens”: Ein Video will zeigen, dass ich durch “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” zum Satan verführe

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"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
“Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium” der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen “Lehren” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Es ist wahrlich nicht neu, dass die Themen UFO-Phänomen, Außerirdische und natürlich Prä-Astronautik (Ancient Aliens) sehr umstritten sind. Ebenso ist es nicht neu, dass Skeptiker und Kritiker den Befürwortern der Grenzwissenschaft & Co. neben sachlichen auch oftmals allerlei vollkommen unsinnige Vorwürfe machen. Sei es zum Beispiel, dass ich und mein YouTube-Kanal bezahlte Desinformation von Illuminaten, Freimauer oder wem auch immer ist, oder, dass ich mit dem “Teufel im Bunde” stehe. Nun aber stieß ich auf ein Video im Internet, das an Vorwürfen mir und anderen Autoren der Grenzwissenschaft gegenüber nicht zu überbieten ist! Oder besser gesagt: unterbieten. Ich habe mir das ungewöhnliche Schmäh-Video eines angeblichen “Christen” einmal genau angesehen und stell es Euch hier umfassend vor.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer sich, wie ich, mit augenscheinlich sehr “sonderbaren Themen” beschäftigt, gilt ganz schnell als Spinner. Das stört mich nicht im Geringsten, da jene Personen, die solche Aussagen treffen, von meiner Tätigkeit, meinen Aussagen und meine Themen keinen Funken Ahnung haben. Schlimmer noch, denn diese Tölpel haben nie etwas von mir genau gelesen etc.

Das macht nichts. Warum soll man etwas lesen, dass einen nicht interessiert? Da stehen die meisten Autoren oder Grenzwissenschaftler ganz einfach drüber. Vor allem ist natürlich hier Erich von Däniken zu nennen, da er seit 1968 neben sachlicher Kritik auch die wildesten Vorwürfe zu hören bekommt.

Teufelszeug!

Selbstverständlich ist es oft einfach zum Lachen, was “Skeptiker” in ihrem Wahn alles behaupten. Oft wird mir vorgeworfen, dass ich irgendwie von einer Geheimgesellschaft in und bezahlte Desinformationen bei YouTube in meinen Videos verbreite. Oder aber auch, dass Leute wie EvD und ich Teufelszeug verbreiten, wenn es um Raumfahrer im Altertum oder auch um UFOs geht.

Was solls?! Solche “Kritiken” prallen zumindest an mir ab, wie vom Körper abgestoßene Biomasse an einer Marmorsäule.

Doch kürzlich fand ich im Internet ein etwa halbstündiges Video das “der Wahrheit entspricht”. Es sei “eine wahre Begebenheit – Erfahrungen mit den Lehren der Greys”, die unter anderem mich persönlich als Verbreiter satanischer und dämonischen “Lehren” bezeichnet. Ich sei damit eine “Gefahr” für alle Menschen!

Ich habe mir das Video einmal ganz genau angehört und möchte es Euch auf keinen Fall vorenthalten. Vor allem, da sich mit Sicherheit viele von Euch durchaus unterhalten fühlen werden …

Das “Evangelium der Aliens” und die Lehren des Lars A. Fischinger

Das Video von dem YouTube-User “Ökumene Kritik” ging am 12. April 2017 online. Darin wird vorgeworfen, dass ich – wie Erich von Däniken oder auch Zecharia Sitchin – ein “Evangelium der Grauen”, also der Aliens, lehre und verbreite. Dieses “Alien-Grey-Dämonen-Evangelium”, wie des in der Beschreibung des Videos heißt, habe vor allem von Däniken verbreitet und ich sei als eine Art “Schüler” dieser Lehren nun selber ein solcher teuflischer Lehrer geworden.

So heißt es in der Beschreibung in Etwa:

Kann man Lehrern dieser Prä-Astronautiker wie (…) Lars A. Fischinger vertrauen? Wo sind Lügen darin zu finden? Welche Gefahren stecken in diesem Phänomen?”

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“

Weiter lesen wir dort:

Wer wegklickt hat Angst vor der Wahrheit. Wer die Wahrheit liebt hört bis zum Ende zu.

Das habe ich freudig getan und fühlte mich nett unterhalten.

Dieser Quatsch von einer (Alien-)”Lehre”, die verbreitet wird, zieht sich durch das ganze Video. Immer wieder wird von dem (angeblich!) “gläubigen Christen” in seinem Schmäh-Vortrag fabuliert, dass Leute wie Däniken und ich “Lehren” verbreiten. Also quasi mit einer Alien-Religion missionieren und eben das Evangelium der Greys verbreiten.

Schlimmer noch ist aber eine weitere Falschaussage, die sich durch das gesamte Video zieht: Der Einsteller spricht die ganze Zeit unzählige Male davon, das die Prä-Astronautik die Außerirdischen der Vorzeit als Götter ansehen. Götter im Sinne von echten Göttern, als die Götter eben. Hier zeigt sich, dass der “Kritiker” überhaupt gar nichts von der Prä-Astronautik verstanden hat. Nichts.

Und das, obwohl er selber einleitend davon spricht, sich einst intensiv mit UFOs, Esoterik, Aliens der Antike usw. befasst habe. Das ging so weit, dass er selber verzweifelt versuchte, dass die Alien-Götter ihn doch auch mal entführen. Was der angeblich “christliche Kritiker” aber versteht ist übrigens, wie man ungefragt Bilder von mir und diesem Blog sowie anderen Seiten nimmt und in seine “christlichen” Videos einbaut. Wie sagte Gott im Alten Testamt noch gleich? – “Du sollst nicht stehlen!”

Nur ist es vollkommener Unsinn, dass ich (oder wer auch immer) die Astronautengötter als echten Gott oder ähnlich ansehen! Die Ahnen, so heißt es nach der Idee der Prä-Astronautik, begegneten Wesen aus Fleisch und Blut aus dem All und diese wurden für überirdisch (göttlich) gehalten. Es ist völlig absurd zu behaupten, dass EvD oder ich jemals etwas anders sagten oder schrieben.

“Die Außerirdischen sind unsere Götter”, wie es im Video unterstellt wird, behauptet kein einziger Grenzwissenschaftler. Außer jene, die der UFO-Sekte Rael-Bewegung angehören. “Ökumene Kritik” zeigt damit mehr als deutlich, dass er von UFO-Forschung und Prä-Astronautik nichts versteht. Nichtmal die Grundidee hinter den Überlegungen zu Astronautengöttern oder auch UFOs.

Erst sein angeblicher Weg zu Jesus und, wie er es am Ende erzählt, eine vergebliche versuchte Verführung durch den Satan oder einen seiner Handlanger auf einem Autobahnrastplatz, brachte ihn zu diesen Erkenntnissen. Die versuchte Verführung durch den Teufel sah übrigens so aus, dass ein Mann, eine Art “Men in Black”, wie er sagt, ihn an der Autobahn davon abriet von ihm gemalte Bilder von Aliens in den Müll zu werfen … dennoch tat er es.

Aber es wird noch absurder:

Dämonische Lehren, teuflische Verführungen, okkulte Machenschaften

UFOs und Prä-Astronautik sind eine “Götterlehre”, wie es “Ökumene Kritik” dank seinem Glauben zu Jesus Christus wissen will. Ein falsches Evangelium, dass von Satan persönlich ausgeht, da es auch “wissenschaftlich erwiesen” sei, dass Aliens niemals die Erde erreichen können. Also sind und waren sie nicht hier und folglich steckt der Teufel und seine Dämonen hinter all diesen Phänomene bzw. Themen. Das schließt nach Meinung des “Kritikers” Kornkreise explizit mit ein.

Und hier wird es wieder unsinnig. Ausgiebig wird davon gesprochen, dass Kornkreise sehr oft okkulte, esoterische oder dämonische Symbole zeigen würden. Damit sei klar, dass diese von Satans Schergen angefertigt werden, die damit die Menschheit verführen wollen. Die Dämonen würden sich heute ganz einfach “modern” in Form von Aliens präsentieren, um so Menschen zu verführen und von Gott und Jesus Christus zu trennen.

“The Mowing Devil” von Hartfordshire 1678 (Bild: gemeinfrei)

Als Beispiel wird in dem Video das bekannte Bild “The Mowing Devil” von 1678 genannt, auf dem zu sehen ist, wie der Teufel mit seiner Sense ein Feld mäht. Diese Abbildung wird heute in der Kornkreis-Thematik häufiger als ein Indiz für mittelalterliche Kornkreise angesehen. Wenn aber damals der Teufel solche Kornmuster geschaffen hat … dann macht er es auch noch heute, glaubt mein “Kritiker” in seinem Beitrag. Nur ist der Höllenfürst von damals heute up to date und präsentiert sich als Alien

Wer also sich mit den Themen der Grenzwissenschaft beschäftigt und diese “lehrt” (wie auch immer man dies “lehren” kann), gehört zu diesem okkulten Zirkel. Auch ich bin damit ein Verführer im direkten oder indirekten Auftrag des Satan.

Es würde zu weit gehen darzulegen, warum und weshalb eine Beziehung zwischen dem Glauben an überirdische Wesen wie Dämonen, Feen, Zwerge oder eben den Teufel im Mittelalter mit den “Aliens von heute” in Verbindung stehen könnte. Auf diesem Blog, in Videos und in Büchern habe ich das Thema immer wieder aufgegriffen. Gleichfalls habe ich in einem Buch sehr umfassend und detailliert dargelegt, wer Satan eigentlich gewesen sein könnte und warum es ihn als Bestie in einer Hölle nicht gibt.

Trotzdem ist sich der “christliche” Mann sicher, dass hinter Kornkreisen der Satan steckt. Dass solche Bilder in den Feldern der ganzen Welt in Massen von ganz normalen Menschen gefälscht werden, erwähnt er jedoch mit keiner Silbe. Vielmehr verweist er in seinem Vortrag auf einige Kornkreise hin, die seine satanische Herkunftsidee belegen sollen. Ob sie von Menschen als Gag angefertigt sein könnten, zieht er nicht mal in Erwägung.

Dämonen in UFOs und der Verführer Fischinger

UFOs sind ebenso auch ganz einfach Manifestationen des Satans und seiner Dämonen. Eine Aussage, die nicht neu ist. Doch der religiös erfüllte “Kritiker” vermutet dahinter noch weit mehr. Es könnte sein, so sagt er, dass Geheimdienste mit dem Teufel und seinen höllischen Kreaturen gemeinsame Sache machen. Die UFOs seine zwar materielle und damit physische Objekte, aber von Menschen und Höllenwesen zusammen gebaut worden.

“Es ist ein dämonisches Ding”, das hier zwischen Mensch und Satan laufen könnte, heißt es in dem Video. Das würde dann auch die “Men in Black” erklären, die nach Meinung des Ex-Esoterikers eben auch Dämonen sind. Immerhin habe er ja einen solchen “Men in Black-Dämon” selber an der Autobahn mit einem dicken Wagen der Marke “Audi” getroffen. Wenn es nicht sogar Luzifer selber war.

“Ich werde Euch nachher noch ein Zeugnis geben”, so kündigt er übrigens seine Erzählung von seiner Autobahn-Begegnung an. Dies alles diene ausschließlich dazu, die Menschheit zum Gehörten zu verführen oder zu leiten. So sagt er in seinem “Kritik-Video” zum Beispiel über UFOs, Prä-Astronautik, Aliens etc. ab etwa Minute 10:33:

Ich glaube, dass dieses Gedankengut, dieses Konstrukt, dieses Evangelium der Grauen ein okkult-dämonisches Evangelium ist und damit Menschen verführt werden, Kontakt zur dämonischen Welt aufzubauen.

UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Wer also von den Freundinnen und Freunden des Phantastischen durch meine Veröffentlichungen bereits versucht hat “Kontakt zur dämonischen Welt aufzubauen” (= Außerirdische), möge sich bitte bei mir melden.

Die Greys, die Grauen, von denen “Ökumene Kritik” dauernd spricht, sind aber auch in Sachen UFOs an dieser Stelle sehr interessant. Diese Wesen sind heute sicher jeden bekannt und werde als Aliens angesehen. Beispielsweise eben beim UFO-Phänomen sollen diese gesehen worden sein. Vornehmlich bei UFO-Entführungen. Diese Greys sind nach Lesart dieser Video-“Kritik” ganz einfach Dämonen und keine Wesen aus dem All.

Man könne allerdings diese Greys und ihre UFOs aber zum Glück dadurch vertreiben, dass man bei einer solchen Begegnung zu Gott und Jesus Christus betet. Solche Fälle kenne er selber, wird im Video gesagt.

Was aber mit keiner einzigen Silbe in dem Video erwähnt wird, sind andere angebliche “Alien-Typen”. Die “kleinen Grauen” sind fraglos sehr bekannt, jedoch lange nicht die einzigen Wesen, die gesehen worden sein sollen. Auch engelhafte Geschöpfe oder blonde und große Menschen kennt die UFO-Forschung. Sind auch diese – wenn sie real sind – Dämonen oder nur teuflische Kreaturen, die sich in anderen Körpern tarnen?

Das Video schweigt darüber. Es schweigt aber selbstverständlich nicht darüber, woher diese UFO-Alien-Verführer eigentlich kommen.

Schon in der Bibel seien diese Wesen des Luzifer erwähnt. Interessanterweise wird dazu in der Videobeschreibung das 1. Buch Moses (6,1-7) zitiert, in dem von den Gottessöhnen und den Menschenfrauen berichtet wird. Knappe Verse, die ich beispielsweise in meiner “satanischen Lehre” vor allem HIER sehr umfangreich interpretiert und hinterfragt habe. Nur waren diese weder echte Götter, im eigentlichen Sinn, noch irgendwie überirdische Wunderwesen eines Satans, der in der Hölle wohnt. Zumal nach meinem Verständnis eines “Dämon” dieser wohl kaum mit einer Menschendame Babys zeugen kann.

Genau das sagt aber der von diesem “Kritiker” selber zitierte Text aus der Bibel selber … (mehr HIER)

Meine “Lügen” und die “Lügen” der anderen …

Nun wird es ganz besonders spannend:

Der Meister der “Alien-Dämonen-Religion” ist selbstverständlich Erich von Däniken, heißt es von dem “christlichen” YouTuber. Er ist der Meister dieses “Evangelium der Grauen” und ich war oder bin einer seiner Schüler. Bis ich dann eines Tages selber zu einem solchen “Lehrer” des Okkulten und Bösen wurde. Folglich bin ich von der dunklen Seite in der Welt verführt worden.

Der satanische Lehrer und sein Schüler: Erich von Däniken und Lars A. Fischinger
Der satanische Lehrer und sein Schüler: Erich von Däniken und Lars A. Fischinger

EvD ist “der große Lehrer der dämonischen Lehre der Prä-Astronautik”, wie es auch Armin Risi oder Zecharia Sitchin seien. Letzter habe die teuflischen Lehren des Planten Nibiru, der außerirdischen Anunnaki “und blabla” (Zitat) verbreitet. Doch von Däniken als Vorreiter der Astronautengötter-Idee habe schon seine Laufbahn als Lehrer des Satans auf fiese Machenschaften begründet, berichtet das Video.

So hat EvD angeblich sogar eine Art Artefakt in Form eines UFOs gefälscht, um seine “Lehren” damit zu belegen. Was bzw. welches Objekt damit gemeint ist, weiß ich an dieser Stelle allerdings auch nicht.

Als geradezu sensationelle Enthüllung stellt der “gottesfürchtige Kritiker” seine Ausführungen zu von Däniken dar, dass dieser einst im Gefängnis war. Das würde gerne “verschwiegen” und sei erst viel später herausgekommen, so flunkert er weiter als “Christ”.

Das ist ebenso falsch, wie die Behauptung, in den 1980er Jahren sei der Schweizer Autor mit seinen “Missionierungen” angefangen. Richtig ist nämlich, dass EvD vor Gericht und ins Gefängnis kam, als ihn bereits alle Welt durch sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 kannte. “Verschwiegen” wurde da nichts. Im Gegenteil, da es ein mediales Spektakel war! Und es wäre bei dem Hype um seine Person damals auch unmöglich gewesen, da die Presse in aller Welt von seiner Verhaftung berichtete.

Dass die Verurteilung von EvD wegen Betrug zu einem Großteil eine reine Show der Justiz war und vor allem nichts mit seinem Thema der Götter aus dem All zu tun hatte, wurde übrigens von “Ökumene Kritik” verschwiegen. Oder er weiß es nicht, was ich eher denke. Schließlich weiß der “Kritiker” vieles nicht, wie es schon das mangelnde Wissen um die Grundannahme der Prä-Astronautik oben zeigte.

Ein “Kritiker”, der keine Ahnung hat

Da verwundert es auch nicht, dass seine Behauptungen zu mir schlichte Lügen des “frommen Christen” sind. Zumindest zeugen sie von purer Unwissenheit und es wurden so manipulativ in dem Schmäh-Video erzählt, das man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen kann.

So suggeriert der unwissende “Christ” ab ca. Minute 8:35 folgenden Unfug über mich:

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Ich hätte verbreitet, dass der Maya-Kalender im Jahre 2012 das Ende der Welt vorhersagen würde – und würde mich nun “plötzlich” davon distanzieren. Wie auch andere nicht genannte Autoren. So sagt er etwa in seiner Unwissenheit:

Und machen blabla, als hätte das gar nicht gestimmt. Aber vorher haben sie kräftig damit Geld gemacht und ihre Bücher verkauft.”

An Dummheit ist “Ökumene Kritik” damit in diesem Zusammenhang kaum mehr zu überbieten. Weder hat er mein Buch “Die Akte 2012” gelesen, noch meine zahllosen (kostenlosen) Blog-Postings und YouTube-Videos zu 2012  gelesen bzw. gesehen. Als Autor wurde gerade ich in diesem Zusammenhang nicht müde, gegen diesen 2012-Hype zu arbeiten. Der “Kritiker” lügt folglich bei dieser Behauptung ganz einfach oder hätte es gerne, dass es so ist. “Du sollst nicht lügen!”

Man sollte hierbei noch unterstreichen, dass fast kein Esoteriker und ausnahmslos kein Prä-Astronautiker Bücher publizierte, dass 2012 der Weltuntergang kommt. Das ist reines Wunschdenken dieses “Kritiker”, da es so wunderbar in sein teuflisches Weltbild der bösen Alien-Fans passt. Bei der Sintflut an esoterischen 2012-Büchern damals war sogar genau das Gegenteil der Fall: Diese fabulierten in ihren Veröffentlichungen vom “Aufstieg der Menschheit”, einem “goldenen Zeitalter” oder “spirituellen Wandel” usw. Grundsätzlich also von positiven Geschehen in den Augen dieser 2012-Esoteriker.

Auch der “große Meister des Bösen” von Däniken hat nie davon gesprochen

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFOs: Nichts als Erscheinungen von Geistern und okkulte Manifestationen von Dämonen des Teufels?

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UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Was ist die wahre Natur von UFO-Erscheinungen? Alles Schwindel und Irrtümer? Außerirdische aus dem Universum? Oder ganz anders: Ist das UFO-Phänomen sowie die UFOs an sich in Wahrheit eine Erscheinungsform von Dämonen, Geistern und okkulten Mächten? Ausgeburten des Teufels/Satans, quasi die gefallenen Engel der drei großen Weltreligionen? Das jedenfalls wird immer wieder behauptet. Teilweise auch von Seiten kirchlicher Medien oder Vertretern verschiedener Religionen. UFOs seine nichts weiter als Teufelswerk von Dämonen, die die Menschheit nicht nur in die Irre führen sondern dem Satan bzw. Luzifer selber zuführen sollen? Eine christliche Internetseite hat zu diesen und anderen Fragen zum UFO-Phänomen einen durchaus objektiven Artikel veröffentlicht.


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Artikel vom 5. Juni 2013 / Update: 29. Oktober 2016

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Hin und wieder lese ich auf der christlichen Internetseite Livenet.ch und die dortigen Artikel und Meldungen im „Webportal von schweizer Christen“. Ein Artikel, der auch auf der angeschlossenen Website Jesus.ch zu finden ist, ist dabei für an der Grenzwissenschaft und UFOs Interessierte besonders interessant. Es ist der Artikel „Sind UFOs Geistererscheinungen?“ von Bruno Graber.

In dem seit mindestens Sommer 2013 online zu finden Artikel geht der Autor Graber kurz und bündig auf einige Fragen zum UFO-Phänomen ein. Inklusive der Frage, ob UFOs in Wahrheit Dämonen und Manifestationen des Satans sind, die Menschen manipulieren und verführen sollen. So schreit er zum Beispiel zu UFOs:

Rund 90 Prozent aller UFO-Meldungen haben sich nachträglich als Fehlalarm erweisen. Was soll man aber von den restlichen Berichten halten? Eine Umfrage in Deutschland zeigt, dass 17 Prozent der Bevölkerung an Besuche aus dem All glauben und dass 31 Prozent annehmen, dass intelligentes Leben im All existiert.”

Bereits hier würden UFO-Forscher an den „rund 90 Prozent“ herum feilschen wollen. Bekanntlich schwanken die Aussagen darüber, wie viel Prozent der UFO-Meldungen „ungeklärt“ bleiben. Ebenso schwanken die Umfrageergebnisse zum Thema Außerirdische im Kosmos, Glaube an UFOs als Alien-Fahrzeuge (das sind eigentlich zwei Paar Schuhe) von Land zu Land und Jahr zu Jahr.

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

Bruno Graber jedenfalls verweist in seiner Publikation darauf, dass „Spiegel Online“ und „Astrodicticum simplex“ die besten UFO-Bilder „prämiert“ haben. Doch das ist vollkommen irreführend für die christlichen Leser dieser Internetseite. Zumindest dann, wenn man nur den Artikel Graber liest, da es in diesem heißt:

Alle Bilder sind gekonnte Fälschungen.

Und warum sind alle Bilder „gekonnte Fälschungen“? Weil eben „Astrodicticum simplex“ höchst selber am 14. Februar 2010 zu einem Wettbewerb in UFO-Fotos fälschen aufgerufen hat! Dieser stand unter dem Motto „Wer fälscht das beste UFO-Foto?“ und die Bild-Ergebnisse wurden am 21. März 2010 online veröffentlicht.

Diese Tatsache ist zwar im Artikel von Graber verlinkt, aber mit keiner Silbe erwähnt. Wen wundert es, dass Bilder aus einem solchen Fälscherwettbewerb im Ergebnis dann auch alle Fake sind? Also mich nicht. Und so „gekonnte Fälschungen“ sind übrigens auch nicht alle …

UFOs sind satanische Dämonen!

Bruno Graber geht auf der christlichen Internetseite neben einer Reihe anderer Aussagen auch auf die Idee „UFOs sind Dämonen“ ein. Ich kenne eine ganze Reihe Aussagen von Muslimen, die UFOs und das ganze UFO-Phänomen als Dämonen und Satans „Handlanger“ etc. interpretieren.

In der islamischen Mythologie, dem Koran und deren Glaubenswelt kommen solche „Dämonen“ natürlich auch tatsächlich vor. Der Islam unterscheidet sich da nicht von allen anderen Religionen der Welt; ob große oder kleine Religionen.

Wobei man diese übersinnlichen und überirdischen Wesen im Islam als „Dschinn“ bezeichneten Dämonen auch in drei „Gruppen“ unterscheidet. Auch wenn die Deutungen und Interpretationen dieser Dschinn nicht unumstritten sind, finden sich im Koran vielfach Erwähnungen dieser Wesenheiten. Die Sure 72 des Koran, „Der Dschinn“ genannt, widmet sich zum Beispiel vollständig diesen Wesen.

Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)
Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)

Es könnte sich bei den Dschinn um dämonische Geister und Naturwesen handeln, die schon vor dem Islam im Nahen Osten (Arabien) bekannt waren. Vielleicht stammt der glaube in seinem Ursprung sogar von den legendären Genien ab. Mesopotamische Flügelwesen, die in der Prä-Astronautik gerne als Anunnaki bezeichnet werden.

Auch die geflügelten „Engel“ der Christenheit scheinen ihren Ursprung in diesen Genien zu haben (hier mehr). Dabei gibt es auch auch Parallelen zu der abendländischen Folklore über Feen, Trolle Elfen bzw. allgemein zu den „Naturgeistern“.

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Natürlich werden auch in der christlichen Welt UFO-Erscheinungen hin und wieder als „dämonisch“ angesehen. Vor allem auch bei den Bibelfundamentalisten, da diese sehr schnell dabei sind, vieles in der Welt als Manifestationen und Manipulationen des Satan anzusehen, wie es beispielsweise hier beschrieben wurde.

UFOs werden dabei auch auch mal in Zusammenhang mit „Plänen geheimer Mächte„, die mit Luzifer im Bunde sind, in Verbindung gebracht. Immerhin ist der Glaube an den Teufel und seine Dämonen eine der Kernlehre des Christentums, auch wenn ich den Ursprung daran vollkommen anders sehe und deute.

Mir ist aufgefallen, dass scheinbar der Glaube daran, dass der Satan/Teufel, okkulte Mächte oder schlicht das Böse hinter dem UFO-Phänomen steckt, offenbar zugenommen hat. Auch Erich von Däniken als bekanntester Vertreter der Idee der Astronautengötter, wurde und wird angeblich “von satanischen Mächten missbraucht”, wie es dann und wann behauptet wird.

Dies lässt sich durchaus auf alle Vertreter der unterschiedlichsten Ideen aus dem Bereich der Grenzwissenschaft übertragen – inklusive mir selber. Wenn es denn stimmen würde …

der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)
Auch der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)

Zumindest bemerke ich persönlich, dass seit dem Start meines YouTube-Kanal zur Grenzwissenschaft im Sommer 2012 häufig in den dortigen Kommentaren diese Meinungen geäußert werden. Ob mein rein subjektives Empfinden in dieser Hinsicht auch zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

Der der Artikel von Bruno Graber ist da wesentlich „freundlicher“ verfasst, als so mancher Kommentar dazu auf meinem Video-Kanal. Es lohnt sich für den UFO-Interessierten durchaus ihn zu lesen. Vor allem deshalb, da der Artikel auf einer christlichen Internetseite steht, die in dem dortigen Ressort „Esoterik“ so mancherlei Themen wie Astrologie oder Halloween aus christlicher Sicht behandeln.

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Stephen King live: Über 200 Dämonen und selbst der Satan persönlich sollen eine US-Familie in ihrem Haus terrorisieren

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200 Dämonen machen ein Haus in den USA angeblich zu einer wahren Hölle (Bild: public domain)
Über 200 Dämonen machen ein Haus in den USA angeblich zu einer wahren Hölle (Bild: public domain)

Seit über zwei Jahren soll eine Frau mit ihren drei Kindern und ihrer Großmutter in Gray bei Chicago in den USA von mehr als 200 Dämonen und dem Teufel selber besessen sein. Mit allem, was dazu gehört: von Spuk, Geistern und seltsamen Schritten bis Kindern, die wie im Kinofilm “Der Exorzist” über dem Bett schweben, unheimlichen Stimmen und satanisch besessenen Menschen. Angeblich gibt es zahlreiche Zeugen für das teuflische Treiben.

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Lena Meyer-Landrut, Oslo und ihr Siegersong „Satellite“: Deutschland huldigt eine von einem Dämon besessene Hexe Satans.

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Meyer-Landruth (WikiCommons / gemeinfrei)

Lena Meyer-Landrut, unser „Liebling der Nation“ aus dem Jahr 2010, ist eine satanische, dunkle Hexe! Das zumindest behauptet eine astrologische Internetseite. Als „Beweis“, dass Lena dem Satan verfallen sei bzw. von einem Dämon besessen ist, dient ihr Siegersong „Satellite“, mit der die junge Künstlerin 2010 den „Eurovision Song Contest“ in Oslo gewann. Doch es soll noch mehr „Beweise“ geben.


MYSTERY & Prä-Astronautik auf YouTube


Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!
Und alles GUTE für das neue Jahr 2014!

Im Jahre 2009 gewann Lena als 18 Jahre junge Schülerin die TV-Show „Unser Star für Oslo“ von Stefan Raab auf Pro7. Ihr Lied „Satellite“ wurde zu einem Megahit und Lena gewann umjubelt danach den Song Contest in Ende Mai 2010 Oslo. Deutschland hatte einen neuen Superstar und Liebling der Nation, deren Hit rauf und runter in den Radios lief.

So weit, so gut.

Ich bin sicher, dass Ihr alle diesen Titel noch kennt. Nun aber stieß ich auf eine astrologische Orakel-Kartenlege-Weissagungs-Webseite, auf der behauptet wird, dass Lena von einem satanischen Dämon besessen ist.

Auf der sehr fragwürden Webseite heisst es in dem Artikel „Versteckte satanische Botschaften in Lena Meyer-Landrut Song Satellite: existieren in Lena’s Eurovision Song satanische Botschaften?“, dass ihr Siegersong rückwärts abgespielt Aussagen enthalte, die dem Satan huldigen würden. Etwa „I love Satan“ oder auch „Yea I’m Baal“ und weitere sehr „obszöne“ Passagen zu finden seien. Weiter erfahren wir in dem Artikel, dass Lena ja wohl eindeutig eine Hexe ist:

In ihrem Video ,Satellite‘ trägt Sie komplett schwarz, die Farbe der Finsternis. Ihre Haare sind ebenfalls im Laufe Ihrer Karriere immer dunkler gefärbt – jetzt sind sie ebenfalls komplett schwarz. Lenas okkulte Symbolik ist nicht mehr zu übertreffen – Deutschland feiert eine Sängerin im Outfit einer Hexe.“

Selbstverständlich wird auch ihr Oberarm-Tattoo als satanisches Symbol gedeutet und auf „ein Video, das Lenas Besessenheit beweist“ verwiesen. Leider kann ist das „Beweisvideo“ (hier) bei YouTube nicht mehr verfügbar. Schade. Jedoch findet sie bei YouTube der Song „Satellite“ in einer Rückwerteversion (hier), die schon am 2. Juni 2010 hochgeladen wurde.

Doch auch der Produktionsfirma des Oslo-Siegersongs von Lena werden schwere Vorwürfe gemacht:

Es ist aber schon recht merkwürdig, dass die Song-Techniker sich nicht mal die Mühe gemacht haben, den Song rückwärts gespielt auf verdächtige Phoneme zu überprüfen, um jeglichen schwarzmagische Anlehnung auszuräumen.“

Manchmal denke ich, einige Menschen haben einfach zu viel Zeit. Gerne können ja meine Videos auf meinem YouTube-Mystery-Kanal mal dahingehend geprüft werden, ob auch ich rückwärts abgespielt dem Satan huldige … Siehe auch hier, hier, hier, hier und hier.


Die Webseite, auf der ich den Artikel gefunden habe, ist esoterische Cash-Webseite Astrolantis.de und der Artikel steht hier. „Geprüfte Kartenlegen“, Wahrsager und andere Mitarbeiter erreicht man dort schon für 1,49 Euro/Minute aus Deutschland. Und, das war sogar für mich neu, es gibt sogar „Kartenlegen prepaid“.


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      +++Video+++ Der Kinofilm “Elysium” mit Matt Damon und Jodie Foster: Eine Raumstation der Astronautengötter, Atlantis und die alten Griechen

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      Im Kino: Raumstation "Elysium" - was hat Atlantis damit angeblich zu tun? (Bild: Stanford Torus interior/D. Davies/NASA/Puplic Domain/WikiCommons / L. A. Fischinger)
      Im Kino: Raumstation “Elysium” – was hat Atlantis damit angeblich zu tun? (Bild: Stanford Torus interior/D. Davies/NASA/Puplic Domain/WikiCommons / L. A. Fischinger)

      Kino-Aktion im Science-Fiction-Film “Elysium” mit Matt Damon & Jodie Foster. Ich habe mir den Streifen einmal angesehen, denn auch die Ancient Aliens, eine Raumstation vor Jahrtausenden, das versunkene Atlantis, ein deutscher Autor und die alten Griechen sollen hierbei indirekt eine Rolle spielen. Warum? Dazu ein Blick “hinter die Kulissen” des aktuellen Kinofilms von Neill Blomkamp, der auch den Alien-Film “District 9” drehte, in meinem neuen Mystery-Video auf meinem Kanal bei YouTube.

       

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      Denver Airport: Tummelplatz für Aliens, UFOs und Geheimgesellschaften? Der Flughafen nimmt die Verschwörungstheorien mit Humor

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      Der internationale Flughafen von Denver: ein Tummelplatz für Aliens UFOs und Geheimgesellschaften? Der Flughafen nimmt die Verschwörungstheorien jetzt mit Humor ... (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
      Teilansicht des internationalen Flughafens von Denver: Er gilt als “Treffpunkt” für Aliens, UFOs und obskurer Geheimgesellschaften. Jetzt nimmt der Airport selber die Verschwörungstheorien mit Humor … (Bild: Google Earth / Bearbeitung: keine …)

      Verschwörungstheorien gibt es ebenso wie echte, reale Verschwörungen auf der seit Jahrtausenden aus der ganzen Welt. Neben den heutigen “Klassikern” wieder Mord an US-Präsident John F. Kennedy, die Mondlandung-Lüge, UFO-Vertuschungen oder 9/11 gibt es aber noch die kleinen Verschwörungstheorien. Eine davon dreht sich rund um den 1995  neu eröffneten internationalen Flughafen Denver in den USA. Am Denver International Airport (DIA) soll es einigen Verschwörungstheoretikern nicht im Rechten Dingen zu gehen. Es wird von UFOs und Außerirdischen gemunkelt, die unterhalb des Flughafens eine Art Geheimbasis betrieben. Hier hätten aber auch die Freimauer, Illuminaten, die “Neuen Welt Ordnung” (NWO) oder andere Geheimgesellschaften ihre Finger im Spiel. Jetzt “schlägt” der DIA humorvoll zurück – und bestätigt ganz offen all die Verschwörungstheorien, die seit nunmehr über 20 Jahren über den Flughafen kursieren. Schauen wir in diesem Posting einmal detailliert auf all diese Verschwörungen und “verborgenen Hinweise” und was jetzt die Flughafenbetreiber dazu sagen.


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Denver International (UFO-)Airport

      Der 1995 eröffnete internationale Flughafen von Denver ist nicht nur einer der jüngsten Airports der USA, sondern zugleich auch einer der größten Flughäfen der Welt. Über 61 Millionen Passagiere, 265.285 Tonnen Luftfracht und fast 583.000 Flugbewegungen verzeichneten die rund 35.000 Angestellten allein im letzten Jahr.

      Mit einer Fläche von 13.727 Hektar, also rund 138 Quadratkilometern, ist der DAI flächenmäßig der zweitgrößte Flughafen der Welt. Und er könnte noch wachsen, da er auf zehn Lande- und Startbahnen ausgebaut werden soll, umso  jedes Jahr bis zu 100 Millionen Reisende abzufertigen. Ein gigantischer Komplex mit fast 150 Flugsteigen, dessen Wahrzeichen die Zelt-Dächer der Gebäude sind.

      Sind die beeindruckenden Daten aber wirklich die ganze Wahrheit? Geht es nach einigen Verschwörungstheoretikern, dann ist es nicht mal die halbe Wahrheit. Ihren Spekulationen nach starten und landen am DIA nicht nur “Boeing”, “Airbus” & Co. mit ihren Fluggästen, sondern auch ganz andere Fluggeräte mit ebenso anderen Passagieren, die nicht von dieser Welt sind: UFOs und Aliens!

      Nicht genug, dass hier Außerirdische im Geheimen agieren und irgendwelchen dunklen Tätigkeiten nachgehen sollen. Auch die US-Regierung soll tief unter dem Airport Top Secret-Einrichtungen betreiben. Sogar von Geheimgefängnissen und Folterkellern wird gemunkelt. Mit Blick auf diverse Aktivitäten der USA klingt zumindest das nicht ganz soweit hergeholt, wie angebliche UFO-Basen unter dem Flughafen.

      Alternativ werden diese Spekulationen auch miteinander kombiniert. Also, dass hier Geheimagenten mit fremden Wesen von den Sternen gemeinsame Sache mache. Immer mit dabei sind natürlich auch diverse Geheimgesellschaften, die in diesem Kontext genannt werden. Etwa die Freimaurer, die Illuminaten oder irgendwelche anderen finsteren Gestalten der “Neuen Welt Ordnung”. Oder gleich die “Men in Black” als eine Art Dachverband aller dunklen Geheimbünde der Welt …

      Der geheime “Denver Clan”

      Woher diese zum Teil extrem wilden Spekulationen über einen geheimen “Denver Clan” am DIA kommen, ist schnell ausfindig zu machen: Vom Flughafen selber! Selbstverständlich ungewollt.

      Grundsätzlich angefangen hat das mit den Baukosten des Airport. Für den Neubau wurden Kosten in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar geplant – und geworden sind daraus 4,8 Milliarden US-Dollar. Prinzipiell eigentlich ganz normal für solche Bauprojekte. Auch wir Deutschen bauen bekanntlich in Berlin einen neuen Flughafen, der nicht nur pünktlich seine Flugbahnen (irgendwann) öffnen wird, sondern auch dessen schlussendliche Baukosten natürlich auch voll und ganz im Rahmen blieben …

      Für Verschwörungstheoretiker ist das aber ein erstes Mosaiksteinchen. Sie fragen sich, ob die drei Milliarden Mehrkosten nicht vielleicht in geheime Projekte in und unter dem Flughafen geflossen sein könnten. Und sieht man sich am Flughafen in Denver unter dieser Voraussetzung um, findet man dafür auf Schritt und  Tritt angeblich klare Anhaltspunkte und Hinweise, so die Mystery-Theoretiker. Sogar vom Schreibtisch aus mit Hilfe von Google Earth.

      Blickt man mit Google Earth direkt von oben auf den Flughafen erscheinen die Start- und Landebahnen nämlich (mit etwas Phantasie) wie ein riesiges Hakenkreuz. Ein Hinweis auf dunkle Hintermänner? Nein sagt zumindest der Flughafen selber. Vielmehr seien es rein praktische Erwägungen gewesen, die bahnen in dieser Form anzulegen, die außerdem, so ein Flughafensprecher, aussehe wie ein Windrad und nicht wie ein Hakenkreuz. Zum Beispiel laut “The Telegraph” vom 28. Februar 2015 anlässlich des 20. Geburtstages des Flughafens.

      Auch und vor allem die vielen Wandgemälde (z.B. HIER zu sehen) des Künstler Leo Tanguma innerhalb des Flughafens verleiten zu unzähligen Spekulationen und Verschwörungen und die “Neue Welt Ordnung”. Kunstwerke mit durchaus verstörenden Motiven, Szenen und Bildern, die sehr viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen lassen. Wie bei Kunst eigentlich durchaus üblich und gewollt.

      Weltuntergang und “Neue Welt Ordnung”

      Im DIA sehen die Fluggäste in den Hallen Bilder, die scheinbar Szenen der Apokalypse zeigen. Brennende Städte ebenso, wie angebliche Nazis bzw. “Deutsche” und “Juden” sowie einen Krieg gegen die Natur und Menschheit an sich. Immer wieder zu sehen auch Kinder aus aller Herren Ländern und “eines der Kinder hält eine Mayatafel, die das Ende der Zivilisation darstellt”, wie es heißt. Auch das Aussterben einer oder mehrerer Rassen werde hier in den verstörenden Wandbildern zur Schau gestellt oder sogar prophezeit.

      Alles teil eines geheimen “Denver-Pan”, wie ein entsprechendes Buch des bekannten deutschen Autorenduos Grazyna Fosar und Franz Bludorf es nennt.

      Ein kleines Mädchen, dass auf dem Gemälde mit Namen “Peace and Harmony with Nature” in einem Sarg zu liegen scheint, soll sogar “den Tod des jüdisch-christlichen Glaubens symbolisieren”, da sie angeblich eine Juden-Stern und eine Bibel in der Hand hält. Also folgen Verschwörungstheoretiker, das die Schöpfer der Kunstwerke keine Christen oder Juden waren, sondern einer bösen Geheimgesellschaft gehören. Eventuell der Loge der “Skulls & Bones”, da bei ihnen Särge angeblich wichtige Symbole seien.

      Bibelfundamentalisten in den USA, etwa die Gruppe “Cephas Ministry”, warnten sogar bereits 2003 in einem Newsletter vor diesen satanischen Machenschaften des Flughafens! Denn der Untergang des Christentums sein hier im Gange. In den Katakomben werden sogar jene “Menschen, die Luzifer hassen” in Konzentrationslagern systematisch ermordet, behaupte ein Verschwörungstheoretiker bei YouTube.

      Ein”farbigen Dunst” auf genau diesem Bild soll eine im Hintergrund gemalte Stadt umgeben, “als wäre von einer biochemischen Waffe angegriffen worden”. Ein auf einem weiteren Wandbild  in grellen Farben leuchtende zu sehende Pflanze, um die sich fröhlich und tanzend jungen Menschen versammelt haben, soll damit im Zusammenhang stehen. Denn dies zeige die neuen Welt mit genetisch neu erschaffenen Pflanzen, nachdem (wer auch immer) den Großteil der Menschheit vernichtet hat.

      Grund für Verschwörungen ist auch das Kunstwerk direkt vor dem Eingang des Airport. Es ist das riesige “Pferd der Apokalypse” auf Fieberglas mit guselig-rot leuchtenden Augen. Es zeige demnach den Fluggäste sofort an, wo sie jetzt rein gehen werden. Dass der schaffende Künstler des “Pferd der Apokalypse”, Luis Jimenez, bei der Arbeit daran durch einen Unfall ums Lebens kam, macht die Sache für Verschwörungstheoretiker noch leichter. Hier steckt ein teuflisch-perfider Plan hinter allem!

      Der “Blaue Mustang”, so der offizielle Name der Skulptur, heißt unlängst mit Spitznamen “Blucifer”, denn das Pferd sei der “mörderische Mustang des Denver Flughafens”. Dass hier in Colorado, im”Wilden Westen” der USA, wo bekanntlich Denver liegt, die edle Pferderasse Mustang natürlich äußert begehrt und beliebt ist, scheint man zu übersehen ..

      Die Deutschen kriegen euch alle

      Zu zahllose sind die Deutungen, Verschwörungen, Interpretationen und Vermutungen hinter den ganzen Bildern im DAI, als dass sie hier alle vorgestellt werden könnten. Und sollten. Eines der Kunstwerke mit dem Titel “Kinder der Welt träumen vom Frieden” soll jedoch einmal eingefügt werden:

      Bild im internationalen Flughafen von Denver: "Die Kinder der Welt träumen vom Frieden" - und die Deutschen (Nazis) wollen die Weltherrschaft! (Bild / Ausschnitt: DAI)
      Bild im internationalen Flughafen von Denver: “Die Kinder der Welt träumen vom Frieden” – und die Deutschen (Nazis) wollen die Weltherrschaft! (Bild / Ausschnitt: DAI)

      Hier sehen die Anhänger einer düsteren Weltverschwörung um den Airport eine warnende Prophezeiung von Deutschland und den Deutschen. Kinder aus der ganzen Welt, gut zu erkennen an ihrer traditionellen Tracht, strömen auf eine Zentralfigur mit einem Hammer, die angeblich einen “Flugzeugflügel” hämmert. Eingewickelt in ihren Landesflaggen geben zum Beispiel Israel und die USA offenkundig bereitwillig dem schmiedenden Knaben in der Mitte ihre Waffen (Schwerter).

      Unter der Szene liegt ein toter Soldat, für einige eben ein Nazi aus dem Zweiten Weltkrieg, auf dem zwei Friedenstauben sitzen. Die Verschwörungstheoretiker sehen hier allerdings Folgendes:

      Der blonde Junge in der Mitte ist ein Deutscher, ein Bayer. Durchaus zu erkennen an seiner Tracht. Der Betrachter des Werkes soll nun das zukünftige Schicksal der Welt erkennen, die Deutschen als “ewige Nazis” wollen die Weltherrschaft an sich reißen. Alle, auch die USA selber, müssen oder werden sich dem beugen.

      Völkermord, Hunger, Militärische Unterdrückung und Tod” sollen hier zu sehen sein. Ausgelöst und verschuldet von den Deutschen und angeblich Sinnbild, dass die Völker der Welt ihre Identität zugunsten der “Neuen Welt Ordnung” aufgeben sollen, müssen oder werden. Mit einer Weltarmee und einer Weltregierung, der sich auch die USA unterwerfen wild. Anführer der unterjochten Welt nach der Apokalypse wird Deutschland sein.

      So wollen es jene, die dem Flughafen Denver die dunkelsten Absichten unterstellen. Naja, wenigstens lächeln die Kinder alle auf dem Gemälde. Dass der Künstler Leo Tanguma das Bild so erklärt, dass aus den Waffen ein landwirtschaftlicher Pflug und damit kein Flügel eines womöglichen Kampfjets gehämmert wird, sehen die NWO-Jäger nicht.

      Dass am DAI teuflisches vor sich geht, “beweisen” übrigens auch Skulpturen von geflügelten Dämonen in den Hallen, die in geöffneten Koffern sitzen. Eigentlich aber sind es sogenannte “Gargoyle” des Christentums. Das sind jene dämonischen Flügelwesen, die als Wasserspeier an Regenablaufrinnen an Kirchen und  Kathedralen in ganz Europa zu finden sind. Seit Jahrhunderten bringt man sie an den Fassaden der Gotteshäuser an, um böse Mächte abzuwehren. Nicht um sie anzulocken!

      “New World Airport Commission”

      Ungenannt bleiben darf auf keinem Fall, was dem Besucher in der großen Eingangshalle begegnet. Es ist ein Marmorstein mit einer Zeitkapsel vom 19. März 1994, der nicht vor dem Jahr 2094 geöffnet werden soll. Groß und eindeutig ist auf dem Stein das Zeichen der Freimaurer sowie eine Art Unterschrift einer “New World Airport Commission” als Schöpfer des Steines sowie der Zeitkapsel zu sehen.

      Das Problem ist, dass es die “New World Airport Commission” nicht gibt. Oder doch, fragen sich die Anhänger der Airport-Verschwörung. Und wenn ja, wer sind diese Leute und was führen sie im Schilde? Ehrlich gesagt sollten sich die Bauherren des Flughafens nicht wundern, wenn sie in der Eingangshalle einen solchen Stein mit derartigen Beschriftungen aufstellen, dass sie damit Verschwörungstheorien befeuerten! Die fraglos bizarren und  “kuriosen” Motive der riesigen Wandgemälde, laden den Betrachter geradezu dazu ein, hier mehr als mehr oder weniger geschmackvolle Kunst zu sehen.

      Familienuntauglich sind die Bilder keinesfalls, die angeblich mysteriöse “New World Airport Commission” hier in Denver auf die Betrachter losgelassen hat. Beispielsweise ein weiteres Gemälde, auf dem ein riesiger bedrohlicher Soldat mit Gasmasse und automatischem Gewehr mit einem Krummschwert eine Friedenstaube ersticht. Während keine Kinder auf dem Schutt von Häuserruinen schlafen.

      All das sei schlicht auch satanisch, “entlarvten” diverse Verschwörungstheoretiker. Tanguma wiederum sagt, dass der Soldat jeder sein könne:

      Deshalb habe ich ihn mit einer Maske versehen. Ich wollte ihn nicht weiß oder schwarz machen. Ich wollte ihn schurkisch machen, um diesen Aspekt von etwas Bösem, etwas Wirklichem, etwas Bedeutendem zu geben.

      Geheimbasis im Untergrund

      Es wird den Baumeistern des Airport auch und vor allem unterstellt, dass sie das ganze Areal mit Bunkern und anderen unterirdischen Einrichtungen versehen haben. Jene Bauwerke, in denen einigen Stimmen nach eben auch die Außerirdischen ihren Plänen nachgehen sollen. Verschwörungstheorien und dunkle Unterstellungen an jeder Ecke des Geländes!

      Andere verweisen hier auf den ganz einfachen Umstand, dass ein so gigantischer Flughafen eben zahllose unterirdische Tunnel und Räume hat und auch haben muss. Dazu gehören auch solche, in denen der normale Fluggast keinen Zutritt hat (ist das nicht normal?). Auch habe es eine Fehlplanung gegeben, die viele der unterirdischen Anlagen erklären würde. Geplant war eigentlich, dass der DAI ein automatisiertes Gepäckfördersystems unter der Erde bekommen solle, was aber nie fertiggestellt werden konnte. Was blieb sind die entsprechenden Tunnel etc., in denen das System arbeiten sollte. Verpulvert wurden allein für dieses nie einsatzbereite Fördersystem 700 Millionen Dollar.

      Spekulationen gehen aber dahingehend, dass diese Tunnelsysteme im Erdreich einen noch größeren Umfang haben, als der offizielle Flughafen an der Oberfläche. Dies würde wiederum die Explosion der Baukosten in den 1990ger Jahren sowie die jahrelange Bauerverzögerung “erklären”. Vielleicht verzögert sich genau deshalb ja auch die Eröffnung des neuen Flughafens in Berlin. Und auch die Kosten des BER explodieren bekanntlich auch immer weiter …

      Zynismus hin oder her, der Denver-Airport sieht das alles durchaus mit Humor, wie der aktuell zeigt.

      Denver International Airport entlarvt

      Verschwörungstheoretikern wurde es im Fall des DIA auch wirklich mehr als leicht gemacht, die “Wahrheit” aufzudecken.

      Zum Beispiel dem Radiomoderator, Online-Unternehmer und Verschwörungstheoretiker Alex Jones aus Dallas, der als einer der ersten auf angeblich verborgene Dinge am Denver Airport hinwies. Auch hierzulande ist seine Webseite “InfoWars.com” durchaus ein fester Begriff. Professor Michael Butter von der Universität Tübingen, in unseren Breiten als ein scharfer Kritiker und Gegner von Verschwörungstheorien, UFOs etc. durchaus sehr bekannt, bezeichnet in seinem Buch Nichts ist, wie es scheint (2018) Jones sogar als “kommerziell erfolgreichsten Verschwörungstheoretiker (…) vermutlich der ganzen Welt”. Ein millionenschweres Imperium hätte sich Alexander Jones durch diese erfundenen Theorien erwirtschaftet, so Butter in einem Interview am 29. März 2018 zu seinem Buch.

      Und so war es eben vor allem Verschwörungstheorie-Unternehmer und -Erfinder Jones, dessen Aussagen dem Flughafen Denver seinem Ruf einbrachte.

      Man stelle sich vor:

      Eine Geheimgesellschaft wie die Freimaurer und irgendwelche finsteren Gruppen (ink. Deutsche und Aliens), die eine “Neue Welt Ordnung” planen, wollen zu diesem Zweck in Denver eine Operationsbasis bauen. Den Bau des neuen Airport nutzten diese Leute deshalb zu Tarnung und Täuschung für irrere grausamen Vorhaben. Top Secret-Einrichtungen und all die dem Flughafen nachgesagten Dinge wurden hier also von der NWO und ihren Helfershelfern erschaffen. Natürlich in der Hoffnung, dass niemand etwas davon erfahren wird.

      Dann aber “verstecken” diese Geheimbünde auf dem gesamten Flughafen riesige Gemälde mit überaus seltsamen Motiven und andere Kunstwerke, die “geheime Botschaften” beinhalten. Da diese ohne Frage allesamt “bizarr” aussehen, kann man diese “Geheimbotschaften” als Betrachter überhaupt nicht übersehen. Und falls jemand sich bei Google Earth den Airport einmal ansehen möchte, werden auch gleich die Lande- und Startbahnen im Form eines Hakenkreuzes angelegt. Nicht, dass jemand die “geheimen Zeichen” der Top Secret-NWO übersehen sollte.

      Wie es sich gehört, wenn kein Mensch irgendwas davon erfahren soll, unterzeichnet man die direkt in der Haupthalle angebrachte Zeitkapsel mit einem rätselhaften Namen und dem nicht zu übersehende Logo der Freimaurer. Und dass aufgrund der verborgenen Geheim-Bautätigkeiten unter der Erde die Gesamtkosten von 1,7 Milliarden auf 4,8 Milliarden US-Dollar explodieren, wird in den Augen der NWO die Öffentlichkeit sicher auch nicht merken. Gleiches gilt für die sich um Jahre verzögerte Fertigstellung …

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      Der Flughafen gesteht (erneut) alles!

      Momentan in der Terminal den DIA während des laufenden Betriebes eine Baumstelle und wird umgebaut. Wie es sicher viel von Flughaufen-Umbauten kennen, ziehen sich deshalb durch das ganze Gebäude nackte kahle Wände als Absperrungen jener Bereiche, in denen gearbeitet wird. Meistens kann man als Fluggast nicht hinter diese Bauwände schauen und so einen Blick auf die Baumaßnahmen werfen.

      Nicht anders beim DIA, der deshalb auf übergroßen Plakaten an den sonst kahlen Wänden auf “Mysterien”, “Alien-Aktivitäten” und “Ungereimtheiten” verweist, die hier vor sich gehen. Wirklich nur eine normale “Baustelle oder Vertuschung?”, fragen die Plakate des Airport die Reisegäste. Oder der Gast liest auf diesen auf die Frage “Was wir hier machen?”, dass dort ein “neues Hauptquartier der Illuminaten” entsteht sowie ein “Umbau der Höhle der Echsenmenschen“. Damit sind die außerirdischen Reptiloide gemeint, die, wie sollte es anders auch anders sein, ebenfalls hinter all dem stecken sollen (angebliche ernähren sie sich im Flughafen-Gewölbe von vermissten Kindern).

      Vielleicht baue der Flughafen aber auch für “Zombie-Katzen”, “ein geheimes Portal im Untergrund” oder gleich “eine Area 52”, statt “coole neue Bereiche zum  Abhängen”.

      Superverschwörungstheoretiker Alex Jones wird das mit gemischten Gefühlen sehen. Wahrscheinlicher jedoch in seine Welt von geheimen Machenschaften lückenlos mit einbinden.

      “DEN Files” (“DEN” für den Flughafen) nennt der Airport seine humorvolle Kampagne während der Umbaumaßnahmen in seinen hallen. Fraglos eine Anspielung auf “Akte X” bzw. “X Files”. “Etwas Lustiges, über das man sich unterhalten kann”, seien die Plakate, so Flughafensprecherin Emily Williams gegenüber der “The Denver Post” am 5. September 2018.

      “Ja, DEN hat einige Geheimnisse”, steht auf einem Plakat mit einem riesigen Alien. Und wer die Wahrheit erfahren will, wird auf eine eigens dazu eingerichtete Seite unter “DENFiles.com” verwiesenen mit den Hintergründen der Kampagne verwiesen.

      Der gewitzte Airport

      Die Betreiber des Flughafens haben jahrelang all die obskuren und wilden Spekulationen, Vorwürfe und Verschwörungen gegen sich abgewunken und ignoriert. Offenbar waren sie es nicht wert in irgendeiner Form kommentiert oder widerlegt zu werden. Nachvollziehbar. Das ging bis zum Jahr 2008 so, als Kim Day die neue Chefin des DIA wurde.

      Day ging die Sache fortan so an, wie man sie (wenn überhaupt) angehen sollte: Mit Humor. Bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit verwiest sie fortan selber auf die Verschwörungstheorien um ihren Flughafen. Es wurden Ausstellungen zu Aliens und den Thesen um den DIA realisiert und sogar Besichtigungstouren in den Top Secret-Anlagen der NWO unter der Erde verlost. Während einer Ausstellung im Oktober 2016 wurde sogar ein “Alien-Schädel” in einer Vitrine präsentiert. Natürlich ein Fake-Schädel (den sogar ich selber habe).

      Um den ganzen quasi die Krone aufzusetzten, veröffentlicht der Flughafen auf seiner eigenen Internetseite regelmäßig die neuesten Enthüllungen über sich. Und als 2014 ein neues Hotel am Flughafen gebaut wurde, zeigte sich der Bauherr in den Medien mit einem “Alien”.

      Aber die “New World Airport Commission”!?

      Trotz diesem ganzen (auch selbst unverschuldeten) Verschwörungstheorie-Unsinn um den Airport, bleibt aber die eindeutige Tatsache, dass Zeitkapsel in der Halle mit dem deutlichen Zeichen der Freimaurer versehen ist. Gleiches gilt auch für die Nennung der ominösen “New World Airport Commission” auf dem Stein oder “seltsamer Zeichen” in den Gebäuden selbst

      Zunächst einmal sind die Zeichen oder Markierungen keine vermutete Alien-Sprache. Es handelt sich um “Zeichen der Navajo-Sprache und Verweise auf andere Flughafenkünstler”, so “The Denver Post” am 12. April 2017 in einem Artikel zu den Spekulationen. Das Indianervolk der Navajo verehrt unter anderem auch im Gebiet von Colorado und dem DIA verschiedene Berge als heilig und mythisch-sporituelle Ursprungsregionen ihres Stammes bzw.. ihrer Stämme.

      Alien-Sprache oder kleine Ehrung der Indianer sowie deren Künstler mit ihrer mehr als leidvollen Geschichte in Amerika?

      Die geheimnisvolle “New World Airport Commission” soll ebenfalls alles anderer geheimnisvoll sein. Zumindest laut einem bereits am 30. August 2007 in “Westword” erschienen Artikel, der unter anderem anlässlich eines DIA-Radiobeitrages der Verschwörungstheorien-Tratschbude “Coast to Coast” vom 11. Juni 2007 erschien. Dazu muss man wissen, dass hunderte US-Radiostationen die Sendungen von “Coast to Coast” mit auszustrahlen und in dieser Radio-Show wirklich jeder alles als Wahrheiten verbreiten kann. Vor allem natürlich die Anrufer in der Show, die diese als Sprachrohr für die verstecktesten Behauptungen nutzen.

      Beispiele zu der Sendung findet Ihr auf diesem Blog  HIER, HIER oder auch HIER.

      “Westword” griff 2007 in  ihrem sehr umfangreichen Artikel die ganzen Verschwörungen um den Airport auf und vergaß dabei natürlich nicht den Marmorstein der “New World Airport Commission”. “Niemand hat sich die Mühe gemacht, Charles Ansbacher, den heutigen Dirigenten des Boston Landmarks Orchestra” zu dieser Kommission zu befragen, heißt es in dem Artikel. Ansbacher war jedoch in den 1990er Jahren einer der Vorsitzenden diesen mysteriösen Gesellschaft udn damit wohl einer der NWO in den Augen der Verschwörungstheoretiker.

      Laut “Westword” lebte Ansbacher damals in Denver und gründete im Auftrag des neu entstehenden Flughafens eine “nicht gewinnorientierte Organisation, die dazu beitragen sollte, den neuen Flughafen den Einwohnern von Denver vorzustellen”. Namhafte Personen aus der Region waren in dieser Kommission damals Mitglied. Den Namen entlehnte der Kunstanwalt “Dvoráks New World Symphony”, da der DIA nicht nur der neuste Flughafen der Welt werde, sondern zugleich auch der erste seit Dallas in Texas aus dem Jahr 1973.

      Flugshows, Galaabende und der Wille, Kunst in die Architektur zu bringen, gehörten zu den Aufgaben der “New World Airport Commission”. Daran arbeiteten 39 ausgewählte Künstler wie eben auch Leo Tanguma mit seinen in mexikanischem Stil geschaffenen Bildern.

      Und die Freimauer?

      “Die Vorstellung, dass etwas geheimnisvoll ist, ist absolut absurd”, sagte Charles Ansbacher 2007.

      Und doch waren hier tatsächlich die Freimauer am Werk! Leugnen kann der Flughafen das so oder so nicht, da ihr “geheimes Symbol” für jeden sofort sichtbar die Zeitkapsel im Eingangsbereich ziert. Nun sind die Freimauer – egal, was ihnen alles nachgesagt wird – seit Gründung der USA in Amerika aktiv und vielfach vertreten. Ein Geheimnis ist das nicht. Im Gegenteil. Und abgestritten wird das dort auch nirgendwo.

      Was natürlich auch alberner nicht sein könnte, da die Freimauer quasi die ganze USA mit ihren Logos und Symbolen vollgestopft haben. Der Geheimbund sei, so “Westword” zu ihren Zeichen auf dem Stein, “eine legitime brüderliche (und historisch geschlossene) Organisation mit bürgerlichen Bindungen zum Engagement des Flughafens”. Im Klartext heißt das, dass die Freimauer dem Airport den Stein für ihre Zeitkapsel sponserten.

      Es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass sie an der laufenden Planung oder Entscheidungsfindung in der zivilen Einrichtung beteiligt sind.

      Mit diesem knappen Worten wird die Freimauer-Aktivität am Flughafen Denver abgetan. Ob die Organisation, der bekanntlich Personen von Rand, Namen und Einfuß angehören, beim Bau des DIA nicht doch mehr involviert haben, ist meiner Meinung nach allerdings durchaus zu vermuten. Sei es auch “nur” finanzielle Vetternwirtschaft innerhalb der Finanzierungen, Behören und Baufirmen bei der Errichtung des Flughafens …

      Was denkt Ihr darüber? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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