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Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen +++ YouTube-Video +++

Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen (Bilder: gemeinfrei / Montage:/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Eine offizielle UFO-Akte der CIA sagt: Die Armee der UdSSR hat ein UFO samt Aliens abgeschossen (Bilder: gemeinfrei / Montage:/Bearbeitung: Fischinger-Online)

In den letzten Jahren wurden  weltweit hunderttausende von einst streng geheimen UFO-Akten von offiziellen Stellen freigegeben. Jahrzehntelang haben die verschiedensten Behörden, Militärs, Regierungen und Geheimdienste solche UFO-Papiere gesammelt und archiviert. Fraglos eine Fundgrube für den interessierten UFO-Forscher. Obwohl in diesen UFO-Dokumenten viele Unklarheiten und Belanglosigkeiten zu finden sind, bringen uns andere zum Staunen.  So ein von der CIA freigegebenes Dokument, das von dem Abschuss eines UFOs mit samt Aliens an Bord durch das Militär der UdSSR berichtet. Ich habe mir das offizielle UFO-Papier der CIA einmal genauer angesehen. Alles darüber berichte ich Euch in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Inzwischen sind hunderttausende von einst streng geheimen UFO-Akten weltweit von offiziellen Stellen freigegeben worden. Jahrzehntelang haben die verschiedensten Behörden, Militärs und Geheimdienste solche UFO-Papiere gesammelt und archiviert. Viele davon kann heute jeder ganz legal einsehen.
Eine Fundgrube für alle UFO-Forscher und die UFO-Forschung. Keine Frage.

Auch wenn vieles in diesen UFO-Akten fragwürdig bleibt, oft belanglose Zeitungsartikel sind oder auch mangels detaillierter Informationen im Unklaren bleiben muss.

Andere dieser UFO-Dokumente bringen uns jedoch zum Staunen. So ein von der CIA freigegebenes Dokument. In diesem berichtet der US-Geheimdienst „hoch offiziell“ davon, dass in der ehemaligen UdSSR die Armee ein UFO samt Aliens abgeschossen habe. Ein CIA-Dokument, das momentan im (englischen) Internet für Diskussionen sorgt. Denn das Papier stammt tatsächlich aus den Archiven der CIA … Quelle sei angeblich der ehemalige Geheimdienst der Sowjetunion KGB.

Ich habe mir das Papier einmal genauer angesehen – alles darüber berichte ich Euch in diesem Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 7. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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News zum YouTube-Video “Interview mit einem Alien”: Ein Urheber hat sich gemeldet – aber nicht die CIA! Über den Fake und “krimineller Energie”

Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)
Interessante Wendung zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” (Bilder: Fischinger-Online / YouTube)

Dass sich die Welt und Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files schon seit Jahren einer Sintflut an Fakes, Betrug, Irrtümern und Schwindeleien gegenüber sieht, sollte kein Mysterium sein. Vieles entsteht aus Unwissenheit und völlig mangelhafter Recherche, wobei andere Dinge wieder mit Absicht gefälscht werden. So auch ein Video, dass angeblich ein Interview mit einem Außerirdischen zeigt, der im Rahmen des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Regierung 1964 vernommen wurde. Ein eindeutiger Fake, wie ich es für ein entsprechendes YouTube-Video 2016 detailliert recherchierte und darlegte. Jetzt aber gibt es zu diesem Schwindel Neuigkeiten von einem der “Urheber”, denen ich erneut genauer nachgegangen bin. Obwohl sich nicht CIA & Co. meldeten, so zeigte sich doch, mit welcher “kriminellen Energie” die Alien-Video-Hoaxer agiert haben, wie Ihr in diesem Posting erfahren werdet!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bereits am 3. August 2016 diskutierte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Grenzwissenschaft und Mystery Files ein “unheimliches Alien-Videos”.

Darin ging es um ein Filmchen, in dem angeblich ein Außerirdischer von den USA interviewt wird. Ein fremdes Wesen, das sogar aus der Zukunft gekommen sein, wie es in dem entsprechenden Interview heißt.

Die ganze Sache war und ist natürlich “Top Secret” und sei angeblich irgendwie durch dunkle Kanäle in das Internet gelangt. Wie eigentlich alle derartigen “streng geheimen” Videos, die plötzlich im Netz auftauchen. In meinem YouTube-Video, das ich ich für Euch weiter unten erneut eingebunden habe, ging ich im Sommer 2016 diesem rätselhaften Film mit dem Alien-Interview einmal genauer nach.

Angeblich stamme die Aufzeichnung dieses Interviews mit dem dort zu sehenden Außerirdischen von dem US-Geheimdienst CIA. Mehr noch, denn wie behauptet wurde, “stammt das Video-Dokument von 1964 und wurde im Rahmen des bekannten UFO-Forschungsprojektes Blue Book der USA erstellt”.

Da dieses “Alien-Interview” 2016 innerhalb der Mystery-Szene weite Kreise im Netz zog, und ich damals zahlreiche Anfragen dazu von Euch bekam, nahm ich mich des Themas letztlich an.

Der Grund für meine Recherchen war auch, dass in dem Interview UFO-Papiere gezeigt wurden, die angeblich eben von diesem UFO-Forschungsprojekte “Blue Book” stammten. Gleich zu Beginn sollte diese UFO-Akte belegen, dass der danach zu sehende Außerirdische am 9. Juli 1964 im Rahmen von “Blue Book” interviewt bzw. verhört wurde.

Und dieses hoch-offizielle UFO-Projekt der US-Regierung gab es bekanntlich tatsächlich.

UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: Fischinger-Online)

Schon hatten also die Macher des “Alien-Interviews” das Interesse von UFO- und Alien-Interessierten durch dieses kleine Detail geweckt. Der Plan ging auch dadurch auf, da sich der Film international (ohne kritische Analyse) im Internet verbreitete und viele Klicks und Kommentare folgten.

UFO-Faker und Alien-Witzbolde

Wie im unten eingebundenen YouTube-Film von mir deutlich wird, habe ich das “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” detailliert behandelt. Das Ergebnis meiner Vergleiche und Recherchen zeigte klar, dass es ein Fake von Alien-Witzbolden war. Es war kein super geheimes Interview mit einem Außerirdischen, der von der US-Regierung einem dunklen Raum (in Englisch) interviewt wurde.

Weiter ergaben die Recherchen auch, woher dieser Film eigentlich stammt – und das dieser ganz einfach von vorne bis hinten ein Schwindel ist.

Schon als der Film 2016 viral ging, sagten zum Glück fast alle Mystery-Fans, dass es ein Fake sei. Vor allem auch in den Sozialen Netzwerken und hier vor allem bei Facebook. Aber wirklich belegen konnte ausnahmslos niemand in den Kommentaren, dass das Video gefälscht wurde. Aussagen in Sinne von “das sieht man doch sofort” sind grundsätzlich erst mal kein Beweis für einen Fake.

Aber umgekehrt wären es auch kein Beleg für ein echtes Alien-Video, nur weil man “es doch sieht”. Nachdem ich in meinem YouTube-Video diesen kleinen Alien-Film mit dem Interview detailliert durchleuchtet hatte, folgten in der dortigen Community zahlreiche Kommentare. Die allermeisten Feedbacks waren eben im nichtssagenden Sinne von “sieht man doch sofort, dass es ein Fake ist”.

VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)
VIDEO: Pssst …! Angebliche Top Secret UFO-Akten des KGB über Aliens und deren Raumschiffe entdeckt und – veröffentlicht! (Bild: Marie L. Sievers / WikiCommons)

Viele Kommentaren lobten dabei auch die Mühe, die ich mir machte, um Genaues zu die Alien-Filmchen herauszufinden. Schließlich kann jeder schnell “Fälschung!” rufen und es als Computeranimation bezeichnen. Auch ich habe es allerdings von vornherein als Hoax angesehen.

Es gab aber noch eine dritte Gruppe von Meinungen. Und zwar jene, die weiterhin glaubten, dass dieses “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” möglicherweise doch echt sein könnte. Nach diesen wäre es also möglich, dass hier ein echtes Wesen zu sehen ist, das nicht von unserer Welt stammte, als es 1964 vor die Kamera gebeten wurde …

Copyright by CIA and Government of the United States?

Grundsätzlich ist es so oder so immer fraglich, wenn auf YouTube oder anderen Stellen im Netz streng geheime Fotos oder Videos auftauchen, die irgendwie von einer Regierung stammen sollen. Seien es nun Top Secret-Filme der NASA oder US-Regierung oder UFO-Dokumente, die angeblich ultra geheim sein sollen.

Warum aber stehen sie dann teilweise über Jahre hinweg online und sind damit für jeden zu sehen?

Das fragen sich nicht nur Kritiker der Grenzwissenschaft, sondern auch viele Pro-Mystery-Fans. Zumal vielfach dieses vorgebliche Top Secret-Material gerade auf YouTube unbehelligt zu finden ist. Diese Video-Plattform gehört zum Imperium von Google – und Google wird nicht umsonst als “Datenkranke” bezeichnet. Auch die USA (CIA, NSA & Co.) hat Zugriff auf das Google-Imperium.

VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)
VIDEO: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)

Spätestens seit den ganzen Enthüllungen in Sachen Spionage, Abhörsandale, Edward Snowden oder der massenhafte Überwachung des Internet, sollte jedem klar sein, dass echtes brisantes Geheimmaterial niemals dauerhaft über YouTube verbreitet werden kann!

Jetzt habe ich es mir aber im August 2016 erlaubt, dass fragwürdige Alien-Interview in voller Länge in meiner entsprechenden Analyse bei YouTube einzubinden. Mein Video geht exakt 18 Minuten und das Interview mit dem Außerirdischen darin allerdings nur rund 4,5 Minuten.

Seit dem Upload am 3. August 2016 habe ich bis dato 204.765 Aufrufe und weit über 700 Kommentare dazu erhalten – doch die US-Regierung, das CIA oder wer auch immer schwieg. Man ließ mich also weiterhin das “streng geheime Video” innerhalb meines Filmes verbreiten.

Bis jetzt!

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Am 22. Januar bekam ich eine E-Mail von YouTube, dass jemand genau auf einen Teil dieser Sequenz mit dem Alien einen Urheberanspruch erhebt. Doch es war nicht die CIA, die Angst um irgendwelche Geheimnisse aus ihrem UFO-Projekt “Blue Book” hatte, sondern es war u. a. zu lesen:

Hallo Grenzwissenschaft und Mystery Files,

ein Urheberrechtsinhaber hat mit Content ID einen Anspruch auf Inhalte in deinem Video erhoben.

(…)

Videotitel: Interview mit einem ALIEN aus der Zukunft: Gruseliges Top Secret Video von Project Blue Book 1964″

Das ist durchaus kein ungewöhnliches Vorgehen seitens YouTube bzw. von Urhebern und auch vollkommen OK. Allerdings ist der Urheber ein User mit Namen “TuneCore” der im Auftrag von “Zenyth the Architect” handelt. Bei YouTube selber sieht das dann so aus, wenn ich mir im Dashboard meines Channel die Details dazu ansehe:

In deinem Video wurden urheberrechtlich geschützte Inhalte gefunden. Der Anspruchsteller lässt die Verwendung seiner Inhalte in deinem YouTube-Video zu. Es könnten allerdings Werbeanzeigen eingeblendet werden.

Urheber-Details zu meinem YouTube-Video "Interview mit einem Alien aus der Zukunft" (Ausschnitt)
Urheber-Details zu meinem YouTube-Video “Interview mit einem Alien aus der Zukunft” [anklicken zur Großansicht] (Ausschnitt)

Hier wurde also bei diesem Fake-Alien Anspruch auf eine Tonaufnahme mit dem Titel “Offset Spacial Divergence” von einem Auftraggeber namens “Zenyth the Architect” erhoben. Ich kenne dieses Problem auch aus anderen Videos von mir, weshalb ich weiß, dass man den fraglichen Bereich mit dem Ton oder Sound auch automatisch entfernen lassen könnte.

In diesem Fall ist es exakt der Timecode 3:12 bis 4:41 meines Videos, in dem sich der Anfang des vermeintlichen “Alien-Interview” befindet. Der Anspruchssteller, der nun deshalb in meinem Video werben darf, ist auch nicht der Geheimdienst CIA sonder eben “Zenyth the Architect“. Diese Produktion sitzt in Kanada und produziert “Space-Sounds”, wenn man es so nennen möchte. Sie selber sagen zum Teil “Astral Hippie” dazu und haben sogar eine eigene Sound-Cloud mir ihren und anderen Werken.

+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der Desinformant” Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan … etc. Desinformationen verbreite (Bild: Fischinger-Online)

Recherchiert man in der Musik-Cloud von “Zenyth the Architect” findet man schnell auch den fraglichen Teil mit dem Alien-Interview. Also das Gespräch an sich zwischen “Alien” und “US-Agent”. Wobei dieser Sound dort über drei Minuten und zehn Sekunden geht. Nach dem “Interview” folgt eben “Space-Sound”, der von den Video-Hoaxern natürlich herausgeschnitten wurde …

Diskrepanzen und kriminelle Energie!

Vielleicht mag es dem ein oder anderen an diesem Fake bereits aufgefallen sein:

Der Film mit dem Alien geht in meinem YouTube-Video von ca. 3:10 bis 7:45, also rund 4 Minuten und 35 Sekunden. Anspruch erhebt “Zenyth the Architect” aber nur für etwa die ersten eineinhalb Minuten des Gesprächs. Wie kann das sein, wenn doch der “Alien” über 4,5 Minuten sein Interview gibt? Die Antwort zeigt wieder, welche Mühe sich die Video-Fälscher mit ihrem “Interview mit einem Außerirdischen” gegeben haben.

Der fragliche Sound, zu dem Anspruch gestellt wurde, heißt ganz genau genommen “Offset Spacial Divergence (Space Pilot II)” und ist damit offensichtlich ein zweiter Teil. Tatsächlich hat ein anderer Sound-Architekt bereits zuvor einen Teil 1 produziert, der inzwischen ebenso in der fragliche Cloud zu finden ist. Dieser geht rund 4,5 Minuten und gehört erstaunlicherweise nicht “Zenyth the Architect”.

Erstaunlich ist es deshalb, das sich in diesem Teil 1 der Rest des Alien-Interviews findet, den die Video-Fälscher von dort heraus geschnitten haben. Auch wenn es der erste Teil ist, handelt sich dabei um das Ende des Gespräches in dem fraglichen “Alien-Interview” und ist sicherlich auch eher produziert worden. Die Animationsfirma des Interview-Videos hat folglich schon regelrechte kriminelle Energie in diese Produktion gesteckt:

Neben der Erschaffung des Alien-Filmes an sich mussten die Hoaxer eine UFO-Akte von “Blue Book” für die Einleitung des Filmes fälschen. Letzteres kann natürlich jeder Laie.

VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger mit Nutzung der offiziellen Icons / WikiCommons/gemeinfrei)
VIDEO: Die Fake-News Jagd: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch zur Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Nachdem das Video dann aber fertig geschnitten war, brauchten die Macher noch die richtige Tonkulisse für das Gespräch zwischen “US-Agent” und “Außerirdischen”. Dieses Gespräch schnitten sie aus zwei unterschiedlichen Musik-Titeln heraus, die von zwei ebenso unterschiedlichen Sound-Künstlern bzw. Musikern angefertigt wurden. Auch wenn beide die Stimmen von Mensch und Alien auf die selbe Art verzerrten.

Dann nahmen die Interview-Produzenten diese Sequenzen und schnitten sie inkl. “dramatischer Pausen” zu einem in sich stimmigen und flüssigen Interview zusammen und legten es über ihr Alien-Video. Natürlich zeitlich exakt auf ihren Film abgestimmt. Gut möglich ist jedoch auch, dass das Bildmaterial der zuvor zusammengebastelten Tonspur angepasst wurde.

Wie es auch immer genau im Detail geschah, so zeigt dieses Beispiel doch eines überaus deutlich: Video-Fälscher scheinen zu viel Zeit zu haben und stecken offenkundig nicht wenig Energie und Überlegungen in ihre Hoax hinein.

Als begeisterter Mystery-Jäger habe ich dies in diesem Posting zwar auch getan, doch aus anderen Beweggründen. Die detailreichen Ausführen in diesem Post sollen zeigen, was sich hinter so machen Mysterium alles verbergen kann, wenn man es nicht einfach mit einem “man sieht doch, dass es Fake ist” beiseite schiebt.

“Jäger des Phantastischen” sind schon ein sonderbarer Schlag Mensch, wenn man sich auch für nachgewiesene Fakes interessiert. Es ist jedoch Teil der Faszination Mystery, und einer der Gründe, warum ich im kommenden Jahr eigentlich schon 30 Jahre Grenzwissenschaft-Begeisterung feiern kann …

Hier meine Analyse des “Alien-Interview” vom Sommer 2016 bei YouTube:

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YouTube-Reihe: Das Mystery Files-Gerücht der Woche, Folge #2: Hat die CIA über 12 Millionen UFO-Akten veröffentlicht?

Schon gehört...? Das Gerücht der Woche aus Grenzwissenschaft und Mystery Files - Folge #2 (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Schon gehört…? Das Gerücht der Woche aus Grenzwissenschaft und Mystery Files – Folge #2 (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Die zweite Folge YouTube-Reihe “Schon gehört…?” über Gerüchte und Gemunkel aus Grenzwissenschaft, Mystery Files und der Welt des Phantastischen ist endlich online. Diesmal habe ich mich dem “Getuschel” über die CIA angenommen. Denn der US-Geheimdienst soll, so heißt es, jüngst über 12 Millionen einst streng geheime UFO-Akten veröffentlicht haben. Was genau dahinter steckt, erkläre ich Euch in meinem neuen Video auf YouTube.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Stimmt es wirklich, dass der US-Geheimdienst CIA kürzlich über über 12 Millionen einstiger Top Secret UFO-Akten veröffentlicht hat? Für jeden online einsehbar auf der CIA-Internetseite?

Gemunkel, hinter dem erneut ein „Funke Wahrheit“ steckt, wie ich es im 2. Teil der Video-Reihe erkläre.

Am Rande: Vor sehr genau einem Jahr, am 5. Februar 2016 (übrigens mein Geburtstag), habe ich auf diesem Blog ebenfalls UFO-Dokumente der CIA diskutiert. Papiere aus dem Jahr 1960, die Anweisungen und Tipps für die CIA-Mitarbeiter enthalten, wie diese die bestmöglichen UFO-Fotos machen können und was dabei zu beachten und zu dokumentieren ist. Zu finden ist der Beitrag HIER.

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Weitere YouTube-Videos zum Thema UFOs

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Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab 1960 ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

UFO-Akten und Dokumente zum Thema UFOs und unbekannte Flugobjekte gibt es in der UFO-Forschung inzwischen zu hunderttausenden. Auch und vor allem solche UFO-Dokumente, die einst als “Top Secret” von verschiedenen Regierungen und Behörden eingestuft waren. Auch der US-Geheimdienst CIA hat unlängst unzählige einstmals als “geheim” eingestufte UFO-Akten freigegeben. Eine dieser UFO-Akten der CIA aus dem Jahr 1960 ist dabei besonders interessant: Die Papiere enthalten Anweisungen und Tipps für die CIA-Mitarbeiter, wie diese die bestmöglichen UFO-Fotos machen können und was dabei zu beachten und zu dokumentieren ist.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine Flut von UFO-Fotos und -Filmen durch Max Mustermann

“Die Jagd nach den UFOs ist eröffnet” so oder so ähnlich klingende Presseberichte habe ich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gelesen. Doch in der Tat gibt es bis heute UFO-Jäger, die sich quasi auf die Lauer legen, um unbekannte Flugobjekte am Himmel zu fotografieren und zu filmen.

Legendär ist hier an erster Stelle sicher der “UFO-Hotspot” rund um die “Geheimbasis Area 51” zu nennen. Dort, in Nevada, USA, liegen seit den 1990er Jahren jeden Tag Menschen mit Fotoapparat und Filmkamera in der Wüste auf der Lauer nach UFOs am Himmel.

Das digitale Zeitalter, in dem unlängst mit einem Handy immer besser werdende Digitalfotos und Videos gemacht werden können, gibt es eine Schwämme an UFO-Material. Vor allem auch bei YouTube. Was immer im Einzelfall auch konkret gefilmt worden sein mag.

Vor Jahrzehnten war das anders. Ganz anders! Da hatten Fotos von unbekannten Objekten am Himmel noch eine Art “Aussagekraft”. Analoge UFOs-Fotos inklusive deren Negative waren etwas handfestes, das man analysieren konnte. Fälschungen waren ohne Frage immer möglich – aber im digitalen Zeitalter war es noch nie so leicht vermeintlich echte UFO-Fotos zu faken.

Obwohl auch Digitalfotos analysiert werden können, ist doch die wahre Sintflut an derartigem UFO-Material aufgrund der Verbreitung von Digitalkameras und Smartphones längst nicht mehr fassbar. Echte UFOs (die dem Ersteller des Filmes oder Bildes also wirklich unbekannt waren, aber dennoch beispielsweise nur ein rein irdisches Objekt gewesen sind) ebenso wie echte Schwindeleien.

CIA gibt Anweisungen für die perfekten UFO-Fotos

CIA-Papier von 1960: 10 Tipps für die perfekten UFO-Fotos (Bild: gemeinfrei)
CIA-Papier von 1960: 10 Tipps für die perfekten UFO-Fotos [Großansicht](Bild: gemeinfrei)
Der US-Geheimdienst CIA fertigte im Jahre 1960 eine Anweisung für die eigenen Mitarbeiter an, die ihnen bei der Dokumentation von UFO-Sichtungen helfen sollte.  Für den Falle der Sichtung eines UFO sollte diese Anleitung den Angestellten des Schnüffeldienstes dabei helfen, dieses unbekannte Flugobjekt in der bestmöglichen Art und Weise mit dem Fotoapparat zu dokumentieren.

Das CIA-Papier führte dazu 10 Punkte bzw. Tipps auf, die beim Fotografieren eines UFO zu beachten seinen. Dies liest sich in der “Anleitung um UFO zu fotografieren” so:

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  1. Setzen Sie den Fokus Ihrer Kamera auf ,unendlich’.
  2. Schnelle Film wie Tri-X sind sehr gut.
  3. Bei bewegten Objekten, keine Geschwindigkeit der Blende langsamer als eine Hundertstelsekunde verwenden. Blendenverschluss und Blendenstufen-Kombination ist abhängig von den Lichtbedingungen; Dämmerung; bewölkter Tag, Sonneneinstrahlung usw. Wenn Ihre Kamera nicht über diese Einstellungen verfügt, nehmen Sie einfache Bilder auf.
  4. Kamera während der Belichtung nicht bewegen.
  5. Machen Sie verschiedene Fotos des Objekts; so viele wie Sie können. Wenn Sie können, nehmen Sie auch etwas Erdoberfläche mit ins Bild des UFOs auf.
  6. Wenn das Objekt Ihnen zu nah erscheint, ein paar hundert Fuß oder näher, versuchen Sie, Ihre Position zu verändern, so dass einige Bilder oder jedes Bild aus einer anderen Perspektive erfolgt. Eine Veränderung der Position von 40 oder 60 Fuß ist gut (dies ermöglicht einen sogenannten Referenzpunkt zu erstellen und hilft bei der technischen Analyse Ihrer Fotografien). Wenn das Objekt zu weit weg erscheint, eine Meile oder so, bleiben Sie wo Sie sind und machen Sie weitere Bilder. Eine kleine Annäherung wird hier nicht helfen. Allerdings, wenn Sie ein Auto benutzen können, fahren Sie eine halbe bis ganze Meile heran und machen Sie eine weitere Serie von Bildern, das wäre hilfreich.
  7. Nachdem Sie die UFO-Aufnahmen gemacht haben, bleiben Sie, wo Sie sind. Nun, drehen Sie sich langsam um 360° und nehmen dabei aus Augenhöhe sich überlappende Bilder auf. Durch diese Technik wird auch die umliegende Landschaft fotografiert. Diese Aufnahmen sind für die Analyse des UFO, das Sie gerade fotografiert haben, sehr wertvoll.
    CIA-Papier von 1960: hier sollten weitere Angaben zu gemachten UFO-Fotos eingetragen werden
    CIA-Papier von 1960: hier sollten weitere Angaben zu gemachten UFO-Fotos eingetragen werden [Großansicht] (Bild: gemeinfrei)
  8. Ihre originalen Negative sind wertvoll. Stellen Sie sicher, dass sie mit Sorgfalt behandelt werden.
  9. Wenn Sie können, erstellen Sie ein weiteres Negativ vom Original.
  10. Jede Kopie, die Sie für die technische Untersuchung und Analyse gemacht haben, sollte vom ursprünglichen Negativ erstellt sein und der Ausdruck sollte alle Bilder zeigen, einschließlich der Ränder und es sollte auch die Löcher zeigen, wenn Ihr Film welche hat.

UFO-Bürokram für CIA-Agenten

Was wäre ein UFO-Foto ohne weitere Hintergrundinformationen zu der Aufnahme? Das wissen UFO-Forscher heute ebenso wie 1960 die CIA. Und so gab es zu dem oben zitierten “Guide” für Fotoaufnahmen von UFOs auch ein Informations-Papier, dass die Mitarbeiter auszufüllen haben. Darin (s. Bild rechts oben) finden sich 8 Punkte, die anzugeben oder auszuführen sind:

  1. Informationen zur benutzen Kamera wie Hersteller, Name, Typ etc.
  2. Datum der Aufnahmen.
  3. Datum und möglichst genau Uhrzeit der Aufnahmen.
  4. In welcher Himmelsrichtung die Aufnahmen gemacht wurden.
  5. Wo genau die Aufnahmen entstanden.
  6. Orientierungspunkte in einer 360 Grad Rundumsicht auf dem Boden, die auch auf einer Landkarte angegeben werden können.
  7. Details der Umgebung des Standortes bei der Aufnahme wie Gebäude oder Telefonzellen.
  8. Wo und wann wurden die originalen Negative entwickelt wurden.

Schaut man sich gängige UFO-Meldebögen der einschlägigen UFO-Forschungsgruppen an, sind fast alle Angaben der beiden CIA-Papiere auch heute noch aktuell.

„AKTE X – die unheimlichen Fälle des FBI“: Trailer & YouTube-Video zur Neuauflage der TV-Kultserie „X-Files“ um die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulde.r (Ab 8. Feb. 2016 auf PRO7) (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Mehr zu „AKTE X” rund um die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder. (Bild: L. A. Fischinger)

Haben aber nun die CIA-Mitarbeiter 1960 den Auftrag gehabt…UFOs und Außerirdische zu jagen, zu fotografieren und zu dokumentieren? Also eine Art frühes Gegenstück der TV-Serie “Akte X” mit den FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder nur in der Realität? Nach diesen beiden Papieren zumindest nicht.

Die Bezeichnung “UFO” ist zwar praktisch immer gleichbedeutend mit “Aliens”, jedoch ist das schlicht und einfach falsch. Das wissen auch alle UFO-Forscher.

Ein UFO ist nicht mehr und nicht weniger als ein für den Zeugen bei der Beobachtung unbekanntes Objekt. Das können Flugzeuglichter ebenso sein wie ein Meteor. Ebenso “geheime Militär-Techniken” – und in diesem Beispiel vielleicht sogar der Sowjetunion, die sich 1960 mit der USA im “Kalten Krieg” befand …

(Danke an F. Calvo / Terra Mystica)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Das „Dritte Geheimnis von Fatima“ ist ein authentischer Text der Seherin Lucia dos Santos

Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9) (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Die “Seherkinder von Fátima”: Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9). Unten rechts: Die Madonna von Fátima. (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Es ist nun fast 100 Jahre her: Im Jahr 1917 erschien die Jungfrau Maria in Fátima (Portugal) mehrfach den drei Kindern Lúcia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto. Dabei habe das Hirtenkind Lucia am 13. Juli 1917 die „drei Geheimnisse von Fatima“ offenbart bekommen, die nach und nach veröffentlicht wurden. Besonders das erst im Jahr 2000 veröffentlichte dritte Geheimnis von Fatima sorgte und sorgt seit Jahrzehnten für Spekulationen. Nun hat eine Schriftexpertin der Universität Coimbra in Portugal die Echtheit des Textes bestätigt.

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Das „Dritte Geheimnis von Fatima“ ist ein authentischer Text der Seherin Lucia dos Santos weiterlesen

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+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.

VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: "Der Desinformant" Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens, NWO etc. etc. Desinformationen verbreite ...
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der Desinformant” Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens, NWO etc. etc. Desinformationen verbreite …

“Ich bin ein Desinformant!” – und verbreite auf diesen Webseiten und auf meinem Youtube-Video-Channel Falschdarstellungen, Lügen und irgendwie von CIA, Vatikan, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten & Co. bezahlten Unsinn. Das wirft man mir seit einigen Jahren vor. Trollerei in Reinkultur! Aber bereits im Sommer 1996 wurde nach einem Vortrag von mir “festgestellt”, dass ich in Wahrheit sogar vom Mars komme. Bin ich demnach ein Alien, der Desinformationen verbreitet? Dazu habe ich 2013 einen Vortag gehalten, den Ihr hier nun online als Video findet.

+++Video+++ “Der Desinformant” – Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite. weiterlesen

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VIDEO: Star Wars vs. Disney "Official Star Wars Episode 7 Trailer" … was erwartet uns 2015? ;-)

Wie Ihr wisst: Aufruhe bei den Fans von STAR WARS (wie mich!), weil Lucas an Disney verkaufte (und Unsummen der Einnahmen davon laut “Die Welt” spendete). Und so stieß ich bei “Youtube” auf diesen Trailer für STAR WARS – Episode VII. Was wird uns also in Teil 7 erwaten?

Natürlich ist dieser Film von 2010 off topic.

Aber Fans im Internet befürchten, STAR WARS könnte durch den Verkauf seinen Ernst verlieren …

Und dennoch: Auch STAR WARS hat etwas mit der Prä-Astronautik – den “Ancient Aliens” – zu tun:

STAR WARS:

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Das "Roswell UFO" war nicht von dieser Erde und darin lagen Alien-Leichen – sagt ein Ex-CIA-Agent

1947 hiess es in der Zeitung “Roswell Daily Record” in einer (offiziellen) Meldung, dass in Roswell, USA, eine “Fliegende Untertasse” nahe einer Farm abstürzte und das Militär das Fluggerät geborgen habe. Nun sagt ein ehemaliger Agend des CIA: Das stimmt!

“Es war ein Objekt, das offenbar von einem anderen Planeten kam und es war eindeutig die Rede von Überresten und Kadavern”, sagt der Ex-Agent Chase Brandon zum Thema Roswell. “Es war nicht ein verdammter Wetterballon”, ist er sich sicher.
Hm, Freunde des Phantastischen, wie oft haben wir solche angeblichen Enthüllungen in den löetzten Jahrzehnten schon gehört?! Werden Brandons Aussagen bei der “Beweissuche” wirklichen weiter helfen?! Wie zum Beispiel die Aussagen, dass die Raketen-Legende Dr. Wernherr von Braun das UFO von Roswell selber gesehen haben soll? Oder, dass mir (und anderen) bei einem Gespräch der Ex-NASA-Mond-Astronaut Dr. Edgar Mitchell erzählte, dass er und seine Kollegen von dem UFO von Roswell lange wissen … ?!
Oder ist dies neue Aussage nur ein Stück des Puzzles der Wahrheit? Ein Teil vom Rand des gesamten Puzzlebildes, mit dem wir anfangen um überhaupt einen Anfang zu haben und dessen wahres Motiv erst beim letzten Teil klar wird? Vieviel Teile hat denn das Puzzle eigentlich?
Zum Thema Roswell von mir


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Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Auserwählten der Astronautengötter vor der Sintflut, außerhalb seiner Bücher? (Artikel + Videos)

ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Bibel wimmelt es von Namen. Von Protagonisten, die mal mehr oder weniger wichtig sind und mal häufig und teilweise sehr selten vorkommen. Vor allem im Alten Testament. Hier kennen der Karteikarten-Christ kaum irgendwelche Namen, die über Adam und Eva, Noah, Salomon oder Moses hinausgehen. Und falls die Bibel sogar selber gelesen wird, werden unzählige andere Namen überlesen und sehr schnell vergessen. Im Neuen Testament ist das etwas anders, aber durchaus ähnlich. Eine diese Personen, die der Mainstreamchrist kaum kennen wird, ist der Prophet Henoch. Einer der zehn Patriarchen vor der Sintflut im Buch Genesis, dem sogar einige Bücher außerhalb der Bibel zugeschrieben wurden. Ein Prophet, der sich in der Bibel ausgesprochen rar macht, obwohl er eigentlich eine herausragende Stellung in den Mythen der Bibel einnimmt. Was aber wissen wir über diesen Henoch? Was steht in der Heilige Schrift über ihn und was sagen Überlieferungen außerhalb der Bibel über ihn? Und zwar explizit solche, die nicht als Henochbücher bekannt sind. Das und mehr erfahrt Ihr in diesem Artikel, denn diese zeigen einmal mehr, warum Henoch in der Prä-Astronautik eine besondere Rolle zuteil wird.


Wer kennt Henoch?

Die seltene Spezies der normalen Bibelleser kennt ihn wahrscheinlich nicht. Ein Karteikarten-Christ wird nie von ihm oder jemals seinen Namen gehört haben. Und all jene, die nur zu Weihnachten als „Gläubige“ in die Kirche gehen, sowieso nicht. Doch jeder Prä-Astronautiker oder an Ancient Aliens-Themen Interessierte wird zumindest schon mal etwas über ihn gehört oder gelesen haben: Von dem Propheten Henoch aus dem Alten Testament.

Eigentlich ist das kein Wunder. In der Bibel sucht man vergeblich nach einem Buch des Propheten. Unter all den Büchern darin trägt keines den Namen Henoch als angeblicher Autor. Weder im Alten noch im Neuen Testament der Christen. Dass die biblische Figur Henoch (auch Enoch) deshalb niemand kennt, ist von daher nicht verwunderlich. Auch wenn er mehrfach in der Bibel genannt wird.

Nur ein Name unter unzähligen in der Heiligen Schrift. Könnte man meinen. Vor allem ist Henoch nämlich bei all jenen Mystery-Jägern, die sich intensiven mit der Prä-Astronautik beschäftigen, ein fester Begriff. Mal mehr, mal weniger.

Aber was genau ist über diesen Henoch eigentlich wirklich bekannt? Diese Frage ist sehr schnell beantwortet: Fast nichts! Sofern man sich nur den Schriften der bei uns geläufigen Bibel bedient. Dort findet sich der Prophet schon sehr früh im Buch Genesis genannt. In der Auflistung der zehn Patriarchen vor der Sintflut lesen wird dort knapp über ihn als siebten Patriarchen:

Jared war 162 Jahre alt, als er den Henoch zeugte; und Jared, nachdem er den Henoch gezeugt, lebte 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter (…) Henoch war 65 Jahre alt, als er den Methusalah zeugte; und Henoch, nachdem er den Methusalah gezeugt, wandelte er mit Gott 300 Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter; also dass Henochs ganzes Alter 365 Jahre betrug. Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.“ (Gen. 5,18-24)

Das sind nicht viele Informationen über diesen Henoch. Ein direkter Nachfahre von Seth, dem dritten Sohn von Adam und Eva, also. Schaut man aber genauer hin, sind die Aussagen über ihn in der Geschlechterfolge von Adam bis Noah schon verblüffend. Sie unterscheiden sich stark von allen anderen aufgelisteten Patriarchen und enthalten weit mehr Informationen, wie es zuerst scheint.

Henoch: Kaum war er da, war er wieder weg

Beim Alter des Patriarchen fängt es bereits an. Dieser sei angeblich „nur“ 365 Jahre alt geworden, was in diesem Zusammenhang wirklich kein Alter ist. Sein Vater Jared beispielsweise starb mit 962 Jahren. Sein Sohn Methusalem bzw. Methusalah mit 969 Jahren und Noah als letzter der Patriarchen und Held der Sintflut mit 950 Jahren. Was sind da schon 365 Jahre?

Eine kleine und dennoch sehr bedeutende Aussage wird in dieser kurzen Erzählung über Henoch gleich zweimal erwähnt: Er sei mit „Gott gewandelt“, heiß es da, und das sogar 300 Jahre lang. Bis der Herr „ihn zu sich genommen hatte“.

„Zu sich genommen“ ist hierbei wörtlich zu nehmen. Denn im Stammbaum vor und nach Henoch wird bei jedem Patriarchen betont, dass er im Alter XY „starb“. Nur Henoch starb nicht – da Gott ihn quasi in jungen Jahren geholt haben soll. Grenzwissenschaftler der Prä-Astronautik werden bei derartigen Behauptungen hellhörig. Ein Mann, der mit dem Herrn „Umgang pflegte“, wie es andere Übersetzungen wiedergeben, wird nach nur relativ wenigen Jahren von genau diesem geholt. Folglich in den „Himmel“ aufgenommen. „Er war nicht mehr“, heißt es dazu.

In anderen Übersetzungen und Bibelausgaben liest sich diese Behauptung beispielsweise wie folgt:

  • Henoch hatte beständig mit Gott gelebt, und dann war er plötzlich nicht mehr da, weil Gott ihn weggenommen hatte.“
  • Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.“
  • “Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen.“
  • Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.“
  • Sein ganzes Leben führte Henoch in enger Gemeinschaft mit Gott. Er wurde 365 Jahre alt. Dann war er plötzlich nicht mehr da – Gott hatte ihn zu sich genommen!
  • Und Henoch wandelte mit Gott und ward nicht mehr gesehen, denn Gott hatte ihn entrückt.“
  • Auf einmal war er nicht mehr da, denn Gott hatte ihn zu sich geholt, weil er in enger Gemeinschaft mit ihm gelebt hatte.“

Usw.

Missverstehen, was das Buch Genesis hier über den Propheten behauptet, kann man nicht: Aufgrund seines Umgang und Kontakt mit dem Herrn nahm dieser seinen Schützling Henoch eines Tages sehr plötzlich von diesem Planeten. Zumindest für alle anderen Menschen kam dies unerwartet. Niemand auf Erden sah ihn je wieder.

Henoch als Vorbild aller Gottesgläubigen!

Der durch Gottes Gnade von der Erde geholte Henoch wurde dadurch fraglos zu einer (religiösen) Legende. Über Jahrtausende hinweg gedachte man ihn und ehrte seine Frömmigkeit. Dies wird durch weitere Hinweise und Spuren zu seiner Person – wenn er denn je in der überlieferten Form und in jener Zeit lebte – in der Bibel belegt. Und zwar im Neuen Testament, wo im Brief an die Hebräer über die „Vorbilder des Glaubens“ oder „Glaubenszeugen des alten Bundes“ berichtet wird.

Dort wird er, je nach Übersetzung, in 11,5 mit den Worten gepriesen:

Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.“

Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel.“

Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, dass er den Tod nicht sähe, und ward nicht gefunden, darum dass ihn Gott weg nahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, dass er Gott gefallen habe.“

Diese Lobpreisung auf den vorsintflutlichen Henoch wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus niedergeschrieben (60 bis spätestens 90 nach Christus). Wenige Jahrzehnte nach der Kreuzigung Jesus, der zweifellos der wichtigste Protagonist der gesamten Bibel ist. Zumindest für die Christen. Und seine frühen Anhänger kannten im 1. Jahrhundert natürlich auch Henoch, wie es im Brief des Judas nachzulesen ist.

Henoch und Jesus

In diesem werden die Jesus-Anhänger von einem „Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus“ vor gottlosen Irrlehren in der Welt gewarnt. „Es hat aber auch Henoch, der siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt …“ ist dort in 1,14 zu erfahren. In Neuen Testament wird Henoch im Evangelium des Lukas in 3,37 auch eindeutig als Vorfahre von Jesus dessen Stammbaum, zugeordnet.

Im Buch Jesus Sirach aus der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus, das nicht Teil des allgemeingültigen Kanons der Bibel ist, lesen wir über Henoch:

Henoch gefiel dem Herrn und wurde hinweg genommen, um für die Welt ein Beispiel der Buße zu sein.

Niemand ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich wäre; denn er ist von der Erde hinweg genommen worden.“ (44,16 & 49,16)

Damit ist die Spurensuche nach diesem mythischen Mann der Vorzeit in der Bibel bereits erschöpft. Bis auf einige Aussagen, die als Anspielungen auf Henoch gedeutet werden können, schweigt sich unsere heutige Heilige Schrift über ihn aus.

Die spärlichen Spuren belegen jedoch eindrücklich, dass er als eine ganz besondere Person angesehen wurde. Vor allem auch von den ersten Christen, was der Kontext des Stammbaums von Adam bis Noah zur Sintflut sehr schön zeigt. Hinzu kommt, dass im Brief des Judas im Neuen Testament ab 1,14 sogar fast wortwörtlich aus einem Buch Henoch (1. Hen. 1,9) zitiert wird!

Solche Bücher, die dem Propheten Henoch zugeschrieben werden, gibt es tatsächlich. Nur nicht in der Bibel, da sie als Apokryphen gelten. Man nennt sie heute der Einfachheit halber oft nur 1., 2. und 3. Henoch. Gemeint sind damit das äthiopische, slawische und hebräische Buch Henoch. Hinzu kommen Fragmente eines ansonsten unbekannten „Buch der Riesen“ des Propheten, die den Höhlen von Qumran am Toten Meer ab 1947 gefunden wurden (Texte 1Q23, 1Q24, 4Q203, 4Q530, 4Q531, 4Q532, 4Q556, 4Q206 und 6Q8). Ebenso entdeckt wurden unter den Qumran-Rollen Textpassagen aus dem äthiopischen Henochbuch.

Henochbücher und Apokryphen

Diese Henochbücher sind es, die in der Prä-Astronautik seit Jahrzehnten für Diskussionen und Spekulationen sorgen. Denn sie beinhalten umfangreiche Schilderungen über die Verbindung der himmlischen Gottessöhne/Göttersöhne und den Frauen der Menschen, über deren Kinder bzw. über Riesen und den Ereignissen vor der Sintflut. Eine Rebellion vermeintlicher „Engel“ gegen Gott.

Die umfangreichste und detaillierteste Betrachtung dieser Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik, die bisher erhält ist, erschien bereits vor wenigen Jahren (s. a. HIER & HIER). Deshalb soll im Rahmen dieses Artikels absichtlich nicht näher auf die Bücher Henochs selbst eingegangen werden. Obwohl naturgemäß in den Büchern Henochs die meisten Informationen über ihn und seine Erlebnisse zu finden sind, gibt es weitere, wenig beachtete Quelle, die deshalb hier thematisiert werden sollen.

Tatsächlich ist es sogar so, dass in der Bibel selbst über den darin als Vorbild für alle Menschen verehrten Propheten die wenigsten Angaben über ihn zu finden sind.

Geradezu in den Himmel gepriesen wird der vorsintflutliche Patriarch im Jubiläenbuch, das man auch „Kleine Genesis“ nennt. Ebenfalls ein Apokryph, das unter anderem die Existenz der oben genannten drei Henochbücher belegt bzw. sie rechtfertigt. Wobei anzumerken ist, dass Henoch, als dieser im Himmel beim „Höchsten“ weilte, hunderte Bücher in Gottes Auftrag geschrieben haben soll. “Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben”, notiert 2. Hen. 23,6 zu dieser Leistung.

Prophet unendlicher Weisheit

Im Jubiläenbuch wiederum wird der wundersame Patriarch mit den Worten geehrt:

Dieser ist von den erdgeborenen Menschenkindern der erste, der Schrift, Wissenschaft und Weisheit lernte und die Himmelszeichen nach der Ordnung ihrer Monate in ein Buch schrieb, damit die Menschenkinder die Jahreszeiten nach der Ordnung ihrer einzelnen Monate wüssten.

Er schrieb auch zuerst ein Zeugnis auf und gab den Menschenkindern unter den Erdengeschlechtern ein Zeugnis; und er verkündete die Jahrwochen der Jubiläen, machte die Zahl der Jahre kund, ordnete die Monate und bekundete die Sabbate der Jahre, wie wir ihm kundgetan.

Er sah in einem Traumgesicht die Vergangenheit und Zukunft, wie es den Menschenkindern in ihren Geschlechtern bis zum Gerichtstag ergeht; er sah und verstand alles, schrieb sein Zeugnis nieder und legte es zum Zeugnis für alle Menschen und ihre Nachkommen auf Erden nieder.

(…)

Er war bei den Engeln Gottes sechs Jahrjubiläen, und sie zeigten ihm alles auf Erden und im Himmel, die Herrschaft der Sonne, und er schrieb alles auf.

Er zeugte gegen die Wächter, die mit den Menschentöchtern sündigten. Denn jene begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden, und Henoch zeugte gegen sie alle.

Dann ward er von den Menschenkindern hinweggenommen, und wir führten ihn in Edens Garten zu Hoheit und Ehre, und nun schrieb er dort das Gericht und das Urteil über die Welt und alle Bosheiten der Menschen nieder.

Und deshalb brachte Gott die Sintflut über das ganze Lande Eden; denn er ward dort zum Zeichen gegeben und sollte gegen alle Menschenkinder zeugen, damit er alles Tun der Geschlechter bis auf den Gerichtstag vermelde.

Er brachte auch im Heiligtum ein wohlriechendes Rauchopfer dar, das vor dem Herrn auf dem Berg des Südens angenommen ward.“ (4,17-25)

Auch hier zeigt der Kontext im Buch der Jubiläen, dass Henoch eine ganz besondere Stellung eingeräumt wurde. Niemand anders wird in dem dort niedergeschriebenen Stammbaum derart ausführlich erwähnt. Vor allem werden dort keinem anderen der Urväter derart viele Leistungen und Taten zugeschrieben. Selbst die Fähigkeit „der Schrift, Wissenschaft und Weisheit“, den Kalender und die Lehre der „Himmelszeichen“ stamme von ihm, heiß es da. Dies wiederum lehrnte er bei den „Engeln“ im Himmel.

Henoch, vollkommener als alle anderen!

Und, nachdem er die abtrünnigen „Engel“ aus Gottes Reich umfassend im Auftrag seines Höchsten über ihre Abstrafung für die Rebellion informierte (Sintflut), wurde er auch hier „von den Menschenkindern hinweggenommen“. Weiter heißt es im Jubiläenbuch, dass nicht mal Noah, der Überlebende der Sintflut, diesen Henoch in seiner Gottgefälligkeit übertraf und Henoch einen eindeutigen Auftrag hatte:

„(Noah), der in seinem Leben auf Erden die Menschenkinder an Gerechtigkeit, worin er vollkommen war, übertraf, ausgenommen Henoch.

Denn Henochs Werk war geschaffen zum Zeugnis für die Geschlechter der Welt, auf dass er all den Geschlechtern ihre Taten bis zum Gerichtstag aufzähle.“ (10,17 – detailliert dazu HIER)

Henoch war der „Schreiber der Gerechtigkeit“, wie ihn die „Himmelswächter“ selber nannten (z. B. 1. Hen. 15,1f.). Er sollte im Auftrag der Himmlischen alles Wissen in Büchern niederschreiben, um es den Generationen nach der Sintflut zu überliefern. Umfangreich finden sich diese Erzählung im slawischen Buch Henoch (ab 33,1ff.). So entstanden insgesamt 360 Bücher, die er im Himmel verfasst haben soll, bevor er wieder für kurze Zeit auf die Erde zurück kam. Vor seinem endgültigen Abschied von diesem Planeten sei das gewesen.

Folglich unterstreicht das Buch der Jubiläen mit der zitierten Aussage diese Überlieferung der Vermittlung und Verwahrung von Wissen durch den Propheten. Ob es den Tatsachen entspricht, beweist dies natürlich nicht. Laut Jubiläenbuch existierten zumindest einige dieser Bücher des Henoch noch Abrahams Zeiten. Denn dieser, so sagt er es seinem Sohn Isaak, habe selber darin gelesen:

Denn so fand ich es im Buch meiner Ahnen aufgeschrieben, ebenso in den Worten Henochs und in Noes Worten.“ (Jubi. 21,10)

Ungeachtet der heute in keiner Bibel zu findenden Henoch-Texte, genossen sie in der Vergangenheit offensichtlich großes Ansehen in der Bevölkerung. Bei den Juden ebenso wie bei den frühen Christen. Selbst Zitate des Propheten sind in der Bibel enthalten, worauf beispielsweise der angesehene Theologe und Bibelforscher Professor Robin Lane Fox in „Im Anfang war das Wort“ (1995) umfangreich hinweist. So finden sich in der Offenbarung des Johannes insgesamt 21 Henoch-Zitate und in den vier Evangelien ein Dutzend.

Henoch und die frühen Christen

Da die heute bekannten Henochbücher – und vielleicht bisher noch unbekannten Schriften von ihm – vor fast 2.000 Jahren viel gelesen wurden, finden sich weitere Spuren in anderen Texten. Und zwar in den Apokryphen zum Neuen Testament, die man zum Teil auch „Pseudepigraphen“ nennt. Es sind jene nicht-biblischen Bücher und Schriften, über die bereits zahlreiche „Enthüllungsbücher“ veröffentlicht wurden. Aus dem einfachen Grund, da diese unter anderem „geheime“ und der Bibel zum Teil widersprechende Aussagen über Jesus Christus enthalten. Man denke hier an diverse Evangelien, die nicht im Neuen Testament aufgenommen wurden.

Viele dieser christlichen Werke sind Apokalypsen, werden zumindest als „apokalyptische Werke“ angesehen. Da Henoch laut Genesis als Gerechter Mann lebendig von Gott in den Himmel „entrückt“ wurde, ist seine Person auch Teil dieser christlichen Werke (s. a. Videos unten). Ein solches Buch ist zum Beispiel „Die Himmelfahrt des Jesaja“, in dem wir über den Propheten erfahren:

Und er ließ mich aufsteigen in den siebenten Himmel, und daselbst sah ich ein wunderbares Licht und Engel ohne Zahl. Und daselbst sah ich alle Gerechten von Adam an, und daselbst sah ich den heiligen Abel und alle Gerechten. Und daselbst sah ich Henoch und alle, die mit ihm waren, entkleidet des fleischlichen Gewandes, und ich sah sie in ihren höheren Gewändern, und sie waren wie die Engel, die daselbst in großer Herrlichkeit stehen.

Aber auf ihren Thronen saßen sie nicht, noch waren die Kronen ihrer Herrlichkeit auf ihrem Haupte.“ (9,6-10)

Es ist nur allzu verständlich, dass geglaubt wurde, dass im „Reich Gottes“ der von der Erde genommenen Henoch auf die Gläubigen wartet. Dies unterstreicht auch ein weiteres Apokryph zum Neuen Testament. In der „Apokalypse des Paulus“ steht geschrieben:

Und als ich in das Innere der Pforte des Paradieses eingetreten war, ging mir ein alter Mann entgegen, dessen Angesicht wie die Sonne leuchtete. (…) Und ich fragte den Engel und sagte: Wer ist dieser? Und er sagte zu mir: Dieser ist Henoch, der Schreiber der Gerechtigkeit.“ (Abschnitt 20)

Nach Paulusapokalypse wurde er daraufhin von dem Propheten Elias in Empfang genommen. Einem der ganz großen Propheten, der laut Bibel am Ende seiner irdischen Mission von Gott von der Erde abgeholt wurde. In einem „Wagen von Feuer“ und einem „Sturmwind auf gen Himmel“ sei dieser damit geflogen, heißt es im Alten Testament (2. Kön. 2,11).

Der göttliche Geschichtsschreiber

In diesen himmlischen Gefilden des Höchsten und seiner „Engel“ sollen bekanntlich nach christlicher Tradition zahlreiche „Heilige“, „Märtyrer“ und Propheten aufgenommen worden sein. Angefangen von Adam. Von dort sollen diese auch über die Menschen wachen, wie es auch der äthiopische Text der ebenfalls nicht-biblischen „Offenbarung des Petrus“ in Abschnitt 2 unterstreicht. Hier heißt es, dass Henoch und Elias eines Tages vom Himmel kommen werden, um gegen falsche Propheten und Verführer zu kämpfen:

Henoch und Elias werden gesandt werden, um sie zu belehren, dass das der Verführer ist, der in die Welt kommen und Zeichen und Wunder tun muss, um zu verführen.“

Auch der „Pseudo-Titus-Brief“ kennt den weisen Henoch und bringt ihn mit Elias in Zusammenhang. Dabei bezieht sich dieses neutestamentarische Apokryph unter anderem klar auf die Himmelfahrt des Elia in diesem „Sturmwind“ auf dem „feurigen Wagen“ mit seltsamen „feurigen Rossen“, wie sie im 2. Buch der Könige (2,1ff.) überliefert wurde.

Vor allem erkennt man diese Tatsache an dem genannten Diener, dem der Prophet bei seiner Reise in den Himmel (versehentlich) seinen Mantel als Andenken hinterlassen haben soll. Gemeint ist damit eindeutig Elisa, der Helfer des Elias, der Zeuge wurde, als Gott seinen Meister im „Sturmwinde gen Himmel auffahren ließ“. Denn die Abreise und der Ort der Himmelfahrt waren exakt geplant, wie es die Bibel schildert. Und bei seinem Abflug fiel dem Propheten sein Mantel herunter, den sein Diener Elisa an sich nahm. Eine spannende Geschichte, die hier nur am Rande erwähnt werden soll, denn dem „Pseudo-Titus-Brief“ entnehmen wir dazu:

So nahm sich Elias, ein edler Mann, der noch im Leibe lebt, einen Jungen zum Diener, dem er auch seinen eigenen Mantel als heiliges Andenken hinterließ, als er von dem Feuerwagen in das Paradies emporgefahren wurde. Da lebt auch Enoch im Leibe, der im ersten Zeitalter (dorthin) entrückt wurde.

O heilige Fügung Gottes, der für das kommende Zeitalter gesorgt hat: Enoch, der Gerechte, aus dem ersten Volk, wird damit betraut, die Geschichte der ersten Menschen nieder zu schreiben, und der heilige Elias (bekommt den Auftrag), die neuen Taten dieses späteren Volkes zu verzeichnen!“ (Quelle, S. 98f.)

Auch hier wird die ruhmreiche Tat des Henoch gepriesen, dass er die Geschichte der Menschheit vor der Sintflut dokumentiert habe. Der Verfasser des christlichen „Pseudo-Titus-Brief“ hat entweder von diesen Henochbüchern gehört oder sie selber gelesen.

Wann der Titusbrief verfasst wurde, ist unklar. Vielleicht sogar erst im 8. Jahrhundert, was bedeuten würde, dass die Henochbücher da noch allgemein bekannt oder im Umlauf waren. Da aber „deren Lektüre erhebliche sprachliche Schwierigkeiten bietet, ist es noch nicht möglich, ein letztes Wort über die Entstehung des Titusbriefes zu sagen“, so A. de Santos Otero in seiner Analyse des Textes („Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung“, II. Band: „Apostolisches, Apokalypsen und Verwandtes“, herausgegeben von Wilhelm Schneemelcher, Tübingen 1964).

Henoch im “Himmel”

Im „Himmel“, „Reich Gottes“, „Paradies“ oder wie man es auch immer bezeichnen mag, tummelten sich den alten Texten nach die Heiligen und Propheten. Und mitten unter ihnen auch und vor allem Henoch, dessen vermeintliches Ableben schon im Alten Testament so wundersam geschildert wurde. So sollte es auch nicht weiter verwundern, dass gerade über Henoch allerlei Geschichten und Erzählungen im Umlauf waren. Nicht nur in christlichen und jüdischen außerbiblischen Schrifttum, sondern auch in vermeintlichen Märchen.

Und der Umfang dieser Geschichten, Aussagen und Überlieferungen ist enorm, weshalb an dieser Stelle nur einige wenige herausgesucht werden sollen (alle nach: Micha Josef bin Gorion: „Die Sagen der Juden“, Frankfurt a. M. 1919).

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Zum Beispiel jene angebliche „Sagen“, die davon berichten, dass Henoch nach seiner Abreise von der Erde im Reich Gottes eine geradezu steile Karriere machte. Das stellte schon Ismael bei seiner Himmelfahrt fest:

Als der Hohepriester Ismael, der Sohn Elisas, in den Himmel gestiegen war, schickte ihm der Herr Matatron, seinen inneren Fürsten, entgegen.“

Dieser Mataron ist kein geringerer als Henoch selbst. „Ich bin es, der vorher Henoch, der Sohn Jareds, war“, so berichtete er Ismael. Daraufhin schilderte Mataron alias Henoch, dass „das Geschlecht der Sintflut Sünde tat und sie fehlgingen in ihrem Tun“ und er so von dem Herrn auserwählt wurde. Also Zeuge gegen die rebellierenden „Engel“ und Schreiber. Hierbei betont Henoch selber, dass er lebendig von der Erde abgeholt worden sei – und im vermeintlichen „Paradies“ auch einen militärischen Posten bekam:

Darum eben hat der Herr mich noch bei Lebzeiten in den Himmel  genommen, auf dass ich  wider sie zeugen sollte, und er setzte  mich zum Fürsten und zum Befehlshaber über alle seine Heerscharen.“

Nicht allen gefiel die Gottes-Entscheidung, den Menschen aus dem sündigen Geschlecht vor der Sintflut zum Heerführer zu ernennen. Aza und Azael vom Hofstaat des Herrn beschwerten sich deshalb bei ihrem Höchsten, der sie schnell in ihre Schranken wies: „Was seid ihr, die ihr mir dazwischen redet?“ Er wolle lieber Henoch als die beiden himmlischen Gottessöhne zum Anführer machen, so der Herr. Und da Henoch „unter den Heerscharen der jüngste an Tagen, Monden und Jahren“ war, bekam er dort den Spitznamen „Knaben“.

Widersacher unter den “Engeln”

Hierzu sollte angemerkt werden, dass Aza und Azael laut diesem Märchen einen sehr guten Grund hatten, sich gegen den irdischen Henoch zu stellen. Denn sie selber waren verantwortlich für den Verfall der Menschen auf der Erde vor der Flut, wie es heißt:

Wo hatten sie aber die Kraft her, um sie auf die Erde herunterzubringen? Ja, Aza und Azael brachten ihnen die Zauberkunst bei, dass sie die Gestirne herunterbringen konnten und sie sich dienstbar machten; ohne diese beiden hätten sie es nicht zu tun vermocht.“

Kein Wunder, dass sie nicht wollten, dass Henoch zu ihrem Widersacher im Himmel wird …

Mit der Beförderung zu einem Heerführer und Fürsten sowie dem Erhalt eines neuen Namens waren die Ehrungen des Henoch in Gottes Gefilde aber noch nicht am Ende. Noch sehr lange nicht.

In der Folge überschüttete er ihn mit „Weisheit auf Weisheit, Verstand  auf  Verstand, Klugheit auf Klugheit, Wissen auf Wissen, Macht auf Macht, Schönheit auf Schönheit“ und vielen weiterem mehr. Derart von Gott ausgestattet und versorgt wurde Henoch „zum Diener seines Thrones“ ernannt. Später sogar von ihm selbst gekrönt und, man glaubt es kaum, zum Stellvertreter des Höchsten im Himmel. Seine Aufgaben waren unter anderem:

Und der Herr bestimmte auch über Henoch, dass er den Stuhl seiner Herrlichkeit täglich bedienen sollte. (…)

Und jeglicher Engel, so ein Anliegen an mich hat, soll erst vor ihn, vor den  Matatron treten und mit ihm sprechen. Und jedes Wort, das er zu euch spricht in meinem Namen, sollt ihr hüten und befolgen, denn der Fürst der Weisheit und der Fürst der Vernunft stehen ihm zur Seite (…)

Mehr Privilegien kann ein Mensch wohl kaum vom Höchsten erhalten. Henoch wurde zum 1. Sekretär Gottes in seinem „Vorzimmer“, der gleichfalls in seinem Namen sprechen konnte und durfte. Ganz nebenbei ernannte ihn der Herr noch „zum Aufseher über alle Kostbarkeiten der Hallen des Araboth und über alle Schätze des Lebens“. Nicht jedoch bevor er ihn „alles Verborgene der Schrift und alle Geheimnisse der Weisheit“ offenbarte, wie sie Überlieferung es schildert.

„Araboth“ ist nichts anders als der höchste Himmel als das Zentrum von Gottes Reich (Talmud, Chagigah Bab. S. 12.b.). Besser bekannt als der „7. Himmel“, zu dem in vielen Überlieferungen Propheten geflogen sein sollen. Nicht nur Henoch, der dort übrigens auch in der Grenzwissenschaft geschult wurde, wenn man es so bezeichnen mag:

Und auch alle Rätsel der Welt und alle Geheimnisse der Schöpfung lagen vor ihm offen, wie sie dem Schöpfer aller Dinge offen sind.“

Henochs Flug von der Erde

Henoch selber bekam auch einen Thron von seinem Herrn. Einen Thronwagen, den man aus der Bibel kennt, und mit dem dort bekanntlich Gott flog. Eben ein solches Gerät, mit dem Henoch nach der Tradition gen Himmel aufgefahren sein soll. „Er machte ihm einen Stuhl, ähnlich wie der Stuhl  seiner Herrlichkeit war.“

Wie Henoch von der Erde in dem Himmel kam, berichtete die Geschichte auch. „Da nahm der Herr mich, Henoch, den Sohn Jareds, von ihnen hin weg“, erzählte er dazu dem oben genannten Ismael bei dessen Ankunft im Himmel. Weiter erfahren wir:

Als der Herr Henoch gen Himmel bringen wollte, schickte er nach ihm den Fürsten Amphiel aus, der nahm ihn vor den Augen der Menschen hinweg und ließ ihn fahren mit großen Ehren in feurigem Wagen mit feurigen Rossen; die  Diener des Herrn liefen voran, und Henoch stieg in den obersten Himmel, wie die Herrlichkeit des Herrn selber.“

Eine Erscheinung, die buchstäblich meilenweit zu riechen war, denn sie „rochen sein Kommen schon in einer Entfernung von 65.300 Meilen“.

Fraglos eine sehr spannende Himmelfahrt, die sich aber in einem Detail stark von anderen dieser Art unterscheidet. Denn in der weiteren Erzählung heißt es, dass der Höchste selber zu dieser Zeit auf Erden weilte, diese jedoch verlassen wollte. „Alle Menschenkinder sind mir abtrünnig“ geworden „und sie dienten fremden Göttern“, klagte er. Es war an der Zeit, die Erde zu verlassen, so Gott. Nicht ohne Henoch zuvor noch mitzunehmen:

„(…) da nahm ich meine Herrlichkeit hinweg von ihnen und kam nun wieder  nach oben. Nur dieser hier (Henoch, Anm. LAF), den ich von ihnen emporhob, der ist von allen ausersehen, und er übertrifft sie alle durch seinen Glauben, durch seine Gerechtigkeit und durch seiner Taten Gabe; und dies ist der Entgelt, den allein ich von der Welt da unter dem Himmel habe.

(…) da trug er ihn auf den Flügeln seiner Herrlichkeit in das oberste Gewölbe und brachte ihn in die Mitte des großen Palastes, der in den Höhen des Araboth steht; dort ist der Stuhl seiner Herrlichkeit, dort ist sein Wagen, dort sind zornige Heere und grimmige Truppen, dort lagern feurige Engel und Cherubim gleich Fackeln und Räder wie glühende Kohlen und flammende Diener und strahlende Chasmalim und blitzhelle Seraphim.

Es mag zwar verstörend erscheinen, dass im Reich Gottes „zornige Heere und grimmige Truppen“ stationiert waren, aber das soll an dieser Stelle nicht weiter verwundern (s. a. Artikel HIER & Video HIER). Interessanter ist die Himmelfahrt Henochs an sich. Wie sie hier erzählt wird, war es eine „klassische Himmelfahrt“, wie man sie aus vielen Schriften in diesem Zusammenhang kennt. Fraglos nur detaillierter und mit weit mehr Ausschmücken. Immerhin war der Prophet ein ganz besonderer Auserwählter – und Gott „liebte ihn mehr denn alle Himmelskinder“, wie es die Sage formuliert.

Die Himmelfahrt: Ein Spektakel für die Schaulustigen

Ganz so einfach und nach Plan verlief die Himmelfahrt des Henoch dann aber doch nicht.

Zumindest behauptet das eine andere jüdische Sage, in der wir weitere Informationen über den Patriarchen finden. Nach dieser war die Himmelsreise des Henoch ein riesen Spektakel, das sich hunderttausende Schaulustige ansehen wollten. Eine unglaubliche Anzahl von 800.000 Personen habe den Propheten am Tag seiner Entrückung zum Abholungsort begleitet. Sie wollten Zeuge des Wunders werden. Trotz mehrfacher Warnungen von Henoch selbst, dass sie umkehren mögen, da die Herniederkunft von Gottes Thronwagen große Gefahren mit sich bringen würde.

Sie waren einfach zu neugierig.

Die Menschen wussten ganz genau, dass der Abflug von Henoch bevor steht, da er es ihnen selber mitgeteilt hatte. Immerhin hatte er, nachdem er erfuhr, „dass er in den Himmel komme“, sie zusammengerufen, um sie ein letztes Mal zu unterweisen und zu belehren. Schon bei dieser Ansprache des Propheten sahen die Anwesenden „die Gestalt eines Rosses im Sturme vom Himmel herunter steigen“, als sie „ihre Augen erhoben“. Es sei wegen ihm ihn hier, so Henoch, und „der Tag ist gekommen, da ich von euch gehe“.

Der Erwählte bestieg dieses feurige Pferd und „ritt von dannen“. Offensichtlich aber noch nicht auf direkten Weg in den Himmel zu Gott. 800.000 Mann folgten ihm nämlich einen Tag lang. Zum Missfallen von Henoch, der in den folgen Tagen die Neugierigen und Schaulustigen immer wieder aufforderte, sie sollen in ihre Zelte zurückkehren. „Folgt mir nicht, sonst müsst ihr sterben“, ermahnte er sie mehrfach.

Offensichtlich durch diese Warnungen verunsichert, setzten sich in den Folgetagen mehr und mehr Menschen ab. So wurden nicht alle der anfänglichen 800.000 Menschen Zeugen der Himmelfahrt. Die übrigen haben sich „noch enger an Henoch angeschlossen“ und bestanden darauf auch dorthin zu gehen, wohin ihr Prophet gehen werde. Wo immer das auch sein wird.

Katastrophe bei der Himmelfahrt!

Nach sechs Tagen der Warnungen und Aufforderungen zur Umkehr war es Henoch allerdings auch leid:

Da sie darauf beharrten, mit ihm zu gehen, redete er nicht mehr auf sie sein, und sie folgten ihm.“

Damit war ihr Ende besiegelt. Alle, die die Himmelfahrt selber beobachten wollten, ließen nie mehr etwas von sich hören. Um deren Schicksal aufzuklären, wurde daraufhin von den Hinterbliebenen eine Suchmannschaft ausgesandt. Was sie am Ort der Himmelfahrt vorfanden waren nur noch ihre Leichen. In der Sage liest sich das grausige Ende der Menschen so:

Am siebenten Tage aber fuhr Henoch im Wetter in den Himmel auf feurigen Rossen in feurigem Wagen.

Aber die Könige, die zurückgekehrt waren, wollten die Zahl derer wissen, die bei Henoch geblieben waren. Sie gingen nach dem Orte, von dem aus Henoch in den Himmel gefahren war, und fanden die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine. So sprachen sie zueinander: Lasst uns den Schnee wegscharren, wir wollen sehen, ob nicht die Menschen, die mit Henoch gegangen sind, unter dem Schnee liegen. Sie scharrten den Schnee weg und fanden die Menschen, die mit Henoch waren, tot daliegen. Sie suchten auch nach Henoch, der war aber nicht da, denn er war in den Himmel gefahren.“

Eine Himmelfahrt, eine Aufnahme ins „Paradies Gottes“, die offensichtlich in einer Katastrophe für die Zuschauer endeten. Nur „Henoch kam lebendig im Garten Eden“ an, wo er „lustwandeltete 300 Jahre“ lang. Während er von den „Engeln Gottes“ in Astronomie unterrichtet wurde und die Weisheiten der Welt erlernte …

Nur ein Märchen, keine Frage. Aber ein sehr verstörendes.

Alles nur “Phantastereien”?

Schon die ersten Kritiker dieser Sagen und Märchen, die der jüdische gelehrte Micha Josef Bin Gorion 1919 veröffentlichte, sahen diese (und andere) Geschichten sehr skeptisch. „Phantastereien“ mit vielen „Spuren der heidnischen Umwelt“ und damit „fast eine Art Volksbuch für Liebhaber jüdischer Folklore“, schrieb beispielsweise Salcia Landmann in einer Rezension. Die von bin Gorion gesammelten Sagen, beginnend mit der der Schöpfung und weiter durch die gesamte Geschichte des Alten Testament hinweg, würden „manchmal anmuten wie wirre Fiebertraume“. „Ein wundervoll anregendes und aufregendes Buch“ sei des trotzdem, so die Journalistin Landmann 1976 („Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte“, Nr. 3/1976).

Wie an diesen Sagen zu erkennen ist – ob über Adam, Henoch, König David, die Babylonier oder den weisen Herrscher Salomon – nehmen sie klaren Bezug auf das Alte Testament. Mal sehr deutlich, und mal werden entsprechende Episoden daraus weiter ausgeschmückt. Mit „Phantastereien“, wie Landmann es nannte. Wie weit diese gehen, kann man nicht sagen.

Zum Ende dieser Spurensuche nach Informationen und Aussagen über Henoch abseits der Bibel und vor allem der Henochbücher, wollen wir uns aber den oben zitierten „Schnee“ ansehen.

“Aussatz” und “Schnee”

Nach der tödlichen Himmelfahrt lag am Ort des Geschehens „die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine“. Der Suchtrupp musste diesen weg scharren, um die darunter liegenden Leichen zu bergen. Insgesamt 6 Mal erwähnt die Sage diesen „Schnee“ bzw. einmal „Schneesteine“ in diesen wenigen Sätzen. Es ist wohl klar, dass hier kein normaler Schnee gemeint sein kann, der im Winter vom Himmel fällt (durchaus auch im Nahen Osten, dem Schauplatz der Katastrophe).

Was aber mag dieser „Schnee“ dann gewesen sein? Rückstände der Antriebsaggregate von Gottes Luftschiff, wie man mit Blick auf die Prä-Astronautik spekulieren kann?

Auch die ominösen Steine, die aussahen wie Schneesteine, folglich also keine waren, sind rätselhaft. Was soll das gewesen sein? Eis? Leider ist es unmöglich festzustellen, was dies für „Steine“ gewesen sein mögen. Alles das ist schon sehr sonderbar. Oder haben wir hier nichts weiter als eine Art Gleichnis vorliegen? Der weiße „Schnee“ als Sinnbild der Unschuld und Güte des reinen Henoch, zum Beispiel?

Zumindest ist das keine reine Erfindung dieses Märchens, wie ein Blick in das Alte Testament beweist. Auch das Buch Numeri (12.1ff.) enthält einen ähnlichen Vorfall. Dort heißt es, dass sich Aaron und Mirjam beim Exodus gegen Moses auflehnten und ihn und Gott kritisierten. So machte der Herr mit den Kritikern kurzen Prozess und bestrafte sie. In seiner „Wolkensäule“, die beim Exodus vor dem Volk her flog, erhob er sich in den Himmel:

Und der Zorn des Herrn entbrannte über sie, und er ging; und die Wolke wich von der Hütte. Siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.“ (Num. 12,9-10)

Nach Bitten von Moses und Aaron um Heilung befahl der Herr die Aussätzige sieben Tage außerhalb des Lagers von der Gemeinschaft auszuschließen. Sie musste in Quarantäne. „Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen ward“, überliefert Num. 12,15. Es ging für Mirjam also glimpflich aus, dass sie mit „Schnee“ als Aussatz bestraft wurden.

Der “strahlende Moses” – ein Zusammenhang?

Vergleichbar mit einer Erfahrung, die Moses selber machen musste. Als dieser die Tafeln mit den Zehn Geboten von seinem Gott auf dem Berg bekam und zu seinem Volk brachte, strahlte sein Gesicht. So erzählt es das Buch Exodus ab 34,29. Unter Rauch, Donner, Lärm und Beben war zuvor der Herr in seiner Feuer- und Wolkensäule dort oben gelandet und das Volk Israel durfte auf keinen Fall zu nahe kommen. Sie schauten sich das ganze Spektakel am Fuß des Berges an (s. z. B. Videos HIER & HIER).

In sicher Entfernung, da Gott selber zuvor sogar befahl einen Zaun darum zu errichten. Sonst würde das Volk seine Niederkunft nicht überleben. Wie die Schaulustigen bei Henoch?

Im Buch Exodus finden dazu folgende Worte:

Als nun Mose vom Berge Sinai hinabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses in der Hand hielt, als er vom Berge herabstieg, da wusste er nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte davon, dass er mit Ihm geredet hatte. Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose, und siehe, die Haut seines Angesichtes strahlte; da fürchteten sie sich, ihm zu nahen.

Aber Mose rief sie; da wandten sie sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und Mose redete mit ihnen. (…) Als nun Mose aufhörte mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Angesicht. Und wenn Mose hineinging vor den Herrn (vor die Bundeslade, Anm. LAF), mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. (…)

Und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, dass die Haut desselben strahlte, und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit Ihm zu reden.“ (Ex. 34,29-35)

Es sei die Herrlichkeit und Göttlichkeit gewesen, die Moses Gesicht „strahlen“ ließ, sagt die Bibelforschung. Schließlich habe er Gott persönlich gesehen. Wie es im Buch „Ezechiel der Tragiker“, ein Apokryph, heißt, wurde Moses damals sogar vom Berg Sinai mit einem feurigen Thronwagen in den Himmel entrückt. 40 Tage lang.

“Schnee” und “Aussatz” als Wunder des Herrn

Seine erste Erfahrung mit dieser Art von schneeweißem Aussatz hatte Moses allerdings schon bei seiner allerersten Gottesbegegnung. Jene am „Brennenden Dornbusch“, als ihn ein Engel bzw. Gott berufen hatte. Unter anderem soll sich bei dieser Begegnung folgendes ereignet haben, wie es das Buch Exodus erzählt:

Dann befahl Jahwe ihm: ‚Steck deine Hand in dein Gewand!‘ Mose tat es, und als er die Hand wieder hervorzog, war sie voller Aussatz, weiß wie Schnee. Da befahl er ihm: ‚Steck deine Hand noch einmal ins Gewand!‘ Mose tat es, und als er sie hervorzog, war sie wieder gesund. ‚Wenn sie dir auf das erste Zeichen (die „Schlange“, die sich in einen „Stab“ verwandeln konnte, Anm. LAF) hin nicht glauben, werden sie sich durch das zweite überzeugen lassen.‘“ (Ex. 4,6-8)

Im 2. Buch der Könige (5,1ff.) findet sich die Erzählung über „Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram“. Er sei „ein trefflicher Mann vor seinem Herrn“ gewesen, der „jedoch aussätzig“ war. Um ihn zu heilen schickte der Prophet Elisa seinen Diener Gehasi im Namen des Herrn zu Naaman. Gehasi bereicherte sich bei dieser Mission aber materiell, was umgehend eine Strafe Gottes nach sich zog:

Aber der Aussatz Naamans wird dir anhangen und deinen Nachkommen allezeit. Da ging Gehasi von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.“ (2. Kön. 5,27)

Wirklich zufriedenstellend deuten kann man solche Aussagen nicht. Denn, dass diese Art von göttlichen oder wundersamen Aussatz mit „Schnee“ verglichen wurde, verwirrt. Was natürlich auch für den „Schnee“ bei Henochs Reise in den Himmel gilt. Denn eigentlich wurde das Aussehen der Himmlischen, der Wächter, der Gottessöhne, der „Engel“ oder Gott selbst mit diesem Attribut verglichen. Vor allem die Haare, die immer wieder als „weiß wie Wolle, leuchtend weiß wie Schnee“ (Off. 1,14) und ähnlich beschrieben wurden.

Ein Wesen mit einem „Leib weiß wie Schnee“ und „Haupthaar weiß wie Wolle“, sei zum Beispiel laut Henoch Noah gewesen (1. Hen. 106,2). Und im himmlischen Gottesreich sah Henoch persönlich Gottessöhne, dessen Antlitz „leuchtete wie Schnee“ (1. Hen. 71,1). Nach solchen und vielen ähnlichen Texten trugen die Himmlischen sowie Gott selber gerne schneeweiße und geradezu leuchtende Kleidung. Im Himmel traf Henoch zum Beispiel den Höchsten, den Führer aller Wächter. In „einem großen, aus Krystallsteinen gebauten Hause“ saß dieser auf einem feurigen Thron und „sein Gewand war glänzender als die Sonne und weißer als lauter Schnee.“, notiert das 1. Buch Henoch in 14,20 dazu.

Wächter des Himmels und Gottessöhne

Solchen Wächtern des Himmels begegnete auch Abraham, bevor er in das all flog, wie es die „Apokalypse des Abraham“ schildet (s. Video und Artikel dazu HIER). „Seines Hauptes Haar (glich) dem Schnee“, notiert das Apokryph in Vers 11,2.

Schnee im Sinne von Wasser war es in keiner einzigen dieser Beschreibungen. Sehr gut zu erkennen im slawischen Buch Henoch, in dem der Prophet seine Begegnung im Himmel mit dem Wächter Tartarus schildert:

Dieser Engel sah aus wie Schnee, und seine Hände waren wie Eis, und er fühlte mein Antlitz ab; denn ich konnte die große Hitze nicht ertragen und nicht den Schrecken.“ (2. Hen. 37,1)

Solche phantastischen Geschichten und Beschreibungen sind in und außerhalb der Bibel überliefert. So etwa steht im Buch Daniel folgendes Abenteuer bzw. folgende „Vision“ des Propheten niedergeschrieben:

Ich sah immer noch hin: da wurden Throne aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.“ (Dan. 7,9-10)

Wenn aber, und das sollten diese Beispiele verdeutlichen, „Schnee“ oder weiß wie Schnee immer mit Göttlichem und den Himmlischen assoziiert wurde, warum dann auch eindeutig mit Aussatz? Was ist oder war ein solcher schneeweißer Aussatz? Und warum konnte er nach der der Sage über Henochs Himmelfahrt scheinbar unzählige Menschen töten?

Henoch – ein unscheinbarere Name in der Bibel und doch der außergewöhnlichste Patriarch vor der Sintflut, wie man in der Genesis knapp erfährt. Selbst wenn man die Schriften mit seinem Autorennamen beiseite lässt, ist über diesen Propheten praktisch nur Erstaunliches zu erfahren. Ein kleiner Teil dessen sollte hier zusammengefasst werden. Warum diese biblische Figur gerade für die Prä-Astronautik interessant ist, sollte wohl niemanden verwundern.

Auch nicht, warum Erich von Däniken ihn schon 1977 in seinem Buch „Beweise“ seinen Lesern mit den Worten vorstellte: „Dieser Henoch ist mein Freund“ …

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Alle Qumran-Handschriften im weltberühmten “Museum der Bibel” in Washington sind – gefälscht! Aber …

Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)
Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)

Seit ab 1947 die ersten Qumran-Rollen bzw. Schriftrollen vom Toten Meer offiziell entdeckt wurden, sind die Texte Gegenstand der Forschung. Für Archäologen, Bibelforscher und Theologen sind die Qumran-Schriften ein Jahrtausendfund. Und bis heute kommen immer weitere Funde dieser Art in Israel hinzu. Doch eine wissenschaftliche Analyse der Qumran-Texte aus dem Besitz des “Museum of the Bible” in Washington offenbarte jetzt, dass alle Fragmente des Museum Fälschungen sind! Alles über die Hintergründe und die möglichen Konsequenzen für die Forschung, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Falsche Qumran-Schriften im „Museum der Bibel“

Entsetzen im weltberühmten „Museum oft the Bible“ in Washington in den USA: Alle dort verwahrten und ausgestellten Fragmente der legendären Schriftrollen vom Toten Meer bzw. Qumran-Rollen sind Fälschungen. Kein einziges der 16 Stücke aus dem Besitz des Museum ist authentisch.

Das haben jetzt neue Untersuchungen der Fragmente gezeigt. Für das Museum konnten die Ergebnisse der Analysen ihrer „Schätze“ nicht schlechter ausfallen. Denn schon im April 2017 Jahren kamen Forscher diesem Betrug auf die Spur, als erste Fragmente der Sammlung wissenschaftlich untersucht wurden. Beauftragt war die „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ (BAM), da sich das Museum von vornherein der unklaren Herkunft der Fragmente bewusst war.

Heraus kam dabei, dass keines authentisch und damit echt war.

Also beauftrage das Museum daraufhin die Firma „Art Fraud Insights“, um auch die weiteren Qumran-Texte analysieren zu lassen. Im „abschließenden Bericht“ vom November 2019 der Untersuchungsleiterin Corlette Loll heißt es dazu unter anderem:

Im April 2017 beantragte das Museum die wissenschaftliche Prüfung von fünf Fragmenten durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). In Erwartung der Ergebnisse und vor der Ausstellung zeigten die Herkunftsuntersuchungen des Museums weitere Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Herkunft. Bei der Eröffnung des Museums wurden die Fragmente als ‘problematisch’ eingestuft, um diese Unsicherheit widerzuspiegeln. Die vorläufige wissenschaftliche Untersuchung der Fragmente des Museums, die im Oktober 2018 eingegangen war, führte zu dem Hinweis, dass die Mineralablagerungen und das Schreibmaterial nicht mit der Authentizität vereinbar waren.

Es wurde der Schluss gezogen, dass alle fünf untersuchten Fragmente Merkmale aufwiesen, die ‚nicht mit einem alten Ursprung vereinbar waren‘. Sie wurden bis zur weiteren Untersuchung aus der Ausstellung entfernt.

Aufgrund der Bedenken, die durch diese erste Studie aufgeworfen wurden, wurde eine detailliertere Materialuntersuchung des gesamten Museums der Bibelfragmentsammlung angestrebt.“

Fakes in Museen

Zu diesem Zweck wurden die gesamtem Museumsstücke von „Art Fraud Insights“ auf Herz und Nieren geprüft. Es sollte wissenschaftlich „die Echtheit jedes Fragments entweder bestätigt oder widerlegt“ werden. Ergebnis: Alles Fake:

Wir konnten bestätigen, dass die Mineralogie der Oberflächenablagerungen mit der Region des Toten Meeres und anderen geologischen Stätten im Nahen Osten übereinstimmt. In einigen Fällen wurden nach dem Schreiben und während die Tinte noch feucht war, verschiedene lose Mineralablagerungen über die Fälschungen verstreut, um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um authentische Schriftrollenfragmente aus dem Toten Meer handelte, die aus den Qumran-Höhlen stammten. Wir sind der Meinung, dass alle diese Methoden mit der ausdrücklichen Absicht angewendet wurden, zu betrügen.“

Das Bibelmuseum von Washington und die Experten um Corlette Loll sehen trotz des nachgewiesenen Betruges dennoch etwas Positives in ihren Analysen. Wie Loll in ihrem umfangreichen Abschlussbericht schreibt, könne die zukünftige Textforschung von den erreichten Ergebnissen profitieren. Vor allem um mögliche weitere Fälschungen in den Sammlungen in aller Welt nachzuweisen:

Darüber hinaus wird die Veröffentlichung aller zugehörigen Bilder und Datensätze die Identifizierung und Entfernung von Texten erheblich erleichtern, die möglicherweise wichtige literarische, paläografische und sprachliche Datensätze kontaminiert haben.“

Museen und Ausstellungen weltweit haben immer wieder mit Betrug und Fälschung zu kämpfen. Niemand kann sagen wie viele der angeblich „alten“ und „authentischen“ Artefakte und Objekte in archäologischen Museen echt sind. Teilweise wird der Anteil der Fälschungen in den Vitrinen dieser Welt sogar überaus hoch eingeschätzt! Millionen Artefakte auf ihre Echtheit hin zu überprüfen, ist indes nicht möglich.

Die Schriftrollen vom Qumran

Bei den jetzt nachgewiesenen falschen Qumran-Texten wiegt ein Betrug doppelt. Immerhin handelt es sich bei den echten Funden aus den Höhlen von Qumran in Israel um unschätzbar wertvolle archäologische Funde. Und zwar speziell für die Bibelforschung und damit Religionen und Theologie. Bekanntlich gehören diese zum Teil über 2.000 Jahre alten Handschriften zu den wichtigsten Quellen der Bibelforschung überhaupt. Auch wenn sie meistens nur noch als Fragmente und nicht wirklich als „Schriftrollen“ erhalten geblieben sind.

Zehntausende große, kleine und winzige beschriebene Stücke aus Papyrus und Pergament wurden aus den Höhlen am Toten Meer bereits geboren. Und immer wieder tauchen auf dem Antikmarkt neue Texte auf, die als „authentisch“ angeboten werden. Wie viele Rollen einst in den Höhlen von Qumran und Umgebung am Toten Meer in Tonkrügen versteckt wurden, ist deshalb bis heute nicht ganz klar. Schätzungen sprechen von 900 oder 1.000, de von mindestens 500 verschiedenen Personen beschrieben wurden. Über Jahrhunderte hinweg, da die Schreiber zwischen 250 vor Christus und 40 nach Christus ihre Werke schufen.

Besonders die Entdeckung, dass unter den Handschriften mindestens 200 Texte sind, die später als „Hebräische Bibel“ in das Alte Testament übernommen wurden, machen die Schriften so bedeutsam. Sie gelten damit als älteste Bibeltexte der Welt. Ein unermesslicher Schatz und Glücksfall für die Bibelforschung. Doch die muss sich darauf verlassen können, dass die Texte und damit deren Inhalt und Aussage auch wirklich authentisch ist.

Vergleichende Textstudien mit Fälschungen von geschäftstüchtigen Betrügern sind verständlicherweise vollkommen sinnlos!

An der Echtheit der ab 1947 gefundenen Schriften des frühen Judentums hat kaum jemand wirklich Zweifel. Höchstens von religiöser Seite her, da sie ab 1947 und 1948 weltweit mehr und mehr berühmt wurden. In jenen Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg also, in dessen Folge im Frühjahr 1948 Israel gegründet wurde …

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Verschiedene Geschichtsschreiber scheinen aber bereits solche verborgen Schriftrollen in Tonkrügen gekannt zu haben. Jahrtausende bevor sie 1947 „offiziell“ unweit des Toten Meer entdeckt wurden. Zum Beispiel sei während der Herrschaft von Kaiser Antoninus (211 – 217 nach Christus) „in einem Tonkrug im Gebiet von Jericho“ Schriften in Griechisch und Hebräisch gefunden worden. Patriarch Timotheos I. von Seleucia schrieb um das Jahr 800, dass zehn Jahre zuvor ein arabischer Jäger die Jerusalemer Behörden über die Entdeckung von Schriftrollen in einer Höhle informiert habe. Darin seien „die Bücher des Alten Testaments und andere in hebräischer Schrift“ gefunden worden.

Jahrtausendfund für 97 Dollar

Solche Berichte klingen heute stark nach den Qumran-Texten.

Auch Jahrzehnte nach den ersten Funden der Neuzeit ist die Forschung an ihnen noch lange nicht beendet. Immer neue Funde, auch wenn in erheblich kleinerem Umfang, liefern immer neues Material. Dabei war die Entdeckung der Schriften durch den Beduinen-Knabel Mohammed Ad-Dib 1947 ein reiner Glücksfall. Zufällig habe er, so sagt es die Legende der Entdeckung, die Tonkrüge und Texte in den Höhlen am Toten Meer gefunden, als er eine entlaufene Ziege suchte. Ob die Entdeckergeschichte der Wahrheit entspricht, steht auf einem anderen Fragment.

Zumindest nahm die Geschichte der Texte von nun an Fahrt auf. Ein Khalil Iskander Schahin kaufte einige Rollen von Ad-Dib, die er dann dem Archäologen Professor Eleasar Sukenik von der Hebräischen Universität in Jerusalem weiterverkaufte. Gleichzeitig begann Schahin ein Geschäft zu wittern, suchte selber nach Schriften und weiteren Tonkrügen mit Rollen und verkaufte sie daraufhin. Ein Handel florierte und es wurden hunderttausende von Dollar für die ersten Schriftrollen bezahlt.

Heute sind sie zum Großteil im berühmten „Schrein des Buches“ in Jerusalem zu bewundern. Herzstück ist dort zweifellos die 7,34 Meter lange „Große Jesajarolle“ aus der sogenannten „Höhle 1“ von Qumran, die um 200 vor Christus geschrieben wurde. Angeblich war der erste Preis dafür nur 97 Dollar, die Schahin verlangte. Ein unbezahlbares Dokument, deren Echtheit C14-Datierungen bestätigten.

In den „wilden Jahren“ des Handels mit den Qumran-Schriften war den Archäologen noch nicht klar, wie alt diese Stücke wirklich sind. Ob sie überhaupt echt sind, war ebenfalls noch unklar. Erst in den Jahren 1951 bis 1956 suchte der Archäologe und Bibelforscher Roland de Vaux von der „Französischen biblische und archäologische Schule Jerusalem“ systematisch nach ihnen. Hunderte Funde konnte er dabei sichern. Weitere Entdeckungen wurden in anderen Höhlen in den Jahren 1952, 1960, 1963 und sogar 2004 gemacht.

Qumran oder nicht Qumran

Die Qumran-Texte sind natürlich auch umstritten. Sehr umstritten vor allem was ihren genauen Ursprung, den Zweck ihrer Niederschrift und ihre Interpretation betrifft.

Wobei schon der Name für Verwirrung sorgt, da nur ein Teil der Funde als „echte Qumran-Rollen“ angesehen werden. Sie entstammen einer jüdischen Gemeinschaft und betreffen auch deren Gemeindeleben mit allen Regen usw. Meist vermutet man die Essener hinter dieser Gemeinde. Andere Rollen und Texte sind Abschriften von biblischen und apokryphen Büchern, die man bereits vor den Funden kannte. Wieder andere Texte waren bis zu ihrer Entdeckung in den Höhlen vollkommen unbekannt.

Ob die unweit der „Haupthöhlen“ der Funde archäologisch ausgegrabene Siedlung „Chirbet Qumrān“ am Westufer des Toten Meeres der Ursprung der Rollen ist, gilt in Archäologenkreisen zumindest auch als strittig. Die Nähe der Ruinen zu den Höhlen legt diese Deutung der Archäologie zumindest sehr nahe. So werden auch verschiedene archäologische Funde der Stätte in diese Zusammenhang interpretiert. Große Räume zum Beispiel als „Schreibstuben“ oder mutmaßliche Wasserbecken als „rituelle Bäder“.

Wer selber einmal vor Ort ist kann sich überzeugen, dass zumindest dort an einem Zusammenhang kein Zweifel zu bestehen scheint. Besuchern wird dieser quasi in jeder Ecke vermittelt.

Im „Museum der Bibel“ wurden nur 16 Fragmente durch die Analysen als eindeutige Fälschungen identifiziert. Das ist mit Blick auf die Masse aller Funde zu vernachlässigen. Und es wirft doch – wie bei allen Fakes und Fälschungen – ein schlechtes Licht auf die Texte. Textforscher und Bibelkundler müssen natürlich bei ihren Forschungen sicher sein, dass das genutzte Material auch authentisch ist.

Nur wenige Fälschungen

Die gefälschten Fragmente in Washington sind nur wenige Zentimeter klein. Es sind „Schnipsel“, die nur wenige Worte bzw. Buchstaben tragen. Einige sind sogar überhaupt nicht beschriftet. Die vorhandenen Schriften selber entstammen verschiedenen Büchern des Alten Testament. Etwa aus den Büchern Genesis, Exodus, Ezechiel, Levitikus oder auch Daniel. Für umfassende Textvergleiche und –Analysen der Bibelforschung wären die „Washington-Papyri“  also von geringer Relevanz.

Mit Blick auf die Grenzwissenschaft und „alternative Bibelforschung“ gilt das ebenso. Schließlich sind Texte mit alten Überlieferungen vielerlei Art auch hier ein wichtiger Bestandteil der Forschung. Man denke an die Schriften des Propheten Henoch, die in Teilen auch unter den Schriftrollen vom Toten Meer zu finden sind. Vor allem wurden auch rund 10 Bruchstücke eines bis zur Entdeckung unbekannten „Buch der Riesen“ entdeckt. Jahrtausende verborgen in Höhle 1, 4 und 6 von Qumran und dort von den Forschern wieder entdeckt.

In diesem „Buch der Riesen“ wird die rätselhafte Geschichte der „gefallenen Engel“ aus dem Alten Testament geschildert. Sie sollen laut dem Buch Genesis vom Himmel gekommen sein, da sie Kinder mit Menschenfrauen zeugen wollten. Ergebnis dieser Rebellen aus dem Himmel waren laut Genesis die Riesen und die Sintflut als Strafe des Herrn. Auch die bekannten Bücher Henoch schildern diese Ereignisse sehr umfangreich (s. a. Video HIER).

Das „Buch der Riesen“, auch wenn nur in Bruchstücken erhalten, ergänzt diese Erzählungen  – und ist authentisch …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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