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UFO-Sekten: „Alien-Guru“ wegen 74-fachen Kindesmissbrauch in Deutschland vor Gericht +++ Video +++

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UFO-Sekten: "Alien-Guru" wegen Kindesmissbrauch vor Gericht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekten: „Alien-Guru“ wegen Kindesmissbrauch vor Gericht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die UFO-Forschung „kämpft“ sei Jahren mit einem Problem, das eigentlich seit Anbeginn des UFO-Zeitalters in den 1950er Jahre existiert: Die UFO-Sekten. Und es sind nicht immer nur harmlose Spinner und UFO-Verrückte, die man ignorieren oder verschwiegen kann. Das zeigt ein aktuelles Beispiel aus Deutschland. Hier steht ein solcher UFO-Sekten-Guru oder „Meister“, der sich selber für einen Alien-Klon halten soll, wegen schweren Kindesmissbrauch vor Gericht. Opfer war das kleine Mädchen einer seiner Anhängerinnen. Und es wurde toleriert, da sie sonst nicht von den Außerirdischen gerettet werden …


UFO-Sekten: Guru vor Gericht

Die UFO-Forschung „kämpft“ sei Jahren mit einem Problem, das eigentlich seit Anbeginn des UFO-Zeitalters in den 1950er Jahre existiert: Die UFO-Sekten.

Sie kämpft aber nicht im eigentlichen Sinne. Meistens werden solche UFO-Sekten und Alien-Gurus von der UFO-Forschung ignoriert. Anders von mir! Denn seit Jahrzehnten berichte ich immer wieder von genau solchen Gruppen, Sekten, Gurus und UFO-Religionen. Nicht nur in Büchern, sondern auch in dutzenden Beiträgen auf diesem Blog. Tatsächlich gibt es diese bis heute in einer nicht gerade kleinen Vielfalt. Allen gemeinsam ist, dass die der Thematik UFOs oder Außerirdische schlicht schaden. Auch der Prä-Astronautik!

Und es sind nicht immer nur harmlose Spinner und UFO-Verrückte, die man ignorieren oder verschwiegen kann. Das zeigt ein aktuelles Beispiel aus Deutschland. Hier steht ein solcher UFO-Sekten-Guru oder „Meister“, der sich selber für einen Alien-Klon halten soll, wegen schweren Kindesmissbrauch vor Gericht. Opfer war das kleine Mädchen einer seiner Anhängerinnen. Und es wurde toleriert, da sie sonst nicht von den Außerirdischen gerettet werden …

Verstörendes aus der Welt der UFOs, wie Ihr es in diesem Video vom 3. März 2021 erfahren müsst.

Bleibt neugierig …

Video vom 4. März 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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UFO-Sekten-Führerin und „Sprachrohr Gottes“ Uriella ist tot. Ein Rückblick und Ausblick auf den „Orden Fiat Lux“

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UFO-Sekten Führerin und "Sprachrohr Gottes" Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekten Führerin und „Sprachrohr Gottes“ Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sie war zweifellos eine der „schillerndsten“ Persönlichkeiten aus dem Bereich UFO-Sekten und neu-religiöse Gruppen: Uriella, die  Chefin der Sekte „Fiat Lux“ mit Hauptsitz in der Schweiz, die erst kürzlich ihren 90. Geburtstag feierte. Wie jetzt bekannt wurde ist das Oberhaupt des „Orden Fiat Lux“ und selbsternanntes „Sprachrohr Gottes“ nach langer Krankheit verstorben. Mehr dazu und einen  Rückblick und Ausblick auf die UFO-Sekte „Fiat Lux“ und deren Lehren lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Uriella und ihre UFO-Sekte „Fiat Lux“

Uriella wurde 1929 als Erika Hedwig Bertschinger-Eicke in Zürich in der Schweiz geboren und behauptete ab 1973, dass sie spirituelle Kräfte habe. Hellsehen gehörte ebenso dazu, wie der angeblich Kontakt mit Gott, Jesus Christus und zahlreichen weiteren religiösen Personen bzw. „Meistern“. Sie selber sei vom Himmel als „Sprachrohr Gottes“ auf Erden ausgewählt worden.

Die Lehren von „Fiat Lux“ unter Uriella und ihrem Mann Icordo (Eberhard Bertschinger-Eicke) waren mehr als umfangreich. Reinkarnation, (göttliche) Offenbarungen durch Uriella, Naturheilkunde, „Wundermittel“ und „Wunderheilungen“ gehörten ebenso dazu, wie der Glaube an UFOs, den Weltuntergang oder einem kommenden Paradies auf Erden.

Vor allem der Glaube an UFOs und geradezu göttliche Aliens ist im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files interessant. Ein Glaube, den viele UFO-Sekten weltweit teilen, wie Roland M. Horn und ich es 1999 in unserem Buch „UFO-Sekten“ ausführlich dargelegt haben. Auch der Orden „Fit Lux“ wird darin behandelt. Denn vor allem in den 1990ger Jahren war die Sekte mit ihren Lehren und Weltanschauungen medial stark vertreten. Neben Probleme mit der Justiz vor allem durch den vom „Sprachrohr Gottes“ angekündigten Weltuntergang.

Uriella verbreite dabei vor allem auch die „Lehre“, dass beim kommenden Ende der Welt zahllose UFOs erscheinen werden. Diese Raumschiffe würden die „Gläubigen“ von unserem Planeten evakuieren, bis die Zeit der Wandlung vorüber sei. Danach herrsche hier ein Paradies für all jene, die den Weltuntergang überstanden hätten. Diese neue Welt hieße dann „Amora„.

Vor allem für das Jahr 1998 verbreite Uriella und „Fiat Lux“ diese angeblich himmlischen Ankündigungen. Dass dieses Ende der Welt nicht eintraf, so die UFO-Sekte später, ist dabei nur einem „Aufschub“ Gottes zu verdanken. So zumindest erklärten Uriella und Icordo es mir damals in einem Schreiben.

Die Idee der Evakuierung der Menschheit oder Auserwählter durch UFOs ist allerdings alles andere als eine „Exklusiv-Lehre“ von Uriella und ihrem Mann Icordo. Vor allem die UFO-Sekte „Ashtar Command“ (s. Artikel HIER) um den imaginären Außerirdischen „Ashtar Sheran“ sowie entsprechende Splittergruppen verbreiten diese UFO-Religion bis heute intensiv. Ander UFO-Kulte schließen sich hier an, wobei die Selbstmord-Alien-Sekte „Heavens Gate“ wohl das extremste Beispiel ist.

In diesem Blog-Artikel HIER wurde der Orden und ihr Glaube bereits detailliert diskutiert.

Uriellas lange Krankheit

Eine Sekte oder ein Orden, wie „Fit Lux“ sich selber bezeichnet, lebt und stirbt meistens mit ihren geistigen Anführern. Nicht anders ist es bei der esoterischen Gruppe um Icordo und Uriella.

Schon lange war bekannt, dass die betont kitschig auftretende Orden-Chefin Uriella schwer krankt war. Obwohl die UFO-Gruppe „Fiat Lux“ dies vorerst verneinte, kamen interne Schreiben der Sekte dazu sehr schnell an die Öffentlichkeit. In einer von Uriella empfangenen „Kurzbotschaft von Jesus Christus“ vom 8. Februar 2009 hieß es beispielsweise, dass ihr Leben „auf des Messers Schneide“ stehen würde. Eine schwere Erkrankung der Chefin war demnach nicht mehr zu leugnen.

Dies hatte fatale Folgen für die UFO-Sekte selber. In einer weiteren „Kurzbotschaft von Jesus Christus“ vom 20. März 2009 teilte der „Gottvater“ persönlich über sein Sprachrohr Uriella mit, dass er „zutiefst erschüttert“ sei. Denn 90 Prozent aller Mitglieder würden „Fiat Lux“ den Rücken gekehrt haben. Eine Todsünde für alle Abtrünnigen des Ordens, wie es hieß, der nur vergleichbar mit dem biblischen „Fall der Engel“ sei.

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„Kein Erdenmensch mit diesen verheerenden Untugenden hat auf Amora Zutritt“, ließ Gott über seine Dienerin Uriella übermitteln. „Wer auf eine Amnesie Gottes spekuliert“, so weiter, „lebt in einer gewaltigen Täuschung“. Damit war das Ende der Sekte grundsätzlich besiegelt. Ihr Mann Icordo bestätigte in den Folgejahren mehrfach die schwere Krankheit („Amyotrophe Lateralsklerose“, ALS) seiner Frau. So beispielsweise gegenüber der Boulevardzeitung „Blick“ im August 2014, in der er bestätigte, dass sie gelähmt sei und starke Schmerzen habe.

Obwohl immer wieder über den Tod von Uriella spekuliert wurde, gab „Fiat Lux“ jetzt offiziell ihren Tod bekannt. „Icordo hat uns gestern mitgeteilt, dass Uriella verstorben ist“, so Ibachs Bürgermeister Helmut Kaiser in diversen Medienberichten. Nur vier Tage nach ihrem 90. Geburtstag am 20. Februar.

Nachdem in den letzten zehn Jahren die meisten Mitglieder die Sekte verlassen haben, wird es wohl keine Zukunft mehr für den „Orden“ geben. Bis zum Tode von Uriella soll die Gruppe nur noch 15 bis 20 treue Mitglieder in Ibach gehabt haben, so der Kaiser. Der „Südkurier“ zitiert Bürgermeister Kaiser dazu auch mit den Worten:

Auf dem Friedhof der Gemeinde Ibach sind schon mehrere Fiat-Lux-Anhänger bebraben. Die Familie wird natürlich entscheiden, ob dort auch Uriella ihre letzte Ruhe finden wird.

Möge das „Sprachrohr Gottes“ ihren Frieden gefunden haben. Und es ist zu hoffen, dass die wenigen verbliebenen Anhänger den Zusammenbuch ihrer Welt unbeschadet überstehen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte „Heavens Gate“ 1997 – eine Analyse

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Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der „Fliegenden Untertassen“ und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: „Heavens Gate“. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“

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UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Die Beschäftigung mit den Gebieten der Prä-Astronautik – den „Ancient Aliens“ – und auch der UFO-Forschung konfrontiert uns Journalisten des Unfassbaren und Mystery-Autoren immer wieder mit sehr fraglichen Gruppen, Aussagen und Weltanschauungen aus der esoterischen Sparte: der UFO-Sektierer. Und leider sind es schon immer genau diese Menschen, die das Bild der Öffentlichkeit in Sachen „Rätsel & Mysterien der Welt“ bilden. Nicht alle, die sich mit diesen Themen befassen, sind aber auch „Verrückte“. Und die wenigstens überzeugten Menschen sehen in der Prä-Astronautik eine Art „Heilslehre“. Ebenso ist Erich von Däniken als bekannteste Person der Idee der Götter aus dem All kein Guru einer wie auch immer gearteten UFO- oder Alien-Sekte. Dieser Vorwurf steht immer wieder im Raum der Skeptiker. Warum erklärt dieser Artikel.

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Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ – um in das UFO der göttlichen Aliens zu kommen (inklusive 5,75 Dollar Taschengeld)

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Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte "Heavens Gate" um ihren Alien-Guru Marshall Applewhite (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ um ihren Alien-Guru Marshall Applewhite (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

26. März 1997, heute vor 25 Jahren: In einer schönen Villa bei San Diego in Kalifornien werden 39 Tote Menschen gefunden. Wie schlafend fand die Polizei die Leichen ordentlich gekleidet in ihren Betten auf und erkannte die Situation sofort: Man hatte es mit einem Massenselbstmord zu tun! Die Toten von 1997 waren fanatische UFO-Fans, die der UFO-Sekte „Heavens Gate“ angehörten, und „die krasseste UFO-New Age-Sekte“ aller Zeiten war. Was war damals geschehen? Ein Rückblick.


UFO-Sekte „Heavens Gate“ und der Komet Hale-Bopp

In den Ostertagen 1997 freuten sich Astronomen, Hobby-Astronomen und zahlreiche Sternenfreunde über den Kometen Hale-Bopp am Himmel. Aufgespürt hatten den Kometen Alan Hale und Thomas Bopp (unabhängig voneinander) bereits am 23. Juli 1995 und sorgten damit für großes Interesse in der Astronomie. Bis zum Sommer 1996.

Denn ab da wurde der Komet mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar. Im damals noch „jungen“ Internet entstand ein regelrechter Hype und eine „Fangemeinde“ rund um den Himmelskörper. Zahlreiche User stellten ihre eigenen Fotos des Kometen online und auf einigen Webseiten konnte der Interessierte sogar die täglichen Bahndaten von Hale-Bopp sehen. Zu bestaunen in einfachen Simulationen am heimischen PC mittels eines damals unvergleichlich langsameren Internet, als heute.

Ab Anfang 1997 erreichte der Brocken aus dem All seine größte Annäherung zur Erde und strahlte hell und prachtvoll am Nachthimmel. Für Sternengucker eine tolle Zeit – doch leider auch für einige UFO-Spinner einer Alien-UFO-Sekte.

Es war die UFO-Sekte „Heavens Gate“ unter ihrem „göttlichen“ Chef-Guru Marshall Applewhite. Eine Gruppe, über die auf Mystery Files zum Beispiel HIER bereits in umfangreich Artikeln deren Anfänge, Entwicklung und Schicksal nachzeichnet wurde. Und deren Ende einer der Anlässe wurde, warum ich zusammen mit dem Autoren Roland M. Horn damals das Standartwerk „UFO-Sekten“ über eben solche Sekten schrieb. Denn diese Sekte war (und ist) nicht allein.

Wiedergeburt in einem UFO

Applewhite und seine Getreuen sahen in den Kometen Hale-Bopp nicht nur einen Kometen. Vielmehr betrachten sie ihn als eine Art „göttliches Alien-Zeichen“. Mit diesem seit die Zeit gekommen. Und zwar dafür gekommen, um sich umzubringen und so in einem angeblich ebenso am Himmel fliegenden UFO wieder geboren zu werden. Es sei, so der Sekten-Führer, die einzige Chance zu überleben und die Erde zu verlassen.

Dies wäre ein unvermeidlicher Schritt, um in das „Königreich des Himmels“ zu Gott zu gelangen. So glaubten sie es. Und so taten sie es, so schlimm es bis heute auch für die Angehörigen ist.

Für die Sekte „Heavens Gate“ waren die Götter ganz einfach Aliens in Raumschiffen.Aber dennoch Götterwesen in hören Welten und spirituellen Sphären. Die Anhänger glaubten, wenn sie sich alle gemeinsam umbringen, werden ihre Seelen bei diesen „göttlichen Aliens“ in einem UFO wieder geboren. Und genau dieses UFO sei nun gekommen, um sie quasi abzuholen. Es verstecke sich im Schweif des Kometen Hale-Bopp und warte nur auf sie.

Sie würden, so lehrte es ihre Guru, durch ihren gemeinsamen Selbstmord nun endlich die ersehnte Unsterblichkeit erreichen. Gleichzeitig aber auch eine höhere Stufe der Entwicklung beziehungsweise Existenz ihrer selbst. Immerhin waren sie sicher, dass der „Planet Erde davor steht recycelt zu werden“, wie es Applewhite in einem Video drei Tage vor den ersten Selbstmorden formulierte. Unser Planet werde dabei, so der Guru weiter, „aufbereitet“ und damit für die Menschheit eine ganz neue Chance bieten.

Aussagen, die man von solchen UFO-Sekten kennt.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Die Anhänger der UFO-Sekte brachten für das Kommen der Aliens und dem UFO keinen Beweise. Die Worte ihres manipulativen Gurus Applewhite reichten ihnen. Immerhin hatte er auf diesem Gebiet leider bereits seit Jahrzehnten Erfahrungen gesammelt, wie es in diesem Blog-Artikel HIER zusammengefasst wurde.

Angeheizt wurde das UFO-Thema in Verbindung mit dem Kometen dennoch auch in der „normalen UFO-Szene“. Und zwar durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches „Etwas“ nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schien. Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist.

Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte "Heavens Gate" - damalige Internetseite der Gruppe (Archiv)
Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ – damalige Internetseite der Gruppe (Archiv)

Auch wenn sich das „UFO“ auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner bekannten Radiosendung „Coast to Coast“ in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das „Hale-Bopp-UFO“ damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der „University of Hawaiʻi System“, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte „Fiat Lux“ und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.“

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott beziehungsweise Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und senden ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die „Getreuen und Gerechten“ zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint waren natürlich vor allem die Mitglieder von „Fiat Lux“ und alle die „würdig“ sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte „Fiat Lux“, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch „UFO-Sekten“ detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des „Orden Fiat Lux“ war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein „Paradies“ 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde (kein Scherz!) konnte sie den Untergang oder „Wandel“ glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als „Sprachrohr Gottes“.

„Heavens Gate“: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella der UFO-Kult „Heavens Gate“ um den Guru Applewhite. Diese Sekte war so was wie der traurige Abschluss einer jahrzehntelangen „Sekten-Karriere“ ihres Führers Appelewhite.

Auch die Anhänger von „Heavens Gate“ glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Ein UFO-Glaube, der bei solchen Gruppen überaus weit verbreitet war und ist. Allerdings unterschieden sich die Mitglieder von „Heavens Gate“ dahingehend, dass ihre „Rettung“ nicht körperlich, also physisch, erfolgen wird. Vielmehr würden sie ganz einfach bei ihren „Götter-Aliens“, wiedergeboren und so in ein kosmisches und ewiges Paradies einziehen.



Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet. Hier allerdings noch mit seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles. Sie verstarb schon 1985.

Während die Sekte „Fiat Lux“ sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von „Heavens Gate“ 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem „UFO“ im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das „Außenteam“ einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, gab es in deren Weltbild nur ein Weg: Selbstmord! Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp gelangen, während die Erde sich „recycelt“, wie sie es nannten. Die „höhere Quelle“ des Selbst könne man so erreichen. Einen anderen Weg gab es in deren Augen nicht.

Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die „Higher Source“, „Höhere Quelle“, hieß …

Mitte März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das geschah drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. „Heavens Gate Away Team“ stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Erwachsende Menschen, wohlgemerkt. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt deren Realitätsverlust, da sie sich damit als „Außenteam“ kennzeichneten. Ein solches „Away Team“ kennt man aus „Raumschiff Enterprise“ beziehungsweise „Star Trek“, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

„Mission erfüllt“: Alle tot

„Mission erfüllt“ schrieben die Sekten-Anhänger in ihren Abschiedsbriefen und trugen dabei Armbänder mit der Aufschrift „Heavens Gate Away Team“. Fraglich jedoch finde ich bis heute, warum alle neue Kleidung und Schuhe in einem Einheitslook trugen, ihre Taschen packten und sogar 5,75 Dollar und ihre Papiere dabei hatten. Sollten „Seelen“ so was wirklich benötigen, auch wenn sie in einem UFO vielleicht körperlich neu geboren werden sollten?!

Als Außenstehender kann dies wohl bis heute – genau 25 Jahre danach – niemand rational mit dem viel beschworenen gesunden Menschenverstand erklären.

Auch das UFO-Thema selber nahm damals in der Öffentlichkeit nicht geringen Schaden. Zumal es auch die Zeit war, in dem „Phantastische Literatur“ im deutschen Sprachraum boomte. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und „Glaubenswächtern“ teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch „UFO-Sekten“ zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der „jungen UFO-Community“ das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch „Heavens Gate“ war und ist nicht allein „auf dem Mark“. Und so unglaublich die hier zusammengefasste Geschichte auch heute noch ist, nicht alle Sekten-Mitglieder brachten sich um – und einige davon bereuten es später, dass sie nicht beim „Aufstieg“ dabei waren …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die „Wahrheit über Außerirdische und UFOs“: Eine schrittweise Vorbereitung? Jahrzehnte alte Gedanken zu einem aktuellen Thema (+ Videos)

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Werden wir auf die Wahrheit über Außerirdische schrittweise vorbereitet? Alte Gedanken zu einem aktuellen Thema (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Werden wir auf die Wahrheit über Außerirdische schrittweise vorbereitet? Alte Gedanken zu einem aktuellen Thema (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit wenigen Jahren herrscht in Wissenschaft und Politik (zumindest teilweise) eine bis dato ungeahnte Offenheit beim Thema UFOs/UAP und außerirdisches Leben. Ist all das Teil einer „Vorbereitung“, wie nicht wenige glauben? Eine Strategie, um die Öffentlichkeit schrittweise auf die „Wahrheit über UFOs und Außerirdische“ vorzubereiten? Diese Vermutung ist alles andere als neu, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


UFO-Enthüllungen als Vorbereitung?

Seit einiger Zeit ist in der Gemeinschaft all jener, die sich für UFOs (UAPs) und Außerirdische interessieren, eines klar zu bemerken: Viele vermuten, dass die Enthüllungen und die Offenheit der vergangenen Jahre gegenüber solchen Themen, nur einen Zweck dienen: Die Öffentlichkeit soll schrittweise durch Politik, Wissenschaft und Medien an die „Wahrheit über Außerirdische“ herangeführt werden. Diese besteht dann natürlich darin, dass man die Existenz von Wesen aus anderen Welten (in UFOs) zugibt und öffentlich bekannt gibt.

Einer Art Agenda folgend würde die Menschheit demnach in kleinen Häppchen vorbereitet werden. Man will nicht mit der „Tür ins Haus platzen“, um keinen globalen Schock angesichts dieses ungeheuerlichen Ereignisses auszulösen. Einen „Götterschock“ nennt man dies zusammenfassend seit Jahrzehnten in der Prä-Astronautik gerne. Und auch ich selbst habe das in den vergangenen 30 Jahren in Büchern, Blog-Beiträgen, Videos, Artikeln und Vorträgen immer wieder thematisiert.

Die Themen „Vorbereitung“, „UFOs“ und „was wäre wenn?“ faszinieren mich seit Jahrzehnten. Deshalb sei an dieser Stelle auf meine zahlreichen Beiträge auf diesem Blog und entsprechende Videos auf meinem YouTube-Kanal verwiesen.

Inzwischen sprangen auch etablierte Forscher, etwa Soziologen, auf diesen Zug auf und haben entsprechende Bücher veröffentlicht. Obwohl angebliche Phantasten derartiges seit dutzenden von Jahren publizieren. Es gibt aber einen kleinen und weitreichenden Unterschied. Während die einen spekulieren, was geschehen würde, wenn „sie“ kommen, sind andere sicher, dass sie längst hier sind. Eine Annahme geht davon aus, dass die plötzlich hier sein werden. Eine andere, das sie schon vor tausenden von Jahren hier waren und jetzt wiederkehrten. Oder sogar nie fort waren, aber sich nun langsam „offenbaren“.

Kaum ein Thema hat mehr Spekulations-Potential, als dieses! Das zeigt uns wunderbar schon allein die Unterhaltungsindustrie. Nicht nur die einschlägige UFO-Forschung.

Die Aliens waren/sind hier?

Tatsache bleibt in allen Fällen, dass die Menschheit als Ganzes betrachtet einen „Götterschock“ erleiden würde. Einige Völker, Kulturen, Menschen, Religionen oder ganze Nationen nehmen es dabei gelassener hin, als andere.

Doch wie ist das eigentlich mit dieser Vorbereitung? Gibt es sie wirklich? Oder ist das alles nur eine Wunschvorstellung? Und wann ist diese eigentlich beendet, so dass die Verantwortlichen dahinter beschließen, heute ist es soweit? Wer sind diese Verantwortlichen dahinter überhaupt? Oder bestimmen die Außerirdischen von sich aus und eigenständig, wann sie sich der Welt offenbaren? Waren sie da, dann wieder weg, und nun erneut hier? Oder gibt es sie (hier) gar nicht?

Solche und viele weitere Fragen kann niemand klar und deutlich beantworten. Was aber ein Blick in die Diskussionen im Internet, etwa in Sozialen Medien oder in Kommentaren bei YouTube, zeigt, ist, dass scheinbar viele aktuell eine solche Vorbereitung vermuten. Der Gedanke liegt auch durchaus nahe. Das Thema ist alles andere als neu, da eben schon vor vielen Jahrzehnten genau dasselbe vermutet wurde. Geschehen ist damals: Nichts!

Dann verschwand diese Annahme etwas aus dem Fokus. Bis etwa Ende 2017, als in den USA die bis heute diskutierten und anhaltenden UFO-Enthüllungen in Bezug auf UAPs begannen. Und eine mehr oder weniger ungewohnte Offenheit von Seiten der offiziellen Stellen. Was es durchaus bereits in all den Jahren zuvor auch in anderen Ländern gab.

Wann kommt der „Tag X“?

Ob es wirklich Teil einer baldigen Offenlegung ist, bezweifle ich persönlich. Denn zu oft wurde derartiges vermutet und heraus kam dabei immer wenig bis nichts. Nie wurden echte Beweise hoch-offiziell präsentiert. Ein ehemaliger Verteidigungsminister, zum Beispiel, der frei heraus seine private Meinung erzählt, dass es Aliens in UFOs usw. hier auf Erden gibt, ist mit Sicherheit kein Beweis. Nur eine Aussage. Tag X lässt auf sich warten. Leider scheinbar noch lange.

Im Sommer 1996 erschien mein 1. Sachbuch zu den Mysterien der Welt, dass Jahre später überarbeitet und erweitert neu aufgelegt wurde. Umfangreich spekulierte ich bereits damals, nachdem ich 1991 mit der Arbeit an dem Manuskript begann, dass wir vorbereitet werden. Und es weitreichende UFO-Vertuschungen gibt.

Heute würde ich statt Vorbereitung eher sagen, dass sich die Thematik mehr und mehr ins Bewusstsein ihren Weg bahnt. Längst der UFO-Schmuddelecke entronnen, ist das Thema Außerirdische im Laufe der Jahre im Mainstream angekommen. Auch vor allem in der Wissenschaft. Eine gesteuerte Vorbereitung auf das „sie sind hier!“, bleibt fraglich.

So schrieb ich einst dazu voller Optimismus und Eifer das Folgende, das hier auszugsweise wiedergeben möchte. Denn erstaunlich ist, dass vieles davon Jahrzehnte später wieder diskutiert wird. Es scheint sogar aktueller denn je zu sein.

Werden wir auf Außerirdische vorbereitet?

(…) Man stelle sich einmal vor, über dem Münchner Oktoberfest er­scheint eine deutlich Formation von UFOs. Tausende Besucher werden Zeugen dieses Ereignisses, und die ständig anwesende Presse filmt unter anderem das ganze Spektakel. (…)

Die großen Sender auf der ganzen Welt zeigen diese Aufnahmen. Um den gesamten Erdball werden fortan Sendungen gebracht, in denen angesehene Personen völlig offen die Existenz von außerirdischen Leben – auch auf unserer Erde – bestätigen. Der erstaunte Zuschauer er­fährt, dass diese Wesen seit jeher unsere Erde besuchen, beobachten und ihre Evolution beeinflussen. Wo stünde da unsere allgemein gültige Weltanschauung?

Die Stütze jeder irdischen Religion scheint zerschlagen! Wir Menschen stehen zwar weiter als Gipfel der irdischen Schöpfung da, aber bilden eigentlich nur das Tal der kosmischen Evolution. Die Weltkirchen registrieren die höchsten Austritte seit ihrer Gründung, die Menschen „sind von Gott verlassen“. „Heilige Kriege“ werden entfacht. Überall auf der Erde werden religiöse Gruppierun­gen versuchen ihre Stellung zu bewahren. Andere setzen vielleicht sogar alles daran, die ETs zu vernichten, und lehnen sich gegen die Weltre­gierungen (mit denen am ehesten ein direkter, öffentlicher Kon­takt eingegangen wird) auf.

Es beginnt ein wildes Durcheinander auf unseren Planeten, viele Länder der Erde wollen sich die hochentwickelte Technologie der Außerirdischen aneignen. Wem es gelingen sollte, im Besitz dieser Techniken zu gelangen, der genießt unzweifelhaft eine dominierende Stellung in der Weltordnung. Jede Macht, die es versteht, mit derartig hochtechnologischen Gerätschaften umzugehen, ist zweifelsohne ein unbesiegbarer Gegner. Da stelle man sich einmal vor, dass terroristische Gruppierungen an solches Gerät gelangen. Somit ist es auch verständlich, dass abgestürzte UFOs unter allergrößter Geheimhal­tung in diversen Militärbasen verschwinden.

UFO-Mythos und „UFO-Religionen“

Wenn uns fremde Wesen aus dem All seit unendlich vielen Jahren besuchen, und auch direkten Kontakt mit den jeweiligen Kulturen aufnahmen, wann kommen sie zurück? Gibt es Hinweise auf eine bal­dige Wiederkehr, oder sind sie schon seit langem mitten unter uns? Werden wir durchgehend beobachtet, dann und wann kontaktiert, um „sicher“ aus den „kosmischen Flegeljahren“ geführt zu werden?

Viele Menschen bezeichnen diejenigen, die von der Existenz von UFOs (sprich: Außerirdischen) überzeugt sind, als „Ersatzreligiöse“, Mitglieder irgendwelcher obskuren Sekten oder schlicht und ergreifend als Spinner. Solche Bemerkungen können kaum ernst genommen werden, denn wäre der UFO-Mythos tatsächlich eine „UFO-Religion“, dann haben deren Anhänger als einzige häufige Begegnungen mit ihrem „Gott“ (ihren „Göttern“) und könnten noch dazu ein riesiges Feld an „heiligen Artefakten« (UFO-Fotos eingeschlossen) vorweisen. Warum diese Skeptiker dann nicht zum „UFOismus“ übertreten, ist genauso schleierhaft, wie der Widerwillen vieler, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.

Natürlich, ich streite es nicht ab, gibt es endzeitvernatische Esoterikgruppierungen, die mit einer Rettung durch die kosmischen Brüder rechnen. Solche und ähnliche Sekten gehören nicht in den Bereich einer seriösen Erforschung des Phänomens! (…)

Tatsächlich aber scheinen die ETs ihr „Come back“ vorzubereiten. Nach und nach, fast über-vorsichtig, werden wir Menschen auf ein Ereignis vorbereitet, das bald wieder ins Haus steht. Während einige Regierungen unlängst Bescheid zu wissen scheinen, dringt die Botschaft auch langsam in alle Bevölkerungsschichten.

Mit der Tür ins Haus fallen?

Kehren die Götter vergangener Kulturen zurück, wie sie es einst ankündigten? Steht die „back to earth-mission“ in den Startschuhen? Werden wir ständig und immer intensiver auf dieses Ereignis vorbereitet, um eine Art „Götterschock“ zu vermei­den?

Im Rahmen der irdischen SETI-Programme wurde unlängst darüber diskutiert, wie man sich beim Empfang eindeutiger, intelligenter Signale aus den Tiefen des Alls verhalten solle. Nehmen wir an, es gelänge ein Signal zu orten, das sich bei späte­ren Analysen als kosmischer „Star Trek“-Film einer fremden Zivilisation präsentiert. Wie wird weiter verfahren?

  1. Alle Informationen werden umgehend durch die Medien veröffentlicht und durch entspre­chende Experten (wie Professor Frank Drake) bestätigt.
  2. Es wird geschwiegen. Nichts der sensationellen Entdeckungen darf in irgendeiner Form an die Öf­fentlichkeit geraten. Oder
  3. Nach und nach – häppchenweise – wird alles der Menschheit preisge­geben.

Wie sollte vorgegangen werden? Würden tatsächlich sämtliche Information direkt veröffentlicht, hätte das ungeahnte Folgen! Wie reagieren Menschen, die sich als Mittelpunkt des Universums sehen, auf sol­che Nachrichten? Die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass die Konfrontation mit einer höheren Technik, den kulturellen Untergang der rückständigen Zivilisation oder Kultur zur Folge haben kann.

„Eine kulturelle Zeitbombe“

Vom 4. bis 11. Oktober 1986 fand in Innsbruck ein Kongress der In­ternational Astronautical Federation statt, wobei eine Frage im Vordergrund stand: Wie muss weiter verfahren werden, wenn intelligente Signal aufge­fangen werden? Unter anderem war in jenen Tagen auch der italienische Soziologe Dr. Roberto Pinotti (vom Instituto Futuor in Florenz) zu Gast. Roberto Pi­notti erklärte damals:

„(…) das (das) Verhalten der Massen nach einer zu­künftigen Kontaktaufnahme mit anderen Intelligenzen im Universum nicht nur eine Herausforderung für So­ziologen und Politiker der ganzen Welt, sondern auch eine kulturelle Zeitbombe (ist). Da die Nach­richt von einem solchen CETI (Contact with Extra­terrestrial Intelligence, Anm. LAF) zu einem ernsthaften so­zioanthropologischen Schock führen kann, ist eine gemeinsame und vorbestimmte weltweite Strategie notwendig, um Angst, Panik und Hysterie nach der Bekanntgabe eines Kontaktes zu verhindern.“

Unsere Gesellschaft würde mit einem Male zweitrangig werden. Fragen nach dem Wie, Warum und Woher kämen auf, die irdischen Religionen würden plötzlich von einer viel bedeutenderen, einer kos­mischen, in Bedrängnis geraten. Ja vielleicht würde sich einer der Fremden sogar als Urahn Quetzalcoatls oder Enkis vorstellen. Wo stünde da unser Verständnis der Welt, wie wir sie kennen?

Eine schrittweise UFO-Wahrheit

Aber andersherum, nichts der neuen Erkenntnisse wird an die Bevölkerung freigegeben. Ein wahnwitzi­ger Gedanke! Da werden Millionen über Millionen von Geldern für SETI-Projekte ausgegeben, um im entscheidenden Augenblick alles für sich zu behalten. Welchen Sinn würde es dann überhaupt geben, SETI weiterhin zu betreiben? Wollen die Weltregierungen vorerst die Fremden studieren, ihre Sprachen, politischen Gliederungen oder Religionen, um sie dann besser zu verstehen? Kaum, denn schließlich haben „sie“ uns zuerst entdeckt. „Sie“ sind es auch, die den Zeitpunkt eines kulturellen Kontakts bestimmen. Die Fremden passen sich seit je her un­serer Entwicklung an, denn ihnen ist es ein leichtes, sich primitiveren technischen, politi­schen oder auch soziologischen Ständen anzupassen.

Ist es da sinnvoll, die breite Masse schrittweise zu informieren? Etwa so als hätten die großen Entdeckungsfahrer ihre Technik Schritt für Schritt den erstaunten Eingeborenen präsentiert?

Und tatsäch­lich, wir werden vorbereitet. Die letzten Jahre zeigen dies überdeutlich.

Immer wieder gelangen spektakuläre Regierungsdokumente an die Öffent­lichkeit, die, zwar häufig stark zensiert, von UFOs und Außerirdischen zu berichten wissen. All dies auf höchsten Ebenen. Einwände gegen diese Dokumente existieren natürlich ebenfalls. Die Papiere sollen nichts als reine Fälschungen sein, so wollen es die skepti­schen Stimmen unsere Tage. Wer aber setzt sich hin und macht sich die Arbeit abertausende Seiten – mit richtigen Stempeln, Briefköpfen und Unterschriften – von staatlichen Akten zu fälschen? Welchen Sinn sollte das alles ergeben? Eine bewusste Irreführung seitens der Regierungen?

Wenn derartige Dokumente in weit verbreiteten Zeitschriften (Spiegel, Stern, Science etc.) vorurteilslos veröffentlicht würden, hätten mit Si­cherheit weite Teile der Bevölkerung eine völlig andere Einstellung zu außerirdischen Leben.

Die Vorbereitung ist im Gange!

In unseren Tagen geschieht etwas sehr tiefgrei­fendes in unserer Welt. Die Rückkehr der einstigen Götter bahnt sich ihren Weg in die Allgemeinheit. Spielfilme und immer häufiger werdende Talkshows zu Themen wie dem UFO-Phänomen tragen einen Teil dazu bei, die Einstellung der Allgemeinheit zu beeinflussen. („Auch wenn der informative Wert solcher Sendungen stark anzuzweifeln ist“, ergänzte ich in der Neuauflage Jahre später. Ganz richtig, wie man in diesen Videos HIER sehen kann. Anm. 2021)

(…)

Die irdische Bevölke­rung wird ständig mit außerirdischen konfrontiert. Sei es durch das TV (z.B. die Serie „Akte X“, die in den USA und Deutschland ein Einschaltquotenknüller ist/war) oder irgendwelche Artikel in diversen Magazinen. Jährlich werden rund 100.000 „UFO“-Sichtungen gemeldet – Tendenz: steigend. Fernsehsendungen und Talkshows setzen sich immer häufiger mit dem UFO-Mythos auseinander, wobei man hier nur an die ARD-Sendung von Heinz Rohde, „UFOs – und es gibt sie doch“ (Erstsendung am 24. Oktober 1995), die unzählige Zuschauer vor den Bildschirm lockte, denken muss.

Gerade in diesen Minuten, wo ich diese Zeilen schreibe, läuft wieder eine Nachmittagstalkshow zum Thema „Ich hatte Kontakt mit Außerirdische“ (RTL-TV, 25. September 1995) in der verschiedene Menschen (…) ihr „außerirdisches“ Erlebnis schildern. Aber kaum glaubhaft.

UFOs: Die Zeit hat sich gewandelt

Spätestens seit Erich von Dänikens Sendereihe „Auf den Spuren der All­mächtigen“ ist auch die Prä-Astronautik einer grö­ßeren Bevölkerung bekannt. Führende Wissenschaftler stehen der Möglichkeit von extraterrestrischen Intelligenzen immer öfter positiv gegenüber und be­kennen sich dazu (wie der Harvard-Professor Dr. John E. Mack), auch wenn sie verspottet werden. Akten, die sonst unter der größten Geheimhaltung standen, werden nach und nach freigegeben. Namhafte Militärs und auch Astronauten/Kosmonauten geben offen die Existenz von UFOs zu und berichten von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Phänomen. So zum Beispiel der Astronaut Gordon Cooper, der vor laufender Kamera bestätigte, dass ein UFO auf einer Luftwaffenbasis der USA landete und vom Militär gefilmt wurde.

Besonders interessant ist auch, dass der erfolgreichste Filmproduzent aller Zeiten, Steven Spielberg, für den 2. Juli 1997 (zum 50. Jahrestag) ein Tatsachenspielfilm über den UFO-Absturz bei Roswell mit samt der darauf folgenden Intrige durch die Regierung der USA plant. Selbst originale Filmdokumente über UFOs sollen in diesem Spielfilm mit eingebaut werden.

In unseren Tagen kann jeder feststellen, dass sich die USA und die ehemalige Sowjetunion schon lange darauf geeinigt haben, ihre Weltraumprojekte durch intensive Zusammenarbeit in die Tat umzusetzen. Hier sei auf die Andockmanöver von US-Raumfähren mit der MIR-Station hingewiesen. Dies war vor einigen Jahren, zur Zeit des „Kalten Krieges“, noch völlig undenkbar. Das große gemeinsame Ziel der beiden Mächte ist eine ständig bemannte Raumstation (Alpha) und ein bemannter Flug zum roten Bruder Mars. Schon lange sind sich die obersten Regierungsorgane darüber einig, dass die Zukunft der Menschheit nur durch Kooperation aller führenden Staaten der Welt gesichert werden kann.

„…von einer Macht im Weltraum, von einem anderen Planeten…“

Auch zu Zeiten des US-Präsidenten Ronald Reagan (der 1974 selber ein UFO gesehen haben will), wurde immer offener über eine mögliche Konfrontation mit außerirdischen Intelligenzen gesprochen. So zum Beispiel stellte Reagan im Mai 1988 bei einem Treffen des Nationalen Strategieforums in Chicago die Frage:

Was würde wohl geschehen, wenn wir alle auf der Erde erfahren sollten, saß wir von außen bedroht werden, von einer Macht im Weltraum, von einem anderen Planeten?

Reagan war sich sehr wohl bewusst, dass Ost und West endlich aufhören müssen, ihre raumfahrttechnischen Erfahrungen voreinander zu verbergen. Auf der Hauptversammlung der UNO am 21. September 1987, sprach er ausdrücklich davon, wie wichtig es sei, dem gegenseitigen Misstrauen endlich ein Ende zu bereiten:

Wenn wir von einem momentanen Antagonismus besessen sind, vergessen wir oft, wie vieles die Mitglieder der Menschheit vereint. Vielleicht bedarf es einer allgemeinen Gefahr von außen, um diese Gemeinsamkeit zu erkennen. Ich denke manchmal, wie schnell unsere Differenzen verschwinden würden, wenn wir einer Drohung von Fremden, die außerhalb unserer Welt leben, gegenüber stünden.“

Und genau in den Zeiten der schleppenden Bekannt­gabe von offiziellen UFO-Wissen aus den höchsten Kreisen und der Einsicht, dass wir  möglicherweise nicht alleine im All (Sonnensystem) sind, erscheinen sonder­bare Zeichen in den Getreidefeldern der Erde. Auch wenn die Zeitungen anscheinend dieses Phänomen vergessen haben.

Kontakt „in nicht allzu ferner Zukunft“

Laut einer Umfrage von 1993 glauben 87(!) Prozent der Deutschen an übersinnliche Phänomene (Fliegende Un­tertassen eingeschlossen) und eine Allenbach-Umfrage hat ergeben, dass 40 Prozent der Deutschen an außerirdisches Leben glauben – die Menschheit ist im Wandel. (…) In den nächsten Jahren wird einiges geschehen. Immer deutlicher wird, dass es tatsächlich Außerirdische gibt, die unsere Erde immer wieder besuchen. Seit Beginn der 90er Jahre häufen sich die UFO-Sichtungen derart, dass es in nicht allzu ferner Zukunft mit Sicherheit zu einem öffentlichen Kontakt kommen wird.

Ein Grund zur Panik á la „Krieg der Welten“, wie es selbsternannte Endzeitpropheten gerne hät­ten, ist dabei überhaupt nicht zu befürchten. Die Außerirdischen haben uns immer begleitet, von den Anfängen der Welt bis heute. Sie studieren uns, vor allem seitdem wir in das Atomzeitalter eingetaucht sind, und damit begannen, diese Macht zu nutzen (auch im Schlechten). Tatsächlich künden die UFO-Beobachtungen über Atomwaffenarsenalen (bei denen sogar der sieben-stelligen Auslösecode zurückgesetzt worden sein soll), von einem steigenden Interesse unserer Ahnen an uns Primitiven. Und was sie einst unseren Vor­fahren versprachen, dass sie eines fernen Tages wie­der zu Erde kommen würden, rückt in greifbare Nähe.

Außerirdische: Voller Optimismus in die Zukunft?

Diese Zeilen schrieb ich als junger Autor ab 1991 und veröffentlichte sie in meinem ersten Buch 1996 (nur die Zwischenüberschriften sind neu). Sie strotzen augenscheinlich nur so vor Optimismus, dass es „bald“ soweit sein wird. Wir warten noch immer. Womit der ersehnte Tag wohl noch immer in der Ferne liegt, sofern er denn jemals kommt.

Damals habe ich in diesen Kapiteln auch die Kornkreise im Sinne eines Teils der Vorbereitung interpretiert. Sie waren in jenen Jahren allgegenwärtig. An dieser Stelle habe ich diese Ausführungen bzw. Seiten nicht zitiert. Damals jedoch war diese Deutung der Kunstwerke in Feldern sehr typisch für die UFO-Gemeinschaft. Als Botschaften aus dem Kosmos.

Pessimistisch betrachtet hat sich seit diesen Zeilen in all den Jahren nichts geändert. Außer, dass man nicht mehr mit TV-Talkshows über UFOs konfrontiert wird. Heute gibt es hier ganz andere Fernsehformate und auch weit mehr entsprechenden Dokumentationen. Vor allem auch solche, in denen sich „nüchterne Wissenschaftler“ mit Aliens, außerirdischen Zivilisationen und mehr auseinander setzen. In einer einstmals undenkbaren Offenheit.

Inwieweit dies einer stillen Vorbereitung in Sachen UFOs dient, muss jeder für sich entscheiden. Was aber wohl eindeutig ist, ist, dass der Zeitgeist sich stark gewandelt hat. Und zwar in Richtung der Phantasten!

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Nazca und die „Sternenmenschen“: Von UFOs von der Venus, Marsmenschen und Flughäfen für Außerirdische: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (+ Videos)

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Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute kennen viele, die sich nicht speziell für Mystery und Rätsel der Archäologie interessieren, die Hochebene von Nazca in Peru. Jene Gegend, in der sich die längst legendären Nazca-Linien befinden. Scharrbilder – Geoglyphen -, die aus Pisten, Linien, Tierdarstellungen und geometrischen Formen bestehen und vor allem aus der Luft in ihrer Gesamtheit zu sehen sind. Anlass für viele Spekulationen. Vor allem seit Erich von Däniken diese ab 1968 bekannt machte. Seit dem spricht man gerne aus Unwissenheit von einem „UFO-Flughafen“. Doch dabei gab es zu Nazca schon Jahre vor von Däniken und auch zeitgleich mit ihm die bizarrsten Ideen und Aussagen über Nazca und Wesen aus dem All, die heute keiner mehr kennt. Welche das beispielsweise sind, stelle ich Euch in Anlehnung an mein Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ in diesem Blog-Artikel einmal vor. Als die Spitze des Eisberges, wenn man hinter die Kulissen schaut.


Nazca

Ein „Kernthema“ der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren, ist zweifellos die Hochebene von Nazca in Peru. Die dort zu finden Linien, Figuren und Pisten gelten seit Jahrzehnten als eines der ungelösten Rätsel der Menschheit. Heute sind sie längst fest im Blick der archäologischen Forschung, die als etablierte Wissenschaft nichts mit all den Spekulationen um die Nazca-Linien zu tun haben will.

Denn solche Spekulationen sind rund um die mythische Ebene seit über einem halben Jahrhundert fast schon an der Tagesordnung. Längst hat sich hier ein Sammelsurium von Aussagen, Behauptungen, Spekulationen und Ideen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, den fast niemand mehr überschaut. Zumal selbst Archäologen, Autoren, Skeptiker und Kritiker aller Art und Unart sich beim Thema Nazca nicht immer mit Ruhm bekleckerten! Auch wenn sie selbst nichts mit der Idee von Astronautengöttern anfangen können.

Wie ich in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“ aufgezeigt und belegt habe, sind selbst unter „etablierten“ Archäologen, Skeptikern und Autoren Falschaussagen, Unterstellungen und glatte Lügen in diesem Zusammenhang keine Seltenheit (s. a. HIER). Von mangelnder Recherchen ganz zu schweigen. Und so lässt sich eine ganze „Evolution“ mit zahllosen phantastischen und auch bizarren Facetten rund um die Nazca-Linien nachzeichnen.

„Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“

Denn das Thema Nazca und Außerirdische der Antike oder sogar UFOs ist weit tiefer und vielschichtiger. Es nur auf den Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken und seine Bücher zu reduzieren, ist nur die Spitze des Eisberges, wie in „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ umfassend dargelegt. Erstaunliche vor, während und nach von Dänikens ersten Buch 1968 offenbarten sich hier. Von beiden Seiten, von der „seriösen“ und von der „spekulativen“ Anschauung aus! Was nicht nur die heute noch bekannten Vordenker der Prä-Astronautik betrifft.

Bevor Erich von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 erschien und damit die Prä-Astronautik inklusive Nazca zu einem weltweiten Thema wurden, waren bekanntlich schon andere Autoren von solchen Scharrbildern fasziniert. Etwa der heute schon legendäre aber oft vergessene Autor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“. Es erschien bereits 1963 in Frankreich und kam 1966 in Deutschland auf dem Markt.

Spannender wird es allerdings bei den französischen Autoren Louis Pauwels und Jacques Bergier, einem Journalisten sowie einem Chemiker und Nuklearwissenschaftler, die man ruhigen Gewissens als vergessene Wegbereiter der Prä-Astronautik bezeichnen kann. Zumindest kennen sie wohl nur noch die „alten Hasen“ der Prä-Astronautik bzw. „Ancient Aliens“-Thematik.

Bevor Erich von Däniken ab 1968 ungeahnte Welterfolge feiern konnte, schrieben auch sie bereits in verschiedene Büchern über die Mysterien der Welt und Raumfahrer der Antike. So in ihrem Erfolgstitel „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“, das schon 1960 in Frankreich und 1962 in Deutschland erschienen war. Auch von Däniken listet dieses Werk in seinem Erstling im Quellenverzeichnis auf.

„Markierungen eines Flugplatzes“

In diesem Vorreiter der phantastischen Literatur schrieben Pauwels und Bergier bereits vor über 60 Jahren zu der Hochebene von Nazca zum Beispiel Folgendes:

Was bedeuten jetzt die Figuren von Nazca? (…) Eigentlich müsste man annehmen, die Konstrukteure hätten nach Weisungen gearbeitet, die ihnen von einem in der Luft schwebenden Fahrzeug erteilt wurden. (…) Die Photographien der Ebene von Nazca, die wir heute besitzen, lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken. Söhne der Sonne, vom Himmel gekommen.“

Eine Aussage, die eindeutig nach der erst Jahre später durch von Däniken „geborenen“ Prä-Astronautik klingt. Mehr noch, denn Pauwels und Bergier warfen damals schon der Archäologie mehr oder weniger Engstirnigkeit vor, da diese den Nazca-Linien nur eine religiöse Bedeutung zusprächen. „Das behauptet man immer, um nur überhaupt etwas zu sagen“, so die Autoren damals. Eine klare Anspielung auf den Umstand, dass in der archäologischen Forschung viele sonderbare Funde zu einem „Kult“ gehören, „Kultobjekte“ sind oder eine Stätte schlicht ein „Kultort“ der Vorzeit war.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Zum Thema: Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Nach Meinung Pauwels und Bergier sollte man bei Nazca durchaus peruanische „Legenden heranziehen“, die von Göttern aus dem Himmel berichten. Denn es gebe „die prä-inkaische Mythologie, nach der die Sterne bewohnt und die Götter aus dem Sternbild der Plejaden herabgestiegen sind“, schreiben die Autoren weiter. Selbst die etablierte Archäologie würde diese Legenden erwähnen, nehme sie aber schlicht nicht ernst. Also wörtlich, wie es die beiden Autoren machten.

Nazca als außerirdische Basis

Der italienische Bestsellerautor und Prä-Astronautik-Pionier Dr. Peter Kolosimo wird da in seinem Buch „Terra senza tempo“ das schon 1964 in Italien erschien (deutscher Titel: „Woher wir kommen“, 1972), konkreter und nennt Namen. Er schreibt zu Nazca und den angeblichen Mythen von Göttern, die von den Plejaden kamen, unter anderem:

Ist es nicht seltsam, dass sie eigens für die Vogelperspektive angelegt scheinen, so dass sie erst durch die Luftaufklärung entdeckt werden konnten? Prof. John A. Mason von der Universität von Pennsylvania streift wohl die Vermutung, sie seien auf die Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden, aber als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft weist er diesen Gedanken zurück – um dann, wenn er von der Mythologie der Vorinkazeit spricht, über uralte Glauben berichten zu müssen, nach denen die Sterne ohne jeden Zweifel bewohnbar sind und die davon sprechen, dass aus der ‚Konstellation der Plejaden Gottheiten auf die Erde heruntergekommen sind.‘

Wie es heißt, existieren in Peru und teilweise in Chile noch viele solcher Anlagen, aber die Indios, die sie zwar kennen, können deren Bedeutung nicht erklären. Sie erzählen uns dafür etwas ganz Phantastisches, das die ‚Freunde der Uranosbewohner‘ in Ekstase versetzte und sie zu der Interpretation bewog, die mysteriösen Zeichen seien Symbole für die Piloten außerirdischer Flugkörper gewesen, die an diesen Punkten ihre Stützpunkte gegründet hätten.

Dann hat es also in der Vergangenheit richtige ‚Sternenhäfen‘ in den Anden gegeben? Wir wollen uns nicht zu kühnen Vermutungen versteigen (…).“

Der hier von Kolosimo erwähnte Prof. Dr. John A. Mason war bis zum seinem Tod 1967 ein hoch angesehener Archäologe, der sich auf Südamerika spezialisierte. Mit „The Ancient Civilizations of Peru“ legte er dazu 1957 das Standartwerk seiner Zeit vor, in dem er sich auch zahlreiche Gedanken über die Bodenzeichnungen von Nazca macht.

Aliens von den Plejaden im alten Peru?

Darin „streift“ er in der Tat auch die Idee, dass Nazca sei durch „Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden“, wie Kolosimo es ausdrückte. Nur von einem Flugzeug oder Ballon, so Mason, seien die Geogyphen zu sehen, was „einige faszinierende Vorschläge und Möglichkeiten“ zulassen würde:

Zweifellos wurden sie von himmlischen Gottheiten gesehen. (…) Wie wurden sie so perfekt gemacht, ohne in der richtigen Perspektive gesehen zu werden? Die Macher müssen viel über Proportionen wissen. Könnten sie von einem kleinen Modell an einem Gitter gearbeitet haben?

„Als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft“ enthält Mosons Hauptwerk aber keine Aussagen über leibhaftig vom Himmel gekommenen Götter. Auch wenn er beispielsweise auf Götter des Mondes, Venus und Plejaden verweist.

Wahrscheinlich inspirierte auch von Däniken diese Aussage über Götter der Plejaden. Im Jahre 1967, als noch niemand seinen kannte und sein Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ tatsächlich noch Zukunft war, hielt er einen Prä-Astronautik-Vortrag in Mainz. Es war beim „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ vom 3. bis 6. November 1967, der ein großes mediales Echo nach sich zog. Hier sprach Mystery-Jäger von Däniken erstmals auf der große Bühne über das Vortragsthema „Erhielten unsere Vorfahren Besuch aus dem Weltall?“, bei dem folgender Satz fiel:

In der Mythologie der prä-inkaischen Völker wird versichert, dass die Götter aus dem Sternbild der Plejaden gekommen seien.

Fliegende Untertassen vom Mars

Es war, nebenbei bemerkt, eine in der damaligen UFO-Zeit viel beachte Konferenz. Anlass genug für einen Däniken-Kritiker aus der früheren DDR in einem späteren Buch die unglaublichsten Lügen rund um Däniken und Nazca seinen Lesern dazu aufzutischen …

„Wir sträuben uns nicht gegen die Annahme von Besuchern aus anderen Welten“, unterstreichen schon Pauwels und Bergier weiter. Erst acht Jahre später kannte durch von Dänikens Weltbestseller den „Flugplatz der Götter“, auf den Pauwels und Bergier hingewiesen hatten, die ganze Welt. Luftbilder der Geoglyphen „lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken“, betonen sie in ihrem Buch. Damit inspirierten sie vielleicht Erich von Däniken zu diesem Satz in seinem ersten Werk:

Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Nicht aber unbedingt, da auch Pauwels und Bergier 1960 nicht die ersten waren, die diesen Vergleich zogen. Schon fünf Jahre vorher erschien in dem legendären „Fate Magazine“ (Oktober 1955) ein entsprechender Artikel von James W. Moseley, der Nazca darin eindeutig mit UFOs bzw. „Fliegenden Untertassen“ (etwa vom Mars) in Verbindung brachte. „Fliegende Untertassen“ waren damals in aller Munde und das „Fate Magazine“ als Publikation rund um Phänomene und UFOs hatte einen gewichtigen Anteil daran.

Dieses Magazin brachte in seiner allerersten Ausgabe (1/1948) den Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold als Titelstory, in der er von seiner UFO-Sichtung am 24. Juni 1947 berichtete (s. Artikel HIER) Welche Wirkung diese Sichtung für die gesamte UFO-Thematik bis heute hat, ist sicher jedem klar. Somit hatte der Artikel von Moseley über Nazca und die „fliegenden Scheiben“ in dem Magazin ein gutes Umfeld und geeignetes Sprachrohr gefunden.

Eine Karte für Untertassen-Piloten

James W. Moseley stellte in seinem Artikel „Peruanische Wüstenkarte für Untertassen?“ („Peruvian Desert Map for Saucers?“) die Ebene von Nazca mit ihren Geoglyphen vor und rätselte über deren Sinn und Zweck. Auch die Forschungen des 1959 verstorbene Nazca-Pioniers Dr. Paul Kosok wurden von ihm diskutiert, die später die schon legendäre Nazca-Forscherin Maria Reiche übernahm. Bis heute sind sowohl Kosok wie auch Reiche feste Namen in der Nazca-Forschung.

Reiche wiederum war einst die Assistentin von Kosok und teilte seine These von 1941, dass Nazca eine Art riesiger (Kult-)Kalender der Indios war. Angeblich seien die Figuren Abbildungen von Sternkonstellationen und gewisse Pisten und Linien verweisen auf astronomische Ereignisse, so Reiche und Kosok. Selbst ein „Stonehenge“ aus Holz beim fast 2.000 Jahre alten Nazca-Kultzentrum Cahuáchi unweit der Ebene gehöre dazu. Damit wäre die Nazca-Wüste in Südamerika „das größte Astronomiebuch der Welt“, so Kosok und Reiche.

Nachdem Gerald Hawkins, Astronom am Smithsonian Astrophysical Observatory, 1969 in „Ancient Lines in the Peruvian Desert“ („Astrophysical Observatory, Special Report“, Nr. 906-4, 1969) belegen konnte, dass astronomische Bezüge in Nazca statistisch eher Zufälle oder Ausnahmen sind, wurde es allerdings mehr und mehr still um diese These. [ Auch wenn sie in keinem Buch über Nazca und südamerikanische Kulturen, wie die Inka, fehlt.

Neuere Untersuchungen, unter anderem von Forschern aus Dresden, der Heimatstadt von Maria Reiche, zeigten vor einigen Jahren, dass die „Kalender-Theorie“ vielleicht doch stimmt. Ihre GPS-Messungen und Berechnungen ergaben, dass es anscheinend mehr astronomische Ausrichtungen der Nazca-Bilder gibt, als es Hawkins rund 40 Jahre zuvor heraus fand. Wobei es Hawkins nicht bei einer Untersuchung vor Ort in Nazca beließ. Schon 1973 überprüfte er die Kalender-These erneut und kam zu dem Schluss, dass immerhin bei rund 20 Prozent der Linien eine astronomische Ausrichtung gegeben sei, wie er es in seinem Buch „Beyond Stonehenge” aus dem selben Jahr schilderte.

„Markierungen als Signal für interplanetare Besucher“

Hinzu kommen neu entdeckte Scharrbilder, die nicht nur älter als jene von Nazca sind, sondern eindeutig als „Sonnenwenden-Kalender“ identifiziert wurden. Sie werden dem Volk der Paracas zugeschrieben und sollen etwa um 400 vor Christus im Chincha-Tal an der Pazifikküste angelegt worden sein. So zumindest die Untersuchung „A 2,300-year-old architectural and astronomical complex in the Chincha Valley, Peru“ um Charles Stanish in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Vol. 111, No. 20, 20. Mai 2014).

Eine Verbindung mit dem Firmament in Nazca – wenn auch nur astronomisch? Dieses Postulat teilte Moseley nicht, obwohl er seinen Blick ebenfalls in Richtung Himmel wandte. Zwei Jahre bevor mit „Sputnik“ 1957 der Mensch erstmals einen Satelliten ins All schoss, schrieb Moseley in seinem Artikel zu Nazca:

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Von noch größerem Interesse ist heutzutage eine Überlegung, die vor allem im Hinblick auf anhaltende Berichte über Fliegende Untertassen von Archäologen völlig übersehen worden zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt, sind die Linien und Figuren aufgrund ihrer enormen Größe nur aus der Luft deutlich sichtbar und aussagekräftig.

Es ist schwer vorstellbar, warum eine Zivilisation ein so großes, kompliziertes Muster aufbauen würde, wenn sie wüsste, dass weder sie noch sonst jemand jemals in der Lage sein würde, die vollendete Schönheit ihrer Arbeit zu bewundern.

Und wenn der Zweck dieser Markierungen rein astronomisch und religiös gewesen wäre, wäre ein viel kleinerer Konstruktionsmaßstab dann nicht ausreichend gewesen?

Oder wahrscheinlicher, selbst erdgebunden, konstruierten sie ihre riesigen Markierungen als Signal für interplanetare Besucher oder für eine fortgeschrittene Erdenrasse, die sie gelegentlich besuchte.

So fantastisch diese Vorschläge auch erscheinen mögen, solche Theorien können nicht ohne Weiteres verworfen werden. Es sei denn, es wird eine andere Erklärung zu der Größe der Wüstenmuster gegeben.

Bisher wurde keine bessere Erklärung angeboten.“

Obwohl der UFO-Anhänger Moseley an keiner Stelle „Flughafen“ oder ähnliches schreibt, ist seine Vermutung klar und eindeutig formuliert. Nazca ist Ausdruck eines menschlichen Kultes, mit dem – wie auch immer – außerirdische „Götter“ verehrt oder geehrt wurden. Als „Signal“ oder Graffiti an diese Wesen. Vielleicht aber auch an eine bisher unbekannte Rasse der Erde, womit er wohl eine Art versunkene Zivilisation wie Atlantis meinte.

Bojen für Raumfahrer in Nazca

Zwar schrieb James W. Moseley von „interplanetaren Besuchern“, also Aliens vom Mars oder von der Venus, aber das war in jenen Tagen in der UFO-Thematik vollkommen normal. Mars und Venus (und auch andere Planeten wie Uranus) waren wie selbstverständlich für viele UFO-Autoren von Außerirdischen bewohnt. Nicht wenige veröffentlichten dazu Bücher, in denen sie ihre Begegnungen und Reisen in deren UFOs schildern. Sie nannten sich „Kontaktler“ und spannen in ihren Veröffentlichungen die unglaublichsten Geschichten, die sie mit diesen Aliens erlebt haben wollten.

In dem Buch „UFO-Sekten“ (1999) haben mein Kollege Roland M. Horn und ich uns sehr umfangreich mit diesen frühen „UFOlogen“ beschäftigt, deren Nachwirkungen bis heute reichen, direkt und indirekt.

Indirekt gehörte auch der Franzose Robert Charroux dazu, der in seinen zahlreichen Büchern immer wieder von Außerirdischen auf der Venus sprach. Diese seien die Götter unserer Ahnen gewesen, wie er meinte. So spekulierte er in „Vergessene Welten“ (1971, also nach von Däniken) nach seinem Besuch 1969 in Nazca:

Wenn man Nazca überfliegt, sind es die riesigen ‚Landebahnen‘, die am stärksten ins Auge springen und die Phantasie anregen. Warum ‚Landebahnen‘? Ich kann es nicht sagen, aber dieser Verwendungszweck fällt einem unmittelbar ein, wenn man die großen Rechtecke oder Trapeze sieht (…)“

So sehr man auch nach einer Erklärung sucht, führt Charroux weiter aus, „man kommt immer wieder auf den ersten unwiderstehlichen Eindruck zurück: Landebahnen“. Sie scheinen von jemandem angefertigt worden zu sein, „der einer wissenschaftlich hoch gebildeten, außerirdischen Zivilisation angehört“   habe, ist sich Charroux sicher. Möglicherweise handele es sich auch um:

 „(…) eine Botschaft, von Erdbewohnern an außerirdische Leser gerichtet, oder um Bojen, ein Signalsystem, das Raumfahrer hinterlassen haben? (…)“

Sie kamen von der Venus

Diese hypothetischen außerirdischen Astronauten nennt Charroux dabei „die großen Instruktoren“, die vor 5.000 Jahren vom Himmel zu den Vorfahren der Inkas gekommen seien. Die Götter Perus, die, wie er meint, „nach übereinstimmenden Berichten der Überlieferungen vom Planeten Venus“ kamen. So könnte auf unserem Nachbarplaneten „der Schlüssel zu den Geheimnissen von Nazca“ liegen, und nicht bei den Ureinwohnern Perus. Sie wären damals, mit Verlaub, dafür einfach zu „blöde“ gewesen. Charroux:

Es fällt schwer zu glauben, dass die weit verstreute, arme und wenig entwickelte Bevölkerung im südlichen Peru das Schriftbild oder die astronomischen Tafeln von Nazca entworfen haben soll. Das Konzept, die Anlage der Linien scheinen nicht einer irdischen Phantasie entsprungen zu sein.

Vielleicht haben die Erdbewohner für die technische Durchführung der Arbeit gesorgt, aber die Konzeption scheint mit von einer höheren, erdenfremden Intelligenz zu stammen.“

Charroux war überzeugt, dass sich „gewisse Fakten herauskristallisieren“, wenn man die Ebene erkundet: „Flugfelder, ‚Kosmodrome‘, Laserspuren – Botschaft einer Kultur auf einem anderen Stern“, so seine Überzeugung.   Eine Auffassung, die er vor allem in seinem Buch „Das Rätsel der Anden“ vier Jahre später überaus detailreich zu untermauern versuchte. In mehreren Kapiteln geht es darin um die Nazca-Zeichnungen, die er unzweideutig als „prähistorischen Landeplatz“ darstellte.

„Einige könnte man für Flugplätze halten“

Zusammen mit ihrem Mentor, dem Pionier der Nazca-Forschung Dr. Paul Kosok, veröffentlichte Nazca-Legende Reiche bereits 1947 „The mysterious markings of Nazca“ („Natural History“, Nr. 5/1947). Kurz darauf folgte die erste Ausgabe ihres kleinen Buches „Mystery of the desert“ (1949, erweiterte Ausgabe 1968) im Selbstverlag in Lima, Peru. In diesem dreisprachig erschienen Buch beschreibt sie, was diejenigen sehen, die über die Ebene fliegen:

Dann wird er von oben auf flachem Wüstengelände auf Hochterrassen und an Berghängen riesige Drei- und Vierecke entdecken, deren wie mit einem Lineal gezogenen Umrisse helle Flächen umgrenzen, die sich gegen den dunklen Untergrund scharf abheben. Einige könnte man für Flugplätze halten. Von geringer Höhe, vom Kleinflugzeug oder vom Hubschrauber aus, bietet sich uns ein überraschender Anblick.“

Damit hat die über jeden Zweifel von allen Nazca-Archäologen hoch verehrte Maria Reiche die „Mär“ von einem Flugplatz selbst in die Welt gesetzt. Nicht, weil sie annahm, dass dort wirklich „irgendjemand“ vor Jahrtausenden vom Himmel kam, sondern um ihre Eindrücke in Worte zu fassen Wie so viele nach ihr, inklusive der Autoren des Phantastischen.

Schaut man in das Quellenverzeichnis von Erich von Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem er 1968 den „verheerenden“ Satz schrieb, dass Nazca aus der Luft „die Idee eines Flugplatzes“ vermittle, findet sich in der Literaturangabe genau dieses Buch: „Mystery of the desert“ von Maria Reiche. Grundsätzlich ist also ihre richtige Aussage von Erich von Däniken nur übernommen worden …

Nazca und Marskanäle

Nimmt man es noch genauer, dann ist dieser Vergleich sogar noch älter. In ihrem Artikel „The mysterious markings of Nazca“, erschienen im Mai 1947 in dem Magazin „Natural History“, heißt es von Paul Kosok und Maria Reiche über die Linien von Nazca wörtlich:

Als sie zum ersten Mal aus der Luft betrachtet wurden, wurden sie als prähistorische Landeplätze bezeichnet und scherzhaft mit den sogenannten Kanälen auf dem Mars verglichen.“

Wohlgemerkt, diese Aussagen und Vergleiche sind in den Jahren 1947 und 1949 von jenen Pionieren der Nazca-Forschung gefallen, auf die sich bis heute Archäologen berufen.

In seinem Buch „Auf den Spuren der ältesten Reiche Perus“ (1990) hat Prof. Miloslav Stingl diese „Marskanäle“ von Nazca in den Tagen von Kosok thematisiert. Unter anderem schreibt er zusammenfassend:

Auch Kosok hat in Peru sehr viel erblickt und entdeckt. (…) Dort in dem Gebiet, das man Pampe de Nazca nennt, in der weiteren Umgebung der gleichnamigen südperuanischen Stadt wollten schon früher mehrere Reisende vom Flugzeug aus irgendwelche breiten Linien und Streifen erblickt haben, die angeblich ‚genauso wie jene Kanäle auf dem Mars aussahen‘.

(…) Er flog daher mit seiner kleinen Maschine in dieses Gebiet, um sich die ‚hydrologischen Systeme der Marsmenschen‘ in der Pampe de Nazca von oben anzusehen. (…)

(…) bisher (hatte) niemand diese größte Bildergalerie der Welt bemerkt (…). Mit Ausnahme lediglich jener Flugreisenden, denen für dieses auf den ersten Blick sinnloses Wirrwarr von Linien und Figuren kein anderer Name als ‚Marskanäle‘ eingefallen war.“

Kommunikation mit „Leuten von anderen Planeten“

Auch Dr. Hans Horkheimer, ein eher unbekannter Pionier der Nazca-Forschung von der peruanischen Trujillo-Universität, kam schon sehr früh mit Aussagen über Aliens zu der Ebene in Berührung. Ihm gelang es 1946 mit der Luftwaffe von Peru die ersten detaillierten Fotos der Ebene zu machen. Außerdem befragte er in diesem Zusammenhang ab 1945 die Einheimischen zu diesen Linien. „Die einfachen Bauern“ wusste nicht viel über sie, stellte er fest. Von den „gebildeten Leuten“ in Peru bekam Horkheimer bei seinen Befragungen indes „besser Antworten“, wie es Tony Morrison in seiner Reiche-Biographie „Das Geheimnis der Linien von Nazca“ (1987) schrieb. Darin heißt es:

Noch erstaunlicher war die Behauptung, dass die geometrischen Zeichnungen gemacht worden waren, um mit Leuten von anderen Planeten zu verständigen.“

Wohlgemerkt: Das war im Jahre 1946 oder schon 1945, also bevor die ganze Welt von „Fliegenden Untertassen“ sprach oder überhaupt das Kürzel „UFO“ kannte. Zehn Jahre später sah es in Deutschland nicht anders aus. Durch ihre Verbindungen nach Deutschland (vor allem über ihre dort lebende Schwester Dr. Renate Reiche) schaffte es M. Reiche, dass auch in ihrer Heimat 1955 verschiedene Artikel und Berichte in deutschen Magazinen über sie und Nazca erschienen. Am 9. August 1963 folgte die 30-minütige BBC-Dokumentation „Mystery of the Desert“ von Tony Morrison mit Reiche.

Die Artikel in deutschen Magazinen und Illustrierten wurden in Umlauf gebracht, um Reiches Arbeit bekannt zu machen, und zogen unterschiedliche Reaktionen nach sich. Laut Morrison auch solche wie diese:

Endlich erwachte das europäische Interesse an den Linien. Ein Leser schrieb Renate und schlug vor, (die Nazca-Linien, Anm. LAF) könnten etwas mit Marsmenschen zu tun haben oder als Landebahnen für Raumschiffe dienen – ein unbewusstes Echo auf die Äußerungen der Menschen in Nazca, die zehn Jahre zuvor von Hans Horkheimer interviewt worden waren.“

Nazca als „Leuchtfeuer für die Götter“

Zu guter Letzt sollte auch der UFO-Autor George Hunt Williamson und sein Buch „Road in the Sky“ aus dem Jahr 1959 nicht unbeachtet bleiben. Williamson, ein Anhänger und Getreuer des UFO-Propheten George Adamski, war damals schon sicher, dass Nazca von Außerirdischen stammt. Oder für sie angelegt wurde. Er betonte 1978 sogar selber in einem erbitterten Brief, dass viele Thesen und Themen, mit denen Erich von Däniken damals längst weltberühmt war, eigentlich von ihm stammten. Er sei der erste Autor gewesen, der diese publizierte, thematisierte, bekannt machte und entsprechende Thesen formulierte.

Sein Brief, rund zehn Seiten voller Frustration und Vorwürfen gegenüber von Däniken, wurde 2016 in der Williamson-Biographie „The incredible life of George Hunt Williamson“ von Michel Zirger und Maurizio Martinelli im Anhang veröffentlicht. Unter anderem schrieb er:

Ich glaubte nie, dass die Linien von Nazca antike ‚Landebahnen‘ waren! Jedem Forscher ist klar, dass es sich möglicherweise nicht um Inka oder andere Straßen handeln kann, geschweige denn um Landebahnen! Die Idee ist absolut absurd! In meinem Buch und meinem Vortrag habe ich deutlich gemacht, dass diese seltsamen Linien und Muster Richtungsmarkierungen und Signalstationen waren!

Seiner Meinung nach war Nazca ein „Leuchtfeuer für die Götter“, wie auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch überschrieben wurde. Es waren Erinnerungen an „Himmelsgötter“ und „irgendwie waren sie mit der Notwendigkeit verbunden, die rätselhaften Linien zu konstruieren“.

Damit dienten seiner Meinung nach die Linien und Flächen in Nazca „als Markierungen oder Leuchtfeuer für etwas, das aus dem Weltraum kam“. Obwohl seiner Überlegung nach das Nazca, wie man es heute kennt, eher so was wie eine Kopie war. Zumindest wurde die Ebene dahingehend manipuliert, dass spätere Generationen nach dem Abzug der Außerirdischen selber auf der Ebene Linien etc. anlegten.

Taktische Abzeichen außerirdischer UFO-Piloten

In der Erinnerung blieben diese Astronautengötter der Vorzeit aber als Götter in peruanischen Legenden erhalten. So Williamson 1959, der in seinem Werk übrigens tatsächlich an keiner Stelle direkt von einem „Flughafen“ spricht.

Anders der Autor Jochim Pahl in seinem Werk „Sternenmenschen sind unter uns“, das drei Jahre nach von Dänikens erstem Buch erschien. Pahl will sogar die Tierdarstellungen der Ebene auf außerirdische Besucher zurückführen können:

Die bis zu 250 Meter messenden, nur aus großer Höhe erkennbaren Scharrbilder von Vögeln, Affen, Dreizack, Pfeilbündeln könnten dann vielleicht als taktische Zeichen für anfliegende Formationen gedeutet werden. Auch unsere Fliegerverbände tragen ihre taktischen Zeichen nicht nur an Ärmelstreifen und Kühlerhauben, sondern haben sie – Leopard, Adler, Tiger, Geier, Elefant und was immer – auch auf Flugzeugen und Landebahnen übertragen.“

Eine fast schon romantische Idee, dass die Bilder in der Wüste Fliegerabzeichen oder Zeichen diverser Raumschiff-Flugstaffeln von Außerirdischen sein sollen. So, wie man sie heute von Piloten, Fluggesellschaften und Fliegereinheiten kennt. Im Prinzip Ideen, die schon 1960/1 der Prä-Astronautik-Pionier Alexander Kazantsev in einem Artikel in dem Sowjet-Magazin „Smena“ (Nr. 10/1961) vertrat. Ebenso John Magor in zwei identischen Artikeln im „Canadian UFO Report“ und in der „Australien Flying Saucer Review“ (Dezember 1970).

Außerirdische Tiere und UFO-Navigation

Magor ging dabei soweit zu behaupten, dass Geoglyphen in der ganzen Welt den Außerirdischen dazu dienten, „die Region zu identifizieren, in der sie sich befinden, ähnlich wie wir unsere Flugplätze anhand bestimmter Funksignale identifizieren“. Und Scharrbilder und andere Geoglyphen, die fremdartige Tiere oder Fabelwesen zeigen, könnten seiner Meinung nach reale Lebewesen gewesen sein, wie sie auf dem Heimatplaneten der Außerirdischen tatsächlich lebten.

Auch der UFO-Autor und im wahrsten Sinne des Wortes UFO-Hippie John Michell aus Großbritannien glaubte an ein solches Navigationsnetz von Aliens. Schon 1967 verbreitete er diese Ideen in seinem Buch „The Flying Saucers Vision“, woraus sich ein ganzer Kult um ihn und diese Sternenmenschen entwickelte. Nicht nur Nazca gehöre zu diesem Flugsystem, sondern zahllose heilige Orte der Erde. Stonehenge eingeschlossen, womit er sogar die Band „The Rolling Stones“ beeindruckte: Sie kam nach Stonehenge, um mit Michell nach UFOs Ausschau zu halten. Heute sei dieses globale UFO-Netz in Vergessenheit geraten, wie er und seine Anhänger glaubten.

Karl Friedrich Kohlenberg sah das in seinem Buch „Enträtselte Vorzeit“ (1971) sehr ähnlich. Nazca als Flughafen sei eine „einleuchtende Erklärung“, war er sicher. Die Nazca-Geoglyphen waren einst „Flugplätze oder Modelle von Flugplätzen“ und dort befand sich einer der „Hauptstützpunkte der Götter“ aus dem Kosmos. Außerdem schrieb er:

Außer diesen größeren Stützpunkten, Raumfahrtbahnhöfen und Siedlungszentren (damit meint er zum Beispiel Atlantis, Anm. LAF) scheinen die Götter nach und nach auch kleinere Stationen und Flugplätze angelegt zu haben (…)“

Die Spitze des Eisberges

Nach diesem Ausflug in die Welt der Spekulationen um Nazca vor den Erfolgen von Dänikens, kann man die Abneigung der etablierten Archäologie durchaus nachvollziehen. Eindeutig zeigt sich aber, dass keinesfalls Erich von Däniken diese Ideen in die Welt setzte! Nur wurden die hier zitierten und erwähnten Autoren, Mystery-Pioniere und UFOlogen mit Abstand nicht so viel gelesen, wie Erich von Däniken später. Sie fanden ganz einfach kein Gehör bei den Massen.

Blickt man aber auf die Jahre vor und durchaus auch nach „Erinnerungen an die Zukunft“ und dem Folgebuch „Zurück zu den Sternen“ (1969), in dem Nazca weit umfangreicher thematisiert wurde, öffnen sich ungeahnte Welten. Und zwar im Sinne der erstaunlichsten Spekulationen, die damals in die Welt gesetzt wurden. Dieser Beitrag, angelehnt an das das anfangs erwähnte Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ zeigt anschaulich, was um die Ebene von Nazca zum Teil unsägliches doch gesagt wurde. Als Spitze des Eisberges all der Nazca-Spekulationen und -Aussagen.

Erst von Däniken und durchaus auch Robert Charroux gelang es mit ihren „phantastischen Ideen“ auf Nazca „wie das Licht eines Scheinwerfers“ zu wirken. So formulierten es Dietrich Schulze und Viola Zetzsche in ihrer Maria Reiche-Biographie „Bilderbuch der Wüste“ (2005) …

Video-Auswahl zum Thema

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Christliche Ängste: Hinter Außerirdischen und UFOs stecken Dämonen – vielleicht in Kooperation mit „in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen“

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Dämonen stecken hinter dem UFO-Phänomen - und vielleicht "in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Dämonen stecken hinter dem UFO-Phänomen – und vielleicht „in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen“ (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Da bekanntlich seit geraumer Zeit das UFO-Thema wieder für mediale Aufmerksamkeit sorgt, horcht nicht nur die UFO-Forschung auf. Auch gewisse christliche Kreise blicken erneut auf das Thema UFOs und Aliens. Doch mit großer Sorge, denn für diese „wahren Christen“ sind UFOs, Aliens und Außerirdische nichts weiter als Dämonen des Satans! Und selbst der Vatikan habe hier seine Finger im Spiel, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


UFOs, Aliens und der Satan mit seinen Dämonen

Die theologische Spekulation, dass hinter dem UFO-Phänomen, Aliens und Außerirdische in Wahrheit Dämonen stecken, ist alles andere als neu. Schon lange vermuten einige christliche Gruppierungen oder Gläubige das. Satan habe bei den „neuzeitlichen UFOs“ seine Finger im Spiel, so die Ansicht jener, die von sich behaupten, wahre Christen zu sein. Jene Kreaturen, die in der UFO-Szene gerne als Aliens angesehen werden, allen voran die „Kleinen Grauen“, sind dabei natürlich auch keine Außerirdischen. Sie sind nichts weiter als die Handlanger des Satan, so deren Überzeugung.

In den vergangenen Jahren wurde das Thema auch auf diesem Blog immer mal wieder aufgriffen.

Kernaussage ist bei den entsprechen Publikationen dieser „wahre Christen“ dabei immer, dass der Teufel mit dem Phänomen der UFOs und seiner Dämonenhelfer in Alien-Form in die Menschheit verführen will. Und manipulieren. Durch „falsche Wunder“ (eben UFO-  und Alien-Erscheiunungen). Es wäre ein Mittel um die Menschheit vom wahren Glauben an Gott abzubringen und sie auf die Seite des Satan zu ziehen. Menschen, die sich ernsthaft mit dem UFO-Phänomen befassen oder sogar dazu veröffentlichen, sind in den Augen dieser „wahren Christen“ längst dem Satan verfallen und seine Diener.

Ein Behauptung, die auch ich selber in den vergangen Jahren immer wieder hören musste. Etwa durch meine Mystery-Videos auf meinem YouTube-Kanal. Gerne fabulieren hier „Kritiker“ von solchen satanischen und okkulten „Glauben“.

„UFOs und Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen“

Solche „wahren Christen“ sehen die neue Popularität der UFOs mit großem Unbehagen. Sie haben schlicht Angst, dass der Satan mit seinen UFO-Alien-Dämonen mehr und mehr die Welt manipuliert und auf seine Seite zieht. Nahezu überall sieht man das mehr oder weniger verborgene Wirken des Bösen. Was natürlich längst nicht alle Menschen befürchten, die sich als Christen bezeichnen.

Eine christlich-spirituelle Internetseite, die „Weltgeschehen aus katholischer Sicht“ zeigen will, ist für diesen Dämonen-UFO-Alien-Glauben sehr beispielhaft. Denn hier erschien am 21. Juli 2021 der Artikel „Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen“, deren Titel Programm ist. „Die ungläubige Welt ist jedoch nicht in der Lage den Satz zu akzeptieren“, heißt es dort bereits einleitend: „UFOs und Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen“. Dies würde auch bei der aktuellen Debatte zu dem Thema, die vor allem in der USA geführt wird, vollkommen ignoriert. So eine eher indirekte Aussage in dem Beitrag.

Allerdings wird in dem Artikel die falsche Behauptung verbreitet, dass „viele“ glauben, „dass außerirdische Aliens kommen werden, um die Menschheit vor einer bevorstehenden Katastrophe zu ‚retten'“. Angeblich sei das ein „verbreiteter Glaube“ heißt es dann zu dieser Falschaussage weiter. Auch wenn hier konkret UFO-Sekten genannt werden, auf die das in der Tat zutraf und noch immer zutrifft. Allerdings würden das auch „Anhänger von UFOs“ glauben, wie behauptet wird. Wer diese „Anhänger“ sind, wird ebenso verschwiegen, wie ein Beleg für diese absurden Behauptung.

Doch dann diese vollkommen der Phantasie entsprungenen Behauptung des Artikels:

Die Leute, die sich mit nicht identifizierten Flugobjekten beschäftigen, wenn auch nur aus vorübergehendem Interesse, enden oft dann auch bei okkulten Praktiken.

Eingriffe des Satan

Hier wird tatsächlich die Aussage erfunden, dass UFO-Interessierte selbst nach kurzzeitigen Beschäftigung mit dem Thema „oft“ bei irgendwelchen „okkulten Praktiken“ enden. Folglich scheinbar als Ergebnis der Manipulation des Satan. Was natürlich Unsinn ist, wie wohl 99,9 Prozent der Interessierten bestätigen werden! Noch dazu ist es eine boshafte Unterstellung, die all jene diskreditiert, die sich mit dem Thema beschäftigen. Auf welche Art auch immer.

Es werden aber in dem Artikel auch Beispiele von UFOs und Aliens aus der Vergangenheit angeführt. „Um die These des dämonischen Ursprungs zu untermauern“, wie es heißt.

Der wäre etwa Joseph Smith, der Gründer der Mormonen in den USA. Dieser hatte, wie in diesem Blog-Artikel HIER ausführlich berichtet, seltsame Erscheinungen von fremden Wesen. Sie trugen ihn mehr oder weniger auf eine neue Religion zu gründen, was in den Augen vieler Christen in der christlichen Sekte der Mormonen endete. Schon im 19. Jahrhundert warf man Smith und seinen Anhängern solch ein Sektentum vor. Von Aliens, die dem Religionsgründer erschienen sein sollen, sprach damals natürlich noch niemand.

Andere dort genannt Beispiele sind an dieser Stelle weniger interessant. Es sind mehr oder weniger „klassische“ Kontakte mit angeblichen Außerirdischen, die für die Betroffenen alles andere als „positiv“ verlaufen sein sollen. Interessant mag das erwähnte Beispiel von Aleister Crowley sein. Einem regelrechten Hardcore-Okkultisten, der bis zum seinem Tode 1947 behauptete Kontakt mit fremden Wesen zu haben. „Lam“ wurde dieses Wesen oder diese außerirdische Rasse genannt, und ein gemaltes Bild von diesem „Lam“ erinnert durchaus an die „Kleinen Grauen“ unserer Tage.

Satans neuer „Stern von Bethlehem“

Sehr interessant ist dort das genannte Beispiel einer Erscheinung im 16. Jahrhundert, die über dem Schiff des spanischen Entdeckers Juan de Guyalva (Juan de Grijalva) beobachtet wurde. Grijalva ist bis heute eine Legende der Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte Mittelamerikas. Er war es, der am 19. Juni 1518 als erster (dokumentierter) europäischer Seefahrer das Reich der Azteken im heutigen Mexiko betrat. Die Folgen sind bekannt: Die Spanier fielen in das Reich ein und vernichtete das mächtige Imperium innerhalb kürzester Zeit (mehr HIER).

Unter Berufung auf das bereits 1969 erschienende Buch „Soucoupes volantes et civilisations d’outre-espace“ von Guy Tarade heißt es in dem Artikel weiter:

„(…) ein Objekt in Form eines Sterns überflog sein Schiff, entfernte sich sodann unter Aussendung von Feuern und blieb über einem Dorf der Provinz Yucatán stehen. Drei Stunden lang warf dieses Objekt Lichtstrahlen auf die Erde und verschwand anschließend.

Diese Himmelserscheinung sei „gewissermaßen die Umkehrung des Sterns von Bethlehem“ im damaligen Zeitalter der Entdeckungen gewesen. Die satanische Manifestation habe damals den Europäern „den neuen Tempel der Menschheit, die Pyramiden von Yucatán, die Wiege der alten und neuen Götter“ gezeigt. Solche „christlichen“ Aussagen bedeuten, dass der Teufel den Europäern damals den Weg zu ihrem neuen, antichristlichen Glauben wies. Wie der Stern von Bethlehem durch Gott angeblich laut Bibel den Weg zum Jesus-Kind.

Ob sich diese Erscheinung tatsächlich so zu trug, ist zumindest mir unbekannt. Dass das spanischen Eroberer die Pyramiden und Tempel der „Heiden“ in Mexiko bzw. Mittelamerika aber alles andere als verehrten und achteten, zeigt die Geschichtsschreibung. Sie überzogen die Region mit Gewalt und Zerstörung und vernichteten alles „heidnische“, was ihnen begegnete …

Als der Papst mit Aliens sprach …

Auch wenn der „christliche Artikel“ sich vor allem auf sogenannte UFO-Kontaktler und ähnliche Person aus der UFO-Geschichte beruft, geht es in ihm letztlich auch um den Vatikan. Längst sei der Vatikan von dämonischen und dunklen Mächten unterwandert, heißt es darin. Hier herrsche der Satan, nicht mehr das echte Christentum, so eine Grundsatzbehauptung in dem Artikel. Die ebenfalls alles andere als neu ist.

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Angefangen habe das im Juli 1961 als Papst Johannes XXIII. auf Außerirdische traf, die mit einem UFO in der päpstlichen Urlaubsresidenz Castel Gandolfo landeten! Das belege ein Dokument von Msgr. Loris Capovilla, der damals Privatsekretär von Johannes XXIII. war. „Ein seltsames Wesen“ sie dieser Alien gewesen, das einem Menschen ähnelte. „Außer, dass es von einem goldenen Licht umgeben war und große, längliche Ohren hatte.“ Mit diesem Außerirdischen habe sich der Papst 20 Minuten unterhalten, wie es in der argentinischen Zeitung „Diario Popular“ vom 27. April 2014 hieß.

Nicht nur, dass der Papst angeblich ein Freimaurer war und von seinen Logenbrüdern geschickt in das Amt des Stellvertreters Christi gehoben wurde. Sei dem soll auch der Vatikan zusammen mit der NASA im Geheimen nach Außerirdischen forschen. „An einem sehr geheimen Ort in einer Art verstecktem Forschungszentrum“ arbeiten sie gemeinsam daran, diese Wesen und ihre UFOs zu verfolgen.

Dass dann auch noch Gabriel Funes, der Leiter der vatikanischen Sternwarte, vor wenigen Jahren öffentlich bekannt gab, dass Außerirdische unsere Brüder seien, sei ein weitere Beweis für Satans Unterwanderung. Mehr dazu in diesen Beiträgen HIER.

Hierzu würde nach diesen theologischen Spekulationen auch passen, dass bei Weltjugendtag 2013 ein „Altar in Form einer ‚Fliegenden Untertasse'“ geplant war. Inklusive zwei angeblicher Hörner im hinteren Bereich direkt hinter dem Altartisch. Zum Entsetzen einiger Katholiken/Christen fehlte am geplanten Kreuz des Campus Fidei sogar „die Figur unseres Erlösers“. Genutzt wurde die Bühne und der Altar 2013 dann aber doch nicht, da zuvor ein Unwetter den Platz unbenutzbar machte. Ein Wunder und Zeichen Gottes …

„Außerirdische sind der Teufel“

Die Dämonen passen sich unserem Zeitgeist an, wird ebenso behauptet. Früher waren es beispielsweise Drachen, heute im Zeitalter der Technologie UFOs. Eine Überlegung, die auch UFO-Forscher schon vor Jahrzehnten veröffentlichten. Jedoch ohne Dämonen, sondern vielmehr mit einer außerirdischen Intelligenz, die sich bei ihrer Erscheinung anpasst. grundsätzlich aber wären das alles Scheinwunder des Teufels und seiner Gesellen, wie es die „wahren Christen“ behaupten:

Sind für den Vatikan die Außerirdischen ihre Brüder, wie Gabriel Funes formulierte, so sind sie für Katholiken dämonische Erscheinungen. (…) Das UFO-Phänomen hat zum Urheber den Dämon (…)

Wir Katholiken glauben deshalb, dass diese Außerirdischen Teufel sind. Sie bereiten vielleicht einen riesigen Bluff für die Menschen vor, damit ihr Fürst Satan von möglichst vielen Menschen angebetet wird. Solche Außerirdische sind außerdem leicht als Produkt des satanischen Weltplans zu identifizieren.

Jetzt ist die Stunde des Dämons.“

So die warnenden Worte der „echten Katholiken“. „Durch Scheinwunder wird sich die Religion des Dämons in den Geist der Menschen einschleichen“, heißt es mahnend. Darum werde die Zukunft noch „eine Unmenge von verblüffenden Scheinwundern für uns“ bereithalten. Satan und das Okkulte sind folglich weltweit auf dem Vormarsch und das UFO-Phänomen vernebelt nur unsere Sinne für den wahren Glauben an Jesus und Gott.

Menschen im Dienst der UFO-Dämonen

Und so verwundert es nicht, dass es laut diesem „frommen Artikel“ vielleicht sogar für einige Menschen bereits zu spät ist. Sie könnten längst mit diesen Dämonen zusammenarbeiten:

Hinsichtlich der in unseren Tagen vollbrachten Scheinwunder wie den UFOs kann man sich mit Recht fragen, ob sie nicht am Ende das Werk auch von Menschen sind, die durch den Dämon selbst in die Wissenschaft des Dämons eingeweiht worden sind. Außerdem könnten die Dämonen auf den Dienst bestimmter Menschen zurückgreifen, um ihre Scheinwunder zu vollbringen. Man denke nur an die Magier des Pharaos zur Zeit von Moses.

Wir können deshalb eine direkte Intervention bestimmter Menschen in die Erzeugung des UFO-Phänomens nicht von vorne herein ausschließen.

Obwohl diese erstaunliche Behauptung eher schwammig formuliert wurde, erkennt man klar dessen Aussage. Demnach arbeiten Menschen mit Satans Dämonen zusammen und unterstützen diese bei der Erschaffung von Scheinwundern. Mehr noch, denn angeblich könnten sogar Menschen, die von Dämonen entsprechend geschult wurden, hinter UFOs stecken.

Mir ist nicht ganz klar, wie das in der Realität aussehen soll. Wie sollen „in die Wissenschaft des Dämons“ bewanderte Menschen für das UFO-Phänomen verantwortlich sein? Etwa durch absichtliche Fälschungen von Fotos und Videos? Oder eben jene, die angeblich Kontakt mit Aliens haben und deren „Botschaften“ verbreiten – wie diverse UFO-Sekten?

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Lars A. Fischinger

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Kuriose FBI-Akte: Nikola Tesla kam von der Venus! Über verrückte Aussagen zu UFOs und Aliens aus der frühen UFO-Zeit +++ Video +++

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VIDEO: Kuriose FBI-Akte über Nikola Tesla: Angeblich kam er von der Venus! Über verrückte Aussagen über UFOs und Aliens aus den Anfängen der UFO-Zeit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Kuriose FBI-Akte über Nikola Tesla: Angeblich kam er von der Venus! Über verrückte Aussagen über UFOs und Aliens aus den Anfängen der UFO-Zeit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Über den Erfinder und Elektrotechnik-Pionier Nikola Tesla und seine Arbeit kursieren seit jeher zahlreiche Spekulationen und Verschwörungstheorien. Doch eine Behauptung sticht dabei besonderes heraus, die sich in einer Akte des FBI findet. Demnach war Tesla eigentlich kein Mensch, sondern stammt vom Planeten Venus. Ein mehr als kuriose Aussage, die jedoch noch weit bizarrer wird, wenn man den Hintergrund dieser FBI-Akte einmal genauer betrachtet. Denn dann lernt man das Staunen wieder. So wie in diesem Video vom 5. November 2020.


Nikola Tesla – ein Aliens von der Venus!

Um den legendären Erfinder Nikola Tesla ranken sich so einige Verschwörungen und Spekulationen. Das ist nicht neu.

Neu ist aber was in einer Akte des FBI über Tesla zu lesen ist. Das FBI hatte in drei Schüben zahlreiche Dokumente rund um Tesla auf ihrer offizielle Webseite freigegeben, bei denen ein Papier besonders hervor sticht. Nach diesem Dokument soll Tesla nämlich gar kein Mensch der Erde gewesen sein, sondern ein Außerirdischen. In Wahrheit, so heißt es in der Akte, ist die Heimat von Nikola Tesla der Planet Venus gewesen. Er sei lediglich als Baby von den Außerirdischen hier auf die Erde gebracht worden.

Das sind unglaubliche Aussagen, die sich aber tatsächlich in den entsprechenden FBI-Dokumenten zu Tesla finden. Schau man aber genauer hin und hinter die Kulissen der enthaltenen Aussagen, so zeigen sich schnell die genauen Hintergründe dieser „FBI-Tesla-Akte“ aus den 1950er Jahren.

Denn die Zusammenhänge und Hintergründe sind auch hier wieder einmal spannender, als das Papier an sich. Wie Ihr es von Mystery Files kennt, habe ich mir für Euch einmal den genauen Kontext des gesamten Dokumentes und der Behauptung „Tesla kam von der Venus!“ angeschaut. Alles dazu in diesem Video vom 5. November 2020.

Bleibt neugierig …

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