Suchergebnisse: Turin

Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des “Leichentuch Jesus” online gestellt! +++ YouTube-Video +++

Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des Leichentuch Jesus online gestellt! (Bild: ShroudPhotos.com)
VIDEO: Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des “Leichentuch Jesus” online gestellt! (Bild: ShroudPhotos.com)

Sogenannte Tuch-Reliquien gibt es in der katholischen Kirche einige. Doch die fraglos bekannteste ist das Turnier Grabtuch oder auch Leichentuch Jesus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Grabtuch von Turin Mitte des 14. Jahrhundert in Frankreich und niemand weiß, ob es das Grabtuch von Jesus Christus ist. Vielmehr zeigten C14-Datierungen 1988, dass es um 1325 erst “entstanden” sein soll. Doch bei einer umfangreichen Untersuchung des Leichentuch Christi entstanden 1978 unzählige weitere Fotos und Aufnahmen der Ikone des Glaubens. Und genau diese Bilder der berühmten Untersuchungen des “Shroud of Turin Research Projekt” (STURP) sind nun endlich öffentlich für jedermann zugänglich gemacht worden. Alle Details und mehr dazu erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video von Fischinger-Online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sogenannte Tuch-Reliquien gibt es in der katholischen Kirche einige. Doch die fraglos bekannteste ist das Turnier Grabtuch oder auch Leichentuch Jesus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Grabtuch von Turin Mitte des 14. Jahrhundert in Frankreich und niemand weiß, ob es das Grabtuch von Jesus ist. Vielmehr zeigten C14-Datierungen 1988, dass es um 1325 erst “entstanden” sein soll.

Bis heute ein sehr umstrittenes Thema zwischen Glauben, Wissenschaft und Forschung! Für die einen der Beweis für Jesus und die Auferstehung – für die anderen nichts als Betrug.

Erst ab 1898 wurde das Tuch zu einer Legende der Christenheit. Denn damals entstand das erste Foto des Turiner Grabtuchs, das als Negativ klar einen Mann auf dem Leinen zeigte. Doch bei einer umfangreichen Untersuchung des Leichentuch Christi entstanden 1978 unzählige weitere Fotos und Aufnahmen der Ikone des Glaubens.

Und genau diese Bilder der berühmten Untersuchungen des “Shroud of Turin Research Projekt” (STURP) sind nun endlich öffentlich für jedermann zugänglich gemacht worden.

Alle Details udn Hintergründe dazu erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 15. April 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

, , , , , , markiert <

Rätselhaftes Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Grabtuch-Ausstellung mit einem Replik der Reliquie des Bibelforschers Michael Hesemann in Salzburg eröffnet

Das Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Nun wird ein Replik in Salzburg ausgestellt (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Das Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Nun wird ein Replik in Salzburg ausgestellt (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Das weltberühmte Turiner Grabtuch ist mit Sicherheit die bekannteste Reliquie und eines der größten Rätsel der Christenheit.  Das etwa 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Tuch zeigt als eine Art “Schatten” die Vorder- und Rückseite eines Mannes, der offenkundig gefoltert und gekreuzigt wurde. Eine Fälschung des Mittelalters? Oder ein authentisches Abbild von Jesus Christus? Dazu wurde am 14. Januar 2016 die Wanderausstellung “Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche” im erzbischöflichen Palais in Salzburg eröffnet. Highlight der Ausstellung ist dabei eine originalgetreue Kopie des Turiner Grabtuch des Historikers und Autoren Michael Hesemann.

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wohl über keine andere religiöse Reliquie der Welt wurde mehr spekuliert, phantasiert und diskutiert wie über Grabtuch von Turin. Seit dem 14. September 1578 liegt das Leinentuch, das den gegeißelten Jesus Christus nach der Kreuzung zeigen soll, in Turin.

Die jüngste Bekanntheit erlangte das Tuch sicherlich am 30. März 2013, als es während eines 1,5 Stunden dauernden Gottesdienst ausgestellt wurde. Dieser wurde auch live im TV übertragen und auch der damals noch neue Papst Franziskus war mittels Videobotschaft vertreten.

Der Malteser Ritterorden Deutschland hat nun die Ausstellung “Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche” mit einem 1 zu 1 Replik des Grabtuches Jesu am 14. Januar feierlich eröffnet. In der Einladung zu dieser nicht nur rein spirituellen sondern auch wissenschaftlichen Ausstellung heißt es in der Einladung des Ordens nach Salzburg:

Mittelpunkt dieser vom deutschen Malteserorden konzipierten Wanderausstellung ist eine über 4 Meter große originalgetreue Kopie des Turiner Grabtuches. Stelen und Bildtafeln erläutern die wissenschaftlichen Untersuchungen, die historische Forschung sowie die theologische Sichtweise.

Elisabeth Hintner vom Malteser-Hospitaldienst erklärt, dass nicht nur Helfen für den Orden wichtig ist, sondern auch das Glaube an Jesus Christus. Die Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung rund um das rätselhafte Leinen im erzbischöflichen Palais in Salzburg sollen die Möglichkeit haben, sich von, diesem Mysterium des Christentums berühren zu lassen. “Es ist, als würde mich jemand ansehen”, so der Erzbischof Franz Lackner in den “Salzburger Nachrichten” vom 14. Januar.

Nur eine Fälschung?

Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)
Interview: Der Leiter des „Internationalen Zentrum für Grabtuchforschung“ regt eine umfassende und detaillierte Untersuchung aller Daten und Fakten rund um das Grabtuch von Turin an (Bild: gemeinfrei)

Der Autor, Bibelforscher und Historiker Michael Hesemann hielt im Zuge der Eröffnungsfeierlichkeiten in Salzburg auch einen halbstündigen Vortrag über das Leinentuch. Hesemann, der 2010 mit “Das Bluttuch Christi” auch eine aktuelle Zusammenfassung der Forschungen zum Grabtuch von Turin veröffentlichte, zweifelt ebenfalls an der “offiziellen Datierung” des Tuches. Denn dieses wurde 1988 durch die Radiokarbon-Methode (C14) als eine Fälschung aus dem Mittelalter “entlarvt”. Es stamme etwa aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert nach Christus, hieß es. Daran glauben bis heute die Kritiker und Skeptiker des Grabtuch von Turin verbissen.

Hesemann dazu in Salzburg:

Das Domkapitel und die Bischöfe haben es wiederholt berührt und geküsst. (…) Das Gewebe ist hochgradig kontaminiert, deshalb hat zum Beispiel die Datierung mittels der Radio-Carbon-Methode nicht funktioniert.

Auch der Physiker Bruno Barberis, der in Turin das Zentrum der Grabtuschforschung leitet, äußerte starke Bedenken an dieser C14-Analyse. In einem Interview am 17. Juni n2015 sagte er:

Diese Datierung nach der Radiokarbon-Methode lässt heute viele Zweifel. Denn möglicherweise ist das Gewebe kontaminiert worden in seiner langen und komplizierten Geschichte, die man nicht bis ins Detail rekonstruieren kann. Beispielsweise hat man an der Stelle des Tuches, wo die Stoffprobe entnommen wurde, Baumwollfäden gefunden, die sicherlich später hinzukamen. Die Datierung müsste neu gemacht werden, aber erst dann, wenn wir genau wissen, wo wir die Stoffproben entnehmen sollen. Die Entnahmestelle von 1988 war sicher nicht geeignet.“

Die fraglichen Proben wurden am 21. April 1988 in Turin von der Reliquie genommen und zur Analyse/Datierung frei gegeben. Nur einen Monat später sagte Papst Johannes Paul II.  am 24. Mai 1988 in der Kathedrale von Turin zum Rätsel des Grabtuches:

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO/Vortrag über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabtuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)

Das Turiner Grabtuch ist eine Herausforderung für den Verstand. (…) Die Kirche fordert sie (die Wissenschaftler) auf, die Untersuchungen des Grabtuches ohne vorgefasste Meinungen vorzunehmen (…)  innerlich frei zu handeln und sorgfältig bedacht zu sein sowohl auf die wissenschaftliche Methodik als auch auf das Empfinden der Gläubigen.”

Nur einige Monate nach der Ansprache des Papstes lag das strittige C14-Ergebnis vor …

Aber man sollte diese Datierungen des Grabtuches, die am 16. Februar 1989 zum Beispiel in dem angesehenen Magazin “Nature” (Vol. 337, No. 6208) veröffentlicht wurden, endlich ad acta legen. Zumindest sollte man diese angesichts der Zweifel an der Art der Datierung nicht als unumkheren “Fakt” ansehen.

Es ist ein “CSI Golgota”, so Hesemann.

Die Ausstellung in Salzburg geht noch bis zum 20. Februar (Infos hier).

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , markiert <

Interview: Der Leiter des “Internationalen Zentrum für Grabtuchforschung” regt eine umfassende und detaillierte Untersuchung aller Daten und Fakten rund um das Grabtuch von Turin an

Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)
Ausschnitt des “Turiner Grabtuch” mit dem Antlitz: Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)

Um eine endgültige und wissenschaftliche Klärung und Erklärung rund um das Phänomen des Grabtuch von Turin zu erhalten, sollten alle chemischen, historischen, biologischen, medizinischen und physischen Daten und Beweise umfassend untersucht werden. So der Physiker Bruno Barberis, der das “Internationale Zentrum für Grabtuchforschung“ vor Ort Turin leitet. Skeptiker sehen in dem Leinentuch einen frommen Schwindel aus dem Mittelalter, da Radiokarbon-Analysen dies 1988 ergaben. Doch auch daran gibt unlängst ernsthafte Zweifel!

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit über 100 Jahren, seit das Grabtuch 1898 erstmals genau fotografiert wurde und so auf dem Negativ das Abbild des Tuches deutlicher zu sehen war, streiten sich Wissenschaft und Gläubige über die Herkunft des Grabtuches von Turin. Den vermeintlichen “Rest” gaben die Radiokarbon-Datierungen von Proben des über vier Meter langen Tuches im Jahr 1988 der Reliquie. Demnach sei es von einem Fälscher im Mittelalter angefertigt worden und damit keine 2000 Jahre alt. Das wahre Grabtuch Jesus könne es damit natürlich nicht sein.

Der Physiker Bruno Barberis, der in Turin das Zentrum der Grabtuschforschung leitet, gab jüngst “Radio Vatikan” ein Interview. Auch auf die Datierungen von 1988 ging er darin ein und sagte:

Diese Datierung nach der Radiokarbon-Methode lässt heute viele Zweifel. Denn möglicherweise ist das Gewebe kontaminiert worden in seiner langen und komplizierten Geschichte, die man nicht bis ins Detail rekonstruieren kann. Beispielsweise hat man an der Stelle des Tuches, wo die Stoffprobe entnommen wurde, Baumwollfäden gefunden, die sicherlich später hinzukamen. Die Datierung müsste neu gemacht werden, aber erst dann, wenn wir genau wissen, wo wir die Stoffproben entnehmen sollen. Die Entnahmestelle von 1988 war sicher nicht geeignet.“

Barberis ist sicher, dass es eine umfassende Untersuchung des Tuches geben muss, um das Phänomen exakt zu ergründen:

Wir wissen nicht, wie dieser Abdruck entstanden ist. Alle Versuche, diesen Abdruck mit alten oder hochmodernen Methoden zu reproduzieren, sind gescheitert. Niemand war jemals dazu in der Lage, eine Kopie des Grabtuchs anzufertigen, die dem Original in seinen chemischen, physikalischen, biologischen Eigenschaften entspricht. Wir haben 2015. Wir müssten es doch schaffen, zu verstehen, was auf einem Tuch ist, ein simples Objekt im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Fragen des Universums. Und doch, das ist eine offene Frage.

(…)

Ich denke, das hilfreichste wäre heute, ein komplettes Kennfeld des Tuches zu erstellen, ein Merkmal-Diagramm. Nicht vom Bildlichen her, als hochauflösendes  Video, das gibt es schon. Sondern es geht um eine komplette Erfassung sämtlicher biologischer, chemischer, physischer und gewebetechnischer Merkmale des Tuches an allen seinen Stellen. Dann könnte man für jeden Punkt des Tuches sagen, welche Substanzen da sind und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zonen verzeichnen: da, wo nichts ist, da, wo der Abdruck ist, da, wo das Blut ist, da, wo die Verbrennungen aus dem Brand sind. Das ist ein gewaltiger Aufwand. Man müsste ein komplettes Forschungslabor rund um das Turiner Grabtuch bauen, mit modernen Instrumenten, die eine enorme Zahl von Daten zu erheben imstande sind. Dann kann man das Grabtuch zurück an seinen Platz geben und mit den Daten arbeiten, deren Auswertung sicherlich Jahre dauern würde. Das wird dann wieder neue Fragen aufwerfen – denn so ist das in der Wissenschaft, man findet Antworten, die sofort neue Fragen aufwerfen. Aber erst, wenn wir diese Daten in der Hand haben, können wir uns an die Ausarbeitung machen und dann vielleicht Fortschritte machen.

Artikel: Streit um das angebliche Grab Jesus in Jerusalem (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
Artikel: Streit um das angebliche Grab Jesus in Jerusalem (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

In der Tat ist das Grabtuch von Turin nicht nur aus religiöser Sicht ein interessantes Objekt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht. “Untersuchungen müssen seriös gemacht werden, von einem Team von Forschern, egal ob gläubig oder nicht”, so Barberis im Interview

Auch die Webseite vom “domradio” brachte diese am 19. April 2015 in dem Artikel “Die Wissenschaft gibt keine Antwortenauf den Punkt. Darin hieß es:

Chemische Analysen und physikalische Untersuchungen, fromme Überzeugungen und weltanschauliche Vorurteile prallen in der Debatte über die Echtheit des Grabtuchs aufeinander. Für Außenstehende ist es schwer, die Stichhaltigkeit der jeweiligen Argumente zu beurteilen.”

In dem Interview mit “Radio Vatikan” beruft sich Bruno Barberis auch auf Papst Johannes Paul II., der im Jahr 1998 sagte, dass die Wissenschaft und nicht die Kirche für die Untersuchungen des Grabtuches zuständig sei. Dabei spielt er auf die Rede des damaligen Papstes vom 24. Mai 1998 bei der Ausstellung in Turin an. In seiner Ansprache in der Kathedrale von Turin sagte Johannes Paul II. damals in deutlichen Worten:

Das Turiner Grabtuch ist eine Herausforderung für den Verstand. Es verlangt in erster Linie das Bemühen des Menschen, besonders aber des Forschers, um demütig die tiefe Botschaft wahrzunehmen, die es an unsere Vernunft und unser Leben richtet. Die von dem Grabtuch ausgehende geheimnisvolle Faszination drängt danach, sich Fragen zu stellen über die Beziehung zwischen dem heiligen Linnen und der historischen Geschichte Jesu. Da es keine Angelegenheit des Glaubens ist, hat die Kirche keine besondere Kompetenz, diese Fragen zu beantworten. Die Kirche fordert sie (die Wissenschaftler) auf, die Untersuchungen des Grabtuches ohne vorgefasste Meinungen vorzunehmen (…) innerlich frei zu handeln und sorgfältig bedacht zu sein sowohl auf die wissenschaftliche Methodik als auch auf das Empfinden der Gläubigen.

Wer sich mit den Mysterien der Welt befasst – der kennt natürlich das Grabtuch von Turien und all die Spekulationen, Vermutungen und Gerüchte um das Leinen. Besonders bizarr waren einst Medienberichte, dass die UFO-Sekte der “Rael-Bewegung” Hitler (durch die sterblichen Überreste des Diktators) nun auch Jesus Christus anhand von Gen-Proben des Grabtuches klonen will. Was natürlich Medien-Unsinn der Sekte war.

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
Vortrag über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabtuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)

Dennoch gibt es auch andere, die hier für Schlagzeilen sorgten. So etwa Dr. Leoncia A. Garz-Valdes, ein gläubiger Katholik, der anhand der Proben für die Radiokarbon-Datierung von 1988 die DNA von Jesus geklont haben will. Diese DNA entnahm er sechs Fäden, die ihm im April 1993 Prof. Alan Adler übergeben hatte. Prof. Adler wiederum war Mitglied der bekannten Grabtuch-Untersuchungen der STURP-Gruppe, des “Shroud of Turin Research Project”. Ergebnis war 1999 das Buch “The DNA of God?” (“Die DNA Gottes?”), Zwistigkeiten mit der Kirche und einen Medienrummel. Genau dieser medialen Aufmerksamkeit schloss sich dann die UFO-Sekten der “Rael-Bewegung” damals an, für die Klonen eine Art “Alien-Göttliche-Pflicht” ist.

Der Historiker Michael Hesemann schrieb in seinem Buch “Das Bluttuch Christi” (2010), in dem er nicht nur das Turnier Tuch diskutiert, sondern offensichtlich damit in Verbindung stehende weitere Reliquien, über diese Sensationsmacher:

Die Kirche wollte sensationalistischen Spekulationen, das Jesus geklont werden könne, keinen Vorschub leisten. Das Mysterium der Menschwerdung Gottes darf nicht zum schlagzeilenträchtigen Forschungsprojekt ehrgeiziger Genforscher degradiert werden.

Und ebenso sieht es der Physiker Bruno Barberis in seinem aktuellen Interview zum Grableinen.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Links zur Grenzwissenschaft:

Interessantes zum Thema:

, , , , , markiert <

Ist das Turiner Grabtuch doch keine Fälschung? Ein neuer Film soll den aktuellen Stand der Forschung zeigen.

Grabtuch von Turin doch keine mittelalterliche Fälschung? Dokumentarfilm zeigt aktuellen Forschungsstand. Die beiden vergangenen Jahre waren sehr bewegt rund um das Grabtuch von Turin. Das sicher wichtigste Dokument des Jahres 2011 war der Bericht mehrerer vom Physiker Paolo Di Lazzaro geleiteteter Wissenschaftler von ENEA. Sie verwiesen anhand reichbelegter Argumente die Möglichkeit einer mittelalterlichen Fälschung des Grabtuches ins Reich des Unmöglichen. Ihre Ergebnisse sind inzwischen publiziert und der Fachwelt zugänglich. Die Forschergruppe erbrachte den Nachweis, daß die künstliche Einfärbung eines Leinentuches, um die Tönungen des Grabtuches mit den menschlichen Umrissen zu erhalten, lediglich durch UV- und VUV-Strahlen eines Lasers erzielt werden könnten. Techniken, die mittelalterlichen Fälschern ebenso unzugänglich wie fremd waren.

von Giuseppe Nardi

Mittelalterliche Fälschung mit den damaligen Mitteln unmöglich

Im Februar 2012 erschien der Dokumentarfilm “La notte della Sindone” (Die Nacht des Grabtuchs), eine italienische Produktion von Polifemo und RAI unter der Gesamtleitung von Francesca Saracino. Der Journalist Marco Tosatti von Vatican Insider hatte die Möglichkeit, den Film vorab zu sehen. Er bringt Licht in die Untersuchungen, die beteiligten Personen und die mysteriösen Begleiterscheinungen rund um die umstrittene Radiokarbon-Datierung des Grabtuches im Jahr 1988. Das Ergebnis der C14-Untersuchung nannte als Entstehungszeit des Grabtuches die Zeit zwischen 1290 und 1360. Ein Ergebnis, das heute von einem Gutteil der Wissenschaft bezweifelt wird. Unter der Vielzahl an Kritik sei lediglich der Bericht der Italienischen Gesellschaft für Statistik (SIS) genannt, die nach einer Fehlerkalkulation bei den C14- Untersuchungen von 1988 zu einer Glaubwürdigkeitsrate zwischen einem und höchstens fünf Prozent gelangte. Ein Ergebnis, das unter allen nur denkbaren wissenschaftlichen Standards liegt.

Der Streit geht also mit Sicherheit weiter!

Ich bin mehr als gespannt, da ich in meinem Buch “Das Wunder von Guadalupe – Nicht von Menschenhand“2007 in einem “Exkurs” auch mit dem sonderbaren “Grabtuch Jesu” (und anderer Tücher) befasst habe …
 
Links:

    Bücher zum Thema

     

    <

    Turiner Grabtuch: Professor vermutet Starkstrom im Grab Jesu

    Das Bild eines Gekreuzigten auf dem Turiner Grabtuch entstand durch Strahlung. Das sagt der Italiener Giulio Fanti. Die Quelle wirft neue Fragen auf. Könnte sie “Nebenprodukt der Auferstehung sein”?

    Das Grabtuch von Turin bleibt ein Rätsel: Millionen Christen sehen in dem Leinen, das schemenhaft die Züge eines gemarterten und gekreuzigten Mannes zeigt, das in der Bibel erwähnte Leichentuch Jesu und damit ein erstrangiges Dokument seiner Kreuzigung und Auferweckung. Für andere ist es eine Fälschung. Jetzt hat ein italienischer Physiker eine These zur Entstehung vorgelegt, die eine naturwissenschaftliche Fährte zeigt, aber zugleich neue Fragen aufwirft.

    Amazon.de Widgets

    <

    “Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen als Doku-Spielfilm in die Kinos +++ Artikel und Review +++

    "Fatima - Das letzte Geheimnis": Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)
    “Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)

    1917 kam es in Fatima in Portugal zu bis heute viel diskutierten sonderbaren Erscheinungen: Drei Kindern hatten mehrere Marienerscheinungen und zehntausende Pilger und Neugierige strömten in der Folge jeden Monat nach Fatima, um weiteren “Erscheinungen der Mutter Gottes” beizuwohnen, die von ihr den Kindern angekündigt wurden. Fatima wurde so zu einem der größten Wallfahrtsorte der Christenheit und von der katholischen Kirche offiziell auch als solcher anerkannt. Hier habe sich demnach wirklich der Himmel, die Mutter Maria bzw. Gott selber den Menschen der Erde mit Botschaften und Erscheinungen offenbart! Eine spanische Filmproduktionsfirma hat 2017 das 100-jährige Jubiläum der Erscheinungen zum Anlass genommen, und den schon jetzt gefeierten Film “Fatima. Das letzte Geheimnis” in die Kinos gebracht. Auch in die deutschen. Mehr zu Fatima 1917 und dem Kinofilm,  erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Fatima, Portugal, 1917

    Es wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt, an dieser Stelle die Ereignisse, Erscheinungen, Botschaften, Kritiken, Wunder und all die vielschichtigen Facetten rund um die Marienerscheinungen von Fatima 1917 darzulegen. Sie sind nicht nur viel zu umfangreich und komplex, sondern können auch und vor allem mit Sicherheit niemals vollständig aufgezeigt werden.

    Fatima und die Erscheinungen der Gottesmutter, die drei Botschaften der Seherkinder sowie das “Sonnenwunder” etc. waren allerdings auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in der Vergangenheit immer mal wieder Thema. Grundsätzlich kann man es in einfachen Worten wie folgt zusammenfassen, was hier in Portugal vor 100 Jahren geschehen sein soll:

    Drei einfache Kinder sahen bzw. hörten mehrfach in Fatima die Erscheinungen der Mutter Maria des Himmels. Jeden Monat ab dem 13. Mai 1917 zu einem festgelegten Termin kam es erneut zu diesen Marienerscheinungen und diese Geschichte verbreitete sich schon 1917 wie ein Lauffeuer. Monat für Monat strömten immer mehr Menschen nach Fatima, um diesen Erscheinungen beizuwohnen.

    Bis es zum himmlischen Höhepunkt der Marienerscheinungen kam: Das “Sonnenwunder von Fatima” am 13. Oktober 1917, über das Ihr zum Beispiel in diesem Artikel HIER alles erfahrt. Bis zu 100.000 Menschen sollen angeblich an diesem denkwürdigen Tag in Fatima anwesend gewesen sein. Wobei andere Schätzungen wohl realistischer von 30.000, 50.000 oder 75.000 Anwesenden sprechen …

    Was aber außer Zweifel steht ist, dass die drei Kinder Lucia Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto zu gefeierten Sprachrohren des Himmels innerhalb der katholischen Kirche wurden. Bis heute. Vor allem aber die kleine Lucia, da sie als die Hauptkontaktperson während der Marienerscheinungen vor 100 Jahren angesehen weder kann. Hinzu kommen die legendären “drei Botschaften von Fatima”, die von der Erscheinung des Himmels an die ganze Menschheit über die Seherkinder überbracht wurden.

    Was dann folgte waren Pilgermassen und die Anerkennung des Vatikan, die Fatima zu einem der größten Wallfahrtsorte der christlichen Welt machten. Hier war also den ganzen Sommer 1917 drei armen und einfachen Kindern die Jungfrau Maria erschienen, um allen Menschen des Planeten himmlische Botschaften zu überbringen.

    Das kann man glauben, muss man aber nicht!

    Kritiker, Gläubige, Katholiken

    Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

    Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blätter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

    Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

    Mit solchen Worten wurde damals beschrieben, was die Kinder bzw. Lucia gesehen haben. Eine strahlende Erscheinung. Eine winzige junge Frau, so dass “Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes” sein müsse, die sich hier offenbare.

    Viele Christen glauben das. Viele andere wiederum nicht. Und wieder andere Christen/Katholiken sind die ein Jahrhundert zurück liegenden Ereignisse fremd udn fremdartige oder schlicht egal. Immerhin ist die überwiegender Mehrheit der Christen hierzulande nur irgendwie “auf dem Papier” Christ. Vielmehr sind es “Karteileichen in der katholischen Kirche”, wie ich sie in diesem Blog-Artikel HIER 2015 nannte. Man geht dann wann wann mal in die Kirche, weil man das so macht, und kennt – wenn überhaupt! – die Bibel nur vom Hörensagen …

    Hinzu kommen die Kritiker innerhalb der Kirche. Nicht nur all jene, die diesen Ganzen “Götzenkult” um Marien- und Heiligenverehrungen der katholischen Kirche ablehnen. Auch die, die mit solchen Dogmen und Lehren des Vatikan ganz einfach nichts anzufangen wissen. Warum soll sich der allmächtige Gott in Form seiner vor 2000 Jahren verstorbenen irdischen Mutter drei einfachen Kindern vom Lande in einem Nest namens Fatima offenbaren, fragen viele.

    Nüchterne Skeptiker von Marienerscheinungen an sich sehen das nicht ganz so. Gleich welche Erscheinungen an welchen Orten auch immer. Sie fragen eher nach Fakten, Beweisen, empirischen Belegen und handfesten Tatsachen.

    Marienerscheinungen von Fatima und Außerirdische

    Keinesfalls ungenannt bleiben darf an dieser Stelle natürlich auch nicht die “moderne Interpretationen” diverser Marienerscheinungen. Allen voran auch Fatima und das damalige “Sonnenwunder” dort. Nicht wenige Autoren der Prä-Astronautik und UFO-Forscher sehen die Ereignisse 1917 vollkommen anders als die Kirche. Sie glauben, dass hier nichts weiter als Außerirdische am Werk waren, die sich unter dem “Deckmantel Gott” den Menschen offenbarten.

    Schon Erich von Däniken hat in seinem Buch “Erscheinungen” aus dem Jahr 1974 solche These vertreten (s. auch mein Video-Interview HIER). Ein Buch des Bestsellerautoren, das heute eher unbekannt ist. Auch die in der Prä-Astronautik und UFO-Thematik bekannten Autoren Johannes und Peter Fiebag vertraten diese Überlegungen in einigen Büchern. Nicht wenige internationale grenzwissenschaftliche Autoren sehen das sehr ähnlich.

    In Deutschland ist der Autor Hubert Berghaus alias “Judas Aries” in dieser Hinsicht mit zahlreichen Büchern und Vorträgen sehr aktiv. So schreibt er beispielsweise in seinem Buch “Fatima: Wozu braucht Gott Fluggeräte?“:

    Vergessen wir also den Begriff ‘Sonnenwunder’. Wir sprechen hier inszenierte Flugtage für die Öffentlichkeit. (…) Während dieser Termine zeigten sich die bereits erwähnten Flugobjekte mit all dem beschrieben Beiwerke, und zwar im Auftrag des prominentesten Außerirdischen auf unserer Erde, namentlich Gott.

    Ein “3D-Lichttheater” haben die Aliens hier 1917 am Himmel über Fatima vollführt, so Berghaus. In einem weiteren seiner Bücher (“Das Unternehmen Gott” 2009) untermauert Berghaus klar, dass er den drei Seherkindern keine bösen Absichten, Lügen oder Betrug unterstellt. Ihre Erfahrungen seien real gewesen – aber eben nicht von Gott gekommen. So schreibt er auf Seite 409:

    Doch meines Erachtens finden wir keine zureichenden Anhaltspunkte dafür, Lucia habe die exklusiven ‘Gottermutter-Kontakte’ ausgeschmückt und mit Unwahrheiten versehen. Hingegen werden uns Fakten überliefert, deren genauere Betrachtung die Aussagen der späteren Schwester Lucia glaubwürdig erscheinen lässt.

    Exakt das ist der Schnittpunkt zwischen religiöser und außerirdischer Deutung der Erscheinungen von Fatima. Aber auch der einzige. Fatima-gläubige Christen weltweit laufen Sturm gegen die Behauptung, dass hier nicht Gott bzw. die Jungfrau Maria vor 100 Jahren erschien, sondern Aliens sich offenbarten. Immerhin ist Fatima vom Vatikan anerkannt und damit von der höchsten religiösen Instanz des katholischen Glaubens als echte und stattgefundene Offenbarungen Gottes für alle Gläubigen abgesegnet.

    Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

    Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

    Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

    Verständlich, dass sich Erscheinungen von Außerirdischen aus Fleisch und Blut nicht mit Erscheinungen des wahren metaphysischen Gottes und Schöpfers von Allem vereinbaren lässt!

    Fatima: Das letzte Risiko?

    Wie ist das eigentlich, wenn man selber überzeugter Christ bzw. Katholik ist, an Jesus Christus, die Auferstehung und all die Lehren der Bibel und des Vatikan glaubt, aber Marienerscheiungen für Quatsch hält? Gläubige, die in Fatima & Co. Unsinn, Hirngespinste, Märchen, Irrtümer, Massenhalluzinationen usw. sehen, sollten doch eigentlich mit Papst und Kirche in Konflikt geraten? Tun sie das?

    Eigentlich eine endlose Geschichte. Denn eigentlich kann sich der Gläubige nicht einfach aus dem Fundus der kirchlichen Lehren bedienen, wie es ihm beliebt. “Das gefällt mir, das glaube ich gerne. Das das aber wieder nicht!” – ist keine Option. Meiner Meinung nach eines der ganz großen Probleme der modernen Kirche mit ihren Anhängern.

    Kommen dann Autoren und Prä-Astronautiker, die sagen, dass hier niemals der wahre Gott des Universums wirkte, sondern Außerirdische, ist ein Streit vorprogrammiert. Sofern natürlich die Gläubigen diese Thesen überhaupt ernst nehmen oder sich mit ihnen befassen. Ein Beispiel zeigt das deutlicher als alle anderen, die man nennen könnte: Die US-Serie “Ancient Aliens” des “History Channel”, die jeder Prä-Astronautik-Fan heute kennt (s. a. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER).

    Kernkritik an der amerikanischen Doku-Reihe ist die Tatsache, dass in “Ancient Aliens” geradezu alles und jedes irgendwie mit den Astronautengöttern der Vorzeit in Verbindung gebracht wird. Kritiker der Prä-Astronautik an sich sehen das ebenso wie die Anhänger dieser Ideen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn schaut man sich die fast 150 Teile der Serie von 2009 bis jetzt zum Beispiel einmal HIER an, fällt auf, dass ein Thema fehlt: Fatima!

    Obwohl die US-Serie vielfach Themen aus der Bibel inkl. einer Folge mit dem Titel “Engel und Außerirdische” im Programm hat, fehlen die Marienerscheinungen von Fatima völlig (Jesus Christus übrigens auch). Und das, obwohl die Ereignisse von 1917 in Portugal mit Sicherheit wesentlich mehr Potential für eine “Ancient Aliens”-Folge haben, als so manch anders Thema in der Serie. Dass das Thema (bisher) vollkommen fehlt, ist aber nicht die “Schuld” des Senders oder der Produktionsfirma, da man dieses Risiko nicht eingehen möchte.

    Fatima oder andere Marienerscheinungen in Verbindung mit Ancient Aliens zu bringen, ist die “History Channel” zu heiß. Die (zum Teil extrem) gläubige Nation der Amerikaner wäre durch eine solche Sendung wie vor dem Kopf gestoßen. Zu riskant für den in den USA sehr bekannten Sender und seine erfolgreiche TV-Serie.

    Francisco Mourão Corrêa, portugiesischer UFO- und Mystery-Forscher von der Universität Fernando Pessoa in Porto, berichtete 2017 Ähnliches in diesem Zusammenhang. Auch Corrêa befasste sich mit den Fatima-Erscheinungen und war “an einer Produktion des History Channel über die Vorfälle von Fatima beteiligt, die jedoch nie ausgestrahlt wurde – angeblich aus Respekt vor den religiösen Gefühlen der Zuschauer”.

    Zumindest ist es sehr auffällig, dass das Thema “Fatima und Ancient Aliens” bis dato nicht von der US-Doku-Reihe aufgegriffen und auch ausgestrahlt wurde.

    “Fatima – Das letzte Geheimnis”

    Fatima war und ist in aller Welt zuerst einmal ein rein religiöses Thema oder Phänomen. Gezeigt hat sich das natürlich 2017, als die Kirche 100 Jahre Fatima feierte und zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema erschienen. So auch der Kinofilm “Fatima – Das letzte Geheimnis” der spanischen Produktionsfirma “Goya Producciones” in Madrid. Premiere hatte der Film unter der Regie von Andrés Garrigóin in Deutschland am 7. Oktober 2018 in Bonn.

    Es ist aber nicht noch ein Spielfilm, der die Ereignisse von 1917 nachzeichnet, sondern ein Dokumentarfilm, wie es der Trailer unten schon klar zeigt. Eine Mischung aus Spielfilm, Interviews, Dokus und Spielszenen, die in den letzten Jahren bekanntlich immer beliebter werden und auch in den Lichtspielhäusern laufen:

    Ein Dokumentarfilm über die weltgeschichtliche Bedeutung der Marienerscheinungen von Fatima. Hat Fatima die Geschichte der Welt verändert?

    Eine Reihe merkwürdiger Umstände scheinen darauf hinzuweisen, dass die geheimnisvollen Erscheinungen von Fatima den Lauf der Geschichte innerhalb der letzten 100 Jahre verändert haben. (…) Basierend auf Tatsachen und den Meinungen internationaler Experten, schildert dieser Film bislang unbekannte Ereignisse und bietet eine spannende ganzheitliche Sicht auf unsere Geschichte.

    So oder ähnlich lesen sich die Ankündigungen des Filmes. Ein Doku-Spielfilm, der die Ereignisse also historisch, religiös und weltgeschichtlich betrachtet. Von den Thesen über UFOs und Außerirdische vor 100 Jahren findet der Zuschauer darin selbstverständlich nichts. Vielmehr soll der Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” exakte Recherchen aufzeigen:

    Diese detailgetreuen Nachforschungen wurden in eine fiktive Rahmenhandlung verpackt und durch Szenen bereichert, die die Erscheinungen der Muttergottes 1917 nachstellen.

    “Ist Fatima immer noch relevant für die heutigen Probleme?”, fragt der Film. Und gleichfalls auch, ob “ein Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam” besteht und was geschehen wird, “wenn die Welt die Warnungen der Jungfrau Maria ignoriert”. Klammert man als Mystery-Jäger einmal aus, wer nun wirklich hinter den Erscheinungen damals steckte, klingen diese Ankündigungen ohne Zweifel spannend.

    Ob von Gott oder durch Aliens gegeben sind die Folgen und Auswirkungen der Ereignisse in den letzten 100 Jahren hier von Bedeutung. Das sagte selbst UFO-Forscher Francisco Mourão Corrêa am Ende seines UFO-Fatima-Vortrag am 27. Mail 2017 in Leipzig. Ein Vortrag, der selbstverständlich alles andere als unumstritten ist, wie es entsprechende Kommentare im Netz zeigen.

    Was ist ein “letztes Geheimnis”?

    Der Kinofilm heißt “Fatima – Das letzte Geheimnis” und läuft nicht regulär im Kino (geplante Vorführungen HIER). Nur was ist das eigentlich, ein “letztes Geheimnis”? Und wird dieses in dem Film gelüftet, so dass 100 Jahre nach Fatima kein solches Geheimnis mehr existiert? Wohl kaum. Dafür ist das Thema an sich nicht nur zu komplex, sondern es wird ständig neu und aus anderen Winkeln beachtet und interpretiert (s. a. die Buchtipps am Ende).

    Ein einziges “letztes Geheimnis” wird es nie geben. Das unterscheidet die Wunder und Erscheinungen von Fatima damit nicht im Geringsten von anderen Mysterien der Welt und der Geschichte. Neue Fragen und Ereignisse der Zeit werfen nun mal neue Fragestellungen auf und wollen neue Antworten. Egal ob es sich dabei um die Marienerscheinungen und Botschaften von Fatima handelt, oder Themen aus ganz anderen Bereichen der Geschichte und Gesellschaft.

    Der Kirchenhistoriker Michael Hesemann, Autor zahlreicher Bücher über kirchliche Mysterien, Reliquien, Geschichte und natürlich Fatima, sieht das sehr ähnlich. Nicht nur in verschieden Interviews 2017, wie etwa mit “Kirche in Not” oder dem katholischen Portal “One Peter five”. Hesemann veröffentlichte 2016 sein Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima“, bei dem es sich um eine erweiterte, überarbeitete und aktualisierte Ausgabe seines Buches “Das Fatima Geheimnis” von 2002 und 2005 handelt.

    Beleg dafür, dass auch 100 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen in Portugal das Thema nicht stillsteht. Im Gegenteil, denn es wächst unaufhörlich. So schreibt Hesemann in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima”:

    Tatsache ist: Bei den Erscheinungen von Fatima, gipfelnd in einem großen Sonnenwunder mit 70.000 Augenzeugen, handelte es sich um den machtvollsten Eingriff Gottes in die Geschichte der Gegenwart. (…)

    Papst Franziskus, der am Fatima-Tag gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat – und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft auch und gerade in den Krisen unserer Zeit. Noch ist es möglich, die prophezeite Katastrophe zu verhindern.”

    Aus religiöser Sicht spielen alle Päpste bei Fatima eine Rolle. Vor allem und in ganz besondere Weise natürlich Johannes Paul II., in dem es in dem Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” deshalb auch in weiten Strecken geht. Und natürlich auch Papst Franziskus.

    Fatima und Johannes Paul II.

    Nach einem Attentat auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 wurde Fatima erneut in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Es war der Gedenktag der Fatima-Erscheinungen, als auf den Papst in Rom von einem Attentäter geschossen wurde. So schrieb der glühende Marienverehrer Johannes Paul II. sein Überleben damals eben der Jungfrau Maria zu.

    Mehr noch: Der Papst reiste nach seiner Genesung in einer Wallfahrt selber nach Fatima, um vor Ort der Gottes Mutter für seine himmlische Rettung zu danken. Die Kugel des Attentäters, die die Ärzte ihm aus dem Bauch entfernten, brachte er dabei gleich mit. Sie wurde vergoldet und in eine Krone eingefasst, die der Madonnafigur in Fatima als Dankesgeschenk vom Papst “überreicht” wurde.

    Göttliche Rettung durch Maria, Zufall oder medizinisches Können der Ärzte in Rom?! Auch das eine Sache des Glaubens.

    Der Attentäter war 1981 der Türke Mehmet Ali Ağca, der schon zuvor in der Türkei in Morde, Schießereien und Straßenkämpfe verwickelt war. Warum er den Papst ermorden wollte, darüber machte Ağca die unterschiedlichsten Angaben. Kommunistische Geheimdienste oder auch die Stasi wurden ins Spiel gebracht. Aber auch Allah, da der iranische Ajatollah Chomeini Ağca den Mord in Namen Allahs persönlich befohlen habe. Vor Gericht erzählte Ağca 1985 jedoch auch, dass er der “wiedergeborene Christus” sei, weshalb er sich den Jahrestag von Fatima für seinen Mordplan an dem irdischen Stellvertreter Christus auswählte …

    2009 meldeten dann die Medien, dass Mehmet Ali Ağca zum Katholizismus konvertiert sei. Ein Jahr später, Ende 2010, folgten dann Meldungen, dass er sich wieder zum Islam bekenne. Aber ist das alles eine Rechtfertigung, Fatima und den Islam miteinander zu verbinden, da in allen Ankündigungen des Filmes “Fatima – Das letzte Geheimnis” auch vom muslimische Glauben gesprochen wird?

    Ich denke nicht!

    Fatima und der Islam

    Auf der Internetseite “Texte zum Film” wird in einer Kritik zu dem Fatima-Film aber noch eine andere Begründung genannt. Dort heißt es unter anderem:

    Als besonders aktuell nimmt sich außerdem der Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam aus. Dazu führt Regisseur und Produzent Garrigó aus:

    ‘Warum hat unsere himmlische Mutter sich dazu entschieden, im einzigen Ort Portugals zu erscheinen, der denselben Namen trägt wie die Tochter Mohammeds? Die Erklärung einer unserer Experten ist sehr interessant:

    Die Muslime hatten Spanien und Portugal erobert und die Portugiesen kämpften, um ihr Land von den Mauren zu befreien. Während der Schlacht wurde eine junge Frau namens Fatima gefangen genommen. Sie war jung und einer der Soldaten, ein portugiesischer Adliger, verliebte sich in sie und sie heirateten. Sie wurde Katholikin.

    Der Ort, wo sie begraben liegt, wurde nach ihr benannt: Fatima. Fatima ist also ein arabischer Name und die Anhänger des Islam haben große Achtung vor Unserer lieben Frau von Fatima, nicht nur, weil sie denselben Namen trägt wie Mohammeds Tochter, sondern auch, weil im Koran die Jungfrau Maria als die Mutter Jesu, eines Propheten, verehrt wird.’

    Wer der Experte sein soll, wird hier nicht verraten.

    Ich vermute der Thologieprofessor Manfred Hauke aus der Schweiz war hier gemeint, da dieser als Mitwirkender an “Fatima – Das letzte Geheimnis” explizit aufgeführt ist. Und Professor Hauke hat sich bereits am 19. April 2017 in dem Interview mit dem Bistum Regensburg mit dem Titel “Fatima: Der Marienerscheinungsort, der Muslime neugierig machen könnte” genau dahingehend umfassend geäußert.

    Islam ist also das/ein “letzte Geheimnis” um Fatima? Eine vermeintlich neue Antwort auf eine vermeintlich neue Frage der Zeit im Zwist der Religionen? Wenn, dann sicher nur solange, bis neue Geschehnisse neue “letzte Geheimnisse” der Marienerscheinungen von 1917 offenbaren. Zumindest hiervon kann man sicher ausgehen. Kern bleibt dabei wohl immer die Botschaft des Friedens.

    Fatima-Forscher und -Autor Michael Hesemann sieht das in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima” sehr ähnlich. Der “Verein zur Förderung des internationalen christlichen Films” (VficF) zitiert ihn mit den Worten:

    Ich habe diesen Dokumentarfilm gesehen und bin darüber zutiefst beeindruckt. Ich hatte tatsächlich Tränen in meinen Augen! Was für ein
    wunderbarer Film und welch perfekter Weg, die Botschaft von Fatima bekannt zu machen!

    Möge Gott und Unsere Frau all jene segnen, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

    Ob man dem Thema skeptisch, religiös, mystisch oder sogar gleichgültig gegenüber steht, sollte man sich dennoch diesen Film ansehen. (Mögliche) Verbindungen von wundersamen Erscheinungen und Botschaften von vor 100 Jahren mit der Gegenwart, sind immer ein interessantes Thema.

    Und was sind schon zehn Jahrzehnte im Vergleich zu Querverbindungen, die über Jahrtausende hinweg gehen, wie sie beispielsweise aus der Bibel heraus interpretiert und gezogen werden?

    Trailer 'Fatima - Das letzte Geheimnis' auf YouTube

    Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
    Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

    +++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

    Interessantes zum Thema bei amazon.de:

    , , , , , , , , , , , , markiert <

    Fake-News im Namen Gottes? Die Fälschung des Markus-Evangelium, die Auferstehung Jesus Christus und Manipulationen in der Bibel

    Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus - niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
    Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus – niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

    Falschmeldungen, unwahre oder manipulierte Aussagen, erfundene Fakten und Begebenheiten sowie weit verbreitete Irrtümer gab es schon immer und wird es immer geben. Neudeutsch ist all das inzwischen unter dem Sammelbegriff „Fake-News“ weithin bekannt geworden. Kleine und große Unwahrheiten oder Manipulationen, die seit Jahrtausenden die Welt prägen. Was aber, wenn solche Fake-News Milliarden Menschen in ihren religiösen Grundfesten betreffen – und zwar alle gläubigen Christen und Bibelgläubige der Welt? Eine derart weitreichende Manipulation gibt es neben vielen weiteren Irrungen und Wirrungen in der Bibel tatsächlich. Dabei betreffen diese biblischen Fake-News nichts Geringeres als die Auferstehung und die Erscheinung des gekreuzigten Jesus Christus in den Evangelien! Alles über diese manipulierte oder sogar erfundene Aussage und weitere Schwindeleien im Neuen Testament erfahrt Ihr hier.


    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

    Machen wir uns nichts vor, und die Bibelforschung macht es sich auch nicht: Die Bibel ist kein historisches Geschichtsbuch. Diese Ansichten sind – bis auf bei einigen Glaubensgemeinschaften – schon sehr lange veraltet.

    Wahrheiten, Widersprüche und geschichtlich durchaus korrekte Angaben geben sich mit religiöser Propaganda, Erfindungen und Unwahrheit in den Büchern der Bibel den Federkiel in die Hand. Zehntausende Korrekturen, Änderungen und Umschreibungen sind in den bisher ältesten Bibelhandschriften heute bekannt. Den Wert des Buches der Bücher schmälert das natürlich nicht. Wohl aber die Art und Weise, wie Menschen die Texte lesen und verstehen (wollen).

    An einigen unauslöschlichen Irrtümern sind dabei nicht mal die Bibel bzw. ihre Verfasser schuld. Ehre die Leser oder besser gesagt die Nicht-Leser der Bibel. Und das beginnt schon am Anfang des Buches der Bücher.

    Etwa die entzückende Vorstellung, dass Adam und Eva im Garten Eden einen Apfel vom Baum nahmen. Sei es auf religiösen Gemälden, Fresken, Bibelillustrationen oder in Büchern, überall begegnen wir diesem Apfel der Sünde. Im Buch Genesis ist nur leider dieser Apfel gar nicht erwähnt. Es gab ihn überhaupt nicht, sondern nur eine “Frucht”.

    Was es aber in diesem Zusammenhang gab, waren zwei Bäume in Eden, die Gott für Adam anpflanzte. Nicht nur einer. Auch das wird gerne überlesen. Einer davon sei der „Baum des Lebens“ gewesen und der andere der berühmte „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (Gen. 2,9). Und nur von dem letztgenannten Baum durfte Adam nicht essen, wie Gottes es ihnen befohlen hatte. Vom „Lebensbaum“ indes schon, da für diesen im Buch Genesis ein solches Verbot überhaupt nicht ausgesprochen wurde.

    Wohin das Verbot, vom „Baum der Erkenntnis“ zu essen, letztlich führte, „wissen“ alle Christen: Zum Sündenfall durch Adams (zweite) Frau Eva. Auch wenn das, wie ich es in diesem Artikel HIER deutlich gemacht habe, eine reine Unterstellung bzw. Erfindung ist.

    Vom öffentlichen Irrtum zu echten Fake-News

    Dass die ersten Menschen im Garten Eden einen knackigen Apfel eines verbotenen Baumes verspeisten, ist eher als eine öffentliche Legende anzusehen. Weitergetragen durch unzählige sog. „Christen“, die selber die biblischen Schriften nicht aufmerksam genug gelesen habe. Wenn überhaupt. Von einer „Dramatik des nicht vorkommenden Apfel“ kann hier selbstverständlich keine Rede sein.

    Dramatischer aber wird es, wenn in der heutigen heiligen Schrift etwas zu lesen ist, was dort ursprünglich gar nicht stand. Also eine nachträgliche Einfügung und wenn man so will ein absichtlicher Betrug an den Gläubigen. Hierbei kann dieser „Schwindel“ kaum schwerwiegender sein, als das, was die Bibelschreiber im Evangelium des Markus machten: Sie erfanden darin Jesus Christus Auferstehung und leibliche Erscheinung nach seinem Tod.

    Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
    Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

    Ein reiner Irrtum mit einem Apfel in Eden fällt angesichts einer solchen Tat der Bibelautoren mehr als nur weit in den Hintergrund. Immerhin beten beispielsweise die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche in der Messe das sogenannte „Geheimnis des Glaubens“:

    Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

    Hergeleitet ist dies aus dem zwischen 80 und 90 nach Christus abgefassten Brief an die Hebräer (4,14-16) des Neuen Testament und die Grundlage aller Christen. Gleich welcher Konfession.

    Warum sollte man als Christ daran zweifeln? Weil eifrige Bibelschreiber diese Kernaussage des Glaubens – Tod und Auferstehung – im Markus-Evangelium erfunden haben. Jenes Evangelium, das in diesem Zusammenhang immer zitiert wird und heute als das älteste der vier Evangelien gilt.

    Das Markus-Evangelium

    Im Neuen Testament in das erste Evangelium das des Matthäus, gefolgt von Markus. Das hat einen einfachen Grund, da früher angenommen wurde, dass die Schrift von Matthäus von allen vier Evangelien die älteste ist. Von dieser Ansicht ist die Bibelforschung unlängst abgewichen, so dass heute Markus als der erste Evangelist angesehen wird, der das Wirken des Jesus von Nazareth dokumentierte. Entstanden ist es etwa 63 bis 70 nach Christus; vielleicht in Rom.

    Hierbei ist es natürlich offen bis fraglich, was in dem Markus-Evangelium wirklich authentisch „dokumentiert“ ist. Die Bücher des Neuen Testamentes, wie eben die Evangelien, unterscheiden sich da in Nichts von den Schriften des Alten Testamentes. Historische Wahrheiten sind auch hier mehr oder weniger schwer fassbar. Das gilt natürlich auch für die Identität der Verfasser der Evangelien. Als sicher gilt aber inzwischen, dass andere Evangelisten die Markus-Schrift als Quelle nutzten. Einige Bibelforscher sprechen sogar davon, dass sie Aussagen von Markus einfach in ihre Evangelien übernahmen.

    Allerdings ist es unstrittig, dass kein Evangelium als Augenzeugenbericht des Leben Jesu verstanden werden darf. Erstens, weil diese offenkundig über Jahrzehnte nur als mündliche Überlieferung nach dem Tod Jesus weitergegeben wurden, bevor man sie niedergeschrieben hat. Und zweitens, da es unbekannt ist, ob die Evangelisten bzw. Evangelien-Autoren überhaupt Jesus zu Lebzeiten begegnet sind.

    Prinzipiell gilt das für alle Überlieferungen der ganzen Welt. Wenn es also niedergeschriebene Erzählungen aus der x-ten Hand vom Leben und Wirken des Jesus von Nazareth sind, was soll man glauben?

    Die Auferstehung bei Markus

    Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
    Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

    Markus 16,1ff. erzählt von der Auferstehung Jesus. Die weithin bekannte Geschichte von der Entdeckung des leeren Grabes durch Maria Magdalena, Maria und Salome mit dem davor weggerollten Felsen und wie ein „Engel“ ihnen im Grab sagte, sie sollen „Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten“ hier nicht suchen. Er sei auferstanden, so der „mit einem langen, weißen Gewand“ bekleidetet „junge Mann“ im Grab zu den drei Frauen. Sie sollen das Wunder der Auferstehung allen anderen verkünden, heißt es weiter. Niemand aber konnte und wollte das glauben, was die Frauen da behaupteten.

    Wer mag es ihnen verübeln?

    Erst als Jesus Christus verschiedene Male seinen Anhängern und Jüngern leibhaftig erschienen bzw. „offenbarte“, glauben auch sie alle. „Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung“, so der Auferstandene zu seinen Jüngern. Daraufhin wurde er „aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes“. Seine treuen Gläubigen wiederum folgten dem Auftrag und „gingen hinaus und verkündigten überall“ das Wunder der Auferstehung.

    Das alles sind Szenen und Erzählungen vom leeren Grab Jesu, die jeder Christ zumindest vom Hörensagen her kennt. In dem legendären und berühmten Jesus-Monumentalfilm „Die größte Geschichte aller Zeiten“ („The Greatest Story Ever Told“) von 1965 ist dieses Schlüsselereignis sogar die Schlussszene. Epochal in Szene gesetzt von Hollywood.

    Bewusst habe ich diese Ereignisse des Markus-Evangeliums hier zusammengefasst, um sie nochmals in Erinnerung zu rufen. Im Evangelium selber umfasst dieser Bericht insgesamt 20 Verse, von Markus 16,1 bis 16,20.

    Leider ist fast alles darin eine Erfindung oder religiöse Propaganda.

    Betrug im Namen des Herrn

    Jeder, der sich eine Bibel zur Hand nimmt, um diese wunderbare Geschichte bei Markus nachzulesen, liest manipulierte Fake-News! Nicht weil uns etwas verschwiegen wird, sondern weil die Redakteure des Markus-Evangeliums sich das einfach ausgedacht und am Ende des Buches ergänzt haben. Eigentlich endet der Text alles andere als glorreich mit dem Vers 8 in Kapitel 16. Also ganze 12 Verse früher, als es in allen heutigen Bibeln zu lesen ist.

    Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
    Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

    Das beweisen die ältesten Niederschriften des Evangeliums, die bisher gefunden wurden.

    Zum einen natürlich der weltberühmte in Altgriechisch verfasste „Codex Sinaiticus“, den  Konstantin von Tischendorf 1844 im Katharinenkloster am Sinai gefunden. Eine der bedeutendsten Handschriften der Bibel überhaupt und zugleich die älteste vollständig erhaltene Abschrift des Neuen Testaments. Entstanden ist das unschätzbar kostbare Werk etwa zischen 330 bis 360 nach Christus. Doch von den Versen 9 bis 20 ist darin keine Spur!

    Im Katharinenkloster wurde 1892 noch ein weiterer unschätzbarer Codex von Agnes und Margaret Smith entdeckt: Der „Codex Syriacus“, der wie der „Codex Sinaiticus“ auf das vierte Jahrhundert datiert wird. Dieser kostbare Text-Schatz ist die zweitälteste Niederschrift des Neuen Testaments, die wir bis heute kennen. Und auch darin fehlen die  wichtigen Passagen, die heute in jeder modernen Bibel am Ende von Markus-Evangelium stehen.

    Bei dem im Vatikan streng gehüteten „Codex Vaticanus“ aus der Zeit von 325 bis 350 nach Christus Endet Markus ebenfalls mit Vers 8. Ebenso fehlen die letzten 12 Verse von Mk. 16,9 bis 20 im „Codex Bobiensis“, der um etwa das Jahr 400 entstand und das Texte des Markus- und Matthäus-Evangelium umfasst.

    Die Kirche wäre aber nicht die Kirche, wenn es später nicht zu einem „Wunder“ gekommen wäre. Geschehen beispielsweise in dem in griechischer Handschrift verfassten „Codex Washingtonianus“ aus dem fünften Jahrhundert. In diesem Codex finden wir aus dem Evangelium des Markus die Verse 5,31 bis 16,20.

    Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

    Irgendwer hat also am Ende des vierten oder zu Beginn des fünften Jahrhunderts die Erzählung der Auferstehung und Erscheinung von Jesus nach der Kreuzigung einfach hinzugeschrieben. Erfunden quasi, da die älteren Handschriften diese Verse eben nicht enthalten.

    Man könnte sagen, all das macht doch nichts. Es ist ja bekannt, dass die Bibel von unzähligen Menschen immer wieder umgeschrieben und verändert wurde. Unsere moderne Bibel wird so schon wohl richtig sein, wie man sie kennt.

    Ja und Nein. Denn was hier von einem emsigen Bibelschreiber zum Markus-Evangelium hinzuerfunden wurde, ist inhaltlich nicht gerade belanglos. Anhand der Zusammenfassung weiter oben sollte das klar sein.

    Die erfundene Auferstehung bei Markus

    Wer nicht bei Markus nachlesen möchte, was exakt im Markus-Evangelium hinzugedichtet wurde, der möge das jetzt nachholen. In den bisher vorliegenden „Ur-Texten“ endet das Evangelium nämlich mit den unrühmlichen Worten:

    Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung:_ Fischinger-Online)
    VIDEO: Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)

    „(Der „Engel“ sagte zu den drei Frauen im Grab) Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, er gehe euch voran nach Galiläa. Daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft; denn ein Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk. 16,7-8)

    Maria Magdalena, Maria (Mutter des Jakobus) und Salome Spezereien flohen entsetzt und zitternd vor Furcht aus dem Jesus-Grab. „Und sie sagten niemand etwas“, dass das Grab leer war und sie darin einen „Jüngling, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand“ gesehen haben, wie es heißt. Eben der angebliche „Engel“, wie man diesen deutet. Obwohl sie es eigentlich Petrus und den Jüngern auf Anweisung des Jünglings sagen sollten.

    Irgendeinem Redakteur des Evangeliums nach Markus gefiel vor grob 1.500 Jahren das ganz und gar nicht. Ein anders Ende und weitere Ereignissen wurden ausgedacht. Das sehr bekannte christliche Bild, das Jesus letztlich sogar allen Jüngern gleichzeitig erschien, als diese zu Tisch saßen, gehört übrigens auch zu diesen Fake-News bei Markus. Und, wie erwähnt, sogar die mysteriöse Himmelfahrt des Messias selbst!

    Tod und Auferstehung des Jesus von Nazareth

    Jesus wurde in Jerusalem gekreuzigt, zu Grabe getragen, stand dann von den Toten auf, erschien seinen Anhängern und fuhr daraufhin in den Himmel. Für diese fundamentalen Lehren des Christentums gibt es nicht nur die erfundenen Aussagen im Markus-Evangelium als Quelle. Zum Glück für alle gläubigen Christen, könnte man meinen.

    Es ist aber so, dass die drei anderen Evangelien des Neuen Testamentes alle nach Markus verfasst worden sind. Sie enthalten solche Aussagen über Jesus Auferstehung – aber nicht das älteste Evangelium der vier kanonischen Bücher. Zweifellos hat das einen sehr faden Beigeschmack für Bibelgläubige, sofern sie sich darüber überhaupt Gedanken machen.

    Doch totgeschwiegen wird die Tatsache nicht, dass man bei Markus ein verlängertes Ende einfach erfand. Im Gegenteil, denn als im 19. Jahrhundert die bisherigen „Ur-Handschriften“ ohne die fraglichen Verse gefunden wurden, entflammten genau darüber hitzige Debatten. Was ist überhaupt authentisch und was ist das „Wort Gottes“ in der Bibel? Eine Diskussion, die eigentlich nie endete.

    VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
    VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: Fischinger-Online / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

    Grundsätzlich sagen die Experten, dass der vermeintliche „Engel“ im leeren Grab zu den drei Frauen ja alles wichtige sagte. Dass Jesus auferstanden sei („er gehe euch voran nach Galiläa“) und der Nazarener alsbald erscheinen werde. Es wäre also kein erfundener Schluss mit weiteren Details aus späteren Evangelien nötig gewesen.

    Andere argumentieren, dass das Markus-Evangelium schlicht und einfach nicht fertig geschrieben wurde. Oder, dass das Ende in den Wirren der ersten Christen irgendwie verlorengegangen sei.

    Das mag alles richtig und durchaus möglich sein. Ändert aber nichts daran, dass der Markus-Schuss der modernen Bibeln ein Nachtrag ist! „Sekundärer Schluss“ oder „kanonischer Schluss“ nennt man diesen heute wohlklingend in der Bibelforschung. US-Präsident Donald Trump würde es sicher “alternative Fakten” nennen. Gläubige Christen hinterfragen das jedoch nicht.

    „Vater vergib ihnen…“

    Mindestens 400 Jahre nach dem Leben Jesus wurde der Kirche die „göttliche Inspiration“ gesandt, ein neues Ende des Markus-Evangeliums hinzuzufügen. Doch nicht nur da. Zahlreiche Passagen und Aussagen sind nachträgliche Erfindungen der frühen Christen. Dass das keinen der heutigen Gläubigen (wenn sie denn überhaupt welche sind und nicht nur Christen „aus Tradition“!) stört, ist schon überaus verwunderlich. Vermutlich wissen sie es einfach nicht, obwohl es zum Teil fundamentale Manipulationen sind.

    So zu finden auch beim „Vaterunser“, das fraglos das höchste Gebet der Christen ist. Immerhin stammt es ja von Jesus selber, wie es im Lukas-Evangelium ab 11,1 geschildert wird. Nur ist das Ende von Vers 2 in dem Gebet mit der Aussage „dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ ebenfalls erfunden. In diesem Fall muss man aber sagen, dass nicht wenige heute verfügbare Bibelausgaben diese nachträgliche Ergänzung des „Vaterunser“ tatsächlich nicht oder nicht mehr enthalten. Trotzdem beten es täglich unzählige Menschen mit diesem Zusatz in den Kichern rund um den Globus. Warum?

    Es wird noch unheimlicher: In Lukas 24,51 lesen wir, wie sich Jesus schlussendlich verabschiedetet und in Himmel aufgefahren sei. Wörtlich heißt es in modernen Bibeln:

    Und während er sie (die Jünger, Anm. LAF) segnete, wurde er von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben.“

    Auch das ist ein Fake. Die ältesten Handschriften wie der „Codex Sinaiticus“ sagen an dieser Stelle nur „und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen“. Keine Rede von einer Himmelfahrt …

    ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
    ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

    Ebenfalls ist beim Lukas-Evangelium in 22,43 der Nachtrag zu finden: „Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“, als Jesus bat, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge. Eine überaus bekannte Erzählung der Leidensgeschichte Jesu, die aber ursprünglich ohne die erwähnte Hilfe eines himmlischen Engels niedergeschrieben wurde.

    Bei Lukas findet sich auch die letzten Worte Jesus „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (23,34), die er bei der Kreuzigung gesagt haben soll. Wohl kein Christ der Welt kennt diese Aussage von Jesus Christus am Kreuz nicht. Im „Codex Sinaiticus“ aber findet sich genau an dieser Stelle der Vermerk, dass diese Worte zweifelhaft seien. Später wurde das von einem anderen Bibel-Redakteur wieder zurück genommen.

    Und so finden sich in zahlreichen Bibeln von heute tatsächlich genau an dieser Stelle die letzten Worte Jesus in Klammern eingefügt. Etwa auch in der Luther-Bibel 2017. Oder wir finden teilweise den Vermerk „dieser Halbvers fehlt in einigen der wichtigsten Handschriften“ oder ähnlich. Beispielsweise in der Einheitsübersetzung von 2016 oder der bekannten Zürcher Bibel.

    Irgendwie erschreckend!

    Heutige Christen sind vielfach nichts weiter als „Karteileichen der Kirche, wie in diesem Posting HIER ausgeführt. Menschen, die halt irgendwie christlich getauft sind, dann und wann mal bei Hochzeiten oder Beerdigungen in die Kirche gehen aber sonst halt nur „irgendwie an Gott“ glauben. Mit der Bibel an sich befassen sich die allerwenigsten. Man ist halt Christ wenn man mal in die Kirche geht, dort dem Prediger zuhört oder irgendwelche (vermeintlich) christlichen Traditionen begeht. Schließlich „macht man das so“.

    In meiner Heimat, dem oft streng katholischen Münsterland, ist das nicht anders. Wirklich gläubige Christen, die auch in der Bibel lesen, zweifeln so oder so nicht an dem Text.

    Ist es da nicht erschreckend, dass von Anfang an in der Bibel bis zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesus so viele Manipulationen, Nachbearbeitungen, Fake-News und Erfindungen stehen? Gerade wenn es fundamentale christliche Lehren und Dogmen betrifft, die alltäglich von den Gläubigen gebetet werden?

    Ich finde schon!

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

    Interessantes zum Thema bei amazon.de:

    , , , , , , , , , , , , markiert <

    Juri Gagarin – eine Marionette der Russen? War der „Held der Sowjetunion“ 1961 tatsächlich der erste Mensch im All?

    War Juri Gagarin 1961 wirklich der erste Mensch im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
    Juri Gagarin – ein Held der Raumfahrt. Aber war Juri Gagarin 1961 wirklich der erste Mensch im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

    Im Jahr 1961 ging der Sowjetbürger Juri Gagarin in die Geschichtsbücher ein. Er war der erste Mensch, der mit einem Raumfahrzeug die Erde verlassen hatte und die Erde umkreiste. Ein “Held der Sowjetunion” war mit diesem ersten bemannten Flug in das All geboren. Doch bis heute halten sich Gerüchte, dass die UdSSR bereits vor Gagarin seinem sensationellen Raumfahrt-Erfolg Menschen in den Kosmos schoss. Gagarin wäre demnach nicht der erste Mensch im All gewesen. Wohl aber der erste Mensch, der seinen Raumflug überlebte, währen andere Kosmonauten vor ihm dabei starben. Das alles wurde in den Jahren des Kalten Krieges zwischen der USA und der UdSSR vertuscht und verschwiegen. Feiert die Raumfahrt damit den später auf “mysteriöse Weise” umgekommenen Juri Gagarin zu Unrecht als ersten Menschen im All?


    +++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    „Held der Sowjetunion“

    Auch Jahrzehnte nach dem Wettrennen der USA und der UdSSR in das All kursieren noch zahlreiche Gerüchte und Spekulationen über die Anfänge der Raumfahrt.

    Die frühe Geschichte der Raumfahrt bietet reichlich Stoff für Mutmaßungen. Was nicht weiter verwundert, waren doch im Kalten Krieg zwischen den USA und der UdSSR Erfolge im All scharfe Propagandawaffen. Beide Seiten wollten  die ersten Erfolge bei der Eroberung des Kosmos für sich verbuchen und somit der Welt ihre Überlegenheit präsentieren.

    Lief aber damals alles wirklich so ab, wie es die Medien bis auf den heutigen Tag berichten? Seite Jahren macht ein seltsam erscheinendes Gerücht die Runde: Die Russen waren viel eher mit einem Menschen im All, als es die Geschichtsschreibung uns heute sagt.

    Offiziell feierten die Russen im April 1961 ihren sensationellen Erfolg des ersten bemannten Raumfluges der Geschichte. Juri Alexejewitsch Gagarin (1934 bis 1968) reiste als erster Mensch ins Weltall und kam sicher wieder auf die Erde zurück. Die UdSSR hatte einen neuen „Held der Sowjetunion“ zu feiern.

    Doch war der Held der UdSSR wirklich der erste Mensch im All – oder gingen sie für ihren Sieg im „Kampf der Systeme“ buchstäblich über Leichen?

    Die siegreiche UdSSR

    "Neues" NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)
    VIDEO: “Neues” NASA-Foto von Apollo 17 aufgetaucht: hat die USA die Mondlandungen doch gefälscht? (Bild: NASA)

    Der 4. Oktober 1957 war in Russland ein Tag des Triumpfes über die USA. Der erste Satellit der Welt, der „Sputnik 1“, wurde von der UdSSR in eine Erdumlaufbahn geschossen. Die USA befand sich im Schockzustand, da fortan russische Technologie piepend über ihre Köpfen hinweg flog. Bis heute nennen Raumfahrthistoriker diesen Erfolg des Ostens den „Sputnik-Schock“ für die Amerikaner.

    Nur rund einen Monat später verzeichnete die russische Raumfahrt erneut einen technologischen Sieg. Und während es noch ein Jahr dauern sollte, bis in den USA die NASA gegründet wurde, bauten die Russen ihren Vorsprung weiter aus: Mit der berühmten Hündin „Laika“ schickten sie das erste Lebewesen gezielt ins All.

    Ihren größten Sieg feierten die Russen am 12. April 1961, als der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch mit seiner Raumkapsel „Wostok 1“ die Erde in knapp über 100 Minuten einmal umrundete. Sicher landete er daraufhin wieder im Gebiet der Wolga bei dem Ort Saratow.

    Der erste Mensch im All – ein Sowjetbürger! Ein Nationalheld. Die UdSSR hatte die USA beim Wettlauf in das All ausgebootet und Partei- und Regierungschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (1894 –1971) wusste diesen technologischen Erfolg propagandistisch auszuschlachten.

    Sein Gegenpart, US-Präsident John F. Kennedy (1917–1963), zog sofort nach. Am 25. Mai 1961 verkündete er die Absicht der US-Regierung, noch vor Ablauf des Jahrzehnts eine bemannte Mondmission zu realisieren.

    Soweit die scheinbar gesicherten historischen Fakten, die in jedem Schulbuch nachgelesen werden können.

    Juri Gagarin – eine Marionette?

    Doch Jahrzehnte nach den spektakulären Erfolgen der russischen Raumfahrttechnologie kamen Zweifel auf, dass Gagarin tatsächlich der erste Mensch im All gewesen ist. Zumindest natürlich der erste Mensch der Neuzeit, wenn für an die Prä-Astronautik denken.

    War er nur der Erste, der dieses Abenteuer lebend überstand? Könnte es vielleicht sogar sein, dass er in Wahrheit nie auf eine Erdumlaufbahn geschickt wurde? Dass ihn die Partei- und Staatsführung der UdSSR der  Weltöffentlichkeit nur präsentierte, um von der Tatsache abzulenken, dass vorhergehende Weltraumunternehmungen tragisch gescheitert waren?

    VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: gemeinfrei)
    VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555! (Bild: gemeinfrei)

    Der ungarische Autor István Nemere jedenfalls stellte diese Behauptung 1990 auf. Nemere wies auch darauf hin, dass es keinerlei Filmmaterial gibt, das den Start der „Wostok 1“-Rakete oder Gagarins Rückkehr zur Erde dokumentieren könnte. Gagarin sei nichts weiter als eine Propaganda-Marionette der Russen gewesen, so Nemere.

    Das mutet in der Tat merkwürdig an. Ein historisch derart bedeutsames Ereignis sollte nicht in bewegten Bildern festgehalten worden sein? Und das von den Sowjets, die seit jeher Meister auf der Klaviatur der Eigenwerbung waren?

    Heute können online verschiedene Filmaufnahmen der Gagarin-Mission von 1961 angesehen werden. Sollten sie alle Teil eines Fake der Russen während des Kalten Krieg sein?

    Seltsam ist auch, dass die Wissenschaftler der Russen sich erst nach Tagen und einigen Verbesserungen auf die Flugdauer und die Bahndaten des Gagarin-Fluges einigen konnten. Und wieso starb der Pionier einige Jahre später auf (angeblich) nicht ganz zu erklärende Weise bei einem Flugzeugunglück? Die genauen Umstände seines Absturzes mit einer „MiG–15“ bei einem Übungsflug am 27. März 1968 sind bis heute nicht geklärt.

    Mord! – rufen einige Verschwörungstheoretiker. Aber auch die sogenannten Mainstreammedien haben sich inzwischen mit den sonderbaren Todesumständen befasst. Die Erklärungen reichen von einem Flugfehler von Gagarin selber, über die Vermutung, er sei betrunken gewesen, bis zu der Aussage, dass er absichtlich abgeschossen wurde.

    Wusste Gagarin zu viel, so dass man ihn beseitigen musste?

    War Gagarin wirklich der erste Mensch im All?

    Als Held der Sowjetunion hatte Juri Gagarin kühne Träume und Pläne. So sagte er nach seiner Mission auf einer Pressekonferenz in Moskau:

    Das fliegen hat mir gefallen. Ich will noch zur Venus und zum Mars fliegen.“

    Bis heute sind das mehr als ehrgeizige Ziele. Vom Mond sprach er seltsamerweise übrigens nicht …

    Unheimlich und rätselhaft wurde es, als Gerüchte aufkamen, dass bereits vor Gagarin sowjetische Kosmonauten ins All geschickt wurden. Infrarotaufnahmen, die vor dem kritischen Datum, jenem 12. April 1961, von amerikanischen Spionageflugzeugen aus gemacht wurden, scheinen darauf hinzuweisen, dass das Erdreich an Stellen, an denen zuvor noch sowjetische Raketen gestanden hatten, verbrannt war.

    Eine angebliche Ex-NASA-Mitarbeiterin erzählt in der Mystery-Radio-Tratschbude “Coast to Coast”, dass sie 1979 “Menschen auf dem Mars” gesehen habe (Bild: Carl Sagen am 26. 10. 1980 vor einem Modell des Viking-Landers / JPL / Bearbeitung L. A. Fischinger)
    Angebliche Ex-NASA-Mitarbeiterin behauptet, dass sie 1979 “Menschen auf dem Mars” gesehen habe (Bild: Carl Sagen vor einem Modell des Viking-Landers / JPL / Bearbeitung L. A. Fischinger)

    Wo waren diese Flugkörper geblieben? Waren sie ins All geschossen worden? Und wenn ja: Hatten sie Menschen an Bord?

    Einem Gerücht zufolge kreist seit dem 11. Februar 1959 eine russische Raumkapsel mit der Leiche Serenty Schiborins durch den Orbit. 28 Minuten nach dem Start sollen Funker noch Signale des Kosmonauten aufgefangen haben. Dann verstummte der Kosmonaut und man hörte angeblich nie wieder etwas von ihm.

    Das nächste menschliche Versuchskaninchen könnte Pjotr Dolgow gewesen sein, von dem es heißt, er habe am 11. Oktober 1960 auf Nimmerwiedersehen den Flug ins All angetreten. Chruschtschow persönlich soll ihn für diese Mission ausgewählt haben, behauptet István Nemere.

    Ihm zufolge hatte Dolgow den Auftrag, von unterwegs aus eine Grußbotschaft an die Mitglieder der UNO zu richten. Doch dazu kam es nie. Auch dieser Kosmonaut schien spurlos in den Weiten des Kosmos verschwunden zu sein. Zwar soll es eine Zeitlang noch Funksprüche und sogar SOS-Signale gegeben haben, die möglicherweise von Dolgow stammten, doch er kam nie wieder auf die Erde zurück.

    Zu einem ähnlichen Zwischenfall kam es angeblich am 2. Februar 1961, als in Turin von den Amateurfunkern Achille und Gian Battista Judica-Cordiglia Funksprüche eines Mannes, wahrscheinlich eines Russen, aufgefangen wurden. Dem Anschein nach von einem Menschen in höchster Not, worauf Erstickungsgeräusche schließen lassen. Dann brach der Kontakt mit dem mutmaßlichen Kosmonauten ab.

    Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

    War es ein russischer Kosmonaut, der in seiner Raumkapsel erstickte und dessen unglückliche Mission von der UdSSR verheimlicht wurde?

    Die Aufnahmen wurden damals kontrovers diskutiert. Sogar als „gefälscht“ wurden sie angesehen, zum Beispiel von dem schwedischen Raumfahrtkenner Sven Grahn. (Auch in der Schweiz fing damals übrigens der Funkamateur Walter Kunz solche Funknachrichten aus dem All auf.)

    Heute sind die Mitschnitte aus Italien für jedermann unter judicacordiglia.it zu finden. Ebenso wie der Funkkontakt mit einer Kosmonautin, die unbemerkt von der Öffentlichkeit nach Gagarin am 23. Mai 1961 mit ihrer Raumkapsel in der Erdatmosphäre verglüht sein soll.

    Russen auf dem Mond?

    1975 machte der spanische Schriftsteller und Journalist Juan José Benítez von sich reden, als er die Behauptung aufstellte, sogar schon einige Monate vor den Amerikanern hätten zwei Russen dem Mond einen Besuch abgestattet. In geheimer Mission wären sie auf der Rückseite unseres Trabanten gelandet, um seltsamen „Lichtsignalen“ („Moonblicks“ genannt) nachzugehen.

    Hier könnte man spekulieren, dass Gagarin auf der oben genannten Pressekonferenz in Moskau deshalb nicht vom Mond sprach, da für unseren Trabanten bereits andere Kosmonauten vorgesehen waren. Darum wollte Gagarin „zur Venus und zum Mars fliegen“, wie er sagte.

    Benítez behauptet aber noch weit mehr über diese verdeckte Mondmission der UdSSR:

    Einer der Kosmonauten entdeckte (…) in der Nähe ihrer Landestelle so etwas wie Anlagen und Gebäude, die jedoch auf den ersten Blick verlassen schienen.“

    VIDEO: Alien-Basis und/oder UFO auf dem Mond entdeckt? ( (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
    VIDEO: Alien-Basis und/oder UFO auf dem Mond entdeckt? (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

    Nachdem die beiden Männer der Bodenkontrolle von ihrer Beobachtung berichtet hätten, seien sie, so Benítez weiter, auf die scheinbar verlassene Alien-Basis zugegangen. Doch plötzlich nahmen sie dort eine Bewegung wahr. Scheinbar war die außerirdische Mond-Station doch nicht „aufgegeben“, wie zuvor angenommen.

    So griff einer der Kosmonauten zur Waffe und schoss auf ein Lebewesen oder einen Roboter an dieser Mond-Alien-Basis. Das Geschoss prallte jedoch von seinem Ziel ab und der Kosmonaut kam dabei selbst ums Leben …

    Da stellen sich zahllose Fragen.

    War es damals überhaupt möglich, von der Rückseite des Mondes aus zur Erde zu funken? Ohne einen Mond-Satelliten der Sowjets, der die Funksignale weiter zur Erde leitet, funktioniert das nämlich nicht. Warum hätten die Kosmonauten eigentlich bewaffnet sein sollen? Und das sind nur die nächstliegenden Überlegungen bei dieser merkwürdigen Geschichte.

    Was wusste der Westen?

    Bereits am 14. Januar 1961 berichtete der angesehene britische „Observer” unter Berufung auf einen Paul Hickman vom „United States Armed Forces Industrial College Staff“ dass den USA der Name eines von zwei Kosmonauten bekannt sei, die vor Gagarin im All waren. Zwei Raumfahrern der Sowjetunion, die nie wieder auf der Erde zurück kamen und im Orbit starben.

    Es gibt sogar einen ehemaligen Testpiloten, Helden der Sowjetunion und Kosmonauten, der bis zu seinem Tod 2010 behauptet: „Ich war vor Gagarin im All!“ Sein Name: Wladimir Sergejewitsch Iljuschin, hoch dekorierter Generalmajor, Rekordhalter und Jagdflieger des 2. Weltkriegs.

    VIDEO & ARTIKEL: Der "Black Knight Satellit": Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA's Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
    VIDEO & ARTIKEL:Der Black Knight Satellit der Ancient Aliens und ein 1955 explodiertes UFO im Erdorbit: Die Fusion zweiter Mysterien zu einem (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

    Seinen Angaben zufolge startete er am 7. April 1961 (fünf Tage vor Gagarin) mit dem Raumschiff „Rossiya“, umrundete die Erde dreimal und landete dann wieder in China. Zwar schwer verletzt, aber er kam wenigstens zurück auf die Erde. Die Verletzungen von Iljuschin bei seinem Crash waren jedoch so schwer, dass er in er in China im Krankenhaus blieb. Offiziell wurde seine Abwesenheit mit einem Autounfall erklärt.

    Fünfjährige Recherchen und Interviews mit Ilyuschin, die der TV-Produzent Dr. Elliott Haimoff für eine Dokumentation in der Reihe „Phenomenon – The Lost Archives“ durchführte, scheinen diese Behauptung zu bestätigen. Demnach wussten auch die USA davon.

    Warum die Öffentlichkeit von diesen Pannen, sollten sie sich denn je ereignet haben, nichts erfuhr, lässt sich, glaube ich, leicht erklären. Raumfahrt war während des Kalten Krieges ein wichtiges Instrument der Weltpolitik. Und auf diesem Gebiet wäre in den Augen der Kontrahenten jede Schlappe einer ernst zu nehmenden Niederlage gleichgekommen.

    Ist eine solche Geheimhaltung aber auch heute noch nötig? Wohl kaum. Wenn es vor Gagarin Menschen aus der UdSSR im All gab, liegen die Belege dafür sicher in den Archiv Russlands. Ganz zu schweigen von der behaupteten Mondlandung der Russen, von denen Juan José Benítez berichtete.

    Vielleicht sind es nur Verschwörungstheorien. Die „Antworten“ auf entsprechende Anfragen, die ich 2010 an die NASA und dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) richtete, machen es auch nicht besser: Keine.

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

    Interessantes zum Thema “Raumfahrt” bei amazon.de:

    , , , , , , , , , markiert <

    Geheimkammern im Grab des Tutanchamun: Gibt es sie – Ja oder Nein? Forscher suchen nun die endgültige Klärung! +++ YouTube-Video +++

    Die Geheimkammer im Grab des Tutanchamun: gibt es sie ja oder nein? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
    Die Geheimkammer im Grab des Tutanchamun: gibt es sie ja oder nein? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

    Geheime Räume im Grab des Pharao Tutanchamun gefunden! Bisher unbekannte Geheimkammern im Tal der Könige entdeckt. Diese Meldungen machten vor 2 Jahren die Runde in der Weltpresse. Angeblich seien damals mittels Bodenradar und Hinweisen in der Grabkammer des Pharao Hinweise auf versteckte Räume entdeckt worden. Auf diesem Blog und in einem YouTube-Video habe hatte ich darüber bereits mehrfach berichte. Dann wurde es still um die Spekulationen der Forscher und des Archäologen Nicholas Reeves. Bis jetzt! Derzeit sind Wissenschaftler aus Italien dabei, die Frage nach den Geheimkammern des Tutanchamun abschließend und endgültig zu klären. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Video auf meinem YouTube-Channel!


    +++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Aktuell sind Wissenschaftler aus Turin in Italien um Franco Porcelli dabei, am Grab des Tutanchamun unweit von Luxor die Frage nach den Kammern endgültig zu beantworten.

    Ob es diese Geheimkammern im Königsgrab mit der Bezeichnung “KV 62” wirklich gibt? Das soll nach Abschluss der (Radar-)Untersuchungen „zu 99 Prozent“ beantwortet sein.

    Versteckte Räume – Ja oder Nein?!

    Die Forschungen bleiben spannend, wie Ihr es in diesem neuen Video von Grenzwissenschaft & Mystery Files erfahrt!

    Bleibt neugierig …

    +++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

    Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
    Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

    Interessantes zum Thema “Tutanachamun” und “Rätsel der Archäologie” bei amazon.de:

    , , , , , , , , markiert <

    Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe

    Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
    Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)

    Jesus von Nazareth ist sicherlich eine der bekanntesten Namen der Erde. Für die einen der Sohn Gottes, für andere ein weiser Prophet des Herrn und für andere nur einer der zahllosen “Störenfriede” im heutigen Israel im 1. Jahrhundert nach Christus. Also ein ganz normaler Mensch, der nicht nur seit dem Bestseller “Sakrileg” von Dan Brown in den Augen nicht weniger Menschen verheiratet war und auch Kinder hatte. Eine Boulevardzeitung in der Schweiz berichtete kürzlich, dass Forscher jetzt “mit neuster Technologie” und Gen-Analysen Verwandte und Nachkommen von Jesus im Heiligen Land aufspüren wollen. Nur eine krude Story à la Dan Brown – oder was genau steckt hinter diesem Forschungsprojekt? Ein Fakten-Check und die Hintergründe.

     

    +++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Am 22. April titelte die Boulevardzeitung “Blick“:

    DNA-Spuren sollen weiterhelfen: Forscher suchen Verwandte von Jesus

    Nun könnte man schon allein anhand des Titels und vor allem, wo diese Meldung erschien, die Sache als “Sensationsgier” der Regenbogenpresse beiseite legen. Immerhin sind vor allem seit dem Weltbesteller “Sakrileg” von Dan Brown Berichte, Spekulationen und Meldungen über Jesus, seine Frau und seine Kinder weltweit enorm verbreitet.

    Auch wenn Dan Brown in seinem Roman die Story des wesentlich früher erschienen Sachbuches “Der heilige Gral und seine Erben” von 1982 übernahm, machte er diese Idee weltbekannt. Doch was die Schweizer Boulevardpresse in ihrem Beitrag berichtet, hat ausnahmsweise nichts mit irgendwelchen angeblichen Kindern und Ehefrauen von Jesus zu tun. Doch der Background ist tatsächlich sehr interessant.

    DNA von Jesus Christus?

    Lars A. Fischinger in der Grabeskirche vor dem Grab Jesu: Alles ein Fake? (Bild: L.A. Fischinger)
    Lars A. Fischinger in der Grabeskirche vor dem Grab Jesu (Bild: L.A. Fischinger)

    Laut dem Neuen Testament geschah nach der Kreuzigung von Jesus ein echtes Wunder biblischen Ausmaßes: Jesus Körper verschwand aus seinem Grab, da er wieder auferstanden sei. Er hatte den Tod überwunden und zeigte sich später auch seinen Jüngern um sie davon zu überzeugen, dass er leibhaftig wieder von den Toten auferstanden sei. Das feiern Christen in aller Welt mit dem Osterfest.

    Folglich ist seit rund 2.000 Jahren das Grab Jesu in der Grabeskirche in Jerusalem leer. Nur drei Tage habe dort laut Bibel der Leichnam Jesu gelegen, bis er auf wundersame Weise wieder auferstanden ist und später in den Himmel gefahren sein soll.

    Auch wenn nicht wenige Publikationen belegen wollen, dass Jesus in Wahrheit nicht tot gewesen sei und so nach einem dreitägigen “Koma” oder “Delirium” nach der Kreuzigung wieder unter den Lebenden weilte, ist eines unstrittig: Die Grabeskirche ist leer und es existiert weder eine Leiche noch irgendwelche Knochen usw. von Jesus.

    Da Jesus leibhaftig in den Himmel aufgefahren sein soll und nirgendwo organisches Material für DNA-Analysen von ihm vorhanden ist, stellt sich die Frage: Wie wollen nun laut dem Boulevard-Bericht Forscher mittels Gen-Untersuchungen das Mysterium um Jesus und seiner Nachkommen/Verwandten lösen? Ist die DNA vom Himmel gefallen?

    Die Suche nach dem Gencode Jesu

     Unser täglich UFO gib uns heute! Warum US-Mystery-Dokus am TV so sind, wie sie sind (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
    Unser täglich UFO gib uns heute! Warum US-Mystery-Dokus am TV so sind, wie sie sind (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

    Die beiden Forscher, die sich zusammengetan haben, um den Gencode von Jesus und seiner Verwandtschaft zu entschlüsseln, kommen aus zwei vollkommen unterschiedlichen Richtungen. Der eine ist der Geisteswissenschaftler und Priester Joe Butch Basile aus Fresno in Kalifornien (USA).

    Der andere ist George Busby, ein Gen-Forscher vom “Wellcome Trust Centre for Human Genetics” an der Universität in Oxford in Großbritannien. Ein DNA-Experte, der zuvor am “Institute of Zoology” des Londoner Zoo tätig war.

    Joe Basile wiederum ist “Pastor, Prophet und Evangelist an der Encounter Church und The Road Church” wie er sich bei Facebook bezeichnet. Einer der jungen und “poppigen” Geistlichen, die es in der USA sehr zahlreich gibt. Zusammen mit dem “History Channel” haben er und Busby in ihrer Dokumentation “The Jesus Strand: A Search for DNA” ihre Suche nach dem Gencode der Familie Jesus Christus am 16. April präsentiert.

    Hier muss man, wie bei der Meldung in “Blick” ein zweites Mal aufhorchen! Die Dokumentationen des US-TV diesen vor allem der Unterhaltung und an zweiter Stelle der Vermittlung von Wissen und Fakten. Das hatte ich Ende Januar 2017 in einem Beitrag bereits einmal genauer ausgeführt.

    Wie ernst kann man dann die Arbeiten von Busby und Basile bei ihrer Jagd nach DNA und der Verwandtschaft von Jesus nehmen?

    Die blutigen Hintergründe

    Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - befindet sich auf ihm die DNA von Jesus? (Bild: gemeinfrei)
    Ausschnitt vom “Turiner Grabtuch” – befindet sich auf ihm die DNA von Jesus? (Bild: gemeinfrei)

    Klar: Der Genetiker George Busby hat nicht von den sterblichen Überresten von Jesus ein Probe genommen, aus dieser den Gencode entschlüsselt und dann im Heiligen Land durch Massen-Gentests noch lebende Verwandte gesucht. Das ist schlicht nicht möglich, wie oben dargelegt.

    Möglich aber wäre der Umweg über christliche Reliquien, die direkt mit Jesus in Verbindung gebracht werden und die heute noch existieren. Nämlich die Grabtücher, die nach der Auferstehung laut Neuem Testament im leeren Grab Jesu in Jerusalem gefunden worden sein sollen. Denn diese existieren bis heute. So heißt es zumindest.

    Zum einen ist da das weltberühmte Grabtuch von Turin in Italien, seit seit Jahrzehnten für Kontroversen und Spekulationen sorgt. Ein Leinentuch von über vier Metern Länge, dass wahrscheinlich die bekannteste Reliquie des Christentums überhaupt ist, da sie die Vorder- und Rückseite eines gekreuzigten Mannes zeigt. Und dieser Mann sei eben Jesus von Nazareth und das Grabtuch von Turin ein bis heute erhaltenes blutige Beweisstück seiner Kreuzigung und Auferstehung. So zumindest die Gläubigen und Befürworter.

    Das andere Grabtuch ist das weniger bekannte aber nicht minder interessante Schweißtuch von Oviedo in der Kathedrale von San Salvador in Oviedo in Spanien.

    Bei diesem vollkommen verschmutzten Tuch in Oviedo soll es sich nach “gläubiger Lesart” um ein Grabtuch handeln, dass als Schweißtuch dem gekreuzigten Jesus um den Kopf gewickelt war. Dadurch drangen Blut usw. des Gekreuzigten in das Tuch und damit auch seine DNA. Und da auch auch dem Grabtuch von Turin Blut zu finden ist, liegen hier zwei mögliche Quellen vor, aus der die DNA von Jesus gewonnen werden kann.

    Das Schweißtuch von Oviedo in Spanien (Bild: Archiv M. Hesemann)
    Das Schweißtuch von Oviedo in Spanien (Bild: Archiv M. Hesemann)

    Vorausgesetzt natürlich, dass beide Stoffe wirklich von der Kreuzigung Jesu stammen und sich darauf wirklich sein Blut befindet (und die Reliquien überhaupt 2.000 Jahre alt sind). Das sind folglich schon überaus unsichere Voraussetzungen, denen sich Busby und Basile bei ihrer Suche nach der DNA von Jesus und seiner Verwandtschaft gegenüber sehen.

    Obwohl beide Tücher überaus spannende Objekte sind, die sogar eine ganze Reihe von Übereinstimmungen zeigen, die auf einen gemeinsamen Ursprung schießen lassen, kamen die beiden “GEN-Hunter” zu einem Ergebnis. Das war auch nicht zu erwarten. Schon im Vorfeld der Erstausstrahlung der Doku zu Ostern nicht.

    Obwohl beide Tücher überaus spannende Objekte sind, die sogar eine ganze Reihe von Übereinstimmungen zeigen, die auf einen gemeinsamen Ursprung schießen lassen, kamen die beiden “GEN-Hunter” zu einem Ergebnis. Das war auch nicht zu erwarten. Schon im Vorfeld der Erstausstrahlung der Doku zu Ostern nicht.

    Wie ich zum Beispiel in einem Vortrag 2009 (zu finden auf meinem YouTube-Kanal) oder in meinem Buch “Das Wunder von Guadalupe” zu zeigen versuchte, sind die Übereinstimmungen der (Blut-)spuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo schon sehr spannend. Sie lassen sich sehr gut mit einem Gekreuzigten in sehr vielen Details in Zusammenhang bringen, der diese beiden Tücher um oder über seinen Körper und Kopf trug.

    Sakrileg!

    Überlagerung der Blutspuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo: es scheint mehr als Zufall zu sein! (Bild: Archiv M. Hesemann)
    Überlagerung der Blutspuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo: es scheint mehr als Zufall zu sein! (Bild: Archiv M. Hesemann)

    Wenn nun aber zwei Interessierte zusammen mit dem “History Channel” nach Turin und Oviedo kommen, um Proben der verehrten Jesus-Reliquien nehmen wollen, ist die Antwort der Verantwortlichen wohl klar. Auch hat der US-Doku-Sender “Discovery Channel” zahlreiche Gläubige und Geistliche bereits einmal mit einer Jesus-Doku zu Ostern 2015 verärgert.

    Welcher US-Doku-Sender auch immer angekommen wäre, das Ergebnis wäre eine ähnliche Unterhaltungs-Show gewesen. Man kann nicht einfach mal eben nach Turin und Oviedo fahren und dort irgendwelche Proben der an diesen Orten verehrten heiligen Reliquien nehmen. Das ist sicher auch jedem klar, der mit Kirche, Jesus und Christentum “nichts am Hut” hat, um es einmal lapidar auszudrücken.

    In der Sendung “Das Jesus-Grab” wurde damals das angeblich echte Familiengrab von Jesus in Talpiot in Jerusalem “nachgewiesen”. Inklusive seiner Frau und deren Kind. Gleichzeitig wurde mit dieser Behauptung natürlich das Jesus-Grab in der Grabeskirche von Jerusalem als Schwindel, Fake, Irrtum oder wie auch immer denunziert. Für gläubige Christen war und ist diese Doku ganz einfach ein Sakrileg.

    Das die Sendung dann auch noch zu Ostern (Karfreitag), dem Fest der Auferstehung, ausgestrahlt wurde, machte es nicht besser. Auch nicht, dass bereits 2007 das Thema in der englischen Original-Dokumentation mit dem Titel “The lost Tomb of Jesus“ Thema war.

    +++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

    Verantwortlich für die Dokumentation um das angeblich echte Grab von Jesus war damals übrigens James Cameron, der erst kürzlich “Atlantis entdeckt” hat. Für einen US-Doku-Sender, natürlich.

    Der Eingang der Grabeskirche in Jerusalem: Hier soll Jesus auferstanden sein (Bild & Montage: L. A. Fischinger / Jesu: gemeinfrei)
    Der Eingang der Grabeskirche in Jerusalem: Hier soll Jesus auferstanden sein (Bild & Montage: L. A. Fischinger / Jesu:  gemeinfrei)

    Obwohl das Turiner Grabtuch und auch das Schweißtuch untersucht wurden und auch Proben genommen wurden, sind DNA-Funde auf diesen so oder so umstritten.

    Im Laufe der Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende könnten genetische Spuren auf beiden Reliquien nicht zwingend Jesus Christus zugeordnet werden. Obwohl auch diese Aussage wiederum strittig ist, da die Blutspuren beider Tücher beispielsweise dieselbe seltene Blutgruppe haben. Ist es wirklich das Blut des Messias?

    Eine 3. DNA-Quelle?

    Die Voraussetzungen für George Busby und Joe Basile bei ihrer Jagd nach Verwandten von Jesus waren grundsätzlich schlecht. Da sollte es auch nicht verwundern, dass in der US-Dokumentationen “The Jesus Strand: A Search for DNA” letztlich kein abschließendes Ergebnis herauskam. Was, am Rande erwähnt, bei zahlreichen solcher Mystery-Sendungen aus den USA der Fall ist …

    Trotzdem wollten Basile und Busby bei ihren Nachforschungen noch eine dritte DNA-Quelle hinzuziehen. Dabei handelte es sich um Knochen, die von Johannes dem Täufer stammen sollen. Eine sehr bekannte Personen aus dem Neuen Testament, die laut Bibel Jesus einst taufte und große Verehrung genossen habe. Angeblich könnte er mit Jesus verwandt gewesen sein, wie einige Bibelforscher vermuten. Träfe das zu, müsste sich eben eine genetische Verwandtschaft nachweisen lassen.

    Der Stab des Mose und die Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
    Reliquien gibt es überall: Der Stab des Mose und die Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

    Doch auch diese genetische Spur steht auf mehr als wackeligen Füßen.

    Die angeblich echten Knochen des Täufers wurden 2010 bei Ausgrabungen auf der Insel Sweti Iwan im Schwarzen Meer (Bulgarien) entdeckt. Dort lagen sie in einer Urne aus Marmor in der Klosterkirche St. Johannes und waren mit der Inschrift “Johannes der Täufer” beschriftet.

    Ebenso fanden sich weitere Objekte im Umfeld, die sich auf Johannes den Täufer bezogen, wie bei einer Pressekonferenz am 1. August 2010 bekannt geben wurde. Für den Entdecker, der Archäologe Prof. Kazimir Popkonstantinov von der Universität Veliko Turnovo sicher der Fund seines Lebens.

    Unter anderem wurde ein Zahn, ein Stück Schädel und ein Fingerknochen auf Sweti Iwan geborgen. Eine Datierung des Fingers an der Universität Oxford zeigte, dass dieser Knochen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammt und würde damit zeitlich zu Johannes passen. Spätere DNA-Analysen an der Universität Kopenhagen durch den Biologen Prof. Eske Willerslev rundeten dann die mutmaßliche Sensation ab. Sie ergaben, dass alle drei Teile von einem Mann stammen und dieser im Nahen Osten gelebt haben muss. Also im Land Jesus Christus und des Täufers Johannes.

    “12 Hände und sechs Köpfe”

    Der Kölner Dom: Liegen hier tatsächlich die heiligen drei Könige? (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)
    Der Kölner Dom, auch hier gibt vermeintlich echte Reliquien: Die Gebeine der heiligen drei Könige … (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)

    Das war es dann auch mit den Fakten rund um die Knochen von Johannes dem Täufer aus Bulgarien. Obwohl 2012 weltweit die Medien über die interessanten Ergebnisse der Untersuchungen berichteten, heißt das eigentlich nichts. Tom Higham von der Universität Oxford gab auch klar zu bedenken:

    Wir hatten erwartet, dass die Knochen aus einer jüngeren Zeit stammen, vielleicht aus dem dritten oder vierten Jahrhundert.

    Das Ergebnis passt eindeutig zu jemandem, der im ersten nachchristlichen Jahrhundert gelebt hat. Ob diese Person Johannes der Täufer war, ist eine Frage, die wir noch nicht zweifelsfrei beantworten können – und wahrscheinlich auch nie werden.”

    Fraglos ist es erstaunlich, dass hier Knochen eines Mannes aus dem 1. Jahrhundert entdeckt wurden, der noch dazu wahrscheinlich im Nahen Osten gelebt hat. Aber nur weil Johannes drauf steht, muss nicht Johannes drin sein. Reliquien von Johannes dem Täufer gibt es nicht wenige. Zwar nicht so viele wie von Jesus, aber eine doch recht ansehnliche Anzahl. Von Köpfen bis Hände ist alles dabei, was angeblich von Johannes dem Täufer stammt.

    Bereits 2012 gab beispielsweise “Reuters” zu bedenken, dass, wären all diese Johannes-Reliquien authentisch, “die biblische Figur wohl 12 Hände und sechs Köpfe gehabt hat”.

    Immerhin gilt Johannes seine Existenz zur Zeit Jesu als verbürgt. Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus aus dem 1. Jahrhundert, bis heute eine überaus wichtige Quelle der Geschichte des Nahen Ostens zu biblischen Zeiten, erwähnt ihn in Band 18 der “Jüdische Altertümer“. Umstittener ist dann wieder die Verwandtschaft zwischen Jesus und Johannes. Immerhin eine Voraussetzung für George Busby und Joe Basile bei der Suche nach Verwandten von Jesus.

    Johannes der Täufer tauft Jesus Christus (Bild: gemeinfrei)
    Johannes der Täufer tauft Jesus Christus: Waren beide verwandt? (Bild: gemeinfrei)

    Jesus und Johannes könnten laut dem Evangelium des Lukas tatsächlich Cousins zweiten Grades gewesen sein. Bei Lukas heißt es in der Geschichte, als ein Engel der Maria ihre Schwangerschaft mit Jesus verkündet:

    Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar hieß.“ (Lk. 1,36)

    Dieser Knabe der Elisabeth soll Johannes der Täufer gewesen sein, wie es in Lukas ab 1,57 beschrieben wird. Darin heißt es auch, dass Johannes erst nach seinem Vater Zacharias bekannte wurde, aber Elisabeth sich durchsetzte und “er soll Johannes heißen”. “Denn die Hand des Herrn war mit ihm”, so Lk. 1,66.

    Nur leider schweigt das Neue Testament sich aus, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis Maria und Elisabeth standen. Vermutet wird, dass sie Cousinen waren. Zumindest aber könnte die Gen-Forschung tatsächlich solche Verhältnisse nachweisen – hätte sie authentische Proben.

    Der “History Channel”, George Busby und Joe Basile hatten von vornherein für ihre Dokumentationen auf der Suche nach Jesus Verwandtschaft überhaupt keine wissenschaftlich gesicherte Grundlage. Das Ergebnis, dass man eben zu keinem Ergebnis kommt, stand schon vor Drehbeginn fest. US-Science-Unterhaltung eben.

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

    (Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

    ►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger

    Interessantes zum Thema:

    , , , , , , , , , , , , , , , , , markiert <