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Wunderzeichen und Zeichen am Himmel: Seltsame Erscheinungen in der Vergangenheit (Vortrag 2019) +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Wunderzeichen - Rätselhafte Erscheinungen am Himmel und darüber hinaus - Vortrag von Fischinger-Online 2019
VIDEO: Wunderzeichen – Rätselhafte Erscheinungen am Himmel und darüber hinaus – Vortrag von Fischinger-Online 2019 (Bild: gemeinfrei)

Wunderzeichen, Zeichen am Himmel oder auch schlicht Himmelszeichen – so nannte man im Mittelalter allerlei unerklärliche Dinge. Am Himmel ebenso, wie auch auf der Erde. Dabei reichen diese Zeichen des Himmels von (natürlichen) Kometen über seltsame Wesen wie Zwerge, Riesen oder “Monster” bis hin zu allerlei fliegenden Objekten am Himmel. Vieles lässt sich ganz natürlich erklären, anderes scheint aber nicht so leicht wegzudeuten zu sein. In diesem Vortrag vom März 2019 geht es genau um diese Wunderzeichen. Phänomene, Beschreibungen und Überlieferungen, die heute auch von der UFO-Forschung diskutiert werden. Denn diese fragt: Wer waren die “Urheber” einiger dieser Zeichen des Himmels …? Mehr dazu in diesem Video auf Fischinger-Online bei YouTube.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zeichen am Himmel waren im Mittelalter praktisch ausnahmslos überirdisch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch immer waren es in den Augen der damaligen Menschen auch Zeichen von Gott. Vielleicht aber auch von dunklen Mächten, wie etwa dem Teufel und seiner Helfer.

In diesem Vortrag vom März 2019 geht es genau um diese Wunderzeichen. Phänomene, Beschreibungen, Wunder und Überlieferungen, die heute auch von der UFO-Forschung diskutiert werden. Denn diese fragt: Wer waren die “Urheber” einiger dieser Zeichen des Himmels …?

Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem Vortags-Video bei YouTube (mehr Vorträge HIER).

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 15. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Von blutigem Wasser, Schwefel vom Himmel und “fliegenden Kugeln”: Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (+ Video)

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Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)
Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)

Die Marienburg (Malborg) unweit von Danzig in Polen ist der größte und mit Abstand prachtvollste Backsteinbau Europas. Eine ab dem 13. Jahrhundert von den Rittern des Deutschen Ordens errichtetet Anlage mit einer überaus bewegten Geschichte. Doch wie bei vielen historischen Monumenten gibt es auch hier Geschichten hinter der offiziellen Geschichtsschreibung. Sie finden sich in alten Chroniken und Sagen und lassen die Marienburg teilweise in einem ganz anderen Licht erscheinen. Welche das sind, erfahrt Ihr hier.


Das antike UFO-Phänomen und die Marienburg

Seit der Mensch in den Himmel schaut, erblickt er dort die sonderbarsten Erscheinungen. Nicht nur Naturphänomene, die unsere Vorfahren einst vor ungelöste Rätsel stellten. Meist wurden diese von der Vorzeit über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit mit göttlichen oder auch dämonischen Erscheinungen in Zusammenhang gebracht. Dank zahlreicher historischer Aufzeichnungen, teilweise bebilderter Chroniken und aufmerksamer Geschichtsschreiber sind viele dieser Zeichen am Himmel oder Wunderzeichen heute bekannt. Und auch oft naturwissenschaftlich zu erklären.

Bei anderen Himmelszeichen sind rationale Deutungen als „Laune der Natur“ problematischer. Einer der Gründe, warum moderne Mystery-Forscher einige dieser Erscheinungen mit dem „heutigen“ UFO-Phänomen in Zusammenhang bringen. In der Tat belegen die antiken Schriften und Dokumente, dass es ein UFO-Phänomen durchaus schon vor Jahrhunderten gab. Längst nicht alle Sichtungen oder Objekte am Himmel de Vergangenheit lassen sich aus heutiger Sicht als ein natürliches Schauspiel erklären.

Wieder andere überlieferten Wunder, Erscheinungen oder Himmelsphänomene entziehen sich uns heute vollends einer logischen Deutung. Wobei es gleichgültig ist, ob man die Natur dahinter vermutet, oder eben das UFO-Phänomen. Es bedarf jedoch beispielsweise bei einer Erscheinung von kämpfenden „Rittern in Rüstungen“ am Firmament sicherlich eine gehörige Portion Phantasie dazu, aus diesen UFOs zu machen. Eher könnte man hier religiöse Propaganda hinter solchen Berichten vermuten – und damit Fake-News.

In anderen Fällen ist das nicht unbedingt notwendig. Etwa bei einem Ereignis, dass sich Ostern 1661 bei der Stadt Danzig und der Marienburg im heutigen Polen ereignet haben soll. Eine mittelalterliche Burg des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, die in Polen heute nach dem Ort Malborg (Zamek w Malborku) heißt. Die gewaltige Burg ist der größte Backsteinbau Europas, um die sich nicht wenige Legenden und Geschichte ranken.

In dem am Ende angefügtem Video berichte ich ebenfalls von einigen dieser Überlieferungen.

Blutiges Wasser, Schwefel vom Himmel und Kugeln am Firmament

Abraham Hartwich hielt 1722 in seinem Werk „Geographisch-Historische Landes-Beschreibung derer dreyen im Pohlnischen Preussen liegenden Werdern, als des Dantziger-Elbing- und Marienburgischen“ unter anderem über die Marienburg diverse seltsame Ereignisse fest. Nicht nur aus dem Jahr 1661.

Hartwich listete darin eine ganze Reihe zum Teil überaus ungewöhnlicher Phänomene auf, die sich rund um die Burg ereignet haben sollen. Längst nicht alle dieser dokumentierten Berichte lassen sich heute erklären. Sie reichen von „Feuer vom Himmel“, das zahlreiche Gebäude nieder brannte (1551), über „Wasser im Stadtgraben“ und später an anderen Plätzen, das sich insgesamt dreimal „in Blut verwandelte“ (1668 und 1684) bis feurigen Kometen (1654 und 1680-81). Sogar Rauch und schwarzer Dampf sei am 14. Juni 1643 mehrfach hintereinander mit „sanften donnern“ aus der Erde in den Himmel bis zu den Wolken geschossen. Erst wie ein scharf umrissener Regenbogen, dann gewunden wie eine Schlange. Drei Tage später sei nach einem Platzregen überall gelben Schwefel gefunden worden, „welcher noch ganz heiß war“.

Als reichen alle diese Wunder noch nicht, habe sogar im Jahr 1629 die Glocke der Marienburg „von sich selbst geläutet“. Und am 17. Dezember 1680 raste eine „feurige Kugel“ so groß wie der Vollmond bei Danzig vom Himmel, so Hartwich.

Im Kontext dieser wundersamen Ereignisse muss man eine Erscheinung sehen, die Hartwich für Ostern 1661 überliefert. Geschehen bei Vollmond und auf den ersten Blick klingt sie nach einem seltenen aber natürlichen Mond-Halo. Dazu schreibt er, was damals neben dem Vollmond beobachtet wurde:

„…und neben demselben auf der rechten und linken Seite schnurrgerade zwei feurige, doch mit allerhand schönen Farben untermischte Kugeln, wie der Mond groß, deren jeder auswärts einen langen Strahl von sich gab. Und waren oberwärts die beiden Kugeln mit einem hellen Zirkel vereinigt, unterwärts aber war ein feuriger Regenbogen, der die Spitze nach dem Zirkel und den Bauch unterwärts hatte. Um 4 Uhr in der Nacht hat die Wacht zu Danzig gesehen, dass die beiden Kugeln zusammenschlugen, und es einen solchen Knall gegeben, als wenn eine Bombe los gebrennet würde.“

Eine Naturerscheinung?

Eine Halo-Erscheinung in der Atmosphäre, die drei Monde erscheinen ließ und halbrunde Lichtbrechungen projizierte? Warum aber beschreibt der Bericht diese dann als „Kugeln“, und warum schlagen sie mit einem lauten „Knall“ zusammen, bevor sie verschwinden? Lichtreflexionen bzw. Lichtbrechungen wie Halos sind still. Sie „knallen“ nicht am Himmel.

Autoren und Forscher, die nach historischen UFOs fahnden oder sich der Prä-Astronautik widmen, verweisen immer wieder darauf, dass man bei derartigen „antiken Begegnungen“ nicht alles wortwörtlich nehmen darf. Vor allem da unsere Ahnen der richtige Wortschatz fehlte, um exakt das zu beschreiben, was sie sahen oder erlebten. Gemeint ist damit ein moderner Wortschatz. Also bediente man sich in der Vergangenheit realen und greifbaren Beschreibungen und Vergleichen mit Alltagsgegenständen. Eine klassische „fliegende Untertasse“ wird so schnell zu einem „fliegenden Schild“. Ein kugelförmiges UFO eben zu einer „fliegenden Kugel“ und ein zylindrisches Objekt zu einem „Speer“, einer „Lanze“ oder einer „Standarte“.

Von all solchen Erscheinungen berichten die überlieferten Aufzeichnungen der Vergangenheit, von denen auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal immer wieder Beispiele vorgestellt wurden.

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Unsere Vorfahren nutzen das „Sieht-aus-wie-Prinzip“, was bis zu einem gewissen Grad sicher auch so war und zutraf. Für heutige UFO-Sichtungen gilt das noch nimmer. Auch hier verwenden die Zeugen Begriffe wie „Ball“, „Kugel“, „Football“, „Scheibe“, „leuchtende Kugel“, „Ball aus Licht“, „Diamant“, „Bumerang“, „Zigarre“ oder „eine in der Mitte abgeflachte Kugel mit zwei hervorstehenden Stücken auf jeder Seite“ („Surrey Advertiser“, 6. Oktober 1962). Ohne an dieser Stelle eine Bewertung über die wahre Natur dieser individuell gesehenen Objekte vornehmen zu wollen.

Wenig verwunderlich ist es demnach, dass in den alten Überlieferungen, Aufzeichnungen sowie Märchen und Sagen nahezu alles irgendwo schon einmal herumgeflogen sein soll. Details oder „Verhaltensweisen“ dieser Objekte machen sie erst zu etwas rätselhaften und damit für die UFO-Forschung interessant. Was hinter dem Ereignis von 1661 stecken mag, bleibt indes offen.

Sagen und “Wunder” um die Marienburg

Noch seltsamer ist die Behauptung, dass sich das Wasser im Stadtgraben und anderen Plätzen mehrfach in Blut verwandelt haben soll. Handelte es sich um eine Art Algenblüte, die scheinbar Brunnen und möglicherweise die Burg betraf? Auch die Geschichte der 10 Plagen in Ägypten aus dem 2. Buch Moses, als sich der Nil und die Wasser Ägyptens „in Blut verwandelten“, wurde schon mit Algen versucht zu erklären.

Überaus seltsam erscheint auch das Ereignis vom 14. Juni 1643, als schwarzer Dampf donnernd aus der Erde kam und in den Himmel stieg. Hängt der heiße Schwefel, der drei Tage später vom Himmel fiel, damit in Zusammenhang? Wenn ja: Was war die Ursache?

Andere Sagen über die Marienburg sind tief vom Christentum geprägt. Was schon bei der Grundsteinlegung anfing, wie es bereits der bekannte deutsche Märchen- und Sagen-Sammler Ludwig Bechstein 1853 in „Deutsches Sagenbuch“ überlieferte. Nach dieser Sage haben die „Kreuzritter“ in Jerusalem genau aus jenem Gebäude, in dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl beging, einen Stein als Grundstein für die Marienburg mitgenommen. Es heißt:

Da nun die Ritter nach Deutschland heimkehrten, nahmen sie von diesem Hause einen behauenen Stein mit sich über Meer und weiheten ihn zum Grundstein des Ordenshaupthauses Marienburg. Darum segnete der Herr diesen Bau, daß er so groß und fest und herrlich wurde und in all seiner alten Pracht und Schönheit noch steht bis auf den heutigen Tag, während tausend und abertausend Schlösser in Trümmer sanken.“

Eine andere Erzählung nahm für zwei Liebende auf der Burg ein tragisches Ende. Da „das Haus des Ordens ein Haus der Entsagung von irdischer Lust sein sollte, so duldete es nicht der gleichen Gefühle“, so die Sage. So wurde das Pärchen als Strafe in zwei Steine verwandelt, die man lange Zeit auf der Marienburg wohl als Warnung gezeigt hatte. Dabei habe man bei den beiden Steinen „wahrgenommen, dass sie aus Schmerz noch salzige Tränen weinten“, schließt sie Sage.

Die Rache der Mutter Gottes

Unglückselig ging es auch bei einer Schlacht um die Burg und gegen die Deutschritter zu. Die berühmte Marienfigur, die mit acht Metern Größe die Fassade der dortigen Marienkirche schmückt, „ärgerte einen Polenfürsten“ dermaßen, da sie „wie das Symbol des ewigen Sieges des Christentums gegen das Heidentum“ hoch über der Festung thronte. Also befahl er einen seiner Söhne, dass er der Statue mit seiner Armbrust die Augen ausschließen soll. Doch genau in jenem Augenblick, als der Sohn seine Waffe abfeuern wollte, erblindete er auf wundersame Weise. Für seinen Vater ging es ebenfalls nicht gut aus, so die Sage weiter:

Der junge Polenprinz war plötzlich erblindet. Darüber ergrimmt der Fürst, er nimmt selbst die Armbrust, zielt gut und trifft – beinahe – denn vor dem Bilde wendet sich rückprallend der Pfeil und fährt dem Fürsten pfeilgeschwind mitten durch das Herz.“

 Vielfach erkennt man in solchen Sagen um die Marienburg und deren Umgebung den Kampf des Christentums gegen das sogenannte Heidentum. Eine Legende um die Heilige Dorothea von Montau, die Patronin des Deutschen Ordens aus dem nahen Marienwerder (heute Kwidzyn), ist besonders unheimlich. Sie verbrachte ihr Lebensende in der 1343 bis 1384 erbauten Domkirche zu Marienwerder, in der auch mindestens drei Hochmeister des Deutschen Ordens bestattet wurden. Kämpfer des Glaubens, von dem einer 1410 die Belagerung der Marienburg abwenden konnte. In dieser Kirche ließ sich die 1976 vom Vatikan Heilig gesprochene Dorothea in einer Zelle einmauern, wo sie 1394 starb. Zuvor erlebte sie Visionen und Zeichen Gottes oder des Himmels, weshalb sie sogar 1391 fast in Danzig als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre. Als sie starb sei angeblich folgendes geschehen:

Als die Mitternachtstunde kam, umwogte eine himmlische Helle das enge Gemach der frommen Büßerin, und Engelstimmen erklangen in harmonischen Chören zwei Stunden lang um ihre Zelle. Währenddessen ward Dorotheas Seele zu Gott enttragen, und es fingen des Domes Glocken von selbst zu läuten an, und das dauerte so lange, bis jener himmlische Gesang zu Ende ging.“

„Noch an ihrem Grabe geschahen große Wunder, und Scharen frommer Pilger wallten zu demselben“, schreibt Ludwig Bechstein dazu weiter. Wohl auch einer der Gründe, warum Dorothea von Montau zu einer Heiligen erklärt wurde …

Video zum Thema

Video vom 12. Aug. 2020 auf Fischinger-Online

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UFOs in der Antike: Was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende “Altar” des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen

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UFOs in der Antike - was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs in der Antike – was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und unbekannte Flugobjekte in der Antike – gab es sie? Glauben wir den alten Chronisten und Geschichtsschreibern, ist die Antwort ein eindeutiges Ja! So haben auch einige UFO-Forscher und vor allem Prä-Astronautik-Forscher in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder entsprechende Beispiele aus historischen Berichten angeführt. Einer ging dabei im Laufe der Jahre allerdings eher unter, obwohl dieser von dem bedeutenden römischen Geschichtsschreiber Titus Livius aufgezeichnet wurde. Demnach sei vor über 2.200 Jahren am Himmel über der Stadt Hadria in Italien ein fliegender “Altar” erschienen. Mit samt einer “Besatzung”. Grund genug sich dieses UFO der Antike an dieser Stelle einmal genauer anzusehen.


UFOs in der Antike

Die Forscher der Prä-Astronautik und einige UFO-Forscher suchen in alten Chroniken, Schriften und anderen historischen Quellen immer wieder nach Hinweisen auf mutmaßliche UFOs. UFO-Sichtungen der Antike, die sich nicht in irgendwelchen Mythen oder religiösen Texten finden, sondern in konkreten Dokumenten aus eher historischer Zeit. Etwa in mittelalterlichen Berichten auf Flugblättern, in geschichtlichen Chroniken oder auch bei römischen Geschichtsschreibern. „Himmelszeichen“ oder „Wunderzeichen“, wie man diese in christlichen Zeiten gerne nannte. Mehr dazu erfahrt Ihr in den am Ende angefügten YouTube-Videos.

Vielfach sind diese Jäger des Phantastischen in den vergangenen Jahrzehnten dabei auch fündig geworden. Ein Beweis, das „Seltsames“ oder „Etwas“ auch schon von den alten Chronisten dokumentiert wurde. Nicht nur im modernen UFO-Phänomen oder zeitlich nicht fassbaren Mythologien der grauen Vorzeit.

Diese alten Aufzeichnungen erwähnen dabei in den seltensten Fällen Insassen oder Piloten, die in fliegenden Kugel, Scheiben, Schilden oder Zylindern gesessen haben sollen. Sieht man von jenen Berichten ab, in denen wundersame „Menschen“ am Himmel standen, „Ritter“ in den Wolken erschienen oder sogar „Seeleute“ auf „Schiffen“ in eine himmlische Schlacht verwickelt zu sein schienen. Oder natürlich auch die mythisch-religiösen Schriften, in denen Götter und andere Himmelswesen mit „feurigen Wagen“ zu den Menschen hernieder kamen. Von diesem Blog kennt der Interessierte dazu sicher zahllose Beispiele.

Ungewöhnlich ist das erst mal nicht, denn auch heute sehen die wenigstens UFO-Zeugen irgendwelche Wesen bei ihren Sichtungen. Der bei weitem größte Teil der UFO-Sichtungen findet ohne die Begegnung mit irgendwelchen mutmaßlichen Lebewesen aus dem All statt. Wobei es selbstverständlich solche Berichte ebenso gibt.

Ein fliegender “Altar” am Himmel

Und in der Antike? In seiner Pionierarbeit zum Thema „UFOs der Antike?“ berichtete schon 1963 W. R. Drake in dem Artikel „UFOs over ancient Rome“ in dem Magazin „Flying Saucer Review“ (Januar/Februar 1963) von solchen Sichtungen. Dazu führt er eine ganze Reihe Beispiele an, die der Prä-Astronautik-Pionier in den Werken diverser klassischer Geschichtsschreiber fand. So unter anderem folgendes Ereignis vor über 2.200 Jahren:

In Hadria wurde ein Altar am Himmel und darüber die Gestalt eines Menschen in weißen Kleidern zu sehen.“

Geschehen sei diese Sichtung eines fliegenden „Altar“ mit einem weiß gekleideten Mann im Jahr 214 vor Christus. Ort des Geschehens war die heutige Stadt Atri in den Abruzzen östlich von Rom, die seit 290 vor Christus eine römische Kolonie war. Drake selber wiederum berief sich auf den bekannten Geschichtsschreiber Titus Livius (Buch XXI, Kapitel LXII), der von ca. 59 vor bis 17 nach Christus lebte. Einem der wichtigsten römischen Geschichtsschreiber überhaupt, dessen zahllose Werke zu den bedeutendsten Quellen der frühen Geschichte des Römischen Reiches zählen.

Der bekannte französische UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée übernahm nur zwei Jahre später diesen frühen „UFO-Fall“ von Drake 1965 in seinem Standartwerk „Anatomy of a Phenomenon“. Vallée gibt ihn sehr ähnlich wieder, datiert das Ereignis allerdings auf das Jahr 213 vor Christus:

In Hadria wurde ein ‚Altar‘ am Himmel gesehen, begleitet von der Gestalt eines Mannes in weißer Kleidung.“

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Diese Sichtung fand durch die Erwähnung bei dem UFO-Forscher Vallée sogar Einzug in den UFO-Forschungsbericht der US-Air Force, der unter den Namen „Condon-Report“ in UFO-Kreisen zu einer Legende wurde. Hierbei handelt es sich eigentlich um den Bericht „Scientific Study Of Unidentified Flying Objects“ der University of Colorado von 1968. Mitherausgeber war der namensgebene Edward Condon und der Mitautor Samuel Rosenberg verfasste darin das Kapitel „UFOs in History“. Als Quellen dienten Rosenberg für den Air Force-Bericht einschlägige UFO-Bücher und –Magazine, wie jenes von Vallée. (Mehr dazu in diesem Artikel HIER.)

Ein rechteckiges Flugobjekt vor über 2.200 Jahren

Heute sind der fliegende „Altar“ und der „weiße Mann“ von Hadria in der UFO-Literatur praktisch vergessen. Womit der zugegeben sehr knappen Überlieferung meiner Meinung nach Unrecht getan wird.

Genauer hinterfragt hat ihn aber Jörg Dendl schon 1997 in seiner Studie über „Fliegende Schilde und Schlachten am Himmel“, die, da sie in sehr geringer Auflage in einem kleinen Privatverlag erschien, wohl nur wirklichen Insidern der Thematik bekannt ist. (Eine aktualisierte Neuauflage des Berichtes findet Ihr HIER.) Dendl selber ist als Historiker seit Jahrzehnten auch als Mystery-Forscher tätig. Seine oft auch kritischen Publikationen in verschiedenen Magazinen zu Forschungen aus dem Bereich Prä-Astronautik und Rätsel der Geschichte werden meiner Meinung nach dabei bis heute von vielen weit unterschätzt.

Das von Livius überlieferte Ereignis studierte Dendl in seiner Veröffentlichung im Original und gibt es wie folgt wieder:

„(…) bei Hadria wurde ein Altar im Himmel und Menschengestalten ringsumher mit weißglänzenden Gewändern gesehen.“

Ganz richtig betont auch der Dendl, dass der hier genutzte Vergleich des Aussehens mit einem „Altar“ darauf hindeutet, dass das Objekt rechteckig oder würfelförmig gewesen sein muss. Ein Komet oder Meteor ist hier von Vornherein ausgeschlossen. Im Unterschied zu anderen Übersetzungen (vor allem aus dem englischen Raum), schrieb Dendl hier auch von mehr als nur einer „Menschengestalt“.

Die seltsame “Besatzung”

Bezeichnet sei nach ihm auch die verwendete Wortwahl von Livius zu eben dieser „Besatzung“ des fliegenden Rechteckes als „species hominum“. Damit sind keine „Menschen“ im eigentlichen Sinn gemeint, sondern „Menschengestalten“. Man würde in der modernen UFO-Forschung an dieser Stelle wohl von „menschenähnlich“ oder schlicht „humanoiden Wesen“ sprechen.

Es handelt sich folglich lediglich um einen Vergleich mit dem gewohnten menschlichen Aussehen. Sie sahen uns durchaus ähnlich, wichen aber in ihrer Anatomie von der unseren ab. In welchen Details, können wir daraus nicht entnehmen. Wohl aber zu den „weißglänzenden Gewändern“, die diese Wesenheiten getragen haben sollen. In einigen Fällen wurde das hier verwandte Wort „vestis“/„veste“ nicht nur für „Kleidung“, sondern auch für „Rüstung“ verwendet. Die dabei nicht schlicht nur „weiß“ war, sondern „weiß glänzend“ oder sogar „glühend“, so Dendl. „Candida veste“ nutze Livius in diesem Kontext, woraus Dendl folgerte:

Das ist ein klarer Unterschied zum einfachen albus, was schlicht “weiß” bedeutet. Hier wollte der Autor also deutlich machen, dass die Kleidung dieser Wesen glänzend war. Durch diesen Umstand wird es dem Beobachter auch möglich gewesen sein, die Wesen zu sehen.“

Strahlende Himmelswesen

Ein sehr deutlicher Unterschied zu einer normalen weißen Farbe. Hier werden Erinnerungen an “Engel” der christlichen Tradition oder Feen aus der Anderswelt wach. Viele der alten religiösen Schriften und Berichte schildern diese Boten Gottes oder ähnliche Erscheinungen als ungewöhnlich leuchtend weiß. Strahlende Himmelswesen, die als Engel, Marienerscheinungen, Geister, Feen oder „himmlische Meister“ gedeutet wurden und werden (s. a. Link HIER). Attribute, die in der modernen Welt des UFO-Phänomens eher selten sind.

Schon in dem Buch „Götter der Sterne“ zeigte ich 1997 auf, dass dieses leuchtende Weiß offensichtlich von der Kleidung der Himmelswesen ausging, nicht von ihnen selber. Denn wenn ein Mensch sich diese himmlischen Gewänder anzog, sah er genauso aus wie eben jene Himmelswesen. „Ohne Unterschied“, wie es etwa der Prophet Henoch notierte

Wo genau die menschenähnlichen Wesen sich um ihren fliegenden „Altar“ befanden, ist unklar. Irgendwo rings umher, was darauf, darunter oder auch daneben meinen könnte. Wichtiger scheint aber bei dieser Begegnung der III. Art zu sein, dass die Anzahl der Fremden nicht genannt wird. Nur, dass es zwei oder mehr waren. Auch Dauer und Tageszeit der Sichtung sind nicht überliefert.

Ein massives UFO über Italien?

Parallelen zu Fällen aus der UFO-Forschung sind hier durchaus vorhanden. Vor allem, wie ich finde, bei dem Objekt selber, da der Vergleich mit einem „Altar“ nicht nur die Form als viereckig wiedergibt. Gleichzeitig scheint dies zu unterstreichen, dass das Objekt für den oder die Beobachter sehr massiv am Himmel  erschien, da Altäre auch im alten Rom in der Regel aus festem Stein waren. All die „feurigen Himmelszeichen“, von denen alte Berichte erzählen, haben dahingehend eher eine weniger klar umrissene bzw. „massive“ Form. Auch wenn sie vielfach als fliegende Teller oder Schilde oder eben Kugeln beschrieben wurden.

Ob und vor allem was hinter diesem Bericht des Livius steckt? Mit Sicherheit kann man das heute nicht mehr sagen. Außerirdische in einem fremden Flugobjekt am Himmel? – mag sein! Titus Livius als die Nummer 1 der römischen Historiker war selber kein Augenzeuge der Erscheinung. Er muss sich demnach auf andere Quellen gestützt haben, die wir heute nicht mehr kennen. Vielleicht enthielten diese weitere Details.

Nach seiner Untersuchung resümiert auch der Historiker Jörg Dendl:

Aber wie auch die Sichtung von Hadria zeigt, bleibt eine Restunsicherheit, gerade, wenn nur ein recht knapp abgefasster Bericht vorliegt. Für die Antike bestand keine Frage, ob so etwas möglich sei. Erst in der Moderne entstand die Notwendigkeit, solche Berichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, da übernatürliche Wesen mittlerweile als Verursacher dieser Phänomen ausgeschlossen werden.“

Ein spannendes Ereignis, das wohl niemals wirklich aufgeklärt werden kann. Wie so viele der mutmaßlichen Begegnungen mit dem Unfassbaren aus der Vergangenheit.

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Ein UFO im Jahr 1034 über Deutschland? Das Rätsel der Nürnberger Chronik und UFOs im Mittelalter +++ Video +++

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UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Was flog im Jahr 1034 am Himmel über Deutschland? Verschiedene UFO-Seiten im Netz meinen, dass eine alte Chronik aus dem 15. Jahrhundert hier einen der ersten UFO-Sichtungen schildert, der sich vor bald 1.000 Jahre ereignete. Ein zylindrisches UFO im frühen  Mittelalter, das über den Himmel raste. Woher stammt diese Geschichte, die im Netz eigentlich immer nur weiter kopiert wurde? Was ist die Quelle diese UFO-Sichtung und was genau soll sich ereignet haben? Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video dem seltsamen Bericht einmal auf den Grund gegangen.


UFOs im Mittelalter?

Das UFO-Phänomen ist eigentlich sehr alt. Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende. Denn der Mensch hat schon immer Seltsames am Himmel beobachtet. Das sagen Prä-Astronautiker, UFO-Forscher und UFO-Interessiere.

Dabei deuten sie unter anderem rätselhafte Erscheinungen und „Wunder“ am Himmel im Mittelalter in dieser Hinsicht. Zu finden sind solche Beobachtungen in zahlreichen alten Chroniken und Aufzeichnungen der vergangenen Jahrhunderte.

Kritiker verweise dabei gerne auf den Umstand, dass diese Himmelszeichen oder Wunderzeichen natürliche Phänomene waren. Kometen und Asteroiden beispielsweise, die von den damaligen Menschen als Zeichen von Gott oder dem Teufel interpretiert wurden.

Damit haben die Kritiker der UFO-Forschung und Prä-Astronautik sicherlich Recht. Nur: Lassen sich tatsächlich alle diese Erscheinungen und „Zeichen am Himmel“ so einfach erklären?

Etwa jenes Objekt, das lau einer alten Chronik von 1493 im Jahr 1034 über Deutschland geflogen sein soll? Eine Himmelserscheinung, die heute als „UFO“ interpretiert wird. Doch schaut man genauer hin, gibt es bei dieser mutmaßlichen UFO-Sichtung aus dem Mittelalter Widersprüche und weitere Fragen.

Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video vom 19. April 2020 vom dem Bericht von 1034 einmal auf den Grund gegangen. Denn woher genau stammt er und was sind und sagen die Quellen?

All das erfahrt Ihr in diesem Video.

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Komet Neowise ist der Erde am nächsten: Doch vor exakt 25 Jahren wurde der Komet Hale-Bopp entdeckt – und der brachte tatsächlich nichts Gutes

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Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp - und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)
Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp – und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)

Viele Astronomen, Sternengucker und Hobbyastronomen bewundern derzeit am Nachthimmel den Kometen Neowise. Auch über Deutschland ist dieses seltene aber keinesfalls außergewöhnliche Himmelsschauspiel zu sehen. Ein sogenannter langperiodischer Komet, der erst im März 2020 entdeckt wurde und wahrscheinlich erst um das Jahr 8709 wieder zu uns kommen wird. Doch an dem Tag, als der Komet seinen geringsten Abstand zur Erde hatte, wurde genau 25 Jahre zuvor ein anderer Komet entdeckt: Der Komet Hale-Bopp. Und dieser erwies sich in der Folge tatsächlich als ein tödlicher Unglücksbote, was mehreren Dutzend ufogläubigen Menschen das Leben kostete. Der Tiefpunkt einer UFO-Sekte. Was damals im Zuge des Hypes um Hale-Bopp geschehen war fasst dieser Artikel zusammen.


Neowise: Besucher aus den Weiten des Alls

Der aktuelle Komet Neowise – wissenschaftlicher Name C/2020 F3 – wurde erst am 27. März 2020 am Himmel entdeckt. Seit Anfang Juli kann er mit bloßem Auge am Sternzelt beobachtet werden. Ein sicher seltenes astronomisches Ereignis, dass aber seit Jahrtausenden bekannt ist.

Auch Neowise besuchte uns bereits. Dies soll nach den Berechnungen seiner Umlaufbahn um das Jahr 2402 vor Christus geschehen sein. Wie die meisten Kometen umrundet Neowise die Sonne in einer stark gestreckten elliptischen Umlaufbahn, die ihn weit, sehr weit, in das äußere Sonnensystem führt. Bei seinem nächsten sonnenfernsten Punk, dem sogenannten Aphel, um das Jahr 5365 wird er über 710-mal weiter von der Sonne entfernt sein, wie die Erde. Das sind gewaltige aber keine ungewöhnlichen Dimensionen solcher Himmelskörper.

Am 23. Juli erreichte der Komet seine größte Annäherung an die Erde. Dabei war er noch immer über 100 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt. Es bestand also keine Gefahr einer Kollision oder etwas ähnlichem mit der Erde. Denn Kometen galten seit jeher als unheimliche Vorboten. Hin und wieder auch als gutes Omen, doch unsere Vorfahren sahen in diesen kosmischen Geschossen meist ein Vorzeichen, dass etwas Schreckliches oder Umwälzendes geschehen wird.

Nun also entfernt er sich wieder der Erde und passiert auf seinen Rückweg in den weiten Raum auch die Riesenplaneten Saturn und Jupiter. Deren gewaltige Gravitation wirkt sich auch auf den kleinen Neowise aus, so dass sich seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit um die Sonne ändern wird. Wahrscheinlich muss man deshalb bis zum Jahr 8709 warten, bis er unseren Planeten wieder einen Besuch abstattet.

Hale-Bopp: Der Jahrhundertkomet

Astronomische Fakten und Modellrechnungen, die jeden Hobbyastronomen begeistern. Nicht anders war es vor einem viertel Jahrhundert.

Auf den Tag genau 25 Jahre bevor Neowise der Erde am nächsten kam, entdeckten die Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp am 23. Juli 1995 den nach ihnen benannten Kometen Hale-Bopp (C/1995 O1). Einer der hellsten Kometen überhaupt, der ab Sommer 1996 rund 1,5 Jahre lang mit bloßem Auge prachtvoll und groß am Himmel zu sehen war. Ab Anfang 1997 konnten selbst die Bewohner von hell erleuchteten Großstädten den Kometen problemlos sehen. Schnell nannte man ihn den “Jahrhundertkomet”.

Hale-Bopp war relativ groß, etwa 50 bis 60 Kilometern Kerndurchmesser. Dazu kamen zwei farbenfrohe Schweife, die dutzende Millionen Kilometer durch das All reichten. Auch Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen, dessen Umlaufbahn rund 4.200 Jahre betrug. Und auch sein Orbit hat sich durch die Gravitation von Jupiter verändert, so dass er jetzt “nur” noch 2.380 Jahre für einen Umlauf benötigt.

Wir können ihn um das Jahr 4419 wieder am Firmament bewundern …

Für Astronomen war auch dieser Komet ein Ereignis, so dass sie ihn intensiv beobachten und erforschten. Selbst verschiedene organische Verbindungen konnten in Hale-Bopp nachgewiesen werden, die bis dato teilweise von Kometen unbekannt waren. Bis der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem ab Herbst 1997 langsam verschwand, war er ein sehr großes Ereignis im Internet.

Während der Beobachtungsphase 1996 und 1997 verbreitete sich das Internet rasant, weshalb der Komet zu einem der ersten Internet-Ereignisse überhaupt wurde. Vergleichbar mit der Mars-Mission “Pathfinder” der NASA mit ihrem Rover, die am 4. Juli 1997 auf dem Mars landete. Auch dazu wurden täglich Neuigkeiten und Bilder durch das junge Netz verbreitet und diskutiert.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Während Astronomen und die junge Netz-Gemeinde Hale-Bopp feierten, sahen ihn andere Menschen mit ganz anderen Augen!

Misstrauisch und durchaus abergläubisch wie unsere Ahnen sahen auch vor 25 Jahren einige Menschen das Nahen des Kometen am Himmel. Bei ihnen wurden quasi “Urängste” und schlimme Vorzeichen geweckt, die solchen Himmelserscheinungen schon vor tausenden von Jahren angedichtet wurden. Im Prinzip nicht ganz unbegründet, da der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden auf der Erde in der Vergangenheit vielfach verehrend war. Sie werden nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 65  Millionen Jahren verantwortlich gemacht, sondern diese “Bomben aus dem All” können auch heute unser aller Ende bedeuten.

Bei Hale-Bopp war es 1996 und 1967 etwas anders. Hier befürchtete eigentlich niemand, dass er mit unserem Planeten kollidieren wird. Vielmehr wurde in ihm ein “Zeichen” gesehen, dass von Gott, Jesus, Außerirdischen oder allen zusammen gesandt wurde. Angeheizt wurde das durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches “Etwas” nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schein.

Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist. Auch wenn sich das “UFO” auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner Radiosendung “Coast to Coast” in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

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Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das “Hale-Bopp-UFO” damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der “University of Hawaiʻi System”, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte “Fiat Lux” und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.”

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott bzw. Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und sendet ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die “Getreuen und Gerechten” zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint sind natürlich vor allem die Mitglieder von “Fiat Lux” und alle die “würdig” sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte “Fiat Lux”, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch “UFO-Sekten” (1999) detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des “Orden Fiat Lux” war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein “Paradies” 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde, konnte sie den Untergang oder “Wandel” glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als “Sprachrohr Gottes”.

“Heavens Gate: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella eine andere UFO-Sekte in den USA. Es war der UFO-Kult “Heavens Gate” um den Guru Marshall Applewhite, über den auf diesem Blog ebenso bereits öfter berichtet wurde (Link HIER). Diese Sekte war der traurige Abschluss einer jahrzehntelange “Sekten-Karriere” ihres Führers Appelewhite, wie im oben genannten Buch “UFO-Sekten” ausführlich dokumentiert.

Auch die Anhänger von “Heavens Gate” glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Allerdings nicht körperlich, sondern sie würden bei ihren “Götter”, den Aliens, wiedergeboren werden und so in ein kosmischen und ewiges Paradies einziehen. Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet, wobei er damals noch von seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles unterstützt wurde. Sie verstarb bereits 1985.

Während die Sekte “Fiat Lux” sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von “Heavens Gate” 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem “UFO” im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das “Außenteam” einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, mussten sie sich aber alle umbringen, wie sie glaubten. Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp wiedergeboren, während die Erde sich “recycelt”, wie sie es nannten. Die “höhere Quelle” des Selbst könne man so erreichen. Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die “Higher Source”, “Höhere Quelle”, hieß.

Am 19. März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das war drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. “Heavens Gate Away Team” stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt den Realitätsverlust, da sie sich damit als “Außenteam” kennzeichneten. Ein solches “Away Team” kennt man aus “Raumschiff Enterprise” bzw. “Star Trek”, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

Für unter 6 Dollar in eine höhere Welt

Und warum sie bei ihrem Suizid alle neue Kleidung trugen und sich alle den gleichen Geldbetrag einsteckten, wird wohl nie beantwortet werden (s. a. Artikel HIER). Schließlich war es das Ziel der Gruppe, dass ihre Seelen durch den gemeinsamen Selbstmord in das UFO reisen sollen. Nicht ihr physischer Körper. Auf eine höhere Ebene, auf der man wohl kaum knapp sechs Dollar Fahrtgeld oder neue Turnschuhe benötigt.

Der Komet Hale-Bopp und vor allem die Ereignisse der UFO-Sekte “Heavens Gate” sind jetzt 25 Jahre her. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und “Glaubenswächtern” teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch “UFO-Sekten” zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der “jungen UFO-Community” das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch “Heavens Gate” war und ist nicht allein “auf dem Mark” …

Euer Jäger des Phantastischen

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Die US-Navy will UFOs genauer untersuchen – aber die Ergebnisse geheim halten: Die Fakten und Hintergründe +++ YouTube +++

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VIDEO: Die US-Navy will UFOs genauer untersuchen - aber die Ergebnisse geheim halten (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die US-Navy will UFOs genauer untersuchen – aber die Ergebnisse geheim halten (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs, UFO-Forschung, Geheimhaltung und das Militär – seit Jahrzehnten ein endloses Thema. Und ebenso lange ist bekannt, das Regierungen, Geheimdienste und Militär in vielen Ländern der Welt selber UFO-Forschung betrieben haben oder noch immer betreiben. Oft im Verborgen unter strenger Geheimhaltung dokumentierten sie in hunderttausenden UFO-Akten das Phänomen. Allen voran wird hier natürlich die USA immer wieder genannt. Die US-Navy gab jetzt bekannt, dass sie zukünftig eine Art “internen Standard” entwickelt will, anhand Angehörige der Marine bzw. US-Army an sich ihre UFO-Sichtungen melden können. Denn, so die Meldungen der Navy, das UFO-Phänomen und das Phänomen “unbekannter Flugzeuge” ist weit mehr als Science-Fiktion. Man muss solchen Erscheinungen am Himmel mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen und diese einheitlich erfassen und untersuchen. Das sorgte und sorgt für hitzige Diskussionen, zumal die Untersuchungsergebnisse geheim bleiben sollen. In diesem YouTube-Video habe ich für Euch mal genau hinter diese Meldungen der Navy geschaut und Fakten von Spekulationen getrennt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs, UFO-Forschung, Geheimhaltung und das Militär – seit Jahrzehnten ein endloses Thema. Und ebenso lange ist bekannt, das Regierungen, Geheimdienste und Militär in vielen Ländern der Welt selber UFO-Forschung betrieben haben oder noch immer betreiben. Meistens taten sie dies im Verborgen unter strenger Geheimhaltung dokumentierten sie in hunderttausenden UFO-Akten das Phänomen.

Allen voran wird hier natürlich die USA immer wieder genannt.

Und genau von dort kam jüngst eine hitzig diskutierte Meldung zum Thema UFO-Forschung: Doch jetzt gab die US-Navy gab bekannt, dass sie zukünftig eine Art “internen Standard” entwickelt will, anhand Angehörige der Marine bzw. US-Army an sich ihre UFO-Sichtungen melden können.

Denn, so die Meldungen der Navy, das UFO-Phänomen und das Phänomen “unbekannter Flugzeuge” ist weit mehr als Science-Fiktion. Man muss solchen Erscheinungen am Himmel mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen und diese einheitlich erfassen und untersuchen. Immerhin, so heißt es weiter, stecken hier offenbar zumindest teilweise ganz erstaunlichen Technologien dahinter. Das sorgte in der weltweiten Presse und unter UFO-Interessierten für große Aufregung. Hitzige Diskussionen im Netz folgten.

Als dann bekannt wurde, dass die USA bzw. deren Streitkräfte die Ergebnisse ihrer UFO-Forschungen nicht veröffentlichen wollen, öffnete dies Spekulationen Tür und Tor. Die viel zitierte “nationale Sicherheit” gehe vor, so die Navy.

In diesem Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files habe ich für Euch mal genau hinter diese Meldungen der Navy geschaut und Fakten von Spekulationen getrennt. Ebenso wie die USA diese zukünftigen UFO-Untersuchungen trotz der “nationalen Sicherheit” letztlich doch für die breite Öffentlichkeit veröffentlichen könnte.

Was dennoch Öl im Feuer der Verschwörungstheorien sein wird. Es bleibt spannend!

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 2. Mai 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Wissenschaftler der Universität Würzburg entwickeln Software zur Texterkennung von historischen Druckwerken

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Wissenschaftler aus Deutschland entwickelten eine Software zur Texterkennung von historischen Druckschriften (Bild: gemeinfrei)
Wissenschaftler aus Deutschland entwickelten eine Software zur Texterkennung von historischen Druckschriften (Bild: gemeinfrei)

Die gesprochen Sprache ist ebenso Wandlungen unterzogen, wie das gedruckte Wort. Und so schlummern in den Archiven der Welt zahllose Bücher in alten Schriftarten, die für den Laien kaum mehr zu lesen sind. Bücher, die vor 100 Jahren gedruckt wurden sind ebenso darunter, wie kostbare Druckwerke aus vergangenen Jahrhunderten. Allgemein hin nennt man diesen Schriftsatz schlicht “Altdeutsche Schrift”. Obwohl es hier zahllose Variationen gibt. Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wollen diese Schriften nun mit einer neu entwickelten digitalen Texterkennung in die Modere übertragen. Sie entwickelten eine Software, die solche Schriften erkennt und in lesbare und verarbeitbare Texte für den Computer umwandelt. Ein enormer Fortschritt für alle Forscher und Interessierte an diesen Druckschriften der Vergangenheit. Der noch dazu von den Entwicklern kostenlos zur Verfügung gestellt wird.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das digitale Zeitalter

Eine der gewaltigsten Neuerungen oder Errungenschaften der Menschheit war die Erfindung des Bruchdruck. Wie kaum eine andere Errungenschaft hat das gedruckte Wort die Gesellschaft verändert. Und viele dieser frühen Druckwerke vergangener Jahrhundert liegen bis heute noch in den Bibliotheken und Archiven verwahrt.

Dabei sind zahlreiche dieser Werke längst im digitalen Zeitalter angekommen. Schon seit Jahren werden sie nach und nach abfotografiert oder ihre Seiten gescannt und online der Welt zur Verfügung gestellt. Forscher wie Laien können bequem von daheim aus diese alten Bücher lesen oder sich auch nur an deren oftmals kunstvollen Bebilderung und farbenfrohen Illustration erfreuen. Auch wenn nicht wenige dieser Bücher im Laufe der Jahrhunderte beschädigt wurden.

Ein Problem sind für Forscher und Leser dieser alten Bücher sehr oft die Schriften. Während entsprechende Forscher wie Historiker oder Theologen diese noch lesen können, scheitern viele Menschen an der alten Typographie der Schrift. Heute, wo die meisten (“jungen”) Menschen lieber alles gestochen scharf auf dem PC, Tablet oder Smartphone lesen, sehen die alten Texte aus wie von einem anderem Planeten.

Texterkennungssoftware wiederum gibt es schon lange. Doch bei derart alten und zum Teil beschädigten Schriftarten scheiterten diese Programm meistens kläglich. In eine computerlesbare Form konnte solche Software die Texte nicht umwandeln. Und wenn, dann war das Ergebnis noch schlechter zu lesen als das Original in “Altdeutsch”.

Forscher um Christian Reul und dem Informatik-Professor Frank Puppe vom Zentrum für Philologie und Digitalität der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg haben jetzt allerdings einen Durchbruch auf diesem Gebiet erzielt!

Texerkennung für die Geschichte

Wie die Wissenschaftler in mehreren Veröffentlichungen (s. a. HIER) schreiben, ist es ihnen gelungen eine Texterkennung zu entwickeln, die die zahllosen unterschiedlichen Schriftarten erkennen und in moderne Form umwandeln kann. Mit dem digitalen kostenlosen Werkzeug “OCR4all” haben die Experten bei der Erkennung und Umwandlung in computerlesbarer Textform zum Teil eine Genauigkeit von über 99 Prozent erreicht. Das ist gewaltig!

Denn hierbei muss man wissen, dass vor Jahrhunderten quasi jede Druckerei ihre Buchstaben selber anfertigte. Von einer einheitlichen Schriftart oder irgendwelchen Normen war man sehr weit entfernt. “Ihre Druckstempel waren alle selbst geschnitzt, jede Druckerei hatte praktisch ihre jeweils eigenen Buchstaben und Zeichen”, so Projektleiter Christian Reul. Deshalb sehen die Typographien vieler gedruckten Dokumente aus dem 15. oder 16. Jahrhundert so unterschiedlich aus.

Auch für Grenzwissenschaftler, die in solchen Schriften nach Spuren des Phantastischen suchen, ist das durchaus immer wieder ein Problem. Zumal einige schon schon an altdeutschen Dokumenten und Büchern aus den 20ger oder 30ger Jahren scheitern. Bei noch älteren Druckwerken ist es vielfach sogar nicht möglich einzelne Buchstaben auseinander zu halten.

Natürlich ist die Software “OCR4all” auch mit künstlicher Intelligenz versehen. Das heißt, dass das Texterkennungsprogramm lernfähig ist. In einer umfangreichen Studie haben die Wissenschaftler diese Lernfähigkeit an sechs Druckwerken aus den Jahren 1476 bis 1572 erprobt. Die Texterkennung erhielt so eine Art von Grundausbildung und konnte dabei die Fehlerquote von 3,9 auf nur 1,7 Prozent senken.

Geschichte für die Ewigkeit

Die automatische Erkennung und Einlesung derart alter Druckwerke in ein Textverarbeitungsprogramm ist natürlich von unterschiedlicher Genauigkeit. Dies ergibt sich eben aufgrund der einst so unterschiedlich genutzten Lettern der Druckereien. Doch die Ergebnisse sind beeindruckend, und so schrieben Reul und sein Team schon am 8. Oktober 2018 unter anderem:

Bei der Umwandlung historischer Lexika in elektronische Form ist es nicht nur das Ziel, ein qualitativ hochwertiges OCR-Ergebnis für den Text zu erhalten, sondern auch eine präzise automatische Erkennung typografischer Attribute durchzuführen, um die logische Struktur zu erfassen. (…)

Als Testfall verwendeten wir ein deutsches Wörterbuch (Sander’s ‘Wörterbuch der Deutschen Sprache’) aus dem 19. Jahrhundert, das eine besonders komplexe semantische Funktion der Typografie umfasst. Trotz des sehr schwierigen Materials erreichten wir eine Fehlerquote unter 0,4 % und eine Typografieerkennung, bei der fast 99 % der Wörter zugeordnet wurden.

Im Gegensatz zu vielen existierenden Methoden arbeitet unser neuartiger Ansatz mit realen historischen Daten und kann häufigen Änderungen der Typografie auch innerhalb von Zeilen begegnen.”

Damit ist der Weg in die digitale Zukunft alter Druckschriften für jedermann geebnet. Auch für UFO-Forscher, Prä-Astronautiker oder ganz allgemein Grenzwissenschaftler, sofern sie vor derart schwer lesbaren Schriften zurück schrecken. Immerhin bilden auch und vor allem diese alten Schriften und Aufzeichnungen eine Fundgrube bei der Suche nach den Rätseln der Welt, wie zum Beispiel in diesem Vortrags-Video HIER dargelegt.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Himmelszeichen über Hamburg und Lübeck: UFOs im Jahre 1697 über Norddeutschland +++ YouTube-Video +++

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Zeichen am Himmel: Rätselhafte "UFO-Sichtungen" im Jahre 1697 über Norddeutschland (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Zeichen am Himmel und UFOs: Rätselhafte “UFO-Sichtungen” im Jahre 1697 über Norddeutschland (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Das UFO-Phänomen ist uralt. Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende sagen UFO-Forscher und -Interessiere. Dabei deuten sie unter anderem seltsame Erscheinungen am Himmel im Mittelalter in dieser Hinsicht. Kritiker verweise dabei gerne auf den Umstand, dass solche Himmelszeichen oder Wunderzeichen natürliche Phänomene waren. Sie verweisen beispielsweise Kometen und Asteroiden. Folglich also auf Erscheinungen, die von den damaligen Menschen als Zeichen von Gott oder dem Teufel interpretiert wurden. Ein Beispiel von seltsamen “Kugeln am Himmel” aus dem Jahr 1697 soll das Problem der mittelalterlichen UFOs verdeutlichen. Denn in diesem erstaunlichen Fall scheint eine natürliche astronomische Deutung ausgeschlossen zu sein. Mehr über diese wundersame Erscheinung erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Man nannte sie einst Wunderzeichen oder Himmelzeichen: unerklärlichen Himmels-Phänomene. Aber waren sie wirklich UFOs oder doch nur rein natürliche “Wunder”?

Indes sind solche Zeichen am Himmel für Skeptiker vollkommen natürliche Vorkommnisse. Dabei haben Kritiker der UFO-Forschung und Prä-Astronautik sicherlich Recht. Besser gesagt, sie haben zum Teil recht. Andererseits lassen sich nicht alle diese Erscheinungen und „Zeichen am Himmel“ so einfach erklären.

Das soll ein Beispiel von seltsamen “Kugeln am Himmel” verdeutlichen. Wobei es sich hierbei um eine Erscheinung aus dem Jahr 1697 aus Norddeutschland handelt. Denn in diesem erstaunlichen Fall scheint eine natürliche astronomische Deutung ausgeschlossen zu sein. In diesem scheinen tatsächlich UFOs vor Jahrhunderten am Himmel gestanden zu haben.

Warum und was damals geschehen sein soll, das erfahrt Ihr in diesem Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 14. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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“Phantastische Phänomene”: Das 24. Meeting zur Grenzwissenschaft im März 2019 in Bremen – Programm, Infos und Tipps

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“Phantastische Phänomene” Nr. 24: Alle Infos und Programm zum GreWi- und Mystery-Meeting im März in Bremen (Bilder & Bearbeitung: Fischinger-Online)
“Phantastische Phänomene” Nr. 24: Alle Infos und Programm zum GreWi- und Mystery-Meeting im März in Bremen (Bilder & Bearbeitung: Fischinger-Online)

(UPDATE 17. Feb. 2019) Jedes Jahr am 1. Wochenende im März findet traditionell das Mystery- und Grenzwissenschaft-Seminar “Phantastische Phänomene” statt. Organisiert seit nun mehr fast einem viertel Jahrhundert von dem bekannten Autoren Walter-Jörg Langbein, der am Wochenende um den 2. März 2019 zum inzwischen 24. Seminar nach Bremen einlädt. Bei der diesjährigen Tagung werden 10 Referenten insgesamt 11 thematisch weit gefächerte Vorträge halten. Von Prä-Astronautik und UFO-Forschung über wahre X-Akten und Rätsel der Archäologie bis zu Frage Leben nach dem Tod? ist für jeden Mystery-Interessierten etwas dabei. Das gesamte Vortrags-Programm des Meeting, Tipps sowie alle weitere Informationen zu der von vielen grenzwissenschaftlich Interessierten als “Kult-Tagung” bezeichneten Veranstaltung finde Ihr ab sofort hier online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Phantastische Phänomene” Nr. #24

Die Tagung “Phantastische Phänomene” des bekannten grenzwissenschaftlichen Autoren Walter-Jörg Langbein gibt es nun schon rund 25 Jahren, und findet am Wochenende vom 1. bis zum 3. März 2019 zum 24. Mal statt.

Wie immer am ersten März-Wochenende im Jahr und für 2019 hat Langbein 11 einzelne Vorträge von 10 Referenten organisiert (s. Programm unten!), zu denen er in seiner Einladung schreibt:

Es ist inzwischen längst eine schöne Tradition geworden: Alle Jahre wieder findet unser Seminar ‘Phantastische Phänomene’ statt. 2019 treffen wir uns bereits zum 24. Mal, wie immer am ersten Wochenende im Jahr.

Ich hoffe sehr, dass ich auch Sie bald in Bremen-Vegesack begrüßen darf. Kommen auch Sie zum Jubiläums-Seminar nach Bremen, zu Vorträgen mit Beamer-Präsentationen, zu Diskussionen und Gesprächen mit kompetenten Buchautoren, zum Meinungsaustausch untereinander!

Am Samstag, den 2. März 2019, und am Sonntag, den 3. März 2019,  wird unser Seminar ‘Phantastische Phänomene’ stattfinden. Wiederum im ‘Atlantic-Hotel Bremen-Vegesack‘. Am Samstag wird es ganztägig Vorträge und Diskussionen geben, am Sonntag halbtags. Am Freitag- und am Samstagabend (1. und 2. März 2019) treffen wir uns alle im ‘Cordoba‘, dass liegt direkt beim Tagungshotel!

Es empfiehlt sich eine Anreise bereits am Freitag, den 1. März 2019. Warum? Alle Referenten und fast alle Teilnehmer treffen sich bereits am Freitagabend im Lokal ‘Cordoba’. Das ‘Cordoba’ befindet sich nur wenige Schritte vom Tagungshotel entfernt und das dortige Essen wird immer sehr gelobt.

Update: Das “Cordoba” hat nach Jahrzehnten den Besitzer gewechselt. Das Lokal wurde renoviert und heißt jetzt “Korfu”. Ein “Restaurant für Griechische Spezialitäten”, wie Ihr es auf deren Webseite HIER entnehmen könnt.

Für die Treffen am Freitag und Samstag ändert sich dadurch nichts. Außer, dass in diesem Jahr erstmals eine “lange Tafel” für die Seminarteilnehmer eingerichtet wird. Das haben sich viele Teilnehmer immer gerne gewünscht!

Veranstaltungsort:

Atlantic Hotel Bremen-Vegesack
Sagerstraße 20
D – 28757 Bremen
Telefon: +49 (0421) 66 05-0
Fax: +49 (0421) 66 47 74
E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de

Das Tagungs-Hotel verfügt über eine eigene Tiefgarage, die bei Bedarf – gegen Gebühr – zur Verfügung steht.

Bei einer Anreise mit dem Zug: Am Hauptbahnhof Bremen umsteigen in den Nahverkehrszug nach Bremen-Vegesack.

Vom Bahnhof Bremen-Vegesack kommt man entweder mit dem Taxi zum sehr nahen Tagungshotel oder man geht die kurze Strecke zu Fuß. Es sind nur wenige Gehminuten und der Bahnhof Vegesack ist quasi in Sichtweite des Tagungshotels.

Der Veranstaltungsort der "Phantastischen Phänomene": Das Atlantic Hotel in Bremen-Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)
Der Veranstaltungsort der “Phantastischen Phänomene”: Das Atlantic Hotel in Bremen-Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)

Zimmer und Preise

Für das Seminar wurden dem Veranstalter Walter-Jörg Langbein vom Hotel unverändert günstigere Zimmerpreise eingeräumt:

  • Einzelzimmer: Euro 82,00 Euro/Nacht inkl. Bettensteuer
  • Doppelzimmer: Euro 104,00 Euro/Nacht inkl. Bettensteuer

Ein wirklich reichhaltiges Frühstücks-Buffet ist im Preis enthalten. Die Auscheckzeit am Sonntag wurde speziell für die Tagung auf 13 Uhr verlängert, so dass auch am Sonntag alle Vorträge besucht und die Zimmer rechtzeitig verlassen werden können. Ohne Stress und Hektik.

  • Die Seminargebühr beträgt 85,00 Euro

Wenn ein Zimmer im Tagungshotel gewünscht wird, dies bitte bei Walter-Jörg Langbein anmelden. Das vereinfacht die Organisation und gewährleistet, dass die Teilnehmer auch den günstigeren Zimmerpreise nutzen können. Bezahlt werden die Übernachtungen selber vor Ort im Hotel.

Anmeldungen und weitere Infos

Walter-Jörg Langbein
Auf dem Felde 11
D-32676 Lügde
E-Mail: w-j.langbein@online.de
Tel.: 05283-1027 (bitte keine Faxe senden)

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Programm “Phantastische Phänomene” Nr. #24

(Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

Anreise zur Tagung “Phantastische Phänomene” ist der Freitag vor dem eigentlichen Seminar: Freitag, 1. März 2019. Am Abend erstes Treffen im Restaurant/Bistro “Cordoba” Restaurant “Korfu”, das direkt gegenüber vom Hotel liegt und es für ein geselliges Beisammensein reserviert wurde.

Tag 1 / Samstag, 2. März 2019

  • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Begrüßung und Vortrag: Monstermauern, Mumien und Mysterien (Teil 1)
  • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50-10.35 Uhr: Peter Hoeft: Greys – Der Mythos lebt / Begegnungen der 4. Art in Deutschland
  • 10.35-10.45 Uhr: Fragen an Peter Hoeft

10.45- 11.00 Uhr: Kaffeepause

  • 11.00-11.45 Uhr: Alexander Knörr: Unmögliche Funde in China – archäologische, mythologische und kulturelle Kuriositäten
  • 11.45-11.55 Uhr: Fragen an Alexander Knörr

Mittagessen/ Pause 11.55-13.30

  • 13:30-14:15 Uhr: Gunnar Kaltofen: Fiktion oder Wirklichkeit – X-Faktor?
  • 14.15-14.20 Uhr: Fragen an Gunnar Kaltofen
  • 14:20-15.05 Uhr: Hubert Berghaus: Himmel und Hölle – Mythos und wahrer Kern
  • 15.05-15.10 Uhr: Fragen an Hubert Berghaus

15.10-15.30: Kaffeepause

  • 15.30-16.15 Uhr: Marie-Luise Sievers: The Twilight Zone – US Nationalparks im Visier
  • 16.15-16.20 Uhr: Fragen an Marie-Luise Sievers
  • 16.20-17.05 Uhr: Dr. Hanns Wiemith: Rätsel von St. Augustin (Kolumbien)
  • 17.05-17.15 Uhr: Fragen an Dr. Hanns Wiemith

17.15-17.30 Uhr: Kaffeepause

  • 17.30-18.15 Uhr: Lars A. Fischinger: Metall aus dem All Wunderzeichen: Alles Gute kommt von oben – und nicht nur das …
  • 18.15-18.25 Uhr: Fragen an Lars A. Fischinger

Anschließend: Gemütliches Beisammensein im “Korfu”, das reserviert wurde.

Tag 2 / Sonntag, 3. März 2019

  • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg LangbeinMonstermauern, Mumien und Mysterien (Teil 2)
  • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50-10.35 Uhr: Jutta de Zordo: Nahtodeserfahrungen, die Existenz Gottes und ein Leben nach dem Tod
  • 10.35-10.40 Uhr: Fragen an Jutta de Zordo

10.40-11.00: Kaffeepause

  • 11.00-11.45 Uhr: Hans-Werner Sachmann: Alexander der Große und die Attacken der Flugscheiben
  • 11.45-11.50 Uhr: Fragen an Hans-Werner Sachmann
  • 11.50-11.55 Uhr: Abschließende Worte von Walter-Jörg Langbein

Euer Jäger des Phantastischen

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“So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrtausenden in Irland – durch Feenmänner? +++ Artikel +++

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"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Gab es eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

Beim Stichwort “Märchen” denken die meisten Menschen  an “Dornröschen”, “Drei Nüsse für Aschenbrödel” oder verschiedene Verfilmungen der Geschichten der Gebrüder Grimm. Wohl keiner der “Mainstream-Märchen-Konsumenten” denkt dabei an Außerirdische, UFO-Entführungen oder fremde Wesen aus dem All. Anders ist es bei Mystery-Jägern, Prä-Astronautikern oder UFO-Forschern, die teilweise Verbindungen oder Zusammenhänge zwischen Sagen und Märchen und “ihren Mysterien” sehen. Und in der Tat gibt es diese, wie ich in meinen Arbeiten und Veröffentlichungen immer wieder darlege. So auch in einem Märchen aus Westirland, in dem das Feenvolk einen jungen Menschen entführt und das in diesem Beitrag einmal genauer im Sinne der Astronautengötter durchleuchtete werden soll.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Märchen und Sagen unserer Vorfahren befasst, finden darin immer wieder die gleichen „Kerne“. Wiederkehrende Erzählmotive, die im Zusammenhang mit Feen, Elfen oder Zwergenwesen aller Art in einer ganzen Reihe Märchen vorkommen. Für Mystery-Jäger eine Fundgrube des Phantastischen.

Von Feen und UFOs

Beispielsweise die „Musik“, zu der die Feen oder Kobolde in solchen Geschichten „tanzten“. Diese „Musik“ oder der „Gesang“ wird in den Erzählungen etwa dafür verantwortlich gemacht, dass Menschen plötzlich keinen eigenen Willen mehr haben. Personen, die diese Klänge hörten, wurden durch sie praktisch „gezwungen“ sich einer Ansammlung von Wesen aus der Anderswelt zu nähren. Zum Beispiel einen Kreis der Feen zu betreten, durch den diese Menschen dann in ihre fremdartige Welt gelangten.

Eng verknüpft mit einer solchen „Musik“ von einem Feenhügel sind auch nebelartige Beobachtungen, die Menschen in Sagen und Mythen wahrzunehmen glauben. Auch durch diesen „Nebel“ gelangen sie in die Anderswelt der Fremden.

Es könnte sich bei derartigen Elementen in Märchen & Co. durchaus um Erklärungen für das Unerklärliche handeln. Für die „geistige Umnachtung“ jener Personen, denen in solchen Geschichten die verschiedensten Erlebnisse mit diesen fremden Wesen widerfahren sind. Also für den Verlust des Zeitgefühls, der Orientierung und auch der Willenskraft.

Diese Beschreibungen kennt jeder Folklorist. Sie sind unzählige Male in entsprechenden Märchen zu finden.

Dennoch haben die Aussagen auch in der scheinbar „modernen“ UFO-Forschung einschlägige Parallelfälle. Das heißt, dass auch UFO-Forscher durchaus immer wieder auf Ähnlichkeiten zwischen Märchen, Sagen & Co. und dem modernen UFO-Phänomen verweisen. Zweifellos liegen diese auch vor. Aber ein dritter „Kern“ ist dabei vielfach übersehen worden: Partys, Feste und ganze Gelage mit Feen, Kobolden, Elfen und ihren Artgenossen.

Tatsächlich finden sich nicht wenige Märchen die davon erzählen, dass jene Personen, die von fremden Wesen in die Anderswelt entführt wurden, mit diesen aßen, tranken und feierten. Und ein ganz erstaunliches Beispiels einer solcher „Feen-Entführungen in die Anderswelt“ stammt aus dem alten Irland.

„Mitten unter dem Feenvolk“

In diesem speziellen irischen Märchen heißt es, dass einst ein Junge mit Namen Gulisch von Feen entführt worden sein soll. Und zwar bis nach Frankreich.

Gulisch habe nach dieser Erzählung „in Mayo, im Wilden Westen von Irland“ gewohnt haben. Gleich in seiner Nachbarschaft fand sich ein Feenhügel, der „immer grün, Sommer wie Winter“, war. „Das deutet darauf hin, dass im Inneren des Hügels Feen ihre Wohnstätte haben“, beginnt das Märchen.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Eines Tages stand der Junge aus Irland bei seiner Hütte und betrachtete schwermütig den hellen Mond am Himmel. Sehnsüchtig sprach er darüber, dass er gerne mal mit dem Mond seinen Platz tauschen würde, um etwas von der Welt zu sehen. Noch nie sei irgendwo in der weiten Welt gewesen und er „nur einmal an deiner Stelle“ träumte Gulisch vor sich hin.

Und siehe da:

Kaum hatte er diese Worte vor sich hin gemurmelt, da erhob sich vor ihm und hinter ihm, über ihm und unter ihm großer Lärm. Es war, als ob viele Leute beieinander waren, redeten, lachten und ihren Spaß hätten.

Das Geräusch kam heran wie ein Windstoß. Gulisch horchte. Es schien im Inneren des kleinen Hügels nahe seiner Hütte zu verschwinden.“

Schon hier wird es „prä-astronautisch“. Offenbar kam ein Fahrzeug hernieder, da schon diese die Beschreibungen an die biblischen „Visionen“ der Propheten erinnern. Die „Herrlichkeit des Herrn“ oder der fliegende „Thronwagen Gottes“ kündigte in biblischen und verwandten Schriften oft sein Kommen mit dem „Getöse eines Heerlagers“ an. Ähnlich laut und lärmend also, wie in diesem Märchen.

Wenn es ein Objekt war, verschwand es im Inneren des Hügels. Das ist in dieser Geschichte ein spannendes Detail, denn als der Junge, von Neugier getrieben, auf diesen Hügel kletterte, geschah etwas Eigenartiges:

Er kletterte auf die Hügelkuppe. Sogleich gab oben der Boden unter seinen Füßen nach. Und als er wieder wusste, was ihm geschah, befand er sich in einer geräumigen Halle im Inneren des Hügels. Er stand mitten unter dem Feenvolk.“

Ein Objekt ging in einem Hügel nieder, und der Junge „krachte“ dort ein, und gelang so in eine Halle voller Feen.

Vielleicht können wir der Aussage, dass er eine Zeit lang nicht wusste „was ihm geschah“, auch entnehmen, dass der Junge den wahren Weg in das Innere – in die Halle – nicht mitbekam. Quasi so, wie es UFO-Entführungsopfer schildern, wenn sie den eigentlichen Weg in die UFOs, oder in den Raum der „Untersuchung“ im Nachhinein nicht mehr wissen …?

Flug nach Frankreich: „schneller als der Wind und all seine Bräute“

Im Inneren dieses „Hügels“ bemerkte Gulisch „herrschte gerade Aufbruchstimmung“ und alle „Feenmänner liefen aufgeregt durcheinander“ herum. Er bemerkte, „dass die ganze Halle voller Pferde war“ und die Feen mit ihren „Zauberpferden“ verreisen wollten. Nett, wie Feenmänner nun mal so sind, wurde Gulisch gefragt, ob er nicht mitkommen wolle.

Gesagt, getan. Der junge Ire bekam ein eigenes „Zauberpferd“ und flog so mit den Feen zusammen nach Frankreich:

Sie ritten so rasch wie der Wind, schneller als das schnellste Pferd der Sterblichen auf einer Jagd (…)

Bald überholten sie den kalten Herbstwind, der vor ihnen herraste (…) bis sie an die Küste kamen. Da rief einer unter dem Feenvolk: ,Jetzt gibt´s einen großen Sprung! Nur Mut!’ Und im gleichen Moment schwebten sie auch schon durch die Luft über das Meer. Eher Gulisch aber recht bewusst war, wie gefährlich es zuging, ritten sie wieder übers Land dahin, schneller als der Wind und all seine Bräute.“

ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Als die die Gruppe der Feenmänner mit Gulisch kurz vor ihrem Zielort landeten, hatte er keine Ahnung, wo er sich befindet. „Der kleine Mann“ erklärte ihm daraufhin, dass sie in Frankreich sein würden und dort die Tochter des Königs rauben wollen wollen: „Wir wollen sie entführen. Sie soll eine der Unsrigen werden.“ Dann stiegen sie vom Pferd…

„… und einer der kleinen Männer sprach ein Wort, das Gulisch nicht verstand. Im Augenblick wurden sie hochgehoben, und kurz darauf fand sich Gulisch samt seinen Gefährten in einem Palast wieder. (…)

Das Feenvolk und Gulisch aber konnte niemand sehen, denn als sie eintraten, hatte einer der Feenmänner ein Wort gesagt, dass sie unsichtbar machte.“

Im Folgenden wird überaus umfangreich das opulente Fest in all seinen Details am Hofe des Königs geschildert. Auch die eigentliche Mission, die Feen-Entführung der Prinzessin wurde beendet. Gulisch und die kleinen Feenmänner verschleppten sie und brachten sie nach Irland. Als er den Namen Gottes pries verwandelten sich beispielsweise auch die Zauberpferde in das zurück, was sie vorher waren. Etwa Äste oder Besen. Wie es sich für ein Märchen gehört, verliebte sich Gulisch auch in die Prinzessin und wollte sie vor den Feen schützen.

Nach und nach verschwanden ebenso die Feenmänner wieder in ihrem Hügel und Gulisch soll später mit der Königstochter zusammengezogen sein. Um der Erzählung ein ordentliches „Ende gut, alles gut“ zu verleihen, rettete der Junge die Prinzessin später aus der Hand der Feenmänner …

Das Christentum und die Feenmänner

Die hier wiedergegebenen (wichtigsten Teile) des alten Märchens aus Irland sind für Mystery-Jäger überaus spannend.

Welche Aussagen in diesem sehr reich ausgeschmückten Märchen (die Speisen des Hochzeitsmahl werden beispielsweise sehr ausführlich beschrieben) für eine sachliche Untersuchung relevant sind, ist fraglich. Wie grundsätzlich bei allen Überlieferungen, bei allen religiösen Mythologien und bei allen Sagen und Märchen. Auch finden sich eindeutig christlich geprägte Elemente in vielen dieser Märchen; vor alle hier bei Gulisch und den Feen.

Eindeutig ist das bei der Lobpreisung Jesus Christus zu sehen, mit der der Junge für seine heile Rückkehr dankt. Aber auch, dass später ein Pfarrer zur Hilfe gerufen wird, da die Feenmänner die Prinzessin verzaubert haben. Dieser christliche Geistliche sollt durch Gottes Kraft den Fluch oder die Verhexung der Dame aus Frankreich beenden, wie es das Märchen im weiteren Verlauf erzählt.

Die Nennung der Region „Mayo, im Wilden Westen von Irland“ als Ort des Geschehens zeigt, dass die Geschichte nach dem 7. Jahrhundert nach Christus angesiedelt ist. Hierbei handelt es sich um Grafschaft Mayo in der Provinz Connacht, die ihren Namen von einem Kloster herleitet, dass im 7. Jahrhundert in Balla von St. Colmán gegründet wurde. Die gesamte Region sowie die ganze Provinz Connacht waren bereits im 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt und im 5. Jahrhundert hielt hier nach und nach das Christentum bei den dort lebenden Kelten Einzug.

Das Gebiet war und ist allerdings überaus reich an Sagen, Märchen und Geschichten aus der Anderswelt, in denen das Volk der Feen eine große Rolle spielt. Das Märchen um Gulisch und seine Feenmänner zeigt sehr schön, wie hier vorchristliche Erzählungen mit dem Christentum vermengt wurden.

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Bedenken muss man natürlich auch, dass solche Geschichten über Generationen weitererzählt wurden. Damit änderten sie sich inhaltlich immer wieder, bis sie jemand auf schrieb. Wobei auch das kein Schutz vor Veränderungen ist, da praktisch jeder, der solche Geschichten irgendwann nieder schrieb, andere Versionen des jeweils gleichen Märchens festhielt. Je nachdem wann es wo gehört wurde.

Niemand kann also die Herkunft, das Alter oder die „Ur-Version“ solcher Erzählung der Folklore klar bestimmen. Der keltische und mythologische Kern ist dennoch zu erkennen.

Erstaunliche Folklore!

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Es kommt auf die erkennbaren Grundaussagen an, die für einen Jäger des Phantastischen nicht als reine Erfindung abgetan werden! Schließlich sind diese in zahlreichen Sagen und Mythen in aller Welt zu finden und bilden so auch einen der Pfeiler der Idee von den Astronautengöttern aus dem Kosmos.

Die in diesem Märchen direkt erkennbaren Parallelen zu „modernen Mythen“ sind meiner Meinung nach folgende:

  • Die „Feenmänner“ werden mehrfach als „kleine Männer“ beschrieben.
  • Die Wesen waren nicht von dieser Welt.
  • Diese wollen eine Frau entführen.
  • Sie konnten durch einen „Zauber“ sehr schnell fliegen.
  • Die Feenmänner „landen“ oder „erscheinen“ mit einem lauten Objekt.
  • In diese „Ding“ kommt der Junge gegen seinen Willen (er brach durch den Boden des Hügels)
  • Gulisch fand sich in einer (scheinbar sehr großen) „Halle“ wieder.
  • Die Feen konnten sich unsichtbar machen und hatten auch eine andere Sprache.

So erfahren wir hier von mehreren Aspekten der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik. Schon die „Halle“, in der der Junge zu Beginn seines Abenteuers kam, könnte mit den UFOs in Verbindung gebracht werden. Ein Objekt, mit dem Gulisch letztlich nach Frankreich kam, um dort eine Frau zu entführen. Die Tatsache, dass alte Überlieferungen vielfach von solchen fliegenden Wesen erzählen, dürfte alle Freundinnen und Freunden des Phantastischen bekannt sein. Auch, dass dann und wann mal ein Sterblicher mitfliegen durfte, habe ich an verschiedenen Stellen dargelegt (z. B. HIER, HIER, HIER & HIER).

Eventuell könnte auch das immer grüne Gras des Feenhügels mit der UFO-Forschung in Verbindung stehen. Tatsächlich existieren inzwischen einige Fälle von UFO-Landungen, bei denen botanische Anomalien registriert wurden. Meist sind diese jedoch auf das versenken von Gras beschränkt. Einige Fälle sind jedoch bekannt, die zum Beispiel der UFO-Forscher Jaques Vallée in seinem Buch „Konfrontation“ schildert, bei der das Gras durch ein UFO zu erhöhtem Wachstum angeregt wurde. Diese physikalischen Wechselwirkungen zwischen UFOs und Umwelt werden zwischen UFO-Forschung und UFO-Kritikern mehr als hitzig debattiert.

Mag auch der Feenhügel ein bereits genutzter „UFO-Landeplatz“ gewesen sein?

Unsichtbare Feenmänner

Interessant ist durchaus die phantastische Aussage, dass die Feenmänner sich während der Entführung für andere Menschen unsichtbar machen konnten. Gulisch hingegen konnten die Feenmänner weiterhin ohne jegliche Schwierigkeiten sehen. Lediglich die anderen bei dem Fest anwesenden Menschen sahen – nichts.

Spontan erinnert mich das an die Begegnung des Propheten Daniel mit fremden Wesen aus dem Himmel, die das Alte Testament beschreibt. So heißt es im Buch Daniel, dass der Prophet einst in Trauer am Ufer des Fluss Tigris (Mesopotamien) weilte, wo er fastete und enthaltsam lebte. Bis er am „24. Tag des 1. Monats“ einen vollkommen seltsam aussehenden „Mann“ vor ihn sah, den nur er allein wahrnehmen konnte.

VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Buch Daniel (10,6-7) liest sich das so:

Sein Leib funkelte wie ein Edelstein, sein Gesicht leuchtete wie der Blitz, und seine Augen brannten wie Flammen. Seine Arme und Beine glänzten wir polierte Bronze, und seine Stimme klang wie das Rufen einer vielstimmigen Menschenmenge.

Nur ich allein sah diese Erscheinung; meine Begleiter sahen nichts. Doch packte sie ein großer Schrecken, sie liefen davon und versteckten sich.“

Die Aussage, dass die Menschen in Daniels Umgebung großer Schrecken ergriff, lässt vermuten, dass sie in der Umgebung der Erscheinung irgendetwas „wahrnehmen“. War es auch in der Sagenwelt so, hier speziell bei dem Märchen über Gulisch?

In einem späteren Artikel für diesen Blog werde ich das Thema “Unsichtbarkeit und Sagen” nochmals aufnehmen.

Aber warum die kleinen Feenmänner überhaupt eine Frau entführen wollten, ist fraglich. Die Behauptung der Feen selber, dass die Prinzessin eine von ihnen werden soll, klingt sehr sonderbar. Zumal das Märchen genau in diesem Zusammenhang, das heißt, mit dem Eindringen der Feen in den Palast des französischen Königs, von erzählerischen Motiven durchzogen ist. Die seitenlangen Beschreibungen des Festes in allen Details „verschleiern“ geradezu den erzählerischen Kern. Dieser wäre die Entführung eines Menschen durch die Feenmänner. Das wiederum haben Kobolde, Feen, Elfen, Gnome, Götter, Aliens … gemeinsam, da alle diese „Kreaturen“ eben Frauen, Männer und Kinder entführen sollen.

Von Irland nach Indien

Viele Mystery-Interessierte und Prä-Astronautiker kennen natürlich diverse Überlieferungen von fliegenden Göttern oder Himmelswesen. Nicht-Irdische, die vom Himmel kamen und – zumindest laut den Mythologien unserer Vorfahren – dann und wann auch mal Menschen mitnahmen. Das war also kein Privileg des Gulisch aus dieser Geschichte aus dem 7. Jahrhundert.

Aber etwas anders fand ich persönlich dann doch in dieser Erzählung interessant. So beginnt das irische Märchen mit folgenden Worten:

Eines Abends nun stand Gulisch vor der Hütte und sah hinauf zum Himmel. Er betrachtete den schönen, weißen Mond. Es wurde ihm ganz sehnsuchtsvoll dabei. Nach einer Weile sprach er zu sich selbst: ,Ach wie schade ist es doch, das ich noch nie von hier fortgekommen bin (…) Ich wünschte, ich wäre nur einmal an deiner Stelle.‘

Just als Gulisch voller Sehnsucht und wünschend gen Himmel träumte, kamen die Feenmänner und sein Flug-Abenteuer begann.

Das erinnert an eine überaus spannende Überlieferung aus den alten Indischen Schriften, die ich an anderer Stelle bereits detaillierter durchleuchtet habe. So veröffentlichte 1824 Professor Franz Bopp eine Arbeit über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Einem Text, der aus dem berühmten, Jahrtausende alten indischen Nationalepos Mahabharata stammt und in dem wir Erstaunliches lesen.

Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)

So heißt es darin, dass sich der Held Ardschuna eines Tages wünschte, dass ein fliegender Wagen (ein Vimana) kommen soll – der auch mit viel Tamtam kam:

Als gegangen die Welthüter, wünschte Ardschunas, der Feine Schreck, dass der Wagen ihm nahen möge, Indra´s des Herrn des Himmlischen. Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. L.A.F.) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr.

(…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. L.A.F.), glänzend sowie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb 1824, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der Krieger und Held Ardschuna in dem Himmel auf. Dort – scheinbar außerhalb der Erde – sollte den Gott Indra treffen.

Das Mahabharata und die Ancient Aliens

Wie im irischen Märchen kam also auch in diesem indischen Text quasi „auf Wunsch“ etwas vom Himmel. Ein fliegender Wagen der Götter. Die „Schlüsselwörter“ aus der Sage um Gulisch finden sich auch hier. Es war ein „Zauber“, flog in Windeseile, war laut und lärmend und schlicht atemberaubend. Selbst die Pferde (Rosse) fehlen nicht.

Dieses abschließend knapp erwähnte Beispiel der Himmelsreise des Ardschuna aus Indien ist dem ein oder anderen Prä-Astronautik-Interessierten sicher bekannt. Auch aus diesem Grund soll es hier erwähnt werden. Denn Kritiker der Astronautengötter wenden hier sehr gerne ein, dass der Herr Professor 1824 bei seiner Übersetzung schlicht phantasiert hat. Also, diese Überlieferung mit dem Flugwagen der Götter unwahr sei.

Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keine Prä-Astronautiker gab, lohnt sich doch ein Blick in andere Übersetzungen. Meine fast 5.000 Seiten lange englische Übersetzung von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli ist hier hilfreich. Sie verrät nach emsigen suchen auch, wo der Text genau steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt!

Nur kleine inhaltliche Abweichungen zwischen der Übersetzung von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische sind zu finden. Was auch zu erwarten ist. Selbst die fliegenden Wagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind vorhanden. Letzteres habe ich weiter oben nicht zitiert.

Alles … “Märchen“?

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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